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Warum mache ich es nicht selbst? »

Freitag, 09 Mai, 2014

Was mir gerade gut tut

Endlich lässt die ewige Erkältung- und Schlappseinssphase nach. Sie hat mich mürbe gemacht. Jetzt gewinne ich spürbar an Kraft zurück. Woran das liegt?

Die körperliche Arbeit an der frischen Luft tut mir gut. Auch wenn ich darauf oft keine Lust habe, unterstütze ich meinen Mann, der sich vorgenommen hat, unsere Terrasse zu verschönern.

Dazu gehört, eine freistende Wand auf der Grenze zum Nachbarn zu verkleiden, zu spachteln, zu schleifen, zu streichen. Der Haussockel wird noch verputzt, die Treppe in den Keller verkleidet und zwei Holzelemente an der weiterführenden Gartenmauer müssten ausgetauscht werden. Praktisch, denn zwei Elemente sind durch die Verkleidung der Wand jetzt frei geworden.

Laaange Einkäufe - im Baumarkt, was nicht so ganz mein Fall ist. Beim ersten Einkauf waren wir drei Stunden dort, bis wir alles gefunden und uns durch x Auswahlsituationen (welcher Lack, welche Rolle, wo ist eine Holzspachtelmasse, die auch für außen geeignet ist...) durchgewuselt hatten - trotz Einkaufsliste und Fragen der Belegschaft. Ausgerechnet an dem Tag war es sehr sonnig und auf dem Parkplatz beim Einladen sehr heiß. Keine gute Kombination, die meine Stimmung steigert. Aber als dann endlich alles zu Hause im Keller verstaut war, ein gutes Gefühl.

Obwohl ich keine Lust hatte, zu helfen, tat ich es trotzdem. Bei uns zu Hause, also meiner Ursprungsfamilie, haben wir alle mit angepackt. Gleich, ob Mädchen oder Junge. Gut, mein Bruder mehr, aber jeder kann was zum Ergebnis beitragen. Mein Vater ist Elektriker und in meinem Elternhaus wurde viel umgebaut und renoviert. Wir haben geholfen. Und sei es, Werkzeug angereicht, etwas gehalten, aufgeräumt. Lust hat uns das damals glaube ich auch nicht gemacht? Nun, so freut sich mein Mann jetzt über meine Dienste als Assitentin. :o) Sein Gebiet: Sägen, Bohren, Schrauben, Planung, Kopf des großen Ganzen. Mein Gebiet: Assistentin, Ideengeberin, Mitplanerin, Arbeiten wie Spachteln, Schleifen, Aufräumen und wenn es dann ums Streichen z.B. der Wand oder der Holzelemente geht, bin ich in meinem Element. Dann träller ich 'Komm ein bisschen mit, nach Italien, komm ein bisschen mit ans blaue Meer...' Das Lied geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich glaube Bernd Stelter spielte es in seinem Bühnenprogramm, das abends im WDR lief.

Abends gibt es wehe Füße, steife Knochen und Muskelkater. Und ein gutes Gefühl, weil ich sehen kann, was wir geschafft haben.

Anfangs war ich nörgelig, weil ich ja eigentlich in meinem Büro was machen wollte. Ich will endlich (...) vorwärts kommen. Doch die Realität sah durch meine Erkältung und Leistungstief nicht so aus. Nach einem Urlaub brauche ich Zeit, um wieder vollständig in den Alltag zu finden, so eine Beobachtung von mir. Es wäre anders, wenn ich gleich einer vorgegebenen Struktur nachgehen würde, wie einer Festanstellung. Da ich aber frei in meinem Büro zu Hause arbeite, ist das anders. Obwohl, mir fällt gerade ein, als wir dreieinhalb Wochen Schweden mit Freunden bereisten, Stockholm, Götakanal, Göteborg, das war glaube ich 1995. Damals war ich noch festangestellt und es ist mir auch schwer gefallen, wieder in Fluss zu kommen.

