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Mittwoch, 29 Juli, 2015

Akzeptieren, was nicht geht - annehmen, was ist

Nachfolgenden Text schrieb ich am 7. Juli und veröffentlichte ihn nicht. Ich wollte auch was positives schreiben, ging aber nicht. Deswegen lag er unveröffentlicht im Entwurfsordner meines Blogprogramms. Heute, am 29. Juli 2015 schaute ich in den Entwurfsordner und stelle fest: Es hat sich nicht allzuviel Neues getan.

Ich schaffe einiges, aber nicht alles, was ich will. Das führt zur Konzentration auf das Wesentliche und wirklich Wichtige. Derzeit gestalte ich die Kalenderseiten für 2016. Ich mag das und bin froh, dass mir das trotz allem gut gelingt. Mehr als die Hälfte der Druckdaten ist fertig. Vielleicht hilft die Situation, Texte zu finden, die in schwierigen Situationen gut tun. Denn das ist der Fall: Die Texte tun mir gut und sie helfen mir, liebevoller mit mir umzugehen. Ich arbeite dann, wenn es mir gut geht und ich fit bin, zum Teil auch spät am Abend, wenn Ruhe eingekehrt ist. Das geht auch.

Und weil ich so lange nichts gebloggt habe, stelle ich den Text vom 7.7. nun doch ins Netz, weil er beschreibt sehr gut wie es mir geht. Denn nicht immer scheint im Leben die Sonne, mal ist es auch so wie es gerade ist:

.... 7. Juli 2015 ....

Es gibt Tage, da könnte ich nur schreien, weil ich es so leid bin. Ich will leistungsfähig sein und bin es nicht. Ich will alle Projekte und Ideen verwirklichen und schaffe es nicht. Das fällt mir so unendlich schwer.

Gerade jetzt möchte ich gerne aktiv sein, aber es geht nicht. In meinem Kopf ist gefühlt Watte. Ich kann mich nicht konzentrieren. Das macht mich fertig. Wobei - was eigentlich noch viel schlimmer ist, wie ich die Situation bewerte:

'Stell dich nicht so an! Das muss doch klappen! Versuch es nochmal!'

Doch trotz x Versuchen klappt es nicht. Konzentration nicht möglich. Antreiben hilft also definitiv nicht.

Was auch nicht hilft, sind die Versuche, die Situation auszutricksen: Kurze Pausen, zurück an den Schreibtisch. Nö, geht immer noch nicht. Mist!

Immerhin sitze ich hier und schreibe diese Zeilen. Ich habe die Hängematte versucht, ich kam nicht zur Ruhe, auch dank des immer noch anhaltenden Baulärms von der Baustelle nebenan. Derzeit wird immer wieder mit laut kreischenden Geräuschen gesägt, gehämmert. Dabei kann ich nicht entspannen. Auf Lesen kann ich mich nicht konzentrieren. Ich habe keinen Drang, mit dem Auto irgendwo hin zu fahren, geschweige denn eine Runde von hier aus zu Fuß spazieren zu gehen.

Ich hasse solche Phasen. Weil ich dann das Gegenteil von dem bin, was ich sein will:

Fit. Leistungsfähig. Aktiv. Tun, was ich will.

Und mein Körper? Er hustet mir was. Hat andere Pläne. Und alles, was ich bisher unternommen habe, hilft nicht oder nur kurzfristig. Ich bin ja heilfroh, dass es nicht mehr so heiß ist. Die Hitze hat mir extrem zu schaffen gemacht. Ich konnte mich zwischen nicht gerade fröhlich machendem Dunkel in der Wohnung entscheiden (Rolladen runter, damit es möglichst lange kühl bleibt) oder dem Hitzekollaps bei sonnigem Licht. Ich habe träge rumgelegen, hatte auf nichts wirklich Lust. Ein Genuss war der schattige Garten am Vormittag, solange nicht die heiße Luft alles Kühle selbst in der Nacht vertrieben hatte.

Am 4. Juli (dem heißesten Samstag nach einer unfassbar heißen Woche über 30 Grad) habe ich nur noch gedacht: Wie lange kann ich das noch ertragen, wenn es weiter 37 Grad heiß ist? Das wollte ich mir gar nicht vorstellen. Von Stunde zu Stunde weiter gucken. Zwischenziele schaffen. Das selbstgemachte Eis als kleinen Höhepunkt. Abduschen. Die Ventilatorluft genießen. Einen Film gucken. Auf der App nachschauen, wann der Regen kommt und die Abkühlung.

Wie kann ich damit umgehen, wenn das Leben jetzt genau so ist, wie ich es nicht vertragen kann?

Das gilt ja nicht nur für extreme Wetterlagen, die dem Organismus einfach nicht gut tun, sondern auch für andere Situationen. Sei es Beziehung, Familie, Wohnsituation, Arbeitsplatz, Gesundheit oder auf Reisen ...

... 29.7.2015 ....

... darauf fand ich keine Antwort und postete den Beitrag damals nicht. Manchmal gibt es eben keine Lösung, außer versuchen zu akzeptieren und anzunehmen, was gerade im Leben so ist. So schwer das ist. Von Stunde zu Stunde weiter schauen. Oder von Minute zu Minute. Kleine Auszeiten finden, die Kraft geben.

Heute am 29.7. bin ich dankbar für die stürmische Herbstsommerwoche. Das ist eigentlich genau mein Wetter. Ich mag das, viel lieber als die Hitze Anfang Juli. Muss nur aufpassen, dass ich mir aus Gewohnheit nicht zu wenig anziehe. So wie diese Nacht, der kalte Luftzug aus dem Fenster hat mir einen steifen Hals beschert. Merke: Nachts wieder etwas anziehen, Anja.

Die Progesteronsalbe, die ich mehr als eine Woche nehme, hat die dunklen Wolken am Himmel vertrieben. Die mich plöltzlich überfallende Müdigkeit, die damit einhergehenden Konzentrationsschwierigkeiten und das Herzklopfen sind geblieben. Noch. Ich hoffe sehr, sie verflüchtigen sich auch. Es ist ein Rätsel, was dahinter steckt. (Hashimoto? Wechseljahre? Hitze?) Letzten Sommer hatte ich das auch und im Herbst wurde es besser. Wenn es mir wieder gut geht, dann denke ich: "Was war denn blos los?" Die Symptome sind dann wie ein Gespenst wieder verschwunden. Nun denn, ich bin dran, nach Lösungen zu schauen: Ich bekomme jetzt ein Langzeit-EKG und Langzeit-Blutdruckmessen, vielleicht gibt das einen Aufschluss, vielleicht aber auch nicht und es bleibt ein Gespenst, das mich im Sommer besucht und bald wieder geht.

Eine Ursache ist mit Sicherheit auch der immer noch anhaltende Baulärm im Reihenhaus nebenan. Seit 10 Monaten wird dort an fünf, seit April an sechs Tagen in der Woche gewerkelt. Nach dem gefühlten unendlichen kreischenden Flechsen der Bodenfliesen kam in der letzten und diesen Woche wieder schweres Gerät ans Werk: Mit dem Stemmhammer (das ist dieses schrecklich laute Geräusch, wo alles fibriert und man nur noch weglaufen will) wurden Bodenfliesen im Keller und der Belag draußen vor dem Haus teilweise entfernt.

Das ist purer Streß. Auch für nicht geräuschempfindliche Menschen. (Ich bin geräuschempfindlich.) Ein Wunder, dass ich bis jetzt noch so fit bin und den Lärm bisher so gut wegstecken konnte. Teilweise konnte ich nur mit Kopfhörer arbeiten, auf dem ich laute Klaviermusik hörte. Ja, ein Wunder, weil ich sonst Ruhe zum Arbeiten brauchte. Aber selbst die stärkste Psyche kann irgendwann nicht mehr. Die Grenze ist bei mir schon lange überschritten, auch bei den Nachbarn auf der anderen Seite der Baustelle. Es mussten wohl einige Werke neu gemacht werden, also Lärm und Dreck, der eigentlich nicht hätte sein müssen. Wenn ich schimpfe geht es nicht schneller... Augen zu und durch...

Nun denn: Auch das geht vorbei. Grundsätzlich wird es gut und besser werden, das ist sicher. In 3-4 Wochen soll alles vorbei sein. So richtig kann ich das noch nicht glauben, hoffe aber, es stimmt. Ich bin so froh, wenn ich meine Ruhe und Ordnung wieder habe. Kreatives und schöpferisches Arbeiten braucht gute Rahmenbedingungen.

Also liegt es nicht nur an meinem Körper. Der Umgebungsstreß spielt auch eine Rolle.

Ich wünschte, ich könnte etwas anderes schreiben. Aber: 'Et nützt nix. Et iss wie et iss.' Nicht berauschend, aber viel viel Hoffnung am Himmelszelt. Ich fühle mit all denen mit, die ähnliche Bedingungen ertragen müssen oder es noch schlimmer erleben. Ich habe meine Rückzugsmöglichkeiten, wo mich zwar der Lärm trifft, aber ich geschützt bin. Wie mag es Menschen in Krisengebieten gehen oder diejenigen, die auf der Flucht sind? Es ist erstaunlich, was wir Menschen tragen können. Was hat die Generation unserer Vorfahren getragen, während des Krieges, als sie unter Beschuss waren, ihre Liebsten verloren hatten oder in Gefahr wussten, als sie ihre Heimat verloren. Wir alle können viel schaffen, mehr als wir uns manchmal vorstellen können.

Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende. (Oscar Wilde)

Ihre Anja Kolberg (deren Schreiben gerade von Bohrgeräuschen begleitet wird)

PS: So war es Anfang Juli: Ich will die Symptome endlich in den Griff bekommen ...
Hashimoto & Progesteronmangel?
 

... und so sieht es am 4. August aus: Besser!

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Montag, 15 Juni, 2015

Geistige Beweglichkeit. Trainingslager für Herzenswünsche.

Juni - Tischkalender Balsam für die Seele
'Wenn ich mich bewege, bewegt sich auch mein Umfeld.' lautet das Zitat auf meinem Tischkalender für Juni. In den monatlichen Impulsen per Mail habe ich dazu geschrieben: Ich kann der Anfang sein, wenn ich mir Bewegung in meinem Umfeld wünsche.
Dadurch (er)warte ich nicht länger, dass sich die bewegen, an denen ich mich störe. Meine Veränderung ist ein entscheidender Schritt Richtung innerer Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Ich sorge gut für mein Wohlbefinden.

Eine Leserin meiner Impulse brachte mich in dem Zusammenhang auf den Gedanken der 'Geistigen Beweglichkeit'. Dieser Begriff gefällt mir sehr.

Erst meine geistige Beweglichkeit ermöglicht mir, mich zu verändern, Neues zu denken, anders zu denken, bestehende Grenzen zu erweitern.

Ich kann auch sagen, es ist die Jugendlichkeit meines Geistes. Und die kennt kein Alter, es ist eher eine Haltung oder Einstellung, die sich üben lässt. Eine Voraussetzung, um in Bewegung zu kommen.

Wenn ich mir nur noch die eingefahrene Richtung meines täglichen Denkens erlaube, bleibe ich in dieser Bahn hängen. Alles bleibt wie es ist. Auch das, was mir nicht gefällt. Erlaube ich mir andere Betrachtungswinkel, wirft das ein neues Licht auf meine Situation und da, wo vorher eine undurchdringliche Wand war, öffnet sich auf einmal eine Türe.

Kann ich mich von meinem bisherigen Verhalten und Denken lösen? Eine vielleicht eingetretene Starre durchzubrechen ist unbequem - aber nicht unmöglich!

Was viele Jahre, vielleicht Jahrzehnte eingeübt wurde, hat eine starke Anziehungskraft, wiederholt zu werden - vergleichbar mit einem breiten Pfad durch den Urwald, der sicher stellt, dass ich ohne Schaden an mein Ziel komme. Wer hat da schon Lust, sich abseits des Pfades zu bewegen, sich schmutzig zu machen, hinzufallen, in Löcher zu treten, Zweige ins Gesicht zu bekommen?

Das mache ich nur, wenn ich einen trifftigen Grund habe. Deswegen ist Leidensdruck oft als Antrieb nötig: Der eingelaufene Weg muss unbequemer, gefährlicher, schrecklicher ... sein als die Herausforderung, einen neuen Weg durch das Gestrüpp zu finden. Dann bin ich bereit, die Strapazen auf mich zu nehmen. Der Leidensdruck ist Motor für meine Veränderung.

Veränderungen sind anstrengend. Also meiden wir die lieber.

Der Mensch an sich ist ja eher bequem. Nur so sind all die technischen Neuerungen und Entwicklungen und Optimierungen entstanden: Wir wollten es besser und bequemer und einfacher haben.

Durch diese unbequeme und unsichere Phase muss ich aber durch, wenn sich was in meinem Leben ändern soll. Es lohnt sich, weil dahinter eine Verbesserung meines Lebens, meines Wohlbefindens oder gar die Erfüllung meiner Herzenswünsche lockt!

Es gibt auch Situationen, in denen ich weiß, es muss sich was ändern. Ich weiß nur noch nicht was. Das Gute: Ich kann jetzt schon was für mich tun.

Es muss nicht erst hoher Leidensdruck her, bis ich mein Verhalten ändere. Denn je eingerosteter ich und mein Verhalten sind, desto höher muss der Leidensdruck sein, bis wir beide uns endlich bewegen. Ähnlich dem Druck, den ich auf eine seit 20 Jahren nicht bewegte Schraube ausüben muss, bis sie sich bewegt.

Ich kann im Alltag jetzt schon mit Lockerungsübungen beginnen, gleich ob es schon brennt. Einfach so. Spielerisch. Weil's Spaß macht. Mich auf neue Gedanken bringt. Meine geistige Beweglichkeit trainiert. Und es mir dann leichter fällt, mich zu bewegen und verändern, wenn es sein muss. Ich muss nicht mehr bis zur letzten Sekunde warten, bis nichts anderes mehr geht. Bis dahin ist in der Regel viel viel Zeit vergangen. Schmerzen. Tiefe Täler der Traurigkeit und Unzufriedenheit.

Ich kann die Übungen auch nutzen, um in Bewegung zu kommen, wenn es brennt, es schmerzt, sich aber nicht wirklich was tut oder ich nicht weiß wie ich anfangen soll ...

Neues Verhalten, geistige Beweglichkeit lässt sich üben. Nennen wir es unser persönliches Trainingslager für Herzenswünsche. Kingt klasse, oder? Wir machen uns fit für das, was da kommen mag. Einige Übungsideen gibt es jetzt dafür:

Im Workshop zur Beruflichen Veränderung habe ich diese Übung gemacht: Sitzplatzwechsel.

Wenn wir einmal einen guten Sitzplatz gefunden haben, bleiben wir gerne dort. Er vermittelt uns Sicherheit und Stabilität. Die Aufgabe an einem neuen Workshoptag war nun, den Platz zu wechseln. Beobachten, wie es mir mit dieser Veränderung geht, wie die Aussicht vom anderen Platz wirkt. Spannende Bewegungen innerlich und äußerlich.

Auch abseits vom Workshop kann ich das üben: Mich an einen anderen Platz am Esstisch setzen. Einen neuen Weg zur Arbeit gehen. Zu einer anderen Uhrzeit aufstehen. Mit der nicht dominanten Hand essen. Etwas neues lesen, schmecken, riechen. Etwas probieren, von dem ich immer sagte: 'Will ich nicht. Brauch ich nicht. Mag ich nicht.'

All das bewegt etwas in uns, unserem Kopf und löst eingefahrene Strukturen und Systeme. Wir bereiten uns auf Neues vor. Auf Veränderungen, die uns am Herzen liegen. Bewegungen, die uns gut tun und uns dahin bringen, wohin wir wollen. Ein geübter Muskel bewegt uns leichter als ein schlaffer, untrainierter.

So, dass schreibe ich mir jetzt mal als erstes selbst auf die Fahne: 'Walk your talk' - frei übersetzt: 'Setze selbst um, was du sagst.' Nicht nur schön reden, sondern auch selbst tun.

Ich mache heute (diesen Text schrieb ich am Mittwoch, den 10. Juni) was anders als sonst und mache um 9.11 Uhr meinen PC aus und fahre ins Bergische. Morgen lese ich diesen Beitrag Korrektur und stelle ihn ins Netz. Heute gönne ich mir eine neue Bewegung. (Das Korrektturlesen und Illustrieren hat ein paar Tage länger gedauert. Jetzt, Montag, den 15.6. ist es soweit und er geht online.)

Einen schönen Tag - mit klitzekleinen Veränderungen, die großes ins Rollen bringen.

Ihre Anja Kolberg

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Montag, 08 Juni, 2015

Erdbeeren - Rhabarber - Spargel: Vegane Leckereien

Bevor die Rhabarber- und Spargel-Zeit zu Ende geht, rasch Rezepte, die einfach köstlich sind - und vegan.

Zunächst der gedeckte Rhabarber-Erdbeer-Kuchen. Superlecker. Einfach zuzubereiten. Yummi! Das Rezept fand ich per Zufall auf einer Blogseite. Hier der Link.

Erst wird eine Schicht Teig gebacken, darauf kommen dann die Erdbeer- und Rhabarber-Stücke und der restliche Teig. Alles in den Backofen.... und dann nur noch genießen. Ich hab den Kuchen zu einem Geburtstagskaffee mitgebracht, hatte ihn das erste Mal gebacken, er war noch warm und kam super an. Das freut mich sehr.

Die Streuselplatte habe ich auch mit Rhabarber probiert. Die Stangen brauchen nur von der äußerer Haut befreit werden, in dicke Stücke geschnitten und auf den Boden gelegt werden. Je nach Geschmack vielleicht etwas Zucker drüber streuen, bevor der Streusel drüber kommt:

Das Rezept für die Streuselplatte ist hier. Der Kuchen lässt sich prima einfrieren und im Ofen aufwärmen.

Spargel - so lecker und einfach etwas besonderes. Diese Sauce Hollandaise ist vegan und köstlich. Ich vermisse nichts. Das Rezept fand ich durch Zufall auch im Netz. Für meinen Mann nehmen wir Butter und normale Sahne statt veganer Margarine und Sojasahne.

Mit der Gemüsekiste sind wir glücklich. Die Kartoffeln vom Biohof schmecken lecker - so wie Kartoffeln im Idealfall schmecken sollten. Wir essen so abwechslungsreich wie schon lange nicht mehr.

Mein Mann hatte Lust, diesen Rhabarber- und Erdbeerkompott zu machen. Hat gut geschmeckt. Erstaunlich, wie sich die Menge an Rohkost einreduziert. Das Rezept gibt's hier. Besonders mit Vanillepudding oder -soße ein gutes Team. Veganen Vanillepudding gibt es zum Beispiel von Alpro Soja. Den nehme ich auch als Soßenersatz bei süße Nudeln.

Einmal die Woche gibt es seit Beginn der Gemüsekistenbestellung einen Salatteller - wie diesen hier mit Steinchampignons, Salat, Tomaten, Radieschen und der köstlichen warmen Salatsoße in der veganen Variante (statt Honig Agavendicksaft nehmen). Mir schmecken anstatt Mandelsplitter Pinienkerne.

Alternative schnelle Salatsoße: 1 TL leckeren Senf in die Schüssel (ich mag den Dijon-Senf gern). Öl dazu gießen und verrühren, bis sich eine Creme entwickelt. Nach eigenem Gefühl und Geschmack Zitronensaft oder Essig dazu, Salz, Pfeffer, Kräuter und so viel Wasser, bis die Intensität genau richtig für Sie ist. Der Vorteil, wenn ich erst Senf mit Öl vermische (funktioniert bei einer süßen Salatsoße für den Möhrensalat auch mit Agavendicksaft und Öl): Die Zutaten verbinden sich und bleiben verbunden. Zuvor hatte ich immer das Problem, dass Essig und Öl getrennt waren, egal wie doll ich gerührt habe. Das Geheimnis liegt wohl in der Reihenfolge...

Veganes Leben ist eigentlich ziemlich einfach, sogar mit einem Partner, der alles ißt. Mein Mann nimmt zum Salatteller dann einfach noch Thunfisch oder Schafskäse dazu.

Lassen Sie es sich schmecken!

Anja Kolberg

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Freitag, 05 Juni, 2015

Kleines Glück im Alltag

Auf meinem Schreibtisch beduftet mich eine Pfingstrose aus meinem Garten. Obwohl sie schon fast verblüht ist und ziemlich schlapp daher kommt, gibt sie immer noch ihre betöhrenden Lockstoffe ab. Dieser Duft macht mich glücklich. Gelassen. Froh. Wie eine kleine Streicheleinheit. Danke, Himmel, dass es so etwas schönes gibt!

Dieses Bild zeigt etwas, das mich auch sehr froh macht und innerlich hüpfend: Den Vögeln an unserem Bachlauf und dem Teich beim Baden zuschauen dürfen. Oben sehen Sie zwei Blaumeisen. Eine befindet sich im Schleudergang durch das Wasser, die andere Meise macht gerade ein Päuschen.

Jeden Tag ist Badetag in unserem Garten. Besonders mögen die Vögel den geschützten Platz unter dem Zwergahorn, der über den Bachlauf ragt. Solange das Blattwerk noch nicht sehr dicht war, konnte ich die Vögel prima vom Sitzplatz auf der Terrasse beobachten. Jetzt ist es unter dem Ahorn so dunkel, dass die Vögel nicht nur einen vor Raubvögeln sicheren Platz haben, sondern auch ihre absolute Privatphäre genießen. Fehlt eigentlich nur ein kleines weißes Holzhäuschen mit spitzem Dach und rot-weiß-gestreiften Badetüchern für die Piepmätze. :o)

Oben die Meise beim Baden und darunter einer meiner Lieblingsvögel: Das Rotkehlchen am Teichrand.

Neuerdings bekommen wir auch - meist nur kurz - Besuch von einem Entenpaar:

 

 

Süß, die zwei, oder?

 

Die David-Austin-Rose 'Getrude Jekyll' blüht in diesem Jahr bombastisch. Über 40 Knospen habe ich gezählt. Ich glaube sie mag keinen Rückschnitt. Den habe ich nämlich dieses Jahr ausgelassen und die Ernte ist der beste Beweis. Ihr Duft ist einfach der Hammer. Immer wenn ich über die Terrasse gehe, weht ihr Duft zu mir herüber und macht mich glücklich. Ein typisch intensiver Rosenduft, wie er nicht besser sein könnte. Denen von Pfingstrosen ist er ähnlich. Einziger Wermutstropfen sind ihre winzig kleinen Stacheln, die sich fies in die Haus bohren können. Dank schmerzlicher Erfahrung entferne ich die Stacheln sofort, wenn ich eine Blüte für die Vase schneide.

