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Freitag, 25 Juni, 2010

Frisst Hitze Hirn?

Das frage ich mich heute früh ernsthaft. Nicht dass Sie denken, mir ist ein Mensch über den Weg gelaufen, der Anlass dafür bietet. Wirklich nicht. Auch bei der Autofahrt heute früh: Alles locker, flockig, alle fuhren umsichtig und relaxed. Es geht eher um mein Hirn. :o)

Nein, keine Ausfallerscheinungen. Alles okay. Nur insgesamt habe ich das Gefühl, an solch hitzigen Tagen schaltet mein Organismus auf Sparbetrieb. Das Denken geht ein bischen langsamer - damit gleichzeitig auch lockerer, relaxter - die Füße wollen zwischendurch hochgelegt werden, damit sie abschwellen können. Mein Hirn ist nicht wirklich zu Höchstleistungen fähig. Ich verzichte auf möglichst viel, was mir schon beim dran denken weh tut. Meine Freundin, mit der ich mich schon seit laaaaangem treffen möchte, wartet wartet wartet, weil es mir einfach zu heiß für einen Ausflug ist. Und ich mag meine Freundin sehr! Ich bin so dankbar, dass sie Verständnis hat und wartet, bis ich mich wirklich wohl fühle und merke: Au ja! Jetzt!

Ich halte mich derweil zu Hause - am liebsten still arbeitend im Schatten der Terrasse auf, erledige dort mit meinem Laptop bewaffnet, was ich tun möchte. Denn auch meinem Computer wurde es gestern zu warm. Mitten im Arbeiten wurde der Bildschirm schwarz, es machte Piep und der Rechner fuhr neu hoch. War ihm wohl auch zu warm im Büro...

Mein Fazit: Hitze frisst nicht Hirn, sondern lässt es ökonomisch arbeiten. Konzentrieren auf die wirklich wichtigen Dinge. Der Körper sagt schneller: "Ich brauch jetzt Siesta." Das ist der Nachteil und auch die Chance des Sommers. Gestern habe ich meine Füße das erste Mal vom Steg in den kühlen Teich baumeln lassen. Aaaaah, da ging es mir gleich besser. Dank kühlem Schlafzimmer - dort kann ich bei Hitze nur mit Klimaanlage schlafen - werden auch die Füße über Nacht an den Knöcheln wieder schmaler.

Im Moment ist es so: Es ist heiß. Ende nicht in Sicht. Ich werde damit klarkommen. Schalte einen oder zwei Gang zurück. Lasse, was nicht unbedingt sein muss, zum Beispiel die Wohnung zu putzen. Gott sei dank sieht mein Mann das locker, vielmehr habe ich mir von ihm, was meinen ehemaligen Sauberkeitsfimmel angeht, schon viel abgeguckt. :o) Das ist so entspannend. Gerade arbeite ich daran, mich nicht mies zu fühlen, wenn es schmutzig ist (Minu verliert im Moment Haare im Sekundentakt und büschelweise.) und Besuch kommt vorbei. Das schaffe ich auch noch.

Ich genieße die schönen Seiten des Sommers: Den Blütenrausch im Garten. Grillen und Essen unter freiem Himmel. Draußen arbeiten können. Alles körperlich anstrengende oder Autofahrten am frühen Morgen, wenn es noch einigermaßen erträglich für mich ist, erledigen.

Es ist Sommer. Siesta-Zeit. Pause für die Anstrengung und die Perfektion. :o)

Grüße vom im Moment noch im heißen Bürostuhl, den ich jetzt aber verlasse und zur Freude meiner wieder schmerzenden Füße auf die schattigen Gartenbank wechsle. Ich werde mich heute mit einem meiner Lieblingsthemen beschäftigen: Dem Schreiben. Jetzt ist Abkühlung angesagt. Also: Bis nächste Woche! Ich wünsche Ihnen - und mir - ein traumhaft relaxtes Wochenende!

Ihre

Anja Kolberg

PS: Übrigens hat es mir wirklich geholfen, dass ich am Mittwoch über meine Traurigkeit geschrieben habe. Es ging mir danach besser. Als hätte ich damit einen Gast begrüßt, ihm einen Sitzplatz und zu trinken angeboten - statt mit aller Gewalt die Türe zuzuhalten, damit er nicht reinkommt. Klingt auch viel relaxter. Heute ist Fröhlichkeit angesagt. HÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜPF!

Mittwoch, 23 Juni, 2010

Ja, auch das gehört dazu

Ich habe in letzter Zeit oft eine traurige Stimmung. Ich habe das Gefühl, dass es raumgroß und erdrückend ist. Ich wünschte, es wäre anders. Ich wünschte, ich würde wie eine Biene über eine Blumenwiese hüpfen und nur fröhlich sein und Liedchen trällern.

Doch das bin ich im Moment nicht. Ich bin traurig. Ich darf so sein. Meine Gefühle dürfen auch traurig sein. Ich muss nicht immer fröhlich sein und guter Dinge. Auch die traurige Stimmung gehört zu mir dazu. Ich erlaube mir so zu sein - unperfekt, einfach ich.

Jetzt bin ich gerade traurig. Das ist okay. Ich bin okay.

Anja Kolberg

Montag, 21 Juni, 2010

Traumhochzeit

Die Hochzeit in Schweden war ein Traum. Mein Shirt war anschließend durchtränkt von Rührungstränen. Mit Prosecco, frischen Erdbeeren und leckeren Schoko-Karamel-Bonbons feierte ich den Nachmittag auf der Couch - in bequemer Kleidung. Hochsteckfrisur und Abendkleid habe ich mir dazugedacht.

Ärgerlich nur, dass das ZDF den Hochzeitskuss auf dem Balkon nicht gezeigt hat und statt dessen die singenden Chöre oder die jubelnden Massen oder das Schloss von oben. Vielleicht konnte unser Sender gar nichts dafür, aber ich habe mich mächtig geärgert. Auf der Web-TV-Seite der schwedischen Zeitung Aftonbladet bin ich jedoch fündig geworden. Unter diesem Link konnte ich das Video vom Hochzeitskuss auf dem Schlossbalkon anschauen. [Ich übernehme keine Gewähr für externe Links. In dem Video läuft zunächst ein Werbespot.]

Damit war ich dann wirklich zufrieden, bzw. will ich jetzt noch mehr Bilder sehen. So eine Märchenhochzeit kitzelt mein romantisches Frauenherz doch sehr! Auch wenn es nachher fast ein bischen zuviel war. Kann so viel Liebe sein?

Anja Kolberg

Samstag, 19 Juni, 2010

Bei Königs eingeladen

Den heutigen Nachmittag verbringe ich mit Abendkleid, Hochsteckfrisur nebst Blumen im Haar und Prosecco in der Hand. Ich bin zur Königshochzeit von Victoria von Schweden eingeladen. Gut, zugegeben, nur per TV-Übertragung. Aber heute will ich mich mal wie eine Prinzessin fühlen und ein lebendiges Märchen träumen. Hach, schöööön... Ich erinnere mich noch an die Hochzeit von Lady Di, die ich am TV verfolgte, Tränchen verdrückte. Ja, das muss heute sein!

Das zaubert auch gleich die Enttäuschung des gestrigen Deutschland-Spiels ruckzuck weg.... Schööööön!

Ein zauberhaftes Wochenende!

Ihre Anja Kolberg

PS: Unser Garten ist derweil auch ein einziges Märchen voller Rosen. Das Arrangement im Hochbeet aus vier verschiedenen Rosen, grün blühendem Frauenmantel und blauem Männertreu ist wunderbar aufgegangen, die Rosen am Rosenbogen blühen, die Knospen der Clematis warten auf der anderen Seite schon auf ihren Blühstart und die Blüten der Hochstammrose Parole sind eine Wucht. Nicht nur, dass sie unglaublich intensiv duften, sondern auch so riesig groß sind. Auf meinem Schreibtisch habe ich ein fast erblühtes Exemplar in einer Vase thronen. Die Blüte ist so groß, dass meine ausgestreckte Hand nicht alles bedecken kann! Nochmal schöööööön!

 

Mittwoch, 16 Juni, 2010

Langsam geht's wieder bergauf

Guten Morgen aus Köln! Langsam bin ich wieder fit.

Letzte Woche legte mich das heiße Wetter lahm, ab Mittwoch waren meine Füße und Knöchel ganz schön geschwollen. Als Mittel der Wahl, wenn sie einmal geschwollen sind: Kühlen und hochlegen... Morgens sind sie dann wieder normal. Probleme mit den Lymphen habe ich schon über 20 Jahre, sporadisch, meist dann, wenn es so schwülheiß ist. Sonst geht es. Ganz schicke, lange Stützstrümpfe habe ich auch dafür. Doch wenn ich die auch noch bei so einem heißen Wetter anziehe, fühle ich mich noch mieser, weil ich wie eingequetscht bin und das Gefühl habe, meine Beine können nicht atmen. Es geht auch ohne... "Auch wenn es draußen unfassbar heiß ist, entscheide ich mich dafür, dass mein Körper gesund ist und meine Venen, Adern und mein Lymphsystem einwandfrei arbeiten." Diesen Satz habe ich Freitag wie ein Mantra wiederholt, während ich Dinge im Stehen erledigt habe, die ich erledigen musste. Und es ging, ohne dass meine Füße wie Mittwoch so arg anschwollen. Ich habe mich trotz Schweißperlen auf der Stirn gut gefühlt und konnte die anstehenden Arbeiten erledigen. Die Wirkung der Worte ist stark!

Und als die Beine kein Problem mehr waren, besuchten mich ab Sonntag mal wieder meine monatlichen Bauchschmerzen. Die wollten diesmal besonders hartnäckig bei mir bleiben. Drei Tage Schmerzen - stopp - das ist zuviel. Aber mein Bauch ist kein Befehlsempfänger. Mittel der Wahl: Schmerztabletten, Ruhe, Schlaf und mich zurück nehmen. Noch nicht mal Blog schreiben ging... Schnief! Wenn dann mein Bauch so weh tut, kann ich mich noch nicht mal auf helfende Sätze wie oben konzentrieren, obwohl sie mir bei meiner letzten Periode geholfen haben: "Ich liebe meine Weiblichkeit. Ich liebe meinen Zyklus. Ich liebe meine Gebärmutter. Ich liebe mich. Ich liebe meine Weiblichkeit...." Ich hatte vor 4 Wochen beim Spaziergang alles heruntergebetet, was mir positives zu Frau sein und Weiblichkeit einfiel. Und es wirkte. Warum diesmal nicht, ich weiß es nicht... Manchmal ist es scheinbar so im Leben: Es geht bergauf und bergab und dann wieder bergauf...

Heute früh geht es mir gut. Mein Kopf ist frei, die Sonne scheint, es ist erfrischend kühl draußen und keine Bauchschmerzen mehr. HÜÜÜÜPF! Gibt es einen schöneren Moment als den, wenn der Schmerz nachlässt? :o)

Den genieße ich gerade!

Anja Kolberg

Mittwoch, 09 Juni, 2010

Land-Freude

Gestern bin ich dem Alltag entflohen. Ziel: Bergisches Land. Meine Familie besuchen. Neue Eindrücke sammeln. Auf andere Gedanken kommen. Energie tanken.

Bei meinem Bruder habe ich einen gaaaaaanzen Haufen wunderschöner neuer Naturbilder angeschaut. Vor allen Dingen die Vögel hatten es mir angetan. Frisuren haben die! Genial das Bild einer Bachstelze, die wirklich wie ein General strammen Schrittes mit in den nacken geworfenem Haupt durchs Bild stolzierte. Oder ein Lämmchen und ein Böckchen, die ein wildes Kaninchen skeptisch beäugen und dann laut blöckend von ihrer mit gelben Blümchen durchzogenen satt-grünen Wiese jagen. Das Kaninchen in Großaufname, das sich wie ein Model für den Fotografen in Pose schmiss und seine unglaublich langen Wimpern zeigte. Es muss ein Mädchen gewesen sein. :o) Noch sooooo viele Fotographien mehr .... Bäume in den verschiedenen Jahreszeiten vor blau-weißen Himmellandschaften, neben Rapsfeldern, abendblauen Schneelandschaften. Singvögel beim Füttern und Nahrung sammeln. Greifvögel bei der Jagd. Wildgänse auf dem Wasser, beim Liebkosen, Streiten und Starten. Bei einem Bild hielt mich nichts mehr: "Niiiiiiiils Hooooolgerson - fliegt mit den Gänsen davoooooon." Lilo sah ich auf einem der Vögel Platz nehmen - hier ist das Ergebnis:

 

Danke, dass ich das Nutzungsrecht für das tolle Foto hier für den Blog bekommen habe!

Wie viel Geduld man aufbringen muss, sitzen, beobachten, warten, Stunden um Stunden - und dann das technische Verständnis und das "Auge", um die Natur so abzubilden. Hach, meine Seele konnte richtig genießen und Energie tanken. Zum krönenden Abschluss hat mein Bruder noch viele schöne Aufnahmen von mir gemacht. Rechts können Sie eines sehen und andere zum Beispiel unter meiner Vorstellung. Das hätte ich noch stundenlang machen können! ((((Danke schön!!!))))

Nachmittags ging es dann zu meinen Eltern und meiner Oma. Halma spielen. Diesmal war mir das Spielerglück nicht hold. Mama und Oma steckten die ersten Plätze ein. Der leckere Erdbeerkuchen, den ich im Gepäck hatte, tröstete gleich. (So leicht geglückt: Bisquitkuchenrezept. Auf den ausgekühlten Boden Sahnesteif gestreut, damit das Obst nicht den Boden mit seinem Saft durchweicht. Frische einheimische Erdbeeren obendrauf und den - sicherlich nicht supergesunden, dafür aber superduftenden Erdbeerguss oben drauf. Sehr lecker. Will ich nochmal machen.)

Im Garten von meiner Tante und meinem Onkel konnte ich die neuen Hühner bewundern - eines legt sogar grüne! Eier -, neu angelegte Funkienbeete, kräftige Tomatenpflanzen im Gewächshaus - so viele schöne Ecken und Beete. Die Zeit war viel zu schnell vorbei... Aber wenn alles klappt, werde ich dort bald wieder einige Tage verbringen. Das wäre zu schön. Es ist immer wieder erstaunlich für mich, wie ich in meiner Heimat Kraft tanke und an Blühkraft gewinne. :o)

Ihre

Anja Kolberg

PS: Noch mehr Berichte vom Landleben finden Sie hier:

Dienstag, 08 Juni, 2010

Geheimnisvolle Blüte

Die Blüte des Juni-Bildes fasziniert mich immer mehr. Ich habe sie auch als Desktopmotiv - dort strahlt sie mich jeden Morgen an. Es wirkt nochmal anders als auf dem Kalenderblatt, intensiver. Ich finde sie hat etwas von einer wunderschönen, geheimnisvollen Frau. Weich, liebevoll, sehr viele Facetten und ich kann ihr Inneres, die gelben Staubgefäße, sehen, aber nur einen Teil. Es bleibt auch etwas für die Betrachter verborgen.

In Rosa schwingt für mich ganz viel Selbstliebe - Liebe. Dieses große leuchtende Bild auf mich wirken zu lassen - tut meiner Seele richtig gut.

Einen schönen Tag!

Anja Kolberg

Montag, 07 Juni, 2010

Huhu aus Köln

Heute früh musste ich so zeitig aus den Federn - das ist nicht wirklich was für mich. Ich erinnerte mich gleich an mein Praktikum in einer Konditorei, als ich noch in der Schule war. Noch im Schlafdelirium saß ich morgens am Frühstückstisch und sagte zu meiner Mutter: "Ich fühle mich, als müsste ich in die Hölle gehen", das alles, weil ich so früh aufstehen musste...

Unser Hund ist wieder fit, er hatte ja eine Socke gefressen, die haben wir Ende letzter Woche wieder zurück bekommen... Allerdings werde ich sie garantiert nicht mehr anziehen. :o)

Ich fühle mich heute so schlapp, liegt vielleicht am Wetterumschwung. Am Wochenende habe ich den Sommer auf unserer Terrasse im Schatten genossen. Viel gelesen und geschrieben, den Garten angeschaut, mir den Duft vom blühenden Holunder und den beiden Pfingstrosen um die Nase wehen lassen, lecker gegrillt und - mein Highlight: Drei kleine Kohlmeisen bei ihren ersten Flugversuchen beobachtet. Das war eine Freude, ich war ganz aufgeregt vor lauter gucken!

Jetzt wünsche ich mir eine schöne und richtig gute Woche für mich - das wünsche ich Ihnen auch!

Herzlich

Anja Kolberg

Dienstag, 01 Juni, 2010

Juni-Zeit

Einer der schööönsten Gartenmonate hat heute begonnen. Die Rosen stehen in den Startlöchern, die Lavendelknospen recken sich in die Höhe, die Clematis rankt unermüdlich am Kirschbaum und zwischen den Rosen nach oben und wartet ebenso wie die Iris auf ihre Juniblüte. Der Frauenmantel zeigt schon seinen hellgrünen Flor und wartet darauf, die Rosen in ihrer Blüte zu begleiten.

Auf dem Blatt des Tischkalenders 2010 "Ich mache mich glücklich" - dessen nächste Ausgabe Sie im Herbst für 2011 hier wieder erwerben können - bezaubert die Blüte einer rosaroten Pflingstrose. Ich liebe diese Duftwunder sehr. In meinem Garten darf ich mich auf zwei Blüten in diesem Jahr freuen. Aufgenommen habe ich das Innere der Pfingstrose im grünen Reich meiner Freundin Barbara, wo mindestens zehn unterschiedliche Pfingstrosenbüsche von weiß, hellgelb, hellrosa bis dunkelrosa, gefüllt und ungefüllt um die Wette strahlen. Wirklich ein Traum!

Das Zitat für Juni lautet: "Ich erlaube mir unperfekt zu sein."

Perfekt sein ist für mich ein Synonym für alles richtig machen, nicht anecken, mich so verhalten, dass ich von möglichst vielen Menschen gemocht werde. Diese Annahme kann allerdings zu ziemlichem Stress führen. Dann, wenn ich mich selbst aufgebe, nur um anderen gefallen zu wollen. Beispiel: Wenn mich jemand um einen Gefallen bittet, und obwohl ich keine Lust habe oder es nicht machen möchte, 'ja' sage, aus Angst, der andere mag mich nicht mehr, wenn ich 'nein' sage. Es ist jedoch ein Trugschluss, dass mich andere nur mögen, wenn ich alles für den anderen tue, nur damit er glücklich wird. Erst mal weiß ich gar nicht, ob das den anderen wirklich glücklich macht und zweitens: Ist es gesund, wenn ich mich unglücklich machen muss, damit andere glücklich sein können? Da schüttle ich ganz doll den Kopf!

