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Freitag, 31 Dezember, 2010

2010 geht

Heute verabschiedet sich ein ganzes Jahr. Zweitausendzehn. Eine besondere Zahl.

In diesem Jahr bin ich 40 geworden. Das war ein sehr schöner Geburtstag, weil wir während dieser Zeit an der Nordseeküste Dänemarks verbracht haben. Daran denke ich sehr gerne.

Was war noch schön in diesem Jahr? Erschrocken stelle ich fest, das mir spontan nichts (!) einfällt. 2010 war nicht einfach, keine Frage, es gab aber auch schöne Momente und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr fällt mir auch ein:

  • Die Urlaubszeit bei meiner Familie im Bergischen. Das war soooooo schön!

Gar nicht so leicht, was zu finden, ohne in den Kalender zu schauen, der schon bei meinen Tagebüchern im Keller verstaut ist oder meinen Blog zu durchforsten. Also muss ich meinen Kopf anstrengen. Was war da noch?

  • Die Fotoreise durch den Wald im Bergischen auf der Suche nach den Fliegenpilzen fällt mir ein.
  • Die Überraschung, als ich vom Urlaub nach Hause kam und unsere Eingangstüre war geschmückt.
  • Die herrlichen Tage draußen auf der Terrasse im Sommer. Lesend. Liegend. Die Mauersegler am Himmel betrachtend.
  • Die Aktion "Ich habe einen Wunsch an Sie" und die Briefe und Päckchen, die ich daraufhin von Ihnen erhielt.
  • Die Fotoaktion zu den beiden neuen Kalendern. Das Entwerfen, Dekorieren und Fotographieren der Herzmotive für den Wandkalender und des Steinhaufens für den Tischkalender.
  • Oh ja, natürlich: Der Nachmittag, den ich im Blumenladen meiner Freundin aushelfen durfte! Was war das für ein Spaß!
  • Die Vögel, die alle an unserem Teich und Bachlauf gebadet und getrunken haben und die ich dabei beobachten konnte. Was für eine stille Freude!
  • Der Moment in Dänemark am Strand, wo ich sauer war, mich an die Brandung Richtung Meer gestellt habe und dort lauthals alles in den Wind geschrien habe, was mich belastet hat. Das war so befreiend!
  • Mein Ausflug alleine ins Meerwasseraquarium nach Hirtshals während des Urlaubs.
  • Dieser tolle Ausblick vom Sofa aus, den wir im Ferienhaus hatten, dazu lesen, eine Tasse Tee, die neue schöne Kuscheldecke, der Kaminofen an. Ein Traum!
  • Zu beobachten, wie der Zierlauch sich in meinem Gartenreich wohl fühlt und das Beet bereichert. Überhaupt hat mir mein Garten viel Freude bereitet.
  • Die Idee des Hochbeetes umzusetzen und meine Freude während des ganzen Jahres daran.
  • Luna, der Junghund meines Onkels und meiner Tante hat mir sehr viel Freude gemacht. Ich muss nur an ihn denken und lächle schon. Natürlich hat mir unser Vierbeiner auch viel Freude bereitet, es war ein so schönes Gefühl, Minu mit Luna toben zu sehen. Es gab so viele Momente, wo ich Minu beim Schlafen und Entspannen beobachtet habe, es fühlt sich einfach gut an. Natürlich auch die Erleichterung, dass der Knubbel an Minus Bauch nichts bösartiges ist (Folgen einer Unverträglichkeit einer Antibiotikaspritze) und wieder weggeht.
  • Der Moment, als ich meinen Mann nach seiner Operation sprechen konnte und wusste, das alles gut gegangen war.
  • Dieses Gefühl, in einem guten Buch zu versinken und die Zeit dabei zu vergessen. Das ist mir in diesem Jahr bei Die Mondspielerin, Wolkenspiele, Endstation Nippes und Leopardenblut passiert.
  • Das Deutschlandgefühl während der WM und mein Jubel bei erzielten Toren unserer Mannschaft. Richtig klasse finde ich, dass die Frauen-WM 2011 in Deutschland stattfindet. Das wird ein Spaß!
  • Die Blumensträuße, die ich aus meinem kleinen Garten zusammengestellt habe.
  • Das Gefühl, anderen eine Freude gemacht zu haben, durch ein Überraschungsgeschenk, eine Spende oder Kalender

Das ist ganz schön viel, was ist 2010 schön war. Mir wird noch viel mehr einfallen, wenn ich genauer schauen würde. So arg warst du also doch nicht, 2010, der erste Blick zurück hat mich getäuscht. Der zweite zeigte deine wahre Schönheit. Ich könnte noch eine Liste der Dinge machen, die ich im Jahr gelernt habe oder die mir bewusst geworden sind. Doch jetzt reicht es erst einmal. Feierabend!

Kommen Sie gut ins neue Jahr!

Anja Kolberg

PS: Es ist mir zu einem liebgewonnenen Ritual geworden, an Sylvester meine Kleidgeschichte von 2007 zu lesen.

Donnerstag, 30 Dezember, 2010

Anziehungskraft

Gestern Abend las ich von der Anziehung. Dinge/Themen, die einen interessieren und wie magisch anziehen.

 

Was zieht mich magisch an? Hier meine spontane Liste:

  • Alles, was mit dem Garten zu tun hat, erfreut meine Seele. Das will ich sehen, fühlen, riechen...
  • Die Jahreszeiten und ihre Eigenarten
  • Die Psychologie: megaspannend!
  • Aufstellungen (am liebsten freie, ich mag die direktiven nach Hellinger nicht so sehr)
  • Kontakt zu Verstorbenen und deren Nachweise
  • Die innere Stimme
  • Interviews mit Autoren über deren Arbeitsalltag und Weg zum Schreiben

Die Liste könnte ich noch weiter fortführen, das ist es jedoch für den Moment.

Wenn mich etwas so sehr lockt, dann merke ich nicht, wie die Zeit vergeht, sie fliegt vorbei. So geht es mir auch, wenn ich mich in einem Gartencenter aufhalte, in einem Blumengeschäft oder in einem Handel für Künstlerbedarf. Himmlisch!

Natürlich auch, wenn ich auf's Meer schaue. Dort oben auf den Dünen an der Küste könnte ich stundenlang sitzen und schauen und schauen und schauen. In einem Urlaub war Sturm und ich konnte mich von dieser Kraft gar nicht mehr loseisen. Ich war durch und durch nass, dennoch: Diese Faszination der brechenden Wellen, der Wind, diese Urgewalt. Ein Traum!

 

Menschen ziehen mich magisch an. Die Gespräche mit ihnen, sowohl der kleine Plausch mit den Passanten beim Schneeschippen als auch die tiefsinnigen und langen Gespräche, die ich mit meinen Klientinnen und Klienten geführt habe und der persönliche Austausch mit meinen Freundinnen, meinem Bruder.

Ich liebe es, an Aufstellungen teilzunehmen, mich mit den anderen Teilnehmern auszutauschen, etwas über deren Arbeit und Arbeitsalltag und Erfahrungen zu lernen. Als ich 2002 an der zweiwöchigen Sommerakademie der Kunst-Hochschule Alfter teilnahm, war es ein Vergnügen für mich, immer neue Menschen in der Mensa beim Mittag- und Abendessen kennen zu lernen. Wärend der Raum sich leerte, saß ich noch immer mit meinem Gegenüber da. Die Zeit verflog im nu...

 

Hier ein Bild während meiner Fingermalerei. :o) Hm, die kühle glitschige Acrylfarbe auf meiner Hand, draußen brütende Sommerhitze. Dieses Gefühl mit der Hand über die raue Leinwand zu streichen. Gut - gut - richtig gut!

Ein bischen - ich muss es gestehen - zieht mich inzwischen auch das Jahr 2011 an. Es kitzelt mich. Der Januar mit seinem Ruf: "Ich trau mich was" entfaltet leise seine Wirkung...

Anja Kolberg

Mittwoch, 29 Dezember, 2010

Die Zeit dazwischen

Zwischen den Jahren existiert eine andere Zeit als sonst im Jahr. Es ist ruhiger auf der Straße. Stiller im Haus. Auch in mir?

So richtig? Nein. Es ist eine Mischung aus Ruhe und Aufregung. Warum Aufregung?

Weil ich nicht weiß, was mich im nächsten Jahr erwartet. 2010 hatte so einige Prüfungen für mich. Ich wünsche mir so sehr, dass 2011 besser wird. Ich hoffe auf ein Jahr, das sich bei mir unterhakt und mich weiter bringt und mir Mut und Kraft gibt. Heute habe ich überhaupt keine Lust, zurück auf 2010 zu blicken. Viel zu anstrengend. Nach vorne gucken? Auch keine Lust.

Einfach hier sein und das tun, was ansteht. Ja, das passt.

Ich bin heilfroh, dass es hier in Köln taut und ich nicht mehr die zusätzliche Arbeit am Morgen habe oder es so unsicher mit dem Fahren ist. Es liegt immer noch Schnee, aber er verändert sich. Im Garten liegt er so hoch, dass unser Hund Schwierigkeiten hat, dadurch zu laufen. Beim Räumen des Bürgersteigs am Montag morgen war ich mir nicht sicher, ob es besser ist, den Schnee liegen zu lassen. Solange er festgetreten und nicht angetaut ist, lässt sich bestens Drüberlaufen, angetaut wie er war, eine kleine Rutschpartie. Aber ist es besser, ihn wegzuschaufeln und dem Fußgänger vermeintliche Sicherheit zu suggerieren? Mir war es ja genau so gegangen: Ah, ein geräumter Bürgersteig, da kann ich flotter gehen und schon lag ich da. Auf dem Boden war eine dünne Schicht Eis, die ich nicht sehen konnte... Ich habe mich dennoch für's Wegräumen entschieden, der Untergrund war zu rutschig geworden. Mein Gott, was ich mir für Gedanken machen muss, aber wie ich aus vielen kurzen Gesprächen mit Passanten weiß, geht es vielen genau so... Das schöne am Schneeschippen vor dem Haus sind für mich die körperliche Bewegung und der Plausch mit den Passanten. Das macht mir wirklich Freude!

