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Im Garten blüh' ich auf.

Im Garten blüh' ich auf

Im Garten öffnet sich mein Herz. Hier bin ich glücklich. Ganz ich selbst. Eins mit mir und der Natur. Ich atme auf. Stille in mir.

Kindliche Freude macht sich breit. Was es zu entdecken gibt:

Rosenblüten, die aussehen wie Ballettröckchen. Hellgrüne und dunkelrot gezackte Ahornblätter, die sanft mit dem Wind wippen.

Farbharmonien in Grün, Rosa, Lila, Weiß. Majestätisch thront der Zierlauch auf langen Stängeln über dem Beet. Der Duft der Rose schwebt zu mir rüber.

Amseln, Meisen und Rotkehlchen baden im sanft plätschernden Bachlauf. Der Zaunkönig gibt ein Ständchen.

Das Eichhörnchen hüft heran und nascht an den Margeriten.

Einfach da sitzen, lauschen, gucken, staunen, sein.

Wenn es wärmer ist, sanft in der Hängematte schaukeln. Mich geborgen und getragen fühlen. Am von mir glatt geschliffenen Holztisch sitzen, essen, schreiben, träumen. Es gibt so viel zu fühlen, wahrzunehmen, hier kann es mir nicht langweilig werden.

Selbst bei Regen ein Ort des Glücks, so schön klingt es, wenn seine Tropfen auf Blätter, Steine, das Dach fallen. Mit einer Jacke oder dem Infrarot-Heizstrahler ist es dann auch noch angenehm, wenn es ein kitzekleines bisschen zu kühl ist.

❤Lieber Garten, Ort meines Herzens, meines Glücks, so schön, dass es dich gibt!❤

Wo du bist, blüh' ich auf.

Hier ein paar aktuelle Impressionen:

Gertrude Jekyll

Die intensiv duftende Englische David Austin Rose "Gertrude Jekyll" ist übersäht mit Blüten. Die klein geschnittenen Bananenschalen und der Kaffeesatz scheinen ein guter Dünger zu sein. Wenn du die Gelegenheit hast: Schnuppere mal an ihr.

Pflanztisch  

Der Pflanztisch ist schon sehr in die Jahre gekommen und eine liebgewonnene Dekofläche von allerlei Schätzen.

Eichhörnchen frisst Walnuss  

Große Freude bereiten uns die Eichhörnchen. Sie bekommen von uns Walnüsse. Welch ein besonderer Moment, es beim Festmahl beobachten zu können. Dann sind wir ganz still, bewegen uns nicht und hüpfen innerlich in die Höh'.

Mehr Gartenimpressionen findest du in diesen Rubriken:

Blog - Garten & Natur (auch Liste Gartensendungen)

Blog - Garten - Frühling 

Blog - Garten - Sommer 

Blog - Garten - Herbst 

Blog - Garten - Winter 

Näher beschrieben - mein Hängematten-Gefühl 

Ich hoffe, du hast die Gelegenheit, auch draußen zu sitzen. Ob im Garten, auf dem Balkon, im Park oder der wilden Natur. Draußen sein macht einfach glücklich. Und wenn es für dich aus welchen Gründen auch immer gerade nicht geht, dann hoffe ich, meine kleinen Berichte und Bilder bereiten dir eine Freude!

Hab einen schönen Tag

Deine Anja ❤

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Montag, 20 Mai, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Blog - Garten - Frühling
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Wie ich die Sehnsucht nach meiner Heimat besänftige

Ich liebe meine Heimat  

Heimat, da geht mir das Herz auf und die Sehnsucht schaltet sich ein.

Ich liebe und vermisse die Natur, die Menschen, das Gefühl, dort zu sein. Mal eben auf eine Tasse Kaffee (Tee) vorbeifahren, einen Moment quatschen - wie schön wäre das.

60 km entfernt liegt das Bergische Land, wo ich zwischen Wipperfürth und Lindlar in einem kleinen Örtchen aufgewachsen bin. 1992 habe ich meinen Mann kennen gelernt und bin zu ihm in den Kölner Westen gezogen.

Was habe ich das viele Grün vermisst!

Durch das seit 2 Jahren tägliche Nordic Walking ist mir bewusster geworden wie schön die Natur auch hier in Köln ist: Wiesen, Wald, Seen im Kölner Stadtwald, befestigte Wege hindurch, die klasse zur Bewegung an der frischen Luft sind. Kleiner und mit Verkehrsgeräuschen im Hintergrund, aber vorhanden und gleichzeitig ist der Freizeitwert insgesamt hoch.

Baum im Kölner Stadtwald

Es ist wichtig, mir das bewusst zu machen, damit ich immer mehr hier ankomme, mehr zu schätzen weiß, was ich habe. Damit geht ein Stück der Traurigkeit und Innerer Frieden breitet sich aus.

Vermisst du auch deine Heimat?

Ein paar Sätze zu mir, wenn du mich noch nicht kennst: Ich bin eine Frau auf ihrem Weg durchs Leben. Ich versuche, dem Pieksigen des Lebens positive Gedanken abzugewinnen. Mit der Schönheit und Tiefe unserer Seele beschäftige ich mich über 20 Jahre. Was macht froh? Warum macht es mich traurig? Was kann ich tun, damit es mir besser geht? Mein Innenleben und das anderer verstehen, ist ein innerer Antrieb von mir. Weil so Gelassenheit, Selbstliebe und Verständnis ensteht.

Ich liebe es, durch die Natur, Gärten zu streifen und am Meer in Dänemark zu sein. Die Schönheit fange ich in Fotografien ein und teile sie gemeinsam mit meinen Erkenntnissen hier in meinem Blog und in den jährlichen Tischkalendern.

Schön, dass du hier bist und an meinem Leben teilhast.

Anja Kolberg Köln Mai 2019 Walking

Hab einen schönen Tag

Deine Anja ❤

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 16 Mai, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Blog - Kleines Glück im Alltag
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Ferienhaus mit Hund - Reiseberichte aus Dänemark

Reiseberichte Dänemark Ferienhaus Jüttland

Das endlose weite Meer, karge Landschaft an der Nordsee, menschenleere Strände, kleine Städte zum Bummeln, all das und mehr bietet Dänemark. Unten findest du Links zu meinen Reiseberichten.

Harboøre Ferienhaus mit Blick zur Düne

Unsere Appenzeller Sennenhündin Minu brachte uns 2003 das erste Mal in den Norden, weil wir Luft und Raum wollten, möglichst ungestört am Strand laufen. Ein idealer Ort für den Urlaub mit Hund. Danke, lieber Schatz, dass du uns ins Land unseres Herzens brachtest! Seit dem waren wir elf mal im hohen Norden.

Appenzeller Sennenhund Dänemark Junghund

Hitze, Sturm, Schnee, Regen, sanfte Brise, blauer Himmel, glattes Meer und hohe Wellen,

Trans Strand

atemberaubende Sonnenuntergänge, duftende Kartoffelrosen, mit den Füßen durchs Wasser schlendern, schöne Einkaufsorte, die Eigenarten der Ferienhäuser, die freundlichen und gelassenen Dänen, historische Städte - es gibt in Dänemark so viel zu erleben!

Kalundborg West-Seeland

Das erste Mal in Dänemark hatten wir ein Ferienhaus fernab vom Strand und fuhren jeden Tag zum Meer. Es war klar, dass wir im darauf folgenden Jahr ein Ferienhaus fußläufig zum Strand wollten. Von Jahr zu Jahr fuhren wir höher, lernten immer neue Feriengebiete an der Nordsee kennen.

Mit jedem Urlaub sammelten wir mehr Wissen, was uns gut gefällt, was in unsere Reisetasche gehört und was zu Hause bleiben kann. So habe ich inzwischen eine sehr praktische Mitnahmeliste und auch eine Kochliste für den ersten veganen Urlaub in Dänemark.

Nachdem Minu mit stolzen 15 Jahren über die Regenbogenbrücke ging, fuhren wir 2018 ohne Hund nach Dänemark. Wir wechselten, damit der Schmerz nicht allzu groß wird auch gleich das Meer und fuhren das erste Mal an die Ostsee.

Tischkalender mit Meerbildern

Mit meiner Kamera und meinem Herzen fange ich Inspirationen ein und gestalte damit Tischkalender und Impulskarten, die du in meinem Shop vor Weihnachten und auch bei Amazon kaufen kannst.

Schenke dir mit den stimmungsvollen Fotographien und Zitaten zum Nachdenken eine tägliche Portion Freude & Liebe.

Hier sind meine Reiseberichte ab 2006:

Ostsee/Ost-Seeland - Svallerup Strand - das erste Mal ohne unsere Minu - Herbst 2017

Nordsee/Nordjütland - Grønhøj - ein sehr ! abenteuerlicher Urlaub in 24 Episoden - Herbst 2017

Nordsee/Mitteljütland - Trans - kleines altes Häuschen mit Meerblick - Herbst 2016

Nordsee/Mitteljütland - Vrist/Harboøre - (westlich des Limfjords) - hinter der Düne - Herbst 2015

Nordsee/Süddänemark - Insel Rømø - Havneby (Insel oberhalb von Sylt) - Blick auf das Festland - Frühlingsbeginn 2014

Nordsee/Nordjütland - Nørlev (weit oben, südlich von Hirtshals) - Winter 2010

Nordsee/Nordjütland - Steilküste Nørre Lyngby (ein Haus, das heute nicht mehr steht) - Winter 2008

Nordsee/Südjütland - Bjerregard - Herbst 2006

Wir waren vorher noch einmal im Bjerregard, davor in Sondervig westlich des Ringköping Fjords und das allererste Mal Dänemark verbrachten wir in Stauning Havn, östlich des Ringköping Fjords.

Komm doch einfach mit und schnuppere eine große Runde Entspannung und Meeresluft!

Viel Spaß beim Stöbern und Meer sehen

Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 14 Mai, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Blog - Dänemark
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Wie dem Kreativen - was mir wirklich Freude macht - beruflich Raum geben? Versuche auf meinem Weg.

Kreativ sein ist mein Ding - nur ist es kein "vernünfitger" Job ...?

Schon als Kind habe ich es so geliebt, für meine Barbiepuppe Kleider zu fertigen oder zu malen. Ich liebte mein Schwerpunktfach Kunst an der Realschule, darin hatte ich eine Eins und sprühte vor Freude. Ich wollte was Kreatives beruflich machen. Meine Wünsche: Modedesignerin, Romanautorin, Fotografin.

Lern erst mal was Vernünftiges

Nach dem ich "lern erst mal was Vernünftiges" von meinen Eltern befolgt hatte, war der Traum ausgeträumt.

Denn im Büro verdient man nun mal mehr Geld und die Hürde zu einer Schneiderlehre war unermeßlich hoch: Ich hätte für eine gute Stelle umziehen müssen. Das Lehrgeld waren damals glaube ich nur 150 oder 200 Mark - wie hätte ich das finanzieren sollen? Auch meinen Eltern fehlten die Mittel. Zudem die Warnung meiner Großmutter, dass man später von allen die Flickarbeiten macht, was wenig Freude bereitet.

Geht denn nicht doch irgendwas Kreatives?

Trotzdem hörte die kreative Beschäftigung nicht auf: Ich malte Aquarellbilder und Seidentücher, belegte Schneiderkurse bei der Volkshochschule. Unvergessen - und leider leider weggegeben - ein grauer Trachtenjanker mit weinrotem Futter und eine Jacke aus getragenen Jeanshosen. Sogar an einem Schneiderwettbewerb von Burda nahm ich teil.

Kreativer Job vielleicht jetzt?

Ich dachte auch daran Kaufmännisches und Kreativität zu verbinden, bewarb mich bei einer Schule für Modeeinkäufer in Süddeutschland und hatte dann doch nicht die Traute, die nötigen Schritte zu gehen: Ein Jahr Verkaufspraktikum, Umzug nach Süddeutschland, jobben neben der Schule, um Lebensunterhalt und Schulgebühren zu stemmen.

Als ich 1992 zu meinem Mann auf die andere Rheinseite zog, versuchte ich meine Seidentücher zu verkaufen. Ohne Erfolg. Das Nähen fand in wenigen Karnevalskostümen Raum, aber das war so viel Arbeit für so kurze Tragezeit und wie günstig waren neue zu kaufen ...

"Wichtigere" Themen nehmen Raum ein

Abendstudium ist mein Focus

Durch das vierjährigen Abendstudium zur Betriebswirtin und die parallel laufende anstrengende Stelle in der Unternehmensberatung trat das Kreative in Vergessenheit. Ich hatte die Hoffnung aufgegeben, dass es beruflich überhaupt noch Raum finden konnte.

Keine Frage, die Ausbildung zur Bürokauffrau, die Berufserfahrung, die Betriebswirtin sind eine gute Basis für mich. All das Wissen brauche ich als Selbstständige. Aber es macht mich nicht richtig froh!

Körper meldet: Du brauchst Kreativität. Privat und beruflich.

Bald nach Abschluss des Kräfte zehrenden Abendstudiums und dem Beginn meiner Selbstständigkeit zeigte mir mein Körper deutlich, dass ich einen kreativen Ausgleich brauchte: Brustkrebsverdacht, Bandscheibenvorschub, Hexenschuss. Ich hörte zu und veränderte was:

2002 besuchte ich die Sommerakademie der Alanus Kunsthochschule in Bonn-Alfter. Zwei Wochen Malen, sogar bis in die Nacht hinein. Kreative Grenzenlosigkeit, ausprobieren, mich selbst ausdrücken. Was ein Spaß! Ich lernte die Acrylfarben kennen und wie viel Freude es macht, mit den Händen zu malen!

Ich bin glücklich. Ich male wieder.

Anschließend belegte ich Kurse bei einer Kunsttherapeutin in Aquarellmalen und Plastizieren, um aus dem beruflichen Stress runter zu kommen und zu meiner Mitte zurück zu finden.

Mir hat es so gut getan, wieder mit dem Malen zu beginnen! Ein ganzes Zimmer voller Bilder entstand. Ich probierte das Malen mit Pastel- und Ölkreide aus, einige Werke landeten in meiner Coachingwerkstatt in Zollstock - meinem damaligen Büro und Veranstaltungsort.

Auf den Flipchart- und Pinwandblättern für meine Workshops tauchte dann auch erstmals Lilo auf, unten ein Bild aus 2002. (Sie tauchte also schon vor dem Blogstart 2006 auf, wie mir jetzt bewusst wurde.)

Lilo taucth auf - Workshop

Lilo entstand aus einer vereinfachten Zeichnung einer Halma-Spielfigur und einer Zeichnung, die ich bei der tollten Trainerin Birkenbihl gesehen hatte.

Kreativer Berufsworkshop

In meinen Berufsworkshops und Einzelberatungen fanden kreative und intuitive Methoden Raum: Collagen (heute oft "Visionboard" genannt) oder kurze Skizzen des momentanen Befindens. Mindmaps (Gedankenkarten), um die Vielfalt und Möglichkeiten des Inneren sichtbar zu machen. In der Einzelaufstellungsarbeit nach Eva Madelung spielen auch spontane Zeichnungen (einfach Farbe und Striche, Formen ohne Anspruch aufs Papier bringen) eine Rolle, da sie wunderbar das innere Erleben sichtbar machen.

Klick in der Freizeit

Ausgleich schenkte mir auch das Fotografieren: Ich unternahm Ausflüge in den Japanischen Garten in Leverkusen, den Botanischen Garten in Bonn, Düsseldorf. Ich habe es als Kind geliebt, mit unserer Hündin durch die Wiesen spazieren zu gehen und Stimmungen einzufangen! An den Wänden meines Kinderzimmers klebten so einige Fotos und auch in meiner Coachingwerkstatt in Zollstock zierten meine Aufnahmen die Wände.

