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Samstag, 31 Dezember, 2016

2016 geht

Liebes 2016,

heute ist Sylvester. Dein letzter Tag, 2016 und du gehst diese Nacht. Du warst kein einfacher Gast für mich und doch hattest du viele schöne Seiten. Wenn es mir nicht gut geht, fällt es mir schwer, auf die guten Anteile zu schauen. Weil das aber wichtig fürs Wohlbefinden ist, möchte ich dem nun Aufmerksamkeit geben, ohne die schweren Zeiten aus dem Auge zu verlieren.

Eine wunderbare Veränderung entwickelte sich im Januar. Da renovierten mein Mann und ich Eßzimmer und Küche. Orangetöne wichen einem nordischen Landhausstil in weiß und grau mit einer attraktiven Holzverkleidung. Noch heute bin ich ganz verliebt, wenn ich dort sitze. Ich spüre einfach die Liebe fürs Detail, die wir dort angewandt haben. Die Zeit, mal nicht mit dem Kopf zu arbeiten, hat mir richtig gut getan. Ich mag handwerklich arbeiten. Ich sehe die Fortschritte am Ende des Tages und vom Ergebnis kann ich lange zehren. Hier gibt es Berichte zu unserer Renovierungszeit: Ein Lebenszeichen aus Köln und Die Renovierung ist abgeschlossen! HÜPF! 

Seit einigen Jahren recherchiere ich die Geschichte meiner geliebten Großmutter. Nicht nur die spannenden Erzählungen, sondern auch die Daten der Familienmitglieder. Ein Familienzweig war verschollen, nur wenig darüber bekannt, was schon viele viele Jahrzehnte in der Kindheit meiner Großmutter zurück lag. Im Frühling konnte ich nach langem Suchen den Familienzweig wiederfinden. Das war ein Glücksstern für mich! Überhaupt habe ich alle Stunden genossen, die ich mit meiner Familie, die ca. 60 km von mir entfernt auf der anderen Rheinseite im Bergischen Land lebt, verbringen konnte. Sie liegen mir alle am Herzen. Ich vermisse es, im Bergischen zu wohnen und kurze Wege zu ihnen zu haben. Schnief.

Einen sehr schönen Geburtstag habe ich gefeiert. Den Tag selbst mit meinem Mann in Köln und die Woche danach Tag für Tag mit den Menschen, die mir lieb sind. Ein herrlicher Beginn eines neuen Lebensjahres - zum Wiederholen!

Im Juni feierte mein Blog zehnjähriges Bestehen. Ganz unbemerkt. Jetzt habe ich darüber geschrieben: 10 Jahre Blog: 2006 - 2016 

Schöne Momente konnte ich mit Freundinnen verbringen. Treffen zum Quatschen im Cafe, zu Hause, per Brief, per Mail, per Chat, bei Feiern und einer Hochzeit, bei der ich Trauzeugin war. Und mit einer Freundin, die weiter entfernt wohnt, hat sich ein ganz wunderbares System eingstellt, um in Kontakt zu bleiben: Wir schicken uns Sprachnachrichten über Whats app. Sprechen sie auf, wenn wir Zeit haben, etwas auf dem Herzen liegt. Hören sie ab, wenn wir Zeit haben, das darf auch Tage dauern. Himmlisch, mit der Lösung kommen wir beide wunderbar zurecht und haben so immer dann Zeit miteinander, wenn jede von uns wirklich Zeit hat und offen dafür ist. Ein Hoch auf die Technik!

Gesundheit war 2016 ein bestimmendes Thema in meinem Leben. Bei mir selbst und bei anderen, die mir so am Herzen liegen:

Unsere Hündin Minu, eine Appenzeller Sennenhündin, hat zunehmend Schwierigkeiten, die Treppe hochzukommen. Wir helfen ihr bei der Arthrose seit dem Sommer mit naturheilkundlichen Mitteln, mit Dorntherapie, die sie liebt und mit Schmerzmitteln. Im November dann wieder Sorge: Sie hustete unentwegt, bekam wegen eines Verdachts auf Zwingerhusten wochenlang Antibiotika und Cortison. Als wir gerade wieder aufatmeten, gab es Weihnachten kurz nach ihrem 14. Geburtstag neue Probleme: Sie hustete wieder, erbrach Wasser, begann dann zu zittern, lag ganz elend auf dem Sofa, konnte sich nur schwer auf den Beinen halten. Himmel, das war eine Achterbahnfahrt für uns. Sorgen um so etwas Liebes machen, das sich selbst nicht äußern kann, tut im Herzen sehr weh. Wir befürchteten das schlimmste und gingen mit hängendem Kopf zum Tierarzt.

Kamen mit gehobenem Kopf, einem zuversichtlichen Lächeln und lebendiger Minu wieder raus. Verdachtsdiagnose: Magenprobleme wegen der ganzen Schmerzmittel, dazu hatten wir ihr an ihrem Geburtstag Kaustangen gegeben, die sie sonst nicht bekommt. Alles zusammen war zuviel für ihren Bauch. Wir ließen die Schmerzmittel weg, bekamen neben der Heilerde, die wir schon seit Sommer geben, beruhigende Magenmittel für sie und ließen alles außer dem Futter weg. Und das Wunder geschah: Die Hustenanfälle und damit das Erbrechen und Zittern hörten auf. Sie schlief durch, kam wieder zu Kräften und hat wieder ihren eigenen Kopf zurück. Himmel, könnte alles im Leben so glücklich ausgehen! Wir hoffen auf weiter gute Jahre mit ihr.

Auch wenn Eltern älter werden, ist das keine leichte Angelegenheit. Weder für die Kinder, noch für die Eltern selbst. Damit klar kommen, dass etwas nicht mehr geht wie früher, ist keine einfache Aufgabe. Ich mache mir durch die Konfrontation mit diesem Thema auch Gedanken um mein eigenes Älter werden. Wir alle werden damit eines Tages konfrontiert werden. Seufz. Mein Vater war zweimal in den letzten Wochen im Krankenhaus und ich bin so glücklich, dass er jetzt wieder zu Hause ist.

Übrigens haben die guten Erfahrungen mit der Dorntherapie bei unserer Hündin dazu geführt, dass auch mein Mann mit seinen Rückenschmerzen einen Dorntherapeuten - für Menschen allerdings ;o) - aufsuchte. Seit dem geht es ihm viel viel besser. Hüpf und Klopf auf Holz.

Über meine gesundheitlichen Abenteuer habe ich immer wieder im Blog berichtet, meist jedoch in den Impulsen hinter die Kulissen blicken lassen. Irgendwann war ich müde, schon wieder nach einer hoffnungsvollen Nachricht "Juchu, es geht mir besser" dann zu schreiben: "Die Konzentrationsschwierigkeiten und die Müdigkeit sind schon wieder da." Mensch, Leben, manchmal bist du wirklich kein einfacher Gast!

Ich habe lernen müssen, dass ich mir als Kassenpatientin selbst helfen muss, wenn Ärzte an ihre Grenzen geraten und dadurch viel neues gelernt. Vitamin D aufgefüllt, Vitamin K2 nehme ich dazu und Magnesium als Öl über die Haut auf. Vitamin B12 habe ich mir gespritzt, Vitamin B Komplex dazu eingenommen und mir noch vieles mehr Gutes getan ... Doch das alles musste ich mir erst mal mit meinem an vielen Tagen vormittags konzentrationsfreiem Kopf verarbeiten. Ich habe Menschen in Selbsthilfegruppen getroffen, die weiterhelfen und sich besser auskennen, als so manche Ärzte. In Minischrittchen ging es weiter ... auf und ab und auf und ab. Dieses tolle Gefühl der Hoffnung, mir geht es wieder so gut wie früher: Leistungsstark, klar im Kopf, kann mich in neue Themen einarbeiten, gute Stimmung.

Dann: Enttäuschung. Die Müdigkeit ist zurück, die Konzentrationsprobleme, die Watte im Kopf ebenso. Nur noch die Abwicklung von Standardaufgaben möglich. Erst mal deprimiert sein und dann wieder neue Kraft schöpfen. Weiter suchen. Nach dem Urlaub in Dänemark im Herbst ging es mir einige Wochen bestens, dann ging das Spiel von vorne los. Himmel, da ist so viel Geduld gefragt und Durchhaltevermögen. Ich nehme inzwischen wieder Eisentabletten, weitere Nahrungsergänzungsmittel und habe Hoffnung, es wird wieder besser. Seufz. In den letzten Wochen wurde ich auf meine beiden wurzelgefüllten, toten Zähne als weitere mögliche Ursache aufmerksam und habe mich auch in das Thema - in klaren Stunden - eingearbeitet. Im Januar steht der nächste Schritt beim Zahnarzt an. Und wenn das nicht hilft, gibt es noch weitere Themen, die ich anschauen kann. Eins nach dem anderen.

Ich will gesund und fit sein und daran arbeite ich im Moment mit meiner ganzen Kraft.

Gesundheit ist ein kostbares Geschenk, das jahrelang wie selbstverständlich da ist und kaum geschätzt wird. Ist sie erstmal nicht mehr da, wird sie schmerzlich vermisst und ihr Wert erkannt. Vielleicht können wir sie Schrittchen für Schrittchen zu uns zurück locken und fortan wissen wir, dass Gesundheit keine Selbstverständlichkeit ist, sondern eine wertvolle Kostbarkeit!

