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Montag, 31 Oktober, 2011

Webshop ist eröffnet

Es ist soweit: Die Tore des Webshops sind geöffnet.

Klick zum Webshop  

Dort finden Sie:

  • den Tischkalender 2012 'Ich will frei sein', auch in Geschenkverpackung mit Kärtchen,
  • den Wandkalender 2012 'Glückliche Zeiten'
  • vier Weihnachtskarten mit Umschlag
  • Postkartenset und einzelne Postkarten
  • Aufkleber mit Lilo
  • Minikarten-Set Nr. 4

Viel Freude beim Durchklicken!

Ihre Anja Kolberg

Sonntag, 23 Oktober, 2011

Wandkalender 2012: Glückliche Zeiten

Mein zweiter Wandkalender erblickte diesen Herbst das Licht der Welt. :o)

Wandkalender 2012: Klick zum Shop

Ganz bewusst habe ich mit dem Wandkalender einen Gegenpol zum Tischkalender 'Ich will frei sein' geschaffen, der mit seinen positiven Affirmationen zur inneren Reflektion anregt. Im Wandkalender 'Glückliche Zeiten' habe ich die Worte zu den Bildern spielerisch fließen lassen. Ziel ist es, beim Betrachten auf andere Gedanken zu kommen, Kraft zu sammeln, Mut zu schüpfen, in andere Welten einzutauchen und zur inneren Ruhe zu kommen.

Die Seiten im Detail mit meinen Impulsen. Wohlwissend, bei jeder Betrachterin, jedem Betrachter lösen die Kalenderblätter andere Gedanken aus:


JANUAR 2012

Wandkaelnder Januar 2012

Foto: Mit eisigen Flocken berieselte Schneeglöckchen in einer sonnigen Winterstimmung. Aufgenommen im Garten meiner Großmutter im Bergischen Land.

Text: Eingehüllt in einen schützenden Mantel blicke ich stark und voller Zuversicht auf ein Leben, in dem ich mich ganz leben & lieben kann.

Meine Impulse: Die Schneekristalle schützen die Pflanze vor Kälte. Auch ich bin beschützt. Die Aussicht auf ein Jahr, in dem ich mich lebe, mich selbst liebe und zu mir stehe - ist wundervoll und stärkend.


FEBRUAR 2012

Februar 2012- Wandkalender

Foto: Der Zweig eines großen Bambus in der Wintesonne. Im Hintergrund der mit Raureif überzogene Japanische Garten in Leverkusen.

Text: Ein leiser Gruß des Windes. Zaghaft springt in der Eiseskälte ein Glühwürmchen hervor, packt uns und schleppt uns hinaus in die Wunderwelt der Natur.

Meine Impulse: Ich empfinde unglaublichen Spaß bei diesem Text und stelle mir das leuchtende Insekt vor, das an mir zupft. Ich fühle Lebensfreude. Kleine Geschichten tun einfach gut.


MÄRZ 2012

März 2012: Wandkalender

Foto: Ein Eichhörnchen hüpft in der Frühlingssonne über eine Wiese mit Blausternchen. Aufgenommen in der Kölner Flora. Manche von Ihnen kennen das Foto von meiner Postkarte Nr. 06028 aus dem Webshop. Weil es zu meinen Lieblingsbildern gehört, veröffentliche ich es nun auch als großes Bild. Ein Eichhörnchen in der Sonne an einem so schönen Platz zu fotographieren: Ein echter Glücksmoment. Die Kamera lag zum Fotographieren bereit in der Hand, da sprang der kleine Waldbewohner in mein Sichtfeld und hielt genau so lange still, bis ich mein Foto geschossen hatte. Kostbare Momente, von der Natur geschenkt.

Text: Lass mich wieder lernen zu staunen wie ein Kind. So schön ist das Leben!

Meine Impulse: Mich am Leben erfreuen, dafür brauche ich Zeit und Muße, um genau hinzuschauen. Als würde ich die Dinge zum ersten Mal sehen und entdecken - wie ein Kind. Es gibt viel Schönes, zum Beispiel in der Natur, zu entdecken. Ein trinkendes Rotkehlchen, ein kauendes Schaf, ein schlafender Hund, die Spitzen der Pflanzen, die im März die Erde durchbrechen, der Himmel mit seinen Wolken, der Duft einer Frühlingsblume.... Die Welt ist bunt und reich. An ihre Schätze erinnert mich dieses Kalenderblatt.


APRIL 2012

April Wandkalender 2012

Foto: Mit weißen Blütenbällen übersäte Zweige eines alten Kirschbaumes. Sein Anblick hat mich im Frühjahr 2011 umgehauen. Stundenlang hätte ich in seine Krone schauen können, am liebsten in einem Liegestuhl in der Sonne. So schön! Aufgenommen bei uns im Wohngebiet im Westen Kölns.

Text: Die Natur beginnt jeden Frühling den Kreis von Geburt, Wachsen, Reifen & Rückzug. Auch wir Menschen haben die Chance, jedes Jahr neu anzufangen.

Meine Impulse: Die Idee, ich kann wie die Natur jedes Jahr neu anfangen, fasziniert mich. Was erneut versuchen? Vielleicht etwas, das ich schon aufgegeben hatte, doch mein Herz hängt noch daran? Die Kraft des Frühlings, der Zauber des Anfangs ermutigt mich, meine Energie auf mir wichtige Themen zu konzentrieren.


MAI 2012

Mai 2012 Wandkalender

Foto: Hasenglöckchen, sich entrollende Farnblätter, Knöpfe von Tulpenköpfen und Schachtelhalm im Licht der Morgensonne. Wie eine Märchenlandschaft. Aufgenommen im Japanischen Garten in Leverkusen.

Text: Die Geister des Waldes nehmen ihre Plätze ein. Zwerge beginnen ein Glockenspiel. Blüten werden zu Höhenmessern. Bald beginnt der Elfensprung.

Meine Impulse: Ich kann mir diese Situation bildlich vorstellen. Die wuselnden Waldgeister, die aufgeregte Stimmung. Ein Wettkampf. Herrlich - davon kann ich nicht genug bekommen. Futter für die Phantasie!


JUNI 2012

Juni 2012 Wandkalender

Foto: Der verlassene Leuchtturm inmitten der Wanderdüne Rubjerg Knude an der Nordwestküste Dänemarks. Diese imposante Düne ist von weitem zu sehen. Der Wind bläst dort oben mit enormer Kraft, verweht den Sand. Ein tolles Naturschauspiel. Gleich am Leuchtturm war einst ein Museum, welches inzwischen unter der Düne liegt. Obenauf bietet sich eine Weitsicht auf das Meer und das umliegende Land. Ich liebe die Farben dieses Fotos.

Text: Mich auf den Weg machen & in neue Welten aufbrechen. Staunend mich selbst dabei wiederfinden.

Meine Impulse: Das Foto erinnert mich mit dem Text zuerst an Seefahrer, an ein Abenteuer. Für ein Abenteuer muss ich keine lange Reise antreten. Es kann ein Abenteuer sein, etwas Neues zu lernen oder etwas anders als üblich zu machen. Wenn ich mich auf einen solchen Weg begebe, kann ich mir selbst wieder auf die Spur kommen. Ich lerne mich von einer vielleicht im Alltag verschütteten Seite kennen. Welche Welt möchte ich besuchen?


JULI 2012

Juli 2012 Wandkalender

Foto: Klatschmohn aus der Perspektive eines Käfers aufgenommen. Schon lange will dieses Bild in einen Kalender. Ich liebe die Leichtigkeit dieser Blüte, die feinen Härchen am Stengel und die Schatten der Stempel im Blüteninneren.

Text: Der Wind tanzt Tango mit den Blüten. Ich singe mein Lied.

Meine Impulse: Als ich das Bild betrachtete, sah ich die Blüte vor meinem inneren Auge im Wind tanzen. Tango passt zu dieser Bewegung und zur Blütenfarbe. Sommerluft. Ein rotes Sommerkleid. Ich bin so glücklich und beschwingt, dass ich mein Lied singe. Vielleicht mein Lieblingslied? Oder ist mein Lied singen ein Sinnbild dafür, gänzlich glücklich zu sein?


AUGUST 2012

August 2012 - Wandkalender

Foto: Echinazea vor einem uralten Bienenhäuschen, dessen Dach mit Moos bewachsen ist. Das Häuschen stand im Bergischen in einem alten Bauerngarten, der einem modernen Garten weichen musste. Um so schöner die Erinnerung an dieses stimmungsvolle Landbild.

Text: Klein sein wie ein Schmetterling und die Blumen anhimmeln.

Meine Impulse: Ich stelle mir vor, ich bin ein Schmetterling und fliege durch diesen Garten: ‚Oh, Sommerhüte! Ihr Nektar.... yam, ein Traum. Ich setze mich jetzt mitten auf ihre stacheligen Häupter, schlürfe ihre süße Kost und sonne mich.' Schöne Vorstellung...


SEPTEMBER 2012

September 2012 Wandkalender

Foto: Sonnenuntergang über der dänischen Nordsee.

Text: Die Liebe, die mir zur Verfügung steht, ist unendlich. Unendlich sind auch die Möglichkeiten, meine Träume zum Leben zu erwecken und den Tanz auf dem Horizont zu wagen.

Meine Impulse: Auf dem Horizont tanzen. Unmögliches wagen und schaffen. Es gibt Menschen auf der Welt, die Unmögliches schafften. Viellicht auch ich? Die Vorstellung, mir steht unendliche Liebe zur Verfügung, finde ich unbeschreiblich schön und stärkend. Ich freue mich schon auf September.


OKOTBER 2012

Oktober 2012 - Wandkalender

Foto: Auf dem Baumstumpf einer Tanne hat sich ein Bett aus Moos angesiedelt. Darauf wohnen klitzekleine Pilze. Als ich mit meinem Onkel und meiner Tante zu einer Wanderung in den Wald aufbrechen wollte, um Pilze zu fotographieren, sagte meine Oma, sie habe ein paar ganz besondere Exemplare gleich vor ihrem Fenster stehen. Im Herbstlicht lachten sie mich an. Wie wahr, was für ein schönes Bild!

Text: Landeplattform fürs kleine & große Glück.

Meine Impulse: Ohne Worte. :o)


NOVEMBER 2012

November 2012 Wandkalender

Foto: Ein Grasbüchel hoch auf den Klippen über dem Meer während der blauen Stunde. Wenn die Sonne untergegangen ist und bevor es dunkel wird, taucht die Landschaft in ein blaues Licht. Eine besondere Stimmung entsteht, die viele Künstler dort oben im Land des Lichts im Norden Dänemarks inspirierte und inspiriert.

Text: Friede umgibt mich. Er durchdringt jede Zelle und lässt meine Lebensgeister hüpfen.

Meine Impulse: Helligkeit im von mir so dunkel erlebten November. Die Worte fangen mich in der Hektik dieser emsigen Zeit auf, geben mir Kraft und Ruhe. Die im Wind hüpfenden Grashalme erinnern mich an hüpfende Lebensgeister. Wie sehen sie wohl aus?


DEZEMBER 2012

Dezember - Wandkalender 2012

Foto: Eine Schneeflocke ist auf der Spitze eines Kiefernzweiges gelandet. Aufgenommen im Bayrischen Wald.

Text: Ganz leise schleicht sich das Glück in meine Seele & zündet dort ein Lichtlein an.

Meine Impulse: Ich liebe die winterliche Stimmung des Bildes und kann das duftende Harz fast riechen. Welch ein Glück, eine einzelne Schneeflocke zu betrachten. Frieden. Glück. Wunder. Geschichten. Weihnachtsstimmung.


SEITE 2

Wandkalender 2012 - Seite 2

Auch dieses Jahr gibt es ein A5-Poster im Kalender. Auf der zweiten Seite im Kalender hüpft Lilo dieses Jahr für ihre Fans in die Luft. Einfach ausschneiden und einrahmen. :o)


Diese Glücksmomente für die Seele möchte der Wandkalender schenken.

Kaufen können Sie den Kalender - dieses Jahr übrigens preisgünstiger - im Webshop.
Also Bonus erhält dieses Jahr jeder Besteller die hier aufgeführte Beschreibung als PDF-Downloadlink zur Verfügung gestellt.

Glückliche Zeiten!

Anja Kolberg

Wenn Sie auf diesen Beitrag hinweisen möchten, können Sie einen Link hierhin setzen: http://www.frauencoaching.de/archives/2011/10/entry_6698.html Das Nutzen der Inhalte außerhalb dieser Webseite ist verboten.

Montag, 17 Oktober, 2011

Tischkalender 2012: "Ich will frei sein"

Bühne frei für den neuen Tischkalender 2012! Ab 1.11.2011 kann er im Shop erworben werden.

Tischkalender 2012

Natürlich bin ich wieder schrecklich verliebt... in meinen neuen Tischkalender. Wie jedes Jahr ist genau dieser neuste der schönste. :o)

Hier meine Gedanken bei der Konzeption, wohlwissend: Bei jedem Betrachter und jeder Betrachterin lösen Bilder und Texte eigene Impulse aus. Los geht's:


Ich will frei sein.
Mich lösen von dem, was mich abhält, ich selbst zu sein. Annehmen, was ich nicht ändern kann und Teil des Lebens ist. Gelassenheit entwickeln. Kräfte in mir entdecken und Gutes im Außen finden. Mir selbst eine liebevolle Wegbegleiterin sein. Dafür bietet dieser Kalender inspirierende Fotographien und Texte.


JANUAR

Januar - Tischkalender 2012

Foto: Winzig kleine Vogelhäuschen, liebevoll von Hand von meinem Onkel gefertigt. Bei einem Besuch im Bergischen konnte ich gar nicht anders, als diese bezaubernde Sammlung draußen in den Garten zu hängen, um sie mit der Kamera einzufangen.

Affirmation: Ich will frei sein

Mich befreien von all dem Ballast, der zwischen mir und dem Leben steht, das mir gut tut und das Sinn für mich macht. Was ist das, was mich belastet? Was hält mich davon ab, frei zu sein? Der Januar lädt mich dazu ein, mir klar darüber zu werden, was ich will und was ich nicht mehr will. Eine klare Botschaft als Auftakt für das Jahr 2012.


FEBRUAR

Februar - Tischkalender 2012

Foto: Ein Paar spaziert im Winter am Strand von Dänemarks Nordseeküste entlang.
Affirmation: Ich prüfe meine Illusionen.

Das Bild lässt mich an Beziehung denken. Gibt es etwas, das ich ändern könnte, damit meine Beziehung erfüllter ist? Gibt es in Bezug auf Partnerschaft Illusionen, zum Beispiel wie ich glaube, eine 'gute' Partnerschaft zu laufen hat, die längst überholt sind und nicht mehr dem entsprechen, was ich heute stimmig finde? Welche Vorstellungen möchte ich am liebsten über Bord werfen, damit ich und mein Partner so leben, wie es uns beide glücklich macht?


MÄRZ

März - Tischkalender 2012

Foto: Frisch geschlüpfte hellgrüne Blätter und cremeweiße Blüten eines Zwetschgenbaumes. Im Herbst durfte ich seine saftigen, tieflilafarbenen Früchte bewundern.

Affirmation: Ich finde Menschen, die mir gut tun.

Dieser Satz zieht mich magisch an. Den Blick auf Menschen richten, die mir gut tun. Wer ist das? Schenke ich ihnen genug Beachtung und verbringe ich ausreichend Zeit mit ihnen? Wenn ich mir mehr Menschen in meinem Leben wünsche, dir mir wirklich gut tun: Was zeichnet diese Menschen aus? Wo könnte ich ihnen begegnen? Der Frühlingsmonat März lädt mich dazu ein, darüber nachzudenken.


APRIL

Foto: Blüten und frische Blätter einer Kastanie. Ich liiiiiebe Kastanien. Hinter dem Haus meiner Eltern stand ein Kastanienbaum, den wir Kinder mit Vorliebe hochkletterten. War das ein Spaß. Diese glatte und doch raue Rinde, seine herrlich ausladenden Äste, das Grün der Blätter, die Aussicht von da oben.... Das ganze Jahr sind diese Riesen mit ihrer besonderen Blattform, duftenden Blütenrispen und den von einer stacheligen Schale umhüllten, der Hand schmeichelnden Früchte ein Hingucker.

Affirmation: Ich traue anderen etwas zu.

Wenn ich mich ändere, bedeutet das auch oft eine Veränderung für mein Umfeld. Der April macht mir Mut, meinem Umfeld diese Änderung zuzutrauen. Zum Beispiel dem Partner zumuten, öfter alleine zu sein, weil ich ein Projekt habe, das mich von zu Hause für eine zeitlang fortführt. Es bedeutet auch loslassen von der Kontrolle, der Alltag läuft wie ich es will. Wenn ich eine Aufgabe abgebe, sie einem anderen Menschen zutraue, bedeutet es, mich einzulassen: Dieser Mensch macht es anders als ich.


MAI

Mai - Tischkalender 2012

Foto: Lilafarbene Akelei vor einem großen Schneeball-Busch und darüber der blaue Maihimmel am Morgen. Das Bergische Licht ist herrlich!

Affirmation: Ich ändere mein Leben & fange mit was Leichtem an.

Wie oft nehme ich mir etwas vor und scheitere an zu hohen Zielen, zu hohen Erwartungen? Dabei fangen Änderungen mit was ganz kleinem an. Ein klitzekleiner Schritt kann viel in Bewegung setzen - so wie der Flügelschlag eines Schmetterlings einen Wirbelsturm auslösen kann. Ein Anruf. Ein Besuch. Ein Gespräch. Ein Lächeln. Einen anderen Spazierweg wählen. Mich auf einen anderen Platz setzen. Mit links schreiben oder mit rechts. Irgend etwas anders machen als ich es sonst mache. Den Blick auf die Dinge ändern. Die Wirkung: Ich ändere mich in kleinen Schritten. Leicht und sanft wie der Flügelschlag eines Schmetterlings...


JUNI

Juni - Tischkalender 2012

Foto: Strandhafer auf den Dünen. Dahinter das Meer und der blaue Himmel.

Affirmation: Ich erfülle mir meine Bedürfnisse.

Das Meer nährt eine große Sehnsucht in mir. Wenn ich ans Meer reise, ist dieser erste Blick auf das Blau, das Glitzern am Horizont, diese Weite, etwas besonderes für mich. Am Meer atme ich innerlich durch. Ich genieße den brausenden Wind, kreischende Möven, schmecke salzige Luft, beobachte die Kraft der Wellen und die hochspringende Gischt. Stundenlang. Erholung pur.

Im Sommer 2011 war klar: Wir machen keinen Urlaub. Keine Chance, das Meer zu sehen. Wir planten unseren Hochzeittag und suchten für einen Ausflug Ziele aus, die in einer, maximal zwei Stunden erreichbar waren. Ich spürte, wie unzufrieden ich war. Das war nicht, was ich wirklich wollte. Ich wollte weit schauen, ich brauchte Weite. Nein, ein Besuch auf einem Berg - nicht das richtige. Ich gestand mir ein: Was ich wirklich brauchte, war das Meer. Die Gegenargumente meines Mannes waren überzeugend: Unser Hochzeitstag fiel auf den Anfang der Sommerferien, ein Stau war so gut wie sicher. Drei Stunden brauchten wir – ohne Stau - mindestens bis zum Meer. Lohnte sich das für einen Tag? Drei Stunden hin, drei Stunden zurück.

Starker Gegenwind. Es fiel mir schwer, zu meinem Bedürfnis zu stehen. Ich überlegte hin und her, bis mir klar war: 'Und wenn ich nur für eine Stunde das Meer sehen kann, ist das für mich die lange Fahrt und all den Aufwand wert.'

Wieder und wieder bot mir mein Mann Ziele in der Nähe an. Ich wunderte mich über mich selbst, es gelang mir dieses Mal, konsequent zu meinem tiefen Herzenswunsch zu stehen und immer wieder zu sagen: 'Ich möchte ans Meer.' Irgendwann gab mein Mann auf und mein kleines Wunder geschah: Wir fuhren ans Meer. Für einen einzigen Tag. ... und ohne eine einzige Minute Stau.

Dieses Kalenderblatt erinnert mich an diesen Tag am Meer, der mir viel bedeutet, auch für unsere Beziehung. Als wir uns kennen lernten, spielte das Meer eine wichtige Rolle... Der Juni wird mich erinnern, wie wichtig es ist, zu mir und zu meinen Wünschen und Bedürfnissen zu stehen und sie mir zu erfüllen. Trotz Gegenwind.


JULI

Juli - Tischkalender 2012

Foto: Impatiens oder Drüsentragendes Springkraut heißt die hoch gewachsene Bachblüte, die in großen Gruppen am Wegesrand und an Flussläufen steht. Dieses Exemplar lachte mich auf einer großen Waldlichtung an, auf der sich Pflanzen nach einer Rodung ausbreiteten.

Affirmation: Ich bin für mein Glück selbst verantwortlich.

Mein Partner ist nicht da, um mich glücklich zu machen. Es ist meine eigene Aufgabe, mich glücklich zu machen. Beispiel: Als unsere Beziehung noch frisch war, schenkte mein Mann mir öfter Blumen. Das schlief im Laufe der Jahre ein - bis auf einen Blumenstrauß jährlich zum Hochzeitstag. Am Anfang war ich darüber traurig, sauer und betrübt. Bis ich einsah: Ich brauche nicht zu warten, bis mein Mann mir Blumen schenkt. Wenn ich welche möchte, kann ich sie mir selbst kaufen oder pflücken. Ich bin verantwortlich, dass es mir gut geht. Ich mach's mir selbst schön, mein Leben - unabhängig von anderen. Das ist Freiheit für mich.


AUGUST

August - Tischkalender 2012

Foto: Zwischen Steinen schafft sich Löwenzahn Platz zum Wachsen, Leben und Blühen.

Affirmation: Ich entdecke meine Widerstandskräfte.

Resilenz heißt die Kraft wieder aufzustehen, wenn man hingefallen ist, die Kraft, mit den Widrigkeiten des Lebens klar zu kommen. Dieser Löwenzahn erinnert mich an die unbändige Kraft, die in mir liegt, die in uns allen liegt. Da sind so viele Ressourcen, die wir noch nicht aktiviert haben. Der August macht neugierig und zuversichtlich, hinzuschauen: Welche Kräfte liegen in mir?


SEPTEMBER

September - Tischkalender 2012

Foto: Ein großer mit einem kleinen Pilz auf einem Moosteppich, der mit glitzernden Tautropfen geschmückt ist. Aufgenommen an einem frühen Morgen auf einer Waldlichtung im Bergischen Land.

Affirmation: Ich reiche meinem inneren Kind die Hand.

Das innere Kind ist ein Teil von mir. Und zwar der Teil, der ich als Kind war. Meine Gefühle als Kind, was ich erlebte, was mich berührte, meine Sicht auf die Welt, meine Annahmen, wie die Dinge sind... Die Gefühle und Erlebnisse meines inneren Kindes bestimmen noch heute mein Leben. Deswegen ist es wichtig, für mein inneres Kind da zu sein, ihm zuzuhören, die Hand zu halten, wenn es ängstlich ist, seine Sorgen ernst zu nehmen, es zu trösten und zum Jubeln zu bringen. Das verschafft Luft, macht glücklich und frei und heilt alte Wunden. Mehr über mein inneres Kind: Auf meiner Webseite unter Blog - Inneres Kind.


OKTOBER

Oktober - Tischkalender 2012

Foto: Der weite Himmel über der Nordseeküste verfärbt sich mit seinen Wolken im Licht der Sonne. Drei Vögel segeln durch die Lüfte.

Affirmation: Ich lasse das Leben auf mich zukommen.

Unbeschwert lassen die Vögel das Leben auf sich zukommen. Sie wissen nicht, was morgen ist. Sie vertrauen darauf, auch am nächsten Tag versorgt zu sein und verschwenden daran keine Gedanken. Leben im hier und jetzt. Der Oktober ermutigt mich, meine Sorgen loszulassen und zu vertrauen, es ist gut für mich gesorgt.


NOVEMBER

November - Tischkalender 2012

Foto: Das verlassene Gehäuse einer Weinbergschnecke auf einem Holzdeck, durch das ein Farn emporwächst.

