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Meine Ethik & die Folgen - Teil 9
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Salat & Co
Meine Ethik & die Folgen - Teil 9

Was im Dezember noch an völlige Utopie grenzte, ist jetzt Realität: Lecker speisen ohne tierische Produkte. Ich find's schon fast verrückt, wie sehr sich eine Welt oder Vorstellung ändern kann.

Für alle, die auch Lust haben, sich mehr pflanzlich als tierisch zu ernähren, hier Abendessen-Ideen:

Blumenkohl-Nudeln (danke an Petra-Ute für das Rezept, das die italienische Mutter eines Freundes gerne kocht): Blumenkohlröschen in Gemüsebrühe kurz kochen, Spaghetti dazu (möglichst dünne, die nur 5 Minuten brauchen, z.B. No. 3 von Barilla, ) - vorher 1 mal durchbrechen. Parallel Pfanne auf den Herd, Zwiebeln in Olivenöl anbraten, wer will Knobi dazu, Pfeffer, Salz. Wenn die Nudeln gar sind - die Brühe ist fast verkocht - die Zwiebeln unter die Blumenkohlnudeln rühren. Evtl. noch mit Pfeffer/Salz abschmecken. Fertig. Schmeckt sehr lecker. Beim nächsten Mal würde ich mindestens 3 Zwiebeln nehmen. Das ist eine tolle Idee, die ich auch für andere Gerichte nehmen könnte, da die Zwiebeln eine herrliche Würze geben.

Kartoffel-Rucola-Salat (Rezept) mit Schnitzel. Beim nächsten Mal würde ich die Radieschen wie die Gurken in Stifte schneiden. Ich habe mehr Soße gemacht, als angegeben, das brauchte der Salat meines Erachtens. Dazu gab es Sojaschnitzel für mich und für meinen Mann ein Bio-Schweineschnitzel. Der Salat schmeckte uns beiden sehr: Grilltipp!

 

Foccacia mit Rucola-Salat: Gab es auch mal wieder. (Hier beschrieben.) Diesmal habe ich die Hälfte vom Hefeteig genommen und die andere Hälfte eingefroren, mal sehen, ob daraus nach dem Auftauen was wird. Grundlage war wieder das Brotrezept. Der Teig lässt sich prima am Tag vorher oder morgens vorbereiten, muss nur noch zwei Stunden, bevor er in den Backofen kommt, gehen. So sah das bei mir aus:

 

Nachdem der Teig vier Stunden im Kühlschrank war, habe ich die Hälfte auf dem Backblech verteilt und zwei Stunden in der Küche so stehen lassen. Danach habe ich Oliven auf den Teig gegeben und Salz darüber gestreut und ihn dieses Mal eine 1/4 Stunde im Backofen vorgebacken. (Beim letzten Mal war der Teig etwas matschig, weil ich die Tomaten gleich oben drauf gegeben habe, das wollte ich so vermeiden.)

 

So sah die Platte nach der 1/4 Stunde im Backofen drauf. Dann habe ich die gestückelten Tomaten aus der Dose darauf gegeben und noch etwas Salz darüber gestreut. Das ganze war dann noch eine 3/4 Stunde im Backofen, bis es so war wie ich wollte, nämlich möglichst durch. (Habe immer wieder mit einem Holzstäbchen getestet, ob noch Teig daran hängen blieb.)

Die Oberfläche war danach arg knusprig, ich dachte erst: Das schmeckt nicht, doch das Gegenteil war der Fall: Es schmeckte mit dem Salat darauf super!

Zum Rucola-Salat habe ich diesmal neben Tomaten auch Gurken gegeben. Wiederholenswert - finden mein Mann und ich.

Tipp für eine schnelle, schmackhafte Salatsauce: Die fertigen Salatmischungen von Alnatura (gibt es z.B. bei Globus). Nur noch Wasser und Essig (Öl kann man auch weglassen oder weniger nehmen, denn mir ist aufgefallen: Beim ersten Mal habe ich die Anleitung nicht vollständig durchgelesen und nur Essig und Wasser darunter gemischt, hat auch gut geschmeckt.)

