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Montag, 19 Oktober, 2009
Sachbuch: Jetzt reicht's mir!***
- Mund zu, Augen zu und aushalten
- Wann ist es sinnvoll, über das Störende zu reden
- Kritisieren, ohne zu verletzen - so geht das
- Verhandeln statt verbieten
- Mit Samthandschuhen oder wie Sie hypersensible Menschen kritisieren können
- Die andere Seite der Kritik: Anerkennung, Wertschätzung und Dankbarkeit
- Die überraschende Kritik und das Gefühl, hilflos zu sein
- Wie Sie mit einer unsachlichen Kritik gelassen fertig werden
- Wenn Sachliches mit Unsachlichem vermischt wird
- Reagieren Sie überempfindlich auf Kritik?
- Von der Macht des inneren Kritikers
Mittwoch, 23 September, 2009
Sachbuch: Die böse Mutter**
2. Mir hat nicht gefallen, dass die Autorin Wörter wie "fressen" benutzt. Es mag sein, dass an dieser Sucht Erkrankte viel Nahrung auf einmal in sich aufnehmen, dennoch finde ich es wirklich abstoßend, dass sie es - gerade als Psychologin - so abwertig "fressen" nennt. Ich vermisse hier ein wenig Feingefühl. Vielleicht sehen das Betroffene anders.
3. Es wird ein Selbsthilfeprogramm angekündigt, das nicht Inhalt des Buches ist. Es handelt sich statt dessen wie auch in der Auflage von 1989 um einen Fragebogen, den die Leserin ausfüllen und mit Geld zur Autorin schicken kann. Dafür erhält sie eine Standortbestimmung und einen individuellen Eßplan. Einerseits hat es mich wütend gemacht, weil ich dachte, das Selbsthilfeprogramm sei enthalten und fühlte mich in die Irre geführt. Andererseits frage ich mich ernsthaft, warum die Expertin selbst auf der Welle reitet, an der die Leserinnen doch bisher gescheitert sind, weil sie mit Eßplänen und Ernährungsvorgaben nicht weiter gekommen sind. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin stattdessen mehr dazu ermutigt, auf sich selbst und die eigenen Gefühle zu achten und so auf einen Weg der Heilung zu kommen. Für mich ist dieser Teil des Buches ein Paradox!
Dienstag, 09 Mai, 2006
**Du machst mich krank
Die
Sprache der Symptome erkennen und verstehen. Warum viele Beziehungen so
ungesund sind.Der Verlag: "Du machst mich krank!" Diese Aussage - oft im Zorn dem Partner gegenüber geäußert - macht deutlich, wie sehr Menschen uns im Innersten auffühlen können. Werden diese Gefühle unterdrückt, führt das früher oder später auch zu körperlichen Symptomen.
Anja Kolberg: Kurt Tepperwein zeigt, dass jede Beziehungssituation eine Lern- und Wachstumschance bietet und weist einen Weg aus krankmachenden Situationen. Besonders hilfreich empfinde ich die Hinweise, was ich tun kann. Trifft eine Aussagen zu einzelnen Beziehungsphasen zu, wie z.B. "Ich kann mich nicht entscheiden" oder "Ich will nicht enttäuscht werden", erfahre ich nicht nur die dahinter liegende Bedeutung, sondern auch, was ich tun kann. Gleiches gilt für die vorgestellten Symptome. Ein hilfreiches Nachschlagewerk für gesunde Beziehungen!
Mittwoch, 08 März, 2006
***Auf der Suche nach dem verlorenen Glück
Der Verlag: Im Dschungel Venezuelas trifft eine junge Amerikanerin auf die Yequana-Indianer. Fasziniert vom offenkundigen Glück dieser "Wilden", bleibt sie insgesamt zweieinhalb Jahre bei dem Stamm und versucht, die Ursachen dieses glücklichen und harmonischen Zusammenlebens herauszufinden. Sie entdeckt dessen Wurzeln im Umgang dieser Menschen mit ihren Kindern und zeigt, wie dort noch ein bei uns längst verschüttetes Wissen um die ursprünglichen Bedürfnisse von Kleinkindern existiert, das wir erst neu zu entdecken haben.
Anja Kolberg: Die Indianer tragen ihre Kinder bis sie krabbeln an ihrem Körper, verrichten mit ihnen die Hausarbeit. Dies gibt den Kindern das Gefühl, ganz willkommen zu sein, richtig zu sein und bildet die Grundlage für ihre Zufriedenheit und ihr Selbstbewusstsein. Die Autorin nennt dies das Kontinuums-Gefühl. Ein Gefühl, das in unserer zivilisierten Welt abhanden gekommen ist. Jean Lidloff hat mich mit ihrer Beobachtung und deren Deutung und Auswirkung auf unsere häufige Unzufriedenheit und Suche nach dem Glück beeindruckt. Der Glaube der Indianer an den natürlichen Selbstschutzinstinkt der Kinder war ebenso erkenntnisreich; interessant dazu der Vergleich zu unserem "zivilisierten" Verhalten und dessen Auswirkungen. Die vielen Beispiele machen das Buch leicht lesbar. Ein herzlicher Dank an meine Kundin Michaela aus München für diesen tollen Buchtipp!
Das Buch stammt von 1977 und ist inzwischen in der 485.000 Auflage erschienen!
Für alle, die ihrem innerlichen und natürlichen Instinkt im Umgang mit Kindern folgen wollen.



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