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Donnerstag, 28 Juli, 2016

Ich liebe Regensommer

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Endlich regnet es nach der Hitzeperiode in Köln. All der Regen, der in den letzten Tagen in Deutschland schon runter kam, klammerte uns aus, zumindest war es in unserem Stadtteil so. Zum Glück war es in den letzten zwei Tagen schon etwas kühler. Ich habe festgestellt, dass ab 26 Grad mein Gehirn auf Pause schaltet. Konzentriertes Arbeiten unmöglich. Gut, in Notfällen würde ich funktionieren. Aber der Alltag ist ja kein Notfall, solange sich alles irgendwie aufschieben lässt.

In solchen Hitzewellen liebe ich den Blick auf eine Regenapp, um zu schauen, wann die nächsten Regenwolken wohl kommen, die dann hoffentlich Abkühlung und nicht wie so oft hier bei uns in der Gegend, Schwüle mitbringen.

Ja, ich liebe Regensommer. Warum? Weil ich damit viel besser klar komme, als mit der Hitze und Schwüle. Wenn es so 25 Grad ist, geht es noch, aber wenn das Haus beginnt sich aufzuheizen, ist es unerträglich für mich. Ich schwitze, ich fühle mich unwohl, meine Beine schwellen an, ich leide, Antrieb nur für das nötigste. Und ich kann "so schön jammern" meint mein Mann. ;o) Ja, kann ich, weil es mir gut tut, aus mir rauszulassen, was ich fühle. Es tut mir gut. Es hilft mir, zu begreifen, anzuerkennen, so ist es gerade.

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Die Zeit der Hitzewelle ist bei uns die Zeit von Ventilatoren, offenen Fenstern, später dann abgedunkelten und geschlossen Fenstern, großen Kannen selbstgemachten Eistees, Eiswürfel zum Lutschen und Abkühlen für unsere hechelndende vierbeinige Freundin Minu und der Zeit mit guten Filmen auf der Couch zu verbringen. Inzwischen kann ich das immer besser. So lange es nicht zu heiß ist, arbeiten und wenn das Gehirn dann nachmittags mit zunehmender Hitze auf Pause stellt, ab auf die Couch, Ventilator an, Eistee trinken und Serien schauen oder gute Filme. Das hilft mir mehr, als mich zu etwas zu quälen, was eigentlich gar nicht geht. Es fällt mir als Selbstständige nicht leicht, mir diese Freiheit zu nehmen. Doch von Jahr zu Jahr wird es leichter.

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Was ich am Regensommer mag: Die Temperatur. Das Geräusch von Regen, prasseln, klatschen. Durchatmen können. Dass die Blumen und Pflanzen im Garten genug Wasser bekommen. Die Stille unter der Pergola genießen, wenn alle drinnen sind und ich den Regen beobachten kann. Ich kann einfach da sitzen und in den Garten gucken und bin froh. Beobachte die Vögel, die selbst bei Regen baden. Sehe, wie sich Blätter nach unten biegen, bis das Wasser abläuft und sie wieder nach oben schnellen.

All das liebe ich. Und so bin ich dankbar, dass es wieder abgekühlt ist, dass es regnet und ich langsam wieder einen freien Kopf bekomme. Hühüpf!

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Ansonsten nervt mich mein Wechseljahreskörper mit nicht durchkommender Periode, was sich körperlich seit zwei Wochen so unangenehm anfühlt wie früher einen Tag zuvor. Mein Antrieb könnte besser sein (zeigt sich in ganz banalen Dingen, z.B. darin, dass ich es nicht schaffe, die schon sortierte Wäsche in den Keller zu tragen und in die Waschmaschine zu stopfen). Nun, ich kann es auf das Wetter schieben...

Tischkalender 2016 Ich schaffe das

Ich gucke auf einen meiner beiden Kalender. Da steht: "Ich schaffe das." Das hilft mir gerade, denn ich möchte die Kalender 2017 gestalten und die Druckdaten fertig machen. Die letzten 14 Tage lies das Wetter dies nur bedingt zu. Und irgendwann - das weiß ich ja aus Erfahrung - macht sich die Wäsche plötzlich wie von selbst. Zack, sind an einem Tag drei Maschinen gewaschen, getrocknet und gefaltet - gut, vielleicht nicht eingeräumt ... Wenn der richtige Moment kommt, dann geht es ganz leicht. Die Lernaufgabe für mich ist, geduldig und vertrauensvoll zu warten, bis dieser Zeitpunkt gekommen ist. Und dass nix passiert, ich nix verpasse, wenn es eben dauert ...

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Auch diese Hitzephase geht (jetzt) vorbei und dann geht es mit dem Kalender und allem anderen weiter.

Einen schönen Sommer - hoffentlich genau so wie er Ihnen gut tut!

Anja Kolberg

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Dienstag, 07 Juni, 2016

Mein kleines Himmelreich

Hallo da draußen in der Welt,

am Wochenende zwischen all den Regengüssen schnappte ich mir meine Kamera und fing einige Eindrücke meines Gartens ein. Mein kleines Himmelreich, das mich so glücklich macht. Ich kann dort stundenlang sitzen und einfach schauen. Pflanzen, Blattgrün, das Geräusch von Regen, die glänzenden Tropfen auf den Blättern, der Duft von Rosenblüten, die Vögelchen beim Baden beobachten, all das macht mich still und froh. Danke Himmel, dass ich das haben darf und mich daran erfreuen.

Hier einige der Bilder:

Die weiß umrandeten Blätter der Funkie. Früher fand ich Blattstauden doof. Heute finde ich sie wunderschön. Sie gestalten den Garten. Drei Stauden stehen davon in unserem Garten. Die ganz oben an der Terrasse ist bestimmt einen Meter im Durchmesser. Bisher hat noch keine Schnecke an den Blättern genagt. Eine Blüte wirds auch geben, auf hohen Stängeln helllilafarben.

Die erste Seerosenblüte lukt aus dem Wasser. Sie duften sogar. Nein ich habe mich dafür nicht ins Wasser begeben, um das raus zu finden. Irgendwann habe ich mir mal eine Blüte rausgefischt und in ein Glas auf den Tisch gestellt. Sooo schön!

Ebenfalls am Teich blüht gerade die Iris. Mehrere Stauden verteilen sich und sehen so schön aus. Ihr Duft ist ganz leicht und sehr sehr herb. Ich hatte von Iris mal ein ätherisches Öl und der Duft stimmte mit dem, den ich jetzt erschnupperte, überein. Das Regenwasser hat sich in der Blütenkrone gesammelt und zeigt die Dreiteilung.

Eine Gierschblüte lukt durch den Zaun. Ich dachte ja, ich hätte allen Giersch ausgemacht. Doch diese Pflanze ist wirklich voller Überlebenswillen. Welch eine Stärke. Ich habe noch immer nicht geschafft, von den frischen Blättern mal einen Smoothie zu machen oder sie in den Salat zu packen. Gesund soll das Unkräuterlein ja sein. Ich kämpfe nicht mehr gegen sie an. Wir versuchen, miteinander zu leben ... mal mehr sie - mal mehr ich.

Die Pfeifenwinde ist auch so ein besonderes Grün. Wunderschön sieht es aus, wenn sie sich emporschlängelt. Obwohl ich sie eigentlich nicht will, stört sie das nicht sonderlich, sie bleibt in meinem Garten. Zeit, das zu akzeptieren und von der Eigenart dieser Pflanze so einiges zu lernen ... Widerstandskraft, Überlebenswillen, Schönheit, Haftung, Grenzen überwinden können, hoch hinaus wachsen ...

Eine Weinbergschnecke kriecht davon. Kurz vorher hatte ich sie hinten im Beet abgesetzt. Ich hatte sie an unserer Haustüre entdeckt. Dort brennt vormittags die Sonne, kein guter Ort, gerade an den Scheiben, wo sie sich verkrochen hatte. Irgendwie war sie wohl falsch abgebogen. Hat sie nicht ein tolles Häuschen?

Vor einigen Wochen las ich das Buch "Das Geräusch einer Schnecke beim Essen", geschrieben von einer Journalistin, die durch eine Krankheit urplötzlich sehr lange ans Bett gefesselt war und sich kaum bewegen konnte. Im Pflegeheim liegend bekam sie Besuch von einer Freundin, welche ihr eine Schnecke in einem Blumentopf mitbrachte. Fortan beobachtete die Beschenkte die Schnecke. Ein schönes Buch, das mir gut getan hat, mit meiner Langsamkeit klar zu kommen. Für mich hätten weniger Beschreibungen über die Schneckenart im Buch sein können, ich habe sie großzügig überflogen. Doch was bleibt, ist ein Buch, das gut tut, wenns mal nicht so voran geht im Leben wie man sich das wünscht ...

 

Hier kriecht eine Schnecke davon, die ich nicht so mag. Nacktschnecken. Weil sie meine Funkien anknabbern oder die Margaritten abnagen und beschleimen. Manche Jahre nutze ich Schneckenkorn. Dann wieder nicht, weil ich an die mit den schönen Häuschen denke ... Schwierige Sache.

 

Ein lila Band, mit dem ich die Kletterrose Jasmina und die Clematis festbinde.

Diese Rose sieht sooo schön aus, wenn sie eine Knospe ist und am ersten Tag, wenn sie erblüht. Dann geht es fix, sie verblüht ruckzuck und lässt die Blätter fallen.

So gar nicht regenfest. Regenfest ist dagegen Leonardo da Vinci (nicht abgebildet, aber sicherlich in meiner Gartenrubrik schon oft gezeigt). Ihre pink-rosa Blüten halten wochenlang und werden immer heller. Jede Art hat so ihre starke Seite.

Die Triebe der Clematis finden auch an diesem Eisenstab halt, auf dem ein Vogel stizt und bei Wind, Regen, Schnee und Sonne herrlich vor sich hinrostet.

Süß, oder?

 

Ein bisschen Grünes zum Essen bzw. Kochen habe ich auch im Garten. Hier Schnittlauch mit seinen sehr scharfen Blüten, bevor ich ihn abgeschnitten habe, damit er nach der Blüte - die Stiehle sind holzig - frisch kommen kann.

 

Glitzernde Regentropfen perlen auf dem Frauenmantel ab.

 

Es wird dieses Jahr sogar wieder Äpfel geben. Da unzählige Säulenäpfel den schmalen hohen Stamm letztes Jahr krum gebogen haben, schnitt ich den Baum stark zurück. Unklar, ob es im Frühling Blüten geben würde. Doch, gab es und hier einer der wenigen Fruchtansätze.

 

Hier eine weitere Funkie mit blaugrün gefärbten Blättern.

 

Die Fruchtstände vom lilafarbenen Zierlauch lasse ich so lange es geht stehen. Sehen sie nicht toll aus? Im Hintergrund ein altes Gartengerät. Eine Mischung aus Schäufelchen und Harke.

 

Eine große Metallsonne zeigt auch spannende Rostbewegungen.

 

Die Hochstammrose stand einst vor dem Haus. Dort war es eindeutig zu heiß vor der Hauswand (bei zu wenig gießfreudiger Besitzerin ...). Jetzt habe ich sie hinters Haus gesetzt, vor einigen Wochen komplett zurück geschnitten und viele grüne Blätter zeigt sie inzwischen und Knospen ... und Blattläuse. Früher versetzte mich das in Panik, heute sehe ich die Marienkäferlarfen, die ja auch was zu Futtern haben wollen ...

 

Dieser hübsche Lampion hängt unter der Pergola über dem Tisch und erfreut mich sehr. Ein Geschenk einer Leserin. :-) Die sich jetzt freut, wenn sie das liest. :-)

 

Diese kleinen Gartenelfen waren einst Deko in meiner Coachingwerkstatt. Bei einer Aufräumaktion habe ich sie gefunden und jetzt erfreuen sie mich auf dem Gartentisch.

 

Die letzte Pfingstrose, vor weiterem Regen gerettet in einer Vase. Ihr Duft ist so unglaublich intensiv. Zwei Blüten standen in meinem Büro und bedufteten den ganzen Raum. Herrlich.

 

An den Stengeln in der Vase perlt Luft. Drin stehen prächtige Fruchtstände von verblühten Tulpen (leider kein Foto gemacht), Pflingstrosen, Alium, Iris und Funkienblätter.

 

Die Hängemattenzeit hat auch wieder begonnen. Herrlich so geschaukelt und getragen zu werden. Hier ein Bericht über mein Hängemattengefühl, welches sich immer wieder einstellt und nicht abnutzt. :-)

Mein Gartenrundgang endet an meinem Schreibtisch, wo ich gerade sitze und diesen Blogeintrag tippe. Vor mir steht dieser kleine Strauß, den ich mir aus dem Garten mitbrachte. Gertrude Jekyll, die fast so gut riecht wie Pfingstrosen, eine grüne Frauenmantelblüte, Lavendel und eine der weißen Rosenblüten vom Rosenbogen, die merkwürdig gelb ist. (Aus dem Foto habe ich eine neue E-Card gemacht.)

Wenn etwas in meinem Garten blüht und grünt, habe ich Freude daran, es mir ins Haus zu holen. Wie dieses kleine Sträußchen, das mir jetzt diese Woche Freude bereiten wird.

Ich glaube wir alle haben so etwas in unserem Leben, das uns gut tut und bei näherem Hinsehen noch schöner wird.

Einen grünen Tag aus Köln - lassen Sie es sich gut gehen

Anja Kolberg

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Donnerstag, 21 April, 2016

Das Leben genießen. Jetzt.

Ich hab's getan. Gestern. Heute. Ohne schlechtes Gewissen. Mitten am Tag. Mitten in der Woche. Kein Sonntag. Kein Samstag. Kein Feiertag. Kein Feierabend. Obwohl es viel anderes zu tun gab. :-)

Was?

Mich mit dem Liegestuhl in die Sonne gelegt. Gestern noch mit Decke, weil der Wind so kalt war. Als ich mir das ultimativ Beste vorstellte, war das mit dem Liegestuhl unter unserem Kirschbaum zu liegen, der gerade voller rosa Pomponblüten steht. Und von dort nach oben in den Himmel schauen. Und das habe ich getan. Mir diesen Wunsch erfüllt! *Hüpf*

Die Blüten berühren. Sie sind unfassbar weich, zart und leicht kühl auf der Haut. Ihr Duft kaum wahrnehmbar.

Ich habe im Liegestuhl dazu eine Meditation auf dem Handy gehört. So muss sich der Himmel anfühlen. Ein Traum! Im Hintergrund wahrnehmbar das Zwitschern der Vögel und das Plätschern des Bachlaufes in unserem Garten.

Mir hat das so gut getan. Heute - wo es draußen noch wärmer ist, habe ich mich wieder raus in die Sonne gesetzt. Diesmal mit dem Liegestuhl an den Bachlauf, von wo aus ich auf die beiden Japanischen Zierkirschen schauen konnte. Ich weiß wie schnell die Blüte vorbei ist. Jedes Jahr ist das ein besonderes Highlight im Garten:

Weil es so lange kühl war, konnten sich die Blüten langsam entfalten und wir hatten so viel länger von der Blüte als in so manch anderem Frühling. Seufz. So schön!

Über mir der blaue Himmel:

Und in mir dieses Gefühl:

Tiefe Zufriedenheit und Liebe. Mit dem sein, was um mich ist. Zum Beispiel den kleinen Ahorn neben dem Stuhl näher betrachten, dessen Blätter schon ein ganz großes Stück gewachsen sind. Dieses Jahr habe ich das erste Mal bewusst entdeckt, dass kleine rote Blütendolden am Ahorn sind. Ob ich sie bisher übersah?

Es gibt Tage, da scheint die Sonne im Leben, obwohl nicht alles perfekt ist.

Diese Tage auszukosten, ist ein ganz großes Glück. Ich will nicht warten, bis irgendwann mal alles in Ordnung ist im Leben und dann mit dem Genießen anfangen. Es wird immer irgend etwas sein, dass gerade quer schießt. Ich will nicht bis zum Feierabend warten (wenn die Sonne weg ist) oder bis zum Wochenende (wenn es regnet) oder bis zu meiner Rente, bis ich mein Leben genießen kann.

Ich habe mir vorgenommen, mein Leben jetzt zu genießen. In kleinen genußvollen Stücken, immer dann wenn es geht. Die großen Genießerscheiben - ein Urlaub zum Beispiel - kann so schnell vorbei sein. Aber Alltag ist jeden Tag und den will ich reicher machen. Mich glücklicher fühlen. Mit dem Schwingen, was da ist. Auch wenn es mir mal nicht gut geht, schauen, was ich mir gutes tun kann.

Und an trüben Tagen kann ich mir dann diesen Blogbeitrag durchlesen und befinde mich wieder auf meinem Liegestuhl, fühle die Wärme der Sonne auf meinem Körper, höre die Geräusche der Umgebung, die Kinder auf dem nahen Schulhof, sehe die Kraft der wachsenden Natur und bin glücklich. Jetzt.

Ich wünsche Ihnen ebensolche zauberhaften Momente, voller Glück und Liebe!

Unser Leben findet heute statt. Jetzt, in diesem Moment. Mir gefällt das Thema so sehr und es tut mir so gut, dass ich überlege, es könnte ein wunderbarer Titel für den nächsten Kalender sein. :-)

Ihre Anja Kolberg

P.S.: Eines der Fotos ist eine neue E-Card. Hier anschauen und verschicken.

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Mittwoch, 06 April, 2016

Ein sanfter Regentag & Frühling in der Natur

Gestern, Dienstag, hat es die meiste Zeit des Tages geregnet. Mal fester, oft feinster Nieselregen. Ich mag das. Es hat so etwas sanftes, ruhiges, liebevolles, wie die Dächer, Äste, Zäune, Gras und Pflaster vom Regen eingehüllt werden. Eine zärtliche Liebkosung.

Seit dem Wochenende hat die Natur einen Wachstumssprung gemacht. Die weinroten Blätter der Blutpflaume haben fast alle rosa Blüten abgelöst. Die ersten Mininarzissen im Beet sind verblüht. Geballte Lebenskraft zeigt sich in den Knospen der Zierkirsche:

In der Nebenstraße blüht wieder der alter Kirschbaum. Welch eine unfassbare Pracht, die mich so tief erfreut:

Zarte, weiche Blätter und herrliche Blütenstände. Bienen schwirren zwischen dem rosafarbenen Traum:

Die Clematis am Rosenbogen ist schon einige Zentimeter gewachsen. Auch der Ahorn im Garten zeigt erste Blattansätze an den Zweigen:

Die Rosen tragen schon viele Blätter:

Die ersten Vergißmeinnicht blühen im Garten, hier hat sich eines selbst im Rasen gepflanzt und die Sternmagnolie ist gerade ein weißer Lichtblick hinter dem Teich:

Ich bin so dankbar für dieses Wachsen und Gedeihen - jeden Frühling von neuem, daran teilhaben zu können. Die Natur fängt von vorne an. Mit Mut und Kraft und Lust auf das Leben.

Montag habe ich das erste Mal in diesem Jahr draußen gefrühstückt. Die Luft war noch recht kühl, doch mit einer wärmenden Jacke ging es gut. (Der Brötchenbelag auf dem Foto ist übrigens die köstliche vegane Nuss-Nougat-Creme Bionella von Rapunzel. Ich liebe sie!)

Das Plätschern des Bachlaufes genießen. Vögelchen beobachten. Moos bestaunen, das sich inzwischen auf den Steinen niedergelassen hat. (Mein ganz großer Reichtum!)

Ich bin so dankbar, dass du dich jedes Jahr wieder auf den Weg eines neuen Lebenszyklus machst, liebe Natur. Mir gibt es die Kraft, es dir gleich zu tun: Aufstehen, von neuem beginnen. Atmen. Schritte gehen.

Mir die Zeit nehmen, die ich brauche. Wachsen, dann wann es geht. Nicht wann der Kalender es will. Ich kann mich dran erinnern, dass die Blätter auch schon viel früher an den Sträuchern waren, die Blutpflaume nicht wochenlang blühte, wie dieses Jahr, sondern in wenigen Tagen verblüht war. Weil es schon so zeitig warm war. Jedes Jahr ist anders.

Auch jedes Menschenjahr ist anders. Die Themen und Aufgaben, die unsere Aufmerksamkeit brauchen, wechseln, je nachdem wo wir uns auf unserem Lebensweg befinden. Wünsche und Pläne - wie Samenkörner kann ich sie in die Erde legen und wachsen lassen. Sehen wie daraus im ureigenen Wachstumszyklus dieser Pflanze - dieses Wunsches an das Leben - etwas Neues und Großes und Schönes entsteht.

Ich wünsche uns allen einen zauberhaften Frühling mit offenen Sinnen für all die Schätze, die uns die Welt bietet.

Während ich diese Zeilen tippe, strahlt die Sonne in mein Büro. Mein Kopf wirft einen Schatten auf die Wand. Die aus dem Garten mitgebrachten Osterglocken erstahlen in cremeweiß und apricot. Die Fotos in diesem Blogbeitrag habe ich heute früh in unserem Garten aufgenommen und beim Spaziergang mit unserer Minu. Heute früh schenkte uns der Himmel strahlend blauen Himmel in Köln. Welch eine Freude!

Ich hoffe, dass es mir gelingt wie die Natur es macht: Mit dem zu schwingen, was ist und sich nicht ändern lässt. Bei der Natur sind es die Witterungsbedigungen - wie z.B. die Temperaturen, im richtigen Maß Wasser und Sonne - die die Pflanzen und Tiere nicht beeinflussen können. Sie müssen sich dem anpassen.

So will ich es auch halten. Mich dem Anpassen, was mir das Leben gibt. Mitschwingen, annehmen und das Beste daraus machen. Und wenn die Bedingungen stimmen: Erblühen und wachsen und gedeihen. Einmal mehr in einem neuen Wachstumzyklus, der im Frühling beginnt.

Die Eindrücke aus der Natur: Klitzernde Wassertropfen auf den Grasbücheln im Licht der Morgensonne. Aufgesprungene Blattknospen der Kastanie. Forsythien. Zartgrüne Baumkrone einer Hängeweide und Blütendolden an einem Baum, dessen Namen ich nicht weiß.

Alles Liebe

Anja Kolberg

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Donnerstag, 22 Oktober, 2015

Erst die Arbeit ...

Seit einiger Zeit träume ich davon endlich wieder Blumen vor meinem Bürofenster zu haben. Meinen Augen und meinem Herzen tut es gut, zwischendurch darauf zu schauen und mich an ihrem Wachsen und Sein zu erfreuen. Manchmal landen Schmetterlinge oder Hummel darauf. Einmal hat dort sogar eine Hummel übernachtet, erst mit dem Licht der Morgensonne wurde sie wach, bewegte ihren flauschigen Rücken und ihre Flügel und startete in ihren neuen Tag.

Im Juni hatte ich die Blumenkästen vor den Fenstern unseres Hauses abgenommen. Durch die Straßensanierung vor dem Haus und die Sanierungsarbeiten im Haus nebenan war die Verschmutzung groß. Zugestaubte Blumen machen mir keinen Spaß. Also hab ich mich entschlossen, keine Sommerblumen zu pflanzen, sondern eine zeitlang gar nichts ...

Oktober: Straße fertig saniert. Die dreckigsten Arbeiten nebenan sind wohl auch passé. Ich bin frisch gestärkt aus dem Urlaub zurück. Also kann ich endlich meine geliebten Blumenkästen hervor holen und bepflanzen! Yeah!

Ein Blick auf die Fenster - die ich bestimmt seit einem Jahr nicht geputzt habe (oder sagen wir die Rahmen, die Scheiben haben schon einmal Wasser gesehen) - sagte mir: Die müssen zuerst sauber gemacht werden, bevor die neuen Blumen davor kommen. (Update: Erstaunlich, wie mein Erinnerungsvermögen funktioniert. Im März diesen Jahres habe ich die Fenster das letzte Mal gewienert. Es ist gar kein Jahr her, 'nur' ein halbes Jahr. Aber egal: Ich bin kein Fensterputz-Freak.)

Erstmal durchatmen. Viele Fenster im ganzen Haus. Aber wenn ich schon mal anfange ... Dienstag Nachmittag hatte ich mir dafür auserkoren. Dienstag vormittag habe ich mir im Blumengeschäft Blumen-Stil im Kirchweg neue Pflanzen gekauft. Herrlich herbstlich.

Erst mal eine kleine Vorfreue, bevor es mit der Arbeit losgeht ...

Puh, was war da ein Dreck auf den Rahmen und Fensterscheiben. Räusper. Räusper. Räusper. Nachdem ich sie das letzte Mal geputzt hatte, begannen die Handwerker im Haus nebenan, Fließen von der Hauswand abzuklopfen und Fenster zu vergrößern. Eine schöne Staubschicht legte sich auf alles. Ich habe gar nicht eingesehen, sinnlose Arbeit zu verrichten, die ich eh nicht mag. Warum sollte ich da noch Fenster putzen? Gut, um vielleicht was sehen zu können. :-)) Aber Licht kam noch durch.

Es hat Stunden gedauert, bis ich bei der weißen Haustüre angelangt war und zum Abschluss den Dreck aus dem Briefkasten putzte. Bin ich froh, dass der Dreck im Eimer ist. Jetzt blitzen die Fensterrahmen und ich erfreue mich daran, wie klar der Blick aus dem Fenster ist. Das macht so einen Spaß.

Zum Abschluss, es dämmerte schon etwas, habe ich auch noch die Blumenkästen sauber gemacht und bepflanzt. Das war meine Belohnung. Das sieht sooooo schön aus. Ich bin glücklich. Jedes Mal, wenn ich auf die Blumen schaue, durch das Fenster nach draußen oder nach Hause komme und sehe, wie schön weiß die Rahmen sind - empfinde ich Freude. Die Aktion hat sich doch gelohnt. So kommt Schrittchen für Schrittchen so langsam alles wieder in Ordnung.

Das sind die kleinen, großen Dinge mir Freude machen.

Herzliche Grüße von der Putzinsel

Anja Kolberg

PS: Ach so. Lange habe ich die braunen Fließen an unserem Haus nicht gemocht. Durch den Dreck draußen im letzten Jahr habe ich sie schätzen gelernt. Sie lassen sich wunderbar abwischen und der Dreck ist weg. Auch ein Regenguss vermag die Hauswand wieder herrlich sauber zu machen. Die Platten sind bestimmt schon 40 Jahre am Haus und sie halten echt was aus. Das hätte eine verputzte und angestrichene weiße Wand nicht weg gesteckt. So langsam schließe ich Frieden mit den Fließen, weiß sie gar zu schätzen. Wer hätte das gedacht. :-)

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Dienstag, 20 Oktober, 2015

Oh ja, ein Sturm!

Mein Wunsch, in unserem Urlaub in Dänemark einen Sturm zu erleben, weil ich dann die Natur und die Kraft der Gezeiten, des Meeres und des Windes noch mehr spüren kann, erfüllte sich in der ersten Woche. Immer wieder zogen dunkle Wolken auf. Es war kaum einzukalkulieren, ob wir bei einem Spaziergang trocken bleiben würden oder nicht. Kurz: Es regnete zwischen den Schauern. :o)

Und als es ganz arg ums Haus stürmte, sich die Halme des Strandhafers zur Erde bogen, sich alles im Wind bewegte, was nicht felsenfest war, da zog ich mir die Regenjacke über und stapfte kurzentschlossen die 150 Meter zum Strand. Ich wollte sehen, was auf der anderen Seite der Düne abgeht. Oben auf dem Hügel angekommen, war meine Hose schon von der linken Seite, aus der der Wind kam, nass. Die Regenjacke hielt dicht.

Über mir segelten die Möven die Dünespitze entlang. Ich spürte wie sie diese Bewegung im Sturm genossen. Kaum Anstrengung, treiben lassen.

Dann der Blick aufs Meer. Wow! Der Himmel von grauen und dunkelblauen Wolken überzogen. Das Meer dunkelblau bis vorne grünbraun, vom Strand getrennt durch einen breiten weißen Streifen Gicht. Diese Wellen. Das Wasser türmte sich hoch auf und krachte hinab. Boah! Das innere Kind in mir flippte aus vor Freude und Neugier und Teilhaben wollen. Runter ans Wasser. Genial. Es war so unglaublich laut.

Ich stellte mich mit meinem ganzen Körpergewicht gegen den Wind und wurde gehalten. Direkt in die Sturmrichtung zu schauen, nahm mir erst mal den Atem, so stark der Druck. Der nächste Regenguss kam herunter. Durch den Sturm flogen die Regentropfen waagerecht. Ich drehte mich so, dass wenigstens mein Gesicht das Wasser nicht direkt abbekam und fühlte, wie der Regen gegen meinen Rücken prasselte und langsam durch die Jacke drang. Die Jeans fühlte sich so schwer an, klebte an den Beinen. Wasser sammelte sich in meinen Schuhen. Mein Gesicht war auch nass, Wasser tropfte mir von der Nasespitze. Ich habe mich so lebendig gefühlt und habe laut gejuchzt und mich gefreut, "Ja, ich liebe es! Das ist so geil! LEBEN!" gerufen und Videobotschaften für liebe Menschen mit dem Handy aufgenommen, um sie teilhaben zu lassen, wie schön dieses Gefühl ist, dort jetzt am Meer im Sturm zu stehen, nass zu werden und diesen Moment zu genießen. Mit der Erde verbunden. Total da - bei mir. Bevor ich losgeschrieen habe, schaute ich mich mal kurz in alle Richtungen um.

Waren zu Beginn meines Ausflugs noch einige Menschen am Strand (Sogar zwei ganz mutige, die ins Wasser gingen. Ich habe davor und danach, selbst bei schönem Wetter keinen mehr gesehen, der das gemacht hat.), war bei dem argen Nass von oben keine Menschenseele außer mir mehr da. Die Wellen peitschten so hoch. Der Sand flog in Nebelschwaden über den Strand und klebte sich an meine Hose. Mir war kalt, ich war klatschnass, doch es war mir egal oder ich nahm es hin. Auf dem Video bin ich nur am Grinsen, lache, bin voller Energie. Ich werde schon wieder ganz kribbelig, wenn ich daran zurück denke. Danke Himmel, dass ich das erleben durfte.

Als ich nach einer Stunde zurück ins Haus bin, wo mein Mann inzwischen schon den Kaminofen beheizt hatte, war jeder Schritt doppelt so schwer. Meine Kleidung hatte so viel Regen aufgenommen. Selbst meine Unterhose war nass. :o) Es brauchte zwei Tage, bis Jacke, Hose und Schuhe wieder vollständig trocken waren.

Ich grinse, während ich das schreibe, weil ich mir gerade die Videos angeschaut habe und denke:

Nicht den Regen und den Sturm des Lebens meiden, Anja. Rein und das volle Leben spüren!

Welch stärkende und bereichernde Erfahrung.

Herzlich,

Ihre Anja Kolberg

PS: Hier mein erster Bericht aus dem Urlaub Zurück aus meiner Heilwelt: Das Meer.  

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Donnerstag, 15 Oktober, 2015

Minu und das Meer

Unsere fast dreizehnjährige Hündin mag das Meer wie wir. Sie liebt die verschiedenen Gerüche, die Nase tief ins Strandgut stecken, einen herzhaften Biss in den Sand, gucken, warum die kleinen Kröten so über die Düne hüpfen, die Gegend beobachten, den Boden Centimeter für Centimeter abschnüffeln ...

Der Wind lässt ihre Ohren lustig nach oben fliegen.

Sie findet zwischen den vielen Steinen auch für sie Essbares am Strand, was uns in helle Aufregung versetzt. Wir versuchen das Aufnehmen zwar zu vermeiden, aber das gelingt nicht immer, weil wir nicht schnell genug waren und abgelenkt von all dem, was es auch für uns zu gucken gibt.

Meiner Beobachtung nach muss sie einmal Fisch angenagt, (fangfrisch? Wie alt mag der gewesen sein?) Muscheln und Algen gefressen haben. Zum Glück hat sie keine Bauchschmerzen bekommen. Alles gut gegangen. Puh!

Sie macht inzwischen auch schon mal ein Päuschen, wenn ihre beiden Mitbewohner fotographieren.

Boah, Frauchen, ich bin echt müde vom Spaziergang und den vielen Schnüffelerlebnissen.

Im Häuschen hat sie sich wohl gefühlt. Der Wind und die Geräusche haben ihr entgegen früheren Erfahrungen zu Hause gar nix ausgemacht.

Ein Ritual, was wir alle drei lieben, wenn sie nass geworden ist: Minu wird dann ganz genüsslich und liebevoll abgetrocknet. Sie hat sogar einen Moment fürs Foto still gehalten. Ich schiebe das Handtuch dann ganz vorsichtig zurück, bis ihre Nasenspitze rausschaut und massiere ihren Kopf, dann kommt der Rücken dran, der Bauch und die Pfoten. Hach, das macht Spaß.

Teilweise war sie von den Gerüchen und Eindrücken am Strand so abgelenkt, dass sie gar nicht merkte, wie die Wellen den Strand hochrollten und die Schaumkronen ihre Füße hochstiegen. Unser Hund legte sich einen unvergleichlichen Meer-Fischgeruch zu. Hust. Sie hat ihn glaube ich geliebt. Wir weniger. Wir hatten die leise Vermutung, sie war ein wenig beleidigt, als wir sie am Donnerstag vor der Abreise duschten und allen Meeresgeruch entfernten. Danach roch sie wieder wie ein Hundebaby, war aber so kaputt, dass sie gleich einschlief. :o)

Unser "Hase" - einer der vielen Kosenamen unseren vierbeinigen Freundes - ist jetzt dreizehn. Nicht mehr alles geht so flott wie früher. Wir erleben an ihren Beinen, dass die Kraft nicht mehr so da ist, zum Beispiel zu Hause beim Treppensteigen. Auch so ist sie ruhiger geworden. Sie flippt nicht mehr bei jeder Hündin aus, die ihr begegnet und nicht passt. :o)

Ich hoffe inständig, dass wir noch mehr Urlaube mit ihr verbringen können bei guter Gesundheit. Wir sind schon einen schönen Weg miteinander gegangen und wollen ihn gerne noch weiter gehen. Mein Herz hätte gerne, dass sie mindestens noch 40 Jahre lebt. Ja, ich weiß, Utopie, aber das Herz hält daran so gerne fest.

Hier ein Bild von unserem Schatz, das ich soooo mag, weil sie so lustig schaut:

Ich weiß gar nicht, wie oft ich verzückt bin, weil sie soooo süß guckt, schnarcht, schläft ... Je mehr ich ihre zunehmenden Wehwehchen beobachte, desto intensiver versuche ich die Zeit mit ihr zu genießen. Jeden Moment auszukosten, sie zu streicheln, mir Zeit zu nehmen.

Unser Verhältnis war am Anfang wirklich nicht einfach, weil sie ein sehr aktiver, eigenwilliger, kribbeliger, dickköpfiger Hund ist, der sich gerne über andere Hunde aufregt, was mir sehr unangenehm ist, weil ich gerne freundlich mit allen bin. Ich musste einsehen, dass sie andere Hunde nicht mögen darf und ich nicht die einzige Hundemama mit diesen Problemen bin. Doch mit den Jahren sind wir beide lockerer und ruhiger geworden und heute möchte ich sie nicht mehr missen.

Grüße von der verliebten Mitbewohnerin eines süßen Fellfreundes

Anja Kolberg

PS: Hier der Anfang meiner Reise: Zurück aus meiner Heilwelt: Das Meer. Kommen Sie mit auf meine Reise. 

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Mittwoch, 14 Oktober, 2015

Sand an meinen Füßen

Bitte kein Sand in den Schuhen

Welche Schuhe nehme ich für den Strand mit? Die Frage beschäftigte mich vor Urlaubsbeginn. Offene Schuhe - ja, falls es schön ist, aber welche für den täglichen Spaziergang über den sandigen Strand?

Am allerliebsten wäre mir eine Lösung, wo ich keinen Sand in Schuhe und Socken bekomme. Das finde ich unangenehm. Und ich wollte keine guten Schuhe für den Strandspaziergang nehmen, die nachher schmutzig und stinkig von Wasser, Sand und Treibgut sind. (Wir hatten in den Wintermonaten mal Teer am Strand ...)

Gummistiefel sind nicht vorhanden. Im Winter habe ich warme Boots, die ich in den vorigen Urlauben nutzte, doch die wären jetzt zu warm. Letzten Endes entschloss ich mich für alte Turnschuhe, die nach dem Urlaub das zeitliche segnen konnten.

Erfahrung vor Ort: Wie das mit Turnschuhen so ist, sie haben Belüftungsstoff und der lässt Sand rein. Und wenn man tiefer in den Sand einsinkt, was auch immer vorkommt, sickern die Körner von oben rein. So hatte ich doch Sand in den Schuhen und ich hasste es anfangs. Arg!

Spannend, wie sich mein Befinden während der Zeit veränderte. Irgendwann habe ich die Situation akzeptiert. Zum Ende des Urlaubs war es einfach so, dass ich nach unserem Spaziergang die Schuhe und Socken vom mitgebrachten Sand leerte. Fertig.

Füße im Wasser

An vier Tagen war ich mit den Füßen im Wasser. Darauf habe ich ich sehr gefreut.

Ich liebe die Berührung der Wellen an meinen Beinen. Und auch den Sand an den nackten Füßen zu spüren. Mit beiden Beinen auf dem Boden. Das hat was.

Einen Tag war es herrlich warm, ich konnte ein T-Shirt anziehen. Das Wasser, erstaunlicherweise wärmer als gedacht, kühlte meine Beine, die immer stärker vom Wasser durchblutet wurden und schön warm waren. Wie gut tat dann die Erfrischung durch die nächste Welle.

Zwischendurch musste ich immer wieder mal Badeschuhe anziehen, weil Strandabschnitte mit spitzen Steinen kamen.

Als ich zwei Tage nach dem warmen Tag in der letzten Woche nochmal das Gefühl genießen wollte, war es schon wieder so abgekühlt, dass es kein Spaß mehr machte. Ich hatte das Gefühl, meine Zehen froren ab, dazu der kalte Wind. Brrr. In einem Strandabschnitt sackte ich dazu mehrere Male bis zu den Knien ein. Es hat sieben, acht beherzte Schritte gebraucht, bis ich raus war. Das war ein Schreck! Wie tückisch, von außen war das Stück nicht von festem Untergrund zu unterscheiden. Unter dem nassen Sand waren sehr feine Kiesel, die von viel Wasser umspült waren. Das sah fest aus, war es aber nicht.

Nachdem ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte, war meine Lust auf den Strandspaziergang an der Wasserkante verflogen. Dieses Erlebnis machte mir den Abschied leichter und flößte mir Respekt vor den Gefahren des Meeres ein.

Dennoch bleibt in erster Linie das Glücksgefühl in meiner Erinnerung, wenn die Wellen meine Beine umspielen und mich abkühlen. Hach, herrlich!

Morgen ein weiterer Bericht vom Meer.

Anja Kolberg

Die bisherigen Berichte: Zurück aus meiner Heilwelt: Das Meer. und Der Wetterwechsel macht's und Minu und das Meer und Oh ja, ein Sturm und Veganes Essen im Urlaub in Dänemark und Fotographieren & Filmen mit dem Handy - neue Erfahrungen 

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Dienstag, 13 Oktober, 2015

Der Wetterwechsel macht's

Einer meiner Höhepunkte im Urlaub war das Wetter, das so wechselhaft war wie bei uns ein Aprilwetter. Es war jede Menge Raum um uns herum, um den Himmel immer beobachten zu können.

Nach einem heftigen Sturmtag, bei dem ich einen Ausflug an den Strand machte (Bericht folgt noch hier), blickte ich am nächsten Morgen aus dem Fenster und sah: Blauen Himmel, weiße Wölkchen! Über Nacht hatte sich das Wetter völlig gedreht.

Es stürmte unverändert. Von Köln kenne ich diesen schnellen, beständigen Wetterwechsel während des Jahres nicht. An einem Tag war es herrlich warm, sonnig und am nächsten Tag grauer Himmel.

Wir hatten wirklich jedes Wetter: Windstill - blauer Himmel - wolkenlos und warme Sonnenstrahlen - was eine Ahnung hinterlies, wie es dort wohl im Sommer sein mag.

Dichter Morgennebel, der sich mit den hereinbrechenden Sonnestrahlen langsam verzog, überall glitzernde Tropfen hinterließ und dann eine von Land neu aufkommende Nebelfront und zwischen den Häuser vorbeiziehende Nebelschwaden, die sich wieder auflösten und dann kurz darauf ein klarer, strahlender Tag.

Grauer Himmel, Nieselregen und eher düster. Dann die Sonne und Regenbogen. Blauer Himmel mit vielen Kondensstreifen und Wind. Blauer Himmel mit Wolken, die ganz zerzaust und durchsichtig aussehen, als hätte sie jemand mit dem Pinsel auseinander gestreift.

Unterschiedliche Stufen grau-dunkelgrau-dunkelblauer Wolken mit waagerechtem Regen und Sturm. Wind vom Meer, vom Land, von Nord, von Süd, kein Wind.

Tage, wo wir kaum weit schauen konnten und andere, wo wir sogar den Leuchtturm in Bovbjerg sehen konnten.

Plötzliche Wolkenbrüche (und das Haus noch ein ganzes Stück weg), wo wir uns fragten: Wo kam das jetzt her? Tage, wo es gar nicht aufhörte zu regnen und es drinnen durch den Kaminofen herrlich gemütlich war.

Das Spiel von Sonne, Wolken und Meer am Abend

Die Sonnenuntergänge waren ein weiterer Tageshöhepunkt für mich. Obwohl ich manchmal gerade gegessen und es in meinen bequemen Klamotten so gemütlich war, also eigentlich keine Lust mehr hatte, das Haus zu verlassen, zog mich das Farbenspiel am Himmel magisch an.

Rauf auf die Düne, natürlich Kamera dabei und einfangen, was mir die Natur für ein Gemälde schenkte.

Jeden Abend - es sei denn grauer dichter Himmel ohne jedes Sonnenlicht - zeigte sich anders: Lilafarbener Himmel und Wolken bis zu gelb-orange und blau-grau, herrlichen Spiegelungen des Himmels im Meer und im nassen Sand. Möven querten die Kulisse.

Wenn die Sonne untergegangen war und der Wind schon wieder eine andere Himmelsformation gezaubert, veränderte sich die Helligkeit. Das Meer nahm das Licht auf, spiegelte es und zauberte eine eigene Atmosphäre.

Wenn ich dann, weil es langsam wirklich sehr dunkel war, über die Düne Richtung des Ferienhausgebietes schaute, war es auf dieser Seite oft viel dunkler als auf der Meeresseite. Die Räume in den Häusern waren bereits von Lampen erhellt. Den schmalen Pfad von der Düne durch die hügelige, flach bewachsene Heidelandschaft, wo die Ferienhäuser lagen, fand ich aber trotz starker Dämmerung immer noch.

Wahrscheinlich findet dieser Wetterwechsel auch bei uns statt, vielleicht nicht so schnell und viel, weil am Meer einfach mehr Wind weht. Es wird wohl daran liegen, dass ich mir zu Hause nicht die Zeit nehme, den Himmel so zu beobachten und die Häuser und Bäume um mich herum nicht den Platz am Himmel lassen, um ihn genüsslich beobachten und bestaunen zu können. :o)

Morgen folgt der dritte Teil meines Meeres-Berichtes.

Hier der Anfang Zurück aus meiner Heilwelt: Das Meer. Kommen Sie mit auf meine Reise..

Einen schönen Tag!

Anja Kolberg

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Montag, 24 August, 2015

Erntezeit - Fazit Tomatengarten

Sieht das nicht appetitlich aus? Mein kleines Ernteschälchen mit roten Flaschentomaten (Sorte San Marzano) und runden Tomaten (Sorte Gelbe Königin) aus meinem Minigemüsegärtchen. (3 Kübel mit je einem Tomatenstrauch)

Was ich damit mache? Ich bestreiche Brot mit Aufstrich (gibt diverse Cremes aus Gemüse und mit Sonnenblumen- oder Cashewkernen) und oben drauf kommen die Tomaten. Das ist schon was besonderes, wenn auch der Geschmack nicht soooo gut ist wie ich mir erhofft habe. Jaja, meine Erwartungen ...

Noch ist Vorrat da:

Einige gelbe und rote Tomaten reifen.

Das praktische an dieser Form der Bevorratung: Sie werden nicht schlecht. Am Strauch bleiben sie frisch - gut wahrscheinlich nicht ewig, aber frischer, als wenn ich sie in der Küche lagern würde. Das ist einfach klasse.

Dieses Gefühl: Ich habe 'immer' frische Tomaten zur Hand gefällt mir. Gut, 'immer' stimmt nun ja nicht wirklich, denn da ich den Strauch nach oben hin gekappt habe, sind bald alle Früchte abgefuttert. Insgesamt würde meine Ernte wohl für vier Portionen Tomatensalat reichen. Immerhin.

Die vier großen Fleischtomaten werden inzwischen auch rot. Hätte nicht gedacht, dass es auf einmal so schnell geht.

Von den drei anderen Tomateneigentümern erhalte ich herrliche Fotos. Das macht Spaß, so unterschiedliche Sorten zu betrachten. Da schlägt mein Naturherz schon höher. Auch das Beobachten, wachsen lassen ist toll ...

Allerdings bedeuten diese Pflanzen schon Arbeit bzw. Aufmerksamkeit, darüber hatte ich ja berichtet: Tomatenfreude - den Wert von Lebensmitteln erkennen 

Länger alleine lassen kann man die Tomatensträucher nicht, zumindest nicht, wenn es heiß ist, keine Gießautomatik da ist und kein Gewächshaus oder Regenschutz. Hm. Ob ich das Experiment nächstes Jahr nochmal wiederhole? Wenn ich mich heute entscheiden würde, lautete die Antwort: Nein. Mach ich erst mal nicht mehr.

Warum? Arbeit. Der Geschmack war nicht soooo toll wie ich es mir erhofft habe. Auch wenn die Qualität wirklich kaum besser sein könnte. Sooooo viel Liebe, wie meine Schützlinge abbekommen haben. :o)

Ich freue mich jetzt auf den weiteren Genuss und schaue mal, was mein Gärtnerherz nächstes Jahr sagt. Hoffentlich erinnere ich mich vor Spontanentscheidungen an diesen Blog. :o) Im Frühjahr wollte ich noch mehrere massive Hochbeete aus Holz anschaffen mit Zucchini, Gurken, Tomaten, Kräutern. Heute weiß ich, warum das nicht geklappt hat. Der Himmel denkt mit.

