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Montag, 31 Dezember, 2007

2007 geht

Der letzte Tag im Jahr.
Komisches Gefühl.
Abschied.
Neubeginn?
Schon nach vorne schauen oder erst noch zurück?
Das alte Jahr hat einen Rückblick verdient.

Ich schaue es mir an. Das Jahr 2007.
Es war ein einfaches Kleid.
Aus starken Fasern, von guter Qualität und natürlicher Schönheit.
Einzigartig und ganz besonders.
Ein Kleid, das knittern durfte.
Grasflecken zeugen von schönen Stunden sinnlosen Nichtstuns.

Der Stoff ist an manchen Stellen sehr abgenutzt, so ganz einfach war es nicht, das Jahr 2007.
Weder für dich noch für mich.

Goldfäden durchziehen den starken Stoff.
Funkelnd erinnern sie an schöne Momente.
Lavendelduft kitzelt an der Nase.

Es knistert.
Kleine Erdgeister plumsen aus dem Stoff, klopfen sich den Staub von 365 Tagen aus den Kleidern. Husten laut. Nur langsam legt sich der Dreck und frei wird die Sicht auf ihre glänzenden, rotwangigen Gesichtchen. Ein Funkeln in ihren Augen. Sie können das Neue Jahr bereits sehen.

Da kommt auch schon ein Wasserstrahl und reinigt den Boden vom angesammelten Dreck.
"Blitzeblanke sauber", seufzt das Eichhörnchen, das vom Baumwipfel genüsslich auf einer Haselnuss kauend das Schauspiel beobachtet hat.
"Was geschieht jetzt mit dem Kleid?" zwitschert die Amsel vom Nebenast. "Hmpfmampf. Weiß nicht", kaut das Eichhörnchen.

Langsam wird es dunkel. Die Nacht hüllt den letzten Tag in Ruhe und Schweigen.
Kälte sorgt für klare Luft.
Der Mond wirft sein Licht auf 2007.
Es glänzt, das Jahr. Schaut glücklich und zufrieden drein.

Es ist kurz vor Mitternacht. "Danke", flüstert die Trägerin und streift das Kleid sanft von ihren Schultern. Behutsam und voller Respekt. "Danke, für all das, was ich mit dir erleben durfte. Danke, für den Schutz, den du mir gegeben hast. Danke für all die Erfahrungen, Begegnungen, Prüfungen, Wege, die wir gemeinsam gegangen sind. Ich werde noch oft an dich denken." Gefaltet wird es auf einem Bett aus Moos zur Ruhe gelegt.

"Siehst du es auch?" flüstert das Eichhörnchen seinem Freund, der Amsel, hinüber. "Ja. Wunderschön." Für einen Moment erscheint ein weites Feld aus niedergelegten Kleidern. Im Licht der Sterne erstrahlen sie und funkeln in warmen Licht. Nur für einen Moment zu sehen und schon wieder vergessen. Das Eichhörnchen vergisst einen Moment zu kauen, so schön war dieser Augenblick.

"Och schade, schon vorbei", seufzt der kleine Nager. "Schau mal", staunt sein gefiederter Freund. Eine weiße, kleine flauschige Feder schwebt sanft hinunter. Unzählige Funken sprühen jetzt in alle Richtungen. Bunt. Glitzernd. Strahlendes Licht. Es blendet beide für einen Moment. "Boah, hast du das gesehen?", nicht spürbar sprachlos schaut die Amsel zum Eichhörnchen. "Tolle Show", sagt es und reißt dann die Augen auf: "Guck mal, guck mal! Ein neues Kleid!" Strahlend weiß ist es. Ein kleiner Schauer rollt dem Eichhörnchen über den Rücken. "Boah, geil!" entfleucht es der Amsel. Unzählige Lichtreflexe erhellen die Nacht. Diese eine besondere Nacht der Geburt eines neues Jahres. Nur ein einziges Mal erlebt das Jahr diese Geburt.

Die Kirchenglocken läuten. "2008 ist da" haucht die Amsel erfürchtig. "Ist das schön" seufzt sein Freund ganz glücklich. Für einen Moment tauchen Bilder am Himmel auf. Fetzen voller Liebe, Licht, Hoffnung, Erbarmen und Freude leuchten auf. "Ooooooh ja" - "oooooooh ja" seufzen und jauchzen nun beide voller Vorfreude. Arm in Arm. In ihrem Baum. Schaukeln im Wind. Beobachten die sternenklare Nacht. Fühlen das Neue Jahr.

"Willkommen" flüstert nun auch die Trägerin, fühlt den Stoff des neuen Kleides, atmet seinen Duft, spürt die Kraft des Neuanfangs, spürt die Kraft der Geburt.

Anja Kolberg

Samstag, 29 Dezember, 2007

Wunschsendung

Die Herzenswünsche aus unserer Wunschglas-Aktion vom Weihnachtsmarkt sind von uns heute wie versprochen in den Himmel geschickt worden.

 

Wir - Petra-Ute Köllen-Chaverial und Anja Kolberg - wünschen allen großen und kleinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern von Herzen, dass Ihre Wünsche in Erfüllung gehen.

Alles Gute für 2008!

© Foto: Jens Schmitz

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2007, 2. Halbjahr

Donnerstag, 27 Dezember, 2007

So schnell vorbei...

... sind die Weihnachtstage. Ach, war das schön!

Heilig Abend haben mein Mann und ich das erste Mal alleine gefeiert.

Diese himmlische Ruhe, die sich ab 16 Uhr einstellte.

Das Geläut der Kirchenglocken. Ein Spaziergang bei klarer Luft und zauberhaftem Lichterspiel. Nachbarn hatten ihre Laubbäume bis in die letzten Astspitzen mit Lichterketten geschmückt. Was für ein schöner Anblick!

Ich habe eine schöne Zeit mit meiner Familie verbracht und mit der meines Mannes. Es war entspannt. Herzlich. Gemütlich. Davon hätte ich gerne noch viiiiiiel mehr Feste.

Am 1. Weihnachtstag haben wir den Schokoladenbrunnen eingeweiht. Ich sage Ihnen, das war köstlich! Wow! Genau mein Ding. Nachher war mir von allem Naschen richtig schlecht. Aber auch das gehört irgendwie zu Weihnachten dazu. :o)

Jetzt genieße ich die Tage zwischen den Tagen.

Eine Pause machen. Das alte Jahr Revue passieren lassen. Überlegen, was mir im neuen Jahr wichig ist. Das möchte ich gerne. Ich habe oft an meinen Jahresendworkshop gedacht, in dem das immer möglich war...

Anja Kolberg

Samstag, 22 Dezember, 2007

Stille

Eingehüllt in Stille.
Einen Moment für mich.
Da sein.
Mich spüren.
Ruhe breitet sich aus.

