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Samstag, 30 Dezember, 2006

Das alte Jahr geht...

 

Das alte Jahr geht - ein frisches Jahr kommt.

Wechsel. Abschied. Loslassen. Danke!

Feiern. Stationen. Herausforderungen. Ich.

Ausblick. Ungewissheit. Hoffnung. Ja!

Wünsche. Segen. Gnade. Liebe.

Sonnenlicht strahlt auf Ihren Weg des neuen Jahres: Grüne Landschaft. Schatten spendende Bäume. Sichere Sitzplätze. Erholsame Quellen. Kichernde Eichhörnchen. Schwebende Adler. Wärme. Liebe. Verbundenheit. Da sein. Ideen wie Samenkörner in die fruchtbare Erde geben. Vom Unkraut befreien. Wasser spenden. Für Schutz sorgen. Beim Wachsen beobachten. Duft. Gefühl. Berührung. Licht. Klang. Liebe. Nahrung. Ein Zuhause für die Seele. Entfaltung. Wachstum. Kraft. Chancen. Mut. Träumen. Leben. Zuspruch. Freiheit. Freude.

Das ist Ihr wunderbares Jahr 2007!

Anja Kolberg

Das war sooooo schön!

Am Donnerstag Abend traf ich mich mit meiner Freundin Ariane, um mit ihr Rückschau auf das alte Jahr zu halten. Zu den Fragen, die sich jeder überlegen konnte ("Was will ich zu meinem alten Jahr gefragt werden?") viel mir eine weitere ein: "Was magst du an mir?"

Das mache ich immer mal wieder abends wechselseitig mit meinem Partner: "3 Dinge, die ich heute an dir mag, an mir mag, an Minu mag. Dinge, die mir positiv aufgefallen sind, Komplimente, was auch immer." Aber meinem Mann reicht es dann auch und sonderlich ausführlich wird es nicht. Ich bin ja froh, dass er es macht und ich muss ihn ja nicht übermäßig quälen, ich will ja auch nicht, dass er mich mit seinen Ideen quält ;o)

Ariane holte so richtig aus. Ich weiß gar nicht wie viele Seiten ich beschrieben habe. :o) Und auch auf meinen Wunsch, mir doch Beispiele zu nennen, antwortete sie mir sehr ausführlich. Oh, wie ich das liebe! Das muss ich vieieieieieieieiel öfter machen. :o) Montag revanchiere ich mich mit Antworten bei Ariane. Darauf freuen wir uns beide schon. :o)

Mensch, hat das gut getan! Das Grinsen bekam ich gar nicht mehr aus dem Gesicht.

Glückliche Grüße

Anja Kolberg

Schöner Artikel über das "Fringsen" im Kölner Stadt-Anzeiger

Kennen Sie den Begriff "fringsen"? Seinen Ursprung fand er 1946 durch den Kölner Kardinal Josef Frings, der in seiner Sylvesterrede den durch den Krieg hungernden und Not leidenden Menschen 'erlaubte', sich überlebensnotwendige Güter unter bestimmten Bedingungen zu 'organisieren'. Dazu gehörten neben Essen auch das schwarze Gold. Ein schöner und berührender Artikel steht dazu heute im Kölner Stadt-Anzeiger. Lesen Sie ihn hier.

Freitag, 29 Dezember, 2006

Platz schaffen für Neues - Die Veränderung willkommen heißen

Gibt es etwas, das ich in diesem Jahr noch loswerden möchte?

Ich kann mich an eine Aufräumaktion vor zwei Jahren erinnern, wo ich viele Steh- und Hängeordner in meinem Büro leergeräumt habe. Animiert hatte mich Anna-Katharina Buse, meine Feng-Shui-Beraterin mit dem Satz: "Was du noch in diesem Jahr loslassen kannst, lass los. Befrei dich davon." Ich erinnerte mich an das Buch "Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags" und habe einfach angefangen, auszuräumen. So viele Ideen, Projekte, Vorhaben, die nicht mehr aktuell waren (aber noch mit alten Wünschen, Erwartungen, Hoffnungen verbunden waren), lagerten in meinem Büro. Und mir war klar: Darauf hatte ich gar keine Lust mehr. Also warum nicht endlich zu mir stehen und dem, wo es wirklich hingeht? Warum noch länger an der Vergangenheit festhalten? Platz schaffen für Neues!

Leicht war es am Anfang nicht. Aber von Ordner zu Ordner wurde es besser. Wenn ich dachte: 'Aber das kann ich doch bestimmt noch mal gebrauchen.' rief ich mir in Erinnerung: "Was wirklich wichtig ist für meinen Weg, wird in mein Leben kommen." Das fühlte sich leicht an. Dann nochmal die Hürde am Papiercontainer. Schmeiße ich das wirklich alles weg? Leise murmelte ich bei jedem Packen wie ein Mantra vor mich hin: "Ich lasse los und vertraue, dass ich alles haben werde, was ich brauche. Ich lasse los und vertraue." Ja, selbst Bücher habe ich weggeschmissen. Manche Menschen hat das richtig erschreckt, wie kann man denn Bücher wegwerfen. Vielleicht ist das ein altes Gefühl von früher in uns, wo wertvolles Wissen verbrannt wurde und man mit dieser alten Erfahrung an seinem Buchbestand festhält. Aber was soll ich mit alten Schinken, die ich mir doch nicht mehr anschaue und mir die Schränke, meinen Raum, mein Leben verstopfen? Warum nicht Luft machen für etwas anderes, das ich auch nutze oder nur für eine angenehme Leere? Nachdem ich einmal ein Buch weggeschmissen hatte, ging es immer leichter. Es tut so gut, sich von Ballast zu befreien.

Nach dem Aufräumsturm war es zuerst erschreckend leer. Huch - werde ich wirklich genug haben? Was ist, wenn ich doch noch mal was brauche? Verflixt, warum glaube ich nicht einfach und vertraue, dass ich genug haben werde für das, was wichtig ist? Das Gefühl stellte sich nach den Gedanken mehr und mehr ein. Es war befreiend, weil ich wirklich Platz für etwas Neues geschaffen hatte. Obwohl ich nicht genau wusste, was das Neue sein sollte, es hat sich einfach richtig und gut angefühlt.

Ich spürte mit der vorüberziehenden Zeit des neuesn Jahres, wie ich mehr und mehr Lust am Fotographieren hatte und im Sommer war es dann soweit: Die erste Kalenderproduktion entstand. Das kann passieren, wenn ich etwas loslasse, um Neues in mein Leben zu lassen. :o) Eine guuuute Entscheidung. Und was danach so alles folgte...

Ja, heute, zwei Jahre später schaue ich mich in meinem Büro um und überlege, was ich wieder einmal loslassen könnte. Wovon kann ich mich befreien, was nicht mehr zu mir passt? Dazu gehört ja nicht nur Papier, Plastik, Computerdateien, Bilder, Bücher und Stifte, sondern auch Gedanken und überholte Wünsche.

Etwas wertvolles habe ich ja dieses Jahr bereits losgelassen: Die Coachingwerkstatt. Eine der besten Entscheidungen in meinem Jahr 2006! Ich fühle mich so befreit, so erleichtert, frei, flexibel. Es ist einfach toll. :o) Und was war ich unsicher, ob die Entscheidung denn die richtige ist. Prestige aufgeben, ja auch ein Stück Sicherheit und Wohlfühlraum. Mich für neue Räume zu öffnen, in denen ich Einzelgespräche anbiete. Mich mit der Workshoppause gegen meine innere Betriebswirtin zu entscheiden, die das gar nicht gut fand. Meinem Herz mit dem Gefühl zu folgen und daran zu glauben, dass es wider jede Vernunft stimmt. Und wie es stimmt! :o)

Ich habe so eine riesengroße Lust auf das neue Jahr, auf alles, was in mein Leben möchte, in unser Leben. In Gedanken sehe ich mich für das Neue einen schönen Platz am Fenster vorbereiten. Lege eine Decke auf den Stuhl, stelle ein schönes klares Glas Wasser dorthin und einige Kekse mit dicken Schokoladenstücken - ja und dann sehe ich mich in den Garten gehen und von der neuen Christrose eine wunderschöne weiße Blüte abschneiden, dich ich in einer Vase dazustelle. Ist das schön!

Und auch wenn ich und meine Familie einige Veränderungen in diesem Jahr hinnehmen mussten, die wir gar nicht haben wollten (z.B. Herzinfarkt meines Papas, Guidos Diabetes, unser heißgeliebter Wagen zeigt erste Macken, die Veränderung meiner Arbeit, Guidos Chef geht Ende des Jahres unerwartet in Frührente und mein Mann muss seit der Lehre das erste Mal einen neuen Job finden, die Trennung seines Bruders und dessen Frau), so haben wir doch inzwischen JA sagen können zu all der Achterbahnfahrt, all der neuen (Un)sicherheit.

Manchmal entwickeln wir daraus einen wunderbaren Humor, der uns nur noch mehr zusammen schweißt. Solche Herausforderungen machen uns stark. Ich erinnere mich an eine Zitat von meiner heißgeliebten Elisabeth Kübler-Ross, die sinngemäß sagte: 'Rückblickend waren es die schweren Zeiten in unserem Leben, an die wir uns ganz besonders erinnern und die uns wirklich in unserer Entwicklung weiter gebracht haben.'

Rückblickend waren es wirklich die zuerst sehr schmerzhaften und sehr schwer zu akzeptierenden Erlebnisse, die mich persönlich enorm weiter gebracht haben. Ich erinnere mich an meinen Brustkrebsverdacht im Jahr 2000, dank dem es mir gelang, mich von meiner mir sehr wichtigen letzten Arbeitsstelle zu trennen. Und es war der enorm schmerzhafte und langwierige Bandscheibenvorfall und der darauf folgende Hexenschuss, der es mir "ermöglichte" eine Pause von meinem fast grenzenlosen beruflichen Engagement zu machen und auf mich selbst zu hören. Das war die Geburtsstunde der Arbeit mit meiner inneren Stimme.

Und wenn all der Schmerz und die Wut verflogen ist, dann begreife ich meinen Körper als meinen Freund, der mir auf meinem Lebensweg weiterhilft. Und nachdem einige Zeit vorübergegangen ist, so wie dieses Jahr oder wie zwei Jahre und ich blicke zurück, dann begreife ich Menschen, die mich ärgern und durch ihre Taten und Äußerungen ungute Gefühle in mir hervorrufen, als Motoren meiner persönlichen Weiterentwicklung. Glauben Sie ja nicht, dass ich das sehe, wenn das Problem ganz frisch da ist. Oh nein. :o)

Bei all den Herausforderungen ist eines riesengroß: Die Lust auf das Leben - auf all das, was ich noch lernen darf - auf all die Menschen, die ich noch kennen lernen und auf ihrem Weg begleiten darf - auf all die Prüfungen, die ich noch meistern werde.

Ein ganz dicker Kuss für das Leben!

Genießen Sie die letzten Tage und Stunden dieses wunderbaren Jahres 2006

Anja Kolberg, die sich jetzt nach etwas umschaut, dass in diesem Jahr noch losgelassen werden darf. ;o)

Mittwoch, 27 Dezember, 2006

Leise rieselt...

... der Weihnachtsbaum. :o) Zwar hat es hier in unserem Stadteil so richtig schön gefroren, aber zu leise rieselndem Schnee reicht es immer noch nicht. Da muss der Weihnachtsbaum herhalten. :o)

Na, haben Sie Weihnachten gut überstanden? Ich spüre richtig Lust auf Neues. Die Zeit zwischen Weihnachten und Sylvester eignet sich ja ganz gut, um Revue passieren zu lassen, was im Jahr 2006 so alles war und welche Pläne für das neue Jahr anklopfen.

Haben Sie auch so viele Veränderungen im Jahr 2006 erlebt? Ich mag ja Veränderungen, aber nur die, die ich selbst anstrebe. Wenn ich keinen Einfluss auf die Veränderungen habe, die in mein Leben treten - ist das nicht so leicht anzunehmen. Im nachhinein betrachtet ergab es immer einen Sinn, wenn Veränderungen auf diese Weise in mein Leben wollten. Ich sehe auf das Kalenderblatt Dezember "Lerne, Kontakt zu der Stille in dir aufzunehmen, und wisse, dass alles in diesem Leben einen Sinn hat." sagt Elisabeth Kübler-Ross. Ja, annehmen was ist und darauf vertrauen, dass alles einen Sinn macht, auch wenn ich ihn jetzt noch nicht sehe. Der Himmel hat einen Plan. Und während die Engel ihn schmieden mache ich es mir hier auf der Erde einfach ein bischen gemütlich.

Das ist das Beste, was ich für mich tun kann: Es mir gut gehen lassen. Darauf achten, dass ich mir gebe, was ich brauche. Zum Beispiel Ruhe. Stille. Zeit, in mich hinein zu horchen.

Und die nehme ich mir jetzt. Einen zauberhaften Abend!

Ihre Anja Kolberg

Samstag, 23 Dezember, 2006

Frohe Weihnachten

Kuschlige Tage, gute Gespräche mit lieben Menschen, Zeit für's Nichtstun und für das Genießen der Stille draußen, was Leckeres zum Essen und glitzernde Stunden - das wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2006, 2. Halbjahr

Freitag, 22 Dezember, 2006

Minu denkt nicht an Arbeit...

... sondern schenkt mir immer wieder kleine Ablenkungen. :o)

Diese Woche hatte sie morgens nach dem Spazierengehen keine Lust auf ihren sonst üblichen Schlaf, sondern kam quietschend die Treppe herauf. Sie hatte Tweety, ihr Lieblingsspielzeug gefunden. Minu liebt es über alles. Tweety ist ganz weich, nur eine Hülle aus Kunststoff. Es sieht so süß aus wie sie es ganz vorsichtig in den Mund nimmt, quietscht und damit durch die Gegend läuft. :o)

Sie stolziert dann durch mein Büro und es dauert einige Zeit, bis sie aus freien Stücken zu mir herkommt und mir das Quietschetierchen anvertraut.

Dann guckt sie mich mit großen Augen an und wartet darauf, dass ich es verstecke und sie es suchen kann oder dass ich es schmeiße und sie holt es.

Das sind so richtig schöne Ablenkungen von der Arbeit.

Quietschende Grüße aus Köln

Anja Kolberg

Donnerstag, 21 Dezember, 2006

Schöner Frauen-Kinoabend

Letzten Samstag war mein Göttergatte auf einer Weihnachtsfeier. Wir zwei Frauen - also Minu und ich - hatten sturmfreie Bude :o) und Lust auf einen privaten Kino-Abend mit so richtig schönen Frauenfilmen, die wir ohne große Nörgeleien genießen konnten. :o) Ausgesucht habe ich mir:

"Das Haus am See" mit Sandra Bullock und Keanu Reaves ist eine schöne Liebesgeschichte mit Mystery-Kribbeln. Genau meine Wellenlänge!

"Wie im Himmel" ist einer der besten Filme, die ich je gesehen habe. Ich habe zum Schluss so geweint wie schon lange nicht mehr (bei einem Film war das zuletzt bei "Die Brücken am Fluss" mit Meryl Streep und Clint Eastwood). Und es war nicht schlimm, sondern es hat richtig gut getan. Warum mir der Film so gut gefallen hat? Weil es darum geht, das zu tun, was sich gut anfühlt, das Herz öffnet und Freude macht. Mir hat sehr gefallen, was die Pfarrersfrau zu ihrem Mann gesagt hat. Und das komponierte Lied - einfach schön. Richtig was für's Herz und die Seele!

Dazu gab's vorher Nasi Goreng von Frosta. Warum ich das hier erwähne? Weil ich heilfroh bin, dass die so auf die Inhaltsstoffe achten: Keine Farbstoff- und Aromazusätze, keinen Zusatz von Geschmacksverstärkern, keine Emulgatoren- und Stabilisatorenzusätze, keine chemisch modifizierten Stärken und kein jodiertes Speisesalz! Mein Bauch jubeliert. Endlich essen, ohne anschließend Probleme zu haben. Sehr gut! Davon hätte ich gerne mehr! Geschmeckt hat's auch. :o)

Eine zauberhafte Nacht!

Anja Kolberg

Die längste Nacht

... ist in vollem Gange. Wir haben Wintersonnenwende: Ab morgen, das ist das schöne bei der Sache, werden die Tage wieder länger, die Sonne kehrt zu uns zurück. Schön!

Dienstag, 19 Dezember, 2006

Ich hab's getan :o)

Gestern in der Siegburger Fußgängerzone. Nach dem Gang über den Mittelalterlichen Weihnachtsmarkt. Zusammen mit meiner Freundin Ariane. WAS?

Mit einem Schild "Gratis Umarmung" wollte ich den Selbstversuch starten. Ein bischen schissig war ich schon, muss ich zugeben. 'Himmel, bist du verrückt?' waren Gedanken, die mir beim Schreiben des Plakates durch den Kopf gingen. 'Ach, erst mal schreiben', dachte ich mir. 'Ich muss die Zettel ja nicht auspacken.' Gedacht, getan. Natürlich habe ich Ariane direkt gesagt, dass ich die Zettel vorbereitet hatte, als wir uns um 16.00 Uhr trafen. Tage zuvor hatten wir über einen Blogbeitrag über die Free-Hug-Initiative gesprochen und meine Freundin meinte auf meinen Wunsch, dass ich das mal so gerne ausprobieren wolle, direkt: "Ich mache mit!"

Erst mal brauchte ich dann doch eine gehörige Portion Mut. "Na, pack das Schild mal aus." "Lass uns erst so 'ne Runde über den Weihnachtsmarkt gehen." "O.k., komm jetzt." "Ich traue mich nicht." "Mensch Anja, du machst mich mit nervös. Komm, wir machen das jetzt." Endlich habe ich aufgehört zu denken und die Schilder ausgepackt. Ein guter Schritt. :o)

Da standen wir und grinsten. Als erstes sagte eine Dame mit Hund, die uns beobachtet hatte: "Das ist ja eine tolle Idee. Das finde ich ja toll.

Ach, das ist ja bestimmt schön." - woraufhin ich sagte: "Vielleicht möchten Sie ja den Anfang machen?" Und so kam es dann. Hm, schön weich. Tat gut. Dann sagte ein älterer Herr: "Das kenne ich, das kommt aus Australien." "Ja, möchten Sie denn mitmachen und eine Umarmung haben?" "Ja, warum nicht?" :o) Breites Grinsen. Seine Frau: "Jetzt wollen Sie doch bestimmt was für ihren Klingelbeutel haben, oder?" "Nein, auf keinen Fall. Das ist gratis. Echt. Einfach so. Möchten Sie auch eine haben?" Da war das Eis gebrochen, nachdem sie ungläubig schaute.

Die meisten Menschen haben gegrinst und sich gefreut, gesagt "das ist ja eine schöne Idee", viele haben nachgefragt, ob wir Junggesellinnenabschied feiern (nein, schon längst passiert) und warum wir das überhaupt machen.

Wir haben von der Initiative erzählt, eine Frau machte sogar mit und nahm das Schild für einige Zeit. :o) Was ist das schön, wenn jemand kommt und sagt: "Oh ja, ich will eine Umarmung." Davon gab es einige: Junge, alte, Männer, Frauen, dicke, dünne, kleine, große.

Es gab aber auch Frauen, die ihre Männer fest im Griff hatten und raunten: "Du drückst die nicht." :o) Ein älterer Herr sagte: "Aber sie wollen bestimmt keinen alten Knacker drücken." "Und ob", da hatte die Seniorengruppe vielleicht einen Spaß!

Kleine Jungs waren dabei, Mädels, die fragten, wo denn bitte schön die Jungs zum Drücken sind. Viele sagten: "Davon habe ich im Radio gehört."

Mich interessiert wie die Reaktionen in einer anderen Stadt sind. Ariane meinte: "In Köln werden wir sicherlich überrannt". Vielleicht trauen wir uns ja noch einmal, mal sehen... Es war einfach eine gute Erfahrung - ich bekam das Grinsen kaum noch aus dem Gesicht. Arianes Fotos zeigen einen schönen Blick über unseren Selbstversuch.

Winkewinke aus Köln

Anja Kolberg

Samstag, 16 Dezember, 2006

Vorfreude

ist noch die schönste Freude. :o) Ich freue mich auf Weihnachten. Eine schöne Zeit, denn ist das Fest erst mal da, ist es draußen herrlich ruhig. Wir werden Guido's und meine Eltern besuchen, meine Oma und meinen Onkel und meine Tante. Und einen Weihnachtstag haben wir zwei ganz für uns alleine: Ist das schön!

