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Diagnose. Kopf hoch. Renovierung. Bewegung. Zahn-OP. Glutenfrei. Zuckerfrei. Ergebnisse (Teil 1)

Liebe Leserin, lieber Leser,

nachfolgenden Blogbeitrag schrieb ich am 1. Februar 2017. Mir fehlte die innere Ruhe, Zeit und Konzentration, ihn fertig und online zu stellen. Heute - am 19.4.2017 - ist es endlich vollbracht. Hüpf! Auch wenn der Inhalt zum Teil in der Vergangenheit liegt, so ist er doch der Wegbereiter für mein jetzigen Alltag und für viele Veränderungen. Ich bin durch das Aufschreiben erstaunt, was alles in den letzten Monaten passierte.

Weil ich so wenig bloggte, spürte ich wie ich mich dafür kritisierte. Durch das Aufschreiben begreife ich, warum ich nicht konnte. Und das tut so gut. Ich kann wieder lieb zu mir sein und verstehe mich. :o)

Ich brauchte die stille Zeit, um die Veränderungen zu begreifen und in meinen Alltag zu integrieren. Es wäre mir schwerer gefallen, wenn ich schon am Anfang darüber geschrieben hätte, weil ich mich nicht mehr so frei gefühlt hätte. Jetzt, wo es sich gefestigt hat, geht es leichter. Also auf gehts.

* ~ *

1. Februar 2017

Heute (1.2.) bekomme ich meine reklamierten, flachgestrickten, hautfarbenen Kompressionsstrümpfe zurück. Aus richtig festem Gewebe sind sie und sie reichen von den Zehen bis fast hoch in die Leiste.

Angefangen hat die momentane Veränderung Ende letzten Jahres. Im November und Dezember 2016 hatte ich zunehmend Schmerzen in den Beinen. Vor allen Dingen die Rückseite der Oberschenkel schmerzte beim Sitzen. So kam es zum Besuch erst beim Hausarzt, dann beim Facharzt. Dieser stellte am 19.12.2016 die mich niederschmetternde Diagnose: "Sie haben ein Lipödem. Sie müssen lebenslang Kompressionsstrümpfe tragen."

Ich habe seit meiner Pupertät kräftige Beine. Mit Anfang 20 wurde bei mir ein Lymphödem festgestellt (umgangssprachlich "Wasser in den Beinen") und später dann eine Venenschwäche. Das war heftig für mich. Einige Jahre trug ich Kompressionsstrümpfe. Irgendwann hörte ich damit auf und bin bis jetzt ganz gut damit durch gekommen. Nur im Sommer, wenn es ganz heiß war, hatte ich geschwollene Füße und Knöchel. Jetzt jedoch tauchten Schmerzen im Winter auf, die mir Sorgen machten.

Die ersten Tage nach der Diagnose habe ich meinen Kopf ganz gut hängen lassen und so manche Träne vergossen. Das war eine schlimme Zeit für mich. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal so heftig und lange geweint habe...

Ich habe schon immer unter meinen stärkeren Beinen gelitten, jetzt soll ich auch noch 'lebenslang' Kompressionsstrümpfe tragen. Oh nein. Noch schlimmer. Ich hatte das Rezept in der Hand und den Termin im Sanitätshaus zum Ausmessen der Strümpfe vor Augen. Meine Befürchtung: Durch die dicken Strümpfe bräuchte ich noch größere Jeans oder gar Schuhe.

Dann lief mir ein Engel über den Weg. :-) Die nette Sanitätshausmitarbeiterin machte mir Mut, dass durch die Strümpfe das Volumen meiner Beine abnimmt. Genau, was ich in dieser schrecklichen Phase brauchte: "Frau Kolberg, wir schaffen das. Ich suche Ihnen einen schönen Stoff aus, der atmungsaktiv ist und Sie werden sehen, Ihre Beine werden dünner werden. Sie brauchen keine größere Jeans." Ein Glück! Das motivierte mich, die Herausforderung der Kompressionsstrümpfe aufzunehmen. Ich hatte auf einmal etwas davon (abgesehen vom gesundheitlichen Aspekt), die Strümpfe zu tragen. Meine Beine würden dünner werden.

Mit diesen ersten guten Nachrichten kehrte mein Kampfeswille zurück. Was konnte ich tun, außer die Strümpfe zu tragen? Was bedeutet diese Krankheit? Und nicht nur die Beinproblematik ist da, sondern auch die immer wieder auftauchenden Konzentrationsprobleme, über die ich schon öfter berichtete. (Blog - Körper & Schmerzen).

Seit dem habe ich - immer dann wenn mein Kopf es zulies - recherchiert, gelesen, ausprobiert und umgesetzt. Ich gehe seit Anfang Januar einmal die Woche zum Aquajogging. Bewegung im Wasser ist besonders gut, weil durch den Druck des Wassers die Beine entstaut werden. Ich las das Buch "Lipödem. Rechtzeitig erkennen und richtig behandeln." von Dr. Thomas Weiss. Es half mir, die Hintergründe zu verstehen, zum Beispiel, dass die Erkrankung genetisch bedingt sein soll.

Lipödem ist eine schmerzhafte Schwellung des Bindegewebes. Lip steht für Fett und Ödem für Schwellung. Ich dachte immer, meine Beine sind wegen meines Gewichts so voluminös. Sind sie auch, aber eine weitere Ursache ist eben dieses Lipödem. Unterschied zwischen Lipödem und reinem Übergewicht: Das Lipödem ist schmerzhaft. Meine Beine sind berührungsempfindlich und bekommen schnell blaue Flecken... Die feinsten Gefäße im Lymphgewebe schaffen es nicht, Stoffe wie Eiweiße und Fette abzutransportieren. Ergebnis: Überdimensionale Orangenhaut.

Ich erfuhr, wie wichtig Manuelle Lymphdrainage ist und musste mich extrem anstrengen und einsetzen, bis ich sie endlich bekam. Ich beschäftigte mich mit den Behandlungsrichtlinien für diese Erkrankung, meine Krankenkasse war mir eine gute Unterstützung.

Bei Lipödem, Lymphödem, Venenproblemen oder der Mischform Liplymphödem gilt: Liegen und laufen ist super. Stehen und sitzen schlecht. Nun habe ich eine hauptsächlich sitzende Tätigkeit im Büro. Was also tun?

Durch Zufall las ich von einem Untertischfahrrad. Wäre das vielleicht eine Lösung? Als ich es Anfang Januar zu Hause hatte und ausprobierte, kam mein Schreibtisch an seine Grenzen. Er war zu niedrig und zu klein. Ich müsste das Rad weiter nach hinten zur Wand schieben, um treten zu können, ohne beim Treten oben mit den Knien unter die Tischplatte zu stoßen. Hin- und herüberlegt. Ein neuer Schreibtisch mit größerer Platte könnte die Lösung sein.

Die Platte möglichst dünn, damit ich unten Platz habe für die Knie und nach oben nicht zu hoch, damit ich nicht mit den Händen bzw. Unterarmen auf der Tischplatte zu hoch aufliege und weiter möglichst ergonomisch sitze ...

Schwups: Damit hatten mein Mann und ich unser schon rituelles Renovierungsprojekt für den Jahresanfang. :o) Diesmal: Ein neuer Schreibtisch.

Es war ganz schön knifflig, eine passende Platte zu finden. Ich wollte sie so groß haben, dass ich wirklich toll Platz habe. Drucker drauf, Ablagemöglichkeit, Raum für eine Vase, meine Kalender .... so 2 Meter mal 1 Meter. Ein Schreiner im Baumarkt hatte so seine Zweifel, ob die große Platte nicht durchhängt, ein Kollege die richtigen Tipps, wie es gelingen könnte. Das Material gekauft und los ging's:

Da die Platte unbehandelt war, musste ich sie zunächst anschleifen und mehrfach lackieren, von beiden Seiten, damit sie nicht krum wird. Mein Göttergatte half mir dann beim nächsten Schritt, besser gesagt: Ich ging ihm zur Hand. Nämlich eine Unterkonstruktion bauen, die der Platte die nötige Stabilität verleiht und sie nicht irgendwann in der Mitte durchhängt. Herausforderung: Keine Leiste darf unter der Platte im Sitzbereich sein, da ich sonst wieder mit den Knien drankomme. Wir haben es geschafft. Vier Metallfüße stützen die Platte ab. Ich wollte die Alternative - sie fest an die Wand zu montieren - nicht, um möglichst frei zu sein.

In meinem Büro herrschte durch die Renovierung Chaos, da alles beiseite geräumt war. Die Hälfte des Raumes war überfüllt mit dem, was auf der anderen Seite gerade nicht stören sollte. Himmel, sah das aus. Beim Blick auf die rosafarbene Wand hinter meinem Schreibtisch fielen mir die vielen hellen Flecken darauf auf. Ich hatte eine zeitlang viele Blätter an die Wand geheftet. Rundherum hatte die Sonne die Farbe ausgeblichen. Als ich die Blätter entfernte, war die Wand voller dunkelrosa Rechtecke.

Kurzer Entschluss: Wenn schon neuer Schreibtisch, dann auch neue Farbe. Also: Auf in den Baumarkt. Welche Farbe sollte es sein? Ich entschied mich für ein helles blautürkis. Eine beruhigende, klare Farbe, die bei der Konzentration helfen soll. Sie heißt "Licht der Gletscher (R). Pures Wasserblau" von Alpina und gefällt mir super. Beim Streichen bin ich wie treue Blogleserinnen wissen, voll in meinem Element.

Frische Farbe! Hüpf. Da die anderen Wände des Büros in ihrem hellen Grau noch gut in Ordnung waren, brauchte ich an ihnen nur hier und da ein paar Ausbesserungen zu machen. Irgendwann waren Wände und Schreibtisch fertig. Wow. Das gefiel mir super. Beim Zurückräumen habe ich gleich noch eine Loslass- und Aufräumaktion in und auf meinem Büromobillar gestartet. Die Papiertonne war so voll und so schwer, dass die ahnungslosen Müllmänner sich sicherlich wunderten...

Ende Januar war das Büroprojekt geschafft!

Nach dem Einräumen brauchte ich eine zeitlang, die richtige Höhe von Schreibttischstuhl und Abstand zum Untertischrad zu finden. Auch tippen und gleichzeitig in die Pedale treten will immer noch gelernt sein. Ich sitze auf einem Rollstuhl. Damit er beim Treten nicht nach hinten rutscht, ist er mit dem Rad mit einem Band verbunden. Das schränkt ein wenig ein bzw. ist es eine Umgewöhnung beim Sitzen. Inzwischen geht es. Oft nutze ich das Fahrrad, wenn ich telefoniere oder mir ein Video anschaue oder lese. Auch Kleinvieh macht Mist - inzwischen bin ich schon 1.686 Minuten gefahren. Das ist doch mal besser als Stillstand!

Mitte Februar hatte ich eine Zahn-OP. Dies war ein weiterer Schritt um alle möglichen Ursachen für meine Konzentrationsprobleme aufzulösen. Mir wurde ein wurzeltoter Zahn, der immer noch nicht symptomfrei war, gezogen und durch ein Keramikimplantat ersetzt. Seit meinem Urlaub im Oktober habe ich mich damit intensiv beschäftigt, die beste Lösung für mich zu finden, die möglichst verträglich ist. Deswegen auch ein Keramik- und kein Titanimplantat. Im Mai kommt die Krone nach der Einheilung auf die künstliche Wurzel.

Zwei Wochen vor und zwei Wochen nach der OP sollte ich zur besseren Einheilung auf Zucker, Gluten und Transfettsäuren verzichten. Das waren Hürden! Obwohl ich es schon leichter hatte, da ich die anderen Empfehlungen wie kein Fleisch, keine Milchprodukte... sowieso nicht mehr zu mir nehme. Zu dem vierwöchigen Programm gehörte auch die konzentrierte Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen.

Das Glutenthema habe ich schon lange auf dem Schirm. Man geht davon aus, dass Autoimmunkrankheiten und auch das Lipödem unter anderem von Entzündungen angefacht werden und Gluten können diese Entzündungen auslösen. Ich habe Hashimoto, eine Autoimmunerkrankung und chronische Unterfunktion der Schilddrüse. Es wäre also gut, Gluten wegen der immer wieder auftretenden Konzentrationsschwierigkeiten (die auch and er Schilddrüse liegen können) wegzulassen, aber puh.... Zucker und/oder Gluten (z.B. Weizen) waren doch bislang in all meinen veganen Leckereien (Brötchen, Brot, Schokolade, selbstgebackener Kuchen....)

