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Mittwoch, 13 April, 2011

Wie Hürden zu kleinen Abenteuern werden
Meine Ethik & die Folgen (Teil 8)

Auf dem Weg zu einer veganen (rein pflanzlichen, also tierfreien) Lebensweise begegnen mir immer neue Aufgaben. Erst denke ich: Unlösbar. Wie soll das denn gehen? Dann beginne ich mich damit zu beschäftigen, recherchiere im Internet, lese, suche weiter und finde Lösungen. So ging es mir mit diesen Fragen:

  • Was soll ich mir denn dann aufs Brot schmieren?
  • Backen ohne Eier und Milchprodukte? Wie soll das denn gehen?
  • Eine vegane Geburstagsparty?
  • Was soll ich denn dann abends essen?
  • Nichts Süßes mehr???
  • Gibt es denn nur Soja und Tofu als Alternative?
  • Was mache ich mit meinem fleischessenden Mann?

Inzwischen habe ich auf alle Fragen und Herausforderungen klasse Antworten gefunden. Wer meine bisherigen Beiträge zu diesem Thema verfolgt hat, weiß das. Es gibt zum Beispiel jede Menge Backrezepte, die ohne Milch und Ei auskommen. Mein Brotbelag bietet mir mehr Abwechslung als früher (ich war unabhängig von der ethischen Frage mit den Wurst- und Käsesorten geschmacklich sowieso "durch" und suchte Neues).

Wenn Sie durch meine früheren Beiträge stöbern möchten, hier sind sie noch einmal in Reihenfolge:

  1. Der Anfang: Meine Ethik ... und die Schwierigkeiten danach zu leben 
  2. Essen möglichst ohne tierische Produkte - Meine Ethik & die Folgen
  3. Halbzeit-Veganeri - Meine Ethik & die Folgen (Teil 2)
  4. Glücklich sein & gut für mich sorgen - Meine Ethik & die Folgen (Teil 3) 
  5. Meine Krücken - Meine Ethik & die Folgen (Teil 4) 
  6. Das 'Warum' ist entscheidend - Meine Ethik & die Folgen (Teil 5)
  7. Geschmacks-Gewinn - Meine Ethik & die Folgen (Teil 6)
  8. Blick in den Kopftopf - Meine Ethik & die Folgen (Teil 7) 

Meine neue Hürde: Ich brauche neue Schuhe. Fußbekleidung aus Leder sollte künftig auch tabu sein, wenn ich es ernst meine. Aber gibt es denn schöne Schuhe ohne Leder? Ich trage keine Schuhe mit hohen Absätzen und breit genug müssen sie für meine im Sommer schnell geschwollenen Füße auch sein. Andererseits bin ich auch nicht der "Springerstiefel-Typ". Was mag es da geben? Ich suchte und suchte und suchte... Zufällig liefen mir dann drei Adressen über den Weg. Die eine fand ich über einen Newsletter der interessanten Seite Utopia.de, wo ich jetzt das erste Mal bestellt habe (avocadostore.de). Ein Ladengeschäft mit Onlineshop gibt es in Köln: Vegane Zeiten.

Dann lief mir eine Adresse mit Schnürschuhen über den Weg, leider finde ich sie gerade nicht - hier ist sie: Vom Schuhmodelleur Klaus Linn entworfene und in Ostdeutschland hergestellte vegane Schnürschuhe und Stiefelletten gibt es auf Linnschuh.de. Ein Geschäft in Pirmasens gibt es laut Herrn Linn nicht mehr wie auf der Webseite angegeben, aber dafür den Online-Shop. (Bitte beachten: Es handelt sich um extra nach der Bestellung angefertigte Schuhe einer kleinen Manufaktur, die über kaum Lagerware verfügt und deswegen zeitlose, klassische Modelle entwirft. Daher kann dieser Anbieter nicht mit der üblichen Bestellhaltung anderer großer Online-Schuhanbieter, die aus der Werbung bekannt sind, mithalten. Denn das ist für ein kleines Unternehmen kaum leistbar. Optimal ist die Situation nicht, da man ja die Modelle anprobieren muss, um eine Entscheidung treffen zu können und es auch kein Ladengeschäft gibt. Dafür ist der Betreiber des Online-Shops am Telefon sehr freundlich und hilfsbereit. Ich habe jetzt ein Modell gefunden, das mir passt - von der Qualität und Verarbeitung der Schuhe bin ich begeistert!)
So lerne ich auf meiner Hürdenbesteigung interessante Menschen wie diesen Schuhdesigner kennen. Bei dem kurzen Telefonat mit ihm habe ich nämlich erfahren, dass es in Pirmasens die Deutsche Schuhfachschule gibt, die zur/zum Staatlich geprüften Schuhtechniker/in ausbildet.

Die nächste Aufgabe zeichnet sich schon ab: Grillen! Doch alleine bei einem Plausch mit meiner Blumenfreundin Petra-Ute kamen wir auf so viele schmackhafte Ideen, wie marinierte Gemüsespieße, klar Backofenkartoffeln, Gemüsesäckchen... Ich bin mir sicher, auch hier werden sich interessante Geschmacksalternativen entdecken.

Erst haben die Hürden etwas Erschreckendes und Unüberwindbares. Rückblickend empfinde ich sie als kleine Abenteuer. Entdecken von neuen Welten. Ich spüre wie ich mit jeder genommenen Hürde ein klitzekleines bisschen zuversichtlicher werde und gelassener auf die nächste Hürde - das nächste kleine Abenteuer - auf meinem Weg blicke!

Zum Schluss noch ein praktischer Linktipp: Der Einkaufsguide von Peta2. Dort finden Sie Produkte zum Essen, Trinken, Putzen und Pflegen. Allesamt tierfrei und tierversuchsfrei. Dort habe ich auch entdeckt, dass der Apfelstrudel von Coppenrath & Wiese vegan ist oder die Knoblauchecken von Knack & Back rein pflanzlich sind. Ebenso finden sich darin Süßigkeiten, Fertigprodukte, Eis... Kleine Leckereien, die das Leben angenehmer machen.

Übrigens habe ich das erste Mal veganen Käse ausprobiert. No-Muh-Chäs-Snack. Das war überhaupt nicht mein Ding. Auch nicht auf den zweiten Bissen. Er hat arg nach Maggi geschmeckt und ist keine Alternative für mich. Aber wer weiß, vielleicht finde ich ihn in ein paar Jahren einfach dufte...

Anja Kolberg

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