Durch die gesundheitlichen Einschränkungen blieb viel liegen, was ich eigentlich anpacken wollte. Schreiben zum Beispiel. Weiter an der Geschichte meiner Großmutter arbeiten. Und mir wird klar, wie wichtig es ist, dass ich mir gerade jetzt, wo ich wieder mit meinem Konzentrationsproblemen kämpfe und darum, den Faden nicht zu verlieren, bewusst mache, was ich dennoch in meinem Leben Schätzenswertes erfahren und erlebt habe:

Nachmittags und abends bin ich konzentriert und wach und kann aufholen, was ich morgens nicht schaffte. Es gibt auch viele gute Tage, wo alles ok ist. Das ist toll! Ich schlafe gut. Ich habe zwei Beine, mit denen ich laufen kann. Unsere Hündin hat sich wieder gefangen. Ich lebe in einer Beziehung, in der wir uns die meiste Zeit gut vertragen. Wir haben ein Dach über dem Kopf und genug zu essen und zu trinken. Wir leben in Sicherheit und Freiheit. Ich bin mobil. Ich kann meine Angelegenheiten selbst klären. Ich habe bei Problemen Zugang zum Internet, wo ich mir Wissen und Rat holen kann. Ich habe es geschafft, meine Herzensprojekte (die beiden Tischkalender und die Impulse) trotz allem zu gestalten und zu schreiben. Ich habe einen Raum, in dem ich sein kann und Platz nur für mich habe. Ich kann mir meine Zeit frei einteilen. Mein Garten macht mir Freude. Ich habe viele Menschen um mich herum, die ich sehr mag: Familie, Freunde, Bekannte und liebevolle und treue Kundinnen und Kunden. Ich durfte dieses Jahr viele sinnstiftende Gespräche persönlich, per Mail und per Telefon führen und im Januar eine Methode vertiefen, die mir sehr liegt. Sie arbeitet mit den inneren Anteilen. Eine Heilwelt für meine Seele. Ich durfte einen wunderbaren Urlaub in Dänemark verbringen, der Körper, Seele und Geist gut getan hat.

Wenn ich mir das alles vergegenwärtige, fühle ich mich reich und glücklich. Danke, Himmel, das ich so viel in meinem Leben haben darf und so vieles in meinem Leben stimmig ist! Ich weiß es zu schätzen. Keine Selbstverständlichkeiten. Für manche Menschen wäre schon ein Punkt davon die ganze Welt: Frieden zum Beispiel oder Freiheit.

Ich bin dankbar, für all das Gute in meinem Leben. Ich habe in diesem Jahr viel gelernt und erlebt. 2016, du warst ein Gast, der mir vieles gezeigt hat. Danke, dass du da warst. Ich hoffe, es gelingt mir immer besser, mit den Herausforderungen des Lebens gelassener umzugehen und die schönen Momente zwischen all dem Stress zu genießen. Denn sie sind es, die uns in Erinnerung bleiben, neue Kraft und neuen Schwung geben und gute Gefühle machen. Gleich, welcher Sturm in unserem Leben tobt.

Sylvester werde ich ruhig zu Hause verbringen. Mann, Hund, Couch, Kaminofen, Fernseher (Gilmore-Girls bannen uns noch immer und unterhalten so wunderbar, wir sind jetzt bei der 5. Staffel). Rumlümmeln. Vielleicht gehe ich ins Bett, wenn ich müde bin und nicht erst dann, wenn das neue Jahr da ist. Dessen Begrüßung kann dann wohl bis morgen warten. Lieber will ich gut für mich sorgen und mir den Schlaf geben, den mein Körper braucht.

Schön, dass Sie da waren in 2016 und mich gelesen haben. Alles Liebe und Gute für Ihr Jahr 2017

Ihre Anja Kolberg

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10 Jahre Blog: 2006 - 2016

Mein Blog feierte im Jahr 2016 seinen zehnten Geburtstag! Meine Webseite http://www.frauencoaching.de habe ich 1999 ins Leben gerufen. 2006 erweiterte und integrierte ich sie um diesen Blog.

Unfassbar, dass ich ihn schon so lange pflege. Rückblickend sind die Jahre im Flug vergangen. Unglaublich, vergeht doch manchmal eine nervige Situation im Leben nur im Schneckentempo ...

Mir ist gerade aufgefallen, dass ich im Blog bisher gar nicht über das Jubiläum geschrieben habe! Zeit, das nachzuholen. Am 28. April 2006 habe ich den ersten Eintrag geschrieben. Weit über 1.000 Blogbeiträge habe ich seit dem getippt, korrigiert und bebildert. Die meisten schrieb ich im 2. Halbjahr 2008, die wenigsten im aktuellen, was wohl meiner gesundheitlichen Situation geschuldet ist. Lust auf Stöbern im Blog? Hier gibt es dazu Tipps: Im Blog stöbern 

Wenn Sie regelmäßig von mir jeden Monat etwas neues lesen möchten, empfehle ich die Monatlichen Impulse, die Sie im Blog für 12 Euro kaufen können. Jeden Monatswechsel erhalten Sie eine Mail. Das Miniabo endet automatisch im Dezember: Klick zu den Monatlichen Impulsen. Bei dem Verwöhnpaket bekommen Sie beide Kalender für den Schreibtisch und andere schöne Plätze dazu.

Mit der Zeit entwickelte sich Lilo, mein geliebtes Blogmädchen, mit der ich viele Beiträge illustrierte. Ich mag sie so sehr und sie macht mir viel Freude. Mein kleines Ich. :-) Hier mehr über sie.

Durch den Blog habe ich mich freigeschrieben. Mich geöffnet. Es ist immer eine Gratwanderung für mich, was ich schreibe und was nicht. Was soll privat bleiben, was will ich von mir zeigen.

Ich will mich zeigen und vor allen Dingen nicht nur die glänzende Seite. Das mag ich nicht, weil es unreal ist. Ich mag nicht, wenn sich Menschen auf einen Thron stellen und nach außen hin tun, als hätten sie alles im Griff und keine Probleme. Denn so erlebe ich das Leben nicht. Wir können vieles im Griff haben, aber nicht alles. Ich will echt sein und mich ungeschminkt zeigen.

Bei keinem im Leben läuft es rund. Und nur weil jemand ein Problem hat, bedeutet das nicht, dass alles im Leben schief geht. Die Welt ist nicht nur schwarz oder weiß. Sie ist bunt. Ich kann Defizite in der Rechtschreibung haben, aber 1a in Mathe sein. Wir alle, unser aller Leben ist bunt. Und ich möchte von den bunten Seiten in meinem Leben berichten.

Schöne Dinge wie mein Garten, schwere Zeiten wie meine gesundheitlichen Herausforderungen. Nachdenkliches, das mir durch den Kopf geht. Mir ist wichtig, zu zeigen, dass mein Leben mehr als Licht und Schatten hat. Und wer in meinem Blog liest, kann sich darin wiederfinden und feststellen, nicht alleine zu sein. Das gibt dann schon wieder Kraft für die nächsten Schritte. Ja, das ist es was ich möchte: Mut machen, das ganze Leben zeigen, Verbundenheit schaffen.

In diesem Sinne freue ich mich auf weitere Jahre mit dem Blog. Ich wollte ihn schön öfter auf ein neues Softwaresystem umstellen, doch graut mir vor der vielen Arbeit. Bisher geht es auch noch mit dem alten System. Dafür bin ich dankbar.

Dankbar bin ich auch für die vielen Rückmeldungen von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, die ich in den letzten zehn Jahren erhielt. Für mich Glückssterne am Firmament, die mir Kraft und Anschub für die nächsten Beiträge geben.

Alles Liebe aus Köln

Ihre Anja Kolberg

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Samstag, 17 Dezember, 2016

Zur Ruhe kommen

Einen Moment in den Weihnachtsvorbereitungen innehalten und Pause machen.

Ich bin da.

Im schnellen Rhythmus dieser Zeit.

Ich bin da. Und atme.

Wie wichtig ist, was ich heute noch tun "muss", wirklich? Ansprüche loslassen.

Mich um mich selbst und meine Bedürfnisse kümmern. Was mir gut tut. Nur für diesen Nachmittag, nur für diesen Tag oder eine viertel Stunde.

Zeit nehmen für mich selbst.

Tischkalender Dezember 2016 Alles wird gut

Was könnte ich heute für mich tun? Die Arbeit liegen lassen. Auf der Couch die Füße hochlegen. In bequemer Kleidung rumlümmeln. Eine Kerze anzünden. Heißen Ingwertee einschenken. Dem aufsteigenden Dampf zuschauen. Eine schöne Serie schauen. Heiß und lange duschen. Was leckeres essen. Nur für einen Moment vergessen, was in meinem Leben gerade los ist und mir selbst einen schönen Augenblick bereiten.

Wir alle brauchen diese Auszeiten, um Kraft zu tanken.

Tischkalender Ganz ich selbst sein 2017

Selbstfürsorge - so heißt es, wenn wir gut für uns selbst sorgen. Ich erlebe es als einen Muskel, der immer wieder trainiert und gestärkt werden möchte, bis er eines Tages ein wundervoller Schutzmantel für meinen Körper, meine Seele, meinen Geist ist. Es ist gibt so viele Ebenen, wo ich etwas für mich tun kann.

Tischkalender Seelenbegleiter 2017

Als ich diese Nacht nicht einschlafen konnte, habe ich an mein in mir lebendes, helles und heiles Licht gedacht. Mir vorgestellt, wie es sich ausbreitet und dunkles in meinem Körper auflöst, bis mein Körper in jedem Winkel hell erstrahlt. Jede einzelne Zelle. Jeder Körperteil. Ich bin schnell wieder eingeschlafen. Als ich früh am Morgen wach war, habe ich es für einen anderen Menschen getan, dem es im Moment nicht gut geht.

Ich stellte mir vor wie der Körper von oben bis unten mit Licht aufgefüllt wird, wie dunkles hinaus strömt, krankes repariert und der Körper noch heller und heiler erstrahlt. Wenn es knifflig wird, denke ich mir kleine Helferlein oder Lösungen aus. Diese Übung tut nicht nur mir selbst gut, sondern auch dem Menschen, dem ich auf diesem geistigen Wege meine Aufmerksamkeit schenke.

Meine Gedanken lesen Sie regelmäßig in meinen Monatlichen Impulsen:

Monatliche Impulse 2017

Die Fotographien in diesem Beitrag und Inspirationen stammen aus meinen Tischkalendern.

In meinem Webshop finden Sie die Tischkalender für 2017 "Ganz ich selbst sein" und "Seelenbegleiter", derzeit noch sieben Minikartensets mit den Kalendermotiven aus vergangenen Jahren und sieben Geschenkkartensets sowie die Monatlichen Impulse zu kaufen.