Ansonsten habe ich diese Woche eine Wurzelspitzenresektion (Spitzen des Zahns werden im Kiefer abgetrennt, um einen entzündeten Zahn halten zu können) an einem Backenzahn im Unterkiefer gewuppt. Dank eines Schlummerschlafes habe ich wenig von der einstündigen OP mitbekommen. Puh! Ich war aber noch so fit, dass ich - als das Medikament schon wirkte und der Arzt sagte: 'So machen Sie den Mund auf.' - ganz ehrlich nein brummte und den Kopf schüttelte. Natürlich nur zum Scherz, das tat so gut, meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, ob der Arzt danach nochmal ein wenig von dem Schlummer-Medikament nachspritzte. :o))

Gestern, am dritten Tag, war meine Wange wirklich dick. Die Wunde zwickt und zwackt an der Naht und ich habe mich vorletzte Nacht mit der Hand genau auf die Wunde abgestützt. Arg! Doch ich spüre: Alles gut. Scheine dieses Mal auch die Antibiotika besser zu vertragen. (Habe Eubiol, eine Trockenhefe dazu verschrieben bekommen, die sollen den Darm schützen. Das scheint zu wirken.)

Yeah! Der Backenzahn beschäftigt mich schon seit letztem Mai. Unter einer scheinbar intakten Füllung hatte sich Karies breit gemacht. Als im Mai ein Stück vom Zahn abbrach, zeigte sich das ganze Ausmaß. Seufz. Medikamente, Wurzelfüllung... alles half nichts. Jetzt bin ich guter Dinge, dass durch die Kappung der Wurzelspitzen der Zahn geretttet werden kann. Es tut so gut, wenn langwierige Entzündungen im Körper endlich gehen dürfen. Mein Gefühl ist gut.

Ich bin heilfroh, dass ich endlich wieder gebloggt habe. Die Mai-Wochen waren sehr anstrengend für mich, da ging nix. Ab Juni geht es bergauf!

Winkewinke aus Köln

Anja Kolberg

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Freitag, 01 Mai, 2015

Mai-Ecards

*** Repariert: Die Texte der E-Cards werden in der Vorschau wieder angezeigt. Einfach mit der Maus die kleine Vorschau-Karte auf der E-Card-Seite berühren. ***

Viele Lieblings-Ecards dieser Jahreszeit sind freigeschaltet. 2003 entwarf ich die ersten elektronischen Postkarten und habe seit dem nicht mehr damit aufgehört, weil es mir sehr viel Freude macht. Jahr zu Jahr kommen einige dazu. Ich gestalte sie aus Fotographien, die ich in Köln und dem Umland, in Garten und Parks, im Urlaub aufgenommen habe und versehe sie mit netten Worten. Einige E-Cards zeichne ich auch direkt am PC mit der Maus. Dazu gehören besonders die Lilo-Karten, mein süßes Blogmädchen. Je nach Jahreszeit stelle ich die passenden Karten ins Netz. Sie können Sie kostenfrei als E-Card verschicken.

Aus den E-Cards haben sich nicht nur die Illustrationen meines Blogs hier weiter entwickelt, sondern auch meine geliebten Tischkalender und Minikarten. Die Tischkalender können Sie rechts oben im Menü im Webshop anschauen.

Haben Sie Lust, einem netten Menschen mit einer der E-Cards eine Freude zu machen?

Hier finden Sie die E-Cards und so werden sie verschickt
Klicken Sie auf eine der unten stehenden Karten oder die kleine E-Card rechts im Menü oder auf diesen Link: http://www.anjakolberg.de/ecards. Dann landen Sie auf der ersten von zwei Auswahlseiten mit vielen kleinen Vorschaukarten. Themenwelten: Jahreszeit. Lilo. Dein Weg. Ermutigung. Glückwünsche. Danke ... und viele mehr.

Einfach auf eine Karte draufklicken, dann erscheint sie in groß. Wenn Ihnen die Karte gefällt, geben Sie Namen, Mailadressen, Namen und Text ein und schicken sie ab. Ihre Kartenempfängerin oder der Empfänger erhält per E-Mail Nachricht, dass eine Karte für sie/ihn bereit liegt. Per Klick auf den Link können sie die Karte abrufen, Ihnen antworten oder selbst eine Karte verschicken. Sie erhalten auf Wunsch Bescheid, wenn Ihre Karte abgerufen wurde.

Hier einige aktuelle Impressionen für Mai und Juni. Es ist nur eine kleine Auswahl der vorhandenen Karten.

http://www.anjakolberg.de/ecards

http://www.anjakolberg.de/ecards

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 Viel Spaß beim Verschicken und anderen Menschen eine Freude machen,

Ihre Anja Kolberg

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Donnerstag, 23 April, 2015

Heute bin ich glücklich. Wie duftet Gelb?

So schön sieht der Himmel heute über Köln aus. Das Foto hab ich von meinem Liegestuhl in der Sonne gemacht. Herrlich, oder? Die Sonne ist angenehm warm. Die schlimmsten Krach- und Dreckbauarbeiten sind auf der Baustelle nebenan überstanden, alle Fenster drin. Ist das nicht schön? Dieses Über-den-Berg-Gefühl tut so gut. Die Straßenbauarbeiten machen auch gerade bei uns Pause (die Straße ist ja lang) und so kommen wir in den sehr seltenen und besonderen Genuss, den Kirchweg mal in Stille zu erleben. Kaum Autos fahren hier durch, kein Bus. Unfassbar, wie anders das ist.

Jetzt kann das Genießen draußen in die nächste Runde gehen. :o) Ich freue mich so sehr darüber. Mein Garten, die Terrasse sind wie Tempel für mich. Hier schöpfe ich Kraft, hier bin ich ganz nah bei mir und in der Natur, lausche dem Plätschern des Bachlaufes, dem Zwitschern der Vögel, beobachte die Umgebung, Blumen, Blätter und Tiere und halte dabei die Luft an.

In meinem Liegestuhl durfte ich heute ein Eichhörnchen beobachten. Es sprang auf einen Zaunpfahl. Hielt inne. Guckte mich an. Guckte sich um. Und ehe ich die Kamera zücken konnte, war es auf den Kirchbaum und von dort weitergesprungen. Bei seinem Sprung segelten rosa Blütenblätter von der Japanischen Zierkirsche gen Boden. Welch sinnlicher Abschiedsgruß.

Um den Liegestuhl herum: Immer mehr Gänseblümchen. Als ich mir eines pflückte und meine Nase hinein hielt, dachte ich: So riecht Gelb! Haben Sie schon mal an dem sattgelben Blütenzentrum eines Gänseblümchens gerochen? Es riecht satt, dicht, blumig, stark - und gelb. Irgendwie macht es einen Punkt und gibt das Gefühl, angekommen zu sein. Gekostet hab ich sie auch. Schmecken wie... Gänseblümchen. :o)

Überall sprießt frisches Grün. Wie oben das Ziergras am Teichrand und auf dem nächsten Bild die grünen Spitzen der Iris. Ich freue mich schon sehr auf ihre Blüte.

Der hohe Ahorn hat seine Blätter zum Teil ausgepackt:

Und meine geliebte Pfingstrose schoss in der letzten Woche gehörig nach oben. Davor sehen sie eine weiße Tulpe (waren zwei, Minu hat eine geköpft, die erfreut mich jetzt in der Vase) und gleich dahinter grünt die Rispenhortensie:

Unsere beiden Säulenäpfel, deren unteren Stamm Sie vor dem Zaun sehen, haben so viele Blüten wie schon lange nicht mehr. Ein Traum. Also Weiß, würde ich sagen, riecht wie die Apfelblüten. Traumhaft frisch, leicht und ja, ein bisschen fruchtig. Sie haben so etwas Raum öffnendes an sich. Weite. Macht Lust auf mehr.

 

So herrlich groß ist eine der pinken Tulpen, die unter den Kirchbäumchen blüht. Nein, ich habe nicht an ihr gerochen. Ich finde Pink riecht eher wie Himbeere, oder?

 

Besonders gefreut hat mich dieses Bild hier:

An diesem Hibiskus sind Vergehen und Leben vereint. Die abgestorbenen Samenkapseln des vergangenen Jahres weichen herrlich frischem Grün. Neues Leben beginnt!

Ich habe die Stunde in meinem Liegestuhl in meiner duftenden, wachsenden und aufblühenden Heilwelt einfach genossen!

Wundergrüße von einer glücklichen

Anja Kolberg

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Montag, 20 April, 2015

Hach, Frühling! Licht im Schatten

Ich mache im Moment eine schwere Zeit durch. Zwei Baustellen rauben mir die Nerven und verursachen 5 Tage in der Wochen ohrenbetäubenden Lärm und Dreck. Seit Mitte April wird vor unserer Türe gebaggert: Die komplette Straße wird inkl. Bürgersteig saniert, das dauert bis August. Und seit September wird das Reihenhaus gleich nebenan saniert. Besonders schlimm ist es dort seit Ende März, wo das Gerüst steht, die Fassade abgeschlagen und fast alle Fenster größer gestemmt werden.

An meine Terrassennutzung? Derzeit nicht zu denken. Zum Schutz ist die Pergola mit einer Plane verhangen, damit darunter nicht alles zu sehr verschmutzt. Ich versuche jetzt bewusst nicht mein Leid zu teilen, sondern meinen Blick auf das richten, was mir trotz alledem gut tut:

Ich klaube mir am späten Nachmittag eine Stunde mit etwas zu Lesen und zu Trinken in meinem Liegestuhl, der hinten im Garten auf dem Grün steht. Dort versuche ich, wieder zu mir zu kommen und Kraft zu tanken. Denn manchmal will ich einfach nur noch abhauen.

Der Frühling knipst in mir das Licht an: Wie schnell sind die ersten Blättchen durch die Wärme gewachsen, die Tulpen blühen in großen bunten Schalen auf langen Stängeln hinten im Beet unter den rosa blühenden Zierkirschen. Ein Traum. Der Rasen ist voller strahlender Gänseblümchen.

Immer wieder schauen Kohlmeisen, Amseln, Tauben und Rotkehlchen am Teich und Bachlauf vorbei, um ein Bad zu nehmen. Eichhörnchen rennen die Blutpflaume rauf und runter. Ich kann nicht genau sehen, was sie machen, es kommt mir wie spielen vor.

Innerhalb einer Woche hat der Schneeball sich herrlich entfaltet:

 

 

Was hilft mir ansonsten? Musik lenkt mich ab, übertönt den Krach und erhöht meine Konzentration, wenn ich am Schreibtisch sitze. Ich bin dankbar, dass ich an meinem Projekt weiter machen kann. Ordnung im Inneren hilft mir, das äußere Chaos zu ertragen. Ich stehe gleich auf, wenn ich wach werde, um vor Beginn der Bauarbeiten schon etwas geschafft zu haben. Ich beschäftige mich intensiv mit meinem Inneren, wenn es ganz heftig ist, unternehme innere Reisen mit meinem inneren Kind oder mit mir selbst, um mir das zu geben, was ich brauche. Ich übe, gut für mich zu sorgen.

So gut es geht, bemühe ich mich, das Licht im Schatten zu finden. Und manchmal gelingt es mir. Danke, Himmel!

Was mich zum Beispiel aufrecht hält ist die Aussicht: Ab August müsste Ruhe sein. Die Straße ist dann fertig. Beide Häuser, sowohl rechts als auch links sind frisch saniert.

Ich sehne mich nach dem Moment, wo wir alles sauber machen können und ich wieder in meiner Hängematte unter dem Pergoladach liege und dieses wunderbare Friedensgefühl spüre. Morgens meinen Kaffee trinke. Oh ja, ich will dich, liebes Gefühl! (In Gedanken versuche ich mich jetzt schon dorthin zu beamen. Tagsüber ist das schwer. Wenn Ruhe ist, geht es.)

Ihre Anja Kolberg

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Donnerstag, 09 April, 2015

Spielzeit und Hunde würden nicht falten...

Unsere Hündin Minu (12) liebt ihre Kuscheltiere und sie sind jeden Abend im Einsatz. Dann schmeißen wir alle in die Mitte des Wohnzimmers und holen die Leckerchen raus. Darauf wartet Minu schon. Auf Kommande 'Hol' bringt sie uns ihre Mannschaft zum Sofa. Da sind der große und der kleinen Ball, der ganz kleinen Ball, der Freund, der Bär, Hase, Elch, Quietschie, das weiße und das schwarze Schaf, Fred, der kleinen Freund, der kleine Bär. Als Belohnung bekommt sie dafür eines ihrer Lieblings-Leckerchen: Pflanzliche Knabberringe in Geschmacksrichtung Ananas, Apfel, Erdbeere. Eigentlich sind sie für Hasen. Doch Minu liebt sie, sie sehen aus wie Frootloops.

Manches Kuscheltier kann sie sich merken, besonders den großen Ball mag sie. Wenn sie auf ihn zuläuft, hebt sie kurz Hals und Kopf in die Höhe wie ein Fuchs, der eine Maus schnappt. Wir haben aufgegeben, ihr die Spielzeuge beizubringen, damit sie diese auf Zuruf holt. Beim Ball klappt das und auch bei ihrem Freund (ein großer Plüschhund), aber bei allen anderen hat wohl unsere Erziehung versagt. ;o) Wir spielen das so drei Runden. Dann haben wir beide keinen Bock mehr.

Sie wartet schon jeden Abend darauf, dass wir spielen. Eine Herausforderung, nicht sie anfangen zu lassen, denn dann lernt sie: Ich muss nur richtig aufdrehen, dann geht das spielen los... Himmel, Hundeerziehung ist echt schwer und was ist alles daneben gegangen.

Die Kuscheltiere sahen arg mitgenommen aus. Deswegen landeten sie wie Minus Kissen und Decke aus ihrem Körbchen in der Waschmaschine. Jetzt ist alles wieder fluffig weich und sauber. Minu ist das egal. Frauchen nicht. Nun, ihre frisch gewaschene Sofadecke habe ich ihr schön ordentlich gefaltet ins Körbchen gelegt.

Unserem Vierbeiner gefiel das gar nicht. Sie scharrte, rupfte lange daran rum, bekam die Decke aber nicht wirklich auseinander. Warscheinlich fluchte sie still und leise, wie Frauchen sowas Ungemütliches machen konnte! Irgenwann gab sie auf. Ich sah ein: So wollte Minu das nicht haben.

Hunde würden nicht falten. :o) (Höchstwahrscheinlich auch nicht waschen.) Also schüttelte ich die Decke auf und legte sie ganz fluffig locker ins Körbchen. Und schwupps war unser Hase darin verwunden und schlief grunzend, schmatzend und seufzend ein. Geht doch, Frauchen!

Viele Grüße aus der Spielzentrale

Anja Kolberg

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Mittwoch, 08 April, 2015

Mehr als eine Reise wert

Am Dienstag, den 7. April habe ich eine Reise übernommen. Raus aus dem Baustress und -ärger, der um mich herum tobt. Meine Aufmerksamkeit auf das Schöne im Leben lenken und mich erholen.

Ich fasste den Entschluss am Ostermontag, als ich den Spruch auf einem veganen :o) Mon Chérie las: 'Willst du glücklich sein? Dann achte darauf, was dir Freude bereitet - und mache es.'

Also: Wohin? Was?

Erst dachte ich, ich gehe in ein Café schreiben, aber da fehlte mir die Heilkraft der Natur. Nach Leverkusen in den Japanischen Garten vielleicht? So lange schon hatte ich keinen Fotoausflug mehr unternommen. Und dann war plötzlich klar: Ich fahre in die Flora, Kölns Botanischen Garten, dessen schmuckes Festhaus nach intensiver Sanierungsphase letztes Jahr eingeweiht worden war. Ich war schon Jahre nicht mehr in dem Park gewesen. Dort gibt es auch ein Café, wo ich einkehren konnte.

Gesagt, getan. Kamera, Speicherchips, Schreibzeug und Kniekissen (wenn ich auf Bodennähe fotographieren will, verhindert dies, dass ich mir meine Kleidung schmutzig mache) eingepackt.

Im Auto die Aachener Straße bis zur Kreuzung Innere Kanalstraße. Von dort Richtung Zoobrücke, kurz vorher abgefahren und der Beschilderung Zoo und anschließend Parken Zoo gefolgt. Unter der Zoobrücke gibt es einen großen Parkplatz, Tagesticket 4 Euro. Wohl wegen der Osterferien wurde durch Personal kassiert und eingewiesen.

Genau gegenüber dem Kölner Zoo liegt der Haupteingang der Flora, markiert durch ein hohes schwarzes Eisentor mit goldfarbenen Spitzen. Von dort aus hat man einen herrlichen Blick auf die Flora:

Der Eintritt ist kostenlos. Rund um das Palais gibt es einen riesigen Park mit Tropischen Gewächshäusern, dem Lokalzeit-Garten, Seen, Alpengarten, Heilpflanzengarten, vielen dekorativ bepflanzten Beeten, Mandel-, Kirsch- und Magnolienbäumen mit herrlicher Blüte, Laubengängen, Rosengarten und und und ... so viel, es ist ein Traum.

Derzeit blühen die Camelien, ein großer Bereich erscheint, vom Eingangstor aus, linker Hand, mit unzähligen Prachtexemplaren. Am 12.4.2015 endet die jährliche Camelien-Ausstellung im Gewächshaus. Hm, dort gibt es so verführerisch duftende Sorten. Aber auch nach Ende der Ausstellung im Gewächshaus blühen die Sorten draußen ungehindert weiter.

So viele Frühlingsblüher stehen in den Startlöchern, zum Beispiel Tulpen, deren Knospen bald aufspringen werden, auch viele Magnolien stehen kurz vor dem Öffnen ihrer Blüte.

Atemberaubendes Aussehen ist bei Pflanzen nicht nötig, um mich zu begeistern. Ich mag die kleinen Schätze, Moose, Vögelchen und Eichhörnchen ebenso sehr wie die umwerfenden Blüten, die an so vielen Orten mein Auge verwöhnten. Dieser immergrüne Strauch hier beispielsweise empfinde ich nicht als schön, aber er ist ein Duftwunder. Sein Honigduft ist im Frühling ein Magnet für mich und begegnete mir im Park immer wieder. Es ist die Japanische Skimmie:

Nach meinem dreistündigen Aufenthalt, vielen Parkbankpausen gönnte ich mir noch eine Apfelschorle im Freiluftcafé, die auch einige vegane Speisen bieten. Ein perfekter Abschluss in wärmendem Sonnenschein. Ich werde wieder kommen. So viel wartet dort im Wechsel der Jahreszeiten auf mich.

Wenn Sie Lust auf einen Besuch bekommen haben, hier sind einige Links:

  • Der Freundeskreis Flora mit einem tollen Veranstaltungsprogramm, Führungen für Liebhaber, Entdecker und Kinderfeste
  • Palais Flora mit seiner Gastronomie, Räumlichkeiten und Veranstaltungskalender
  • Dank Augusta - Freiluft-Café auf der Südterrasse der Flora
  • Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas mit vielen weiteren herrlichen Parkanlagen

Mir geht es nach dem Besuch so viel besser. Frische Luft, Sonne und neue Eindrücke gesammelt. Welch Seelenschmaus!

Beglückte Grüße

Anja Kolberg

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Donnerstag, 02 April, 2015

Schöne Ostertage!

Oster-Ecards

Das Osterfest steht vor der Türe. Die letzten Ausläufer des Sturmtiefs Niklas streifen Köln. Der Himmel ist voller Graublau in allen möglichen Abstufungen.

Der Boden bebt. Ein Fenster wird nebenan vergrößert. Unser Reihenhaus erzittert. Es macht mir Stress. Seit einem halben Jahr halten die Bauarbeiten an dem frisch verkauften Haus nebenan an. Gleichzeit haben im März die Sanierungsarbeiten unserer Straße begonnen. In zwei Wochen beginnen die Arbeiten an unserem Straßenabschnitt. Ich bin so froh, wenn das alles vorbei ist.

Die Musik über meine Kopfhörer lässt mich ruhiger werden, konzentrierter bei mir sein. Morgen ist Feiertag. Ruhe. Zur Ruhe kommen.

Eigentlich will ich nur, dass es vorbei ist. Der Dreck. Der Krach. Die Belästigung. Der Stress. Ich sehne mich nach Ruhe und Harmonie. Unsere Hündin Minu lässt das alles kalt. Welch herrlicher Ruhepol für mich. Sie liegt hier gerade in meinem Büro auf ihrem Kratzteppich (der wird abends immer ausführlich bearbeitet und sieht schon zerrupft aus) und leckt und pflegt ihre Pfoten. Auch mein Mann nimmt es locker. Ach, könnt ich mir doch mal sein Gehirn für eine zeitlang ausleihen. Welch eine Entlastung wäre das!

Oh, die Sonne scheint durch die Wolken kurz in mein Zimmer herrlich! Ich wundere mich, wie ich es geschafft habe, diese Woche trotz diesem Baustress meiner Arbeit nachzugehen. Die monatlichen Impulse - meine Gedanken zu den aktuellen Kalenderblättern meiner beiden Tischkalender - für April sind geschrieben und verschickt.

Und ich übe mich in Gelassenheit, im mich wehren und immer wieder in meine Mitte zurück kommen. Ostern, ich freue mich auf die Zeit. Vier Tage Ruhe. Himmel, welch Geschenk.

Die Oster-E-Cards sind online. Drei neue sind zur Sammlung hinzu gekommen. Viel Freude beim Verschicken!

Ich wünsche uns allen schöne Ostertage, nährend für alle Bedürfnisse die wir haben!

Alles Liebe,
Ihre Anja Kolberg

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Samstag, 28 März, 2015

Wohnzimmer-Frühlings-Spektakel

Tatzeit: Dienstag, 17. März.
Tatort: Wohnzimmer.
Motiv: Wohlbefinden. Schwung aufgenommen durch Frühlingswetter.
Hintergründe: Staub extrem durch Kaminofenbeheizung im Winter. Brennmaterial aus. Ofen aus.
Täterin: Anja K.
Beteiligte: Gardinen. Wände. Sofa. Ofen. Holzvorratskiste. Böden. Schränke.
Hilfsmittel: Staubsauger. Staubwedel. Wischmopp. Wasser. Eimer. Putzlappen. Die Lust darauf.
Tat: Frühjahrsputz konzentriert auf ein Zimmer.

Das herrliche Frühlingswetter in der letzten Woche zeigte seine Wirkung. Ich sehnte mich nach frischer Luft im Wohnzimmer und schritt zur Tat.

