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Montag, 02 Februar, 2009
Ratgeber: ohne dich***
Hilfe für Tage, an denen die Trauer besonders schmerzt
Anja Kolberg: Freya von Stülpnagel ist vierfache
Mutter, einen ihrer geliebten Söhne verlor sie durch Selbstmord. Nach
diesem plötzlichen und unbegreiflichen Schicksalsschlag gab sie ihren
Beruf als Anwältin auf und widmete sich dem Verein "Verwaiste Eltern
München e.V.".
Mit diesem Ratgeber macht sie Mut, Trauer zuzulassen. Sie spricht mit
dem 143seitigen Hardcover-Buch nicht nur die an, die einen geliebten
Menschen durch einen Selbstmord verloren haben, sondern alle, die um
einen Menschen trauern. Ihre persönlichen Erfahrungen machen das Buch
lebendig. Aus dem Inhaltsverzeichnis: Trauern - Tod eines
Familienmitgliedes, Suizid, Der Umgang mit besonderen Tagen - Rituale,
kraftvoll und heilsam - Hilfestellungen für das Umfeld.
Gerade der letzte Punkt ist mir sehr wertvoll. Wie soll ich denen
begegnen, die einen Menschen verloren haben? Ein wunderbares Geschenk
für Trauernde, gleich wie lange der Verlust her ist, und für ihr Umfeld
ein wertvoller Ratgeber, um die natürliche Hemmung zu überwinden.
Ansprechendes Cover, wertiges Papier, inspirierende Fotos und kurze
Kapitel. Empfehlenswert!
Freitag, 08 August, 2008
Dem Leben auf den Fersen***
Besondere Empfehlung!
Anja Kolberg: Was macht man, wenn man nach einem
arbeitsintensiven und entbehrungsreichen Leben mit Anfang 60 erfährt,
dass man Krebs im Endstadium hat? So viele ungelebte Träume. Angst.
Trauer. Die Ärzte geben nur noch die Aussicht auf ein halbes Jahr Leben
und für die Schmerzlinderung da zu sein.
Kurt Peipe wiederfährt dieses Schicksal und er hegt einen großen Traum:
Er möchte von der deutsch-dänischen Grenze auf dem Europäischen
Fernwanderweg bis nach Rom laufen. Das sind 3350 Kilometer. Er ist
geschwächt, hat einen künstlichen Ausgang, die letzte Operation liegt
nur kurze Zeit zurück. Unmöglich? Ja, das glaubt man vielleicht im
ersten Moment.
Doch der Gärtnermeister hält an seinem Traum fest und beginnt mit den
Vorbereitungen. Er hat nur wenig Geld zur Verfügung, also plant er
möglichst viele Übernachtungen im Zelt. Am liebsten würde seine geliebte
Frau, mit der er schon viele Wanderungen erlebt hat, mitkommen, aber das
Geld reicht nur für einen. Schweren Herzens lässt ihn die Familie gehen
und dann bricht er, geschwächt, aber voller Lebensmut wahrhaftig auf.
Sein Gepäck wiegt schwer, hat er auch noch seine Stomaversorgung mit
sich zu tragen. Zunächst will er sich mit einem kleinen Bollerwagen
helfen, doch dann folgen Treppen um Treppen und er steht vor seiner
ersten Herausforderung. Dieser sollen unzählige folgen. Schmerzen,
unwegsames Gelände, wochenlanger Regen, sengende Hitze, Umwege... Kurt
Peipe hält mit seinem unbändigen Lebenswillen durch, kämpft gegen sich
selbst, gegen den Krebs und erreicht nach 166 Tagen die Basilika des
heiligen Franziskus in Rom.
Dieses Buch habe ich sofort geöffnet und angefangen, darin zu lesen.
Kurt Peipes Weg hat mich nicht mehr losgelassen, nach drei Tagen hatte
ich das Buch aus. Ich habe in diesem Buch einige Tränen geweint, immer
dann wenn es um das Thema Geben und Nehmen ging. Für mich waren das und
die viele glückliche Zufälle (Liebling: Wunderhütte) die Höhepunkte in
diesem Buch. In solchen spürt man die schützende und führende Hand, die
größer ist, als wir selbst. Ich bin tief beeindruckt, wie viel Kraft und
Lebenswillen in uns steckt, auch wenn wir schwer durch das Schicksal und
Krankheit gebeutelt sind.
