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Donnerstag, 29 Juni, 2006

Steine im Weg

Kennen Sie das auch? Da hat man ein richtig schönes Ziel vor Augen und plötzlich versperren RIESENGROßE STEINE den Weg. Oh Mann!

Was Sie vielleicht noch nicht wissen: Ich plane meine erste eigene Postkarten-Kollektion auf den Markt zu bringen. :o)

Den ersten Felsbrocken auf dem Weg entdeckte ich letzte Woche: Urheberrechtlich ist es nicht erlaubt, reine Zitatensammlungen zu veröffentlichen, es sei denn, die Autoren (und falls Übersetzer beteiligt waren, die auch) sind schon über 70 Jahre tot oder ich hole mir von ihnen/ihren Erben die Erlaubnis. Ist eine lange und umfangreiche Geschichte... (Einige Infos bietet Wikiquote). Deswegen ist übrigens auch meine Zitatensammlung im Moment in Überarbeitung.

Da ich selbst schreibe und fotographiere, ist es mir sehr wichtig, selbst die Urheberrechte Anderer zu wahren.

(Es ist so vieles übrigens nicht erlaubt, was oft gemacht wird. Ich wundere mich immer, wenn manche fremde Bilder kopieren oder gar Texte komplett aus Webseiten herauskopieren und auf die ihre bringen. Dann denke ich: Das ist doch ganz klar, dass dies gegen das Urheberrecht verstößt. Aber mir war zum Beispiel nicht klar, dass auch Schriften gekauft werden müssen, sofern sie nicht Freeware sind, wie ich in einer Weiterbildung gelernt habe... So lernt man immer dazu. Schade, dass Unwissenheit nicht vor Strafe schützt... Informationen zum Urheberrecht.)

Was bedeutet das aber für mein Vorhaben, Zitate auf die Postkarten zu bringen? Zunächst war ich total wütend über diesen blöden Felsbrocken, der mir da meinen schönen Weg blockiert und habe wütend dagegen getreten. Weg gegangen ist er davon natürlich nicht... Abhalten von meinem Vorhaben lasse ich mich dadurch natürlich nicht. Also was kann ich tun? Ich kann zum Beispiel drumherum gehen oder drüber steigen. Oder...

Ich kann auch etwas völlig Neues daraus machen! Ich habe es als deutlichen Wink mit dem Zaunpfahl verstanden, dass es wichtig ist, vorwiegend meine eigenen Worte zu nutzen. Ich habe bei meiner Zitatenrecherche übrigens entdeckt, dass jemand meine komplette Zitatensammlung auf seine Webseite übernommen hat. Wenn er mir gegenüber sitzen würde, dann würde ich ihm sagen: "Nimm deine eigenen Worte!

Sie sind so viel wichtiger und stimmiger als alles, was andere Menschen sagen! Mach dein Ding!" Und mir wurde plötzlich klar, dass ich das anderen sage, aber deswegen noch lange nicht für mich selbst nutze. Das war eine wichtige Erkenntnis für mich.

Also: Ich werde meine eigenen Worte nutzen und danke dem Felsbrocken, dass er sich auf meinen Weg gelegt hat. :o)

Um mal wieder ein Zitat zu gebrauchen:

"Jeder Mensch,
alle Ereignisse in deinem Leben,
sind da,
weil du selbst sie angezogen hast.
Was du mit ihnen anfängst,
ist deine Sache."

Richard Bach

Dienstag, 27 Juni, 2006

Fragen wir Frauen zu oft nach dem Weg?

Männer fragen nicht nach dem Weg. Die fahren einfach drauflos, finden ihn mal - durch Instinkt, durch Zufall, durch Ausprobieren, durch Wissen - mal nicht. In letzterem Falle machen sie sich nicht verrückt, sondern fahren wahrhaftig so lange durch die Gegend, bis sie den Weg gefunden haben. Wenn es sein muss: Stunden. Um ja nicht nach dem Weg zu fragen. (Funktioniert auch im Baumarkt.) ;o) Dabei ist es so einfach, wie die meisten Frauen zeigen: Anhalten. Fragen. Richtung erfahren. Weiterfahren. So einfach so gut.

Mit einer besonders interessanten Strategie versuchte ich mal als Jugendliche den Weg zu finden. Ich war das erste Mal mit meinem Freund und Pkw in der großen Stadt Köln. Wir wussten den Weg zurück zur Autobahn nicht und hatten die geniale Idee, einfach jemand hinterher zu fahren, der das gleiche Nummernschild hatte wie wir. Klingt doch gut, oder? Nicht so ganz. Der wollte nämlich nicht nach Hause Richtung Autobahn, sondern ganz woanders hin, wahrscheinlich seine Freundin besuchen. Das haben wir erst recht spät gemerkt und einen völlig neuen Teil Kölns weitab der Autobahn kennen gelernt...

Ich finde dazu, wie ich einen Weg zu einem bestimmten Ort finde, lassen sich Parallelen ziehen, wie ich bei der persönlichen Zielerreichung vorgehe. Versuche ich den Weg selbst zu finden, durch Try, Luck & Error (wie viele Männer, siehe oben) oder frage ich direkt nach dem Weg? Mache ich mir einen Plan, schaue mir ausführlich die Karten an und fahre dann los? Frage ich zu oft nach dem Weg, bin nachher ganz verwirrt und höre nur noch auf die anderen, statt mich zu besinnen, einen Blick auf meine Karte zu werfen oder mir zuzutrauen, dass ich den Weg schon finden werde? Gebe ich auf, wenn ich in einer Sackgasse gelandet bin oder drehe ich um, wohlwissend gleich finde ich den richtigen Weg?

