Fürs Herz & die Seele: Selbstgemachte Geschenke & mich selbst verwöhnen

Herbstkranz

Als ich Ende September meine Familie im Bergischen Land besuchte, bekam ich diesen selbst gebundenen Kranz von meinem Onkel geschenkt.

Er ist dafür mit wachen Augen für schöne Formen, Strukturen und Farben einmal quer durch den großen Garten spaziert und hat aus vielerlei Herrlichkeiten diese Schönheit gebunden.

Liebe im Detail

Für mich gibt es kein schöneres Geschenk von ihm als etwas Selbstgemachtes. Da steckt so viel Liebe im Detail. Das spüre ich, wenn ich den Kranz nur anschaue. Toll, oder?

Wer schon einmal etwas selbst gemacht hat, weiß wie viel Zeit und Liebe darin liegt. Auch Ernte aus dem Garten verschenken finde ich großartig. Eine Rosenblüte geschenkt bekommen, einige Kräuter oder etwas Selbstgemachtes aus der Küche. Selbstgestrickte Socken (eine dicke Umarmung an meine Oma - ich werde so ewig an sie denken) oder ein gemaltes Bild. Da gibt es so viel schöne Ideen. Ein Hoch auf all die tollen Menschen, die diese Dinge machen!

Da geht mir das Herz auf. Solche Geschenke sind für mich kostbarer als etwas Gekauftes.

Gerade Schätze aus der Natur tun mir gut. Bei mir im Garten finde ich oft schöne Blüten, die dann bei mir in der Vase landen.

Blumen für mich

Wenn da gerade nichts Schönes ist und ich was blumiges brauche, mache ich mich auf zu Petra in den Blumenladen bei mir in der Straße und suche mir was Schönes aus. Ich mag kurze Sträuße besonders gerne, weil ich sie mir dann sitzend gut anschauen kann. Damit ich die Blüten einzeln gut wahrnehme, reichen mir oft auch schon wenige Blüten aus. So wie in diesem Strauß oben.

Es gab Zeiten, da habe ich gehofft, mein Mann schenkt mir Blumen. Macht er auch: Zuverlässig seit 27 Jahren zu meinem Geburtstag und zum Hochzeitstag.

Nur will ich viel öfter welche haben. Eine zeitlang habe ich ihm vorgehalten, dass er nicht mal außer der Reihe Blumen schenkt. Er sagte dann: Wieso kaufst du dir denn nicht selbst welche?

Stimmt eigentlich. Denn nicht mein Partner ist dafür zuständig, dass ich bekomme, was meiner Seele gut tut, sondern ich selbst.

Seit dem verwöhne ich mich dann mit Blumen, wann ich es brauche.

Und das tut mir richtig gut.

Blumen fuers Herz  

Hab einen wundervollen Tag!

Deine Anja

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Ein Ende ist immer auch ein Anfang
Eigene Kalenderproduktion ist Geschichte.
Ein Rückblick.

Ich habe mich Ende Juni 2020 entschieden, meine kleine eigene Kalendermanufaktur nach 15 Jahren zu schließen.

Kalendermanufaktur

Die Entscheidung entstand über einen längeren Zeitraum und fiel mir alles andere als leicht. Schließlich ist die Konzeption der Kalender eine zutiefst sinnstiftendende Arbeit für mich.

Meine Kund*innen und Newsletter-Empfänger*innen wissen schon seit Juli Bescheid. Jetzt bin ich innerlich soweit, es auch öffentlich zu verkünden. Jedes Mal ein weiterer Schritt auf meinem Weg.

Ich blicke voller Dankbarkeit zurück:

Nachdem ich ab 1999 vorwiegend Frauen in Coaching und Workshops begleitete, herauszufinden, was sie wirklich wollen, zeigte sich mit den Jahren zunehmend ein Burnout.

In meiner Coachingwerkstatt in Köln-Zollstock hatte ich meine Naturfotografien aufgehangen und eine Klientin sprach mich 2005 darauf an. Ich erzählte, dass ich von einem eigenen Kalender träumte und als sie mich fragte, wann sie diesen denn bei mir kaufen könnte, wurde daraus Realität. :o)

Andruck erster Kalender

[Bild Andruck erster Kalender 'Glaube an dich' 2006]

Ich suchte meine schönsten Fotomotive raus und fand dazu Zitate, die das Innere bestärken; recherchierte eine Druckerei, ein schönes Kalendermodell, arbeitete mich ein, wie Druckdaten für die Druckerei erstellt werden.