So ein Kaminofen ist ein echtes Schätzchen, seine Wärme tut uns unglaublich gut. Es ist eine Energiequelle nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele und den Geist. Ich tanke daran jeden Abend im Winter Kraft. Der Körper wird durch und durch warm wie nach einer langen heißen Dusche. Die Wärmeintensität ist mit Heizungswärme nicht zu vergleichen. Das habe ich jetzt nochmal spüren können. Denn der Ofen ist seit Anfang März aus und wir erwärmen die Zimmer wieder nur mit der Heizung.

Seit Herbst haben wir einen Dauerbrandofen, den mein Mann in der kalten Winterzeit zum Teil mehrere Tage durchbefeuert hat. Den alten Ofen haben wir erst am späten Nachmittag angeheizt, wenn wir den Raum nutzten. Durch diese Veränderung hatten wir mehr Holz- und Kohlebriketts verbraucht als die Jahre zuvor. Unser Vorrat schmolz schneller dahin. Anfang März war Schluss und wir entschieden uns, kein neues Brennmaterial zu holen.

Der Kaminofen macht viel Arbeit, die sich lohnt. (Brennmaterial besorgen, einlagern, zur Feuerstelle tragen, Ofen anheizen, Brennmaterial nachlegen, Ascheschoß leeren, Ofen reinigen, Brennmaterial zur Feuerstelle tragen...) Auch der Staub, der sich zuverlässig und täglich auf allem im Raum niederlässt, und man sogar täglich Staub wischen könnte (wenn man wollte) ist das wert. Nun war der Ofen aus, es kommt bis zum Herbst kein frischer Staub - zumindest nicht dieser - nach. Zeit, mal gründlich sauber zu machen.

Also: Wischmopp raus und losgehts. Gardinen waschen. Wände abstauben, was dank der Eigenschaft der Farbe ganz gut ging. Ascheschoss lehren, Ofen aussaugen, abstauben, Scheibe wienern. Holzvorratskiste aussaugen. Rolladenkästen und Gardinenstangen entstauben, Fußleisten (die berühre ich extrem selten mit dem Putzlappen) und Türen und Türrahmen abwischen. Sofa absaugen, Sofadecken waschen. Sogar unter dem Verstärker des Fernsehers hab ich gewischt. Saugen, wischen, auch hinter den Schränken. Hab mich selbst übertroffen. Wenn schon, denn schon. Ansonsten kann ich ja sehr gut locker lassen, eine regelmäßige eng getaktete Reinigung gibt es in unserem Haushalt nicht. Wir machen das, wenn es schmutzig ist. Und ob es schmutzig ist, hängt von unserem Wohlbefinden und unserer Zeit und Lust ab. Das schwankt. :o)

Als vier Stunden vorbei waren, hingen die frisch gewaschenen Gardinen wieder. Herrlich. Puh, war das ein Staub. Dann kam mein Mann und wollte was an der großen Couch schauen. Die Gelegenheit nutzte ich und wir räumten die drei schweren Elemente vom Teppich, wo ich die letzten Reste riesiger Staubberge einfangen konnte. 2011 war ich da glaube ich das letzte Mal.

Ja, so viel frische Luft und Energie. Das hat richtig gut getan. So schön sauber!

Für die anderen Räume hab ich jetzt erst mal keine Lust mehr. Mal sehen, ob und wann es mich überkommt, eine Grundreinigung zu machen. Es stirbt ja keiner, wenn ich es nicht tue. Herrlich! Mir gefällt der Spruch:

Dieses Haus ist sauber genug, um gesund zu sein.
Und schmutzig genug, um sich darin wohlzufühlen.

Es hing im Haus meiner Eltern. Daran versuche ich zu denken, wenn mich mein schlechtes Gewissen packt, wie sauber es sein sollte. Klar, eine Putzfrau wäre schön, die regelmäßig alles blitzeblank macht. Haben wir aber nicht. Also leben wir mit uns und dem, was wir fabrizieren.

Winkewinke aus der Wohlfühl-Übungszentrale

Anja Kolberg

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Donnerstag, 26 März, 2015

Ein Tag wie ein Jahr oder ein ganzes Leben?

Dienstag war mein Geburtstag. 45 Jahre. Ich hatte keine Idee davon wie der Tag laufen sollte, vielleicht Zeit mit mir selbst verbringen, mich verwöhnen? Auf feiern hatte ich mitten in der Woche keine Lust und am Wochenende nachholen? Hm, passte diesmal irgendwie auch nicht. Ich lies es auf mich zukommen. Und dann merkte ich einen Tag zuvor, was ich wirklich gerne wollte: Mit meinem Mann in dem Restaurant in der Südstadt essen gehen, die veganes und normales Essen anbieten. Entweder abends oder am allerallerliebsten brunchen, weil auf dem Büffet mehr Auswahl ist. Ich erzählte meinem Mann davon und lies den Wunsch los, denn für den Brunch hätte er sich früher frei nehmen müssen, ob das gelang mussten wir dem Himmel überlassen.

Am Morgen war mein Mann dann wie immer früh zur Arbeit unterwegs, er hat mich rücksichtsvoll schlafen lassen. Ich war um sieben wach und fühlte leider keine gute Laune. Der Himmel war grau. Ich merkte, es war nicht gut, meinen Tag davon abhängig zu machen, ob mein Mann frei machen konnte oder nicht, manchmal klappt das, wenn sie an dem Tag wenig Termine haben. Aber durch das Warten, ob es vielleicht klappt, hatte ich mir die Möglichkeit genommen, mich davon unabhängig selbst auf den Weg zu machen und etwas zu unternehmen. Nun gut, hab ich was fürs nächste Jahr gelernt. Ich raffte mich auf, ging mit Minu unsere morgendliche Runde spazieren und nahm am Postfach Geburtstagsbriefe und ein größeren Karton entgegen. Herrlich! Meine Laune stieg.

Der Grüne Smoothie schmeckte bitter, das waren wohl diesmal nicht die richtigen Zutaten. Kein würdiger Geburtstagsfrühstücksdrink. :o) Dafür schmeckten die Briefe zauberhaft. Das Patenkind meines Mannes hatte mir mit ihrem Bruder etwas gemalt und auch den Umschlag verziert. Herrlich! Meine Schwester hatte mir eine bezaubernde Schmetterlingskette aus Kristall geschickt. So schön. Als ich die Briefe gelesen und mich bedankt hatte, fühlte sich das so warm an.

Und dann überkam mich doch Traurigkeit. Traurig ob der Lebendigkeit einer eigenen Familie, die ich in meinem Leben nicht habe. Manchmal überkommt mich das einfach. Klar, ich hatte Zeit zum Nachdenken und bereute, dass ich mir keine Gäste eingeladen hatte. Dann wäre ich abgelenkt gewesen. Aber es wäre nur ein Überdecken von dem gewesen, was sowieso da ist. Ich kann meine Traurigkeit gut aushalten und sie ist ok für mich. Ich forschte nach innen und fühlte Einsamkeit. All die Menschen, die an mich dachten, waren weit entfernt, ja mir wurde bewusst, wie kostbar persönlicher Kontakt sei es durchs Telefon oder sich sehen für mich ist. Viele Erkenntnisse.

Doch wer kann diese Einsamkeit füllen? Ist das nicht meine Aufgabe? So viel leichter ist es, diese Liebe und Aufmerksamkeit zu empfangen, statt sie mir selbst zu geben. Ein Trugschluss, eine eigene Familie sei das Heilmittel. Ich trau mich immer öfter, mich mit meinen Gefühlen zu zeigen, mit meiner Verletzlichkeit. Nicht um Trost zu erfahren, nicht um Hinweise zu bekommen, was ich tun könnte, damit es mir besser geht. Das will ich beides nicht und ich brauche es nicht. Ich bin sehr klar in diesen Gefühlen, (könnte sogar sagen, ich bin nah bei mir und das fühlt sich gut an) ich weiß sie gehen vorbei und weiß, was ich für mich tun kann. Sie brauchen sich keine Sorgen um mich machen. Ich will mich damit zeigen und damit mir selbst sagen: So ist es und das ist ok so. Auch das geht vorbei. Und es geht vielen anderen ähnlich. Ja, das ist es, was ich will: Ich will anderen durch mein mich hier öffnen zeigen, auch mir geht es manchmal nicht gut, auch ich habe schlechte Tage oder Momente, selbst an meinem Geburtstag. Und das ist ok so. Und geht auch wieder vorbei. Ich will nicht so tun, als sei alles ok, das ist für mich ein falsches Bild meiner Wirklichkeit. Wir haben schon genug unechtes in der Welt, ich will authentisch sein, bzw. ich übe es. Denn es gelingt mir nicht immer.

Meine Stimmung änderte sich schlagartig, als meine Eltern anriefen. Seit Wochen freue ich mich auf ihren Anruf. Natürlich telefonieren wir öfter. Aber zu meinem Geburtstag bekomme ich ein Ständchen von ihnen, das ist etwas besonderes für mich, auf das ich mich sehr freue. Und ich habe es diesmal auf mein Diktiergerät aufgenommen. *HÜPF* Was für ein schöner Moment. Danach meldete sich mein Bruder, hm, das tat gut. Er brachte mich auf die Idee, meinem Mann zu sagen, dass wir unser Essen auf den Abend verschieben und er sich nicht beeilen muss, dann wäre ich doch auch frei. Stimmt. Kaum hatten wir das ausgesprochen, stand mein Mann in der Türe. Mit einem wunderschönen Frühlingsstrauß. So schön! Es hatte wie durch ein Wunder geklappt!

Meine Laune stieg in ein herrliches stabiles Gleichgewicht hinein. Wir machten uns auf den Weg. Die Sonne schien. Herrlich. Fuhren in ein Parkhaus am frisch sanierten Rheinauhafen und gingen zu Fuß in die Südstadt, wo wir nur ein paar Schritte von der Severinstorburg entfernt im Ecco einen schönen Tisch am Fenster bekamen. Ich fühlte mich am Büffet wie im Himmel. Einfach alles von meiner veganen Seite nehmen können, ohne zu fragen oder nachzulesen, ob es vegan ist oder nicht. Mein Mann war gut mit Fleischgerichten versorgt. Beide zufrieden. Das Essen war schmackhaft, nicht außergewöhnlich gut, zu Hause können wir es ebenso. Auch ein schönes Gefühl, zu wissen wir machen es zu Hause auch gut. Dennoch ist es eben etwas besonderes, nicht selbst kochen zu müssen und eine so große Auswahl zu haben.

Besonders war aber auf jeden Fall das Nachtischbüffet für mich. X verschiedene Kuchensorten in Ministückchen geschnitten, so dass ich alles probieren konnte. Dann noch in kleinen Einweckgläschen verschiedene Puddings, lecker Milchreis und einen Pflaumen- und Apfelstrudel mit Vanillesoße. Schluck. So was leckeres. Das war wirklich besonders. Wir würden wieder hingehen.

Anschließend sind wir bei wärmendem Sonnenschein (mein Mann sogar im T-Shirt, brrrr, wäre mir zu kalt gewesen) zurück an den Rheinauhafen gegangen. Ich war da noch nie, so war es interessant, die neu entstandene Architektur, die Kranhäuser zu betrachten und mir ein Bild von diesem neu gestalteten Teil Kölns am Rhein zu machen. Besonders schön fand ich aber nicht die neuen Gebäude, die sind nicht so meine Welt, sondern die alten, zum Beispiel das Siebengebirge oder ein sehr schönes rot angestrichenes Gebäude mit einem Turm. Ich habe auf Youtube Bilder von Köln vor dem zweiten Weltkrieg gesehen. Welch ein Traum, so wunderschöne Gebäude schmückten Köln. Kaum noch etwas ist davon nach den Bombenangriffen stehen geblieben. Um so mehr freue ich mich, wenn ich das ein oder andere schön restaurierte Gebäude betrachten kann.

Am Nachmittag zu Hause lies ich es dann langsam angehen. Ein bisschen Büroarbeit. Mails beantworten und liebe Telefonate entgegen nehmen. Ein herrlich überraschender Besuch. Die Nachrichten vom Flugzeugabsturz erreichten mich durch meine Freundin, die sich erkundigte, ob mein geliebter Cousin bei Germanwings oder Lufthansa Flugbegleiter ist. Bei Lufthansa, aber beide Gesellschaften sind verbunden. Puh. Schwer, die Bilder und Gedanken auszublenden und mich auf Positives und Stärkendes zu konzentrieren.

Also ab in die Sonne. Ein paar Minuten den Vögeln lauschen, ein paar Sonnenstrahlen einfangen und diesen Moment Leben genießen. Nebenan ist das Haus letzten Sommer verkauft worden, es wurde im letzten halben Jahr innen saniert und jetzt ist die Außenfassade dran. Wir haben am Samstag unsere Pergola eingepackt, damit wir darunter durch den entstehenden Dreck nicht alles wieder mühsam neu grundreinigen müssen. Hier wird gerade laut geklopft, es gibt Erschütterungen. So verändert sich das Leben und die Umgebung. Auch wenn Menschen sterben wie unsere alte Nachbarin, das Leben verändert sich und geht weiter. Einfach so. Manchmal macht mich das sprachlos. Aber so ist das Leben. Um so wichtiger, die schönen Momente tiefer einzuatmen und wahrzunehmen.

Am Abend war ich Chefin über die Fernbedienung (wir wechseln uns ab) und ich habe den Film 'Den Himmel gibt's echt' ausgesucht. Er handelt von einem amerikanischen Kirchenprediger und seiner gläubigen Familie. Nachdem ihr Leben in der Gemeinde gezeigt wird, erleidet ihr vierjähriger Sohn einen Blinddarmdurchbruch. Sein Leben steht auf der Kippe, doch er überlebt. Anschließend erzählt der Junge seinen Eltern, er sei im Himmel gewesen, beschreibt Jesus, weiß dass er eine tote Schwester hat. Die starke kirchliche Prägung des Films fand ich befremdlich, doch die Geschichte dahinter rund um den Jungen, die hat mir gefallen und mich berührt.

Müde und erfüllt von diesem Tag bin ich ins Bett gefallen. Es ging mir gut. Ich überlegte, ob vielleicht der Geburtstag ein Sinnbild sein könnte für mein neues Lebensjahr, wenn nicht gar für mein Leben. Es waren traurige Momente dabei, Momente, wo ich mich einsam fühlte und dann die pure Lebendigkeit, Sonne, Genuss, Gemeinsamkeit, neues erleben. Ja, ein ganzes Leben. Ich lebe alle Seiten: Helle und dunkle. Leise und laute. Stille und lebendige. Alles das ist mein Leben. Es gelingt mir immer mehr, es so anzunehmen wie es ist. Mich anzunehmen wie ich bin und zu mir zu stehen.

Was für ein schönes Geschenk an mich selbst.

Auf das Leben!

Anja Kolberg

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Mittwoch, 25 März, 2015

Gemüsekiste

Letzte Woche Dienstag vormittag klingelt es an der Türe. Davor steht ein netter Mensch mit unserer frisch abonnierter Bio-Gemüsekiste. Bombastisch schwer und so lecker!

Was ist die Gemüsekiste?
Der Bioland Hof Apfelbacher aus dem Eifel-Vorgebirge stellt jede Woche eine Kiste mit Bio-Gemüse und -Obst zusammen und liefert sie bis an die Türe. Vorteil: Frisch. Bio. Regional. Abwechslungsreich. Mit Rezepten. Verschiedene Größen und Zusammenstellungen, Ausnahmen (wenn man etwas gar nicht mag) begrenzt möglich. Und man kann Bioartikel aus dem Hofladen wie frisches Brot, Kartoffeln und viel mehr hinzubestellen. Abgebucht wird wöchentlich vom Konto. Einfach praktisch!

Bisherige Erfahrungen
Vor einigen Jahren hatten wir über das Reformhaus die Gemüsetüte abonniert. Auch gut. Leckere Rezepte. Wir haben Gemüse probiert wie den Postelein-Salat, von dem hab ich früher noch nie gehört und ihn das erste Mal gegessen. Das war eine abwechslungsreiche Zeit. Einziger Nachteil: Ich musste die Tüte jede Woche im Reformhaus abholen. Auch wenn das nicht weit zu fahren war, es war etwas umständlich, weil ich ja mein Büro zu Hause habe. Und im Herbst gingen mir die Hokaido-Kürbisse auf den Keks. Nach einigen Jahren brauchten wir eine Pause.

Ein Anfang- wieder durchstarten
Jetzt hatten mein Mann und ich wieder Lust darauf. Inzwischen mag ich auch Hokaido-Kürbisse sehr. Mir war morgens beim Spazieren gehen schon vor einigen Jahren ein Lieferwagen beim Spaziergang aufgefallen, der in unserem Viertel Gemüse auslieferte. Dann hatte ich den Namen vergessen, nun wiedergefunden, recherchiert und erst mal wieder zur Seite gelegt. Wie das nunmal so ist mit Neuerungen. :o) Denn wenn man die Gemüsekiste abonniert hat, bedeutet das eine Veränderung im Speiseplan und Kochverhalten!

Bequem und langweilig - das soll sich ändern - so klappt es
Sonst sind wir beide eher die Bequemen, bedeutet die gleichen Gerichte kommen in der Regel auf den Tisch. Lecker, aber eben auch langweilig. Ich hab oft nicht die Lust, neue Rezepte auszuprobieren, obwohl die vegane Küche einiges an neuen Abenteuern bereit halten würde. Da mein Mann Soja und vegane Fleischersatzprodukte verabscheut und wir beide selten Lust haben, zwei Gerichte am Abend zu kochen (er normal - also mit Milchprodukten, Käse, Fleisch - ich vegan), haben wir inzwischen ein gutes Repertoire an Speisen beisammen, die für ihn und für mich passen bzw. sehr leicht abgewandelt werden können.

Mit der Zeit aber eben auch langweilig, wenn man keinen Bock hat, Neues auszuprobieren. Wir wechseln uns mit dem Kochen ab. Mal er, mal ich. Mein Mann kocht neben seinen Standards gerne nach Rezepten und auch deswegen ist die Gemüsekiste eine gute Wahl für uns. Entweder ist ein reizvolles Rezept beim Gemüse dabei oder man ist einfach gezwungen nach etwas passendem zu suchen. Zum Beispiel auf der Webseite des Hofes oder im Netz. Das haben wir gemacht. Bei Chefkoch.de lässt sich z.B. prima nach der Zutat und vegan suchen und nach Wertung sortieren.

Was ist in unserer ersten Gemüsekiste drin gewesen?
Wir haben das Vollsortiment mittel (16€) und Obst normale Größe (12€) bestellt. Damit war unsere gesamte Woche gefüllt. Wir haben nur einen Tag nicht aus der Gemüsekiste gekocht! Das macht ehrlich gesagt auch meinen Einkauf einfacher. Das schöne Tante-Emma-Vorratsregal wird also nicht mehr so viel Wechsel erleben. Ich mag es, wenn ich weniger und seltener einkaufen muss oder nur eben zum Supermarkt um die Ecke reinspringen muss.

Also, was war drin?
Gemüse: 800 Gr. Möhren. 3 Knollen Fenchel. 1 Kopf Romanesco. Staudensellerie. Salat. Frischer Bärlauch. 2 Avocado.
Obst: 1 Ananas. Viele Orangen. 3 oder 4 Bananen. 3 oder 4 Kiwi. (weiß es nicht mehr genau, sind schon alle verputzt) 1 kg Äpfel.

Fast alle Gemüses habe ich im Kühlschrank verstaut. Im der Lieferung beiliegenen Katalog war auch eine Übersicht, wie ich das Gemüse und Obst am besten lagern kann und wie lange es richtig gelagert haltbar ist. Interessant! Bei dem Salat (eingepackt in eine Tüte im Gemüsefach) war das von Vorteil: So hatte ich jeden Tag eine Grundlage für dem grünen Smoothie. Schon was dazu gelernt!

Was gab es davon zu essen?

  • Vom frischen Bärlauch habe ich am Liefertag gleich Pesto gemacht. Denn an dem Tag passte es mit dem Kochen nicht. Das Pesto wird heute Abend die Spagetti verwöhnen. Zutaten: Bärlauch kleinschneiden, 1 Packung Pinienkerne, Pfeffer, Salz in ein hohes Gefäß, pürieren, in ein Gläschen füllen und in den Kühlschrank. Fertig. Später einfach unter die fertigen Spaghetti heben und ein paar Kirschtomaten drüber. Ebenso köstlich wie Basilikum-Pesto
  • Einen Abend gab es einen Salatteller: Fein geraspelte Möhren, einige Salatblätter, dazu große weiße Bohnen aus der Dose, ein paar Tomaten, frische Sprossen und dazu Backofenkartoffeln/-zwiebeln und oben drauf von einigen alten Brotscheiben gewürfelte Croutons, vorher im Bärlauch-Öl-Gemisch gewendet und mit den Kartoffeln und Zwiebeln im Backofen gegahrt. Boah! Yamyam!
  • Smoothie: Die restlichen Salatblätter dienten mir wie das Fenchelgrün als Grundlage für die Grünen Smoothies am Morgen. Ebenso in den Smoothie-Mixer kamen die Bananen und Orangen, morgen dann die Äpfel.
  • Die restlichen Möhren haben wir drei (Minu mag sie auch) beim Fernsehen weggefuttert.
  • Den Romanesco gab es gekocht mit frischen Kartoffeln und Erdnuss-Soße (abgewandelte Zutaten: Currypulver, Gemüsebrühe, Erdnussbutter, Chilli und Karamelsirup). Hat mein Mann gezaubert. Muss gerade schlucken, wenn ich mich erinnere. Boah, war das lecker! (siehe Foto oben)
  • Aus den drei Fenchelknollen hab ich Geschmorten Zitronenfenchel zubereitet. Statt der Zitrone hab ich die Orangen genommen. Sah nicht atemberaubend aus, wird nicht mein Lieblingsgericht, war aber schmackhaft und würde ich nochmal machen.
  • Staudensellerie wurde zu einer Suppe verarbeitet. Auch gut. Mein Mann meinte nur, das Kleinschneiden wäre eine Heidenarbeit gewesen...
  • Die Avocado haben wir als Guacamole Sonntag zum Frühstück vernascht. Hab ich vorher noch nie gegessen. Nach anfänglichem Zögern wars ruckzuck weg. Schmeckte lecker nach Zitrone und köstlich auf dem Brötchen.
  • Das Obst haben wir zwischendurch gemümmelt. Nein, sonst komme ich selten auf die Idee zwischendurch einen Apfel zu essen. Obwohl ich dank der grünen Smoothies am Morgen (war heute mein dritter oder vierter dieses Jahr) mehr Appetit auf einen Apfel zwischendurch habe.

Einige Äpfel sind noch übrig und heute Abend wird der Bärlauch-Pesto zu Spaghetti gemacht. Die Gemüstekiste ist eine prima Idee sich selbst zu überlisten, um gesünder zu kochen und zu essen.

