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Hallo, 2017, willkommen.

Willkommen 2017. Tritt ein, fühl dich wohl in meinem Leben. Schön, dass du da bist.

Sechs Tage bist du schon da. Noch ist alles so neu. Wir kennen uns noch gar nicht richtig. Wenn ich ehrlich bin, ich habe Wünsche und Hoffnungen für unsere Zeit. Dennoch habe ich gelernt, dass es wichtig ist, dich zu lassen, damit du deine Kraft und Bestimmung entfalten kannst. Das haben mich deine Vorgänger gelehrt. Dich nicht in Erwartungen zu zwängen, dass es mit dir besser wird, als mit dem Jahr davor.

Ich möchte mit dir leben. Ein Jahr lang.

Es wäre schön, wenn wir Freunde würden, Weggefährten, die durch dick und dünn zusammen gehen. Die sich streiten, herausfordern und sich vertragen. Ich bin neugierig auf dich. Möchte wissen, wie es dir geht, welche Aufgaben du mitbringst, was dir wichtig ist. Und ich weiß: Auch du möchtest mich kennen lernen.

Werden wir Freunde? Ich versuche dich anzunehmen, wie du bist. Ich werde üben, mit deinen Herausforderungen umzugehen. Ich möchte deine schönen Momente auskosten, deine Schönheit und Einzigartigkeit erleben. Jeder deiner Tage ist besonders, auch wenn er einfach so vergeht. Jeder deiner Tage wird nur 24 Stunden leben und dann für immer Geschichte sein.

Ich möchte üben, mit dir im hier und jetzt zu sein. Da zu sein und nicht im Morgen oder im Gestern. Mit dir zu sein, jeden Tag.

Magst du reinkommen, 2017? Ja, gerne. Danke für dein Willkommen.

Wie geht es dir? Noch gut.

Noch? Ja, es wird nicht immer so sein. Die Menschen denken, es wird immer gut so weiter gehen, nur dann ist das Leben lebenswert. Aber so funktioniert das Leben nicht. Das Leben ist jeden Tag lebenswert. Auch, wenn Schmerzen da sind, Leid, Trauer, Wut und Angst. All das ist das Leben. Es entscheidet nicht nach Fairness, denn dann würden alle liebevollen und guten Menschen glücklich, gesund und unbeschwert leben. Jeder hat seine Lernaufgaben mit auf die Welt gebracht.

Du auch? Nein, ich bin nur ein Begleiter, ein Gerüst. Ich bin da und nach 365 Tagen wieder weg.

Ist dir wichtig, etwas zu sagen? Ja, nimm mich an wie ich bin. Ich bin weder fair, noch ein gutes oder ein schlechtes Jahr. Ich bin da. Du kannst jeden meiner Tage in unterschiedlichem Licht sehen. Wenn es dir nicht gut geht und du mit deinem Schicksal haderst, ist es schwer, das gute an mir zu sehen. Vielleicht ist es nicht am gleichen Tag sichtbar. Doch sei dir sicher: Jeder meiner Tage trägt etwas Gutes in sich. Und sei es ein Samenkorn, das Wochen später wie ein Gedankenblitz in dir aufgeht oder eine leise, stille Vorbereitung auf etwas anders, das unbemerkt im Unbewussten wirkt.

Das klingt wertvoll, wichtig und so kompliziert? Kompliziert? Das ist es nicht. Du brauchst dir darüber gar keine Gedanken zu machen. Es ist einfach da. Was ich sagen wollte: Wenn es Tage gibt, wo es dir nicht gut geht, schau, was du schönes erleben kannst. Im Rahmen deiner Möglichkeiten. Irgendetwas und sei es, einen Moment in den Himmel zu sehen, deine Augen zu schließen und die Hand auf dein Herz zu legen, um bei dir zu sein. Es fallen dir viele andere Sachen ein. Versuche jeden Tag eine Kleinigkeit zu finden, die dir Freude bringt, dir gut tut.

Ok, ich versuchs. - Das finde ich klasse.

Wollen wir? Ja, lass uns leben.

~ * ~

Ich wünsche Ihnen von Herzen eine gute Zeit in Ihrem Jahr 2017!

Ihre Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Freitag, 06 Januar, 2017
Thema: Blog - 2017, 1. Halbjahr, Blog - Gedanken über ....

2016 geht

Liebes 2016,

heute ist Sylvester. Dein letzter Tag, 2016 und du gehst diese Nacht. Du warst kein einfacher Gast für mich und doch hattest du viele schöne Seiten. Wenn es mir nicht gut geht, fällt es mir schwer, auf die guten Anteile zu schauen. Weil das aber wichtig fürs Wohlbefinden ist, möchte ich dem nun Aufmerksamkeit geben, ohne die schweren Zeiten aus dem Auge zu verlieren.

Eine wunderbare Veränderung entwickelte sich im Januar. Da renovierten mein Mann und ich Eßzimmer und Küche. Orangetöne wichen einem nordischen Landhausstil in weiß und grau mit einer attraktiven Holzverkleidung. Noch heute bin ich ganz verliebt, wenn ich dort sitze. Ich spüre einfach die Liebe fürs Detail, die wir dort angewandt haben. Die Zeit, mal nicht mit dem Kopf zu arbeiten, hat mir richtig gut getan. Ich mag handwerklich arbeiten. Ich sehe die Fortschritte am Ende des Tages und vom Ergebnis kann ich lange zehren. Hier gibt es Berichte zu unserer Renovierungszeit: Ein Lebenszeichen aus Köln und Die Renovierung ist abgeschlossen! HÜPF! 

Seit einigen Jahren recherchiere ich die Geschichte meiner geliebten Großmutter. Nicht nur die spannenden Erzählungen, sondern auch die Daten der Familienmitglieder. Ein Familienzweig war verschollen, nur wenig darüber bekannt, was schon viele viele Jahrzehnte in der Kindheit meiner Großmutter zurück lag. Im Frühling konnte ich nach langem Suchen den Familienzweig wiederfinden. Das war ein Glücksstern für mich! Überhaupt habe ich alle Stunden genossen, die ich mit meiner Familie, die ca. 60 km von mir entfernt auf der anderen Rheinseite im Bergischen Land lebt, verbringen konnte. Sie liegen mir alle am Herzen. Ich vermisse es, im Bergischen zu wohnen und kurze Wege zu ihnen zu haben. Schnief.

Einen sehr schönen Geburtstag habe ich gefeiert. Den Tag selbst mit meinem Mann in Köln und die Woche danach Tag für Tag mit den Menschen, die mir lieb sind. Ein herrlicher Beginn eines neuen Lebensjahres - zum Wiederholen!

Im Juni feierte mein Blog zehnjähriges Bestehen. Ganz unbemerkt. Jetzt habe ich darüber geschrieben: 10 Jahre Blog: 2006 - 2016 

Schöne Momente konnte ich mit Freundinnen verbringen. Treffen zum Quatschen im Cafe, zu Hause, per Brief, per Mail, per Chat, bei Feiern und einer Hochzeit, bei der ich Trauzeugin war. Und mit einer Freundin, die weiter entfernt wohnt, hat sich ein ganz wunderbares System eingstellt, um in Kontakt zu bleiben: Wir schicken uns Sprachnachrichten über Whats app. Sprechen sie auf, wenn wir Zeit haben, etwas auf dem Herzen liegt. Hören sie ab, wenn wir Zeit haben, das darf auch Tage dauern. Himmlisch, mit der Lösung kommen wir beide wunderbar zurecht und haben so immer dann Zeit miteinander, wenn jede von uns wirklich Zeit hat und offen dafür ist. Ein Hoch auf die Technik!

Gesundheit war 2016 ein bestimmendes Thema in meinem Leben. Bei mir selbst und bei anderen, die mir so am Herzen liegen:

Unsere Hündin Minu, eine Appenzeller Sennenhündin, hat zunehmend Schwierigkeiten, die Treppe hochzukommen. Wir helfen ihr bei der Arthrose seit dem Sommer mit naturheilkundlichen Mitteln, mit Dorntherapie, die sie liebt und mit Schmerzmitteln. Im November dann wieder Sorge: Sie hustete unentwegt, bekam wegen eines Verdachts auf Zwingerhusten wochenlang Antibiotika und Cortison. Als wir gerade wieder aufatmeten, gab es Weihnachten kurz nach ihrem 14. Geburtstag neue Probleme: Sie hustete wieder, erbrach Wasser, begann dann zu zittern, lag ganz elend auf dem Sofa, konnte sich nur schwer auf den Beinen halten. Himmel, das war eine Achterbahnfahrt für uns. Sorgen um so etwas Liebes machen, das sich selbst nicht äußern kann, tut im Herzen sehr weh. Wir befürchteten das schlimmste und gingen mit hängendem Kopf zum Tierarzt.

Kamen mit gehobenem Kopf, einem zuversichtlichen Lächeln und lebendiger Minu wieder raus. Verdachtsdiagnose: Magenprobleme wegen der ganzen Schmerzmittel, dazu hatten wir ihr an ihrem Geburtstag Kaustangen gegeben, die sie sonst nicht bekommt. Alles zusammen war zuviel für ihren Bauch. Wir ließen die Schmerzmittel weg, bekamen neben der Heilerde, die wir schon seit Sommer geben, beruhigende Magenmittel für sie und ließen alles außer dem Futter weg. Und das Wunder geschah: Die Hustenanfälle und damit das Erbrechen und Zittern hörten auf. Sie schlief durch, kam wieder zu Kräften und hat wieder ihren eigenen Kopf zurück. Himmel, könnte alles im Leben so glücklich ausgehen! Wir hoffen auf weiter gute Jahre mit ihr.

Auch wenn Eltern älter werden, ist das keine leichte Angelegenheit. Weder für die Kinder, noch für die Eltern selbst. Damit klar kommen, dass etwas nicht mehr geht wie früher, ist keine einfache Aufgabe. Ich mache mir durch die Konfrontation mit diesem Thema auch Gedanken um mein eigenes Älter werden. Wir alle werden damit eines Tages konfrontiert werden. Seufz. Mein Vater war zweimal in den letzten Wochen im Krankenhaus und ich bin so glücklich, dass er jetzt wieder zu Hause ist.

Übrigens haben die guten Erfahrungen mit der Dorntherapie bei unserer Hündin dazu geführt, dass auch mein Mann mit seinen Rückenschmerzen einen Dorntherapeuten - für Menschen allerdings ;o) - aufsuchte. Seit dem geht es ihm viel viel besser. Hüpf und Klopf auf Holz.

Über meine gesundheitlichen Abenteuer habe ich immer wieder im Blog berichtet, meist jedoch in den Impulsen hinter die Kulissen blicken lassen. Irgendwann war ich müde, schon wieder nach einer hoffnungsvollen Nachricht "Juchu, es geht mir besser" dann zu schreiben: "Die Konzentrationsschwierigkeiten und die Müdigkeit sind schon wieder da." Mensch, Leben, manchmal bist du wirklich kein einfacher Gast!

Ich habe lernen müssen, dass ich mir als Kassenpatientin selbst helfen muss, wenn Ärzte an ihre Grenzen geraten und dadurch viel neues gelernt. Vitamin D aufgefüllt, Vitamin K2 nehme ich dazu und Magnesium als Öl über die Haut auf. Vitamin B12 habe ich mir gespritzt, Vitamin B Komplex dazu eingenommen und mir noch vieles mehr Gutes getan ... Doch das alles musste ich mir erst mal mit meinem an vielen Tagen vormittags konzentrationsfreiem Kopf verarbeiten. Ich habe Menschen in Selbsthilfegruppen getroffen, die weiterhelfen und sich besser auskennen, als so manche Ärzte. In Minischrittchen ging es weiter ... auf und ab und auf und ab. Dieses tolle Gefühl der Hoffnung, mir geht es wieder so gut wie früher: Leistungsstark, klar im Kopf, kann mich in neue Themen einarbeiten, gute Stimmung.

Dann: Enttäuschung. Die Müdigkeit ist zurück, die Konzentrationsprobleme, die Watte im Kopf ebenso. Nur noch die Abwicklung von Standardaufgaben möglich. Erst mal deprimiert sein und dann wieder neue Kraft schöpfen. Weiter suchen. Nach dem Urlaub in Dänemark im Herbst ging es mir einige Wochen bestens, dann ging das Spiel von vorne los. Himmel, da ist so viel Geduld gefragt und Durchhaltevermögen. Ich nehme inzwischen wieder Eisentabletten, weitere Nahrungsergänzungsmittel und habe Hoffnung, es wird wieder besser. Seufz. In den letzten Wochen wurde ich auf meine beiden wurzelgefüllten, toten Zähne als weitere mögliche Ursache aufmerksam und habe mich auch in das Thema - in klaren Stunden - eingearbeitet. Im Januar steht der nächste Schritt beim Zahnarzt an. Und wenn das nicht hilft, gibt es noch weitere Themen, die ich anschauen kann. Eins nach dem anderen.

Ich will gesund und fit sein und daran arbeite ich im Moment mit meiner ganzen Kraft.

Gesundheit ist ein kostbares Geschenk, das jahrelang wie selbstverständlich da ist und kaum geschätzt wird. Ist sie erstmal nicht mehr da, wird sie schmerzlich vermisst und ihr Wert erkannt. Vielleicht können wir sie Schrittchen für Schrittchen zu uns zurück locken und fortan wissen wir, dass Gesundheit keine Selbstverständlichkeit ist, sondern eine wertvolle Kostbarkeit!

Durch die gesundheitlichen Einschränkungen blieb viel liegen, was ich eigentlich anpacken wollte. Schreiben zum Beispiel. Weiter an der Geschichte meiner Großmutter arbeiten. Und mir wird klar, wie wichtig es ist, dass ich mir gerade jetzt, wo ich wieder mit meinem Konzentrationsproblemen kämpfe und darum, den Faden nicht zu verlieren, bewusst mache, was ich dennoch in meinem Leben Schätzenswertes erfahren und erlebt habe:

Nachmittags und abends bin ich konzentriert und wach und kann aufholen, was ich morgens nicht schaffte. Es gibt auch viele gute Tage, wo alles ok ist. Das ist toll! Ich schlafe gut. Ich habe zwei Beine, mit denen ich laufen kann. Unsere Hündin hat sich wieder gefangen. Ich lebe in einer Beziehung, in der wir uns die meiste Zeit gut vertragen. Wir haben ein Dach über dem Kopf und genug zu essen und zu trinken. Wir leben in Sicherheit und Freiheit. Ich bin mobil. Ich kann meine Angelegenheiten selbst klären. Ich habe bei Problemen Zugang zum Internet, wo ich mir Wissen und Rat holen kann. Ich habe es geschafft, meine Herzensprojekte (die beiden Tischkalender und die Impulse) trotz allem zu gestalten und zu schreiben. Ich habe einen Raum, in dem ich sein kann und Platz nur für mich habe. Ich kann mir meine Zeit frei einteilen. Mein Garten macht mir Freude. Ich habe viele Menschen um mich herum, die ich sehr mag: Familie, Freunde, Bekannte und liebevolle und treue Kundinnen und Kunden. Ich durfte dieses Jahr viele sinnstiftende Gespräche persönlich, per Mail und per Telefon führen und im Januar eine Methode vertiefen, die mir sehr liegt. Sie arbeitet mit den inneren Anteilen. Eine Heilwelt für meine Seele. Ich durfte einen wunderbaren Urlaub in Dänemark verbringen, der Körper, Seele und Geist gut getan hat.