Es war eine so aufregende Zeit des Wandels. Im November 2005 bot ich über meinen Newsletter meinen ersten Kalender in kleiner Auflage an und er war sehr schnell ausverkauft. Ich lies nochmal nachdrucken und auch diese war schnell weg.

Wie beseelte und überraschte mich der Erfolg!

Erste Kalenderrückseite

[Bild: Die erste Kalenderrückseite zierte noch eine Aquarellzeichnung.]

Im nächsten Jahr wollte ich auf Basis meiner jahrelangen Coachingerfahrungen Postkarten mit den wichtigesten Erkenntnissen aus dieser Zeit fertigen und schaffte auch das:

Postkartenkollektion

Es entstand 2006 eine 40teilige Postkartenkollektion. Dazu konzipierte ich zwei Kalender für 2007 und baute mit Hilfe meines Mannes einen Webshop auf, über den zukünftig die Bestellungen aufgegeben werden konnten.

Die Coaching- und Workshoparbeit lies ich schweren Herzens los, weil ich mir eingestehen musste, dass mir dazu seelisch und körperlich die Kraft fehlte.

Packtisch

In meinem Büro richtete ich einen Packtisch ein und in den Regalen fand jede Postkarte ein Fach (Billy Regal sei dank).

2007 recherchierte ich verschiedene Möglichkeiten eines externen Vertriebs. Keine der Lösungen fühlte sich damals für mich richtig an.

So entschied ich mich dafür, es selbst zu versuchen, ganz mein Ding zu machen, frei vom Druck bestimmte Vorgaben erfüllen zu müssen.

Geschenkverpackte Kalender

Ich habe es geliebt, mich ganz austoben zu können. Das Sortiment erweiterte ich um geschenkverpackte Kalender und im Jahr darauf - 2008 - kam die erste von mehreren Weihnachtskarten-Kollektionen hinzu:

Weihnachtskarten-Kollektion

Später auch eine Auswahl an Glückwunsch- und Trauerkarten, so dass ich nachher ein Sortiment von 75 Doppelkarten hatte.

Glückwunschkarten

Ich probierte vieles aus: Wandkalender, Desktoptmotive, Einkaufstaschen mit Lilo als Motiv, Aufkleber , Poster ...

Glückwunschkarte

Waren im ersten Kalender fast nur Zitate berühmter Menschen, änderte ich das die folgenden Jahre, um keine Nutzungserlaubnis von all den Rechteinhabern einholen zu müssen. Diese Entscheidung entpuppte sich als Glücksgriff:

Kolberg Tischkalender

Ich nahm die Erkenntnisse aus meinem Entwicklungsprozess und kombinierte die griffigen Sätze mit meinen stimmungsvollen Naturaufnahmen. Das machte viel mehr Freude und kam gut an. So entstanden die nachfolgenden Jahre mal ein, mal zwei Kalender pro Jahr.

Die Glückwunschkarten und andere Produkte nahm ich wieder aus dem Sortiment. Was all die Jahre blieb, waren meine Tischkalender. Ein treuer Kreis Kundinnen und Kunden kauften sie jedes Jahr für sich und ihre Lieblingsmenschen als Weihnachtsgeschenk.

Tischkalender

Obwohl es mir gesundheitlich viele Jahre nicht gut ging (Autoimmunerkrankung Hashimoto, depressive Stimmung, Brainfog/Gehirnnebel, Konzentrationsprobleme, Energietiefs - ich berichtete über manches im Blog - Körper & Schmerzen und Blog - Dunkle Tage ) konnte ich die neue Kalenderkollektion jedes Jahr machen. Das zeigt wie richtig diese Arbeit für mich war.

So entstanden seit 2005 insgesamt 25 Tischkalender und 2 Wandkalender.

