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Donnerstag, 04 Februar, 2010

Loslass-Nachwehen

Bis ich mich durchgerungen habe, etwas wirklich loszulassen, dauert es ... Jahre ... Monate ... Wochen ... Tage ... okay, manchmal bin ich auch spontan.

Wenn ich mich entschieden habe, dann soll es bitte schön schnell gehen. Im Herbst habe ich mich entschieden, meinen Schreibtisch zu verkaufen. Seit Anfang Januar ist er Gast bei einer Auktionsplattform, wird beachtet, aber nicht gekauft. Um meine Entscheidung zu unterstreichen, hatte ich ihn auch schon abmontiert. Doch er geht nicht. Hängt mein Herz noch zu sehr daran? Ich glaube nicht. Ich glaube, die Schwierigkeit ist für mich, dass ich bisher noch keine Vorstellung davon hatte, wie der Raum anschließend aussehen sollte. Gestern Nacht hatte ich einen Einfall, wie ich meinen Raum gestalten kann, dass ich darin Büroarbeit machen kann und vor allen Dingen Freiraum für Kreativität entsteht. Dafür müsste ich einen großen Schrank ausräumen, der hier noch steht und darin Bildschirm, Rechner, Drucker und Tastatur unterbringen. Das ginge, ist ziemlich unkonventionell... doch dafür müsste ich wieder loslassen... Vielleicht steht der Tisch auch noch hier, weil ich Angst vor dem Neuen habe und so immer wieder zurück zu dem klassischen könnte. Ist das so? Oh ja! Denn der 'neue' Raum hat nichts mit dem bisherigen klassischen Büroraum zu tun. Es wird eher ein Spielzimmer, ein Kreativzimmer, in dem ich auch Büroarbeit machen kann...

Oho, da werden meine Glaubenssätze, wie ein Büro auszusehen hat, damit 'man' darin ordentlich arbeiten kann, ganz schön durcheinander gewürfelt. Und dennoch merke ich: Es stimmt. Ich spüre Freude in mir aufsteigen, Lust am Umgestalten, auf eine neue Farbe...

Übrigens gibt es auch so eine 'Unart' vom Schicksal, nochmal nachzufragen, ob man es wirklich ernst meint mit seiner Entscheidung. Beispiel: Ich entschließe mich, eine Dienstleistung nicht mehr anzubieten, weil sie nicht mehr zu mir passt. Wochenlang kam keine Anfrage dazu rein. Kaum habe ich mich entschieden: Schwups, kommt eine Anfrage eines Menschen herein, der genau daran Interesse hat. Das Schicksal fragt so nach, ob man sich seiner Entscheidung wirklich sicher ist. Das ist mir in meiner Selbstständigkeit häufig begegnet. So war es auch im Sommer 2007, als ich mich entschied eine Pause vom Coaching zu machen. Immer wieder kamen Anfragen herein und ich wurde innerlich geschüttelt: Kannst du dir das Erlauben, diese Anfragen nicht anzunehmen? Bist du dir wirklich sicher mit deiner Auszeit? Nachdem ich in mich hinein gehört hatte, was ich wirklich will, sagte ich einige Male 'Nein' und stand zu meiner Meinung, was nicht ohne schlechtes Gewissen abging. Danach hörten die Anfragen auf und wenn noch etwas hereinkam, konnte ich damit leichter umgehen. Es ist wirklich eine große Herausforderung für mich, in solchen Momenten ganz zu mir und meinen Gefühlen zu stehen und mich nicht von Geld, Ansehen oder Mangelgefühlen beeinflussen zu lassen...

Liebe Grüße aus der Loslass- und Veränderungszentrale

Anja Kolberg

Dienstag, 19 Januar, 2010

Mal was Neues

Ich stehe, während ich diesen Beitrag schreibe. Am Billy-Regal, worauf provisorisch Bildschirm und Tastatur Platz genommen haben. Ergonomisch sicherlich nicht die beste Lösung, jetzt gerade aber die perfekte für mich und meine Situation.

Warum ich nicht mehr sitze? Ich habe meinen geliebten, riesig großen Winkelschreibtisch abgebaut. In der ersten Jahren meiner Selbständigkeit lies ich ihn mir von meinem Bruder, der gelernter Tischler ist, auf meine Bedürfnisse hin anfertigen. Buche, Multiplex, stabil und schön. Genügend Platz für meine Büroarbeit inklusive rundem Besprechungstisch. Da sich meine Arbeit in den letzten Jahren verändert hat, spürte ich, dass er nicht mehr zu mir passt. Doch mich davon zu trennen - leichter gesagt als getan. Samstag habe ich mich endlich getraut, ihn abzubauen, jetzt stehen die Einzelteile an der Wand, warten auf ihre nächste Heimat. Und ich spüre, wie gut ich mich hinter dem Tisch verstecken konnte, mich daran festhalten und meinem gleichen Trott folgen. Ich kann kaum in Worte fassen, was der veränderte Raum, ohne den Tisch, für Gefühle in mir ausgelöst hat. Ich wusste nur, dass es stimmt ihn loszulassen und nicht, was sich dann entwickeln wird...

Vorerst möchte ich den Raum in der Mitte leer lassen. Ich habe noch ein weiteres Billy-Regal geleert und will die Veränderung erst mal so lassen. Jederzeit könnte ich den alten Küchentisch von der Urgroßmutter meines Mannes hier herein stellen und hätte wieder einen Tisch. Oder einen neuen kaufen. Doch das will ich nicht. Es ist angenehm, im Stehen zu arbeiten. Anders. Komisch. Ungewohnt.

Genau dieses Ungewohnte, das sich komisch anfühlt und dennoch stimmig, will ich noch ein wenig aushalten, mich ausprobieren und erleben, was die neue Situation so alles in mir auslöst.

Viele Grüße von der Probier-Insel

Anja Kolberg

Freitag, 08 Januar, 2010

Nur das nehmen, was ich brauche

Letzte Woche wurde in einem Fernsehbericht über eine Naturgöttin berichtet, die einst auf die Erde gekommen war, um die Menschen daran zu erinnern, nur so viel aus der Natur zu nehmen, wie sie im Moment brauchten.

Dieser Gedanke hat mich beeindruckt.