Wer mich wirklich liebt, der versteht oder respektiert mein 'nein'. Wer mich wirklich mag, der freut sich, wenn ich mich so zeige wie ich bin, auch wenn das bedeutet, dass ich anderer Meinung bin, keine Lust habe, etwas zu tun, was der andere sich wünscht, wenn ich Fehler mache, wenn ich Verabredungen absage - obwohl ich zuerst wollte...

Im Monat Juni will ich mir ganz bewusst erlauben, Fehler zu machen, unperfekt zu sein - und damit ganz besonders ich selbst.

Anja Kolberg

So ist es manchmal...

Hallo Ihr lieben Menschen da draußen in der Welt!

Heute bin ich wegen Hundebauchweh ans Haus gefesselt, obwohl ich eigentlich ins Bergische zu meiner Familie fahren wollte... Schnief. Gestern hatte ich Muffins gebacken, die ich heute mitnehmen wollte. Die werde ich jetzt wohl alleine futtern oder einfrieren... Gut, nützt alles nichts. So ist es manchmal. Heute ist also mein Krankenschwester-Tag inklusive Pfötchenhalten und Bauchkraulen... Ah, jetzt hat sich unsere Minu mit einem Seufzer aufs Sofa geschmissen. Das sieht gut aus. Entspannung...

Seit letzter Woche beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema "Selbstsabotage" und komme so auch wieder in Kontakt mit den Emotional Freedom Techniques (EFT), einer Selbsthilfetechnik, die ich 2002 kennen gelernt habe. Es handelt sich dabei um eine routinierte Klopfakupressur bestimmter Meridianpunkte des Körpers mit dem Ziel, sich von belastenden Gefühlen zu befreien, Blockaden zu lösen und ins seelische Gleichgewicht zu kommen. Damals habe ich die Methode begeistert genutzt - in den letzten Jahren habe ich sie jedoch regelrecht vergessen... bis ich über die Recherche zu Selbstsabotage wieder dort landete. Innere Blockaden können mich davon abhalten, ein Ziel zu erreichen oder ein negatives Gefühl loszulassen. Also obwohl mein Kopf "ja" sagt und ich offensichtlich etwas ändern will, werde ich jedoch nicht aktiv, unternehme keine Schritte. Irgendwas hält mich innerlich davon ab, mein Ziel zu erreichen, freier zu werden.... Es ist, als würde ich gleichzeitig Gas geben und mit dem anderen Fuß eine Vollbremsung machen. Ich sabotiere mich selbst.

 

Beispiel: Ich nehme mir vor, abzunehmen und esse gleichzeitig genau wie vorher weiter. Natürlich gibt es da den inneren Schweinehund, die liebe Bequemlichkeit, die zu überwinden sind - doch daneben gibt es eben auch die innere Blockade, zum Beispiel, wenn ich in Wirklichkeit Angst davor habe, schlank und schön zu sein, weil ich dann nicht mehr von (bisher) Gleichgesinnten gemocht werde oder wenn ich gelernt habe, dass nur dicke Menschen eine starke Psyche haben oder... Vom Verstand her, weiß ich, dass meine inneren Annahmen nicht stimmen, denn um beim Beispiel zu bleiben, natürlich haben auch dünne Menschen eine starke Psyche. Doch in dem Moment wirkt in mir das, was ich irgendwann einmal für mich als wahr angenommen habe. Und diese Annahme arbeitet in meinem Unterbewusstsein gegen mein Ziel, schlanker zu werden. Da diese falsche Wahrheit dort schon sehr lange sitzt, wirkt sie stärker als ein noch so verlockendes Ziel... Solange, bis ich sie entdeckt habe.

Es dauert eine zeitlang, bis man einem solchen Mechanismus auf die Spur kommt. Einmal bewusst geworden, kann man sich aufmachen, die Ursachen - also die blockierenden Einstellungen/Überzeugungen/Erfahrungen aufzufinden und sie aufzulösen... Damit beschäftige ich mich gerade.

Viele Grüße von der bald ehemaligen Sabotage-Königin. :o)

Anja Kolberg

Samstag, 29 Mai, 2010

Verflixter Thron-Kleber!!!

Auf dem Thron pappt irgendein Klebstoff. Mist. Und scheinbar auch ein Betäubungsmittel, das mich dort wie ein hypnotisiertes Häschen verharren lässt.

Ich habe zwar den Entschluss gefasst, nicht mehr auf dem Thron sitzen zu wollen - dennoch dauert es ziemlich lange, bis ich merke: Ich führe schon wieder negative Selbstgespräche mit mir! Gut, zumindest stelle ich es irgendwann fest. DAS ist auch ein Schritt in die richtige Richtung. Ich will mich ja ermutigen.

Doch was lässt mich dort verharren? Es scheint ein ganz fieser Kleber zu sein. Hält bombenfest und betäubt gleichzeitig meine Sinne...

 

Der Name des Superklebers: Gewohnheit.

Was jahrzehntelang (!) einstudiert wurde, übt ziemlich viel Kraft auf mich aus. Es ist gut, wenn ich mir dessen bewusst bin, dann bin ich nicht so schnell entmutigt in meinem Plan, diesen Thron loszulassen.

Ja, es braucht Zeit, Anja. Es gelingt dir mit Übung immer eher, deine negativen Selbstgespräche ("Das kannst du nicht, andere können das... aber du nicht." - "Andere machen das besser als du..." - "Wenn mir jetzt ein Fehler unterläuft...." - "Und wenn was schief geht?" - "Und wenn ich nicht weiter weiß?" - "Ich kann das nicht." - "Ich schaffe das nicht...." "Wenn ich diese Ausbildung hätte, dann würde ich das vielleicht können, aber so...?" - "Ich muss erst noch was erledigen, bevor ich meinen Wunsch verwirklichen kann." - "Erst, wenn ich genug Geld habe, darf ich..." ...) zu erkennen. Es wird dir Schritt für Schritt immer rascher gelingen, sie zu unterbrechen, vom Thron abzuhauen. Raus aus der Routine.

Was dann passiert? Der Kleber trocknet ein und lüftet aus. Seine Klebkraft lässt nach und auch seine betäubende Wirkung auf meine Sinne.

Und dann? Dann bin ich frei. Ja! Ich stehe mir zur Seite, unterstütze und stärke mich, habe Verständnis für mich selbst und meine Selbstsabotage gehört der Vergangenheit an.

Anja Kolberg

Donnerstag, 27 Mai, 2010

Ich will die Krone nicht mehr und auch nicht den Thron

Krone? Thron???

Ich bin Königin. Königin der Selbstsabotage. Auf den Titel, die Krone, den Thron habe ich keinen Bock mehr!

Es nervt, mich dabei zu beobachten, wie ich mich selbst klein mache, wie aus Kanonen kritische Sprüche auf mich feuere. Es ist zum Schreien! Aaaaaaaaaaaaaaaah!

Ich will das nicht mehr. Nein. Nein. Nein. Nein. ..... NEIN!

Sie wissen nicht was ich meine? Ich sabotiere mich selbst, in dem ich mir NICHT gut zurede und mich ermutige, sondern fies zu mir selbst bin, in dem ich mir zum Beispiel sage: "Das kann ich nicht. Ich darf das nicht. Das schaffe ich niemals. Andere können das, aber ich nicht......" Ich erkläre mir, warum etwas, das ich vorhabe, mir erträume, nicht geht - stehe mir im Weg. Was ich bei einem anderen Menschen niemals tun würde, mache ich bei mir selbst.

Das Problem an der ganzen Geschichte: Ich habe mir diesen Thron jahrzehntelang erarbeitet, unbewusst, jeden Tag wurde er ein bisschen massiver. Und was sich so manifestieren konnte, ist nicht mit einem Wimpernschlag oder der bloßen Willensäußerung verschwunden. Der Thron steht da - ziemlich massiv, die Krone sitzt fest. Was mich daszu bewogen hat, so zu denken? Automatische Gedanken, die aus Erfahrungen entsprungen sind, aus gelerntem und nicht überprüften, aus mangelndem Selbstbewusstsein...

Gut ist, dass mir dieses Verhalten bewusst ist. Das ist der Wendepunkt meiner Königinnen-Laufbahn - weg von der Selbstsabotage - hin zur Befreiung und Entfaltung meiner Persönlichkeit.

Ich will diesen Thron und diese Krone nicht länger haben. Ich will den Titel "Königin der Selbstsabotage" nicht länger tragen. Nachdem mir das klar geworden ist, habe ich die Möglichkeit zu handeln und mich auf den Weg zu machen, diese sabotierenden Gedanken durch positive Schritt für Schritt zu ersetzen. Zum Beispiel: "Ich kann das. Ich schaffe das. Ich kann, was ich probiere und übe einfach, bis ich eine wahre Könnerin geworden bin. Ich kann verwirklichen, was ich erträume. Ich gehe auf meinen Wunsch zu. Schritt für Schritt...."

Immer seltener sitze ich auf dem Thron, mache Ausflüge, lege meine Krone ab. Verliere sie vielleicht auf einem der Wege... Eines Tages sieht der Thron so aus:

Wo ich dann bin?

 

Ich gehe weiter auf meinem Weg. Befreit. Erleichtert. Und noch mehr ich selbst!

Anja Kolberg

Dienstag, 25 Mai, 2010

Es fehlt was...

Im vorigen Blogeintrag schrieb ich über das 'auf dem Weg stehen bleiben' und wie schwer es mir fällt. Als ich den Beitrag online las, fiel mir auf, das mir etwas fehlte: Nämlich so richtig traurig zu sein, dass es so ist wie es ist. Dem Ausdruck zu geben.

Das hole ich jetzt mal nach:

 

Da ist erst mal ganz viel Traurigkeit. Tränen.

 

Hoffnungsvoll die Frage danach, ob es überhaupt mal weiter geht.

Gefolgt von der Angst, was wenn nicht?

Schwups, kommt der Trotz in mir durch: Na und - dann bleibe ich eben stehen!

Sekundenbruchteile und die Wut ist da: Warum passiert mir sowas????? Warum habe ich es so schwer????

Daraus entwickelt sich Kraft...

... und ein Gefühl von Freiheit und das Gefühl, etwas geschafft zu haben.

Jetzt ist es besser. Jetzt fühle ich Frieden in mir.

Anja Kolberg

Den Mut haben, stehen zu bleiben

Ich finde es schwer, stehen zu bleiben. Inne zu halten. Anzunehmen, dass es auf dem Lebensweg gerade mal nicht weiter geht. Warum? Weil ich mich vergleiche. Mit anderen, die scheinbar leichten Schrittes ihren Weg gehen.

Es erfordert Mut, stehen zu bleiben. Mich anzunehmen wie ich bin. Mich lieb zu haben, obwohl ich nicht zu denen gehöre, die das tun, was ich u.a. gerade von mir erwarte: Auf dem Lebensweg vorwärts zu kommen. Ziele haben und sie erreichen. - Doch das bin nicht ich. Nicht im Moment. Das tut weh. Richtig doll sogar.

Ich will tun, was ich tun kann und mir zur Seite stehen und mich unterstützen: Ich bin okay, wenn ich stehen bleibe. Ich habe den Mut, das zu tun.

Anja Kolberg

Donnerstag, 20 Mai, 2010

Ich verändere mich

In der Verlagsvorschau des Droemer Knaur Verlags las ich in der Beschreibung des Buches "Eine kleine Philospohie vom Glück" (erscheint Oktober 2010 - hier vorbestellen) der Autorin Marie-Sophie Lobkowitcz, deren Buch "Ich werde da sein, wenn du stirbst" mich berührte und mir gut gefiel.

Klick zum Buch

In der Beschreibung ihres neuen Werkes steht: "Es gibt Menschen, die nie zu wirklichen Entscheidungen kommen. (...) Sie schlagen an jeder Weggabelung Wurzeln. Und je länger sie warten, desto schwieriger ist der nächste Schritt." Die Autorin erzählt von Menschen, die es dennoch geschafft haben, ihrem Leben eine Wende zu geben, und verrät ihre persönliche Philosphie vom Glück: "Wenn ich etwas tue, kann ich etwas falsch machen. Wenn ich nichts tue, mache ich alles falsch."

Ich bin einer dieser Menschen, die an Weggabelungen Wurzeln schlagen, weil sie Angst haben, etwas falsch zu machen. Seufz. Ich brauche diese Zeit. Besonders deutlich zeigt das mein Blogbeitrag über die Entscheidung ein Geschäftstreffen abzusagen. Ich befreie mich aus altem Verhalten. Ich glaube, je mehr ich das mache, desto weniger zögere ich, desto mehr schwindet die Sorge nicht mehr geliebt zu werden - desto mehr werde ich zu der, die ich bin.

Anja Kolberg

Was mir nicht gut tut

Der letzte Beitrag "Manchmal ist es zum Schreien" - ist ein schönes Beispiel für das Kalenderzitat im Mai: "Ich lasse sein, was mir nicht gut tut."

... und dafür, dass die Umsetzung gar nicht mal so einfach ist. Denn wir haben ja einen Grund, warum wir die Dinge tun und nicht lassen. Bei mir war es gestern das Pflichtbewusstsein, doch mir fallen noch mehr Gründe ein, warum es mir schwer fällt, bestimmte Dinge sein zu lassen: Anstand, Ehrgeiz, Angst, nicht mehr gemocht zu werden und anzuecken, innere Sätze wie 'Absagen, das macht man nicht.' oder 'Das gehört sich nicht.' oder 'Was sollen denn die anderen denken....' Seufz. Die Liste könnte ich gefühlt endlos fortführen...

Gerade deswegen fällt es ja so schwer, die Dinge sein zu lassen, die mir nicht gut tun. Diese Regeln und auch Werte (Andere nicht verletzen) haben ihren Grund, warum sie da sind.

Ein Teil in mir gibt resigniert auf. Ich will keinen verletzen. Ich will nicht gegen Regeln verstoßen. Ich will brav und lieb sein und von allen gemocht werden. Also bleibt mir wohl gar nichts anderes übrig, als alles zu tun, was andere von mir wünschen, gleichgültig, ob es mir dabei gut geht oder nicht oder ob ich darauf Lust habe oder nicht.

 

Das fühlt sich ganz schön mies an, trostlos, sinnlos, lähmend.

 

Ich spüre wie beim Betrachten dieses Bildes Wut in mir hochsteigt, gemischt mit dieser Lähmung, doch nichts tun zu können. Mir kommen Worte wie Opfer und Hilflosigkeit in den Sinn.

Das kann es doch nicht sein!

 

Zeit für einen Austausch mit meinem Inneren.

Anja: Ja, was denn?

Innere Stimme: Anja, was machst du gerade?

Anja: Ich mache mich fertig.

Innere Stimme: Was meinst du?

Anja: Ich mache mich runter, warum ich etwas nicht sein lassen kann, dass mir nicht gut tut.

Innere Stimme: Warum machst du das?

Anja: Weil es sich nicht gehört, eine Verabredung abzusagen.

Innere Stimme: Warum nicht?

Anja: Weil ich zugesagt habe.

Innere Stimme: Warum hast du zugesagt?

Anja: Weil ich mich nicht getraut habe, 'nein' zu sagen.

Innere Stimme: Warum hast du dich nicht getraut, 'nein' zu sagen?

Anja: Weil ich zuerst Lust auf das Treffen hatte.

Innere Stimme: Jetzt hast du keine Lust mehr?

Anja: Es ist eine Mischung aus 'Vielleicht wird es mir gut tun. Es ist bestimmt schön, diese Menschen zu treffen.' und 'Ich kenne die Umgebung nicht. Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich habe Angst. Ich weiß nicht, was mich erwartet.'

Innere Stimme: Was ist das für ein Grundgefühl?

Anja: Unsicherheit und Angst.

Innere Stimme: Ich verstehe dich. Das ist keine gute Basis, um zu einem Treffen zu gehen.

Anja: Ja.

Innere Stimme: Und nun?

Anja: Ich fühle mich verpflichtet, weil ich zuerst ja gesagt habe. Das ist nicht fair den anderen gegenüber, die das Treffen organisiert haben.

Innere Stimme: Ja, das stimmt.

Anja: Ich könnte schreien!

Innere Stimme: Dann schrei!

Anja: (halbe Lautstärke in Rücksichtnahme auf die Nachbarn) aaaaaaaaaaaaarg!

Innere Stimme: Du nimmst dich zurück. Warum machst du das Fenster nicht zu und schreist nochmal?

Anja: Ich schäme mich.

Innere Stimme: Würde es dir gut tun, zu schreien?

Anja: Oh ja!

Innere Stimme: Dann tu es auch. Denke mal nur an dich und das, was dir gut tun würde.

Anja: ... schließe das Fenster ... nehme all meinen Mut zusammen.... und schreie... sehr laut... Minu guckt verdutzt hoch... reicht noch nicht... schreie nochmal... das hallt ganz schön... reicht noch nicht... schreie nochmal... es wird leichter. Ich denke mal nicht an die Nachbarn und was die wohl denken mögen...grinse, weil ich an ihre Gesichter denke...

Innere Stimme: Wie geht es dir jetzt?

Anja: Ich fühle mich energiegeladen. Irgendwie besser.

Innere Stimme: Auf zu unserem ursprünglichen Thema. Das Treffen und deine Gefühle diesbezüglich.

Anja: (leise) ja.

Innere Stimme: Möchtest du darüber überhaupt noch reden?

Anja: Ja, natürlich. Es ist wichtig. Ich will nicht einfach meine Gefühle ignorieren, sie wegdrücken und pflichtgemäß das tun, was sich eigentlich doof anfühlt.

Innere Stimme: Bleiben wir bei dem Wort 'doof'. Warum fühlt es sich doof an?

Anja: Weil ich nicht weiß, was mich erwartet. Weil ich nicht weiß, warum ich - was ich davon habe.

Innere Stimme: Spaß?

Anja: Ja, vielleicht, das weiß ich aber nicht.

Innere Stimme: Was könntest du denn davon haben?

Anja: Einen netten Abend. Unterhaltung.

Innere Stimme: Und das ist nichts?

Anja: Doch schon, aber ich habe keine Lust.

Innere Stimme: Manchmal gibt es doch auch Situationen, da hattest du erst keine Lust und dann war es ganz toll. Erinnerst du dich an die Karnevalsveranstaltung an deinem Heimatort, wo du viele Freunde von früher getroffen hast?

Anja: Hm.

Innere Stimme: War das nicht ähnlich?

Anja: Doch schon, nachher war ich froh. Es war schön.

