Mail-Impulse Januar 2016 - Begleitung durch das Jahr mit Anja Kolberg

Mail-Impulse 2016
Ausgabe Januar

 

Liebe Anja Kolberg,

ein frohes neues Jahr und willkommen zu meinen monatlichen Impulsen für 2016.

Ich bin freudig aufgeregt, die Kalenderseiten zu lüften und zu schauen, was uns erwartet. Starten wir in ein gutes, Sinn stiftendes und Freude bringendes Jahr.

Wie ich im Blog in meinem Jahresrückblick schrieb: Statt zu erwarten, das neue Jahr wird besser werden, möchte ich üben, das Beste aus dem zu machen, was mir das Leben beschehrt.

In diesem Sinne: Legen wir los!

Ihre Anja Kolberg


Tischkalender Alles wird gut

Tischkalender Alles wird gut - Januar 2016


Januar 2016 - Alles wird gut

Foto: Auf dem Weg zu meinen Eltern im Bergischen Land aufgenommen. Bevor ich die Anhöhe zu ihnen hochfuhr überquerte ich eine kleine Brücke. Das Morgenlicht spiegelte sich im kleinen Baulauf und schimmerte und glänzte im Raureif, der alle Pflanzen überzogen hatte. Eine Freude war es, diese Januarstimmung einzufangen.

Text: Alles wird gut.


Der Satz 'Alles wird gut.' half mir im vergangenen Sommer, als es mir gesundheitlich nicht gut ging und es dazu sehr heiß war, was ebenfalls nicht gerade zu meinem Wohlbefinden beiträgt. Ich konnte mich dieser Situation nicht einfach hingeben und Siesta machen. Denn jeden Sommer beschäftigt mich ein sehr wichtiges Projekt für einige Wochen: Die Kalender für das nächste Jahr entwerfen und dann die Daten für die Druckerei erstellen. Mein Verstand/Kopf wollte, dass ich das durchziehe wie immer: Konzentriert abarbeiten.

Doch die für mich sehr schwer anzunehmende Realität war eine andere: Mein Körper konnte das nicht. Mir fielen schon um neun am Morgen die Augen wieder zu, ich konnte mich nicht konzentrieren, ich hatte ein Gefühl von Watte im Kopf. Die Hitze verschlimmerte das. ... Wie sollte ich das alles bloß schaffen?

Manchmal fehlte mir die Hoffnung, dass es besser wird, mein Körper endlich wieder normal funktioniert, so wie ich ihn kannte. 'Alles wird gut' - dieser Satz, den ich mir auf den Schreibtisch neben den Bildschirm stellte, half mir, den Kopf oben zu halten, das Beste aus der Situation zu machen und die Gelegenheiten zu ergreifen, die sich mir boten. Dazu gehörte auch, die innere Rebellion - ich muss doch arbeiten und das alles schaffen - aufzugeben und meinem Körper das zu geben, was er brauchte, und zwar dann wann er es brauchte und nicht dann, wann mein Kopf das wollte. Zum Beispiel mich schon morgens wieder hinzulegen, schlafend oder einfach nur auf dem Sofa liegen.

Und immer dann, wenn es mir besser ging, habe ich früh am morgen eine Stunde oder auch spät am Abend konzentriert gearbeitet und so mein Pensum dennoch geschafft. Gut, viele Aufgaben rundherum blieben liegen oder wurden zurück gestellt, aber die wesentliche und wichtigste Aufgabe, mein Kalenderprojekt, die habe ich geschafft.

~ * ~

Aus dieser mich bestärkenden Erfahrung habe ich "Alles wird gut." - an den Anfang des Jahres gesetzt. Warum? Weil dann noch das weite, freie Feld des Unbeschriebenen und damit einhergehend auch Sorgen und Ängste (Wie mag das werden? Wird das klappen?) vor uns liegen.

Das Licht der Morgensonne auf dem Foto gibt uns die Kraft und Ruhe: Es wird ein Licht am Ende des Tunnels kommen, gleich wie lange eine unbefriedigende Situation anhält. Es wird besser werden, auch weil wir lernen, immer besser mit einer zunächst unbekannten, vielleicht auch unbequemen, unbefriedigenden Situation umzugehen. Und was sich zunächst als eiskalte Nacht zeigt, erstrahlt einige Zeit später im Licht der Sonne wie eine zauberhafte magische Winterwelt.