Ich glaube, hier von den Männern etwas lernen zu können. Nämlich nicht immer gleich nach dem Weg zu fragen oder perfekt zu zögern - indem ich plane, plane, plane - statt mich einfach auf den Weg zu machen und es so zu tun, wie ich meine, es sei richtig. Einfach mein Ding zu machen und nicht so schnell aufzugeben. Fest mein Ziel im Sinn und losfahren. Nicht auf andere zu hören (hey, wer weiß, ob die sich wirklich auskennen und verstehen, wo ich hin will?), sondern auf mich selbst. Zu viele Menschen, die mir den Weg zeigen wollen, zeigen mir vielleicht auch ihren Weg oder bringen mich gar davon ab, in dem sie mich erstaunt fragen: "Was wollen Sie denn da? Da fährt doch schon lange keiner mehr hin. Das lohnt sich doch nicht. Ich habe da eine viel bessere Idee." ....

Ja, und die Männer, ganz klar, die können auch was von uns Frauen lernen: Sich nämlich, wenn man sich total verfahren hat, nicht noch weiter verfahren, sondern die Hilfe von anderen annehmen und nach dem Weg fragen ...

Ich freue mich auf eine Woche, in der ich immer meinen Weg finde, und falls ich nicht weiterkomme, nicht gleich vorschnell nach dem Weg frage, sondern es mit meinen Möglichkeiten einfach mal versuche und mir erlaube, mich zu verfahren!

Vielleicht entdecke ich dabei ja etwas Wundervolles, das viel besser ist...

Anja Kolberg

Samstag, 17 Juni, 2006

Einfach mal an was anderes denken...

Kleine Auszeiten vom Alltag sind was herrliches...
Das habe ich bei meinem Ausflug zu meiner Familie auf's Land gemerkt. Mal an was völlig anderes denken.

Meine Oma lebt mit meiner Patentante und meinem Onkel in einem winzig kleinen Örtchen (11 Häuser) im Bergischen Land. In diesem Ort bin ich auch aufgewachsen. Wenn meine Tante und mein Onkel einige Tage Urlaub machen, kommt meine Mutter dorthin, damit meine Oma (fitte 81 Jahre jung, kölsches Herz, herrliche Kicher-Garantie, immer eine Lösung parat, schneidert die besten Karnevalskostüme und backt die besten Waffeln der Welt) nicht alleine ist. Und - ich glaube im letzten Jahr - habe ich gedacht: "Warum gönne ich mir nicht eine schööööne Mama-und-Oma-Zeit und fahre auch einige Tage dorthin?" Denn so oft sehen wir uns nicht. Schon gar nicht mehrere Tage am Stück. Das hat mir sooooo viel Spaß gemacht und so gut getan, dass ich das jetzt öfter mache. So auch jetzt über Fronleichnam.

Ich fühle mich dort wie in einer anderen Welt: Im traumhaft schönen Garten unzählige Fotomotive finden, selbst gemachten Erdbeerkuchen schlemmen oder Pillekuchen und frischen Salat aus dem Garten oder hmmm Reibekuchen mit Rübenkraut oder frische Waffeln ...

Wie Sie sehen: Wir drei - sorry vier - Frauen (Oma, Mama, die alte Hundedame Maffy und ich) haben es uns so richtig gut gehen lassen. Fotos von früher werden angeschaut, die Geschichten dazu erzählt, Halma gespielt ... nachts ist es dort zwischen all den Wiesen, Kühen und Pferden so still wie man es sich hier in Köln kaum vorstellen kann. Sie haben bestimmt schon eine Idee, wie man morgens geweckt wird. Richtig, der Hahn macht das oder eine gackernde Henne, die gerade ein Ei gelegt hat...

Und so kehre ich mit frischer Energie in den Alltag zurück und freue mich schon auf die nächste Mini-Auszeit im Sommer. :o)

Frische Power-Grüße!
Anja Kolberg

Mittwoch, 14 Juni, 2006

ICH BIN FREI!

Manchmal quäle ich mich sehr sehr lange mit einer Entscheidungsfindung. Mache mich fertig, dass ich sie immer noch nicht gefunden habe. Wäge ab, hadere, bin unzufrieden, vor allen Dingen viel zu ungeduldig. Das haben Sie ja vielleicht in meinem Beitrag über das Loslassen gelesen. Es ist ja nicht so, dass ich das Alte nicht wertschätze. Oh nein! Ich bin damit zufrieden, mag es - bei all den immer lauter werdenden Nebenwirkungen - und gerade das macht die Sache so schwer.

Nachdem ich mir erlaubt hatte, dass weder die eine noch die andere Entscheidung die richtige für mich ist und ich es erst einmal so lassen kann, manifestierte sich eine Entscheidung. Ich habe mit meinem Partner darüber gesprochen, der mich ermutigt hat und das hat die Entscheidung noch mehr gefestigt. Jetzt ist sie gefallen. Ich bin mir sicher. Ich bin klar, was ich nicht mehr will. Und habe mich entschieden. Das tut soooooo gut. Ich fühle: Ich bin frei! Wirklich frei - bei aller Angst (klar, die kommt jetzt auch), wie denn das Neue wird. Ob alles gut gehen wird.

Ich habe das Gefühl, dass ich eine neue Türe geöffnet habe. Ich nehme die Wärme wahr, die aus dem neuen Raum zu mir strömt, ebenso nehme ich verschiedene Düfte wahr, viel Trubel, Stimmen, Lachen, Singen und gaaaaaaaaaanz viel Natur.

