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Montag, 30 Juni, 2008

Denken Frauen positiver als Männer?

Endspiel Fußball WM 2008: Trotz schlechter Vorzeichen machen drei Frauen unserer Runde dem Deutschen Team weiter Mut. Auch die 4jährige Nichte motiviert alle zum Daumendrücken. Die Männer glauben schon längst nicht mehr an den Sieg und verteilen "negative Schwingungen".

Heute morgen berichtet mir eine Freundin ähnliches.

Sind Frauen hoffnungsvoller? Glauben Sie eher an das positive als Männer?

Anja Kolberg

Das 1. Halbjahr 2008 neigt sich dem Ende

In sechs Monaten bereiten wir uns für unseren Sylvesterabend vor. Weihnachten liegt dann bereits hinter uns, das Jahr 2009 steht vor der Tür. Erstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht, oder?

In solchen Momenten wird mir bewusst, wie endlich alles ist. Ich bin jetzt 38 Jahre alt. Was fand ich meine Eltern damals alt, als sie 40 und ich noch keine 20 war. Bald bin ich selbst 40. Christine Westermann hat am Samstag bei Böttinger im WDR sehr ergriffen davon erzählt, wie schwer es ihr gefallen ist, 60 zu werden. Wie schnell die letzten 20 Jahre umgegangen sind. Und wenn es gut ginge, hätte sie noch 20 Jahre. Sie hatte Tränen in den Augen stehen. Seit dem denke ich darüber nach. Wer gerne lebt - ich zähle mich dazu - für den ist die Zeit hier auf Erden kostbar.

Vor einer Woche ist ein Großonkel von mir gestorben. Das war ein Schreck, auch wenn es für ihn eine Erlösung war. Und auf einmal sind die Menschen weg. Nicht mehr da. Das ist so skuril, so unfassbar für das Herz und den Verstand.

Bei meinem Vater auf dem Geburtstag, der letzte Woche 62 wurde, erzählte eine Tante, dass sie inzwischen nur noch von Jahr zu Jahr schauen würde und gar nicht mehr so weit nach vorne wie als junger Mensch. Irgendwann gehört man selbst zu den älteren. Irgendwann sind es nicht mehr die Erwachsenen, die über mir stehen (ich stelle mir so eine Art Stufen vor und über mir stehen meine Eltern, meine Großmutter) dann bin ich selbst erwachsen. Irgendwann sind da nicht mehr die Mamas und Papas, dann bin ich es selbst. Irgendwann bin ich selbst die Oma.

Ich sah letzte Woche Bilder von früher, ich war 10, meine Tante 30, meine Oma Ende 50. Ich hatte damals immer gedacht, wenn ich älter werde, bin ich anders. Und plötzlich bin ich älter - älter als meine Tante damals - und stelle fest: Ich bin immer noch die gleiche Anja. Klar, mehr Erfahrungen, mehr erlebt, aber immer noch der gleiche Mensch. Ich bin der gleiche Mensch wie das Kind Anja. Und ich werde mit 90 noch die gleiche Anja sein und auch mit 100. Wenn es klappt, dann ein bischen weiser, vielleicht gelassener als heute, weitsichtiger, aber immer noch der gleiche Mensch.

Mir wird deutlich, dass es jenseits vom Alter eine Ebene gibt, auf der wir alle gleich sind. Wo wir alle die gleichen Wesen sind mit Gefühlen, Wünschen, Hoffnungen, Sorgen, Träumen. Alle die gleichen geliebten Kinder Gottes. Das wirkliche Leben kommt nicht irgendwann, wenn ich ein bestimmtes Alter erreicht habe, verheiratet bin, Kinder habe. Nein, das wirkliche Leben findet immer genau jetzt statt.

Auch ich werde älter und bin irgendwann im Alter meiner geliebten Oma. Und in mir drin ist dann immer noch das kleine Mädchen, das Barbiepuppen geliebt hat, das gerne Teig schleckt, das Träume hat und glücklich sein will.

Anja Kolberg

Samstag, 28 Juni, 2008

Die Leere überwinden

Es gibt Situationen, da bin ich leer. Ich halte inne und weiß nicht, wo ich weiter machen soll. Zu viele Baustellen. Nichts, was mich wirklich anzieht. Vielleicht ist das der richtige Moment, um mich auszuruhen? All das liegen zu lassen, was ich tun müsste, was sinnvoll wäre oder doch etwas anpacken, damit ich mich anschließend besser fühle?

Gerade ist so ein leerer Moment. Ich könnte eine Menge tun und doch mache ich nichts. (Klar, ich schreibe gerade hier, das ist nicht nichts.)

Ich glaube wirklich, ich lege mich hin und gönne mir ein Stündchen im Bett. Begebe mich auf eine rosa Schlafwolke, träume vom Mond und den Sternen. Ich werde ganz müüüüde. Meine Beine sind gaaaanz schwer. Meine Arme werden ganz schwer.... Zzzzzzzzzzzz

Anja Kolberg

Mittwoch, 25 Juni, 2008

Wenn alles möglich wäre...

... und ich alles in meinem Leben so gestalten könnte, wie es stimmig wäre, wie wäre mein Leben dann?

 

Was würde ich beruflich machen? Ich würde mit meinem Mann, mit Minu und mit unseren Zwillingen in einem Wohnmobil durch Europa reisen. Mit meinen Büchern verdiene ich so viel Geld, dass wir unser Leben so gestalten können. Ich schreibe während des Reisens.

Was wäre mir noch wichtig: Alle Menschen, die mir am Herzen liegen, und das sind eine Menge, sind gesund und können dem nachgehen, was sie erfüllt und glücklich macht.

Wow, das wäre königlich. Und möglich.

Ist das möglich? Ja, das ist möglich.

Anja Kolberg

PS: Bevor es zu Irritationen kommt: Ich bin nicht schwanger. Es ist (noch) ein Traum.

Es wäre schön, wenn...

... ich beim Entdecken einer meiner Macken oder einer Charaktereigenschaft, die ich nicht so toll finde, sagen würde: "Ja und? So bin ich eben."

Mache ich aber nicht. Ich mache mich dafür fertig. Ich zweifle an mir, bin enttäuscht. Will mich anders haben. Frage mich, warum ich nicht so bin wie die anderen.

Doof!

Ich bin mir aber sicher, dass ich das noch lernen werde!

Anja Kolberg

Dienstag, 24 Juni, 2008

Ein Geschenk Gottes

... ist für mich unser Garten. Eben brauchte ich eine Pause und bin hinunter in den Garten gegangen. Machte mir zuvor eine Tasse Kaffee, nahm das Buch "Zen oder die Kunst, den Mond abzustauben" in die Hand und setzte mich dann auf die Gartenbank, die schon in der Sonne erstrahlte. Hm, die Wärme tat gut. Minu gesellte sich zu mir, legte sich auf den Holzsteg. Ich hörte das Plätschern des Bachlaufes, sah den Fliegen beim Wasserlaufen zu. Ja, ein Geschenk Gottes, so empfinde ich den Garten. Ein Geschenk, dass ich diese Umgestaltung gewonnen habe.

Was mich schon länger während des Schreibens quält: Ich schweife sehr schnell mit meinen Gedanken ab, konzentriere mich nicht weiter auf das, was ich tue. Was mir hilft, mich zu konzentrieren, ist ein gewisser Zeitdruck, darunter arbeite ich dann sehr konzentriert. Ich habe aber keinen Zeitdruck und will mir auch gar keinen erzeugen. Also muss ich die Herausforderung annehmen, meine Gedanken immer wieder zu mir zurück zu bringen.

Diese Gedanken umwehten mich, bevor ich das Buch aufschlug, das mir eine liebe Leserin dieses Blogs geschenkt hatte. Und was las ich? Über abschweifende Gedanken und wie man sie (am Beispiel vom Kehren des Bodens durch das immer gleiche Geräusch) zurück holen kann. Eben telefonierte ich mit meinem Bruder und weil er kurz etwas machen musste, legte ich den Hörer beiseite, drückte auf den Lautsprecher, um zu hören, wann er wieder am Apparat ist und schrieb. Als er zurück kam, fragte er: "Was machst du da?" "Ich schreibe." "Es klingt, als schlägst du deine Tastatur." Und da machte es *pling* bei mir. Warum sollte das Klackern der Tastatur nicht das Geräusch sein, das meine Gedanken zurück holt an meinen Arbeitsplatz, zu dem Thema, das ich gerade bearbeite? Das versuche ich jetzt.

Einen besonderen Schmaus habe ich mir noch gegönnt, bevor ich in den Garten ging: Frischen Teig. Kuchenteig. Pi-mal-Daumen zubereitet. Ich liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiebe Kuchenteig. Ich habe daran schon immer gerne genascht und irgend wann habe ich mir gedacht: Warum gönnst du ihn dir nicht einfach? So viel schlecken wie ich will. Muss ja nicht die Masse eines ganzen Kuchenteiges sein. Und das habe ich gemacht. Ein Ei, Wasser, Mehl, Zucker. Hm. Und nach dem Probieren habe ich den Rest in ein kleines rundes Gratinschälchen gefüllt und ab damit in den Backofen. So gab es zum Abschluss - inzwischen oben im Schatten auf der Gartentreppe sitzend - den Kuchen mit noch etwas flüssigem Innenleben. Lecker - lecker - lecker! Ja, ich gönne mir das, was "man" sonst nicht macht. Warum eigentlich nicht? Vielleicht habe ich deswegen so einen schönen, weichen großen Bauch?

Genussvoll schlemmend beobachtete ich den Teich und konnte ein kleines graues Vögelchen mit schwarzem Hut beobachten, wie es neben dem Buddha auf einem Schachtelhalm landete, dann in den Pool sprang und sein Gefieder im Wasser badete. Fluchs auf einen Stein flog, sich gehörig schüttelte. Zwitscherte und davon flog.

Ein Stück vom Paradies, wo ich in kurzen Pausen Inspiration bekomme, die Natur beobachten kann, Teig schlecken und einfach glücklich sein!

Anja Kolberg

Montag, 23 Juni, 2008

Wofür sind Blockaden gut?

Kennen Sie das: Sie wissen, was Sie wollen. Sie kennen den Weg. Ziel und Weg machen Sinn. Der Verstand nickt. Das Herz nickt. Und dennoch gehen Sie nicht los. Es geht einfach nicht. Eine Blockade verhindert den nächsten Schritt.

Muss man sich dann einen Weg durch die Blockade brechen?

Oder einen Umweg finden, der doch zum Ziel führt?

Hilft eine Sitzblockade?

Ein Wutanfall?

Drüberklettern?

Auf all die oberen Fragen bekomme ich ein "nein" als Antwort. Ein "ja" bekomme ich auf einen Dialog mit meiner Inneren Stimme. Also los:

Anja: Warum bist du da, Blockade?

Blockade: Weil du mich gerufen hast.

Anja: (entrüstet) Ist ja ungeheuerlich! Wie kommst du darauf?

Blockade: Du willst nicht zum Ziel kommen.

Anja: Warum nicht?

Blockade: Weil du dann endlich ankommen würdest. Weil du nicht mehr die Aufmerksamkeit für dein Problem, deine Blockade hättest. Du wärst dann glücklich und im Fluss.

Anja: Das heißt, ich will gar nicht glücklich sein?

Blockade: Ja.

Anja: Warum nicht?

Blockade: Weil du gelernt hast, das manche Dinge schwer sind. Und du glaubst, jetzt muss alles schwer sein. Du glaubst einfach nicht mehr daran, dass etwas leicht gehen kann.

Anja: Und mein Weg kann leicht sein?

Blockade: Ja, leicht wie ein Schmetterling.

Anja: Das heißt, du könntest dich auflösen, verwandeln in einen Schmetterling?

Blockade: Ja, das könnte ich.

Am liebsten würde ich jetzt einfach weglaufen. Weglaufen vor der Lösung. Weglaufen vor dem, dass es so einfach sein kann. Die Blockade da stehen lassen und den Umweg gehen. Die Bestätigung finden, dass es immer so schwer weiter geht wie in den letzten Jahren. Aber die Möglichkeit des leichten Weges lässt mich einfach nicht los.

Anja: Was muss ich tun, damit du dich verwandelst?

Blockade: In dem du daran glaubst, dass der Weg leicht ist. Genau so leicht wie du es dir in deinen schönsten Träumen vorstellst. Der Weg ist so leicht, Anja.

Anja: Jaja.

Blockade: Siehst du. Genau da liegt das Problem. Du willst, dass es schwer ist. Arbeit muss schwer sein. Das glaubst du.

Anja: Das habe ich erfahren und das glaube ich, ja.

Blockade: Willst du denn überhaupt, das es anders wird?

Anja: Eigentlich schon.

Blockade: Eigentlich?

Anja: Ja, es fällt mir schwer, zu glauben, dass es einfach sein kann. Dass ich einfach diesen Weg gehe und gut ist. Dass mir keine Blockade mehr über den Weg läuft. Dass ich einfach mache. Dafür sind mir schon zu viele Steine in den Weg gerollt. Obwohl: War es der richtige Weg? Heute las ich in einem Interview mit einem Pfarrer, dass ihn das Gleichnis vom Weizen und vom Unkraut schon einige Jahre begleitet. Er meint, dass ja vielleicht einiges, was wir in unserem Leben und unserer Arbeit als Weizen angesehen haben, für Gott Unkraut sei. Und was wir als Unkraut angesehen haben, für Gott wertvoller Weizen. Dieser Gedanke gefällt mir. Vielleicht war es schwer, weil ich mich nicht mit den richtigen Dingen beschäftigt habe?

Blockade: Alles waren stimmige Puzzlesteine auf deinem Weg. Jedes Teil war wichtig. Sonst wärst du nicht die, die du bist.

Anja: Was soll ich also tun?

Blockade: Mach dir nicht so viele Gedanken. Löse nicht jedes Problem im voraus, das dir vielleicht begegnen könnte. Nehme irgendeinen Faden auf, den du jetzt findest und beginne, ihn aufzuwickeln.

Anja: Egal, ob ich weiß, ob es der richtige ist?

Blockade: Ja, jeder Faden ist der richtige, der dir begegnet.

Anja: Gut, das mache ich.

Donnerstag, 19 Juni, 2008

Ausmisten

In unregelmäßigen Abständen - meist, wenn sich Änderungen ankündigen - überkommt mich die Ausmist-Wut. Am Wochenende war es mal wieder so weit: Meine Hänge-Registratur - ein mächtiger Schrank mit 4 riesengroßen Schubladen musste dran glauben. Tasche für Tasche habe ich durchgeschaut und Papier in den Mülleimer geschmissen. Ideen, die ich mal hatte. Wünsche. Projekte. Infomaterial, welches ich für "irgendwann-mal-machen" gesammelt habe.

Bei manchem ist es mir leicht gefallen ("Was will ich denn noch damit? Warum habe ich DAS denn hier?")

Bei anderem war es höllisch schwer ("Soll ich das wirklich wegwerfen? Was, wenn ich es noch mal brauche?")

Unterm Strich habe ich eine gute Mischung gefunden und fast eine Schublade geleert. Strike! Tut das gut. Vielleicht mache ich noch weiter.

Für alle, die sich jetzt fragen, was denn das Ausmisten zu bedeuten hat: Ich weiß es selbst nicht. Was ich aber weiß ist, dass es Platz für Neues macht. Wann das kommt? Auch das weiß ich nicht.

Die grüne Farbe meines Arbeitszimmers steht ja für Loslassen, also kein Wunder, das sich was tut. :o)

Ich frage mich die ganze Zeit, was der Hahn da oben auf dem Misthaufen bedeutet. Hm, jubeliert er, dass ich ausmiste? (Sieht es bischen so aus, als singt er.) Beschwert er sich? (Glaube ich am wenigsten.) Fühlt er sich pudelwohl? (Ja, das scheint zu stimmen. Mein Stimmungshahn.)

Duftende Landgrüße

Anja Kolberg

Mittwoch, 18 Juni, 2008

Veränderungen...

... gibt es bei uns im Garten. Der Rosenbogen über der Holzbank auf der anderen Seite des Teiches hat mir so gar nicht gefallen. Sein Grün passte nicht zur Umgebung, richtig fest war er (noch) nicht und er behinderte den gemütlichen Gang zur Bank. Vorgestern konnte ich meinen Mann motivieren, ihn mit mir zu versetzen. Meine bessere Hälfte war mit ganz viel Liebe und Genauigkeit aktiv. *drück*

Der Rosenbogen steht jetzt bombenfest auf der Terrasse. Als Übergang zum Garten. Und genau da habe ich ihn schon vor Jahren gesehen. Lange bevor ich ihn hatte. Ich kann mich an einen Zukunftsbrief in einem Berufsseminar erinnern (ich habe oft mit den Teilnehmerinnen mitgemacht), in dem ich schrieb, dass der Rosenbogen dort steht. Wow, ein komisches Gefühl überkommt mich. So ist das, wenn sich Wünsche erfüllen.

Ich habe Montag das Geld aus einem Fotoauftrag direkt in Pflanzen umgesetzt und mir eine Rispenhortensie (davon träume ich auch schon lange) gegönnt, Töpfe für die Ramblerrosen (damit nicht nur der Rosenbogen umzieht, sondern auch die zugehörigen Rosen), Sommerblumen für unsere Holzkästen (die Bellis waren diesmal ohne Beteiligung des Eichhörnchens hinüber), Lavendel und rosa Minischleierkraut zur Begleitung der Ramblerrosen, ein paar Wasserpflanzen für den Teich (Hoheitsgebiet meines Mannes) und eine "blühende Prinzessin". Dieses lila Blühwunder hatte ich schon einmal auf meiner Terrasse stehen. Leider hat die Blume damals meine Überwinterung nicht überlebt. Ich hoffe, diesmal schaffe ich es!

Gestern Abend habe ich dann nur noch auf der Terrasse gesessen und "Boah, ist das schön!" gesagt. Himmlisch glücklich ist die Gartenelfe!

Einen stimmigen Tag

Anja Kolberg

Samstag, 14 Juni, 2008

Was ich von den Franzosen lernen kann

Haben Sie Freitag Abend das EM-Spiel Frankreich gegen Holland gesehen? Wow, war das spannend. Die Holländer haben einen so engagierten, leichten, ja fröhlichen Fußball gespielt. Es war eine Freude, ihnen zuzuschauen. Da stimmte einfach alles.

Und die Franzosen? Trotz Rückstand haben sie bis zur letzten Minute gekämpft. Allen voran Franck Ribéry. Die Französische Mannschaft lies sich für mich auf ihn reduzieren. Gefühlt hatte er 80% der Ballkontakte. Was für ein Engagement. Wie hat es die Französische Mannschaft nur geschafft, diesen Kampfwillen zu behalten, trotz immer größer werdendem Rückstand? Die Partie endete nämlich 4:1 für Holland.

Und das ist es, was ich von den Franzosen lernen kann: Trotz stürmischer Zeiten und Rückschlägen nicht aufgeben, nicht einknicken, sondern an das Erreichen des Zieles glauben und weiterrudern.

Und ehrlich gesagt, gönne ich den Holländern mit diesem feurigen Spielgeist den EM-Titel. Wer mit so viel Freude und Leidenschaft spielt, hat es verdient. Und Franck Ribéry gehört die goldene Kampfesmedaille!

Das Spiel der Deutschen Mannschaft am Donnerstag war richtig schmerzhaft anzuschauen. Was ist da in den paar Tagen zwischen Montag und Donnerstag in der Mannschaft nur passiert? Das Zusammenspiel klappte überhaupt nicht mehr. Sie verloren die Bälle oft an die Gegner, spielten sich die Bälle nicht zu. Den Holländern ist es gefühlt vielleicht zwei Mal am Freitag passiert, dass sie so den Ball verloren haben. Davon können sich die Deutschen eine dicke Scheibe abschneiden. Was macht es aus, dass ein Team so wunderbar harmoniert und ein anderers gar nicht?