Der Liebe begegnen.
In einem Lächeln.
Einem Gruß.
Einem Sonnenstrahl.
Einem Lied.
Einer freundlichen Geste.

Frieden fühlen.
In mir und der Welt.

Ich wünsche Ihnen und den Menschen, die Sie lieben, von ganzem Herzen wunderschöne Weihnachtstage!

Ihre Anja Kolberg

Frauen... ;o)

Tatort: Lechenich. Holzhütte auf dem Marktplatz.
Tatzeit: Letzte Woche Donnerstag.
Täter: Zwei Engelchen. Weiblich. :o)

Frage: Was machen Frauen zuerst, wenn sie ihre Weihnachtsmarkthütte bestücken?
Richtig! Sie richten sich wohnlich ein. :o)
Tathergang: Hütte öffnen. Teppich ausrollen. Deckenfluter hereinstellen.

Und schon ist die Hütte wohnlich und gemütlich. Das war am allerwichtigsten. So sind wir Frauen eben. :o)

... ja und da gibt es noch eine schöne Erinnerung ...

Samstag Nachmittag gingen in unserer Hütte alle Lichter aus. Nicht nur unsere, sondern auch die vom Käsenachbarn, der über uns Strom bekam.

Ratlos sitzen wir da. Komisch, warum haben alle anderen noch Strom?

Der liebe Elektriker wird gerufen. Der, über den wir uns am Donnerstag noch geärgert haben, weil er einfach unsere ganze Kabeltrommel hinter der Hütte abgerollt hat und das ganze Kabelgewühl dann unordentlich hat liegen lassen. 'Männer!' haben wir gedacht und als erstes nach dem gemütlichen Einrichten die Kabeltrommel sauber und ordentlich aufgerollt. Sah direkt besser aus.

Der gute Mann guckt als allererstes in die Ecke unserer Hütte, wo unsere Kabeltrommel steht. "Ja, ist klar!" "Wieso, was ist denn?" "Die ist heiß geworden." "Wie heiß geworden?" Er erzählt was von aufheizen, wenn die Drähte übereinanderliegen... kann bis zum Brand führen, aber Sicherung ist vorher rausgesprungen. Ich habe es schon wieder vergessen. (Sie wissen ja, Technik interessiert mich Null.) "Oh, deswegen hatten sie die abgerollt liegen lassen." "Ja." *räusper* Fluchs wickelt er wieder alles ab und kühlt die Trommel dann mit Wasser und schwingt sie durch die Luft. Wir beide müssen natürlich vorher fühlen, wie heiß sie geworden ist, damit wir das niiiiiie wieder machen. Versprochen. (Ich glaube aber auch, dass er dem nächsten Frauenteam erklärt, warum er das Kabelgedöns so unordentlich liegen lässt...)

Es ist also nicht immer gut, wenn man alles aufräumt. Manchmal hat Unordnung wahrhaftig einen Sinn.

Das werde ich bestimmt nie wieder machen. Mein Mann grinste breit (er liiiiiiiiiiebt Technik), als ich es ihm am Abend erzähle und meint, ich hätte wohl im Physikunterricht nicht aufgepasst. "Doch habe ich. Aber erstens hatten wir einen total doofen Lehrer und zweitens vergesse ich grundsätzlich die Dinge, die mich nicht interessieren." Ja, auch wenn sie wichtig sind.

So bin ich eben. Der Elektriker hat sich übrigens nicht über uns lustig gemacht, er schien stolz, uns Engel gerettet zu haben. Einen Feuerlöscher hatte ich übrigens mit. Sauber eingepackt in Tüte und Karton unter Tisch in der Ecke. Damit nichts dran kommt...

Frauen eben...

Grinsende Grüße

Anja Kolberg

PS: Natürlich weiß ich, dass es unzählige Frauen gibt, die Technik lieben und sie beherrschen. Gehöre mit neidvollen Blicken nicht dazu. Gut, dass es unterschiedliche Interessen gibt. Für ihr Technikinteresse liiiiebe ich die Männer. :o)

Freitag, 21 Dezember, 2007

Es gibt da ein kleines Mädchen...

... in mir drin. Das ist nicht erwachsen. Das ist ängstlich und traurig. Und es will vor allen Dingen eines: Dass es all den Menschen, die ich lieb habe, gut geht und sie gesund bleiben. Dass sie bei mir bleiben und mich nicht alleine lassen. Und auch wenn ich weiß: Wer diese Welt verlässt, lebt in meinem Herzen weiter, so ist es doch ein ganz anderes Gefühl, ob ich den Menschen wirklich sehen und mit ihm sprechen, ihn drücken kann oder nicht.

Es gibt so Tage, da bricht Melancholie in mir aus. Gerade ist so ein Moment.

Ich habe Angst vor dem Tag, der im Leben jedes Menschen kommt: Wenn er liebe Menschen gehen lassen muss. Nein, in meinem Umfeld ist keiner krank. Ja, ich könnte mich darüber freuen und mich auf das Positive konzentrieren. Aber das Gefühl ist gerade nicht da. Im Moment ist das kleine Mädchen ganz groß, das die geliebten Menschen um sich herum braucht.

Besonders bewusst wird mir das gerade beim Schreiben von Weihnachtskarten, wo ich meinen geliebten Menschen schreibe, dass ich sie lieb habe. Dann wird mir bewusst, wie wertvoll sie für mein Leben, für mein Wohlbefinden sind.

Gut ist, dass die traurigen Phasen schnell wieder vorbei ziehen. Ich sehe den blauen Abendhimmel und spüre wie die Wolke sich langsam auflöst.

Liebe Grüße

Anja Kolberg

Donnerstag, 20 Dezember, 2007

Der Geist der Weihnacht

... zeigt sich so langsam. Heute früh, als alle Weihnachtsmarktanstrengungen nicht mehr zu spüren waren und auch die Vorbereitungen für den Geburtstag meines Mannes von mir vielen - blickte ich aus dem Fenster.

Sah Nebel. Sah Frost. Fühlte Stille.

Ein Gefühl von Weihnachten kommt auf. Gerade jetzt scheint auch noch die Sonne in mein Zimmer. Ist das schön.

Herrliche Ruhe. Entspannung. Vorfreude. Tage in Gemeinsamkeit mit der Familie. Ausspannen. Genießen. Da sein.

Darauf freue ich mich. Das Leben ist schön!