Kurt Peipe macht Mut, zu tun, was einem Freude und Erfüllung bringt,
egal wie verrückt der Wunsch in den Augen der Mitmenschen ist. Und er
schenkt Hoffnung, aus ausweglosen Situationen einen persönlichen Gewinn
für sich selbst und sein Leben zu entwickeln.
Lieber Herr Peipe, danke für dieses Buch, das ich als großes Geschenk
erleben durfte. Ihre Botschaften sind bei mir angekommen und ich bin mir
sicher, sie werden viele Menschen mit Ihrem Werk berühren. Ich wünsche
Ihnen die Erfüllung weiterer Herzenswünsche. Meine Hochachtung gilt auch
Ihrer Frau: Ich bewundere, dass sie es geschafft hat, Sie gehen zu
lassen.
Von Herzen alles erdenklich Gute, Anja Kolberg
Mittwoch, 02 April, 2008
Ich werde da sein, wenn du stirbst*** (TIPP!)
Anja Kolberg: Studentin Marie-Sophie (Isi) lernt in
Wien Constantin (Conte) kennen und verliebt sich.
Sie weiß: Er hat
Krebs.
Sie weiß: Seine Chancen stehen schlecht.
Doch die
Liebe ist größer. Gemeinsam hoffen sie, gemeinsam leiden sie, gemeinsam
stehen sie die schwierige Zeit durch und erleben auch unbeschwerte Tage.
Doch eines Tages fragt er sie: "Wirst du da sein, wenn ich sterbe?"
Von Anfang an wusste ich, wie die Geschichte ausgeht. Ich meide
Geschichten mit traurigem Ende, weil mich meine Gefühle übermannen. Ein
Grund, warum ich mir Titanic nicht angeschaut habe. Diese
Liebesgeschichte habe ich dennoch gelesen. Das Buch zog mich magisch an.
Ich wollte nur mal vorne ein paar Zeilen lesen, doch dann konnte ich
nicht mehr anders, als immer weiterlesen, bis es nachts um halb eins ein
Ende hatte. Ich war tränenüberströmt. Und das Weinen hat gut getan. Was
für eine wunderbare, wahre Geschichte. Liebe Marie-Sophie Lobkowicz:
Danke für diese Geschichte. Danke für den Mut, den Sie gehabt haben und
danke dafür, dass Sie die Geschichte aufgeschrieben haben und ich so
daran teilhaben konnte. Das Buch ist Ihnen vortrefflich gelungen! Anja
Kolberg
Mittwoch, 17 Oktober, 2007
Der Himmel ist nur einen Schritt entfernt***
Anja Kolberg: Paul Meek beschreibt in diesem Buch
seinen Weg zum Medium. Medien nehmen Kontakt zu Verstorbenen auf und
spenden den Hinterbliebenen so Trost, weil Fragen beantwortet werden,
weil man endlich weiß: Dem geliebten Menschen, der nicht mehr im Hier
und Jetzt ist, geht es gut.
Als Kind wollte Paul Meek gerne Pfarrer werde, die Liebe zur Musik
machte ihn vom Kirchenmusiker zum Opernsänger. Doch er wird nicht nur
Opernsänger, sondern vor allen Dingen ein Medium. Er vermittelt zwischen
den Verstorbenen und den Lebenden. Der Autor ist in England
aufgewachsen, wo die Konsultation eines Mediums nichts außergewöhnliches
darstellt. In seinem Buch erzählt er von seiner Ausbildung, spricht von
den Herausforderungen als Medium zu arbeiten, lässt uns an seiner Sicht
von dem Leben nach dem Tod teilhaben. Er zeigt uns seine Sicht von der
spirituellen Welt und berichtet von seinen Erfahrungen mit der Geistigen
Welt.
Ich habe das Buch bereits zweimal gelesen. Es hat mir interessante
Einblicke geschenkt und mir großen Trost beschert, denn es hat mich vor
einigen Jahren auf eine Reise nach England gelockt... Merh dazu in
meinem Blogbeitrag: "
Geliebter
Opa und meine Reise nach England" vom 17.10.2007
Freitag, 23 Juni, 2006
*** Dem Leben neu vertrauen - Das letzte Werk von Elisabeth Kübler-Ross
Anja Kolberg: Elisabeth Kübler-Ross, die bekannte
Sterbeforscherin und Ärztin verstarb im August 2004. Mit David Kessler
vollendete sie kurz vor ihrem Tod ihr letztes Buch: "Dem Leben neu
vertrauen - Den Sinn des Trauerns durch die fünf Stadien des Verlustes
finden". Es ist eine Anleitung für trauernde Menschen. Die beiden
Autoren beschreiben darin die fünf Stadien des Trauerns - parallel zu
den von Elisabeth Kübler-Ross entwickelten fünf Stadien des Sterbens.
