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Dienstag, 05 April, 2011
Kochbuch-Tipps
Vegan & vollwertig genießen
Erster Eindruck: Ansprechender Einband. Tolle Farbfotos, die Appetit machen. Schönes Layout. Fester Einband.
Inhalt: Vegane Rezepte ohne Soja, Tofu & Co. - dafür vollwertig, ohne Weißmehl, Margarine und raffinierten Zucker. Unterteilt ist das 216 Seiten starke Kochbuch in drei Rubriken: "Hinweise und Tipps zur gesunden Ernährung" von Seite 9 bis Seite 27. Auf 181 Seiten das Herzstück "Rezepte" und im Anhang auf vier Seiten Infos u.a. über die Autorinnen und die Tierproduktion.
Im Herzstück warten diese Rubriken auf neugierige Köche und Köchinnen: Frühstück. Salate & Gemüse. Salatdressings und Dips. Brötchen, Fladen und Brote. Brotaufstriche. Suppen und Saucen. Hauptgerichte. Beilagen. Desserts. Konfekt. Kuchen, Torten und Gebäck. Getränke.
Test: Drei Rezepte habe ich bisher ausprobiert. Köstlich waren die Apfelpfannkuchen - sie haben selbst meinem "normal" essenden Gatten geschmeckt, wenn sich auch ihre Konsistenz von den altbekannten Eier-Milch-Mehl-Pfannkuchen deutlich unterschied. Dafür machten sie unglaublich satt (auch mit konventionellem Weißmehl statt frisch gemahlenem Korn). Die Spinatcannelloni haben uns auch sehr geschmeckt, wenn mir auch im Rezept die eindeutigen Mengenangaben für den Spinat fehlten. Dennoch: Eine Rezeptidee, die ich mit den gemachten Erfahrungen nochmal kochen würde. Einen Kuchen habe ich auch probiert, und zwar die Schoko-Bananen-Torte. Die ging ziemlich in die Hose. Das lag aber nicht am Rezept, sondern an der Bäckerin. :o) Ich habe Feigen statt Datteln für den Teig genommen, was uns beiden überhaupt nicht geschmeckt hat. Mir war der Unterschied nicht bewusst, heute kenne ich ihn, wir haben ihn deutlich geschmeckt. Und ich habe versucht, den im Rezept gebrauchten Mandelmus selber zu machen (Rezept aus dem Internet), beim Pürieren sind die Mandeln bitter geworden. Heute habe ich gekauften Mus im Schrank, damit mir das nicht nochmal passiert (gibt es im Reformhaus oder Bioladen z.B. von Rapunzel). Die Erinnerung an das Gesicht meines Mannes und meines während wir mein Experiment probiert haben, bringt mich heute noch zum Lachen. Diese Erfahrung hat mich aber nicht davon abgehalten, weitere Rezepte zu probieren. Die Torte war nämlich mein erstes Rezept aus diesem Buch. :o)
Was mir nicht gefallen hat: Ich empfinde die Regeln der Vollwertküche als streng, spürte förmlich wie ich beim Durchlesen der Rubrik, was täglich gegessen werden sollte, wütend wurde. Ich habe immer das Gefühl, hier wird der Zeigefinger mahnend empor gehoben. Und das gefällt mir nicht. Zweiter Kritikpunkt: Ich hätte mir zu jedem Rezept ein Foto gewünscht.
Was mir gefallen hat: Die vielen wunderbaren Rezeptideen und Fotos. Ich habe noch immer das Bild der Frischkostplatte mit Sprossen vor Augen. Ein unglaubliches Genussbild, welches mir das Wasser im Mund zusammen laufen lässt. Ebenso gefallen mir die vielen Möglichkeiten, Milchprodukte, Zucker oder Eier zu ersetzen - und zwar nicht durch Sojaprodukte oder Tofu, sondern zum Beispiel durch Nüsse oder Trockenfrüchte.
