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Dienstag, 17 August, 2010
Psychosomatische Bauchschmerzen
Gestern habe ich mir den Rat
meines Inneren zu Herzen genommen und den PC ausgemacht. Nach einer
langen heißen Dusche bin ich mit einer frischen Wärmflasche ins Bett
geschlüpft. Das erlaube ich mir normalerweise nur, wenn ich meine Tage
habe. Dann "darf" ich das. Aber außerhalb dessen erlaube ich mir nicht
krank zu sein. Mein Gott, wenn ich lese, was ich da schreibe, sträuben
sich mir die Haare zu Berge. Was bin ich hart zu mir selbst!
Gut, gestern war ich das nicht. Die Wärmflasche hat geholfen, die Bauchschmerzen einzudämmen. Ich bin ausgiebig mit meinen Gedanken durch meinen Körper spazieren gegangen, habe mir eine weise sehr liebevolle Frau vorgestellt, die mir hilft, meine Schmerzen zu heilen. Jedes Organ haben wir uns angeschaut, hier und da etwas dunkles entfernt, zuerst eine Heilsalbe auf diese Stellen gegeben oder eine Farbe auf dunkle Stellen geschickt. Seufz. Das war schön. Ich bin zwar immer wieder mit meinen Gedanken woanders spazieren gegangen, dann aber wieder zurück gekehrt. Zum Schluss haben wir ein helles glitzerndes Licht durch meinen ganzen Körper von Kopf bis Fuß geschickt. Das sah so schön aus, wie ich hellglitzerte und in der Luft schwebte. ICH LIEBE MEINE PHANTASIE!
Und wissen Sie was? Nach dieser Phantasiereise war ich entspannt und mein Bauch schmerzte kaum mehr. Ich nehme an, dass ich in der letzten Nacht ziemlich kalt geworden bin, offenes Fenster, kalt-nasse Luft... Andererseits kenne ich solche Bauchschmerzen von mir aus der Zeit, als ich noch zur Schule ging und dort irgend etwas war, das mir Sorgen machte. Bei Lousie L. Hay finde ich zu Bauchkrämpfen (passt am ehesten) als wahrscheinlichen seelisch-geistigen Grund: "Angst. Bringt den weiteren Fortgang zum Stillstand." Ja, damit kann ich was anfangen. Schon tragen diese Worte meine Gedanken fort zur möglichen Ursache... Das neue Gedankenmuster dazu heißt übrigens: "Ich traue dem Prozeß des Lebens. Ich bin in Sicherheit."
Es hat mir gut getan, mich so liebevoll um mich zu kümmern. Richtig fröhlich war ich zeitweise am Abend. Die Stimmung schwankte zwar immer wieder, dann kamen wieder Phasen, wo ich mich doof fühlte. Doch es blieb nicht standhaft so. Ein hin und her pendeln.
Heute geht es mir wieder gut. Meine Stimmung ist ausgeglichen. Der Bauchschmerz flackert nur noch für Sekundenbruchteile auf, wenn ich daran denke. Ich bin guter Dinge.
Was für ein Glück, dass ich mir gestern die Auszeit genommen habe.
Ja, diesen Moment des Bewusstwerdens, mit mir gestern trotz erster Widerstände so liebevoll umgegangen zu sein - den genieße ich jetzt.
Ihre Anja Kolberg
Donnerstag, 12 August, 2010
Die Schönheit wohnt in jedem Körper.
Jederzeit. Du selbst
Lieber Körper!
Du bist ein wunderbares Gefäß für meine Seele. Danke, dass du da bist und mich durch mein Leben begleitest. Du bist mir ein guter Freund und in schweren Zeiten ein Ratgeber, wenn Krisen mich schütteln und du mir durch Beschwerden Hinweise zur Heilung geben möchtest. Ich hoffe, dass ich deine Botschaft rasch verstehe und mich an die nötige Veränderung in meinem Leben wage, damit wir beide, Körper und Seele bald wieder gesund werden. Und wenn ich es nicht schnell verstehe, dann hoffe ich auf deine Geduld und Gnade, mir die Zeit zu geben, die ich brauche, um zu begreifen, was nicht in Ordnung ist in meinem Leben.
Ich bin dankbar, dass du das Gewicht trägst, das ich dir auflade. Weil ich lange Zeit zum Beispiel lieber Schokolade gegessen habe, statt mich um mich selbst zu kümmern und um das, was ich wirklich brauche.
Ich bin traurig, dass ich es nicht geschafft habe, dich schon zu lieben, als ich noch ein Teenager war. Mein Gott, hatte ich da eine schöne Figur, doch ich fand meine Oberschenkel zu dick, sah die Wellen meiner Haut, die Waden waren mir zu dick, die Nase zu groß. Heute wünschte ich mir diese knackige Figur zurück. Doch stimmt das eigentlich? Nein, ich wünschte mir, ich hätte damals meinen Körper schon so geliebt wie er war. Nämlich richtig schön. Doch heute kann ich das tun, was mir früher nicht möglich war: Mich so lieben wie ich jetzt bin.
Meine Rundungen mit Dehnungsstreifen, Cellulitis und sanftweicher Haut. Trotz vierzig immer mal wieder ein Pickel, doch bringt mich das nicht mehr aus der Fassung wie ein Teenager, ich weiß, dass er wieder geht und ich deswegen nicht doof angeschaut werde. Graue Haare, die immer mehr werden und meine Haarfarbe verändern. Lockenkringel, die immer noch bleiben und mir gehörige Freude bereiten. Ein Busen, der nicht mehr steht, dafür mit entsprechenden Hilfsmitteln ;o) ein zauberhaftes Dekolleté hergibt. Falten auf den Händen, Lachfältchen um den Mund und die Augenwinkel. Nicht mehr ein Kinn, sondern je nach Lage auch mal zwei. Blaue Augen mit einem spannenden dunklen Rahmen um die Iris. Ein schönes Lachen und einen stattlichen Po.
Ja, ich bin eine vierzigjährige Frau. Ich darf so sein wie ich bin - mit all den Eigenarten meines Körpers, meines Gesichts.
Und wenn ich zwanzig oder vierzig Jahre nach vorne schaue, dann sehe ich noch mehr Veränderungen auf mich zukommen. Mehr weiße Haare, mehr Falten. Und die finde ich unglaublich schön. Wenn ich die Hände meiner Mutter anschaue, ihre grauen Haare, ihre Falten im Gesicht, wird mir ganz warm ums Herz. Sie erzählen Geschichten aus ihrem Leben. Oder wenn ich vierzig Jahre nach vorne schaue, dann bin ich fast im Alter meiner Großmutter: Noch immer schön. Unverkennbare Merkmale. Wunderschön weiche Haut, von der Sonne gezeichnet, von kleinen und großen Lebenslinien durchzogen, weiße Haare, nur noch an wenigen Stellen ein graues oder dunkles darunter. Anders als heute und einfach immer noch schön.
Die Schönheit des Alters ist eine andere als die der Jugend. Dafür um keinen Preis besser oder schlechter, nein, jede Zeit, jedes Alter, jedes Gewicht hat seine eigene Schönheit. Die Kunst ist es, sie zu sehen und zu lieben.
Liebe Anja, erinnere dich daran, wenn du wieder mit deinem Körper haderst. Du bist schön. Gleich welche Kleidergröße du trägst, gleich in welche Hosen oder T-Shirts du passt, mit braunen oder von grauen Strähnen durchzogenen Haaren. Mit Dellen, Falten und Altersflecken. Du musst nicht wie die Frauen im Fernsehen, in Katalogen oder in Zeitschriften ausschauen, um schön zu sein. Auch nicht abnehmen, eine glattere Gesichtshaut haben oder schmalere Beine: Du bist jetzt schön, genau in diesem Moment. Einfach weil du bist. Du musst nicht den aktuellen Schönheitsidealen entsprechen, um schön zu sein. Neben diesen Idealen gibt es ganze Universen von Unterschiedlichkeit und damit schöner Lebendigkeit.
Traurig stimmt mich das auf jung getrimmte Gesicht, dem die Lebenslinien entzogen wurden, glatt gespritzt an Stirn und Mundwinkel und dem damit so viel Lebendigkeit aus dem Gesicht gewichen ist. Ich finde Gesichter mit Falten wirklich schön. Sie haben so viel zu erzählen!
Traurig machen mich inzwischen auch die Aussagen "Oh Gott, sah ich da furchtbar aus." von Menschen, die abgenommen haben und stolz auf Vorher/Nachher-Bildern von ihrem Abnehmerfolg berichten, aber mit Abscheu auf ihr altes Ich schauen. Mich macht das traurig, weil sie Teile ihres Selbst ablehnen und das tut einfach weh.
Schönheit geht nicht mit dem Alter oder zunehmenden Gewicht. Sie verändert sich. Jedes Gewicht, jedes Alter hat seine eigene Schönheit. Attraktivität vergeht nicht.
Ich finde auch Männer mit Falten schön und grauen Haaren, auch wenn sie Glatze tragen, weil ihre Haare gehen wollten. Gestern lächelte mich ein Vater an, der mit seinem einjährigen Sohn sprach - beide hatten kaum Haare auf dem Kopf. Sowas attraktives!!!
Es ist wichtig, mich auch dann zu lieben, wenn ich mehr Speck als alle anderen auf den Hüften habe und mich auch dann schön und sexy zu fühlen. Mir nicht erst neue Kleidung zu gönnen, wenn ich abgenommen habe, und damit mein Jetzt indirekt bestrafe. Ich bin es jetzt schon wert, mich schön zu machen und schön und sexy zu fühlen. Und das spürt auch mein Umfeld.
Jeder Mensch hat zu jeder Zeit mindestens eine besonders schöne Einzigartigkeit an seinem Körper, die dem Betrachter gleich ins Auge fällt und anderes in den Hintergrund treten lässt. Augen, die Wärme, Liebe und Lebenserfahrung ausstrahlen oder lustig blitzen und den kleinen Kobold in diesem Menschen offenbahren. Ein Lächeln, das magisch anzieht. Eine Stimme, die sich wie warme Schokolade anfühlt. Haare, die fröhlich beim Gehen wippen. Hände, die so weich sind, dass man dahin schmelzen möchte, wenn sie meine Hände begrüßen. Einen Gang, der von Stolz und Stärke oder Sanftmut und Zartheit berichtet. Es gibt so viel besonderes und schönes an uns zu entdecken.
Wenn wir uns nicht immer wieder durch die Medien einen Spiegel vorhalten lassen, würden wir uns nicht beständig mit den scheinbar makellosen Menschen vergleichen, die uns dort begegnen. Wenn wir gar keine Spiegel hätten, würden wir vielleicht mehr auf unser Gefühl schauen, ob wir uns mit der Kleidung wohl fühlen, die wir tragen, ob die Schuhe bequem sind. Wir würden kein Gift in unser Gesicht spritzen, damit die Falten gehen, weil jeder Falten hätte und damit offen zu den Geschichten seines Lebens steht. Wir würden andere Menschen nicht mit gängigen Figur- und Fitnessschablonen bemessen, sondern auf ihr Herz schauen, auf ihr Lachen und die Erfahrungen, von denen sie erzählen. Wir würden auf ihre Träume hören, die Geschichten von den Stürmen ihres Lebens, die ihre Spuren im Gesicht hinterlassen haben. Wir würden erfahren, warum der Körper Schutz durch mehr Volumen braucht und die zarte Seele dahinter entdecken. Wir haben verlernt, uns ohne den Spiegel anzuschauen und vergessen, unsere wahre Schönheit zu sehen. So wie wir jetzt sind, sind wir das schönste, was wir im Moment sein können: Wir selbst.