Ich habe es sogar 2015 geschafft, die Kalender bei Amazon zu listen und den komplizierten Aufnahmeprozess für neuartige Produkte zu durchlaufen, um sie auch über Amazon verschicken zu lassen. Auf dieser Plattform sammelte ich so manche Erfahrung. Zum Beispiel, dass es eine Illusion ist, man müssen nur auf Amazon sein und schon läuft das Geschäft. ;o)

Zu meinen Kalenderblättern teilte ich jeden Monat meine Gedanken zunächst im Blog Blog - Monatliche Impulse  und dann später via Mail direkt an meine Kun*innen. Persönlicher als im Blog ließ ich sie an meinem Innenleben teilhaben.

Monate Gedanken zu den Kalenderkarten

Weil Lilo, mit der ich den Blog seit 2006 illustriere, sich großer Beliebtheit erfreut, fertigte ich mit ihren Zeichnungen 2019 und 2020 Kalender fürs Innere Kind:

Lilo Kalender

Das Zeichnen, aquarellieren macht mir so viel Freude.

Lilo Kalender

Dort an dem alten Küchentisch von der Urgroßmutter meines Mannes am Fenster zu sitzen und Lilo zu malen, fühlte sich so unglaublich richtig an. Das könnte ich immer weiter machen.

Kolberg-Impulskarten

2019 entwickelte ich aus den Kalendermotiven vergangener Jahre ein Impulskarten-Paket mit 120 Karten für die persönliche Weiterentwicklung mit einer Anleitung zum Einsatz in Coaching, Workshops und die Selbsterforschung:

>

Anja Kalender

Seit Sommer 2019 geht es mir nach vielen Schritten und Jahren gesundheitlich stabil besser. Ich kann endlich mehr leisten, was mir all die Jahre nicht möglich war.

Seit dem schaue ich, wie ich mein (Berufs-)Leben so gestalten kann, dass es sich gut anfühlt. Auch mein 50. Geburtstag spielt dabei eine Rolle, nochmal genauer hinzuschauen, was ich will und was nicht mehr.

Ich möchte mich auf die Arbeit konzentrieren, die mir Freude bereitet, mir Kraft gibt. All die Jahre waren das besonders:

1. Der Kontakt mit meinen Kundinnen.

2. Die Konzeption der Kalender.

Konzeption

Wie so eine Konzeption ausschaut und was mich antreibt, habe ich hier beschrieben: Warum und wie ich die Kalender entwickle und wie du an meinem Wissen teilhaben kannst

Auch wenn ich lange Jahre im kaufmännischen Bereich (Einkauf, Buchhaltung, Unternehmensaufbau, IT-Beratung) gearbeitet habe, ein Studium zur Betriebswirtin absolvierte - dies also alles gut beherrsche - bin ich im Herzen eine Kreative.

Auf dieses Schöpfen möchte ich mich konzentrieren. Auf das, was mir am meisten Freude bereitet.

Kreativität muss blühen

Damit Kreativität blüht, braucht sie gute Bedingungen. Für mich ist das vor allem frei gestaltbare Zeit.

Das bedeutet mich von all dem zu befreien, was mich lähmt (der Vertrieb, der Verwaltungsapparat, der Shop). Also das Ende meiner eigenen Kalendermanufaktur, wo ich alles selbst gemacht habe.

Kalender 2020

Wie es weiter geht?

Ich habe sehr viele Ideen. Doch wohin genau mein Weg mich konkret führt, ist offen.

Ich beginne mit dem, was ich nicht mehr will. Loslassen. Das habe ich die letzten Wochen gemacht und mache es weiter. 15 Jahre sind nicht mit einem Fingerschnipp weg. Ein schmerzhafter und so unglaublich kostbarer Prozess, bei dem ich wieder einmal sehr viel lerne. Eigentlich Stoff für neue Kalender oder mehr.

Auf das Neue

Mal sehen, was entstehen will. Doch jetzt ist erstmal aufräumen und loslassen angesagt. Frei werden für das Neue. [Das Meerfoto ist aus 2019. Da am Strand wäre ich jetzt gerne. Schöne Erinnerung.]

Hier im Blog, auf Instagram und in meinem Newsletter (den du Newsletter gratis bestellen kannst) werde ich weiter darüber berichten.

Auf das Leben!

Deine Anja

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Grauer Himmel. Was steigert die Stimmung?

