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Donnerstag, 15 Oktober, 2015

Minu und das Meer

Unsere fast dreizehnjährige Hündin mag das Meer wie wir. Sie liebt die verschiedenen Gerüche, die Nase tief ins Strandgut stecken, einen herzhaften Biss in den Sand, gucken, warum die kleinen Kröten so über die Düne hüpfen, die Gegend beobachten, den Boden Centimeter für Centimeter abschnüffeln ...

Der Wind lässt ihre Ohren lustig nach oben fliegen.

Sie findet zwischen den vielen Steinen auch für sie Essbares am Strand, was uns in helle Aufregung versetzt. Wir versuchen das Aufnehmen zwar zu vermeiden, aber das gelingt nicht immer, weil wir nicht schnell genug waren und abgelenkt von all dem, was es auch für uns zu gucken gibt.

Meiner Beobachtung nach muss sie einmal Fisch angenagt, (fangfrisch? Wie alt mag der gewesen sein?) Muscheln und Algen gefressen haben. Zum Glück hat sie keine Bauchschmerzen bekommen. Alles gut gegangen. Puh!

Sie macht inzwischen auch schon mal ein Päuschen, wenn ihre beiden Mitbewohner fotographieren.

Boah, Frauchen, ich bin echt müde vom Spaziergang und den vielen Schnüffelerlebnissen.

Im Häuschen hat sie sich wohl gefühlt. Der Wind und die Geräusche haben ihr entgegen früheren Erfahrungen zu Hause gar nix ausgemacht.

Ein Ritual, was wir alle drei lieben, wenn sie nass geworden ist: Minu wird dann ganz genüsslich und liebevoll abgetrocknet. Sie hat sogar einen Moment fürs Foto still gehalten. Ich schiebe das Handtuch dann ganz vorsichtig zurück, bis ihre Nasenspitze rausschaut und massiere ihren Kopf, dann kommt der Rücken dran, der Bauch und die Pfoten. Hach, das macht Spaß.

Teilweise war sie von den Gerüchen und Eindrücken am Strand so abgelenkt, dass sie gar nicht merkte, wie die Wellen den Strand hochrollten und die Schaumkronen ihre Füße hochstiegen. Unser Hund legte sich einen unvergleichlichen Meer-Fischgeruch zu. Hust. Sie hat ihn glaube ich geliebt. Wir weniger. Wir hatten die leise Vermutung, sie war ein wenig beleidigt, als wir sie am Donnerstag vor der Abreise duschten und allen Meeresgeruch entfernten. Danach roch sie wieder wie ein Hundebaby, war aber so kaputt, dass sie gleich einschlief. :o)

Unser "Hase" - einer der vielen Kosenamen unseren vierbeinigen Freundes - ist jetzt dreizehn. Nicht mehr alles geht so flott wie früher. Wir erleben an ihren Beinen, dass die Kraft nicht mehr so da ist, zum Beispiel zu Hause beim Treppensteigen. Auch so ist sie ruhiger geworden. Sie flippt nicht mehr bei jeder Hündin aus, die ihr begegnet und nicht passt. :o)

Ich hoffe inständig, dass wir noch mehr Urlaube mit ihr verbringen können bei guter Gesundheit. Wir sind schon einen schönen Weg miteinander gegangen und wollen ihn gerne noch weiter gehen. Mein Herz hätte gerne, dass sie mindestens noch 40 Jahre lebt. Ja, ich weiß, Utopie, aber das Herz hält daran so gerne fest.

Hier ein Bild von unserem Schatz, das ich soooo mag, weil sie so lustig schaut:

Ich weiß gar nicht, wie oft ich verzückt bin, weil sie soooo süß guckt, schnarcht, schläft ... Je mehr ich ihre zunehmenden Wehwehchen beobachte, desto intensiver versuche ich die Zeit mit ihr zu genießen. Jeden Moment auszukosten, sie zu streicheln, mir Zeit zu nehmen.

Unser Verhältnis war am Anfang wirklich nicht einfach, weil sie ein sehr aktiver, eigenwilliger, kribbeliger, dickköpfiger Hund ist, der sich gerne über andere Hunde aufregt, was mir sehr unangenehm ist, weil ich gerne freundlich mit allen bin. Ich musste einsehen, dass sie andere Hunde nicht mögen darf und ich nicht die einzige Hundemama mit diesen Problemen bin. Doch mit den Jahren sind wir beide lockerer und ruhiger geworden und heute möchte ich sie nicht mehr missen.

Grüße von der verliebten Mitbewohnerin eines süßen Fellfreundes

Anja Kolberg

PS: Hier der Anfang meiner Reise: Zurück aus meiner Heilwelt: Das Meer. Kommen Sie mit auf meine Reise. 

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http://www.frauencoaching.de/archives/2015/10/entry_6950.html
Darüber hinaus erlaube ich die Nutzung außerhalb dieser Webseite nur mit meiner Genehmigung.

Donnerstag, 09 April, 2015

Spielzeit und Hunde würden nicht falten...

Unsere Hündin Minu (12) liebt ihre Kuscheltiere und sie sind jeden Abend im Einsatz. Dann schmeißen wir alle in die Mitte des Wohnzimmers und holen die Leckerchen raus. Darauf wartet Minu schon. Auf Kommande 'Hol' bringt sie uns ihre Mannschaft zum Sofa. Da sind der große und der kleinen Ball, der ganz kleinen Ball, der Freund, der Bär, Hase, Elch, Quietschie, das weiße und das schwarze Schaf, Fred, der kleinen Freund, der kleine Bär. Als Belohnung bekommt sie dafür eines ihrer Lieblings-Leckerchen: Pflanzliche Knabberringe in Geschmacksrichtung Ananas, Apfel, Erdbeere. Eigentlich sind sie für Hasen. Doch Minu liebt sie, sie sehen aus wie Frootloops.

Manches Kuscheltier kann sie sich merken, besonders den großen Ball mag sie. Wenn sie auf ihn zuläuft, hebt sie kurz Hals und Kopf in die Höhe wie ein Fuchs, der eine Maus schnappt. Wir haben aufgegeben, ihr die Spielzeuge beizubringen, damit sie diese auf Zuruf holt. Beim Ball klappt das und auch bei ihrem Freund (ein großer Plüschhund), aber bei allen anderen hat wohl unsere Erziehung versagt. ;o) Wir spielen das so drei Runden. Dann haben wir beide keinen Bock mehr.

Sie wartet schon jeden Abend darauf, dass wir spielen. Eine Herausforderung, nicht sie anfangen zu lassen, denn dann lernt sie: Ich muss nur richtig aufdrehen, dann geht das spielen los... Himmel, Hundeerziehung ist echt schwer und was ist alles daneben gegangen.

Die Kuscheltiere sahen arg mitgenommen aus. Deswegen landeten sie wie Minus Kissen und Decke aus ihrem Körbchen in der Waschmaschine. Jetzt ist alles wieder fluffig weich und sauber. Minu ist das egal. Frauchen nicht. Nun, ihre frisch gewaschene Sofadecke habe ich ihr schön ordentlich gefaltet ins Körbchen gelegt.

