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Erst die Arbeit ...

Seit einiger Zeit träume ich davon endlich wieder Blumen vor meinem Bürofenster zu haben. Meinen Augen und meinem Herzen tut es gut, zwischendurch darauf zu schauen und mich an ihrem Wachsen und Sein zu erfreuen. Manchmal landen Schmetterlinge oder Hummel darauf. Einmal hat dort sogar eine Hummel übernachtet, erst mit dem Licht der Morgensonne wurde sie wach, bewegte ihren flauschigen Rücken und ihre Flügel und startete in ihren neuen Tag.

Im Juni hatte ich die Blumenkästen vor den Fenstern unseres Hauses abgenommen. Durch die Straßensanierung vor dem Haus und die Sanierungsarbeiten im Haus nebenan war die Verschmutzung groß. Zugestaubte Blumen machen mir keinen Spaß. Also hab ich mich entschlossen, keine Sommerblumen zu pflanzen, sondern eine zeitlang gar nichts ...

Oktober: Straße fertig saniert. Die dreckigsten Arbeiten nebenan sind wohl auch passé. Ich bin frisch gestärkt aus dem Urlaub zurück. Also kann ich endlich meine geliebten Blumenkästen hervor holen und bepflanzen! Yeah!

Ein Blick auf die Fenster - die ich bestimmt seit einem Jahr nicht geputzt habe (oder sagen wir die Rahmen, die Scheiben haben schon einmal Wasser gesehen) - sagte mir: Die müssen zuerst sauber gemacht werden, bevor die neuen Blumen davor kommen. (Update: Erstaunlich, wie mein Erinnerungsvermögen funktioniert. Im März diesen Jahres habe ich die Fenster das letzte Mal gewienert. Es ist gar kein Jahr her, 'nur' ein halbes Jahr. Aber egal: Ich bin kein Fensterputz-Freak.)

Erstmal durchatmen. Viele Fenster im ganzen Haus. Aber wenn ich schon mal anfange ... Dienstag Nachmittag hatte ich mir dafür auserkoren. Dienstag vormittag habe ich mir im Blumengeschäft Blumen-Stil im Kirchweg neue Pflanzen gekauft. Herrlich herbstlich.

Erst mal eine kleine Vorfreue, bevor es mit der Arbeit losgeht ...

Puh, was war da ein Dreck auf den Rahmen und Fensterscheiben. Räusper. Räusper. Räusper. Nachdem ich sie das letzte Mal geputzt hatte, begannen die Handwerker im Haus nebenan, Fließen von der Hauswand abzuklopfen und Fenster zu vergrößern. Eine schöne Staubschicht legte sich auf alles. Ich habe gar nicht eingesehen, sinnlose Arbeit zu verrichten, die ich eh nicht mag. Warum sollte ich da noch Fenster putzen? Gut, um vielleicht was sehen zu können. :-)) Aber Licht kam noch durch.

Es hat Stunden gedauert, bis ich bei der weißen Haustüre angelangt war und zum Abschluss den Dreck aus dem Briefkasten putzte. Bin ich froh, dass der Dreck im Eimer ist. Jetzt blitzen die Fensterrahmen und ich erfreue mich daran, wie klar der Blick aus dem Fenster ist. Das macht so einen Spaß.

Zum Abschluss, es dämmerte schon etwas, habe ich auch noch die Blumenkästen sauber gemacht und bepflanzt. Das war meine Belohnung. Das sieht sooooo schön aus. Ich bin glücklich. Jedes Mal, wenn ich auf die Blumen schaue, durch das Fenster nach draußen oder nach Hause komme und sehe, wie schön weiß die Rahmen sind - empfinde ich Freude. Die Aktion hat sich doch gelohnt. So kommt Schrittchen für Schrittchen so langsam alles wieder in Ordnung.

Das sind die kleinen, großen Dinge mir Freude machen.

Herzliche Grüße von der Putzinsel

Anja Kolberg

PS: Ach so. Lange habe ich die braunen Fließen an unserem Haus nicht gemocht. Durch den Dreck draußen im letzten Jahr habe ich sie schätzen gelernt. Sie lassen sich wunderbar abwischen und der Dreck ist weg. Auch ein Regenguss vermag die Hauswand wieder herrlich sauber zu machen. Die Platten sind bestimmt schon 40 Jahre am Haus und sie halten echt was aus. Das hätte eine verputzte und angestrichene weiße Wand nicht weg gesteckt. So langsam schließe ich Frieden mit den Fließen, weiß sie gar zu schätzen. Wer hätte das gedacht. :-)

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 22 Oktober, 2015
Thema: Blog - 2015, 2. Halbjahr, Blog - Garten - Herbst, Blog - Kleines Glück im Alltag

Komm Herbst, lass dich mal drücken

Das bunte Laub der Bäume, so viele unterschiedliche und warme Farben. Ein Traum!

Dieses Jahr schaue ich genauer hin, welche Farbharmonien die Natur mir schenkt: Orange-rot-gelb-braun-hellgrün-grün-hellgelb. Es tut mir so gut. Die Natur leuchtet und schafft ein Feuerwerk zum Abschied der warmen Zeit. Alles bereitet sich auf die Stille des Winters vor, der in sechs Wochen beginnt.

Der Herbst erinnert mich, das Schöne dann zu genießen, wenn es erscheint. Ein 'das schaue ich mir morgen nochmal in Ruhe an' führt zu 'oh, schon nicht mehr da!'. So erging es mir mit einem Gingko-Baum. In kräftig warmen Gelb erstrahlten seine Blätter in der Morgensonne und das vor strahlend blauem Himmel - ohne ein Wölkchen. "Morgen nehme ich die Kamera mit", dachte ich mir. Doch am nächsten Tag schon fehlten viele der prächtig geformten Blätter und auch das Blau des Himmels war grauen Wolken gewichen. So schnell vergänglich ist die Schönheit des Herbstes. Auch der Ahorn am Bachlauf hinter unserem Haus hatte seine Blätter von weinrot ins hellrote gewandelt und das vor den inzwischen gelben Funkien. Doch ein Foto mit einem komplett hellroten Blätterkleid wird mir nicht mehr gelingen: Der kräftige Wind der letzten Tage hat bereits einen Teil von den Ästchen geweht und auch die Funkien sind inzwischen zusammen gefallen.

Vergänglich ist alle Schönheit, geschaffen für einen kurzen Moment.

Am Freitag auf der Fahrt ins Bergische durfte ich den bunten Laubwald in seiner Gesamtheit zwischen den dunklen Tannenspitzen bewundern, hellbraun schattiert der Straßenrand. Was für ein Schauspiel. Da dachte ich mir: 'Komm, Herbst, lass dich mal drücken!" Was für ein Geschenk bist du doch!

Du machst die nahe Dunkelheit bunt. Und wie praktisch die Natur doch ist: Die fehlenden Blätter an den Bäumen lassen mehr Tageslicht auf den Boden kommen und automatisch ist mehr Helligkeit da. Welches Genie hat sich das ausgedacht?

Manchmal ist das Leben echt der Hammer!

Glückliche Herbstgrüße von einer staunenden und sich freuenden

Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 29 Oktober, 2013
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Jetzt ist erst mal Herbst

Darf ich vorstellen?

 

Das ist mein frisch bepflanzter Blumenkasten vor meinem Bürofenster!

Hach, es tat so gut, das inzwischen dörre Sommergestrüpp zu entfernen. Ich hatte irgendwann keine Lust mehr, regelmäßig zu gießen. Und so vertrocknete nicht nur die kleine Margerite. Sorry, liebe Pflanzen! Eure Zeit ist zu Ende und Herbstblumen in rosa-lila-grau-weiß-grün haben Einzug gehalten:

 

Dazu gehört oben das Sedum mit süßen rosa-puscheligen Blüten und unten der Silber- oder Stacheldraht in grau...

 

... und lila-weißes Erika.

 

Heute war ich zur Entspannung in einigen Buch- und Dekoläden bummeln. Ich war regelrecht erschlagen von all der Weihnachtsware! All die schönen herbstlichen Dekosachen werden schon zur Seite geräumt. Das war mir zuviel und hat so gar nicht zu meiner Stimmung gepasst. Gut, dass noch keine Weihnachtsmusik gespielt wurde!

So kam mir der Satz in den Sinn: Jetzt ist erst mal Herbst!

Die schönen gelb-bunten Farben der Herbstblätter von Ahorn, Gingko, Buche, Birke, Erle, die sich jetzt schrittweise verfärben und erst die Bäume und später die Wege und Wiesen um sie herum kleiden. Dazu die wunderschönen Früchte von Ihnen wie Eicheln und Kastanien. Tolle Farbknaller aus dem Garten wie die Lampionblumen in rot-orange, Astern in allen Farben, das kräftige Orange der Kürbisse, die feuerroten Hagebutten... - sie alle haben jetzt erst mal ihre Zeit.

Ich will noch nicht an Weihnachten denken, sondern an das Vergnügen, im Blumengeschäft, im Garten und der Natur zu stöbern und die herrlichen Herbstfarben in mein Herz aufzunehmen und nach Hause zu holen!

Ein Genuss, jetzt wieder aus dem Bürofenster auf meinen Blumenkasten zu gucken. Vor allen Dingen, nachdem unsere Fenster nach Moooonaten endlich wieder geputzt wurden. Irgendwie ist es seit dem heller bei uns. :o))

Herbstfreude aus Köln

Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Mittwoch, 09 Oktober, 2013
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Ernte & Danke Sonne - bleib gerne noch was hier

Welch Kraft die Sonne hat. Montag noch schwebte dunkles undurchdringliches Grau am Himmel und drückte mir auf die Stimmung. Dienstag zeigte sich dann der Feuerball am Himmel, erhellte das Leben um mich herum, strahlte - und ich lies mich ohne mein Zutun einfach mitreißen.

So sonnige Herbsttage sind herrlich. Die Wärme ist nicht mehr extrem, sondern angenehm, es gibt genügend Schatten zum Abkühlen und nachts enstehen beste Schlaftemperaturen. Davon kann ich noch ganz viele Tage gebrauchen.

Samstag schon war es auf einmal so schön draußen und ich habe die Zeit genutzt, den Garten zu durchforsten. Ein kleiner Urwald war entstanden - jetzt ist es wieder größtenteils ein Garten. :o) Das hat richtig gut getan und die Rücken- und Knieschmerzen sind längst vergessen. Allerdings habe ich mich an irgend etwas gepickt (oder es mich) und mein Ringfinger juckt wie verrückt. Aaaaahrg.