Obwohl mir natürlich klar ist, dass veganes Essen nicht unbedingt "gesund" bedeutet. Alle Ersatzprodukte wie Margarine, veganer Käse- und Wurstaufschnitt sind reine Industrieprodukte und haben mit einem natürlichen Produkt nichts mehr zu tun. Für mich spielte das aber bislang keine Rolle, weil es mir wichtig war, tierfrei zu essen. Inzwischen kommt der gesundheitlich Aspekt dazu, deswegen auch der Wunsch, keine Ersatzprodukte bzw. industriell hergestellte Produkte mehr zu essen.

Dank der Zahn-OP hatte ich den Anlass, mich endlich damit zu beschäftigen. Anfang Januar fing ich langsam an, auf glutenfreie Ernährung umzustellen. Bei der Gemüsekiste konnte ich glutenfreies Brot auf Reisbasis bestellen. Das schmeckte sogar meinem Mann, wenn es auch nicht so gut schmeckt wie ein Körnerbrot. Also nix langfristiges, das mich satt und glücklich macht. Gut, weiter nach Lösungen suchen. Ein glutenfreies Brotrezept, das ich im Netz fand, ging so...

Im Netz las ich nach, was überhaupt zu Gluten gehört: Weizen, Dinkel, Grünkern, Roggen, Gerste und Hafer teilweise ebenso. Glutenfrei sind z.B. Buchweizen, Hirse, Amaranth, Mais, Reis, Quinoa, Kartoffeln, Obst, Gemüse, Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte. Ok, erst mal diese Informationen verarbeiten. In den normalen Bäckereien gibt es selten glutenfreies Brot, weil es durch keine separate, glutenfreie Backstraße läuft und somit nicht wirklich frei von Glutenspuren ist. Für mich wären die Glutenspuren ok, aber es gibt eine Erkankung namens Zöliakie. Die an dieser Unverträglichkeit leiden, entwickeln selbst bei Spuren starke Symptome. Bei der Deutschen Zöliakie Gesellschaft finden auch nicht Betroffene Wissen rund um Gluten.

Was bleibt zu essen? Mein normales Frühstück bis dahin: Weißmehlbrötchen und süßer Aufstrich.

Zu Hause machte ich meinen Brotaufstrich immer öfter selbst, weil mir die gekauften nicht mehr gut schmeckten und ich möglichst auf industriell hergestellte Produte verzichten wollte. Seit langem hatte ich ihn im Blick - im Dezember kaufte ich mir endlich den kleinen Mixer (Personal Blender, hier können Sie einen Blick drauf werfen), mit dem man auch wunderbar Nusskerne mahlen kann. Damit bereite ich mir seit dem meinen Aufstrich zu: Cashewkerne mahlen, getrocknete und in Öl eingelegte Tomaten hinzu, Wasser, etwas Zitronensaft, Pfeffer, Salz und vor allen Dingen geröstetes Sesamöl und Olivenöl. Lecker!

Dann entdeckte ich bei den glutenfreien Produkten im Biomarkt die Brotbackmischung "Schnelles Dunkles" von Bauckhof. Die hatten wir schon mit in den Urlaub nach Dänemark genommen. Zu meinem Entzücken las ich, sie ist glutenfrei. Mit der Backmischung kann man auch Brötchen backen. Gut, die sind echt klein und hart, aber durchaus eine Alternative.

Glutenfreies Frühstück im Café? Wie soll das gehen?
Als ich mit meiner Freundin zum Frühstück im Café Ludwig im Museum Ludwig am Kölner Dom (Tipp! Schöne Aussicht und Ambiente, haben auch veganes Essen.) verabredet war, rief ich vorher an, ob sie glutenfreies Brot hätten. Hatten sie nicht, aber es wäre ok für sie, wenn ich mein eigenes mitbringe. Prima. Ich bestellte mir den veganen Frühstücksteller ohne Brot und nahm meine eigenen Brötchen dazu. Das war perfekt!

Auf Dauer war es keine Alternative für mich, mein Brot selbst zu backen. Ehrlich gesagt, zu aufwändig. Das Reisbrot schmeckte mir als Alternative nicht. Überhaupt war mir Brot zum Frühstück irgendwie über. Schon länger liebäugelte ich mit warmen Frühstück.

Weiter geht es in Teil zwei: Mit einer leckeren, sattmachenden und glutenfreien Frühstückslösung, Zuckerverzicht und den wunderbaren Ergebnissen meiner bisherigen Reise und dem, was noch nicht gelöst ist...

Ihre Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Mittwoch, 19 April, 2017
Thema: Blog - 2017, 1. Halbjahr, Blog - Körper & Schmerzen, Blog - Renovierung

Die Renovierung ist abgeschlossen! HÜPF!

Seit Donnerstag Abend hängen die neuen Gardinen in Küche und Esszimmer und ich habe als bewusste, letzte Handlung die Klappleiter in den Keller gestellt. Darauf hatte ich mich schon lange gefreut. Genauso wie auf den ersten Tulpenstrauß dieses Jahr auf dem Esszimmertisch. Ein Frühlingstraum!

 

Wie ich Ende Januar hier berichtete, spielten seit 2. Januar Presslufttacker, Kappsäge, Wasserwaage, Zollstock, Schleifer, Pinsel und Farbe die Hauptrollen in meinem Alltag und dem meines Mannes. Wir wollten unseren Traum von einem nordischen Landhausstil für zwei Räume verwirklichen. Die warmen Terracottafarben wichen einem klaren weiß und hellgrau. Es sieht sooo schön und anders aus. Passender zu unserem Kölner Altbau aus 1926. Ein Schrank fehlt noch im ehemaligen Türdurchbruch, das schwedische Möbelhaus hatte kein passendes Stück für die 80 cm breite Aussparung in der Mauer. Mit etwas Ruhe werden wir dafür auch noch das richtige Stück finden.

Die letzten vierzehn Tage - ja, auch über Karneval - haben wir uns auf den Zuschnitt und die Montage der vielen Abdeck-, Hohlkehl-, Eck- und Abschlussleisten konzentriert, die Rückwand der Nische zwischen Hochschrank und Unterschrank in der Küche verkleidet, eine neue Beleuchtung darüber aufgehangen und ein Ordnungssystem für Gewürze, Tablett, Küchenrolle ...

Aschermittwoch besserten wir die letzten Stellen mit weißem Lack und grauer Wandfarbe aus und bezogen am Donnerstag die 20 Jahre alten Holzstühle mit neuem Stoff. Es hat mir so einen Spaß gemacht, dabei mit dem Tacker zu arbeiten. Mein Mann hat sich einen Kompressor zu Weihnachten gewünscht und der hat uns bei der Renovierung gute Dienste geleistet. Damit hat mein Partner alle Holzbretter an der Wand befestigt und ich den Stoff auf den Stühlen. :-)

Ich hoffe, ich werde nicht mehr so schnell denken: "Machen wir mal eben." Beispiel: Ich dachte, das Beziehen der Stühle ist ruckizucki gemacht. Aber ich habe nicht damit gerechnet, dass die Polsterer Spaß daran hatten ganze Magazine der Klammern zu verschießen. Es hat so lange gedauert, bis die runter waren. Doch mit Geduld und Spucke haben wir auch das geschafft.

Ein neues Bild von einem meiner Fotos von den Dünen mit Blick auf die Nordsee in Dänemark haben wir uns zum krönenden Abschluss ebenso gegönnt wie neue Gardinen mit gesticktem Motiv und einer Spitzenborde. Wir fühlen uns rundherum wohl. Hier ein paar Bilder von der Verwandlung:

Vorher - Esszimmer:

Vorher - Küche:

Nachher - Esszimmer: Über der in beiden Räumen neu angebrachten weißen Holzvertäfelung haben wir uns für Grau entschieden. Im Esszimmer Vliestapete. In der Küche haben wir die vorhandene Raufaser überstrichen.

Blick vom Esszimmer in die Küche:

Blick auf die Küchenzeile: Wir sind froh, dass wir uns für die graue Seite der Nischenrückwand entschieden haben.

Und hier ein Blick auf die Stickerei der Gardine:

Wir sind stolz auf unsere Eigenleistung. Sechs Wochen hat die Verwandlung gedauert. Wenn ich jetzt im Wohnzimmer über dem Esszimmer sitze, habe ich das Gefühl, unter mir liegt ein Schatz. :-)

Jetzt habe ich endlich wieder den Kopf für mein Büro frei. Juchu! Ich neige in Phasen, wo ich auf ein anderes Projekt konzentriert bin, dazu, Papierstapel der nicht so dringenden Sachen zu bilden. Jetzt wird hier aufgeräumt.

Die erste Aktion nach dem Schreiben dieses Blogbeitrags ist die Räumung meines Lagers der Kalender 2016 und Minikarten-Sets. Die Preise werden purzeln. Die Aktion hat begonnen und geht bis 5. März 2016. Helfen Sie mit!

Zum Abschluss: So hat sich der Tulpenstrauß die letzten Tage entwickelt:

Herzliche Grüße aus Köln

Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Sonntag, 14 Februar, 2016
Thema: Blog - 2016, 1. Halbjahr, Blog - Renovierung

Ein Lebenszeichen aus Köln

Hallo ihr lieben Menschen da draußen in der Welt,

ich hoffe, Ihr Jahr 2016 hat schon seine gute Seite gezeigt. Ein gutes Jahr 2016 für Sie!

Mein 2016 zeigt sich ereignisreich, deswegen gibt es heute nach vielen Wochen erst ein Lebenszeichen von mir. Ich bin abgetaucht in eine andere Arbeitswelt: Seit 2. Januar renovieren mein Mann und ich Küche und Eßzimmer. Inzwischen weiß ich auch, warum wir das so lange vor uns herschoben: Es ist sehr viel Arbeit. :o)

Aus anfänglich gedachten maximal vierzehn Tagen sind nun schon vier Wochen geworden. Und wir sind noch nicht fertig, wenn auch ziemlich nah an der Ziellinie. Dabei haben wir bis auf sonntags und vier andere freie Tage jeden Tag einige Stunden an unserem Projekt gearbeitet.

Küche und Eßzimmer sind bei uns zwei Räume, die durch einem Thekenbereich verbunden sind. Die Buchenküche ist 1996 bei unserem Einzug neu montiert worden, nachdem wir mit unseren Familien das alte Stadthaus über ein Jahr saniert hatten. Sie bleibt also bestehen, ebenso wie der terrakottafarbene Fliesenboden in der Küche, das Buchenlaminat im Eßzimmer und die hell gekelkte Holzdecke. Der Rest an den Wänden wird verschönert. Die terracottafarbene Strukturvliestapete im Eßzimmer ist Vergangenheit, auch die dazu passenden orangfarbenen Wände in der Küche. Die waren seit 13 Jahren unsere Begleiter.

Hätten wir nur neu tapeziert und gestrichen, wären wir wohl längst fertig. Wir als Dänemarkfans träumten seit langem von einer Wandvertäfelung bis halbe Wandhöhe aus weißen Holzpanelen - ganz wie im nordischen Landhausstil. Und diesen Traum haben wir jetzt wahr werden lassen. Wenn man es selbst macht, gut machen möchte und nicht vom Schreiner fertigen lässt - braucht das seine Zeit.

Hier ein paar Impressionen von unserem Weg: Unser Altbau hat in der unteren Etage etwas schiefe Wände.

So hatte mein Mann im Eßzimmer einiges zu tun, damit die Unterkonstruktion wirklich gerade ist.

Derweil habe ich die Holzpanelen geschliffen, vorgestrichen und dann die hochgestellten Holzfasern wieder glatt geschliffen. Das habe ich bei uns dank der anfangs milden Temperaturen auf der Terrasse machen können und mich an dem Gesang der Vögel erfreut. Hätte ich sonst nicht gehört. Schön!

Der Altbau bringt auch kleine Schätze zu Tage. So zeigte sich unter der Tapete im Eßzimmer wieder an manchen Stellen - wo keine Rigipsplatten waren - traumhafte alte Farbschichten wie man sie wahrscheinlich in toskanischen Herrenhäusern finden würde. Leider nicht überall ... Ich hatte kurz überlegt, einen Rahmen um eine Stelle zu machen und es so zu lassen. Um die Schönheit des Alten zu zeigen.