Innere Stimme: Siehst du, vielleicht wird es hier ja auch so laufen.

Anja: (gequält) ja, vielleicht

Innere Stimme: Au weih, es geht dir nicht gut damit, oder?

Anja: Nö.

Innere Stimme: (seufzt) Anja, ich stehe zu dir, was immer du tun willst, gleich wie du dich entscheidest. Ich stehe zu dir.

Anja: Ich komme mir so unzuverlässig vor, wenn ich absage.

Innere Stimme: Nun ja, wenn du erst zusagst und dann absagst, dann ist das ja auch nicht zuverlässig. Das würde ja bedeuten, du sagst ja und tust es dann auch.

Anja: Ja eben. Ich will aber zuverlässig sein. Ich will lieb sein. Ich will glänzen. Brav sein.

Innere Stimme: Das, was du gerade sagst, fühlt sich ganz schrecklich an. In meinem Bauch krümmt sich alles zusammen. Was hast du davon, so zu sein?

Anja: Ich ecke nicht an und werde gemocht.

Innere Stimme: Das kannst du nur vermuten. Genau wissen kannst du das nicht.

Anja: Ja, stimmt. Ich vermute es, weil es eine Erfahrung von mir ist.

Innere Stimme: Was ist denn, wenn diese Erfahrung überhaupt nicht stimmt oder nur ein einziges Mal gestimmt hat und heute nicht mehr stimmt?

Anja: Ich weiß es nicht, du verunsicherst mich.

Innere Stimme: Es ist meine Absicht, das zu tun. Weil ich das, was dich zum Handeln bewegt, hinterfragen will. Du tust Dinge, obwohl du keine Lust darauf hast, obwohl du dich mies fühlst, weil du nicht nein sagen willst, weil du nicht anecken willst, weil du nicht willst, dass die Menschen schlecht über dich reden. Denn wer erst zusagt und dann absagt, der kann damit rechnen, dass die anderen über ihn reden, richtig?

Anja: Ja, richtig.

Innere Stimme: Du willst um jeden Preis geliebt werden.

Anja: Ja, will ich.

Innere Stimme: Das ist ungesund.

Anja: Wieso?

Innere Stimme: Du hast keine Lust, dorthin zu gehen. Du hast keine guten Gefühlen wegen des Treffens, richtig?

Anja: Ja, ich freue mich nicht richtig darauf. Bin unsicher.

Innere Stimme: Genau, und obwohl es dir nicht gut damit geht, willst du es trotzdem tun, richtig?

Anja: Ja, weil ich Angst habe, dass die anderen schlecht über mich reden oder schlecht von mir denken.

Innere Stimme: Du versuchst, Einfluss auf die Gedanken und Gefühle der anderen zu nehmen, in dem du dich möglichst so verhältst, dass du nicht aneckst, richtig?

Anja: Ja, stimmt. Weil ich gemocht werden will. Die anderen sollen eine gute Meinung von mir haben.

Innere Stimme: Weißt du, dass du darauf keinen Einfluss hast, was andere von dir denken?

Anja: (zögerlich nachdenkend) Ich weiß nicht.

Innere Stimme: Du hoffst das. Das ist aber nicht der Fall. Das einzige was du beeinflussen kannst, das bist du selbst. Deine Gedanken. Deine Gefühle. Dein Wohlbefinden. Du wirst die anderen so nehmen müssen wie sie sind, gleichgültig, was sie von dir denken.

Anja: Das tue ich doch auch.

Innere Stimme: Nicht wirklich, denn dann würdest du unabhängig von den Gefühlen und Gedanken der anderen handeln. Das tust du nicht, du versuchst, dich so zu verhalten, dass sie etwas bestimmtes von dir denken, nämlich was positives.

Anja: Ja, stimmt. (nachdenklich)

Innere Stimme: Und genau das ist ungesund, Anja. Es ist, als versuchst du durch dein Verhalten die Richtung des Windes zu bestimmen oder ob die Sonne scheint oder nicht. Ähnlich wie dem Spruch: "Wenn du deinen Teller leer isst, dann scheint Morgen die Sonne." Umgekehrt, wenn du es nicht tust, dann wird's regnen. Weiß du, was ich meine?

Anja: (schüttelt den Kopf)

Innere Stimme: Du glaubst, dass du Dinge beeinflussen kannst, die du nicht beeinflussen kannst. Zum Beispiel, durch dein Verhalten die Gefühle und Gedanken von anderen Menschen zu beeinflussen. Wenn du schön brav bist, dann finden dich die anderen dufte. Wenn du lieb bist, dann mögen dich die anderen. Wenn du aufisst, dann scheint die Sonne. Wenn du tust, was andere von dir erwarten, dann bist du lieb.

Anja: Ja, das glaube ich.

Innere Stimme: Und genau das ist das ungesunde. Du machst dich abhängig von den Gefühlen und Gedanken anderer. Verstehst du, warum das ungesund ist?

Anja: Weil ich das nicht beeinflussen kann, was andere denken?

Innere Stimme: Ja, du machst dich abhängig, du bist nicht mehr frei. Du machst dich zum Spielball der anderen. Nicht, dass die anderen das möchten, du bist dabei der entscheidende Punkt, nicht die anderen. Du lässt das zu, du machst dich abhängig. Du glaubst, nur, wenn die anderen dich lieben, dann bist du in Ordnung. Nur, wenn die anderen gut heißen, was du tust, dann bist du lieb. Nur wenn dir anderen deinen Plänen zustimmen, dann darfst du sie umsetzen. Siehst du die Abhängigkeit?

Anja: Ja, ich sehe sie. Es ist wie ein Band, dass ich einem anderen zuwerfe und der andere bestimmt, je nachdem wie er daran zieht, ob ich mich gut oder schlecht fühle.

Innere Stimme: Genau so ist es. Und der andere weiß größtenteils noch nicht mal von diesem Band.

Anja: Dabei muss ich gar nichts mit den Gefühlen des anderen zu tun haben.

Innere Stimme: Genau.

Anja: Wenn der andere schlechte Laune hat, denke ich 'Oh, was habe ich falsch gemacht?' und fühle mich mies. Die Laune des anderen muss aber gar nichts mit mir zu tun haben.

Innere Stimme: Ja genau. Ob der andere fröhlich ist oder schlecht gelaunt - die Gründe dafür liegen immer in dem anderen begründet. Darauf hast du keinen Einfluss. Es hat mit seiner Geschichte zu tun, mit seinen Werten, Regeln - vielleicht auch mit deinem Verhalten. Es kann sein, muss aber nicht. Das weiß nur der andere.

Anja: Also kann es auch sein, dass der andere sagt: 'Ich finde es klasse, dass du die Verabredung absagst und so gut für dich sorgst.'

Innere Stimme: Das kann natürlich sein. Aber der andere kann auch enttäuscht sein und sagen: 'Ich finde es schade, dass du nicht kommst. Ich habe mich so auf dich gefreut. Ich bin sauer, dass du so kurzfristig absagst, warum sagst du nicht gleich Bescheid?' usw.

Anja: Mir wird klarer, dass ich bisher versucht habe, durch mein Verhalten Einfluss auf den anderen zu nehmen. Und dass ich ein großes Bedürfnis habe, geliebt und gemocht zu werden.

Innere Stimme: Ja, weil du glaubst, nur dann okay zu sein. Du bist aber immer okay, gleich was du machst und sagst. Du bist auch okay, wenn du absagst oder wenn du nein sagst oder wenn du anderen auf die Füße treten musst.

Anja: Aber das will ich nicht.

Innere Stimme: Das weiß ich. Nur geht es manchmal einfach nicht anders. Wenn du eine Verabredung absagst, dann ist der andere vielleicht traurig oder sauer oder was auch immer. Der andere darf so reagieren und ist damit genau so okay wie du es bist. Ihr beide seid völlig in Ordnung. Eure Gefühle, Gedanken... Wichtig ist, dass du unabhängig von der Reaktion anderer - gleich wie die aussehen mag, ob positiv, negativ, gleichgültig.... - das tust, was sich für dich richtig anfühlt.

Anja: (denkt nach) So langsam verstehe ich.

Innere Stimme: Ich weiß, dass dir das schon lange klar ist und dass du die Systematik, das Muster kennst, das sich dahinter verbirgt: 'Wenn du dich so verhältst wie es mir gut tut, dann habe ich dich lieb. Wenn du aufmüpfig bist oder schwierig oder unbequem, dann habe ich dich nicht lieb.' So lautet das alte Muster, das hier in der Situation wirkt. Du kannst dich von dieser Last, diesem alten Muster befreien. Du darfst 'nein' sagen, wenn es dir damit besser geht. Du darfst absagen, wenn es dir nicht gut geht. Auch wenn es schön werden könnte, auch wenn es dir etwas geben könnte, auch wenn du etwas verpasst... Hör auf dein Herz und dein Gefühl. Das ist entscheidend. Du kümmerst dich um dich selbst, auf die anderen hast du keinen Einfluss.

Anja: PUH! Und nun?

Innere Stimme: Ich weiß es nicht. Wie geht es dir denn jetzt?

Anja: Etwas besser. Mir wird klar, warum es mir so schwer fällt, gut für mich zu sorgen, ich bekomme alleine bei dem Gedanken schon wieder Bauchweh. Das Kalenderzitat von diesem Monat 'Ich lasse sein, was mir nicht gut tut.' ist ein ganz schönes Paket.

Innere Stimme: Ja das stimmt. Herausfordernd und wichtig und tiefgreifend.

Anja: (atmet ganz tief durch). Ja. (guckt auf den nächsten Monat, dort steht: 'Ich erlaube mir, unperfekt zu sein.') Boah, das passt ja.

Innere Stimme: Ja, das passt prima. Wenn du gut für dich sorgst, kann es auch sein, dass du aneckst, andere vor den Kopf stößt und damit bist du nicht mehr so pflegeleicht wie bisher. Wenn "pflegeleicht, einfach zu handhaben, immer das 'richtige' tun" - perfekt sein bedeutet - was bedeutet dann unperfekt sein?

Anja: Na, wenn ich tue, was mir gut tut und zum Beispiel die Verabredung absage, obwohl ich vorher zugesagt habe, obwohl ich etwas verpassen könnte, obwohl andere sauer auf mich sein können (was ich ja in Wirklichkeit nicht weiß), obwohl die 'alte Anja' so etwas nie getan hätte... dann bin ich unperfekt.

Innere Stimme: Und, lohnt es sich, unperfekt zu sein?

Anja: Ja, weil alles andere gegen mich selbst geht. Ich will nicht länger funktionieren. Und ich will mich auch nicht länger abhängig machen von den Gefühlen und dem Wohlwollen anderer Menschen. Ich möchte so sein wie ich bin. Ich möchte so sein wie ich mich fühle. Ich möchte zu mir stehen und mich verstehen und zu mir halten, auch wenn ich unbequem bin. Ich erlaube mir, unperfekt zu sein. Ich erlaube mir, sein zu lassen, was mir nicht gut tut. Auch wenn ich damit das große Risiko eingehe, nicht mehr so gesehen zu werden wie ich mir das wünsche, nämlich lieb, nett, freundlich, verbindlich, zuverlässig, lustig, bequem, praktisch... Alles Werte und Tugenden, die auch einengen können. Ja, sie engen mich ganz aktuell ein.

Innere Stimme: Das fühlt sich gut an.

Anja: (atmet wieder tief durch) Ja, das tut es. Wenn auch gleichzeitig ein bischen komisch...

Innere Stimme: Das gehört dazu. Alles neue Verhalten fühlt sich komisch an, weil es neu ist. Es ist wie durch den Dschungel querfeldein statt auf der breiten bekannten Straße zu gehen. Das ist völlig anders, daran muss man sich erst mal gewöhnen.

Anja: Okay. (fängt wieder an zu grübeln) Was soll ich jetzt machen? Soll ich absagen oder nicht?

Innere Stimme: Das weiß ich nicht. Was möchtest du denn am liebsten?

Anja: Ich möchte zu Hause bleiben.

Innere Stimme: Dann hast du doch deine Antwort.

Anja: Aber es tut so weh.

Innere Stimme: Das stimmt. Das gehört dazu. Es gehört dazu, auszuhalten, dass du anderen vielleicht weh tust, sie enttäuscht. Ent-Täuschung bedeutet auch, den Schleier fallen zu lassen. Die Täuschung war, dass du so getan hast, als hättest du Lust, um den anderen zu gefallen.

Anja: Aber ich möchte die anderen nicht enttäuschen.

Innere Stimme: Du entscheidest. Du erinnerst dich, du kannst nicht beeinflussen, ob die anderen enttäuschst sind oder nicht, das bestimmen alleine die anderen.

Anja: Ja stimmt. Ich will den anderen nicht weh tun.

Innere Stimme: Ich weiß. Auch das kannst du nicht beeinflussen. Die anderen entscheiden, ob du sie damit verletzt oder ob sie Verständnis für dich haben oder oder oder.... All das ist okay. Das gehört nicht in deinen Machtbereich. Damit überschreitest du die Grenze des anderen. Lass den anderen ihre Gefühle. Kümmere dich nur um deine Gefühle. Das ist dein Hoheitsbereich.

Anja: Aber es ist so schwer.

Innere Stimme: Ja, das stimmt. Es ist schwer. Veränderung ist schwer.

Anja: Ich brauche noch Hilfe.

Innere Stimme: Welche Hilfe brauchst du?

Anja: Die Gewissheit, dass alles gut wird und dass ich das darf.

Innere Stimme: Gut, dann fragen wir die weise Achtzigjährige in dir um Rat.

Anja: Wird alles gut werden?

Achtzigjährige: Natürlich wird alles gut werden, Anja. Mach dir keine Sorgen.

Anja: Aber darf ich das denn, absagen?

Achtzigjährige: Natürlich darfst du das. Du darfst alles.

Anja: Aber was ist mit den Folgen?

Achtzigjährige: Was soll damit sein?

Anja: Verbaue ich mir damit nicht etwas?

Achtzigjährige: Ich kann dir nicht sagen, was gewesen wäre, hättest du dich damals anders entschieden. Ich kann dir nur sagen, dass es mir gut geht.

Anja: Also habe ich damals abgesagt?

Achtzigjährige: Dazu möchte ich nichts sagen, Anja. Ich will dir nicht die Entscheidung abnehmen. Das kannst du nur heute entscheiden. Im Alter sind einfach andere Dinge wichtig und ich habe heute andere Gefühle als früher. Heute sind deine aktuell, Anja, und die alleine zählen.

Anja: Ich möchte am liebsten schreien.

Achtzigjährige: Ja, du möchtest schreien, weil du beides willst: Du willst gut im Licht stehen und keinen Schaden hinterlassen. Doch beides geht nicht. Entscheide heute nach deinen Gefühlen, alles andere liegt nicht in deiner Hand. Vielleicht wirst du Ansehen verlieren, vielleicht wirst du Angst haben, vielleicht wirst du dich schlecht fühlen, vielleicht wirst du dich aber auch großartig fühlen, weil du dich ernst genommen hast, vielleicht wirst du Ansehen gewinnen... Das alles sind Blicke in die Zukunft, die dich jetzt nicht weiter bringen.

Anja: Warum nicht?

Achtzigjährige: Weil du die Folgen nie ganz abschätzen kannst. Einen Schritt nach dem anderen. Hör mal auf deine Lust und deine Freude: Hast du Lust, die Verabredung anzunehmen?

Anja: Nein, ich fühle mich aber schlecht bei diesem Gedanken.

Achtzigjährige: Warum?

Anja: Weil ich die anderen nicht verletzen will. Ich mag die anderen, aber ich fühle mich nicht freudig, wenn ich an das Treffen denke.

Achtzigjährige: Okay, jetzt hast du die Möglichkeit, über dein Wohlbefinden zu entscheiden. Denn das tust du, das ist deine Aufgabe: Gut für dich zu sorgen. Wenn du ganz frei wählen könntest, was würdest du dann am liebsten tun?

Anja: Nicht gehen, aber da ist auch die Neugier, was aus den anderen geworden ist.

Achtzigjährige: Es geht eben nicht alles, Anja. Du zahlst immer einen Preis für deine Entscheidungen. Du kannst nicht beides haben: Deine Neugier befriedigen und dich wohl fühlen.

Anja: (horcht auf) Wieso nicht?

Achtzigjährige: Sag du es mir.

Anja: Nun, wenn ich mich für das Treffen morgen präparieren könnte, so dass es mir gut geht, dann könnte ich mich wohlfühlen, würde allen anderen nicht auf die Füße treten, ich wäre geliebt und geschätzt, ich würde Neues erfahren, würde mir nichts verbauen...

Achtzigjährige: Du versuchst, zu funktionieren. Du versuchst, in ein Raster reinzupassen, dich dem anzupassen, was du glaubst, dass andere von dir erwarten. Genauso dass du glaubst, die anderen würden dich dann mögen. Es kann auch ganz anders sein, zum Beispiel, dass die dennoch denken: 'Was für eine doofe Kuh'. Nicht dass sie das tun, aber du kannst anderen nicht hinter die Stirn schauen und das willst du. Du willst kontrollieren.

Anja: Aua.

Achtzigjährige: Stimmt es?

Anja: Ja.

Achtzigjährige: Siehst du, das ist das Problem. Du willst kontrollieren, was nicht in deinem Machtbereich steht.

Anja: Grmpf.

Achtzigjährige: Es gefällt dir nicht.

Anja: Nein.

Achtzigjährige: Das ist okay und gehört dazu. Du darfst darüber traurig sein. Du darfst wütend sein. Du darfst Angst haben. Du darfst dir Sorgen machen. Alles ist okay. Du willst von mir die Erlaubnis haben, damit du nicht die Verantwortung tragen musst. Die bekommst du aber nicht von mir.

Anja: Na toll.

Achtzigjährige: Du bist wütend.

Anja: Ja! Ich finde das total blöde!

..................................

Nach dem Dialog habe ich all meinen Mut zusammen genommen und abgesagt. Es war sehr wichtig für mich, keine Ausrede zu benutzen, sondern über meine wirklichen Gefühle zu sprechen. Nach der Absage habe ich mich erst schrecklich gefühlt, dann war ich stolz, dass ich so auf meine Gefühle geachtet habe. Es fühlt sich immer noch komisch an, das darf es auch. Es ist für mich neues Verhalten, wirklich meine Gefühle und Bedürfnisse konsequent ernst zu nehmen. Neues Verhalten (Urwald statt breite Straße) fühlt sich komisch an.

