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Mittwoch, 25 März, 2015

Gemüsekiste

Letzte Woche Dienstag vormittag klingelt es an der Türe. Davor steht ein netter Mensch mit unserer frisch abonnierter Bio-Gemüsekiste. Bombastisch schwer und so lecker!

Was ist die Gemüsekiste?
Der Bioland Hof Apfelbacher aus dem Eifel-Vorgebirge stellt jede Woche eine Kiste mit Bio-Gemüse und -Obst zusammen und liefert sie bis an die Türe. Vorteil: Frisch. Bio. Regional. Abwechslungsreich. Mit Rezepten. Verschiedene Größen und Zusammenstellungen, Ausnahmen (wenn man etwas gar nicht mag) begrenzt möglich. Und man kann Bioartikel aus dem Hofladen wie frisches Brot, Kartoffeln und viel mehr hinzubestellen. Abgebucht wird wöchentlich vom Konto. Einfach praktisch!

Bisherige Erfahrungen
Vor einigen Jahren hatten wir über das Reformhaus die Gemüsetüte abonniert. Auch gut. Leckere Rezepte. Wir haben Gemüse probiert wie den Postelein-Salat, von dem hab ich früher noch nie gehört und ihn das erste Mal gegessen. Das war eine abwechslungsreiche Zeit. Einziger Nachteil: Ich musste die Tüte jede Woche im Reformhaus abholen. Auch wenn das nicht weit zu fahren war, es war etwas umständlich, weil ich ja mein Büro zu Hause habe. Und im Herbst gingen mir die Hokaido-Kürbisse auf den Keks. Nach einigen Jahren brauchten wir eine Pause.

Ein Anfang- wieder durchstarten
Jetzt hatten mein Mann und ich wieder Lust darauf. Inzwischen mag ich auch Hokaido-Kürbisse sehr. Mir war morgens beim Spazieren gehen schon vor einigen Jahren ein Lieferwagen beim Spaziergang aufgefallen, der in unserem Viertel Gemüse auslieferte. Dann hatte ich den Namen vergessen, nun wiedergefunden, recherchiert und erst mal wieder zur Seite gelegt. Wie das nunmal so ist mit Neuerungen. :o) Denn wenn man die Gemüsekiste abonniert hat, bedeutet das eine Veränderung im Speiseplan und Kochverhalten!

Bequem und langweilig - das soll sich ändern - so klappt es
Sonst sind wir beide eher die Bequemen, bedeutet die gleichen Gerichte kommen in der Regel auf den Tisch. Lecker, aber eben auch langweilig. Ich hab oft nicht die Lust, neue Rezepte auszuprobieren, obwohl die vegane Küche einiges an neuen Abenteuern bereit halten würde. Da mein Mann Soja und vegane Fleischersatzprodukte verabscheut und wir beide selten Lust haben, zwei Gerichte am Abend zu kochen (er normal - also mit Milchprodukten, Käse, Fleisch - ich vegan), haben wir inzwischen ein gutes Repertoire an Speisen beisammen, die für ihn und für mich passen bzw. sehr leicht abgewandelt werden können.

Mit der Zeit aber eben auch langweilig, wenn man keinen Bock hat, Neues auszuprobieren. Wir wechseln uns mit dem Kochen ab. Mal er, mal ich. Mein Mann kocht neben seinen Standards gerne nach Rezepten und auch deswegen ist die Gemüsekiste eine gute Wahl für uns. Entweder ist ein reizvolles Rezept beim Gemüse dabei oder man ist einfach gezwungen nach etwas passendem zu suchen. Zum Beispiel auf der Webseite des Hofes oder im Netz. Das haben wir gemacht. Bei Chefkoch.de lässt sich z.B. prima nach der Zutat und vegan suchen und nach Wertung sortieren.

Was ist in unserer ersten Gemüsekiste drin gewesen?
Wir haben das Vollsortiment mittel (16€) und Obst normale Größe (12€) bestellt. Damit war unsere gesamte Woche gefüllt. Wir haben nur einen Tag nicht aus der Gemüsekiste gekocht! Das macht ehrlich gesagt auch meinen Einkauf einfacher. Das schöne Tante-Emma-Vorratsregal wird also nicht mehr so viel Wechsel erleben. Ich mag es, wenn ich weniger und seltener einkaufen muss oder nur eben zum Supermarkt um die Ecke reinspringen muss.