 

Reis mit Pilzen - immer schnell gemacht. Diesmal mit ein paar frischen Streifen Bärlauch oben drauf. (Frische Champignons in der Pfanne mit Zwiebeln anbraten, mit Pfeffer, Salz, Curry abschmecken. Parallel Reis garen. Unter die Pilze mischen. Fertig.)

 

Gemüseburger mit frischem Salat und Backofenkartoffeln. Die Gemüseburger (von Alnatura: Fertigmischung muss nur noch mit heißem Wasser quellen, wird dann gebraten) schmecken übrigens auch kalt aufs Brötchen mit Ketchup als Frikadellenalternative. Diesmal gab es allerlei Reste zum grünen Salat: Gurke, Radieschen, ein Apfel... Lecker! ... und ich liiiiiebe Fassbrause dazu.

 

Nudeln mit selbstgemachtem Bärlauchpesto. Sieht gut aus - ist aber höllisch scharf, zwiebelig gewesen. Zurück bleibt lange ein Knobi-Geschmack. Nicht so unser Ding, lieber demnächst wieder Basilikumpesto - dank an Petra-Ute für das Rezept. (Zubereitung: Basilikumblätter - von einem ganzen Topf gezupft - in ein hohes Gefäß, Pinienkerne, Salz, Pfeffer dazu, nach Gefühl Öl hineingießen, pürieren und unter die heißen Nudeln mischen. Genauso bin ich mit der Packung Bärlauch vorgegangen, da ich keine Pinienkerne mehr da hatte, habe ich Cashews genommen, habe jetzt gelesen, Wallnüsse hätten gut dazu geschmeckt...)

Jetzt etwas, das uns nicht geschmeckt hat:

 

Wir mochten den Griesbrei von Dr. Oetker immer sehr gerne: Milch aufkochen, einstreuen, umrühren, fertig. Auf der Suche nach Milchersatz habe ich jetzt Kölln Drink Smelk Haferdrink Vanille ausprobiert. Uh, ich würde es nicht nochmal machen, es sei denn, mein Geschmackssinn wandelt sich wirklich schnell. Hat meinem Mann schon mal gar nicht und mir auch nicht wirklich geschmeckt. Ob ich wohl noch einen akzeptablen Milchersatz finden werde? (Update: Ja, kein Problem: Mandelmilch oder Reismilch von alpro. Köstlich.)

Für Minu habe ich mal wieder Leckerchen selbst gemacht. Das geht so einfach und die schmecken sogar mir sehr, dass Minu aufpassen muss, damit welche für sie übrig bleiben:

 

Ein Rezept habe ich dafür nicht. Ich nehme meist Mehl, Haferflocken, etwas Natron, Öl und mische noch einige Reste aus dem Kühlschrank hinzu: Zwiebel-Schmelz, Ketchup oder Tomatensauce, Sonnenblumenkerne, ein bischen Apfelsaft... Als Ei-Ersatz habe ich erstmals Sojamehl mit Wasser gemischt. Das hatte eine gute Konsistenz. Ich gebe dann nach Gefühl soviel Wasser darunter, bis der Teig sich gut auf dem Backblech ausrollen lässt. Meist lasse ich Minu am Teig ein bischen probieren. Mag sie ihn, mag sie auch das Ergebnis. Da die Leckerchen nach 15 Minuten backen über Nacht im Ofen austrocknen, sind sie relativ hart. Als Leckerchen-Alternative gibt es für Minu auch trockenes Brot, sie liebt es, wenn es so laut kracht und knackt.

Lecker ist der Thailänder. Hören Sie wie ich laut schlucke? Gemüse, scharfe Kokos-Curry-Sauce mit Erdnüssen und Kartoffeln, dazu Reis. War das lecker. Einzig der gebratene Tofu hätte weg bleiben können. Wiederholenswert - und vegetarisch! (Ich glaube sogar vegan, kann aber sein, dass Butter dran war.)

Hier geht es weiter: Veganes Essen wird zur Normalität - Meine Ethik & die Folgen - Teil 10 

Ein schönes Wochenende!

Ihre Anja Kolberg

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 21 April, 2011
Thema: Blog - 2011, 1. Halbjahr, Blog - Vegan werden und leben
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