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Samstag, 20 August, 2016

Erwartungen ... die andere Seite - vegan & normal essen in einer Partnerschaft...

Hallo,

in meinem Beitrag Bitte schütze mich vor meinen Erwartungen. Idealbild und Realität ging es um die Erwartungen an mich selbst. Nun möchte ich in Ergänzung darüber schreiben, welche Erwartungen ich noch in mir trage, die ich gerne loslassen möchte. Loslassen, weil sie mir und anderen das Leben schwer machen oder zumindest die Laune verderben.

Ich habe also nicht nur Ansprüche an mich selbst, sondern - ähnlich ausgeprägt - an das Leben, an Situationen, an andere Menschen, zum Beispiel an meinen Partner. Von einer Erwartung an ihn und meiner Erfahrung damit schreibe ich hier:

Unterschiedliche Esser in der Beziehung

Im Juni hatte ich eine vegane Lasagne gekocht. Mit frischem Spinat. Das war viel Arbeit. Tomatensoße zubereiten. Bechamelsoße kochen. Schmelz für oben drauf und den frischen Spinat verarbeiten. Der war in der Gemüsekiste. Als ich ihn verarbeitete, dachte ich noch: "Warum tue ich mir diese viele Arbeit an? Tiefkühl wäre doch auch gegangen!" Nun denn, jetzt war er da. Ich habe eine Mischung aus zwei Rezepten gemacht, damit es möglichst schmeckt, weil mein Mann keinen Tofu mag und aus dem anderen Rezept wollte ich das Topping haben. Gut. Nach einer Stunde Vorbereitung stand die Schale im Ofen.

Meine Erwartung: Mein Mann freut sich, dass ich keinen Tofu verwendete und auch kein Soja (war auch in einem Soßenrezept), was er ebenfalls nicht mag. Nun, ich esse kein Fleisch, deswegen keine Hackfleischsoße und kein Ersatz - es gibt ja Sojageschnetzeltes, weil da Soja drin ist.

Voller Stolz hob ich die Auflaufform aus dem Ofen. Mir war wirklich mit dem Schmelz eine braune Kruste gelungen. Und alle Zutaten hatten separat gut geschmeckt, also müsste alles zusammen ebenfalls gut schmecken.

Realität: Mein Mann wollte lieber Spinat mit Spiegelei und Kartoffeln, aber selbst nicht kochen. Ich war mit Kochen dran - wir wechseln uns ein über den anderen Tag ab, der Spinat musste gemacht werden. Ich wollte aber keinen Spinat mit Kartoffeln und schon gar nicht wie er es zubereitet haben wollte ("einfach mal mit dem Pürierstab durch den gekochten Spinat gehen, damit er klein ist").

Als ich die dampfende Auflaufform auf den Tisch stellte, fragte mein Göttergatte schon: "Was ist das denn da für eine braune Schicht da oben drauf?" Als ich sagte, dass es eine Art Mehlschwitze ist (die er eigentlich mag), rümpfte er schon die Nase. Er stocherte im Essen rum, schob es von links nach rechts. Kratzte die obere Schicht ab - nein, er mag auch keine Hefeflocken, die in diesem Schmelz (anders als in der klassischen Mehlschwitze) waren.

Und ich? Ich hatte eigentlich mit Freude am Tisch Platz genommen und diese Freude wurde mir durch das Verhalten meines Mannes madig gemacht. Der Abend war echt gelaufen für mich. Mann! (Die Lasagne hat mir super geschmeckt.)

Erkenntnis: Schütze mich vor meinen Erwartungen an andere. Zum Beispiel, dass mein Mann aufwändig zubereitetes veganes Essen zu schätzen weiß, wenn er in Wirklichkeit was anderes will. Oder dass ich gar Lob dafür bekomme, weil ich vieles nicht genutzt habe, dass er nicht mag. Oder dass das Leben so läuft wie ich es will.

. * .

Natürlich ist es als Fleischesser nicht einfach mit einer Partnerin zu leben, die Veganerin geworden ist. Als wir uns 1992 kennen lernten, war ich das ja noch nicht. Erst seit 2011. Und es ist für eine Partnerschaft eine Herausforderung - für beide Seiten - hier eine Lösung zu finden, mit der beide gut leben können. Solche Enttäuschungen wie mit der Lasagne gehören wohl dazu. Seufz. Leben. Mensch!

Also: Auf das Leben ohne Erwartungen. :-) ... und darauf, dass wir in den meisten Fällen etwas finden, das uns beiden gut schmeckt.

Ihre Anja Kolberg

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Montag, 26 Oktober, 2015

Veganes Essen im Urlaub in Dänemark

Im Ferienhaus in Dänemark versorgen wir uns selbst. Frühstück, Snacks, Abendessen. Mein Mann und ich wechseln uns beim Kochen ab. Es gibt einfache Kost.

Urlaubszeit ist kostbar für mich. Die will ich nicht mit Essen planen und Einkaufen verbringen, sondern möglichst viel Freizeit haben. Als ich mit der veganen Ernährung begann und mir sicher war, nicht am Ferienort suchen zu wollen, was es dort für mich veganes zu essen gibt, fing ich an, einen Essensplan zusammen zu stellen. Ich habe mir vorher zu Hause überlegt, was wir die 21 Tage an warmen Gerichten und zum Frühstück essen könnten. Essen, das wir beide mögen und je nach dem in veganer und normaler Variante (für meinen Mann) einfach zubereitet werden kann. Auch die Lebensmittel habe ich vorher weitestgehend eingekauft. Unser Wagen ist groß genug, die Lebensmittel mitzunehmen. Praktisch.

Klar, kann man in Dänemark auch einkaufen gehen. Allerdings hat die Erfahrung in den vielen Jahren vor Ort gezeigt, dass die kleinen Supermärkte vor Ort je nach Gegend und Saison manchmal geschlossen oder gar nicht vorhanden sind oder nur mit dem nötigsten ausgestattet, was zudem recht teuer ist. Mir ging es auf den Keks, einen Discounter oder größeren, gut ausgestatteten Supermarkt in der Nähe zu finden und die Zeit mit Einkaufen zu verplempern. Das ist mal ganz lustig durch einen dänischen Supermarkt zu schlendern und interessant, aber nicht für jeden Tag. Wenn schon Selbstversorger, dann so praktisch und bequem wie möglich.

Meinen Essensplan haben wir jetzt schon den zweiten Urlaub in Gebrauch. Die vorbereitende Arbeit hat sich gelohnt. Das Ziel habe ich erreicht: Nämlich möglichst viel Urlaubszeit zu genießen.

Es gibt natürlich nicht 21 unterschiedliche Gerichte. Manches gibt es dreimal im Urlaub, also einmal in jeder Woche. Ich habe auch so geplant, dass ich eine vegane Alternative für mich habe, wenn es für meinen Mann frischen Fisch gibt, den wir vor Ort meist im nächsten Hafen kaufen. Wenn das Haus eine Kühltruhe hat, ist auch das Einfrieren möglich. So haben wir schon mal die doppelte Menge gekocht (Wurstgullasch mit Reis, vegane und normale Variante) und dann zwei Portionen eingefroren. Das ist besonders praktisch, wenn man nach einem Ausflug nach Hause kommt und keinen Bock mehr hat, noch lange zu schnippeln und am Herd zu stehen. Aufwändiges Essen gibt es im Urlaub bei uns nicht. Mirakoli ist genaus so dabei wie süße Nudeln (also Nudeln mit eingemachten Pflaumen aus dem Glas, dazu Vanillesoße). Was wir auch oft zu Hause machen, nämlich frischen Salat mit Salz- oder Backofenkartoffeln, den gab es auch. Dieses Mal hatten wir Glück mit nahen, gut ausgestatteten Supermärkten, mit einem tollen und nicht teuren Obst- und Gemüseangebot. Hüpf!

Mein Plan hat prima funktioniert. Zum Ende des Urlaubs waren noch zwei Pakete Spaghetti mit Pesto übrig, ein paar vor Ort gekaufte Kartoffeln und Zwiebeln, aber das wars. Ich werde es das nächstes Mal auf jeden Fall wieder so machen. Lecker und einfach. Von mal zu mal wird die Liste besser.

Ich habe sogar zwei leckere vegane Brotaufstriche im Netto in Lemvig gefunden (Hummus und Artischockenpesto). Da ich für mich zu wenig Aufstrich eingeplant hatte, bin ich auf die Suche gegangen. Zwei Testkäufe waren nach Studium der dänischen Inhaltsliste und Übersetzungen zu Hause nicht vegan (Oliventapenade war mit Sardellen 'ansjos' und der Sojaaufstrich mit Ei 'heleagspulver').

