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Städte in der Umgebung: Kalungborg und Slagelse

Kalundborg war unsere nächste Stadt. Die kleinen bunten Häuser rund um die fünftürmige Kirche im historischen Stadtkern vor Kopfsteinpflasterstraße sind zauberhaft.

Kalundborg

Man fühlt sich in der Geschichte zurück versetzt.

Kalundborg

Hier steht auch das älteste Steinwohnhaus Europas, ohne Wasser, Strom und Heizung und nicht von innen zu besichtigen:

Kalundborg

Es gab eine nette kleine Einkaufsstraße, ebenfalls mit schönen alten Häusern. Am Ortseingang reihten sich verschiedene Discounter und Tankstellen aneinander.

Kalundborg

In der Kreisstadt Slagelse gab es auch eine Fußgängerzone zum Bummeln und einen großen Platz mit Außengastronomie:

Slagelse

Besonders das Geschäft Kraemmershus hat es mir angetan: Eine Mischung aus restaurierten Möbeln, Deko, Metallschildern, Decken, Kaffee, Tee, Schokolade, Marmelade und anderen hübschen und leckeren Dingen:

Shopping

In der Nähe von Slagelse besichtigten wir die Wikingerburg Trelleborg mit kleinem Museum, wo Fundstücke und Kleidung aus der damaligen Zeit gezeigt werden. Freier Eintritt.

Trelleborg

Ein Haus der Wikingerburg von außen (oben) und ein anderes aus der Zeit von innen:

Trelleborg Haus innen

Auf dem Weg zurück zur Jammerlandbucht machten wir einen Abstecher auf die Halbinsel Reerso, wo hübsche kleine Reetdachhäuser stehen und im kleinen Hafen ein Fischgeschäft, das bei unserem Besuch geschlossen war (September bis April).

Morgen geht es hier weiter mit: Landzungen Rosnaes und Asnaes

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Liebe Grüße

Deine Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Sonntag, 21 Oktober, 2018
Thema: Blog - 2018, 2. Halbjahr, Blog - Dänemark

Walken und Schwimmen?

Walken am Meer

2017 habe ich meine Walkingausflüge am flachen Sandstrand und durch die Heidelandschaft so genossen. (Heidelandschaft und besondere Geschenke dieser Reise) 

Dieses Jahr wollte ich das wiederholen.

Walking am Meer

Eine Heidelandschaft gab es nicht. Ich hätte durch die Ferienhaussiedlungen laufen können, aber direkt an der Ostsee entlang fand ich es viel attraktiver.

Walken am Meer

Am Strand war es zwar ab und an wegen der Steine etwas wackelig und im Sand rutschig, aber es ging. Weil die neuen Schuhe noch unbequem waren, hatte ich mir alte eingepackt, die können dann auch ruhig mal nass werden oder durch miefiges Seegras steigen.

Walkingpause am Meer

Eine 3/4 Stunde war ich bis zu einem Vorsprung unterwegs, den wir vom Strand aus sehen konnten.

Bank Jammerlandbucht

Ab da war es eng und sehr steinig, dass es keinen Spaß machte, weiter zu gehen. Also setzte ich mich dort auf eine Bank, machte Pause, genoss das Meer und kehrte dann um. Einfach klasse!

Bjerge Strand

Wie wär's mit schwimmen?

Eigentlich könnte "man" ja im Meer schwimmen, wenn es warm ist.

Ich bin aber eine "Schissbugse" (platt für Schiss = Scheiß, Bugse = Hose, also ein Angsthase, der sich schnell in die Hose macht): Wie tief ist es? Wie ist die Strömung? Wie ist der Boden? Wie kalt ist es? Was könnte um meine Beine herum schwimmen? Ganz zu schweigen von der Haut meiner Beine, die Spuren der Abnahme zeigen. Siehst du, was mir da alles so durch den Kopf geht?

Wenn viele im Wasser sind, sehe ich, es ist relativ ungefährlich, dann würde ich mich eher trauen. Hier war aber weit und breit keiner. Zumindest Mitte September. Natürlich war ich früher auch schon bei Mittelmeerurlauben im Meer, aber immer mit einem eher unguten Gefühl.

Praktischerweise sind wir selten in Dänemark, wenn es richtig heiß ist, da habe ich also eine prima Ausrede. Vor zwei Jahren war es heiß, da habe ich schon damit geliebäugelt... mich aber nicht getraut. Der Badeanzug war zwar eingepackt. Hm. Mein Mann hat keine Lust, ins Wasser zu gehen, also stehe ich mit meiner Motivation erst mal alleine da.

Was ich gerne mache, ist mit nackten Beinen weit am Strand entlang durchs Wasser zu laufen. Das ging aber dieses Jahr nicht, dafür waren einfach zu viele Steine da.

Beine im Wasser

Dann kam dieser heiße Tag. Wir waren gemeinsam am Strand, gingen mit Gummi-Schlappen ins Wasser. Erstaunlich wie flach es hier war.

Im Wasser

So stand ich eine ganz Zeit im Wasser, krempelte die kurze Hose höher. Die Wellen schwappten mir bis zu den Oberschenkeln. Kalt, aber gut tat es.

Nass

Auf einmal stand meine Nachbarin neben mir im Badeanzug. Sie grinste mich an, grüßte mich und ging weiter hinein, schmiss sich dann in die Wellen, schwamm eine Runde, tauchte unter und ging wieder raus. Hm. Sah gar nicht so gefährlich aus. :-))

Sollte ich auch? Es war ja draußen herrlich warm. Grübelnd ging ich zurück zum Haus und traf dort unseren Nachbarn, der gerade den Weg pflegte.

Auf deutsch-englisch-dänisch Kauderwelch und mit Händen und Füßen verständigten wir uns. Er würde jeden Tag mit seiner Frau schwimmen gehen. Nein, da wären keine Haie. Es gäbe Muscheln und Flundern, sonst nichts. Seerobben nur sehr selten.

Hm, also wenn die Einheimischen das machten... jetzt oder nie, Anja. Wer wer weiß, ob nochmal so warmes Wetter ist?

Ich zog meinen Badeanzug an und überredete meinen Mann als David Hasselhoff Baywatcher mit mir nochmal runter zu gehen. Da unten am Strand nix los war, fühlte ich mich so für den Fall der Fälle doch besser. Du merkst: Sicherheit ist mir wichtig.

Der Nachbar hatte Spaß, als ich an ihm vorbei ging und sagte, ich wolle es jetzt auch mal versuchen.

Kalt

Uff, ganz schön kalt. Es kostete mich einige Überwindung weiter rein zu gehen, die Wellen schlugen höher. Ja, auch wenn sie auf dem Foto mini sind, sie machen nass. :-))

Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus und schwomm los. Äh, war noch immer sehr flach. Ich verstand, warum die Stege da waren. Mit den Füßen schrabbte ich über einen Stein und schwamm weiter. Brrrrrr, kalt.

Das war für heute erst mal Mut genug. Glücklich stieg ich aus dem Wasser.

Das hatte so gut getan! Und ich war so stolz auf mich!

stolz

Gut, dass ich den Moment genutzt hatte: Am nächsten Tag war das Thermometer um zehn Grad gefallen, kühler Wind war aufgekommen und ich wäre sicherlich nicht mehr ins Wasser gegangen.

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Samstag, 20 Oktober, 2018
Thema: Blog - 2018, 2. Halbjahr, Blog - Dänemark, Blog - Walking

Wie war das Wetter im September und welches Kleidungsstück muss mit?

Wie war das Herbst-Wetter an der Ostsee?

Abwechslungsreich. Wir hatten Mitte September bis Anfang Oktober einen heißen Tag mit ca. 28 Grad, wo wir auf der Terrasse in Sonnenliegen die Aussicht genießen konnten.

HImmelblau

Sonst waren es zwischen 15 und 9 Grad, mal warmer, meist kalter Wind. Einige Tage Sturm mit Böen bis 65 km/h. Herrlich, wir mögen ja den Sturm. Zumindest solange ich etwas sehen kann. Türchen 18: Ich liebe den Nordseesturm. Tagsüber. 

Ostseewellen

Ich mag die unterschiedlichen Farben des Himmels und des Meeres beobachten, die von der Sonne und den Wolken binnen Sekunden wechseln können. Oder den Wellen zuschauen wie sie heranrollen und sich zurück ziehen.

Türkises Meer

An der See wechselt das Wetter durch den Wind binnen Minuten. So hatten wir einen Tag viel Regen bei Kälte und grauem Himmel. Ich hätte nicht gedacht, dass sich an dem Tag bei der Wetterlage etwas änderte und beschloss einen faulen Tag zu machen, ohne einen Schritt nach draußen.

Ostseehimmel

Plötzlich riss der Wind eine Wolkenlücke und die Sonne schien eine Stunde. Genug Zeit für einen Walkingausflug am Strand entlang.

Himmel über der Ostsee

Egal wie das Wetter ist: Wir nehmen es an wie es kommt. Regen, Sonne, Hagel, Sturm. Durch den Wind wechselt es meist schnell. Selbst bei Dauerregen, Schnee und Kälte ist es im Haus bei Kaminofenwärme herrlich gemütlich.

Kaminofen

Wenn ich alles im Leben so leicht annehmen würde wie das Wetter in Dänemark, wäre ich ein glücklicher und gelassener Mensch. :-)

(Blogbeitrag dazu: Mehr Gelassenheit mit der Wetter-Strategie im Leben. Wertschätzen wie es ist.) 

Regen

Welches Kleidungsstück muss mit?

Ostsee genießen. Dänemark.

Wichtig bei dem See-Urlaub in Dänemark ist eine wind- und wasserfeste Regenjacke. Ohne die ist es ungemütlich, zumindest in der Nebensaison, wenn wir dort sind. Mit unterschiedlicher Anzahl an Jacken, Shirts, Pullis darunter kann ich dann auf die Temperatur eingehen.

Wind & Wetter geschützt

Auch ein warmer Schal für den Nacken ist wichtig und ein Mütze, um die Haare bei Wind zu bändigen. Am Strand ziehe ich alte Turnschuhe an, zumindest wenn's nicht warm ist und schöner Sandstrand die Füße lockt.