Liegt es an der Moral der Mannschaft? Liegt es am Teamgeist? Wählt der Trainer andere Worte? Wie wird ein Team mental eingeschworen, dass sie auch bei Rückschlägen weiterkämpfen (siehe Frankreich und Ribéry) oder so harmonieren (Holland), dass es Freude ist, zuzuschauen?

Beim 1. FC Köln war der Knoten der Mannschaft so richtig geplatzt, nachdem Torwart Mondragon alle zu sich zum Nudeln essen nach Hause eingeladen hat. Von da an klappte das Zusammenspiel, das Team hat den Aufstieg in die erste Liga geschafft.

Fußball kann auch Frauen Spaß machen. Während es mich früher in keinster Weise interessiert hat, sehe ich mir jetzt sogar - zur Freude meines Mannes - die Vorrunden-Spiele mit an. Von der Psychologie, die sich dahinter verbirgt, kann ich lernen und es ist ungemein spannend. Nein, vor 2 Jahren noch hätte ich mir das nicht träumen lassen!

Anja Kolberg

Mittwoch, 11 Juni, 2008

Eine Türe öffnen

 

Wenn wir die Türe für einen neuen Raum in unserem Leben öffnen, wissen wir nicht, was darin auf uns wartet. Wird es die richtige Wahl sein? Wird es mich auf meinem Weg weiter bringen? Ein bischen schummrig darf einem dabei ruhig sein, Aufregung, Neugier, Ungewissheit.

In einem solchen Moment hilft mir der Dialog mit meiner inneren Stimme. Sie gibt auf meine Fragen klare Antworten und sagt mir "Mach das!" oder schreit laut "Nein!" Doch mit der Motivation aus dem Inneren heraus alleine öffnet sich keine neue Türe: Jetzt heißt es mutig hingehen und die Türe öffnen. Haben wir uns den Raum ausgiebig angeschaut und uns darin aufgehalten, wissen wir, ob es der richtige neue Lebensraum für uns ist - oder ob es besser ist, weitere Türen zu öffnen. Solange bis unser Herz ein "JA!" hüpft! (Ich stelle mir gerade ein durch die Gegend hüpfendes, ein 'JA' tanzendes Herz vor.)

Jeder Schritt bringt uns weiter auf unserem Weg. Und sei es, weil wir genau wissen, was wir künftig nicht mehr wollen. Alles trägt dazu bei, unseren eigenen Weg zu finden.

Anja Kolberg

Dienstag, 10 Juni, 2008

Sternschnuppe!

Ich habe mich getraut, eine Autorin anzusprechen, deren Buch mir so gut gefallen hat. Und was soll ich sagen: Eben hatte ich sie am Telefon. Ich bin platt, glücklich, begeistert und mächtig dankbar. Der Himmel meint es wirklich gut mit mir.

Eine Sternschnuppe auf meinem Weg zum Glück!

Eine hüpfende

Anja Kolberg

Montag, 09 Juni, 2008

Tägliche Süßigkeiten

... für die Seele - daran erinnert mich mein Kalender. Erdbeeren sind solche Süßigkeiten für mich. Am Samstag habe ich 1,5 kg Erdbeeren verarbeitet. Für einen Nachtisch mit Vanilleeis und "mildernden Umtänden". So nennt eine Cousine meiner Großmutter die Portion Sahne oben drauf. :o) Gott, war das lecker. Die Farbe, der Duft, der Geschmack. Da lachte nicht nur mein Bauch, auch mein Herz.

Süßigkeiten für die Seele sind für mich auch Ihre Feedbacks oder ein gutes Gespräch oder ein badendes Vögelchen in unserem Teich oder unsere Minu, die durch die Wohnung und den Garten hüpft.

Die Tasse Milchkaffee auf der Terrasse, das Jubeln bei einem Deutschlandspiel, der gute Film am Abend.

Kennen Sie "Das Beste kommt zum Schluss" mit Morgan Freeman und Jack Nicholson? Der Film war unterhaltsam, zum Weinen und macht auch ein bischen nachdenklich. Eine herrliche Unterhaltung für uns beide. Mein Mann und ich haben viel Freude an unserem DVD-Abo über Amazon. Früher sind wir ja 1x die Woche ins Kino, aber seit Minu haben wir darauf keine Lust mehr. Auf unserer Leihliste gibt es Filme nur für mich (die mein Mann zu schnulzig findet oder zu anspruchsvoll langweilig - "Frauenfilme" eben) und solche, die ich nicht sehen will, er aber super findet. Und dann gibt es die große Masse, die wir beide mögen. :o) "Das Beste kommt zum Schluss" war so einer.

Welche fallen mir denn noch gerade ein? Sehr spannend, nur mit blöde offenem Ende war "Next" von einem Zauberer, der 2 Minuten die Zukunft voraus sieht. Ein Film für mein Schriftstellerherz war "Unter dem Himmel der Toskana". Ein junger Londoner Lektor muss den in der Toskana lebenden Erfolgsschriftsteller dazu bewegen, wieder einen Romanvertrag zu unterschreiben. Nur der hat seit 20 Jahren eine Schreibblockade und ist dafür bekannt, Lektoren zum Teufel zu jagen... Besonders gefallen haben mir die Unterhaltungen über das Schreiben. Denn der Lektor ist großer Fan des berühmten Schriftstellers und möchte selbst gerne Schriftsteller sein. Ich habe mich darin wieder gefunden und Lichtblicke erlebt.

Genug geschnackt. Ja, genau, hier zu schreiben ist auch eine kleine Süßigkeit für mich.

Auf süße Zeiten!

Anja Kolberg

Kurios...

... was ich manchmal Träume. Diese Nacht war ich noch mal in der Schule... Es war Abschlusstag und wir konnten einen Dozenten aufsuchen, der uns die Zukunft voraussagen konnte. Ich hatte schon eine Liste, was ich alles fragen wollte, fand aber einfach den Raum mit dem richtigen Dozenten nicht. Alle anderen Räume waren besetzt. Und dann bin ich aufgewacht. Grummel!

Ich hätte gerne die Weissagungen gehört! Nun muss ich ohne klar kommen. :o)

Anja Kolberg

Donnerstag, 05 Juni, 2008

Liebe & Loslassen

Die Liebe geht seltsame Wege. Wenn ich in Beziehungen zu Lebenspartnern, zu Freunden, zur Familie zu viel Aufmerksamkeit investiere, zu viel für den anderen tue, kann das den anderen erdrücken. Ergebnis: Er wendet sich ab, um wieder Luft zu bekommen oder empfindet, was ich tue als Selbstverständlichkeit und wertschätzt meine Leistung nicht mehr.

Mache ich mich in Beziehungen rar - und das ist manchmal sehr schwer - dann werde ich wieder interessant für mein Gegenüber. Ich bin nicht immer verfügbar. Ich konzentriere mich nicht mehr auf ihn, auf sie, sondern auf mich selbst.

Und gänzlich mit mir selbst konfrontiert zu sein ist ganz schön hart, weil ich mich mit meinen eigenen Themen beschäftigen muss. Aber ein guter Weg zur Heilung meiner Selbst und meiner Beziehungen.

Mein Gegenüber bekommt wieder Luft, ich selbst Freiheit. Unsere Beziehung frischen Wind.

Für mein Buch "Ab 40 reif für den Traumjob" habe ich eine ehemalige Arbeitskollegin interviewt, die mit 40 - sie hatte bereits erfolgreich Karriere gemacht - für ihre neuste Ausbildung ein Praktikum in unserer Abteilung machte. Schon für frühere Ausbildungen hatte sie immer wieder für längere Zeit im Ausland gelebt und blieb dabei glücklich verheiratet. Als ich sie nach ihrem Rezept fragte, sagte sie, dass ihr Mann ihre stets freie Hand gelassen und ihr vertraut hätte. Es wäre wie bei einem Vogel im Käfig: Wer ihn stets eingesperrt hält, wird ihn beim ersten Türenöffnen verlieren. Kennt er jedoch die Freiheit, weil die Türe stets auf ist, kommt er zurück in seine sichere Behausung. (Zu dem Thema lesen Sie im Buch mehr ab Seite 85.)

Lieben und loslassen. Nicht festhalten. Dem anderen seine Freiheiten gönnen und dennoch eine Einheit bilden. Für beide Seiten Genuss und Herausforderung zugleich.

Ein Gebiet, das ich noch für mich erobern möchte. Denn auch wenn mir mein Partner freie Hand lassen will, muss ich selbst auch bereit sein, dieses Angebot anzunehmen und mich zu trauen, diesen Weg für mich zu gehen. Die Freiheit genießen und das Vertrauen.

Anja Kolberg

Mittwoch, 04 Juni, 2008

Aufwachen

Was lässt uns aufwachen aus unserem tagtäglich gleichen Ablauf? Welche Situation führt dazu, dass wir uns und unser Leben betrachten, inne halten? Schauen, ob noch stimmig ist, was da ist und sich über die Jahre eingefahren hat?

Sind das die Zufälle und Schicksalsschläge, die uns auf unserem Weg begegnen? Disharmonien im Beruf, in Beziehungen?

Bei mir ist das so. Der Brustkrebsverdacht vor 8 Jahren war ein solcher Moment. Ein Gefühl, als tritt man während voller Fahrt auf die Bremse. Die Zeit bleibt stehen und es ist auf einmal genügend Raum da, Bilanz zu ziehen. Dinge fortan anders zu machen. Neue Wege zu beschreiten. Das Leben, wie es ist zu hinterfragen.

Wenn der Schock eines solchen Schicksalsschlages erst einmal verdaut ist, sich dieser Nebel gelichtet hat, wird der Blick klar für die Dinge im Leben, die wirklich wichtig sind.

Aufwachen und leben!

Anja Kolberg

Montag, 02 Juni, 2008

Rooooooot!

Rooooote Fingernägel sind was feines. Rooooot. Rooooot. Rooooot. Mir hat es super viel Spaß gemacht, sie mir gestern Abend nach ewig langer Zeit mal wieder rot anzumalen. Normalerweise trage ich nur rote Fußnägel während der Sommermonate. Doch gestern überkam mich die Lust, mir auch die Fingernägel anzupinseln. Und was hatte ich für einen Spaß beim "Malen". Sah toll aus und ich fühlte mich wie eine kleine Prinzessin. :o)

Die Enttäuschung heute früh: Unendlich viele Flusen auf dem Lack. Ich kann mich erinnern anschließend noch einen Wattebausch in der Hand gehabt zu haben...

Ich war gestern im Garten fleißig. Sieht jetzt richtig schön aus. Auf der Terrasse habe ich endlich was geändert, das mich schon lange störte, denn in der Ecke stand immer noch die alte Teichschale. Ich habe sie kurzerhand mit der Gartenschere und dann im Keller mit der Säge zerschnitten. In einer 1/4 Stunde war etwas erledigt, das mich wochenlang genervt hat! Muss ich mir merken. Boah, bin ich stolz auf mich, dass ich das angepackt hatte.

Jetzt ist die Ecke richtig schön mit Kübeln begrünt. Das hat so gut getan, ich habe selbst meinen Mann angesteckt, der aufeinmal was gepflanzt hat. Gartenarbeit ist normalerweise (bis auf Rasenmähen) nicht sein Metier. Teich und Bachlauf beflügeln ihn. :o)

So, jetzt gehe ich mit unserem Hasen Gassi und dann schmeiße ich mich in die Arbeit.

Eine gute Woche!

Anja Kolberg

PS: Heute Abend gebe ich meinen Nägeln noch eine Chance...

Donnerstag, 29 Mai, 2008

Iss mir warm...

Die Sonne brennt. Die Wolken fangen sie ab und heizen alles unter ihnen liegende wie ein Kessel so richtig auf. Mir ist es zu warm...

Ganz toll finde ich dieses Wetter, wenn ich draußen im Garten sitze. Kühl im Schatten, ein leichter Wind und zwischendurch die Füße ins Wasser baumeln lassen. Herrlich! Das habe ich schon lange nicht mehr getan...

Ich finde, ich habe für heute genug gearbeitet. Die ganze Woche war voll und umtriebig. Schön! Heute habe ich einige Menschen wieder getroffen, die ich einige Monate nicht gesehen habe. Auf ihre Frage "Wie geht es dir?" konnte ich mit ganzem Herzen "Sehr gut!" sagen. Ja. Mir geht es sehr gut. Die Auszeit von Coaching und Workshops ist ein Glücksfall für mich. Eine der besten Entscheidungen, die ich getroffen habe. Vor allem eine für mein Herz, meine Seele und meinen Körper. Die drei haben mir Mut gemacht und meine inneren Anteile beruhigt, die große Angst vor diesem Schritt hatten.

Jetzt gehe ich ein paar Häuser weiter in unsere "Junkersdorfer Kö" (O.k. mit der Königsallee können wir wirklich nicht mithalten. Aber es gibt immerhin Geschäfte.) Zum Beispiel so ein schönes Blumengeschäft, in dem Petra-Ute sitzt. Da gehe ich jetzt vorbei, schnacke ein bischen, schmeiße mich danach in meine Jogginghose und lasse die Füße in unseren Teich baumeln.

Ab jetzt mach' ich blau!

Anja Kolberg

Dienstag, 27 Mai, 2008

So süß!

Auf der Hochzeit am Samstag waren sehr viele Kinder. Zwei kleine Mädchen mit ihren riesigen Kulleraugen und kleinen Löckchen haben es mir angetan. So was hübsches, süßes. Da springt mir das Herz auf und hüpft und lacht mit den beiden über die Wiese!

Anja Kolberg

Alles einfache ist gut

Auf das Motto des Tischkalenders bin ich die letzten Tage mehrfach gestoßen.

Es tut mir gut, daran erinnert zu werden, dass was da ist, reicht. Dass ich mich nicht noch über alle Maßen anstrengen muss, um ein Ziel zu erreichen. Dass ich meine Erwartungen an mich selbst herunter schrauben darf, weil ich gar nicht 150% geben muss (meine das aber geben zu müssen, damit es gut ist).

Das ist so herrlich entspannend. Befreiend. Erleichernd.

Alles einfache ist gut.

Anja Kolberg

Montag, 26 Mai, 2008

Durchatmen...

... ist bei der schwülen Luft hier in Köln am Montag Morgen ganz wichtig.

Ich habe ein intensives und schönes Wochenende hinter mir. Von Freitag bis Sonntag war ich bei meiner Familie auf dem Land. Das hat soooooo gut getan! Den Samstag Abend haben Mama, Oma und ich mit Halma Spielen und nebenbei Grand Prix schauen verbracht. Zwischendurch immer kleine "Werbeunterbrechungen", da ging nämlich die Schokobox auf ihre Runde. :o)

Am Sonntag dann der kröhnende Abschluss: Pillekuchen mit frischem Salat und Apfelkompott. Gott, schmeckt das gut. Meine Oma macht den Pillekuchen immer besonders fluffig. Hm. Lecker! Besonders mag ich nach dem Essen noch lange sitzen bleiben und quatschen.

Der Garten sah herrlich aus. Da ich Samstag eine Hochzeit fotographiert habe, waren all meine Speicherkarten gefüllt. Aber mit der kleinen leichten Kamera bin ich Sonntag vormittag durch den Garten gehüpft und habe die schönsten Momente eingefangen.

Wenn ich dem Wochenende eine Farbe geben sollte: Grün - dieses Maigrün, was ich soooo gerne mag und auch die Wände in meinem Büro schmückt mit ein bischen Himmelblau dazu. :o)

Jetzt bin ich damit beschäftigt, hier im Büro wieder alles auf Vordermann zu bringen und die Fotos zu sichten. Darauf freue ich mich.

Einen guten Start in Ihre Woche

Anja Kolberg

Mittwoch, 21 Mai, 2008

Etwas Eigenes...

... auf die Beine zu stellen, ohne einen Mentor, ohne Vorbild - ist eine Herausforderung.

Warum? Weil die nötige Sicherheit fehlt: Welcher Preis ist der Richtige? Welche Qualität? Was sind die richtigen Einkaufsquellen? Wie funktioniert der Vertrieb/Verkauf? Welches Geschäftsmodell funktioniert und welches nicht? Die Routine und die Sicherheit, die man z.B. während einer Lehre vermittelt bekommt, ist ein großer Schatz. Ein Schatz, den man erst zu schätzen weiß, wenn man in einen Bereich vorstößt, bei dem diese Orientierung fehlt.

Etwas Eigenes auf die Beine zu stellen, hat auch seinen Vorteil. Nämlich es genau so zu machen, wie man es selbst will. In dem Rhythmus, der stimmig ist. Vielleicht völlig neue Wege zu beschreiten, bei dem ein "Lehrherr" vielleicht gesagt hätte: "Funktioniert nicht!" oder "Das macht man nicht!".

Wer sich selbstständig macht und in die Fußstapfen einer langen Tradition tritt, kann darin weiter gehen. Oder sich Schritt für Schritt aus dem Alten befreien, in dem man sich immer wieder fragt: "Will ich das wirklich so machen? Stimmt es für mich?" Das bedeutet auch, Neuland zu betreten, etwas zu wagen, Fehler und Rückschläge einzukalkulieren.

Völliges Neuland zu betreten, was immer dann der Fall ist, wenn man z.B. nach einer beruflichen Neuorientierung in ein völlig neues aber faszinierendes Berufsfeld wechselt, ist ein Abenteuer. Ein Auf und Ab. Ein Pfad, der nicht ausgetreten ist, wo die Regeln nicht bekannt sind, die heimlichen Gesetze, die über Jahrzehnte gewachsenen Netzwerke. Ein Pfad, auf dem Gefahren lauern - aber auch wunderschöne Glücksoasen. Ein Pfad, auf dem man sich selbst finden kann, seine Grenzen austesten, wachsen und ein Stück mehr man selbst werden.

Ein Hoch, auf alle, die es wagen, ihren eigenen Weg zu gehen und selbst dann nicht aufgeben, wenn es schwierig wird.

Anja Kolberg

Dienstag, 20 Mai, 2008

Das kleine Glück

Erst luckt es zaghaft um die Ecke.

Nimmt dann allen Mut zusammen.

Mit Anlauf kommt es um die Eck' geschossen.

Umarmt dich, hüpft um dich herum.

Und fühlt sich dabei an wie das ganz große Glück.

Anja Kolberg

Samstag, 17 Mai, 2008

Ein Geschenk...

... ist der Moment, wo der Schmerz verschwunden ist, der mich zuvor noch unendlich quälte und beeinträchtigte.

Dieser eine göttliche Moment, wo ich spüre "Mir geht es besser. Ich habe keine Schmerzen mehr." Es dauert danach meist nicht mehr lange und die Abwesenheit von Schmerz ist wieder normal. Ich erinnere mich nicht mehr. So schnell gewöhne ich mich wieder daran, frei von dieser Belastung zu sein.

Anja Kolberg

Freitag, 16 Mai, 2008

Wie ein Stiefkind...

... in einem Märchen behandle ich einen Anteil von mir. Welchen? Den der Schreibenden. Sie bekommt alles, was sie braucht zum Überleben. Ihr geht es gut, keine Frage. Sie schreibt Tagebuch, sie schreibt im Blog. Ihre Grundbedürfnisse werden erfüllt. Aber sie will mehr.

Sie ist diejenige in meinem Team, die ganz wibbelig auf dem Stuhl sitzt, Block und Stift in der Hand, voller Energie. Sie will loslegen.

