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Hallo, ich bin Anja Kolberg

Anja Kolberg

Hallo, ich bin Anja und hier erzähle ich dir etwas über mein Leben.

* Wenn du dir einen Überblick verschaffen willst: Ein Rundgang über meine Seite *

Profil zuletzt aktualisiert am 16.03.2019

Kurzprofil - Berufliches

  • 1986-1989 Lehre zur Bürokauffrau
  • 1996-2000 Abendstudium zur Staatlich geprüften Betriebswirtin Marketing/Personal (Abschluss mit 1,1)
  • 1989 bis 12.2000 angestellt im kaufmännischen Bereich und im Unternehmensaufbau. Dabei habe ich verschiedene Branchen und Unternehmensbereiche kennen gelernt: Automobil (Ford Haupthändler: Kasse), Informationstechnologie (Büro Hard- und Softwarefirma), Freizeit (Phantasy Promotion, Presse- und Werbeabteilung Phantasialand), Handel (Einkaufsassistenz Haushaltswaren/Deko/Pflanzgefäße/Rahmen von Einzelhandelskette, die sich auf havarierte Güter und Überproduktionen spezialisierte), Pharma (Büroorganisation neu gegründeter Importeur und Vertrieb Pharmazeutischer Kosmetika) und vier Jahre Teilzeit in einer Unternehmensberatung neben dem Abendstudium (Projektassistenz Kienbaum Management Consultants GmbH im Bereich Information Management).
  • Seit 1999 freiberufliche Beraterin, Trainerin & Coach - Spezialgebiet: Berufliche Veränderung und Neuorientierung von Berufserfahrenen. Ein dafür von mir entwickeltes Coaching- und Workshopkonzept wurde von vielen Berufstätigen erfolgreich genutzt und umgesetzt.
  • Autorin zweier Bücher zur beruflichen Veränderung: "Die richtige Idee für Ihren Erfolg", mvg-Verlag 2001, Ideenfibel für Gründungsinteressierte - sowie
    "Ab 40 reif für den Traumjob - Selbstbewusstseinstraining für Frauen, die es noch einmal wissen wollen", Kösel-Verlag 2001/mvg 2008
  • Seit 1999 Aufbau, Betrieb und Sponsoring des Online-Magazins für Frau & Beruf frauencoaching.de.
  • Eigene Tischkalender ab 2005, seit dem erscheint jedes Jahr mindestens ein Tischkalender von mir. Verkauf von November bis Ende Dezember über meinem Webshop. Meine Kalender kannst du außerdem bei Amazon kaufen.
  • Webseite um Blog erweitert. Inzwischen erschienen hier 1100+ Blogbeiträge, 1500+ Illustrationen entstanden und 2800+ Fotos.
  • Weitere schöne Dinge ausprobiert und wieder losgelassen: Postkarten, Glückwunschkarten, Desktopmotive, Poster, Wandkalender.
  • Pause von Workshops seit Oktober 2006. Seit Mai 2007 Beginn meiner Auszeit vom Coaching
  • Ab da vermehrt Konzentration aufs Schreiben, meine inneren Welten kennen lernen und Coaching für besondere Menschen
  • 2012 Heilpraktikerin für Psychotherapie (mehrere Berichte über diese Zeit fangen mit diesem an Juchuuuu! Bestanden!) und hier finden Sie mehr Psychologie-Artikel von mir: Blog - Psychologie 

Persönliches

Geboren wurde ich an einem Frühlingstag 1970 in Wipperfürth im Bergischen Land in einer Handwerkerfamilie mit zwei Geschwistern. In einem winzigen Örtchen mit elf Häusern, davon drei Bauernhöfen, umgeben von Wiesen, Wäldern, Kühen und Schafen bin ich aufgewachsen.

Der Liebe wegen bin ich 1992 auf die andere Rheinseite gewechselt und lebe mit meinem kleinen Familienteam - bestehend aus einem Schornsteinfegermeister und der Appenzeller Sennenhündin Minu - im Westen Kölns.

Unsere geliebte Hündin ging nach 15 gemeinsamen Jahren im Januar 2018 über die Regenbogenbrücke. Mehr über die wertvolle Zeit mit ihr: Blog - Hundemami.