Trotz allen sommerlichen Gefühlen - die Ohne-Socken-Zeit ist sicher vorbei, ich habe schon die ersten Kastanien beim Spazieren gehen gesehen und die Blätter auf Bäumen, Sträuchern und Funkien verfärben sich bereits. Abends ist es so früh dunkel, dass ich mich schon auf das zusätzliche Licht des Kaminofens freue.

Die Apfelernte habe ich im Garten eingefahren - es waren stattliche 6 Äpfel an unseren beiden Säulenbäumen! Die habe ich für Apfel-Zimt-Muffins genutzt:

Ich mag sie sehr gerne. Sie lassen sich wunderbar einige Tage aufbewahren und sind vegan und ohne Soja. Rezept: Der vegane Bisquit (ich nehme immer etwas weniger Zucker) mit etwas Zimt ergänzt (oder ganz zum Schluss oben etwas Zimt+Zucker vor dem Backen aufstreuen), kleingeschnittene Äpfel unter den Teig und dann in Muffinförmchen füllen.

 

Diese köstlichen Gaben erhielt ich von meinen Schwiegereltern bzw. meiner Schwägerin und Schwager. Murmeln heißen die Tomaten, köstlich süß und ideal für die Kinder (auch großen) zum Naschen, dazu herrlich bunte Paprika und eine Gurke. Das alles - in einem neu angelegten Hochbeet gezogen - schmeckt so unglaublich lecker. Danke schön!

 

Weil es gerade so schön passt: Diese Rote Beete habe ich aus meinen Ferien auf dem Land mitgebracht. Roh mit einem Apfel gerieben, dazu eine Soße aus Öl, Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Agavensirup (als Ersatz für Honig, Zucker geht auch) - köstlich! Der Salat ist gleich supersaftig, mir läuft schon wieder das Wasser im Mund zusammen. Allerdings ist Farbalarm bei der Verarbeitung angesagt, ohne Handschuhe bekommen auch die Hände eine schöne Färbung.

Ich wünsche uns allen noch viele sonnige und die Stimmung stärkende Herbsttage! [Hier ein Lied, das mir gerade sehr gefällt und gut tut.]

Ihre Anja Kolberg

PS: Die Herbst-E-Cards sind online.

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 26 September, 2013
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Apfelschmaus

Kleine Pause vom Lernen. Schon ganz lange (Sie glauben gar nicht, was ich Ihnen alles schreiben will, wozu ich die letzten Monate nicht gekommen bin...) will ich Ihnen eine Geschichte aus meinem Garten erzählen.

Doch zunächst eine neue E-Card für Sie. Einfach draufklicken und verschicken:

Blumengruß E-Card

Sieht dieser Herbstgruß nicht bezaubernd aus? Eine Leserin und E-Card-Nutzerin schenkte mir einen Fleurop-Gutschein als Dankeschön. Damit bin ich gleich in den Blumenladen meiner Freundin Petra-Ute hier im Kirchweg 131 gehopst und habe dort diesen wunderschönen Herbststrauß erstanden. Er hat mir so viel Freude gemacht. Danke nochmal nach Hennef!

Jetzt zur Gartengeschichte:

Wir haben zwei Säulenapfel in unserem Garten stehen. Vor zwei Jahren haben wir sie an einen neuen Ort gepflanzt, der wie wir inzwischen gemerkt haben, nicht optimal ist. Sie bekommen zu wenig Licht und Sonne ab. Ich kann mich kaum an Apfelblüten dieses Frühjahr erinnern, deswegen rechneten wir auch nicht mit Äpfeln.

Als ich im Garten vor einigen Wochen frische Luft schnappte und mich auf den blauen Stuhl am Teich setzte, fiel mir ein Apfel auf, der auf dem Boden lag. Och, sowas. Ich schaute nach oben. Da waren einige zu sehen. Ich pflückte sie ab und zog den Stuhl beiseite. Dahinter lagen verdeckt jede Menge auf dem Boden. Sowas! Ich beugte mich hinunter und entdeckte etwas...

All die Äpfel waren mit winzigen Nagespuren versehen. Kurz ärgerte ich mich. Dann stellte ich mir vor, wie hinter diesem Stuhl wohl die Nächte zuvor ein Erntefest gefeiert worden war. All die Mäuse und Eichhörnchen unseres Gartens waren um die Bäume getanzt und hatten sich anschließend über die köstlichen Früchte hergemacht.

Apfelbiss  

Und ruckzuck hatte ich einen Haufen Spaß und lies die Äpfel liegen, um auch das nächste Fest zu sichern. Vier Äpfel konnte ich vom Baum retten und daraus habe ich köstlich schmeckenden Apfelkompott als Beilage gemacht. Lecker!

Herzliche Grüße

Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 16 Oktober, 2012
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Grüße aus Schneeflockenhausen

Ist das kein herrlicher Ausblick von meinem Schreibtisch?

 

Minischneeflöckchen für Minischneeflöckchen - gestern Abend und scheinbar die ganze Nacht hindurch hat Petrus Köln ein 1a-Schneekleid gezaubert. :o)

Hier einige Impressionen aus meinem Garten:

 

Die Margarite bekam ein warmes Mäntelchen und hübsche Hütchen.

 

Die Kopfbedeckungen der Echinazea sind auch nicht zu verachten.

 

Diese Holzdeko sieht mit Schnee viel schöner aus.

 

Die Zweige der Schneerose. :o)

 

Auch im weißen Outfit ist der Teich bezaubernd schön: Die Strukturen und Formen treten hervor.

 

Buddha versteckt sich im Schnee.

 

Sieht der kleine Ahorn mit dem Kleid nicht genauso schön aus wie mit Blättern?

 

YamYam, lecker ein Schneeeis für Minu!

 

Unter der Decke leuchtet das Pink der Erika.

 

So viele schöne Seiten hat der Wintereinbruch in Köln!

Ich hoffe, Sie sind heil durch den Berufsverkehr gekommen, haben trockene Füße und warme Hände. Hier fallen weiter kleine weiße Pünktchen vom Himmel und der Wind weht sie teilweise von Bäumen und Dächern.

In der Irland-Sache bin ich gefühlt nicht wirklich weiter gekommen, obwohl ich einige Mails geschrieben habe. Das macht mich traurig. Das Thema lässt mich aber nicht los und so bleibe ich am Ball. In Irland gibt es offensichtlich zwei größere Tierschutzorganisationen, die https://www.dspca.ie und https://www.ispca.ie. Beide habe ich mit meinen bescheidenen Englischkenntnissen angeschrieben, was sie für die Pferde tun und was ich tun kann, ebenso bat ich um Auskunft, ob sie die Tiere vorm Schlachter und dem Erschießen schützen. Auch wenn ich selbst etwas spende, so hat das doch finanzielle Grenzen. Wieviel kann ich bewegen? Ich habe mir überlegt, größere Organisationen anzuschreiben, die mit Pferden zu tun haben, ob sie aktiv werden könnten, zum Beispiel den CHIO in Aachen. Dadurch könnte mehr Geld zusammen kommen und in dem Fall wird wohl viel auch viel helfen. Tierärzte ohne Grenzen, soviel weiß ich inzwischen, gehören der Entwicklungshilfe an und kümmern sich in Afrika ausschließlich um Einwohner, die von der Nutztierhaltung leben. Wenn Sie Ideen haben, melden Sie sich gerne.

Einen zauberhaft schönen Tag!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 30 November, 2010
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Der Blumenkasten im Advent

Sommerblumen im November Die Sommerblumen sind inzwischen in einen Blumenkübel umgezogen, wo sie immer noch herrliche Blüten produzieren. Beim Nachbarn blüht sogar noch der Lavendel. Bei der angekündigten Kälte hält dieser Anblick vielleicht nicht mehr lange.

Was mache ich mit meinem Blumenkasten vor dem Büro? Leer lassen? Auf keinen Fall! Ich brauche einen schönen Ausblick vom Schreibtisch aus. Tannenzweige in die Erde stecken? Nö, ich will mehr Abwechslung. Mehrere Wochen habe ich überlegt, was ich machen kann, dann besorgte ich mir bei meiner Blumenfreundin Petra (in ihrem Geschäft im Kirchweg 131, in Junkersdorf hat sie sehr schöne Adventsgestecke gezaubert) folgende Utensilien:

Dicker Tannenzapfen, kleiner Kranz aus Zweigen, zwei kleine Pflanzen mit roten Früchten (Rote Teppichbeere - Gaultheria procumbens), einige schöne Laubbaum-Zweige und das allerallerschönste für mich: Zwei dicke handgroße Mooshügel. Aus meinen Blumenkübeln fischte ich dann noch ein Eisenherz und eine Mühlenbeckie sowie ein Mühlenbeckienherz, das ich auch bei Petra gekauft hatte. In meinem Fundus gab's noch ein bischen andere Deko, so sieht der Winter-Blumenkasten fertig aus:

 

Um den Blumenkasten habe ich wieder meine Lichtergirlande mit künstlichen Tannenzweigen gelegt, damit es auch am Abend schön ausschaut. Hm, tut das gut!

Hier einige Details:

Und so ist meine Teilaussicht vom Schreibtisch:

 

Das tut so gut!

Die Gartenarbeit habe ich auch gestemmt: Blätter vom Rasen geharkt, puh, das Gras war so lang, es wollte noch ein letztes Mal für dieses Jahr geschnitten werden. Dann wurde in den Beeten aufgeräumt wo es nötig war, Blattreste der Stauden entfernt (wollte es gerne aufgeräumt, obwohl alles stehen lassen gerade für Frost und Schnee sehr schöne Bilder ergeben kann), Blätter aus dem Teich und Bachlauf gefischt (wir haben ein Leck am Bachlauf, deswegen ist er trocken gelegt, da war das Fischen glücklicherweise nicht so kalt für die Finger).

Hier ein paar Eindrücke aus meinem Novembergarten:

Das Blütennest der Christrose. Ich habe viele Blätter abgeschnitten, damit die Staude Kraft für die Blüten hat, die bald kommen werden.

Die letzten Blätter des schönen Ahorns (Acer palmatum 'Sango kaku') mit seinen feuerroten Zweigen.