Du bist immer attraktiv und liebenswert und schön. Einfach weil du bist. Ein einzigartiger Mensch. Wer dein Herz sieht und es erkennt, der sieht weder Falten, noch Doppelkinn, noch große Oberschenkel oder dicken Bauch, dem fallen auch bei einem Schwimmbadbesuch die Dellen an den Oberschenkeln nicht negativ auf. Warum? Weil sie zu dir gehören. Das bist du. All das macht deine Schönheit aus. Weder Kleidergrößen, noch glatte Haut, noch strahlend weiße Zähne, noch perfekt geschwungene Lippen, noch muskelgestählte Oberarme machen Schönheit aus. Die wirkliche Liebe strahlt vom Herzen durch den ganzen Menschen hindurch, nimmt seinen Körper mit ein - und zeigt damit seine wahre Schönheit. Das bist du. Mit allem drum und dran. Und wer dich nicht so liebt wie du bist, wie du jetzt ausschaust, der liebt ein stumpfes Idealbild, das niemals an die Schönheit herankommt, die du jetzt zeigst.
Dein Körper und dein Gesicht erzählen Geschichten aus deinem Leben. Von einem ganz besonderen Menschen: Von dir.
Von Herzen - dein Ich.
Anja Kolberg
PS: Nach alle dem, was ich mir in den letzten Jahren durch meine Therapie begriffen habe, kann ich heute sagen: Ich finde, ich sehe auch mit Kleidergröße 54 richtig gut aus! :o) *Hüpf* Das zaubert ein Lächeln in mein Gesicht und fühlt sich soooo gut an!
Montag, 02 August, 2010
Ich beschütze mich und stehe zu mir
Ich möchte zum Kalenderblatt des vergangenen Monats Juli noch etwas
schreiben:
Es gibt vieles, wovor ich mich beschützen kann. Auch vor mir selbst.
Wann das der Fall ist? Wenn ich etwas tue, das mir schadet.
Beispiel Essen: Mir ist aufgefallen, dass ich oft esse, weil ich mich damit beruhige, ablenke oder Langeweile und Unterforderung bekämpfe. Also nicht, weil ich Hunger habe. Als mir das bewusst wurde, war ich erst mal richtig erschrocken.
Wie ich mich in der Situation vor mir selbst beschütze?
In dem ich erst einmal akzeptiere, dass es so ist, ohne mich dafür zu verurteilen. Dieses Muster trage ich schon sehr sehr lange in mir und es darf die Zeit brauchen, die es braucht, bis das Muster geht. In einem nächsten Schritt kann ich mich fragen, ob ich wirklich Hunger habe oder ob irgend etwas anderes los ist. Nicht verwunderlich: Das Zweite trifft oft zu.
Und dann? Dann kann ich gucken, was los ist. Ich wende mich dann also nicht dem Essen, der Beruhigung und Ablenkung zu, sondern mir selbst und dem, was ich wirklich brauche, was wirklich los ist.
"Was ist wirklich los? Was brauche ich wirklich?"
Die Antworten sind sehr unterschiedlich: "Mir ist langweilig." "Ich bin ungeduldig, spüre eine innere Unruhe." "Ich bin wütend." "Ich bin traurig." "Ich bin müde." ... Nicht immer kommen die Antworten sofort, manchmal brauche ich auch Geduld und Verständnis, dass es noch mehr Aufmerksamkeit braucht, bis ich wirklich weiß, was los ist.
Dann kann ich mich entscheiden, zu mir zu stehen und statt zu essen und damit vom eigentlichen Problem abzulenken, etwas zu tun, damit es mir wieder gut geht. Einige Beispiele, von dem was mir bisher eingefallen ist:
- Wenn mir langweilig ist (passiert abends oft beim Fernsehen), aufstehen und etwas tun, worauf ich Lust habe oder was mir gerade einfällt. Lesen. Aufräumen. In den Garten gehen. PC anmachen und surfen. Mich ablenken. Schreiben.
- Wenn ich wütend bin: Darüber reden. Die Gründe in mein Tagebuch schreiben. Meiner Stimmung mit Farbe Ausdruck verleihen. (Ich kann unglaublich groß schreiben und den Stift sehr sehr fest ins Papier drücken, wenn ich wütend bin. Bevorzugte Farbe: Rot.) Auf ein Kissen schlagen. Laut schreien...
- Wenn ich mich unterfordert fühle: Mich fragen, was ich lieber tun würde und es versuchen.
- Wenn ich Aufmerksamkeit und Liebe möchte: Meinen Partner bitten, mich in den Arm zu nehmen. Ihn Fragen, ob er mir etwas Nettes sagen könnte. Einen Liebesbrief an mich selbst schreiben. Oder einen lesen, den ich schon vorher geschrieben habe. Mich duschen und anschließend mit einer duftenden Creme einreiben.
- Wenn ich inner Unruhe spüre: Aufstehen und mich bewegen, zum Beispiel eine Runde durch den Garten oder durchs Haus. Je nach dem, was gerade "geht".
- Wenn ich müde bin: Mich hinlegen und versuchen, mich auszuruhen und zur Ruhe zu kommen. Auch wenn es nur fünf Minuten sind.
- Wenn ich traurig bin: Mich fragen, was mich traurig gemacht hat. Mich selbst verstehen. Mich (mein inneres Kind oder welcher Anteil von mir selbst auch immer traurig ist) in den Arm nehmen, das kann ich mir gut in meiner Phantasie vorstellen. Mir gut zureden, mich selbst trösten. Mich fragen, was ich tun kann, damit es mir besser geht.
Ich bin dankbar für diese Entdeckung, die mir in den letzten Tagen bewusst geworden ist. Bisher hatte ich nicht die Geduld, dahin zu gucken, warum ich esse. Jetzt ging es. Das macht mich froh. Ich bin mir sicher, dass es mir nicht immer gelingen wird, mich zu fragen, warum ich etwas essen möchte, ob ich Hunger habe, oder etwas anderes dahinter steckt. Ich werde sicherlich auch noch des öfters zur Beruhigung nach Essen greifen. Wichtig ist, dass ich jetzt den ersten Schritt gemacht habe und mir das alles bewusst geworden ist. Damit kann ich künftig entscheiden, wie ich mich verhalten möchte. Und ich möchte mir nicht böse sein, wenn es mir nicht gelingt. Auch damit beschütze ich mich vor mir selbst, nämlich davor, mich selbst zu stark zu kritisieren. Wozu ich auch neige. Es gibt noch so viel zu entdecken!
Tiefes Durchatmen!
Anja Kolberg
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Mittwoch, 16 Juni, 2010
Langsam geht's wieder bergauf
Guten Morgen aus Köln! Langsam bin ich wieder fit.
Letzte Woche legte mich das heiße Wetter lahm, ab Mittwoch waren meine Füße und Knöchel ganz schön geschwollen. Als Mittel der Wahl, wenn sie einmal geschwollen sind: Kühlen und hochlegen... Morgens sind sie dann wieder normal. Probleme mit den Lymphen habe ich schon über 20 Jahre, sporadisch, meist dann, wenn es so schwülheiß ist. Sonst geht es. Ganz schicke, lange Stützstrümpfe habe ich auch dafür. Doch wenn ich die auch noch bei so einem heißen Wetter anziehe, fühle ich mich noch mieser, weil ich wie eingequetscht bin und das Gefühl habe, meine Beine können nicht atmen. Es geht auch ohne... "Auch wenn es draußen unfassbar heiß ist, entscheide ich mich dafür, dass mein Körper gesund ist und meine Venen, Adern und mein Lymphsystem einwandfrei arbeiten." Diesen Satz habe ich Freitag wie ein Mantra wiederholt, während ich Dinge im Stehen erledigt habe, die ich erledigen musste. Und es ging, ohne dass meine Füße wie Mittwoch so arg anschwollen. Ich habe mich trotz Schweißperlen auf der Stirn gut gefühlt und konnte die anstehenden Arbeiten erledigen. Die Wirkung der Worte ist stark!
Und als die Beine kein Problem mehr waren, besuchten mich ab Sonntag mal wieder meine monatlichen Bauchschmerzen. Die wollten diesmal besonders hartnäckig bei mir bleiben. Drei Tage Schmerzen - stopp - das ist zuviel. Aber mein Bauch ist kein Befehlsempfänger. Mittel der Wahl: Schmerztabletten, Ruhe, Schlaf und mich zurück nehmen. Noch nicht mal Blog schreiben ging... Schnief! Wenn dann mein Bauch so weh tut, kann ich mich noch nicht mal auf helfende Sätze wie oben konzentrieren, obwohl sie mir bei meiner letzten Periode geholfen haben: "Ich liebe meine Weiblichkeit. Ich liebe meinen Zyklus. Ich liebe meine Gebärmutter. Ich liebe mich. Ich liebe meine Weiblichkeit...." Ich hatte vor 4 Wochen beim Spaziergang alles heruntergebetet, was mir positives zu Frau sein und Weiblichkeit einfiel. Und es wirkte. Warum diesmal nicht, ich weiß es nicht... Manchmal ist es scheinbar so im Leben: Es geht bergauf und bergab und dann wieder bergauf...
Heute früh geht es mir gut. Mein Kopf ist frei, die Sonne scheint, es ist erfrischend kühl draußen und keine Bauchschmerzen mehr. HÜÜÜÜPF! Gibt es einen schöneren Moment als den, wenn der Schmerz nachlässt? :o)
Den genieße ich gerade!
Anja Kolberg
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Donnerstag, 06 Mai, 2010
Das Gute an Streit und Leid
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es eine gute Seite an einem Streit gibt, zum Beispiel mit meinem Partner: Ich setze mich in der Zeit des Streits intensiv mit mir selbst und unserer Beziehung auseinander, schreibe viel Tagebuch, habe intensiven Austausch mit mir selbst wie sonst nie in 'guten' Zeiten. Mein Mann und ich sind, wenn das klärende, 'heilende' Gespräch zwischen uns stattgefunden hat, uns viel näher als Wochen und Monate zuvor. Wir haben uns ein wenig mehr kennen gelernt, das ist auch nach 18 Jahren Beziehung noch möglich und sind uns bestimmter Dinge bewusst geworden. Auch ich selbst habe mich noch mehr kennen gelernt. Das empfinde ich als eine schöne und wichtige Erfahrung und Entwicklung.
Auch im Leid, ich meine hier speziell das körperliche, liegt etwas sehr kostbares für mich, so ist meine persönliche Erfahrung: Die Erkenntnis, dass etwas in meinem Leben nicht stimmig ist und die Chance/der Impuls, mein Leben zu verändern. Die akute Situation ist für mich immer grausam, denn dann habe ich Schmerzen, ich kenne des Ausgang der Krankheit nicht, weiß nicht, wann es mir wieder besser geht, alles ist nur öd und grau und blöd und ungerecht...