Denke ich nicht oft, dass es nicht genug ist, was ich habe? Dass ich noch mehr brauche? Geld auf dem Sparbuch zur Sicherheit. Mehr für die Rente tun. Ich könnte noch diese oder jene Anschaffung machen, dann würde es mir besser gehen...

Dabei verliere ich den Blick darauf wie es mir wirklich geht: Habe ich heute genug zu essen? Mehr als genug, es reicht für Tage, was wir im Haus haben. Habe ich genug zu trinken? Auch davon habe ich genug. Ich muss keinen Durst leiden, auch die nächsten Tage nicht. Habe ich ein Dach über dem Kopf und ist es mir ausreichend warm? Ja, ich habe ein behagliches Zuhause und genug Heizvorräte im Keller für die nächsten Wochen.

Wie wäre es, wenn ich nur für heute damit zufrieden bin, was ich habe und nicht weiter danach Ausschau halte, was ich alles nicht habe?

Anja Kolberg

Donnerstag, 31 Dezember, 2009

Danke, dass du gehst!

Liebes Jahr 2009,

du warst wirklich nicht mein Liebling. Anstrengend warst du, schmerzhaft, lähmend, herausfordernd. Du hast mich an meine Grenzen geführt. Puh! Bin ich froh, dass du jetzt gehst. So gerne hätte ich dich schon mehrmals vor Wochen und Monaten gebeten zu gehen, doch das ging nicht. Du hattest genau vorgeschriebene Termine. Ich musste dich aushalten. Manchmal warst du echt eine Nummer zuviel für mich.

Nein, es war nicht alles schlecht mit dir. Das wäre unfair zu behaupten. Du hast mir auch viel gutes gebracht: Tiefe Erfahrungen, persönliche Weiterentwicklung, geschäftlichen Erfolg. Ich habe sehr viel über mich selbst und meine Geschichte gelernt. Du hast es geschafft, dass ich über mich hinaus gewachsen bin. Ich habe viele schöne Momente mit dir erlebt.

Und jetzt ist gut. Nichts mehr offen. Die schmutzige Wäsche bleibt heute ungewaschen liegen. Es ist mir egal, dass ich sie mit ins neue Jahr nehme. Heute wird auch nicht mehr gesaugt, die Fenster bleiben ungeputzt, die Wollflusen unseres Hundes werden auch noch morgen in den Ecken liegen. Die Kalk- und Zahnpastaspuren im Waschbecken möchte ich auch mit ins neue Jahr nehmen. Was das ist? Ich würde sagen eine neue Gelassenheit. Loslassen vom Perfekten. Frei sein für das, was mir Spaß macht, für das, was ich will und Abschied nehmen, von dem, was mir nicht gut tut, was mich unter Stress setzt, was ich nur mache, weil ich meine, es muss so sein, es gehört so. Keine Lust mehr darauf. Tschüß!

Danke, 2009, dass du das mit dir nimmst. Für mich bist du wie ein riesengroßes Schiff. Ein Tanker, ein Frachter. Kein Unglücksschiff, sondern ein sicherer Weg über das Meer des Lebens zu kommen. Es war gut, dass du da warst, denn im Sturm hast du mir Schutz geboten und mich einfach mitgenommen.

An 2010 will ich heute gar nicht denken. Nein, heute noch bleibe ich im hier und jetzt und feiere den Tag, an dem du gehst.

Deine Anja

Donnerstag, 08 Oktober, 2009

Eins nach dem anderen

Ich habe mir Genuss, Ruhe und Gelassenheit vorgenommen für die Kalendersaison 2009.

Was das bedeutet? Streßfreies Arbeiten. Pünktlich Feierabend. Tiefes Durchatmen. Gerade in der Vorbereitungsphase, in der ich mich gerade befinde, sind die Verlockungen groß, mal eben noch eine Stunde dranzuhängen. Daraus werden dann zwei oder drei und der gemütliche Abend auf der Couch kommt schnell aus dem Rhythmus.

Dieses Jahr möchte ich die Vorbereitung für mich zelebrieren und mir Zeit lassen. Heute früh zum Beispiel gab's nach dem Gassigang mit Minu erst einmal einen Weckmann von der Bächerei Hilgers, gleich zwei Geschäfte weiter eine Quasselstunde bei meiner Blumenfreundin Petra im Kirchweg 137 (da gibt es die Kalender ab morgen, Freitag und auch zwei Bilder, Einzelstücke, von mir zu kaufen) und dann noch im Zeitschriftenladen die Bild-Zeitung. Ich liebe kurze und knappe Informationen und ein Bildchen dazu. :o) Zu Hause habe ich mir dann den Weck mit einer heißen Tasse Kakao schmecken lassen und die Zeitung dazu gelesen. Herrlich.

Und erst dann weiter an den Schreibtisch, die Post öffnen - die Sache mit den Doppelkarten ist immer noch nicht durch, ich habe Geduld - und weiter am Shop arbeiten, Kalender in Folientüten zum Schutz einpacken, Newsletterabos pflegen ... huch - der letzte erschien im Dezember 2008... das ist auch okay...

Jetzt ist schon nach 18 Uhr und Feierabend. Mein Büro hat für heute geschlossen.

Runter in die Küche an den Herd. Heute gibt es Nudeln zur Gehacktessoße, die mein Mann gestern gezaubert hat. Er ist der Fleischexperte bei uns. :o)

Schönen Feierabend aus Köln - hm, herrlich frische Abendluft weht durch das offene Fenster - endlich kühler als gestern - so mag ich den Herbst

Anja Kolberg

Mittwoch, 30 September, 2009

So macht Entsorgen Spaß

Ich weiß auch nicht, was heute früh mit mir los war: Ab sechs Uhr konnte ich nicht mehr schlafen. Tsss, mein Mann konnte es kaum glauben, als ich plötzlich auftauchte. :o)

Den morgendlichen Schwung habe ich genutzt und endlich unseren Elektronikmüll zur Abfallentsorgungsstelle nach Köln-Ossendorf gebracht. Das ging so flott, hat richtig Spaß gemacht. Die Entsorgungsstelle ist leicht zu erreichen, man wird von netten Herren empfangen, die erklären, wo man alles entsorgen kann - und schwups, schon war der Wagen leer. Es ist so befreiend, einen Staubsauger fliegen zu sehen. :o) Das war ein guter Start in den Tag!