Wir wachsen an jeder neuen Situation. Es passieren immer wieder kleinere Wunder, die unangenehmes lösen. Wir üben, besser für uns zu sorgen und wirken so entscheidend auf unser Wohlbefinden ein. Wir lernen, die Dinge anzunehmen, die uns das Leben beschehrt, besonders die, auf die wir keinen Einfluss haben und damit - in unserem ureigenen Rhythmus, mit der Zeit, die wir brauchen und mit unserer ureigenen Art und Fähigkeit - unseren inneren Frieden zu schließen und Lösungen zu entwickeln.

Wie Sie selbst vor Ihren Augen sehen, ist es mir gelungen, die Kalender zu entwerfen, die Druckdaten für die Druckerei zu erstellen und sogar vor unserem Urlaub noch den Shop so weit zu aktualisieren, dass ich nach dem Urlaub hätte starten können. Als ich in meinen Unterlagen vom vorigen Jahr blätterte, entdeckte ich, dass ich sogar noch früher fertig geworden als im vorangegangenen Jahr. Damit hatte ich im Sommer niemals gerechnet. So war unter wirklich widrigen Umständen für mich noch alles gut geworden.

Dieses Kalenderblatt will uns Mut machen, in schweren Zeiten die Hoffnung im Auge zu behalten und an uns selbst zu glauben, einen guten Weg für uns und die vielleicht auch betroffen sind zu finden.


Tischkalender Ich schaffe das
Tischkalender Ich schaffe das - Januar 2016

Januar 2016 - Tischkalender Ich schaffe das

Foto: Über Nacht hat die Natur die Bäume in ein Kleid aus Raureif gehüllt. Ein Fest für die Sinne, dazu der blaue Himmel. Im Licht der Sonne schmolzen die Eiskristalle langsam dahin. Aufgenommen im Kölner Stadtwald.

Text: Ich traue mir die ersten Schritte zu.


Wenn etwas Neues beginnt, gibt es so viele Unwägbarkeiten, Zweifel, Unsicherheiten. Was erwartet mich? Werde ich das schaffen? Habe ich mir zuviel vorgenommen? Was, wenn es nicht klappt?

So gerne ich diese Sicherheit und Gewissheit will: Ich kann nicht alles überblicken, im voraus wissen, planen und kontrollieren. Was ich aber kann, ist nach unten zu schauen und zu sehen, was der erste Schritt und und vielleicht auch der nächste Schritt ist. Diesen Anfang kann ich überblicken und den traue ich mir zu. Danach sehe ich weiter, was sich daraus entwickelt und dann werde ich wieder neu entscheiden.

Gestern bekam ich eine solche Situation zu spüren: Nach vielen bestätigenden Erfahrungen möchte ich meiner inneren Stimme mehr zuhören, ihrem Rat vertrauen und danach handeln. So kam es dazu:

Ich bin seit vielen Jahren Mitglied einer geschlossenen Online-Liste. Dort wurde seit einiger Zeit dazu aufgerufen, sich für nicht besetzte Organisationsaufgaben zu bewerben, die immer für ein Jahr vergeben werden. Lange traute ich mir nicht zu, so lange gebunden zu sein, doch letztes Jahr entschloss ich mich, aktiv zu werden und diese Arbeit endete im Sommer. Ein gutes Gefühl blieb nun zurück, dass ich das gut geschafft hatte. Was mir Sorgen machte, war nicht die Bewältigung einer der ehrenamtlichen Aufgaben an sich, sondern der Umgang mit den immer mal wieder auftretenden Auseinandersetzungen in der Gruppe. Gestern nun - ich hatte das Schreiben meines Blogbeitrags kurz unterbrochen und nach den Mails geguckt - landete wieder ein Aufruf im Postfach. Schon länger hatte ich überlegt, wieder eine Aufgabe zu übernehmen. Aber es lässt sich ja alles so einfach wegklicken und Gründe, etwas nicht zu tun, fallen mir xfach ein.

Doch meine innere Stimme riet mir Silvester: 'Bewirb dich, Anja'. Mir war spontan schlecht und dann ging das Kopfkino los: Aber ... und aber ... und aber ... und aber ...