Affirmation: Ich nehme Leid & Schmerz als Teil des Lebens an.

Es kann anstrengend sein, immer wieder zu versuchen, fröhlich zu sein, wenn das nicht der wirklichen Stimmung entspricht. Was bringt es, wieder und wieder nach Glück und Fröhlichkeit zu jagen, wenn es im Leben gerade anders aussieht? Leben ist beständiger Wechsel zwischen Licht und Schatten, Tag und Nacht, Gut und Böse. Leid & Schmerz sind Teil des Lebens. Ich brauche mich nicht anstrengen, um sie aus meinem Leben zu verbannen, sie gehören einfach dazu. Mit dieser Akzeptanz lebt es sich leichter.


DEZEMBER

Dezember - Tischkalender 2012

Foto: Der Zweig einer Clematis von Frost überzogen.

Affirmation: Ich kann mich ändern, nicht dich.

Einfach ist es, Fehler bei einem anderen zu sehen und ihm zu sagen, was er tun muss, um glücklich zu sein. Wie schwer, eigene Fehler zu erkennen und selbst anstehende Schritte zu gehen. Genau darum geht es: Jeder kann nur sich selbst ändern. Dies zu akzeptieren und bei mir selbst anzufangen (und andere in Ruhe zu lassen) ist ein schwerer, gleichzeitig fruchtbarer und wertvoller Schritt Richtung seelische und körperliche Gesundheit. Daran erinnert mich der begegnungsintensive Dezember.


Das ist er, mein neuer Lieblingskalender. Die Entwicklungsarbeit der einzelnen Seiten brauchte Wochen, bis alles in einem Guss war: Texte, Bilder, Jahreszeiten, Gesamtkonzeption. Arbeit, die mich tief erfüllt und beglückt. Ich freue mich auf das Jahr mit ihm, mit den Seiten und deren Themen. Es wird spannend und heilsam, das neue Jahr 2012!

Im Shop können Sie den Tischkalender ab 1. November 2011 kaufen. (Per Newsletter schicke ich Ihnen gerne eine Erinnerung.) Also Bonus erhält dieses Jahr jeder Besteller die hier aufgeführte Beschreibung als PDF-Downloadlink zur Verfügung gestellt.

Herzensgrüße

Anja Kolberg

Wenn Sie auf diesen Beitrag hinweisen möchten, können Sie einen Link hierhin setzen: http://www.frauencoaching.de/archives/2011/10/entry_6697.html Das Nutzen der Inhalte außerhalb dieser Webseite ist verboten.

Mittwoch, 03 November, 2010

Wandkalender 2011: Herzensangelegenheiten

Wandkalender 2011 - Klick zum Shop Hier stelle ich Ihnen meinen ersten Wandkalender ausführlich vor. Was waren meine Impulse bei der Konzeption?

Wohlwissend, bei jeder Betrachterin und jedem Betrachter lösen die Bilder und Texte eigene Gedanken und Gefühle - bezogen auf das eigene Leben - aus.

Der Titel "Herzensangelegenheiten" fiel mir spontan ein, als ich mit den ersten Planungen für den Wandkalender begann und schon hatte ich Bilder von Herzen vor meinem Auge. Ich wollte Texte, die mich ermutigen, meinen Weg zu gehen, die mich aber auch herausfordern - zusammenfügen mit Bildern, die mich zuversichtlich stimmen, das Thema des Monats anzugehen.

Januar
Klick zum Wandkalender im WebshopFoto: Ein Filzherz im Schnee auf unserem Holzdeck.

Text: "Ich mache mir eine Freude."

Ich mache anderen gerne eine Freude. Aber mir selbst? Da komme ich ins Überlegen. Das soll ich wirklich tun?

Was könnte das sein? Blumen auf dem Schreibtisch oder im Eßzimmer? Ein neuer Schmöker? Einen Ausflug machen in den Japanischen Garten zum Fotographieren? Die Vögel am Futterhäuschen bei einer Tasse Tee in Ruhe beobachten? Der Besuch bei einer Freundin?

Der Januar erinnert mich daran, dass ich mein Herz zum Hüpfen zu bringen kann.

Februar
Klick zum Wandkalender im Webshop Foto: Als ich meine Augen für das Thema "Herz" öffnete, war ich erstaunt, wie viele Herzmotive die Natur bietet. Hier die Pfeifenwinde in meinem Garten auf einem großen Rheinkiesel.

Text: "Ich habe Zeit für mich." Für Menschen, die mir wichtig sind, nehme ich mir Zeit, aber wann nehme ich Zeit für mich selbst, für meine eigenen Belange? Bestimmt 15 Jahre ist es her, dass ich an einem Zeitmanagement-Seminar teilnahm. Der Trainer dort empfahl, "Termine mit sich selbst" in den Kalender einzutragen, um im Alltagstrubel wirklich Freiraum für sich selbst zu finden. Vielleicht nehme ich mich wie ein Kind an der Hand und gehe bummeln? Ins Kino? Setze mich ins Café und schreibe Tagebuch? Mache eine Collage und stelle mir Fragen, wie ich mein Leben in diesem Jahr gestalten möchte?

März
Klick zum Wandkalender im Webshop Foto: Ein durchscheinendes, pergamentartiges blaues Papier zu einem Herz geformt und vor dem Himmel fotographiert.

Text: "Ich gestalte mein Leben wie es mir gefällt." Ich liebe diesen Text. Dabei habe ich nicht daran gedacht, die Welt zu verändern oder meine völlig auf den Kopf zu stellen und jetzt alles anders zu machen oder wie Pipi Langstrumpf ein völlig unabhängiges Leben zu führen. (Obwohl: Warum nicht, wenn es jemand so möchte?)

Es geht mir vielmehr darum, im Rahmen meiner Möglichkeiten gezielt zu schauen, was ich anders gestalten kann, so dass mir mein Leben (wieder) gefällt. Selbst wenn ein Mensch in einer Beziehung lebt, die seit Jahrzehnten besteht und man meint, es war schon immer so und es kann gar nicht anders sein: Es ist möglich, das Leben zu verändern. Man meint, dass es nicht geht. Oft aus gutem Grund:

Mir fällt dazu die erlernte Hilflosigkeit ein. Ein Beispiel aus dem Zirkus: Wie kann es sein, dass riesige kraftstrotzende Elefanten an klitzekleinen Pflöcken befestigt sind, die sie mit Leichtigkeit ausreißen könnten? Nun, als kleiner Elefant haben sie das probiert, es aber nicht geschafft, weil damals die Pflöcke wirklich fester waren als ihre Kraft. Irgendwann haben sie aufgegeben, sie haben gelernt, dass es keinen Erfolg bringt, sich befreien zu wollen. Dabei haben sie vergessen, dass sich inzwischen viel verändert hat, sie sind viel stärker und größer geworden, sie probieren es nur nicht mehr und glauben nicht mehr daran, dass es möglich ist, sich zu befreien.

So kann es auch uns Menschen gehen. Über die Jahre und Jahrzehnte, oft Generationen hat sich in Beziehungen (sei es innerhalb einer Partnerschaft, in Freundschaften, in der Familie oder im beruflichen Umfeld) ein bestimmtes Verhalten etabliert. Manches davon stört uns (inzwischen), doch weil es schon ewig so war, glauben wir nicht, dass es noch anders werden kann. Da wundert man sich dann, dass eine neue Mitarbeiterin durchsetzt, woran andere gar nicht mehr geglaubt haben. Oder die neue Freundin schafft beim Ex-Partner eine Verhaltensänderung, die einen zum Staunen bringt. Anteil, dass wir es nicht schafften, mag die erlernte Hilflosigkeit haben.

Manchmal passiert es auch, dass ich nur meine, andere haben etwas gegen meine Pläne. In Wirklichkeit habe ich gar nicht mit den betreffenden Personen darüber gesprochen, ob mein Vorurteil stimmt oder irgendwann haben wir uns mal gehörig missverstanden und ein falscher Eindruck bleibt zurück. Es ist wie der Witz mit dem älteren Ehepaar und den Brötchenhälften, wo jeder die Seite nimmt, von der er glaubt, der Partner mag sie nicht, dabei ist es die Seite, die der andere gerne essen möchte. Sie haben nur nie darüber gesprochen...

Vielleicht lohnt es sich, über meine Vorstellung vom Leben zu sprechen und zu schauen, ob davon nicht doch mehr zu verwirkichen ist als ich bisher dachte und nur kleine oder sogar keine Hürden da sind, wo ich in meinen Gedanken hohe Mauern baute.

Wie sieht ein Leben aus, das mir gefällt - und nicht denjenigen, die vielleicht mein Leben bestimmen.

Keine Frage: Es ist nicht leicht, solche Veränderungen herbei zu führen. Manchmal fällt es schon schwer, über eine Veränderung - gerade vor dem Hintergrund der erlernten Hilflosigkeit - nur nachzudenken, ohne sie gleich mit einer Handbewegung wieder wegzuwischen. Wir selbst entscheiden, ob wir uns vom Pflock befreien.

April
Klick zum Wandkalender im Webshop Foto: Ein Herz aus rostigem Eisen, das in einem Margeritenbusch in unserem Garten steckt.

Text: Freude oder Glück empfinden und ausleben, fällt mir leicht. Doch es gibt Gefühle, die sind schwer auszuhalten und zu akzeptieren: Scham und Neid zum Beispiel. Dem Gefühl der Trauer wirklich Raum geben, empfinde ich sehr schmerzhaft. Angst kann übermächtig sein, Wut will ich am liebsten wegdrücken oder runterschlucken.

Der Monat April erinnert mich daran, dass alle Gefühle, die ich empfinde, zu mir gehören und ihre Berechtigung haben. Auch wenn es in unserer Gesellschaft leichter ist, Freude als Trauer auszuleben und Wut eher akzeptiert wird als Neid. Jedes Gefühl ist ein Teil von mir. Ich möchte mich selbst annehmen und lieben wie ich bin. Dazu gehören alle Gefühle.

Gefühle tauchen nicht ohne Grund auf. Ich kann z.B. mit der Angst sprechen und so herausfinden, warum sie da ist und was sie mir mit auf den Weg geben will. Vielleicht ist das gar nicht so schrecklich, sondern sogar liebevoll und hilfreich?

Ich möchte meine Wut nicht "um des lieben Friedens Willen" hinunter schlucken oder in mich hinein "fressen". Die Folgen zeigen Waage oder Magenschmerzen an. Es heißt für mich also auch, zu äußern, was mir auf den Magen schlägt und zu akzeptieren, dass ich wütend sein und über meine Gefühle sprechen darf. Auch wenn ich es nicht auf Anhieb schaffe, den richtigen Ton zu finden. Übung macht die Meisterin - und mit den Lehrjahren werde ich besser lernen mit meiner Wut umzugehen und - eines Tages - wird es mir gelingen, mit sanften Worten über dieses Gefühl zu sprechen. Dann habe ich meine Meisterprüfung in dieser Kategorie bestanden!

Mai
Klick zum Wandkalender im Webshop Foto: Ein Herz aus Papier geformt. Das war eine ganz schön knifflige Aufgabe - ich wollte das Foto unbedingt haben und ich bin glücklich, dass es mir gelungen ist.

Text: "Ich habe Mut." Es gibt Situationen, da fällt es mir leicht, mutig zu sein. Ich gehe die entscheidenden Schritte nach vorne. Und in mindestens genau so vielen Situationen ist das nicht der Fall. Ich sitze wie ein Häschen vor der Schlange und bewege mich keinen Centimeter. Je länger ich sitzen bleibe, desto schwerer wird es, endlich loszulegen... 'Perfekt zögern' kann ich prima, immer dann, wenn ich vermeiden will, dass etwas schief läuft, dass ich etwas falsch mache, jemanden verletze... und ich verharre dort weiter und weiter... will alles perfekt machen - und mache gar nichts.

Schmiss ich jedoch - statt in Angst zu verharren - gleich alle Bedenken über Bord und machte "es" einfach, ohne über die Folgen nachzudenken, war ich erstaunt, wie leicht es ging und wie wenig schief lief.

Der Monat Mai möchte mich ermutigen, einen Schritt vorwärts zu gehen. UND dabei zu riskieren, dass etwas schief gehen kann, das Ergebnis nicht perfekt ist. Doch das ist besser, als nichts zu unternehmen. So empfinde ich es im Moment auf jeden Fall. Mal sehen, wie es mir im Mai ergeht.

Juni
Klick zum Wandkalender im Webshop Foto: An diesem Puzzle hatte ich große Freude, ein ganzer Haufen Blütenblätter meiner größten Gartenrose, in einer ihrer Schalen liegt wohlbehütet ein Blütenblatt des Geraniums oder Storchschnabels.

Text: "Ich glaube an die Weisheit meines Körpers." In Bezug auf das Foto überlege ich gerade, ob das Rosenblatt oder das Geraniumblatt Seele oder Körper darstellen. Ich kann mir beides vorstellen. Dass die Seele den Körper umhüllt oder auch der Körper die Seele.

Doch nun zum eigentlichen Text: Die Weisheit meines Körpers - was ich damit meine: Ich habe einige Situationen erlebt, in denen mein Körper mir zeigte, dass es so nicht weitergeht. Die schmerzhaftesten Erfahrungen waren der Brustkrebsverdacht im Jahr 2000, der Bandscheibenvorfall 2001/2002 und mein Burn-Out 2006/2007. In jedem der Fälle war es einfach schrecklich für mich als die Krankheit auftrat - heute, rückblickend waren es kostbare Weggabelungen, an denen ich wichtiges in meinem Leben verändert habe.

So möchte das Juni-Kalenderblatt mich an die Weisheit meines Körpers erinnern, ich glaube, er weiß genau, warum mich z.B. mein Übergewicht immer noch begleitet. Da ist so viel mehr, als ich sehe.

Juli
Klick zum Wandkalender im Webshop Foto: Ein ganzer Kasten frisch gekaufter Ölkreiden formen ein Herz.

Text: Erst wollte ich schreiben "Meine Liebe hat viele Farben.", aber es war mir noch wichtiger, es allgemeiner zu halten, um mehr einschließen zu können, also auch die Liebe, die mir selbst widerfährt oder die andere erleben. Bei den Regenbogenfarben des Bildes kommen mir gleich Assoziationen zum Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung, aber auch dem Symbol der internationalen Friedensbewegung PACE. Überall ist Liebe enthalten: Die Liebe zu Menschen, für Frieden, für Gleichberechtigung, die Liebe zu Tieren, zur Natur, zu Hobbies, zu Interessen... Auch die Liebe, die ich zu mir selbst empfinde, hat viele Farben, nicht immer ist sie rosarot, ganz oft trägt meine Selbstliebe traurige Farben. Auch die Liebe zu einem Menschen ist nicht immer gleich intensiv, mal ist die Intensität hoch und mal so schwach, dass ich kaum etwas erspüren kann. Die Liebe, die mir selbst von anderen widerfährt zeigt sich auch in unterschiedlicher Ausprägung. Ist sie so wie ich sie mir wünsche? Hat sie die "Farbe", die ich wirklich brauche? Wie ist die Liebe, die ich gebe? Kann ich wirklich die Liebe zeigen, die ich empfinde?

Der Monat Juli möchte meine Beobachtung für dieses Thema sensibilisieren und mich zum Nachdenken über die Liebe anregen.

August
Klick zum Wandkalender im Webshop Foto: Ein Herz aus Holz, das mein Onkel selbst gemacht und mir geschenkt hat, liegt weich auf einem Blütenmeer aus Hortensien, Dahlien, Rosen und Margeriten.

Text: "Ich lausche meinem Herzen."

Wirklich hinhören. Mir die Ruhe nehmen und eine kleine Auszeit in meinem Alltag und hören, was mir mein Herz zu sagen hat.


September
Foto: Die Idee, aus den Äpfeln unseres Gartens ein Herz zu formen, setzte ich spontan um. Es klappte leichter als ich dachte und machte mir einen Haufen Spaß! (Grundlage ist ein Kleiderbügel aus Draht, auf dem die Äpfel aufgereiht werden.)

Klick zum Wandkalender im Webshop Text: "Ich nehme mich an wie ich bin." Das "ich" habe ich durch eine andere Schrift hervor gehoben. Das habe ich auf jedem Kalenderblatt mit einem Wort so gemacht. Die Wörter in ihrer Gesamtheit geben ein Energiefeuerwerk ab.

Mich anzunehmen wie ich bin, puh, da muss ich erst mal durchatmen, so schwer fällt mir das. Es ist eine ganz wichtige Lernaufgabe für mein Leben, das zu tun. Nicht an mir herumzunörgeln, mich nicht unter Druck zu setzen, mich nicht lächerlich oder klein zu machen oder zu kritisieren. Nein, das alles nicht. Sondern mich wirklich anzunehmen und zu lieben wie ich bin. Mit meinen Fehlern, mit dem, was ich noch nicht kann, mit meinen Schattenseiten, denn die anzunehmen fällt mir besonders schwer.

Oktober
Klick zum Wandkalender im Webshop Foto: Oh ja, das war eine Freude! An dem Nachmittag im September, als dieses Bild und auch das Apfelbild entstand, war ich so richtig in meinem Element. Ich stand etwas unter Zeitdruck, weil der Kalender fertig werden sollte. Und in solchen Momenten blühe ich so richtig zur Höchstform auf. Ich hatte zwar schon genügend Herzbilder, aber immer neue Ideen sprudelten aus mir heraus. Mir fielen die getrockneten Zweige der Clematis auf, ich band sie zu einem Herz und dann testete ich, wie die Blüten der hübschen lila-rosa Sommerblume darauf aussahen. Ergebnis: Super. Also plünderte ich den ganzen Bestand auf meiner Terrasse, um diesen schönen Kranz zu binden. In der späten Herbstsonne an meinem Weidenkorb befestigt kommt er so richtig zur Geltung. Ein Schmaus für meine Seele, meine Augen und das Kind in mir.

Text: "Ich verwirkliche meine Träume." Als ich Text und Bild am PC fertig hatte, stiegen mir Tränen in die Augen. So stimmig waren beide zusammen für mich. Das Kalenderblatt will mich daran erinnern, meine Träume nicht zu vergessen, sie nicht klein oder unmöglich zu reden, sondern immer wieder daran zu glauben, dass ihre Verwirklichung möglich ist. Ich will meinen Traum, einen Roman zu veröffentlichen und als Schriftstellerin zu leben, nicht wegschieben, nur weil ein Verlag gesagt hat, dass er meinen Roman nur mit Änderungen nimmt, die ich derzeit nicht vornehmen will. Solch eine Rückmeldung hat nichts mit der Möglichkeit zu tun, ob ich es schaffe, meine Träume zu verwirklichen. Unzählige Beispiele von Schriftstellern haben das bewiesen.

Bei meinem Buch "Ab 40 reif für den Traumjob" hörte ich des öfteren: "Sehen Sie das nicht zu sehr mit der rosa Brille?". Wenn alle Menschen sagen: "Das geht nicht! Das hat noch nie geklappt!" und ich empfinde, dass Dinge möglich sind, wenn ich daran glaube, dass Träume zu verwirklichen sind und ich stetig darauf hin arbeite, warum soll ich dann mit in dieses destruktie Horn blasen? Ja, dann will ich lieber diejenige sein, die die rosarote Brille trägt und Mut macht, die eigenen Träume zu verwirklichen.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie kostbar es für mich ist, wenn mir jemand Mut macht, meine Träume zu verwirkichen und mit mir daran glaubt!

Wie viele Dinge wären auf dieser Welt nicht verändert worden, hätte es nicht Menschen mit Visionen und dem unzerbrechlichen Willen gegeben, sie zu verwirklichen?

 

Wo ich das Bild von meiner Lilo mit der rosaroten Brille sehe: Vielleicht sollte ich wirklich mit einer rosaroten Brille auftreten, wenn ich wieder Coaching und Workshops anbiete. Das gefällt mir und macht klar: Die Frau sieht's positiv, sie sieht die Chancen, sie ermutigt und ist sich - trotzdem - bewusst: Der Weg dorthin ist nicht immer rosarot und leicht.

November
Klick zum Wandkalender im Webshop Foto: Ist das nicht toll? Ein Herz aus Licht.

Text: "Ich wünsche mir was." Das kann ich in Bezug auf Weihnachten sehen, mir wirklich etwas zu wünschen, was mir wichtig ist. Die Krönung ist natürlich, wenn ich Menschen um mich herum habe, die bereit sind, mir diese Wünsche zu erfüllen. Oh, damit meine ich nicht teuere Dinge, sondern mir z.B. Zeit für den anderen nehmen, ihn in seinem Hobby zu unterstützen oder über meinen Schatten zu springen und vielleicht dem anderen etwas zu schenken, das mich Überwindung kostet, aber Freude bringt. Wenn ich keinen Menschen habe, den ich mich traue zu fragen, ob er mir meinen Wunsch erfüllt oder einfach keiner da ist, dann bleibt mir der wichtigste Mensch in meinem Leben, der mir zur Seite stehen kann: Ich selbst. Ich kann mir meine Wünsche erfüllen und mich ernst nehmen. Wenn mir mein Partner meinen Herzenswunsch nicht erfüllt, ein gemeinsames Wochenende nur zu zweit miteinander zu verbringen, dann habe ich immer noch die Möglichkeit, mir selbst diesen Wunsch zu erfüllen und alleine zu fahren oder jemand anderen mitzunehmen, der sich freut, mich zu begleiten.

Wie oft mache ich mir keine Gedanken darüber, was ich mir wünsche? Plopp, ist Weihnachten da und dann fällt mir nichts ein. Was ist es, das ich mir wünsche? Ganz egal, ob sich die Wünsche erfüllen - unabhängig davon, ob ich mir von jemand anderem etwas wünsche oder es ein Wunsch ist, den nur der Himmel erfüllen kann: Den Anfang bildet der Wunsch an sich.

Dezember
Klick zum Wandkalender im Webshop Foto: Ein Herz aus Hagebutten und Moos - auf unserer wunderschönen alten Holztruhe fotographiert.

Text: "Ich bin liebenswert." Ich finde diesen Text wunderschön und so passend zum Foto. Es gibt so viele Dinge, die mich liebenswert machen. Jede einzelne Hagebutte steht für eines dieser Dinge. Ganz egal, ob andere mir das Gefühl geben, dass ich liebenswert bin oder nicht. Ich weiß tief in meinem Herzen: Ich bin es.

Das ist er: Mein Wandkalender "Herzensangelegenheiten" 2011. Ich spüre eine große Liebe für diesen Kalender. Es war eine anstrengende Geburt und eine anstrengende Schwangerschaft. Das erste Mal ein neues Produkt anzubieten, erfordert viel Geduld und viele Arbeitsschritte. Doch diese Zeit war auch fruchtbar und vor allen Dingen Freude bringend. Einen ganzen Haufen Spaß hat es mir gemacht, die Herzensbilder zu entwerfen und fotographieren und mit stimmigen Texten zu einer Einheit zu gießen.

Jetzt bin ich stolz und glücklich, dass er da ist. Mein Herzensprojekt. Mein Baby 2011.

Klick zum Wandkalender im Webshop

Im Webshop können Sie ihn kaufen, ich versende ihn auch gerne direkt an Ihre Geschenkempfänger.

Im Geschäft meiner Blumenfreundin Petra können Sie ihn direkt kaufen: Blumen-Stil, Kirchweg 131, 50858 Köln

Anja Kolberg

Donnerstag, 28 Oktober, 2010

Tischkalender 2011: Ich trau mich was

Tischkalender 2011: Ich trau mich was

Hier stelle ich den Tischkalender 2011 ausführlich vor und die Impulse, die ich bei der Konzeption hatte. Doch bei jeder Betrachterin, jedem Betrachter, lösen die Bilder und Texte eigene Assoziationen - bezogen auf das eigene Leben aus.