Die letzten herrlich verfärbten Blätter unserer Zierkirsche.

Die Rispen des Chinaschilfes. Wie schön sie aussehen, wenn darauf Frost oder Schneepuder liegt! Darauf freue ich mich schon.

Dieses Geschenk erfreute mich ganz besonders: Die Mohnblume hat es wahrhaftig geschafft, ohne Sonne, ohne Wärme auf unserer schattigen Terrasse eine letzte Blüte zu "gebähren". Mir fällt kein besseres Wort ein. Ist sie nicht wunderschön?

Nach der Gartenarbeit hatte ich gehörig Rücken, Knie und die Beine zitterten mir vor Anspannung, aber vor allen Dingen war ich glücklich, dass ich die Arbeit endlich gemacht habe, die ich Wochen vor mir hergeschoben habe. Strike!

Dabei ist mir auch klar geworden: Es gibt keinen optimalen Zeitpunkt, etwas zu tun. Die letzten Wochen war immer blödes Wetter und wenn es mal trocken war, hatte ich was vor oder es passte gerade nicht. Am Dienstag war es erst trocken und dann fing es nach einer halben Stunde an zu regnen, ich hatte gerade den Rasen fertig gemäht und war heilfroh endlich draußen zu sein und die Gartenarbeit angepackt zu haben. Wieder rein? Abbrechen? Nein! Also habe ich im Regen weitergearbeitet. Die Fleecejacke wurde schwerer, der Boden rutschiger, das Wasser lief mir über die Kopfhaut. Es hat Spaß gemacht! Ich fühlte mich so mit der Natur verbunden. Ein tolles Gefühl.

Es gibt keinen optimalen Zeitpunkt, die Dinge zu tun. Immer stimmt irgend etwas gerade nicht. Wenn ich die Dinge tue, dann ist der richtige Zeitpunkt. Und der kommt nicht einfach so daher, wenn ich nicht aktiv werde.

... hoffentlich denke ich das nächste Mal daran, wenn ich wieder hadere und zögere und warten will. Da gibt es so vieles in meinem Leben, wo dies der Fall ist!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 25 November, 2010
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Schätze aus dem Novembergarten

Aus dem Garten habe ich die letzten Schätze eingesammelt und in eine Porzellanschale gelegt. In der Mitte steht die herrliche, grüne Kerze, die ich von einem lieben Menschen geschenkt bekam.

Durchatmen. Jetzt geht es mir schon besser.

In der Schale liegen: Das Blatt des Frauenmantels, zwei Margaritenblüten, ein Hortensienball, die letzte Rosenknospe, das Blatt des Apfelbaums, eines vom Kirschbaum, eines von der Rispenhortensie und eines vom Ahornbaum. Die letzten Blüten des Männertreus, einige Heiderispen, das dunkelgrüne Blatt vom Storchschnabel und das gepunktete Blatt des Lungenkrauts. Da ist doch noch eine ganze Menge im Garten.

Die Rosenknospe wird sich wohl nicht mehr öffnen, zu wenig Sonnenstrahlen erreichen die Terrasse in dieser Jahreszeit. Mein Rosenstämmchen hatte noch eine Zweite, doch diese fiel vor ein paar Tagen einfach ab. Ich bin froh, dass ich die hier retten konnte.

Das Brennen der Kerze tut mir gut. In der Luft liegt Schwefel vom Anzünden des Streichholzes. Was für eine Freude ist dieser Teller auf meinem Schreibtisch.

Eine Tasse dampfenden Tee (Leber Galle Tee von Infirmarius, köstlich) habe ich dazu gestellt. Den aufsteigenden Dampfsäulen zuschauen. Das löst Ruhe in mir aus.

Der Garten schreit förmlich nach der Hand seiner Gärtnerin. Doch ich hatte die letzten Tage/Wochen entweder keine Lust oder es war zu nass draußen. Ich will am liebsten warten, bis die letzten Blätter vom Kirschbaum hinuntergesegelt sind und sie dann alle auf einmal aus dem Teich und Bachlauf fischen, den Rasen harken und ein letztes Mal mähen. Die frostempfindliche Prinzessinenblume und die Schmucklilie wollen ins sichere Haus geräumt werden und die übrigen Kübelpflanzen an die Hauswand gerückt. Die zwei neuen Clematis sind noch immer nicht gepflanzt, ebenso wie zwanzig Zwiebeln des Zierlauchs, die ich so sehr mag. Der Grill, die Holzbank und der Gartentisch wollen in den trockenen Keller. Puh!

Wahrscheinlich ist es so wie jedes Jahr: Vorher denke ich ewig darüber nach, wie viel Arbeit im Garten ansteht und wenn ich es dann endlich anpacke, ist es in einer oder zwei Stunden geschehen...

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 18 November, 2010
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Huhu da draußen in der Welt

 

Oh, das Bild gefällt mir sehr - es sieht wirklich so aus, wenn Sie vor meinem Bildschirm stehen, hinter mir die grüne Wand mit meinem Sonnenblumen-Feuerbild, ich habe ein rotes Oberteil an, gut die Tasse Kaffee steht stabiler und ist inzwischen leer, auf dem Schreibtisch sieht es auch nicht ganz so aufgeräumt aus. ;o) Aber sonst stimmt es ziemlich genau.

Mir geht es richtig gut nach der emotionalen Achterbahnfahrt der letzten Tage. Die ersten Bestellungen sind mit per Post unterwegs, meine Künstlerseele wurde mit liebevollen Feedbacks verwöhnt - und jetzt gerade scheint die Sonne in mein Büro. Minu hat sich gleich ein sonniges Plätzchen auf dem Boden ausgesucht. Ich bin so froh, dass die neuen Kalender und Karten so gut bei Ihnen ankommen. Was für ein Geschenk für mich! So langsam spielt sich alles ein.

Ich war heute früh im Garten mit der Kamera unterwegs, (klingt, als sei es ein riesiger Park, dabei könnte ich den Zaun abhüpfen, ohne große Konditionsprobleme zu bekommen - gut, dass es nicht geht, denke ich gerade, da sind die Hortensien im Weg, die Quelle des Bachlaufs, Steine... Glück gehabt. Was schreibe ich denn auch, ich will unseren Garten nicht abhopsen.)

Hier ein paar Bilder aus meinem grünen Reich:

An unserem Säulenapfel habe ich eine schöne Frucht übersehen. Die lasse ich auch da hängen. Mal sehen, ob die Vögel und Insekten daran Freude finden.

Ungefähr diese Aussicht hat der Apfel, wenn er nach oben schaut. Schön bunt & von der Nachbarin gegenüber.

So zauberhaft verfärben sich die Hortensien. Die Blätter sind immer noch dunkelgrün - vielleicht hilft die Kälte, die uns seit gestern heimsucht, sie bunter zu machen.

Diese Margerite habe ich im Frühsommer zwischen die Hortensien und das Geranium gepflanzt. Sind wohl die letzten Blüten für dieses Jahr von ihr. So richtig wohl fühlt sie sich noch nicht, ihre Schwester - genau gegenüber gepflanzt - wollte nicht im Garten bleiben. Seufz. Moment, musste gerade für Minu einen Knochen verstecken. Sie liebt es, Dinge zu suchen. So, fertig, nächstes Bild:

Das Bild gefällt mir am besten: Die Funkie verfärbt sich und der kleine Ahorn am Bachlauf fängt ganz langsam an, die Farbe der Blätter zu verändern.

Meine Hochstammrose hat noch eine Blüte hervorgebracht. Ich hoffe, dass sie genug Sonne auf der um die Jahreszeit immer schattigeren Terrasse abbekommt, damit sie noch aufblüht.

Sieht ein bischen wie Kohl aus, ist aber selbstausgesähter Mohn. Ich hoffe, sie hat genug Kraft um diesen Herbst noch zu blühen.

So richtig in Hochform sind die Dahlien. Früher mochte ich sie nie, sie waren in so vielen Gärten vertreten. Zwei klitzekleine Sorten in Pink und Gelb habe ich auch seit letztem Jahr. Die mag ich.

So blau ist der Himmel hier im Moment. Die große Buche beginnt laaaaaangsam, ihre Blätter zu verfärben.

Und sooooooo viele Blüten haben die Sommerblumen in meinem Blumenkasten vorm Bürofenster noch. Die wollen noch gar nicht aufhören mit Blühen, bekommen hier auch viel Sonne ab, Südlage statt im Garten, der eher Richtung Nord/West ausgerichtet ist. Eigentlich möchte ich schon gerne herbstlich bepflanzen, aber bei dem Blütenmeer bringe ich das noch nicht übers Herz.

Puh, war das letzte Nacht kalt. Meine Nasenspitze: Eiskalt. Ich wollte gar nicht warm werden, bibber, ich hatte schon so viel an. Mit Heizung im Schlafzimmer kann ich nicht gut schlafen. Hm und ich war zu faul, raus aus dem warmen Bett in die kalte Luft zu steigen, die Treppen runter zu laufen und mir eine Wärmflasche zu machen... Da liebe ich doch die warmen Füße meines Mannes...

Einen schönen Sonnentag wünscht

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 21 Oktober, 2010
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Plitsch - Platsch

Manchmal ist das Regengeräusch gar nicht so laut wie ein Plitsch Platsch. Feinster Sprühnebel macht keine Geräusche. Zumindest nicht für meine Ohren. Draußen fahren die Autos im Feierabendverkehr über die klatschnasse Straße. Mein Mann guckt raus, zieht den Kopf leicht ein und überlegt, ob er noch ein paar Minuten mit Minus Spaziergang warten soll, bis es endlich zu regnen aufhört... Ich habe die Lampe auf meinem Schreibtisch längst angeknipst. Puh, ist das Dunkel.

- kurz ein Update zu meinem letzten Blogbeitrag -

Die Fragen mit der Druckerei sind geklärt, ich konnte mich gut selbst beruhigen. Gestern habe ich mir einen freien Nachmittag bei knisterndem Kaminofen und einem neuen Film auf der Couch gegönnt, mein Göttergatte hat gleich mitgemacht. :o) Belohnung muss einfach sein. Der Film war klasse, lange nicht mehr so etwas unterhaltsames und gleichzeitig unglaublich leckeres gesehen, gemeint ist der Hauptdarsteller, der sich extra für den Film in ein Muskelpaket schmiss und so fast alle Stunts selbst machte. Wie gesagt: Lecker was fürs Frauenherz und eine gute Geschichte und traumhaft schöne Landschaftsaufnahmen und.... Mein Mann fand die Action & Story toll. :o) Der Film? Der Prinz von Persien.

