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Freitag, 27 Februar, 2009

Buch: Gräser im Garten**

Anja Kolberg: Gestaltungsideen, Pflanzenporträts und Pflege bietet dieser 160 Seiten schwere Bildband mit 180 farbigen Abbildungen. Zunächst stellen die Autorinnen Katharina Adams und Petra Pelz Gräser in ihrem natürlichen Lebensumfeld vor, um dann in die Gartengestaltung mit Gräsern einzusteigen. "Das Haar der Erde" setzt Linien und Akzente, begleitet Stauden, Rosen und Gehölze, umfasst Teiche, verzaubert in Kübeln und dient als Sichtschutz. Im Jahresverlauf überzeugen die Halme mit ihrer Gestaltungskraft, besonders im Winter, wenn sich die Stauden zurück gezogen haben, erfreuen sie die Gartenliebhaber mit ihren Samenständen und dem glitzerndem Frost auf ihren Halmen. Die Autorinnen stellen Pioniere und Freunde der Gräserzüchtung und -gestaltung vor und portraitieren die schönsten Gräser (wozu auch der Bambus gehört).

Ein Fundus an Wissen rund um die Welt der grünen Gestaltungsmeister. Die Fotografien machen Lust auf mehr Gräser im Gartenreich und eigene Pflanzexperimente. Kleiner Wermutstropfen: Ich hätte mir bei der für mit etwas unübersichtlichen Pflanzenvorstellung zu jeder Beschreibung ein Foto gewünscht. Anja Kolberg


Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Buch: Garten + Natur

Buch: Gartenverführung***

Anja Kolberg: Nach ihrer Gärtnerlehre in Hamburg ging Autorin Gabriella Pape nach Großbritannien, wo sie zur Garten- und Landschaftsarchitektin ausgebildet wurde. Sie gründete mit ihrer Kollegin ein Designbüro und gewann renommierte Preise. Der Bildband baut auf ihrer 20jährigen Erfahrung auf.

Gabriella Pape möchte Gartenliebhaber beim Gestaltungsprozess des eigenen Gartens unterstützen. Dazu stellt sie zwanzig von ihr entworfene Gärten mit Fotos, Zeichnungen, Rahmenbedingungen und ausführlichen Beschreibungen vor. Darunter sind Hinterhöfe, Landsitze, tropische Gärten, riesige Gartenanlagen, die neu gestaltet wurden und solche, wo Bestehendes mit einbezogen wurde. Sogar ein kompletter Gartenumzug ist darunter und auch ein Bericht über ihre Teilnahme an der renommierten Chelsea Flower Show (großartige Geschichte!! - ich hätte gern noch mehr darüber gelesen). Die Autorin will uns wieder Lust aufs Gärtnern machen, so vergleicht sie die Einstellung englischer Gartenbesitzer mit denen der deutschen (gärtnern - im Garten arbeiten), gibt kurz historische Rückblicke in unsere Gartenkultur und sagt, welche Überlegungen sinnvoll sind, wenn man den Garten von einer Fachkraft gestalten lassen möchte: Welcher Gartentyp bin ich? Welche Formen und Materialien mag ich? Wie will ich den Garten nutzen?

Gabriella Pape teilt ihr Wissen, zum Beispiel durch die Benennung von Pflanzen, die eingesetzt wurden oder durch die Herausforderungen, die die vorgestellten Gartengestaltungen mit sich brachten und wie sie gelöst wurden. Es macht einfach Spaß, der Expertin "zuzuhören", wenn sie von ihren Erfahrungen berichtet und sich dabei von ihren Beispielen der Gartenkunst verführen zu lassen... Ich habe richtig gespürt: Das ist eine Frau, die ihren Beruf liebt und über einen großen Erfahrungsschatz verfügt, den sie gerne teilt. Dieses Buch ist ein wirklicher Garten-Schatz! Wenn ich ein Grundstück zu gestalten hätte und das passende Kleingeld, ich würde mich vertrauensvoll in die Hände von Gabriella Pape begeben. Ich wünsche mir schon ein weiteres Buch von ihr: Und zwar eines, wo man mehr und detaillierte Vorher-Nachher-Bilder sieht und Berichte von den Bauarbeiten. Die Projekte sind teilweise so riesig, die Bauzeit zieht sich sogar bei einigen über Jahre, ich frage mich, wie hat die Verwandlungsphase ausgeschaut? Wie verändert sich der Garten während dieser Zeit im Laufe der Jahreszeiten? Ich weiß, ein Mammutprojekt, aber eines nachdem sich meine Gärtnerseele sehnt. :o) Die Autorin gründete die Königliche Gartenakademie in Berlin-Dahlem. Anja Kolberg


Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Buch: Garten + Natur

Donnerstag, 26 Februar, 2009

Buch: Endlich gärtnern!**

Anja Kolberg: Gleich ob auf dem Fenstersims, dem Balkon, im Hinterhof, auf dem eigenen Grundstück oder einem "geliehenen" Garten (zum Beispiel von einer älteren Dame, die ihn nicht mehr pflegen kann) - die Gartenpublizistin Sabine Reber lädt mit diesem Buch ein, das Glück im eigenen Grün zu finden. Einfache Tipps und eine zweite Chance für Gartenmuffel und die, die glauben, keinen grünen Daumen zu besitzen.
Die Autorin erklärt einfach und mit ihren persönlichen Erfahrungen die wesentlichen Grundlagen, um sich ein eigenes Gartenreich zu schaffen. Wunderbar begleitet werden die Texte von bunten und lebendigen Fotographien, die Lust auf Natur und Frühling machen!

Ein schönes Geschenk für Einsteiger!


Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Buch: Garten + Natur

Wie verkürzt man die Winterzeit?

Das habe ich heute früh noch überlegt und ob ich habe auch darüber nachgedacht, ob ich vielleicht doch etwas Positives an den nicht enden wollenden kalten, grauen, düstren Wintertagen entdecken kann. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann der Winter das letzte Mal so hartnäckig war.

Irgendwie ist es dieser Tage so wie in Veränderungsprozessen, bei denen man kurz vorm Durchbruch steht, kurz bevor das Neue anfängt und man es einfach nicht mehr aushalten kann, aufgeben will, weil einfach kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist. Doch wenn die Nacht am Dunkelsten ist, steht der Sonnenaufgang kurz bevor. Also: Durchhalten!

 

Heute früh kam dann eine gute Botschaft nach der nächsten: Meine Freundin erzählte, am Wochenende sollen es hier in Köln um die 14 Grad werden. Jucheeee! Endlich wieder in den Garten. Und bis dahin weiß ich auch, wie ich mir die Zeit verkürzen kann: Eben kam eine Lieferung neuster Garten-Bücher aus dem Callwey-Verlag. Darin schmöckere ich jetzt und stelle Sie Ihnen dann vor.

Das ist ein herrlicher Zeitvertreib: Vorfreude!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2009, 1. Halbjahr

Glücksgefühle

... heute früh lese ich Ihre Reaktionen auf meinen Blogbeitrag "Vergleichen..." und freue mich. Ich freue mich, dass Ihnen der Beitrag so gut getan hat wie mir. Ich freue mich, dass ich meinen Weg weiter gehe, offen aus meinem Leben zu berichten. Ich bin froh, dass ich Sie teilhaben lasse, an meinem Weg, zu mir zu stehen und mich lieb zu haben und mich zu mögen, gerade weil ich bin wie ich bin. Nicht perfekt, aber glücklich! Und dass genau dieses Nicht-Perfekt sein das ist, was andere mögen.

Danke, dass Sie mir schreiben. Es sind Glücksgefühle auf meinem Weg. So wie Menschen, die mir auf dem Weg begegnen und sagen: "Ja, der Weg ist richtig." Und das tut gut, wenn man mit manchmal unsicherem Schritt unterwegs ist.

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2009, 1. Halbjahr

Mittwoch, 25 Februar, 2009

Vergleichen ist das Ende des Glücks...

... und der Anfang der Unzufriedenheit", sagte Sören Aabye Kierkegaard.

  • Wenn ich beginne, meinen Körper mit schlankeren, strafferen, gesünderen Körpern zu messen..
  • Wenn ich meine Schönheit mit der anderer Frauen vergleiche...
  • Wenn ich meine Beziehung neben die romantischer Liebesfilme stelle...
  • Wenn ich in Wettbewerb trete mit anderen Berufstätigen, die erfolgreicher, schneller, besser, weiter sind...
  • Wenn mir bewusst wird, dass mich jüngere überholt haben, weil sie schon geschafft haben, wovon ich noch träume...

... dann verliere ich mich selbst. Ich bemerke nicht den Schleier der Verzerrung, der über den anderen Geschichten liegen kann, kenne nicht deren wirkliche Wahrheit, weiß nicht die ganze Geschichte, sehe nicht die Retuschierungen, sehe nicht deren andere reale Seite. Ich kenne immer nur einen Teil der Geschichte. Und in dem Fall den Teil, der so schön glänzt. Und der macht traurig.

Dadurch, dass es mir überhaupt bewusst wird, öffnet sich die Chance zu Handeln. Ich kann den Blick weg von den Anderen auf mich selbst lenken und meine Einzigartigkeit entdecken, beobachten, schätzen lernen. Mich selbst lieben. Und feststellen: Ich bin genau richtig so wie ich bin. Einfach eine dufte Type!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2009, 1. Halbjahr

Oh, Kamelle!

Heute früh beim Gassigang: Überall auf dem Bürgersteig kleine Leckereien, die vom Karnevalszug liegen geblieben waren. Aufgerissene Gummibärchentütchen, Kaubonbons, knisternde Folie. Minu fühlte sich wie im Schlaraffenland und ich konnte gar nicht so schnell gucken und aufpassen wie sie die Nase über den Boden bewegte.

Und dann kam der Moment, der eine Sehnsucht in mir weckte: Für einen Moment Ruhe. Minu schnüffelt im Laub. Ein Sonnenstrahl fällt auf den Weg. Ich halte inne und lausche dem Zwitschern der Vögel. Es wird Frühling! Ja, zwar langsam, aber es wird. Ich spüre es, ich höre es - ich will es. Hoffentlich machst du es möglich, Petrus! Auf jeden Fall positiv ist, dass es am Morgen schon früher hell ist, das macht mir beim Aufstehen mehr Laune und die Pflanzen bekommen mehr Licht, treiben aus und verwöhnen uns bald mit noch mehr Frühlingsgefühlen!

Ich wünsche es mir sehr!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2009, 1. Halbjahr

Freitag, 20 Februar, 2009

Eintauchen in frühere Zeiten

Seit Samstag bin ich abgetaucht. Abgetaucht in Tagebücher, Fotoalben, Kisten mit Erinnerungen und Taschen voller Fotos. Das hat mir richtig gut getan und mir sind dadurch viele Sachen bewusst geworden. Eine Sache hat mich besonders gefreut: Wir sehen heute alle viel interessanter aus als früher. Keine Milchgesichter mehr sondern pures, spannendes Leben.

Und es ist schön, das Leben.