Und was mache ich, ihre Teamchefin? Ich missachte sie, schenke Coach und Trainerin Aufmerksamkeit, damit sie Lust haben, aufzustehen, konzentriere mich auf die Kreative, die weiter entwirft, auf die Fotografin, auf die Betriebswirtin, die alles managt. Aber die Schriftstellerin, die kann noch so laut brüllen. Ich überhöre sie.

Das ist eine Unverschämtheit von mir! Ungeheuerlich! Unmöglich!

Ich tue es aber.

Eben las ich in einer Mail des Autorenhausverlages von Schreibblockaden, vom Erfolgsdruck und dem Drang, schreiben zu müssen. Alles ist mir geläufig. Für mich gehört aber noch etwas dazu: Nämlich die fehlende Unterstützung, die fehlende Aufmerksamkeit von mir für mein Stiefkind. Unsere Kommunikation scheint gewaltig gestört. Liebe fließt nicht zwischen uns, sondern Leere. Das ist ganz und gar nicht gut. Ich habe mich erschrocken, als mir das bewusst wurde.

Was tun? Wie dafür eine Lösung finden? Denn es ist ja klar: Ich will mehr schreiben als nur im Blog und im Tagebuch und ich weiß, darum geht es auch. Es hilft mir im Moment aber kein "nicht reden, sondern einfach machen" weiter. Ich weiß, über das Thema schreibe ich nicht zum ersten Mal. Ein Zeichen, wie sehr es mich beschäftigt.

Zeit für einen inneren Dialog:

Anja: Hallo, Schriftstellerin. Wie geht es dir?

Schriftstellerin: Beschissen! Ich werde einfach nicht gehört! Dabei will ich unbedingt loslegen.

Anja: Wer hält dich auf?

Schriftstellerin: Na du!

Anja: Womit?

Schriftstellerin: Mit deinen ewigen Zweifeln. Mit deiner Angst, nicht gut genug zu sein. Mit deinem Anspruch, dass ich was richtig gutes bringen muss, damit es sich lohnt. Nicht, dass ich das nicht schaffen kann, aber es ist wie eine zähe Masse, die mich umgibt und mich nicht loslegen lässt.

Anja: Was wünschst du dir von mir?

Schriftstellerin: Unterstützung. Zuspruch. Eine lange Leine. Gib mir Freiheit. Lass mich einfach machen.

Anja: Wie stellst du dir das praktisch vor?

Schriftstellerin: In dem du mir eine feste Zeit am Tag gibst, in der I-C-H bestimme, was gemacht wird. So einfach ist das.

Anja: Aha. Und wann soll das sein? Eine bestimmte Uhrzeit?

Schriftstellerin: Natürlich, sonst gehe ich wieder im Alltag unter. Ich brauche und verlange unbedingt eine feste Zeit!

Anja: Wann möchtest du die haben?

Schriftstellerin: Morgens eine halbe Stunde bevor du mit Minu gehst. Bevor du den PC anmachst. Gib mir den Laptop und ein leeres Dokument. Und meine halbe Stunde.

Anja: O.k., das kann ich machen. Ist das alles?

Schriftstellerin: Nein. Noch was: Lass mich einfach machen. Zerpflücke nicht das, was ich mache. Lass es einfach so stehen. Stell keine Ansprüche an Vollständigkeit, an Sinn, daran, dass daraus etwas werden muss. Ich brauche meinen Freiraum. So wie die private Türe zu meinem eigenen Zimmer, die ich verschließen kann, wenn ich Ruhe vor deinem Druck und deiner Zensur haben will. Kapiert?

Anja: Ja, kapiert.

Anja: Woher willst du denn wissen, dass ich die Zeit auch wirklich jeden Tag einhalte?

Schriftstellerin: Sei dir sicher: Ich werde dir gewaltig auf den Keks gehen, wenn du nicht aktiv wirst. Wehe du brichst mit meinem Freiraum. Ich verlange ganz wenig, aber sei dir sicher: Du wirst reich beschenkt.

Anja: Gut, ich will es tun. Noch was?

Schriftstellerin: Ja. Du machst das alles richtig gut. Sei dir sicher, ich melde mich zum richtigen Zeitpunkt, so wie ich es jetzt getan habe. Ich habe mich zwar vorher schon immer bemerkbar gemacht, aber jetzt stimmt der Zeitpunkt. Jetzt will ich so richtig loslegen. Ärgere dich nicht, dass du mir nicht schon vorher mehr Aufmerksamkeit geschenkt hast. Das stimmt schon so wie es ist.

Anja: O.k., danke. Mir ist aber auch noch etwas wichtig.

Schriftstellerin: Ja, was denn?

Anja: Dass du es mir leicht machst, in dem du dich mehr durchsetzt. In dem du wirklich die Türe schließt und dann loslegst, dir den Raum nimmst, den du brauchst und du ihn so gestaltest, wie du möchtest.

Schriftstellerin: Kein Problem. :o)

Anja: Abgemacht?

Schriftstellerin: Abgemacht!

Schönes Wochenende

Anja Kolberg

Schöne Zeichen

Vor einigen Wochen hatte ich eine Sinnkrise, in der ich so manches in Frage gestellt habe. Ich habe mir eine Deadline gesetzt. Wenn bis zu diesem Zeitpunkt nichts passieren würde, dann würde ich einen neuen Weg einschlagen. Ich bat um Zeichen.

Einen Tag vor dem Ablauf der Deadline bekam ich ein deutliches Signal, dass ich weiter machen soll auf meinem Weg. Ein Zeichen der Zuversicht, das mir neuen Auftrieb gegeben hat. Und am Tag selbst ein weiteres Zeichen. Das hat so gut getan. Ich fühle mich beflügelt und bin unendlich dankbar!

Für mich ein Signal, dass es etwas Größeres gibt, das über uns wacht, das uns stärkt und uns den Weg zum Licht zeigt, wenn wir zweifeln und es uns zu dunkel auf unserem Weg geworden ist.

DANKE!

Anja Kolberg

Mittwoch, 14 Mai, 2008

Insektenstiche...

 

Blöde Insekten! Sonntag beim Grillen habe ich im schattigen Gras gesessen. Die Tiere mögen mich. Insbesondere meine Füße und Beine. Vier haben zugebissen. Mindestens. Die Ergebnisse jucken höllisch. Keine Salbe, kein Hausmittelchen hilft. Rot, geschwollen. Ätzend! Eben habe ich mich auf den Steg gesetzt und die Beine in den Teich baumeln lassen. Eiskalt. Ah, das hat gut getan. Beim Reingehen viel mir ein, dass ich ja ein homöopathisches Mittel bei Insektenstichen habe. Das habe ich gleich eingeworfen. Das - zusammen mit der Abkühlung - war wohl das richtige Mittel. Jetzt geht es meinen Beinen besser. Ich will diesen Sommer von weiteren Stichen verschont bleiben. (Bestellung!)

Anja Kolberg

Samstag, 10 Mai, 2008

Frieden

Ein Ort des Friedens ist für mich unser Garten. Die ruhige Ausstrahlung des Bachlaufes, der kleine Ahorn, der vom Hochbeet hinüberwächst, das leise Plätschern, der Blick auf den Buddha, der Schatten, in dem ich am liebsten sitze - all das macht mich froh und tut mir gut.

Der Teich wird von den Vögeln als Badestelle genutzt. Rotkehlchen, Amseln, Meisen konnte ich gestern beim Planschen beobachten. Sie landen auf dem Zaun, hüpfen hinunter auf einen der vielen Steine und dann ab ins kühle Nass.

Herrlich, dass die Tiere die Wasserstelle so annehmen. Denn das war einer der Gründe, warum wir so viel Freude an unserem alten Bachlauf hatten. Schön, dass es jetzt wieder so ist. Beim Frühstück haben wir einen Schmetterling beobachtet, der - ab und an seine Flügeln lüftend - sich zu Füßen Buddhas auf einem kleinen Stein im Wasser niedergelassen hatte.

Es sind die kleinen Dinge im Leben, die mich mit Glück und Zufriedenheit erfüllen. Schätze der Natur.

Ein zauberhaftes Pfingstwochenende

Anja Kolberg

Mittwoch, 07 Mai, 2008

Verständnis und Mitfühlen
als wirkliche Hilfe

Es gibt Zeiten, da läuft es nicht so wie ich das will. Das passt mir überhaupt nicht in den Kram. Gott sei dank ist heute nicht so ein Tag, weil ich sonst nicht darüber schreiben könnte. Ich wäre viel zu traurig, demotiviert, emotional. Heute ist ein Tag, an dem es mir gut geht. Heute blicke ich mit Gelassenheit auf die Zeit zurück, in der es mir nicht so gut ging. Es übermannt mich nur selten, aber wenn...

Puh, dann ist es heftig. Irgendwas ist völlig aus dem Ruder gelaufen, Hoffnungen wurden nicht erfüllt, Illusionen sind zerplatzt und die Realität zeigt ihre Fratze. Ein Gesicht, das ich mir schöner vorgestellt habe. Und wenn ich so enttäuscht bin, will ich am liebsten alles hinschmeißen. Nichts kann mich so richtig aufmuntern. Was mir dann hilft:

Ein schweigsamer (!) Mensch, der mir zuhört. Der aushalten kann, dass es mir schlecht geht, weil er innerlich weiß: 'Die Phase hat jeder mal und sie geht vorbei.' - das aber nicht so sagt. Wenn er dies nämlich so sagen würde, könnte es so ankommen, als würde er die Situation nicht ernst nehmen oder meine Gefühle abwerten. Also keine "Stell dich nicht so an, das geht vorbei."-Einstellung, sondern eine positive und zuversichtliche, die auch nicht in das andere Extrem, nämlich ängstliche "Hilfe, sie kommt nie wieder hoch." kippt.

Ein Mensch, der weiß, solche Situationen gehören zum Leben dazu. Der keinen auf "wird schon wieder" macht oder gleich einen Tipp parat hat (sinnlos, die habe ich nämlich alle (!) längst ausprobiert), sondern wirklich mitfühlt und sagt "das ist wirklich schlimm".

Bisher war es so, dass mir das die Freiheit gab, es auch anders zu sehen, so als würde der Gegenüber meine Gefühle akzeptieren, respektieren, bestätigen und mich damit beruhigen. Ich bin frei. Auch wenn es dann mit meiner Stimmung nicht gleich aufwärts geht, so ist doch eine Erleichterung spürbar.

Es fühlt sich an, als sei durch das Verständnis ein Stein von meinem Herzen genommen. Was kann es besseres geben in einem solchen Moment?

Anja Kolberg

Dienstag, 06 Mai, 2008

Der liebe Haushalt...

Juuuten Morjen [Guten Morgen]. Die Sonne meint es in diesen Tagen gut mit uns. Wow, was für ein Wetter. Bin froh, keinen Heuschnupfen zu haben, denn eines fliegt im Moment wie verrückt: Pollen. Wenn es dann kurz zwischendurch regnet, ist der Blick durch die Scheiben perfekt. Ich weigere mich aber, sie zu putzen, weil sie nach kurzer Zeit schon wieder so aussehen. Also lasse ich meine in mir irgendwo vorhandene Hausfrau ruhen und lasse es.

 

Kennen Sie eigentlich die Tipps berufstätiger Mütter auf meiner Webseite? Nein? Ich habe sie gesammelt, als ich 1999 mit frauencoaching.de begonnen habe. Mein erster Workshop richtete sich an Mütter, die nach der Kinderphase wieder in den Job einsteigen wollten. Dafür habe ich auf meiner Seite Tipps berufstätiger Mütter gesammelt, die mir berichtet haben, wie sie es schaffen, Haushalt, Familie und Job zu vereinbaren. Sie finden die Tipps unter "Link: Familie + Job".

Dort gibt es zwei Rubriken: "Haushalt im Griff" und "Vereinbarkeit von Beruf und Familie" [Hier gibt es übrigens einen Schatz an mutmachenden Erfahrungen von Frauen, die nach dem Erziehungs"urlaub" wieder eingestiegen sind.]

Am allermeisten haben mir die Tipps gefallen, wo es darum ging, den Haushalt nicht so wichtig zu nehmen. Warum? Weil sie mir geholfen haben, von meinem Putzperfektionismus runter zu kommen. Das hat gut getan. Jetzt fallen mir schmutzige Fenster noch auf, aber ich mache mich deswegen nicht mehr sofort ran, sie zu putzen.

Anja Kolberg

Montag, 05 Mai, 2008

Versteckt...

... hat sich mein Blog-Männchen - eigentlich ist es ja ein Blog-Mädchen. Ein paar Tage hatte ich sie nicht mehr gesehen. Heute früh ist sie aufgetaucht, hat ihren Kopf an meiner Türe reingesteckt. "Haaaallooo" gerufen, gekichert und ist dann mit Minu spielen gegangen.

Jetzt höre ich die beiden toben. :o)

Hatten Sie ein schönes Wochenende? Es war ein Traumwetter, oder? Nachdem ich Samstag vormittag mal wieder im Garten gearbeitet habe (Rindenmulch verteilt), konnte ich den Nachmittag auf der Terrasse so richtig genießen. Tee. Kekse. Buch. Laptop. Perfekt.

Gestern haben wir ein sensationell gutes Fußballspiel im Rhein-Energie-Stadion gesehen. Köln hat gewonnen. Ein Spiel, das so richtig Spaß gemacht hat. Man konnte sich über den Schiedsrichter aufregen, die Spieler, die ständig hinfielen und über DREI Tore freuen. Jubeln macht einfach Spaß! Eigentlich bin ich kein Fußballfan, meinem Mann zuliebe gehe ich mit ins Stadion. Aber so langsam fange ich auch Feuer. Nicht nur, dass es superviel Spaß macht, sich die Performance der Fans in der Südkurve anzuschauen, es macht auch Laune, mitzusingen, La-Ola-Wellen zu machen und alle Gefühle rauszubrüllen. Könnte eine Therapieform sein. Ja und als Belohnung gibt es nach dem Spiel dann schniecke Männeroberkörper mit tüchtig Muckies. Also was für's Frauenherz. :o)

Ich wünsche Ihnen einen superschönen Tag, an dem alles glatt läuft, was Sie sich vorgenommen haben!

Anja Kolberg

Freitag, 02 Mai, 2008

Der Mai ist gekommen...

Herrlich - der Mai ist da. Ein wundervoller Monat: Alles grünt, sprießt, wächst. Ich bekomme so richtig gute Laune, wenn ich an diesen Monat denke. :o)

Es heißt ja: "Alles neu macht der Mai." Glückwunsch an Petra-Ute Köllen-Chaverial, die seit gestern Besitzerin des Geschäfts Blumen-Stil in Köln-Junkersdorf ist. Schauen Sie doch mal vorbei: Kirchweg 131.

Bei dem Text auf dem Kalenderblatt "Alles einfache ist gut." werde ich ganz ruhig und entspannt. Warum? Weil es nichts mit Perfektionismus, überzogenen Ansprüchen und Erwartungsdruck zu tun hat. Und das tut gut.

Einen schönen Mail voller Glück und
wunderbarer Überraschungen für Sie!

Anja Kolberg

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Mittwoch, 30 April, 2008

Ein letztes Mal...

... steht heute auf dem Kalender: "Was braucht deine Seele heute, um froh zu sein?"

Schon spinxe ich nach vorne: Was für ein Bild - was für ein Text kommt im Mai? Was wird der neue Monat bringen? Werden sich meine Hoffnungen erfüllen? Was wird sich ändern? Ich schaue zurück: Welche Änderungen hatte der April für mich im Gepäck?

Ich konzentriere mich auf das Hier und Jetzt. Frage mich ein letztes Mal:

Anja, was braucht deine Seele heute, um froh zu sein? Schreiben. Ich will schreiben. So viel ich kann. Schreiben. Ohne zu denken. Tun.

Einen zauberhaften Tag und einen zauberhaften Tanz in den Mai

Anja Kolberg

Dienstag, 29 April, 2008

Achtsamkeit

Gestern Abend haben wir einen Teil von "How to cook your life" gesehen. Ein Zenmönch und Koch vermittelt die Zen-Lehre über das Kochen. Doris Dorrie hat den Dokumentarfilm gemacht. Er war sehr schwer zu konsumieren: Die Schrift der Untertitel war winzig und viel zu schnell und auch oft auf hellem Untergrund (weiße Schrift). Ich bin nicht so gut in Englisch, dass ich alles ohne Untertitel verstehen konnte, so manches Wort ist mir nicht geläufig. Also war's sehr anstrengend. Ich werde ihn mir ganz in Ruhe mal anschauen, zwischendurch stoppen und lesen, um alles zu verstehen...

Gut daran war die inhaltliche Botschaft und das Interview mit Doris Dorrie: Die Aussage des Zen. Wenn du Karotten schnippelst - schnipple Karotten. Wenn du Kartoffeln kochst - koche Kartoffeln.

Also konzentriere dich auf das, was du gerade tust. Keine abschweifenden Gedanken. Nicht zwei Sachen auf einmal. Mit dem ganzen Körper, der ganzen Seele, dem Geist tun, was du tust.

Dieser Lehrsatz war mir vorher schon bekannt, aber er hat mich nochmal darauf aufmerksam gemacht, wie selten ich das tue: Mich auf eine Sache konzentrieren. Mit meiner ganzen Aufmerksamkeit. Als multi-tasking-fähige Frau und zudem ungeduldiger Widder eine schöne Aufgabe...

Den Gedanken nehme ich heute mit in meinen Tag. Ich will es versuchen.

Anja Kolberg

Montag, 28 April, 2008

Ein reiches Wochenende...

...liegt hinter mir.

Mein Mann und ich haben am Samstag sieben Stunden im Garten gearbeitet. Die Arbeit an der frischen Luft, die Ergebnisse sehen: Das ist so befriedigend. Wir halten uns so gerne im frisch gestalteten Garten auf. Es tut uns gut. Mein Mann kann gar nicht genug bekommen von Bachlauf und Teich. Eigentlich müsste er schon Schwimmhäute zwischen den Fingern haben, so oft verlegt er die Steine im Teich. :o) Gestern haben wir das erste Mal auf dem Steg gelegen und die Sonne genossen. Das erste Mal in der Sonne auf der neuen Bank am Teich gesessen. Ich kann dort so gut entspannen. Was für ein Geschenk ich mit dieser Gartenumgestaltung gewonnen habe, kann ich kaum in Worte fassen. Der Himmel meint es wohl sehr gut mit mir. :o)

Gestern dann ein Ausflug mit meiner Schwester in den Stadtwald. Quatschen. Fotographieren. Auf der Picknickdecke das Gras anschauen. Anschließend eine Tasse Kaffee ein Stück Kuchen auf der Terrasse. Hm. Das tat gut. Heute bleibt mir der Blick auf den rosafarbenen Blumenstrauß und einige Bilder, aus denen ich gleich ein Fotoheft gestalte.

Gibt es was besseres, als draußen zu frühstücken? Zu lesen? Zu sehen, wie alles grünt und wächst? Für mich nicht. Ich freue mich so sehr auf die schönen Tage, die uns in diesem Sommer erwarten und jede kostbare Minute, die ich davon in der Natur verbringen kann.

Und nach einem langen Aufenthalt draußen genieße ich es richtig, abends auf der Couch zu sitzen und mich unterhalten zu lassen. Ich liebe den Krimi "Wilsberg" am Samstag Abend, weil er so schön normal und unkonventionell ist. Und am Sonntag Abend muss ich mir bei "Schwiegertochter gesucht" immer wieder die Augen zuhalten und manchmal auch die Ohren, weil es dort so schräg zugeht bzw. ich Dinge sehe, die ich nicht wirklich sehen will... Mein Mann meint, es gebe keine andere Sendung, bei der ich so viel aufschreie wie dort. Es gibt aber auch... Egal, wenn Sie's gucken, wissen Sie, was ich meine.