Eine Woche haben wir festlich und so abwechslungsreich geschmaust und neues Gemüse probiert, dass ich sonst nicht gekauft hätte (Staudensellerie). Hat Spaß gemacht. Und morgen klingelt es wieder! HÜPF!

Links für Interessierte:

Liebe Grüße von der Freu-Zentrale

Anja Kolberg

PS: Ich hab im Stern gelesen gelesen, dass abwechslungsreiches Essen Dopamin ausstößt. Also direkte Belohnungsgefühle in unserem Gehirn. Herrliche Aussichten.

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Frühe Leseliebe... meine Lieblingsbilderbücher...

In einem Karton im Keller fand ich meine drei Lieblingskinderbücher wieder:

'Mein Esel Benjamin'. Das Buch mit den schwarz-weiß Fotos erzählt die Geschichte von einem süßen Mädchen aus Griechenland. Sie folgt eines morgens ihrem Esel Benjamin - ebenfalls noch ein Baby- immer weiter, bis sie am Strand landet. Wird sie nach Hause finden? Wie? So süß. Diese herrlichen Kiesel auf dem Boden in ihrem Zuhause. Ich liebe das Buch immer noch, wenn ich es durchblättere.

'Mischa und die blaue Blume'. Mischa möchte seiner Cousine oder großen Schwester etwas zur Hochzeit schenken. Eifrig beginnt er zu basteln, verletzt sich dabei aber und ist traurig. Er hat nun kein Geschenk. Bis er eine wunderschöne blaue Blume auf dem Feld entdeckt, die er vor Wind und Regen beschützt und sie dann zum schönsten Hochzeitsgeschenk wird. Ich schmelze heute noch dahin. Die Zeichnungen gefallen mir auch sehr. Mir fällt erst jetzt auf, dass die Familie in Holzwagen mitten in der Natur lebt und feiert.

Natürlich auch 'Aschenbrödel' in Schreibschrift. Die Zeichnungen sind einfach zauberhaft. Die Figuren tragen spitze Hüte mit langen transparenten Tüchern an der Spitze. Die Fee auf dem Cover mit den feuerroten Haaren, dem herrlichen Kleid und den grünen Flügeln hab ich besonders geliebt!

Ein Buch fehlt, das ich ebenso mochte: Es handelt von einer kleinen Maus, die einen Apfel findet und sich so weit durchnagt, dass sie darin vor dem Regen geschützt ist. Da sie Hunger hat, dauert das allerdings nicht lange an, denn ein Loch im Dach lässt sie wieder nass werden. Die Fotos waren ebenfalls in Schwarz-Weiß. Ich weiß den Titel leider nicht mehr.

Ich glaube, die Bücher gibt es inzwischen wieder zu kaufen. Wahrhaftig: Mein Esel Benjamin ist inzwischen wieder erhältlich und sogar eine weitere Geschichte von Paulinchen, einem Schweinchen. Schön! Und da finde ich auch den Titel des Buches mit dem Apfel, inzwischen allerdings mit coloriertem Cover: Das Apfelmäuschen.

Seufz. Schön!

Anja Kolberg

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Donnerstag, 19 März, 2015

Graue Tage

Gestern: Blauer Himmel. Sonne. Wärme. Beschwingte, tatfreudige Frühlingsgefühle.

Heute: Grauer Himmel. Diesig. Kalt. Gedrückte Stimmung. Nervige Menschen, die unsere beiden Stellflächen auf unserem Grundstück zuparken und blöde Kommentare geben ('die sind aber nicht als Parkplätze ausgeschrieben', nein, es ist nur ein Schild an der Hauswand und die Fläche vor dem Haus ist gepflastert). Kraftloses Körpergefühl. Bauchschmerzen. Heute ist sogar ein Maulwurfshügel zu hoch, um die Motivation zu bekommen, ihn zu überspringen, drum rum gehen auch nicht. Eher genervt stehen bleiben oder mit den schönen Schuhen hindurch stolpern, inklusive Ärger, dass die Schuhe nun drekig sind. Seufz. Ganz großes Seufz.

Nach all dem Tun und dem Erfolg diese Woche, den Sohnenstrahlen, dem ersten Mittagsbrot auf der Terrasse, nun heute dieses Wetter, das mich so runterzieht. Gestern hatte ich mir meinen ersten Grünen Smoothies dieses Jahr gemacht. Lecker war er, aber heute, heute hatte ich so einen Zuckerentzug. Brötchen mit Schokoaufstrich, Kaffee mit viel Zucker mussten her. Und besänftigten mich. Aufatmen. Das tat mir gut. Daran spüre ich, welch Suchtpotenzial und kurzfristig beruhigende Wirkung das weiße Kristall auf mich hat.

Mir hilft es klar zu machen, warum ich so blöde drauf bin heute. Das sind also die Gründe für meine grauen Gedanken: Wetter. Kälte. Zuckerentzug. Sehr schlecht geschlafen. Ich weiß nicht, was Minu diese Nacht hatte, aber es führte dazu, dass ich ab drei Uhr einige Zeit wach lag und mich heute früh wie gerädert fühlte. Das ist kein guter Start für mich in den Tag. Schlaf kann ich schlecht missen, bzw. bringt es mich aus dem Gleichgewicht, wenn ich nachts am Schlafen gehindert werde. Mein Göttergatte kann das besser wegstecken als ich. Deswegen kümmert er sich nachts um unseren Hasen, dennoch ging es nicht spurlos an mir vorbei. Dann noch meine Periode in den Knochen. Perfekte Kombi für schlechte Laune!

Jetzt ist es mittag und nach dem Schreiben geht es mir schon besser. Was ich für mich getan hab?

1. Alle Pläne über Bord geschmissen, was ich heute oder morgen schaffen wollte. Verwöhnprogramm eingeschaltet. Was brauche ich heute?

2. Entscheidung für kurzfristiges Wohlbefinden: Heute gibt es zum Frühstück Brötchen mit süßem Aufstrich, Kaffee mit Zucker und - heute - keinen Grünen Smoothie zum Frühstück.

3. Zum Supermarkt nach dem Spaziergang mit Minu gestiefelt und Oreo-Kekse, Mr. Tom Ernussriegel, Ritter Sport Marzipan- und 50% Zartbitter Schokolade, dicke saftige Weintrauben und eine schöne Zeitschrift in den Einkaufskorb gelegt.

4. Auf dem Rückweg Boxenstopp in Petras Blumenladen. Mir ein süßes duftendes Schreibtisch-Sträußchen als Stimmungsaufheller gegönnt und den Plausch mit ihr über unsere ähnlichen Stimmungenserlabnisse ausgetauscht.

5. Schmerzmittel genommen. Einmal im Monat helfen sie nicht nur gegen meine Bauchschmerzen, sondern gegen die damit einhergehenden Stimmungsschwankungen.

6. Mir heute vormittag zwischendurch Surfen ohne schlechtes Gewissen erlaubt, an ein paar Gewinnspielen teilgenommen. Zwischendurch das hier geschrieben. Mir geht es echt schon besser. Jetzt male ich noch fluchs ein paar Bildchen für den Beitrag und schicke ihn ab.

Das einzig gute an Grauen Tagen: Sie gehen vorbei! (E-Card)

Anja Kolberg

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Dienstag, 17 März, 2015

Noch mehr Erinnerungen... berufliche Vorzeichen in der Schule...

Bei meinem Ausflug in den Keller fielen mir von der Realschule alte Schülerzeitungen in die Hände.

'Hot Sheet' hieß die Schülerzeitung, während der drei Ausgaben, an denen ich in der 10. Klasse beteiligt war. Wenn ich dem glauben darf, was ich las, war ich 'Chefredakteurin'. Dabei waren wir eine kleine Gruppe Mädels (ich glaub bei der ersten Ausgabe nur meine beste Freundin Dorothea und ich, nachher wurden es mehr), die probierte, woran sie Spaß hatte.

Unsere Aufgaben konzentrierten sich auf das Zusammenstellen von Witzen, Rätseln, Interviews mit Lehrern, Werbung einholen, den Kopiermarathon und das Zusammenlegen der einzelnen Seiten sowie den Verkauf. Ok, immerhin. Urheberrecht bzw. Nutzungsrechte berücksichtigen waren Fremdworte für uns. Wir durften frei machen, was wir wollten, zumindest meine ich das aus der Erinnerung, lediglich vor dem Kopieren mussten wir die Seiten einmal von einer Lehrerin abnehmen lassen.

Die Seiten wurden mit der Hand geschrieben oder mit der Schreibmaschine getippt, dazu einige Zeichnungen gemacht oder ausgeschnittene Buchstaben aus der Zeitung zu neuen Wörtern zusammen gesetzt.

In der zweiten Ausgabe hab ich mich beschwert, dass sich so wenige nur an der Schülerzeitung beteiligen... ob das der richtige Weg war?... ;o) Als wir den frisch gewählten Schülersprecher M.L. interviewten (was für ein Typ, blonde wehend lange Haare, schönes Gesicht, sportlich, Frauentyp), was von seinen Wahlversprechen denn schon umgesetzt sei (ich lach mich echt schlapp!), antwortete er mit flotten Politikersprüchen. Die Retourkutsche für unsere fiesen Fragen folgten gleich. Auf unsere Frage, wie er 'Hot Sheet' findet, meinte er: 'Ich finde sie besser als gar nichts...' Ich hab mich im Keller vor Lachen gekringelt, als ich das las. Ganz unrecht hatte er nicht, aber hey, erst mal besser machen, junger Mann! :o)

Ebenso fiel mir ein grünes 'Gewinner'Heft eines Schreibwettbewerbs zum Thema Zukunft in die Hände, an dem ich teilgenommen und auch mein Beitrag gedruckt wurde, wie ich mir meine Zukunft vorstelle. (Ist einiges von eingetroffen, anderes wartet noch heute auf Erfüllung...) Ebenso hatte ich auf einmal die Bierzeitung vor der Nase, eine Abschlusszeitung für unsere Klasse, an der ich mitgemacht habe. Was war ich da frech! Köstliche Erinnerungen!

Im 20 Jahresfeier-Heft meiner Schule (feierten sie, als ich die Schule verließ) fand ich dann einen Artikel über die Foto-AG und erinnert mich: Daran hab ich ja auch teilgenommen!

Ich hatte ganz vergessen, was ich auf der Realschule alles gemacht hab und dass ich mich damals schon mit den Dingen beschäftigt habe, die ich liebe: Schreiben und Fotographieren und Malen. Wenn es nach meiner Wunschliste gegangen wäre, hätte ich Fotografin, Mode-Designerin, Journalistin gelernt. Wie das Leben nunmal so spielt, lernte ich nichts von alldem, sondern schlug eine Büro'laufbahn' ein. Wie schön, dass alles zurück kommt und ich heute leben kann, was ich damals liebte. Ok, die Designerin braucht wohl noch einige Jahre! Bin ja auch erst Mitte 40!

Winkewinke aus Köln - bin ganz aufgeladen von schöner, quicklebendiger Erinnerungsenergie. Das tut so gut!

Anja Kolberg

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Samstag, 14 März, 2015

Schöne Erinnerungen!

Ab und an wird mir bewusst: Ich bin fast 45. So unterhielt ich mich beim Arzt im Wartezimmer mit einem Studenten. Er wolle noch ins Ausland gehen und seine Englischkenntnisse auffrischen. 'So günstig komme ich da nicht mehr hin', meinte er und ich bestätigte: 'Ja, nehmen Sie mit, was geht, so lange Sie ungebunden und jung sind. Später ist das nicht mehr so leicht.' ... so lange Sie jung sind... was rede ich denn da? War ich schon so alt, so zu sprechen? Fühlte ich mich alt? Nein, aber es lässt sich ja nicht leugnen, dass ich locker 20 Jahre älter war als der junge Sportstudent....

Jede Menge gelebte Jahre liegen hinter mir. Voll gefüllt. Besonders fällt mir das auf, wenn ich mir Fotos von früher anschaue.

'Damals' wurden die ja noch in einem Labor entwickelt. Ich hab mir irgendwann mal - ich wohnte noch zu Hause, ging in die Lehre und hatte Ferien - viel Arbeit gemacht und die schönsten Bilder meiner Jugendzeit in ein Album geklebt, ja richtig aus Papier, mit Transparentpapier zwischen den Seiten und Kommentaren neben den Fotos. Später gab es diese Einsteckalben. Heute mache ich nur noch selten Fotos nach, wenn dann mache ich gleich fertig gedruckte Fotoalben. Das macht so einen Spaß!

Zu meiner Kinderkommunionszeit gab es Klebealben. Da zog man eine Folie ab, drunter klebte alles wie wild, man positionierte die Bilder und legte die klebende Folie wieder auf. Die Alben, die ich davon hab, sind inzwischen fast kleberfrei, heißt, die Bilder fallen runter oder die Klebestreifen haben sich hässlich verfärbt. Allein der Kleber zeigt, wie die Zeit vergeht. :o))

Ursprünglich suchte ich die Fotos aus dem Schwedenurlaub mit unseren Freunden. Das war 1996, drei Wochen über die Sommersonnenwende. Wir sind erst nach Stockholm hoch, wo unser Freund den Marathon mitlief, dann runter an den Götakanal zu der Woche im Hausboot. Wir starteten im Osten bei Mem/Söderköping, passierten über 50 Schleusen, herrliche Flusslandschaften, Seen und den Vätternsee. Die Reise endete am Vänern See.

Diese Woche war so erlebnisreich wie fünf. Ich will lieber nicht erzählen, was wir alles mit de Boot angestellt haben oder es mit uns... Danach erholten wir uns eine Woche in einer kleinen Hütte am Vänern-See und machten auf der Rückreise Station in Göteborg und Malmö. Das war ein echt toller Urlaub!

Wir hatten im letzten Herbst an die Zeit zurück gedacht, was für ein Spaß das war und mein Mann hat einen Film ausgegraben, den wir gemacht haben. Huch, war ich schlank! Unvorstellbar, dass ich mich damals zu dick gefühlt habe!!! Nun, an diese schöne Zeit wollen wir uns bei einem Treffen mit unseren Freunden erinnern. Film und Fotos gucken und uns wahrscheinlich wieder kaputtlachen, denn jeder von uns vieren hat was im Urlaub angestellt...

Die Fotos wollten sich erst nicht finden. Im Wohnzimmerschrank durchblätterte ich viele Alben. Fehlanzeige.

Im Keller vielleicht? In den in Regalen verstauten Kartons guckten mich viele Fotolabor-Umschläge mit entwickelten Fotos und Negativen an. Ich hab bestimmt zwei Stunden gestöbert und mich erinnert. Kennen lernen & Hochzeit, Urlaube, Ausflüge, Familienfeste, Bilder von den Arbeitsstellen mit den Kollegen und Kolleginnen, eine Geschäftsreise, Geburtstage, Renovierungen. Herrlich! Ab 2002 gibt es nur noch Digitalfotos, die auf dem Rechner schlummern...

Ich frage mich gerade, wie das Fotoleben wohl in 20 Jahren aussieht.

Anja Kolberg

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Donnerstag, 12 März, 2015

Klar und bunt

Hallihallo,

klar und bunt, so ist meine Aussicht aus dem Fenster. Am Dienstag hat sie mich gepackt. Die Frühjahrsputz-Lust. Ja, mich. Nein, nicht alles geputzt. Konzentriert. Eine Sache mal 15 + 1.

Eigentlich wollte ich im Büro das nächste Projekt in Angriff nehmen. Eigentlich... Denn mich packte etwas anderes. Ich wollte endlich mal wieder praktisch arbeiten, ohne PC.

Ich hab doch die neuen Blumen gekauft für die Kästen vor meinem Bürofenster und dem meines Mannes. Als ich die Kästen weggenommen habe, sah ich, welch ein Dreck sich auf der Fensterbank und außen am weißen Fensterrahmen gesammelt hat. Puh. Die Straße, in der wir wohnen, wird gerade saniert, dazu das Haus nebenan. Da kommt ganz gut Dreck runter, ganz zu schweigen von den vielen Autos, die täglich durch den Kirchweg fahren. Es war klar: Da musste die Putzfee ran, bevor die frisch bepflanzten Kästen wieder dort ihren Platz finden.

So habe ich dann 15 Fensterscheiben gewienert, samt sehr schmutziger Fensterrahmen. Uh, war das langwierig. Waren glaube ich vier Stunden. Dann zum Abschluss noch die Haustüre, deren Weiß ebenfalls von einer grauen Staubschicht eingehüllt war. Geschafft!

Das Gefühl, durch frisch geputzte Scheiben zu gucken: Herrlich. Mir war es egal, dass Regen angekündigt war. Geputzt ist erledigt. Irgendwann regnet es sowieso wieder. Aber die Scheiben kamen dann doch - erstmal - mit einem trockenen Auge davon.

Zum Abschluss hab ich noch die Blumenkästen frisch bepflanzt. Sieht herrlich aus. Diese Blumenkästen zu Putzen ist allerdings ein Graus. Ich wollte die Erde nicht komplett erneuern, sonst hätte ich sie einfach mit dem Gartenschlauch sauber gemacht, so musste ich vorsichtig arbeiten. Arg. Die Kästen sehen wie kleine Gartenzäune aus. Total hübsch, aber eben putzintensiv.

Gutes Gefühl, die Hornveilchen (müssen sich noch erholen, die Blüten sehen was schlapp aus auf dem Bild), Primeln und Bellis in den sauberen Kästen hinter den frisch geputzten Fenstern zu sehen. Hach, schöner Anblick. Wenn er auch nicht lange anhält. Minu muss im Wohnzimmer nur kurz aufs Sofa steigen und kann dann super am Fenster rausblicken. Wenn sie da draußen was stört, sieht das Fenster gleich sehr sehr ähm besabbert aus. Man/frau gewöhnt sich an alles. Gleiches gilt für die Terrassentür. Prima auf Minus Nasenhöhe.

So, die Fenster haben Ruhe bis - am liebsten nächstes Jahr. :o) Nein, bis sie wieder richtig richtig schmutzig sind und ich habe was das angeht, eine große Geduld entwickelt. Wahrscheinlich ist deswegen der Moment der 'klaren Fenster' so kostbar.

Jetzt hab ich was schönes, sauberes, auf das ich gucken kann. Lenkt prima vom Schmutz ab, der mir sonst so auf die Schulter klopft. ;o) Eins nach dem anderen...

Einen zauberhaften Tag!

Anja Kolberg

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Dienstag, 10 März, 2015

Frühlingsgefühle

So langsam wirds draußen gemütlich. Die letzten Tage verbrachte ich mehr Zeit als die letzten Monate im Garten. Das tut mir so gut. Es wird Frühling!

Samstag hat mein Mann seinen Gasgrill zusammenmontiert. Eigentlich wollten wir Sonntag - wo so schönes Wetter angekündigt war - angrillen. Samstag hatte ich mich mit einer meiner besten Freundinnen in Köln am Dom in einem Café getroffen und gequatscht. Herrlich. Dann am Nachmittag mit der S-Bahn zurück nach Weiden-West (in erstaunlichen 15 Minuten vom Hauptbahnhof). Morgens hatte ich am Bahnsteig so gefroren (dünne Jacke angezogen) und am Nachmittag war es zum Schwitzen warm. Anschließend hab ich mit dem Göttergatten dann eine neue Gasflasche gekauft und was für auf den Grill.

Unser alter Lavastein-Gasgrill gab vor zwei Jahren den Geist auf. Letztes Jahr hatten wir gar keinen Grill. Das machte mir überhaupt nichts aus, meinem Partner schon. Männer und Grillen und Fleisch... Als wir nach dem Einkauf wieder zu Hause waren... ich war echt zu müde, um zu kochen. Ich wäre dran gewesen. Wir wechseln uns ein über den anderen Tag ab mit kochen. Mein Mann lies sich gleich dafür begeistern, einige mitgebrachte Würstchen (er normal, ich vegan) auf den Grill zu legen. Das ging so schnell. Herrlich. Das erste Mal grillen am 7. März. Haben wir das schon mal so früh gemacht?

Sonntag holte ich dann meine hölzerne Gartenliege aus dem Keller. Entstaubte sie und nach einem Wisch mit einem feuchten Tuch war auch die Sitzgruppe unter der Pergola wieder sitzbereit. Die Zeit in der Sonne tat so unendlich gut.

Eigentlich wollte ich lesen. Ich hatte eine neue Zeitschrift mit auf den sonnigen Rasen genommen, frisch aufgebrühten Tee. Herrlich. Und dann lag ich da im Stuhl. Schloss die Augen. Spürte die Wärme der Sonne auf meinem Körper. Hörte das Wasser den Bachlauf runter in den Teich plätschern und wie die Vögel sangen und auf dem Boden raschelnd unter dem Laub nach Leckereien suchten. Nein, das war viel zu schön, um dabei zu lesen. Einfach Pause machen und rumlümmeln.

Später zwei Runden Kniffel spielen. Kekse essen, Kaffee trinken. Hier in Köln waren es am Sonntag fast 20 Grad. Die Krokusse blühen und die Christrosen strahlen immer noch. Erste Schneeglöckchen sind verblüht. Die große Blutpflaume zeigt schon einen pflaumenfarbenen Schimmer an ihren unzähligen Knospen. Es dauert nicht mehr lange, dann springen sie auf und ein riesiger hellrosa Blütenwunderbaum erfreut mich.

Am späten Nachmittag wurde der Grill wieder angeschmissen. So schnell war er heiß, perfekt. Würstchen für mich. Fleisch für meinen Mann. Dazu Backofenkartoffeln (einfach Kartoffeln in kleine Stücke schneiden, in einer Schüssel mit Öl, Salz, Pfeffer, ggf. Paprika oder anderen Kräutern nach Lust und Laune vermischen und mit 200 Grad in den Backofen, bis sie braun und gar sind. Dank einem Pieks mit der metallenen Rouladennadel geht das flott.) mit Tomaten und einen frischen Salat. Lecker! Eigentlich wollte ich ein Foto machen, war dann aber zu faul und es schmeckte einfach so gut. Zu gut, um aufzustehen und es kalt werden zu lassen. ;o) Die Phantasie lässt ja auch herrliche Bilder als Ersatz im Kopf entstehen...

Der 1. FC Köln feierte parallel einen 4:2 Sieg im Stadion. Herrlich wieder die Fan-Chöre und den Torjubel bis in unseren Garten zu hören. Gewinnt der FC, hat mein Mann immer gute Laune (er hat sehr selten schlechte Laune, aber dann ist sie eben besonders gut). 'Das war ein ganz wichtiger Sieg.', meinte er überglücklich. Bloß in der ersten Liga bleiben. Wie waren noch mal die Gesänge: 'Nie mehr... nie mehr... 2. Liga.' Eben. Deswegen muss das klappen. Wird es auch. Ich bin zwar kein Fußballfan, lasse mich aber schon von der Freude meines Mannes mitreißen.