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2009, 1. Halbjahr

Donnerstag, 19 Februar, 2009

DVD: Das Lächeln der Sterne

Anja Kolberg: Adrienne braucht Zeit zum Nachdenken. Ihr Mann hat ihr beim Abholen der beiden Kinder eröffnet, dass er wieder zurück kommen will, nach dem er sie betrogen und einige Monate von ihr getrennt gelebt hat. Adrienne fährt an diesem Wochenende zur Pension ihrer Freundin ans Meer, die sie für einige Tage dort vertreten wird. Nur ein einziger Gast wird erwartet. Der hat seine Geschichte zu verarbeiten und beide finden während eines Hurrikans zueinander. Mit seiner Abreise ist ihre Geschichte noch nicht zu Ende.
Eine furchtbar traurige und furchtbar schöne Geschichte. Ich habe immer noch verquollene Augen vom Weinen. Keine Frage: Autor Nicholas Sparks ist ein großer Künstler! Ein Film, der nachdenklich stimmt, für einen stimmungsvollen Frauenabend! Anja Kolberg


Montag, 16 Februar, 2009

Weißt du noch?

Das waren Worte, die ich Samstag Abend oft gefragt habe. Mensch, war das ein schööööööööööööööööööööööner Abend! So viele waren zu der Wiedersehens-Karnevalsparty der katholischen Jugend nach Ommerborn gekommen. Zwanzig Jahre hatte ich viele nicht gesehen. Es hat mir soooo viel Freude bereitet, mich mit den Freunden von früher zu unterhalten. Mir ging es so richtig gut, ich bin regelrecht aufgeblüht! Und mein Hippie-Kostüm mit der Megabrille hat mir mächtig Spaß gemacht.

An dem Abend ist mir bewusst geworden, dass ich mich anders verhalte, je nach dem in welcher Umgebung ich mich befinde und mit welchen Menschen ich mich unterhalte. Als schlüpfe ich in andere Rollen. Auf der Party war ich glaube ich eine ganz schöne Quasselstrippe. :o)

Schön! Wissen Sie, was das Beste ist? Mein Gewicht spielte weder für mich noch für die anderen eine Rolle. Es war, als sei alles beim Alten und wir hätten uns vor einer Woche das letzte Mal gesehen.

Ich freue mich, dass die Organisatoren vor haben, das Treffen alle fünf Jahre statt finden zu lassen. Die Idee finde ich spitze!

Fröhliche Grüße aus Köln

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2009, 1. Halbjahr

Freitag, 13 Februar, 2009

Karneval

So richtig schön war eine Karnevalssitzung, auf der ich Mittwoch Nachmittag war. Die Katholische Frauengemeinschaft in Frechen-Grefrath hat sie ausgerichtet. Meine Freundin Babsi hatte mich gefragt, ob ich Lust habe, mitzukommen. Und da ich zumindest zwei der Frauen kannte, die dort auf der Bühne ihr Bestes gaben, stimmte ich zu.

Das Programm konnte sich sehen lassen: Stimmungsvolle selbstgetextete Stimmungslieder ("Karneval" ist mein Favorit), witzige Büttenreden und kleine Theaterstückchen, die zum Brüllen waren. Ich muss gerade an eine Tanzeinlage denken, bei der Frauen aller Altersstufen, Körpergrößen und -maße teilgenommen haben. Sie zogen als Putzfrauen mit Kopftuch, Kittel und Gummihandschuhen auf die Bühne. Nanu, was wird denn das? Dann schmetterte Tom Jones "Sex Bomb" auf die Bühne und die Damen legten einen Stripp hin, der sich sehen lassen konnte. Der Saal tobte. So mag ich Karneval!

Auch die beiden Damen, die ich kannte (Petra-Ute aus dem Blumenladen und ihre Freundin Petra) legten ein Theaterstückchen hin, das es in sich hatte: Kaffeekränzchen mit gaaaanz viel Sahne, und unzähligen Sahnestückchen, die sie auf der Bühne verschlungen haben (das war eine Leistung!) - eine Freundin saß mit am Tisch, die nur schwarzen Kaffee trank und nichts aß (sie machte eine Diät). Dafür rügte sie die beiden korpulenten Damen (die zwei haben sich mit unendlich viel Material toll vergrößert) unentwegt, wie sie denn so viel essen könnten und die Sahne.... sie sollten doch auf ihre Gesundheit achten. Die Zwei ließen sich nicht beeindrucken und aßen sogar unter dem Tisch weiter, wohin die Gesundheitspredigerin die Kuchen in Sicherheit gebracht hatte. Was machte die Abnehmjüngerin, als die Freundinnen weg waren? Sie stopfte alles in sich herein, was noch auf dem Tisch stand ... und dann kam die Dame vom Abnehmclub mit der Waage um die Ecke. Ich konnte teilweise gar nicht verstehen, was die Damen auf der Bühne sagten, so bebte der Saal. Ich hätte mir es noch mehrmals ansehen können - aber den beiden Hauptdarstellerinnen wäre das nicht zumutbar gewesen, ihnen war nachher wohl etwas schlecht...

So kenne ich Karneval von "zu Hause", die Sitzungen, die wir bei der Katholischen Jugend gebracht haben, waren ähnlich: Tänze, Büttenreden, Theaterstückchen, Lieder. Ach, was war das früher schööööön. Das ist einer der Vorteile, wenn man noch da wohnt, wo man aufgewachsen ist, weil man alle kennt und eingebunden ist.