Unserem Vierbeiner gefiel das gar nicht. Sie scharrte, rupfte lange daran rum, bekam die Decke aber nicht wirklich auseinander. Warscheinlich fluchte sie still und leise, wie Frauchen sowas Ungemütliches machen konnte! Irgenwann gab sie auf. Ich sah ein: So wollte Minu das nicht haben.

Hunde würden nicht falten. :o) (Höchstwahrscheinlich auch nicht waschen.) Also schüttelte ich die Decke auf und legte sie ganz fluffig locker ins Körbchen. Und schwupps war unser Hase darin verwunden und schlief grunzend, schmatzend und seufzend ein. Geht doch, Frauchen!

Viele Grüße aus der Spielzentrale

Anja Kolberg

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Montag, 13 September, 2010

Schwarz - süß - wild

Im Bergischen gibt es vierpfotigen Familienzuwachs. Maffy, der geliebte Vierbeiner von Tante, Onkel und Cousin war vor einigen Jahren an Altersschwäche gestorben. Ein großer Verlust, wie jeder nachempfinden kann, der einen Hund liebt. Jetzt war die richtige Zeit für einen neuen Hund gekommen. Drei Monate ist sie jung und heißt Luna:

 

So was Süßes! Als ich sie nur sah, bin ich förmlich dahingeschmolzen und dann fing sie erst an, mich um ihre Pfote zu wickeln und mit den kleinen Zähnchen die Leckerchen aus der Hand zu piecken. Seidig glänzendes kurzes Fell, ganz laaaaaange Beine, dicke Pfoten, unglaublich lange Schlappohren und ein neckisches Gucken - das ist das Rezept dazu. :o)

Mein Onkel hat Luna zur Begrüßung ein kleines eigenes Sofa gezimmert :o) und mein Cousin hat ihn mit Stofftieren versorgt. Den langen Dackel mag sie besonders gerne:

 

Alles, was sie lieb hat, schleppt sie in dieses Sofa, so verschwand auch mein Turnschuh, den ich auf der Terrasse abgestellt hatte. Ich fand ihn unversehrt und leicht naß im Körbchen. :o) Nachher entdeckte ich, dass im Wintergarten so einige einzelne Schuhe standen. Ach, sind das schöne Zeiten!

Nach dem ersten Kennenlernen schmiss sie sich auf dem Rasen in Pose für die Fotografen. Mein Cousin und ich gaben alles, was sie sichtlich genoss. Und ihren Dackel, den gibt sie nicht so schnell her, wie ich feststellen musste:

"Los, gib mir den Dackel - Nein, er ist mir. - Ich will ihn aber haben. - Nein, den kriegst du nicht. Lass los, du doofe Zweibeinige!" :o)

 

Sie hat auch schon was ausgefressen... Omas Strickzeug hat sie aus dem Korb gemopst und ist damit im Garten spazieren gegangen. Klar, dass sie als wissbegieriges Wesen genauestens wissen wollte, wie es funktioniert, eine Socke zu stricken. Klar auch, dass sie die Wolle dafür auseinander nehmen musste. Oh-oh!

Und mit dem Wissen, dass dieser Wirbelwind Ihnen das Strickzeug zerfetzt hat, gucken Sie mal in diese Augen. Kann man da lange böse sein? So ging es meiner Oma ebenso, auch wenn sie schon ganz schön viel gestrickt hatte...

Wenn ich mich mit einem Welpen umgebe, empfinde ich reine Freude, pures Glück - was für ein schönes Erlebnis!

Nachdem wir uns ausgiebig beschnuppert und kennengelernt hatten, erholte sich Luna bei einer dicken Portion Schlaf und wir gingen auf die Suche nach Fliegenpilzen. Ob wir es dieses Jahr wirklich schafften - davon mehr im nächsten Beitrag.

Ihre Anja Kolberg

PS: Die ersten Briefe sind eingetroffen. Was für ein bezauberndes Gefühl der Wärme und Freude. Vielen Dank! Machen Sie mit - hier die Infos.

Donnerstag, 08 Juli, 2010

Tierschutz: Hunde bei Hitze im Auto

Ich möchte auf den Beitrag meiner Kollegin Dr. Elisabeth Mardorf aufmerksam machen: Was tun, wenn man einen Hund in Not entdeckt? (Halter ausrufen lassen, wenn der nach ein paar Minuten nicht kommt, Notruf wählen, die Polizei befreit den Hund dann.) Ausführliche Informationen finden Sie im Artikel meiner Kollegin.

Danke für den Hinweis! Es tut gut zu wissen, wie man sich in solchen Situationen richtig verhält.

Anja Kolberg

Dienstag, 01 Juni, 2010

So ist es manchmal...

Hallo Ihr lieben Menschen da draußen in der Welt!

Heute bin ich wegen Hundebauchweh ans Haus gefesselt, obwohl ich eigentlich ins Bergische zu meiner Familie fahren wollte... Schnief. Gestern hatte ich Muffins gebacken, die ich heute mitnehmen wollte. Die werde ich jetzt wohl alleine futtern oder einfrieren... Gut, nützt alles nichts. So ist es manchmal. Heute ist also mein Krankenschwester-Tag inklusive Pfötchenhalten und Bauchkraulen... Ah, jetzt hat sich unsere Minu mit einem Seufzer aufs Sofa geschmissen. Das sieht gut aus. Entspannung...

Seit letzter Woche beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema "Selbstsabotage" und komme so auch wieder in Kontakt mit den Emotional Freedom Techniques (EFT), einer Selbsthilfetechnik, die ich 2002 kennen gelernt habe. Es handelt sich dabei um eine routinierte Klopfakupressur bestimmter Meridianpunkte des Körpers mit dem Ziel, sich von belastenden Gefühlen zu befreien, Blockaden zu lösen und ins seelische Gleichgewicht zu kommen. Damals habe ich die Methode begeistert genutzt - in den letzten Jahren habe ich sie jedoch regelrecht vergessen... bis ich über die Recherche zu Selbstsabotage wieder dort landete. Innere Blockaden können mich davon abhalten, ein Ziel zu erreichen oder ein negatives Gefühl loszulassen. Also obwohl mein Kopf "ja" sagt und ich offensichtlich etwas ändern will, werde ich jedoch nicht aktiv, unternehme keine Schritte. Irgendwas hält mich innerlich davon ab, mein Ziel zu erreichen, freier zu werden.... Es ist, als würde ich gleichzeitig Gas geben und mit dem anderen Fuß eine Vollbremsung machen. Ich sabotiere mich selbst.