Diese Woche haben "wir" (wir, weil ich meinen Mann fahre und warte, bis er fertig ist und ich ihm helfe, die Gipsschale an den Fuß zu wickeln) nur noch einen Termin manuelle Lymphdrainage, nächste Woche noch einen, dann sind wir fertig. Danach fangen die Zahnarzttermine an, denn gestern morgen machte sich eine Krone selbstständig. Seufz. Bin ich froh, wenn das alles vorüber ist. Obwohl: In den letzten Wochen war mein Tag bestimmt von so vielen Dingen, die ich nicht beeinflussen konnte. Wie wird es im Februar wohl sein, wenn mein Mann voraussichtlich wieder arbeiten gehen kann? Kommt dann ein Loch?

Auf meinem Schreibtisch stehen drei Frühlingsblumen in einer hohen grünen Vase: Eine rote Papageientulpe, eine gelbe und eine rote Ranunkel. Ein herrlicher Lichtblick.

Klick zum neuen Kalender

Das Kalenderblatt "Ich vertraue mir und gehe meinen Weg" wird nur noch wenige Tage hier stehen, dann wartet schon das neue Januarblatt. Mir zu vertrauen und meinen Weg gehen, bedeutet, dass ich in Kontakt mit mir selbst bin, denn nur dann weiß ich, was ich will, was mein Weg ist, meine Gedanken, Ideen, Entscheidungen, Bedürfnisse. Dieser Zugang war doch arg in den letzten Wochen verschüttet, kaum Zeit mit mir selbst, in erster Linie war funktionieren gefragt. Das macht mich traurig, doch so war es nun mal. Was ich wohl deutlich gespürt habe, war, wenn es mir wirklich viel zuviel war und ich eine Miniauszeit für mich brauchte. Da denke ich an den Winterspaziergang durch den Schnee oder auch die Auszeit alleine am Frühstückstisch mit einer Zeitschrift. Es ist immer eine Gratwanderung zwischen dem, was an Aufgaben auf mich wartet und dem, was ich für mich brauche.

Kennen Sie schon dieses herrliche Video von einem Chor mitten in einem Einkaufscenter? Es hat mich zu Tränen gerührt.

Mein Mann meinte, als wir den Gips für ein Fußbad abgemacht hatten und sein Bein einige Stunden frische Luft schnappte, dass sich sein Bein nun viel verletzlicher anfühlte als mit dem Gips. Ich mag solche Aussagen sehr, weil ich es liebe, diese Impulse auf andere Lebenssituationen zu übertragen. Je mehr Schutz etwas bekommt, desto verletzlicher ist es auch? Je mehr ich etwas beschütze, desto weniger selbstbewusst oder robust wird es? Je mehr ich zu Hause bleibe, desto ängstlicher werde ich, desto weniger traue ich mir zu? Ich habe in den vergangenen Wochen gespürt, wo ich so sehr gefordert wurde, dass mir dies auch gut getan hat. Es hat mir viel Selbstbewusstsein gegeben. Ein Beispiel: Wenn sonst Schnee lag und ich wusste, mein Mann ist unterwegs, machte mir das oft Sorgen. Jetzt, wo ich mich selbst dadurch kämpfen muss, weiß ich, dass es geht und gar nicht so schlimm ist wie ich es mir zu Hause ersinne...

Auf in den neuen Tag! Ich wünsche ein paar gute letzte Tage im Jahr 2010!

Anja Kolberg

PS: Haben Sie schon den neuen Kalender? Hier können Sie ihn kaufen.

Freitag, 24 Dezember, 2010

Stille Nacht

 

Licht erhellt die Nacht.
Flocken schweben vom Wind getragen herab.

Stille. Die Stille eines besonderen Abends.
Heilig Abend.

Frieden finden.
Zur Ruhe kommen.
Wärme fühlen.

Da sein.
Genießen.
Schweigen.
Lauschen.

Eins sein mit der Stille und dem Frieden.

Zeit für mich haben. Ausatmen.
Stille einatmen.

Es ist Weihnachten!

Anja Kolberg

Weiße Weihnacht!

Von ganzem Herzen wünsche ich Ihnen frohe Weihnachtstage!

Nachdem es von Dienstag Mittag bis Mittwoch Abend in Köln taute, begann Donnerstag vormittag die Schlitterpartie mit überfrierender Nässe, später Schneeregen. Eine Eislandschaft. Während des Spaziergangs mit Minu rutsche auch ich aus und landete unsanft auf dem Boden. Nichts passiert, nur ein Schrecken und die Kleidung etwas schmutzig. Puh!

Seit Donnerstag Nachmittag schneit es und schneit und schneit und schneit, dazu Schneeverwehnungen. Bestimmt 15 Zentimeter sind frisch gefallen. Unten ein Bild von unserem Garten heute früh. Weiße Weihnacht!

Ganz oben auf dem ersten Bild sehen Sie einen ganzen Schwarm Meisen an meiner Futterstelle, diesmal hatte ich die Kamera parat und daneben ein Herz, das Minu in den Schnee gehoppelt hat. :o) Ich habe aus dem Bild oben eine neue E-Card für Sie gemacht.

Da wir einen Haufen gute Nachrichten beim Arzt bekommen haben (Fäden sind gezogen, Heilungsverlauf klasse, er muss erst wieder Mitte Januar zum Schrauben entfernen zum Arzt), bekam ich einen Energie-Kick, so dass ich Mittwoch Abend noch einkaufen fuhr, einen Weihnachtsbaum kaufte, obwohl ich noch am Morgen das Gefühl hatte, ich schaffe es dieses Jahr einfach nicht. Jubel! Ich bin so stolz auf mich!

Gestern früh holte ich den bestellten Teppich für unser im August renoviertes Wohnzimmer im Möbelhaus ab, schleppte ihn ins Wohnzimmer hoch schaffte es mit meinem Mann - wie wissen wir selbst nicht mehr - ihn unter die Couch zu bekommen. Vorher hatte ich den Weihnachtsbaum aufgestellt und 60 kg Holz- und Kohlebrickets ins Wohnzimmer vom Keller hochgeholt. Was ist Weihnachten alles zu tun!

Ich bin überglücklich, was ich alles geschafft habe. Was gute Nachrichten doch bewirken können. Auch meinem Mann ist ein Stein vom Herzen gefallen, dass alles so gut verläuft. Heute gönne ich mir mal, das Schneeschippen sein zu lassen, ich muss kein Auto freibuddeln, mit Minu war ich schon draußen, wir müssen mal nicht zum Physiotherapeuten, alle Pakete sind gepackt und zur Post gebracht. Herrlich! Es ist so schön, endlich frei zu haben. Zeit für das, was mir am Herzen liegt, worauf ich Lust habe. Zum Beispiel hier zu Schreiben.

Heute Abend machen mein Mann und ich Raclette. Seit wir es bei Freunden in Papenburg kennen gelernt haben, immer mit Hack, das in den Pfännchen gegart und mit Käse überbacken wird, dazu Pellkartoffeln, die oben auf dem Grill in einer Butterpfanne bruzeln. Yam Yam! Dazu vielleicht einen Glühwein, gefüllte Peperoni, Oliven, Kräuterbaguette und Ananas, Zwiebeln. Herrlich gemütlich. Hoffentlich kann mein Göttergatte so lange sitzen. Mit den Krücken die Treppen runter, das ist schon abenteuerlich, aber er schafft es. Da zahlt sich aus, dass er dank seines Jobs so gut in Form ist. :O))

Mein Mann meinte, als ich gestern Abend die letzten Geschenke einpackte: "Du hast so viele Geschenke und Päckchen gepackt. Du bekommst bestimmt bald den ersten Elfenflügel verliehen." "Ja, aber mit einem Flügel kann ich doch nicht fliegen. Dann fliege ich immer im Kreis." "Ja, so wie ich mit meinem Bein immer im Kreis laufe." "Wenn wir uns an die Hände fassen, dann müssten wir gemeinsam vorwärts kommen, oder? Dann müsste ich sehen, dass ich..." - wir beendeten beide den Satz: "Den rechten Flügel bekomme!" :o)

Wir haben beide einiges in den letzten Wochen durchgemacht: Der Schreck, der Schmerz, die Sorge. Für meinen Mann, sich in Geduld zu üben und immer wieder um Hilfe zu fragen und für mich, die doppelte Last auf den Schultern zu tragen.

Wir haben es geschafft. Und das fühlt sich himmlisch an.

Was kann es für ein schöneres Gefühl zu Weihnachten geben?

Frohe Weihnachten für Sie aus dem zugeschneiten Köln, mit einem schlafenden Hund auf der Couch, dem knisternden Kaminofen, einem eingekuschelten und schnarchenden Mann und einer fröhlichen

Anja Kolberg

PS: Auch aus dem animierten Bild habe ich eine E-Card gemacht. Ich hoffe, es klappt mit dem Verschicken.

