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Mittwoch, 08 Juli, 2009
Roman: Das Richterspiel***
Anja Kolberg: Nach dem Tod ihres Vaters, den sie bis
zuletzt pflegte und dafür ihren Job kündigte, findet die tierliebe
Marlene nicht in ihr altes Berufsleben zurück. Als Zwischenlösung hat
sie aus ihren Erfahrungen eine Geschäftsidee entwickelt und hilft nun
Senioren bei alltäglichen Besorgungen. Ihr Service wirft noch nicht
genug zum Leben ab, so ist sie weiterhin auf die Unterstützung ihres
Bruders angewiesen. Und der verlangt Sylvester von ihr, dass sie ihn zu
einer Party begleitet, auf der sie Akquise für ihr Geschäft machen soll.
Des lieben Friedens willen stimmt sie zu und bringt damit einen
unerwarteten Stein ins Rollen. Warum?
Auf der Party verguckt sie sich in Max, einen Freund ihres Bruders, mit dem sie rasch von der Party türmt und kurz einen Zwischenstopp im verwaisten Haus einer Kundin einlegt, um dort nach deren Kater zu schauen. Als sie wider Erwarten mit Max auf dem Wohnzimmerboden landet, traut sie ihren Augen nicht: Eine Leiche liegt hinter dem Sofa! Es dauert nicht lange und sie hat einen neuen Kunden: Ein frühpensionierter Kommisar, der die Polizei berät und ihre Hilfe bei der Aufklärung des Falles beansprucht. Dadurch kommt sie näher mit dem Mord in Kontakt als ihr lieb ist, aber irgendwie kann sie auch nicht davon lassen, denn inzwischen sie will selbst wissen, wer der Mörder im Hause ihrer geachteten Klientin war. Welchen Zusammenhang gibt es zu dem verschwundenen Kindergartenkind?
Sabine Kornbichler hat ein wichtiges Thema einfühlsam in eine
spannende Story gepackt. Kindheitsschicksale und ihre Auswirkungen bis
in die Erwachsenenwelt spielen dabei eine Rolle. Ich bewundere, wie ihr
dies gelungen ist. Das ist für mich Kunst! Ich wünschte mir, es gäbe
eine Fortsetzung von Marlene und ihrem Kommissar! Anja Kolberg
Ich habe mit der Autorin ein Interview zu ihrem neuen Werk geführt. Sie
können es hier
lesen.



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