Wenn ich mir das alles vergegenwärtige, fühle ich mich reich und glücklich. Danke, Himmel, das ich so viel in meinem Leben haben darf und so vieles in meinem Leben stimmig ist! Ich weiß es zu schätzen. Keine Selbstverständlichkeiten. Für manche Menschen wäre schon ein Punkt davon die ganze Welt: Frieden zum Beispiel oder Freiheit.

Ich bin dankbar, für all das Gute in meinem Leben. Ich habe in diesem Jahr viel gelernt und erlebt. 2016, du warst ein Gast, der mir vieles gezeigt hat. Danke, dass du da warst. Ich hoffe, es gelingt mir immer besser, mit den Herausforderungen des Lebens gelassener umzugehen und die schönen Momente zwischen all dem Stress zu genießen. Denn sie sind es, die uns in Erinnerung bleiben, neue Kraft und neuen Schwung geben und gute Gefühle machen. Gleich, welcher Sturm in unserem Leben tobt.

Sylvester werde ich ruhig zu Hause verbringen. Mann, Hund, Couch, Kaminofen, Fernseher (Gilmore-Girls bannen uns noch immer und unterhalten so wunderbar, wir sind jetzt bei der 5. Staffel). Rumlümmeln. Vielleicht gehe ich ins Bett, wenn ich müde bin und nicht erst dann, wenn das neue Jahr da ist. Dessen Begrüßung kann dann wohl bis morgen warten. Lieber will ich gut für mich sorgen und mir den Schlaf geben, den mein Körper braucht.

Schön, dass Sie da waren in 2016 und mich gelesen haben. Alles Liebe und Gute für Ihr Jahr 2017

Ihre Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Samstag, 31 Dezember, 2016
Thema: Blog - 2016, 2. Halbjahr, Blog - Gedanken über ....

2015 - ein Rückblick

Schwups, in zehn Stunden - während ich beginne zu schreiben ist es 14 Uhr - ist 2015 vorbei. Ich glaube, ich gebe auf, mir zu wünschen, das neue Jahr möge besser werden als das alte. Es scheint keine Auswirkung zu haben. Besser wird wohl sein, mich darin zu üben, was auch immer kommen mag, mit Gelassenheit anzunehmen und das beste draus zu machen.

Was waren bewegende Momente in meinem Jahr? Was nehme ich daraus für mich mit?

Körperlich gesehen wohl die Phase von Mai bis Oktober, wo es mir gesundheitlich mies ging, immer wieder schon morgens müde, unkonzentriert, Watte im Kopf. Was ich daraus mitgenommen habe?

  • Es ist wichtig, nicht aufzugeben, nach einer Lösung zu suchen.
  • Manchmal geht es wirklich nicht anders, als annehmen was ist. Da kann mein Verstand noch so viel rebellieren. Es ist wie es ist und das hinnehmen - wie z.B. mich morgens schon wieder hinzulegen, nicht viel leisten zu können.
  • Die Hoffnung trotz allem im Auge behalten, dass es auch wieder anders werden wird.
  • Ich habe es dennoch geschafft, in dieser Zeit meine beiden Kalender für 2016 zu entwerfen. Diese können Sie hier anschauen und kaufen.

Ein Glückserlebnis innerer Führung oder innerem Vertrauen durfte ich im Dezember erleben. Meine geliebte Großmutter (sie ist 91) kam an einem Mittwoch Abend mit Rettungswagen ins Krankenhaus. Es sah in der Nacht alles andere als gut aus, mein Cousin hielt mich via Whatsapp zum Glück auf dem Laufenden. Ich war hier hin Köln, sie im Bergischen auf der Intensivstation. Verschiedenste Hindernisse hielten mich hier. Meine Familie hatte im Krankenhaus ein seelisches auf und ab mitgemacht, davon blieb ich verschont, wenn auch die Entfernung vom Geschehen nicht ohne war. Immer wenn mich meine Gefühle zu übermannen drohten, sagte ich halt und atmete durch. Irgendwie hatte ich die innere Gewissheit, ich werde sie noch sehen. Dieser Stimme zu vertrauen, war schwer.

Doch meine Großmutter erholte sich zum Wunder aller (auch der Ärzte). Ein Grund war, dass sie zu wenig getrunken hatte und eine Infusion half, so dass sich ihr Zustand stetig besserte. So konnte sie sogar am Donnerstag Nachmittag entlassen werden, wenn sie auch noch sehr schwach war.

Am Donnerstag Abend konnte ich dann ins Bergische fahren, da war sie schon wieder zu Hause in der Lieblingsumgebung und nicht mehr im Krankenhaus. Meine Dankbarkeit für diese Fügung, sie am Donnerstag abend zu Hause sehen zu können, friedlich in ihrem Bett liegend in schöner Atmosphäre, kann ich kaum in Worte fassen. "Danke, Oma, das du auf mich gewartet hast." war das erste, das ich ihr sagte. Mir laufen jetzt schon wieder die Tränen übers Gesicht. 'Ich tu was ich kann.' sagt sie immer wieder. Und sie hält sich wacker. Ich verbrachte eine schöne Zeit mit ihr.

Ich bin so dankbar! Auch, dass ich noch so manches fragen konnte, diese gemeinsame Stille genießen. Die Nacht schlief ich auch bei ihr im Raum, war froh auch einen Beitrag mit einer "Nachtschicht" leisten zu können, wenn ich auch auf meinem mitgebrachten Feldbett mehr als gut geschlafen hatte. Als ich mich Freitag nachmittag verabschiedete, war das mit der für mich so kostbaren inneren Gewissheit, es könnte das letzte Mal sein, wenn da auch sehr viel Hoffnung ist, dass wir uns noch öfter in die Augen sehen werden. Mögen ihr und unserer Familie noch viele schöne Stunden bei guter Gesundheit miteinander beschehrt werden und aller Schmerz und alles Leid einfach davon fliegen.

Was habe ich daraus mitgenommen?

  • Dinge passieren nicht ohne Grund. Was alles passierte, dass ich nicht gleich an dem Mittwoch Abend ins Bergische fahren konnte ... Seit einem Jahr geplant hatte ich endlich das Rosenkohlgericht mit der sehr alkoholhaltigen Rotwein-Sherry-Jus gemacht, so dass ich kein Auto mehr fahren konnte, auch mein Mann nicht. Ein Coachingtermin war zuvor auf den Donnerstag verlegt worden und ich wollte ihn nicht absagen, schwankte aber noch, weil ich nicht wusste, wie ernst es mit Oma ist. Als ich nachts erfuhr, dass meine Oma stabil war, entschloss ich mich, den Coachingtermin zu halten. Morgens konnte ich so noch mit Ruhe die Bestellungen verschicken, was mir Ruhe verschaffte, dann wirklich am Donnerstag ins Bergische zu fahren und dort über Nacht zu bleiben. Ich wollte in der Woche eigentlich einen Newsletter schreiben und ich hatte mich geärgert, warum er einfach nicht gelingen wollte. Mittwoch Abend wusste ich, warum, denn ich hätte nicht mit Ruhe ins Bergische fahren können, wenn ich wüsste, mein Büro wäre länger unbesetzt, während Bestellungen herein kommen. So schrieb ich den Newsletter am Samstag als ich zurück war. Das ging erstaunlich flott und auch der Erfolg zeigte, warum er nicht schon früher erscheinen konnte, ich hatte danach sehr viel zu tun.
    Ich möchte mir merken, solche Begebenheiten, Blockaden - die erst mal einem dringenden Wunsch (nämlich sofort zu meiner Oma ins Bergische zu fahren) im Wege stehen oder auch zunächst noch scheinbar grundlos geschehen - mit mehr Gelassenheit hinzunehmen oder sie anzunehmen, auch wenn ich zu dem jeweiligen Zeitpunkt nicht verstehe, warum. Rückblickend ist es mir klar: Nur durch diese Blockaden hatte ich eine wirklich ruhige und schöne Zeit mit meiner Großmutter, als sie schon wieder zu Hause war. Das hat mir sehr gut getan. Ich fühlte mich so geführt, geliebt, beschützt, dass ich so nicht dem Stress ausgesetzt war, sondern die Ruhe genießen konnte, dort zu sein. Danke, Himmel!
  • Wenn ich meiner inneren Stimme vertraue, bin ich gut beschützt
  • Das Leben meint es gut mit mir.
  • Es war ein Warnschuss, dass jetzt Zeit ist, Abschied zu nehmen, noch wichtige Gespräche zu führen, für mich, noch Fragen zu ihrer Geschichte zu stellen, die ich seit Jahren festhalte. Es war ein Weckruf für das Leben, dafür den Moment, den wir miteinander haben, zu genießen und dass wir nie wissen können, es ist das letzte Mal, dass wir uns sehen, hören, fühlen.

Eine große Belastung waren die Bauarbeiten im Nachbarhaus, weil sie mein Leben und mein Wohlbefinden sehr eingeschränkt haben. Ich brauche gute Bedingungen, um arbeiten zu können. Die waren einfach nicht gegeben, auch nicht, um mich zu erholen. Ich arbeite nunmal von zu Hause aus und bekam daher die ganze Palette an Auswirkungen der Bauarbeiten mit. Die Verschlechterung meines Befindens im Sommer führe ich auch auf den zusätzlichen Stress durch die Bauarbeiten zurück, denn zeitgleich wurde auch die Straße und die Bürgersteige vor dem Haus bis auf das Fundament generalsaniert. Insgesamt war seit Oktober 2014 Lärm von morgens bis abends von montags bis samstags, dazu sehr viel Schmutz, die Sorge vor Beschädigungen, Auseinandersetzungen mit nicht besonders rücksichtsvollen Bauarbeitern... Eine Rettung war der Urlaub in Dänemark im September/Oktober, der mich aus diesem Stressloch geholt hat. Was nehme ich daraus für mich mit?

  • Stress (Lärm, Dreck, Unfrieden, drohende Auseinandersetzungen, Streit) haben starke Auswirkungen auf mein Wohlbefinden. Deswegen ist es wichtig, dass ich gut für mich selbst sorge. Es ist sehr wichtig, meine Bedürfnisse ernst zu nehmen und dafür einzustehen. In Auszeiten und damit in unsere Gesundheit Geld zu investieren wie in den Urlaub.
  • Bauarbeiter wollen mir persönlich nix böses, wenn sie unachtsam arbeiten (z.B. nicht die Nachbarn vor Dreck schützen), die sind so. Es hat also nicht mit mir persönlich zu tun. Zuerst dachte ich das nämlich.
  • Auf Missstände hinweisen kann etwas bewirken. Es lohnt sich, vor allen Dingen für den eigenen inneren Frieden, den Mund aufzumachen.
  • Irgendwann geht auch das vorbei.

Ich habe sehr sehr viele schöne Momente erlebt:

  • Der Sturm am Strand in Dänemark.
  • Liebevolle Rückmeldungen meiner Kalenderkäuferinnen, Leserinnen, Coachingklientinnen.
  • Ein Eichhörnchen auf dem Terrassendach. Badende Singvögel im Bachlauf. Eine die Holzwand hoch kriechende Schnecke in Dänemark.
  • Trauzeugin zu sein!
  • Schlummermomente in der Hängematte, wo ich bei all dem Lärm am Sonntag endlich meine Ruhe fand.
  • Menschen lieb halten, die ich lieb habe und mich mit ihnen treffen. Meine Familie. Meine Freundinnen.
  • Meine Hündin auf die Stirn küssen und mich über sie freuen.
  • Die Interviews mit meiner Oma, mit ihrer Cousine und mit ihrem Bruder über die Zeit vor dem Krieg, während des Krieges und was danach geschah.
  • Ganz tolle Zufälle - wie den lange gesuchten Hof meiner Ururgroßeltern bei einem zufällig gemachten Foto entdecken. Nette Menschen im Netz treffen, die bei der Ahnenforschung helfen.
  • Das Erinnern besser verstehen, zum Beispiel dass wir dabei springen und nicht chronologisch vorgehen. So wie ich hier in diesem Beitrag auch springe und auch nicht nach Wichtigkeit vorgehe, sondern nach dem, was mir zuerst einfällt.
  • Die Karte an meiner bunten Bürowand hinter meinem Bildschirm: Ein kleines Mädchen in einem Kleidchen mit Flügeln von hinten. Darauf der Spruch: "What if I fall? Oh, but my darling, what if you fly?" (Was, wenn ich falle? Oh, mein Schatz, aber was falls du fliegst?) Die Möglichkeit zu fallen, zu scheitern, bannt mich mehr als die wunderbare Möglichkeit, dass ich wirklich fliegen (meine Träume verwirklichen) könnte.
  • Viele schöne und sehr bewegende Filme: Zum Beispiel 'Sarahs Schlüssel" oder 'Die Frau in Gold'.
  • Der Glücksmoment, wieder klar im Kopf zu sein und das Gefühl zurück zu erlangen, mich auf meinen Körper (und sein Funktionieren) verlassen zu können.

Unvollendet bleibt diese Liste zurück. Ein Ausschnitt aus meinem Leben in 2015. Nie wird ein Rückblick vollständig sein. Nie wird er alles erfassen, was wichtig war und kostbar. Was nehme ich daraus für mich mit? Das Leben ist schön!

Dankbar

  • Ich bin dankbar für alle Erfahrungen, Erlebnisse und Begegnungen. Auch für alle Prüfungen und die Erkenntnisse, die ich daraus gewann. So ist auch Schmerz und Leid der Boden für weiteres Wachsen.
  • Ich bin dankbar, dass es mir wieder gut geht, den Wert von Gesundheit weiß ich so zu schätzen!
  • Ich bin dankbar für meine Familie, dass es ihnen gut geht, so gut es eben geht. Wir leben. Wir lieben.
  • Ich bin dankbar, dass Sie da sind, jetzt in diesem Moment und mich lesen. Danke für jede Rückmeldung. Auch wenn ich jede persönlich beantworte, so ist es mir doch ein Bedürfnis auf diesem Wege nochmal danke zu sagen. Bei Feedback zu meiner Arbeit, sei es meinen Kalendern, meinen Impulsen oder meinem Schreiben wird mir das Wirken meiner Arbeit von der anderen Seite her deutlich. Das ist sehr kostbar für mich und erfüllt mein Tun mit Sinn und gibt mir Kraft für nächste Schritte.