Immer neue Tests: Wie kann Künstlerisches zur Profession werden?

Tischkalender entstehen aus Fotos und Erkenntnissen

Aus den Fotos kombiniert mit meinen Erkenntnissen aus der Begleitung von Menschen in Veränderungsprozessen entstanden 2005 die Fotokalender, später auch die Post- und Glückwunschkarten.

Hochzeitsfotografin?

Es machte mir so viel Freude, Menschen zu fotographieren und übte es an meinen Freundinnen und u.a. für die Hochzeit meiner Schwägerin. Die Bilder waren unglaublich schön! Wäre Hochzeitsfotografin nicht etwas für mich?

Ich merkte wieviel Druck ich mir machte, es für eine Auftragsarbeit wirklich gut zu machen. Mein inneres Kopfkino war extrem anstrengend. So lies ich diese Option einer beruflichen Laufbahn trotz meiner Faszination los.

Weniger Druck machte ich mir, Blüten und die Schönheit der Natur einzufangen oder eben wenn kein Auftrag dahinter stand. So blieb ich dabei.

Nähen und Handarbeiten verkrampfen mich

Einen Schneiderkurs belegte ich nach Beginn meiner Auszeit von Coaching und Workshops 2006. So ganz hatte ich den Designwunsch nicht aufgegeben.

Eine schicke bestickte Seidenjacke entstand, die passende Hose liegt heute noch unvollendet im Schrank. Ich merkte, wie ich mich im Nacken bei der Handarbeit verkrampfte. Es machte mir Stress, die Sachen wirklich gut zu machen. Und dann die Relation: Wie viel Zeit investierte ich für den kurzen Moment des Tragens, wie viel Angebot an fertiger Kleidung gab es schnell gekauft ... Also lies ich das Nähen los.

Ebenso geht es mir mit dem Stricken von Socken, worin ich mich als Ausgleich probierte und es wieder los lies. Toll, wer das alles kann. Ich bewundere das.

Romanautorin

Was im Vielklang meiner Glückstätigkeiten noch fehlt: Das Schreiben. Romanautorin oder Journalistin waren ja auch ursprüngliche Berufswünsche. Tagebuch schreibe ich seit 1982, als meine Patentante mir ein rotes Buch schenkte. An Schreibwettbewerben nahm ich teil, pflege seit 1982 eine Brieffreundschaft, schrieb zwei Sachbücher in Zusammenarbeit mit Kösel und mvg, verfasste unzählige Mails und Newsletter, mehr als 1100 Blogbeiträge.

Ein Romanmanuskript gibt es auch, das - wie du als regelmäßige Leserin weißt - schon einige Jahre auf Veröffentlichung wartet. (Ich hatte konstruktives Verlagsfeedback, doch ich ging statt in die Aktion in die Selbstkritik. Deswegen lies ich den Roman erstmal los und gab meiner inneren Heilung Raum.) Ich bin stolz, dass ich das Manuskript rein aus meiner inneren Motivation heraus fertig schrieb.

Einsame Insel nur mit Schreibmöglichkeit

Ich liebe es zu schreiben und ich brauche es auch. Ohne Stift und Schreibheft wollte ich nicht auf einer einsamen Insel sein. Ich habe den Drang, meinen Gedanken schriftlich Ausdruck zu verleihen und es bereitet mir viel Freude!

Lilo am PC für den Blog zu malen: Ein Heidenspaß. Ohne Anspruch, einfach am PC mit der Maus. Erstaunlich wie gut sich die Feinmotorik mit Übung steuern lässt, denn mit der Maus zeichnen ist ganz schön tricky. Wie leicht fällt mir das jetzt.

Zum Teil gelingt es mir, es umzusetzen

Ich bin stolz, dass es mir gelungen ist, aus meinem kreativen Schöpfungsprozessen eine Einkunft meiner Selbstständigkeit zu machen: Die Fotokalender. Was mir damals mit den Seidentüchern nicht gelungen ist - also Geld mit meiner Kreativität, meiner Kunst zu verdienen - klappt. Eine Verbindung aus Texten und Fotographien.

Ungefähr 2016 habe ich begonnen, meine Tagebuchaufzeichnungen regelmäßig durch Skizzen von Lilo zu ergänzen oder nur Lilo als Bild des Tages, Zeichen meiner Stimmung. Daraus entstand der erste Lilo-Kalender mit gezeichneten Gedanken, Gefühlen und Inspirationen. Er ist noch am Anfang, die Einkünfte decken gerade die Kosten.

Neustart Malen

Malen für die Seele

Mir hat es letzten Sommer, als ich den Lilo Kalender zeichnete, so viel Freude gemacht inmitten all der Farben zu sitzen. Ich fühlte mich als Künstlerin, frei, kreativ, wahrhaftig ICH selbst. Das will ich mehr machen. Wenn ich damit mein Geld verdienen könnte, ich wäre einfach glücklich!

Große Lust hat der Lilokalender in mir geweckt, weiter zu malen. Im Dezember habe ich mir einen neuen Aquarellkasten gekauft. Im alten - ein Geschenk meines Mannes von vor x Jahren - waren die Tuben eingetrocknet. Nun wieder einer mit Näpfchen, damit komme ich besser zurecht, wenn ich auch herausgefunden habe, dass ich die Tuben in Leernäpfchen umfüllen kann. Das habe ich mit den noch zu rettenden Farbtuben aus dem alten Kasten gemacht.

Aquarelltuben

Im Internet, besonders derzeit Instagram, finde ich viele Inspirationen, was ich alles machen kann.

Lettering Versuche

So interessiere ich mich für Lettering - also das Schönschreiben mit der Hand, Buchstaben werden gezeichnet. Ein Buch habe ich mir gekauft, einen Workshop belegt und jetzt übe ich einfach und bin verliebt in die Ergebnisse. Es tut mir gut und mein Kritiker ist leise. :-)

Hornveilchen

Ich übe mich daran, Dinge um mich herum zu zeichnen wie ein Hornveilchen oder den Aquarellkasten. Mit Techniken, die ich mir von tollen Künstlerinnen angeschaut habe (mehr auf meinem Instagram Account @anja.kolberg). Zum Beispiel, die Ränder nochmals ungenau übermalen, Farbsprenkler hinzufügen.

Aquarellkasten

So hatte ich den Farbkasten einen Tag zuvor durchgestrichen, weil mir die Anfangsskizze nicht gut genug war und nun war ich zufrieden. Klasse Gefühl! Das gefällt mir so wie es ist. Mein Kritiker ist leise.

Kritiker ist leise

Mit der Übung kommt die Sicherheit, ich gewinne neue Einblicke, verlasse den gewohnten Pfad. Das erweitert meinen Horizont und das ist ganz wichtig, weil ich mich weiter entwickeln will. Das macht Spaß und tut gut!

So sitze ich jetzt abends auf dem Sofa und zeichne auf einem selbstgebastelten Arbeitsplatz, während im Hintergrund der Fernseher läuft. So bin ich mit meinem Partner zusammen und kann das tun, was mich froh macht.

Nichts geht: Kunst schon

Geld verdienen was geht

Nach meinem Burnout zog ich mich 2006 von Workshops und 2007 von Coachings zurück. Es ging mir gesundheitlich nicht gut. Ich bin dankbar, dass ich die Kalender und den Blog hatte, die ein Zubrot zu unserem Familieneinkommen waren. Alleine hätte ich davon nicht leben können, war es unterm Strich durchschnittlich so viel wie ein Aushilfsjob. Und doch war es enorm wichtig für mich.

Kunst ist meiner Seele Ausdruck verleihen

Kunst geht

Interessante Erkennstnis: Nichts konnte ich neben dem Heilen meiner Seele und meines Körpers wirklich beruflich dauerhaft machen die letzten Jahre - außer der Kunst. Nicht neue Menschen coachen, keine Stelle im Büro (bis auf einen kurzen Ausreißer) annehmen.

Durch meine gesundheitlichen Herausforderungen war auch einem künstlerischen Mehr - weitere Printprodukte, einem E-Book aus meinen Blogbeiträgen - Grenzen gesetzt. Also nur, das was sich wirklich stimmig anfühlte, ohne wirtschaftlichen Hintergrund. Es musste für mich tiefen Sinn machen, dann ging es.

Kunst ließen Körper und Seele zu. Kunst stärkt mich. Kunst nährt meine Seele. Kunst ist richtig für mich, Ausdruck meiner Selbst. Kunst ist eine Quelle an Kraft.

Wendepunkt

Wo lang?

Nun stehe ich nach 20 Jahren Selbstständigkeit an einem Wendepunkt. Ich frage mich wie es weiter geht. Gesundheitlich geht es mir zunehmend besser. Mal sehen, was nun mit der zurück gewonnen Gesundheit kommt.

Ich wünsche mir sehr, mit dem Dreiklang meiner Lieblingstätigkeiten meinen Lebensunterhalt selbst bestreiten zu können, mit Schreiben, Zeichnen/Malen und Fotographieren.

In gewissem Umfang ist mir das all die Jahre gelungen: Durch die Kalender, die beiden Bücher, die Tantiemen der VG Wort und der VG Bildkunst. Jetzt gilt es, das auszubauen.

Von der Kunst leben

Kunst als Lebensunterhalt

Ich bin neugierig und schaue mit offenem Herzens und mit einem hüpfenden Gefühl in die Welt und auf mich selbst.

Es wird sich entwickeln und du hast daran teil, wenn du mich hier im Blog, über meinen Newsletter und auf Instagram verfolgst. Ich freue mich sehr, wenn du mir so zusätzlichen Wind unter meine Flügel bereitest. Aufwind in die Freiheit.

Auf dem Weg

Bleib neugierig :-)

Deine Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 09 Mai, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Blog - Berufl. Orientierung, Blog - Kreative Projekte
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Warum ich Wildkräuter nasche und worauf ich achte

Wildkräuter naschen Tipps und Tricks

Wusstest du, dass in Wildkräutern mehr Nährstoffe stecken als in unserem gezüchteten Obst und Gemüse? "Laut Untersuchungen von Prof. Franke der Universität Bonn haben Wildpflanzen einen bedeutend höheren Anteil an Mineralstoffen, Vitaminen und Eiweiß als Zuchtgemüsearten." (*Quelle siehe unten)

Deswegen nasche ich beim Walking durch die erwachende Natur immer mal wieder Wildkrätuer. Gerade Ende April/Anfang Mai, wo alle Blätter frisch und zart sind, ist das eine wunderbare Zeit.

Was nasche ich?

Was ich kenne und gerade frisch austreibt. Zum Beispiel

Löwenzahnblüten Wildkräuter

Löwenzahnblüten

Lindenblätter Wildkräuter

Lindenblätter

Brennessel Wildkräuter

Brennesselspitzen und

Knoblauchsrauke

Knoblauchsrauke.

Und in meinem Garten:

Giersch

Giersch - so hat er auch was Gutes - und Gänseblümchen.

Gänseblümchen Wildkräuter

Wie schmecken Wildkräuter?

Herb, bitter (Löwenzahn), neutral und leicht (Lindenblätter), scharf und würzig (Knoblauchsrauke - sooo lecker, ich freue mich schon einige Wochen bevor sie emporwächst auf ihren Genuss) und Brennesseln - meine ich eher neutral. Hab sie gestern noch gegessen. Kann mich gar nicht an einen besonders hervor stechenden Geschmack erinnern.

Giersch ist schon eine zeitlang her, dass ich die frischen Blätter genascht hab, waren ganz sanft. Moment, ich probiere noch mal eben ein Blättchen ... würzig, lecker, intensiv und mit einem Hauch eines ätherischens Öls. Gänseblümchen schmecken leicht süß und nachher etwas bitter.

Worauf achte ich?

Auf dem folgenden Bild begutachte ich eine Taubnessel, bevor ich sie vernasche. Sie hat mir sehr geschmeckt: würzig, aromatisch.

Taubnessel vorm Naschen

Ich pflücke sie, wenn ich sie nicht in meinem Garten finde, auf meiner Walkingstrecke im Kölner Stadtwald oder am Decksteiner Weiher (da stehen noch mehr, weil noch naturbelassener). Also nicht an stark befahrenen Straßen. Ebenso achte ich darauf, dass sie nicht an einer Hundegassistrecke stehen (die sind meinst nah bei Parkplätzen und Wohngebieten, je weiter davon weg, desto besser).

Ich schaue mir die Pflanzen genau an: Stehen sie so, dass sie von Tieren unberührt sind? Ebenso schaue ich mir jedes Blatt an: Ist es sauber, frei von Tieren, spricht es mich an? Ich gehe nur zu den Pflanzen hin, wenn ich mich angesprochen fühle, sonst lasse ich es.

Pieksen Brennesseln nicht?

Doch. Es gibt einen Trick, womit es einigermaßen geht:

Brennesseln ohne Pieksen essen

Spitze vorsichtig von oben mit den Fingerspitzen abpflücken, von unten nach oben abstreichen (wegen der pieksenden Härchen) und dann zusammenrollen und zusammendrücken zu einem Würfel.

Brennesseln ohne Pieksen pflücken und essen

Dann ab in den Mund. Manche Brennesseln pieksen mehr, andere gar nicht. Es ist zu überleben. :-) Mein Opa sagte: "Wo sie gepiekst haben, entsteht kein Rheuma mehr." Deswegen finde ich das halb so wild. Hört ja irgendwann auf zu brennen und zu pieksen.

Wo gibt es mehr Informationen?

Schau mal bei dir vor Ort, ob Wildkräuterwanderungen angeboten werden. Ich bin mir sicher, du wirst fündig und kannst all deine Fragen stellen, lernst erste Pflanzen und einen guten Sammelort kennen.

Alternativ hier einige von unzähligen Experten, bei denen du dich umschauen kannst, die auch Bestimmungsbücher geschrieben haben, ausbilden, Wanderungen anbieten und Rezepte: Biologe Dr. Strauß, Rudi Beiser (beschäftigt sich seit 40 Jahren mit Kräutern), Gemeinschaftsprojekt Essbare Wildpflanzen (*von dieser Seite stammt das oben stehende Zitat), Dr. Rita und Frank Lüder (Pflanzenposter mit tollen Zeichnungen sogar zum kostenlosen Download, Bücher, Links, Termine, Bestimmungsapp)

Warum mache ich das?

Linde im Kölner Stadwald

Mir ist es wichtig gesund, vital, fit und fröhlich zu leben und älter zu werden. Deswegen gehe ich unter anderem mehrmals die Woche walken, habe meine Ernährung 2017 auf gluten- und zuckerfrei umgestellt. Vegan lebe ich seit 2011 wegen meines Mitgefühls mit den Tieren, da war mir meine Gesundheit noch nicht so wichtig. Das hat sich geändert.

Es freut mich, wenn ich dich ein Stück auf meinem Weg mitnehmen kann und dich vielleicht damit anstecke. :-)

Mehr von meinem Weg liest du hier: Blog - Körper & Schmerzen und vom Walking hier: Blog - Walking 

Auf ein gesundes und vitales Leben!

Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 02 Mai, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Blog - Gesundheit, Blog - Walking
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7 Gründe, warum Walking Balsam für Seele & Geist ist

Walking hilft Seele und Geist

Walking ist nicht nur gut für den Körper gut, sondern auch für Seele und Geist. Hier 7 Gründe, warum ich das so empfinde:

1. Den Wechsel der Jahreszeiten erleben

Baum Jahreszeiten

Nachdem unsere Hündin im Januar 2018 über die Regenbogenbrücke ging und ich nicht mehr jeden Morgen vor die Türe kam, war ich dankbar, dass ich schon ein Jahr walkte und den Kontakt zur Natur behalten habe. Denn das war eines der Geschenke, die mir Minu brachte: Den Zauber der Jahreszeiten erleben und damit die Schönheit unserer Welt.

