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Herzgold - Zeit bei meiner Familie

Ich möchte von vielen schönen Tagen berichten, die ich bei meiner Familie verbringen konnte. Nicht oft öffnen sich solche Zeitfenster, wo wir an den Ort und zu den Menschen zurück kehren können, wo wir Kind waren. Glücklich und unbeschwert.

Zwei Teile sind daraus geworden:

Onkel und Tante nahmen eine Auszeit an der See. So war ich mit meiner anderen Tante in der Zeit bei meiner Oma. Sie ist 92 Jahre und wer meinen Blog schon gelesen hat, weiß wie wichtig sie mir ist. Ein wenig besorgt war ich vorher wegen der Pflege, die meine Großmutter inzwischen braucht, ob ich das wirklich schaffe, auch wenn ich nicht alleine war. Vor vier Jahren, als ich das letzte Mal bei ihr in Ferien war, ging es ihr noch richtig gut. Ich habe zwar gekocht, aber sie hat die Wäsche noch gemacht und war noch munter zu Fuß unterwegs. War ich früher diejenige, der sie eine Wärmflasche gemacht hat, wenn ich Bauchweh hatte, so habe ich das jetzt für sie gemacht.

Die 14 Tage bei meiner Großmutter sind im nu verflogen. Mit säckeweise Herzgold bin ich zurück gekommen. Unbezahlbar waren die gemeinsamen Stunden. Die Pflege meiner 92jährigen Oma fiel mir leichter als gedacht. Ein schönes Gefühl, gebraucht zu werden. Wir waren ein tolles Team: Oma, meine Tante, unser Nachtwächter ;o) (Mann von meiner Tante) sowie zehn Hühner und ein Hahn. Wir haben uns gegenseitig gut getan.

Als Abendvertreib - Oma kann kein Fernsehen mehr gucken - habe ich 62 Fotoalben durchstöbert. Ich bin dabei auf Bilder gestoßen, die ich auch im Rahmen meiner Recherche für die Familienchronik noch nicht gesehen hatte - unter ihnen auch wunderschöne schwarz-weiße Fotographien wie diese drei:

  • Vermutlich zur Zeit der vorletzten Jahrhundertwende - ein Pferd mit Planwagen steht vor einem verschieferten zweistöckigen Bauernhaus. Daneben einige Männer in Arbeitskleidung, ein weiteres Pferd wird von einem Mann gehalten. Links im Bild zwei Frauen in langen schwarzen Kleidern mit langer weißer bzw. schwarzer gestärkter Schürze, zwischen ihnen ein Kleinkind.
  • Auf dem frisch abgeernteten Getreidefeld eine Brotzeit: Männer und Frauen in Arbeitskleidung sitzen auf einem Pferdewagen und davor auf dem Boden. Ein Mann steht in der Mitte des Bildes mit Pfeife im Mund, die Hand in die Hüfte gestemmt. Neben ihm liegt ein Mann auf mit Stroh bedeckten Boden, vor ihm eine große weiße Emaillekaffeekanne und ein Korb mit Essen. Im Hintergrund Wiesen, Hügel, Obstbäume, Wald.
  • Ein Liefer-Lkw mit Aufschrift "Butter Eier Import" steht ca. 1920 vor dem Fachwerkhaus, in dem mein Großvater aufgewachsen ist. Junge Männer und Frauen posieren um das Gefährt., sitzen auf dem Führerhaus, den Radständen und stehen daneben.

Alle drei Zeitdokumente sind so toll, ich würde sie mir glatt vergrößern und aufhängen. Immer leichter fällt es mir, die Kleinigkeiten auf den Fotos wahrzunehmen, das damalige Leben zu lesen. Was für ein spannendes "Stöbern in der Vergangenheit" wie Oma es so treffend benannte. Wann ergibt sich schon mal die Gelegenheit, so viele Alben in Ruhe durchzuschauen? Meine Großmutter kannte die meisten Fotos und obwohl sie nicht mehr gut sehen kann, konnte sie mir meist sagen, wer darauf zu sehen ist.

Was kann ich noch aus dem Füllhorn der Erlebnisse berichten? Ich fand ein altes Liederbuch, brachte es mit runter ins Wohnzimmer. Früher wurde viel in ihrer Familie gesungen, wenn sie abends zusammen saßen, erzählt meine Oma immer wieder. Ich las vor, welche Titel ich fand und Oma sagte fast jedes Mal: "Das kennen wir doch" und stimmte das Lied an. Die meisten Texte kannte sie noch und es war beeindruckend, wie sie die Melodie hält. Weder meine Tante noch ich konnten mithalten. Dieser Gesangsabend hat meiner Oma besonders gut gefallen.

Mehrmals hat sie das Schlaflied "Wer hat die schönsten Schäfchen" gesungen und - was mich ganz besonders freut - ich habe es auf Video aufgenommen. Oma hatten wir vom Rollstuhl in einen großen Ohrensessel umgesetzt, sie trägt ihr weißes Haar in einer ganz kurzen frechen Frisur, weil die Dauerwelle im dünnen Haar nicht mehr hält. Über ihre Beine hatten wir eine dunkelblaue Decke gelegt und über den lilafarbenen Pullover trägt sie wie immer eine wärmende, graue selbstgestrickte Stola.

Sie saß da wie die perfekte Märchenoma und ich war ganz beglückt, dann auch noch das Video mit dem Schlaflied aufnehmen zu können. Sie hat es extra nochmal in die Kamera gesungen, damit ich es meinen Cousinen und Cousins, ihren Urenkeln und meinen Tanten schicken kann. So haben wir alle eine wundervolle Erinnerung. Ich habe beim Filmen ganz still da gesessen, mir sind die Tränen die Wangen herunter gelaufen, so liebevoll und goldig war das. Ebenfalls aufgenommen habe ich ihr endlich Abendgebet, das sie immer für die Enkel betet. Bisher hatte ich es nur in Bruchstücken gehört und war nie schnell genug mit dem Video.

Können Sie nachempfinden, warum ich mich so reich beschenkt fühle? Bei Oma kann ich einfach sein. Ich bin - obwohl ich in die Rolle der Helfenden rutschte und 47 Jahre alt - einfach Enkelin und fühle mich grenzenlos wohl. Welche ein Geschenk! Ich bin dem Himmel so dankbar, dass ich diese Zeit mit ihr und auch meiner Tante erleben durfte. Ich könnte noch stundenlang weiter schreiben. So viel gibt es zu erzählen. Im Kalenderentwurf für 2019, den ich nächsten Sommer machen werde, ist sicherlich ein Bild aus dem wundervollen Garten dabei. Seufz. So schön!

Wie das Kalenderblatt von September 2017 stimmt: "Herausforderungen machen mich stärker." Ich fühle mich jetzt sicherer, neuen Herausforderungen zu begegnen. Ich habe das Gefühl, ich kann Dinge leisten, die ich mir vorher nicht zutraute. Das alles noch als Zugabe. Was für ein Glücksfall!

Ich freue mich nun auf den am ersten Oktober beginnenden Verkauf der Kalender in meinem Webshop. Auf die neuen Titel können Sie sich schon freuen. Sie heißen: "Seelenglück" und "Auf dem Weg zu mir selbst." Wer die Kalender vorher kaufen möchte, findet sie schon bei Amazon. Einfach "Kalender Anja Kolberg 2018" eingeben und sie werden aufgerufen. Hier der zweite Artikel:

Herzliche Grüße von einer glücklichen

Anja Kolberg

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Der schöne Garten & Naschen aus dem Landhausgarten

Während meines Aufenthaltes bei meiner Familie habe ich auch die Zeit im wunderschönen Garten genossen. Seit den 50er Jahren, als meine Urgroßeltern ihn anlegten, ist er stetig gewachsen und hat sich verändert. Als mein Onkel und meine Tante das Haus von meinen Großeltern übernahmen haben die beiden weiter daran gearbeitet und daraus ein Schmuckstück gemacht, wo die Seele staunt und atmet. Ich sehe und spüre, dass sie Freude an der Arbeit im Garten haben. Der Gemüsegarten ist heute noch an der gleichen Stelle wie vor über 60 Jahren.

Für mich ist es ein besonderer Ort. Die Geräusche, die Düfte, die Stimmung, alles ist mir aus meiner Kindheit vertraut. Ich fühle mich dort wohl und kann einfach sein. Ein großes Glück.

Im ersten Artikel Herzgold - Zeit bei meiner Familie fanden Sie ja schon einige Blüten aus dem Garten - hier einige weitere Impressionen und vom Raum drumherum:

An den Garten grenzen viele Wiesen mit einigen Pferden. Weiteroberhalb beginnt der Wald.

Nebenan auf der Weide steht ein alter Apfelbaum.

Überall stehen Stauden, wie dieser Sonnenhut oben am Hühnerpirk.

Clematis rankt mit wildem Wein an einem Bogen empor.

Diese Aster hält sich gut und lange in der Vase und säht sich selbst aus. Ich habe Samen mit nach Hause genommen.

Am Himmel waren immer wieder Greifvögel zu sehen und vor allen Dingen zu hören. Ein toller Klang. So viel Himmel sehe ich in Köln selten. Die Vögel bei ihrem Flug zu beobachten, war toll.

Morgens lies ich die Hühner raus, gab ihnen Wasser und tagsüber manchmal Leckereien, auf die sie unruhig warteten. Sie machen so beruhigende Geräusche. Abends lies ich sie wieder in den Stall bzw. waren sie schon drinnen. Es gab Futter und frisches Wasser und ich sammelte die Eier ein.

Toll, die unterschiedlichen Farben. Beliebtes Spiel am Abend: Eierbingo. Wer errät wieviel Eier die Hühner gelegt haben. :-)

Drei Teiche hat mein Onkel in all den Jahrzehnten angelegt. In einem blühte diese herrliche Seerose.

Jede Morgen machte ich eine Kanne Tee - mit Quellwasser aus dem Wald und frischer Pfefferminze aus dem Garten. Auf der Wiese war frischer Breitwegerich, den ich so gegessen habe. Der schmeckt unglaublich gut.

Überhaupt lässt es sich wunderbar naschen aus dem Landhausgarten:

Ein großer Gemüsegarten verwöhnte unseren Magen. Hier Pflücksalat und Schnittlauch.

Frischer Mangold. Lecker! Daraus habe ich dieses Gericht gemacht:

Mangold in der Pfanne geschmort mit einer Tomate, Rosinen und gerösteten Mandelkernen. Dazu Reis.

Jeden Morgen naschte ich die frisch erblühten Kapuzinerkresse-Blüten. Süß, scharf, würzig.

Rote Beete. Die Blätter eignen sich - zusammen mit Banane bestens für einen grünen Smoothie. Allerdings wird der dann aufgrund der Mischung von rot und grün...

... braun wie Cappucchino. Oma und Tante probierten auch mal mutig davon. :-)

Aus der Knolle und Apfel entsteht ein köstlicher und gesunder Salat:

Soße: Olivenöl, Pfeffer, Salz, Zitrone, Agavensirup.

 

Leibspeise in den letzten Wochen: In der Pfanne kurz geschmortes Gemüse. Hier Paprika, Tomate, Zucchini, Zwiebel und Möhre. Am liebsten mag ich Zucchini, Tomate und Banane. Lecker!

 

Ein Teil vom Kräuterbeet. Der Löwenzahn ganz unten ist ein prima Nährstofflieferant und wegen seiner Bitterstoffe besonders gesund. Auch er kam in den Smoothie:

 

Hier habe ich Melone als Obst dazu genommen. Lecker!

 

Ganz schön grün und gesund und lecker!

 

In einem Heft fanden wir ein Rezept von Möhrenpesto. So frisches und tolles Grün wie im Garten werde ich in Köln nicht bekommen. Also ausprobiert.

 

Sieht toll aus, oder? Möhrengrün wurde mit gerösteten Mandeln, Öl, Pfeffer und Salz püriert.

Das waren einige Eindrücke von meiner wundervollen Zeit mit Oma, Tante, Onkel, Hühnern und Garten auf dem Land. Ich bin so dankbar und glücklich, dass ich diese Zeit erleben konnte. Für nix in der Welt ist sie aufzuwiegen. Das war meine Sternschnuppe in diesem Jahr.