Ist diese Phase jedoch vorbei, gewinne ich Hinweise auf meine Verhaltensweisen und auch Denkmuster, die nicht gesund sind und mit zu meiner Krankheit geführt haben. Das gibt mir die Chance, mich zu verändern. So ging es mir nach dem Brustkrebsverdacht, der mich im Sommer 2000 völlig unerwartet traf. Danach habe ich u.a. meine Teilzeitstelle gekündigt und mich in Therapie begeben, bei der deutlich wurde, dass ich mich viel zu wenig um mein Wohlbefinden gekümmert hatte. Ich begann daraufhin, meine Hobbies zu reaktivieren. Das Buch von Louise L. Hay über die psychosomatischen Gründe von Krankheiten war mir eine Hilfe. Ich hatte nach dem Verdacht alles auf den Kopf gestellt - und langfristig gewonnen: Mein Leben wurde reicher.
Ein Jahr später erwischte mich ein Bandscheibenvorfall, ich konnte mich noch gut bewegen, keine Gründe in der gut laufenden Selbstständigkeit auf die Bremse zu treten. Mein Körper schickte mir also noch einen Hinweis in Form eines Hexenschusses. Zusammen mit dem Bandscheibenvorfall war es mir kaum mehr möglich lange zu sitzen, geschweige denn zu gehen... Totalausfall. Gerade war mein Buch erschienen, Lesungen geplant... All diese Termine musste ich absagen, das war ein Schmerz für mich. Gefühlte Ungerechtigkeit pur... Ich konnte mich in dieser Zeit nur noch auf meinen Körper konzentrieren und in sehr kleinen Schritten vorgehen: Eine zeitlang Liegen, dann wieder etwas spazieren gehen, dann wieder sitzen... Von Tag zu Tag ging es Schrittchen für Schrittchen besser.
In dieser Zeit begann ich den Dialog mit meinem Körper, die Basis für meinen mir heute so wichtigen Austausch mit meiner inneren Stimme. Ich beschäftigte mich intensiver mit der Balance zwischen Arbeit und Leben, mietete ein externes Büro an, um mir die Trennung zwischen beiden Bereichen leichter zu machen. Vorher war ich so glücklich gewesen, in meiner Selbstständigkeit nach qualvollen Jahren als Angestellte endlich das zu tun, was mir wichtig war, dass ich sieben Tage in der Woche gearbeitet habe. Ein Ausgleich war kaum vorhanden. Durch die Signale meines Körpers kam ich diesem Missverhältnis auf die Spur. Es gab wieder arbeitsfreie Samstage und Sonntage. In der Woche nahm ich mir auch frei, im Coaching konzentrierte ich mich mehr auf die Arbeit mit der inneren Stimme, und in der beruflichen Veränderungsberatung legte ich den Focus auf die Wege abseits der glatten Karriereautobahn, hin zum Weg des Herzens.
All diese schmerzvollen Wegabschnitte waren rückblickend so wertvoll und wichtig für meinen Weg, für meine Arbeit als Coach, für mich als Frau und als Mensch. Unbestritten: All das zu sehen, war mir in der akuten Krisensituation nicht möglich, zu groß der Schmerz, die Unklarheit, die Wut... So ist das in solchen Momenten eben. Der kostbare Kern solcher Erfahrungen zeigt sich erst, wenn aus dem Samenkorn ein Pflänzlein gewachsen ist, das größer und größer wird und Blüten und eines Tages auch Früchte trägt.
Es tut mir gut, mir das immer mal wieder bewusst zu machen und mich daran in Krisenzeiten zu erinnern.
Anja Kolberg
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Dienstag, 04 Mai, 2010
Gut so
Ich hänge gefühlsmäßig noch im Thema des letzten Monats: "Ich habe Verständnis für mich selbst."
Heute früh hatte ich einen Zahnarzttermin. Zwei Stunden. Ich bin vor Zahnarztterminen oft aufgeregt, befürchte Schmerzen und bin zudem recht schmerzempfindlich, das Geräusch des Bohrers geht mir durch Mark und Bein. Jetzt könnte ich beschwichtigend zu mir sagen: 'Hab dich doch nicht so. Ist schon nicht so schlimm.' Ich nehme meine Bedürfnisse und Gefühle jedoch ernst und habe Verständnis für mich in dieser Situation.
Deswegen sorge ich so gut es geht für mich: Ich nehme mir ausreichend
Zeit für die Anreise. Zu Hause habe ich mir einen MP3 Player mit
Meditationsmusik vorbereitet und in die Tasche gepackt, der mich von den
Bohrgeräuschen ablenkt. Der Zahnärztin habe ich gesagt, dass ich Angst
habe und ich die Hand hebe, falls ich eine Pause brauche. Ich bin
ruhiger, wenn ich weiß, was geschieht, deswegen habe ich die Zahnärztin
vor der Behandlung gebeten, mir zu erklären, was sie macht. Und
ebenfalls zur Beruhigung habe ich einen kleinen Metallengel eingepackt,
der inzwischen herrlich warm in meiner Hand war. Ich mag nicht, wenn mir
die Spritze weh tut, also habe ich die Zahnärztin gebeten mit dem
Spiegel an der Wange zu wackeln, um mich abzulenken. Das hat ein anderer
Zahnarzt mal einfach so bei mir gemacht und ich hatte mich gewundert,
dass ich die Spritze nicht gemerkt habe. Bewährtes wird übernommen.
Schon als ich die Meditationsmusik anmachte, hätte ich einschlafen können. Ich war ziemlich locker bei dem Termin, die Zahnärztin und die Helferin waren beide sehr freundlich und ich habe mich trotz des zweistündigen anstrengenden Termins gut gefühlt. Jetzt lässt langsam die Betäubung nach und ich merke, was ich da so ausgehalten habe.
Ich bin stolz auf mich, dass ich so gut für mich gesorgt habe, weil ich meine Schmerzen und meine Angst ernst genommen habe. Weil ich Verständnis für mich selbst gezeigt habe. Damit kann ich es mir auf meinem Weg um einiges leichter machen.
Anja Kolberg
Donnerstag, 29 April, 2010
Glücklich
Freundliche frisch bezogene Räume mit Aussicht in einen schönen Garten. Duftender Tee. Leise Entspannungsmusik. Wohlfühlatmosphäre. Zwei aufmerksame, liebevolle Augen und ein wacher Geist - ein Mensch, der ausschließlich mir seine Aufmerksamkeit schenkt. Warmes, duftendes Öl tropft auf meinen Körper. Zwei wissende Hände massieren meinen Körper. Für eine Stunde war ich Prinzessin, Königin, Himmelbewohnerin - vor Entspannung hätte ich fast geschnarcht, hm, war das schöööööön!
Ob ich das geträumt habe? Nein. Ich habe gestern Nachmittag eine Ayurvedische Ganzkörper-Ölmassage bei Bruni Quabach genossen, das Weihnachtsgeschenk meines Mannes eingelöst. Ein Traum. So viel Wohlfühlen, angenommen sein in meiner Fülle, sein dürfen wie ich bin. Liebe und Aufmerksamkeit nur für mich. Traumhafte Wirklichkeit!
Sobald ich daran denke, entspanne ich schon wieder.... Hmmm..... Wenn Sie Lust bekommen haben, hier ist der Link zur Webseite mit Fotos vom neu eingerichteten Reich.
Grüße von der Entspannungsinsel
Anja Kolberg
Dienstag, 02 März, 2010
Das Über-den-Berg-Gefühl
Genau das habe ich heute früh. Die Sonne scheint in mein Zimmer und ich kann sie genießen. Ich sehe auf das März-Kalenderblatt, erfreue mich an den Farben, der Frühlingsstimmung und denke: Ja, wie könnte ich mich glücklich machen?
Das Über-den-Berg-Gefühl bezeichne ich den Moment, wo ich spüre, dass es mir in einer Erkältung Schritt für Schritt besser geht statt wie am Wochenende immer noch schlimmer. Ich konnte die erste Nacht richtig gut durchschlafen, das bedeutet mir schon viel. Und die Hühnersuppe gestern, die hat mir so richtig gut getan. Von innen hat sie mich gewärmt, mein Kopf wurde für einen Moment frei... Herrlich. Das hat selbst das selbst gemixte Kräuter-Dampfbad nicht geschafft, aber gut, das war ja auch zwei Tage früher...
Ich genieße den Moment, wo ich spüre, die Erkältung ist zwar noch da, aber jetzt geht sie Schrittchen für Schrittchen. Juchu!
Anja Kolberg
Freitag, 29 Januar, 2010
Ein bisschen besser
Montag: Knock-out durch Brechdurchfall. Dienstag Abend: Behalte Nahrung wieder bei mir. Mittwoch: Das fies bestimmende Gefühl der Übelkeit macht sich breit. Donnerstag: Wird es langsam besser? Nein, Magenschmerzen. Freitag: Licht am Ende des Tunnels? Jetzt hau endlich ab, du blöde Übelkeit!
Hoffe auf endgültige Heilung am Wochenende
Anja Kolberg
Freitag, 22 Januar, 2010
Moin, moin
Der fehlende Schlaf steckt mir immer noch in den Knochen. Vorletzte Nacht hatte unser Hund Hummeln in den Beinen. Er wollte auf Dauer keine Ruhe finden. Treppauf treppab, hinlegen, aufstehen, taps taps taps... Wir wissen nicht, was sie hatte. Aber ich weiß, was ich hatte: Ab zwei Uhr nachts keinen Schlaf mehr. Und den kann ich schlecht missen, alle Glieder sind dann neben dem Kopf schwer und schmerzen. Damit Minu wenigstens die nächste Nacht schläft, habe ich sie mit auf meine Reise ins Bergische zu meiner Familie genommen. So blieb sie wach und sammelte hier zu Hause im Körbchen keinen Schlaf für die nächste Nacht... Das hat geklappt. Endlich durchgeschlafen. Zwar fühle ich mich immer noch was benebelt, ist aber schon viiiiiiel besser. Hut ab vor allen Müttern dieser Welt, bei denen solche Nachtschichten zum "Tagesgeschäft" gehören. Wow, was ihr da leistet!
Die Woche "leerer Raum" war richtig cool. Das setzt ganz schön viele Energien frei. Gefällt mir. Bleibt vorerst weiterhin so...
Freue mich auf ein Wochenende, wo ich ausschlafen kann und eine große Mütze Schlaf nachholen...
Schönes Wochenende!
Anja Kolberg
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Freitag, 15 Januar, 2010
Endlich besser
Manchmal ist das Leben wirklich zum Abgewöhnen. Mir geht es heute endlich besser. Traurig war ich die letzten Tage und dann noch Schmerzen wie schon ewig nicht mehr bei meiner Periode. Gerade die Tage davor könnte ich weinen, wenn ich nur jemanden anschaue. Tieftraurig meine Stimmung. Nichts, aber auch gar nichts Gutes kann ich dann finden. Tröstlich ist einzig, dass aller Mist auch irgendwann vorbei geht. Ich habe mir möglichst versucht, Gutes zu tun. Zum Beispiel einen Nachmittag frei gemacht und mit Wärmflasche auf die Couch und einen richtig schönen Film angeschaut. "Mansfield Park" - eine Verfilmung von Jane Austens Roman. Ich liebe ihre Geschichten. Die Schauspieler haben mir sehr zugesagt und noch heute erfreue ich mich an den Szenen: "Es hätte auch anders kommen können. Ist es aber nicht."