Wie das so ist bei Renovierungen: Es kommt eines zum anderen. "Jetzt sind wir einmal dran. Jetzt machen wir es auch gut und schön." Der graue Heizungskörper sah nicht mehr zur jetzt weißen Wand aus und bekam zwei Farbanstriche. Dabei kosteten mich die winzig kleinen Lamellen so manchen Nerv, weil die wasserbasierte Farbe nicht gut hielt (trotz guter Untergrundvorbereitung) und jede Lamelle einzeln gestrichen werden wollte. Da merkte ich: Mein Körper ist nicht mehr dafür gemacht, ewig gebeugt auf dem Boden zu hocken, es sei denn, ich würde endlich mit Yoga ... ;o)

Die zwanzig Jahre alten Steckdosen waren vergilbt, also auch neu gekauft. Die Arbeitsplatte auf der Theke war durch die Holzvertäfelung zu klein, das Rolladenband schrieh nach einer Auswechslung ebenso wie der Rolladenmotor. Die Rolladenkästen wurden isoliert und zwei gesprungene Fliesen in der Küche ausgetauscht. Weil die Holzvertäfelung im Eßzimmer so schön aussah, beschlossen wir sie auch in der Küche zu machen. Nach vierzehn Tagen waren wir dann soweit, dass wir die Küche streichen und das Eßzimmer tapezieren konnten.

Bis wir mal die richtige Tapete gefunden hatten, war es ein langer Weg...

Wir wollten einen Grauton, weil der das Weiß der Holzvertäfelung so richtig schön zur Geltung bringt. Nicht zu hell, nicht zu dunkel, damit es nicht düster wirkt. Die Tapete sollte auch ohne Struktur oder Muster sein, damit es mit den senkrechten Panelen harmonierte. Und eine Vliestapete war uns auch wichtig, weil die sich soooo gut abziehen lässt. Nie wieder Raufaser! In der Küche musste um den Rolladenkasten ein Stück Raufaser ausgebessert werden und es war trotz einweichen - Milimeterarbeit mit dem Spachtel, bis sie wirklich runter war. Deswegen die Entscheidung für Vliestapete.

Und die zu finden nach unseren Vorstellungen war lange Sucharbeit. Es gibt zwar inzwischen weiße, überstreichbare Vliestapeten, doch die Muster gefielen uns nicht und wir wollten auch das Eßzimmer nicht streichen. Und eines Tages fand ich sie: Genau die richtige Tapete! Meisterflies heißt sie. Sie ist zwar von der Oberfläche recht empfindlich, aber sie sieht einfach umwerfend bei uns aus. Für die Küche ließen wir uns die gleiche Farbe im Baumarkt anfertigen und ich mischte sie dann ein paar Töne heller auf. Die Küche sollte wegen der doch dunkleren Küchenzeile einen helleren Ton haben.

Ich liiiebe streichen und fange dabei immer an zu singen - auch wenn es anstrengend war, zwei Tage auf der Leiter zu verbringen...

Stand heute: Die Arbeitsplatte auf der Theke ist passend zu unseren schiefen Wänden ideal eingepasst, geschliffen und zweimal gestrichen, sie braucht noch eine Behandlung, weil die Schnittkanten der Buchestäbchen den Lack schlucken. Das dürfte Montag geschafft sein. Dann sind in der Karnevalswoche die Abschlussleisten oben auf der Vertäfelung und die Eckleisten dran. Die Fußleisten sind bereits montiert.

Es sieht so schön aus.

Dann fehlt noch eine neue Nischenverkleidung für die Küche zwischen Hochschrank und Arbeitsplatte. Bisher hatten wir dort Tapete, die mit abwaschbarer Latexfarbe gestrichen war. Das wollten wir ändern. Die weiße Melaminplatte steht bereits fast fertig zugeschnitten bereit. Die Halogenstrahler unter den Hochschränken geben nach zwanzig Jahren endgültig ihren Geist auf und können nicht mehr repariert werden, weil die Verkabelung regelrecht einmontiert wurde. Also kommt noch eine neue LED-Lichtleiste unter die Hochschränke.

Der Bezug der Eßzimmerstühle ist an den Ecken abgescheuert. Wir haben beim Kauf damals Stoff mitgegeben bekommen. Vielleicht reicht der aus, um die Stühle neu zu beziehen. Mal sehen. Und dann geht es auf zu IKEA einen neuen Schrank für das Eßzimmer kaufen. Die grau-weißen Räume brauchen weiße Deko und einige Farbtupfer. Ich freue mich schon auf den Moment, wo das Chaos überall beseitigt, alles wieder eingeräumt ist und ich mir die ersten Frühlingstulpen auf den Tisch stelle. :-)

Unsere Minu ist uns auch beim Renovieren eine treue Begleiterin. Sie hat einen neuen Lieblingsplatz unter dem großen Eßtisch gefunden. Ihre eigene Freiluft-Hundehütte. Zwischendurch war immer mal Zeit zum Schmusen und Fotos zu machen. Ich liiiiiebe unseren dreizehnjährigen Schatz jeden Tag ein bisschen mehr.

Es macht mir Spaß handwerklich zu arbeiten. Weil ich die Ergebnisse sehen kann. Weil ich es mag, mit Farbe zu arbeiten. Weil ich es gerne schön mache. Weil es was ganz anderes ist, als am Schreibtisch zu sitzen. Ich habe bei meinem Vater - er ist Elektriker und hat damals hat Haus seiner Eltern umgebaut - als Kind geholfen, wenn auch 'nur' Handreicherin, aber immerhin. Ich habe so manches dabei gelernt, zum Beispiel voraus schauen. So helfe ich heute meinem Mann und traue mich immer mehr, selbst Dinge anzupacken.

Letzte Woche habe ich das erste Mal mit der Stichsäge gearbeitet. Cooles Gefühl. Zwar mit Hilfe meines Mannes, aber immerhin. Ich habe die Ruhe und Geduld, feine Sachen zu machen, mein Mann die Kraft und Fachkenntnis, um die großen Dinge zu bewegen. Was eine/einer nicht kann, kann die/der andere. Streichen ist eindeutig mein Metier. Nach 24 Jahren Zusammensein klappt die Teamarbeit immer besser und macht richtig Spaß! :-)

Mir ist wieder einmal aufgefallen - das war u.a. beim Pergolabau im Frühjahr 2014 auch so: Ich kann mich während solcher intensiven Projekte schwer auf etwas weiteres, neues konzentrieren. Im Büro habe ich so nur das nötigste gemacht. Mir war wichtiger, etwas auf der Baustelle vorzubereiten, was wir dann weiter machen konnten, wenn mein Mann von der Arbeit nach Hause kam. Und wie oft war ich im Baumarkt, um die richtigen Leisten zu finden, die richtige Tapete, die richtige Lösung für die Reparatur der Fliesen ... Ein Stapel Quittungen thront auf meinem Schreibtisch. Ich bin im Baumarkt auf freundliche Mitarbeiter gestoßen, die so manchen Tipp geben konnten. (Also entgegen dem geläufigen Klischee.) Dort könnte ich jetzt glatt anfangen zu arbeiten, ;o) so gut kenne ich mich im Baumarkt inzwischen aus. Mein Bruder - er hat Tischler gelernt - meinte im Scherz, mein Mann und ich könnten uns mit Küchen- und Eßzimmerrenovierung selbstständig machen. Räusper. Für uns ist ok und macht auch wirklich Spaß, aber dann ist auch gut. :-)

Ich vermisse meine Kopfarbeit schon. Bald ist es wieder soweit. Wir wollen ja beide endlich fertig werden. So bleibt so manches liegen. Der Hausputz. Der Weihnachtsbaum. Noch nie stand er so lange wie in diesem Jahr. Es war aber auch so schön, müde auf der Couch zu liegen und dann in die Lichter zu schauen. Erstaunlicherweise hat die Nordmanntanne nicht genadelt. Die Zweige hingen nur schon fast auf dem Boden. Sieht noch richtig gut aus, besonders im Dunklen:

Am Samstag hat der Baum unser Wohnzimmer in Einzelstücken verlassen. Ganz schön hart und pieksig seine Zweige. Mein Mann lag mit Rücken danieder. Die Baustelle ruhte, da habe ich die Chance für einen Hausputz genutzt. Dem Baum bin ich für seine wochenlange Treue wirklich dankbar. Eine schöne Zeit.

So, genug für heute. Ich könnte noch weiter schreiben. Aber wir haben Sonntag. Eigentlich will ich sonntags nicht arbeiten. Heute ist es so. Büroarbeit ist dran. Schreiben. Das liebe ich. Und so habe ich endlich mal wieder gebloggt und Sie wissen, warum ich mich so lange nicht gemeldet habe.

Viele Grüße aus der Renovierungszentrale von einer müden und glücklichen - morgen schreibe ich dann die Impulse für Februar!

Update 14.2.: Hier die Fortsetzung.

Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Sonntag, 31 Januar, 2016
Thema: Blog - 2016, 1. Halbjahr, Blog - Renovierung

So macht Vorrat Spaß!

Das Vorratsregal steht. Stabil miteinander über Eck verschraubt. Mit einem Wahnsinns-Schlagdübel an der Wand befestigt. Mein Mann hat alles gegeben. :o)

Im Baumarkt hab ich anschließend 6 cm hohe und 5mm schmale Holzleisten erstanden, die wir passend zugeschnitten vorne an den Regalbrettern befestigt haben. Damit ist sichergestellt, dass kein Glas so leicht aus dem Regal geschupst wird und auf dem Boden landet. Sicher. Gutes Gefühl.

An der Unterseite der Treppenstufen zur ersten Etage ist nun ein Licht mit Bewegungsmelder befestigt. Kaum macht man jetzt die Kellertüre auf: Bling! Erstrahlt das Regal und sein Inhalt in hellem Glanz!

Als dann noch die Vorräte eingeräumt waren... Erstaunlich, was da alles rein ging. Das große Schrankfach in der Küche ist jetzt leer. Toll! Die Arbeitsplatte in der Küche ist aufgeräumt. Von dem alten Nähmaschinentisch im Eßzimmer, wo auch einige Vorräte drauf und drunterstanden, haben wir schon einiges weggefuttert, der Rest landete ebenfalls im Regal. Coole Sache.

Momentane Lieblingsbeschäftigung, wenn ich unten in der Küche bin: Mal eben die Türe zum neuen Regal aufmachen und hingucken - auf unser neues Werk. Hach, herrlich!

So weiß, so neu, so hell, so aufgeräumt. Ich mag das. Jetzt haben wir auf einen Blick Klarheit, was wir noch an Gläsern, Dosen und Tetrapacks haben. So macht das Kochen auch mehr Spaß, weil gleich Ideen, was wir machen könnten, aufploppen.

Mehl, Zucker und Nudeln lagere ich lieber weiter in der Küche. So hundertprozent sicher, dass an das Regal keine Mäuse kommen, bin ich mir nicht. Mein Mann stellte sich bildhaft vor, wie sie kleine Leitern anstellen und nach oben auf das Regal klettern, mit einer Thermoskanne in der Hand und sich eine Kaffeebohne klein nagen und Kaffee kochen. :o) Schöne Vorstellung!

Der Technikchef unseres Hauses erinnerte sich, mal eine Einkaufslistenapp gekauft zu haben. Große Freude, dass er damit all die Barcodes von den Lebensmitteln einscannen konnte und so war ruckzuck eine Bestandsliste fertig. Piep. Piep. Piep. Wie im Supermarkt. :o)

Ob ich die mit zum Einkaufen nehme und demnächst mit meinem Smartphone durch die Einkaufsreihen gehe oder doch lieber mit meinem guten alten Einkaufszettel? Wobei ich mich ja geärgert habe, den immer wieder mit den fast gleichen Dingen neu zu schreiben. So kam mein Mann ja auf die Idee mit der elektronischen Einkaufsliste. Hm, mal gucken.

Ganz meinem ersten Widerstand [Meine Widerstände gegen technische Neuerungen] getreu, brauch ich da einfach noch ein bisschen Zeit zu, bis ich auch Piep, Piep, Piep - alle Barcodes einscanne. :o)

Liebe Grüße

Ihre Anja Kolberg

P.S.: Hier wie es zu der Aktion gekommen ist Bürofrust in Energie umwandeln. Platz finden. Renovieren.  ... und was schief lief Erstaunlich robust 

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Montag, 26 Januar, 2015
Thema: Blog - 2015, 1. Halbjahr, Blog - Renovierung

Erstaunlich robust

Molger ist zwar nicht standhaft, dafür widerstandsfähig. Das ergab ein kleiner, zugegeben unfreiwilliger Härtetest.