Anja Kolberg Inneres Licht anzünden

Es gibt so Tage, da steige ich mit schlechter Laune aus dem Bett. Vielleicht habe ich nicht gut geschlafen oder was komisches geträumt. Vielleicht ist der Himmel gerade grau und es regnet, ist kalt, ungemütlich. Vielleicht mag ich nicht, was mich an diesem Tag erwartet.

Vielleicht denke ich abends: "Der Tag war einfach für die Tonne." Oder irgendein anderer Grund, der mir nicht bewusst ist, drückt mir aufs Gemüt.

Ich bin meine Sonne. Lilo.

WAS KANN ICH DANN TUN, UM AUS DIESEM TIEF RAUS ZU KOMMEN?

Wie kann ich mein inneres Licht, meine innere Sonne anknipsen, also aus mir selbst heraus eine gute Stimmung erzeugen? So wie Lilo das auf dem Bild oben zeigt.

Ideen, um die Stimmung zu verbessern

In der Grafik habe ich einige Ideen festgehalten, die mir dann helfen.

  • Die Natur ist ein großer Heiler für mich. So oft bin ich schon mit Tränen losgewalkt und kam mit ausgeglichener Stimmung zurück. Tiere beobachten und streicheln macht mich froh und ruhig. Trost in der Natur 
  • Körperliche Pflege ist ein weiterer Helfer: Was Bequemes anziehen, warm duschen oder baden und gute Düfte einatmen. Zum Beispiel an einer Rose oder an Lavendel schnuppern, an Harz von Bäumen oder auch einem ätherischen Öl.
  • Kontakt: Sowohl Umarmungen, anderen eine Freude bereiten, Komplimente verteilen (auch mir selbst!), einfach ein paar Worte mit anderen Menschen wechseln oder mich um andere kümmern hilft die Stimmung zu heben.
  • Meine Hände beschäftigen: Malen, aufräumen, Unkraut jähten, Wäsche waschen ...
  • Meinen Geist inspirieren: Lustiger Film (lachen ist das beste!), gutes Buch ... (Mein Mann hat mir als wir uns kennen lernten immer Häschenwitze erzählt, wenn ich vom Kellnern kam und down war. Hat super geholfen!)

Zu zwei konkreten Punkten habe ich kleine Anregungen für dich:

Do it yourself für gute Gefühle

Dankbarkeit ist ein stärkendes, positives Gefühl.

Wenn ich mir bewusst mache, was ich alles besitze (von der Freiheit, gesundheitliche Versorgung über Wissenszugang, freier Meinungsäußerung bis zu einem Dach über dem Kopf ...), macht mich das ganz ruhig und froh.

Mehr dazu: Durch Dankbarkeit auf gute Gedanken kommen 

Gute Gefühle durch Bewusstwerden

Wenn ich nach innen horche und mich daran erinnere, was mir zuletzt Freude bereitet hat, was mir Spaß macht, ist das alleine schon eine gute Übung.

Ein Schritt weiter: Mir überlegen, wie ich eines davon mehr in mein Leben holen kann.

Erinnerungen tun gut

Mal wieder alte Fotoalben rauskramen oder Bilder auf dem Handy durchscrollen. An den letzten Urlaub denken, Geburstage, Familienfeiern, lustige Momente auf der Arbeit oder einfach an den Alltag, nette Begegnungen ... In unserer inneren Erinnerungsschatzkiste liegen viele Gute-Laune-Bonbons.

Ich hoffe, du hast einige Anregungen für dich mitnehmen können.

Manchmal hilft auch nur annehmen, was ist. Dann ist Weinen angesagt, traurig sein, besonders gut für mich sorgen. Auch da helfen einige der auf der blauen blauen Grafik genannten Punkte. Mich selbst annehmen - gerade wenn ich traurig bin 

Es gibt so Momente, da hilft mir, mich zu erinnern, dass das einzig Gute an so einem Down ist: Es geht vorbei. Irgendwann scheint wieder die Sonne.

Eine große Umarmung für dich aus Köln

Anja

*********************

Krisen meistern, wachsen

Heilpraktikerin für Psychotherapie

Selbsterfahrung * Hochsensibilität

*********************

Nach 8 Jahren Coaching/Workshops, Burnout und 15 Jahren bloggen über meinen Weg und dem Betrieb einer kleinen Manufaktur für psychische Jahresbegleiter befinde ich mich mit Anfang 50 wieder in einem Veränderungsprozess. Über den schreibe, zeichne + spreche ich - auf Instagram und hier im Blog.