Heute ist es endlich besser. Seit gestern Mittag keine Bauchschmerzen mehr. Heute Vormittag endlich auch wieder fröhlich gestimmt. Das tut so unendlich gut!
Heute mag ich es wieder. Das Leben.
Anja Kolberg
PS: Das Bild oben gibt es als E-Card und als Poster ab DIN A4 (auf Seite 4)
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Donnerstag, 17 September, 2009
Das gibt Muckis
Der Winter naht... Deswegen wurde das Eichhörnchen in uns aktiv. Diese Woche bestellten wir Holz für unseren Kaminofen. Wir wollens ja schön kuschelig im Winter haben. Heute wurde geliefert und wir zwei Nagetierchen schafften alles in unseren Bau:
1,3 Tonnen (1300 kg) Holz- und Kohlebriketts haben wir dabei bewegt! Unvorstellbar, diese Summe. Wir haben ein kleines Kellerfenster, dort passten die 10 und 20 kg-Pakete genau durch. Mein Mann stand draußen an der Palette und reichte alles durchs Fenster (Er hat jetzt Rücken.) und ich nahm sie auf Brusthöhe an und stapelte das Brennmaterial in die Ecke.
Jetzt kann ich meine Arme nur noch schwer hochhalten, denn dann fangen sie an zu zittern. Freue mich schon auf den Muskelkater morgen und meine Michelle-Obama-Arme! :o)
Das Eichhörnchen in mir ist voller Vorfreude auf den Winter und den Moment, wenn wir unseren Ofen das erste Mal anstochen!
Der Winter kann kommen!
Anja Kolberg
Freitag, 26 Juni, 2009
Dicke Füße
habe ich heute. Das warme Wetter lässt meine Venenschwäche aktiv werden und ich habe Wasser in den Beinen. Was hilft? Auf den Steg setzen und die Füße ins kühle Wasser baumeln lassen:
Da kann ich dann auch Kontakt mit unseren neuen Teichbewohnern aufnehmen: Drei rote Fische, die Hunger auf Algen haben (puh, da haben sie richtig was zu tun) und ein kleiner grauer Fisch ("Nase"), dessen Brüderchen die ersten Stunden leider nicht überlebt hat. Allerdings sind von den drei roten nur noch zwei gesichtet worden, der dritte ist nicht mehr auffindbar. Kanibalen? Sie haben allerdings auch genügend Möglichkeiten, sich zu verstecken. Hm. Dann gibt es da noch den Teichmolch, den ich aber auch schon einige Tage nicht mehr gesehen habe und ab und zu zeigt sich ein weiterer Untermieter: Ein Frosch, der zwischen den Bruchteinplatten des Hochbeetes am Teichrand eine Wohnung bezogen hat.
Da mir schon bei jeder kleinsten Bewegung das Schwitzwasser über die Stirn rinnt, werde ich es heute Nachmittag wohl so machen wie unsere Minu: Wechsel von Schatten (Sitzecke auf der Terrasse) in die Sonne (Steg) und da dann die Füße ins Wasser halten und abkühlen. Dann wieder auf die Holzbank im Schatten legen, auf ein laues Windchen hoffen und den Dreck im Haus (Minu verliert derzeit unglaublich Fell, auf unseren Böden gründen Fellflusen WGs) Dreck sein lassen. Mir fällt der Spruch ein, der bei uns zu Hause im Treppenhaus am Eingang hing: "Dieses Haus ist sauber genug, um gesund zu sein und schmutzig genug, um sich darin wohl zu fühlen."
In diesem Sinne: Ein schööööööööööönes Wochenende!
Anja Kolberg
Mittwoch, 17 Juni, 2009
Schnipp-schnapp
.... genau: Haare ab!
Gestern Abend war ich von meiner Freundin zum Italiener eingeladen und
dachte mir: Fahr' doch vorher ins Rheincenter und gönne dir einen
Frisörbesuch und danach noch gemütlich bummeln. Ich hatte richtig Lust
darauf.
Lange habe ich meine Haare gezüchtet (bis Mitte des Rückens waren sie gewachsen), aber jetzt war der Moment, wo ich spürte: Ich brauche eine neue Frisur. Ich finde Haare haben viel mit Gefühl zu tun, so war und ist es für mich ganz wichtig, mir meine grauen Haare nicht mehr zu färben, (ich hatte da mal so einen Farbunfall), sondern zu meinen grauen zu stehen. Und ich mag die andere Farbe dazwischen.
Ich hatte auch schon eine Vorstellung, wo es hingehen sollte. Mit jedem Haar, das fiel, stieg meine Laune in die Höhe. Ein tolles Gefühl, die Locken kringeln sich viel mehr. Das mag ich. Aaaah, schön! Jetzt habe ich einen Pagenkopf, der kurz über den Schultern endet. Zuletzt hatte ich diese Frisur zu Beginn meiner Selbstständigkeit 1999/2000.
Das hat richtig gut getan und jetzt war genau der richtige Zeitpunkt für diese Veränderung. Warum genau, kann ich nicht sagen, ich kann es nur fühlen: Es stimmt!
Sonnengrüße!
Anja Kolberg
Donnerstag, 04 Juni, 2009
Schafskälte
Moin moin! Jetzt weiß ich, woher ich den steifen Hals habe: Die Schafskälte! Ein Wolltier hat mir seinen kalten Atem in den Nacken gehustet - bei einer Autofahrt mit offenem Fenster am Dienstag... Jaja, selbst schuld, ich war noch die köstlich warmen Temperaturen vom Wochenende gewöhnt... Nachdem ich kleidungstechnisch (Schal!) auf Winter umgestellt habe und das Wärmepad bis heute früh habe wirken lassen, gehts schon 'n bischen besser.
Herrlich, wenn der Schmerz nachlässt!
Anja Kolberg (die Giraffe verzieht sich so langsam)
Mittwoch, 03 Juni, 2009
Steifer Hals
Mist! Wie eine Marionette, in der Bewegung ziemlich eingeschränkt, sitze
ich vorm Bildschirm. Irgendwie habe ich mir gestern auf der schattigen,
windigen Terrasse einen Zug auf den Hals eingefangen. Diese Nacht war
keine Liegeposition die richtige für meinen Hals. Aua! Jetzt klebt ein
Wärmepad zwischen Kopf und Schultern. Es ziept an den Haaren, will immer
wieder an den Enden abgehen, aber es wärmt doch so schön! Ich komme mir
vor, als wäre mein Hals doppelt so lang. Nicht zu stark bewegen, aaaah.
Mensch! Heute ist ein besch.... Tag.
Aber ich will ihn nicht vor dem Abend mies machen, vielleicht warten ja sooooo schöne Dinge auf mich, dass er als sonniger Tag in meinen Herzkalender eingehen wird. So wie gestern zum Beispiel, als ich eine herrliche Gartenkarte von einer eifrigen Blogleserin im Briefkasten fand. Das war ein Hüpfer für mich.
So, jetzt lege ich mir mal einen warmen Schal um den Hals und drehe mit unserem Vierbeiner eine Runde. Dann ruft eine Tasse Kaffee: "Trink mich!" und die Express lockt: "Komm, lies, was es Neues vom FC gibt und dem daumschen Trainerwechsel."
Seufz. Das klingt gut. Und gut ist auch, dass so ein steifer Hals irgendwann von alleine wieder geht...
Die Giraffe
Donnerstag, 28 Mai, 2009
Aufgelöst!
Yiepieh-juh! Gestern war meine letzte Aquafitness-Einheit - endlich habe ich die Karte voll. Das war bei all der Abneigung, die ich entwickelt habe (es ist so extrem, ich glaube inzwischen, dass es am Wasser selbst und seinen chemischen Inhalten liegt, die mir nicht gut tun), mein Ziel. Und gestern habe ich die letzten Minuten noch mal richtig genossen, ich habe gemerkt: Nö, das will ich nicht mehr, auch wenn so viel "Vernünftiges" dafür spricht. Weg mit dem, was mir keinen Spaß mehr macht!
Und wie zum Zeichen lösten sich gestern beide Badelatschen an der Klebestelle auf. Wenn das mal kein Zeichen ist. Also habe ich sie beim Verlassen des Schwimmbades gleich in den Mülleimer am Ausgang geschmissen. DAS war mal ein gutes Loslassgefühl und ein würdiges Ausrufezeichen am Ende!
Anja Kolberg
Freitag, 22 Mai, 2009
OM-Gefühl
Vor einigen Wochen belegte ich eine Ausbildung in Freien Aufstellungen.
In einer Stellvertreter-Rolle setzte ich mich im Schneidersitz auf den
Boden, stand wieder auf, holte mir ein Kissen, auf dem ich noch bequemer
saß, legte die Hände in den Schoß und schaute auf ein wunderschönes Bild
an der Wand gegenüber. Dort blieb ich sitzen, war ganz auf mich selbst
konzentriert und doch bekam ich alles im Raum mit. Ich empfand tiefe
Ruhe und Frieden in mir. Ich konnte es für die anderen nur als OM-Gefühl
beschreiben wie ich es in Filmen schon bei tibetischen Mönchen gesehen
hatte, die Mantras sangen.
Gleich, was im Raum passierte, ich blieb ruhig und entspannt wie eine weise alte Frau, die Kindern mit viel Liebe beim Spielen zuschaut. Ein Beispiel: Eine Teilnehmerin zerwuselte mir die Haare, stieg kreuz und quer über mich, es konnte mich nicht aus der Ruhe bringen. "Das darf sein", sagte ich und der quirlige Geist konnte gehen.
Auf dieser Stelle war alles so einfach, so entspannt. Ich habe diese Stellvertreterrolle wirklich genossen. Oh, könnte ich es doch mit in meinen wuseligen Alltag nehmen, in dem ich dieses Gefühl so brauchen konnte. Als Hilfe liegt nun ein kleines Zettelchen an meinem Bildschirm, darauf steht: "OM-Gefühl". Und wenn ich darauf schaue, erinnere ich mich an den tiefen Frieden, die Zufriedenheit, die große Freiheit und das Ja zu allem, das ich dort spürte.
Seufz. Schööön...
Ein besonderer Schatz! Ich bin so dankbar, dass ich diese Rolle bekam. :o)
Anja Kolberg
Mittwoch, 06 Mai, 2009
Jeden Dienstag Abend...
... quäle ich mich zum Sport. Ich mache mit meiner Freundin Aquafitness,
eine moderne Art der Wassergymnastik. Die Trainerin ist super (bildet
deutschlandweit aus), witzig und die Zeit geht flott vorbei.
Anschließend fühle ich mich wohl, ABER... vorher quäle ich mich, meine
Laune ist am Boden und ich frage mich: "Warum tust du dir das an?"
Wie Sie merken: Ich gehöre nicht zu den sportbegeisterten Menschen. Ich gehe zum Sport rein aus Vernunftgründen. Aber in diesem Halbjahr ist es besonders schlimm. Wohl ein Zeichen, dass es doch nicht das richtige für mich ist, auch wenn es gut und effektiv ist, gerade wenn man ein paar Kilogrämmchen zuviel auf den Hüften hat.