Doch je öfter ich den Urwaldweg gehe, desto bekannter wird er für mich. Eines Tages gehe ich ihn blind. Dann ist es ein gewohntes Verhalten von mir, ohne Gewissensbisse gleich zu sagen, was ich fühle. Ja, das möchte ich: Noch ehrlicher zu mir selbst und anderen sein. Mich unabhängig von der Bewertung anderer machen. Auch zu den 'nicht so angesehenen' Gefühlen wie Unlust zu stehen und damit ganz zu mir zu stehen. Verständnis für mich haben. Mich wichtig nehmen. Mir erlauben, so zu sein wie ich bin.

Anja Kolberg

Montag, 17 Mai, 2010

Manchmal ist es zum Schreien

Ich stehe vor einem Glaskasten. Innendrin schwebt ein goldener Umschlag mit der Lösung. Die Anleitung, was ich tun muss, damit es mir besser geht, ich fühle mich nicht so dolle. Aber keine Möglichkeit an das goldne Ding ran zu kommen, es gibt weder ein Schloss noch eine Türe im Glaskasten. Schon alles untersucht. Genau an der Stelle möchte ich am liebsten laut schreien - aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah! Vor lauter Wut, weil ich nicht weiß, wie ich an den Umschlag komme.

... ein bischen Zorn scheint auch dabei...

... könnte auch der Schlachtruf einer Kriegerin sein! Hey, das gefällt mir, denn darin liegt ganz viel Kraft und Energie. Mit der könnte ich einem Karatekämpfer den Glaskasten in Einzelteile zerlegen und so an die Lösung kommen. ... aber Gewalt fühlt sich nicht gut an.

Wie kann ich damit umgehen? Der Schrei hat schon mal geholfen, meine Gefühle auszudrücken. Immer noch rot im Gesicht fühlt es sich jetzt schon ein bischen besser an.

An den Umschlag bin ich aber noch immer nicht rangekommen.

Ich vermute ja nur, dass sich darin die Anleitung zum "Wie es mir besser geht" befindet. Vielleicht ist es so. Vielleicht ist dieser Glaskasten aber auch nur ein Sinnbild für etwas. Er ist ja durchsichtig und ich kann den goldenen Umschlag sehen. Vielleicht ist der Kasten ein Sinnbild für mich selbst, der goldene Umschlag ein Hinweis auf mein Inneres und der vermutete Inhalt ein Sinnbild für die Lösungen, die in mir schlummern?

Das gefällt mir. Ich will doch die Lösung in mir selbst finden und nicht im äußeren. Das passt. Zeit für einen Dialog mit meinem Inneren.

Anja: Stimmt das Bild? Ist der Glaskasten mit dem goldenen Umschlag eine Metapher für mein Inneres und dass die Lösung in mir selbst liegt?

Innere Stimme: Natürlich!

Anja: Okay. Dann sag mir doch mal bitte, wie es mir besser gehen kann. Was kann ich tun? Was soll ich tun?

Innere Stimme: Halt, nicht so schnell. Du willst viel zu schnell vorwärts kommen. Das tut dir nicht gut. Du brauchst viel mehr Zeit. Die willst du dir aber nicht geben. Deswegen hast du auch so Kopfschmerzen.

Anja: Aha. Doof. Ich will jetzt aber die Lösung. Jetzt gleich will ich wissen wie es mir besser geht!!!!! Maaaaaaannnnoooooo!

Innere Stimme: Ich sehe dich schon wieder rot angelaufen schreien. Du bist unglücklich, dass es nicht so läuft wie du es gerne willst.

Anja: (mault) Ja und, was ist daran so schlimm?

Innere Stimme: Daran ist gar nichts schlimm. Es ist einfach so.

Anja: Ja und? Wie soll mir das bitte schön weiter helfen?

Innere Stimme: Du bist sehr angespannt.

Anja: Ja.

Innere Stimme: Schau dich gerade mal um, ob dich etwas in deiner Umgebung stört.

Anja: Ja, das Fenster ist offen und der Straßenlärm und das Geräusch eines Kompressors nerven mich.

Innere Stimme: Dann mach das Fenster zu.

Anja: (wieder maulend) Ja gut, aufstehen ist aber lästig... so habe ich gemacht.

Innere Stimme: Ist es jetzt besser?

Anja: Nur ein bischen.

Innere Stimme: Was stört dich noch?

Anja: Der Rechner ist so laut.

Innere Stimme: Dann mach den PC aus.

Anja: Ja, dann kann ich hier aber nichts mehr schreiben und nicht mehr weiter arbeiten.

Innere Stimme: Ja und? Dann ist das jetzt eben so. Du kannst jetzt nichts mehr am PC schreiben und auch nichts anderes machen. Dafür gehen aber vielleicht deine Kopfschmerzen weg und du entspannst dich endlich. Das ist doch ein Grundproblem. Du sagst, du fühlst dich nicht gut.

Anja: Ja.

Innere Stimme: Aber die Lösung suchst du im Außen. Dabei liegt die Antwort so nah: Schau, was dir ganz konkret gut tut und was nicht. Was tut dir gerade nicht gut?

Anja: Das Rechnergeräusch.

Innere Stimme: Was würde dir jetzt gut tun?

Anja: Den Rechner ausmachen. Wärme, eine heiße Dusche, mich hinlegen, japanisches Heilpflanzenöl auf die Stirn.

Innere Stimme: Da hast du die Anleitung für die Lösung, Anja. So einfach - und offensichtlich auch gleichzeit so schwer - ist das. Die Welt geht nicht unter, wenn du jetzt den Rechner ausmachst. Du tust dir etwas Gutes, auch wenn sooooo viel liegen bleibt und du deswegen erst mal ein doofes Gefühl hast. Glaube mir, es wird sich auszahlen, dass du dir jetzt was Gutes tust, viel mehr als jetzt noch eine Stunde und noch eine Stunde und noch... hier zu sitzen und dich zu quälen. Kannst du das annehmen?

Anja: Ja. Na gut. Ich versuche es und mache den PC jetzt aus, stelle mich unter die heiße Dusche und bin mir eine ganz besonders liebevolle und umsorgende Mama.

Tschööööö

Anja Kolberg

Freitag, 14 Mai, 2010

Die große Wirkung der kleinen Schritte

Kennen Sie das Pareto-Prinzip? Es beruht auf den Erkenntnissen des italienischen Ökonoms Vilfredo Pareto. Der entdeckte Ende des 19. Jahrhunderts, dass 80% des Volksvermögens 20% der Bevölkerung gehörten. Diese 80/20-Regel fand sich in vielen Bereichen wieder: In einem Geschäft machen 20% der Waren 80% des Umsatzes aus. Bekannt ist die Regel auch aus dem Zeitmanagement, nämlich 20% der eingesetzten Zeit machen schon 80% des Ergebnisses aus.

Warum ich von dieser 80/20-Regel berichte? Weil sie mir zu Beginn von Projekten Mut macht, denn 80% vom Ergebnis beruhen auf 20% meines Einsatzes. Heißt: Die kleine Schritte am Anfang brauchen nicht viel Zeit, machen aber schon 80% meines Erfolgs aus. Es lohnt sich daher, loszugehen - kleine Schritte haben eine große Wirkung auf mein Gesamtergebnis!

Was nach dem Gehen der ersten kleinen Schritte auch noch passiert, ist ein Domino-Effekt - viele andere Dinge kommen dadurch in Bewegung - mein Projekt verselbstständig sich - die Kraft der sich in Bewegung setzende Dominosteine hilft mir ebenso!

Das ist ein fröhliches und sinnvolles kleine Schritte gehen!

Ihre Anja Kolberg

Dienstag, 11 Mai, 2010

Das Kind in mir zum Hüpfen bringen

Samstag Nachmittag habe ich spontan im Blumenladen ausgeholfen. Blumen von Blättern befreit, angeschnitten, in Wasser gesetzt, kleine Gestecke gemacht. Das hat mir ganz doll Freude gemacht. Nach drei Stunden stehen - völlig ungewohnte Körpersituation für mich - war ich erschöpft, Rücken und Füße schmerzten - doch vor allen Dingen glücklich. Als ich abends im Bett lag, konnte ich gar nicht einschlafen. Wälzte mich hin und her. Und her und hin. Und hin und her. Stundenlang. Ich war so aufgewühlt, konnte nicht zur Ruhe kommen. Als ich dann nach innen blickte und schaute, wie es meinem inneren Kind ging, wusste ich warum: Meine kleine hüpfte freudestrahlend über eine Wiese und lachte und jauchzte: "Das war so schön, so schön, so schöööööön! Juchuuuuu!", landete sie rücklings im hohen Gras, Arme und Beine ausgestreckt und den Himmel anlachend. Kichernd schlief sie ein.

Die ganze Nacht träumte ich vom Blumenladen, band Sträuße, lachte, guckte Blumen an, roch an ihnen... Pure Freude und Lebensenergie. Am nächsten Morgen war ich ziemlich kaputt - und immer noch glücklich. :o)

Was für ein Geschenk, was für eine Kraft, die ich da in mir gespürt habe. Ich will dieses Glücksgefühl noch oft spüren. Hüpfende Freude. Kinderlachen in mir.

Eine zufriedene und glückliche

Anja Kolberg

Montag, 10 Mai, 2010

Einen Schritt nach dem anderen

In meinem Leben kommt es vor, dass ich ungefähr weiß, in welche Richtung ich gehen will, aber keine Idee habe, wie ich dorthin komme. Ich sehe einfach nicht, wie es weiter geht, sehe den nächsten Schritt nicht. Meine Ungeduld wird stetig größer.

Hier meine ich nicht klar benennbare Ziele wie: "Ich will wissen, wie ein Motor funktioniert." oder "Ich will nach Paris.". Was ich meine sind eher leise und wertvolle Gefühlsziele wie "Ich will unabhängig von der Meinung anderer sein." oder "Ich will für mich gesund damit umgehen können, dass andere sauer auf mich sind." Dinge, wo ich nicht einfach im Internet suchen oder andere fragen kann, weil die Antworten und der Weg in mir selbst liegen und nur dort zu finden sind.

Bis mir überhaupt erst mal klar geworden ist, in welche Richtung ich gehen will, habe ich schon einen mächtigen Weg hinter mich gebracht. Vielleicht sehe ich den nächsten Schritt gar nicht, weil es erst mal an der Zeit ist, Pause zu machen. Den Rucksack absetzen.

Die Picknickdecke auf einer sehr schönen Stelle auf einer weichen Wiese ausbreiten. Dann aus dem Rucksack was zu trinken und was zu essen auspacken, um mich zu stärken. Inne halten. In die Ferne gucken. Auf den Weg schauen, den ich zurück gelegt habe. Den Moment genießen, wenn die Sonne mich an der Nase kitzelt. Innerlich zur Ruhe kommen. Im Rucksack kramen, ob da was drinn ist, das ich nicht mehr brauche und an dieser Stelle zurück lassen kann. Vielleicht ist ja ein kleiner Watzmann in der Tasche, der mich unnötig runtergezogen hat, den ich aber bisher brauchte. Den kann ich dann als schönen Wegstein an meinem Rastplatz setzen als Sinnbild für meinen Entwicklungsschritt und fortan leichter meinen Weg weiter gehen.

Habe ich an diesem Rastplatz so einige Zeit verbracht, vielleicht ein Nickerchen gemacht, mir die Zeit genommen, die ich brauche... vielleicht sogar noch ein bischen länger, um den Sternenhimmel an dieser Stelle meines Weges noch zu geießen... Vielleicht hat sich dann in der Zwischenzeit ein Teil meiner Ungeduld verflüchtigt, vielleicht hat sie im Stein Platz genommen. In mir hat sich einiges neu sortiert. Ich bin klarer geworden über meine Situation, über mich selbst.

Wenn ich spüre, es ist soweit, weiter zu gehen, dann schaue ich, was mein erster Schritt sein kann. Vielleicht geht der genau bis zu einem Busch, das passiert genau dann, wenn vor mir noch kein anderer den Weg gegangen ist, den ich gehen möchte. Und ich gehe diesen ersten Schritt. Schaue, wie ich mich fühle. Vielleicht entdecke ich dann hinter diesem Busch einen weiteren Schritt oder eine schöne Blume, die mich anlächelt oder ein Eichhörnchen, das vorüberhuscht und mir so einen Glücksmoment schenkt.

Und dann gehe ich den nächsten Schritt. Immer, das, was möglich ist. In dem Tempo, das geht. Einen neuen Rhyhtmus finden. Spüren, ob der Untergrund mich hält oder ob ich einen Umweg machen muss oder...

Einen Schritt nach dem anderen.

Anja Kolberg

Donnerstag, 06 Mai, 2010

Das Gute an Streit und Leid

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es eine gute Seite an einem Streit gibt, zum Beispiel mit meinem Partner: Ich setze mich in der Zeit des Streits intensiv mit mir selbst und unserer Beziehung auseinander, schreibe viel Tagebuch, habe intensiven Austausch mit mir selbst wie sonst nie in 'guten' Zeiten. Mein Mann und ich sind, wenn das klärende, 'heilende' Gespräch zwischen uns stattgefunden hat, uns viel näher als Wochen und Monate zuvor. Wir haben uns ein wenig mehr kennen gelernt, das ist auch nach 18 Jahren Beziehung noch möglich und sind uns bestimmter Dinge bewusst geworden. Auch ich selbst habe mich noch mehr kennen gelernt. Das empfinde ich als eine schöne und wichtige Erfahrung und Entwicklung.

Auch im Leid, ich meine hier speziell das körperliche, liegt etwas sehr kostbares für mich, so ist meine persönliche Erfahrung: Die Erkenntnis, dass etwas in meinem Leben nicht stimmig ist und die Chance/der Impuls, mein Leben zu verändern. Die akute Situation ist für mich immer grausam, denn dann habe ich Schmerzen, ich kenne des Ausgang der Krankheit nicht, weiß nicht, wann es mir wieder besser geht, alles ist nur öd und grau und blöd und ungerecht...

Ist diese Phase jedoch vorbei, gewinne ich Hinweise auf meine Verhaltensweisen und auch Denkmuster, die nicht gesund sind und mit zu meiner Krankheit geführt haben. Das gibt mir die Chance, mich zu verändern. So ging es mir nach dem Brustkrebsverdacht, der mich im Sommer 2000 völlig unerwartet traf. Danach habe ich u.a. meine Teilzeitstelle gekündigt und mich in Therapie begeben, bei der deutlich wurde, dass ich mich viel zu wenig um mein Wohlbefinden gekümmert hatte. Ich begann daraufhin, meine Hobbies zu reaktivieren. Das Buch von Louise L. Hay über die psychosomatischen Gründe von Krankheiten war mir eine Hilfe. Ich hatte nach dem Verdacht alles auf den Kopf gestellt - und langfristig gewonnen: Mein Leben wurde reicher.

Ein Jahr später erwischte mich ein Bandscheibenvorfall, ich konnte mich noch gut bewegen, keine Gründe in der gut laufenden Selbstständigkeit auf die Bremse zu treten. Mein Körper schickte mir also noch einen Hinweis in Form eines Hexenschusses. Zusammen mit dem Bandscheibenvorfall war es mir kaum mehr möglich lange zu sitzen, geschweige denn zu gehen... Totalausfall. Gerade war mein Buch erschienen, Lesungen geplant... All diese Termine musste ich absagen, das war ein Schmerz für mich. Gefühlte Ungerechtigkeit pur... Ich konnte mich in dieser Zeit nur noch auf meinen Körper konzentrieren und in sehr kleinen Schritten vorgehen: Eine zeitlang Liegen, dann wieder etwas spazieren gehen, dann wieder sitzen... Von Tag zu Tag ging es Schrittchen für Schrittchen besser.

In dieser Zeit begann ich den Dialog mit meinem Körper, die Basis für meinen mir heute so wichtigen Austausch mit meiner inneren Stimme. Ich beschäftigte mich intensiver mit der Balance zwischen Arbeit und Leben, mietete ein externes Büro an, um mir die Trennung zwischen beiden Bereichen leichter zu machen. Vorher war ich so glücklich gewesen, in meiner Selbstständigkeit nach qualvollen Jahren als Angestellte endlich das zu tun, was mir wichtig war, dass ich sieben Tage in der Woche gearbeitet habe. Ein Ausgleich war kaum vorhanden. Durch die Signale meines Körpers kam ich diesem Missverhältnis auf die Spur. Es gab wieder arbeitsfreie Samstage und Sonntage. In der Woche nahm ich mir auch frei, im Coaching konzentrierte ich mich mehr auf die Arbeit mit der inneren Stimme, und in der beruflichen Veränderungsberatung legte ich den Focus auf die Wege abseits der glatten Karriereautobahn, hin zum Weg des Herzens.

All diese schmerzvollen Wegabschnitte waren rückblickend so wertvoll und wichtig für meinen Weg, für meine Arbeit als Coach, für mich als Frau und als Mensch. Unbestritten: All das zu sehen, war mir in der akuten Krisensituation nicht möglich, zu groß der Schmerz, die Unklarheit, die Wut... So ist das in solchen Momenten eben. Der kostbare Kern solcher Erfahrungen zeigt sich erst, wenn aus dem Samenkorn ein Pflänzlein gewachsen ist, das größer und größer wird und Blüten und eines Tages auch Früchte trägt.

 

Es tut mir gut, mir das immer mal wieder bewusst zu machen und mich daran in Krisenzeiten zu erinnern.

Anja Kolberg

Mittwoch, 05 Mai, 2010

Ich habe Verständnis für mich selbst

Ich kann nicht erwarten, dass andere Menschen mein Verhalten, meine Bedürfnisse, meine Wünsche, meine Haltung verstehen. Auch wenn das ein großer Wunsch von mir ist. Eine Hoffnung.

Und sich nicht verstanden zu fühlen, kann unglaublich weh tun. Verstanden werden ist für mich so ein Gefühl wie angenommen zu sein, gesehen zu werden. Jemanden begegnen, der mich verstehen will, der wirklich Interesse an mir hat, ist ein Himmelsgeschenk.

Doch was, wenn das nicht der Fall ist? Wenn ich mich unverstanden fühle oder nicht auf Menschen treffe, die mich verstehen möchten?

Dann kann ich das tun: Verständnis für mich selbst haben. Meine Argumente zu verstehen. Meine Gefühle nachvollziehen können. Meine Geschichte zu sehen. Denn dafür bin ich da: Um für mein Wohlbefinden zu sorgen. Und wenn kein Mensch auf der Welt mich versteht, ich kann es tun: Mich verstehen.

Und das fühlt sich wunderbar an: Von einem Menschen auf der Welt wirklich ganz und gar verstanden zu werden. Es lindert auch das Bedürfnis, von anderen verstanden werden zu wollen.

Mich selbst verstehen, für mich da sein - tut einfach gut.