Ich freue mich auf das, was vor mir liegt und genieße jetzt 3 Tage Auszeit bei meiner Oma auf dem Land. Herrlich. Ein schööööööner Garten von meinem Onkel und meiner Tante mit Liebe angelegt, inklusive freilaufenden Hühnern und Gänsen und einem großen Gemüsebeet. Dann erwartet mich meine liebe Oma mit einem grooooßen kölschem Herz, die ich sehr sehr liebe. Dann werde ich meine Eltern besuchen, quatschen, lachen... Mit Mama & Oma Halma spielen. Fotographieren und mich verwöhnen lassen, noch mal Kind sein. Einfach da sein. Ach, ist das schööööön!

Herzensgrüße von einer unglaublich befreiten, klaren

Anja Kolberg

Dienstag, 13 Juni, 2006

Flagge zeigen

Die WM macht's möglich: Die vergessene Lust der Deutschen, Flagge zu zeigen. Farbe zu bekennen für das eigene Land. Bei Auslandsaufenthalten ist mir immer wieder aufgefallen, wie positiv andere Länder zu ihrer Fahne stehen. Als wir in Schweden auf dem Göta-Kanal unterwegs waren, hatte fast jedes Haus die blau-gelbe Flagge gehisst. In Dänemark das gleiche. Wie schön sind die Italienischen Farben, die sich meist in der Dekoration italienischer Restaurants wiederfinden. Ich denke an die Amerikaner, die mit einem unglaublich stolzen Gefühl ihre Hymne singen oder auf so vielen Dingen ihre Flagge präsentieren.

Nur wir selbst in unserem Land schämen uns irgendwie dafür. Warum? Ja, wir haben in der Vergangenheit riesengroße Fehler begangen, die unentschuldbar sind. Doch darf nach über 50 Jahren nicht auch mal wieder ein gesundes Gefühl für unser Land einkehren? Ich möchte gerne sagen: "Ich bin stolz, eine Deutsche zu sein. Ich liebe mein Land." Ganz natürlich, ohne schlechtes Gewissen oder Angst, dass ich einen Stempel aufgesetzt bekomme. Jedes Land hat seine Vergangenheit.

Was haben wir für ein schönes Land. Grün, bewaldet, weltoffen, ich fühle mich hier sicher, gut versorgt, geschätzt, nette Menschen leben hier. Ich genieße es, beim Italiener, Thailänder, Chinesen oder Türken essen zu gehen. Bei dem Gedanken an die griechischen Vorspeisen läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Wie viele nette Menschen habe ich auf meinen Auslandsreisen kennen gelernt, mit wie vielen bin ich hier in Deutschland in Kontakt gekommen. Ich denke gerade an den russischen Jungen, der mir mit dem Fahrrad hinten auf's Auto gefahren ist. Beule im Auto, Fahrrad kaputt. Darüber habe ich seine Familie kennen gelernt. Sie lebten auf 2 Zimmern mit 10 Personen. Was haben die mich herzlich empfangen, frisch Gebackenes stand auf dem Tisch, Tee wurde mir angeboten. Was war das eine nette Familie, denen es so leid tat, was geschehen war und der Junge so traurig, dass sein Rad krumm war. Als ich meinem Onkel davon erzählte, sagte er: "Warte mal, ich habe noch ein Rad im Keller." Frisch geputzt habe ich es dem Jungen überreicht. Das war eine Freude, die mich noch heute berührt.

Ich glaube, dass dies auch ein typisches Bild für uns Deutsche ist. Wir sind genau so herzliche und liebevolle Menschen wie es sie in jedem Land auf der Welt gibt. Ebenso wie es auch in jedem Land auf der Welt die Bösen gibt. Es ist die Frage, wem oder was wir unsere Aufmerksamkeit schenken möchten.

Haben Sie die Sendung "Die größten Erfingungen" zufällig letzten Sommer im ZDF gesehen? Ich war mehr als erstaunt, wie viele dieser Erfindungen aus unserem Land stammen oder wie viele Deutsche an deren Entstehung beteiligt waren. Ein paar Inspirationen? Der Buchdruck, das Auto, die Röntgenaufnahmen, der Dübel, das Antibiotikum, die Glühbirne... Was steckt für eine Kraft in uns Deutschen. Das ist uns doch nicht einfach abhanden gekommen, es liegt noch immer in uns. In jeder, in jedem von uns. Es ist Zeit, wieder unsere Kraft zu sehen und an sie zu glauben. An unsere Art, die Dinge zu machen. Ich will wertschätzen, was meine Ahnen aufgebaut haben. Ich will mein Land wertschätzen mit allen Vor- und Nachteilen und mit aller Brüderlichkeit und Herzlichkeit und all dem Guten, das in uns liegt und in allen Menschen auf dieser Welt.

In diesem Tagen, wo der Sport die Menschen vereint, haben wir alle die Chance, uns neu zu erleben und zu zeigen, dass die Welt zu Gast bei Freunden ist. Bei uns.

Anja Kolberg

Montag, 12 Juni, 2006

Loslassen

Warum ist das Thema "Loslassen" so schwer?

Das Neue klingt so verlockend. Leicht. Anders. Richtig. Stimmig. Es macht mir aber auch Angst. Weil es ungewohnt ist. Ich weiß nicht, was mich erwartet. Wird es wirklich besser? Bin ich dann wirklich zufrieden? Wird sich all der Aufwand lohnen? Wird es gut gehen oder werde ich Schiffbruch erleiden?

Das Alte ist mir vertraut. Ich kenne alle Vorzüge, aber auch alle Macken in- und auswändig. Das gibt mir Sicherheit. Ich habe gelernt, damit umzugehen, auch wenn es nicht das Optimale ist und ich einen hohen Preis bezahle. Es ist aber auch schwer und hindert mich, weiter zu kommen. Ich spüre mit immer stärkerer Macht: Das Alte geht zu Ende. Es stimmt nicht mehr.