Ich konnte es am Morgen nicht abwarten, die Regale vor der frisch gestrichenen Wand zu betrachten. Also ran an das Holz. Das erste Regal an die Wand links gestellt, genau Richtung Kellertreppe. Es kurz aus den Augen gelassen, um das zweite zu holen.

Gerade noch herrlich ruhig gestanden, polterte Molger los. Kippte Richtung Kellertreppe. Verwickelte sich bei seinem quirligen Purzelbaum (obwohl es 182 hoch ist, der Platz gering, meine ich, es hätte sich überschlagen) mit einer am Rand stehenden Plastikdose Flüssigbitumen - treffend auch Erdpech genannt. Genau, flüssiger Teer. Die Dose ging zu Bruch, verteilte sich in schwarzen, sämigen Klecksen über die Kellertreppe und über das birkenfarbige Regal. Sch....!

So schnell konnte ich nicht zur Rettung eilen, da war alles schon unten. Welch Krach! Welch unnötiger Dreck!

Ich sah mich schon die gebrochenen Einzelteile zusammensuchen und wieder gen Bocklemünd fahren, ein neues Regal kaufen. Doch Molger lebt und zeigt sich erstaunlich robust. Bis auf ein herausgefallenes (hoffe nicht, gebrochenes, hab mich noch nicht getraut zu gucken) metallernes Füßchen ist alles heil geblieben. Gut, Flecken vom Bitumen und einige Dötschen am Rand. Erstere lassen sich wegrubbeln. Letztere sind nur an einer Seite des Regals, super, dann drehen wir es einfach um. Hat ja zwei Seiten.

Erster Härtetest bestanden. Jetzt warte ich auf meinen Mann. Der möge beide Regale erstmal sicher miteinander verschrauben, dann fällt es über Eck stehend - hoffe ich zumindest - wohl nicht mehr so schnell die Treppe runter. Klar ist aber auch: Ohne zusätzliche Befestigung an der Wand geht nix! Und für einen Fallschutz für die Gläser an der Regalkante werde ich auch noch sorgen. Kein Bock auf Kirschen in Glassplitterpampe! Ganz zu schweigen von den roten Spritzern an der frisch gestrichenen Wand!

Beste Grüße von der Renovierungszentrale

Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Freitag, 23 Januar, 2015
Thema: Blog - 2015, 1. Halbjahr, Blog - Renovierung

Bürofrust in Energie umwandeln. Platz finden. Renovieren.

Seit über einer Woche warte ich auf eine mir wichtige Antwort. Montag beschloss ich, nachzuhaken, um endlich Klarheit zu haben. Keine Chance, die Kontaktperson hatte Termine. Ich war frustriert, weil ich geplant hatte, mit der Antwort weiter arbeiten zu können...

So richtig konnte ich mich für keine der anderen Arbeiten auf meinem Schreibtisch begeistern.

Nun haben wir im Haus ein kleines Renovierungsprojekt:

Ich geh am liebsten nur alle 14 Tage einkaufen. Folge: Unsere Küche hat aber zu wenig Stauraum für unsere Vorräte. Das artet dann so aus, dass Gläser und Dosen gefüllt mit Kirschen, Pflaumen, Saft, Senf, Aufstrichen, Pilzen & Co. im Esszimmer und auf der Arbeitsplatte lagern. Das sieht weder schön aus, noch ist es zweckmäßig. Den Platz auf der Arbeitsplatte brauchen wir eigentlich zur Essenszubereitung. Mir geht das hin- und hergeschiebe schon länger auf den Nerv. Ich mag es gerne ordentlich.

Wir könnten ein Regal im Keller aufstellen und dort die Vorräte lagern. Aber wir haben dort ab und an im Winter Mäuse zu Besuch und praktisch ist es auch nicht, erst mal die Treppe runter zu laufen, wenn ich ein Glas Spargel möchte. In der Küche: Kein Platz für zusätzliches Mobilar.

Was also tun?

Im Flur hinter der Türe zum Kellerabgang ist eine weniger als 1 qm 'große', fast quadratische Fläche. Dort stehen Staubsauger und Minus Futtertonne auf den Fliesen. An der Wand gegenüber der Flurtüre hängt das Bügelbrett. Dazwischen an der Wand - gegenüber der Treppe nach unten - hängt das Schuhregal. Der Platz ist ausgereizt.

Doch realistisch betrachtet: Die Schuhe nutzen wir kaum. Sportschuhe, Winterschuhe, Sommersandalen. Eigentlich könnte das Schuhregal in den Keller. Dann hätten wir Platz für ein sehr flaches Regal mit 18 cm Tiefe (dann beginnt die Türöffnung) und 87 cm Breite. Da ginge ja schon mal einiges rein. Zwar nicht die Masse wie bei einem 30 cm tiefen und 1 Meter breiten Vorratsregal, doch Bequemlichkeit (nicht in den Keller gehen müssen) ist unschlagbar. :o) Auf der Suche nach einem fertigen, passenden Regal blieben wir zunächst erfolglos. Wohl oder übel müssten wir also selbst was zaubern, was vor allen Dingen unten ohne Regalböden ist, damit dort weiter Staubsauger und Futterbox stehen bleiben können.

Bis ich bei IKEA zufällig in der Badabteilung ein Regal entdeckte, das nur 18 cm tief ist, aber auch nur 68 breit. Hm. Nicht wirklich viel Fläche.

Als ich Montag dann nochmal den Platz anschaute, wo das Regal hin soll, fiel mein Blick auf die rechts angrenzende Wand und das Bügelbrett. Es staubt ein, genau wie das Bügeleisen.

Ich bügle nicht. Mein Mann bügelt nicht. Ich bekomme beim Bügeln sehr schlechte Laune, weil es nie so glatt wurde wie ich wollte. Also haben wir es einer Freundin gleich getan, die sagte, sie würde ihre Wäsche glatt streicheln. :o) Dem Trockner sei dank, sind T-Shirts eh nicht mehr so zerknittert, als würden sie auf der Leine trocknen. Also falte ich sie direkt und ab in den Schrank damit. Ja, sie könnten glatter sein und ab und an gibt es Knicke an den Ärmeln. Doch das ist mir egal. Meinem Mann sowieso.

Wenn ich eine Bluse trage, dann leiste ich mir dafür eine Reinigung. Mein Mann trägt zur Arbeit schwarze T-Shirts und seinen Kehranzug. Die Maßanfertigung aus besonders schwerem Stoff und Leder wäscht er alle paar Wochen selbst. Jo, sonst haben wir nur T-Shirts, Jeans, Socken, Unterwäsche, Handtücher. Kurz: Wir bügeln nicht mehr.

Also warum das Bügelbrett nicht endlich in den Keller packen? Nur zum Spaß maß ich den dann frei werdenden Platz aus. 69 cm von der Ecke bis zum Handlauf der Kellertreppe. So ein Zufall! Da passte das Regal genau hin. Und als ich die andere Seite nochmal nachmaß, dachte ich, ich hab mich vertan: Zwei Regale passten über Eck genau auf die Fläche. 68 Breite plus 18 Tiefe des angrenzenden Regals = 86 cm. 87 cm war der Platz an der anderen Wand. Unfassbar!

Ich war so aufgeregt, konnte es gar nicht fassen, dass wir auf einmal eine Lösung hatten für unser Vorratsproblem. Und auch noch so passend und unwahrscheinlich! Wir mussten nicht selbst ein Regal basteln. Und das fertige sah auch noch schick aus.

Montag bin ich dann - als ich Frust schob, weil ich keine Antwort hatte - kurzerhand ins Möbelhaus gefahren, vorher noch beim Wertstoffcenter gleich nebenan vorbei und einige Sachen aus dem Keller entsorgt. Wieder was von dem Stapel weg, den wir schon seit dem Sommer zur Kippe bringen wollten. Gutes Gefühl. Die Regale hab ich gleich gefunden und bin mit den beiden Molger - so ihr Name - ohne Umwege übers Café oder Krimskramsabteilungen gleich zur Kasse (wieder an die falsche angestellt, wo es nicht vorwärts ging) und zum Auto.

Nächster Tag. Dienstag. Telefontermin. Ich bekam endlich meine Antwort und die knockte mich aus. Nicht, dass ich etwas anderes erwartet hätte, eigentlich hätte ich nun mit meiner Arbeit loslegen können. Aber es ging nicht. Ich schreibe hier nicht, um was es geht, das werde ich wenn der Fall wirklich abgeschlossen ist, nachholen. Mist. Blockade.

Als Bockadenhopser begann ich damit, mein Sicherungskonzept endlich zu aktualisieren. Eine meiner externen Festplatten ist voll, eine neue liegt schon hier. Das alte Sicherungsprogramm hab ich wieder runter geschmissen, es war furchtbar. Zeit, auch beim Thema Datensicherung aufzuräumen, denn wenn da alles stimmt, gibt mir das auch ein sicheres Gefühl.

Kaum hatte ich angefangen, aufzunehmen, welche Festplatten ich besitze und wie voll sie sind, kam mein Mann nach Hause. So richtig Bock hatte ich nicht an der Arbeit, die ich gerade am Schreibtisch mache. Also Frust und Blockade in praktische Energie umlenken. Ehe ich mich versah, fragte ich meinen Mann:

"Sollen wir die Regale aufbauen? Und vielleicht schon das Schuhregal abmontieren und im Keller aufhängen?" Ehe ich mich versah, hatte mein Mann das Schuhregal von der Wand gelöst und die Schuhe in die Waschküche geworfen. Auch das Bügelbrett war nicht mehr an der Wand. Im Abreißen ist er besonders super! ;o)

Da klaffte sie mich an: Die Wand. Weiß war sie mal. Jetzt tobte dort jede Menge Schmutz. Unter dem Schuhregal war eine später eingesetzte weiße Klappe zu Versorgungsleitungen, der Spieß rundherum dunkelgrau. Und die Holz-Abtrennung zum Flur war von hinten im oberen Bereich nie gestrichen worden. 3 Meter hoch ging es da gefühlt, bis die Treppenstufen zur erste Etage begannen. Über mir nur Dunkelheit und Spinnweben. Ich hab da noch nie hingeleuchtet glaube ich.

Mein Mann hatte in der Küche Molger Nr. 1 schon fast zusammen geschraubt. Er wollte nur mal probieren, ob es passt. Ja, passte. Mit Molger 2 - perfekt über Eck die schmale Fläche ausgefüllt. Wenn es nach meinem Göttergatten gegangen wäre, er hätte das Regal einfach gleich aufgestellt. Doch nicht mit mir.

Wenn schon, dann machen wir es jetzt auch 'richtig', ich meine schön. Wir hatten vom Terrasse renovieren noch weißen Putzgrund im Keller, mit dem sich herrlich eine Wand weiß streichen lässt und weiße Holzfarbe war auch noch übrig. Also hab ich mich rangemacht. Dübel entfernt, Staub abbekommen, Löcher zugeschmiert und am zugigen Kelleraufgang irgendwie eine Stehleiter aufgestellt und angefangen zu streichen. Alles war mir lieber, als oben im Büro wieder meiner Blockade zu begegnen. Und streichen ist eh mein Ding.

Da ich teilweise über Kopf arbeiten musste, sah mein Gesicht anschließend anders aus: Weiße Farbflecke. Richtig weiß wurde die Holzwand beim ersten Streichen nicht. Eher so eine interessante moderne Mischung, wo braun hindurch scheint. Aber jetzt sieht man endlich, was da oben ist, wenn man hochschaut. Gutes Gefühl. Ich werde die Holzwand nicht nochmal streichen, das reicht so. Auch die Steinwand sieht jetzt völlig anders aus. Fünf Stunden hab ich an dem kleinen Fleckchen insgesamt gestrichen. Die raue Holzverkleidung, die beiden Wände und die Unterseite der Holztreppenstufen zur ersten Etage über mir.

Kurzzeitig war ich sauer. Warum machte ich das eigentlich? Mir war kalt, ich hatte Farbe im Gesicht, mein Nacken schmerzte wegen der komischen Haltung in der Enge. Und mein Mann machte ein Nickerchen im Warmen.