Die Natur erdet mich, zeigt den Lauf des Lebens in ihrem beständigen Wandel. Mir gibt das die Gewissheit: Diese Kraft des wiederkehrenden Neuanfangs liegt auch in mir. Nach jedem Winter folgt ein Frühling.

Ich mag es, die welchselnden Farben, Formen und Temperaturen zu beobachten und zu spüren. Im Winter sehe ich Strukturen, die im Sommer hinter dem Grün verborgen sind.

2. Wandel meiner Stimmung

Adenauar Weiher Köln

Es kommt so manches Mal vor, da gehe ich mit schlechter Laune los und komme beschwingt und mit guter Stimmung zurück. Die frische Luft, die Bewegung wirkt positiv auf mein Gemüt. Die Farben beruhigen und erheitern und die Abwechslung vom Büroinnenleben tut gut.

Die Natur nimmt mich so an wie ich bin. Sie wertet nicht, sie ist einfach da.

Übrigens kam Francine Shapiro die Idee für die Psychotherapie-Methode EMDR zur Traumabehandlung beim Spazierengehen. Sie bemerkte eine deutliche psychische Entlastung, als sie den Bewegungen der Blätter im Wind mit ihren Augen von links nach rechts folgte.

3. Zeit zum Nachdenken

Alter Baum

Ich habe die Möglichkeit, auf meiner ungefähr einstündigen gemütlichen Runde über Themen nachzudenken, die mich gerade beschäftigen.

Das ist so wichtig, weil ich aus dem Einheitsbrei meiner gleichen Gedanken heraus trete und ich eine Distanz gewinne von dem Ort, wo ich sonst über meinen Problemen brüte. Oft sehe ich sie lockerer, wenn ich zurück bin.

4. Raum für Ideen

Wolken am Himmel Ideen

Kreativität wird durch neue Impulse geweckt. Eine Walkingrunde schenkt mir jedes mal andere Eindrücke. Wie oft schon habe ich in mein Handy kurze Notizen gequatscht, weil mir neue Ideen gekommen sind.

5. Kontakt zu anderen Menschen

Menschen kennen lernen und quatschen

Es ergibt sich immer wieder die Möglichkeit für einen kurzen oder auch längeren Talk. Ich liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiebe das!

Mit wem ich rede? Zum Beispiel mit Hundehaltern - mir läuft das Herz ja über bei den süßen Vierbeinern, die mir begegnen - oder mit Nachbarn oder ganz neuen Leuten. Es fällt mir leicht, ins Gespräch zu kommen und ein paar nette Worte zu wechseln.

So habe ich zwei interessante Frauen kennen gelernt, die Bäume begutachteten und mir auf mein Nachfragen etwas über ihre Arbeit erzählten, eine gelernte Forstwirtin und eine studierte Forstwissenschaftlerin.

Oder vor einigen Tagen ergab sich aus einer zufälligen Begegnung eine spannende Walkingrunde. Ist nicht immer so, aber manchmal passt es einfach.

6. Tierbegegnungen erfreuen mein Herz

Entenküken

Rotkehlchen, die neben meinem Ohr eine Arie schmettern, kleine Entenküken wie diese putzige Gruppe auf dem Foto, prächtige Schnecken mit tollem Gehäuse, eine Schafsherde, die vielen Hunde - Tiere erfreuen mein Herz. Jeden Tag sehe und höre ich sie, wenn ich raus gehe.

7. Düfte verwöhnen meinen Geruchssinn

Kastanienblüten duften  

Aus der Aromatherapie ist bekannt, dass Düfte Einfluss auf unsere Stimmung haben. In der Natur gibt es jede Menge davon. Mal liegt ein leichter, frischer, beschwingter Duft in der Luft - zum Beispiel, wenn ich unter Linden herwalke oder ein erdige Geruch, wenn es frisch geregnet hat und der Waldboden dampft.

Wenn ich eine Blüte sehe, schnuppere ich daran. An den Veilchen am Wegesrand, den weißen Dolden des Holunders, Rosen in den Vorgärten, an denen ich vorbei walke oder frischen Kirschblüten. Heute bin ich zu einer großen Kastanie über die Wiese gegangen, weil auch deren Blüten duften. Ganz leicht nur, aber ich genieße es, meine Sinne damit zu verwöhnen.

Fazit

Anja Kolberg April 2019

Walking weckt die Sinne, lüftet den Kopf, wandelt die Stimmung und ist gut für den Körper. So viele gute Gründe. :-) Ich weiß nicht, ob ich es ewig mache, aber so lange ich es mache, genieße ich es!

Wenn ich tagsüber eine Pause vom Schreibtisch brauche, gehe ich los. (So wie in dem Moment, wo ich das gerade schreibe. Den Blogbeitrag stelle ich anschließend fertig. .... bin zurück. Weiter geht's:)

Es gibt sogar noch einen achten Grund, denn auch der Geschmackssinn wird verwöhnt: Wildkräuter naschen finde ich super, weil ich mir vergegenwärtige, dass die Natur mich mit wertvollen Nährstoffen versorgt. Davon hier bald mehr.

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Walking Jahnwiese Starten

Vielleicht hast du ja auch Lust, einfach mal mit Walking anzufangen?

Geh mit deinen ganz normalen Alltagsklamotten los. Das gute alte Spazierengehen ist der richtige Start! Alles andere entwickelt sich. Mehr über meinen Start und Erfahrungen: Blog - Walking 

Mein Ziel mit dem Walken ist, möglichst fit, gesund und fröhlich zu leben und älter zu werden. Ein lohnenswertes Ziel. :-) Mach doch einfach mit!

Auf Instagram (du findest mich unter @anja.kolberg) teile ich immer wieder meine Walking-Erlebnisse in den Stories (kurze Videosequenzen oder Fotos, die 24 Stunden online sind). Komm mich doch mal besuchen. Das ist dort einfacher und schneller möglich als im Blog.

Natürlich geht es hier auch im Blog mit meinen Geschichten weiter. :-) Wenn du noch nicht meinen Newsletter erhältst: Klick hier und E-Mail öffnet sich mit vorbereitetem Text in deinem Mailprogramm. Schick sie mir und ich nehme dich auf.

Hol die Natur zu dir

Auf meinen Spaziergängen fange ich die Stimmungen der Natur für meinen Fotokalender "Zeit für meine Seele" ein.

Mir ist wichtig, darin einen Bezug zu den Jahreszeiten herzustellen. So kann ich mich auch im Haus oder im Büro mit der momentanen Stimmung der Natur verbinden und schöne Affirmationen genießen. Von November bis Januar verkaufe ich die Kalender in meinem Webshop, die 2019er Ausgabe kannst du noch bei Amazon finden.

Tischkalender Zeit für meine Seele

Hab einen wunderschönen Tag und bis bald

Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Mittwoch, 01 Mai, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Blog - Gesundheit, Blog - Walking
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Warum ich walke

Walking Anja Kolberg  

Seit Januar 2017 walke ich bei Regen, Schnee und Sonnenschein durch die Natur.

Oben ein Bild von Mitte Februar 2019.

Warum habe ich damit angefangen?

Kurz vor Weihnachten 2016 ging ich zum Hausarzt, weil meine rückwärtigen Oberschenkel beim Sitzen schon einige Wochen schmerzten. Ich bekam Panik (hoffentlich keine Thrombose?), Anfang 20 hatte ich schon mal Venenprobleme. Am gleichen Tag noch war ich beim Gefäßchirurg, der ein Lipödem diagnostizierte, eine schmerzhafte Fettverteilungsstörung.

Seine therapeutischen Konsequenzen schmetterten mich nieder: "Lebenslänglich Kompressionsstrümpfe tragen." Tagelang war ich down, wer will schon diese Dinger tragen?

Nach einer Frustrationsphase begann ich zu recherchieren, was ich tun kann. Bewegung unterstützt das Lymph- und Venensystem. Die Muskelpumpe wird beim Walken zum Beispiel aktiviert und transportiert so Flüssigkeit besser ab.

Soviel zur Theorie, aber richtig Lust mit Bewegung anzufangen hatte ich anfangs nicht wirklich. Ich trug Kleidergröße 52/54 und fühlte mich nicht gerade super.

Dann kamen die rutschenden Kompressionsstrümpfe "zu Hilfe". Ich wollte testen, ob sie auch bei Bewegung halten, so spazierte ich im Januar los. Das Schicksal kann ein so toller Helfer sein. :-)

Ich fand Gefallen daran und mein Walking-Weg begann.

In 2017 hab ich 40 kg verloren und 15 cm Umfang an jedem Oberschenkel. Nicht nur durch das Walken, sondern vor allem auch durch die Ernährungsumstellung (vegan, gluten- und zuckerfrei). Meine Schmerzen sind weg. (Ausnahme: Ich stehe viele Stunden auf einer Stelle ...)

Anja Kolberg Walking

Warum walke ich weiter?

Mein Ziel ist und bleibt - auch deswegen die Ernährungsumstellung und weitere Unterstützung wie Faszientraining - die Kompressionsstrümpfe wieder loszuwerden.

Es ist mir wurscht, dass (alle?) Ärzte sagen, nur eine OP wäre die Lösung, um das Lipödem loszuwerden. Wollen wir mal sehen, ob nicht auch ein anderer (natürlicher) Weg geht.

Klar, ich hätte viel früher mit dem Walken anfangen sollen. Mein Gewebe ist mit 49 Jahren und nach der starken Abnahme nicht mehr das beste. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. :-)

Ich habe mir überlegt, welche Bewegung ich bis ins hohe Alter machen kann, um meine Gesundheit und meine Beine zu unterstützen. Und das ist Walken für mich.

Adenauer Weiher

Walken ist aber nicht nur für meinen Körper gut, sondern auch für Geist und Seele

Warum, das sage ich dir im nächsten Beitrag.

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Hab einen wunderschönen Tag und vielleicht hast du ja auch Lust, einfach mal anzufangen? Geh einfach mit deinen ganz normalen Alltagsklamotten los. Das gute Spazierengehen ist der richtige Start!

Mehr Informationen: Blog - Walking (über meine Walkingerfahrungen) sowie Blog - Körper & Schmerzen. (u.a. meinen Anfang der Ernährungsumstellung, Diagnose ...)

Alles Liebe und auf ein gutes und gesundes Leben

Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 30 April, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Blog - Gesundheit, Blog - Walking
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3 einfache Schritte, um miese Laune in Beziehungen zu gemeinsamen Glück zu verändern

Wandel der Stimmung bei zwei Menschen

Kennst du das Gefühl auch: Jemand ist sauer, kurz angebunden, guckt grimmig, gibt genervte Antworten und du beziehst seine Stimmung auf dich? Du denkst, du trägst daran Schuld, du hinterfragst, was du vielleicht falsch gemacht hast, vermutest, der andere mag dich nicht, du bist es nicht wert, dass man nett zu dir ist?

Wie du diese Situation mit drei einfachen Schritten verändern kannst, mit denen es dir und der anderen Person gut geht, das zeige ich dir in diesem Artikel.

1. Schritt: Bewusst machen

Fehlenterpretation

Genau wie es oben auf dem Bild geschehen ist: Du beobachtest die Situation von außen, betrachtest sie wie ein Foto ganz neutral: Ein anderer Mensch hat schlechte Laune. Du reagierst darauf, machst dir Gedanken, interpretierst was du wahrnimmst und auch deine Laune sinkt. Deine Interpretationen entspringen alten unverarbeiteten Wunden in dir. Dir das alles bewusst zu machen, hebt dich aus dem Automatismus solcher Situationen heraus und du kannst daran etwas ändern.

2. Schritt: Guten Willen unterstellen

Guten Willen unterstellen

Ja, es kann sein, dass du etwas gemacht hast, was diese Person verärgert hat. Die meisten Menschen sind jedoch mit sich selbst beschäftigt und ihre Gesichtszüge spiegeln ihr Inneres. Unterstell der anderen Person also guten Willen. Vielleicht hatte sie einen ganz miesen Start in den Tag, sie hat verschlafen, war zu spät auf der Arbeit, das Kind ist krank, sie zweifelt, ist traurig ...

Und dir wird auf einmal bewusst: Ihre Stimmung hat absolut nichts mit dir zu tun. Sie ist völlig in ihrem Film gefangen und guckt deswegen so grimmig und gibt genervte Kommentare!

Ah, das löst schon mal Entlastung in dir aus!

3. Schritt: Mitgefühl zeigen

Öffne dein Herz und zeige Mitgefühl mit dem anderen Menschen, dem es so schlecht geht, dass er so eine Stimmung hat. Wie mag es ihm wohl gehen?

Eine nette Geste wie eine Tasse Kaffee oder ein gepflücktes Gänseblümchen von der Wiese überreichen, kann die traurige Stimmung des anderen durchbrechen und ihn oder sie da heraus holen. Auch ein mitfühlender Satz wie "Heute einen schweren Tag?" kann den anderen bewegen, zu erzählen, was ihm auf der Seele liegt. Hör einfach zu, fühl mit, der andere braucht keine Tipps und Ratschläge, sondern dein aufrichtiges Interesse.

Du stellst Verbundenheit her und die Sonne scheint wieder an eurem Himmel!

Das sind meine drei einfachen Schritte zum Wandel einer miesen Stimmung zwischen zwei Menschen. Ich hoffe, sie helfen dir, freier und glücklicher durch den Tag zu gehen und die Beziehung zu deinen Mitmenschen zu stärken.

Anja Kolberg

Hallo, ich bin Anja, Heilpraktikerin für Psychotherapie, hochsensibel, ich kenne depressive Stimmung und Ängste ebenso wie Leichtigkeit, Mut und Stärke.

Seit über 20 Jahren bin ich auf der Suche nach dem, was die Seele heilt. Ich betrachte Situationen, die meine Stimmung beeinflussen so lange, bis ich begriffen habe, was da geschieht. Ein wichtiger Schritt für mich, ist es die Hintergründe zu verstehen: Warum verhalten wir uns so, warum handeln wir, warum fühlen wir uns wie wir fühlen? Das hilft mir, stressfreier zu leben und liebevoller mit mir und anderen umzugehen.

Meine Erkenntnisse fasse ich einmal im Jahr in meinen beiden Tischkalendern zusammen. Du kannst sie derzeit noch bei Amazon kaufen: Fotokalender Zeit für meine Seele und Lilo (Lilo ist der Name der gezeichneten Figur, mit der ich meinen Blog illustriere und eine Abbildung meiner Selbst ist).

Darüber hinaus teile ich meine aktuellen Gedanken zum neuen Monat in den Kalenderimpulsen, die ich per Mail zuschicke. Das einjährige Abo für 12 Euro inkl. MwSt. endet automatisch zum Ablauf des Jahres. Wenn du teilnehmen möchtest, schreib mir gerne eine Mail. Bereits erschienene Ausgabe schicke ich dir auch zu.

Schau dich auch gerne hier im Blog um. Über 1100 Beiträge und viele Illustrationen gibt es hier zu entdecken.

Eine ähnliche Situation erlebte ich mit einem Kassierer, nur machte mich seine Haltung erst wütend, weil ich sein Verhalten respektlos fand und dann packte ich nicht meine Wut auf den Tresen, sondern mein Herz: Vom wütenden zum freundlichen Kassierer in Sekunden

Ich freue mich über dein Interesse, fühl dich wohl und komm gerne wieder

Deine Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Freitag, 26 April, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Blog - Psychologie
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Wandel der Stimmung. Von Traurigkeit zu innerem Frieden. So mache ich das.