Draußen regnet es. Wie es klingt, wenn die Autos über die nasse Straße fahren. Die Vögel zwitschern und ich mache jetzt weiter.

Anja Kolberg

Meine Schwester

Wir sehen uns selten. Und wenn, dann tut es einfach gut. Warum?

Ich kann sagen, was ich will und habe keine Angst, ich werde für meine Gedanken verurteilt.

Ich weiß: Egal was ich tue, egal was ich anhabe, egal wie ich aussehe oder mein Umfeld, egal welche Entscheidungen ich treffe, egal wie ich bin - es ist o.k. für meine Schwester. Das ist ein großes Geschenk. Vertrauen. Glück. Entspannung. Und es ist schön zu wissen, das es ihr umgekehrt genauso geht.

Wir verstehen uns ohne Worte. So vieles ist klar und selbstverständlich. Es tut gut, so eine große Schwester zu haben. Halt im Leben.

Drück dich!

Anja

Freitag, 25 April, 2008

Das Grün der Bäume

... beflügelt meine Seele. Dieser Traum aus hellem Grün der frisch geschlüpften Buchenplätter gepaart mit dem dunklen Stamm der Buche. Hm. Das sieht wunderschön aus!

Das Vogelgezwitscher am Morgen.... Einfach Frühling!

Ein schönes Wochenende!

Anja Kolberg

Mittwoch, 23 April, 2008

Seelenzeit

Ich sitze am Schreibtisch und beobachte meine Gedanken:

 

Ich muss dies noch machen... Warum habe ich das noch nicht erledigt... Warum melden die sich nicht? So kann ich nicht weiter... Ich bin zu langsam...

Ich ärgere mich darüber, dass ich mehr Zeit brauche, meine Projekte umzusetzen, als mir lieb ist.

Ich erinnere mich an die Geschichte eines Besuchers, der mit einem Indianervolk auf Wanderschaft ging. Ohne erkennbaren Grund blieben die Indianer unterwegs immer wieder stehen. Auf seine Frage nach dem Warum antworteten sie: "Unser Körper ist schon hier. Aber unsere Seele ist nicht so schnell, sie ist noch nicht angekommen. Sie braucht noch Zeit. Wir warten auf sie."

Diese Erinnerung hilft mir, meine Ansprüche wieder herunter zu schrauben. Ja, mein Verstand kann schnell zu neuen Zielen reisen. Aber ich in meiner ganzen Person brauche einfach Zeit, um wirklich mit all meinen Teilen anzukommen. Meine Seele braucht Zeit!

Ich will die Zeit annehmen, die "es" braucht, um anzukommen. Geduld haben mit mir. Mir bewusst machen, dass die Seelenzeit eine andere ist als die meines Verstandes. Ich blicke auf mein Poster "Die Seele braucht Zeit." und komme herunter von meinem Anspruchsdenken. Besinne mich auf den nächsten kleinen Schritt, der vor mir liegt.

Einen zauberhaften Tag!

Ihre Anja Kolberg

Montag, 21 April, 2008

Endlich Frühling!

Yiepieh! Was für ein tolles Wetter am Sonntag - endlich Frühling!

 

Die Sonnenstrahlen haben sooooo gut getan. Endlich konnte ich draußen im Garten sitzen. Sonne tanken und am Nachmittag wahrhaftig auch auf der Terrasse sitzen und lesen (dort kommt die Sonne immer spät hin). Minu beim Entspannen zuschauen. Das tut so gut, weil ich dabei selbst entspanne.

Gegen Abend wurde die Grillsaison eingeläutet. Hm, das erste Grillfleisch. Die ersten Backofenkartoffeln. Der erste Kräuterquark. Ein Alster in der Sonne. Die Sonne angenehm warm, nicht zu heiß, im Rücken nicht zu kalt. Die Augen beim Kauen genießerisch schließen. Der Bachlauf plätschert. Die Vögel zwitschern. Perfekt. Ein perfekter Sonntag!

So viel Kraft habe ich gestern draußen getankt, dass ich heute früh schon um 7 Uhr aufgewacht und aufgestanden bin. Das ist normalerweise nicht meine Zeit. Was sehe ich am Himmel? Blau! Sonne! Juchu!!!

Ein toller Start in die Woche!

Anja Kolberg

PS: So sieht einer der Tulpensträuße aus, die ich mir auf dem Feld am Donnerstag geschnitten habe. Ist das kein Traum? Eine E-Card habe ich für Sie daraus gemacht.


Freitag, 18 April, 2008

Schönes Wochenende!

Gestern war endlich Frühlingswetter bei uns in Köln. Ich habe den Moment genutzt und einen Ausflug in den Japanischen Garten gemacht. Dort habe ich eine Farnrolle für den Postershop fotographiert. Sieht toll aus. Darauf dürfen Sie sich schon freuen. :o)

Und weil ich schon mal in der Gegend war, bin ich weiter nach Leichlingen gefahren und von dort Richtung Witzfelden. Am Straßenrand ist dort ein Tulpenfeld zum Selberpflücken. Ein traumhaft schöner Anblick. Jetzt habe ich die Freude auch bei mir zu Hause. Das tut gut.

Mir gut tun, das kann ich im Moment gebrauchen. Mir geht es heute nicht besonders, meine Tage machen mir mal wieder zu schaffen. Ich fühle mich bescheiden, tüddelig, müde, schlapp, habe - da bin ich heilfroh - heute nur wenig Schmerzen. Da helfen nur PAUSE, mich selbst betüddeln, nur das nötigste machen. Mir selbst eine gute Mutter sein. Das mache ich heute.

Ein schönes Wochenende!

Anja Kolberg

Montag, 14 April, 2008

"Ich geh' da nicht raus"

... dachte sich eben Minu. Als ich sie rief: "Komm, wir gehen spazieren" lief sie die Treppe runter, an mir vorbei und schnustracks ins andere Körbchen. Dann sah' sie mich vorwurfsvoll an. Und obwohl sie heute früh noch nicht draußen war, hat sie wohl gerochen: Draußen regnet's. Sie hasst Regen.

Heute nützt das nix. Eigentlich müsste ihr das Pipi bis in die Augen stehen. Das ist ihr bei dem Wetter sch....egal. Gassi gehen, Minu!

 

Sie hat sich dann fast schieben lassen. Schnell Pipi gemacht, sich alles andere verkniffen, die Ohren hängen lassen und einen auf "Ich habe KEINEN Bock!" gemacht und sich geweigert, weiter zu gehen. Ich hatte rasch ein Einsehen, schließlich werde ich auch nicht gerne nass. Wir haben dann die riesigen Regenwürmer auf dem Gehweg umschifft. Bin ich froh, dass Minu keinen mit ihren Pfoten getroffen hat. Eklig ist das. Sie hat mal eine tote Schnecke zwischen die Pfoten bekommen und ich durfte anschließend den Glibber minutenlang auswaschen... Hm. Lecker!

Nach dem Spaziergang habe ich mir erst mal 'ne schöne Zeitung, ein Nutella-Brötchen und eine Tasse Kaffee gegönnt. Und ein schönes rotes Holzherz, von dem ich einen Türschmuck gemacht habe. Das alles hat mir richtig gut getan. Irgendwie habe ich heute keine richtige Lust am Arbeiten. Ist nicht schlimm. Dann geht es eben morgen voll-Dampf weiter.

Sonnengrüße aus der Regenstadt

Anja Kolberg

Regentropfen...

... zum Wochenstart. Das schreit nach guter Laune!

Vielleicht mit dem Lied "I'm singing in the rain" von Gene Kelly? [Video bei YouTube.com wird durch den Link geöffnet.) Hm..

Ich hoffe, Sie hatten ein schönes Wochenende. Meines war einfach rund und stimmig. Ich habe einiges im Garten geschafft (nein, die Arbeit hört trotz Umgestaltung nicht auf...), der Postershop ist fast fertig, gerade läuft noch ein letzter Check - und am Sonntag haben wir uns mit Freunden im Bergischen zum Frühstück getroffen. Hm, das war schön! Und während ich hier schreibe, höre ich "I'm singing in the rain". Wissen Sie was? Da macht mir der Regen gar nichts mehr aus! "Komm, Minu: Wir gehen eine Runde Regengassi!" (Supersüß: Sie lässt sich anschließend immer genüsslich mit einem Handtuch trocken reiben. Was für's Frauchenherz.)

Einen schönen Tag!

Ihre Anja Kolberg

Freitag, 11 April, 2008

Glücksgefühle...

... gab es in dieser Woche so einige. Tja, und das bei dem schlechte-Laune-Dienstag. :o)

Zum Beispiel die Reaktionen auf meinen Beitrag, dass ich so gerne "echte" Post bekomme, aber nur noch selten welche im Briefkasten habe. Einer Kundin ging es just am Morgen genau wie mir, las mittags meinen Blog, freute sich über diese Verbindung und am nächsten Morgen hatte ich einen echten Brief von ihr in der Post!  Das sind so besondere Glücksmomente! Ich kann noch einen draufsetzen: Ich habe mir nämlich (heimlich) gewünscht, dass jemand den Beitrag liest und mir einen Brief oder eine Karte schreibt. *Hüpf* Der Wunsch wurde erfüllt!

Ebenfalls Glück empfinde ich beim Gestalten der neuen Poster. Die Postkarten- und Glückwunschkartenmotive werden dafür alle überarbeitet, auch einige Lieblingsmotive aus dem Kalender habe ich aufgenommen. Für manche Postkartentexte habe ich neue Fotos genommen. Vom Meer... Hm, sind die schön. Und während ich die Poster setze, singe ich - zum Beispiel "Like a bridge over troubled water".

Und dann merke ich, wie gut mir diese Arbeit tut... Wie sehr ich darin aufgehe und blühe, innerlich hüpfe!

Mitten im Schaffensprozess habe ich gestern einige neue Frühlings-Ecards für Sie gemacht:

Ein zauberhaftes Frühlingswochenende! Schön, dass Sie da sind!

Ihre Anja Kolberg

Mittwoch, 09 April, 2008

Gut getan...

 

... hat der genehmigte Schlechte-Laune-Vormittag. Denn im Rückblick war es gar nicht mehr. Schon als ich mir erlaubt habe, schlechte Laune zu haben, statt ständig so zu tun, als wäre meine Stimmung super, ging es mir besser. Muss ich mir merken!

Heute weiß ich gar nicht viel zu schreiben. Doch, per Post kam gestern die DVD "Zusammen ist man weniger allein" - der Bestseller verfilmt. Ich bin gespannt, wie der Film ist. Seit Weihnachten haben wir ein DVD-Leihabo bei Amazon (praktisch, weil Flatrate, kein Porto). Und das macht richtig Spaß, weil mein Mann und ich gerne Filme schauen und dank einer langen Wunschliste ist für jeden was dabei. Mal was für uns beide (z.B. "Wo ist Fred?"), mal was nur für meinen Mann (da fällt mir natürlich kein Titel ein) und mal was für's Frauenherz, für mich (z.B. "Die Herbstzeitlosen" - der meinem Mann nachher aber auch gefallen hat).

So, heute mache ich weiter mit meinem Postershop. Einige ausgewählte Postkartenmotive und andere Lieblingsmotive werden Sie künftig als Poster bestellen können. Die Arbeit daran macht richtig Spaß!

Einen schönen Tag!

Anja Kolberg

PS: Bei der Erfüllung meiner Aufgabe am Montag (1/2 Stunde NICHTS tun) bin ich kläglich gescheitert. Maximal 1/4 Stunde habe ich geschafft. *grummel* Dann musste ich weglaufen. Puh, was für eine schwere Aufgabe. Wie Sie sehen, habe ich keine Meditationsroutine. Die Aufgabe gestern war besänftigend für mich: "Einfach mal Ruhe bewahren." Das habe ich geschafft! :o) Und heute? "Ich brauche einfach ein bischen Ruhe. Eine kleine Auszeit vom Alltag. Schau, wie lange es dir gelingt, nichts zu tun." O.k., das schaffe ich.

Dienstag, 08 April, 2008

Tja...

Ein neuer Tag. Hm. Heute früh habe ich Anlaufschwierigkeiten.

Puh, so Tage sind immer mal wieder dabei, ohne dass ich ausmachen kann, woran es liegt. Genau so gut passiert es, dass ich aufstehe und ich fühle mich so energiegeladen, dass ich Bäume ausreißen könnte... Heute nicht. Gestern habe ich so gar nicht geschafft, was ich wollte. Vielleicht ist das der Sahneklecks auf meiner Stimmung.

Ich habe immer die Befürchtung, wenn ich sage: "Heute geht's mir mies." zu hören: "Geht schon wieder vorbei." Das macht mich rasend. Ich weiß es selbst. Aber ich will im hier und jetzt bleiben. Und da habe ich MIESE STIMMUNG! *räusper* Das im Umfeld auszuhalten ist schwer. Wenn mein Bruder mir am Telefon z.B. sagt, er hat schlechte Laune, versuche ich ihn immer aufzumuntern, damit es ihm besser geht. Aber wieso komme ich nicht drarauf, dass es auch gut tut, miese Stimmung zu haben? Ich fühle mich gerade in meiner miesen Stimmung "wohl". Nein, dass ist nicht der richtige Ausdruck. Es ist o.k. und ich weiß, es geht vorbei, aber jetzt ist es so. Ich tue anderen ja nichts, ihnen gegenüber bin ich freundlich. Nur ich in meinem kleinen Kosmos habe für mich miese Stimmung.

Ich sollte öfters mal die Sichtweise wechseln, das gibt schöne Erkenntnisse. Lieber Gott, lass mich anderen künftig bitte ihre miese Laune lassen, so lange sie die nicht über mich stülpen. Ob ich das schaffe?

Ich gehe jetzt erst mal mit Minu 'ne Runde spazieren. Mal sehen, was heute in der Post ist. Wissen Sie, wie selten "echte" Briefe in der Post sind? Mit echten Briefen meine ich handgeschriebene. Zum Geburtstag habe ich immer welche im Briefkasten, aber an 90% wenn nicht 98% der übrigen Tage im Jahr empfange ich nicht solche handgeschriebenen Schätze. Ich bin mir sicher, Ihnen geht es ähnlich. Seit ich 12 bin und in Bayern mit meiner Familie Urlaub auf dem Bauernhof gemacht habe, habe ich eine Brieffreundin. Ja, letztes Jahr hatten wir wohl silbernes Briefjubiläum. :o) Zwar schreiben wir uns im E-Mail-Zeitalter auch Mails, aber echte Briefe, die bekomme ich immer noch am liebsten. Handschrift, schönes Papier, Tinte... Davon sollte es einfach mehr geben!

Was habe ich heute gelernt? Ich erlaube mir heute einen miese-Laune-Tag.

Jetzt geht es mir schon ein bischen besser. Auf Minu, wir gehen spaziiiiiiieren!

Anja Kolberg

Montag, 07 April, 2008

Moin moin...

... einen guten Start in eine neue Woche!

Das war ja ein Wochenende! Samstag hat es hier den ganzen Tag geregnet. Und ich meine ohne Pause. Nachdem ich morgens mit Minu so richtig nass geworden bin und ich keine Lust auf gar nichts hatte, war ich richtig happy über die Antwort meiner Seele auf die Frage des Monats: Ins Bett gehen. :o) Und das habe ich dann auch nach dem Frühstück gemacht. Ich habe vier Stunden geschlafen. Hat das guuuuuut getan. Hm und zum Einschlafen hörte ich dieses beruhigende Regenkonzert auf dem Dach. Gemütlich...

Durch die Extra-Portion Schlaf war ich gewappnet für die Party von unserem Freund Gerwin, der laut Pass 50 wurde, aber wirklich nicht wie 50 aussieht. Überhaupt war die gemeinsame Meinung: Eigentlich sind die 40jährigen von früher die 50jährigen von heute. Heutzutage wirken die 50jährigen viel jünger (ohne OP!). Vielleicht reden wir uns das alles auch nur ein, weil wir auf einmal feststellen: Wir kommen selbst in das Alter, wo wir unsere Eltern als Jugendliche ziemlich alt fanden...

Der Clou der Party war eine Stripperin. Ich habe diese Überraschungen schon im TV gesehen, aber keineswegs live. Was hatten wir einen Spaß! Und das Geburtstagskind kam ganz gut ins Schwitzen. Es hielt sich beständig das Gerücht, wir hätten die hübsche Dame bestellt, was nicht stimmte. Das Gerücht wird sicherlich nie verstummen... :o)

Und gestern hatten Guido und ich endlich mal seit laaaaanger Zeit einen Sonntag ohne Termine. War das ungewohnt. Nachmittags gab's Windbeutel, die ich vom Geburtstagskaffee eingefroren hatte. Obwohl ich sie am morgen aus dem Tiefkühlschlaf geweckt hatte, waren sie nachmittags innen noch immer gefroren. Ein neues Rezept: Eissplitterwindbeutel!

Genug geschnackt, auf geht's in die neue Woche. Mit frischer Energie und Lust!

Übrigens habe ich es am Freitag geschafft, eine Stunde rauszugehen. Ohne Kamera. Ohne was zu lesen. Ohne was zu schreiben. Ohne Hund. Einfach nur ich und ein Spaziergang durch den Stadtwald. Dabei ist mir bewusst geworden, dass ich das schon eine kleine Ewigkeit nicht mehr gemacht habe. Und es hat gut getan. Natürlich bin ich den ganzen Tag um das Thema herumgetänzelt, habe mich statt dessen in die Arbeit gestürzt und so manches liegengebliebene erledigt. Ein gelungener Tag!

Mir gefällt die Frage des Monats. Und bevor es im Tag untergeht: Seele, was brauchst du heute, um froh zu sein? Ruhe. Was meinst du damit? Eine zeitlang nichts tun. Heute Nachmittag. Eine halbe Stunde. (Puh, da muss ich mir den Kopf abstützen. Wieder so eine schwierige Aufgabe. Ich finde es schwer, nichts zu tun! Wahrscheinlich kommt daher die Aufgabe, weil ich es so gut wie nie tue...) "Soll ich dabei etwas bestimmtes tun?" frage ich und merke wie sehr meine Frage die Aufgabe auf den Kopf trifft...

Na dann: Einen schönen Tag!

Anja Kolberg

Freitag, 04 April, 2008

Wahrhaftig geschafft!

Ja, ich hab's gestern gepackt: Ich habe geschrieben. Und nicht nur 2 Seiten - nein 10! Danach war ich körperlich ziemlich verkrampft, daran muss ich noch arbeiten. Und während des Schreibens hätte ich meine innere Perfektionistin am liebsten gefesselt und geknebelt, damit sie mich in Ruhe lässt und nicht anschließend den ganzen Text zerpflückt...

(Jetzt erlaube ich mir mal wieder eine Zeichnung.)

 

Nein, keine Sorge, ich hab's nicht getan. Irgendwie konnte ich sie auch so in Schach halten.

Es ist ein Anfang. Ein weiterer Schritt. Mein Herz sagt in die richtige Richtung. Es hüpft. :o)

Zeit für den Blick auf den Kalender.