Letzte Woche hingegen war ich irgendwie ausgenockt durch meine Periodenschmerzen. Die kamen und gingen in Wellen. Ich war nicht krank, aber auch nicht fit. So ein difuses Bäh! Leistungsfähigkeit schwankte zwischen 10% und 70%, meist aber 40%. Ätzend! Ich mag es nicht, wenn ich nicht vorwärts komme. Deswegen freue ich mich um so mehr, dass ich diese Woche durchstarten kann. Dieses Wissen macht ein paar Tage ausgenockt sein wieder wett!

Liebe Grüße aus der Nieselregenzentrale in Köln (Mein Garten liebt diesen Regen und sieht dann zauberhaft aus!)

Anja Kolberg

Freitag, 21 August, 2009

Hürde genommen

 

Ich habe es endlich geschafft: Alle Fotodateien von 2004 bis heute sind durchgeschaut und sortiert. Über 166 GB Fotodateien habe ich dabei gelöscht. Ich bin so froh, dass ich diese Hürde genommen habe. Vor zwei Jahren habe ich schon mal Anlauf genommen, es aber einfach nicht durchgehalten, alles durchzuschauen und wirklich konsequent zu löschen. Ich bin stolz auf mich!

HÜPF!

Mir ist es auch gelungen, einige Dinge bei Ebay zu verkaufen, was ich mir auch schon ewig vorgenommen habe. Puh! Es tut so gut, um diese Dinge leichter zu sein.

 

Mehr Luft. Mehr Raum. Mehr Freiheit. Mehr ich!

Schönes Wochenende

Anja Kolberg

PS: Bin ich froh, dass es abgekühlt ist. Die Temperaturen + Schwüle sind nix für meinen Körper.

Montag, 10 August, 2009

Sechs neue E-Cards - dank Aufräumen

Nachdem ich mein "sichtbares" Büro ausgemistet habe, ist jetzt das "unsichtbare" Büro dran. Was das ist? Mein PC, genauer: Meine Festplatte. Zwei davon habe ich in meinem Computer und auf der zweiten lagern meine Fotos und kreativen Projekte. 230 Gigabyte bis zum Platzen gefüllt. Ich konnte keine neuen Fotos mehr abspeichern. Mein Mann lockte schon mit einer 1000 Gigabyte (!) externen Festplatte.

Ich hätte einfach so weiter machen können. Denn: Ich bin faul. Eigentlich wäre es gut, die doppelten Fotos zu löschen und die verwackelten und die Rohdaten, die sehr viel Platz einnehmen. (Ich kann auf meiner Kamera jpg aufnehmen wie jede Digitale Kamera und zusätzlich noch Rohdaten, deren Parameter ich in Bildbearbeitungsprogrammen noch nachträglich einstellen kann wie z.B. Belichtung, Schärfe.) Das habe ich aber nicht gemacht. Kein Bock, warum auch, war ja bisher genug Platz dafür da. Und wenn man erst mal angefangen hat zu schludern, macht es auch nicht viel Spaß, das nachzuholen. ... bis die Platte voll ist.

Ich habe mich nicht für den einfachen Weg entschieden, nämlich so weiter zu machen und die große Platte zu nehmen, sondern habe die momentane Loslass-Welle genutzt, um auch auf meiner Platte aufzuräumen... und zu löschen. Die Hälfte der Platte ist inzwischen leer! 115 GB Dateien habe ich bisher gelöscht und entschieden, was bleiben und was gehen darf.

Dabei sind auch einige Fotos für neue E-Cards angefallen. Hier sind drei neue Sommerkarten:

und drei Geburtstagskarten:

Viel Freude beim Verschicken!

Anja Kolberg

Mittwoch, 29 Juli, 2009

Die Kraft der Visionen

Nebeneffekt vom Loslassen: Ich schaue mir all die Unterlagen noch mal an, bevor ich entscheide, was bleibt und was nicht. So auch die Unterlagen der Berufsworkshops, die ich veranstaltet habe. Oft habe ich an den Übungen teilgenommen, mal im Stillen, mal als Mitglied der Gruppe. Die Ergebnisse habe ich behalten: Zeichnungen, Collagen, Visionsbriefe, Interviewbögen. Als ich die Visionsbriefe nochmal durchlas, fand ich viel, das sich in dem gewünschten Zeitraum verwirklicht hat:

Zum Beispiel stand in zwei Briefen, dass ich im Sommer 2008 an einem Roman schreibe. In mehreren Briefen kündigt sich die Auszeit an und viele kleine Wunder und Zufälle, die mir durch diese Zeit helfen. Und dass der Anfang schwierig ist, es aber immer leichter wird. Ich sage Ihnen, wenn mir das jemand vor 10 Jahren prophezeit hätte, ich hätte ihn für verrückt erklärt. Da ist vom Rosenbogen die Rede, der jetzt im Garten blüht und davon, dass ich morgens auf der Terrasse sitze, in einen schönen Garten schaue und Kaffee trinke. Auch das stimmt. Immer wieder habe ich auch von einem Kind geschrieben oder auch von zweien. Das ist nicht eingetroffen, dachte ich vorgestern, ich habe keine Kinder. Wobei, fiel mir darauf ein, dass das nicht stimmt. Es ist ein Kind in mein Leben getreten, das sehr wichtig für mich ist, das meine Unterstützung braucht, meine Liebe, meine Aufmerksamkeit, meinen Schutz: Mein Inneres Kind. Ja, ich bin Mama geworden, nur anders als ich das damals dachte.

Die Kraft der Visionen ist stark. Wundervoll. Unerwartet. Hoffnungsvoll. Weise und wahr.

Zaubergrüße von der Glücksinsel

Anja Kolberg

Freitag, 24 Juli, 2009

Selbst ist die Frau

Eben habe ich den Popeye in mir geweckt. Natürlich hat das ganze Papier loslassen eine Konsequenz: Regale, die vorher vollstanden, sind jetzt leer. *Hüpf* Und damit mehr Luft in meinem Büro Einzug hält, habe ich mich entschieden, eines meiner hohen Billy-Regale wegzugeben und das andere gegen zwei halb hohe, die im Schlafzimmer in meiner Malecke stehen, auszutauschen. Alle Billys hatte ich zu Beginn meiner Selbstständigkeit als Büroeinrichtung gekauft. Die haben jetzt schon zwei Umzüge mitgemacht, mehrmals den Platz gewechselt und sind noch immer stabil. Und das für den Preis. Ein Lob auf den schwedischen Einrichter.