Die Kostüme auf der Damensitzung waren allesamt eine Freude fürs Auge. Besonders angetan haben es mir die Damen, die uns gegenüber saßen: Sie waren sicherlich über 80, trugen Clownskostüme, rote Perücken und das Gesicht war natürlich auch geschminkt. Die hatten vielleicht einen Spaß! Oder die Dame, die bestimmt auch über 80 war und eine lange blonde Zopfperrücke trug. Das sah so süß aus! Ich liiiiiiebe Kostüme!

Wie ich von meiner Mutter hörte, bastelt meine Oma derweil an weißen Pudeln. Mein Cousin macht mit seiner Clique dieses Jahr die Jakobsisters nach und da gehört ja ein weißer Pudel dazu. Ich bin mir sicher, sie werden auch dieses Jahr wieder einen Preis für das schönste Kostüm auf der Sitzung ergattern!

Ich freue mich auf die Karnevalsparty morgen zu Hause im Bergischen, dann besuche ich meine Familie und übernachte bei meiner Oma. :o) Ab Weiberfastnacht bis Aschermittwocht wird es dann ganz ruhig, man glaubt es nicht, aber es ist - wenn nicht gerade der Zug durch die Straße geht - so ruhig wie an Weihnachten. Das mag ich.

Ein schönes Wochenende!

Anja Kolberg

PS: Ich habe seeeehr gut geschlafen und Minu auch - die ganze Nacht!! *hüpf*

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2009, 1. Halbjahr

Donnerstag, 12 Februar, 2009

Hundemami-Sorgen

Huhu da draußen,

heute erleben Sie eine ziemlich müde Anja Kolberg. Die dritte Nacht in Folge spielte unser Hund "Terror-Biene", wie wir sie dann liebevoll nennen. Das Gute zuerst: Es wird immer weniger.

Noch vor einer Woche dachte ich: "Wir haben das Wind-Problem gelöst!" Wir haben sie konsequent ignoriert und freundlich (nicht mehr genervt) in ihr Körbchen geschickt, wenn sie wegen des Windes tags oder nachts aufgeregt über das Parkett lief (es ist eine Folter-Methode...) und zudem nachts noch in unser Bett sprang. Das hat wahrhaftig geklappt. Nach einer halben Stunde war Ruhe. Ich fühlte mich wie auf Wolken! Ein unbeschreibliches Glücksgefühl! Endlich.

Und vor drei Tagen, als wieder einmal ein Wetterumschwung war und nachts ordentlich Wind war, ging es über die halbe Stunde hinaus. Gut, oben unterm Dach ist es wirklich nicht leise. Es klappert und pfeift ganz schön. Drei Stunden (!) von drei bis morgens halb sieben, als mein Mann aufstand hechelte Minu übers Parkett, sprang aufs Bett. Ich bin neben an ins Gästezimmer gezogen und habe die Türe zu unserem Schlafzimmer geschlossen, damit wenigstens mein Mann Ruhe fand, ich kann ja morgens die fehlende Schlafenszeit ein wenig ausgleichen. Doch die Erfahrung lehrt mich: Ein guter Nachtschlaf lässt sich einfach nicht mehr aufholen...

In den folgenden Nächten blieb ich konsequent. Mir war einfach wichtig, es nicht wieder einreißen zu lassen (und Minus Wunsch nachzugehen mit ihr im Wohnzimmer zu schlafen). Ich will nicht mein Leben lang bei Wind auf der Couch schlafen! Also freundliche Konsequenz und Ignorieren. Man glaubt gar nicht wie anstrengend das ist, vor allem nachts. Aber weder dem Hund noch uns ist langfristig geholfen, wenn wir ihrem Aufgeregtsein Aufmerksamkeit schenken. Das schlimme ist: Gibt man nach einer Stunde Terror klein bei, weil man einfach nicht mehr kann, merkt sich das der liebe Vierbeiner und weiß ab sofort: 'O.k., ich muss über eine Stunde nerven, dann bekomme ich was ich will.' Himmel, was für eine Aufgabe hat uns das Leben da geschenkt.

Ich bin ein Mensch, der seinen Schlaf unbedingt braucht, der den ganzen Tag neben der Spur ist, wenn er nachts so gequält wird. *Schrei*Heul* Sie merken, ich muss mich einfach ausheulen und weiß, es gibt nur einen Weg der Lösung: Durchhalten! Es wird ja besser.

Vorletzte Nacht, als ich ins Gästezimmer (liegt gleich neben unserem Schlafzimmer) gezogen bin, habe ich es geschafft, dass sie sich neben mein Bett auf den Boden gelegt hat und dort zu 50% liegen blieb und schlief. Das ist ein großer Erfolg zu vorher 100% Terror. Der Vorteil des Gästebettes ist auch, dass sie dort nicht draufspringt wie sie das bei unserem Ehebett macht. Diese Nacht hat sie sich sogar gleich vor das Gästebett gelegt, als ich mich dorthin verzogen habe. Strike! Wenn das mal kein kleiner Erfolg ist!

So viel von der Erziehungsfront. Ich halte weiter durch. Bitte keine Tipps, was man alles anstellen könnte, wir haben schon alles probiert. Gerne lese ich Erfahrungsberichte von Hundeeltern, die ähnliches durchmachen, das tut richtig gut, weil ich mich nicht wie eine Versagerin fühle. Ein dickes Dankeschön diesmal hier über den Blog nach Amerika zu meiner Klienten Solveig, die uns mit liebevollen ermutigenden Mails Hoffnung gegeben hat, das Stressthema Schritt für Schritt zu lösen.

Eines ist sicher: Das Thema ist zwar noch nicht überstanden, ich bin aber felsenfest überzeugt, dass wir es schaffen werden.