Fazit: Ein Glück, dass es dieses Buch gibt, das gesundes mit veganem Essen verbindet. Viele tolle Ideen für neue Geschmackserlebnisse!
Anja Kolberg
Autorinnen: Annette Heimroth, Brigitte Bornschein
Titel: Vegan
& vollwertig genießen
Verlag: Hädecke
Preis:
19,90 Euro
erschienen 2010
ISBN 978-3-7750-0573-9
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Garten- & Wildkräuter
Erster Eindruck: Tolle Haptik, ansprechendes Cover, biegsamer Einband, lockende Fotos, schönes Layout.
Inhalt: Unterteilt ist das Kochbuch in verschiedene Kräutergattungen: Die bitteren Kräuter, heimische Kräuter, Mittelmeerkräuter, Süße Kräuter und Blüten, Die Malve, Exotische Kräuter, Pfefferminzmuseum und Wildkräuter. Die Kräuter werden kurz beschrieben, dann folgen anschaulich bebilderte Gerichte von „Rasch fertig“ bis „Verwöhnen“. Im ersten Kapitel "Vorräte" weiht uns der Autor ein wie zum Beispiel Pesto, Öl und Gemüsefond hergestellt werden.
Was mir gefällt: Die Information zu den einzelnen Rezepten, zum Beispiel wie lange die selbstgemachten Schätze haltbar sind, wie lange die Zubereitung dauert und eventuell die Ruhezeit beträgt. Die Rubrik „Das ist wirklich wichtig“, weil hier wesentliches oft mit Zubereitungsbildern zusammengefasst ist und Praxiswissen und Tipps und Tricks geteilt werden. Rezept-Ideen, wozu das Selbstgemachte gut schmeckt.
Was mir fehlt: Abbildungen der einzelnen Kräuter.
Fazit: Ein Glücksfund. Rezept-Ideen, die mir das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Neben Fleisch- und Fischrezepten mit Kräutern habe ich auch viele vegetarische und vegane entdeckt. Das Buch macht Lust auf mehr Kräuter im Essen!
Anja Kolberg
Autor: Reinhardt Hess
Titel: Garten- & Wildkräuter
Verlag:
Kosmos
Preis: 14,95 Euro
erschienen 2011
ISBN
978-3-440-12590-8
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Dienstag, 26 Oktober, 2010
Kochbuch Saucen: Samtig. Schaumig. Cremig.
Mir läuft beim Durchblättern das Wasser im Mund zusammen: Orangen-Salsa mit Tomaten, Walnusspesto mit Petersilie, Weißweinsauce mit Safran, Mango-Chutney, Heller Fond, Zwiebeljus, Karamellsauce, Sabayon... Schluck. Ich muss jetzt mit Blättern aufhören, sonst überfalle ich unsere Küche - zu verlockend die Naschereien. Denn ich finde: Ein Gericht ohne Sauce ist fad.
In diesem Buch gibt es neben den Rezepten die entscheidenden Tipps wie z.B. Sauce Hollandaise wirklich gelingt oder was bei einem selbstgemachten Fisch-Fond zu beachten ist. Oben drauf versorgt uns Autor Peter Auer, Koch, u.a. Referent an der Akademie des deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, mit Basisinformationen z.B. zu Küchenwerkzeugen und Saucengewürzen und die Fotografin Martina Görlach mit 121 unglaublich inspirierenden Farbfotos.
Dieses Buch schmeckt mir richtig gut!
Freitag, 20 August, 2010
gut gekocht! Das Grundkochbuch**
Tipp: Meine Großmutter schenkte mir für die erste eigene Wohnung einen Wäschekorb voller Grundlebensmittel, zum Teil schon praktisch in Vorratsdosen verpackt und ein Grundkochbuch. Eine großartige Idee! Von den Schätzen dieses Geschenkes leben heute, fast 20 Jahre danach immer noch das viel genutzte Kochbuch, der Wäschekorb und die Vorratsdosen. Somit nicht nur sehr praktisch, sondern auch eine ewige Erinnerung.



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