Veganes Selbstversorgen ist mit Planung für mich auch im Urlaub gut umsetzbar. Herrlich!

Zu Hause freuen wir uns dann wieder auf die Gemüsekiste: Jede Woche abwechslungsreiche Rezepte und Gemüse und Obst. Diese Woche gab es ein Rezept mit Mangold, Rosinen, Zitrone, Chilli und Mandeln. Lecker! Mir ist in Dänemark aufgefallen, dass ich durch das regelmäßige Knabbern von Obst und Gemüse viel mehr Lust hatte, Frisches vor Ort zu kaufen. Das freut meinen Körper und unsere Gesundheit.

Hier der erste Bericht meiner Reise: Zurück aus meiner Heilwelt: Das Meer. 

Anja Kolberg

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Montag, 08 Juni, 2015

Erdbeeren - Rhabarber - Spargel: Vegane Leckereien

Bevor die Rhabarber- und Spargel-Zeit zu Ende geht, rasch Rezepte, die einfach köstlich sind - und vegan.

Zunächst der gedeckte Rhabarber-Erdbeer-Kuchen. Superlecker. Einfach zuzubereiten. Yummi! Das Rezept fand ich per Zufall auf einer Blogseite. Hier der Link.

Erst wird eine Schicht Teig gebacken, darauf kommen dann die Erdbeer- und Rhabarber-Stücke und der restliche Teig. Alles in den Backofen.... und dann nur noch genießen. Ich hab den Kuchen zu einem Geburtstagskaffee mitgebracht, hatte ihn das erste Mal gebacken, er war noch warm und kam super an. Das freut mich sehr.

Die Streuselplatte habe ich auch mit Rhabarber probiert. Die Stangen brauchen nur von der äußerer Haut befreit werden, in dicke Stücke geschnitten und auf den Boden gelegt werden. Je nach Geschmack vielleicht etwas Zucker drüber streuen, bevor der Streusel drüber kommt:

Das Rezept für die Streuselplatte ist hier. Der Kuchen lässt sich prima einfrieren und im Ofen aufwärmen.

Spargel - so lecker und einfach etwas besonderes. Diese Sauce Hollandaise ist vegan und köstlich. Ich vermisse nichts. Das Rezept fand ich durch Zufall auch im Netz. Für meinen Mann nehmen wir Butter und normale Sahne statt veganer Margarine und Sojasahne.

Mit der Gemüsekiste sind wir glücklich. Die Kartoffeln vom Biohof schmecken lecker - so wie Kartoffeln im Idealfall schmecken sollten. Wir essen so abwechslungsreich wie schon lange nicht mehr.

Mein Mann hatte Lust, diesen Rhabarber- und Erdbeerkompott zu machen. Hat gut geschmeckt. Erstaunlich, wie sich die Menge an Rohkost einreduziert. Das Rezept gibt's hier. Besonders mit Vanillepudding oder -soße ein gutes Team. Veganen Vanillepudding gibt es zum Beispiel von Alpro Soja. Den nehme ich auch als Soßenersatz bei süße Nudeln.

Einmal die Woche gibt es seit Beginn der Gemüsekistenbestellung einen Salatteller - wie diesen hier mit Steinchampignons, Salat, Tomaten, Radieschen und der köstlichen warmen Salatsoße in der veganen Variante (statt Honig Agavendicksaft nehmen). Mir schmecken anstatt Mandelsplitter Pinienkerne.

Alternative schnelle Salatsoße: 1 TL leckeren Senf in die Schüssel (ich mag den Dijon-Senf gern). Öl dazu gießen und verrühren, bis sich eine Creme entwickelt. Nach eigenem Gefühl und Geschmack Zitronensaft oder Essig dazu, Salz, Pfeffer, Kräuter und so viel Wasser, bis die Intensität genau richtig für Sie ist. Der Vorteil, wenn ich erst Senf mit Öl vermische (funktioniert bei einer süßen Salatsoße für den Möhrensalat auch mit Agavendicksaft und Öl): Die Zutaten verbinden sich und bleiben verbunden. Zuvor hatte ich immer das Problem, dass Essig und Öl getrennt waren, egal wie doll ich gerührt habe. Das Geheimnis liegt wohl in der Reihenfolge...

Veganes Leben ist eigentlich ziemlich einfach, sogar mit einem Partner, der alles ißt. Mein Mann nimmt zum Salatteller dann einfach noch Thunfisch oder Schafskäse dazu.

Lassen Sie es sich schmecken!

Anja Kolberg

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Mittwoch, 25 März, 2015

Gemüsekiste

Letzte Woche Dienstag vormittag klingelt es an der Türe. Davor steht ein netter Mensch mit unserer frisch abonnierter Bio-Gemüsekiste. Bombastisch schwer und so lecker!

Was ist die Gemüsekiste?
Der Bioland Hof Apfelbacher aus dem Eifel-Vorgebirge stellt jede Woche eine Kiste mit Bio-Gemüse und -Obst zusammen und liefert sie bis an die Türe. Vorteil: Frisch. Bio. Regional. Abwechslungsreich. Mit Rezepten. Verschiedene Größen und Zusammenstellungen, Ausnahmen (wenn man etwas gar nicht mag) begrenzt möglich. Und man kann Bioartikel aus dem Hofladen wie frisches Brot, Kartoffeln und viel mehr hinzubestellen. Abgebucht wird wöchentlich vom Konto. Einfach praktisch!

Bisherige Erfahrungen
Vor einigen Jahren hatten wir über das Reformhaus die Gemüsetüte abonniert. Auch gut. Leckere Rezepte. Wir haben Gemüse probiert wie den Postelein-Salat, von dem hab ich früher noch nie gehört und ihn das erste Mal gegessen. Das war eine abwechslungsreiche Zeit. Einziger Nachteil: Ich musste die Tüte jede Woche im Reformhaus abholen. Auch wenn das nicht weit zu fahren war, es war etwas umständlich, weil ich ja mein Büro zu Hause habe. Und im Herbst gingen mir die Hokaido-Kürbisse auf den Keks. Nach einigen Jahren brauchten wir eine Pause.

Ein Anfang- wieder durchstarten
Jetzt hatten mein Mann und ich wieder Lust darauf. Inzwischen mag ich auch Hokaido-Kürbisse sehr. Mir war morgens beim Spazieren gehen schon vor einigen Jahren ein Lieferwagen beim Spaziergang aufgefallen, der in unserem Viertel Gemüse auslieferte. Dann hatte ich den Namen vergessen, nun wiedergefunden, recherchiert und erst mal wieder zur Seite gelegt. Wie das nunmal so ist mit Neuerungen. :o) Denn wenn man die Gemüsekiste abonniert hat, bedeutet das eine Veränderung im Speiseplan und Kochverhalten!

Bequem und langweilig - das soll sich ändern - so klappt es
Sonst sind wir beide eher die Bequemen, bedeutet die gleichen Gerichte kommen in der Regel auf den Tisch. Lecker, aber eben auch langweilig. Ich hab oft nicht die Lust, neue Rezepte auszuprobieren, obwohl die vegane Küche einiges an neuen Abenteuern bereit halten würde. Da mein Mann Soja und vegane Fleischersatzprodukte verabscheut und wir beide selten Lust haben, zwei Gerichte am Abend zu kochen (er normal - also mit Milchprodukten, Käse, Fleisch - ich vegan), haben wir inzwischen ein gutes Repertoire an Speisen beisammen, die für ihn und für mich passen bzw. sehr leicht abgewandelt werden können.

Mit der Zeit aber eben auch langweilig, wenn man keinen Bock hat, Neues auszuprobieren. Wir wechseln uns mit dem Kochen ab. Mal er, mal ich. Mein Mann kocht neben seinen Standards gerne nach Rezepten und auch deswegen ist die Gemüsekiste eine gute Wahl für uns. Entweder ist ein reizvolles Rezept beim Gemüse dabei oder man ist einfach gezwungen nach etwas passendem zu suchen. Zum Beispiel auf der Webseite des Hofes oder im Netz. Das haben wir gemacht. Bei Chefkoch.de lässt sich z.B. prima nach der Zutat und vegan suchen und nach Wertung sortieren.

Was ist in unserer ersten Gemüsekiste drin gewesen?
Wir haben das Vollsortiment mittel (16€) und Obst normale Größe (12€) bestellt. Damit war unsere gesamte Woche gefüllt. Wir haben nur einen Tag nicht aus der Gemüsekiste gekocht! Das macht ehrlich gesagt auch meinen Einkauf einfacher. Das schöne Tante-Emma-Vorratsregal wird also nicht mehr so viel Wechsel erleben. Ich mag es, wenn ich weniger und seltener einkaufen muss oder nur eben zum Supermarkt um die Ecke reinspringen muss.