Ostsee Dänemark Strand

Bequemklamotten sind sonst angesagt. Es ist so entspannend, mir keinen Kopf machen zu müssen, ob ich genug abwechslungsreiche Kleidung dabei habe, denn im Ferienhaus sind wir unter uns. Da kann ich lange das gleiche tragen: Jogginghose, T-Shirt, Fleecejacke, dicke Socken sind mein Lieblingsoutfit. :-)

Gemütlichklamotten

~ * ~

Bald geht es hier weiter mit: Walken und Schwimmen?

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Freitag, 19 Oktober, 2018
Thema: Blog - 2018, 2. Halbjahr, Blog - Dänemark

Der große Wunsch am Meer zu schreiben, kreativ zu sein

Brandung

Mein Traum ist, in einem Haus am Meer mehrere Monate im Jahr zu sein und dort leben, schreiben, lesen, zeichnen. Kurz kreativ zu sein.

Im Kleinen übe ich das im Urlaub, so zumindest der Plan. Ich hatte Romane, Fachliteratur, etwas zu zeichnen, etwas zu schreiben, u.a. das Trauermanuskript über den Verlust von Minu im Gepäck.

Schnecke

Nichts habe ich davon vor Ort machen wollen. Sobald ich in Dänemark war, war mir die Arbeit wurst. Das war befreiend, so schnell Abstand finden zu können.

In der ersten Woche gab mich einfach dem Tag hin, ließ fließen. Das reichte vollkommen. Alleine runter zum Strand, walken und aufs Meer gucken reicht schon. Da vergehen Stunden. Gut so. :-)

Am Meer

Erholung und Kraft tanken standen im Vordergrund.

In der dritten Woche Ostsee, als wir keine Ausflüge mehr gemacht haben, war ich innerlich soweit, den mitgebrachten Historischen Roman: Lumpenball zu lesen, nachdem ich ihn in der ersten Woche angelesen und für sehr interessant befunden hatte.

Lesen am Meer

Erst Ende der dritten Woche konnte ich mir vorstellen, zu arbeiten. Deswegen begann ich auch erst kurz vor Abreise diesen Reisebericht, den ich dann in Köln über mehrere Tage zu Ende schrieb.

Zum Reiseende bekomme ich auch meist erst Lust, für Fotos zu experimentieren. Dann bin ich entspannt, wirklich frei im Kopf und der richtige Moment ist gekommen. So war das bei diesen Bildern:

Minikarten-Set Minikarten: Auf dem Weg

So entstanden der Steinstapel und die Steinspirale, die beide gut genug für den Kalender waren (noch erhältlich in Minikarten-Sets im Shop).

Aber gelungen ist mir mein Vorhaben in all den Jahren nicht ...

Wie kann ich meinen Wunsch - am Meer zu schreiben - realisieren?

Um mein Ideal zu realisieren, bräuchte ich mindestens vier bis sechs Wochen Zeit dort. Und eine Gegend, die ich schon kenne, damit es mich nicht mehr reizt, Neues draußen kennen zu lernen.

Spannende Erkenntnisse & schöne Ziele. :-) Meine Oma fragte mich, als ich mich für den Urlaub von ihr verabschiedete: "Wie lange fahrt ihr: Vier oder sechs Wochen?" Ich liiiiiiiiiiiiiiiebe meine Oma. Was für eine gute Idee!

~ * ~

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 18 Oktober, 2018
Thema: Blog - 2018, 2. Halbjahr, Blog - Dänemark, Blog - Schreiben

Lumpenball: Historischer Roman

Lumpenball

Marina Barth beschreibt in ihrem Roman "Lumpenball" den Alltag, die Kleidung, das Verhalten, die Lebensbedingungen und die Einstellungen der Menschen im Köln der 30er Jahre. Beeindruckende Einblicke in die Kölner Künstlerszene. Die Autorin macht das so lebendig, als wäre sie selbst dabei gewesen.

Eine wunderbar geschriebene und herausragend recherchierte Geschichte rund um das „echt kölsche Mädchen“ Fanny, die Puppenspielerin am Hänneschen Theater in Köln war.

Weil sie Halb-Jüdin ist, erlebt die quirlige, selbstbewusste und moderne junge Frau die Machtergreifung der Nationalsozialisten und die Geschehnisse der Vor- und Kriegsjahre mit zunehmenden Einschränkungen und dem Verlust von Freiheit.

Fanny liebt Diskussionen mit dem Ladenbesitzer Gustav, ihrem Vater und ihren Freundinnen und so bekommen wir einen Eindruck in die unterschiedlichen politischen Meinungen und Stimmungen der damaligen Zeit.

Die Hauptfigur Fanny Meyer war eine real existierende Person. Sie hatte eine eigene Meldung im Adressbuch, was damals unüblich für Frauen war, hatte das Abitur gemacht und studiert und war als Schauspielerin tätig, beschreibt Marina Barth in ihrem sehr interessanten Nachwort. Wir erfahren dort auch wie es der Familie Meyer tatsächlich ergangen war.

Die Handlung, so betont die Kabarettistin und Chefin des Kölner Klingelpütz-Theaters sei fiktiv, jedoch: „Alle historischen Begebenheiten und Bekanntmachungen sind wahr und haben sich genauso ereignet wie beschrieben. Alle Zitate sind authentisch, alle Maßnahmen der Nazis sind dokumentiert.“

Mich hat das Buch von Anfang an in seinen Bann gezogen und es stimmte mich traurig, weil ich das Schicksal all der wunderbaren Menschen ahnte: Einfache Arbeiter, Gelehrte, Juristen, Metzger, Künstler, Hausfrauen, Mütter, Großmütter, Männer die für Deutschland in den ersten Weltkrieg gezogen waren. Ihnen war bis zum Schluss nicht bewusst, was sie nach den Deportationen erwartete, sie dachten, es seien Umsiedlungen und sie würden dort ein neues Leben beginnen.

Das Schicksal aus Fannys Perspektive zu erleben hat eine ganz besondere Wirkung.

Sobald ich mir meine Notizen wieder durchlese, die ich während des Lesens machte, fange ich wieder Feuer. Ein ganz besonderes Werk, das ich mir als Schulstoff vorstellen könnte. Ich wünsche mir so sehr, dass Lumpenball eines Tages verfilmt wird. Das wäre einfach wunderbar und ein Denkmal für all die wunderbaren Kölnerinnen und Kölner und ein Erinnern an die dunklen Kapitel unserer Geschichte.

Danke von ganzem Herzen, liebe Marina Barth, für dieses tolle Werk!

Und danke an dich, liebe Petra-Ute für den Tipp!

Titel: Lumpenball: Historischer Roman
Autorin: Marina Barth
Verlag: Emons
ISBN: 978-3-7408-0162-5

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Viel Freude beim Lesen!

Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Mittwoch, 17 Oktober, 2018
Thema: Blog - 2018, 2. Halbjahr, Buch: Schmöker

14 Tage oder drei Wochen Urlaub?

Svallerup Strand

Das 11. mal urlaubten wir jetzt (2018) in Dänemark. Wir begannen 2003 damit, als die quirlige Appenzeller Sennenhündin Minu in unser Leben trat und wir die Freiheit und Ruhe mit ihr genießen wollten.

Für uns aus Köln eine Anreise von 680 bis 950 km, je nach dem wie weit wir in den Norden fahren.

Fahrt

2008 fuhren wir das erste Mal im Winter (Februar) und das erste Mal ganz hoch in den Norden Jütlands. Die Fahrt war lang und anstrengend. Wir brauchten über vierzehn Stunden mit Stau hin. Das schlauchte ganz schön. Kaum waren wir angekommen und die Erholung setzte ein, waren die 14 Tage schon wieder vorbei.

Als wir wieder zu Hause waren, sah ich, dass wir für das gleiche Geld auch drei Wochen in dieses Haus hätten fahren können. Das war speziell bei diesem Haus so (Februar?) und habe ich seit dem nicht erlebt.

Fahrt

Aber das brachte uns zum Nachdenken, auch wegen der oft langen Anreise. Seit dem fahren wir nicht mehr zwei, sondern drei Wochen. Da wir in der Nebensaison fahren, ist das fürs Budget zu verschmerzen.

Für die Erholung sind die drei Wochen ein Segen. Die Ruhe und die Natur waren Balsam für meine Seele.

  • In der ersten Woche verdauen wir die Fahrt, kommen an und runter vom Alltagsstreß. Viel Neues strömt auf uns ein, das erst mal verarbeitet werden will. Nicht nur körperlich ankommen ist angesagt, auch die Seele braucht dafür Zeit.
  • In der zweiten Woche werden meine Gedanken im Kopf weniger. Wir wissen, wo wir einkaufen gehen können, haben uns im Haus eingelebt und kennen die Gegend. Die Erholung ist in vollem Gange.
  • Ab Anfang der dritten Woche bin ich so richtig da und dann geht es gedanklich schon langsam zurück nach Hause.

Sonnenuntergang

Also vier Wochen oder sechs wären wohl noch besser. :-)) Träume dorthin sind vorhanden!

~ * ~

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Mittwoch, 17 Oktober, 2018
Thema: Blog - 2018, 2. Halbjahr, Blog - Dänemark

Das erste Mal an der Ostsee. Der Strand und weitere Unterschiede zur Nordsee

Die Ostsee war neues Terrain für uns. Würde sie uns ebenso gefallen wie die Nordseeküste Dänemarks, die wir zehnmal bereisten? Wir haben verglichen, was das Zeug hält. :-)

Der Strand der Jammerlandbucht an der Ostsee ist schmal. Sand und Steine wechseln sich ab. Je nach Wetter, Abschnitt und gering vorhandenen Gezeiten war der Strand mal schmaler, mal breiter. Von der Nordseeküste Dänemarks bin ich breiten Strand gewöhnt, aber auch dort gibt es Strände mit vielen kleinen Steinen.

Bei windigem und bewölktem Wetter war ich oft menschenseelenalleine am Meer. Das ist an der Nordsee ebenso. :o)

An einigen Strandabschnitten führen Stege hinaus aufs Wasser. Solche Badestege kenne ich von der Nordsee nicht. Das weist wohl daraufhin, dass es dort oft viel stürmischer zugeht. Einige Stege wurden nach dem ersten Ostsee-Herbststurm abgebaut.

Steeg in die Ostsee

Viele Boote lagerten an für ihre nächste Fahrt an den Böschungen. Ich habe überlegt, was die Besitzer damit machen? Fischen? Einfach raus fahren?