Klick zum Webshop Einfach anders

In den Monatlichen Impulsen schreibe ich jeden Monat meine Gedanken zu den beiden neuen Kalenderseiten. Hier können Sie in zwei Ausgaben hinein schauen: August 2015 und Januar 2016. Ideal für Menschen, die eine tiefsinnige Begleitung durch das Jahr wünschen.

Im Verwöhnpaket sind beide Kalender und die Impulse zu einem besonderen Preis vereint. Es gibt hier eine Besonderheit: Da die Impulse per Mail verschickt werden und Mailadressen einen besonderen Schutz genießen, kann jede und jeder die Impulse und das Verwöhnpaket, in dem die Impulse enthalten sind, nur für sich selbst bestellen. Erst gefiel mir diese gesetztliche Grenze nicht, doch inzwischen sehe ich den Gewinn darin:

Es ist eine wunderbare Übung, uns selbst zu verwöhnen. Und ich freue mich sehr, dass dies viele Frauen und auch Männer tun. Hier können Sie ins Verwöhnpaket schauen.

Jede Bestellung wird von mir persönlich mit Liebe gepackt. Lassen Sie sich überraschen.

Alles zur richtigen Zeit:
Ich mag auch Geschenke, die erst nach Weihnachten ankommen oder zum neuen Jahr. Dann ist die Freude noch größer, weil ich gar nicht mehr damit rechne. Also, falls Sie noch jemanden vor Weihnachten beschenken möchen und es wird zeitlich eng: Vielleicht machen eine größere Freude, wenn z.B. der Kalender zum neuen Jahr ankommt.

Ich wünsche Ihnen von Herzen einen schönen vierten Advent und

ein wundervolles Weihnachtsfest, an dem es Ihnen und den Menschen, die Sie lieben, rundherum gut geht!

Ihre
Anja Kolberg

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Samstag, 26 November, 2016

Die schönen Momente zählen

Das erste Advent-Wochenende ist da. Kerzen werden angezündet, Tannengrün beduftet den Raum. Eine wundervolle Lichterzeit beginnt.

Diese Zeit ist sehr intensiv: Festvorbereitungen. Geschenke finden. Der Alltag mit seinen Herausforderungen. Persönliche Themen, die zusätzlich oben drauf kommen...

Manchmal erwische ich mich - nicht nur jetzt, sondern während des ganzen Jahres - bei dem Gedanken: "Wäre dies oder das doch schon vorbei." Als könnte ich erst danach entspannen, als ginge mein Leben erst dann schön weiter. Dieser Gedanke ist ein Trugschluss wie wir alle wissen: Denn danach kommt Neues, das Stress auslösen kann. Irgend etwas ist nun mal immer.

Deswegen zählen die schönen (kleinen und großen) Momente, die ich heute erlebe. Jeden Tag. Zwischen all dem Stress und vor herausfordernden Aufgaben, die eigentlich all meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Kleine Lichtinseln, wo ich Kraft tanke, aufatme, mir selbst etwas Gutes tue, Freude fühle, mich verwöhne.

Diese Lichtinseln sind das, was in uns in Erinnerung bleibt, was selbst in stressigen Zeiten möglich war. Sie können Schmerz, Leid, Zeitknappheit überstrahlen und schenken uns Lebendigkeit. Das Gefühl, wirklich zu leben.

Wir können diese Lichtinseln selbst in unserem Alltag erschaffen. Für jeden ist es etwas anderes, das uns gut tut: Die Begegnung mit einer Freundin. Spazieren gehen. Das Adventsgesteck selbst basteln. (War eine freudvolle Erfahrung für mich und eine tolle Erinnerung an früher, wo ich das öfter tat.) Fotos auf dem Handy betrachten. Ein Chat mit einer Freundin. (Ich habe Freude daran, Sprachnachrichten mit einer meiner Freundinnen auszutauschen. So können wir sie dann abhören, wenn wir Zeit haben. Antworten, wenn wir Zeit haben. Ein Segen und wir bleiben in Kontakt.) Einen schönen Film auf der Couch schauen, wo ich es mir kuschelig und gemütlich mache, einen dampfenden Tee dazu.

Heute mache ich es mir gemütlich. Heute lebe ich. Nicht erst dann, wenn eine Herausforderung geschafft ist.

Ich wünsche Ihnen ein bezauberndes erstes Adventswochenende und dass Sie - gleich was gerade in Ihrem Leben passiert - berührende und schöne Momente erleben, die das Leben lebenswert machen!

Zwei Geschenke für ein ganzes Jahr Freude finden Sie in meinem Webshop. Ich freue mich auf Ihre Bestellung. Damit machen Sie nicht nur die Beschenkten glücklich, sondern auch mich. :-)

Eingang zu besonderen Geschenken

Herzlich

Anja Kolberg

PS: Die Advent-E-Cards sind online.

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Donnerstag, 17 November, 2016

Ich bin ein Dinosaurier

Ich brauche einen neuen Drucker fürs Büro. Mein Laserdrucker hat schon mehr als 20 Jahre zu Diensten gestanden. Erst war er bei einem früheren Arbeitgeber Jahre im Einsatz und als ich mich selbstständig machte und das Unternehmen verlies, konnte ich den damals dort ausgedienten Drucker günstig kaufen.

Schon einige Jahre hat er Probleme mit neuen Windowsversionen. Es gibt keine Druckertreiber mehr und er ist laut, was mich so stresst, dass ich ihn gleich nach dem Drucken wieder ausknipse. Zudem: Ob am Schadstoffaustritt von Laserdruckern was dran ist? Die Experten streiten sich. Da ich durch meine gesundheitlichen Herausforderungen jedoch sensibilisiert bin - ich berichtete u.a. in den Monatlichen Impulsen, hier teilweise im Blog - will ich alle in Frage kommenden Ursachen möglichst beseitigen. Also ist der verdiente Ruhestand für meinen HP Laserjet 5M jetzt endgültig gekommen. Warst eine treue Seele! Du hast mir unerlässlich zur Seite gestanden. Tolle Leistung!

Ein Tintenstrahldrucker sollte es nun sein. Leiser, umweltfreundlicher, gesünder als Laser, am liebsten mit Kopierer und Scanner und - besonders wichtig - einem zweiten Papiereinzug für mein grünes Shop-Papier und für Briefpapier.

Im Internet suchte ich schon vergebends in den unendlichen Möglichkeiten, wälzte Testberichte, fand Modelle, las Rezensionen, verwarf sie wieder ... Legte das Thema Drucker einige Wochen ganz beiseite ... Bis ich gestern dachte:

So jetzt aber und stiefelte in einen Elektronikmarkt. Ich wollte mich vor Ort beraten lassen und auch gleich kaufen. Das wäre für mich die beste Lösung. Die Flut der Möglichkeiten erschlug mich auch dort. Wo bitte schön ist da der Unterschied? Ich druckte bisher nichts buntes, weil der Drucker nur schwarzweiß konnte. Brauche ich überhaupt Farbe? Und was ist mit den Verbrauchskosten? Himmel. Eine Gruppe junger Verkäufer fachsimpelte über den Weltraum (?) und ich fragte, ob sich einer der Herren auch mit Druckern auskennen würde, ich bräuchte Rat.

Zack, war schon einer neben mir. Ich schilderte ihm meine Situation und das erste, was ich hörte, war:

"Zweites Papierfach haben wir bei den Druckern gar nicht mehr im Programm. Gibt es auch kaum noch, außer im Businessbereich. Die Hersteller richten sich nach den Bedürfnissen der Anwender." (Es ist klar, dass sich ein Elektronikmarkt nicht an größere Businessanwender richtet (dazu gehöre ich nicht), sondern nach dem, was die breite Masse braucht. Doch offensichtlich gehöre ich nicht zur breiten Masse...)

"Das heißt, sie haben keine Lösung für mich? Jetzt entscheide ich mich endlich und dann.... Mist. Wie machen das denn die anderen Firmen, die haben doch auch Firmenpapier plus normales Papier."

"Heute wird kaum noch gedruckt. Einladungen, Rechnungen, Informationen... wird alles per Mail oder App verschickt. Es gibt Drucker bei uns, aber nicht mit zwei Papierfächern, wie sie ihn brauchen. Marten Sie mal, wir hatten mal einen im Programm mit zwei Papierfächern, aber das ist schon Jahre her. Der wurde auch gerne im Businessbereich gekauft. Ich gucke mal, ob ich den noch im System finde ... (er suchte lange) Ah, da ist er. Sehen sie mal, den hatten wird das letzte Mal 2014 im Laden. Und ich kann mich gar nicht daran erinnern, dass mich in den letzten Jahren jemand nach einem Drucker mit einem zweiten Papierfach gefragt hat. .... Mal sehen, ich muss in ein anderes System, ob davon noch einer auf Lager ist. In Filiale x und y gibt es den noch. Bestellen Sie ihn am besten über unseren Internetshop, dann bekommen sie ihn für x Euro."

Er versorgte mich noch mit Tipps: Am Strom lassen, sonst macht er immer wieder eine Reinigung, die viel Tinte verbraucht. Druckertreiber auf Graustufen stellen, dann verbraucht er auch weniger Farbpatronen.

Ich war heilfroh, doch noch eine Lösung für meine Bedürfnisse gefunden zu haben. Schrieb mir die Daten auf und dankte für seine Hilfe. Zu Hause bestellte ich das gute Stück im Internetshop des Elektronikmarktes.

Eigentlich hatte der Verkäufer ja Recht, von den meisten Lieferanten erhalte ich Rechnungen online (drucke sie mir dann aber doch selbst für die Buchhaltung aus), auch von den Energieversorgern, Telefonanbietern. Ich selbst mache ja auch viel Online, aber eben nicht alles. Ich drucke noch. Jeder Lieferung lege ich eine Quittung bei und für die Buchhaltung braucht man (noch?) echte Papierbelege. Auch sonst drucke ich mir wichtige Mails oder Artikel oder interessante Rezepte aus, um sie in Ruhe offline zu lesen. Für die Umwelt ist es sicherlich besser, wenn nicht so viel Papier gebraucht wird, weniger Druckerfarbe ... Hm. Wie mag das heute in den modernen Büros sein? Ich hatte wirklich einen Moment das Gefühl, ich bin auf einem alten Stand stehen geblieben. Ein Büro-Dinosaurier.