Kommen Sie mit auf eine Reise und erfahren Sie, wie der Tischkalender Sie auf Ihrem Weg durch das kommende Jahr begleiten möchte:

Januar
Januar 2011 

Das Foto entstand im Winter 2010 an Dänemarks Nordseeküste im "Land des Lichts". Besonders am Abend nach Sonnenuntergang verströmt das Licht dort eine besondere Atmosphäre. Diese Zeit nennt sich auch "die blaue Stunde". Viele Künstler haben sich dort oben niedergelassen, um die besondere Stimmung in ihre Kunstwerke einfließen zu lassen.

"Ich trau mich was", ist eine Einladung, etwas zu wagen, was ich in meinem Leben erleben möchte, wie ich sein möchte. Zu mir stehen, zu meinen Wünschen, Träumen, Ideen, Gedanken, Meinungen. Kurz: Mich trauen, ich selbst zu sein.

Februar
Februar 2011

Foto: Die Buddha-Statue steht in unserem Garten, ihr Gesicht und ihre Körperhaltung symbolisieren für mich Entspannung, Stille und Gelassenheit.

Ich finde es immer wieder eine Herausforderung, im Alltag inne zu halten und mich daran zu erinnern, mir selbst zuzuhören: Was will ich? Was brauche ich? Möchte ich "ja" sagen auf eine Einladung oder lieber zu Hause bleiben? Was sagt mein Inneres zu den Fragen, die mir im Alltag begegnen?

März
März 2011

Was ist meine weiche Seite? Wo bin ich hart gegen mich selbst oder gegen andere? Wo wäre es hilfreich, weicher zu werden? Für Frauen ist die weiche Seite vielleicht ihre Weiblichkeit zu zeigen oder für Männer vielleicht ihre Gefühle zu zeigen... Ist es wichtig für mich, meine weiche Seite zu schützen oder ein zuviel oder zuwenig ins Gleichgewicht zu bringen?

Das Foto zeigt einen Frühlingsblüher, den ich im Botanischen Garten in Bonn fotographiert habe: Küchenschelle oder Pulsatilla. Ich mag diese Heilpflanze sehr, auch auf der Postkarte Nr. 06035 spielt sie die Hauptrolle. Laut dem Buch für Blütenessenzen steht sie für innere Sicherheit und unterstützt uns, mit uns selbst eins zu sein. Auf einer Webseite für Blütenessenzen steht zu Pulsatilla: "Hilft seine weichen Seiten bewahren zu können, indem man auch bewußt Grenzen setzen kann; wenn man durch zu große Nachgiebigkeit und den daraus folgenden Erfahrungen verhärtet."

April

Dem Satz: "Ich mache mich unabhängig", galt bei der Kalenderkonzeption meine besondere Aufmerksamkeit. Mir war sehr wichtig, dass er darin seinen Platz fand. Erst ganz zum Schluss entstand wie von selbst ein stimmiges Puzzle zwischen dem Satz und diesem Foto, aufgenommen im Kölner Stadtwald.

Abhängigkeiten können sich durch vieles zeigen: Ich kann mich zum Beispiel abhängig machen von den Stimmungen, den Entscheidungen, dem Handeln oder Nicht-Handeln, den Wünschen und Zielen, dem Tagesablauf anderer Menschen. Dabei geht es nicht um die Situation Mutter-Kind, sondern um Erwachsene und ihr Verhalten.

Erstes Beispiel: Der Mensch, mit dem ich meine Zeit verbringe, hat schlechte Laune. Abhängiges Verhalten: Ich überlege, was ich falsch gemacht habe, dass er schlechte Laune hat, vielleicht bekomme ich selbst schlechte Laune. Unabhängiges Verhalten: Ich lasse dem anderen seine Stimmung und beziehe mich nicht darauf, sondern kümmere mich um mein eigenes Wohlbefinden.

Zweites Beispiel: Mein Mann hatte in unserem letzten Dänemarkurlaub Null Bock auf Bummeln. Abhängiges Verhalten: Ich bleibe auch "zu Hause", weil ich alles mit ihm erleben will. Unabhängiges Verhalten: Ich lasse ihm die Freude zu Hause zu sein und kümmere mich um mich selbst. Ich gehe mit all der Zeit und Muße, die ich dafür haben möchte, bummeln. Ich kann Ihnen sagen: Meine Laune war danach wie beschwingt - und daran hatte auch mein Mann seine Freude!

Mai

Diese Stiefmütterchen verzauberten mich im Garten meiner Familie im Bergischen. Unabhängig von Beetgrenzen säen sie sich selbst aus und siedeln sich dort an, wo die Bedingungen stimmen. Zum Beispiel zwischen den Ziegelsteinen auf dem Gartenweg. (Übrigens steht das wilde Stiefmütterchen, also eine Schwester des oben abgebildeten, bei den Blütenessenzen für Unabhängigkeit und Selbstständigkeit. Ich freue mich, dass es - unbewusst - zum Text passt.)

Wo spüre ich Grenzen, die mich einengen? Möchte ich mich davon befreien? Habe ich schon eine Idee wie? Wohin soll es gehen?

Juni
Juni 2011

Oh, das Bild gefällt mir besonders gut. Unsere Nachbarin hatte auf ihrem brach liegenden Grundstück als Versuch den Inhalt einiger Samentütchen verstreut. Das Ergebnis war fantastisch! Verschiedene Sorten Mohn und Rittersporn blüten mehrere Wochen um die Wette und zogen unzählige Bienen an. Jeder, der am Zaun vorbei ging, erfreute sich an dieser Blütenpracht.

Für mich bedeutet eine Türe zu öffnen, etwas auszuprobieren, etwas zu wagen, bei dem ich nicht sicher weiß, was geschieht. Es kann bedeuten, eine innere Türe zu öffnen - oder auch eine wirkliche Türe in meinem Leben.

Gibt es einen Raum in meiner Wohnung, meinem Haus, meinem Büroräumen... den ich nicht betrete? Wofür steht er?

Welche inneren Räume gibt es, an denen ich immer wieder "vorbei laufe"? Mit inneren Räumen, inneren Türen meine ich Themen, die für mein Leben wichtig sind. Ich möchte zum Beispiel den Raum meiner Kreativität viel mehr nutzen, meine Lust zu Schreiben. Ich sehe noch viele weitere Türen und dahinter liegende Themen, die ich noch nicht oder zu wenig angepackt habe. Bei manchen weiß ich, was sich dahinter verbirgt, bei anderen weiß ich es nicht. Es ist so aufregend und spannend wie ein Haus, das ich zum ersten Mal betrete und nach Herzenslust durch die Räume schlendern kann.

Gibt es da eine Türe, vor der ich immer andächtig stehen bleibe, vielleicht vorsichtig horche, was sich dahinter verbirgt und ich traue mich nicht, sie zu öffnen? Vielleicht kann der Monat Juni Mut machen, diese Türe einmal zu öffnen und dann von einem solch wunderbaren Blütenfeld überrascht zu werden. Wenn mir der Raum hinter der Türe nicht gefällt, kann ich sie ja wieder schließen. Der Versuch alleine zählt.

Juli
Kick zum Tischkalender

Die Rose Leonardo da Vinci verzaubert mich in den Sommermonaten mit ihrer Farbe, Blütenform und Duft. Auf diesem Bild zeigt sie ihre wundervoll gefüllte Blüte.

So wie die Rose vorsichtig ihr Inneres preis gibt, habe auch ich die Möglichkeit, mein wirkliches Ich zu zeigen, das ich manchmal aus Angst verberge. Meine zarte und meine schöne Seite, aber auch die Stacheln, die ich trage. Sie gehören wie die bezaubernde und betörende Seite zu jedem Menschen dazu.

Der Juli lädt jedoch nicht nur dazu ein, mein Inneres zu zeigen, sondern auch mein Äußeres. Zu meiner Figur stehen, meinen Haaren, meinen Falten, meiner Größe, vielleicht einem Handicap, meinen Rundungen oder zu meiner schmalen Seite. Mich zu mögen wie ich bin - ein liebenswerter und interessanter Mensch und nicht ein Abziehbild perfekter Medienfiguren.

August
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Das wird für mich - zumindest aus heutiger Sicht betrachtet - der herausforderndste Monat. Ich bin gerne freundlich, ecke nicht gerne an, bereite andern ungerne Sorgen oder unangenehme Gefühle. Doch wenn ich zu mir selbst stehen und meine Bedürfnisse respektieren will, muss ich lernen unbequem zu sein. Wenn ich immer getan habe, was andere von mir wünschen und wollen, wird es - für alle - unbequem, wenn ich auf einmal "Nein" sage oder meine Meinung äußere. Ich habe also bisher nicht gelernt damit umzugehen, wenn andere wegen mir traurig sind oder vielleicht sogar wütend und enttäuscht. Der Monat August will mich daran erinnern, dass ich es lernen kann, unbequem zu sein. Von mal zu mal fällt es mir leichter und den anderen auch. Sie lernen mich von einer anderen Seite kennen und merken, dass auch ich Konturen habe.

Der Schopflavendel auf dem Foto hat einen himmlischen Duft im Sommer verbreitet. Im Hintergrund zeichnen sich Rosen und Hortensien ab. Lavendel fördert die Aufnahmebereitschaft für Neues, in dem er Klärung, Ruhe und Nervenstärke bringt. Was für eine hilfreiche Begleitung zum manchmal sicher anstrengenden Motto.

September
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Diese Clematis blüht zweimal im Jahr, einmal im Frühling und nochmals im September. Mit ein bischen Unterstützung klettert sie an Bäumen empor und verschönert so kahle Stämme. Übrigens hilft Clematis als Bachblüte, wach, aufmerksam und konzentriert zu sein.

Der Monat September möchte darin bestärken, mir selbst, meinen Gefühlen und Empfindungen zu vertrauen. Es kann sein, dass andere Menschen diese Signale, die ich wahrnehme, gar nicht erkennen, sei es die Krankheit eines Tieres, ein komisches Fahrgeräusch im Auto, der Impuls, dass etwas Komisches geschieht oder das Gefühl, mein Gegenüber trägt eine Last auf seinen Schultern, bestreitet das jedoch. Unabhängig von der Reaktion der Anderen, ihren Meinungen und dem, was real geschieht, vertraue ich meiner Wahrnehmung, stehe zu mir und meinem Gefühl.

Oktober
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Dieser Fliegenpilz in der warmen Herbstsonne war der Glücksfund während meinem Fotospaziergang durch den Bergischen Wald. Genau in dem Moment, wo wir dort waren, schien die Sonne durch die Bäume und strahlte diesen Pilz wie auf einem Präsentierteller an.

Der Fliegenpilz steht für mich für etwas Besonderes, ein bischen gefährlich vielleicht, obwohl auch unter bestimmten Umständen genießbar. Ein Blickfang. Der Monat Oktober macht Mut, zu meiner Andersartigkeit zu stehen. Vielleicht habe ich gar keine Lust, mit der breiten Masse zu schwimmen, sondern ich möchte meinen eigenen Weg wählen? Anders gekleidet sein, die Haare anders tragen, eine andere Meinung haben... und zu erleben, dass ich geliebt bin, auch - oder obwohl ich anders bin.

November
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Foto aus unserem Garten: Ist der von Raureif überzogene Stempel der Echinazea nicht wunderschön? Ich liebe die kühle Stimmung des Bildes, die so sehr in diesen Monat und seine besondere Schönheit passt.

Ein Satz begleitet mich seit einigen Jahren: "Man muss dem Anderen auch sein Schicksal lassen können." Wenn ich mir um einen erwachsenen, mündigen Menschen, der mir am Herzen liegt, Sorgen mache, weil er z.B. Dinge tut, die mir Angst machen oder die im allgemeinen als gesundheitsschädlich gelten, dann ist das eine emotional anstrengende Situation. Doch geben mir meine Sorgen das Recht, für ihn Verantwortung zu übernehmen und sein Leben zu bestimmen, nur weil es dann läuft, wie ich es für richtig empfinde und es mir dann vielleicht besser geht? Für mich bedeutet dieser Satz, dem anderen seine Selbstverantwortung zu lassen und zu vertrauen, dass er sein Leben in SEINEM Sinne lebt. Denn darauf kommt es an, nicht auf das, was ich meine, sei richtig. Ich habe die Aufgabe, mich um mein Leben zu kümmern. Das Zitat ermutigt mich, in solchen Situationen los zu lassen und mich auf mich selbst zu besinnen. Oh, das fällt mir nicht leicht.

Dezember
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Bei dem Foto hatte ich einen Spaß! Schon lange faszinieren mich Steinstapel, so gerne wollte ich einen im Kalender haben. Erst dachte ich: Das schaffe ich gar nicht selbst zu machen, viel zu kompliziert und dann habe ich es einfach probiert... Der Stapel ist einige Male zusammengekracht, denn wie Sie sehen, sind die Steine nicht nur flach, sondern ziemlich rund und unregelmäßig. Es sollte wenn schon, dann schön und besonders aussehen. Beim sechsten oder siebten Mal klappte es dann. *HÜPF* Das war ein so tolles Gefühl. Ich liebe die beruhigende Wirkung dieses Turmes, die Farben und Formen der Steine. Hmmm. Schön!

Manchmal habe ich das Gefühl, ich komme nicht vorwärts auf meinem Lebensweg. Stillstand. Doch wie ich in meinem Blogbeitrag im Mai 2009 berichtete: Gefühlter Stillstand muss nicht wirklich "nicht weiter kommen" bedeuten. Es kann Festigung bedeuten, zu mir finden, sicherer werden, mein Gleichgewicht finden. Und vielleicht komme ich viel weiter auf meinem Weg, wenn ich es wage, langsam zu gehen und stehen zu bleiben. Ruhe finden und zu mir kommen in einem hektischen Monat wie der Dezember es oft ist.

Das ist er, der Tischkalender 2011.
Desktopmotive/Wallpaper
Parallel zum Tischkalender biete ich diese Bilder als Desktopmotive an. Ich möchte diesen morgendlichen Willkommensgruß auf meinem PC nicht mehr missen, vor allem die Größe und die Leuchtkraft der Motive sind ein Seelen- und Augenschmaus.

Anja Kolberg

Freitag, 15 Oktober, 2010

Juten Morjen

Guten Morgen (oder auf Kölsch: Juuuten Morjen) aus Köln!

Die letzten Tage waren geprägt durch intensive Arbeit, mehr als ich dachte und mich von Vorjahren erinnerte. So viele neue Produkte, die angelegt, fotographiert, dere Fotos webfähig gemacht und Produkttexte gemacht werden wollten. Stimmen die Länder noch, in die Hermes ausliefert? Welche der Glückwunschkarten und Weihnachtskarten will ich anbieten? Über was muss ich informieren, wie ist das mit der neuen Widerrufsbelehrung? Was muss jetzt noch an rechtlichen Informationen im Shop enthalten sein? (Für jemand wie mich, die alles richtig machen will: Horror.) Puh! Ganz schön viel, die Verspannung im Nacken wurde derweil immer stärker. Ich habe mich selbst zu stark unter Druck gesetzt. Den Shoptermin zum 15.10. wollte ich unbedingt schaffen, weil das Datum Mitte des Monats doch so stimmig ist, ich auch die Einnahmen brauche und ich Angst habe, ich verkaufe nicht genug, wenn der Shop "noch" später ins Netz geht. (Ich mache mir Gedanken, Sie glauben es nicht. Dann denke ich: "Warum hast du so Sachen denn nicht schon früher gemacht? Du hattest doch den ganzen Sommer Zeit? Die Antwort ist einfach: Weil es nicht ging. Ich brauche diesen Druck, um die Dinge zu tun, die zu tun sind.)

Gestern Nachmittag habe ich die Reißleine gezogen: Kopfschmerzen. Müdigkeit. Ich habe mich so gefühlt wie zu meinen ärgsten Projektzeiten als Angestellte (einen Tag vor Präsentationsterminen beim Kunden, wo noch so viel getan werden musste und alle arbeiteten bis in die Nacht) und wie vor meinem ersten Workshop. Damals habe ich die Tage vorher so viel gearbeitet. Wollte alles richtig und möglichst perfekt machen. Gearbeitet bis spät abends, mir fiel immer mehr ein und irgendwann war ich einfach "durch". Konnte nicht mehr schlafen, war sehr aufgeregt und nervös. Damals hat mein Mann die "Reißleine" gezogen und hat mich mit in die Claudius-Therme (herrliche Saunalandschaft in Köln mit Blick auf den Dom) mitgenommen. Die Auszeit hat mir damals gut getan, erst wollte ich nicht, weil ich ja noch so viel... dann habe ich zugestimmt. Ich weiß noch, wie ich im Ruheraum lag, mit Blick auf den Dom und die Phantasiereise machte, die eine Yogalehrerin mir empfohlen hatte und mich sehr beruhigte. Ich liebe diese Übung, weil sie mich erdet und meinem Naturempfinden so nahe kommt:

Ich stelle mir vor, dass ich mit beiden Beinen fest auf einer sehr schönen Stelle in der Natur stehe. Aus meinen Füßen wachsen Wurzeln in den Boden bis ins Erdinnere. Rote, pulsierende Erdenergie steigt nun durch die Wurzeln empor und strömt durch meinen Körper, versorgt mich mit Energie. Daraufhin wächst Rinde um meinen Körper, lässt mich noch sicherer stehen. Ich breite meine Arme aus und beobachte, wie sie länger und länger werden und daraus Zweige, starke Äste und Blätter wachsen. Bis eine wunderschöne Baumkrone entstanden ist. Vögel lassen sich auf mir nieder, erfreuen mich mit ihrem Gesang, kitzeln mich. Wind kommt auf, bläst durch die Blätter, bewegt Zweige und Äste. Meine Baumkrone neigt sich im Wind und ich spüre wie stark ich bin und mich zwar im Wind beuge und doch sicher stehen bleibe.

Gestern nun, den Wunsch vor Augen, dass heute der Shop seine Pforten öffnet, spürte ich mittags, dass es mehr als an der Zeit war, die Reißleine zu ziehen und mich selbst aus dem Druck zu befreien. Okay, ehrlich gesagt, war es nicht mein Verstand, sondern mein Körper, der die Reißleine zog. Mein Verstand wollte ja noch weiter machen. Diese Müdigkeit, fehlende Energie und die Kopfschmerzen. Keine gute Mischung. Erst habe ich mich ins Bett gelegt, wollte nur eine Pause machen. Doch an Schlafen war nicht zu denken. Weil mein Kopf alles andere wollte als schlafen, der wollte über das nachdenken, was noch zu tun ist.... Körper sorgt für noch mehr Kopfschmerzen...

Also bin ich aufgestanden und habe mich unter die Dusche gestellt. Heißes Wasser hilft mir gewöhnlich. Lange habe ich mir diese Entspannung gegönnt. Aaaaah, hat das gut getan. Dann die neue sehr lange Bequemhose angezogen und ein schönes Lümmelshirt. Dann habe ich alle Termine in meinem Kopf losgelassen, den PC ausgemacht und den Ofen im Wohnzimmer angemacht, denn mir war richtig dolle kalt. Hm, schon besser. Inzwischen war mein Mann da, der sich freute, dass ich mich auf die Couch legen wollte, das macht er auch gerne. Also holte er das Bettzeug aus dem Schlafzimmer für uns beide runter und schmierte unsere Brötchen zum Mittagessen. Die Krönung war der Münstertatort von Sonntag, den er aufgenommen hatte, den lieben wir beide sehr.

Das alles, mit immer wieder Augen schließen zwischendurch, hat soooo gut getan. Dann noch eine Nackenmassage. Aua, da saß all die Anspannung.... seufz, es wurde besser. Und endlich habe ich diese Nacht richtig gut geschlafen. Kein Wind, kein Gedankenkarusell. Was mir auch diesen Herbst so viel mehr Streß macht als all die Jahre zuvor, ich weiß es nicht.

Ich bin glücklich, dass ich gestern so gut für mich gesorgt habe und losgelassen habe, was mich unter Druck setzt. Ich bin eben ein Eine-Frau-Unternehmen und mache alles von Unternehmensleitung über Buchhaltung, Marketing, Kalkulation, Kreativabteilung, Lager, Versand - selbst. Bin richtig stolz auf mich, was ich die letzten Tage und Wochen geleistet habe!

Bei all der freudebringenden Arbeit und dem Spaß: Nichts ist wichtiger als mein Wohlbefinden. Da gilt es immer wieder neu zu schauen und zu spüren, Prioritäten zu setzen und ein Gleichgewicht zwischen all dem zu finden. Eine Herausforderung, die viele Einzelunternehmer/innen kennen. Auf der einen Seite, der Geist/Verstand, der Ideen hat, der ganz viel umsetzen und schaffen will, auf der anderen Seite der Körper, der seine Grenzen hat und Auszeiten zum Ausruhen und Kraft generieren braucht und dazwischen die Seele mit ihren Gefühlen, Ängsten, Sorgen, Erinnerungen, Prägungen. Ein stimmiges Gleichgewicht, das ist mein Ziel. Diese Woche habe ich mal wieder die Grenzen ausgelotet. :o)

Mich in jeder Situation für das zu entscheiden, was nun für mich richtig und stimmig ist, unabhängig von dem, was "eigentlich sein sollte oder muss", das lerne ich in dieser Woche mal wieder. So habe ich mich jetzt auch dafür entschieden, über meine derzeitige Situation hier diesen Blogbeitrag zu schreiben und zu reflektieren, was gerade ist, statt eine Stunde weiter am Shop zu arbeiten. *Hüpf* Das war so wichtig und hat gut getan!

Der Shop läuft inzwischen auf einem Testpfad, doch es gibt noch etwas darin zu überprüfen und zu ergänzen. Ich übe mich derweil in Geduld - meine Meisteraufgabe in diesem Leben als Widder, Aszendent Löwe (Ungeduld :o) ist ihre Stärke)- ich schaffe es ... immer ein klitzekleines bischen mehr.

Heute geht es mir mit der Stärkung von gestern schon viel viel besser. Kopfschmerzen sind Vergangenheit. Druck versuche ich weniger aufzubauen, was mir schwer fällt. Ich bin die einzige, die mir Druck macht. Okay, auch das lerne ich noch. So, mit neuer Kraft geht es jetzt wieder frisch ans Werk. ... mal sehen, wie mein nächster Blogeintrag lauten wird. :o)

Alles wird gut.

Ganz liebe Grüße aus Köln

Anja Kolberg

Mittwoch, 13 Oktober, 2010

Oooooooh ja!

Sie sind daaaaaaaaaaahaaa! Oh, ich freu mich so!

Frisch aus der Druckerei eingetroffen sind diese drei süßen Aufkleber:

 

Es macht sooo viel Spaß, die zu kleben. Und sie sind genau so geworden, wie ich es mir gewünscht habe. *Hüpf*

So süß! Plötzlich treten Sorgen in den Hintergrund (Shop will noch nicht laufen, Widerrufsbelehrung hat sich geändert...) - und ich weiß, während ich sie auf Umschläge klebe: "Ich kann jetzt alles schaffen."

Klingt echt komisch, wo ich es lese. Ist aber so. Es war wie ein Glückskick.

Hüpfende und emsige Grüße aus Köln

Anja Kolberg

Donnerstag, 07 Oktober, 2010

Es gibt viel zu tun... & es macht Spaß!

Puh, bin ich müde. Letzte Nacht wälzte ich mich hin und her, konnte einfach nicht einschlafen, gegen halb zwei muss es endlich geklappt haben. Wirkt sich jetzt neben dem Vollmond auch noch der Neumond auf meinen Schlaf aus? Bitte nicht. Puh, bin ich müde!

Derweil ist hier im Büro richtig viel los. Für morgen spätestens übermorgen ist die Lieferung der Tischkalender avisiert. Bin schon wieder aufgeregt. :o) Ob ich mit 80 auch noch so sein werde? Oder eine coole Omi, die alles locker nimmt. Das fände ich toll.

Die Aufregung ist auch positiv, denn ich freue mich so auf den Tischkalender. Hm, die Bilder. Seufz. Es hat mir so viel Spaß gemacht, für beide Kalender die Fotos zu machen. Immer neue Ideen führten dazu, dass immer mal wieder ein schon "gesetztes" Bild durch ein noch schöneres ersetzt wurde. Und jetzt liegt das erste Ergebnis meiner Arbeit vor mir. Greifbar. Hm, riecht gut, fühlt sich gut an.

