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Donnerstag, 17 Mai, 2012

Heilende Gedanken - Welche Parallelen ich zwischen Wetter und Problemen sehe

Ein Maitag wie er nicht schöner sein könnte: Zwischen dem herrlichen Blau des Himmels schweben Schäfchenwolken und die Sonne wärmt den Körper, der sich zwischenzeitlich im kühlen Schatten erholt. Ein Traum!

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Beim Wetter ist der Wechsel zwischen trocken - warm - sonnig und nass - kalt - dunkel etwas völlig normales für mich. Niemals würde ich denken: 'Das wird nie wieder besser. Es bleibt jetzt für immer so kalt, regnerisch und dunkel wie in den letzten Tagen.' Da ist nicht nur Hoffnung bei mir, sondern felsenfeste Überzeugung: 'Es wird auch wieder anders. Ich brauche mich dafür nicht anstrengen, nur Geduld haben und es passiert einfach.'

Stecke ich jedoch in einem persönlichen Tief, bin traurig, knapse an einem Problem, das mir Energie nimmt, wo ich mich wie blockiert fühle, kraftlos, hilflos und trotz mehrfacher Versuche keine Besserung eintritt, bin ich manchmal eben nicht davon überzeugt, dass es besser wird.

Dabei ist es - wenn ich zurück schaue - in meinem Leben immer so gewesen: Selbst die dicksten und unangenehmsten und hartnäckigsten Probleme haben sich irgendwann aufgelöst. Im Prinzip ist es wie beim Wetter: Es ändert sich. Manchmal wechseln sich Sonne und Regen innerhalb von Minuten ab und kein kalter, nasser und schneereicher Winter dauert ewig. Irgendwann scheint wieder die Sonne.

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Ich möchte mich daran erinnern, wenn ich daran zweifle, dass sich ein Problem löst. Doch das wird es. Jedes Problem wird sich irgendwann lösen. Zum Beispiel, weil ich

  • lerne, besser damit umzugehen (zum Beispiel eine Krankheit annehme).
  • lerne, sorgsamer mit mir umzugehen (mich schon auszuruhen, bevor mein Körper die Notbremse ziehen muss).
  • die Hintergründe verstehe (warum verhält sich der andere so, hat es vielleicht gar nichts mit mir zu tun?) und durch dieses Verständnis innerlich gelassener werde.
  • durch ein Problem etwas begreife und mein Verhalten ändern soll, zum Bespiel mich zu wehren, wo ich sonst weggelaufen bin oder Gefühle zuzulassen, die ich sonst unterdrückt habe.
  • spüre, mit meinem Problem nicht alleine da zu stehen und mich das entlastet: Denn ich glaube nur, andere haben keine Probleme, das stimmt aber nicht, jeder hat sie nur nicht jeder redet offen darüber.
  • fühle, dass ich die Kraft habe, diese Herausforderung zu bewältigen, denn deswegen ist sie in mein Leben getreten.
  • entdecke, was ich lernen soll und das reicht schon, um es zu lösen.
  • gar nichts tun muss, sondern sich das Problem von alleine löst (ich dafür aber einen Haufen Geduld brauche).
  • die Lösung auf dem Silbertablett wie eine Köstlichkeit präsentiert bekomme und mit Leichtigkeit zugreifen und sie genießen kann.
  • meine Aufmerksamkeit auf etwas schönes lenke, also weg vom Dunklen hin zum Licht.

Klar, wenn das Problem akut ist, ich Schmerzen habe, mich besch..... fühle, ungerecht behandelt, Angst habe oder was auch immer - sehe ich das nicht so. Dann kann ich weder den 'Sinn' der Herausforderung für mich sehen, noch das Positive, was sich dadurch entwickeln wird. Dann ist es einfach nur blöd. Für mich war und ist es immer wichtig, darüber zu sprechen, jemandem sagen zu können, wie ich mich fühle. Es tut mir gut, weil ich meinen Gefühlen damit Aufmerksamkeit gebe. Meist entlaste ich mich und die Situation schon nur durchs Reden darüber. Ich will und brauche dann keine Verbesserungsvorschläge oder Lösungstipps. Nur jemanden der zuhört, nickt und mitfühlt. Das ist perfekt.

Durch die Entlastung verschaffe ich mir Luft in mir selbst und in diesem leeren Raum können sich Lösungen entwickeln.

