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Das Leben ist schön

Seufz. Das Leben kann so schön sein. Gestern durften wir mit meiner Patentante und einem großen Kreis aus Familie und Nachbarn ihren 60. Geburtstag feiern. Ich liebe es, ins Bergische zu fahren, Menschen wiederzusehen, die ich viel zu selten sehe, sie drücken, hören, was es Neues gibt. Schön. Davon wünsche ich mir viel viel mehr. Nach Hause kommen ist einfach schön!

Es gibt Phasen, da kommen die Dinge zu kurz, die kostbar sind. Vielleicht ist das wichtig, um herauszufinden, was mir wirklich viel Freude macht und wirklich wichtig ist, wovon ich mehr haben möchte? Menschen zum Beispiel, die mir am Herzen liegen, die mir Aufmerksamkeit schenken und sich für mich interessieren.

Ich liebe es, morgens mit unserem Hund spazieren zu gehen, anschließend beim Bäcker Brötchen und Zeitung zu kaufen und mein Croissant (oder die kleinen Quarkbällchen, göttlich) und dann auf der Terrasse unter unserem Stoffpavilion die Zeitung zu lesen, Tagebuch zu schreiben, aus einem wunderschönen henkellosen Becher der dänischen Firma GreenGate meinen Kaffee zu trinken, in unseren Garten zu schauen. Ein Traum. Ich kann kaum in Worte fassen wie viel Energie und Kraft mir dieser Ort gibt. Welch ein Geschenk, dass das Wetter all die letzten Wochen so mitspielte und ich dort aufgrund vieler stimmiger Randbedingungen dort sitzen konnte. Danke!

Letzte Woche hatte ich am Abend das große Glück eine Kohlmeise beim Baden zu beobachten. Dann tanzt und hüpft mein inneres Kind und ich fühlte so viel Dankbarkeit, diesen scheuen Vogel aus der Nähe beobachten zu dürfen. Es dauerte nicht lange, da landete am Teich eine Amsel, um dort ein Bad zu nehmen und ihr folgte ein kleiner Schwarm Vögel, die mal badeten, dann wieder auf dem Zaun oder im Baum Platz nahmen. Mir liefen Tränen die Wangen herab, so berührt hat mich dieses Geschenk der Natur. War das schön!

Es gibt so viel Schönes - gerade in der Natur zu beobachten, das mich glücklich macht. Auf unserer Terrasse hat sich Mohn zwischen die Fugen der Steine gesetzt. Zwei Stengel waren verblüht und da sie an der Treppe standen, waren sie durch uns wohl ein wenig nach unten gebeugt worden, so dass ihre inzwischen blütenlosen Samenkapseln nur noch einige Zentimenter über dem Boden schwebten. Auf unserer Terrasse lebt eine Mausfamilie, manchmal wenn ich still dort sitze, kann ich sie am Abend flitzen sehen. Ich mag diese Tiere, seit dem wir mal eine retteten [Maus(e)tod?]. Nun fiel mir eines morgens auf, dass die beiden Samenkapseln des Mohns spurlos verschwunden waren. Vor meinem inneren Auge sah ich, wie die Mausfamilie auf der Terrasse ein Erntefest gefeiert hatte und die Kapseln entweder gleich gefuttert oder sie in ihr Winternest geschleppt hatten...

Das sind die Geschenke der Natur, die ich meine und die mich - einfach - glücklich machen. Dafür brauche ich einige Momente des Innehaltens. Durchatmen, da sein und mit allen Sinnen wahrnehmen, was um mich herum so passiert.

Ich bin glücklich, endlich wieder gebloggt zu haben. Ich vermisse das und weiß, es wird auch wieder mehr werden. Alles hat seine Zeit...

Ich werde öfter gefragt, ob ich noch auf meinem Weg zur veganen Ernährung bin. Ja, bin ich. Ich habe in den letzten Monaten so viele Fotos von meinen Tellern gemacht, dessen köstliche Auflage ich anschließend verspeiste. Die wollte ich schon lange mal bloggen und wie es mir geht. Mal sehen, ob es mir dieses Jahr noch gelingt. Auf jeden Fall esse ich weiterhin kein Fleisch, kein Fisch, keinen Käse, keine Eier, keine Milchprodukte. Es gibt aber - immer noch - Ausnahmen, die ich mir erlaube: Eis, Kuchen, Teilchen, Croissants, Schokolade (oder die oben erwähnten Quarkbällchen).

Mal sehen, wie sich das entwickelt. Wenn Sie wissen wollen, warum ich mich auf diesem Weg befinde, können Sie es hier nachlesen: Meine Ethik ... und die Schwierigkeiten danach zu leben 

Viele Grüße

Ihre Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Samstag, 01 September, 2012
Thema: Blog - 2012, 2. Halbjahr, Blog - Achtsamkeit, Blog - Beziehungen
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