Entschlossene & hundemüde Grüße

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2009, 1. Halbjahr

Infos von Ausbildung bis Zeitarbeit

Ausbildung

Ausland

  • JOB IM AUSLAND? Was erwartet mich?
    Die Landeskundlichen Informationsseiten bergen einen Schatz an Informationen über das Arbeiten in Entwicklungsländern, die man durchaus auch für Urlaubsreisen in diese Länder durchlesen kann.

  • Im Ausland oder in der Entwicklungspolitik arbeiten
    Besuchen Sie doch einmal die Seite von InWEnt, deren Gesellschafter die Bundesregierung Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die Carl Duisberg Gesellschaft als Vertreterin der Wirtschaft und die Deutsche Stiftung für internationale Entwicklung als Vertreterin der Länder sind. InWEnt - Internationale Weiterbildung und Entwicklung steht für Personal- und Organisationsentwicklung in der internationalen Zusammenarbeit. Sie sind auf deren Webseite richtig, wenn Sie

    • eine Weiterbildung im Ausland belegen wollen und Hilfe von Programmauswahl bis Finanzierung wünschen

    • Förderprogramme zur Entwicklungspolitischen Bildung ansehen möchten

    • Informationen zur Entwicklungspolitik suchen

    TIPP! Aktuelle Stellenangebote bei InWEnt direkt sind übrigens unter "Über InWEnt" versteckt.

  • Entwicklungspolitik Online - das Internet-Portal ist eine Quelle an aktuellen Nachrichten, Hintergrundberichten, Informationen zu internationalen Organisation und  Entwicklungshilfeprojekten, Links zu vielen Fachgebieten wie Armut, Menschenrechte, Ernährung, Katastrophenhilfe, Umwelt, Korruption, Gesundheit. Dazu gibt es eine Jobbörse und eine tolle Kinderseite: Wer sich für internationales interessiert - ein Link, der mehr als lohnt.

  • Internationale Jobbörse: Worldwidejobs

  • USA: Greencard-Lotterie - Verdienstmöglichkeiten - Start Abroad Ein Leitfaden für Neulinge in den USA und speziell in New York von einem Deutschen. Mit Newsletter und tollen Insidertipps

Berufsrecherche
  • BerufeNet der Bundesagentur für Arbeit
    "Die Datenbank für Ausbildungs- und Tätigkeitsbeschreibungen
    ermöglicht einen einfachen und schnellen Zugriff auf umfassende Informationen zu über 5.800 Berufen in Deutschland. Es kann online auf Beschreibungen von ca. 1.800 geregelten Ausbildungen und 4.000 beruflichen Tätigkeiten zugegriffen werden. Die Daten werden laufend redaktionell überprüft und monatlich aktualisiert. Mit insgesamt ca. 210.000 Querverweisen zu anderen Informationssystemen (Stellen- und Bewerberbörsen, Bildungsdatenbanken, Rechtsquellen, Adressen und weiteren Medienangeboten) können zielgenau zusätzliche Informationen abgerufen werden ." so die Agentur für Arbeit 
    Sie können Berufsbezeichnungen nach A-Z, nach Themen oder  Systematik (z.B. Dienstleistung, Handwerk) suchen. In den Kurzbeschreibungen der Berufe erfahren Sie wesentliches zu Tätigkeit, Ausbildung, Adressen für Ausbildung und Medien (!). Die direkte Verlinkung mit der Stellenbörse der Arbeitsagentur und weiteren Stellenbörsen macht die Sache wirklich rund. Einfach mal den eigenen Beruf eingeben und so das Spektrum dieser Datenbank kennen lernen. Dann beginnt schon die Lust, nach neuen Tätigkeiten zu suchen.

  • Nach Interessen recherchieren?
    Dann empfehle ich Ihnen die Seite INTERESSE : BERUF der Arbeitsagentur. Eine Datenbank errechnet aufgrund 41 möglicher Interessen, die zu Ihren favorisierten Interessen passenden Berufe. Dazu gibt es dann Kurzinformationen, direkte Links zum BerufeNet, zu Stellenbörsen und Ausbildungsbetrieben. Ein dickes Lob für die Bundesagentur für Arbeit!

Minijobs
  • Ab 1.4.2003 sind die neuen Regelungen für die geringfügigen  Beschäftigungen (jetzt 400 Euro) - genannt Minijobs - in Kraft getreten. Informationen bietet die Minijob-Zentrale

Mobbing

Studieren

  • Informationen zur Berufs- und Studienwahl

  • Bafög-Rechner der Bundesregierung
    Ausbildungsförderungsgesetz mit Beispielen, kostenlose Hotline

  • Fernstudien-Angebote an deutschen FHs im Überblick
    Ob Master of Business Administration, Internationales Marketing, Dipl. Kauffrau oder Wirtschaftsingenieurin. Die Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen bietet einen qualifizierten Überblick an Fernstudienangeboten mit staatlich anerkannten Abschlüssen.

  • Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) in Köln
    Hier finden Sie u.a. eine Fernlehrgangsdatenbank, den Ratgeber für Fernunterricht sowie umfangreiche Links für Teilnehmer und Veranstalter (Zum Beispiel Übersichtslisten, welche Hochschule Fernstudien anbietet oder welche EU-Projekte es zu diesem Thema gibt.)

  • Studis-Online: von Studienplatztausch bis Studentenrabatte

  • Studieren im Netz
    Zentrale Anlaufstelle für Studienbeginner, Studierende, Hochschullehrer und alle, die sich für das Studium mit der Maus interessieren. Alle online verfügbaren Studienmöglichkeiten deutscher Hochschulen erreicht der Nutzer über den direkten link zum Angebot. Er kann aus über 1.000 Angeboten wählen und die Zahl wächst täglich. Hochschulen können jederzeit neue Angebote eintragen. 