Das Wort Hochsensibilität lief mir ca. 2007 erstmals über den Weg. Ich erkannte mich in den Beschreibungen wieder und fühlte mich gesehen.

Seit Januar 2011 ernähre ich mich aus Mitgefühl mit den Tieren möglichst pflanzlich (vegan). Aus gesundheitlichen Gründen stellte ich meine Ernährung im Januar 2017 weiter um, lies unter anderem Zucker, Gluten und Soja weg, begann täglich zu walken. Ein Wandel für meine Gesundheit, bei der ich nebenbei 40 kg innerhalb eines Jahres verlor.

Anja Kolberg

Was ich mag

Meine Zeit frei einteilen. Schreiben (Tagebuch, den Blog, meine Bücher). Malen und Illustrieren (Lilo für den Blog). Gestalten von meinen Kalendern. Das Spiel mit Fotografien und Worten. Den intensiven Kontakt zu Menschen. Gärten & die Natur. Den Rhein. Den Kölner Dom. Einen regelmäßigen Tagesablauf. Etwas Neues lernen, das mich vorwärts bringt. Meine Familie. Meine Freundinnen. Das Leben. Fotographieren. Romane lesen. Quatschen. Blumen.

Menschen lieb halten, die ich lieb hab. Überraschungen machen und überrascht werden. Handgeschriebene Briefe und Karten mit der echten Post schicken und erhalten. Wände frisch streichen und Möbel rücken. Tiefsinnige Gespräche. Die Beschäftigung mit der Unendlichkeit und Weisheit unserer Seele. Mich und andere Menschen verstehen: Warum handeln wir? Warum sind wir wie wir sind? Dieses Wissen schafft Verständnis, gegenseitigen Respekt und ein friedlicheres Miteinander.

Gesund sein, die Botschaften meines Körpers verstehen und sie in mein Leben einfließen zu lassen. Walken durch unsere wunderschöne Natur: Blog - Walking 

Atmen am Meer

Zeit am Meer. Wind. Wellen. Wenn ich aufs Wasser schaue, die Wellen beobachte, den Wind, die segelnden Möven, dann bin ich wunschlos glücklich. Das kann ich stundenlang machen. Am liebsten bei Sturm, weil dann so viel zu gucken ist.

Minu hat uns nach Dänemark gebracht. Wir lieben die Einsamkeit dort, die karge Natur, die Ursprünglichkeit. Über viele Urlaube habe ich in Blog - Dänemark berichtet. Lust auf einen unfreiwilligen Abenteuerurlaub in Groenhoj, der ganz locker anfängt und uns durch viele Prüfungen schickt? Angekommen am Meer 

Mein Herz springt in die Höhe und ich bin ganz still, wenn ich Tiere zufällig in der Natur beobachten kann: Wie die Meisen beim Baden in unserem Bachlauf oder dem Rotkehlchen zuhören, wenn es im Baum sitzend ein Ständchen gibt.

Mein beruflicher Weg - von kreativen Träumen an den Schreibtisch der Realität

Meine Traumberufe als Kind und Jugendliche waren Damenschneiderin, Designerin, Fotografin und Romanschreiberin. Geworden bin ich zunächst einmal Bürokauffrau, meine Eltern meinten: "Lerne erst einmal etwas Vernünftiges". Nachdem ich gewohnt war, gutes Geld zu verdienen, traten meine ursprünglichen Berufswünsche in den Hintergrund.

Auf der Suche nach Erfüllung und Zufriedenheit folgte Stelle um Stelle. Für mich war es kein Problem, einen neuen Arbeitsplatz zu finden oder den Job gut zu machen, die Schwierigkeit war für mich, dass mir schon nach kurzer Zeit langweilig war oder es nicht weiter ging. Das Abendstudium zur Betriebswirtin und die Beschäftigung in einer bekannten Unternehmensberatung waren gute und meine letzten dauerhaften Stationen als Angestellte.


(Fotografie Birgit Völkner)

1999 - Ich mach mein Ding

Innerlich spürte ich schon lange, dass etwas Neues anfangen musste, was wirklich zu mir passte. Berufliches Coaching bei Uta Glaubitz half mir auf die Sprünge.