Tja, eigentlich hätte ich meinen Mann gefragt, ob er mir hilft die Regale eine Treppe rauf bzw. wieder herunter zu tragen. Der ist aber unterwegs und ich hatte keinen Bock zu warten. Stufe für Stufe habe ich das hohe Regal die Treppe hochgetragen. Anschließend lief mir der Schweiß zwar von der Stirn, aber ich hatte es geschafft!

Ich bin echt stolz auf mich und meine Muskeln. Was ich doch alles schaffen kann, wenn ich etwas will, keine Hilfe da ist und ich mich einfach mal ranmache. :o)

Grüße von der Popeye-Frau und ein schönes Wochenende!

Anja Kolberg

Donnerstag, 23 Juli, 2009

Loslassen und kein Ende in Sicht

Hihi, ich hätte nicht gedacht, dass ich dieses Jahr nochmal einen zweiten Loslass-Marathon starte. Es tut mir soooo gut, auch wenn es teilweise schwer ist. Was ich losgelassen habe? Trainingsunterlagen, zwei bis drei Buchkonzepte, überholte Beratungsunterlagen, Projektideen, Zeitschriften, Kataloge, Dinge die ich noch hätte verkaufen können, die aber in erster Linie meine Energie gebunden haben ... Ich weiß gar nicht mehr, was es alles war. Ich habe es schon vergessen und die Papiertonne ist schon wieder voll und hier im Büro steht so viel, dass ich sie schon wieder voll machen könnte... Ja, ja, ja!

Wofür das Loslassen wichtig ist? Damit ich endlich all das Alte loslasse und frei für das Neue werde. Auch wenn ich immer noch nicht weiß, was das Neue genau sein wird. Das ist noch nicht wichtig, ein Schritt nach dem anderen.

Warum ich mit dem Loslassen angefangen habe? Bei mir ging nichts mehr. Ich war festgefahren, unzufrieden, kam weder vor noch zurück. In einem Dialog mit meinem Inneren kam der Impuls, erst mal Altes loszulassen, damit ich weiter nach vorne gehen kann.

Ob ich einfach wahllos alles wegschmeiße? Nein, auf keinen Fall. Vorher frage ich mich immer: "Will ich das Loslassen?" Und dann sagt mein Herz "Ja" oder "Nein". Meistens sagt mein Herz: "Wenn du kannst, lass los."

Was mir beim Loslassen hilft? Es gibt so Dinge, daran hängt wirklich mein Herz, zum Beispiel Projekte, in die ich Zeit und Geld investiert habe. Ich merke aber, dass sie überholt sind oder nicht mehr stimmen und will sie loslassen. Dann sage ich still oder je nach dem auch laut: "Ich lasse mit Liebe und Achtung los." oder "Ich lasse los und vertraue darauf, dass ich alles, was ich brauche, in mir trage."

Das tut gut, beruhigt mich und hilft mir.

So, jetzt gehe ich zu meiner Blumenfreundin einen Moment schnacken (mein Göttergatte hat bei ihr gerade einen zauberhaft schööööönen Strauß zu unserem Hochzeitstag erstanden) und dann ist der nächste Ordner dran. Mein Ziel: Die beiden großen Regale kommen noch raus, dafür stelle ich zwei ins Büro, die nur halb so hoch sind = viel mehr Luft für mich.

Hüpf!

Anja

Freitag, 10 Juli, 2009

Noch eine Runde loslassen

 

Seit zwei Tagen ist es wieder an der Zeit, weitere Dinge in meinem (Berufs-)leben loszulassen. Vor allen Dingen: Papier. Der Inhalt meiner Hängeregistratur - ein großer Schrank mit vier Doppelfächern - wird Schritt für Schritt gehimmelt. Puh! Gerade habe ich eine Mappe mit Zeitungsausschnitten vor mir, die mir wirklich am Herzen liegen. So wichtig, dass ich darüber einen Blogeintrag mache, bevor ich sie ganz loslasse.

Es sind Berichte über Schriftsteller und wie sie ihren Weg gegangen sind. Mir machen sie Mut, weil sie das Leben als Schriftstellerin greifbarer und ein Stück normaler machen. Oder welche Schwierigkeiten heutige Bestseller-Autoren hatten, bis sie ihren Durchbruch erlebten. Die bekannteste Geschichte ist wohl die von Joanne K. Rowling, deren Harry Potter Bände von neun Verlagen abgelehnt wurden. (Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger, 12. November 2001). Seit 2001 sammle ich diese Ausschnitte schon. Ich werde sie mir jetzt nicht noch einmal alle durchlesen, nicht das herausfischen, was mich ermutigt, nicht weiter daran festhalten als wären diese Berichte der Schlüssel für meinen Weg, sondern darauf vertrauen, dass sich zum rechten Zeitpunkt alles fügt.

Zum Abschluss noch ein Zitat von Thomas Mann, das mir besonders viel Mut macht: "Ein Schriftsteller ist ein Mensch, dem das Schreiben schwerer fällt, als allen anderen Menschen."

Anja Kolberg

Montag, 27 April, 2009

Der Frühjahrsputz geht weiter...

Nichts anderes ist es, was ich in meinem Büro seit letzter Woche mache: Ich putze. Zwar keine Böden und Fenster, das ist ja rasch in einem Raum gemacht. Nein, ich putze Ordner leer und Regale. Auch Zeitschriftensammlungen und Visitenkartenmappen mit uralten und nicht gepflegten Kontakten landen in der Tonne.

Ich blättere Ordner mit Unterlagen von Weiterbildungen durch, die ich besucht habe und die ich gar nicht mehr brauche. Ich entscheide mich zum Loslassen. Im Bücherregal finde ich Schinken, die ich unbedingt mal haben musste, in Wirklichkeit aber gar nicht genutzt habe. Seufz. Ein Fall für Amazon Marketplace oder für die Mülltonne. Ja, ich kann Bücher auch gut wegwerfen. Ich konnte das nicht immer, aber irgendwann hat es 'Klick' gemacht. Es geht nicht um Bücher, die eine Antiquität darstellen, nein, allesamt Bücher, die noch zu kaufen sind. Der Autor oder die Autorin wird sich freuen, wenn es neu gekauft wird. So unterstütze ich meine Gilde...