 

Beispiel: Ich nehme mir vor, abzunehmen und esse gleichzeitig genau wie vorher weiter. Natürlich gibt es da den inneren Schweinehund, die liebe Bequemlichkeit, die zu überwinden sind - doch daneben gibt es eben auch die innere Blockade, zum Beispiel, wenn ich in Wirklichkeit Angst davor habe, schlank und schön zu sein, weil ich dann nicht mehr von (bisher) Gleichgesinnten gemocht werde oder wenn ich gelernt habe, dass nur dicke Menschen eine starke Psyche haben oder... Vom Verstand her, weiß ich, dass meine inneren Annahmen nicht stimmen, denn um beim Beispiel zu bleiben, natürlich haben auch dünne Menschen eine starke Psyche. Doch in dem Moment wirkt in mir das, was ich irgendwann einmal für mich als wahr angenommen habe. Und diese Annahme arbeitet in meinem Unterbewusstsein gegen mein Ziel, schlanker zu werden. Da diese falsche Wahrheit dort schon sehr lange sitzt, wirkt sie stärker als ein noch so verlockendes Ziel... Solange, bis ich sie entdeckt habe.

Es dauert eine zeitlang, bis man einem solchen Mechanismus auf die Spur kommt. Einmal bewusst geworden, kann man sich aufmachen, die Ursachen - also die blockierenden Einstellungen/Überzeugungen/Erfahrungen aufzufinden und sie aufzulösen... Damit beschäftige ich mich gerade.

Viele Grüße von der bald ehemaligen Sabotage-Königin. :o)

Anja Kolberg

Freitag, 22 Januar, 2010

Moin, moin

Der fehlende Schlaf steckt mir immer noch in den Knochen. Vorletzte Nacht hatte unser Hund Hummeln in den Beinen. Er wollte auf Dauer keine Ruhe finden. Treppauf treppab, hinlegen, aufstehen, taps taps taps... Wir wissen nicht, was sie hatte. Aber ich weiß, was ich hatte: Ab zwei Uhr nachts keinen Schlaf mehr. Und den kann ich schlecht missen, alle Glieder sind dann neben dem Kopf schwer und schmerzen. Damit Minu wenigstens die nächste Nacht schläft, habe ich sie mit auf meine Reise ins Bergische zu meiner Familie genommen. So blieb sie wach und sammelte hier zu Hause im Körbchen keinen Schlaf für die nächste Nacht... Das hat geklappt. Endlich durchgeschlafen. Zwar fühle ich mich immer noch was benebelt, ist aber schon viiiiiiel besser. Hut ab vor allen Müttern dieser Welt, bei denen solche Nachtschichten zum "Tagesgeschäft" gehören. Wow, was ihr da leistet!

Die Woche "leerer Raum" war richtig cool. Das setzt ganz schön viele Energien frei. Gefällt mir. Bleibt vorerst weiterhin so...

Freue mich auf ein Wochenende, wo ich ausschlafen kann und eine große Mütze Schlaf nachholen...

Schönes Wochenende!

Anja Kolberg

Donnerstag, 07 Januar, 2010

1 Tag später

Ich bin froh und glücklich. Gestern ist alles gut gelaufen (okay, für den Untersuchungsraum nicht, da unser Wollknäuel zwischendurch was braunes, stark duftendes in der Ecke ablegen musste - wohl aus Angst. Puh, eine Herausforderung für unsere menschlichen Riechorgane). Wir haben sehr gut nach Stommeln gefunden, die Helferin und Tierärztinnen waren total nett und unsere Minu sehr lieb zu ihnen. Sie hat sich sogar das Maul untersuchen lassen. Der Zahn scheint auf den ersten Blick okay, dennoch gibt es einen Abzess oberhalb des Backenzahns. Bevor geröngt wird und ggf. der Zahn entfernt, gibt es jetzt erst mal Medikamente. Schon gestern Abend ging es unserem Liebling besser. Uns auch. Zu wissen, was Sache ist und wie wir jetzt vorgehen und wie die OP ggf. verlaufen wird, damit kann ich viel leichter und besser umgehen, als im Dunklen zu tappern. Unser "Beulchen" wie wir sie zärtlich nennen, schläft seelenruhig und sichtlich entlastet im Körbchen.

Mir ging es nach all der Arbeit an meinen destruktiven Gedanken vor dem Termin viel besser. Ich war ruhig, gefasst, fröhlich und relaxed. Das hat allen gut getan. Juchu, juchu, juchu!

Für uns ist es eine Herausforderung gewesen, wie meistens, wenn unser Hund etwas hat. Ich sehe ihr oft an, wenn sie was ausbrütet, mein Mann ist eher derjenige, der beschwichtigt. Ich erinnere mich an eine Situation abends, wo ich sagte: 'Guck mal, die grinst so komisch, die hat doch was.' Mein Mann sah nichts, wäre doch alles normal. Kurz darauf fing sie an zu würgen... Es gibt aber auch Situationen, da ist es gut, wenn wir seinen Weg gehen.

Für mich ist es eine Frage der Balance zwischen uns beiden. Jeder von uns vertritt einen Gegenpol: Ich bin die vorsichtige, die lieber gleich zum Arzt möchte - er ist der, der lieber abwarten will und meint, es sei doch nicht so schlimm. Dazwischen liegt der goldene Mittelweg ... und auch jede Menge Zündstoff-Potenzial. Dieses Mal haben wir den goldenen Mittelweg gefunden, denn gestern setzte ich mich mit dem Arzttermin nach viertätigem Warten durch und mein Mann sich damit, den Zahn erst mal nicht operieren zu lassen, sondern es erst mal mit den Medikamenten zu versuchen. Wie sich gestern Abend zeigte, wohl ein weiser Weg, denn ein Teil der Flüssigkeit ist inzwischen abgelaufen.

Der goldene Mittelweg - es gibt ihn. Es ist eine Herausforderung, aufeinander zu zu gehen und nachzugeben, wenn das Innere etwas anderes schreit. Und doch ist es ein guter und wichtiger Weg, wie wir beide gestern erkannt haben.

Das finde ich total schön. Für unseren Hund. Und für uns als Paar.

Anja Kolberg

Mittwoch, 06 Januar, 2010

Dicke Backe

Unser Schatz hat eine dicke Backe. Die Schwellung ist zwar schon zurück gegangen, doch zurück bleibt eine Beule unterhalb des Auges. Unser Hund frisst normal, schläft, wirkt entspannt. Aber wie ich heute gelesen habe, hat das alles nichts zu bedeuten, da sich Zahnprobleme (was ich vermute) bei Hunden anders äußern. Sie sind dann eher ruhig, speicheln vermehrt. Bis sie das Futter verweigern, ist es schon ziemlich weit. In zwei Stunden haben wir einen Termin in der Tierklinik in Stommeln. Seufz. Habe schon Bachblüten Notfalldrops zur Beruhigung von uns Herrchen gekauft. Menno ist das doof!

Ich fühle mich ganz schön belämmert und daran möchte ich etwas ändern. So probiere ich es mit 'The Work' von Byron Katie (Ziel: Frieden im Kopf), das hat mir schon mal geholfen. Vielleicht jetzt auch.