  • Suchmaschine rund ums Studium
    Adressen, Öffnungszeiten, Infos zu Abschlüssen

  • Bonding (Studenteninitiative u.a. mit wissenschaftlichem Stellenmarkt)

  • akademiker-online - die Job- und Praktikumsbörse für StudentInnen und AbsolventInnen von Universitäten und Fachhochschulen im Internet

  • Uni-pur.de - von Studenten gegründetes Portal mit kostenlosem Studienplatztausch, Infos zu Studiengängen und Auslandsaufenthalten, Wohnungsbörse und mehr

Tarifverträge

Teilzeit
  • www.teilzeit-info.de
    Die Bundesregierung bietet Informationen rund um den Rechtsanspruch, Arbeitszeitmodelle, Teilzeitrechner, Urteile, den internationalen Blick und vieles mehr...

Telearbeit:

Zeitarbeit
Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Link: Job

Dienstag, 10 Februar, 2009

Wie verändern wir uns in Partnerschaften?

Ein Thema, über das ich nachdenke, weil das Wiedersehenstreffen mit der Jugengruppe naht. Wo ich Menschen treffe, zu denen ich seit meinen Umzug nach Köln, also nachdem ich meinen Partner kennen gelernt habe, keinen Kontakt mehr hatte. Wir uns aus den Augen verloren haben. Jugendfreundschaften. Menschen, die mich vor meiner Ehe gekannt haben.

War ich damals anders als heute? Ich glaube ja. Ich habe Lust auf einen Plausch mit meiner inneren Stimme.

Anja: Habe ich mich zu meinem Vorteil verändert?
Innere Stimme: Ja.
Anja: Was denn zum Beispiel?
Innere Stimme: Du hast einen enormen inneren Entwicklungsprozess hinter dir. Bist erwachsener geworden.
Anja: Habe ich mich auch zu meinem Nachteil verändert?
Innere Stimme: Ja.
Anja: Oh, das interssiert mich. Was hat sich zu meinem Nachteil verändert?
Innere Stimme: Dass du dich selbst ein Stück in der Partnerschaft vergisst. Du bist viel mit der Aufmerksamkeit bei deinem Partner, statt bei dir selbst.

Anja: Und das war vorher anders?
Innere Stimme: Ja, das war anders. Du hast viel mehr für dich selbst gesorgt. Darauf geachtet, dass es dir gut geht. Dich als eigenständige Persönlichkeit gezeigt.
Anja: Und heute bin ich eher ein 'wir'.
Innere Stimme: Ja.
Anja: Und dafür trage ich selbst die Verantwortung.
Innere Stimme: Ja natürlich. Dein Partner hat damit nichts zu tun. Du entscheidest, welchen Weg du innerhalb einer Partnerschaft gehst. Wie sehr du dein eigenes Ich lebst oder dich anpasst oder verschmelzt mit dem anderen oder dich hinter deinem Partner versteckst. Es gibt ganz viele Möglichkeiten. Lebst du deine Wünsche und Träume oder hast du sie aufgegeben, weil dein Partner sie nicht wichtig findet? Was willst du, was fühlt sich gut an? Lebst du eigene Hobbies? Eigene Freundschaften? Vertrittst du deine Meinung? Dein eigenes Ich zu leben ist auch innerhalb einer Gemeinschaft, einer Partnerschaft möglich. Es ist sogar sehr wichtig. Es hält die Partnerschaft und dich selbst lebendig.

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2009, 1. Halbjahr

Freitag, 06 Februar, 2009

Sehnsucht

Morgens beim Gassigang mit unserer Minu höre ich sie schon: Die Stimmen der Frühlingsvögel. Die Laute, die für mich den heran nahenden Frühling ausmachen. Oh, wie sehne ich mich nach...

  • Kaffee auf der Terrasse zu trinken
  • Frühjahrsblumen, die im Garten blühen
  • einer warmen Sommerbrise, die den Duft von Lavendel zu mir trägt (ich auf der Liege, dösend, gutes Buch, Minu schnarcht, Milchkaffee neben mir und ein Brownie)
  • dem ersten Grillmoment im Freien
  • acht Uhr abends und es ist hell draußen
  • Wärme, von der Sonne geschenkt
  • einem Frühstück im Garten

Geht es Ihnen auch so? Wenn ich das lese, kann ich es kaum erwarten! Frühling und Sommer kooooooooommt bitte!

Schönes Wochenende!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2009, 1. Halbjahr

Donnerstag, 05 Februar, 2009

Disziplin...

... ein schreckliches Wort, oder? Es trifft aber genau das, womit ich gerade zu kämpfen habe: Wenn ich keinen Abgabetermin für ein Projekt habe, weil ich es aus eigenem Antrieb mache, fällt es mir manchmal schwer, nicht wieder in den bequemen Alltagstrott zurück zu fallen und rum zu trödeln und auf zu schieben... puh ....

Ein erster Schritt ist nötig, um anzufangen...

Aber das reicht nicht, um ans Ziel zu gelangen.

Dafür muss man viele Schritte gehen.

Es gibt Tage, da fällt es mir leicht, weitere Schritte zu gehen.

Und es gibt Tage, da habe ich richtig zu kämpfen.

Heute ist so ein Kampftag, wo Disziplin gefragt ist...