Potenzial, um meinem Frühjahrputz noch mehr zu fröhnen, ist vorhanden. Manches fällt mir schwer, loszulassen, obwohl ich es schon ewig nicht mehr angerührt habe oder nie wieder machen will. Zum Beispiel Bewerbungstraining, Vorträge zu Themen, die mich nicht mehr interessieren, Workshops, die ich nie wieder halten will. Mein Inneres sagt mir dann: "Anja, du brauchst es nicht mehr. Wenn du es kannst, dann lass es los." Dann fällt es mir leichter, auch wenn ich manches doch zurück ins Regal stelle.

Ich bin schon auf das Gesicht des Müllmannes gespannt, wenn er unsere Papiertonne von der Stelle bewegen will und nicht damit rechnet, dass sie x Mal so schwer ist wie sonst..

Je mehr ich loslasse, desto leichter fällt es mir, auch noch eine weitere Schublade in Angriff zu nehmen und dort den Staub der Vergangenheit wegzuwischen...

Ich freue mich, auf das, was kommt! Etwas ist ja schon gekommen, kaum dass ich umgestellt und einiges losgelassen habe, darüber muss ich aber erst noch einige Tage schlafen, bis ich im Blog davon berichte...

Anja Kolberg

Mittwoch, 22 April, 2009

Schritt für Schritt

Heute ist ein guter Tag, eine Pause einzulegen. Ich merke richtig, wie ich mich nach der Umräumaktion erst mal wieder in meinem Büro orientieren muss. Kicher, nein, es liegt nicht daran, dass es so riesig ist, sondern, dass ich die Möbel umgestellt habe.

Dickes Dankeschön an meinen Mann, der sooooo viel Geduld mit mir hatte. Ich konnte mir in Ruhe überlegen, wo die einzelnen Möbelstücke wirklich gut stehen, sie sind teilweise mehrfach umgestellt worden. Der Schreibtisch (ziemlich groß mit einem runden Besprechungsbereich) hat alle Himmelsrichtungen durch. Eine kleine Herausforderung war die Hängeregistratur, ein riesig schwerer Schrank. Insbesondere für diesen war ein passender Platz schwer zu finden, doch auch das hat mit der nötigen Zeit geklappt.

Ich weiß auch schon, was als nächstes losgelassen werden will. Mein Verstand weiß es, der Rest von mir braucht mindestens ein Jahr dafür, um diesen Gedanken zu verarbeiten. Schließlich hänge ich ja daran. Noch...

Heute will ich mich an mein neues Umfeld, an die Umstellung gewöhnen. Schön ist, dass ich jetzt wieder aus dem Fenster rausschaue, den Himmel sehen kann, hinter der gegenüberliegenden Häuserreihe die Bäume und meinen Blumenkasten, der dringend neues Innenleben braucht. Petra-Ute (schöner Blumenladen! Kirchweg 131 - Junkersdorf), ich kooooommme!

Auf dem Parkett stehen noch so manche Kartons herum, auch einige Billi-Regale brauchen einen anderen Platz. Ich blicke zudem auf eine frisch gestrichene grüne Wand, da muss ein Bild hin. Ich gucke auf so viel leeren Raum. HILFEE! Das ist vielleicht ein komisches Gefühl... Gestern war ich übrigens beim schwedischen Lieblingsmöbelhaus Am Butweilerhof im Kölner Norden. Puh, ist das riesig. Ich überlege, ob es größer ist als das in Köln-Godorf. Hm, meine Füße waren auf jeden Fall anschließend mehr als platt... und dass ohne Einkaufswagen, "nur" zum Gucken.

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt für eine neue Aufräumrunde. Mal sehen, wohin die Sachen kommen, die ich noch nicht wieder eingeräumt habe. Seufz.

Wo führen mich die gegangenen Minischritte hin? Sie haben auf jeden Fall eine große Wirkung, das merke ich jetzt schon.

Einen zauberhaften Tag - bitte mal mit weniger Pollen-Schnief-Zeit!

Anja Kolberg

Dienstag, 21 April, 2009

Moin moin!

Das Wetter hier in Köln ist herrlich, die Sonne scheint in mein Büro, die Vögel zwitschern. Wenn nur die Nase nicht laufen würde...

Gestern war ich ganz schön aktiv, der erste Teil meiner Loslass-Aktion ist geschafft. Das war nicht leicht für mich, weil ich etwas Kostbares losgelassen habe. Ich habe mir, wenn es ganz schwer war: "Ich lasse mit Liebe los.", gesagt. Das hat mir geholfen. Ich habe nicht alles vollständig losgelassen, sondern erst einmal in den Keller getragen, es nimmt jetzt weniger Aufmerksamkeit in meinem Büro ein. Ich habe darauf immer noch Zugriff, wenn ich es möchte. Da ich dafür aber ein Regal abgebaut habe, wird es nie wieder diesen Raum einnehmen wie bisher. Es muss dann schon einen anderen Zugang finden...

Ich weiß, ich bekomme dafür etwas anderes. Es ist wie das Setzen der Blumenzwiebeln im Herbst - im Frühling zeigt sich das Ergebnis, es sei denn, das Eichhörnchen nascht daran... Aber wenn nicht, kann man sein buntes Wunder erleben. Was ich losgelassen habe? Ein Projekt, dass nicht so gelaufen ist wie ich es mir gewünscht hatte. Ich habe damit Erfahrungen gesammelt, bin in die Tiefe gegangen und habe erkannt, dass der Weg, den es erfordert, um wirklich erfolgreich zu sein nicht meiner ist. Ich habe zwar Ideen, was ich damit noch machen könnte, ich habe es aber bislang nicht getan. Also lasse ich los und lasse mich überraschen, was kommt.

Bisher war jedes Loslassen gut für mich, es ist dafür immer etwas Neues und wichtiges in mein Leben getreten. Ist das spannend! Ich spüre jetzt schon eine neue Freiheit, Erleichterung, Luft.