Worauf ich mich am meisten freue? Auf alles. Ich mag die geschmückten Räume, unser Baum steht übrigens schon seit 8 Tagen, so genießen wir in der Adventszeit bereits das schöne Lichterspiel. Ich mag das leckere Essen, das Beisammen sein mit der Familie besonders. Geschenke? Wirklich wichtig ist mir ein Geschenk. Das von meinem Mann. Aber ansonsten ist mir das Beisammen sein mit den Menschen wichtiger. In meiner Familie haben wir die Geschenke zu Weihnachten schon einige Jahre abgeschafft. Das fühlt sich herrlich leicht an. :o)

Und dieses Jahr habe ich durch die Workshoppause auch das erste Mal seit langer Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr frei. Mein Mann auch. Darauf freue ich mich ganz besonders. :o) Von vielen wurde ich gefragt, wie es ihm geht, nachdem ich im vor einigen Wochen berichtet habe, dass er unerwartet an Diabetes I erkrankt ist. Es geht ihm gut (na, bei der Pflege ;o), er hat seine Zuckerwerte sehr gut im Griff, von seinem Arzt und der Diabetesberaterin gab es Lobeshymnen. Ich bewundere ihn, wie konsequent er HIER ist *räusper* und wie er Messen, BE-berechnen, Spritzen, Werte notieren in seinen Tagesablauf integriert hat. Es jammert nicht. Er nimmt es als Selbstverständlichkeit auf. Alle Achtung. Seit Anfang Dezember arbeitet er wieder. Es läuft super. :o)

Ein schönes Adventswochenende

Anja Kolberg

P.S. Weihnachtslieder am PC hören ist eine feine Sache. Weihnachtsradio gibt eine Übersicht über die Sender. Ich höre gerade ein wunderschönes Weihnachtslied auf einem kanadischen Sender. Schön!

Mittwoch, 13 Dezember, 2006

Ruhe

... in der Hektik des Alltags finden. Zwischen all den täglichen Aufgaben und zusätzlichen Vorbereitungen für die Feiertage. Ich habe den Eindruck, die Zeit läuft gerade doppelt so schnell. Himmel.

Vielleicht hilft die Konzentration auf das, was mir wichtig ist? Einen Moment der Ruhe. Der Stille. Durchatmen. Das Fenster öffnen und frische Luft in den Raum lassen. Und auch wenn damit Lautstärke in mein Zimmer gelangt, so ist es doch auch neue Luft.
Den Tag mit einem Gebet beginnen kommt mir in den Sinn. Beten? Ohne dass ein triftiger Grund vorliegt, außer dass ich Ruhe im Alltag suche? Wie lange habe ich schon nicht mehr gebetet? Meditation ist ja in, aber beten? Und das frage ich mich in dieser christlichen Zeit?! Was ist daran so schrecklich? Vielleicht ist es auch DIE Möglichkeit, einen Moment der Ruhe im Alltag zu finden.

Bin ich nicht diejenige, die die Stille in Kirchen und Klostern so liebt? Wenn kein Mensch außer mir dort drinnen ist? Abseits von Hektik, vom Alltag, vom Üblichen? Gut, ohne ein bewusstes Gebet, aber sicherlich mit einigen Stillen Gedanken über mich und was mich in meinem Leben im Moment umgibt.
 
Was bedeutet Gebet eigentlich? Wikipedia meint dazu "Das Gebet (das deutsche Wort war ursprünglich das Substantiv zu bitten) ... wird als die mit Worten und begleitenden Handlungen verbundene Anrede einer als Person vorgestellten Gottheit durch den Menschen definiert. Im Gebet wendet sich also der Mensch an eine Gottheit." Ein Austausch mit Gott also. Frei von Regeln wie ich zu beten habe. Wenn ich will. Mein Gespräch mit Gott.

Dabei werde ich sogleich an früher erinnert. Ich bin in einer katholischen Familie aufgewachsen und jedes Wochenende war die Messe Pflichtprogramm. Ganz ehrlich: Das fand ich nicht wirklich spannend, alles war so statisch, lief immer gleich ab. Das wirklich spannende an den Messen war, das wir Mädchen es geschafft haben, den Pater zu überzeugen, dass nicht nur Jungen Messedienen können und dürfen, sondern auch wir. Das war wirklich nicht einfach, wir haben es mit großem Erfolg geschafft. :o) Und als wir unseren kleinen Beitrag leisten konnten, war es auch interessanter.

Beten habe ich immer mit Bitten in Verbindung gebracht, stelle ich gerade fest. So sind dann meine Dialoge, die ich innerlich führe oder auch in meinem Tagebuch, bei denen ich nicht nur Austausch mit meiner inneren Stimme halte, sondern auch mit Gott, Gebete. Schön ist das. Gut tut es, das zu wissen. Denn es ist kein Monolog, sondern ein Dialog. Leise. Sanft. Weise. Mit Ruhe. Fragen stelle ich, teile meine Sorgen mit, darf traurig sein oder dankbar. Schön!

Danke für diese kleine Auszeit aus der Hektik des Alltags

Anja Kolberg

Samstag, 09 Dezember, 2006

Die Engelchen sind fleissig...

Gestern nachmittag habe ich mit meiner Freundin Barbara und ihren beiden süßen Töchtern Lea und Marie Plätzchen gebacken. Wir als Aushilfs-Engelchen wollten die himmlische Schar bei ihrer jährlichen Backarbeit unterstützen.

Das war ein Spaß!

Wo bleibt der Teig? ... schon ganz ungeduldig wartet Marie mit ihrem Riesen-Nudelholz (so süß!) darauf, dass es losgeht. Sie hilft dieses Jahr das erste Mal beim Zubereiten der köstlichen Naschereien.

... und los geht's.

Lea ist schon ein "alter Hase". Engelchen-Backklasse 2.

Sie hat das Fieber gepackt.

Da wird mit voller Konzentration und mit vollem Einsatz geknetet, gerollt und ausgestochen, was der Teig so herhält.

Bald hält es keinen mehr auf dem Stuhl. Die Mama hilft mit, Marmelade kommt auf die Kekse, die zum Teil riesige Ausmaße annehmen. :o) Ganz besondere Formen entstehen, auf die ich uralter Backengel gar nicht mehr kommen würde.

"Puuuuuh, bin ich jetzt müde", sagt das kleinste Backengelchen Marie. Plätzchenduft liegt in der Luft, der Ofen zaubert eine wohlige Wärme. "Noch ein bischen von Mama's köstlichem Vanille-Kipferl-Teig naschen und dann ist aber auch wieder Zeit zu Spielen." Richtig so! :o)

:o) Was war das schön! Danke an die 3 Engelchen aus Frechen-Habbelrath für den schöööööönen Nachmittag!

Die Backfee.

Mittwoch, 06 Dezember, 2006

Gratis Umarmung

Haben Sie auch schon von dieser herzerwärmenden Umarmungswelle gehört, die um die Welt schwappt?

Der Amerikaner Jason Hunter verlor 2001 seine Mutter und viele Menschen kamen zu ihm und erzählten ihm wie liebevoll seine Mutter war, die Menschen gerne umarmte und jedem sagte, wie wichtig er sei. Das berührte ihn so sehr, dass er mit einem Schild "free hugs" durch seine Heimatstadt Miami South Beach lief. So wurde die Aktion geboren, die inzwischen die ganze Welt ansteckt.

Heute früh erst hörte ich einen Beitrag auf WDR2 über die Aktion. Drei Redakteure berichteten von ihrem Selbstversuch: Mit einem Schild "Gratis Umarmung" machen Sie sich auf durch die Bielefelder Innenstadt. Am Ende der Straße können sie die Menschen kaum noch zählen, mit denen sie sich umarmten, kurzentschlossen drehen sie sich um und gehen nochmal mit den Schildern die Straße zurück, weil's so schön war. Und dann ergattern zwei Holländerinnen die Schilder, die sie mit in ihre Heimatstadt nehmen möchten, um dort auch gratis Umarmungen zu verteilen. Schöne Geschichte.

Ich mag es ja auch, Menschen so richtig doll lieb zu halten. Das tut einfach gut. Mir standen nach dem Artikel vor Freude die Tränen in den Augen. Erst recht nach einem Video über die Aktion. So süß wie die Oma sich ein Herz fasst und das Eis bricht. (Das Video ist nicht mehr im Netz, aber auf Wikipedia steht noch etwas über die Free Hug Initiative.)

Jeder kann mitmachen. Schild malen, auf die Straßen und Streicheleinheiten verteilen und selbst genießen. :o)

Eine gaaaaanz dicke und lange Umarmung aus Köln

Anja Kolberg

Dienstag, 05 Dezember, 2006

Weihnachtsstimmung...

... zaubert für mich jedes Jahr auf's Neue diese CD:

20 Lieder von Wham! "Last Christmas" über "Driving home for Christmas" von Chris Rea bis "Winter Wonderland" von Doris Day. Schön! Wenn Sie auf die CD klicken, können Sie sich die Songs bei Amazon anhören.

Grüße von einer, die auf den ersten Frost immer noch wartet.

:o)

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2006, 2. Halbjahr

Montag, 04 Dezember, 2006

Aus dem Herzen gesprochen...

... hat Stefanie Hentze mit ihrem Bericht über den Weg Ihrer Veränderung vielen von Ihnen. Das bestätigen Ihre Mails. Zum Beispiel schreibt BK: "Heute gefiel mir besonders der Beitrag von Stefanie Hentze ... "mit Gottvertrauen auf dem Sofa liegen", wie Recht sie hat!"

:o) Ganz nach meinem Geschmack! Ich wünsche Ihnen allen eine genussvolle Zeit auf dem Sofa. :o)

Herzlichst

Anja Kolberg

Nelkenduft

Der Duft von Nelken zaubert Adventsstimmung!

Tolle Sache, ganz leicht gemacht: In die Schale einer Orange kleine Löcher piecksen und dort die Nelken hereinstecken. Fertig!
Der Duft wird immer intensiver, sobald sich die Nelke voll Flüssigkeit gesogen hat.

Dufte Adventstage!

Ihre Anja Kolberg

Neues Kalenderblatt: Dezember

Auf dem Kalenderblatt November lächelte mich gerade das Gänseblümchen im Frost noch zuversichtlich an, dabei haben wir doch schon Dezember!

Für dieses Foto warf sich unsere Minu in Schale. Ganz gelassen und mit Muße posierte sie für diese Fotosession auf rotem Stoff mit Nikolausmütze. Es hat ihr so gut gefallen, dass sie nachher sogar eingeschlafen ist. :o) Auf dem Foto hier denkt sie allerdings ein wenig über den Sinn dieser Mütze nach. Und Elisabeth Kübler-Ross meint dazu:

"Lerne, Kontakt zu der Stille
in dir aufzunehmen, und wisse,
dass alles in diesem Leben einen Sinn hat."

Die Stille hat sie im Schlaf schnell gefunden und wenn die Mütze bei diesem zauberhaften Foto keinen Sinn macht - nämlich vielen Menschen eine Freude machen - dann weiß ich es nicht. :o)

Viele Grüße von der 4-Pfoten-Dame!

Donnerstag, 30 November, 2006

Kraft bei der Familie tanken

Mitten im Alltagstrubel habe ich mir eine Auszeit gegönnt:

Ein Besuch bei der Familie auf dem Land. Da sie nicht gleich um die Ecke wohnen, sondern ca. 65 km entfernt, besuchen wir uns alle 4-6 Wochen, meine Oma sehe ich seltener. Jetzt habe ich mir ganz bewusst Zeit dafür genommen: Hach herrlich, meine Oma drücken, mit ihr das köstliche Mittagessen meines Onkels genießen, die neusten Neuigkeiten hören, dann mit ihm und meiner Patentante deren schöne Adventsdekoration bestaunen. Mit Oma Mama und Papa besuchen, dabei ein bischen meinen Papa ärgern (wir zwei "kebbeln" uns ganz gerne), sein frisch gebackene Früchtebrot kosten (meine Eltern backen seit Jahren im Rahmen der Vollwerternährung ihr Brot selbst. Ein Gaumenschmaus erster Güte.) und natürlich dazu am Kaffeetisch klönen (quatschen). Und auf dem Nachhauseweg noch unverhofft bei meinem Bruderherz klingeln. Der kam gerade mit roten Wangen vom Fotographieren. Wir konnten direkt seine Werke am Computer betrachten. Die neuen Hunde- und Pferdebilder, die er mit seiner Airbrushpistole gezaubert hat, beeindrucken mich immer wieder. Schön, so viel Kreativität.

Zu Hause spürte ich so richtig, wie viel Kraft ich im Bergischen getankt habe. Das ist so etwas besonderes für mich. Schade, dass meine Familie nicht um die Ecke wohnt, aber immerhin ist sie auch nicht so weit weg. Ich muss mir nur die Zeit nehmen. Ich habe das Glück, dass meine Oma noch lebt, also will ich die Zeit, die mir mit ihr bleibt auch noch genießen. Mir Zeit dafür nehmen. Es gibt wichtigeres im Leben, als nur die Arbeit. Das Leben ist bunt und sooooooooo schön!

Oben auf dem Bild habe ich meine Familie übrigens gezeichnet. Ich bin mir sicher, dass sie beim Lesen raten werden, wer denn wer ist. (Für Insider ein Kinderspiel? Winkewinke ins Bergische.)

Herzliche Grüße

Anja Kolberg

Montag, 27 November, 2006

Wie wahr

In einer Broschüre der AGD (Allianz Deutscher Designer) fand ich dieses Zitat von John F. Kennedy:

"Einen Vorsprung im Leben hat,
wer da anpackt,
wo die anderen erst einmal reden."

Wie oft im Leben schnüre ich den vermeindlich perfekten Plan und plane und plane und plane und komme dennoch nicht an? Weil der Plan nie ganz perfekt ist, ich nie alles, was ich will, hinein bekomme. Weil ich immer einen Abstrich machen muss. Perfekt zögern.

Wie oft im Leben mache ich mir keine Gedanken, gehe einfach los und erreiche innerhalb kürzester Zeit, was ich will? Ohne große Planungen, einfach durch mein Handeln. Keinen Kopf machen, sondern einfach machen.

Ich wünschte mir, ich könnte mein Planungshirn öfter in den Urlaub schicken und mein inneres Kind hervorzaubern, das nicht lange nachdenkt, sondern seiner Lust folgt. Schön!

Einen guten Start in die Woche!

Anja Kolberg

Donnerstag, 23 November, 2006

Ich glaube an die Liebe

 "... und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende!" - Schönes Märchen, das uns in Liebesgeschichten immer wieder aufgetischt wird. In Wahrheit wissen alle, die länger in einer Partnerschaft oder Ehe leben: Danach fangen die Herausforderungen in der Beziehung erst so richtig an. Denn sind die ersten heißen Gefühle und Wallungen passé, öffnet sich der Blick für die Macken des anderen und man selbst zeigt sich auch nicht mehr nur von der Sonnenseite. Wer wollte nicht schon mal seinen Partner in den Himmel schießen?

Wie meistert man die Probleme, die jede Beziehung erlebt? Was gehört dazu, um bis ins Alter in einer Partnerschaft glücklich zu sein? Leben alle alten Ehepaare wie Bruder und Schwester miteinander? Wie hält man die Liebe jung? Stimmen wirklich die unzähligen Statistiken, was das Liebesleben durchschnittlicher Paare angeht oder sind das alles nur Wunschträume? Wird beim nächsten Partner auf Dauer wirklich alles besser? Oder erlebt man immer eine schöne Anfangszeit und dann nach einigen Jahren Beziehung ein Trennungsrevival? Erwarten wir zuviel von einer Partnerschaft?

Warum ich mir gerade jetzt darüber Gedanken mache? In meiner Familie trennt sich ein Paar. Und ich glaube dennoch an deren Liebe. Vielleicht bin ich eine hoffnungslose Romantikerin. Vielleicht bin ich unmodern. Patchwork ist in und klingt interessant, es gibt wirklich viele schöne Geschichten von völlig neuen Lebensmodellen. Sind alte Werte wie die Ehe wirklich überholt?

Wenn sich ein Paar im Bekanntenkreis trennt, bewirkt dies meist auch ein Nachdenken der Paare in deren Umfeld über ihre eigene Beziehung. Zumindest kenne ich das von den Frauen so. Auch ich denke dann nach. Als sich vor einigen Jahren ein befreundetes Paar trennte, schüttelte mich das ziemlich stark, weil ich so unzufrieden war. Dieses Mal ist es anders. Ich fühle mich gefestigter. Schönes Gefühl der Ruhe. Hätte nicht gedacht, dass ich das schaffe.

Ich glaube an die Liebe und die damit einhergehenden Herausforderungen. Seinen Partner sucht man sich nicht ohne Grund aus. Der andere hat etwas, das man haben möchte, sich wünscht und man selbst vielleicht nicht auslebt. Von meinem Partner konnte ich lernen, auch mal 5e gerade sein zu lassen. Mich nicht ständig zu überarbeiten und auch mal Pause zu machen. Ihm imponiert auf der anderen Seite, dass ich die Dinge anpacke und umsetze, die ich mir vornehme. Das heißt nicht, dass diese Lernaufgaben leicht sind. Oh nein, sie bringen mich an meine Grenzen. Für mich war das Buch "Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest" letztes Jahr ein wahrer Glücksfund. Zum einen, weil ich darin bestärkt wurde, dass ich mit meinem Partner genau die Partnerschaft führen kann, die ich führen möchte. Und dass die Unzufriedenheit, die ich spüre, mit mir selbst zu tun hat und der Partner sie projeziert. Die Erkenntnis hat mir gut getan. Genörgelt und kritisiert hatte ich lange genug. Eine Kundin, die das Buch auch gelesen hatte, nannte mir ein sehr schönes Zitat daraus "Trennung ist Aufschub von Heilung." Ja, auch das glaube ich. Beziehung ist harte Arbeit. Vor allem an sich selbst.

Vielleicht denke ich darüber irgendwann einmal anders. Jetzt bin ich so und dankbar dafür, dass ich einen Mann habe, der mich liebt - so wie ich bin. Seine Beständigkeit und Liebe ist eine Ressource in meinem Leben, die mir sehr viel Sicherheit, Stärke und Vertrauen schenkt. Und dafür bin ich dem Himmel dankbar! :o)

Und diese Ressource schenkt mir auch ungeheure Lernaufgaben, die ich nicht wirklich haben will, mich aber sicherlich auf meinem Weg weiterbringen. Wenn ich mehr Zärtlichkeit wünsche, kann ich mich ehrlich fragen: Und wann war ich zärtlich zu meinem Partner? Wenn ich das Gefühl habe, ich komme zu kurz: Wann habe ich mir Zeit für mich selbst genommen? Ich stelle immer wieder erstaunt fest, dass mein Partner mir alle Zeit der Welt und auch Freiheiten gibt, die ich mir wünsche. Ich muss es nur sagen. Und handeln. Und nicht denken: "Schade, dass mein Partner nicht dies oder das mit mir macht."

Eine Tarotkartenlegerin sagte mir: "Männer erahnen deine Träume nicht. Sie brauchen klare Ziele. Denen musst du genau sagen: Ich will zum Geburtstag genau das rote Kleid dort haben. Dann bekommt man auch, was man will." Hm. Bedeutet auch, dass ich sagen muss, was ich will. Der Schritt davor: Herausfinden, was ich überhaupt will. Und da gibt es ja viele Fragen: Will ich Karriere? Will ich ein Kind? Will ich beides? Gleichzeitig? Wo will ich leben? Zu welchen Kompromissen bin ich bereit? Es ist an mir, zu handeln und meine Partnerschaft so zu gestalten, dass sie für mich stimmt und ich darin zufrieden und glücklich in mir selbst bin. Dann kann ich auch mit dem anderen glücklich sein.

Auf die Liebe

Anja Kolberg

Der Weihnachtshund...

Minu hatte Lust, Werbung für den Webshop zu machen. Sie hat sich extra in Schale geschmissen und sich eine Geschichte ausgedacht. Sehen Sie selbst!

Das hat richtig Spaß gemacht! :o)

Mittwoch, 22 November, 2006

Großartiger Erfolg!

Der neue Webshop läuft klasse!

Schon jetzt habe ich den Umsatzerfolg des Kalenders 2006 überholt. Das ist ein tolles Gefühl, auf dem Weg meines Herzens so getragen zu werden. Danke!

