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Dienstag, 20 Januar, 2009
Neue Rubrik
Buch: Nicht mein Ding
Es gibt sie, die Bücher, deren Beschreibung sehr interessant sind, die
mich dann aber nicht fesseln oder zu anstrengend sind, um sie während
des ganz normalen Alltags zu lesen, weil sie die vollkommene
Aufmerksamkeit eines Urlaubes brauchen. Oder Bücher, bei denen ich
einfach nicht über die ersten Seiten hinaus komme.
Für andere Leser mögen sie perfekt sein, himmlisch, so wie für die
Autorin oder den Autor. Sicherlich auch für so manche Kritiker. Jedoch
nicht für mich. Und diese Bücher, mit denen ich nicht zurecht komme, die
stelle ich in dieser neuen Rubrik vor.
Anja Kolberg
Kalt wie der Tod
Anja Kolberg: Die Journalistin Tessa braucht dringend
einen Kaffee und hält an einer Tankstelle an. Plötzlich wird sie
Augenzeugin des Mordes an einem jungen Mädchen, das verängstigt in die
Tankstelle stürmt. Tessa kann nicht anders, als einen Artikel über ihr
Erlebnis schreiben und bringt damit den Mörder auf ihre Spur. Trotz
zahlreicher Warnungen ermittelt Tessa auf eigene Hand. Zum Glück
durchkreuzt sie auch polizeiliche Ermittlungen, denn so findet sich ein
undurchschaubarer Schutzengel für sie: Der Ermittler Julian Darcangelo
(was ! für ein Name...)
Die Story klang interessant. Leider konnte mich der Stoff nicht
fesseln, auf Seite 95 (immerhin) verlor ich die Spur...
Der vierte Mörder
Anja Kolberg: Klemens Raupachs erster Fall. Der ins
Polizeiarchiv versetzte ehemals erfolgreiche Ermittler Klemens Raupach
wird von seiner Kollegin (und Nachfolgerin) um Rat gefragt. Ein anonymer
Drohbrief kündigt einen verheerenden Brandanschlag an. Raupach fühlt
sich endlich wieder gefordert und klinkt sich inoffizell in den Fall ein.
Gut gefallen haben mir die Charaktere und dass der Thriller in Köln
spielt. Von der Person Klemens Raupach wollte ich gleich mehr erfahren,
auch von seinen Kollegen. Störend fand ich die vielen vielen kurzen
Abschnitte zu Eingang des Buches, in dem immer wieder neue Personen, die
in irgendeinem (kriminellen?) Zusammenhang mit dem Fall stehen,
beschrieben werden. Es fiel mir sehr schwer, nach einem Tag Pause wieder
ins Buch hineinzufinden. Zu viele Informationen, die ohne Zusammenhang
waren. Auf Seite 65 habe ich schließlich aufgegeben. Das ist ein Buch,
das die volle Aufmerksamkeit und ungestörte Lesezeit braucht. Zum
Beispiel einige Urlaubstage mit viel Leselust.
Inzwischen ist Klemens Raupachs zweiter Fall erschienen:
Der Kölner Arzt Bernhard Schwan hat große Probleme: Drei wichtige Frauen
seines Lebens sind verschwunden, zwei davon heimtückisch ermordet. War
er der Täter? Klemens Raupach stößt auf immer mehr Rätsel.
Suche Mann für meine Mutter
Anja Kolberg: Belinda ist 27, lebt in Hollywood,
arbeitet in einem Reisebüro und hat endlich 20 kg abgenommen. Erstmals
fühlt sie sich so richtig attraktiv und wird umschwärmt. In dem Moment
passt es ihr so gar nicht in den Kram, dass ihre Mutter, die in Virginia
lebt, Hilfe braucht, weil die sich ein Bein gebrochen hat. Zudem findet
sie ihre Mutter reichlich peinlich, weil sie mit ihr über Dinge spricht,
die man nicht von seiner Mutter hören möchte, auch nicht, dass die
scheinbar mehr als einen Verehrer hat. Belinda beschließt, zu ihrer
Mutter zu fahren und in deren Leben aufzuräumen...
Die Idee klang interessant. Ich erhofft mir eine leichte und amüsante
Bettlektüre. Leider war es hauptsächlich anstrengend. Zu detailreich
wird das Leben in Hollywood beschrieben, Anektoden von der
Mutter-Tochter-Beziehung zwischen die eigentliche Geschichte
geschoben... und ich dache immer nur: Wann endlich geht es wirklich
weiter? Auf Seite 62 habe ich resigniert.
Donnerstag, 03 Juli, 2008
Zeit für Plan B
Anja
Kolberg: Die ehemaligen Studienkollegen Ben, Lindsay, Allison
und Chuck machen sich Sorgen um ihren Freund Jack. Der gefeierte
Jungschauspieler scheint drogenabhängig und hat sein Leben nicht mehr im
Griff. Die vier, alle Anfang 30, überlegen wie sie ihn retten können und
entführen ihn kurzerhand.
Da Troppers Buch "Mein fast perfektes Leben" in den Medien so gelobt
wurde, wollte ich auch eines seiner Bücher kosten. Leider konnte ich
daran nur knabbern. Warum ich nicht richtig zugebissen habe? Seitenweise
uninteressante Informationen schmeckten reichlich langweilig. Irgendwann
begann ich Seiten zu überfliegen und dann gab ich es ganz auf. Anja
Kolberg
Mittwoch, 27 Februar, 2008
Die Hexe von Portobello*
Anja
Kolberg: Eine junge Frau, als Kind adoptiert, sucht ihre
Wurzeln und findet sie bei rumänischen Zigeunern. Sie lebt ihre Liebe
zum Tanz aus und findet Menschen, die es ihr gleich tun und dabei auf
eine alte Heilkultur zurückgreifen. Das bewirkt Änderungen bei Athena
und ihrem Umfeld. Eine innere und äußere Reise beginnt, deren
Eigendynamik nicht mehr zu stoppen scheint...
Pauo Coelho beschäftigt sich mit einem spannenden Thema: Heilung.
Seherische Fähigkeiten. Einer modernen Hexe. Dem eigenen Weg vertrauen.
Und
er wählt einen interessanten Schreibstil: Menschen, mit denen Athena
Berührung hatte, berichten von der Beziehung zu ihr. Soweit eine gute
Grundlage für ein Buch, das ich normalerweise verschlungen hätte. Leider
ging mir in der Mitte die Puste aus. Das Buch hat mich nicht mehr
gefesselt, sondern gelangweilt. Keine Chance wieder einen Zugang zu
finden. Schade. Auch nachdem ich das Ende gelesen habe, was auf eine
spannende Wendung im Buch hindeutet, finde ich nicht den Anreiz, wieder
einzusteigen, wo ich ausgestiegen bin...