Boote

Die Wellen spülen Seegras und Tang an die Küste. Ich weiß nicht, ob das jeden Monat der Fall ist. In dieser Masse kenne ich das von der Nordsee nicht.

Oft stehen an den höher gelegenen angrenzenden Wegen und Wiesen Bänke, von wo aus ich das Meer genießen konnte. Auf den Dünen an der Nordsee wünschte ich mir diese wunderdaren Ruheplätze mit Aussicht.

Bank Ostsee. Dänemark.

Auch die gepflegten Rasengründstücke und -wege sind an der Ostsee typisch. An der Nordsee sind die Grundstücke naturbelassen mit Heide, Sand, Strandhafer, Kiefern, Heckenrosen und Dünen.

Beides hat etwas für sich. Uns fehlte ehrlich gesagt die Weite der Strände, die Dünen, das karge und raue der Nordsee.

An der Nordsee habe ich noch keinen gefunden: Diese Glückssteine mit einem natürlichen Loch. Sie werden auch Hühnergott genannt und sollen alles böse fernhalten. Auch an der Nordsee muss es sie geben, denn an manchen Häusern sah ich sie an einer langen Schnur an Häusern in den Dünen baumeln. Bei uns am Ostseestrand fanden wir gleich mehrere. Mein Mann hatte besonders ein Auge dafür und fand dieses große Exemplar:

Hühnergott

Der Vorteil, wenn wir das erste Mal an einem Ort sind: Wir unternehmen oft was, sehen viel neues. Besonders Seeland hat im Gegenzug zu Jütland viel zu bieten bzw. mehr auf geringerer Fläche, also kürzere Wege.

Wir haben in den ersten beiden Wochen jeden zweiten Tag einen Ausflug gemacht und erst in der dritten Woche das Auto ganz stehen lassen und am Strand und im Haus die Seele baumeln lassen.

Bei unseren Urlauben auf Jüttland war das anders. Wir kannten fast schon alles, es ist aber auf die Fläche gesehen auch weniger zu besichtigen. Dem entsprechend haben wir auf Jütland nur wenige Ausflüge gemacht. Faulenzen, Lesen, Schreiben, aufs Meer und nach innen schauen standen dort die meiste Zeit im Vordergrund.

Beides ist gut, nur eben anders.

~ * ~

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 16 Oktober, 2018
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Liebevolle Eigenarten im Ferienhaus

Nach unserem elften Aufenthalt in Dänemark wissen wir um die Eigenarten in Sommerhäusern. Hier ein paar liebevolle Details:

Das Inventar ist immer anders. Die Eigentümer richten selbst ein. Mal ist alles da, was man in der Küche an Utensilien und an Besteck für die mögliche Personenanzahl braucht. Mal fehlen kleine Löffel, mal ein Wasserkocher, mal sind nur Minigläser da und dann so viele Porzellanschüsseln, dass man ein großes Fest bestreiten könnte ...

Nach so vielen Aufenthalten habe ich gelernt, die Hausbeschreibung genau durchzulesen und zur Sicherheit haben wir immer ein Repertoire dabei: Scharfes großes und kleines Küchenmesser, kleine Löffel, eigene Pfanne, Dosenöffner, schöne Tassen, große Gläser. Auch wenn wir es dann vor Ort nicht brauchen.

Vor Ort kann man alles kaufen, aber das geht auf die Urlaubskasse und klar kann man mit dem leben, was da ist - nur das schmälert den Komfort oder die Freude. Deswegen haben wir unsere Wohlfühlsachen dabei. Das gilt auch für Kissen und Plümos.

Praktisch war die mitgebrachte kleine Campingkaffeemaschine. So gluckerte morgens frischer Bohnenkaffee für meinen Mann, statt ihn - wegen fehlender Kaffeemaschine - mit Pulver anzurühren.

Eigenarten Ferienhaus

Ganz ließ sich der Einkauf nicht vermeiden: Ein fehlendes Sieb haben dieses Jahr wir ebenso vor Ort besorgt wie eine Spülbürste, Pfannenwender, Dosenöffner (vergessen...) und einen Abzieher für die Fenster.

Scheiben

Der erste Sturm - und die Scheiben sind von einem Salzgemisch verschmiert, als hätte man Milchglasscheiben. Das ist nahe an der See so.

Will man schöne Sicht, muss man öfter die Fenster putzen. Nicht immer ist frischer Regen parat, der die Fenster wieder von alleine sauber spült...

Ich fand es am besten, erst die Scheiben mit warmen Spülwasser abzuwaschen, damit auch etwaige Sandkörner weg sind. (Der Abzieher kann sonst mit Sandkörnern darunter Kratzer auf den Scheiben hinterlassen.) Dann den Abzieher nutzen.

Löffel

Das nächste Mal - in das Haus würden wir wieder fahren - würden wir auch eigenes Besteck mitbringen, da Silberlöffel hübsch aussehen, aber merkwürdig schmecken.

Sobald die Sonne scheint, heizt sich das Holzhaus auf. Das ist bei Kälte super, weil man den Kaminofen nicht befeuern oder heizen muss. Im Sommer allerdings wird es heiß werden, die vorhandene Klimaanlage wird wohl einen interessanten Ausschlag nach oben in der Stromabrechnung haben. Immerhin ist eine vorhanden. Strom und Wasser wird in den Häusern zusätzlich zur Miete abgerechnet.

Ich versuche vergebens die sich nach außen öffnenden Flügeln der bodentiefen Schlafzimmerfenster nachts mit Stühlen festzustellen, damit wir frische Luft bekommen. Durch den Wind klappern sie immer wieder. Kippen lassen sie sich nicht. Als es kälter wurde, störte es uns nicht mehr, weil die Fenster nachts geschlossen blieben.

Wir schlafen gut und haben uns langsam daran gewöhnt, dass keines der Fenster Gardinen oder Rollos hat. (Im Bad ist Milchglas.) Hier ist es so einsam: Wer soll hier außer den Bewohnern der Ferienhäuser nachts am Feldweg vorbei gehen? Eine Nachbarin duschte sich auf der Terrasse nackt ab, nachdem sie ein kurzes Bad in der See genommen hatte. Also, was haben wir zu verstecken?

Empfindliche Platte

Die Platte des großen Esstisches besteht aus unbehandeltem Holz. Er sieht super aus. Die Oberfläche hat aber zur Folge, dass Wasserkränze ebenso Spuren hinterlassen wie Fett, da das offenporige Holz alles aufsaugt. Wir reinigen unseren Sitzplatz, aber die Fasern des Spültuches bleiben am Holz hängen. Hm. Kalkuliert der Eigentümer diese Gebrauchsspuren bewusst ein? Ich stelle mir vor, hier verspeisen zwei Erwachsene und zwei Kinder Spaghetti Bolognese, wo rote, fetthaltige Soße nur so spritzt. Wie mag die Platte dann aussehen?

So schön wie die Platte aussieht: Richtig wohl fühle ich mich am Tisch deswegen nicht, weil ich nichts beschädigen will. Auch mit den Sofas aus hellem blauen Stoff hoffe ich, dass wir keine Flecken drauf machen. Zur Sicherheit/innerer Entspannung lege ich Decken über den sehr hübschen, jedoch empfindlichen Stoff.

Stoff

So hat die Schönheit auch ihren Preis. Altes Interieur hat den Vorteil (gerade mit Hund fand ich das befreiend), dass wir keine Sorgen hatten, etwas zu beschädigen oder zu verschmutzen. Wenn es so schön und auch empfindlich ist wie dieses Jahr, ist es nicht so ganz so entspannend, weil wir uns so in Acht nehmen. Wir haben zwar eine Haftpflichtversicherung, aber ich habe gar keine Lust auf die bürokratischen Schritte und den Stress ...

Dies waren ein paar Eigenarten, die ein Ferienhaus-Aufenthalt mit sich bringt. Jedes Mal ist es anders. Langsam haben wir uns daran gewöhnt.

Der Vermieter ist eben nicht direkt greifbar persönlich vor Ort. Der Kontakt geht über Vermittlungsagenturen, die je nach Region auch schon mal etwas weiter weg sind.

Wenn man das weiß, ist es einfacher damit umzugehen.

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Montag, 15 Oktober, 2018
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Danischer Stil: Rosengrundstück und unser Ferienhaus von innen

Unser Grundstück

Auf dem Rasengrundstück rund um unser Holzhaus stehen viele Rosenstöcke. Kletterrosen ranken den Holzzaun empor.

weiße Rose

Weiß, rosa, pink, apricot, hell und dunkel lila Blüten entdecke ich - mit wundervollem Duft! Die Ostsee scheint Rosen ein gutes Klima zu bieten.

Die dunkel lila Blüten haben es mir besonders angetan. Eine einzelne Rose beduftete den ganzen Raum:

Lila Rose

Ebenso wie die Hecke aus Kartoffelrosen, deren Hagebutten ich so gerne esse. In einem kleinen Gärtchen neben dem Haus finde ich neben Efeu, Rosen und Lavendel auch Rhabarber.

An einer Ecke des Hauses wächst eine prächtige Zitronenmelisse, deren Blätter meinen Lieblingstee im Urlaub machten.

Zitronenmelisse

Sitzgelegenheiten gibt es viele: Auf dem Rasen stehen Bänke. Gen Meer gerichtet umläuft eine Holzterrasse an zwei Seiten das Haus, darauf steht ein Eßtisch mit zwei Bänken.

Bank

Hinter dem Haus steht windgeschützt ein Bistrotisch mit zwei Stühlen auf einer kleinen Steinterrasse für das Frühstück in der Morgensonne.

Vor dem kleinen Gartenhaus locken zwei Liegen neben weißen Stockrosen zum wind- und sichtgeschützten Ausruhen. So kann man je nach trockener Wetterlage draußen sein und die Sonne, den Windschatten, das Rauschen des Meeres oder den Ausblick genießen.

Vogel

Nebenan beim Nachbarn am Giebel guckte mich morgens ein kleines Vogelköpfchen an, das wie ich wohl gerade in seinem Häuschen wach geworden war und dann fluchs davon flog. Spatzen haben wir immer wieder auf den Hecken gesehen.

