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Zur Ruhe kommen. Loslassen.

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Liebe Leserin, lieber Leser,

die kalten Februartage sind weiterhin nach meinem Geschmack. Der strahlend blaue Himmel. Die klare Luft. Sonne. Herrlich. Die Kälte macht mir nicht wirklich etwas aus, auch nicht während der letzten sieben Tage.

Denn heute ist mein siebter Fastentag. Letzte Woche entschied ich mich spontan, zu starten. Schon lange hatte ich darüber nachgedacht, durch Fasten Altes in mir loszulassen, das sich in den letzten Jahren in mir angesammelt hatte. Entschlacken. Gesünder werden. Insbesondere die Magenschmerzen und die Schlaflosigkeit der letzten Monate bestärkten mich, diesen Schritt zu gehen.

Letzten Dienstag wurde mir wieder einmal deutlich, wie sehr mein körperliches und seelisches Wohlbefinden auch von meinen Gedanken gesteuert wird. Sie drehen sich wieder und wieder um Themen, die mich runter ziehen und ich kann sie nicht stoppen. Wie einfach wäre es, dachte ich, wenn ich den Kopf vom Körper vorüber gehend trennen könnte, was ja faktisch nicht geht. Wie sehr verstand ich in dem Moment Menschen, die ihre Gefühle und Gedanken durch was auch immer betäuben, um endlich zur Ruhe zu kommen. Das ist nicht mein Weg, doch war mir klar: Ich war innerlich aus meinem Gleichgewicht geraten und wollte eine besondere Auszeit für den Körper und die Seele nehmen.

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Frei werden für etwas Neues. Das bedeutet auch, mit Altem abzuschließen. Mein Weg ging diesmal über das Fasten. Ohne zu wissen: Was wird das Neue sein? Meine Devise: Ein Schritt nach dem anderen.

Ich faste nach Dr. Lützner (Buch: "Wie neugeboren durch Fasten", GU Ratgeber Gesundheit), das heißt während der Fastenzeit auf feste Nahrung zu verzichten und dem Körper Wasser, Tee, verdünnten frisch gepressten Obstsaft und selbst gekochte Gemüsebrühe zu geben. Es ist das dritte oder vierte Mal, dass ich die Selbstheilungskräfte meines Körpers auf diesem Weg unterstütze. Mindestens zweimal war auch der Aspekt des Abnehmens dabei, der war für mich dieses Mal völlig unwichtig, da ich durch meine vegane Ernährung schon so viel Gewicht verloren habe. Ich habe mich viel ausgeruht, war an der frischen Luft, habe Kreislaufkrisen mit einem Teelöffel Agavensirup umschifft, Tagebuch geschrieben, mich vor den wärmenden Ofen gesetzt. In den letzten Tagen hatte ich keine Lust, den PC anzuschalten, was ungewöhnlich für mich ist. Ich habe genau darauf geachtet, was mir zuviel ist und es gelassen.

Trotzdem, dass ich mich an die Vorgaben hielt, hatte ich Hunger. Eine große Herausforderung, dennoch durchzuhalten. Ich habe mir schon am ersten Tag gesagt: 'Wenn du nicht mehr kannst und willst, dann hörst du eben auf.' oder 'Morgen früh höre ich auf' und dann machte ich doch weiter. Morgens ging es mir gut, schwer waren und sind für mich die Abendstunden. Zudem faste ich nicht in einer Fastengruppe, was wohl leichter ist unter Gleichgesinnten und in einer Umgebung, in der es nicht nach Essen duftet, sondern zu Hause und mein Partner isst normal weiter.

Vorgenommen hatte ich mir insgeheim sieben Tage und ich bin stolz, dass ich sieben Tage durchgehalten habe. Ich habe das Gefühl, gerade während der Hungergefühle war mein Körper besonders stark mit sich selbst beschäftigt. Das Alte stellte sich quer, weil es nicht gehen wollte. So wie eine schlechte Angewohnheit, die schwer loszuwerden ist, die man aber loswerden möchte. Ja, zeitweise habe ich mich gefühlt wie in der Anfangssituation als ich auf Fleisch verzichtete. Da war eine regelrechte Gier danach. Während des Fastens zeigte sich die Gier nach Essen. Ich freue mich, dass ich stärker war als dieses starke Verlangen. Natürlich hätte ich auch sagen können: 'Ich gebe diesem starken Druck nach und esse jetzt wieder.' Doch es war mir ja wichtig, Schädliches loszulassen, auch wenn es sich quer stellt und es schwer ist. Eine gute Erfahrung, dass mein innerer Wunsch, frei zu werden, gewonnen hat!

Was genau sich durch das Fasten im Körper verändert hat, kann ich nicht genau sagen. Meine Haut fühlt sich besser an. Die Magenschmerzen sind nicht mehr aufgetaucht. Mal sehen, was sich noch anderes in den nächsten Tagen und Wochen zeigt.

Morgen früh ist also Fastenbrechen angesagt. Ich freue mich über meinen errungenen Sieg. Ich fühle mich gestärkt und bin sehr stolz auf mich. Das ist wundervoll!

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Heute feiere ich mich. Ich habe mir eine schöne Zeitschrift gegönnt und einen zauberhaften Blumenstrauß. Im Blumenladen meiner Freundin Petra-Ute Köllen-Chaverial hier im Kirchweg 131 habe ich ihn mir zusammen stellen lassen. Mein Inneres Kind hatte große Freude, einzelne Blüten auszuwählen, die Petra-Ute mir zu einem zauberhaften Strauß zusammen stellte.

Ganz herzliche und freudestrahlende Grüße

Ihre Anja Kolberg

PS: Von dem Strauß habe ich E-Cards gemacht. Einfach auf die Bilder klicken und Sie kommen dorthin.

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Das Nutzen der Inhalte außerhalb dieser Webseite erlaube ich nicht.

Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 07 Februar, 2012
Thema: Blog - 2012, 1. Halbjahr, Blog - Loslassen
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