  

Dienstag, 21 Dezember, 2010

Schneeflöckchen, Weißröckchen...

Die weiße Pracht hat Köln fest im Griff. Jeden Morgen der Blick aus dem Fenster: Hat's in der Nacht wieder geschneit? Bisher gab es in den letzten Tagen keinen, an dem die Antwort "Nein" lautete. Also rein in die Schneestiefel und raus an die Schneefront. Den Bürgersteig freischaufeln. Langsam weiß ich nicht mehr, wohin mit dem Schnee.

Hier ein Bild aus unserer Straße, das ich Sonntag Nachmittag aufgenommen habe. Danach hat es nochmal bestimmt 10 Zentimeter geschneit.

 

Da hier die Straßen ja nicht richtig geräumt werden, ist es für die Autos eine ziemliche Rutschpartie.

Die Herausforderung für die parkenden Autos: Aus dem aufgehäuften Schnee am Fahrbahnrand wieder auf die Fahrbahn kommen. Zwei Autos habe ich, als ich unterwegs war, schon angeschoben. Wer unterwegs ist und so stecken bleibt, dem bleibt nur eines: Um Hilfe bitten. Schaufel. Anschieben. So entstehen auch nette Kontakte. Auch beim Schneeschippen vor der Türe ergibt sich immer ein Plausch mit der Nachbarschaft oder mit Passanten. Eine der schönen Seiten, neben gestählten Oberarmen und einer rosigen Gesichtshaut. :o)

Der kleine Ahorn am Bachlauf Sonntag Mittag. Inzwischen sind seine Zweige nicht mehr zu erkennen. Zu sehen ist nur noch ein großer weißer Hügel.

Minu wollte es sich nicht nehmen lassen, mal über den Teich zu laufen. Noch ist er ja gefroren. Als Welpe, da war sie noch nicht bei uns, ist sie mal in einen gefrorenen Teich gefallen. Eigentlich sollte sie daraus gelernt haben. Aber nach acht Jahren ist ja so einiges vergessen...

Das Schneetreiben am Sonntag Nachmittag in unserem Garten von oben. Herrlich schaut es aus. Im Fenster spiegelt sich das Feuer in unserem Kaminofen.

Eines von meinen aufgehängten Vogelfutter-Säckchen im Kirschbaum. Ich freue mich, dass die Vögel sie annehmen. Erst dachte ich, sie nehmen davon keine Notiz und dann sahen mein Mann und ich gleich fünf Meisen am Rosenbogen, wo auch ein Säckchen mit Nüssen hing. Was für eine Freude!

Ich wünschte, ich könnte von meinem Arbeitsfenster aus auf ein Vogelhäuschen blicken und ihrem Treiben zuschauen. Das wäre ein Traum.

Heute ist ein Tag, wo mein Mann und ich nicht raus müssen. Kein Arztbesuch. Keine Fahrt zur manuellen Lymphdrainage. Gleich nur zu Fuß die Pakete zur Post bringen. Das tut so gut!

Ich wünsche Ihnen allen, dass Sie heil und glücklich dort ankommen, wo Sie hinmöchten, sei es zur Arbeit, zu Terminen, nach Hause oder wo sonst Sie immer hinmüssen. Und wenn Sie steckenbleiben sollten, immer ein paar freundliche Worte, ein lächelndes Gesicht und helfende Hände in Ihrer Nähe.

Von Herzen

Anja Kolberg

Montag, 20 Dezember, 2010

Wenn Tiere nur Ware sind - Pferde in Irland

* Die neusten Informationen - der Beitrag wird immer wieder ergänzt - finden Sie am Ende des Artikels. Dies gewährleistet, dass das Thema "Pferde in Irland" in einem Beitrag zusammen bleibt, was mir wichtig ist.*

Wenn Sie diesen Artikel verlinken wollen, geben Sie diese URL an: http://www.anjakolberg.de/archives/2010/12/entry_6615.html

Dieser Bericht blieb nicht ohne Folgen - meine Ethik bekam Aufmerksamkeit, in dem ich mir an meine eigene Nase gefasst habe. Eine wundervolle Entwicklung - für das Wohl aller Tiere und Menschen!

Irland war mein Traumland. Dort wollte ich unbedingt mal hinreisen, so viel positives und schönes verbinde ich damit. Jetzt zu erfahren, wie die Menschen dort mit den Tieren umgehen, erschüttert mich.

Am 23. November 2010 las und sah ich in den Medien voller Bestürzung vom Leid der ausgesetzten Pferde in Irland. Einst Statussymbole, jetzt zu teuer und überflüssig. Vielleicht haben Sie auch die abgemagerten Pferde gesehen, die verzweifelt nach Futter umherirren, viele von ihnen verletzt. Ich war und bin fassungslos. Hier ist einer von den vielen Beiträgen im Netz. Es mangelt den Tieren an Futter, Wasser und tierärztlicher Versorgung.

Die Bilder gehen mir nicht aus dem Kopf. Warum stehen in den Medienberichten nicht gleichzeitig seriöse Spendenkonten, damit ich nicht nur betroffen bin, sondern auch etwas tun kann? Bisher habe ich von keinem (1xZeitung, 1xTV) darauf eine Antwort. Ich kann und will etwas tun. Ich komme mit dem Anblick dieses Leids nicht klar. Und noch weniger mit dem Gefühl, nichts zu tun. Also habe ich überlegt, was ich tun kann.

Gestern Abend - ich kam nicht zur Ruhe - schrieb ich die Bundestierärztekammer an, ob es ähnlich Ärzte ohne Grenzen eine Organisation für Tierärzte gibt. Eine Antwort kam promt: Tierärzte ohne Grenzen gibt es. Ich habe sie inzwischen angeschrieben, ob sie - sie sind vorwiegend in Afrika aktiv - auch in Irland aktiv werden könnten. (Update 29.11.: Nein, sie sind nur in Afrika für Menschen aktiv, die von der Nutztierhaltung leben, können in Irland leider nicht helfen.)

Eine andere Idee ist, ob vielleicht Tierarzt-Studenten mit ihren Professoren und Ausbildern statt in der Uni in Deutschland in Irland vor Ort lehren und lernen und den leidenden Pferden so gleichzeitig helfen und Praxiserfahrung sammeln. Die nette Ansprechpartnerin der Bundestierärztekammer wollte diese Idee an eine passende Stelle weiterleiten.

Auf den Seiten der mir bekannten größeren Tierschutzvereine fand ich bisher nichts über das Tierleid in Irland. Vom Tierschutzverein 4 Pfoten, den ich angeschrieben habe, bekam ich die Antwort, dass sie dort wegen der geringen Personaldecke vor Ort nicht aktiv werden können, die Situation jedoch beobachten. Sie gaben mir u.a. die Adresse des Vereins Irische Hunde in Not. Dort las ich, dass das Leid nicht nur die Pferde betrifft, sondern auch Hunde, die dort über alle Maßen gezüchtet und wenn sie "überflüssig" sind, getötet werden. Ich kann das nicht fassen und es übertrifft meine Vorstellungskraft. Mir steigen die Tränen in die Augen. Wie kann man Tiere so quälen?

Ich hoffe, ich bekomme eine seriöse Adresse heraus, die die Pferde mit Wasser, Futter und tierärztlicher Hilfe versorgen und an die ich spenden kann. Ich will keinen unterstützen, der die Pferde tötet, denn so wird sich wohl auch geholfen. (Ganz zum Ende des Artikels finden Sie 3 Adressen, an die ich inzwischen gespendet habe.)

Was nützt alle persönliche und direkte Hilfe, wenn keine guten gesetzlichen Rahmenbedingungen für Tierschutz gibt? Denn daran mangelt es wohl, so wie ich das verstanden habe. Also habe ich Bundeskanzlerin Merkel angeschrieben und auch die Fraktion der Grünen, die ja am ehesten für den Tierschutz eintreten, um sie zu bitten - falls das überhaupt geht - wenn wir Deutsche Geld an Irland geben müssen, dies mit Auflagen zu tun, zum Beispiel für den Tierschutz. Im Europäischen Parlament habe ich auch einen Vertreter angeschrieben, es werden weitere folgen.

Ich habe keine Ahnung, ob das hilft oder wirkt. Ich versuche es einfach.

Durchatmen. Es tut mir schon gut, dass ich aktiv geworden bin und mein Seelenleid so ernst nehme - und das der Tiere damit auch.

Anja Kolberg


Update 30.11.2010: Gefühlt bin ich nicht wirklich weiter gekommen, obwohl ich einige Mails geschrieben habe. Das macht mich traurig. Das Thema lässt mich aber nicht los und so bleibe ich am Ball. In Irland gibt es offensichtlich zwei größere Tierschutzorganisationen, die http://www.dspca.ie und http://www.ispca.ie. Beide habe ich mit meinen bescheidenen Englischkenntnissen angeschrieben, was sie für die Pferde tun und was ich tun kann, ebenso bat ich um Auskunft, ob sie die Tiere vorm Schlachter und dem Erschießen schützen. Auch wenn ich selbst etwas spende, so hat das doch finanzielle Grenzen. Wieviel kann ich bewegen? Ich habe mir überlegt, größere Organisationen anzuschreiben, die mit Pferden zu tun haben, ob sie aktiv werden könnten, zum Beispiel den CHIO in Aachen. Dadurch könnte mehr Geld zusammen kommen und in dem Fall wird wohl viel auch viel helfen. Tierärzte ohne Grenzen, soviel weiß ich inzwischen, gehören der Entwicklungshilfe an und kümmern sich in Afrika ausschließlich um Einwohner, die von der Nutztierhaltung leben. Wenn Sie Ideen haben, melden Sie sich gerne.