Ich habe schon Frühlingsblümchen für die Blumenkästen gekauft. Primeln, Bellis und Hornveilchen stehen hinter Haus und warten darauf, eingepflanzt zu werden. Ich freue mich jetzt schon auf den Anblick.

Was tut der nahende Frühling der Seele und dem Körper gut. Danke für diese tolle Sache im Leben, Himmel!

Von mir aus hätte es so weiter gehen können mit der Sonne. Montag war es hier dann arg nebelig und wieder kühler. Auch heute, Dienstag, blicke ich in Nebelfelder und sehe, dass die Dächer nass sind. Es ist noch früh am Morgen, so halb acht, es kann sich ja noch ändern, obwohl für heute Regen angesagt ist. Mal sehen, was wird. Wenn ich den Tee ausgetrunken habe (lecker BachblütenTee) und die Mails beantwortet, dann werde ich mit Minu mal schauen, wie es wirklich draußen ist. Alleine das Vogelkonzert am Morgen tut schon gut.

Auf den Frühling und seine vielen schönen Momente!

Anja Kolberg

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Sonntag, 01 März, 2015

Im Blog stöbern

Sie möchten etwas von mir lesen ... und kein neuer Blogeintrag da? Auf der Startseite stehen nur die letzten 5 Beiträge, die ich veröffentlich habe.

Doch insgesamt gibt es Stand heute 1003 (!) Beiträge nur im Blog! Also die Buch- und Filmtipps usw. nicht mitgerechnet. Es gibt jede Menge zu entdecken. Tipps zum Stöbern gibt es hier:

Alle Blogbeiträge erkennen Sie daran, dass davor 'Blog -' steht. Dies habe ich aus Gründen der Übersichtlichkeit gemacht, da die Blogsoftware die Themen automatisch alphabethisch sortiert und die Bog-Beiträge so von den anderen Themen meiner Seite (wie Anja Kolberg, Link- oder Buchtipps) unterschieden werden können.

Es gibt drei Wege zum Lesen der Blogbeiträgen: Chronologisch, nach Themen oder von Beitrag zu Beitrag.

Chronologisch
Jeder Blogbeitrag wird von mir dem jeweils aktuellen Halbjahr zugeordnet, z.B. Blog - 2015, 1. Halbjahr Wenn Sie auf diesen Links klicken, lesen Sie alles, was ich in diesem Halbjahr im Blog veröffentlicht habe. Sie können sich dort durchscrollen, ohne groß zu klicken.

Nach Themen
Zusätzlich sortiere ich jedem Beitrag einem Thema zu, das meiner Meinung nach am besten passt, zum Beispiel Blog - Dunkle Tage. Es gibt derzeit 19 Themenbereiche im Blog.

Von Beitrag zu Beitrag
Wie in den meisten Blogs stehen die neusten Beiträge zuoberst. Wer regelmäßig liest, findet so immer die aktuellsten Beiträge gleich auf der Startseite. Das ist ein wenig unpraktisch, wenn man dann was aufzuholen hat und nicht regelmäßig liest. So kann es passieren, dass man das Ende einer mehrteiligen Geschichte vor dem Anfang liest. Lösung: Entweder im Halbjahr oder Thema ganz nach unten scrollen und dann Beitrag für Beitrag nach oben durchlesen.

Zweite Möglichkeit: Von Blogbeitrag zu Beitrag klicken. Dafür müssen Sie den Link eines Beitrags aufrufen und können sich dann oben in der Statusleiste von Beitrag zu Beitrag weiter klicken. Wo und wie habe ich oben auf dem Bildschrimdruck markiert: Oben drüber wird die Überschrift des Beitrags angezeigt, der gerade angezeigt wird, darunter in der Zeile wird der Beitrag angezeigt, der davor erschienen ist, daneben steht der Link zur Startseite (= Home) und rechts der Beitrag, der nach dem aktuellen erschienen ist.

Wenn Sie mit dem allerersten Beitrag von 2006 anfangen, können Sie mit einem Klick oben rechts auf den nächsten Beitrag weiterlesen. Das macht richtig Spaß. Ich mache das gerne zwischendurch. Hier sind übrigens auch Buchvorstellungen und die anderen Seiten außerhalb des Blogs eingebunden, in der Reihenfolge wie sie erschienen sind.

Wo finden Sie Beitragslinks? Sie stehen unter den Blogeintragen. Da ich früher die Beitragslinks nicht mitgepostet habe, führe ich hier die ersten Beiträge eines jeden Halbjahres auf. So können Sie einfach wieder einsteigen, wenn Sie eine Pause machen:

Viel Spaß beim Stöbern!

Falls Sie noch mehr lesen möchten: Ich biete in einem einjährigen Abo die 'Monatlichen Impulse' per Mail an. 12 Mails zum Monatsanfang mit Gedanken zu den aktuellen Kalenderblättern. Sie können sie für 12 Euro inkl. MwSt. im Webshop kaufen.

Herzlich,

Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog, Blog - 2015, 1. Halbjahr

Samstag, 21 Februar, 2015

Der neue Newsletter ist erschienen & Karnevalsrückblick

Am Freitag habe ich meinen Newsletter verschickt. Der erste in diesem Jahr und diesmal wieder mit einem Besuch bei meinem inneren Team. Das wurde intensiv, emotional, überraschend und endete mit einem Dialog mit meiner inneren Stimme und dem Aufruf, mir mehr Liebe und Energie zu schenken. Schön!

Mir ist im Newsletter ein Fehler unterlaufen, den ich gerne richtig stellen möchte. Das herrliche Zitat stammt nicht von Azmuto, wie ich es schrieb, sondern von der französischen Schriftstellerin Anaïs Nin. Ihr zu Ehren habe ich eine neue E-Card mit korrekter Urheber-Angabe gestaltet:

Zitat E-Card

Hier geht es zu den E-Cards und hier können Sie sich für den Newsletter anmelden.

Die Woche war bei uns - trotz Karneval - ruhig und angenehm. Es gibt so viel Ruhe in Köln an Karneval wie sonst nur zu den Sommerferien - wenn nicht gerade ein Umzug durch das Stadtviertel geht. :o) Das hatten wir bei uns in Junkersdorf am Dienstag. Er war so lang wie noch nie, viel mehr Wagen waren dabei. Wow!

Mein Lieblingskostüm war von einer der vielen Schul- und Kindergartengruppen gestaltet: Bücherwürmer. Die Jecken steckten in überdimensional großen Büchern (so groß wie der Oberkörper), wo ein grüner Wurm sich durchfraß. Dazu trugen sie runde schwarze Brillen wie die von Harry Potter. Das sah herrlich aus.

Karnevalsdienstag war der Himmel grau und ein fieskalter Wind war unterwegs. Mir war so kalt, dass ich nicht raus an die Straße gehen wollte. Die Kamellen sind mir eh nicht wichtig, aber die Kostüme schaue ich mir gerne an. Der Zug geht an unserer Haustüre vorbei. So blieben wir drinnen bei unserer Hündin (die fand das gut), öffneten die Fenster und wärmten unsere Beine an der Heizung. Herrliche Kombination.

Jetzt ist es so, dass die offenen Fenster die Menschen auf den Wagen und in den Gruppen dazu annimieren, diese Öffnungen zu treffen. Eine Tafel Schokolade verfehlte mich nur knapp - so hielt ich bei dem Kamellenregen Richtung unseres Fensters nur noch die Hände über den Kopf und lachte mich schlapp vor Freude! Minu hatte auch einen Heidenspaß, wenn sie schneller als wir beim Einsammeln war und ein Bonbon erwischte, natürlich mit schönem bunten Papierchen. Süß waren die Kinder, die zu uns rannten und uns Süßigkeiten ans Fenster reichten. Wir hatten eine Freude! Mein Mann machte Scherze 'Die Kinder denken bestimmt, gib den beiden armen alten Menschen auch was, die können nicht auf die Straße gehen.' :o)) Naja, graue Haare sind bei mir auf jeden Fall genug vorhanden. Aus Kindersicht bin ich bestimmt steinalt.

Auch die Nichten und Neffen meines Mannes hatten Freude. Die standen natürlich in der ersten Reihe und haben mit getanzt und gesammelt. Schön!

Ich wünsche Ihnen einen zauberhaften Tag!

Ihre Anja Kolberg

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Mittwoch, 11 Februar, 2015

Endlich Sonne!

Klick zu den E-Cards

Ein Moment nach einem stressigen Vormittag nur für mich. 1/2 Stunde habe ich mich mit dem Gartenstuhl in die Sonne gesetzt.

Nur für mich.

Nicht darüber nachdenken, was ich tun muss, wie ich mich sonst so fühle und was los ist. Einfach eine Auszeit nur für mich in der Sonne.

Die Wärme auf meinen Händen, im Gesicht und am Hals spüren. Die Kleidung wird aufgeheizt. Vögel versuchen sich am ersten Frühlingsliedchen. Blauer Himmel. Tut das gut!

Meine Haut wandelt Sonnenlicht in Vitamin D um. Meine Seele tankt die Ruhe. Mein Körper atmet die Wärme und das Licht und die Luft.

Ich unterhielt mich mit meinem Nachbarn. Wir beide lieben die Arbeit im Garten und ich sagte, dass ich mich so sehr wieder danach sehne, wenn die Zeit losgeht. Ich brauche die Zeit draußen so sehr. Ihm ging es ebenso. Und wenige Stunden später wird sie mir geschenkt, die Zeit draußen. Gut, es ist noch frisch, aber es fühlt sich schon mächtig nach Leben, Frühling und neuer Energie an.

Danke Himmel!

Einige Schnappschüsse aus meinem Wintergarten:

 

Die Hochstammrose Parole zeigt erste Knospen.

 

Die schattenliebende Kletterhortensie hat sich während der letzten Wochen ebenfalls auf den Frühling vorbereitet. Sieht diese pralle Knospe nicht herrlich aus? Geballte Lebenskraft!

 

Auch die Zierkirsche, die in einigen Wochen rosa gefüllte Blüten zeigen wird, steht in den Startlöchern.

 

Schneeglöckchen haben sich in Gruppen aneinander gekuschelt. Während letzte Woche noch - zumindest in Köln kurz - Schnee lag und Frost war, zeigen sich jetzt erste Blüten. Es braucht sicherlich nicht mehr lange, dann springen die weißen Köpfchen auf.

 

Beim täglichen Spaziergang mit unserer Hündin Minu erfreue ich mich an den jahreszeitlichen Wiederholungen der Natur. So zeigen sich auf einer Rasenfläche am Wegesrand Jahr für Jahr unzählige Krokusse in Lila, Rosa und Weiß. Ich hab schon drauf gewartet. Jetzt hab ich sie entdeckt. Hüpf! Sie sind wieder da! Ich hab extra die Kamera eingepackt, um ein Foto von ihnen zu machen.

 

Auch diese herrliche Gruppe Schneeglöckchen war an dem regnerischen Tag schon ganz gespannt auf die wärmeren Tage. Die Aufnahme ist von gestern, da war es kalt und nass. Gerade (16 Uhr) sind es laut unserem Thermometer draußen schon 7 Grad. Das geht in die richtige Richtung. Oh, was freue ich mich auf die Zeit draußen. Die Wärme. Die Tiere. Das Grün. Die Blüten und Pflanzen.

Ich sehne mich nach dem Frühling und diese Woche spüre ich: Er ist nah. Das zeigt mir auch der vermehrte Gesang der Vögel am Morgen. Wie ich das liebe. Es ist wie eine Energiequelle für mich.

Eine einzelne Forsythienblüte hab ich auch schon entdeckt. Ja, ich will ihn sehen. :o) Und finde ihn, den Frühling!

Das himmelblaue Bild ist übrigens eine E-Card. Viel Freude beim Verschicken. Ich habe viele Frühlings-Ecards online gestellt.

Alles Liebe aus Köln

Anja Kolberg

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Mittwoch, 04 Februar, 2015

Mein neues Datensicherungskonzept steht & läuft endlich! Yeah!

Es gibt so Aufgaben, die nerven. Sind aber wichtig. Wenn sie einmal gemacht sind, dann ist es ein gutes Gefühl und Ruhe kehrt ein. Dieses Jahr wird endlich aufgeräumt. Eine unangenehme Aufgabe nach der andern muss dran glauben. Also los:

Seit März letzten Jahres blinkte unten rechts am Bildschirm ein rotes Fähnchen im Windows-Wartungscenter auf, etwas mit der Windowssicherung stimme nicht. Ich habe es 10 Monate verdrängt. Ebenso lange lag ein Zettel in meinem Kalender, mir zu überlegen wie es mit der Datensicherung weitergeht. Grund: Zwei externen Festplatten, auf denen ich die Fotos lagerte und sicherte waren voll.

Da ich die wichtigen Daten im täglichen Einsatz (wie Webshop, Word- und Excel-Dokumente, Blog, Mails) regelmäßig sichere, konnte ich wohl so lange verdrängen. Aber das funktioniert nicht wirklich. Ordnung und Struktur sind mir wichtig und mich verlassen zu können, dass ich auch bei einem PC-Crash sicher auf meine Daten zugreifen kann. Dieses Gefühl: 'Was ist wenn...' quälte mich.

Was wäre, wenn die externe Festplatte mit den Fotos crasht? Gut, ich hatte eine Sicherung irgendwo im Schrank liegen, doch richtig sortiert und ordentlich war das nicht. Eine regelmäßige Sicherung fehlte auch. Was wäre, wenn mein PC wieder einen Totalausfall hat und ich alles neu aufspielen muss?

Am 31.12.2011 - merkwürdiges Datum - machte es mittags *Pling* und mein PC war aus. Nichts ging mehr. Kaputt. Einfach so. Eiin PC war zwar schnell gekauft und die alten Festplatten konnten dem Himmel sei dank mit Hilfe von externen Festplattengehäusen weiter genutzt werden, aber alle Windows-Systemeinstellungen, Programme, Treiber waren futsch. Kurz: Meine eingespielte Arbeitsoberfläche. Wer einmal all das wieder mühevoll einstellen, suchen und aufspielen musste, weiß wie nervig und aufwändig das ist. Als Konsequenz fertigte ich unregelmäßig eine Spiegelung meiner Festplatte C: an. Die dauert Stunden, aber so ist im Notfall alles vorhanden, als wäre der PC nicht kaputt gegangen. Auch die lag allerdings schon Monate zurück.

So ist seit vielen Monaten ein unsicheres Gefühl da und der Drang 'Ich muss da was tun'. Im Januar sollte diese unangenehme Aufgabe endlich erledigt werden, denn ich hasse es, wenn mir die Unsicherheit "Was ist, wenn mal der PC kaputt geht oder eine der alten Festplatten?" im Nacken sitzt. Eine neue externe Festplatte mit 3 Terrabyte Speicherplatz war schnell gekauft. Aber wie ich geschrieben habe: Mit kaufen ist es nicht getan.

In meinem Büro tobte durch den Crash ein ziemliches Kuddelmuddel aus 7 verschiedenen Festplatten, manche voll und manche leer. Dazu einen Haufen unterschiedlichster Daten, die auf verschiedenen Wegen gesichert (oder auch nicht gesichert) wurden.

'Högschte' Zeit, aufzuräumen. Mein Ziel: Die verlässliche Sicherheit, auf meine Daten kann ich auch bei Verlust jederzeit zugreifen. Dazu gehört die regelmäßige Spiegelung meiner Hauptarbeitsfestplatte C. Am liebsten automatisiert, damit ich mich nicht drum kümmern muss. Die sich ständig verändernden Daten ebenso regelmäßig und einfach gesichert. Dabei so wenig Festplatten wie nötig im Einsatz, damit alles möglichst einfach und strukturiert ist.

Damit die Dinge einfach werden, muss das komplizierte erst mal geklärt werden. Also erstmal einen Überblick verschaffen:

1) Ich erstellte eine Liste der vorhandenen Festplatten mit diesen Punkten:

  • Wo steht sie? im PC, extern
  • Wie heißt sie? Verzeichnis/Fabrikat/Name
  • Gesamtvolumen
  • belegter und freier Speicherplatz
  • Dateninhalt
  • Wo werden die Daten von dieser Festplatte gesichert, wann und mit welchem Programm

2) Im Gegenzug listete ich die Daten auf, die gesichert werden sollen:

  • Welche Daten: z.B. Mails, Webshop, Fotos, Druckdateien, Eigene Daten mit Excel- und Worddokumenten...
  • Wie groß ist die Datenmenge
  • Mit welchem Programm sichere ich sie? Manche Daten werden doppelt gesichert. Zum Beispiel gibt es in meinem Webshop ein integriertes Sicherungstool, das ich immer nutze, bevor ich das Programm schließe. Zusätzlich werden alle Daten meines Benutzerverzeichnisses (wo auch der Webshop liegt) unregelmäßig mit einem separaten Sicherungstool gesichert.
  • Wie lautet der Speicherort? Es macht wenig Sinn, die Daten auf dem gleichen Datenträger zu speichern, wo sie auch gelagert sind. Wird die Festplatte beschädigt, sind die Originaldaten und die Sicherung weg. Deswegen sind zur Sicherung externe Festplatten hilfreich.
  • Wann soll die Sicherung gemacht werden? Erinnere ich mich selbst daran, z.B. mit einer Terminserie in Outlook oder kann ich es im Programm einstellen, dass die Daten z.B. regelmäßig vorm Herunterfahren gesichert werden? Praktisch finde ich, wenn es möglichst automatisch abläuft.

Puh, das war ganz schön viel. Aber wie wollte ich das genau machen? Sollte ich die Festplatten zusammenlegen? Wo sollten die Daten am besten gesichert werden? Also fertigte ich mir zu den beiden Listen eine Zeichnung an. In Bildern verstehe ich die Dinge besser, als in Listen. Die Zeichnung half mir, endgültig Klarheit zu bekommen, wie und wo ich künftig meine Daten sichern will. War ein bischen wie Tetris spielen. :o)

Ich habe mich entschlossen, die alten Festplatten mit inzwischen zu kleinem Speichervolumen zu leeren und nur für Notfälle oder den Urlaub (als Datenspeicher für dort geschossene Fotos) zu behalten. Damit fallen drei externe Festplatten aus meiner Aufmerksamkeit raus. Praktisch. Das hatte zur Konsequenz, dass Daten überspielt werden mussten, was viele Stunden dauerte. Eine der großen Festplatten war stark fragmentiert (was sie langsamer macht) und die Defragmentierung dauerte mehrere Tage (!), was nebenbei laufen konnte, aber eben nervte.

Die Spiegelung von C hätte ich am liebsten automatisiert, um mich darum nicht groß kümmern zu müssen. Laut Microsoft soll das mit dem 'Systemabbild' automatisch funktionieren. Da ich bisher mit einem Programm manuell gearbeitet habe, was im DOS-Modus läuft (also aufwändig, umständlich), wollte ich das versuchen. Konsequenz: Austesten ob das überhaupt funktioniert. Denn genau daher stammte ja die eingangs erwähnte Fehlermeldung mit dem roten Fähnchen ('zu wenig Speichervolumen vorhanden'). Faktisch war die Fehlermeldung quatsch, da die Festplatte (sowohl C als auch der Zielspeicherort) nur zu 20% belegt waren. Nach ewigem Testen, Durchwühlen des Internets, Befragen der Microsoft-Community und Einsatz meines PC Engels (ich hätte es nicht alleine geschafft, so kompliziert war das), war diese Fehlermeldung weg. Yeah! Hüpf, einen Schritt weiter. Doch...

Bei der nächsten Testsicherung war eine neue Fehlermeldung da! SCHREIIIIII! Jezt hatte ich schon so lange getestet und endlich dachte ich, am Ziel zu sein und dann so was! ARG! Das war der Moment, wo ich am liebsten stundenlang mit einem großen Hammer auf meinen PC eingeschlagen hätte. Diese Vorstellung brachte mir zumindest kurzzeitig Erleicherung.

So viel Erleichterung und Kraft, um weiter nach der nächsten Lösung zu schauen. In der Microsoft Community gab es Hilfe zur neuen Fehlermeldung, was natürlich toll ist. Auf der anderen Seite: Himmel! Geht es nicht auch ohne Fehlermeldung?! Windows/Microsoft ist schon sehr lange am Markt, ist ein riesen internationaler Konzern mit so vielen Menschen. Wenn die es nicht schaffen, ihre Produkte fehlerfrei zu liefern... was mache ich mir Gedanken, wenn ich nicht fehlerfrei bin? Ich bin nur eine Person - mit externen Hilfeengeln. Eigentlich könnte ich mir gegenüber mal lockerer werden. Gut, zurück zum Thema.

Für die vermutliche Beseitigung der Fehlermeldung wusste ich einen Teil meiner Speicherstruktur auf C: umbauen, was sich wie ein großer Berg anfühlte. Warum? Ich musste Programme verschieben, testen ob die dann wieder einwandfrei funktionieren... Noch mehr Arbeit. Das war mir die Sache nicht wert.

Mal pragmatisch gedacht: Wie oft müsste ich die Platte spiegeln, wenn es nicht automatisch über das Systemabbild funktionierte? Es ging ja um die Windowsoberfläche mit allen Einstellungen. So oft ändert sich da nichts, es sei denn, ich spiele neue Programme auf. Kommt eher selten vor. Einmal im Quartal würde reichen.

Also Abkürzung. Das Problem mit dem automatisierten Windows-Systemabbild habe ich nach Tagen des Probierens aufgegeben und mich über die sinnlos verstrichene Zeit geärgert. Also hab ich wieder das alte Programm ausgegraben, mit dem es manuell auf der DOS-Ebene geht (das ist der schwarze Bildschirm mit der einfachen Schrift, sieht aus wie früher...) und die handschriftliche Schritt-für-Schritt-Anleitung. Das hab ich vor einigen Tagen für meine Festplatte C gemacht. Die Spiegelung steht, hat 3,5 Stunden gedauert. Yeah! Geht doch.

Im Terminkalender habe ich mir dann eine Serie eingerichtet, die mich daran erinnert, die Spiegelung einmal im Quartal zu machen und bei Bedarf, wenn ich neue Programme installiert oder Treiber aufgespielt habe. Ja, klingt einfacher als mich noch länger durch die befürchteten nächsten Fehlermeldungen von Windows zu quälen!

Problem Festplattenspiegelung endlich erledigt! HÜPF ganz doll!!!!

Bleiben noch die Daten, die sich täglich verändern. In meinem Sicherungsprogramm habe ich endlich eine automatische Routine eingestellt, die für mich praktikabel ist: Nach dem Hochfahren läuft sie durch. Lieber wäre mir abends und dass der Rechner danach automatisch herunter fährt, doch das geht mit meinem Programm nicht. Bei der täglichen Sicherung braucht das Programm 10 Minuten, darüber komme ich hinweg. Für alle, die es interessiert, das Programm heißt Personal Backup und finanziert sich durch das Engagement des Programmierers und Spenden.