Also, was war drin?
Gemüse: 800 Gr. Möhren. 3 Knollen Fenchel. 1 Kopf Romanesco. Staudensellerie. Salat. Frischer Bärlauch. 2 Avocado.
Obst: 1 Ananas. Viele Orangen. 3 oder 4 Bananen. 3 oder 4 Kiwi. (weiß es nicht mehr genau, sind schon alle verputzt) 1 kg Äpfel.

Fast alle Gemüses habe ich im Kühlschrank verstaut. Im der Lieferung beiliegenen Katalog war auch eine Übersicht, wie ich das Gemüse und Obst am besten lagern kann und wie lange es richtig gelagert haltbar ist. Interessant! Bei dem Salat (eingepackt in eine Tüte im Gemüsefach) war das von Vorteil: So hatte ich jeden Tag eine Grundlage für dem grünen Smoothie. Schon was dazu gelernt!

Was gab es davon zu essen?

  • Vom frischen Bärlauch habe ich am Liefertag gleich Pesto gemacht. Denn an dem Tag passte es mit dem Kochen nicht. Das Pesto wird heute Abend die Spagetti verwöhnen. Zutaten: Bärlauch kleinschneiden, 1 Packung Pinienkerne, Pfeffer, Salz in ein hohes Gefäß, pürieren, in ein Gläschen füllen und in den Kühlschrank. Fertig. Später einfach unter die fertigen Spaghetti heben und ein paar Kirschtomaten drüber. Ebenso köstlich wie Basilikum-Pesto
  • Einen Abend gab es einen Salatteller: Fein geraspelte Möhren, einige Salatblätter, dazu große weiße Bohnen aus der Dose, ein paar Tomaten, frische Sprossen und dazu Backofenkartoffeln/-zwiebeln und oben drauf von einigen alten Brotscheiben gewürfelte Croutons, vorher im Bärlauch-Öl-Gemisch gewendet und mit den Kartoffeln und Zwiebeln im Backofen gegahrt. Boah! Yamyam!
  • Smoothie: Die restlichen Salatblätter dienten mir wie das Fenchelgrün als Grundlage für die Grünen Smoothies am Morgen. Ebenso in den Smoothie-Mixer kamen die Bananen und Orangen, morgen dann die Äpfel.
  • Die restlichen Möhren haben wir drei (Minu mag sie auch) beim Fernsehen weggefuttert.
  • Den Romanesco gab es gekocht mit frischen Kartoffeln und Erdnuss-Soße (abgewandelte Zutaten: Currypulver, Gemüsebrühe, Erdnussbutter, Chilli und Karamelsirup). Hat mein Mann gezaubert. Muss gerade schlucken, wenn ich mich erinnere. Boah, war das lecker! (siehe Foto oben)
  • Aus den drei Fenchelknollen hab ich Geschmorten Zitronenfenchel zubereitet. Statt der Zitrone hab ich die Orangen genommen. Sah nicht atemberaubend aus, wird nicht mein Lieblingsgericht, war aber schmackhaft und würde ich nochmal machen.
  • Staudensellerie wurde zu einer Suppe verarbeitet. Auch gut. Mein Mann meinte nur, das Kleinschneiden wäre eine Heidenarbeit gewesen...
  • Die Avocado haben wir als Guacamole Sonntag zum Frühstück vernascht. Hab ich vorher noch nie gegessen. Nach anfänglichem Zögern wars ruckzuck weg. Schmeckte lecker nach Zitrone und köstlich auf dem Brötchen.
  • Das Obst haben wir zwischendurch gemümmelt. Nein, sonst komme ich selten auf die Idee zwischendurch einen Apfel zu essen. Obwohl ich dank der grünen Smoothies am Morgen (war heute mein dritter oder vierter dieses Jahr) mehr Appetit auf einen Apfel zwischendurch habe.

Einige Äpfel sind noch übrig und heute Abend wird der Bärlauch-Pesto zu Spaghetti gemacht. Die Gemüstekiste ist eine prima Idee sich selbst zu überlisten, um gesünder zu kochen und zu essen.

Eine Woche haben wir festlich und so abwechslungsreich geschmaust und neues Gemüse probiert, dass ich sonst nicht gekauft hätte (Staudensellerie). Hat Spaß gemacht. Und morgen klingelt es wieder! HÜPF!

Links für Interessierte:

Liebe Grüße von der Freu-Zentrale

Anja Kolberg

PS: Ich hab im Stern gelesen gelesen, dass abwechslungsreiches Essen Dopamin ausstößt. Also direkte Belohnungsgefühle in unserem Gehirn. Herrliche Aussichten.

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Mittwoch, 31 Dezember, 2014

Vegane Köstlichkeiten zum Raclette

Zu Essen gab es für unsere Gäste und uns an Heilig Abend Raclette. Ich möchte berichten, was da so auf dem Tisch war, insbesondere auch, um zu zeigen, wie sich das vegan abwandeln lässt.

Unsere Gäste und mein Mann (Allesesser) bekamen traditionell Hack und Raclettekäse. Für mich hatte ich Gyros auf Lupinenbasis (gab's bei Globus) als vegane Alternative zum Hack, das war lecker. Ich hätte auch das vegane Schnitzel von Aldi (gibts in der Kühltheke --> Update: Sylvester ausprobiert, eignet sich nicht. Es wird nicht knusprig genug, schmeckt dann eher mehlig.) oder irgend einen anderen Fleischersatz nehmen und klein schneiden können. Nächstes Raclette: Wieder das Lupinen-Gyros.

Als Käseersatz hatte ich zuerst an Pizzaschmelz von Wilmersburger gedacht, dann aber doch nicht genutzt, weil ich was cremigeres wollte. Deswegen habe ich mir Sauce Hollandaise gemacht und damit überbacken. Das war nicht ganz optimal zum Raclette, ist aber unglaublich gut zum Spargel im Frühling!

Übrigens ist der vegane Schnittkäse von Wilmersburger (alles bei Globus, ist unser nächster Supermarkt mit vielen veganen Produkten, gibt es sicherlich noch bei vielen anderen) mein Lieblingsbrotbelag. Im Moment die Sorte Pilze, sonst würzig oder Tomate-Basilikum. Oder der geräucherte Veggie-Aufschnitt von Aldi. Und natürlich all die Brotaufstriche, die inzwischen überall zu finden sind.

Zurück zum Käseersatz beim Raclette. Das war noch nicht optimal. Heute - mein Mann und ich machen an Sylvester wieder Raclette - werde ich eine selbstgemachte Creme aus Cashewnüssen, Hefeflocken, Zitronensaft, Senf, Wasser, Agavensirup, Salz & Pfeffer und evtl. Tomaten in Olivenöl probieren. Diese Köstlichkeit mache ich mir immer zum Überpacken der Pizza oder für Aufläufe. Werde hier berichten, ob das besser war. --> Update: War nicht besser, zu trocken. Als Creme aufs Brot köstlich, aber für den Einsatz im Grillpfännchen nicht geeignet. Zu trocken, evtl. mit mehr Öl oder Flüssigkeit. Ich habe dann doch den Pizzaschmelz ausprobiert. Er war wirklich am besten von den Alternativen. Er schmolz auch ohne Verbindung mit Sojasahne prima, schmeckte nach Käse. Beim nächsten Mal: Wilmersburger Pizzaschmelz.

Was könnten wir gemeinsam essen? Kartoffeln, Kräutermargarine (auf Basis von Alsan Bio Margarine, mit Kräuterbuttermischung gewürzt), Baguette, Pilze, Ananas, Oliven, Peperoni, Spargel ...

Ebenso wie den Rotkohl-Salat, der bei unseren Gästen sehr gut ankam und den wir schon einen Tag vorher angesetzt haben. Dafür haben wir das Rezept abgewandelt: Halb neutrales Öl (war Raps- oder Sonnenblumenöl, ich weiß es nicht mehr) und halb Sesamöl, geröstet - als Alternative zum Walnussöl, das wir nicht hatten. Zusätzlich eine Orange klein geschnitten. Statt Apfeldicksaft habe ich Agavensirup genommen. Lecker. Werde ich wieder machen.

Dann haben wir jede Menge Soßen eingekauft, deren Zutatenliste zwar winzig klein für unsere Augen war, doch wir haben einige Soßen gefunden, die zufällig vegan waren. Prima!