1999 startete ich meine zunächst nebenberufliche Selbstständigkeit. Ich spezialisierte mich auf die Methodik der beruflichen Veränderung und (Neu-) Orientierung von Menschen mit Berufserfahrung und führte erste Einzelberatungen und Workshops durch.

Volle Kraft voraus

Schon Jahre zuvor war mir klar, das Jahr 2000 würde ein besonderes werden: In dem Jahr war mein 30. Geburtstag. Gut, dass ich keine Vorstellung davon hatte, was das alles genau bedeutete:

Auf der Frankfurter Buchmesse hatte ich im Jahr zuvor zwei Aufträge für Sachbücher zu meinem Fachthema aquirieren können, der Job in der Unternehmensberatung in Kundenprojekten war extrem herausfordernd und ich war im vierten Jahr meines Abendstudiums mit Abschlussprüfungen beschäftigt.

Energie hatte ich doch genug!

Im Frühling 2000 schrieb ich mein erstes Buch: Die richtige Idee für Ihren Erfolg. Im Sommer schloss ich die Prüfung zur Betriebswirtin ab.

Wie schaffe ich es mich 100% selbstständig zu machen?

Mir wurde immer klarer, dass es Zeit war, mich von meinem Arbeitgeber zu lösen, doch irgendwie ging es nicht: Die Sicherheit des Arbeitsplatzes, das nette Kollegenteam und der gute Name meines Arbeitgebers übten eine zu große Anziehungskraft aus, als dass ich mich davon vollständig lösen konnte. Im Frühling half mir das stärkende und inspirierende Berufungsseminar bei Bernhard Langwald, mich schon ein wenig auf diesen Schritt vorzubereiten.

Im Spätsommer lag ich dann mit einem Brustkrebsverdacht im Krankenhaus, den Abgabetermin des zweiten Buches vor Augen. Der Verdacht bestätigte sich nicht, doch danach war nichts mehr wie es vorher war: Ich stellte alles in Frage und so fiel die Entscheidung: Zum Ende des Jahres kündigte ich und machte mich 100% selbstständig.

Heute bin ich meinem Körper dankbar für diesen Wink, der mir half, zu kündigen, auch wenn ich dies damals nicht sehen wollte und konnte.

Veröffentlichungen - viel zu tun - vergesse ich mich selbst?

Seit dem ist viel geschehen, meine beiden Bücher (neben dem oben genannten auch: Ab 40 reif für den Traumjob) kamen 2001 auf den Markt. Auf der Münchener Bücherschau wurde auf Initiative des Kösel-Verlags mein Buch vorgestellt. Über 100 Frauen hatten sich angemeldet. Wow, damit musste ich erst mal klar kommen. :-) Die Chefredakteurin der Frauenkulturzeitschrift ab40 führte jedoch wunderbar durch das Programm.

Münchener Bücherschau

Es folgten viele Beratungen und Workshops mit wunderbaren Frauen, die ihr Leben neu gestalten wollten.

Mir war parallel wichtig, die Ursachen für den Verdacht heraus zu finden. Zu meiner seelischen Unterstützung holte ich mir Hilfe bei einer Psychotherapeutin: Die Brust steht auch für das Nährende, Sorgende. Wo und wie nährte ich mich selbst? Was machte mich außer der Arbeit froh?

Sommerakademie Alfter

Das Malen kam mir wieder in den Sinn. Ich besuchte eine wundervolle Sommerakademie auf der Alanus Kunsthochschule in Alfter, wow, das war so energievoll. Schon als Kind hatte ich so gerne gemalt, der Kunstkurs war mein Lieblingsfach auf der Realschule. Da war ich einfach in meinem Element. Das Malen nahm fortan wieder einen zentralen Platz in meinem Leben ein.

Traumjob = gerne sieben Tage arbeiten = der Körper sagt Stopp

Beruflich war ich so begeistert, endlich einer sinnvollen Beschäftigung nachzugehen, dass ich im Aufbau und den ersten Jahren meiner Selbstständigkeit vergaß, auf eine gesunde Lebensbalance zu achten. Meine Woche kannte kaum einen freien Tag.