Hin- und hergerissen zwischen den Möglichkeiten trete ich auf der Stelle. Was wäre, wenn ich wirklich loslasse und meinem Inneren vertraue, das mir zuflüstert: "Ja, das ist das Richtige für dich! Mach das!" Die Angst in meinem Inneren schreit laut "Nein!" Ach würde ich es doch einfach wagen, loslassen und nicht so perfekt planen. Neues wagen. Neue Wege beschreiten. Meinem Inneren vertrauen. Was für eine Herausforderung. Mal fällt sie mir leicht, mal schwer. Jetzt gerade so richtig schwer. Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah!

Es nützt nichts. Ich will hindurch durch diese offene Türe. Der Raum dahinter lockt mich so sehr und er stimmt auch so sehr! "Wer hält mich davon ab, hindurch zu gehen?" Ein Blick in die Runde meines inneren Teams. Oh - fast alle zeigen auf.

Ich führe einen aufschlussreichen und heftigen Austausch mit meinem Inneren Team. Danach schaue ich mir mein Bild oben an. Loslassen steht darauf. Und ich halte zwei Dinge fest. Ich kann die eine oder andere oder gar beide Seiten loslassen, wird mir auf einmal bewusst. Beides loslassen. Dann wäre ich wirklich frei. Ich glaube, ich habe nicht wirklich klar, was das Neue und was das Alte ist.

Ich schaue mir das Alte und das Neue noch einmal ganz genau an und wofür sie stehen. Und beide Seiten zeigen deutlich ihre Meinung. Puh! Ich bin richtig betroffen. Und ich spüre: Es ist Wahres daran. Mir wird immer deutlicher: Es ist wichtig, dass ich beides loslasse. Weil nichts von beidem wirklich stimmt!

Tut das gut! Ja, das ist der richtige Weg. Frei von beiden Lösungen mich weiter entwickeln. Ich habe nicht nur eine oder zwei Möglichkeiten, weiterzugehen. Nein, ich habe viele!

Ein Blick ins Innere Team. Was haltet ihr davon? Strahlende Gesichter rufen "JAAAAAAAA!"

Das reicht mir erst mal für heute. Auch wenn meine Gedanken schon weiterziehen. Morgen ist auch noch ein Tag!

Ein freies - wenn auch noch nicht klares - Hallo aus Köln

Anja Kolberg

Donnerstag, 01 Juni, 2006

Neues Kalenderblatt Juni

Pfingsten naht. Ein neuer Monat beginnt. Zeit für das neue Kalenderblatt aus meinem Tischkalender 2006: Eine Pfingstrosenknospe, die voller Kraft auf ihr Erblühen wartet. Was für eine Pracht!!

Wann haben Sie zuletzt Ihre Nase in die Nähe einer Pfingstrosenblühte gebracht? Ich gestern Abend. Was für ein Duft! Unglaublich!

Und dazu noch das wundervolle Zitat von Selma Lagerloef:

Und ich habe gemerkt: Das Wunder, auf das ich solange gewartet habe, bin ich selbst.

Einen schönen Monat Juni: Voller Blüten, Duft, Zeit & warmen, sonnigen Stunden. Nun, wenn schon nicht vom Himmel kommend, dann doch bestimmt in Ihrem Herzen!

Anja Kolberg

Mittwoch, 31 Mai, 2006

Ich reiche völlig aus

Kennen Sie das Gefühl, zu meinen, dass andere besser sind als man selbst?
Dass das, was die können und nutzen, das Richtige ist und ich das Falsche nutze/habe/mache? Seien es Computerprogramme, Ausbildungen, Foto-Ausrüstung, bestimmte Marktführer/Arbeitgeber... Was auch immer. Bei den Weiterbildungen, die ich in der letzten Zeit besucht habe, dachte ich immer, dass ich dort lerne, wie ich "es richtig mache". Und was stelle ich fest? Es war genau richtig, so wie ich es gemacht habe. Es reicht völlig aus. Meine Art eben. Vielleicht nicht die technisch optimalste Art, aber ich erreiche mein Ziel auch.

Jetzt, wo ich das weiß, geht es mir besser, ich habe neues Selbstbewusstsein getankt und ich bin frei, es so zu machen, wie ich es will. :o)

Einen sonnigen Tag aus dem derzeit trockenen Köln

Anja Kolberg

Samstag, 27 Mai, 2006

Rum-Trödeln

Wissen Sie, was ich an einem so verregneten Wochenende gut finde?

Ich habe mal richtig Zeit zum Trödeln. Ehrlich: Wenn es trocken wäre, würde mein Garten rufen. Oder ich würde fotographieren gehen. Oder sonst irgend etwas effektives und "sinnvolles" tun.

Aber bei so miesem Wetter, da bleibt mir ja gar nichts anderes übrig, als schööööön zu faulenzen. ;o) Und da fällt mir einiges neben schlaaaaafen ein. :o)

Lesen, am Computer herumspielen, z.B. selbst Mandalas entwerfen. Haben Sie das schon mal ausprobiert?

Mit einem Zeichenprogramm Kreise und Figuren ziehen, zentrieren und mit Farbe (z.B. dem Fülleimer) aus"malen". Macht viel Spaß. Denn wenn's mir nicht gefällt, brauche ich das Papier nicht zerknüddelt in die Ecke werfen, sondern einfach die Rückgängig-Taste betätigen. Herrlich. Und ich kann verschiedene Muster ausprobieren. Oder vielleicht auch mal was, wo ich innerlich schreie: iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiihhhhhhhhhhhhhhh! Was für eine furchtbare Farbzusammenstellung. HILFE!!! :o)

Macht Spaß, wie gesagt. :o)

So, jetzt wissen Sie, wie ich meine letzte halbe Stunde verbracht habe. :o)

Liebe Grüße!