Auch erledigt. Eine kleine Sache mache ich jetzt noch manuell. Die schmeiße ich künftig an, bevor ich mit unserer Minu spazieren oder in Pause gehe. Daran werde ich mich gewöhnen.

Fehlt nur noch in Outlook eine Erinnerung für das Freeware-Reinigungsprogramme CC-Cleaner einzurichten. Das entfernt Cookies und temporäre Dateien, die das Betriebssystem langsamer machen und repariert Einstellungen, die zu Fehlern führen. Ist wie einmal durchputzen. :o)

Die nächsten Werkzeuge sind nach Mail, Kalender und Kontakten in meinem Büro gewartet und geschärft! Starkes und befreiendes Gefühl!!!!!

Ordnung macht mich klar!

Viele Grüße von der Aufräumzentrale

Anja Kolberg

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Dienstag, 03 Februar, 2015

Jeden Tag einen Hahnenschrei heller

Meine Mutter erzählte mir letztes Jahr Anfang Februar einen schönen Spruch meines Großvaters über das zurückkommende Licht im Frühling. Daran erinnerte ich mich und fragte nochmal genau nach. Der Spruch lautet:

"Ab Maria Lichtmess wird jeder Tag einen Hahnenschrei länger."

Dieser Tag war dieses Jahr am 2. Februar. Gestern. Eine schöne Vorstellung, dass es beständig heller wird. Ich kann mehr Licht grad gut gebrauchen. Licht macht die Seele hell. Und der Winter und die Dunkelheit tun mir nicht gerade gut.

Und ja - dieser Spruch ist vor allen Dingen auch so herrlich bodenständig Bergisch. Stimmt, Mama. Mein Großvater hat in der Landwirtschaft gearbeitet. Er war mit Herz und Seele mit der Natur verbunden. Der Hahn auf der Mist war damals (mein Großvater kam 1905 auf die Welt) noch etwas völlig normales auf dem Land. Seine Laute bei Sonnenaufgang begrüßten den Morgen, den neuen Tag.

Ich finde dieses Geräusch romantisch und gemütlich. Wenn ich bei meiner Oma Zeit verbringen darf, dann ist der Ruf des Hahns am Morgen ein wunderbarer Start in den Tag. Diese Verbindung zu Natur, dieses ursprüngliche.

Der Hahn richtet sich bei seinem Morgengruß also nach dem Aufgang der Sonne und ab Maria Lichtmess startet die immer einen Hahnenschrei früher. Schön!

Auch die Singvögel richten ihren Gesang nach dem Licht aus. Mit zunehmender Tageslänge wird im Frühling bei den männlichen Singvögeln mehr Testosteron ausgeschüttet, was zu vermehrtem Gesang führt. So becircen sie die Weibchen und melden Revieransprüche (Quelle: Landesbund für Vogelschutz ). Deswegen diese herrlichen Konzerte im Frühling, die ich so sehr liebe. Darauf freue ich mich sehr und schon jetzt kann ich sie vereinzelt hören.

Licht kehrt zurück, macht uns alle lebendiger. Herrlich!

Auf lichtvolle, singfreudige und jeden Tag hellere Monate

Anja Kolberg

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Dienstag, 27 Januar, 2015

Endlich mehr Output als Input!

Der Satz tanzt schon einige Wochen in meinem Kopf: Endlich mehr Output als Input! (Also rausbringen statt reinlassen.) Die beiden Worte kann ich vielseitig nutzen. Hier im Artikel meine ich damit das, was an Informationen, Dingen, Aufgaben zu mir herein kommt (Input) und was ich damit dann mache, es anwende, nutze und von mir nach außen bringe (Output).

Was ich damit meine: Ich arbeite viel. Aber bringe so wenig aus mir selbst nach draußen. Konsumieren ist leicht. Selbst in die Welt setzen Arbeit und Überwindung.

Beispiel 1: Schreiben statt Lesen
Ich habe hier auf dem Schrank so viele ungelesene Bücher liegen, meist Rezensionsexemplare, die mir Verlage zuschicken, in der Hoffnung, ich stelle sie in meinem Blog vor. Da liegen auch Bücher, die ich geschenkt bekommen oder mir selbst gekauft habe. Aber: Ich komme nicht mehr zum Lesen der Bücher. Ich lese viel anderes, zum Beispiel Blogartikel von anderen Seiten, Nachrichten, aber keine Bücher. Mir fehlt gerade die Muße, mich auf ein 'großes Projekt' lesen zu konzentrieren. Dabei liebe ich es, gute Geschichten zu lesen. Hier ist also jede Menge Input vorhanden, das 'zu mir herein will'. Aber es verstopft mich. Weil meine Zeit auch begrenzt ist und ich nicht zu den Dingen komme, die ich wirklich will: Selbst schreiben!

Selbst habe ich die letzten Monate wenig geschrieben, also nach außen gebracht, wenig Output. Und je weniger ich schrieb, desto schwerer fiel es mir, etwas neues zu schreiben. Als wüchsen die Ansprüche an mich mit der Zahl der Tage, wo ich nicht geschrieben hatte. Diese Blockade habe ich überwunden: Seit 13. Januar hab ich fast jeden Tag was im Blog veröffentlicht. Das tut gut. Endlich mehr Output als Input!

Beispiel 2: Anwenden statt Kaufen und Liegen lassen
Kaufen ist leicht. Anwenden macht Arbeit. Ich erwähnte die neue externe Festplatte zum Sichern meiner Daten. Die war ruckzuck gekauft. Input klappt also super. Aber sie muss auch eingesetzt werden. Heißt: Gucken, was ich bisher wie sichere, was geändert werden muss. Mein Daten-Sicherungskonzept überprüfen, die neue Festplatte sinnvoll integrieren. Das Thema steht noch an bzw. wird gerade mit viel Nervenaufreiberei bearbeitet. Nun denn. Der Output hängt noch in der Warteschleife...

Beispiel 3: Einsetzen und schreiben statt nur installieren
Ich habe auch andere Sachen gekauft, bei denen es mir so schwerfällt, sie anzuwenden. Zum Beispiel die Autorensoftware 'Papyrus Autor'. Extra für Autoren geschaffen. Mit Stilanalyse, aktuellem Duden zur Rechtschreibprüfung und jeder Menge Schnippischnappi. Ziel: Bessere Texte. Input (= Kaufentscheidung, Tat, Runterladen und Installieren) hat super geklappt. Aber jetzt kommt der nächste Schritt, bei dem ich hängen geblieben bin: Die Software für mich wirklich im Alltag nutzbar machen. Die ist nämlich so unfassbar umfangreich, dass ich blockiert war. Ich fand in der Hilfe nicht gleich, was ich brauchte, suchte hier, suchte dort und gab auf. So. Da liegt das Ding auf meinem Rechner und will eigentlich gebraucht werden. Output lässt auf sich warten...

Davon könnte ich noch so einige Beispiele nennen... Das Schreibset für Interviews. Damit kann ich die Aufnahmen per Fußpedal steuern. Das kenne ich noch von früher, wo ich auf meiner zweiten Arbeitsstelle auch Diktierbänder meines Chefs mit Berichten abtippen musste. Mit dem Fußpedal stoppt man die Aufnahme, spult vor, zurück. Praktisch und das fällt mir leichter, als es über die Funktionstasten an der Tastatur zu machen. Jahrelang hab ich mit dem Fußpedal geliebäugelt und vor einem Jahr endlich mit USB-Anschluss für meinen PC gekauft. Input also super. Jetzt liegt es da. Beim ersten Ausprobieren klappte es nicht. Ich vermute, es lag an der Software. Zum intensiven Austesten und Fehler finden und beseitigen bin ich nicht gekommen. Der Output, die Anwendung lässt auf sich warten und damit die Interviews, die ich noch abtippen will und damit dann weiter arbeiten...

Ganz zu schweigen von meinem Wunsch, den Blog zu überarbeiten. Word Press als Plattform zu nutzen, aufzuräumen. Dazu habe ich viel recherchiert, aber aufgrund der vielen Informationen noch keine Entscheidung z.B. für das richtige Template (Aussehen) treffen können. Oder der Wunsch, ein E-Book und Taschenbuch als Selfpublisherin rauszubringen. In der recht jungen, sich rasch weiter entwickelnden 'Szene' habe ich wochenlang immer mal wieder recherchiert, versucht mir einen Überblick zu verschaffen und dann kam was 'wichtigeres' reingegrätscht und ich kam nicht weiter. Was einmal liegen bleibt... Gott sei dank habe ich mir eine Wissenszusammenfassung (Welche Plattform will ich? Wie geht das umzusetzen? Welche Infoseiten sind gut?) geschrieben, also kann ich dort rasch wieder anschließen, wenn es soweit ist und ich lese den RSS-Feed einer Newsplattform zu dem Thema, das hält mich ein bisschen informiert (verstopft aber auch...).

Es ist so leicht, heut zu Tage zu konsumieren. Was neues kaufen. Infos im Internet anschauen, ausdrucken. Doch damit ist es ja nicht getan. Es braucht auch Zeit, die Dinge zu verarbeiten. Und das will ich. Endlich die Dinge tun, die schon lange rumliegen und auf Anwendung und Umsetzung warten. Gleichzeitig darauf achten, mir so lange nichts Neues zu kaufen. Kein neues, höchstinteressantes Fachbuch, keine neue Software, kein neues Projekt. Jetzt wird erst mal aufgeräumt und liegen gebliebenes abgearbeitet.

Dann werde ich auch die Leichtigkeit empfinden, weiter vorwärts zu gehen, weil mir all der Kram nicht mehr vor den Füßen steht. Ich kann ja nicht über alles drüber hopsen. Wobei, warum eigentlich nicht: Es ist ja auch ein Vorwärtskommen, wenn ich mich entscheide, die Dinge loszulassen, um nicht mit ihnen zu arbeiten. Dann sind sie auch weg.

Ich will mehr schreiben und mit meiner kreativen Arbeit meinen Lebensunterhalt verdienen. Dafür brauche ich gutes, funktionierendes Werkzeug. Manches habe ich schon geschliffen: Mein Mailprogramm, meine Kontakte, mein Kalender sind auf dem neusten Stand. Seit letzter Woche Donnerstag wird mein Datensicherungskonzept endlich aktualisiert. Und ich hoffe, dass ich mich dann bald mit dem nächsten beschäftige. Ein Traum wäre es, wenn ich endlich rausfinde, warum das Fußpedal nicht klappt und es zum Laufen bringe und vielleicht endlich das angefangene Interview fertig abtippe, damit ich weiß, was ich weiß und noch fragen muss...

'Ich lebe mein Leben' lautet der Spruch auf meinem Januar-Kalenderblatt. Das bedeutet für mich auch, das zu tun, was ich liebe. Und das ist zu schreiben und zu illustrieren. Es macht mir so Freude, Lilo, mein Blogmädchen zu zeichnen und so meinen Artikeln ein Bild zu geben.

'Ich probiere se einfach mal.' steht auf dem zweiten Tischkalender im Januar. Auch das beflügelt mich und hat schon Erfolg: Ich habe endlich mehr gebloggt. Und die anderen Blockaden, die packe ich auch noch an.

Das Leben fühlt sich gut an, wenn ich endlich beginne, mehr von mir nach außen zu bringen, mich mehr zu zeigen als zu konsumieren. Ein gesundes Gleichgewicht ist wichtig!

Auf das Leben und die Entfaltung unserer Wünsche und Bedürfnisse!

Anja Kolberg

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Montag, 26 Januar, 2015

So macht Vorrat Spaß!

Das Vorratsregal steht. Stabil miteinander über Eck verschraubt. Mit einem Wahnsinns-Schlagdübel an der Wand befestigt. Mein Mann hat alles gegeben. :o)

Im Baumarkt hab ich anschließend 6 cm hohe und 5mm schmale Holzleisten erstanden, die wir passend zugeschnitten vorne an den Regalbrettern befestigt haben. Damit ist sichergestellt, dass kein Glas so leicht aus dem Regal geschupst wird und auf dem Boden landet. Sicher. Gutes Gefühl.

An der Unterseite der Treppenstufen zur ersten Etage ist nun ein Licht mit Bewegungsmelder befestigt. Kaum macht man jetzt die Kellertüre auf: Bling! Erstrahlt das Regal und sein Inhalt in hellem Glanz!

Als dann noch die Vorräte eingeräumt waren... Erstaunlich, was da alles rein ging. Das große Schrankfach in der Küche ist jetzt leer. Toll! Die Arbeitsplatte in der Küche ist aufgeräumt. Von dem alten Nähmaschinentisch im Eßzimmer, wo auch einige Vorräte drauf und drunterstanden, haben wir schon einiges weggefuttert, der Rest landete ebenfalls im Regal. Coole Sache.

Momentane Lieblingsbeschäftigung, wenn ich unten in der Küche bin: Mal eben die Türe zum neuen Regal aufmachen und hingucken - auf unser neues Werk. Hach, herrlich!

So weiß, so neu, so hell, so aufgeräumt. Ich mag das. Jetzt haben wir auf einen Blick Klarheit, was wir noch an Gläsern, Dosen und Tetrapacks haben. So macht das Kochen auch mehr Spaß, weil gleich Ideen, was wir machen könnten, aufploppen.

Mehl, Zucker und Nudeln lagere ich lieber weiter in der Küche. So hundertprozent sicher, dass an das Regal keine Mäuse kommen, bin ich mir nicht. Mein Mann stellte sich bildhaft vor, wie sie kleine Leitern anstellen und nach oben auf das Regal klettern, mit einer Thermoskanne in der Hand und sich eine Kaffeebohne klein nagen und Kaffee kochen. :o) Schöne Vorstellung!

Der Technikchef unseres Hauses erinnerte sich, mal eine Einkaufslistenapp gekauft zu haben. Große Freude, dass er damit all die Barcodes von den Lebensmitteln einscannen konnte und so war ruckzuck eine Bestandsliste fertig. Piep. Piep. Piep. Wie im Supermarkt. :o)

Ob ich die mit zum Einkaufen nehme und demnächst mit meinem Smartphone durch die Einkaufsreihen gehe oder doch lieber mit meinem guten alten Einkaufszettel? Wobei ich mich ja geärgert habe, den immer wieder mit den fast gleichen Dingen neu zu schreiben. So kam mein Mann ja auf die Idee mit der elektronischen Einkaufsliste. Hm, mal gucken.

Ganz meinem ersten Widerstand [Meine Widerstände gegen technische Neuerungen] getreu, brauch ich da einfach noch ein bisschen Zeit zu, bis ich auch Piep, Piep, Piep - alle Barcodes einscanne. :o)

Liebe Grüße

Ihre Anja Kolberg

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Freitag, 23 Januar, 2015

Erstaunlich robust

Molger ist zwar nicht standhaft, dafür widerstandsfähig. Das ergab ein kleiner, zugegeben unfreiwilliger Härtetest.

Ich konnte es am Morgen nicht abwarten, die Regale vor der frisch gestrichenen Wand zu betrachten. Also ran an das Holz. Das erste Regal an die Wand links gestellt, genau Richtung Kellertreppe. Es kurz aus den Augen gelassen, um das zweite zu holen.

Gerade noch herrlich ruhig gestanden, polterte Molger los. Kippte Richtung Kellertreppe. Verwickelte sich bei seinem quirligen Purzelbaum (obwohl es 182 hoch ist, der Platz gering, meine ich, es hätte sich überschlagen) mit einer am Rand stehenden Plastikdose Flüssigbitumen - treffend auch Erdpech genannt. Genau, flüssiger Teer. Die Dose ging zu Bruch, verteilte sich in schwarzen, sämigen Klecksen über die Kellertreppe und über das birkenfarbige Regal. Sch....!

So schnell konnte ich nicht zur Rettung eilen, da war alles schon unten. Welch Krach! Welch unnötiger Dreck!

Ich sah mich schon die gebrochenen Einzelteile zusammensuchen und wieder gen Bocklemünd fahren, ein neues Regal kaufen. Doch Molger lebt und zeigt sich erstaunlich robust. Bis auf ein herausgefallenes (hoffe nicht, gebrochenes, hab mich noch nicht getraut zu gucken) metallernes Füßchen ist alles heil geblieben. Gut, Flecken vom Bitumen und einige Dötschen am Rand. Erstere lassen sich wegrubbeln. Letztere sind nur an einer Seite des Regals, super, dann drehen wir es einfach um. Hat ja zwei Seiten.

Erster Härtetest bestanden. Jetzt warte ich auf meinen Mann. Der möge beide Regale erstmal sicher miteinander verschrauben, dann fällt es über Eck stehend - hoffe ich zumindest - wohl nicht mehr so schnell die Treppe runter. Klar ist aber auch: Ohne zusätzliche Befestigung an der Wand geht nix! Und für einen Fallschutz für die Gläser an der Regalkante werde ich auch noch sorgen. Kein Bock auf Kirschen in Glassplitterpampe! Ganz zu schweigen von den roten Spritzern an der frisch gestrichenen Wand!

Beste Grüße von der Renovierungszentrale

Anja Kolberg

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Donnerstag, 22 Januar, 2015

Bürofrust in Energie umwandeln. Platz finden. Renovieren.

Seit über einer Woche warte ich auf eine mir wichtige Antwort. Montag beschloss ich, nachzuhaken, um endlich Klarheit zu haben. Keine Chance, die Kontaktperson hatte Termine. Ich war frustriert, weil ich geplant hatte, mit der Antwort weiter arbeiten zu können...

So richtig konnte ich mich für keine der anderen Arbeiten auf meinem Schreibtisch begeistern.

Nun haben wir im Haus ein kleines Renovierungsprojekt:

Ich geh am liebsten nur alle 14 Tage einkaufen. Folge: Unsere Küche hat aber zu wenig Stauraum für unsere Vorräte. Das artet dann so aus, dass Gläser und Dosen gefüllt mit Kirschen, Pflaumen, Saft, Senf, Aufstrichen, Pilzen & Co. im Esszimmer und auf der Arbeitsplatte lagern. Das sieht weder schön aus, noch ist es zweckmäßig. Den Platz auf der Arbeitsplatte brauchen wir eigentlich zur Essenszubereitung. Mir geht das hin- und hergeschiebe schon länger auf den Nerv. Ich mag es gerne ordentlich.

Wir könnten ein Regal im Keller aufstellen und dort die Vorräte lagern. Aber wir haben dort ab und an im Winter Mäuse zu Besuch und praktisch ist es auch nicht, erst mal die Treppe runter zu laufen, wenn ich ein Glas Spargel möchte. In der Küche: Kein Platz für zusätzliches Mobilar.

Was also tun?

Im Flur hinter der Türe zum Kellerabgang ist eine weniger als 1 qm 'große', fast quadratische Fläche. Dort stehen Staubsauger und Minus Futtertonne auf den Fliesen. An der Wand gegenüber der Flurtüre hängt das Bügelbrett. Dazwischen an der Wand - gegenüber der Treppe nach unten - hängt das Schuhregal. Der Platz ist ausgereizt.

Doch realistisch betrachtet: Die Schuhe nutzen wir kaum. Sportschuhe, Winterschuhe, Sommersandalen. Eigentlich könnte das Schuhregal in den Keller. Dann hätten wir Platz für ein sehr flaches Regal mit 18 cm Tiefe (dann beginnt die Türöffnung) und 87 cm Breite. Da ginge ja schon mal einiges rein. Zwar nicht die Masse wie bei einem 30 cm tiefen und 1 Meter breiten Vorratsregal, doch Bequemlichkeit (nicht in den Keller gehen müssen) ist unschlagbar. :o) Auf der Suche nach einem fertigen, passenden Regal blieben wir zunächst erfolglos. Wohl oder übel müssten wir also selbst was zaubern, was vor allen Dingen unten ohne Regalböden ist, damit dort weiter Staubsauger und Futterbox stehen bleiben können.

Bis ich bei IKEA zufällig in der Badabteilung ein Regal entdeckte, das nur 18 cm tief ist, aber auch nur 68 breit. Hm. Nicht wirklich viel Fläche.

Als ich Montag dann nochmal den Platz anschaute, wo das Regal hin soll, fiel mein Blick auf die rechts angrenzende Wand und das Bügelbrett. Es staubt ein, genau wie das Bügeleisen.

Ich bügle nicht. Mein Mann bügelt nicht. Ich bekomme beim Bügeln sehr schlechte Laune, weil es nie so glatt wurde wie ich wollte. Also haben wir es einer Freundin gleich getan, die sagte, sie würde ihre Wäsche glatt streicheln. :o) Dem Trockner sei dank, sind T-Shirts eh nicht mehr so zerknittert, als würden sie auf der Leine trocknen. Also falte ich sie direkt und ab in den Schrank damit. Ja, sie könnten glatter sein und ab und an gibt es Knicke an den Ärmeln. Doch das ist mir egal. Meinem Mann sowieso.

Wenn ich eine Bluse trage, dann leiste ich mir dafür eine Reinigung. Mein Mann trägt zur Arbeit schwarze T-Shirts und seinen Kehranzug. Die Maßanfertigung aus besonders schwerem Stoff und Leder wäscht er alle paar Wochen selbst. Jo, sonst haben wir nur T-Shirts, Jeans, Socken, Unterwäsche, Handtücher. Kurz: Wir bügeln nicht mehr.

Also warum das Bügelbrett nicht endlich in den Keller packen? Nur zum Spaß maß ich den dann frei werdenden Platz aus. 69 cm von der Ecke bis zum Handlauf der Kellertreppe. So ein Zufall! Da passte das Regal genau hin. Und als ich die andere Seite nochmal nachmaß, dachte ich, ich hab mich vertan: Zwei Regale passten über Eck genau auf die Fläche. 68 Breite plus 18 Tiefe des angrenzenden Regals = 86 cm. 87 cm war der Platz an der anderen Wand. Unfassbar!

Ich war so aufgeregt, konnte es gar nicht fassen, dass wir auf einmal eine Lösung hatten für unser Vorratsproblem. Und auch noch so passend und unwahrscheinlich! Wir mussten nicht selbst ein Regal basteln. Und das fertige sah auch noch schick aus.

Montag bin ich dann - als ich Frust schob, weil ich keine Antwort hatte - kurzerhand ins Möbelhaus gefahren, vorher noch beim Wertstoffcenter gleich nebenan vorbei und einige Sachen aus dem Keller entsorgt. Wieder was von dem Stapel weg, den wir schon seit dem Sommer zur Kippe bringen wollten. Gutes Gefühl. Die Regale hab ich gleich gefunden und bin mit den beiden Molger - so ihr Name - ohne Umwege übers Café oder Krimskramsabteilungen gleich zur Kasse (wieder an die falsche angestellt, wo es nicht vorwärts ging) und zum Auto.