Morgen ist Neujahr. Ich werde die Impulse 2016 beginnen. Ich freue mich, das neue Jahr zu spüren. Einen Eindruck zu den Impulsen 2015 schrieb mir auf meinen Wunsch hin Sabrina Bowitz. Daran möchte ich Sie hier teilhaben lassen. Und vielleicht entspringt so auch in Ihnen der Wunsch, an den Impulsen - zwölf Mails, die ich im Laufe des Jahres zum Monatsbeginn verschicke - teilzunehmen. Sie können sie für einen Euro pro Monat im Shop buchen.

Übrigens war ich am Dienstag im Kölner Dom und habe Kerzen angezündet. Für meine Familie. Für mich. Für jeden, der ein Licht brauchen könnte. Hier ein Bild davon:

Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen ein gutes und glückliches und gesundes Jahr 2016! Mögen Sie die Kraft haben und die Gelegenheit, Ihre Träume zu erfüllen!

Ihre Anja Kolberg

PS: Die Neujahrs-E-Cards sind online.

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 31 Dezember, 2015
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Der neue Newsletter ist erschienen & Karnevalsrückblick

Am Freitag habe ich meinen Newsletter verschickt. Der erste in diesem Jahr und diesmal wieder mit einem Besuch bei meinem inneren Team. Das wurde intensiv, emotional, überraschend und endete mit einem Dialog mit meiner inneren Stimme und dem Aufruf, mir mehr Liebe und Energie zu schenken. Schön!

Mir ist im Newsletter ein Fehler unterlaufen, den ich gerne richtig stellen möchte. Das herrliche Zitat stammt nicht von Azmuto, wie ich es schrieb, sondern von der französischen Schriftstellerin Anaïs Nin. Ihr zu Ehren habe ich eine neue E-Card mit korrekter Urheber-Angabe gestaltet:

Zitat E-Card

Hier geht es zu den E-Cards und hier können Sie sich für den Newsletter anmelden.

Die Woche war bei uns - trotz Karneval - ruhig und angenehm. Es gibt so viel Ruhe in Köln an Karneval wie sonst nur zu den Sommerferien - wenn nicht gerade ein Umzug durch das Stadtviertel geht. :o) Das hatten wir bei uns in Junkersdorf am Dienstag. Er war so lang wie noch nie, viel mehr Wagen waren dabei. Wow!

Mein Lieblingskostüm war von einer der vielen Schul- und Kindergartengruppen gestaltet: Bücherwürmer. Die Jecken steckten in überdimensional großen Büchern (so groß wie der Oberkörper), wo ein grüner Wurm sich durchfraß. Dazu trugen sie runde schwarze Brillen wie die von Harry Potter. Das sah herrlich aus.

Karnevalsdienstag war der Himmel grau und ein fieskalter Wind war unterwegs. Mir war so kalt, dass ich nicht raus an die Straße gehen wollte. Die Kamellen sind mir eh nicht wichtig, aber die Kostüme schaue ich mir gerne an. Der Zug geht an unserer Haustüre vorbei. So blieben wir drinnen bei unserer Hündin (die fand das gut), öffneten die Fenster und wärmten unsere Beine an der Heizung. Herrliche Kombination.

Jetzt ist es so, dass die offenen Fenster die Menschen auf den Wagen und in den Gruppen dazu annimieren, diese Öffnungen zu treffen. Eine Tafel Schokolade verfehlte mich nur knapp - so hielt ich bei dem Kamellenregen Richtung unseres Fensters nur noch die Hände über den Kopf und lachte mich schlapp vor Freude! Minu hatte auch einen Heidenspaß, wenn sie schneller als wir beim Einsammeln war und ein Bonbon erwischte, natürlich mit schönem bunten Papierchen. Süß waren die Kinder, die zu uns rannten und uns Süßigkeiten ans Fenster reichten. Wir hatten eine Freude! Mein Mann machte Scherze 'Die Kinder denken bestimmt, gib den beiden armen alten Menschen auch was, die können nicht auf die Straße gehen.' :o)) Naja, graue Haare sind bei mir auf jeden Fall genug vorhanden. Aus Kindersicht bin ich bestimmt steinalt.

Auch die Nichten und Neffen meines Mannes hatten Freude. Die standen natürlich in der ersten Reihe und haben mit getanzt und gesammelt. Schön!

Ich wünsche Ihnen einen zauberhaften Tag!

Ihre Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Samstag, 21 Februar, 2015
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Das neue Jahr hat begonnen. So schmeckt es mir...

Ein gutes Jahr 2015 wünsche ich Ihnen!

Der Januar ist fast halb vorbei. Es war Zeit, vom Jahr 2015 ein wenig zu kosten. Wie schmeckt ihr neues Jahr?

Meines schmeckt nach einer guten Mischung: Gut für mich selbst zu sorgen und nach konzentrierter Arbeit.

Gut für mich gesorgt habe ich an Sylvester und so für mich damit das alte Jahr abgeschlossen und das neue begonnen.

Ich habe 24 Uhr an Sylvester verschlafen. Mein Mann und ich haben den Abend zu zweit bei Raclette verbracht. Dazu haben wir Prosecco getrunken. Alkohol macht mich müde. Als wir dann im Wohnzimmer bei bollerndem Kaminofen Fernseh schauten und auf Mitternacht warteten, vielen mir immer wieder die Augen zu.

Warum quälte ich mich und ging nicht ins Bett? So wichtig war mir das Feuerwerk nicht. Unser Hund bleibt bei der Knallerei ruhig, hat keine Angst, zudem war mein Mann wach, also kein Grund, wegen Minu aufzubleiben. Mein Mann wollte einfach fernseh schauen und für ihn war es ok, dass ich mich schlafen legte.

Was mir wichtig war, nämlich Neujahrswünsche mit ihm auszutauschen, das konnten wir auch am nächsten Morgen machen. Also verschlief ich das zweite mal glaube ich seit meiner Teeniezeit 24 Uhr an Sylvester. Wegen des Krachs beim Feuerwerk hatte ich Ohrstöpsel genommen. Ich wurde zwar wach, sah von meinem Bett aus kurz in den bunten Himmel und schlief dann wieder ein.

Am nächsten Morgen tauschten mein Mann und ich dann unsere Wünsche für das neue Jahr aus. Herrlich ausgeschlafen war ich. Gutes Gefühl, so gut für mich gesorgt zu haben.

Ich hatte mir vorgenommen, meinen Schreibtisch zu Beginn des Jahres aufzuräumen und lange liegen gebliebene Arbeiten abzuschließen oder endlich anzupacken. So habe ich einen Karton mit Kabeln endlich aufgerollt. Das war die kleinste, aber wohltuende Aufgabe. :o)

Wichtiger als das war aber die Beschäftigung mit meinem Mailprogramm [Mein Kampf mit dem Mailprogramm Outlook. Eine abenteuerliche Wochenreise...]. Über ein Jahr habe ich mir meine Lösung vom letzten Jahr angeschaut und jetzt endlich einen riesigen Berg bewältigt. Dazu mehr in meinem nächsten Blogbeitrag!

Alles Liebe aus Köln

Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 13 Januar, 2015
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Rückblick 2014

2014 ist geschafft. Yeah! Es war nicht so schlimm wie die vergangenen Jahre, die immer schlimmer wurden als das voran gegangene, trotz bester Hoffnungen. Doch auch 2014 hatte es in sich: Schönes und Herausforderndes. Diese Punkte fallen mir gleich ein:

  • 15 Jahre Frauencoaching - überraschendes Jubiläum
  • Umfrage unter meinen Leserinnen
  • Der herrliche Urlaub auf Römö - drei Wochen Blick aufs Meer
  • Die Renovierung unsere Terrasse - Aufbau der Pergola - Erkenntnisse Mann/Frau in der Partnerschaft und Zusammenarbeit - Gutes Wir-Gefühl - Der Genuss der Überdachung...
  • Schlappsein meines Körpers wird immer intensiver und Ende des Jahres endlich besser
  • Grüne Smoothies helfen mir (und schmecken mir im Winter nicht so gut...)
  • schmerzhafte Überraschung unter 'intakter' Zahnfüllung inkl. Antibiotika, zwei Wurzelbehandlungen, Fortsetzung Anfang Januar
  • Spannende Erfahrungen im Kurs zur Gewaltfreien Kommunikation
  • und noch einige persönliche Dinge, die mich gestärkt und auch bewegt haben, die ich aber nicht öffentlich teilen möchte.

Wenn ich mir meinen Blog vom 1. Halbjahr und 2. Halbjahr 2014 durchscrolle, begegnen mir noch mehr Erlebnisse, an die ich gar nicht gedacht habe. Zum Beispiel meine guten Blutwerte Anfang des Jahres nach drei, inzwischen vier (fast) veganen Jahren. Viele gute Schmöker. Die Monatlichen Impulse nun per Mail. Ooooh ja, mein Hängematten-Gefühl. Der Verlust von Menschen. Größenwahn. Gedanken, was wirklich wichtig ist. Natürlich meine geliebten Tischkalender. Da ist so viel mehr...

Besonders, wenn ich daran denke, wie viel in meinem Leben passiert, das ich nicht poste, nicht mal in meinem Tagebuch festhalte. Kostbare Begegnungen mit Menschen. Auf professioneller Basis im Coaching, im Seminar, im Austausch per Mail oder am Telefon. Auf privater Ebene mit meiner Familie und mit Freundinnen und Freunden. Auf Feiern. Bei Einladungen. Im Cafe. Zu Hause. Am Telefon. Die kurzen Gespräche auf der Straße mit Nachbarn oder anderen Hunde'eltern'. Neue Familienmitglieder kommen und manche mussten leider gehen. Viele gute tiefsinnige Gespräche, die ich so liebe.

Die Natur beobachten und dabei die Luft anhalten: Eichhörnchen. Mäuschen. Ein Eisvogel an unserem Teich. Rotkehlchen. Weihnachtskarten. Spontane Anrufe. Geburtstagsständchen. Blumen. Blüten. Veränderungen, die einfach so passieren und mir so gut tun, weil sie mich von Ballast befreien, den ich nicht mehr tragen muss.

2014 war so viel Hoffnung da, die Dinge endlich anpacken zu können. All die Projekte, die mir wichtig sind. Meine Träume und Wünsche. Und mein Körper machte mir einen Strich durch die Rechnung. Das anzunehmen und damit meinen Frieden zu schließen, fällt mir immer mal wieder schwer. Ich bin dankbar, dass ich im Laufe des Jahres immer mehr lernte, gut zu mir selbst zu sein und mich zu verwöhnen und lieb mit mir zu sprechen. Ein guter Weg!

So viel liebevolles Feedback habe ich erfahren. Zu meinem Blog, Newsletter, E-Cards, Kalendern, Impulsen, Lieferungen. Über die Umfrage. Einfach so per Mail. Per E-Card. Per Brief.

Ich fühle durch all das Reichtum. Ich bin reich, weil ich mein Leben gestalten kann. Ich entscheide durch meine Gedanken über meine Gefühle. Ich darf mich dafür entscheiden, mein Leben zu leben, auch wenn es völlig anders ist als es der Norm entspricht. Ich darf mich entscheiden, ganz ich selbst zu sein und mich dafür zu lieben.

Ich darf diesen Reichtum zeigen und muss ihn nicht verstecken. Ich muss mich nicht verstecken. Ich kann mich stärken und schützen. Ich bin mir selbst eine gute Lebensbegleiterin.

Himmel, danke für 2014 - so herausfordernd es war, so schön und bereichernd war es auch!

Während ich das schreibe, springt neben dem Bildschirm die Knose eines weißen Rittersterns auf. Was für ein schönes Zeichen!

Liebevolle Wünsche und Grüße für ein gutes Jahr 2015

Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Mittwoch, 31 Dezember, 2014
Thema: Blog - 2014, 2. Halbjahr, Blog - Gedanken über ....

Danke Juli!

Ich bin froh, dass der Juli mit einem herrlich temperierten Sommertag endete. In Köln war es Donnerstag Vormittag angenehm kühl, der Himmel blau. Ein wenig habe ich sogar gefroren, als ich hinterm Haus im Schatten gearbeitet habe und mir warme Socken angezogen. Am Nachmittag kommt dort die Sonne hin - sie war nicht zu heiß. Perfekt.

Inzwischen schaffe ich es sogar, meine Hängematte öfter zu nutzen. Für mich ist das besonders, weil es mir im allgemeinen schwer fällt, mich auszuruhen. Schwer fiel besser gesagt. Denn dank diesem luftigen Stoffsegel in rot und gelb gelingt es mir besser! Gestern Nachmittag hab ich mich mit meinem Buch und den Notizzetteln hinein gelegt. Erst brauche ich eine zeitlang, dort anzukommen. Das Denken ist am Anfang wie ausgeschaltet. Meine Mutter hat am Sonntag die Hängematte ausprobiert und ja, sie hatte auch das glückliche Hängemattengesicht. Schön!

Nach einer Zeit in der Luft kann ich dann dort auch sanft hin und herschaukelnd lesen und schreiben. Hätte nicht gedacht, dass schreiben funktioniert. Tut es. :o)

Auf den Juli-Kalenderblättern steht "Müßiggang und Trödeln sind meine Kraftquellen für schwierige Zeiten." und auf dem Meditationskalender "Ich schöpfe Kraft aus der Stille." Ich freue mich sehr, dass ich das in meinen Alltag wirklich integrieren konnte und gleichzeitig liebevoll mit mir umgehen, weil ich so vieles nicht anfangen konnte, was mein Verstand plante... Statt dessen habe ich genossen, was ging und offensichtlich erst dran war: Still draußen sitzen, meine Morgenseiten schreiben. Die Amseln beim Baden beobachten. Die Libellen, die am Morgen ihre mit Tautropfen beschwerten Flügel trocknen lassen, bis sie wieder leicht sind und damit fliegen können. Mich über das Rotkehlchen freuen, das auf meinem Stuhl kurz landet, mich anschaut und weiter fliegt. Eine im Schlaf wuffende und grunzende Minu, die sich entspannt und wohl fühlt. In der Hängematte die Beine ausstrecken, die Füße in die Luft und in den Himmel träumen...

Nach all der Arbeit, die wir in den letzten Wochen seit Ende April investiert haben, ist das ein schönes Erlebnis. Genießen, was wir geschaffen haben. Und ich tue das in meiner eigenen Hängematte und mein Mann in seiner. Ich bin so froh, dass ich mir selbst eine gegönnt habe.

Ich wünsche Ihnen und mir uns noch viele schöne Sommertage, wo wir uns einfach wohlfühlen und es uns gut geht!

Jetzt mache ich mich ran an die Texte für die August-Impulse. Das Seerosen-Bild sieht anziehend aus, habe ich sie auch gerade im Teich wie weiße Sterne blühen! (Hier können Sie die Bilder des Tischkalenders 2014 'Ich bin gut zu mir' anschauen.) Sie duften übrigens ganz leicht, eine Blüte habe ich mir auf den Tisch in eine Wasserschale geholt.

Anja Kolberg

PS: Ich habe fünf neue E-Cards gestaltet. Viel Freude beim Verschicken.