Ob es den richtigen Sport für mich gibt? Wo ich wirklich Spaß habe, hinzugehen? Den ich mit Lust ausführe? Grübel. Ich vermute eher nicht... Früher bin ich so gerne spazieren gegangen. Seit dem ich jeden Morgen mit unserem Hund Gassi gehen "muss", ist mir der Spaß daran abhanden gekommen, auch das Walken habe ich wieder dran gegeben. Bin wohl ein hoffnungsloser Sportmuffel-Fall. Okay, ich darf das. Auch wenn man eher hipp ist, wenn man sportlich so richtig supi aktiv ist. Ich muss ja nicht alles mitmachen... :o)
Anja Kolberg
Donnerstag, 26 März, 2009
Wiederentdeckte Freuden
Als ich noch zu Hause wohnte, habe ich an Samstag Nachmittagen oft einen
Kuchen gebacken. Das habe ich gerne gemacht und ich erinnere gerade mit
Freude, wie mein Vater und mein Bruder Spaß hatten, wenn ich
Rosinenschnecken ausprobierte. Eigentlich wurde bei uns samstags immer
gebacken...
Über die Jahre hatte ich all das verdrängt. Ich hatte zu viel um die Ohren, um selbst zu backen. Es war mir zu stressig, die Liebe dafür fehlte. Die Lösung: Fertigkuchen zum Aufbacken oder Auftauen oder Waffeln. Da gibt es viele leckere Lösungen. Beim Kochen das Gleiche: Zu Hause hatte ich geholfen beim Kochen und als ich alleine wohnte, auch gekocht. Seit ich mit meinem Mann zusammen bin, war das anders: Er konnte kochen und wollte kochen. Ich dachte schon, ich kann es gar nicht mehr. Und es war auch bequem und lecker so wie es war.
Seit meiner Auszeit und schon einige Zeit vorher vollzieht sich ein Wandel: Ich entdecke wieder meine Freude am Backen, probiere aus (ich denke gerade an die Motivtorte, die ich meinem Onkel zum 60. gebacken habe) und koche. Das tut mir gut und macht mir Spaß. Für die Ausbildung an den beiden Wochenenden sollten wir etwas für das gemeinsame Büffet mitbringen. Erst machte mir der Gedanke Streß und dann hatte ich Spaß, etwas mitzubringen: Blätterteig-Schinken-Käsestangen, Tortellinisalat, Fetacreme mit Paprika. Hm, lecker! Es war schön, zu sehen, wie es den anderen geschmeckt hat.
Ich spüre, es macht mir wieder Freude und es schmeckt!
Emsige Grüße
Anja Kolberg
Mittwoch, 18 März, 2009
Wie im Himmel...
... habe ich mich gestern Nachmittag gefühlt. Ich habe den Gutschein eingelöst, den mein Mann mir zu Weihnachten geschenkt hat: Eine Ayurvedische Massage für Kopf und Füße. Himmlisch!
Der Duft, die Wärme, die angenehmen Berührungen. Hat das gut getan. Nachher war ich so entspannt, dass ich gleich hätte einschlafen können. Seufz. Auch heute hält die Entspannung noch an.
Bruni Quabach, eine meiner ehemaligen Klientinnen, bietet die Ayurvedischen Massagen an. Es hat so gut getan, dass sich eine Stunde alles nur um mich und mein Wohlbefinden gedreht hat!
Seufz. War das schöööööööööööööööön!
Anja Kolberg
Mittwoch, 14 Januar, 2009
Gott sei dank!
Ich hab's überstanden! Bin ich froh. Heute früh fühlte ich mich so, als
würde ich zum Henker gehen. Die Helferinnen an der Annahme hatten Spaß,
als ich ihnen das erzählte. Ich nicht! Gott sei dank bin ich von einer
Erkältung verschont geblieben, ich konnte bei dem Zahnarzttermin durch
die Nase atmen.
Beim Spaziergang um 8 Uhr mit Minu betete ich ein Mantra runter, das mir eine liebe Leserin gemailt hatte (Gruß in die Schweiz!). Es beruhigte mich ebenso wie eine Handvoll Notfalldrops, ein Vater unser und alle möglichen Engel des Himmels, die ich mir ausdachte und um Hilfe und Beistand bat: der Engel der Geduld, der Engel der Zuversicht, der Engel des Vertrauens, der Schutzengel meiner Zahnärztin, mein Schutzengel und alle verstorbenen Verwandten, die mir einfielen bat ich um Hilfe. Irgendwann wurde ich ruhiger.
Die Zahnärztin, die auf die Revision der Wurzelkanalbehandlung spezialisiert ist, kannte ich noch nicht. Sie war sehr nett. Super! Wir machten Zeichen aus, wenn ich Hilfe brauchte. Das war schon mal ein beruhigender Start. Während der eigentlichen Sitzung versuchte ich mich durch ein Hörspiel abzulenken, das hat auch geklappt. Wenn ich die Augen mal aufmachte, dann machte ich sie schnell wieder zu, weil ich auf grausig lange Bohrer schaute... Kurz vor Schluss ein doller Schmerz, als das Medikament in die Wurzelkanäle gefüllt wurde. "Wir sind fertig, Frau Kolberg. Nehmen Sie am besten gleich eine Schmerztablette, damit der Schmerz unterdrückt wird, sobald die Betäubung nachlässt." Sie reichte mir eine Tablette, die ich gerne zu mir nahm.
Dann erfuhr ich, dass dieser 1 3/4-Stunden-Termin nur der erste Teil der Behandlung ist. In 4 Wochen würde das Medikament rausgeholt und dann würden die Wurzeln endgültig gefüllt. Termindauer: 1 Stunde. Na super! Ich dachte, ich hätte es hinter mir. Aber ich will brav und dankbar sein, dass heute alles im großen und ganzen gut geklappt hat. Ich habe keine Panik bekommen, keinen Schnupfen, habe mich nicht verschluckt und jetzt hoffe ich, dass ich heute Nachmittag keine Schmerzen bekomme.
Was für ein Tag! Zur Belohnung für die bestandenen Strapazen habe ich mir einen Strauß Tulpen und eine Zeitschrift gegönnt. Ja, ich bin stolz auf mich!
Anja Kolberg
Montag, 12 Januar, 2009
Ich bin gesund. Ich bin gesund...
Mittwoch habe ich einen Zahnarzttermin. Nicht irgendeinen. Anderthalb Stunden lang ist er. Eine Wurzelrevision. Alte Wurzelfüllung raus, neue rein. Alles wird zur Rettung meines Zahns unternommen.
An dem Tag kann ich eines nicht gebrauchen: Eine Erkältung! Wie der Teufel es will: Ich habe seit gestern Schluckbeschwerden. Für mich die ersten Anzeichen einer Erkältung. Vorsorglich habe ich jetzt schon einiges unternommen. Mittelchen geschluckt, meine Gesundheitszellen beschwört und ihnen für ihre Arbeit an den eventuell vorhandenen Viren gedankt. Grog getrunken (das war nun wirklich keine Strafe, sondern superlecker - mein Mann hat Orangensaft dazu gegeben. Boah, war das lecker!). Heute morgen beschwöre ich meinen Körper weiter. Schließlich war ich damit vor einigen Wochen schon mal erfolgreich.
Ich hoffe es wirkt auch jetzt. Denn ich will den Termin wahr nehmen. Und ihn dann endlich hinter mir haben! Bitte drücken Sie mir die Daumen, dass es klappt.
Ich bekomme keine Erkältung. Ich bin gesund. Ich bekomme keine...
Anja Kolberg
Donnerstag, 18 Dezember, 2008
Ruhe-Raum
Einen Moment die Zeit anhalten. Treten Sie ein in den Raum der Ruhe:
Mir Ihren Füßen berühren Sie samtig weichen Boden. Eine Wohltat mit jedem Schritt. Entspannung breitet sich von den Füßen bis in die Haarspitzen aus.
Sie schauen sich um. Es ist angenehm dunkles Licht. Ihre Augen entspannen sich. Beim Blick nach oben entdecken Sie den dunkelblauen Himmel voller funkelnder Sterne.
Sie schließen die Augen und atmen tief durch. Hm, dieser Duft. Sie spüren gleich: Hier fühle ich mich wohl. Sie fühlen auch: Dieser Raum hat genau die richtige Temperatur für mich.
Angenehme Naturklänge holen Ihre Seele ab und führen Sie zu einer riesigen Hängematte zwischen zwei starken Bäumen. Weiche Kissen und Decken warten dort auf Sie.
Ein Gedanke nur - schon liegen Sie in dieser weichen Wonne und entspannen. Ein leises Glockenklingen und ein sanftes helles Wesen bringt Ihnen kristallklares, wohltemperiertes Wasser. Ah, angenehm, wie es Ihre Kehle hinabläuft und all die Gedanken und Belastungen des Tages wegspült. Alles, was zurück liegt und was morgen noch auf Ihrem Plan steht: Es ist nicht mehr wichtig. Sie sind mit Ihrer Aufmerksamkeit jetzt ganz in diesem Raum.
Tief atmen Sie die Luft dieses heilenden Raumes ein. Das helle Wesen kommt zu Ihnen zurück und bringt Ihnen eine Platte mit köstlichen Speisen: Früchte, Gemüse, warmes, kaltes, süßes, herzhaftes, alles wonach Ihnen gelüstet finden Sie wie von Zauberhand auf dieser Platte. Sie nehmen sich davon und genießen. Mit jedem Bissen schließen Sie die Augen. Hmmm, ist das guuuut!
Zeit, tief durchzuatmen und zu seufzen. Die letzte Anspannung fällt von Ihnen ab.
Kleine freundliche, fliegende Lichtwesen schwirren zu Ihnen und wiegen nun die Hängematte sanft hin und her. Sie fühlen sich wie im Schoß Ihrer Mutter. Oh, tut das gut.
Sie lauschen einem leisen warmen Summen und erkennen eine Melodie, die Ihr Herz sanft berührt. Sie spüren die tiefe Gewissheit: 'Ich bin beschützt. Ich bin richtig und gut. Ich bin hier. Ich bin geliebt. Ich bin verbunden mit dem, was mir gut tut. Egal was ich mache: Ich werde akzeptiert.'
Sanft fallen Sie in einen erholsamen Schlaf. Spüren das Licht, die Wärme und den Frieden.
Hier darf ich ganz ich sein.
Mit Liebe
Anja Kolberg
Montag, 15 Dezember, 2008
Er hat gebohrt...
... aber dafür hat es nicht wehgetan! Das ist ja schon mal was. Die Betäubung lässt langsam nach, ich habe das Gefühl einer riesengroßen Lippe und Backe. Au Backe!
Damit ich das grässliche Bohrgeräusch nicht hören muss, habe ich meinen alten transportablen CD-Spieler ausgekramt. Ich besitze keinen MP3-Player und brauche auch sonst keine portable Musik. Doch für den Fall genau richtig. Nachdem ich den Staub von der Tasche entfernt habe, funktionierte das Ding wahrhaftig. Weihnachtsmusik von Ally McBeal. Hm. Schön. Der Zahnarzt hatte nichts dagegen, er fragte, ob ich ihn hören kann, wenn er mich laut anspricht. Nicken, klappt.
Leider waren die Battarien auf der Hälfte der Strecke leer. Da mein Mund voller Geräte war, konnte ich nicht schauen, warum das Gerät keine Musik mehr spielte. Der Arzt wusste auch von nichts und so sprach er weiter SEHR LAUT mit mir. Was für eine skurile Situation. Natürlich juckte es während dem Bohren auch noch unter meiner Nase... Huäh!