Gestern war ich mit dem Check der Lieferung beschäftigt. Die neuen Entwürfe für die Glückwunsch- und Weihnachtskarten wurden ebenfalls geliefert, morgen müssten die endgültigen Motive da sein. Ich hatte rund 100 Motive entworfen. Diesmal sprudelten die Ideen. Und aus dieser Vielzahl werde ich die Topmotive für den Shop auswählen. Nur die schönsten kommen durch. :o) Sonntag hatte ich die Weihnachtskiste aus dem Keller geholt und auf der Terrasse die neuen Weihnachtskarten fotographiert. Herrlich, die warme Nachmittagssonne und ausprobieren, arrangieren, umbauen... Ich war so ganz in meinem Element. 'N bisschen komisch war das Gefühl schon, in der warmen Sonne mit Weihnachtsdeko zu arbeiten. Aber so geht es wohl vielen Menschen, die Monate vor Weihnachten Vorbereitungen fürs Fest treffen. Hier eines meiner Lieblingsmotive:

Was mache ich denn noch so im Moment? Den Bestand an Versandmaterial durchgehen, nachbestellen. Das neue Kalenderformat fordert größere Versandkartons. Die richtigen Kartons, Verpackung und Umschläge finden, Preise vergleichen... Manchmal dauert es ewig, alleine den Namen für etwas, das ich brauche, herauszufinden. Überhaupt gute Lieferanten zu finden, auf die ich mich verlassen kann. Wieviele schmerzhafte und teure Erfahrungen habe ich schon gemacht... Mir wird gerade nochmal bewusst, wie kostbar solche Informationen sind. Sie gehören zum Schatzkästchen, das über Jahre Schritt für Schritt gefüllt wurde, so wie das Rezept für die köstlichen Hähnchen von Hähnchen Ewald (jamjam, da habe ich mal gekellnert) und die selbstgemachte Majo, die niemandem verraten wurden. Das kann ich nur zu gut nachvollziehen und so halte ich es auch mit meinem Schatzkästchen.

In vielen Momenten bin ich froh, dass ich eine Lehre zur Bürokauffrau gemacht und einige Jahre in meinem Job gearbeitet habe (wer hätte gedacht, dass ich das noch mal sage?). Ich empfinde es als eine Sicherheit, mich gut im kaufmännischen auszukennen und auch in der Recherche viele Erfahrungen in der Unternehmensberatung gemacht zu haben. Auch Artikel anlegen ist mir aus früheren Arbeitsstellen bekannt: Während meiner Ausbildung zur Bürokauffrau in einem Ford-Autohaus stellte mein Chef auf die elektronische Datenverarbeitung um. Puh, das war eine Umstellung für uns! Damals musste uns die Schreibmaschine regelrecht weggenommen werden, weil es am Anfang einfach schneller ging, eine Autorechnung an der Schreibmaschine zu schreiben! :o) Heute nicht mehr vorstellbar, ohne Computer auszukommen.

Eben habe ich den Wandkalender "Herzensangelegenheiten" für den Webshop fotographiert. Blick auf die Uhr. Nein, heute werde ich den neuen Artikel nicht mehr im Webshop anlegen. Zu müde. Mache jetzt Feierabend, schön heiß duschen, den Ofen anmachen, schnuppern, was mein Mann kocht und dann auf die Couch und früüüüüüh ins Bett. Hoffe, heute Nacht klappt's mit dem Einschlafen besser.

Wie Sie sehen, ich habe noch einiges zu tun. Und es macht mir richtig doll Spaß. Ich arbeite mit Freude daran, alles für die Eröffnung des Webshops vorzubereiten. Ewig wird es nicht mehr dauern. Mein Wunschtermin ist Mitte des Monats. Ob das klappt?

Wollen Sie schon mal einen Blick auf den Kalender Herzensangelegenheiten werfen?

Ist er nicht umwerfend schön? Sie können ihn bald im Webshop kaufen. Wenn Sie für den Newsletter angemeldet sind, werde ich Sie benachrichten. Ansonsten Info natürlich hier im Blog.

Verliebte Grüße & einen schönen und erholsamen Feierabend!

Anja Kolberg

PS: Bitte alle, die auf Mailbeantwortung warten, um etwas Geduld. Melde mich, sobald ich mehr Luft habe.

Mittwoch, 06 Oktober, 2010

HÜPF! Sie sind daaaaaaaaa!

Die Wandkalender sind da! Heute ist die erste Kalenderlieferung aus der Druckerei eingetroffen. Puh, war ich vorher aufgeregt, ob sie gut aussehen und so geworden sind, wie ich mir das vorgestellt habe.

Sie sind es - sie sind es - sie sind es! Ich bin soooooo glücklich und froh.

Oh, sind die schön!

*HÜPF*

Bald hier mehr darüber.

Ausgelassene Grüße aus Köln

Anja Kolberg

Dienstag, 28 September, 2010

Licht hilft an dunklen Tagen

Seufz. Heute ist es schrecklich dunkel draußen und damit auch hier drinnen in meinem Büro. Feinster Dauernieselregen benetzt alles mit einem glänzenden Schimmer. Tropfen am Rosenbogen werden größer und größer bis sie schließlich - plopp und platsch - nach unten sausen.

Ich bin megaaufgeregt, weil ich auf die Antwort der Druckerei warte, dass meine Daten okay sind.

Es gibt so viel zu beachten, das einem schlecht werden kann: RGB-Modus - CMYK-Modus. ICC-Profile. PDF. Farbverschiebungen. Gefühlte x Millionen Einstellungen im Programm, die das Ergebnis verändern können... Och Mensch, für so einen kreativen Menschen wie mich ist das nicht gerade das Himmelreich. Um meine kreativen Projekte in Papier umzuwandeln, muss ich durch diesen Dschungel der Druckvorstufe. Ich schaffe es auch hindurch, aber bis dahin durchlebe ich Achterbahnfahrten ohne Ende. Im Bauch. Im Kopf. In meinen Träumen. Himmel! Aber so ist es und wie eine Leserin mir schrieb: Es ist stressig UND schön. Beides zusammen. Ein ganz schönes Paket.

Ich denke in solchen Situationen schnell: Bin noch nicht gut genug. Wenn du eine Ausbildung als Mediengestalterin hast, dann kannst du das. Wenn du die neusten DTP-Programme (die man für die Druckvorstufe verwendet) nutzt, und wenn du sie beherrschst, dann kannst du das. Du musst erst noch ein Seminar besuchen, damit du wirklich fit bist... Och, mit solchen Gedanken könnte ich Seiten füllen. Und während ich so denke, schaffe ich es unabhängig dieser trüben Gedanken mit einfachen Mitteln, Schritt für Schritt und mit Hilfe meines technikbegeisterten Mannes (der es liebt, knifflige Probleme am PC zu beheben, die mich eher schocken und aus dem Gleichgewicht bringen), und der Auskunft netter Menschen in der Grafikabteilung der Druckerei meinen Weg zu gehen. Mit bibbernden Knien, aber doch mutigen Schrittes. Ein bischen wie das Pfeifen im dunklen Keller. Aber immerhin mit einer Taschenlampe und einem Schokoriegel bewaffnet ;o) und nicht mehr in der oberen Etage grübelnd: "Würde ich mich doch nur in den Keller trauen." Das finde ich schon gut.

Durchatmen.

Das gute an dieser Phase, in der ich mich gerade befinde, ist: Sobald die Druckerei sagt: "Die Daten sind okay. Wir drucken.", ist meine Aufregung verflogen und ich bin mächtig stolz, dass ich es geschafft habe. Mein Selbstbewusstsein strahlt vor Stolz und Glück.

Ich lerne, lockerer mit meiner Aufgeregtheit umzugehen, indem ich mir gut zurede: "Du schaffst das schon, Anja. Selbst wenn die Daten nicht okay sind, wirst du einen Weg finden, sie so zu bearbeiten, dass es funktioniert. Das ist kein Weltuntergang. Gleich wie kompliziert du es am Anfang finden wirst. Wie viel Angst es dir auch immer macht. Du schaffst das. Schritt für Schritt. Du hast solche Herausforderungen schon oft gemeistert. Bleibe ruhig. Wenn du im Moment nichts anderes tun kannst, weil du sooo aufgeregt bist, dann lenke dich ab."

Okay, mache ich. Mit Gewinnspielen. Ich liebe es, daran teilzunehmen. Das lenkt mich völlig ab. Hausarbeit geht auch. Da habe ich gerade aber keinen Bock drauf. Gewinnspiele sind gut und davon zu träumen, ein Wochenende in Hamburg oder Wien zu gewinnen oder eine glänzende Küchenmaschine mit allem Drum und Dran oder einen neuen Laptop, ist eine herrliche Ablenkung... Manchmal höre ich eine Stimme in mir, die sagt: "Hey, was machst du Gewinnspiele? Mach eine andere Arbeit, dann hast du das Geld, dir das alles selbst zu kaufen." Mag schon sein. Dafür müsste ich jedoch eine Arbeit annehmen, die mir nicht gefällt und nicht gut tut. Das will ich nicht. Ich will diese Arbeit hier machen. Ich will nicht unbedingt die Achterbahnfahrt, aber sie gehört nunmal zum Paket dazu. Ich will mich mit kreativer Arbeit beschäftigen wie mit den E-Cards, den Illustrationen, den Blogbeiträgen, den Kalendern und Glückwunschkarten, dem Shop - das ist Arbeit, die mich erfüllt.

Und wenn ich dann mal "aussteigen" muss, um mich abzulenken, gehören auch Gewinnspiele zu meinem Repertoire an Ablenkungsmanövern, bei dem ich auch schon so einiges gewonnen habe. Karten für einen Schlossbrunch. Gartenwerkzeuge. Eine Gartengestaltung. Gartenlampe. Übernachtungen im Hotel. Weihnachts-DVD. Blumensträuße. Blumenerde... :o) Wie Sie merken, hauptsächlich meine Gartenelfe kommt dabei auf ihre Kosten. Die hüpft und freut sich. Gerade hat sie unter einem großen Blatt im Garten Platz genommen, schaut dem Regen zu, kuschelt sich zwischen trockene Blätter und hört dem Gluckern des Wassers zu.

Heute früh erreichte mich wie viele Tage zuvor ein Lichtstrahl von Ihnen, liebe Leserinnen. Ich tapte mit Minu durch Dunkelheit und Nieselregen am Postfach vorbei. Während vorher die Stimmung noch leicht getrübt war, ging es mir anschließend blendend: Ein Umschlag! Ein Umschlag! Ein Umschlag! Was für eine Freude.

Zu Hause bei einer Tasse Kaffee und einem Nutellabrötchen, packte ich mit Vorfreude aus: Ein laaaanger Brief und selbstgemachte Holzfigürchen: Weihnachtsmann. Stern und Engel. So liebevoll von Hand ausgeschnitten und bemalt und eingepackt. Ach eine Freude. Lesen. Schmunzeln. Ein Tränchen verdrücken. Glück spüren. Danach fühlte ich mich so herrlich wohl. Das hat so gut getan.

Danke Ihnen allen, die mir geschrieben haben. Ich liebe es, Ihre Briefe und Karten zu lesen. Sie streicheln meine Seele, lassen meine Schriftstellerin hüpfen und meine Illustratorin jubeln. Es stärkt mein Selbst und zündet ein Licht an den Stellen an, die manchmal ein bischen traurig sind und zweifeln.

... Jetzt müsste ich mal Mails abrufen, ob was von der Druckerei gekommen ist... Urg. ... Soll ich? Soll ich nicht? Soll ich? Soll ich nicht? Ach, egal, Augen zu und durch. Mehr als Sterben kann ich nicht. Mist, noch nix da. Also weitermachen. Ablenken, machen, was geht. Meeeeeeennnnnsschhhhh! Ich will endlich wissen, woran ich bin. Ungewissheit ist doof. Fakten haben und sie anpacken können, damit kann ich so viel besser umgehen. Okay, ich lerne es noch...

Ihre wibbelige, heute uncoole

Anja Kolberg

PS: Was auch wunderbar hilft, sind Blogbeiträge schreiben und sie illustrieren. Dann vergesse ich die Zeit und bin glücklich. :o)

Montag, 27 September, 2010

Geschafft! Gruß aus der Kalenderwerkstatt

Die Druckdaten beider Kalender sind in der Druckerei! Juchuuuu & puuuuuhuuu. Das war eine ganz schöne Strecke, die ich letzte Woche zurück gelegt habe: Entworfen, verworfen, bis endlich die Grundgestaltung für den neuen Wandkalender zu meiner Zufriedenheit fertig war. Den PC verflucht, als er abstürzte und gehofft, dass er anschließend wieder anspringt und keine Daten beschädigt sind. Auch puh! Dem Vollmond nachts beim Wandern zugeschaut, weil er mich nicht schlafen lassen wollte. Eine Windnacht mir einer ängstlichen Minu gut durchstanden. Die Texte und Fotos der Kalenderblätter so lange geändert, bis alles eine stimmige Einheit für mich ergab. Manchmal die Tränen in meinen Augen gespürt, weil mich, was ich auf dem Bildschirm sah, so sehr berührte. Ich freue mich sehr auf den Herbst und die neue Kalendersaison!

Mittwoch Nachmittag habe ich mich spontan entschlossen, zwei neue Fotoideen für den Wandkalender "Herzensangelegenheiten" umzusetzen. Einmal ein handgebundenes Herz aus rosa und lilafarbenen Blüten mit Grün - wofür sich einige meiner Blumen wunderbar eigneten und ein Herz aus den Äpfeln unseres Gartens. Meine Wangen glühten vor Schaffensfreude. Dann musste nur noch der richtige Ort und das richtige Licht zum Fotographieren gefunden werden. Die schöne Baumallee hier in Junkersdorf in der Abendsonne lachte mich an. Hat das einen Spaß gemacht! Bis zum Schluss habe ich an den Texten gearbeitet, die den jeweiligen Kalender beschreiben, bis auch sie einfach herrlich stimmten. Es ist wie ein riesiges Puzzle, das Stück für Stück zusammengesetzt wird. Ist es dann fertig, bin ich einfach glücklich, müde und froh.

Seufz. Schöööön. Ich merke, dass ich besonders gut arbeiten kann, wenn ich einen Abgabetermin habe, dann sprühen die Ideen, wo vorher gähnende Leere war. Kurios. Is aber so. Ich muss mich nur dran gewöhnen, die Ungeduld und das Zweifeln vorher in der "leeren" Zeit auszuhalten...

Es ist mir gelungen, den Preis für den Tischkalender stabil zu halten, den er schon seit 2006 trägt. Das macht mich stolz. Ich spüre die Verantwortung für die Investition, die ich stemme. Es kitzelt mich und macht mich froh, eine so energiereiche und abwechslungsreiche Arbeit zu haben. Meine Unternehmerin hüpft. Meine Texterin schwingt den Stift. Meine Fotographin lächelt glücklich mit roten Wangen. Die Naturliebende ist beseelt. Das Kind in mir ist so ausgetobt, dass es lange schlafen und sich ausruhen möchte. :o)

Bald erfahren Sie hier mehr über die neuen Kalender. Was ich jetzt schon sagen kann: Es wird zwei Kalender für 2011 geben. Ganz neu im Programm und auf vielfachen Wunsch: Einen Wandkalender! Sein Titel: "Herzensangelegenheiten". Natürlich gibt es auch wieder den beliebten Tischkalender. 2011 mit dem Motto: "Ich trau mich was". Sie können sich hier in den Newsletter eintragen lassen. Dann werden Sie automatisch informiert, sobald der Shop öffnet und Sie die Kalender kaufen können.

Letzte Woche war Herbstanfang. Haben Sie auch diese herrlichen Sonnenstrahlen genossen? Die Herbstsonne ist etwas wunderbares: Warm. Die Luft herrlich kühl. Kein schwitzen, eher für den Rücken im Schatten eine Decke. Und dieses Licht: Ein Traum. Es war so schön, in der Nachmittagssonne auf der Terrasse zu sitzen, zu schreiben, zu lesen und die Zeit zu genießen. Entspannen. Mich freuen. Schön!

Die letzen Sommer-E-Cards sind von der Auswahlseite in ihr Winterquartier gezogen und die Herbstbilder haben sich für Sie rausgeputzt.

Zwei neue Herbstgrüße

Klick zu den E-Cards

und zwei neue Karten zum Wochenende

Klick zu den Wochenend- & Wochenstart-Karten

bzw. Anfang sind dabei. Schauen Sie doch mal vorbei.

Hier im Büro ist so einiges liegen geblieben. Aufräumen ist angesagt und dann geht es weiter: Glückwunschkarten- und Weihnachtsmotive entwerfen, Desktopmotive von den Kalendermotiven machen, die Artikel in den Shop einpflegen. Und dann dauert es hoffentlich nicht mehr soooo lange, bis die Lieferung bei mir eintrifft und mein Webshop seine Türen wieder öffnet und Sie herzlich eingeladen sind, darin nach Herzenslust zu stöbern.

Eine gute Woche!

Ihre Anja Kolberg

Montag, 02 November, 2009

Tischkalender 2010:
Ich mache mich glücklich.

Ich stelle Ihnen hier meinen neuen Kalender ausführlich vor. Dabei erzähle etwas über die Planung, was ich wo fotographiert habe und warum ich die Texte ausgewählt habe:

"Wenn ich nur noch einen einzigen Kalender machen dürfte: Welches Bild müsste unbedingt dabei sein?" Diese Frage habe ich mir im August zu Beginn meiner Konzeption gestellt. Die blaue Kornblume, die ich vor einigen Jahren im Garten meiner Großmutter fotographiert hatte, kam mir als erstes in den Sinn. Aus meiner Bilddatenbank wählte ich weitere Lieblingsfotos aus. Bilder, die mich besonders berühren oder deren Farbe mich besonders anspricht.

Nächster Schritt: Die Texte. Auf die Frage: "Welche Sätze würde ich mir sagen, wenn ich mich darin bestärken möchte, zu mir selbst zu stehen, meine Gefühle und Bedürfnisse ernst zu nehmen und mich selbst zu lieben?" sprudelten die Zeilen nur so hervor.

Am Computer fügten sich Fotos und Texte im nächsten Schritt wie von Zauberhand zusammen. So schnell wie noch kein Jahr zuvor stand der Inhalt des neuen Kalenders. Auch die Abwicklung mit der neuen Druckerei klappte wie am Schnürchen. Das ist für mich ein Sinnbild dafür, wie stimmig der Inhalt und auch meine Einstellung zum Kalender insgesamt ist. Das tut mir in der Seele gut.

Hier nun die Monate im Detail:

Januar

Januar 2010 - Klick zum Shop  

Ich möchte lernen, mir meine Fehler zu verzeihen und mir meine Unzulänglichkeiten nicht krumm zu nehmen, auch wenn ich andere oder mich selbst damit verletzt habe.

Foto: Raureif auf der Blüte und den Händen einer Buddha-Statue. Aufgenommen im Japanischen Garten in Leverkusen.

Februar

Februar 2010 - Klick zum Shop  

Genau wie jede Pflanze einen eigenen Rhythmus hat, in ihrer neuen Wachstumsperiode aus der Erde zu kommen und sich zu entfalten, so hat auch jede Veränderung, jede Idee, alles Neue in uns Menschen eine ganz eigene Zeit, zu wachsen, bis es so weit ist, dass wir es ganz umgesetzt haben. Der Februar erinnert mich daran, dass es einen Sinn hat, warum manche Dinge ihre Zeit brauchen.

Foto: Die Rolle eines Farnblattes während ihrer Entfaltung. Aufgenommen im Japanischen Garten in Leverkusen.

März

März 2010 - Klick zum Shop  

Vorbei die Zeit, in der ich darauf gewartet habe, dass mich andere glücklich machen. Der Monat März erinnert mich daran, dass ich die Macht, die Kraft und die Verantwortung habe, mich selbst glücklich zu machen.

Foto: Die Blüten eines Kirschbaums in der Morgensonne. Aufgenommen in Junkersdorf auf einem Spaziergang mit Minu.

April

April 2010 - Klick zum Shop  

Auch wenn keiner zu mir hält, wenn kein Mensch mich versteht: Ich habe Verständnis für mich selbst.

Foto: Tulpenstrauß in der Nachmittagssonne unseres Gartens. Diese bunte Mischung hat mir meine Blumenfreundin Petra (schöner Blumenladen Kirchweg 131, 50858 Köln) geschenkt.

Mai

Mai 2010 - Klick zum Shop  

Manchmal meine ich, ich müsste etwas tun, obwohl es mir nicht gut tut. Ich kann mich von dieser Last befreien und gut für mich sorgen, in dem ich sein lasse, was mir nicht gut tut.

Foto: Blaue Kornblumenblüte im Garten meiner Großmutter im Bergischen Land.

Juni

Juni 2010 - Klick zum Shop  

Ich gönne mir die Befreiung von meinem Anspruch an mich selbst. Indem ich mir erlaube, unperfekt zu sein - und mich einfach nehme wie ich bin.

Foto: Das Innere einer Pfingsrose. Aufgenommen bei meiner Freundin Barbara im Garten, in dem die schönsten Pfingstrosen stehen, die ich kenne.

Juli

Juli 2010 - Klick zum Shop  

Ich habe die Aufgabe, zu mir zu stehen und mich selbst zu beschützen. Mal vor Angriffen von außen, manchmal auch vor meiner Kritik an mir selbst.

Foto: Das Innere einer Mohnblüte (Türkischer Mohn) mit Blick auf die Mohnkapsel. Aufgenommen im Vorgarten einer Nachbarin.

August

August 2010 - Klick zum Shop  

Eine Auszeit vom Alltag nehme ich mir manchmal selbst, manchmal wird sie mir vom Leben gegeben. Ich sammle in dieser Zeit Kraft für die Zeit, wenn alles wieder fließt und ich dankbar für dieses Depot bin.

Foto: Blick von den Dünen auf Strand und Meer an Dänemarks Nordseeküste. Ich liebe diesen Abschnitt, weil das raue Meer so viel Abwechslung mit sich bringt und mich - ob bei Sturm oder Sonnenschein - stets fasziniert.

September

September 2010 - Klick zum Shop  

Mal ist es leise, mal ist es laut: Das Gefühl, etwas nicht zu wollen. Ich würde gegen mich handeln, wenn ich das Nein übergehe, deswegen ist es wichtig, auf mich zu hören und es laut auszusprechen.

Foto: Die Blüte einer Echinazea purpurea/Roter Sonnenhut. Aufgenommen auf der Landesgartenschau 2005 in Leverkusen.
Die Echinazea ist für mich eine ganz besondere Pflanze. In meinem Garten knickte ich unbeabsichtigt eine Blüte ab. Als ich sie in die Gegenrichtung knicken wollte, um sie ganz abzulösen, war ich erstaunt: Sie blieb in der Mitte wieder stehen. Der Stängel war so stark, er transportiere sogar weiter Wasser zur Blüte, die so tat, als sei nichts geschehen. Sie hielt bis zum Ende des Sommers! Wegen dieser inneren Stärke ist sie eine meiner Lieblingsblumen. (Mehr zur Blüte, zu Blütenessenzen und wie sie in meinen Garten fand, lesen Sie hier.)

Oktober

Oktober 2010 - Klick zum Shop  

Ich bin frei und kann tun, was ich will: Zum Beispiel meine Ideen verwirklichen. Ich bin frei, meine Vergangenheit loszulassen und über meine Grenzen hinaus zu gehen.

Foto: Ein alter Baum an einem Feldweg, der über den Horizont hinausführt. Aufgenommen in der Nähe von Kürten-Bechen im Bergischen Land bei einem Herbstspaziergang.

November

November 2010 - Klick zum Shop  

Wofür brenne ich? Dieses Bild erinnert mich daran, dem Feuer in mir Sauerstoff zu geben, damit ich frei werde und meiner Bestimmung folgen kann.

Foto: Das Feuer in unserem Kaminofen. Aufgenommen bei langer Belichtungszeit und in kreisenden Bewegungen.

Dezember

Dezember 2010 - Klick zum Shop  

Mein Verstand erreicht manche Länder nicht, in denen meine Seele zu Hause ist. Und doch hat meine Seele einen Plan. Ich vertraue ihr (und damit mir selbst) und gehe meinen Weg.