Diese Walnuss-Paprika-Paste hab ich selbst gemacht. Höllisch scharf und lecker. Erinnerte mich ein bisschen an Ajvar. Rezept.

Und eine Cranberry-Sauce gab's auch. War wie süßer Kompott. [Ist in der Rezeptdatenbank von Veganwelt - Stichwort Sauce zu finden.] Ich habe die Sauce püriert. Schmeckte lecker zur scharfen Paprika-Paste und dazu Brot.

Da es einfach viel zu viel an dem Abend war, gab's den Kompott am nächsten Tag im Blätterteigmantel mit sauren Äpfeln dazu. Lecker. Blätterteig gibt es übrigens schon oft als vegane Variante, ohne dass dies vom Hersteller wohl beabsichtigt war. :o)

Zum Nachtisch hatten wir einen Klassiker meiner Kindheit: Vanilleeis mit heißen Kirschen. Für mich gab's Lupineneis (Sorte Vanille-Kirsch, Link Hersteller) dazu. Superlecker, schmeckte wie 'normales' Eis. Gefunden im Globus. Boah, war ich glücklich, als ich das gefunden habe. Ich liiiiiiiebe nämlich Eis!

Fazit Raclette: Lecker wird es für mich als Veganerin durch die Beilagen (Salat, Brot, Kräutermargarine, Dips, Oliven...), der Pizzaschmelz mit dem veganen Gyros ist zwar auch gut, kommt aber für mich bisher nicht an das von mir erinnerte mit Raclettekäse überbackene heran. Aber: Das Gewissen ist besser und der Geschmack ist unvergleichlich gut.

Ich bin froh und dankbar, dass es so viele leckere vegane Alternativen gibt. Weihnachten hatte meine Schwiegermutter auch lieb an mich beim Menü gedacht: Tomatensuppe. Veganes Geschnetzeltes mit Pilzen und Sojasahne auf Tost. Rotkohl mit Klößen und Orangensoße zu Sojaschnitzel. Bratapfel-rote-Grütze mit Sojapudding. Lecker!

Ich habe so viele Rezepte dieses Jahr ausprobiert, die gut geschmeckt haben und vor allen Dingen auch im Alltag gut mit meinem alles essenden Partner umzusetzen waren. Noch viel mehr Rezepte liegen ausgedruckt auf einem Stapel und wollen ausgetestet werden. Ganz zu schweigen von den Fotos, die ich von meinem Essen posten wollte. :o) Klappt dann doch weniger als ich will. So ein Blogbeitrag ist ganz schön viel Arbeit und braucht Zeit...

Jetzt freue ich mich, dass mir hier dieser gelungen ist.

Auf ein neues veganes Jahr voller Leckereien!

Anja Kolberg

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Donnerstag, 04 Dezember, 2014

Ich auch!

Wenn ein Kind etwas besonders Schönes hat, rufen die anderen gleich: 'Ich auch!' Kennen Sie das? Ich erinnere mich zumindest daran wie das früher war.

So, mein Mann hat einen Adventskalender. Ich nicht. War ganz traurig, als er am Montag sein Törchen öffnete und sich Kinderschokolade in den Mund schob. Ist ja auch nicht so leicht, einen veganen Adventskalender bekommt man nicht an jeder Ecke. Und mein Mann hat den Kalender geschenkt bekommen, also brauche ich gar keinen Gedanken daran verschwenden, dass ich ja nichts von ihm bekomme...

Fakt ist: Es ist der 4. Dezember und ich habe keinen Adventskalender. Ich bin traurig. Ich will auch so was haben.

Am Dienstag schrieb eine Kundin nach den Monatlichen Impulsen (in denen es darum ging, sich selbst zu verwöhnen), dass sie sich dieses Jahr einen eigenen Adventskalender gebastelt hatte. Nicht nur ihren Kindern und ihrem Mann wie all die Jahre zuvor. Ein 'Klopf auf die Schulter-Kalender' mit nettem Spruch als Erinnerung an etwas, das sie dieses Jahr gut geschafft hatte und Schokolade dazu.

Geniale Idee!

Das hat mich angeregt, mir selbst eine Freude zu machen und es ihr gleich zu tun. Wie oft habe ich für andere schon mit viel Liebe einen Kalender gebastelt. Jetzt mache ich mich selbst glücklich!

Schritt 1: Vegane Schoki bestellen. Habe von einem Schokoladen-Outlet.de erfahren, wo es vegane Bio-Bruch-Schoki gibt. Das Probierpaket bestellt und die Sorten Mandel Orange (lecker) und Nougat Krokant (noch besser!). Das schwere Schokoladenpaket ist heute eingetroffen. Musste erst mal gestestet werden. Göttlich lecker. Aber jetzt ist mir schlecht, weil ich wohl ein klitzekleines bisschen zuviel probiert hab. :o) Doch die Phase wird nicht lange anhalten. :o)

Schritt 2: Kleine Liebesbriefe an mich selbst schreiben. Die klebe ich auf die kleinen Tütchen mit der Schokolade. Aufkleber mit motivierenden Sätzen. Komplimente, die ich mal bekommen habe. Komplimente, die ich mir selbst machen möchte, die ich schon immer mal hören wollte. Einfach so was nettes, motivierendes, was mir einfällt und mir gut tun könnte. Und nicht nur Worte. Nein, ich will's auch bunt, so wie ich es für einen anderen machen würde, also Filzstifte raus.

Schritt 3: Stoffadventkalender im Keller ausgraben, mit kleinen Tütchen bestücken. Darauf ein Spruch, darin Schokolade oder was anderes Süßes.

Aufhängen. Jetzt ist der 4. Dezember und mein Adventskalender hängt. Jeden Tag freuen bis zum 24. Dezember. Yeah! Und weil schon der 4. Dezember ist, habe ich jetzt einige Jokertage, wo ich in die bisherigen Taschen greifen kann. Herrlich! *Hüpf*

Ich wünsche Ihnen einen schönen Adventstag!

Liebe Grüße,
Ihre Anja Kolberg

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Montag, 10 November, 2014

Kürbissuppe. Vegan. Lecker. Schnell. Einfach.

Seit einigen Wochen erfreue ich mich an einem einfachen Rezept: Kürbissuppe. Tipp meiner Mutter. Die Suppe ist in einer halben Stunde auf dem Tisch, braucht nicht nachgewürzt werden, lässt sich prima aufwärmen und sogar einfrieren. Und sieht auch noch herrlich aus. Von der fertigen Suppe habe ich leider kein Foto, weil ich sie immer so schnell auflöffle. :o)

Man braucht: 1 Hokaido-Kürbis. 800 ml Gemüsebrühe. 1 Dose Kokosmilch. Chilli. Knoblauch. 1-2 Zwiebeln

So geht das Rezept:

1. Einen Hokaido-Kürbis halbieren. Kerne und die Fasern um die Kerne entfernen. Den Kürbis inklusive Schale Würfel schneiden.
Die Schale ist sehr fest. Entweder die Kraft eines Mannes dafür nutzen :o) oder selbst die Muskeln trainieren. [Hab gehört, den Kürbis wie er ist eine zeitlang in den Ofen stecken (ca. 150 Grad 1/2 Stunde) soll auch helfen, ihn leichter schneiden zu können, hab ich aber noch nicht probiert.] Unbedingt die Kerne entfernen, ich habe es mal mit Kernen probiert. Schlechte Idee, die wurden nämlich weder weich gekocht, noch beim Pürieren klein und ich hatte immer die Kernbruchstücke im Mund... Dann lieber auf die fertige Suppe vor dem Servieren ein paar Kürbiskerne streuen oder etwas Kürbisöl träufeln.

2. 1-2 kleingeschnittene Zwiebeln, eine Knoblauchzehe und eine Chilli in etwas Öl oder Kokosfett andünsten.
Die Chilli habe ich beim zweiten Mal ohne Schale angedünstet, da die Schalenstücke mich in der Suppe störten. Dafür habe ich die Chilli aufgeschnitten, die Kerne entfernt und dann mit einem Küchenmesser das Fleisch von der Schale abgeschabt. Das hat gut geklappt (allerdings nur, wenn die Chilli nicht mehr superfrisch ist und die Haut schon etwas härter). Meine Chilli war auch nicht zu scharf.

3. Den geschnittenen Kürbis auf das angedünstete geben, mit 800 ml Gemüsebrühe und einer Dose Kokosmilch auffüllen. Alles eine 1/4 Stunde kochen. Dann mal in den Kürbis pieken, die Schale müsste weich sein.