- zurück zum Plitsch Platsch -

Lust auf ein paar Eindrücke aus dem Zauberland, das Petrus im Garten geschaffen hat? Kommen Sie mit in meinen Garten und ich zeige Ihnen wie schön es dort bei Regen aussieht:

Die Rosenblätter sammeln Tropfen.

Der Frauenmantel zeigt auf der nassen Bruchsteinplatte zum zweiten Mal in diesem Jahr wie schön grüne Blüten sein können...

... und wie bezaubernd seine Blätter den Regen einfangen. (Übrigens auch die Tautropfen am Morgen, perfekte Frauenmantelblütenessenzen.)

Dieser Büschel Gras steht unermüdlich als Wächter an unser Treppe.

Diese Clematisblüte wartet darauf, endlich in den Garten gepflanzt zu werden. Sie möchte am Kirschbaum hochklettern und ihn mit weißen Blüten bis in den Herbst verschönern. Ihre Schwester in dunkellila möchte eine Seite des Rosenbogens bis in den späten Oktober mit Blüten versorgen.

Die Blätter dieser Funkiensorte sind schon auf Herbst eingestellt. Ihre kräftig grüne Sommerfarbe ist Vergangenheit. Goldgelb ist nun der Farbtrend.

Das allerallerschönste Bild geben für mich jedoch die Perlenketten ab, die Spinnweben und Regen nur im Herbst so schön zaubern. Ohne die Regentropfen wäre es nur ein Netz, aber gemeinsam sind sie der schönste Schmuck im Herbstgarten!

Weil es so viel Spaß macht, die schöne Seite des Regens zu betrachten, während ich doch sonst eher die Ungemütlichkeit daran entdecke, weil's nass ist und kalt und dunkel, hier zur Aufmunterung zwei Regen-E-Cards aus dem Garten:

 

So herrlich sieht der Strauß aus, den ich vor anderthalb Wochen geschenkt bekam. Perfekt gekühlt auf der Terrasse und glitzernd geschmückt von der Natur:

Klick mich, ich bin eine E-Card  

Ich freue mich sehr, jetzt Schritt für Schritt meine To-Do-Liste weiter abzuarbeiten, bis der Webshop seine Tore für die Herbstsaison öffnet. Wenn Sie sich in den Newsletter eintragen, werde Sie automatisch darüber informiert.

Mit Wehmut denke ich gerade an die Briefe und Postkarten und Päckchen der letzten Tage. Die machen meinen Morgen auch so herrlich hell und lassen mich fröhlich den Tag beginnen. Mögen Sie mir diese Überraschung machen? Hier die Infos.

Herzliche Grüße aus Köln

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 30 September, 2010
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Auf der Suche nach dem roten Glück mit den weißen Punkten

Letzte Woche Samstag: Strahlendes Frühherbstwetter und in der regionalen Tagespresse las ich von gigantischen Pilzfunden. Ob der richtige Zeitpunkt für einen Waldspaziergang im Bergischen wäre und die Chance gekommen, endlich meine geliebten Fliegenpilze zu finden? Seit Jahren schon träume ich davon, endlich einen echten vor die Linse zu bekommen. Doch entweder war ich zu spät oder zu früh unterwegs oder ich fand keine... Dieses Jahr hatte der feuchte August eigentlich für gute Bedingungen gesorgt. Spontan packte ich - auch mit Gedanken endlich Luna (siehe Beitrag: "Schwarz - süß - wild") kennen zu lernen - meine Fototasche und rief bei meiner Oma an, ob sie zu Hause sind und ich von dort meine Wanderung starten könnte. Alles okay, also los.

Das erste Glück: Mein Onkel und meine Tante hatten Lust, mich zu begleiten. Ich hätte mich wahrscheinlich alleine nicht so weit in den Wald getraut, bin ja eine schöne "Schissbuchse" (bergisch Platt für Angsthose). Wie immer war mein Onkel gut gewappnet, denn dank seinem Spazierstock konnten wir den Weidenzaun, der Nachbars Kühe mit Strom auf der Wiese hielt, gut unterklettern, ohne einen gewischt zu bekommen. Ein bischen wummrig war uns bei der Überquerung der großen Weide schon, denn wir konnten den gigantischen Bullen, der mit seinen Mädels dort lebte, nicht entdecken und von einem lauten Schnaufen und Hufgetrampel durch die Gegend gejagt zu werden, ist auch keine schöne Vorstellung. Ich überlegte kurz, wer von uns wohl am langsamsten sei... Da ich das meiste Gewicht auf den Rippen habe, sah ich mich in der Situation. Räusper. Also schnellen Fußes weiter.

Der Wald war bald erreicht, die Herbstsonne herrlich warm, auf dem steilen Wiesenhang weideten "Beuerder" (Jungkühe) und um sie herum sprangen und sangen Grillen. Als Jugendliche war ich an der Stelle oft mit unserem Hund Britta (Schäferhund-Colliemix) spazieren. Zwischen den Wiesenhängen gurgelt nämlich ein herrlicher frischer Quellbach über Grauwacke ins Tal. Auf dem Grund fand ich sogar Ton. Mein Elternhaus und das unserer Großmutter wird heute noch über eine Quelle aus dem Wald mit Wasser versorgt.

Kaum am Wald angekommen, entdeckte mein Onkel die ersten Pilze:

Und im Wald fanden wir zwischen den hohen Tannen auf dem von Stern- und anderen Moossorten durchzogenen weichen Boden so viele herrliche Pilzmodells, das mein Fotographenherz vor Freude lachte:

 

Überhaupt: Dieses wunderbare Moos und die vielen verschiedenen Sorten von Farn. Ein Augenschmaus!

 

 

Wenn es nach mir ginge, hätte ich gaaaanz viel Moos im Garten. Doch leider sind die Vögel damit nicht einverstanden, denn sie zerpflücken für ihren Nestbau regelmäßig alles, was ich dort anpflanze und züchte... Dieses grüne Zimmer im Wald. Ein Traum. Das lässt sich auch nicht auf Bildern wiedergeben. Stille. Sonnenlicht bricht durch die hohen Tannen und leuchtet einzelne Stellen auf dem Boden aus.

Der Hang zu beiden Seiten von grünen Moosen und Farnen und kleinen und großen Tännchen überzogen. In der Talsohle gluckert der Bach über die Steinplatten. Wir entdeckten Matschkuhlen, in denen sich die Wildschweine suhlen. Immer wieder leuchten kleine und große Pilze zwischen dem Grün auf. Herrlich! Meine Tante und ich waren uns einig: Hier ein Haus mit einem riesigen Wintergarten. Nachts der Wald beleuchtet - und alles kann man sehn. Ach, das wäre was... Die Ruhe und der Frieden, den dieser Ort ausstrahlt, sorgt bei mir für sofortige Entspannung. Kein Motorengeräusch. Nur Vögelzwitschern, der Bach und ab und an der Wind in den Bäumen. Seufz. Ich wünsche, ich wäre jetzt dort.

Auf der großen Lichtung, wo wir vor 3 Jahren so viele Pilze sichteten - mein Lieblingsbild davon war im Kalender 2009 mit dem Text: "Die Sorgen am Waldesrand ablegen wie einen Rucksack. Zu schwer für eine schöne Reise." - waren kaum Pilze zu sehen. Och schade, die Natur hatte wohl andere Pläne...

Dafür fand ich diesen hier mit den hübschen Nagespuren auf dem Deckel. Ich berührte seine Oberfläche, weil ich wissen wollte, ob es wirklich Wasser war, was sich im Licht spiegelte. Kein Wasser. Er fühlte sich wahnsinnig glitschig an. Iiiiiiiiiih!

 

Meine beiden Waldführer wollten nicht aufgeben und hatten noch eine Idee, wo sie mal vor Jahren Fliegenpilze gesehen hatten. Also weiter. Auf dem Weg dorthin fanden wir immer wieder schöne Motive. So hüpfte uns der ein oder andere Minilaubfrosch über den Weg, die Beeren des Ilex verfärbten sich für ihr Winteroutfit, dann gab es viele orangeleuchtende Pilze, die wie kleine Korallen aus dem Boden ragten (der Pilz heißt auch so wie er ausschaut).

Ich war vollkommen erstaunt, rosa blühendes wildes Erika zu finden und wilden Salbei. Ganz besonders gefreut habe ich mich über große Impatiens, die in der Herbstsonne strahlten. Es scheint "meine" Pflanze zu sein, denn ihre Blüten gehörten immer dazu, wenn ich Bachblüten aussuchte. Hm, was für schöne Motive!

Ich finde Steinpilze superlecker und fand so einige Kandidaten, die dem Bild, was ich im Kopf von ihnen habe, ähnlich sahen. "Oh, ein Steinpilz. Die sind ja so lecker. Ob man das wohl einer ist?", sagte ich immer wieder. Doch ehrlich gesagt war keiner von uns bereit, sich auf ein Pilzfiasko einzulassen, auch wenn sie noch so köstlich schmecken. Sieht der Angenagte da oben nicht toll (und lecker) aus? Bei Pilzen denke ich gleich an Krimis und die mörderische Methode, unliebsame Menschen aus dem Weg zu räumen. Nicht, dass mir jemand einfiele, wohl aber einige Ideen, die sich zu Papier bringen ließen... Ich denke an ältere Damen, die beim Kaffeekränzchen rauchend und Karten spielend den ein oder anderen Plan aushecken...