Ihre Anja Kolberg

Geglückt

Gestern hatte mein Göttergatte einen runden Geburtstag (nein, er ist nicht jünger als ich) ;o). Und er wollte nicht feiern. Da habe ich so getan, als ob ein Tisch beim Thailänder bestellt ist und heimlich seine Familie und seinen besten Kumpel eingeladen. Der hat vielleicht verdattert geguckt, als es auf einmal an der Tür geklingelt hat. :o) Die Überraschung ist geglückt. Ein gemütlicher Abend am Kaminofen mit Käse- und Mettbrötchen. Das war schön!

Die größte Freude ist, wenn Überraschungen gelingen.

Anja Kolberg

Montag, 17 Dezember, 2007

Weihnachtsmarkt & Kommerz

Über unsere tolle Stimmung auf dem Weihnachtsmarkt in Lechenich habe ich bereits berichtet. Was noch fehlt: Die Qualität des Marktes an sich. Im schmalen Gang zwischen Kirche und anderen Häusern waren kleine Holzhütten aufgebaut. Hier waren Kunsthandwerker untergebracht.

Das war Weihnachtsmarkt-Stimmung. Doch schon wenige Meter weiter waren nicht mehr nur Holzhütten, sondern vor allen Dingen Marktstände aufgebaut: Zum Beispiel mit Staubsaugerbeuteln, Schuhputzern und natürlich nicht zu vergessen: Eß- und Trinkbuden. Wir waren auf dem Marktplatz untergebracht, wo uns gegenüber ein Kinderkarussell aufgebaut war. Links von uns eine Würstchenbude, gegenüber Quarkbällchen und gleich daneben ein typischer Marktstand mit Fertigschals in Massenware. Ganz zu schweigen von unzähligen weiteren Ständen wie man sie von Flohmärkten kennt. Puh! Im Prinzip war der Weihnachtsmarkt in Lechenich ein Jahrmarkt. Das war ein Schock.

Was hat das noch mit Weihnachtsmarkt zu tun?

Natürlich kann man da als Aussteller den Kopf in den Sand stecken und sich ärgern und traurig sein. Sich fragen, warum man an diesem Platz steht. Warum die Meinungen vorher so positiv waren über den Lechenicher Markt. Warum der Umsatz nicht höher war, obwohl man der schönste Weihnachtsstand am ganzen Platz war. Nur helfen tut es nicht wirklich.

Wir haben aus der Situation das Beste gemacht: Das Positive gesehen. Für eine gute Stimmung gesorgt. Uns an den Reaktionen der Menschen erfreut. Entdeckt, was wir aus den Erfahrungen lernen können. Wir wissen jetzt zum Beispiel genau, was wir nicht mehr wollen, was wir wieder wollen und wofür es sich lohnt, sein Herzblut zu investieren. Das sind Kostbarkeiten. Wenn ich weiß, was ich nicht mehr will, bin ich frei für Neues. Etwas wagen - daraus lernen.

Ein reiches Wochenende liegt hinter uns. Und eines ist ganz klar: Ich mag die wahren Weihnachtsmärkte. Wo nur Holzhütten aufgebaut sind - wo keine Kirmes- und Jahrmarktatmosphäre herrscht. Wo der Geist der Weihnacht wohnt und sich in den Menschen nach Hause trägt.

Jetzt wünsche ich mir eine atemvolle Woche. Voller Kraft. Besinnung. Rückblick. Dankbarkeit.

Ihre Anja Kolberg

5 Sterne

Das war ein schööööööönes Wochenende! Wir hatten megatolles Wetter wie es sich für einen Weihnachtsmarkt gehört: Kalt und trocken. Petra-Ute und ich hatten viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel Spaß!

Wissen Sie, was das Beste war? Unser Engelchen-Kostüm. Denn die Reaktionen darauf waren wunderschön: Kleine Kinder, die mit offenem Mund stehen bleiben. Rotwangig und mit Schnupfenschnase und voller Fragen: "Wer bist du?" "Kannst du fliegen?" "Wo wohnst du?" Einmal erzählte mir ein kleiner Mann auf dem Arm seines Vaters, dass er bald Geburtstag hat und er sich ein Auto wünschen würde. Dann fragte er: "Kennst du den Nikolaus? Kommst du morgen auch? Bringst du den mit?" und das alles mit einem ganz süßen Piepsstimmchen. Ich war so gerührt, mir steigen gerade wieder die Tränen in die Augen. Was für ein wunderschönes Erlebnis und Herzensgeschenk für mich!

Auch viele der Erwachsenen hatten Freude an unserem Erscheinungsbild. Sie glauben gar nicht, wie viel Freude es macht, anderen ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern.

Und für all die gesammelten Erfahrungen - die durch kein Geld der Welt aufzuwiegen sind - die schönen Gespräche, Begegnungen, der Austausch und die Gemeinschaft mit den anderen Standinhabern, dieses Glücksgefühl mit jemanden zusammenzuarbeiten, an einem Strang zu ziehen, sich aufzumuntern, Quatsch zu machen, sich gegenseitig zu unterstützen, zu foppen, zu quatschen - besucht zu werden von lieben Menschen, zu sehen wie Kinder mit leuchtenden Augen Wunschzettel für unser Wunschglas schreiben, für unzählige Fotos, die Besucher von uns machten und bis nach Australien geschickt werden - für all das bekommt dieses Wochenende 5 Sterne von mir. Glänzende, funkelnde, leuchtend warm und voller Liebe und Dankbarkeit.

Danke!

Eine glückliche, erschöpfte, um viele Erfahrungen und gewonnene Klarheit reichere

Anja Kolberg

Freitag, 14 Dezember, 2007

Hier ist unsere Hütte

Donnerstag Abend war es soweit: Uns wurde der Schlüssel überreicht. Alles hat direkt gut geklappt - auch der Elektriker lief uns gleich über den Weg. Heute, Freitag, um 14 Uhr geht es los. :o) Die Aufregung steigt - und wir sind ein gutes Team. Es macht mir so viel Freude, mit jemandem zusammen zu arbeiten. :o)

Unsere Holzhütte steht auf dem Marktplatz von Lechenich. Hinter dem historischen Rathaus (das ist das hohe Gebäude auf dem Platz) ist es gleich die zweite. Die Nachbarn haben wir z.T. schon kennen gelernt. Zur linken eine Wurstbude (Wir werden also keinen Hunger leiden müssen.) Und gegenüber ein Kinderkarrussell - wir freuen uns schon auf die Musik. (Erste Spekulationen, ob wir den ganzen Tag Nightrider-Düdelüd hören werden, sind im Gange.) Die Hütte rechts von uns - die Nachbarn lernen wir heute kennen. Wir sind gespannt! Hinter uns ist direkt die Straße und dann eine Sparkasse, eine Apotheke - wir sind bestens versorgt. :o)

 

Ein schöööööööööööööööööööönes Wochenende!