4. Wenn der Kürbis weich ist: Alles pürieren. Fertig! Schmecken lassen. Dazu passt Baguette, Brot, Laugenbrezeln...
Ich habe vor dem Pürieren auch mal einige Stücke Kürbis herausgenommen und anschließend auf die pürierete Suppe gelegt. Lecker!

Der Kürbis ist mal klein, mal größer. Mal nehme ich eine große Zwiebeln, mal drei kleine. Oder auch mal zwei Chillischoten. Das Rezept lädt zum Experimentieren ein. Guten Appetit und viel Freude beim Nachkochen.

Anja Kolberg

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Dienstag, 16 September, 2014

Mehr Energie *Hüpf* dank Grünen Smoothies & mehr

Letzte Woche berichtete ich über meine Schlappheit, Müdigkeit, fehlende Konzentration und Energie durch die Antibiotikatherapie. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich mich zuletzt in dieser Intensität so gefühlt habe.

Seit dem hat sich - dem Himmel sei dank - einiges geändert. Ich habe wieder mehr Energie. Von Tag zu Tag wurde und wird es besser. Ich bin immer noch nicht wieder bei 100%, aber alleine dieses fehlende Gefühl, mir fallen die Augen gleich zu - ist ein Geschenk!

Wie kommt das?

Zunächst weil ich mich mit dem Aufbau meiner Darmflora nach der Antibiotikagabe beschäftigt habe. Gemahlene Flohsamenschalen und Heilerde hatte ich noch hier, ebenso wie ein fermentiertes Getränk. Damit habe ich gleich am Montag begonnen, als ich wusste wie die sanfte Darmsanierung funktioniert. Damit spürte ich schon eine ganz minimale Verbesserung, mein Bauch beruhigte sich. Das zusätzliche Präparat zum Aufbau der Darmflora kam erst Mitte der Woche und hilft seit dem auch mit, meine Gesundheit wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Der entscheidende Schritt kam aber am Dienstag. Ich fühlte mich so unendlich müde schon am Morgen und war darüber so frustriert, weil ich nicht wirklich vorwärts in meinen Projekten kam. So entschloss ich mich: Jetzt muss der Hochleistungsmixer her, um grüne Smoothies herzustellen. Ich hatte lange recherchiert und dann drei Geräte in meiner Preisklasse (bis 300 Euro) in der engeren Wahl - bis ich herausfand, dass ein Hersteller gleich bei mir um die Ecke seinen Sitz hat. Montag Abend hatte ich dorthin noch eine Mail geschickt, ob sie dort auch direkt verkaufen statt über den Online-Shop. Als Dienstag noch keine Antwort da war, rief ich kurzerhand an. Ja, ich könne vorbeikommen. Entschluss gefasst und einen Termin gemacht.

Wie der Himmel es wollte, bediente mich der Geschäftsführer selbst und versorgte mich mit so vielen kostbaren Informationen rund um die Smoothies und die positive Beeinflussung der rohköstlichen Nahrung bei Autoimmunkrankheiten, dass ich gar nicht alles so schnell aufnehmen konnte. Ich fühlte mich reich beschenkt! Nicht nur den Smoothie-Maker nahm ich mit, sondern auch zwei empfohlene Bücher rund um die vegane Ernährung, meist auf Rohkostbasis.

Zu Hause angekommen kaufte ich gleich Feldsalat und Bananen und mixte mir meinen grünen Smoothie. Ahhh, lecker! Der Unterschied in der Konsistenz zu den mit meinem Handmixer hergestellten Smoothies war enorm. Ja, das schmeckte wirklich weich. Hm. Seit dem bereite ich mir täglich meinen grünen Smoothie zu, halte mich weitestgehend an die Empfehlungen für die Darmsanierung, nur bei dem Weißmehl und Zucker klappt es nicht immer. Ich freue mich, dass ich mich an das große Ganze halte.

Mir geht es seit dem von Tag zu Tag besser. Die schweren Augen sind kaum noch vorhanden, die Schlappheit nur noch selten spürbar und die Energie nimmt zu. Vorbei die Zeit, wo mir schon morgens die Augen wieder zu fielen und ich mich kaum konzentrieren konnte. Ich bin mir sicher: Mir geht es weiterhin von Tag zu Tag besser und besser und bald werde ich bei 100% Energie sein und mich kraftvoller denn je fühlen. Darauf freue ich mich jetzt schon.

Was für ein Glück! Ich bin meinem Körper wirklich dankbar, dass er mir diesen Wink geschickt hat. So bin ich einen Schritt weiter auf meinem Weg gegangen, mich nicht nur seelisch und geistig, sondern auch körperlich mit guter Nahrung zu versorgen. *Hüpf*

Für alle, die sich auch mit grünen Smoothies beschäftigen möchten, schreibe ich bald einen neuen Artikel mit den wesentlichen Informationen. Ich freue mich sehr, dass ich meine Eltern auch mit meiner Begeisterung für die grünen Smoothies anstecken konnte. Sie sind ohnehin gesundheitsliebende und an Naturkost und -heilung interessierte Menschen, die sich damit schon Jahrzehnte beschäftigen.

Erfrischte und ermutigte Grüße aus Köln

Anja Kolberg

PS: Falls es Sie interessiert. Die Informationen zur Darmflora habe ich mir auf diesen Seiten aus vielen verschiedenen Artikeln gezogen.

Direktlink dieses Artikels, um darauf zu verweisen:
http://www.frauencoaching.de/archives/2014/09/entry_6855.html
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Donnerstag, 11 September, 2014

Ein gradliniger Freund: Mein Körper

Am Wochenende wünschte ich mir eine Stelle, an der ich meinen Körper umtauschen kann. Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, kaum Energie machten mich mürbe.

Es fing damit an, dass ich wegen eines entzündeten Zahnnervs Antibiotika nehmen musste. Das war vor drei Wochen. Ich war skeptisch, weil mein Körper diese Medikamente nicht gut verträgt. Da ich sie allerdings äußerst selten nehme (das letzte Mal vor sechs oder acht Jahren) und ich auch keine versteckten Antibiotika über die Ernährung (keine tierischen Produkte) aufnehme und es helfen sollte, meinen Zahn lebendig zu halten, stimmte ich zu.

Mit der Einnahme begann die Müdigkeit. Am Ende der viertägigen Medikamentenzeit bekam ich Durchfall. Die Müdigkeit hörte danach nicht auf. Ich schob es in der Woche darauf auf meine Periode, die mich häufig müde macht - dann auf zu langes Aufbleiben. Immer gab es Schwankungen, dann war mal kurzzeitig alles ok. Doch in der letzten Woche gab es keine Ausreden.

Da wurde die Schlappheit stärker: Ich war abends zum Teil schon um neun schon im Bett und schlief an drei Nachmittagen sogar mehrere Stunden. Ich konnte nur ein oder zwei Stunden ohne Einschränkungen arbeiten, dann fielen mir die Augen zu und ich konnte mich nicht mehr richtig konzentrieren. Legte ich mich hin, konnte ich nicht zur Ruhe kommen. Arg! Dazu der immer wiederkehrende Durchfall.

Auch die begonnene Eisenkur, die ich einmal jährlich mache, führte eher zu mehr Müdigkeit, dabei bewirkt sie bei mir sonst das Gegenteil. Ich finde es total doof, wenn mein Körper so ist. Deswegen kam dann der Wunsch auf, den Körper umtauschen zu können, um endlich Ruhe bzw. Energie zu haben...

Seufz. Ich weiß, so einfach ist es nicht. Ich habe einfach erst mal keinen Bock, mich aus meiner Bequemlichkeit, meiner Gewohnheit hinaus zu bewegen, um herauszufinden, was da los ist. Ich habe keine große Lust, zum Arzt zu gehen. Das alles strengt mich an und ich will es am liebsten gar nicht.

Ich nahm mir deswegen letzte Woche vor, wieder mit den grünen Smoothies anzufangen. Die hatten mir im Frühjahr so viel Energie gegeben und mich aus einer Schlappheitsphase befreit. Auch wenn sie mir an zwei Tagen halfen, machte es keinen wirklichen Spaß. Grund: Mein Handmixer kam an seine Grenzen. Die grünen Kraftgetränke blieben fasrig.

Durch den Austausch mit lieben Menschen bin ich dann an einen Zusammenhang meiner Symptome mit meiner Schilddrüse erinnert worden. (Ich habe die Autoimmunerkrankung Hashimoto, bei der das Immunsystem die körpereigenen Zellen der Schilddrüse angreift, was mit einer Unterfunktion einhergeht.) Ebenso an die Antibiotika-Gabe und deren Eigenart, die Darmflora zu zerstören.