Nicht nur in meinem Büro habe ich aufgeräumt und einige Regalreihen geleert, auch im Kleiderschrank habe ich Platz gemacht: All die Business-Klamotten sind in der Sammlung gelandet. Blazer und Anzüge, die ich doch nicht mehr anziehe oder in die ich nicht mehr reinpasse. Rausgewachsen! :o) Diesmal habe ich die Gedanken: "Das ist doch viel zu schade. Wer weiß, vielleicht passe ich da ja wieder rein? Das könnte ich bei Ebay reinsetzen..." außer acht gelassen und sie einfach in den Sack gepackt. Da passt der kölsche Spruch: "Wat fott is, is fott." (Was weg ist, ist weg.)

Heute ist Zeit fürs Möbel rücken, der Teil einer Wand muss neu gestrichen werden. Auch die Steuerunterlagen habe ich noch nicht fertig. Es gibt viel zu tun und darauf freue ich mich.

Doch zuvor drehe ich erst mal mit meiner vierbeinigen Freundin eine Runde und beobachte die Natur.

Anja Kolberg

Montag, 20 April, 2009

Zeit zum Loslassen

Ein sonniges Hallo aus Köln. Das Wetter am Montag Morgen ist herrlich: Blauer Himmel, Sonne, die Vögel zwitschern, es ist eine Mischung aus warm und angenehm kühl. Für mich perfekt!

Ich hatte ein völlig freies Wochenende mit Tun, worauf ich Lust habe und lassen, was nicht passt. Das hat mir so gut getan. Ein Geschenk, mal keine Termine zu haben, sondern sich nur treiben zu lassen. Den ganzen Sonntag Nachmittag habe ich auf der Terrasse verbracht, ab und zu mal an den Blumen gezupft oder am Unkraut und ansonsten den Anblick unseres immer grüner werdenden Gartens genossen. Zwischendurch habe ich uns Waffeln gebacken, einen Salat vorbereitet und am Abend haben wir gegrillt. Die Kirsche auf der Sonntagssahne waren am Abend zwei Lieblingsserien auf der Couch anzuschauen: "Navy CIS" und "The Mentalist".

Auf dem Foto sehen Sie das Ergebnis des im Herbst bepflanzten Kübels mit Tulpenzwiebeln. Den Kübel, den das Eichhörnchen verschonte. Das Eichhörnchen hat weise entschieden, ich habe an dem Bild sehr viel Freude!

Das Kalenderzitat: "Das Leben erwacht." passt so sehr in diesen Monat. Und der zweite Teil: "Ich nehme mir die Zeit, die ich brauche.", ebenso sehr.

Es fällt mir schwer, mir die Zeit zu lassen, die ich brauche. Mein Verstand will, dass es schneller vorwärts geht auf meinem Lebensweg. Er sieht schon die nächsten Etappen, weiß wo der Weg lang geht, was zu tun ist.

Doch mein Körper, mein Herz, meine Seele sind noch nicht so weit, noch nicht bereit, den nächsten Wegabschnitt in Angriff zu nehmen. In den letzten Wochen habe ich es wie eine Lähmung empfunden. Sehr anstrengend, weil ich es schwer akzeptieren konnte, dass ich mehr Zeit brauche.

Der Blick auf den Kalender oder das Desktopmotiv für diesen Monat hat mich besänftigt.

Mir geht es eben wie den Rosen: Sie sind da. Die Blätter zeigen sich, bei manchen vielleicht auch schon Ansätze einer Knospe. Aber bis sie aufblühen, braucht es noch seine Zeit. Und es geht nicht schneller, wenn ich weiß, wie die Blüte aussieht. Höchstens die Vorfreude kann ich genießen.

Gestern spürte ich: "Ich muss in meinem Büro etwas ändern!" Es war mir schon länger bewusst, dass etwas nicht mehr stimmte, aber erst jetzt, weiß ich, was ich tun kann. Ich sehe den nächsten Schritt und spüre: "Ich kann ihn auch gehen."

Heute werde ich einige Sachen umräumen, ein Regal abbauen und den Schreibtisch umstellen. Damit geht es mir sehr gut, auch wenn die Vorstellung nicht leicht fällt, dass ich dabei etwas in der Vergangenheit sehr wertvolles loslassen werde.

Mein Inneres macht mir Mut und sagt: "Mach das, das wird dir gut tun!"

Auch wenn ich nicht weiß, welche Schritte konkret danach folgen, so gehe ich jetzt den ersten Schritt: Aufräumen und Loslassen. So weit können Körper, Seele und Geist gehen.

Anja Kolberg

Freitag, 19 Dezember, 2008

Loslassen

Mich von dem befreien, was ich nicht beeinflussen kann.

Geduld haben.

Vertrauen, dass die Dinge einfach geschehen.

Mich auf das konzentrieren, was mir wirklich gut tut.

Anja Kolberg

Freitag, 17 Oktober, 2008

Loslassen & Vorfreude

Aaaaaah, heute ist ein toller Herbst-Sonnentag hier in Köln. Hm, da liegt glaube ich ein zauberhaft schönes Wochenende vor uns. :o)

Nicht nur die Natur lässt Überflüssiges los, auch ich habe einiges losgelassen: Vor 14 Tagen haben wir den Keller aufgeräumt. Vor einer Woche war der Sperrmüll da und gestern habe ich Elektronikschrott und Sondermüll zum Kölner Abfallcenter nach Ossendorf gebracht. Es hat so einen Spaß gemacht, den alten Staubsauger in den riesigen Container zu schleudern. Uuuuuuuuuuund Tschüßßßßßßßßßßß! Hihi. Auch bei den alten Lacken und anderen Flüssigkeiten, die in den Sondermüll gehören, war es einfach ein gutes Gefühl. Der nette Mitarbeiter der Kölner Abfallbetriebe nahm wie selbstverständlich meinen Korb entgegen und ruckzuck war alles in große Container sortiert. Auf meine Frage, was damit geschehe, bekam ich eine freundliche Auskunft: "Die Behälter kommen nach Dormagen zu einer Sondermüllverbrennungsanlage." Perfekt - was will ich noch mehr!

Wenn loslassen doch immer so einfach wäre!