Ich überlegte: Es war ja zu wenig Platz, um zu zweit zu arbeiten. Mein Mann hatte sich zwischendurch an mir (natürlich mit gutem, schwarzem FC-Shirt) während des Streichens vorbeigequetscht, weil er unbedingt Schrauben aus dem Keller holen musste, um die neuen, praktischen akkubetriebenen LED-Bewegungslampen im Flur zu montieren. Er wartete nicht, bis ich zur Seite ging, sondern drückte sich am frisch gestrichenen Türrahmen ein weißes Muster auf seinen Rücken. Danach hatte er Vorbeiquetschverbot und Minu, die ihr schwarzes Fell auch gerne so verschönert, ebenso. Und streichen war eh 'meine' Arbeit. Zudem: Anja, sei ehrlich, du wolltest es, nicht dein Mann, jetzt machst du es. Für dich. Für dein gutes Gefühl. Und dann machte mir das Streichen wieder Spaß. Und das ist es jetzt:

Ein so gutes Gefühl, mich dort nun umzuschauen. Es wurde hell an einer dunklen Stelle. Ich kann jetzt genau sehen, was oben ist. Weißes Holz. :o) Auch der Türrahmen ist zumindest von innen gestrichen. Er war mal weiß... Eigentlich müsste die Holzvertäfelung auch von außen gestrichen werden. 18 Jahre ist es her, dass wir das Haus renoviert haben, was beim genauen hinschauen auch sichtbar wird. Doch einen Schritt nach dem anderen. Irgendwann in der Zukunft, wenn mich mal wieder eine Blockade quält...

Abends versorgte mein Mann mich dann mit Glühwein. Ah, tat das gut. Doch die Nacht war unruhig. Mir schmerzten Rücken und die Ellbogen. Die Blase hatte ich mir auch erkältet. Arg. Trotz Fleecejacke hatte ich nicht gut für mich gesorgt. Aber das Gefühl, am nächsten Tag dort die beiden Regale aufzubauen, dass der Bereich jetzt so schön ausschaut und dann endlich einen Überblick über unsere Vorräte zu haben - macht das alles wett.

Ich bin so froh, meinen Bürofrust postiv umgewandelt zu haben: In Renovierungsenergie. Wieder eine der vielen Aufgaben abgearbeitet. Yeah!

Jetzt trocknet erst mal die Farbe. Dann kommt der nächste Schritt.

Liebe Grüße von einer stolzen

Anja Kolberg

P.S. So ging es weiter: Erstaunlich robust 

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 22 Januar, 2015
Thema: Blog - 2015, 1. Halbjahr, Blog - Renovierung, Blog - Selbstständigkeit

Wer hat an der Uhr gedreht?
Weiter im Renovierungsgarten

... Ist es wirklich schon so spät?

Ja. Ist es. 22 Tage sind vergangen, seit dem ich das letzte Mal hier schrieb. Mir kommt diese Zeit viel länger vor. So viel ist in Bewegung, dass ich kaum Schritt halten kann.

Ich sitze selten am Schreibtisch, weil ich weiterhin draußen im Garten bzw. auf der Terrasse und am Haus werkle. Seit unserer einjährigen Renovierung des Hauses 1997 ist dies das größte Projekt für meinen Mann und mich. Wir haben schon viel geschafft:

Die Gartenmauer ist verkleidet, gestrichen. Holzzäune gestrichen. Haussockel verputzt. Holz der Pergola geschliffen, gestrichen und aufgebaut inklusive vor Regen schützendem Dach. Steg neu geölt. Holzmöbel abgeschliffen und gestrichen. (Die Tischplatte gefällt uns besser als bei der Neuanschaffung. Jetzt kommt die Holzstruktur mehr heraus. Davon gleich ein Foto. Ein echter Gewinn.) Eine neue Treppe von der Küche in den Garten montiert. Ein Teil der Terrassensteine schon gesäubert und neu verfugt. Die Kellertreppe verkleidet und einmal gestrichen.

80% sind geschafft. Jetzt stehen noch weitere, aber kleinere Schritte und die übrigen Terrassensteine an. Fugenauskratzen macht zwar keinen Spaß. Auf der anderen Seite hab ich jedes Jahr einmal das Unkraut entfernt und das soll durch die neuen Fugen wegfallen. Gut, die alten waren kaum mehr gefüllt. Die Zeit und der Hochdruckreiniger haben so einiges ausgewaschen.

Was wir bisher geschafft haben, ist herrlich anzusehen. Ein Genuss fürs Auge, wobei ich das Alte auch gut sehen konnte. Ich habe mich auf das Schöne konzentriert. Ich habe richtig Farbe im Gesicht und an den Armen bekommen, ohne mich dafür in die Sonne legen zu müssen. Wenn ich meine Hände auf meine nackten Oberschenkel lege, ist der Farbunterschied enorm. Früher dachte ich immer: Ich werde ja kaum braun, da war diese Disziplin im Strandurlaub noch wichtig. Heute ist es mir wurscht und merke jetzt so nebenbei: Werde ja doch braun. :o)

Das ist positv bei all der körperlich sehr anstrengenden Arbeit. Ebenso, dass ich wahrhaftig 3 kg verloren habe. Körperliche Betätigung macht sich also auch auf der Waage bemerkbar. Außenstehende hatten mir das angesehen, doch ich sah nichts auf der Waage (stelle mich bei Bedarf so 1 - 4 mal im Jahr drauf - im Gegensatz zu früher, da wars täglich, morgens nach dem Bad). Heute früh zeigte es sich auch dort. Schön!

Ein schönes Gefühl auch, dass wir beide, mein Mann und ich, das alles alleine geschafft haben. Ohne Kräfte von außen. Es gibt mir als Frau wieder einmal das Gefühl, was ich leisten kann (und auch mal wie ein Mann anpacken). Ich traue mir auch mehr zu. Gut fürs Selbstbewusstsein. Und es gibt ein starkes Gemeinschaftsgefühl für unsere Partnerschaft, was uns richtig gut tut. In Krisenzeiten ist es für mich ein Kraftanker, mich an diese Erlebnisse zurück zu besinnen und zu merken: Wir haben an einem Strang gezogen und das geschafft.

Haben Sie mit Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner schon mal zusammen gearbeitet? Boah, zum Teil prallen da so unterschiedliche Welten aufeinander... Doch inzwischen können wir immer besser miteinander streiten. Nach 21 Jahren Ehe spielt es sich immer mehr ein, sich gegenseitig zu lassen, sich zu behaupten, auf den anderen einzugehen, Toleranz und Durchatmen üben ... Jeder Mensch hat so seine Lernaufgaben...

Jetzt habe ich endlich wieder geschrieben. *Hüpf* Ich weiß, einen angekündigten Beitrag über das auf mich selbst konzentrieren wollte ich noch schreiben. Der kommt noch. In diesem Moment freue ich mich, dass ich wieder gebloggt habe. Mir Zeit genommen habe, hier zu sitzen und meine Finger über die Tasten hüpfen zu lassen und Sie an meiner kleinen Welt teilhaben zu lassen.

Es hat richtig gut getan, mir die positiven Dinge und Errungenschaften anzuschauen und darüber zu berichten. :o) Das ist auch ein wichtiger Bestandteil des gesunden Lebens.

Alles Liebe aus Köln & schön, dass Sie da sind und mich lesen.

Ihre Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Mittwoch, 18 Juni, 2014
Thema: Blog - 2014, 1. Halbjahr, Blog - Beziehungen, Blog - Renovierung

Rollenverteilung beim Handwerken...
Warum mache ich es nicht selbst?

Ich war/bin eine super Assistentin. Weil ich mitdenke, voraus schaue, gut zuarbeite, ganz bei der Sache (des anderen) bin - mit der Zeit alles Wichtige so verinnerliche, dass ich es eigentlich selbst tun könnte.

Das zeigt sich im praktischen Leben - zum Beispiel bei der Renovierungsarbeit, die jetzt draußen am Haus statt findet. Habe ja schon davon berichtet. Es zeigte sich auch in meinen Jobs, die ich früher hatte. Und auch letztes Jahr, als mein Mann die Betreuung für seinen verunfallten Chef übernahm, griff ich ihm unter die Arme: Hörte zu, überlegte mit, sortierte die Buchhaltung, verschaffte einen Überblick über die Lage, litt auch mit und machte Mut. Doch vor allen Dingen war es das Dasein, Zuhören, Rücken frei halten und Mittragen der schweren Last.

Alles schön und gut? Nein, eben nicht. Gut, manchmal geht es nicht anders (wie letztes Jahr, doch dabei ist das eigentliche Problem, dass ich mich selbst vergesse, darüber werde ich in einem anderen Beitrag berichten), aber grundsätzlich ärgere ich mich über mich selbst. Weil ich mich unterordne und meine Fähigkeiten zur Seite stelle. Brav die Werkzeuge angebe und vorbereite, statt es selbst zu tun. Nein, nur Assistentin sein macht auf Dauer keinen Spaß.

Letzte Woche hatte ich keinen Bock mehr. Es mussten mehrere Silikonfugen gezogen werden. Mein Mann bat mich, die schon mal mit Klebeband abzukleben. Als ich das tat, fasste ich mir an den Kopf: Warum eigentlich? Das Abkleben dauerte mir viel zu lang und der Rand ist so nachher doch unsauber. Ich kann das auch selbst, ohne Abkleben. Bei der Sanierung des Hauses 1996/1997 hatte ich auch Silikonfugen gezogen.

Also schnappte ich mir das Zubehör, die Silikonspritze (wie funktioniert die nochmal?), wechselte die Kartusche, nahm das Seifenspray, eine Klopapierrolle zum praktischen Aufnehmen des überflüssigen Acryls (gelernt von meinem Bruder, der das Tischlerhandwerk lernte), einen Abzieher und los. Hey, und es klappte. Es wurde richtig gut! Denn was ich (auch) richtig gut kann, ist genau arbeiten.

Zum Beispiel an Fuß- und Deckenleisten so genau vorbei streichen, dass man nicht abkleben muss. Dauert länger, ist aber sauberer und macht Spaß. Mein Mann hingegen ist gut bei groben und auch körperlich anstrengenden Arbeiten. Er kann ruckzuck was einreißen und schwere Arbeit wegmachen, dass ich immer wieder staune. Fürs Genaue fehlt ihm die Geduld. Deswegen streiche ich bei der Raumrenovierung auch immer die Kanten und mein Mann übernimmt mit der Rolle die großen Flächen. Ersteres dauert, was mich nervt, weil die großen Flächen in kürzerer Zeit nach viel mehr aussehen. Da mir aber wichtig ist, dass es ordentlich ist, übernehme ich die filigrane Arbeit. Klar, ich könnte auch die Flächen noch streichen, mache ich auch manchmal. Aber warum sollten wir es nicht zusammen machen und so ist die Arbeit insgesamt schneller fertig? Ruhm oder Schönheit? Ich entscheide mich für die Schönheit bzw. dafür, dass es 'schön' und ordentlich wird und nicht nur schnell fertig.

(Mein Gott, hat Sting eine attraktive Stimme! Hab mir eben nochmal dieses Video angeschaut. Er hat was. Stimme in jedem Fall. Und eine Art Verletzlichkeit? Tiefe? Was ist es? Ich kann es nicht ergründen, lasse mich jetzt von Stings Stimme begleiten. Herrlich... So weiter im Beitrag, das musste jetzt unbedingt eben reingeschoben werden.)

Mein Mann stutzte erst, als er am Telefon fragte, ob ich die Fuge schon abgeklebt hätte und statt dessen erfuhr, ich hatte sie selbst schon gezogen. Als er sie live sah, freute er sich, dass er die Arbeit nicht machen muss und dass es so gut geworden ist.

Also, warum diese Scheu, Anja? Du bist nicht mehr das Kind, das seinem Vater bei der handwerklichen Arbeit zuschaut und ihm dabei zur Hand geht. Du bist erwachsen. Du kannst es selbst. Warum diese Scheu? Hat es außer der Gewohnheit damit zu tun, Verantwortung zu übernehmen? Ja, auch. Was ist es noch? Es ist die Angst, in Bereiche vorzudringen, in denen ich mich nicht so gut auskenne. Wo es viele gibt, die sich besser auskennen. Ich bin ja keine gelernte Handwerkerin, auch wenn ich dazu bestimmt das Zeug gehabt hätte.

Es war immer ein 'Mann' im Haus. Früher mein Vater. Heute mein Mann. Und ich kenne es so, dass die die handwerklichen Arbeiten übernehmen. Ich stelle mich da eine Stufe nach hinten und arbeite eher zu. Klassische Rollenverteilung! Schrei!