Das sagt eine Kundin aus Seeheim-Jugenheim: "Liebe Frau Kolberg, das Päckchen ist angekommen! Es hat Spass gemacht, den liebevoll verpackten Inhalt auszupacken und nun freue ich mich sehr über die wunderschönen Tischkalender und Postkarten. Nicht nur die Vorderseite der Postkarten, sondern auch die Rückseite ist wunderschön gestaltet, einfach rundum gelungen! Die Kalender sollen Weihnachtsgeschenke für meine besten Freundinnen sein. Ein besonderes Geschenk, mit Liebe gestaltet....."

Eine hüpfende

Anja Kolberg

Samstag, 18 November, 2006

Wie bei Mama

Schönes Erlebnis am regnerischen Freitagmorgen um halb 9 mitten in der Kölner City: Ausnahmsweise bin ich mit der Bahn unterwegs (klappte trotz vieler KVB-Baustellen in Köln und neuer Fahrpläne reibungslos). Vor meinem Termin mit meiner Steuerberaterin habe ich noch Zeit und finde am Eigelstein eine Bäckerei mit einigen Stehtischen. Bestelle ein Schokoweckchen und einen heißen Kakao. Die Dame hinter der Theke ist so liebevoll, spontan kommt das Gefühl auf: "Wie bei Mama!" Und das mitten in Köln. Da ist die trübe Wetterstimmung wie weggepustet. Sie freut sich über mein Kompliment, ich mich über die gemütliche Stimmung. Einen besseren Start in den Tag gibt es gar nicht!

Anja Kolberg

Donnerstag, 16 November, 2006

Das kann doch nicht sein!

 "Ich muss mich verlesen haben", dachte ich bei dem Artikel in der Zeitung. Weihnachten in 6 Wochen. So ein Quatsch! Dann warf ich einen Blick auf den Kalender: Huch! Kann das so schnell gehen? Das Jahr ist bald schon wieder vorbei? Wow!

Und so langsam fangen dann auch die Planungen an: Wo sind wir Weihnachten? Wann geht es zur Familie meines Mannes, wann besuchen wir meine Familie? Wir haben dieses Jahr Glück und werden von allen Seiten bekocht. Auch schön! Und dann noch ein Tag für uns zwei alleine, drei, Minu ist ja auch dabei. Letztes Jahr haben wir so lustige Bilder mit ihr und einem Elchgeweih gemacht. Das war ein Spaß. Mal sehen, daraus könnte ich ja eine E-Card machen. :o) In zwei Wochen ist schon der erste Advent. Das geht alles noch schneller als im letzten Jahr habe ich den Eindruck. Werde ich älter?

Ich freue mich so sehr auf die Adventszeit. Alles leuchtet und glänzt. Herrlich. Ich warte hier im Kölner Westen noch auf den ersten Frost, den hatten wir bislang noch nicht. Den brauche ich nämlich unbedingt, um in Weihnachtsstimmung zu kommen.

Leuchtende Grüße

Anja Kolberg

Dienstag, 14 November, 2006

Gut, dass ich heute früh Ruhe hatte...

Was für ein Tag! Wow!

Ich bin heute nur einen Moment zur Ruhe gekommen (immerhin) und dann ging es Schlag auf Schlag. Und ich komme wieder mit dem Stress in Kontakt, den ich nicht mehr haben wollte. Wie gut, dass noch einmal so bewusst zu spüren. Ein Signal "Hallo Anja, erinnerst du dich an alte Zeiten? Gefällt dir dieser stressige Tag?" Nein, tut er nicht.

Gut waren die sehr netten Kontakte heute den ganzen Tag über, nette Mails *hüpf**drück*, Bestellungen, Coaching. *hüpf**hüpf**hüpf*. Ja, die Kontakte mit den Menschen, die sind es immer wieder, die mir den Tag versüßen. Ein nettes Telefongespräch, einige schöne Zeilen per Mail, ein Coaching mit einer schönen Wertschätzungsebene, ein grüßendes Nicken beim Einkauf, ein kurzer Plausch beim Bäcker, ein Wuscheln in Minus Fell, der Austausch mit meinem Mann nach der Diabetes-Schulung. Ja, die Kontakte sind es, die mein Herz und mich zum Strahlen bringen.

Nicht gut war der unglaubliche Verkehr draußen auf der Straße. Himmel! In so einem Moment frage ich mich immer: Ist heute eine besonders verzwickte Konstellation der Sterne? Liegt es am Wetter (hier in Köln: Nieseldauerregen, dunkel, "usselig")? Puh, jetzt bin ich froh, dass Feierabend ist und ich habe mir hinter die Ohren geschrieben: Nicht mehr so viel an einem Tag. Stück für Stück genossen ist das doch wirklich besser. :o)

Herzensgrüße aus Köln

Anja Kolberg

Einen Moment...

... Ruhe im Alltag zwischen all den Informationen, Anforderungen, Erwartungen, Ideen, Aufgaben und Impulsen zu finden.

bei mir sein
die ohren nach innen richten
die stille in der vielfalt finden
da sein
für mich
ruhe
inne halten
mich fühlen
mich fragen
mir zuhören
nur ich
stärkung in meiner tiefe finden
hoffnung
kraft
licht
in mir

Freitag, 10 November, 2006

Hab' mir was gegönnt

Gestern Nachmittag habe ich frei gemacht und mir einen Ausflug in die Stadt gegönnt. Mit der Bahn zum Neumarkt, in Büchern stöbern bei Gonski, beim Floristen eine wunderschöne duftende großblütige Rose kaufen, ins Cafe Lichtenberg in die Richmodstraße verdrücken, Kakao schlürfen, schreiben und in den neu ergatterten Büchern schmökern. Herrlich! Das hat so richtig gut getan!

Es fällt mir nicht leicht, statt zu arbeiten, eine Pause zu machen und in dieser freien Zeit nicht wieder irgendwas "sinnvolles" zu tun, (also z.B. im Haushalt zu arbeiten), sondern etwas, das mir "nur" gut tut und keinen Zweck hat, außer einen schönen Nachmittag mit mir selbst zu haben. :o)

Anja Kolberg

Donnerstag, 09 November, 2006

Zeichnungen am PC?

Hallo in die Runde!

Mehrfach wurde ich gefragt, wie ich die Zeichnungen am PC erstelle: Ich nutze dafür das Programm Adobe Photoshop. Es geht aber genauso gut mit einem anderen Zeichenprogramm. Schauen Sie mal, was Sie auf Ihrem Rechner bereits haben. Ich öffne ein neues Dokument, nehme ein Werkzeug (Pinsel, Airbrush...) und lege los. Lasse meiner Kreativität und vor allen Dingen Gefühlen freien Lauf. Coloriere mit den Werkzeugen, speichere es ab. Fertig! :o) Ach ja, alles mit der Maus gezeichnet.

Viel Spaß beim Zeichnen!

Anja Kolberg

Jammern dürfen

Es gibt so Tage, da geht alles schief. So Tage, an dem Träume platzen. Der Leidensdruck wirklich nicht mehr zu ertragen ist. Das Fass überläuft. Und man einfach traurig ist. Leidet.

So Phasen im Leben kennt wohl jede/r. Was in so einem Moment hilft? Ein Mensch, der zuhört, mitleidet, da ist. Keine schlauen Kommentare kennt oder Tipps hat. Denn wer jammert, der will keine Lösung. Sondern leiden, traurig sein dürfen. Das ist für das Umfeld nicht leicht auszuhalten. Denn wer will schon, dass es dem Freund oder der Freundin schlecht geht? Da wird das kleine Helferlein in uns wach. Doch das kann seine Kraft nur dann entfalten, wenn der andere es auch haben möchte.

Die Kraft des freien Willens verhindert dann, dass das ungewollte Helferlein in uns aktiv wird. Es wirkt bei dem Jammernden nicht. Anzeichen? "Ja, ABER..." "NEIN, das geht nicht weil..." "Das habe ich doch schon versucht..." Achtung, wenn Sie solche Antworten hören, können Sie aufatmen. Das Helferlein in uns hat Pause. Gefragt ist dann die Kraft der Zuhörenden in uns. Oh, und das ist keine leichte Aufgabe. Sich mit Vorschlägen in Zaum halten. Puh! Und dennoch ist es das, was dem hilft, der leidet.

Aus der lösungsorientierten Beratung hat Prof. Lilo Schmitz der FH Düsseldorf dazu eine Strategie entwickelt:

  • Mitleiden. Energie herunter fahren. Sich gedanklich in die Lage versetzen.
  • Ist diese Phase abgeebbt: Was willst du jetzt machen?
  • Eventuell: Kann ich etwas für dich tun?

Meist reicht das Zuhören ohne Tipps, Ratschläge und Lösungen, damit man als Jammernde zur Ruhe kommt. Man fühlt sich ernst genommen, verstanden, angenommen. Mehr braucht es nicht. Ich will keine Tipps haben, wenn es mir mal schlecht geht. Die Lösung habe ich doch selbst! Und alle Ideen, die der andere mir geben will, habe ich auch schon gehabt. Aber das brauche ich in so einem Moment nicht. Was ich brauche ist Anerkennung, traurig sein dürfen, mal schlecht drauf sein dürfen. Und ein Gegenüber finden, das mir zuhört, wenn ich all das erzähle, was mich bedrückt.

Wohlwissend: Es geht vorüber. Nach der Nacht folgt der Tag. Und wenn man sich erlaubt (!) hat, auch mal schlecht drauf sein zu dürfen, sich zu verkriechen, sich selbst zu bemitleiden, vielleicht sogar jemanden findet, der einem "nur" zuhört, dann scheint am nächsten Tag auch wieder die Sonne!

Für mich ist es immer wieder eine große Herausforderung, zu begreifen, dass der Jammernde keine Lösung haben möchte. Aber je mehr ich hinhöre, desto sensibler werde ich und erkenne immer früher, was wirklich gebraucht ist. Wenn man mal jammern will (das selbst zu erkennen, ist ja auch schon was. Das Hauptanzeichen: Ich will keine Lösung!) hilft man seinem Gegenüber übrigens sehr, wenn man sagt: "Mir geht es nicht gut. Ich brauche jemanden, der zuhört und mir keine Tipps gibt. Könntest du das in der nächsten halben Stunde tun?"

Auf der anderen Seite ist es auch wichtig, sich als Zuhörende zu schützen. Denn ein vorübergehendes Jammern ist o.k., aber ein zuviel Jammern verdirbt die Stimmung auf Dauer. Da ist es dann gut, HALT zu sagen, die Zeit einzugrenzen und sich dann um sein eigenes Seelenheil zu kümmern.

Jammern kann so gut tun!

Und ein Mensch, der zuhört, ist wirklich ein Geschenk!

Anja Kolberg

Dienstag, 07 November, 2006

Goldenes Licht

Was für ein wunderschöner Tag!

Als ich heute früh mit Minu die Runde machte, bezauberte mich das Herbstlicht. Goldene Sonnenstrahlen fielen durch die schon großen Lücken der Bäume und erleuchteten vom Himmel hinabtanzende Blätter. Wow! Was für ein schöner Tag, was für ein Geschenk! Das Licht ist so sanft und leicht und streichelnd. :o)

Ich wünsche jedem, das er das Glück hat, so ein in der Sonne tanzendes Blatt zu sehen. Es macht einfach gute Laune!

Sonnenstrahlen aus Köln

Anja Kolberg

Montag, 06 November, 2006

Der Schleier von Illusionen

... kennen Sie das auch?

  • Sie gehen in einen Kinofilm, weil Sie schon so viel Gutes darüber gehört haben. Und sind maßlos enttäuscht.
  • Sie besuchen eine Veranstaltung, von der Sie sich ganz bestimmtes erhoffen und die Hoffnungen bleiben aus.

Der zu hohen Erwartung und den falschen Vorstellungen folgt die Ent-Täuschung. Das blöde an solchen Illusionen ist, dass einem der Blick für die Dinge verloren geht, die man wirklich geschenkt bekommt und für das, was man bereits erreicht hat.

Gerade auf dem Weg beruflicher Veränderungen können falsche Vorstellungen ein Projekt zum Kippen bringen. Ein Beispiel von mir: Als ich 1999 mein erstes Seminar gab, war meine Illusion: Ich schreibe es aus und schon sind die Anmeldungen da. Es war unglaublich schwer für mich, die folgende Enttäuschung zu verkraften und Energien zu mobilisieren, um Teilnehmer für mein Seminar zu gewinnen. Eine solche Illusion hat nichts mit der wirklichen Kraft des Projektes zu tun. Doch das fatale ist: Oft zweifelt man am Ziel und an sich selbst. Wichtig ist, in einem solchen Moment inne zu halten:

Waren meine Einschätzungen realistisch? Sind meine Erwartungen zu hoch? Glaube ich, es wird zu schnell klappen? Glaube ich, direkt bei der ersten Bewerbung werde ich Erfolg haben? Lohnt sich die Teilnahme an einer Veranstaltung nur, wenn ich Aufträge generiere? Was ist, wenn ich keinen einzigen bekomme? Was sind kleine Erfolge, die ich bereits erreicht habe? Wo habe ich meine Grenzen erweitert? Worauf kann ich stolz sein? Welche Schwierigkeiten können noch auf mich zukommen? Warum werde ich es dennoch schaffen? Durch was kann ich Druck aus der Situation nehmen, um entspannt und offen meinen Weg zu gehen?

Der Dialog der inneren Anteile Kopf & Herz kann einem Schutz vor Enttäuschungen geben und den Blick für die kleinen Erfolge öffnen.

Anja Kolberg

Newsletter sind was feines :o)

Hallo aus Köln!

Hatten Sie ein schönes Wochenende? Meines gefiel mir richtig gut. Am Freitag hatte meine Oma Geburtstag und am Kaffeetisch saß die ganze Familie, meine Geschwister, Onkel, Tanten, Cousin. :o) Schön war der Besuch im Bergischen. Genau nach meinem Geschmack. Und dann noch die liebevollen Feedbacks auf den Newsletter, den Shop und meine Postkarten und Kalender, die seit dem bei mir eintreffen. Das tut einfach gut. :o) Danke!

Angelika schreibt mir aus Spanien auf meinen Artikel Schöne Grüße: "Liebe Anja, ich finde ihre Seiten so richtig klasse, ich lese sie gern. Gute Idee mit den Grüßen. Ich lebe und arbeite in Spanien im Touristenbereich. Klar da schreibe ich viele, viele E-Mails am Tag. Am Ende der Mail, als Abschied, schreibe ich gern:

Sonnenstrahlen aus Spanien
Sonnige Grüße aus Spanien

oder

Herzensgrüße

Oft schreiben mir die Gäste zurück, dass gerade der freundliche Gruß sie sehr angesprochen hat."

Das beste kommt von ihr zum Schluss: "Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende und schicke tausend Sonnenstrahlen, die Sie und Ihre Familie begleiten."

Da spüre ich förmlich die Wärme Spaniens! Danke Angelika!

Am Newsletter gefällt mir besonders, dass ich dann intensiver mit den Menschen in Kontakt trete. Ich erhalte unverhofft Mails, wir tauschen uns aus, ich bekomme schöne Kinotipps: "Gern möchte ich Sie auf einen sehr guten Film aufmerksam machen: SNOWCAKE. Er ist in jeder Beziehung anrührend und macht sehr nachdenklich über das, was wir gemeinhin als "normal" bezeichnen. Dies nicht nur mit Blick auf die Protagonistin, sondern - für mich vor allem - auf die Nebenhandelnden!" - das schreibt mir Maria Regina. Das klingt richtig gut. Vor allen Dingen, wo ich auf den Film jetzt das zweite Mal aufmerksam werde. Ein Wink des Himmels?

Anja Kolberg

Donnerstag, 02 November, 2006

Der richtige Zeitpunkt

In den letzten Wochen habe ich immer wieder schöne Fotomotive beobachtet und gedacht, "Morgen, wenn ich Zeit habe, nehme ich die Kamera und fotographiere das."

Mein oberwichtiger Arbeits-Schweinehund erzählt mir dann: "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen..." und dass das, was mich gerade inspiriert, warten kann. Doch am nächsten Morgen war dann das Licht nicht so schön wie am Tag zuvor oder die Blume war verblüht oder es regnete oder oder oder... Und jedes Mal, wenn ich feststellte, dass mir eine Chance entgangen war, die mir der Himmel schenkte, schwor ich mir: "Beim nächsten Mal machst du es direkt."

Denn es gibt nur einen einzigen richtigen Zeitpunkt: JETZT! Der ist genau dann, wenn ich etwas sehe und denke: "Oh ist das schön." Das ist der richtige Moment, die Kamera zu holen und festzuhalten, was mich begeistert. Es dauert nicht lange und ist eine schöne Unterbrechung. Aber es passiert nichts, wenn ich mich nicht überwinde und es tue!

Eben krabbelte ein Marienkäfer über meinen Fenstersims und ich dachte mal wieder: "Oh, ist der schön, ein Foto davon wäre toll." Gedacht - Parallelen bemerkt und diesmal gehandelt! :o)

Viele schöne kleine Pausen wünscht Ihnen

Anja Kolberg

Garten-Glanz

Am Samstag morgen war es endlich soweit:

Ich habe ich aufgemacht zur Expedition in die unbekannten Tiefen unseres Gartens. Puh, da war aber was los... Und ganz langsam mit einem kleinen Plätzchen auf dem Boden, meinem unentbehrlichen Löwenzahn-Ausstecher, Kniekissen und Eimer habe ich mich durchgearbeitet. Der Giersch hat richtig gewuchert. Hm. In einem Kräuterbuch habe ich gelesen, dass Pflanzen dort wachsen, wo sie gebraucht werden. So konnte ich bei Wikipedia lesen, dass es sich nicht nur um eines der beständigsten Unkräuter handelt, sondern auch eine Heilpflanze für Rheuma, Gicht und Entgiftungen ist und man sich daraus einen leckeren Salat zubereiten kann. Hätte... Jetzt hat er irgendwo ein neues Zuhause, bzw. es sind sicherlich immer noch Rhizome im Boden... Nächstes Jahr dann also...

Auch der Regen konnte mich am Samstag nicht aufhalten, den Garten zu putzen. Und Montag ganz pünktlich kamen dann auch die Rosen für den Rosenbogen. Schöne Belohnung. :o) Lediglich der Muskelkater war ein nicht so angenehmes Souvenier. Was soll's, es ist o.k. ein Opfer für etwas zu leisten, was ich wirklich gerne haben möchte. Montag habe ich mir dann was gegönnt und das Ladevolumen vom neuen Wagen getestet: Rosenerde, Blumenerde für die Balkonkästen, einen grooooßen Pflanztopf für den Rosenhochstamm und den Rosenbogen. Es hat alles ins Auto gepasst. So gerade. :o)

Seit Dienstag steht der Rosenbogen und die Rosen sind gesetzt (jetzt habe ich vom Graben Oberarme wie Schwarzenegger), der Rosenbogen hat die ersten Sturmböen überstanden, die Kübel sind bepflanzt. Langsam lässt auch der Muskelkater nach, das Aquafitness-Programm hat wohl geholfen. Schön sieht alles aus. Im Blumenkasten vor meinem Bürofenster blühen jetzt die Stiefmütterchen. Ich freue mich darauf, sie in den nächsten Wochen und Monaten zu beobachten. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich in den letzten Tagen am Fenster war, um zu sehen, was ich geschaffen hab. Tolles Gefühl. :o) Ich hoffe, die Blumenzwiebeln bekomme ich jetzt auch noch vorm ersten Frost in den Boden. Im Bergischen Land war für gestern Schnee angesagt.

Nicht zu fassen. Letzte Woche noch 26 Grad und jetzt... Wetterkapriolen. Der Garten ist gut vorbereitet. Der Winter kann kommen.

Viele Grüße aus dem kalten, nassen und aufgeräumten Köln

Anja Kolberg

Neues Kalenderblatt: November

Guten Morgen aus Köln,

der November ist angebrochen und ein neues Blatt ist im Kalender nach vorne gewandert:

Ein Gänseblümchen, von Frost überzogen. Der Text: "Vertraue. Alles ist gut. Wunder geschehen einfach." Ich freue mich auf die Wunder, die diesen Monat einfach geschehen wollen. :o)

Anja Kolberg

Montag, 30 Oktober, 2006

Schwarze Katze

Sind Sie abergläubisch? Laut Wikipedia sind es mehr als 51% der Deutschen.

Heute lief mir eine schwarze Katze von rechts nach links über die Straße. Da tauchte gleich die 13 vor meinem inneren Auge auf und ich hatte Lust, zum Thema mal im Netz zu recherchieren. Was alles unter Aberglauben fällt, erstaunt mich. Zum Beispiel das "toi-toi-toi" vor einem Auftritt oder auch das Glücksklee.  Gerade vor Prüfungen und schwierigen Aufgaben verschaffen einem Glücksbringer ein wenig mehr Ruhe und Vertrauen. Auch die Sternzeichen gehören für Planet Wissen zum Aberglauben im Alltag. Laut denen definiert heute die Wissenschaft (früher die Kirche) die Grenze zwischen Glauben und Aberglauben.

