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Dienstag, 27 Januar, 2015

Endlich mehr Output als Input!

Der Satz tanzt schon einige Wochen in meinem Kopf: Endlich mehr Output als Input! (Also rausbringen statt reinlassen.) Die beiden Worte kann ich vielseitig nutzen. Hier im Artikel meine ich damit das, was an Informationen, Dingen, Aufgaben zu mir herein kommt (Input) und was ich damit dann mache, es anwende, nutze und von mir nach außen bringe (Output).

Was ich damit meine: Ich arbeite viel. Aber bringe so wenig aus mir selbst nach draußen. Konsumieren ist leicht. Selbst in die Welt setzen Arbeit und Überwindung.

Beispiel 1: Schreiben statt Lesen
Ich habe hier auf dem Schrank so viele ungelesene Bücher liegen, meist Rezensionsexemplare, die mir Verlage zuschicken, in der Hoffnung, ich stelle sie in meinem Blog vor. Da liegen auch Bücher, die ich geschenkt bekommen oder mir selbst gekauft habe. Aber: Ich komme nicht mehr zum Lesen der Bücher. Ich lese viel anderes, zum Beispiel Blogartikel von anderen Seiten, Nachrichten, aber keine Bücher. Mir fehlt gerade die Muße, mich auf ein 'großes Projekt' lesen zu konzentrieren. Dabei liebe ich es, gute Geschichten zu lesen. Hier ist also jede Menge Input vorhanden, das 'zu mir herein will'. Aber es verstopft mich. Weil meine Zeit auch begrenzt ist und ich nicht zu den Dingen komme, die ich wirklich will: Selbst schreiben!

Selbst habe ich die letzten Monate wenig geschrieben, also nach außen gebracht, wenig Output. Und je weniger ich schrieb, desto schwerer fiel es mir, etwas neues zu schreiben. Als wüchsen die Ansprüche an mich mit der Zahl der Tage, wo ich nicht geschrieben hatte. Diese Blockade habe ich überwunden: Seit 13. Januar hab ich fast jeden Tag was im Blog veröffentlicht. Das tut gut. Endlich mehr Output als Input!

Beispiel 2: Anwenden statt Kaufen und Liegen lassen
Kaufen ist leicht. Anwenden macht Arbeit. Ich erwähnte die neue externe Festplatte zum Sichern meiner Daten. Die war ruckzuck gekauft. Input klappt also super. Aber sie muss auch eingesetzt werden. Heißt: Gucken, was ich bisher wie sichere, was geändert werden muss. Mein Daten-Sicherungskonzept überprüfen, die neue Festplatte sinnvoll integrieren. Das Thema steht noch an bzw. wird gerade mit viel Nervenaufreiberei bearbeitet. Nun denn. Der Output hängt noch in der Warteschleife...

Beispiel 3: Einsetzen und schreiben statt nur installieren
Ich habe auch andere Sachen gekauft, bei denen es mir so schwerfällt, sie anzuwenden. Zum Beispiel die Autorensoftware 'Papyrus Autor'. Extra für Autoren geschaffen. Mit Stilanalyse, aktuellem Duden zur Rechtschreibprüfung und jeder Menge Schnippischnappi. Ziel: Bessere Texte. Input (= Kaufentscheidung, Tat, Runterladen und Installieren) hat super geklappt. Aber jetzt kommt der nächste Schritt, bei dem ich hängen geblieben bin: Die Software für mich wirklich im Alltag nutzbar machen. Die ist nämlich so unfassbar umfangreich, dass ich blockiert war. Ich fand in der Hilfe nicht gleich, was ich brauchte, suchte hier, suchte dort und gab auf. So. Da liegt das Ding auf meinem Rechner und will eigentlich gebraucht werden. Output lässt auf sich warten...

Davon könnte ich noch so einige Beispiele nennen... Das Schreibset für Interviews. Damit kann ich die Aufnahmen per Fußpedal steuern. Das kenne ich noch von früher, wo ich auf meiner zweiten Arbeitsstelle auch Diktierbänder meines Chefs mit Berichten abtippen musste. Mit dem Fußpedal stoppt man die Aufnahme, spult vor, zurück. Praktisch und das fällt mir leichter, als es über die Funktionstasten an der Tastatur zu machen. Jahrelang hab ich mit dem Fußpedal geliebäugelt und vor einem Jahr endlich mit USB-Anschluss für meinen PC gekauft. Input also super. Jetzt liegt es da. Beim ersten Ausprobieren klappte es nicht. Ich vermute, es lag an der Software. Zum intensiven Austesten und Fehler finden und beseitigen bin ich nicht gekommen. Der Output, die Anwendung lässt auf sich warten und damit die Interviews, die ich noch abtippen will und damit dann weiter arbeiten...