Hier der anderen Teie: Herzgold - Zeit bei meiner Familie

Mehr Land- und Gartenberichte gibt es in der Rubrik Blog - Garten & Natur 

Viel Freude beim Stöbern

Ihre Anja Kolberg

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Ich liebe Regensommer

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Endlich regnet es nach der Hitzeperiode in Köln. All der Regen, der in den letzten Tagen in Deutschland schon runter kam, klammerte uns aus, zumindest war es in unserem Stadtteil so. Zum Glück war es in den letzten zwei Tagen schon etwas kühler. Ich habe festgestellt, dass ab 26 Grad mein Gehirn auf Pause schaltet. Konzentriertes Arbeiten unmöglich. Gut, in Notfällen würde ich funktionieren. Aber der Alltag ist ja kein Notfall, solange sich alles irgendwie aufschieben lässt.

In solchen Hitzewellen liebe ich den Blick auf eine Regenapp, um zu schauen, wann die nächsten Regenwolken wohl kommen, die dann hoffentlich Abkühlung und nicht wie so oft hier bei uns in der Gegend, Schwüle mitbringen.

Ja, ich liebe Regensommer. Warum? Weil ich damit viel besser klar komme, als mit der Hitze und Schwüle. Wenn es so 25 Grad ist, geht es noch, aber wenn das Haus beginnt sich aufzuheizen, ist es unerträglich für mich. Ich schwitze, ich fühle mich unwohl, meine Beine schwellen an, ich leide, Antrieb nur für das nötigste. Und ich kann "so schön jammern" meint mein Mann. ;o) Ja, kann ich, weil es mir gut tut, aus mir rauszulassen, was ich fühle. Es tut mir gut. Es hilft mir, zu begreifen, anzuerkennen, so ist es gerade.

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Die Zeit der Hitzewelle ist bei uns die Zeit von Ventilatoren, offenen Fenstern, später dann abgedunkelten und geschlossen Fenstern, großen Kannen selbstgemachten Eistees, Eiswürfel zum Lutschen und Abkühlen für unsere hechelndende vierbeinige Freundin Minu und der Zeit mit guten Filmen auf der Couch zu verbringen. Inzwischen kann ich das immer besser. So lange es nicht zu heiß ist, arbeiten und wenn das Gehirn dann nachmittags mit zunehmender Hitze auf Pause stellt, ab auf die Couch, Ventilator an, Eistee trinken und Serien schauen oder gute Filme. Das hilft mir mehr, als mich zu etwas zu quälen, was eigentlich gar nicht geht. Es fällt mir als Selbstständige nicht leicht, mir diese Freiheit zu nehmen. Doch von Jahr zu Jahr wird es leichter.

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Was ich am Regensommer mag: Die Temperatur. Das Geräusch von Regen, prasseln, klatschen. Durchatmen können. Dass die Blumen und Pflanzen im Garten genug Wasser bekommen. Die Stille unter der Pergola genießen, wenn alle drinnen sind und ich den Regen beobachten kann. Ich kann einfach da sitzen und in den Garten gucken und bin froh. Beobachte die Vögel, die selbst bei Regen baden. Sehe, wie sich Blätter nach unten biegen, bis das Wasser abläuft und sie wieder nach oben schnellen.

All das liebe ich. Und so bin ich dankbar, dass es wieder abgekühlt ist, dass es regnet und ich langsam wieder einen freien Kopf bekomme. Hühüpf!

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Ansonsten nervt mich mein Wechseljahreskörper mit nicht durchkommender Periode, was sich körperlich seit zwei Wochen so unangenehm anfühlt wie früher einen Tag zuvor. Mein Antrieb könnte besser sein (zeigt sich in ganz banalen Dingen, z.B. darin, dass ich es nicht schaffe, die schon sortierte Wäsche in den Keller zu tragen und in die Waschmaschine zu stopfen). Nun, ich kann es auf das Wetter schieben...

Tischkalender 2016 Ich schaffe das

Ich gucke auf einen meiner beiden Kalender. Da steht: "Ich schaffe das." Das hilft mir gerade, denn ich möchte die Kalender 2017 gestalten und die Druckdaten fertig machen. Die letzten 14 Tage lies das Wetter dies nur bedingt zu. Und irgendwann - das weiß ich ja aus Erfahrung - macht sich die Wäsche plötzlich wie von selbst. Zack, sind an einem Tag drei Maschinen gewaschen, getrocknet und gefaltet - gut, vielleicht nicht eingeräumt ... Wenn der richtige Moment kommt, dann geht es ganz leicht. Die Lernaufgabe für mich ist, geduldig und vertrauensvoll zu warten, bis dieser Zeitpunkt gekommen ist. Und dass nix passiert, ich nix verpasse, wenn es eben dauert ...

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Auch diese Hitzephase geht (jetzt) vorbei und dann geht es mit dem Kalender und allem anderen weiter.

Einen schönen Sommer - hoffentlich genau so wie er Ihnen gut tut!

Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 28 Juli, 2016
Thema: Blog - 2016, 2. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer

Mein kleines Himmelreich

Hallo da draußen in der Welt,

am Wochenende zwischen all den Regengüssen schnappte ich mir meine Kamera und fing einige Eindrücke meines Gartens ein. Mein kleines Himmelreich, das mich so glücklich macht. Ich kann dort stundenlang sitzen und einfach schauen. Pflanzen, Blattgrün, das Geräusch von Regen, die glänzenden Tropfen auf den Blättern, der Duft von Rosenblüten, die Vögelchen beim Baden beobachten, all das macht mich still und froh. Danke Himmel, dass ich das haben darf und mich daran erfreuen.

Hier einige der Bilder:

Die weiß umrandeten Blätter der Funkie. Früher fand ich Blattstauden doof. Heute finde ich sie wunderschön. Sie gestalten den Garten. Drei Stauden stehen davon in unserem Garten. Die ganz oben an der Terrasse ist bestimmt einen Meter im Durchmesser. Bisher hat noch keine Schnecke an den Blättern genagt. Eine Blüte wirds auch geben, auf hohen Stängeln helllilafarben.

Die erste Seerosenblüte lukt aus dem Wasser. Sie duften sogar. Nein ich habe mich dafür nicht ins Wasser begeben, um das raus zu finden. Irgendwann habe ich mir mal eine Blüte rausgefischt und in ein Glas auf den Tisch gestellt. Sooo schön!

Ebenfalls am Teich blüht gerade die Iris. Mehrere Stauden verteilen sich und sehen so schön aus. Ihr Duft ist ganz leicht und sehr sehr herb. Ich hatte von Iris mal ein ätherisches Öl und der Duft stimmte mit dem, den ich jetzt erschnupperte, überein. Das Regenwasser hat sich in der Blütenkrone gesammelt und zeigt die Dreiteilung.

Eine Gierschblüte lukt durch den Zaun. Ich dachte ja, ich hätte allen Giersch ausgemacht. Doch diese Pflanze ist wirklich voller Überlebenswillen. Welch eine Stärke. Ich habe noch immer nicht geschafft, von den frischen Blättern mal einen Smoothie zu machen oder sie in den Salat zu packen. Gesund soll das Unkräuterlein ja sein. Ich kämpfe nicht mehr gegen sie an. Wir versuchen, miteinander zu leben ... mal mehr sie - mal mehr ich.

Die Pfeifenwinde ist auch so ein besonderes Grün. Wunderschön sieht es aus, wenn sie sich emporschlängelt. Obwohl ich sie eigentlich nicht will, stört sie das nicht sonderlich, sie bleibt in meinem Garten. Zeit, das zu akzeptieren und von der Eigenart dieser Pflanze so einiges zu lernen ... Widerstandskraft, Überlebenswillen, Schönheit, Haftung, Grenzen überwinden können, hoch hinaus wachsen ...

Eine Weinbergschnecke kriecht davon. Kurz vorher hatte ich sie hinten im Beet abgesetzt. Ich hatte sie an unserer Haustüre entdeckt. Dort brennt vormittags die Sonne, kein guter Ort, gerade an den Scheiben, wo sie sich verkrochen hatte. Irgendwie war sie wohl falsch abgebogen. Hat sie nicht ein tolles Häuschen?

Vor einigen Wochen las ich das Buch "Das Geräusch einer Schnecke beim Essen", geschrieben von einer Journalistin, die durch eine Krankheit urplötzlich sehr lange ans Bett gefesselt war und sich kaum bewegen konnte. Im Pflegeheim liegend bekam sie Besuch von einer Freundin, welche ihr eine Schnecke in einem Blumentopf mitbrachte. Fortan beobachtete die Beschenkte die Schnecke. Ein schönes Buch, das mir gut getan hat, mit meiner Langsamkeit klar zu kommen. Für mich hätten weniger Beschreibungen über die Schneckenart im Buch sein können, ich habe sie großzügig überflogen. Doch was bleibt, ist ein Buch, das gut tut, wenns mal nicht so voran geht im Leben wie man sich das wünscht ...

 

Hier kriecht eine Schnecke davon, die ich nicht so mag. Nacktschnecken. Weil sie meine Funkien anknabbern oder die Margaritten abnagen und beschleimen. Manche Jahre nutze ich Schneckenkorn. Dann wieder nicht, weil ich an die mit den schönen Häuschen denke ... Schwierige Sache.

 

Ein lila Band, mit dem ich die Kletterrose Jasmina und die Clematis festbinde.

Diese Rose sieht sooo schön aus, wenn sie eine Knospe ist und am ersten Tag, wenn sie erblüht. Dann geht es fix, sie verblüht ruckzuck und lässt die Blätter fallen.

So gar nicht regenfest. Regenfest ist dagegen Leonardo da Vinci (nicht abgebildet, aber sicherlich in meiner Gartenrubrik schon oft gezeigt). Ihre pink-rosa Blüten halten wochenlang und werden immer heller. Jede Art hat so ihre starke Seite.

Die Triebe der Clematis finden auch an diesem Eisenstab halt, auf dem ein Vogel stizt und bei Wind, Regen, Schnee und Sonne herrlich vor sich hinrostet.

Süß, oder?

 

Ein bisschen Grünes zum Essen bzw. Kochen habe ich auch im Garten. Hier Schnittlauch mit seinen sehr scharfen Blüten, bevor ich ihn abgeschnitten habe, damit er nach der Blüte - die Stiehle sind holzig - frisch kommen kann.

 

Glitzernde Regentropfen perlen auf dem Frauenmantel ab.

 

Es wird dieses Jahr sogar wieder Äpfel geben. Da unzählige Säulenäpfel den schmalen hohen Stamm letztes Jahr krum gebogen haben, schnitt ich den Baum stark zurück. Unklar, ob es im Frühling Blüten geben würde. Doch, gab es und hier einer der wenigen Fruchtansätze.

 

Hier eine weitere Funkie mit blaugrün gefärbten Blättern.

 

Die Fruchtstände vom lilafarbenen Zierlauch lasse ich so lange es geht stehen. Sehen sie nicht toll aus? Im Hintergrund ein altes Gartengerät. Eine Mischung aus Schäufelchen und Harke.

 

Eine große Metallsonne zeigt auch spannende Rostbewegungen.

 

Die Hochstammrose stand einst vor dem Haus. Dort war es eindeutig zu heiß vor der Hauswand (bei zu wenig gießfreudiger Besitzerin ...). Jetzt habe ich sie hinters Haus gesetzt, vor einigen Wochen komplett zurück geschnitten und viele grüne Blätter zeigt sie inzwischen und Knospen ... und Blattläuse. Früher versetzte mich das in Panik, heute sehe ich die Marienkäferlarfen, die ja auch was zu Futtern haben wollen ...

 

Dieser hübsche Lampion hängt unter der Pergola über dem Tisch und erfreut mich sehr. Ein Geschenk einer Leserin. :-) Die sich jetzt freut, wenn sie das liest. :-)

 

Diese kleinen Gartenelfen waren einst Deko in meiner Coachingwerkstatt. Bei einer Aufräumaktion habe ich sie gefunden und jetzt erfreuen sie mich auf dem Gartentisch.

 

Die letzte Pfingstrose, vor weiterem Regen gerettet in einer Vase. Ihr Duft ist so unglaublich intensiv. Zwei Blüten standen in meinem Büro und bedufteten den ganzen Raum. Herrlich.