Das Haus von innen

Die Hauseigentümer haben ein glückliches Händchen bei der Einrichtung bewiesen. Schöne Anregungen für zu Hause oder einfach zum Erfreuen. :-)

Decken und Wände sind allesamt Weiß, in den beiden Schlafzimmern sind die Holzböden hellgrau gestrichen. Im großen kombinierten Wohn-/Essraum mit Küche ist Buchenlaminat verlegt und im Zwischenbereich blieb der alte Kieferndielenboden erhalten.

Geflochtene Stühle mit türkisfarbenen Kissen stehen um den großen Holztisch vor großen Fenstern, die den Blick aufs Meer frei geben.

Vor dem bodentiefen Fenster im Zwischenbereich zu Bad und den beiden Schlafzimmern steht eine Recamiere mit Blick aufs Meer. Hellblau sind die beiden Sofas vor dem Kaminofen, auch von dort: Der Blick aufs Meer.

Mit Blumen und Streifen gemusterte Decken und Kissen in hellblau und rosé machen es gemütlich.

Ferienhaus Stil Dänemark

Die hellbraune Küchenzeile ist ganz einfach: Keine Oberschränke. Herd, Spüle. Ein Eckschrank, ein Schrank mit Schubladen und ein schmaler mit einer Türe. Daneben zwei Bestelltische aus Bambus.

In der großen Holzvitrine sind über sechs Etagen hübsche Teller, Tassen, Schüsseln, Karaffen, Weingläser, Teedosen und Bücher verteilt. Die Farben passen zu den Grundtönen im Haus: Holz, Weiß, Türkis und Blau.

Mit so schönen Dingen umgeben zu sein, tut meiner Seele gut.

Große Körbe dienen als Aufbewahrung für Sitzkissen.

Ein dekorativer Tisch im Zwischenbereich, mein Nachttisch, die Spiegelkommode und eine weitere Kommode im zweiten Schlafzimmer sind im Vintage-Stil in hellgrau aufgearbeitet. (Also alte Möbel in verschiedenen Schichten angestrichen und dann die Kanten etwas abgeschliffen, dass es gebraucht aussieht.)

Vintage

Das hat einfach Charme. Einiges scheint noch in Arbeit zu sein, die Platte der Kommode ist noch nicht wieder vorhanden.

Wir haben das erste Mal einen großen Schrank im Schlafzimmer. Dafür fehlen die von uns so geschätzten Hakenleisten an der Wand gänzlich. Die Jacken landen so auf dem zweiten Bett, das wir nicht nutzen.

Es ist das erste Haus in den letzten Jahren, in dem ich nicht erst etwas umräumen muss, damit man sitzend oder liegend den schönsten Blick auf das Meer erhaschen kann.

In meiner Vorstellung wohnen wir im Haus einer gartenliebenden Designerin, die in Kopenhagen wohnt und das Haus im Sommer selbst bewohnt. :-)

~ * ~

Der nächste Bericht: Liebevolle Eigenarten im Ferienhaus.

Hier geht es zum Beginn meines Reiseberichts mit der Inhaltsübersicht: Dänische Ostseeinsel Seeland. Ein Reisebericht 

Liebe Grüße

Deine Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Sonntag, 14 Oktober, 2018
Thema: Blog - 2018, 2. Halbjahr, Blog - Dänemark

Unser Ferienhausgebiet - Häuser am Meer

Wir wohnten an der Jammerlandbucht an der Westküste Seelands. Knapp 40 Holzhäuser stehen in diesem Abschnitt in vier Reihen wie in einer kleinen Siedlung auf einem Hügel oberhalb der Ostsee. Nur zwei werden an Feriengäste vermietet, zumindest nehmen wir das an, denn nur auf zwei Briefkästen sind Aufkleber von Vermittlern. Der Rest der Unterkünfte ist wohl in der alleinigen Hand ihrer Eigentümer. Im September sind die meisten verwaist.

So auch das Haus vor uns, durch dessen Fenster wir das Wasser sehen können. Neben uns wohnt ein nettes dänisches Rentnerpärchen, die ihr Häuschen acht Monate im Jahr bewohnen.

Ihnen gegenüber wohnt auch ein Rentnerpaar und daneben eine alleinstehende Frau, schätzungsweise Mitte 50. Sie scheinen das ganze Jahr hier zu wohnen. Ein Haus am Meer. So schön diese Vorstellung!

Sonnenuntergang Ostsee

Jeder grüßt hier jeden. Es ist ruhig, beschaulich, die Nachbarn kümmern sich umeinander. Ein heimeliges Gefühl. In der Siedlung findet wohl ein Generationswechsel statt. Die Nachbarn sind schätzungsweise 70 bis 80 Jahre. Zwei Häuser stehen zum Verkauf. So war es vielleicht auch mit unserem Haus. Die Fotos auf Google Maps zeigten es noch in einem anderen Zustand. Inzwischen wurden Türen versetzt, die Terrasse vergrößert, neue Fenster eingesetzt und das Haus schwarz angestrichen.

Unser Ferienhaus für die nächsten drei Wochen ist das letzte in einer Sackgasse. Rechts von uns ist ein großer Acker, auf dem die Möven und Nebelkrähen landen und starten oder ein Auerhuhn den Hügel rauf und runter flitzt.

Es ist und bleibt herrlich ruhig. Einige Häuser weiter sind zwar Handwerker mit dem Innenausbau eines Neubaus beschäftigt, aber die Geräusche gelangen selten bis zu uns. Wir hören hier eher das Rauschen der 150 Meter entfernten Ostsee. Wer die Geschichte aus dem letzten Jahr kennt, weiß wie sehr ich das zu schätzen weiß und wie erleichtert ich bin.

Draußen essen bei Wind

Über das Feld und vorbei an den Häusern in der Reihe vor uns haben wir einen herrlich weiten Blick auf die Ostsee und den Verlauf der Jammerlandbucht. In kilometerweiter Entfernung konnten wir hinter dem Feld eine Fabrik sehen, die sich als Elektrizitätswerk herausstellte. Kein schöner Anblick dachte ich erst, doch wir haben uns schnell daran gewöhnt.

Der Himmel ist so weit, nachts manches Mal sternenklar und der Mond spiegelt sich im Wasser oder leuchtet in unser Schlafzimmer.

Mond spiegelt sich in der Ostsee. Dänemark

Zwischen den Häusern führt ein von den Anwohnern gepflegter Rasenweg und eine lange Steintreppe zum Meer. Eine tolle Aussicht über die Jammerlandbucht zur linken Seite Richtung Bjerge und Reerso:

Jammerlandbucht

Zur rechten Seite Richtung Asnaes und Kalundborg.

Jammerlandbucht

Hier geht es weiter mit: Danischer Stil: Rosengrundstück und unser Ferienhaus von innen

Zum Beginn des Reiseberichts mit der Inhaltsübersicht: Dänische Ostseeinsel Seeland. Ein Reisebericht 

Viele Grüße

Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Samstag, 13 Oktober, 2018
Thema: Blog - 2018, 2. Halbjahr, Blog - Dänemark

Dänische Ostseeinsel Seeland. Ein Reisebericht

Hej!

Tisch

Während ich die Zeilen schreibe, sitze ich an einem großen Holztisch mit einem frisch aufgebrühten Tee und blicke aufs Meer. Mein Bauch ist mit Kürbissuppe gewärmt.

Rose Garten

Einige Rosenblüten duften in grünen Dessertweingläsern. Die Sonne scheint auf die Tastatur und der Wind pfeift um die Hausecke. Rasen und Hecke biegen sich mit den Böen. Mein Körper ist gut durchblutet vom Walking an der See und der Kopf vom starken Wind durchgepustet.

Drei Wochen waren wir jetzt auf der Hauptstadtinsel Seeland, der großen dänischen Ostseeinsel, die z.B. via Fähre südlich von Puttgarden oder von Westen über die 18 km lange Storebaeltbrücke (Maut) erreicht werden kann. In zwei Tagen fahren wir die 800 km wieder zurück nach Köln.

Ein guter Moment für einen Blick auf unsere Zeit hier.

Westseeland entdecken

Die extremen Erfahrungen des letzten Urlaubs (Bericht) lagen mir in der Vorbereitung mulmig im Magen. Würde es besser werden?

Ja, wurde es! Mein Gepäck ist gefüllt mit Erholung und schönen Erlebnissen. Wir haben es so gut angetroffen. Ein Glück und Segen und mein heiles Dänemark-Gefühl, das letztes Jahr etwas ramponiert wurde, hat sich wieder eingestellt.

Karte

Mein Mann lacht oft darüber, dass "kleine Dinge" in Dänemark so groß beschrieben werden. So suchten wir vor einigen Jahren auf Römö längere Zeit einen Zaun aus Walzähnen, bis wir realisierten, dass wir daran längst vorbei gefahren waren. :-) Das große ist eben die Natur und weniger die Sehenswürdigkeiten.

Wir waren bisher weder auf Seeland, noch an der Ostsee. Seeland ist viel dichter besiedelt als der Rest des Landes. Dementsprechend mehr ist hier los und zu mehr besichtigen als auf Jütland, dem mit Deutschland verbundenen Festland Dänemarks, wo wir sonst urlaubten.

Flagge Rosnaes

Seeland hat viele schöne historische Stadtkerne und tolle Natur zu bieten. Hier eine Mischung aus allem, was unseren Urlaub ausmachte: (Die bereits erschienenen Artikel sind verlinkt.)

Collage

Damit es nicht zu viel auf einmal wird, stelle ich einen Bericht nach dem anderen online. Hier der nächste Teil: Unser Ferienhausgebiet - Häuser am Meer 

Reise mit mir ans Meer!

Liebe Grüße

Deine Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Freitag, 12 Oktober, 2018
Thema: Blog - 2018, 2. Halbjahr, Blog - Dänemark

Inne halten und mich feiern üben.

Weißt du, was mir schwer fällt? Meine Erfolge feiern und inne halten.

Kaum ist ein Projekt geschafft, halte ich nicht ein, sondern galoppiere weiter. Denn aus dem, was ich geschafft habe, ergibt sich meist eine Konsequenz: Neue Aufgaben.

Warum nicht einfach weiter hetzen?