Anja Kolberg

Mittwoch, 24 Mai, 2006

Meilenstein geschafft!

So grau wie der Tag angefangen hat...

So gut geht es mir jetzt!

Oh, was war ich heute Mittag und Nachmittag unzufrieden mit mir selbst (siehe unten). Nachdem ich erst mal wieder abgelenkt war von meiner Aufgabe (tsssss...) habe ich mich dann doch noch motivieren können, meine Aufgabe anzufangen. Und es ist was ins Rollen gekommen! Längst ist die kleine Aufgabe abgehakt, aber die eine Sache hat eine nächste ausgelöst... Herrlich weit bin ich heute gekommen. Ein Meilenstein-Tag auf meinem Weg. Was für ein wunderbarer Tag! :o))

Das erinnert mich an den Domino-Effekt aus der Lösungsorientierten Gesprächsführung: Man geht nicht davon aus, dass ellenlange To-Do-Listen zum Erfolg führen, sondern dass ein kleiner Domino-Stein - der erste Schritt* - viele andere auslöst. Und die führen dann zum Ziel. Ja, und dieses Prinzip hat sich heute mal wieder in der Praxis bewährt! :o)

Jetzt gehe ich mich belohnen! :o)

Einen schönen Feiertag!

Anja Kolberg

*Mit dem ersten leichten Schritt starten auch die Teilnehmerinnen des Intuitiven Berufsworkshops von letzter Woche nach unseren gemeinsamen 2 Tagen. Wunderbare Teilnehmerinnen mit schöööönen Ideen!! Winke winke von hier!

So graue Tage im Leben...

Es gibt so Tage im Leben, da scheint gar nichts so richtig zu klappen. Ich habe eine bestimmte Vorstellung wie bestimmte Dinge ablaufen. Die trifft nicht ein. Ich bin traurig und enttäuscht. Ich habe mich auf ein Gespräch gefreut und es läuft ganz anders, als ich mir das erhofft habe (wenn ich ehrlich bin: Ich hatte es schon befürchtet, wollte es aber nicht wahr haben). Ich möchte einen Ausflug machen und es regnet. Es gibt ja Tage, da macht es mir gar nichts aus. Anders ist das heute. Es ist so ein "himmelhoch-jauzend-zu-Tode-betrübt"-Tag. Eher der betrübte Teil davon. Hätte ich das gleich gewusst, dass der Tag so läuft, dann hätte ich das und das gemacht. Hätte... Hätte... Am liebsten würde ich mich verkriechen und schmollen und mich bemitleiden und ihn abhaken. Den Tag. Ist ja auch mal schön.

Aber am allerliebsten wäre mir natürlich, dass es doch noch ein schöner Tag für mich wird. Was könnte mir denn gut tun? Was brauche ich, um zufrieden zu sein?   Da fällt mir wahrhaftig nichts ein. Weiter schmollen? Nein. Ich versuch's mal mit einem inneren Dialog*:

Anja: Trauriger Teil. Warum bist du traurig?

Trauriger Teil: Weil es nicht so gelaufen ist wie ich das gerne wollte.

Anja: Was wolltest du denn?

Trauriger Teil: Dass die Person an mir das gleiche Interesse hat wie ich an ihr.

Anja: Und das war nicht der Fall?

Trauriger Teil: Nein.

Anja: Kannst du bei einem nächsten Kontakt etwas besser machen?

Trauriger Teil: Nein.

Anja: Was wäre dir am liebsten?

Trauriger Teil: Mir bessere Kontakte zu suchen.

Anja: Reicht das?

Trauriger Teil: Ja. Und die nicht guten Kontakte meiden.

Anja: Noch was?

Trauriger Teil: Ja, ich bin traurig, dass der ehemals gute Kontakt nicht mehr so ist wie früher. Das tut weh.

Anja: Hm. Kann ich etwas für dich tun?

Trauriger Teil: Ja, zuhören.

Anja: Was möchtest du mir denn noch erzählen?

Trauriger Teil: Mir fehlt etwas.

Anja: Was denn?

Trauriger Teil: Anerkennung.

Anja: Wie soll die aussehen?

Trauriger Teil: Interesse. Zuhören. Mich akzeptieren.

Anja: Akzeptieren, dass du einfach dazu gehörst?

Trauriger Teil: JA! Ich weiß, dass du mich nicht so sehr magst wie den positiven, fröhlichen, unbeschwerten Anteil in dir. Aber ich bin ein Teil von dir.

Anja: Das fällt mir wirklich schwer, dich anzuerkennen. Es tut mir leid, aber es ist so. Es ist immer leichter, fröhlich zu sein. Alles im Griff zu haben. Klar zu sehen. Zufrieden zu sein.

Trauriger Teil: Und dennoch bin ich da. Und wichtig.

Anja: Warum bist du wichtig?

Trauriger Teil: Weil ich dich aufmerksam mache.

Anja: Worauf?

Trauriger Teil: Auf die Dinge, die einfach nicht mehr stimmen. Dinge, die dir nicht gut tun. Dinge, die du ändern solltest.

Anja: Was soll ich ändern?

Trauriger Teil: Hör mehr darauf, worauf du Lust hast. Und wenn du kein gutes Gefühl hast: Lass es. Auch wenn dann ein ehemals intensiver Kontakt auseinander geht. Wenn jemand geht, darf jemand neues in dein Leben treten, der besser zu dir passt. Der zu der Person von heute passt und nicht zu der von vor x Jahren.