Nächster Tag. Dienstag. Telefontermin. Ich bekam endlich meine Antwort und die knockte mich aus. Nicht, dass ich etwas anderes erwartet hätte, eigentlich hätte ich nun mit meiner Arbeit loslegen können. Aber es ging nicht. Ich schreibe hier nicht, um was es geht, das werde ich wenn der Fall wirklich abgeschlossen ist, nachholen. Mist. Blockade.

Als Bockadenhopser begann ich damit, mein Sicherungskonzept endlich zu aktualisieren. Eine meiner externen Festplatten ist voll, eine neue liegt schon hier. Das alte Sicherungsprogramm hab ich wieder runter geschmissen, es war furchtbar. Zeit, auch beim Thema Datensicherung aufzuräumen, denn wenn da alles stimmt, gibt mir das auch ein sicheres Gefühl.

Kaum hatte ich angefangen, aufzunehmen, welche Festplatten ich besitze und wie voll sie sind, kam mein Mann nach Hause. So richtig Bock hatte ich nicht an der Arbeit, die ich gerade am Schreibtisch mache. Also Frust und Blockade in praktische Energie umlenken. Ehe ich mich versah, fragte ich meinen Mann:

"Sollen wir die Regale aufbauen? Und vielleicht schon das Schuhregal abmontieren und im Keller aufhängen?" Ehe ich mich versah, hatte mein Mann das Schuhregal von der Wand gelöst und die Schuhe in die Waschküche geworfen. Auch das Bügelbrett war nicht mehr an der Wand. Im Abreißen ist er besonders super! ;o)

Da klaffte sie mich an: Die Wand. Weiß war sie mal. Jetzt tobte dort jede Menge Schmutz. Unter dem Schuhregal war eine später eingesetzte weiße Klappe zu Versorgungsleitungen, der Spieß rundherum dunkelgrau. Und die Holz-Abtrennung zum Flur war von hinten im oberen Bereich nie gestrichen worden. 3 Meter hoch ging es da gefühlt, bis die Treppenstufen zur erste Etage begannen. Über mir nur Dunkelheit und Spinnweben. Ich hab da noch nie hingeleuchtet glaube ich.

Mein Mann hatte in der Küche Molger Nr. 1 schon fast zusammen geschraubt. Er wollte nur mal probieren, ob es passt. Ja, passte. Mit Molger 2 - perfekt über Eck die schmale Fläche ausgefüllt. Wenn es nach meinem Göttergatten gegangen wäre, er hätte das Regal einfach gleich aufgestellt. Doch nicht mit mir.

Wenn schon, dann machen wir es jetzt auch 'richtig', ich meine schön. Wir hatten vom Terrasse renovieren noch weißen Putzgrund im Keller, mit dem sich herrlich eine Wand weiß streichen lässt und weiße Holzfarbe war auch noch übrig. Also hab ich mich rangemacht. Dübel entfernt, Staub abbekommen, Löcher zugeschmiert und am zugigen Kelleraufgang irgendwie eine Stehleiter aufgestellt und angefangen zu streichen. Alles war mir lieber, als oben im Büro wieder meiner Blockade zu begegnen. Und streichen ist eh mein Ding.

Da ich teilweise über Kopf arbeiten musste, sah mein Gesicht anschließend anders aus: Weiße Farbflecke. Richtig weiß wurde die Holzwand beim ersten Streichen nicht. Eher so eine interessante moderne Mischung, wo braun hindurch scheint. Aber jetzt sieht man endlich, was da oben ist, wenn man hochschaut. Gutes Gefühl. Ich werde die Holzwand nicht nochmal streichen, das reicht so. Auch die Steinwand sieht jetzt völlig anders aus. Fünf Stunden hab ich an dem kleinen Fleckchen insgesamt gestrichen. Die raue Holzverkleidung, die beiden Wände und die Unterseite der Holztreppenstufen zur ersten Etage über mir.

Kurzzeitig war ich sauer. Warum machte ich das eigentlich? Mir war kalt, ich hatte Farbe im Gesicht, mein Nacken schmerzte wegen der komischen Haltung in der Enge. Und mein Mann machte ein Nickerchen im Warmen.

Ich überlegte: Es war ja zu wenig Platz, um zu zweit zu arbeiten. Mein Mann hatte sich zwischendurch an mir (natürlich mit gutem, schwarzem FC-Shirt) während des Streichens vorbeigequetscht, weil er unbedingt Schrauben aus dem Keller holen musste, um die neuen, praktischen akkubetriebenen LED-Bewegungslampen im Flur zu montieren. Er wartete nicht, bis ich zur Seite ging, sondern drückte sich am frisch gestrichenen Türrahmen ein weißes Muster auf seinen Rücken. Danach hatte er Vorbeiquetschverbot und Minu, die ihr schwarzes Fell auch gerne so verschönert, ebenso. Und streichen war eh 'meine' Arbeit. Zudem: Anja, sei ehrlich, du wolltest es, nicht dein Mann, jetzt machst du es. Für dich. Für dein gutes Gefühl. Und dann machte mir das Streichen wieder Spaß. Und das ist es jetzt:

Ein so gutes Gefühl, mich dort nun umzuschauen. Es wurde hell an einer dunklen Stelle. Ich kann jetzt genau sehen, was oben ist. Weißes Holz. :o) Auch der Türrahmen ist zumindest von innen gestrichen. Er war mal weiß... Eigentlich müsste die Holzvertäfelung auch von außen gestrichen werden. 18 Jahre ist es her, dass wir das Haus renoviert haben, was beim genauen hinschauen auch sichtbar wird. Doch einen Schritt nach dem anderen. Irgendwann in der Zukunft, wenn mich mal wieder eine Blockade quält...

Abends versorgte mein Mann mich dann mit Glühwein. Ah, tat das gut. Doch die Nacht war unruhig. Mir schmerzten Rücken und die Ellbogen. Die Blase hatte ich mir auch erkältet. Arg. Trotz Fleecejacke hatte ich nicht gut für mich gesorgt. Aber das Gefühl, am nächsten Tag dort die beiden Regale aufzubauen, dass der Bereich jetzt so schön ausschaut und dann endlich einen Überblick über unsere Vorräte zu haben - macht das alles wett.

Ich bin so froh, meinen Bürofrust postiv umgewandelt zu haben: In Renovierungsenergie. Wieder eine der vielen Aufgaben abgearbeitet. Yeah!

Jetzt trocknet erst mal die Farbe. Dann kommt der nächste Schritt.

Liebe Grüße von einer stolzen

Anja Kolberg

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Mittwoch, 21 Januar, 2015

Schreiben im Café

Besonders in den ersten Monaten des Jahres zieht es mich nach IKEA. Nein, nicht einkaufen. Wenn ich gut drauf bin, vielleicht einen Teilbereich anschauen, aber am liebsten: Gleich ins Café, schreiben und von dort gleich wieder raus. Wenn ich voller Energie bin, auch eine Runde Billy & seine Freunde anschauen.

Am 15. Januar war es mal wieder soweit: Ich brauchte einen Tapetenwechsel. Raum zum Schreiben.

 

Eigentlich überfordern mich die vielen visuellen Reize in dem schwedischen Möbelhaus, ganz zu schweigen von der Geräuschkulisse aus Stimmen, hinunterfallenden Tellern, quietschenden Einkaufswagen. Meine Hochsensibilität lässt grüßen.

Doch wenn ich die Abkürzung nehme und mich dem nicht aussetze, geht es eigentlich. Am Donnerstag allerdings konnte ich nicht wiederstehen. Wir suchen ein Vorratsregal, welches maximal 18 cm tief ist. Auch wenn es unwahrscheinlich zu finden ist, ich wollte mich mal umschauen. Ich fand nichts und als ich trotz Abkürzungen durch die ewig langen Bummelschleifen im Café angekam, war ich nur noch müde und platt.

Ich hoffte auf was Leckeres zu essen. Vegan sind Obstsalat, Fritten mit Ketchup und der grüne Salat (diese lieblosen Schälchen mit hart geraspelten Möhren und Salatblättern mochte ich noch nie). Also erstmal Obstsalat und dazu eine Tasse Tee.

Einen Sitzplatz möglichst in Fensternähe. Ah. Durchatmen. Leider war ich zur Mittagszeit dort. Das Restaurant wird von vielen umliegenden Unternehmen als Kantine genutzt. Viele Eltern mit ihren Kindern. Rentner. Ab und an konnte ich auch Freiberufler entdecken, die an ihren PCs schrieben.

Die Geräuschkulisse war enorm. Die Müdigkeit blieb. So konnte ich mir nicht vorstellen, eine Zeile zu schreiben. Noch einen Moment die Leute beobachten und in mich hineinspüren: Gleich wieder fahren? Nein, ich wollte noch etwas warten. Ich hatte noch mehr Hunger und holte mir die Portion Fritten, eine Apfelschorle. Ah, das tat gut. Ich wurde ruhiger.

Noch mehr zu Trinken und einen Kaffee. Jetzt entspannte ich. Die meisten Mittagsgäste waren gegangen. Die hinter der Trennwand schreienden Kinder hörte ich nicht mehr, das Scheppern des Geschirrs war weit entfernt und die am Nebentisch quatschende Arbeitsgruppe konnte ich auch ausblenden.

Ich holte mir mein Tagebuch heraus und begann zu schreiben. Erst wie ich mich fühlte, was ich brauchte. Das half, bei mir anzukommen. Zwischendurch guckten mich große Kinderaugen an. Ein blonder Junge und ein dunkelhaariges Mädchen quetschten sich durch den Spalt der Mauer, an die mein Tisch grenzte und spielten mit mir verstecken. Was für eine herrliche Abwechslung!

Ehe ich mich versah, hatte ich neun Seiten gefüllt. Dann sah ich mir noch meine mitgebrachten Unterlagen durch. Fasste sie in einem Mindmap zusammen. Lies meinen Blick immer wieder zu den Menschen um mich herum und auf den Parkplatz schweifen.

Herrlich, dieser Ort zum Schreiben!

Im Café geht mir das Tagebuchschreiben leichter von der Hand, auch bei uns im Garten, wo es mir jetzt zu kalt ist. Wenn es mir mal gelingt, in den Cafés meine Umwelt auszublenden, bin ich ganz bei mir und genieße den Schreibfluss.

Eine zeitlang bin ich nach Sülz ins Café Balthasar gefahren oder hab bei Boesner im hellen (aber extrem hallenden) Anbau geschrieben. Auch Möbelhäuser eigenen sich hervorragend, weil es außer zu den Hauptzeiten immer stille Plätzchen mit Versorgungsmöglichkeiten gibt. Wir sind hier im Kölner Stadtrandgebiet mit vielen Möglichkeiten versorgt. Sehr schön auch ein Besuch im Japanischen Garten in Leverkusen. Der befindet sich auf dem Verwaltungsgelände von Bayer und am Besucherzentrum befindet sich auch ein Café, wo es sich herrlich schreiben lässt.

Ich schreibe im Café allerdings nur Tagebuch. Ob ich mich mal traue und beim nächsten Mal mein kleines Netbook mitnehme und an meinem Buchplänen weiter arbeite?

Ein herrlicher Ausflug. Ich freue mich schon auf den nächsten!

Schreibende Grüße,

Ihre Anja Kolberg

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Dienstag, 20 Januar, 2015

Das Flüstern des Frühlings - Die Tulpenzeit beginnt!

In der dritten Januarwoche morgens beim Spazieren gehen: Der Reviergesang eines Singvogels. So klingt Frühling! Nur dass dann viel viel mehr Vogelstimmen ertönen. Herrlich, dieses leise Flüstern meiner kommenden Lieblingsjahreszeit.

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Es sind noch einige Wochen bis Frühlingsanfang, doch ich achte auf jedes Signal: Zwiebelspitzen im Beet. Der Gesang unserer Vögel. Ein warmer Sonnenstrahl. Blattknospen an Sträuchern und Bäumen. Ich warte vorfreudig auf die ersten grünen Blättchen, auch wenn es dafür noch zu früh ist... Doch es gibt ja die beginnende Frühlingsblumenzeit beim Floristen!

In meinem Lieblingsblumenladen (Blumen-Stil, Kirchweg 131, Köln-Junkersdorf) habe mir bei meiner Lieblingsfloristin Petra-Ute eine große Brise Frühling angeschaut:

Herrliche Französische Tulpen (die mit dem langen Stil, sehen sehr edel aus, sehen Sie hier: Ich mache mir eine Freude). Bellis. Ranunkeln. Normale Schnitt-Tulpen. Primeln. Hyazinthen. Tulpen im Topf. Narzissen. Köstlich duftende Tazetten. Traubenhyazinthen. Krokusse... Es ist wie im Himmel!

Auch wenn es noch so verlockend ist: Nach draußen in die Blumenkästen dürfen die Pflanzen noch nicht. Eine frostige Nacht und alles Grün ist hinüber. Aber drinnen in den Räumen machen sie sich zu dieser Jahreszeit sowieso viel besser! Es gibt glaube ich keine Zeit, wo ich es mehr genieße, Blumen zu kaufen.

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Eine liebe Kundin bedankte sich für die E-Cards. Den Dank habe ich in eine neue E-Card und Blumen investiert. :o) Rosa und weiß sind die Tulpen in meinem Strauß, dazwischen Heidelbeer. Oh, das liebe ich.

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Zu Hause habe ich die Adventsdeko auf dem Eßzimmertisch von den Kugeln befreit. Die Amaryllis ausgebuddelt. Statt der Weihnachtstischdecke leuchtet jetzt die neue Frühlingsdecke in weiß, rosa und grün.

Vom Blumengeschäft habe ich mir noch recht zwiebelige weiße Traubenhyazinthen mitgebracht und Narzissen. Den Topf um die Narzissen habe ich entfernt, unten was vom Dreck weggenommen und Moos (gibt es auch im Blumengeschäft oder in Gärtnereien) um den Ballen gewickelt und in die kleine Glasvase gedrückt. Passt. Die Zwiebeln der Traubenhyazinthe aus dem Topf gelöst, unter Wasser den Dreck von den Wurzeln abgewaschen und zwischen das Moos gesteckt. Wie mag das wohl aussehen, wenn das Grün weiter wächst?

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Schwups, ist aus der Adventsdeko ein Frühlingsgedicht geworden. Schön!

Die Deko hab ich letzte Woche Freitag geändert. Seit dem habe ich gute Stimmung, sobald ich an die Blumen denke.

Einen herrlichen Tag wünscht Ihnen

Anja Kolberg

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Montag, 19 Januar, 2015

Ach könnt' ich doch den Blockaden-Flickflack

Heute früh im Büro. Noch dunkel. Minu schläft auf der Couch. Göttergatte auf der Arbeit bzw. in der Frühstücksbude, wo sich morgens viele Handwerkskollegen vor Arbeitsantritt treffen.

Ich checke kurz die Mails, dann mache ich mich an die Aufgabe, die jeden Januar die letzten Jahre ansteht und die ich tagelang vor mir herschiebe: Die Meldung zur Verpackungsverordnung. Jeder gewerbliche Versender muss seinen jährlichen Verbrauch an Verpackungsmaterial lizenzieren lassen. Ich mache bei dem Dualen System Zentek mit. Meine Mengen an Papier, Pappe, Karton und Kunststoffe sind gering, dennoch muss ich die Daten erheben und melden.

Das bedeutet eine kleine Verpackungsmaterialinventur. Und darauf habe ich null Bock! Dabei habe ich mir eine praktische Tabelle mit allen Materialien angelegt, Gewicht pro Stück. Der Verbrauch wird nach Eintrag der Zukäufe und des aktuellen Bestandes automatisch errechnet. Die Sache dauert insgesamt mit Abschicken der Meldung maximal eine Stunde.

Und was mache ich? Seit Anfang des Jahres schiebe ich die Aufgabe vor mir her. Sie nervt mich. Täglich werde ich daran erinnert. Das kostet mich viel mehr Zeit und Kraft als die eine Stunde das Ding erledigen!

Heute habe ich die Aufgabe erledigt (einen Tag früher als letztes Jahr) :o) und denke wie jedes Jahr: Warum quäle ich mich nur so?

Ich wünschte, ich könnte einfach einen Flickflack über die Blockaden machen und schwups sind all die unerledigten Aufgaben, die hier rumliegen und mein schlechtes Gewissen füttern, erledigt. Weil ich meine Blockade so leicht überwunden habe.

Wobei: Flickflack konnte ich noch nie! Schon beim Rad bin ich immer kläglich im Sportunterricht gescheitert. Purzelbaum ging. Überhaupt schüttelt es mich, wenn ich an den Schulsport denke: Bodenturnen, Geräteturnen, Bockspringen - ganz zu schweigen von der Qual auf dem Sportplatz. Es entlockt mir ein gequältes Augenrollen, einen Aufstöhner und unangenehme Bauchgefühle. Sport in der Schule: Ich habs gehasst. Nur in Schwimmen, da war ich klasse und Mannschaftssport wie Völkerball oder Volleyball, das mochte ich. :o)

Also, warum erwarte ich von mir, Flickflack über die Blockaden zu machen? Weil die Vorstellung, dass ich das könnte, einfach herrlich befreiend und lustig ist. Und auch, dass so Blockaden einfach nicht mehr das sind, was sie sind: Verhinderer, die Dinge endlich anzupacken. Ob ich es 'Blockaden' oder 'den inneren Schweinehund' überwinden nenne: Es hat ja eine Ursache, warum ich die Dinge nicht mache. Die hier beschriebene Blockade steht exemplarisch für viele andere...

Ich könnte mein Inneres befragen, um heraus zu finden, warum ich die Aufgabe nicht gleich erledigte. Doch dazu habe ich hierbei keine Lust, denn ich weiß es auch so: Einfach keinen Bock. Eine Aufgabe, die so erquicklich ist wie Toilette putzen. Dinge, die keinen Spaß machen, aber getan werden müssen.

Das einzige, was daran gut ist: Das Gefühl, wenn die Aufgabe erledigt ist und ich sie durchstreichen oder abhaken kann. Herrlich!

Ja, ich wünsche mir, gar nicht erst tagelang zu warten oder bis kurz vor Abgabetermin, sondern wie der frühe Vogel den Wurm zu schnappen und zu vernaschen. Bevor mein schlechtes Gewissen um die Ecke guckt und mich ermahnt...

Vielleicht reicht ja ein kleiner Hopser über die Blockaden. Hopsen konnte ich früher schon und das schaffe ich heute auch noch. :o)

Oder gar nicht lange nachdenken, also ein 'Nö, keinen Bock' gar nicht erst produzieren, einfach an der Blockade vorbeigehen und die Aufgabe erledigen. Klingt herrlich leicht!

Einen zauberhaften, hopsenden und einfachen Tag

Ihre Anja Kolberg

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Samstag, 17 Januar, 2015

Anisklümpchen

Das war mein letztes Anisklümpchen. Auf dem Weihnachtsmarkt am Rudolfplatz hab ich die knirschende Klarsichttüte mit den sattgelben Glücklichmachern erstanden. Lecker.

Mit ihnen bringe ich meinen Opa in Verbindung. Die bekam ich bei ihm, wenn ich zu Besuch war. Er hatte auch andere, saure, soweit ich mich erinnere in einer Dose. Das war ein schönes Ritual: Zu Besuch gibts ein Klümpchen (= platt für Bonbon).

Ich habe sie zelebriert. Und bei jedem an den Mann gedacht, der mir so kostbar war. Mein Opa. Ich habe hier im Blog schon zu ihm geteilt. Am Dienstag wäre er 110 Jahre geworden. Schnief. Bin immer noch traurig, dass er nicht mehr da ist. Tränen rollen. Klar, ich weiß, ich kann in Gedanken Kontakt zu ihm aufnehmen und mir auch vorstellen, er steht hinter mir und legt die Hand auf meine Schulter, wie er das bei meiner Firmung als Firmpate gemacht hat.

Aber das alles ist nichts im Vergleich zu dem 'echten' Menschen. Der in seinem Sessel sitzt, mit Vorliebe Sportsendungen schaut und ich darf neben ihm auf dem Boden Zeitschriften durchblättern. Herrlich war das. Eine Harmonie ohne groß zu quatschen. Einfach sein dürfen. Sein verschmitztes Lächeln. Schnief. Menno!

Ich überlege gerade wie lange er schon tot ist. In dem Jahr habe ich meine Abschlussprüfung zur Bürokauffrau gehabt. Das war 1989. Im April sind es 26 Jahre. Mehr als ein Vierteljahrhundert. Eine kleine Ewigkeit. Und manche Erinnerungen sind mir so nah und so vertraut.

Opa, ich hab dich immer noch ganz doll lieb und bin so froh, dass Oma noch hier auf der Erde leben darf! Danke, dass du da warst. Für mich warst du immer ein beständiger Pol der Ruhe.

Schnief.

Auf das Leben und die Menschen, die unser Leben ein wenig schöner machten, auf die Erinnerungen an sie und auf all die wunderbaren Menschen, die unser Leben heute noch bereichern. Manchmal sind Himmel und Erde auf einem Platz. In unserem Herzen.

Anja Kolberg

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Freitag, 16 Januar, 2015

Meine Widerstände gegen technische Neuerungen

Zunächst einmal entwickle ich herrliche Widerstände gegen vor allen Dingen technische Neuerungen.

Ein Smartphone? Nee, ich brauch den Quatsch nicht. Ich hab mein altes Handy eh nur vor Terminen an oder wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, für Notfälle dabei. Ich telefoniere selten darüber. Das reicht vollkommen. Warum also ein Smartphone kaufen? Für etwas Geld ausgeben, das mir total unwichtig ist!

Mein Mann liebt den technischen Schnickschnack und ist auch sehr gut organisiert. Durch die elektronische Terminplanung übers Handy (ich berichtete) sparen sie täglich Zeit bei der Arbeit ein. Kontakte pflegt er sofort und konsequent in sein Smartphone ein. Räusper, da kann ich mir eine Schnitte von ihm abschneiden. :o)

Alles, was technisch neu ist, braucht er und haben wir. Ich erinnere mich gerade an den ersten PC bei uns zu Hause. Wann war das? 1993/94? Wofür brauchen wir das? Nur Firmen arbeiten damit, privat brauchen wir doch sowas nicht... (Jaja..., würd ich heute nicht mehr sagen.)

Ich lese keine Bedienungsanleitung. Ich finde das total langweilig. Mein Mann kennt sich super mit allem elektronischen Gerät aus. Weil er die Bedienungsanleitung liest und weil er Spaß dran hat. Ich blockiere gleich von vornherein... So kommt es, dass wir Filme nicht mehr übers TV schauen, sondern auf Maxdome und Netflix zugreifen. Die Steckdose vom TV-Gerät kann über die Fritzbox sogar von unterwegs gesteuert werden.