Anja Kolberg

Hannelore Elsner über Eigensinn

Im Kölner Stadt-Anzeiger antwortete am Wochenende in der Reihe "Wie stehen Prominente zu den wichtigen Fragen des Lebens?" die Schauspielerin Hannelore Elsner auf die Frage "Schadet zu viel Eigensinn, Frau Elsner?" Was sie darauf antwortete, hat mir sehr gefallen. Hier der Link zum Artikel in der Rubrik Sinnfrage auf der Internetseite des Kölner Stadt-Anzeiger.

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2010, 1. Halbjahr

Dienstag, 04 Mai, 2010

Gut so

Ich hänge gefühlsmäßig noch im Thema des letzten Monats: "Ich habe Verständnis für mich selbst."

Heute früh hatte ich einen Zahnarzttermin. Zwei Stunden. Ich bin vor Zahnarztterminen oft aufgeregt, befürchte Schmerzen und bin zudem recht schmerzempfindlich, das Geräusch des Bohrers geht mir durch Mark und Bein. Jetzt könnte ich beschwichtigend zu mir sagen: 'Hab dich doch nicht so. Ist schon nicht so schlimm.' Ich nehme meine Bedürfnisse und Gefühle jedoch ernst und habe Verständnis für mich in dieser Situation.

Deswegen sorge ich so gut es geht für mich: Ich nehme mir ausreichend Zeit für die Anreise. Zu Hause habe ich mir einen MP3 Player mit Meditationsmusik vorbereitet und in die Tasche gepackt, der mich von den Bohrgeräuschen ablenkt. Der Zahnärztin habe ich gesagt, dass ich Angst habe und ich die Hand hebe, falls ich eine Pause brauche. Ich bin ruhiger, wenn ich weiß, was geschieht, deswegen habe ich die Zahnärztin vor der Behandlung gebeten, mir zu erklären, was sie macht. Und ebenfalls zur Beruhigung habe ich einen kleinen Metallengel eingepackt, der inzwischen herrlich warm in meiner Hand war. Ich mag nicht, wenn mir die Spritze weh tut, also habe ich die Zahnärztin gebeten mit dem Spiegel an der Wange zu wackeln, um mich abzulenken. Das hat ein anderer Zahnarzt mal einfach so bei mir gemacht und ich hatte mich gewundert, dass ich die Spritze nicht gemerkt habe. Bewährtes wird übernommen.

Schon als ich die Meditationsmusik anmachte, hätte ich einschlafen können. Ich war ziemlich locker bei dem Termin, die Zahnärztin und die Helferin waren beide sehr freundlich und ich habe mich trotz des zweistündigen anstrengenden Termins gut gefühlt. Jetzt lässt langsam die Betäubung nach und ich merke, was ich da so ausgehalten habe.

Ich bin stolz auf mich, dass ich so gut für mich gesorgt habe, weil ich meine Schmerzen und meine Angst ernst genommen habe. Weil ich Verständnis für mich selbst gezeigt habe. Damit kann ich es mir auf meinem Weg um einiges leichter machen.

Anja Kolberg

Montag, 03 Mai, 2010

Mai 2010

 

Das neue Blatt des Tischkalender 2010 zeigt eine herrlich blaue Kornblume vor sattgrünem Hintergrund. Durch den Regen der letzten zwei Tage ist das Grün draußen wie explodiert. Das Dankeschön der Natur für den heißersehnten Regen. Wochenlang kam kaum ein Tropfen vom Himmel. Das Foto entstand im Garten meiner Großmutter im Bergischen Land.

Der Text auf dem Kalenderblatt: "Ich lasse sein, was mir nicht gut tut."

Manchmal meine ich, ich müsste etwas tun, obwohl es mir nicht gut tut. Ich kann mich von dieser Last befreien und gut für mich sorgen, in dem ich sein lasse, was mir nicht gut tut.

Warum sich das lohnt? Ich lebe gesünder, ich achte auf mich und meine Bedürfnisse, ich sorge gut für mich. Meine Seele singt und mein Herz lacht.

Anja Kolberg

PS: Der Tischkalender 2010 "Ich mache mich glücklich" ist ausverkauft. Im Herbst können Sie den neuen Kalender für 2011 im Webshop kaufen. Wenn Sie automatisch darüber informiert werden möchten, tragen Sie sich in den Newsletter ein.

Donnerstag, 29 April, 2010

Glücklich

Freundliche frisch bezogene Räume mit Aussicht in einen schönen Garten. Duftender Tee. Leise Entspannungsmusik. Wohlfühlatmosphäre. Zwei aufmerksame, liebevolle Augen und ein wacher Geist - ein Mensch, der ausschließlich mir seine Aufmerksamkeit schenkt. Warmes, duftendes Öl tropft auf meinen Körper. Zwei wissende Hände massieren meinen Körper. Für eine Stunde war ich Prinzessin, Königin, Himmelbewohnerin - vor Entspannung hätte ich fast geschnarcht, hm, war das schöööööön!

Ob ich das geträumt habe? Nein. Ich habe gestern Nachmittag eine Ayurvedische Ganzkörper-Ölmassage bei Bruni Quabach genossen, das Weihnachtsgeschenk meines Mannes eingelöst. Ein Traum. So viel Wohlfühlen, angenommen sein in meiner Fülle, sein dürfen wie ich bin. Liebe und Aufmerksamkeit nur für mich. Traumhafte Wirklichkeit!

Sobald ich daran denke, entspanne ich schon wieder.... Hmmm..... Wenn Sie Lust bekommen haben, hier ist der Link zur Webseite mit Fotos vom neu eingerichteten Reich.

Grüße von der Entspannungsinsel

Anja Kolberg

Dienstag, 27 April, 2010

Bummel durch den Garten

Heute früh packte mich die Lust, all die schönen Blüten und Pflanzen, die im Garten bereits mein Herz erfreuen, mit der Kamera einzufangen. Ich lade Sie herzlich auf einen Streifzug durch meinen kleinen, feinen grünen Raum ein:

 

Die weißen Blüten des Steinbrech strahlen unter dem kleinen Ahorn oberhalb des Bachlaufes. Die dunkelroten Blätter des Ahorns haben sich in den letzten Tagen entfaltet.

 

Gleich daneben die Blüten des Blaukissens - in manch anderen Gärten bilden sie ganze Blütenteppiche, ich freue mich schon über acht Blüten... vielleicht hat die Pflanze bei mir nicht den richtigen Standort.

 

Auch wenn es so aussieht, als seien die Blüten des Immergrün genau so groß wie die des Blaukissen: Stimmt nicht, die vom Immergrün sind bestimmt doppelt so groß.

 

Das Lungenkraut blüht unermüdlich in rosa und blau, die gepunkteten Blätter mag ich besonders gerne.

 

Diese Pracht wartet auf den Umzug in meinen Büro-Blumenkasten.

 

Eine Kübelbepflanzung, die mal gelungen ist (ohne Zwiebel-Knabberangriffe von Maus oder Eichhörnchen): Vergissmeinicht und rote Tulpen.

Die bezaubernden Blüten unseres Säulenapfels. Wie es ausschaut, gibt es trotz seines Umzugs an einen neuen Standort dieses Jahr auch wieder eine reiche Apfelernte!

Die Pfingstrose hat bereits eine Knospe. Letzten Herbst habe ich sie von der Terrasse, wo sie seit der Garten-Umgestaltung vor zwei Jahren in einem großen Kübel lebte, zurück in den Garten gesetzt, nachdem ich im Beet von einigen Sträuchern Abschied genommen hatte. In den Jahren auf der Terrasse gab es keine Blüte, nur schwarze Knospen, die verkümmerten. Das tat weh, denn gerade die Pfingstrose liegt mir so am Herzen. Die Staude habe ich aus einem alten Bauerngarten geerbt. Ich hoffe, es klappt in diesem Jahr mit der Blüte.

Obwohl ich nicht damit gerechnet habe, kommt der Rittersporn wieder. Seine Blätter strahlen schon in einem herrlichen Grün.

Diese besondere Blütenbälle der Zierkirsche entdeckte ich heute früh direkt am Stamm. Mal was anderes.

Clematis mag ich sehr, obwohl sie bei mir an manchen Standorten der Clematiswelke zum Opfer fallen... Ich gebe nicht auf! Hier klettert eine rosafarbene Sorte bereits am Kirschbaum hoch.

Der Samenansatz an der Christrose ist deutlich zu erkennen. Die Blüten haben mich die letzten Wochen erfreut, als außer den Narzissen noch nichts blühte.

Hinten im Beet hat die hellgrüne Funkie in den letzten Tagen einen unglaublichen Start hingelegt, nicht mehr lange und die ersten wunderschönen Blätter entfalten sich.

 

Direkt daneben die Hortensienbüsche. Zwei sehen super aus, zwei haben arg unter dem Frost gelitten, ab und an kommen grüne Blätter aus dem Holz, mal sehen, wie weit ich die Zweige stutzen muss.

 

Auf die Blüte des Zierlauchs freue ich mich ganz besonders. Sieben Zwiebeln habe ich im Herbst gepflanzt, es könnten von meiner Lust her gut 100 sein, sooooo schön finde ich die lilafarbene Kugelblüte.

Wenn mich nicht alles täuscht, sind das die Spitzen von Maiglöckchen. Letztes Jahr bekam ich sie als Staude geschenkt und habe sie mit Vertrauen ins Hochbeet gepflanzt. Sie scheint sich bei uns wohl zu fühlen, was mich besonders freut.

Das ist ein neuer Gartenbewohner oberhalb vom Teich: Ein Zierahorn mit hellgrünen Blättern und dunkelroten Zweigen. Macht sich toll.

Über den Teich-Fachhandel bestellten wir letztes Jahr eine Asiatische Iris, deren weiße Blüte einfach toll im Prospekt aussah. Doch kaum eingepflanzt dachten wir, sie schafft es nicht, ihre Blätter waren das reinste Trauerspiel. Um so größer die Freude in diesem Jahr: Kräftig grün die frischen Blätter. Oh, ich freue mich schon auf die Blüte!

Zu guter letzt die frisch geschlüpften Blätter der Hochstammrose Parole, deren pinkfarbenen riesigen Blüten einen unbeschreiblich schönen Duft verströmen werden... bald... bald...

Grüße aus der kleinen grünen Oase

Ihre Anja Kolberg

Montag, 26 April, 2010

Vertrauen

 

Vertrauen
dass es besser wird
auch wenn noch rundherum alles grau
wenn kein Ende in Sicht

da ist doch die Ahnung
dass es anders sein kann

das Gefühl, ich bin noch immer getrennt
von meinem wirklichen Leben
von all der Lebendigkeit
dem Glück
dem Frieden
der bunten Fröhlichkeit
der grenzenlosen Liebe

da ist dieser Funke
Vertrauen und Hoffnung
in mir

wissend, ich bin
getrennt von all dem bunten
leben
doch das Leben ist stärker
als all die dicken Mauern
als alle Hürden, die mich
noch davon trennen
von meinem wirklichen Leben

das Leben ist stärker
überwindet die Mauern
gelangt ohne dass ihm
irgendetwas Einhalt bieten kann
zu mir

Darauf kann ich vertrauen.

Auf den Schwingen der Zeit
kommt das wirkliche Leben
leichtfüßig zu mir geflogen
durchbricht Mauern
findet Schlupflöcher
fliegt über Grenzen hinweg

Das Leben bin ich.
Ich bin das bunte Leben.
Ich bin das wirkliche Leben.
Das sich entfaltet
erblüht
wächst
erstrahlt.

Keine Mauer hält ewig.
Das Leben ist für mich.

Dieser Funke ist längst
eine Flamme
voller Licht und Wärme
bunt springt das Leben
und ich erwache
wie aus einem bösen Traum.

Ich lebe!
Mein Leben.
Mein wirkliches, erfülltes
und buntes Leben.
Meine Wirklichkeit.

Mich.

Anja Kolberg

Frieden in mir

 

Ein Moment der Stille
in mir
Frieden
Leichtigkeit
Ruhe

Ganz bei mir selbst
wächst die Zuversicht
auf ein Leben
in Freiheit
und Unabhängigkeit
in Liebe mit mir
bewusst, welche Liebe
um mich herum und in mir ist
und darauf wartet
gelebt zu werden

Freudige Glücklichkeit
Grenzenloses Austoben
und Ausprobieren

Mich finden
in mir
und in spielerischer Abgrenzung
zu meiner Umwelt

Vertrauen und Zuversicht
Hoffnung und Gelassenheit

Ich bin
einfach
Ich selbst

Anja Kolberg

Freitag, 23 April, 2010

Ich möchte das nicht

Mein Liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieblingssatz! Sie kennen die Kaffee-Werbung von Hape Kerkeling (als Gisela und Wolfgang)? Darin sagt sie immer: "Ich möchte das nicht!" Dieser Spruch ist mein neuer Lieblingssatz, immer, wenn ich etwas nicht will. Es war im Urlaub schon ein Runing Gag zwischen meinem Mann und mir, der auch damit anfing... Noch nie ist es mir so leicht gefallen, zu sagen, wenn ich etwas nicht will. :o)

Danke Hape Kerkeling!

Anja Kolberg

PS: Auf die Idee mit dem Satz bin ich übrigens gekommen, als ich Weihnachten beim Trash-Wichteln Tassen erstanden habe, die glatt wie Giiiiiiiselaaa-Tassen aussahen. :o)

Donnerstag, 22 April, 2010

Frühlingssonne

Himmlisch die wärmenden Strahlen der Sonne. Das Erblühen der Natur, alles wächst. Der Garten wird grüner und grüner. Ich genieße mein kleines Paradies.

Endlich habe ich eine (Ab-)Lösung für meine unzähligen Terracotta-Kübel auf der Terrasse gefunden. Viele von ihnen sind im Winter dem Frost zum Opfer gefallen, auch die vom Rosenbogen. Tiefe Risse, abgeplatzte Ränder... Schnief... Eine Alternative musste her. Mindestens zwei Jahre schon suchte ich nach einem ca. 1 qm großen Hochbeet für die Terrasse, in dem alle meine Rosen Platz finden, damit die Kübel weg können und auf dem ich idealerweise noch am Rand Platz nehmen kann, um den Duft der Blumen genießen zu können.

Eine gute Idee wollte mir nicht einfallen, Holzkübel in der Größe gab es nirgends, ich sah uns schon Steine aufschichten, mit Holz eine Konstruktion bauen... bis es jetzt beim Blick in einen Baumarktprospekt Pling machte: Ein Sandkasten aus Holz, 1,25 x 1,25 m, natürlich mit Sitzfläche! Damit die Mindesthöhe von 50 cm für Rosen erreicht werden konnte, haben mein Mann und ich kurzerhand zwei übereinander gebaut. Mit dem Stecksystem war das ganz einfach, die Sitzflächen des unteren Kastens wanderten in den Keller. Ist richtig stabil und sieht prächtig aus! Von innen haben wir die in den Holzkübeln typische Folie befestigt, Erde und Tonscherben (davon hatten wir genug...) hinein und die Rosen und Stauden umgepflanzt. Zum Schluss von außen noch mit dunkler Holzlasur angestrichen. Fertig! Ich bin glücklich, dass sich völlig unerwartet eine so einfache Lösung gefunden hat. Der Pflanzsandkasten. Mein kleines Gartenwunder 2010.

Ich freue mich schon darauf, wie sich der Garten in diesem Jahr entfalten wird. Niemals hätte ich vor acht Jahren damit gerechnet, dass gerade der Garten zum Quell meiner Lebensfreude und zum Energielieferant wird. :o)

Anja Kolberg

Mittwoch, 14 April, 2010

Lesevergnügen

Urlaub bedeutet auch immer Zeit zu lesen für mich. Die drei besten Schmöker habe ich Ihnen vorgestellt. Als erstes habe ich den leichten Krimi "Kreuzstich Bienenstich Herzstich" gelesen, dann folgten himmlische Zeiten mit "Wolkenspiele" und zum Schluss die Krönung mit "Die Mondspielerin". Von Buch zu Buch wurde es besser, intuitiv hatte ich mir die richtigen Bücher gegriffen. Das letzte - "Die Mondspielerin" war mein absoluter Favorit. Danach konnte ich erst mal keinen Roman mehr lesen, weil dieser so schön war und kein anderes Buch, das ich in die Hand nahm, dem Stand halten konnte!

Also habe ich mich in die beiden Sachbücher gestürzt, die ich dabei hatte. Beide kann ich empfehlen und haben sich wunderbar ergänzt:

"Aussöhnung mit dem inneren Kind", wo ich mich sehr wiedergefunden habe. Ich arbeite zwar schon lange mit der inneren Stimme, dem inneren Kind, doch das Modell des liebevollen Erwachsenen war mir neu. Damit habe ich Lust, zu arbeiten. Mir gefällt auch, wie die Autorinnen die Zusammenhänge und Ursprünge beschreiben.

"Vom Glück sich selbst zu lieben. Wege aus Angst und Depression" - das vierte Buch, das ich schon von Psychotherapeut Heinz-Peter Röhr gelesen habe. Alle seine Bücher haben mir ausgesprochen gut gefallen, sie waren lehrreich und lesenswert. Auch dieses hier, das anhand des Märchens "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren" erklärt wie man dem Glück sich selbst zu lieben wieder auf die Spur kommen kann.

Auf der Hinfahrt haben wir Arne Dahls "Falsche Opfer" angehört. Volle Konzentration war wegen der schwedischen Namen und vielen Details von Nöten. Der Schluss war nichts für meine zarte Seele. Auf der Rückfahrt dann "Die Anstalt" von John Katzenbach, welches mir bis auf einige Längen besser gefiel, vor allen Dingen musste ich mich nicht so doll konzentrieren und die Einblicke in eine Anstalt fand ich spannend. Bisher ist aber keines unserer Fahrthörbücher an die Unterhaltsamkeit und Leichtigkeit von Harpe Kerkelings "Ich bin dann mal weg" rangekommen.

Anja Kolberg

Montag, 12 April, 2010

Ich finde Veränderung...

... verflixt schwer!

Es ist eine Sache, mir bewusst zu werden, wenn in meinem Leben etwas nicht gut für mich ist und ich die Gründe dafür verstehe. Doch damit ist noch nichts verändert. Denn die andere und für mich viel schwerere Sache ist, mein Verhalten zu ändern, so wie es gut für mich ist. Was über Jahre oder Jahrzehnte einstudiert wurde, ist eben nicht durch einen Fingerschnipp auf einmal weg. Das hätte ich natürlich gerne. Mein zweiter Vorname lautet nämlich Ungeduld...