Ihre

Anja Kolberg

PS: Noch ein Surftipp zum Schluss. Wer Interesse an Tomatensamen hat, mehr über ausgefallene Sorten, den Tomatenanbau und herrliche Fotos und auch Videos sehen möchte, dem empfehle ich die Seite www.lilatomate.de - Eine Fachfrau mit Herz bei der Arbeit.

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Dienstag, 11 August, 2015

Tomatenfreude - den Wert von Lebensmitteln erkennen

Seit dem Frühling habe ich drei Tomatenpflanzen. Die Gemüsekisten-Anbieter schnürten ein Paket mit sechs Überraschungstomaten. Alles Bio. Da ich Tomaten liebe und gerne was im Garten anbauen wollte, bestellte ich das Set.

Neugierig betrachtete ich die verschiedenen Sorten (auf dem Foto oben sind sie schon einige Zeit in meiner Obhut):

  • San Marzano, eine Flaschentomate, die vor allen Dingen für Soßen genutzt wird und wegen ihrer Empfindlichkeit im Anbaugebiet gleich in Konserven verarbeitet wird. Die Sorte war fast vom Aussterben bedroht.
  • Goldene Königin. Eine runde Tomate, entspricht von außen bis auf die gelbe Farbe einer normalen Durchschnittstomate.
  • Ochsenherz, eine Fleischtomate, die sich besonders durch meist durchgängiges Fruchtfleisch mit wenig Kammern und Samen auszeichnet.
  • Und drei weitere: Eine schwarze russische Eiertomate (Namen weiß ich nicht mehr), die sich sehr gut lagern lässt, eine 'Balkontomate' und eine, an der kein Schildchen war.

Mir war bald klar: Alle sechs Pflanzen wird eine zu große Nummer für mich. Vor allen Dingen, weil wir kein Gewächshaus haben und die Tomaten gerne vor Regen geschützt stehen, aber auch Sonne brauchen, um zu reifen. Ein Platz unter der Pergola ist regenfrei, aber nicht sonnig. Hm, die beste Lösung wäre also: Bei Sonne raus stellen, bei Regen unterstellen. Für drei Pflanzen geht das, für sechs wirds platzmäßig eng unter der Pergola. Die Menschen wollen da ja auch noch sein. :o)

Also verschenkte ich drei und drei Pflanzen behielt ich, nämlich die ersten drei der Liste oben, deswegen weiß ich deren Namen auch noch.

Seit dem macht es mir Freude, das Wachsen der Pflanzen, das Aufblühen der Knospen und Werden der Tomaten zu beobachten. Heute früh sah ich zum Beispiel Tautropfen an den Blatträndern. Herrlich!

Wie viel Liebe, Sonne, Wasser, Pflege die Pflanzen brauchen, bis sie erntereif sind. Da sind diese Aufgaben: Gießen, Umtopfen (ich habe eine vorgedüngte Bioerde besorgt und seit dem nicht mehr gedüngt, obwohl es heißt, sie wären Starkzehrer, brauchen also viel Nährstoffe, habe ich den Boden so gelassen wie er ist), mit Stäben abstützen, ausgeizen (an den Ast-Gabelungen wachsen neue Triebe, das ist zu viel für die Pflanze, deswegen werden diese Triebe regelmäßig weggeknipst = ausgegeizt), dann wie geschrieben rein und rausstellen, und vor einigen Wochen habe ich die Triebe entfernt, die keine Früchte trugen, auch die Blätter und Zweige, um der Pflanze zu ermöglichen, sich auf was wesentliche zu konzentrieren. Auch nach oben hin habe ich die Pflanze gekappt, der Hauptrieb reichte schon weit über die Stäbe hinaus.

Über Monate mitzuerleben wie viel Zeit und Energie es braucht, bis eine Tomate eßreif ist, hat einfach noch mal eine andere Dimension. Es ist ein anderes Erleben. Das macht mir den Wert der Lebensmittel nochmal bewusster. Er war mir auch schon vorher bewusst und wir sind achtsam mit ihnen umgegangen.

Bald ist die erste Ernte möglich! Die ersten Früchte der Gelben Königin sind reif:

Und auch die Flaschentomaten wechseln so langsam ihre Farbe von grün nach rot:

Einzig die Fleischtomaten lassen sich noch Zeit:

Bei diesen urigen Tomatenpflanzen ist es noch möglich, den Samen zu trocknen und daraus nächstes Jahr neue Pflänzchen zu ziehen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das möchte. Dieser Pflegesommer hat doch bleibende Eindrücke hinterlassen. :o)

Jetzt freue ich mich auf den Geschmack. Der Duft ist schon mal himmlisch. Wenn ich eines der Blätter berühre oder an den Tomaten rieche: Herrlich tomatig.

Vorfreudige Grüße

Anja Kolberg

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Freitag, 05 Juni, 2015

Kleines Glück im Alltag

Auf meinem Schreibtisch beduftet mich eine Pfingstrose aus meinem Garten. Obwohl sie schon fast verblüht ist und ziemlich schlapp daher kommt, gibt sie immer noch ihre betöhrenden Lockstoffe ab. Dieser Duft macht mich glücklich. Gelassen. Froh. Wie eine kleine Streicheleinheit. Danke, Himmel, dass es so etwas schönes gibt!

Dieses Bild zeigt etwas, das mich auch sehr froh macht und innerlich hüpfend: Den Vögeln an unserem Bachlauf und dem Teich beim Baden zuschauen dürfen. Oben sehen Sie zwei Blaumeisen. Eine befindet sich im Schleudergang durch das Wasser, die andere Meise macht gerade ein Päuschen.

Jeden Tag ist Badetag in unserem Garten. Besonders mögen die Vögel den geschützten Platz unter dem Zwergahorn, der über den Bachlauf ragt. Solange das Blattwerk noch nicht sehr dicht war, konnte ich die Vögel prima vom Sitzplatz auf der Terrasse beobachten. Jetzt ist es unter dem Ahorn so dunkel, dass die Vögel nicht nur einen vor Raubvögeln sicheren Platz haben, sondern auch ihre absolute Privatphäre genießen. Fehlt eigentlich nur ein kleines weißes Holzhäuschen mit spitzem Dach und rot-weiß-gestreiften Badetüchern für die Piepmätze. :o)

Oben die Meise beim Baden und darunter einer meiner Lieblingsvögel: Das Rotkehlchen am Teichrand.

Neuerdings bekommen wir auch - meist nur kurz - Besuch von einem Entenpaar:

 

 

Süß, die zwei, oder?

 

Die David-Austin-Rose 'Getrude Jekyll' blüht in diesem Jahr bombastisch. Über 40 Knospen habe ich gezählt. Ich glaube sie mag keinen Rückschnitt. Den habe ich nämlich dieses Jahr ausgelassen und die Ernte ist der beste Beweis. Ihr Duft ist einfach der Hammer. Immer wenn ich über die Terrasse gehe, weht ihr Duft zu mir herüber und macht mich glücklich. Ein typisch intensiver Rosenduft, wie er nicht besser sein könnte. Denen von Pfingstrosen ist er ähnlich. Einziger Wermutstropfen sind ihre winzig kleinen Stacheln, die sich fies in die Haus bohren können. Dank schmerzlicher Erfahrung entferne ich die Stacheln sofort, wenn ich eine Blüte für die Vase schneide.

Ansonsten habe ich diese Woche eine Wurzelspitzenresektion (Spitzen des Zahns werden im Kiefer abgetrennt, um einen entzündeten Zahn halten zu können) an einem Backenzahn im Unterkiefer gewuppt. Dank eines Schlummerschlafes habe ich wenig von der einstündigen OP mitbekommen. Puh! Ich war aber noch so fit, dass ich - als das Medikament schon wirkte und der Arzt sagte: 'So machen Sie den Mund auf.' - ganz ehrlich nein brummte und den Kopf schüttelte. Natürlich nur zum Scherz, das tat so gut, meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, ob der Arzt danach nochmal ein wenig von dem Schlummer-Medikament nachspritzte. :o))

Gestern, am dritten Tag, war meine Wange wirklich dick. Die Wunde zwickt und zwackt an der Naht und ich habe mich vorletzte Nacht mit der Hand genau auf die Wunde abgestützt. Arg! Doch ich spüre: Alles gut. Scheine dieses Mal auch die Antibiotika besser zu vertragen. (Habe Eubiol, eine Trockenhefe dazu verschrieben bekommen, die sollen den Darm schützen. Das scheint zu wirken.)

Yeah! Der Backenzahn beschäftigt mich schon seit letztem Mai. Unter einer scheinbar intakten Füllung hatte sich Karies breit gemacht. Als im Mai ein Stück vom Zahn abbrach, zeigte sich das ganze Ausmaß. Seufz. Medikamente, Wurzelfüllung... alles half nichts. Jetzt bin ich guter Dinge, dass durch die Kappung der Wurzelspitzen der Zahn geretttet werden kann. Es tut so gut, wenn langwierige Entzündungen im Körper endlich gehen dürfen. Mein Gefühl ist gut.

Ich bin heilfroh, dass ich endlich wieder gebloggt habe. Die Mai-Wochen waren sehr anstrengend für mich, da ging nix. Ab Juni geht es bergauf!

Winkewinke aus Köln

Anja Kolberg

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Donnerstag, 23 April, 2015

Heute bin ich glücklich. Wie duftet Gelb?

So schön sieht der Himmel heute über Köln aus. Das Foto hab ich von meinem Liegestuhl in der Sonne gemacht. Herrlich, oder? Die Sonne ist angenehm warm. Die schlimmsten Krach- und Dreckbauarbeiten sind auf der Baustelle nebenan überstanden, alle Fenster drin. Ist das nicht schön? Dieses Über-den-Berg-Gefühl tut so gut. Die Straßenbauarbeiten machen auch gerade bei uns Pause (die Straße ist ja lang) und so kommen wir in den sehr seltenen und besonderen Genuss, den Kirchweg mal in Stille zu erleben. Kaum Autos fahren hier durch, kein Bus. Unfassbar, wie anders das ist.

Jetzt kann das Genießen draußen in die nächste Runde gehen. :o) Ich freue mich so sehr darüber. Mein Garten, die Terrasse sind wie Tempel für mich. Hier schöpfe ich Kraft, hier bin ich ganz nah bei mir und in der Natur, lausche dem Plätschern des Bachlaufes, dem Zwitschern der Vögel, beobachte die Umgebung, Blumen, Blätter und Tiere und halte dabei die Luft an.

In meinem Liegestuhl durfte ich heute ein Eichhörnchen beobachten. Es sprang auf einen Zaunpfahl. Hielt inne. Guckte mich an. Guckte sich um. Und ehe ich die Kamera zücken konnte, war es auf den Kirchbaum und von dort weitergesprungen. Bei seinem Sprung segelten rosa Blütenblätter von der Japanischen Zierkirsche gen Boden. Welch sinnlicher Abschiedsgruß.

Um den Liegestuhl herum: Immer mehr Gänseblümchen. Als ich mir eines pflückte und meine Nase hinein hielt, dachte ich: So riecht Gelb! Haben Sie schon mal an dem sattgelben Blütenzentrum eines Gänseblümchens gerochen? Es riecht satt, dicht, blumig, stark - und gelb. Irgendwie macht es einen Punkt und gibt das Gefühl, angekommen zu sein. Gekostet hab ich sie auch. Schmecken wie... Gänseblümchen. :o)

Überall sprießt frisches Grün. Wie oben das Ziergras am Teichrand und auf dem nächsten Bild die grünen Spitzen der Iris. Ich freue mich schon sehr auf ihre Blüte.

Der hohe Ahorn hat seine Blätter zum Teil ausgepackt:

Und meine geliebte Pfingstrose schoss in der letzten Woche gehörig nach oben. Davor sehen sie eine weiße Tulpe (waren zwei, Minu hat eine geköpft, die erfreut mich jetzt in der Vase) und gleich dahinter grünt die Rispenhortensie:

Unsere beiden Säulenäpfel, deren unteren Stamm Sie vor dem Zaun sehen, haben so viele Blüten wie schon lange nicht mehr. Ein Traum. Also Weiß, würde ich sagen, riecht wie die Apfelblüten. Traumhaft frisch, leicht und ja, ein bisschen fruchtig. Sie haben so etwas Raum öffnendes an sich. Weite. Macht Lust auf mehr.

 

So herrlich groß ist eine der pinken Tulpen, die unter den Kirchbäumchen blüht. Nein, ich habe nicht an ihr gerochen. Ich finde Pink riecht eher wie Himbeere, oder?

 

Besonders gefreut hat mich dieses Bild hier:

An diesem Hibiskus sind Vergehen und Leben vereint. Die abgestorbenen Samenkapseln des vergangenen Jahres weichen herrlich frischem Grün. Neues Leben beginnt!

Ich habe die Stunde in meinem Liegestuhl in meiner duftenden, wachsenden und aufblühenden Heilwelt einfach genossen!

Wundergrüße von einer glücklichen

Anja Kolberg

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Montag, 20 April, 2015

Hach, Frühling! Licht im Schatten

Ich mache im Moment eine schwere Zeit durch. Zwei Baustellen rauben mir die Nerven und verursachen 5 Tage in der Wochen ohrenbetäubenden Lärm und Dreck. Seit Mitte April wird vor unserer Türe gebaggert: Die komplette Straße wird inkl. Bürgersteig saniert, das dauert bis August. Und seit September wird das Reihenhaus gleich nebenan saniert. Besonders schlimm ist es dort seit Ende März, wo das Gerüst steht, die Fassade abgeschlagen und fast alle Fenster größer gestemmt werden.

An meine Terrassennutzung? Derzeit nicht zu denken. Zum Schutz ist die Pergola mit einer Plane verhangen, damit darunter nicht alles zu sehr verschmutzt. Ich versuche jetzt bewusst nicht mein Leid zu teilen, sondern meinen Blick auf das richten, was mir trotz alledem gut tut:

Ich klaube mir am späten Nachmittag eine Stunde mit etwas zu Lesen und zu Trinken in meinem Liegestuhl, der hinten im Garten auf dem Grün steht. Dort versuche ich, wieder zu mir zu kommen und Kraft zu tanken. Denn manchmal will ich einfach nur noch abhauen.

Der Frühling knipst in mir das Licht an: Wie schnell sind die ersten Blättchen durch die Wärme gewachsen, die Tulpen blühen in großen bunten Schalen auf langen Stängeln hinten im Beet unter den rosa blühenden Zierkirschen. Ein Traum. Der Rasen ist voller strahlender Gänseblümchen.

Immer wieder schauen Kohlmeisen, Amseln, Tauben und Rotkehlchen am Teich und Bachlauf vorbei, um ein Bad zu nehmen. Eichhörnchen rennen die Blutpflaume rauf und runter. Ich kann nicht genau sehen, was sie machen, es kommt mir wie spielen vor.

Innerhalb einer Woche hat der Schneeball sich herrlich entfaltet:

 

 

Was hilft mir ansonsten? Musik lenkt mich ab, übertönt den Krach und erhöht meine Konzentration, wenn ich am Schreibtisch sitze. Ich bin dankbar, dass ich an meinem Projekt weiter machen kann. Ordnung im Inneren hilft mir, das äußere Chaos zu ertragen. Ich stehe gleich auf, wenn ich wach werde, um vor Beginn der Bauarbeiten schon etwas geschafft zu haben. Ich beschäftige mich intensiv mit meinem Inneren, wenn es ganz heftig ist, unternehme innere Reisen mit meinem inneren Kind oder mit mir selbst, um mir das zu geben, was ich brauche. Ich übe, gut für mich zu sorgen.

So gut es geht, bemühe ich mich, das Licht im Schatten zu finden. Und manchmal gelingt es mir. Danke, Himmel!

Was mich zum Beispiel aufrecht hält ist die Aussicht: Ab August müsste Ruhe sein. Die Straße ist dann fertig. Beide Häuser, sowohl rechts als auch links sind frisch saniert.

Ich sehne mich nach dem Moment, wo wir alles sauber machen können und ich wieder in meiner Hängematte unter dem Pergoladach liege und dieses wunderbare Friedensgefühl spüre. Morgens meinen Kaffee trinke. Oh ja, ich will dich, liebes Gefühl! (In Gedanken versuche ich mich jetzt schon dorthin zu beamen. Tagsüber ist das schwer. Wenn Ruhe ist, geht es.)

Ihre Anja Kolberg

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Mittwoch, 08 April, 2015

Mehr als eine Reise wert

Am Dienstag, den 7. April habe ich eine Reise übernommen. Raus aus dem Baustress und -ärger, der um mich herum tobt. Meine Aufmerksamkeit auf das Schöne im Leben lenken und mich erholen.

Ich fasste den Entschluss am Ostermontag, als ich den Spruch auf einem veganen :o) Mon Chérie las: 'Willst du glücklich sein? Dann achte darauf, was dir Freude bereitet - und mache es.'

Also: Wohin? Was?

Erst dachte ich, ich gehe in ein Café schreiben, aber da fehlte mir die Heilkraft der Natur. Nach Leverkusen in den Japanischen Garten vielleicht? So lange schon hatte ich keinen Fotoausflug mehr unternommen. Und dann war plötzlich klar: Ich fahre in die Flora, Kölns Botanischen Garten, dessen schmuckes Festhaus nach intensiver Sanierungsphase letztes Jahr eingeweiht worden war. Ich war schon Jahre nicht mehr in dem Park gewesen. Dort gibt es auch ein Café, wo ich einkehren konnte.

Gesagt, getan. Kamera, Speicherchips, Schreibzeug und Kniekissen (wenn ich auf Bodennähe fotographieren will, verhindert dies, dass ich mir meine Kleidung schmutzig mache) eingepackt.

Im Auto die Aachener Straße bis zur Kreuzung Innere Kanalstraße. Von dort Richtung Zoobrücke, kurz vorher abgefahren und der Beschilderung Zoo und anschließend Parken Zoo gefolgt. Unter der Zoobrücke gibt es einen großen Parkplatz, Tagesticket 4 Euro. Wohl wegen der Osterferien wurde durch Personal kassiert und eingewiesen.

Genau gegenüber dem Kölner Zoo liegt der Haupteingang der Flora, markiert durch ein hohes schwarzes Eisentor mit goldfarbenen Spitzen. Von dort aus hat man einen herrlichen Blick auf die Flora:

Der Eintritt ist kostenlos. Rund um das Palais gibt es einen riesigen Park mit Tropischen Gewächshäusern, dem Lokalzeit-Garten, Seen, Alpengarten, Heilpflanzengarten, vielen dekorativ bepflanzten Beeten, Mandel-, Kirsch- und Magnolienbäumen mit herrlicher Blüte, Laubengängen, Rosengarten und und und ... so viel, es ist ein Traum.

Derzeit blühen die Camelien, ein großer Bereich erscheint, vom Eingangstor aus, linker Hand, mit unzähligen Prachtexemplaren. Am 12.4.2015 endet die jährliche Camelien-Ausstellung im Gewächshaus. Hm, dort gibt es so verführerisch duftende Sorten. Aber auch nach Ende der Ausstellung im Gewächshaus blühen die Sorten draußen ungehindert weiter.

So viele Frühlingsblüher stehen in den Startlöchern, zum Beispiel Tulpen, deren Knospen bald aufspringen werden, auch viele Magnolien stehen kurz vor dem Öffnen ihrer Blüte.

Atemberaubendes Aussehen ist bei Pflanzen nicht nötig, um mich zu begeistern. Ich mag die kleinen Schätze, Moose, Vögelchen und Eichhörnchen ebenso sehr wie die umwerfenden Blüten, die an so vielen Orten mein Auge verwöhnten. Dieser immergrüne Strauch hier beispielsweise empfinde ich nicht als schön, aber er ist ein Duftwunder. Sein Honigduft ist im Frühling ein Magnet für mich und begegnete mir im Park immer wieder. Es ist die Japanische Skimmie:

Nach meinem dreistündigen Aufenthalt, vielen Parkbankpausen gönnte ich mir noch eine Apfelschorle im Freiluftcafé, die auch einige vegane Speisen bieten. Ein perfekter Abschluss in wärmendem Sonnenschein. Ich werde wieder kommen. So viel wartet dort im Wechsel der Jahreszeiten auf mich.

Wenn Sie Lust auf einen Besuch bekommen haben, hier sind einige Links:

  • Der Freundeskreis Flora mit einem tollen Veranstaltungsprogramm, Führungen für Liebhaber, Entdecker und Kinderfeste
  • Palais Flora mit seiner Gastronomie, Räumlichkeiten und Veranstaltungskalender
  • Dank Augusta - Freiluft-Café auf der Südterrasse der Flora
  • Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas mit vielen weiteren herrlichen Parkanlagen

Mir geht es nach dem Besuch so viel besser. Frische Luft, Sonne und neue Eindrücke gesammelt. Welch Seelenschmaus!

Beglückte Grüße

Anja Kolberg

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Donnerstag, 12 März, 2015

Klar und bunt

Hallihallo,

klar und bunt, so ist meine Aussicht aus dem Fenster. Am Dienstag hat sie mich gepackt. Die Frühjahrsputz-Lust. Ja, mich. Nein, nicht alles geputzt. Konzentriert. Eine Sache mal 15 + 1.

Eigentlich wollte ich im Büro das nächste Projekt in Angriff nehmen. Eigentlich... Denn mich packte etwas anderes. Ich wollte endlich mal wieder praktisch arbeiten, ohne PC.

Ich hab doch die neuen Blumen gekauft für die Kästen vor meinem Bürofenster und dem meines Mannes. Als ich die Kästen weggenommen habe, sah ich, welch ein Dreck sich auf der Fensterbank und außen am weißen Fensterrahmen gesammelt hat. Puh. Die Straße, in der wir wohnen, wird gerade saniert, dazu das Haus nebenan. Da kommt ganz gut Dreck runter, ganz zu schweigen von den vielen Autos, die täglich durch den Kirchweg fahren. Es war klar: Da musste die Putzfee ran, bevor die frisch bepflanzten Kästen wieder dort ihren Platz finden.

So habe ich dann 15 Fensterscheiben gewienert, samt sehr schmutziger Fensterrahmen. Uh, war das langwierig. Waren glaube ich vier Stunden. Dann zum Abschluss noch die Haustüre, deren Weiß ebenfalls von einer grauen Staubschicht eingehüllt war. Geschafft!

Das Gefühl, durch frisch geputzte Scheiben zu gucken: Herrlich. Mir war es egal, dass Regen angekündigt war. Geputzt ist erledigt. Irgendwann regnet es sowieso wieder. Aber die Scheiben kamen dann doch - erstmal - mit einem trockenen Auge davon.

Zum Abschluss hab ich noch die Blumenkästen frisch bepflanzt. Sieht herrlich aus. Diese Blumenkästen zu Putzen ist allerdings ein Graus. Ich wollte die Erde nicht komplett erneuern, sonst hätte ich sie einfach mit dem Gartenschlauch sauber gemacht, so musste ich vorsichtig arbeiten. Arg. Die Kästen sehen wie kleine Gartenzäune aus. Total hübsch, aber eben putzintensiv.

Gutes Gefühl, die Hornveilchen (müssen sich noch erholen, die Blüten sehen was schlapp aus auf dem Bild), Primeln und Bellis in den sauberen Kästen hinter den frisch geputzten Fenstern zu sehen. Hach, schöner Anblick. Wenn er auch nicht lange anhält. Minu muss im Wohnzimmer nur kurz aufs Sofa steigen und kann dann super am Fenster rausblicken. Wenn sie da draußen was stört, sieht das Fenster gleich sehr sehr ähm besabbert aus. Man/frau gewöhnt sich an alles. Gleiches gilt für die Terrassentür. Prima auf Minus Nasenhöhe.

So, die Fenster haben Ruhe bis - am liebsten nächstes Jahr. :o) Nein, bis sie wieder richtig richtig schmutzig sind und ich habe was das angeht, eine große Geduld entwickelt. Wahrscheinlich ist deswegen der Moment der 'klaren Fenster' so kostbar.

Jetzt hab ich was schönes, sauberes, auf das ich gucken kann. Lenkt prima vom Schmutz ab, der mir sonst so auf die Schulter klopft. ;o) Eins nach dem anderen...

Einen zauberhaften Tag!

Anja Kolberg

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Dienstag, 10 März, 2015

Frühlingsgefühle

So langsam wirds draußen gemütlich. Die letzten Tage verbrachte ich mehr Zeit als die letzten Monate im Garten. Das tut mir so gut. Es wird Frühling!

Samstag hat mein Mann seinen Gasgrill zusammenmontiert. Eigentlich wollten wir Sonntag - wo so schönes Wetter angekündigt war - angrillen. Samstag hatte ich mich mit einer meiner besten Freundinnen in Köln am Dom in einem Café getroffen und gequatscht. Herrlich. Dann am Nachmittag mit der S-Bahn zurück nach Weiden-West (in erstaunlichen 15 Minuten vom Hauptbahnhof). Morgens hatte ich am Bahnsteig so gefroren (dünne Jacke angezogen) und am Nachmittag war es zum Schwitzen warm. Anschließend hab ich mit dem Göttergatten dann eine neue Gasflasche gekauft und was für auf den Grill.

Unser alter Lavastein-Gasgrill gab vor zwei Jahren den Geist auf. Letztes Jahr hatten wir gar keinen Grill. Das machte mir überhaupt nichts aus, meinem Partner schon. Männer und Grillen und Fleisch... Als wir nach dem Einkauf wieder zu Hause waren... ich war echt zu müde, um zu kochen. Ich wäre dran gewesen. Wir wechseln uns ein über den anderen Tag ab mit kochen. Mein Mann lies sich gleich dafür begeistern, einige mitgebrachte Würstchen (er normal, ich vegan) auf den Grill zu legen. Das ging so schnell. Herrlich. Das erste Mal grillen am 7. März. Haben wir das schon mal so früh gemacht?

Sonntag holte ich dann meine hölzerne Gartenliege aus dem Keller. Entstaubte sie und nach einem Wisch mit einem feuchten Tuch war auch die Sitzgruppe unter der Pergola wieder sitzbereit. Die Zeit in der Sonne tat so unendlich gut.

Eigentlich wollte ich lesen. Ich hatte eine neue Zeitschrift mit auf den sonnigen Rasen genommen, frisch aufgebrühten Tee. Herrlich. Und dann lag ich da im Stuhl. Schloss die Augen. Spürte die Wärme der Sonne auf meinem Körper. Hörte das Wasser den Bachlauf runter in den Teich plätschern und wie die Vögel sangen und auf dem Boden raschelnd unter dem Laub nach Leckereien suchten. Nein, das war viel zu schön, um dabei zu lesen. Einfach Pause machen und rumlümmeln.

Später zwei Runden Kniffel spielen. Kekse essen, Kaffee trinken. Hier in Köln waren es am Sonntag fast 20 Grad. Die Krokusse blühen und die Christrosen strahlen immer noch. Erste Schneeglöckchen sind verblüht. Die große Blutpflaume zeigt schon einen pflaumenfarbenen Schimmer an ihren unzähligen Knospen. Es dauert nicht mehr lange, dann springen sie auf und ein riesiger hellrosa Blütenwunderbaum erfreut mich.

Am späten Nachmittag wurde der Grill wieder angeschmissen. So schnell war er heiß, perfekt. Würstchen für mich. Fleisch für meinen Mann. Dazu Backofenkartoffeln (einfach Kartoffeln in kleine Stücke schneiden, in einer Schüssel mit Öl, Salz, Pfeffer, ggf. Paprika oder anderen Kräutern nach Lust und Laune vermischen und mit 200 Grad in den Backofen, bis sie braun und gar sind. Dank einem Pieks mit der metallenen Rouladennadel geht das flott.) mit Tomaten und einen frischen Salat. Lecker! Eigentlich wollte ich ein Foto machen, war dann aber zu faul und es schmeckte einfach so gut. Zu gut, um aufzustehen und es kalt werden zu lassen. ;o) Die Phantasie lässt ja auch herrliche Bilder als Ersatz im Kopf entstehen...

Der 1. FC Köln feierte parallel einen 4:2 Sieg im Stadion. Herrlich wieder die Fan-Chöre und den Torjubel bis in unseren Garten zu hören. Gewinnt der FC, hat mein Mann immer gute Laune (er hat sehr selten schlechte Laune, aber dann ist sie eben besonders gut). 'Das war ein ganz wichtiger Sieg.', meinte er überglücklich. Bloß in der ersten Liga bleiben. Wie waren noch mal die Gesänge: 'Nie mehr... nie mehr... 2. Liga.' Eben. Deswegen muss das klappen. Wird es auch. Ich bin zwar kein Fußballfan, lasse mich aber schon von der Freude meines Mannes mitreißen.

Ich habe schon Frühlingsblümchen für die Blumenkästen gekauft. Primeln, Bellis und Hornveilchen stehen hinter Haus und warten darauf, eingepflanzt zu werden. Ich freue mich jetzt schon auf den Anblick.

Was tut der nahende Frühling der Seele und dem Körper gut. Danke für diese tolle Sache im Leben, Himmel!

Von mir aus hätte es so weiter gehen können mit der Sonne. Montag war es hier dann arg nebelig und wieder kühler. Auch heute, Dienstag, blicke ich in Nebelfelder und sehe, dass die Dächer nass sind. Es ist noch früh am Morgen, so halb acht, es kann sich ja noch ändern, obwohl für heute Regen angesagt ist. Mal sehen, was wird. Wenn ich den Tee ausgetrunken habe (lecker BachblütenTee) und die Mails beantwortet, dann werde ich mit Minu mal schauen, wie es wirklich draußen ist. Alleine das Vogelkonzert am Morgen tut schon gut.

Auf den Frühling und seine vielen schönen Momente!

Anja Kolberg

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Mittwoch, 11 Februar, 2015

Endlich Sonne!

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Ein Moment nach einem stressigen Vormittag nur für mich. 1/2 Stunde habe ich mich mit dem Gartenstuhl in die Sonne gesetzt.

Nur für mich.

Nicht darüber nachdenken, was ich tun muss, wie ich mich sonst so fühle und was los ist. Einfach eine Auszeit nur für mich in der Sonne.

Die Wärme auf meinen Händen, im Gesicht und am Hals spüren. Die Kleidung wird aufgeheizt. Vögel versuchen sich am ersten Frühlingsliedchen. Blauer Himmel. Tut das gut!

Meine Haut wandelt Sonnenlicht in Vitamin D um. Meine Seele tankt die Ruhe. Mein Körper atmet die Wärme und das Licht und die Luft.

Ich unterhielt mich mit meinem Nachbarn. Wir beide lieben die Arbeit im Garten und ich sagte, dass ich mich so sehr wieder danach sehne, wenn die Zeit losgeht. Ich brauche die Zeit draußen so sehr. Ihm ging es ebenso. Und wenige Stunden später wird sie mir geschenkt, die Zeit draußen. Gut, es ist noch frisch, aber es fühlt sich schon mächtig nach Leben, Frühling und neuer Energie an.

Danke Himmel!

Einige Schnappschüsse aus meinem Wintergarten:

 

Die Hochstammrose Parole zeigt erste Knospen.

 

Die schattenliebende Kletterhortensie hat sich während der letzten Wochen ebenfalls auf den Frühling vorbereitet. Sieht diese pralle Knospe nicht herrlich aus? Geballte Lebenskraft!

 

Auch die Zierkirsche, die in einigen Wochen rosa gefüllte Blüten zeigen wird, steht in den Startlöchern.

 

Schneeglöckchen haben sich in Gruppen aneinander gekuschelt. Während letzte Woche noch - zumindest in Köln kurz - Schnee lag und Frost war, zeigen sich jetzt erste Blüten. Es braucht sicherlich nicht mehr lange, dann springen die weißen Köpfchen auf.

 

Beim täglichen Spaziergang mit unserer Hündin Minu erfreue ich mich an den jahreszeitlichen Wiederholungen der Natur. So zeigen sich auf einer Rasenfläche am Wegesrand Jahr für Jahr unzählige Krokusse in Lila, Rosa und Weiß. Ich hab schon drauf gewartet. Jetzt hab ich sie entdeckt. Hüpf! Sie sind wieder da! Ich hab extra die Kamera eingepackt, um ein Foto von ihnen zu machen.

 

Auch diese herrliche Gruppe Schneeglöckchen war an dem regnerischen Tag schon ganz gespannt auf die wärmeren Tage. Die Aufnahme ist von gestern, da war es kalt und nass. Gerade (16 Uhr) sind es laut unserem Thermometer draußen schon 7 Grad. Das geht in die richtige Richtung. Oh, was freue ich mich auf die Zeit draußen. Die Wärme. Die Tiere. Das Grün. Die Blüten und Pflanzen.

Ich sehne mich nach dem Frühling und diese Woche spüre ich: Er ist nah. Das zeigt mir auch der vermehrte Gesang der Vögel am Morgen. Wie ich das liebe. Es ist wie eine Energiequelle für mich.

Eine einzelne Forsythienblüte hab ich auch schon entdeckt. Ja, ich will ihn sehen. :o) Und finde ihn, den Frühling!

Das himmelblaue Bild ist übrigens eine E-Card. Viel Freude beim Verschicken. Ich habe viele Frühlings-Ecards online gestellt.

Alles Liebe aus Köln

Anja Kolberg

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Dienstag, 03 Februar, 2015

Jeden Tag einen Hahnenschrei heller

Meine Mutter erzählte mir letztes Jahr Anfang Februar einen schönen Spruch meines Großvaters über das zurückkommende Licht im Frühling. Daran erinnerte ich mich und fragte nochmal genau nach. Der Spruch lautet:

"Ab Maria Lichtmess wird jeder Tag einen Hahnenschrei länger."

Dieser Tag war dieses Jahr am 2. Februar. Gestern. Eine schöne Vorstellung, dass es beständig heller wird. Ich kann mehr Licht grad gut gebrauchen. Licht macht die Seele hell. Und der Winter und die Dunkelheit tun mir nicht gerade gut.

Und ja - dieser Spruch ist vor allen Dingen auch so herrlich bodenständig Bergisch. Stimmt, Mama. Mein Großvater hat in der Landwirtschaft gearbeitet. Er war mit Herz und Seele mit der Natur verbunden. Der Hahn auf der Mist war damals (mein Großvater kam 1905 auf die Welt) noch etwas völlig normales auf dem Land. Seine Laute bei Sonnenaufgang begrüßten den Morgen, den neuen Tag.

Ich finde dieses Geräusch romantisch und gemütlich. Wenn ich bei meiner Oma Zeit verbringen darf, dann ist der Ruf des Hahns am Morgen ein wunderbarer Start in den Tag. Diese Verbindung zu Natur, dieses ursprüngliche.

Der Hahn richtet sich bei seinem Morgengruß also nach dem Aufgang der Sonne und ab Maria Lichtmess startet die immer einen Hahnenschrei früher. Schön!

Auch die Singvögel richten ihren Gesang nach dem Licht aus. Mit zunehmender Tageslänge wird im Frühling bei den männlichen Singvögeln mehr Testosteron ausgeschüttet, was zu vermehrtem Gesang führt. So becircen sie die Weibchen und melden Revieransprüche (Quelle: Landesbund für Vogelschutz ). Deswegen diese herrlichen Konzerte im Frühling, die ich so sehr liebe. Darauf freue ich mich sehr und schon jetzt kann ich sie vereinzelt hören.

Licht kehrt zurück, macht uns alle lebendiger. Herrlich!

Auf lichtvolle, singfreudige und jeden Tag hellere Monate

Anja Kolberg

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Dienstag, 20 Januar, 2015

Das Flüstern des Frühlings - Die Tulpenzeit beginnt!

In der dritten Januarwoche morgens beim Spazieren gehen: Der Reviergesang eines Singvogels. So klingt Frühling! Nur dass dann viel viel mehr Vogelstimmen ertönen. Herrlich, dieses leise Flüstern meiner kommenden Lieblingsjahreszeit.

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Es sind noch einige Wochen bis Frühlingsanfang, doch ich achte auf jedes Signal: Zwiebelspitzen im Beet. Der Gesang unserer Vögel. Ein warmer Sonnenstrahl. Blattknospen an Sträuchern und Bäumen. Ich warte vorfreudig auf die ersten grünen Blättchen, auch wenn es dafür noch zu früh ist... Doch es gibt ja die beginnende Frühlingsblumenzeit beim Floristen!

In meinem Lieblingsblumenladen (Blumen-Stil, Kirchweg 131, Köln-Junkersdorf) habe mir bei meiner Lieblingsfloristin Petra-Ute eine große Brise Frühling angeschaut:

Herrliche Französische Tulpen (die mit dem langen Stil, sehen sehr edel aus, sehen Sie hier: Ich mache mir eine Freude). Bellis. Ranunkeln. Normale Schnitt-Tulpen. Primeln. Hyazinthen. Tulpen im Topf. Narzissen. Köstlich duftende Tazetten. Traubenhyazinthen. Krokusse... Es ist wie im Himmel!

Auch wenn es noch so verlockend ist: Nach draußen in die Blumenkästen dürfen die Pflanzen noch nicht. Eine frostige Nacht und alles Grün ist hinüber. Aber drinnen in den Räumen machen sie sich zu dieser Jahreszeit sowieso viel besser! Es gibt glaube ich keine Zeit, wo ich es mehr genieße, Blumen zu kaufen.

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Eine liebe Kundin bedankte sich für die E-Cards. Den Dank habe ich in eine neue E-Card und Blumen investiert. :o) Rosa und weiß sind die Tulpen in meinem Strauß, dazwischen Heidelbeer. Oh, das liebe ich.

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Zu Hause habe ich die Adventsdeko auf dem Eßzimmertisch von den Kugeln befreit. Die Amaryllis ausgebuddelt. Statt der Weihnachtstischdecke leuchtet jetzt die neue Frühlingsdecke in weiß, rosa und grün.

Vom Blumengeschäft habe ich mir noch recht zwiebelige weiße Traubenhyazinthen mitgebracht und Narzissen. Den Topf um die Narzissen habe ich entfernt, unten was vom Dreck weggenommen und Moos (gibt es auch im Blumengeschäft oder in Gärtnereien) um den Ballen gewickelt und in die kleine Glasvase gedrückt. Passt. Die Zwiebeln der Traubenhyazinthe aus dem Topf gelöst, unter Wasser den Dreck von den Wurzeln abgewaschen und zwischen das Moos gesteckt. Wie mag das wohl aussehen, wenn das Grün weiter wächst?

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Schwups, ist aus der Adventsdeko ein Frühlingsgedicht geworden. Schön!

Die Deko hab ich letzte Woche Freitag geändert. Seit dem habe ich gute Stimmung, sobald ich an die Blumen denke.

Einen herrlichen Tag wünscht Ihnen

Anja Kolberg

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Mittwoch, 18 Juni, 2014

Wer hat an der Uhr gedreht?
Weiter im Renovierungsgarten

... Ist es wirklich schon so spät?

Ja. Ist es. 22 Tage sind vergangen, seit dem ich das letzte Mal hier schrieb. Mir kommt diese Zeit viel länger vor. So viel ist in Bewegung, dass ich kaum Schritt halten kann.

Ich sitze selten am Schreibtisch, weil ich weiterhin draußen im Garten bzw. auf der Terrasse und am Haus werkle. Seit unserer einjährigen Renovierung des Hauses 1997 ist dies das größte Projekt für meinen Mann und mich. Wir haben schon viel geschafft:

Die Gartenmauer ist verkleidet, gestrichen. Holzzäune gestrichen. Haussockel verputzt. Holz der Pergola geschliffen, gestrichen und aufgebaut inklusive vor Regen schützendem Dach. Steg neu geölt. Holzmöbel abgeschliffen und gestrichen. (Die Tischplatte gefällt uns besser als bei der Neuanschaffung. Jetzt kommt die Holzstruktur mehr heraus. Davon gleich ein Foto. Ein echter Gewinn.) Eine neue Treppe von der Küche in den Garten montiert. Ein Teil der Terrassensteine schon gesäubert und neu verfugt. Die Kellertreppe verkleidet und einmal gestrichen.

80% sind geschafft. Jetzt stehen noch weitere, aber kleinere Schritte und die übrigen Terrassensteine an. Fugenauskratzen macht zwar keinen Spaß. Auf der anderen Seite hab ich jedes Jahr einmal das Unkraut entfernt und das soll durch die neuen Fugen wegfallen. Gut, die alten waren kaum mehr gefüllt. Die Zeit und der Hochdruckreiniger haben so einiges ausgewaschen.

Was wir bisher geschafft haben, ist herrlich anzusehen. Ein Genuss fürs Auge, wobei ich das Alte auch gut sehen konnte. Ich habe mich auf das Schöne konzentriert. Ich habe richtig Farbe im Gesicht und an den Armen bekommen, ohne mich dafür in die Sonne legen zu müssen. Wenn ich meine Hände auf meine nackten Oberschenkel lege, ist der Farbunterschied enorm. Früher dachte ich immer: Ich werde ja kaum braun, da war diese Disziplin im Strandurlaub noch wichtig. Heute ist es mir wurscht und merke jetzt so nebenbei: Werde ja doch braun. :o)

Das ist positv bei all der körperlich sehr anstrengenden Arbeit. Ebenso, dass ich wahrhaftig 3 kg verloren habe. Körperliche Betätigung macht sich also auch auf der Waage bemerkbar. Außenstehende hatten mir das angesehen, doch ich sah nichts auf der Waage (stelle mich bei Bedarf so 1 - 4 mal im Jahr drauf - im Gegensatz zu früher, da wars täglich, morgens nach dem Bad). Heute früh zeigte es sich auch dort. Schön!

Ein schönes Gefühl auch, dass wir beide, mein Mann und ich, das alles alleine geschafft haben. Ohne Kräfte von außen. Es gibt mir als Frau wieder einmal das Gefühl, was ich leisten kann (und auch mal wie ein Mann anpacken). Ich traue mir auch mehr zu. Gut fürs Selbstbewusstsein. Und es gibt ein starkes Gemeinschaftsgefühl für unsere Partnerschaft, was uns richtig gut tut. In Krisenzeiten ist es für mich ein Kraftanker, mich an diese Erlebnisse zurück zu besinnen und zu merken: Wir haben an einem Strang gezogen und das geschafft.

Haben Sie mit Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner schon mal zusammen gearbeitet? Boah, zum Teil prallen da so unterschiedliche Welten aufeinander... Doch inzwischen können wir immer besser miteinander streiten. Nach 21 Jahren Ehe spielt es sich immer mehr ein, sich gegenseitig zu lassen, sich zu behaupten, auf den anderen einzugehen, Toleranz und Durchatmen üben ... Jeder Mensch hat so seine Lernaufgaben...

Jetzt habe ich endlich wieder geschrieben. *Hüpf* Ich weiß, einen angekündigten Beitrag über das auf mich selbst konzentrieren wollte ich noch schreiben. Der kommt noch. In diesem Moment freue ich mich, dass ich wieder gebloggt habe. Mir Zeit genommen habe, hier zu sitzen und meine Finger über die Tasten hüpfen zu lassen und Sie an meiner kleinen Welt teilhaben zu lassen.

Es hat richtig gut getan, mir die positiven Dinge und Errungenschaften anzuschauen und darüber zu berichten. :o) Das ist auch ein wichtiger Bestandteil des gesunden Lebens.

Alles Liebe aus Köln & schön, dass Sie da sind und mich lesen.

Ihre Anja Kolberg

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Dienstag, 27 Mai, 2014

Rollenverteilung beim Handwerken...
Warum mache ich es nicht selbst?

Ich war/bin eine super Assistentin. Weil ich mitdenke, voraus schaue, gut zuarbeite, ganz bei der Sache (des anderen) bin - mit der Zeit alles Wichtige so verinnerliche, dass ich es eigentlich selbst tun könnte.

Das zeigt sich im praktischen Leben - zum Beispiel bei der Renovierungsarbeit, die jetzt draußen am Haus statt findet. Habe ja schon davon berichtet. Es zeigte sich auch in meinen Jobs, die ich früher hatte. Und auch letztes Jahr, als mein Mann die Betreuung für seinen verunfallten Chef übernahm, griff ich ihm unter die Arme: Hörte zu, überlegte mit, sortierte die Buchhaltung, verschaffte einen Überblick über die Lage, litt auch mit und machte Mut. Doch vor allen Dingen war es das Dasein, Zuhören, Rücken frei halten und Mittragen der schweren Last.

Alles schön und gut? Nein, eben nicht. Gut, manchmal geht es nicht anders (wie letztes Jahr, doch dabei ist das eigentliche Problem, dass ich mich selbst vergesse, darüber werde ich in einem anderen Beitrag berichten), aber grundsätzlich ärgere ich mich über mich selbst. Weil ich mich unterordne und meine Fähigkeiten zur Seite stelle. Brav die Werkzeuge angebe und vorbereite, statt es selbst zu tun. Nein, nur Assistentin sein macht auf Dauer keinen Spaß.

Letzte Woche hatte ich keinen Bock mehr. Es mussten mehrere Silikonfugen gezogen werden. Mein Mann bat mich, die schon mal mit Klebeband abzukleben. Als ich das tat, fasste ich mir an den Kopf: Warum eigentlich? Das Abkleben dauerte mir viel zu lang und der Rand ist so nachher doch unsauber. Ich kann das auch selbst, ohne Abkleben. Bei der Sanierung des Hauses 1996/1997 hatte ich auch Silikonfugen gezogen.

Also schnappte ich mir das Zubehör, die Silikonspritze (wie funktioniert die nochmal?), wechselte die Kartusche, nahm das Seifenspray, eine Klopapierrolle zum praktischen Aufnehmen des überflüssigen Acryls (gelernt von meinem Bruder, der das Tischlerhandwerk lernte), einen Abzieher und los. Hey, und es klappte. Es wurde richtig gut! Denn was ich (auch) richtig gut kann, ist genau arbeiten.

Zum Beispiel an Fuß- und Deckenleisten so genau vorbei streichen, dass man nicht abkleben muss. Dauert länger, ist aber sauberer und macht Spaß. Mein Mann hingegen ist gut bei groben und auch körperlich anstrengenden Arbeiten. Er kann ruckzuck was einreißen und schwere Arbeit wegmachen, dass ich immer wieder staune. Fürs Genaue fehlt ihm die Geduld. Deswegen streiche ich bei der Raumrenovierung auch immer die Kanten und mein Mann übernimmt mit der Rolle die großen Flächen. Ersteres dauert, was mich nervt, weil die großen Flächen in kürzerer Zeit nach viel mehr aussehen. Da mir aber wichtig ist, dass es ordentlich ist, übernehme ich die filigrane Arbeit. Klar, ich könnte auch die Flächen noch streichen, mache ich auch manchmal. Aber warum sollten wir es nicht zusammen machen und so ist die Arbeit insgesamt schneller fertig? Ruhm oder Schönheit? Ich entscheide mich für die Schönheit bzw. dafür, dass es 'schön' und ordentlich wird und nicht nur schnell fertig.