Wieder "half" mir mein Körper. In Form eines Bandscheibenvorfalls - und zusätzlich, weil ich mich noch immer nicht viel mehr in Acht nahm, einen Hexenschuss. Da konnte ich dann vor Schmerzen kaum noch gehen. Dabei hatte ich gerade durch die Buch-Veröffentlichungen so viele Termine! Durch ein Telefongespräch mit Ulrike Bergmann, mit der ich mich regelmäßig austauschte, gestand ich mir ein, was mein Körper mir signalisierte: Ich musste alle Termine absagen. Ich konnte nichts lange. Weder lange stehen, noch lange liegen, geschweige denn sitzen.

Was gut ging, war spazieren gehen und immer nur kurz die anderen Sachen machen. So endete meine Nacht schon um 4 Uhr, ich schrieb Tagebuch, lief durch die Wohnung, schlief dann wieder einige Stunden, machte lange Spaziergänge... Puh, das war eine heftige Erfahrung. Nach sechs Wochen konnte ich meine Arbeit wieder langsam aufnehmen.

Während der sechs Wochen gab mir meine Freundin Ariane den Tipp mit Büchern von Tepperwein, so begann ich den Dialog mit meinem Körper, den Austausch mit meiner inneren Stimme. Eine so wertvolle Erfahrung! Ich stellte mein Workshopkonzept um und konzentrierte mich darauf, die Antwort aus dem Inneren hervor zu locken, der Intuitve Berufsworkshop war geboren.

Konzentration auf eine gesunde Balance zwischen Job und Privatleben

Als Selbstständige ist die Gefahr der Selbstausbeutung groß. Angeregt durch den Wink meines Körpers nach etwas anderem als Arbeit, traf ich einige Entscheidungen: Ich mietete ein externes Büro an, löste meines zu Hause vollständig auf und führte Arbeitszeiten ein. In der Coachingwerkstatt war Arbeit, zu Hause war zu Hause und Freizeit. Das erforderte einige Disziplin - doch ich hatte endlich wieder Wochenende!

Ich reaktivierte weitere Hobbies, begann wieder zu fotografieren. Ich nahm mit großem Interesse an Familienaufstellungen und Weiterbildungen teil, um den seelischen Ursprung meines Rückenproblems herauszufinden. Alles sehr wertvolle Erfahrungen, die mich auf meinem Weg weiter brachten.

Ich erinnere mich noch gut, wie ich an einer schamanischen Trommelreise zum Krafttier teilnahm: Alle saßen auf dem Boden. Doch dort konnte ich nicht sitzen vor lauter Schmerzen. In der Ecke sah ich einen Stuhl stehen. Das wäre eine Hilfe. Aber was für ein blödes Gefühl, mich so hoch sitzend über die anderen zu erheben. Es nützte nichts, es war wichtig, gut für mich zu sorgen und so trug ich mein Anliegen vor. Für keinen anderen außer für mich war es ein Problem, dass ich auf einem Stuhl saß. :o) Das war einer von vielen wichtigen Wendepunkten für mich.

In einem Buchladen fiel mir in der Mittagspause ein Buch von Paul Meek, einem britischen Medium in die Hände, das mich an einen wundervollen Ort nach England brachte und mir die Trauer um meinen Großvater erleichterte, hier die Geschichte dazu.

Minu, eine Appenzeller Sennenhündin trat 2003 schnell in unser Leben, nach dem sie auf einer meiner Workshopcollagen aufgetaucht war. (Ich hab manchmal aus Freude und wenn es passte einfach bei den Gruppenübungen in meinen Workshops mitgemacht. Ich fand das auch immer schön, um den Teilnehmerinnen zu zeigen, dass es in meinem Leben auch Höhen und Tiefen gibt.)

Minu brachte mich hinaus in die Natur. Durch sie habe ich viel gelernt. Zum Beispiel zu entspannen, nein zu sagen. Mehr von der Zeit mit ihr: Blog - Hundemami

Durch die Beobachtung unserer Hündin wurde mir auch bewusst, dass Tiere die gleichen Gefühle haben wie wir: Freude, Angst, Liebe. Das hat mich sehr zum Nachdenken gebracht: Wie konnte ich noch Tiere essen, wenn sie ebenso fühlten wie ich? Einige Jahre später hörte ich auf, Tiere zu essen. Blog - Vegan werden und leben 

Ich entdeckte die Freude am Garten und so wurde mit den Jahren aus der einfachen, kleinen Rasenfläche hinter dem Haus ein wunderschönes Paradies: Inspirationen durch das Gartenjahr Mein Heiligtum, mein Kraftquelle - der Ort, an dem ich auftanke.