Mich erheitert das. Das ich dazu mal werde, hätte ich nicht gedacht. Auf der anderen Seite arbeitete ich auch schon seit Ende 2000 in keinem modernen, großen Unternehmen mehr. Ich weiß nicht, wie die Abläufe dort heute gehandhabt werden. Wird wirklich nicht mehr gedruckt? Geht alles online oder gar per App?

Ich habe auch noch einen Papierkalender aus richtig festem Papier für meine Termine, in den ich auch sonst viel notieren kann, weil gegenüber der Woche ein freies Blatt ist. Mit dem Online-Kalender kann ich mich einfach nicht anfreunden. Ich liebe Handgeschriebenes. Ich mag echte Post, echte Postkarten, echte Briefe - die in meinem Briefkasten draußen neben der Haustüre landen. Das ist etwas ganz kostbares. Wer weiß, wie lange es das noch gibt?

Vielleicht werde ich eines Tages im hohen Alter von Kindern einer Grundschule besucht, die sich nicht mehr vorstellen können, dass "früher" Tagebücher, Post, Einkaufszettel.... mit der Hand geschrieben wurden und wie das denn gehen würde? Und wie denn so ein ausgedrucktes Papier aus einem "Drucker" ausgesehen hat? Und wie sieht denn Handschrift aus? Gut, letzteres eher unwahrscheinlich, doch wer weiß wie sich alles entwickelt... Und dann gibt es nur noch Paketdienste und keine Briefträger mehr.

Gut, solange ich lebe, werde ich echte Briefe und Karten schreiben und sicherlich auch bekommen und auch auf meinem Drucker ausdrucken. Und bestimmt gibt es noch viele andere, denen es ähnlich geht. ;o)

Spannend, was sich alles verändert und weiter entwickelt. Wir leben in einer bewegten Zeit.

Liebe Grüße von einer Dinosaurierin

Anja Kolberg

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Mittwoch, 16 November, 2016

Heilwelt Natur - Dänemark (DK 2016 - Teil 2)

Wo ist die Zeit geblieben?
Seit meinem letzten Blogbeitrag über unsere Hütte am Meer am 21.10. sind die Wochen im nu verflogen. Wir haben heute den 16. November. Ich hatte ursprünglich gedacht, einen Blogbeitrag zum Meer pro Woche zu schreiben, um wieder eintauchen zu können in diese schöne Welt, doch das Leben hat andere Pläne... Es gibt so Monate im Jahr, da ist mehr zu tun, als Zeit vorhanden...

Nun denn, jetzt schreibe ich wieder über Dänemark, wo ich mich am Meer so wohl fühle. Heute über den schönsten ersten Moment und die Begegnungen mit Tieren, die mir so gut tun.

Der schönste Moment...
... ist der, wenn ich das erste Mal das Meer sehe. Ich bin voller Vorfreude und Sehnsucht, bis ich es endlich erblicke. Diese blaue Linie am Horizont. Mein Herz wird weit und ich fühle so etwas wie ein Heimatgefühl, obwohl ich seit meiner Geburt in Nordrhein-Westfalen wohne. Also fernab vom Meer. Es muss etwas altes in mir sein, das mich so berührt. Wenn ich gleichzeitig noch "La Mer" von Charles Trenet höre, bin ich einfach glücklich. Hier können Sie das Lied hören.

Tier-Begegnungen
Was mir große Freude bereitet, ist es Tiere aus nächster Nähe beobachten zu dürfen. Und das ist dort oben in der einsamen Natur gut möglich.

So sah ich eines abends von der Veranda etwas kleines, dunkelbraunes, das sich auf flinken Füßen zwischen den Häusern über den Rasen bewegte. Noch ehe ich genauer hinschauen konnte, war es verschwunden. Am nächsten Tag sah ich es wieder und ich näherte mich dem kleinen Tier vorsichtig. Es war ein kleiner Igel!

Er guckte mich mit seinen dunklen runden Augen neugierig an, seine Nasenspitze bewegte sich, er lies mich ein Foto machen und wanderte dann Richtung Pferdekoppel. Was für eine schönen Begegnung, die mich den ganzen Abend froh machte.

Die vier weißen Ponys auf der nahen Koppel zwischen den Ferienhäusern und der ansteigenden Klippe gaben ein beruhigendes Bild ab wie sie grasten, sich gegenseitig pflegten. Sie waren scheu, ließen sich nicht berühren, heranrufen wohl. Der Hengst sah ganz verwegen aus mit seinem dunklen langen Pony. Mir hatte er es angetan.

Wie ein Surferboy sah er aus und er verhielt sich wie kleiner Macho. Er verdrehte den drei Mädels, die mit ihm auf der Koppel grasten, sicherlich immer wieder den Kopf. ;o)

Bei Wind und Wetter, Tag und Nacht lebten sie auf der Koppel, oben an der angrenzenden Kirche bekamen sie Wasser und wenn es stark regnete, suchten sie oben in der Nähe der Kirche Schutz in riesigen Sanddorn- und Wildrosenbüschen. Nur erahnen konnte man sie, wenn sie dort standen.

Als ich auf der Düne zwischen Strand und dem Hinterland unterwegs war, bemerkte ich etwas braunes, felliges auf dem Trampelpfad, gerade einen Eßlöffel groß. Ich beugte mich vorsichtig herunter und sah, dass es eine klitzekleine runde Maus war, die in aller Ruhe an einem Grashalm mümmelte. Ich beobachtete sie eine zeitlang, machte ein Foto. Sie schien mich nicht wahrzunehmen. Ich stieg vorsichtig über sie hinüber.

Ich drehte mich um, sie hatte sich nicht bewegt. Welch unbekümmertes, vertrauensvolles Wesen. Ich beugte mich zu ihr hinab und sagte: "Was bist du für eine süße Maus." Kaum hatte ich meine Worte ausgesprochen, erschrack sie und verschwand blitzschnell im hohen Gras.

Wenn es feucht war, querten auf dem morgendlichen Weg hinauf auf die Klippe zahlreiche Schnecken mit Gehäuse unseren Weg. Zauberhaft ihre langsamen Bewegungen, die neugierigen Fühler und die beeindruckenden unterschiedlichen Schneckengehäuse.

Möven begegneten uns am Strand, wenn sie in Gruppen an der Wasserkante standen, um dann mit kräftigem Flügelschlag in die Höhe zu steigen und auf dem Meer zu landen und sich dort von den Wellen schaukeln zu lassen. Wie selbstverständlich sie mit Wasser und Wind umgehen, es sind ihre Elemente. Ich genieße es, ihnen zuzuschauen, besonders bei Wind, wenn sie über die Klippen und Dünen segeln bis hoch aufs Meer hinaus. Ein Gefühl von Freiheit, von Weite und Frieden löst das in mir aus. Ich bin einfach da und schaue. Als ein Sturm aufkam, habe ich mich an einem geschützten Ort auf die Dünenkannte gesetzt und riesigen Mövengruppen zugeschaut.

Sie segelten an der Küste entlang bis zum Leuchtturm, drehten dann und kamen zurück. Es schien ihnen große Freude zu machen, mit den Böen und den Luftströmungen zu spielen. Ein glückseliger Moment für mich, sie dabei beobachten zu können.

Gänseschwärme flogen auch dieses Jahr oft über uns hinweg. Ich liebe ihre Rufe, die Dynamik ihrer Gruppe und oben am Meer fliegen sie so tief übers Land, dass wir das Schlagen ihrer Flügel und ihr eigentümliches Piepsen hören können.

Wer gerne fotographiert, kennt das Phänomen vielleicht:

Die schönsten Begegnungen erlebe ich, wenn ich keine Kamera dabei habe. So an diesem Abend, den ich Ihnen deswegen beschreibe, ich habe davon keine Fotos. Ich blieb nach dem abendlichen Spaziergang mit unserer Hündin am Strand, um den Sonnenuntergang über dem Meer zu beobachten. Das war von unserem Haus aus nicht möglich. Vierzig Minuten verbrachte ich da, beobachtete den Himmel, die Wolken, die sanften Wellen, die langsam herabsteigende Sonne. Je tiefer sie gen Horizont sank, desto intensiver wurde ihr Leuchten von Gelb über Orange bis Feuerrot.

Weit über dem Horizont schwebten einige Wolken, so dass die Sonne in einen grau-lila Wolkenhimmel eintauchte und wieder herauskam. So trug sie für eine kurze Zeit eine graue Augenbinde und erinnert mich an einen Ninja Turtle (diese Zeichentrick-Schildkröten, die Augenbinden tragen). Ich amüsierte mich köstlich. Innerhalb einer Minute ändert sich das Bild wieder. Die Meeresoberfläche spiegelt die Farben des Himmels, es ist ein ganz besonderes Licht und Stimmung. Möven kreuzen den Blick gen Horizont. In dem Moment, wo die Sonne ganz am wolkenlosen Horizont versank, flogen Schwärme mit Zugvögeln nur gefühlte 30 cm über die fast glatte Meeresoberfläche. Ich hörte ihre Rufe. Das sah so toll aus.

Was für ein Moment, diese Abendstimmung für Augen, Ohren und Herz. Berauschend. Als ich mich satt von diesem Erleben umdrehte, um zurück zum Ferienhaus zu gehen, ging über der Düne am dunkelblauen Himmel die riesige Mondscheibe auf. Hell strahlte der Vollmond. Wow! Besser konnte es kaum sein.

Für mich ist diese Zeit dort oben im Norden immer etwas ganz besonderes. Ich tanke Energie. Mir geht es dort und lange danach zu Hause richtig gut. Die Natur, die Tiere, Wind und Wetter, die Einsamkeit, all das lässt mich wohlfühlen. Körper, Seele und Geist heilen.