Will ich das? Nein! Tue es aber trotzdem und ärgere mich darüber. Nun, ich durchbreche ja das Muster. Mache Dinge selbst wie die Silikonfuge, weil ich sie mir zutraue und dieses genaue Arbeiten eher mein Ding ist. Meine Schwester erzählte mir, dass sie an ihrem Haus eine Wand verputzt hat. Wow! Ich war sprachlos. Wieso? meinte sie, steht doch auf der Packung drauf, wie es geht. Cool! Meine Schwester. In ihrem Haus gibt es keinen Mann. Da ist diese Selbstverständlichkeit der klassischen Rollenverteilung einfach nicht gegeben - und sie packt es an. Würde ich dann wahrscheinlich auch tun, wenn es so bei mir wäre. Ja, vielleicht ist es auch die Angst, der Mann kann es besser. Weil er Handwerker ist. Dabei sehe ich bei meinen Ideen und Handeln, dass ich auch geschickt bin, vorher gut überlege, auch manches versaue... aber so ist das eben, dann macht man es wieder gut und gut ist. So geht es den Männern ja auch.

Ein Problem: Ich glaube, andere können es besser als ich. Wenn ich dann genau beobachte, merke ich: Das stimmt nicht. Jeder hat bestimmte Vorlieben, kann das eine besser als das andere, aber keiner kann alles besser. Übung spielt eine große Rolle. Manchmal wohl auch so tun, als ob man es gut/besser kann, obwohl das nicht stimmt. (Weil es erwartet wird, man selbst es von sich erwartet oder weil man es glaubt). Durch Versuch und Irrtum, neu machen und verbessern - entwickelt sich dann eine Fähigkeit. Also, mehr Mut, Anja. Nicht nur streichen. :o)

Gut, auf der anderen Seite muss ich ehrlich bekennen: Ich hasse alle Arbeiten, die mit Kalk zu tun haben. Beton, Mörtel, Spieß... Nix für mich. Zu dreckig, wobei ich mich gut im Garten dreckig machen kann. Aber gegen Kalk bin ich 'allergisch'. Um diese Arbeiten mache ich gerne einen Bogen und bin froh, sie nicht machen zu müssen. Bohren gehört auch dazu. Ich hasse Bohrstaub. Wenn mein Mann hier in der Wohnung bohrt, stehe ich mit dem Staubsauger daneben, damit er sich möglichst wenig verteilt. Als in meiner Zollstocker Coachingwerkstatt ein Rohrbruch beim Nachbarn war, musste bei mir im Bad die Wand aufgeklopft werden. Das passierte, während ich nicht da war. Mein Vermieter hatte mich informiert und so gut es ging alles abgeklebt, damit es nicht staubte. Doch wer so was schon mal mitgemacht hat, weiß: Dieser feine weiße Kalkstaub ist überall. Wenn ich schon dran denke, bekomme ich Aggressionen und die Nackenhaare stellen sich auf. Homöopathen könnten daraus wahrscheinlich Schlüsse ziehen, warum ich so auf dieses Material reagiere...

Fazit: Es gibt handwerkliche Arbeiten, ....

... die mag ich und die mache ich auch ohne um Rat zu fragen oder mich unterzuordnen. Da bin ich Chef. Streichen zum Beispiel. Silikonfugen ziehen. :o)

... die mag ich nicht und bin froh, dass ich sie nicht machen muss. Bohren zum Beispiel, Wände aufklopfen.

... da traue ich mich noch nicht/selten/gar nicht ran, weil ich denke, die anderen (bei handwerklichen Arbeiten: Männer) können es besser. Wobei die auch falsch liegen können, es selbst ausprobieren müssen, nachfragen (was offenbahr für viele Männer so schwer ist... Ich hab null Probleme damit, mir im Baumarkt was erklären zu lassen - nach dem Weg zu fragen.).

Ich denke, wer Handwerker ist, kann alles handwerkliche. Als bekommen sie eine Allzweckwaffe in der Ausbildung, Gesellen- und Meisterzeit überreicht. Dabei ist das Quatsch. Die können doch auch nicht alles! Mein Mann hat draußen zum Beispiel auch das Elektrische gemacht. Er ist Schornsteinfeger. Ich würde das Elektrische nicht anpacken (mein Papa ist Elektriker), davor habe ich zu viel Respekt. Nun, mein Mann macht es einfach. Er kann ja auch viel. Aber - jetzt kommt der entscheidende Punkt: Das hat diesmal auch nicht auf anhieb geklappt. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft die Sicherung rausgeflogen ist. Ich will ihm nicht unrecht tun: In der Regel klappt das. Hier war es ein besonderer neuer Schalter, der Mätzchen machte. Die Sicherung sprang raus. Na und? Er hat solange probiert, bis es klappte. Fertig. So einfach ist das. Beim nächsten dieser Schalter weiß er, was zu tun ist. Lernen durch Tun.

Das könnte ich mir mal hinter die Ohren schreiben, noch besser verinnerlichen: Andere können es nicht automatisch besser. Sie können es besser, weil sie sich trauen. Weil sie versuchen, üben, scheitern, dabei lernen und sich verbessern. Und so zum Meister werden. So geht es. Durch zögern, zaudern, alles auf anhieb perfekt machen wollen bleibt man/frau (ich!) nur stecken.

Mein Wunsch: Mehr Mut bei den Dingen, wo ich noch wenig praktische Erfahrung habe - in dem ich es einfach tue. Mut, Fehler zu machen. Mich weiter zu entwickeln. Besser werden. Nur so geht es. Keiner kommt als Profi auf die Welt!

Heute regnet es Bindfäden. Herrlich. Ich müsste Holz schleifen, bevor es den ersten Anstrich bekommt. Das soll vorher nicht nass werden. Also bleibt es im Keller: Pause! Zeit, nachzudenken, zu reflektieren, diesen Beitrag zu schreiben, neue E-Cards zu fertigen:

Neue Ecards

Im Garten blühen die Rosen wie schon Jahre nicht mehr. Auf dem Foto sehen Sie Leonardo Da Vinci, die letztes Jahr einen großen Trieb verlor. Ich befürchtete, sie schafft es nicht. Jetzt schauen Sie sich an, wie Sie es geschafft hat!

Auch die weiße Kletterrose steht voller Knöpfe. Auf dem Foto eine ihrer vielen Blütenrispen. Und das alles schon im Mai und nicht erst im Juni. Dieses Jahr ist wirklich anders als all die Jahre davor. Schon im April blühte eine Rose!

Fünf Pfingstrosen brachte mir meine 'heilige' Staude, die ich aus einem alten Bauerngarten geschenkt bekommen habe, als Geschenk. Die pinken Blüten haben mein Büro lange beduftet. Wenn ich hier rein kam: Hmmm, tief einatmen, wohlfühlen. Jetzt steht die rosafarbene Gertrude Jekyll auf meinem Schreibtisch mit einem Zweig Frauenmantel. Sieht schön aus, auch wenn sie nur stark duftet, wenn ich meine Nase in die weichen Rosenblüten halte. Die Pfingstrose konnte nur durch ihre Anwesenheit den ganzen Raum erfüllen!

Alles Liebe,

Ihre Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 27 Mai, 2014
Thema: Blog - 2014, 1. Halbjahr, Blog - Beziehungen, Blog - Renovierung

Was mir gerade gut tut

Endlich lässt die ewige Erkältung- und Schlappseinssphase nach. Sie hat mich mürbe gemacht. Jetzt gewinne ich spürbar an Kraft zurück. Woran das liegt?

Die körperliche Arbeit an der frischen Luft tut mir gut. Auch wenn ich darauf oft keine Lust habe, unterstütze ich meinen Mann, der sich vorgenommen hat, unsere Terrasse zu verschönern.

Dazu gehört, eine freistende Wand auf der Grenze zum Nachbarn zu verkleiden, zu spachteln, zu schleifen, zu streichen. Der Haussockel wird noch verputzt, die Treppe in den Keller verkleidet und zwei Holzelemente an der weiterführenden Gartenmauer müssten ausgetauscht werden. Praktisch, denn zwei Elemente sind durch die Verkleidung der Wand jetzt frei geworden.

Laaange Einkäufe - im Baumarkt, was nicht so ganz mein Fall ist. Beim ersten Einkauf waren wir drei Stunden dort, bis wir alles gefunden und uns durch x Auswahlsituationen (welcher Lack, welche Rolle, wo ist eine Holzspachtelmasse, die auch für außen geeignet ist...) durchgewuselt hatten - trotz Einkaufsliste und Fragen der Belegschaft. Ausgerechnet an dem Tag war es sehr sonnig und auf dem Parkplatz beim Einladen sehr heiß. Keine gute Kombination, die meine Stimmung steigert. Aber als dann endlich alles zu Hause im Keller verstaut war, ein gutes Gefühl.

Obwohl ich keine Lust hatte, zu helfen, tat ich es trotzdem. Bei uns zu Hause, also meiner Ursprungsfamilie, haben wir alle mit angepackt. Gleich, ob Mädchen oder Junge. Gut, mein Bruder mehr, aber jeder kann was zum Ergebnis beitragen. Mein Vater ist Elektriker und in meinem Elternhaus wurde viel umgebaut und renoviert. Wir haben geholfen. Und sei es, Werkzeug angereicht, etwas gehalten, aufgeräumt. Lust hat uns das damals glaube ich auch nicht gemacht? Nun, so freut sich mein Mann jetzt über meine Dienste als Assitentin. :o) Sein Gebiet: Sägen, Bohren, Schrauben, Planung, Kopf des großen Ganzen. Mein Gebiet: Assistentin, Ideengeberin, Mitplanerin, Arbeiten wie Spachteln, Schleifen, Aufräumen und wenn es dann ums Streichen z.B. der Wand oder der Holzelemente geht, bin ich in meinem Element. Dann träller ich 'Komm ein bisschen mit, nach Italien, komm ein bisschen mit ans blaue Meer...' Das Lied geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich glaube Bernd Stelter spielte es in seinem Bühnenprogramm, das abends im WDR lief.

Abends gibt es wehe Füße, steife Knochen und Muskelkater. Und ein gutes Gefühl, weil ich sehen kann, was wir geschafft haben.

Anfangs war ich nörgelig, weil ich ja eigentlich in meinem Büro was machen wollte. Ich will endlich (...) vorwärts kommen. Doch die Realität sah durch meine Erkältung und Leistungstief nicht so aus. Nach einem Urlaub brauche ich Zeit, um wieder vollständig in den Alltag zu finden, so eine Beobachtung von mir. Es wäre anders, wenn ich gleich einer vorgegebenen Struktur nachgehen würde, wie einer Festanstellung. Da ich aber frei in meinem Büro zu Hause arbeite, ist das anders. Obwohl, mir fällt gerade ein, als wir dreieinhalb Wochen Schweden mit Freunden bereisten, Stockholm, Götakanal, Göteborg, das war glaube ich 1995. Damals war ich noch festangestellt und es ist mir auch schwer gefallen, wieder in Fluss zu kommen.

Auf jeden Fall merke ich, dass es mir durch die körperliche Arbeit besser geht. Ich nehme manches im Büro nicht mehr so wichtig und kann mich auf wesentliche Punkte konzentrieren, die ich dann hier erledige. Meine Stimmung ist gestiegen.

Bei der Erkältung haben Allergietabletten gegen die Heuschnupfensymptome geholfen. So konnte die Erkältung abheilen und mein Körper musste nicht zwei Baustellen bearbeiten.

Und was mir auch gut tut, sind die grünen Smoothies. Ich trinke sie seit letzter Woche Montag. Eine gefühlte Ewigkeit schon wollte ich sie morgens als Frühstücksersatz trinken. Ich dachte immer, es fehlt der Hochleistungsmixer und hatte mein erstes Experiment in Erinnerung. Der Smoothie schmeckte echt bitter. Urg. Vorletzte Woche lief mir zufällig ein Video eines jungen Mannes über den Weg, der die Smoothies nett erklärte, die Vorteile und dass man am Anfang auch mit dem normalen Pürierstab arbeiten kann. Wichtig sei, der Smoothie soll schmecken. Mischungsverhältnis 60% Obst, 40% grünes Blattgemüse. In den Topf die Hälfte Wasser geben. Pürieren, bis alles klitzeklein ist und genießen. In meinem ersten Smoothie hatte ich ein ganzes Paket frischen Babyspinat gepackt und nur eine Banane. Kein Wunder, dass der bitter und zum Abgewöhnen war. Jetzt schmecken mir die Smoothies, weil ich im richtigen Mischungsverhältnis Obst reingebe. Ich genieße die Energiebomben, die meinem Immunsystem gut tun.

Auch das ist derzeit ein Baustein zum Glück.