Anja: Seele, was brauchst du heute um froh zu sein?
Seele: Eine Pause.
Anja: Eine Pause wovon?
Seele: Von allem.
Anja: Aber ich kann doch nicht einfach eine Pause machen, wo ich doch hier so viel zu tun habe!!!
Seele: Wieso nicht?
Anja: Das geht doch nicht. Es gehört sich nicht. Ich will nicht als faul dastehen.
Seele: Du und faul? Hör auf, Anja. Du weißt genau, dass es nicht stimmt.
Anja: Ja, aber ich war doch diese Woche schon im Japanischen Garten.
Seele: Na und?
Anja: Was soll ich den für eine Pause machen?
Seele: Geh spazieren.
Anja: Näh! Ich gehe jeden Morgen mit Minu spazieren. Ich habe darauf jetzt echt keinen Bock!
Seele: Dann schlag was anderes vor.
Anja: Mir fällt nix ein. Weiter arbeiten?
Seele: ANJA!
Anja: Also, ich versuche es mal anders: Liebe Seele, welche Pause wünschst du dir heute, damit du froh bist?
Seele: Ich möchte eine zeitlang draußen sein. Das kann im Garten sein.
Anja: Und wenn es regnet?
Seele: Das ist mir egal.
Anja: Und diese Pause würde dir reichen, um froh zu sein? Eine Stunde z.B.?
Seele: Nickt. Ja, würde mir reichen.
Anja: Dann muss ich also nicht den ganzen Tag nichts tun?
Seele: Nein, musst du nicht.
Anja: Soll ich in der Zeit draußen etwas machen?
Seele: Nein, einfach da sitzen und die Natur beobachten. Du kannst überall hinfahren und einfach die Natur beobachten. Das macht mich froh.
Anja: Seufz. Buh, das ist eine schwere Aufgabe. Arbeiten ist leichter. Mich beschäftigen mit anderen Sachen ist leichter, als diese Pause zu machen.
Seele: Ich weiß.

Puh, da merke ich wieder mal, dass die Beschäftigung mit dem eigenen Ich eine ganz schöne Herausforderung sein kann. Nun, gestern habe ich es auch geschafft, heute werde ich es auch schaffen. Irgendwie...

Ganz liebe Grüße aus Köln

Anja Kolberg

Donnerstag, 03 April, 2008

Konzentration!

Verflixt! Ich nehme mir bestimmte Sachen vor und tue sie nicht. Warum? Weil ich mich von 1000 scheinbar wichtigeren (dringenderen) und interessanteren Sachen ablenken lasse. Und jetzt gerade ärgere ich mich über mich selbst, dass ich mich nicht konzentriere.

Also beschwöre ich mich selbst: Konzentriere dich, Anja! Konzentriere dich auf einen einzigen Punkt, den du heute noch unbedingt fertig machen willst. Was ist das?

Die Umsatzsteuer? Ich sehe mich mit dem Kopf schütteln.
Den Postershop? Wieder Kopfschütteln. (Obwohl ich daran schon einige Zeit arbeite...)
Schreiben? Ganz heftiges inneres Nicken. "Endlich! Das hat aber auch gedauert."

Zur Erklärung: Heute früh sagte mein Inneres auf die Kalenderfrage "Schreiben". Und was mache ich? Ich beschäftige mich fast schon wissenschaftlich mit dem Thema und recherchiere wie blöde, statt einfach anzufangen. Nein, blos erst mal ablenken vom Thema. Mit dem Ergebnis, dass wir jetzt fast 17 Uhr haben und ich weder den Postershop fertig habe, noch die Umsatzsteuer, noch mit dem Schreiben angefangen habe.

Ja, Sie haben ja Recht: Ich schreibe ja gerade. Hier im Blog. Aber ich meinte etwas anderes.

Schluss mit dem Jammern. Ich werde zu diesem Text jetzt keine Zeichnung mehr machen, das fordert wieder Zeit, obwohl mir was lustiges im Kopf dazu rumschwirrt. Ich werde jetzt das Schreibprogramm öffnen und mindestens 2 Seiten schreiben. Punkt.

*Knirsch*

Ich schaffe das!

Ihre Anja Kolberg

Dienstag, 01 April, 2008

April April - der macht...

... was er will. Mein Rückschluss: Ich mache auch, was ich will. Zumindest fange ich mal diesen Monat damit an.

Letzte Woche war ich völlig zu Unrecht auf meinen Göttergatten sauer. Er wollte 'ne Pizza bestellen und ich nicht. Ihm zu Gefallen habe ich zugestimmt, was zur Folge hatte, dass ich ziemlich angesäuert war. Die Pizza schmeckte mir nicht wirklich... Als er wissen wollte, was los ist und ich es ihm sagte, konnte er nicht verstehen, warum ich denn nicht für das, was ich wollte, gekämpft hätte. So wichtig wäre ihm das mit der Pizza gar nicht gewesen, es wäre für ihn auch o.k. gewesen, wenn wir irgendetwas gekocht hätten. Er forderte mich eindringlich dazu auf, das nächste Mal für das zu kämpfen, was ich haben will.

Das gefällt mir. Und nehme es mir als Motto für diesen Monat: Kämpfen für das, was ich haben will. Nein, damit meine ich nicht das Essensthema am Abend. Es gibt so manches, wo ich nicht wirklich tue, was ich will. Weil ich - wahrscheinlich ohne dass es sein muss - Rücksicht auf andere nehme. Ich will diesen Monat versuchen, nur bei mir zu bleiben. Auch wenn ich Gegenwind spüre. Auch wenn ich die einzige bin, die das will. Auch wenn es Umstände macht. Auch wenn ich damit rechnen muss, dass jemand sauer auf mich ist... Nicht für mein Gegenüber denken, wie es ihm/ihr damit gehen könnte. Jedem sein eigenes lassen. Jeder achtet auf sich selbst. Und ich achte auf mich und stehe für mich ein.

"Einfach" (was für ein un/passendes Wort, denn spontan finde ich es Null einfach, aber ich kann es mir ja "Einfach-Denken") machen, was ich will!

Und der Monat April und das Kalenderblatt des Tischkalenders 2008 helfen mir dabei:

Denn darauf steht: "Was braucht deine Seele heute, um froh zu sein?" Jeden Morgen, stelle ich gerade fest, werde ich so an mein Motto für diesen Monat erinnert. Was brauche ICH, mein Innerstes heute, um froh zu sein? Das gefällt mir. Ich freue mich wie sehr das Kalenderblatt zu meinem heutigen Blogbeitrag passt. Es hat sich einfach entwickelt! Schön!!!

Wobei ich anmerken möchte und das werde ich diesen Monat auch so handhaben: Eigentlich war das Kalenderblatt dafür gedacht, jeden Morgen in mich hineinzuhorchen, was ich brauche. Was sind meine Bedürfnisse? Mich fragen. Und die Antwort lautet heute auf diese Frage: Fotographieren! Das macht meine Seele heute froh! O.k., das werde ich tun, habe ich schon länger nicht mehr einfach so gemacht...

Anja Kolberg

Montag, 31 März, 2008

Geburtstagsfeier-Woche geht zu Ende

Wow! Das war eine Feierwoche so ganz nach meinem Geschmack. Ostermontag war meine Familie hier und dann über die Woche verteilt waren Freundinnen zum Kaffee eingeladen. Schön, weil wir so genügend Zeit zum Quatschen hatten. Gestern waren Martina und Babsi da, meine "ältesten" - nein wie schreibt man - langjährigsten - genau das ist es, denn alt sind die nicht - Freundinnen.

Letztes Jahr konnten wir auf der Terrasse in der Sonne sitzen, dafür hat es dieses Jahr nicht gereicht. Aber für selbstgemachte Windbeutel. Boah, waren die lecker!

[Rezept - Ich habe davon 9 große gemacht]

Anja Kolberg

Hungriger Gartenbewohner

Vor einer Woche pflanzte ich rosarote Bellis in die Holzkästen auf unserer Terrasse. Wow, sah das schön aus. So richtig nach Frühling!

[Foto: So schön können Bellis aussehen... Bild vom Fensterkasten, da kamen die Räuber (noch?) nicht hin...]

Mehr als erstaunt musste ich am nächsten Tag schon feststellen, dass nur noch das Grün der Blume im Bett glänzte. Auf dem Stil war keine Blume mehr! Und das nicht nur eine, es waren mindestens 36 Blüten - gewesen. !SCHNIEF!

Jetzt frage ich mich: Wer war's? Das Eichhörnchen? Oder gar die Maus? Wider Erwarten ist die Maus nicht durch die Gartenarbeiten von dannen gezogen, abends habe ich sie wieder durch die Beete huschen sehen. Jetzt ist aber langsam klar: Die Maus muss weg! Keine Sorge: Per Lebendfalle. Ich muss nur einen lauen Abend abwarten, nicht dass wir wieder lebensrettende Maßnahmen durchführen müssen wie letzten Herbst. :o)

Ich gönne den Gartenbewohnern ja den Gaumenschmaus. Aber ärgerlich ist es schon!

Vielleicht lacht sich das Eichhörnchen jetzt ins Fäustchen: Hihi, die Maus wird zur Verantwortung gezogen. Mich kriegt ihr nicht und ICH fresse eure Blumen weiter!

Die ratlose und trotzdem glückliche Gartenfee

Anja Kolberg

Freitag, 28 März, 2008

Sonnenschein!


Endlich Sonne! Und dazu steht auch noch das Wochenende vor der Tür! Das ist superschön, war doch das Wetter die letzten Tage ziemlich drückend und trist.

Was so eine Wetteränderung alles bewirken kann!

Schönes Wochenende!

Anja Kolberg

Mittwoch, 26 März, 2008

Ich bekomme ein Gefühl für mich

Seit dem ich im Blog dazu aufgerufen habe, dass Sie mir schreiben, freue ich mich fast täglich über Ihre Rückmeldungen. Das sind wunderschöne Geschenke.

Warum? Weil ich ein Gefühl für mich bekomme. Ein Gefühl, wie ich - denn ich stecke ja in diesem Blog - bei Ihnen ankomme. Wie meine Texte ankommen, meine Gefühle, meine Ideen. Was ich besonders gut kann. Was mein Schreiben bei Ihnen auslöst.

Das ist wunderbar. Es ist, als würde ein Haus von außen verputzt. Es steht schon länger da. Ist stabil. Trocken. Gibt den Bewohnern Schutz und Lebensraum. Und durch Ihr Feedback bekommt es eine Außenfassade.

Das fühlt sich gut an. Tut mir gut. Macht mich schöner. Weil ich höre: Ich bin schön. Das, was ich von mir zeige, hat eine Wirkung.

Es ist wie eine Wohlfühldusche für mein Selbstbewusstsein. Ich werde durch die Außensicht von Ihnen meiner Selbst bewusst. Das ist einfach toll! Ich fühle mich mehr. Bin sicherer. Fühle mich noch wohler.

Was kann es schöneres geben?

Anja Kolberg

Dienstag, 25 März, 2008

Schneeparty!

Weiße Grüße aus Köln!

 

Gestern hat es wahrhaftig geschneit. Und dass hier in Köln. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass an meinem Geburtstag schon mal Schnee gelegen hat. Vielleicht fehlt es mir aber auch an Erinnerungsvermögen, mit 38 sollte das zwar noch nicht anfangen, aber...

Auch heute früh liegt Frischgeschneites in unserem Garten. Minu hat daran eine wahre Freude. Mit ihrer Schnauze geht sie wie ein Schneeschieber über den Boden, um dann genußvoll in den großen Haufen vor ihr zu beißen. Überhaupt ist sie im Schnee ausgelassen, hüpft, springt und freut sich unbändig. Gleich gehen wir wieder unsere Runde. Bin gespannt, was sie macht.

Die Geburtstagsparty konnte aufgrund des Wetters nicht im Garten stattfinden, aber meine Nichte Jule konnte im Garten Eier suchen - da hatte sie große Freude dran. Vor lauter Aufregung merkte sie gar nicht, dass ihr Vater am anderen Ende des Gartens wieder anfing, die Eier zu verstecken, die sie gerade gesammelt hatte... Für einen Tag noch mal Kind sein - das wär's!

Der Nachmittag war herrlich. Erst hatte ich die Befürchtung, dass meine Familie nicht aus dem Bergischen kommen konnte, weil es da ja immer x mal mehr schneit. Das Radrennen "Rund um Köln", das auch durch das Bergische führt, ist schließlich abgesagt worden. Doch die Straßen waren frei, sie konnten kommen.

Das war mal wieder ein richtig schönes Geburtstagsfest so ganz nach meinem Geschmack. 15 Menschen beglückten mich. Das hat so richtig gut getan. Ich revanchierte mich mit Brownies (göttlich lecker - es musste was schokoladiges sein), Blaubeermuffins, einer göttlich leckeren Himbeerplatte (Rezept steht nicht im Netz) und Schnittchen für alle nicht süßen. Meine Mama brachte noch eine Käse-Sahne-Torte mit. Hm... genau nach meinem Geschmack!

So wild kann der Tisch dann bei mir aussehen...

Der Nachmittag war viel zu schnell vorbei. Ich hatte wieder mal das Gefühl nicht so viel Zeit für jeden einzelnen Gast zu haben wie ich haben wollte. Es war trotzdem schön...

Diese Woche freue ich mich auf einige Einladungen mit Freundinnen, die ich auf die ganze Woche verteilt habe, um genügend Zeit zu quatschen zu haben. Seit gestern Abend nieße ich. Bitte keine Erkältung!

Grüße von der Schneeburg

Anja Kolberg

PS: Ich musste einfach noch ein paar Schnee-Ecards wieder ins Netz stellen. Wer hätte das gedacht? War letztes Jahr Ostern nicht Sommerwetter?

 

Donnerstag, 20 März, 2008

Ich mag mich...

... auch in großen Größen. Das merke ich beim Betrachten der Fotos. :o) Bei meinem Kurzurlaub im Bergischen verbrachte ich einen Nachmittag mit meinem Bruder Jens im Park. Dabei machte er neue Aufnamen von mir. Ich wollte endlich mal welche haben, wo man meine grauen Strähnen sieht und dass ich meine Haare wieder länger trage...

Das hat Spaß gemacht!

Unter dem Thema "Anja Kolberg" können Sie mehr Bilder von mir sehen.

Fotographiert werden tut gut!

Anja Kolberg

Frühling!

Heute ist astronomischer Frühlingsbeginn! Meine Lieblingsjahreszeit beginnt.

Die ersten neuen Blätter auf den Bäumen, das helle Grün der ersten Stauden im Garten, bald blühen unsere Kirschbäume. Alles regt und verändert sich.

Aufbruchstimmung. Diese Zeit entspricht so sehr meinem Wesen, ich fühle mich wie ein Fisch im Wasser! Und genau in diese Zeit passt das wunderbare Grün an den Wänden in meinem Büro, auf das ich gerade schaue. Mir geht es richtig gut!

Schönes Osterwochenende!

Anja Kolberg

Mittwoch, 19 März, 2008

Der Garten ist fertig!

Richtig schön ist er geworden! Ich könnte ständig am Fenster hinaus schauen. Herrlich!

Gestern Mittag war nach fünf Gartentagen der Abschluss. Zeit für Fotos:

Das fast komplette Gartenteam von rechts:

  • Der Garten- und Landschaftsbauer David Hennen, der für die Umsetzung des Plans in die Praxis zuständig war. Es hat Spaß gemacht, mit ihm zusammen zu arbeiten und von seinem Fachwissen zu profitieren.
  • Gartenarchitekt Bernd Franzen plante den Garten. Er hat es verstanden aus all meinen Wünschen die herauszuziehen, die im Rahmen des Gewinns umsetzbar waren. Ich bin einfach begeistert.
  • Mein Schwiegervater Günther Kolberg half die ganze Woche unermüdlich mit. Als Renter fängt das Leben noch mal ganz neu an!
  • Und dann sehen Sie noch mich. Ich bin einfach glücklich.
  • Auf dem Bild fehlen mein Mann Guido und unsere Minu, die natürlich auch kräftig geholfen haben.

Wir danken Felix Krause von hauptsache-garten. Das Internetportal für Gartenfreunde hatte letztes Jahr diesen Preis ausgeschrieben. Und ich war die glückliche Gewinnerin!

Jetzt kann der Frühling kommen. Ich freue mich auf unzählige schöne Stunden im neuen Garten!

Anja Kolberg

PS: So sah der Garten letztes Jahr im Frühling vor der Umgestaltung aus.

Montag, 17 März, 2008

Jammern tut gut!

Geschehen letzte Woche Donnerstag in unserem Garten: Mein Mann und ich schafften am späten Nachmittag 1.6 Tonnen Kies für Bachlauf und Teich vom Anhänger treppauf ins Haus trepprunter in den Garten. Da wir keinen Zugang zum Garten haben, blieb gar nichts anderes übrig, als ihn mit Eimern zu tragen. Eine Schubkarre wäre wegen der steilen und engen Treppe schwieriger gewesen.

Als ich den riesigen Haufen auf dem Anhänger gesehen habe, dachte ich: "Oh Gott. Das schaffen wir nie." Meinen Schwiegervater hatten wir, weil nichts zu tun war, mittags nach Hause geschickt. Jetzt wollte mein Mann nicht gleich wieder anrufen. "Wir schaffen das." sagte er zu mir.

Leider habe ich die Eimer nicht zwischendurch mal auf die Waage gestellt, aber an jeder Hand einer, das war schon heftig schwer (obwohl natürlich für mich nicht ganz voll). Ich hatte Schmerzen in den Knien, in den Handgelenken, Armen, Oberschenkeln. Und als wir 3/4 geschafft hatten, mir alles weh tat und ich dachte: 'Das schaffen wir nicht mehr.' hielt das Auto meines Schwiegervaters an. "Warum ruft ihr nicht an?" - er packte gleich mit an und ruck zuck war der restliche Anhänger leer. Ich habe nur noch die Arme in die Luft geschmissen! Nachher sagte mein Schwiegervater zu mir: "Du hattest wirklich Glück, dass Stau war, deswegen bin ich ein Bogen über Junkersdorf gefahren und wäre sonst nicht zufällig vorbei gekommen." Danke Himmel! Auch mit dem Wetter hatten wir die ganze Woche entgegen der Wettervorhersage Superglück. Der Himmel will, dass es klappt! Danke!

Freitag stand dann pflanzen, den Bachlauf verschönern und Rollrasen verlegen auf dem Plan. Der Garten ist jetzt fast fertig und sieht so aus:
 

Ist doch ein Traum, oder? Der Holzsteg ist fertig, die Pflanzen haben ihren Platz gefunden, der Bachlauf plättschert, die ersten Vögel haben am Teichrand gebadet. Hm, herrlich. Morgen steht nochmal ein Tag Arbeit an, dann haben wir es geschafft! Wahnsinn, was man alles in gut einer Woche mit einem guten Team schaffen kann!

Ich wollte hier aber eigentlich übers Jammern schreiben und das ist stark mit dem Garten verknüpft. Am Donnerstag und Freitag Abend hatten mein Mann und ich gehörig Schmerzen. Das führt dann zu lautem Aufstöhnen und Jammern beim Aufstehen und Bewegen. Und nicht dass Sie denken, ich habe mehr geheult als mein Mann, weil ich die körperliche Arbeit nicht gewohnt bin. Als Außenstehende denkt man vielleicht "stellt euch nicht so an" und will schnell darüber hinweg gehen und auf die schönen Ergebnisse schauen. Aber auch die Schmerzseite gehört zur Gartenarbeit dazu. Vielleicht ist es wie der Geburtsschmerz für den neuen Garten. (Was für eine Idee...) Ehrlich gesagt: Es tut gut! Ja, jammern tut gut. Und ich selbst konnte aufgrund der Schmerzen auch gar nicht anders (Rücken. Knie. Füße.), als meinen Schmerz kund tun. Und was soll ich sagen? Samstag waren wir beide wieder topfit! Jammern heilt Schmerzen? Das wäre doch was!

Herzlich aus Gartenhausen
Anja Kolberg

Mittwoch, 12 März, 2008

Ist da draußen jemand?