Ein anderer Teil von mir, der sowieso schon das Schreiben meines Jahresrückblicks im Blog unterbrochen hatte, tippte die Bewerbungsmail. Ich schreibe ja nur erstmal, was soll denn passieren. Dann war die Bewerbung fertig. Soll ich wirklich auf Senden klicken? Könnte ich die Mail nicht einfach als Entwurf speichern und dann weiter sehen? 'Nein, bewirb dich jetzt.' Ich nahm all meinen Mut zusammen und schickte die Mail ab. Um im nächsten Moment zu denken, ich könnte die Meetingfreundin ja anschreiben, ich möchte die Bewerbung zurück ziehen. Doch das tat ich nicht.

Mich überfällt seit dem immer wieder mal, wenn auch schwächer werdend, die Angst vor dem, was kommt. Ich beobachte aber auch, dass ich immer gelassener werde. Ich kann nicht alles überblicken, aber jetzt gucke ich erst mal. Ich traue mir die ersten Schritte zu. Und wenn es nicht klappt, dann klappt es eben nicht. Wenn es mir schlecht geht, kann ich um Vertretung bitten, die Aufgabe ganz abgeben. Wenn es Streit gibt, kann ich lernen, damit umzugehen. Mir stehen alle Möglichkeiten offen. Ich verstehe nicht genau, warum meine innere Stimme mir zu diesem Schritt geraten hat. Ich muss das heute auch nicht wissen. Ich werde es als Übungsfeld sehen, als Chance zu lernen und die Geschenke, die draus entstehen, werde ich mit und mit auspacken und begreifen.

In meinem Leben wird sich nur dann etwas verändern, wenn ich bereit bin, weiter zu gehen. Die bequeme Position in meinem geliebten Schneckenhaus (= meine Gewohnheit, meine Sicherheit) verlassen und etwas auszuprobieren. Ohne den Anspruch, es muss jetzt unbedingt gelingen. Ich versuche es. Und sehe dann weiter. Ich will, dass sich etwas ändert und fühle auch die innere Bereitschaft, sonst hätte meine innere Stimme mir nicht dazu geraten. Und diese in ihr, in mir liegende Weisheit nehme ich an.

Das Kalenderblatt hilft mir, in den Momenten, wo ich Angst spüre, ruhig zu werden und in ganz kleinen Schritten zu denken. Nicht das große Ganze muss ich auf einmal schaffen. Ich fange mit den ersten Schritten an und die traue ich mir zu. Ich schaffe das!

 

~ * ~

Von ganzem Herzen wünsche ich Ihnen - wenn Sie mögen - und mir selbst immer wieder den Mut für erste Schritte und in unbefriedigenden Situationen dahinter das Licht der Verwandlung zum Guten zu sehen.

Eine große Umarmung für Sie. Schön, dass Sie da sind!

Mögen aus meinen Impulsen Resonanzen in Ihnen erklingen, die jetzt für Sie dran sind. Darum geht es mir. Ich schreibe von mir, wie es mir geht, mit den Höhen und Tiefen meines Lebens und hoffe und wünsche, dies tut auch Ihnen auf der Reise durch Ihr Leben gut.

Ihre Anja Kolberg


Frauencoaching - Anja Kolberg

 

Impressum - Herausgegeben von:

Anja Kolberg - Selbstbestimmt leben + arbeiten
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USt-IdNr. DE 198540559
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Web www.anja-kolberg.de
Shop www.anja-kolberg.de/shop

Die Urheberrechte für Bilder, Texte und Grafiken liegen bei Anja Kolberg.

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Lieferzeitpunkt: Die Impulse werden Ihnen im Rahmen des bestellten Abonnements monatlich innerhalb eines Zeitraums von 7 Tagen vor bis 7 Tagen nach dem jeweiligen Monatswechsel per E-Mail übersandt.

Zwölf Mails von Januar bis Dezember 2016. Die Zustellung endet im Dezember 2016 automatisch.

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Die Monatlichen Impulse: Eine virtuelle Oase, die Zeit zum Innehalten, Nachdenken und Kraft schöpfen bietet. Regelmäßige Auszeit für die Seele.