Als ich schon kaum mehr daran glaubte, noch Fliegenpilze zu finden, aber bereits zufrieden mit all den schönen Eindrücken war, die ich schon sammeln konnte, sagte mein Onkel: "Hier ist einer!" Mein heißgesuchter Fliegenpilz! Vor lauter Freude hätte ich Weinen können. Was für ein Geschenk. Gleich wurde die Kamera gezückt, ich konnte mich gar nicht mehr davon loseisen. "Hier ist noch einer!", hörte ich von meinem Onkel. "Hier sind noch viel viel mehr!" "Oh schau dir den mal an, hier!", schwärmte meine Tante. Es war ein ganzes Überraschungfeuerwerk! So lange wie ich nach diesen Glücksbringern schon gesucht habe und dachte, ich bekomme nie eine vor die Linse, so sehr wurde mein Warten belohnt. Ich spüre beim Schreiben noch das Glück in mir, das ich fühlte, als wir die Fliegenpilz-Kolonie entdeckten: Kleine, große, welche mit vielen weißen Punkten, welche wo die Punkte an den unteren Rand des Schirms gerutscht waren, welche mit großem Schirm, winzig kleine, die gerade aus der Laubschicht krochen, angenagte, umgefallene und Prachtexemplare, die sich im Licht der Herbstsonne für mich in Pose schmissen. Mein Inneres hüpfte und jauchzte. Die Fotographin schmiss sich auf den Boden (trotz meiner Angst vor Zecken, die ich gerne über Bord schmeißen würde), füllte die mitgebrachten Speicherkarten und leerte die Akkus der Kamera. Ich war anschließend so durchgeschwitzt und aufgekratzt - und kann mein Empfinden doch nur in kleinem Maß in Worte fassen. Da war so viel!

So präsentierte sich der erste Fliegenpilz:

Ein besonders schönes Exemplar hat seinen Platz im Tischkalender 2011gefunden, den Sie hier ab Anfang November kaufen können. Im Newsletter, wofür Sie sich hier eintragen können, werde ich Sie automatisch informieren, wenn es soweit ist.

Ich bewundere die Geduld, die meine Tante und mein Onkel hatten, als ich mich beim Fotographieren so richtig gehen ließ. An der ersten Fundstelle hielt ich mich bei all den Motiven fast eine dreiviertel Stunde auf! Es tut so gut, Menschen wie sie zu haben, die mich so unterstützen! Danke auch von hier noch mal an euch beide! Natürlich auch an Oma, die währenddessen auf den vierpfotigen Racker aufpasste, der morgens noch ihr Strickzeug zerpflückte.

Möchten Sie noch einen der Glücksbringer sehen? Okay, hier einer der Laubgucker:

Auf dem Weg zurück fand mein Onkel zwischen den Tannen immer wieder Fliegenpilze, darunter riesig große. Es war ein Traum! Zum Abschluss der Reise durch den Herbstwald noch dieser hier, kein Fliegenpilz, aber ein eleganter Abschluss eines Stockes:

Nach gut drei Stunden waren wir zurück. Müde und satt von so vielen Eindrücken. Was für ein gelungener Ausflug. Was für eine Freude, dass ich meinen spontanen Impuls, ins Bergische zu fahren, wirklich umgesetzt habe.

Glückliche Grüße von einer heimatliebenden

Anja Kolberg

PS: Aus zwei Bildern habe ich E-Cards für Sie entworfen.

Erstellt durch: Anja Kolberg am Freitag, 17 September, 2010
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Blüh noch einmal & Garten-Aufschieberitis

Moin moin... okay, schon Mittag, fühlt sich aber noch an wie Morgen. Nein, ich bin nicht gerade erst aufgestanden. :o)

Auf meinem Schreibtisch steht sie und beduftet mich mit ihrem tollen Aromen: Die Riesenblüte (gerade 12 cm Durchmesser, noch nicht ganz offen) von Parole, so heißt meine Lieblings-Hochstammrose. Vor einigen Tagen habe ich mir die Blüte ins Haus geholt, weil ich befürchtete, dass sie aufgrund der Witterung auf der schattigen Terrasse verfault. So geschehen im letzten Jahr. Hier drinnen auf meinem Schreibtisch hat sie's warm und trocken. Das dankt sie mir. Hm, welch eine Pracht, welch ein Duft, welch ein Abschiedsgeschenk bis es im Sommer 2010 ein Wiedersehen gibt.

 

Garten-Aufschieberitis? Ja, so nenne ich es mal, dass ich mir schon seit Wochen (!) vorgenommen habe, dass ich zwei Hortensien im Garten umpflanzen will, zwei Buchsbäumchen aus Kübeln befreien und ins Beet versetzen, Gräser teilen und am Teichrand pflanzen, für ein neues Ahornbäumchen und eine Clematis ein schönes Plätzchen finden... Das blöde an der Sache ist ja: Je länger ich warte, desto mehr nervt es mich. Das gute an der Sache: Ich weiß wie glücklich und froh ich bin, wenn ich es endlich getan habe. :o) Dann wundere ich mich wieder wie schnell es eigentlich ging, wofür ich wochenlang innerlich Anlauf genommen habe. Innere Planung ist eben alles!

:o)

Schönes Wochenende!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Freitag, 30 Oktober, 2009
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Herrliche Farben

 

Je kühler es draußen wird, je weniger Licht die Pflanzen abbekommen, desto bunter werden die Blätter des Herbstes.

Ich bin ganz vernarrt darin, immer neue Farbkombinationen im Garten zu entdecken oder auf meinem morgendlichen Spaziergang mit unserem Hund. Ich habe das Gefühl, dass ich mich jedes Jahr ein wenig mehr an der Schönheit der Natur erfreue, sie von Jahr zu Jahr intensiver wahrnehme.

Das ist purer Luxus - den uns die Natur schenkt. Einfach so.

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 27 Oktober, 2009
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Frisch gepflanzt

 

Auf diesen wunderbaren Blumenkasten blicke ich von meinem Schreibtisch aus. Herbstfarben, die meine Seele zum Hüpfen bringen.

Selbst das Fenster habe ich vorher noch geputzt. :o) So macht rausgucken doppelt Freude und die kleine Pause während der Arbeit tut richtig gut.

Einen schönen Herbsttag wünsche ich Ihnen

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Mittwoch, 07 Oktober, 2009
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Zweite Blüte

Ein kleines Wunder erlebe ich derzeit in unserem Garten:

Zwei Funkien blühen das zweite Mal. Im Juni blühten die Blattstauden das erste Mal, inzwischen färben sich die Blätter schon gelb, gute Anzeichen dafür, dass es Herbst wird. Jetzt dachte ich: "Was kommt denn da?" - Eine neue Blüte! Das ist mir noch nie passiert.

Ich find's klasse.

Gartenelfen-Grüße aus Köln

Anja Kolberg
Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 29 September, 2009
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Guten Montagmorgen!

Huhu da draußen! Hier in Köln versucht die Sonne mit aller Macht, Ihren Weg durch die Morgenwolken zu finden. Ganz sachte und sanft klappt es auch. Ein schönes Licht.

Gestern habe ich aus den selbst geernteten Äpfeln einen Kuchen gebacken. Hm, mit Streuseln und Schmand. War lecker. Der Aufwand hat sich gelohnt. Das ganze dann mit einem Klecks Sahne auf der Terrasse in der Sonne. Herrlich!

Übrigens haben wir Nachwuchs im Teich - sieben kleine Fische waren es mindestens vor einer Woche. Dabei hatten wir die beiden orangefarbenen Fische doch "die Kessler-Zwillinge" genannt. Hm. Entweder ist eine von ihnen jetzt eine alleinerziehnde Mami und der Vater blieb im Zooland zurück (Oh Gott, was haben wir getan!) oder eine der Fisch-Kesslers ist ein Mann! Müsste mal rausfinden, wie lange die Tragezeit bei Fischen ist. Wir freuen uns auf jeden Fall mächtig über den Zuwachs im Teich!

Zuwachs, echten, menschlichen und supersüßen gibt es auch in der Familie meines Mannes. Dieses Jahr bin ich zweimal Tante geworden: Phil kam Ende Mai, Linus letzte Woche. Was für bezaubernde Babys!

Ich freue mich auf die Woche - hoffentlich ohne Bauchweh!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Montag, 28 September, 2009
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Apfelernte

Dieses Jahr hatten wir wirklich Glück mit unseren beiden Säulenäpfeln.

Wo letztes Jahr ein einsamer Apfel hing, konnten wir dieses Jahr reiche Ernte machen. Durch die vielen Sonnenstunden hatten sie auch herrlich Farbe bekommen.

Die Früchte waren so schwer, dass wir den Stamm stützen mussten.

Hier die andere Sorte, nicht so schön rot, dafür saurer und größer:

 

Hier ein Ernte"korb":

 

Der erste Pfannkuchen mit Äpfeln schmeckte köstlich!

Stolze Grüße

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Mittwoch, 23 September, 2009
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Schneeflöckchen

... Weißröckchen, da kommst du geschneit; du kommst auuuuus deeeeen Wolken, deiiiiiin Weg ist so weit. Kooommm setz dich ans Fenster, duuuu lieblicher Stern. Maaaalst Bluuumen uuuund Bläääätter, wir haben dir gern.

Das Liedchen konnte ich gestern Nachmittag trällern. Wow, Schnee in Köln ist eine Seltenheit. Am Abend hatte Minu ihre helle Freude. Sie liebt es im Schnee zu tollen, Schnee zu schieben, Schnee zu kosten. Das macht einfach Spaß!

Zum Glück sind hier heute früh die Straßen frei, kein Schneechaos wie angekündigt.

Das Wochenende: Noch am Freitag war ich soooo unzufrieden, weil ich so vieles nicht geschafft habe, was mir wichtig war. Dann habe ich den Rechner ausgemacht und im Baumarkt mit meinem Mann Bretter, Leim und Magnetschlösser besorgt, um einen ausgedienten Pinien-TV-Schrank umzubauen.