Hallo! Hier Anja Kolberg. Köln. Ich schreibe hier auf der Webseite so viel über mich, Sie wissen mehr über mich als ich über Sie. Sie wissen, dass ich da bin - aber ich weiß nicht, dass Sie da sind.

Ich fänd's super, wenn Sie mir eine Mail schicken und mir was über sich erzählen und warum Sie meinen Blog lesen und vielleicht auch wie oft. (Mir reicht schon ein Satz: "Hallo, ich bin Petra Müller und ich lese Ihren Blog, weil...")

Schreiben Sie mir - meine Mailadresse ak@anjakolberg.de. Ich möchte, dass mein E-Mail-Fach an allen Ecken knackt und kracht, weil soooooooooo viele Mails reingekommen sind. Mails von Leserinnen und Lesern, egal ob ich Sie schon kenne oder nicht. Jede einzelne, jeder einzelne - ist für mich wichtig! Ich brauche einen Motivationsschub!

(Klicken Sie hier, dann öffnet sich eine Mail)

Schlammstiefelchen

Die neuste Mode für Hunde im Hause Kolberg? Schlammstiefelchen! Minu wollte gestern Abend noch mal raus in den Garten. Darauf hatte es das erste Mal seit 2 Tagen (wir haben so ein Glück mit dem Wetter) geregnet. Ergebnis: Schlammwüste. Minu ist dadurch gestapft, nicht ohne vorher ein Bein in der Luft zu halten. Ja, es war nass. (Mag sie gar nicht.)

Als sie dann wieder reintapste, trug sie superschicke Schlammstiefelchen!

Leider war keine Möglichkeit, ein Foto von diesem süßen Bild zu machen, da Frauchen schleunigst eine Schüssel für die Pfotenwaschung holte. Der Gedanke, diese Tatzen im ganzen Haus...

Minu hat die Prozedur brav über sich ergehen lassen. Allerdings entwischte eine Pfote beim Waschen und sie hatte nichts besseres zu tun, als diese gehörig - natürlich als sie noch voll Schlamm war - auszuschütteln. Die Wand hinter ihr? Sehenswert!

Gruß aus Stiefelhausen

Anja Kolberg

Ein Päuschen machen, wenn...

... es nicht so richtig rund läuft. Wie heute zum Beispiel. Im Garten ist Pause. Gestern und vorgestern haben wir erfolgreich gearbeitet. Ich spüre jede einzelne Faser, jeden Knochen meines Körpers. Harken, schüppen, Steine tragen bin ich eben als Schreibtischtäterin einfach nicht gewohnt. Beruhigend fand ich, dass selbst mein Mann, der ja als Schornsteinfeger einen körperlich sehr anstrengenden Job hat, nach dieser Gartenarbeit seinen Körper schmerzlich fühlt...

Als der Landschaftsbauer gestern sagte, er würde Donnerstag wiederkommen, dachte ich zuerst: Prima - dann kann ich ja morgen im Büro so einiges zaubern. Hab' ich auch, aber an die dicken Aufgaben mach' ich mich nicht ran. Mir ist grad noch mal klar geworden: Warum auch, Anja? Du hast körperlich zwei Tage hart gearbeitet. Mach' heute einfach mal halblang. Morgen geht es ja schon im Garten weiter.

Schwere Aufgabe, aber ich versuch's. Manchmal ist nichts schwerer, als halblang zu machen. Ohne schlechtes Gewissen.

Übrigens: Der Garten wird ein Traum! Ich bin ganz verliebt und könnte die ganze Zeit am Fenster sitzen und rausschauen. So weit sind wir schon:

Die Rasenkante ist gesetzt, das ist der Bogen im rechten Bereich. Links das Hochbeet ist vorbereitet. Der Teich ist ausgehoben und der Aushub auf dem alten Rasen verteilt. Der Unterbau für den Steg ist gemacht und die Staustufen für den Bachlauf angelegt. Gartenbau - das ist ein Knochenjob! Und ich bin so froh, dass ich Hilfe habe von einem Gartenarchitekten, einem Landschaftsbauer und meinem Schwiegervater, der unermüdlich hilft und natürlich meinem Mann. Der Garten sieht jetzt schon super aus. Nicht, dass unser Garten vorher schäbig war, er war einfach schön, aber jetzt hat er System und es war wichtig, dass Bachlauf und Teich verlegt werden. Sie lagen zu stark in der Sonne und das Verhältnis von Bachlauf und Teich stimmte nicht. Ergebnis: vielen Algen. Und es ist einfach toll, wenn Fachleute das sind. Sie verstehen was von ihrem Geschäft. Alleine diese Rasenkante - der geschwungene Bogen. Das sieht soooooo toll aus! Ist das schön!

Jetzt lecke ich mal weiter meine Wunden.

Anja Kolberg

Blöde Ansprüche

Ich bin super darin, mir selbst ein Beinchen zu stellen. Zum Beispiel dann, wenn es darum geht, in einem Bereich weiterzukommen, der mir liegt und leicht fällt und bei dem ich innerlich spüre: Das ist mein Weg.

Wo das so ist? Beim Schreiben. Ich scheitere an meinen Ansprüchen. An dem Erwartungsdruck, den ich mir selbst aufbaue. Oder ich finde das, was ich mache, banal: 'Das kann doch jeder. Ich schreib' doch nur. Was ist daran besonderes?'

Oder ich bleibe vor der Angsthürde stecken. Ich habe Angst, dass jemand sagt: "Du meinst, du kannst das? Ist ja lächerlich! Ich kann das. Aber du? Biilde dir nichts ein."

Heute ist ein doofer Tag, an dem meine Ansprüche fühlbar groß sind und es mir wirklich was ausmacht, dass ich nicht das tue, nicht damit mein Geld verdiene, was sich innerlich richtig anfühlt. Bäääääh! Los, geht weg, ihr doofen Gedanken! Haut aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaab!

Anja Kolberg

Samstag, 08 März, 2008

Zurück aus der frischen Landluft

Hallo da draußen! Ich bin aus dem Bergischen zurück - einige Tage Auszeit, die mir so richtig gut getan haben. Zum Bloggen bin ich nicht gekommen. Langeweile Fehlanzeige.

Meine Mutter hat ja meinen alten Laptop erhalten. Und da sie so gut wie keine Erfahrung mit dem Computer hat, haben wir ein kleines Büro in der Küche eingerichtet: Meine Mutter und ich jede am eigenen Laptop und meine Oma hat dazu Pillekuchen mit Tomatensalat gekocht. (Mein Liiiiiiiiiiiiiieblingsessen. Hm, lecker!) Dann gab es kleine Übungseinheiten, jetzt klappt es schon richtig gut. Meine Oma konnte meiner Mutter als erfahrene Computernutzerin auch hier und da helfen. Auf dem nächsten Foto sehen Sie meine Oma mit dem köööööööstlichen Pillekuchen:

Die Tage sind so schnell vorbei gezogen. Ich habe mich gut erholt, das spüre ich richtig. Nach dem Frühstück bin ich immer mit Minu über die Wiese und durch den Wald spazieren gegangen. Herrlich frische Luft - o.k. bei Nachbars Silohaufen durfte ich nicht tief einatmen. Einen Morgen hatte es geschneit. Dazu strahlend blauer Himmel. Die Vögel zwitscherten. Hmmmm. Das liebe ich am Landleben. Auf unserem Spaziergang haben Minu und ich Rehe beobachtet, Spuren von Wildschweinen gesichtet und drei großen Hasen beim Fangenspielen im Wald zugeschaut.

Das ist pures Bergisches Land, wie ich es mag. So eine Woche zu Hause ist was feines. Die Familie besuchen. Viel quatschen. Menschen wiedersehen, die ich seeeeehr lieb habe. Verwöhnt werden. Arbeiten Hand in Hand. Halma spielen. Meine Schwester im Labor besuchen. Von meinem Bruder im Park fotographiert werden und nachher Schokocappuccino und Puddingteilchen essen. Meinen Papa gaaaanz feste drücken. Scheinbar unendliche viele Fotos meiner Mutter sichten, löschen, sichern. Abends die Jogginghose und selbstgestrickte Socken (von Oma) anziehen und störende Dinge ausziehen (den BH zum Beispiel). Dann den Abend genießen - zum Beispiel mit "Kohlliesels Töchter" und Schokolade. Den elektronischen Bilderrahmen von Oma mit neuen Fotos bestücken. Minu beim Schnarchen zuhören. Die Zwillingsschwester meiner Mama endlich wiedersehen. Viel lachen. Bei Tante und Onkel im Bett schlafen und dabei Fernseh schauen. Die Hühner und Enten rauslassen. Die Stille genießen. Einfach da sein und die Wanduhr ticken hören. So eine Zeit zu Hause tut unheimlich gut und ist unendlich kostbare Zeit!

Winkewinke nach Hause!

Anja

Hubschrauber vor der Türe

High Noon in Junkersdorf. Staub wirbelt auf. Ohrenbetäubender Lärm. Über unseren Köpfen steht ein Hubschrauber in der Luft. Warum fliegt er nicht weg?

Der Krach wird immer lauter, der Staub wird wie bei einem starken Wirbelsturm immer stärker aufgewirbelt. Steinchen wirbeln gegen die Fenster. Ich traue meinen Augen kaum: Der Hubschrauber kommt immer tiefer, die Rotorblätter kommen der Hecke des Nachbarn gegenüber bedrohlich nahe, dann landet er fast vor unserer Türe auf dem Kirchweg!

 

Es ist die Deutsche Luftrettung. Ein Polizeiwagen bringt das Rettungsteam fort. Für 20 Minuten geht auf dem Kirchweg nichts mehr. Dann startet der Pilot - ohne das Team.

Das war ein Ereignis! Dem/r Verletzten alles Gute!

Anja Kolberg

Samstag, 01 März, 2008

Startschuss für den Frühlingsmonat

Ich liebe den März! Mein Liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieblingsmonat!

Heute konnte ich das neue Kalenderblatt nach vorne stellen. Ein neuer Monat hat für mich so etwas frisches, unbekümmertes und ich schaue innerlich mit Neugier nach vorne, was mich denn diesen Monat so erwarten wird...

Auf dem Kalenderblatt spielt meine kleine Freundin auf einer wunderschönen Frühlingswiese mit Ihnen verstecken. Sie ist ganz aufgeregt wegen der vielen bunten Blumen und überall duftet es so wundervoll nach Frühling!

Viele neue E-Cards habe ich eingestellt. Viel Freude beim Verschicken!

Wir haben heute den Garten trotz Sturm "Emma" klar Schiff gemacht. Zwar hat der Wind diese Nacht unsere Gartenbank einmal durch den Garten geschoben und eine Holzplanke daraus gelöst, aber sonst keine Schäden. Jetzt sieht der Garten wie eine riesige Schlammlandschaft aus. Schön! Man müsste ein Schweinchen sein. Das hätte seine Freude! :o)

Ganz herzliche Grüße und einen guten Start in den neuen Monat!

Ihre Anja Kolberg

PS: Den Kalender können Sie hier noch bestellen.

Freitag, 29 Februar, 2008

Wochenende!!!

Ich freue mich auf das bevorstehende Wochenende! Nicht, weil ich super Sonnenschein erwarte (hier regnet es gerade). Nein, einfach so. Morgen kommt mein Schwiegervater und hilft uns, den Bachlauf und den Teich zurückzubauen, damit das Feld frei für die Gartenarbeiter ist (unser Garten ist nicht sonderlich groß), hoffentlich bleiben wir nicht im Matsch stecken. Am Montag, als ich die Pflanzen ausgemacht habe, war ich plötzlich auf der Terrasse 10 cm größer, so viel Lehm klebte unter meinen Schuhen... :o)

Dass man bei so einer Aktion auch Opfer bringen muss, habe ich inzwischen auch gemerkt: Zwei Stauden sind mir durch die Lappen gegangen. Ein tränendes Herz, das letztes Jahr schon so schön groß gewesen war und eine Schlüsselblume. Aber das kann ich verkraften, vielleicht hätten sie sowieso nicht in den anders gestalteten Garten gepasst. Schließlich bekomme ich dafür ja etwas schönes. Hoffe ich doch...

Jetzt weiß ich auch, warum ich so supergute Laune habe. Nächste Woche, nächste Woche da fahre ich nach Hause! Meine Familie besuchen und ein paar Tage bei Oma schlafen. Ich freue mich, ich freue mich. Hüpf. Hüpf. Hüpf. Und da wir einen neuen Laptop haben, auf dem ich gerade schreibe, kann ich von dort auch Kontakt zu Außenwelt halten. Ebenso, wie es mir in Köln möglich ist. Das mobile Büro ist auch bei mir angekommen. Mein Mann hat sich ganz schön ins Zeug gelegt, dass ich vom Laptop aus Mails abrufen kann und Bestellungen und... Vielleicht besuche ich mein virtuelles Büro doch nicht, falls ich von chronischer Unlust befallen werde, weil ich gerade draußen fotographieren will oder meine Schwester besuchen *drück* oder meinen Bruder *drück* oder meinen Papa *drück* oder mit Oma und Mama quatschen oder oder oder... *freu*

Meine Mama freut sie wie Bolle auf meinen bisherigen Laptop. Der ist schon ziemlich alt, aber zum Schreiben wunderbar geeignet. Bisher habe ich darauf geschrieben, jetzt macht es meine Mama. Ich bin gespannt, was diese neue Möglichkeit ihr alles entlockt.

Schönes Wochenende - genießen Sie die freien Stunden

Anja Kolberg

Mittwoch, 27 Februar, 2008

Frühlingsmärchen für die Seele

Ein kleines Märchen für alle, die ihrer Seele etwas gutes tun möchten. Einen Moment die Zeit anhalten und entspannen!

Ein Bienenschwarm summt aus dem Himmel hinab und schenkt dir einen Korb voll köstlichem Honig. Der süße Geschmack ist bald auf deinen Lippen, du gönnst dir ein Bad in dieser Freude. Deine Haut wird samtig weich, dein Bauch von innen ganz wohlig warm, deine Seele lächelt ruhig und voller Vertrauen und Zuversicht. Wissend, du bist auf dem richtigen Weg.

Nach dem Bad kommt eine ganze Vogelschar herbei und hüllt dich in ein samtweiches Tuch. Die Farben stärken dein Bewusstsein und lassen deine Seele hüpfen. Du schließt nach diesem Farbbad genussvoll deine Augen und schwelgst im Reichtum der Natur.

Kleine Waldgeister kommen zu dir und kuscheln sich an dich, kneten dir mit ihren kleinen, flinken Händen den Rücken. Massieren deine Füße. Flechten dein Haar in 1000 wunderschöne Zöpfe. Zieren sie mit Blüten und Blättern.

Du fühlst deine Schönheit.

Ganz sanft gehst du über ein Moosbett. Es kitzelt ein wenig an den Füßen, dich begleitet ein großes weißes Ross. Hm, wie es duftet. Welche Kraft es ausstrahlt. Du spürst diese Kraft in dir bis in die kleinste Pore, bis in den kleinsten Muskel deines Körpers.

Ihr erreicht einen großen, alten Baum. Vor seinen Füßen lässt du dich nieder. Du beobachtest den erwachenden Frühling der Natur um dich herum. Du spürst die Kraft und die tief verwurzelte Sicherheit des Baumes in deinem Rücken. Du spürst die Energie, die jetzt auch dich ganz mit der Erdkraft verbindet.

Über dir raschelt es. Zwei Eichhörnchen springen den Baumstamm hinab. Von oben fliegt eine Nuss herab - mitten auf deinem Kopf landet sie. Knack. Sie fällt dir in den Schoß und ist schon geöffnet. Hm, wie sie schmeckt. Die Eichhörnchen holen noch weitere Leckereien hervor und gemeinsam haltet ihr ein köstliches Mal.

Du fühlst dich verbunden mit der Natur. Du bist sicher. Alles ist gut. Alles war gut. Alles wird gut sein.

Von Herzen!

Anja Kolberg

Das Nutzen der Inhalte außerhalb dieser Webseite erlaube ich nur nach vorheriger Vereinbarung. Wenn Sie auf diesen Beitrag hinweisen möchten, nutzen Sie diesen Link: http://www.frauencoaching.de/archives/2008/02/entry_2346.html

Montag, 25 Februar, 2008

Geschafft!

 

Ich bin stolz: Die Pflanzen sind bis auf einige große, die wir am Samstag bewegen werden, ausgemacht! Jetzt hab' ich zwar "Rücken" und bin unendlich müde (so ein schönes "müde-Gefühl" von körperlicher Anstrengung), aber heilfroh, dass ich das meiste geschafft hab! Yeah!

Der Sonnentag draußen hat mir richtig gut getan. Herrlich, ich liebe diese Zeit, wenn alles aus der Erde hinausschaut und wachsen will. So wie ich selbst auch. :o)

Schönen Feierabend!

Anja Kolberg

Gartengrün + Frühlingserwachen

Huhu da draußen! Ich werkle gerade in unserem Garten. Letzten Donnerstag sah ich beim Spaziergang das erste Grün an Sträuchern. Von Tag zu Tag wird es mehr. Die Natur rast scheinbar mit Vollgas in den Frühling! Wow, was für eine Fahrt!

Alles habe ich daran gesetzt, dass der Shop heute früh wieder im Netz ist. Das hat auch geklappt, aber als ich mir die Seite anschauen wollte, hatte mein Provider Probleme! Von außen verordnete Pause. Grrrr Ich war schon beruhigt, als ich rausfand, dass alle nicht-Netcologne-Kunden die Seite ohne Probleme aufrufen konnten. Doch ich konnte hier gar nichts tun, nur warten, bis es repariert war...

Das Gute daran: Weil ich deswegen im Büro nicht arbeiten konnte, habe ich meinen Arbeitsplatz nach draußen verlegt. Unser Garten wird Anfang März umgestaltet. Bis dahin müssen die Pflanzen ausgemacht werden. Eigentlich wollte ich damit am Mittwoch beginnen - jetzt hab ich es auf heute verlegt. Passt prima! Das Wetter stimmt. Meine Laune auch. :o)

Bei einem kurzen Boxenstopp hier im Büro - in meinem grünen Wunderland ;o) - durfte ich nun feststellen, dass der Seitenaufruf auch bei uns wieder super klappt und die erste Bestellung konnte ich auch schon entgegen nehmen. Super!

So kleine Pausen sind einfach ein Geschenk!

Ich buddel jetzt weiter.

Gärtnerinnengrüße aus Köln

Anja Kolberg

Donnerstag, 21 Februar, 2008

Grün!

 

Mein Arbeitszimmer brauchte frischen Wind. Den habe ich ja von der See mitgebracht. :o) Gestern vormittag war es dann soweit: Büro ausräumen. Ab in den Baumarkt: Farbe kaufen. Mein Wunschgrün war schnell gemischt. Unser Wohnzimmer (das ja direkt an mein Büro anschließt) war das reinste Chaos. Puh! Das hat ganz schön an den Augen weh getan. Heute früh habe ich dann den zweiten Anstrich gemacht. Und eines ist ganz deutlich: Die Farbe ist grün!

Jedem, dem ich meine Auswahl zeigte, vergrößerte gleich seine Augen. Hihi und ich habe göttlichen Spaß daran! Mein Mann weigerte sich strikt, dass noch irgendein anderer Raum im Haus mit diesem wunderschönen Farbton gestrichen wird. :o) Ich liebe dieses Grün! Es ist einfach wunderwunderschön! Beim Streichen habe ich "Grün, grün, grün sind alle..." geträllert. Allerdings meine Version, den Originaltext kann ich nicht. Was fühle ich mich jetzt wohl. Der Schreibtisch ist auch gleich umgestellt worden.