Foto: Abendstimmung in der Nähe des Braunkohletagebau-Aussichtspunktes zwischen Frechen und Kerpen-Horrem. Immer, wenn ich dieses Bild in meiner Datenbank aufrief, ging mir das Herz auf.

Durch eine Umgestaltung und Zusammenlegung der zweiten und der Rückseite habe ich dieses Jahr ein zusätzliches Blatt zur Verfügung. Während ich noch überlegte, was ich damit machen sollte, hatte meine kleine Freundin Lilo schon Pläne geschmiedet und große Lust, sich darauf auszutoben. Lassen Sie sich überraschen!

Klick in den Shop

Letztes Jahr erreichten mich Anfragen, ob es die Kalendermotive auch für den PC geben würde. So entstanden die Wallpaper oder auch Desktopmotive genannt, die Sie morgens beim Starten Ihres Computers begrüßen. Dieses Jahr erstmalig zum gleichen Preis wie der Kalender. Das besondere an den Desktopbildern ist, dass sie viel größer sind und durch den Bildschirm eine höhere Leuchtkraft haben. Monat für Monat leuchtende Freude.

Auf unserem Lebensweg gibt es bergeweise Abenteuer zu bestehen. Eines der ganz großen ist es, gut zu mir selbst zu sein und zu mir zu stehen. Wenn ich das tue, mache ich mich selbst glücklich. In diesem Kalender finden Sie Fotos und Texte, die für diesen Weg stark machen & Mut zusprechen.

Klick zum Shop

In meinem Webshop können Sie den Tischkalender und die Desktopmotive kaufen. Im Einzelhandel bekommen Sie den Kalender in 50858 Köln, Kirchweg 131 bei Blumen-Stil.

Viel Freude beim Überraschen anderer Menschen und beim sich selbst beschenken!

Anja Kolberg

Donnerstag, 15 Oktober, 2009

10% verkauft

Ein toller Start in die diesjährige Kalendersaison: Vor drei Tagen startete der Verkauf der Tischkalender. Bereits jetzt sind 10% der Auflage verkauft. Das ist ein tolles Gefühl, das mich zum Hüüüüpfen bringt.

zu den E-Cards

Aus Freude habe ich daraus direkt eine E-Card für Sie gemacht!

Liebe Grüße

Anja Kolberg

PS: Wollen Sie den Kalender auch kaufen? Hier geht's zum Shop.

Mittwoch, 07 Oktober, 2009

Grüße aus der Kalenderwerkstatt

Huhu da draußen! Zwischen all der Arbeit ein Lebenszeichen von mir. :o)

Ich bin heilfroh: Die Kalender sind Ende letzter Woche in einer tollen Qualität geliefert worden! Die Druckerei hat ihr Versprechen gehalten. 2005 hatte ich dort das erste Mal bestellt und keine zufrieden stellende Qualität erhalten. Auch die Reklamation war anstrengend und schwierig. Danach bin ich bei zwei anderen Druckereien gewesen und auch nicht glücklicher geworden. Nun also zurück zum Anfang.

Und ich erlebte genau das Gegenteil der ersten Lieferung: Die Ware war umsichtig verpackt. Nur eine einzige Box war gesplittert. Was für ein Unterschied! Beim Reklamationsgespräch dann Offenheit und Dankbarkeit für das Feedback. Kein Vergleich zum Gespräch vor vier Jahren. So war auch ich selbst viel entspannter. Ja! Ja! Ja! Ich habe es endlich geschafft! Sie glauben gar nicht, wie schlecht es mir vor der Lieferung ging. Ich dachte an all die anstrengenden Jahre zurück mit den Reklamationen, die mir die Energie nahmen. Erst wollte ich darüber im Blog schreiben, dann ging es vor lauter Aufregung nicht.

Was war der Unterschied? Die Druckerei hat sich enorm verbessert und ich hatte vor dem Auftrag klipp und klar gesagt, was ich will und was nicht. Vielleicht war das der Schlüssel zu meinem Glück? Genau sagen, was ich will? Ich glaube ja. :o) Und zu mir stehen und mir nicht von anderen Druckereien einreden lassen, dass es nicht besser geht...

Was ich seit dem Wochenende mache? Ich pflege den Kalender in den Webshop ein. Mache Fotos, überarbeite die Texte, fertige die Wallpaper/Desktopmotive an, pflege auch sie in den Shop ein. Im Moment fehlt noch eine Entscheidung zu den Doppelkarten. Das wird sich im Laufe der Woche klären und dann kann der überarbeitete Shop mit den neuen Produkten ins Netz. Ich lasse mir die Zeit und setze mich keinem Streß mehr aus wie die Jahre zuvor.

Wie der Streß aussah? Der Kalender wurde geliefert und musste schon einen Tag später im Netz stehen. Oder die einzelnen Seiten mussten noch zusammengetragen werden. Die letzten Jahre habe ich aus Kostengründen die Monatsseiten einzeln drucken lassen und den Kalender dann eigenhändig zusammengefügt. Dieses Jahr habe ich den Kalender fertig zusammengetragen und im Display verpackt bestellt. Was für eine Erleichterung - und Luxus. :o) Und das tollste daran: Ich kann die Preise von letztem Jahr halten! Aufgrund der geänderten Produktion gibt es allerdings keine Nachfüllsets mehr.

Noch mehr gute Nachrichten: Die Preise für die Wallpaper habe ich gesenkt. Die 12 Desktopmotive gibt es zum günstigen Kalenderpreis!

Wollen Sie einen ersten Blick auf den Kalender werfen? Hier das Deckblatt vom Tischkalender 2010 "Ich mache mich glücklich."

Mehr dann in den nächsten Tagen, wenn der Shop aktualisiert ist. Sie dürfen sich freuen!

Anja Kolberg  

Freitag, 18 September, 2009

SCHREI!

Heute früh hatte ich wieder ein Erlebnis der besonderen Art: Diese Woche kümmere ich mich um die Druckerei für den Kalender. Letztes Jahr hatte ich über die Herausforderungen mit den Druckereien berichtet und dass die Unterschiede im Qualitätsempfinden groß sind.

Auch letztes Jahr musste ich einen Kampf mit der Druckerei bestehen. Mit 20% der gelieferten Ware war ich nicht zufrieden, weil sie Mängel aufwies. Mein Lieferant meinte jedoch, das wäre normal und blieb stur, obwohl bei 80% diese Mängel nicht auftraten und sie wirklich toll war. Da ich keine Ausbildung im Druckgewerbe habe, fehlt mir das Wissen, einschätzen zu können, ob das berechtigt ist oder nicht und die Standfestigkeit, bei meinem Empfinden zu bleiben. Ich zweifelte an mir, weil auch ein von mir befragter Gutachter (allerdings von einem Druckereiverband) meinte, das wären Mängel, die "normal" im Offsetdruck wären.

Objektiv muss ich sagen: Keine der Testpersonen, denen ich den "fehlerhaften" Kalender gegeben habe, hat die Mängel gesehen. Klar, ich wusste ja auch, worauf ich achten musste, kannte die Originaldaten. Die Testpersonen konnten nicht wissen, was gewollt und was ungewollt war. Deren Sichtweise beruhigte mich auf jeden Fall. Mit all diesen Meinungen im Schlepptau machte ich mir eine Notiz für die Produktion 2009 in die Akte: "Ich muss meine Ansprüche runterzuschrauben." Auch wenn sich das blöd anfühlte, weil ich die Fehler eben sehe.

Dieses Jahr suchte ich also wieder eine neue Druckerei und ich habe trotz der Erfahrung (oder gerade deswegen?) alle meine Wünsche in die Anfrage geschrieben, also auch ganz genau, welche Mängel nicht auftauchen sollten. Sie werden es nicht glauben: Die angefragten Druckerein sagten, dass meine Wünsche in Ordnung seien und meine nicht erwünschten Mängel wirkliche Mängel wären, die reklamationswürdig seien!!! Ich solle diese Qualität erwarten! Der eine Herr erklärte mir sogar wie die Mängel entstehen. Ich fasse es nicht! Wollten die mich letztes Jahr für dumm verkaufen? Ich hatte stets mit Druckerein gearbeitet, die jahrelange, sogar jahrzehntelange Erfahrung hatten!

Sind die Unterschiede zwischen den Druckerein so groß? Mir wurde sogar letztes Jahr vorgeworfen, dass sie noch nie einen Kunden gehabt hätten, der so reklamiert hätte wie ich. Mein Mann meinte scherzhaft: 'Wahrscheinlich geht bei denen schon die rote Lampe an, wenn sie meine Rufnummer auf dem Display sehen...'

Ich freue mich, dass ich jetzt Kontakte gefunden habe, die mir - zumindest vor Lieferung - sagen, meine Ansprüche seien gerechtfertigt. Ich bin zuversichtlich, wenn auch ein wenig ängstlich, wie das Ergebnis ausschaut. Vielleicht ist eine Mischung aus Ansprüche senken und Qualität erwarten eine gute Einstellung für mich.

Der Druckauftrag ist abgeschickt. Ich bin glücklich, wieder mal eine Hürde genommen zu haben. Vor allen Dinge freue ich mich, dass ich das Gefühl zurück bekommen habe, mit meinen Ansprüchen nicht "falsch" zu sein. Heute habe ich eine Ermutigung bekommen, dass ich richtig bin wie ich bin und was ich wahrnehme. Da passt der neue Kalenderspruch für Dezember 2010: "Ich vertraue mir und gehe meinen Weg."

Herzlich,

Anja Kolberg

Montag, 14 September, 2009

Moin, moin

Die Zeit rast. Schon wieder eine Woche rum. Seit Samstag stehen die Sandalen im Schrank, ich trage wieder Socken. Barfuß ade. Ein sicheres Zeichen, dass der Herbst Einzug hält.

Erste Herbstboten habe ich heute früh bei den E-Cards eingestellt:

Klick zu den E-Cards

Letzte Woche habe ich mich einem meiner Lieblingsprojekte gewidmet: Dem Tischkalender!

Die Entwürfe (Fotos auswählen, stimmige Texte aufschreiben) werden jedes Jahr leichter für mich. Da ich alle Fotos in meiner Datenbank in den letzten Wochen ausgewählt und sortiert habe, war es nun ein leichtes, meine Lieblingsbilder für 2010 auszusuchen. Als ich überlegte, welches Foto unbedingt mit in den Kalender muss, viel mir eines gleich ein: Das der blauen Kornblume vor grünem Hintergrund. Ich habe es vor einigen Jahren im Garten meiner Großmutter aufgenommen. Die Blüte der Kornblume hat wunderschöne Blautöne und strahlt Klarheit und Tiefe aus. Sie ist wirklich etwas besonderes.

Eine neue Schrift habe ich mir auch gegönnt. Ich habe sie im Newsletter eines Schriftenshops gesehen und wusste: Die ist es für 2010. Sie ist so klar, so stark. Ich bin ganz vernarrt in sie. :o)

Die Gestaltung (Fotos bearbeiten, zuschneiden, Vorlagen in der richtigen Größe anlegen, Schnittrand hinzurechnen, Texte und Kalender darauf setzen...) ist mir im fünften Kalenderjahr in Fleisch und Blut übergegangen. Es fließt!

Ich bin glücklich mit dem, was ich geschaffen habe. Das passt zum Titel für den Tischkalender 2010: "Ich mache mich glücklich." In den nächsten Tagen können Sie schon einen ersten Blick auf das Titelblatt werfen. Diese Woche kümmere ich mich um den Auftrag mit der Druckerei.

Eine zauberhafte Woche!

Anja Kolberg

PS: Mir fehlte wochenlang die Energie, vorwärts zu kommen. Nachdem meine Schilddrüsenhormone jetzt nochmals angepasst wurden, spüre ich, dass ich wieder mehr Energie habe. Es tut so gut, zu fühlen: Es geht weiter. Wie habe ich das vermisst. Ich bin stolz auf mich, dass ich mir - so höllisch schwer es war - die Zeit gelassen habe, die ich brauchte.

Freitag, 31 Oktober, 2008

Der Bär steppt :o)

Komisch, dass sich alles immer auf einen Haufen knubbelt. Nein, eigentlich nicht komisch, das ist so, wenn ein Projekt so richtig am Laufen ist. So wie mein Kalender mit mir - oder ich mit ihm - oder wir beide zusammen. :o)

Ähnlich ist es mit den Weihnachtskarten. Die wollen nämlich in den Shop eingepflegt werden. Artikel anlegen, Abbildungen anfertigen, Nummernsysteme überlegen. Wenn man sich dann auch noch einen Fehler in die Navigation dieses gräßlich komplizierten Shops einbaut (ist mir gestern Abend passiert und der will heute noch gefunden und behoben werden), dann ist der Bär ziemlich schnell am Steppen.

Ich stelle mir gerade einen steppenden Bären vor. Sieht ziemlich lustig aus. Noch schöner ist das Bild von Balu, dem Bären aus dem Dschungelbuch, der schmettert: "Probier's mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit jagst du den Alltag und die Sorgen weg." Na, wenn das mal gerade nicht zu meinem Shopproblem passt.

Also, schön locker bleiben, Anja. Guido sagte gestern zu mir, als ich total frustriert war (und ich auf seine Frage, was denn schief gegangen ist, nur mit einem sehr betrübten "Ich kann darüber jetzt nicht sprechen." antwortete): "Das schaffen wir schon!"

Ja, das schaffen wir schon. Und wenn es einen Tag länger dauert, bis der mit den neuen Artikeln aktualisierte Shop ins Netz geht. Ich backe mir meinen Streß selbst. (Sollte mir mal ein anderes Rezept überlegen oder eine andere Backofentemperatur oder Backdauer...).

Herrlich, dass ein langes Wochenende auf uns wartet. Diesmal werde ich wohl arbeiten und mich mit dem Shop beschäftigen. Und heute soll der Kalender geliefert werden (Ich bin schon aufgeregt.). Der möchte ja auch sortiert werden und verpackt.

Aber wie Sie ja ganz oben auf dem Bild sehen: Die Geschichte hat ein Happy End.

Ich wünsche mir ein glückliches Wochenende (essenstechnisch wird es das: Heute Abend gibt es meinen geliiiiiiiiiiiiebten Pillekuchen mit Tomatensalat und morgen Abend "Himmel un Äd"), an dem ich alle Herausforderungen meistere. Und falls nicht: Es locker sehe und mir Warteschleifen und Umwege erlaube.

Auch Ihnen: Ein traumhaft schönes Wochenende!

Anja Kolberg

Dienstag, 28 Oktober, 2008

Yipieh!

 

Was hat dieses breite Glücksgrinsen in meinem Gesicht wohl zu bedeuten?

Ich habe den Andruck meines Kalenders gesehen. Und er ist richtig gut geworden! Hüpf! Kein Vergleich zum Digitaldruck.

Ich bin glücklich! Wie gut, dass ich letzte Woche gekämpft habe.

Anja Kolberg

Mittwoch, 22 Oktober, 2008

Ab durch's Nadelöhr oder rauf auf den Kilimandscharo

Das war meine gefühlte Aufgabe gestern: Ein Problem lösen, das mich zunächst überforderte. Streß pur. Seit der ersten Kalendererstellung im Jahr 2005 musste ich immer wieder auf - zunächst unerreichbar hohe - Berge klettern. Ich staune: Es fällt mir immer leichter, so habe ich gestern auch den gefühlten Kilimandscharo geschafft. Wie? :o)

Ich habe Lust, aus dem Nähkästchen zu plaudern und zu erzählen, welche Herausforderungen es bei der Kalendererstellung zu meistern gab und gibt:

Gestern habe ich die Vordrucke des Tischkalender 2009 erhalten. Wegen der aufwändigen Konfektionierungsarbeiten (die 15 einzelnen Blätter mussten zum fertigen Kalendersatz zusammengetragen werden) im letzten Jahr habe ich darüber nachgedacht, wie schon in 2006 den Kalender im Digitaldruckverfahren produzieren zu lassen. Denn dabei können die Kalendersätze direkt sortiert hinter einander gedruckt werden. Gestern hielt ich nun ein Muster in den Händen und war erschrocken. Was sollte ich blos tun?

Ich bin Autodidakt, habe mir das Wissen im Selbststudium angeeignet. Ich bin weder gelernte Druckerin, noch ausgebildeter Medienfachwirt, die in der Druckvorstufe der Druckerein arbeiten und die Daten für den Druck aufbereiten. Das hat zur Folge, dass ich immer wieder vor Aufgaben stehe, die ich noch nie gelöst habe... 2005 fing die Geschichte an:

2005 war die Idee - der große Wunsch da, einen eigenen Kalender herzustellen. Ich hatte bis dahin digitale Postkarten angefertig, mehr nicht. Also war die Herausforderung: Wie geht das? Wie stellt man Druckdaten her? Welche Programme brauche ich dafür? Geht es mit Ulead PhotoImpact (kostete 15 Euro), mit dem ich die Ecards herstellte? Die professionellen Firmen arbeiten mit Software der Firma Adobe, zu denen Photoshop (zur Bildbearbeitung) und Indesign (zum digitalen Setzen der Bilder und der Schriften wie es früher die Schriftsetzer per Hand machten) gehören. Ich kannte mich weder mit diesen Programmen aus, noch konnte ich mir deren Softwarelizenzen von je ca. 1000 Euro leisten. Und überhaupt: Wie erstellt man ein Kalendarium? Gibt es dafür Programme? Wer druckt den Kalender in kleinen Auflagen? Was kostet sowas?

Es folgte eine intensive Lehrzeit. Geholfen hat mir dabei vor allen Dingen die Experimentierfreude meines Mannes. Er liebt es, sich in neue Softwarprogramme einzuarbeiten, denkt quer, verknüpft, ist unermüdlich optimistisch und weiß immer eine Lösung. Für mich ist dagegen das Einarbeiten in neue Programme nichts, was ich liebe. So sind wir ein gutes Team: Er erklärt mir den Weg und ich gehe ihn dann. Als wir herausgefunden haben, wie ich die Druckdaten mit wenigen finanziellen Mitteln erstellen kann, ging es für mich in den kreativen Prozess: Welche meiner unzähligen Fotomotive wollte ich auswählen? Welche Texte? Wie sollte der Kalender gestaltet werden? Wow, das war aufregend und irgendwann wahrhaftig geschafft. Auch eine Druckerei fand ich nach intensiver Recherche. Aus Kostengründen sollte der Kalender im Digitaldruck erstellt werden. Nach der Auftragserteilung war ich total aufgeregt: Wie sieht der Kalender wohl gedruckt aus? Als ich den ersten Vordruck (Proof) in den Händen hielt, war ich überglücklich. Das war wie Geburtstag und Weihnachten zusammen, so stolz und glücklich war ich. Ich habe mir die glänzenden Seiten in meinem Büro aufgehangen. Was für ein gutes Gefühl.

Das änderte sich allerdings, als der Kalender geliefert wurde: Die Kalenderhüllen waren zum Teil während des Transports gebrochen und bei einer Probe, wie die Kalender geworden sind, entdeckte ich, dass immer wieder die gleichen Seiten voller Farbsprenkel waren.

Auf dem Proof waren sie nicht. Das war grundsätzlich gut, aber was nun? Ich holte immer mehr Muster heraus und es wurden mehr. Mist! Wollte ich den Kalender so lassen? Mir ist Qualität sehr wichtig und ich merkte: Ich kann damit nicht leben. Ich kam mir zwar schrecklich kleinlich vor (Ich lerne gerade, mich anzunehmen wie ich bin statt zu bewerten, statt mich zu entschuldigen, statt mir zu wünschen ich wäre anders.), aber das Gefühl, meinen Kundinnen und Kunden eine gute Qualität liefern zu wollen, war größer. Dann fing er an: Der Kampf mit der Druckerei. Denn die spielten das erst mal runter, sagten das wäre normal so im Digitaldruck... Ich durchlief eine Gefühlsachterbahn - man fiel es mir schwer, für mich einzustehen! Erst als ich hartnäckig blieb, boten sie mir 10% Ermäßigung an. Das wollte ich aber nicht. Ich wollte Blätter ohne Farbsprenkel haben. Nach endlosen Gesprächen erhielt ich endlich, was ich wollte: Die Blätter mit den Sprenkeln wurden neu gedruckt!

Der Kalender kam super bei Ihnen an. Als die erste Auflage vergriffen war und ich nachbestellte, wiederholten sich die Probleme mit der Qualität jedoch, es wurde sogar schlimmer... Ich beschloss, nachdem ich auch das Problem überstanden hatte: Im nächsten Jahr finde ich eine neue Druckerei. Eine, die vor Ort gut für mich zu erreichen ist. Und mir war klar: Ich will ein anderes Druckverfahren mit mehr Qualität - ich will Offsetdruck. Der ist zwar teuerer bei kleinen Auflagen, aber das war mir die Sache wert.

2006 belegte ich dann bei der Volkshochschule einen einwöchigen Kurs für Photoshop und Indesign. Da ich selbst Urheberin bin, ist es mir sehr wichtig, gekaufte Original-Software zu nutzen. Die Software Indesign, die eigentlich "richtig" zum Fertigen der Druckdaten gewesen wäre, konnte ich mir nicht leisten. Für Photoshop konnte ich eine erschwingliche Lizenz kaufen, die Software war zwar schon mehrfach überholt, aber es funktionierte. Die Schriftsetzer-Meisterin, bei der ich den Kurs absolvierte, zweifelte zwar, weil das Programm eigentlich nur zur Bildbearbeitung gedacht ist, aber ich schaffte es dennoch. Im Herbst 2006 entstanden so für 2007 zwei neue Tischkalender, die im Offset-Druck gefertigt wurden. Die Investition war hoch, aber das Ergebnis konnte sich sehen lassen:

Doch auch hier ging es nicht ohne Reklamationen: Viele der Kalenderhüllen waren beim Kommissionieren verkratzt. Die Druckerei fand das nicht schlimm, aber ich, denn schließlich sollten die Kalender auch als Geschenk dienen - und ein verkratztes Geschenk zu Weihnachten? Das wollte ich nicht. Also hieß es wieder einmal, mich über das Beschwichtigen der Druckerei hinwegzusetzen und zu mir und meinem Qualitätsempfinden zu stehen. Eine Lösung wurde gefunden und ich hatte eine Aufgabe für das nächste Jahr: Der Kalender sollte zum Schutz vor Verkratzung eingepackt werden.

Als es dann im Herbst 2007 in die Erstellung des neuen Tischkalenders 2008 ging, entschied ich mich auch noch, die Kalender 2008 auch selbst zu packen, um Kratzer möglichst zu vermeiden. Die Konsequenz: Wo gibt es diese Kalenderhüllen zu kaufen? Gibt es Qualitätsunterschiede, zum Beispiel solche, die leichter verkratzen als andere? Es dauerte unzählige Recherchestunden im Internet, bis ich die richtigen Hüllen gefunden hatte. Und ich wollte ja eine Schutzfolie um die Hülle. Wo gab es sowas? Bei meinen Recherchen stieß ich auf die Musikindustrie - schließlich sind Musik-CDs eingeschweißt - aber die zugehörigen Kosten und erforderlichen Auflagenhöhen schreckten mich ab. Es dauerte Wochen (und ich bin ein Mensch, der sehr schnell ist im Recherchieren und sich auch im Einkauf auskennt), bis ich wirklich passende Schutzfolien gefunden hatte. Jipieh!

Als die Monatsstapel der Kalenderblätter von der Druckerei geliefert wurden, hatte ich schnell raus, wie ich die einzelnen Monate möglichst rasch zu dem kompletten Kalender zusammenlegen konnte. Doch beim Zusammenlegen sah ich auch die einzelnen Blätter genauer an und stellte schon bald auf den Blättern starke Verschmutzungen und Kratzer und bei einem Monat Farbsprenkel fest, die nicht auf den Druckdaten waren. Zudem waren die einzelnen Monatsstapel mit Gummis verpackt, die hinterließen ebenfalls Rückstände auf den obersten und untersten Blättern. So ein Mist! Der Zeitpunkt, wenn der Kalender aus der Druckerei kommt, war wieder mal kein Freudenfest.