Auf dem Weg zu mir selbst

Hobbies finden beruflich Raum

Meine Fotographien dienten als Grundlage für meinen gratis E-Card-Service, der sich von 2003 bis 2018 einer großen Beliebtheit erfreute.

Einer Klientin, die im Frühjahr 2005 meine Fotographien in meiner Coachingwerkstatt bewunderte, erzählte ich, dass ich von einem eigenen Kalender träume. Als sie mich zum Abschied fragte, wann sie den Kalender denn kaufen könne, nahm das Projekt konkrete Formen an. :o) Im Sommer 2005 realisierte ich meinen Traum: Ein Kalender mit meinen Fotographien. Der Verkaufserfolg überraschte mich und öffnete eine neue berufliche Türe. Blog - Kreative Projekte 

Erster Tischkalender für 2006

Auch der Wunsch nach dem Schreiben klopfte immer lauter an. Denn nach meinen beiden Sachbüchern wurde mir klar, was ich wirklich schreiben will, sind heiße Liebesromane. Zumindest der Gedanke und Wunsch waren da. :-)

Auf meiner Webseite und im 2006 eingerichteten Blog konnte und kann ich mich austoben und "frei"schreiben. Im Sommer 2006 fing ich wieder an zu nähen. So tauchten meine einstigen beruflichen Herzenswünsche wieder in meinem Leben auf, wenn auch anders, als ich damals dachte.

Seele und Körper sagen Stopp - da muss sich was ändern

Obwohl ich meine Arbeit liebte und auf eine gute Lebensbalance und sinnstiftenden Ausgleich geachtet hatte, fühlte ich mich zunehmend kraftlos, leer, erschöpft. In mir schrie immer stärker eine Stimme nach Veränderung und Pause. Es dauerte einige Zeit, bis ich mir das eingestand und verwirklichte.

Anja Kolberg Coachingwerkstatt

Im Herbst 2006 - ca. 7 Jahre nach Start meines ersten Workshops - gab ich meinen letzten Intuitiven Berufsworkshop, zu dem Zeitpunkt war er so richtig rund. :-) Abschied tut weh ... Ende 2006 kündigte ich mein externes Büro in Köln-Zollstock.

Coachings führte ich zunächst weiter an verschiedenen Stellen in Köln durch, doch auch hier merkte ich im April 2007: Ich brauche auch vom Coaching eine Auszeit. Ich bin meiner inneren Stimme gefolgt, wenn auch mein Verstand in Teamarbeit mit meiner starken inneren Betriebswirtin entrüstet Sturm liefen.

Ich musste mir eingestehen, dass ich erst einmal alle Kraft für mich und meine Gesundheit brauche. Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen, da ich zuvor finanziell unabhängig war. Jetzt hieß es, zulassen und lernen, mich auf meinen Partner zu verlassen. Es war eine sehr wichtige Erfahrung für mich, zu spüren: Er ist großzügiger zu mir, als ich jemals zu mir war.

Die tiefsinnigen Gespräche mit meinen Klientinnen und Klienten und die energetisierende, kreative und lebendige Atmosphäre auf meinen Workshops vermisse ich sehr. So genieße es, von meiner Auszeit ab und an eine Pause zu machen und ein Coaching zu geben (Winkewinke nach Stuttgart).

In kleinen Schritten geht es mir seit Beginn der Auszeit körperlich und seelisch besser. Am Anfang habe ich gedacht: 'So drei Monate müssten doch reichen' und musste feststellen: Mein Verstand macht tolle Pläne und Seele und Körper husten ihm gewaltig was. Blog - Dunkle Tage 

Mein Antrieb ist, zu meiner Kraft zurück zu finden und dafür die Ursachen heraus zu finden, warum es mir geht wie es mir geht.

Im Blog habe ich über meinen intensiven Prozess immer wieder berichtet.