 

An den Stengeln in der Vase perlt Luft. Drin stehen prächtige Fruchtstände von verblühten Tulpen (leider kein Foto gemacht), Pflingstrosen, Alium, Iris und Funkienblätter.

 

Die Hängemattenzeit hat auch wieder begonnen. Herrlich so geschaukelt und getragen zu werden. Hier ein Bericht über mein Hängemattengefühl, welches sich immer wieder einstellt und nicht abnutzt. :-)

Mein Gartenrundgang endet an meinem Schreibtisch, wo ich gerade sitze und diesen Blogeintrag tippe. Vor mir steht dieser kleine Strauß, den ich mir aus dem Garten mitbrachte. Gertrude Jekyll, die fast so gut riecht wie Pfingstrosen, eine grüne Frauenmantelblüte, Lavendel und eine der weißen Rosenblüten vom Rosenbogen, die merkwürdig gelb ist. (Aus dem Foto habe ich eine neue E-Card gemacht.)

Wenn etwas in meinem Garten blüht und grünt, habe ich Freude daran, es mir ins Haus zu holen. Wie dieses kleine Sträußchen, das mir jetzt diese Woche Freude bereiten wird.

Ich glaube wir alle haben so etwas in unserem Leben, das uns gut tut und bei näherem Hinsehen noch schöner wird.

Einen grünen Tag aus Köln - lassen Sie es sich gut gehen

Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 07 Juni, 2016
Thema: Blog - 2016, 1. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer

Erntezeit - Fazit Tomatengarten

Sieht das nicht appetitlich aus? Mein kleines Ernteschälchen mit roten Flaschentomaten (Sorte San Marzano) und runden Tomaten (Sorte Gelbe Königin) aus meinem Minigemüsegärtchen. (3 Kübel mit je einem Tomatenstrauch)

Was ich damit mache? Ich bestreiche Brot mit Aufstrich (gibt diverse Cremes aus Gemüse und mit Sonnenblumen- oder Cashewkernen) und oben drauf kommen die Tomaten. Das ist schon was besonderes, wenn auch der Geschmack nicht soooo gut ist wie ich mir erhofft habe. Jaja, meine Erwartungen ...

Noch ist Vorrat da:

Einige gelbe und rote Tomaten reifen.

Das praktische an dieser Form der Bevorratung: Sie werden nicht schlecht. Am Strauch bleiben sie frisch - gut wahrscheinlich nicht ewig, aber frischer, als wenn ich sie in der Küche lagern würde. Das ist einfach klasse.

Dieses Gefühl: Ich habe 'immer' frische Tomaten zur Hand gefällt mir. Gut, 'immer' stimmt nun ja nicht wirklich, denn da ich den Strauch nach oben hin gekappt habe, sind bald alle Früchte abgefuttert. Insgesamt würde meine Ernte wohl für vier Portionen Tomatensalat reichen. Immerhin.

Die vier großen Fleischtomaten werden inzwischen auch rot. Hätte nicht gedacht, dass es auf einmal so schnell geht.

Von den drei anderen Tomateneigentümern erhalte ich herrliche Fotos. Das macht Spaß, so unterschiedliche Sorten zu betrachten. Da schlägt mein Naturherz schon höher. Auch das Beobachten, wachsen lassen ist toll ...

Allerdings bedeuten diese Pflanzen schon Arbeit bzw. Aufmerksamkeit, darüber hatte ich ja berichtet: Tomatenfreude - den Wert von Lebensmitteln erkennen 

Länger alleine lassen kann man die Tomatensträucher nicht, zumindest nicht, wenn es heiß ist, keine Gießautomatik da ist und kein Gewächshaus oder Regenschutz. Hm. Ob ich das Experiment nächstes Jahr nochmal wiederhole? Wenn ich mich heute entscheiden würde, lautete die Antwort: Nein. Mach ich erst mal nicht mehr.

Warum? Arbeit. Der Geschmack war nicht soooo toll wie ich es mir erhofft habe. Auch wenn die Qualität wirklich kaum besser sein könnte. Sooooo viel Liebe, wie meine Schützlinge abbekommen haben. :o)

Ich freue mich jetzt auf den weiteren Genuss und schaue mal, was mein Gärtnerherz nächstes Jahr sagt. Hoffentlich erinnere ich mich vor Spontanentscheidungen an diesen Blog. :o) Im Frühjahr wollte ich noch mehrere massive Hochbeete aus Holz anschaffen mit Zucchini, Gurken, Tomaten, Kräutern. Heute weiß ich, warum das nicht geklappt hat. Der Himmel denkt mit.

Ihre

Anja Kolberg

PS: Noch ein Surftipp zum Schluss. Wer Interesse an Tomatensamen hat, mehr über ausgefallene Sorten, den Tomatenanbau und herrliche Fotos und auch Videos sehen möchte, dem empfehle ich die Seite www.lilatomate.de - Eine Fachfrau mit Herz bei der Arbeit.

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Montag, 24 August, 2015
Thema: Blog - 2015, 2. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer

Tomatenfreude - den Wert von Lebensmitteln erkennen

Seit dem Frühling habe ich drei Tomatenpflanzen. Die Gemüsekisten-Anbieter schnürten ein Paket mit sechs Überraschungstomaten. Alles Bio. Da ich Tomaten liebe und gerne was im Garten anbauen wollte, bestellte ich das Set.

Neugierig betrachtete ich die verschiedenen Sorten (auf dem Foto oben sind sie schon einige Zeit in meiner Obhut):

  • San Marzano, eine Flaschentomate, die vor allen Dingen für Soßen genutzt wird und wegen ihrer Empfindlichkeit im Anbaugebiet gleich in Konserven verarbeitet wird. Die Sorte war fast vom Aussterben bedroht.
  • Goldene Königin. Eine runde Tomate, entspricht von außen bis auf die gelbe Farbe einer normalen Durchschnittstomate.
  • Ochsenherz, eine Fleischtomate, die sich besonders durch meist durchgängiges Fruchtfleisch mit wenig Kammern und Samen auszeichnet.
  • Und drei weitere: Eine schwarze russische Eiertomate (Namen weiß ich nicht mehr), die sich sehr gut lagern lässt, eine 'Balkontomate' und eine, an der kein Schildchen war.

Mir war bald klar: Alle sechs Pflanzen wird eine zu große Nummer für mich. Vor allen Dingen, weil wir kein Gewächshaus haben und die Tomaten gerne vor Regen geschützt stehen, aber auch Sonne brauchen, um zu reifen. Ein Platz unter der Pergola ist regenfrei, aber nicht sonnig. Hm, die beste Lösung wäre also: Bei Sonne raus stellen, bei Regen unterstellen. Für drei Pflanzen geht das, für sechs wirds platzmäßig eng unter der Pergola. Die Menschen wollen da ja auch noch sein. :o)

Also verschenkte ich drei und drei Pflanzen behielt ich, nämlich die ersten drei der Liste oben, deswegen weiß ich deren Namen auch noch.

Seit dem macht es mir Freude, das Wachsen der Pflanzen, das Aufblühen der Knospen und Werden der Tomaten zu beobachten. Heute früh sah ich zum Beispiel Tautropfen an den Blatträndern. Herrlich!

Wie viel Liebe, Sonne, Wasser, Pflege die Pflanzen brauchen, bis sie erntereif sind. Da sind diese Aufgaben: Gießen, Umtopfen (ich habe eine vorgedüngte Bioerde besorgt und seit dem nicht mehr gedüngt, obwohl es heißt, sie wären Starkzehrer, brauchen also viel Nährstoffe, habe ich den Boden so gelassen wie er ist), mit Stäben abstützen, ausgeizen (an den Ast-Gabelungen wachsen neue Triebe, das ist zu viel für die Pflanze, deswegen werden diese Triebe regelmäßig weggeknipst = ausgegeizt), dann wie geschrieben rein und rausstellen, und vor einigen Wochen habe ich die Triebe entfernt, die keine Früchte trugen, auch die Blätter und Zweige, um der Pflanze zu ermöglichen, sich auf was wesentliche zu konzentrieren. Auch nach oben hin habe ich die Pflanze gekappt, der Hauptrieb reichte schon weit über die Stäbe hinaus.

Über Monate mitzuerleben wie viel Zeit und Energie es braucht, bis eine Tomate eßreif ist, hat einfach noch mal eine andere Dimension. Es ist ein anderes Erleben. Das macht mir den Wert der Lebensmittel nochmal bewusster. Er war mir auch schon vorher bewusst und wir sind achtsam mit ihnen umgegangen.

Bald ist die erste Ernte möglich! Die ersten Früchte der Gelben Königin sind reif:

Und auch die Flaschentomaten wechseln so langsam ihre Farbe von grün nach rot:

Einzig die Fleischtomaten lassen sich noch Zeit:

Bei diesen urigen Tomatenpflanzen ist es noch möglich, den Samen zu trocknen und daraus nächstes Jahr neue Pflänzchen zu ziehen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das möchte. Dieser Pflegesommer hat doch bleibende Eindrücke hinterlassen. :o)

Jetzt freue ich mich auf den Geschmack. Der Duft ist schon mal himmlisch. Wenn ich eines der Blätter berühre oder an den Tomaten rieche: Herrlich tomatig.

Vorfreudige Grüße

Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 11 August, 2015
Thema: Blog - 2015, 2. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer

Kleines Glück im Alltag

Auf meinem Schreibtisch beduftet mich eine Pfingstrose aus meinem Garten. Obwohl sie schon fast verblüht ist und ziemlich schlapp daher kommt, gibt sie immer noch ihre betöhrenden Lockstoffe ab. Dieser Duft macht mich glücklich. Gelassen. Froh. Wie eine kleine Streicheleinheit. Danke, Himmel, dass es so etwas schönes gibt!

Dieses Bild zeigt etwas, das mich auch sehr froh macht und innerlich hüpfend: Den Vögeln an unserem Bachlauf und dem Teich beim Baden zuschauen dürfen. Oben sehen Sie zwei Blaumeisen. Eine befindet sich im Schleudergang durch das Wasser, die andere Meise macht gerade ein Päuschen.

Jeden Tag ist Badetag in unserem Garten. Besonders mögen die Vögel den geschützten Platz unter dem Zwergahorn, der über den Bachlauf ragt. Solange das Blattwerk noch nicht sehr dicht war, konnte ich die Vögel prima vom Sitzplatz auf der Terrasse beobachten. Jetzt ist es unter dem Ahorn so dunkel, dass die Vögel nicht nur einen vor Raubvögeln sicheren Platz haben, sondern auch ihre absolute Privatphäre genießen. Fehlt eigentlich nur ein kleines weißes Holzhäuschen mit spitzem Dach und rot-weiß-gestreiften Badetüchern für die Piepmätze. :o)

Oben die Meise beim Baden und darunter einer meiner Lieblingsvögel: Das Rotkehlchen am Teichrand.

Neuerdings bekommen wir auch - meist nur kurz - Besuch von einem Entenpaar:

 

 

Süß, die zwei, oder?

 

Die David-Austin-Rose 'Getrude Jekyll' blüht in diesem Jahr bombastisch. Über 40 Knospen habe ich gezählt. Ich glaube sie mag keinen Rückschnitt. Den habe ich nämlich dieses Jahr ausgelassen und die Ernte ist der beste Beweis. Ihr Duft ist einfach der Hammer. Immer wenn ich über die Terrasse gehe, weht ihr Duft zu mir herüber und macht mich glücklich. Ein typisch intensiver Rosenduft, wie er nicht besser sein könnte. Denen von Pfingstrosen ist er ähnlich. Einziger Wermutstropfen sind ihre winzig kleinen Stacheln, die sich fies in die Haus bohren können. Dank schmerzlicher Erfahrung entferne ich die Stacheln sofort, wenn ich eine Blüte für die Vase schneide.