Update 8.12.2010: Der CHIO in Aachen hat geantwortet: "Wie Ihnen geht uns das Schicksal der irischen Pferde sehr nahe. Leider sind aber auch uns Grenzen gesetzt. Sie können sich vielleicht vorstellen, dass uns viele Anfragen wie die Ihre erreichen. In manchen geht es um gequälte Tiere, in anderen um vielefältige soziale Engagements mit der Bitte, diese zu unterstützen. Leider sind auch unsere Mittel limitiert, und wir haben vor vielen Jahren beschlossen, unsere ganze Kraft auf das Therapeutische Reiten zu fokussieren. Durch dieses konzentrierte Engagement haben wir in der Vergangenheit mit vielen zehntausend Euro helfen können. Ich hoffe auf Ihr Verständnis, dass wir dieses Vorgehen auch zukünftig beibehalten werden, um wirklich und nachhaltig Dinge verändern zu können."

Das kann ich gut nachvollziehen, auch wenn es den Irischen Pferden nicht hilft.

Ich fühle mich ein wenig desillusioniert. Von einer ehemaligen Klientin, die seit Jahren auf Irland lebt, habe ich den Tipp für eine seriöse Hilfsorganisation für irishe Pferde bekommen: Irish Horse Welfare Trust http://www.ihwt.ie.


Update 20.12.2010:

Inzwischen gibt es zwei Antworten aus der Politik (eine aus dem Bundestag, eine aus dem Europäischen Parlament) auf meine Bitte, im Hinblick auf die Situation der Tiere in Irland für tierschützende Rahmenbedingungen zu sorgen und die EU-Rettungszahlungen an Irland evtl. an Tierschutzbedingungen zu knüpfen:

  • Die Antwort der tierschutzpolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Undinde Kurth, vom 13.12.2010 in Auszügen: "Zahlreiche Tierschutzorganisationen und Tierschützer bemühen sich, Futter und Pflege für die Tiere aufzubringen und auch Tierschutzinspektoren sind im Einsatz. Doch leider kann aufgrund der sehr hohen Anzahl an ausgesetzten Pferden nicht allen Tieren geholfen werden. Viele verletzte oder zu sehr abgemagerte Tiere werden daher getötet. (...) Was den Umgang mit Pferden angeht, ist ein Umdenken in Irland dringend notwendig. Bereits vor der Finanzkrise war das Landschaftsbild in Irland durch ausgesetzte Pferde geprägt, die Zucht von Pferden war kaum reglementiert und die Nachverfolgung der ehemaligen Besitzer nicht möglich, da die Pferde nicht gekennzeichnet werden mussten. Dies wird sich in Zukunft ändern. Seit dem 1. Juli 2009 müssen EU-weit alle nach diesem Datum geborenen Fohlen per Mikrochip gekennzeichnet und in einem Equidenpass registriert werden. Das ist ein großer Fortschritt! Durch die verpflichtende Kennzeichnung und Registrierung wird es in Zukunft möglich sein, ausgesetzte Tiere wieder ihren ehemaligen Besitzern zuordnen und das ungebremste Aussetzen der Tiere zu verhindern. (...) Außerdem setzen wir Grünen uns für die Schaffung eines europäischen Tierschutzgesetzes ein, um den Stellenwert der Tiere als Mitgeschöpfe zu stärken. Die EU-Kommission erarbeitet derzeit einen Entwurf für ein entsprechendes EU-Tierschutzgesetz, das voraussichtlich 2012 vorgestellt werden soll. Die Bindung der EU-Finanzhilfen an Auflagen zu Tierschutz ist rechtlich leider - noch - nicht möglich. Ich hoffe, dass sich das bald ändert."
  • Die Antwort von Alexander Graf Lambsdorff, MdEP, Europäisches Parlament, vom 9.12.2010 in Auszügen: "Ich verstehe Ihre Sorge und Ihre Empörung über die Lage der irischen Pferde. Das Schicksal dieser ausgesetzten Tiere ist natürlich sehr bedauerlich, besonders zu dieser Jahreszeit, doch leider hat es wenig mit der EU-Finanzhilfe an Irland zu tun. Es kann keine Verbindung zwischen beidem hergestellt werden, auch nicht durch eine Klausel im EU-Rettungspaket für Irland. Nichtsdestotrotz haben Sie Recht, sich für diese Angelegenheit einzusetzen und ich möchte Ihnen dabei behilflich sein. Da ich jedoch nicht im landwirtschaftlichen Bereich tätig bin, habe ich Ihr Schreiben an meine Kollegin Frau Britta Reimers, MdEP, Mitglied des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, weitergeleitet, sowie an unsere irischen liberalen Kollegen. Ich hoffe, dass für das Problem schnell eine Lösung gefunden wird, sei es auf nationaler oder auf europäischer Ebene, und dass Sie bald eine befriedigende Antwort erhalten werden." (Stand 5.1.2011: Bisher keine Antwort.)

Die Tierschutzorganisation Peta schrieb auf meine Anfrage, ob sie in Irland für die ausgesetzten Pferde aktiv sind, dass ihnen leider Grenzen gesetzt sind und sie dort nicht aktiv sind. Sie wiesen auf www.worldanimal.net hin, einem weltweiten Netzwerk von Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen. Wie man den Tieren in Irland und in anderen Ländern, in denen heimatlose Tiere leiden, unter anderem helfen kann, nannten sie:

  • Immer wieder an Behörden und auch Tourismusorganisationen herantreten und diese auf das Leid der Tiere aufmerksam machen und sie auffordern nachhaltige Methoden, die human für die Tiere sind, einzusetzen. [Anmerkung Anja Kolberg: Ich habe diese Übersicht gefunden und tourismireland.com angeschrieben, die vor allen Dingen darauf hinwiesen, dass weder den Iren noch den Pferden geholfen ist, wenn die Urlauber jetzt wegblieben.]
  • Lokale Tierschützer unterstützen (oftmals haben sich ausländische Tierschutzorganisationen aus Deutschland organisiert) und benötigen dringend Hilfe. Adressen finden Sie unter www.worldanimal.net.
  • Freunde und Verwandte von dem Schicksal der Tiere erzählen und diese bitten sich auch zu engagieren.
  • Leserbriefe an Zeitungen und Magazine schreiben und diese bitten das „Thema“ publik zu machen. [Anmerkung Anja Kolberg: Eine Leserin schrieb mir, dass St. Georg eine Pferdezeitschrift ist, die sich auch um Tierschutz kümmert. Hier der Link. Ich habe sie inzwischen angeschrieben, ob Sie über die Pferde in Irland berichten könnten und zu Spenden aufrufen. Ich habe noch keine Antwort erhalten.]
  • Unsere Aktionen und Petitionen unterstützen.
  • Im Urlaub selbst: Tiere die Hilfe benötigen zum Arzt bringen oder lokale Tierschutzgruppen informieren (Adressen finden Sie unter www.worldanimal.net), Tiermissbrauch nicht hinnehmen sondern „einschreiten“.

Was tue ich? Auf der Seite von Irish Horse Welfare Trust gibt es eine Übersicht, was die Hilfen für ein Pferd kosten. Was da für Beträge zusammen kommen... Ich habe für drei Hilfsorganisationen, die in Irland für die Pferde aktiv sind, gespendet. Zum einen für Dublin SPCA, die Irländische Tierschutzorganisation ISPCA und den Irish Horse Welfare Trust.

Mir war es ja wichtig, dass die Pferde nicht getötet werden, doch ich habe gemerkt, dass ich kaum Einwirkmöglichkeiten habe. Ich bin mir sicher, dass die Tierschutzorganisationen im Sinne der Tiere entscheiden und wenn es der bessere Weg für das Tier ist, es zu erlösen, dann nehme ich das so an.

Eine Leserin wies auf www.betterplace.org hin, darum habe ich mich jedoch noch nicht kümmern können.

Auch wenn ich teilweise das Gefühl habe, gegen Windmühlen zu kämpfen, gibt es mir doch ein gutes Gefühl, mich überhaupt zu engagieren. Ich glaube, weil ich so viel für dieses Land empfinde, obwohl ich noch nie einen Fuß auf seinen Boden gesetzt habe, setze ich mich so ein. Und weil ich Tiere liebe. Seit dem wir Minu haben, bin ich viel empfindsamer für das Leid von Tieren geworden. Ich fühle mit ihnen. Auch das ist ein Grund, warum ich aktiv werde. Ich fühle deren Leid und das schmerzt sehr.

Also, was gibt es in einer solchen Situation besseres, als in meiner freien Zeit etwas FÜR etwas zu tun, das ich liebe?

Anja Kolberg


Update 5.1.2011: Seit dem ich gespendet habe, geht es mir besser. Ich fühle mich zuversichtlicher. Auch wenn ich keine Unsummen spenden kann, so bin ich doch sicher, dass ganz viele kleine Spenden eine große Hilfe sind! Natürlich kann ich nicht 100% wissen, ob die Hilfen wirklich genau so genutzt werden wie ich mir das wünsche. Deswegen bleibe ich weiter am Ball, um das heraus zu finden.
Ich habe über einen Link auf der Seite der Zeitschrift St. Georg den Verein Equiwent e.V. gefunden, der sich für leidende Pferde in Rumänien einsetzt und freue mich sehr über diesen Glücksfund.