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Eine im Frühling entdeckte Lösung: Den Gedanken zuzulassen, dass Heilung wirklich möglich ist - unabhängig davon wie absolut unmöglich mir das in der Situation scheint. Also das Problem wirklich weggeht, es einfach nicht mehr da ist. Zu der Situation ein kleines Wunder also. Alleine dieser Gedanke ist für mich heilsam. Weil ich oft in der Spirale hänge: "Das geht nie wieder weg. Das bleibt jetzt immer so..." Und dieser Gedanke hin zu dem Zeitpunkt wo Heilung geschehen ist, hebt meinen Blick auf das Positive, auf das wo ich hin will. Nämlich mich gut fühlen, mich entfalten können, die Probleme lösen, mich befreien. Wie eine komplizierte Rechenaufgabe, die auf einmal ganz einfach wird. Und ich sperre mich nicht mehr innerlich gegen eine mögliche Lösung des Problems, was auch wichtig ist.

Veränderung empfinde ich als verdammt schwer. Ich brauche den Schubs von außen, um mich zu verändern. Einen Konflikt, jemand der mich piesakt, mein Körper der ein Stopschild hebt, was auch immer. Erst dann beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema und muss - durch die Schmerzen, die unangenehmen Gefühle oder was auch immer quälendes da ist - eine Lösung entwickeln.

Und die kommt auch, Schrittchen für Schrittchen. Mit einer Sicherheit wie sich das Wetter ändert. Manchmal in Minuten, manchmal braucht es Tage oder Wochen und manchmal auch Monate. Aber es ändert sich was, in kleinen manchmal nicht auffälligen Schrittchen. So wie die Natur sich unter der Erde auf den Frühling vorbereitet, Kräfte sammelt und Blättchen für Blättchen ihre Fühler ausstreckt, wo vielleicht ein paar befrieren, aber nichts hält die Kraft Leben auf und plötzlich explodiert die Natur wie hier in Köln Anfang Mai. Wie über Nacht und nach langem Regen waren die Bäume grün, das Gras unglaublich gewachsen, die ersten Blüten da. Ein Traum.

Wetter kommt und geht. Die Natur wächst, reift und zieht sich zurück, um wiederzu kommen. Probleme treten in mein Leben, damit ich lerne, damit umzugehen und innerlich zu reifen, mich zu verändern und lösen sich dann auf, wenn ich gelernt habe, damit umzugehen.

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Wenn es dann zwischenzeitlich mal ganz dicke kommt und ich innerlich total überlastet bin, schalte ich mein persönliches Notprogramm ein. Das ist eine laaaaaaange heiße Dusche mit köstlich duftendem Duschgel, anschließend mit einer Tasse Kaffee oder Tee auf die Couch und einen guten Film anschauen. Oder ein Bummel durch die Geschäfte, der Besuch eines Buchladens, ein leckeres Eis, der Besuch eines Gartencenters. Mit einem Menschen telefonieren, mit dem ich gut reden kann. Meinen Mann umarmen oder einen anderen Menschen, den ich gerne habe. So einen Moment stehen, die Wärme spüren, nichts sagen. Manchmal reicht es auch, an den Blumen in meinem Blumenkasten zu zupfen, an Kräutern zu schnuppern, meinen Hund zu streicheln oder ein kleines Blütenstillleben aus dem Garten auf meinen Schreibtisch zu entführen (wie auf dem Bild oben). Das sind für mich seelische Erste-Hilfe-Programme. Alles liegen lassen/los lassen. Nur mal ich sein. Und wenn es nur für eine halbe oder viertel Stunde ist. Es hilft mir, ich komme auf andere Gedanken und danach geht es schon viel besser.

Es nützt (leider) nicht, wenn ich denke: Ich will keine Probleme mehr. Denn die kommen. Das ist sicher. Sie gehören zum Leben dazu. Ich kann sie nicht verhindern.

Ich werde jedoch immer besser lernen, mit den Problemen umzugehen. Und den Gedanken mehr und mehr zuzulassen, wie es ist, wenn sie weg sind, wie ich mich fühlen werde wenn ich das geschafft habe. Alles ist gut gelaufen. Ich bin stolz und glücklich. Und befreit. Es ist wieder Frieden in meinem Leben. Etwas hat sich verändert. Es ist anders geworden.

Welches Problem ist im Moment in meinem Leben, bei dem ich mir gar nicht vorstellen kann, dass es besser werden können, gut wird und gelöst? Wie wäre es, wenn ich mir Heilung vorstelle und es gelöst ist. So wie heute die Sonne herrlich scheint und es vorgestern noch so schrecklich kalt und nass war.

Das Leben - ein Abenteuer.

Herzensgrüße aus Köln

Anja Kolberg

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