Die Regentage helfen nicht wirklich bei den Arbeiten draußen, besonders wenn man auf die Zeitfenster Wochenende und später Nachmittag angewiesen ist. Auf der anderen Seite verschaffen sie auch Ruhephasen, die wichtig sind. Eigentlich habe ich so Sachen am liebsten sehr schnell erledigt. Doch zumindest Trockenheit brauchen wir, um draußen zu arbeiten. So darf ich daran arbeiten, mich auch hier in Geduld zu üben und zu akzeptieren, dass das Projekt länger dauert, als ich eigentlich will. Es gibt noch einige Punkte, die wir hier an dem alten, aber 1996 unter der Kraft vieler sanierten Haus tun könnten. Wenn man bei uns die Treppe in die erste Etage hochgeht, kann man seitlich unter die Verkleidung der Flurdecke schauen. Ein Stück Vergangenheit begutachten. Eigentlich müsste dort eine Abdeckung hin. Auf der anderen Seite habe ich manchmal gedacht, so sieht man wie es hier früher war. Bei dem Kreativtempel Bösner hat man sogar einen ehemanligen Wasserschaden eingerahmt. Vielleicht sollten wir das hier auch so tun. :o) Im Garten haben wir in den letzten Jahren regelmäßig gearbeitet. Wir können dann aber auch gut jahrelang nix tun...

Eines ist sicher: Nach dem Projekt ist erst mal wieder viel nixtun und faulenzen in der Freizeit angesagt.

Auf meinem Schreibtisch stehen Maiglöckchen aus dem Garten. Die duften herrlich. Auf dem Tischkalender 'Ich bin gut zu mir' spielen sie im Mai eine tragende Rolle. Es geht um Selbstliebe und mich selbst dufte finden. In den monatlichen Mailimpulse habe ich dazu geschrieben. Ich liebe diese Arbeit!

Ganz herzliche Grüße und schöne Maitage

Anja Kolberg

PS: Weiter zum Renovieren berichte ich hier und hier und hier.

Direktlink dieses Artikels, um darauf zu verweisen:
https://www.frauencoaching.de/archives/2014/05/entry_6838.html
Ich erlaube nicht, dass meine Texte und Bilder kopiert und außerhalb dieser Webseite genutzt werden. Wenn Sie das machen möchten, schreiben Sie mir, um eine Vereinbarung zu treffen.

Erstellt durch: Anja Kolberg am Freitag, 09 Mai, 2014
Thema: Blog - 2014, 1. Halbjahr, Blog - Renovierung

Rosige Zeiten

 

Die Ära des hellen Maigrüns in meinem Büro ist beendet. Am 21. Februar (!) 2008 begann sie und sie endete am 19. und 20. Februar 2012. Ich bin gerade sehr erstaunt, dass es um den gleichen Tag vor vier Jahren war, als ich mein Büro grün strich. Das bemerke ich erst gerade, als ich den alten Blogbeitrag raussuche. Spannend!

Das Grün hat mir Kraft gegeben, es gehört zu meinen Lieblingsfarben, nicht umsonst ist sie auch die Hintergrundfarbe dieser Webseite. Die Farbe steht für mich für Neuanfang, Veränderung, Bewegung. Das Sprießen frischen Blattwerks in der Natur.

Vor einigen Wochen schon spürte ich den Wunsch nach einer farblichen Veränderung. Doch welche Farbe sollte es sein? Blau? Nein. Rot? Auf keinen Fall. Beige oder Creme? Nein, geht auch gar nicht. Zu ruhig für mein Arbeitszimmer. Meine Aufmerksamkeit drehte sich mehr und mehr um Rosa. Unser Wohnzimmer, welches gleich neben meinem Arbeitszimmer liegt, haben wir vor anderthalb Jahren in einem hellen Grauton, eine Wand in einem dunkleren Grauton und die Wand hinter unserer Couch in einem Aubergine-Ton gestrichen. So ähnlich wie das Kleidchen von meiner Lilo oben auf dem Bild. Meinem Mann und mir bekommen die Farben dort sehr. Und ich hatte innerlich den Impuls, beide Räume mehr miteinander harmonisieren zu lassen. Das Grün und das Aubergine waren nicht wirklich harmonische Partner. Rosa würde gut dazu passen.

Rosa steht für mich persönlich für Selbstliebe. Davon kann ich einen ganzen Haufen brauchen. Karnevalssamstag habe ich Nägel mit Köpfen gemacht. Rosa Farbe mischen lassen (ah, genau, auf der Farbkarte von Schöner Wohnen ist es die Mild-Karte mit dem Ton 01.026.01) für eine Wand. Für die drei übrigen Seiten mischte ich zu der noch reichlich vorhandenen hellgrauen Farbe einen Topf Weiß dazu. Im Wohnzimmer sieht dieses Hellgrau nämlich herrlich zu dem Bucheton unseres Fußbodens aus. Der ganze Raum in Rosa wäre mir zuviel gewesen.

Sonntag habe ich die Möbel verrückt. Da ich seit Jahren mein Inventar reduziert habe, konnte ich es jetzt einfach in die Mitte meines Büroraumes stellen und hatte noch genügend Raum, um die Wände zu streichen. Ich musste nicht mehr wie noch in 2008 das Wohnzimmer mit meinem Inventar in Beschlag nehmen. Loslassen hat so seine Vorteile...

Rosenmontag habe ich dann rosa und hellgraue Farbe aufgetragen. Ich war traurig, dass mein Grün mehr und mehr ging und an das Rosa musste ich mich erst gewöhnen. Ganz schöne Veränderung!

Heute, einen Tag mit meinem 'neuen' Büro finde ich es einfach dufte. Ich liebe meine rosa Wand! Jetzt mache ich mich auf den Weg, um ein paar Farbtupfer zu besorgen. Die Gardinen (weiß) werde ich weiter nutzen, die kommen jetzt erst mal in die Waschmaschine. Mal schauen, welche Bilder ich an die Wand hängen werde. Vielleicht eines meiner Fotos vergrößern?

Ich freue mich auf rosige Zeiten. Und auf die unbewusste Beschäftigung mit der Selbstliebe. Ein so wichtiges Thema!

Herzliche Grüße aus Köln

Anja Kolberg

Wenn Sie auf diesen Beitrag hinweisen möchten, nutzen Sie diesen Link: https://www.frauencoaching.de/archives/2012/02/entry_6716.html
Das Nutzen der Inhalte außerhalb dieser Webseite erlaube ich nicht.

Erstellt durch: Anja Kolberg am Mittwoch, 22 Februar, 2012
Thema: Blog - 2012, 1. Halbjahr, Blog - Renovierung

Schön!

Nach dem Zahnarzttermin heute früh brauchte ich unbedingt eine große Portion Wellness: Frisörbesuch.

Das Ergebnis war nicht beabsichtigt, gefällt mir jedoch ausgesprochen gut: Experiment gelungen. Willkommen an der Lockenfront. Mal wieder schnipp-schnapp. :o) Diesmal gibt es auch ein Foto von mir - gleich vor der frisch gestrichenen hellblauen Wand... vage kann man da auch meine weiße Papiermöve entdecken.

 

Das ausgeschnittene Wohnmobil will noch nicht so recht auf der Wand halten. Sie wird zu einer riesig großen Zielcollage für mich. HÜPF! Das ist mein Wunsch: Einen Teil des Jahres mit dem Wohnmobil durch Europa fahren, Mann und Hund dabei, dabei Schreiben, Fotographieren und mit den Ergebnissen meinen Lebensunterhalt bestreiten. :o) Klingt das nicht himmlisch?

Shaun lässt übrigens noch auf sich warten. Davon habe ich glaube ich im Blog bisher nichts geschrieben. Ich habe ein Wandsticker von dem putzigen Schaf und seiner Herde entdeckt. Dabei bilden sie alle eine Pyramide, oben auf Shaun mit dem Fernglas in die Weite blickend. Das Bild hat mir so viel Freude gemacht und es passt hervorragend zu meinem Wandbild: Schafe auf dem Deich. Sie halten Ausschau nach all den wundervollen Dingen, die bereits hinter dem Horizont auf mich warten. HÜHÜPF!

Daran habe ich immer mehr Freude. Wie sich diese Wand so entwickelt hat. Herrlich. Ich überlege schon, was noch auf die Wand gehört. Die größte Collage meines Lebens!

Die Sonne scheint hier in Köln, blauer Himmel, es ist ca. 9 Grad, Frühlingsgefühle kommen auf. Schöööööön!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 18 Februar, 2010
Thema: Blog - 2010, 1. Halbjahr, Blog - Renovierung

Grün, grün, grün...

... sind bald alle unsere Wände! Quatsch, aber irgendwie macht sich so'n Gründtrend breit.

An unsere Terrasse hinterm Haus grenzt ein riesengroßer Schuppen vom Nachbarn an. Die Wände sind freucht, der Putz blättert ab. Nicht schön drauf zu gucken. Wir streichen ihn alle paar Jahre, so geht es dann. Nun, es war mal wieder soweit. Bisher war die Wand hellgelb, inzwischen aber mit vielen grauen Flecken fehlender Farbe.

Ich wollte die Wand erst dunkelrot streichen, dann dachte ich beim Sitzen auf der Terrasse: Nein, nicht rot. Grün! Mein Mann wollte auch lieber grün statt rot, als ich ihm die Wahl ließ. (So tragen wir beide die Verantwortung...) Auf dei der Webseite Schöner Wohnen kann man Häuser virtuell anpinseln. Ich suchte mir einen Farbton aus - ja, sah gut aus.

Allerdings war der Schreck dann schon groß, als ich mir den Farbton im Baumarkt an den kleinen Farbtäfelchen anschaute (L319 für alle, die mal gucken wollten). Puh, nein, lieber was helleres. L120 haben wir genommen, aber der Schreck war dann noch größer, als ich gestern Nachmittag den Eimer aufmachte. Das sah NEONgrün aus. Ein Stück Probewand und ich hab mich halb kaputtgelacht, so grell sah das aus. Puh, näh, ging gar nicht. Man kann den Farbton dann aber nicht wieder unter die Farbmaschine stellen und einen anderen aussuchen, sondern nur Abtönfarbe dazu kaufen und selbst weiter mischen oder neue Farbe kaufen. Ich wollte nicht noch mal 40€ ausgeben, also habe ich Abtönfarbe gekauft und gemischt. Ahhh, mein Auge entspannte sich langsam. Auch meinem Mann gefiel der dunklere Ton. Als ich fast fertig mit Streichen war, riefen die Nachbarn ein paar Gärten weiter begeistert: "Das sieht gut aus! Schön!" Puh, gut.

Auf der anderen Seite der Gärten gingen drei Frauen auf den Balkon, es folgte ein kreischender Ausruf, den ich kaum nachmachen kann. Hörte sich nach blankem Entsetzen an. Gut, die haben jetzt was zu gucken, wenn sie zu uns vorwitzig runter schauen (oder lassen es wegen der abschreckenden Wirkung ganz). Dafür laufe ich auch nicht nackt auf der Terrasse rum.

Ich finde, es sieht gut aus, ist jetzt ein relativ heller Olivton, mit den dunkelbraun gestrichenen Holzpalisaden davor sieht es gut aus. Klar, dezent ist anders. Aber was schadet schon ein bischen Farbe im Leben? Weiß kann jeder.

Mir ist beim zweiten Anstrich zum Abschluss noch die Farbrolle auf den Kopf gefallen. So lange habe ich noch nie unter der Dusche gestanden, die Farbe wollte und wollte nicht rausgehen. Da wusste ich auf einmal, warum die Menschen Zeitungshüte beim Streichen tragen...

Genug geschnackt, ich muss noch Tasche packen und dann geht es los - auf ins Bergische!

Schönes Wochenende!

Anja Kolberg

... jetzt sind mir fast die Brötchen im Backofen verkokelt, die habe ich über's Schreiben ganz vergessen. Kross schmeckt ja auch... :o)

Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 28 August, 2008
Thema: Blog - 2008, 2. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer, Blog - Renovierung

Der Garten ist fertig!

Richtig schön ist er geworden! Ich könnte ständig am Fenster hinaus schauen. Herrlich!

Gestern Mittag war nach fünf Gartentagen der Abschluss. Zeit für Fotos:

Das fast komplette Gartenteam von rechts:

  • Der Garten- und Landschaftsbauer David Hennen, der für die Umsetzung des Plans in die Praxis zuständig war. Es hat Spaß gemacht, mit ihm zusammen zu arbeiten und von seinem Fachwissen zu profitieren.
  • Gartenarchitekt Bernd Franzen plante den Garten. Er hat es verstanden aus all meinen Wünschen die herauszuziehen, die im Rahmen des Gewinns umsetzbar waren. Ich bin einfach begeistert.
  • Mein Schwiegervater Günther Kolberg half die ganze Woche unermüdlich mit. Als Renter fängt das Leben noch mal ganz neu an!
  • Und dann sehen Sie noch mich. Ich bin einfach glücklich.
  • Auf dem Bild fehlen mein Mann Guido und unsere Minu, die natürlich auch kräftig geholfen haben.