Update 23.1.2011: Ich habe einen österreichischen Bericht gefunden, der behauptet, es handle sich nicht um 20.000 Pferde, sondern weniger, die ausgesetzt sind.
Selbst wenn dem so ist: Für mich ändert dies nichts an der Situation, dass es in Irland Pferde gibt, die Not leiden und ich ein gutes Gefühl habe, die Tierschutzorganisationen vor Ort zu unterstützen. Selbst wenn es beispielsweise nur einhundert Pferde wären, die dort ausgesetzt worden sind, bedeutet es für einhundert Tiere kein Futter zu finden, kein Wasser, kein Schutz und keine tierärztliche Versorgung.
In Bezug auf die Hilfe gibt es Stimmen, die sagen, man solle die Tiere auf der Insel lassen, ein Transport wäre zu stressig, andere meinen, dass so wenigstens einige Pferde ein schönes Leben erwartet.
Es gibt so viele Meinungen, Stimmen, Informationen. Wenn selbst große Medien Informationen ungeprüft übernehmen: Was ist dann die Wahrheit? Was ist die Wirklichkeit? Gibt es die? (Eine Stellungnahme lesen Sie am 12.2.2011 von der Dublin SPCA.)
Mir ist durch viele Recherchen zum Thema Tierschutz bewusst geworden, dass es auch in dieser Branche schwarze Schafe gibt, auch Tierschutzaktivistin Sonja Zietlow fiel auf eine vermeintliche Tierschützerin herein.
Trotz all der grauen und dunklen Bereiche werde ich mich eher noch bestärkt engagieren. Die Entwicklung beschreibe ich im Bericht: Meine Ethik ... und die Schwierigkeiten danach zu leben.
Anja Kolberg

Update 26.1.2011:
Ich habe Corinna Schumacher (CS-Ranch) angemailt und um Hilfe für die Pferde in Irland gebeten. Antwort: Sie engagieren sich bereits für Hilfsprojekte, die sie selbst nach reiflicher Überlegung ausgesucht haben und möchten ihr Engagement kanalisieren, damit auch eine Nachhaltigkeit gewährleistet werden kann. Ich freue mich, dass ich überhaupt eine Antwort bekommen habe, was keine Selbstverständlichkeit ist und kann deren Entscheidung gut nachvollziehen. Eine Frage war es wert.

Update 25.2.2011: Diese Woche erreichte mich ein Dankes- und Informationsschreiben der Tierschutzorganisation Dublin SPCA, über die ich mich sehr gefreut habe:
Die irische Tierschutzorganisation geht in dem Brief sowohl auf den Transport der Pferde ins Ausland ein (einige Leserinnen hatten mich auf diese Möglichkeit angesprochen) und erklären auch, welche Herausforderungen warten, um zu verhindern, dass ein solches Problem wie das jetzt seit vier Jahren andauernde nochmals auftritt. Durch diesen Brief ist mir klargeworden, wie komplex dieses Thema ist, warum ein Transport schwierig wird und welche umfassende Arbeit die Organsiation leistet. Lesen Sie selbst.

(Der Brief erreichte mich in Englisch, ich habe ihn mit Hilfe von Online-Übersetzern und meinen rudimentären Englisch-Kenntnissen übersetzt (da hilft auch 'ne 1 in Englisch auf dem Abschlusszeugnies des Studiums nix, wenn die Sprache ungenutzt schlummert und nie wirklich praktisch genutzt wurde...). Ich denke, das Ergebnis kann sich dennoch sehen lassen. Bitte entschuldigen Sie dennoch Holprigkeiten und Übersetzungsfehler.)

Liebe Anja, vielen Dank für Ihre Spende für den Dubliner Tierschutzverein.

Die Dublin SPCA hilft allen kranken und verletzten Tieren, sowohl Haustieren als auch wild lebenden Tieren, die zu uns kommen durch Unfälle, Grausamkeit, Vernachlässigung und Aussetzung. Jedes Jahr kostet es 1,8 Millionen Euro unser Tierzentrum, mit dem wir tausenden von Tieren helfen, zu unterhalten. Wir erhalten weniger als 5% von der Regierung. Der Rest kommt von der Großzügigkeit und Freundlichkeit der Menschen wie Dir.

Die Pferdekrise ist die schlimmste, die wir je gesehen haben. Wir füttern so vielen Pferde wie wir können in den Feldern rund um Dublin, wo wir wissen, dass sie ohne Futter, Wasser und Schutz verwaist sind. Jedes Pferd, das wir aufnehmen und vermitteln, kostet uns durchschnittlich 3.500 €. Im Jahr 2010 spendeten wir mehr als 400.000 € für die Rettung der Pferde und kein Ende ist in Sicht. In den vergangenen drei Jahren haben wir mit dem Ministerium für Landwirtschaft und lokalen Behörden diskutiert, um dieses Problem zu beenden.

Der Zusammenbruch der Wirtschaft hat katastrophale Folgen für Pferde in ganz Irland gebracht. Rücksichtslose Zucht während der 'Celtic-Tiger'-Jahre war die Ursache, warum Irland mit unerwünschten Pferden überschwemmt wurde, hinzu kommen die steigenden Kosten für Futter und den abnehmenden Wert des Pferdes. Märkte wie die in Smithfield (Dublin City Centre) ermöglichen es jedem, Pferde für gerade mal 8 € zu kaufen, unabhängig von persönlichen Ressourcen oder Wissen in der Pferdepflege. Smithfield Market ist nicht lizenziert, unreguliert und völlig ungeeignet für Pferde und das Dubliner SPCA ruft die Regierung zum sofortigen Schließen von Märkten wie Smithfield und ähnlichen auf.

Die Gesetzgebung ist klar: jedes Pferde muss einen Reisepass und Mikrochip haben, der Rechenschaftspflicht und die Rückverfolgbarkeit möglich macht. Aber es gibt keine Durchsetzung dieser Rechtsvorschriften und als Folge werden Pferde vernachlässigt, verlassen und erleiden einen schrecklichen Tod.

Machen wir uns klar: Die Pferdekrise in Irland ist in ihrem 4. Jahr und es ist ein komplexes Problem, das mehrere Lösungen erfordert, und es ist nicht einfach eine Frage der Futters für die Pferde. Manche Pferde sind aufgrund von Ort, Landschaft oder der Nähe von kriminellem Verhalten und Banden rund um diese Bereiche nicht erreichbar.

Viele Leute haben uns geschrieben und angefragt, diese Pferde in ein neues Zuhause auf der ganzen Welt zu transportieren. Wir untersuchen die Möglichkeit der Beförderung von Pferden, jedoch ist der Transport von Pferden aufwendig und schwierig, so viele der Pferde, die wir aufnehmen, sind unterernährt, krank oder verletzt und nicht in der Lage, aus gesundheitlichen Gründen transportiert zu werden. Die meisten Pferde sind nicht gechipt, noch haben sie Pässe, damit wir die Geschichte des Pferdes nicht überprüfen können, und somit kann es zu Verzögerungen kommen und Quarantäne erforderlich sein, um EU-Vorschriften für Pferdetransporter zu erfüllen. Wir untersuchen es als Option.

Die Dublin SPCA ist der Arbeit mit Behörden verpflichtet, dieses Problem zu lösen, aber es erfordert Personal, Lobbyarbeit, Interessenvertretung, die Aufmerksamkeit der Medien, Fahrzeuge und Futter. Ebenso wichtig wie die Rettung so vieler Pferde wie wir können, ist die Notwendigkeit, zu verhindern, dass dieses Problem jemals wieder entsteht. Das erfordert erhebliche Ressourcen in der Arbeit mit der Regierung, um zugewiesene Gesetze durchzusetzen und neue Rechtsvorschriften, die Zuchteinschränkungen beinhalten, zu erlassen. Wir fordern die 100%ige Rückverfolgbarkeit aller Pferde im Land, der Zucht und aller Verkäufe innerhalb des Landes.

Die Dublin SPCA arbeitet mit dem Landwirtschaftsministerium, Umweltministerium, lokalen Behörden, anderen Tierschutzorganisationen und Marktführern in der Branche zusammen, um die Schlüsselprobleme anzugehen, die zur Pferdekrise in diesem Land geführt haben. Dazu gehören die mangelnde Durchsetzung von Rechtsvorschriften, die Verbreitung der städtischen Pferde und massive Züchtung.

Die Dublin SPCA ist mit diesen Partnern zusammen, um dies zu sichern:
  1. Schließung von nicht lizenzierten, unregulierten Pferdemärkten wie Smithfield
  2. Einrichten eines Straferlass-Programms (multi-agency), wo die Eigentümer, die sich ihre Pferde nicht mehr leisten können und nicht vermittelt werden können, ihre Tiere abgeben können (Voraussetzungen sind zu bestimmen)
  3. Vermittlungsprogramm für gepfändete oder aufgegebene Pferde (mit den erforderlichen Gebühren für Veterinär, Genehmigung und Pass)
  4. Die Erweiterung der Ausbildung der verantwortlichen Pferdeeigentümer wie in den Dublin SPCA Bildungsprogrammen
  5. Die Schaffung einer zentralen Datenbank für Mikrochips. Alle Pferde, die nicht gechipt sind oder lizenziert, müssen von örtlichen Behörden oder ermächtigten Beamten beschlagnahmt werden.

Wir haben gerade unseren 170. Jahrestag gefeiert und es ist das unglaublichste Jahr in unserer Geschichte, weil wir das bedeutendste Unternehmen für den Tierschutz in Irland enthüllen: Die Eröffnung der neuen Dublin SPCA Tierklinik, dem Tierpensionszentrum und Hundeparks, von denen 100% der Gewinne direkt zurück in die Dublin SPCA fließen, um unsere jährlichen Betriebskosten zu unterstützen. Sie können mehr über dieses Projekt in unserem Newsletter erfahren. Ich habe auch ein Blatt mit unserer Bankverbindung beigelegt, sollten Sie Ihren Freunden mitteilen, unsere Arbeit zu unterstützen.