Direktlink dieses Artikels, um darauf zu verweisen:
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Ich erlaube nicht, dass meine Texte und Bilder kopiert und außerhalb dieser Webseite genutzt werden. Wenn Sie das machen möchten, schreiben Sie mir, um eine Vereinbarung zu treffen.

Erstellt durch: Anja Kolberg am Freitag, 01 August, 2014
Thema: Blog - 2014, 2. Halbjahr, Blog - Gedanken über ....

Wonach schmeckt das neue Jahr?

Mehr als ein Zwölftel von 2014 ist passé. Wir hatten Zeit, vom Jahr zu kosten. Und - wonach schmeckt es?

Durch begleitete Coachingprozesse entdeckte ich ein Muster: Darin wie ein Veränderungsweg anfängt, zeigt sich ein Thema. Eine Aufgabe, an der ich arbeiten kann, um mich weiterzuentwickeln, den Verlauf gut zu schaffen.

Die Beobachtung kann ich auf ein Lebensjahr übertragen, ein Vorstellungsgespräch, den ersten Arbeitstag, eine Unternehmensidee, den Erstkontakt mit einem Menschen oder eben auf ein Jahr. Wie beginnt eine Beziehung, ein Prozess, ein Zyklus - und welches Thema zeigt sich darin?

Erkenne ich die Aufgabe, nehme ich das Ruder in die Hand. Das macht einen Unterschied, weil ich mich darauf einstellen kann. Ob ich klar sehe oder wegen Nebels umherirre. Ich stelle mich darauf ein, achte damit gut auf mich. Ich habe ein wertvolles Leitbild für meinen Weg.

Lust auf eine Übung, um für sich auf die Spur dieses Thema zu kommen? Dann machen Sie mit:

Welchen ersten Geschmack hat Ihr Jahr 2014 bisher?

Augen zu. Was fällt Ihnen als erstes ein? Ein, zwei Worte. Was nehmen Sie wahr? Munter drauf los. Wie fühlt sich das an? Beschreiben Sie es.

Echt. Nicht weiterlesen. Keine Hemmungen. Es gibt nur richtig. Nämlich Ihres!

Für mich schmeckt es - wenn ich spontan darüber nachdenke - nach Brause auf der Zunge: Prickelt. Süß. Sauer. Da bewegt sich was von alleine. Es knallt ein bisschen. Huch, spannend!

Was da für ein Thema für mich hintersteht? Ich vermute, gut auf eine Balance aufpassen. Zwischen Aktion und Ausruhen. Die erste Migräneattacke Anfang Januar nach vielen Jahren (ich berichtete) weist darauf hin. Ein Gleichgewicht finden. Einpendeln lassen.

Was hat das mit Brause zu tun? Nun: Wenn ich zuviel Brause in den Mund nehme, schäumt es wie verrückt und die Blasen laufen über. Zu wenig macht nicht richtig Spaß, es soll ja nach was schmecken.

Ein wichtiges Thema für mich in 2014: Gut auf mich aufpassen. Balance halten. Lernen das richtige Maß zu finden. Ich befinde mich in einer ähnlichen Energie wie zu Beginn meiner Selbstständigkeit. *hüpf* Damals war ich froh, endlich das zu tun, was ich tun wollte und nicht irgendwer anders mir sagte. Das machte soviel Spaß, sieben Tage die Woche habe ich gearbeitet und irgendwann zeigte mir mein Körper die rote Karte. Das will ich diesmal anders machen. Selbstfürsorge üben - und dabei meine Ziele im Auge behalten. Mein Thema!

Auf welches Thema - auf welche Lernaufgabe könnte Ihr bisheriger 2014-Geschmack hindeuten? Überlegen Sie, vielleicht mit Blatt und Papier oder in eine E-Mail an sich selbst. Ja, die Aufgabe ist ungewöhnlich. Das Gute daran: Wir kommen auf neue Ideen, nehmen einen anderen Blickwinkel ein, entdecken uns selbst. Spielen. Versuchen Sie's und folgen Sie Ihrem erstem Impuls. Ich vermute, dass Ihnen in den ersten Wochen des Jahres schon die ein oder andere Erkenntnis gekommen ist, was sich dieses Jahr so zeigen möchte.

Wenn's nicht auf Anhieb klappt: Kein Problem. Nehmen Sie den Gedanken eine zeitlang mit sich oder lassen ihn los. Und plopp - vielleicht wenn Sie gerade nicht daran denken, fällt es Ihnen auf: Das ist ein Punkt, den ich in diesem Jahr lernen will. Das ist eines meiner wichtigen Themen in diesem Jahr.

Viele Grüße von der Brauseinsel

Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 13 Februar, 2014
Thema: Blog - 2014, 1. Halbjahr, Blog - Gedanken über ....

2013 - lass dich mal drücken!

Ich bin dankbar, dass ich dich erleben durfte, liebes Jahr 2013. Du hast so heftig begonnen und klingst so gemütlich aus. Danke für diesen Ausgleich. Ich fand dich oft ziemlich doof und ungerecht, doch trotz allen Herausforderungen - oder gerade deswegen: Danke. Nur so konnte ich vieles lernen, begreifen und dadurch innerlich wachsen. Heute sehe ich das.

Wie geht es mir am letzten Tag in 2013? Gut. Ich bin so gelassen wie schon ewig nicht mehr an Sylvester. Mann, Hund und ich - wir feiern den Jahreswechsel gemütlich zu Hause. Ich habe nicht das Gefühl, noch irgendwas erledigen zu müssen. Gut, ich bereite die neuen Impulse 2014 vor, das ist Arbeit, was ich vielmehr meine, ist nichts mehr im Haushalt tun zu müssen. Nix mehr waschen, sauber machen, aufräumen. Obwohl da was zu tun wäre. Nö, heute nicht mehr. Ist übermorgen auch noch da, sofern sich nicht ein Rudel Heinzelmännchen über Nacht einnistet. Die Jahre vorher machte sich ein Gefühl fast wie ein Aberglaube breit: Nur wenns ordentlich ist, die Maschine Wäsche noch gewaschen (...) dann ist alles gut abgeschlossen oder erledigt und es wird ein gutes neues Jahr. Nö, Pustekuchen. Hat in den vorausgegangenen Jahren nicht geholfen. Weg damit.

Auch mit dem Essen: Gelassenheit macht sich breit. Den Feldsalat haben wir vergessen einzukaufen. Ist okay. Ich habe auch nicht das Bedürfnis, nach einem besonderen veganen Leckerbissen Ausschau halten zu müssen. Lecker, satt gepaart mit wenig Arbeit reicht. Es gibt Raclette. Für meinen Mann mit Hack und Käse zu den Kartoffeln, für mich mit Champignons, Birnen, Kräutermargarine, Oliven, getrockneten Tomaten... Reicht. Das neue Jahr wird nicht besser, wenn das Essen besonders opulent ist.

Einfach und gut. Ich finde eine gute Einstellung für das neue Jahr.

Wie waren die letzten 365 Tage für mich? Unerwartet. Eine Herausforderung, die mich an meine Grenzen und darüber hinaus geführt hat. Verändernd.

Was waren schöne Momente? Die vierzehn Tage mit Mama bei meiner Oma im Bergischen. Augenblicke, wo mein Mann und ich schwere Hürden bei unserer Herausforderung (ich schrieb davon im Newsletter) genommen haben, die oft kaum überwindbar erschienen. Ihre Rückmeldungen zu meinem Blog, meinen Kalendern und meinen Coachings. Viele Begegnungen und Gespräche mit Menschen, die ich mag. Wenn unsere Hündin Minu 'menschelt', was sich für mich beim Rummosern zeigt, wenn sie etwas nicht darf, wenn sie während des Schlafens bellt und scheinbar läuft, wenn sie Quatsch macht und spielt, wenn sie pupst und rülpst und uns mit ihrem Welpenblick versucht zu hypnotisieren, um an unser Essen zu kommen. :o)

Gab es auch schwere Momente? Sicher. Viele. Ich übe, damit gelassener umzugehen, mir selbst Mut zuzusprechen und zu vertrauen, dass auch die vorbei gehen.

Gibt es etwas, das ich in 2013 zurück lassen möchte, vielleicht weil es zu schwer ist oder ich erkannt habe, es ist ein altes Muster, das ich ablegen möchte? Vor meinem inneren Auge läuft eine Liste an Punkten ab. Einer: Dinge für andere Menschen tragen, die nicht meine sind und die ich weder tragen muss, noch tragen soll, noch wenn ich ehrlich bin - tragen will. ... und die Versuchung, es mir beim nächsten Mal wieder - ungefragt, eigenmächtig und wie selbstverständlich - aufzuladen... Davon habe ich zwar schon einiges abgelegt, aber Reste sind noch immer da. Also: Merken, Anja. Nimm anderen ihre Aufgabe nicht weg. Trau ihnen zu, ihren eigenen Rucksack zu tragen.

Was brauche ich für 2014, um meine Träume und Wünsche zu verwirklichen? In erster Linie den Glauben an mich selbst. Denn ich brauche keine Feinde, ich bin mir selbst die beste Feindin, Zweiflerin, Entmutigerin. So hart das klingt, so fühlt es sich auch an. Wenn ich diese Verhaltensweise ablegen könnte (kommt auch mit auf die obige Liste), dann bin ich enorm weit. Wenn ich mir selbst dann noch mehr Mut mache, mir gut zurede, mir mehr zuhöre - so wie ich es für andere tue, dann verwirklichen sich meine Wünsche und Träume fast von alleine.

Wie kann ich das in mir selbst stärken? Hm. Ich überlege. Keine großen Vorhaben, Anja. Es muss klein sein und praktikabel, damit es wirkt. Wie wäre ein Termin, der jeden Tag automatisch in meinem Mailprogramm aufgeht und mich mit meiner positiven Affirmation versorgt? 'Ich erreiche meine Wünsche. Ich habe alles, was ich brauche. Es wird ganz einfach geschehen. Ich habe alle Zeit, die ich brauche, um wirklich bereit zu sein. Wie geht es mir heute?' Das habe ich mir gerade als neuen täglichen Termin gesetzt, versuchsweise als Arbeitsgrundlage. Beginn morgen, Neujahr.

Wer kann mich auf meinem Weg unterstützen? Ich sehe ganz viele Menschen, die mich umgeben und mir nahe sind und ich sehe auch den Blog hier, der wie ein äußeres Gewissen für mich ist und Sie meine Leserinnen und Leser. Das ist Stärkung, Erinnerung und Unterstützung zugleich.

Ich habe noch mehr Fragen auf meiner Liste stehen, doch jetzt ist es gut. Morgen ist auch noch ein Tag. Das reicht für heute. Das reicht für dieses Jahr.

Ganz herzliche Grüße aus 2013 und einen guten Start ins Jahr 2014

Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 31 Dezember, 2013
Thema: Blog - 2013, 2. Halbjahr, Blog - Gedanken über ....

Tschö 2012

In einigen Stunden ist es soweit und das alte Jahr geht. Ich bin froh darüber - wie meistens Sylvester. Ich fand das Jahr ganz schön hart, anstrengend, herausfordernd. Das Gegenteil von leicht, beschwingt und fröhlich - zumindest, wenn ich das Jahr insgesamt betrachte. Doch wenn ich genauer hinschaue, gab es in der Schwere auch immer etwas Gutes und ich kann hinter Herausforderungen einen Sinn entdecken. Das will ich jetzt mal probieren, damit das Jahr in guter Erinnerung bleibt.

Einige Themen, die mein 2012 prägten:

Die Entscheidung, die Überprüfung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie im Herbst 2012 zu absolvieren. Nach der Euphorie, endlich eine Entscheidung getroffen zu haben, begannen die Probleme. Der für Januar avisierte Kurs wurde unverhofft auf März verschoben, so wurde die Zeit knapp. Mir begegneten bis zur Prüfung haufenweise Verunsicherungen, Herausforderungen, Durststrecken, Zweifel... Am Anfang wollte ich deswegen nicht nur einmal alles wieder hinwerfen. Das Gute: Ich habe trotzdem (im Blog stand nur ein Teil dessen, was war) an meinem Ziel festgehalten, mir zusätzliche Unterstützung geholt, kontinuierlich gelernt und mich durch die schwierige Konstellation intensiver mit dem Thema befasst als ich es sonst vielleicht getan hätte. Ich habe interessantes Wissen aufgenommen, Erkenntnisse gewonnen, neue Menschen kennen gelernt und Selbstvertrauen getankt.
Fazit: Wenn ich mich selbst darum kümmere, an Informationen zu kommen, entpuppen sich von anderen aufgepumpte Schreckgespenster als Luftblase. Ich gebe nicht so schnell auf, wenn es schwierig wird, sondern beiße mich durch und bleibe am Ball. Wenn ich etwas wirklich will, erreiche ich es auch. Ein wirklich guter Ratgeber ist meine innere Stimme!

Mein Aufenthalt in Stansted Hall, England im Arthur Findlay College Anfang Juli. Einen Blogeintrag dazu habe ich angefangen, doch nicht fertig gestellt. Die Zeit dort war so intensiv, dass ich schon am ersten Abend das Gefühl hatte, eine Woche sei vorbei. Sehr herausfordernd war meine Dozentin für mich, die Emotionen und vielen Eindrücke. Nachdem ich wieder zu Hause war, verschaffte sich mein Körper durch eine dicke Erkältung Ruhe. Vier Wochen konnte ich insgesamt nicht für die Prüfung lernen und ich hatte Sorge, dass mich das völlig aus dem Zeitplan schmiss.


Das Gute: Ich forderte auch meine Dozentin und sprach aus und fragte, was mir wichtig war, obwohl sie von meinen Fragen und Zweifeln genervt war. Ich habe nette Menschen kennen gelernt, neues Wissen aufgenommen, Zeit in der Natur mit Pferden, Kaninchen, Hörnchen, Schnecken, Staudenrabatten, alten Bäumen, wundervollen Duftrosen, beeindruckendem Gemäuer verbracht. Leckeres veganes Essen gekostet. Ein Zimmer für mich gehabt. Beeindruckende Dozentinnen und Dozenten kennen gelernt, an wunderschönen Meditationen teilgenommen, Erfahrungen und Beweise in Übungen gesammelt, ein bewegendes Sitting gehabt und berührendes Feedback und Informationen für mich erhalten.
Fazit: Es gibt Dinge, die sind so intensiv, dass ich lange brauche, um sie zu verarbeiten und ich finde es faszinierend, wie viel ich zwischen Himmel und Erde noch nicht weiß und wie spannend das ist...

Der Abriss und Aufbau des Reihenhauses neben unserem bedeutete für mich eine unübersehbare Belastung. Dreck & Lärm konnte ich am Anfang ganz gut wegstecken, doch trotz gutem Willen war es mit meiner Gelassenheit irgendwann vorbei. Das schlimmste Erlebnis für mich war der unangekündigte Aufbau des Dachstuhls am sehr frühen Morgen direkt neben unserem Schlafzimmer, als ich noch tief und fest und nichts ahnend schlief. Der plötzliche Krach, die starken Erschütterungen und vielen und lauten Stimmen der Handwerker fühlte sich an wie ein Überfall - mitten in meinem Schlafzimmer. An dem Tag war ich zu nichts mehr zu gebrauchen. Nicht nur das Haus, auch ich war erschüttert worden. Diese Beeinträchtigung war neben der Prüfungsvorbereitung das Anstrengendste für mich in diesem Jahr. Ich bin so froh, dass das geschafft ist.