Na, wenn es um all die Dinge geht, die nicht wissenschaftlich belegbar sind, aber einfach Spaß machen oder gut tun... Zum Beispiel das für mich hochspannende Thema der Übersinnlichkeit! Oder auch so einfache Dinge wie Tarotkarten legen. Ich selbst nutze dafür aber keine richtigen Tarotkarten und halte mich auch nicht an ein Legesystem und lese die Bedeutung der Karten dann im Buch nach, sondern ich höre auf meine innere Stimme: Ich halte zum Beispiel mein Postkarten-Set in der Hand und stelle mir eine Frage. Dann klappe ich die Karten spontan auf. Die Karte, die sich dann zeigt, ziehe ich und lasse sie auf mich wirken: Was löst das Bild in mir aus, was der Text? Ich bekomme dadurch immer wieder Impulse und Hilfe für meinen Weg.

Einen Glücksbringer habe ich ja immer im Haus: Den Schornsteinfeger. Als wir zwei ganz frisch verliebt waren, habe ich ihn mal einen Tag beim Fegen begleitet. Das war schon ein tolles Gefühl, wie einen die Menschen angeschaut haben. :o) Mein Mann sagt, dass ihn immer wieder Menschen ansprechen, ob sie ihn mal anfassen dürfen. ;o) Das ist ein schöner Aberglaube!

Sie bekommen das Glück von mir Online: Viel Glück vom Schornsteinfeger!

Anja Kolberg

Schöne Grüße!

Es gibt ja soooooo viele Möglichkeiten, eine Mail enden zu lassen. Vom Standard "Mit freundlichen Grüßen" - der dem Briefstil entspricht - über ein ernstes "Mit hochachtungsvollen Grüßen" bis zum "Tschüß". Ich freue mich immer, wenn ich einen Gruß lese, den ich noch nicht kenne. Heute erreichte mich eine Mail, deren Gruß mir besonders gefiel: "Eine charmante Woche" wünschte mir eine neue Kundin für's Anti-Karrierecoaching. Wow, der gefällt mir gut!

Schreiben Sie mir Ihre favorisierten Mail-Abschiedsgrüße! (Aktion inzwischen abgelaufen) Ich werde Sie hier im Blog veröffentlichen. Wenn Sie mögen, schreiben Sie mir Ihren Namen, gerne möchte ich die Autorin dazu nennen - wenn Sie es möchten.

Feierabendgrüße aus Köln

Anja Kolberg

Freitag, 27 Oktober, 2006

Gartenputz

Was der Frühjahrsputz im Haus....

ist der Herbstputz im Garten... Quatsch, ich mach' ja gar keinen Frühjahrsputz im Haus. Sie? *räusper* Die guten hausfraulichen Skills wollen bei mir nicht so richtig aufleuchten. Da macht es mir schon mehr Spaß, im Garten zu arbeiten.

Und im Moment ist viiiiiiiiiiiiieeeeel zu tun. Besser gesagt: Liegen geblieben. Die wildromantischen ;o) Beete mit so manchem saftig grünem Unkraut sahen aber auch schön aus.

Und dieses Wochenende, da habe ich endlich die Zeit für den Garten! Ich freue mich schon! Just heute ist eine Blumenlieferung gekommen: Lavendel und ein Rosenhochstamm. Der soll vor unser Haus. Die Blumenkästen diesen Sommer waren ein erster Schritt, dass es dort grüner aussieht. Und sobald die riesig gewordenen Kapmargareten verblüht sind, kommen die Blumenkästen von der Terrasse runter und in frischem Outfit wieder vor's Haus auf die Fensterbank. Ich kann' s gar nicht mehr abwarten, bringe es aber noch nicht über's Herz, die Blumenkästen leer zu putzen... Im Sommer heizt die Sonne vor dem Haus dermaßen ein - Sie wissen ja, in diese Richtung liegt das Fenster meines Büros - dass die Blumen riesig geworden sind. Zu riesig und zu durstig. Ich habe wirklich dazu gelernt, welche Blumen dort geeignet sind und welche weniger.

Ich freue mich schon darauf, morgen früh loszulegen. Unkraut zupfen (... roden), viiiiiiiiiiiiiieeeleicht einige Stauden versetzen, sicherlich ein Päuschen zwischendurch machen (das vergesse ich gerne, aber mein Rücken erinnert mich...). Und diesen Herbst wird über der Bachquelle mein Traum vom Rosenbogen wahr. Davon habe ich schon lange geträumt. Jetzt habe ich endlich die passenden Rosen dafür bestellt! *hüpf*

Und im Keller warten ungeduldig einige Blumenzwiebeln, die mich (und Sie indirekt auf den Karten...) im Frühling erfreuen wollen. Diese Vorfreude finde ich fast das Beste!

Nach getaner Arbeit im Garten, da bin ich so richtig glücklich und stelle mich immer wieder ans Fenster, um in den Garten zu gucken, was ich da schönes gemacht habe. :o) Und nicht nur der Garten ist dann geputzt, sondern viele Gedanken in meinem Kopf ebenso.

Ich wünsche Ihnen ein herrliches Wochenende, an dem Sie es sich so richtig gut gehen lassen! Ich mache mit!

Ihre Anja Kolberg

Mittwoch, 25 Oktober, 2006

Talent zum Schreiben

Eben erreicht mich die Mail meiner Kundin Sina Vogt. Die Webseite der Journalistin, Autorin und Moderation, die sich u.a. für Menschenrechte engagiert, ist online. Toll gemacht!

Besonders berührt hat mich ihr Bericht "Vater stirbt" (unter Leseproben/Gesundheit). Mehr als lesenswert!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2006, 2. Halbjahr

Montag, 23 Oktober, 2006

Wenn es Abend wird...

... dann steigt hinter unserem Haus ein Konzert.

Auf einem Nachbargrundstück steht eine Reihe riesiger Kirchlorbeer-Sträucher. Und zu einem Abendplausch scheinen sich dort unzählige Vögel zu sammeln. Ein Fest für die Ohren. Wenn ich die Augen schließe, fühle ich mich mitten im Wald - die Vögel übertönen sogar das Geräusch der Straße!

Was für ein Geschenk!

Bald ist es wieder soweit... :o)

Die lauschende

Anja Kolberg

Duft erinnert...

Auf meinem Schreibtisch habe ich einige Lavendelzweige aus meinem Garten gesammelt. Zwischendurch zerreibe ich eine der unzähligen Blüten in der Hand und der starke Duft ruft Bilder von Lavendelfeldern hervor. Herrliche Erinnerungen an den Sommer. Eintauchen im Alltag in eine andere Welt. Tut einfach gut!

Anja Kolberg

Donnerstag, 19 Oktober, 2006

Streicheleinheiten für die Seele

Tut das gut! Die ersten Pakete sind eingetroffen und die Rückmeldungen bringen mich zum Strahlen. Herrlich ist das. :o)

Danke schön!

Und gerade jetzt tun die Streicheleinheiten gut: Bei meinem Mann wurde ganz frisch Diabetes Typ I festgestellt. Der Schock ist inzwischen verdaut, heute war bereits der erste Termin mit der Diabetesberaterin. Zwei Diabetiker gibt es in unseren beiden Familien, da war mein Partner gut gewappnet. Und so gut es geht nimmt er es auch auf. Bewundernswert, denn es ist doch - zumindest am Anfang - eine große Umstellung, die ihn sein Leben lang begleiten wird. Wer will so eine Diagnose schon haben? Aussuchen kann man es sich nicht, aber das Beste daraus machen.

Da passt das schöne Zitat des Heiligen Franz von Sales, das mir heute eine liebe Kundin geschenkt hat, wunderbar: "Begegne dem, was auf dich zukommt, nicht mit Angst, sondern mit Hoffnung." Ich glaube, es lässt uns beide das Leben bewusster genießen.

Herzensgrüße aus Köln

Anja

Mittwoch, 18 Oktober, 2006

Den Herbst genießen

 Heute habe ich mir einen Ausflug mit der Kamera gegönnt. Endlich mal wieder. Wo ich war? Im Japanischen Garten, der sich direkt auf dem Bayer-Gelände in Leverkusen befindet. Eine schöne Anlage. Jede Jahreszeit hat dort ihren ganz besonderen Reiz - und Bayer investiert wirklich viel in den Park und den Garten. Ich weiß gar nicht wie viele Gärtner dort angestellt sind und die Anlagen pflegen. Ganz besonders schön ist es dort zu der Zeit, wenn die Rhododendron blühen und im späten Herbst, wenn sich die Ahornbäume in ihr Herstkleid schmeißen.

Das habe ich auch gemacht. :o)

Und nach dem Spaziergang Zeit im Bistro mit einer heißen Tasse Kakao und meinem Tagebuch. Streicheleinheiten für meine Seele. :o)

Bunte Herbstgrüße als E-Cards habe ich Ihnen von meinem Ausflug in den Herbstwald mitgebracht:

Sonne aus Köln

Anja Kolberg

Montag, 16 Oktober, 2006

Konzentration auf das Wesentliche...

... das war mein Wunsch für das Konzept des Tischkalenders SEIN. Ich sehnte mich in all der Flut von Dingen und Informationen nach einem Ruhepol, wo meine Augen und meine Seele im Alltag immer mal wieder für einige Sekunden oder Minuten der Stille verweilen können. John Naisbit, amerikanischer Trendforscher bringt es für mich auf den Punkt: "Wir ertrinken in Wissen in Informationen und hungern nach Wissen."

Da es in meiner Arbeit immer wieder um das Wissen geht, das in uns selbst liegt, sollte einer der beiden Tischkalender Raum dafür geben, den Blick nach Innen zu lenken. Dorthin, wo die Antwort auf unsere Fragen und unser Suchen liegt. Und je mehr wir auf uns selbst hören und das Gehörte umsetzen, desto stärker wird auch das Vertrauen in uns selbst. Vertrauen, das auch das zarte Grün im März hat, das langsam, aber stetig durch den kalten Boden nach oben drängt. Vertrauen, sich zu zeigen..

Mein Wunsch erforderte ein besonderes Konzept: Eine Fotographie, die die Schönheit der Jahreszeit einfängt und die Betrachterin mit der Natur verbindet. Ein dazu passendes Wort, das auch den Bogen zu unseren persönlichen Ressourcen und unserem Veränderungsprozessen spannt. Nur ein Wort. Konzentration auf das Wesentliche. Raum, damit die eigenen Gedanken fliegen können. Entspannung und Sammlung in einer hektischen Welt finden.

Das Konzept manifestierte sich. Die Bilder für die Monate waren schnell gefunden, es sind ganz besondere Lieblingsstücke darunter.

Zum Beispiel für den Monat Juni: Ich hatte mir Zierlauch (Allium Giganteum) in den Garten gepflanzt und war mehr als gespannt, was aus den Zwiebeln wohl wachsen würde. Im Mai wuchsen die Knospen in unglaubliche Höhen und im Juni war es dann soweit, langsam öffneten sie sich. Und in der Knospe warteten unzählige kleinere Knospen in herrlichen lila-grün Schattierungen auf das Sonnenlicht. Geballte Kraft. Ein beeindruckendes Stück Leben! Es passt so sehr zu dieser Jahreszeit, wo alles in den Startlöchern steht, saftig grün, voller Lust auf das Leben. Und auch Kraft, die jeder in sich trägt. Jeder von uns trägt Samenkörner in sich, die zu wunderbaren Pflanzen heran wachsen können. Und wir haben die Kraft, sie zum Leben zu erwecken! Ich freue mich schon auf nächsten Juni, wenn das Allium wieder blüht.

Für den Monat Mai habe ich aus einer herrlich orange-rot gemaserten Tulpe einen Ausschnitt genommen. Dank meiner neuen Kamera und des Macro-Objektives ist es mir möglich, solche Vergrößerungen zu machen. Der Ausschnitt hat mich fast umgehauen, so sehr haben mich die Formen berührt. Ich finde, es sieht sehr weiblich aus.

Und in seiner nach oben strebenden Form spiegelt es das Wachstumdes Monat Mai, das überall in der Natur zu beobachten ist. Ich bin gespannt, welches Wachstum ich selbst nächsten Mai empfinden werde, wenn mich dieses Bild durch den Monat begleiten wird.

Ganz besonders gefällt mir auch das Kalenderblatt Dezember: Im Winter hatte ich im Bayrischen Wald das Glück, eine einzelne Schneeflocke einzufangen. Zwischen zwei Tannen spannte ein einzelner Spinnfaden.

Darauf nahm sie Platz und wartete geduldig auf mich, um kurz darauf vom Wind wieder weggetragen zu werden. Ein schöner Moment. Und diese einzelne Schneeflocke spiegelt in meinen Augen den Frieden und die Ruhe in der kalten Jahreszeit, die dann im Wald herrscht. Völlig unbeeindruckt von dem Trubel, der bei uns zur Weihnachtszeit herrscht. Ein guter Moment, um im hektischen Alltag Pause zu machen.

Was schenkt uns die Natur jedes Jahr, jeden Tag aufs Neue für Schätze! Sie kann mich immer wieder begeistern und überraschen. Eine herrliche Entdeckungsreise!

Strahlende Herbstsonnengrüße aus Köln

Anja Kolberg

WAS FÜR EIN START IN DIE WOCHE!

Guten Morgen aus Köln,

Ist das nicht ein herrlicher Herbsttag? Blauer Himmel, klare Luft - Sonnenstrahlen erleuchten meinen Packtisch. Fröhlich vor mich hinpfeifend bearbeite ich die Bestellungen, die inzwischen zahlreich vorliegen. :o)

Ich hatte ein richtig schönes Wochenende. Samstag war ich mit der Bahn unterwegs und ich spürte mal wieder, wie viel Freude mir der Kontakt mit Menschen macht. Schön! Und Sonntag dann noch Familienbesuch mit leckerem Pflaumenkuchen. Hmmm...

Die Abwechslung aus Coaching - Telefoncoaching - Shop-Bestellungen - Packen - Kontakt mit den Menschen - macht mir einen riesen Spaß! Und diese Woche gönne ich mir endlich wieder einen Ausflug in meinen geliebten Japanischen Garten - den Herbst bestaunen - Kakao trinken - schreiben. :o)

Herzliche Grüße auf Ihren Bildschirm -

Anja Kolberg

Freitag, 13 Oktober, 2006

Glückspost...

... erhielt ich heute früh von einer Klientin. Sie hatte sich während des Coachings für ihre Liebe entschieden und ist dafür aus Köln weggezogen. Und am neuen Wohnort fand sie dann auch einen tollen neuen Job. Bestimmt zwei Jahre sind seitdem ins Land gezogen.

Nanu, Post von ihr: Kleine Füße darauf? 4 kleine Füße? Eine Geburtsanzeige von Zwillingen! Was für eine Überraschung! Ich hab mich so gefreut!

Was für ein schööööner Brief! Das war meine Glückspost des Tages! :o)

Liebe Grüße & ein schöööönes Wochenende!

Anja Kolberg

Donnerstag, 12 Oktober, 2006

Ein Wechselbad der Gefühle...

... habe ich die letzten drei Tage durchgemacht.

Bis Dienstag war eine sehr emsige Zeit nach meinem Urlaub. Nach dem Rohrbruch am letzten Montag, der all meine Pläne über den Haufen schmiss (so was mag ich nicht besonders...), warteten noch einige Herausforderungen im Shop auf mich (Mensch, bin ich froh, dass mein Mann so einen Spaß daran hat, sich in unbekannte Programme einzuarbeiten, ohne ihn wäre ich heute wohl schon völlig weißhaarig...). Als die Kalender dann kamen, konnte ich sie und die Postkarten immer noch nicht meine Regale einräumen, weil die Wand trocknen musste... Nun, nachdem ich von meinem Anspruch loslies bis zum Zeitpunkt X soll der Webshop laufen (das hat auch schon bei unserer Hausrenovierung nicht geklappt... ich wollte im Januar drin sein, eingezogen sind wir drei Monate später...) ging es besser. Für einen Widder wie mich eine grooooße Herausforderung! Nachdem wir drei Abende unseren Kaminofen ordentlich befeuert hatten, war die Wand trocken und die Regale für die Kalender und Postkarten konnten angebracht werden, der Packtisch ebenso (hey, er hält auch ohne die Wasserrohr-Bohrstelle...). Nach einem intensiven Putzmarathon - das hat mir viel Spaß gemacht, weil endlich (!) wieder Ordnung in mein Büro kam und somit auch in mich selbst - habe ich alles eingeräumt und es sah so schön aus, der neue Arbeitstisch hat förmlich gerufen: "Ja! Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dir!" :o) Montag dann habe ich mit viel Ruhe den Shop getestet, Schönheitsverbesserungen vorgenommen, mir die Sparpakete ausgedacht. Das hat richtig Spaß gemacht. Ja, und Dienstag war es dann soweit.

Der Shop eröffnete. Ich glänzte und der Rest hier auch. :o) Nette Feedbacks und Glückwünsche erreichten mich. Das tat gut. Doch keine Bestellung. Meine Illusion bohrte sich wie ein Wurm in meinen Glücksapfel. Die Illusion: Sobald der Shop im Netz steht, kommt die erste Bestellung herein. Nun, es wurde Dienstag Abend: Nichts. Für mich war das gut, weil ich endlich Zeit hatte, liegen gebliebenes anzupacken. Das war nach einigen Stunden auch getan. Endlich mal wieder rechtzeitig Feierabend zu haben ist ja auch was schönes. Mittwoch: Ich musste früh zum Straßenverkehrsamt nach Köln, ich war schneller raus aus ich dachte: 1 Stunde. Am Nachmittag habe ich mich der Umsatzsteuer gewidmet. Noch immer keine Bestellung. Dann die Webseite aufgeräumt, Werbung heraus geschmissen. Zwei Stunden später: Noch immer keine Bestellung. Komisches Gefühl. Habe ich was falsch gemacht? War alles nur eine Luftblase? Oh je, jetzt habe ich so viel Geld investiert und nun? Ich spürte, dass ich immer trauriger wurde...Es konnte doch nicht sein, ich habe so viel Freude in den letzten Monaten empfunden. Die ganze Entstehung war ein Feuerwerk an Herzensarbeit. Fotographieren, texten, gestalten, verhandeln, lernen, entwickeln...

Ich habe einen Dialog mit meiner inneren Stimme geführt, die mich beruhigte und daran erinnerte wie wichtig es ist, Geduld zu haben. Es ist aber soooo schwer für mich! Ich habe darüber nachgedacht, was ich in den letzten Wochen gearbeitet habe. Eine intensive Zeit, gut dass der Urlaub folgte, das war eine wichtige Krafttankstelle. Nach dem Urlaub war kaum Zeit für mich selbst bei all der Arbeit. Und mir wurde wieder einmal bewusst, dass es nie leicht ist, wenn man eine zeitlang mit Tempo 200 über die Autobahn gerast ist, plötzlich wieder Tempo 50 auf einer Landstraße zu fahren. UND Geduld zu bewahren, wenn man will, dass es endlich losgeht UND Vertrauen zu haben, dass alles gut wird. Nach etwas längerem Schlaf heute früh und einem ruhigen Moment auf unserer Terasse mit Blick in den Garten setzte ich mich an den PC UND....

DA WAR SIE: DIE ERSTE BESTELLUNG!!!!! JAAAAAA!

Und von einer Sekunde auf die andere strahlte ich mit der Sonne um die Wette! Herrlich!

Hüpfende Sonnengrüße aus Köln

Anja Kolberg

Mittwoch, 11 Oktober, 2006

Mein ganzer Stolz...

... sind die Motive für die Kalender und Postkarten, die ich im Laufe dieses Jahres fotographiert habe. Einige möchte ich Ihnen vorstellen und etwas zur Entstehung erzählen. Zuerst eines meiner Lieblingsbilder. :o)

Mein absoluter Glücksgriff war im Frühling der Besuch in der Kölner Flora (Parkanlage gegenüber dem Kölner Zoo). Bei traumhaft schönem Wetter, unzähligen Frühlingsblumen auf den zart ergrünten Wiesen hatte ich unglaubliches Glück! Ich hatte meine Kamera griffbereit, als ich ein Eichhörnchen beobachtete, das über die Wiese hüpfte. Genau an der richtigen Stelle, zwischen herrlichen Blausternchen und nah bei einem alten Baum, in leichtem Sonnenlicht hielt es inne und stellte sich für mich in Pose! Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie sehr ich mich gefreut habe. Das Bild ist auch noch scharf geworden. Für mich ist dieses Bild wie ein Sechser im Lotto! Und damit viele Menschen an diesem Glücks-Moment teilhaben können, habe ich davon eine Postkarte (Nr. 06028) gemacht. Und die Worte zur Karte waren so schnell da, wie das Eichhörnchen wieder auf dem nächsten Baum war: "Worauf hast du Lust? Da geht der Weg lang!"