Mark Twain wird dieses Zitat zugeschrieben, was sehr gut dazu passt: "Eine Angewohnheit kann man nicht aus dem Fenster werfen. Man muss sie die Treppe hinunterboxen, Stufe für Stufe."

Ein Beispiel: Ich sabotiere mich durch negative Selbstgespräche wie "Ich kann das nicht. Andere können das. Aber ich bin nicht gut genug." oder "Ich darf das nicht." Das bewusst werden, dass solche Gespräche überhaupt in mir stattfinden, ist ein erster wichtiger Schritt.

Dann kommt jedoch das, was mir so schwer fällt: Wenn diese automatischen Gedanken ablaufen, innerlich ein Warnblinklicht zu zünden, das ein "STOPP" in mir hervor ruft.

Inne halten und merken, was gerade passiert. Damit habe ich die Chance, den Automatismus zu unterbrechen und dann die negativen Gedanken in positive Gedanken umzuwandeln:

"Ich habe mich lieb. Ich bin gut genug. Ich kann das. Ich schaffe das. Ich lerne und darf Fehler machen. Ich bin eine gute Gesprächspartnerin. Ich bin begehrenswert."

Ich hoffe und vertraue darauf, dass es von mal zu mal leichter wird, meine negativen Gedanken zu bemerken, sie zu stoppen, umzuwandeln und ganz besonders, dass die positiven Gedanken auch einen Automatismus entwickeln. Durch diese liebevollen Gedanken stärke ich mich selbst, meine Lebensenergie, beflügle meine Ideen, werde zu meinem eigenen Fan. Das ist so wichtig!

Mit dem Herzen auf dem Weg

Anja Kolberg

Freitag, 09 April, 2010

Erwachsen werden

Verantwortung für mein Wohlbefinden übernehmen.

Unabhängig werden.

Gut für mich selbst sorgen.

Mich selbst glücklich machen.

Meine Gefühle und Bedürfnisse wahrnehmen.

Mir Aufmerksamkeit schenken.

Mich achten, wertschätzen und mich lieb haben.

All das zusammen bildet eine gute Grundlage, um zufrieden zu leben. Ab meinem vierzigsten Lebensjahr möchte das tun: Liebevoll und erwachsen mit mir umgehen.

Anja Kolberg

Donnerstag, 08 April, 2010

April: Verständnis

Von Januar bis April wurden die Blätter des Tischkalenders immer farbenfroher, das war ohne Absicht und freut mich jetzt um so mehr, denn das Aprilbild ist so ein fröhlich bunter Augenschmaus - ähnlich wie die Natur mehr und mehr ihre Farben entfaltet.

 

Auch als Hintergrundbild für meinen Computer ("Wallpaper") entwickelt es so eine Strahlkraft, ich spüre wie mir diese Fröhlichkeit gut tut.

Der Text über dem Tulpenstrauß: "Ich habe Verständnis für mich selbst." Wie oft bin ich unzufrieden mit mir, weil ich etwas nicht so geschafft habe, wie es in meiner Vorstellung möglich gewesen wäre? Wie oft setze ich mein Inneres unter Druck, jetzt müsse ich doch endlich wissen was ich will - dabei ist mein Inneres noch längst nicht soweit? Es sind die Momente, wo ich von mir erwarte etwas zu sein oder ein bestimmtes Verhalten zu zeigen, was gar nicht mir selbst entspricht oder nicht mehr entspricht. Und in solchen Momenten lädt der April ein, inne zu halten, den inneren Gesprächen zu lauschen und mich zu fragen, warum ich so handle oder nicht handle.

So mache ich einen Schritt auf mich selbst zu, lerne mich besser kennen und entwickle Verständnis für mich selbst. Ich lerne, mich selbst mehr zu lieben. Liebevoll mit mir umzugehen, statt hart und unnachgiebig. Das ist der Anbeginn vom Glück.

Anja Kolberg

PS: Der Tischkalender 2010 "Ich mache mich glücklich" ist ausverkauft. Im Herbst können Sie den neuen Kalender für 2011 hier kaufen. Wenn Sie automatisch darüber informiert werden möchten, tragen Sie sich in den Newsletter ein.

Dienstag, 06 April, 2010

Da bin ich wieder!

Hallo und herzliche Grüße aus Köln. Nach vier Wochen Blogfasten bin ich frisch erholt zurück am Schreibtisch. Es ist mir schon schwer gefallen, nicht meinen spontanen Impulsen im Blog Raum zu geben, die letzten drei Wochen war es ein bischen leichter, weil ich gar keinen Internetanschluss hatte. Statt dessen das Meer vor der Türe. Über meinen 40. Geburtstag waren wir an die Nordseeküste Dänemarks gereist. Ein Ferienhaus nur zwei Meter vom Strand entfernt mit einer Woche Schnee bei Ankunft, dann wechselhaftem Wetter von Nebel bis strahlendem Sonnenschein, herrlicher Aussicht, Wellenrauschen, Windgeräuschen, über Düne und Meer ziehende Möwen, atemberaubendem Wolkenspielen, Sonnenuntergängen und Leuchtturmlicht bei Nacht. Das Foto stammt von unserer Terrasse.

Ich hätte meinen 40. Geburtstag nicht schöner feiern können. Vorher hatte ich mir überlegt, was mir wichtig ist - schließlich blickte mich ja beständig mein Kalenderblatt mit "Ich mache mich glücklich" an. Was also wollte ich an meinem 40. Geburtstag erleben, damit er nicht untergeht wie jeder andere Urlaubstag? Ich sah eine Torte mit Kerzen, die ich auspusten konnte, der Raum geschmückt, Geschenke. Also besorgten wir vor dem Urlaub fertigen Kuchenteig ("Tarte au Chocolate", sehr lecker), ich nahm eine Backform mit, wir kauften einen "Happy Birthday" Schriftzug, eine Biene-Maja-Wimpelkette, eine Sonnengirlande und 40 Kerzen. Ich wollte mir selbst was schenken, also suchte ich mir eine schöne Gartenzeitschrift aus, die ich als Geschenk verpackte, ebenso wie eine Schachtel Pralinen. Eine Flasche Sekt landete ebenfalls im Gepäck.

Als ich an meinem Geburtstag aufstand, hatte mein Mann schon das Wohnzimmer geschmückt, nach dem Spaziergang mit Minu gab es Sektfrühstück mit Lachs. Meine Mutter und meine Tante hatten sogar Briefe geschickt, am Nachmittag packte ich meine Gartenzeitschrift aus. Was für eine Wonne, denn dort gab es höchstens im nächsten Ort - eine - Zeitung in deutscher Sprache. Nach einem Mittagsschläfchen dann ein langer Spaziergang am Strand zu dritt und anschließend die Torte mit 40 Kerzen auspusten. Zum Abendessen kochte mein Mann den im Hafen gekauften Lachs mit einer leckeren Sektsoße und Bandnudeln. Rundherum gelungen! Es war ein ganz besonderer Tag wie ich es mir gewünscht hatte. Auch dass mein Mann den ganzen Tag frei hatte und wir den Tag so miteinander verbringen konnten ohne die üblichen Ablenkungen des Alltags, war auch etwas besonderes. So würde ich meinen 40. Geburtstag jederzeit wieder verbringen!

Im Urlaub habe ich einige wunderbare Bücher gelesen. Von Buch zu Buch wurde es noch besser. In den nächsten Tagen werde ich sie hier vorstellen. Die Fahrt zurück war dann eine Reise in den Frühling. Während es in Dänemarks Norden, wir waren an Noerlev Strand zwischen Hirtshals und Loenstrup, noch winterlich aussah, wurden die Wiesen, je näher wir auf Köln zufuhren, grüner und grüner. Ich konnte es gar nicht fassen. Zu Hause war Frühling und ich hatte zum Glück noch nicht viel vom Blühen der Zwiebelblumen in meinem Garten verpasst. Beim ersten Spaziergang mit Minu zu Hause fühlte ich mich wie ein kleines Kind zu Weihnachten. Nur diesmal war nicht der Weihnachtsbaum geschmückt, sondern die Natur hatte sich selbst geschmückt: Die Forsythien blühten, Narzissen und Traubenhyazinthen waren erwacht, an den Bäumen die ersten grünen Blätter, am Wegesrand Felder mit lila Veilchen und gelben mir unbekannten Blüten. Was für ein Geschenk!

Zu Hause wartete das Osterfest auf uns, liebe Gratulationen, ein geschmückter Eingang mit einer 40 und Geschenken von meiner Blumenfreundin Petra. So viele Überraschungen. Wunderbar!

Die lange Rückreise steckt mir immer noch in den Knochen. So langsam sind wir wieder hier angekommen, doch es braucht noch Zeit. Die Waschmaschine macht gerade Überstunden und mir fehlt der endlose Blick aufs Meer, die Muscheln am Strand und die Konzentration auf die wesentlichen Dinge, die mich dort umgab. Hach, schön!

Anja Kolberg

Montag, 08 März, 2010

Blog-Fasten

Ich mache vier Wochen lang Blog-Fasten (mir gefällt das Wort immer mehr). Pause vom öffentlichen Schreiben. Nach Ostern geht es hier wieder weiter im Blog.

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Bis dann ist hoffentlich der Winter in der Natur ebenso Vergangenheit wie der lange unerbittliche Winter, den ich innerlich spüre. Mit dem Winter würde ich gerne Lasten der Vergangenheit abstreifen wie ein Kleidungsstück, das nicht mehr zu mir passt. Mich hinaus wagen aus meiner sicheren Höhle, wie sich die Pflanzen gen Sonne recken und mit jeder Stunde Helligkeit mehr ihre Lebensgeister entfalten. Mutig einen Schritt auf mich selbst zugehen.

Anja Kolberg

Mittwoch, 03 März, 2010

Knospe des Lebens

Ich brauche den Frühling zum Leben. Mit jeder Zelle meines Körpers und allen Ebenen meiner Seele sehne ich mich nach der kommenden Jahreszeit. Mit Freude beobachte ich jede grüne Spitze, die sich aus dem sattbraunen Gartenboden erhebt. Glücklich halte ich inne, wenn mich die Strahlen der Sonne streifen. Das Gezwitscher der Vögel lässt mich aufatmen. Jede Stunde des Tages, die länger hell ist, lässt meine Lebensgeister erwachen. Meine Phantasie genießt schon das Blühen der Forsythien und die Magnolienblüte. Wärme. Duft. Farben. Klang. Leben.

Frühling - endlich zeigst du sanft deine Möglichkeiten. Die Quelle des Neubeginns und der Wandlung.

Auch wenn der Winter in den nächsten Tagen wieder vorbeischauen will, so weiß ich: Es sind nur seine Abschiedsgrüße. Die Kraft des Frühlings lässt sich nicht ewig aufhalten. Dafür bin ich nach dem langen, harten Winter so unendlich dankbar!

Anja Kolberg

Dienstag, 02 März, 2010

Das Über-den-Berg-Gefühl

Genau das habe ich heute früh. Die Sonne scheint in mein Zimmer und ich kann sie genießen. Ich sehe auf das März-Kalenderblatt, erfreue mich an den Farben, der Frühlingsstimmung und denke: Ja, wie könnte ich mich glücklich machen?

Das Über-den-Berg-Gefühl bezeichne ich den Moment, wo ich spüre, dass es mir in einer Erkältung Schritt für Schritt besser geht statt wie am Wochenende immer noch schlimmer. Ich konnte die erste Nacht richtig gut durchschlafen, das bedeutet mir schon viel. Und die Hühnersuppe gestern, die hat mir so richtig gut getan. Von innen hat sie mich gewärmt, mein Kopf wurde für einen Moment frei... Herrlich. Das hat selbst das selbst gemixte Kräuter-Dampfbad nicht geschafft, aber gut, das war ja auch zwei Tage früher...

Ich genieße den Moment, wo ich spüre, die Erkältung ist zwar noch da, aber jetzt geht sie Schrittchen für Schrittchen. Juchu!

Anja Kolberg

Montag, 01 März, 2010

März: Zeit für's Glück (?)

 

So ein schönes Kalenderblatt, das Lust auf Frühling macht, Lust auf's Leben und seine Möglichkeiten. Dazu noch der Spruch: 'Ich mache mich glücklich.'

Als ich heute früh das neue Blatt erblickte, wollte ich es am liebsten gleich wieder wegpacken. Zuviel des Guten für mich heute. Seit Tagen quält mich eine Erkältung, an ruhige Nächte nicht zu denken, dazu noch Minus Windangst, die diese Nacht zusätzlich fürs Wachbleiben sorgte. Dann noch Bauchweh und trübe Stimmung. Ist fast nicht zu toppen. Heute früh bekam ich von einem Bekannten, der von mir gehört hatte, dass es mir nicht gut geht, den lockeren Spruch gedrückt: 'Wir sollten dann mal in die Krankenhäuser fahren. Wenn man die Leute sieht, die sind noch viel schlechter dran, da geht es uns doch gut.' Worauf ich ehrlich sagte: 'Das wollte ich jetzt nicht hören und es hilft mir auch nicht weiter, eher geht es mir jetzt noch schlechter.' Eine andere Kundin, die zuhörte, grinste. 'Was mir wirklich geholfen hätte, wäre ein 'Oh, Erklältung, das ist aber doof' - also eine Portion Mitleid. Die würde mir helfen.' Darauf hin kam von ihm ein lang gezogenes 'Oooooh' und schwups, ging es mir schon ein bischen besser. Geht doch! Ich fühlte mich ernst genommen.

Als ich heute mittag wieder aufs Kalenderblatt schaute und wegen meiner immer noch bedrückten - Ich-bin-krank-und-es-will-gar-nicht-besser-werden-Stimmung das Blatt wieder gegen den Februar tauschen wollte, fiel mir Hühnersuppe ein. Das wär was. Hühnersuppe ist gut bei Erkältung. Als auf in den Laden, Zutaten gekauft, geschnippelt, alles in einen großen Topf. Der kocht jetzt unten vor sich hin und duftet himmlisch. Damit geht es mir jetzt schon ein riesen Stück besser.

... vielleicht ist die Hühnersuppe ja auch gut für meine Seele und ich mache mich so heute zumindest ein kleines bischen glücklich...

Anja Kolberg

Mittwoch, 24 Februar, 2010

Sie sind da!

Herrlich! Heute früh der Blick in den Garten, Schnee und Minusgrade sind Geschichte. Was entdecke ich da? Die ersten Schneeeeeeeeeeeglöckchen! Ist das schön! Und dazu scheint auch noch die Sonne, die Vögel zwitschern. Der Früüüüüühling ist nah! Das Zwitschern der Vögel im Frühling ist übrigens nicht nur Revierabgrenzung, sondern auch mit einer Kontaktanzeige zu vergleichen: Die Männchen locken damit die Weibchen an und verteidigen ihr Revier. Eine tolle Idee hat der Naturschutzbund: Auf deren Seite gibt es ein Quiz rund um Vogelstimmen: Anhören, raten und dann mehr über die Vögel erfahren. Gefällt mir sehr! Hier geht's zum Vogelstimmen-Quiz

Die Sonne hat mich so beflügelt, dass ich die stehengebliebenen Hortensienblüten ebenso wie die Gräser abgeschnitten habe. Sieht gleich geputzt aus im Garten. :o) Gestern habe ich mir passend zu meiner Deichwiese und den inzwischen eingetroffenen Schafen ein kleines flauschiges Schaf auf meinen Schreibtisch gestellt. Bisher lebte es in unserem Esszimmer. Bei Petra-Ute im Blumenladen fand ich ein Steinbrech, ein Steingartengewächs, das mich an eine Blumenwiese erinnert. Daran mümmelt das Schäfchen jetzt. Damit es in Shauns Herde passt, müsste ich es eigentlich schwarz anmalen. Aber warum sollte es nicht das einzige weiße Schaf in einer Herde Schwarzkopfschafe sein?

Mümmelnde Grüße

Anja Kolberg

Dienstag, 23 Februar, 2010

Leopardenblut***
Lesen, lesen, lesen...

So ging es mir die letzten Tage. Ursache: Ein Roman, der mich nicht mehr losließ. Ich musste (!) wissen wie die Geschichte um die Mediale Sascha und den Gestaltwandler Lucas ausgeht. Fast zweihundert Seiten habe ich bis tief in die Nacht gelesen, obwohl ich wusste, dass ich heute sehr früh rausmusste. Das heißt schon was bei mir. Gegen zwei Uhr lag ich im Bett, endlich war auch die letzte Seite verschlungen.

Was mich besonders freut: Vor einer Woche habe ich mich mit Wehmut daran erinnert, dass ich im Sommer mal früher frei gemacht habe, um mich genüsslich auf die Terrasse zu setzen und mich dort in die nächsten Seiten eines Romans zu stürzen. Ich habe mir gewünscht, dass mir das endlich wieder passiert: Ein Buch, das ich gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Nun, wie Sie sehen, hat sich mein Wunsch erfüllt! *Hüpf*

Ich habe schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr ein so sinnliches, gefühlvolles, spannendes, übersinnliches Buch gelesen. Genau meine Wellenlänge:

In einer Fantasiewelt in rund 100 Jahren leben drei Gruppen von Menschen: Gewöhnliche wie wir heute sind. Mediale, die über übersinnliche Fähigkeiten wie zum Beispiel Telepathie oder Telekinese verfügen und deren Gehirne in einem virtuellen Netz, ähnlich unseres Internets miteinander verbunden sind. Sie fühlen sich als überlegene Rasse, definieren sich ausschließlich über ihren Verstand und haben sich alle Gefühle abtrainiert. Gestaltwandler, die sich von einer Menschengestalt in ein Tier verwandeln können und über deren Fähigkeiten wie Geruchs- oder Gehörsinn verfügen.

Die Mediale Sascha soll im Auftrag ihrer Mutter ein Bauprojekt mit Gestaltwandlern durchführen. Lucas, Rudelführer der Darc River Leoparden, bietet ihnen die Zusammenarbeit an. Auf beiden Seiten herrschen Misstrauen, tiefe Verletzung und hinter der geschäftlichen Oberfläche lauert bei beiden einen geheimer Auftrag.

Die Autorin Nalini Singh beschreibt das Verhalten der Leoparden präzise, es ist eine Freude den Liebkosungen des Rudels beizuwohnen, ich möchte die kleinen Leoparden gerne streicheln, ihr Fell fühlen. Ich empfinde es einen Geniestreich, die Gefühle und Stärken der Tiere dem kalten Handeln und Wirken der Verstandesrasse gegenüberzustellen und so zu zeigen wie oft wir uns über die Tiere hinwegsetzen und gar nicht deren Schönheit, Einzigartigkeit und Stärke sehen. Der Stil von Singh gefällt mir, selbst die Liebesszenen sind voller Gefühl und Erotik und in nicht anrüchig.