Ihre Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2007, 2. Halbjahr

Donnerstag, 13 Dezember, 2007

Die Keksdose

Letzte Woche Mittwoch hatte ich einen wunderschönen Backnachmittag: Marie und Lea, die beiden süßen Töchter von Freundin Barbara hatten mich zum Backen eingeladen. Das war ein schöööööner Nachmittag. Und so eifrig waren die beiden! Das Ergebnis sind jede Menge köstliche Kekse. Allesamt sind in der blauen Keksdose gelandet.

 

Kaum öffnen wir die Keksdose, die auf dem Wohnzimmertisch steht, bewegt sich Minus Nase. Ja, wir wissen, Hunde sollen kein Süßes essen. Aber ich konnte nicht drumrum, ihr auch einen einfachen Keks anzubieten. Jetzt lässt unser Vierbeiner die Dose nicht mehr aus den Augen. Und wehe, ich mache die Dose auf... Da habe ich was angefangen...

Hundemami-Grüße

Anja Kolberg

PS: Jetzt ist es nicht mehr lange: Noch einmal schlafen und dann ist es soweit. Der Weihnachtsmarkt in Lechenich steht vor der Türe. Puh, bin schon was aufgeregt. Und ich freue mich. Meine Oma schrieb mir: "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt." Das sind Worte so ganz nach meinem Geschmack. :o)

Dienstag, 11 Dezember, 2007

Luft holen!

Der Dezember hat es in sich! Gefühlte zwei Monate stecken in einem. Irgendwie läuft die Zeit doppelt schnell habe ich den Eindruck... Sie auch? Von einer lieben Kundin bekam ich dieses Zitat von Victor Levin gemailt:

"Genieße Deine Freiheit und gib deiner Seele Raum zum Atmen."

Ja, das gefällt mir. Ich atme direkt durch. Wie schafft man es, in einer so "dichten" Zeit, wie sie gerade ist, mit all den Terminen, Besorgungen ruhig und gelassen zu bleiben? Durchatmen. Luft holen.


Ich liebe es, das Fenster zu öffnen, mich auf der Fensterbank aufzustützen und so ein paar Minuten die Seele und Gedanken baumeln zu lassen.

Auch wenn unten auf der Straße die Autos vorbeirasen - ein Moment abschalten ist es allemal.



Auch meine geliebten Rituale am Abend verschaffen mir eine Pause: PC aus. Kochen. Kaminofen an. Essen. Durchatmen. Zur Ruhe kommen. Berieseln lassen. Einer Kerze beim Brennen zuschauen.

Dann macht mir die Hektik des nächsten Tages weniger aus.

Pausengrüße aus Köln

Anja Kolberg

PS: Jetzt denke ich gerade an den heißen Nuß-Nougat-Kakao, den ich mir gestern gemacht habe. Das ist nicht nur Pause für den Bauch, sondern auch für meine Seele. :o)

Der Weihnachtsmarkt & ich

Wir beide haben uns angefreundet. Der Weihnachtsmarkt in Erftstadt-Lechenich und ich. :o) Er ist unter vielen hier im Umkreis mein/unser Auserwählter. Unser? Ja. Auf dem Markt in Lechenich stelle ich zusammen mit einer Partnerin aus. Wer von Ihnen im Newsverteiler ist, der weiß bereits Bescheid. Für alle anderen, die Lust auf einen Weihnachtsausflug haben und Lust, mich zu sehen, hier die Infos:

Am kommenden Wochenende stelle ich das erste Mal meine Kalender und Karten auf einem Weihnachtsmarkt aus. Zusammen mit der Floristin Petra-Ute, die Geschenkartikel anbietet. Doch wir bieten nicht nur unsere Waren an, wir haben uns auch noch etwas besonderes überlegt:

Wir sind als Engelchen verkleidet und haben ein Wunschglas an den Weihnachtsengel aufgestellt. Daneben liegen Block und Stift bereit. Hier kann man seine Herzenswünsche aufschreiben und in das bereitstehende Wunschglas geben. Oder zu Hause einen Wunschzettel vorbereiten und ihn dann vor Ort einwerfen. Noch vor dem neuen Jahr werden wir jeden Wunsch laut vorlesen und ihn dann durch das Feuer in den Himmel schicken. Ein Bild davon wird Anfang 2008 hier im Blog veröffentlicht. Die Höhe des Entgeltes für unseren Wunsch-Service liegt im persönlichen Ermessen. Eine Spardose steht bereit.

Wir haben die Kostüme schon ausprobiert und uns schibbelig gelacht. :o) Eines ist klar: Egal wie das Wetter ist - wir werden viel Spaß haben - und das ist bei allem das Wichtigste. Wenn Sie uns besuchen möchten - wir freuen uns sehr!

Freitag, 07 Dezember, 2007

Geschenke, die ankommen

 

Neu im Shop: Der beliebte Kalender als Geschenk verpackt!

Gerne bin ich auch Ihr persönlicher Weihnachtsbote! Mehr Infos

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2007, 2. Halbjahr

Donnerstag, 06 Dezember, 2007

Was mir wirklich gut tut...

... ist die tägliche Routine. Morgens mit Minu gehen. Post bearbeiten. Aufgaben erledigen. Abends um 18 Uhr ist Feierabend. PC aus. Möglichst keine Termine mehr. Kochen. Gemeinsam im köstlich warmen Wohnzimmer essen. Couch.

Ja, das ist mir gestern so richtig bewusst geworden. Wie sehr das meine Energietankstelle am Abend ist.

Ab und an ein Ausreißer am Abend ist o.k., aber am liebsten: Routine.

Adventsgrüße!

Anja Kolberg

Montag, 03 Dezember, 2007

Es wird Abend...

 

Es wird Abend.

Gemütlichkeit kehrt ein.

Ruhe vom täglichen Streß.

Durchatmen. Kraft tanken. Aufatmen.

Frieden finden in mir.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Feierabend

Anja Kolberg

Adventsmonat Dezember

Die gemütliche Zeit beginnt: Der Advent. Ich mag diese Tage und Wochen ganz besonders gerne.

Die letzten Kalenderblätter von 2007 sind nach vorne gerückt:

 

Die Adventszeit ist nicht nur schön, sondern oft stressig. Und einen Ruhepol bildet das "Frieden"-Bild des Kalender "Sein". Eine einzelne Schneeflocke habe ich dafür eingefangen. Ruhe. Die Konzentration auf die Einfachheit der Natur. Kraft tanken.

 

Ein Herz aus Beeren im Schneebett. Das ist das andere Kalenderblatt. Es gibt Zeiten, da fühlen wir uns klein und dann kommt dieses Blatt genau richtig. Es wärmt Herz & Seele mit: "Du bist wichtig."