Einen schönen Tag!

Anja Kolberg

Dienstag, 10 Oktober, 2006

Der Shop hat geöffnet!

Es ist soweit! Nach wochenlanger intensiver Arbeit eröffnet heute mein Webshop. Yipieh!!!

Sie finden dort

  • 40 Postkarten-Motive - wunderschön im Geschenkkarton verpackt
  • Zwei Tischkalender 2007: SEIN und LEBEN
  • Zwei unterschiedlich große Spar-Pakete, mit denen Sie 10 und sogar 20 Euro sparen können.

Ab 50 Euro Warenwert liefere ich innerhalb Deutschlands versandkostenfrei!

Viel Freude beim Umschauen und Einkaufen.

wünscht Ihnen Ihre stolze

Anja Kolberg

Montag, 09 Oktober, 2006

Lesen...

... das ist im Urlaub eine meiner liebsten Beschäftigungen. In Geschichten versinken, sich inspirieren lassen und uns die lange Autofahrt nach Dänemark mit Hörspielen versüßen.

Mit den meisten Büchern habe ich eine gute Wahl getroffen, lediglich kapituliert habe ich bei dem Roman Die vierte Schwester - auch wenn er ein Bestseller ist. Ein kleines Mädchen verwindet in einer Sommernacht und bleibt verschollen. Jahrzehnte später beauftragen die beiden Schwestern einen Detektiv mit der Auflösung des Rätsels. Klingt spannend - da aber so viele in meinen Augen unwichtige Zusatzinformationen und weitere Geschichten mit ins Buch gepackt sind - habe ich immer wieder den Faden verloren und schließlich ganz aufgegeben...

Jetzt aber die Beschreibungen der Glücksgriffe!

Herzliche Grüße aus Köln

Anja Kolberg

Freitag, 06 Oktober, 2006

Die Kalender sind da!!!

Huhu aus Köln,

die Kalender sind da! Yipieh! Und so schön sind sie geworden. Ach, macht das einen Spaß!

Hier im Büro wird auf Hochtouren gearbeitet, damit der Webshop nächste Woche eröffnen kann. Bei all den Hindernissen, die wir hier diese Woche zu bewältigen hatten, kann die nächste Woche nur wunderbar werden. :o)

Hier können Sie schon einmal einen Blick auf die beiden Kalender werfen:

Ich wünsche Ihnen ein zauberhaftes Herbstwochenende!

Anja Kolberg

Kalenderblatt Oktober

Hallo, da draußen in der Welt!

Mit dem oktoberlichen Herbstwetter hat ein neues Kalenderblatt Einzug gehalten:

Ermutigt Sie die süße Eichel auch durch diesen Monat? Der Text stammt von meiner Mutter. Vor einem Workshop - ich war wieder einmal grundlos aufgeregt - rief ich sie an. Und sie sagte mir etwas, das mich heute noch in Situationen, wo ich unsicher bin oder wo mich meine eigenen Erwartungen erdrücken, ganz ruhig werden läßt. Es war: "Sei einfach du selbst, Anja. Das reicht." Als ich dann letztes Jahr meinen ersten Kalender entwarf, musste dieser Spruch einfach mit hinein. So suchte meine Mutter auch das Bild dafür aus. Es ist eine kleine Eichel, die sich hinter einem Blatt versteckt und gar nicht recht traut, heraus zu kommen. Und dieses Motiv hat sich auch in meiner neuen Postkartenkollektion wieder gefunden. Schön!

Einen goldenen und lebendigen Oktober voller Vertrauen in Ihre ureigene Stärke

wünscht Ihnen

Anja Kolberg

Donnerstag, 05 Oktober, 2006

Dankbarkeit

Schon seit einiger Zeit denke ich daran, über Dankbarkeit zu schreiben.

Im Urlaub habe ich ein Buch gelesen, das mir meine Oma mitgegeben hat: "Bis auf den Grund des Ozeans". Vielleicht kennen Sie es? Julia Tavalaro ist Anfang 30 als sie zwei Schlaganfälle aus ihrem Leben reißen: Nach stürmischen Jahren als Single wohnt sie endlich mit dem Mann, der sie liebt und mit ihrer kleinen Tochter in dem Haus, von dem sie immer träumte. Sie wacht eines Tages im Krankenhaus auf. Da sie als hirntot gilt, kommen das Pflegepersonal nicht auf die Idee, dass sie hören, sehen und fühlen kann. 6 Jahre lang erleidet sie Qualen bis eine Therapeutin merkt, dass sie mit ihren Augen sprechen kann. Eine bemerkenswerte Geschichte vom Lebensmut und Willen einer Frau. Unbedingt lesenswert!

Und nach solcher Lektüre und auch dank den Berichten über Frauenleben in der 3. Welt werde ich mir immer wieder und immer mehr bewusst, was ich alles habe, das für mich sonst selbstverständlich ist - für andere aber noch lange nicht. Damit schwenkt mein Blick, von dem, was ich nicht habe auf das, was ich alles habe. Und weg von dem, was ich noch nicht erreicht habe bzw. erreichen will - auf das, was ich bereits erreicht habe. Wenn ich mir das alles bewusst mache, fühle ich mich - unabhängig von meinem sonstigen Bewertungsszenarios meines Lebens - unendlich reich. Was das alles ist?

Ich kann sehen. Ich kann hören. Ich kann sprechen. Ich kann schreiben. Ich habe ein Dach über dem Kopf und zu jederzeit genügend Wasser, um zu trinken oder mich zu waschen. Mein Kühlschrank ist voll - ich habe immer genug zu essen. Ich kann gehen und laufen ohne die Hilfe eines anderen zu beanspruchen. Ich habe eine Familie, die mich liebt und die ich liebe. Meine Oma und meine Eltern und meine Geschwister leben. Wir leben in Freiheit und brauchen keine Angst zu haben, wegen des Glaubens oder unserer Meinung verfolgt zu werden. Ich habe eine schulische und berufliche Ausbildung genossen. Wann immer ich will, habe ich Zugriff auf noch mehr Wissen und kann noch mehr lernen. Ich habe immer Möglichkeiten zu schreiben, wann immer ich es will. Ich habe nur einmal im Monat Schmerzen. Ich kann jederzeit zu einem Arzt gehen, der mich versorgt. Ich kann reisen, wenn ich reisen will. Ich habe ein eigenes Arbeitszimmer und zu Hause genügend Platz für mich alleine. Ich habe einen Garten, den ich gestalten kann. Ich kann malen und habe genug Material dafür da. Ich kann über das Internet weltweit zu Menschen Kontakt aufnehmen. Ich kann in Urlaub fahren. Ich habe nette Schwiegereltern und Nachbarn, die während dessen auf das Haus acht geben. Ich lebe in einer gleichberechtigten Partnerschaft und Gesellschaft. Kein Mensch erteilt mir Befehle oder gibt mir Regeln vor, die ich beachten muss. Ich kann mich mit anderen Frauen treffen, wann immer ich will und frei draußen bewegen. Ich kann das lesen, was ich lesen möchte. Ich habe die Möglichkeit, das zu tun, was gut für mich ist und zu lassen, was nicht gut für mich ist. Ich kann meine Zeit relativ frei einteilen. Wenn ich etwas unbedingt brauche, habe ich das Geld, um es mir zu kaufen. Wenn ich etwas unbedingt haben möchte, habe ich die Möglichkeit, Geld zu sparen, bis ich es mir kaufen kann. Ich lebe in einem gemäßigten Klima, das mir gut tut. Wenn das nicht mehr so ist, hätte ich die Möglichkeit, hier weg zu gehen. Wenn alles schief geht, habe ich einen Staat, der für mich sorgt. Ich muss nicht unter einer Brücke oder am Straßenrand auf Pappe schlafen. Ich habe einen Pkw, mit dem ich fahren kann, wann und wohin immer ich will. Ich habe einen eigenen PC. Ich habe es mir möglich gemacht, meine Träume zu verwirklichen.

Und das ist nur ein kleiner Teil dessen, was wirklich ist und wofür ich dankbar bin. Ich bin unendlich reich und in Frieden mit mir und der Welt.

Danke, lieber Gott, dass ich das alles haben darf!

Anja Kolberg

Schöne Mail am Morgen

Heute früh hatte ich eine schöne Mail im Eingangsfach. Und weil die Autorin einen Hinweis machte, falls ich ihre Mail veröffentlichen wolle... mache ich das jetzt einfach:

"Liebe Frau Kolberg,

auf der Suche nach Buchbesprechungen von Julia Camerons Buch "Von der Kunst des Schreibens" bin ich auf Ihrer Site gelandet. Wie schön!

Der Bericht über Ihre persönliche Entwicklung ist nur Mut machend! Nachdem ich die 50er-Grenze vor bald zwei Jahren überschritten habe, ist mir - trotz einer sehr anstrengenden Familiensituation: beeinträchtigtes Kind - klar geworden, dass ich unbedingt meinem Kindheits- und Jugendtraum "Schreiben" folgen muss. Sie haben Recht: Im Inneren weiß frau/man sehr genau, was im Leben angesagt ist.

Zwar "stolpere" ich immer noch bei der Durchführung meiner "Schreibpläne", doch, erstens bekenne ich mich mehr und mehr "öffentlich" dazu, dass ich viel und gern schreibe (Briefe habe ich in meinem Leben bestimmt schon Tausende verfasst!) und zweitens, arbeite ich konsequenter als je zuvor daran, mich weiter zu bilden und mich mit gleich gesinnten Menschen zu treffen.

Was mich besonders freut: Trotz nur kleiner Vorwärtsschritte, freue ich mich von Herzen über jeden Fort-Schritt.

Seit ich Ja sage zu meinen inneren Träumen und Wünschen bin ich viel gelassener geworden!

Dass mich (leider?) auch Krankheit und Belastungen zu der haben werden lassen, die ich inzwischen bin, scheint oft der notwendige Lebens-Weg zu sein!

Ich schreibe Ihnen dies alles, weil ich Ihnen auf Ihre so persönlichen Mitteilungen ant-worten möchte!

Nochmals vielen Dank!

Herzliche Grüße

M. R. K.
aus Konz bei Trier"

Danke schön! :o)

Montag, 02 Oktober, 2006

Warum...

... gibt es eigentlich so Tage, lieber Gott, wo sich scheinbar alles gegen einen verbündet?

Nein, ich will nicht schwarz sehen. Es gab heute auch Dinge, die haben wunderbar geklappt:

  • Mein Mann und ich sind von IKEA zum Preis "schnellster Kunde des Jahres" nominiert: Um 9.30 Uhr machte der Laden auf, um 9.40 Uhr waren wir schon wieder unterwegs - obwohl der Parkplatz um diese Uhrzeit schon brechend voll war. Das ist doch mal was, oder?
  • Auch gut geklappt hat das Einladen und Transportieren der frisch erstandenen Regale - dank an meinen lieben Schwiegervater Günther, der uns seinen VW-BUS geliehen hat. Sonst wäre es mit den über 2 Meter langen Paketen ganz schön brenzlig mit unserem Wagen geworden.
  • Gut geklappt hat auch das Aufstehen. Ja - trotz des Urlaubs bin ich wahrhaftig früh aus den Federn gekommen - im Urlaub haben wir es zum Schluss bis 10.30 Uhr geschafft (das klappt sonst das ganze Jahr über nicht).
  • Noch was? Ja, Minu war heute einfach zauberhaft süß! *drück* und mein Mann ebenso *drück auch* (ganz unter uns: Er hat es wirklich nicht leicht mit seiner ungeduldigen Frau. Ein Glück, dass er die Ruhe weg hat und eine Engelsgeduld mit mir...)
  • Und wirklich gut war auch das Gespräch mit der von mir beauftragten Rechtsanwältin aus Dresden (alles über's Internet - eine interessante Erfahrung) - die für mich die AGBs für den Webshop erstellt.
  • Ja, mir fällt wahrhaftig noch mehr ein: Der nette Mensch in der Druckerei, der mich mit Komplimenten versorgte, dass es auf einmal gar nicht mehr so schlimm war, dass die Kalender doch noch nicht komplett fertig waren, er mir aber anbot, eine Teillieferung zu schicken... (Die ich dann aber abgesagt habe, weil es hier im Büro einen kleinen Zwischenfall gab...)
  • Und im Baumarkt bin ich eben auch sehr nett von zwei jungen Männern beraten worden, um die richtigen Dübel und Winkel für die Regale zu bekommen. Ja, das war auch schön.
  • Und auch schön: Ich habe so liebevolle Mails von meinen Kundinnen bekommen. Das hat herrlich gut getan!
  • Meine Freundin hat just in dem Moment angerufen, gerade als die Welt zusammenbrach - und danach war es nur noch halb so wild. Es tut so gut, wenn Menschen einfach mitleiden! :o) Danke, Babsi!

Hey, die Liste ist ja superlang! Das klingt nach einem richtig tollen Tag! Ja, es ist wirklich immer die Frage, wie ich selbst bewerte, was mir wiederfährt oder aus welchem Blickwinkel ich es betrachte.

Jetzt zum nicht so angenehmen Teil des Tages:

  • Die Kalender sind noch nicht fertig. (Dabei habe ich darauf 2 Wochen entgegen gefiebert.) Aber Trostpflaster: Ich hätte ja einen Teil bekommen können.
  • Im Webshop muss noch etwas eingebaut werden, damit alles rechtlich sicher ist. (Himmel, was da alles zu beachten ist. Das macht es wahrlich nicht leicht, unternehmerisch tätig zu werden.) Trostpflaster: Die Software-Fa. hat sich heute noch gemeldet. Aber wieder einmal ist es so kompliziert (und ich bilde mir schon ein, gutes Wissen zu haben), dass mein IT-Engel wieder tätig werden muss. Mal sehen, ob er das Rätsel löst - es sieht bisher nicht gut aus. (Also eine einfach zu bedienendene Shopsoftware ist auch was tolles....)
  • Beim Anbringen des Packtisches bohrte mein Mann dann in das Warmwasserrohr... ein warmer Strahl ergoss sich in mein Büro. Damit war wieder ein Zeitplan über den Haufen geschmissen. Trostpflaster: Es ist gut, wenn man einen Freund mit Installationsfirma hat. Zwei Stunden später schon konnte er bei uns sein. Die Wand ist jetzt aufgestemmt (in einem Kunstbedarfshandel habe ich mal gesehen, dass so ein Loch in der Wand aufblieb. Sie haben dekorativ einen Rahmen darüber gehangen mit einer Plexiglasscheibe darin. Jedes Mal, wenn man die Treppe zum Dachboden hochgeht, kommt man jetzt an dem Wasserschaden-Bild vorbei. Könnte ich ja auch machen...) Ich bin aber wirklich allergisch gegen den Staub vom Aufklopfen der Wand. Ah, der ist so fein und verteilt sich in alle Ritzen... Oh Mann - das war dann eine Nummer zu viel für mich. Schnief...

Mein schöner Zeitplan ist damit über den Haufen geschmissen. So lange ich selbst es beeinflussen kann, ist es ja kein Problem, bin ich aber von anderen abhängig, geht es nicht mehr so einfach glatt... Und dann gibt es auch noch höhere Gewalt, die für Wasserspiele sorgt... Nun, ich will das Beste daraus machen. Es nützt ja nichts.

Ich bin jetzt wirklich müde und hoffe, dass sich am Mittwoch alles ganz leicht löst und alles wie am Schnürchen läuft. Bitte, lieber Gott!

Herzensgrüße aus Köln

Anja Kolberg

Samstag, 30 September, 2006

Home... sweet home

Hallo, da bin ich wieder!

14 Tage Dänemark - das war eine schöne Zeit. Der erste Tag ging gaaaaanz langsam um, aber dann ging es ganz schnell. Da begreift man Einsteins Relativitätstheorie ganz leicht.

Wir haben es wirklich gut angetroffen. Das 4. Jahr waren wir an Dänemarks Nordseeküste und sind immer wieder von der Ruhe dort begeistert. Unser Hund hat auch Spaß, denn hier sind die Vierbeiner gerne gesehen. Das Häuschen war einfach klasse - letztes Jahr frisch renoviert und nur 150 Meter und eine ziemlich hohe Dühne vom Nordseestrand entfernt.

Ich schicke Ihnen eine große Brise frischer Meeresluft, blauen Himmel und an den Füßen kitzelnder Wellen. Erholsam war's! Wir haben viiiiiiiiiiiiiiiiiel geschlafen, gelesen, getrödelt, geträumt.... so wie es sich für einen Urlaub nach meinem Geschmack gehört. Besonders liebe ich die Ausflüge mit meiner Kamera an den Strand. Der ist sehr breit und unendlich lang. Stundenlang kann man mit den Füßen immer der Brandung entlang durch das Meerwasser schlürfen. Schön!

Urlaubserinnerungen tauchen auf, wenn ich die Fotos durchschaue: Sonne, blauer Himmel, segelnde Möwen, berauschende Sonnenuntergänge, Seesterne, im Wasser glitzernde Steine, Strandhafer, Stechmücken, Sandbilder, Wolken, Hafen-Atmosphäre & leckeren Fisch in Hivide Sande, Frisbee für unseren Vierbeiner, frischer Wind, ein Wirbel (was das auch immer war, es sah sehr interessant aus), auch mal ein paar Tage bedeckt (leider kein Sturm, ach dann ist es so herrlich gemütlich im Holzhäuschen und die Wellen erst am Strand...), nächstes Jahr vielleicht... :o)

Und nach 14 Tagen faulenzen, ja da habe ich mich auch wieder auf zu Hause gefreut!

Ganz in Ruhe sind wir bereits am Freitag abgereist, so haben wir heute schon wieder alles im Lot. Das mag ich, so kann ich mich auf's Wochenende freuen, bevor es nächste Woche wieder losgeht. Noch einige Punkte sind im Webshop zu klären, Informationen einzubauen, Mails zu sichten... Aber nicht zu viel, schließlich will ich den Urlaub schön ausklingen lassen. Also gehe ich gleich erst mal ein Nachmittagsschläfchen machen und das tolle Hörspiel zu Ende hören... :o)

Ihnen ein wunderschönes Wochenende - und Dienstag ist ja schon wieder Feiertag!

Liebe Grüße!

Anja Kolberg

Donnerstag, 14 September, 2006

Angekommen

Huhu vom Gipfel,

es ist geschafft!

Einen weiteren Gipfel habe ich bestiegen. Und... ich strahle und bin stolz. Diese Woche habe ich richtig was gestemmt!

Das hätte ich mir vorher wirklich (!) nicht träumen lassen. Es ist einmal wieder so gekommen, wie ich mir es vorher aufgeschrieben habe. Funktioniert!!!

Zwei Layouts für die Tischkalender 2007 sind bei der Druckerei eingetroffen. :o) Es wird für 2007 also 2 verschiedene Kalender geben:

  • Sein: Inspirierende Fotographien, die die Jahreszeiten umschmeicheln und Monat für Monat nur ein Wort. Ein Wort, auf das Sie sich konzentrieren und bei dem Ihre Gedanken fliegen können. Ganz nach dem Motto: Weniger ist mehr.
  • Leben: Eine Liebeserklärung an das Leben. Motive, aufgenommen mit der Kamera, mit Farbe und meinen Händen oder mit dem PC gestaltet. Dazu Zitate, die ich sehr mag. Worte, die in Bewegung bringen oder zum Nachdenken anregen, die Kraft versprühen oder Stille. Herzensangelegenheiten. :o)

Ich bin ganz verliebt in die Gestaltung. Hat das Spaß gemacht.Dann bin ich wirklich im Fluss. Ich bin richtig froh, dass ich das geschafft habe!

Natürlich geht so etwas nicht ohne Unterstützung: Guido - mein Partner und IT-Engel - der mich immer unterstützt und ermutigt und in Ruhe lässt, Jens - mein Bruder - der mein Portrait aufgenommen hat und mir hilft, wenn ich orientierungslos bin, Ariane - meine Freundin - die mir immer wieder liebevolles Feedback gibt, meine Eltern und meine Oma - die mir schon eine Postkartenkollektion abgekauft haben und mein Herz so zum Jubelieren brachten sind nur einige, die mir spontan einfallen. Himmel - ist das schön!