Was ist denn mein schlimmster Gedanke? Minu wird daran sterben.

Ist das wahr? Nein, es kann genau so gut schnell geklärt werden und morgen geht es unserem Hund schon viel besser und sie wird 20 Jahre alt. (Ist jetzt sieben.)

Was passiert mit mir, wenn ich diesen Gedanken glaube? Ich bin panisch, ängstlich, mein Puls steigt. Das kann sich gut auch auf den Hund übertragen.

Wer wäre ich ohne diesen Gedanken? Ruhig, besonnen und zuversichtlich. Eine Stütze für meinen Hund und meinen Mann.

Die Umkehrung meiner Aussage: Minu wird nicht sterben.

Ist das genau so wahr oder wahrer? Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Gedanke wahrer ist, ist viel viel größer. Ich denke gerade an das Foto eines verwahrlosten Straßenhundes, das ich gesehen habe. Er sah furchtbar aus und war nach ein paar Wochen in guter Obhut nicht mehr wieder zu erkennen. Unser Hund befindet sich stets in guter Obhut, er ist stark, er hat eine gesunde Statur - er wird diese Schwellung/Beule, das Problem, das ich noch nicht diagnostiziert ist, überstehen.

Aufatmen. Jetzt fühle ich mich besser.

Fünf Minuten später geht das Gedankenkarussel es schon wieder los. Ich denke jetzt: Was, wenn etwas schief geht?

Ist das wahr? Natürlich kann etwas schief gehen.

Kannst du mit absoluter Gewissheit wissen, dass das wahr ist? Nein, es kann auch alles gut ausgehen.

Was passiert mit mir, wenn ich diesen Gedanken glaube? Ich bin aufgeregt. Atme flacher. Habe Angst. Bin unsicher.

Wer wäre ich ohne diesen Gedanken? Frei. Zuversichtlich. Ruhig. Friedlich. Ich würde alles auf mich zukommen lassen und dann reagieren.

Die Umkehrung meiner Aussage: Was, wenn nichts schief geht?

Ist das genau so wahr oder wahrer? Das ist genau so gut wahr. Dann hätte ich mich umsonst aufgeregt.

Ist es jetzt gut? Nein, es ist nicht gut.

Warum nicht? Ich habe Angst um Minu.

Ist das wahr? Ja klar.

Kannst du mit absoluter Gewissheit wissen, dass das wahr ist? Dass ich Angst habe? Klar habe ich das. Aber ob ich Angst haben muss, dass kann ich nicht wissen. Es kann genau so gut sein, dass ich keine Angst haben muss, weil alles gut geht und wir anschließend darüber lachen wie leicht alles ging.

Was passiert mit mir, wenn ich glaube, dass ich Angst haben muss? Ich bin total aufgeregt, habe Sorge um Minu. Das Herz schlägt mir bis zum Hals.

Wer wäre ich ohne den Gedanken, Angst haben zu müssen? Erleichtert. Zuversichtlich. Sicher. Froh. Ruhig. Entspannt.

Die Umkehrung: Ich habe keine Angst um Minu. -> Das stimmt nicht, ist für mich nicht wahr.
Noch eine: Ich brauche keine Angst um Minu zu haben. --> Das fühlt sich zumindest besser an. Aber wirklich gelöst und friedlich fühlt es sich nicht an, weil ich noch Zweifel habe.

Insgesamt bin ich jetzt zumindest etwas ruhiger als vor dem Schreiben dieses Blogbeitrags. Das ist ja schon mal was, auch wenn noch kein wirklicher Frieden in meinen Gedanken ist.

Jetzt könnte ich noch das tun, was ich sonst mache, wenn ich vor Terminen aufgeregt bin: Ich stelle mir vor, der Termin ist vorbei, alles ist super gelaufen und ich erzähle jemandem wie es gelaufen ist:

Es ist Donnerstag Nachmittag, 16 Uhr. Ich bin ganz glücklich, weil mit Minu alles gut gegangen ist. Wir haben Mittwoch Abend ganz leicht in die Klinik gefunden und mussten nur ganz kurz warten. Die Ärztin war sehr nett, Minu mochte sie gleich und lies sich ohne Probleme die Spritze für die Betäubung geben, so dass die Schwellung in Ruhe untersucht werden konnte. Unser Hund wurde geröngt, dabei wurde das Problem entdeckt. Anschließend wurde das Problem professionell behoben und Minu aus der Narkose geholt. Sie hat alles sehr gut überstanden. Gestern Abend war sie noch ein bischen torkelig, aber das hielt nicht lange an. Heute früh war sie ganz die Alte. Gefressen hat sie heute früh nichts, heute Mittag eine Scheibe Wurst. Das sieht alles sehr gut aus und uns geht es auch gut, weil wir Klarheit haben und wissen, dass wir ihr geholfen haben. Ich bin stolz auf uns, dass wir drei das so gut überstanden haben.

Jetzt geht es mir besser.

Anja Kolberg

Donnerstag, 08 Oktober, 2009

Durchgeschlafen!

Unser Hund Minu fürchtet sich bei Sturm. Ich habe im Blog schon mehrmals darüber berichtet. Das hat sich im letzten Jahr ganz gut weiter entwickelt. So weit, dass wir letzte Nacht, wo es ziemlich doll stürmte, ohne Störung durchgeschlafen haben!

Wie das? Einmal hat sie sich scheinbar ein wenig an den Sturm gewöhnt, bzw. sie hat gemerkt, dass wir selbst weiter schlafen und uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Damit wurde sie selbst auch immer ruhiger (hat uns aber ziemlich weh getan, sie zunächst zu ignorieren).

Der zweite Trick heißt Ventilator. Mir ist im Sommer aufgefallen, dass sie tagsüber und abends nicht auf den Wind reagiert, wenn der Ventilator läuft. Wenn es also ganz stark stürmt und sie sich gar nicht beruhigen will, machen wir den Ventilator an. Minu legt sich dann zu seinen Füßen und schläft ein. Ob es das Geräusch ist oder die Vibration? Wichtig ist: Es wirkt.

Und das ist so erleichternd für uns alle!

Grüße von einer glücklichen Hundemami

Anja

Mittwoch, 06 Mai, 2009

Wind-Hund

Die Windböen ließen unseren geliebten Vierbeiner diese Nacht nicht schlafen. Wir können inzwischen immer besser damit umgehen. Die Lösung heißt: Ignorieren. Puh - und das ist schwer. Mit der liebevollen Begleitung von der Hundeexpertin Solveig (Winkewinke nach Minnesota) sind wir auf einem guten Weg. Von vier Stunden Windböen habe ich mehr als die Hälfte geschlafen und Minu beruhigt sich inzwischen immer rascher.

Bin ich froh, wenn es ganz weg ist!

Hier noch ein Bild vom flauschigen Schatz, als sie letztes Wochenende auf dem Steg im Garten gedöst hat:

... und dösen macht ganz schön müde, findet Minu.