Im Herbst 2011 bekamen wir neue Fenster. Immer wieder waren Kratzer auch auf den frisch eingebauten Ersatzscheiben oder wir entdecken Beschädigungen durch den Einbau. Etliche Mal hieß es warten auf Termine, neue Scheiben, die Monteure. Das war nicht nur anstrengend, sondern auch nervig. Ich bin froh, dass ich mich nach Lösungen erkundigt und trotz Widerstand erwirkt habe, dass die Schäden behoben wurden und letztendlich auch die durch den Einbau beschädigten Schieferplatten im Dachgeschoss ersetzt wurden. Im Juli war das Thema nach einem dreiviertel Jahr endlich abgeschlossen. Ich habe die Bequemlichkeit überwunden, gekämpft und wir sind mit dem Ergebnis jetzt in Frieden. Und... Minu hat weniger Probleme mit dem Wind, es ist viel wärmer und sieht schöner aus. Herrlich!

Im Februar entschloss ich mich zum Fasten. Keine einfache Zeit, weil ich schlechte Laune und Hunger hatte. Im nachhinein hat mir die Woche gut getan hat. Ich weiß aber nicht, ob ich das in der Konstellation (alleine zu Hause fasten, der Partner isst normal weiter) nochmal mache, die Bedingungen waren schon hart.

Ich ernähre mich übrigens immer noch hauptsächlich auf pflanzlicher Basis, lediglich bei diesen Dingen mache ich Ausnahmen: Kuchen. Teilchen. Eis. Schokolade. Süßigkeiten. Ausnahmen, weil darin Eier und Milchprodukte enthalten sind. (Mehr zum Hintergrund.) Dieses Jahr hat sich Normalität breit gemacht. Einfache vegane Gerichte habe ich inwischen eine Menge, die sich durch Fleisch- oder Käsealternativen für meinen Mann ergänzen lassen. Fotos habe ich davon auch gemacht. Mal sehen, ob es mir gelingt, einen neuen Beitrag dazu zu bloggen. Es tut mir nicht nur gut, weitmöglichst im Einklang mit meinem Mitgefühl für Tiere zu leben, ich bin auch - trotz der Ausnahmen - glücklich, dass ich weiter durchhalte, es fällt mir nicht immer leicht...

Während das Jahres ertappte ich mich immer wieder dabei, mich nicht entspannen zu wollen, zum Beispiel während dem Lernen - weil da doch das große unbedingt zu erreichende Ziel war und ich noch so viel dafür tun musste. Dabei waren die Pausen so wichtig, um das Wissen zu verarbeiten und neue Kraft & Lust zu schöpfen. Nicht erst wenn die Arbeit getan ist, ausruhen, auch schon vorher Pausen einlegen. Nicht erst leben, wenn ein Ziel erreicht ist, sondern während dessen vom Leben kosten! Ich hoffe, ich merke immer früher, wenn ich im ungesunden Muster stecke und verordne mir dann selbst eine Pause, bevor mein Körper einschreiten muss...

Büro: Die Veränderung der Wandfarbe von maigrün in rosa war eine gute Entscheidung. Es fühlt sich so viel leichter und beschwingter an. Mit der neuen Farbe bringe ich Selbstliebe in Verbindung. Zudem habe ich danach einiges im Büro und Lager losgelassen, das war auch wichtig. Mit Wehmut habe ich den Wandkalender aus dem Programm genommen. Die Entscheidung für einen zweiten Tischkalender fiel dagegen leichter. Ich bin froh, dass ich den Entwurf und die Druckdaten trotz der Prüfungsvorbereitung umsetzen konnte. Daran habe ich vorher öfters gezweifelt.

Auch die Webshopaktualisierung im Herbst, bevor er online ging, war nicht ohne. Davor hatte ich aufgrund meiner Erfahrungen aus den Vorjahren gehörigen Respekt: Bis jetzt gab es jedes Jahr neue rechtliche Anforderungen, die in die Shopsoftware eingebunden werden wollten, so auch dieses Jahr die sogenannte "Buttonlösung". Kein leichtes Spiel, da ich den Shop nur einmal im Jahr kurz vor der Saisoneröffnung anpacke, also während des Jahres Routine verloren geht und Wissen ebenso. Die Einspeisung neuer Anforderungen greift meist in die Programmierung ein, dafür kann viel Zeit dafür drauf gehen und sich aufgrund meiner Unwissenheit schnell Fehler einschleichen. Ergebnis: Der Shop läuft nicht mehr und der Fehler liegt irgendwo in den Tiefen versteckt. Das Gute: Ich habe aus den vergangenen Jahren gelernt und nicht so schnell alles hingeschmissen oder den Supprt angeschrieben oder meinen Mann zur Hilfe geholt, sondern versucht die Dinge selbst zu lösen. So kam es vor, dass ich abends spät - nach einem wegen Fehler im Shop durchsuchten Samstag - nicht alles hinschmiss, sondern auf mein Inneres hörte, nochmal in Ruhe überlegte und alle Schritte noch einmal (und damit zum xten Mal) überprüfte und dann wahrhaftig den Fehler selbst finden und beheben konnte! Das war ein Wow-Erlebnis für mich! Ich bin ja keine Programmiererin, sondern Autodidaktin. Ich bin erstaunt, dass ich meine Probleme größtenteils alleine und rechtzeitig trotz bevorstehender mündlicher Prüfung geschafft habe. Vor einigen Jahren war das undenkbar. :o)
Fazit: Durchhalten, kleine stetige Schritte und mir immer wieder Mut machen bringt mich zum Ziel.

Zufälle/Himmelsglück: Wenn unerwartete - schöne - Dinge passieren, mag ich das besonders. Zum Beispiel hat mir das Buch 'The Magic' von Rhonda Byrne gut getan, weil mir die Arbeit damit jeden Tag positive Stimmung bescherte und ich das Resonanzgesetz testete. Sogar mit Erfolg. Dazu eine Geschichte:

Ich lebe in einer Straße wo die Parkplätze wegen der nahen Geschäfte knapp sind. Eines Tages war unser Wagen vor der Tür zugestellt, nicht nur einige Minuten, sondern von morgens an. Gut, dass ich nicht weg musste, dennoch wollte ich das nicht so hinnehmen. Ich befestigte an der Windschutzscheibe den Hinweis, dass wir zugeparkt wurden und bat darum, das nächste Mal einen anderen Parkenplatz zu wählen. Ich gab auch meinen Namen und unsere Hausnummer an. Innerlich dankte ich dafür, dass sich der Autofahrer bei mir entschuldigt, indem er mir einen Zettel in den Briefkasten steckt. Nach Stunden entdeckte ich: Der Wagen ist endlich weg. Es juckte mich, in den Briefkasten zu schauen. Und was guckte da heraus? Mein Zettel, den ich am Wagen befestigt hatte. Auf der Rückseite die Entschuldigung des Fahrers mit der Angabe, wer er ist und wo er gewesen war! Das war bei allen Zetteln, die ich bisher an uns zuparkenden Autos befestigt hatte (Inhalt meistens ähnlich) noch nicht passiert und bescherte mir Gänsehaut. Obwohl es immer wieder Menschen gibt, die sich entschuldigen: Einmal hat ein sehr netter älterer Herr sogar geklingelt und sich entschuldigt, das fand ich sehr nett oder eine Mitarbeiterin der Bank hat mir eine Schachtel Süßigkeiten in den Briefkasten geworfen. So viel schönes und überraschendes! Doch in dem Beispiel, dass ich aufgeschrieben habe, war das besondere, dass ich mir den Zettel gewünscht habe... und ihn bekommen. Es funktioniert und es gab davon noch einige Beispiele mehr.

Es gab während des Jahres auch schöne Erlebnisse, wo ich auf mein Inneres hörte, statt auf meinen Verstand und dafür belohnt wurde wie oben mit dem Softwarefehler. Ein weiteres Beispiel war die Fahrt Anfang Oktober morgens zur schriftlichen Prüfung nach Düsseldorf. Es war so unübersichtlich und ich verpasste die Autobahnausfahrt. Mist! Ich kannte mich in der Gegend nicht aus, mehrspurige Straßen, X Schilder, viel Verkehr am Morgen. Ich nutze kein Navi und hatte mir nur einen Plan bis zur Ausfahrt und von dort einen Detailplan bis zum Prüfungsort ausgedruckt. Was tun? Ich nahm die nächste Ausfahrt, folgte meinem Gefühl und entschied mich nicht die Autobahn wieder zurück zur 'richtigen Ausfahrt' zu nehmen, sondern bog hier und da mal ab, fuhr gerade aus, war mehrmals unsicher und doch war ich auf einmal in der Nähe, wo die Prüfung abgehalten wurde! Ich konnte wieder auf meinen Plan schauen! Und in der Warteschlange zur Anmeldung erfuhr ich von einem Kommilitonen, dass im Tunnel zwischen den beiden Ausfahrten ein Auto gebrannt hat. Ich wäre also genau dort in den Stau gekommen, wenn ich zurück gefahren wäre...

Mein Kalender ist nun durchblättert. 2012 war voll und intensiv. Rückblickend waren 'Grenze' und 'Durchhalten' wichtige Themen. Es wäre toll, wenn 'Leichtigkeit' das Motto für 2013 ist! :o) Es liegt auch an mir, die Dinge mit Leichtigkeit zu nehmen.

Mir ist mal wieder klar geworden, wie wichtig es ist, dass ich mich selbst stütze, bestärke, mir Mut mache, mich bei der Hand nehme, mir gut zurede. Das nicht von außen erwarte, sondern es mir selbst erfülle. Insbesondere wenn mich andere von meinem Weg abbringen wollen, warum auch immer...

Mir selbst das schenken, was ich anderen gerne und leicht gebe (Aufmerksamkeit zum Beispiel), fällt mir schwer und ist auch ungewohnt. Damit Verhalten zur Gewohnheit wird, braucht es Übung. Ich übe es wieder und wieder und freue mich auf die Zeit in der Zukunft, wo es für mich zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Genau wie meine Hoffnung, in allem Negativen das Positive immer flotter zu entdecken und auf die darin liegenden Chancen meine Aufmerksamkeit zu lenken. Ebenso wie die Pausen, die mir mein Körper, das Leben oder meine blockierende Seele schenkt, mit Zuversicht anzunehmen und auch meine damit einhergehende Ungeduld und Unzufriedenheit (wie derzeit).

Ich bin dankbar für viele Begegnungen in diesem Jahr. Ein Medium aus Erftstadt, dass ich noch kennen lernen durfte, bevor sie diesen Frühsommer unerwartet verstarb. Mails und Briefe, die mich erreichten und ich schrieb. Dankeschön für meine Kalendersendungen, die mein Herz hüpfen ließen oder für den Blog und die E-Cards. Gespräche mit Freundinnen & Familie in der Natur, in Cafés, am Telefon, zu Hause... So viele weitere, die ich in meinem Herzen trage.

Auch die Begegnung mit mir selbst war wichtig, weil ich in meinem Inneren Kraft und Rat finde. Ich habe ein noch feinsinnigeres Gespür für mich selbst entwickelt, für das was mir wichtig ist und lerne jeden Tag etwas mehr, zu mir und zu meinen Bedürfnissen zu stehen und sie umzusetzen. Der Dialog mit meinem Inneren war und ist kostbar und die Techniken, wie ich mit mir selbst in Kontakt gehen kann, verfeinere und verbessere ich von Jahr zu Jahr. Das hilft mir sehr.

Wow, das ist ganz schön lang geworden. Erst dachte ich: Was soll ich schreiben? 2012 war so blöde. Doch wenn ich mich wirklich bemühe, finde ich viel Positives. Wenn der Beitrag auch ein wenig klingt wie eine Lobhuddelei, die ein innerer Anteil von mir am liebsten löschen möchte: Es tut mir gut, wo ich doch vieles erst mal in einem dunklen Licht sehe.

Es heißt noch lange nicht, was ich für andere mit Leichtigkeit schaffe (Mut machen, Stärken sehen und benennen, Annehmen, Hoffnung keimen lassen...) kann ich auch für mich selbst gut. Es entpuppt sich wohl als Lebensaufgabe für mich. Nicht umsonst beschäftige ich mich hier im Blog mit diesen Themen.

Im Newsletter des Milton Ericson Institut Hamburg las ich: "In einer Untersuchung über alte Menschen wurde gefragt, was diese bereuen. Es zeigte sich, dass man weniger bereute, was schief gegangen war, sondern was man gar nicht probiert hatte, was aber vielleicht lohnenswert gewesen wäre."

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und mir selbst von ganzem Herzen ein gutes 2013, das zu jeder Herausforderung gleichzeitig Hinweise zur Lösung aufzeigt, den Mut liefert, diese umzusetzen und die Zuversicht schenkt: Es wird gut werden, gleich was ich probiere.

Ihre Anja Kolberg

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Wenn Sie Texte oder Bilder kopieren oder anderweitig nutzen möchten, ist das nur nach Vereinbarung mit mir möglich.

Erstellt durch: Anja Kolberg am Montag, 31 Dezember, 2012
Thema: Blog - 2012, 2. Halbjahr, Blog - Gedanken über ....

Jahresrückblick 2011

Nur noch Stunden - und 2011 ist Geschichte. Gefühlt war dieses Jahr anstrengender als 2010 und das fand ich schon heftig. Ich neige dazu, eher auf das zu schauen, was nicht schön war, dabei hatte 2011 auch viele schöne Seiten. Und darauf möchte ich meinen Blick jetzt bewusst richten. An diese Erlebnisse denke ich besonders gerne zurück:

Der Rhein bei Zons, den ich diesen Sommer oft besuchte. Die vorbeiziehenden Schiffe. Füße ins kühle Wasser. Der Schatten des alten Baumes mit friedlichem Hornissennest. Sonne. Licht. Viele Menschen. Lesen. Schreiben. In die Luft gucken. Dösen. Die Zeit genießen. Bei mir sein. Gut für mich sorgen.

Das Blütenmeer aus lilafarbener Clematis an meinem Rosenbogen. Ein Augenschmaus.

Der Tagesausflug mit meinem Mann an die Belgische Nordseeküste. Durchatmen.

Viiiiiiiiele Rezepte ausprobieren. Wie diese vegane Biskuittorte mit Stachelbeeren und Mandarinchen. Lecker! [Rezept Boden] (Geht auch gut mit Erdbeeren, TK-Himbeeren....)

Die Entdeckung in einem meiner Lieblingscafés: Kaffee mit aufgeschäumter Sojamilch schmeckt richtig lecker! (Sie nutzen Sojamilch von Alpro Soja.)