Ich stelle mir gerade eine Wanderung vor. In so Disziplin-Fällen bin ich dann an einer unendlich langen Gerade, es regnet in Strömen, keine Abwechslung am Wegesrand, die Gegend rundherum ist trist. Ich kann nicht sehen, wie lange ich noch gehen muss, um endlich voran zu kommen... Ich habe viele Möglichkeiten: Umdrehen und die Sache abblasen (dafür will ich das Ziel aber zu sehr erreichen), sitzen bleiben und protestieren (ist so wie aufschieben, damit komme ich letzten Endes nicht weiter) oder weiter gehen. Und dazu ist Durchhaltevermögen gefragt.

Vielleicht helfen mir kleine Belohnungen bei, die ich mir in Aussicht stelle? Auf der Wanderung könnte das so aussehen: 200 Schritte gehen und hinsetzen und ausruhen. Oder 200 Schritte gehen und in den Schokoriegel beißen, den ich im Rucksack habe. Den nächsten Bissen gibt es dann nach den nächsten 200 Schritten... Klingt schrecklich, ist es auch, aber ich will ja ankommen...

Heute bin ich an so einer langen Geraden angelangt. Weitermachen, Anja! Ich versuchs mal mit Belohnung und Struktur: 15 Minuten daran arbeiten (Wecker stellen) und dann 5 Minuten eine Pause, in der ich was zur Abwechslung, zur Freude tue. Zum Beispiel eine Mail schreiben, auf die ich Lust haben (aber auch Wecker stellen)...

Das mache ich jetzt mal... (uäh, keine Lust! Nützt nix!)

Anja

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema:

Mittwoch, 04 Februar, 2009

Schluss mit der Aufschieberitis

"Mach' ich später!" Das denke ich oft bei Dingen, wo ich meinen inneren Schweinehund überwinden muss. Seit dem ich mich mit der Buchkorrektur so überlistet habe, packe ich eher die Dinge an, die liegen geblieben sind. Treffe Entscheidungen, streiche Dinge ganz (wo ich gar keine Lust drauf habe) und andere erledige ich endlich.

Ich hoffe, dass ich meinen inneren Schweinehund möglichst lange bezwingen kann. ... och, und wenn nicht, denke ich gerade, ist auch nicht schlimm. Vielleicht brauche ich dann mal wieder eine Pause und der kleine Schweinehund verschafft sie mir!

Quieck-Wuff!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2009, 1. Halbjahr

Dienstag, 03 Februar, 2009

Der Schatz im Monster

Erinnern Sie sich an meine Blogbeiträge Es ist nicht da...es ist nicht da... und Was passiert, wenn man das Monster küsst... ? Hier die Fortsetzung:

Jetzt kann ich erzählen, was das für eine Aufgabe war, von der ich geschrieben habe:

Mein Buch korrigieren. Ich hatte mir vorgenommen, das Buch nach einigen Monaten Reifezeit im Januar zu korrigieren. Das gab mir die Gelegenheit, den Tischkalender 2009 zu gestalten und anzubieten. Nach Neujahr sollte es losgehen. Aber was war? Nix. Mir fiel ständig eine neue Ausrede ein und fand immer wieder etwas, das noch wichtiger war.

Ich war traurig, sah mein Manuskript mittags im Esszimmer liegen und liegen und der Januar verstrich. Positiver Druck musste her. Am Freitag, den 23.1. habe ich - wohlweislich erst nach Feierabend, um Vorlauf zu haben - eine Mail an die Kontaktperson in meinem Lieblingsverlag geschickt. Ich habe von meinem Mansukript geschrieben und um die Info gebeten, wer aus dem Lektorat zu ständig wäre. Nach dem Absenden der Mail war mir richtig übel. Ich war total aufgeregt und habe mich allen ernstes gefragt, welcher Teufel mich denn da geritten hat. Es wurde ernst - jetzt gab es kein Ausweichen mehr. Ich war aber auch sehr froh, dass ich mir so einen positiven Stresspunkt gesetzt habe, um endlich in Bewegung zu kommen und mein Herzprojekt zur Nummer eins zu machen.

Insgeheim hatte ich gehofft, die Antwort käme im Laufe der Woche, um dann mit der Korrektur fertig zu sein. Pustekuchen! Schon Sonntag erhielt ich eine Antwort. (Yeah! und Oh!)

Gut, dass ich Samstag mit dem Korrigieren begonnen hatte, die Woche arbeitete ich konzentriert und mit viel Freude an meinem Manuskript ... Freitag Abend war ich fertig! (YEAH!!!) Samstag erstellte ich noch ein Konzept (eine Zusammenfassung für den Verlag mit Marketinginformationen) und am Nachmittag, als ich ein richtig gutes Gefühl hatte, weil einfach alles stimmte, habe ich die Mail an die Lektorin geschickt und bot mein Manuskript mit fünf Sätzen zum Inhalt an.

Ich kann kaum in Worte fassen, was das für ein Glücksgefühl war. Endlich habe ich meinen Roman fertig! Ich habe es wahrhaftig aus eigenem Antrieb geschafft! Jahrzehnte (!) träume ich schon davon, das zu tun. Wie oft habe ich gezweifelt und jetzt geschafft! Und das ohne einen Verlagsvertrag wie bei den Sachbüchern zuvor (was automatisch zu einem zeitlichen Druck führt, den ich aber ganz bewusst nicht haben wollte.)

Die Krönung: Am Montag Morgen hatte ich die Antwort der Lektorin im Eingangsfach. Inhalt klingt interessant, ich könne das Konzept und die ersten 30 Seiten vom Manuskript schicken!

Ich bin so glücklich und befreit! Unfassbar!

Ich habe alles in meiner Macht liegende getan, jetzt heißt es Geduld bewahren. Das werde ich auch noch schaffen.

Ich bin soooooo froh!