(Mein Gott, hat Sting eine attraktive Stimme! Hab mir eben nochmal dieses Video angeschaut. Er hat was. Stimme in jedem Fall. Und eine Art Verletzlichkeit? Tiefe? Was ist es? Ich kann es nicht ergründen, lasse mich jetzt von Stings Stimme begleiten. Herrlich... So weiter im Beitrag, das musste jetzt unbedingt eben reingeschoben werden.)

Mein Mann stutzte erst, als er am Telefon fragte, ob ich die Fuge schon abgeklebt hätte und statt dessen erfuhr, ich hatte sie selbst schon gezogen. Als er sie live sah, freute er sich, dass er die Arbeit nicht machen muss und dass es so gut geworden ist.

Also, warum diese Scheu, Anja? Du bist nicht mehr das Kind, das seinem Vater bei der handwerklichen Arbeit zuschaut und ihm dabei zur Hand geht. Du bist erwachsen. Du kannst es selbst. Warum diese Scheu? Hat es außer der Gewohnheit damit zu tun, Verantwortung zu übernehmen? Ja, auch. Was ist es noch? Es ist die Angst, in Bereiche vorzudringen, in denen ich mich nicht so gut auskenne. Wo es viele gibt, die sich besser auskennen. Ich bin ja keine gelernte Handwerkerin, auch wenn ich dazu bestimmt das Zeug gehabt hätte.

Es war immer ein 'Mann' im Haus. Früher mein Vater. Heute mein Mann. Und ich kenne es so, dass die die handwerklichen Arbeiten übernehmen. Ich stelle mich da eine Stufe nach hinten und arbeite eher zu. Klassische Rollenverteilung! Schrei!

Will ich das? Nein! Tue es aber trotzdem und ärgere mich darüber. Nun, ich durchbreche ja das Muster. Mache Dinge selbst wie die Silikonfuge, weil ich sie mir zutraue und dieses genaue Arbeiten eher mein Ding ist. Meine Schwester erzählte mir, dass sie an ihrem Haus eine Wand verputzt hat. Wow! Ich war sprachlos. Wieso? meinte sie, steht doch auf der Packung drauf, wie es geht. Cool! Meine Schwester. In ihrem Haus gibt es keinen Mann. Da ist diese Selbstverständlichkeit der klassischen Rollenverteilung einfach nicht gegeben - und sie packt es an. Würde ich dann wahrscheinlich auch tun, wenn es so bei mir wäre. Ja, vielleicht ist es auch die Angst, der Mann kann es besser. Weil er Handwerker ist. Dabei sehe ich bei meinen Ideen und Handeln, dass ich auch geschickt bin, vorher gut überlege, auch manches versaue... aber so ist das eben, dann macht man es wieder gut und gut ist. So geht es den Männern ja auch.

Ein Problem: Ich glaube, andere können es besser als ich. Wenn ich dann genau beobachte, merke ich: Das stimmt nicht. Jeder hat bestimmte Vorlieben, kann das eine besser als das andere, aber keiner kann alles besser. Übung spielt eine große Rolle. Manchmal wohl auch so tun, als ob man es gut/besser kann, obwohl das nicht stimmt. (Weil es erwartet wird, man selbst es von sich erwartet oder weil man es glaubt). Durch Versuch und Irrtum, neu machen und verbessern - entwickelt sich dann eine Fähigkeit. Also, mehr Mut, Anja. Nicht nur streichen. :o)

Gut, auf der anderen Seite muss ich ehrlich bekennen: Ich hasse alle Arbeiten, die mit Kalk zu tun haben. Beton, Mörtel, Spieß... Nix für mich. Zu dreckig, wobei ich mich gut im Garten dreckig machen kann. Aber gegen Kalk bin ich 'allergisch'. Um diese Arbeiten mache ich gerne einen Bogen und bin froh, sie nicht machen zu müssen. Bohren gehört auch dazu. Ich hasse Bohrstaub. Wenn mein Mann hier in der Wohnung bohrt, stehe ich mit dem Staubsauger daneben, damit er sich möglichst wenig verteilt. Als in meiner Zollstocker Coachingwerkstatt ein Rohrbruch beim Nachbarn war, musste bei mir im Bad die Wand aufgeklopft werden. Das passierte, während ich nicht da war. Mein Vermieter hatte mich informiert und so gut es ging alles abgeklebt, damit es nicht staubte. Doch wer so was schon mal mitgemacht hat, weiß: Dieser feine weiße Kalkstaub ist überall. Wenn ich schon dran denke, bekomme ich Aggressionen und die Nackenhaare stellen sich auf. Homöopathen könnten daraus wahrscheinlich Schlüsse ziehen, warum ich so auf dieses Material reagiere...

Fazit: Es gibt handwerkliche Arbeiten, ....

... die mag ich und die mache ich auch ohne um Rat zu fragen oder mich unterzuordnen. Da bin ich Chef. Streichen zum Beispiel. Silikonfugen ziehen. :o)

... die mag ich nicht und bin froh, dass ich sie nicht machen muss. Bohren zum Beispiel, Wände aufklopfen.

... da traue ich mich noch nicht/selten/gar nicht ran, weil ich denke, die anderen (bei handwerklichen Arbeiten: Männer) können es besser. Wobei die auch falsch liegen können, es selbst ausprobieren müssen, nachfragen (was offenbahr für viele Männer so schwer ist... Ich hab null Probleme damit, mir im Baumarkt was erklären zu lassen - nach dem Weg zu fragen.).

Ich denke, wer Handwerker ist, kann alles handwerkliche. Als bekommen sie eine Allzweckwaffe in der Ausbildung, Gesellen- und Meisterzeit überreicht. Dabei ist das Quatsch. Die können doch auch nicht alles! Mein Mann hat draußen zum Beispiel auch das Elektrische gemacht. Er ist Schornsteinfeger. Ich würde das Elektrische nicht anpacken (mein Papa ist Elektriker), davor habe ich zu viel Respekt. Nun, mein Mann macht es einfach. Er kann ja auch viel. Aber - jetzt kommt der entscheidende Punkt: Das hat diesmal auch nicht auf anhieb geklappt. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft die Sicherung rausgeflogen ist. Ich will ihm nicht unrecht tun: In der Regel klappt das. Hier war es ein besonderer neuer Schalter, der Mätzchen machte. Die Sicherung sprang raus. Na und? Er hat solange probiert, bis es klappte. Fertig. So einfach ist das. Beim nächsten dieser Schalter weiß er, was zu tun ist. Lernen durch Tun.

Das könnte ich mir mal hinter die Ohren schreiben, noch besser verinnerlichen: Andere können es nicht automatisch besser. Sie können es besser, weil sie sich trauen. Weil sie versuchen, üben, scheitern, dabei lernen und sich verbessern. Und so zum Meister werden. So geht es. Durch zögern, zaudern, alles auf anhieb perfekt machen wollen bleibt man/frau (ich!) nur stecken.

Mein Wunsch: Mehr Mut bei den Dingen, wo ich noch wenig praktische Erfahrung habe - in dem ich es einfach tue. Mut, Fehler zu machen. Mich weiter zu entwickeln. Besser werden. Nur so geht es. Keiner kommt als Profi auf die Welt!

Heute regnet es Bindfäden. Herrlich. Ich müsste Holz schleifen, bevor es den ersten Anstrich bekommt. Das soll vorher nicht nass werden. Also bleibt es im Keller: Pause! Zeit, nachzudenken, zu reflektieren, diesen Beitrag zu schreiben, neue E-Cards zu fertigen:

Neue Ecards

Im Garten blühen die Rosen wie schon Jahre nicht mehr. Auf dem Foto sehen Sie Leonardo Da Vinci, die letztes Jahr einen großen Trieb verlor. Ich befürchtete, sie schafft es nicht. Jetzt schauen Sie sich an, wie Sie es geschafft hat!

Auch die weiße Kletterrose steht voller Knöpfe. Auf dem Foto eine ihrer vielen Blütenrispen. Und das alles schon im Mai und nicht erst im Juni. Dieses Jahr ist wirklich anders als all die Jahre davor. Schon im April blühte eine Rose!

Fünf Pfingstrosen brachte mir meine 'heilige' Staude, die ich aus einem alten Bauerngarten geschenkt bekommen habe, als Geschenk. Die pinken Blüten haben mein Büro lange beduftet. Wenn ich hier rein kam: Hmmm, tief einatmen, wohlfühlen. Jetzt steht die rosafarbene Gertrude Jekyll auf meinem Schreibtisch mit einem Zweig Frauenmantel. Sieht schön aus, auch wenn sie nur stark duftet, wenn ich meine Nase in die weichen Rosenblüten halte. Die Pfingstrose konnte nur durch ihre Anwesenheit den ganzen Raum erfüllen!

Alles Liebe,

Ihre Anja Kolberg

Direktlink dieses Artikels, um darauf zu verweisen: http://www.frauencoaching.de/archives/2014/05/entry_6840.html Ich erlaube nicht, dass meine Texte und Bilder kopiert und außerhalb dieser Webseite genutzt werden. Wenn Sie das machen möchten, schreiben Sie mir, um eine Vereinbarung zu treffen.

Freitag, 09 Mai, 2014

Was mir gerade gut tut

Endlich lässt die ewige Erkältung- und Schlappseinssphase nach. Sie hat mich mürbe gemacht. Jetzt gewinne ich spürbar an Kraft zurück. Woran das liegt?

Die körperliche Arbeit an der frischen Luft tut mir gut. Auch wenn ich darauf oft keine Lust habe, unterstütze ich meinen Mann, der sich vorgenommen hat, unsere Terrasse zu verschönern.

Dazu gehört, eine freistende Wand auf der Grenze zum Nachbarn zu verkleiden, zu spachteln, zu schleifen, zu streichen. Der Haussockel wird noch verputzt, die Treppe in den Keller verkleidet und zwei Holzelemente an der weiterführenden Gartenmauer müssten ausgetauscht werden. Praktisch, denn zwei Elemente sind durch die Verkleidung der Wand jetzt frei geworden.

Laaange Einkäufe - im Baumarkt, was nicht so ganz mein Fall ist. Beim ersten Einkauf waren wir drei Stunden dort, bis wir alles gefunden und uns durch x Auswahlsituationen (welcher Lack, welche Rolle, wo ist eine Holzspachtelmasse, die auch für außen geeignet ist...) durchgewuselt hatten - trotz Einkaufsliste und Fragen der Belegschaft. Ausgerechnet an dem Tag war es sehr sonnig und auf dem Parkplatz beim Einladen sehr heiß. Keine gute Kombination, die meine Stimmung steigert. Aber als dann endlich alles zu Hause im Keller verstaut war, ein gutes Gefühl.

Obwohl ich keine Lust hatte, zu helfen, tat ich es trotzdem. Bei uns zu Hause, also meiner Ursprungsfamilie, haben wir alle mit angepackt. Gleich, ob Mädchen oder Junge. Gut, mein Bruder mehr, aber jeder kann was zum Ergebnis beitragen. Mein Vater ist Elektriker und in meinem Elternhaus wurde viel umgebaut und renoviert. Wir haben geholfen. Und sei es, Werkzeug angereicht, etwas gehalten, aufgeräumt. Lust hat uns das damals glaube ich auch nicht gemacht? Nun, so freut sich mein Mann jetzt über meine Dienste als Assitentin. :o) Sein Gebiet: Sägen, Bohren, Schrauben, Planung, Kopf des großen Ganzen. Mein Gebiet: Assistentin, Ideengeberin, Mitplanerin, Arbeiten wie Spachteln, Schleifen, Aufräumen und wenn es dann ums Streichen z.B. der Wand oder der Holzelemente geht, bin ich in meinem Element. Dann träller ich 'Komm ein bisschen mit, nach Italien, komm ein bisschen mit ans blaue Meer...' Das Lied geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich glaube Bernd Stelter spielte es in seinem Bühnenprogramm, das abends im WDR lief.

Abends gibt es wehe Füße, steife Knochen und Muskelkater. Und ein gutes Gefühl, weil ich sehen kann, was wir geschafft haben.

Anfangs war ich nörgelig, weil ich ja eigentlich in meinem Büro was machen wollte. Ich will endlich (...) vorwärts kommen. Doch die Realität sah durch meine Erkältung und Leistungstief nicht so aus. Nach einem Urlaub brauche ich Zeit, um wieder vollständig in den Alltag zu finden, so eine Beobachtung von mir. Es wäre anders, wenn ich gleich einer vorgegebenen Struktur nachgehen würde, wie einer Festanstellung. Da ich aber frei in meinem Büro zu Hause arbeite, ist das anders. Obwohl, mir fällt gerade ein, als wir dreieinhalb Wochen Schweden mit Freunden bereisten, Stockholm, Götakanal, Göteborg, das war glaube ich 1995. Damals war ich noch festangestellt und es ist mir auch schwer gefallen, wieder in Fluss zu kommen.

Auf jeden Fall merke ich, dass es mir durch die körperliche Arbeit besser geht. Ich nehme manches im Büro nicht mehr so wichtig und kann mich auf wesentliche Punkte konzentrieren, die ich dann hier erledige. Meine Stimmung ist gestiegen.

Bei der Erkältung haben Allergietabletten gegen die Heuschnupfensymptome geholfen. So konnte die Erkältung abheilen und mein Körper musste nicht zwei Baustellen bearbeiten.

Und was mir auch gut tut, sind die grünen Smoothies. Ich trinke sie seit letzter Woche Montag. Eine gefühlte Ewigkeit schon wollte ich sie morgens als Frühstücksersatz trinken. Ich dachte immer, es fehlt der Hochleistungsmixer und hatte mein erstes Experiment in Erinnerung. Der Smoothie schmeckte echt bitter. Urg. Vorletzte Woche lief mir zufällig ein Video eines jungen Mannes über den Weg, der die Smoothies nett erklärte, die Vorteile und dass man am Anfang auch mit dem normalen Pürierstab arbeiten kann. Wichtig sei, der Smoothie soll schmecken. Mischungsverhältnis 60% Obst, 40% grünes Blattgemüse. In den Topf die Hälfte Wasser geben. Pürieren, bis alles klitzeklein ist und genießen. In meinem ersten Smoothie hatte ich ein ganzes Paket frischen Babyspinat gepackt und nur eine Banane. Kein Wunder, dass der bitter und zum Abgewöhnen war. Jetzt schmecken mir die Smoothies, weil ich im richtigen Mischungsverhältnis Obst reingebe. Ich genieße die Energiebomben, die meinem Immunsystem gut tun.

Auch das ist derzeit ein Baustein zum Glück.

Die Regentage helfen nicht wirklich bei den Arbeiten draußen, besonders wenn man auf die Zeitfenster Wochenende und später Nachmittag angewiesen ist. Auf der anderen Seite verschaffen sie auch Ruhephasen, die wichtig sind. Eigentlich habe ich so Sachen am liebsten sehr schnell erledigt. Doch zumindest Trockenheit brauchen wir, um draußen zu arbeiten. So darf ich daran arbeiten, mich auch hier in Geduld zu üben und zu akzeptieren, dass das Projekt länger dauert, als ich eigentlich will. Es gibt noch einige Punkte, die wir hier an dem alten, aber 1996 unter der Kraft vieler sanierten Haus tun könnten. Wenn man bei uns die Treppe in die erste Etage hochgeht, kann man seitlich unter die Verkleidung der Flurdecke schauen. Ein Stück Vergangenheit begutachten. Eigentlich müsste dort eine Abdeckung hin. Auf der anderen Seite habe ich manchmal gedacht, so sieht man wie es hier früher war. Bei dem Kreativtempel Bösner hat man sogar einen ehemanligen Wasserschaden eingerahmt. Vielleicht sollten wir das hier auch so tun. :o) Im Garten haben wir in den letzten Jahren regelmäßig gearbeitet. Wir können dann aber auch gut jahrelang nix tun...

Eines ist sicher: Nach dem Projekt ist erst mal wieder viel nixtun und faulenzen in der Freizeit angesagt.

Auf meinem Schreibtisch stehen Maiglöckchen aus dem Garten. Die duften herrlich. Auf dem Tischkalender 'Ich bin gut zu mir' spielen sie im Mai eine tragende Rolle. Es geht um Selbstliebe und mich selbst dufte finden. In den monatlichen Mailimpulse habe ich dazu geschrieben. Ich liebe diese Arbeit!

Ganz herzliche Grüße und schöne Maitage

Anja Kolberg

PS: Weiter zum Renovieren berichte ich hier und hier und hier.

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Dienstag, 11 März, 2014

Frühling am Wegesrand in Köln

Spaziergang mit unserem Hund. So frisch die Temperatur, dass es mich unter der dünneren Jacke friert. Der Duft von Frühling in der Luft. Sonnenstrahlen. Blauer Himmel.

Die Kamera ist dieses Mal mit auf dem Weg. Schnappschüsse vom Frühling am Wegesrand.

Eine riesige Zierkirsche mit tausenden verführerisch rosa Blüten. Ein Traum, dem nicht nur viele Hummeln erliegen. Auch ich stand einfach da und guckte und guckte in den Blütenhimmel, bis mein Nacken Erholung brauchte. :o)

Im Sonnenlicht beginnt die Narzisse zu leuchten. Das Beet zwischen Gehweg und Straße wird schon Jahre von dem Hausbesitzer gepflegt, dessen Haus direkt an den Gehweg angrenzt. Im Frühling blühen dort Krokusse und Narzissen. Im Sommer ist es ein riesiges Lavendelfeld. Ein Geschenk!

Überhaupt ein herrlicher Trend: Die Grünstreifen am Wegesrand werden von den Anwohnern mit Blumenzwiebeln bepflanzt. Es ist, als wären die Kölner Heinzelmännchen unterwegs.

Hier der Abschied einer Krokuswiese. Weiße und blaue Blüten in großen Scharen verwöhnten die Spaziergänger.

Mininarzissen auf der anderen Seite des Gehwegs. Es folgt ein Ginsterstrauch, in Knospen stehende Gruppen mit Osterglocken und Tulpen.

Wild wachsen diese Veilchen zwischen Buchen und Laub. Sie duften!

Es heißt, wenn die Forsythien blühen, ist der richtige Moment, die Rosen zu schneiden. Ich will meine Rosen dieses Jahr in Ruhe lassen und nicht stutzen, auch wenn es ihnen so richtig gut tun soll. Sie dürfen sich mal gehen lassen.

Die ersten Blätter zeigen sich an den Bäumen. Unglaublich, was innerhalb so kurzer Zeit passiert ist. Es heißt die Natur ist durch den milden Winter und die plötzliche Wärme drei Wochen voraus. Welch schöner Ausgleich zum überlangen Winter 2013. Ob sich alles im Leben so einfach ausgleicht?

 

Passend zum Märzblatt des Tischkalenders 'Kurze Meditationen' und meinen Schilderungen in den Monatlichen Mail-Impulsen: Die Magnolienblühte beginnt - welch Farbenrausch!

 

Diesen Traum dürfen wir hinterm Haus bewundern. Die Blutpflaume blüht. Inzwischen ist der rotblättrige Baum so hoch wie die Tannen und ein dreigeschossiges Haus. Innerhalb von wenigen Tagen blüht er wie noch nie zuvor.

Danke Petrus, danke Himmel für diese wunderschönen Frühlingsgefühle! Während des intensiven Betrachtens machen sie ganz viel Licht im Herz, in der Seele und den Gedanken.

Grüße von der Frühlingsinsel

Anja Kolberg

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Dienstag, 29 Oktober, 2013

Komm Herbst, lass dich mal drücken

Das bunte Laub der Bäume, so viele unterschiedliche und warme Farben. Ein Traum!

Dieses Jahr schaue ich genauer hin, welche Farbharmonien die Natur mir schenkt: Orange-rot-gelb-braun-hellgrün-grün-hellgelb. Es tut mir so gut. Die Natur leuchtet und schafft ein Feuerwerk zum Abschied der warmen Zeit. Alles bereitet sich auf die Stille des Winters vor, der in sechs Wochen beginnt.

Der Herbst erinnert mich, das Schöne dann zu genießen, wenn es erscheint. Ein 'das schaue ich mir morgen nochmal in Ruhe an' führt zu 'oh, schon nicht mehr da!'. So erging es mir mit einem Gingko-Baum. In kräftig warmen Gelb erstrahlten seine Blätter in der Morgensonne und das vor strahlend blauem Himmel - ohne ein Wölkchen. "Morgen nehme ich die Kamera mit", dachte ich mir. Doch am nächsten Tag schon fehlten viele der prächtig geformten Blätter und auch das Blau des Himmels war grauen Wolken gewichen. So schnell vergänglich ist die Schönheit des Herbstes. Auch der Ahorn am Bachlauf hinter unserem Haus hatte seine Blätter von weinrot ins hellrote gewandelt und das vor den inzwischen gelben Funkien. Doch ein Foto mit einem komplett hellroten Blätterkleid wird mir nicht mehr gelingen: Der kräftige Wind der letzten Tage hat bereits einen Teil von den Ästchen geweht und auch die Funkien sind inzwischen zusammen gefallen.

Vergänglich ist alle Schönheit, geschaffen für einen kurzen Moment.

Am Freitag auf der Fahrt ins Bergische durfte ich den bunten Laubwald in seiner Gesamtheit zwischen den dunklen Tannenspitzen bewundern, hellbraun schattiert der Straßenrand. Was für ein Schauspiel. Da dachte ich mir: 'Komm, Herbst, lass dich mal drücken!" Was für ein Geschenk bist du doch!

Du machst die nahe Dunkelheit bunt. Und wie praktisch die Natur doch ist: Die fehlenden Blätter an den Bäumen lassen mehr Tageslicht auf den Boden kommen und automatisch ist mehr Helligkeit da. Welches Genie hat sich das ausgedacht?

Manchmal ist das Leben echt der Hammer!

Glückliche Herbstgrüße von einer staunenden und sich freuenden

Anja Kolberg

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Mittwoch, 09 Oktober, 2013

Jetzt ist erst mal Herbst

Darf ich vorstellen?

 

Das ist mein frisch bepflanzter Blumenkasten vor meinem Bürofenster!

Hach, es tat so gut, das inzwischen dörre Sommergestrüpp zu entfernen. Ich hatte irgendwann keine Lust mehr, regelmäßig zu gießen. Und so vertrocknete nicht nur die kleine Margerite. Sorry, liebe Pflanzen! Eure Zeit ist zu Ende und Herbstblumen in rosa-lila-grau-weiß-grün haben Einzug gehalten:

 

Dazu gehört oben das Sedum mit süßen rosa-puscheligen Blüten und unten der Silber- oder Stacheldraht in grau...

 

... und lila-weißes Erika.

 

Heute war ich zur Entspannung in einigen Buch- und Dekoläden bummeln. Ich war regelrecht erschlagen von all der Weihnachtsware! All die schönen herbstlichen Dekosachen werden schon zur Seite geräumt. Das war mir zuviel und hat so gar nicht zu meiner Stimmung gepasst. Gut, dass noch keine Weihnachtsmusik gespielt wurde!

So kam mir der Satz in den Sinn: Jetzt ist erst mal Herbst!

Die schönen gelb-bunten Farben der Herbstblätter von Ahorn, Gingko, Buche, Birke, Erle, die sich jetzt schrittweise verfärben und erst die Bäume und später die Wege und Wiesen um sie herum kleiden. Dazu die wunderschönen Früchte von Ihnen wie Eicheln und Kastanien. Tolle Farbknaller aus dem Garten wie die Lampionblumen in rot-orange, Astern in allen Farben, das kräftige Orange der Kürbisse, die feuerroten Hagebutten... - sie alle haben jetzt erst mal ihre Zeit.

Ich will noch nicht an Weihnachten denken, sondern an das Vergnügen, im Blumengeschäft, im Garten und der Natur zu stöbern und die herrlichen Herbstfarben in mein Herz aufzunehmen und nach Hause zu holen!

Ein Genuss, jetzt wieder aus dem Bürofenster auf meinen Blumenkasten zu gucken. Vor allen Dingen, nachdem unsere Fenster nach Moooonaten endlich wieder geputzt wurden. Irgendwie ist es seit dem heller bei uns. :o))

Herbstfreude aus Köln

Anja Kolberg

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Donnerstag, 26 September, 2013

Ernte & Danke Sonne - bleib gerne noch was hier

Welch Kraft die Sonne hat. Montag noch schwebte dunkles undurchdringliches Grau am Himmel und drückte mir auf die Stimmung. Dienstag zeigte sich dann der Feuerball am Himmel, erhellte das Leben um mich herum, strahlte - und ich lies mich ohne mein Zutun einfach mitreißen.

So sonnige Herbsttage sind herrlich. Die Wärme ist nicht mehr extrem, sondern angenehm, es gibt genügend Schatten zum Abkühlen und nachts enstehen beste Schlaftemperaturen. Davon kann ich noch ganz viele Tage gebrauchen.

Samstag schon war es auf einmal so schön draußen und ich habe die Zeit genutzt, den Garten zu durchforsten. Ein kleiner Urwald war entstanden - jetzt ist es wieder größtenteils ein Garten. :o) Das hat richtig gut getan und die Rücken- und Knieschmerzen sind längst vergessen. Allerdings habe ich mich an irgend etwas gepickt (oder es mich) und mein Ringfinger juckt wie verrückt. Aaaaahrg.

Trotz allen sommerlichen Gefühlen - die Ohne-Socken-Zeit ist sicher vorbei, ich habe schon die ersten Kastanien beim Spazieren gehen gesehen und die Blätter auf Bäumen, Sträuchern und Funkien verfärben sich bereits. Abends ist es so früh dunkel, dass ich mich schon auf das zusätzliche Licht des Kaminofens freue.

Die Apfelernte habe ich im Garten eingefahren - es waren stattliche 6 Äpfel an unseren beiden Säulenbäumen! Die habe ich für Apfel-Zimt-Muffins genutzt:

Ich mag sie sehr gerne. Sie lassen sich wunderbar einige Tage aufbewahren und sind vegan und ohne Soja. Rezept: Der vegane Bisquit (ich nehme immer etwas weniger Zucker) mit etwas Zimt ergänzt (oder ganz zum Schluss oben etwas Zimt+Zucker vor dem Backen aufstreuen), kleingeschnittene Äpfel unter den Teig und dann in Muffinförmchen füllen.

 

Diese köstlichen Gaben erhielt ich von meinen Schwiegereltern bzw. meiner Schwägerin und Schwager. Murmeln heißen die Tomaten, köstlich süß und ideal für die Kinder (auch großen) zum Naschen, dazu herrlich bunte Paprika und eine Gurke. Das alles - in einem neu angelegten Hochbeet gezogen - schmeckt so unglaublich lecker. Danke schön!

 

Weil es gerade so schön passt: Diese Rote Beete habe ich aus meinen Ferien auf dem Land mitgebracht. Roh mit einem Apfel gerieben, dazu eine Soße aus Öl, Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Agavensirup (als Ersatz für Honig, Zucker geht auch) - köstlich! Der Salat ist gleich supersaftig, mir läuft schon wieder das Wasser im Mund zusammen. Allerdings ist Farbalarm bei der Verarbeitung angesagt, ohne Handschuhe bekommen auch die Hände eine schöne Färbung.

Ich wünsche uns allen noch viele sonnige und die Stimmung stärkende Herbsttage! [Hier ein Lied, das mir gerade sehr gefällt und gut tut.]

Ihre Anja Kolberg

PS: Die Herbst-E-Cards sind online.

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Dienstag, 18 Juni, 2013

Rosenzeit & Gartenverluste

Seit wenigen Tagen blüht in dem Pflanzkasten auf der Terrasse nicht nur meine geliebte Getrude Jekyll (siehe Bild oben) mit ihrem tiefen Rosenduft, auch Leonardo da Vinci hat sich berappelt. Ein Teil der Rose ist wie zwei andere einem Pilz zum Opfer gefallen und ich dachte schon: 'Das war's.' Wieder erwarten ist ein Teil gesund geblieben mit ganz vielen Blüten. Welch Glück!

Klick zu den E-Cards

Ich dachte ja immer Gertrude Jekyll ist die am besten duftenden Rose überhaupt. Dieses Jahr habe ich nach einem Sommer Pause endlich wieder eine (!) Knospe an der Hochstammrose 'Parole' (siehe Bild). Als ich daran roch, fühle ich mich wie im Himmel. Der Duft ist unglaublich! Um so kostbarer diese eine Blüte, ich hoffe, es kommen noch mehr davon. Denn auch diese Rose ist von dem Pilz, der die Stengel befällt und braun werden lässt, befallen. Und da ich nicht der Spritzmittel-Nutzer bin, sondern eher der Natur ihren Lauf lasse, bis auf Rückschneiden, ist es immer wieder eine Überraschung, was sich so entwickelt.

Im Garten gibt es einige Verluste zu vermelden: Eine riesige Funkie im hinteren Teil des Gartens - sie ist einfach futsch. Ich rede hier von einer schon einige Jahre alten Staude, im Sommer fast mit einem Meter Durchmesser, deren Wurzelballen so fest ist, dass sie sich kaum mit dem Spaten teilen lässt. (Wer das versucht hat, weiß, wovon ich rede.) Dieses Jahr kommen einige winzige Blättchen raus. Sonst nichts. Der ganze feste Ballen ist weg. Erst war ich erstaunt, dann traurig und jetzt bin ich neugierig, was ich jetzt dorthin pflanze.

Die Mohnpflanzen am Teich, ich berichtete darüber, sie leben auch nicht mehr. Mein Mann hielt sie für Disteln und entfernte sie mit einem beherzten Ruck. SCHNIEF! Nun, jetzt ist er aufgeklärt und lässt Geschwister künftig leben. :o)

Hier ist es heute unglaublich heiß, meine Knöchel sind angeschwollen. Schatten und Füße kühlen ist angesagt.

Noch eine E-Card!

Liebe Grüße

Ihre Anja Kolberg

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Pfingstrosenduft & Gartenliebchen

Diesen unfassbar schönen Pfingstrosenstrauß schenkte mir meine Freundin Babsi.

Darin sind Pfingstrosen mit samtig weichen Blüten wie das Federkleid eines Schwans oder wie ein rosafarbenes Brautkleid aus unendlich vielen Lagen Tüll. Farbe, Form, Fühlen, Riechen, Staunen. Die Pfingstrosenzeit ist eine ganz besondere.

Unsere Räume sind in ihren unvergleichlich intensiven Duft getaucht. Himmlisch! 1000 Dank!

E-Card

Ich habe große Freude daran, aus den Blumen meines Gartens kleine 'Gartenliebchen', so nenne ich meine Sträuße, zusammen zu stellen, mir ins Haus zu holen, auf den Gartentisch oder - die schönste Freude - zu verschenken. Damit Sie von der Freude auch etwas nach Hause oder an Ihren Schreibtisch bekommen, habe ich daraus neue E-Cards gemacht. Einfach auf das obige Foto oder diesen Link klicken.

Hier noch mehr News aus meinem Garten:

So schön sieht die Irisstaude im Bachlauf aus. Ich konnte über 30 Blüten und ebenso fast 50 Knospen entdecken. Es scheint genau die richtige Stelle für sie zu sein, denn wir haben 2008 gleichzeitig noch weitere gesetzt, eine an die Quelle, dort scheint fast nie die Sonne, weitere an den Teichrand. Keine hat sich so gut entwickelt wie diese. Auch die Blätter sind viel breiter und heller.

Überhaupt ist der Garten die letzten Tage immer weiter 'explodiert'. Meine ganz persönliche Krafttankstelle, die mir so unendlich viel Freude bereitet.

Auf dem Stuhl schreibe ich morgens meine Dankesübung und genieße dabei die Blumen, die Luft und die vielen Tiere.

Zum Beispiel ein Rotkehlchen, das auf dem Zaun auftaucht, hinunter fliegt, über den Rasen hüpft, durch die Sträucher bis zum Bachlauf hin. Dann halte ich fast die Luft an, überglücklich diesem süßen Vogel so nah zusehen zu dürfen. Oder die Amseln, die sich auf die kleine Zierkirsche setzen und singen, lauschen was ihre Freunde so erzählen, weitersingen, am Teichrand baden, sich immer wieder mit Kopf nach rechts und links und oben drehen vergewissern, dass keine Gefahr droht und weiter baden.

Rote Libellen, die sich auf meine Beine setzen. Ich halte inzwischen still, weil ich gelesen habe, Libellen stechen nicht. Ich dachte, das wäre anders. Die Hummeln, die tief in die Irisblüte reinkrabbeln, mit ihrem langen Rüssel Nektar trinken, zur nächsten Blüte fliegen. Seufz. Schön.

So Momente machen mich einen ganzen Tag lang froh und sind auch später eine kleine Energietankstelle, wenn ich mich daran erinnere - so wie jetzt. Noch vor 10 Jahren war mir der Garten völlig schnuppe. Was für eine Entwicklung!

Ich wünsche Ihnen zauberhafte Sommertage!

Ihre Anja Kolberg

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Donnerstag, 06 Juni, 2013

Garten-Schätze im Juni

Am Freitag erblühte die erste Rose im Garten: Gertrude Jekyll mit ihrem unglaublich intensiven Rosenduft. Hm... Ihr schönes Gesicht und ihr Duft versüßte mir eine Woche den Schreibtisch. Sieht sie aufgeblüht nicht wunderschön aus? (Sie merken: Ich bin schwer verliebt in sie...)

Auch ein anderer, weißer Rosenstrauch wartet schon mit unzähligen Knospen:

Die Iris stehen auch schon in den Startlöchern und ich kann viele Blüten entdecken, die auf ihre Zeit zu schlüpfen warten:

Eine einzige erblühte gestern und machte mir damit eine besondere Freude:

Die Pfingstrosen werden immer größer. Ich bin so froh, dass es mir geglückt ist, für diese alte Staude, die ich aus einem alten Bauerngarten bekommen habe, einen guten Platz zu finden. Im ersten Jahr kamen gar keine Knospen, dann zwei und von Jahr zu Jahr wurden es mehr. Ich glaube diese Jahr sind es sieben oder acht! Hüpf!

Der Zierlauch (Purple Sensation) ist schon fast verblüht. Im Hochbeet hinter dem Bachlauf ist viel Schatten, deswegen habe ich länger von ihnen:

Ich freue mich, dass ihre Zwiebeln auch nach zwei Jahren noch so kräftig sind, dass der Zierlauch blüht. Es wird zwar weniger, aber sie sind immer noch da! (Im Gegensatz zu Tulpen, die scheinbar nur noch ein Jahr blühen. Ich grabe sie aber auch nicht aus, um sie im Keller zu lagern. So oder so sind sie ein Festschmaus für die Mäuschen). Ich habe mir die qualitativ hochwertigen Aliumzwiebeln von der Staudengärtnerei Bornhövel schicken lassen und werde es gerne wieder tun.

Frauenmantel hat sich in die Terrassenfugen selbst gesetzt. Und ich lasse ihn mit Freude dort Fuß fassen und wachsen.

Genauso diese beiden Mohnpflänzchen, die auf dem Kies am Teichrand leben möchten. Gerne! Ich bin schon neugierig, wie das aussehen mag. Zwischen den Fugen auf der Terrasse ist auch Moos (herrlich!) und neben dem Frauenmantel auch Vergißmeinicht (schön!). Nur den Löwenzahn mag ich dort nicht so gerne und so ein kleines Klee, das sich unglaublich verbreitet. Jedes Jahr - weil ich keine Chemie nutzen will - muss ich über die Terrasse kriechen und trennen, was stehen bleiben soll und was nicht. Ich mag diese Arbeit nicht (gibt es jemanden, der das mag?). Ich überlege, ob ich vielleicht dosiert Essig ... hach, es klingt so brutal, aber ausreissen ist ehrlich gesagt auch nicht besser. Mal sehen, was ich mache.

Jetzt noch was aus der Abteilung 'Jugend forscht': Eine herrlich große Libelle macht ein Päuschen auf der Lilie. Ich habe übrigens auch nicht weit davon eine leere Hülle gefunden, ich glaube es waren die Reste einer Libellenpuppe.

Zum Abschied ein kleines Gartensträußchen in meiner neuen Lieblingsvase. Ein schönes Plätzchen gleich neben meinem Tagebuch.

Ganz herzliche Grüße aus Gartenhausen!

Ihre Anja Kolberg

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Mittwoch, 29 Mai, 2013

Glückstage

Garten. Explodierendes Grün. Wärmende Sonne auf der Haut. Vogelgezwitscher. Clematisduft weht zu mir herüber. Plätschern und Gurgeln des Bachlaufes links von mir. Mein Körper schmiegt sich in den Liegestuhl. Ein gutes Buch in der Hand (Das Lavendelzimmer. Mehr wenn es ausgelesen ist. Für die Vorstellung auf den Link klicken.) Angenehme Temperatur.

Glück. Glück durchströmt mich, das alles genießen zu dürfen, zu können. Die Augen schließen. Dankbarkeit fühlen. Mein Garten ist wie ein Tempel für mich. Ein heiliges und heilendes Reich. Ich könnte ein Rezept für mich ausstellen: "Täglich 1/2 Stunde Gartenaufenthalt."

Mir fehlte es in diesem Moment gestern Nachmittag an nichts. Ich war 'einfach' glücklich und unendlich dankbar dafür. Ein berauschendes Gefühl, das ich mir öfter wünsche. Danke, Himmel!

Das Leben genießen. Ohne schlechtes Gewissen. Bewusst all das Gute und Schöne um mich herum wahrnehmen, das lerne ich mehr und mehr. Versuche es. Übe es.

Gerade das schlechte Wetter macht es mir leichter, die guten Tage im Garten bewusst zu genießen. Und wie viel schlechte Tage gibt es im Leben. Meine Herausforderung ist, sie leichter zu nehmen, die Herausforderungen darin. Den Blick auf das Gute richten.

Zum Beispiel vor über einer Woche. Da machte mein PC ganz komische Geräusche. Grummel. Sorge! Erst ignorieren. Vielleicht geht es weg. Geräusch bleibt. Wird lauter. Nach einem Telefonat mit dem Hersteller stellte sich heraus, dass 1. noch Garantie auf dem Rechner war, 2. es sich um den Lüfter auf der Grafikkarte handelte, die leicht ausgetauscht werden konnte, 3. der Hersteller per Paketdienst einen Transportkarton zuschickt, der Rechner am Tag darauf abgeholt wird und nach einer Woche wieder da sein müsste. Klang ganz einfach. War es dann auch.

Mein Mann fand eine einfache Lösung, die Daten der Festplatte zu spiegeln, ich löschte danach alle sensiblen Daten von der Platte. Der Rechner war nach einer Woche wieder da, die Datenrückspiegelung klappte so leicht und gut, dass wir das künftig regelmäßig machen werden - als zusätzliche Sicherung. Der Kundendienst war top: Der Servicemitarbeiter blieb eine halbe Stunde (!) am Telefon, bis ich den Grafikkartentreiber gefunden, runtergeladen und installiert hatte (wir hatten ihn durch die Rückspiegelung überschrieben). So eine angenehme Erfahrung.

Da fühlte ich, dass die Dinge auch leicht gehen können. Ich hab's mir leicht gemacht, in dem ich die Sache angepackt, Hemmungen überwunden und einfach telefoniert habe. Und die Dinge lösten sich. HÜPF!

Noch ein Glücksmoment: Oben auf dem Bild sehen Sie eine - inzwischen - kleine Freude von mir, die erst ein schmerzliches Desaster war: Die Blumenvase ist nämlich eigentlich eine heißgeliebte Tasse von Greengate. Ich kann gar nicht genug von dem Porzellan bekommen. Richtig schönes Mädchengeschirr, das mich zum Hüpfen bringt. Dann passierte es beim Geschirreinräumen: Meinem Mann fielen die Tassen aus dem Schrank. Schepper. Drei Tassen waren nicht zu retten. Eine von ihnen sehen sie auf dem Bild:

Ich kann sie nicht mehr zum Trinken nutzen, weil der Rand abgebrochen ist, doch als Vase auf meinem Gartentisch macht sie sich vorzüglich! Ich hätte mir nie eine der 'guten' Tassen als Vase mit nach draußen genommen, wo sie bei Wind und Regen stehen bleibt, (warum eigentlich nicht, ist doch eine tolle Investition!) aber mit dieser Macke, da genieße ich es und erlaube es mir. Und sieht es nicht wunderschön aus? So wurde aus ursprünglichem Pech etwas richtig schönes, das mein Herz erfreut. Und die zerbrochenen Tassen sind auch längst ersetzt. Von meinem Mann ausgesuchte Muster, andere als ich hatte, richtig schöne Erfahrung. :o)

Auch das bringt mich zum Strahlen: Meine Clematiswand im Garten. Innerhalb von zwei Jahren hat sie den zuvor kahlen Holzzaun in ein blühendes, grünes und dazu nach Honig duftendes Wunder verwandelt:

 

Der Mai ist ihr Blühmonat. Die ersten Blütenblätter sind inzwischen zu Boden gefallen. Ich bin ein wenig traurig, doch viele Wochen Freude sind eine ganze Menge! Ein Foto in Großaufnahme von ihr kennen Sie vom Tischkalender 'Ich gehe meinen Weg.'

 

Wenn ich erst mal damit anfange, meinen Blick auf das Gute in meinem Leben zu richten, wird mir bewusst wieviel davon da ist. Und manchmal passieren kleine Wunder, wie der Brief (per echter Post!) einer ehemaligen Workshopteilnehmerin, die mir so gut tat oder die Überraschung, einen Schein aus einem Umschlag zu ziehen, den mir eine begeisterte E-Card-Nutzerin als Dankeschön zuschickte. Das hat mich gleich motiviert, drei neue Karten zu entwerfen.

Kleine und große Wunder und Glücksmomente, davon wünsche ich Ihnen und mir von ganzem Herzen noch sehr sehr viele!

Ihre Anja Kolberg, die jetzt froh ist, endlich (!) wieder gebloggt zu haben. HüHüpf!

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Samstag, 30 März, 2013

Kein Osterhase, aber lange Ohren, braunes Fell & weißes Bäuchlein

Am gestrigen, gemütlichen und faulen Karfreitag lag ich auf dem Sofa, beobachtete den Schnee und blickte auf eine angrenzende Blutpflaume und Tannen, die herrlich weiß bezuckert waren. Die Zweige der Tanne bewegten sich plötzlich ziemlich stark. Das weckte meine Neugier und ich entdeckte die Ursache. Sie auch?

 

Und, finden Sie den Grund? Moment, ich gehe mal näher mit der Kamera ran:

 

Sehen Sie das Eichhörnchen? Ich hatte große Freude zu beobachten, was es frisst (wohl die frischen Tannenknospen, Tannengrün) und wie es das macht. Sehen Sie hier:

 

 

Bei den Bildern höre ich förmlich wie es schmatzt und leise ein Liedchen singt, weil es so gut schmeckt. YamYam!

Nebenan in der Blutpflaume machte sich derweil eine Taube über ihr Festmal her: Frische Blütenknospen. Die müssen köstlich schmecken, denn viele Vögel haben sich daran die letzten Wochen erfreut. Die Taube hat ordentlich zugeschlagen, sie war da, bevor ich einschlief und danach auch noch. Ich glaube, sie hat mit vollem Bauch auch ein Nickerchen im Baum gehalten:

 

Ist es nicht toll, wie viele Blütenknospen in dem Baum sind? Prall gefüllt, sie warten nur noch auf die nächsten Sonnenstrahlen und deren Wärme. Ich habe an dem Anblick dieses Baumes große Freude, sind seine rosafarbenen Blüten doch mit die ersten, die rund um meinen Garten den Frühling anzeigen. Es sieht herrlich aus, wenn diese rosa Blütenwolke dann mit der Sonne und dem Himmel um die Wette strahlt.

Heute ist Ostersamstag, morgen schon der letzte März. Die ersten Wochen und Monate des neuen Jahres sind an mir vorbei gerast. Mein Mann und ich waren seit Beginn des Jahres mit einem unerwarteten Projekt konfrontiert, das viel Kraft und Zeit von uns gefordert hat. Jetzt sind wir froh, dass es langsam wieder ruhiger wird und wir - regelrecht - wieder zu uns kommen können. Darauf freue ich mich sehr. Ich bin stolz, was wir alles leisten können und wie gut wir zusammen im Sturm rudern und vorwärts kommen. Herausforderungen schweißen zusammen und machen stark. :o)

Ich wünsche Ihnen von Herzen ein wunderschönes Osterfest

Klick zu den E-Cards

Anja Kolberg

PS: Wenn Sie auf das Bild klicken, kommen Sie zu den E-Cards, wo Sie jede Menge Frühlingsfreude verschicken können.

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Freitag, 22 März, 2013

Willkommen, Frühling!

Lieber Frühling,

ich habe lange auf dich gewartet, weil dein Vorgänger - der Winter - diesmal so streng war, unerwartet hart (der sonnenärmste, dunkelste seit Beginn der Wetteraufzeichnung) und immer wieder anders als die Jahre zuvor. Noch nie hab ich es in Köln immer wieder so viel schneien sehen, so wie ich es nur aus meiner Heimat kenne. Seit 1992 wohne ich 'auf der anderen Rheinseite' und Schnee war hier eher ein Phänomen. Das hat sich seit ein paar Jahren geändert. Und weil es dieses Jahr so kalt war und nass und schneereich, war ich dessen so müde und ich hab mich so auf dich gefreut. Anfang März hast du dich schon mal gezeigt... und es fühlte sich wunderbar an: Die Wärme. Die Sonne. Der Gesang der Vögel dazu und das Sprießen in der Natur. Doch der Winter kam zurück... Ich hörte, der kälteste März seit zehn Jahren...

 

Mein mutig aufgesetzer Frühlingsblumenkasten vor dem Bürofenster musste abgedeckt werden, weil die Primeln den erneuten Kälteeinbruch nicht verkrafteten. Wir mussten doch wieder Schnee vom Bürgersteig entfernen und die Sonne war wieder für lange Zeit futsch.

Gestern. Gestern war es endlich soweit: Der Tag deiner Geburt: Frühlingsanfang. Beim Blick nach draußen dachte ich nur: Ach du dicke Schneeflocke!

Hier bei uns in Köln schneite es zwar nur zaghaft (im Osten dafür um so stärker), aber ein Frühlingsanfang war nicht zu spüren. Mist! Also schnappte ich mir die Kamera beim Spaziergang mit Minu, um bei grau verhangenem Himmel und Schneeschauer zu schauen, ob du wirklich nicht da bist. Und ich entdeckte Zeichen von dir überall:

 

Da blühten an einer freien Stelle doch schon Forsythien. An anderer Stelle stand ein Strauch voller Knospen:

 

Ich fand erste grüne Blättchen:

 

... und viele Knospen an dem schönen Kirschbaum, den ich in voller Blüte im Wandkalender präsentierte:

 

Im Blumenkübel auf meiner Terrasse zeigen sich zwischen Moos und Zwiebelgrün die ersten Krokusse:

 

Die Zierkirsche im Garten steht ebenfalls in dicken Knöpfen:

 

Eine Traubenhyazinthe zeigt sich auch:

 

Ganz zu schweigen von den Osterglocken und Tulpen, die ich im Herbst pflanzte und dessen Grün sich schon aus der Erde erhoben hat. Sie warten ab, bis die Sonne wärmend scheint, die Stimmung freundlicher ist. Darauf freue ich mich!