Ich habe den Eindruck, meine Nase ist auch betäubt. *kopfschüttel* Mann-Mann-Mann so ein Zahnarztbesuch hat es in sich. Aber ich habe es erst mal geschafft! *HÜPF*
Jetzt habe ich noch wegen einer entzündeten Wurzel eine Wurzelfüllung vor mir. Im neuen Jahr. Was, das wollen Sie gar nicht hören, weil Ihnen schon vom Hören die Zähne schmerzen? O.k., ich höre auf mit den Zahngeschichten. Gerade zu Weihnachten gibt es besseres zu erzählen.
Mir fällt jetzt aber nix anderes ein - also
einen schööööönen Sonnentag!
Anja Kolberg
Montag, 29 September, 2008
Ruhe
Gerade ist mir nach allem, was auf diesem Bild steht. Hm. Farbe. Und viele gute Dinge.
Anja Kolberg
Freitag, 19 September, 2008
Herrlich!
Gestern war ich das erste Mal seit langem wieder in einem Lokal. Und nach einiger Zeit wurde mir so richtig deutlich, wie herrlich es ist, wenn im ganzen Lokal nicht geraucht wird. Die Klamotten stinken nicht, mein ganzer Körper nimmt den Gestank nicht auf, ich bekomme keine Kopfschmerzen.
Es ist einfach nur ein Geschenk! Jetzt kann ich einen Café- oder Restaurantbesuch endlich wieder genießen!
Anja Kolberg
Mittwoch, 17 September, 2008
Volltreffer
Gestern habe ich ein homöopathisches Mittel genommen, das mir meine Ärztin gegeben hat. Wow, das hat vielleicht eingeschlagen! Treffer, versenkt. Ich war plötzlich so müde, dass ich mich ins Bett legen musste, das gleiche am Nachmittag noch einmal. Die bekannte Erstverschlimmerung zeigte mir gestern ihr ganzes Ausmaß. Heute geht es mir besser und ich wünsche mir ganz doll, dass die Globuli ihre Wirkung entfalten!
Anja Kolberg
Donnerstag, 11 September, 2008
Tage wie Jahre
Manche Zeit ist so intensiv, dass mir Tage wie Jahre vorkommen. Die letzten Tage zum Beispiel. Wichtige und schöne Termine, die mich zum Nachdenken gebracht haben.
Ich bin froh, dass meine Erkältung so gut wie weg ist und auch meine anstrengenden Periodenschmerzen so gut wie weg sind. Jetzt bin ich bei einer Gynäkologin in Behandlung, die homöopathisch arbeitet. Ein Modellprojekt meiner Krankenkasse. Das finde ich klasse. Ich hoffe, es gibt eine Lösung für mein monatliches Knock-out. Schon seit Jahren weiß ich, dass ich an Endometriose leiden könnte. Allerdings gibt es zur wirklichen Diagnose nur einen Weg: Eine Bauchspiegelung. Und davor habe ich gehörigen Respekt. Jetzt warte ich erst mal ab, was die sehr sehr nette Gynäkologin sagt.
Genießen Sie auch den zurückgekehrten Sommer? Hm, es ist herrlich, draußen zu sitzen und die schönen Tage zu genießen. Angenehm im Schatten, warm in der Sonne.
Jetzt hole ich mal auf, was all die Tage hier liegen geblieben ist.
Anja Kolberg
Samstag, 23 August, 2008
Was ich nicht mehr brauche und was ich brauche
Ob es am Alter liegt? Mein Gott, das ich das mal sagen würde... Ich gehe
auf die 40 zu, zwar mit kleinen Schritten, aber so weit weg ist die Zahl
nicht mehr. Kopfschüttelnd stelle ich Veränderungen bei mir fest. Ob die
am Alter liegen? Hm.
Was zum Beispiel? Nun, am Donnerstag bin ich in die Innenstadt Kölns gefahren. Ich wollte mir am Neumarkt einige Buchläden anschauen, stöbern, vielleicht noch einen Kaffee trinken und mich ein bischen damit belohnen. Meinen Mann konnte ich nicht zum Mitkommen überreden, ihm ist es da "zu voll, zu eng, zu viele Leute".
Ich bin los und es war in keinster Weise eine Entspannung für mich. Die Luft war schrecklich, die Lautstärke, die vielen Menschen, die vielen Informationen, die auf mich einströmten. Ich schüttle jetzt noch beim Schreiben den Kopf, wenn ich daran denke. Vor 10-15 Jahren bin ich 2-3 mal in der Woche ins Rheincenter (großes, überdachtes Einkaufscenter in Köln-Weiden) zum Bummeln gefahren. Das war für mich nach dem Job eine schöne Abwechslung und Entspannung am Abend. Aber jetzt? Diese Empfindlichkeit, dieser Streß hat sich über die Jahre verändert und ist noch immer extremer geworden.
Hundemüde war ich, als ich zurück war. Bummeln ist keine Freude mehr, sondern anstrengend. Das ist wirklich etwas, was ich nicht mehr zur Entspannung brauche.
Was ich aber brauche, sind kleine Ruheinseln im Alltag. Die tun mir richtig gut.
Damit meine ich die täglichen Regelmäßigkeiten:
- Das morgendliche Gassigehen ist mein Job und mir tut der Kontakt mit der Natur einfach gut. Ich bekomme so die Veränderungen der Jahreszeiten mit, das liebt meine Seele. Und Minu und ich sind ein eingespieltes Team.
- Frühstücken - am Wochenende mit meinem Mann, mit Milchkaffee, Zeitung und einem Haufen Zeit und in der Woche mit Minu und der Tasse Kaffee auf der Terrassentreppe.
- Mein tägliches Schreiben. Hier im Blog, in meinem Tagebuch (meist, wenn es mir gar nicht gut geht) und an meinem Roman. Ich liiiiiiebe Schreiben und könnte schwer ohne sein.
- Das Zupfen an den Gartenblumen, welke Blüten entfernen, Grasbüchel aus der Terrasse zupfen oder Unkraut aus dem Kiesbett, die Rosen scheiden - das ist ein wunderbar beruhigender Zeitvertreib.
- Das "kleine tägliche Gespräch" mit meinem Mann, Austausch der Neuigkeiten, nicht lange, aber wichtig. Und der "Schnack" mit Petra-Ute, die den wunderbaren Blumenladen hier in der Straße hat, ist ebenfalls zur willkommenen Abwechslung, zum meist täglichen Ritual für mich geworden.
- Das Zubereiten des Abendessens, entweder kocht mein Mann oder ich, dann wird gegessen. Hm, ich liebe gutes Essen. Der Nachtisch darf nicht fehlen.
- Und ganz zum Schluss des Tages: Das Sofa. Abschalten beim Fernsehgucken. Das hilft mir, runter zu kommen und mich zu entspannen. Vielleicht dann anschließend noch eine halbe Stunde im Bett lesen.
Mir tut es einfach gut, wenn ich diese Regelmäßigkeiten in meinem Alltag habe. Das beruhigt mich, diese Rituale schaffen mir einen Rahmen. Meine kleinen und großen sehr wichtigen Ruheinseln.
Ein zauberhaftes Wochenende!
Anja Kolberg
PS: Eigentlich wollte ich ja schönes Wetter haben. Aber ich freue mich, merke ich gerade, über den Regen. Dann kann ich ohne schlechtes Gewissen drinnen faulenzen. Herrlich
Freitag, 15 August, 2008
Morgääääääähn!
Guten Morgen da draußen, ich melde mich von meiner kleinen Körperauszeit zurück. Als ich mir den Druck immer wieder genommen habe, etwas leisten zu müssen, ging es mir schon besser und dann habe ich es in einer guten Zeit wahrhaftig geschafft, sieben Seiten zu schreiben. :o)
Das Wochenende steht an, ich freue mich auf meine Eltern, die uns Sonntag besuchen. Hoffentlich haben wir trockenes Wetter, dass wir draußen sitzen können, das wäre schön.
Aaaaaah, es tut so gut, wenn der Schmerz weg ist. Königlich. Da merke ich jedes Mal wie schön es ist, schmerzfrei zu sein und denke an die Menschen, die mit Dauerschmerzen leben müssen. Wahrlich nicht leicht.
So, auf geht's, ein neuer Tag wartet darauf, erobert zu werden. Schönes Wochenende!
Anja Kolberg
Mittwoch, 13 August, 2008
Es gibt so Tage...
... im Monat, da geht es mir bescheiden. Stimmungstief. Motivationstief. Antriebstief. Ätzend! Es fällt mir dann schwer, zu akzeptieren, dass mein Körper nicht so schnell wie sonst sein kann, ich nicht so fit, so gut gelaunt, so motiviert bin. Dass ich nicht so funktioniere wie sonst. Es gibt Anteile in mir, die dann sagen "Stell' dich nicht so an!". Aber wenn ich genau hinhöre, gibt es auch Teile, die sagen: "Anja, gib dir Zeit - nimm dir Zeit."
Diesen Anteilen möchte ich heute ganz bewusst mehr Raum geben. Mich in meine Schutzhöhle zurück ziehen, mir selbst eine gute Mutter sein. Mir bewusst Zeit für eine Pause nehmen. Mir Langsamkeit gönnen. Unfertige Skripte. Liegengebliebenes. Mich auf mich selbst konzentrieren. Mir Gutes tun.
Dafür ist jetzt eine gute Zeit. In dem Buch "Frauenkörper, Frauenweisheit" habe ich gelesen, dass sich Frauen in früheren Zeiten während ihrer Periode zurück zogen, in Frauenhütten. Das finde ich eine wunderbare Vorstellung.
Ist heute dafür noch Platz? In unserer schnell lebigen Zeit? Wo funktionieren, Leistung an erster Stelle steht? Wo erwartet wird, dass wir immer eine gute Stimmung mitbringen, gesund und fit sind? Gab es sie in früheren Generationen? Ich weiß es nicht. Ich denke gerade an eine Urlaubswoche bei meiner Oma. Als ich sagte, ich hätte Bauchschmerzen von meiner Periode und ich fühle mich mies, hat sie mich ermuntert, mich ins Bett zu legen, mich auszuruhen, mir eine Wärmflasche gebracht. Das hat so gut getan.
Doch hier an meinem Arbeitsplatz steht niemand neben mir, der mir das sagt. Ich bin erwachsen, ich habe die Aufgabe, gut für mich selbst zu sorgen. Jetzt ist ein solcher Moment. Ich sorge gut für mich.
Anja KolbergDienstag, 05 August, 2008
Ich hasse Kalk
Auf dieses weiße Zeug, das die Haut austrocknet und sich grässlich anfühlt, stoße ich derzeit auf unserer Terrasse. Mein Mann verputzt eine Wand und da spielt Kalk eine Rolle. Wenn ich das Zeug schon an den Händen habe.... Bäh, igitt. Kommt mir fast vor, als bin ich allergisch dagegen. Wenn ich unverhofft im Haus darauf stoße, weil sich irgendwer die Finger nicht vollständig vom Kalk gereinigt hat, singt meine Laune auf den Nullpunkt. Erstaunlich, oder? Ich bin froh, wenn die Wand fertig ist und kein Putz mehr angerührt wird.
Dafür sieht die Wand dann schön aus. Wer's schön haben will, muss leiden. Der Satz - leicht abgewandelt - stimmt für mich. Renovierungsarbeiten sind nicht mein Lieblingsthema... Ich hoffe, es ist bald vorbei, da wartet eine ziemliche "Frikkelsarbeit" auf uns.