Meine Motivation ist, mich selbst und andere besser zu verstehen, Konflikte, meine Sensibilität, meine Traurigkeit und Ängste. Ziel: Frei sein und inneren Frieden spüren.Und so gesund, fit und glücklich wie möglich älter werden.

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Mittwoch, 30 September, 2020
Thema: Blog - 2020, 2. Halbjahr, Blog - Dunkle Tage, Blog - Psychologie
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Mich selbst annehmen - gerade wenn ich traurig bin

Ich hab dich lieb - genau so wie du bist

Letzte Woche war ich einige Tage voller Tränen. (siehe Trost in der Natur.)

Eine kritische Stimme in mir meinte: “Nun stell dich doch nicht so an. Nimm einfach was dagegen und gut ist. Ist doch nicht so schlimm. Guck doch mal wie viel Schönes es gibt.”

Doch ich wollte diese Gefühle nicht betäuben. Ich will sie nicht wegdrücken, sie nicht klein reden oder von ihnen ablenken.

Ich will sie ernst nehmen. Ich will mich ernst nehmen.

Ich will wirklich verstehen, warum ich bzw. ein Teil von mir traurig ist und mein System so überflutet. Das passiert - so glaube ich - trotz Wechseljahren nicht grundlos.

Ich gehe so liebevoll mit mir um wie ich mit jemand anderen umgehen würde, den ich bedingungslos liebe:

  • Inne halten.
  • Mir Zeit nehmen.
  • Diesem traurigen Teil meine volle Aufmerksamkeit schenken.
  • Ihm mit Offenheit und Liebe zuhören.
  • Mitfühlen. Trösten.
  • Versuchen zu verstehen. Nachfragen.
  • In Dialog treten.

Bis dieser traurige Teil sich wirklich gesehen fühlt. Meist wird dies durch eine körperliche Reaktion für mich spürbar: Ich seufze, atme auf, gähne.

Wie ein kleines Kind, das seine Stimmung von jetzt auf gleich ändern kann, wechsle auch ich durch diese hingebungsvolle Fürsorge meine Stimmung. Die Tränen sind getrocknet. Frieden breitet sich in mir aus.

Das ist für mich Selbstheilung und Selbstliebe.

Liebe dich

Meine Motivation ist, mich selbst und andere besser zu verstehen, Konflikte, meine Sensibilität, meine Traurigkeit und Ängste. Mein Ziel: Ein liebevolles Miteinander, frei sein und inneren Frieden spüren.

Nach 8 Jahren Coaching/Workshops, Burnout und 15 Jahren bloggen über meinen Weg und dem Betrieb einer kleinen Manufaktur für psychische Jahresbegleiter befinde ich mich mit Anfang 50 wieder in einem Veränderungsprozess. Über den schreibe, zeichne + spreche ich - in den Storys auf Instagram, hier in meinem Selbsterfahrungsblog und noch etwas persönlicher im Newsletter

Schön, dass du da bist!

Deine Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 24 September, 2020
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Trost in der Natur

Tränen von der Natur heilen lassen

Mittwoch früh war ich nicht gut drauf. Traurigkeit umhüllte meine Seele.

Was mir dann hilft:

  • Zeit und Ruhe in der Natur
  • Mir alles von der Seele schreiben oder sprechen oder malen
  • Nach innen schauen, mich um mich kümmern.

Es gibt noch mehr, was mir dann hilft, doch diese drei Punkte habe ich an diesem Morgen umgesetzt.

Hab meine Walkingklamotten angezogen und bin zu einem Weiher gefahren, wo weniger los ist, als auf meiner üblichen Strecke, so dass ich wenigen Menschen begegne und meine Tränen laufen lassen kann.

So konnte ich meinen Gefühlen und Gedanken Raum geben.

Ich hab mich auf einen Steg gesetzt, wo ich alleine war. Einfach da sein. Die Natur beobachten. Atmen.