Mein Bambus hat den Winter nicht unbeschadet überstanden, er wird aber weiterleben, das zeigt er mir deutlich. Im Beet hat ein Feld voller Vergissmeinicht den Winter prima überlebt und zweigt sich mir nun erwartungsvoll:

 

Heute früh scheint endlich die Sonne. Es hat über Nacht gefroren, doch den Primeln im Blumenkasten macht es nichts mehr aus. Sie scheinen ein wenig abgehärtet. Alle Zeichen stehen auf Frühling, wenn er auch anders gestartet ist als erhofft, nämlich wieder mit Schnee und Kälte.

Gestern habe ich gedacht: Wenn ich an einen Menschen solch eine Erwartungshaltung stellen würde wie an den Frühling. Puh! Ich vergleiche ihn mir seinen Vorgängern von früheren Jahren, die ja so viel wärmer und schöner waren. Ich kann seine Ankunft nicht erwarten, weil sein Partner, der Winter, teilweise unerträglich war.

Ich überhäufe den frisch geborenen Frühling mit Erwartungen. Und das ist nicht fair. Dabei fehlt mir der Blick für seine wirkliche Schönheit, für sein wirkliches Wesen. Jeder Frühling ist einzigartig, auch du, Frühling 2013. Ich höre jetzt auf, Erwartungen an deine Temperaturen, Sonnenstunden, Wärme, Niederschläge zu stellen und nehme dich so wie du bist.

Ist es nicht genau so im Leben? Ich habe Vorstellungen - und es kommt völlig anders. Ich habe Erwartungen an den Winter und er hört und hört nicht auf mit seiner Kälte und Schneeschauern. Ich habe Erwartungen an mich selbst und eine Phase der Unzufriedenheit, eine Krise hört und hört nicht auf. Weil immer wieder etwas Unerwartetes von außen dazwischen kommt und Rückschläge. Wieder und wieder läuft das Leben anders als geplant. Es gibt Lichtblicke, aber keinen Durchbruch.

Der Frühling zeigt mir: Es ist alles da. Die Natur hat sich gewappnet und gestärkt im Winter, das zeigt sich an den Knospen, das erzählen mir die Vögel, das lässt die Sonne mich erahnen, wenn sie da ist. Und so viel mehr Pflanzen liegen noch geschützt unter der Erde, die ich noch gar nicht sehen kann.

So ist es auch in mir, in jedem von uns. Gleich wie lang eine Krise dauert, wie ungnädig sie ist und wie fest sie auch sitzt, wie unerträglich sich der vermeintliche Stillstand, das nicht vorwärts kommen, anfühlt: Auch in uns hat sich Kraft gesammelt, Vergangenes sortiert. In uns liegt auch ein gut bestelltes Feld voller Zwiebelblumen, Beete mit prächtigen Stauden, Bäume voller Knospen, die alle nur noch auf den richtigen Zeitpunkt warten, um zu erblühen, aufzuspringen.

Dann fühlt es sich erst an wie ein Wunder: Ich drehe mich um und plopp ist eine Blüte offen, die lange verschlossen war. Wie von selbst erblüht neues Leben, neue Ideen, Wege zeigen sich, die vorher verschüttet schienen oder noch gar nicht sichtbar waren.

Es passiert einfach, weil es an der Zeit ist. Wir werden gelassen sein, uns frei fühlen, voller Kraft, Klarheit und Leichtigkeit. Wir können es so sehr genießen, weil wir wissen, wie hart ein Winter sein kann.

Lieber Frühling, ich möchte üben, dich zu nehmen wie du bist und daran zu glauben, dass alles einen Sinn hat und ich eines Tages verstehe, wofür die schweren Zeiten gut sind. So wie der Winter gut ist, um Kraft zu sammeln, Neues vorzubereiten. Auch wenn ich das meiste nicht sehe, weil es in der Erde und im Inneren der Pflanzen stattfindet.

Ich wünsche Ihnen und mir einen herrlichen Frühling und die Hoffnung, dass alles gut wird. Das wird es.

Anja Kolberg

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Mittwoch, 06 März, 2013

Das Morgen- und Abendlied des Rotkehlchens

Beim morgendlichen Spaziergang mit dem Hund hörte ich ganz in meiner Nähe einen Vogel singen. Ich hielt inne, blickte mich um. Unter der Haube eines großen Strauches, kaum anderthalb Meter von mir entfernt, saß auf einem Ast ein Rotkehlchen. Es schaute mich an und schmetterte unerschrocken und aus voller Brust seine Frühlingsarie. Ich sah wie sich seine Federn auf dem Brustkorb beim Singen aufplusterten, wie es die Melodie durch das Öffnen und Schließen des Schnabels gestaltete. Wie gebannt blieb ich stehen, dankbar dass ich das so nah erleben durfte. Glücksgefühle schossen in mir hoch. Was für ein Geschenk!

Ich vermute, es war das gleiche Rotkehlchen, welches ich einige Tage zuvor beim Abendspaziergang ganz in der Nähe des Weges wahrnahm. Ich sah nur die Umrisse im restlichen Licht und hörte sein Lied. Mich berührt das jedes Mal so sehr, dass mir auch jetzt beim Schreiben die Tränen in die Augen schießen.

Wenn Sie dem Gesang des Rotkehlchens lauschen möchten, finden Sie auf der Seite des Naturschutzbundes eine Tondatei zum Anhören.

Als ich mir vor einigen Jahren auf der Terrasse Vogelstimmen von einer CD des Kosmos-Verlages anhörte, antworteten die Vögel aus den umliegenden Gärten mit ihrem Gesang. Das war ein Erlebnis, als würde ich mit ihnen kommunizieren und sie antworteten mir.

Am Morgen genieße ich es, einige Minuten das Fenster im Schlafzimmer zu öffnen und mich dann nochmal ins Bett zu legen. Das Konzert der Vögel ist ein Traum. Ein schönes Training, meine Aufmerksamkeit darauf zu konzentrieren und das Rauschen des Verkehrs auszublenden.

Magisch empfinde ich die Kraft der Natur und der Sonne auf mein Wohlbefinden. Unglaublich, was die Wärme und das Licht der Sonne seit Montag mit meiner Stimmung macht. Ich fühle mehr Tatkraft und habe gute Laune. Es bewegt sich innerlich was. Einfach so. Nach dem dunkelsten Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ist dieser Wechsel auch enorm. Gleich elf Sonnenstunden am Montag. Ich hörte irgendwo, dass dies mehr waren als im gesamten Februar!

Da genieße ich es, meinen blauen Gartenstuhl in die Sonne zu rücken, Decke um den Körper geschlungen, die Augen schließen und das Gesicht in die Sonne halten. Die Ohren weit geöffnet für die Stimmen der Natur. Fühlen wie sich die Luft verändert. Die Spitzen der Zwiebelblumen beobachten, die Knospen an der Hortensie und der Zierkirsche bewundern und mich an den Blüten des Schneeglöckchens erfreuen.

Schwups - hüpfen alle Probleme zur Seite und mein Herz in die Mitte!

Eine magische Woche voller Glückshormone wünscht Ihnen und mir

Anja Kolberg

PS: Habe beschlossen, ab jetzt ist Frühling auf meiner E-Card-Seite. Aufgeräumt, Winter- und Schneekarten raus. Frühling und Ostern rein. Viel Freude beim Verschicken!

Klick zu den E-Cards

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Dienstag, 16 Oktober, 2012

Apfelschmaus

Kleine Pause vom Lernen. Schon ganz lange (Sie glauben gar nicht, was ich Ihnen alles schreiben will, wozu ich die letzten Monate nicht gekommen bin...) will ich Ihnen eine Geschichte aus meinem Garten erzählen.

Doch zunächst eine neue E-Card für Sie. Einfach draufklicken und verschicken:

Blumengruß E-Card

Sieht dieser Herbstgruß nicht bezaubernd aus? Eine Leserin und E-Card-Nutzerin schenkte mir einen Fleurop-Gutschein als Dankeschön. Damit bin ich gleich in den Blumenladen meiner Freundin Petra-Ute hier im Kirchweg 131 gehopst und habe dort diesen wunderschönen Herbststrauß erstanden. Er hat mir so viel Freude gemacht. Danke nochmal nach Hennef!

Jetzt zur Gartengeschichte:

Wir haben zwei Säulenapfel in unserem Garten stehen. Vor zwei Jahren haben wir sie an einen neuen Ort gepflanzt, der wie wir inzwischen gemerkt haben, nicht optimal ist. Sie bekommen zu wenig Licht und Sonne ab. Ich kann mich kaum an Apfelblüten dieses Frühjahr erinnern, deswegen rechneten wir auch nicht mit Äpfeln.

Als ich im Garten vor einigen Wochen frische Luft schnappte und mich auf den blauen Stuhl am Teich setzte, fiel mir ein Apfel auf, der auf dem Boden lag. Och, sowas. Ich schaute nach oben. Da waren einige zu sehen. Ich pflückte sie ab und zog den Stuhl beiseite. Dahinter lagen verdeckt jede Menge auf dem Boden. Sowas! Ich beugte mich hinunter und entdeckte etwas...

All die Äpfel waren mit winzigen Nagespuren versehen. Kurz ärgerte ich mich. Dann stellte ich mir vor, wie hinter diesem Stuhl wohl die Nächte zuvor ein Erntefest gefeiert worden war. All die Mäuse und Eichhörnchen unseres Gartens waren um die Bäume getanzt und hatten sich anschließend über die köstlichen Früchte hergemacht.

Apfelbiss  

Und ruckzuck hatte ich einen Haufen Spaß und lies die Äpfel liegen, um auch das nächste Fest zu sichern. Vier Äpfel konnte ich vom Baum retten und daraus habe ich köstlich schmeckenden Apfelkompott als Beilage gemacht. Lecker!

Herzliche Grüße

Anja Kolberg

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Mittwoch, 23 Mai, 2012

Kleine Gartenliebe

Ein zauberhafter Blumengruß aus meinem Garten: Die Pfingstrose steht in voller Blüte und duftet himmlisch. Konkurrenz kann ihr nur mein pieksiger Rosenliebling 'Gertrude Jekyll' machen, deren Blüten sich diese Woche öffneten. Das Blau und dunkle Lila der ersten Iris hat sich entfaltet und der Frauenmantel blüht. Dazu noch ein paar lange Stengel der Pfeifenwinde. Fertig ist dieser selbst zusammen gestellte Strauß, der mir so viel Freude schenkt.

Ein duftender, farbenfroher Traum aus meiner kleinen Oase.

Es ist schön zu beobachten, wie die Stauden von Jahr zu Jahr kräftiger werden und mehr Blüten zeigen. Die Iris trägt dieses Jahr so viele Knospen wie noch nie zuvor. Auch Gertrude Jekyll trägt so viele Knospen wie noch nie. Dafür scheint eine Rose am Rosenbogen zu kränkeln, eine Christrose die ich jahrelang im Kübel hatte, verlor alle Blätter und Blüten. Am Buchsbaum waren viele kleine Raupen. Ich habe sie bewusst den Meisen als Futter gelassen und jetzt sehe ich auch keine Krabbler mehr. Hat wohl geschmeckt. :o)

Überall, auch in den Steinritzen auf der Terrasse hat sich der Frauenmantel selbst gesetzt und zeigt seine besondere Blattform. Ich lasse ihn gerne stehen. Besonders am frühen Morgen, wenn darauf der Tau liegt oder nach einem Regenschauer, finde ich seine Blätter besonders schön.

Der Margeritenbusch stand seit Ostern in den Knospen. Nichts bewegte sich und ich dachte schon, er erblüht nie. Vor zwei Wochen dann explodierte er regelrecht - und ist seit dem eine toller weißer Tupfer auf der Terrasse.

Vor den Hortensienbüschen in meinem kleinen Beet in der Spitze unseres Gartens sind die hohen Allium/Zierlauch fast verblüht. Derene Blütenbälle mag ich besonders gerne. Inwzischen konkurriert das Pink der Pfingstrose mit dem Lila der Akelei, wer die schönste im Beet ist.

Klick zu den E-Cards

Für mich ist die Natur, der Garten eine Energiequelle und ein Ort, an dem ich zur Ruhe komme und gleichzeitig Kraft tanken kann. Und der Gartenumbau vor einigen Jahren hat ihn recht pflegeleicht gemacht.

Die tollen Beetkombinationen in den vielen Gartenzeitschriften, die ich mit Begeisterung kaufte, sammelte und immer wieder durchblätterte lockten mich, ihn immer noch schöner machen zu wollen. Als ich Ende des Winters mein Büro strich und aufräumte sah ich mir bewusst die zwei Stapel mit Zeitschriften an. Mir wurde bewusst, dass ich durch sie immer sehnsüchtig auf das schaute, was ich nicht hatte - nämlich noch tollere Beete, Pflanzen, Dekorationen, Gartenmöbel. Neuste Trends, die in den Zeitschriften präsentiert wurden. Ich war so im Gefühl des Mangels.

So vergaß ich auf das zu schauen und das zu wertschätzen, was ich bereits hatte. Einen tollen Garten. Einen Grundstock an Stauden, Sträuchern und Rosen.

Kurz entschlossen schmiss ich all die Gartenzeitschriften weg. Ich wollte nicht mehr auf das schauen, was ich nicht hatte, sondern meinen Blick auf die Fülle lenken, die ich hatte. Das hat wirklich gut getan. Seit dem ist dieser Drang weniger geworden, neue Pflanzen zu kaufen, es noch schöner zu machen. Ich lerne mehr zu lieben und zu schätzen, was ist. Und das ist ein Traum!

Einen herzlichen Gruß!

Anja Kolberg

PS: Einige der Fotos sind frische E-Cards. Hier kommen Sie zur E-Card-Übersicht.

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Montag, 09 Mai, 2011

Rosen, hüpfen & loslassen

Mein Arbeitszimmer duftet nach Rose. Genauer gesagt nach Gertrude Jekyll. Die ersten Knospen dieser stark duftenden (und pieksenden) Königin sind aufgegangen - da musste gleich eine für die Vase herhalten. Denn auch darin blühen sie hervorragend auf.

 

Mein Garten zeigt sich von seiner besten Seite: Alle Zierlauchkugeln sind lila erblüht, die Pfingstrosen bieten dazwischen pinke Farbtupfer, über dem Boden schweben weiße Tulpen, blaues Vergissmeinnicht taucht zwischendurch auf und vor den beiden Buchskugeln thront die lila Akelei. Im Hochbeet auf der Terrasse beginnt Getrude Jekyl mit rosa und lilafarbenen Tulpen und weißen Narzissen um die Wette zu blühen. Ein Traum! Nicht mehr lange, dann blüht der Rittersporn, auch die Blüten der Hortensien werden immer größer und auch die langen Ausläufer der Clematis sind über und über mit Knospen gefüllt. Was für eine Aussicht!

Diesen Sommer wird es hier wohl ungewollt Veränderungen geben, da das Nachbarhaus zu unserer Linken verkauft wurde und Umbaumaßnahmen anstehen. Diesen wird wohl auch der grüne Anbau zum Opfer fallen, der mir bisher den mir so kostbaren Schatten schenkte. Ich hoffe, ich werde trotz befürchtetem Dreck und Krach viele Gelegenheiten haben, draußen den Garten zu genießen.

 

Am Wochenende war ich im Bergischen bei meiner Familie, wo ich unter anderem in Genuss des riesigen Trampolins kam, welches einen Durchmesser von geschätzten vier Metern hat. Das war eine Freude: Hüpfen, springen, faxen machen. Man stellt sich drauf, hüpft und kann gar nicht anderes als GRINSEN! Mein Bruder und ich hatten Spaß beim gegenseitigen Fotographieren, Springen und "Stunts" machen. Plötzlich fühlten wir uns wieder wie Kinder!

Danach spielten wir mit einem Ball fangen. Erst dachte ich: Wie banal, aber wir haben einfach nicht mehr aufgehört, so viel Freude bereitete es uns. Meine Mutter spielte nachher auch mit. Was so ganz ganz einfache Dinge für einen Spaß machen können! Ball fangen. Ball werfen. Ball fangen. Ball werfen. Und dabei: Quatschen und einfach da sein! Es ist ewig (Jahrzehnte?) her, dass ich dies das letzte Mal so spielte...

Loslassen bedeutet: Nicht mehr festhalten.

Und es bedeutet auch: Mehr Zeit/Raum/Aufmerksamkeit für etwas anderes haben.

Das möchte ich gerne!

Ich möchte die nächste Zeit etwas kürzer treten, wozu - so die Idee - auch der Blog gehört. Ich kann mich nicht dazu entschließen, ganz konkret zu sagen, bis dann und dann mache ich "Urlaub". Denn es gibt keine konkreten Termine. Ich plane, hier für einige Wochen weniger (nichts?) zu schreiben. Ob es mir gelingt - ist eine andere Sache.

Denn dieses Loslassen bedeutet für mich auch: Die Kontrolle abgeben wie mein Leben laufen soll. Mich selbst nicht mehr durch diese Arbeit von den Dingen abzulenken, um die es jetzt wirklich geht. Diese Kontrolle will ich loslassen und so auf mich zukommen lassen, was kommt. Ohne einen konkreten Plan...

Schluck. Himmel, ich spüre gleich Fluchtgedanken: Lieber wieder ablenken und alles beim Alten lassen.

Mir ist in den letzten Wochen - insbesondere durch meinen Unfall - bewusst geworden, dass ich nicht alles in meinem Leben steuern kann und dass es gut für mich ist, die Kontrolle abzugeben. Auch wenn das konträr zu dem steht, was ich bisher (gelerntes Verhalten) getan habe. Ich fühle, es wichtig ist, für mich da zu sein, ohne mich durch das Schreiben von Blogbeiträgen, Mails usw. abzulenken. Das alles, obwohl ich großen Respekt vor dem habe, was dann kommt. Denn ich habe nicht gelernt, freihändig und ohne Ablenkung zu fahren. :o) Das will erst mal gelernt werden. Der Ablenkung wiederstehen ... mir selbst näher kommen... das wird eine Herausforderung... und kann (hoffentlich) auch richtig schön werden...

Warum ich das mache? Ich möchte weiterkommen auf meinem Weg. Mein Gefühl sagt mir: Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Dieses Jahr lasse ich also keine Dateien, Bücher, Möbel in meinem Büro los, sondern etwas anderes...

Lassen Sie sich überraschen, wie oft ich schreibe - und wann. Sie sind in der Zwischenzeit herzlich eingeladen, durch meine zahlreichen Blogbeiträge zu stöbern. Da gibt es viel zu entdecken!

Zum Abschluss noch ein herrliches Detailbild meines Garten von heute früh:

 

Bis bald!

Anja Kolberg

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Dienstag, 03 Mai, 2011

Gartengeschichten im Mai

Der Duft von Maiglöckchen weht über den Schreibtisch zu mir herüber. Ich nehme das kleine Väschen auf und halte meine Nase dicht an die weißen Glöcken. Hmmmm.

Seit zwei Jahren wachsen sie in meinem Garten und scheinen sich im Hochbeet an einer schattigen Stelle oberhalb vom Bachlauf wohl zu fühlen. Herrlich, dieser intensiv süße Geruch, der meine Gedanken mit auf eine Reise in die Natur und ihre Geschenke nimmt...

Die dicken Knospen der Kletterhortensie versprechen mir: Nicht mehr lange und wir erblühen!

Im Garten sind die Pflanzen in den letzten Wochen so schnell gewachsen wie jahrelang nicht. Innerhalb von vierzehn Tagen war vieles erblüht, verblüht, gewachsen. Unfassbar schnell. Der Flieder blühte früher als sonst. Mehr Pollen als im vergangenen Jahr zogen eine dicke gelbe Schicht über den Tisch, die Stühle, die Fensterscheiben, die Blätter... Anhand meiner Fotos von letztem Jahr und auch vor zwei Jahren sehe ich deutlich, dass die Natur Mitte April und auch Anfang Mai lange noch nicht so weit war wie dieses Jahr. Vor dem Haus blühen bereits die Rosen. Wir haben Anfang Mai!

Es verwundert mich immer wieder, wie aus tot scheinenden Pflanzen im Frühling neues Leben sprießt. So ist es auch bei dem knochigen Stamm unserer beiden Weinstöcke. Hier zeigen sich frech in der Frühlingssonne die ersten frischen Knospen:

Meine geliebte Pfingsrose, die oft im Garten umziehen musste und mit ihren neuen Wohnorten nicht zufrieden war, hat jetzt das richtige Zuhause gefunden. Sechs dicke Blütenknospen zeugen davon. Ich freue mich schon sehr auf ihre Blüten und ihren Duft!

Dazwischen zeigt der Zierlauch seine Pracht. Zwanzig Zwiebeln des Allium Purple Sensation hatte ich bei der Staudengärtnerei Bornhövel letzten Sommer bestellt und im Spätherbst in meinen Gartenboden setzen können. Vor einigen Jahren hatte ich einige Blütenbälle des Riesenzierlauchs (Allium Giganteum) im Garten, seitdem fasziniert mich diese Sorte. Inzwischen habe alle zwanzig ihre Farbbälle geöffnet. Es sieht wunderschön aus!

Ein kleines Wunder steht auf unserem Terrassentisch. Minu hatte ihren Frühlingsgefühlen vor einigen Wochen freien Lauf gelassen und glatt eine der Allium umgesäbelt. Das machte mich erst traurig, weil ich dachte, diese Blüte sei nun verloren. Dann setzte ich den Stab mit der festen Knospe am Ende einfach in eine Vase auf den Tisch. Und das "Unglück" wandelte sich in pures Glück: Aus nächster Nähe konnte ich beobachten wie die dicht unter den dünnen Hülle gedrängten Blüten sich Tag für Tag mehr befreiten. Was für ein Geschenk! Hier einige ihrer Befreiungsstationen auch für Sie:

Am Wochenende pflanzte mein Mann eine Magnolie ein, die schon Wochen auf ihren festen Platz hinter dem Teich wartete. Eigentlich hatten wir keinen Platz für das Geschenk, doch irgendwie musste es doch gehen, so schön passten ihre Blüten zum Teichcharakter... Ein Stein musste ausgebudelt werden, Folie hochgeschoben, dann passte es endlich! Kaum waren wir mit den Aufräumarbeiten fertig, mein Mann war längst im Haus verschwunden und ich saß noch etwas an meinem schattigen Lieblingsplatz auf der Terrasse, da besuchten uns die ersten Tiere: Kohlmeisen und Tauben, die im Teich und Bachlauf badeten und Wasser tranken. Eine Amsel, die beim Nachbarn auf dem Gartenhäuschen saß und ein Abendlied sang. Der Bachlauf plätscherte dazu. Eine herrliche Stimmung!

Auf der Terrasse bewegte sich etwas zwischen den Kübeln. Eine kleine Maus wagte sich hervor und nahm sich ein Blatt des Löwenzahns, der in den Steinritzen dutzendweise steht. Schwups, war sie wieder verschwunden. Ganz still blieb ich sitzen, eingenommen von dem Glück, sie beobachten zu können. Vorsichtig steckte ich meinen Kopf unter den Tisch und guckte kopfüber zu, wie sie sich noch ein Blättchen holte, fluchs verschwand und an anderer Stelle unter dem Holzbottich wieder auftauchte. Seufz. Schön! (Ob es die kleine Maus war, die wir einst retteten?)

In solchen Momenten habe ich selten die Kamera am Tisch und sobald ich aufstehe, um sie zu holen, flüchten die Tiere. Also bleiben es besondere Momente, die ich mit meinen Augen und meinem Herzen aufnehme und als kleine Glücksfunken meine Seele berühren.

Heute früh beobachtete ich am Teichrand wie eine Fliege trank, kurz danach kam eine Wespe geflogen und nahm zwischen den kleinen Kieselsteinen einige Schlücke Wasser auf. Ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht, ob und wo diese Insekten trinken. Jetzt weiß ich zumindest, wo einige es tun: Bei uns am Teich. :o)

Teich und Bachlauf machen zugegeben viel Arbeit (Algen, abgestorbene Blüten und Blätter rausfischen, Modder entfernen, Unkraut am Rand zupfen...) und fordern immer wieder Investitionen, zum Beispiel für Technik, Hilfsgeräte, Pflanzen, Wasser. Letztes Jahr hatten wir ein Leck, welches wir nun endlich gefunden haben. Ein Schlauch, der Wasser vom Teich zur Quelle transportiert, war undicht. Die Abrechnung unseres Wasserversorgers zeigte den gestiegenen Verbrauch durch das immer wieder nötige Auffüllen.

In den Momenten, wo ich die Tiere beobachten darf, die von unserem Teich und Bachlauf profitieren, denke ich dann: Das ist jeden Cent und jede Stunde Arbeit wert!

Dufte Maiglöckchengrüße aus Köln

Anja Kolberg

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Samstag, 16 April, 2011

Gartensendungen im TV

Lieben Sie auch Gartensendungen im Fernsehen?

Ich kann gar nicht genug davon bekommen und finde sie meist durch Zufall beim Zappen. Damit ist jetzt Schluss! Ich habe ich mir die Mühe gemacht, einige Lieblingssendungen mit Ausstrahlungsterminen und Weblinks zusammen zu stellen, kann jedoch keine Garantie für die Termine geben. Stand der Informationen: 19. April 2011.

Bei allen lohnt sich der Blick auf die Internetseite, auf denen meist frühere Sendungen online angeschaut werden können, man sich in Foren austauschen kann und weitere Gartentipps bereit stehen. Es gibt auch Seiten, die ausschließlich Online-Beiträge vorstellen - doch sehen Sie selbst:

Ein Schmaus für alle GartenliebhaberInnen!

Wöchentlich:

  • MDR - Garten
    dienstags 15.30 bis 16.00 Uhr oder sonntags 8.30 Uhr
    Webseite mit Gärtnerwissen, Terminen, Online-Wiederholungen ...

  • SWR Grünzeug
    dienstags von 18.15 bis 18.45 Uhr
    Webseite mit Wiederholungsterminen, Online-Sendungen, Gartentipps, Forum

  • HR Service Garten
    samstags 18.30 bis 19.30 Uhr bis 20.8.2011
    Webseite mit Vorschau, Garten-Tipps, früheren Sendungen (nette Moderatoren & :o) Gärtner), praktischem Newsletter...

  • VOX Ab ins Beet
    sonntags 19.15 Uhr. Doku über Menschen, die ihre Gärten erweitern, verschönern... Es geht nicht um die Wissensweitergabe, sondern Unterhaltung (Dieses Jahr finde ich die Sendung, besonders Ewigstudenten Klaus eine Zumutung. Vergangenes Jahr war ein Gartengestalter dabei, der herrlich verrückte Sachen machte. Ich hoffe, er wird auch in dieser Staffel dabei sein.)
    Webseite mit letzter Sendung online und vielen weiteren Informationen

Wöchtenlicher Beitrag im Rahmen einer Magazinsendung:

  • NDR DAS! grünt
    Laut Auskunft der Redaktion am 12.4.11 samstags im Rahmen der Sendung DAS! zwischen 19:15 bis 19:20 Uhr (Änderungen Wochentag möglich), kurzer Beitrag.
    Wirklich toll ist die NDR Garten Webseite mit Forum, Vorschau, Mailkontakt zur Redaktion, vielen Onlinebeiträgen, Mediathek...
  • WDR Garten
    Donnerstags um 17.05 Uhr (oder 17.10 Uhr? auf der Webseite gibt es unterschiedliche Angaben) im Rahmen der Sendung Daheim & unterwegs (von 16.15 bis 18 Uhr)
    Webseite mit vielen Informationen, frühere Beiträge kann man auf der Seite leider nicht online anschauen, wohl aber den beschreibenden Text nebst Bildern ansehen.

Alle 14 Tage:

  • BR Querbeet
    fast jeden zweiten Montag von 19.00 bis 19.45 Uhr (wird u.a. samstags 17.30 Uhr auf BR-alpha wiederholt)
    Webseite mit Garten-Portraits, Praxis- und Gestaltungstips, Ausstrahlungsterminen, weiteren Wiederholungsterminen, Gartenküche..
  • RBB Gartenzeit
    jeden zweiten Sonntag von 18.30 bis 19.00 Uhr (wird donnerstags um 10 Uhr wiederholt)
    Webseite mit Archiv, Online-Beiträgen...

Monatlich:

  • ARD Heim & Garten
    Ausstrahlung in der Regel 1 x monatlich an einem Sonntag, 16.30 Uhr (es gibt keinen regelmäßigen Termin wie z.B. jeden zweiten Sonntag im Monat)
    Webseite mit dem nächsten Ausstrahlungstermin, früheren Beiträgen, Mailkontakt zu Redation, Büchern, Mediathek uvm.

Im Internet:

  • Gartenfernsehen.de - wer diese Seite einmal gefunden hat, verlässt sie so schnell nicht mehr. Beiträge zu Gartenpraxis, Gartenideen, Pflanzen
  • Hessens Schönste Gärten 2010 - die Besuche in grünen Paradiesen können allesamt online angeschaut werden. Ein Traum!

Linktipp

Hier für PDF-Dokument zum Ausdrucken klicken

Hier finden Sie die Liste komprimiert auf einer A4-Seite zum Ausdrucken.

Viel Freude beim Stöbern und Schauen!

Ihre Anja Kolberg

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Freitag, 08 April, 2011

Frühling...Frühling...Frühling...

Das Leben im Garten ist in den letzten Tagen förmlich explodiert. Der Regen und die Wärme waren dabei sehr förderlich. Lust auf einen Blick in meinen Frühlingsgarten? Dann nehme ich Sie auf einen kleinen Rundgang mit:

 

An der Kletterhortensie zeigen sich neben den frischen Blättern nun auch die Blütenknospen. Letztes Jahr blühte sie kaum und dieses Jahr sind so viele Knospen da!

 

Auch meine geliebte Pfingstrose zeigt schon die Blütenansätze. Sie sind noch winzig klein, kleiner als ein Cent-Stück, aber sie sind da. Mindestens sechs Stück konnte ich finden. Juchu! Ich finde gerade diese Staude mit ihrem unglaublichen Duft und ihren weichen Blütenblättern besonders schön. Es sieht so aus, als hätte sie ihren Platz im Garten gefunden, wo sie sich wohlfühlt.

 

Die Clematis reckt sich am Kirschbaum empor. Sie braucht dabei ein wenig Halt, sonst kippt sie um und ringelt sich quer durchs Beet. Ich habe sie mit einem lila Band am Baum festgebunden, so dass sie weiter hochklettern kann.

 

Das sind die Spitzen der Funkien in meinem Kübel neben der Gartenbank. Ihr Wurzelwerk ist so fest, dass ich beim Teilen kaum mit einem Spaten durch komme.

 

Unter der Hortensie zeigen sich die herrlich blauen Blüten der Traubenhyazinthe.

 

Am Ahorn mit der roten Rinde zeigen sich die ersten hellgrünen Blättchen. Er lebt seit einem Jahr in unserem Garten und scheint sich oberhalb des Teiches wohl zu fühlen.

 

Am kleinen und breiten Ahorn oberhalb vom Bauchlauf sind auch die ersten Blättchen zu sehen. Wenn er vollständig belaubt ist, bedeckt er diesen Teil des Bachlaufes fast vollständig. Die Vögel lieben es, sich unter diesem Schutz einem erfrischenden Bad hinzugeben.

 

Am Kiesrand des Teiches blüht diese Traubenhyazinthe jedes Jahr unermüdlich. Sie war bevor wir den Garten umgestaltet haben, schon an dieser Stelle und hat sich von den Veränderungen nicht beeindrucken lassen. Das nenne ich Beständigkeit!

 

An einem der beiden Säulenäpfel blicke ich auf die Apfelblüten, es kann nicht mehr lange dauern, bis sie sich vollständig öffnen.

 

Unsere beiden Zierkirschen stehen in voller Blüte. Wenn ich sie sehe, denke ich an das chinesische Sprichwort: "Wenn der Blütenschimmer der Kirschbäume länger währte als ein paar Tage, wir würden ihn so innig nicht lieben."

 

Im Hochbeet ist die pinke gefüllte Primel ein Hingucker.

 

Die Akelei entfaltet sich mehr und mehr. Ich freue mich schon auf ihre Blüten, die mich an Märchen, Zauber und Elfen erinnern.

 

Zum Abschluss eine Überraschung für mich: Letztes Jahr pflanzte ich eine Clematis, die ganze Hauswände erklimmen kann. Ich hatte ihr die Aufgabe zugetragen, unsere Holzzäune zu begrünen. Beim Fotographieren entdecke ich, dass sie schon über und über mit Blütenglöckchen versehen ist. Wie wird wohl ihre Blüte aussehen, die ich das erste Mal erlebe?

Manchmal reicht schon eine einzige Blüte, ein Duft, die Sonnenstrahlen und die Stimmung steigt, ich komme auf andere Gedanken, beginne zu träumen und mich wohl zu fühlen. Einige Male musste ich in den letzten Tagen nießen, aber es hat nachgelassen. Dafür liebe ich den Frühling zu sehr. Es gibt keinen schöneren Morgen für mich als einen kühl frischen Frühlingsmorgen wie heute! Ich liebe die klare und kühle Luft, das Vogelgezwitscher, die ringsherum immer grüner und bunter werdende Natur. Im Schatten ist es leicht frisch, so dass ich mich freue in die Sonne zu kommen und ist es in der Sonne zu warm, zieh mich das kühle Schattenreich an. Jetzt erlebe ich meine Lieblings- und Wohlfühljahreszeit.

Auf mich wartet ein herrliches Wochenende. Samstag besuchen mich zwei Freundinnen, die ich schon zwanzig Jahre kenne und am Sonntag kommen meine Eltern zu Besuch. Dazu ist traumhaftes Sonnenwetter angesagt. Was kann ich mir mehr wünschen?

Schöne Frühlingstage wünscht Ihnen

Anja Kolberg

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Dienstag, 15 März, 2011

Die Schönheit der Natur im Garten
Luft holen im Grünen

Die Ereignisse in Japan lassen mich spüren, wie kostbar eine intakte Umwelt ist, wie wichtig sauberes Wasser ist und Luft, die ich bedenkenlos einatmen und mich ihr aussetzen kann. Es ist mir wichtig, mich nicht nur zu informieren, sondern auch zu handeln. Unabhängig davon ist es für mein seelisches Wohlbefinden sehr wichtig, einen Ausgleich zu den traurigen und erschreckenden Informationen zu suchen.

Ich finde ihn in der Natur. Das Sprießen des Grüns, die wärmenden Strahlen der Sonne, der Duft der ersten Blüten und der Blick auf die fruchtbare Erde - sie holen mich zu mir zurück. Machen mich demütig und lassen es still werden in mir.

Ich habe heute Nachmittag einige Fotos gemacht. Darf ich Sie auf einen Spaziergang durch meinen Frühlingsgarten einladen?

 

Die Rose im Hochbeet zeigt ihre ersten Blättchen.

Am Rosenbogen durchbricht die Clematis die hölzerne Hülle ihrer Zweige.

Goldgelb ist die Blüte des Krokus, eine der ersten Blüten in meinem Garten. Vor anderthalb Wochen habe ich dieses Foto aufgenommen.

Im einzigen mit Zwiebeln bepflanzten Terracottakübel zeigen sich die ersten Blättchen der im frühen Winter gepflanzten Tulpen. Juchu, das Eichhörnchen hat die Zwiebeln dieses Mal nicht aufgefuttert.

Hier sehen Sie die Blüten der Kletterhortenie. Bezaubernd schöne Kraftwerke!

Zwischen den Terrassenplatten sprießt so einiges. Neben vielerlei Kräutern auch dieses winzig kleine Gänseblümchen...

... und diese Schwester von ihr.

 

Ich freue mich so, diese jungen Triebe an meiner duftigen Rose Gertrude Jekyll zu sehen. Und noch mehr freue ich mich auf ihre Blüten. Ich kann es gar nicht abwarten, ihren tollen Duft einzuatmen. Hach. Er macht sogar all die unzähligen pieksenden klitzekleinen Stacheln wett. Das Bild oben hatte ich übrigens vor anderthalb Wochen aufgenommen und ...

 

... dies hier heute. In der Zwischenzeit hat sich was getan.

 

Auch wenn sie fast verblüht ist und schon einige Macken hat, ihre Schönheit bleibt: Die Christrose.

 

Zwischen abgestorbenem Laub zeigt sich neues Leben im Frauenmantel.

 

So sahen die ersten Spitzen meiner geliebten Pfingstrose am ersten Sonntag im März aus.

 

So viele neue Triebe zeigen sich neun Tage später.

 

Inzwischen sind die Schneeglöckchen schon verblüht. Um so schöner, dass ich ihre Pracht letzte Woche festgehalten habe.

 

Auch der lilafarbene Krokus, aufgenommen vor anderthalb Wochen, ist inzwischen eine trockene Hülle.

 

Dieses herrlich grüne Gewusel ist das Zentrum einer Akelei - vor anderthalb Wochen - und

 

heute.

 

Die Hortensie wird bald viele grüne Blätter tragen. Vor gut einer Woche zeigte sich das Bild oben...

... Heute sind die Blätter schon ein Stück weiter offen.

 

Neugierig schnuppert dieses Grün Frühlingsluft. Es stammt von im frühen Winter gepflanzten Zwiebeln. Was daraus wohl werden mag?

 

An einem der beiden Bäume der Zierhängekirsche finde ich diese Knospen.

 

Im Wasser das erste Grün der Iris.

 

An den Randsteinen des Beetes hat sich dieses Pflänzchen - vermutlich ein Vergissmeinicht - selbst hingepflanzt.

 

Blühende Schönheiten für den Kübel vor unserem Haus fand ich im Blumengeschäft hier im Kirchweg bei meiner Blumenfreundin. Wenn ich diese Blüten sehe, hüpft mein Herz.

 

Über den Blüten trägt die Ramblerrose auf ihrem Hochstamm erste grüne Blättchen.

 

Erste Blütenansätze bei der kleine Zierkirsche im Terrassenkübel.

 

Blattknospen am kleinen Ahorn oberhalb des Bachlaufes.

 

Grüne Spitzen im Hochbeet. Ob es die Märzbecher sind?

 

Am Teichrand habe ich die Blauschwingel am Wochenende geschoren. Ruckzuck wachsen die ersten grünen Halme.

 

Bei diesem Frühjahrsblüher sehe ich, was es wir: Eine Hyazinthe.

Hier unverkennbar eine Mini-Narzisse.

Das Nest des Storchschnabels ist schon sehr weit.

Hier blühen Krokusse im Schneeglöckchennest.

Rotes Laub an der Hochstammrose Parole (die mit den riesigen pinken duftenden Blüten).

 

Zum Abschluss gucken die kleinen Blüten des später herrlich belaubten Lungenkrautes über den Rand der Holzkübel. Die Schönheit dieser Pflanze lässt mich ihre winzig kleinen und schmerzenden Stacheln vergessen.

Mein Spaziergang durch die ersten Frühlingsboten in meinem Garten geht zu Ende. Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass ich die Schönheit der Natur noch viele Jahrzehnte frei und glücklich betrachten kann, ohne Angst vor gesundheitlichen Schäden, wenn ich mich dort lange aufhalte. Dieses Glück haben die Bewohner der Gegend um das Atomkraftwerk Fukushima nicht mehr. "Schutt kann ich wegräumen. Radioaktivität nicht", so ähnlich äußerte sich eine ältere Japanerin, deren Haus dem Erdbeben und dem Tsunami Stand gehalten hatte.

Sonnenstrahlen, ein herrliches Konzert der Frühlingsvögel und frische Luft - das umgibt mich beim Schreiben dieses Artikels. Dafür bin ich sehr dankbar.

Anja Kolberg

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Dienstag, 01 März, 2011

Frühlingsmonat März

Meterologisch ist heute, am 1. März Frühlingsanfang, astrologisch erst zur Tag- und Nachtgleiche am 21. März. Die Forsythien stehen in den Startlöchern, morgens begleiten mich die Vögel mit ihrem wundervollen Gezwitscher und heute strahlt dazu die Sonne vor einem blauen Himmel. Mit Hilfe einiger frisch gekaufter Zwiebelblumen habe ich in der Früh meinen Blumenkasten von Winter auf Frühling umgestellt. Aufbruchstimmung. Herrlich!

Die Kalenderblätter Februar wandern in ihren verdienten Ruhestand. Die Märzblätter sind an der Reihe:

Märzblatt Tischkalender 2011

Auf dem Tischkalender 2011: Ich trau mich was lautet das neue Thema: "Ich genieße meine weiche Seite." Eine lilafarbene Küchenschelle zeigt mit goldgelben Staubgefäßen ihre ganze Schönheit.

Meine weiche Seite. Was spricht dieser Satz heute in mir an? Mir fällt mein gestriger Blogbeitrag "Wenn's gerade nicht vorwärts geht" ein, in dem es darum ging, Vertrauen zu haben, dass sich das Richtige zum rechten Zeitpunkt entwickelt. Nicht mit meinem Willen Dinge beeinflussen, sondern sie auf mich zukommen lassen. Das ist eine weichere Art, vorzugehen. Sanft und liebevoll mit mir selbst umgehen.

Als weitere Assoziation fällt mir meine Haut ein. Nicht überall ist sie so weich wie an meinem Bauch, ganz kuschelig fühlt sie sich dort an. So erinnert mich das Märzblatt auch daran, diese weiche Seite an mir zu genießen, statt daran zu denken wie es anders ("besser") sein könnte. Mich lieben und genießen wie ich bin.

Tischkalender: Ich trau mich was

Nun zum Wandkalender:

Wandkalender 2011

Ich liiiiiiiebe das Märzbild vom Wandkalender Herzensangelegenheiten 2011 mit dem Zitat: "Ich gestalte mein Leben wie es mir gefällt." Dieser Satz löst Freude, Kraft und Lust auf Neues in mir aus. Ich könnte vor Vergnügen quietschen. :o)

Warum? Weil es mich erinnert: Ich habe mein Leben in der Hand. Ich gestalte es und bestimme, was mir wichtig ist und was nicht. Ich kann mich für etwas Neues entscheiden, etwas anders machen, neue Türen öffnen. Diese Energie passt für mich in die Aufbruchstimmung des Frühlings.

Ausführlicher habe ich das Märzblatt und den Kalender insgesamt im Herbst vorgestellt: "Wandkalender 2011: Herzensangelegenheiten". Wenn Sie mögen, schauen Sie rein.

Wandkalender 2011

Mich packt die Lust, raus in den Garten zu gehen. Die schützenden Tannenzweige nahm ich heute früh schon von meinen Pflanzkästen. Wenn die Forsythien blühen, ist die richtige Zeit für den Rosenschnitt und dafür, im Garten aufzuräumen. Darauf habe ich bei diesem herrlichen Wetter so richtig Lust!

Einen schönen Tag wünscht

Anja Kolberg

Montag, 07 Februar, 2011

Ein traumhafter Start - dank Frühlingsstimmung

Sonnenstrahlen. Blauer Himmel. Frische angenehme Luft. Trockene Gehwege. Der Ruf der Kohlmeise in den Bäumen über unserem Hund Minu und mir beim morgendlichen Spaziergang. Zwischen den braunen Blättern und der Erde auf dem Boden luken erste grüne Spitzen hervor. Frühlingsstimmung kommt auf.

Kann eine Woche, kann ein Tag besser beginnen als mit diesen wunderbaren Sinneseindrücken? Ein Traum!

Oh, ich wünsche Ihnen, dass es bei Ihnen genau so schön ist wie bei uns. Es schwingt ein Aufbruchsgefühl mit, ein beschwingtes Gefühl, dass ich alles schaffen kann, was ich mir vornehme. Und das ist wunderbar!

Für Frühlingsstimmung sorgen auch diese Dinge:

Die Quittenzweige (Cydonia obduga) schaffen Frühlingsatmosphäre in unserem Wohnzimmer. Immer mehr rosafarbene Blüten und auch erste hellgrüne Blättchen treten hervor. Es ist toll, die Natur so beim Wachsen beobachten zu können. Die Kirschzweige fand ich bei der Blumenhändlerin meines Vertrauens. :o)

Für den passenden Duft sorgen die Blüten der Tazette, einer Narzissenart. Wenn ich meine Nase in ihre Köpfe halte, oh, dann fühle ich mich wie mitten in einem Feld voller Frühlingsblumen. Himmlisch!

Das Wetter lockt mich zu einem Gartenrundgang. Mal sehen, was sich dort schon bewegt. Zunächst schwappt lautes Kinderlachen, ihr Rufen und Schreien zu mir mir herüber: In der Schule ist Pause und auf dem Pausenhof ist toll was los. Die Kinder genießen die trockenen und warmen Stunden. Ich mag diese Lebendigkeit, die von dort zu uns hinüber kommt, sehr!

Mal sehen, gibt es schon etwas Grünes in meinem Garten?

Die Kletterhortenise ist über und über mit dicken Knospen gespickt.

Die Christrose steckt in ihrer Hauptblühzeit.

Dieses Exemplar möchte noch eingepflanzt werden, ich bekam sie und einige Schwestern just letzte Woche von meiner Blumenfreundin Petra geschenkt. *freu*

Die Schneeglöckchen stehen in den Startlöchern.

Die Bauernhortensie zeigt auch schon jede Menge Knospen. Damit hatte ich noch gar nicht gerechnet.

Ein Blick in das 'Nest' des Storchschnabels. Die neuen Blätter sprießen bereits...

Viele Wegweiser Richtung Frühling. Genau das, was ein Frühlingskind wie ich braucht, um glücklich zu sein!

Anja Kolberg

Donnerstag, 06 Januar, 2011

Schwung holen

Köln steht kurz vor der Schneeschmelze. Das klingt wie "nach der Eiszeit". Aber ehrlich: Ein bischen ist es so ja auch. Ich sehne mich nach dem Moment, wo der Gartenboden frostfrei ist und ich die Blumenzwiebeln in die Erde bringen kann. Ich hörte, dass man sie auch in die Gefriertruhe legen kann, damit sie den benötigten Frost abbekommen, falls sie noch nicht ins Beet können oder die Zwiebeln draußen lagern, damit sie die Kälte abbekommen. Im Hinblick auf das gefräßige Eichhörnchen und unsere Mausefamilie hinterm Haus - hm... Ich warte bis zum Wochenende, dann muss ich mich nicht durch den Keller zu Töpfen kämpfen, in denen sie draußen nagersicher gelagert werden können. Also Tauwetter: Bei mir bist du willkommen.