Zum Beispiel weil alles Leben sonst nur aus arbeiten und weiter rennen besteht. Wenn ich nicht inne halte - da kann der Weg noch so lohnend sein - was bedeutet es dann, das Ziel erreicht zu haben? Was bedeutet es für mich zu leben? Wie viele Kostbarkeiten des Lebens verpasse ich?

Was sind die Momente, an die ich mich erinnern möchte, wenn ich mit 107 Jahren in einem Schaukelstuhl sitze und zurück blicke?

Dass ich ohne Luft zu holen gleich die nächste Aufgabe angepackt habe? Dass ich meine Erfolge nicht gefeiert habe? Davon gibt es so viele. Weder meinen Abschluss zur Staatlich geprüften Betriebswirtin mit Note 1,1 habe ich 2000 mit anderen Menschen gefeiert, noch meine beiden Bücher (2001), noch den Abschluss zur Heilpraktikerin für Psychotherapie (2012). Mir fällt da bestimmt noch mehr ein.

Ich habe das Erreichte (und damit auch mich) nicht so wichtig genommen. Dabei habe ich auf das Erreichen des Ziels doch Monate und Jahre hingearbeitet, in vielen Stunden, mit Zweifeln, hatte Angst ob alles gelingt, habe geschwitzt, bin immer wieder über mich hinaus gewachsen. So viele Gründe zu feiern!

Heute macht mich das traurig, dass ich es nicht gemacht habe. Aber habe ich daraus gelernt? Nicht wirklich. Aber ich will es üben. Deswegen habe ich mir das überlegt:

Im Foto-Tischkalender 2019 auf dem März-Blatt wird es einen herrlichen Frühlingsstrauß und den Text geben: "Ich feiere meine Erfolge." (Erscheint ca. Ende Oktober hier auf der Seite. Du kannst dich für den Newsletter eintragen, dann erinnere ich dich daran.) Dieses Blatt wird jede Betrachterin und Betrachter ans Feiern der eigenen Erfolge, an das inne halten auf dem Lebensweg erinnern.

*

Wie kann feiern der Erfolge denn aussehen?

Es kann ein Fest sein, um diesen Moment zu würdigen. Liebe Menschen einladen und auch ihnen für ihren Anteil danken. Es kann aber auch ebenso gut ein stiller Augenblick nur mit mir sein. Durchatmen. Revue passieren lassen wie der Weg bisher war. Welche Hürden ich genommen habe. Und meinem Sein und Tun durch diese Aufmerksamkeit Beachtung schenken und Wert geben. Das ist wichtig, weil so gute Gefühle verankert werden, sie sich ausbreiten können und ich immer leichter in diesen Flow des Glücks komme. Wie ein Pfad durch den Urwald: Erst kaum zu sehen oder gar nicht vorhanden und je mehr ich es übe, zu feiern, inne zu halten, desto breiter wird er und desto leichter wird es für mich, ihn zu gehen.

Eine Übung für ein wertvolles und innerlich reiches Leben!

Meine Erfolge wichtig nehmen und wertschätzen. Das fällt mir (noch) schwer. Auch wenn es nach außen gar nicht so ankommten mag.

Wobei ich gerade merke: Es stimmt nicht ganz, was ich geschrieben habe. Still für mich gefeiert habe ich. Nach der bestandenen Prüfung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie Juchuuuu! Bestanden! habe ich nachdem ich alle meine Herzmenschen angerufen hatte, einen Spaziergang durch den Park gemacht, einen dicken Stein als Sinnbild für die gestemmten Lasten in den Rhein plumsen lassen und bin anschließend in ein Café eingekehrt. Zu Hause bin ich dann in den Blumenladen zu Petra und habe mir einen riesigen Strauß Blumen gegönnt. Ich habe also doch gelernt, zu feiern. :o)

Und als ich die Kalenderdaten 2019 bei der Druckerei hochgeladen habe, das bedeutet immer einige Minuten Wartezeit, habe ich meine Augen geschlossen, die Hand auf mein Herz gelegt und meinem inneren Team für ihre Arbeit gedankt. (Dieses Jahr habe ich etwas Großes, Neues gestemmt. Mehr dazu in den nächsten Wochen.) Mir sind vor Glück und Berührung Tränen die Wange herunter gelaufen. Was für ein kostbarer Moment.

Und es gibt noch viel Luft nach oben. Ich will es üben, weil es so wichtig ist, um in ein inneren Gleichgewicht, in Frieden und Fülle zu gelangen und der März 2019 wird mich daran erinnern. Und nicht nur mich, sondern alle, die darauf blicken.

Inne halten bedeutet für mich, unabhängig von erreichten Zielen stehen bleiben auf dem Weg. Die Aussicht genießen. Hinsetzen. Was essen und trinken. Wenn ich durch ein Projekt hetze mit einem Termin vor Augen, kann es durchaus sein, dass ich Essen und Trinken vergesse. In Pausen komme ich zu mir. Prüfe, was ich brauche. Was mir jetzt gut tun würde. Ich trete heraus aus meinem Hamsterrad und nehme meine Umwelt wieder bewusster war.

Ich nehme Dinge wahr, die sonst an mir vorüber gezogen wären. Wie der süße kleine Igel, der mir abends mal im Urlaub auffiel, als er über die Wiese huschte. So putzig war er und einen Moment hielt er für ein Foto still. Um so etwas schönes wie Tiere zu sehen, darf ich nicht mit meiner Arbeit beschäftigt sein. Sonst nehme ich sie gar nicht wahr. Es braucht Zeit.

Im Sommer hatte ich beim Walken so schöne Erlebnisse im inne halten. Walken durch den Sommerwald Das sind die Momente, die wirklich lebenswert, intensiv waren und mir heute noch deutlich vor Augen sind. Was ist das Leben ohne solche Perlen? Ein Hetzen von A nach B.

Dafür ist das Leben zu schade, was meinst du?

Toll war auch eine Aktion im Herbst letzten Jahres. Eigentlich wollte ich mir erst neue Kleidung kaufen, wenn mein Körper nicht mehr weiter Gewicht loslässt. Ich stand vor einem Klamottenladen, wovon ich schon Jahre was schönes zum Anziehen haben wollte, ging rein, probierte an, war erstaunt, dass es passte und dann dachte ich: Nicht nur das Ziel feiern, auch den Weg! Und gönnte mir wirklich einen Rock, einen Pulli, einen Schal und farbige Strümpfe. Wow! Auch für das Feiern des Unterwegs seins steht der März 2019.

Ich freue mich auf dieses besondere Kalenderblatt im nächsten Jahr - und bin neugierig, was es dann zu feiern gibt. Ganz ehrlich: Zu feiern gibt es jeden Tag mindestens einen Grund. Und inne halten hilft, das Leben ganz bewusst wahr zu nehmen und zu genießen.

Ich wünsche mir und wenn du magst auch dir eine Kultur des Feierns und Innehaltens! Das wäre ein grandioses Jahr.

Kannst du gut inne halten? Oder fällt es dir auch schwer wie mir? Wie feierst du deine Erfolge, dein auf dem Weg sein?

* * *

Mir fällt noch etwas wichtiges ein: Warum kann ich meine Erfolge nicht feiern? Warum ist es so schwer für mich, inne zu halten? Ich werde für die Monatlichen Impulse 2019 mutig sein und genau dorthin blicken und einen Dialog mit meinem Inneren führen.

Wenn ich weiß, warum etwas so ist, hilft mir das, Frieden zu finden. Begreifen hilft mir, nicht weiter darüber zu grübeln, sondern klar zu sehen und Lösungen zu entwickeln, die mir wirklich helfen.

Verstehen, warum sich ein ungesundes Verhalten in mir verankert hat, wie es also entstanden ist, gibt mir die Möglichkeit, diesen Ursprungsmoment zu heilen, mir zu geben, was ich wirklich brauche. Das werde ich dann tun.

Die Monatlichen Impulse sind Inspirationen, tiefe Innensichten und mehr Privates als im Blog von mir zu den Kalenderblättern. Eine ganz persönliche Wegbegleitung von Anja Kolberg durch das Jahr in zwölf Mails. Du kannst sie im Shop zusammen mit dem Kalender kaufen.

Schöne Septembertage!

Deine Anja

PS: Schreib mir einfach eine Mail, wenn du den Newsletter von mir erhalten möchtest an ak (@) anjakolberg.de. Dann erinnere ich dich, wenn die beiden Kalender 2019 und die Impulse zu kaufen sind. Der Shop hat im Jahr immer nur wenige Monate geöffnet.

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 11 September, 2018
Thema: Blog - 2018, 2. Halbjahr, Blog - Achtsamkeit

Mehr Gelassenheit mit der Wetter-Strategie im Leben. Wertschätzen wie es ist.

Ich wünschte, ich könnte mit den Herausforderungen, die mir das Leben schenkt, gelassen umgehen.

Genau so wie ich es mit dem Nordseewetter mache, wenn wir mal da oben sind: Regen, Sturm, Nebel, Sonne - alles ist willkommen. Ich hadere nicht, wenn gerade keine Sonne ist. Ohne mich groß aufzuregen mache ich das Beste daraus. Habe Regenjacke ebenso dabei wie eine kurze Hose oder einen warmen Schal.

Das musste ich aber nicht erst üben, es ist einfach bei mir so. Das macht die Sache natürlich leicht.

Das Wetter wechselt an der See so schnell, auch deswegen sehe ich es gelassen. In zwanzig Minuten wird ein dunkler Himmel zu Sonnenschein. Gut, wir hatten auch schon mal eine Woche Hitze in einer kaum isolierten Holzhütte. Das war nicht angenehm, aber auch das ging vorbei.

Regentage finde ich gemütlich. Den rasch wechselnden Himmelsbildern zuzuschauen, das Klackern der Tropfen gegen die Scheiben hören. Ein gutes Buch und heißen Tee. Selbst wenn ich nass werde: Mein Körper ist zum Glück abwaschbar und Klamotten trocknen. Ok, ich war mal alleine ein paar Tage in Pisa im Dezember. Es war kalt, nass und der Zimmervermieter sah gar nicht ein, die Heizung anzustellen ("Bei euch da oben ist es doch immer so kalt." - "Ja, deswegen machen wir ja die Heizung an.") Irgendwann gab er auf, stellte die Heizung an, mir wurde wieder warm und meine Kleidung konnte trocknen.