Im Namen von tausenden Tieren, die in unserer Obhut sind: DANKE! Um mehr zu erfahren, besuchen Sie bitte www.dspca.ie, wo Sie sich registrieren können, um regelmäßig E-Mail Updates zu erhalten. Wir laden Sie auch zu ein, unser Fan auf Facebook unter www.facebook.com/dspca zu werden.

Mit freundlichen Grüßen Lori Davis, Leitung Mittelbeschaffung, DSPCA Dublin (Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Lori Davis)

Update 17.2.2011: Ich habe mit Dirk Kontakt aufgenommen, einem Deutschen, der den "Blog for Ireland" betreibt und seit 2007 in Dublin lebt und arbeitet. Ihn habe ich gebeten, mir seine Sicht auf das Pferdeproblem in Irland zu schildern, um einen anderen Blickwinkel auf die Problematik zu bekommen und ihn gefragt, ob er einverstanden ist, wenn ich dies auszugsweise hier veröffentliche, damit Sie auch daran teilhaben können. Es ist ihm wichtig darauf hinzuweisen, dass es sich um seine persönliche Sicht und Beobachtung handelt, welche nicht mit harten Fakten belegt werden können:

Hallo Anja, das Thema der ausgesetzten Pferde fand tatsächlich in den ausländischen Medien mehr Beachtung als hier in Irland selbst. Das liegt daran, dass Pferde hier wie Gebrauchsgegenstände betrachtet werden, mit denen man Handel treibt. (...)

Hinzu kommt, dass die meisten Iren, insbesondere der Unterschicht, derzeit andere Probleme haben, als sich ordentlich um ihre Pferde zu kümmern, so hart das klingt. Die meisten Pferde haben keinen Chip, und weder Verkäufer noch Käufer müssen sich registrieren. Da ist es kein Wunder, wenn Pferde einfach ausgesetzt und sich selbst überlassen werden. Den Handel mit Pferden hatte ich in einem Beitrag über den Pferdemarkt in Smithfield gestreift.
Siehe hier: http://blog-for-ireland.blogspot.com/2007/08/der-smithfield-pferdemarkt.html

Wirklich ausgesetzte Pferde habe ich noch keine gesehen. In den Randbezirken von Dublin sieht man aber viele streunernde Pferde, die auf gewöhnlichen Grünflächen in Wohngebieten grasen. Diese Pferde sind aber keineswegs ausgesetzt. Meist gehören sie Kindern und Jugendlichen, die sie für ein Taschengeld kauften und anstelle eines Fahrrads halten.

(...) Das Thema zeigt, wie rückständig Irland in vielen Dingen noch ist, trotz Aufschwung. Hier treffen Tradition und Anforderungen an einen modernen EU-Staat aufeinander. Pferde spielen seit Jahrhunderten eine große Rolle in Irland. Deswegen genießen sie aber noch lange nicht die Aufmerksamkeit, die man erwarten würde. Da helfen auch EU-Gesetze nichts. Weder Tierschutzverbände noch Polizei haben die Kapazitäten, die geforderten Richtlinien durchzusetzen.

Deine Spendenbereitschaft ist begüßenswert. (...) Die Nachhaltigkeit der Maßnahmen ist zweifelhaft. Wenn Du einem Iren sein Pferd finanzierst, wird er es Dir danken, indem er sich ein zweites zulegt - und beide irgendwann gewinnbringend verkauft. Danach wiederholt sich das Spielchen von vorne. (Anmerkung Anja Kolberg dazu: Der oben abgedruckte Brief der Organisation DSPCA Dublin zeigt, dass nicht nur kurzfristig gedacht wird, sondern langfristig gehandelt, in dem das Problem grundsätzlich angegangen wird. In dem Sinne empfinde ich es als langfristig.)

(...) Als in Irland lebender Deutscher gewöhnt man sich schnell an derartige Umstände. Es bleibt einem nichts anderes übrig. Zu Deiner Beruhigung kann ich aber sagen, dass es auch positive Beispiele gibt. Die Eltern meiner irischen Lebensgefährtin halten sich ebenfalls ein Pferd. Sie leben auf dem Land, haben drei große Koppeln, das Pferd ist gechipt und registriert. Den Menschen der Unterschicht kann man auch keinen Vorwurf machen. In Irland gibt es nach wie vor große Armut. Die Menschen sorgen sich eher um ihr Überleben, als um das ihrer Pferde, so hart das klingt.

Viele Grüße aus Dublin, Dirk

Danke, Dirk für deine persönliche Einschätzung und die Erlaubnis, deine Meinung auszugsweise zu posten! Anja

Update 10.3.2011 Habe einen TV-Beitrag vom WDR (30.01.2011) gefunden, in dem über das Problem der Pferde in Irland berichtet wird. Ebenso über den Irischen Springreiter Denis Lynch, der seit Anfang 2011 in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden insgesamt 100.000 € an Spenden sammelte und Anfang März 2011 an die ISPCA überreichte. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des in Deutschland lebenden Springreit-Champions. Die Informationen stehen dort erst in Englisch, wenn Sie weiter runter scrollen, kommt die deutsche Übersetzung - unter dem Menüpunkt Spendenaktion oder Irische Pferde. Dort finden Sie auch eine Spendenadresse.

Samstag, 18 Dezember, 2010

Durchatmen.

Aus der Versenkung melde ich mich endlich wieder!

Die letzte Woche ging vorbei wie ein Fingerschnippen. Sonntag Abend letzte Woche hatte ich das Gefühl, so langsam einen Rhythmus gefunden zu haben, mit dem ich Haushalt, Hund und die Besuche und Besorgungen für meinen Mann im Krankenhaus gut bewältigen kann. In der Nacht auf Montag konnte ich mal wieder nicht einschlafen, weil ich Angst hatte (trotz meiner Mutparolen im Blogbeitrag). Also habe ich gut für mich gesorgt und gerne - und auch ohne Wind - bei Minu im Wohnzimmer geschlafen. Es war ein schönes Gefühl, so beschützt zu sein. Wir hatten beide unseren Spaß daran. :o)

 

Montag weckte mich das Läuten des Telefons. "Du kannst mich um zehn Uhr abholen. Ich werde heute entlassen." Das war eine Überraschung, ich war ziemlich überrumpelt und gleichzeitg froh, dass mein Mann wieder nach Hause konnte.

Seit diesem Moment versuche ich, ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Denn mein Mann durfte zwar nach Hause, aber nur unter der Auflage, dass er liegen bleibt. Zum Glück haben wir Bad und das große Sofa auf einer Etage. Mit seinen Krücken darf er gerade mal ins Bad, den Fuß jedoch weiterhin nicht aufsetzen. Seufz. Die Konsequenzen habe ich diese Woche erlebt. Mir wurde deutlich der Unterschied bewusst, ob ich mir die Arbeit mit einem Menschen teile oder alles alleine machen muss. Zusammen mit dem Schnee in Köln war das eine ganz schöne Packung.

Heute Nachmittag taucht endlich das Gefühl auf, dass ich so langsam wieder einen neuen Rhythmus finde. Mehrmals in den letzten 14 Tagen hatte ich das Gefühl, über ein gesundes Limit hinaus belastet zu sein.

Für meinen Mann ist es auch eine Herausforderung, denn ihm fällt es nicht leicht, weiter liegen zu bleiben. Ein Ende ist noch nicht in Sicht. Insgesamt sechs Wochen bleibt der Gips, dann kommen die Stellschrauben raus. Der Bruch war wohl insgesamt schlimmer als gedacht. Wir sind heilfroh, dass weiterhin alles gut verheilt.

Eine herrliche Überraschung war für mich diese Woche, richtige Post zu bekommen. Ich empfinde es wirklich so, als würde jemand ein Licht im Dunklen anzünden, das nicht nur mein Gesicht erhellt, sondern mir auch Wärme spendet. Briefe lesen, Karten und Gedichte. Das liebe ich. Jede einzelne Zeile, auch in Ihren Mails, schenkt mir Energie. Im Paket waren neben Blumensamen und anderen schönen Dingen auch selbst gebrannte Mandeln (siehe E-Card oben). Himmlisch!

Klick zum Shop

Ich hatte so ein Glück heute früh: Ich stellte mir vor, ich gehe zur Post und da ist entgegen den letzten Tagen keine lange Schlange. Ich kann viele frische Briefmarken für die nächsten Aufträge im Shop kaufen. Ganz leicht. Und wissen Sie was: So war es auch. Juchu! Juchu! Juchu! Ich hatte wirklich den richtigen Moment abgepasst, denn als ich die Post verließ, standen mindestens zehn Menschen in der Schlange! Jetzt habe ich genügend Porto bis zum neuen Jahr. :o)

Hier im Büro lichten sich so langsam die Reihen, viele Kartons sind geleert. Die nächsten Kalender sind bereits in Schutzfolie verpackt und neue Geschenkkartons mit Postkarten bestückt. Die Bestellungen vergangene Woche bearbeiten, das war meine Krafttankstelle. Diese Arbeit hat mir so unglaublich gut getan und mich durch die Woche getragen. Mein Rettungsanker. Mein Glück.

Gut, dass ich die Möglichkeit hatte, darin Energie zu tanken.