Wollen Sie mal sehen, wie die Frontseite der beiden Tischkalender aussieht?

So haben Sie schon einmal einen ersten Eindruck. :o) Mehr gibt es Anfang Oktober.

Jetzt steht vor allen Dingen jedoch eines an: Ausruhen, süßes Nichts tun, Tanks aufladen und Anfang Oktober mit voller Power durchstarten. :o)

Ich wünsche Ihnen bis dahin eine gute Zeit - so ganz nach Ihrem Geschmack.

Ihre Anja Kolberg

Montag, 11 September, 2006

Was für ein wunderschöner Morgen!

Guten Morgen aus Köln!

Die Sonne strahlt durch mein Fenster - mitten in mein Gesicht, erwärmt meinen Körper und meine Seele. Dazu blauer Himmel. Und ich bin früh auf, so darf eine Woche beginnen!

Ich hoffe, bei Ihnen strahlt die Sonne ebenso und Sie haben einen schönen Tag. Ich wünsche es Ihnen!

Hier gibt es viel zu tun, ich muss mich sehr stark disziplinieren und organisieren, damit ich vor meinem Urlaub noch alles schaffe. Ich kann also mein gesamtes organisatorisches Talent ausnutzen. :o) Das gute an solchen Terminen ist ja: Bis dahin schaffe ich das, was mir Wochen zuvor noch unmöglich war. Das wird eine Powerwoche! :o)

Herzensgrüße aus Köln

Anja Kolberg

Freitag, 08 September, 2006

Im Fluss ("flow") ... :o)

Hallo aus Köln,

seit Mittwoch steppt hier der Bär!

Ich weiß gar nicht, wo ich zuerst anfangen soll. Kurz vor Freitag Abend noch ein kleiner Rückblick.

Mittwoch Mittag war es endlich soweit: Meine heißersehnten Postkarten wurden geliefert.
Huch, das sind aber viele Kartons! Genau genommen: 40 Stück. Und die haben mein Mann und ich dann im Schweiße unseres Angesichts in die erste Etage in mein Büro geschleppt. Und hier stehen sie nun! Endlich! Was bin ich glücklich! Die Qualität ist toll, ich bin richtig zufrieden!
Ich war richtig im Rausch - ein herrliches Gefühl, die eigenen Träume jetzt wahrhaftig in der Hand zu halten. Inzwischen sind sie alle gesichtet, sortiert, geprüft und für grandios befunden worden! :o)

Hm, mit so einer guten Stimmung bin ich dann zum Aquafitness gefahren. Doch eine Wandfließe hielt mich davon ab, die Kolleginnen dort bis zum Ende mit meiner sportlichen Leistung zu begeistern. Einem dumpfen Schmerz folgte eine stark blutende Schnittwunde unter dem Fuß. Nachdem ich dann meine DNS in der Dusche verteilt habe und endlich Verbandszeug in der Hand hatte, ging es mir schon besser. Inzwischen ist die Wunde getapt, alles ist wieder gut. Jetzt muss nur noch das Humpeln weggehen... Das hat meinen Plan hier im Büro doch ein wenig über den Haufen geschmissen. Der Besuch bei Ikea, um Regale für die Postkarten zu kaufen, ist auf nächste Woche verschoben. Nun, was soll's, ich habe ja noch mehr zu tun, dass ich im Sitzen machen kann... Zum Beispiel den Webshop einzurichten. Ich weiß gar nicht, wie lange und wiederholt der mich herausfordert. Ganz schön komplexe Sache, aber ich habe es ganz gut im Griff!

Die Gestaltung für den Tischkalender 2007 ist auf Hochtouren, nächste Woche gehen die Daten in die Druckerei.

Ich liebe das, so im Fluss zu sein. Eine tolle Erfahrung!

So, genug erzählt, weiter geht es. Schließlich will vor meinem Urlaub Ende nächster Woche alles fertig sein. Ab Anfang Oktober wird der Webshop öffnen. Wenn Sie im Newsletter eingetragen sind, erhalten Sie auf jeden Fall Nachricht, ansonsten natürlich hier im Blog!

Ein herrliches Wochenende wünscht

Anja Kolberg

Dienstag, 05 September, 2006

Hadern... Aufräumen... Ändern...

Hallo aus Köln,

heute ist so ein komischer Tag...

Ich warte auf die Postkarten, die einfach nicht kommen wollen. (ARG! Eine unglaubliche Herausforderung an meine kaum vorhandene Widder-Geduld.) Die Hoffnung, die Postkarten vor meinem Urlaub Ihnen noch anbieten zu können, habe ich aufgegeben. Der Himmel hat da scheinbar eine klare Strategie... Also geht es nach dem Urlaub Anfang Oktober mit dem Verkauf los.

Was mache ich so lange? Ich räume auf. Das hat ja auch sein Gutes. (Klar, an allem kann ich was Gutes finden...)

Was ich schon ewig machen wollte: Die Anja-Kolberg-Webseite mit der Frauencoaching-Webseite vereinen. Die Veränderungen haben Sie vielleicht schon bemerkt: Oben am geänderten Kopf dieser Webseite hier oder dass heute viele Beiträge über den Blog gelaufen sind, die auf der Anja-Kolberg-Webseite standen (Coaching... Innere Stimme...).

Vor einigen Jahren habe ich eine separate, "neutrale" Webseite angelegt, weil ich auch Männer für meine Dienstleistungen ansprechen wollte. Dieser Schritt war auch gut. Doch seit dem der Blog diesen März auf www.frauencoaching.de läuft, schlägt mein Herz mehr für diese Seite. Warum also nicht beides wieder vereinen?

Die Lösung beider Logos oben finde ich noch nicht optimal. Aber es ist ein Anfang und das ist das entscheidende. Ich will mich nicht mehr von verschiedenen Seiten zeigen. Die schreibende Anja, die Anja, die Coaching anbietet, die Anja, die mit einer seriös blauen Webseite (erinnert von der Farbe an meinen letzten Arbeitgeber) auftritt. Ich will reduzieren, mich konzentrieren und unterm Strich eines sein: Ich! :o)

Einen schöööönen Feierabend!

Ihre Anja Kolberg

Neues Kalenderblatt: September

Ein neuer Monat - ein neues Kalenderblatt. Das Zentrum einer Sonnenblume. Dazu habe ich ein Zitat aus dem Booklet der CD "Klänge des Labyrinths. Musik zum Entspannen, Genießen und Tanzen" ausgewählt:

Der Weg zur Mitte ist der Weg zur Kraft.
Der Weg aus der Mitte ist der Weg zur Liebe.

Gernot Candolini

Montag, 04 September, 2006

Abschied und Neubeginn

Am Freitag um 17 Uhr endete mein 18. und letzter Berufsworkshop vor einer unbestimmt langen Pause. Was war das ein schöner Abschluss: Starke Frauen, wunderbare Wege, viele schöne Momente, Geschichten, Eindrücke, ganz viel Wärme und Liebe. Ja, das war das Sahnehäubchen zum Schluss. Ein ganz herzlicher Gruß an euch 4!

Für persönliche Coachings - persönlich oder per Telefon - zu beruflichen und privaten Themen stehe ich Ihnen weiter zur Seite.

Jetzt gebe ich mir endlich den Raum und die Freiheit, wonach ich mich schon länger sehne: Eine Workshop-Pause. Auch wenn das betriebswirtschaftlich gesehen keinen Sinn macht (denn jetzt beginnt die "Workshop-Hauptsaison") - die Betriebswirtin aus meinem inneren Team hatte damit ganz schön zu kämpfen. Aber die Trainerin in mir ist dankbar, dass sie ihre wohlverdiente Pause bekommt. Ich habe seit 1999 eine "Turbo-Entwicklung" durchgemacht, denn aus jedem einzelnen Berufsworkshop nahm ich etwas für meine eigene Entwicklung mit. Und wenn man sich vorstellt, was ein einzelner Berufsworkshop schon bewirken kann... :o)

Abschied nehmen heißt für mich auch Rückschau auf diese wertvolle Zeit halten:

Seit 1999 biete ich Workshops an, zu Beginn auch über externe Träger. Obwohl dies viel Geld einbrachte, war ich schon nach kurzer Zeit nicht mehr bereit, den Preis dafür zu bezahlen: Viel unterwegs zu sein. Immer wieder tauchte die Frage auf: "Warum bin ich eigentlich selbstständig?" Die Antwort: Weil ich so arbeiten will, dass es mir gut geht - also entschied ich mich für's Herz und gegen den lukrativen Geldbeutel und bot nur noch offene Workshops in Köln und Umgebung an. Mein erstes Seminar hieß 1999 "Traumjob trotz Familienpause".

Es gibt so viele schöne Beispiele von Frauen, die ich in den Workshops über die Jahre begleiten durfte und sich auf ihren Weg gemacht haben. Sie alle erfüllen mich mit ganz viel Wärme und Liebe. Schön!

Hauptthema der Workshops war immer die berufliche Veränderung - herausfinden: "Was will ich wirklich?" Und mit meiner eigenen Entwicklung änderten sich die Workshopinhalte und Bedingungen. Zunächst fanden sie am Wochenende statt. Mir fehlte jedoch das Wochenende und seine Zeit zum Ausruhen. Wider jede Vernunft ("Wer nimmt sich Urlaub für einen Workshop? Die finden doch alle am Wochenende statt, wenn man Zeit und sowieso frei hat!") bot ich ab 2002 meine Seminare nur noch während der Woche an. ("Entweder es klappt oder es soll einfach nicht sein.") Mir war wichtig, meine Bedürfnisse zu achten und mich nicht selbst auszubeuten. Mit Erfolg! Was mir gut tat (ein Wochenende zu haben), war auch gut für die Teilnehmerinnen.

In Königswinter fand der weiterentwickelte dreitägige "Kreative Berufsworkshop" zwei Jahre lang statt. Ganz besonders bleiben mir neben den tollen Teilnehmerinnen :o) und den unzählig vielen schönen Momenten die Abschlussübung - die Bergbesteigung - in Erinnerung. Tolle Natur im Wechsel der Jahreszeiten und die Parallele zum inneren Weg der Zielerreichung.

Ganz besonders war auch, dass durch die organisierte Übernachtung oft Teilnehmerinnen aus dem Ausland (Portugal, Österreich, Niederlande, Brasilien, Schweiz, Italien...) die Gruppe bereichert haben.

Mit der Zeit spürte mehr als deutlich, wie wichtig es für mich ist, abends zu Hause schlafen zu können, um in meinem kleinen Team (Partner & Hund) Energie tanken zu können. Gleichzeitig wurde der Wunsch, den Workshop inhaltlich zu verändern immer stärker. Ich wollte weg von den Bolles-Elementen der individuellen Berufsfindung, weil ich merkte, dass die Teilnehmerinnen dies zwar interessant fanden, aber es nicht das war, um was es wirklich ging...

Parallel veränderte sich "zufällig" meine Coachingwerkstatt in Zollstock: Der Schreibtisch "flog" ebenso heraus wie meine Bücherregale - es entstand viel Freiraum für eine neue Freiheit im Coaching und auch Platz für Workshops!

"Never change an winning team" sagte einmal ein Trainerkollege zu mir. Oha, mit dieser Prophezeihung im Ohr viel mir die Entscheidung nicht leicht. Ich nahm all meinen Mut zusammen, hörte auf meine Gefühle und Bedürfnisse und veränderte das Konzept so, dass mein Inneres hüpfte. Es waren nur noch die Elemente enthalten, die die innere Stimme bestärkten, die den Teilnehmerinnen am meisten Freude bereitet hatten und die zu einem stimmigen, leichten und intuitven Ergebnis führten. Der zweitägige "Intuitive Berufsworkshop" war geboren. Seit Sommer 2004 habe ich ich diese intutive Form der Berufsfindung im Workshop in Köln angeboten. Auch für die Teilnehmerinnen entstand mehr Freiraum, denn sei konnten seit dem selbst bestimmen, wo und wie sie übernachten wollten.

Viele neue Workshops zu anderen Themen entstanden und einer liegt mir besonders am Herzen: Der Workshop "Innere Stimme".

Im Frühjahr diesen Jahres kam mir ein Satz immer stärker ins Bewusstsein: "Ich mache diese Arbeit so lange, bis ich selbst das mache, was ich wirklich will." OHA! Dabei mache ich doch die Arbeit, die ich wirklich liebe! Einige Wochen später begleitete ich eine Klientin im Coaching, die voller Energie und Vorfreude von ihren Seminarideen erzählte. Und ich erkannte mich selbst, wie ich am Anfang meiner Workshopzeit stand. Erschrocken wurde mir bewusst, dass mir diese Lust - trotz aller Liebe zu meiner Arbeit - über die Jahre abhanden gekommen war.

Und durch die kreative und erfolgreiche Arbeit mit den Postkarten und dem Kalender ist mir deutlich geworden: Es gibt Arbeit, die gibt mir Energie und es gibt Arbeit, bei der ich Energie investiere - auch wenn die Arbeit stimmig ist. Der Wunsch nach einer Pause formierte sich. Pause, um Energiereserven aufzufüllen. Tun, was ich wirklich will. Lassen, was mir nicht wirklich gut tut. Auch wenn der Verstand rebelliert, aber das Herz und der Körper hüpfen.

Entscheidungen sind getroffen, zum 1.12. kommt der neue Mieter in meine heißgeliebten Räume in Zollstock, ein IT-Service. Völlig andere Energie, ein genau so netter Mensch. :o) Wie schon geschrieben: Ich will etwas Wertvolles loslassen, um Neues in mein Leben zu lassen.

Ich freue mich, noch bis Ende November in Zollstock meine Coachings anbieten zu können, danach dann in Köln-Nippes oder an dem Wunschort meiner Klientinnen und Klienten. Freiheit - Flexibilität - Luft. Yipieh!

"Abschied und Neubeginn" erblicke ich auf meiner Collage, die ich im November 2005 ebenso wie die Teilnehmerinnen im Berufsworkshop gemacht habe. Ja, ein Abschied mit einer Träne im Auge und mit dem Blick auf das Sahnehäubchen, das die Teilnehmerinnen des letzten Berufsworkshops am Donnerstag und Freitag als Schlusspunkt gesetzt haben.

Und ein Neubeginn lockt voller Lust, Freude und Energie: Kreative Arbeit & Coaching. Klingt nach einer guten Mischung!

Auf geht's!

Liebe Grüße!

Anja

Dienstag, 29 August, 2006

Druckabnahme

Heute war ein besonderer Tag, denn heute Nachmittag war ich zur Druckabnahme der Postkarten in der Druckerei. Ich liebe dieses Flair dort und hatte gaaaaaanz große Augen. Dann bin ich wie ein kleines Kind. :o)

Vom Andruck bin ich begeistert! Ich habe Ihnen einen Ausschnitt zum Spinxen mitgebracht.

Jetzt dauert es nicht mehr lange und ich halte sie in den Händen, meine erste eigene Postkartenkollektion! :o)

Eine stolze

Anja Kolberg

Freitag, 25 August, 2006

Ich schreibe...

... mich frei. Seit dem ich diesen Blogg hier im März eröffnet habe. Das tut mir unglaublich gut!

 

Mich frei schreiben, heißt, über meine Gefühle zu berichten, über das, was mich bewegt. Mich öffnen, mich zeigen. Und das ist nicht leicht. Ständig bin ich konfrontiert mit Gedanken wie "kann ich das schreiben?" oder "was werden die Anderen denken?" Es heißt, zu mir zu stehen und zu dem, wie ich bin. Die Angst, etwas nicht gut zu machen, verscheuchen und aus der Freude heraus zu malen und durch die Tasten ins Netz fließen zu lassen.

Schon immer habe ich davon geträumt, ein Buch zu schreiben. Als Uta Glaubitz mir 1999 sagte: "Das musst du sowieso machen", war ich wirklich happy. Geschrieben habe ich zwei Sachbücher, die mir wirklich am Herzen liegen. Doch das Schreiben war keine Leichtigkeit, so leicht wie es mir früher in der Schule gefallen ist, Geschichten aufzuschreiben, nein - es war mit viel Druck verbunden. Druck, die Erwartungen des Verlages zu erfüllen und zum Endtermin fertig zu werden. Mit meinen eigenen Erwartungen klar zu kommen. Ich habe beim "Ab 40 Buch" sogar eine Migräne bekommen (damit hatte ich noch nie etwas zuvor zu tun), weil ich mich so unter Druck gesetzt habe. Eine massive Schreibblockade.

Ich hätte am liebsten einen großen Hammer genommen... Geholfen hat mir damals eine Pause und dann der Gedanke der kleinen Schritte und dass es am nächsten Tag besser wird. Richtig gut bin ich dann geworden, als ich mich nur noch auf meine innere Stimme verlassen habe und aus dem Herzen heraus geschrieben habe. Dieses gute Gefühl begleitet mich noch heute.

Und wissen Sie, was mir beim Schreiben der beiden Sachbücher klar geworden ist? Was ich wirklich schreiben will, sind heiße Liebesromane!

Und ich habe erst mal wieder angefangen, selbst zu lesen. Früher war ich die Leseratte schlechthin. Hanni und Nanni, Tina und Tini, Gulla.... sogar heimlich, obwohl ich schon längst das Licht aushaben sollte... Dann kam die berufliche Zeit, mein erster Freund und für eines hatte ich keine Zeit mehr: Lesen. Dann kam die Selbstständigkeit und was habe ich gelesen? Sachbücher, Fachbücher - ach schrecklich! Bis ich in den letzten Jahren wieder angefangen habe, Unterhaltungsliteratur zu lesen. Durch das viele Lesen vieler Liebesschmöker wird mir immer klarer: Blos keine seichte Geschichte schreiben. Da muss noch mehr dazu. Und für dieses Mehr sammle ich Ideen. Und was mir auch immer klarer wird: Ich brauche Freiheit zum Schreiben. Luft, viel Luft. Da strample ich mich gerade richtig schön frei. Was mir auch gut tut, ist das Buch "Schreiben in Cafés", wo die Autorin ganz klar sagt: "Keine Ausreden - schreiben Sie! Egal, ob ein Raum da ist oder nicht. Schreiben Sie!" O.k., o.k., aber blos keinen neuen Druck aufbauen.

Jetzt reicht es mir erst einmal, dass ich mir in meinen Träumen schöne Dinge ausdenke und die Ideen festhalte.

Und dass ich mich ansonsten frei schreibe von meinen Ansprüchen und Erwartungen und mich traue, mich mehr und mehr zu zeigen und Ihnen hier davon zu erzählen, wer ich bin und was ich fühle.

Von Herzen

Anja Kolberg

Donnerstag, 24 August, 2006

Mein Tag

Heute ist ein besonderer Tag, denn ich stehe in der Zeitung! :o) Genauer gesagt im Kölner Stadt-Anzeiger auf Seite 2 in der Serie "Mein Tag". Ich fühle mich geehrt. Wer außerhalb Kölns wohnt und den Kölner Stadt-Anzeiger nicht bekommt, hier der Link zum Artikel.

Willkommen all denen, die mich inspiriert durch diesen Artikel gefunden haben und das erste Mal hier virtuell besuchen. Fühlen Sie sich wohl. Wenn Sie durch den Bericht neugierig auf die E-Cards geworden sind, klicken Sie einfach rechts auf das Bild "E-CARDS" oder auf diesen Link.

Danke an die wunderbare Ingrid Strobl für dieses Interview!

Sonnengrüße aus Junkersdorf

Anja Kolberg

Mittwoch, 23 August, 2006

Wenn ich mein Kind wäre...

... dann würde ich mir jeden Morgen sagen:

Geh, wohin dein Herz gehen möchte,
folge deinen Gefühlen,
lese, was dich fasziniert,
esse, wonach dir gelüstet,
arbeite das, was dich anzieht.
Lehne ab, was du nicht magst,
steh auf und gehe, wenn du dich unwohl fühlst.
Sag laut "Nein" - wenn du Ungerechtigkeit verspürst.

Geh den Weg, der dir Freude bereitet,
wo du Liebe spürst und Raum für Entwicklung
und du Kraft gewinnst.
Verlasse Weg und Weggefährten,
wenn sie dir Energie nehmen.
Wer gut zu dir ist, hört dir zu, gibt dir Energie,
erfüllt dich mit Freude und Extase!
Hör nicht auf die, die sagen,
beim nächsten Mal wird es nicht besser.
Doch es wird! Und du lernst dazu!

Lebe - liebe dich - du bist wunderbar und einzigartig!

Anja Kolberg

Dienstag, 22 August, 2006

Das Leben meint es gut mit mir! :o)

Heute war ein schöner und versöhnlicher Tag. Der hat mir richtig gut getan.