Auf jeden Fall merke ich, dass es mir durch die körperliche Arbeit besser geht. Ich nehme manches im Büro nicht mehr so wichtig und kann mich auf wesentliche Punkte konzentrieren, die ich dann hier erledige. Meine Stimmung ist gestiegen.

Bei der Erkältung haben Allergietabletten gegen die Heuschnupfensymptome geholfen. So konnte die Erkältung abheilen und mein Körper musste nicht zwei Baustellen bearbeiten.

Und was mir auch gut tut, sind die grünen Smoothies. Ich trinke sie seit letzter Woche Montag. Eine gefühlte Ewigkeit schon wollte ich sie morgens als Frühstücksersatz trinken. Ich dachte immer, es fehlt der Hochleistungsmixer und hatte mein erstes Experiment in Erinnerung. Der Smoothie schmeckte echt bitter. Urg. Vorletzte Woche lief mir zufällig ein Video eines jungen Mannes über den Weg, der die Smoothies nett erklärte, die Vorteile und dass man am Anfang auch mit dem normalen Pürierstab arbeiten kann. Wichtig sei, der Smoothie soll schmecken. Mischungsverhältnis 60% Obst, 40% grünes Blattgemüse. In den Topf die Hälfte Wasser geben. Pürieren, bis alles klitzeklein ist und genießen. In meinem ersten Smoothie hatte ich ein ganzes Paket frischen Babyspinat gepackt und nur eine Banane. Kein Wunder, dass der bitter und zum Abgewöhnen war. Jetzt schmecken mir die Smoothies, weil ich im richtigen Mischungsverhältnis Obst reingebe. Ich genieße die Energiebomben, die meinem Immunsystem gut tun.

Auch das ist derzeit ein Baustein zum Glück.

Die Regentage helfen nicht wirklich bei den Arbeiten draußen, besonders wenn man auf die Zeitfenster Wochenende und später Nachmittag angewiesen ist. Auf der anderen Seite verschaffen sie auch Ruhephasen, die wichtig sind. Eigentlich habe ich so Sachen am liebsten sehr schnell erledigt. Doch zumindest Trockenheit brauchen wir, um draußen zu arbeiten. So darf ich daran arbeiten, mich auch hier in Geduld zu üben und zu akzeptieren, dass das Projekt länger dauert, als ich eigentlich will. Es gibt noch einige Punkte, die wir hier an dem alten, aber 1996 unter der Kraft vieler sanierten Haus tun könnten. Wenn man bei uns die Treppe in die erste Etage hochgeht, kann man seitlich unter die Verkleidung der Flurdecke schauen. Ein Stück Vergangenheit begutachten. Eigentlich müsste dort eine Abdeckung hin. Auf der anderen Seite habe ich manchmal gedacht, so sieht man wie es hier früher war. Bei dem Kreativtempel Bösner hat man sogar einen ehemanligen Wasserschaden eingerahmt. Vielleicht sollten wir das hier auch so tun. :o) Im Garten haben wir in den letzten Jahren regelmäßig gearbeitet. Wir können dann aber auch gut jahrelang nix tun...

Eines ist sicher: Nach dem Projekt ist erst mal wieder viel nixtun und faulenzen in der Freizeit angesagt.

Auf meinem Schreibtisch stehen Maiglöckchen aus dem Garten. Die duften herrlich. Auf dem Tischkalender 'Ich bin gut zu mir' spielen sie im Mai eine tragende Rolle. Es geht um Selbstliebe und mich selbst dufte finden. In den monatlichen Mailimpulse habe ich dazu geschrieben. Ich liebe diese Arbeit!

Ganz herzliche Grüße und schöne Maitage

Anja Kolberg

PS: Weiter zum Renovieren berichte ich hier und hier und hier.

Direktlink dieses Artikels, um darauf zu verweisen:
http://www.frauencoaching.de/archives/2014/05/entry_6838.html
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