Im Laufe vom heutigen Samstag vormittag spürte ich, wie immer mehr Anspannung von meinen Schultern fiel, weil ich mein Gleichgewicht endlich so langsam zurück gewann. Ich fragte meinen Mann heute Mittag, ob er ein Stück Kuchen mag und so machte mich auf den Weg, welchen zu besorgen. Dabei packte ich, obwohl ich erst nicht wollte, meine kleine Kamera ein. Auf dem Weg betrachtete ich, was der Schnee für schöne Motive gezaubert hatte. Denn wenn ich mit der Kamera unterwegs bin, nehme ich mir wirklich Zeit, genau hin zu schauen.

Herrlich, dieser Spaziergang durch den Schnee. Nur ich. Das hat mir so gut getan.

 

Blauer Himmel. Sonnenschein. Schnee. Knirschende Geräusche unter den Füßen. Angenehme Kälte im Gesicht. Viele schöne Kleinigkeiten, die mir Freude machten, so zum Beispiel dieser Schnee-Apfel-Baum:

 

Auf den Äpfeln, die noch am Baum hingen, dicke Schneehüte. Die Vögel hatten daran ihren Spaß und Gaumenschmaus.

Nach dem Spaziergang mit mir alleine und meiner Kamera geht es mir viel viel besser. Noch mehr Anspannung ist abgefallen. Ich habe gespürt wie wichtig es ist, mir selbst eine Freude zu machen. Da passt heute schon das Kalenderblatt des Wandkalenders für Januar:

Ich mache mir eine Freude. Wandkalender Januar 2011.

Ich habe in den letzten 14 Tagen so viel gelernt. Wenn jemand krank war, habe ich immer auf den Kranken geschaut und mich hauptsächlich dafür interessiert, wie es ihm geht, nicht darüber nachgedacht, was dies für sein Umfeld, für die Angehörigen bedeutet. Nun habe ich ein Gespür dafür bekommen, was dies auch für die Angehörigenfür eine Umstellung und auch Belastung ist. Eine neue Erfahrung.

Ich freue mich sehr auf die kommenden Tage, die letzten Tage vor Weihnachten. So langsam entwickelt sich Weihnachtsstimmung und diese herrliche Jahresendstimmung.

Zum Irland-Thema gibt es ein paar neue Erkenntnisse. Jetzt, wo ich mich in der neuen Situation eingefunden habe, wird es mir wohl gelingen, all die liegen gebliebenen Dinge abzuarbeiten und die neuen Nachrichten Anfang der Woche zu posten.

Ich habe die Weihnachts-E-Cards ins Netz gestellt. Viel Freude beim Versenden!

Anja Kolberg

Samstag, 11 Dezember, 2010

Licht im Dezember

 

Drei Kerzen erhellen den Tisch. Advent. Das Tablett mit den vier Kerzen ist endlich geschmückt, die Weihnachtstischdecke ausgepackt.

Die letzten acht Tage waren vor allen Dingen geprägt von Besuchen im Krankenhaus, Besorgungen, Wäsche waschen, Minu alleine ausführen, selbst mit der Umstellung klar kommen... Windnächte (es waren bisher drei) alleine mit Minu durchstehen... Boah, war ich müde, lief ziemlich an meinem Limit. Heute geht es schon besser. Erfreulich ist, dass es meinem Mann von Tag zu Tag besser geht, die Heilung trotz der Diabetes gut voranschreitet. Ab Montag darf er endlich aufstehen. Heiß ersehnt von einem Menschen, der sich täglich viel bewegt...

Stolz bin ich auf mich, dass ich diesmal gut mit meiner Angst, nachts alleine zu sein, umgehe. Klar, habe ich Minu zur Seite. Dennoch konnte ich vorher immer schlecht einschlafen, wenn mein Mann mal mehrere Tage unterwegs war, hatte immer wieder Angst. Jetzt habe ich den Satz: "Ich habe Angst, hier kommt einer rein" mit 'The Work' verwandelt in: "Hier kommt keiner rein!" Ich spürte wie dieser Satz in mir die Idee formte, dass ich mich wehren kann.

Auf einmal erinnerte ich mich an eine Klöpperei, die ich als Kind mit meinem gleichaltrigen Nachbarsjungen hatte. Er hatte immer eine große Klappe und ich ließ mir nichts von ihm gefallen: Also wurde ein Streit auch schon mal körperlich ausgetragen. Eine Situation, die ich nie vergessen werde: Ich besiegte meinen Nachbarsfreund! Er lag unter mir auf der Wiese und konnte sich nicht mehr wehren! Das war enorm stärkend für mein Selbstbewusstsein. Ich wünschte ein solches Erlebnis jedem Mädchen in seinem Leben, denn es ist ein unglaublich gutes Gefühl, zu wissen, dass ich auch körperlich stärker sein kann als ein Junge. Klar, nur wenige Jahre später war er stärker als ich und ich wehrte mich mit meinen Worten. Dennoch: Diese Klöpperei mit diesem Ergebnis ist einer meiner Schätze. Und lieber S., ich werde dir dafür ewig dankbar sein. :o)

Also: Wenn es einer wagen sollte, dann wird er ein richtiges Bergisches Landmädel mal kennen lernen! Ich merke, wie ich dabei meinen Rücken gerade mache, den Kopf hebe, die Brust rausstrecke und einen richtig bösen Gesichtsausdruck bekomme: "Wehe dir!" Seit dem schlafe ich gut.

Ich bin so froh, wenn dieses Jahr endlich vorbei ist. 2009 fand ich schon heftig, 2010 war gefühlt minimal besser, aber so wirklich? Ich schüttle mit dem Kopf. Tiefes Durchatmen: Es kann nur besser werden.

Im Garten ist der Schnee vollständig weggetaut, lediglich der Teich zeigt noch eine dicke Eisschicht, auf der die Blätter wie eine herrliche Garnierung ausschauen:

 

Lieber Petrus, bitte warte mal eine Woche mit dem nächsten Schnee- und Frostschub und lass es draußen ein wenig trocknen. Dann kann ich nämlich meinen Kaufrausch an Blumenzwiebeln endlich abarbeiten...

 

210 Zwiebeln sind es insgesamt. Zwanzig Zierlauchkugeln warten bereits im Gartenboden auf den Frühling. Für mehr von ihnen war in der voraussichtlichen Höhe leider kein Platz - vielleicht werde ich nächstes Frühjahr mehr Stellen entdecken, wo ich eine meiner Lieblingspflanzen doch noch platzieren kann. Im Ausverkauf habe ich mir diese Begleitblumen für die Allium Purple Sensation gegönnt: Weiße und lilafarbene Tulpen und weiße Narzissen. Ich hoffe, sie blühen wirklich einigermaßen zur gleichen Zeit, dann sieht es bestimmt ganz toll aus.

Und für meine beiden großen Blumenkübel auf der Terrasse habe ich die Mischungen rechts besorgt: Der große Karton für meinen Blumen-"Sandkasten" und die weiß-rosa-Mischung für den Terracottakübel, der noch leer ist.. wenn bis Mai nicht wieder das Eichhörnchen alle ausbuddelt und vernascht, habe ich richtig dolll was zu gucken... Ich muss dran denken, den Kübel dieses Mal mit Reisig abzudecken.

Das Beste an der ganzen Garten-Vorbereitung ist für mich eines: Die Vorfreude auf den Frühling und meine Gedanken wie das Ergebnis wohl aussehen mag! Das ist wie ein lichtvoller Frühlingsgruß im Dezember.

Einen schönen 3. Advent

Anja Kolberg

Donnerstag, 09 Dezember, 2010

Juchu!

 

Es ist alles gut gelaufen!

Um elf sollte mein Mann operiert werden... warten... kurz nach vierzehn Uhr hielt ich es nicht mehr aus und rief auf Station an. Der Pfleger: "Hallo Frau Kolberg, ich habe Ihren Mann gerade aus dem Aufwachraum geholt. Wir haben gerade von Ihnen gesprochen. Wollen Sie mit ihm sprechen?" Ich hört es im Haus klingeln, mein Mann versuchte mich parallel anzurufen. Was für eine Gedankenübertragung.

Die Stimme noch ein wenig belegt, war mein Mann schon wieder guter Dinge. Puh, war ich erleichtert!!!

So fuhr ich durch den Schnee fluchs ins Krankenhaus. Noch ein bisschen blass um die Nase, aber sonst: Alles bestens. OP gut verlaufen. Kaum Schmerzen. Keine Übelkeit. Schon wieder riesen Hunger. :o)

Die Zimmernachbarn allesamt nett, resolute und freundliche Krankenschwestern, nette Ärzte und Ärztinnen. Die schneebedeckten alten Bäume vor dem Fenster. Gutes Essen. Genug zu lesen, zu hören, zu sehen. Eine Frau, die ihn mit allem versorgt, was er braucht. :o)

Alles in allem: Gute Bedingungen, um gesund zu werden.

Jetzt, wo die OP gut gelaufen ist, bin ich frohen Mutes. Das wird gut verheilen, ich habe es im Gefühl. Mein Mann ebenso. Dank seines Jobs ist er ziemlich fit, an Krücken zu gehen ist für ihn kein Problem. Ich mit meinen schwachen Oberarmmuskeln hätte da wohl ganz schön Muskelkater... :o)

Minu hat derweil gut aufgepasst, das macht sie auch nachts. Ist mir eine treue Begleiterin. Ein schönes Gefühl. Und ich gewöhne mich daran, eine zeitlang alleine zu sein. Das wird mir auch gelingen... wenn ich auch merke, wie anders und ungewohnt es ist.