Samstag Abend war er fertig: Jetzt habe ich in meinem Büro einen sehr geräumigen Schrank stehen. Wo ehemals der Fernseher stand, liegt ein Regalboden. Die vorher im Schrank versenkbaren Türen lassen sich jetzt von außen über Scharniere öffnen. Das ist uns wirklich gut gelungen und wir haben gut zusammen gearbeitet. Letzten Endes - denn wenn wir unterschiedlicher Meinung sind (wie was gehen könnte), und das waren wir, boah, dann können wir uns fetzen! Da liegt Energie in der Luft! Aber: Ende gut - alles gut! [Und mein Mann hatte Recht, nicht ich... ;o)]

Am Sonntag, mein Mann machte gerade seinen geliebten Mittagsschlaf, zog es mich in den Garten. "Eigentlich ist es ja zu kalt", dachte ich und zog meine rote Fließjacke und die Gartenschuhe an. "Ich will nur mal kurz gucken und die neue Astsäge ausprobieren." Gesagt, getan. Ruckzuck hatte ich die Äste ab, die ab mussten und auch gleich für die Abfalltonne kleingeschnitten. Das hat so gut geklappt - jetzt könnte ich doch noch das Laub auf dem Rasen zusammen harken. Schwups -fertig. Minu beobachtete mich aufmerksam von drinnen. Och, jetzt könnte ich doch noch das Laub im Beet... Auch fertig. So'n bischen schmerzten die Glieder, aber es machte so einen Spaß. Ich schaue mich um und denke: Ich könnte doch noch das Laub am Teichrand beseitigen, das Wasser ist ja viel zu kalt, aber der Rand ist ja trocken. Schwups - auch fertig. Hm, dachte ich mir, ich könnte ja mal probieren, wie kalt das Wasser im Bachlauf ist. Der war nämlich voller Laub und sah sehr ungepflegt aus. Rasch meine geliebte Kniematte aus dem Keller geholt und mich mit der einen Hand auf einen von Minus Bällen abgestützt (brrrr, die Steine waren wirklich zu kalt.) Der Bachlauf war nicht tief, meine Hand bald gut durchbluttet. Es machte so einen Spaß aufzuräumen! Das Laub im Garten hatte mich schon so lange gestört und immer war irgend was... Jetzt hatte ich wahrhaftig den Bachlauf fertig und immer noch Lust. Nach Wochen nicht im Garten arbeiten, machte es mir so eine Freude, wieder etwas draußen zu tun. Also, was noch? Im Hochbeet war noch Laub, das wieder in den Bachlauf wehen konnte, dort also auch aufgeräumt, Stauden abgeschnitten.

Aaah, die Knie schmerzten doch schon doll... Aber ich hatte immer noch Lust. Sollte ich vielleicht das Laub aus dem Teich fischen? Das Wasser ist eiskalt. Nein, auf keinen Fall! Aber ich könnte ja wenigstens mit der Harke versuchen, die Blätter am Rand und auf der Oberfläche wegzufischen. Mein Mann sollte dann (eigentlich ist das Wasser sein Revier) den Teich ein anderes Mal von Algen und Blättern entfernen. Doch das mit der Harke klappte so wunderbar: Innerhalb von zehn Minuten waren alle Algen aus dem Teich gefischt und die Blätter ebenso! Huch! Klasse!!! Und ehe ich mich versah, waren viele viele der Gartenarbeiten, die ich noch lange vor mir sah, erledigt. Das hat so einen Spaß gemacht und ich war mächtig stolz auf mich. *HÜPF*

Einziger großer Nachteil der Aktion: Mein Rücken schmerzte, meine Schultern, meine Oberarme, meine Knie! Gott sei dank hatte mein Mann zwischenzeitlich den Ofen im Wohnzimmer angemacht, so konnte ich mich davor aufwärmen, ein Stückchen Kuchen essen, eine heiße Tasse Kaffee trinken und immer wieder ans Fenster gehen und bewundern, was ich geschafft hatte. Zur Belohnung begann es dann noch zu schneien. *Hüpf*

So unzufrieden mein Wochenende begonnen hatte, so glücklich war ich gestern Abend. Wenn mich auch meine Muskelschmerzen noch lange vom Einschlafen abgehalten haben, hat es sich doch gelohnt. Erstaunlich, was man alles schaffen kann, wenn man einfach anfängt, ohne groß darüber nachzudenken. Und vor allen Dingen: Wenn der Zeitpunkt der richtige ist.

Glückliche Grüße!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Montag, 24 November, 2008
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Novemberblumen

Der November nur trist, grau, nass, nebelig? Nicht nur, er bietet auch andere Seiten, auch jetzt blühen bei mir im Garten noch einige Blumen:

Die Rose am Rosenbogen. Die duftet... Ich freue mich schon, wenn sie den Rosenbogen völlig eingenommen hat.

Die Echinazea ist nach Umpflanzen und Giersch-Bekämpfung im Topf gelandet. Jetzt hat sie sich endlich erholt und zeigt ihre Blüten.

Ein unermüdlicher Blüher. Diese 1-Euro-Rose war diesen Sommer mein eifrigster Blütenlieferant unter den Rosen und denkt immer noch nicht ans Aufhören!

Der Margaritenbusch zeigt auch noch Knospen und Blüten. Wenn auch die Sonne immer seltener die Terrasse besucht und manche Blüten wegen der Nässe faulen. Sie halten durch. Vielleicht schaffe ich es ja dieses Jahr, den Busch zu überwintern?

"Blühende Prinzessin" heißt dieses gute Stück. Unzählige lila Blüten den ganzen Sommer durch. Jetzt wird es aber zu kalt für den Wärmeliebhaber. Ich muss drinnen ein gutes Plätzchen für sie finden, damit ich auch im nächsten Sommer noch etwas von ihr habe. (Vor ein paar Jahren hatte ich schon einmal eine Blühende Prinzessin. Sie hat den Winter bei mir drinnen nicht überlebt...)

Meine Rispenhortensie. Oh, die mag ich sehr und darauf habe ich lange gewartet. Diesen Sommer habe ich sie mir endlich gegönnt!

Zum guten Schluss die Bauernhortensie. Vier davon thronen in der Spitze unseres Gartens. Hm, diese Blüten. Ich habe es dieses Jahr nicht geschafft, mir welche rechtzeitig zu trocknen. Vielleicht denke ich ja nächstes Jahr daran.

Soviel Blütenpracht im Novembergarten. Ich freue mich schon auf die Christrose, davon habe ich eine rote und eine weiße im Garten stehen. Der Winter ist ihr Blühdomizil.

Viele Grüße von der Gartenelfe und ein schönes Wochenende

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Freitag, 07 November, 2008
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Farbspiel

Heute früh beim Spaziergang mit unserer Minu erfreute etwas auf dem Waldboden mein Auge. Was? Das Farbspiel des Laubes. In Abschnitten, wo Pappeln stehen, war es leuchtend gelb. Standen am Wegesabschnitt viele Buchen, so berührten unsere Beine und Pfoten ein rotbraun leuchtendes Farbmeer. Und dann gab es noch Wegesstücke, da waren alle Farben gemischt.

Wow! Der Herbst hat es in sich!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 16 Oktober, 2008
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Oktobersonne

 

Hm, sie ist da, die Oktobersonne. Gestern Nachmittag kam sie hier in Köln schon durch. Ahh, tut das gut! Die Ahornblätter auf den Bäumen beginnen sich zu verfärben. Herrlich. Und dann noch das Wochenende vor Augen - was kann es schöneres geben?

Ich wünsche Ihnen ein traumhaft erholsames Wochenende!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 02 Oktober, 2008
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Tolles Erlebnis

 So sah es heute früh auf der Straße vor unserem Haus aus: Stockdunkel. Menschenleer.

Ich kam mir wie der einzige wache Mensch vor...

Pures Leben dann auf dem Blumengroßmarkt in Köln. Die vielen Blumen, Sträucher, Pfanzen: Ein Traum. So viele Eindrücke. Ich müsste, wenn ich dort regelmäßig einkaufen ginge, schon eine ganz klare Vorstellung haben, sonst würde ich wohl meinen Geldbeutel leer kaufen. So verlockend sind die vielen schönen Dinge!

Rosen. Alpenveilchen. Erika. Astern. Gräser. Gerbera. Herbstkränze. Sonnenblumen. Hagebutten. Stiefmütterchen. Rosmarin. Bunte Sträuße. Kerbel. Nur ein Bruchteil von dem, was ich dort gesehen habe.

Ich bin so voller Eindrücke. Bis obenhin. Und jetzt wirklich totmüde. Wie schaffen es die Floristen, so früh morgens auf den Markt zu fahren und dann noch bis abends im Laden zu stehen? Hut ab vor dieser Leistung.

Mir ist jetzt auch der Preis-Unterschied zwischen Discounter-Blumen und denen in einem Blumengeschäft deutlich geworden: Die vielen verschiedenen Blumenarten werden sortenweise in kleinen Mengen eingekauft. Zum Laden gefahren. Dort ausgepackt und Stiel für Stiel in die Hand genommen, von Blättern gesäubert und in Vasen im Laden platziert. Dann nach Beratung und Kundenwunsch zu individuellen Sträußen gebunden und auch als Geschenk verpackt. Vorher habe ich mir darüber überhaupt keinen Kopf gemacht. Jetzt habe ich einen Einblick bekommen.

Einen Haufen Eindrücke habe ich als E-Cards für Sie gestaltet. Viel Freude beim Verschicken!

Eine müde und glückliche

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Mittwoch, 24 September, 2008
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Herbstfreude

 

Hm, der Herbst ist eine herrlich bunte Jahreszeit. Heute um 17:44 Uhr war Herbstbeginn. Tag und Nacht sind gleich lang. Die dritte Jahreszeit dauert bis zum 21. Dezember.

Hm, ich freue mich auf goldene Oktobertage, raschelndes buntes Laub, Kastanien, den ersten Frost, guten Schlaf dank kühlen Nächten, den nahenden Winter und die Zeit mit dem glühenden Kaminofen am Abend. Hm. Licht. Wärme.

Zum Herbstbeginn habe ich meinen Blumenkasten vorm Bürofenster neu bepflanzt. Sieht herrlich aus!

Eine kleine Freude bei jedem Blick darauf!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Montag, 22 September, 2008
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Septembersonne

Die Strahlen der Sonne sind für mich im Moment ein Geschenk. Hm, nochmal warmes natürliches Licht tanken, während die Tage immer kürzer werden. Jetzt empfinde ich die Sonnenstrahlen sehr kostbar, während sie mir im Sommer oft viel zu viel waren.

Mir geht es heute so richtig gut. Hm und dazu das tolle Septemberwetter!

Ein Traum!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Samstag, 20 September, 2008
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Von nass bis zauberhaft.

 

Heute früh haben Minu und ich beim Spaziergang Bekanntschaft mit dem Regen gemacht. Erst waren es winzige Tröpfchen, die dann ruckzuck zu Monstertropfen heranwuchsen. Unser Vierbeiner hat sich nur noch hinter mir versteckt und wie ich den Kopf eingezogen. Wir suchten schnell Schutz unter einem klitzekleinen Vordach. Als es nach einer gefühlten halben Stunde endlich aufhörte, sind wir fluchs nach Hause. Beide ziemlich nass. Im Flur verstecke ich Minu dann erst mal unter einem kuschligen Frotteehandtuch. Ganz vorsichtig kommt ihre Nase darunter hervor und ganz sanft trockne ich sie ab. Die schöne Seite, nass zu werden. Sie liebt das und ich auch.