Stimmungswandel

Es gibt so Tage, da ist mein Herz schwer. Irgendwas hat mich berührt, das auf meine Stimmung drückt.

Jetzt erzähle ich dir, was ich manchmal mache, um mir selbst zu helfen, damit meine Stimmung sich verbessert:

Last der Vergangenheit

1. Ich male mich, wie ich mich fühle. Es tut schon gut, das zum Ausdruck zu bringen. (Bild 2)

2. Dann schreibe ich dazu wie es mir geht, welche Gedanken ich habe (auch Bild 2 geweißtem Text). Mir mein inneres Erleben bewusst zu machen, hilft mir. Ich fühle mich gesehen und atme schon etwas durch.

Anschließend frage ich mein Inneres um Rat und die liebe, weise Stimme in mir schenkt mir Verständnis und macht mir bewusst, was los ist. Aus meiner Zeichnung heraus wird mir schon viel klar. Hier die beiden schweren Säcke. Sinnbildlich standen sie dafür, dass ich mich um das Wohlbefinden anderer kümmere, was schwer auf meinen Schultern liegt und nicht meine Aufgabe ist.

Dialog mit inneren Anteilen

3. Es entwickelt sich ein Dialog zwischen der traurigen und der weisen Anja. (Bild 3) Im Grunde erkläre ich mir selbst, was gerade los ist, was die Ursache ist, wie eine alternative Haltung und Handlung aussehen könnte. Mich selbst verstehen hilft mir sehr, inneren Frieden zu finden. Mal geht das schnell, mal dauert das eine Zeit lang.

Irgendwann macht es klick

4. Irgendwann macht es Klick. Ich stelle mir vor wie es sich gut anfühlt und ich mache eine neue Zeichnung mit happy end für mich. (Bild 4) Hier wurde mir klar, dass es wichtig ist, mich auf mich selbst und das Leichte zu konzentrieren, nicht auf das Schwere, was ich mit mir herum trage. Ich fragte mich: "Was ich brauche ich? Was ich will ich? Was ist mir wichtig? Was fühlt sich für mich gut an?"

So sah ich beim Zeichnen, dass der Rucksack neben mir stand, ich ihn abgelegt hatte. Und schrieb dazu: "Die Anderen kümmern sich um sich selbst. Das ist nicht meine Aufgabe." Fühlte sich schon viel besser an.

Lasten wandeln sich

5. Auch für den Inhalt der schweren Säcke sah ich eine Wandlung: Viele Schmetterlinge stiegen daraus empor. Was für ein schönes Schlussbild. Mir ist es wichtig, dass es den Anderen gut geht, deswegen fällt es mir ja so schwer, mich auf mich selbst zu konzentrieren. Auch wenn mir rein verstandesgemäß klar ist, dass wenn es mir gut geht, es den Anderen auch gut geht, ist das nicht so leicht umzusetzen.

Die Zeichnung verdeutlichte mir noch einmal: Wenn ich mich auf mich selbst konzentriere, entwickelt sich auch für die Anderen etwas neues. Wir profitieren alle davon.

Danach fühlte ich mich ruhiger und gelassener. Ein wunderbarer Wandel.

Dies ist einer von vielen Wegen, wie ich versuche, mir selbst zu helfen, wenn es mir nicht gut geht. Ich hoffe, das hilft dir und inspiriert dich, es für dich persönlich auch einmal auszuprobieren.

Geh liebevoll mit dir um, wenn es nicht sofort gelingt, auch bei mir ist es immer wieder ein versuchen und wandeln.

Ich bin schon seit mindestens 20 Jahren auf der Suche nach dem, was der Seele hilft. Den einzig stimmigen roten Knopf, der alles heilt, die einzig richtige Methode, sie ist mir noch nicht über den Weg gelaufen.

Es braucht Zeit, Geduld, Ruhe und liebevolles Verständnis für mich selbst. Und dann wächst stetig immer mehr die Selbstliebe und der Frieden in uns.

Alles Liebe!

Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 25 April, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Blog - Psychologie
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Wir sind mehr als nur eine Stimmung. Nach Regen folgt Sonne und Regen und ...

Lilo ist Sonne und Regen  

Lilo zeigt auf dem Bild zwei Seiten: Eine lachende, leichte, fröhliche, helle Seite, wo die Sonne scheint. Und eine weinende Seite, wo der Himmel dunkler ist, es regnet und sie weint und traurig ist.

Wir sind mehr als nur ein Gefühl und unser Leben und unsere Stimmung ist ein beständiger Wandel. Daran zu erinnern und Mut zu machen und Hoffnung zu geben, war die Intention beim Zeichnen des Aprilblattes im Lilo-Kalender 2019. Mehr Infos:

Wir sind mehr als nur ein Gefühl

Wenn ein anstrengendes Gefühl in mir herrscht (z.B. Enttäuschung, Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, Angst, Panik ...), dann ist mein Innenleben von dieser Stimmung geflutet. Ein innerer Anteil in mir hat gerade großen Stress. Ich bin völlig darauf focussiert. Ich denke nicht, dass es auch wieder anders sein kann.

In dem Moment hilft mir, einen Schritt zurück zu treten, mich und die Situation von außen zu beobachten wie von einem Jägersitz oder auf den Schwingen eines Adlers zu mir und der Situation hinab zu schauen und mir zu vergegenwärtigen: Ich bin mehr als nur dieses eine jetzt gerade vorherrschende Gefühl. Es wandelt sich mit der Zeit, mit der Erkenntnis, andere Gefühle werden kommen und dann ist auch wieder innerer Frieden in mir.

Denn auch wenn ich mal ängstlich bin, bedeutet das nicht, dass ich nicht auch stark und mutig, lustig und fröhlich sein kann. Ich bin all diese Gefühle, es kommt eben auf die Situation an.

Trauern heißt nicht nur ständig weinen, depressiv sein nicht nur traurig sein.

Minus Tod hat mir so viele Erkenntnisse geschenkt. Früher dachte ich, wenn ich trauere, weine ich unentwegt. Ich habe auch viel geweint, als sie starb, war die ersten Tage wie unter einer durchsichtigen Glocke aus Schmerz und Traurigkeit. Dennoch gab es auch Momente, wo ich nicht weinte, wo ich mich ganz normal unterhalten habe, Alltagsaufgaben verrichtet. Ich konnte sogar lachen. Trauern heißt nicht, dass die anderen "leichten" Gefühle nicht anwesend sind. Sie sind alle gleichzeitig in uns vorhanden. Manchmal wechseln sie schnell hintereinander. So wie ein Kind, das erst noch verzweifelt weint und dann - schwups - wieder lachen kann.

Auch depressive Stimmung heißt nicht automatisch und ausschließlich, dass man nicht mehr lachen kann oder sich nicht freuen oder nicht auch in einem ausgeglichenen Gefühl sein kann. Es gibt unterschiedliche intensive Stufen der Depression, manche verlaufen in Phasen, andere sind dauerhaft latent vorhanden. Bei manchen ist der Alltag zu bewältigen, bei anderen nicht oder nur eingeschränkt. Die traurige Stimmung ist im Hintergrund da und hat je nach Situation Überhand. Sie lässt sich sogar so verstecken, dass es die Umwelt nicht merkt.

Auch hier ist es je nach Schwierigkeitsgrad möglich, andere Gefühle als Hoffnungslosigkeit und Traurigkeit zu empfinden: Ich kann heute lachen und fröhlich sein, selbstbewusst auftreten und mich sicher fühlen, weil ich mit den richtigen Menschen und zum richtigen Thema zusammen bin und in einer anderer Situation voller Zweifel und Selbstkritik sein, mich unsicher fühlen und in mich zurück gezogen sein. All das ist in uns angelegt.

Wir sind mehr als dieser depressive Teil in uns, dem ich jetzt ganz viel Liebe schicke: Ich sehe dich und du bist wichtig!

Nach Sonne folgt auch wieder Regen. Leben heißt Wandel.

Nach Regen folgt Sonnenschein. Nach Sonnenschein folgt der Regen. Die Natur lebt uns beständigen Wandel vor: mal sonnig, mal wolkig, mal heiß, mal kühl, mal irgendwas dazwischen. Der Wechsel folgt immer wieder.

Sei zuversichtlich, wenn du traurig bist, es in dir regnet, dass auch wieder die Sonne scheinen wird und du fröhlich bist. Denn all das liegt in unserer Natur: Unser Gefühlsleben ist ein Spiegel der Kräfte, die sich draußen abspielen wie Sturm, Hitze, Regen, sanfte Frühlingstemperaturen ... Alles da. Bunte Vielfalt Leben!

~

Das ist das Aprilblatt des Lilo-Kalenders und einige meiner Gedanken dazu. Du kannst den Kalender 2019 noch bei Amazon kaufen und viele Monate genießen, anschließend daraus Impulskarten machen, die dich weiter begleiten. In meinen Monatlichen Kalenderimpulsen teile ich via Mail zum Monatsanfang meine Gedanken zum Lilo- und zum Fotokalender. Es ist feste Gruppe Empfänger für das Jahr 2019. Der Zugang kostet 12 Euro, endet im Dezember 2019 automatisch und kann auch jetzt noch bei mir gebucht werden. Schreib mir einfach eine Mail, dass du die Impulse 2019 kaufen möchtest. Bereits seit Januar 2019 erschienene Ausgaben erhältst du auch.

Auf das Leben und uns wunderbare Menschen!

Anja

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Osterüberraschung - Wertschätzung für Handarbeit

Gründonnerstag war ein großer weicher Umschlag im Postfach. Hm. Was könnte das sein? Als ich den Absender sah, ahnte ich schon etwas. :-)

Herausgepurzelt kam ein Paar selbstgestrickte Wollsocken!

Selbstgestrickte Socken

Dazu ein handgeschriebener Brief mit einer Zeichnung. Das Geschenk einer Kundin, die meinen Kalender kauft. Es war ihr erstes Paar Socken und die waren für mich! Was habe ich mich darüber gefreut!

Sie hatte sich vorgenommen, etwas Neues zu machen und das Socken stricken zu lernen. Irgendwann kam mal die Frage, welche Schuhgröße ich habe. :-) Verwundert nannte ich 42. Dann eine Nachricht einige Wochen vor Ostern, dass sie die Socken gerne vor Ostern fertig haben würde, aber es klappt nicht so schnell wie gehofft. So viele Nadeln, eine Masche war gefallen. Die Wolle war ausgegangen. Ein Abenteuer!

Und jetzt diese Überraschung. :-) Sie waren wirklich fertig geworden wie sie es sich gewünscht hatte!

So ein großes Glück. Ich konnte richtig sehen wie viel Mühe sie sich gemacht hatte, eingewebte gute Gedanken. Herrlich, sie zu tragen. Sie sind so hübsch. :-) Hüpf!

Glückssocken

Diese Glückssocken werde ich ihn Ehren halten! Sie erinnern mich daran, was wir alles schaffen wollen, wenn wir ein Ziel vor Augen haben und es wirklich erreichen wollen, auch wenn unerwartete Schwierigkeiten auftreten.

Handarbeit ist so kostbar. Wie viele Stunden sitzt ein Mensch daran, etwas selbst zu machen? So viel Liebe, Freude und Zeit fließen dort hinein.

Habe ich das früher zu schätzen gewusst, wenn meine Oma uns Pullover strickte oder ein hübsches Sommerkleid nähte? So vieles ist selbstverständlich gewesen, aber das ist es eben nicht.

Den Wert einer solchen Arbeit weiß der zu schätzen, der es selbst einmal versuchte. Ich habe mir mal ein Paar Socken gestrickt und es war ein so großes Projekt, puh! Nur mit Hilfe meiner Oma habe ich es geschafft, das Gewirr von Maschen, Nadeln, Faden zu bewältigen. :-)

Vor einigen Jahren habe ich schon einmal ein Paar Socken von einer Leserin des Blogs bekommen. Sie sind bis heute in meiner geliebten Sockensammlung, die ich dann trage, wenn es gemütlich wird. Darin sind auch die Schätze meiner Oma, die heute leider nicht mehr sehen und Handarbeiten machen kann. Aber ihre handgefertigten Schätze währen ewig!

Glückshüpfer aus Köln

Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 23 April, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Blog - Kleines Glück im Alltag
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Warmer Kartoffel-Feldsalat mit Austernpilzen. Vegan. Köstlich. Einfach. Schnell.

Veganer Kartoffel-Feldsalat

Ich bin eine Freundin von einfacher und schneller Küche. Und lecker, vegan, zuckerfrei und glutenfrei dazu.

Alles das kann eines meiner Lieblingsessen ❤❤❤❤

Es gehört zu meinen Standards, die ich mir immer wieder mache. Hier mein Rezept:

  • Eine Portion Kartoffeln schälen, in kleine Stücke schneiden und in Salzwasser kochen. Mit Deckel drauf geht es noch schneller. Weil die Kartoffeln klein geschnitten sind, brauchen sie nicht lange! Mit einem Metallpiekser (für Rouladen) oder einem spitzen Messer teste ich, ob die Kartoffeln gar sind. Es sollte gerade so durchgehen, aber nicht zu leicht, denn je leichter Messer oder Piekser durch die Kartoffel gehen, desto garer ist sie. Fällt sie auseinander, ist sie zu gar. Was du dann machen kannst schreibe ich gleich.*
  • Eine Schale Feldsalat waschen und trocken schleudern
  • Eine Schale Austernpilze klein schneiden und scharf anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Ich wasche die Pilze nicht, trenne den festen Boden ab, wo meist noch Strohreste anhaften.
  • Aus Öl (ich nehme Olivenöl), Senf, Zitronensaft oder Essig, Pfeffer und Salz in einer großen Servierschüssel die Salatsoße rühren. Ich mag es nicht so, aber wenn du es magst: Kleingeschnittene Zwiebeln passen auch zur Soße. Die Soße kann viel Würze vertragen, die warmen Kartoffeln saugen viel auf. Manchmal mache ich deswegen noch etwas Soße nach.
  • Um erst mal ein Gefühl für die richtige Intensität der Soße zu bekommen, ist es am einfachsten die garen, abgeschütteten Kartoffeln in die Soße zu geben, durchzumischen und zu probieren. Würze eventuell nach und misch erst dann den Feldsalat unter.
  • Oben drauf die gerösteten Austernpilze geben.

Der Salat will gleich nach dem Untermengen warm verspeist werden. Wenn du zu lange wartest, fällt der Feldsalat immer mehr durch die Wärme in sich zusammen, das schmeckt dann nicht mehr so gut wie gleich zu Beginn. Die Austernpilze schmecken köstlich, sind sehr knusprig und würzig - und erinnern ein wenig an eine fleischartige Konstistenz. Letzteres ist hilfreich, wenn du am Anfang der Umstellung auf vegane Ernährung bist und du Gelüste auf Fleisch hast.

Mengen und Alternativen

Da ich den Salat alleine verspeise, mache ich die Mengen nach Gefühl und Hunger. Ich esse eine Menge. :-)

Von den Austernpilzen esse ich gerne viele. Eine große Traube mit mehreren Pilzen sind es schon. Als Alternative gehen auch Champignons. Statt Feldsalat müsste auch klein geschnittener Ruccola gehen, das habe ich selbst noch nicht probiert.

Guck dir die Mengen an: Wenn dir eine Schale Feldsalat zu viel ist, kannst du den Rest gewaschen und getrocknet in einer geschlossenen Plastikdose gut einen Tag im Gemüsefach aufbewahren.