Der PC ist frisch angeschlossen und jetzt musste ich doch kurz ausprobieren, ob er auch funktioniert. :o) Und eine Pause tut immer gut.

Jetzt muss ich aber weiter machen, im Wohnzimmer ist immer noch Chaos. Zwar weniger, aber ich will heute noch fertig werden. Heute Abend soll es ja wieder gemütlich sein.

Grüne und glückliche Grüße

Anja Kolberg

Montag, 18 Februar, 2008

Hallihallo - da bin ich wieder!

Frisch erholt und gestärkt bin ich zurück in Köln. Ich sitze vor Bildschirm und Tastatur und blicke auf die von der Sonne angestrahlten Frühlingsblumen in meinem Blumenkasten: Primeln in rot, weiß, orange und gelb. Weiße, gefüllte Narzissen und lila Krokusse. Farb- und Frühlingsgenuss pur!

Vor mir liegen 7 Muscheln, die mich direkt wieder an die Nordseeküste Dänemarks beamen, wo mein Mann, unser Hund und ich die letzten 14 Tage verbracht haben. Norwestjütland, Jammerbucht, Nr. Lyngby (zwischen Loekken und Loenstrup für alle, die sich auskennen).

Direkt an der 30 Meter hohen Steilküste (oben ein Bild von Loenstrup), die sich jedes Jahr einige Meter ins Land frisst.

Unser rotes quadratisches Holzhaus mit Veranda und großen Fenstern zum Meer war nur 25 Meter von der Klippe entfernt. Hier ein Bild von der ehemalig befahrbaren Straße:

Nicht die Frage "Ob", sondern "Wann wird das Haus der Naturgewalt zum Opfer fallen?" stellt sich ganz klar. Nebenan das Haus steht nur 2 Meter vom Abgrund entfernt, unzählige Häuser vor ihm sind schon im Meer verschwunden.

Auf der anderen Seite des Hauses liegt ein verlassener Friedhof (hier ein Bild von einem tollen Nebeltag), die Kirche wurde schon Jahre zuvor weiter ins Landesinnere verlegt. Ein spannender Küstenabschnitts Dänemarks und ein wunderschöner Meeresblick von unserem Haus aus. Ein Traum, ein wirklicher Traum! Ich bin jetzt für mein Leben versaut. Ich glaube, ich kann keinen Urlaub mehr ohne Meerblick vom Haus aus machen, sagt mein trotziges Ich. Zu schön war es.

Als wir das Haus bezogen haben und sich mein Mann nach der anstrengenden Fahrt (wir waren Samstag früh im Schneechaos mit gesperrter Autobahn, liegengebliebenen Lkws in Köln gestartet und in Dänemark von Hagel, Schnee und Sturm empfangen worden) erst mal auf's Ohr gelegt hatte, fing ich an, umzuräumen. Die Rattansitzgruppe vor dem Fenster war unglaublich unbequem und viel zu wuchtig für den kleinen Wohnraum, dazu war der hübsche weiße Eßtisch mit den vier weiß blauen Stühlen in der Ecke viel zu eng und auf's Meer schauen konnte man auch nicht. Platz für ein Sofa war nicht. Also: Umräumen, damit wir uns für die 14 Tage wohlfühlten. Als ich dann noch 1000 Teelichthalter, künstlichen Blumen, Katzenfiguren von der Fensterbank im Schrank verstaut hatte, bekam ich endlich Luft.

Jetzt konnten wir beim Frühstücken unseren Blick heben und auf's Meer hinaus schauen.

Wir kamen uns dabei zwar vor wie die zwei Herren von der Muppets-Show :o) - war aber einfach herrlich. Oben im Dach waren zwei Oberlichter eingelassen. Die Wände und Decken waren aus hellem Holz, Küche, Stühle und Tisch in weiß. Dieses Haus hatte ein atemberaubendes Licht. Im Liegen konnten wir den blauen Himmel über uns sehen, vorne an der Klippe schwebten Möwen vorbei, das Rauschen des Meeres. Ein Gedicht. Ein Traum mit Ende. Leider. Und Gott sei dank - zu Hause ist es ja auch schön und es ist wie das chinesische Sprichwort sagt: "Wenn der Blütenschimmer der Kirschbäume länger währte als ein paar Tage, wir würden ihn so innig nicht lieben."

Hatte ich geschrieben, dass ich eigentlich vorhatte, in Dänemark zu schreiben? Vor meinem inneren Auge sah ich mich am Tisch vor dem Fenster sitzen und schreiben (das schon, bevor ich wusste, wie das Haus genau innen aussah), deswegen hatte ich meinen Laptop eingepackt. Die Schriftstellerin in mir war völlig euphorisch, sie träumt ja schon ewig davon, endlich mit dem Roman starten zu können. Aber es ging nicht. Erst war ich zu müde, dann gab es einen Sturm (den wir oben auf der Klippe mit voller Wucht genießen konnten) und dann war dies und dann war das... Gelernt habe ich daraus, mir das nächste Mal keinen Druck zu machen. (Ob das klappen wird?) Der richtige Zeitpunkt für meinen Roman wird kommen. Da fliegt mir direkt der Gedanke zu, den ein Sportler vom Ironman Hawaii mitgebracht hatte. Sinngemäß steht dieser Spruch dort über dem Zieleinlauf "Du kannst alles schaffen, wenn du es willst. Du musst es aber auch tun!" Der Spruch gefällt mir und ist so wahr!

Wir haben im Urlaub wirklich von jeder Wettersituation etwas abbekommen: Sturm, hohe Wellen, Schaumkronen, strahlend blauer Himmel und glattes Meer, diesiges Wetter und bedekter Himmel, einen Tag lang Nebel, ich konnte das Meer nur hören und dann auch wunderschönes Sonnenwetter, herrlich warm, so dass ich draußen auf der Terrasse gelesen habe. Hm, das war schön! Wir haben endlich die Nordspitze Dänemarks besucht, wo Nord- und Ostsee zusammenfließen, dort war auch viel los, ansonsten: Wenige Touristen, einige Zeit waren wir das einzige bewohnte Haus in der Straße: Herrlich! In Hirtshals haben wir direkt am Hafen 2 kg frischen Fisch gekauft, eingefroren und dann eine Woche unterschiedlichen frischen Fisch genossen. Hm, lecker hat mein Mann gekocht! :o)

 

In der zweiten Urlaubswoche begann dann meine Fotolust zu wachsen und ich habe mit meinem neuen Stativ den Abendhimmel fotographiert, den über dem Meer untergehenden Mond (wow!) und den Sternenhimmel, Muscheln, Möwen, das Meer und den Himmel mit und ohne Wolken, einen alten herrlichen Stuhl vom Nachbarhaus... Das waren einmalig schöne und erholsame Erlebnisse. Meine Kreativität hat richtig gefunkt. Ich habe viel experimentiert, endlich mal HDR ausprobiert. Ich sage besser nicht, wie viele Fotos ich genau gemacht habe, aber es bewegt sich im 4stelligen Bereich. *huch* So manches Motiv wird Sie noch auf Kalender und Karten erfreuen.

 

Gelesen habe ich auch, aber ich hatte einige Bücher dabei, die mich richtig gequält haben. Zäh waren sie. Es ist wirklich eine Kunst, gute Bücher zu schreiben. Bücher, die sich nicht ziehen, die von der ersten (!) bis zur letzten Seite spannend sind. Solche, die ich nicht wieder aus der Hand legen will, bis ich sie zu Ende gelesen habe. Davon gibt es wenige! Eines, was mir dabei immer wieder einfällt, ist das Buch "Ende der Nacht" von Ingrid Strobl. Beim Lesen läuft ein Film ab. Es ist zwar vom Thema nicht das, was mich brennend interessiert, aber der Schreibstil, der Unterhaltungswert ist enorm hoch. Immer noch eines meiner Favoriten. Ein Buch hatte ich dabei, das war nach zähem Anfang dann wirklich spannend. Da habe ich auch schon mal bis 3 Uhr nachts gelesen. :o) Ich werde Ihnen in den nächsten Tagen von den Büchern berichten: Welche waren zäh und welche waren gut.

Unsere Minu hat die Strandspaziergänge wie wir genossen: Möwen, Frisbee, der Blick in die Sonne, auf das Meer, die frische Luft. All das war Honig für unsere Seele und unseren Körper. Noch am Donnerstag sind wir 5 km in den nächsten Ort am Strand entlangspaziert. Eigentlich hätte ich gerne gehabt, dass uns dort der Eismann erwartet, leider war das nicht der Fall... *schnief* Dafür sind wir aber mit viel Lachen belohnt worden, weil Minu so viel Freude am Laufen hatte - endlich loslaufen, die Weite genießen, die Möwen wegjagen und in einen Fisch beißen, der den vielen Fischern wohl durch die Lappen gegangen war und nun am Strand lag und auf unseren Hund wartete... Yamyam... Die befürchteten Bauchschmerzen am Abend blieben aus, unserem Vierbeiner ging es blendend! Oben auf dem Foto reckt sie die Nase in die Luft: "Hm, Meer. Hm, Fischduft"

Auch im Februar ist Dänemark eine Reise wert. Die besondere Ruhe, die fehlenden Mücken, das wechselnde Wetter, das glatte Meer, die Einsamkeit am Strand, der blaue Himmel, der einmalige Blick beim Frühstück und Tagebuch schreiben aufs Meer - das werde ich vermissen!

Die über 10stündige Hinfahrt versüßt hat uns auf jeden Fall Hape Kerkeling mit seinem Hörbuch "Ich bin dann mal weg".

Die Stunden verflogen im nu, mein Mann und ich hatten daran beide viel Freude! Ein hörenswerter, lustiger, leichter und oft tiefsinniger Zeitvertreib.


Wie so oft, sind wir Freitag Abend schon wieder zurück gekehrt. So hatten wir Samstag Zeit, hier zu Hause wieder anzukommen, einzukaufen, die Post zu sichten. Und heute startet die neue Woche.

Ich freue mich darauf, hier im Blog wieder regelmäßig zu schreiben. Ich habe es vermisst, ich habe Sie vermisst! Übrigens habe ich durch meine Auszeit vom Bloggen alles geschafft, was ich mir vorgenommen hatte: Die Bilder sind zur Bildagentur geschickt worden. Yiepieh!

Genug geschnackt - auf geht's! Einen guten Start in die Woche,

Ihre Anja Kolberg

Dienstag, 29 Januar, 2008

Huhu!

Hallo da draußen. Ich hisse die weiße Fahne. Im Moment übermannt mich die Arbeit.

Das schöne: Die Dooooopelkarten sind da. Und sie sind schööööön! Die neuen Goldstücke wollen in den Shop eingepflegt und verkaufsfertig bearbeitet werden. Und die Fotos für die Bilddatenbank sind immer noch nicht fertig... und... und...

Meine Aufmerksamkeit spielt Pingpong zwischen all den Aufgaben und Verlockungen. Ich muss mich konzentrieren, damit ich geschafft bekomme, was ansteht, auch, weil ich ein paar Tage wegfahren will. Deswegen habe ich zwei Entscheidungen getroffen: Den Shop nehme ich bis 25.02. aus dem Netz, so kann ich die neuen Artikel in Ruhe einpflegen. Ich werde auch einge Zeit nicht bloggen. Da es hier auf der Seite ja vieles zu entdecken gibt, vielleicht eine interessante Alternative. Ich schätze, am 18.2. geht es im Blog weiter. Bis dahin eine gute Zeit.

Anja Kolberg

Neu aufgelegt!
Ab 40 reif für den Traumjob Ermutigungsbuch von Anja Kolberg

Selbstbewusstseinstraining für Frauen, die es noch einmal wissen wollen

Der Verlag: Jobwechsel oder Selbständigkeit, Wiedereinstieg nach dem Familienmanagement, Karriere machen oder doch mehr Muße haben? Ab 40 wird's erst richtig spannend! Denn gerade jetzt sind Frauen reif für den Traumjob: Sie verfügen über vielseitige berufliche Erfahrungen, wissen, was sie können, und spüren, was sie nicht mehr wollen. Was also steht dem Neustart im Wege?

Anja Kolberg: Ich kann mich noch gut erinnern wie ich 1999 auf der Buchmesse in Frankfurt mit der Lektorin des Kösel-Verlages in Kontakt kam. Ihr berichtete ich von meiner beruflichen Veränderungsberatung, meiner Freude an dieser Arbeit und dass die meisten Frauen, die zu mir kamen, über 40 waren. So entwickelte sich im Austausch die Idee für dieses Buch. Mir ist es ein wirkliches Anliegen, die Schwelle "40" aufzuheben. Dass es möglich ist, beweisen viele meiner wunderbaren Klientinnen und Klienten.

Dezember 2006 war das Buch dann ausverkauft. Die Nachricht im September 2007 vom Kösel-Verlag, dass die Lizenz an den mvg-Verlag verkauft wurde, war eine schöne Überraschung. Im Januar 2008 ist es im mvg-Verlag auf deren Wunsch unverändert neu erschienen. Unverändert bedeutet auch, dass die darin befindlichen Buch- und Linktipps vom Zeitpunkt des Buchschreibens stammen. Da das Buch nur noch knapp die Hälfte der ursprünglichen Ausgabe kostet, ist dies verzeihlich, auch weil Sie hier auf der Seite weitaus mehr und aktuelle Buch- und Linktipps finden. Im letzten Herbst habe ich das Buch noch einmal ganz bewusst gelesen und ich habe gespürt, es ist etwas Wundervolles: Ein Ermutigungsbuch für den eigenen Weg!

Ich glaube, ich habe nie erwähnt, dass mein Buch 'Ab 40 reif für den Traumjob' von der Stiftung Warentest geprüft wurde. Das ist schon einige Jahre her (2009) und ich habe es eher durch Zufall erfahren. Doch es ist immer noch ein schönes Gefühl. Die Beurteilung: "Empfehlenswert, da informativ, lebensnah und leicht verständlich. Kurzweiliges Lesebuch. Schwerpunkte: Standortbestimmung, Jobsuche, Bewerbung und Existenzgründung. Inhalte zum Teil inaktuell. Sehr gute Checklisten und Literaturtipps." [Tabelle]

Eine Leserin: "Hallo Frau Kolberg, ich bin 45 Jahre alt und war 25 Jahre verheiratet. Meine Kinder sind 25 und 18 Jahre alt. Als ich letztes Jahr im Krankenhaus lag, habe ich Ihr Buch gelesen. Es hat mir sehr gut gefallen und hat mich persönlich ein Stück weiter gebracht. Wegen der Trennung von "meinem" Mann bin ich durch ein tiefes Tal gegangen. Im September d. J. habe ich nun eine Ausbildung zur Arzthelferin begonnen. Ich gehe mit 17 - 22-jährigen Mädchen zusammen in eine völlig normale Berufsschule. Ob ich die Ausbildung wirklich schaffe, weiss ich noch nicht. Das Lernen ist nicht leicht mit 45 Jahren. Aber ich versuche es zumindest. Liebe Grüße sendet Gerlinde Tschugg"

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Donnerstag, 24 Januar, 2008

Um was geht es in 2008?

Seit Anfang des Jahres frage ich mich: "Um was geht es in 2008?" Wer sich mit der Numerologie beschäftigt, weiß dass Zahlen nicht nur eine mathematische Bedeutung haben, sondern auch eine kulturelle, religiöse, aus der Natur abgeleitete Bedeutung. Zum Beispiel die Beobachtung, dass nach sieben Jahren ein neuer Lebenszyklus beginnt oder in der Bibel die Dreifaltigkeit. Die 12 Sternkreiszeichen usw.

Ich interessiere mich für diese Materie und fand eine Expertin, die mir auf meine Frage eine Antwort bieten kann: Anna-Katharina Buse. Die Kölnerin ist Architektin und Feng Shui Expertin. Nicht nur spirituelles Feng Shui lehrt die Dipl.-Ingenieurin, sondern plant, gestaltet und baut auch seit vielen Jahren Räume, Wohnungen, Häuser, Gärten, Geschäfte nach den Grundsätzen des Feng Shui, das sie auf ein westliches Niveau bringt.

Mich faszinieren immer wieder ihre Aussagen über die Bedeutung von Zahlen, die Bedeutung des eigenen Geburtstages oder dem aktuellen Jahr. Ich konnte Sie für ein Interview gewinnen - hier ist es:

Anja Kolberg: 2008 - Welche Zeitqualität hat diese Jahreszahl für uns?

Anna-Katharina Buse: Man kann aus jeder Zahl eine Quersumme ermitteln, die immer kleiner werdend sich in den Ziffern 1-9 wieder finden läst. Daher sind die Zahlen Wesenarten und haben einen erzählenden Charakter, denn sie sind älter als die Buchstaben.

2008

Die 2 (Zwei) steht für Zweisamkeit, Entzweiung, die Polarität, in der sich der Mensch hier in der Welt erfährt: Tag und Nacht, schlafen und wachen, oben und unten, hell und dunkel, aktiv und passiv, einatmen und ausatmen, männlich und weiblich. Dieser ständige Wechsel der beiden Pole macht uns erlebnisfähig. Gerade in einer Beziehung wird es sehr deutlich: Über den Partner oder die Partnerin lernen wir uns selbst besser kennen. Wir sind aufgefordert, die Polarität zu akzeptieren und als Mittel zur Erkenntnis zu nutzen, d.h. die Frau darf ihre männlichen Anteile und der Mann seine weiblichen Anteile integrieren. Unser Gegenüber ist unser Spiegel.

Die O (Null) bedeutet die Vollkommenheit in der Vollkommenheit und dadurch löst es sich auf. Alle Zahlen erhalten durch die Beigabe der Null eine Verstärkung oder eine höhere Bestimmung.

Mit der 8 (Acht) wird sprachlich auch Achtsamkeit und Achtung ausgedrückt. Die Acht verbindet zwei Pole: Himmel (Gott) und Erde (Materie). In ihr liegt die Festigkeit und Stabilität der Ruhe miteinander. In der Qualität der Acht geht es um das Thema Macht und Ohnmacht, es gilt zu erkennen, dass man Täter und Opfer zugleich ist.

Wenn ich nun 2+0+0+8 addiere, ergibt sich die Zahl 10. Die Zehn steht für das höchste Maß an Vollkommenheit, das Göttliche, das Ideal.

Das Jahr 2008 wird ein einzigartiges Jahr, das das Potential jedes einzelnen Menschen voll herausfordert und zum Leuchten bringen wird. Es geht um die Qualität der EINZIGARTIGKEIT eines Jeden zu erkennen. Sich selbst als Größe, als göttliches Geschöpf wahrnehmen. Einssein mit sich selbst und dem göttlichen Prinzip. Die Qualität des eigenen Potenzials zum Ausdruck zu bringen.

Anja Kolberg: Kannst du ein praktisches Beispiel geben, was es beruflich für die Menschen bedeuten könnte und was privat?

Anna-Katharina Buse: Ja, das bedeutet, dass jeder Mensch gerade in diesem Jahr die Möglichkeit hat oder auch herausgefordert werden kann, sich auf seine innere Qualitäten zu besinnen. Sich mit allen Höhen und Tiefen, mit allen hellen und dunklen Seiten anzunehmen. Aber speziell nach seiner inneren Intuition zu handeln, seinem eigenen Gefühl zu vertrauen und seine eigene Größe erkennen oder wahrnehmen. Das kann im beruflichen wie auch privat sein. Beruflich kann es so sein, endlich den Mut zu haben sich von einem ungeliebten Arbeitsplatz zum Beispiel zu trennen oder aber auch von außen gelöst zu werden. Es hat die Aufgabe das suchen oder tun, was zu ihm stimmig ist. Nicht missverstehen, jetzt nicht alles über den Kopf zu schmeißen, sondern in sich zu gehen und schauen, worin liegt wirklich meine Freude hier im Leben, darin liegt auch das Potential. Nicht dem Negativen die Aufmerksamkeit geben, sondern das Positive oder das Potential zu nähren

Anja Kolberg: Wofür stand das Jahr 2007 und wofür wird das Jahr 2009 stehen? Wie bettet sich das Jahr 2008 dort hinein?