So viel für heute vom Meer. Ich freue mich auf den nächsten Aufenthalt hier im Blog am Meer! Teil 1 finden Sie hier: Eintauchen in eine andere Welt - Reiseziel: Eine einfache Holzhütte am Meer (DK 2016 - Teil 1)

Ihre Anja Kolberg

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Freitag, 21 Oktober, 2016

Eintauchen in eine andere Welt - Reiseziel: Eine einfache Holzhütte am Meer (DK 2016 - Teil 1)

Donnerstag morgen, 20. Oktober, es ist kurz vor acht, langsam wird es heller in Köln. Der Himmel grau, es hat (endlich) geregnet. Herbstwetter. So anders die Welt, in der ich vor einigen Wochen war. Dorthin möchte ich jetzt wieder eintauchen. Mir das Erleben zurück holen, mich erinnern. Und Sie nehme ich einfach mit - ans Meer, wo die Sonne scheint und Körper, Seele und Geist auftanken können und zur Ruhe kommen.

...~...

Wir reisen zum neunten Mal nach Dänemark, dieses Mal an einen Ort ca. 850 km von Köln entfernt, südlich des Limfjords an die Nordseeküste.

Morgens früh um halb vier startet mein Mann unseren voll gepackten Wagen. Ich bin um diese Zeit noch nicht fahrfähig, zuviel Schlaf fehlt mir. Wir sind um halb drei aufgestanden. Mein Mann will die Strecke alleine fahren. Das ist ihm lieber, weil wir so früher loskommen. Ich wäre erst bei Aufstehen um fünf, halb sechs einsatzfähig. Unsere Stressstelle auf dem Weg ist wie immer Hamburg.

Wir wollen möglichst früh durch den Elbtunnel sein, bevor der Verkehr beginnt. Nach Bremen die erste Umleitung. In Hamburg, wo wir gegen acht Uhr den Elbtunnel (Bild oben vom letzten Jahr vor dem Tunnel) passieren, folgt dann wie angekündigt eine Sperrung der Autobahn. Wir werden dank Navy von der Autobahn ab und durch einen Stadtteil gelotst und landen wieder auf der Autobahn. Auf diesem Stück erstaunlicherweise kein Stau, obwohl wir einige Ampeln passieren und durch Wohngebiet fahren. Stunden später, wie wir hören, sah das ganz anders aus. So hatten wir Glück und ich gestehe mir ein: Ein Navygationsprogramm ist doch nicht sooo schlecht. Mit einer Karte und Umleitungsschildern (die ich nicht gesehen habe) wäre das viel stressiger geworden.

Unsere Hündin Minu verbringt die Zeit brav in ihrer Hundebox. Darin kann sie aufstehen, sich drehen, schnarchen, ein bisschen was mitbekommen und Leckerchen vernaschen.

Die erste Rast steht an. Auf keinen Fall mehr Quickborn habe ich mir das letzte Mal geschworen. Dieser Rastplatz war so überfüllt und mit Minu einige Schritte gehen, das war keine schöne, sondern eine sehr vermüllte und schmutzige Sache. Diesmal steuern wir Brokenlande an. Ruhig, grün, sauber. Für die Rast bereite ich zu Hause für mich Sojaschnitzel (Aldi) vor, die ich im Backofen anröste. Für meinen Mann sind Frikadellen im Korb. In der Raststätte hole ich heiß gebrühten Kaffee und Tee sowie frische Brötchen. Nur ein Messer habe ich vergessen. Der nette Herr hinter der Kasse leiht mir das, um die Brötchen kurz aufzuschneiden. Freundlich, hilfsbereit - besser geht es nicht. Dort machen wir beim nächsten Mal wieder Rast. In Ruhe genießen wir mit unserer Hündin am Auto unser Frühstück, vertreten uns die Beine. Dann geht es zur nächsten Etappe Richtung Norden.

Um viertel nach zehn passieren wir die Grenze Richtung Dänemark. (Oben ein Bild aus dem letzten Jahr.) Es staut sich ein wenig, denn es gibt wieder Grenzkontrollen. Wir sind gut unterwegs, wir haben noch so viel Zeit, bis wir in unser Haus können ...

Während ich mir überlege, was wir erleben können, wenn wir oben angekommen sind und noch Zeit haben, staut sich plötzlich der Verkehr auf der sonst so ruhigen Autobahn in Dänemark. Über eine Stunde schleichen wir mit all den vielen Pkw (wo kommen die plötzlich her?) voran, bleiben immer wieder stehen. Der typische Dänemark-Urlauber auf der Autobahn gen Norden: Vollgepackt, zum Teil Fahrräder im Gepäck, meist ein Hund dabei und durch die Fenster sieht man Hundekörbchen oder Näpfe raus schauen...

Jetzt wissen wir, warum der Stau da ist: Die Autobahn ist gesperrt. Wir müssen abfahren. Verwirrung, keine Umleitung - wo lang? Nun kommt meine manuelle Karte zum Einsatz. Ich führe uns übers Land zu nächsten Autobahnauffahrt kurz vor Haderslev. Anderthalb Stunden haben wir insgesamt mit Stau und Umleitung gebraucht. Nun denn, wenigstens sind wir sonst gut durch gekommen. Der weitere Weg herauf zieht sich, um halb drei holen wir endlich den Schlüssel in der Ferienhausvermittlung ab. Das war eine Fahrt.

Nach elf einhalb Stunden unterweg sein erreichen wir ein kleines Ferienhausgebiet mit ca. 40 in den 70er Jahren gebauten Holzhäusern, die recht eng zusammen stehen, wie in einem Schutzraum zum Meer. Einfache Ausstattung, unterschiedlicher Renovierungsstand.

Drumherum: Weiden, eine Ponykoppel, Äcker, Windräder, Bauernhöfe, Dünen, Klippen mit einer Kirche und einem Leuchtturm.

Der Himmel bei der Ankunft: Blau. Es ist angenehm warm. Es gibt in dieser Siedlung, anders als wir es bisher gewohnt sind, einen gepflegten Rasen zwischen den Häusern. Sonst war es meistens wilde Heide- oder Dünenlandschaft, die ungestört vor sich hinwuchs. Hier gibt es eine Art Hausmeister, der sich um die Rasenpflege kümmert. Wir fahren den Schotterweg langsam durch die Häuserreihen, bis wir unser Haus entdecken. Als wir aussteigen, grüßt ein dänisches Pärchen auf der Terrasse neben uns. Ich schätze beide um die 70 Jahre. Die hier typischen kleinen Wagen stehen vor der Hütte. Große Pkw sieht man hier eher in den großen Städten.

Spannend ist immer wieder: Wie ist das Ferienhaus? Wie die Einrichtung? Fotos zeigen eben nicht alles. Wir hatten schon neue Häuser, ältere, Steinhäuser, Holzhäuser mit unterschiedlichem Renovierungsstand. Für uns zählt die Lage und Aussicht meist mehr (und für meinen Mann ganz wichtig: WLAN.) Meist nutzten wir die moderne Ausstattung nicht, weder den öfter vorhandenen Whirlpool (nur einmal, ich fand die obligatorische Chlortablette im Wasser jedoch sehr unentspannend), noch Sauna, Trockner oder Waschmaschine. Dieses Mal haben wir das erste Mal ein älteres Haus, das aber ein verlockendes Plus hat.

Die weiße Haustüre des blauen Häuschens wirkt einladend. Drinnen auf den ersten Blick alles ok. Ein großer Wohnraum, alles hell gehalten mit Küchenzeile, Essplatz und Couch mit TV und Kaminofen (die beiden streiten sich allerdings um ihren Platz, wie das auch immer gehen soll, wenn der Kaminofen an ist ...). Ein sauberes Badezimmer mit Dusche in einer Nische, Warmwasserboiler und WC und großem, modernen Waschtisch.

Drei kleine Schlafzimmer, eines mit Doppelbett, eines mit über Eck stehenden Einzelbetten und eines mit Etagenbetten. In letzterem sind die dunklen Holzwände nicht geweißt, sondern wohl noch in ihrem naturfarbenen Ursprungszustand. Kleiderschränke gibt es wie wir schon erlebt haben nicht, dafür sind Nischen mit Brettern und Kleiderstange in die Wände eingelassen. Die sonst typische und so praktische Kleiderleiste mit Haken an der Wand fehlt. Die Schlafräume liegen meist auf der ruhigeren Rückseite des Hauses, abgewandt von der Wind- und Wetterseite. So auch hier. Als Nachttisch halten weiße, aussortierte Bistrostühle her. Die Matratzen weich im Doppelbett, hart in den Einzelbetten. Aus dem Schlafzimmerfenster schauen wir auf einen kleinen Hügel mit riesigen Wildrosenbüschen, die in pink und weiß zwischen den orangeroten Hagebutten blühen.

Die weiße Ledercouch ist durchgesessen und abgewetzt. Gut so, dann brauchen wir uns keine Gedanken machen, dass wir bzw. eher unsere Hündin etwas beschädigt oder verschmutzt. Ein schwarzer Fernsehsessel trohnt vor dem einfachen Couchtisch. Leicht klebrig die Armablagen. Ich habe genügend Spannbetttücher zum Überziehen auch für die Sitzmöbel dabei, damit wir uns trotzdem wohlfühlen können. Mit den Jahren haben wir dazu gelernt... Das mache ich alleine schon wegen unserer Hündin, die wir nicht davon abhalten können, auf die Couch zu springen. Die Farben sind insgesamt in weiß-schwarz gehalten, ein moderner Teppich im Wohnzimmer und im Essbereich. Darunter auf dem Boden in der ganzen Hütte PVC in einem modernen Holzmuster, das macht einen frischen Eindruck.

Die Wände und Decken unseres Häuschens sind länger nicht mehr gestrichen worden. Die weiße Farbe ist übersäht mit toten Mücken und an den Ecken abgewetzt. Mit dem Streichen wurde es nicht so genau genommen, die unteren Bereiche der Regale sind nur so weit gestrichen wie man im Stehen schauen kann. Irgendwie ein entspanntes Gefühl.