Die Vorstellung, eine gute Qualität zu bekommen, krachte wieder wie ein Kartenstapel zusammen. Ich legte die fehlerhaften Blätter raus und diese Haufen wurden größer... Bis zu 50 Blätter pro Kalendermonat waren unbrauchbar und mit dem einem farbsprenkeligen Blatt konnte ich gar nicht leben. Ein Gespräch mit der Druckerei stand wieder einmal an. Urg! Ich vergebe lieber Komplimente, statt zu kritisieren oder zu reklamieren. Denn das ist sehr anstrengend. Aber es blieb mir nichts anderes übrig: Steh zu dir, Anja! Ich wollte Qualität liefern, also musste ich auch dafür einstehen. Meinem Ansprechpartner in der Druckerei schickte ich Muster zu, ich erhielt eine Nachlieferung für die verschmutzten Kalenderseiten, die sie mehr gedruckt hatten. Und die waren auf einmal auch super eingpackt: Oben und unten ein dünner Karton, der die Blätter schützte. Warum nicht gleich so? Aber mein anderes Problem - die Farbsprenkel - waren nicht so leicht gelöst, schließlich ging es dabei um was. Um zusätzliche Arbeit und Kosten nämlich. Also fand mein Ansprechpartner in der Druckerei das gar nicht schlimm und spielte meine Wahrnehmung runter. Ich fühlte mich nicht ernst genommen. Erst ließ ich mich verunsichern, doch dann blieb ich bei mir. Als ich ihn fragte, ob er dieses Blatt als Qualitätsmuster an Interessenten rausschicken würde, sagte er frech "Ja".

Das habe ich ihm nicht geglaubt und fühlte mich ziemlich veräppelt. Ich wurde auf einmal ziemlich ruhig und sagte, dass ich mit der Qualität nicht einverstanden bin und ich einwandfreie Ergebnisse wollte. Dann müsse er mit seinem Chef sprechen. Es klang fast wie eine Drohung. Ich blieb standhaft und fragte mich ernsthaft, ob er eine Provision dafür bekommt, wenn er Kunden zurecht stutzt und versucht kleinzumachen, so dass sie einknicken und das Problem nicht mehr schlimm findenl. Geholfen haben mir zwei Gespräche mit Experten aus der Branche, die viel mit Druckerein zu tun haben. Tenor: "Die probieren einfach aus, mit wem sie es machen können." Mit mir nicht. Ein paar Stunden später klingelte das Telefon: Das Blatt wurde neu gedruckt. Puh! Geschafft! Die Lieferung war super, sauber eingepackt. Endlich. Der neue Kalender konnte in den Verkauf gehen:

Wegen der gemachten Erfahrungen überlegte ich mir vor ein paar Wochen für den Tischkalender 2009 eine neue Druckerei zu suchen. Erst meldete sich mein innerer Schweinehund und sagte "och nö, jetzt ist endlich alles eingespielt", aber dann erinnerte ich mich an meine Unzufriedenheit und die Unlust wieder mit dem Sachbearbeiter zu sprechen. Ich wagte einen Versuch und fand eine neue, noch näher liegende, Druckerei, die ich schon lange vom Vorbeifahren kannte. Um die aufwändige Sortierarbeit zu umgehen, ließ ich mir ein Angebot für Digitaldruck machen, schließlich waren ein paar Jahre vergangen und die Qualität vielleicht gestiegen. Der Proof sah gut aus, aber gestern erhielt ich einen echten Vorab-Druck und war erschrocken: Der Qualitätsunterschied zum Offsetdruck und bisherigen Kalender war frapierend. Was also tun? Eine Qualitätsverbesserung könne lt. Druckvorstufe nur durch ein anderes Dateiformat erreicht werden, mit dem ich noch nicht gearbeitet hatte. Der nette Herr aus der Druckvorstufe nannte mir die geforderte ISO-Norm (PDF/X-3) und ich begann mit der Recherche.

Ein Produkt aus der Adobe-Familie (Acrobat) wäre wieder die professionelle Lösung für rund 600 Euro Lizenzgebühr. Keine finanzielle Option für mich. Aber gibt es auch ein günstigeres Programm, dass die Druckdaten generiert? Die Zeit drängte, denn im Digitaldruck hätte ich den Kalender diese Woche haben können, er sollte ja endlich in den Verkauf. Wenn ich das gewünschte verbesserte Dateiformat nicht liefern konnte, hätte ich mich alternaiv für den Offset-Druck entscheiden können, das ebenfalls zu einer Qualitätsverbesserung führen würde. Allerdings auch zu einer längeren Lieferzeit: Nämlich dem 4.11..

Gestern war ich überfordert, traurig, müde, habe an mir gezweifelt und habe mich kurz gefragt, warum tue ich mir das an? Dann kam aber Schritt für Schritt die Lösung. Mein Mann (ohne ihn wäre ich gestern verzweifelt) arbeitet viel mit Open-Source-Programmen, das sind in der Regel kostenfreie Programme. Er fand darunter eine Software-Lösung zur professionellen Erstellung von PDFs, wir mussten dann aber wieder tüfteln, um die gewünschte ISO-Norm herzustellen. Natürlich gab es zunächst nur englische Hilfen (da habe ich meine Probleme mit)... Wir gaben nicht auf, versuchten weiter, erzielten Erfolge, dann wieder Fehlermeldungen. Zwischendurch half eine Pause und eine aufklärende Antwort-E-Mail vom Software-Ersteller (Gott lobe die OpenSource-Gemeinschaft). So ging's einige Schritte weiter den Berg hinauf, dann gab's wieder Probleme und zum Schluss war irgendwann diese Nacht alles gut. Puh! Wir hatten es wahrhaftig geschafft!

Heute früh habe ich die neuen Druckdaten an die Druckerei weitergegeben, die Prüfung war positiv, der Kontakt sehr gut, auch wenn ich mich durchsetzen musste, denn ich hatte mich trotz verbesserter Daten gegen den Digitaldruck entschieden. Ich konnte nicht damit leben, ein Jahr lang immer wieder auf den Kalender zu gucken und nicht zufrieden zu sein. Also lieber den teureren Offsetdruck, die längere Lieferzeit und die zusätzliche Sortierarbeit.

Jetzt sitze ich auf dem Gipfel des Kilimandscharo, überglücklich nicht umgekehrt zu sein. Dankbar für meine Wegbegleiter und hundemüde. Ich habe nach Erhalt der Hiobsbotschaft gestern echt nicht gedacht, dass ich es auf den Berg schaffe, aber ich habe es geschafft.

Nicht mehr lange, dann ist der Kalender 2009 da. Ich bin in den Inhalt total verliebt. Das tut soooo gut und hilft über solche Anstrengungen wie gestern hinweg. Ich habe viel gelernt:

  • Glück kann man sich auch erarbeiten, in dem man sich mächtig anstrengt, nicht aufgibt und in Minischritten seinen Weg geht.
  • Ich kann Herausforderungen aus dem Weg gehen. Aber weiter komme ich, wenn ich mich ihnen stelle. Es ist immer die Frage, wie meine Einstellung ist, dann schaffe ich auch den größten Berg zu besteigen oder passe selbst durch das kleinste Nadelöhr.
  • Wer sich auf den Weg macht, seine Träume zu verwirklichen, kann ganz schöne Abenteuer erleben.
  • Einen Tag später ist nichts mehr vom Leid, von der Aufregung und dem Streß zu spüren. Ich frage mich: Was war da eigentlich schlimmes dran? Frieden und Glück haben sich nämlich inzwischen eingestellt. :o)

Und hier ist mein Tischkalender 2009:

Viele Grüße aus der Kalenderwerkstatt

Anja Kolberg

Montag, 13 Oktober, 2008

Mit kraftvoller Energie in die Woche

HÜPF! Ich habe es geschafft: Am Freitag habe ich die Druckdaten für meinen Tischkalender 2009 zur Druckerei gegeben! Diese Woche werde ich ihn hier vorstellen. Letzte Woche hatte es wirklich in sich: Der Prozess des Zusammenfügens der "richtigen" Bilder und der "richtigen" Texte dazu war intensiv. Und gut. Ich bin froh und glücklich! Wenn alles gut klappt, wird der Kalender ab Anfang November im Shop erhältlich sein.

Und noch was Gutes: Ohne Schmerzmittel bin ich bei meiner Periode dieses Mal hingekommen. Die Schmerzen, die ich dennoch hatte, waren KEIN Vergleich zu den Schmerzen, die ich sonst habe. Ich konnte Freitag (der zweite Tag ist immer der schlimmste gewesen) ganz normal arbeiten und sogar den Termin in der Druckerei wahrnehmen. Oh, ist das schön!

Mit der kraftvollen Energie dieser Ereignisse und eines schönen Wochenendes beginne ich diese Woche. Mir geht es gut. Ist das schön! Meine Wünsche zu Beginn der letzten Woche "Ich wünsche Ihnen und mir einen guten Einstieg in die Woche und dass alles erledigt werden kann, das auf Erledigung wartet!" haben funktioniert. Das regt mich zu neuen Wünschen an:

Ich wünsche mir, diese Woche im Fluß der guten Startenergie weitere noch offene Projekte zum Abschluss zu bringen. Wenn Sie es möchten, wünsche ich Ihnen dies auch von Herzen. Wenn nicht: Was wünschen Sie sich für diese Woche?

Viele Grüße!

Anja Kolberg

Freitag, 11 April, 2008

Glücksgefühle...

... gab es in dieser Woche so einige. Tja, und das bei dem schlechte-Laune-Dienstag. :o)

Zum Beispiel die Reaktionen auf meinen Beitrag, dass ich so gerne "echte" Post bekomme, aber nur noch selten welche im Briefkasten habe. Einer Kundin ging es just am Morgen genau wie mir, las mittags meinen Blog, freute sich über diese Verbindung und am nächsten Morgen hatte ich einen echten Brief von ihr in der Post!  Das sind so besondere Glücksmomente! Ich kann noch einen draufsetzen: Ich habe mir nämlich (heimlich) gewünscht, dass jemand den Beitrag liest und mir einen Brief oder eine Karte schreibt. *Hüpf* Der Wunsch wurde erfüllt!

Ebenfalls Glück empfinde ich beim Gestalten der neuen Poster. Die Postkarten- und Glückwunschkartenmotive werden dafür alle überarbeitet, auch einige Lieblingsmotive aus dem Kalender habe ich aufgenommen. Für manche Postkartentexte habe ich neue Fotos genommen. Vom Meer... Hm, sind die schön. Und während ich die Poster setze, singe ich - zum Beispiel "Like a bridge over troubled water".

Und dann merke ich, wie gut mir diese Arbeit tut... Wie sehr ich darin aufgehe und blühe, innerlich hüpfe!

Mitten im Schaffensprozess habe ich gestern einige neue Frühlings-Ecards für Sie gemacht:

Ein zauberhaftes Frühlingswochenende! Schön, dass Sie da sind!

Ihre Anja Kolberg

Montag, 14 Januar, 2008

Glücksgefühle

... die habe ich schon einige Tage im Bauch. Woher die kommen? Von den Glückwunschkarten, die ich gerade gestalte. Eine hat mich so sehr berührt, das mir die Tränen in die Augen gestiegen sind. Schöööön! Diese Arbeit tut mir so unendlich gut, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Wenn ich es in einem Bild beschreiben würde, dann sind es mehrere Bilder in einem: Kunterbunte Schmetterlinge. Die warmen Hände meiner Eltern im Rücken. Das liebe Feedback, das ich vermehrt von Ihnen liebe Leserinnen in den letzten Tagen erhalten habe, in meinen Ohren. Das Lächeln und Tapsen von ganz vielen süßen Welpen. Das tiefe Rot der aufgehenden Sonne. Der Duft von Lavendel und Rosen. Das tiefe Grün von Moos. Ja - die volle Ladung pure Freude für mich! Yiepieh!

Ich bin erstaunt, wie sehr ich im Fluss bin. Letztes Jahr hatte ich schon einmal die Aufgabe, Glückwunschkarten zu erstellen. Und ich kam so gar nicht ins Fließen. Es war "auf Verlangen" eines Vertriebs, der an einer Zusammenarbeit interessiert war. Nix ging. Aber jetzt, wo ich entschieden habe, es langsam anzugehen. Wo ich mir gesagt habe: "Erst mal biete ich die Karten über meinen Webshop an. Ich mache eine kleine Auflage. Ich produziere sie in Handarbeit.", da läuft es. Der Druck ist weg, die Freude ist da!

Hüpf. Hüpf. Hüpf. Ist das schöööööööööön!

Glücksgrüße aus ganzem Herzen

Anja Kolberg

Donnerstag, 10 Januar, 2008

Ich hab' mir was gegönnt

Für die neuen Glückwunschkarten habe ich mir gestern zwei neue Schriften gegönnt.

Ich weiß, viele Schriften sind auf dem PC meist installiert oder werden mit einem Programm mitgeliefert. Besondere Schriften sind jedoch nur für die private Nutzung frei gegeben und nicht für die kommerzielle, für deren Zwecke sie gekauft werden müssen. Und das habe ich getan. Es gibt Designer, die sich nur damit beschäftigen, neue Schriften zu entwerfen. In dieser Auswahl könnte ich schwelgen, ich liebe Schriften. Gestern konnte ich mich nur schwerlich entscheiden, der Einkaufwagen war schnell hochvollgeladen und dann habe ich aussortiert. Die zwei schönsten sind drin geblieben. Sie werden Sie dann auf den neuen Karten bewundern können. Ich bin ganz verliebt in sie!

Anja Kolberg

Dienstag, 08 Januar, 2008

Ich bin stolz auf mich!

Es gibt Momente im Leben, da finde ich gar nichts Gutes an dem, was ich tue. Überall gibt es etwas besser zu machen, ich gräme mich für etwas, dass ich getan habe oder bin unzufrieden, weil ich etwas bestimmtes noch nicht getan habe.

Aber es gibt auch Momente, da könnte ich Bäume ausreißen, da sprudelt eine Energiequelle in mir, die funkelt, sprüht, glitzert und plätschert unentwegt. Und die spüre ich gerade besonders stark. Ich habe mir meine letzten Newsletter gerade noch einmal durchgelesen und meinen Kundinnennewsletter, in dem ich das letzte Jahr habe Revue passieren lassen. Beim Lesen habe ich gefühlt: "Wow, die sind wirklich gut!"

Das ist ein tolles Gefühl, eine Welle, auf der ich schwimme, auf der ich mich voran treiben lasse auf meinem Weg. Inbesondere ist dieses Gefühl gut, weil ich mich zum Zeitpunkt des Schreibens ständig hinterfragt habe und unsicher war, ob ich "das Richtige" schreibe.

Was es Neues von mir gibt? Ich entwerfe gerade Motive für Doppelkarten und habe große Freude daran. Mein Bestand an schönen Fotographien ist groß - ebenso meine Ideen. Letzte Woche Freitag war ich auf einer Messe, wo auch Wettbewerber ausgestellt haben. Mir ist bewusst geworden, dass ich gut mithalten kann und das tut sooooooo gut. Meine Fotographinnen-Seele strahlt dadurch noch ein wenig heller. :o) Und ich habe auf meine Anfrage prompt ein erstes positives Feedback einer großen und bekannten Bildagentur, die gerne mehr von mir sehen möchten. *hüpf!* Ich hatte sie vor 3 Jahren schon einmal angeschrieben, zu dem Zeitpunkt aber noch keine Bilder in einer ausreichend großen Auflösung vorliegen. Das habe ich inzwischen nachgeholt. Diese Woche geht es also neben dem Gestalten der Doppelkarten auch darum, Motive für die Agentur auszuwählen, sie zu beschreiben und dorthin zu schicken.

Wie Sie sehen, bin ich auf meinem Weg, meine kreativen Projekte voran zu bringen, große Schritte weiter gekommen. Nach so viel Kraftlosigkeit und Orientierungslosigkeit im letzten Jahr ist das ein herrlicher Moment für mich.

Glücksgefühle aus Köln

Anja Kolberg

Samstag, 22 Dezember, 2007

Frauen... ;o)

Tatort: Lechenich. Holzhütte auf dem Marktplatz.
Tatzeit: Letzte Woche Donnerstag.
Täter: Zwei Engelchen. Weiblich. :o)

Frage: Was machen Frauen zuerst, wenn sie ihre Weihnachtsmarkthütte bestücken?
Richtig! Sie richten sich wohnlich ein. :o)
Tathergang: Hütte öffnen. Teppich ausrollen. Deckenfluter hereinstellen.

Und schon ist die Hütte wohnlich und gemütlich. Das war am allerwichtigsten. So sind wir Frauen eben. :o)

... ja und da gibt es noch eine schöne Erinnerung ...

Samstag Nachmittag gingen in unserer Hütte alle Lichter aus. Nicht nur unsere, sondern auch die vom Käsenachbarn, der über uns Strom bekam.

Ratlos sitzen wir da. Komisch, warum haben alle anderen noch Strom?

Der liebe Elektriker wird gerufen. Der, über den wir uns am Donnerstag noch geärgert haben, weil er einfach unsere ganze Kabeltrommel hinter der Hütte abgerollt hat und das ganze Kabelgewühl dann unordentlich hat liegen lassen. 'Männer!' haben wir gedacht und als erstes nach dem gemütlichen Einrichten die Kabeltrommel sauber und ordentlich aufgerollt. Sah direkt besser aus.

Der gute Mann guckt als allererstes in die Ecke unserer Hütte, wo unsere Kabeltrommel steht. "Ja, ist klar!" "Wieso, was ist denn?" "Die ist heiß geworden." "Wie heiß geworden?" Er erzählt was von aufheizen, wenn die Drähte übereinanderliegen... kann bis zum Brand führen, aber Sicherung ist vorher rausgesprungen. Ich habe es schon wieder vergessen. (Sie wissen ja, Technik interessiert mich Null.) "Oh, deswegen hatten sie die abgerollt liegen lassen." "Ja." *räusper* Fluchs wickelt er wieder alles ab und kühlt die Trommel dann mit Wasser und schwingt sie durch die Luft. Wir beide müssen natürlich vorher fühlen, wie heiß sie geworden ist, damit wir das niiiiiie wieder machen. Versprochen. (Ich glaube aber auch, dass er dem nächsten Frauenteam erklärt, warum er das Kabelgedöns so unordentlich liegen lässt...)

Es ist also nicht immer gut, wenn man alles aufräumt. Manchmal hat Unordnung wahrhaftig einen Sinn.

Das werde ich bestimmt nie wieder machen. Mein Mann grinste breit (er liiiiiiiiiiebt Technik), als ich es ihm am Abend erzähle und meint, ich hätte wohl im Physikunterricht nicht aufgepasst. "Doch habe ich. Aber erstens hatten wir einen total doofen Lehrer und zweitens vergesse ich grundsätzlich die Dinge, die mich nicht interessieren." Ja, auch wenn sie wichtig sind.

So bin ich eben. Der Elektriker hat sich übrigens nicht über uns lustig gemacht, er schien stolz, uns Engel gerettet zu haben. Einen Feuerlöscher hatte ich übrigens mit. Sauber eingepackt in Tüte und Karton unter Tisch in der Ecke. Damit nichts dran kommt...

Frauen eben...

Grinsende Grüße

Anja Kolberg

PS: Natürlich weiß ich, dass es unzählige Frauen gibt, die Technik lieben und sie beherrschen. Gehöre mit neidvollen Blicken nicht dazu. Gut, dass es unterschiedliche Interessen gibt. Für ihr Technikinteresse liiiiebe ich die Männer. :o)

Montag, 17 Dezember, 2007

Weihnachtsmarkt & Kommerz

Über unsere tolle Stimmung auf dem Weihnachtsmarkt in Lechenich habe ich bereits berichtet. Was noch fehlt: Die Qualität des Marktes an sich. Im schmalen Gang zwischen Kirche und anderen Häusern waren kleine Holzhütten aufgebaut. Hier waren Kunsthandwerker untergebracht.

Das war Weihnachtsmarkt-Stimmung. Doch schon wenige Meter weiter waren nicht mehr nur Holzhütten, sondern vor allen Dingen Marktstände aufgebaut: Zum Beispiel mit Staubsaugerbeuteln, Schuhputzern und natürlich nicht zu vergessen: Eß- und Trinkbuden. Wir waren auf dem Marktplatz untergebracht, wo uns gegenüber ein Kinderkarussell aufgebaut war. Links von uns eine Würstchenbude, gegenüber Quarkbällchen und gleich daneben ein typischer Marktstand mit Fertigschals in Massenware. Ganz zu schweigen von unzähligen weiteren Ständen wie man sie von Flohmärkten kennt. Puh! Im Prinzip war der Weihnachtsmarkt in Lechenich ein Jahrmarkt. Das war ein Schock.

Was hat das noch mit Weihnachtsmarkt zu tun?

Natürlich kann man da als Aussteller den Kopf in den Sand stecken und sich ärgern und traurig sein. Sich fragen, warum man an diesem Platz steht. Warum die Meinungen vorher so positiv waren über den Lechenicher Markt. Warum der Umsatz nicht höher war, obwohl man der schönste Weihnachtsstand am ganzen Platz war. Nur helfen tut es nicht wirklich.

Wir haben aus der Situation das Beste gemacht: Das Positive gesehen. Für eine gute Stimmung gesorgt. Uns an den Reaktionen der Menschen erfreut. Entdeckt, was wir aus den Erfahrungen lernen können. Wir wissen jetzt zum Beispiel genau, was wir nicht mehr wollen, was wir wieder wollen und wofür es sich lohnt, sein Herzblut zu investieren. Das sind Kostbarkeiten. Wenn ich weiß, was ich nicht mehr will, bin ich frei für Neues. Etwas wagen - daraus lernen.

Ein reiches Wochenende liegt hinter uns. Und eines ist ganz klar: Ich mag die wahren Weihnachtsmärkte. Wo nur Holzhütten aufgebaut sind - wo keine Kirmes- und Jahrmarktatmosphäre herrscht. Wo der Geist der Weihnacht wohnt und sich in den Menschen nach Hause trägt.

Jetzt wünsche ich mir eine atemvolle Woche. Voller Kraft. Besinnung. Rückblick. Dankbarkeit.

Ihre Anja Kolberg

5 Sterne

Das war ein schööööööönes Wochenende! Wir hatten megatolles Wetter wie es sich für einen Weihnachtsmarkt gehört: Kalt und trocken. Petra-Ute und ich hatten viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel Spaß!

Wissen Sie, was das Beste war? Unser Engelchen-Kostüm. Denn die Reaktionen darauf waren wunderschön: Kleine Kinder, die mit offenem Mund stehen bleiben. Rotwangig und mit Schnupfenschnase und voller Fragen: "Wer bist du?" "Kannst du fliegen?" "Wo wohnst du?" Einmal erzählte mir ein kleiner Mann auf dem Arm seines Vaters, dass er bald Geburtstag hat und er sich ein Auto wünschen würde. Dann fragte er: "Kennst du den Nikolaus? Kommst du morgen auch? Bringst du den mit?" und das alles mit einem ganz süßen Piepsstimmchen. Ich war so gerührt, mir steigen gerade wieder die Tränen in die Augen. Was für ein wunderschönes Erlebnis und Herzensgeschenk für mich!

Auch viele der Erwachsenen hatten Freude an unserem Erscheinungsbild. Sie glauben gar nicht, wie viel Freude es macht, anderen ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern.

Und für all die gesammelten Erfahrungen - die durch kein Geld der Welt aufzuwiegen sind - die schönen Gespräche, Begegnungen, der Austausch und die Gemeinschaft mit den anderen Standinhabern, dieses Glücksgefühl mit jemanden zusammenzuarbeiten, an einem Strang zu ziehen, sich aufzumuntern, Quatsch zu machen, sich gegenseitig zu unterstützen, zu foppen, zu quatschen - besucht zu werden von lieben Menschen, zu sehen wie Kinder mit leuchtenden Augen Wunschzettel für unser Wunschglas schreiben, für unzählige Fotos, die Besucher von uns machten und bis nach Australien geschickt werden - für all das bekommt dieses Wochenende 5 Sterne von mir. Glänzende, funkelnde, leuchtend warm und voller Liebe und Dankbarkeit.