Hoffentlich reisst der Himmel bald auf, ich brauche Sonne für mein Gemüt! Und müde bin ich auch noch, denn seit mein Mann um sechs Uhr aufgestanden ist, kann ich heute auch nicht mehr schlafen. Deswegen schreibe ich auch jetzt schon einen Blogbeitrag. Es ist viertel nach sieben... Gähn!

Anja Kolberg

Donnerstag, 12 Februar, 2009

Hundemami-Sorgen

Huhu da draußen,

heute erleben Sie eine ziemlich müde Anja Kolberg. Die dritte Nacht in Folge spielte unser Hund "Terror-Biene", wie wir sie dann liebevoll nennen. Das Gute zuerst: Es wird immer weniger.

Noch vor einer Woche dachte ich: "Wir haben das Wind-Problem gelöst!" Wir haben sie konsequent ignoriert und freundlich (nicht mehr genervt) in ihr Körbchen geschickt, wenn sie wegen des Windes tags oder nachts aufgeregt über das Parkett lief (es ist eine Folter-Methode...) und zudem nachts noch in unser Bett sprang. Das hat wahrhaftig geklappt. Nach einer halben Stunde war Ruhe. Ich fühlte mich wie auf Wolken! Ein unbeschreibliches Glücksgefühl! Endlich.

Und vor drei Tagen, als wieder einmal ein Wetterumschwung war und nachts ordentlich Wind war, ging es über die halbe Stunde hinaus. Gut, oben unterm Dach ist es wirklich nicht leise. Es klappert und pfeift ganz schön. Drei Stunden (!) von drei bis morgens halb sieben, als mein Mann aufstand hechelte Minu übers Parkett, sprang aufs Bett. Ich bin neben an ins Gästezimmer gezogen und habe die Türe zu unserem Schlafzimmer geschlossen, damit wenigstens mein Mann Ruhe fand, ich kann ja morgens die fehlende Schlafenszeit ein wenig ausgleichen. Doch die Erfahrung lehrt mich: Ein guter Nachtschlaf lässt sich einfach nicht mehr aufholen...

In den folgenden Nächten blieb ich konsequent. Mir war einfach wichtig, es nicht wieder einreißen zu lassen (und Minus Wunsch nachzugehen mit ihr im Wohnzimmer zu schlafen). Ich will nicht mein Leben lang bei Wind auf der Couch schlafen! Also freundliche Konsequenz und Ignorieren. Man glaubt gar nicht wie anstrengend das ist, vor allem nachts. Aber weder dem Hund noch uns ist langfristig geholfen, wenn wir ihrem Aufgeregtsein Aufmerksamkeit schenken. Das schlimme ist: Gibt man nach einer Stunde Terror klein bei, weil man einfach nicht mehr kann, merkt sich das der liebe Vierbeiner und weiß ab sofort: 'O.k., ich muss über eine Stunde nerven, dann bekomme ich was ich will.' Himmel, was für eine Aufgabe hat uns das Leben da geschenkt.

Ich bin ein Mensch, der seinen Schlaf unbedingt braucht, der den ganzen Tag neben der Spur ist, wenn er nachts so gequält wird. *Schrei*Heul* Sie merken, ich muss mich einfach ausheulen und weiß, es gibt nur einen Weg der Lösung: Durchhalten! Es wird ja besser.

Vorletzte Nacht, als ich ins Gästezimmer (liegt gleich neben unserem Schlafzimmer) gezogen bin, habe ich es geschafft, dass sie sich neben mein Bett auf den Boden gelegt hat und dort zu 50% liegen blieb und schlief. Das ist ein großer Erfolg zu vorher 100% Terror. Der Vorteil des Gästebettes ist auch, dass sie dort nicht draufspringt wie sie das bei unserem Ehebett macht. Diese Nacht hat sie sich sogar gleich vor das Gästebett gelegt, als ich mich dorthin verzogen habe. Strike! Wenn das mal kein kleiner Erfolg ist!

So viel von der Erziehungsfront. Ich halte weiter durch. Bitte keine Tipps, was man alles anstellen könnte, wir haben schon alles probiert. Gerne lese ich Erfahrungsberichte von Hundeeltern, die ähnliches durchmachen, das tut richtig gut, weil ich mich nicht wie eine Versagerin fühle. Ein dickes Dankeschön diesmal hier über den Blog nach Amerika zu meiner Klienten Solveig, die uns mit liebevollen ermutigenden Mails Hoffnung gegeben hat, das Stressthema Schritt für Schritt zu lösen.

Eines ist sicher: Das Thema ist zwar noch nicht überstanden, ich bin aber felsenfest überzeugt, dass wir es schaffen werden.

Entschlossene & hundemüde Grüße

Anja Kolberg

Dienstag, 20 Januar, 2009

Bin ich müde...

Das ist schon der zweite Tag, wo der Paketbote mich gegen 9 Uhr aus dem Bett geklingelt hat. Ja, um die Zeit war ich noch im Bett. Arbeitsmäßig kein Problem, da ich mein Büro ja zu Hause habe und mir meine Zeit selbst einteile. Konditionsmäßig ist es ein Problem, mich innerhalb kürzester Zeit in Klamotten zu schmeißen, zwei Treppen hinunter zu hechten und dann auch noch da zu sein, bevor er wieder weg ist. Ich habs geschafft. Ich war dann zwar ziemlich verknautsch im Gesicht und meine Haare stehen dann zu Berge, aber ich bin nicht mehr nackt. Nun, genau hinschauen sollte man nicht.

Ob der gute Mann denkt, ich mache Nachtschicht, dass ich dann noch schlafe? Im Prinzip stimmt das mit der Nachtschicht. Unser Hund. Der Wind. Damit mein Mann schlafen konnte, der um 6 Uhr raus muss, habe ich mich gestern für 1 Stunde auf die Couch gelegt und wieder gesetzt (schlafen ist nicht auf der Couch, weil ich davon Rückenschmerzen bekomme). Dann hörte ich keine Windboen mehr, Minu schlief fest und ich bin wieder mit meinem Plümo ins Bett geschlichen. Hat geklappt, bin auch schnell wieder eingeschlafen, bis der Paketbote...

Diese Nacht ging die Show dann von Neuem los, nur viel viel länger, weil wir versucht haben, ihre Aufregung zu ignorieren. Es kann doch nicht sein, dass jede Nacht jemand im Wohnzimmer mit ihr verbringt, wenn Wind ist (sonst schläft sie nachts "durch" bis wir sie morgens mit uns aufsteht). Minu tappte fleissig über den Parketboden im Schlafzimmer, sprang ins Bett... Nach einer Stunde habe ich aufgegeben und bin mit ihr runter. Als sie Ruhe gab, bin ich wieder hoch. Nach einer Stunde wieder ein Windstoß, ich hatte keine Nerven mehr, bin aufgestanden, runter in den Keller, habe mir mein riesen Bundeswehr-Feldbett nach oben geholt, mitten in der Nacht aufgebaut (das Ding ist dann 2,10 lang, 75 cm breit). Als ich das beim letzten Mal nachts aufgestellt habe, klemmte ich mir gleich die Finger. Diesmal ging alles gut. Ich habe alles an Decken unter mich gelegt, was ich fand, weil von unten die Luft kommt. Kissen und Plümo geholt. Türe zu, Licht aus. Und unser Hase gab irgendwann Ruhe, zumindest ist ihr Tapsen hier gedämpft, weil ein Teil des Zimmers mit Teppich ausgelegt ist. Als mein Mann aufstand, bin ich dann wieder ins Bett, bis der Paketbote...