Ansonsten habe ich diese Woche eine Wurzelspitzenresektion (Spitzen des Zahns werden im Kiefer abgetrennt, um einen entzündeten Zahn halten zu können) an einem Backenzahn im Unterkiefer gewuppt. Dank eines Schlummerschlafes habe ich wenig von der einstündigen OP mitbekommen. Puh! Ich war aber noch so fit, dass ich - als das Medikament schon wirkte und der Arzt sagte: 'So machen Sie den Mund auf.' - ganz ehrlich nein brummte und den Kopf schüttelte. Natürlich nur zum Scherz, das tat so gut, meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, ob der Arzt danach nochmal ein wenig von dem Schlummer-Medikament nachspritzte. :o))

Gestern, am dritten Tag, war meine Wange wirklich dick. Die Wunde zwickt und zwackt an der Naht und ich habe mich vorletzte Nacht mit der Hand genau auf die Wunde abgestützt. Arg! Doch ich spüre: Alles gut. Scheine dieses Mal auch die Antibiotika besser zu vertragen. (Habe Eubiol, eine Trockenhefe dazu verschrieben bekommen, die sollen den Darm schützen. Das scheint zu wirken.)

Yeah! Der Backenzahn beschäftigt mich schon seit letztem Mai. Unter einer scheinbar intakten Füllung hatte sich Karies breit gemacht. Als im Mai ein Stück vom Zahn abbrach, zeigte sich das ganze Ausmaß. Seufz. Medikamente, Wurzelfüllung... alles half nichts. Jetzt bin ich guter Dinge, dass durch die Kappung der Wurzelspitzen der Zahn geretttet werden kann. Es tut so gut, wenn langwierige Entzündungen im Körper endlich gehen dürfen. Mein Gefühl ist gut.

Ich bin heilfroh, dass ich endlich wieder gebloggt habe. Die Mai-Wochen waren sehr anstrengend für mich, da ging nix. Ab Juni geht es bergauf!

Winkewinke aus Köln

Anja Kolberg

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Rosenzeit & Gartenverluste

Seit wenigen Tagen blüht in dem Pflanzkasten auf der Terrasse nicht nur meine geliebte Getrude Jekyll (siehe Bild oben) mit ihrem tiefen Rosenduft, auch Leonardo da Vinci hat sich berappelt. Ein Teil der Rose ist wie zwei andere einem Pilz zum Opfer gefallen und ich dachte schon: 'Das war's.' Wieder erwarten ist ein Teil gesund geblieben mit ganz vielen Blüten. Welch Glück!

Klick zu den E-Cards

Ich dachte ja immer Gertrude Jekyll ist die am besten duftenden Rose überhaupt. Dieses Jahr habe ich nach einem Sommer Pause endlich wieder eine (!) Knospe an der Hochstammrose 'Parole' (siehe Bild). Als ich daran roch, fühle ich mich wie im Himmel. Der Duft ist unglaublich! Um so kostbarer diese eine Blüte, ich hoffe, es kommen noch mehr davon. Denn auch diese Rose ist von dem Pilz, der die Stengel befällt und braun werden lässt, befallen. Und da ich nicht der Spritzmittel-Nutzer bin, sondern eher der Natur ihren Lauf lasse, bis auf Rückschneiden, ist es immer wieder eine Überraschung, was sich so entwickelt.

Im Garten gibt es einige Verluste zu vermelden: Eine riesige Funkie im hinteren Teil des Gartens - sie ist einfach futsch. Ich rede hier von einer schon einige Jahre alten Staude, im Sommer fast mit einem Meter Durchmesser, deren Wurzelballen so fest ist, dass sie sich kaum mit dem Spaten teilen lässt. (Wer das versucht hat, weiß, wovon ich rede.) Dieses Jahr kommen einige winzige Blättchen raus. Sonst nichts. Der ganze feste Ballen ist weg. Erst war ich erstaunt, dann traurig und jetzt bin ich neugierig, was ich jetzt dorthin pflanze.

Die Mohnpflanzen am Teich, ich berichtete darüber, sie leben auch nicht mehr. Mein Mann hielt sie für Disteln und entfernte sie mit einem beherzten Ruck. SCHNIEF! Nun, jetzt ist er aufgeklärt und lässt Geschwister künftig leben. :o)

Hier ist es heute unglaublich heiß, meine Knöchel sind angeschwollen. Schatten und Füße kühlen ist angesagt.

Noch eine E-Card!

Liebe Grüße

Ihre Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 18 Juni, 2013
Thema: Blog - 2013, 1. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer

Pfingstrosenduft & Gartenliebchen

Diesen unfassbar schönen Pfingstrosenstrauß schenkte mir meine Freundin Babsi.

Darin sind Pfingstrosen mit samtig weichen Blüten wie das Federkleid eines Schwans oder wie ein rosafarbenes Brautkleid aus unendlich vielen Lagen Tüll. Farbe, Form, Fühlen, Riechen, Staunen. Die Pfingstrosenzeit ist eine ganz besondere.

Unsere Räume sind in ihren unvergleichlich intensiven Duft getaucht. Himmlisch! 1000 Dank!

E-Card

Ich habe große Freude daran, aus den Blumen meines Gartens kleine 'Gartenliebchen', so nenne ich meine Sträuße, zusammen zu stellen, mir ins Haus zu holen, auf den Gartentisch oder - die schönste Freude - zu verschenken. Damit Sie von der Freude auch etwas nach Hause oder an Ihren Schreibtisch bekommen, habe ich daraus neue E-Cards gemacht. Einfach auf das obige Foto oder diesen Link klicken.

Hier noch mehr News aus meinem Garten:

So schön sieht die Irisstaude im Bachlauf aus. Ich konnte über 30 Blüten und ebenso fast 50 Knospen entdecken. Es scheint genau die richtige Stelle für sie zu sein, denn wir haben 2008 gleichzeitig noch weitere gesetzt, eine an die Quelle, dort scheint fast nie die Sonne, weitere an den Teichrand. Keine hat sich so gut entwickelt wie diese. Auch die Blätter sind viel breiter und heller.

Überhaupt ist der Garten die letzten Tage immer weiter 'explodiert'. Meine ganz persönliche Krafttankstelle, die mir so unendlich viel Freude bereitet.

Auf dem Stuhl schreibe ich morgens meine Dankesübung und genieße dabei die Blumen, die Luft und die vielen Tiere.

Zum Beispiel ein Rotkehlchen, das auf dem Zaun auftaucht, hinunter fliegt, über den Rasen hüpft, durch die Sträucher bis zum Bachlauf hin. Dann halte ich fast die Luft an, überglücklich diesem süßen Vogel so nah zusehen zu dürfen. Oder die Amseln, die sich auf die kleine Zierkirsche setzen und singen, lauschen was ihre Freunde so erzählen, weitersingen, am Teichrand baden, sich immer wieder mit Kopf nach rechts und links und oben drehen vergewissern, dass keine Gefahr droht und weiter baden.

Rote Libellen, die sich auf meine Beine setzen. Ich halte inzwischen still, weil ich gelesen habe, Libellen stechen nicht. Ich dachte, das wäre anders. Die Hummeln, die tief in die Irisblüte reinkrabbeln, mit ihrem langen Rüssel Nektar trinken, zur nächsten Blüte fliegen. Seufz. Schön.

So Momente machen mich einen ganzen Tag lang froh und sind auch später eine kleine Energietankstelle, wenn ich mich daran erinnere - so wie jetzt. Noch vor 10 Jahren war mir der Garten völlig schnuppe. Was für eine Entwicklung!

Ich wünsche Ihnen zauberhafte Sommertage!

Ihre Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 18 Juni, 2013
Thema: Blog - 2013, 1. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer

Garten-Schätze im Juni

Am Freitag erblühte die erste Rose im Garten: Gertrude Jekyll mit ihrem unglaublich intensiven Rosenduft. Hm... Ihr schönes Gesicht und ihr Duft versüßte mir eine Woche den Schreibtisch. Sieht sie aufgeblüht nicht wunderschön aus? (Sie merken: Ich bin schwer verliebt in sie...)

Auch ein anderer, weißer Rosenstrauch wartet schon mit unzähligen Knospen:

Die Iris stehen auch schon in den Startlöchern und ich kann viele Blüten entdecken, die auf ihre Zeit zu schlüpfen warten:

Eine einzige erblühte gestern und machte mir damit eine besondere Freude:

Die Pfingstrosen werden immer größer. Ich bin so froh, dass es mir geglückt ist, für diese alte Staude, die ich aus einem alten Bauerngarten bekommen habe, einen guten Platz zu finden. Im ersten Jahr kamen gar keine Knospen, dann zwei und von Jahr zu Jahr wurden es mehr. Ich glaube diese Jahr sind es sieben oder acht! Hüpf!

Der Zierlauch (Purple Sensation) ist schon fast verblüht. Im Hochbeet hinter dem Bachlauf ist viel Schatten, deswegen habe ich länger von ihnen:

Ich freue mich, dass ihre Zwiebeln auch nach zwei Jahren noch so kräftig sind, dass der Zierlauch blüht. Es wird zwar weniger, aber sie sind immer noch da! (Im Gegensatz zu Tulpen, die scheinbar nur noch ein Jahr blühen. Ich grabe sie aber auch nicht aus, um sie im Keller zu lagern. So oder so sind sie ein Festschmaus für die Mäuschen). Ich habe mir die qualitativ hochwertigen Aliumzwiebeln von der Staudengärtnerei Bornhövel schicken lassen und werde es gerne wieder tun.

Frauenmantel hat sich in die Terrassenfugen selbst gesetzt. Und ich lasse ihn mit Freude dort Fuß fassen und wachsen.

Genauso diese beiden Mohnpflänzchen, die auf dem Kies am Teichrand leben möchten. Gerne! Ich bin schon neugierig, wie das aussehen mag. Zwischen den Fugen auf der Terrasse ist auch Moos (herrlich!) und neben dem Frauenmantel auch Vergißmeinicht (schön!). Nur den Löwenzahn mag ich dort nicht so gerne und so ein kleines Klee, das sich unglaublich verbreitet. Jedes Jahr - weil ich keine Chemie nutzen will - muss ich über die Terrasse kriechen und trennen, was stehen bleiben soll und was nicht. Ich mag diese Arbeit nicht (gibt es jemanden, der das mag?). Ich überlege, ob ich vielleicht dosiert Essig ... hach, es klingt so brutal, aber ausreissen ist ehrlich gesagt auch nicht besser. Mal sehen, was ich mache.

Jetzt noch was aus der Abteilung 'Jugend forscht': Eine herrlich große Libelle macht ein Päuschen auf der Lilie. Ich habe übrigens auch nicht weit davon eine leere Hülle gefunden, ich glaube es waren die Reste einer Libellenpuppe.

Zum Abschied ein kleines Gartensträußchen in meiner neuen Lieblingsvase. Ein schönes Plätzchen gleich neben meinem Tagebuch.

Ganz herzliche Grüße aus Gartenhausen!

Ihre Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 06 Juni, 2013
Thema: Blog - 2013, 1. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer

Spätsommer-Impressionen

Heute früh war der Spaziergang mit unserem Hund durch die Natur ein Wechsel zwischen kühl und warm. Kühl das Gefühl auf der Haut, wenn wir unter dem Schatten der Bäume unterwegs waren, warm wie eine streichelnde Hand war das Gefühl, wenn wir uns durch die sonnigen Abschnitte unseres Weges bewegten. Welch eine Wonne!

Gestern am späten Abend im Garten: Ein Blick auf die Köpfe der Echinazea. Was ist das? Es wimmelte darauf. Bienen fliegen doch nachts nicht mehr, oder? Was war es dann? Ein wenig Licht brachte die Aufklärung: Über zwanzig Ohrenpitscher. Wow! Übrigends heißen sie so, weil sie als Pulver gemahlen in der Antike zur Behandlung von Ohrenschmerzen eingesetzt wurden. Sie pitschen uns also nicht in die Ohren, sondern sind für uns lt. Wikipedia völlig ungefährlich. Ich wusste gar nicht, dass sooooo viele dieser Gattung in meinem Hochbeet leben. Ich hatte im Herbst schon mal umgedrehte, mit Stroh gefüllte Tontöpfe aufgehangen, weil sie darin gerne Unterschlupf finden. Der Nützling sorgt nämlich dafür, dass die Blattläuse nicht Überhand nehmen.

Unbekannt war mir bislang, dass sie nachts von der Echinazea kosten. Da die Pflanze als Immunstärker bekannt ist, bleibt die Frage: Haben sie vom Nektar der Blüte oder ihren Pflanzenteilen genascht, um sich den Magen voll zu schlagen oder war die ganze Gruppe krank und hat sich auf den Blüten ins Gruppensanatorium begeben? Hm...