Hochsensibilität

Die Entdeckung meiner Hochsensibilität und eine weitere Psychotherapie waren wichtige Meilensteine, mich selbst mehr anzunehmen und zu lieben wie ich bin - gerade weil ich nicht meinen Erwartungen und Ideal entsprach. (Puh!)

Ich vermute, die 2008 diagnostizierte Autoimmunerkrankung Hashimoto spielt auch eine Rolle bei meinem gesundheitlichen Befinden. Blog - Körper & Schmerzen 

Ich bin ein sehr ungeduldiger Mensch, eine schöne Herausforderung. :-) Es war einfach klasse für mich, den Blog zu haben, wo ich immer wieder über meine Gedanken, Gefühle und Entwicklung berichten konnte.

Neue Räume öffnet sich

In der Coachingpause haben meine kreativen Projekte den freien Raum dankbar eingenommen.

Kolberg Webshop

Ich richtete einen eigenen Webshop ein und nach dem Auftakt des Tischkalender 2005, erschien 2006 eine 40teilige Postkartenkollektion, im Frühling 2008 eine Doppelkarten-Kollektion, 2010 der erste Wandkalender, Desktopmotive und auch Aufkleber.

Ein Teil der Doppelkartenkollektion

Die Tischkalender und Impulskarten sind bis heute ein wertvoller Bestandteil meiner jährlichen Arbeit. Hier einige Kalender im Überblick:

Überblick Kalender

Die reichhaltige Mischung meiner Arbeit ist inspirierend. Es ist nicht mehr der Bär in mir, der einen großen Batzen zum Sattwerden braucht. Nein, das Eichhörnchen (übrigens mein Krafttier) in mir ist aktiv geworden, es freut sich hier und dort Nahrung zu sammeln und so satt zu werden. :o)

Im Juli 2008 betrat ich dann wahrhaftig den Raum, den ich schon länger erneut betreten wollte: Ein Buch schreiben. Kein Sachbuch. Einen Roman! Mir ist klar: Ich hätte den Roman nicht begonnen, wenn ich wieder mit Coaching und Workshops begonnen oder eine Anstellung im kaufmännischen Bereich angenommen hätte.

Jetzt macht die Aussage eines Arbeitgebers Sinn, den ich zwecks einer Stellenanzeige im Mai 2008 kontaktiert hatte: "Frau Kolberg, schauen Sie sich hier im Büro um. Das ist doch nichts für Sie! Viel zu trocken. Sie müssen Schreiben!" Nachdem er dies mehrmals wiederholt hatte, gab ich auf, ihm zu sagen, dass mir die Büroarbeit liegt.

Heute bin ich ihm dafür dankbar, denn wenige Wochen danach habe ich mit dem Schreiben des Romans begonnen...

Reiferegal für meinen Roman

Das fertige Manuskript liegt als Datei auf meinem Computer. Mein Lieblingsverlag hatte einige Änderungswünsche, mit denen ich mich nicht anfreunden konnte. Ich habe daraufhin begonnen, meine Art zu schreiben selbst zu kritisieren, was meiner inneren Schriftstellerin nicht gut getan hat.

Ich habe gemerkt, dass ich Zeit und Abstand brauche, um zur Selbstliebe zurück zu kehren, die ich vorher für meine Schriftstellerin in mir trug. Daran arbeite ich mit leisen und stetigen Schritten. Manchmal bewusst, meist unbewusst.

Was fühlt sich richtig an?

Ende 2010 sensibilitsierte mich ein Fernsehbericht für die Situation von Pferden in Irland, dann schaute ich mir die Massentierhaltugn an, mir wurde übel und ich spürte: Ich kann nicht mehr gegen mein Gefühl, meine Ethik handeln und beschloss, künftig ohne tierische Produkte auszukommen. Das war ein ganz wichtiger Schritt auf meinem Weg. Meine Ethik ... und die Schwierigkeiten danach zu leben 

Das Thema Coaching lies und lässt mich all die Jahre nicht los. Ich mag einfach diesen Kontakt zu Menschen. Warum konnte ich damit nicht wieder starten? Im Coaching ist die Grenze zur Therapie manchmal eine Gradwanderung. Für mich ist wichtig, ein gutes Gefühl zu haben, alles möglichst korrekt zu machen und so dachte ich: Vielleicht brauche ich rechtliche Sicherheit und dann kann ich wieder mit Coachings und Workshops anfangen? Ich holte mir eine Beratung bei Geld und Rosen und entschied mich daraufhin für die Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie, da ich so rechtliche Sicherheit hatte.