Ich fühle mich total gerädert. Das ist nix für mich, einmal so plötzlich aufstehen zu müssen (ich mag nur Musikwecker, die mit dem Piepton machen mich aggresiv) und dann insgesamt so spät. Lieber die Nacht gut schlafen und morgens zwischen 7 und 8 Uhr aufstehen. Das ist gut für mich.

Lieber Petrus, bitte lass den Wind heute zu Hause. Lieber Hunde-Schutzengel, bitte bitte schick Minu Signale, dass sie keine Angst bei Sturm haben muss...

Eine erschöpfte Hundemami, die gerade mit Respekt an all die Eltern denkt, die nachts mehrmals für ihre Babys aufstehen und das wochenlang...

Montag, 19 Januar, 2009

Kosenamen ohne Ende

Mir fallen immer neue Namen für unsere Minu ein. Das habe ich schon als Kind bei unserem damaligen Hund Britta gemacht (Snoopy war ihr Hauptkosename).

Wie ich Minu nenne? Schatz, Engelchen, Hase, Moppel, Minüle, Hasenfuß...

Wenn ich andere höre, die ihre Tiere oder Angehörigen mit Kosenamen nennen, empfinde ich das als komisch. Wenn ich es jedoch selbst mache, ist es die normalste und schönste Sache von der Welt. Auch mein Mann hat mehr als einen Namen. Ich habe zwei. Die sag ich aber nicht. :o)

Schöööönen Tag!

Anja

PS: Es pfeift mal wieder ums Haus und Minu hört nicht auf zu tapsen. Tagsüber ist das noch zu ertragen. Ich mach mal Musik mit Meeresrauschen an, manchmal hilft das..

Freitag, 16 Januar, 2009

Der Wind, der Wind...

... macht unserer Minu mal wieder zu schaffen. Tapp-tapp-tapp-tapp geht es ruhelos über das Parkett. Wenn sie sich mal kurzzeitig beruhigt, dann nur, um beim nächsten Windstoß wieder aufzuspringen. Weder Ablenkung, noch reden, noch Bachblüten-Notfalldrops helfen. Ich versuche es zu ignorieren (so gut das geht), damit ich ihr Verhalten nicht noch durch meines verstärke...

Ach lieber kleiner Hase, wie gerne würde ich dir diesen Streß nehmen!

Anja Kolberg

Freitag, 05 Dezember, 2008

4 Stiefelchen

Als wir eben unsere Stiefel für Nikolaus vor die Türe stellen wollten, war unsere Minu fix bei der Sache: Unser Hund stellte gleich 4 Stiefelchen vor die Türe. Sie hat ja Recht = 4 Pfoten = 4 x Nikolausfreude.

Hund müsste man sein!

Eine Hundemami erzählt aus einem Hunde-Märchenbuch

Dienstag, 11 November, 2008

Windgeschichten und mehr...

 

Hallo da draußen! Der Tischkalender 2009 und die Weihnachtskarten kommen super bei Ihnen an. Das ist eine Freude! Und die gestaltet im Moment meinen Tag: Bestellungen bearbeiten, Pakete packen, nette Mails beantworten, Ware nachbestellen, Doppelkarten fertigen, Pakete zur Post bringen - und das macht mir einen Haufen Spaß!

Minu bekommt der Wind nicht. Insbesondere nachts pfeift er hier ums Haus und unserem Vierbeiner schlockern dann die Knie. Sie ist so aufgeregt, dass sie nur noch umhertigert und letzten Endes bei uns ins Bett springt, bis einer von uns aufsteht. Da helfen keine Bachblüten-Notfalldrops für Hunde, keine Ablenkung durch andere Geräusche (Radio, Fernsehen). Es geht immer weiter tap-klack-klack-klack über das Parkett. Es kommt einer Foltermethode gleich. Ich habe inzwischen ein Lager im Wohnzimmer auf einer Feldpritsche aufgeschlagen. So teilen mein Mann und ich uns die Nacht. Irgendwann schläft sie dann wahrhaftig ein. Während Minu den Schlaf tagsüber nachholt, fühle ich mich im Moment, als könnte ich zwei Tage durchschlafen... Ich hoffe, diese Nacht wird es ruhiger und wir finden das richtige Mittel für unseren süßen Moppel (und damit natürlich auch für unseren Schlaf)...

Viele Grüße vom fleißigen Bienchen

Anja Kolberg

Dienstag, 16 September, 2008

Anderes Zeitgefühl

Seitdem der Herbst eingeläutet ist, empfinde ich die Zeit anders. Sie kommt mir viel dichter vor, es ist viel mehr los als noch zu den warmen Sommertagen. Eine Abwechslung zwischen Herbst- und Sommertagen wäre ideal!

Heute früh bin ich irgendwie noch nicht richtig wach. Ich habe den Eindruck, mein Inneres liegt noch oben im Bett, wo ich doch schon hier vorm PC sitze.

Unser Hund kam nämlich, kurz nachdem mein Mann aus dem Haus war, hoch, um mir davon zu berichten. Das höre ich schon von weitem: "Tapp-tapp-tapp" geht es die Treppe hoch. "Klack-klack-klack" die Pfoten über's Parkett. Dann bekomme ich eine warme Waschlappenbehandlung für meine nackten Füße, die ich schon vorzeitig unter der Decke hervorlucken lasse. Ich liebe das!

Das dauert leider nur ganz kurz und dann höre ich sie neben meinem Gesicht stehen und schnuppern. Sie wagt es nicht, mir durchs Gesicht zu schlecken, weil sie genau weiß, dass ich es nicht mag. Sie steht da so lange, bis ich die Augen aufmache. Dann sehe ich eine Nase vor mir und irgendwo da hinten wedelt ihr Schwänzchen. Sobald ich die Augen aufgemacht habe, kehrt sie um, geht eine Etage tiefer, lässt sich in ihr Körbchen fallen und schläft tief und fest ein. Also!

Manchmal kann auch ich nochmal einschlafen. Heute nicht. Deswegen sitze ich hier, schlafe eigentlich, aber meine Finger fliegen schon über die Tastatur. Der Spaziergang durch den kühlen Herbstmorgen wird mich wach machen!

"Minuuuuuu, aufstehhhhhn, spaziiiiiieren geeeeeeehn!" Rache ist süß!