Die Veränderung, immer mehr so zu leben und handeln wie es sich richtig anfühlt: Umstieg auf Naturstrom. Wechsel zur Ethik-Bank, einer ökologischen und sozialen Bank. Möglichst pflanzenbasiertes Essen seit Januar 2011 - zum Wohl sehr gefühlvoller Lebewesen, der Nutztiere.

Die Gestaltung meiner Kalender war ein Highlight für mich. Ich liiiiiiebe es, Bilder und Texte zu einer stimmigen Einheit zusammen zu fügen. Herzensarbeit. Ebenso denke ich an die liebevollen Mails, die ich aufgrund meiner Kalendersendungen und meiner Blogeinträge, meines Newsletters und meines Artikels über meine Hochsensibilität erhielt. Ich habe das Gefühl, je mehr ich mich traue, mich ganz und gar zu zeigen - mit all meiner Verletzlichkeit - desto mehr Herzen öffnen sich mir.

Ich bin dankbar für den schwärzesten Sommer meines Lebens. Weil ich dadurch viel lernen konnte. Über mich und über andere Menschen. Ich durfte mich selbst besser kennen lernen. Für mich ein schmerzhafter und wertvoller Wendepunkt. Im Dezember habe ich viele Entscheidungen getroffen. Innerhalb von kurzer Zeit löste sich ein Knoten, der sehr lange sehr fest war. Für mich ein Himmelsgeschenk. Ich schreibe jetzt in Rätseln. Das liegt daran, dass ich nicht schreiben will, für was ich mich entschieden habe. Ich werde im nächsten Jahr sicher hier im Blog darüber berichten.

In kleinen Schritten ging diese Veränderung von statten. Zum Beispiel, dass ich mich entschied, für eine Zeit weniger zu bloggen [Auszeit 2.0]. Ich wusste nicht, wohin mich das führt, nur dass es der richtige Schritt war. Es war ein Schritt ins Ungewisse, da nun etwas wegfiel, das mir Struktur gab. Chaos ist manchmal nötig, um etwas Neues entstehen zu lassen.

Was für ein besonderes Jahr. Dieser schneereiche Winter, der mir so einiges abverlangte, da mein Mann mit Beinbruch auf dem Sofa lag und Schneescheppen und alles drumherum auf meinen Schultern lastete. Danach musste ich erst mal wieder zu mir selbst zurück finden. Dann der Unfall im März, der mich so zum Nachdenken brachte. Das klingt erst mal nicht positiv. Doch rückblickend kann ich das lichtvolle hinter der dunklen und schäbigen Verpackung erkennen. All das bringt mich weiter auf meinem Weg. Ziel: Mich ganz lieben und leben. Das wird wundervoll!

Wandkalender 2012 - Januar

Ich blicke mit einem positiven und hoffnungsvollen Gefühl auf 2012.

Doch jetzt feiere ich erst noch eine Runde dieses so besondere Jahr 2011!

Einen wundervollen Sylvestertag und einen schönen Übergang ins neue Jahr wünscht Ihnen

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Freitag, 30 Dezember, 2011
Thema: Blog - 2011, 2. Halbjahr, Blog - Gedanken über ....

Anti-Atom-Demo in Köln. Ich war dabei. Meine erste Demo

Mit frisch gebackenen 41 Jahren war ich am Samstag, dem 26.3.11, auf meiner ersten Demo, der Anti-Atom-Demo in Köln.

 

Eigentlich hatte ich keine Zeit, da ich inmitten der Vorbereitungen für meine Geburtstagsparty am Sonntag steckte und traute mich auch nicht so recht, da ich dann alleine zu dieser Demo gehen würde. Dann packte es mich doch und zeitlich passte es auf einmal auch. Kamera gepackt und mit der Straßenbahn ins Kölner Zentrum. Der Umzug vom Neumarkt war schon durch die Innenstadt gegangen, ich stieß an der Deutzer Brücke dazu. Laut Zeitungsberichten nahmen in Köln 40.000 Menschen an der Demonstration teil.

Diese Eindrücke habe ich für Sie mitgebracht:

 

 

 

 

 

 

 

Zum Schluss drei Schilder, die Kinder (mit)gemalt haben. Zwei Mädchen, ein Junge, sie waren geschätzte sechs, acht und zehn Jahre alt.

Das hat mir gefallen: Die friedliche Stimmung. Die selbstentworfenen Plakate, besonders die der Kinder. Die Musikgruppe, die Stimmung an und auf der Brücke machte. Für das einzustehen, was mir wichtig ist und zu spüren, ich bin mit meiner Meinung nicht alleine.

Das hat mir nicht gefallen: Parteien und Poltiker, die in den Vordergrund drängen, am besten gleich in der ersten Reihe und an der Bühne mit großen Plakaten und Fahnen vertreten. Auf mich wirkt das wie reiner Stimmenfang.

Mir kommt es vor, dass Politiker und Parteien - jeder Coleur - eine Menge versprechen und wenn sie dann an der Regierung sind, handeln sie doch nicht und knicken ein... Für mich ist es sehr schwer, einen Politiker auszumachen, der wirklich hält, was er verspricht, der nicht käuflich ist und nach seiner Amtszeit dann kein nettes Pöstchen oder keinen schönen Auftrag aus der Wirtschaft annimmt...

Gibt es sie (noch), die ehrlichen Politiker, die nicht zu ihrem eigenen Vorteil handeln, sondern sich verantwortungsvoll FÜR das Wohl des Volkes einsetzen?

Anja Kolberg

PS: Wenn Sie nicht auf das Handeln der Politiker warten möchten: Auf Stromwechseln-hilft (Aktion inzwischen ausgelaufen) konnten Sie zu einem reinen Naturstromanbieter wechseln - und der Atomenergie Adieu sagen. Ging ruckzuck bei uns - wir beziehen ab 1.5.2011 Naturstrom und investieren jährlich zehn Euro mehr. Die Initiatoren von Urgewald.de haben herausgefunden, welche Banken den AKWs Geld geben. Unsere Bank gehört dazu. Wir wollten sowieso die Bank wechseln, vor zwei Wochen ging es auf einmal wie von selbst: Jetzt wechseln wir zu einer Bank, die Investitionen in Rüstungsgeschäfte, AKWs, Firmen, die Kinderarbeit zulassen oder Tierversuche wegen Kosmetika durchführen oder Pflanzen und Samen gentechnisch verändern ablehnt. Das ist ein tolles Gefühl!!!

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Sonntag, 27 März, 2011
Thema: Blog - 2011, 1. Halbjahr, Blog - Gedanken über ....

Was du nicht willst, dass man...

Noch eines liegt mir auf der Seele:

Fünfzig Menschen arbeiteten gestern, am 15.3.2011 laut der japanischen Regierung noch im Atomkraftwerk, alle anderen seien wegen gesundheitsschädlicher Strahlenbelastung abgezogen worden.

In einem ZDF oder ARD Fernsehbericht erfuhr ich, dass alle 600 Hubschrauberpiloten, die 1986 über Tschernobyl Beton auf das beschädigte Kraftwerk abgeworfen hatten, kurz nach ihren Einsätzen wegen der hohen Strahlenbelastung starben. Soldaten waren zwangsbeordert worden, vor Ort Aufräumarbeiten zu erledigen, die sogannten 'Liquidatoren'. Die jungen Männer hatten keine Wahl, sie mussten, viele von ihnen starben nach ihrem Einsatz.

So viel anders scheint die Situation in Japan nicht: Dort setzen japanische Techniker ihre Gesundheit, ihr Leben ein. Laut japanischer Regierung wären sie alle freiwillig dort.

Wenn diese Aussage wahr ist, dann fällt mir zur Motivation der fünfzig Verbliebenen am beschädigten Atomkraftwerk ein: Diese Menschen übernehmen Verantwortung. Verantwortung für ihre Familien, ihre Freunde, ihre Natur, ihre Landsleute, für ihr Land. Sie wollen tun, was zu tun und möglich ist, um noch mehr zu verhindern. Sie laufen nicht weg und haben meine Hochachtung.

Ich vermute, dass unter ihnen kein einziger aus den Führungsetagen des Betreiberkonzerns ist oder einer der anderen, die damit ihr Geld gemacht haben. Ich kann mir gut vorstellen, dass die sich nämlich und ihre Familie längst weit weg vom Reaktor in Sicherheit gebracht haben.

Diese Situation macht mich unglaublich wütend und ich glaube, sie ist auch auf Deutschland und andere Länder übertragbar: Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Politiker, die für weitere Atomkraftwerke und Laufzeitverlängerung ihre Stimme geben oder Vorstandsvorsitzende der betreibenden Energiekonzerne oder Manager der finanzierenden Banken in der unmittelbaren Nähe zu einem Atomkraftwerk wohnen UND dort vor Ort bleiben und anpacken, wenn es zu einem Strahlenaustritt kommen sollte. Sie alle werden ihre Familien und sich selbst in Sicherheit bringen. Wer ist es dann, der vor Ort bleibt und rettet, was zu retten ist? Wer muss damit leben, weil er dort sein Haus gebaut, seine Arbeit hat und nicht die finanziellen Möglichkeiten, alles aufzugeben?

In der ARD wurde gestern in einem Beitrag ein Strahlenmesser in Tschernobyl gezeigt, der die Arbeit dort mache, obwohl er sich um die gesundheitlichen Folgen sorge, aber er würde gut das Doppelte verdienen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass einer der Politker sich täglich dieser Strahlenbelastung aussetzen würde. Die kleinen Leute kann man mit Geld und den Versprechen auf ein vermeintlich besseres Leben locken. Die Oberschicht mit Sicherheit nicht.

Meine Gedanken sind immer wieder bei der japanischen Bevölkerung, die in den letzten Tagen so viel Leid ertragen mussten und durch den Atomunfall auch künftig noch erleben werden. Die Spätfolgen der Bevölkerung Tschernobyls zeigen das.

Ein Erdbeben der Richterskala 9.0 überstehen, das Haus mit all dem, was mir lieb ist, verlassen müssen, einen Tsunami überleben, Hab und Gut verlieren, mit der Ungewissheit leben zu müssen, wo geliebte Menschen sind und ob sie noch leben und dann noch die düstere Aussicht, dass vielleicht die Heimat nicht mehr bewohnbar ist, weil sie strahlenverseucht ist - dieses Leid übersteigt meine Vorstellungskräfte. Für viele Japaner ist es die Realität.

Seit gestern sehe ich immer wieder dieses Bild vor meinen Augen: Hände umhüllen schützend die japanische Flagge, stellvertretend für all die Menschen, die diese Situation durchleben müssen.

Ich fühle mit den betroffenen Menschen, soweit ich es überhaupt kann. Ich wünsche ihnen von ganzem Herzen, dass sich ihre Hoffnungen erfüllen, sie Vermisste wiederfinden, ein Stück Alltag und Normalität zurück erlangen und sie und ihre Heimat und Natur Heilung, Schutz und Gnade erfahren.

Mein Appell an alle Politiker, Entscheider, Vorstände, Investoren: Stimmen Sie nur für die Dinge, dessen Folgen sie auch selbst - ganz persönlich - tragen und aushalten würden. Ich appeliere an Ihr Herz: Würden Sie wollen, dass Menschen, die Sie lieben bei einem Störfall in einem Atomkraftwerk arbeiten? Wollten Sie selbst nach einem Störfall in einer verseuchten Gegend leben? Wollen Sie das Ihren Kindern und Enkelkindern zumuten? Entscheiden Sie nicht, was Sie letzten Endes nicht ganz persönlich vor Ort ausbaden würden. Das gleiche gilt meiner Meinung nach übrigens auch für die Soldaten, die in den Krieg geschickt werden. Würden Sie selbst ganz persönlich mit an die Front gehen und ihre Entscheidung mit dem Leben oder Ihrer Gesundheit bezahlen? Entscheiden Sie nicht über das Leben und die seelische und körperliche Gesundheit anderer Menschen! Würden Sie Ihr Kind in den Krieg schicken? Ich bin mir sicher, Sie würden es schützen wollen, vor gesundheitlicher Gefahr.

Übernehmen Sie PERSÖNLICH Verantwortung. Für die Familien, deren Väter und Mütter in den beschädigten Atomkraftwerken ihren Dienst tun, obwohl sie bei einem Störfall einer Strahlenbelastung ausgesetzt sind. Für die Soldaten, für die Feuerwehr, das THW und die anderen Hilfsdienste, die bei einem Störfall Menschen retten und sich damit selbst einer Gesundheitsschädigung aussetzen.

Fragen Sie sich: Wäre ich selbst unter den Helfern und würde mich dieser Gefahr aussetzen?

Wenn Sie diese Frage - ehrlich - mit "Nein" beantworten (und nicht "Ja sicher" medienwirksam schreien, sich aber im Ernstfall mit einem Erste-Klasse-Ticket aus dem Staub machen), dann stimmen Sie nicht für Dinge, die die Natur und die Menschen derart schädigen wie beispielsweise die Kernenergie es macht.

Setzten Sie sich dafür ein, dass die erstklassigen Ingenieure, Techniker und Erfinder dieser Welt zusammen neue nachhaltige, erneuerbare und verantwortungsvolle Techniken der Energiegewinnung entwickeln.

Sagen Sie NEIN! zu Profit und JA! zu wirklicher Verantwortung für die Menschen und unsere Erde.

Ich weiß, jeder Bürger kann selbst aus der Kernenergie aussteigen, kann Verantwortung dafür übernehmen, dass die eigene Bank sich nicht an Atomgeschäften beteiligt. Jeder kann Energie sparen und sich fragen, ob das eigene Konsumverhalten wirklich nötig ist. Doch unabhängig von dem Handeln jedes Einzelnen sind Sie meiner Meinung nach für die gegebenen Rahmenbedingungen verantwortlich. Viele haben gar nicht die Möglichkeit, die Bank oder den Energieanbieter zu wechseln oder sind damit überfordert. Schaffen Sie Rahmenbedingungen, die unsere Erde auch in fünfzig und tausend Jahren noch lebenswert machen.

Geld und Profit kann man nicht essen, nicht atmen, nicht trinken. Es gibt Kostbares, das zerstörbar ist. Für immer.

Ich will kein Fukushima in Deutschland. Ich will dieses Szenario nirgendwo auf der Welt!!! Die Atomkraftwerke sollen abgestellt werden. Alle. Überall. So schnell wie möglich und nicht erst in Jahren. Ja, das bedeutet starke Konsequenzen für uns alle, die ich mir jetzt gar nicht vorstellen kann. Ich bin bereit, mir über diese Konsequenzen Gedanken zu machen und sie zu tragen. Ich bin nicht bereit, die Konsequenzen eines weiteren Atomunfalls irgendwo auf der Welt zu tragen!

Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Mittwoch, 16 März, 2011
Thema: Blog - 2011, 1. Halbjahr, Blog - Gedanken über ....

Wenn nicht jetzt - wann dann?