Der Regen machte eine Pause, als ich meine Tasse Kaffee auf der Treppe zum Garten trank. Direkt vielen mir die Perlen auf den Spinnennetzen auf. Was für eine Pracht. Endlich hatte ich wieder mal Lust am Fotographieren. Daraus habe ich einige E-Cards gefertigt.

Viel Spaß beim Verschicken und ein

Anja Kolberg
Erstellt durch: Anja Kolberg am Freitag, 12 September, 2008
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Leben & Natur

Als wir 1997 in dieses Haus einzogen, war der Garten ein Urwald. Wir hatten in der einjähigen Renovierungsphase nichts daran gemacht. Und mir war während meines Abendstudiums so gar nicht nach Gartenarbeit. Ich mochte sie auch davor nicht so recht. Meine Tante erzählte mir letzte Woche, dass ich als Kind mal rübergekommen bin (wir wohnten nebeneinander), um für meine Mutter Schnittlauch im Garten zu schneiden. Statt Schnittlauch hatte ich allerdings Blumen abgeschnitten. Weit ist es mit meiner Gartenliebe also nicht gewesen. :o)

In unserem Wildgarten wäre es für mich auch o.k. gewesen, die komplette Fläche zu betonieren und grün anzustreichen. Hauptsache wenig Arbeit. Also Rasen. Fertig. Keine Blumen. Nichts. Erst nachdem ich das Studium abgeschlossen, mich selbstständig gemacht hatte und 2001 durch meinen Bandscheibenvorfall aus dem Hamsterrad gerissen wurde, änderte sich etwas. Ich nahm die Zeit anders wahr, entdeckte das Interesse am Garten. Ein Beet wurde angelegt. Kübel kamen auf die Terrasse. Daraus entwickelte sich von Jahr zu Jahr mehr ein kleines Paradies. Ich hatte mein Interesse an der Natur entdeckt.

Minu, unser Hund, der 2003 zu uns kam half dabei, denn sie brachte mich zu jeder Jahreszeit hinaus in die Natur. Ich war stolz wie Oskar, als das erste Mal eine Tulpenpracht in meinem Garten erblühte und musste mich sehr zurückhalten, als unser quirliger Vierbeiner durch das Beet stapfte und in ihren fünf Minuten die Tulpen ausbuddelte un d quer im Maul spazieren trug...

In den Jahren hat der grüne Teil unseres Hauses sein Gesicht immer mehr verändert. Heute ist der Garten ein Ort, an dem ich mich erfreue, mich entspanne, Kraft tanke und einfach wohlfühle. Mit dem Anlegen des Gartens zog sich auch in mir eine Wandlung über die Jahre durch. Ich entdeckte, dass es noch etwas anderes als Arbeiten gibt, mein Privatleben wurde bunter, ich arbeitete weniger, gönnte mir mehr Freizeit. Ich beobachte die Tiere, die unseren Garten besuchen, vor kurzem zum Beispiel ein heiß geliebtes Eichhörnchen, das an unserem Teich getrunken hat. Ich blieb regungslos neben Minu auf der Treppe sitzen, um dieses Bild möglichst lange auskosten zu können. Was für ein Schatz!

Vor einigen Wochen schnappte ich ein Chinesisches Sprichwort auf, das mich an diese Wandlung erinnerte und mich heute dazu bringt, Ihnen hier im Blog von meiner Gartenentstehung zu erzählen. Es lautet:

"An dem Tag, an dem du deinen Garten anlegst, fängt dein Leben an."

Grüße aus dem grünen Leben

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Montag, 08 September, 2008
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hm

Diese Woche waren meine Freunde-Besuchstage: Montag, Mittwoch und heute, Donnerstag, auch wieder. Treffen mit Menschen, die ich mag. Das tut gut und ich komme auf neue und andere Gedanken.

Ganz bezaubernd ist im Moment der Japanische Garten in Leverkusen. Warum? Dort wird gerade alles für den Winter hergerichtet und unzählige Blätter verschönern den Rasen. Über ihnen thronen die atemberaubenden Ahornbäume.

So, jetzt mache ich mich auf den Weg.

Schönen Feierabend!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 25 Oktober, 2007
Thema: Blog - 2007, 2. Halbjahr, Blog - Garten - Herbst

Eine Duftwolke

... umhüllt mich! Die pinkfarbene Parole hüllt den ganzen Raum ein. Hm, könnte ein Parfüm sein. Diese Rose riecht nicht nur einmalig, sie hat auch noch eine herausragend große Blüte mit einem Durchmesser von ca. 14 cm. Ich habe diese Rose als Hochstämmchen letztes Jahr direkt vom Züchter Kordes Rosen gekauft. Eine der besten Ausgaben für meinen Garten!

Rosige Grüße

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 11 Oktober, 2007
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Maus(e)tod?

Tatort: Unser Garten.
Tatzeit: Letzten Sonntag, 1.30 Uhr

Ein paar Stunden zuvor: Eine Mausefalle wird aufgesetzt. Mäuse nämlich flitzen des Nachts immer über unsere Terrasse. Wir wollen sie ins Feld umsiedeln. Missglückt ist Tage zuvor der Marshmallow-Köder. Nicht, weil er der Maus nicht geschmeckt hat, sondern durch den Regen so verklebt ist, dass die Maus ihn genüsslich auffuttern konnte, ohne dass das Türchen zufiel. Diesmal ist ein Stück Waffel unser Lockvogel.

1.30 Uhr: Wir kommen von einer Fete (im Bergischen - eine Freundin wurde 40 und ich habe gaaaanz viele Leute von früher wieder gesehen - das war toll!) und diesmal ist die Falle wirklich zugeschnappt. Ein winzig kleines Spitzmäuschen sitzt darin und putzt sich. Sieht süß aus. Direkt morgen früh bringen wir sie ins Feld.

Der Morgen danach: Guido will die Maus ins Feld bringen, während ich mit Minu unsere Runde drehe. Als ich auf die Terasse sehe, hockt mein Mann neben der Maus am Boden: "Ich glaube, sie liegt in den letzten Zügen." Entsetzen bei mir. Nein, wir wollten doch, dass die Maus lebt! Ich schaue mir die Maus an, die auf dem Rücken liegt und sich windet, sehr langsam in ihren Bewegungen. "Ob sie Bauchschmerzen hat, weil sie zuviel gefressen hat?" frage ich meinen Mann. "Glaube ich nicht." "Oder ihr ist zu kalt geworden", schließlich stand die Mausefalle auf den Holzkästen und da war es windig, kalt und nass und wir haben darüber natürlich nicht nachgedacht. Mist!

Was tun? "Weißt du was, ich hole eine Kiste und dann holen wir sie rein. Dort ist es etwas wärmer und vielleicht erholt sie sich ja." sage ich und laufe ins Haus. Mein Mann hebt das winzige Ding am Schwanz hoch und legt sie in die Kiste. Sie bewegt sich immer noch. Wir verschwenden nicht wirklich einen Gedanken daran, dass sie abhauen könnte, weil sie so schwach ist und kaum noch Leben zu sehen ist. Drinnen nehme ich etwas Küchenpapier, um sie ganz vorsichtig warm zu reiben. Ich habe keine Angst vor ihr, sie tut mir wirklich leid. Meinem Mann geht es ähnlich. Seit dem wir Minu haben, kann ich kein Tier mehr leiden sehen.

Die Rettungsaktion startet: Ganz vorsichtig streichle ich mit dem Papier über ihr Fell. Das scheint ihr gut zu tun. Dann fängt sie an zu zittern. Und was macht mein Mann? Ich höre den Wasserhahn laufen, dann legt er eine Wärmflasche unter die Kiste und wir starren gespannt auf die Maus. Sie hat noch ganz zarte Füßchen. Ist es vielleicht noch ein Baby? Die Wärme scheint ihr gut zu tun. Sie fiept ein bischen. Aha, Hoffnung keimt auf. Das Futter, das mein Mann noch in die Kiste legt, rührt sie zwar nicht an, aber sie bewegt sich immer mehr. Die Nase bewegt sie wie ein Ameisenbär. Süß! Sicherheitshalber stellen wir die Kiste wieder nach draußen, mein Mann legt die Wärmflasche darunter und ich baue darüber aus dem Küchenpapier ein Zelt.

Wir kommen auch gar nicht mehr auf den Gedanken, sie wieder in die Falle zu legen. "Sie bekommt eine Gnadenfrist und darf noch einige Zeit in unserem Garten bleiben" beschließen wir. "Vielleicht will sie auch zu ihrer Mutter zurück", grüble ich. Wir schließen die Türe und frühstücken erst einmal in Ruhe. Ich weiß gar nicht, wie oft wir uns die Finger waschen, aber das leidende Tierchen war uns wichtiger. Als wir danach wieder in die Kiste schauen, ist sie leer. Die Maus hat sich erholt und ist wieder unterwegs. Jetzt freuen wir uns richtig. Was für ein Erfolg.

Kitschig? Nein, nicht für uns, sondern ein unbeschreiblich warmes und gutes Gefühl.

Von der Mauserettungsfront

Anja & Team

Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 27 September, 2007
Thema: Blog - 2007, 2. Halbjahr, Blog - Garten - Herbst, Blog - Vegan werden und leben

Selbstbegrenzung

Am Samstag im Garten: Die Pfeifenwinde hatte den Eisenhut vollständig umschlungen. Eigentlich dürfte der Eisenhut gar nicht mehr da sein, weil ich 2006 ihn komplett ausgemacht hatte. Warum? Es machte mir ein bischen Bauchschmerzen, da es sich wie ich gerade erfahren hatte um die giftigste Pflanze Europas handelt. Irgendwie dachte ich, die Pflanze muss weg. (Klingt wie ein geplanter Mord.) Doch es gibt Pflanzen, die stärker sind als meine Angst. Wie der Eisenhut. Im Frühjahr ist er wieder ausgetrieben. Bei unserer Gartenaufräumaktion am Samstag wollte ich ihn abschneiden, doch innerlich kam ein lautes "NEIN, mach mich nicht aus. Lass mich stehen. Ich bin wichtig." Ich habe zwei Triebe abgeschnitten, die nicht gut aussahen. Vehement kam ein "NEIN! Ich bleibe stehen. Du brauchst mich noch." Verdutzt sah ich diese Blume an. Mensch! Sie will nicht ausgemacht werden. "Soll ich Blütenessenzen aus dir gewinnen?" Darauf hin kam ein klares "JA". Hm. Blütenessenzen von einer giftigen Pflanze. Ich habe nach einer kurzen Verhandlung einen langen Trieb stehen lassen. Die Knospen sind noch grün, es braucht noch einige Sonnenstunden, bis sie blau erstrahlen wie auf dem Foto aus 2005 und ich die Blütenessenz gewinnen kann. Im Internet habe ich dann nachgeschlagen, wofür diese Pflanze steht. Bei Irisflora fand ich die Antwort: "Eisenhut hilft Selbstbegrenzungen aufzugeben und mehr Authentizität zu entwickeln; bei Schwierigkeiten durch überholte Vorstellungen und Gewohnheiten."