* Falls die Kartoffel zerkocht sind, kein Problem, dann gibt es eben Kartoffelpüree: Schütte die Kartoffeln ab, stampfe sie mit einem Teil der Salatsoße (oder mit Gemüsebrühe oder mit Öl) und mache mit dem Rest Soße den Feldsalat an. Austernpilze über alles streuen. Schmeckt auch.

Tipp für Feiern

Ich esse den Salat, da ich für mich alleine esse, gleich aus der Schüssel. Für das Foto habe ich den Salat mal auf einem Teller mit einigen Kirschtomaten dekoriert. Er macht so richtig was her und schmeckt sowohl Normalessern als auch Veganern.

Mich macht der Salat pur satt. Wenn du das Gefühl hast, es braucht noch etwas dazu: Als Ergänzung passt dazu, wenn du Gluten isst und nicht auf die Art der Fette achtest: Baguettebrot mit selbstgemachter Kräuterbutter. "Alsan" ist z.B. eine vegane Margarine in Blockform, die in größeren Supermärkten zumindest in Köln gut zu bekommen sind. Diese gemischt mit Kräuterbuttergewürz, das es im Gerwürzregal gibt, ist die perfekte Ersatz-Kräuterbutter.

Warum ich vegan, zucker- und glutenfrei lebe

Mein veganer Weg begann 2011, als ich mich traute, mir die Massentierhaltung anzuschauen und stoppte, ihre Körper und was daraus gemacht wird, zu essen. Zucker und Gluten lasse ich seit 2017 weg, weil ich u.a. immer wieder Konzentrationsprobleme hatte. Das war ein wichtiger Wendepunkt. Mehr zu meiner Gesundheit habe ich in Blog - Körper & Schmerzen geschrieben, mehr Essen gibt es in Blog - Vegane Rezepte - auch aus der Zeit, als ich noch Zucker und Gluten gegessen habe. Hm, die Kuchen ...

Warum ich die Rezepte veröffentliche

Mir fallen einige Gründe ein: Ich weiß wie stressig es sein kann, wenn man mit einer neuen Ernährung anfängt. Ich dachte früher: Was kann man denn da noch essen? Heute weiß ich: Eine Menge! Ich freue mich, wenn ich das Leben von Veganern, ihrem kochenden Umfeld oder Gastgebern leichter machen kann, in dem ich meine Lieblingsrezepte teile oder wie sich veganes mit nicht veganem Essen in der Familie kombinieren lässt. Mein Mann und unsere Familien essen nämlich weiterhin so wie ich früher: Alles.

Ich finde wichtig, jede Entscheidung für einen Essensweg zu respektieren, da das ein ganz persönliches Thema ist. Durch die richtigen Rezepte ist das Zusammenleben einfacher. Das finde ich klasse.

Aus Mitgefühl mit den Tieren bin ich auf diesen Weg gekommen und wenn ich mir was wünschen dürfte, dann das alle Tiere eines Tages frei sind, damit sie und ich ihren Schmerz nicht mehr spüren müssen, den sie durch die Haltung oder den Verlust von Familienmitgliedern, ihren Freunden erfahren. Je mehr Menschen pflanzenbasiert essen, desto näher komme ich der Verwirklichung.

Das Beste: Nicht nur den Tieren ist mit diesem Weg geholfen, sondern auch der Umwelt und unserer Gesundheit. Win-Win-Win-Situationen für so viele. Motivation genug!

Viel Spaß beim Essen und Zusammenleben

Deine Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Freitag, 12 April, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Blog - Vegane Rezepte
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Heimat Bergisches Land. Ausflugstipp in die Vergangenheit.

Freilichtmuseum

Grüne Wiesen. Sanfte Hügel durch ein Tal. Spazierwege zwischen Fachwerkhäusern, Streuobstwiesen und Bauerngärten. Blauer Himmel. Wiehernde Pferde. Summende Bienen in den weiß blühenden Schlehen. Am Stall vorbei in die Küche eintreten, wo es nach Essen wie früher duftet.

Herd duftendes Essen Freilichtmuseum

Sauerkraut und Kartoffelpüree werden gerade am Herd zurbereitet und ich höre von der Köchin, wann es damals für die Bauersleute das Essen gab. Ich werfe einen Blick in die gute Stube und steige die schmale Treppe hoch in die Schlafzimmer, wo eingemachtes Obst auf dem Schlafzimmerschrank steht.

Am plätschernden Bach vorbei entdecke ich die Seilerei und beobachte wie ein Springseil gefertigt wird. In der Bandweberei höre ich die Geschichte von Mariechen, die bis 1970, als sie 70 war, an ihrem Webstuhl Bänder gewebt hat. Was der für einen Krach machte!

Blick aus der Werkstatt

Dass die Arbeitsbedignungen zu damaligen Zeiten hart waren, weiß ich von meinem Großvater, der im Steinbruch Lindlar als junger Mann arbeitete und unter den Folgen einer Staublunge litt.

Wie war das Leben und Arbeiten im 19. Jahrhundert im Bergischen Land? Darum geht es im Freilichtmuseum in Lindlar im Bergischen Land. Originale Häuser, Handwerke und Gärten erzählen von der Geschichte des Landstriches, in dem ich geboren und aufgewachsen bin.

Seit das Museum eröffnete, will ich es besuchen. Gestern habe ich das endlich umgesetzt. Es hat mir so gut gefallen.

Da das Inventar ohne Glasschutzwände präsentiert wird und geschützt werden soll, sind die Häuser nicht die ganze Zeit geöffnet. Ich hatte Glück den Rundweg zufällig so zu gehen, dass in in den Gebäuden dort gerade gewerkelt wurde: In der Bauernküche, in der Seilerei, in der Bandweberei.

Die Angestellten der Freilichtmuseums erzählten mir vom Leben und der Arbeit in der damaligen Zeit und auch welche Sorgfalt die Historiker aufgewandt haben, um alles möglichst ursprünglich wieder zu geben. So wurde bevor das Haus der Bandweberei in Wuppertal abgebaut wurde, der Garten mit seinen Pflanzen genau angeschaut und 1:1 in Lindlar wieder aufgebaut und sogar eine aus der Zeit noch vorhandene Tapetenschicht mit eigens angefertigten Druckwalzen rekonstruiert. Toll!

Für mich ein lohnenswerter Ausflug, den ich wiederholen möchte, denn ich habe mir in den zwei Stunden, die ich da war, längst nicht alles angeschaut.

Tipp: An der Kasse kann man beim Eintritt erfahren, wann welche Gebäude bespielt werden, um in den Genuss der Erzählungen zu kommen. Das macht die Geschichte noch lebendiger.

Mit meinem Mann hatte ich mir letztes Jahr die LVR Museumspartnerkarte gekauft, womit ich ein Jahr freien Eintritt in alle angeschlossenen Museen habe. Wir waren in Kommern, in Xanten und jetzt, bevor die Karte ablief, war ich endlich in Lindlar! 6 Euro kostet der Eintritt 2019. Es gibt dort auch besondere Veranstaltungen wie einen Bauernmarkt oder "Jrön und Jedön", wo Pflanzen und Gartenzubehör gezeigt und auch verkauft werden, daher ist der Eintritt dann 3 Euro höher. Familienfreundlich: Kinder bis 18 Jahre haben den Eintritt frei.

Lilo liebt ihre Heimat

Anfahrtsbeschreibung, Veranstaltungskalender, Geländeplan und mehr: https://freilichtmuseum-lindlar.lvr.de

Mein Besuchsbericht ist auf seine Art und Weise auch Werbung für das Freilichtmuseum in Lindlar. Ich habe dafür nichts bekommen und mache das, weil ich meine Heimat liebe, Geschichte spannend und das Konzept einfach klasse finde. :-) Die Fotoaufnahmen wurden vom Freilichtmuseum genehmigt.

Herzensgrüße von einem glücklichen Menschen, den die Heimatluft stärkt und erfreut

Anja

Mehr Heimatberichte von mir findest du hier: Blog - Landleben & Urlaub 

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 11 April, 2019
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Frühling, du tust mir so gut!

Wobei mir gerade das Herz aufgeht:

Frühlingsblumenkasten

Der Blick auf meinen Blumenkasten vor dem Bürofenster ist eine Wonne: Hornveilchen, Bellis, Primeln und Vergißmeinicht in den herrlichsten Frühlingsfarben rosa, weiß, lila, hellblau. Jedes Mal, wenn ich dorthin schaue, bekomme ich eine Blüte überreicht. Ganz besonders habe ich darauf dieses Jahr geachtet, dass die Farben harmonieren, sie mich wirklich froh machen. Die Gesichtchen der Hornveilchen sind so unglaublich hübsch!

Beim Walken durch den Stadtwald taucht von Woche zu Woche mehr frisches Laub an den Bäumen auf, das Grün der Wiesen leuchtet immer intensiver. Ich beobachte die Veränderungen mit Vorfreude!

Immer mehr Grün an den Bäumen

Da lohnt es sich, auch mal stehen zu bleiben und die Blattknospen genauer anzuschauen. Sie sind wie kleine Kunstwerke:

Blatknospen

Herrlich. Manchmal walke ich nicht weiter, sondern bleibe stehen, halte ich inne, schließe die Augen und nehme eine Klangdusche inmitten der wundervollen Vogelgesänge. Das tut sooo gut!

In meiner Mittagspause lasse ich den Stuhl auf dem Rasen mit der Sonne wandern und genieße ihre Wärme. Dabei beobachte ich im Bachlauf badende Meisen, Zaunkönige und Rotkehlchen und wie unser Garten erblüht:

Hinter dem Teich leuchtet das Weiß der Sternmagnolie weit in die Abendstunden hinein. Ihre Blüten duften ganz zart.

Sternmagnolie

Die Anemonen breiten sich immer weiter aus und bilden einen kleinen Teppich aus Grün und Weiß.

Frühlingsanemone

Darüber treiben die ersten Blätter des Zierahorns aus. Er zeigt im Winter seine wunderschönen roten Zweige:

Zierahorn treibt aus

Die gefüllte Japanische Zierkirsche steht in den Knospen. Ooooh, ich freue mich so auf ihr Erblühen:

Japanische Zierkirsche

Der letzte Sturm hat die große Blutpflaume, die hinter dem Zaun auf Nachbars Grundstück stand, umgeweht. Sie stand kurz vor der Blüte. Aua, das schmerzte schon, ist diese doch die erste in den Gärten rund herum und für mich ein Zeichen: Der Frühling kommt. Auch war es immer lustig, die Vögel zu beobachten, die die Knospen vor der Blüte naschten.

Die Nachbarin hat mir freundlicherweise einige Zweige abgeschnitten, so dass ich seine herrlichen Blüten der Blutpflaume ein letztes Mal genießen konnte.

Blutpflaume

Da viele Tannen im letzten Jahr an der Grundstücksgrenze gefällt wurden, ist der Garten jetzt insgesamt viel heller und unsere Kirschbäumchen, die unter der großen Blutpflaume standen, bekommen mehr Licht. So hat alle Veränderung - da ist jetzt keine grüne Sichtschutzwand mehr - auch etwas Gutes.

Eichhörnchen

Viel Spaß machen uns die Eichhörnchen, die sich bei uns die rausgelegten Haselnüsse und Walnüsse abholen.

Ein besonderer Moment - und ich machte keinen Mucks: Ich saß mit meinem Mittagessen auf dem Rasen im Gartenstuhl und ein Eichhörnchen buddelte erst im Blumenkasten vor dem Eßzimmerfenster, rutschte dann das Treppengeländer herunter, kletterte den Rosenbogen hinauf und vernaschte oben drauf mehrere der daran verbliebenen Hagebutten. Ich habe die Luft angehalten, damit ich es nicht erschrecke. Was habe ich mich gefreut, es so nah beobachten zu können!

Insgesamt sind es mindestens drei lustige Nager, die uns besuchen: Ein kleines, ein etwas dunkleres und ein helles. Alle mit herrlich weißem Bauch. :-)

Heute früh - es ist der 29.3.2019 - scheint die Sonne in mein Bürofenster. Frühling, du tust mir so gut. Die Sonne, die Blüten, die vielen Düfte, das Zwitschern der Vögel, die sichtbare Rückkehr des Lebens.

Frühling du tust mir so gut

Meine Lieblingszeit mit all dem, was im Rhythmus des Jahresverlaufs in den Startlöchern steht. Ein wunderbarer Neuanfang der Natur - der Frühling hat die Kraft, uns Menschen mit zu nehmen in unseren eigenen Neuanfang. Das liebe ich so sehr.

Ich bin so dankbar für unsere schöne Natur und die Freude und Kraft, die ich darin finde.

Von Herzen wünsche ich dir einen schönen Frühling, der auch deinem Herz gut tut.

Deine Anja

P.S. Noch mehr Inspirationen dieser schönen Jahreszeit findest du hier: Blog - Garten: Frühling und mehr übers Walking habe ich auch geschrieben: Blog - Walking 

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Freitag, 29 März, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Blog - Garten - Frühling
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Geburtstag: Wie den Tag gestalten, damit es sich gut anfühlt?

Geburtstag wie feiern

Mein Geburtstag ist mir wichtig. Jedes Jahr frage ich mich das aufs Neue wie ich meinen Geburtstag gestalten will: Gäste einladen? Wenn ja, wie viele? Wann? Oder statt dem Trubel lieber nur etwas für mich selbst machen? Oder etwas mit meinem Partner?

Tausend Möglichkeiten, die mir vorher durch den Kopf schwirren. Wie eine gute Lösung finden? Mit ist wichtig, diesen Tag nicht zu arbeiten, sondern bewusst zu gestalten, wirklich etwas für mich selbst zu tun.

Ich nehme dich mal mit durch meinen diesjährigen Entscheidungsprozess.

Geburtstag feiern?

Feiern?

Dieses Jahr (2019) fiel mein Geburtstag auf einen Sonntag. Wie geschaffen, um zu feiern. Bis Mitte/Ende 20 habe ich jeden Geburtstag gefeiert. Da gab es gar keine Alternative in meiner Vorstellungskraft. Das hat sich mit den Jahren geändert. Ich schaue genauer hin, was ich wirklich will. Ich habe überlegt:

Pro Feiern:
Lebendiger Tag, nette Menschen wieder sehen, Spaß haben, sich unterhalten und wieder sehen. Ich bekomme Geschenke. :-)

Kontra Feiern:
Arbeit im Vorfeld: Essen überlegen, einkaufen, zubereiten, putzen, Tisch decken ... Stress während der Feier: Wer braucht noch was? Gespräche kann ich vor lauter Aufregung meist nicht richtig verfolgen oder selbst was erzählen. Nach der Feier: Aufräumen. Runterkommen. Wenn ich irgendwo eingeladen bin, finde ich das immer super, ich kann mich mit anderen unterhalten, aber die Gastgeber haben eher Stress. Also feiert man eher für die Gäste? Auf der anderen Seite bleiben schöne Erinnerungen zurück. Hm.

Du siehst schon: Diese zweite Liste ist länger und dass ich überhaupt den Focus auf das lege, was nicht so toll ist, zeigt mir: Es ist gut, Alternativen anzuschauen.

Geburtstag alleine feiern

Alleine was machen?

Auch das habe ich schon gemacht. Ich bin in die Kölner Flora gefahren, habe fotographiert, mich ins Café gesetzt, geschrieben oder war einen Tag in einer schönen Saunalandschaft.

Pro: Ich kann ganz auf meine Wünsche und Bedürfnisse eingehen und das tun, worauf ich wirklich Lust habe.

Kontra: Es ist dann hilfreich, ganz in meiner Mitte zu sein, sonst kann, wenn ich ganz alleine was mache, auch Traurigkeit entstehen, alleine zu sein ... Menschen zu vermissen ...