Mein geliebter Gartentisch hat einigen Schaden genommen, weil wir ihn nicht rechtzeitig vor dem Frost, dem Schnee und dem Beinbruch meines Mannes in den Keller gebracht haben. Gut, dass mein lieber Schwiegervater mir geholfen hat, ihn vor Sylvester in trockene und frostfreie Räume zu bringen. Im Frühjahr muss der Holztisch unbedingt abgeschliffen werden, beim Schneerunterkratzen... ich will lieber nicht länger an die Kratzer und Streifen und das Abgehobelte denken... Lieber Tisch, ich werde dich im Frühling so richtig schön aufmöbeln und dir alles geben, was du brauchst, damit du wieder in Sonne und Regen stehen kannst und es dir gut geht! Versprochen.

Ich freue mich sehr über Rückmeldungen zu meinem Engagement für die Pferde in Irland. Das gibt mir immer wieder die Kraft, ein Schrittchen weiter zu gehen, obwohl mir so oft die Energie dafür abhanden gekommen ist. Da wird mir bewusst wie ermüdend es ist, keine Antworten zu kommen und was es für ein machtvolles Gefühl ist, zu spenden, denn das kann ich in jedem Falle tun. Updates finden Sie bisher noch am Ende des Irland-Artikels, ab sofort gibt es für die Pferde in Irland eine eigene Blog-Kategorie, die heißt "Blog - Tierschutz", dann stehen die News immer zu oberst. :o) Was ich noch tun kann, ist bei der nächsten Europawahl noch genauer darauf schauen, wer sich für die Themen einsetzt, die mir wichtig sind. Im Europaparlament wird so viel mehr entschieden, was für uns wichtig ist, das wird mir immer deutlicher. Denn nur wenn Gesetze da sind, die die Tiere schützen und auch die Menschen sensibilisiert werden, ist langfristig keine Hilfe mehr nötig.

Anja Kolberg

Dienstag, 21 Dezember, 2010

Schneeflöckchen, Weißröckchen...

Die weiße Pracht hat Köln fest im Griff. Jeden Morgen der Blick aus dem Fenster: Hat's in der Nacht wieder geschneit? Bisher gab es in den letzten Tagen keinen, an dem die Antwort "Nein" lautete. Also rein in die Schneestiefel und raus an die Schneefront. Den Bürgersteig freischaufeln. Langsam weiß ich nicht mehr, wohin mit dem Schnee.

Hier ein Bild aus unserer Straße, das ich Sonntag Nachmittag aufgenommen habe. Danach hat es nochmal bestimmt 10 Zentimeter geschneit.

 

Da hier die Straßen ja nicht richtig geräumt werden, ist es für die Autos eine ziemliche Rutschpartie.

Die Herausforderung für die parkenden Autos: Aus dem aufgehäuften Schnee am Fahrbahnrand wieder auf die Fahrbahn kommen. Zwei Autos habe ich, als ich unterwegs war, schon angeschoben. Wer unterwegs ist und so stecken bleibt, dem bleibt nur eines: Um Hilfe bitten. Schaufel. Anschieben. So entstehen auch nette Kontakte. Auch beim Schneeschippen vor der Türe ergibt sich immer ein Plausch mit der Nachbarschaft oder mit Passanten. Eine der schönen Seiten, neben gestählten Oberarmen und einer rosigen Gesichtshaut. :o)

Der kleine Ahorn am Bachlauf Sonntag Mittag. Inzwischen sind seine Zweige nicht mehr zu erkennen. Zu sehen ist nur noch ein großer weißer Hügel.

Minu wollte es sich nicht nehmen lassen, mal über den Teich zu laufen. Noch ist er ja gefroren. Als Welpe, da war sie noch nicht bei uns, ist sie mal in einen gefrorenen Teich gefallen. Eigentlich sollte sie daraus gelernt haben. Aber nach acht Jahren ist ja so einiges vergessen...

Das Schneetreiben am Sonntag Nachmittag in unserem Garten von oben. Herrlich schaut es aus. Im Fenster spiegelt sich das Feuer in unserem Kaminofen.

Eines von meinen aufgehängten Vogelfutter-Säckchen im Kirschbaum. Ich freue mich, dass die Vögel sie annehmen. Erst dachte ich, sie nehmen davon keine Notiz und dann sahen mein Mann und ich gleich fünf Meisen am Rosenbogen, wo auch ein Säckchen mit Nüssen hing. Was für eine Freude!

Ich wünschte, ich könnte von meinem Arbeitsfenster aus auf ein Vogelhäuschen blicken und ihrem Treiben zuschauen. Das wäre ein Traum.

Heute ist ein Tag, wo mein Mann und ich nicht raus müssen. Kein Arztbesuch. Keine Fahrt zur manuellen Lymphdrainage. Gleich nur zu Fuß die Pakete zur Post bringen. Das tut so gut!

Ich wünsche Ihnen allen, dass Sie heil und glücklich dort ankommen, wo Sie hinmöchten, sei es zur Arbeit, zu Terminen, nach Hause oder wo sonst Sie immer hinmüssen. Und wenn Sie steckenbleiben sollten, immer ein paar freundliche Worte, ein lächelndes Gesicht und helfende Hände in Ihrer Nähe.

Von Herzen

Anja Kolberg

Samstag, 11 Dezember, 2010

Licht im Dezember

 

Drei Kerzen erhellen den Tisch. Advent. Das Tablett mit den vier Kerzen ist endlich geschmückt, die Weihnachtstischdecke ausgepackt.

Die letzten acht Tage waren vor allen Dingen geprägt von Besuchen im Krankenhaus, Besorgungen, Wäsche waschen, Minu alleine ausführen, selbst mit der Umstellung klar kommen... Windnächte (es waren bisher drei) alleine mit Minu durchstehen... Boah, war ich müde, lief ziemlich an meinem Limit. Heute geht es schon besser. Erfreulich ist, dass es meinem Mann von Tag zu Tag besser geht, die Heilung trotz der Diabetes gut voranschreitet. Ab Montag darf er endlich aufstehen. Heiß ersehnt von einem Menschen, der sich täglich viel bewegt...

Stolz bin ich auf mich, dass ich diesmal gut mit meiner Angst, nachts alleine zu sein, umgehe. Klar, habe ich Minu zur Seite. Dennoch konnte ich vorher immer schlecht einschlafen, wenn mein Mann mal mehrere Tage unterwegs war, hatte immer wieder Angst. Jetzt habe ich den Satz: "Ich habe Angst, hier kommt einer rein" mit 'The Work' verwandelt in: "Hier kommt keiner rein!" Ich spürte wie dieser Satz in mir die Idee formte, dass ich mich wehren kann.

Auf einmal erinnerte ich mich an eine Klöpperei, die ich als Kind mit meinem gleichaltrigen Nachbarsjungen hatte. Er hatte immer eine große Klappe und ich ließ mir nichts von ihm gefallen: Also wurde ein Streit auch schon mal körperlich ausgetragen. Eine Situation, die ich nie vergessen werde: Ich besiegte meinen Nachbarsfreund! Er lag unter mir auf der Wiese und konnte sich nicht mehr wehren! Das war enorm stärkend für mein Selbstbewusstsein. Ich wünschte ein solches Erlebnis jedem Mädchen in seinem Leben, denn es ist ein unglaublich gutes Gefühl, zu wissen, dass ich auch körperlich stärker sein kann als ein Junge. Klar, nur wenige Jahre später war er stärker als ich und ich wehrte mich mit meinen Worten. Dennoch: Diese Klöpperei mit diesem Ergebnis ist einer meiner Schätze. Und lieber S., ich werde dir dafür ewig dankbar sein. :o)

Also: Wenn es einer wagen sollte, dann wird er ein richtiges Bergisches Landmädel mal kennen lernen! Ich merke, wie ich dabei meinen Rücken gerade mache, den Kopf hebe, die Brust rausstrecke und einen richtig bösen Gesichtsausdruck bekomme: "Wehe dir!" Seit dem schlafe ich gut.

Ich bin so froh, wenn dieses Jahr endlich vorbei ist. 2009 fand ich schon heftig, 2010 war gefühlt minimal besser, aber so wirklich? Ich schüttle mit dem Kopf. Tiefes Durchatmen: Es kann nur besser werden.

Im Garten ist der Schnee vollständig weggetaut, lediglich der Teich zeigt noch eine dicke Eisschicht, auf der die Blätter wie eine herrliche Garnierung ausschauen:

 

Lieber Petrus, bitte warte mal eine Woche mit dem nächsten Schnee- und Frostschub und lass es draußen ein wenig trocknen. Dann kann ich nämlich meinen Kaufrausch an Blumenzwiebeln endlich abarbeiten...

 

210 Zwiebeln sind es insgesamt. Zwanzig Zierlauchkugeln warten bereits im Gartenboden auf den Frühling. Für mehr von ihnen war in der voraussichtlichen Höhe leider kein Platz - vielleicht werde ich nächstes Frühjahr mehr Stellen entdecken, wo ich eine meiner Lieblingspflanzen doch noch platzieren kann. Im Ausverkauf habe ich mir diese Begleitblumen für die Allium Purple Sensation gegönnt: Weiße und lilafarbene Tulpen und weiße Narzissen. Ich hoffe, sie blühen wirklich einigermaßen zur gleichen Zeit, dann sieht es bestimmt ganz toll aus.

Und für meine beiden großen Blumenkübel auf der Terrasse habe ich die Mischungen rechts besorgt: Der große Karton für meinen Blumen-"Sandkasten" und die weiß-rosa-Mischung für den Terracottakübel, der noch leer ist.. wenn bis Mai nicht wieder das Eichhörnchen alle ausbuddelt und vernascht, habe ich richtig dolll was zu gucken... Ich muss dran denken, den Kübel dieses Mal mit Reisig abzudecken.

Das Beste an der ganzen Garten-Vorbereitung ist für mich eines: Die Vorfreude auf den Frühling und meine Gedanken wie das Ergebnis wohl aussehen mag! Das ist wie ein lichtvoller Frühlingsgruß im Dezember.

Einen schönen 3. Advent

Anja Kolberg

Dienstag, 30 November, 2010

Grüße aus Schneeflockenhausen

Ist das kein herrlicher Ausblick von meinem Schreibtisch?

 

Minischneeflöckchen für Minischneeflöckchen - gestern Abend und scheinbar die ganze Nacht hindurch hat Petrus Köln ein 1a-Schneekleid gezaubert. :o)

Hier einige Impressionen aus meinem Garten:

 

Die Margarite bekam ein warmes Mäntelchen und hübsche Hütchen.

 

Die Kopfbedeckungen der Echinazea sind auch nicht zu verachten.

 

Diese Holzdeko sieht mit Schnee viel schöner aus.

 

Die Zweige der Schneerose. :o)

 

Auch im weißen Outfit ist der Teich bezaubernd schön: Die Strukturen und Formen treten hervor.

 

Buddha versteckt sich im Schnee.

 

Sieht der kleine Ahorn mit dem Kleid nicht genauso schön aus wie mit Blättern?

 

YamYam, lecker ein Schneeeis für Minu!

 

Unter der Decke leuchtet das Pink der Erika.

 

So viele schöne Seiten hat der Wintereinbruch in Köln!

Ich hoffe, Sie sind heil durch den Berufsverkehr gekommen, haben trockene Füße und warme Hände. Hier fallen weiter kleine weiße Pünktchen vom Himmel und der Wind weht sie teilweise von Bäumen und Dächern.

In der Irland-Sache bin ich gefühlt nicht wirklich weiter gekommen, obwohl ich einige Mails geschrieben habe. Das macht mich traurig. Das Thema lässt mich aber nicht los und so bleibe ich am Ball. In Irland gibt es offensichtlich zwei größere Tierschutzorganisationen, die http://www.dspca.ie und http://www.ispca.ie. Beide habe ich mit meinen bescheidenen Englischkenntnissen angeschrieben, was sie für die Pferde tun und was ich tun kann, ebenso bat ich um Auskunft, ob sie die Tiere vorm Schlachter und dem Erschießen schützen. Auch wenn ich selbst etwas spende, so hat das doch finanzielle Grenzen. Wieviel kann ich bewegen? Ich habe mir überlegt, größere Organisationen anzuschreiben, die mit Pferden zu tun haben, ob sie aktiv werden könnten, zum Beispiel den CHIO in Aachen. Dadurch könnte mehr Geld zusammen kommen und in dem Fall wird wohl viel auch viel helfen. Tierärzte ohne Grenzen, soviel weiß ich inzwischen, gehören der Entwicklungshilfe an und kümmern sich in Afrika ausschließlich um Einwohner, die von der Nutztierhaltung leben. Wenn Sie Ideen haben, melden Sie sich gerne.

Einen zauberhaft schönen Tag!

Anja Kolberg

Donnerstag, 25 November, 2010

Der Blumenkasten im Advent

Sommerblumen im November Die Sommerblumen sind inzwischen in einen Blumenkübel umgezogen, wo sie immer noch herrliche Blüten produzieren. Beim Nachbarn blüht sogar noch der Lavendel. Bei der angekündigten Kälte hält dieser Anblick vielleicht nicht mehr lange.

Was mache ich mit meinem Blumenkasten vor dem Büro? Leer lassen? Auf keinen Fall! Ich brauche einen schönen Ausblick vom Schreibtisch aus. Tannenzweige in die Erde stecken? Nö, ich will mehr Abwechslung. Mehrere Wochen habe ich überlegt, was ich machen kann, dann besorgte ich mir bei meiner Blumenfreundin Petra (in ihrem Geschäft im Kirchweg 131, in Junkersdorf hat sie sehr schöne Adventsgestecke gezaubert) folgende Utensilien:

Dicker Tannenzapfen, kleiner Kranz aus Zweigen, zwei kleine Pflanzen mit roten Früchten (Rote Teppichbeere - Gaultheria procumbens), einige schöne Laubbaum-Zweige und das allerallerschönste für mich: Zwei dicke handgroße Mooshügel. Aus meinen Blumenkübeln fischte ich dann noch ein Eisenherz und eine Mühlenbeckie sowie ein Mühlenbeckienherz, das ich auch bei Petra gekauft hatte. In meinem Fundus gab's noch ein bischen andere Deko, so sieht der Winter-Blumenkasten fertig aus:

 

Um den Blumenkasten habe ich wieder meine Lichtergirlande mit künstlichen Tannenzweigen gelegt, damit es auch am Abend schön ausschaut. Hm, tut das gut!

Hier einige Details:

Und so ist meine Teilaussicht vom Schreibtisch:

 

Das tut so gut!

Die Gartenarbeit habe ich auch gestemmt: Blätter vom Rasen geharkt, puh, das Gras war so lang, es wollte noch ein letztes Mal für dieses Jahr geschnitten werden. Dann wurde in den Beeten aufgeräumt wo es nötig war, Blattreste der Stauden entfernt (wollte es gerne aufgeräumt, obwohl alles stehen lassen gerade für Frost und Schnee sehr schöne Bilder ergeben kann), Blätter aus dem Teich und Bachlauf gefischt (wir haben ein Leck am Bachlauf, deswegen ist er trocken gelegt, da war das Fischen glücklicherweise nicht so kalt für die Finger).

Hier ein paar Eindrücke aus meinem Novembergarten:

Das Blütennest der Christrose. Ich habe viele Blätter abgeschnitten, damit die Staude Kraft für die Blüten hat, die bald kommen werden.

Die letzten Blätter des schönen Ahorns (Acer palmatum 'Sango kaku') mit seinen feuerroten Zweigen.

Die letzten herrlich verfärbten Blätter unserer Zierkirsche.

Die Rispen des Chinaschilfes. Wie schön sie aussehen, wenn darauf Frost oder Schneepuder liegt! Darauf freue ich mich schon.

Dieses Geschenk erfreute mich ganz besonders: Die Mohnblume hat es wahrhaftig geschafft, ohne Sonne, ohne Wärme auf unserer schattigen Terrasse eine letzte Blüte zu "gebähren". Mir fällt kein besseres Wort ein. Ist sie nicht wunderschön?

Nach der Gartenarbeit hatte ich gehörig Rücken, Knie und die Beine zitterten mir vor Anspannung, aber vor allen Dingen war ich glücklich, dass ich die Arbeit endlich gemacht habe, die ich Wochen vor mir hergeschoben habe. Strike!

Dabei ist mir auch klar geworden: Es gibt keinen optimalen Zeitpunkt, etwas zu tun. Die letzten Wochen war immer blödes Wetter und wenn es mal trocken war, hatte ich was vor oder es passte gerade nicht. Am Dienstag war es erst trocken und dann fing es nach einer halben Stunde an zu regnen, ich hatte gerade den Rasen fertig gemäht und war heilfroh endlich draußen zu sein und die Gartenarbeit angepackt zu haben. Wieder rein? Abbrechen? Nein! Also habe ich im Regen weitergearbeitet. Die Fleecejacke wurde schwerer, der Boden rutschiger, das Wasser lief mir über die Kopfhaut. Es hat Spaß gemacht! Ich fühlte mich so mit der Natur verbunden. Ein tolles Gefühl.

Es gibt keinen optimalen Zeitpunkt, die Dinge zu tun. Immer stimmt irgend etwas gerade nicht. Wenn ich die Dinge tue, dann ist der richtige Zeitpunkt. Und der kommt nicht einfach so daher, wenn ich nicht aktiv werde.

... hoffentlich denke ich das nächste Mal daran, wenn ich wieder hadere und zögere und warten will. Da gibt es so vieles in meinem Leben, wo dies der Fall ist!

Anja Kolberg

Donnerstag, 18 November, 2010

Schätze aus dem Novembergarten

Aus dem Garten habe ich die letzten Schätze eingesammelt und in eine Porzellanschale gelegt. In der Mitte steht die herrliche, grüne Kerze, die ich von einem lieben Menschen geschenkt bekam.

Durchatmen. Jetzt geht es mir schon besser.

In der Schale liegen: Das Blatt des Frauenmantels, zwei Margaritenblüten, ein Hortensienball, die letzte Rosenknospe, das Blatt des Apfelbaums, eines vom Kirschbaum, eines von der Rispenhortensie und eines vom Ahornbaum. Die letzten Blüten des Männertreus, einige Heiderispen, das dunkelgrüne Blatt vom Storchschnabel und das gepunktete Blatt des Lungenkrauts. Da ist doch noch eine ganze Menge im Garten.

Die Rosenknospe wird sich wohl nicht mehr öffnen, zu wenig Sonnenstrahlen erreichen die Terrasse in dieser Jahreszeit. Mein Rosenstämmchen hatte noch eine Zweite, doch diese fiel vor ein paar Tagen einfach ab. Ich bin froh, dass ich die hier retten konnte.

Das Brennen der Kerze tut mir gut. In der Luft liegt Schwefel vom Anzünden des Streichholzes. Was für eine Freude ist dieser Teller auf meinem Schreibtisch.

Eine Tasse dampfenden Tee (Leber Galle Tee von Infirmarius, köstlich) habe ich dazu gestellt. Den aufsteigenden Dampfsäulen zuschauen. Das löst Ruhe in mir aus.

Der Garten schreit förmlich nach der Hand seiner Gärtnerin. Doch ich hatte die letzten Tage/Wochen entweder keine Lust oder es war zu nass draußen. Ich will am liebsten warten, bis die letzten Blätter vom Kirschbaum hinuntergesegelt sind und sie dann alle auf einmal aus dem Teich und Bachlauf fischen, den Rasen harken und ein letztes Mal mähen. Die frostempfindliche Prinzessinenblume und die Schmucklilie wollen ins sichere Haus geräumt werden und die übrigen Kübelpflanzen an die Hauswand gerückt. Die zwei neuen Clematis sind noch immer nicht gepflanzt, ebenso wie zwanzig Zwiebeln des Zierlauchs, die ich so sehr mag. Der Grill, die Holzbank und der Gartentisch wollen in den trockenen Keller. Puh!

Wahrscheinlich ist es so wie jedes Jahr: Vorher denke ich ewig darüber nach, wie viel Arbeit im Garten ansteht und wenn ich es dann endlich anpacke, ist es in einer oder zwei Stunden geschehen...

Anja Kolberg

Donnerstag, 21 Oktober, 2010

Huhu da draußen in der Welt

 

Oh, das Bild gefällt mir sehr - es sieht wirklich so aus, wenn Sie vor meinem Bildschirm stehen, hinter mir die grüne Wand mit meinem Sonnenblumen-Feuerbild, ich habe ein rotes Oberteil an, gut die Tasse Kaffee steht stabiler und ist inzwischen leer, auf dem Schreibtisch sieht es auch nicht ganz so aufgeräumt aus. ;o) Aber sonst stimmt es ziemlich genau.

Mir geht es richtig gut nach der emotionalen Achterbahnfahrt der letzten Tage. Die ersten Bestellungen sind mit per Post unterwegs, meine Künstlerseele wurde mit liebevollen Feedbacks verwöhnt - und jetzt gerade scheint die Sonne in mein Büro. Minu hat sich gleich ein sonniges Plätzchen auf dem Boden ausgesucht. Ich bin so froh, dass die neuen Kalender und Karten so gut bei Ihnen ankommen. Was für ein Geschenk für mich! So langsam spielt sich alles ein.

Ich war heute früh im Garten mit der Kamera unterwegs, (klingt, als sei es ein riesiger Park, dabei könnte ich den Zaun abhüpfen, ohne große Konditionsprobleme zu bekommen - gut, dass es nicht geht, denke ich gerade, da sind die Hortensien im Weg, die Quelle des Bachlaufs, Steine... Glück gehabt. Was schreibe ich denn auch, ich will unseren Garten nicht abhopsen.)

Hier ein paar Bilder aus meinem grünen Reich:

An unserem Säulenapfel habe ich eine schöne Frucht übersehen. Die lasse ich auch da hängen. Mal sehen, ob die Vögel und Insekten daran Freude finden.

Ungefähr diese Aussicht hat der Apfel, wenn er nach oben schaut. Schön bunt & von der Nachbarin gegenüber.

So zauberhaft verfärben sich die Hortensien. Die Blätter sind immer noch dunkelgrün - vielleicht hilft die Kälte, die uns seit gestern heimsucht, sie bunter zu machen.

Diese Margerite habe ich im Frühsommer zwischen die Hortensien und das Geranium gepflanzt. Sind wohl die letzten Blüten für dieses Jahr von ihr. So richtig wohl fühlt sie sich noch nicht, ihre Schwester - genau gegenüber gepflanzt - wollte nicht im Garten bleiben. Seufz. Moment, musste gerade für Minu einen Knochen verstecken. Sie liebt es, Dinge zu suchen. So, fertig, nächstes Bild:

Das Bild gefällt mir am besten: Die Funkie verfärbt sich und der kleine Ahorn am Bachlauf fängt ganz langsam an, die Farbe der Blätter zu verändern.

Meine Hochstammrose hat noch eine Blüte hervorgebracht. Ich hoffe, dass sie genug Sonne auf der um die Jahreszeit immer schattigeren Terrasse abbekommt, damit sie noch aufblüht.

Sieht ein bischen wie Kohl aus, ist aber selbstausgesähter Mohn. Ich hoffe, sie hat genug Kraft um diesen Herbst noch zu blühen.

So richtig in Hochform sind die Dahlien. Früher mochte ich sie nie, sie waren in so vielen Gärten vertreten. Zwei klitzekleine Sorten in Pink und Gelb habe ich auch seit letztem Jahr. Die mag ich.

So blau ist der Himmel hier im Moment. Die große Buche beginnt laaaaaangsam, ihre Blätter zu verfärben.

Und sooooooo viele Blüten haben die Sommerblumen in meinem Blumenkasten vorm Bürofenster noch. Die wollen noch gar nicht aufhören mit Blühen, bekommen hier auch viel Sonne ab, Südlage statt im Garten, der eher Richtung Nord/West ausgerichtet ist. Eigentlich möchte ich schon gerne herbstlich bepflanzen, aber bei dem Blütenmeer bringe ich das noch nicht übers Herz.

Puh, war das letzte Nacht kalt. Meine Nasenspitze: Eiskalt. Ich wollte gar nicht warm werden, bibber, ich hatte schon so viel an. Mit Heizung im Schlafzimmer kann ich nicht gut schlafen. Hm und ich war zu faul, raus aus dem warmen Bett in die kalte Luft zu steigen, die Treppen runter zu laufen und mir eine Wärmflasche zu machen... Da liebe ich doch die warmen Füße meines Mannes...

Einen schönen Sonnentag wünscht

Anja Kolberg

Donnerstag, 30 September, 2010

Plitsch - Platsch

Manchmal ist das Regengeräusch gar nicht so laut wie ein Plitsch Platsch. Feinster Sprühnebel macht keine Geräusche. Zumindest nicht für meine Ohren. Draußen fahren die Autos im Feierabendverkehr über die klatschnasse Straße. Mein Mann guckt raus, zieht den Kopf leicht ein und überlegt, ob er noch ein paar Minuten mit Minus Spaziergang warten soll, bis es endlich zu regnen aufhört... Ich habe die Lampe auf meinem Schreibtisch längst angeknipst. Puh, ist das Dunkel.

- kurz ein Update zu meinem letzten Blogbeitrag -

Die Fragen mit der Druckerei sind geklärt, ich konnte mich gut selbst beruhigen. Gestern habe ich mir einen freien Nachmittag bei knisterndem Kaminofen und einem neuen Film auf der Couch gegönnt, mein Göttergatte hat gleich mitgemacht. :o) Belohnung muss einfach sein. Der Film war klasse, lange nicht mehr so etwas unterhaltsames und gleichzeitig unglaublich leckeres gesehen, gemeint ist der Hauptdarsteller, der sich extra für den Film in ein Muskelpaket schmiss und so fast alle Stunts selbst machte. Wie gesagt: Lecker was fürs Frauenherz und eine gute Geschichte und traumhaft schöne Landschaftsaufnahmen und.... Mein Mann fand die Action & Story toll. :o) Der Film? Der Prinz von Persien.

- zurück zum Plitsch Platsch -

Lust auf ein paar Eindrücke aus dem Zauberland, das Petrus im Garten geschaffen hat? Kommen Sie mit in meinen Garten und ich zeige Ihnen wie schön es dort bei Regen aussieht:

Die Rosenblätter sammeln Tropfen.

Der Frauenmantel zeigt auf der nassen Bruchsteinplatte zum zweiten Mal in diesem Jahr wie schön grüne Blüten sein können...

... und wie bezaubernd seine Blätter den Regen einfangen. (Übrigens auch die Tautropfen am Morgen, perfekte Frauenmantelblütenessenzen.)

Dieser Büschel Gras steht unermüdlich als Wächter an unser Treppe.

Diese Clematisblüte wartet darauf, endlich in den Garten gepflanzt zu werden. Sie möchte am Kirschbaum hochklettern und ihn mit weißen Blüten bis in den Herbst verschönern. Ihre Schwester in dunkellila möchte eine Seite des Rosenbogens bis in den späten Oktober mit Blüten versorgen.

Die Blätter dieser Funkiensorte sind schon auf Herbst eingestellt. Ihre kräftig grüne Sommerfarbe ist Vergangenheit. Goldgelb ist nun der Farbtrend.

Das allerallerschönste Bild geben für mich jedoch die Perlenketten ab, die Spinnweben und Regen nur im Herbst so schön zaubern. Ohne die Regentropfen wäre es nur ein Netz, aber gemeinsam sind sie der schönste Schmuck im Herbstgarten!

Weil es so viel Spaß macht, die schöne Seite des Regens zu betrachten, während ich doch sonst eher die Ungemütlichkeit daran entdecke, weil's nass ist und kalt und dunkel, hier zur Aufmunterung zwei Regen-E-Cards aus dem Garten:

 

So herrlich sieht der Strauß aus, den ich vor anderthalb Wochen geschenkt bekam. Perfekt gekühlt auf der Terrasse und glitzernd geschmückt von der Natur:

Klick mich, ich bin eine E-Card  

Ich freue mich sehr, jetzt Schritt für Schritt meine To-Do-Liste weiter abzuarbeiten, bis der Webshop seine Tore für die Herbstsaison öffnet. Wenn Sie sich in den Newsletter eintragen, werde Sie automatisch darüber informiert.

Mit Wehmut denke ich gerade an die Briefe und Postkarten und Päckchen der letzten Tage. Die machen meinen Morgen auch so herrlich hell und lassen mich fröhlich den Tag beginnen. Mögen Sie mir diese Überraschung machen? Hier die Infos.

Herzliche Grüße aus Köln

Anja Kolberg

Freitag, 17 September, 2010

Auf der Suche nach dem roten Glück mit den weißen Punkten

Letzte Woche Samstag: Strahlendes Frühherbstwetter und in der regionalen Tagespresse las ich von gigantischen Pilzfunden. Ob der richtige Zeitpunkt für einen Waldspaziergang im Bergischen wäre und die Chance gekommen, endlich meine geliebten Fliegenpilze zu finden? Seit Jahren schon träume ich davon, endlich einen echten vor die Linse zu bekommen. Doch entweder war ich zu spät oder zu früh unterwegs oder ich fand keine... Dieses Jahr hatte der feuchte August eigentlich für gute Bedingungen gesorgt. Spontan packte ich - auch mit Gedanken endlich Luna (siehe Beitrag: "Schwarz - süß - wild") kennen zu lernen - meine Fototasche und rief bei meiner Oma an, ob sie zu Hause sind und ich von dort meine Wanderung starten könnte. Alles okay, also los.

Das erste Glück: Mein Onkel und meine Tante hatten Lust, mich zu begleiten. Ich hätte mich wahrscheinlich alleine nicht so weit in den Wald getraut, bin ja eine schöne "Schissbuchse" (bergisch Platt für Angsthose). Wie immer war mein Onkel gut gewappnet, denn dank seinem Spazierstock konnten wir den Weidenzaun, der Nachbars Kühe mit Strom auf der Wiese hielt, gut unterklettern, ohne einen gewischt zu bekommen. Ein bischen wummrig war uns bei der Überquerung der großen Weide schon, denn wir konnten den gigantischen Bullen, der mit seinen Mädels dort lebte, nicht entdecken und von einem lauten Schnaufen und Hufgetrampel durch die Gegend gejagt zu werden, ist auch keine schöne Vorstellung. Ich überlegte kurz, wer von uns wohl am langsamsten sei... Da ich das meiste Gewicht auf den Rippen habe, sah ich mich in der Situation. Räusper. Also schnellen Fußes weiter.

Der Wald war bald erreicht, die Herbstsonne herrlich warm, auf dem steilen Wiesenhang weideten "Beuerder" (Jungkühe) und um sie herum sprangen und sangen Grillen. Als Jugendliche war ich an der Stelle oft mit unserem Hund Britta (Schäferhund-Colliemix) spazieren. Zwischen den Wiesenhängen gurgelt nämlich ein herrlicher frischer Quellbach über Grauwacke ins Tal. Auf dem Grund fand ich sogar Ton. Mein Elternhaus und das unserer Großmutter wird heute noch über eine Quelle aus dem Wald mit Wasser versorgt.

Kaum am Wald angekommen, entdeckte mein Onkel die ersten Pilze:

Und im Wald fanden wir zwischen den hohen Tannen auf dem von Stern- und anderen Moossorten durchzogenen weichen Boden so viele herrliche Pilzmodells, das mein Fotographenherz vor Freude lachte:

 

Überhaupt: Dieses wunderbare Moos und die vielen verschiedenen Sorten von Farn. Ein Augenschmaus!

 

 

Wenn es nach mir ginge, hätte ich gaaaanz viel Moos im Garten. Doch leider sind die Vögel damit nicht einverstanden, denn sie zerpflücken für ihren Nestbau regelmäßig alles, was ich dort anpflanze und züchte... Dieses grüne Zimmer im Wald. Ein Traum. Das lässt sich auch nicht auf Bildern wiedergeben. Stille. Sonnenlicht bricht durch die hohen Tannen und leuchtet einzelne Stellen auf dem Boden aus.

Der Hang zu beiden Seiten von grünen Moosen und Farnen und kleinen und großen Tännchen überzogen. In der Talsohle gluckert der Bach über die Steinplatten. Wir entdeckten Matschkuhlen, in denen sich die Wildschweine suhlen. Immer wieder leuchten kleine und große Pilze zwischen dem Grün auf. Herrlich! Meine Tante und ich waren uns einig: Hier ein Haus mit einem riesigen Wintergarten. Nachts der Wald beleuchtet - und alles kann man sehn. Ach, das wäre was... Die Ruhe und der Frieden, den dieser Ort ausstrahlt, sorgt bei mir für sofortige Entspannung. Kein Motorengeräusch. Nur Vögelzwitschern, der Bach und ab und an der Wind in den Bäumen. Seufz. Ich wünsche, ich wäre jetzt dort.

Auf der großen Lichtung, wo wir vor 3 Jahren so viele Pilze sichteten - mein Lieblingsbild davon war im Kalender 2009 mit dem Text: "Die Sorgen am Waldesrand ablegen wie einen Rucksack. Zu schwer für eine schöne Reise." - waren kaum Pilze zu sehen. Och schade, die Natur hatte wohl andere Pläne...

Dafür fand ich diesen hier mit den hübschen Nagespuren auf dem Deckel. Ich berührte seine Oberfläche, weil ich wissen wollte, ob es wirklich Wasser war, was sich im Licht spiegelte. Kein Wasser. Er fühlte sich wahnsinnig glitschig an. Iiiiiiiiiih!

 

Meine beiden Waldführer wollten nicht aufgeben und hatten noch eine Idee, wo sie mal vor Jahren Fliegenpilze gesehen hatten. Also weiter. Auf dem Weg dorthin fanden wir immer wieder schöne Motive. So hüpfte uns der ein oder andere Minilaubfrosch über den Weg, die Beeren des Ilex verfärbten sich für ihr Winteroutfit, dann gab es viele orangeleuchtende Pilze, die wie kleine Korallen aus dem Boden ragten (der Pilz heißt auch so wie er ausschaut).

Ich war vollkommen erstaunt, rosa blühendes wildes Erika zu finden und wilden Salbei. Ganz besonders gefreut habe ich mich über große Impatiens, die in der Herbstsonne strahlten. Es scheint "meine" Pflanze zu sein, denn ihre Blüten gehörten immer dazu, wenn ich Bachblüten aussuchte. Hm, was für schöne Motive!

Ich finde Steinpilze superlecker und fand so einige Kandidaten, die dem Bild, was ich im Kopf von ihnen habe, ähnlich sahen. "Oh, ein Steinpilz. Die sind ja so lecker. Ob man das wohl einer ist?", sagte ich immer wieder. Doch ehrlich gesagt war keiner von uns bereit, sich auf ein Pilzfiasko einzulassen, auch wenn sie noch so köstlich schmecken. Sieht der Angenagte da oben nicht toll (und lecker) aus? Bei Pilzen denke ich gleich an Krimis und die mörderische Methode, unliebsame Menschen aus dem Weg zu räumen. Nicht, dass mir jemand einfiele, wohl aber einige Ideen, die sich zu Papier bringen ließen... Ich denke an ältere Damen, die beim Kaffeekränzchen rauchend und Karten spielend den ein oder anderen Plan aushecken...

Als ich schon kaum mehr daran glaubte, noch Fliegenpilze zu finden, aber bereits zufrieden mit all den schönen Eindrücken war, die ich schon sammeln konnte, sagte mein Onkel: "Hier ist einer!" Mein heißgesuchter Fliegenpilz! Vor lauter Freude hätte ich Weinen können. Was für ein Geschenk. Gleich wurde die Kamera gezückt, ich konnte mich gar nicht mehr davon loseisen. "Hier ist noch einer!", hörte ich von meinem Onkel. "Hier sind noch viel viel mehr!" "Oh schau dir den mal an, hier!", schwärmte meine Tante. Es war ein ganzes Überraschungfeuerwerk! So lange wie ich nach diesen Glücksbringern schon gesucht habe und dachte, ich bekomme nie eine vor die Linse, so sehr wurde mein Warten belohnt. Ich spüre beim Schreiben noch das Glück in mir, das ich fühlte, als wir die Fliegenpilz-Kolonie entdeckten: Kleine, große, welche mit vielen weißen Punkten, welche wo die Punkte an den unteren Rand des Schirms gerutscht waren, welche mit großem Schirm, winzig kleine, die gerade aus der Laubschicht krochen, angenagte, umgefallene und Prachtexemplare, die sich im Licht der Herbstsonne für mich in Pose schmissen. Mein Inneres hüpfte und jauchzte. Die Fotographin schmiss sich auf den Boden (trotz meiner Angst vor Zecken, die ich gerne über Bord schmeißen würde), füllte die mitgebrachten Speicherkarten und leerte die Akkus der Kamera. Ich war anschließend so durchgeschwitzt und aufgekratzt - und kann mein Empfinden doch nur in kleinem Maß in Worte fassen. Da war so viel!

So präsentierte sich der erste Fliegenpilz:

Ein besonders schönes Exemplar hat seinen Platz im Tischkalender 2011gefunden, den Sie hier ab Anfang November kaufen können. Im Newsletter, wofür Sie sich hier eintragen können, werde ich Sie automatisch informieren, wenn es soweit ist.

Ich bewundere die Geduld, die meine Tante und mein Onkel hatten, als ich mich beim Fotographieren so richtig gehen ließ. An der ersten Fundstelle hielt ich mich bei all den Motiven fast eine dreiviertel Stunde auf! Es tut so gut, Menschen wie sie zu haben, die mich so unterstützen! Danke auch von hier noch mal an euch beide! Natürlich auch an Oma, die währenddessen auf den vierpfotigen Racker aufpasste, der morgens noch ihr Strickzeug zerpflückte.

Möchten Sie noch einen der Glücksbringer sehen? Okay, hier einer der Laubgucker:

Auf dem Weg zurück fand mein Onkel zwischen den Tannen immer wieder Fliegenpilze, darunter riesig große. Es war ein Traum! Zum Abschluss der Reise durch den Herbstwald noch dieser hier, kein Fliegenpilz, aber ein eleganter Abschluss eines Stockes:

Nach gut drei Stunden waren wir zurück. Müde und satt von so vielen Eindrücken. Was für ein gelungener Ausflug. Was für eine Freude, dass ich meinen spontanen Impuls, ins Bergische zu fahren, wirklich umgesetzt habe.

Glückliche Grüße von einer heimatliebenden

Anja Kolberg

PS: Aus zwei Bildern habe ich E-Cards für Sie entworfen.

Freitag, 20 August, 2010

Spätsommer-Impressionen

Heute früh war der Spaziergang mit unserem Hund durch die Natur ein Wechsel zwischen kühl und warm. Kühl das Gefühl auf der Haut, wenn wir unter dem Schatten der Bäume unterwegs waren, warm wie eine streichelnde Hand war das Gefühl, wenn wir uns durch die sonnigen Abschnitte unseres Weges bewegten. Welch eine Wonne!

Gestern am späten Abend im Garten: Ein Blick auf die Köpfe der Echinazea. Was ist das? Es wimmelte darauf. Bienen fliegen doch nachts nicht mehr, oder? Was war es dann? Ein wenig Licht brachte die Aufklärung: Über zwanzig Ohrenpitscher. Wow! Übrigends heißen sie so, weil sie als Pulver gemahlen in der Antike zur Behandlung von Ohrenschmerzen eingesetzt wurden. Sie pitschen uns also nicht in die Ohren, sondern sind für uns lt. Wikipedia völlig ungefährlich. Ich wusste gar nicht, dass sooooo viele dieser Gattung in meinem Hochbeet leben. Ich hatte im Herbst schon mal umgedrehte, mit Stroh gefüllte Tontöpfe aufgehangen, weil sie darin gerne Unterschlupf finden. Der Nützling sorgt nämlich dafür, dass die Blattläuse nicht Überhand nehmen.

Unbekannt war mir bislang, dass sie nachts von der Echinazea kosten. Da die Pflanze als Immunstärker bekannt ist, bleibt die Frage: Haben sie vom Nektar der Blüte oder ihren Pflanzenteilen genascht, um sich den Magen voll zu schlagen oder war die ganze Gruppe krank und hat sich auf den Blüten ins Gruppensanatorium begeben? Hm...

Weil ich die Fenster nach Wochen Monaten endlich mal wieder geputzt habe, sehe ich jetzt noch einmal mehr, wie schön der Blumenkasten vor meinem Bürofenster ausschaut. Grün, lila, rosa und weiß sind die Farben meiner Wahl. Die Pflanzen: vanillefarbenes Wandelröschen, Lavendel, ein Herz aus Mühlenbeckie (die sich draußen super hält und nicht so schrecklich durstig ist wie drinnen - sie somit auch länger unter meinen Fittichen überlebt...), eine dickfleischige weiße Pflanze, deren Namen ich nicht kenne (unverschämt, hat sich nicht vorgestellt!, wollte aber bei mir wohnen...) und rechts und links ein dreifarbiger Sutera-Mix (Schneeflockenblume). Letzere gefällt mir besonders gut, blüht und rankt sie doch unermüdlich, kann volle Sonne ebenso wie die kurzzeitige Trockenheit im Blumenkasten ab.

Am Wochenende ist hier in der Nähe das Kölner Ballonfestival, mal sehen, ob ich schöne Eindrücke sammeln kann und wir haben die Familie meines Mannes zum Pflaumenkuchenessen eingeladen. Darauf freue ich mich schon sehr!

Ich wünsche Ihnen ein zauberhaft schönes Spätsommer-Sonnenwochenende

Anja Kolberg

Freitag, 13 August, 2010

Flanieren durch den Sommergarten

Haben Sie Lust auf einen Spaziergang durch mein grünes Sommerzimmer?

Die Rosenblüte macht eine Pause, die ersten neuen Knospen zeigen sich schon.

So treten andere Schönheiten in den Vordergrund. Zum Beispiel meine geliebte Echinazea:

Diese Staude erinnert mich zum einen an meinen Aufenthalt in Stansted/England, wo sie im Garten wuchsen und wie sie in meinen Garten kam (Text am Ende der Buchvorstellung). Gerade in der Abendsonne tummeln sich darauf viele Bienen und Hummeln.

In den Vordergrund treten auch die verschiedenen Farben und Formen der Blattstauden - wie die des Lungenkrauts. Puh, die pieksen vielleicht...

Wenn ich in meinem Hochbeet nach oben schaue, wartet da schon eine nächste Rose (Parole) auf ihr Erblühen:

An der Ecke des Hochbeets vor den Blättern der Iris schmeißt sich das rundum gepflanzte Männertreu noch mal richtig ins Zeug. :

Auf dem angrenzenden Rosenbogen zeigen sich die Fruchtstände der abgeblühten Clematis:

Ganz stolz bin ich auf die das erste Mal erfolgreich überwinterten Dahlien. Die erste Knospe zeigt sich in den Holzkübeln an der Mauer:

Davor wächst eine wohl auf dem Markt relativ neue hell- und dunkellilablühende Einjährige, deren Namen ich nicht weiß, die sich aber wunderbar mit dem Männertreu verträgt:

Auch dieses Jahr gibt es wieder blaue und weiße Trauben. Für den eigenen Wein reicht es nicht, zum Naschen aber ganz bestimmt...

Ob die blühende Prinzessin diesen Sommer ihrem Namen noch alle Ehre machen wird? Ich habe sie das zweite Jahr überwintert, diesmal aber im Frühling wohl zu früh zu stark zurück geschnitten. Der Hochstamm war zwar von innen noch frisch und grün, nur kamen keine Blätter... Erst war ich traurig, dachte sie wäre kaputt, um so glücklicher war ich, als unten am Stamm frische Blätter kamen. Jetzt ist es zwar kein Hochstamm mehr, eine blühende Prinzessin vielleicht aber dennoch.

Wenn ich von der Terrasse auf den Rasen trete, fällt mir dieser vorwitzige Zweig auf, der sich durch den Zaun den Weg ins Licht gebahnt hat:

Er stammt vom Hibiskus aus Nachbars Garten, eine Blüte war auch schon daran, die schaut so schön aus:

Im hinteren Teil des Gartens stehen vor den Hortensienbüschen die von mittelgrün nach hellgrün verfärbten Blättern der Funkie:

 

 

 

Kaum zwei Meter weiter wachsen an den Säulenbäumen wieder zwei Apfelsorten. Sie haben den Umzug offensichtlich gut überstanden. Letztes Jahr waren sie so voller Äpfel, dass wir sie stützen mussten:

 

 

Hinter dem Teich sind die Gräser in die Höhe geschossen. Die Rutenhirse musste ich schon festbinden, war sie doch durch den Regen nach vorne ins Wasser gekippt:

 

Im Teich blühen zwischen den Wasserhyazinthen eine weiße und eine rosafarbene Seerose:

 

 

Am Wasser- und Stegrand begeistern mich die Blätter der Iris im Licht der Abendsonne:

 

Über den angrenzenden Bachlauf hat der Ahorn sich ganz schön ausgebreitet:

 

Im Hochbeet oberhalb des Bachlaufs gefallen sich die grünen Blätter des Farns

neben denen von Frauenmantel, rotblättrigem Purpurglöckchen und dem Sommerkleid der Christrose:

Nur eine Stufe trennt uns jetzt von der Terrasse, wo sich einige Schätze zwischen den Steinen selbstständig gemacht haben:

Männertreu

Miniminiminiableger vom Frauenmantel, die mir besondere Freude machen, noch nicht mal 1-Euro-Stück groß:

und diese wunderschönen Gänseblümchen. Da kann man doch das Grün zwischen den Fugen nicht entfernen, oder? ;o)

Auch der Mohn hat sich schon auf der Terrasse und in den Kübeln verteilt. Hier einige Sämlinge im Kübel:

Sehen seine Fruchtstände nicht toll aus?

Gestern durfte ich eine dicke Hummel beobachten, die mit Klimmzügen in eine schon fast geschlossene Mohnblüte kletterte. Danach war jede Menge in der Blüte los, sie pendelte hin und her... Was für ein Spaß!

Den Abschluss bildet an meiner geliebten Schattenmauer die Kletterhortenise. Leider hat sie dieses Jahr nicht geblüht, dafür ist sie ein großes Stück gewachsen.