Weil ich die Fenster nach Wochen Monaten endlich mal wieder geputzt habe, sehe ich jetzt noch einmal mehr, wie schön der Blumenkasten vor meinem Bürofenster ausschaut. Grün, lila, rosa und weiß sind die Farben meiner Wahl. Die Pflanzen: vanillefarbenes Wandelröschen, Lavendel, ein Herz aus Mühlenbeckie (die sich draußen super hält und nicht so schrecklich durstig ist wie drinnen - sie somit auch länger unter meinen Fittichen überlebt...), eine dickfleischige weiße Pflanze, deren Namen ich nicht kenne (unverschämt, hat sich nicht vorgestellt!, wollte aber bei mir wohnen...) und rechts und links ein dreifarbiger Sutera-Mix (Schneeflockenblume). Letzere gefällt mir besonders gut, blüht und rankt sie doch unermüdlich, kann volle Sonne ebenso wie die kurzzeitige Trockenheit im Blumenkasten ab.

Am Wochenende ist hier in der Nähe das Kölner Ballonfestival, mal sehen, ob ich schöne Eindrücke sammeln kann und wir haben die Familie meines Mannes zum Pflaumenkuchenessen eingeladen. Darauf freue ich mich schon sehr!

Ich wünsche Ihnen ein zauberhaft schönes Spätsommer-Sonnenwochenende

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Freitag, 20 August, 2010
Thema: Blog - 2010, 2. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer

Flanieren durch den Sommergarten

Haben Sie Lust auf einen Spaziergang durch mein grünes Sommerzimmer?

Die Rosenblüte macht eine Pause, die ersten neuen Knospen zeigen sich schon.

So treten andere Schönheiten in den Vordergrund. Zum Beispiel meine geliebte Echinazea:

Diese Staude erinnert mich zum einen an meinen Aufenthalt in Stansted/England, wo sie im Garten wuchsen und wie sie in meinen Garten kam (Text am Ende der Buchvorstellung). Gerade in der Abendsonne tummeln sich darauf viele Bienen und Hummeln.

In den Vordergrund treten auch die verschiedenen Farben und Formen der Blattstauden - wie die des Lungenkrauts. Puh, die pieksen vielleicht...

Wenn ich in meinem Hochbeet nach oben schaue, wartet da schon eine nächste Rose (Parole) auf ihr Erblühen:

An der Ecke des Hochbeets vor den Blättern der Iris schmeißt sich das rundum gepflanzte Männertreu noch mal richtig ins Zeug. :

Auf dem angrenzenden Rosenbogen zeigen sich die Fruchtstände der abgeblühten Clematis:

Ganz stolz bin ich auf die das erste Mal erfolgreich überwinterten Dahlien. Die erste Knospe zeigt sich in den Holzkübeln an der Mauer:

Davor wächst eine wohl auf dem Markt relativ neue hell- und dunkellilablühende Einjährige, deren Namen ich nicht weiß, die sich aber wunderbar mit dem Männertreu verträgt:

Auch dieses Jahr gibt es wieder blaue und weiße Trauben. Für den eigenen Wein reicht es nicht, zum Naschen aber ganz bestimmt...

Ob die blühende Prinzessin diesen Sommer ihrem Namen noch alle Ehre machen wird? Ich habe sie das zweite Jahr überwintert, diesmal aber im Frühling wohl zu früh zu stark zurück geschnitten. Der Hochstamm war zwar von innen noch frisch und grün, nur kamen keine Blätter... Erst war ich traurig, dachte sie wäre kaputt, um so glücklicher war ich, als unten am Stamm frische Blätter kamen. Jetzt ist es zwar kein Hochstamm mehr, eine blühende Prinzessin vielleicht aber dennoch.

Wenn ich von der Terrasse auf den Rasen trete, fällt mir dieser vorwitzige Zweig auf, der sich durch den Zaun den Weg ins Licht gebahnt hat:

Er stammt vom Hibiskus aus Nachbars Garten, eine Blüte war auch schon daran, die schaut so schön aus:

Im hinteren Teil des Gartens stehen vor den Hortensienbüschen die von mittelgrün nach hellgrün verfärbten Blättern der Funkie:

 

 

 

Kaum zwei Meter weiter wachsen an den Säulenbäumen wieder zwei Apfelsorten. Sie haben den Umzug offensichtlich gut überstanden. Letztes Jahr waren sie so voller Äpfel, dass wir sie stützen mussten:

 

 

Hinter dem Teich sind die Gräser in die Höhe geschossen. Die Rutenhirse musste ich schon festbinden, war sie doch durch den Regen nach vorne ins Wasser gekippt:

 

Im Teich blühen zwischen den Wasserhyazinthen eine weiße und eine rosafarbene Seerose:

 

 

Am Wasser- und Stegrand begeistern mich die Blätter der Iris im Licht der Abendsonne:

 

Über den angrenzenden Bachlauf hat der Ahorn sich ganz schön ausgebreitet:

 

Im Hochbeet oberhalb des Bachlaufs gefallen sich die grünen Blätter des Farns

neben denen von Frauenmantel, rotblättrigem Purpurglöckchen und dem Sommerkleid der Christrose:

Nur eine Stufe trennt uns jetzt von der Terrasse, wo sich einige Schätze zwischen den Steinen selbstständig gemacht haben:

Männertreu

Miniminiminiableger vom Frauenmantel, die mir besondere Freude machen, noch nicht mal 1-Euro-Stück groß:

und diese wunderschönen Gänseblümchen. Da kann man doch das Grün zwischen den Fugen nicht entfernen, oder? ;o)

Auch der Mohn hat sich schon auf der Terrasse und in den Kübeln verteilt. Hier einige Sämlinge im Kübel:

Sehen seine Fruchtstände nicht toll aus?

Gestern durfte ich eine dicke Hummel beobachten, die mit Klimmzügen in eine schon fast geschlossene Mohnblüte kletterte. Danach war jede Menge in der Blüte los, sie pendelte hin und her... Was für ein Spaß!

Den Abschluss bildet an meiner geliebten Schattenmauer die Kletterhortenise. Leider hat sie dieses Jahr nicht geblüht, dafür ist sie ein großes Stück gewachsen.

Damit ist mein Rundgang durch den Sommergarten zu Ende. Jedoch nicht ohne noch ein Schwanzwedeln von unserer Minu für Sie, die den Garten fast so sehr liebt wie ich:

Schönes Wochenende mit einer frischen E-Card aus dem Garten:

Klick für frische E-Card zum Wochenende

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Freitag, 13 August, 2010
Thema: Blog - 2010, 2. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer

Unbändige Lebenskraft

Kleines Update zu meinen Liebesgrüßen aus dem Garten:

 

Für unbändige Lebenskraft steht die Pfeifenwinde ab sofort für mich. Ich hatte sie ja in einen der Gartensträuße gesteckt und mich gar nicht mehr über ihre Unkrauteigenschaften in meinem Garten geärgert, sondern mich an ihr erfreut. Langsam klettert sie nun im Strauß weiter und schlingelt sich um die Blätter der Iris. So schön hätte ich das niemals stecken können. Sie macht es von alleine und hat mir damit heute früh, als ich das entdeckte, eine große Freude bereitet.

 

Was hat diese Pflanze für einen Lebenswillen, wenn sie selbst in der Vase weiterrankt, ohne Verbindung zum nährstoffreichen Gartenboden?

So klettert sie auch langsam aber sicher in meiner Liebesskala der Gartenpflanzen nach oben. Vom Unkraut zum Liebling in Gartensträußen.

Ein schöner Wandel!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Mittwoch, 11 August, 2010
Thema: Blog - 2010, 2. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer

Liebesgrüße aus dem Garten

Mein "grünes Zimmer" schenkt mir eine ganze Fülle an Blättern, Blüten und Gräsern, aus denen ich kleine Liebesgrüße aus dem Garten zaubern kann.

Die Blätter der Funkie gefallen mir besonders gut, ebenso die des Storchschnabels. Die langen Blätter der Gräser und ihre wundervoll leichten Ähren machen sich auch gut in der Vase. Bei den Blüten kann ich zwischen Rosen, Bauernhortenie, Rispenhortensie und Echinazea wählen. Ach ja, auch die wunderschönen Blüten des Mohns und seine kräftig grünen Fruchtstände sind ein Traum für mich. Und die langen Blütenrispen des dunkelrotblättrigen Purpurglöckchens (ich hatte zuerst Zauberglöckchen geschrieben, das war jedoch nicht richtig) machen sich auch toll auf dem Tisch...

Ich schwelge im Reichtum meines Gartens!

Heute früh ging es mir nicht gut (Tage sind im Anmarsch). Nachdem ich mich einige Zeit im Garten aufgehalten habe und mir was für die Vase abgeschnitten und zusammen gestellt habe, geht es mir viel besser! Wollen Sie sehen, was ich gemacht habe? Hier einige Fotos davon:

Der hier steht jetzt auf meinem Schreibtisch. Die Rose duftet umwerfend gut!

Rose: Parole (Züchter Kordes-Rosen), die am Anfang des Sommers rosafarbene Hortensienblüte hat ihre Farbe inzwischen ins grüne gewechselt. Vorne zwischen den beiden Blüten und kaum auf dem Foto sichtbar eine Miniblüte der Rispenhortensie, und der Fruchtstand des Mohns, hinten eine Rispe des Purpurglöckchens und - hm, wie heißt das Gras? (Entweder Rutenhirse oder Schmiele).

Dies ist eine der beiden Steingutamphoren, die draußen auf meinem Pflanztisch stehen. Hier haben zwei Hortensienblüten, an denen man die unterschiedlichen Farben auch noch sehen kann, Platz genommen. Die rosafarbene war unter einem Blatt versteckt, bekam also Schatten und die grüne stand in der Sonne, wodurch sie sich schon verfärbt hat. Vorne meine geliebte Echinazea, hinten wieder ein bisschen vom Gras.

Und diese Gartenliebe steht jetzt auf dem Esszimmertisch. Ich liiiiiiebe dieses Maigrün, wie schön, dass ich auch einen kleinen Übertopf habe, der diese Farbe hat und sich prima als Vase für meine Gartenschätze eignet. Diesmal - wieder eine Hortensienblüte (ich habe so viele davon, die kann ich also am ehesten verschmerzen) mit einigen Rosenblüten (kenne ihren Namen nicht, blüht den ganzen Sommer immer und immer wieder), vorne das Blatt des Stornschnabels (davon habe ich auch Massen, weil ich die Staude im Frühjahr x mal geteilt habe, jetzt steht sie überall... ;o)), hinten ein bisschen von meinem Lieblingsgras und zwei Blätter der Iris, die ich zusammegebogen habe. Das ganze wird von der Pfeifenwinde umrankt. Dieses "Unkraut" hält sich tapfer in unserem Garten, die Rispenhortensie wurde schon erklommen, ebenso wie die Säulenäpfel, eine ist auf dem Weg, das Vogelhäuschen einzunehmen. Jetzt habe ich ihr eine neue Aufgabe vermacht, so dass ich sie fast mag: Deko in der Vase!

Einen schönen Sommertag wünscht Ihnen

Anja Kolberg

PS: Ich habe aus einer Gartenliebe eine neue E-Card gestaltet. Viel Freude beim Verschicken.
PPS: Ein Straußupdate gibt es hier.

Erstellt durch: Anja Kolberg am Montag, 09 August, 2010
Thema: Blog - 2010, 2. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer

Im Garten: Wer Schmetterlinge will, muss auch die Raupen akzeptieren...

Fraßspuren an unserer schönen Sumpfiris. Was konnte das sein? Die Untersuchung ergab: Hungrige Raupen.

Mein erster Impuls: Sie verschandeln die schönen Blätter - das sieht doof aus und nachher sind alle Blätter betroffen. Die Raupen müssen weg. Doch halt - wo sollen die Raupen denn sonst fressen? Soll ich sie in die Biotonne geben, wo sie sich an den Resten erlaben können? Sollen die Raupen überall anders fressen, als bei mir, Schmetterlinge dürfen meinen Garten aber gerne bevölkern?

Ich mag Marienkäfer. Was aber, wenn ich ihre Nahrungsgrundlage - Blattläuse - mit Spritzmittel bekämpfe? Warum sollten sich die Marienkäfer dann noch in meinem Garten aufhalten?