Auch die heftigen Hitzewochen diesen Sommer konnte ich ganz gut ertragen, nachdem ich mir unter anderem bewusst machte: Es wird nicht bis in den späten Herbst rein heiß sein. Irgendwann wird es kühler. Gibt es an der Hitzewelle überhaupt was Gutes? Ja!  

Die Einstellung - es wird wieder besser, die Gefühlswolken ziehen bald wieder weg, neugierig auf die Eigenarten dieser Situation sein, mich mit der richtigen Haltung wappnen so wie mit einer Regenjacke - würde ich gerne auf die Herausforderungen übertragen, die mir im Leben begegnen. Meine Wetter-Strategie. :-)

Manchmal gelingt es mir: Ich habe gespürt, ich werde nicht ewig traurig sein wegen des Todes unserer geliebten Minu, auch wenn es immer mal wieder schwer ist. Im Himmel. Drei Wochen ohne dich. 

Es geht auch darum, zu wertschätzen, was gerade ist. So wie ich den Sturm neugierig wahrnehme, beobachte. Ich versuche sogar, den Sturm mit seiner ganzen Intensität zu kosten, gehe raus an die Wasserkannte. Oh ja, ein Sturm! Ok, wenn es nachts stürmt, klappert und scheppert und ich nicht sehe, was gerade draußen passiert, finde ich das nicht so toll. Doch solange die Einheimischen ruhig bleiben, übe ich mich darin auch.

Im letzten Jahr gab es die Situation, wo wir uns am Strand festgefahren haben. (Unten der Link zu dem Abenteuerbericht.) Bis dahin war ich so traurig über die laute Baustelle gleich neben unserem Ferienhaus. Als wir in der misslichen Situation am Strand waren, dachte ich: "Ach wäre mein Problem doch nur die Baustelle gewesen!" Ich schwor mir, wenn wir und das Auto heil rauskommen würden, die Baustelle lockerer zu nehmen, ihre Eigenarten anzunehmen. Danach konnte ich wahrhaftig besser mit ihr umgehen.

Was ich für mich heraus gezogen habe:

Versuchen, mich nicht auf das Schlechte, Negative zu focussieren. So superschwer das auch ist. Mich statt dessen in Wertschätzung zu üben. Was ist an der Situation dennoch gut? Bei der Baustelle war es, dass mir durch eine andere Baustelle bewusst wurde, dass die Bauarbeiten am Wochenende in Dänemark durchgehen dürfen. Bei uns nebenan machten sie aber Freitag mittag Schluss. Und das war ein Glück, weil wir dann zwei Tage Ruhe hatten. Damit war sie noch immer da. Aber es relativierte sich ein wenig.

Wenn ich mich auf das Positive konzentriere, erzeuge ich eine besssere Stimmung in mir selbst. Und auf was ich mich konzentriere bekommt Energie und kann wachsen.

Ich hoffe, dass mir dieser Text hilft, wenn ich wieder mal mit dem Leben hadere. Das bedeutet nicht, dass ich mir keine Zeit nehmen darf, erst mal mit der Situation klar zu kommen, wütend zu sein oder zu versuchen, sie zu verbessern. Es ist ein Hinweis, wie ich damit nach dem ersten Schock umgehen kann, damit ich schneller wieder zu Gelassenheit und innerem Friede komme. Liebe in mir spüre.

Je mehr ich es übe, desto leichter fällt es mir beim nächsten Mal. Lust habe ich auf diese Prüfungen nicht. Ich vermute nur, darauf nimmt das Leben keine Rücksicht. Es weiß um die in uns liegende Stärke, es weiß um unser Entwicklungspotenzial und wie es uns sicherer und kraftvoller machen kann. Denn keine Frage: Aus den Herausforderungen dieses unfreiwilligen Abenteuerurlaubs (es war mehr als Baustelle und Festfahren) habe ich viel gelernt, ich fühlte mich gestärkt und ich bekam auch noch viele Herzensgeschenke.

Wenn du magst: Komm mit mir ans Meer und lies von meinen Abenteuern. Mehr über unsere anderen Urlaube dort: Blog - Dänemark Und hier zwei Rubriken, die dir auch gefallen könnten: Blog - Achtsamkeit und Blog - Mich selbst annehmen 

Liebe Grüße!

Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Freitag, 07 September, 2018
Thema: Blog - 2018, 2. Halbjahr, Blog - Achtsamkeit

Lipödem & Kompressionsstrumpfhose: Lebenslänglich? Wie komme ich durch die Sommerhitze?

Flachgestrickte Kompression

Seit fast anderthalb Jahren trage ich flachgestrickte (erkennt man an der Naht hinten am Bein) Kompressionsstrumpfhosen wegen der Diagnose Lip-/Lymphödem. Diese Strumpfhosen sind aus einem sehr festen, dicht gewebten Stoff, der Druck auf das Gewebe ausübt, damit die Lymphflüssigkeit in den Beinen abtransportiert wird. Sie würde sich dort sonst stauen und Schmerzen verursachen.

Ich hatte im Hochsommer oft geschwollene Füße. Das Gewebe an den Knöcheln lies sich eindrücken und eine Delle blieb für eine zeitlang. Als ich im Winter Schmerzen in den Beinen hatte, ging ich zum Arzt. Mehr hier: Diagnose. Kopf hoch. 

Nun ist das Tragen einer solchen Strumpfhose im Winter bei Minusgraden relativ angenehm - wenn man vom An- und Ausziehen absieht. Das ist immer mit viel Ziehen verbunden. Aber auch daran gewöhnt man sich. Beim Ausziehen stelle ich mich auf die Strumpfbeine und helfe mir so. Klappt wunderbar.

Lebenslänglich tragen? Nö. Will ich nicht.

Im Sommer aber macht es wegen der Hitze wenig Spaß, Kompressionsstrümpfe zu tragen, weil ich nicht mehr barfuß laufe, keine nackten Beine habe, sondern dicke Strümpfe an den Beinen. Arg.

Deswegen setze ich auch alles daran, sie langfristig loszuwerden. Auch wenn die Ärzte der Meinung sind, ich müsste sie lebenslänglich tragen und nur eine OP würde da helfen würde, welche die Krankenkasse allerdings nicht bezahlt. Ich versuche es deswegen auf meinem Weg.

So wie es mir möglich ist, gehe ich nahezu täglich walken, um die Muskulatur meiner Beine zu stärken. Muskelkontraktionen helfen, das Blut und die Lymphe abzutransportieren. Yoga, Kräftigungsübungen und Faszientraining mache ich auch, es könnte aber öfter sein.

Bei der Hitze hatte ich einfach keine Luft darauf und es gelassen. Wie das so mit Unterbrechungen ist - sie können hartnäckig sein. ;o) Ich werde damit schon wieder anfangen. Aber das Walken habe ich - bis auf die drei megaheißen 30°+ Wochen - weiter gemacht. Meine Walkingberichte findest du hier: Blog - Walking 

Die Gewichtsabnahme war ein weiterer wichtiger Schritt, um meine Beine zu entlasten. Allerdings habe ich die 40 kg nicht verloren, weil ich abnehmen wollte, sondern weil ich meinen Körper so ernähren wollte, damit er möglichst wenig belastet wird. Intermittierendes Fasten. Die Nahrung so naturbelassen wie möglich. Möglichst wenig industriell hergestellte Lebensmittel. Das ist die Kurzform. (Mehr über meine Abnahme: Wie ich nebenbei 40 kg verloren habe) 

Was ziehe ich bei Hitze an?

In diesem Sommer habe ich mich getraut, eine kurze Jeanshose oder kurzen Rock über die Kompression anzuziehen. Die Kompression verfügt über eine Mikrozirkulation. Wenn von außen Luft ran kommt, geht's. Ist allerdings eine lange Jeans drüber.... puh.

Nun hat die Kompression einen Vorteil: Sie macht straffes Gewebe! Zumindest was nach außen sichtbar ist. :-) So war ich nach Jahrzehnten des Versteckens wieder mutig und habe Hosen und Röcke angezogen, die oberhalb des Knies enden. Sieht wirklich süß aus.

Ein schwarzer Rock, die schwarzen Strümpfe. Das passt. Oder die kurze Jeans, dunkelblaue Strümpfe - auch gut. Klar, sehe ich manchmal wie Mini-Maus aus, wenn ich meine Pinken Sneaker auf die schwarzen Strumpfhosen trage. Aber so ist es nunmal. Es ist besser als unter der langen Hose zu schwitzen.

Und es macht mir richtig Spaß, mich so wieder auszuprobieren. Toll, diese angenehme Nebenwirkung. :-)

Gucken die Leute nicht?

Ich achte die meiste Zeit nicht darauf. Als es die drei Wochen so megaheiß war und ich zu einem Termin musste - schwarzer Rock, schwarze Strumpfhose - da guckten die Leute schon sehr mitleidig oder vielleicht auch irritiert. Es hat mir nix ausgemacht. Ich dachte nur: "Hey, es ist zwar sehr unangenehm, die Dinger bei der Hitze zu tragen, wo ich lieber nichts an den Beinen hätte, aber so schlimm wie ich es mir früher vorstellte oder wie ihr gerade guckt, ist es mit Kompression auch nicht." :-)

Und von der Optik mal abgesehen: Es ist ein Segen, keine schmerzenden, geschwollenen Füße bei der Hitze zu haben. Diese Erleichterung tut so gut.

Was hilft, sind Sandalen an den Füßen, weil dann Luft ran kommt = kühler. Sieht nicht so schön aus, aber manchmal ist es mir auch egal. Sollen die Leute gucken und was neues oder ungewöhnliches kennen lernen. Wer will, kann mich ja ansprechen. :-)

Welche Erleichterungen gibt es, wenn es zu heiß ist?

Wenn es gemäßigte Sommertemperaturen so bis 25 Grad sind, geht es einigermaßen mit den Strümpfen. Steigt die Temperatur Richtung 30 Grad und darüber, dann vermeide ich es, mich länger in der Sonne aufzuhalten.

Ich habe meine Füße in einen Bottich mit kaltem Wasser gestellt. Mal mit, aber auch mal ohne Kompressionsstrumpfhose. Durch die Hitze trocknet der Stoff recht schnell. Allerdings ist es ganz ohne Kompression schon besser, wenn ich die Füße anschließend hoch lege und nicht lange stehen oder sitzen muss. Sonst schwellen die Füße an, schmerzen ...