Er hat damit angefangen, dass ich von einer lieben Kundin ein wunderschönes Feedback bekommen habe, was sich nach dem Coaching so alles entwickelt hat. Honig für die Seele.

Heute Mittag habe ich für das Postkarten-Set Geschenkkartons bestellt. Die gefallen mir richtig gut!

Am Nachmittag hatte ich mit einer Kundin aus New York ein Telefoncoaching, das mir wieder und wieder spiegelt wie sehr ich meine Arbeit liebe und was es ein Geschenk in dieser Arbeit ist, so viele interessante Menschen kennen zu lernen.

Anschließend war der beste Freund meines Mannes auf einen Kaffee da. Es hat gut getan, ihn zu sehen, ihm zuzuhören, versuchen zu verstehen, warum. Und wie befreiend es ist, wieder zu lachen. Mir ist klar, Ralf geht es jetzt gut, wo er ist. Für die, die hiergeblieben sind, ist es eine unglaubliche Herausforderung!

Am späten Nachmittag dann hatte ich einen Termin mit dem Nachmieter meiner Coachingwerkstatt, der dort zum 1.12. ein IT-Büro eröffnen wird. Der Austausch und die Vereinbarungen waren wie ich es mir gewünscht habe. Herrlich, wenn Wünsche in Erfüllung gehen. Das war richtig schön! Ich bin dem Himmel dankbar wie sich alles gefügt hat.

Nachdem ich dann noch Geschenkband für die Postkarten-Sets gekauft habe, erwarteten mich hier einige schöne Mails. Ganz besonders habe ich mich über ein Feedback zu den Tischkalendern 2006 gefreut und der gleichzeitigen Bestellung des Tischkalenders für 2007. Und dass, obwohl er noch gar nicht da ist. Das ist ein wunderbares Gefühl, wie ein liebevolles Streicheln für die Seele, ein Locken, ein Bestätigen.

Und jetzt blicke ich auf diesen reichen Tag zurück und bin dankbar. Dankbar dafür, dass es mir gut geht, dass ich lebe und das Leben liebe und glücklich bin. Was für ein Geschenk!

Von Herzen ein ganz sonniger Gruß aus Köln

Anja Kolberg

Weiter machen...

Der Schock ist immer noch da. Es war wichtig für mich, gestern über den Tod des Freundes zu schreiben. Es musste einfach raus.

Eine meiner Freundinnen erinnerte sich bei einem Gespräch gestern an den frühen Freitod ihres Vaters und was es für ihr Leben bedeutet hat. Sie war damals so jung wie die Kinder von Ralf heute. Sie sagt, dass die Zeit sehr schwer für sie war, vor allen Dingen, weil auf einmal keiner mehr etwas mit ihr zu tun haben wollte. Heute weiß sie, wie wichtig der frühe Tod ihres Vaters für ihr Leben war und sie konnte ihm letztes Jahr endlich verzeihen.

Mir fallen die Phasen des Trauerns ein, die Elisabeth Kübler-Ross in ihrem letzten Buch "Dem Leben neu vertrauen" beschrieben hat "Nicht wahr haben wollen, Isolierung - Zorn - Verhandeln - Depression - Zustimmung" und beobachte, dass ich gestern davon einige durchlaufen bin.

Letzte Woche starb ein Onkel von mir, er war fast 80 Jahre, sehr schwer krank und lag im Koma. Dass er gehen durfte, war für alle eine Erlösung und jeder hat sie ihm gewünscht. Er konnte nicht mehr sprechen, reagieren, sich nicht mehr bewegen. Ein solcher Tod nach einem langen Leben mit einer Erlösung aus schwerer Krankheit ist für mich leichter zu begreifen als der Freitod eines jungen Menschen.

Mein Mann meinte gestern: "Ralf hat sich mit seinem freien Willen dafür entschieden, was ihn auch immer dazu bewegt hat. Das ist so." Ja, stimmt. Und als er mit seinem Freund telefonierte, meinte der "Ralf sitzt jetzt mit einem Engel auf dem Schoß auf einer Wolke. Ihm geht es gut." Ja, das klingt gut. Dennoch nimmt es die Familie und der Freundeskreis - die meisten Schornsteinfeger - unterschiedlich schwer auf. Es ist für die, die dableiben schwer. Mensch, was für ein Schock. Das wird wohl noch ein bischen dauern...

Heute war ich im Netz und fand die Seite www.kondolenz.info mit vielen Buchtipps und Zitaten. Eines gefiel mir besonders gut:

Die Hoffnung ist der Regenbogen über den herabstürzenden Bach des Lebens.

Friedrich Wilhelm Nietzsche

Gestern Abend mussten wir uns unbedingt auf etwas positives konzentrieren, haben einen Film gesehen, der uns abgelenkt und auf andere Gedanken gebracht hat. Das hat gut getan. Ich will mich auf die guten Seiten konzentrieren und auf mein Leben, auch wenn Ereignisse nicht ohne Spuren bleiben. In einigen Jahren werden wir wissen, wofür diese Entwicklung gut war.

Von Herzen

Anja

Montag, 21 August, 2006

Den Schock verarbeiten

Der beste Freund meines Mannes rief heute Mittag an. Ich hörte nur wie mein Mann immer wieder laut "Oh Gott" sagte. Als er auflegte, sagte er mir fassungslos, dass sich der Bruder seines besten Freundes am Samstag erhängt hat. Der Schock sitzt tief. Ich kannte Ralf auch. Er war Mitte 30, geschieden, Vater von zwei Kindern, ebenfalls Schornsteinfeger. Immer wieder sehe ich sein Gesicht vor meinen Augen, wie er mich immer angegrinst hat. Es ist, als gerate die Welt aus den Fugen. Ich kann es nicht verstehen, nicht begreifen. Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, einen solchen Weg zu gehen? Hätte man helfen können? Hätte... Ich habe das Gefühl, im Moment legt sich eine große Schwere über alles. Welch ein Leid für seine Familie. Ich kann immer noch nicht glauben, dass es wahr sein soll.

Eine sehr traurige

Anja

Freitag, 18 August, 2006

Ich liebe diese Arbeit!

Ich komme gerade von dem Termin eines Anti-Karrierecoachings zurück. Spontan danach nahm ich Blatt und Wachsstifte in die Hand und malte dieses Bild:

Und ich bin dem Himmel und nicht zuletzt mir selbst dankbar, dass ich mich für meinen Weg entschieden habe, der es mir möglich macht, die Arbeit, die ich liebe, zu tun!

Ein himmlisches Wochenende!

Anja Kolberg

Donnerstag, 17 August, 2006

Ich hab's geschafft!!!

Gestern sind die Postkarten-Daten zur Druckerei gegangen! Ich hab's geschafft!! JA!

Danke an die lieben Menschen, die mich dabei unterstützt und beflügelt haben (allen voran mein Mann Guido und meine Familie, Leserinnen, Freundinnen, Menschen aus DTP-Foren mit fachlichen Antworten, Menschen, die mir zufällig begegnet sind und gefragt haben: Was machen Sie mit den Fotographien? ...). Schön! :o)

Es war ein Abenteuer. Ja, ich kam mir wirklich vor wie bei einer Expedition durch einen Urwald! Denn vor mir lag unbekanntes Gebiet voller Aufgaben und Fragen: Die Einarbeitung in neue Grafikprogramme - welche Druckerei ist die richtige - die Auswahl des richtigen Papiers - die Auswahl meiner eigenen Texte (bis auf den einen Spruch meiner Mutter, der sehr sehr schön ist und wofür ich die Nutzungsrechte habe ;o) - die Entscheidung, welche meiner 1000en von Fotographien wähle ich aus - welche Schrift nehme ich (ich habe mir eine schöööööne Schrift gekauft) - welches Layout nehme ich und bei der Technik vor allen Dingen immer wieder: WIE GEHT DAS? - die Frage der Finanzen und die Bereitschaft, ein Risiko einzugehen - zwischendurch die totale Blockade, vorwärts zu kommen, weil es so heiß und stickig war - und natürlich auch die wunderschönen Momente, wenn Text und Bild ein so stimmiges Team bildeten, dass mir die Tränen die Wangen hinunterliefen oder wenn eine schöne Idee vom Himmel fiel...

Und ich bin wahrhaftig bis zu diesem wichtigen Streckenpunkt gekommen! Yiepieh! Das ist ein supergutes Gefühl!

Und von hier aus habe ich eine tolle Aussicht! Ich kann zurück blicken und sehe viele schöne Stationen, die ich passiert habe: Letzte Woche Freitag zum Beispiel der Besuch bei meiner Freundin Barbara, um ihre süße zweijährige Tochter Marie beim Purzelbäume schlagen zu fotographieren. Das war ein Spaß! Oder der Besuch im Bergischen, wo ich im wunderschönen Garten meiner Familie immer wieder herrliche Motive finde, wie das Vogelhäuschen, das mein Onkel selbst gemacht hat und das einfach ruft: "Nimm mich auf's Foto!" oder die von ihm hergestellte Metallspirale, die ich im Regen fotographierte und dann beim Betrachten am PC feststellte, dass sich darin ein wunderschönes Spinnennetz befand. Oder die rote Tulpe mit dem gelben Blütenblatt, die ich im Botanischen Garten der Stadt Bonn im Frühjahr fotographierte und zu der sich wie von selbst ein Text gesellte, den ich für mich im Café am Japanischen Gartens in Leverkusen aufgeschrieben hatte...

Und ich kann auch weiter nach oben bis zum Gipfel schauen. Es ist nicht mehr weit: Sie dürfen sich auf 40 Postkarten freuen. Ich bin ganz verliebt in die unterschiedlichen Motive, die eines gemeinsam haben: Ermutigung und Stärkung! Genau das, was ich am allermeisten mag und auch selbst brauche. Denn so manches Zitat hat mir selbst in den letzten Wochen geholfen. Ich freue mich schon darauf, wenn die Motive auf die Reise gehen und Sie bald begleiten.

In ca. 14 Tagen werden Sie die Postkarten hier im Shop kaufen können. Und da meldet sich auch schon meine nächste Etappe: Den Webshop einzurichten - mein IT-Engel Guido hat schon wertvolle Vorarbeit geleistet - jetzt gilt es Produkte anzulegen, Kundeninformationen bereit zu stellen... Kaufmännische Arbeit, die ich sehr mag. Weiter geht's! :o)

Aus dem Kölner Dschungel winkt

Anja Kolberg

Dienstag, 15 August, 2006

Frühe Berufswünsche...

Haben Sie als Kind gemalt? Bestimmt! Und vielleicht hütet Ihre Mutter oder Oma oder Sie selbst ja auch eine Kladde mit Ihren gemalten Kunstwerken? Es macht herrlichen Spaß darin zu blättern!

Bei meinem Landurlaub haben sich meine Oma, meine Mutter und ich uns köstlich amüsiert. Hier sind einige Bilder von mir. Also, was ich scheinbar unbedingt mal werden wollte:

Prinzessin! Ich habe auch einen Prinzen gefunden, in Form eines Schornsteinfegers. :o) Und witzigerweise habe ich doch ein Haus, eine Frau und einen Schornsteinfeger gemalt! Genauso wie wir heute leben. Ist das nicht ein Ding? Ein Zeichen? ;o)

Die Nähmaschine spielte eine große Rolle. Hier ein gebasteltes Bild für meine Oma, die in unserer Familie immer genäht hat - was ich über alles geliebt habe! Sie wissen ja, ich wollte früher Schneiderin und vor allen Dingen Designerin werden. Wer weiß, vielleicht werde ich das ja noch mal?

Und zum Schluss ein Bild, über das ich wirklich staunen musste. Ich hatte nun wirklich kein Interesse Bäuerin zu werden, aber auf jeden Fall Lust am Landleben, wie dieses Bild hier zeigt.

Liebe Grüße!

Anja Kolberg

Samstag, 12 August, 2006

Neues wagen!

Ein sonniges Hallo aus Köln!

Neues wagen - ja das will ich.
Etwas wagen, das ich noch nicht kenne.
Was Aufregung in mir auslöst, weil ich noch nicht weiß, was auf der anderen Seite auf mich wartet.
Was ich weiß: Die Richtung und der Weg stimmen.

Welche Richtung? Welcher Weg?

In den vergangenen Monaten spürte ich eine immer stärker werdende Sehnsucht nach Kreativität, Freiheit und Flexibilität. Ich wünsche mir mehr Zeit für meine kreativen Projekte und möchte mich noch stärker auf Einzel- und Telefoncoaching konzentrieren. Seit 7 Jahren biete ich auf der anderen Seite Workshops an - und brauche hier Zeit zum Luftholen.

Meine Coachingwerkstatt in Zollstock begleitet mich seit 2002. Die Ampeln standen immer auf grün, wenn ich dorthin fuhr. Jeder, der dort hineingeht, fühlt sich wohl. Der Raum ist wirklich so wunderbar, wie ich ihn mir damals bestellt habe, einschließlich netter Vermieter. :o) Und dennoch brauche ich mehr Freiheit. So habe ich mich entschieden, etwas Wertvolles aufzugeben, um Platz für Neues zu machen: Zum 31.12.2006 ist die Coachingwerkstatt gekündigt. Ich werde meine Coachings künftig dort mit Ihnen erleben, wo Sie gerne gecoacht werden möchten: Zum Beispiel im Park am Aachener Weiher, in Ihrem Büro, im Kölner Dom, am Rheinufer, am Telefon oder in einem herrlichen Seminarraum mit Blick aufs Grüne in Köln-Nippes oder auf den Kölner Fernsehturm. Freiheit. LebensRaum. Wagen, was mein Herz fühlt. Vertrauen.

So mache ich mich jetzt auf den Weg. Ich freue mich auf den letzten Intuitiven Berufsworkhop am 31.8./1.9.2006 vor meiner Workshoppause, auf die vor mir liegenden Coachings und all die wunderbaren kreativen Projekte, die noch in mir schlummern, auf Verwirklichung warten und jetzt den Platz zum Aufblühen geschenkt bekommen haben.

Von Herzen - eine veränderungswillige

Anja Kolberg

Mittwoch, 09 August, 2006

Kalenderblatt August

Habe ich über den Urlaub ganz verschwitzt: Ein neuer Monat ist angebrochen und natürlich auch ein neues Kalenderblatt im Tischkalender 2006, den ich letztes Jahr entworfen habe:

Es hat den schönen Spruch von Sergio Bambaren: "Die Wahrheit liegt in deinem Herzen."



Entscheidungsvakuum

So richtig weiß ich heute nichts mit mir anzufangen. Alle kleineren Aufgaben sind erledigt, einige Entscheidungen stehen an und stehen an und... Arg! Schrecklich. Ich mag das nicht besonders, wenn es nicht so schnell vorwärts geht, wie ich will, NUR weil ich mit meiner Entscheidung nicht zu Potte komme!

Manchmal kann ich mich ganz schnell entscheiden. Zum Beispiel, wenn mich jemand fragt: "Schokoladeneis oder Zitronensaft?" Geht doch! Aber wenn es dann ernster wird und ich ein Risiko eingehe oder nicht in die Zukunft schauen kann (aber am liebsten will), ja dann... Dann wäge ich ab. Hin und her. Halte Teambesprechungen ab (Sie wissen ja, im inneren Team.), wäge betriebswirtschaftlich ab, frage mein Herz... UND DENNOCH - verflixt, entscheide ich mich nicht. Weil es egal ist, wie ich mich entscheide. Hauptsache: Ich entscheide mich. Aber ich tue es nicht. Und dann bin ich furchtbar ungeduldig. Vielleicht hat das auch mit den Eigenarten meines Sternzeichens zu tun: Widder, Aszdendent Löwe...   Ein bischen viel Ungeduld gepaart mit viel Kraft und Energie. Himmel!

Da mein Hilferuf an Petrus vor 14 Tagen so wundervoll geklappt hat, versuche ich es jetzt noch einmal. Hm, an wen wende ich mich denn jetzt? Ich glaube schon, dass himmlische Kräfte nötig sind, bei der größe meines Problems. Es ist klar: Gerade das Problem, das ICH habe, ist gerade am allerschlimmsten und allerdringensten. Und ich denke: Ach, wenn DIE Entscheidung gefunden ist, bin ich glücklich... Jaja, ich weiß, eine Illusion... Zurück zu meinem Hilferuf. Ich wende mich bei der Größe meines Problems mal universal an alle da oben im Himmel, die mir helfen können: "An die guten Kräfte des Himmels! Bitte helft mir, dass ich für die anstehenden Entscheidungen - die mich soooo sehr blockieren und lähmen - leichte und einfache Lösungen finde und dass ich darauf vertraue, dass ALLES gut wird, obwohl ich mehr Zeit brauche, als ich mir geben möchte. Bitte!"

Und was hilft ansonsten? Richtig! Akzeptieren, was ist: Jetzt gerade habe ich dieses doofe Entscheidungsvakuum, fühle mich unwohl damit, scharre mit den Hufen und will am liebsten mit dem Kopf durch die Wand. Aber ich brauche mehr Zeit, als ich mir geben will. Es nützt nichts:

Liebe Grüße aus dem von Robiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii-Fans belagerten Köln-Junkersdorf (und lieber Petrus, für die bitte einen RegenSTOPP! Danke!)

Anja Kolberg

Samstag, 05 August, 2006

"Ich wünscht' ich wär ein...

 ... und hätt' nicht viel zu tun. Ich legte jeden Tag ein Ei und manchmal auch mal 2!"

Dieses Lied ging mir ständig durch den Kopf, als ich am Hühnerpirk im Garten meines Onkels im Bergischen Land stand und mir das muntere Picken ansah. Ganz so leicht haben es die Hühner aber nicht. Denn es regiert ein König in ihrem Gehege: Hahn Don Alphonso. Unglaublich, was der sich so leistet: Sobald meine Oma die Hühner morgens aus dem Stall lässt, springt der eitle Gockel auf den nächstbesten Zaunpfahl und schreit laut ins Tal: "Ich bin der Größte!" "Ich bin der Schönste!" Nicht einmal oder zweimal, nein zehnmal schafft er locker und auch zwanzig Mal sind keine Seltenheit! Unverfrorener Kerl, direkt in mein Ohr, das noch in süßen Träumen schlummerte. :o) Ist ihm aber schnurzpiepenwurscht. Jeden Morgen das gleiche Spiel. Ich bin von seinem Selbstbewusstsein schon beeindruckt. Davon will ich mir gerne eine Scheibe abschneiden. Können Sie sich eine Henne vorstellen, die es ihm gleich tut?

Er hat noch mehr Spuren im Bergischen hinterlassen, der edle Grächzer. Acht goldige Küken scharren mit der Mutter um die Wette und tanzen ihr auf dem Rücken herum...

Schön war's im Urlaub bei der Familie. Viel gegessen (hm, Pillekuchen!), von meiner Oma und ihrer Cousine allerbesten kölschen Dialekt getankt, die Reikibehandlungen meiner Mutter genossen, mit meinen Eltern und mit Oma viel gelacht, Halma gespielt, Blumen fotographiert, genäht (meine Oma ist die beste Schnittmusterherstellerin und Ärmeleinnäherin der Welt), meine Schwester und meinen Bruder besucht oder einfach einen großen Haufen Nichts gemacht und in den schönen Garten geschaut und gequatscht. Herrlich gut hat das getan!

Gut, dass mein Hilferuf an Petrus Erfolg hatte! (Super, das probiere ich jetzt öfter.) Ich bin so froh, dass es jetzt kühler ist. Es war so eine sehr erholsame Woche mitten im Grünen. Dabei merke ich immer wieder wie gut mir die Natur und das Grün dort bekommt. Ganz anders, als es hier in der Stadt ist, obwohl wir schon in einem grünen Stadtteil Kölns wohnen.

Jetzt bin ich erfrischt und gestärkt zurück. Hier in Köln scheint gerade die Sonne bei angenehmen Temperaturen und nächste Woche singt Robbie Williams in ca. 800 Meter Luftlinie auf den Jahnwiesen. Mal sehen, was wir auf der Terrasse mitbekommen.