Anja: Das fällt mir schwer. Hm. Ich spüre, dass ich noch immer traurig bin - nein: UNZUFRIEDEN! Unruhig. Dann will ich den Teil mal in mir befragen:

Anja: Unzufriedener Anteil. Was ist los mit dir?

Unzufriedener Anteil: Ich bin ganz kribbelig. Es geht mir nicht schnell genug.

Anja: Was geht dir nicht schnell genug?

Unzufriedener Anteil: Die Postkarten fertig zu machen. Endlich mit den richtigen und wichtigen Projekten anzufangen. Statt dessen trödelst du! Das NERVT mich gewaltig.

Anja: Genau so fühle ich mich. Kann ich etwas daran ändern, damit du ruhiger wirst?

Unzufriedener Anteil: JAAAAA!!!!!!

Anja: Was denn?

Unzufriedener Anteil: Tu irgend etwas von den Dingen, die du unbedingt tun willst/musst, um weiter zu kommen. Pick dir nur eine einzige Sache aus der Liste der Dinge heraus, die du unbedingt tun willst. Und tu sie. Dann bin ich ruhiger und zufriedener. Du brauchst gar nicht viel zu machen. Nur eine Sache. Worauf du noch am meisten Lust hast. Und dann ist gut für heute.

Anja: Und wenn ich gar nichts mache?

Unzufriedener Anteil: Geht auch. Aber dann bleibe ich.

Anja: Mal sehen. (Blick schweift über den Schreibtisch.) Dann will ich das Angebot für die Postkarten überarbeiten. Ist das O.k.?

Unzufriedener Anteil: Ja, klar!

Anja: (atmet auf)

So, das mache ich jetzt. Und danach mache ich gar nichts mehr Produktives. Sondern erkenne an, dass es auch mal miese Tage geben darf. Schließlich scheint ja auch nicht jeden Tag die Sonne. Es darf auch mal ein mieser Tag sein, den ich in den Mülleimer werfen kann. Ich merke, ich komme wieder mit meinem Beitrag über die Geduld in Kontakt...

Ungeduldige Grüße!

Anja Kolberg

Samstag, 20 Mai, 2006

Der richtige Zeitpunkt kommt

Geduld haben - für einen Widder wie mich gleicht das der Besteigung des Mount Everest. Doch es nützt nichts - manchmal geht es nicht anders und ich muss geduldig sein. Wie heißt es so schön: "Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." Leichter verstanden als umgesetzt!!!

Manchmal - jetzt gerade schon wieder in einem Herzensprojekt - hänge ich in Warteschleifen und bin sehr unzufrieden mit mir, weil ich noch nicht so weit bin wie ich eigentlich sein könnte. Irgend etwas blockiert mich dann. Ich weiß, dass ich eigentlich nur dies oder das tun muss, dann kommt die Sache, die ich vorhabe, in Bewegung. Aber es gibt immer irgend einen guten Grund, der mich davon abhält, wirklich aktiv zu werden.

Jetzt kann ich zwei Dinge tun:

  1. Auf mir weiter rumhacken. (Bewährte, aber unbefriedigende Methode.)
  2. Akzeptieren, dass es so ist wie es ist und bestimmte Anteile in mir einfach noch Zeit brauchen. (Schwerer, aber wohl der stimmige Weg.)

Der Blick auf die Natur hilft mir: Auch wenn ich am liebsten hätte, dass der Mohn jetzt schon blüht: Es geht einfach nicht schneller, selbst wenn ich jeden Tag daran denke. Die Natur hat ihren ureigenen Rhythmus und es gibt einen stillen Plan, der dafür sorgt, dass alles zum richtigen Zeitpunkt wächst, blüht, sich zurück zieht. Haben Sie schon mal orientalischen Mohn in unserer deutschen Region erlebt, der z.B. im Winter blüht? Selbst wenn die Pflanze es sich in den Kopf gesetzt hätte: Wahrscheinlich wäre all ihre Lebenskraft verbraucht, wenn sie aus dem Boden gekommen wäre, geschweige denn hätte sie lange zu leben. Stimmen aber die Rahmenbedingungen, wenn es Frühling ist, der Boden warm, dann wächst sie wie von selbst und wird größer und größer, entwickelt Knospen und wenn es soweit ist, dann springt die Mohnknospe eines Tages auf und ein Zauberwerk an Farben entblättert sich wie von selbst!

Auch Veränderungsprozesse haben ihren eigenen Rhythmus, einen tieferliegenden Zeitplan, den ich nicht vollständig beeinflussen kann. Ich will darauf vertrauen, dass der richtige Moment kommt und ich dann wie von selbst aktiv werde und handle. Denn genau dann ist der richtige Zeitpunkt und alle Rahmenbedingungen stimmen! Ich möchte geduldig sein, auch wenn ich nicht verstehe, warum ich noch nicht aktiv sein kann. Ich will darauf vertrauen, dass es einen Grund hat, die Rahmenbedingungen vielleicht noch nicht ganz stimmen, ich noch wichtige Informationen brauche, die noch auf dem Weg zu mir sind und eine schützende Hand mich davor bewahrt, zu schnell aktiv zu werden. Das gute ist ja: Es ist kein Winter mehr, die Mohnknospen sind schon riesig groß (die in Nachbars Garten, meine neu gepflanzte braucht wohl noch ein Jahr, um sich ganz in meinem Garten wohl zu fühlen). Es dauert also nicht mehr allzu lange! :o)

Also lenke ich mein stures Widderköpflein ab und nähe heute weiter an meiner wunderschönen fliederfarbenen Wildseidenjacke. (Mein 1. Berufswunsch zeigt sich auf einmal wieder. :o))))

Schööööönes Wochenende!