 

Ganz besonders freue ich mich auf einen Ausflug, den ich am Wochenende mit meiner Freundin Ariane unternehme. Wir fliegen nach München. Dort besuchen wir die Veranstaltung des Mediums Paul Meek. Sonntag geht's los und Montag Abend hat uns Köln wieder. Hm, ich freue mich auf neue Entdeckungen, Erkenntnisse, unendlich viele Plauderstunden mit Ariane darüber und ein bischen von der guten Alpenluft zu schnuppern, die ich in München spüren kann. Der nette Herr von den Münchner Verkehrsbetrieben sagte mir am Telefon, ob wir sicher sind, dass wir Montag wieder zurück fliegen wollen und nicht dableiben. Doch doch, das könne er aber nur verstehen, wenn er einmal in Köln gelebt hat. :o)

Ein zauberhaftes Wochenende!

Anja Kolberg

Montag, 06 Oktober, 2008

Ein reiches Wochenende!

Schöne und intensive Tage und Stunden liegen hinter mir. Das Wochenende war gut für mich. Neben Keller aufräumen und einiges für den Sperrmüll bereitstellen ist auch mein Arbeitszimmer ein bischen verändert worden. Ein neuer Schrank ist hinzu gekommen, unser Wohnzimmer dafür luftiger geworden. Hm, und die Wärme des Kaminofens hat gestern Nachmittag so gut getan. Dieses usselige Dauerregen-Einheitsgrau draußen am Himmel. Puh! Da ist es gut für mich, wenn's drinnen schön kuschelig und hell ist. Ich bin auch einen großen Schritt bei meinem Kalender weiter gekommen.

Am Freitag Abend habe ich als Stellvertreterin an einer Aufstellung teilgenommen und habe für mich so einiges mitnehmen können und gleich angewandt. Ich habe Jahre an keiner Aufstellung mehr teilgenommen, jetzt stimmte es für mich. Besonders stolz bin ich darauf, dass es mir gelungen ist, dabei gut für mich zu sorgen und nicht die anderen an die erste Stelle meiner Aufmerksamkeit zu stellen. Das mache ich sonst oft.

Lecker Kuchenessen gab es am Samstag Nachmittag bei der Schwägerin. So ein Familiennachmittag tut mir richtig gut. Ich mag Familie und fühle mich mit meiner und der meines Mannes reich beschenkt. :o)

Kennen Sie das Buch von Nicholas Sparks "Wie ein einziger Tag?" Ich kannte es nicht, aber den Film habe ich mir ausgeliehen. Mehr dazu unter den Film-Tipps.

Ich wünsche Ihnen und mir einen guten Einstieg in die Woche und dass alles erledigt werden kann, das auf Erledigung wartet!

Anja Kolberg

Freitag, 26 September, 2008

Wie die Kinder?!

Unser Haus liegt in der "Einflugschneise" der Grundschule in Junkersdorf. Die Geräuschkulisse zu Pausenzeiten ist enorm. Kinder können schreien, jauchzen, brüllen, rufen, lachen, umherhüpfen, fangen spielen, klettern, tuscheln, ärgern. Bewegung! Stimme! Ich! Wir!

Das fasziniert mich. Der Schulhof ist eine Quelle an Lebensfreude!

Klar sind diese Geräusche nicht gut zu ertragen, wenn man Kopfschmerzen hat oder total gestreßt und genervt ist. Aber ansonsten: Beeindruckend!

Ich habe mir vorgestellt im Grundschulgebäude wäre ein Seminarhaus für Erwachsene. Was würden Sie denken, wenn die genausso in den Pausen umhertoben würden wie die Kinder? Wenn sie herausschreien würden, was sie gerade in sich tragen und einfach hinaus in die Welt muss? Wenn sie fangen spielen würden? Hüpfekästchen? Seil springen? Auf dem Klettergerüst umherkraxeln? Irgendwie wäre es doch toll, oder? Alle Hemmungen über Bord schmeißen und einfach drauf los!

Diese Idee trage ich immer in mir, wenn ich wieder höre: Die Kinder haben Pause! Ein schöner Gedanke.

Anja Kolberg

Mittwoch, 17 September, 2008

Strudel

Diese Woche habe ich viele Termine. Viel mehr als sonst. Gerade heute spüre ich den Unterschied zu anderen Wochen, wo ich wenig oder keine Termine habe. Ein Termin bindet meine Aufmerksamkeit, gleich ob ich mich auf einen Termin freue oder nicht.

Ich bin froh, dass es mir diese Woche noch einmal so deutlich geworden ist: Ich bin am liebsten flexibel und frei. In einer Woche ohne Termine geht es mir besser.

Schönen Mittwoch!

Anja Kolberg

Dienstag, 19 August, 2008

Schmutz-Toleranz

Früher war meine Grenze, wann geputzt und gesaugt werden musste, ziemlich niedrig. Einmal die Woche war Pflicht, sonst fühlte ich mich nicht wohl:

 

Doch mit den Jahren ist etwas von der Coolness meines Mannes auf mich über gesprungen. Auch die ständig umherfliegenden Hundehaare tun ihr übriges dazu. Wir machen sauber, wenn wir es möchten oder wenn wir Besuch erwarten:

 

Inzwischen kann ich auch entspannen, wenn es nicht pickobello sauber ist. Es tut mir gut, nicht mehr diesem selbstaufgesetzten Diktat "Samstag wird sauber gemacht" aufzusitzen. Freiheit für uns und den Schmutz! Wenn jemand spontan vorbei kommt, merkt er vielleicht "Och, ist ja wie bei mir zu Hause, auch nicht immer alles pickobello" und das ist gemütlich und erleichternd zugleich.

Viele Grüße aus der Relax-Insel

Anja Kolberg

Donnerstag, 19 Juni, 2008

Ausmisten

In unregelmäßigen Abständen - meist, wenn sich Änderungen ankündigen - überkommt mich die Ausmist-Wut. Am Wochenende war es mal wieder so weit: Meine Hänge-Registratur - ein mächtiger Schrank mit 4 riesengroßen Schubladen musste dran glauben. Tasche für Tasche habe ich durchgeschaut und Papier in den Mülleimer geschmissen. Ideen, die ich mal hatte. Wünsche. Projekte. Infomaterial, welches ich für "irgendwann-mal-machen" gesammelt habe.

Bei manchem ist es mir leicht gefallen ("Was will ich denn noch damit? Warum habe ich DAS denn hier?")

Bei anderem war es höllisch schwer ("Soll ich das wirklich wegwerfen? Was, wenn ich es noch mal brauche?")

Unterm Strich habe ich eine gute Mischung gefunden und fast eine Schublade geleert. Strike! Tut das gut. Vielleicht mache ich noch weiter.