Anna-Katharina Buse: Das Jahr 2007 hat ja in seiner Quersumme die Neun. Das bedeutet, die Neun hat die Qualität des Abschlusses und gleichzeitig des Neuanfangs. Sie steht für das Ende und zugleich für etwas Neues, der Erfüllung und Auflösung. Das Jahr 2007 hatte die Qualität des Entwickeln von Verständnis und Toleranz gegenüber Sichtweisen und Vorurteilen anderer. Dieses zu verinnerlichen und es zu wandeln in eine andere Qualität der höheren Prinzipien der Liebe. Anders ausgedrückt, im Jahr 2007 hatten wir Chance unsere inneren Werte noch einmal zu prüfen, ob sie mit unserer Lebensphilosophie im Einklang stehen. Und all das, was zu unserer wirklichen Lebensphilosophie nicht passt, loszulassen. Das können Veränderungen in Beziehungen, Freundschaften, alte Muster, Gewohnheiten etc. sein. Und gleichzeitig zum Ende des Jahres ins Vertrauen zu gehen, das diese auch manchmal schmerzhaften Loslassprozesse etwas Neues bewirken, was dem Menschen dient und förderlich ist, um seine Einstellungen hinsichtlich seiner eigenen Fähigkeiten zu verwandeln.
Das Jahr 2009 wird diese Prozesse, des jetzt wieder neu beginnenden Erkennen der Einzigartigkeit noch mal unter dem Thema der 11 bzw. der 2 stellen. Das bedeutet wiederum, dass das Potential jedes einzelnen Menschen mit seinen Schatten und hellen Seiten noch deutlicher und sichtbarer wird. Es geht um das eigene Vertrauen und der Anbindung an das göttliche Prinzip.

Anja Kolberg: Du erwähnst zweimal das göttliche Prinzip. Was verstehst du darunter?

Anna-Katharina Buse: Für mich ist das göttliche Prinzip der Glaube an etwas, das größer ist als wir. Ich übersetze es immer mit diesem Beispiel für mich: Ich als Mensch schaue auf einen Ameisenhaufen und bestaune, wie emsig sie ihren Weg und Arbeit schaffen. Und so stelle ich mir etwas vor, was ich als göttliches Prinzip beschreibe, was über uns ist, außerhalb der für uns sichtbaren Welt und auf uns nieder schaut, wie wir hier emsig unser Dasein leben.

Danke für das Interview!


Mehr über Anna-Katharina Buse und ihre Angebote finden Sie auf ihrer Webseite www.wohlfuehlarchitektur.de.

Dienstag, 22 Januar, 2008

Unerwarteter Besuch

... von einem Schmetterling:

 

Ich habe es wahrhaftig geschafft, die Kamera rechtzeitig zu packen und Fotos von meinem Besuch zu schießen. Nur ganz kurz hat er sich auf der Primel in meinem Blumenkasten niedergelassen. In der Sonne sein Kleid entfaltet, mich erfreut und ist dann weitergezogen. Was für eine schöne Überraschung, an der ich Sie gerne teilhaben lasse. :o)

Anja Kolberg

 

Sonnenschein

... lacht in mein Herz hinein!

Gestern noch trübe Stimmung wie der Himmel. Heute bewirkt die Sonne Wunder: Mein Stimmungsbarometer steigt. Die Frühlingsblumen im Kasten vor meinem Bürofenster leuchten mich an. Neben mir duftet eine Tulpe - sie hat sich ganz entfaltet - 6 rote Blätter schauen aus wie ein Windrad.

Das Leben ist schön!

Und so einen schönen Tag kann ich umso mehr genießen, wenn ich vorher trübe Stimmung hatte. Yipieh!

Anja Kolberg

Montag, 21 Januar, 2008

Wochenanfang

Montag. Ich komme nicht so richtig in Schwung, obwohl ich schon recht aktiv war. Aber nicht so aktiv, wie mein Antreiber vorhatte. Zum Beispiel hatte ich heute früh eine Themenidee für einen Blogbeitrag, doch dann fühlte es sich doch nicht so gut an. Jetzt habe ich einfach angefangen und will am liebsten diesen Beitrag löschen... Himmel! "Anja, reiß dich zusammen" ruft da eine Stimme. "Wieso denn?" fragt die Rebellin in mir. Warum soll ich nicht zu dem stehen, wie es mir wirklich geht? Warum eine Maske aufsetzen, so tun als ob...

Mein Blick schweift ab auf den süßen Hasen, den ich mir auf dem Weihnachtsmarkt in Lechnich bei meiner Standpartnerin Petra-Ute gekauft habe: Dicker Bauch in Perlmut-Farben mit rosa Herzen darauf, eine weiße Schleife im Haar, Baumel-Beine mit scharfen Stiefeln und Federn am Schaft. Nicht zu vergessen die zwei Stoffröschen am Handgelenk und der bezaubernde lila Glitzerlipglos. So schön kitschig! Eine Spardose ist es. Megaschräg. Anders. Tut gut, sie anzusehen, dann bekomme ich direkt gute Laune.

Die nehme ich jetzt mit in meinen Nachmittag!

Anja Kolberg

Freitag, 18 Januar, 2008

Heute mal anders...

Ich bin unzufrieden. Nach den Glücksgefühlen und gestern dem Fertigstellen der Umsatzsteuer für das letzte Quartal (nicht wirklich eine kreative Arbeit) stellt sich Mißmut ein. Manchmal geht mir alles nicht schnell genug. Dann bin ich unzufrieden mit mir selbst. Auch die hübschen Frühlingsblumen im Kasten vor meinem Bürofenster helfen da nicht weiter. Ich sollte mal meiner schlechten Laune auf den Grund gehen. Ich erinnere mich zum Beispiel noch an einen total bescheuerten Traum. Den habe ich wohl noch nicht abgeschüttelt. Ja, das ist wohl ein Grund.

Also, liebes Inneres: "War dieser Traum die Wirklichkeit?" "Nein." "Wie kann ich ihn dann loslassen? Soll ich mich schütteln?" "Versuch's."

Mir ist jetzt ein bischen schwindelig im Kopf, aber es geht etwas besser. "Reicht das aus?" "Ja."

O.k., das ist der eine Teil meiner schlechten Laune gewesen. Sie ist aber noch nicht ganz weg. "Hat es mit dem Wetter zu tun?" "Ja, heute drückt mir das trübe Wetter draußen auf die Stimmung." Vielleicht geht es ja besser, wenn ich mit Minu meine Runde an der frischen Luft gedreht habe. Die hält sich noch ganz still und ist froh, wenn sie etwas länger schlafen kann...

Aber es gibt noch einen Anteil. "Hat er mit den Glückwunschkarten zu tun?" "Nein." "Womit denn?" "Mit deinem Anspruch an dich selbst. Du willst immer, dass alles direkt perfekt läuft. Du erlaubst dir eigentlich keine Fehler. Und bevor alles anfängt, blockierst du dich schon." "Hm." "Klingt hart." "Ja, das ist es auch. Es fühlt sich doch nicht gut an, oder?" Ich seufze laut. "Nein, es fühlt sich deprimiert an." "Dann lass' deine Ansprüche los, Anja. Ich weiß, dass ist sehr sehr schwer. Gerade für einen Menschen wie dich, der alles möglichst gut machen will. Aber gerade aus Fehlern entsteht neue Kreativität und Freiheit. Gönn' dir die Freiheit, nicht direkt perfekt sein zu müssen. Das sind andere auch nicht. Meß' dich nicht mit Menschen, die schon Jahrzehnte im Geschäft sind und dann nicht alleine, sondern mit einer ganzen Mannschaft am Start sind. Bleib bei dir, gönne dir Experimente - die schief gehen können und gelingen, probiere dich aus. Das ist dein Weg." Ich atme tief ein. Ja, das tut gut. Ich fühle mich schon etwas leichter, befreiter.

Ich stelle mir vor, wie ich meinen Anspruch loslasse: Sicher mit Luftballons verschnürt lasse ich die Schachtel mit meinen Ansprüchen (Was ist da noch mal alles drin? Noch mehr als mein Anspruch: Ehrgeiz. Perfektionismus. Angst. Unsicherheit.) los. Von den Ballons und der Luft wird sie in die Höhe getragen. Immer höher zieht sie davon, bis sie - die Ballons platzen! Die Kiste explodiert in unzählige Funken in Regenbogenfarben. Wie schön! Damit habe ich gar nicht gerechnet. Schönes Bild. Ich lächle. Mir geht es besser!

Anja Kolberg

Montag, 14 Januar, 2008

Glücksgefühle

... die habe ich schon einige Tage im Bauch. Woher die kommen? Von den Glückwunschkarten, die ich gerade gestalte. Eine hat mich so sehr berührt, das mir die Tränen in die Augen gestiegen sind. Schöööön! Diese Arbeit tut mir so unendlich gut, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Wenn ich es in einem Bild beschreiben würde, dann sind es mehrere Bilder in einem: Kunterbunte Schmetterlinge. Die warmen Hände meiner Eltern im Rücken. Das liebe Feedback, das ich vermehrt von Ihnen liebe Leserinnen in den letzten Tagen erhalten habe, in meinen Ohren. Das Lächeln und Tapsen von ganz vielen süßen Welpen. Das tiefe Rot der aufgehenden Sonne. Der Duft von Lavendel und Rosen. Das tiefe Grün von Moos. Ja - die volle Ladung pure Freude für mich! Yiepieh!

Ich bin erstaunt, wie sehr ich im Fluss bin. Letztes Jahr hatte ich schon einmal die Aufgabe, Glückwunschkarten zu erstellen. Und ich kam so gar nicht ins Fließen. Es war "auf Verlangen" eines Vertriebs, der an einer Zusammenarbeit interessiert war. Nix ging. Aber jetzt, wo ich entschieden habe, es langsam anzugehen. Wo ich mir gesagt habe: "Erst mal biete ich die Karten über meinen Webshop an. Ich mache eine kleine Auflage. Ich produziere sie in Handarbeit.", da läuft es. Der Druck ist weg, die Freude ist da!

Hüpf. Hüpf. Hüpf. Ist das schöööööööööön!

Glücksgrüße aus ganzem Herzen

Anja Kolberg

Freitag, 11 Januar, 2008

Ungewollte Tipps und Ratschläge...

... sind etwas ziemlich überflüssiges!

Wie kommt ein Außenstehender darauf, einem zu sagen, wie man besser sein sollte, wie man besser fühlen sollte, wie man etwas anders machen sollte, wie man richtig ist? Ich empfinde dies als eine unverschämte Grenzüberschreitung. Wenn ich einen Rat (und das meine ich ohne das Wort "schlag") brauche, dann kann ich den Mund aufmachen und darum fragen.

Ich reagiere allergisch auf die Besserwissenden, diejenigen, die die Weisheit gepachtet haben und dein Eindruck haben, sie müssen ihre gewonnene Weisheit mit allen teilen. Menschen, die anderen vermitteln, nur ihr Weg sei der richtige und alle "Abtrünnigen" laufen ohne sie, ohne ihr Wissen in ein heilloses Chaos, ins Verderben. Oh Mann!

Eine Sache ist doch wohl allen "Abtrünnigen" klar: Wir fühlen uns wohl, so wie wir sind. Wir kommen klar. Wir sagen Bescheid, wenn wir Hilfe brauchen oder eine Info wollen. Bitte kümmert euch um euch selbst, ihr lieben Weisen des Alltags! Lasst uns einfach so sein wie wir sind und lasst uns unser Schicksal!

Anja Kolberg (langsam verpufft eine Wutspitze auf meiner Gefühlskurve)

PS: "Hybris" nannte dieses Verhalten übrigens einmal eine Ausbilderin - ich verstehe jetzt sehr gut, was sie damit meinte.

Donnerstag, 10 Januar, 2008

Besinnen auf ein persönliches Ritual

Täglich. Zur Konzentration. Zum Sammeln. Zum Starten. Zum innerlichen: JA, jetzt geht es (so) weiter. JA, jetzt startet mein Tag.

So kann ich auch einen Tag abschließen. Zum Beispiel mit Schreibtisch aufräumen. Ähm, bei mir herrscht auf dem Tisch gerade kreatives Chaos, in das ich morgen früh genau so wieder einsteigen möchte. :o) Aber zum Abschluss einige Zeilen in mein Tagebuch schreiben und mir zum Beispiel bewusst machen, was ich alles geschafft habe, so viel Platz ist immer.

Grüße aus Köln

Anja Kolberg

Ein Schmeichler...

... für meine Seele ist heißer Kakao. Hm. Mein neuster Test: Milch auf dem Ofen erwärmen. Aufschäumen. Einen großen Löffel Nuß-Nougatcreme unterrühren. Gott, ist das gut!

Glückliche Schokogrüße

Anja Kolberg

Ich hab' mir was gegönnt

Für die neuen Glückwunschkarten habe ich mir gestern zwei neue Schriften gegönnt.

Ich weiß, viele Schriften sind auf dem PC meist installiert oder werden mit einem Programm mitgeliefert. Besondere Schriften sind jedoch nur für die private Nutzung frei gegeben und nicht für die kommerzielle, für deren Zwecke sie gekauft werden müssen. Und das habe ich getan. Es gibt Designer, die sich nur damit beschäftigen, neue Schriften zu entwerfen. In dieser Auswahl könnte ich schwelgen, ich liebe Schriften. Gestern konnte ich mich nur schwerlich entscheiden, der Einkaufwagen war schnell hochvollgeladen und dann habe ich aussortiert. Die zwei schönsten sind drin geblieben. Sie werden Sie dann auf den neuen Karten bewundern können. Ich bin ganz verliebt in sie!

Anja Kolberg

Dienstag, 08 Januar, 2008

Ich bin stolz auf mich!

Es gibt Momente im Leben, da finde ich gar nichts Gutes an dem, was ich tue. Überall gibt es etwas besser zu machen, ich gräme mich für etwas, dass ich getan habe oder bin unzufrieden, weil ich etwas bestimmtes noch nicht getan habe.

Aber es gibt auch Momente, da könnte ich Bäume ausreißen, da sprudelt eine Energiequelle in mir, die funkelt, sprüht, glitzert und plätschert unentwegt. Und die spüre ich gerade besonders stark. Ich habe mir meine letzten Newsletter gerade noch einmal durchgelesen und meinen Kundinnennewsletter, in dem ich das letzte Jahr habe Revue passieren lassen. Beim Lesen habe ich gefühlt: "Wow, die sind wirklich gut!"

Das ist ein tolles Gefühl, eine Welle, auf der ich schwimme, auf der ich mich voran treiben lasse auf meinem Weg. Inbesondere ist dieses Gefühl gut, weil ich mich zum Zeitpunkt des Schreibens ständig hinterfragt habe und unsicher war, ob ich "das Richtige" schreibe.

Was es Neues von mir gibt? Ich entwerfe gerade Motive für Doppelkarten und habe große Freude daran. Mein Bestand an schönen Fotographien ist groß - ebenso meine Ideen. Letzte Woche Freitag war ich auf einer Messe, wo auch Wettbewerber ausgestellt haben. Mir ist bewusst geworden, dass ich gut mithalten kann und das tut sooooooo gut. Meine Fotographinnen-Seele strahlt dadurch noch ein wenig heller. :o) Und ich habe auf meine Anfrage prompt ein erstes positives Feedback einer großen und bekannten Bildagentur, die gerne mehr von mir sehen möchten. *hüpf!* Ich hatte sie vor 3 Jahren schon einmal angeschrieben, zu dem Zeitpunkt aber noch keine Bilder in einer ausreichend großen Auflösung vorliegen. Das habe ich inzwischen nachgeholt. Diese Woche geht es also neben dem Gestalten der Doppelkarten auch darum, Motive für die Agentur auszuwählen, sie zu beschreiben und dorthin zu schicken.

Wie Sie sehen, bin ich auf meinem Weg, meine kreativen Projekte voran zu bringen, große Schritte weiter gekommen. Nach so viel Kraftlosigkeit und Orientierungslosigkeit im letzten Jahr ist das ein herrlicher Moment für mich.

Glücksgefühle aus Köln

Anja Kolberg

Montag, 07 Januar, 2008

Komm endlich raus!

Schon vor dem Weihnachtsmarkt dachte ich, sie bricht aus. Ich konnte sie aber nicht gebrauchen und habe sie mit Medikamenten in Zaum gehalten.

Ende Dezember, als die letzten Termine vorbei waren, habe ich die Bewachung aufgegeben, damit sie endlich rauskann und dann geht. Was soll ich sagen? Sie kommt nicht raus!

Wer? Die Erkältung!

Ich hätte sie gerne "weg". Nach dem Motto: "Komm raus, bringen wir es hinter uns." Jetzt niesse ich ab und zu, ich bilde mir ein, ich kann schlechter schlucken, aber irgendwie...

Mein Mann hat "seine" schon hinter sich. Sie überrollte ihn am letzten Wochenende im alten Jahr. Ich mache jetzt mal weiter mit locken, denn ich habe herausgefunden, dass es nichts bringt, sie zu ignorieren und Medikamente auch nicht helfen, sie verzögern nur.

Nu komm schon!

Anja Kolberg

 

Donnerstag, 03 Januar, 2008

Mein Herz...

... hat ganz eigene Vorstellungen von einer Jahresplanung. :o)

Welche? Es hat überhaupt keine Lust, eine Jahresplanung zu machen.

Konkreter Wortlaut? "So ein Quatsch! Warum soll ich mich unter Druck setzen? Was passiert, passiert. Was nicht passiert, passiert eben nicht."

Ja, ähem, so kann man es auch sagen. Nützt aber nix, dass mein Herz sich querstellt. Es gibt ja noch andere Anteile in mir, die wollen eine Planung, brauchen eine Konzentration. "Ich nicht!" höre ich beleidigt aus dem Hintergrund.

So ein inneres Team zu einem gemeinsamen, stimmig klingenden "JA!" zu bekommen, ist ganz schön schwer. Was dagegen meist wunderbar funktioniert ist ein "Nein!". Das kommt meist so laut und vehement. Wow!

Im Moment kommt ein "NEIN!" zu noch mehr am PC sitzen. Ich habe hier zwar noch etwas vor, aber das kann bis heute Nachmittag warten. Jetzt ist erst mal was anderes dran...

Anja Kolberg

Mittwoch, 02 Januar, 2008

Frohes Neues Jahr!

Ein Zyklus beginnt. Der neue Tischkalender steht glänzend auf meinem Tisch und ich schaue auf eines meiner Lieblingsbilder: Herz, Schlüssel und Hufeisen auf Moos. Das Kalenderblatt Januar 2008 mit dem Text:

"Der Schlüssel zum Glück: Höre auf dein Herz."

Das passt gerade genau in meine Stimmung. Denn die ist: "Was will ich 2008? Was ist mir wichtig? Welche Prioritäten will ich setzen?"

Damit ich vor allem bei meinen unternehmerischen Planungen nicht nur nach dem finanziellen Aspekt gehe, kommt dieses Kalenderblatt zum richtigen Zeitpunkt.

Ein Dialog mit meinem Herzen. Das fühlt sich gut an.

Einen schönen Tag und

alles Gute für 2008!

Anja Kolberg




Saisonschluss. Pause bis zum Verkauf der Tischkalender 2017.
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