Anja Kolberg

P.S. Das nachfolgende Zitat von Dietrich Bonhoeffer ist mir gestern dazu passend über den Weg gelaufen. Heute habe ich eine neue E-Card im Megaformat dazu entwickelt. Die gefällt mir richtig gut!

Freitag, 19 Mai, 2006

Was in uns liegt...

Mein Lieblingszitat stammt von Henry David Thoreau:

Was vor uns liegt und was hinter uns liegt,
sind Kleinigkeiten im Vergleich zu dem, was in uns liegt.
Und wenn wir das, was in uns liegt,

nach außen in die Welt tragen,
geschehen Wunder.

Ist das nicht wunderbar? Diese Worte inspirieren mich immer wieder, an die leisen Ideen zu glauben, die in mir schlummern und sie mehr und mehr nach außen in die Welt zu tragen. Ja, ich will Wunder! Sie auch? Was liegt in Ihnen und will das Licht der Welt erblicken?

Sonnenpower aus dem sturmgeschüttelten Köln

Anja Kolberg, kurz vom 2. Berufsworkshoptag

Mittwoch, 17 Mai, 2006

Im Tun versinken

 Kennen Sie das auch? Sie sind mitten in einer Arbeit, die Sie so in ihren Bann zieht, dass Sie vergessen, zu trinken? Mir passiert das des öftern. Heute morgen habe ich mich wieder dabei ertappt: Ich habe den Berufsworkshop vorbereitet, der morgen beginnt. In Gedanken bin ich beim Workshop, den Teilnehmerinnen, im Raum, was ich noch besorgen will und in meiner Vorbereitung hier am Schreibtisch. Und ich spüre: "Ich habe Durst." Es dauert eine ganze Zeit, bis ich mich aus meinem Tun löse und mir hole, was ich brauche. Wo ich gerade dabei bin: Mein Wasserglas ist wieder leer. (...auf zum Wasserhahn).

So wird mir mal wieder bewusst, wie wichtig es ist, immer wieder inne zu halten und mich zu fragen: "Was brauche ich gerade wirklich?" Das sind bei mir meist keine großen, aufwändigen Dinge. Manchmal brauche ich etwas zu trinken oder einige Minuten durch den Garten streifen, aufstehen, eine Kuscheleinheit mit unserem Hund oder einen Kaffee mit meinem Partner oder eine wirkliche Pause (ja, auch mit Schlaf).

Gut, dass es mir heute wieder bewusst wird. Wasser ist frisch aufgefüllt, der Workshop vorbereitet. Jetzt noch ein paar Besorgungen und dann habe ich mir den Nachmittag freigenommen. Nicht arbeiten, sondern nur für mich da sein und mich treiben lassen!

Sonnengrüße aus dem Regenwasser tankenden Köln (der Garten freut sich)

Anja Kolberg

Dienstag, 16 Mai, 2006

Nur die Ruhe?

Manchmal weiß ich innerlich schon längst, wo mein Weg weiter lang geht. Meine Seele ist schon längst da, sieht die neue Aufgabe, spürt die Freude, die es machen würde, nur von dem zu leben, was mir jetzt wirklich Spaß macht. "Aber geht das wirklich?" fragt da jemand aus meinem inneren Team. "Ja, es geht wirklich", sagt meine innere Stimme. Eigentlich wäre es ganz leicht. Einfach - ohne groß nachzudenken - das tun, was mir wirklich Freude macht. Aber es gibt da einen großen Teil von meinem inneren Team (zum Beispiel meine Betriebswirtin, die Ängstliche und der Kontrolleur), die blockieren. Die wollen nicht so schnell rüber. Da habe ich noch einen großen Teil Arbeit, den "am Alten festhaltenden Teil" zu motivieren, rüber zu gehen. Und ich werde durch sie daran erinnert, in langsamen Schritten zu gehen. Die Anteile, die zögern, sind ja auch wichtig, sonst wären sie nicht da. Alles hat seine Zeit. Jaja, gut gesagt. :o)

Liebe Grüße, Anja Kolberg

Freitag, 12 Mai, 2006

Wirklich ich selbst sein

 

Es fällt mir manchmal so schwer, wirklich zu mir selbst zu stehen. Zu sagen, was ich denke. Zu schreiben, was ich fühle. Viel zu oft meldet sich mein Verstand und sagt mir: "Lass es lieber, wer weiß, was passiert?"

Woher kommt die Zuversicht, dass es richtig ist, sich zu öffnen und wirklich die Dinge umzusetzen, die ich wirklich gerne tun möchte? Wofür mein Herz schlägt? Dinge, die mein Verstand nicht versteht, aber mein Herz als richtig fühlt.

Schreiben. Ich will schreiben. Einen Roman voller Liebe. Und was mache ich? Ich denke über ein weiteres Sachbuch nach. Ja, das ist auch wichtig. Dabei habe ich doch nach meinen beiden Sachbüchern festgestellt, dass, was ich wirklich schreiben will ist ein Roman. Ein richtig schöner Liebesroman. Aber kann ich mir das leisten? "Hey, was sollen die anderen denken?", flüstert da jemand aus meinem inneren Team. Na toll, so eine Stimme kann ich jetzt gerade gebrauchen... Nützt aber nix - sie ist da und gehört genauso zu mir wie die Anteile, die mich schreibend auf der Terrasse oder im Café mit Laptop, Milchkaffee und Kirsch-Bananensaft sehen...

Urg! Ich versuche es anzuerkennen. Dass diese Zweifel, diese vielen vielen Ping-Pong-Gedanken einfach dazu gehören: Zu mir. Zum Prozess. Zum Leben. Zum Weg, mich ganz und gar zu leben. Ja, so ist es!