Gute Alternative, wenn der Geburtstag auf einen Wochentag fällt. Kam dieses Jahr für mich nicht in Frage. Da Sonntag war und mein Mann frei hatte, wollte ich unbedingt etwas mit ihm machen und nicht alleine.

Zu Zweit etwas unternehmen

Mit einer anderen Person etwas machen?

Was spricht dafür, etwas mit dem Partner oder einer Freundin (...) zu unternehmen? Geht natürlich nur, wenn beide Zeit und frei haben.

Pro: Gemeinsames Erleben. Zeit miteinander verbringen, abseits vom Alltag. Mal was besonderes machen.

Kontra: Man ist auf einander konzentriert. Wenn also Streß aufkommen sollte ...

Fühlte sich am allerbesten an - also für mich die beste Alternative für meinen diesjährigen Geburtstag. :-)

Den Tag planen

Den Tag planen: Etwas mit einer anderen Person unternehmen

Ich habe mir im Vorfeld angeschaut, was wir unternehmen könnten und uns beiden gefiel. Mir war wichtig, raus zu gehen, meinem Mann, nicht zu weit zu fahren.

Ich klickte mich durch viele Möglichkeiten ... Es gibt in Köln tolle Stadtführungen ... da ich zu spät dran war, waren die besonders toll klangen, schon ausgebucht ... hm, was war da noch ... Schwarzlicht-Minigolf ... Escape Rooms.

Was ist das? Räume, die ein Rätsel beherbergen, das die Besucher mittels versteckten Hinweisen lösen müssen. Eine Stunde Zeit. Das klang interessant. Mal was ganz anderes. Ich war erstaunt, wie viele Anbieter es dafür in Köln gibt. Oft werden diese Rätselräume für Firmenevents zur Teamstärkung gebucht, daher die meist hohe mögliche Teilnehmerzahl. Nur für zwei Leute war das Angebot etwas kleiner ... doch ich fand etwas und buchte es! Es war nur noch ein Termin um 20.15 Uhr möglich. Etwas spät, aber ok.

Die Angelegenheit ist nicht ganz günstig, je mehr Leute einen Raum buchen, desto günstiger wird es pro Kopf. Doch ich hatte mir vorgenommen, öfter in das zu investieren, was mir und meinem Partner wirklich Freude bereitet und nicht nur alle Höhepunkte auf die Urlaubszeit zu konzentrieren.

Essen vegan und normal?

Wo essen, damit beide glücklich sind?

Ein besonderer Punkt, wenn wir zu zweit an meinem Geburtstag etwas unternehmen, ist mit meinem Mann Essen zu gehen. Nicht leicht, da wir völlig unterschiedlich essen. Er isst alles, außer Soja oder andere vegane Ersatzprodukte und steht auch nicht so dolle auf Gemüse, Salate. Auf der anderen Seite steht meine nicht massenkonforme Ernährung: Vegan, gluten-, soja- und zuckerfrei. Da muss man erst mal ein Restaurant finden, wo wir beide uns wohl fühlen.

Thailändisch ist eine Alternative, wo ich dann einfach den Tofu weglasse. Das ist öfter eine Alternative, wenn wir uns Essen nach Hause bestellen, aber diesmal sollte es etwas anderes sein.

Natürlich könnte ich sagen: Das nehme ich an dem Tag nicht so genau. Vom Veganen weiche ich nicht ab, bei anderen mache ich schon eher beim Ausessen gehen oder bei Feiern Ausnahmen. Glutenfrei - hm, von den normalen Hartweizennudeln bekomme ich inzwischen Bauchschmerzen, also bin ich da vorsichtig. Vermutlich sind etwas Soja und Zucker an so manchen veganen herzhaften Gerichten dran, da schaue ich an dem Tag drüber hinweg. Ich würde mir aber keine Süßspeise mit Zucker gemacht nehmen.

Warum nicht: Ich neige dazu, wenn ich eine Ausnahme mache, eine zweite und eine dritte zu machen und dann bin ich ab von meinem Weg. Das will ich nicht. Seit zwei Jahren bin ich zuckerfrei. Gerade Zucker ist ein Suchtmittel und ich kenne mich, wenn ich einmal eine Ausnahme mache, bin ich dieser süßen Sache wieder verfallen. Deswegen ist mir wichtig, möglichst konsequent zu sein, denn ich will meinen Weg zu mehr Gesundheit weiter gehen.

Es gibt meines Wissens - Stand März 2019 - kein Restaurant in Köln, das beides vollständig vereint. Also wo man Fleisch und vegane, glutenfreie, zuckerfreie, vielleicht sogar roh-vegane Gerichte bekommt. Der Brunch im Ecco in der Südstadt kommt dem wohl am nächsten, das habe ich aber außen vorgelassen, weil ich es bei dem breiten Angebot an veganen Süßspeisen und Kuchen auf dem Buffet sehr leiden würde ... Ich müsste mal schauen, ob es auf der Karte ein veganes, zucker- und glutenfreies Gericht gibt ...

Ich hoffe sehr, dass sich das Angebot zum Wohle aller gemischt essenden Familien in naher Zukunft erweitert, damit alle glücklich werden können und so leichter Gemeinsamkeit und Vielseitigkeit lebbar und vereinbar wird. Da der vegane Burger von Bunte Burger in Ehrenfeld letztes Jahr meinem Mann geschmeckt hat, habe ich dort vor der Rätselrunde einen Tisch bestellt. Perfekt.

Entscheidung finden

Hier nochmal zusammengefasst, was mir hilft, um eine stimmige Entscheidung zu finden:

  • Was ist mir selbst wichtig: Will ich Trubel und feiern, will ich etwas nur für mich tun oder den Tag mit jemand anderem erleben?
  • Worauf hätte ich wirklich Lust? Was wäre ein Glücks-Hüpf-Freu-Programm?
  • Wenn ich mit anderen feiern will, kann ich es so gestalten, dass es nicht zu stressig mit der Arbeit vorher wird? (Essen mitbringen statt Geschenke)
  • Wenn ich meinen Geburtstag alleine begehen will: Was brauche ich, damit es mir gut geht? Womit kann ich mich feiern, mich belohnen?
  • Zu Zweit: Was würde uns beiden gut tun, was wäre etwas außerhalb des Alltags, worauf wir beide Lust hätten?
  • Wie kann ich vielleicht traurige Momente gut gestalten, die aufkommen können, wenn kein Feiertrubel ist? Film, schöne Zeitschrift, .....

Das werde ich mir beim nächsten Mal natürlich vorher durchlesen. :-)

Hier Geburtstage aus früheren Jahren:

Liebe Grüße

Anja

Deine Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 26 März, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Blog - Kleines Glück im Alltag
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Wie war mein 49. Geburtstag?

Geburtstagsglück

Ich fand es toll, den Sonntag gemütlich zu beginnen, im Schlafanzug: Tagebuch schreiben und was ich immer öfter mache, auch zeichnen. Mit viel Zeit und Ruhe mit meinem Mann frühstücken und Zeitung lesen.

Glückwünsche via Whatsapp lesen, anschauen und anhören. Glückwunschpost mit Genuss öffnen und lesen. Nette Gespräche am Telefon, Ständchen gesungen bekommen. Ich liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiebe das! Das ist genau das, was mich wirklich froh macht.

Gemütlicher Geburtstag

Es gab auch den Moment der Traurigkeit, als eine zeitlang Ruhe war, mein Mann einen Mittagsschlaf machte (ja, machen auch "junge" Leute) und ich dachte: Ach hätte ich doch besser gefeiert, dann wäre jetzt Leben in der Bude. Ich überlegte, was mir helfen würde und ich suchte einen lustigen Nachmittagsfilm aus, den wir uns gemeinsam angeschaut haben.

Tipp: Der Zeichentrickfilm "Smallfoot", der auch noch tiefsinnig ist, weil wunderbar Botschaften transportiert werden:

Wie ein Volk in einem eingegrenzten Rahmen gehalten wird durch Regeln, die von außen sehr merkwürdig erscheinen, sich für das Volk aber richtig anfühlen, da sie nichts anderes kennen. Wie anders Denkende ausgegrenzt werden und dass Fragen stellen nicht erlaubt ist, man sie runterzuschlucken muss, nur dann geht es einem gut. Wenn man mutig seinem Herzen und seiner Wahrheit folgt kann man erst mal alleine sein, findet dann aber auch wieder Freunde. Dass es wichtig ist, manchmal einfach ins Ungewisse zu springen. Mich wiederzuerkennen in der Situation, wo ein Bewohner alle Pros und Kontras sehr lange überlegt. Erfahren, dass Regeln durch einen wichtigen Grund aufgestellt wurden. Und wie wichtig es ist, dass die Jungen die alten Regeln hinterfragen, neue Wege gehen und sich so etwas wunderbar Neues entwickelt.

Für mich ein gelungener Zeitvertreib. Kurz darauf war es schon Zeit, uns auf den Weg zu machen und wir sind mit dem Bus in die Venloer Straße gefahren. Die sind wir hoch gebummelt - wie unterschiedlich die Stadtviertel in Köln sind! Bei uns im Westen ist es eher ruhig und dort in Ehrenfeld war das pralle Mulit-Kulti-Leben: Lauter, viele Cafes, Imbisse, viele Leute auf der Straße, ganz andere Typen als bei uns. Spannend, diese Unterschiede bewusst zu erleben.

Vegane Burger

Das Essen im Restaurant Bunte Burger war gut, aber diesmal nicht so lecker wie letztes Jahr. Irgendwie war es zu trocken, dabei hatte ich das gleiche Gericht wie letztes Jahr. (Persia Burger, aber mit Jackfruit-Patty). Meinem Mann hat es geschmeckt oder wie er sagen würde: "Ich habe es gegessen." Was an sich schon bedeutet, dass es geschmeckt hat, sonst würde er es stehen lassen. ;-) Die selbstgemachten Fritten zum Burger waren köstlich.

Bahnhof Ehrenfeld Abendsonne

Da wir früher aus dem Lokal raus waren als gedacht, sind wir vom Ehrenfelder Bahnhof zum Hauptbahnhof gefahren, von dort am Rhein entlang und durch die Altstadt gebummelt. Die andere Rheinseite - das Triangle Hochhaus, das Hyatt Hotel - spiegelte sich im Licht der Abendsonne und warf das Licht auf die Altstadt zurück. Tolle Atmosphäre.

Kölner Altstadt 2019

Die Kölner Altstadt hat schon ein besonderes Flair, die kleinen engen Gassen, das Kopfsteinpflaster. Wenn ich mir die Gastronomie, die hellen Lichter, die Menschen wegdenke: Es ist wirklich wie in einem historischen Film. Im Päffgen haben wir draußen dann was getrunken und sind zu unserem Höhepunkt des Tages geschlendert: Dem Escape Room. Wir hatten die Timemaschine bei Indizio nähe Heumarkt gebucht.

Was würde uns erwarten? Eine nette junge Frau öffnet uns die Türe. Innen im Retrostyle dekoriert, warteten wir mit einer Vierergruppe auf eine kurze Einweisung: Keine Möbel verrücken, nichts abmontieren ... Ok, was war da schon alles passiert? Die andere Gruppe hatte einen schwierigeren Raum gebucht, sie waren wohl schon öfter da. Nein, sie wollten diesmal keine Hinweise haben und es ohne probieren. Wir wählten die Möglichkeit, dass uns die Leitung, die uns via Kamera beobachete, Tipps gab, wenn sie meinte, wir steckten fest.

Rätsel lösen im Escape Room

Dann ging's los: In einem großen zweigeteilten Raum standen einige Möbelstücke. (Keine Fotos innen erlaubt.) Das Büro eines Wissenschaftlers, der in der Vergangenheit gefangen war und den wir befreien sollten, in dem wir die Zeitmaschine wieder aktivierten. Nun mussten wir alles absuchen, was wir fanden und die Hinweise miteinander kombinieren. Ich will hier nichts verraten. Es hat Spaß gemacht, ein Glücksgefühl, wenn ein Rätsel gelöst ist, sich dadurch eine Türe öffnet ... und es war auch richtig schwer.

Ohne die Tipps der Leitung hätten wir es nicht geschafft. Unfassbar, dass wir 12 Sekunden vor Schluss das Rätsel gelöst haben. Damit hätte ich zum Schluss nicht mehr gerechnet. Die Stunde war im nu verflogen. Mein Mann trägt eine Uhr mit Stressmesser. Seiner war ab Beginn des Spiels auf Anschlag. :-) Wir waren stolz, dass wir vieles auch ohne die Tipps geschafft haben, gut zusammen gearbeitet haben (was ja nicht automatisch immer so ist ...).

Würden wir es wieder machen? Hm. Wenn Geld keine Rolle spielen würde, ja könnte ich mir vorstellen, es öfter zu machen, vielleicht sogar mit mehreren zusammen. Zu zweit war es schon knifflig, aber da kann man auch mit Übung rein wachsen.

Auf der Rückfahrt nach Hause hatten wir sehr viel zu erzählen. Das war klasse. Ein schönes, gemeinsames Erlebnis.

Mal ein ganz anderer Geburtstag.

Jede Variante, diesen Tag zu begehen, hat etwas für sich. Ich fand meinen Geburtstag insgesamt gelungen.

Mal sehen, wofür ich mich nächstes Jahr entscheiden werde. :-)

Diese Gedanken habe ich mir im Vorfeld zur Entscheidungsfindung gemacht, damit es für mich ein stimmiger Geburtstag wird.

Deine Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 26 März, 2019
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Vegane Gemüsesuppe

Vegane Gemüsesuppe zuckerfrei glutenfrei

Falls du mal einen Veganer zum Essen hast ...

und überlegst, was du machen könntest: Diese Suppe ist einer meiner Favoriten in der kalten Jahreszeit. Sie auch gluten- und zuckerfrei und ich finde einfach zuzubereiten. Mir gefällt auch, dass ich aus den Resten selbst die Gemüsebrühe koche!

Mein Herbst- und Winter-Highlight, das ich auf Vorrat mache. Ein Seelen- und Bauchwärmer. ❤❤❤❤

Praktisch, wenn ich mal keine Lust auf frisch kochen habe oder spontan eine Freundin vorbei schaut. Einfach eine eingefrorene Portion auftauen und warm machen. Schmeckt aufgewärmt noch besser als frisch.

Das Rezept findest du auf Chefkoch.de unter 'Elas Minestrone'.

Meine Abwandlung vom Rezept: Je 1 kg (statt 700 gr.) Kartoffeln, Lauch, Möhren, Zucchini und entsprechend mehr Balsamicoessig und Tomatenmark. Und ich gebe mehr Wasser drauf und mache das ganze ohne Nudeln.

Tipp für Feiern

Wir haben die Suppe schon als Vorspeise für Weihnachten gehabt. Lässt sich prima vorbereiten. Vor Ort haben wir die Suppe geteilt: Ich (vegan, kein Gluten) hatte einen Topf mit der Suppe pur und für die Normalesser haben wir Tortellini in der Suppe aufgekocht und es gab für sie noch Baguette dazu. Sie ist bei groß und klein super angekommen.

Als Alternative zu den Nudeln kannst du für die Normalesser Sidewürstchen in einem extra Topf warm machen. Es gibt auch vegane Sidewürstchen. Ich selbst vermeide inzwischen aus gesundheitlichen Gründen die Fertigprodukte. Die Suppe ist auch ohne Extras prima.