Es gibt wenig Stauraum für die Kleidung und Lebensmittel. Da wir nur zu zweit sind, hält das dritte Zimmer mit Etagenbett und einer Kühlgefrierkombination (die wir nicht nutzen) als Gepäck- und Stauraum her. Die Küchenschränke werden etwas umgeräumt, damit Platz für die mitgebrachten Vorräte ist. Die Arbeitsplatten der Küchenzeile werden erst mal abgewischt, auch die Tische und einiges an Porzellan und Besteck gespült, was wir brauchen werden.

So richtig genau nahmen die Vorbesitzer es mit der Sauberkeit bis auf das Bad nicht. Damit muss man wohl leben, wenn die Endreinigung nicht obligatorisch ist. Die grauen Plastikgriffe der einfachen weißen Küchenzeile sind abgewetzt, der Kunststoff bröckelt ab. Eine Überwindung zu Beginn, sie anzufassen. Warum werden die nicht ausgetauscht? So günstig wäre mehr Wohlfühlen hergestellt. Auch der Geruch in den Räumen ein wenig verlebt, das berichten uns auch Urlauber aus anderen Häusern. Egal, wir haben dafür etwas mitgebracht und lüften ausgiebig. Mit der Zeit, wenn wir unseren eigenen Dreck hinterlassen haben, macht uns das alles nichts mehr aus. ;o)

Wir haben, was wir brauchen: Kühlschrank, Herd, Spüle - wir werden mit der Hand spülen, da es keine Spülmaschine gibt, was ich im Urlaub ziemlich gemütlich finde und einen großen Esstisch mit vier Stühlen vor dem Terrassenfenster. Die braunen Innentüren quietschen, die Türgriffe sind zum Teil alt und neu, gegen manche Türe müssen wir uns stemmen, um sie auf zu bekommen. Wir finden später heraus, dass die Hütte wohl einer älteren Dame gehört. Vielleicht hat sie selbst nicht die Möglichkeit, alles in Stand zu halten? Wir wissen es nicht. Wir sind froh, dass sie die Hütte dennoch vermietet. So wie sie ist.

Die Hütte ist von außen blau angestrichen, die Farbe blättert bei näherem Betrachten vom Holz. Die salzige Luft lässt Nägel schneller rosten. Das sieht man an den Deckenpanelen des Dachüberstandes auf der Veranda und an der Metallplatte des Kaminofens außen.

Vor den fast bodentiefen Wohnzimmerfenstern ist eine große, fast geschlossene Terrasse, zum Teil überdacht. Darauf eine moderne, schwarze Flechtsitzgruppe mit wunderschönem Esstisch. Wir verschließen den seitlichen Ausgang der mit Holz verkleideten Terrassenbrüstung mit einem mitgebrachten Gitter, so dass wir die Wohnzimmertüre auflassen und unsere Hündin stressfrei rumlaufen kann.

Nachdem wir ausgepackt haben, setzen wir uns mit einem Getränk auf die Terrasse und genießen das, was diese Hütte ausmacht. Gerade aus blicken wir auf eine Koppel auf der Ponys grasen, sehen rechts die ansteigenden Dünen Richtung Kirche und blicken gerade aus - ungehindert - aufs Meer. Das ist der Traum dieses Hauses. Gleich ob auf der Terrasse draußen oder vom Essplatz in der Hütte aus. Wir schauen aufs Meer. Ich bin glücklich. Brauche ich etwas anderes, als diesen Platz? Nein.

Ich nehme dafür alles alte in der Hütte in Kauf, auch die rutschenden Kissen der Couch oder dass oben in der Siedlung jemand sägt, bohrt, hämmert. Die Aussicht macht alles wett. Das ist unser Zuhause für unseren Urlaub und wir fühlen uns wohl. Ich bin dankbar, dies erleben zu dürfen.

Ein Spaziergang führt uns vorbei an der Koppel, an Wildrosenbüschen, durch die Dünen Richtung Meer. Spätestens jetzt sinken die Schuhe in feinsten Sand, dann folgen immer mehr Steine und Muscheln und der Blick aufs endlose Meer. Doch davon ein anderes mal mehr.

...~...

Ein Blick auf die Uhr, wir haben 9 Uhr. Unsere Hündin Minu sagt Bescheid: Jetzt ist es aber Zeit für die Gassirunde. Recht hat sie. Ich schreibe ein anderes Mal weiter.

Freitag vormittag, 21. Oktober. Ich habe den Text nochmals durchgelesen, mit Bildern versehen und werde ihn jetzt ins Netz stellen. Zuerst wollte ich alles fertig schreiben und dann erst veröffentlichen. Heute bin ich der Meinung: Stück für Stück immer wieder in diese Welt abtauchen ist noch schöner. Also bis zum nächsten Mal, wo es weiter mit unserer Urlaubsreise geht ...

Ihre Anja Kolberg

Nachtrag: Weiter geht's mit dem Bericht vom Meer hier mit Teil 2.

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Donnerstag, 08 September, 2016

Vorfreude!
Vorstellung Tischkalender 2017:
Ganz ich selbst sein

Liebe Leserin, lieber Leser,

ein erster Blick auf die neuen Tischkalender 2017: "Ganz ich selbst sein." und "Seelenbegleiter 2017". Viel Freude beim Stöbern. Welcher Kalender ist Ihr Favorit?

~ * ~

Tischkalender 2017: Ganz ich selbst sein

Tischkalender 2017: Ganz ich selbst sein.

Dieser Kalender lädt zur Reflexion und Selbstannahme ein. Er ermutigt und erinnert uns, gut für uns zu sorgen und unseren eigenen Weg zu gehen. Ein Geschenk für uns selbst und alle, die uns am Herzen liegen.

~ * ~

Januar

Januar - Tischkalender Ganz ich selbst sein

Text: Für unser Wohlbefinden und Lebensglück sind wir selbst verantwortlich. Jeder für seines.

Mich entlastet die Erinnerung, dass ich nicht für die Stimmung anderer Menschen verantwortlich bin. Und für mein eigenes Glück ist weder mein Partner, mein Arzt noch sonst irgendwer zuständig, sondern ich selbst. Das gibt mir Schwung, mein Leben in die Hand zu nehmen.

~ * ~

Februar

Februar: Tischkalender Ganz ich selbst sein 2017

Text: Veränderungen brauchen Zeit.

~ * ~

März

Tischkalender Ganz ich selbst sein: März 2017

Text: Ich lege die Hand auf mein Herz und bin für mich da.

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April

Tischkalender Ganz ich selbst sein: April 2017

Text: Ich entdecke die schönen Seiten meines Lebens.

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Mai

Tischkalender Ganz ich selbst sein 2017

Text: Ganz ich selbst sein.

Authentisch leben. Mich selbst voll und ganz zeigen und leben wie ich bin.

~ * ~

Juni

Tischkallender 2017 Ganz ich selbst sein

Text: Ich genieße mein Leben. Jetzt.

Nichts mehr auf morgen verschieben. Heute leben. Diesen Moment auskosten.

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Juli

Tischkalender Ganz ich selbst sein 2017

Text: Aufmerksamkeit ist Liebe.

Wenn ich einem Menschen Aufmerksamkeit schenke oder ich sie bekomme, fließt Liebe.

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August

Tischkalender 2017 Ganz ich selbst sein

Text: Danke für das Glück, das mir heute begegnet.

Oh, was mag da wohl kommen? :-)

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September

Tischkalender 2017 Ganz ich selbst sein

Text: Selbstfürsorge ich gut für mich.

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Oktober

Tischkalender 2017 Ganz ich selbst sein

Text: Ich bin Licht und Schatten.

Es ist erleichternd, mir zu vergegenwärtigen, dass wir alle Licht (gute Seiten, Freude, Liebe...) und Schatten (unsere ungelösten Probleme...) sind. So kann ich mich selbst mehr lieben wie ich bin.

~ * ~

November

Tischkalender 2017 Ganz ich selbst sein

Text: Ich bin wertvoll.

~ * ~

Dezember

Tischkalender 2017 Ganz ich selbst sein

Text: Ich spüre die Wärme der Liebe.

~ * ~

Gedanken und Hintergründe zu den Kalenderseiten und was sie für mich persönlich bedeuten, teile ich aktuell in den Monatlichen Impulsen 2017. Ein einjähriges, automatisch endendes Abo mit jeweils einer monatlichen Mail zu beiden Kalendern. Für einen Euro pro Monat Begleitung durch das Jahr. Zusammen mit beiden Tischkalender gibt es sie im günstigen Verwöhnpaket.

Sie können die beiden Kalender und weitere Produkten wie die Minikarten-Sets ab Mitte Oktober in meinem Webshop kaufen. Ich werde hier im Blog und im Newsletter bekannt geben, wenn mein Webshop geöffnet hat. Ich freue mich schon auf den Kontakt mit Ihnen und darauf, die Sendungen für Sie persönlich mit Liebe zu packen. :-) (Meine Freudedisziplin.)

Vorher können Sie die Kalender über Amazon beziehen, zum Preis von 12 Euro inkl. MwSt. zzgl. Versand. (Dort kostet er einen Euro mehr als in meinem Webshop. Geben Sie in die Suchmaske "Tischkalender Anja Kolberg" ein, dann erscheinen meine Kalender. Bis 15.10.16 ist der Lagerbestand begrenzt.)

2017 wird ein gutes Jahr!

Ihre Anja Kolberg

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Vorfreude!
Seelenbegleiter 2017.Tischkalender.

Zwei Kalendermotive biete ich für 2017 an: "Ganz ich selbst sein" (Kurzvorstellung hier) und diesen hier:

Seelenbegleiter 2017. Tischkalender

Tischkalender Seelenbegleiter 2017

Dieser Kalender ist ein treuer Gefährte durch Ihr Jahr: Er lädt zum Nachdenken und zur Selbstheilung ein, erinnert an die Wichtigkeit unserer Herzenswünsche und tut einfach gut. Ein Geschenk für uns selbst und alle, die uns wichtig sind.