Etwas kühler, weil weniger Stoff, sind Kniestrümpfe statt der Strumpfhose. Im letzten Jahr habe ich eine Kombination aus Caprihose und Kniestrümpfen verschrieben bekommen. Die Kniestrümpfe hatte ich noch und zog sie als Alternative zur Strumpfhose an. Das hilft den Venen und dem Lymphsystem, wenn ich am Schreibtisch sitze und es ist nicht ganz so heiß wie die Strumphhose.

Allerdings sieht die Kombination Capri/Kniestrümpfe nicht schön aus, um etwas kürzeres drüber anzuziehen, da man einfach den Übergang am Bein sieht. Deswegen habe ich sie danach nicht mehr genommen. Ein Glück, dass ich die Kniestrümpfe noch hatte. Zu Hause am Schreibtisch habe ich sie einfach zur kurzen Hose angezogen. Mein Mann meinte, das sieht aus wie ein Fußball-Outfit. Kniestrümpfe und kurze Hose. :-)

Es hilft auch, den Stoff mit Wasser einzusprühen. Mit Ventilator ist es angenehm kühl.

Vorne offen oder geschlossen?

Es ist möglich, die Fußspitze offen zu bekommen. Dann haben die Zehen Luft und ein wenig Sommerfeeling kommt rüber. Allerdings ist dort keine Kompression und ich spüre das schon. Sind die Strümpfe farbig und nicht hautfarben, sieht es etwas ungewöhnlich aus, wenn vorne nur die Zehen nackig rauskommen. Ist aber Geschmackssache.

Die Schwierigkeit ist: Zwei mal im Jahr hat man Anspruch auf eine neue Versorgung mit je einer Wechselversorgung. Das heißt, ich muss für 6 Monate eine Entscheidung treffen, welche Farbe ich an den Beinen trage und ob vorne offen oder geschlossen. Eine maßgefertigte Kompression kostet um die 600 Euro. Also auch keine Ausgabe, die ich mir ohne Rezept "gönne", um eine andere Farbe und Variante zu haben.

Sooooo viele Gründe, weiter an meiner Gesundheit zu arbeiten, um frei zu werden von der Kompression. Deswegen gehe ich jetzt auch walken. :-)

Mehr über das Thema findest du hier: Blog - Körper & Schmerzen 

Der nächste Sommer kann kommen. Es wird zwar nicht einfach, ist aber zu schaffen.

Ganz liebe Grüße!

Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Montag, 03 September, 2018
Thema: Blog - 2018, 2. Halbjahr, Blog - Körper & Schmerzen

Gibt es an der Hitzewelle überhaupt was Gutes? Ja!

Samstag Mittag. 4. August. In der Sonne kann ich es kaum aushalten.

Seit Ende Juni ist es meist jeden Tag richtig heiß.

Seit zwölf Tagen sogar dauerhaft über 30 Grad!

Im Büro locker 30 Grad, draußen 39 Grad im schmalen Schatten der Fensterbacke.

Es ist zu heiß für meinen Organismus. Der Kreislauf sackt mir schnell weg.

Der Kopf arbeitet nicht so gut wie sonst. Ich komme mit meiner Arbeit kaum voran. Vor der Tastatur liegt ein Handtuch auf dem Schreibtisch, damit meine Arme darauf nicht festkleben.

Der Schlaf unterm Dach ist trotz Klimaanlage unruhig. Mag mir die Stromrechnung nicht vorstellen.

Ich gehe nicht walken, weil es selbst im Wald und morgens um sieben schon zu warm ist und es meinen Beinen nicht bekommt, durch die Sonne zu gehen.

Der Garten wäre ohne das Gießen die Wüste Gobi.... Grillen ist bei uns bei solchen Temperaturen erst um 20 Uhr möglich, weil vorher so sehr die Hitze auf der Terrasse steht, dass man eigentlich keinen Grill braucht, sondern nur eine Metallplatte...

Ach, ich höre jetzt einfach auf. Sie wissen ja selbst, wie es ist, wenn Sie in unserer Region und nicht irgendwo leben, wo es gerade kühl ist. Grönland?

Zum Glück muss ich in der Mittagshitze selten raus. Mein Mann muss auch bei dem Wetter als Schornsteinfeger aufs Dach und hat einen Kehranzug - der auch Arme und Beine vollständig bedeckt - und Sicherheitsschuhe an. So viele Menschen und Tiere gibt es, die können der Hitze nicht ausweichen. Da will ich zufrieden sein. Ich kann mir meine Zeit einteilen, kann mich neben den Ventilator setzen...

Als Kind kann ich mich nicht daran erinnern, dass ich unter einem heißen Sommer gelitten hab. Da bestanden die Ferien gefühlt aus Planschbecken, Freibad, Eis und Spielen. Die Hitze machte mir als Kind weniger aus. Ist vielleicht bei allen Kindern ähnlich. Bei den Erwachsenen sieht das schon anders aus.

Erstaunlicherweise gibt es sie: Menschen, die bei Mittagshitze sogar gerne joggen gehen oder die nicht über das heiße Sommerwetter stöhnen. Die es richtig toll finden! Ich habe ihnen mal zugehört. Was mögen sie daran? Antworten:

"Montags kann ich mich fürs Wochenende verabreden zum Grillen oder fürs Freibad und die Wahrscheinlichkeit, dass es klappt, ist sehr hoch, weil das Wetter stabil ist. Das gefällt mir."

"Ich weiß morgens, wenn ich aus dem Haus gehe, was ich anziehen soll, muss nicht lange nachdenken, regnet es jetzt oder nicht. Das finde ich klasse."

"Wenn ich abends ausgehe, brauche ich mir keine Gedanken um eine Jacke zu machen. T-Shirt und kurze Hose reichen und dann ist es abends draußen wie im Urlaub."

Ok, stimmt, das kann ich nachempfinden.

Und bevor die Hitzewelle ein Ende hat, will ich selbst mal schauen, ob ich auch etwas finde, dass ich gerade gut finde. Obwohl mich das Wetter so herausfordert.

Vielleicht kann ich mir das dann vor der nächsten Hitzewelle durchlesen und es muntert mich auf.

Wahrhaftig, nach ein bisschen nachdenken fällt mir was ein:

Es ist schön, am Abend länger draußen zu sitzen. Um 21.30 Uhr sind es immer noch 25-28 Grad. Der Ventilator bläst die Mücken weg. (Hat nicht ganz geklappt. Juck.) Ich liege in der Hängematte (Tipp: Blogartikel Hängemattengefühl) und träume mich durch den Abendgarten, lese, schreibe, höre Meditationen. Das ist einfach ein ganz tolles Sommerfeeling. (Ich rede jetzt nicht darüber, dass es an diesem Platz nachmittags nicht auszuhalten ist, sondern ein Gefühl als hält man den Körper in den heißen Backofen.)

Manchmal verlege ich mein Büro am Vormittag nach draußen auf die dann meist noch angenehme Terrasse. Das ist schon ein tolles Gefühl.

Das Wetter hilft beim Schlafen, weil es sooo - gähn - müde macht. Es entspannt sich einfach prima. Manchmal geht ja auch einfach nix anderes, als Füße hoch, die Augen zu, einen guten Film schauen oder ein Nickerchen machen. Und weil nix anderes geht, fehlt mir dann auch oft das schlechte Gewissen, weil ich ja eigentlich arbeiten... ZZzzzzzzzzzzzz. ;o)

Und ich finde die Fußbäder draußen ganz toll. Große Bütt. Kaltes Wasser. Magnesiumflocken oder Natron dazu. Füße rein. Aaaaah. Das macht null Spaß, wenn es regnet oder kalt ist. Aber so ist es einfach ein abkühlender Traum!

Heute war ich direkt beim Erzeuger Obst und Gemüse kaufen. (Garten-Oase Frechen, sind bei Facebook). Das war so eine Pracht! Hab mich wie im Paradies gefühlt. Die Zwetschgen, Aprikosen, Nektarinen sind so lecker und auch die Tomaten schmecken köstlich. Mir läuft schon beim Anblick das Wasser im Mund zusammen. Es gab so unglaublich viele unterschiedliche Tomatensorten, habe mir eine Mischung geholt. Die lila Paprika sieht doch klasse aus, oder? Und die kleine Gurke. Alles konnte ich einzeln kaufen. Ein Traum, da fahre ich wieder hin.

Von vielen Gartenbesitzern habe ich gehört, dass die Erne dieses Jahr besonders ergiebig ist: Tomaten, Brombeeren, Kirschen, Zwetchgen, Stangenbohnen, Johannisbeeren. Und das ist einfach ein Traum im Gegensatz zu verregneten Monaten, wo kaum die Sonne rauskommt. Gut, wenn die Pflanzen gegossen werden können. Dann ist es wirklich eine Erntefreude und Genuss für den Gaumen! Oben ein von meinem Onkel liebevoll gepacktes Körbchen mit Tomaten und Kräutern aus seinem Garten.

Mit den vergangenen Wärmewochen merkte ich auch, dass sich mein Körper ein klitzekleines bisschen auf die Hitze einstellt. Erstaunlich. Besonders die trockene Hitze bekommt mir und da haben wir dieses Jahr Glück. Denn wenn es jetzt regnet und wieder heiß wird, haben wir gefühlte 80% Luftfeuchtigkeit und das Schwüle ist schwerer auszuhalten. Auch eine gute Erfahrung, dass ich trockene Hitze für eine Zeit ertragen kann.

Das ist doch eine ganze Menge Positives. Trotz allem Anstrengenden. Wer hätte das gedacht.

Aber irgendwann ist doch auch mal gut, oder? Es kann ja nicht ewig so weiter gehen..., oder?

Ich hatte ja so damit gerechnet, dass die Hitzewelle zum Vollmond zu Ende gewesen wäre, weil sich das Wetter dann oft verändert und die Hitzewelle beim letzten Vollmond begonnen hatte. Mit diesem Zeitfenster habe ich mich diesen Sommer einigermaßen mit den Temperaturen arrangiert. Ich habe nicht so mit der Hitze gekämpft, sondern gedacht: "Ok, wenn es bis zu dem Zeitpuntk so heiß ist, geht es, danach wird es ja wieder kühler." Es fällt mir leichter, mit Herausforderungen umzugehen, wenn ich sie zeitlich begrenzen kann.