Boah, da ist so schnell was verstellt, mich stresst das einfach nur. Gut. Wir leben zusammen. Da muss ich durch. :o) Ich profitiere ja auch davon. Zum Beispiel, weil ich keine Bedienungsanleitung lesen muss, ich mir Filme aussuchen kann, die ich jetzt gucken will, weil ich immer nur rufen muss, wenn mein PC spinnt.

Zurück zum Smartphone.

Letztes Jahr erhielt der Chef meines Mannes ein neues Smartphone und mein Mann fragte mich: Willst du das alte nicht haben? Grübel. Eigentlich nicht. Das einzige, was mich am Smartphone reizte, war Whats app, das ich bei meinem Mann ab und an am Handy nutzte. Ich liebe diesen kurzen Kontakt mit den Menschen, die mir im privaten wichtig sind. Nur deswegen stimmte ich zu und hab seitdem große Freude daran, so Kontakt zu halten.

Durch meine Outlook-Aufräumaktion sind jetzt auch endlich die Kontakte aktuell, ich habe einen Terminkalender drauf, den ich nutzen könnte und der aktuell ist. Prima! Ich liebe es, kleine Fotos mit dem Handy zu schießen und so mein Leben zu dokumentieren. Viele schöne Neuerungen. Widerstand überwunden. :o)

Auch das alte Tablett habe ich von meinem Mann erhalten. Zum Surfen oder lesen auf dem Sofa ist das praktischer als mein kleines Netbook mit der ausgeklappten Tastatur. Auf dem Tablett lese ich jetzt meine Newsfeeds von abonnierten Seiten. Die Zeit spare ich mir nun tagsüber an meinem Arbeitsplatz. Praktisch! Die Sucherei nach den aktuellen Kontakten ist jetzt auch erledigt.

Ist ja doch ganz schön, die neue Technik. Heute habe ich meinen Mann mal ganz doll lieb!

Ihre Widerstandsbrecherin

Anja Kolberg

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Donnerstag, 15 Januar, 2015

Telefon-Probleme...

Nach der Herausforderung mit Outlook ist vor der nächsten Herausforderung: Problem mit der Fritzbox/Internettelefonie. Die Fritzbox (für unser heimisches Netzwerk) haben wir schon einige Jahre. Alles stabil.

Im November 2014 haben wir uns die neuste Box angeschafft und sind parallel ans Glasfasernetz angeschlossen worden. Die Telefonie läuft seit dem übers Internet. Mein altes Bürotelefon war kaputt, so schaffte ich mir ein Fritz Fon an. Alles schön und gut, bis Netcologne die Leitungen auf die Internettelefonie umstellte. Seit dem gibt es Probleme. Das macht nicht wirklich Spaß.

Manche Anrufer haben beim ersten Versuch eine tote Leitung oder hören, die Nummer sei nicht vollständig. Andere kommen zwar durch, aber der Anrufbeantworter braucht sekundenlang, bis er anspringt. Solange hört der Anrufer eine stille Leitung....

Das nervt mich so sehr. Es kostet mich Energie. Ich will das alles stabil und sicher läuft und Anruferinnen mich erreichen. Doch der Fehler ist wohl nicht so leicht zu finden.

Grundsätzlich ist die Steuerung der Telefonanlage über die Fritzbox ja super: Da können Rufnummern blockiert werden, zum Beispiel von nervenden Callcentern, das Telefonbuch kann mit Google abgeglichen werden. Toll. Unterschliedliche Telefonbücher. Auch super. Anrufe auf dem Anrufbeantworter werden mir als Datei in den Maileingang zum Abhören geschickt. Auch toll. Nur das Anruf- und Anrufbeantworterproblem...

Also wenn Sie mich anrufen: Ich bin da, aber mein Telefon will nur manchmal nicht. Bitte dann eine Mail schicken oder es nochmal probieren und eine zeitlang in der stillen Leitung warten, bis der Anrufbeantworter anspringt.

Der Hersteller der Fritzbox AVM versucht zwar eine Lösung zu finden, stellt mir aber immer neue gefühlt unlösbare Fragen und Aufgaben für die Lokalisierung und Lösung des Fehlers. Das lähmt und nervt mich so sehr, dass ich wieder mal am liebsten alles aus dem Fenster werfen will.

Doch ruhig, Anja. Ruhig. Durchatmen. Bei Outlook wolltest du das auch ganz oft. Und jetzt ist es gelöst. Das Problem mit dem Anrufbeantworter wird auch noch zu seiner Lösung kommen.

Durchhalten!

Alles Liebe!

Anja Kolberg

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Mittwoch, 14 Januar, 2015

Mein Kampf mit dem Mailprogramm Outlook. Eine abenteuerliche Wochenreise...

Seit einem Jahr schob ich ein Thema vor mir her, dass ich jetzt endlich angepackt habe: Mein Mailprogramm erneuern. Eine Woche habe ich insgesamt daran gearbeitet. Kein Wunder, dass ich für die Entscheidung, es umzusetzen, so lange gebraucht habe. Ich ahnte wohl schon, dass es nicht einfach werden würde...

Meine Ausgangssituation:

Seit Beginn meines Mailens ist Microsoft Outlook 2000 das Programm, mit dem ich maile. Alle Mailadressen, die ich mir im Laufe der Zeit anlegte, rief ich darüber ab. Ich habe es zu Beginn meiner Selbstständigkeit als Office-Paket für meinen Rechner mit Word, Excel, Access und Powerpoint gekauft.

Mit den Jahren sammelte sich ein großer Datenbestand an Mails an. Bis Ende 2013 hatten sich von 2004 an (damals musste ich wegen Kapazitätsproblemen schon mal Mails aussortieren) über 11.000 Mails alleine im Ordner der gesendeten Mails angesammelt. Hinzu kommen die Mails, die ich empfangen und in Ordnern abgelegt habe. Unwichtiges wird zwar gelöscht, aber für mich ist dieses Archiv wichtig. Ich mag es, nachzulesen, was ich geschrieben habe oder nutze die Suchfunktion, um zu schauen, was ich mit anderen Menschen besprochen habe.

Soweit so gut, hätte Outlook 2000, das ich seitdem Kauf nie updatete, mit dem Datenvolumen keine Probleme gehabt. Doch das Programm streikte die letzten Jahre immer mehr. Das führte in 2013 zu vielen Abstürzen.

Ich schaute Ende 2013 nach der neusten Version des Mailprogramms. Inzwischen nutze ich für Office-Programme nicht mehr mein 2000er Word und Excel, sondern die kostenfreien Lösungen von Libre Office. Nur beim Mailprogramm war ich wegen der bestehenden Mails nicht umgestiegen. Bei der Suche nach einem Outlook-Update blieb ich bei der neuen 365-Lizenzpolitik hängen: Mir gefiel nicht, das Programm jährlich neu kaufen zu müssen.

Also suchte ich nach alternativen Lösungen und installierte Thunderbird. Es dauerte, bis ich die bestehenden Mails mit Hilfe meines Computerengels (in Gestalt meines Mannes) von Outlook importiert hatte, doch es klappte. Das neue Programm lief stabil. Ich gewöhnte mich an die neue Oberfläche.

Eigentlich alles gut. Bis ich im Archiv entdeckte, dass Thunderbird einige alte Outlookmails nicht darstellt. Der Mailtext war einfach leer. Das Problem weitete sich aus. Erst versuchte ich, die Situation zu ignorieren, als wäre sie nicht da. Bis ich wirklich Mails brauchte und auf das alte Outlook zur Recherche zurück greifen musste. Keine Dauerlösung. Ich wusste nicht, ob bei einem Rechnerwechsel und neuem Betriebssystem das alte Outlook nochmal installiert werden könnte, also ich keinen sicheren Zugriff mehr auf mein Archiv hatte.

Anfang 2015 also der Entschluss: Es muss sich was ändern. Und wie ein Wunder hatte Microsoft inzwischen wieder lebenslange Lizenzen, die nicht jedes Jahr aktualisiert werden mussten. Vielleicht habe ich die letztes Jahr auch nicht gesehen. Jetzt war die Lösung da.

Seit dem lebt Outlook 2013 auf meinem Rechner. Das Programm zu installieren war ein Klacks. Den alten Datenbestand von Outlook 2000 hat Outlook 2013 gleich importiert. Doch das verursachte Probleme beim Anlegen der Mailadressen. Bis mein Mann durch viel rumprobieren rausfand, es musste ein neues Profil angelegt werden. Als endlich alle Mailadressen neu eingepflegt waren, war die Uhr ein paar Stunden vorgerückt. Ich war schon froh, dass das Mailen nun funktionierte.

Nächste Herausforderung: Ich hatte damit gerechnet, nur noch Thunderbird zu nutzen. Deswegen hatte ich inzwischen die alte Ordnerstruktur geändert, viele Mails gelöscht... Also blieb mir nichts anderes übrig, als die beiden Datenbanken miteinander zu vergleichen, um nur noch eine, stimmige Basis zu haben. Ich hatte Sorge, die alten Mails von Thunderbird zu übernehmen, weil ich dachte, damit die fehlerhaften Mails zu übernehmen.

Also erst die Outlook-Dateien (2000-2013) neu sortiert und aus dem importierten Ordner übernommen. Dann von Thunderbird die doppelten Mails (2000-2013) gelöscht und anschließend die neuen Mails aus 2014 importiert. Ich sage Ihnen, das war ein Gefühl, als ich Thunderbird endlich schließen konnte und nur noch einen Datenbestand hatte. Yeah!

Die neue Oberfläche in Outlook 2013 finde ich furchtbar sperrig und gewöhnungsbedürftig. Nichts ist mehr da, wo es mal war. Ich habe ein ganzes Fluchrepertoire abgeschossen in dieser Woche und alles am liebsten aus dem Fenster geschmissen...

Als nächstes machte ich mich an die Kontaktdatenbank. Auf meinem alten Handy hatte ich Telefonnummern auf der Sim-Karte gespeichert, die ich zum Teil nicht mehr nutzte. Beim Überspielen auf das Smartphone waren diese mit dem Bestand der alten Outlook-Adressen, die zur Sicherung Ende 2013 mit dem Kalender auf G-Mail übertragen worden waren, gemischt worden. Das Synchronisieren hatte zudem doppelte Datensätze verursacht. Ich hatte viele viele doppelte, dreifache Kontakt mit unterschiedlichen Telefonnummern... Schrei!

Meine Kontaktdaten hatte ich Jahre nicht mehr in Outlook gepflegt. Irgendwann hatte ich mir die Adressen ausgedruckt und dort alle Änderungen handschriftlich geführt oder in den Mails und im Netz nach den aktuellsten Kontaktdaten geforscht. Jetzt wollte ich auch dort endlich klar Schiff machen. Ziel: Eine Kontaktdatenbank, die regelmäßig automatisch synchronisiert wird zwischen dem Smartphone und Outlook auf meinem Rechner. Gleich ob ich die Kontakte in Outlook auf meinem PC, in GMail online oder im Handy ändere. Schöner Wunsch...

Herausforderung: Alte Kontakte und Telefonnummern identifizieren und löschen. Doppelte Kontakte löschen. Neue Daten einpflegen. Geburtstage einpflegen. Bei Outlook wurden die Felder, die mir wichtig waren (Geburtsdatum z.B.), nicht gleich angezeigt. Es war ein ewiges hin- und herklicken. Also entschied ich mich, die Daten in GMail online zu pflegen. Das klappte das ganz gut und so einfach. Bis alle Daten eingepflegt und aktualisiert hatte, dauerte es Stunden...

Nächster Schritt: Ein Synchronisationstool finden, dass die Daten zwischen Outlook und GMail/Smartphone abgleicht. Die Pflege eines Tools von Google war vor einiger Zeit eingestellt worden. Im Netz fanden wir nach langem Suchen ein Tool, das als Add-In in Outlook integriert wird und auf den ersten Blick funktionierte. Hüpf!

Bis ich herausfand, dass bei jedem Synchronisieren die Geburtsdaten der Kontakte um einen Tag verschoben worden waren. Mal in die eine, mal in die andere Richtung. So hatten sich manche Daten inzwischen um zwei oder drei Tage verschoben. Schrei! Ich wusste bei manchen gar nicht das Geburtsdatum im Kopf und hatte es mir auch nicht aufgeschrieben. Falls ich also jemandem in 2015 ein paar Tage zu früh oder zu spät gratuliere...

Bei den meisten konnte ich das Datum in alten Unterlagen finden oder wusste es. Zur Sicherheit schrieb ich nun das Datum noch ins Notizfeld, wo die Daten nicht einfach wie im Geburtstagsfeld geändert werden können. Ich habe ewig getestet, um herauszufinden, wo das Problem liegt. Die Outlook-Hotline von Microsoft hatte keine Lösung, im Netz fand ich Betroffene, aber keine Lösungen. Dann entdeckte ich noch, dass einige eingepflege Daten verschwunden waren. Wieder ein schöner Moment, um zu schreien...

Mir kam es so nach unternehmenspolitischen Entscheidungen vor, dass weder Microsoft noch Google ein Synchronsisationstool für Outlook und GMail anbietet. Wie konnte das sein, wo doch so viele Firmen mit den Office-Programmen arbeiten und die Kontakte und Kalender sicherlich auch unterwegs auf dem Smartphone brauchen. Eine Nacht drüber schlafen...

Mein Mann fand zwei kostenpflichtige Programme, die die Synchronisation anbieten. Die Testversion vom ersten klappte, aber dann stellte sich raus, dass dort auch das Datumsproblem herrschte. Arg. Bei der zweiten habe ich mit der Hotline gechattet. Das Programm kam zwar aus den USA, gab es aber mit deutscher Übersetzung. Weil Outlook schon so sperrig ist, war mir eine deutsche Version und deutsche Beschreibung ganz recht. Die Hotline meinte zwar, sie hätten auch das Datumsproblem mit dem Geburtstag, aber ich wollte den Test dennoch versuchen. Ich war schon soweit, die Geburtstage wie früher als Terminserie im Kalender einzurichten und das Geburtstagsfeld zu leeren. Es folgten viele Test, Datenneueingaben und....

Dadaaaaa!!!! Das neue Tool konnte es! Keine Datumsverschiebungen mehr bei den Geburtstagen! Hüpf! Endlich! Mir fiel zwar auf, das einige eingepflegte Daten verschwunden waren, andere nicht synchronisiert wurden. Ich vermute, das bei den alten Kontakten Fehler im Datensatz waren, vielleicht durch die Abstürze verursacht. So legte ich einige Kontakt neu an und es läuft bisher ohne Fehler. Ich bin froh, einen relativ kleinen Kontaktbestand zu haben. Was haben Firmen mit hunderten Kontakten für Arbeit am Hals, wenn die Synchronisation solche Fehler verursacht? Lieber nicht weiter drüber nachdenken.

Nochmal alle Daten prüfen. Ausdrucken. Abgleichen. Alles korrekt. Daten sichern. Puh! Die Synchronisation mit dem Handy klappt einwandfrei. HÜPF! Ich habe gleich einige neue Kontaktdaten für Notfälle angelegt, zum Beispiel die Telefonnummer und Versicherungsnummer der Autoversicherung, Telefonnummer der Karroseriewerkstatt, ADAC, Telefonnummer unseres Kfz-Meisters. Gutes Gefühl, das jetzt immer dabei zu haben.

Kontaktdatenbank erledigt!

Dann war da noch der Terminkalender. Darin hatte ich bisher nur wiederkehrende Termine wie Datensicherung eingepflegt, Erinnerungen für die Entwurmung und Impfungen unseres Hundes, Erinnerungen an wichtige Verwaltungsaufgaben im Büro oder eben die Geburtstage. Für alles andere nutze ich meinen A5-Papierterminplaner 'Carpe Diem' von Boesner auf dem Schreibtisch: Mein Notizbuch, Kritzelstation, Erinnerungsbuch.

Sollte ich künftig meine Termine nur elektronisch speichern? Nach dem Synchronisationsproblem mit der Geburtstagsverschiebung um einen Tag traue ich der Korrektheit der Daten nicht. Auch die Übersichtlichkeit auf dem Smartphone, wäre die wohl gut? So habe ich meinen Wochenkalender auf dem Schreibtisch. Klar und übersichtlich.

Früher (zu Unternehmensberatungszeiten also vor 2000) hatte ich mir einen mobilen Kalender gekauft. Ich hasste die Ansicht darauf, alles so klein und unübersichtlich, auch wenn die Synchronisation mit Outlook klappte. Irgendwie gefiel mir die elektronische Terminpflege schon damals nicht so richtig. Folge: Ich nahm wieder einen Papierkalender zur Hand. Da war es übersichtlich und keiner löschte einfach was raus. :o) Mir ist die Korrektheit von Daten sehr wichtig und ich brauche das Gefühl, dass ich mich verlassen kann.

Mein Göttergatte schwört auf die elektronische Terminpflege. In seiner Arbeit als Schornsteinfeger macht er die komplette Terminplanung über das Smartphone. Noch nie sei einer der wöchentlich ca. 60 Termine nicht korrekt angezeigt worden oder verschwunden. Zudem arbeiten sie zu zweit, kennen so untereinander die Termine, egal wo sie sich gerade aufhalten.

Na gut. Ich hab ja nicht so viel Termine, warum also elektronisch einpflegen? Hm. Auf der anderen Seite ist es schön, die Termine im Smartphone auch unterwegs bei mir zu haben, statt den sperrigen Papierkalender.

Das Kalender-App für die Terminplanung auf dem Handy hat auch bessere Ansichten als das olle Gerät, was ich vor gefühlten hundert Jahren genutzt habe. Ich versuchs einfach mal und schau dann weiter. Die schon vorhandenen Termine aus meinem Papierkalender habe ich dort jetzt eingetragen und die Synchronisation mit dem Handy klappt - wenn auch mit zeitlicher Verzögerung. Pflege es eine zeitlang doppelt und so gewinne ich vielleicht die mir so wichtige Sicherheit für die Verlässlichkeit des Systems.

Damit ist auch der Kalender aktuell und alte und doppelte Terminserien sind inwischen auch gelöscht.

Alle drei Punkte abgeschlossen: Mails. Kontakte. Kalender. Synchronisation läuft automatisch im Hintergrund. Im Handy geänderte Daten sind damit ohne dass ich was tun muss auch in Outlook auf meinem PC. Super. Auch wenn so'n ganz kleines bisschen ein unsicheres Gefühl zurück bleibt, dass nochmal Daten verschwinden könnten. Ich habe meine Kontaktdatenbank ja ausgedruckt und meinen Papierkalender. ;o)

Zum Abschluss habe ich alle nicht funktionierenden Programm vom Rechner gelöscht. Die Synchronisationssoftware (Sync2 von 4Team) gekauft. Yeah! Eine Woche Arbeit war getan!

Ich bin vom gefühlten Mittelalter in der Jetztzeit angekommen. Hurra! Bin ich froh, dass ich meinen PC-Engel zur Seite hatte, der immer eine Lösung fand und der auch Spaß an der Informationstechnik hat - ich so gar nicht... Ich habe hunderte Male geflucht und geschimpft. Mein Mann blieb ruhig. Gute Kombination!

Und ich bin stolz, dass ich so konzentriert an dieser unangenehmen Aufgabe dran geblieben bin. Ich war mir sicher: Wenn ich die Arbeit einmal unterbreche, fange ich so schnell nicht wieder damit an.

Das Gefühl, auf eine stabile aufgeräumte Mail-, Kontakt- und Kalender-Datenbasis zuzugreifen, ist auch klasse. Es gibt mir Kraft! Ich fühle mich seitdem besser. Ja, aufgeräumt, geklärt. So, als hätte ich stumpfe Messer in der Schublade endlich geschärft.

Das nächste Problem (Telefonie) wird anschließend gelöst!

Alles Liebe von der Arbeitsinsel

Anja Kolberg

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Dienstag, 13 Januar, 2015

Das neue Jahr hat begonnen. So schmeckt es mir...

Ein gutes Jahr 2015 wünsche ich Ihnen!

Der Januar ist fast halb vorbei. Es war Zeit, vom Jahr 2015 ein wenig zu kosten. Wie schmeckt ihr neues Jahr?

Meines schmeckt nach einer guten Mischung: Gut für mich selbst zu sorgen und nach konzentrierter Arbeit.

Gut für mich gesorgt habe ich an Sylvester und so für mich damit das alte Jahr abgeschlossen und das neue begonnen.

Ich habe 24 Uhr an Sylvester verschlafen. Mein Mann und ich haben den Abend zu zweit bei Raclette verbracht. Dazu haben wir Prosecco getrunken. Alkohol macht mich müde. Als wir dann im Wohnzimmer bei bollerndem Kaminofen Fernseh schauten und auf Mitternacht warteten, vielen mir immer wieder die Augen zu.

Warum quälte ich mich und ging nicht ins Bett? So wichtig war mir das Feuerwerk nicht. Unser Hund bleibt bei der Knallerei ruhig, hat keine Angst, zudem war mein Mann wach, also kein Grund, wegen Minu aufzubleiben. Mein Mann wollte einfach fernseh schauen und für ihn war es ok, dass ich mich schlafen legte.

Was mir wichtig war, nämlich Neujahrswünsche mit ihm auszutauschen, das konnten wir auch am nächsten Morgen machen. Also verschlief ich das zweite mal glaube ich seit meiner Teeniezeit 24 Uhr an Sylvester. Wegen des Krachs beim Feuerwerk hatte ich Ohrstöpsel genommen. Ich wurde zwar wach, sah von meinem Bett aus kurz in den bunten Himmel und schlief dann wieder ein.

Am nächsten Morgen tauschten mein Mann und ich dann unsere Wünsche für das neue Jahr aus. Herrlich ausgeschlafen war ich. Gutes Gefühl, so gut für mich gesorgt zu haben.

Ich hatte mir vorgenommen, meinen Schreibtisch zu Beginn des Jahres aufzuräumen und lange liegen gebliebene Arbeiten abzuschließen oder endlich anzupacken. So habe ich einen Karton mit Kabeln endlich aufgerollt. Das war die kleinste, aber wohltuende Aufgabe. :o)

Wichtiger als das war aber die Beschäftigung mit meinem Mailprogramm [Mein Kampf mit dem Mailprogramm Outlook. Eine abenteuerliche Wochenreise...]. Über ein Jahr habe ich mir meine Lösung vom letzten Jahr angeschaut und jetzt endlich einen riesigen Berg bewältigt. Dazu mehr in meinem nächsten Blogbeitrag!

Alles Liebe aus Köln

Anja Kolberg

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