~ * ~

Januar:

Seelenbegleiter 2017

Text: Meine innere Stimme ist mir überall ein sicherer Wegweiser

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Februar:

Seelenbegleiter 2017

Text: Danke für alles scheinbar so Selbstverständliche.

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März:

Seelenbegleiter 2017

Text: Ich kümmere mich so liebevoll um mich selbst, wie ich es für ein Kind tun würde.

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April:

Seelenbegleiter 2017

Text: Ich lerne die Welt in mir kennen und heile sie.

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Mai:

Seelenbegleiter 2017

Text: Was andere erreichen, schaffe ich auch.

~ * ~

Juni:

Seelenbegleiter 2017

Text: Ich wende mich Menschen zu, die mir Aufmerksamkeit schenken und in deren Nähe ich aufblühe.

~ * ~

Juli:

Seelenbegleiter 2017

Text: Meine Wünsche sind wichtig.

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August:

Seelenbegleiter 2017

Text: In uns allen lebt ein heiles Licht.

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September:

Seelenbegleiter 2017

Text: Herausforderungen machen uns stärker.

~ * ~

Oktober:

Seelenbegleiter 2017

Text: Ich tue es für mich.

Was ist meine Motivation, etwas zu tun? Wenn ich es für andere mache, will ich es selbst auch? Das zu klären, hilft mir, innerlich frei zu werden.
Andere Sichtweise: Was tue ich für mich, damit ich es kuschlig und schön in meinem Heim habe?

~ * ~

November:

Tischkalender Seelenbegleiter 2017

Text: Die Seele lebt ewig.

Ich finde den Gedanken wunderschön, dass es ein Wiedersehen geben wird, mit den Menschen, die vor mir gegangen sind. Wenn ich einst gehen werde, werde ich von denen begrüßt, die mich geliebt haben und ich sie. Auf der anderen Seite geht's weiter.

~ * ~

Dezember:

Seelenbegleiter 2017

Text: Ich wage es, meinem Herzen zu folgen und mein Leben zu leben.

~ * ~

Das ist der Tischkalender Seelenbegleiter 2017. Gedanken und Hintergründe zu den Kalenderseiten und was sie für mich persönlich bedeuten, teile ich aktuell in den Monatlichen Impulsen 2017. Ein einjähriges, automatisch endendes Abo mit jeweils einer monatlichen Mail zu beiden Kalendern. Für einen Euro pro Monat Begleitung durch das Jahr. Zusammen mit beiden Tischkalender gibt es sie im günstigen Verwöhnpaket.

Sie können die beiden Kalender und weitere Produkten wie die Minikarten-Sets in meinem Webshop ab Mitte Oktober kaufen. Ich werde hier im Blog, auf meiner Facebookseite und im Newsletter bekannt geben, wenn mein Webshop geöffnet hat. Ich freue mich schon auf den Kontakt mit Ihnen und darauf, die Sendungen für Sie persönlich mit Liebe zu packen. :-) (Meine Freudedisziplin.)

Vorher können Sie die Kalender über Amazon beziehen, zum Preis von 12 Euro inkl. MwSt. zzgl. Versand. (Dort kostet er einen Euro mehr als in meinem Webshop. Geben Sie in die Suchmaske "Tischkalender Anja Kolberg" ein, dann erscheinen meine Kalender. Bis 15.10.16 ist der Lagerbestand begrenzt.)

Herzliche Grüße

Anja Kolberg

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Montag, 15 August, 2016

Morgen ist auch noch ein Tag

"Morgen ist auch noch ein Tag." So lautet der Satz auf meinem diesjährigen Tischkalender 2016 "Alles wird gut." für August. Hier das Bild dazu:

Tischkalender 2016 - Alles wird gut.

Bei den Vorbereitungen für die neuen Kalender 2017 hat mir dieser Satz geholfen, locker zu lassen. Nicht möglichst viel in einen Tag hinein packen zu wollen. Immer wieder, wenn ich spürte, eigentlich kann ich nicht mehr, aber ich will heute noch dies schaffen, damit ich dann und dann fertig bin, sah ich die Brombeeren in ihrem Reifeprozess und dachte: Morgen ist auch noch ein Tag.

Ich machte dann den PC aus und erst am nächsten Tag mit meiner Arbeit weiter. Wissen Sie was? Ich bin nicht sonderlich viel länger mit der Druckdatenerstellung beschäftigt gewesen als im letzten Jahr. Auch als eine Information von der Druckerei fehlte, weswegen ich den Auftrag noch nicht abschicken konnte: Ich bin nicht nervös geworden, sondern habe durchgeatmet, an den Kalendersatz gedacht und die Entscheidung auf den nächsten Tag verschoben. Das hat alles gut und locker geklappt.

Diese Erfahrung ist für mich die Erinnerung daran, dass Pausen Kraft geben, dass loslassen hilft und ich unterm Strich auch rechtzeitig ankomme, ohne mich unter Druck zu setzen. Ich hatte Tage dazwischen, da habe ich gar nicht an dem Kalenderentwurf gearbeitet und andere, da habe ich dafür für zwei Tage etwas geschafft. Eine schöner Erfahrung und Unterstützung!

Nun sind die beiden neuen Kalender in der Druckerei. Ich freue mich auf den Moment, wenn ich sie fertig in meinen Händen halte. Immer wieder ein ganz besonderes Gefühl, als wäre etwas frisch geschlüpft. Herrlich.

Die Themen, die ich gerade in meinem Leben wahrnehme, werden Teil der Kalenderblätter im nächsten Jahr. Wie schön, dann zu erleben, wie sehr die Themen passen und mir gut tun, so wie jetzt "Morgen ist auch noch ein Tag.", den ich mir ja letzten Sommer überlegt habe. Besonders ist für mich auch, wenn ich von meiner Leserinnen bzw. Kalenderkäuferinnen lese: Es geht ihnen ebenso.

Um was es im nächsten Jahr gehen wird? Es geht um Selbstreflexion, Selbstheilung, die Erinnerung an unsere Herzenswünsche, gute Gedanken, Selbstfürsorge und die Ermutigung, unseren eigenen Weg zu gehen.

Ab Herbst können Sie die neuen Kalender 2017 in meinem Webshop kaufen. Ich werde hier und im Newsletter darüber berichten.

Eine gute Woche!

Anja Kolberg

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Donnerstag, 28 Juli, 2016

Ich liebe Regensommer

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Endlich regnet es nach der Hitzeperiode in Köln. All der Regen, der in den letzten Tagen in Deutschland schon runter kam, klammerte uns aus, zumindest war es in unserem Stadtteil so. Zum Glück war es in den letzten zwei Tagen schon etwas kühler. Ich habe festgestellt, dass ab 26 Grad mein Gehirn auf Pause schaltet. Konzentriertes Arbeiten unmöglich. Gut, in Notfällen würde ich funktionieren. Aber der Alltag ist ja kein Notfall, solange sich alles irgendwie aufschieben lässt.

In solchen Hitzewellen liebe ich den Blick auf eine Regenapp, um zu schauen, wann die nächsten Regenwolken wohl kommen, die dann hoffentlich Abkühlung und nicht wie so oft hier bei uns in der Gegend, Schwüle mitbringen.

Ja, ich liebe Regensommer. Warum? Weil ich damit viel besser klar komme, als mit der Hitze und Schwüle. Wenn es so 25 Grad ist, geht es noch, aber wenn das Haus beginnt sich aufzuheizen, ist es unerträglich für mich. Ich schwitze, ich fühle mich unwohl, meine Beine schwellen an, ich leide, Antrieb nur für das nötigste. Und ich kann "so schön jammern" meint mein Mann. ;o) Ja, kann ich, weil es mir gut tut, aus mir rauszulassen, was ich fühle. Es tut mir gut. Es hilft mir, zu begreifen, anzuerkennen, so ist es gerade.

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Die Zeit der Hitzewelle ist bei uns die Zeit von Ventilatoren, offenen Fenstern, später dann abgedunkelten und geschlossen Fenstern, großen Kannen selbstgemachten Eistees, Eiswürfel zum Lutschen und Abkühlen für unsere hechelndende vierbeinige Freundin Minu und der Zeit mit guten Filmen auf der Couch zu verbringen. Inzwischen kann ich das immer besser. So lange es nicht zu heiß ist, arbeiten und wenn das Gehirn dann nachmittags mit zunehmender Hitze auf Pause stellt, ab auf die Couch, Ventilator an, Eistee trinken und Serien schauen oder gute Filme. Das hilft mir mehr, als mich zu etwas zu quälen, was eigentlich gar nicht geht. Es fällt mir als Selbstständige nicht leicht, mir diese Freiheit zu nehmen. Doch von Jahr zu Jahr wird es leichter.

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Was ich am Regensommer mag: Die Temperatur. Das Geräusch von Regen, prasseln, klatschen. Durchatmen können. Dass die Blumen und Pflanzen im Garten genug Wasser bekommen. Die Stille unter der Pergola genießen, wenn alle drinnen sind und ich den Regen beobachten kann. Ich kann einfach da sitzen und in den Garten gucken und bin froh. Beobachte die Vögel, die selbst bei Regen baden. Sehe, wie sich Blätter nach unten biegen, bis das Wasser abläuft und sie wieder nach oben schnellen.

All das liebe ich. Und so bin ich dankbar, dass es wieder abgekühlt ist, dass es regnet und ich langsam wieder einen freien Kopf bekomme. Hühüpf!

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Ansonsten nervt mich mein Wechseljahreskörper mit nicht durchkommender Periode, was sich körperlich seit zwei Wochen so unangenehm anfühlt wie früher einen Tag zuvor. Mein Antrieb könnte besser sein (zeigt sich in ganz banalen Dingen, z.B. darin, dass ich es nicht schaffe, die schon sortierte Wäsche in den Keller zu tragen und in die Waschmaschine zu stopfen). Nun, ich kann es auf das Wetter schieben...