Das kann passieren, wenn man das Aufschiebemonster küsst.

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2009, 1. Halbjahr

Montag, 02 Februar, 2009

Geschenkbuch: Olga rennt***

Auch ein Schwein darf mal gelassen sein.

Anja Kolberg: Olga ist immer in Eile. Als sie endlich frei hat, versucht sie auf zu holen, was sie verpasst hat. Da ruft ihre alte Tante Else an und bittet um einen Besuch. Obwohl Olga keine Lust hat, macht sie sich auf den Weg und lernt dabei die Langsamkeit.

Ein bezauberndes Bilderbuch für Erwachsene! Es tut gut, ist rasch gelesen, amüsante Zeichnungen und man lernt noch was dabei. Ein unterhaltsamer Snack für alle, die in Hektik leben.

Bereits erschienen: Olga - Auch ein Schwein darf mal traurig sein 




Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Buch: Leben und mehr

Ratgeber: ohne dich***

Hilfe für Tage, an denen die Trauer besonders schmerzt

Anja Kolberg: Freya von Stülpnagel ist vierfache Mutter, einen ihrer geliebten Söhne verlor sie durch Selbstmord. Nach diesem plötzlichen und unbegreiflichen Schicksalsschlag gab sie ihren Beruf als Anwältin auf und widmete sich dem Verein "Verwaiste Eltern München e.V.".

Mit diesem Ratgeber macht sie Mut, Trauer zuzulassen. Sie spricht mit dem 143seitigen Hardcover-Buch nicht nur die an, die einen geliebten Menschen durch einen Selbstmord verloren haben, sondern alle, die um einen Menschen trauern. Ihre persönlichen Erfahrungen machen das Buch lebendig. Aus dem Inhaltsverzeichnis: Trauern - Tod eines Familienmitgliedes, Suizid, Der Umgang mit besonderen Tagen - Rituale, kraftvoll und heilsam - Hilfestellungen für das Umfeld.

Gerade der letzte Punkt ist mir sehr wertvoll. Wie soll ich denen begegnen, die einen Menschen verloren haben? Ein wunderbares Geschenk für Trauernde, gleich wie lange der Verlust her ist, und für ihr Umfeld ein wertvoller Ratgeber, um die natürliche Hemmung zu überwinden. Ansprechendes Cover, wertiges Papier, inspirierende Fotos und kurze Kapitel. Empfehlenswert!



Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Buch: Sterben+Leben

DVD: Lars und die Frauen

Lars lebt zurück gezogen in einer Garage neben seinem Elternhaus, in dem sein Bruder und dessen Frau wohnen. Außenkontakte hat der Einzelgänger lediglich über seine Arbeit und den Gang zur Kirche. Jeden Kontakt - zum Beispiel der Schwägerin, die ihn zum Essen einlädt - oder zu der neuen Arbeitskollegin, die ihn scheinbar mag, geht er aus dem Weg. Alle wünschen ihm eine Beziehung, da er dann ja wohl normal ist und sie sich keine Sorgen (Schwägerin) mehr um ihn machen müssen. Eines Tages hat Lars es satt: Als sein Kollege von einer fast lebensechten Puppe schwärmt, die man sich im Internet kaufen kann, wird er aktiv und besorgt sich eine Freundin. Per Paket wird sie einige Tage später geliefert. Er behandelt sie so als sei sie lebendig. Sein Bruder ist geschockt und schleppt ihn zur Ärztin. Die erkennt Lars wirkliches Problem und rät, das Spiel mitzuspielen. Das geschieht, die Gemeinde, der kleine Ort, der Arbeitgeber, alle tun fortan so, als sei seine Freundin echt. Und damit beginnt für Lars und auch für andere der Weg zur Heilung.

Eine verrückte Geschichte. Mir hat gefallen, dass wirklich alle Lars Realität der Freundin mitgetragen haben. Ein leiser Film zum Nachdenken über Toleranz, Andersartigkeit, Liebe und ungewöhnliche Heilungswege. Anja Kolberg




Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Film-Tipp

Willkommen Februar!

Die Blüte einer Lenzrose (Helleborus) ziert das Februarblatt des Tischkalenders 2009. (Jetzt auch als Desktopmotiv erhältlich.) Dieses besonders gezeichnete Exemplar habe ich im Japanischen Garten in Leverkusen fotografiert. Eines meiner liebsten Ausflugsziele, wenn ich Lust aufs Fotografieren habe. Der Winter ist die Blütezeit dieser Staude, in meinem Garten dauert es nicht mehr lange und auch dort zeigen sie ihre ganze Pracht. Vor einigen Jahren dachte ich: Im Winter gibt es gar nichts Blühendes. Wie man sieht, stimmt das nicht, es gibt so viele wundervolle Winterblumen!

Mein Zitat für den Februar lautet: 'Ich vertraue der Weisheit in mir.' Meiner inneren Weisheit (meiner Seele, inneren Stimme) vertrauen, bedeutet, ihr mehr Gewicht zu geben, als der Meinung anderer oder der meines Verstandes. Das Zitat erinnert mich daran, zu mir zu halten, mich anzunehmen wie ich bin. Mich zu trösten, mir Aufmerksamkeit zu schenken, meinen Gefühlen zu vertrauen.

Wenn ich meiner inneren Weisheit vertraue, bin ich auf einem guten Weg. Dem Weg zu mir selbst.

Einen schönen Februar!

Ihre Anja Kolberg

Links: Japanischer Garten Leverkusen. Helleborus-Stauden.

Tischkalender 2009 im Shop. Wallpaper im Shop.

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2009, 1. Halbjahr


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