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Montag, 19 Oktober, 2009

Sachbuch: Jetzt reicht's mir!***

Wie Sie Kritik austeilen und einstecken können.

Anja Kolberg: Mit konkreten und einfachen Anleitungen hilft Barbara Berckhan, sicher Fuß im Land der Kritik zu fassen. Dabei findet sie im Kapitel: "Harmoniebedürftig oder die Angst, mit der Kritik anzuecken" passende Worte für Menschen, die sich nicht trauen, Kritik auszuteilen und statt dessen still "Rabattmarken" verteilen. Diese Märkchen dienen als Erinnerungen an Dinge, die nicht gut getan haben oder nicht ausgesprochen wurden. Irgendwann, wenn das Fass überläuft, kommen sie explosionsartig auf den Tisch. Die Autorin erklärt die Situation, outet sich selbst als eine Harmoniebedürftige und gibt Hinweise für eine Veränderung. Genau diese persönlichen Worte und Erfahrungen machen es noch leichter, ihre Worte anzunehmen. Das genannte ist nur eines von zwölf Kapiteln der beiden Teile "Kritik austeilen" und "Kritik einstecken". Dies sind die anderen Kapitel:
  • Mund zu, Augen zu und aushalten
  • Wann ist es sinnvoll, über das Störende zu reden
  • Kritisieren, ohne zu verletzen - so geht das
  • Verhandeln statt verbieten
  • Mit Samthandschuhen oder wie Sie hypersensible Menschen kritisieren können
  • Die andere Seite der Kritik: Anerkennung, Wertschätzung und Dankbarkeit
  • Die überraschende Kritik und das Gefühl, hilflos zu sein
  • Wie Sie mit einer unsachlichen Kritik gelassen fertig werden
  • Wenn Sachliches mit Unsachlichem vermischt wird
  • Reagieren Sie überempfindlich auf Kritik?
  • Von der Macht des inneren Kritikers
Das Buch der Kommunikationstrainerin ist leicht zu lesen und manchmal kommen die Kapitel, Tipps und Anleitungen sogar witzig daher. Das und vor allem die persönlichen Erfahrungen und Beispiele haben mir sehr gefallen. Ich habe mich oft wiedererkannt und durch das Buch vieles gelernt. Den Ratgeber werde ich noch oft als Nachschlagewerk nutzen. Ich bin mir sicher, ich werde immer wieder etwas Neues entdecken, das ich noch nicht umsetzen konnte. Gehen müssen wir den Weg im Umgang mit Kritik selbst, doch mit dieser guten Wegbeschreibung von Barbara Berckhan geht's leichter. Anja Kolberg
Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Buch: Leben und mehr

Mittwoch, 23 September, 2009

Sachbuch: Die böse Mutter**

Anja Kolberg: Psychologin Catherine Herriger beschäftigt sich über 20 Jahre mit weiblicher Ess-Sucht. In diesem Buch stellt sie mögliche Ursachen vor, warum viele Frauen dick werden und bleiben. Sie hat das 1988 erstmals herausgebrachte dieses Jahr überarbeitet und um viele Beispiele ergänzt.

Meine persönliche Meinung: Die Autorin hat das Buch für Frauen mit Binge-Eating-Disorder geschrieben, also Frauen mit periodisch auftretenden Eßanfällen. Lässt man die dieses Thema betreffenden Informationen außen vor, bietet die Autorin einen interessanten Ansatz von Generation zu Generation weiter gegebenen Glaubenssätzen und Lebensregeln, die uns Frauen beschneiden und klein machen. Dieses Buch weckt auf und hilft, einen unbewussten Kreis zu durchbrechen. Catherine Herriger macht Mut, sich mit den eigenen "stiefmütterlichen" (=bösen) Aspekten auseinander zu setzen und sie anzunehmen, statt sie auf unbewusste Art weiter zu geben. Von diesem Ansatz können nicht nur Frauen profitieren, die an Binge-Eating-Disorder erkrankt sind. Auch ich konnte davon profitieren.