Wenn Sie den neuen Tischkalender 2008 "Das Leben genießen" auf Ihren Schreibtisch sehen möchten oder damit anderen eine Freude schenken: Hier ist die Shopseite.

Einen ruhigen und freudigen Adventstag

Anja Kolberg

Donnerstag, 29 November, 2007

Gute Laune

Ich habe mir das Lied "Bin heute abend bei dir" von Roger Cicero bei Musicload gekauft. Das macht richtig gute Laune.

Gestern war ein herrlicher Tag: Ich war im Bergischen bei meiner Familie. Erst bei Onkel und Tante die gemütliche Weihnachtsdeko bewundern. Da juckt es mich in den Fingern, hier auch was zu machen. Meine Oma hatte ihr Wohnzimmer verändert - sah toll aus - (ich liebe Umstellen ja auch, mein Mann hat sich schon mal gewundert, dass nach seinem Sonntagsmittagsschlaf mein Arbeitszimmer komplett anders gestellt war). Auch bei meiner Oma war schon weihnachtlich dekoriert. In der Küche roch es nach frischem Harz: Aus gaaaanz vielen unterschiedlichen Grünsträuchern und Nadelhölzern aus dem Garten und sogar kleinen Minitannen hat Franz frische Kränze gebunden. Und ich habe davon einen geschenkt bekommen. Sieht der schön aus. Und ein selbstgemachtes Holzherz von Franz habe ich ergattert. Das werde ich sicherlich für Karten fotographieren, so gut gefällt es mir! Meine Oma hat mir noch Windlichter und ein Nähbuch eingepackt. Ich liiiiiiiebe Geschenke!

Anschließend bin ich mit Oma zu meinen Eltern gefahren. Mama, Oma und ich waren zum Halma spielen verabredet. Das habe ich mir schon lange vorgenommen und jetzt endlich umgesetzt und freue mich dementsprechend schon lange drauf. Gewonnen habe ich nur einmal. Meine Mutter dafür zweimal und meine Oma mindestens dreimal. :o) Da brauche ich wohl noch einige Übungsstunden bei den beiden. Zum Abschluss habe ich die neue Wohnung meiner Freundin und Trauzeugin Martina bewundert. Ich bin ein bischen neidisch - sie blickt runderhum ins Grüne.

Heute ging es schon ganz früh aus dem Bett: Der Wagen musste in die Werkstatt. Und jetzt bleibt er da bis morgen. Ohne Wagen ist komisch. Hier auf meinem Schreibtisch herrscht das Chaos, so viel ist zu tun. Ich mache x Sachen auf einmal. Am Abend aber, das ist das Wichtigste, ist alles wieder aufgeräumt (hoffe ich doch). :o) Und mit so einem Tag Kraft tanken wie gestern geht alles ein bischen leichter von der Hand.

Gute Laune macht auch die Erinnerung an letzten Sonntag, da habe ich meinem Hobby gefröhnt und Fotos gemacht und die bearbeite ich gerade: Dazu mehr im nächsten Blogbeitrag.

Genießen Sie den Tag!

Anja Kolberg

Auf die Liebe!

Wenn sich zwei Menschen ganz doll lieb haben, dann kann etwas Wundervolles geschehen: Ihnen wird ein Kind geschenkt. Und wenn man besonders lieb ist, wird man Pate. :o) Am Sonntag war eine wunderschöne Familienfeier: Das Patenkind meines Mannes wurde getauft. Was für ein bezauberndes und zufriedenes Kind! Selbst als das Weihwasser über ihren Kopf lief, hat sie nicht geweint.

Die stolzen Eltern haben ein tolles Fest für ihre Tochter auf die Beine gestellt: Süße Einladungen - selbstgemacht -, Sektempfang, liebe Leute, ein schöner Raum zum Feiern, tolle Deko, köstliches Essen (winkewinke nach Gisela), eine angenehme Atmosphäre. Mein Mann und ich haben den Tag sehr genossen und uns wohl gefühlt. Zum krönenden Abschluss gab es dann noch lecker Kuchen. Und Kim? Selbst nach Stunden immer noch fröhlich. Was für ein süßer Fratz! Vielleicht kommt sie auch ein bischen auf die Paten?

Liebe Grüße aus Köln und ein zauberhaft schööööönes Wochenende!

Anja Kolberg

PS: Jetzt muss ich aber wirklich mal "Klar-Schiff" machen...

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2007, 2. Halbjahr

Dienstag, 27 November, 2007

Wo ist es?

Seit einigen Monaten suche ich es immer wieder mal: Mein Handy. Es macht ja überhaupt nicht, was es soll: Da sein, wenn ich es brauche. Das liegt auch daran, dass ich kaum mit dem guten Stück telefoniere. Meist ist es ausgeschaltet. Auch, als ich noch Coaching und Seminare machte, hatte ich es nur kurz vor den Terminen eingeschaltet, um erreichbar für die Teilnehmerinnen zu sein. Und jetzt nutze ich es nur noch, wenn ich unterwegs bin, falls mir eine Panne passiert. Und dann vergesse ich es im Handschuhfach, in der braunen Tasche oder war es in schwarzen unter all dem schönen Inhalt? Mal ist es in der Jackentasche... Himmel! Da ich es ausmache, kann es auch keinen Piep von sich geben. Also suche ich heute schon wieder... Da - ich habe es wiedergefunden: In der Fototasche...

Glückliche Findergrüße!

Anja

PS: Mir fällt gerade ein, dass ich unserer Minu vielleicht beibringen könnte, das Handy zu finden. Sie findet es bestimmt schneller als ich. Dann heißt es demnächst nicht mehr "Such das Huhn!" sondern "Such das Handy!" :o)

Donnerstag, 22 November, 2007

Schlawiner

Wow! Schon gestern Abend hat er mich bezirzt: Der Mond! Es ist ein Spiel von Wolken, Licht, Schatten - ich könnte unentwegt an den Himmel schauen und mich von ihm einhüllen lassen. Ist das schön!

Mein Tag startete heute mit schlechter Laune. Warum? Weil ich fast am Zebrastreifen mit Minu von einem Raser über den Haufen gefahren worden wäre. Mensch! Ich habe mich so erschrocken... Danach ging meine Laune ziemlich runter, habe ich gemerkt. Mein Tagebucheintrag war ziemlich mies. Ein Teil von mir versucht immer noch etwas Gutes am Tag, am Moment zu finden. Ging aber nicht. Heute ist mein schlechte-Laune-Tag und ich habe mir erlaubt, ihn zu haben.