Ja und noch was Neues gibt es zu berichten: Die Postkartenkollektion habe ich zu 80% fertig! Yeah! Jetzt werden noch Feinheiten gemacht und Ende der Woche gehen die Karten ab in die Druckerei! Bin ich froh - zwischendurch bin ja fast verzweifelt, weil ich in der Hitze kaum vorwärts kam. Da hat mir so mancher Satz auf den Karten geholfen. Jetzt habe ich die ersten Vorabdrucke in der Hand und ich bin sooooo glücklich. Sie sind einfach toll geworden. Hier können Sie schon mal vorab spinxen:

Eine gute Woche, viel Erfolg bei all Ihren Vorhaben
und eine herrliche Entspannung allen, die frei haben

Anja Kolberg

Freitag, 28 Juli, 2006

Landurlaub

Für eine Woche tauche ich in meine Heimat ins Bergischen Land ein. Mit Oma, Mama und Hundedame Maffy eines von den 11 Häusern im Örtchen hüten. Ich freue mich sehr darauf. Mal wieder was anderes tun. Einen anderen Rhythmus leben. Meine Familie sehen. Schön.

Wie ich erfahren habe, gibt es kleine Küken in den abenteuerlichsten Farben und Zeichnungen. Ich bringe Ihnen auf jeden Fall ein Foto mit. Und meine neue Nähmaschine nehme ich auch mit, brauche für mein Vorhaben ein paar Tipps von meiner Oma. :o)

Am 7. August geht es mir voller Frische hier im Blog weiter.

Lassen Sie es sich gut gehen!

Anja Kolberg

Mittwoch, 26 Juli, 2006

Phantasien...

Oha, man sollte immer genau überlegen, was man sich wünscht. Warum? Nun, es könnte in Erfüllung gehen. Nachdem innerlichen Regentanz von gestern hatte Petrus ein Einsehen und schenkte uns hier in Köln Gewitterregen. Jetzt ist die Luftfeuchtigkeit auf gefühlten 100% - IM HAUS! Der Himmel ist bedeckt - ich fühle mich wie in einem Dampfkessel. Hilfe! Das war nicht die Besserung, die ich mir erhofft hatte...

Nachdem ich mich beim Phantasieren erwischte - Ich liege auf kühlem Rasen. Mein Körper ist übersäht mit Eis im Hörnchen, die mir herrliche Abkühlung geben - bin ich umgezogen. Und sitze jetzt unterm Dach. Die Klimaanlage läuft. Jetzt kann ich wenigstens arbeiten. Hoffe ich. Noch blogge ich ja und kümmere mich nicht um meine Postkartenkollektion, an der ich im Moment eigentlich auf Hochtouren arbeiten möchte!

Aber es ist ein erster Schritt. Der Nachteil: Die Signalstärke unseres drahtlosen Netzwerkes reicht nicht vom Erdgeschoss bis hier unters Dach... Mein IT-Engel arbeitet daran. Sonst wäre ich wirklich gezwungen, den schweren Rechner jeden Tag runter zu schleppen, um Mails abzurufen... Ach, da fällt uns noch eine Lösung ein. Für eine Lösung sind wir zwei - sorry Hundedame Minu gehört natürlich zum Anti-Trouble-Team dazu - also wir drei eigentlich immer gut...

Wenn Sie dies hier lesen, haben wir eine Lösung gefunden, denn hier wo ich tippe, in unserem Schlafzimmer an einem uralten Küchentisch von Guidos Urgroßmutter mit Blick auf die Hinterhöfe bekomme ich ja (noch) keinen Empfang...

Verschwitzte Grüße!

Anja Kolberg

P.S. Da ich noch keine Petrus-Mailadresse gefunden habe, probiere ich es mal hier über den Blog: "Lieber Petrus, ich möchte bitte eine Temperaturabkühlung draußen und drinnen auf 24-26 Grad. Dann kann auch die Sonne scheinen so viel sie will." :o) (Ich hoffe, mein Wunsch ist jetzt besser formuliert...)

Dienstag, 25 Juli, 2006

Die Leiden der (nicht mehr ganz) jungen A.

Nein, keine Geschichte von Goethe. Aber ein Leiden. Das Wetter. Ja! Ich will mich über das Wetter beschweren - auch wenn ich haareraufende Menschen höre, die sagen: "Kaum scheint mal die Sonne, da beschweren sich die Leute schon wieder." Ja, wissen die denn nicht, wie erfrischend es ist, das zu tun?

Es ist schon eine besonders glückliche Eigenschaft, wenn einem das Wetter so gar nichts ausmacht. Der liebe Gott hat sie mir leider nicht vermacht. Denn ich schmore und brenne und leide unter der fehlenden Aussicht. Sie müssen wissen, um überhaupt arbeiten zu können, muss ich die Jalousien in meinem Arbeitszimmer herunter lassen. Was hindurch kommt? Glühend heiße Strahlen... Ich habe mir schon ernsthaft überlegt, ins Schlafzimmer mit meinem Rechner (kein mobiler Laptop mehr) umzuziehen. Das hat Gott sei dank Klimaanlage... Aber so ein schweres Teil schleppe ich auch nicht mal so eben die Treppe herauf.

Jaja, Sie haben ja Recht: Man kann es mir auch gar nicht recht machen. Sehen Sie, jetzt grüble ich darüber nach wie das zweite "recht" geschrieben wird. Groß oder klein? Mein Gehirn funktioniert nur morgens wirklich gut. Habe auch gelesen, die Gehirnleistung soll um 30% absinken bei über 28 Grad oder so ähnlich. Wieviel ist bei guten 38 Grad wohl noch übrig?

Ich sehne mich nach Regen. Überlege gerade ernsthaft, einen Regentanz aufzuführen. Vielleicht hilft das ja?

Jetzt hoffen Sie bitte nicht, dass ich mich nie wieder über's Wetter beschwere... Wer hat in unseren Breitengraden schon etwas gegen ein sanftes Frühlingslüftchen oder einen goldenen Herbsttag? Richtig, keiner. Die Extreme sind es doch, die uns zu schaffen machen: Der unglaublich harte Schneewinter ohne Gnade, jetzt der heiße Sommer. Und ich will dieses Extrem nicht einfach so hinnehmen. An wen sollte ich die Beschwerde eigentlich richten? Hat Petrus eine E-Mail-Adresse? Wer sie hat, bitte an mich weiterleiten!

Und bis dahin - klar schwitze ich weiter und das allerallerschlimmste: Komme ich nicht in meiner Arbeit so weiter wie ich es im Moment brauche. Verflixt! Das ist doch das ganze Problem! Wenn ich frei hätte, den ganzen Tag im Schatten liegen und mich kaum vom Fleck bewegen, ginge es ja noch. Aber so... Nun, mir geht es nicht viel besser wie Millionen anderen. Ach eigentlich geht es mir im Dunklen meines Arbeitszimmers ja noch recht gut, mein Göttergatte nämlich - der muss bei der Hitze auf den Dächern Frechens und durch aufgeheizte Dachboden kraxeln, um Kamine zu fegen. Hey, was beschwere ich mich also? Es geht mir doch gut. O.k., das bischen Dunkelheit, der fehlende Ausblick auf die Natur, die geschwollenen Beine, das Schwitzwasser, das mir über die Nase läuft ... was ist das schon... Komisch, irgendwie findet man doch immer noch jemandem, dem es schlechter geht und damit mache ich mein eigenes Problem glatt runter. Dabei verdient es meine volle Aufmerksamkeit!

So langsam neigt sich der Tag dem Ende und die Sonne hat nicht mehr so ganz die Kraft. Herrlich. Wissen Sie, worauf ich mich jetzt freue? Auf ein schönes kühles Alster auf der Terrasse, den Rasensprenger anschmeißen, der sorgt für kühle Luft und dann strecke ich meine Füße aus und träume von einem herrlichen Gewitter (die liebe ich!), das die Luft reinigt und alle Lebewesen aufatmen lässt. Ein seichtes, ein liebevolles Gewitter, das einfach nur gut tut...

Wie Sie sehen, in Gedanken bin ich schon auf der Terrasse...

Liebe Grüße!

Anja Kolberg

Mittwoch, 19 Juli, 2006

Die Kraft in uns

Gestern abend habe ich einen wunderschönen Film gesehen: Whale Rider.

Der alte Häuptling eines Maoristammes kämpft gegen das Vergessen der alten Bräuche. Einer seiner Ahnen ritt auf einem Wal an die Ostküste der Nordinsel Neuseelands und gründete dort den heutigen Stamm. Seitdem wurde jeder Erstgeborene der Familie Häuptling des Stammes. Der jetzige Häuptling - ein schon alter Mann - wartet sehnsüchtig auf die Geburt eines Jungen. Keiner seiner beiden Söhne war in seinen Augen für diese Rolle gut genug und so hofft er, dass sein Sohn und seine Schwiegertochter ihm einen Stammeshalter schenken. Bei der Zwillingsgeburt stirbt der Junge und nimmt seine Mutter mit. Das Mächen - Pai - überlebt.

In den Augen des Großvaters ist sie nur ein Mädchen, er missachtet sie. Dabei liebt Pai ihn über alles. Der Großvater sucht nun unter den Jungen des Dorfes nach einem geeigneten Nachfolger, doch die wenigsten haben den Mut und den inneren Zugang wie Pai. Doch sie wird von ihrem Großvater vom Unterricht ausgeschlossen. Bis eines Tages die Natur eine Prüfung stellt...

Ein bewegend starker Film, ganz nach meinem Geschmack. Pai wird so authentisch von der jungen Schauspielerin dargestellt, dass es eine Freude ist, ihr zuzuschauen. Herrliche Naturaufnahmen. Es ist vielleicht kein lauter Film, aber auf jeden Fall ein leiser über die Liebe und die Kraft eines Mädchens, die es möglich macht, das Unmögliche zu schaffen.

Genau das richtige für das Mädchen in mir und für eine laue Sommernacht! :o)

Montag, 17 Juli, 2006

Heute gönne ich mir was!

Es ist an der Zeit, dass ich mir etwas gönne: Schon ganz lange träume ich von einer neuen Nähmaschine.

Ich will keine mit unendlich vielen Stickprogrammen, sondern eine robuste, mit der ich vorwärs, rückwärts, zickzack und auch dehnbare Stoffe und Jeans nähen kann. Also etwas "ganz normales". Nachdem ich ellen lang überlegt und die Nähmaschine meiner lieber Schwiegermutter Gisela (*winkewinke*) nutzen durfte, ist es endlich an der Zeit, eine Entscheidung zu treffen und in mich selbst zu investieren:

Ich habe mir eine neue Nähmaschine von Quelle bestellt, die genau meine Anforderungen erfüllt. Mit meiner ersten eigenen Nähmaschine von Quelle war ich sehr zufrieden und mit dieser hier will ich jetzt wieder eine lange und glückliche Beziehung eingehen! *hipphipphurra*

Vorfreudige Grüße!

Anja Kolberg

Freitag, 14 Juli, 2006

Gefühle...

Gerade noch fragt mich meine Heilpraktikerin, wie ich bin, wenn ich wütend bin und was mich wütend macht. Da fällt mir doch wahrhaftig nichts ein, ich muss ganz tief in meiner Erinnerungskiste wühlen. Ich und wütend? Ich komme mir vor wie ein Lämmchen auf der Wiese. Kann es sein, dass ich bestimmte Gefühle gar nicht habe? Ist das gut oder nicht gut?

Und während ich so vor mich hingrüble, hilft mir jemand auf die Sprünge. Zwei Sätze und Reaktionen genügen und ich spüre sie:

Herrlich, dass einem immer Helferlein über den Weg laufen, wenn man gerade etwas braucht.

Die qualmende

Anja Kolberg

... darüber schreiben und malen hilft übrigens ... die Wut ist wieder verpufft ... jetzt kann ich sogar darüber lachen ... schön!

Donnerstag, 13 Juli, 2006

Was bleibt?

Die schwüle Hitze dieser Tage macht besonders den Menschen zu schaffen, die sowieso schon geschwächt sind. Vorige Woche starb eine Nachbarin. Noch nicht einmal 60 Jahre war sie. Gekämpft und doch verloren. Viel zu jung, um zu gehen.

Aber ab wann "lohnt" es sich, gelebt zu haben? Wann stimmt der Zeitpunkt, zu gehen? Wenn man noch viel vor hat, sind dann nicht auch 99 Jahre zu jung zum Sterben? Wird in meinem Leben eines Tages der Zeitpunkt kommen, wo ich sage: "Genug "er"lebt. Jetzt kann ich gehen"? Oder werde ich ewig leben wollen?

Was bleibt? Was bleibt, wenn ich gehe? Erinnerungen, Fotos von Familienfeiern, Tagebucheintragungen, gemalte Bilder. Ja, das. Aber was noch? Möchte ich, das mehr von mir bleibt?

Und das bringt mich zu der Frage: Warum bin ich hier? Spüre ich meine Aufgabe im Leben und - wenn ja: Traue ich mich wirklich, diese und somit mich selbst auch ganz und gar zu leben?

Eine denkende und fühlende

Anja Kolberg

Montag, 10 Juli, 2006

Erinnerungen...

Aufräumen bringt manchmal Schätze zu Tage! So entdeckte mein Mann im Keller seine alte Dampfmaschine. Wie konnte die Aufräumaktion besser enden, als das gute Stück auf der Terrasse aufzubauen, zu putzen, zu pflegen, mit Wasser zu befüllen und ordentlich Dampf ;o) abzulassen. Und plötzlich flammen Erinnerungen auf, wie man als Kind oder Jugendlicher seinen Hobbys fröhnte.

Haben Sie auch so einen Schatz im Keller oder auf dem Dachboden versteckt?

Meinen Schatz entdeckte ich im Februar. Eine Freundin kam über's Wochenende zu Besuch und meistens starten wir dann vorher irgendwelche Aktionen, die wir schon lange mal tun wollten. So war diesmal der Bezug des Korbsessels an der Reihe, der endlich eine Farbe bekommen sollte, die zum neu gestrichenen Wohnzimmer passte. Was ich nach dem Färben aus der Waschmaschine zog, war nicht wirklich ein Bezug: Es war ein Reißverschluss mit vielen Fäden dran! Damit sah der Sessel nicht wirklich gut aus... Was passierte aber durch dieses Unglück? Ich ging Stoff kaufen, lieh mir von meiner Schwiegermutter die Nähmaschine und fing an, neue Bezüge für den Korbsessel zu schneidern. Mein Kopf glühte, so sehr war ich bei der Sache, mein Nacken war völlig verspannt ob der ungewohnten Arbeit, aber mein Herz hüpfte vor Freude! Der Bezug ist mir richtig gut gelungen, ich habe sogar noch zwei Kissen passend dazu gemacht. Was war ich stolz auf mich! Inzwischen habe ich zur Auffrischung einen Nähkurs besucht (nach über 10 Jahren Nähpause hatte ich so manches vergessen) und schon einige Kleidungsstücke sind geschafft! Mein erster Berufswunsch - Schneiderin und Designerin - flammt wieder auf. Schön!

So kann eine unangenehme Arbeit (Keller aufräumen) oder ein Unglück auf den ersten Blick (Korbsesselbezug im Eimer) etwas Wunderschönes in Bewegung bringen.

Strahlende Grüße aus Köln

Anja Kolberg

Samstag, 08 Juli, 2006

Aufräumen!

Das kühle Wetter bewirkt so manches, was Tage zuvor undenkbar war!

Meine Einkommenssteuer will ich schon seit Anfang des Jahres vorbereiten. Gestern packte mich der Ehrgeiz: Nicht nur die Umsatzsteuer wollte ich fertig machen, nein, gleich auch die Einkommenssteuer. Und was soll ich sagen: Ich habe es in weniger als 1.5 Stunden geschafft. Und wie lange haben mich die Gedanken gequält "Ich müsste eigentlich noch die EK-Steuer..." Ach, immer das gleiche Spiel...

Ja und da wir Montag den Sperrmüll bestellt haben, ist heute noch der Keller dran. Ausmisten ist angesagt. Da hat sich doch so manches in den letzten Jahren angesammelt. Meine Hömöopathin Selma Grönbeck - heute Singer sagte, eine typische Erscheinung nach dem homöopatischen Mittel, das ich genommen habe, wären Aufräumaktionen. Diesen Schwung kann ich jetzt gut brauchen.

So, jetzt aber ab in den Keller und Ihnen ein schönes Wochenende!

Anja Kolberg

Freitag, 07 Juli, 2006

So Tage...

Es gibt so Tage...

... da bin ich einfach niedergeschlagen und traurig. Einfach so, ohne Anlass. Grau ist dann schwarz und weiß ist grau... Irgendwie komme ich nicht so schnell weiter, wie ich unbedingt will. Alles ist sooooooo dooooooof....

Und dann kommt plötzlich eine Mail an mit liebevollen und anerkennenden Worten für etwas, das ich mache. Einfach so. Oder mir hält jemand die Tür auf und lächelt mich strahlend an. Einfach so. Oder ich telefoniere mit einem lieben Menschen, der mir sagt, dass er mich lieb hat. Einfach so. Oder ich bekomme ein Kompliment. Einfach so.

Und schon hüpfe ich aus meinem Loch heraus und mir geht es wieder gut. Eine solche Ermutigung ist so wichtig, tut so gut. Sie hat die Macht, Flügel zu verleihen, wo keine sind. Sie hat die Macht, Trübsal wegzupusten, wo dunkle Wolken waren. Sie hat die Macht, Hoffnung, Freude, neuen Schwung und Farbe zu wecken, wenn sie einfach mal durch so Tage verschwunden sind...

Ist das Leben schön!

Sonne aus Köln

Anja Kolberg

Donnerstag, 06 Juli, 2006

Kalenderblatt Juli

Das Kalenderblatt Juli meines Tischkalenders 2006 ist ausgefüllt mit einer Seerosenblüte, die uns in ihr wunderbares Innenleben schauen lässt. Es hat kurz zuvor geregnet, die Luft ist abgekühlt, die Füße hat die Blüte in das kühle Nass des Teiches getaucht. Herrlich! Wer will bei diesen Temperaturen nicht mit der Seerose tauschen?

Einen Juli so ganz nach Ihrem Geschmack wünscht Ihnen

Anja Kolberg

Mittwoch, 05 Juli, 2006

Wir sind Weltmeister der Herzen!

Nach so spannenden Spielminuten im Halbfinale ein so trauriges Ende für die deutsche Mannschaft! Schade. Das Quentchen Glück, das zum Gewinn dazu gehört, flog zur italienischen Mannschaft.

Wer hätte es der deutschen Mannschaft nicht gegönnt! Jungs, ihr habt wunderbar gespielt und uns spannendere Unterhaltung geboten als die meisten Thriller. Und das will erst mal geschafft werden!! Danke!!

Wir können stolz darauf sein, was die deutsche Mannschaft geschafft hat, auf das Bild, das wir Deutschen von uns gezeigt haben, wie wir uns selbst neu kennen gelernt haben. Die Liebe für unser Land und die Liebe für die, die diese Welle in Bewegung gesetzt haben. Jetzt können wir alle darauf reiten oder untergehen.

Wie gehen wir Deutschen mit dem Thema Scheitern um? Machen wir aus einer Spielniederlage eine Tragödie, die uns herunterzieht oder machen wir aus einer Niederlage einen Sieg und versuchen das Positive daran zu sehen? Mir gefällt das letztere! Einen Sieg feiern kann jeder. Aber mit einer Niederlage umzugehen, das erfordert wirkliche Stärke. Und die tragen wir in unserem Herzen. Zeigen wir sie!

Ich habe Lust auf dieser Welle zu reiten und das zu genießen! Herrlich! Und eines ist die deutsche Mannschaft ganz gewiss: Weltmeister der Herzen!
Ein Titel, den uns keine Mannschaft der Welt nehmen kann!

Ich freue mich auf den nächsten Krimi am Samstag um Platz 3!

Anja Kolberg

Samstag, 01 Juli, 2006

Entspannen im Garten

Die Minu, die kann's! Entspannen, schlafen... Besonders gerne macht unser Hund das im Garten auf der Terrasse:

Einfach hinlegen, nicht an die Arbeit denken oder was noch getan werden müsste, nein. Mitten in die Sonne legen und schlafen. Nicht zu vergessen:

Zwischendurch in den Schatten wechseln, damit es nicht zu heiß wird. Dort dann wieder so ein halbes Stündchen eindusseln ... und das süße Leben genießen. Hach herrlich.

Von unserem Hund kann ich vieles lernen: Bestimmte Dinge nicht so wichtig zu nehmen, fünf gerade sein zu lassen, nicht lange wegen etwas böse sein, sich von Frauchen oder Herrchen mit Streicheleinheiten verwöhnen lassen ...

... und während ich so hier und dort drüber nachdenke, da hat Minu schon wieder den Platz gewechselt. "Nachdenken? Viel zu anstrengend.

Das Wochenende ist zum Faulenzen da", schnarcht sie mir zu, "komm Frauchen, hier in der Sonne lässt es sich so herrlich entspannen!"

Wer kann da wiederstehen?

Grüße von der heilen Hundewelt

Anja Kolberg



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