Tischkalender 2016 Ich schaffe das

Ich gucke auf einen meiner beiden Kalender. Da steht: "Ich schaffe das." Das hilft mir gerade, denn ich möchte die Kalender 2017 gestalten und die Druckdaten fertig machen. Die letzten 14 Tage lies das Wetter dies nur bedingt zu. Und irgendwann - das weiß ich ja aus Erfahrung - macht sich die Wäsche plötzlich wie von selbst. Zack, sind an einem Tag drei Maschinen gewaschen, getrocknet und gefaltet - gut, vielleicht nicht eingeräumt ... Wenn der richtige Moment kommt, dann geht es ganz leicht. Die Lernaufgabe für mich ist, geduldig und vertrauensvoll zu warten, bis dieser Zeitpunkt gekommen ist. Und dass nix passiert, ich nix verpasse, wenn es eben dauert ...

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Auch diese Hitzephase geht (jetzt) vorbei und dann geht es mit dem Kalender und allem anderen weiter.

Einen schönen Sommer - hoffentlich genau so wie er Ihnen gut tut!

Anja Kolberg

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PS: Alle Bilder sind E-Cards von mir. Hier einfach hier klicken und kostenfrei verschicken.

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Mittwoch, 13 Juli, 2016

Vom Achterbahnfahren im Leben...

Hallo, da bin ich mal wieder. Dienstag morgen. Meine Gedanken fließen dank der über die Tastatur hüpfenden Finger in den Blog. Die Sonne scheint auf meine Hand. Unsere Hündin Minu entspannt auf dem Holzboden neben mir. Heute ist es draußen auf den Straßen und in den Geschäften ruhiger als noch letzte Woche. Grund: Wir haben die erste Ferienwoche in Köln. Himmlisch, diese Veränderung.

Meine Konzentration hält weiter an. Zwar machte meine Energie etwa eine Woche nach der Eiseninfusion (ich berichtete hier) wieder einen Bogen nach unten, doch inzwischen habe ich die Einnahme von Eisentabletten wieder aufgenommen und langsam kommt die Energie zurück.

Diese Achterbahnfahrt ist herausfordernd. Mal geht es mir super: Ich habe Energie, bin konzentriert, bin gut drauf. Ich habe wie früher (!Yeah!) den Antrieb und die Kraft, was ich mir vorgenommen habe, auch umzusetzen.

Und dann gibt es Tage ... da nehme ich mir abends etwas für den nächsten Tag vor ... und dann geht nix am nächsten Tag. Ich schaffe den Standard, aber nicht, was ich mir vorgenommen habe.

Manchmal habe ich dann so miese Laune, dass ich mich beobachte wie ich mit mir schimpfe, mit meinem Körper und mit der Welt um mich herum. Natürlich nur innerlich, aber das reicht ja schon. Ich bekomme es ja ab.

Genau das wurde mir vor etwa vor einem Jahr klar, als ich auf jemanden sauer war und das Gespräch mit ihm innerlich immer wieder durchging: Wie ich mich beschwere. Wütend schreie. Dann wieder alles umwerfe und in "bessere" Worte bringe. Unentwegt im Kreis. ... bis mir auffiel, dass gar nicht der Mensch, der meine Wut ausgelöst hat, diese Worte abbekommt, sondern immer wieder mein Inneres. Ich bekam die ganze Wut ab, mein Körper und meine Seele standen unter Stress. Das half mir, diesen Prozess zu unterbrechen. Ich fühlte mit mir und erkannte, was ich da mit mir machte.

Nicht immer, aber manchmal gelingt es mir deswegen, diesen Schimpfprozess zu unterbrechen. Und statt dessen - zum Glück immer öfter - liebevoll mit mir zu sein. Mir geht es ja nicht mit Absicht schlecht. Ich will, aber kann nicht. Also, warum sollte ich mit mir schimpfen?

Letzte Woche habe ich beides erlebt: Freitag wollte ich eigentlich nachmittags spontan etwas mit einer meiner besten Freundinnen unternehmen. Den Tag vorher ging es mir super. So gut, dass ich - auch weil es mir reichte, das Halbfinale Deutschland-Frankreich nur im Hintergrund mitzubekommen - bis abends spät am PC saß und ein Interview abtippte, welches ich mit meiner Oma geführt hatte.

In der Nacht schon merkte ich, dass es nicht so gut war, so lange am PC gesessen zu haben. Ich schlief schlecht, wachte immer wieder auf, war morgens wie gerädert. Als ich aufstand, war mir so schwindelig, dass ich mir eine Autofahrt zum Treffpunkt nicht zutraute. Ich versuchte erst noch, "mich in den Griff zu bekommen", doch dann gab ich auf. Ich konnte weder am PC sitzen, noch Auto fahren, noch irgend etwas anderes, produktives tun. Den Termin mit meiner Freundin sagte ich schweren Herzens ab.

Was war nur mit mir los? Warum ging es mir nicht einfach dauernd gut wie früher? Als ich ein paar Tage zuvor enttäuscht war, wie schnell die Wirkung der Infusion nachgelassen hatte, meinte mein Mann, dass ich vielleicht in der Woche die ganze Battarie aufgebraucht hatte. Irgendwie war da was dran. Ich hatte sehr sehr viel gearbeitet. Ich neige dazu, mich zu überfordern, wenn es endlich mal läuft. Weil ich so glücklich bin, dass es läuft. Seufz.

War es Donnerstag nicht auch so gewesen? Mittwoch noch hatte ich so schlechte Laune und war so voller Destruktivität (scheinbar aus heiterem Himmel). Als ich Donnerstag merkte, alles wieder gut - stürzte ich mich voller Freude in die Arbeit. Ohne zu merken, dass ich meinen Körper überforderte. Meine Augen. Meinen Rücken. Meinen Kopf. Meine Seele. Ich hatte es übertrieben. Wieder mal. Das wurde mir klar.

Also beschloss ich, es zu akzeptieren wie es war und mich um mich liebevoll zu kümmern. Freitag den PC schon am Vormittag aus zu machen. Ich ging in den Blumenladen und kaufte mir einen Strauß Blumen und im Zeitschriftenladen eine Klatschzeitung. Ich wollte einfach nur rumlümmeln, nicht groß rumdenken. Zusammen mit einer Tasse Tee machte ich es mir in der Hängematte gemütlich. Und ich spürte, wie es mir schon ein bisschen besser ging. Freitag Nachmittag legte ich mich auf die Couch und schlief mehrere Stunden.

Am nächsten Tag war alles wieder gut, ich konnte wieder weiter arbeiten, als wäre nichts gewesen. Eigentlich wäre es an dem Tag gut gewesen, eine Runde zwischendurch spazieren zu gehen. Doch bei der Hitze bekommt mir das tagsüber nicht, sondern macht dicke Füße und sehr schlechte Laune. Also wählte ich die leichte Variante: Hängematte im Schatten. Entspannte Körper, Kopf und Seele. Es tat gut. Einfach nur schaukeln und in den Himmel gucken.

Gestern, Montag, hatte ich dann dazu gelernt: Mittags signalisierte mein Körper Müdigkeit und ich legte mich hin. Eine Viertel Stunde, länger hatte ich keine Ruhe. Doch diese Viertel Stunde hat meinem Körper geholfen. Anschließend ging es erfrischt weiter. Ok, Anja: Merken!!

So wie jetzt, Dienstag morgen: Ich merke, meine Augen werden nicht müde, aber wollen etwas anderes sehen als den Bildschirm. Deswegen mache ich Schluss mit Schreiben. Ich werde den Beitrag heute Nachmittag Mittwoch illustrieren und online stellen. Jetzt werde ich mich eine viertel Stunde einfach auf die Couch legen und in den Himmel gucken und mich dann fertig machen für meinen Coachingtermin. Wenn ich zu Hause bin, werde ich ich spüren, wann ich den Blogbeitrag fertig machen kann.

Nachtrag: Mittwoch Nachmittag. So war es auch. Die kurze Auszeit hat mir gut getan. Ich hatte wieder Kraft.

Das ist ein anderer Aspekt meines Kalenderblattes für Juli, welchen ich in den Monatlichen Impulsen - das ist mein Mailabo für ein Jahr - nicht aufführte: Nämlich, dass auch die körperliche Pause frische Energie für die Arbeit bringt. So war es vor über 15 Jahren gewesen, als ich meine beiden Bücher schrieb: Ich hatte die Kraft dazu nur, weil ich regelmäßig eine viertelstunde Pause machte. Wäre schön, wenn ich das wieder einführen würde.

Tischkalender

Lieber Gott, bitte lass mich begreifen, dass mein Körper kein Computer ist, keine Maschine, die "zu laufen hat", jeden Tag mit gleicher Leistung. Mein Körper ist ein sensibles Meisterwerk, ein lebendiges Wesen, das Aufmerksamkeit und Schutz braucht, Ruhe und Zeit. Mein Körper schwankt in seiner Leistung. Ein Birnbaum trägt auch nicht das ganze Jahr Früchte. Warum erwarte ich von mir, dass ich jeden Tag 100% Leistung bringe? Bitte lass mich nicht hadern, wenn es mir mal wieder schlechter geht, lass mich nicht befürchten, jetzt wird alles wieder schlimmer. Lass mich glauben und hoffen, dass es wieder besser wird. Mit etwas Abstand. Mit einer kleinen oder größeren Pause. Mit einem Spaziergang. Mit einem Tag Pause. Lass mich einen gesunden Rhythmus finden, der meiner Seele, meinem Geist und meinem Körper gut tut.

Bitte hilf mir, die Achterbahnfahrt des Lebens immer besser zu begreifen und mich nicht gegen sie zu wehren, sondern die guten Fahrtabschnitte zu genießen und die, vor denen ich Angst habe, lernen als Teil des Spiels zu sehen, die auch wieder vorüber gehen. Danke für alles, was gut ist und danke für die Dinge, die ich jetzt schon annehmen kann, auch wenn sie nicht so easy sind, wie ich es gerne hätte. Denn auch die schwierigen oder nicht so fitten Wegesabschnitte meines Lebens sind mein Leben. Hilf mir, mir zu verzeihen, wenn ich mit dem auf und ab (eher dem ab) nicht so gut umgehen kann ...

Alles Liebe für Sie und für mich

Ihre Anja Kolberg

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