Als ich heute Nachmittag Besorgungen machte, habe ich mich richtig vor mir selbst erschrocken, als ich mich im Spiegel gesehen habe: Nicht nur, dass ich meinen Bad-Hair-Day (meinen mieses-Haar-Tag) hatte, ich sah richtig schlecht gelaunt aus....

Meine Stimmung gehoben hat dann wieder der nette ältere Mann in der Waschstraße, der mir doch anbot, ich könne nicht nur das Waschprogramm individuell zusammen stellen, sondern ihn auch noch gratis dazu haben. *grins* War leider nicht Dr. Shepherd aus Grey's Anatomy, sonst wäre ich vielleicht - nein, natürlich nicht!

Alles Gute aus Köln

Anja Kolberg

Dienstag, 20 November, 2007

Komische Zeit

... manchmal verstehe ich die Welt nicht mehr: Da muss ich warten, warten, warten, loslassen, Geduld haben, weil ich auf Entscheidungen und Reaktionen anderer Personen warte. Und dann - ganz plötzlich - und innerhalb von wenigen Stunden erledigt sich alles an einem Tag! Wow - Wahnsinn!

In solchen Momenten überlege ich, ob es an mir selbst liegt (habe ich vielleicht irgendeinen Schritt unternommen, der dies ausgelöst hat - wäre ja schön, wenn ich es reproduzieren könnte) oder ob irgendwelche himmlischen Konstellationen (Mond? Astrologie?) dazu führen, dass es einfach fluppt. Hm. Grübel. Bekomme ich jetzt keine Antwort drauf, aber ich freue mich über so viel Bewegung. Endlich, ich bin doch soooooo ungeduldig!

Viele Grüße

Anja Kolberg

Montag, 19 November, 2007

Kaaaaaalt!

Puäh, ist das draußen ungemütlich. Mein täglicher Gang zur Post war diesmal gar nicht schön. Pitschpatsch macht es unter den Füßen, von oben Regen, von vorne Wind.

Da freue ich mich auf einen warmen Feierabend vorm Kaminofen. Tut diese Wärme gut! Wenn wir eine Badewanne hätten, wüsste ich, was ich vorher tun würde. Hmmmmmm! Das ist das schöne an der kalten und ungemütlichen Jahreszeit. :o)

Ich wünsche Ihnen einen kuschligen Abend!

Anja Kolberg

Freitag, 16 November, 2007

Ein neuer Tag...

Träge liege ich vor ihm. Vor dem Morgen. Ich sehe die Sonne schon - Wolken reißen auf. Und ich sitze vorm PC, schaue mir den Himmel an und habe das Gefühl, innerlich noch zu schlafen. Doch, doch, alle Körperfunktionen sind o.k., sonst könnte ich ja hier nichts tippen. Aber innerlich, irgendwie schlafe ich da noch. Oder soll ich es die große Ruhe nennen? Ja, klingt besser. :o) Innerlich bin ich noch ganz entspannt. Tipptapp, da kommt Minu und klappert mit ihren Tatzen bzw. den Krallen über's Parkett. Draußen hat es gefroren. Als ich heute früh aufwachte, dachte ich: "Es ist Schneewetter." So hört es sich zumindest an und so sieht es aus. Keine Ahnung, wie ich das Hören und Sehen in Zusammenhang mit dem Wetter bringe. Ich erinnere mich gerade an einen Urlaub in Scheveningen, Holland mit meiner Familie. Ich war ungefähr 6 Jahre und habe ich mir mit meiner Cousine einen Spaß gemacht: Jeden Morgen habe ich aus dem Fenster geschaut und gesagt wie das Wetter wird. Erstaunlicherweise hat es funktioniert. (Nein, es war nicht morgens grundsätzlich blauer Himmel.) Nach ein paar Tagen kam mir das komisch vor und es funktionierte nicht mehr. Vielleicht hätte ich Wetterfee werden sollen?

Gestern durfte ich wieder einmal lernen zu reklamieren. Werkstatttermin. Sommerreifenwechsel. Als ich vom Platz fuhr, machte es: "Klack...klack...klack..." Sch....! Also bin ich eine Runde um den Block gefahren, dachte erst: 'Ich fahre nach Hause und lass meinen Mann mal hören.' Aber dann dachte ich: 'So ein Quatsch! Ich höre, hier stimmt was nicht. Ich fahre zurück und reklamiere.' Sie müssen wissen: Vor 3 Jahren bin ich vom Hof dieser Werkstatt gefahren und die Elektronik spielte verrückt. Als ich zurück zur Werkstatt fuhr und die Symptome beschrieb, machte der Werkstattmeister einen riesen Terz: 'Es hätte ja auch schon vorher sein können. Sie hätten gar nichts an der Elektrik gemacht....' Ich kann Ihnen meine Wut gar nicht beschreiben. Ich bin mir sicher, wenn ich ein Mann gewesen wäre, hätte er mir Glauben geschenkt. Naja, ich habe mich nicht beirren lassen und bin dann vom Werkstattmeister zurück an die Annahme und habe mich beim Filialleiter beschwert, denn der Meister war nicht nur unfreundlich, er hat mir auch nicht richtig zugehört. Denn der Mechaniker, das hatte ich gesehen, hatte was an der Elektrik gemacht, vorne und hinten. Der Fililalleiter sprach nochmal mit dem Meister, wutschnaubend schaute er hinten in den Kofferraum und siehe da: Der Mechaniker hatte hinten irgendwelche Steckverbindungen nicht wieder richtig zusammen gemacht, dadurch sponn die Elektronik. Auf einmal war der laute Meister ganz leise und hat sich entschuldigt (war aber sehr in den Bart gemurmelt). Ich hätte ihm am liebsten in den Allerwertesten getreten, weil ich mich von ihm überhaupt nicht ernst genommen fühlte. Aaaaaaaaaaaaaaaaaaah!

Na auf jeden Fall hatte ich diese Erinnerung im Kopf, als ich zurück in die Werkstatt fuhr. Aber diesmal ging alles ruckzuck: Zugehört. Wagen auf die Bühne. Wuchtgewicht war zu groß und rieb sich am Bremssattel, daher kam das Geräusch. Fehler behoben. Gute Fahrt. Na bitte, geht doch! (War zwar die gleiche Werkstatt, aber nicht der Kollege vom letzten Mal.) Ich habe gelernt: Es liegt nicht an mir. Ich höre auf mich, wenn etwas nicht stimmt, auch wenn ich nicht verstehe, was genau los ist. (Das erwarte ich fast von mir... unmöglich, ich interessiere mich Null für Technik.)