Danke!

Eine glückliche, erschöpfte, um viele Erfahrungen und gewonnene Klarheit reichere

Anja Kolberg

Dienstag, 11 Dezember, 2007

Der Weihnachtsmarkt & ich

Wir beide haben uns angefreundet. Der Weihnachtsmarkt in Erftstadt-Lechenich und ich. :o) Er ist unter vielen hier im Umkreis mein/unser Auserwählter. Unser? Ja. Auf dem Markt in Lechenich stelle ich zusammen mit einer Partnerin aus. Wer von Ihnen im Newsverteiler ist, der weiß bereits Bescheid. Für alle anderen, die Lust auf einen Weihnachtsausflug haben und Lust, mich zu sehen, hier die Infos:

Am kommenden Wochenende stelle ich das erste Mal meine Kalender und Karten auf einem Weihnachtsmarkt aus. Zusammen mit der Floristin Petra-Ute, die Geschenkartikel anbietet. Doch wir bieten nicht nur unsere Waren an, wir haben uns auch noch etwas besonderes überlegt:

Wir sind als Engelchen verkleidet und haben ein Wunschglas an den Weihnachtsengel aufgestellt. Daneben liegen Block und Stift bereit. Hier kann man seine Herzenswünsche aufschreiben und in das bereitstehende Wunschglas geben. Oder zu Hause einen Wunschzettel vorbereiten und ihn dann vor Ort einwerfen. Noch vor dem neuen Jahr werden wir jeden Wunsch laut vorlesen und ihn dann durch das Feuer in den Himmel schicken. Ein Bild davon wird Anfang 2008 hier im Blog veröffentlicht. Die Höhe des Entgeltes für unseren Wunsch-Service liegt im persönlichen Ermessen. Eine Spardose steht bereit.

Wir haben die Kostüme schon ausprobiert und uns schibbelig gelacht. :o) Eines ist klar: Egal wie das Wetter ist - wir werden viel Spaß haben - und das ist bei allem das Wichtigste. Wenn Sie uns besuchen möchten - wir freuen uns sehr!

Donnerstag, 04 Oktober, 2007

Dumdidum

 

Ist das schön! Seit dem Newsletterversand am Montag ist hier jede Menge los. Bestellungen kommen herein, E-Mails erreichen mich, Päckchen sind zu packen. Ist das herrlich. Ich bin in meinem Element!

Anja Kolberg

Freitag, 14 September, 2007

Eine erfolgreiche Woche geht zu Ende!

Nachdem ich heute die brave Hausfrau gespielt habe (und ich festgestellt habe, dass mir diese Rolle ab und an gar nicht so schlecht gefällt...), das Haus gesaugt, geputzt, gewaschen und auch noch eingekauft habe, fühle ich mich richtig gut. Wer hätte das von mir gedacht? Ich wohl am wenigsten. Ich sitze mit einem breiten Grinsen vorm PC. Was mir daran gut gefallen hat, ist ein Ergebnis zu sehen: Wo vorher noch Hundehaare Party feierten, herrscht jetzt Leere. Ja, das gefällt mir.

Und diese Woche habe ich noch etwas gaaaaanz besonderes geschafft: Die Druckdaten für den neuen Tischkalender 2008 sind bei der Druckerei. Yipieh! Was war das eine Freude, ihn zu gestalten. Dieses Jahr habe ich mir keinen Druck wie noch im letzten Jahr gemacht. Irgendwann habe ich damit angefangen, die schönsten Motive herauszusuchen - und daraus dann wieder 12 auszuwählen und passende Texte zu schreiben. Aus diesem Konzept habe ich dann die Daten für die Druckerei aufbereitet. Ich war richtig im Fluss - eine tiefe Freude und Zufriedenheit durchströmte mich.

Ich habe das Gefühl, es ist der beste Kalender, den ich bislang gemacht habe. Meine Mutter protestierte bei dieser Aussage laut, die anderen wären doch auch sehr schön. Ja, stimmt, aber dieser gefällt mir besonders gut. Klar, sonst hätte ich ihn ja auch nicht gemacht.

Diese Arbeit macht mich glücklich. Ich ging diese Woche zur Post oder die Zeitung kaufen, ich weiß es nicht mehr, als ich spürte: "Ja, ich bin glücklich!" Ein tolles Gefühl. Egal, welche Herausforderungen mir dieses Jahr begegnet sind, ich bin glücklich, genau so wie mein Leben heute ist!

Das ist ein Geschenk - groß und unbeschreiblich kostbar. Danke, dass ich es bekommen habe, Himmel!

Und noch etwas wurde mir Sonntag Abend bewusst, als ich im Bett lag: Es ist schön, keine Schmerzen zu haben. Am Abend zuvor hatte ich wieder meine Periodenschmerzen zu ertragen und konnte trotz Schmerzmittel und Wärmflasche nicht richtig entspannen. Sonntag Abend lag ich im Bett und spürte keine Schmerzen mehr. Mir wurde klar, wie kostbar es ist, schmerzfrei zu sein. Das sehe ich immer nur dann, wenn ich nach einer Schmerzphase - und ich mir nichts sehnlicher wünsche, als endlich davon befreit zu sein - wieder entspannt bin. Was bin ich froh, ansonsten gesund zu sein. Danke Himmel, auch dafür!

Wenn das Wetter bleibt und unsere Lust auch, wollen mein Mann und ich morgen den Garten unsicher machen. Vielleicht schaffe ich es ja dieses Mal, die Pfeifenwinde komplett zu entfernen. Sie schlängelt sich durch den Zaun, die Stauden, über den Bachlauf... Irgendwann habe ich es aufgegeben. Ja, sie begrünte unseren Zaun, das sah schön aus, aber warum auch noch meinen heißgeliebten Rosenbogen?

Ich wünsche Ihnen ein schööööönes Wochenende - mit all dem, was Ihnen wirklich gut tut!

Herzlich aus Köln

Anja Kolberg

Donnerstag, 06 September, 2007

Ein schöner Tag & Motivtorten-Odyssee

Der schöne Tag war der 60. Geburtstag meines Onkels, den wir am Sonntag gefeiert haben.

Franz lebt zusammen mit meiner Patentante und Oma (ja, dort wo ich immer die kleinen Urlaube verlebe) in einem schönen Häuschen in einem riiiiiesigen Garten, das in einem Miniörtchen mit 11 Hausnummern im Bergischen Land liegt. Und dort war Party angesagt.

Unzählige Luftballons, Schubkarren mit Leckereien für die Männer, Blumen, Leckereien für den Bauch, viel Platz, Tische, nette Menschen und ein Wetter, das mitgespielt hat. Es war eine rundum gelungene Feier. Erst als es dunkel wurde, sind wir nach Hause gefahren.

Ich habe meine Onkels (mein Papa hat 4 Brüder und 1 Schwester) drücken können (bei den Schmitzens fällt man immer weich ;o) - und Cousins und Cousinen wieder gesehen und die Nachbarn aus dem Örtchen, in dem ich aufgewachsen bin. Das hat einen Spaß gemacht! Unter den Freunden von Cousin Tobi ist auch einer, der im gleichen Autohaus die Lehre gemacht wie ich. :o) Da gibt es viel zu erzählen.

Die Kamera und unseren schönen Goldrahmen hatte ich dabei, so dass ich Bilder von allen Pärchen machen konnte. Ich war voll in meinem Element. Hat das einen Spaß gemacht. Als wir am Abend nach Hause fuhren, hatte ich das Gefühl, unter einer Energiedusche gebadet zu haben und noch viele Eimer voll Energie hinten im Auto mit nach Hause zu nehmen. Das war toll. Wie schön ist das, so viele Menschen wieder zu sehen, sich an die früheren Zeiten zu erinnern und daran, was ich für eine wunderschöne Jugend gehabt habe!!

Dem Geburtstagskind hatte ich einen Kuchen gebacken. Franz macht ja die tollen Vogelhäuschen, die ich so liebe und schon auf manchem Foto verewigt wurden.  Und da wollte ich mich mit einem Kuchen revanchieren. Schon vor einigen Wochen hatte ich eine Motivtorte auf www.chefkoch.de gesehen und war fasziniert. Es juckte mich immer mehr und dann habe ich es gewagt: Ja, ich wollte meine erste Motivtorte backen. Ich hätte es mir einfacher machen können, in dem ich eine normale, runde Torte backe und sie verziere, aber ich wollte gleich Schwierigkeitsstufe 10: Ein Vogelhäuschen, das an einem Baumstamm hängt sollte es sein. Mein Mann meinte, ob das nicht schwer wäre, aber ich hörte gar nicht richtig hin... (hätte ich doch).

Also habe ich Marshmallows (die weißen, weichen Zuckerspeck-Röllchen, die man über dem Lagerfeuer warm machen kann) für den Fondant (Zuckerüberzug) gekauft, Puderzucker, Lebensmittelfarbe, Rezepte für Füllungen rausgesucht und dann am Wochenende losgelegt.

Die Marshmallows wurden erwärmt, dann kam 1 kg Puderzucker darunter und das ganze wurde geknetet, was das Zeug hält. Es war schweißtreibend und klebte und zog Fäden bis es zu trocken war. Irgendwann hatte ich einen RIESENmarshmallow. Wow! Der wurde luftdicht verschlossen und zur Seite gelegt.

Das Häuschen und auch der Baumstamm sollten eine runde, hohe Form bekommen. Wie ein echtes Häuschen eben. Auch da gab es im Forum Hilfe: Einen Kochtopf nehmen. Habe ich gemacht: Für das Häuschen den Milchtopf, für den Baumstamm einen größeren Topf und darin einen festen Kuchen gebacken. Irgendwie leitete die Wärme nicht so richtig beim Backen, der Kuchen musste lange im Ofen bleiben, bis er gar war und dann war etwas trocken... Hust. Also musste eine super Füllung her. Hm, eine mit Jogurt und Pfirsisch und eine Buttercreme aus Pfirsisch-Pudding. Lecker! Alle Rezepte aus dem Forum von den fleißigen Sammlerinnen. Am nächsten Tag versuchte ich den Kuchen aus dem Milchtopf zu bekommen. Ging nicht. Feste schütteln. Hm. Der Topf war unten weiter als oben - her mit dem Messer, jetzt sah er nicht mehr so gut aus, eh egal, weil der Rand ja so trocken... Ich schnitt mich zur weichen Mitte hin. :o) Damit waren zwei Proleme gelöst.

Dieser Fondant soll sich leicht färben lassen. Nicht bei mir. Es war die Hölle. Ich habe geschwitzt, geknetet. Nix zu machen, sah nicht braun aus, sondern rosa. Ich war der Verzweiflung nahe. Ich habe den Marshmallow-Fondant ausgerollt, die gefüllte und gestapelte Torte damit kunstvoll eingepackt. Die Küche versank im Chaos. Die Buttercreme klebte am Zuckerüberzug, noch schlimmer die Krümmel von der Torte. AAAAAAH! Und dann sah das Vogelhäuschen zu meinem Schreck auch noch aus wie ein Pilz, weil ich kein schräges Dach hinbekam! Mist! Ich wollte alles hinschmeißen - ab damit in die Mülltonne und nicht mehr darüber nachdenken. Aber das brachte ich dann doch nicht über's Herz. Wie konnten die Leute im Forum schreiben, dass man nach der ersten Torte gar nicht mehr aufhören kann?

Weil das Einfärben nicht klappte, habe ich den weißen Überzug mit verdünnten Lebensmittelfarben angemalt. Das darf man eigentlich nicht, weil der Überzug dann durch die Flüssigkeit weich wird, war mir aber dann egal. Besser als ein rosa Baumstamm! Durch das Anmalen wurde es zwar etwas glitschig auf der Oberfläche, hielt aber irgendwie doch. Zwischendurch war ich immer wieder so genervt und unzufrieden mit dem Ergebnis, dass ich wieder kurz davor war, alles hinzuschmeißen. Jetzt verstand ich die vielen Hilferufe im Forum "Brauche dringend Hilfe, Fondant ....". Ich fühlte mich wie in der Hölle. Ich hätte mir ja helfen lassen können (mein Schwager ist Konditor, meine Schwiegermutter hatte viele Zutaten zu Hause), aber nein, die Anja will es alleine machen. Über dieser Situation (die Streßskala hatte schon seit 1/2 Stunde höchste Alarmstufe), kam mein Mann von draußen herein und sagte: Die sieht aber gut aus. Meine Rettung! Ich beruhigte mich und schöpfte Hoffnung auf ein gutes Ende. Noch Vögelchen gebastelt, Blätter, ein Würmchen, eine grüne Wiese, ein Blümchen. Ja, so ging es. Auch wenn es ziemlich stark von dem Bild abwich, was ich im Kopf hatte. Der Freund meines Mannes meinte, es wäre ein Pilz und verbesserte sich schnell: nein, ein Vogelhäuschen. Puh!

Ich schlief die Nacht nicht besonders ruhig, weil der Baumstamm eine leichte Schieflage hatte, der Überzug warf komische Falten. Die Überraschung am Sonntagmorgen: Er hatte gehalten. Yipieh! Jetzt musste er nur noch die Fahrt durch die vielen Kurven ins Bergische überstehen. Immer diese Überraschung, das er trotz Schieflage wirklich standhielt! Jaaaaa!

Endlich konnte ich mein Werk meinem Onkel überreichen und die Überraschung ist gelungen. Dafür war das die ganze Mühe wert! Und nicht nur mein Onkel hatte Spaß daran, auch die anderen. Das beste Kompliment, das ich gehört habe war: "Das hast du selbst gemacht? Ich dachte, die Torte wäre vom Konditor!" Hm, das geht runter wie Öl!

War doch nicht so schlecht wie ich am Samstag dachte. Und geschmeckt hat sie auch. :o) Ich bin froh, dass ich durchgehalten habe und auch ein bischen stolz. Vielleicht war es doch nicht meine letzte? Das nächste Mal aber einfacher!

Wenn Sie mehr über Motivtorten erfahren möchten, hier ist der Link zum Chefkoch-Forum.

Herbstliche Grüße

Anja Kolberg

Montag, 07 Mai, 2007

Der Schatz in mir

Heute früh brauchte ich eine Inspiration, mischte meine Karten auf, zog aus dem Stapel verdeckt eine heraus - mit dem Ergebnis bin ich mehr als glücklich:

 "Tief in deinem Inneren sprudelt eine Quelle an Inspiration, Weisheit, Heilung und Kraft. Du selbst." Die Mohnknospe steht kurz davor, die Hülle abzuwerfen und ich kann schon einen Blick auf ihr Inneres werfen: Rote, starke Kraft.

Die Karte erfreut mich ganz besonders, weil ich in den letzten Tagen an mir selbst gezweifelt habe. Habe ich wirklich so viel Kreativität? Ist es wirklich der richtige Weg? Sie fragen sich, worum es geht? Ich bin auf dem Weg, einen professionellen Vertrieb für meine Karten zu finden. Und kaum habe ich mich auf den Weg gemacht, meine Fühler ausgestreckt, bekomme ich auch interessante Kontakte. Es fließt einfach. Mit mehreren Experten habe ich gesprochen, viele Informationen sind auf mich eingeströmt. Puh, das musste ich erst einmal verarbeiten. Da geht es dann nicht mehr um 40 Motive, sondern um 100 im Jahr. Und da kam in mir dann die Frage nach meiner Kreatitvität auf. Schaffe ich das wirklich? Erst habe ich mich gequält und dann einfach angefangen und mich am Freitag dann für meine Kreativität, für Wachstum und für meine Wünsche und Visionen entschieden. Mein Künstlerkind hat mir dabei geholfen. Ich habe immer wieder nachgefragt, wie es ihm damit geht und es hat mir wertvolle Informationen gegeben. Zuletzt war ich richtig in Aktion. Ach, das war toll. Mein Angebot ist abgeschickt. Jetzt muss ich loslassen und abwarten, was geschieht.

GEDULD! Keine leichte Aufgabe für einen Widder wie mich. Aber das werde ich schaffen.

Und heute früh ziehe ich diese wundervolle Karte, die mich darin bestärkt, das ich auf dem richtigen Weg bin. In mir ist eine Quelle an Kraft, an Inspiration, an Weisheit und Heilung. Sie beschützt mich. Sie leitet mich. Sie ist da. Wichtig ist, dass ich gut für mich sorge, damit sie fließen kann. Das tue ich.

Ich mache schöne Dinge - wie das Schreiben hier im Blog!

Herzensgrüße aus dem frisch beregneten Köln

Anja Kolberg

Samstag, 10 März, 2007

Unzufrieden mit mir selbst...

 ... bin ich heute morgen. Warum? Weil ich mit den Postkarten nicht so schnell vorwärts komme, wie ich will. Eigentlich ist alles ganz einfach. Die Dinge, die ich tun will, sind klar. Aber ich tue sie nicht. Irgendwie geht es nicht, immer fällt mir etwas anderes ein, das ich tun könnte. Nachdem ich auch noch den Schreibtisch aufgeräumt habe, also der Blick frei ist auf die Arbeit - merke ich: Ich bin immer noch nicht weiter... Ich will Reinzeichnungen machen, noch mehr Entwürfe...

Ich komme bei Projekten am schnellsten vorwärts, wenn ich einen Termin habe. Das war für mein erstes Seminar ebenso wie für meine beiden Bücher oder den erste Kalender.... Es gibt einen Punkt, wann ich fertig sein "muss". Und dann bin ich zu dem Termin auch fertig. Ich könnte kontinuierlich daran arbeiten, aber meistens mache ich den Hauptteil der Arbeit kurz vor Schluss. Dann sprühe ich vor Energie, Kreativität. Dann fluppt alles, was vorher einfach nicht klappen wollte. Ich warte noch auf eine Terminbestätigung...

Hm, jetzt habe ich aber als Karte des Tages keine von meinen "Mach eine Pause - zum richtigen Zeitpunkt fließt alles von alleine"-Karten gezogen. Denn die dachte ich, passt ganz gut. Nein, ich ziehe die Karte: "Mach's einfach! Alles wird gut!". Toll! Grummel. Mist!

Es geht da wohl um was anderes, was mir heute weiterhilft. Irgendwann kann ich vorm Tun wohl nicht mehr weglaufen... Nachdem ich mich von meinem Trotzanfall, dass ich eine andere Karte haben wollte, erholt habe, gucke ich mir die Karte, die ich gezogen habe, noch einmal an. Ein Junge öffnet eine Türe, drinnen ist es dunkel und er lässt das Licht hinein. Das wirkt zuversichtlich auf mich wie ein Hinweis, dass es gut wird, wenn ich mich diesem neuen Thema für mich öffne. Und es steht dort: "Mach's einfach!" Das hat zwei Bedeutungen für mich. Die Dinge zu tun und nicht lange darüber nachzudenken, für und wieder für diese oder jene Umsetzung zum xten Male durchzuspielen, sondern Gedanken bei Seite und losgeht's. Einfach anfangen. Nicht auf den perfekten Moment, die perfekte Vorgehensweise warten, sondern handeln. Und dadurch herausfinden, was gut geht und was nicht. Dazu passt auch das "EINFACH" im Satz. Nicht kompliziert, nicht perfekt. Einfach. Das ist erleichternd.

"Alles wird gut." ist der zweite Satz. Der tut mir gut. Er sagt mir: Egal wie ich es mache: Es wird gut werden. Egal, ob ich die Herausforderungen auf die eine oder andere Weise löse - alles wird gut.

... jetzt gehe ich erst mal mit dem Hund und frühstücke danach gemütlich mit meinem Mann ... und wenn ich danach nicht loslege, weil ich überlege, wie ich es am Besten mache, erinnere ich mich an meine Tageskarte...

Die Anja

Mittwoch, 22 November, 2006

Großartiger Erfolg!

Der neue Webshop läuft klasse!

Schon jetzt habe ich den Umsatzerfolg des Kalenders 2006 überholt. Das ist ein tolles Gefühl, auf dem Weg meines Herzens so getragen zu werden. Danke!

Das sagt eine Kundin aus Seeheim-Jugenheim: "Liebe Frau Kolberg, das Päckchen ist angekommen! Es hat Spass gemacht, den liebevoll verpackten Inhalt auszupacken und nun freue ich mich sehr über die wunderschönen Tischkalender und Postkarten. Nicht nur die Vorderseite der Postkarten, sondern auch die Rückseite ist wunderschön gestaltet, einfach rundum gelungen! Die Kalender sollen Weihnachtsgeschenke für meine besten Freundinnen sein. Ein besonderes Geschenk, mit Liebe gestaltet....."

Eine hüpfende

Anja Kolberg

Donnerstag, 09 November, 2006

Zeichnungen am PC?

Hallo in die Runde!

Mehrfach wurde ich gefragt, wie ich die Zeichnungen am PC erstelle: Ich nutze dafür das Programm Adobe Photoshop. Es geht aber genauso gut mit einem anderen Zeichenprogramm. Schauen Sie mal, was Sie auf Ihrem Rechner bereits haben. Ich öffne ein neues Dokument, nehme ein Werkzeug (Pinsel, Airbrush...) und lege los. Lasse meiner Kreativität und vor allen Dingen Gefühlen freien Lauf. Coloriere mit den Werkzeugen, speichere es ab. Fertig! :o) Ach ja, alles mit der Maus gezeichnet.

Viel Spaß beim Zeichnen!

Anja Kolberg

Donnerstag, 02 November, 2006

Der richtige Zeitpunkt

In den letzten Wochen habe ich immer wieder schöne Fotomotive beobachtet und gedacht, "Morgen, wenn ich Zeit habe, nehme ich die Kamera und fotographiere das."

Mein oberwichtiger Arbeits-Schweinehund erzählt mir dann: "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen..." und dass das, was mich gerade inspiriert, warten kann. Doch am nächsten Morgen war dann das Licht nicht so schön wie am Tag zuvor oder die Blume war verblüht oder es regnete oder oder oder... Und jedes Mal, wenn ich feststellte, dass mir eine Chance entgangen war, die mir der Himmel schenkte, schwor ich mir: "Beim nächsten Mal machst du es direkt."

Denn es gibt nur einen einzigen richtigen Zeitpunkt: JETZT! Der ist genau dann, wenn ich etwas sehe und denke: "Oh ist das schön." Das ist der richtige Moment, die Kamera zu holen und festzuhalten, was mich begeistert. Es dauert nicht lange und ist eine schöne Unterbrechung. Aber es passiert nichts, wenn ich mich nicht überwinde und es tue!

Eben krabbelte ein Marienkäfer über meinen Fenstersims und ich dachte mal wieder: "Oh, ist der schön, ein Foto davon wäre toll." Gedacht - Parallelen bemerkt und diesmal gehandelt! :o)

Viele schöne kleine Pausen wünscht Ihnen

Anja Kolberg

Montag, 16 Oktober, 2006

Konzentration auf das Wesentliche...

... das war mein Wunsch für das Konzept des Tischkalenders SEIN. Ich sehnte mich in all der Flut von Dingen und Informationen nach einem Ruhepol, wo meine Augen und meine Seele im Alltag immer mal wieder für einige Sekunden oder Minuten der Stille verweilen können. John Naisbit, amerikanischer Trendforscher bringt es für mich auf den Punkt: "Wir ertrinken in Wissen in Informationen und hungern nach Wissen."

Da es in meiner Arbeit immer wieder um das Wissen geht, das in uns selbst liegt, sollte einer der beiden Tischkalender Raum dafür geben, den Blick nach Innen zu lenken. Dorthin, wo die Antwort auf unsere Fragen und unser Suchen liegt. Und je mehr wir auf uns selbst hören und das Gehörte umsetzen, desto stärker wird auch das Vertrauen in uns selbst. Vertrauen, das auch das zarte Grün im März hat, das langsam, aber stetig durch den kalten Boden nach oben drängt. Vertrauen, sich zu zeigen..

Mein Wunsch erforderte ein besonderes Konzept: Eine Fotographie, die die Schönheit der Jahreszeit einfängt und die Betrachterin mit der Natur verbindet. Ein dazu passendes Wort, das auch den Bogen zu unseren persönlichen Ressourcen und unserem Veränderungsprozessen spannt. Nur ein Wort. Konzentration auf das Wesentliche. Raum, damit die eigenen Gedanken fliegen können. Entspannung und Sammlung in einer hektischen Welt finden.