Wie gut könnte ich diesen Impuls gebrauchen. Es gibt einige Dinge, die ich tun möchte, halte mich selbst aber davon ab. Meine Erwartungen an mich selbst sind unermesslich hoch, noch viel mehr die Angst vor Erfolg, vor den Reaktionen. Aber wenn ich die Vorhaben wirklich in Angriff nehmen würde, wäre ich noch mehr ich selbst. Würde ich noch mehr zu mir stehen und - ja - ganz ich selbst sein. Es ist an der Zeit, diese inneren Hürden zu überwinden. Ich bin dankbar, dass die Pflanze mir klargemacht hat, dass sie mir helfen wird. Ich freue mich auf den Zeitpunkt, wenn die Blüten blau in der Herbstsonne erstrahlen und ich die Blütenessenz gewinnen kann. Anleitung bekomme ich dafür über das Buch "Blütentherapie und Naturerfahrung". Es ist nicht das erste Mal, dass ich meine eigenen "Bach"blüten herstelle.

Die Natur ist ein grenzenlos großer Schatz an Heilung und Inspriation!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 18 September, 2007
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Garten-Glanz

Am Samstag morgen war es endlich soweit:

Ich habe ich aufgemacht zur Expedition in die unbekannten Tiefen unseres Gartens. Puh, da war aber was los... Und ganz langsam mit einem kleinen Plätzchen auf dem Boden, meinem unentbehrlichen Löwenzahn-Ausstecher, Kniekissen und Eimer habe ich mich durchgearbeitet. Der Giersch hat richtig gewuchert. Hm. In einem Kräuterbuch habe ich gelesen, dass Pflanzen dort wachsen, wo sie gebraucht werden. So konnte ich bei Wikipedia lesen, dass es sich nicht nur um eines der beständigsten Unkräuter handelt, sondern auch eine Heilpflanze für Rheuma, Gicht und Entgiftungen ist und man sich daraus einen leckeren Salat zubereiten kann. Hätte... Jetzt hat er irgendwo ein neues Zuhause, bzw. es sind sicherlich immer noch Rhizome im Boden... Nächstes Jahr dann also...

Auch der Regen konnte mich am Samstag nicht aufhalten, den Garten zu putzen. Und Montag ganz pünktlich kamen dann auch die Rosen für den Rosenbogen. Schöne Belohnung. :o) Lediglich der Muskelkater war ein nicht so angenehmes Souvenier. Was soll's, es ist o.k. ein Opfer für etwas zu leisten, was ich wirklich gerne haben möchte. Montag habe ich mir dann was gegönnt und das Ladevolumen vom neuen Wagen getestet: Rosenerde, Blumenerde für die Balkonkästen, einen grooooßen Pflanztopf für den Rosenhochstamm und den Rosenbogen. Es hat alles ins Auto gepasst. So gerade. :o)

Seit Dienstag steht der Rosenbogen und die Rosen sind gesetzt (jetzt habe ich vom Graben Oberarme wie Schwarzenegger), der Rosenbogen hat die ersten Sturmböen überstanden, die Kübel sind bepflanzt. Langsam lässt auch der Muskelkater nach, das Aquafitness-Programm hat wohl geholfen. Schön sieht alles aus. Im Blumenkasten vor meinem Bürofenster blühen jetzt die Stiefmütterchen. Ich freue mich darauf, sie in den nächsten Wochen und Monaten zu beobachten. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich in den letzten Tagen am Fenster war, um zu sehen, was ich geschaffen hab. Tolles Gefühl. :o) Ich hoffe, die Blumenzwiebeln bekomme ich jetzt auch noch vorm ersten Frost in den Boden. Im Bergischen Land war für gestern Schnee angesagt.

Nicht zu fassen. Letzte Woche noch 26 Grad und jetzt... Wetterkapriolen. Der Garten ist gut vorbereitet. Der Winter kann kommen.

Viele Grüße aus dem kalten, nassen und aufgeräumten Köln

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 02 November, 2006
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Gartenputz

Was der Frühjahrsputz im Haus....

ist der Herbstputz im Garten... Quatsch, ich mach' ja gar keinen Frühjahrsputz im Haus. Sie? *räusper* Die guten hausfraulichen Skills wollen bei mir nicht so richtig aufleuchten. Da macht es mir schon mehr Spaß, im Garten zu arbeiten.

Und im Moment ist viiiiiiiiiiiiieeeeel zu tun. Besser gesagt: Liegen geblieben. Die wildromantischen ;o) Beete mit so manchem saftig grünem Unkraut sahen aber auch schön aus.

Und dieses Wochenende, da habe ich endlich die Zeit für den Garten! Ich freue mich schon! Just heute ist eine Blumenlieferung gekommen: Lavendel und ein Rosenhochstamm. Der soll vor unser Haus. Die Blumenkästen diesen Sommer waren ein erster Schritt, dass es dort grüner aussieht. Und sobald die riesig gewordenen Kapmargareten verblüht sind, kommen die Blumenkästen von der Terrasse runter und in frischem Outfit wieder vor's Haus auf die Fensterbank. Ich kann' s gar nicht mehr abwarten, bringe es aber noch nicht über's Herz, die Blumenkästen leer zu putzen... Im Sommer heizt die Sonne vor dem Haus dermaßen ein - Sie wissen ja, in diese Richtung liegt das Fenster meines Büros - dass die Blumen riesig geworden sind. Zu riesig und zu durstig. Ich habe wirklich dazu gelernt, welche Blumen dort geeignet sind und welche weniger.

Ich freue mich schon darauf, morgen früh loszulegen. Unkraut zupfen (... roden), viiiiiiiiiiiiiieeeleicht einige Stauden versetzen, sicherlich ein Päuschen zwischendurch machen (das vergesse ich gerne, aber mein Rücken erinnert mich...). Und diesen Herbst wird über der Bachquelle mein Traum vom Rosenbogen wahr. Davon habe ich schon lange geträumt. Jetzt habe ich endlich die passenden Rosen dafür bestellt! *hüpf*

Und im Keller warten ungeduldig einige Blumenzwiebeln, die mich (und Sie indirekt auf den Karten...) im Frühling erfreuen wollen. Diese Vorfreude finde ich fast das Beste!

Nach getaner Arbeit im Garten, da bin ich so richtig glücklich und stelle mich immer wieder ans Fenster, um in den Garten zu gucken, was ich da schönes gemacht habe. :o) Und nicht nur der Garten ist dann geputzt, sondern viele Gedanken in meinem Kopf ebenso.

Ich wünsche Ihnen ein herrliches Wochenende, an dem Sie es sich so richtig gut gehen lassen! Ich mache mit!

Ihre Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Freitag, 27 Oktober, 2006
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Wenn es Abend wird...

... dann steigt hinter unserem Haus ein Konzert.

Auf einem Nachbargrundstück steht eine Reihe riesiger Kirchlorbeer-Sträucher. Und zu einem Abendplausch scheinen sich dort unzählige Vögel zu sammeln. Ein Fest für die Ohren. Wenn ich die Augen schließe, fühle ich mich mitten im Wald - die Vögel übertönen sogar das Geräusch der Straße!

Was für ein Geschenk!

Bald ist es wieder soweit... :o)

Die lauschende

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Montag, 23 Oktober, 2006
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Den Herbst genießen

 Heute habe ich mir einen Ausflug mit der Kamera gegönnt. Endlich mal wieder. Wo ich war? Im Japanischen Garten, der sich direkt auf dem Bayer-Gelände in Leverkusen befindet. Eine schöne Anlage. Jede Jahreszeit hat dort ihren ganz besonderen Reiz - und Bayer investiert wirklich viel in den Park und den Garten. Ich weiß gar nicht wie viele Gärtner dort angestellt sind und die Anlagen pflegen. Ganz besonders schön ist es dort zu der Zeit, wenn die Rhododendron blühen und im späten Herbst, wenn sich die Ahornbäume in ihr Herstkleid schmeißen.

Das habe ich auch gemacht. :o)

Und nach dem Spaziergang Zeit im Bistro mit einer heißen Tasse Kakao und meinem Tagebuch. Streicheleinheiten für meine Seele. :o)

Bunte Herbstgrüße als E-Cards habe ich Ihnen von meinem Ausflug in den Herbstwald mitgebracht:

Sonne aus Köln

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Mittwoch, 18 Oktober, 2006
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DUNKLE TAGE

Wenn der Blues kommt...
Wende in traurige Gedanken bekommen

KÖRPER + SCHMERZEN

So habe ich 40 kg abgenommen
Mehr Gesundheit in einem Jahr.

MICH SELBST ANNEHMEN

Mich selbst annehmen
Vergleichen ist das Ende des Glücks

INNERES KIND

Inneres Kind
Dicke Tränen trocknen

INNERE STIMME

Reden mit der inneren Stimme
Was tun, wenn die Angst übermächtig wird

PSYCHOLOGIE

Hilfe für die Seele
Hilfe für die Seele. Ende mit dem Tabu.

LOSLASSEN

Weniger ist mehr
Weniger ist mehr

ACHTSAMKEIT

Ganz bei mir sein
Frühlingsmärchen für die Seele

ZEIT FÜR MICH

Im Haus meines Herzens
Aufgeregt vor Termin. Zur Ruhe kommen.

DIE FRAU DAHINTER...

Mehr über Anja Kolberg
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