Ich mag Vögel. Doch kein Vogel ohne Futter. Davon gibt's reichlich in meinem Garten: Blattläuse. Raupen. Was, wenn ich ihnen das Futter nehme?

Es ist nicht fair, das Schöne zu wollen, also die Schmetterlinge, die badenden Vögel in meinem Bachlauf, die Marienkäfer, aber deren wichtige Futterquelle ablehne. Wenn ich Schmetterlinge will, muss ich auch die Raupen akzeptieren.

Also lasse ich die Raupen in meinem Garten dolle Muster in Blätter nagen, verzichte auf ein perfektes Gartenbild und freue mich über das Ergebnis: Rotkehlchen, die Schädlinge in meinem Garten futtern. Schmetterlinge, die auf den vielen Blüten Platz nehmen, Nektar schlürfen. Marienkäfer, die die Rosentriebe rauf und runter krabbeln.

Wollen Sie mal gucken wie mein Garten derzeit aussieht?

Das Hochbeet ist mein Liebling: Zwischen den hellgrünen Frauenmantel-Blüten und dem Männertreu blühen die Rosen Leonardo da Vinci und Gertrude Jekyll, die so richtig intensiven Rosenduft hat, der manchmal bis zum Tisch rüberweht (Austin Rosen, England). Für Blattgrün sorgen Iris und Storchschnabel. Die Hochstammrose Parole (sehr intensiver Duft, riesige pinke Blüten/Kordes) legt gerade eine Pause ein, doch neue Knospen sind schon in Sicht.

Im Hintergrund, in der Gartenspitze mehrere Hortensien, die rosa Blüten der am Kirschbaum hochrankenden Clematis, dazwischen blauer Rittersporn, weiße Margariten und die hellgrüne Funkie mit den großen Blättern. Im Vordergrund rechts die nach Apfel duftende Rambler-Rose Jasmina (auch von Kordes Rosen).

Am Rosenbogen hat sich dieses Jahr auch eine Clematis nach oben gekämpft und blüht dort mit in vielen lila Blüten.

Die Mausefamilie im Garten hatte vor eingen Wochen richtig doll Appetit auf das frische Grün des Männertreu. Klar, dass einige von ihnen daraufhin Startschwierigkeiten hatten, aber nicht alle, wie man hier sieht:

Kleine Schätze aus dm Garten nehmen in den Steingutvasen auf dem Pflanztisch Platz:

Ein Augenschmaus ist für mich auch die von meinem Onkel selbst geschreinerte Schubkarre, in der Lavendel und Maragiten Platz finden:

All diese Farben singen ein Lied, das mich froh macht, verströmen Duft, der mich entspannt, haben Formen, die mein Herz zum Hüpfen bringen. Der Blick in den Garten ist ein Traum für mich. Besonders, wenn ich dies alles gut beschattet und mit den Füßen in kühlendem Wasser genieße.

Das sind die wunderschönen Seiten des Sommers.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und erfrischende Nickerchen an heißen Tagen - so wie unsere Minu dies macht:

Anja Kolberg

PS: Mit der Julihitze hatte ich auch 2006 zu kämpfen. Es qualmte der Kopf... - Eisphantasien krochen in mir hoch... An der damaligen Situation habe ich einiges verbessert: Zum Beispiel kann ich jetzt mit dem Laptop sowohl im Schlafzimmer arbeiten, aber noch besser ist es auf der Terrasse, wie Sie ja letzte Woche lesen konnten. :o)

Erstellt durch: Anja Kolberg am Freitag, 02 Juli, 2010
Thema: Blog - 2010, 2. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer

Bei Königs eingeladen

Den heutigen Nachmittag verbringe ich mit Abendkleid, Hochsteckfrisur nebst Blumen im Haar und Prosecco in der Hand. Ich bin zur Königshochzeit von Victoria von Schweden eingeladen. Gut, zugegeben, nur per TV-Übertragung. Aber heute will ich mich mal wie eine Prinzessin fühlen und ein lebendiges Märchen träumen. Hach, schöööön... Ich erinnere mich noch an die Hochzeit von Lady Di, die ich am TV verfolgte, Tränchen verdrückte. Ja, das muss heute sein!

Das zaubert auch gleich die Enttäuschung des gestrigen Deutschland-Spiels ruckzuck weg.... Schööööön!

Ein zauberhaftes Wochenende!

Ihre Anja Kolberg

PS: Unser Garten ist derweil auch ein einziges Märchen voller Rosen. Das Arrangement im Hochbeet aus vier verschiedenen Rosen, grün blühendem Frauenmantel und blauem Männertreu ist wunderbar aufgegangen, die Rosen am Rosenbogen blühen, die Knospen der Clematis warten auf der anderen Seite schon auf ihren Blühstart und die Blüten der Hochstammrose Parole sind eine Wucht. Nicht nur, dass sie unglaublich intensiv duften, sondern auch so riesig groß sind. Auf meinem Schreibtisch habe ich ein fast erblühtes Exemplar in einer Vase thronen. Die Blüte ist so groß, dass meine ausgestreckte Hand nicht alles bedecken kann! Nochmal schöööööön!

 

Juni-Zeit

Einer der schööönsten Gartenmonate hat heute begonnen. Die Rosen stehen in den Startlöchern, die Lavendelknospen recken sich in die Höhe, die Clematis rankt unermüdlich am Kirschbaum und zwischen den Rosen nach oben und wartet ebenso wie die Iris auf ihre Juniblüte. Der Frauenmantel zeigt schon seinen hellgrünen Flor und wartet darauf, die Rosen in ihrer Blüte zu begleiten.

Auf dem Blatt des Tischkalenders 2010 "Ich mache mich glücklich" - dessen nächste Ausgabe Sie im Herbst für 2011 hier wieder erwerben können - bezaubert die Blüte einer rosaroten Pflingstrose. Ich liebe diese Duftwunder sehr. In meinem Garten darf ich mich auf zwei Blüten in diesem Jahr freuen. Aufgenommen habe ich das Innere der Pfingstrose im grünen Reich meiner Freundin Barbara, wo mindestens zehn unterschiedliche Pfingstrosenbüsche von weiß, hellgelb, hellrosa bis dunkelrosa, gefüllt und ungefüllt um die Wette strahlen. Wirklich ein Traum!

Das Zitat für Juni lautet: "Ich erlaube mir unperfekt zu sein."

Perfekt sein ist für mich ein Synonym für alles richtig machen, nicht anecken, mich so verhalten, dass ich von möglichst vielen Menschen gemocht werde. Diese Annahme kann allerdings zu ziemlichem Stress führen. Dann, wenn ich mich selbst aufgebe, nur um anderen gefallen zu wollen. Beispiel: Wenn mich jemand um einen Gefallen bittet, und obwohl ich keine Lust habe oder es nicht machen möchte, 'ja' sage, aus Angst, der andere mag mich nicht mehr, wenn ich 'nein' sage. Es ist jedoch ein Trugschluss, dass mich andere nur mögen, wenn ich alles für den anderen tue, nur damit er glücklich wird. Erst mal weiß ich gar nicht, ob das den anderen wirklich glücklich macht und zweitens: Ist es gesund, wenn ich mich unglücklich machen muss, damit andere glücklich sein können? Da schüttle ich ganz doll den Kopf!

Wer mich wirklich liebt, der versteht oder respektiert mein 'nein'. Wer mich wirklich mag, der freut sich, wenn ich mich so zeige wie ich bin, auch wenn das bedeutet, dass ich anderer Meinung bin, keine Lust habe, etwas zu tun, was der andere sich wünscht, wenn ich Fehler mache, wenn ich Verabredungen absage - obwohl ich zuerst wollte...

Im Monat Juni will ich mir ganz bewusst erlauben, Fehler zu machen, unperfekt zu sein - und damit ganz besonders ich selbst.

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 01 Juni, 2010
Thema: Blog - 2010, 1. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer, Blog - Monatliche Impulse

Was für ein Geschenk!

Unbezahlbar war mein Erlebnis heute früh am Blumenkasten vor meinem Bürofenster: Auf der Blüte der pinken Dahlie schlief eine Biene, die Flügel ruhten übereinander, sie bewegte sich nicht. Das sah so friedlich aus, das kleine Tierchen so bezaubernd, ihren Pelz wollte ich am liebsten streicheln. Ob sie wirklich lebt? Ich beruhigte mich: Es war diese Nacht recht frisch und die Sonne hatte die Blütenseite noch nicht richtig erwärmt. Dann sah ich etwas genauer hin und ihr gestreifter Po bewegte sich, nach einer Zeit kamen die beiden Fühler hervor und ein mit Pollen bestäubtes Beinchen wurde gereckt. So schlafen also Bienen! Auf Blüten. So was habe ich noch nie erlebt und fühle mich so unendlich reich beschenkt, dass ich das sehen durfte. Ich habe Tränen in den Augen stehen. Unsere Welt ist so schön und die kleinen, die winzig kleinen Dinge sind so bezaubernd.

Nachdem ich sie eine zeitlang beobachtet hatte und einige ihrer Kolleginnen schon fleissig den Lavendel besuchten, wurde meine Biene aktiver, drehte sich, bewegte ihre Flügel und flog zur nächsten Blüte, wo sie mit der Arbeit begann. Guten Morgen, Biene!

Bin ich glücklich über dieses Erlebnis, danke Himmel!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 04 August, 2009
Thema: Blog - 2009, 2. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer

Das Glück liegt in kleinen Dingen

Ein langer Abend auf der Terrasse, bis ich nichts mehr sehen konnte. Ein Topf mit Lavendel vor der Nase, der mich zum Fotographieren einlädt. Ein geleerter Grillteller auf dem Holztisch, der meinen Gaumen verwöhnte. Ein gutes Buch zu lesen. Fröhliche Stimmen von feiernden Nachbarn, die den Gärten hinter den Häusern eine laue Sommerstimmung verschaffen. Mit sinkender Sonne die veränderten Lichtverhältnisse im Garten beobachten, manche Blüten leuchteten regelrecht (die hellen), die dunkleren verschwanden im Grün. Die Fische zogen ihre Runde. Meine Füße mochten die kühle Erfrischung. Zeit, so viel ich will.

Es war einfach nur schön und erfüllend. Ich für mich war wirklich glücklich!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 30 Juni, 2009
Thema: Blog - 2009, 1. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer

Grün, grün, grün...

... sind bald alle unsere Wände! Quatsch, aber irgendwie macht sich so'n Gründtrend breit.

An unsere Terrasse hinterm Haus grenzt ein riesengroßer Schuppen vom Nachbarn an. Die Wände sind freucht, der Putz blättert ab. Nicht schön drauf zu gucken. Wir streichen ihn alle paar Jahre, so geht es dann. Nun, es war mal wieder soweit. Bisher war die Wand hellgelb, inzwischen aber mit vielen grauen Flecken fehlender Farbe.

Ich wollte die Wand erst dunkelrot streichen, dann dachte ich beim Sitzen auf der Terrasse: Nein, nicht rot. Grün! Mein Mann wollte auch lieber grün statt rot, als ich ihm die Wahl ließ. (So tragen wir beide die Verantwortung...) Auf dei der Webseite Schöner Wohnen kann man Häuser virtuell anpinseln. Ich suchte mir einen Farbton aus - ja, sah gut aus.

Allerdings war der Schreck dann schon groß, als ich mir den Farbton im Baumarkt an den kleinen Farbtäfelchen anschaute (L319 für alle, die mal gucken wollten). Puh, nein, lieber was helleres. L120 haben wir genommen, aber der Schreck war dann noch größer, als ich gestern Nachmittag den Eimer aufmachte. Das sah NEONgrün aus. Ein Stück Probewand und ich hab mich halb kaputtgelacht, so grell sah das aus. Puh, näh, ging gar nicht. Man kann den Farbton dann aber nicht wieder unter die Farbmaschine stellen und einen anderen aussuchen, sondern nur Abtönfarbe dazu kaufen und selbst weiter mischen oder neue Farbe kaufen. Ich wollte nicht noch mal 40€ ausgeben, also habe ich Abtönfarbe gekauft und gemischt. Ahhh, mein Auge entspannte sich langsam. Auch meinem Mann gefiel der dunklere Ton. Als ich fast fertig mit Streichen war, riefen die Nachbarn ein paar Gärten weiter begeistert: "Das sieht gut aus! Schön!" Puh, gut.