Wie ich neue Rezepte finde

Ich kann kochen, ist aber nicht meine Lieblingsbeschäftigung. Gut, dass mein Mann kochen liebt, so komme ich immer mal wieder in den Genuss von neuen Rezepten. Er hat das Rezept gefunden. ❤

Nachdem er es einmal alleine für Weihnachten gekocht hat, einmal wir zusammen, mache ich es inzwischen selbst, wenn ich mal wieder Vorrat brauche.

Wie geht das? Er isst alles und ich vegan

Bis vor zwei Jahren haben wir abwechselnd abends gekocht. Er bekam dann etwas dazu (Fleisch, Fisch, Eier...) und ich die pure Variante. Seit dem ich Zucker und Gluten weglasse, war keiner von uns beiden mehr glücklich mit dem abwechselnden Kochen. Deswegen kocht seit ca. anderthalb Jahren jeder für sich. Damit geht es uns gut, weil jeder macht, was er wirklich will. Bis auf seltene Ausnahmen, wo es für uns beide passt (Risotto für mich ohne Parmesan, Fritten, Kartoffelpüree mit Sauerkraut und weißen Bohnen - für mich ist der Püree mit Öl oder mit Gemüsebrühe gestampft).

Vegane Suppe Zutaten

Schnippelei

Ich habe für das Kleinschneiden schon lange in der Küche gestanden, doch da es für mehrere Mahlzeiten ist, lohnt sich das. Falls du dich wunderst, wie akkurat und gleichgroß (die Tomaten sind oben rechts erste gehäutet und noch nicht klein geschnitten) das Gemüse ist ... Ich schneide Gemüse eher grob auf der Hand wie ich es zu Hause im Bergischen gelernt hab und bin kein Fan von Schneidemaschinen oder großen Messern, um alles gleich groß zu schneiden wie meine bessere Hälfte. Nun musste ich aber eingestehen, dass die Suppe super schmeckte, weil alles gleich groß war. Alles ist zu gleichen Teilen im Mund. Ok, also eine Ausnahme. Nachdem mein Technikbeauftragter mir sein Schnittdings einmal gezeigt hat, nutze ich es auch für diese Suppe. Sonst weiter auf der Hand. Vermutlich schmeckt sie genau so gut, wenn alles unterschiedlich groß ist, hab ich nur noch nicht ausprobiert. Viele haben die Suppe aber so gemacht wie du auf den Fotos zum Rezept sehen kannst.

Für alle Abnehmwilligen

Von dieser Suppe kannst du so viel essen wie du willst - deiner Waage ist es wurscht. Ich habe 2017 40 kg abgenommen. Mehr dazu habe ich auf meiner Seite unter Blog - Körper & Schmerzen geschrieben und auch, warum ich abgenommen hab. Mehr zum Kochen: Blog - Vegane Rezepte 

Das ist keine Diätwerbung. Ich freue mich einfach, wenn ich es dir als Gastgeberin leichter machen kann und eine Veganerin damit glücklich ist. Du selbst tust viel Gutes, weil du auf tierische Produkte verzichtest, worüber sich die Umwelt, die Tiere und die Gesundheit freuen.

Viel Spaß beim Nachkochen

Deine Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Samstag, 16 Februar, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Blog - Vegane Rezepte
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20 Jahre selbstständig - Rabatte & Geschenk im Shop

20 Jahre selbstständig

Am 6. Januar 1999 füllte ich das Formular zur Anmeldung meines Unternehmens aus. Zwanzig Jahre ist das schon her!

Dieses tolle Jubiläum möchte ich mit dir feiern:

Ich habe den Shop aus der Winterpause geholt und Rabattschildchen verteilt.

Mit meinen Kalendern und Impulsen wirst du mit vielen guten Gedanken und Inspirationen durch dein Jahr begleitet und mir bereitest du mit deiner Bestellung eine große Freude. :-)

Du bekommst nicht nur Rabatte, sondern auch ein Geschenk: Aktionen sind abgelaufen.

Jeder Bestellung lege ich einen gratis Lilo-Kalender 2019 bei!

Wenn du noch nie bei mir bestellt hast: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, das zu tun. Die Aktion endet am 23. Februar 2019 und der Shop schließt wieder. Aktion ist abgelaufen.

Hol dir Freude und gute Gedanken ins Büro und nach Hause.

Ich freue mich auf dich!

Anja

Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 07 Februar, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Frauencoaching-News, Shop
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Ein Jahr ohne dich.
Liebesbrief an einen besonderen Hund.

ein jahr ohne dich

Liebe Minu,

gestern, am 25. Januar, jährte sich dein Todestag zum ersten Mal.

Wie haben wir nur geschafft, zwölf Monate ohne deine Anwesenheit, deine Anstupser, dein kuschliges Fell, dein süßes Gesicht und deine liebevolle Seele zu sein?

Rückblickend ist die Zeit im nu verflogen, unfassbar wie schnell. Die ersten Tage waren sehr schwer ohne dich. Du hast überall gefehlt. Von Woche zu Woche nahm der Schmerz an Intensität ab, unterbrochen von immer wieder sehr traurigen Momenten, wo ich an dich erinnert wurde. Zum Beispiel, als ich das erste Mal wieder eine Appenzeller Hündin sah.

Oder als wir die Transportbox aus dem Auto geholt haben, worin immer dein Platz war, direkt hinter dem Beifahrersitz. Dort hast du uns beobachten können und wir dich. Die erste Zeit war es schon schwer, in eine leere Box zu schauen. Noch schwerer war es aber, als die Box gar nicht mehr im Auto war. Wenn wir den Sitzplatz nicht im Sommer einmal gebraucht hätten, wäre die Box wahrscheinlich heute noch im Auto.

Gestern morgen wachte ich um vier Uhr auf und mir fiel deine letzte Nacht bei uns ein, wie schlecht es dir gesundheitlich ging, auch die letzten Wochen schon gegangen war. Doch immer wieder gab es sehr gute Phasen, wo wir dachten, jetzt haben wir es geschafft, du bist wieder stabil. Wir hatten auf ein weiteres Jahr mit dir gehofft. Doch es sollte nicht sein. Ich erinnerte mich in der Dunkelheit des Morgens im Bett liegend wie schwer du geatmet hast, ganz erschöpft vom Husten.

Uns wurde klar, ohne es aussprechen zu wollen: Du konntest einfach nicht mehr. Vorsichtig habe dich die Treppe hinunter getragen. Du wolltest am liebsten immer selbst laufen, doch gestern vor einem Jahr hast du noch nicht mal gestrampelt. Du bist sogar auf der weichen Matte im Eingang liegen geblieben, wo ich dich kurz abgelegt hab, um dir dein Geschirr anzuziehen und die Autotüre und deine Box zu öffnen. Niemals zuvor bist du einfach so liegen geblieben.

Nie vergesse ich wie du dennoch unter dem Vorhang hervorgeschaut hast, um zu erfahren, was ich draußen mache. Wie du dich dann von mir hast ins Auto tragen lassen und später hinein in die Praxis. Schwer war dein Körper.

Dein Körper war einfach müde. Wie furchtbar habe ich mir diesen letzten bewussten gemeinsamen Moment so viele Male vorher ausgemalt, wissend irgendwann kommt er. Wie leicht ist mir dann in der Realität die Entscheidung gefallen, dich gehen zu lassen. Weil klar war, es geht für deinen Körper nicht mehr weiter.

Mit 15 Jahren hat er viel geleistet und nun war seine Zeit gekommen. Es war leicht, dich gehen zu lassen, weil es eine Erlösung für dich war, eine Befreitung von deinem Leid. Du konntest einfach nicht mehr. Die meiste Lebenszeit - bis auf das Auf und Ab der letzten zwei, drei Jahre, wo du unter den Nebenwirkungen deiner Schmerzmittel gelitten hast, den Magenproblemen, der Arthrose in deinen Beinen - warst du gesund und fit. Doch selbst, als es dir nicht so gut ging, warst du fröhlich und hast noch eine Woche vor deinem Tod einen lustigen Tanz auf der Terrasse aufgeführt.

Minu hat Spaß

Wir sind so unendlich dankbar, dass du und genau du bei uns warst. Wir wären für dich durchs Feuer gegangen.

Du warst ein wunderbarer Freund für uns beide. Für dein Herrchen warst du einfach perfekt, für mich warst du auch eine Herausforderung, weil du deinen eigenen Kopf hattest. Dennoch habe ich dich über alles geliebt. Durch dich habe ich viel gelernt. Zum Beispiel "Nein" zu sagen oder auch mehr zu entspannen.

Es wird keinen Hund mehr geben, der so ist wie du. Denn du bist wie jedes Lebewesen einzigartig. Sei es wie du ausgesehen hast oder wie dein Charakter war. Du warst etwas ganz besonderes. Der erste gemeinsame Hund. Kein Kindersatz, aber ein ganz wertvolles Familienmitglied, das uns bedingungslos geliebt hat. Du hast uns so genommen wie wir waren.

Schau, jetzt wo ich über dich schreibe, laufen mir wieder die Tränen die Wangen hinab. Weil ich so viel Liebe fühle und Dankbarkeit und weil ich dich vermisse. Mir vorzustellen, deine Seele ist um uns, ist mein Versuch mich zu trösten. Aber dich wirklich hier bei uns zu haben, ist etwas ganz anderes - weil du wirklich körperlich noch da bist, quicklebendig. Doch das ist leider Geschichte.

Ich weiß, deine Seele ist umgezogen an einen anderen Ort und eines Tages werden wir uns wieder auf einer anderen Ebene begegnen. Bis dahin zeigst du uns deine Anwesenheit durch Erinnerungen, so wie vor einigen Tagen, als ein Hund vor mir her lief, dessen Krallen der Hinterpfoten etwas über den Boden schleiften, so wie bei dir in den letzten Jahren. Da habe ich voller Liebe an dich gedacht. Danke für diese Erinnerung.

Jetzt bin ich ganz verheult. Warum tut es so weh? Mir fehlt deine Energie. Mir fehlt der körperliche Kontakt, die Ablenkung, die Freude, die du uns gemacht hast.

Ja, klar könnten wir einen neuen Hund zu uns holen. Aber ich möchte das nicht. Einmal möchte ich so lange um dich trauern, bis es wirklich geheilt ist und mich davon nicht durch einen anderen Hund ablenken lassen. Dieser Weg wäre völlig ok, aber für mich nicht. Ich will erst mal "austrauern", bis es sich gut und stimmig anfühlt. Und wieder zu mir kommen, erleben wie der Alltag zu zweit ist.

Für uns als Paar eine neue Erfahrung, die wohl Eltern durchmachen, deren Kinder ausziehen. Nur Kinder leben anschließend weiter, Hunde werden gar nicht so alt, sie sterben. Dabei haben wir sie doch auch sehr lieb.

Die Verantwortung, für dich da zu sein, uns um dich zu kümmern, haben wir sehr gerne für dich übernommen. Aber ich habe mich selbst dabei aus den Augen verloren. Ich habe mich nicht genug für meine Bedürfnisse eingesetzt, nicht den Unfrieden aushalten wollen, wenn ich mich durchsetze, damit du zum Beispiel anderweitig betreut wirst und wir als Paar mal zwei Tage nur für uns sind. Da konntest du gar nichts für, das war meine Lernaufgabe, die ich nicht bewältigt habe.

Deswegen ist es jetzt erstmal für mich wichtig, meine Bedürfnisse wieder aufzufüllen und mich um mich selbst zu kümmern. Ehrlich gesagt, genieße es jetzt auch, mal wieder die erste Geige bei meinem Partner zu sein. Das klingt egoistisch und das ist auch wichtig und gut so.

Ein neuer Hund, er wäre auch ein neues Lernfeld für mich: Mich für meine Bedürfnisse einsetzen, den Unfrieden aushalten wenn es nicht nach dem Willen meines Mannes geht oder meinen inneren Unfrieden, wenn es nicht nach meinem Willen geht. Himmel, was waren wir unterschiedlicher Ansicht in Erziehung und medizinischer Versorgung!

Da tut es gut, erstmal Frieden zu haben.

Ein Hund bringt uns Themen, die wir anschauen und bearbeiten können. An manchen bin ich gewachsen, an anderen gescheitert. Mal sehen, wann ich bereit bin, das Lernen fort zu setzen. Mir ist dafür wichtig, mich wirklich ganz frei und voller Vorfreude zu fühlen, Lust auf gemeinsame Unternehmungen, Lust auf die Verantwortung und das Lernen, denn das hat ein neues Familienmitglied verdient.

Stolz bin ich, dass ich mich durchgesetzt habe, erst mal keinen neuen Hund zu wollen. Das war nämlich mein alleiniger Wunsch. Also - das ist doch mal ein guter Erfolg!

Für den Geburtstag meines Mannes vor einigen Wochen habe ich ein Fotobuch von dir gestaltet: 15 Jahre - über 500 Fotos und auch Blogzeichnungen - habe ich in drei Tagen ausgesucht, sortiert und in Form gebracht.

Ich wusste: Wenn ich es jetzt nicht mache, mache ich es niemals mehr. Das war nochmal ein ganz intensiver Prozess, ein Revue passieren lassen, Tränen sind geflossen. Ich bin stolz darauf und es ist eine besondere Erinnerung geworden.

Dabei ist mir auch noch mal bewusst geworden wie oft ich im Blog über dich berichtet habe, dich gezeichnet, fotographiert.

Blogmodel Minu Skizze Hund kein Regen bitte

Mein geliebtes Blog-Model!

Ich schreibe diese Worte jetzt mit einem warmen Glücksgefühl an dich und diese besonderen gemeinsamen Jahre, meine Tränen sind getrocknet.

Ein Hund ist ein ganz wichtiger Freund, den wir sehr nahe an uns heran lassen, weil sie vorurteilsfrei sind und uns lieben wie wir sind. Wenn dieser wertvolle Begleiter wegfällt ist das so schlimm, als verlieren wir einen Menschen. Das versteht vielleicht auch nur der wirklich, der von einem Tier geliebt wurde und es verloren hat.

Ich habe so viel aus dieser Zeit gelernt, mir ist so viel bewusst geworden. Vor allen Dingen:

So schmerzvoll wie es war, so lebenswert war die intensive Zeit der Trauer auch. Sie war enorm wichtig für mich. Dein Abschiedsgeschenk. Wobei du nicht aufhörst, mich zu beschenken, denn du hast in meinem Herzen Geschenke gepflanzt, die wie kraftvolle Bäume empor wachsen.

Zum Beispiel wie deutlich ich durch dich erkannt habe: Tiere spüren Gefühle wie wir Menschen. Du hast mir gezeigt, dass du Schmerz fühlst, Freude, Wut, Angst und Quatsch machen kannst. Als ich diese Gefühle bei dir bewusst wahrnahm, sah ich sie auch in den Augen und im Verhalten von Kühen, Pferden, Schweinen und anderen Tieren. Und ich fragte mich: Wie kann ich auf die Idee kommen, das ganze Leben eines fühlenden Wesens für einen kurzen Genuss zu beenden, wenn ich auch anders satt werden kann? Der Anfang meines Weges, mich vegan zu ernähren.

Du hast mein Mitgefühl enorm geschult.

Du warst und bist ein großartiges Geschenk, das ich erst heute so richtig begreife und wertschätze. Heute viel mehr als zu der Zeit, wo du noch lebtest.

Ich liebe dich und danke dir von Herzen, dass du bereit warst, zu uns zu kommen und uns kostbare Jahre zu begleiten. Eines Tages werden wir uns wieder sehen. Bis dahin weiß ich, du bist an einem Ort, wo du frei bist, wo du laufen und springen kannst ohne Schmerz, wo du alles ohne Probleme essen kannst worauf du Lust hast, wo du spielen kannst mit deinen Freunden. Ein sehr schönes Bild!