Das Immunsystem und der Darm hängen stark zusammen und nur ein gesunder Darm kann die Nährstoffe aus der Nahrung verwerten. Mir fiel es wie Schuppen von den Augen: Ja klar, wie sollte der Körper Nährstoffe aufnehmen, wenn auch alle guten Darmbakterien mit den Medikamenten zerstört worden sind? Wie sollte ich da fit sein, kraftvoll und konzentriert?

Weil ich nicht viel Lust hatte, zum Arzt zu gehen, beschloss ich, mich zunächst mit dem Thema Darmflora zu beschäftigen. Nachdem ich darüber viel gelesen, auch über meine Autoimmunerkrankung und auch nachgedacht habe, kann ich jetzt meinen Körper wieder als meinen Freund sehen, den ich nicht umtauschen möchte. Er hat mir durch seine Symptome gezeigt: Es ist was nicht in Ordnung - kümmere dich um mich.

Mein Focus liegt bei mir interessensbedingt immer stark auf meiner Seele und der Nahrung für meinen Geist. Meinen Körper sehe ich als super funktionierenden Begleiter an, um den ich mich nicht groß kümmern muss - aber bisher nicht als Tempel meiner Seele. Dabei hat er verdient, genau so gesehen zu werden. Ein kostbares Gut, das gepflegt, gesehen und mit guter Nahrung versorgt werden will. Ich begreife das aber immer erst, wenn etwas nicht mehr so funktioniert wie vorher... Dieser Fall ist jetzt eingetreten.

Nach der intensiven Beschäftigung mit den Auswirkungen der Antibiotika-Therapie auf meinen Darm und was ich tun kann, um mir selbst zu helfen, habe ich mich jetzt für eine natürliche Darmsanierung entschieden und den gleichzeitigen Aufbau meiner Darmflora.

Sollte es danach nicht besser sein, stiefel ich zum Doc. In den nächsten vier Wochen versuche ich auch auf den Säure-Basen-Haushalt zu achten. Keinen Kaffee, kein Mineralwasser, wenig Fertigprodukte, wenig (so wenig ich kann) Weißmehl und Zucker, auch wenig Fertig-Sojaprodukte zu mir zu nehmen. Muss ich nicht, es stärkt aber den Heilungsprozess.

Ansonsten bin ich mit meiner veganen Ernährung (kein Fleisch, kein Fisch, keine Eier, keine Milchprodukte - kurz nur pflanzliches) auf einem guten Weg - allerdings mache ich das ja nicht aus gesundheitlichen Gründen. Das bedeutet auch, dass ich viel industriell verarbeitetes zu mir nehme, was auch nicht gut für meinen Organismus ist. Ich muss nur mal auf die Zutatenliste schauen... Das weiß ich schon länger, hatte bisher aber keinen Anlass, dort genauer hinzuschauen.

Ich ernähre mich vegan aus Mitgefühl mit den Tieren. Das Gesunde dieser Ernährung ist für mich eher eine sehr angenehme Begleiterscheinung. Meine Gerichte sind ganz normale Durchschnittsernährung, nur eben ohne tierische Produkte. Vegan heißt aber nicht gleichzeitig unbedingt gesund: Weißmehl, Fritten, Chips, Schokolade, Süßigkeiten, veganer Käse und Aufschnitt, Sojapudding, Fleischersatzprodukte aus Soja - sind beispielsweise alle vegan oder in rein pflanzlicher Variante zu bekommen.

Ich könnte mir echt mehr Mühe geben, mich gesünder zu ernähren, z.B. mehr frisches Gemüse und Obst, weniger Zucker, weniger Weißmehl, weniger Kaffee... bisher gab es aber keinen Grund dazu. Ich sehe Ernährung eher - ganz ehrlich - als lästiges Übel an. Ich habe nicht viel Spaß am Kochen. Ich mache es, weil es gemacht werden muss.

Lustvolles, sinnliches Zubereiten der Nahrung klingt herrlich anziehend. Es erfordert aber eine andere Einstellung zum Essen, zum Körper, zu Lebensmitteln, zur Nahrung für meinen Körper, die ich bisher nicht hatte.

Mein Körper fordert diesen Raum jetzt ein, bzw. lässt mir keine andere Wahl. Ich habe - wie es bei meiner veganen Umstellung auch war - den Wunsch nach Veränderung schon länger im Kopf, aber ihn nicht umgesetzt.

Beim veganen Essen war es die Tatsache, dass ich Tiere liebe und sie nicht essen wollte, die ich Jahre mit mir herum trug. Ich schaffte es aber nicht, auf ihre - meiner geschmacklichen Gewohnheit bekannten - Körperteile und Produkte zu verzichten.

Eine Umstellung erfordert Zeit und Motivation. Bei der veganen Ernährung löste eine Nachricht über das Leid der Pferde in Irland eine Verkettung von Informationen aus. Mein Mann war zu der Zeit im Krankenhaus und ich hatte abends übermäßig viel Zeit fürs Surfen. Die Informationen brachten mich schließlich auch zur Massentierhaltung und was das für die Seelchen bedeutet, an deren Körper wir ranwollen.

Diese Erkenntnisse, dieses Mitgefühl mit den Tieren und der Entschluss 'Ich mach da nicht mehr mit.' - waren meine Motivation, auf tierisches Essen zu verzichten. [Meine Ethik ... und die Schwierigkeiten danach zu leben]

Für eine gesunde Ernährung, also ohne industriell hergestellte pflanzliche Lebensmittel, fehlte diese Motivation. Ich mag nun mal Kuchen, Schokolade, Süßigkeiten...

Aber gut, es gibt zwischen zwei Extremen (also zwischen industriell geprägter veganer Ernährung und Rohkost/rein natürlicher pflanzlicher Ernährung) ja immer die Mitte und auch die wird mir bestimmt gesundheitliche Besserung bringen.

Und ich habe bei der Umstellung zur veganen Ernährung gemerkt, wie stark der Gewohnheitsfaktor eine Rolle spielt, ja fast süchtige Strukturen zu spüren waren, als ich ein Gericht ohne die üblichen tierischen Zutaten herstellen wollte. So ist es wohl auch, wenn ich auf Zucker verzichte oder auf das gewohnte Weißmehl. Mein Körper ist es gewohnt und hat keinen Bock, darauf zu verzichten.

Also braucht es eine starke Motivation von mir (Schlappheit), damit ich diese Hürden überwinde. Jetzt also die Darmpflege und zurück zu den grünen Smoothies.

Zum Ausprobieren, ob ich mit den Smoothies überhaupt klar komme, ob sie mir was bringen, war der Handmixer ok. Ich hatte ja wirklich mehr Kraft und Schwung, fühlte mich besser, hatte mehr Appetit auf Gemüse und Obst. Man kann Smoothies mit Kohlrabiblättern, Giersch und anderen Wildkräutern, Salaten, Möhrengrün uvm. machen. Es ist faszinierend, dass z.T. mehr Nährstoffe in den Blättern stecken statt im eigentlichen Gemüse.

Um dieses faserige Grün zu einer cremigen Masse verarbeiten zu können, braucht man/frau einen Hochleistungsmixer. Der schafft es nach einer Minute Verarbeitung auch, die Pflanzenbestandteile so aufzubrechen, das alle Nährstoffe dem Körper sofort zur Verfügung stehen. Schon lange habe ich deswegen geplant, mir dies Küchengerät anzuschaffen.

Das bedeutet aber erst mal Beschäftigung mit den vielen Möglichkeiten am Markt, was mich nervt. Angestoßen durch die Müdigkeit - und die leichte Verbesserung an den beiden Tagen, wo ich sie mir letzte Woche zubereitete - hatte ich jetzt die nötige Motivation. Nach tagelangem Suchen habe ich ein Gerät ausgewählt. Das werde ich mir nun zulegen. Damit werde ich meine Gesundheit weiter stärken und so hoffentlich bald mehr Energie, Schwung und Konzentration haben.

Ich bin stolz, dass es mir gelungen ist, mich trotz dieser intensiven Zeit auf meinen Kalender zu konzentrieren. Seit Samstag sind die Daten in der Druckerei. Zwei Motive wird es wieder geben. Dazu mehr in den nächsten Wochen. Mein nächstes Projekt ist jetzt der Webshop. Es gibt neue Bestimmungen fürs Widerrufsrecht, die muss ich einpflegen, neue Artikel anlegen...