Auf der anderen Seite der Gärten gingen drei Frauen auf den Balkon, es folgte ein kreischender Ausruf, den ich kaum nachmachen kann. Hörte sich nach blankem Entsetzen an. Gut, die haben jetzt was zu gucken, wenn sie zu uns vorwitzig runter schauen (oder lassen es wegen der abschreckenden Wirkung ganz). Dafür laufe ich auch nicht nackt auf der Terrasse rum.

Ich finde, es sieht gut aus, ist jetzt ein relativ heller Olivton, mit den dunkelbraun gestrichenen Holzpalisaden davor sieht es gut aus. Klar, dezent ist anders. Aber was schadet schon ein bischen Farbe im Leben? Weiß kann jeder.

Mir ist beim zweiten Anstrich zum Abschluss noch die Farbrolle auf den Kopf gefallen. So lange habe ich noch nie unter der Dusche gestanden, die Farbe wollte und wollte nicht rausgehen. Da wusste ich auf einmal, warum die Menschen Zeitungshüte beim Streichen tragen...

Genug geschnackt, ich muss noch Tasche packen und dann geht es los - auf ins Bergische!

Schönes Wochenende!

Anja Kolberg

... jetzt sind mir fast die Brötchen im Backofen verkokelt, die habe ich über's Schreiben ganz vergessen. Kross schmeckt ja auch... :o)

Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 28 August, 2008
Thema: Blog - 2008, 2. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer, Blog - Renovierung

Hin- und hergerissen

Seit ein paar Tagen bin ich mir nicht sicher: Wird es noch mal Sommer oder ist schon Herbst? Der Übergang ist fließend, aber wo in diesem Übergang befinden wir uns? Teile in mir sehnen sich nach den warmen bunten Herbstfarben und andere nach der klaren Sommerwärme (nicht die Schwüle, wie sie heute hier ist).

So Übergänge gibt es nicht nur in der Natur, sondern auch im Leben. Hin- und hergerissen zwischen zwei Lebensumständen. Das bisherige ist nicht mehr ganz stimmig, das Neue ist noch nicht fühlbar da. Zwischenzeit. Keine leichte Sache im Leben, weil man ungeduldig wird, weil nicht klar ist, was/wie das Neue sein wird (bei den Jahreszeiten weiß man es ja Gott sei dank) und weil oft ein Zeitdruck da ist. Wer so einen Prozess schon mal durchlebt hat - zum Beispiel bei einem Job- oder Berufswechsel - weiß wovon ich spreche.

Aber es kommt der Tag, da ist ganz klar: Der Herbst ist da. Das Neue ist deutlich spürbar und erfreut uns mit wunderbar bunten Blättern und lässt und die Leiden der Zwischenzeit schnell vergessen. Ja, genau so stelle ich es mir nach einer Geburt vor. All der Wehenschmerz ist Staub von gestern, weil das Neue es mit seiner Liebe und Schönheit überstrahlt.

Schönes Wochenende!

Anja Kolberg

PS: Ich fahre bald zu meiner Familie für ein Wochenende aufs Land! Juchu!!!! Dazu passt diese E-Card:

 

Erstellt durch: Anja Kolberg am Freitag, 22 August, 2008
Thema: Blog - 2008, 2. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer

Rülpsen Spinnen?

Ich weiß, ein undamenhafter Einstieg, aber die Frage habe ich mir ernsthaft letzten Sonntag gestellt. Da saß ich nämlich auf der Terasse und beobachtete eine Spinne beim Netzbau.

 

Erst sponn sie die langen Seitenfäden und dann von der Mitte ausgehend, verband sie die einzelnen Fäden in immer größer werdenden Kreisen miteinander. Faszinierend. Zuvor hatte ich das noch nicht gesehen. Es dauerte nicht lange und sie war fertig. Einige Zeit später schaute ich wieder hin und sie hatte Beute gemacht:

Auch gleich neben meinem schattigen Sitzplatz kümmerte sich eine ähnliche Spinne um ihre Beute. Immer mal wieder sah ich hin und da die Spinne unweit meines Ohres im Netz arbeitete, habe ich mich irgendwann gefragt: "Ob ich wohl hören kann, wenn sie satt ist und rülpst?" Alleine die Vorstellung, dieses Geräusch zu hören, genügte, um mich vergnüglich zu stimmen. Ich stellte mir vor, dass das Geräusch so laut ist, dass ich mich umschauen musste, wer denn da...?

Frohe Grüße

Anja Kolberg

PS: Die Schreibblockade ist wirklich überwunden. Heute früh habe ich mich direkt an den Laptop gesetzt, während Mann und Hund sich nochmal umgedreht haben und nach sieben Seiten ist wirklich Zeit für eine Pause.

Herrlich ist übrigens das Fußbad im Teich. Die Seerosen blühen um die Wette und dann auf dem Steg sitzen und die Füße in das kühle Nass tauchen.... Eine herrliche Erfrischung. Hier ein Bild für Sie:

Mein Wunsch an Petrus hat sich auch erfüllt: Gestern Abend kühlte es herrlich ab, hm, habe ich gut geschlafen. Ich hoffe, Sie auch? Schönes Wochenende!

Erstellt durch: Anja Kolberg am Samstag, 02 August, 2008
Thema: Blog - 2008, 2. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer

Inspektor Locke ermittelt

Tatort: Terrasse

Tatzeitpunkt: zwischen Sonntag abend und Montag morgen, 10 Uhr.

Wer hat den Tatort entdeckt? Eigentlich Minu. Inspektor Locke sitzt auf der Treppe und trinkt eine Tasse Kaffee. Ihr Blick folgt dem schnüffelnden Hund, der unterhalb des Eßzimmerfensters stehen bleibt. Das zieht die Aufmerksamkeit von Inspektor Locke an. Sie streift die Ecke mit ihrem scharfen Blick, entdeckt nichts auffälliges, schaut nochmal und entdeckt den Tatort:

Der Blumenkasten mit 6 zuvor wunderschön grünen, kräftigen, blühenden Wandelröschen liegt zwischen den Funkien auf dem Boden. Die Pflanzen liegen kopfüber über die Terrasse verteilt, ebenso wie die Blumenerde und die Blähtonkügelchen, die bis zum Terrassenende gerollt sind. Der Grill, der unterhalb des Eßzimmerfensters steht, ist mit Erde und vielen Blumenzweigen bestückt. Schönes Bild!

Inspektor Locke ermittelt: Wer war der Täter?

Zugegeben, es war windig, aber ehrlich: Wir - der Blumenkasten und wir - haben schon schlimmere Stürme überstanden. Inspektor Locke geht auf und ab und kommt nur zu einer Lösung: Ein Eichhörnchen muss über den Holzzaun bis zur Hauswand geklettert sein, dann versucht haben, im Blumenkasten zu naschen oder was zu verbuddeln und dabei sind alle beide - Kasten und Eichhörnchen - zu Boden gegangen. Hm. Gestern früh war nämlich auch ein sehr vorwitziges Eichhörnchen an den Mülleimern vor unserem Haus. Als ich mit Minu Gassigehen wollte, nahm es reißaus und lief quer über die Straße. Ich habe mir nur noch die Augen zugehalten. Es hat einen Ausweg gefunden. Vielleicht in unseren Blumenkasten? Bis dahin war mir nämlich noch nichts besonderes aufgefallen.

Eine Fahndungsbild muss her:

Hier Aufnahmen aus früheren Begegnungen. Gesucht wegen radikalem Blütenhunger. Sachdienliche Hinweise bitte direkt an Inspektor Locke oder ihre Assistentin auf vier Pfoten.

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 22 Juli, 2008
Thema: Blog - 2008, 2. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer

Ein Geschenk Gottes

... ist für mich unser Garten. Eben brauchte ich eine Pause und bin hinunter in den Garten gegangen. Machte mir zuvor eine Tasse Kaffee, nahm das Buch "Zen oder die Kunst, den Mond abzustauben" in die Hand und setzte mich dann auf die Gartenbank, die schon in der Sonne erstrahlte. Hm, die Wärme tat gut. Minu gesellte sich zu mir, legte sich auf den Holzsteg. Ich hörte das Plätschern des Bachlaufes, sah den Fliegen beim Wasserlaufen zu. Ja, ein Geschenk Gottes, so empfinde ich den Garten. Ein Geschenk, dass ich diese Umgestaltung gewonnen habe.

Was mich schon länger während des Schreibens quält: Ich schweife sehr schnell mit meinen Gedanken ab, konzentriere mich nicht weiter auf das, was ich tue. Was mir hilft, mich zu konzentrieren, ist ein gewisser Zeitdruck, darunter arbeite ich dann sehr konzentriert. Ich habe aber keinen Zeitdruck und will mir auch gar keinen erzeugen. Also muss ich die Herausforderung annehmen, meine Gedanken immer wieder zu mir zurück zu bringen.

Diese Gedanken umwehten mich, bevor ich das Buch aufschlug, das mir eine liebe Leserin dieses Blogs geschenkt hatte. Und was las ich? Über abschweifende Gedanken und wie man sie (am Beispiel vom Kehren des Bodens durch das immer gleiche Geräusch) zurück holen kann. Eben telefonierte ich mit meinem Bruder und weil er kurz etwas machen musste, legte ich den Hörer beiseite, drückte auf den Lautsprecher, um zu hören, wann er wieder am Apparat ist und schrieb. Als er zurück kam, fragte er: "Was machst du da?" "Ich schreibe." "Es klingt, als schlägst du deine Tastatur." Und da machte es *pling* bei mir. Warum sollte das Klackern der Tastatur nicht das Geräusch sein, das meine Gedanken zurück holt an meinen Arbeitsplatz, zu dem Thema, das ich gerade bearbeite? Das versuche ich jetzt.

Einen besonderen Schmaus habe ich mir noch gegönnt, bevor ich in den Garten ging: Frischen Teig. Kuchenteig. Pi-mal-Daumen zubereitet. Ich liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiebe Kuchenteig. Ich habe daran schon immer gerne genascht und irgend wann habe ich mir gedacht: Warum gönnst du ihn dir nicht einfach? So viel schlecken wie ich will. Muss ja nicht die Masse eines ganzen Kuchenteiges sein. Und das habe ich gemacht. Ein Ei, Wasser, Mehl, Zucker. Hm. Und nach dem Probieren habe ich den Rest in ein kleines rundes Gratinschälchen gefüllt und ab damit in den Backofen. So gab es zum Abschluss - inzwischen oben im Schatten auf der Gartentreppe sitzend - den Kuchen mit noch etwas flüssigem Innenleben. Lecker - lecker - lecker! Ja, ich gönne mir das, was "man" sonst nicht macht. Warum eigentlich nicht? Vielleicht habe ich deswegen so einen schönen, weichen großen Bauch?

Genussvoll schlemmend beobachtete ich den Teich und konnte ein kleines graues Vögelchen mit schwarzem Hut beobachten, wie es neben dem Buddha auf einem Schachtelhalm landete, dann in den Pool sprang und sein Gefieder im Wasser badete. Fluchs auf einen Stein flog, sich gehörig schüttelte. Zwitscherte und davon flog.

Ein Stück vom Paradies, wo ich in kurzen Pausen Inspiration bekomme, die Natur beobachten kann, Teig schlecken und einfach glücklich sein!

Anja Kolberg

Veränderungen...

... gibt es bei uns im Garten. Der Rosenbogen über der Holzbank auf der anderen Seite des Teiches hat mir so gar nicht gefallen. Sein Grün passte nicht zur Umgebung, richtig fest war er (noch) nicht und er behinderte den gemütlichen Gang zur Bank. Vorgestern konnte ich meinen Mann motivieren, ihn mit mir zu versetzen. Meine bessere Hälfte war mit ganz viel Liebe und Genauigkeit aktiv. *drück*

Der Rosenbogen steht jetzt bombenfest auf der Terrasse. Als Übergang zum Garten. Und genau da habe ich ihn schon vor Jahren gesehen. Lange bevor ich ihn hatte. Ich kann mich an einen Zukunftsbrief in einem Berufsseminar erinnern (ich habe oft mit den Teilnehmerinnen mitgemacht), in dem ich schrieb, dass der Rosenbogen dort steht. Wow, ein komisches Gefühl überkommt mich. So ist das, wenn sich Wünsche erfüllen.