Nun war ja letzte Woche Freitag erhoffter Vollmond. Wetteränderung? Pustekuchen. Die Wetterapps zeigten keine Änderung an. Schrei!

Vor zwei Tagen sprach ich mit einer Bekannten, die sich gut mit den Sternen auskennt und sie meinte, dass sie bei Neumond mit einem Wetterwechsel rechnet. Der ist in am 11.8., also in einer Woche. Heute morgen schaue ich auf die Wetterprognosen und wahrhaftig! Ende nächster Woche wird es kühler! Ich kann es gar nicht fassen und freue mich so sehr.

Endlich wieder gut schlafen. Endlich (hoffentlich) Regen für die Natur. Endlich wieder walken gehen. Ich habe schon Entzugserscheinungen und sehne mich nach dem Wald. Endlich gut arbeiten können. Ein Aufatmen für die Natur und gefühlte 99% der Menschen.

Vorfreude ist doch die schönste Freude. Und wo mir jetzt was Positives an der Hitze eingefallen ist, werde ich die warmen Sommerabende, bevor es kühler, nasser, unbeständiger wird, noch bewusst genießen! Und die köstlichen Früchte aus dem Garten und aus der Region, die gerade so reich und lecker vorhanden sind. Für meinen Gaumen ein Fest!

Ich hoffe, du findest auch eine Möglichkeit, die kommenden Tage noch durchzustehen, bis es endlich wieder so vom Wetter wird, dass es uns allen besser geht.

Manche regen sich ja über diejenigen auf, die unter dem Wetter stöhnen. Ich nicht. Kein Mensch regt sich über gemäßigte Temperaturen, einen Wechsel von Sonne und Regen auf. Was vielen (mir auch) zu schaffen macht, sind doch die Extreme wie jetzt die wochenlange Hitze oder auch wochenlanges Regnen. Und das verstehe ich gut!

... schrieb Anja und schwitzte tapfer weiter :-)

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Samstag, 04 August, 2018
Thema: Blog - 2018, 2. Halbjahr, Blog - Wetterkapriolen

Mit der Hitze tanzen. Hitzepöckchen. Arbeiten. Auszeit.

Waschlappen auf dem Kopf gegen die Hitze

Auf meinem Kopf thront ein nasser Waschlappen.

Ich hoffe, er kühlt meine Temperatur etwas runter. Draußen im Schatten hinter unserem Haus sind es 38,4 Grad. Gestern konnte ich dort unter der Pergola noch arbeiten, weil unerwartet einige Wolken und Wind für ein kleines bisschen Abkühlung sorgten. Heute unmöglich. Mir sackt der Kreislauf weg.

Wenn es so heiß ist, kann ich normalerweise schwer einen klaren Gedanken fassen. Es ist Donnerstag Nachmittag Ende Juli. Ich sitze am Schreibtisch in meinem Büro. Knapp unter 30 Grad sind es hier drinnen. Die Fenster sind abgedunkelt, hinter mir läuft ein Ventilator. Trotz dieser Bedingungen kann ich diesen Artikel schreiben. Unfassbar. Das Geheimrezept ist bestimmt der Waschlappen. ;o)

Seit Montag mache ich eine Pause vom Walken. Diese körperliche Belastung schon früh am Morgen vermeide ich. Denn schon um 7 Uhr sind es weit über 20 Grad. Also gut für mich sorgen und eine Pause machen. Die Kompressionsstrumpfhose wegen meines Lipödems hatte ich weiter brav an.

Doch gestern Nachmittag habe ich kapituliert. In den Kniekehlen, am Bauch, am Unterrand meines BHs ... überall juckte es. Mich quälten Hitzepöckchen. Also habe ich mich von der Kompressionsstrumphhose befreit und die Füße in eine große Bütt mit eiskaltem Wasser gestellt. Aaaaaaaaah. Das hat geholfen. Dann noch den BH gegen ein Bustier getauscht. Noch besser.

Inzwischen habe ich einige Tipps bekommen, was gegen den Juckreiz helfen soll: Babypuder, Quarkpackungen, Salbe gegen Sonnenbrand/Mückenstiche, Kühlen, Ausruhen, luftigere Kleidung, Apfelessig. Das Betüpfeln der nicht offenen Stellen mit Apfelessig hat mir geholfen. Aber der Essig riecht ziemlich stark. Hm. Die Salbe war auch eine Linderung. Puder schreibe ich mir auf den Einkaufszettel. Heute sind die Hitzepöckchen schon weniger geworden. Ein Glück. Vorgestern nacht bin ich noch wach geworden und habe dem Juckreiz nachgegeben (ich weiß, nicht gut, dadurch wurde es nur schlimmer...). Letzte Nacht und heute am Tag ist es schon besser.

Rheinufer

Letzte Woche Mittwoch habe ich mir eine kleine Auszeit gegönnt. Nachdem ich in der noch "kühleren" Zeit einige Wochenenden durch gearbeitet habe, war das höchste Zeit. Ich habe mich mit einem Ausflug an den Rhein belohnt. Picknickdecke. Wassermelone. Was zu schreiben, zu malen und ab ans Kieselufer in den Schatten der Bäume. Es hat so gut getan, diese Pause zu machen. Die Hitze war da trotz Kompression noch gut auszuhalten. Ich freue mich, dass ich mit höheren Temperaturen besser zurecht komme als noch vor zwei Jahren. Da macht sich die Gewichtsabnahme bemerkbar. So ein Glück!

Ich bin dem Himmel dankbar, dass ich mir meine Zeit frei einteilen kann. So arbeite ich immer dann, wenn es mir gesundheitlich gut geht und mache Pause, wenn ich Pause brauche, zum Beispiel weil es einfach viel zu heiß ist. Auch, dass ich manche Arbeiten draußen im Garten am Tisch erledigen kann, ist ein ganz großes Glück. Obwohl es mir bei der Hitze manchmal arg schwer fällt, einen klaren Gedanken zu fassen. Also übe ich mich in Geduld, bis es wieder geht. So wie jetzt. Trotz Hitze ein langer Blogartikel. Wow!

So ist der Umgang mit der Hitze für mich wie ein feuriger Tanz - ein Tango: Ausspüren von Grenzen, mich fallen und führen lassen. Schauen was geht und was geht nicht. :o)

Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du gut durch die Hitze kommst und Inseln findest, wo du abkühlen kannst.

Anja Kolberg

Hier noch ein paar andere Artikel zu früheren Hitzezeiten: Die Leiden der nicht mehr ganz jungen A. - Phantasien - Frisst Hitze Hirn? - Ein Hitze Ende in Sicht?

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Montag, 30 Juli, 2018
Thema: Blog - 2018, 2. Halbjahr, Blog - Wetterkapriolen

Sommerzauber im Garten. Abkühlung für die Vögel. Duftrose.

Den Vögeln habe ich bei der Hitze Freude bereitet und mir damit auch: Früh am Morgen habe ich den Regensprenger angestellt. Die Blätter des Zierahorns über dem Teich waren nass. Da beobachtete ich kleine Kohlmeisen wie sie die Äste rauf und runter hüpften und sich mit Hilfe der nassen Blätter des Ahorns eine Abkühlung verschafften und sich schüttelten, als würden sie baden. Das sah so putzig aus. Der Baum wackelte. Was für eine Freude. Das werde ich jetzt öfter tun, nicht nur um den Pflanzen eine Abkühlung und so nötiges Wasser zu geben.

Ein Schmetterling nahm auf der genässten Terrasse Platz, ruhte sich aus, trank etwas. Er bewegte immer wieder seine Flügel auf und ab.

Überhaupt genießen viele Vögel und Insekten die Abkühlung in unserem Bachlauf und Teich. Seit einigen Wochen kommt ein Greifvogel, wohl ein Jungtier und kühlt sich ab. Sehr zur Aufregung der Amseln, die während dessen nicht aufhören, Warnlaute abzusetzen und sie greifen den armen Kerl sogar an. Fliegen kurz über seinem Kopf her, wenn er auf dem Zaun sitzt und sich putzt oder treffen ihn sogar, dass Federn fliegen. Er lässt sich davon allerdings nicht beirren, duckte sich, wenn er den Angriff sah, guckte manchmal etwas irritiert und putzt sich dann weiter.

Coole Haltung, von der ich was lernen kann.

Besondere Freude macht es mir, die Jungvögel zu beobachten. Ihre Flugaktionen sind so putzig. Gerade machen mir zwei kleine Zaunkönige Freude, die miteinander um die Wette fliegen und landen und um die Sträucher rasen.

Die Rose Parole blüht diesen Sommer wunderbar. Ihre handgroßen Blüten duften in der starken Sonne schon von weitem. Was für ein Sommerzauber!

Hortensienstrauss

Bevor es richtig heiß wurde, habe ich mir diese hübschen Hortensienblüten rein geholt, dazu einige Gräser und Funkienblätter. Sooo schön, auch wenn es nur wenige Tage hielt. Auf dem Foto lebt der Strauß nun weiter.

Das sind die schönen Seiten der heißen Zeit!

Liebe Grüße

Anja Kolberg

Magst du gucken, was ich sonst zum Sommer im Garten geschrieben habe? Hier gibt es mehr davon Blog - Garten - Sommer 

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 26 Juli, 2018
Thema: Blog - 2018, 2. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer


DUNKLE TAGE

Wenn der Blues kommt...
Wende in traurige Gedanken bekommen

KÖRPER + SCHMERZEN

So habe ich 40 kg abgenommen
Mehr Gesundheit in einem Jahr.

MICH SELBST ANNEHMEN

Mich selbst annehmen
Vergleichen ist das Ende des Glücks

INNERES KIND

Inneres Kind
Dicke Tränen trocknen

INNERE STIMME

Reden mit der inneren Stimme
Was tun, wenn die Angst übermächtig wird

PSYCHOLOGIE

Hilfe für die Seele
Hilfe für die Seele. Ende mit dem Tabu.

LOSLASSEN

Weniger ist mehr
Weniger ist mehr

ACHTSAMKEIT

Ganz bei mir sein
Frühlingsmärchen für die Seele

ZEIT FÜR MICH

Im Haus meines Herzens
Aufgeregt vor Termin. Zur Ruhe kommen.

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