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Freitag, 22 September, 2017

Der schöne Garten

Während meines Aufenthaltes bei meiner Familie habe ich auch die Zeit im wunderschönen Garten genossen. Seit den 50er Jahren, als meine Urgroßeltern ihn anlegten, ist er stetig gewachsen und hat sich verändert. Als mein Onkel und meine Tante das Haus von meinen Großeltern übernahmen haben die beiden weiter daran gearbeitet und daraus ein Schmuckstück gemacht, wo die Seele staunt und atmet. Ich sehe und spüre, dass sie Freude an der Arbeit im Garten haben. Der Gemüsegarten ist heute noch an der gleichen Stelle wie vor über 60 Jahren.

Für mich ist es ein besonderer Ort. Die Geräusche, die Düfte, die Stimmung, alles ist mir aus meiner Kindheit vertraut. Ich fühle mich dort wohl und kann einfach sein. Ein großes Glück.

Im ersten Artikel Herzgold - Zeit bei meiner Familie fanden Sie ja schon einige Blüten aus dem Garten - hier einige weitere Impressionen und vom Raum drumherum:

An den Garten grenzen viele Wiesen mit einigen Pferden. Weiteroberhalb beginnt der Wald.

Nebenan auf der Weide steht ein alter Apfelbaum.

Überall stehen Stauden, wie dieser Sonnenhut oben am Hühnerpirk.

Clematis rankt mit wildem Wein an einem Bogen empor.

Diese Aster hält sich gut und lange in der Vase und säht sich selbst aus. Ich habe Samen mit nach Hause genommen.

Am Himmel waren immer wieder Greifvögel zu sehen und vor allen Dingen zu hören. Ein toller Klang. So viel Himmel sehe ich in Köln selten. Die Vögel bei ihrem Flug zu beobachten, war toll.

Morgens lies ich die Hühner raus, gab ihnen Wasser und tagsüber manchmal Leckereien, auf die sie unruhig warteten. Sie machen so beruhigende Geräusche. Abends lies ich sie wieder in den Stall bzw. waren sie schon drinnen. Es gab Futter und frisches Wasser und ich sammelte die Eier ein.

Toll, die unterschiedlichen Farben. Beliebtes Spiel am Abend: Eierbingo. Wer errät wieviel Eier die Hühner gelegt haben. :-)

Drei Teiche hat mein Onkel in all den Jahrzehnten angelegt. In einem blühte diese herrliche Seerose.

Jede Morgen machte ich eine Kanne Tee - mit Quellwasser aus dem Wald und frischer Pfefferminze aus dem Garten. Auf der Wiese war frischer Breitwegerich, den ich so gegessen habe. Der schmeckt unglaublich gut. Mehr vom Gaumenschmaus erzähle ich hier: Naschen aus dem Landhausgarten.

Viel Freude!

Anja Kolberg

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