Für mich ist es schwer, zu akzeptieren, anzunehmen, dass ich viele Ideen im Kopf habe - ich möchte nämlich sooooo viel mehr machen - aber mein Körper oder meine Seele einfach nicht mitspielen. Wo sonst meine Seele blockiert, sagt diesmal der Körper: STOPP! Jetzt bin ich erst mal dran. Schau mal, wie es mir geht. Das mit den Medis war nötig, ja, aber jetzt sorg auch dafür, dass ich wieder fit werde und jede Menge Vitamine tanke.

Das mache ich jetzt. Hab's eingesehen, einsehen müssen. Mein Körper. Ein gradliniger Freund, der mir immer sagt, wenn etwas nicht im Lot ist.

Danke dafür!

Ihre, den Lebensweg immer wieder annehmende

Anja Kolberg

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Montag, 25 November, 2013

Warmer Apfelkuchen hmmmm - Minianleitung in Bildern

Es duftet nach frisch gebackenem Kuchen. Warmer Apfelkuchen mit Streuseln. Ein ideales Nachmittagsvergnügen, wenn Gäste kommen oder auch zu einem Festmahl als Nachtisch, zum Beispiel mit Vanilleeis (für die Normalesser) oder mit Vanillepudding (für die Veganer, Alpro-Soja bietet leckeren an).

Bäumchensäpfel habe ich als Belag genommen und andere Apfelsorten, die meine Mutter mir mitgegeben hatte. Sie alle stammen - unbehandelt - von Apfelbäumen aus dem Bergischen. Und weil sie unbehandelt sind, haben sie Wurmlöcher, Dellen, Kratzer, Punkte, manchmal faule Stellen. (Die auf dem Foto lagern bei mir auch schon einige Zeit.) Mit beherztem Schnitt ist das alles schnell weggezaubert und der Geschmack ist wirklich himmlisch. So sollen Äpfel schmecken.

Das Obstkuchenrezept der Pflaumenplatte habe ich als Grundlage genommen. Eigentlich wollte ich einen Schokokuchen backen, aber da waren die 500gr Mehl schon mit Zucker in der Schüssel vermischt... Gut, umdisponieren, dann kommen auch endlich die Äpfel zum Zuge.

Ofen leer geräumt, Ober- und Unterhitze angeknipst. Alle Zutaten in eine Schüssel schütten, die auf der Waage steht, so kann durch Klick auf Tara prima weiter zugewogen werden. Zum Schluss habe ich heute sogar noch das Wasser draufgeschüttet (260ml diesmal) und danach erst alles miteinander vermixt. Ging supereinfach. Die Margarine war zimmerwarm, sonst wäres es glaube ich nicht so einfach gegangen.

Der Teig wird dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gefüllt. Dort bleibt er einen Moment liegen, bis die Schüssel wirklich vom letzten Rest Teig mit den Fingern befreit ist. :o) Ich liiiiiebe es, die Mixer abzuschlecken und da der Teig so lecker ist...

Der Teig wird dann auseinander gestrichen. Das Backpapier muss ich dabei immer wieder festhalten, damit nichts verrutscht. Teigschaber ablecken. :o)

Danach habe ich angefangen, die Äpfel zu schälen und klein zu schnippeln. Ich brauchte noch 4 weitere große Äpfel aus dem Supermarkt, die heimischen reichten nicht. Ich schnippel immer wild drauf los, da wird nichts akkurat.

Den Streusel habe ich anschließend zubereitet. Ich habe gelernt, dass zimmerwarme Margarine guten Streusel macht:

Er wird dann herrlich kleinkrümelig...

... und lässt sich gut auf dem Obst verteilen:

Nach einer halben Stunde im Backofen kommt dann diese Köstlichkeit raus und betöhrt mit ihrem Apfelduft durchs ganze Haus: Iss mich...

Lecker! Wenn Sie solch eine Platte mit auf die Arbeit nehmen, werden Sie die Stimmung im Büro für den ganzen Tag heben. :o) Übrigens lässt sich der Kuchen prima einfrieren. Wir hatten so ruckizucki einen Sonntagskuchen ohne Arbeit.

Viel Spaß beim Nachbacken. Es ist wirklich nicht schwer und ich bin keine Megabäckerin. Das ist auch für Anfänger zu schaffen. Nur Mut. Und das Beste: Rein pflanzlich, gutes Gewissen... Ist das Rezept eines Konditors... Kein Unterschied zu 'normalem' Kuchen zu schmecken. *HÜPF*BOING*TANZ*

Hintergrund meines Backvergnügens: Seit dem Erlebnis mit dem Huhn Berta verzichte ich auf Milchbrötchen & Kuchen, gleich ob vom Bäcker oder selbstgemacht. Bislang war das ja immer noch meine Ausnahme: Süßes vom Bäcker, Kuchen auf Einladungen, Süßigkeiten, Schokolade... Das Süße vom Bäcker war mein morgendliches Frühstück. Ob jetzt Quarkbällchen, Rosinenbrötchen oder Croissant. Seit Berta möchte ich keine Eier und Molkereiprodukte mehr essen, deswegen musste ich mir neue Lösungen fürs Frühstück überlegen und habe jede Menge gebacken wie Sie aus der Rubrik Blog - Vegane Rezepte wissen. Zu Feierlichkeiten bringe ich jetzt kurzerhand einen Kuchen mit und für alle ist eine einfache und leckere Lösung zur Hand.

Eigentlich würde ich gerne gesünder frühstücken, so habe ich eine zeitlang morgens warmen Hirsebrei mit Rosinen gegessen, doch darauf habe ich im Moment keinen Bock. Grüne Smoothies finde ich auch interessant, doch den, den ich vor zwei Jahren mir mal gemixt habe, war nicht wirklich mein Ding. Das braucht also alles noch was an Zeit. Bis ich soweit bin, genieße ich meine selbstgebackenen Kuchen und Muffins...

Alles Liebe!

Anja Kolberg

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Donnerstag, 24 Oktober, 2013

Leckere vegane Backwaren - einfach gemacht

Das Posten des Rezeptes für die Pflaumenplatte hat mir Schwung gegeben, noch mehr rein pflanzliche Backrezepte zu veröffentlichen, die ich ausprobiert habe.

Für alle Rezepte hier gilt: Vegan. Ohne Soja. In der Regel einfach zuzubereiten. Auch von 'Nicht-Veganern' probiert und für gut befunden. Sie können also unbedenklich und 'unbemerkt' auf einer ganz normalen Kaffeetafel stehen.

***

Gestern frisch getestet und schon ein Teil weggeputzt:

Vegane Schoko-Nuss-Torte

 

Das Rezept ist denkbar einfach und ruckzuck fertig: Zutaten in eine Schüssel (habe als Zutat Haselnüsse genommen), durchmixen, in die Form. Eine Stunde vorm Ofen warten. Fertig. :o) Da ich keine Gugelhupfform mehr habe oder sie nicht mehr finde (steht ab sofort auf meiner Wunschliste), habe ich den Teig in eine Springform mit Rohrboden gefüllt. Das Rezept finden Sie hier. Ich habe es abgewandelt, da mein Mann kein Soja mag und die 150 ml Sojamilch durch Kaffee ersetzt, also insgesamt 300ml löslichen Espresso hinzugefügt (er war sogar noch warm). Möhre hatte ich keine da, deswegen weggelassen und dafür noch Zartbitter- Blockschokolade (oder auch Zartbitter-Schokostreusel) reingeschnitten. Ach ja, statt Kakao-Pulver habe ich 'Milka Schoko Drink' genommen, der ist laut Hersteller pflanzlich. *Hüpf*

Ich will von dem Kuchen noch welchen mit zu meinen Eltern nehmen, ob er so lange hält?

***

Letzte Woche hatte ich die Idee, mal einen veganen Möhrenkuchen auszuprobieren. Ruckzuck ein Rezept gefunden, ausprobiert und für wiederholenswert gefunden!

Der Kuchen ist saftig, hält sich locker einige Tage (wenn man sich zurück halten kann) und schmeckt mir vorzüglich aufs Schwarzbrot. Hier das Rezept. Anmerkungen: Ich habe 2-3 Schuss Zitronensaft aus der Flasche genommen, weil ich keine frische Zitrone hatte, normales Mehl statt Vollkornmehl und der Kuchen brauchte bei mir länger als 45 Minuten, bis er gar war, was an unserem Ofen liegen kann. Ich habe vor lauter Futtern vergessen ein schönes Foto aufm Teller zu machen, deswegen hier ein Schnappschuss vom Kuchenteller.