Eine glückliche, erleichterte und zuversichtliche

Anja Kolberg

Mittwoch, 08 Dezember, 2010

Rutschige Tage

Während ich diese Zeilen schreibe, wird mein Mann operiert. Innerlich bin ich ein wenig zittrig. Ich versuche mich abzulenken. Habe Kerzen angezündet, den selbstgemachten Engel daneben gestellt. Das tut mir gut.

Wir haben eine Achterbahnfahrt der Gefühle hinter uns. Mein Mann bracht sich am Wochenende das Bein, rutschte im Dunklen draußen auf dem glatten Untergrund aus, knickte (trotz hoher Stiefel) um. Der Knöchel war stark geschwollen. Jede klitzekleinste Berührung und Bewegung schmerzte höllisch. Das war schlimmer als bei seinem Bänderriss vor 20 Jahren. Notaufnahme. Röntgen. Wadenbein gebrochen. Gips. Erst mal wieder nach Hause. Hochlegen. Schwellung wegbekommen. Er kam kaum die Treppe ins Wohnzimmer hoch...

Dank der Schmerzmittel war es für ihn dann einigermaßen erträglich. Ich setzte mein Schwesternhäubchen auf. :O) Unser Glück ist das große Sofa, wo er gut schlafen kann, die Treppen weiter hoch bis ins Schlafzimmer: Undenkbar. Montag dann wieder zur Vorstellung in die Unfallchirugie. Auch der Knöchel ist in Mitleidenschaft gezogen - Dienstag früh ins Krankenhaus, Mittwoch OP, in der die Knochen mit Platten und Schrauben versehen werden.

Die Ärzte und Pfleger im Krankenhaus (hauptsächlich wirklich Männer, mit denen wir zu tun hatten), sind allesamt sehr nett. Das ist ein gutes Gefühl. Sein Zimmer geht zum Park hinaus, er blickt direkt auf die schneebedeckten Bäume.

Es war so viel zu tun, die letzten Tage: Tasche packen. Jogginghosen besorgen, die am Fuß einen Reißverschluss haben. So viele Kleinigkeiten. Am Wochenende habe ich noch überlegt, was ich kochen könnte und dafür einkaufen muss - darüber brauche ich mir jetzt keine Gedanken mehr zu machen. Das sind so kleine Veränderungen, die sich komisch anfühlen. Minu findet's reichlich komisch, dass Herrchen nicht da ist und achtet sehr wachsam auf jedes Autotürenschlagen vor der Haustüre...

Ich hoffe, das ich bald angerufen werde und alles ist gut gegangen. Warten ist anstrengend. Bescheid wissen und handeln fällt mir leichter.

Hoffnungsvolle Grüße aus Köln

Anja Kolberg

PS: Zu Irland gibt es ein Update, ich habe es direkt unter den Artikel geschrieben, damit alles an einem Ort zusammen bleibt.

Freitag, 03 Dezember, 2010

Adventstage: Die Stille herbeizaubern

In diesen Tagen erlebe ich eine Mischung aus Stille - dank des Schnees - und glückbringenden Momenten - dank den Weihnachtsbestellungen in meinem Shop.

In Nachbars Garten entdeckte ich ein herrliches Bild: Lavendelblüten im Schnee!

 

Das hat mich fasziniert!

Ich liebe die Mails von Ihnen, wenn Sie Päckchen erhalten haben und mir Ihre Freude mitteilen. Ich liebe die Ruhe, die die weiße Pracht mir schenkt, alles geht dann ein wenig leiser vonstatten.

Wenn Sie in Weihnachtsstimmung kommen möchten, empfehle ich den Film "Wunder einer Winternacht", ein sehr schönes Märchen, das mich sehr berührt hat und wieder mit dem wirklichen Sinn Weihnachtens in Verbindung bringt. Und irgendwie - ja irgendwie könnte diese Geschichte doch auch stimmen...

Kulinarischer Adventskalender

Lust auf Naschereien macht der kulinarische Adventskalender "Bald ist Weihnachten" aus dem Kosmos-Verlag. 88 Rezepte für Köstlichkeiten von Schokotarte mit Marzipansauce *Schluck* über Karamelcreme mit Zimt gewürzt *YamYam*, Knusperschmalz mit Zwiebeln und Äpfeln *was für meinen Mann*, Schokolollis mit Chili *Eindeutig für mich*, Bratäpfel süß oder salzig - *oh die abends auf der Couch zu einem guten Film* bis hin zum Weihnachtsmenü finden sich schön bebildert in diesem gut in der Hand liegenden Koch- und Backbuch. Herrliche Idee!

Ich hätte jetzt gerne jemanden, der mich nach Strich und Faden verwöhnt, mir all die Köstlichkeiten Tag für Tag, Keks für Keks und Pralinchen für Pralinchen zubereitet und mich davon kosten lässt! Das wäre ein Vergnügen! Ich liebe selbstgebackene Kekse - überhaupt schmeckt alles viel viel besser, wenn es mit Liebe zubereitet wurde. Pizza mit handgeknetetem Hefeteig schmeckt anders als die Fertige aus der Tiefkühltruhe! Himmlische Zeiten waren das noch, als ich an dem Tisch meiner Eltern als Kind saß und mich um das Kochen und Einkaufen nicht kümmern musste, sondern als Kind essen und genießen!

Da weiß ich die Arbeit der Väter und Mütter, Omis und Opis wieder einmal zu schätzen. Dazu gehört Liebe, Hingabe und Zeit. Das vermisse ich! Ich hätte wirklich gerne jemanden, der mich hier zu Hause betüttelt, verwöhnt, bekocht und sich um den Haushalt kümmert. So ein richtig großer Generationenhaushalt. Dann ist irgend jemand immer da, mit dem man quatschen kann, spielen, ärgern, einen Ausflug machen, was auch immer...

Was ich Ihnen an Freude machen kann, sind vielleicht neue E-Cards, die ich in meiner Werkstatt zubereitet habe?

Klick zu den E-Cards

Viel Freude beim Verschicken und ein herrliches Adventswochenende

Ihre Anja Kolberg

Mittwoch, 01 Dezember, 2010

Dezember 2010: Mir vertrauen

Klick zum Shop für den neuen Kalender  

31 Tage hält das Jahr 2010 noch bereit. Hier das letzte Kalenderblatt im Tischkalender 2010 "Ich mache mich glücklich" .

Das Foto zeigt eine Abendstimmung, in der Sonne und Wolken zeigen, was sie können: Einen wunderschönen Sonnenuntergang im Winter zaubern. Aufgenommen in der Nähe des Braunkohletagebau-Aussichtspunktes zwischen Frechen und Kerpen-Horrem.

Text: "Ich vertraue mir und gehe meinen Weg." Da atme ich erst mal tief durch. Die Aufgabe ist keine leichte für mich: "Mir selbst vertrauen." Wenn ich als Kind gelernt habe, auf meine Eltern zu hören und später auf Lehrer in der Schule, als Jugendliche auf meinen Ausbilder, dann auf den Arbeitsstellen auf meinen Chef... Wo war dann die Wende, wo ich lernte, auf mich selbst zu hören und mir selbst - statt anderen Menschen - zu vertrauen? Wo lernte ich im Leben, mit meinen Zweifeln umzugehen? Wo, nicht dem Wort der anderen mehr Wert zu geben, als meinen eigenen? Wo war die Schulklasse, die das Fach "Ich gebe meinen Gefühlen Raum und vertraue ihnen" unterrichtet?

Für solche Themen gibt es keine gesetzlich vorgeschriebene Lehrzeit, die jeder Mensch automatisch durchläuft. Nur das Leben kann uns darin unterrichten. Ich kann mich selbst immer wieder daran erinnern, dass es meine Aufgabe ist, mir zu vertrauen und meinen Weg zu gehen.

Was mir auf meinem Weg begegnen und mich davon abbringen kann? Zweifel: "Tue ich wirklich das richtige, wenn ich auf mein Herz höre, wo ich das doch nie gelernt habe?" Angst: "Was, wenn es doch der falsche Weg ist?" Einsamkeit: "Aber alle die ich kenne, gehen einen anderen Weg. Ich will nicht alleine gehen!"

Das Kalenderblatt für den Dezember erinnert mich, mir selbst zu vertrauen und meinen Weg zu gehen. Es ist mein Weg, also bin ich die Einzige, die auf diesem Weg unterwegs ist. Weil keiner genau so fühlt und denkt wie ich, weil keiner eine 100% identische Geschichte hat und gleiche Erfahrungen gemacht hat. Jeder geht seinen Weg. Selbst wenn ich mich von den Stimmen der Anderen, der Meinung der Gesellschaft wie man/frau zu sein hat, von meinem "Wunschweg" abbringen lasse, so gehört auch das zu meinem Weg, auch wenn es vielleicht ein Umweg ist.

Ich möchte mich diesen Monat daran erinnern, auf mein Herz zu hören und meinem Inneren zu vertrauen, dass ich auf dem richtigen Weg unterwegs bin, immer dann, wenn ich im Einklang mit meinen Gefühlen und Bedürfnissen lebe.

Mein Verstand erreicht manche Länder nicht, in denen meine Seele zu Hause ist. Und doch hat meine Seele einen Plan. Ich vertraue ihr (und damit mir selbst) und gehe meinen Weg.

Wenn Sie den neuen Tischkalender "Ich trau mich was" für das Jahr 2011 möchten, können Sie ihn hier im Webshop bestellen.

Anja Kolberg



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