Ich habe Montag das Geld aus einem Fotoauftrag direkt in Pflanzen umgesetzt und mir eine Rispenhortensie (davon träume ich auch schon lange) gegönnt, Töpfe für die Ramblerrosen (damit nicht nur der Rosenbogen umzieht, sondern auch die zugehörigen Rosen), Sommerblumen für unsere Holzkästen (die Bellis waren diesmal ohne Beteiligung des Eichhörnchens hinüber), Lavendel und rosa Minischleierkraut zur Begleitung der Ramblerrosen, ein paar Wasserpflanzen für den Teich (Hoheitsgebiet meines Mannes) und eine "blühende Prinzessin". Dieses lila Blühwunder hatte ich schon einmal auf meiner Terrasse stehen. Leider hat die Blume damals meine Überwinterung nicht überlebt. Ich hoffe, diesmal schaffe ich es!

Gestern Abend habe ich dann nur noch auf der Terrasse gesessen und "Boah, ist das schön!" gesagt. Himmlisch glücklich ist die Gartenelfe!

Einen stimmigen Tag

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Mittwoch, 18 Juni, 2008
Thema: Blog - 2008, 1. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer

Gespür für Regentropfen

An manchen Tagen tropfen sie laut. Gestern Abend zum Beispiel. Kraftvoll. Reinigend. Zerstörerisch. Gnadenlos. Im Bett hört es sich himmlisch an - denn nur mit dieser Kraft kann ich hören, wenn sie auf das Dach treffen. Mein persönliches Einschlaflied. Ich liebe das! Für mich gibt es wenig, was gemütlicher ist.

Heute früh tropfen sie sanft den Himmel hinab. Erzeugen einen wundervollen Klang, wenn sie die Blätter berühren. Werfen berauschende Bilder, wenn sie auf Wasser treffen.

Zwischendurch Nieselregen. Der ist ganz leise, kräuselt meine Haare (das mag ich) und zaubert eine romantische Stimmung.

Ich mag den Regen, vielleicht weil ich die extreme Hitze nicht vertrage. Weil ich froh bin, dass es dann kühler ist. (Mir fällt mein Blogbeitrag von letztem Sommer ein, wo ich einen verzweifelten Regentanz aufgeführt habe. Er hat geholfen...) Ich mag den Regen, weil er die Luft reinigt. Er tränkt die Blumen im Garten und auf der Terrasse, ohne das ich dafür aktiv werden muss.

Wenn der Regen nicht wäre, die Freude über die nächsten Sonnenstrahlen und den nächsten blauen Himmel wäre nur halb so groß. Ich schätze die Sonne nach einer dunklen Zeit viel mehr, genieße das gute Wetter intensiv, sauge jeden einzelnen Sonnenstrahl auf.

Die Dunkelheit heute morgen - zum Aufstehen nicht die beste. Das Licht, das in mein Büro fällt, ist eigentlich ein Novemberlicht. Aber im November da wird ja die Sonne scheinen, deswegen ist das Wetter jetzt schon mal da. :o)

Bei Regen fallen mir immer wieder Regensongs ein, die den Regen erträglicher machen: "Raindrops keep falling on my head..." - "Singing in the rain..." - "It's raining men - halleluja" - "It's raining again"...

Jede Liebe hat auch ihre Schattenseite: Dann, wenn es zu lange regnet. Unaufhörlich ein grauer Schleier auf das Gemüt drückt. Gut zu wissen, dass alles endlich ist. Auch der Regen. :o) Bis dahin hilft mir was heißes zu Trinken *hm*, ein schönes Licht und immer wieder einmal dem Regen zuhören, wie er zu Boden fällt und dabei sein Lied singt.

Fröhliche Regentropfen-Grüße aus Köln

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Mittwoch, 22 August, 2007
Thema: Blog - 2007, 2. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer

Eiiiiin schöööööööner Taaaag!

Hallo aus Köln!

Blauer Himmel, klares Sonnenlicht, die roten Zauberglöckchen in meinem Balkonkasten hüpfen im Wind.

So sieht er aus: Der Start in eine richtig gute Woche.

Die wünsche ich Ihnen und mir auch!

Herzlich,

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Montag, 06 August, 2007
Thema: Blog - 2007, 2. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer

Angenehmer Morgen

So ein Wetter wie heute früh: Herrlich!

Kühle Luft. Klarer blauer Himmel. "Normale" Sommer-Temperaturen. So mag ich den Sommer.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Mittagspause und einen wunderbaren Feierabend!

... Vielleicht mit einer Duftdusche an einem Lavendelbusch ...

Anja Kolberg

.... und hier ein irrtümlich gelöschter Eintrag:

Montag, 16 Juli, 2007

Abkühlung?

Hatten Sie ein schönes Wochenende? Meines war einfach wunderschön und stimmig. Freitag Nachmittag merkte ich: Ich habe die Erkältung besiegt. "Nur" abklingenden Husten und Schnupfen finde ich erträglich. So konnte dann auch das Wochenende wie geplant stattfinden:

Am Samstag ein Besuch vom Schwager Ulf mit Freundin Angela: Grillen. Quatschen. Planen für die Hochzeit der Schwägerin. Das war lustig!

Am Sonntag mittag habe ich mich mit meiner Freundin Martina im Park getroffen. Zum Fotographieren. Wir waren im großen Park am Bayer-Leverkusen-Gebäude. Große Rasenflächen. Schattige Bäume. Erst dachten wir beide: Das wird zu heiß. Da wir aber vom klimagekühlten Auto nur wenige Schritte in den Schatten gelaufen sind und uns dann fast nicht mehr von der Stelle bewegt haben, sondern es uns auf der Picknickdecke gemütlich gemacht haben, war's richtig schön. So ließ sich selbst der warme Wind ertragen. Ein gelungener Sonntag-Nachmittag!

Nun denn, frisch geht es in die neue Woche. Nein, heiß! Ich bin keine Sonnenanbeterin, das Wetter der letzten Wochen war genau das richtige für mich. Deswegen sehne ich mich bei einem solchen Wetter nach Abkühlung: Eis. Kaltes Wasserbad. Ein kühler, tiefer See. Eine frische Brise...

Herzlich

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 17 Juli, 2007
Thema: Blog - 2007, 2. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer

Blumenelfe

Gestern und heute war die Gartenelfe in mir aktiv. Sie hatte wochenlang Startschwierigkeiten.

Es war nie das richtige Wetter oder der nötige Treibstoff fehlte. Gestern war es dann soweit: Unkraut rupfen (der Garten wird von Giersch heimgesucht). Puh, was taten mir die Arme diese Nacht davon weh: Wer einen schönen Garten will, muss leiden?

Na, jetzt geht es ja wieder. Ich habe die Regenpause gut genutzt und bin stolz auf mich. Im Garten sehe ich, was ich getan habe. Ein gutes, befriedigendes Gefühl.

Die Stauden bekommen wieder Luft und heute habe ich mir zur Belohnung einige neue gegönnt: Margeriten und Rittersporn. Sie stehen in den Knospen, ich freue mich schon auf die Blüte.

Ein neuer Blumenkasten ohne Wasserreservoir musste auch her: Denn der hinterm Haus steht zu 90% im Schatten und die Blumen darin waren wahrhaftig ob des vielen Regens am Faulen, die Erde konnte gar nicht trocknen, das Wasser lief nicht genügend ab... Jetzt ist einer mit viiiiiiielen Löchern da. Hoffe, jetzt klappt es besser. Richtig schöne laaaaaaangsaaaaaame Eisendeko habe ich mir auch mitgebracht. Vom Esszimmer blicke ich jetzt auf die süße Schnecke, die mich an die Langsamkeit erinnert.

Nach all der Aktivität habe ich wieder viel Zeit, den Garten zu genießen. Ich gehöre nämlich zu den Gartenelfen, die nur so vier bis fünf mal im Jahr was tun und ansonsten zugucken, wie alles wächst: Kreuz und quer und wild. :o)

Hm, hier auf meinem Schreibtisch duftet eine Rose, die ich mir aus dem Garten mitgebracht habe: Parole heißt sie.

Ich habe sie letztes Jahr als Hochstammrose mit Lavendel in einen Terrassenkübel gepflanzt. Ihr Duft und ihre riesige Blüte (14 cm Durchmesser) sind berauschend!

Freuen Sie sich auf's Wochenende? Ich sehr. Ich sehne mich so danach, das neue Kalenderblatt nach vorne zu holen. Schon die ganze Woche stiere ich auf den Kalender und warte auf den Moment, wo etwas Neues kommt.

Regen bringt Zeit zu trödeln mit sich: Ich wünsche Ihnen ein richtig schönes Wochenende - ob aktiv oder ruhig!

Herzlich,

Anja Kolberg

P.S. Aus dem ersten und dem dritten Bild habe ich E-Cards gemacht. Einfach draufklicken und los geht's.

Erstellt durch: Anja Kolberg am Freitag, 29 Juni, 2007
Thema: Blog - 2007, 1. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer

Ein guter Start in den Tag

Den hatte ich heute früh. Aufgewacht durch das Hämmern auf der gegenüberliegenden Baustelle, blickte ich in einen blauen Himmel. Herrlich. Gute Laune!

Ich setzte mich direkt an den Nähtisch, wo ich gestern Abend noch verzweifelt nach einer Lösung suchte. Heute früh fand ich sie. :o)

Spaziergang mit dem Hund. Diesmal ging er friedlich an anderen Hunden vorbei. Wow! Strike!

Zum Abschluss des Tagesstarts ein Milchkaffee auf der Terrasse mit Blick auf den Garten. Besonders gut gefällt mir die Kombination von verschiedenen Lila und Blautönen. Oder die lila Dreimasterblume neben dem bald gelb blühenden Johanniskraut aus.

Neben mir im Terrassenkübel der gerade erblühte Scheinmohn und die farbenfrohen Blüten der Kapuzinerkresse. Ein gutes Gefühl, wenn selbst gepflanzte Samen keimen und solch wundervolle Pracht hervorbringen.

Auf dem Tisch die frisch aus dem Postfach mitgebrachten Neuerscheinungen des AT Verlags. Dieses Verlagsprogramm strahlt eine Kraft aus, unglaublich. Das mag an den vielen Naturthemen liegen, alternativen Heilweisen, Bergtouren. Die Schweizer sind ein tolles Völkchen. Kann ich zumindest aus der Ferne sagen, war ja selbst noch nie dort. Kommt aber sicherlich noch, denn schließlich stammt unsere Minu - zumindest namentlich - aus dem Appenzeller Land!

Die Kapitulation gestern war mehr als nötig. Ich habe aufgegeben, mich zu treiben. Noch nicht mal mehr Sport habe ich gemacht, obwohl ich schon am Wochenende pausiert hatte. Nur noch auf die Couch und zur Entspannung ein bischen Nähte auftrennen. Manchmal geht nicht mehr. Das einzig Gute an solch blöden Tagen ist, dass sie vorbei gehen...

Heute ist ein guter Tag! Und den wünsche ich Ihnen auch!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 05 Juni, 2007
Thema: Blog - 2007, 1. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer


DUNKLE TAGE

Wenn der Blues kommt...
Wende in traurige Gedanken bekommen

KÖRPER + SCHMERZEN

So habe ich 40 kg abgenommen
Mehr Gesundheit in einem Jahr.

MICH SELBST ANNEHMEN

Mich selbst annehmen
Vergleichen ist das Ende des Glücks

INNERES KIND

Inneres Kind
Dicke Tränen trocknen

INNERE STIMME

Reden mit der inneren Stimme
Was tun, wenn die Angst übermächtig wird

PSYCHOLOGIE

Hilfe für die Seele
Hilfe für die Seele. Ende mit dem Tabu.

LOSLASSEN

Weniger ist mehr
Weniger ist mehr

ACHTSAMKEIT

Ganz bei mir sein
Frühlingsmärchen für die Seele

ZEIT FÜR MICH

Im Haus meines Herzens
Aufgeregt vor Termin. Zur Ruhe kommen.

DIE FRAU DAHINTER...

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