Anja Kolberg

Mittwoch, 06 August, 2008

Sonnentag

Heute früh war es beim Spaziergang mit Minu herrlich: Blauer Himmel, schön kühl im Schatten, eine frische kühle Brise. Hm, so mag ich das. Kein bischen schwül.

 

Allen, die das Wetter im Moment nicht vertragen, die traurig sind, die etwas bedrückt wünsche ich Linderung, ein offenes Ohr, einen heilsamen Gedanken, der wie ein bunter Schmetterling auf uns zugeflogen kommt und sich auf unser Knie setzt, mit den Flügeln schlägt, zuhört und dann wieder davon fliegt.

Ihre Anja Kolberg

Dienstag, 15 Juli, 2008

Ignorieren

Unsere Nachbarn haben einen kleinen süßen weißen Terrier. Der ist ein bischen verliebt in unsere Minu. Glaub' ich jedenfalls. Er stellt sich zwischen die Sträucher an den Zaun und quietscht und junkt so lange, bis sie zum Zaun kommt. Minu macht das aber nur ganz selten. Meistens ignoriert sie ihn. Während ich dahinschmelze, weil er mal wieder so süß guckt, so süß ruft, tut Minu so, als höre und sehe sie gar nichts. Wie schafft sie das blos?

Es sieht auch nicht aus, als mache es ihr irgendetwas aus. Ich bin davon fasziniert und kann das Ignorieren von ihr lernen. Wobei ich jetzt schon weiß: Das wird schwer.

Anja Kolberg

Freitag, 11 Juli, 2008

Was ich von unserem Hund lernen kann

Heute früh regnete es. Minu, die mich sonst immer vor dem Wecker anstupst, dass ich aufstehen soll, blieb diesmal in ihrem Körbchen liegen und schlief, ignorierte mich einfach. Als ich mich für's Gassi gehen fertig machte, verdrückte sie sich ins Eßzimmer frei nach dem Motto "Wenn Frauchen mich nicht sieht, geht sie vielleicht ohne mich Gassi."

Sie hatte absolut keinen Bock, rauszugehen. Klar, das nützt nix. Unterwegs begegnete uns ein Dackelbesitzer, ein netter älterer Herr, den wir immer wieder mal wieder beim Spazieren gehen sehen. Er fragte wie's geht, Minu reagierte gar nicht auf seinen Rauhaardackel, lief einfach weiter. Ich sagte "Sie schläft heute früh noch, wollte gar nicht raus". "Meiner auch nicht", entgegnete er, sein Vierbeiner ging auch stoisch weiter.

Unser Spaziergang war ziemlich kurz, Minu zeigte mir sehr deutlich, dass sie keinen Bock hat in dem Regen noch einen Schritt weiter zu gehen. Ich ließ mich schnell überreden, der Regen lief mir über den Kopf.

Was ich von Minu lernen kann? Mich nicht zu etwas zu quälen, wenn ich keine Lust dazu habe. Das schlechte Wetter zum Faulenzen nutzen (nach dem Spaziergang ging es schnurstraks ins Körbchen zum Schlafen zurück) und lernen zu entspannen. Es ist so ansteckend, wenn man ihr zusieht, wie sie sich genüßlich seufzend ins Körbchen schmeißt, die Augen schließt und schläft, dann nach einer Zeit auf den Teppich wechselt, sich auf den Rücken dreht, alle Viere von sich streckt und sich am Bauch kraulen lässt. :o)

Das passt doch zu einem verregneten Wochenende. Wobei es morgen hoffentlich trocken ist, wir haben zum Grillen eingeladen. Aber ich glaube, Petrus ist gnädig mit uns. Bei Regen schlafen können wir dann am Sonntag noch.

Schönes Wochenende!

Anja Kolberg

PS: Alle Bilder sind E-Cards, die diesmal direkt zur jeweiligen Karte führen.

Montag, 07 Juli, 2008

Glühwürmchen & Bauchweh

Sonntag waren wir auf einer herrlichen Gartenparty eingeladen. Der Wind war angenehm kühl, so bemerkten mein Mann und ich - sonst Schattenfreaks - die Kraft der Sonne nicht. Ergebnis gestern Abend: Wir sahen wie Glühwürmchen aus. Gut, dass es nicht zu schlimm war, heute ist nur noch eine leichte Rötung im Gesicht.

Geschlafen haben wir diese Nacht sehr schlecht, da uns Minu um halb drei mit starkem Bauchweh weckte. Wir waren schon drauf und dran, zur Tierklinik zu fahren, wissen aber wie unseren Hund das streßt. Eine unendlich dauernde halbe Stunde und einige Schüsslersalze und Homöopathika später legte sich unser Engelchen mit einem Seufzen hin und beruhigte sich, lies sich von mir den Bauch massieren, es gluckerte darin ganz schön. Wunder gewirkt haben dabei auch die Rescue-Pastillen (Bachblüten-Notfalltropfen als Drops), da sich Minu noch nicht mal zwei Minuten nach deren Gabe ins Körbchen gelegt hat. Da Guido und ich auch welche eingenommen hatten, beruhigten auch wir uns. Heute früh ist Minu drauf, als wäre nichts gewesen. Puh! Gott sei dank!

Eine glückliche Hundemami

Anja Kolberg

PS: Danke an Petrus. Schon wenige Stunden später war es merklich angenehmer! :o)

Montag, 14 April, 2008

"Ich geh' da nicht raus"

... dachte sich eben Minu. Als ich sie rief: "Komm, wir gehen spazieren" lief sie die Treppe runter, an mir vorbei und schnustracks ins andere Körbchen. Dann sah' sie mich vorwurfsvoll an. Und obwohl sie heute früh noch nicht draußen war, hat sie wohl gerochen: Draußen regnet's. Sie hasst Regen.

Heute nützt das nix. Eigentlich müsste ihr das Pipi bis in die Augen stehen. Das ist ihr bei dem Wetter sch....egal. Gassi gehen, Minu!

 

Sie hat sich dann fast schieben lassen. Schnell Pipi gemacht, sich alles andere verkniffen, die Ohren hängen lassen und einen auf "Ich habe KEINEN Bock!" gemacht und sich geweigert, weiter zu gehen. Ich hatte rasch ein Einsehen, schließlich werde ich auch nicht gerne nass. Wir haben dann die riesigen Regenwürmer auf dem Gehweg umschifft. Bin ich froh, dass Minu keinen mit ihren Pfoten getroffen hat. Eklig ist das. Sie hat mal eine tote Schnecke zwischen die Pfoten bekommen und ich durfte anschließend den Glibber minutenlang auswaschen... Hm. Lecker!

Nach dem Spaziergang habe ich mir erst mal 'ne schöne Zeitung, ein Nutella-Brötchen und eine Tasse Kaffee gegönnt. Und ein schönes rotes Holzherz, von dem ich einen Türschmuck gemacht habe. Das alles hat mir richtig gut getan. Irgendwie habe ich heute keine richtige Lust am Arbeiten. Ist nicht schlimm. Dann geht es eben morgen voll-Dampf weiter.