Also, was war drin?
Gemüse: 800 Gr. Möhren. 3 Knollen Fenchel. 1 Kopf Romanesco. Staudensellerie. Salat. Frischer Bärlauch. 2 Avocado.
Obst: 1 Ananas. Viele Orangen. 3 oder 4 Bananen. 3 oder 4 Kiwi. (weiß es nicht mehr genau, sind schon alle verputzt) 1 kg Äpfel.

Fast alle Gemüses habe ich im Kühlschrank verstaut. Im der Lieferung beiliegenen Katalog war auch eine Übersicht, wie ich das Gemüse und Obst am besten lagern kann und wie lange es richtig gelagert haltbar ist. Interessant! Bei dem Salat (eingepackt in eine Tüte im Gemüsefach) war das von Vorteil: So hatte ich jeden Tag eine Grundlage für dem grünen Smoothie. Schon was dazu gelernt!

Was gab es davon zu essen?

  • Vom frischen Bärlauch habe ich am Liefertag gleich Pesto gemacht. Denn an dem Tag passte es mit dem Kochen nicht. Das Pesto wird heute Abend die Spagetti verwöhnen. Zutaten: Bärlauch kleinschneiden, 1 Packung Pinienkerne, Pfeffer, Salz in ein hohes Gefäß, pürieren, in ein Gläschen füllen und in den Kühlschrank. Fertig. Später einfach unter die fertigen Spaghetti heben und ein paar Kirschtomaten drüber. Ebenso köstlich wie Basilikum-Pesto
  • Einen Abend gab es einen Salatteller: Fein geraspelte Möhren, einige Salatblätter, dazu große weiße Bohnen aus der Dose, ein paar Tomaten, frische Sprossen und dazu Backofenkartoffeln/-zwiebeln und oben drauf von einigen alten Brotscheiben gewürfelte Croutons, vorher im Bärlauch-Öl-Gemisch gewendet und mit den Kartoffeln und Zwiebeln im Backofen gegahrt. Boah! Yamyam!
  • Smoothie: Die restlichen Salatblätter dienten mir wie das Fenchelgrün als Grundlage für die Grünen Smoothies am Morgen. Ebenso in den Smoothie-Mixer kamen die Bananen und Orangen, morgen dann die Äpfel.
  • Die restlichen Möhren haben wir drei (Minu mag sie auch) beim Fernsehen weggefuttert.
  • Den Romanesco gab es gekocht mit frischen Kartoffeln und Erdnuss-Soße (abgewandelte Zutaten: Currypulver, Gemüsebrühe, Erdnussbutter, Chilli und Karamelsirup). Hat mein Mann gezaubert. Muss gerade schlucken, wenn ich mich erinnere. Boah, war das lecker! (siehe Foto oben)
  • Aus den drei Fenchelknollen hab ich Geschmorten Zitronenfenchel zubereitet. Statt der Zitrone hab ich die Orangen genommen. Sah nicht atemberaubend aus, wird nicht mein Lieblingsgericht, war aber schmackhaft und würde ich nochmal machen.
  • Staudensellerie wurde zu einer Suppe verarbeitet. Auch gut. Mein Mann meinte nur, das Kleinschneiden wäre eine Heidenarbeit gewesen...
  • Die Avocado haben wir als Guacamole Sonntag zum Frühstück vernascht. Hab ich vorher noch nie gegessen. Nach anfänglichem Zögern wars ruckzuck weg. Schmeckte lecker nach Zitrone und köstlich auf dem Brötchen.
  • Das Obst haben wir zwischendurch gemümmelt. Nein, sonst komme ich selten auf die Idee zwischendurch einen Apfel zu essen. Obwohl ich dank der grünen Smoothies am Morgen (war heute mein dritter oder vierter dieses Jahr) mehr Appetit auf einen Apfel zwischendurch habe.

Einige Äpfel sind noch übrig und heute Abend wird der Bärlauch-Pesto zu Spaghetti gemacht. Die Gemüstekiste ist eine prima Idee sich selbst zu überlisten, um gesünder zu kochen und zu essen.

Eine Woche haben wir festlich und so abwechslungsreich geschmaust und neues Gemüse probiert, dass ich sonst nicht gekauft hätte (Staudensellerie). Hat Spaß gemacht. Und morgen klingelt es wieder! HÜPF!

Links für Interessierte:

Liebe Grüße von der Freu-Zentrale

Anja Kolberg

PS: Ich hab im Stern gelesen gelesen, dass abwechslungsreiches Essen Dopamin ausstößt. Also direkte Belohnungsgefühle in unserem Gehirn. Herrliche Aussichten.

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