Jetzt ist aber Zeit, mit Minu eine Runde zu drehen. Die Post dürfte inzwischen im Postfach liegen und heute gibt es viel zu tun. Ich freue mich auf heute Nachmittag, da werde ich vor der Adventsausstellung in Schloss Loersfeld (siehe Blog am Mittwoch) einige Fotos schießen. Mal sehen, ob die Kamera dies bringt, wie ich mir die Fotos vorstelle, denn die Lichtverhältnisse werden nicht die besten sein und ich habe noch keinen externen Blitz.

Ich wünsche Ihnen und mir ein wunderschönes Wochenende und jeden Tag ein Kompliment (das kann man sich ja auch selbst geben, wenn man den Gatten nicht immer fragen will: "Sag mir mal was Nettes.")
Ich fange mal damit an: Sie sind eine wunderbare Leserin! Danke. Ich bin froh, dass Sie da sind, auch wenn ich Sie nicht sehen kann oder weiß, wer Sie sind. Schön, dass Sie da sind!

Tschüüüüß

Anja Kolberg

Donnerstag, 15 November, 2007

Such das Huhn!

Wenn Minu und ich vom Spazieren gehen kommen und ich meine Brötchen gemümmelt und einen Kaffee getrunken habe, sind wir beide richtig fit. Ich will arbeiten und Minu spielen. Hm. Kompromiss: Ich arbeite am Schreibtisch und verstecke zwischendurch das Huhn von Minu. Sie liebt dieses Gummihuhn, das ein wenig quietscht, überschwenglich. Natürlich muss sich Minu vorher in mein Arbeitszimmer setzen und ich ziehe die dunkelroten Vorhänge zu, die mein Arbeitszimmer von unserem Wohnzimmer trennen. Warum? Weil Minu sonst pfuscht. Sie kommt einfach gucken, was ich mache. Tsss...

Und wenn sie ein paar Mal mit Erfolg das sehr schwer versteckte Huhn gefunden hat, ist sie glücklich. Holt ihren Kauknochen, hält mir das angekaute Stück an die Hose (hm... herrliche Flecken). Wenn sie merkt, dass ich ihn nicht festhalten will, legt sie sich mit dem Knochen auf den Teppich, beisst sich durch und sinkt dann schon bald in süße Hundeträume.

Dann sind wir beide glücklich!

Hundemami-Grüße aus Köln

Anja Kolberg

Mittwoch, 14 November, 2007

Es schneit!

Ich traue meinen Augen kaum: Es schneit draußen! O.k. nur ganz wenig und es scheint auch wieder aufzuhören oder in Regen überzugehen, aber für diesen Herbst/Winter waren es die ersten die ich gesehen habe. Schööööön!

Schnelle Schneeflockengrüße

Anja Kolberg

Dienstag, 13 November, 2007

Manchmal...

... liegen große, neue Aufgaben oder Projekte wie ein unbezwingbarer Berg vor mir, dass ich am liebsten weglaufen würde. Mich verkriechen und warten, bis alles vorbei ist.

Geht nicht? Geht schon, aber ich bin nicht bereit mit den Konsequenzen zu leben. Also fange ich an. Schaufel für Schaufel, diese große Aufgabe in vielen kleinen Schritten abzutragen. Ich konzentriere meinen Blick auf jede einzelne Schaufel, die ich als nächstes in den Berg stecke, um wieder etwas von dieser riesigen Aufgabe abzutragen. Nicht nach oben gucken, wo ich sehe, was ich noch alles zu tun habe. Sondern auf meinen derzeitigen Schritt und immer wieder auf das, was ich schon geschafft habe.

Und dann funktioniert es. Schritt für Schritt. Step by step.

 

Übrigens hat dieses Weglaufen wollen nichts damit zu tun, dass ich das nicht kann. Nein, nein. Eher mit meiner Ungeduld oder einer Unsicherheit, ob alles klappt. Oder Zweifel, ob ich das kann und nicht andere es besser können. Ich finde, hier haben mir viele Männer etwas voraus: Sie denken nicht lange nach, verstricken sich nicht in Unwägbarkeiten, mögliche Gefahren, für und wider - nein, sie machen einfach. Schritt für Schritt. Manchmal kracht dabei etwas zusammen. Was soll's? Jeder macht Fehler, jeder erleidet Rückschläge, aber er kann nur Erfolge sammeln, wenn er wagt und bereit ist, diese Risiken einzugehen.

Und ich kann das auch. Also: Frisch voran!

Ihre Anja Kolberg

Montag, 12 November, 2007

Vorteile der Selbstständigkeit

Keine Frage: Eine Selbstständigkeit hat viele Herausforderungen. Zum Beispiel das unternehmerische Risiko, selbst zu tragende soziale Absicherung (Krankheit, Rente...), kein bezahlter Urlaub, ....

Aber sicher ist auch: Selbstständigkeit hat viele Vorteile. Zum Beispiel, wenn eine Freundin - ebenfalls Freiberuflerin - mal eben auf einen Sprung vorbei kommen möchte und wir eine Tasse Kaffee trinken und quatschen bzw. schreiben (meine Freundin ist gehörlos) wollen, dann geht das.

Das ist für mich Luxus pur! (Ich weiß, Steffi, du grinst jetzt, weil ich den Begriff "Luxus" benutze, :o) hier passt er für mich richtig richtig gut.)

Winkewinke nach Horrem

Anja

Irgendwie...

... bin ich heute früh ziemlich geschafft. Trotz des schönen Wochenendes.
Müde bin ich. Trotz Sonnenschein und blauem Himmel.
Dabei hatte ich mir so viel vorgenommen für heute...

Also erst mal kleine Brötchen backen. Schritt für Schritt Ordnung schaffen, eine aktuelle Aufgabenliste erstellen, Prioritäten setzen, bei manchen Dingen Geduld haben, bei anderen genau darauf achten, dass es mir gut geht und ich sage, was ich will. Bei anderen Aufgaben 'Nein' sagen oder mich erst gar nicht ins Spiel bringen. Bei manchen Aufgaben ist ein kühler Kopf gefragt, Visionsfähigkeit und Risikobereitschaft.

Puh, und all diese Fähigkeiten habe ich. Ich muss sie nur anwenden. Aber das ist nicht immer leicht...

Jetzt bin ich wieder bei meinen kleinen Schritten und mit dem ersten fange ich jetzt an: Aufräumen - Ideen sortieren...

Sonne aus Köln!

Anja Kolberg

Freitag, 09 November, 2007

Was mich wütend macht...

... sind Telefonverkäufer. Klar gibt es auch nette, aber meist sind sie penetrant, rhetorisch geschickt und versuchen einen mit ihren wohl gewählten Worten über's Ohr zu hauen. Abgesehen davon, dass diese Art der Werbung nicht erlaubt ist...