Ich bereitete mich 2012 auf die Überprüfung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie vor, die ich im November bestand. Der Lernstoff war so kostbar für mich! Dadurch habe ich vieles rund um unser Seelenleben begriffen. Blog - Psychologie 

Der Körper schickt neue Botschaften

Während ich mich damit beschäftigte, was ich nach der Prüfung machen könnte, machte meine Gesundheit schlapp: Konzentrationsstörungen traten auf, "Brainfog" - Nebel im Kopf, starke Erschöpfung schon morgens in der früh, obwohl ich die Nacht geschlafen hatte. Ich konsultierte viele Ärzte und hörte doch immer nur wieder, dass sie mir nicht helfen konnten. So frustrierend! Also versuchte ich mir so gut es ging, selbst zu helfen. Im Blog und im Newsletter berichtete ich immer mal wieder darüber, aber nicht über alle Schritte. Nicht einfach, den Kopf oben zu halten, bei all dem Auf und Ab. Die Kategorie Blog - Körper & Schmerzen ist dafür die Homebase, der älteste Artikel steht ganz unten.

Ende 2016/Anfang 2017 traf ich dann einige gute Entscheidungen: Ich lies Gluten und Zucker weg, begann mit dem Walken und verlor dadurch nebenbei 40 kg. Hier mehr über meine Schritte: Diagnose. Kopf hoch. Renovierung. Bewegung. Zahn-OP. Glutenfrei. Zuckerfrei. Ergebnisse (Teil 1)  und hier ein wertvoller Rückblick: Danke 2017! Wie ich nebenbei 40 kg verloren habe 

Anja Kolberg November 2017

2018 konnte ich meine Gesundheit weiter festigen: Rückblick auf mein Jahr 2018 

Und Anfang 2019 hatte ich das erste Mal - seit 13 Jahren ! - das Gefühl, es geht mir besser. Ich bin so dankbar für die zurück kehrende Energie, dass ich es kaum in Worte fassen kann.

20 Jahre selbstständig - ich bleibe neugierig

20 Jahre Selbstständigkeit

2019 bin ich 20 Jahre selbstständig. Für mich ein Wendepunkt, zu schauen, wie es künftig weiter gehen kann.

Ich habe in den letzten Jahren gelernt, wie wichtig es ist, auch die Unwissenheit aushalten und den augenscheinlichen Stillstand, um ein wundervolles neues Tor zu öffnen und einen neuen Raum betreten zu können.

Ich bin dankbar für alles Neue, das mein Leben betritt. Es ist nicht immer in ein goldenes Kleid gepackt, so kann es sein, dass ich zunächst damit hadere und unzufrieden oder traurig bin. Im Rückblick betrachtet, weiß ich, warum ich so manch unbefriedigende Arbeitsstelle oder herausfordernde Situation in meiner Selbstständigkeit hatte: Alles wertvolle Puzzlesteine für meine heutige Arbeit und ein Teil dessen, was mich heute ausmacht.

Wer weiß, wo mein Herz mich noch hinführen wird? Ich freue mich schon darauf! Eines weiß ich: Es wird nicht immer einfach, aber einfach stimmig!

Jetzt wünsche ich dir viel Spaß beim Stöbern durch die vielen Artikel meines Blogs. Du unterstützt mich damit und ich freue mich sehr, wenn du mir meine Gedanken schreibst.

Impulskarten-Paket

Meine Kalender und Impulskarten kannst du von Anfang November an für einige Wochen in meinem Shop kaufen.

Anschließend - allerdings ausschließlich meine Tischkalender - bei Amazon. Über meinen Newsletter informiere ich, was bei mir gerade los ist.

Deine Anja Kolberg

Wenn du mir eine E-Mail schreiben möchtest: Anja Kolberg 

Link zu diesem Beitrag: https://www.frauencoaching.de/archives/2008/09/entry_3202.html

Erstellt durch: Anja Kolberg am Mittwoch, 03 September, 2008
Thema: Anja Kolberg
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