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Graue Tage

Gestern: Blauer Himmel. Sonne. Wärme. Beschwingte, tatfreudige Frühlingsgefühle.

Heute: Grauer Himmel. Diesig. Kalt. Gedrückte Stimmung. Nervige Menschen, die unsere beiden Stellflächen auf unserem Grundstück zuparken und blöde Kommentare geben ('die sind aber nicht als Parkplätze ausgeschrieben', nein, es ist nur ein Schild an der Hauswand und die Fläche vor dem Haus ist gepflastert). Kraftloses Körpergefühl. Bauchschmerzen. Heute ist sogar ein Maulwurfshügel zu hoch, um die Motivation zu bekommen, ihn zu überspringen, drum rum gehen auch nicht. Eher genervt stehen bleiben oder mit den schönen Schuhen hindurch stolpern, inklusive Ärger, dass die Schuhe nun drekig sind. Seufz. Ganz großes Seufz.

Nach all dem Tun und dem Erfolg diese Woche, den Sohnenstrahlen, dem ersten Mittagsbrot auf der Terrasse, nun heute dieses Wetter, das mich so runterzieht. Gestern hatte ich mir meinen ersten Grünen Smoothies dieses Jahr gemacht. Lecker war er, aber heute, heute hatte ich so einen Zuckerentzug. Brötchen mit Schokoaufstrich, Kaffee mit viel Zucker mussten her. Und besänftigten mich. Aufatmen. Das tat mir gut. Daran spüre ich, welch Suchtpotenzial und kurzfristig beruhigende Wirkung das weiße Kristall auf mich hat.

Mir hilft es klar zu machen, warum ich so blöde drauf bin heute. Das sind also die Gründe für meine grauen Gedanken: Wetter. Kälte. Zuckerentzug. Sehr schlecht geschlafen. Ich weiß nicht, was Minu diese Nacht hatte, aber es führte dazu, dass ich ab drei Uhr einige Zeit wach lag und mich heute früh wie gerädert fühlte. Das ist kein guter Start für mich in den Tag. Schlaf kann ich schlecht missen, bzw. bringt es mich aus dem Gleichgewicht, wenn ich nachts am Schlafen gehindert werde. Mein Göttergatte kann das besser wegstecken als ich. Deswegen kümmert er sich nachts um unseren Hasen, dennoch ging es nicht spurlos an mir vorbei. Dann noch meine Periode in den Knochen. Perfekte Kombi für schlechte Laune!

Jetzt ist es mittag und nach dem Schreiben geht es mir schon besser. Was ich für mich getan hab?

1. Alle Pläne über Bord geschmissen, was ich heute oder morgen schaffen wollte. Verwöhnprogramm eingeschaltet. Was brauche ich heute?

2. Entscheidung für kurzfristiges Wohlbefinden: Heute gibt es zum Frühstück Brötchen mit süßem Aufstrich, Kaffee mit Zucker und - heute - keinen Grünen Smoothie zum Frühstück.

3. Zum Supermarkt nach dem Spaziergang mit Minu gestiefelt und Oreo-Kekse, Mr. Tom Ernussriegel, Ritter Sport Marzipan- und 50% Zartbitter Schokolade, dicke saftige Weintrauben und eine schöne Zeitschrift in den Einkaufskorb gelegt.

4. Auf dem Rückweg Boxenstopp in Petras Blumenladen. Mir ein süßes duftendes Schreibtisch-Sträußchen als Stimmungsaufheller gegönnt und den Plausch mit ihr über unsere ähnlichen Stimmungenserlabnisse ausgetauscht.

5. Schmerzmittel genommen. Einmal im Monat helfen sie nicht nur gegen meine Bauchschmerzen, sondern gegen die damit einhergehenden Stimmungsschwankungen.

6. Mir heute vormittag zwischendurch Surfen ohne schlechtes Gewissen erlaubt, an ein paar Gewinnspielen teilgenommen. Zwischendurch das hier geschrieben. Mir geht es echt schon besser. Jetzt male ich noch fluchs ein paar Bildchen für den Beitrag und schicke ihn ab.

Das einzig gute an Grauen Tagen: Sie gehen vorbei! (E-Card)

Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 19 März, 2015
Thema: Blog - 2015, 1. Halbjahr, Blog - Dunkle Tage
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