Für alle, die sich jetzt fragen, was denn das Ausmisten zu bedeuten hat: Ich weiß es selbst nicht. Was ich aber weiß ist, dass es Platz für Neues macht. Wann das kommt? Auch das weiß ich nicht.

Die grüne Farbe meines Arbeitszimmers steht ja für Loslassen, also kein Wunder, das sich was tut. :o)

Ich frage mich die ganze Zeit, was der Hahn da oben auf dem Misthaufen bedeutet. Hm, jubeliert er, dass ich ausmiste? (Sieht es bischen so aus, als singt er.) Beschwert er sich? (Glaube ich am wenigsten.) Fühlt er sich pudelwohl? (Ja, das scheint zu stimmen. Mein Stimmungshahn.)

Duftende Landgrüße

Anja Kolberg

Dienstag, 06 Mai, 2008

Der liebe Haushalt...

Juuuten Morjen [Guten Morgen]. Die Sonne meint es in diesen Tagen gut mit uns. Wow, was für ein Wetter. Bin froh, keinen Heuschnupfen zu haben, denn eines fliegt im Moment wie verrückt: Pollen. Wenn es dann kurz zwischendurch regnet, ist der Blick durch die Scheiben perfekt. Ich weigere mich aber, sie zu putzen, weil sie nach kurzer Zeit schon wieder so aussehen. Also lasse ich meine in mir irgendwo vorhandene Hausfrau ruhen und lasse es.

 

Kennen Sie eigentlich die Tipps berufstätiger Mütter auf meiner Webseite? Nein? Ich habe sie gesammelt, als ich 1999 mit frauencoaching.de begonnen habe. Mein erster Workshop richtete sich an Mütter, die nach der Kinderphase wieder in den Job einsteigen wollten. Dafür habe ich auf meiner Seite Tipps berufstätiger Mütter gesammelt, die mir berichtet haben, wie sie es schaffen, Haushalt, Familie und Job zu vereinbaren. Sie finden die Tipps unter "Link: Familie + Job".

Dort gibt es zwei Rubriken: "Haushalt im Griff" und "Vereinbarkeit von Beruf und Familie" [Hier gibt es übrigens einen Schatz an mutmachenden Erfahrungen von Frauen, die nach dem Erziehungs"urlaub" wieder eingestiegen sind.]

Am allermeisten haben mir die Tipps gefallen, wo es darum ging, den Haushalt nicht so wichtig zu nehmen. Warum? Weil sie mir geholfen haben, von meinem Putzperfektionismus runter zu kommen. Das hat gut getan. Jetzt fallen mir schmutzige Fenster noch auf, aber ich mache mich deswegen nicht mehr sofort ran, sie zu putzen.

Anja Kolberg

Donnerstag, 21 Februar, 2008

Grün!

 

Mein Arbeitszimmer brauchte frischen Wind. Den habe ich ja von der See mitgebracht. :o) Gestern vormittag war es dann soweit: Büro ausräumen. Ab in den Baumarkt: Farbe kaufen. Mein Wunschgrün war schnell gemischt. Unser Wohnzimmer (das ja direkt an mein Büro anschließt) war das reinste Chaos. Puh! Das hat ganz schön an den Augen weh getan. Heute früh habe ich dann den zweiten Anstrich gemacht. Und eines ist ganz deutlich: Die Farbe ist grün!

Jedem, dem ich meine Auswahl zeigte, vergrößerte gleich seine Augen. Hihi und ich habe göttlichen Spaß daran! Mein Mann weigerte sich strikt, dass noch irgendein anderer Raum im Haus mit diesem wunderschönen Farbton gestrichen wird. :o) Ich liebe dieses Grün! Es ist einfach wunderwunderschön! Beim Streichen habe ich "Grün, grün, grün sind alle..." geträllert. Allerdings meine Version, den Originaltext kann ich nicht. Was fühle ich mich jetzt wohl. Der Schreibtisch ist auch gleich umgestellt worden.

Der PC ist frisch angeschlossen und jetzt musste ich doch kurz ausprobieren, ob er auch funktioniert. :o) Und eine Pause tut immer gut.

Jetzt muss ich aber weiter machen, im Wohnzimmer ist immer noch Chaos. Zwar weniger, aber ich will heute noch fertig werden. Heute Abend soll es ja wieder gemütlich sein.

Grüne und glückliche Grüße

Anja Kolberg

Donnerstag, 10 Januar, 2008

Besinnen auf ein persönliches Ritual

Täglich. Zur Konzentration. Zum Sammeln. Zum Starten. Zum innerlichen: JA, jetzt geht es (so) weiter. JA, jetzt startet mein Tag.

So kann ich auch einen Tag abschließen. Zum Beispiel mit Schreibtisch aufräumen. Ähm, bei mir herrscht auf dem Tisch gerade kreatives Chaos, in das ich morgen früh genau so wieder einsteigen möchte. :o) Aber zum Abschluss einige Zeilen in mein Tagebuch schreiben und mir zum Beispiel bewusst machen, was ich alles geschafft habe, so viel Platz ist immer.

Grüße aus Köln

Anja Kolberg

Donnerstag, 03 Januar, 2008

Mein Herz...

... hat ganz eigene Vorstellungen von einer Jahresplanung. :o)

Welche? Es hat überhaupt keine Lust, eine Jahresplanung zu machen.

Konkreter Wortlaut? "So ein Quatsch! Warum soll ich mich unter Druck setzen? Was passiert, passiert. Was nicht passiert, passiert eben nicht."

Ja, ähem, so kann man es auch sagen. Nützt aber nix, dass mein Herz sich querstellt. Es gibt ja noch andere Anteile in mir, die wollen eine Planung, brauchen eine Konzentration. "Ich nicht!" höre ich beleidigt aus dem Hintergrund.

So ein inneres Team zu einem gemeinsamen, stimmig klingenden "JA!" zu bekommen, ist ganz schön schwer. Was dagegen meist wunderbar funktioniert ist ein "Nein!". Das kommt meist so laut und vehement. Wow!

Im Moment kommt ein "NEIN!" zu noch mehr am PC sitzen. Ich habe hier zwar noch etwas vor, aber das kann bis heute Nachmittag warten. Jetzt ist erst mal was anderes dran...

Anja Kolberg



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