Damit ist mein Rundgang durch den Sommergarten zu Ende. Jedoch nicht ohne noch ein Schwanzwedeln von unserer Minu für Sie, die den Garten fast so sehr liebt wie ich:

Schönes Wochenende mit einer frischen E-Card aus dem Garten:

Klick für frische E-Card zum Wochenende

Anja Kolberg

Mittwoch, 11 August, 2010

Unbändige Lebenskraft

Kleines Update zu meinen Liebesgrüßen aus dem Garten:

 

Für unbändige Lebenskraft steht die Pfeifenwinde ab sofort für mich. Ich hatte sie ja in einen der Gartensträuße gesteckt und mich gar nicht mehr über ihre Unkrauteigenschaften in meinem Garten geärgert, sondern mich an ihr erfreut. Langsam klettert sie nun im Strauß weiter und schlingelt sich um die Blätter der Iris. So schön hätte ich das niemals stecken können. Sie macht es von alleine und hat mir damit heute früh, als ich das entdeckte, eine große Freude bereitet.

 

Was hat diese Pflanze für einen Lebenswillen, wenn sie selbst in der Vase weiterrankt, ohne Verbindung zum nährstoffreichen Gartenboden?

So klettert sie auch langsam aber sicher in meiner Liebesskala der Gartenpflanzen nach oben. Vom Unkraut zum Liebling in Gartensträußen.

Ein schöner Wandel!

Anja Kolberg

Montag, 09 August, 2010

Liebesgrüße aus dem Garten

Mein "grünes Zimmer" schenkt mir eine ganze Fülle an Blättern, Blüten und Gräsern, aus denen ich kleine Liebesgrüße aus dem Garten zaubern kann.

Die Blätter der Funkie gefallen mir besonders gut, ebenso die des Storchschnabels. Die langen Blätter der Gräser und ihre wundervoll leichten Ähren machen sich auch gut in der Vase. Bei den Blüten kann ich zwischen Rosen, Bauernhortenie, Rispenhortensie und Echinazea wählen. Ach ja, auch die wunderschönen Blüten des Mohns und seine kräftig grünen Fruchtstände sind ein Traum für mich. Und die langen Blütenrispen des dunkelrotblättrigen Purpurglöckchens (ich hatte zuerst Zauberglöckchen geschrieben, das war jedoch nicht richtig) machen sich auch toll auf dem Tisch...

Ich schwelge im Reichtum meines Gartens!

Heute früh ging es mir nicht gut (Tage sind im Anmarsch). Nachdem ich mich einige Zeit im Garten aufgehalten habe und mir was für die Vase abgeschnitten und zusammen gestellt habe, geht es mir viel besser! Wollen Sie sehen, was ich gemacht habe? Hier einige Fotos davon:

Der hier steht jetzt auf meinem Schreibtisch. Die Rose duftet umwerfend gut!

Rose: Parole (Züchter Kordes-Rosen), die am Anfang des Sommers rosafarbene Hortensienblüte hat ihre Farbe inzwischen ins grüne gewechselt. Vorne zwischen den beiden Blüten und kaum auf dem Foto sichtbar eine Miniblüte der Rispenhortensie, und der Fruchtstand des Mohns, hinten eine Rispe des Purpurglöckchens und - hm, wie heißt das Gras? (Entweder Rutenhirse oder Schmiele).

Dies ist eine der beiden Steingutamphoren, die draußen auf meinem Pflanztisch stehen. Hier haben zwei Hortensienblüten, an denen man die unterschiedlichen Farben auch noch sehen kann, Platz genommen. Die rosafarbene war unter einem Blatt versteckt, bekam also Schatten und die grüne stand in der Sonne, wodurch sie sich schon verfärbt hat. Vorne meine geliebte Echinazea, hinten wieder ein bisschen vom Gras.

Und diese Gartenliebe steht jetzt auf dem Esszimmertisch. Ich liiiiiiebe dieses Maigrün, wie schön, dass ich auch einen kleinen Übertopf habe, der diese Farbe hat und sich prima als Vase für meine Gartenschätze eignet. Diesmal - wieder eine Hortensienblüte (ich habe so viele davon, die kann ich also am ehesten verschmerzen) mit einigen Rosenblüten (kenne ihren Namen nicht, blüht den ganzen Sommer immer und immer wieder), vorne das Blatt des Stornschnabels (davon habe ich auch Massen, weil ich die Staude im Frühjahr x mal geteilt habe, jetzt steht sie überall... ;o)), hinten ein bisschen von meinem Lieblingsgras und zwei Blätter der Iris, die ich zusammegebogen habe. Das ganze wird von der Pfeifenwinde umrankt. Dieses "Unkraut" hält sich tapfer in unserem Garten, die Rispenhortensie wurde schon erklommen, ebenso wie die Säulenäpfel, eine ist auf dem Weg, das Vogelhäuschen einzunehmen. Jetzt habe ich ihr eine neue Aufgabe vermacht, so dass ich sie fast mag: Deko in der Vase!

Einen schönen Sommertag wünscht Ihnen

Anja Kolberg

PS: Ich habe aus einer Gartenliebe eine neue E-Card gestaltet. Viel Freude beim Verschicken.
PPS: Ein Straußupdate gibt es hier.

Freitag, 02 Juli, 2010

Im Garten: Wer Schmetterlinge will, muss auch die Raupen akzeptieren...

Fraßspuren an unserer schönen Sumpfiris. Was konnte das sein? Die Untersuchung ergab: Hungrige Raupen.

Mein erster Impuls: Sie verschandeln die schönen Blätter - das sieht doof aus und nachher sind alle Blätter betroffen. Die Raupen müssen weg. Doch halt - wo sollen die Raupen denn sonst fressen? Soll ich sie in die Biotonne geben, wo sie sich an den Resten erlaben können? Sollen die Raupen überall anders fressen, als bei mir, Schmetterlinge dürfen meinen Garten aber gerne bevölkern?

Ich mag Marienkäfer. Was aber, wenn ich ihre Nahrungsgrundlage - Blattläuse - mit Spritzmittel bekämpfe? Warum sollten sich die Marienkäfer dann noch in meinem Garten aufhalten?

Ich mag Vögel. Doch kein Vogel ohne Futter. Davon gibt's reichlich in meinem Garten: Blattläuse. Raupen. Was, wenn ich ihnen das Futter nehme?

Es ist nicht fair, das Schöne zu wollen, also die Schmetterlinge, die badenden Vögel in meinem Bachlauf, die Marienkäfer, aber deren wichtige Futterquelle ablehne. Wenn ich Schmetterlinge will, muss ich auch die Raupen akzeptieren.

Also lasse ich die Raupen in meinem Garten dolle Muster in Blätter nagen, verzichte auf ein perfektes Gartenbild und freue mich über das Ergebnis: Rotkehlchen, die Schädlinge in meinem Garten futtern. Schmetterlinge, die auf den vielen Blüten Platz nehmen, Nektar schlürfen. Marienkäfer, die die Rosentriebe rauf und runter krabbeln.

Wollen Sie mal gucken wie mein Garten derzeit aussieht?

Das Hochbeet ist mein Liebling: Zwischen den hellgrünen Frauenmantel-Blüten und dem Männertreu blühen die Rosen Leonardo da Vinci und Gertrude Jekyll, die so richtig intensiven Rosenduft hat, der manchmal bis zum Tisch rüberweht (Austin Rosen, England). Für Blattgrün sorgen Iris und Storchschnabel. Die Hochstammrose Parole (sehr intensiver Duft, riesige pinke Blüten/Kordes) legt gerade eine Pause ein, doch neue Knospen sind schon in Sicht.

Im Hintergrund, in der Gartenspitze mehrere Hortensien, die rosa Blüten der am Kirschbaum hochrankenden Clematis, dazwischen blauer Rittersporn, weiße Margariten und die hellgrüne Funkie mit den großen Blättern. Im Vordergrund rechts die nach Apfel duftende Rambler-Rose Jasmina (auch von Kordes Rosen).

Am Rosenbogen hat sich dieses Jahr auch eine Clematis nach oben gekämpft und blüht dort mit in vielen lila Blüten.

Die Mausefamilie im Garten hatte vor eingen Wochen richtig doll Appetit auf das frische Grün des Männertreu. Klar, dass einige von ihnen daraufhin Startschwierigkeiten hatten, aber nicht alle, wie man hier sieht:

Kleine Schätze aus dm Garten nehmen in den Steingutvasen auf dem Pflanztisch Platz:

Ein Augenschmaus ist für mich auch die von meinem Onkel selbst geschreinerte Schubkarre, in der Lavendel und Maragiten Platz finden:

All diese Farben singen ein Lied, das mich froh macht, verströmen Duft, der mich entspannt, haben Formen, die mein Herz zum Hüpfen bringen. Der Blick in den Garten ist ein Traum für mich. Besonders, wenn ich dies alles gut beschattet und mit den Füßen in kühlendem Wasser genieße.

Das sind die wunderschönen Seiten des Sommers.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und erfrischende Nickerchen an heißen Tagen - so wie unsere Minu dies macht:

Anja Kolberg

PS: Mit der Julihitze hatte ich auch 2006 zu kämpfen. Es qualmte der Kopf... - Eisphantasien krochen in mir hoch... An der damaligen Situation habe ich einiges verbessert: Zum Beispiel kann ich jetzt mit dem Laptop sowohl im Schlafzimmer arbeiten, aber noch besser ist es auf der Terrasse, wie Sie ja letzte Woche lesen konnten. :o)

Samstag, 19 Juni, 2010

Bei Königs eingeladen

Den heutigen Nachmittag verbringe ich mit Abendkleid, Hochsteckfrisur nebst Blumen im Haar und Prosecco in der Hand. Ich bin zur Königshochzeit von Victoria von Schweden eingeladen. Gut, zugegeben, nur per TV-Übertragung. Aber heute will ich mich mal wie eine Prinzessin fühlen und ein lebendiges Märchen träumen. Hach, schöööön... Ich erinnere mich noch an die Hochzeit von Lady Di, die ich am TV verfolgte, Tränchen verdrückte. Ja, das muss heute sein!

Das zaubert auch gleich die Enttäuschung des gestrigen Deutschland-Spiels ruckzuck weg.... Schööööön!

Ein zauberhaftes Wochenende!

Ihre Anja Kolberg

PS: Unser Garten ist derweil auch ein einziges Märchen voller Rosen. Das Arrangement im Hochbeet aus vier verschiedenen Rosen, grün blühendem Frauenmantel und blauem Männertreu ist wunderbar aufgegangen, die Rosen am Rosenbogen blühen, die Knospen der Clematis warten auf der anderen Seite schon auf ihren Blühstart und die Blüten der Hochstammrose Parole sind eine Wucht. Nicht nur, dass sie unglaublich intensiv duften, sondern auch so riesig groß sind. Auf meinem Schreibtisch habe ich ein fast erblühtes Exemplar in einer Vase thronen. Die Blüte ist so groß, dass meine ausgestreckte Hand nicht alles bedecken kann! Nochmal schöööööön!

 

Dienstag, 08 Juni, 2010

Geheimnisvolle Blüte

Die Blüte des Juni-Bildes fasziniert mich immer mehr. Ich habe sie auch als Desktopmotiv - dort strahlt sie mich jeden Morgen an. Es wirkt nochmal anders als auf dem Kalenderblatt, intensiver. Ich finde sie hat etwas von einer wunderschönen, geheimnisvollen Frau. Weich, liebevoll, sehr viele Facetten und ich kann ihr Inneres, die gelben Staubgefäße, sehen, aber nur einen Teil. Es bleibt auch etwas für die Betrachter verborgen.

In Rosa schwingt für mich ganz viel Selbstliebe - Liebe. Dieses große leuchtende Bild auf mich wirken zu lassen - tut meiner Seele richtig gut.

Einen schönen Tag!

Anja Kolberg

Montag, 07 Juni, 2010

Huhu aus Köln

Heute früh musste ich so zeitig aus den Federn - das ist nicht wirklich was für mich. Ich erinnerte mich gleich an mein Praktikum in einer Konditorei, als ich noch in der Schule war. Noch im Schlafdelirium saß ich morgens am Frühstückstisch und sagte zu meiner Mutter: "Ich fühle mich, als müsste ich in die Hölle gehen", das alles, weil ich so früh aufstehen musste...

Unser Hund ist wieder fit, er hatte ja eine Socke gefressen, die haben wir Ende letzter Woche wieder zurück bekommen... Allerdings werde ich sie garantiert nicht mehr anziehen. :o)

Ich fühle mich heute so schlapp, liegt vielleicht am Wetterumschwung. Am Wochenende habe ich den Sommer auf unserer Terrasse im Schatten genossen. Viel gelesen und geschrieben, den Garten angeschaut, mir den Duft vom blühenden Holunder und den beiden Pfingstrosen um die Nase wehen lassen, lecker gegrillt und - mein Highlight: Drei kleine Kohlmeisen bei ihren ersten Flugversuchen beobachtet. Das war eine Freude, ich war ganz aufgeregt vor lauter gucken!

Jetzt wünsche ich mir eine schöne und richtig gute Woche für mich - das wünsche ich Ihnen auch!

Herzlich

Anja Kolberg

Dienstag, 27 April, 2010

Bummel durch den Garten

Heute früh packte mich die Lust, all die schönen Blüten und Pflanzen, die im Garten bereits mein Herz erfreuen, mit der Kamera einzufangen. Ich lade Sie herzlich auf einen Streifzug durch meinen kleinen, feinen grünen Raum ein:

 

Die weißen Blüten des Steinbrech strahlen unter dem kleinen Ahorn oberhalb des Bachlaufes. Die dunkelroten Blätter des Ahorns haben sich in den letzten Tagen entfaltet.

 

Gleich daneben die Blüten des Blaukissens - in manch anderen Gärten bilden sie ganze Blütenteppiche, ich freue mich schon über acht Blüten... vielleicht hat die Pflanze bei mir nicht den richtigen Standort.

 

Auch wenn es so aussieht, als seien die Blüten des Immergrün genau so groß wie die des Blaukissen: Stimmt nicht, die vom Immergrün sind bestimmt doppelt so groß.

 

Das Lungenkraut blüht unermüdlich in rosa und blau, die gepunkteten Blätter mag ich besonders gerne.

 

Diese Pracht wartet auf den Umzug in meinen Büro-Blumenkasten.

 

Eine Kübelbepflanzung, die mal gelungen ist (ohne Zwiebel-Knabberangriffe von Maus oder Eichhörnchen): Vergissmeinicht und rote Tulpen.

Die bezaubernden Blüten unseres Säulenapfels. Wie es ausschaut, gibt es trotz seines Umzugs an einen neuen Standort dieses Jahr auch wieder eine reiche Apfelernte!

Die Pfingstrose hat bereits eine Knospe. Letzten Herbst habe ich sie von der Terrasse, wo sie seit der Garten-Umgestaltung vor zwei Jahren in einem großen Kübel lebte, zurück in den Garten gesetzt, nachdem ich im Beet von einigen Sträuchern Abschied genommen hatte. In den Jahren auf der Terrasse gab es keine Blüte, nur schwarze Knospen, die verkümmerten. Das tat weh, denn gerade die Pfingstrose liegt mir so am Herzen. Die Staude habe ich aus einem alten Bauerngarten geerbt. Ich hoffe, es klappt in diesem Jahr mit der Blüte.

Obwohl ich nicht damit gerechnet habe, kommt der Rittersporn wieder. Seine Blätter strahlen schon in einem herrlichen Grün.

Diese besondere Blütenbälle der Zierkirsche entdeckte ich heute früh direkt am Stamm. Mal was anderes.

Clematis mag ich sehr, obwohl sie bei mir an manchen Standorten der Clematiswelke zum Opfer fallen... Ich gebe nicht auf! Hier klettert eine rosafarbene Sorte bereits am Kirschbaum hoch.

Der Samenansatz an der Christrose ist deutlich zu erkennen. Die Blüten haben mich die letzten Wochen erfreut, als außer den Narzissen noch nichts blühte.

Hinten im Beet hat die hellgrüne Funkie in den letzten Tagen einen unglaublichen Start hingelegt, nicht mehr lange und die ersten wunderschönen Blätter entfalten sich.

 

Direkt daneben die Hortensienbüsche. Zwei sehen super aus, zwei haben arg unter dem Frost gelitten, ab und an kommen grüne Blätter aus dem Holz, mal sehen, wie weit ich die Zweige stutzen muss.

 

Auf die Blüte des Zierlauchs freue ich mich ganz besonders. Sieben Zwiebeln habe ich im Herbst gepflanzt, es könnten von meiner Lust her gut 100 sein, sooooo schön finde ich die lilafarbene Kugelblüte.

Wenn mich nicht alles täuscht, sind das die Spitzen von Maiglöckchen. Letztes Jahr bekam ich sie als Staude geschenkt und habe sie mit Vertrauen ins Hochbeet gepflanzt. Sie scheint sich bei uns wohl zu fühlen, was mich besonders freut.

Das ist ein neuer Gartenbewohner oberhalb vom Teich: Ein Zierahorn mit hellgrünen Blättern und dunkelroten Zweigen. Macht sich toll.

Über den Teich-Fachhandel bestellten wir letztes Jahr eine Asiatische Iris, deren weiße Blüte einfach toll im Prospekt aussah. Doch kaum eingepflanzt dachten wir, sie schafft es nicht, ihre Blätter waren das reinste Trauerspiel. Um so größer die Freude in diesem Jahr: Kräftig grün die frischen Blätter. Oh, ich freue mich schon auf die Blüte!

Zu guter letzt die frisch geschlüpften Blätter der Hochstammrose Parole, deren pinkfarbenen riesigen Blüten einen unbeschreiblich schönen Duft verströmen werden... bald... bald...

Grüße aus der kleinen grünen Oase

Ihre Anja Kolberg

Donnerstag, 22 April, 2010

Frühlingssonne

Himmlisch die wärmenden Strahlen der Sonne. Das Erblühen der Natur, alles wächst. Der Garten wird grüner und grüner. Ich genieße mein kleines Paradies.

Endlich habe ich eine (Ab-)Lösung für meine unzähligen Terracotta-Kübel auf der Terrasse gefunden. Viele von ihnen sind im Winter dem Frost zum Opfer gefallen, auch die vom Rosenbogen. Tiefe Risse, abgeplatzte Ränder... Schnief... Eine Alternative musste her. Mindestens zwei Jahre schon suchte ich nach einem ca. 1 qm großen Hochbeet für die Terrasse, in dem alle meine Rosen Platz finden, damit die Kübel weg können und auf dem ich idealerweise noch am Rand Platz nehmen kann, um den Duft der Blumen genießen zu können.

Eine gute Idee wollte mir nicht einfallen, Holzkübel in der Größe gab es nirgends, ich sah uns schon Steine aufschichten, mit Holz eine Konstruktion bauen... bis es jetzt beim Blick in einen Baumarktprospekt Pling machte: Ein Sandkasten aus Holz, 1,25 x 1,25 m, natürlich mit Sitzfläche! Damit die Mindesthöhe von 50 cm für Rosen erreicht werden konnte, haben mein Mann und ich kurzerhand zwei übereinander gebaut. Mit dem Stecksystem war das ganz einfach, die Sitzflächen des unteren Kastens wanderten in den Keller. Ist richtig stabil und sieht prächtig aus! Von innen haben wir die in den Holzkübeln typische Folie befestigt, Erde und Tonscherben (davon hatten wir genug...) hinein und die Rosen und Stauden umgepflanzt. Zum Schluss von außen noch mit dunkler Holzlasur angestrichen. Fertig! Ich bin glücklich, dass sich völlig unerwartet eine so einfache Lösung gefunden hat. Der Pflanzsandkasten. Mein kleines Gartenwunder 2010.

Ich freue mich schon darauf, wie sich der Garten in diesem Jahr entfalten wird. Niemals hätte ich vor acht Jahren damit gerechnet, dass gerade der Garten zum Quell meiner Lebensfreude und zum Energielieferant wird. :o)

Anja Kolberg

Mittwoch, 03 März, 2010

Knospe des Lebens

Ich brauche den Frühling zum Leben. Mit jeder Zelle meines Körpers und allen Ebenen meiner Seele sehne ich mich nach der kommenden Jahreszeit. Mit Freude beobachte ich jede grüne Spitze, die sich aus dem sattbraunen Gartenboden erhebt. Glücklich halte ich inne, wenn mich die Strahlen der Sonne streifen. Das Gezwitscher der Vögel lässt mich aufatmen. Jede Stunde des Tages, die länger hell ist, lässt meine Lebensgeister erwachen. Meine Phantasie genießt schon das Blühen der Forsythien und die Magnolienblüte. Wärme. Duft. Farben. Klang. Leben.

Frühling - endlich zeigst du sanft deine Möglichkeiten. Die Quelle des Neubeginns und der Wandlung.

Auch wenn der Winter in den nächsten Tagen wieder vorbeischauen will, so weiß ich: Es sind nur seine Abschiedsgrüße. Die Kraft des Frühlings lässt sich nicht ewig aufhalten. Dafür bin ich nach dem langen, harten Winter so unendlich dankbar!

Anja Kolberg

Mittwoch, 24 Februar, 2010

Sie sind da!

Herrlich! Heute früh der Blick in den Garten, Schnee und Minusgrade sind Geschichte. Was entdecke ich da? Die ersten Schneeeeeeeeeeeglöckchen! Ist das schön! Und dazu scheint auch noch die Sonne, die Vögel zwitschern. Der Früüüüüühling ist nah! Das Zwitschern der Vögel im Frühling ist übrigens nicht nur Revierabgrenzung, sondern auch mit einer Kontaktanzeige zu vergleichen: Die Männchen locken damit die Weibchen an und verteidigen ihr Revier. Eine tolle Idee hat der Naturschutzbund: Auf deren Seite gibt es ein Quiz rund um Vogelstimmen: Anhören, raten und dann mehr über die Vögel erfahren. Gefällt mir sehr! Hier geht's zum Vogelstimmen-Quiz

Die Sonne hat mich so beflügelt, dass ich die stehengebliebenen Hortensienblüten ebenso wie die Gräser abgeschnitten habe. Sieht gleich geputzt aus im Garten. :o) Gestern habe ich mir passend zu meiner Deichwiese und den inzwischen eingetroffenen Schafen ein kleines flauschiges Schaf auf meinen Schreibtisch gestellt. Bisher lebte es in unserem Esszimmer. Bei Petra-Ute im Blumenladen fand ich ein Steinbrech, ein Steingartengewächs, das mich an eine Blumenwiese erinnert. Daran mümmelt das Schäfchen jetzt. Damit es in Shauns Herde passt, müsste ich es eigentlich schwarz anmalen. Aber warum sollte es nicht das einzige weiße Schaf in einer Herde Schwarzkopfschafe sein?

Mümmelnde Grüße

Anja Kolberg

Montag, 02 November, 2009

Bauch, Beine, Rücken, Po, Knie

Habe ich noch was vergessen? Es gab wenige Regionen meines Körpers, die mir nach zwei Tagen Gartenarbeit nicht schmerzten. Vielleicht merkt man daran, dass man keine 25 mehr ist? Das Gute: Einen Tag später sind die Schmerzen vergessen. Was bleibt ist das guuuuuuuuuute Gefühl, endlich die anstehenden Gartenarbeiten - vor dem großen Regen am Sonntag und dem nahenden Winter - geschafft zu haben. Strike!

 

Bin ich froh!

Anja Kolberg

Freitag, 30 Oktober, 2009

Blüh noch einmal & Garten-Aufschieberitis

Moin moin... okay, schon Mittag, fühlt sich aber noch an wie Morgen. Nein, ich bin nicht gerade erst aufgestanden. :o)

Auf meinem Schreibtisch steht sie und beduftet mich mit ihrem tollen Aromen: Die Riesenblüte (gerade 12 cm Durchmesser, noch nicht ganz offen) von Parole, so heißt meine Lieblings-Hochstammrose. Vor einigen Tagen habe ich mir die Blüte ins Haus geholt, weil ich befürchtete, dass sie aufgrund der Witterung auf der schattigen Terrasse verfault. So geschehen im letzten Jahr. Hier drinnen auf meinem Schreibtisch hat sie's warm und trocken. Das dankt sie mir. Hm, welch eine Pracht, welch ein Duft, welch ein Abschiedsgeschenk bis es im Sommer 2010 ein Wiedersehen gibt.

 

Garten-Aufschieberitis? Ja, so nenne ich es mal, dass ich mir schon seit Wochen (!) vorgenommen habe, dass ich zwei Hortensien im Garten umpflanzen will, zwei Buchsbäumchen aus Kübeln befreien und ins Beet versetzen, Gräser teilen und am Teichrand pflanzen, für ein neues Ahornbäumchen und eine Clematis ein schönes Plätzchen finden... Das blöde an der Sache ist ja: Je länger ich warte, desto mehr nervt es mich. Das gute an der Sache: Ich weiß wie glücklich und froh ich bin, wenn ich es endlich getan habe. :o) Dann wundere ich mich wieder wie schnell es eigentlich ging, wofür ich wochenlang innerlich Anlauf genommen habe. Innere Planung ist eben alles!

:o)

Schönes Wochenende!

Anja Kolberg

Dienstag, 27 Oktober, 2009

Herrliche Farben

 

Je kühler es draußen wird, je weniger Licht die Pflanzen abbekommen, desto bunter werden die Blätter des Herbstes.

Ich bin ganz vernarrt darin, immer neue Farbkombinationen im Garten zu entdecken oder auf meinem morgendlichen Spaziergang mit unserem Hund. Ich habe das Gefühl, dass ich mich jedes Jahr ein wenig mehr an der Schönheit der Natur erfreue, sie von Jahr zu Jahr intensiver wahrnehme.

Das ist purer Luxus - den uns die Natur schenkt. Einfach so.

Anja Kolberg

Mittwoch, 07 Oktober, 2009

Frisch gepflanzt

 

Auf diesen wunderbaren Blumenkasten blicke ich von meinem Schreibtisch aus. Herbstfarben, die meine Seele zum Hüpfen bringen.

Selbst das Fenster habe ich vorher noch geputzt. :o) So macht rausgucken doppelt Freude und die kleine Pause während der Arbeit tut richtig gut.

Einen schönen Herbsttag wünsche ich Ihnen

Anja Kolberg

Dienstag, 29 September, 2009

Zweite Blüte

Ein kleines Wunder erlebe ich derzeit in unserem Garten:

Zwei Funkien blühen das zweite Mal. Im Juni blühten die Blattstauden das erste Mal, inzwischen färben sich die Blätter schon gelb, gute Anzeichen dafür, dass es Herbst wird. Jetzt dachte ich: "Was kommt denn da?" - Eine neue Blüte! Das ist mir noch nie passiert.

Ich find's klasse.

Gartenelfen-Grüße aus Köln

Anja Kolberg

Montag, 28 September, 2009

Guten Montagmorgen!

Huhu da draußen! Hier in Köln versucht die Sonne mit aller Macht, Ihren Weg durch die Morgenwolken zu finden. Ganz sachte und sanft klappt es auch. Ein schönes Licht.

Gestern habe ich aus den selbst geernteten Äpfeln einen Kuchen gebacken. Hm, mit Streuseln und Schmand. War lecker. Der Aufwand hat sich gelohnt. Das ganze dann mit einem Klecks Sahne auf der Terrasse in der Sonne. Herrlich!

Übrigens haben wir Nachwuchs im Teich - sieben kleine Fische waren es mindestens vor einer Woche. Dabei hatten wir die beiden orangefarbenen Fische doch "die Kessler-Zwillinge" genannt. Hm. Entweder ist eine von ihnen jetzt eine alleinerziehnde Mami und der Vater blieb im Zooland zurück (Oh Gott, was haben wir getan!) oder eine der Fisch-Kesslers ist ein Mann! Müsste mal rausfinden, wie lange die Tragezeit bei Fischen ist. Wir freuen uns auf jeden Fall mächtig über den Zuwachs im Teich!

Zuwachs, echten, menschlichen und supersüßen gibt es auch in der Familie meines Mannes. Dieses Jahr bin ich zweimal Tante geworden: Phil kam Ende Mai, Linus letzte Woche. Was für bezaubernde Babys!

Ich freue mich auf die Woche - hoffentlich ohne Bauchweh!

Anja Kolberg

Mittwoch, 23 September, 2009

Apfelernte

Dieses Jahr hatten wir wirklich Glück mit unseren beiden Säulenäpfeln.

Wo letztes Jahr ein einsamer Apfel hing, konnten wir dieses Jahr reiche Ernte machen. Durch die vielen Sonnenstunden hatten sie auch herrlich Farbe bekommen.

Die Früchte waren so schwer, dass wir den Stamm stützen mussten.

Hier die andere Sorte, nicht so schön rot, dafür saurer und größer:

 

Hier ein Ernte"korb":

 

Der erste Pfannkuchen mit Äpfeln schmeckte köstlich!

Stolze Grüße

Anja Kolberg

Dienstag, 04 August, 2009

Was für ein Geschenk!

Unbezahlbar war mein Erlebnis heute früh am Blumenkasten vor meinem Bürofenster: Auf der Blüte der pinken Dahlie schlief eine Biene, die Flügel ruhten übereinander, sie bewegte sich nicht. Das sah so friedlich aus, das kleine Tierchen so bezaubernd, ihren Pelz wollte ich am liebsten streicheln. Ob sie wirklich lebt? Ich beruhigte mich: Es war diese Nacht recht frisch und die Sonne hatte die Blütenseite noch nicht richtig erwärmt. Dann sah ich etwas genauer hin und ihr gestreifter Po bewegte sich, nach einer Zeit kamen die beiden Fühler hervor und ein mit Pollen bestäubtes Beinchen wurde gereckt. So schlafen also Bienen! Auf Blüten. So was habe ich noch nie erlebt und fühle mich so unendlich reich beschenkt, dass ich das sehen durfte. Ich habe Tränen in den Augen stehen. Unsere Welt ist so schön und die kleinen, die winzig kleinen Dinge sind so bezaubernd.

Nachdem ich sie eine zeitlang beobachtet hatte und einige ihrer Kolleginnen schon fleissig den Lavendel besuchten, wurde meine Biene aktiver, drehte sich, bewegte ihre Flügel und flog zur nächsten Blüte, wo sie mit der Arbeit begann. Guten Morgen, Biene!

Bin ich glücklich über dieses Erlebnis, danke Himmel!

Anja Kolberg

Dienstag, 30 Juni, 2009

Das Glück liegt in kleinen Dingen

Ein langer Abend auf der Terrasse, bis ich nichts mehr sehen konnte. Ein Topf mit Lavendel vor der Nase, der mich zum Fotographieren einlädt. Ein geleerter Grillteller auf dem Holztisch, der meinen Gaumen verwöhnte. Ein gutes Buch zu lesen. Fröhliche Stimmen von feiernden Nachbarn, die den Gärten hinter den Häusern eine laue Sommerstimmung verschaffen. Mit sinkender Sonne die veränderten Lichtverhältnisse im Garten beobachten, manche Blüten leuchteten regelrecht (die hellen), die dunkleren verschwanden im Grün. Die Fische zogen ihre Runde. Meine Füße mochten die kühle Erfrischung. Zeit, so viel ich will.

Es war einfach nur schön und erfüllend. Ich für mich war wirklich glücklich!

Anja Kolberg

Donnerstag, 28 Mai, 2009

Bömbchen

Lust auf eine kleine Farbbombe?

 

Die steht gerade auf meinem Schreibtisch: Das Orange meiner Hochstamm-Rose passt herrlich zu dem hellen Farbton des Rhododendron.

Und auf dieses Farbenspiel schaue ich, wenn ich an meinem Bildschirm vorbei auf den Blumenkasten blicke:

 

Daran habe ich riesig Freude!

Grüße vom Glücksbömbchen

Anja Kolberg

Dienstag, 26 Mai, 2009

Schwubidu

Heute weiß ich so gar nicht recht, was ich schreiben soll. Mich hat nix aufgeregt, mir ist nichts besonderes passiert. Für die Vielleserinnen möchte ich doch einen Beitrag ins Netz stellen und 'Hallo da draußen' sagen.

Hier in meinem Büro duftet Gertrude Jekyll vor sich hin und ruft Glücksgefühle in mir vor. Mein Auge erfreut ein riesiges Blumenbuquet, das auf meinem Schreibtisch steht:

 

Es sind Rhododendronblüten, die ich von meiner Landreise mitgebracht habe. Meine Großmutter hat mir einige Zweige des riesigen Busches mitgegeben. Die Blüten sind herrlich, so was tolles. Ich hätte nicht gedacht, dass sie sich so lange und gut in der Vase halten. Herrlich!

Das Wetter bekommt mir nicht. Ja, ich gehöre zu den "Wetternörglern". Ist es nörgeln, wenn ich sage, dass es mir bei dem Wetter nicht gut geht? Wurscht. Ich kann die Menschen verstehen, die das nicht gerne hören: Es sind die, denen es bei dem schwül-warmen Wetter so richtig gut geht. Mir nicht. Ich habe geschwollene Beine, bin müde und wünsche mir kühle Luft und eine Abkühlung. Nein, ich war in meinem letzten Leben keine Wüstenmaus und auch keine Äquatorbiene, die das feucht-warme Wetter liebt.

Petrus hat für mich angenehmeres Wetter angekündigt. Danke schön!

Anja Kolberg

Mittwoch, 06 Mai, 2009

Dufte Gedanken

Moin moin - zum Dritten.

Sie umhüllt mich mit ihrem Duft.
Ihre Farbe schmeichelt meinen Augen.

Sie ist einfach dufte, meine neue Rose für den Garten. Laut dem Bildband von David Austin: "Die Rose" ist sie diejenige mit dem stärksten Duft, die er kennt. Seit dem wohnt Gertrude Jekyll bei mir. Einige Knospen sind schon geöffnet und eine davon steht bei mir auf dem Schreibtisch. Sie beduftet den ganzen Raum, sie riecht ganz tief und stark nach Rose, typisch Rose. Ein Traum.

 

Gekauft habe ich die Rose im Container in einer excellenten Qualität übrigens bei Petra-Ute Köllen-Chaverial, die hier den Blumenladen im Kirchweg betreibt. Ich könnte da endlos weitere Sorten kaufen... gemach, gemach...

Es wäre wirklich super, wenn die Sonne heute rauskommen würde. Ich gehöre zu den Menschen, die rasch unter dem Wetter leiden, nicht immer, aber gestern und heute auf jeden Fall. Seufz. Lieber Petrus, du hast uns die letzten Wochen mit so viel Sonne versorgt. Ist noch was übrig?

Einen schönen Tag!

Anja Kolberg

Montag, 04 Mai, 2009

Großes Glück...

... hatte ich am Wochenende. Beim Dösen, Garten betrachten, lesen und faulenzen entdeckte ich ein kleines Eichhörnchen (ich nenne es "Baby-Eichhörnchen", weil es mir wie ein Junges vorkommt und noch nicht so groß ist), das zu uns über den Zaun kletterte. Leider hat Minu es entdeckt und verjagt. (Schrei!) Aber das Eichhörnchen hat nicht aufgegeben und uns wieder besucht, diesmal unbemerkt von Minu. Und nicht nur das, mir ist auch gelungen, es vor die Kamera zu bekommen. Ich muss die Kamera schon auf dem Tisch liegen haben, aufstehen geht nicht, sonst ist das schüchterne Tier gleich weg.

Na, entdecken Sie es?

Hier ein Ausschnitt für Sie:

Ist das nicht süß? Ich bin so glücklich, dass ich das erleben darf. Wir hatten noch mehr tierische Besucher. Zum Beispiel eine Meise, die zum Baden kam:

Und eine Amsel. Ob sie meditieren wollte? Sie hüpfte gleich zur Buddha-Statue und verweilte dort:

Im Teich lebt übrigens ein Lurch. Oder Molch? Teichmolch? Ich muss nochmal im Naturführer: Was lebt in Bach und Teich? nachschlagen, da war er nämlich abgebildet. Ein Foto ist mir bislang nicht von ihm gelungen. Als es am Samstag in meiner gemütlichen Sitzschattenecke kühl wurde und ich auch nichts mehr im Garten zu werkeln hatte, um warm zu werden, habe ich mir eine Sitzauflage geschnappt und mich auf den sonnigen Steg gelegt. Ah, das tat im Rücken gut. Und nebenbei konnte ich mir das Leben im Teich genau anschauen. Ich hätte nicht gedacht, dass darin so viele kleine Tiere leben. Zum Beispiel Schnecken mit hübschem Gehäuse und ein kleiner schwarzer glänzender Käfer, der rasend schnell zwischen den Steinen umherwuselt.

All das sind besondere Schätze meines Lebens!

Anja Kolberg

Dienstag, 14 April, 2009

Dieses Grün...

... ist pure Energie für mich! Auf den Bäumen sprießt es zart und hell. Dieses Hellgrün ähnlich dem Grün meiner Webseite sehe ich nur jetzt wo die Blätter so frisch geschlüpft sind. Von Woche zu Woche wird es dunkler und kräftiger. Dieses frische, neue liebe ich sehr! Ich befinde mich genau in meiner Wohlfühljahreszeit!

Um so erstaunlicher, dass ich seit vierzehn Tagen beobachte, dass ich immer wieder niesen muss, die Nase läuft. Ich reagiere auf irgend etwas und das will ich nicht und kenne ich auch bisher nicht von mir. Hoffentlich geht es bald wieder weg!

Die Ostertage waren herrlich, Besuche bei der Familie, ein runder Geburtstag, lecker essen, die Sonne genießen, im Garten werkeln, Zeit zu plaudern - rundherum gelungen!

Gestern habe ich zufällig ein Video gefunden, das mich sehr beeindruckt hat. Die Englische Talentshow "Britain's got talent", aus der vor zwei Jahren Paul Potts hervor gegangen ist (Telekom-Spot), hat ein neues Talent entdeckt. Eine Frau diesmal: Susan Boyle. Tolle Stimme!

Aussehen ist nicht alles!

Einen zauberhaften Tag wünscht

Anja Kolberg

Mittwoch, 08 April, 2009

Frühlingsimpressionen aus Köln

Umwerfend, was die Natur in zwei Wochen aus ihrem Hut gezaubert hat. Temperaturen bis zu 24 Grad haben zu einer Grünexplosion geführt. Juchu! Ich kann gar nicht so schnell gucken, wie sich die Natur verändert. Am Wochenende war ich im Bergischen bei meiner Familie. Dort waren es glatte fünf Grad weniger und die Natur war lange noch nicht so weit wie hier. Grund genug, hier einige Natur-Kunststücke aus unserem Garten zu zeigen:

Das sind die ersten Spitzen der Funkien (Hosta), die in Kübeln in der Schattenecke auf der Terrasse stehen.

So weit ist das Tränende Herz schon.

Meine Lieblingsrose zeigt auf ihrem Hochstamm schon unzählige Blätter.

Im Herbst habe ich einige Kübel und einen Blumenkasten mit jeder Menge Zwiebeln bestückt. Das Eichhörnchen hatte scheinbar im Winter großen Hunger, deswegen hat es die Schätze geplündert. Diesen Kübel mit unzähligen Tulpen hat es nicht gefunden, wahrscheinlich weil es der einzige war, den ich mit Zweigen abgedeckt habe. Es dauert nicht mehr lange, dann zeigen sich die Blüten in ihrer ganzen Pracht.

 

Wunderschöne Kugeln - Etagenprimel im Beet.

 

Letztes Jahr habe ich die verblühten Narzissenzwiebeln ins Beet gepflanzt - jetzt stehen sie in voller Blüte. Im Hintergrund die Christrose.

 

Die Bauernhortenisen zeigen schon jede Menge Blätter. Meine Befürchtung, dass meine geliebte Rispenhortensie dem Winter zum Opfer gefallen ist, hat sich nicht bestätigt. Die ersten Blattknospen zeigen sich. Ich bin mal gespannt, welche Pflanzen durch die starken Minusgrade auf der Strecke geblieben sind. Noch sind nicht alle Gräser, Stauden, Sträucher ausgeschlagen. Große Verluste gibt es auf jeden Fall bei den Terracottatöpfen. Das erste Jahr hatte ich sie nicht eingewickelt und gepampert - und zack wird der Winter so heftig und ich habe es versäumt, sie dann noch einzupacken. Doch ich glaube nur im Keller hätten sie wirklich überlebt, aber so viele Kübel in den Keller tragen... Dann lieber einige Verluste einstecken...

 

Eine hübsche Anemone im Beet.

 

Die Japanischen Zierkirschen im Garten stehen in den Startlöchern.

 

Auf diese wunderschöne Blutpflaume, die auf dem Nachbargrundstück wächst, können wir schauen. Die Blüten fallen schon zu Boden, bald ist das Laub vollständig da. Dann können wir das Nest der Elstern, die Anfang März dort gebaut haben, gar nicht mehr beobachten. Es ist das erste Mal, dass ich einen Nestbau beobachten konnte. Die Elstern passen gut auf ihren Schatz auf. Als ein Eichhörnchen im Baum war hätten sie mal die Flugangriffe der Elstern sehen sollen!

 

Und weil es so schön draußen ist, habe ich heute früh die Kamera mit auf den Spaziergang mit Minu mitgenommen. Hier die ersten saftig grünen Bläter einer Buche.

 

Die Forsythien sind fast schon am Verblühen.

 

Der Flieder zeigt die ersten Knospen. Vor ein paar Tagen waren noch nicht mal Blätter an dem Strauch!!!

 

So bezaubernd sehen die Kastanienblätter schon aus.

 

Dieser Kirschbaum eine Straße weiter ist schon fast verblüht - wow sah der toll aus!

 

Zu guter Letzt ein Nest, unter dem ich auf dem Rückweg immer hergehe. Gestern sah ich eine Taube darin sitzen. Das ist Frühling: Wachstum, Neubeginn, Liebe... Herrlich!

Einen zauberhaften Tag - genießen Sie die Ostertage. Ich wünsche uns allen traumhaftes Wetter. Die Oster-Ecards sind online.

Anja Kolberg

Freitag, 03 April, 2009

Ein Traum, ein Traum...

... ist dieses Wetter! Der Sonnenschein schwingt meine Stimmung in Höchstlagen und feuert meine Tatkraft an. Gestern habe ich endlich angepackt, was ich schon Moooonate, Jahre ? vor mir herschiebe: Das Treppengeländer vor dem Haus neu anzustreichen. Die Metallstreben waren in gelb-braun gehalten, der Rost hatte den Lack aufplatzen lassen, der letzte Anstrich war mindestens 15 Jahre her. Gestern habe ich es endlich gepackt: Lack ab, Untergrund gesäubert, erster Anstrich. Yeah! Bin ich stolz auf mich!!! Dafür schmerzte gestern mein Körper, dass es nicht mehr schön war. Die Hände, die Arme, die Schultern... Hatte das Gefühl, ich muß sterben (so fühlte ich mich, ich weiß, ich kann sehr übertreiben, aber es tut einfach gut, so zu jammern, wenn ich bei jeder Bewegung Schmerzen habe.) Mein Mann meinte, ich müsse nicht sterben. Stimmt, ich lebe noch. :o) Heute ist der zweite Anstrich dran und ich will mir mal richtig dolle auf die Schulter klopfen, dass ich das geschafft habe. Jetzt schmerzt die Schulter ja nicht mehr. :o))

 

Hier einige Dinge, die mein Leben schön machen: Meine neue Lieblingstasse, ein Geschenk meiner Eltern zu meinem Geburtstag und ein kleines Sträußchen an Frühlingsblumen gesammelt in einem quietschgrünen Teelichthalter, den ich als Vase umfunktioniert habe. Beides steht auf unserem neuen Holztisch. Seufz. Ist der schön. Er ist aus Eukalyptusholz und trägt das FSC-Siegel, was mir sehr wichtig war. Das Siegel garantiert den waldschonenden Abbau von Holz.

Davon träumte ich schon lange. Jetzt ist er da - jetzt ist er da. Und dann noch das schöne Wetter dabei - kann es etwas schöneres geben? Frühling, ich liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiebe dich!

Ein traumhaft schönes Wochenende!

Anja Kolberg

Freitag, 20 März, 2009

Frühling!

Jetzt ist es amtlich: Heute ist der kalendarische Frühlingsbeginn! Juchuuuu!

 

Ich habe das Gefühl, die wärmenden Sonnenstrahlen der letzten Tage wecken die Lebensgeister! Gestern war so viel los: Telefonate, Besuche, Dinge, die zu klären sind. Wow, da steckt Energie in der neuen Jahreszeit!

Ein traumhaftes Wochenende!

Anja Kolberg

Donnerstag, 19 März, 2009

Jetzt aber!

Unaufhaltsam ist er nun, der Frühling. Die warmen Sonnenstrahlen der letzten Tage haben Wunder vollbracht. Die Narzissen stehen in den Startlöchern, die ersten Forsythien blühen bereits. Alles reckt und streckt sich. Hm schöööööööön! Heute konnte ich den Kaffee auf der Terrasse schon ohne Jacke trinken. Lecker!

Ein Frühlingsgedicht:

Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?
Da grünt und blüht es weit und breit
Im goldnen Sonnenschein.
Am Berghang schmilzt der letzte Schnee,
Das Bächlein rauscht zu Tal,
Es grünt die Saat, es blinkt der See
Im Frühlingssonnenstrahl.
Die Lerchen singen überall,
Die Amsel schlägt im Wald!
Nun kommt die liebe Nachtigall
Und auch der Kuckuck bald.
Nun jauchzet alles weit und breit,
Da stimmen froh wir ein:
Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?

von Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848)

Freitag, 13 März, 2009

Frühlingszauber

Ich spüre ihn. Ich höre ihn. Ich rieche ihn. Ich sehe ihn.

Heute früh scheint die Sonne in mein Büro. Die Vögel zwitschern. Ein Frühlingsduft fängt mich ein, als ich einen Garten passiere. Überall sehe ich Krokusse blühen. Im Blumenkasten vor meinem Bürofenster ist die Hyazinthe aus ihrem kuschligen Blattnest herausgewachsen, dort hatte sie sich Wochen versteckt. Jetzt erstrahlt sie in sattem Rosa und duftet herrlich. Hm.

Gott, ist das schön. Bin ich froh. Es tut so gut, wenn die Sehnsüchte Erfüllung finden.

Seuuuuuuuufz. Schööööööööööööööööön.

Anja Kolberg

Mittwoch, 25 Februar, 2009

Oh, Kamelle!

Heute früh beim Gassigang: Überall auf dem Bürgersteig kleine Leckereien, die vom Karnevalszug liegen geblieben waren. Aufgerissene Gummibärchentütchen, Kaubonbons, knisternde Folie. Minu fühlte sich wie im Schlaraffenland und ich konnte gar nicht so schnell gucken und aufpassen wie sie die Nase über den Boden bewegte.

Und dann kam der Moment, der eine Sehnsucht in mir weckte: Für einen Moment Ruhe. Minu schnüffelt im Laub. Ein Sonnenstrahl fällt auf den Weg. Ich halte inne und lausche dem Zwitschern der Vögel. Es wird Frühling! Ja, zwar langsam, aber es wird. Ich spüre es, ich höre es - ich will es. Hoffentlich machst du es möglich, Petrus! Auf jeden Fall positiv ist, dass es am Morgen schon früher hell ist, das macht mir beim Aufstehen mehr Laune und die Pflanzen bekommen mehr Licht, treiben aus und verwöhnen uns bald mit noch mehr Frühlingsgefühlen!