In der Natur sein

Hab die Kastanienallee gegenüber beobachtet, wie sich die Blätter langsam verfärben, sich das Laub vom Blau des Himmels abhebt und im Wasser spiegelt. Beobachtete kleine Fische im Wasser, einen Reiher, der auf der anderen Seite des Ufers im Gras landete. Hörte die Fluggeräusche eines Schwanenpärchens, die über mich hinweg flogen.

Dann hab ich mein Handy ausgepackt und eine Sprachnachricht aufgenommen, die ich anschließend einer meiner drei besten Freundinnen schickte. Mir hilft diese stille Aufmerksamkeit von ihr.

Ich habe erzählt wie es mir geht und einen Dialog mit meinem Inneren geführt. Mit den traurigen und mit den weisen, starken Anteilen in mir gesprochen. Geforscht nach der Ursache. Mich besser verstanden. Mir Mut gemacht.

Danach ging es mir besser. Ich bin ruhiger geworden, innerlich friedlicher. Aufatmen. Ich bin so dankbar für den Heilort meiner Seele: Die Natur. Und für die Werkzeuge, die ich mir all die Jahre erarbeitet habe, die mir helfen, wieder froh zu sein.

Wie oft schon bin ich mit Tränen losgegangen und kam mit gelöster Stimmung zurück.

Ein wunderbarer Ort zum Sein.

Anja - unterwegs auf der Achterbahnfahrt des Lebens, mit dem Wunsch, mich selbst zu lieben und immer mehr ich selbst zu sein.

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 17 September, 2020
Thema: Blog - 2020, 2. Halbjahr, Blog - Dunkle Tage, Blog - Innere Stimme
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Sinn des Lebens

Sinn des Lebens

Da frage ich mich schon einige Zeit nach dem Sinn meines Lebens, finde in mir keine befriedigende Lösung ... und entdecke zufällig eine Antwort von 2006 auf einer meiner Postkarten, in denen ich meine Coaching-Erfahrung verarbeitet habe.

Die Tage zuvor war mir als Sinn nur eingefallen, für andere hilfreich sein zu können.

Den Blick auf mich selbst zu lenken, für mich da zu sein, daran habe ich nicht gedacht. Mir gefällt meine 14 Jahre alte Antwort.

2006 steckte ich nach 8 wunderbaren Jahren Coaching und Workshops rund um die berufliche Selbstfindung und Veränderung mitten in einem Burnout, hatte keine Kraft mehr für andere, obwohl ich die Arbeit liebte, die Gespräche mit meinen Klient*innen so sinnig waren.

Ich sprach mit meinem Mann, was er davon halten würde, wenn ich 3 Monate keine Dienstleistungen anbieten würde. Wir müssten dann von einem Gehalt leben, meine Rücklagen anbrechen.

Für ihn war das völlig ok. Ich war mir selbst die harte Verhandlungspartnerin. Würde ich das können: Mich fallen lassen, vertrauen? Ich hatte immer mein eigenes Geld verdient, war unabhängig gewesen.

Mein Körper, meine Seele ließen mir keine Wahl. Ich kündigte die schönen Räume meiner Coachingwerkstatt in Köln-Zollstock.

Ich schrieb meine Klient*innen an, verkündete auf meiner Website, dass ich eine Pause von Coaching und Workshops mache, um ein klares Zeichen zu setzen, zur Ruhe zu kommen und nicht durch Anfragen immer wieder vor der Überprüfung stehen: Will ich vielleicht doch?

Parallel hatte ich 2006 mit dem Schreiben eines Blogs hier auf meiner Seite frauencoaching.de begonnen, im Jahr zuvor meinen ersten Kalender entworfen, drucken lassen und mit überraschendem Erfolg an meine Klienti*nnen und Empfänger*innen meines Newsletters verkauft.

Aus drei Monaten Abstand wurden 14 Jahre. Bis heute habe ich keine Coachings und Workshops mehr angeboten, nur wenige Stammkundinnen betreut.

In der Zwischenzeit ist unglaublich viel passiert:

Ich habe zwei Therapien gemacht, viele psychologische Bücher durchgearbeitet, mich im Blog in über 1100 Beiträgen frei geschrieben, in über 2000 Illustrationen mit Lilo freigezeichnet und in Fotografieren Stimmungen der Natur eingefangen.