Ernst
genommen werden und sich aufgehoben fühlen in den Phasen des Trauerns -
so fühlte ich mich beim Hören. Die Phase "vorweggenommene Trauer" hat
mich selbst sehr beindruckt, sie war mir bislang nicht bewusst und doch
kannte ich sie. Über vieles lässt sich trauern, sei es ein Tier, das von
einem geht oder ein lieber Mensch oder eine Sache, an der man sehr
gehangen hat. Für die Trauer gibt es keine zeitliche Grenze. Man kann
auch einen Menschen betrauern, der schon viele Jahre nicht mehr auf der
Erde weilt.

Hannelore
Hoger liest die Hörbuchfassung mit sehr viel Wärme und Ruhe. Das tut
einfach gut. Gesamtspielzeit 79 Minuten.
Die Buchausgabe
Dienstag, 07 März, 2006
***Erfülltes Leben - würdiges Sterben
Anja Kolberg: Das Buch ist ein Protokoll verschiedener
Vorträge der Ärztin. Die Vorträge sind lebendig und gespickt mit vielen
Geschichten und Erlebnissen. Das macht es der Leserin leicht, diese
Erfahrungen mit dem eigenen Leben zu verknüpfen, sich selbst und das
eigene Umgehen mit dem Tod zu hinterfragen. Von diesem Buch konnte ich
nicht genug bekommen. Besonders haben mich Elisabeths Erfahrungen und
Gedanken zu den Nahtodeserfahrungen, das Leben nach dem Tod und die
Arbeit mit den Sterbenden berührt.
Reich an Lebenserfahrung und
Weisheit!
Für mich persönlich das beste Buch der bekannten
Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross. Die Schweizerin starb am
24.08.2004 in Arizona im Kreis ihrer Familie und ging in die von ihr
heiß ersehnte Geistige Welt über.
***Warum wir hier sind
Der Verlag: In diesem Buch gibt die international bekannte
Ärztin und Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross Antworten auf Fragen,
die uns alle bewegen: Warum sind wir Menschen hier? Warum müssen wir immer
wieder inkarnieren? Warum vergessen wir eigentlich, woher wir gekommen
sind? Was sollen wir in dieser Erdenschule lernen? Was können wir aus
einer Partnerschaft lernen? Wie kann man mit dem Jenseits in Kontakt
kommen? Wie bereiten wir uns auf ein erneutes Erdenleben vor? Hat denn
alles, was einem im Leben widerfährt, einen Sinn? Haben wir uns wirklich
all das, was uns passiert, selbst schon vorher ausgesucht?
Anja Kolberg: Ein Buch mit überraschenden Impulsen, die
mich bewegt und geprägt haben. Leben macht Sinn!
**Der Dougy-Brief
Worte an ein sterbendes Kind
Der Verlag: "Was ist Leben?
Was ist Tod? Warum müssen Kinder sterben?" Diese Fragen stellte der
neunjährige Dougy an die berühmte Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross.
Dougy war an Krebs erkrankt. Dieser Brief, in kindgerechter Sprache
verfasst, mit vierfarbigen Filzstiften geschrieben und liebevoll von
Elisabeth Kübler-Ross selbst illustriert, war ihre Antwort. Ein Brief, der
gerade an diejenigen von uns gerichtet ist, die, da sie noch nicht so
lange gelebt haben, die wohl größten Schwierigkeiten haben, den Sinn des
Dahingehens anderer oder, wie bei Dougy, gar das eigene, frühe, Sterben zu
verstehen. Ein Brief, der es auch Kindern ermöglicht, diese
allerwichtigsten Lebensfragen etwas besser zu begreifen und dadurch den
Schmerz zu lindern.
Anja Kolberg: Schon oft habe ich in den Büchern von
Elisabeth Kübler-Ross von dem Dougy-Brief und seiner Geschichte gelesen
und mich mächtig gefreut, dass dieser in seiner wunderbar bunten Form
als Buch erschienen ist. Übrigens finden Sie seine Geschichte z.B. in
dem wundervollen Buch "Erfülltes Leben - würdiges Sterben" ab Seite 43.