Ich wünsche es mir sehr!

Anja Kolberg

Freitag, 06 Februar, 2009

Sehnsucht

Morgens beim Gassigang mit unserer Minu höre ich sie schon: Die Stimmen der Frühlingsvögel. Die Laute, die für mich den heran nahenden Frühling ausmachen. Oh, wie sehne ich mich nach...

  • Kaffee auf der Terrasse zu trinken
  • Frühjahrsblumen, die im Garten blühen
  • einer warmen Sommerbrise, die den Duft von Lavendel zu mir trägt (ich auf der Liege, dösend, gutes Buch, Minu schnarcht, Milchkaffee neben mir und ein Brownie)
  • dem ersten Grillmoment im Freien
  • acht Uhr abends und es ist hell draußen
  • Wärme, von der Sonne geschenkt
  • einem Frühstück im Garten

Geht es Ihnen auch so? Wenn ich das lese, kann ich es kaum erwarten! Frühling und Sommer kooooooooommt bitte!

Schönes Wochenende!

Anja Kolberg

Dienstag, 06 Januar, 2009

Bilderbuch-Winterwetter

 

Gestern früh sah unser Garten so aus: Ein Wintertraum! Über Nacht wurde Köln in ein Schneeparadies verwandelt.

Selbst der Buddha am Teich war von einer warmen Schneedecke eingepackt.

Nur an einer Stelle können wir den Bachlauf noch sehen. Alles andere ist verschwunden.

Unsere Hündin Minu hatte ihre helle Freude: Rumtollen, Schnee mit der Schnauze schieben, Schnee fressen (scheint wie für uns Eiscreme zu sein) und Schneebällen hinterherjagen. Was für ein Spaß!

Und heute: Bestes Sonnenwetter mit Schnee. Überall in den Straßen und auf den meisten Bürgersteigen liegt die weiße Pracht. Beim Spaziergang heute früh fühlte ich mich wie in einem Feriengebiet in den Bergen. Auch mal schön!

Grüße von der Schneeflocke

Anja Kolberg

Montag, 24 November, 2008

Schneeflöckchen

... Weißröckchen, da kommst du geschneit; du kommst auuuuus deeeeen Wolken, deiiiiiin Weg ist so weit. Kooommm setz dich ans Fenster, duuuu lieblicher Stern. Maaaalst Bluuumen uuuund Bläääätter, wir haben dir gern.

Das Liedchen konnte ich gestern Nachmittag trällern. Wow, Schnee in Köln ist eine Seltenheit. Am Abend hatte Minu ihre helle Freude. Sie liebt es im Schnee zu tollen, Schnee zu schieben, Schnee zu kosten. Das macht einfach Spaß!

Zum Glück sind hier heute früh die Straßen frei, kein Schneechaos wie angekündigt.

Das Wochenende: Noch am Freitag war ich soooo unzufrieden, weil ich so vieles nicht geschafft habe, was mir wichtig war. Dann habe ich den Rechner ausgemacht und im Baumarkt mit meinem Mann Bretter, Leim und Magnetschlösser besorgt, um einen ausgedienten Pinien-TV-Schrank umzubauen.

Samstag Abend war er fertig: Jetzt habe ich in meinem Büro einen sehr geräumigen Schrank stehen. Wo ehemals der Fernseher stand, liegt ein Regalboden. Die vorher im Schrank versenkbaren Türen lassen sich jetzt von außen über Scharniere öffnen. Das ist uns wirklich gut gelungen und wir haben gut zusammen gearbeitet. Letzten Endes - denn wenn wir unterschiedlicher Meinung sind (wie was gehen könnte), und das waren wir, boah, dann können wir uns fetzen! Da liegt Energie in der Luft! Aber: Ende gut - alles gut! [Und mein Mann hatte Recht, nicht ich... ;o)]

Am Sonntag, mein Mann machte gerade seinen geliebten Mittagsschlaf, zog es mich in den Garten. "Eigentlich ist es ja zu kalt", dachte ich und zog meine rote Fließjacke und die Gartenschuhe an. "Ich will nur mal kurz gucken und die neue Astsäge ausprobieren." Gesagt, getan. Ruckzuck hatte ich die Äste ab, die ab mussten und auch gleich für die Abfalltonne kleingeschnitten. Das hat so gut geklappt - jetzt könnte ich doch noch das Laub auf dem Rasen zusammen harken. Schwups -fertig. Minu beobachtete mich aufmerksam von drinnen. Och, jetzt könnte ich doch noch das Laub im Beet... Auch fertig. So'n bischen schmerzten die Glieder, aber es machte so einen Spaß. Ich schaue mich um und denke: Ich könnte doch noch das Laub am Teichrand beseitigen, das Wasser ist ja viel zu kalt, aber der Rand ist ja trocken. Schwups - auch fertig. Hm, dachte ich mir, ich könnte ja mal probieren, wie kalt das Wasser im Bachlauf ist. Der war nämlich voller Laub und sah sehr ungepflegt aus. Rasch meine geliebte Kniematte aus dem Keller geholt und mich mit der einen Hand auf einen von Minus Bällen abgestützt (brrrr, die Steine waren wirklich zu kalt.) Der Bachlauf war nicht tief, meine Hand bald gut durchbluttet. Es machte so einen Spaß aufzuräumen! Das Laub im Garten hatte mich schon so lange gestört und immer war irgend was... Jetzt hatte ich wahrhaftig den Bachlauf fertig und immer noch Lust. Nach Wochen nicht im Garten arbeiten, machte es mir so eine Freude, wieder etwas draußen zu tun. Also, was noch? Im Hochbeet war noch Laub, das wieder in den Bachlauf wehen konnte, dort also auch aufgeräumt, Stauden abgeschnitten.

Aaah, die Knie schmerzten doch schon doll... Aber ich hatte immer noch Lust. Sollte ich vielleicht das Laub aus dem Teich fischen? Das Wasser ist eiskalt. Nein, auf keinen Fall! Aber ich könnte ja wenigstens mit der Harke versuchen, die Blätter am Rand und auf der Oberfläche wegzufischen. Mein Mann sollte dann (eigentlich ist das Wasser sein Revier) den Teich ein anderes Mal von Algen und Blättern entfernen. Doch das mit der Harke klappte so wunderbar: Innerhalb von zehn Minuten waren alle Algen aus dem Teich gefischt und die Blätter ebenso! Huch! Klasse!!! Und ehe ich mich versah, waren viele viele der Gartenarbeiten, die ich noch lange vor mir sah, erledigt. Das hat so einen Spaß gemacht und ich war mächtig stolz auf mich. *HÜPF*

Einziger großer Nachteil der Aktion: Mein Rücken schmerzte, meine Schultern, meine Oberarme, meine Knie! Gott sei dank hatte mein Mann zwischenzeitlich den Ofen im Wohnzimmer angemacht, so konnte ich mich davor aufwärmen, ein Stückchen Kuchen essen, eine heiße Tasse Kaffee trinken und immer wieder ans Fenster gehen und bewundern, was ich geschafft hatte. Zur Belohnung begann es dann noch zu schneien. *Hüpf*

So unzufrieden mein Wochenende begonnen hatte, so glücklich war ich gestern Abend. Wenn mich auch meine Muskelschmerzen noch lange vom Einschlafen abgehalten haben, hat es sich doch gelohnt. Erstaunlich, was man alles schaffen kann, wenn man einfach anfängt, ohne groß darüber nachzudenken. Und vor allen Dingen: Wenn der Zeitpunkt der richtige ist.

Glückliche Grüße!

Anja Kolberg

Freitag, 07 November, 2008

Novemberblumen

Der November nur trist, grau, nass, nebelig? Nicht nur, er bietet auch andere Seiten, auch jetzt blühen bei mir im Garten noch einige Blumen:

Die Rose am Rosenbogen. Die duftet... Ich freue mich schon, wenn sie den Rosenbogen völlig eingenommen hat.

Die Echinazea ist nach Umpflanzen und Giersch-Bekämpfung im Topf gelandet. Jetzt hat sie sich endlich erholt und zeigt ihre Blüten.

Ein unermüdlicher Blüher. Diese 1-Euro-Rose war diesen Sommer mein eifrigster Blütenlieferant unter den Rosen und denkt immer noch nicht ans Aufhören!

Der Margaritenbusch zeigt auch noch Knospen und Blüten. Wenn auch die Sonne immer seltener die Terrasse besucht und manche Blüten wegen der Nässe faulen. Sie halten durch. Vielleicht schaffe ich es ja dieses Jahr, den Busch zu überwintern?

"Blühende Prinzessin" heißt dieses gute Stück. Unzählige lila Blüten den ganzen Sommer durch. Jetzt wird es aber zu kalt für den Wärmeliebhaber. Ich muss drinnen ein gutes Plätzchen für sie finden, damit ich auch im nächsten Sommer noch etwas von ihr habe. (Vor ein paar Jahren hatte ich schon einmal eine Blühende Prinzessin. Sie hat den Winter bei mir drinnen nicht überlebt...)

Meine Rispenhortensie. Oh, die mag ich sehr und darauf habe ich lange gewartet. Diesen Sommer habe ich sie mir endlich gegönnt!

Zum guten Schluss die Bauernhortensie. Vier davon thronen in der Spitze unseres Gartens. Hm, diese Blüten. Ich habe es dieses Jahr nicht geschafft, mir welche rechtzeitig zu trocknen. Vielleicht denke ich ja nächstes Jahr daran.

Soviel Blütenpracht im Novembergarten. Ich freue mich schon auf die Christrose, davon habe ich eine rote und eine weiße im Garten stehen. Der Winter ist ihr Blühdomizil.

Viele Grüße von der Gartenelfe und ein schönes Wochenende

Anja Kolberg

Donnerstag, 16 Oktober, 2008

Farbspiel

Heute früh beim Spaziergang mit unserer Minu erfreute etwas auf dem Waldboden mein Auge. Was? Das Farbspiel des Laubes. In Abschnitten, wo Pappeln stehen, war es leuchtend gelb. Standen am Wegesabschnitt viele Buchen, so berührten unsere Beine und Pfoten ein rotbraun leuchtendes Farbmeer. Und dann gab es noch Wegesstücke, da waren alle Farben gemischt.

Wow! Der Herbst hat es in sich!

Anja Kolberg

Donnerstag, 02 Oktober, 2008

Oktobersonne

 

Hm, sie ist da, die Oktobersonne. Gestern Nachmittag kam sie hier in Köln schon durch. Ahh, tut das gut! Die Ahornblätter auf den Bäumen beginnen sich zu verfärben. Herrlich. Und dann noch das Wochenende vor Augen - was kann es schöneres geben?

Ich wünsche Ihnen ein traumhaft erholsames Wochenende!

Anja Kolberg

Mittwoch, 24 September, 2008

Tolles Erlebnis

 So sah es heute früh auf der Straße vor unserem Haus aus: Stockdunkel. Menschenleer.

Ich kam mir wie der einzige wache Mensch vor...

Pures Leben dann auf dem Blumengroßmarkt in Köln. Die vielen Blumen, Sträucher, Pfanzen: Ein Traum. So viele Eindrücke. Ich müsste, wenn ich dort regelmäßig einkaufen ginge, schon eine ganz klare Vorstellung haben, sonst würde ich wohl meinen Geldbeutel leer kaufen. So verlockend sind die vielen schönen Dinge!

Rosen. Alpenveilchen. Erika. Astern. Gräser. Gerbera. Herbstkränze. Sonnenblumen. Hagebutten. Stiefmütterchen. Rosmarin. Bunte Sträuße. Kerbel. Nur ein Bruchteil von dem, was ich dort gesehen habe.

Ich bin so voller Eindrücke. Bis obenhin. Und jetzt wirklich totmüde. Wie schaffen es die Floristen, so früh morgens auf den Markt zu fahren und dann noch bis abends im Laden zu stehen? Hut ab vor dieser Leistung.

Mir ist jetzt auch der Preis-Unterschied zwischen Discounter-Blumen und denen in einem Blumengeschäft deutlich geworden: Die vielen verschiedenen Blumenarten werden sortenweise in kleinen Mengen eingekauft. Zum Laden gefahren. Dort ausgepackt und Stiel für Stiel in die Hand genommen, von Blättern gesäubert und in Vasen im Laden platziert. Dann nach Beratung und Kundenwunsch zu individuellen Sträußen gebunden und auch als Geschenk verpackt. Vorher habe ich mir darüber überhaupt keinen Kopf gemacht. Jetzt habe ich einen Einblick bekommen.

Einen Haufen Eindrücke habe ich als E-Cards für Sie gestaltet. Viel Freude beim Verschicken!

Eine müde und glückliche

Anja Kolberg

Montag, 22 September, 2008

Herbstfreude

 

Hm, der Herbst ist eine herrlich bunte Jahreszeit. Heute um 17:44 Uhr war Herbstbeginn. Tag und Nacht sind gleich lang. Die dritte Jahreszeit dauert bis zum 21. Dezember.

Hm, ich freue mich auf goldene Oktobertage, raschelndes buntes Laub, Kastanien, den ersten Frost, guten Schlaf dank kühlen Nächten, den nahenden Winter und die Zeit mit dem glühenden Kaminofen am Abend. Hm. Licht. Wärme.

Zum Herbstbeginn habe ich meinen Blumenkasten vorm Bürofenster neu bepflanzt. Sieht herrlich aus!

Eine kleine Freude bei jedem Blick darauf!

Anja Kolberg

Samstag, 20 September, 2008

Septembersonne

Die Strahlen der Sonne sind für mich im Moment ein Geschenk. Hm, nochmal warmes natürliches Licht tanken, während die Tage immer kürzer werden. Jetzt empfinde ich die Sonnenstrahlen sehr kostbar, während sie mir im Sommer oft viel zu viel waren.

Mir geht es heute so richtig gut. Hm und dazu das tolle Septemberwetter!

Ein Traum!

Anja Kolberg

Freitag, 12 September, 2008

Von nass bis zauberhaft.

 

Heute früh haben Minu und ich beim Spaziergang Bekanntschaft mit dem Regen gemacht. Erst waren es winzige Tröpfchen, die dann ruckzuck zu Monstertropfen heranwuchsen. Unser Vierbeiner hat sich nur noch hinter mir versteckt und wie ich den Kopf eingezogen. Wir suchten schnell Schutz unter einem klitzekleinen Vordach. Als es nach einer gefühlten halben Stunde endlich aufhörte, sind wir fluchs nach Hause. Beide ziemlich nass. Im Flur verstecke ich Minu dann erst mal unter einem kuschligen Frotteehandtuch. Ganz vorsichtig kommt ihre Nase darunter hervor und ganz sanft trockne ich sie ab. Die schöne Seite, nass zu werden. Sie liebt das und ich auch.

Der Regen machte eine Pause, als ich meine Tasse Kaffee auf der Treppe zum Garten trank. Direkt vielen mir die Perlen auf den Spinnennetzen auf. Was für eine Pracht. Endlich hatte ich wieder mal Lust am Fotographieren. Daraus habe ich einige E-Cards gefertigt.

Viel Spaß beim Verschicken und ein

Anja Kolberg

Montag, 08 September, 2008

Leben & Natur

Als wir 1997 in dieses Haus einzogen, war der Garten ein Urwald. Wir hatten in der einjähigen Renovierungsphase nichts daran gemacht. Und mir war während meines Abendstudiums so gar nicht nach Gartenarbeit. Ich mochte sie auch davor nicht so recht. Meine Tante erzählte mir letzte Woche, dass ich als Kind mal rübergekommen bin (wir wohnten nebeneinander), um für meine Mutter Schnittlauch im Garten zu schneiden. Statt Schnittlauch hatte ich allerdings Blumen abgeschnitten. Weit ist es mit meiner Gartenliebe also nicht gewesen. :o)

In unserem Wildgarten wäre es für mich auch o.k. gewesen, die komplette Fläche zu betonieren und grün anzustreichen. Hauptsache wenig Arbeit. Also Rasen. Fertig. Keine Blumen. Nichts. Erst nachdem ich das Studium abgeschlossen, mich selbstständig gemacht hatte und 2001 durch meinen Bandscheibenvorfall aus dem Hamsterrad gerissen wurde, änderte sich etwas. Ich nahm die Zeit anders wahr, entdeckte das Interesse am Garten. Ein Beet wurde angelegt. Kübel kamen auf die Terrasse. Daraus entwickelte sich von Jahr zu Jahr mehr ein kleines Paradies. Ich hatte mein Interesse an der Natur entdeckt.

Minu, unser Hund, der 2003 zu uns kam half dabei, denn sie brachte mich zu jeder Jahreszeit hinaus in die Natur. Ich war stolz wie Oskar, als das erste Mal eine Tulpenpracht in meinem Garten erblühte und musste mich sehr zurückhalten, als unser quirliger Vierbeiner durch das Beet stapfte und in ihren fünf Minuten die Tulpen ausbuddelte un d quer im Maul spazieren trug...

In den Jahren hat der grüne Teil unseres Hauses sein Gesicht immer mehr verändert. Heute ist der Garten ein Ort, an dem ich mich erfreue, mich entspanne, Kraft tanke und einfach wohlfühle. Mit dem Anlegen des Gartens zog sich auch in mir eine Wandlung über die Jahre durch. Ich entdeckte, dass es noch etwas anderes als Arbeiten gibt, mein Privatleben wurde bunter, ich arbeitete weniger, gönnte mir mehr Freizeit. Ich beobachte die Tiere, die unseren Garten besuchen, vor kurzem zum Beispiel ein heiß geliebtes Eichhörnchen, das an unserem Teich getrunken hat. Ich blieb regungslos neben Minu auf der Treppe sitzen, um dieses Bild möglichst lange auskosten zu können. Was für ein Schatz!

Vor einigen Wochen schnappte ich ein Chinesisches Sprichwort auf, das mich an diese Wandlung erinnerte und mich heute dazu bringt, Ihnen hier im Blog von meiner Gartenentstehung zu erzählen. Es lautet:

"An dem Tag, an dem du deinen Garten anlegst, fängt dein Leben an."

Grüße aus dem grünen Leben

Anja Kolberg

Donnerstag, 28 August, 2008

Grün, grün, grün...

... sind bald alle unsere Wände! Quatsch, aber irgendwie macht sich so'n Gründtrend breit.

An unsere Terrasse hinterm Haus grenzt ein riesengroßer Schuppen vom Nachbarn an. Die Wände sind freucht, der Putz blättert ab. Nicht schön drauf zu gucken. Wir streichen ihn alle paar Jahre, so geht es dann. Nun, es war mal wieder soweit. Bisher war die Wand hellgelb, inzwischen aber mit vielen grauen Flecken fehlender Farbe.

Ich wollte die Wand erst dunkelrot streichen, dann dachte ich beim Sitzen auf der Terrasse: Nein, nicht rot. Grün! Mein Mann wollte auch lieber grün statt rot, als ich ihm die Wahl ließ. (So tragen wir beide die Verantwortung...) Auf dei der Webseite Schöner Wohnen kann man Häuser virtuell anpinseln. Ich suchte mir einen Farbton aus - ja, sah gut aus.

Allerdings war der Schreck dann schon groß, als ich mir den Farbton im Baumarkt an den kleinen Farbtäfelchen anschaute (L319 für alle, die mal gucken wollten). Puh, nein, lieber was helleres. L120 haben wir genommen, aber der Schreck war dann noch größer, als ich gestern Nachmittag den Eimer aufmachte. Das sah NEONgrün aus. Ein Stück Probewand und ich hab mich halb kaputtgelacht, so grell sah das aus. Puh, näh, ging gar nicht. Man kann den Farbton dann aber nicht wieder unter die Farbmaschine stellen und einen anderen aussuchen, sondern nur Abtönfarbe dazu kaufen und selbst weiter mischen oder neue Farbe kaufen. Ich wollte nicht noch mal 40€ ausgeben, also habe ich Abtönfarbe gekauft und gemischt. Ahhh, mein Auge entspannte sich langsam. Auch meinem Mann gefiel der dunklere Ton. Als ich fast fertig mit Streichen war, riefen die Nachbarn ein paar Gärten weiter begeistert: "Das sieht gut aus! Schön!" Puh, gut.

Auf der anderen Seite der Gärten gingen drei Frauen auf den Balkon, es folgte ein kreischender Ausruf, den ich kaum nachmachen kann. Hörte sich nach blankem Entsetzen an. Gut, die haben jetzt was zu gucken, wenn sie zu uns vorwitzig runter schauen (oder lassen es wegen der abschreckenden Wirkung ganz). Dafür laufe ich auch nicht nackt auf der Terrasse rum.

Ich finde, es sieht gut aus, ist jetzt ein relativ heller Olivton, mit den dunkelbraun gestrichenen Holzpalisaden davor sieht es gut aus. Klar, dezent ist anders. Aber was schadet schon ein bischen Farbe im Leben? Weiß kann jeder.

Mir ist beim zweiten Anstrich zum Abschluss noch die Farbrolle auf den Kopf gefallen. So lange habe ich noch nie unter der Dusche gestanden, die Farbe wollte und wollte nicht rausgehen. Da wusste ich auf einmal, warum die Menschen Zeitungshüte beim Streichen tragen...

Genug geschnackt, ich muss noch Tasche packen und dann geht es los - auf ins Bergische!

Schönes Wochenende!

Anja Kolberg

... jetzt sind mir fast die Brötchen im Backofen verkokelt, die habe ich über's Schreiben ganz vergessen. Kross schmeckt ja auch... :o)

Freitag, 22 August, 2008

Hin- und hergerissen

Seit ein paar Tagen bin ich mir nicht sicher: Wird es noch mal Sommer oder ist schon Herbst? Der Übergang ist fließend, aber wo in diesem Übergang befinden wir uns? Teile in mir sehnen sich nach den warmen bunten Herbstfarben und andere nach der klaren Sommerwärme (nicht die Schwüle, wie sie heute hier ist).

So Übergänge gibt es nicht nur in der Natur, sondern auch im Leben. Hin- und hergerissen zwischen zwei Lebensumständen. Das bisherige ist nicht mehr ganz stimmig, das Neue ist noch nicht fühlbar da. Zwischenzeit. Keine leichte Sache im Leben, weil man ungeduldig wird, weil nicht klar ist, was/wie das Neue sein wird (bei den Jahreszeiten weiß man es ja Gott sei dank) und weil oft ein Zeitdruck da ist. Wer so einen Prozess schon mal durchlebt hat - zum Beispiel bei einem Job- oder Berufswechsel - weiß wovon ich spreche.

Aber es kommt der Tag, da ist ganz klar: Der Herbst ist da. Das Neue ist deutlich spürbar und erfreut uns mit wunderbar bunten Blättern und lässt und die Leiden der Zwischenzeit schnell vergessen. Ja, genau so stelle ich es mir nach einer Geburt vor. All der Wehenschmerz ist Staub von gestern, weil das Neue es mit seiner Liebe und Schönheit überstrahlt.

Schönes Wochenende!

Anja Kolberg

PS: Ich fahre bald zu meiner Familie für ein Wochenende aufs Land! Juchu!!!! Dazu passt diese E-Card:

 

Samstag, 02 August, 2008

Rülpsen Spinnen?

Ich weiß, ein undamenhafter Einstieg, aber die Frage habe ich mir ernsthaft letzten Sonntag gestellt. Da saß ich nämlich auf der Terasse und beobachtete eine Spinne beim Netzbau.

 

Erst sponn sie die langen Seitenfäden und dann von der Mitte ausgehend, verband sie die einzelnen Fäden in immer größer werdenden Kreisen miteinander. Faszinierend. Zuvor hatte ich das noch nicht gesehen. Es dauerte nicht lange und sie war fertig. Einige Zeit später schaute ich wieder hin und sie hatte Beute gemacht:

Auch gleich neben meinem schattigen Sitzplatz kümmerte sich eine ähnliche Spinne um ihre Beute. Immer mal wieder sah ich hin und da die Spinne unweit meines Ohres im Netz arbeitete, habe ich mich irgendwann gefragt: "Ob ich wohl hören kann, wenn sie satt ist und rülpst?" Alleine die Vorstellung, dieses Geräusch zu hören, genügte, um mich vergnüglich zu stimmen. Ich stellte mir vor, dass das Geräusch so laut ist, dass ich mich umschauen musste, wer denn da...?

Frohe Grüße

Anja Kolberg

PS: Die Schreibblockade ist wirklich überwunden. Heute früh habe ich mich direkt an den Laptop gesetzt, während Mann und Hund sich nochmal umgedreht haben und nach sieben Seiten ist wirklich Zeit für eine Pause.

Herrlich ist übrigens das Fußbad im Teich. Die Seerosen blühen um die Wette und dann auf dem Steg sitzen und die Füße in das kühle Nass tauchen.... Eine herrliche Erfrischung. Hier ein Bild für Sie:

Mein Wunsch an Petrus hat sich auch erfüllt: Gestern Abend kühlte es herrlich ab, hm, habe ich gut geschlafen. Ich hoffe, Sie auch? Schönes Wochenende!

Dienstag, 22 Juli, 2008

Inspektor Locke ermittelt

Tatort: Terrasse

Tatzeitpunkt: zwischen Sonntag abend und Montag morgen, 10 Uhr.

Wer hat den Tatort entdeckt? Eigentlich Minu. Inspektor Locke sitzt auf der Treppe und trinkt eine Tasse Kaffee. Ihr Blick folgt dem schnüffelnden Hund, der unterhalb des Eßzimmerfensters stehen bleibt. Das zieht die Aufmerksamkeit von Inspektor Locke an. Sie streift die Ecke mit ihrem scharfen Blick, entdeckt nichts auffälliges, schaut nochmal und entdeckt den Tatort:

Der Blumenkasten mit 6 zuvor wunderschön grünen, kräftigen, blühenden Wandelröschen liegt zwischen den Funkien auf dem Boden. Die Pflanzen liegen kopfüber über die Terrasse verteilt, ebenso wie die Blumenerde und die Blähtonkügelchen, die bis zum Terrassenende gerollt sind. Der Grill, der unterhalb des Eßzimmerfensters steht, ist mit Erde und vielen Blumenzweigen bestückt. Schönes Bild!

Inspektor Locke ermittelt: Wer war der Täter?

Zugegeben, es war windig, aber ehrlich: Wir - der Blumenkasten und wir - haben schon schlimmere Stürme überstanden. Inspektor Locke geht auf und ab und kommt nur zu einer Lösung: Ein Eichhörnchen muss über den Holzzaun bis zur Hauswand geklettert sein, dann versucht haben, im Blumenkasten zu naschen oder was zu verbuddeln und dabei sind alle beide - Kasten und Eichhörnchen - zu Boden gegangen. Hm. Gestern früh war nämlich auch ein sehr vorwitziges Eichhörnchen an den Mülleimern vor unserem Haus. Als ich mit Minu Gassigehen wollte, nahm es reißaus und lief quer über die Straße. Ich habe mir nur noch die Augen zugehalten. Es hat einen Ausweg gefunden. Vielleicht in unseren Blumenkasten? Bis dahin war mir nämlich noch nichts besonderes aufgefallen.

Eine Fahndungsbild muss her:

Hier Aufnahmen aus früheren Begegnungen. Gesucht wegen radikalem Blütenhunger. Sachdienliche Hinweise bitte direkt an Inspektor Locke oder ihre Assistentin auf vier Pfoten.

Anja Kolberg

Mittwoch, 18 Juni, 2008

Veränderungen...

... gibt es bei uns im Garten. Der Rosenbogen über der Holzbank auf der anderen Seite des Teiches hat mir so gar nicht gefallen. Sein Grün passte nicht zur Umgebung, richtig fest war er (noch) nicht und er behinderte den gemütlichen Gang zur Bank. Vorgestern konnte ich meinen Mann motivieren, ihn mit mir zu versetzen. Meine bessere Hälfte war mit ganz viel Liebe und Genauigkeit aktiv. *drück*

Der Rosenbogen steht jetzt bombenfest auf der Terrasse. Als Übergang zum Garten. Und genau da habe ich ihn schon vor Jahren gesehen. Lange bevor ich ihn hatte. Ich kann mich an einen Zukunftsbrief in einem Berufsseminar erinnern (ich habe oft mit den Teilnehmerinnen mitgemacht), in dem ich schrieb, dass der Rosenbogen dort steht. Wow, ein komisches Gefühl überkommt mich. So ist das, wenn sich Wünsche erfüllen.

Ich habe Montag das Geld aus einem Fotoauftrag direkt in Pflanzen umgesetzt und mir eine Rispenhortensie (davon träume ich auch schon lange) gegönnt, Töpfe für die Ramblerrosen (damit nicht nur der Rosenbogen umzieht, sondern auch die zugehörigen Rosen), Sommerblumen für unsere Holzkästen (die Bellis waren diesmal ohne Beteiligung des Eichhörnchens hinüber), Lavendel und rosa Minischleierkraut zur Begleitung der Ramblerrosen, ein paar Wasserpflanzen für den Teich (Hoheitsgebiet meines Mannes) und eine "blühende Prinzessin". Dieses lila Blühwunder hatte ich schon einmal auf meiner Terrasse stehen. Leider hat die Blume damals meine Überwinterung nicht überlebt. Ich hoffe, diesmal schaffe ich es!

Gestern Abend habe ich dann nur noch auf der Terrasse gesessen und "Boah, ist das schön!" gesagt. Himmlisch glücklich ist die Gartenelfe!

Einen stimmigen Tag

Anja Kolberg

Samstag, 10 Mai, 2008

Frieden

Ein Ort des Friedens ist für mich unser Garten. Die ruhige Ausstrahlung des Bachlaufes, der kleine Ahorn, der vom Hochbeet hinüberwächst, das leise Plätschern, der Blick auf den Buddha, der Schatten, in dem ich am liebsten sitze - all das macht mich froh und tut mir gut.

Der Teich wird von den Vögeln als Badestelle genutzt. Rotkehlchen, Amseln, Meisen konnte ich gestern beim Planschen beobachten. Sie landen auf dem Zaun, hüpfen hinunter auf einen der vielen Steine und dann ab ins kühle Nass.

Herrlich, dass die Tiere die Wasserstelle so annehmen. Denn das war einer der Gründe, warum wir so viel Freude an unserem alten Bachlauf hatten. Schön, dass es jetzt wieder so ist. Beim Frühstück haben wir einen Schmetterling beobachtet, der - ab und an seine Flügeln lüftend - sich zu Füßen Buddhas auf einem kleinen Stein im Wasser niedergelassen hatte.

Es sind die kleinen Dinge im Leben, die mich mit Glück und Zufriedenheit erfüllen. Schätze der Natur.

Ein zauberhaftes Pfingstwochenende

Anja Kolberg

Montag, 28 April, 2008

Ein reiches Wochenende...

...liegt hinter mir.

Mein Mann und ich haben am Samstag sieben Stunden im Garten gearbeitet. Die Arbeit an der frischen Luft, die Ergebnisse sehen: Das ist so befriedigend. Wir halten uns so gerne im frisch gestalteten Garten auf. Es tut uns gut. Mein Mann kann gar nicht genug bekommen von Bachlauf und Teich. Eigentlich müsste er schon Schwimmhäute zwischen den Fingern haben, so oft verlegt er die Steine im Teich. :o) Gestern haben wir das erste Mal auf dem Steg gelegen und die Sonne genossen. Das erste Mal in der Sonne auf der neuen Bank am Teich gesessen. Ich kann dort so gut entspannen. Was für ein Geschenk ich mit dieser Gartenumgestaltung gewonnen habe, kann ich kaum in Worte fassen. Der Himmel meint es wohl sehr gut mit mir. :o)

Gestern dann ein Ausflug mit meiner Schwester in den Stadtwald. Quatschen. Fotographieren. Auf der Picknickdecke das Gras anschauen. Anschließend eine Tasse Kaffee ein Stück Kuchen auf der Terrasse. Hm. Das tat gut. Heute bleibt mir der Blick auf den rosafarbenen Blumenstrauß und einige Bilder, aus denen ich gleich ein Fotoheft gestalte.

Gibt es was besseres, als draußen zu frühstücken? Zu lesen? Zu sehen, wie alles grünt und wächst? Für mich nicht. Ich freue mich so sehr auf die schönen Tage, die uns in diesem Sommer erwarten und jede kostbare Minute, die ich davon in der Natur verbringen kann.

Und nach einem langen Aufenthalt draußen genieße ich es richtig, abends auf der Couch zu sitzen und mich unterhalten zu lassen. Ich liebe den Krimi "Wilsberg" am Samstag Abend, weil er so schön normal und unkonventionell ist. Und am Sonntag Abend muss ich mir bei "Schwiegertochter gesucht" immer wieder die Augen zuhalten und manchmal auch die Ohren, weil es dort so schräg zugeht bzw. ich Dinge sehe, die ich nicht wirklich sehen will... Mein Mann meint, es gebe keine andere Sendung, bei der ich so viel aufschreie wie dort. Es gibt aber auch... Egal, wenn Sie's gucken, wissen Sie, was ich meine.

Draußen regnet es. Wie es klingt, wenn die Autos über die nasse Straße fahren. Die Vögel zwitschern und ich mache jetzt weiter.

Anja Kolberg

Freitag, 25 April, 2008

Das Grün der Bäume

... beflügelt meine Seele. Dieser Traum aus hellem Grün der frisch geschlüpften Buchenplätter gepaart mit dem dunklen Stamm der Buche. Hm. Das sieht wunderschön aus!

Das Vogelgezwitscher am Morgen.... Einfach Frühling!

Ein schönes Wochenende!

Anja Kolberg

Montag, 21 April, 2008

Endlich Frühling!

Yiepieh! Was für ein tolles Wetter am Sonntag - endlich Frühling!

 

Die Sonnenstrahlen haben sooooo gut getan. Endlich konnte ich draußen im Garten sitzen. Sonne tanken und am Nachmittag wahrhaftig auch auf der Terrasse sitzen und lesen (dort kommt die Sonne immer spät hin). Minu beim Entspannen zuschauen. Das tut so gut, weil ich dabei selbst entspanne.

Gegen Abend wurde die Grillsaison eingeläutet. Hm, das erste Grillfleisch. Die ersten Backofenkartoffeln. Der erste Kräuterquark. Ein Alster in der Sonne. Die Sonne angenehm warm, nicht zu heiß, im Rücken nicht zu kalt. Die Augen beim Kauen genießerisch schließen. Der Bachlauf plätschert. Die Vögel zwitschern. Perfekt. Ein perfekter Sonntag!

So viel Kraft habe ich gestern draußen getankt, dass ich heute früh schon um 7 Uhr aufgewacht und aufgestanden bin. Das ist normalerweise nicht meine Zeit. Was sehe ich am Himmel? Blau! Sonne! Juchu!!!

Ein toller Start in die Woche!

Anja Kolberg

PS: So sieht einer der Tulpensträuße aus, die ich mir auf dem Feld am Donnerstag geschnitten habe. Ist das kein Traum? Eine E-Card habe ich für Sie daraus gemacht.


Freitag, 18 April, 2008

Schönes Wochenende!

Gestern war endlich Frühlingswetter bei uns in Köln. Ich habe den Moment genutzt und einen Ausflug in den Japanischen Garten gemacht. Dort habe ich eine Farnrolle für den Postershop fotographiert. Sieht toll aus. Darauf dürfen Sie sich schon freuen. :o)

Und weil ich schon mal in der Gegend war, bin ich weiter nach Leichlingen gefahren und von dort Richtung Witzfelden. Am Straßenrand ist dort ein Tulpenfeld zum Selberpflücken. Ein traumhaft schöner Anblick. Jetzt habe ich die Freude auch bei mir zu Hause. Das tut gut.

Mir gut tun, das kann ich im Moment gebrauchen. Mir geht es heute nicht besonders, meine Tage machen mir mal wieder zu schaffen. Ich fühle mich bescheiden, tüddelig, müde, schlapp, habe - da bin ich heilfroh - heute nur wenig Schmerzen. Da helfen nur PAUSE, mich selbst betüddeln, nur das nötigste machen. Mir selbst eine gute Mutter sein. Das mache ich heute.

Ein schönes Wochenende!

Anja Kolberg

Montag, 14 April, 2008

Regentropfen...

... zum Wochenstart. Das schreit nach guter Laune!

Vielleicht mit dem Lied "I'm singing in the rain" von Gene Kelly? [Video bei YouTube.com wird durch den Link geöffnet.) Hm..

Ich hoffe, Sie hatten ein schönes Wochenende. Meines war einfach rund und stimmig. Ich habe einiges im Garten geschafft (nein, die Arbeit hört trotz Umgestaltung nicht auf...), der Postershop ist fast fertig, gerade läuft noch ein letzter Check - und am Sonntag haben wir uns mit Freunden im Bergischen zum Frühstück getroffen. Hm, das war schön! Und während ich hier schreibe, höre ich "I'm singing in the rain". Wissen Sie was? Da macht mir der Regen gar nichts mehr aus! "Komm, Minu: Wir gehen eine Runde Regengassi!" (Supersüß: Sie lässt sich anschließend immer genüsslich mit einem Handtuch trocken reiben. Was für's Frauchenherz.)

Einen schönen Tag!

Ihre Anja Kolberg

Montag, 31 März, 2008

Hungriger Gartenbewohner

Vor einer Woche pflanzte ich rosarote Bellis in die Holzkästen auf unserer Terrasse. Wow, sah das schön aus. So richtig nach Frühling!

[Foto: So schön können Bellis aussehen... Bild vom Fensterkasten, da kamen die Räuber (noch?) nicht hin...]

Mehr als erstaunt musste ich am nächsten Tag schon feststellen, dass nur noch das Grün der Blume im Bett glänzte. Auf dem Stil war keine Blume mehr! Und das nicht nur eine, es waren mindestens 36 Blüten - gewesen. !SCHNIEF!

Jetzt frage ich mich: Wer war's? Das Eichhörnchen? Oder gar die Maus? Wider Erwarten ist die Maus nicht durch die Gartenarbeiten von dannen gezogen, abends habe ich sie wieder durch die Beete huschen sehen. Jetzt ist aber langsam klar: Die Maus muss weg! Keine Sorge: Per Lebendfalle. Ich muss nur einen lauen Abend abwarten, nicht dass wir wieder lebensrettende Maßnahmen durchführen müssen wie letzten Herbst. :o)

Ich gönne den Gartenbewohnern ja den Gaumenschmaus. Aber ärgerlich ist es schon!

Vielleicht lacht sich das Eichhörnchen jetzt ins Fäustchen: Hihi, die Maus wird zur Verantwortung gezogen. Mich kriegt ihr nicht und ICH fresse eure Blumen weiter!

Die ratlose und trotzdem glückliche Gartenfee

Anja Kolberg

Donnerstag, 20 März, 2008

Frühling!

Heute ist astronomischer Frühlingsbeginn! Meine Lieblingsjahreszeit beginnt.

Die ersten neuen Blätter auf den Bäumen, das helle Grün der ersten Stauden im Garten, bald blühen unsere Kirschbäume. Alles regt und verändert sich.

Aufbruchstimmung. Diese Zeit entspricht so sehr meinem Wesen, ich fühle mich wie ein Fisch im Wasser! Und genau in diese Zeit passt das wunderbare Grün an den Wänden in meinem Büro, auf das ich gerade schaue. Mir geht es richtig gut!

Schönes Osterwochenende!

Anja Kolberg

Mittwoch, 19 März, 2008

Der Garten ist fertig!

Richtig schön ist er geworden! Ich könnte ständig am Fenster hinaus schauen. Herrlich!

Gestern Mittag war nach fünf Gartentagen der Abschluss. Zeit für Fotos:

Das fast komplette Gartenteam von rechts:

  • Der Garten- und Landschaftsbauer David Hennen, der für die Umsetzung des Plans in die Praxis zuständig war. Es hat Spaß gemacht, mit ihm zusammen zu arbeiten und von seinem Fachwissen zu profitieren.
  • Gartenarchitekt Bernd Franzen plante den Garten. Er hat es verstanden aus all meinen Wünschen die herauszuziehen, die im Rahmen des Gewinns umsetzbar waren. Ich bin einfach begeistert.
  • Mein Schwiegervater Günther Kolberg half die ganze Woche unermüdlich mit. Als Renter fängt das Leben noch mal ganz neu an!
  • Und dann sehen Sie noch mich. Ich bin einfach glücklich.
  • Auf dem Bild fehlen mein Mann Guido und unsere Minu, die natürlich auch kräftig geholfen haben.

Wir danken Felix Krause von hauptsache-garten. Das Internetportal für Gartenfreunde hatte letztes Jahr diesen Preis ausgeschrieben. Und ich war die glückliche Gewinnerin!

Jetzt kann der Frühling kommen. Ich freue mich auf unzählige schöne Stunden im neuen Garten!

Anja Kolberg

PS: So sah der Garten letztes Jahr im Frühling vor der Umgestaltung aus.

Montag, 17 März, 2008

Jammern tut gut!

Geschehen letzte Woche Donnerstag in unserem Garten: Mein Mann und ich schafften am späten Nachmittag 1.6 Tonnen Kies für Bachlauf und Teich vom Anhänger treppauf ins Haus trepprunter in den Garten. Da wir keinen Zugang zum Garten haben, blieb gar nichts anderes übrig, als ihn mit Eimern zu tragen. Eine Schubkarre wäre wegen der steilen und engen Treppe schwieriger gewesen.

Als ich den riesigen Haufen auf dem Anhänger gesehen habe, dachte ich: "Oh Gott. Das schaffen wir nie." Meinen Schwiegervater hatten wir, weil nichts zu tun war, mittags nach Hause geschickt. Jetzt wollte mein Mann nicht gleich wieder anrufen. "Wir schaffen das." sagte er zu mir.

Leider habe ich die Eimer nicht zwischendurch mal auf die Waage gestellt, aber an jeder Hand einer, das war schon heftig schwer (obwohl natürlich für mich nicht ganz voll). Ich hatte Schmerzen in den Knien, in den Handgelenken, Armen, Oberschenkeln. Und als wir 3/4 geschafft hatten, mir alles weh tat und ich dachte: 'Das schaffen wir nicht mehr.' hielt das Auto meines Schwiegervaters an. "Warum ruft ihr nicht an?" - er packte gleich mit an und ruck zuck war der restliche Anhänger leer. Ich habe nur noch die Arme in die Luft geschmissen! Nachher sagte mein Schwiegervater zu mir: "Du hattest wirklich Glück, dass Stau war, deswegen bin ich ein Bogen über Junkersdorf gefahren und wäre sonst nicht zufällig vorbei gekommen." Danke Himmel! Auch mit dem Wetter hatten wir die ganze Woche entgegen der Wettervorhersage Superglück. Der Himmel will, dass es klappt! Danke!

Freitag stand dann pflanzen, den Bachlauf verschönern und Rollrasen verlegen auf dem Plan. Der Garten ist jetzt fast fertig und sieht so aus:
 

Ist doch ein Traum, oder? Der Holzsteg ist fertig, die Pflanzen haben ihren Platz gefunden, der Bachlauf plättschert, die ersten Vögel haben am Teichrand gebadet. Hm, herrlich. Morgen steht nochmal ein Tag Arbeit an, dann haben wir es geschafft! Wahnsinn, was man alles in gut einer Woche mit einem guten Team schaffen kann!

Ich wollte hier aber eigentlich übers Jammern schreiben und das ist stark mit dem Garten verknüpft. Am Donnerstag und Freitag Abend hatten mein Mann und ich gehörig Schmerzen. Das führt dann zu lautem Aufstöhnen und Jammern beim Aufstehen und Bewegen. Und nicht dass Sie denken, ich habe mehr geheult als mein Mann, weil ich die körperliche Arbeit nicht gewohnt bin. Als Außenstehende denkt man vielleicht "stellt euch nicht so an" und will schnell darüber hinweg gehen und auf die schönen Ergebnisse schauen. Aber auch die Schmerzseite gehört zur Gartenarbeit dazu. Vielleicht ist es wie der Geburtsschmerz für den neuen Garten. (Was für eine Idee...) Ehrlich gesagt: Es tut gut! Ja, jammern tut gut. Und ich selbst konnte aufgrund der Schmerzen auch gar nicht anders (Rücken. Knie. Füße.), als meinen Schmerz kund tun. Und was soll ich sagen? Samstag waren wir beide wieder topfit! Jammern heilt Schmerzen? Das wäre doch was!

Herzlich aus Gartenhausen
Anja Kolberg

Mittwoch, 12 März, 2008

Ein Päuschen machen, wenn...

... es nicht so richtig rund läuft. Wie heute zum Beispiel. Im Garten ist Pause. Gestern und vorgestern haben wir erfolgreich gearbeitet. Ich spüre jede einzelne Faser, jeden Knochen meines Körpers. Harken, schüppen, Steine tragen bin ich eben als Schreibtischtäterin einfach nicht gewohnt. Beruhigend fand ich, dass selbst mein Mann, der ja als Schornsteinfeger einen körperlich sehr anstrengenden Job hat, nach dieser Gartenarbeit seinen Körper schmerzlich fühlt...

Als der Landschaftsbauer gestern sagte, er würde Donnerstag wiederkommen, dachte ich zuerst: Prima - dann kann ich ja morgen im Büro so einiges zaubern. Hab' ich auch, aber an die dicken Aufgaben mach' ich mich nicht ran. Mir ist grad noch mal klar geworden: Warum auch, Anja? Du hast körperlich zwei Tage hart gearbeitet. Mach' heute einfach mal halblang. Morgen geht es ja schon im Garten weiter.

Schwere Aufgabe, aber ich versuch's. Manchmal ist nichts schwerer, als halblang zu machen. Ohne schlechtes Gewissen.

Übrigens: Der Garten wird ein Traum! Ich bin ganz verliebt und könnte die ganze Zeit am Fenster sitzen und rausschauen. So weit sind wir schon:

Die Rasenkante ist gesetzt, das ist der Bogen im rechten Bereich. Links das Hochbeet ist vorbereitet. Der Teich ist ausgehoben und der Aushub auf dem alten Rasen verteilt. Der Unterbau für den Steg ist gemacht und die Staustufen für den Bachlauf angelegt. Gartenbau - das ist ein Knochenjob! Und ich bin so froh, dass ich Hilfe habe von einem Gartenarchitekten, einem Landschaftsbauer und meinem Schwiegervater, der unermüdlich hilft und natürlich meinem Mann. Der Garten sieht jetzt schon super aus. Nicht, dass unser Garten vorher schäbig war, er war einfach schön, aber jetzt hat er System und es war wichtig, dass Bachlauf und Teich verlegt werden. Sie lagen zu stark in der Sonne und das Verhältnis von Bachlauf und Teich stimmte nicht. Ergebnis: vielen Algen. Und es ist einfach toll, wenn Fachleute das sind. Sie verstehen was von ihrem Geschäft. Alleine diese Rasenkante - der geschwungene Bogen. Das sieht soooooo toll aus! Ist das schön!