Deine Anja

* * *

Im letzten Jahr hat mir geholfen die Trauer zu verarbeiten, in dem ich meine Gefühle, Erlebnisse, Gedanken aufgeschrieben habe. Wie es sich anfühlte, Minu gehen zu lassen und ohne sie zu sein. Wie die Entscheidung fiel, Minu einäschern zu lassen und warum wir uns dagegen entschieden, ihre Asche im Meer zu verstreuen, was unser erster Gedanke war. Wie es sich war, das erste Mal anderen Hunden zu begegnen. Welcher Trost uns durch Familie und Freunde zuteil wurde. Was ich durch unsere Appenzeller Sennenhündin gelernt habe und wofür ich dankbar bin. Was ich bis heute noch nicht von ihr weggeräumt habe.

Schreibend habe ich meine Trauer verarbeitet. Ich habe mir bewusst gemacht, was ich durch unsere Hündin lernen durfte, wie es mir bei den lieb gewonnenen Ritualen ohne sie ging.

Ob es mir gelingt, meinen Umgang mit der Trauer in einer Buchform zu veröffentlichen? Das würde ich mir wünschen, das Schreiben war und ist meine Art mit meinen Gefühlen umzugehen. Ich fände es schön, andere Betroffene und Interessierte mit in meine Trauererfahrungen zu nehmen, sie in ihrer Trauer um ihren geliebten Hund zu trösten, Mut zu machen und Hoffnung zu geben.

Mehr über meine Trauer um Minu und ihr Leben mit uns: Im Himmel. Drei Wochen ohne dich. Hier alle Hundegeschichten mit Minu: Blog - Hundemami 

Alles Liebe

Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Samstag, 26 Januar, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Blog - Hundemami
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News aus Südafrika

Lisa, eine frühere Klientin von mir, lebt seit 2002 in Südafrika und schildert seit dem ab und an von ihrem Leben dort. Du findest alle Nachrichten von ihr in der Rubrik: Südafrika-Bericht. Hier ist der erste Bericht: Leben und arbeiten in Südafrika.

Danke, liebe Lisa, für deine Offenheit und deinen Mut, uns an deinen Erfahrungen und Erkenntnissen teilhaben zu lassen.
Anja

Hier Lisas Bericht:


Somerset West, 23. Januar 2019

Ein weiterer Schritt

Es ist schon irgendwie unheimlich, wie schnell doch die Zeit vergeht!!!! Den letzten Bericht schrieb ich vor etwas mehr als 3 Jahren!

Die in November 2015 so freudig erwartete Zukunft stellte sich nicht ein.

Dasselbe Auf & Ab wie in all den Jahren zuvor. Verschiedene neue Geschaeftsansaetze, die alle erfolglos blieben. Und immer und immer und immer wieder die gleiche Frage: Warum finde ich die Ursache nicht??

Victor Frankl hat in seinem Buch “Ja zum Leben sagen” (“Man’s search for meaning”) das Credo vieler self-help Buecher auf den Punkt gebracht:

“Wenn wir nicht mehr in der Lage sind eine Situation zu aendern, sind wir herausgefordert uns selbst zu aendern.”

Meine immer gleichlautende Frage ist: “Wie kann ich mich aendern, wenn ich nicht weiss, was zu aendern ist!”

Genug der Philosophy fuer heute. DENN….. etwas WUNDERBARES ist eingetreten ----- seit November 2018 bekomme ich meine deutsche Rente!!! Juchuuuu!!!!

Das eleminiert die staendige Sorge um’s Geld. Welch eine unglaubliche Erleichterung!!! Jetzt KANN ich mir Dinge leisten, MUSS sie aber nicht kaufen!

Vor einem Jahr habe ich ein festes Zuhause gefunden, ein kleines Cottage mit 25 qm Wohnflaeche. Der minimalistische Lebensstil gefaellt mir ueberaus gut! Alles ueberfluessige faellt weg – ein wunderbares Gefuehl! Anstatt “Dinge” zu verschenken bitte ich meine Freunde nun um gemeinsame Zeit. Dieses Konzept gefaellt allen gut!

Jetzt kommen wir endlich zu meinem “leap of faith”!

Mein Auto ist 12 Jahre alt, hat 200 000 auf der Uhr und es fallen immer mehr aufwaendige Reparaturen an.

Im November letzten Jahres beschaeftigte ich mich sehr intensive mit diesem Thema. Um beweglich und unabhaengig zu sein ist man hier in Suedafrika auf ein Auto angewiesen. Also muss ein neues Auto her. Es ist aber noch nicht einmal genuegend Geld vorhanden, um ein gutes gebrauchtes Fahrzeug zu kaufen. Welch andere Moeglichkeiten gibt es?

Meine bevorzugte - Gottvertrauen! Ich muss IHN um das noetige Geld fragen. Wenn ich aber Gott frage, ist der Betrag unerheblich. Ob ich um 5 000 Rand, 50 000 Rand oder R100 000 oder mehr frage ist unerheblich. Die Staerke meines Glaubens zaehlt!

Ausserdem bin ich ein wandelndes Beispiel dafuer, dass Fokus und Gottvertrauen sich auszahlen. Unzaehlige Male habe ich es erlebt, dass Dinge, die ich benoetigte, ploetzlich buchstaeblich vor meinen Fuessen lagen. Wenn es damit funktioniert, warum sollte es dann nicht auch mit einem Auto funktionieren?!?!

Nachdem ich mir 5 verschiedene Auto Marken hatte zeigen lassen, habe ich mich schliesslich auf einen nagel-neuen Ford EcoSport in Ruby Red festgelegt. Es ist ein Auto, dass auch mal auf Schotterwegen fahren kann, aber keines von diesen grossen 4 x 4.

Im ersten Gespraech mit dem Verkaeufer, Ulrich, erzaehlte ich ihm meine verschiedenen Geschichten ueber Fokus & Gottvertrauen und deren beeindrucken Ergebnisse. Er schaute zunaechst skeptisch drein behielt aber das Lachen bei. Im zweiten Gespraech sagte er ploetzlich, dass er auch daran glaube, dass es funktioniert.

Die neuen EcoSports werden erst Ende Februar 2019 in Suedafrika ausgeliefert. So einigten wir uns auf den 1. Maerz als Liefertermin --- mein Geburtstag!!

Bevor wir den Vertrag unterschrieben hatte ich noch eine Frage an ihn: “Was ist, wenn Gott entscheidet, dass ich mein Auto nicht im Maerz sondern erst im April oder Mai bekomme?” Nach kurzem Zoegern sagte er mit seinem breitesten Laecheln: “Dann reden wir.”

So habe ich am 29. November 2018 den Vertrag fuer ein nagelneues Auto im Wert von 300 000 Rand unterschrieben, 5 000 Rand Deposit bezahlt und alles andere Gott uebergeben.

Mein Gottvertrauen ist so stark und klar, wie damals als ich meiner Vision gefolgt bin!!

Ich WEISS einfach, dass Gott das vollbezahlte Auto liefern wird!

Erst viele Tage spaeter ist mir Ulrich’s starker Glaube an diese aufregende Sache klar gemacht geworden ---- er hat noch nicht einmal das Wort “Ratenvertag” erwaehnt!!

Das Wunder um mein altes Auto:

Vor zwei Wochen, an einem Mittwoch, sah ich die rote Temperaturanzeige zweimal kurz aufflickern. Zuhause angekommen hab ich sofort Wasser nachgefuellt, denn ich wollte nicht nochmal das Risiko einer sehr, sehr teuren neue Zylinderkopfdichtung wagen.

Am naechsten Morgen auf dem Weg zum Wandertreffpunkt – nur 5 km von daheim entfernt – blinkte das Licht dreimal auf. Oh, Oh, Oh…..

Nachdem ich nach einer zweistuendigen Wanderung den Wagen startete, blieb das Licht an! Ach NEIN!!!! Das hiess --- keinen Meter mehr fahren sondern den Abschleppwagen organisieren!

Waehrend ich auf den wartete, ueberkam mich eine grosse Gelasseneheit! Wahrscheinlich wird mein Auto abgeschrieben. Dann werde ich 48 Tage ohne Auto sein, bis das Neue geliefert wird. Das kriege ich schon irgendwie hin! Zur Not kann ich in die Stadt laufen – ungefaehr 30 Minuten – ansonsten sind Freunde fuer mich da.

Am Montag frueh setzte eine Freundin mich vor der Werkstatt ab. Als ich Ulrich nach dem Zustand meines Autos fragte, wurde er ploetzlich ganz ernst und sah mich mit grossen Augen an ---- bei allen Tests war kein einziger Fehler aufgegetreten!!

Und die Werkstatt berechnete mir keinen Cent fuer deren Bemuehungen!

Wenn das kein Wunder ist weiss ich es nicht!!! DANKE Gott!!!

Es sieht so aus als ob 2019 mir Fluegel wachsen laesst!

Lisa

© Lisa Balz, Südafrika

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 24 Januar, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Südafrika-Bericht
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Licht und Schatten sind auf jedem Weg

Jeder Weg hat Licht und Schatten

Eine Illusion, die manchmal bei mir auftaucht: "Wenn ich das und das lebe oder erreiche, dann geht es mir gut und ich habe keine Herausforderungen mehr zu meistern."

Oder: "Die oder der hat es ja gut und hat, was ich mir wünsche im Übermaß. So gut will ich es auch haben. Der oder die hat keine Probleme."

Wenn ich über die Gedanken nachdenke, merke ich wie wenig das stimmen kann:

Nur weil jemand … viel mehr Geld hat als er braucht, einen tollen Job, einen wirtschaftlichen Erfolg, einen durchtrainierten Körper, besonders attraktiv ist, sich super ausdrücken kann, sich besonders gut ernährt, Kinder hat oder keine Kinder hat, mehr freie Zeit hat, viel in der Welt herum kommt, selbstbewusst auf einer Bühne steht und redet …

heißt das nicht, dass derjenige oder diejenige glücklicher ist als ich oder weniger Herausforderungen im Leben zu meistern hat.

* Jeder Weg hat eine Licht- und Schattenseite. *

Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Viel Geld heißt nicht automatisch, dass jemand sich Gesundheit kaufen kann. Es heißt auch nicht, glücklich zu sein. Viele, die auf der Bühne stehen, fallen in ein Loch, wenn der Applaus ausbleibt … Das nur einige Beispiele der Schattenseiten.

Was ich machen kann, wenn diese Illusion auftaucht, wenn ich unzufrieden mit meinem Weg bin und mich mit anderen vergleiche:

Inne halten. Durchatmen. Mich auf mich selbst konzentrieren.

Was ist gut an meinem Weg - oder um im Bild zu bleiben: Wo scheint auf meinem Weg die Sonne?

Für mich persönlich: Ich bin so dankbar, dass ich mir meine Zeit frei einteilen kann. Dass ich verwirklichen kann, was ich mir als Projekt ausdenke und mir Freude macht. Dass ich Pause machen kann, wenn ich sie brauche oder auch einen Tag gar nichts tun, wenn es mir nicht gut geht. Ich bin dankbar, dass ich in einem Land lebe, das mir Sicherheit bietet, Bildung, Gleichberechtigung, dass ich mobil bin …. Wow, da ist so viel!

Wo scheint die Sonne auf deinem Weg? Wofür bist du dankbar?

Deine Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Montag, 14 Januar, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Blog - Achtsamkeit, Blog - Dunkle Tage
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Hallo 2019!
Vorbereitung. Was für mich 2019 wichtig ist.

2019. Da bist du.

Was werden wir gemeinsam erleben? Wie wird es mir und dir gehen? Wirst du als ein "gutes" Jahr in meine Geschichte eingehen, als eines, das mich heraus gefordert hat oder als eines, das mich auf meinem Weg weiter gebracht hat? Ich glaube: Alles trifft zu.

Vorbereitung

Meine Erkenntnisse aus den Raunächten (ich berichtete davon im Newsletter) waren so viele, damit kann ich ein ganzes Jahr arbeiten. So ist es auch gedacht: Die zwölf Tage zwischen den Jahren beginnend vom 25.12. 0 Uhr, endend am 5.1. 23.59 Uhr stehen einer nach dem anderen für einen Tag des kommenden Jahres. Was einem am Tag begegnet, ein- und auffälllt, kann hilfreich für den entsprechenden Monat des nächsten Jahres sein. Ich habe das noch durch das Ziehen von Tarotkarten verstärkt.

Ich bin so froh, dass ich mir die Zeit des Rückzugs sogar ab dem Beginn der Wintensonnenwende genommen habe. Ich empfinde die Zeit zwischen den Jahren immer so still, so besonders für mich geeignet, mich mit mir selbst auseinander zu setzen. Das hat einfach gut getan. Fühlt sich wie eine stabile Basis an, was ich mir erarbeitet habe. Nun habe ich auch eine gute Anleitung für die nächsten Raunächte.

Am 6.1. begann ich auf Basis meiner Notizen aus dieser Zeit (ein 80-seitiges Heft) zusammenzufassen, was besonders wichtig für mich ist - das, worum es für mich in 2019 geht. Damit bin ich noch beschäftigt, irgendwie entwickelt sich das immer weiter.

Was für mich 2019 wichtig ist

Themen, die für mich 2019 wichtig sind und auf die ich mich konzentrieren möchte: Ganz zu mir stehen (Thema taucht nicht zum ersten Mal auf, steht jetzt im Focus). Lernen, mich wieder auf meinen Körper verlassen zu können. Meine Gesundheit weiter stärken. Der Tanz zwischen Anspannung und Entspannung. Was nicht mehr stimmig ist, weiter loslassen. Mir meiner Ressourcen, Stärken und Erfahrungen bewusst werden (wie in meinem Inneren Team Meeting, von dem ich zum Jahreswechsel im Newsletter berichte). Mir Experimente erlauben wie die ersten Videos auf YouTube. Was liegt mir, wo fließt es? Mich auf mich selbst fokussieren, statt für andere lösen und denken zu wollen.

Viele Themen. Da sind noch mehr, das waren die wichtigsten - kurz benannt.

Gestern Abend kam mir in den Sinn:

Wie wäre es, wenn ich 2019 als Person betrachten würde?

Hm. Wenn ich diese Person wäre, wie fühlte ich mich mit all den Themen? Nicht gut. Es fühlt sich nicht fair an, so als wäre ich mit Erwartungen konfrontiert.

Gut fände ich eine unvoreingenommene Offenheit, Interesse an mir. Jemand, der mich verstehen will, der mir vertraut, der auch zu mir hält, wenn es nicht rund läuft.

Willkommen 2019

Wie passt das mit meinen Wünschen und Themen zusammen? Denn ich will jemanden nicht mit Erwartungen überhäufen, sondern unvoreingenommen und offen und neugierig sein.

Das geht so:

Meine Themen sind die Haltung, mit der ich das Jahr betrachte:

Wenn eine Sache nicht rund läuft - kann ich es auch von einer anderen Seite sehen? Wofür ist es gut, was kann ich daraus lernen? Welche Blockade taucht auf und wie kann ich sie lösen?

Wenn es zu intensiv wird, ich mich überfordert fühle: Was brauche ich? Wie und wo kann ich mir eine Pause nehmen?

Immer wieder üben, ich selbst zu sein und mir Fehler zu erlauben.

Ja, das fühlt sich gut an.

Ein guter Anfang. 2019, ich freue mich sehr darauf, dich kennen zu lernen und mit dir ein Jahr zu tanzen!

Ich wünsche dir, die du diese Zeilen gerade liest, von ganzem Herzen einen guten Tanz durch dein Jahr 2019!

Deine Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 10 Januar, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Blog - Mich selbst annehmen
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