***

Der Übersichtlichkeit halber für die neu eröffnete Rubrik 'Blog - Vegane Rezepte' - führe ich hier auch die schon geposteten veganen Backrezepte auf, die mir gut schmecken und einfach zuzubereiten sind:

Veganer Biskuit

Rezept gibt es hier. Der Teig wird bei mir in der Herzkuchenform immer recht hoch wie man auf dem Foto sieht. Mich stört das nicht weiter. Mit Obst, gleich ob frische Erdbeeren oder Obst aus dem Einmachglas/Dose - immer eine Freude!

 

Mir läuft das Wasser bei dieser Erdbeertorte im Mund zusammen. Hier ein Foto kurz vor Auftrag der Glasur.

***

Vegane Muffins

Aus dem Biskuit-Rezept lassen sich 10 Muffins zaubern. Ich nehme nur den Schneebesen zum Verrühren. Abweichend vom Rezept gebe ich nur ca. 150 Gramm Zucker statt 175 Gramm hinzu. Backtemperatur bleibt gleich. Backdauer evtl. etwas länger. Ich gucke immer, dass sie die für mich richtige Bräune haben.

Oben habe ich verschiedene Sorten mit Rosinen, mit abgeriebener, ungespritzter Zitronenschale und mit Schoko (wieder der Milka Schoko Drink), Espressopulver und Zartbitter-Blockschokolade-Stücke gebacken.

Hier mit gehackten Nüssen und gehackten Mandeln, die ich sowohl unter den Teil gerührt habe, als auch oben aufgestreut.

Sehr saftig schmecken Apfel-Zimt-Muffins. Dabei Äpfel - ich wasche Bioäpfel gut ab und gebe sie inkl. Schale kleingeschnitten unter den Teig - und füge Zimt hinzu. Nett sieht es wie oben auf dem Foto auf, wenn ein Zimt-Zucker-Gemisch kurz vorm Backen oben aufgestreut wird. Das ist übrigens ein Grund, warum ich Zucker im Teig reduziere. Aber auch, weil wir es süß genug empfinden.

 

Im Frühjahr habe ich einen Teelöffel Blaubeermarmelade in die Mitte des Förmchens in und auf den Teig laufen lassen. Das war nicht ganz so optimal, sondern eine ziemliche Kleberei, wenn auch geschmacklich ok. Gut waren Schokodrops (rechts auf dem Tablett). Geschmacksrichtung Zartbitter ist meistens vegan.

***

Vegane Nussecken

 

Köstlich in den dunkleren Monaten. Zur Bindung des Bodens wird Leinsamen mit heißem Wasser klein gemixt. Nussig, köstlich - auch gerne mit Schokoecken! Schon gaaaanz oft gemacht und mitgenommen zu Kaffee & Kuchen. Rezept hier.

***

Veganer Apfel-Streusel-Kuchen

 

Den habe ich wie die Nussecken ganz am Anfang meines veganen Weges ausprobiert. Rezept (Wie in einem Kommentar unter dem Rezept angeregt, habe ich Rosinen, Walnüsse und Puddingpulver ergänzt.)

***

Das waren die wiederholenswerten Backrezepte - Stand heute. Ich bin mir sicher, da kommt noch so manches Rezept hinzu. Ich habe so viele noch gar nicht ausprobiert. Mit den obigen Kuchen kommt man schon ganz viele Kaffeetafeln weit...

Als ich mich dazu entschied, keine tierischen Produkte mehr zu essen, dachte ich, das wäre das Ende vom Kuchen. Heute weiß ich: Da fing ein neuer Weg mit einem richtig guten Gefühl an! Wenn Sie mehr über die Hintergründe und meinen Weg zu einer möglichst pflanzlichen Ernährung lesen möchten, finden Sie 'in dieser Rubrik' Antworten.

Herbstliche Grüße von der tierlieben Backfee & gaaaanz viel Freude beim Austesten und Kosten

Anja Kolberg

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Dienstag, 22 Oktober, 2013

Köstliche vegane Pflaumenplatte (Obstkuchen vom Blech) - Einfach & lecker!

Durch Zufall probierte ich während meiner Landferien einen Apfelstreuselkuchen vom Blech. Die Freundin meiner Mutter hatte ihn mitgebracht. Der war richtig lecker. Zu dem Zeitpunkt habe ich noch Backwaren mit allem drum und drin gegessen (also Milch, Eier, Butter). 'Da sind bestimmt Eier drin', sagte ich. 'Nein', lautete die Antwort. Das machte mich neugierig. Wir gingen das Rezept durch und es zeigte sich, die anderen möglichen tierischen Zutaten Butter und Milch könnten durch Margarine und Wasser ersetzt werden. Es handelte sich um ein altes Familienrezept erzählte mir die Freundin, es gab einen Konditor in der Familie. Tatsächlich schmeckte der Kuchen wie frisch aus der Bäckerei.

Ich schrieb mir das Rezept auf und probierte es zu Hause mit Pflaumen, Wasser, Margarine aus - und es klappte - und schmeckte. Viele haben den veganen Kuchen inzwischen schon probiert und sie können keinen Unterschied zu einem mit Butter, Milch, Eiern feststellen.

Das macht mich richtig froh und glücklich - was für ein Geschenk für mich und die Tiere! Es zeigt mal wieder: Rein pflanzlicher Kuchen ist weder ein Wunder, noch Zauberei - sondern: Einfach & lecker!

Deswegen teile ich jetzt - mit Genehmigung der Freundin meiner Mutter, die auf Wunsch nicht erwähnt wird - das köstliche vegane Streuselkuchen-Rezept mit Ihnen:

Boden:

  • 500 Gramm Mehl
  • 250 Gramm Zucker
  • 125 Gramm Margarine (vegan sind z.B. 'Deli-Reform Das Original' oder Alsan Bio oder Bellasan Sonnenblumenmargarine von Aldi Süd)
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Vanillezucker
  • etwas mehr als 250 ml Wasser (**siehe Info unten)

Streusel (wer mag):

  • 300 Gramm Mehl
  • 200 Gramm Margarine (zimmerwarm)
  • 125 Gramm Zucker
  • 1 Vanillezucker

Belag:
Obst nach Geschmack. Ich habe ca. 1,3 kg Pflaumen (im Laden gewogen, also mit Kernen) darauf verteilt, wer gerne mehr mag, auch mehr, dann werden die Pflaumen einfach steiler aufgestellt. Äpfel passen prima (Menge austesten, habe ich selbst noch nicht probiert). Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Zubereitung:

Ofen mit Ober-/Unterhitze auf 200 Grad vorheizen.

Obst vorbereiten. Also für den Pflaumenkuchen die Pflaumen entsteinen und zurecht schneiden, damit sie sich gut verteilen lassen.

Für den Boden alle Zutaten miteinander vermengen. **250 ml Wasser reichen vielleicht nicht. Der Teig sollte sich auf dem mit Backpapier ausgelegten Backblech gut verstreichen lassen, bei mir ist es etwas mehr als 250 ml.

Danach das Obst auf dem Boden verteilen.

Für den Streusel die Zutaten nur so lange miteinander vermengen, bis der Streusel noch schön krümelig ist. Es gibt einen Zeitpunkt, da wird die Margarine so weich, dass die Streuselstücke immer größer werden und irgendwann ist es ein großer Teigklops. :o) Hatte ich alles schon. (= nächstes Foto)

Geht aber auch, dann muss man halt Stücke davon rauszupfen und auf dem Obst verteilen.

(Zuvor ein Foto mit kleinkrümeligem Streusel.)

Also es gibt einen guten Zeitpunkt zwischen 'es sind noch die einzelnen Bestandteile Mehl, Zucker, Margarine' und 'huch, jetzt habe ich zu lange gemixt'. Probieren geht über studieren. Dem Geschmack schadet die Form auf keinen Fall. Streusel auf dem Boden verteilen

Bei 200 Grad Ober-/Unterhitze ca. 30 Minuten backen (Optimalen Zeitpunkt selbst bestimmen, mögen Sie es dunkler oder heller?)

Abkühlen lassen. Zurechtschneiden und schmecken lassen. Der Kuchen hält sich wunderbar einige Tage und lässt sich auch gut einfrieren und wer mag wieder im Ofen aufwärmen.

Sie sind alle herzlich eingeladen, das Rezept auszuprobieren und zu verteilen. Es wäre toll, wenn der köstliche vegane Kuchen künftig auch in Cafés und Bäckereien zu kaufen wäre! Für alle, die sich das Rezept ausdrucken möchten, habe ich hier ein PDF-Dokument erstellt.

Viel Freude beim Backen und Schmecken lassen!

Anja Kolberg

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