Sonnengrüße aus der Regenstadt

Anja Kolberg

Mittwoch, 12 März, 2008

Schlammstiefelchen

Die neuste Mode für Hunde im Hause Kolberg? Schlammstiefelchen! Minu wollte gestern Abend noch mal raus in den Garten. Darauf hatte es das erste Mal seit 2 Tagen (wir haben so ein Glück mit dem Wetter) geregnet. Ergebnis: Schlammwüste. Minu ist dadurch gestapft, nicht ohne vorher ein Bein in der Luft zu halten. Ja, es war nass. (Mag sie gar nicht.)

Als sie dann wieder reintapste, trug sie superschicke Schlammstiefelchen!

Leider war keine Möglichkeit, ein Foto von diesem süßen Bild zu machen, da Frauchen schleunigst eine Schüssel für die Pfotenwaschung holte. Der Gedanke, diese Tatzen im ganzen Haus...

Minu hat die Prozedur brav über sich ergehen lassen. Allerdings entwischte eine Pfote beim Waschen und sie hatte nichts besseres zu tun, als diese gehörig - natürlich als sie noch voll Schlamm war - auszuschütteln. Die Wand hinter ihr? Sehenswert!

Gruß aus Stiefelhausen

Anja Kolberg

Donnerstag, 15 November, 2007

Such das Huhn!

Wenn Minu und ich vom Spazieren gehen kommen und ich meine Brötchen gemümmelt und einen Kaffee getrunken habe, sind wir beide richtig fit. Ich will arbeiten und Minu spielen. Hm. Kompromiss: Ich arbeite am Schreibtisch und verstecke zwischendurch das Huhn von Minu. Sie liebt dieses Gummihuhn, das ein wenig quietscht, überschwenglich. Natürlich muss sich Minu vorher in mein Arbeitszimmer setzen und ich ziehe die dunkelroten Vorhänge zu, die mein Arbeitszimmer von unserem Wohnzimmer trennen. Warum? Weil Minu sonst pfuscht. Sie kommt einfach gucken, was ich mache. Tsss...

Und wenn sie ein paar Mal mit Erfolg das sehr schwer versteckte Huhn gefunden hat, ist sie glücklich. Holt ihren Kauknochen, hält mir das angekaute Stück an die Hose (hm... herrliche Flecken). Wenn sie merkt, dass ich ihn nicht festhalten will, legt sie sich mit dem Knochen auf den Teppich, beisst sich durch und sinkt dann schon bald in süße Hundeträume.

Dann sind wir beide glücklich!

Hundemami-Grüße aus Köln

Anja Kolberg

Donnerstag, 13 September, 2007

Wuff...Grrr...

Unser Hund kann vieles, vor allen Dingen Geräusche machen. Am schönsten sind die Laute, die sie während des Schlafens erzeugt: "Wuff....Wuff..." oder "Grrrrrr..." - ob das Alpträume sind oder schöne Träume, wo sie mit anderen Vierbeinern über eine Blumenwiese voller Pansen tollt? Ihr Schluckauf ist auch nicht schlecht.

Klar, es gibt noch mehr Geräusche: Unser Hund rülpst. Ja, wiiiiiiir haben ihr das nicht beigebracht. Der Minibeagle meiner Schwiegereltern schafft das wohl auch recht laut. Räusper. Und dann gibt es noch Geräusche, die duften... So dass mir richtig schlecht werden kann....

Gerade schläft Minu, scharrt mit den Pfoten und macht leise "Wuff...Wuff". Wovon sie wohl gerade träumt? Vielleicht davon, mit dem 6-Monate alten Dobermann von nebenan die Gegend unsicher zu machen?

Sie ist einfach ein Zuckerstück!

Verliebte Hundemami-Grüße

Anja Kolberg

Freitag, 22 Juni, 2007

Die Liebe eines Hundes...

ist etwas wunderbares. Dem Hund ist es egal, als was ich arbeite oder woran ich glaube. Er ist einfach da. Schaut mich an. Liebt mich. Schleckt mich ab, lässt sich streicheln. Führt mich jeden Tag an die frische Luft. Er ist nicht nachtragend. Liebt. Das ist ein wunderschönes Gefühl!

Danke für diese Erfahrung!

Anja Kolberg

Freitag, 22 Dezember, 2006

Minu denkt nicht an Arbeit...

... sondern schenkt mir immer wieder kleine Ablenkungen. :o)

Diese Woche hatte sie morgens nach dem Spazierengehen keine Lust auf ihren sonst üblichen Schlaf, sondern kam quietschend die Treppe herauf. Sie hatte Tweety, ihr Lieblingsspielzeug gefunden. Minu liebt es über alles. Tweety ist ganz weich, nur eine Hülle aus Kunststoff. Es sieht so süß aus wie sie es ganz vorsichtig in den Mund nimmt, quietscht und damit durch die Gegend läuft. :o)

Sie stolziert dann durch mein Büro und es dauert einige Zeit, bis sie aus freien Stücken zu mir herkommt und mir das Quietschetierchen anvertraut.

Dann guckt sie mich mit großen Augen an und wartet darauf, dass ich es verstecke und sie es suchen kann oder dass ich es schmeiße und sie holt es.

Das sind so richtig schöne Ablenkungen von der Arbeit.

Quietschende Grüße aus Köln

Anja Kolberg

Donnerstag, 23 November, 2006

Der Weihnachtshund...

Minu hatte Lust, Werbung für den Webshop zu machen. Sie hat sich extra in Schale geschmissen und sich eine Geschichte ausgedacht. Sehen Sie selbst!

Das hat richtig Spaß gemacht! :o)

Samstag, 01 Juli, 2006

Entspannen im Garten

Die Minu, die kann's! Entspannen, schlafen... Besonders gerne macht unser Hund das im Garten auf der Terrasse:

Einfach hinlegen, nicht an die Arbeit denken oder was noch getan werden müsste, nein. Mitten in die Sonne legen und schlafen. Nicht zu vergessen:

Zwischendurch in den Schatten wechseln, damit es nicht zu heiß wird. Dort dann wieder so ein halbes Stündchen eindusseln ... und das süße Leben genießen. Hach herrlich.

Von unserem Hund kann ich vieles lernen: Bestimmte Dinge nicht so wichtig zu nehmen, fünf gerade sein zu lassen, nicht lange wegen etwas böse sein, sich von Frauchen oder Herrchen mit Streicheleinheiten verwöhnen lassen ...

... und während ich so hier und dort drüber nachdenke, da hat Minu schon wieder den Platz gewechselt. "Nachdenken? Viel zu anstrengend.

Das Wochenende ist zum Faulenzen da", schnarcht sie mir zu, "komm Frauchen, hier in der Sonne lässt es sich so herrlich entspannen!"

Wer kann da wiederstehen?

Grüße von der heilen Hundewelt

Anja Kolberg



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