Lieber Gott, bitte lass es bald vorbei sein.
Anja Kolberg
Freitag, 04 Juli, 2008
Heute ist Zöpfe-Tag
Dank Mama und Opa habe ich ziemlich viel Wolle auf dem Kopf. Bei warmen Wetter ist das aber eine ziemliche Quälerei, weil es so warm ist. So auch heute früh. Ich habe mir kurzerhand Zöpfe geflochten. Sie baumeln rechts und links auf meinen Schultern. Ein tolles Gefühl.
Ich finde mich damit richtig schön, schmeiße sie in die Höh', werfe meinen Kopf hin und her, dabei fliegen sie waagerecht von rechts nach links. Zischen durch die Luft. Meinem Mann rufe ich dabei "Guck mal, was ich kann. Guck mal!" zu, der grinsend die Augen im Kopf verdreht. Ich fühle mich wie Super-Woman. :o)
Eine richtig schöne Mädchen-Sache ist das. Auch noch mit 38 Jahren.
Die kleine Squaw - oder Superwoman
Anja Kolberg
Montag, 30 Juni, 2008
Das 1. Halbjahr 2008 neigt sich dem Ende
In sechs Monaten bereiten wir uns für unseren Sylvesterabend vor.
Weihnachten liegt dann bereits hinter uns, das Jahr 2009 steht vor der
Tür. Erstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht, oder?
In solchen Momenten wird mir bewusst, wie endlich alles ist. Ich bin jetzt 38 Jahre alt. Was fand ich meine Eltern damals alt, als sie 40 und ich noch keine 20 war. Bald bin ich selbst 40. Christine Westermann hat am Samstag bei Böttinger im WDR sehr ergriffen davon erzählt, wie schwer es ihr gefallen ist, 60 zu werden. Wie schnell die letzten 20 Jahre umgegangen sind. Und wenn es gut ginge, hätte sie noch 20 Jahre. Sie hatte Tränen in den Augen stehen. Seit dem denke ich darüber nach. Wer gerne lebt - ich zähle mich dazu - für den ist die Zeit hier auf Erden kostbar.
Vor einer Woche ist ein Großonkel von mir gestorben. Das war ein Schreck, auch wenn es für ihn eine Erlösung war. Und auf einmal sind die Menschen weg. Nicht mehr da. Das ist so skuril, so unfassbar für das Herz und den Verstand.Bei meinem Vater auf dem Geburtstag, der letzte Woche 62 wurde, erzählte eine Tante, dass sie inzwischen nur noch von Jahr zu Jahr schauen würde und gar nicht mehr so weit nach vorne wie als junger Mensch. Irgendwann gehört man selbst zu den älteren. Irgendwann sind es nicht mehr die Erwachsenen, die über mir stehen (ich stelle mir so eine Art Stufen vor und über mir stehen meine Eltern, meine Großmutter) dann bin ich selbst erwachsen. Irgendwann sind da nicht mehr die Mamas und Papas, dann bin ich es selbst. Irgendwann bin ich selbst die Oma.
Ich sah letzte Woche Bilder von früher, ich war 10, meine Tante 30, meine Oma Ende 50. Ich hatte damals immer gedacht, wenn ich älter werde, bin ich anders. Und plötzlich bin ich älter - älter als meine Tante damals - und stelle fest: Ich bin immer noch die gleiche Anja. Klar, mehr Erfahrungen, mehr erlebt, aber immer noch der gleiche Mensch. Ich bin der gleiche Mensch wie das Kind Anja. Und ich werde mit 90 noch die gleiche Anja sein und auch mit 100. Wenn es klappt, dann ein bischen weiser, vielleicht gelassener als heute, weitsichtiger, aber immer noch der gleiche Mensch.
Mir wird deutlich, dass es jenseits vom Alter eine Ebene gibt, auf der wir alle gleich sind. Wo wir alle die gleichen Wesen sind mit Gefühlen, Wünschen, Hoffnungen, Sorgen, Träumen. Alle die gleichen geliebten Kinder Gottes. Das wirkliche Leben kommt nicht irgendwann, wenn ich ein bestimmtes Alter erreicht habe, verheiratet bin, Kinder habe. Nein, das wirkliche Leben findet immer genau jetzt statt.
Auch ich werde älter und bin irgendwann im Alter meiner geliebten Oma. Und in mir drin ist dann immer noch das kleine Mädchen, das Barbiepuppen geliebt hat, das gerne Teig schleckt, das Träume hat und glücklich sein will.
Anja Kolberg
Mittwoch, 25 Juni, 2008
Es wäre schön, wenn...
... ich beim Entdecken einer meiner Macken oder einer Charaktereigenschaft, die ich nicht so toll finde, sagen würde: "Ja und? So bin ich eben."
Mache ich aber nicht. Ich mache mich dafür fertig. Ich zweifle an mir, bin enttäuscht. Will mich anders haben. Frage mich, warum ich nicht so bin wie die anderen.
Doof!
Ich bin mir aber sicher, dass ich das noch lernen werde!
Anja Kolberg
Mittwoch, 04 Juni, 2008
Aufwachen
Was lässt uns aufwachen aus unserem tagtäglich gleichen Ablauf? Welche Situation führt dazu, dass wir uns und unser Leben betrachten, inne halten? Schauen, ob noch stimmig ist, was da ist und sich über die Jahre eingefahren hat?
Sind das die Zufälle und Schicksalsschläge, die uns auf unserem Weg begegnen? Disharmonien im Beruf, in Beziehungen?
Bei mir ist das so. Der Brustkrebsverdacht vor 8 Jahren war ein solcher Moment. Ein Gefühl, als tritt man während voller Fahrt auf die Bremse. Die Zeit bleibt stehen und es ist auf einmal genügend Raum da, Bilanz zu ziehen. Dinge fortan anders zu machen. Neue Wege zu beschreiten. Das Leben, wie es ist zu hinterfragen.
Wenn der Schock eines solchen Schicksalsschlages erst einmal verdaut ist, sich dieser Nebel gelichtet hat, wird der Blick klar für die Dinge im Leben, die wirklich wichtig sind.
Aufwachen und leben!
Anja Kolberg
Samstag, 17 Mai, 2008
Ein Geschenk...
... ist der Moment, wo der Schmerz verschwunden ist, der mich zuvor noch unendlich quälte und beeinträchtigte.
Dieser eine göttliche Moment, wo ich spüre "Mir geht es besser. Ich habe keine Schmerzen mehr." Es dauert danach meist nicht mehr lange und die Abwesenheit von Schmerz ist wieder normal. Ich erinnere mich nicht mehr. So schnell gewöhne ich mich wieder daran, frei von dieser Belastung zu sein.
Anja Kolberg
Mittwoch, 14 Mai, 2008
Insektenstiche...
Blöde Insekten! Sonntag beim Grillen habe ich im schattigen Gras gesessen. Die Tiere mögen mich. Insbesondere meine Füße und Beine. Vier haben zugebissen. Mindestens. Die Ergebnisse jucken höllisch. Keine Salbe, kein Hausmittelchen hilft. Rot, geschwollen. Ätzend! Eben habe ich mich auf den Steg gesetzt und die Beine in den Teich baumeln lassen. Eiskalt. Ah, das hat gut getan. Beim Reingehen viel mir ein, dass ich ja ein homöopathisches Mittel bei Insektenstichen habe. Das habe ich gleich eingeworfen. Das - zusammen mit der Abkühlung - war wohl das richtige Mittel. Jetzt geht es meinen Beinen besser. Ich will diesen Sommer von weiteren Stichen verschont bleiben. (Bestellung!)
Anja Kolberg
Donnerstag, 20 März, 2008
Ich mag mich...
... auch in großen Größen. Das merke ich beim Betrachten der Fotos. :o) Bei meinem Kurzurlaub im Bergischen verbrachte ich einen Nachmittag mit meinem Bruder Jens im Park. Dabei machte er neue Aufnamen von mir. Ich wollte endlich mal welche haben, wo man meine grauen Strähnen sieht und dass ich meine Haare wieder länger trage...
Das hat Spaß gemacht!
Unter dem Thema "Anja Kolberg" können Sie mehr Bilder von mir sehen.
Fotographiert werden tut gut!
Anja Kolberg
Montag, 07 Januar, 2008
Komm endlich raus!
Schon vor dem Weihnachtsmarkt dachte ich, sie bricht aus. Ich konnte sie aber nicht gebrauchen und habe sie mit Medikamenten in Zaum gehalten.
Ende Dezember, als die letzten Termine vorbei waren, habe ich die Bewachung aufgegeben, damit sie endlich rauskann und dann geht. Was soll ich sagen? Sie kommt nicht raus!
Wer? Die Erkältung!
Ich hätte sie gerne "weg". Nach dem Motto: "Komm raus, bringen wir es hinter uns." Jetzt niesse ich ab und zu, ich bilde mir ein, ich kann schlechter schlucken, aber irgendwie...
Mein Mann hat "seine" schon hinter sich. Sie überrollte ihn am letzten Wochenende im alten Jahr. Ich mache jetzt mal weiter mit locken, denn ich habe herausgefunden, dass es nichts bringt, sie zu ignorieren und Medikamente auch nicht helfen, sie verzögern nur.
Nu komm schon!
Anja Kolberg
Dienstag, 28 August, 2007
Qualmende Füße
... hatte ich gestern auf der Messe "Tendence Lifestyle" in Frankfurt. Nach vier Stunden Besuch von Messeständen, netten Gesprächen und einem ganzen Haufen visueller Eindrücke waren meine Füße mehr als dankbar, als ich das Messegelände gen Parkplatz verlies. Aaaaaah, sitzen. Tat das gut!
Die Skyline von Frankfurt ist wirklich beeindruckend. Was für eine Stadt!
Jetzt mache ich mich weiter ans Auswerten.
Anja Kolberg
Dienstag, 14 August, 2007
Einen Tag Ruhe
Den habe ich mir gestern genommen. Meine Periode kündigte sich schon am Sonntag mit den üblichen Schmerzen an. Und da ich meine Zeit ja genießen wollte (sofern ich das bei Schmerzen kann), bin ich gestern morgen einfach - ohne auf die Uhr zu schauen - im Bett liegen geblieben. Schlaf konnte mein Körper gut gebrauchen. Die Ruhe hat mir sehr gut getan. Anschließend bin ich mit Minu meine Runde gegangen (als ebenfalls weibliches Wesen war sie sehr verständnisvoll) und Gott-sei-dank war die neue "Mein schöner Garten" im Postfach. Yiepieh! Ich liebe Post! Und damit habe ich mich mit dem Frühstück auf die Terrasse verzogen. Die Sonnenstrahlen gesucht. Die haben meinem Bauch so richtig gut getan. Vom Nachbarn habe ich dann noch eine ganze Handvoll köstlicher Himbeeren geschenkt bekommen. Herrlich!
Am späten Nachmittag bin ich dann wieder mit meiner Wärmflasche ins Bett. Ja, gestern habe ich wirklich ausgeschöpft, dass ich meine Zeit frei einteilen kann und mein Körper ist heute viel fitter. Auch wenn ich am Abend wieder zu Schmerzmitteln greifen musste, waren die Schmerzen lange nicht so stark wie ich das sonst kenne. Ich bin stolz auf mich!