Wir danken Felix Krause von hauptsache-garten. Das Internetportal für Gartenfreunde hatte letztes Jahr diesen Preis ausgeschrieben. Und ich war die glückliche Gewinnerin!

Jetzt kann der Frühling kommen. Ich freue mich auf unzählige schöne Stunden im neuen Garten!

Anja Kolberg

PS: So sah der Garten letztes Jahr im Frühling vor der Umgestaltung aus.

Erstellt durch: Anja Kolberg am Mittwoch, 19 März, 2008
Thema: Blog - 2008, 1. Halbjahr, Blog - Garten - Frühling, Blog - Renovierung

Jammern tut gut!

Geschehen letzte Woche Donnerstag in unserem Garten: Mein Mann und ich schafften am späten Nachmittag 1.6 Tonnen Kies für Bachlauf und Teich vom Anhänger treppauf ins Haus trepprunter in den Garten. Da wir keinen Zugang zum Garten haben, blieb gar nichts anderes übrig, als ihn mit Eimern zu tragen. Eine Schubkarre wäre wegen der steilen und engen Treppe schwieriger gewesen.

Als ich den riesigen Haufen auf dem Anhänger gesehen habe, dachte ich: "Oh Gott. Das schaffen wir nie." Meinen Schwiegervater hatten wir, weil nichts zu tun war, mittags nach Hause geschickt. Jetzt wollte mein Mann nicht gleich wieder anrufen. "Wir schaffen das." sagte er zu mir.

Leider habe ich die Eimer nicht zwischendurch mal auf die Waage gestellt, aber an jeder Hand einer, das war schon heftig schwer (obwohl natürlich für mich nicht ganz voll). Ich hatte Schmerzen in den Knien, in den Handgelenken, Armen, Oberschenkeln. Und als wir 3/4 geschafft hatten, mir alles weh tat und ich dachte: 'Das schaffen wir nicht mehr.' hielt das Auto meines Schwiegervaters an. "Warum ruft ihr nicht an?" - er packte gleich mit an und ruck zuck war der restliche Anhänger leer. Ich habe nur noch die Arme in die Luft geschmissen! Nachher sagte mein Schwiegervater zu mir: "Du hattest wirklich Glück, dass Stau war, deswegen bin ich ein Bogen über Junkersdorf gefahren und wäre sonst nicht zufällig vorbei gekommen." Danke Himmel! Auch mit dem Wetter hatten wir die ganze Woche entgegen der Wettervorhersage Superglück. Der Himmel will, dass es klappt! Danke!

Freitag stand dann pflanzen, den Bachlauf verschönern und Rollrasen verlegen auf dem Plan. Der Garten ist jetzt fast fertig und sieht so aus:
 

Ist doch ein Traum, oder? Der Holzsteg ist fertig, die Pflanzen haben ihren Platz gefunden, der Bachlauf plättschert, die ersten Vögel haben am Teichrand gebadet. Hm, herrlich. Morgen steht nochmal ein Tag Arbeit an, dann haben wir es geschafft! Wahnsinn, was man alles in gut einer Woche mit einem guten Team schaffen kann!

Ich wollte hier aber eigentlich übers Jammern schreiben und das ist stark mit dem Garten verknüpft. Am Donnerstag und Freitag Abend hatten mein Mann und ich gehörig Schmerzen. Das führt dann zu lautem Aufstöhnen und Jammern beim Aufstehen und Bewegen. Und nicht dass Sie denken, ich habe mehr geheult als mein Mann, weil ich die körperliche Arbeit nicht gewohnt bin. Als Außenstehende denkt man vielleicht "stellt euch nicht so an" und will schnell darüber hinweg gehen und auf die schönen Ergebnisse schauen. Aber auch die Schmerzseite gehört zur Gartenarbeit dazu. Vielleicht ist es wie der Geburtsschmerz für den neuen Garten. (Was für eine Idee...) Ehrlich gesagt: Es tut gut! Ja, jammern tut gut. Und ich selbst konnte aufgrund der Schmerzen auch gar nicht anders (Rücken. Knie. Füße.), als meinen Schmerz kund tun. Und was soll ich sagen? Samstag waren wir beide wieder topfit! Jammern heilt Schmerzen? Das wäre doch was!

Herzlich aus Gartenhausen
Anja Kolberg
Erstellt durch: Anja Kolberg am Montag, 17 März, 2008
Thema: Blog - 2008, 1. Halbjahr, Blog - Garten - Frühling, Blog - Renovierung

Ein Päuschen machen, wenn...

... es nicht so richtig rund läuft. Wie heute zum Beispiel. Im Garten ist Pause. Gestern und vorgestern haben wir erfolgreich gearbeitet. Ich spüre jede einzelne Faser, jeden Knochen meines Körpers. Harken, schüppen, Steine tragen bin ich eben als Schreibtischtäterin einfach nicht gewohnt. Beruhigend fand ich, dass selbst mein Mann, der ja als Schornsteinfeger einen körperlich sehr anstrengenden Job hat, nach dieser Gartenarbeit seinen Körper schmerzlich fühlt...

Als der Landschaftsbauer gestern sagte, er würde Donnerstag wiederkommen, dachte ich zuerst: Prima - dann kann ich ja morgen im Büro so einiges zaubern. Hab' ich auch, aber an die dicken Aufgaben mach' ich mich nicht ran. Mir ist grad noch mal klar geworden: Warum auch, Anja? Du hast körperlich zwei Tage hart gearbeitet. Mach' heute einfach mal halblang. Morgen geht es ja schon im Garten weiter.

Schwere Aufgabe, aber ich versuch's. Manchmal ist nichts schwerer, als halblang zu machen. Ohne schlechtes Gewissen.

Übrigens: Der Garten wird ein Traum! Ich bin ganz verliebt und könnte die ganze Zeit am Fenster sitzen und rausschauen. So weit sind wir schon:

Die Rasenkante ist gesetzt, das ist der Bogen im rechten Bereich. Links das Hochbeet ist vorbereitet. Der Teich ist ausgehoben und der Aushub auf dem alten Rasen verteilt. Der Unterbau für den Steg ist gemacht und die Staustufen für den Bachlauf angelegt. Gartenbau - das ist ein Knochenjob! Und ich bin so froh, dass ich Hilfe habe von einem Gartenarchitekten, einem Landschaftsbauer und meinem Schwiegervater, der unermüdlich hilft und natürlich meinem Mann. Der Garten sieht jetzt schon super aus. Nicht, dass unser Garten vorher schäbig war, er war einfach schön, aber jetzt hat er System und es war wichtig, dass Bachlauf und Teich verlegt werden. Sie lagen zu stark in der Sonne und das Verhältnis von Bachlauf und Teich stimmte nicht. Ergebnis: vielen Algen. Und es ist einfach toll, wenn Fachleute das sind. Sie verstehen was von ihrem Geschäft. Alleine diese Rasenkante - der geschwungene Bogen. Das sieht soooooo toll aus! Ist das schön!

Jetzt lecke ich mal weiter meine Wunden.

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Mittwoch, 12 März, 2008
Thema: Blog - 2008, 1. Halbjahr, Blog - Garten - Frühling, Blog - Renovierung

Wochenende!!!

Ich freue mich auf das bevorstehende Wochenende! Nicht, weil ich super Sonnenschein erwarte (hier regnet es gerade). Nein, einfach so. Morgen kommt mein Schwiegervater und hilft uns, den Bachlauf und den Teich zurückzubauen, damit das Feld frei für die Gartenarbeiter ist (unser Garten ist nicht sonderlich groß), hoffentlich bleiben wir nicht im Matsch stecken. Am Montag, als ich die Pflanzen ausgemacht habe, war ich plötzlich auf der Terrasse 10 cm größer, so viel Lehm klebte unter meinen Schuhen... :o)

Dass man bei so einer Aktion auch Opfer bringen muss, habe ich inzwischen auch gemerkt: Zwei Stauden sind mir durch die Lappen gegangen. Ein tränendes Herz, das letztes Jahr schon so schön groß gewesen war und eine Schlüsselblume. Aber das kann ich verkraften, vielleicht hätten sie sowieso nicht in den anders gestalteten Garten gepasst. Schließlich bekomme ich dafür ja etwas schönes. Hoffe ich doch...

Jetzt weiß ich auch, warum ich so supergute Laune habe. Nächste Woche, nächste Woche da fahre ich nach Hause! Meine Familie besuchen und ein paar Tage bei Oma schlafen. Ich freue mich, ich freue mich. Hüpf. Hüpf. Hüpf. Und da wir einen neuen Laptop haben, auf dem ich gerade schreibe, kann ich von dort auch Kontakt zu Außenwelt halten. Ebenso, wie es mir in Köln möglich ist. Das mobile Büro ist auch bei mir angekommen. Mein Mann hat sich ganz schön ins Zeug gelegt, dass ich vom Laptop aus Mails abrufen kann und Bestellungen und... Vielleicht besuche ich mein virtuelles Büro doch nicht, falls ich von chronischer Unlust befallen werde, weil ich gerade draußen fotographieren will oder meine Schwester besuchen *drück* oder meinen Bruder *drück* oder meinen Papa *drück* oder mit Oma und Mama quatschen oder oder oder... *freu*

Meine Mama freut sie wie Bolle auf meinen bisherigen Laptop. Der ist schon ziemlich alt, aber zum Schreiben wunderbar geeignet. Bisher habe ich darauf geschrieben, jetzt macht es meine Mama. Ich bin gespannt, was diese neue Möglichkeit ihr alles entlockt.

Schönes Wochenende - genießen Sie die freien Stunden

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Freitag, 29 Februar, 2008
Thema: Blog - 2008, 1. Halbjahr, Blog - Garten - Frühling, Blog - Renovierung

Geschafft!

 

Ich bin stolz: Die Pflanzen sind bis auf einige große, die wir am Samstag bewegen werden, ausgemacht! Jetzt hab' ich zwar "Rücken" und bin unendlich müde (so ein schönes "müde-Gefühl" von körperlicher Anstrengung), aber heilfroh, dass ich das meiste geschafft hab! Yeah!

Der Sonnentag draußen hat mir richtig gut getan. Herrlich, ich liebe diese Zeit, wenn alles aus der Erde hinausschaut und wachsen will. So wie ich selbst auch. :o)

Schönen Feierabend!

Anja Kolberg

~ * ~

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Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Montag, 25 Februar, 2008
Thema: Blog - 2008, 1. Halbjahr, Blog - Garten - Winter, Blog - Renovierung

Gartengrün + Frühlingserwachen

Huhu da draußen! Ich werkle gerade in unserem Garten. Letzten Donnerstag sah ich beim Spaziergang das erste Grün an Sträuchern. Von Tag zu Tag wird es mehr. Die Natur rast scheinbar mit Vollgas in den Frühling! Wow, was für eine Fahrt!

Alles habe ich daran gesetzt, dass der Shop heute früh wieder im Netz ist. Das hat auch geklappt, aber als ich mir die Seite anschauen wollte, hatte mein Provider Probleme! Von außen verordnete Pause. Grrrr Ich war schon beruhigt, als ich rausfand, dass alle nicht-Netcologne-Kunden die Seite ohne Probleme aufrufen konnten. Doch ich konnte hier gar nichts tun, nur warten, bis es repariert war...

Das Gute daran: Weil ich deswegen im Büro nicht arbeiten konnte, habe ich meinen Arbeitsplatz nach draußen verlegt. Unser Garten wird Anfang März umgestaltet. Bis dahin müssen die Pflanzen ausgemacht werden. Eigentlich wollte ich damit am Mittwoch beginnen - jetzt hab ich es auf heute verlegt. Passt prima! Das Wetter stimmt. Meine Laune auch. :o)

Bei einem kurzen Boxenstopp hier im Büro - in meinem grünen Wunderland ;o) - durfte ich nun feststellen, dass der Seitenaufruf auch bei uns wieder super klappt und die erste Bestellung konnte ich auch schon entgegen nehmen. Super!

So kleine Pausen sind einfach ein Geschenk!

Ich buddel jetzt weiter.

Gärtnerinnengrüße aus Köln

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Montag, 25 Februar, 2008
Thema: Blog - 2008, 1. Halbjahr, Blog - Garten - Winter, Blog - Renovierung


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