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Rosen, hüpfen & loslassen

Mein Arbeitszimmer duftet nach Rose. Genauer gesagt nach Gertrude Jekyll. Die ersten Knospen dieser stark duftenden (und pieksenden) Königin sind aufgegangen - da musste gleich eine für die Vase herhalten. Denn auch darin blühen sie hervorragend auf.

 

Mein Garten zeigt sich von seiner besten Seite: Alle Zierlauchkugeln sind lila erblüht, die Pfingstrosen bieten dazwischen pinke Farbtupfer, über dem Boden schweben weiße Tulpen, blaues Vergissmeinnicht taucht zwischendurch auf und vor den beiden Buchskugeln thront die lila Akelei. Im Hochbeet auf der Terrasse beginnt Getrude Jekyl mit rosa und lilafarbenen Tulpen und weißen Narzissen um die Wette zu blühen. Ein Traum! Nicht mehr lange, dann blüht der Rittersporn, auch die Blüten der Hortensien werden immer größer und auch die langen Ausläufer der Clematis sind über und über mit Knospen gefüllt. Was für eine Aussicht!

Diesen Sommer wird es hier wohl ungewollt Veränderungen geben, da das Nachbarhaus zu unserer Linken verkauft wurde und Umbaumaßnahmen anstehen. Diesen wird wohl auch der grüne Anbau zum Opfer fallen, der mir bisher den mir so kostbaren Schatten schenkte. Ich hoffe, ich werde trotz befürchtetem Dreck und Krach viele Gelegenheiten haben, draußen den Garten zu genießen.

 

Am Wochenende war ich im Bergischen bei meiner Familie, wo ich unter anderem in Genuss des riesigen Trampolins kam, welches einen Durchmesser von geschätzten vier Metern hat. Das war eine Freude: Hüpfen, springen, faxen machen. Man stellt sich drauf, hüpft und kann gar nicht anderes als GRINSEN! Mein Bruder und ich hatten Spaß beim gegenseitigen Fotographieren, Springen und "Stunts" machen. Plötzlich fühlten wir uns wieder wie Kinder!

Danach spielten wir mit einem Ball fangen. Erst dachte ich: Wie banal, aber wir haben einfach nicht mehr aufgehört, so viel Freude bereitete es uns. Meine Mutter spielte nachher auch mit. Was so ganz ganz einfache Dinge für einen Spaß machen können! Ball fangen. Ball werfen. Ball fangen. Ball werfen. Und dabei: Quatschen und einfach da sein! Es ist ewig (Jahrzehnte?) her, dass ich dies das letzte Mal so spielte...

Loslassen bedeutet: Nicht mehr festhalten.

Und es bedeutet auch: Mehr Zeit/Raum/Aufmerksamkeit für etwas anderes haben.

Das möchte ich gerne!

Ich möchte die nächste Zeit etwas kürzer treten, wozu - so die Idee - auch der Blog gehört. Ich kann mich nicht dazu entschließen, ganz konkret zu sagen, bis dann und dann mache ich "Urlaub". Denn es gibt keine konkreten Termine. Ich plane, hier für einige Wochen weniger (nichts?) zu schreiben. Ob es mir gelingt - ist eine andere Sache.

Denn dieses Loslassen bedeutet für mich auch: Die Kontrolle abgeben wie mein Leben laufen soll. Mich selbst nicht mehr durch diese Arbeit von den Dingen abzulenken, um die es jetzt wirklich geht. Diese Kontrolle will ich loslassen und so auf mich zukommen lassen, was kommt. Ohne einen konkreten Plan...

Schluck. Himmel, ich spüre gleich Fluchtgedanken: Lieber wieder ablenken und alles beim Alten lassen.

Mir ist in den letzten Wochen - insbesondere durch meinen Unfall - bewusst geworden, dass ich nicht alles in meinem Leben steuern kann und dass es gut für mich ist, die Kontrolle abzugeben. Auch wenn das konträr zu dem steht, was ich bisher (gelerntes Verhalten) getan habe. Ich fühle, es wichtig ist, für mich da zu sein, ohne mich durch das Schreiben von Blogbeiträgen, Mails usw. abzulenken. Das alles, obwohl ich großen Respekt vor dem habe, was dann kommt. Denn ich habe nicht gelernt, freihändig und ohne Ablenkung zu fahren. :o) Das will erst mal gelernt werden. Der Ablenkung wiederstehen ... mir selbst näher kommen... das wird eine Herausforderung... und kann (hoffentlich) auch richtig schön werden...

Warum ich das mache? Ich möchte weiterkommen auf meinem Weg. Mein Gefühl sagt mir: Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Dieses Jahr lasse ich also keine Dateien, Bücher, Möbel in meinem Büro los, sondern etwas anderes...

Lassen Sie sich überraschen, wie oft ich schreibe - und wann. Sie sind in der Zwischenzeit herzlich eingeladen, durch meine zahlreichen Blogbeiträge zu stöbern. Da gibt es viel zu entdecken!

Zum Abschluss noch ein herrliches Detailbild meines Garten von heute früh:

 

Bis bald!

Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Montag, 09 Mai, 2011
Thema: Blog - 2011, 1. Halbjahr, Blog - Garten - Frühling, Blog - Loslassen
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