12. März 2011. Samstag Abend. Tagesthemen. 21.30 Uhr. Sigmar Gabriel, SPD und auch Bundesumweltminister Norbert Röttgen, CDU weichen auf die Frage, welche Auswirkungen der Reaktorunfall in Japan auf die Deutsche Atompolitik haben, aus. Dafür wäre jetzt nicht der rechte Zeitpunkt. Röttgen windet sich im Interview mit Tagesthemen-Sprecherin Susanne Holst mühsam hin und her. Ich kann es kaum ertragen. Tags zuvor lehnte Westerwelle (FDP) eine momentane Diskussion ab.

Ich finde es verantwortungslos, jetzt nicht darüber zu reden und frage mich ernsthaft: WANN, WENN NICHT JETZT?

Wollen die Politiker uns beschwichten, in der Hoffnung, dass wir Bürger uns wieder beruhigen und alles seinen gewohnten Gang gehen kann?

Durch das Unglück in Japan wird uns schmerzhaft deutlich, wie gefährlich diese Energiegewinnung ist - und wie kostbar eine saubere Umwelt und unsere Unversehrtheit darin ist. Es kann doch nicht sein, dass wir jetzt weggucken und so tun, als würde es uns nicht betreffen! Wer sind wir, wenn wir jetzt nicht Konsequenzen ziehen? Vielleicht hängt davon eines Tages unser Überleben ab, was wenn noch mehr Unfälle in Atomkraftwerken unsere gesamte Erde verstrahlen? Wir wollen uns doch nicht selbst auslöschen!

Ich will keine Atomkraftwerke und wenn für den Verzicht auf Atomstrom notwendig wäre, noch mehr Strom zu sparen: Ich bin bereit dazu.

Wenn es jetzt eine Bürgerbefragung geben würde, bin ich mir sicher, dass die meisten für einen sofortigen Atomausstieg wären. Ich lebe in NRW, wo es keine aktiven Atomkraftwerke gibt, doch wie mögen sich erst die Menschen fühlen, die in unmittelbarer Nähe zu einem Kraftwerk leben?

Das Beispiel in Japan zeigt auch, dass nicht nur das Land selbst betroffen ist, sondern auch angrenzende Länder, sogar andere Kontinente, die mit der verunreinigten Luft in Berührung kommen. Selbst wenn die verseuchte Luft auf das Meer hinausweht und sich im Wasser niederlässt, kommt dies mit den Fischen in Berührung und so in unser Essen.

Ein Unfall in einem deutschen Atomkraftwerk mit austretender radioaktiver Strahlung würde also nicht nur unser Land betreffen, sondern auch unsere Nachbarn in Europa. Und umgekehrt. Es nützt nichts, wenn wir alleine die Atomkraftwerke abschaffen und unsere Nachbarn setzen weiter auf diese Stromgewinnung.

Wer weiß? Vielleicht bewirkt dieses schreckliche Unglück in Japan ein weltweites Umdenken!

Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Sonntag, 13 März, 2011
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2010 geht

Heute verabschiedet sich ein ganzes Jahr. Zweitausendzehn. Eine besondere Zahl.

In diesem Jahr bin ich 40 geworden. Das war ein sehr schöner Geburtstag, weil wir während dieser Zeit an der Nordseeküste Dänemarks verbracht haben. Daran denke ich sehr gerne.

Was war noch schön in diesem Jahr? Erschrocken stelle ich fest, das mir spontan nichts (!) einfällt. 2010 war nicht einfach, keine Frage, es gab aber auch schöne Momente und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr fällt mir auch ein:

  • Die Urlaubszeit bei meiner Familie im Bergischen. Das war soooooo schön!

Gar nicht so leicht, was zu finden, ohne in den Kalender zu schauen, der schon bei meinen Tagebüchern im Keller verstaut ist oder meinen Blog zu durchforsten. Also muss ich meinen Kopf anstrengen. Was war da noch?

  • Die Fotoreise durch den Wald im Bergischen auf der Suche nach den Fliegenpilzen fällt mir ein.
  • Die Überraschung, als ich vom Urlaub nach Hause kam und unsere Eingangstüre war geschmückt.
  • Die herrlichen Tage draußen auf der Terrasse im Sommer. Lesend. Liegend. Die Mauersegler am Himmel betrachtend.
  • Die Aktion "Ich habe einen Wunsch an Sie" und die Briefe und Päckchen, die ich daraufhin von Ihnen erhielt.
  • Die Fotoaktion zu den beiden neuen Kalendern. Das Entwerfen, Dekorieren und Fotographieren der Herzmotive für den Wandkalender und des Steinhaufens für den Tischkalender.
  • Oh ja, natürlich: Der Nachmittag, den ich im Blumenladen meiner Freundin aushelfen durfte! Was war das für ein Spaß!
  • Die Vögel, die alle an unserem Teich und Bachlauf gebadet und getrunken haben und die ich dabei beobachten konnte. Was für eine stille Freude!
  • Der Moment in Dänemark am Strand, wo ich sauer war, mich an die Brandung Richtung Meer gestellt habe und dort lauthals alles in den Wind geschrien habe, was mich belastet hat. Das war so befreiend!
  • Mein Ausflug alleine ins Meerwasseraquarium nach Hirtshals während des Urlaubs.
  • Dieser tolle Ausblick vom Sofa aus, den wir im Ferienhaus hatten, dazu lesen, eine Tasse Tee, die neue schöne Kuscheldecke, der Kaminofen an. Ein Traum!
  • Zu beobachten, wie der Zierlauch sich in meinem Gartenreich wohl fühlt und das Beet bereichert. Überhaupt hat mir mein Garten viel Freude bereitet.
  • Die Idee des Hochbeetes umzusetzen und meine Freude während des ganzen Jahres daran.
  • Luna, der Junghund meines Onkels und meiner Tante hat mir sehr viel Freude gemacht. Ich muss nur an ihn denken und lächle schon. Natürlich hat mir unser Vierbeiner auch viel Freude bereitet, es war ein so schönes Gefühl, Minu mit Luna toben zu sehen. Es gab so viele Momente, wo ich Minu beim Schlafen und Entspannen beobachtet habe, es fühlt sich einfach gut an. Natürlich auch die Erleichterung, dass der Knubbel an Minus Bauch nichts bösartiges ist (Folgen einer Unverträglichkeit einer Antibiotikaspritze) und wieder weggeht.
  • Der Moment, als ich meinen Mann nach seiner Operation sprechen konnte und wusste, das alles gut gegangen war.
  • Dieses Gefühl, in einem guten Buch zu versinken und die Zeit dabei zu vergessen. Das ist mir in diesem Jahr bei Die Mondspielerin, Wolkenspiele, Endstation Nippes und Leopardenblut passiert.
  • Das Deutschlandgefühl während der WM und mein Jubel bei erzielten Toren unserer Mannschaft. Richtig klasse finde ich, dass die Frauen-WM 2011 in Deutschland stattfindet. Das wird ein Spaß!
  • Die Blumensträuße, die ich aus meinem kleinen Garten zusammengestellt habe.
  • Das Gefühl, anderen eine Freude gemacht zu haben, durch ein Überraschungsgeschenk, eine Spende oder Kalender

Das ist ganz schön viel, was ist 2010 schön war. Mir wird noch viel mehr einfallen, wenn ich genauer schauen würde. So arg warst du also doch nicht, 2010, der erste Blick zurück hat mich getäuscht. Der zweite zeigte deine wahre Schönheit. Ich könnte noch eine Liste der Dinge machen, die ich im Jahr gelernt habe oder die mir bewusst geworden sind. Doch jetzt reicht es erst einmal. Feierabend!

Kommen Sie gut ins neue Jahr!

Anja Kolberg

PS: Es ist mir zu einem liebgewonnenen Ritual geworden, an Sylvester meine Kleidgeschichte von 2007 zu lesen.

Erstellt durch: Anja Kolberg am Freitag, 31 Dezember, 2010
Thema: Blog - 2010, 2. Halbjahr, Blog - Gedanken über ....

Frohes Neujahr!

Da liegt es vor uns: Nagelneu, unbeschrieben - voller Überraschungen: Das Jahr 2009!

Welche Geschenke, Prüfungen, Herausforderungen und Chancen auch immer in den kommenden 12 Monaten auf mich warten: Ich wünsche mir, sie zu erkennen und anzunehmen, wo es stimmt und abzulehnen, was nicht meines ist. Ich will mutig kämpfen, wo meine Kampfeskraft gefordert ist - geduldig ertragen, wenn es nötig ist - klug entscheiden, statt eine weitere Runde abzuwarten - aufstehen, wenn ich hingefallen bin und mich nicht grämen über den Sturz - und vielleicht das wichtigste: Mich feiern, würdigen, wenn ich einen Fortschritt auf meinem Weg erreicht habe oder auch nur den Versuch gewagt habe, etwas Neues zu tun.

Ich freue mich auf dich - 2009!

Alles erdenklich Gute für Ihren Weg in 2009
wünscht Ihnen von Herzen

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 01 Januar, 2009
Thema: Blog - 2009, 1. Halbjahr, Blog - Gedanken über ....

Vom Umgang mit einer Wirtschaftskrise

Ein Mann lebte in einer großen amerikanischen Stadt. Er verdiente seinen Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Hot Dogs am Straßenrand.

Seine Ohren waren nicht besonders gut und deswegen hörte er nie Radio. Seine Augen waren nicht sehr gut und darum las er nie Zeitung. Aber er verkaufte gute Hot Dogs.

Er stellte ein Schild an der Straße auf, um mitzuteilen, wie gut sie waren. Er stand am Straßenrand und schrie: "Kauft Hot Dogs!" Und die Menschen kauften. Er erhöhte seine Fleisch- und Brotbestellungen und kaufte einen größeren Ofen, um seinen Verkauf bewerkstelligen zu können.

Dann brauchte er Hilfe und er fragte seinen Sohn, der an einer Universität studierte, ob er nach Hause kommen könne, um ihm zu helfen. Aber der Sohn sagte: "Vater, hast du nicht Radio gehört? Eine große Wirtschaftskrise ist da. Die internationale Situation ist schrecklich und die innerstaatliche noch schlimmer."

Daraufhin dachte der Vater: 'Mein Sohn war auf dem College. Er hört Radio und liest die Zeitung - er wird es ja wissen.' Also reduzierte er seine Bestellungen, nahm die Schilder von der Straße und pries auch nicht mehr die Hot Dogs an der Staße an. Sein Hot Dog Verkauf brach über Nacht zusammen. "Du hattest Recht, Sohn", sagte der Vater zu dem Jungen. "Wir sind wirklich in der Mitte einer großen Wirtschaftskrise."

(New York Times, 1992, Autor unbekannt)

Erstellt durch: Anja Kolberg am Montag, 24 November, 2008
Thema: Blog - 2008, 2. Halbjahr, Blog - Gedanken über ....

Liebe Bundeskanzlerin Angela Merkel,

zunächst einmal: Ich respektiere Sie und finde Sie machen Ihren Job gut!

Was ich nicht gut finde, ist der Druck, der auf uns Verbrauchern liegt. Auf der einen Seite sollen wir die Wirtschaft ankurbeln, was Steuergelder in die Kassen des Deutschen Staates spült. Auf der anderen Seite sind die Lebenshaltungskosten so stark angestiegen, dass uns normalen Bürger die Luft zum Atmen fehlt. Oder das nötige Kleingeld im Portemonnaie.

Eigentlich müsste es doch möglich sein, mit einem ganz durchschnittlichen 40-Stunden-Job normal leben zu können. Normal leben können, heißt für mich: Eine Familie davon ernähren. Die Miete und Nebenkosten zahlen, einen Pkw unterhalten und sich ab und an mal etwas leisten können. Mit "etwas leisten können" meine ich nicht den Wochenendtrip nach Monte Carlo, Designerklamotten, ein neues Auto oder drei Wochen Karibik-Urlaub. Ich meine damit die kleinen Dinge des Lebens: Zum Beispiel einmal essen gehen im Monat. Sich etwas neues, qualitativ gutes und somit langlebiges zum Anziehen kaufen zu können (das nicht von einem Billigdiscounter in Dritte-Welt-Ländern gefertigt wurde). Mit den Kindern in den Zoo gehen und dort auch noch genug Geld in der Tasche zu haben, um den Kindern ein Eis kaufen zu können. Geliebten Menschen einen Strauß Blumen schenken können. Ein Buch kaufen oder auch mal ins Kino gehen. Die Bahnfahrt zur Oma bezahlen können. Sich gutes Essen leisten können. Mit gutes Essen meine ich Lebensmittel, die die Landschaft, Tiere und den Menschen schützen und ethisch korrekt erwirtschaftet wurden.

Das alles ist für den ganz normalen Durchschnittsdeutschen zum Luxus geworden. Ich weiß, aus der Sicht eines Menschen, den finanziell der Schuh nicht drückt, sind solche Gedanken schwer nachvollziehbar. Ich wünschte, die Politiker, die über viel und wenig Geld in unseren Taschen entscheiden, würden ein Jahr mit dem Geld eines arbeitssamen Durchschnittsdeutschen auskommen müssen. Ich glaube, dann würde sich viel ändern. Oder finden Sie es richtig, dass wir künftig zwei Jobs gleichzeitig brauchen, um leben zu können?

Wir sind nicht geizig, liebe Frau Dr. Merkel, wir würden gerne die Wirtschaft ankurbeln und den ein oder anderen Euro ausgeben, aber es ist nicht möglich, weil das Geld nicht da ist. Zumindest nicht in unserem Geldbeutel. Es geht für die Mehrwertsteuer drauf, für gestiegene Strom- und Gaspreise, für gestiegene Tankrechnungen, für steigende Gewinne der Aktiengesellschaften, für gestiegene Preise im Einzelhandel nach der Euro-Umstellung.

Ich fordere Sie auf, uns Bürger zu entlasten. Setzten Sie ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen, die den Deutschen Staat tragen, die die Steuern und auch die Politikerdiäten tragen!

Ein guter Anfang wäre die seit Jahren überfällige Aufhebung des Solidaritätszuschlags.

Mit freundlichen Grüßen von einer Durchschnittsdeutschen

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Freitag, 04 Juli, 2008
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Denken Frauen positiver als Männer?

Endspiel Fußball WM 2008: Trotz schlechter Vorzeichen machen drei Frauen unserer Runde dem Deutschen Team weiter Mut. Auch die 4jährige Nichte motiviert alle zum Daumendrücken. Die Männer glauben schon längst nicht mehr an den Sieg und verteilen "negative Schwingungen".

Heute morgen berichtet mir eine Freundin ähnliches.

Sind Frauen hoffnungsvoller? Glauben Sie eher an das positive als Männer?

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Montag, 30 Juni, 2008
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Was ich von den Franzosen lernen kann

Haben Sie Freitag Abend das EM-Spiel Frankreich gegen Holland gesehen? Wow, war das spannend. Die Holländer haben einen so engagierten, leichten, ja fröhlichen Fußball gespielt. Es war eine Freude, ihnen zuzuschauen. Da stimmte einfach alles.