Aus den Erkenntnissen meines Entwicklungsprozesses und Fotos entstanden 25 Tischkalender, 2 Wandkalender, 40 Postkarten … Ich habe einen Roman fertig geschrieben, aber dann nicht so überarbeiten können wie ein guter Verlag das wünschte. Ich hatte Zeit, Ferien bei meiner Familie auf dem Land zu verbringen und dadurch begonnen, die Geschichte meiner Großmutter aufzuschreiben, zu recherchieren, mit ihr viele Interviews zu führen.

Meine Hochsensibilität habe ich 2007/2008 entdeckt, so vieles aufgearbeitet, versucht mit der Autoimmunerkrankung Hashimoto umzugehen, mit traurigen Gedanken und Gefühlen. Veganerin zu werden ließ einige Traurigkeit von mir abfallen, weil ich nicht mehr gegen mein Gefühl handelte. Ich wurde Heilpraktikerin für Psychotherapie, denn die Hoffnung mit Coaching und Workshops wieder zu beginnen, war weiterhin da.

Doch mein Körper gab immer wieder Warnsignale ab. Brainfog, Konzentrationsprobleme, Energietiefs ließen mir oft keine Chance, zu arbeiten. Wechseljahressymptome lösten PMS ab. Depressive Stimmungen begleiten mich. Kein Facharzt konnte helfen, tiefe Verzweiflung. Lipödem kam Ende 2016 als Diagnose oben drauf. Und endlich traute ich mich 2018 meine Therapeutin nach ihrer Diagnose zu fragen. Dysthymia, eine leichter verlaufende Form der Depression, bei der der Alltag noch zu bewältigen ist, dafür langwierig ist. Dies zu hören, tat mir so gut. Ich bildete mir das nicht ein, stellte mich nicht an.

Leise entstand aus tiefster Verzweiflung ein Weg aus vielen kleinen Schritten. Ich ließ Zucker und Gluten weg, fand weitere wichtige Hilfen für meinen Körper, verlor 40 kg in einem Jahr (von denen jetzt wieder einige drauf sind, was ok ist). Meine Konzentration ist wieder da, meine Energie zurück. Meine körperliche und seelische Gesundheit steht auf stabileren Beinen, als 2006. Ich atme durch und stehe jetzt wieder an einer Weggabelung.

Ich habe entschieden, für 2021 keine neue Kalenderkollektion zu machen, obwohl ich diese Arbeit liebe. Es ist Zeit für eine Veränderung. Das habe ich in den letzten Wochen meinen Kund*innen über meine Newsletter mitgeteilt. Wohin es geht, weiß ich nicht. Ich schließe erst einmal das Alte ab, räume auf, lasse los.

Mein innerer Antrieb war die letzten Jahre, mich selbst zu verstehen, warum bin ich wie ich bin? Warum sind andere wie sie sind? Wie kann ich andere ihr Leben leben lassen und mich auf mich, meine Bedürfnisse konzentrieren? Mir ist wichtig, zu heilen und mir selbst eine gute Mutter zu sein. So viele Tagebuchseiten habe ich gefüllt, tiefe Täler durchschritten. Ich habe viele Antworten gefunden, die Erkenntnisse in meinen Printprodukten geteilt, mich mehr lieben gelernt und bin immer noch auf meinem Weg unterwegs.

Das sind kleine Ausschnitte vom auf und ab meiner Jahre.

Der größte Akt der Liebe ist mir die Zeit zu geben, die ich wirklich brauche. Auf meine Frage inmitten meiner Zweifel nach dem Sinn finde ich nun durch das Loslassen meiner kleinen Manufaktur Hilfe in dem, was ich einst aufschrieb wie in dieser Postkarte oben. Das tut mir gerade sehr gut.

Bin ich schon ganz ich selbst? Nein. Ich bin mir die letzten Jahre sehr viel näher gekommen, aber es liegen noch viele Schichten dazwischen.

Mir Zeit zugestehen. Immer wieder ein Thema für mich. Inne halten. Atmen. Hinschauen. Mich annehmen. Ich bin auf dem Weg.

Anja, unterwegs durch den Dschungel des Lebens

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Montag, 14 September, 2020
Thema: Blog - 2020, 2. Halbjahr, Blog - Berufl. Orientierung, Blog - Mich selbst annehmen
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