Kritikpunkte: 1. Der Titel ist mir zu provozierend, wirkte abstoßend auf mich, gelockt haben mich die Untertitel.
2. Mir hat nicht gefallen, dass die Autorin Wörter wie "fressen" benutzt. Es mag sein, dass an dieser Sucht Erkrankte viel Nahrung auf einmal in sich aufnehmen, dennoch finde ich es wirklich abstoßend, dass sie es - gerade als Psychologin - so abwertig "fressen" nennt. Ich vermisse hier ein wenig Feingefühl. Vielleicht sehen das Betroffene anders.
3. Es wird ein Selbsthilfeprogramm angekündigt, das nicht Inhalt des Buches ist. Es handelt sich statt dessen wie auch in der Auflage von 1989 um einen Fragebogen, den die Leserin ausfüllen und mit Geld zur Autorin schicken kann. Dafür erhält sie eine Standortbestimmung und einen individuellen Eßplan. Einerseits hat es mich wütend gemacht, weil ich dachte, das Selbsthilfeprogramm sei enthalten und fühlte mich in die Irre geführt. Andererseits frage ich mich ernsthaft, warum die Expertin selbst auf der Welle reitet, an der die Leserinnen doch bisher gescheitert sind, weil sie mit Eßplänen und Ernährungsvorgaben nicht weiter gekommen sind. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin stattdessen mehr dazu ermutigt, auf sich selbst und die eigenen Gefühle zu achten und so auf einen Weg der Heilung zu kommen. Für mich ist dieser Teil des Buches ein Paradox!

Das sind aber schon die Kritikpunkte. Unterm Strich bleibt ein wirklich interessantes Werk, das hellhörig macht und dazu einlädt genauer hinzuschauen.
Anja Kolberg


Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Buch: Leben und mehr

Dienstag, 09 Mai, 2006

**Du machst mich krank

Die Sprache der Symptome erkennen und verstehen. Warum viele Beziehungen so ungesund sind.

Der Verlag: "Du machst mich krank!" Diese Aussage - oft im Zorn dem Partner gegenüber geäußert - macht deutlich, wie sehr Menschen uns im Innersten auffühlen können. Werden diese Gefühle unterdrückt, führt das früher oder später auch zu körperlichen Symptomen.

Anja Kolberg: Kurt Tepperwein zeigt, dass jede Beziehungssituation eine Lern- und Wachstumschance bietet und weist einen Weg aus krankmachenden Situationen. Besonders hilfreich empfinde ich die Hinweise, was ich tun kann. Trifft eine Aussagen zu einzelnen Beziehungsphasen zu, wie z.B. "Ich kann mich nicht entscheiden" oder "Ich will nicht enttäuscht werden", erfahre ich nicht nur die dahinter liegende Bedeutung, sondern auch, was ich tun kann. Gleiches gilt für die vorgestellten Symptome. Ein hilfreiches Nachschlagewerk für gesunde Beziehungen!

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Buch: Leben und mehr

Mittwoch, 08 März, 2006

***Auf der Suche nach dem verlorenen Glück

Gegen die Zerstörung unserer Glücksfähigkeit in der frühen Kindheit

Der Verlag: Im Dschungel Venezuelas trifft eine junge Amerikanerin auf die Yequana-Indianer. Fasziniert vom offenkundigen Glück dieser "Wilden", bleibt sie insgesamt zweieinhalb Jahre bei dem Stamm und versucht, die Ursachen dieses glücklichen und harmonischen Zusammenlebens herauszufinden. Sie entdeckt dessen Wurzeln im Umgang dieser Menschen mit ihren Kindern und zeigt, wie dort noch ein bei uns längst verschüttetes Wissen um die ursprünglichen Bedürfnisse von Kleinkindern existiert, das wir erst neu zu entdecken haben.

Anja Kolberg: Die Indianer tragen ihre Kinder bis sie krabbeln an ihrem Körper, verrichten mit ihnen die Hausarbeit. Dies gibt den Kindern das Gefühl, ganz willkommen zu sein, richtig zu sein und bildet die Grundlage für ihre Zufriedenheit und ihr Selbstbewusstsein. Die Autorin nennt dies das Kontinuums-Gefühl. Ein Gefühl, das in unserer zivilisierten Welt abhanden gekommen ist. Jean Lidloff hat mich mit ihrer Beobachtung und deren Deutung und Auswirkung auf unsere häufige Unzufriedenheit und Suche nach dem Glück beeindruckt. Der Glaube der Indianer an den natürlichen Selbstschutzinstinkt der Kinder war ebenso erkenntnisreich; interessant dazu der Vergleich zu unserem "zivilisierten" Verhalten und dessen Auswirkungen. Die vielen Beispiele machen das Buch leicht lesbar. Ein herzlicher Dank an meine Kundin Michaela aus München für diesen tollen Buchtipp!

Das Buch stammt von 1977 und ist mehr als 485.000 mal verkauft.

Für alle, die ihrem innerlichen und natürlichen Instinkt im Umgang mit Kindern folgen wollen.

Deutsches Continuum-Netzwerk

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Buch: Leben und mehr



Saisonschluss. Pause bis zum Verkauf der Tischkalender 2017.
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