Und die Franzosen? Trotz Rückstand haben sie bis zur letzten Minute gekämpft. Allen voran Franck Ribéry. Die Französische Mannschaft lies sich für mich auf ihn reduzieren. Gefühlt hatte er 80% der Ballkontakte. Was für ein Engagement. Wie hat es die Französische Mannschaft nur geschafft, diesen Kampfwillen zu behalten, trotz immer größer werdendem Rückstand? Die Partie endete nämlich 4:1 für Holland.

Und das ist es, was ich von den Franzosen lernen kann: Trotz stürmischer Zeiten und Rückschlägen nicht aufgeben, nicht einknicken, sondern an das Erreichen des Zieles glauben und weiterrudern.

Und ehrlich gesagt, gönne ich den Holländern mit diesem feurigen Spielgeist den EM-Titel. Wer mit so viel Freude und Leidenschaft spielt, hat es verdient. Und Franck Ribéry gehört die goldene Kampfesmedaille!

Das Spiel der Deutschen Mannschaft am Donnerstag war richtig schmerzhaft anzuschauen. Was ist da in den paar Tagen zwischen Montag und Donnerstag in der Mannschaft nur passiert? Das Zusammenspiel klappte überhaupt nicht mehr. Sie verloren die Bälle oft an die Gegner, spielten sich die Bälle nicht zu. Den Holländern ist es gefühlt vielleicht zwei Mal am Freitag passiert, dass sie so den Ball verloren haben. Davon können sich die Deutschen eine dicke Scheibe abschneiden. Was macht es aus, dass ein Team so wunderbar harmoniert und ein anderers gar nicht?

Liegt es an der Moral der Mannschaft? Liegt es am Teamgeist? Wählt der Trainer andere Worte? Wie wird ein Team mental eingeschworen, dass sie auch bei Rückschlägen weiterkämpfen (siehe Frankreich und Ribéry) oder so harmonieren (Holland), dass es Freude ist, zuzuschauen?

Beim 1. FC Köln war der Knoten der Mannschaft so richtig geplatzt, nachdem Torwart Mondragon alle zu sich zum Nudeln essen nach Hause eingeladen hat. Von da an klappte das Zusammenspiel, das Team hat den Aufstieg in die erste Liga geschafft.

Fußball kann auch Frauen Spaß machen. Während es mich früher in keinster Weise interessiert hat, sehe ich mir jetzt sogar - zur Freude meines Mannes - die Vorrunden-Spiele mit an. Von der Psychologie, die sich dahinter verbirgt, kann ich lernen und es ist ungemein spannend. Nein, vor 2 Jahren noch hätte ich mir das nicht träumen lassen!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Samstag, 14 Juni, 2008
Thema: Blog - 2008, 1. Halbjahr, Blog - Gedanken über ....

Um was geht es in 2008?

Seit Anfang des Jahres frage ich mich: "Um was geht es in 2008?" Wer sich mit der Numerologie beschäftigt, weiß dass Zahlen nicht nur eine mathematische Bedeutung haben, sondern auch eine kulturelle, religiöse, aus der Natur abgeleitete Bedeutung. Zum Beispiel die Beobachtung, dass nach sieben Jahren ein neuer Lebenszyklus beginnt oder in der Bibel die Dreifaltigkeit. Die 12 Sternkreiszeichen usw.

Ich interessiere mich für diese Materie und fand eine Expertin, die mir auf meine Frage eine Antwort bieten kann: Anna-Katharina Buse. Die Kölnerin ist Architektin und Feng Shui Expertin. Nicht nur spirituelles Feng Shui lehrt die Dipl.-Ingenieurin, sondern plant, gestaltet und baut auch seit vielen Jahren Räume, Wohnungen, Häuser, Gärten, Geschäfte nach den Grundsätzen des Feng Shui, das sie auf ein westliches Niveau bringt.

Mich faszinieren immer wieder ihre Aussagen über die Bedeutung von Zahlen, die Bedeutung des eigenen Geburtstages oder dem aktuellen Jahr. Ich konnte Sie für ein Interview gewinnen - hier ist es:

Anja Kolberg: 2008 - Welche Zeitqualität hat diese Jahreszahl für uns?

Anna-Katharina Buse: Man kann aus jeder Zahl eine Quersumme ermitteln, die immer kleiner werdend sich in den Ziffern 1-9 wieder finden läst. Daher sind die Zahlen Wesenarten und haben einen erzählenden Charakter, denn sie sind älter als die Buchstaben.

2008

Die 2 (Zwei) steht für Zweisamkeit, Entzweiung, die Polarität, in der sich der Mensch hier in der Welt erfährt: Tag und Nacht, schlafen und wachen, oben und unten, hell und dunkel, aktiv und passiv, einatmen und ausatmen, männlich und weiblich. Dieser ständige Wechsel der beiden Pole macht uns erlebnisfähig. Gerade in einer Beziehung wird es sehr deutlich: Über den Partner oder die Partnerin lernen wir uns selbst besser kennen. Wir sind aufgefordert, die Polarität zu akzeptieren und als Mittel zur Erkenntnis zu nutzen, d.h. die Frau darf ihre männlichen Anteile und der Mann seine weiblichen Anteile integrieren. Unser Gegenüber ist unser Spiegel.

Die O (Null) bedeutet die Vollkommenheit in der Vollkommenheit und dadurch löst es sich auf. Alle Zahlen erhalten durch die Beigabe der Null eine Verstärkung oder eine höhere Bestimmung.

Mit der 8 (Acht) wird sprachlich auch Achtsamkeit und Achtung ausgedrückt. Die Acht verbindet zwei Pole: Himmel (Gott) und Erde (Materie). In ihr liegt die Festigkeit und Stabilität der Ruhe miteinander. In der Qualität der Acht geht es um das Thema Macht und Ohnmacht, es gilt zu erkennen, dass man Täter und Opfer zugleich ist.

Wenn ich nun 2+0+0+8 addiere, ergibt sich die Zahl 10. Die Zehn steht für das höchste Maß an Vollkommenheit, das Göttliche, das Ideal.

Das Jahr 2008 wird ein einzigartiges Jahr, das das Potential jedes einzelnen Menschen voll herausfordert und zum Leuchten bringen wird. Es geht um die Qualität der EINZIGARTIGKEIT eines Jeden zu erkennen. Sich selbst als Größe, als göttliches Geschöpf wahrnehmen. Einssein mit sich selbst und dem göttlichen Prinzip. Die Qualität des eigenen Potenzials zum Ausdruck zu bringen.

Anja Kolberg: Kannst du ein praktisches Beispiel geben, was es beruflich für die Menschen bedeuten könnte und was privat?

Anna-Katharina Buse: Ja, das bedeutet, dass jeder Mensch gerade in diesem Jahr die Möglichkeit hat oder auch herausgefordert werden kann, sich auf seine innere Qualitäten zu besinnen. Sich mit allen Höhen und Tiefen, mit allen hellen und dunklen Seiten anzunehmen. Aber speziell nach seiner inneren Intuition zu handeln, seinem eigenen Gefühl zu vertrauen und seine eigene Größe erkennen oder wahrnehmen. Das kann im beruflichen wie auch privat sein. Beruflich kann es so sein, endlich den Mut zu haben sich von einem ungeliebten Arbeitsplatz zum Beispiel zu trennen oder aber auch von außen gelöst zu werden. Es hat die Aufgabe das suchen oder tun, was zu ihm stimmig ist. Nicht missverstehen, jetzt nicht alles über den Kopf zu schmeißen, sondern in sich zu gehen und schauen, worin liegt wirklich meine Freude hier im Leben, darin liegt auch das Potential. Nicht dem Negativen die Aufmerksamkeit geben, sondern das Positive oder das Potential zu nähren

Anja Kolberg: Wofür stand das Jahr 2007 und wofür wird das Jahr 2009 stehen? Wie bettet sich das Jahr 2008 dort hinein?

Anna-Katharina Buse: Das Jahr 2007 hat ja in seiner Quersumme die Neun. Das bedeutet, die Neun hat die Qualität des Abschlusses und gleichzeitig des Neuanfangs. Sie steht für das Ende und zugleich für etwas Neues, der Erfüllung und Auflösung. Das Jahr 2007 hatte die Qualität des Entwickeln von Verständnis und Toleranz gegenüber Sichtweisen und Vorurteilen anderer. Dieses zu verinnerlichen und es zu wandeln in eine andere Qualität der höheren Prinzipien der Liebe. Anders ausgedrückt, im Jahr 2007 hatten wir Chance unsere inneren Werte noch einmal zu prüfen, ob sie mit unserer Lebensphilosophie im Einklang stehen. Und all das, was zu unserer wirklichen Lebensphilosophie nicht passt, loszulassen. Das können Veränderungen in Beziehungen, Freundschaften, alte Muster, Gewohnheiten etc. sein. Und gleichzeitig zum Ende des Jahres ins Vertrauen zu gehen, das diese auch manchmal schmerzhaften Loslassprozesse etwas Neues bewirken, was dem Menschen dient und förderlich ist, um seine Einstellungen hinsichtlich seiner eigenen Fähigkeiten zu verwandeln.
Das Jahr 2009 wird diese Prozesse, des jetzt wieder neu beginnenden Erkennen der Einzigartigkeit noch mal unter dem Thema der 11 bzw. der 2 stellen. Das bedeutet wiederum, dass das Potential jedes einzelnen Menschen mit seinen Schatten und hellen Seiten noch deutlicher und sichtbarer wird. Es geht um das eigene Vertrauen und der Anbindung an das göttliche Prinzip.

Anja Kolberg: Du erwähnst zweimal das göttliche Prinzip. Was verstehst du darunter?

Anna-Katharina Buse: Für mich ist das göttliche Prinzip der Glaube an etwas, das größer ist als wir. Ich übersetze es immer mit diesem Beispiel für mich: Ich als Mensch schaue auf einen Ameisenhaufen und bestaune, wie emsig sie ihren Weg und Arbeit schaffen. Und so stelle ich mir etwas vor, was ich als göttliches Prinzip beschreibe, was über uns ist, außerhalb der für uns sichtbaren Welt und auf uns nieder schaut, wie wir hier emsig unser Dasein leben.

Danke für das Interview!


Mehr über Anna-Katharina Buse und ihre Angebote finden Sie auf ihrer Webseite www.wohlfuehlarchitektur.de.

Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 24 Januar, 2008
Thema: Blog - 2008, 1. Halbjahr, Blog - Gedanken über ....

2007 geht

Der letzte Tag im Jahr.
Komisches Gefühl.
Abschied.
Neubeginn?
Schon nach vorne schauen oder erst noch zurück?
Das alte Jahr hat einen Rückblick verdient.

Ich schaue es mir an. Das Jahr 2007.
Es war ein einfaches Kleid.
Aus starken Fasern, von guter Qualität und natürlicher Schönheit.
Einzigartig und ganz besonders.
Ein Kleid, das knittern durfte.
Grasflecken zeugen von schönen Stunden sinnlosen Nichtstuns.

Der Stoff ist an manchen Stellen sehr abgenutzt, so ganz einfach war es nicht, das Jahr 2007.
Weder für dich noch für mich.

Goldfäden durchziehen den starken Stoff.
Funkelnd erinnern sie an schöne Momente.
Lavendelduft kitzelt an der Nase.

Es knistert.
Kleine Erdgeister plumsen aus dem Stoff, klopfen sich den Staub von 365 Tagen aus den Kleidern. Husten laut. Nur langsam legt sich der Dreck und frei wird die Sicht auf ihre glänzenden, rotwangigen Gesichtchen. Ein Funkeln in ihren Augen. Sie können das Neue Jahr bereits sehen.

Da kommt auch schon ein Wasserstrahl und reinigt den Boden vom angesammelten Dreck.
"Blitzeblanke sauber", seufzt das Eichhörnchen, das vom Baumwipfel genüsslich auf einer Haselnuss kauend das Schauspiel beobachtet hat.
"Was geschieht jetzt mit dem Kleid?" zwitschert die Amsel vom Nebenast. "Hmpfmampf. Weiß nicht", kaut das Eichhörnchen.

Langsam wird es dunkel. Die Nacht hüllt den letzten Tag in Ruhe und Schweigen.
Kälte sorgt für klare Luft.
Der Mond wirft sein Licht auf 2007.
Es glänzt, das Jahr. Schaut glücklich und zufrieden drein.

Es ist kurz vor Mitternacht. "Danke", flüstert die Trägerin und streift das Kleid sanft von ihren Schultern. Behutsam und voller Respekt. "Danke, für all das, was ich mit dir erleben durfte. Danke, für den Schutz, den du mir gegeben hast. Danke für all die Erfahrungen, Begegnungen, Prüfungen, Wege, die wir gemeinsam gegangen sind. Ich werde noch oft an dich denken." Gefaltet wird es auf einem Bett aus Moos zur Ruhe gelegt.

"Siehst du es auch?" flüstert das Eichhörnchen seinem Freund, der Amsel, hinüber. "Ja. Wunderschön." Für einen Moment erscheint ein weites Feld aus niedergelegten Kleidern. Im Licht der Sterne erstrahlen sie und funkeln in warmen Licht. Nur für einen Moment zu sehen und schon wieder vergessen. Das Eichhörnchen vergisst einen Moment zu kauen, so schön war dieser Augenblick.

"Och schade, schon vorbei", seufzt der kleine Nager. "Schau mal", staunt sein gefiederter Freund. Eine weiße, kleine flauschige Feder schwebt sanft hinunter. Unzählige Funken sprühen jetzt in alle Richtungen. Bunt. Glitzernd. Strahlendes Licht. Es blendet beide für einen Moment. "Boah, hast du das gesehen?", nicht spürbar sprachlos schaut die Amsel zum Eichhörnchen. "Tolle Show", sagt es und reißt dann die Augen auf: "Guck mal, guck mal! Ein neues Kleid!" Strahlend weiß ist es. Ein kleiner Schauer rollt dem Eichhörnchen über den Rücken. "Boah, geil!" entfleucht es der Amsel. Unzählige Lichtreflexe erhellen die Nacht. Diese eine besondere Nacht der Geburt eines neues Jahres. Nur ein einziges Mal erlebt das Jahr diese Geburt.

Die Kirchenglocken läuten. "2008 ist da" haucht die Amsel erfürchtig. "Ist das schön" seufzt sein Freund ganz glücklich. Für einen Moment tauchen Bilder am Himmel auf. Fetzen voller Liebe, Licht, Hoffnung, Erbarmen und Freude leuchten auf. "Ooooooh ja" - "oooooooh ja" seufzen und jauchzen nun beide voller Vorfreude. Arm in Arm. In ihrem Baum. Schaukeln im Wind. Beobachten die sternenklare Nacht. Fühlen das Neue Jahr.

"Willkommen" flüstert nun auch die Trägerin, fühlt den Stoff des neuen Kleides, atmet seinen Duft, spürt die Kraft des Neuanfangs, spürt die Kraft der Geburt.

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Montag, 31 Dezember, 2007
Thema: Blog - 2007, 2. Halbjahr, Blog - Gedanken über ....


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