Heute geht es mir die Arbeit leicht von der Hand.
Alle, die noch auf eine Antwort auf ihre E-Mail warten: Die Antwort kommt, ich arbeite daran.
Richtig gut war ein Buch, das ich in den letzten Tagen gelesen habe.
Lange Wochen lag es in Warteposition, ich hatte noch so viele andere
Bücher zu lesen. Zwischendurch habe ich immer wieder angefangen, aber
wir zwei wurden nicht richtig warm miteinander.
Und
dann hatte ich kein anderes mehr zu Hand und nahm mir Zeit für "Zusammen
ist man weniger allein". Immer mehr bin ich zur Mitbewohnerin dieser
Wohngemeinschaft geworden. Kam nicht mehr los von ihren Erlebnissen,
ihren Sorgen, ihren Süchten, ihren Macken. Ein wundervoller Zeitvertreib
- ja das war er. Wenn mich jemand fragt, womit er eine langweilige Zeit
in eine genussvolle, liebevolle umwandeln kann: Mit diesem Buch. Zum
Schluss war ich ganz traurig. Nicht wegen des Endes, sondern weil keine
weiteren Seiten mehr kamen. Ich war aus der Wohngemeinschaft ausgezogen
- ohne es zu wollen. Es ist sicherlich nicht das letzte Buch, das ich
von Anna Gavalda gelesen habe. Ein Seelenschmaus! Liebe Petra-Ute - du
hattest das richtige Gefühl: Ein tolles Buch für mich! Danke! - Ach ja,
hier ein Filmtrailer
- das Buch ist schon verfilmt worden. Gefällt mir!
So, jetzt aber weiter mit der anderen Arbeit!
Herzlich!
Anja Kolberg
P.S. Das Picknick mit der Freundin im Park war einfach klasse. Ich
bin so richtig auf den Picknick-Geschmack gekommen! Eine grüne Wiese, eine
schöne Decke, ein Korb, eine Thermoskanne mit Kaffee, Teller,
Tassen, ein Schokokuchen, Melone, Weintrauben, Käse, blauer Himmel und
gute Gespräche. Ein Platz zum Kraft tanken. Herz - was brauchst du mehr?
Mittwoch, 01 August, 2007
Geschafft!
Endlich habe ich sie hinter mir. Schon seit Wochen fieberte ich dem
Dienstag entgegen: Darmspiegelung. Eine Woche vorher keine
Körnerprodukte essen, drei Tage vorher weder Milchprodukte noch Eier
(und dass bei dem köstlichen Buffet am Samstag, aber ich habe viele
leckere Sachen gefunden!).
Einen Tag vorher fasten. Das ging ja noch, aber am Nachmittag dann 3
Liter einer Abführflüssigkeit trinken. Trotz starkem Aroma
(Passionsfrucht-irgendwas) und Kühlung schmeckte mir das Zeug gar nicht.
Puh, wenn ich jetzt daran denke, zieht sich in mir alles zusammen.
Trotzdem habe ich es geschafft und sogar zusätzlich noch 3 Liter
Flüssigkeit getrunken. Das aber, weil ich unbedingt nachspülen musste.
Gestern morgen vor der Untersuchung sagte dann ein anderer Patient im
Wartezimmer, dass ihm das Getränk sehr gut geschmeckt hat. Puäh! Meine
Mutter meinte auch, dass sie das Getränk sehr gut hätte trinken können.
Gut, dass es nicht jedem wie mir geht...
Von der eigentlichen Untersuchung hab ich nichts gemerkt. Als ich ins
Behandlungszimmer kam, sagte ich, dass ich aufgeregt bin und eine ganz
liebe Arzthelferin (Mitte 50, klein, pumelig, vertraulicher Mama-Typ mit
ganz warmen Augen) sagte "Davon werden sie gar nichts merken. Ich
verspreche es Ihnen. Alles wird gut." Sie streichelte mir über den Arm
und ich fühlte mich aufgehoben und beruhigt. Toll, dass es solche
Menschen wie diese Frau gibt, die wirklich am richtigen Platz arbeiten!
Als der Arzt mir dann die Spritze setzte für die Narkose, sagte er: "So
jetzt werden Sie schön schlafen. Was steht denn da auf Ihrem T-Shirt?"
Und ich spüre ein kribbeln und sage nur noch: "Ist mir doch egal." Alles
andere war mir dann wirklich egal, denn ich träumte irgendetwas süßes...
Als ich aus der Narkose erwachte, war mein Mann schon da. Das war
schön. Das Ergebnis? "So soll ein gesunder Darm von innen aussehen",
sagte der Arzt, als er uns die Fotos anschließend zeigte. Was wünscht
man sich mehr?
Gute Nachrichten tun gut.
Winkewinke aus Köln
Anja Kolberg
Freitag, 13 Juli, 2007
*Schnief*Hust*Schneuz*
Eine Sommererkältung. Mist!
Ich bin nicht gerne krank, am liebsten gesund. Jetzt hat es mich erwischt. Neben mir türmen sich die Taschentücher. Wenn es nur ein Schnupfen wäre. Der ganze Kopf ist zu. Husten. Ach, ich leide! Ein bischen Mitleid täte mir jetzt gut. :o)
Das einzig Gute an der Sache: Ich nehme mir die Ruhe und die Zeit, mich auszukurieren. Ich muss kein schlechtes Gewissen haben, dass ich meiner Arbeit nicht 100% nachgehen kann oder jemanden anstecke oder dass ich zu Hause bleibe.
Im Moment hilft nur eines: Annehmen. Aktivitäten zurück fahren. Auskurieren und danach wieder gestärkt ans Werk!
Ich wünsche Ihnen ein zauberhaft schönes Wochenende!
Anja Kolberg
Dienstag, 23 Januar, 2007
Mein graues Haar...
Kennen Sie das Lied "Ein graues Haar" aus der Abenteuerland-CD von Pur? [Hier
können Sie in Lied 8 reinhören, wenn Sie nach unten scrollen]
Es dudelt immer durch meinen Kopf, wenn ich an meine grauen Haare denke.
Ich mag meine Haare. Die Locken. Schön. Aber das gibt es etwas, mit dem
ich ein Problem hatte: Ende 20 entdeckte ich mit Schrecken meine ersten
grauen Haare. Ziemlich viele auf einmal. Mist. Ich werde alt! Irgendwann
beim Frisör passierte es: Ich ließ mich zu einer Tönung verführen. Ich
wollte mich jünger fühlen und mit Farbe kann man ja sooooo tolle Sachen
machen. Hmhm.
Nach unendlich vielen Exerimentierphasen kam der Tag, andem ich mich mit
der Farbe unwohl fühlte. Ich fühlte mich übertüncht. Nicht mehr echt.
Warum will ich nicht zu meinen grauen Haaren, meiner "Weisheit" stehen?
Warum nicht ganz echt sein? Warum damit nicht auch zu meinem "Alter"
stehen? Aber ist das modern, graue Haare zu zeigen? Will ich unmodern
sein? Werde ich dann in die Öko-Ecke gedrückt? Darf ich gegen den Strom
schwimmen, wenn ich dazu gehören will? Klar, warum nicht! Will ich mich
weiter verstellen, mich verstecken? Nein!
Kurz vor meinem 35. Geburtstag beschloss ich, die Farbe rauswachsen zu
lassen. Ganz zu mir zu stehen. Zu meinen grauen Haaren. Es begann eine
schreckliche Zeit: Die Farbe heraus wachsen lassen, den Ansatz zeigen.
Abschneiden? Auf keinen Fall! Die Frisörin schlug vor, um die Zeit zu
überbrücken, Strähnchen hinein zu machen. Ich sagte dazu ja, wenn es
NICHT bunt aussieht (Horror für mich). "Nein, nein, auf keinen Fall."
Als ich dann nach dem Auswaschen in den Spiegel schaute,
fielen mir fast die Augen heraus. Ich sah aus wie ein bunter Hund!! Die
Frisörin: "Das sieht ja super aus!" Ich dachte, ich höre nicht richtig
(und sah mich schon zu Hause eine Glatze scheren.) Nach meiner
eindringlichen Aufforderung unternahm sie einen zweiten Versuch, das
Bunte einzudämmen. Es ging gerade so eben, dass ich mich aus dem Laden
traute. Ich habe mir geschworen, einem Frisör meine Haarfarbe nicht mehr
anzuvertrauen.
Jetzt endlich, fast 2 Jahre später ist alles weg und ich freue mich über
meine grauen Haare. Ich mag meine natürliche Farbe. Endlich keine roten
Anteile mehr. Nur noch ich. Pur.
Ich mag das. Ich mag mich. Ich mag meine Farbe.
Das bin ich.
:o)
Anja Kolberg
Mittwoch, 10 Januar, 2007
Königlich...
... habe ich mich gestern Nachmittag gefühlt.
Ich habe den Geschenkgutschein meines Mannes eingelöst: Eine Ganzkörper-Ölmassage „Abhyanga“ bei meiner Kundin Bruni Quabach.
Ein Fest für die Sinne. Ich habe mich so wohl gefühlt in ihrer Praxis
und
konnte mich wunderbar entspannen. Worte, die mir einfallen, wenn ich an
die Zeit bei ihr denke: Wärme, Wärme, Wärme, angenehme Berührung,
Farben, die Seele fliegt, Entspannung, warmes Öl, Musik, Duft, Tee,
angenommen sein wie ich bin. Hat das gut getan. So tief entspannt hatte
ich schon lange nicht mehr. Danke!
Bin ich froh, dass FrauQuabach genau diesen Weg gegangen ist. :o) Wenn Sie auch mal genießen wollen: Hier ist ihre Webseite.
Montag, 08 Januar, 2007
Da bin ich wieder!
Puh, habe ich eine Woche hinter mir. Mein Einstieg in das neue Jahr war
dieses Mal ganz besonders: Dienstag nach meinem Coachingtermin ging
nichts mehr: Kopfschmerzen, Husten, Frost, Schwitzen... Mann! Dabei
hatte ich so schöne Termine (u.a. mit der Freundin in die Sauna, ein
Buchtreffen mit meiner Feng-Shui-Beraterin) geplant. Doch nur das
nötigste im Büro ging, denn mein Körper hatte einen anderen Plan als
ich... Ich bin ja so bockig dann, weil ich fit sein will. Musste mir
aber eingestehen, dass so gar nichts geht und ich nur Minibrötchen
backen kann. Im Bett.
Am Freitag Nachmittag ging es mir endlich besser (ich schlief endlich wieder nachts durch, konnte endlich richtig husten und die Nase lief.) Da bin ich schon glücklich und zufrieden. So kenne ich ja eine ganz normale Erkältung - denn die Quälerei vorher war einfach nur schlimm. Schnief! Das will ich so schnell bitte nicht nochmal haben, ja, lieber Körper?
Ich bin dann für so winzige Verbesserungen schon dankbar. Zum Beispiel wieder morgens mit Minu meine Runde zu drehen oder dass mein Kopf schmerzfrei wird und ich habe mich gefreut, dass ich mich wieder auf ein Buch konzentrieren konnte... Dann wird mir bewusst, wie gut ich es doch habe!
Das Leben ist schön!
Liebe Grüße von der immer fitter werdenden
Anja Kolberg






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