Zuerst dachte ich "Fantasy Romance" - was ist das? Jetzt kann ich nicht genug davon bekommen und bestelle mir gleich das zweite Buch. :o) Anja Kolberg



Donnerstag, 18 Februar, 2010

Mich ganz zeigen...

... das fällt mir schwer. Es wird zwar mit den Jahren leichter, aber ich habe immer noch Angst. Angst vor Bewertung, Angst davor, mich lächerlich zu machen, Angst, nicht ernst genommen zu werden oder wenn ich mich von meiner schwachen, traurigen Seite zeige, Ratschläge zu bekommen (die ich auf keinen Fall haben will!).

Das Problem dabei ist: Ich mache mich abhängig. Abhängig von dem, was von außen kommt. Wenn es gut ist, geht es mir gut. Ist es schlecht, geht es mir schlecht, dann zweifle ich an mir selbst, kritisiere mich, mache mich klein...

Ich wünsche mir, unabhängig von den positiven/negativen Reaktionen anderer meinen Weg zu gehen.

Zu mir zu stehen. Mich ganz zeigen wie ich bin: Meine Wünsche. Meine Hoffnungen. Meine Ängste. Meine Meinung. Meine Traurigkeit. Meine Verletzungen. Meine Wut. Meine Scham. Meine Ungeduld. Meine Stärken. Meine Talente wirklich leben. Meine Ideen verwirklichen. Das Leben führen, das ich mir erträume. Das ist mein Ziel und mein Wunsch.

Ich traue mich im mir möglichen Rythmus, ganz ich selbst zu sein und Verantwortung für mein Wohlbefinden, für mein Leben zu übernehmen.

Anja Kolberg

Schön!

Nach dem Zahnarzttermin heute früh brauchte ich unbedingt eine große Portion Wellness: Frisörbesuch.

Das Ergebnis war nicht beabsichtigt, gefällt mir jedoch ausgesprochen gut: Experiment gelungen. Willkommen an der Lockenfront. Mal wieder schnipp-schnapp. :o) Diesmal gibt es auch ein Foto von mir - gleich vor der frisch gestrichenen hellblauen Wand... vage kann man da auch meine weiße Papiermöve entdecken.

 

Das ausgeschnittene Wohnmobil will noch nicht so recht auf der Wand halten. Sie wird zu einer riesig großen Zielcollage für mich. HÜPF! Das ist mein Wunsch: Einen Teil des Jahres mit dem Wohnmobil durch Europa fahren, Mann und Hund dabei, dabei Schreiben, Fotographieren und mit den Ergebnissen meinen Lebensunterhalt bestreiten. :o) Klingt das nicht himmlisch?

Shaun lässt übrigens noch auf sich warten. Davon habe ich glaube ich im Blog bisher nichts geschrieben. Ich habe ein Wandsticker von dem putzigen Schaf und seiner Herde entdeckt. Dabei bilden sie alle eine Pyramide, oben auf Shaun mit dem Fernglas in die Weite blickend. Das Bild hat mir so viel Freude gemacht und es passt hervorragend zu meinem Wandbild: Schafe auf dem Deich. Sie halten Ausschau nach all den wundervollen Dingen, die bereits hinter dem Horizont auf mich warten. HÜHÜPF!

Daran habe ich immer mehr Freude. Wie sich diese Wand so entwickelt hat. Herrlich. Ich überlege schon, was noch auf die Wand gehört. Die größte Collage meines Lebens!

Die Sonne scheint hier in Köln, blauer Himmel, es ist ca. 9 Grad, Frühlingsgefühle kommen auf. Schöööööön!

Anja Kolberg

Donnerstag, 11 Februar, 2010

Karneval?

Ich hab' keine Lust auf Karneval. Sieht man schon daran, dass heute Weiberfastnacht ist, wir kurz vor 14 Uhr haben und ich stocknüchtern und im Alltagsoutfit am Schreibtisch sitze. Rundherum wird gefeiert, Kostümierte begegnen mir wie Aliens auf der Straße. Den einzigen Karnevalszug, den ich mir in echt anschauen werde, ist der Zug am Dienstag, der an unserem Haus vorbei zieht. Dafür brauch ich noch nicht mal vor die Türe. Vielleicht sehen wir am Montag den Rosenmontagszug von Köln im TV an und abends eine Kölner Sitzung. Vielleicht...

Grundsätzlich bin ich kein Karnevalsmuffel, als Jugendliche war ich sogar sehr aktiv im Karneval. Jetzt genieße ich mal die andere Seite der tollen Tage, denn was mir besonders gut gefällt: Es ist so herrlich still draußen. Weniger Autos auf den Straßen, fast so ruhig wie an einem Heilig Abend. Herrlich, wie ein Miniurlaub! Und um das zu genießen, brauche ich auch keine rote Pappnase.

Schöne Karnevalstage!

Anja Kolberg

Dienstag, 09 Februar, 2010

Chaos-Zeit

Moin moin aus Köln,

Samstag war mal wieder Zeit für einen Anstrich in meinem Büro. Ich brauchte blau, einen Horizont, Weitblick. So kaufte ich schnellentschlossen hellblaue Farbe und strich die obere Hälfte einer Wand hellblau. Ich atmete auf. Es fehlte noch etwas, wenn ich auf diese Wand blickte, so mischte ich aus meinen Acrylfarben einen mittelblauen Streifen, der jetzt das grüne vom hellblauen trennt. Mit meiner Phantasie blicke ich von meinem grünen Standpunkt hinaus aufs Meer und sehe endlosen Himmel. Herrlich!

Die Lösung mit dem PC im Schrank ist nicht ideal, kann so nicht gut arbeiten. Mein Mann meint, ich arbeite in der Augsburger Puppenkiste. :o)

Da will also auch eine neue Lösung her. Die wird schon noch kommen. Wie heißt doch das Motto des Monats: 'Ich gebe mir die Zeit, die ich brauche.' Also darf hier im Büro Chaos sein. Im Chaos liegt die große Chance, dass etwas Neues heraus entstehen wird. Die Zeit gönne ich mir jetzt.

In dem hellblauen Teil wollte ich ein Wandtattoo-Zitat anbringen. Von den bestehenden (es gibt ja unzählige Onlineshops) konnte mich keines so richtig begeistern. Hm. Ein eigenes? Jaaaa!, hüpft mein Inneres. Mal sehen, was da so kommt...

Einen guten Spruch habe ich bei der Recherche gestern gefunden: "Ich bin eine Frau! Ich muss nicht wissen, was ich will." :o)

Grüße von der Perfektions-Entwöhnungs-Insel

Anja Kolberg

Donnerstag, 04 Februar, 2010

Loslass-Nachwehen

Bis ich mich durchgerungen habe, etwas wirklich loszulassen, dauert es ... Jahre ... Monate ... Wochen ... Tage ... okay, manchmal bin ich auch spontan.

Wenn ich mich entschieden habe, dann soll es bitte schön schnell gehen. Im Herbst habe ich mich entschieden, meinen Schreibtisch zu verkaufen. Seit Anfang Januar ist er Gast bei einer Auktionsplattform, wird beachtet, aber nicht gekauft. Um meine Entscheidung zu unterstreichen, hatte ich ihn auch schon abmontiert. Doch er geht nicht. Hängt mein Herz noch zu sehr daran? Ich glaube nicht. Ich glaube, die Schwierigkeit ist für mich, dass ich bisher noch keine Vorstellung davon hatte, wie der Raum anschließend aussehen sollte. Gestern Nacht hatte ich einen Einfall, wie ich meinen Raum gestalten kann, dass ich darin Büroarbeit machen kann und vor allen Dingen Freiraum für Kreativität entsteht. Dafür müsste ich einen großen Schrank ausräumen, der hier noch steht und darin Bildschirm, Rechner, Drucker und Tastatur unterbringen. Das ginge, ist ziemlich unkonventionell... doch dafür müsste ich wieder loslassen... Vielleicht steht der Tisch auch noch hier, weil ich Angst vor dem Neuen habe und so immer wieder zurück zu dem klassischen könnte. Ist das so? Oh ja! Denn der 'neue' Raum hat nichts mit dem bisherigen klassischen Büroraum zu tun. Es wird eher ein Spielzimmer, ein Kreativzimmer, in dem ich auch Büroarbeit machen kann...

Oho, da werden meine Glaubenssätze, wie ein Büro auszusehen hat, damit 'man' darin ordentlich arbeiten kann, ganz schön durcheinander gewürfelt. Und dennoch merke ich: Es stimmt. Ich spüre Freude in mir aufsteigen, Lust am Umgestalten, auf eine neue Farbe...

Übrigens gibt es auch so eine 'Unart' vom Schicksal, nochmal nachzufragen, ob man es wirklich ernst meint mit seiner Entscheidung. Beispiel: Ich entschließe mich, eine Dienstleistung nicht mehr anzubieten, weil sie nicht mehr zu mir passt. Wochenlang kam keine Anfrage dazu rein. Kaum habe ich mich entschieden: Schwups, kommt eine Anfrage eines Menschen herein, der genau daran Interesse hat. Das Schicksal fragt so nach, ob man sich seiner Entscheidung wirklich sicher ist. Das ist mir in meiner Selbstständigkeit häufig begegnet. So war es auch im Sommer 2007, als ich mich entschied eine Pause vom Coaching zu machen. Immer wieder kamen Anfragen herein und ich wurde innerlich geschüttelt: Kannst du dir das Erlauben, diese Anfragen nicht anzunehmen? Bist du dir wirklich sicher mit deiner Auszeit? Nachdem ich in mich hinein gehört hatte, was ich wirklich will, sagte ich einige Male 'Nein' und stand zu meiner Meinung, was nicht ohne schlechtes Gewissen abging. Danach hörten die Anfragen auf und wenn noch etwas hereinkam, konnte ich damit leichter umgehen. Es ist wirklich eine große Herausforderung für mich, in solchen Momenten ganz zu mir und meinen Gefühlen zu stehen und mich nicht von Geld, Ansehen oder Mangelgefühlen beeinflussen zu lassen...

Liebe Grüße aus der Loslass- und Veränderungszentrale

Anja Kolberg

Montag, 01 Februar, 2010

Willkommen Februar

 

Langsam entfaltet sich die Rolle des Farnblattes. Mir wird warm ums Herz bei dem grünen Hintergrund. Ich liebe diese Farbe.

Der Text des Februarblattes vom Tischkalender 2010*: "Ich gebe mir die Zeit, die ich brauche."

Als ich den Satz gestern las, dachte ich nur: Oh ja. Das passt.

Mir selbst die Zeit geben, die ich brauche und nicht die Zeit, die ich mir geben will: Dazwischen liegen Welten. Geben will ich mir meist wenig Zeit. Schnell, schnell soll es gehen, vorwärts, vorwärts auf meinem Weg. Meine Seele mit ihren unterschiedlichen Anteilen ist anderer Meinung. Sie braucht Zeit. Zeit, sich zu entwickeln. Zeit, mitzukommen oder auch nachzukommen in dieser Schnelllebigkeit, dich mich umgibt. Zeit, zu begreifen. Zeit, zu verstehen, warum die Dinge sind wie sie sind. Zeit, um mir klar zu werden, was ich wirklich will und was ich nicht mehr will. Die Feinheiten wahrnehmen, die mir wichtig sind. Und dies vor allen Dingen von dem zu unterscheiden, was die anderen wollen, was die Allgemeinheit für richtig hält, was 'man' tut und was nicht. Was will ICH?

Seelenzeit unterscheidet sich von der Zeit auf der Uhr, von der Zeit in To-Do-Listen und von der Zeit in den Plänen, die mein Kopf so entwirft. Meine Gedanken, meine Phantasie kann in Sekundenbruchteilen am Ziel sein, Hürden überwinden, tausend Schritte voraus hüpfen.

Doch der Rest von mir: Körper und Seele funktionieren nach einer anderen Zeit. Und die Zeit werde ich mir heute und diesen Monat ganz bewusst nehmen und geben. Die Zeit, die ich brauche. Die Zeit, die alle Anteile meiner Selbst brauchen, um anzukommen. Mit Geduld will ich warten, bis das innere Kind, mein Körper, mein Trotz, meine Angst, meine Zweiflerin - alle Anteile, soweit sind. Zwischenzeitlich werde ich mich wohl oft an den Januar erinnern und mir verzeihen, dass es nicht so schnell geht, wie ich will oder es von mir erwarte.

Einen ersten Schritt mit diesem Gedanken bin ich heute früh schon gegangen. Ich habe mich für die Zeit entschieden, die mein Inneres brauchte, um einen Termin in der Stadt wahrzunehmen. Weil es hier in Köln so geschneit hat und ich kein gutes Gefühl für eine Fahrt mit dem Auto hatte (obwohl ich im Schnee-verwöhnten Bergischen Land aufgewachsen bin und mir das 'eigentlich' nichts ausmacht), habe ich mich dagegen entschieden, diesen Blogbeitrag zum Februaranfang heute früh noch vor dem Termin zu schreiben, sondern habe die Zeit in die Hand genommen und bin statt dessen mit der Bahn gefahren. Das hat mir richtig gut getan: Mein Gefühl ernst nehmen, die Dinge in die richtige Reihenfolge bringen. Mich nicht klein machen mit dem Gedanken: 'Jetzt stell dich doch nicht so an. Das Fahren im Schnee macht dir doch sonst nichts aus. Das hast du schon so oft gemacht.' Sondern mich selbst ernst nehmen. Ich bin echt stolz auf mich.

Anja Kolberg

PS: Mein Gesicht ist endlich nicht mehr so grün wie der Hintergrund. Langsam verschwindet die Magen-Darm-Erkrankung. Eine wahnsinns Reinigung von innen!

* Der Tischkalender 2010 "Ich mache mich glücklich" konnte bis Mitte Januar über meinen Webshop bezogen werden. Alle Kalender 2010 sind verkauft. Hier im Blog schreibe ich jeden Monatsanfang etwas zum nächsten Kalenderblatt.

Der Januar geht...

... und mit ihm das Kalenderblatt, das mir viel bedeutet hat: Die Buddhahände mit dem Text 'Ich verzeihe mir'. In den letzten Wochen habe ich festgestellt, wie oft ich mit mir hadere, nicht zufrieden mit mir bin.

Heute möchte ich zum Abschluss dieses besonderen Monats noch einmal ganz bewusst den Satz weiterführen:

Ich verzeihe mir, dass ich nicht so schnell vorwärts komme, wie meine Erwartungen an mich sind.

Ich verzeihe mir, dass ich nicht die perfekte Ehefrau, Hundemami, Tochter, Schwester, Tante, Freundin, Gesprächspartnerin, Patientin, Bekannte ... bin. Ich verzeihe mir, dass ich nicht so perfekt bin wie ich gerne wäre. Wie ich gerne wäre, um keine Fehler zu machen, die andere verletzen und damit mich selbst verletzen, weil ich mich darüber ärgere...

Ich versuche mich immer mehr so anzunehmen, zu akzeptieren und zu lieben wie ich bin, auch mit meinen Schattenseiten.

Danke Januar, du warst mir ein treuer Begleiter. Schön, dass du da warst.

Anja Kolberg

Freitag, 29 Januar, 2010

Ein bisschen besser

Montag: Knock-out durch Brechdurchfall. Dienstag Abend: Behalte Nahrung wieder bei mir. Mittwoch: Das fies bestimmende Gefühl der Übelkeit macht sich breit. Donnerstag: Wird es langsam besser? Nein, Magenschmerzen. Freitag: Licht am Ende des Tunnels? Jetzt hau endlich ab, du blöde Übelkeit!

Hoffe auf endgültige Heilung am Wochenende

Anja Kolberg

Freitag, 22 Januar, 2010

Moin, moin

Der fehlende Schlaf steckt mir immer noch in den Knochen. Vorletzte Nacht hatte unser Hund Hummeln in den Beinen. Er wollte auf Dauer keine Ruhe finden. Treppauf treppab, hinlegen, aufstehen, taps taps taps... Wir wissen nicht, was sie hatte. Aber ich weiß, was ich hatte: Ab zwei Uhr nachts keinen Schlaf mehr. Und den kann ich schlecht missen, alle Glieder sind dann neben dem Kopf schwer und schmerzen. Damit Minu wenigstens die nächste Nacht schläft, habe ich sie mit auf meine Reise ins Bergische zu meiner Familie genommen. So blieb sie wach und sammelte hier zu Hause im Körbchen keinen Schlaf für die nächste Nacht... Das hat geklappt. Endlich durchgeschlafen. Zwar fühle ich mich immer noch was benebelt, ist aber schon viiiiiiel besser. Hut ab vor allen Müttern dieser Welt, bei denen solche Nachtschichten zum "Tagesgeschäft" gehören. Wow, was ihr da leistet!

Die Woche "leerer Raum" war richtig cool. Das setzt ganz schön viele Energien frei. Gefällt mir. Bleibt vorerst weiterhin so...

Freue mich auf ein Wochenende, wo ich ausschlafen kann und eine große Mütze Schlaf nachholen...

Schönes Wochenende!

Anja Kolberg

Dienstag, 19 Januar, 2010

Ausverkauft!

Alle Tischkalender 2010 "Ich mache mich glücklich" sind verkauft. Ich freue mich sehr.

Jetzt nimmt sich der Webshop eine verdiente Pause und ich hüpfe ein bisschen vor Freude durch die Gegend!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2010, 1. Halbjahr, Shop

Mal was Neues

Ich stehe, während ich diesen Beitrag schreibe. Am Billy-Regal, worauf provisorisch Bildschirm und Tastatur Platz genommen haben. Ergonomisch sicherlich nicht die beste Lösung, jetzt gerade aber die perfekte für mich und meine Situation.

Warum ich nicht mehr sitze? Ich habe meinen geliebten, riesig großen Winkelschreibtisch abgebaut. In der ersten Jahren meiner Selbständigkeit lies ich ihn mir von meinem Bruder, der gelernter Tischler ist, auf meine Bedürfnisse hin anfertigen. Buche, Multiplex, stabil und schön. Genügend Platz für meine Büroarbeit inklusive rundem Besprechungstisch. Da sich meine Arbeit in den letzten Jahren verändert hat, spürte ich, dass er nicht mehr zu mir passt. Doch mich davon zu trennen - leichter gesagt als getan. Samstag habe ich mich endlich getraut, ihn abzubauen, jetzt stehen die Einzelteile an der Wand, warten auf ihre nächste Heimat. Und ich spüre, wie gut ich mich hinter dem Tisch verstecken konnte, mich daran festhalten und meinem gleichen Trott folgen. Ich kann kaum in Worte fassen, was der veränderte Raum, ohne den Tisch, für Gefühle in mir ausgelöst hat. Ich wusste nur, dass es stimmt ihn loszulassen und nicht, was sich dann entwickeln wird...