Jetzt lecke ich mal weiter meine Wunden.

Anja Kolberg

Samstag, 08 März, 2008

Zurück aus der frischen Landluft

Hallo da draußen! Ich bin aus dem Bergischen zurück - einige Tage Auszeit, die mir so richtig gut getan haben. Zum Bloggen bin ich nicht gekommen. Langeweile Fehlanzeige.

Meine Mutter hat ja meinen alten Laptop erhalten. Und da sie so gut wie keine Erfahrung mit dem Computer hat, haben wir ein kleines Büro in der Küche eingerichtet: Meine Mutter und ich jede am eigenen Laptop und meine Oma hat dazu Pillekuchen mit Tomatensalat gekocht. (Mein Liiiiiiiiiiiiiieblingsessen. Hm, lecker!) Dann gab es kleine Übungseinheiten, jetzt klappt es schon richtig gut. Meine Oma konnte meiner Mutter als erfahrene Computernutzerin auch hier und da helfen. Auf dem nächsten Foto sehen Sie meine Oma mit dem köööööööstlichen Pillekuchen:

Die Tage sind so schnell vorbei gezogen. Ich habe mich gut erholt, das spüre ich richtig. Nach dem Frühstück bin ich immer mit Minu über die Wiese und durch den Wald spazieren gegangen. Herrlich frische Luft - o.k. bei Nachbars Silohaufen durfte ich nicht tief einatmen. Einen Morgen hatte es geschneit. Dazu strahlend blauer Himmel. Die Vögel zwitscherten. Hmmmm. Das liebe ich am Landleben. Auf unserem Spaziergang haben Minu und ich Rehe beobachtet, Spuren von Wildschweinen gesichtet und drei großen Hasen beim Fangenspielen im Wald zugeschaut.

Das ist pures Bergisches Land, wie ich es mag. So eine Woche zu Hause ist was feines. Die Familie besuchen. Viel quatschen. Menschen wiedersehen, die ich seeeeehr lieb habe. Verwöhnt werden. Arbeiten Hand in Hand. Halma spielen. Meine Schwester im Labor besuchen. Von meinem Bruder im Park fotographiert werden und nachher Schokocappuccino und Puddingteilchen essen. Meinen Papa gaaaanz feste drücken. Scheinbar unendliche viele Fotos meiner Mutter sichten, löschen, sichern. Abends die Jogginghose und selbstgestrickte Socken (von Oma) anziehen und störende Dinge ausziehen (den BH zum Beispiel). Dann den Abend genießen - zum Beispiel mit "Kohlliesels Töchter" und Schokolade. Den elektronischen Bilderrahmen von Oma mit neuen Fotos bestücken. Minu beim Schnarchen zuhören. Die Zwillingsschwester meiner Mama endlich wiedersehen. Viel lachen. Bei Tante und Onkel im Bett schlafen und dabei Fernseh schauen. Die Hühner und Enten rauslassen. Die Stille genießen. Einfach da sein und die Wanduhr ticken hören. So eine Zeit zu Hause tut unheimlich gut und ist unendlich kostbare Zeit!

Winkewinke nach Hause!

Anja

Freitag, 29 Februar, 2008

Wochenende!!!

Ich freue mich auf das bevorstehende Wochenende! Nicht, weil ich super Sonnenschein erwarte (hier regnet es gerade). Nein, einfach so. Morgen kommt mein Schwiegervater und hilft uns, den Bachlauf und den Teich zurückzubauen, damit das Feld frei für die Gartenarbeiter ist (unser Garten ist nicht sonderlich groß), hoffentlich bleiben wir nicht im Matsch stecken. Am Montag, als ich die Pflanzen ausgemacht habe, war ich plötzlich auf der Terrasse 10 cm größer, so viel Lehm klebte unter meinen Schuhen... :o)

Dass man bei so einer Aktion auch Opfer bringen muss, habe ich inzwischen auch gemerkt: Zwei Stauden sind mir durch die Lappen gegangen. Ein tränendes Herz, das letztes Jahr schon so schön groß gewesen war und eine Schlüsselblume. Aber das kann ich verkraften, vielleicht hätten sie sowieso nicht in den anders gestalteten Garten gepasst. Schließlich bekomme ich dafür ja etwas schönes. Hoffe ich doch...

Jetzt weiß ich auch, warum ich so supergute Laune habe. Nächste Woche, nächste Woche da fahre ich nach Hause! Meine Familie besuchen und ein paar Tage bei Oma schlafen. Ich freue mich, ich freue mich. Hüpf. Hüpf. Hüpf. Und da wir einen neuen Laptop haben, auf dem ich gerade schreibe, kann ich von dort auch Kontakt zu Außenwelt halten. Ebenso, wie es mir in Köln möglich ist. Das mobile Büro ist auch bei mir angekommen. Mein Mann hat sich ganz schön ins Zeug gelegt, dass ich vom Laptop aus Mails abrufen kann und Bestellungen und... Vielleicht besuche ich mein virtuelles Büro doch nicht, falls ich von chronischer Unlust befallen werde, weil ich gerade draußen fotographieren will oder meine Schwester besuchen *drück* oder meinen Bruder *drück* oder meinen Papa *drück* oder mit Oma und Mama quatschen oder oder oder... *freu*

Meine Mama freut sie wie Bolle auf meinen bisherigen Laptop. Der ist schon ziemlich alt, aber zum Schreiben wunderbar geeignet. Bisher habe ich darauf geschrieben, jetzt macht es meine Mama. Ich bin gespannt, was diese neue Möglichkeit ihr alles entlockt.

Schönes Wochenende - genießen Sie die freien Stunden

Anja Kolberg

Mittwoch, 27 Februar, 2008

Frühlingsmärchen für die Seele

Ein kleines Märchen für alle, die ihrer Seele etwas gutes tun möchten. Einen Moment die Zeit anhalten und entspannen!

Ein Bienenschwarm summt aus dem Himmel hinab und schenkt dir einen Korb voll köstlichem Honig. Der süße Geschmack ist bald auf deinen Lippen, du gönnst dir ein Bad in dieser Freude. Deine Haut wird samtig weich, dein Bauch von innen ganz wohlig warm, deine Seele lächelt ruhig und voller Vertrauen und Zuversicht. Wissend, du bist auf dem richtigen Weg.

Nach dem Bad kommt eine ganze Vogelschar herbei und hüllt dich in ein samtweiches Tuch. Die Farben stärken dein Bewusstsein und lassen deine Seele hüpfen. Du schließt nach diesem Farbbad genussvoll deine Augen und schwelgst im Reichtum der Natur.

Kleine Waldgeister kommen zu dir und kuscheln sich an dich, kneten dir mit ihren kleinen, flinken Händen den Rücken. Massieren deine Füße. Flechten dein Haar in 1000 wunderschöne Zöpfe. Zieren sie mit Blüten und Blättern.

Du fühlst deine Schönheit.

Ganz sanft gehst du über ein Moosbett. Es kitzelt ein wenig an den Füßen, dich begleitet ein großes weißes Ross. Hm, wie es duftet. Welche Kraft es ausstrahlt. Du spürst diese Kraft in dir bis in die kleinste Pore, bis in den kleinsten Muskel deines Körpers.

Ihr erreicht einen großen, alten Baum. Vor seinen Füßen lässt du dich nieder. Du beobachtest den erwachenden Frühling der Natur um dich herum. Du spürst die Kraft und die tief verwurzelte Sicherheit des Baumes in deinem Rücken. Du spürst die Energie, die jetzt auch dich ganz mit der Erdkraft verbindet.

Über dir raschelt es. Zwei Eichhörnchen springen den Baumstamm hinab. Von oben fliegt eine Nuss herab - mitten auf deinem Kopf landet sie. Knack. Sie fällt dir in den Schoß und ist schon geöffnet. Hm, wie sie schmeckt. Die Eichhörnchen holen noch weitere Leckereien hervor und gemeinsam haltet ihr ein köstliches Mal.

Du fühlst dich verbunden mit der Natur. Du bist sicher. Alles ist gut. Alles war gut. Alles wird gut sein.

Von Herzen!

Anja Kolberg

Das Nutzen der Inhalte außerhalb dieser Webseite erlaube ich nur nach vorheriger Vereinbarung. Wenn Sie auf diesen Beitrag hinweisen möchten, nutzen Sie diesen Link: http://www.frauencoaching.de/archives/2008/02/entry_2346.html

Montag, 25 Februar, 2008

Geschafft!

 

Ich bin stolz: Die Pflanzen sind bis auf einige große, die wir am Samstag bewegen werden, ausgemacht! Jetzt hab' ich zwar "Rücken" und bin unendlich müde (so ein schönes "müde-Gefühl" von körperlicher Anstrengung), aber heilfroh, dass ich das meiste geschafft hab! Yeah!

Der Sonnentag draußen hat mir richtig gut getan. Herrlich, ich liebe diese Zeit, wenn alles aus der Erde hinausschaut und wachsen will. So wie ich selbst auch. :o)

Schönen Feierabend!

Anja Kolberg

Gartengrün + Frühlingserwachen

Huhu da draußen! Ich werkle gerade in unserem Garten. Letzten Donnerstag sah ich beim Spaziergang das erste Grün an Sträuchern. Von Tag zu Tag wird es mehr. Die Natur rast scheinbar mit Vollgas in den Frühling! Wow, was für eine Fahrt!

Alles habe ich daran gesetzt, dass der Shop heute früh wieder im Netz ist. Das hat auch geklappt, aber als ich mir die Seite anschauen wollte, hatte mein Provider Probleme! Von außen verordnete Pause. Grrrr Ich war schon beruhigt, als ich rausfand, dass alle nicht-Netcologne-Kunden die Seite ohne Probleme aufrufen konnten. Doch ich konnte hier gar nichts tun, nur warten, bis es repariert war...

Das Gute daran: Weil ich deswegen im Büro nicht arbeiten konnte, habe ich meinen Arbeitsplatz nach draußen verlegt. Unser Garten wird Anfang März umgestaltet. Bis dahin müssen die Pflanzen ausgemacht werden. Eigentlich wollte ich damit am Mittwoch beginnen - jetzt hab ich es auf heute verlegt. Passt prima! Das Wetter stimmt. Meine Laune auch. :o)

Bei einem kurzen Boxenstopp hier im Büro - in meinem grünen Wunderland ;o) - durfte ich nun feststellen, dass der Seitenaufruf auch bei uns wieder super klappt und die erste Bestellung konnte ich auch schon entgegen nehmen. Super!

So kleine Pausen sind einfach ein Geschenk!

Ich buddel jetzt weiter.

Gärtnerinnengrüße aus Köln

Anja Kolberg

Dienstag, 22 Januar, 2008

Unerwarteter Besuch

... von einem Schmetterling:

 

Ich habe es wahrhaftig geschafft, die Kamera rechtzeitig zu packen und Fotos von meinem Besuch zu schießen. Nur ganz kurz hat er sich auf der Primel in meinem Blumenkasten niedergelassen. In der Sonne sein Kleid entfaltet, mich erfreut und ist dann weitergezogen. Was für eine schöne Überraschung, an der ich Sie gerne teilhaben lasse. :o)

Anja Kolberg

 

Sonnenschein

... lacht in mein Herz hinein!

Gestern noch trübe Stimmung wie der Himmel. Heute bewirkt die Sonne Wunder: Mein Stimmungsbarometer steigt. Die Frühlingsblumen im Kasten vor meinem Bürofenster leuchten mich an. Neben mir duftet eine Tulpe - sie hat sich ganz entfaltet - 6 rote Blätter schauen aus wie ein Windrad.

Das Leben ist schön!

Und so einen schönen Tag kann ich umso mehr genießen, wenn ich vorher trübe Stimmung hatte. Yipieh!

Anja Kolberg

Donnerstag, 25 Oktober, 2007

hm

Diese Woche waren meine Freunde-Besuchstage: Montag, Mittwoch und heute, Donnerstag, auch wieder. Treffen mit Menschen, die ich mag. Das tut gut und ich komme auf neue und andere Gedanken.

Ganz bezaubernd ist im Moment der Japanische Garten in Leverkusen. Warum? Dort wird gerade alles für den Winter hergerichtet und unzählige Blätter verschönern den Rasen. Über ihnen thronen die atemberaubenden Ahornbäume.

So, jetzt mache ich mich auf den Weg.

Schönen Feierabend!

Anja Kolberg

Donnerstag, 11 Oktober, 2007

Eine Duftwolke

... umhüllt mich! Die pinkfarbene Parole hüllt den ganzen Raum ein. Hm, könnte ein Parfüm sein. Diese Rose riecht nicht nur einmalig, sie hat auch noch eine herausragend große Blüte mit einem Durchmesser von ca. 14 cm. Ich habe diese Rose als Hochstämmchen letztes Jahr direkt vom Züchter Kordes Rosen gekauft. Eine der besten Ausgaben für meinen Garten!

Rosige Grüße

Anja Kolberg

Donnerstag, 27 September, 2007

Maus(e)tod?

Tatort: Unser Garten.
Tatzeit: Letzten Sonntag, 1.30 Uhr

Ein paar Stunden zuvor: Eine Mausefalle wird aufgesetzt. Mäuse nämlich flitzen des Nachts immer über unsere Terrasse. Wir wollen sie ins Feld umsiedeln. Missglückt ist Tage zuvor der Marshmallow-Köder. Nicht, weil er der Maus nicht geschmeckt hat, sondern durch den Regen so verklebt ist, dass die Maus ihn genüsslich auffuttern konnte, ohne dass das Türchen zufiel. Diesmal ist ein Stück Waffel unser Lockvogel.

1.30 Uhr: Wir kommen von einer Fete (im Bergischen - eine Freundin wurde 40 und ich habe gaaaanz viele Leute von früher wieder gesehen - das war toll!) und diesmal ist die Falle wirklich zugeschnappt. Ein winzig kleines Spitzmäuschen sitzt darin und putzt sich. Sieht süß aus. Direkt morgen früh bringen wir sie ins Feld.

Der Morgen danach: Guido will die Maus ins Feld bringen, während ich mit Minu unsere Runde drehe. Als ich auf die Terasse sehe, hockt mein Mann neben der Maus am Boden: "Ich glaube, sie liegt in den letzten Zügen." Entsetzen bei mir. Nein, wir wollten doch, dass die Maus lebt! Ich schaue mir die Maus an, die auf dem Rücken liegt und sich windet, sehr langsam in ihren Bewegungen. "Ob sie Bauchschmerzen hat, weil sie zuviel gefressen hat?" frage ich meinen Mann. "Glaube ich nicht." "Oder ihr ist zu kalt geworden", schließlich stand die Mausefalle auf den Holzkästen und da war es windig, kalt und nass und wir haben darüber natürlich nicht nachgedacht. Mist!

Was tun? "Weißt du was, ich hole eine Kiste und dann holen wir sie rein. Dort ist es etwas wärmer und vielleicht erholt sie sich ja." sage ich und laufe ins Haus. Mein Mann hebt das winzige Ding am Schwanz hoch und legt sie in die Kiste. Sie bewegt sich immer noch. Wir verschwenden nicht wirklich einen Gedanken daran, dass sie abhauen könnte, weil sie so schwach ist und kaum noch Leben zu sehen ist. Drinnen nehme ich etwas Küchenpapier, um sie ganz vorsichtig warm zu reiben. Ich habe keine Angst vor ihr, sie tut mir wirklich leid. Meinem Mann geht es ähnlich. Seit dem wir Minu haben, kann ich kein Tier mehr leiden sehen.

Die Rettungsaktion startet: Ganz vorsichtig streichle ich mit dem Papier über ihr Fell. Das scheint ihr gut zu tun. Dann fängt sie an zu zittern. Und was macht mein Mann? Ich höre den Wasserhahn laufen, dann legt er eine Wärmflasche unter die Kiste und wir starren gespannt auf die Maus. Sie hat noch ganz zarte Füßchen. Ist es vielleicht noch ein Baby? Die Wärme scheint ihr gut zu tun. Sie fiept ein bischen. Aha, Hoffnung keimt auf. Das Futter, das mein Mann noch in die Kiste legt, rührt sie zwar nicht an, aber sie bewegt sich immer mehr. Die Nase bewegt sie wie ein Ameisenbär. Süß! Sicherheitshalber stellen wir die Kiste wieder nach draußen, mein Mann legt die Wärmflasche darunter und ich baue darüber aus dem Küchenpapier ein Zelt.

Wir kommen auch gar nicht mehr auf den Gedanken, sie wieder in die Falle zu legen. "Sie bekommt eine Gnadenfrist und darf noch einige Zeit in unserem Garten bleiben" beschließen wir. "Vielleicht will sie auch zu ihrer Mutter zurück", grüble ich. Wir schließen die Türe und frühstücken erst einmal in Ruhe. Ich weiß gar nicht, wie oft wir uns die Finger waschen, aber das leidende Tierchen war uns wichtiger. Als wir danach wieder in die Kiste schauen, ist sie leer. Die Maus hat sich erholt und ist wieder unterwegs. Jetzt freuen wir uns richtig. Was für ein Erfolg.

Kitschig? Nein, nicht für uns, sondern ein unbeschreiblich warmes und gutes Gefühl.

Von der Mauserettungsfront

Anja & Team

Dienstag, 18 September, 2007

Selbstbegrenzung

Am Samstag im Garten: Die Pfeifenwinde hatte den Eisenhut vollständig umschlungen. Eigentlich dürfte der Eisenhut gar nicht mehr da sein, weil ich 2006 ihn komplett ausgemacht hatte. Warum? Es machte mir ein bischen Bauchschmerzen, da es sich wie ich gerade erfahren hatte um die giftigste Pflanze Europas handelt. Irgendwie dachte ich, die Pflanze muss weg. (Klingt wie ein geplanter Mord.) Doch es gibt Pflanzen, die stärker sind als meine Angst. Wie der Eisenhut. Im Frühjahr ist er wieder ausgetrieben. Bei unserer Gartenaufräumaktion am Samstag wollte ich ihn abschneiden, doch innerlich kam ein lautes "NEIN, mach mich nicht aus. Lass mich stehen. Ich bin wichtig." Ich habe zwei Triebe abgeschnitten, die nicht gut aussahen. Vehement kam ein "NEIN! Ich bleibe stehen. Du brauchst mich noch." Verdutzt sah ich diese Blume an. Mensch! Sie will nicht ausgemacht werden. "Soll ich Blütenessenzen aus dir gewinnen?" Darauf hin kam ein klares "JA". Hm. Blütenessenzen von einer giftigen Pflanze. Ich habe nach einer kurzen Verhandlung einen langen Trieb stehen lassen. Die Knospen sind noch grün, es braucht noch einige Sonnenstunden, bis sie blau erstrahlen wie auf dem Foto aus 2005 und ich die Blütenessenz gewinnen kann. Im Internet habe ich dann nachgeschlagen, wofür diese Pflanze steht. Bei Irisflora fand ich die Antwort: "Eisenhut hilft Selbstbegrenzungen aufzugeben und mehr Authentizität zu entwickeln; bei Schwierigkeiten durch überholte Vorstellungen und Gewohnheiten."

Wie gut könnte ich diesen Impuls gebrauchen. Es gibt einige Dinge, die ich tun möchte, halte mich selbst aber davon ab. Meine Erwartungen an mich selbst sind unermesslich hoch, noch viel mehr die Angst vor Erfolg, vor den Reaktionen. Aber wenn ich die Vorhaben wirklich in Angriff nehmen würde, wäre ich noch mehr ich selbst. Würde ich noch mehr zu mir stehen und - ja - ganz ich selbst sein. Es ist an der Zeit, diese inneren Hürden zu überwinden. Ich bin dankbar, dass die Pflanze mir klargemacht hat, dass sie mir helfen wird. Ich freue mich auf den Zeitpunkt, wenn die Blüten blau in der Herbstsonne erstrahlen und ich die Blütenessenz gewinnen kann. Anleitung bekomme ich dafür über das Buch "Blütentherapie und Naturerfahrung". Es ist nicht das erste Mal, dass ich meine eigenen "Bach"blüten herstelle.

Die Natur ist ein grenzenlos großer Schatz an Heilung und Inspriation!

Anja Kolberg

Mittwoch, 22 August, 2007

Gespür für Regentropfen

An manchen Tagen tropfen sie laut. Gestern Abend zum Beispiel. Kraftvoll. Reinigend. Zerstörerisch. Gnadenlos. Im Bett hört es sich himmlisch an - denn nur mit dieser Kraft kann ich hören, wenn sie auf das Dach treffen. Mein persönliches Einschlaflied. Ich liebe das! Für mich gibt es wenig, was gemütlicher ist.

Heute früh tropfen sie sanft den Himmel hinab. Erzeugen einen wundervollen Klang, wenn sie die Blätter berühren. Werfen berauschende Bilder, wenn sie auf Wasser treffen.

Zwischendurch Nieselregen. Der ist ganz leise, kräuselt meine Haare (das mag ich) und zaubert eine romantische Stimmung.

Ich mag den Regen, vielleicht weil ich die extreme Hitze nicht vertrage. Weil ich froh bin, dass es dann kühler ist. (Mir fällt mein Blogbeitrag von letztem Sommer ein, wo ich einen verzweifelten Regentanz aufgeführt habe. Er hat geholfen...) Ich mag den Regen, weil er die Luft reinigt. Er tränkt die Blumen im Garten und auf der Terrasse, ohne das ich dafür aktiv werden muss.

Wenn der Regen nicht wäre, die Freude über die nächsten Sonnenstrahlen und den nächsten blauen Himmel wäre nur halb so groß. Ich schätze die Sonne nach einer dunklen Zeit viel mehr, genieße das gute Wetter intensiv, sauge jeden einzelnen Sonnenstrahl auf.

Die Dunkelheit heute morgen - zum Aufstehen nicht die beste. Das Licht, das in mein Büro fällt, ist eigentlich ein Novemberlicht. Aber im November da wird ja die Sonne scheinen, deswegen ist das Wetter jetzt schon mal da. :o)

Bei Regen fallen mir immer wieder Regensongs ein, die den Regen erträglicher machen: "Raindrops keep falling on my head..." - "Singing in the rain..." - "It's raining men - halleluja" - "It's raining again"...

Jede Liebe hat auch ihre Schattenseite: Dann, wenn es zu lange regnet. Unaufhörlich ein grauer Schleier auf das Gemüt drückt. Gut zu wissen, dass alles endlich ist. Auch der Regen. :o) Bis dahin hilft mir was heißes zu Trinken *hm*, ein schönes Licht und immer wieder einmal dem Regen zuhören, wie er zu Boden fällt und dabei sein Lied singt.

Fröhliche Regentropfen-Grüße aus Köln

Anja Kolberg

Montag, 06 August, 2007

Eiiiiin schöööööööner Taaaag!

Hallo aus Köln!

Blauer Himmel, klares Sonnenlicht, die roten Zauberglöckchen in meinem Balkonkasten hüpfen im Wind.

So sieht er aus: Der Start in eine richtig gute Woche.

Die wünsche ich Ihnen und mir auch!

Herzlich,

Anja Kolberg

Dienstag, 17 Juli, 2007

Angenehmer Morgen

So ein Wetter wie heute früh: Herrlich!

Kühle Luft. Klarer blauer Himmel. "Normale" Sommer-Temperaturen. So mag ich den Sommer.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Mittagspause und einen wunderbaren Feierabend!

... Vielleicht mit einer Duftdusche an einem Lavendelbusch ...

Anja Kolberg

.... und hier ein irrtümlich gelöschter Eintrag:

Montag, 16 Juli, 2007

Abkühlung?

Hatten Sie ein schönes Wochenende? Meines war einfach wunderschön und stimmig. Freitag Nachmittag merkte ich: Ich habe die Erkältung besiegt. "Nur" abklingenden Husten und Schnupfen finde ich erträglich. So konnte dann auch das Wochenende wie geplant stattfinden:

Am Samstag ein Besuch vom Schwager Ulf mit Freundin Angela: Grillen. Quatschen. Planen für die Hochzeit der Schwägerin. Das war lustig!

Am Sonntag mittag habe ich mich mit meiner Freundin Martina im Park getroffen. Zum Fotographieren. Wir waren im großen Park am Bayer-Leverkusen-Gebäude. Große Rasenflächen. Schattige Bäume. Erst dachten wir beide: Das wird zu heiß. Da wir aber vom klimagekühlten Auto nur wenige Schritte in den Schatten gelaufen sind und uns dann fast nicht mehr von der Stelle bewegt haben, sondern es uns auf der Picknickdecke gemütlich gemacht haben, war's richtig schön. So ließ sich selbst der warme Wind ertragen. Ein gelungener Sonntag-Nachmittag!

Nun denn, frisch geht es in die neue Woche. Nein, heiß! Ich bin keine Sonnenanbeterin, das Wetter der letzten Wochen war genau das richtige für mich. Deswegen sehne ich mich bei einem solchen Wetter nach Abkühlung: Eis. Kaltes Wasserbad. Ein kühler, tiefer See. Eine frische Brise...

Herzlich

Anja Kolberg

Freitag, 29 Juni, 2007

Blumenelfe

Gestern und heute war die Gartenelfe in mir aktiv. Sie hatte wochenlang Startschwierigkeiten.

Es war nie das richtige Wetter oder der nötige Treibstoff fehlte. Gestern war es dann soweit: Unkraut rupfen (der Garten wird von Giersch heimgesucht). Puh, was taten mir die Arme diese Nacht davon weh: Wer einen schönen Garten will, muss leiden?

Na, jetzt geht es ja wieder. Ich habe die Regenpause gut genutzt und bin stolz auf mich. Im Garten sehe ich, was ich getan habe. Ein gutes, befriedigendes Gefühl.

Die Stauden bekommen wieder Luft und heute habe ich mir zur Belohnung einige neue gegönnt: Margeriten und Rittersporn. Sie stehen in den Knospen, ich freue mich schon auf die Blüte.

Ein neuer Blumenkasten ohne Wasserreservoir musste auch her: Denn der hinterm Haus steht zu 90% im Schatten und die Blumen darin waren wahrhaftig ob des vielen Regens am Faulen, die Erde konnte gar nicht trocknen, das Wasser lief nicht genügend ab... Jetzt ist einer mit viiiiiiielen Löchern da. Hoffe, jetzt klappt es besser. Richtig schöne laaaaaaangsaaaaaame Eisendeko habe ich mir auch mitgebracht. Vom Esszimmer blicke ich jetzt auf die süße Schnecke, die mich an die Langsamkeit erinnert.

Nach all der Aktivität habe ich wieder viel Zeit, den Garten zu genießen. Ich gehöre nämlich zu den Gartenelfen, die nur so vier bis fünf mal im Jahr was tun und ansonsten zugucken, wie alles wächst: Kreuz und quer und wild. :o)

Hm, hier auf meinem Schreibtisch duftet eine Rose, die ich mir aus dem Garten mitgebracht habe: Parole heißt sie.

Ich habe sie letztes Jahr als Hochstammrose mit Lavendel in einen Terrassenkübel gepflanzt. Ihr Duft und ihre riesige Blüte (14 cm Durchmesser) sind berauschend!

Freuen Sie sich auf's Wochenende? Ich sehr. Ich sehne mich so danach, das neue Kalenderblatt nach vorne zu holen. Schon die ganze Woche stiere ich auf den Kalender und warte auf den Moment, wo etwas Neues kommt.

Regen bringt Zeit zu trödeln mit sich: Ich wünsche Ihnen ein richtig schönes Wochenende - ob aktiv oder ruhig!

Herzlich,

Anja Kolberg

P.S. Aus dem ersten und dem dritten Bild habe ich E-Cards gemacht. Einfach draufklicken und los geht's.

Dienstag, 05 Juni, 2007

Ein guter Start in den Tag

Den hatte ich heute früh. Aufgewacht durch das Hämmern auf der gegenüberliegenden Baustelle, blickte ich in einen blauen Himmel. Herrlich. Gute Laune!

Ich setzte mich direkt an den Nähtisch, wo ich gestern Abend noch verzweifelt nach einer Lösung suchte. Heute früh fand ich sie. :o)

Spaziergang mit dem Hund. Diesmal ging er friedlich an anderen Hunden vorbei. Wow! Strike!

Zum Abschluss des Tagesstarts ein Milchkaffee auf der Terrasse mit Blick auf den Garten. Besonders gut gefällt mir die Kombination von verschiedenen Lila und Blautönen. Oder die lila Dreimasterblume neben dem bald gelb blühenden Johanniskraut aus.

Neben mir im Terrassenkübel der gerade erblühte Scheinmohn und die farbenfrohen Blüten der Kapuzinerkresse. Ein gutes Gefühl, wenn selbst gepflanzte Samen keimen und solch wundervolle Pracht hervorbringen.

Auf dem Tisch die frisch aus dem Postfach mitgebrachten Neuerscheinungen des AT Verlags. Dieses Verlagsprogramm strahlt eine Kraft aus, unglaublich. Das mag an den vielen Naturthemen liegen, alternativen Heilweisen, Bergtouren. Die Schweizer sind ein tolles Völkchen. Kann ich zumindest aus der Ferne sagen, war ja selbst noch nie dort. Kommt aber sicherlich noch, denn schließlich stammt unsere Minu - zumindest namentlich - aus dem Appenzeller Land!

Die Kapitulation gestern war mehr als nötig. Ich habe aufgegeben, mich zu treiben. Noch nicht mal mehr Sport habe ich gemacht, obwohl ich schon am Wochenende pausiert hatte. Nur noch auf die Couch und zur Entspannung ein bischen Nähte auftrennen. Manchmal geht nicht mehr. Das einzig Gute an solch blöden Tagen ist, dass sie vorbei gehen...

Heute ist ein guter Tag! Und den wünsche ich Ihnen auch!

Anja Kolberg

Samstag, 14 April, 2007

Garten-Rundgang

Nach einem gemütlichen Frühstück auf der Terrasse habe ich mit der Kamera einen Rundgang durch den Garten gemacht und mir bewusst angeschaut, was schon alles bei uns im Garten blüht. Lust auf einen Rundgang?

Zwei Primeln, die ich irgendwann einmal nach draußen gepflanzt habe. Sie kommen jedes Jahr auf's Neue.

Die Blausternchen sind schon fast verblüht. Es sieht herrlich aus, wenn sie wie ein Teppich unter einem Baum gepflanzt sind. Für so eine schöne Wiese mit Baum ist unser Garten zu klein. Sehen kann man das z.B. in der Flora in Köln.

Die letzen Christrosen blühen. Ich lieieieieiebe diese Blumen. Sie versüßen mir den Winter. :o)

An unserem Mini-Ahorn, der den Bachlauf bereichert, schlüpfen die ersten Blätter und recken sich der Sonne entgegen.

Die Apfelbäumchen blühen! Vor zwei Jahren haben wir uns mangels Platz Säulenobst zugelegt. Letztes Jahr hatten wir nur wenige Blüten und keinen Apfel. Dieses Jahr sind beide Bäume voller Blüten! :o)

Die Traubenhyazinthen im Steingärtchen, das in der Sonne steht, sind fast verblüht. Auf der Terrasse habe ich damit Kübel bepflanzt. Die Sonne kommt erst am Nachmittag dorthin. Ich schätze, sie blühen wohl jetzt am Wochenende. :o) Bei dem strahlenden Wetter.

Ganz süß finde ich die klitzekleinen rosa und blauen Blüten vom Lungenkraut. Das gescheckte Blattwerk gefällt mir ausgesprochen gut. Die Pflanze habe ich mir nicht bewusst zugelegt, sie ist mit dem Dreck einer Staude, die ich geschenkt bekommen habe, in meinen Garten gezogen! Seit dem ich im Buch "Wesen und Signatur von Heilpflanzen" gelesen habe, dass eine (Heil-)Pflanze nicht ohne Grund an einem Ort auftaucht, freue ich mich sehr über ihren Besuch. :o) Das erinnert mich daran, dass jetzt zu deren Blüte der richtige Zeitpunkt ist, mir davon selbst Bachblüten herzustellen.

Noch zwei Blumen, die einfach so im Garten aufgetaucht ist - ohne dass ich was dafür getan hab. Außer da zu sein. :o) Die Strahlenanemone in blau taucht hier und da auf und die weiße blüht herrlich breit am Zaun entlang. :o) Schön!

Ganz besonders stolz bin ich auf die Küchenschelle oder Pulsatilla. Ich habe sie lange als Homöopathika genommen und mir letztes Jahr auch eigene Bachblüten davon gemacht.

Die letzten beiden Narzissen blühen auf der Terrasse. Ein herrlich sonniger Anblick.

Die Tulpe Angelique hat die ersten Blüten geöffnet. Hm, hoffe sie wird noch so rosarot wie im letzten Jahr.

Die letzten 3 Blüten der Tulpe Purissima erstrahlen im Garten. Alle übrigen Blütenkelche dieser sehr früh blühenden Sorte werde ich erst im nächsten Jahr wieder sehen.

Im Holzkasten auf der Terasse blüht jetzt ein süßes Hornveilchen. Von einer ganz lieben Kundin (winkewinke Petra-Ute) habe ich die Hornveilchen ganz zauberhaft arrangiert im März geschenkt bekommen und dann umgepflanzt. Sie haben eine kurze Regenerations-Pause gemacht, Kraft getankt und blühen jetzt draußen weiter. Schön!

Weiß gar nicht genau wie das Moos heißt. Am Bachlauf blüht es in rot/rosé und auf der Terrasse im Moment in weiß. Wenn Sie wissen, wie die Pflanze heißt, freue ich mich über einen Hinweis. Ich liiiiiiiiiiiebe Moos! Ganz was tolles. Kuscheliges. Grünes. Weiches. :o)

Das tränende Herz ist innerhalb weniger Tage in die Höhe geschossen. Die Staude, im letzten Jahr gekauft und gepflanzt, hat sich mächtig gut gemacht. Bin ganz stolz darauf. Meine Mutter hatte früher immer Tränendes Herz im Garten.

Ganz besonders freue ich mich auf die Zeit, wenn die Japanischen Zierkirschen blühen. Zwei kleine Bäumchen stehen als Pärchen in unserem Garten. Jetzt gerade blühen sie wunderschön. Ach, eine Augenweide!

Unbezahlbar sind natürlich die Schätze, die auf der kleinen Rasenfläche wachsen: Löwenzahn und Gänseblümchen. :o)

Am Bachlauf blüht die echte Schlüsselblume.

Das war's- Rundgang beendet! Einen schönen Tag und einen Gruß von der Gartenfee

Anja Kolberg


Dienstag, 27 März, 2007

Frühlingsblumen

habe ich mir aus meinem kleinen Garten zusammengestellt: Christrosen und kleine Osterglocken. So ein süßes Sträußchen, das mir viel Freude macht.

Wundervolle Frühlingstage - warm - strahlend blauer Himmel. Herrlich. Meine Brieffreundin aus Bayern schrieb mir, dass in Kempten Schnee liegt. Wow! Daran ist hier in Köln nicht zu denken.

Meine Karte des Tages: "Es ist nicht leicht, aus einer einmal gemachten Erfahrung keine Regel zu machen."

 

Ja, was fällt mir dazu ein? Wie wahr der Text für mich ist. Schon oft ist es mir passiert, dass ich eine negative Erfahrung gemacht habe und dann bei einer ähnlichen Situation einige Zeit später nur an diese nicht so gute Erfahrung dachte und Angst hatte, das Ganze wiederholt sich.

Die Karte erinnert mich daran, dass ich dem Leben immer wieder die Chance geben sollte, mich zu überraschen.

Sonnige Frühlingsgrüße aus Köln

Anja Kolberg

Samstag, 24 Februar, 2007

Es wird Frühling!

 Haben Sie auch schon das erfrischende Lied eines Singvogels gehört? Ich hatte ein paar Mal bei unserem Gassigehen das Vergnügen. Herrlich! Dazu noch ein paar wärmende Sonnenstrahlen! Honig für meine Seele! Mit großer Lust schaue ich in den Garten, Schneeglöckchen blühen im Rasen, die ersten Krokusse sind auf, jede Mengen Zwiebelblüher strecken ihre Hälse durch die Erde an die frische Kölner Luft. :o) Der Frühling ist meine Lieblingsjahreszeit - oder vielmehr das Ende des Winters. Wenn alles wächst und zu neuem Leben erwacht!

Einen traumhaft schönen Vorfrühlingstag!

Ihre Anja Kolberg

Montag, 15 Januar, 2007

Ein Engel & mein kleines Wunder :o)

Heute früh war zauberhaftes Wetter hier in Köln. Das erste Mal seit langer Zeit keimte in mir der Wunsch nach einem Fotoausflug auf. Da ich heute Nachmittag einen Termin hatte, wusste ich schon, dass daraus heute nichts wurde... So fotographierte ich die Schnittblumen auf dem Schreibtisch und bastelte eine E-Card daraus.

... dann heute vormittag das für mich kleine Wunder: Mein Termin wurde verschoben. Ich konnte wahrhaftig fotographieren fahren. Auf nach Leverkusen in meinen geliebten Japanischen Garten. Dort sah ich mir noch mal die Früchte der Platane an. Ich suchte die Bezeichnung des Baumes auf dem Schneeflocken-Bild aus dem Kalender Februar 2006 und dachte, es sei die Platane, weil sich die Früchte ähnlich sahen.

Kaum hatte ich heute Nachmittag den Wagen abgestellt, sah ich in einem Baumwipfel ein Vogelnest, das ich fotographieren wollte. Und was entdecke ich dabei? Es war der Baum mit den besonderen Früchten. Ja!

Keine Platane, das war klar, denn der Stamm hatte dafür nicht die typische Färbung. Toll, ich hatte den Baum wieder! Ich wünschte mir heimlich, dass das Rätsel dieses Baumes heute gelöst wird. Ich wollte einem der Gärtner über den Weg laufen, der mir meine Frage beantworten konnte. Bei den unzähligen Bäumen im Park sicherlich keine leichte Aufgabe.

Kaum war ich im japanischen Garten, da lief mir ein Gärtner über den Weg. :o) Ich bat ihm um seine Hilfe, zeigte die Fotos und er sagte: "Das muss ein Liquidambar sein. Ich habe aber oben ein Buch, da können wir genau nachsehen." Wir gingen zum Teehaus, unter dem sich ein Arbeitsraum befindet. Kurz vorher sagte er: "Wissen Sie was, wir gehen eben zu dem Baum hin, dann können wir noch mal genau nachsehen." "Danke, Sie sind ja wirklich ein Engel!" Ich war hocherfreut, dass ich nach zwei Jahren endlich eine Antwort bekommen sollte.

Er ging mit mir quer durch den Park (!) und wir fanden nicht nur den, den ich gesehen hatte! Wieder am Teehaus zeigte er mir die alten Buchschätze und kaum hatte ich das Buch aufgeschlagen, da stand schon "Liquidambar - Amberbaum". Was für ein Glück! Auf dem Rückweg fand ich wahrhaftig noch einen Amberbaum im Park. Wie lange hatte ich vorher danach Ausschau gehalten! :o)

Manchmal muss man sich nur etwas wünschen, damit es in Erfüllung gehen kann!

Hier noch zwei E-Card-Inspirationen von meinem Ausflug - im Japanischen Garten blühte die Schneekirsche:

Wünschen Sie sich was!

Anja Kolberg

Donnerstag, 02 November, 2006

Garten-Glanz

Am Samstag morgen war es endlich soweit:

Ich habe ich aufgemacht zur Expedition in die unbekannten Tiefen unseres Gartens. Puh, da war aber was los... Und ganz langsam mit einem kleinen Plätzchen auf dem Boden, meinem unentbehrlichen Löwenzahn-Ausstecher, Kniekissen und Eimer habe ich mich durchgearbeitet. Der Giersch hat richtig gewuchert. Hm. In einem Kräuterbuch habe ich gelesen, dass Pflanzen dort wachsen, wo sie gebraucht werden. So konnte ich bei Wikipedia lesen, dass es sich nicht nur um eines der beständigsten Unkräuter handelt, sondern auch eine Heilpflanze für Rheuma, Gicht und Entgiftungen ist und man sich daraus einen leckeren Salat zubereiten kann. Hätte... Jetzt hat er irgendwo ein neues Zuhause, bzw. es sind sicherlich immer noch Rhizome im Boden... Nächstes Jahr dann also...

Auch der Regen konnte mich am Samstag nicht aufhalten, den Garten zu putzen. Und Montag ganz pünktlich kamen dann auch die Rosen für den Rosenbogen. Schöne Belohnung. :o) Lediglich der Muskelkater war ein nicht so angenehmes Souvenier. Was soll's, es ist o.k. ein Opfer für etwas zu leisten, was ich wirklich gerne haben möchte. Montag habe ich mir dann was gegönnt und das Ladevolumen vom neuen Wagen getestet: Rosenerde, Blumenerde für die Balkonkästen, einen grooooßen Pflanztopf für den Rosenhochstamm und den Rosenbogen. Es hat alles ins Auto gepasst. So gerade. :o)

Seit Dienstag steht der Rosenbogen und die Rosen sind gesetzt (jetzt habe ich vom Graben Oberarme wie Schwarzenegger), der Rosenbogen hat die ersten Sturmböen überstanden, die Kübel sind bepflanzt. Langsam lässt auch der Muskelkater nach, das Aquafitness-Programm hat wohl geholfen. Schön sieht alles aus. Im Blumenkasten vor meinem Bürofenster blühen jetzt die Stiefmütterchen. Ich freue mich darauf, sie in den nächsten Wochen und Monaten zu beobachten. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich in den letzten Tagen am Fenster war, um zu sehen, was ich geschaffen hab. Tolles Gefühl. :o) Ich hoffe, die Blumenzwiebeln bekomme ich jetzt auch noch vorm ersten Frost in den Boden. Im Bergischen Land war für gestern Schnee angesagt.

Nicht zu fassen. Letzte Woche noch 26 Grad und jetzt... Wetterkapriolen. Der Garten ist gut vorbereitet. Der Winter kann kommen.

Viele Grüße aus dem kalten, nassen und aufgeräumten Köln

Anja Kolberg

Freitag, 27 Oktober, 2006

Gartenputz

Was der Frühjahrsputz im Haus....

ist der Herbstputz im Garten... Quatsch, ich mach' ja gar keinen Frühjahrsputz im Haus. Sie? *räusper* Die guten hausfraulichen Skills wollen bei mir nicht so richtig aufleuchten. Da macht es mir schon mehr Spaß, im Garten zu arbeiten.

Und im Moment ist viiiiiiiiiiiiieeeeel zu tun. Besser gesagt: Liegen geblieben. Die wildromantischen ;o) Beete mit so manchem saftig grünem Unkraut sahen aber auch schön aus.

Und dieses Wochenende, da habe ich endlich die Zeit für den Garten! Ich freue mich schon! Just heute ist eine Blumenlieferung gekommen: Lavendel und ein Rosenhochstamm. Der soll vor unser Haus. Die Blumenkästen diesen Sommer waren ein erster Schritt, dass es dort grüner aussieht. Und sobald die riesig gewordenen Kapmargareten verblüht sind, kommen die Blumenkästen von der Terrasse runter und in frischem Outfit wieder vor's Haus auf die Fensterbank. Ich kann' s gar nicht mehr abwarten, bringe es aber noch nicht über's Herz, die Blumenkästen leer zu putzen... Im Sommer heizt die Sonne vor dem Haus dermaßen ein - Sie wissen ja, in diese Richtung liegt das Fenster meines Büros - dass die Blumen riesig geworden sind. Zu riesig und zu durstig. Ich habe wirklich dazu gelernt, welche Blumen dort geeignet sind und welche weniger.

Ich freue mich schon darauf, morgen früh loszulegen. Unkraut zupfen (... roden), viiiiiiiiiiiiiieeeleicht einige Stauden versetzen, sicherlich ein Päuschen zwischendurch machen (das vergesse ich gerne, aber mein Rücken erinnert mich...). Und diesen Herbst wird über der Bachquelle mein Traum vom Rosenbogen wahr. Davon habe ich schon lange geträumt. Jetzt habe ich endlich die passenden Rosen dafür bestellt! *hüpf*

Und im Keller warten ungeduldig einige Blumenzwiebeln, die mich (und Sie indirekt auf den Karten...) im Frühling erfreuen wollen. Diese Vorfreude finde ich fast das Beste!

Nach getaner Arbeit im Garten, da bin ich so richtig glücklich und stelle mich immer wieder ans Fenster, um in den Garten zu gucken, was ich da schönes gemacht habe. :o) Und nicht nur der Garten ist dann geputzt, sondern viele Gedanken in meinem Kopf ebenso.

Ich wünsche Ihnen ein herrliches Wochenende, an dem Sie es sich so richtig gut gehen lassen! Ich mache mit!

Ihre Anja Kolberg

Montag, 23 Oktober, 2006

Wenn es Abend wird...

... dann steigt hinter unserem Haus ein Konzert.

Auf einem Nachbargrundstück steht eine Reihe riesiger Kirchlorbeer-Sträucher. Und zu einem Abendplausch scheinen sich dort unzählige Vögel zu sammeln. Ein Fest für die Ohren. Wenn ich die Augen schließe, fühle ich mich mitten im Wald - die Vögel übertönen sogar das Geräusch der Straße!

Was für ein Geschenk!

Bald ist es wieder soweit... :o)

Die lauschende

Anja Kolberg

Mittwoch, 18 Oktober, 2006

Den Herbst genießen

 Heute habe ich mir einen Ausflug mit der Kamera gegönnt. Endlich mal wieder. Wo ich war? Im Japanischen Garten, der sich direkt auf dem Bayer-Gelände in Leverkusen befindet. Eine schöne Anlage. Jede Jahreszeit hat dort ihren ganz besonderen Reiz - und Bayer investiert wirklich viel in den Park und den Garten. Ich weiß gar nicht wie viele Gärtner dort angestellt sind und die Anlagen pflegen. Ganz besonders schön ist es dort zu der Zeit, wenn die Rhododendron blühen und im späten Herbst, wenn sich die Ahornbäume in ihr Herstkleid schmeißen.

Das habe ich auch gemacht. :o)

Und nach dem Spaziergang Zeit im Bistro mit einer heißen Tasse Kakao und meinem Tagebuch. Streicheleinheiten für meine Seele. :o)

Bunte Herbstgrüße als E-Cards habe ich Ihnen von meinem Ausflug in den Herbstwald mitgebracht:

Sonne aus Köln

Anja Kolberg



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