Das Konzept manifestierte sich. Die Bilder für die Monate waren schnell gefunden, es sind ganz besondere Lieblingsstücke darunter.

Zum Beispiel für den Monat Juni: Ich hatte mir Zierlauch (Allium Giganteum) in den Garten gepflanzt und war mehr als gespannt, was aus den Zwiebeln wohl wachsen würde. Im Mai wuchsen die Knospen in unglaubliche Höhen und im Juni war es dann soweit, langsam öffneten sie sich. Und in der Knospe warteten unzählige kleinere Knospen in herrlichen lila-grün Schattierungen auf das Sonnenlicht. Geballte Kraft. Ein beeindruckendes Stück Leben! Es passt so sehr zu dieser Jahreszeit, wo alles in den Startlöchern steht, saftig grün, voller Lust auf das Leben. Und auch Kraft, die jeder in sich trägt. Jeder von uns trägt Samenkörner in sich, die zu wunderbaren Pflanzen heran wachsen können. Und wir haben die Kraft, sie zum Leben zu erwecken! Ich freue mich schon auf nächsten Juni, wenn das Allium wieder blüht.

Für den Monat Mai habe ich aus einer herrlich orange-rot gemaserten Tulpe einen Ausschnitt genommen. Dank meiner neuen Kamera und des Macro-Objektives ist es mir möglich, solche Vergrößerungen zu machen. Der Ausschnitt hat mich fast umgehauen, so sehr haben mich die Formen berührt. Ich finde, es sieht sehr weiblich aus.

Und in seiner nach oben strebenden Form spiegelt es das Wachstumdes Monat Mai, das überall in der Natur zu beobachten ist. Ich bin gespannt, welches Wachstum ich selbst nächsten Mai empfinden werde, wenn mich dieses Bild durch den Monat begleiten wird.

Ganz besonders gefällt mir auch das Kalenderblatt Dezember: Im Winter hatte ich im Bayrischen Wald das Glück, eine einzelne Schneeflocke einzufangen. Zwischen zwei Tannen spannte ein einzelner Spinnfaden.

Darauf nahm sie Platz und wartete geduldig auf mich, um kurz darauf vom Wind wieder weggetragen zu werden. Ein schöner Moment. Und diese einzelne Schneeflocke spiegelt in meinen Augen den Frieden und die Ruhe in der kalten Jahreszeit, die dann im Wald herrscht. Völlig unbeeindruckt von dem Trubel, der bei uns zur Weihnachtszeit herrscht. Ein guter Moment, um im hektischen Alltag Pause zu machen.

Was schenkt uns die Natur jedes Jahr, jeden Tag aufs Neue für Schätze! Sie kann mich immer wieder begeistern und überraschen. Eine herrliche Entdeckungsreise!

Strahlende Herbstsonnengrüße aus Köln

Anja Kolberg

WAS FÜR EIN START IN DIE WOCHE!

Guten Morgen aus Köln,

Ist das nicht ein herrlicher Herbsttag? Blauer Himmel, klare Luft - Sonnenstrahlen erleuchten meinen Packtisch. Fröhlich vor mich hinpfeifend bearbeite ich die Bestellungen, die inzwischen zahlreich vorliegen. :o)

Ich hatte ein richtig schönes Wochenende. Samstag war ich mit der Bahn unterwegs und ich spürte mal wieder, wie viel Freude mir der Kontakt mit Menschen macht. Schön! Und Sonntag dann noch Familienbesuch mit leckerem Pflaumenkuchen. Hmmm...

Die Abwechslung aus Coaching - Telefoncoaching - Shop-Bestellungen - Packen - Kontakt mit den Menschen - macht mir einen riesen Spaß! Und diese Woche gönne ich mir endlich wieder einen Ausflug in meinen geliebten Japanischen Garten - den Herbst bestaunen - Kakao trinken - schreiben. :o)

Herzliche Grüße auf Ihren Bildschirm -

Anja Kolberg

Donnerstag, 12 Oktober, 2006

Ein Wechselbad der Gefühle...

... habe ich die letzten drei Tage durchgemacht.

Bis Dienstag war eine sehr emsige Zeit nach meinem Urlaub. Nach dem Rohrbruch am letzten Montag, der all meine Pläne über den Haufen schmiss (so was mag ich nicht besonders...), warteten noch einige Herausforderungen im Shop auf mich (Mensch, bin ich froh, dass mein Mann so einen Spaß daran hat, sich in unbekannte Programme einzuarbeiten, ohne ihn wäre ich heute wohl schon völlig weißhaarig...). Als die Kalender dann kamen, konnte ich sie und die Postkarten immer noch nicht meine Regale einräumen, weil die Wand trocknen musste... Nun, nachdem ich von meinem Anspruch loslies bis zum Zeitpunkt X soll der Webshop laufen (das hat auch schon bei unserer Hausrenovierung nicht geklappt... ich wollte im Januar drin sein, eingezogen sind wir drei Monate später...) ging es besser. Für einen Widder wie mich eine grooooße Herausforderung! Nachdem wir drei Abende unseren Kaminofen ordentlich befeuert hatten, war die Wand trocken und die Regale für die Kalender und Postkarten konnten angebracht werden, der Packtisch ebenso (hey, er hält auch ohne die Wasserrohr-Bohrstelle...). Nach einem intensiven Putzmarathon - das hat mir viel Spaß gemacht, weil endlich (!) wieder Ordnung in mein Büro kam und somit auch in mich selbst - habe ich alles eingeräumt und es sah so schön aus, der neue Arbeitstisch hat förmlich gerufen: "Ja! Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dir!" :o) Montag dann habe ich mit viel Ruhe den Shop getestet, Schönheitsverbesserungen vorgenommen, mir die Sparpakete ausgedacht. Das hat richtig Spaß gemacht. Ja, und Dienstag war es dann soweit.

Der Shop eröffnete. Ich glänzte und der Rest hier auch. :o) Nette Feedbacks und Glückwünsche erreichten mich. Das tat gut. Doch keine Bestellung. Meine Illusion bohrte sich wie ein Wurm in meinen Glücksapfel. Die Illusion: Sobald der Shop im Netz steht, kommt die erste Bestellung herein. Nun, es wurde Dienstag Abend: Nichts. Für mich war das gut, weil ich endlich Zeit hatte, liegen gebliebenes anzupacken. Das war nach einigen Stunden auch getan. Endlich mal wieder rechtzeitig Feierabend zu haben ist ja auch was schönes. Mittwoch: Ich musste früh zum Straßenverkehrsamt nach Köln, ich war schneller raus aus ich dachte: 1 Stunde. Am Nachmittag habe ich mich der Umsatzsteuer gewidmet. Noch immer keine Bestellung. Dann die Webseite aufgeräumt, Werbung heraus geschmissen. Zwei Stunden später: Noch immer keine Bestellung. Komisches Gefühl. Habe ich was falsch gemacht? War alles nur eine Luftblase? Oh je, jetzt habe ich so viel Geld investiert und nun? Ich spürte, dass ich immer trauriger wurde...Es konnte doch nicht sein, ich habe so viel Freude in den letzten Monaten empfunden. Die ganze Entstehung war ein Feuerwerk an Herzensarbeit. Fotographieren, texten, gestalten, verhandeln, lernen, entwickeln...

Ich habe einen Dialog mit meiner inneren Stimme geführt, die mich beruhigte und daran erinnerte wie wichtig es ist, Geduld zu haben. Es ist aber soooo schwer für mich! Ich habe darüber nachgedacht, was ich in den letzten Wochen gearbeitet habe. Eine intensive Zeit, gut dass der Urlaub folgte, das war eine wichtige Krafttankstelle. Nach dem Urlaub war kaum Zeit für mich selbst bei all der Arbeit. Und mir wurde wieder einmal bewusst, dass es nie leicht ist, wenn man eine zeitlang mit Tempo 200 über die Autobahn gerast ist, plötzlich wieder Tempo 50 auf einer Landstraße zu fahren. UND Geduld zu bewahren, wenn man will, dass es endlich losgeht UND Vertrauen zu haben, dass alles gut wird. Nach etwas längerem Schlaf heute früh und einem ruhigen Moment auf unserer Terasse mit Blick in den Garten setzte ich mich an den PC UND....

DA WAR SIE: DIE ERSTE BESTELLUNG!!!!! JAAAAAA!

Und von einer Sekunde auf die andere strahlte ich mit der Sonne um die Wette! Herrlich!

Hüpfende Sonnengrüße aus Köln

Anja Kolberg

Mittwoch, 11 Oktober, 2006

Mein ganzer Stolz...

... sind die Motive für die Kalender und Postkarten, die ich im Laufe dieses Jahres fotographiert habe. Einige möchte ich Ihnen vorstellen und etwas zur Entstehung erzählen. Zuerst eines meiner Lieblingsbilder. :o)

Mein absoluter Glücksgriff war im Frühling der Besuch in der Kölner Flora (Parkanlage gegenüber dem Kölner Zoo). Bei traumhaft schönem Wetter, unzähligen Frühlingsblumen auf den zart ergrünten Wiesen hatte ich unglaubliches Glück! Ich hatte meine Kamera griffbereit, als ich ein Eichhörnchen beobachtete, das über die Wiese hüpfte. Genau an der richtigen Stelle, zwischen herrlichen Blausternchen und nah bei einem alten Baum, in leichtem Sonnenlicht hielt es inne und stellte sich für mich in Pose! Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie sehr ich mich gefreut habe. Das Bild ist auch noch scharf geworden. Für mich ist dieses Bild wie ein Sechser im Lotto! Und damit viele Menschen an diesem Glücks-Moment teilhaben können, habe ich davon eine Postkarte (Nr. 06028) gemacht. Und die Worte zur Karte waren so schnell da, wie das Eichhörnchen wieder auf dem nächsten Baum war: "Worauf hast du Lust? Da geht der Weg lang!"

Einen schönen Tag!

Anja Kolberg

Dienstag, 10 Oktober, 2006

Der Shop hat geöffnet!

Es ist soweit! Nach wochenlanger intensiver Arbeit eröffnet heute mein Webshop. Yipieh!!!

Sie finden dort

  • 40 Postkarten-Motive - wunderschön im Geschenkkarton verpackt
  • Zwei Tischkalender 2007: SEIN und LEBEN
  • Zwei unterschiedlich große Spar-Pakete, mit denen Sie 10 und sogar 20 Euro sparen können.

Ab 50 Euro Warenwert liefere ich innerhalb Deutschlands versandkostenfrei!

Viel Freude beim Umschauen und Einkaufen.

wünscht Ihnen Ihre stolze

Anja Kolberg

Freitag, 06 Oktober, 2006

Die Kalender sind da!!!

Huhu aus Köln,

die Kalender sind da! Yipieh! Und so schön sind sie geworden. Ach, macht das einen Spaß!

Hier im Büro wird auf Hochtouren gearbeitet, damit der Webshop nächste Woche eröffnen kann. Bei all den Hindernissen, die wir hier diese Woche zu bewältigen hatten, kann die nächste Woche nur wunderbar werden. :o)

Hier können Sie schon einmal einen Blick auf die beiden Kalender werfen:

Ich wünsche Ihnen ein zauberhaftes Herbstwochenende!

Anja Kolberg

Donnerstag, 14 September, 2006

Angekommen

Huhu vom Gipfel,

es ist geschafft!

Einen weiteren Gipfel habe ich bestiegen. Und... ich strahle und bin stolz. Diese Woche habe ich richtig was gestemmt!

Das hätte ich mir vorher wirklich (!) nicht träumen lassen. Es ist einmal wieder so gekommen, wie ich mir es vorher aufgeschrieben habe. Funktioniert!!!

Zwei Layouts für die Tischkalender 2007 sind bei der Druckerei eingetroffen. :o) Es wird für 2007 also 2 verschiedene Kalender geben:

  • Sein: Inspirierende Fotographien, die die Jahreszeiten umschmeicheln und Monat für Monat nur ein Wort. Ein Wort, auf das Sie sich konzentrieren und bei dem Ihre Gedanken fliegen können. Ganz nach dem Motto: Weniger ist mehr.
  • Leben: Eine Liebeserklärung an das Leben. Motive, aufgenommen mit der Kamera, mit Farbe und meinen Händen oder mit dem PC gestaltet. Dazu Zitate, die ich sehr mag. Worte, die in Bewegung bringen oder zum Nachdenken anregen, die Kraft versprühen oder Stille. Herzensangelegenheiten. :o)

Ich bin ganz verliebt in die Gestaltung. Hat das Spaß gemacht.Dann bin ich wirklich im Fluss. Ich bin richtig froh, dass ich das geschafft habe!

Natürlich geht so etwas nicht ohne Unterstützung: Guido - mein Partner und IT-Engel - der mich immer unterstützt und ermutigt und in Ruhe lässt, Jens - mein Bruder - der mein Portrait aufgenommen hat und mir hilft, wenn ich orientierungslos bin, Ariane - meine Freundin - die mir immer wieder liebevolles Feedback gibt, meine Eltern und meine Oma - die mir schon eine Postkartenkollektion abgekauft haben und mein Herz so zum Jubelieren brachten sind nur einige, die mir spontan einfallen. Himmel - ist das schön!

Wollen Sie mal sehen, wie die Frontseite der beiden Tischkalender aussieht?

So haben Sie schon einmal einen ersten Eindruck. :o) Mehr gibt es Anfang Oktober.

Jetzt steht vor allen Dingen jedoch eines an: Ausruhen, süßes Nichts tun, Tanks aufladen und Anfang Oktober mit voller Power durchstarten. :o)

Ich wünsche Ihnen bis dahin eine gute Zeit - so ganz nach Ihrem Geschmack.

Ihre Anja Kolberg

Freitag, 08 September, 2006

Im Fluss ("flow") ... :o)

Hallo aus Köln,

seit Mittwoch steppt hier der Bär!

Ich weiß gar nicht, wo ich zuerst anfangen soll. Kurz vor Freitag Abend noch ein kleiner Rückblick.

Mittwoch Mittag war es endlich soweit: Meine heißersehnten Postkarten wurden geliefert.
Huch, das sind aber viele Kartons! Genau genommen: 40 Stück. Und die haben mein Mann und ich dann im Schweiße unseres Angesichts in die erste Etage in mein Büro geschleppt. Und hier stehen sie nun! Endlich! Was bin ich glücklich! Die Qualität ist toll, ich bin richtig zufrieden!
Ich war richtig im Rausch - ein herrliches Gefühl, die eigenen Träume jetzt wahrhaftig in der Hand zu halten. Inzwischen sind sie alle gesichtet, sortiert, geprüft und für grandios befunden worden! :o)

Hm, mit so einer guten Stimmung bin ich dann zum Aquafitness gefahren. Doch eine Wandfließe hielt mich davon ab, die Kolleginnen dort bis zum Ende mit meiner sportlichen Leistung zu begeistern. Einem dumpfen Schmerz folgte eine stark blutende Schnittwunde unter dem Fuß. Nachdem ich dann meine DNS in der Dusche verteilt habe und endlich Verbandszeug in der Hand hatte, ging es mir schon besser. Inzwischen ist die Wunde getapt, alles ist wieder gut. Jetzt muss nur noch das Humpeln weggehen... Das hat meinen Plan hier im Büro doch ein wenig über den Haufen geschmissen. Der Besuch bei Ikea, um Regale für die Postkarten zu kaufen, ist auf nächste Woche verschoben. Nun, was soll's, ich habe ja noch mehr zu tun, dass ich im Sitzen machen kann... Zum Beispiel den Webshop einzurichten. Ich weiß gar nicht, wie lange und wiederholt der mich herausfordert. Ganz schön komplexe Sache, aber ich habe es ganz gut im Griff!

Die Gestaltung für den Tischkalender 2007 ist auf Hochtouren, nächste Woche gehen die Daten in die Druckerei.

Ich liebe das, so im Fluss zu sein. Eine tolle Erfahrung!

So, genug erzählt, weiter geht es. Schließlich will vor meinem Urlaub Ende nächster Woche alles fertig sein. Ab Anfang Oktober wird der Webshop öffnen. Wenn Sie im Newsletter eingetragen sind, erhalten Sie auf jeden Fall Nachricht, ansonsten natürlich hier im Blog!

Ein herrliches Wochenende wünscht

Anja Kolberg

Dienstag, 29 August, 2006

Druckabnahme

Heute war ein besonderer Tag, denn heute Nachmittag war ich zur Druckabnahme der Postkarten in der Druckerei. Ich liebe dieses Flair dort und hatte gaaaaaanz große Augen. Dann bin ich wie ein kleines Kind. :o)

Vom Andruck bin ich begeistert! Ich habe Ihnen einen Ausschnitt zum Spinxen mitgebracht.

Jetzt dauert es nicht mehr lange und ich halte sie in den Händen, meine erste eigene Postkartenkollektion! :o)

Eine stolze

Anja Kolberg

Donnerstag, 17 August, 2006

Ich hab's geschafft!!!

Gestern sind die Postkarten-Daten zur Druckerei gegangen! Ich hab's geschafft!! JA!

Danke an die lieben Menschen, die mich dabei unterstützt und beflügelt haben (allen voran mein Mann Guido und meine Familie, Leserinnen, Freundinnen, Menschen aus DTP-Foren mit fachlichen Antworten, Menschen, die mir zufällig begegnet sind und gefragt haben: Was machen Sie mit den Fotographien? ...). Schön! :o)

Es war ein Abenteuer. Ja, ich kam mir wirklich vor wie bei einer Expedition durch einen Urwald! Denn vor mir lag unbekanntes Gebiet voller Aufgaben und Fragen: Die Einarbeitung in neue Grafikprogramme - welche Druckerei ist die richtige - die Auswahl des richtigen Papiers - die Auswahl meiner eigenen Texte (bis auf den einen Spruch meiner Mutter, der sehr sehr schön ist und wofür ich die Nutzungsrechte habe ;o) - die Entscheidung, welche meiner 1000en von Fotographien wähle ich aus - welche Schrift nehme ich (ich habe mir eine schöööööne Schrift gekauft) - welches Layout nehme ich und bei der Technik vor allen Dingen immer wieder: WIE GEHT DAS? - die Frage der Finanzen und die Bereitschaft, ein Risiko einzugehen - zwischendurch die totale Blockade, vorwärts zu kommen, weil es so heiß und stickig war - und natürlich auch die wunderschönen Momente, wenn Text und Bild ein so stimmiges Team bildeten, dass mir die Tränen die Wangen hinunterliefen oder wenn eine schöne Idee vom Himmel fiel...

Und ich bin wahrhaftig bis zu diesem wichtigen Streckenpunkt gekommen! Yiepieh! Das ist ein supergutes Gefühl!

Und von hier aus habe ich eine tolle Aussicht! Ich kann zurück blicken und sehe viele schöne Stationen, die ich passiert habe: Letzte Woche Freitag zum Beispiel der Besuch bei meiner Freundin Barbara, um ihre süße zweijährige Tochter Marie beim Purzelbäume schlagen zu fotographieren. Das war ein Spaß! Oder der Besuch im Bergischen, wo ich im wunderschönen Garten meiner Familie immer wieder herrliche Motive finde, wie das Vogelhäuschen, das mein Onkel selbst gemacht hat und das einfach ruft: "Nimm mich auf's Foto!" oder die von ihm hergestellte Metallspirale, die ich im Regen fotographierte und dann beim Betrachten am PC feststellte, dass sich darin ein wunderschönes Spinnennetz befand. Oder die rote Tulpe mit dem gelben Blütenblatt, die ich im Botanischen Garten der Stadt Bonn im Frühjahr fotographierte und zu der sich wie von selbst ein Text gesellte, den ich für mich im Café am Japanischen Gartens in Leverkusen aufgeschrieben hatte...

Und ich kann auch weiter nach oben bis zum Gipfel schauen. Es ist nicht mehr weit: Sie dürfen sich auf 40 Postkarten freuen. Ich bin ganz verliebt in die unterschiedlichen Motive, die eines gemeinsam haben: Ermutigung und Stärkung! Genau das, was ich am allermeisten mag und auch selbst brauche. Denn so manches Zitat hat mir selbst in den letzten Wochen geholfen. Ich freue mich schon darauf, wenn die Motive auf die Reise gehen und Sie bald begleiten.

In ca. 14 Tagen werden Sie die Postkarten hier im Shop kaufen können. Und da meldet sich auch schon meine nächste Etappe: Den Webshop einzurichten - mein IT-Engel Guido hat schon wertvolle Vorarbeit geleistet - jetzt gilt es Produkte anzulegen, Kundeninformationen bereit zu stellen... Kaufmännische Arbeit, die ich sehr mag. Weiter geht's! :o)

Aus dem Kölner Dschungel winkt

Anja Kolberg

Donnerstag, 29 Juni, 2006

Steine im Weg

Kennen Sie das auch? Da hat man ein richtig schönes Ziel vor Augen und plötzlich versperren RIESENGROßE STEINE den Weg. Oh Mann!

Was Sie vielleicht noch nicht wissen: Ich plane meine erste eigene Postkarten-Kollektion auf den Markt zu bringen. :o)

Den ersten Felsbrocken auf dem Weg entdeckte ich letzte Woche: Urheberrechtlich ist es nicht erlaubt, reine Zitatensammlungen zu veröffentlichen, es sei denn, die Autoren (und falls Übersetzer beteiligt waren, die auch) sind schon über 70 Jahre tot oder ich hole mir von ihnen/ihren Erben die Erlaubnis. Ist eine lange und umfangreiche Geschichte... (Einige Infos bietet Wikiquote). Deswegen ist übrigens auch meine Zitatensammlung im Moment in Überarbeitung.

Da ich selbst schreibe und fotographiere, ist es mir sehr wichtig, selbst die Urheberrechte Anderer zu wahren.

(Es ist so vieles übrigens nicht erlaubt, was oft gemacht wird. Ich wundere mich immer, wenn manche fremde Bilder kopieren oder gar Texte komplett aus Webseiten herauskopieren und auf die ihre bringen. Dann denke ich: Das ist doch ganz klar, dass dies gegen das Urheberrecht verstößt. Aber mir war zum Beispiel nicht klar, dass auch Schriften gekauft werden müssen, sofern sie nicht Freeware sind, wie ich in einer Weiterbildung gelernt habe... So lernt man immer dazu. Schade, dass Unwissenheit nicht vor Strafe schützt... Informationen zum Urheberrecht.)

Was bedeutet das aber für mein Vorhaben, Zitate auf die Postkarten zu bringen? Zunächst war ich total wütend über diesen blöden Felsbrocken, der mir da meinen schönen Weg blockiert und habe wütend dagegen getreten. Weg gegangen ist er davon natürlich nicht... Abhalten von meinem Vorhaben lasse ich mich dadurch natürlich nicht. Also was kann ich tun? Ich kann zum Beispiel drumherum gehen oder drüber steigen. Oder...

Ich kann auch etwas völlig Neues daraus machen! Ich habe es als deutlichen Wink mit dem Zaunpfahl verstanden, dass es wichtig ist, vorwiegend meine eigenen Worte zu nutzen. Ich habe bei meiner Zitatenrecherche übrigens entdeckt, dass jemand meine komplette Zitatensammlung auf seine Webseite übernommen hat. Wenn er mir gegenüber sitzen würde, dann würde ich ihm sagen: "Nimm deine eigenen Worte!

Sie sind so viel wichtiger und stimmiger als alles, was andere Menschen sagen! Mach dein Ding!" Und mir wurde plötzlich klar, dass ich das anderen sage, aber deswegen noch lange nicht für mich selbst nutze. Das war eine wichtige Erkenntnis für mich.

Also: Ich werde meine eigenen Worte nutzen und danke dem Felsbrocken, dass er sich auf meinen Weg gelegt hat. :o)

Um mal wieder ein Zitat zu gebrauchen:

"Jeder Mensch,
alle Ereignisse in deinem Leben,
sind da,
weil du selbst sie angezogen hast.
Was du mit ihnen anfängst,
ist deine Sache."

Richard Bach



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