Vorerst möchte ich den Raum in der Mitte leer lassen. Ich habe noch ein weiteres Billy-Regal geleert und will die Veränderung erst mal so lassen. Jederzeit könnte ich den alten Küchentisch von der Urgroßmutter meines Mannes hier herein stellen und hätte wieder einen Tisch. Oder einen neuen kaufen. Doch das will ich nicht. Es ist angenehm, im Stehen zu arbeiten. Anders. Komisch. Ungewohnt.

Genau dieses Ungewohnte, das sich komisch anfühlt und dennoch stimmig, will ich noch ein wenig aushalten, mich ausprobieren und erleben, was die neue Situation so alles in mir auslöst.

Viele Grüße von der Probier-Insel

Anja Kolberg

Freitag, 15 Januar, 2010

Endlich besser

Manchmal ist das Leben wirklich zum Abgewöhnen. Mir geht es heute endlich besser. Traurig war ich die letzten Tage und dann noch Schmerzen wie schon ewig nicht mehr bei meiner Periode. Gerade die Tage davor könnte ich weinen, wenn ich nur jemanden anschaue. Tieftraurig meine Stimmung. Nichts, aber auch gar nichts Gutes kann ich dann finden. Tröstlich ist einzig, dass aller Mist auch irgendwann vorbei geht. Ich habe mir möglichst versucht, Gutes zu tun. Zum Beispiel einen Nachmittag frei gemacht und mit Wärmflasche auf die Couch und einen richtig schönen Film angeschaut. "Mansfield Park" - eine Verfilmung von Jane Austens Roman. Ich liebe ihre Geschichten. Die Schauspieler haben mir sehr zugesagt und noch heute erfreue ich mich an den Szenen: "Es hätte auch anders kommen können. Ist es aber nicht."

Heute ist es endlich besser. Seit gestern Mittag keine Bauchschmerzen mehr. Heute Vormittag endlich auch wieder fröhlich gestimmt. Das tut so unendlich gut!

Heute mag ich es wieder. Das Leben.

Anja Kolberg

PS: Das Bild oben gibt es als E-Card und als Poster ab DIN A4 (auf Seite 4)

Mittwoch, 13 Januar, 2010

Richtig guter Beitrag

vom SWR: "Wenn gut nicht gut genug ist" - Hörfunkbeitrag über Jugendliche, die Versagensängste haben und wie ihnen Therapie geholfen hat. (Beitrag startet durch Klick auf den Link).

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2010, 1. Halbjahr

Freitag, 08 Januar, 2010

Cool bleiben und abwarten

Mein Inneres ist der Meinung, dass ich das besonders gut könne und jetzt gerade an der Reihe ist: Cool bleiben und abwarten!

Da lache ich aber mal ganz laut! Ich und gut abwarten können? Ich und cool bleiben? Himmel, das sind garantiert zwei Dinge, die auf meiner Liste der Dinge stehen, die ich garantiert nicht gut kann...

Das nervt mich gerade sehr. Ich möchte sofort wissen, wie es weiter geht, aber ich komme einfach nicht dran. Aaaaaaaaaaaaah! Widder sind ungeduldig, das gehört scheinbar in meine Natur und dann so eine Aufgabe. Ist das doof! Doof. Doof. Doof. Doppelt doof.

Mensch!

Ich komme mir gerade vor wie eine Raupe, die der Meinung ist, schon ein wenig zu lange im Kokon zu warten und endlich endlich Schmetterling sein will. Aaaaaaaaaah! Ich will da jetzt raus...

Anja Kolberg

Nur das nehmen, was ich brauche

Letzte Woche wurde in einem Fernsehbericht über eine Naturgöttin berichtet, die einst auf die Erde gekommen war, um die Menschen daran zu erinnern, nur so viel aus der Natur zu nehmen, wie sie im Moment brauchten.

Dieser Gedanke hat mich beeindruckt.

Denke ich nicht oft, dass es nicht genug ist, was ich habe? Dass ich noch mehr brauche? Geld auf dem Sparbuch zur Sicherheit. Mehr für die Rente tun. Ich könnte noch diese oder jene Anschaffung machen, dann würde es mir besser gehen...

Dabei verliere ich den Blick darauf wie es mir wirklich geht: Habe ich heute genug zu essen? Mehr als genug, es reicht für Tage, was wir im Haus haben. Habe ich genug zu trinken? Auch davon habe ich genug. Ich muss keinen Durst leiden, auch die nächsten Tage nicht. Habe ich ein Dach über dem Kopf und ist es mir ausreichend warm? Ja, ich habe ein behagliches Zuhause und genug Heizvorräte im Keller für die nächsten Wochen.

Wie wäre es, wenn ich nur für heute damit zufrieden bin, was ich habe und nicht weiter danach Ausschau halte, was ich alles nicht habe?

Anja Kolberg

Donnerstag, 07 Januar, 2010

1 Tag später

Ich bin froh und glücklich. Gestern ist alles gut gelaufen (okay, für den Untersuchungsraum nicht, da unser Wollknäuel zwischendurch was braunes, stark duftendes in der Ecke ablegen musste - wohl aus Angst. Puh, eine Herausforderung für unsere menschlichen Riechorgane). Wir haben sehr gut nach Stommeln gefunden, die Helferin und Tierärztinnen waren total nett und unsere Minu sehr lieb zu ihnen. Sie hat sich sogar das Maul untersuchen lassen. Der Zahn scheint auf den ersten Blick okay, dennoch gibt es einen Abzess oberhalb des Backenzahns. Bevor geröngt wird und ggf. der Zahn entfernt, gibt es jetzt erst mal Medikamente. Schon gestern Abend ging es unserem Liebling besser. Uns auch. Zu wissen, was Sache ist und wie wir jetzt vorgehen und wie die OP ggf. verlaufen wird, damit kann ich viel leichter und besser umgehen, als im Dunklen zu tappern. Unser "Beulchen" wie wir sie zärtlich nennen, schläft seelenruhig und sichtlich entlastet im Körbchen.

Mir ging es nach all der Arbeit an meinen destruktiven Gedanken vor dem Termin viel besser. Ich war ruhig, gefasst, fröhlich und relaxed. Das hat allen gut getan. Juchu, juchu, juchu!

Für uns ist es eine Herausforderung gewesen, wie meistens, wenn unser Hund etwas hat. Ich sehe ihr oft an, wenn sie was ausbrütet, mein Mann ist eher derjenige, der beschwichtigt. Ich erinnere mich an eine Situation abends, wo ich sagte: 'Guck mal, die grinst so komisch, die hat doch was.' Mein Mann sah nichts, wäre doch alles normal. Kurz darauf fing sie an zu würgen... Es gibt aber auch Situationen, da ist es gut, wenn wir seinen Weg gehen.

Für mich ist es eine Frage der Balance zwischen uns beiden. Jeder von uns vertritt einen Gegenpol: Ich bin die vorsichtige, die lieber gleich zum Arzt möchte - er ist der, der lieber abwarten will und meint, es sei doch nicht so schlimm. Dazwischen liegt der goldene Mittelweg ... und auch jede Menge Zündstoff-Potenzial. Dieses Mal haben wir den goldenen Mittelweg gefunden, denn gestern setzte ich mich mit dem Arzttermin nach viertätigem Warten durch und mein Mann sich damit, den Zahn erst mal nicht operieren zu lassen, sondern es erst mal mit den Medikamenten zu versuchen. Wie sich gestern Abend zeigte, wohl ein weiser Weg, denn ein Teil der Flüssigkeit ist inzwischen abgelaufen.

Der goldene Mittelweg - es gibt ihn. Es ist eine Herausforderung, aufeinander zu zu gehen und nachzugeben, wenn das Innere etwas anderes schreit. Und doch ist es ein guter und wichtiger Weg, wie wir beide gestern erkannt haben.

Das finde ich total schön. Für unseren Hund. Und für uns als Paar.

Anja Kolberg

Mittwoch, 06 Januar, 2010

Dicke Backe

Unser Schatz hat eine dicke Backe. Die Schwellung ist zwar schon zurück gegangen, doch zurück bleibt eine Beule unterhalb des Auges. Unser Hund frisst normal, schläft, wirkt entspannt. Aber wie ich heute gelesen habe, hat das alles nichts zu bedeuten, da sich Zahnprobleme (was ich vermute) bei Hunden anders äußern. Sie sind dann eher ruhig, speicheln vermehrt. Bis sie das Futter verweigern, ist es schon ziemlich weit. In zwei Stunden haben wir einen Termin in der Tierklinik in Stommeln. Seufz. Habe schon Bachblüten Notfalldrops zur Beruhigung von uns Herrchen gekauft. Menno ist das doof!

Ich fühle mich ganz schön belämmert und daran möchte ich etwas ändern. So probiere ich es mit 'The Work' von Byron Katie (Ziel: Frieden im Kopf), das hat mir schon mal geholfen. Vielleicht jetzt auch.

Was ist denn mein schlimmster Gedanke? Minu wird daran sterben.

Ist das wahr? Nein, es kann genau so gut schnell geklärt werden und morgen geht es unserem Hund schon viel besser und sie wird 20 Jahre alt. (Ist jetzt sieben.)

Was passiert mit mir, wenn ich diesen Gedanken glaube? Ich bin panisch, ängstlich, mein Puls steigt. Das kann sich gut auch auf den Hund übertragen.

Wer wäre ich ohne diesen Gedanken? Ruhig, besonnen und zuversichtlich. Eine Stütze für meinen Hund und meinen Mann.

Die Umkehrung meiner Aussage: Minu wird nicht sterben.

Ist das genau so wahr oder wahrer? Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Gedanke wahrer ist, ist viel viel größer. Ich denke gerade an das Foto eines verwahrlosten Straßenhundes, das ich gesehen habe. Er sah furchtbar aus und war nach ein paar Wochen in guter Obhut nicht mehr wieder zu erkennen. Unser Hund befindet sich stets in guter Obhut, er ist stark, er hat eine gesunde Statur - er wird diese Schwellung/Beule, das Problem, das ich noch nicht diagnostiziert ist, überstehen.

Aufatmen. Jetzt fühle ich mich besser.

Fünf Minuten später geht das Gedankenkarussel es schon wieder los. Ich denke jetzt: Was, wenn etwas schief geht?

Ist das wahr? Natürlich kann etwas schief gehen.

Kannst du mit absoluter Gewissheit wissen, dass das wahr ist? Nein, es kann auch alles gut ausgehen.

Was passiert mit mir, wenn ich diesen Gedanken glaube? Ich bin aufgeregt. Atme flacher. Habe Angst. Bin unsicher.

Wer wäre ich ohne diesen Gedanken? Frei. Zuversichtlich. Ruhig. Friedlich. Ich würde alles auf mich zukommen lassen und dann reagieren.

Die Umkehrung meiner Aussage: Was, wenn nichts schief geht?

Ist das genau so wahr oder wahrer? Das ist genau so gut wahr. Dann hätte ich mich umsonst aufgeregt.

Ist es jetzt gut? Nein, es ist nicht gut.

Warum nicht? Ich habe Angst um Minu.

Ist das wahr? Ja klar.

Kannst du mit absoluter Gewissheit wissen, dass das wahr ist? Dass ich Angst habe? Klar habe ich das. Aber ob ich Angst haben muss, dass kann ich nicht wissen. Es kann genau so gut sein, dass ich keine Angst haben muss, weil alles gut geht und wir anschließend darüber lachen wie leicht alles ging.

Was passiert mit mir, wenn ich glaube, dass ich Angst haben muss? Ich bin total aufgeregt, habe Sorge um Minu. Das Herz schlägt mir bis zum Hals.

Wer wäre ich ohne den Gedanken, Angst haben zu müssen? Erleichtert. Zuversichtlich. Sicher. Froh. Ruhig. Entspannt.

Die Umkehrung: Ich habe keine Angst um Minu. -> Das stimmt nicht, ist für mich nicht wahr.
Noch eine: Ich brauche keine Angst um Minu zu haben. --> Das fühlt sich zumindest besser an. Aber wirklich gelöst und friedlich fühlt es sich nicht an, weil ich noch Zweifel habe.

Insgesamt bin ich jetzt zumindest etwas ruhiger als vor dem Schreiben dieses Blogbeitrags. Das ist ja schon mal was, auch wenn noch kein wirklicher Frieden in meinen Gedanken ist.

Jetzt könnte ich noch das tun, was ich sonst mache, wenn ich vor Terminen aufgeregt bin: Ich stelle mir vor, der Termin ist vorbei, alles ist super gelaufen und ich erzähle jemandem wie es gelaufen ist:

Es ist Donnerstag Nachmittag, 16 Uhr. Ich bin ganz glücklich, weil mit Minu alles gut gegangen ist. Wir haben Mittwoch Abend ganz leicht in die Klinik gefunden und mussten nur ganz kurz warten. Die Ärztin war sehr nett, Minu mochte sie gleich und lies sich ohne Probleme die Spritze für die Betäubung geben, so dass die Schwellung in Ruhe untersucht werden konnte. Unser Hund wurde geröngt, dabei wurde das Problem entdeckt. Anschließend wurde das Problem professionell behoben und Minu aus der Narkose geholt. Sie hat alles sehr gut überstanden. Gestern Abend war sie noch ein bischen torkelig, aber das hielt nicht lange an. Heute früh war sie ganz die Alte. Gefressen hat sie heute früh nichts, heute Mittag eine Scheibe Wurst. Das sieht alles sehr gut aus und uns geht es auch gut, weil wir Klarheit haben und wissen, dass wir ihr geholfen haben. Ich bin stolz auf uns, dass wir drei das so gut überstanden haben.

Jetzt geht es mir besser.

Anja Kolberg

Montag, 04 Januar, 2010

Ins neue Jahr finden

Moin moin aus Köln.

Heute früh war ich schon um 6.30 auf, völlig ungewöhnlich für mich. Wenn mir vorher einer gesagt hätte, ich müsste Montag morgen um die Uhrzeit aufstehen, ich hätte spontan schlechte Laune gehabt. Ich brauche morgens ganz schön Anlaufzeit und dann noch im Dunklen aufstehen... Aber so freiwillig und spontan, weil ich nicht mehr schlafen konnte, ist super.

Ich versuche ins neue Jahr zu finden. Das fällt mir schwer. Einen neuen Rythmus entwickeln. Gerade nach intensiven Zeiten wie vor Weihnachten, wo ich mit dem Kalender beschäftigt war, kommt erst mal eine Umbruchsphase, in der ich mich neu orientieren muss. Das ist aber nicht nur in der Selbstständigkeit so, ich kenne das auch noch aus meiner Angestelltenzeit. Immer, wenn ein Projekt abgeschlossen war, zum Schluss waren meist viele Überstunden angefallen - folgte eine Leerlaufphase, bis das nächste Projekt begann. Mal ein paar Tage, mal eine Woche.

Gut an diesen Zeiten ist für mich, dass ich alles aufräumen und abschließen kann, was liegen geblieben ist. Herausfordernd ist für mich, diese Phase auszuhalten. Schnell und viel arbeiten kann ich gut, aber die Zeiten dazwischen, da werde ich ganz mit mir selbst konfrontiert. Heute mit meinen Zielen. Was will ich eigentlich? Wo soll es hingehen? Heute bin ich mit diesen Fragen überfordert.

Also kümmere ich mich um die Bereiche, die ich leisten kann: Aufräumen. Buchhaltung.

Das sind meine ersten Schritte im neuen Jahr.

Anja Kolberg

Samstag, 02 Januar, 2010

Schreiben heilt mich

Blogbeiträge zu schreiben, eine Mail beantworten, meine Tagebücher zu füllen - all das hilft mir, seelisch und körperlich gesünder zu werden. Warum? Ich reflektiere meine Handlungen, meine Gedanken und auch, was ich erlebt habe. Es hilft mir, mich selbst zu erkennen und klarer zu sehen. Ich werde auf destruktive Muster aufmerksam. Ich kann mir Frust von der Seele schreiben und dort liegt er dann nicht mehr.

Es ist ein wunderbares Heilmittel für mich.

 

Anja Kolberg

PS: Und die Zeichnungen wie ich gerade spüre auch...

Freitag, 01 Januar, 2010

Frohes Neues Jahr

 

Heute beginnt nicht nur ein neues Jahr, sondern auch ein neues Jahrzehnt. Meine Gedanken hüpfen die vergangenen zehn Jahre zurück: 2000 bis 2009 - wow, was ist in den Jahren alles in meinem Leben geschehen, wie hat sich mein Leben verändert, wie habe ich mich weiterentwickelt... Ich spüre Wärme und auch Stolz für das Geschaffte.

Mit großer Vorfreude habe ich heute den neuen Kalender auf meinen Schreibtisch gestellt und das erste Blatt gelüftet. Auch auf meinem Desktop leuchten nicht mehr die roten Kerzen des Dezembermotivs, sondern die betenden und mit Rauhreif überzogenen Hände der Buddha-Statue. Mir gefällt die Farbe und Klarheit dieses Bildes. Das bedeutet einfach der Januar für mich: Neuanfang. Stille und zur Ruhe kommen. Konzentration und inne halten.

Januar-Blatt des Tischkalenders 2010

Thema des Monats: "Ich verzeihe mir."

Ich glaube jeden Tag gibt es etwas, das ich mir verzeihen kann: Wenn ich mich selbst oder andere mit Worten verletzt habe. Wenn ich ungerecht war. Wenn ich nicht alles geschafft habe, was ich wollte und mich deswegen mies fühle. Wenn ich mich selbst kritisiere. Wenn ich Fehler mache. Wenn ich mich verurteile für meine Gedanken... Wenn ich neidisch bin auf andere und mich deswegen schlecht fühle. Wenn ich merke, dass ich nicht so (gut) bin, wie ich sein könnte...

Mir fällt es leicht, ungnädig mit mir selbst zu sein. Zu eingeübt ist mein Verhalten, mich selbst für meine Fehler mies zu fühlen. Ein guter Schritt in Richtung meiner seelischen Gesundheit ist es, mir genau diese Unzulänglichkeiten zu verzeihen und mich damit anzunehmen wie ich bin.

Wenn Sie ein persönliches Exemplar des Tischkalenders möchten, im Shop können Sie ihn bestellen. Eine schöne Alternative sind die Desktopmotive, die den Kalenderbildern entsprechen, um einiges größer sind und durch den Bildschirm intensiv wirken.

Ein frohes Neues Jahr!
Anja Kolberg


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