Ganz zu schweigen von meinem Wunsch, den Blog zu überarbeiten. Word Press als Plattform zu nutzen, aufzuräumen. Dazu habe ich viel recherchiert, aber aufgrund der vielen Informationen noch keine Entscheidung z.B. für das richtige Template (Aussehen) treffen können. Oder der Wunsch, ein E-Book und Taschenbuch als Selfpublisherin rauszubringen. In der recht jungen, sich rasch weiter entwickelnden 'Szene' habe ich wochenlang immer mal wieder recherchiert, versucht mir einen Überblick zu verschaffen und dann kam was 'wichtigeres' reingegrätscht und ich kam nicht weiter. Was einmal liegen bleibt... Gott sei dank habe ich mir eine Wissenszusammenfassung (Welche Plattform will ich? Wie geht das umzusetzen? Welche Infoseiten sind gut?) geschrieben, also kann ich dort rasch wieder anschließen, wenn es soweit ist und ich lese den RSS-Feed einer Newsplattform zu dem Thema, das hält mich ein bisschen informiert (verstopft aber auch...).

Es ist so leicht, heut zu Tage zu konsumieren. Was neues kaufen. Infos im Internet anschauen, ausdrucken. Doch damit ist es ja nicht getan. Es braucht auch Zeit, die Dinge zu verarbeiten. Und das will ich. Endlich die Dinge tun, die schon lange rumliegen und auf Anwendung und Umsetzung warten. Gleichzeitig darauf achten, mir so lange nichts Neues zu kaufen. Kein neues, höchstinteressantes Fachbuch, keine neue Software, kein neues Projekt. Jetzt wird erst mal aufgeräumt und liegen gebliebenes abgearbeitet.

Dann werde ich auch die Leichtigkeit empfinden, weiter vorwärts zu gehen, weil mir all der Kram nicht mehr vor den Füßen steht. Ich kann ja nicht über alles drüber hopsen. Wobei, warum eigentlich nicht: Es ist ja auch ein Vorwärtskommen, wenn ich mich entscheide, die Dinge loszulassen, um nicht mit ihnen zu arbeiten. Dann sind sie auch weg.

Ich will mehr schreiben und mit meiner kreativen Arbeit meinen Lebensunterhalt verdienen. Dafür brauche ich gutes, funktionierendes Werkzeug. Manches habe ich schon geschliffen: Mein Mailprogramm, meine Kontakte, mein Kalender sind auf dem neusten Stand. Seit letzter Woche Donnerstag wird mein Datensicherungskonzept endlich aktualisiert. Und ich hoffe, dass ich mich dann bald mit dem nächsten beschäftige. Ein Traum wäre es, wenn ich endlich rausfinde, warum das Fußpedal nicht klappt und es zum Laufen bringe und vielleicht endlich das angefangene Interview fertig abtippe, damit ich weiß, was ich weiß und noch fragen muss...

'Ich lebe mein Leben' lautet der Spruch auf meinem Januar-Kalenderblatt. Das bedeutet für mich auch, das zu tun, was ich liebe. Und das ist zu schreiben und zu illustrieren. Es macht mir so Freude, Lilo, mein Blogmädchen zu zeichnen und so meinen Artikeln ein Bild zu geben.

'Ich probiere se einfach mal.' steht auf dem zweiten Tischkalender im Januar. Auch das beflügelt mich und hat schon Erfolg: Ich habe endlich mehr gebloggt. Und die anderen Blockaden, die packe ich auch noch an.

Das Leben fühlt sich gut an, wenn ich endlich beginne, mehr von mir nach außen zu bringen, mich mehr zu zeigen als zu konsumieren. Ein gesundes Gleichgewicht ist wichtig!

Auf das Leben und die Entfaltung unserer Wünsche und Bedürfnisse!

Anja Kolberg

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Saisonschluss. Pause bis zum Verkauf der Tischkalender 2017.
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