Einen wunderschönen Tag & ein bezauberndes Wochenende wünsche ich Ihnen, liebe Leserin da draußen am Bildschirm

Anja Kolberg

Mittwoch, 10 Mai, 2006

Jeder Mensch...

...hat das Recht, sich die Zeit zu nehmen, die er braucht!

Das ist ein inspirierender Gedanke, der mich heute durch den Tag begleiten möchte!


Sonne aus Köln für Sie!

Anja Kolberg

Dienstag, 02 Mai, 2006

Heute schon gelobt?

Kennen Sie das Gefühl unerwartet Anerkennung zu erhalten?

Sei es die Postkarte einer Freundin,
ein Dankeschön nach einem Abend bei Freunden,
ein anerkennendes Lob in einer Mail,
ein Kompliment über das neue Outfit,
ein Zettel mit "Ich hab dich lieb" für den Partner
oder...

Es tut sooooo gut! Anerkennung ist etwas wunderbares.

Wie oft leben wir durch den Tag und vergessen dankbar zu sein, für das, was wir haben? Den netten Partner zum Beispiel, der sich wiedermal in die Küche gestellt hat, um das Abendessen zu zaubern. Wie leicht ist es dann, zu kritisieren, statt grundsätzlich froh zu sein, dass einer die Arbeit macht? Und dafür Anerkennung und Lob zu geben?

Gerade denke ich an ein Erlebnis in einer Mailingliste: Das Organisationsteam bestand rein aus ehrenamtlich arbeitenden Mitgliedern. Ich habe davor großen Respekt und finde es nicht selbstverständlich, etwas kostenfrei zu erhalten. Als es eine zeitlang Umstellungsprobleme in der Liste gab, schrieb ich ans Orgateam und bedankte mich bei den trotz dieser Herausforderung Arbeitenden für das enorme Engagement. Ich war erstaunt über die Antwort: Ich war die einzige, die etwas Nettes geschrieben hatte. Alle anderen hatten nur Kritik geäußert. Was hilft Menschen in einer solchen Zeit wohl mehr? Kritik? Wohl kaum. Ich glaube, die meisten von uns sind doch selbst ihre größten Kritiker, da müssen nicht noch andere draufhauen. Nein, ich glaube, ein nettes Wort und liebevolle Anerkennung helfen in solchen Momenten. Sie geben den Mut und die Kraft, weiter zu machen.

Haben Sie heute schon Anerkennung erhalten? Ich finde toll, dass Sie diesen Text hier lesen und meine Webseite besuchen. Wie lange mögen Sie mich und meine Seite wohl schon begleiten? Danke für Ihre Treue! Was wäre eine Schreibende ohne ihre Leserinnen?

Ich fühle mich immer wie eine Schneekönigin für jedes Lob und jede Anerkennung, die ich erhalte. Oft drucke ich sie mir aus und lese sie mir in schwierigen Zeiten durch. Das ist eine Krafttankstelle für mich!

Ganz viel Sonne aus Köln

Anja Kolberg


Neues Kalenderblatt: Mai

Das Zitat aus dem Prospekt der Alanus Kunsthochschule Bonn inspiriert mich immer wieder:

"Man muss vom Weg abkommen,
um nicht auf der Strecke zu bleiben."

Ist das nicht schön?

Ich musste davon einfach ein Kalenderblatt machen. Diejenigen von Ihnen, die meinen Tischkalender 2006 haben, sehen es jetzt vor sich, denn es ist das Kalenderblatt für den Monat Mai. An einem schönen Weg steht unter einem großen Baum ein Rad, die Fahrerin ist nicht zu sehen. Sicher ist sie vom Weg abgekommen und erkundet die wunderbare Gegend im Stadtwald im Westen Kölns oder Sie ruht sich auf einer Bank aus.

Ich wünsche Ihnen einen wundervollen Wonnemonat Mai und vielleicht haben ja auch Sie Lust, mal vom Weg abzukommen, um nicht auf der Strecke zu bleiben?

Sonnige Grüße!

Anja Kolberg

Montag, 01 Mai, 2006

Was wäre wenn...

 

... ich heute nur das mache, worauf ich Lust habe?

... ich darauf höre, was ich wirklich brauche?

... statt schlechtem Gewissen wirklich auf der Couch liegen bleibe?

... ich heute bewusst nichts Sinnvolles tue?

... ich absolut uneffektiv bin?

... ich heute trödle?

Klingt richtig gut! Mache ich!

Freitag, 28 April, 2006

Richtig schön...

... war ein Erlebnis heute früh:

An einem Verkaufsstand bestelle ich mir einen Kaffee, blicke in die Auslage, weit und breit nur Pizza, Laugenbretzeln. "Haben Sie auch etwas Süßes?" "Leider nicht, höchstens die Pizza Hawai oder das Croissant mit Käse und Schinken." "Puh, nein. Wenn das Croissant mit Schokolade gefüllt wäre, sofort. Ich nehme dann nur den Kaffee." Die Bedienung dreht sich um, geht nach hinten und kommt mit einem Paket Knoppers zurück, reißt mir davon eines ab und sagt: "Ich kann Sie gut verstehen. Ich mag morgens auch eher was Süßes. Hier das schenke ich Ihnen zum Kaffee, die habe ich mir heute mitgebracht." Ich war wirklich perplex! So was richtig nettes, mitten in Köln! So fängt der Tag doch gut an, wenn man einfach so etwas geschenkt bekommt!

Richtig schön!




Saisonschluss. Pause bis zum Verkauf der Tischkalender 2017.
Danke für Ihre Treue!

DIE FRAU DAHINTER...

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