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Nix passiert

Heute - nein schon einige Tage - tue ich mir selbst richtig doll leid. Es will nicht so richtig vorwärts gehen. Korrekt ausgedrückt: Es passiert nix. Zumindest offensichtlich nichts. Ich dümpel vor mich hin, was mich überhaupt nicht zufrieden stellt. Ich schlafe, surfe im Netz, spiele Gewinnspiele, gieße meine Blumen, schiebe Projekte von der einen Seite meines Schreibtisches auf die andere, schreibe Tagebuch, beantworte Mails, gehe zu meiner Freundin in den Blumenladen quatschen, mache lange Pause... nichts wirklich Produktives, wo mein Konto sich drüber freut. Zumindest nicht auf dem direkten Weg. Mein innerer Antreiber läuft Amok, aber mein Körper ist stärker. Er lähmt mich richtig. Buäh!

Und so bade ich in Selbstmitleid oder gieße es kübelweise über mir aus.

 

Nu ist die dicke Portion Selbstmitleid wider Erwarten nicht braun, eklig und klebrig, sondern beim Malen spürte ich: Sie ist helllila und fedrig leicht. Fast wie Zauberpuder. Und dies Zauberpuder tut meinem Körper und vor allem meiner Seele gut. Ach schnief, es gibt gerade nix schlimmeres, als dass es nicht vorwärts geht. Ich leide. Ganz ganz ganz ganz doll. Auf der anderen Seite leide ich wieder nicht, denn ich habe ja keine körperlichen Schmerzen, die Grundbedürfnisse (trinken, essen, zu Hause...) sind erfüllt. Also was stelle ich mich an?

Und genau da liegt glaube ich gerade das Problem: Ich mache mich selbst fertig! Ich verurteile mich selbst dafür, dass ich nicht so schnell vorwärts komme wie ich mir das wünsche. Und das verursacht seelischen Schmerz. Aua!

 

Das würde ich mir von keinem anderen gefallen lassen. Da würde ich zurück schlagen. Da ich es selbst bin, bringt mich das nicht wirklich vorwärts. Oder vielleicht zu einem Doppel-k.o.?

 

Hm. "Annehmen, was ist", kommt mir in den Sinn. Auch wenn es NICHT vorwärts geht, sondern stagniert. Mir fällt die Geschichte aus der Natur ein, die mir einmal erzählt wurde und mich so fasziniert hat, dass ich sie meinen Klientinnen erzählt habe, wenn sie auf ihrem Weg ins Stocken gerieten und darüber traurig waren. Zeit, sie mir selbst noch einmal zu erzählen:

Eine Kornähre wächst eine zeitlang ziemlich schnell in die Höhe. Und dann geschieht eine zeitlang gar nichts mehr. Hat sie aufgehört zu wachsen?

Es dauert eine Weile und dann auf einmal wächst sie rasend schnell weiter in die Höhe.

Was ist in der Zwischenzeit passiert? Die Knötchenbildung, die der Pflanze die nötige Stabilität verleiht, ohne die sie nicht so hoch wachsen könnte.

Was sagt mir das für mich? Gerade passiert ein wichtiger Prozess in mir selbst und meinem Leben: Alles setzt und vernetzt sich. Ich verarbeite vieles, bereite mich auf ein weiteres Wachstum vor. Was nach außen wirkt, als geschehe nichts, ist in Wahrheit ein wertvoller, stabilisierender und nötiger Schritt auf meinem Lebensweg. Und wenn dieser scheinbar lahme, mich lähmende Prozess abgeschlossen ist, geht es rasend schnell auf meinem Weg weiter.

Mir bleibt, was auch die Pflanze macht: Jeden neuen Tag begrüßen. Für meine Grundbedürfnisse sorgen. Da sein. Und alles andere die Natur machen lassen, den Dingen ihren Lauf lassen. Und das fällt mir - behaupte ich zumindest mal - viel viel schwerer als der Pflanze. Seufz. Aus diesem Zusammenhang, der vielen Menschen auf dem Weg der Veränderung begegnet, mir in meiner Arbeit als Coach unzählige Male und mir als Mensch in letzter Zeit in immer kürzeren Abständen, entstand diese Postkarte: "Zum richtigen Zeitpunkt fließt alles von alleine. Bis dahin: Genieße die Pause!", die an die schönen Seiten einer solchen Pause erinnert:

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Eigentlich ist dieser Schritt ganz einfach, wenn man es genießen kann. Warum ist alles Einfache meistens so schwer?

Grüße vom Lebensweg

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Mittwoch, 27 Mai, 2009
Thema: Blog - 2009, 1. Halbjahr, Blog - Dunkle Tage

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