Was mich dennoch freut, ist dass ich es bisher immer geschafft habe, die Damen und Herren mit frechen Fragen und Worten aus dem Konzept zu bringen, so dass eine Dame einmal verdutzt fragte: "Was haben Sie da eben gefragt?" ... um natürlich daraus wieder eine Standardantwort für künftige Anrufe zu basteln. Neenee, nicht mit mir.....

Grüße von der Rebellenfront

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2007, 2. Halbjahr

Mittwoch, 07 November, 2007

Es gibt sie!

Wen? Nette Menschen! Serviceorientiert. Freundlich. Mitdenkend. Interessiert. Toll!

Gerade hatte ich ein sehr sehr nettes Telefonat mit einem Displayhersteller - der Kundenbetreuer war einfach klasse. Das war aber nicht das einzige positive Telefonat am heutigen Tag. :o)
Ich freue mich einfach, wenn ganz normale und nette Menschen auf der anderen Seite des Hörers sitzen.

Es gibt sie nämlich auch: Die richtig schlecht gelaunten. Desinteressierten. Kundenfeindlichen.

Aber heute ist alles gut!

Gestern waren wir supersupersuperlecker Essen in Frechen-Königsdorf. Da gibt es an der Aachener Straße das Portobello. Und der Portobello-Salat ist mein heimlicher Dauer-Lieblingssalat: Riesengroß und eine göttlich leckere Soße. Dazu noch zwei freundliche und hübsche Gesichter, die mir gegen über gesessen haben: Babsi und Steffi. Was war das ein schöner Abend, Mädels! Hat mir richtig gut getan! Winkewinke nach Habbelrath und Horrem.

So viel für heute - machen Sie's gut,

Ihre Anja Kolberg

P.S. und heute Abend freue ich mich auf Grey's Anatomy. Ich bin süchtig danach. :o)

Montag, 05 November, 2007

Fliehende Zeit

Ich habe gerade den Eindruck, die Zeit fliegt an mir vorbei. Es ist viel zu tun und dann merke ich gar nicht wie die Stunden am Tag verfliegen.

Da ist es gut, wenn ein schönes Wochenende einen kraftvollen Einstieg in die emsige Woche ermöglicht. Und ich hatte eines. So viele schöne Ruhe- und Kraftinseln. Hm.

Am Samstag der Geburtstag meiner Oma. Das war so schön, so lebendig, so lustig und soooo lecker! Danke an Franz und Magdalene für den Service und einen dicken Kuss für dich Oma! (Meine Oma liest nämlich immer diesen Blog müssen Sie wissen und E-Cards schreibt sie auch. Sie ist übrigens 83 geworden.)

Aufgetankt mit frischer Energie haben wir am Abend unseren vierbeinigen Liebling bei Schwiegereltern wieder abgeholt. Es ist toll, einen solchen Hundekindergarten - äh sorry Grundschule, sie ist ja schon groß - zu haben. Winkewinke nach Bachem!

Und Sonntag hatte ich eine lustige Zeit mit Petra-Ute auf dem Martinsmarkt in Frechen. Der war schrecklich und wir wissen jetzt, was wir auf keinen Fall wollen. Und wir wissen, was wir wollen: Geld verdienen mit schönen Dingen und Ambiente. Witzige Ideen haben wir auf jeden Fall für uns entwickelt.

Das schönste kam dann zum Schluss: Draußen tristes Novemberwetter. Drinnen im Wohnzimmer. Zwei kuschlige Lampen. Kaminofen mit knisternder Wärme. Schnarchende und seufzende Minu. Zwei Tassen Kaffee. Berliner. Couch. Und ab und zu ein Geräusch: Das Umblättern von zwei lesenden Menschen. Mann, war das gemütlich!

So viel Neues vom mir zum Wocheneinstieg.

Ich wünsche Ihnen und mir eine richtig erfolgreiche Woche!

Anja Kolberg

Freitag, 02 November, 2007

Das macht Spaß!

 

Heute früh erwartete mich was gaaaaanz schönes am Postfach: Eine Überraschung! Eine liebe Leserin des Blogs beschenkte mich mit einem zauberhaften Büchlein von einem schwarzen Schaf! Ist das schön! Ich liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiebe Überraschungen! Ja! Ja! Ja! Yiepieh! Danke schöööön!

Ansonsten geht es mir wirklich gut! Ich freue mich, das schreiben zu können. Die Schlappheit des Sommers ist überwunden, ich habe wieder jede Menge Energie. Die investiere ich in meine kreativen Projekte. Marketing ist angesagt - ich habe riesig Lust, hier aktiv zu werden.

Gestern - wir in NRW hatten wie 4 weitere Bundesländer einen Feiertag - habe ich am Nachmittag Weihnachtsmemo mit meinem Mann gespielt. Ich muss zugeben: Darin bin ich echt eine Niete. Diese unzähligen roten Kärtchen machen mich ganz kirre. Während ich mich über 8 Paare freue, räumt mein Göttergatte alles ab. Wahnsinn, was der sich merken kann, da komme ich nicht mit. Gut, dass es andere Spiele gibt, wo ich meist gewinne. :o)) Zum Beispiel Halma, darin bin ich geübt, denn Oma, Mama und ich sind Meisterinnen. Mein Vater hat eines mit steckbaren Holzfiguren auf einem schönen Holzbrett gezaubert, da macht auch Spielen zu dritt Spaß.

Freuen Sie sich auf das Wochenende?

Ich mächtig. Meine Oma hat Geburtstag - das heißt lecker Kuchen und nette Leute treffen - und dann schaue ich mir mit einem lieben Menschen einen Markt an, um Ideen zu sammeln für einen eigenen Martkstand. Zu zweit macht vieles mehr Spaß! Winkewinke und liebe Genesungswünsche nach Habbelrath.

Viele Grüße aus Köln an Ihren Monitor

Anja Kolberg

Novemberzeit

Bisher macht der November, was ein November machen soll: Nebel. Trister Himmel. Nieselregen. Es ist früh dunkel. Kalt. Nass.

Das Wetter bringe ich mit englischen Schwarz-Weiß-Krimis in Verbindung oder mit mystischen Landschaften. Und die herrliche Gemütlichkeit, die dann drinnen herscht. Hm... Selbst ein Spaziergang an der frischen Luft (Minu und ich machen ja täglich unsere Runde) wird zur Freude, weil es dann drinnen um so wärmer ist. Der November hat viel Schönes! Die Vorfreude auf Weihnachten fällt mir ein. Ich freue mich schon so auf das Plätzchenbacken mit meiner Freundin und ihren Kids, den Weihnachtsbaum, die große Schale mit Nüssen auf dem Tisch, die Kerzen...

Zwei neue Kalenderblätter strahlen mich im November an:

Im Tischkalender "Leben" ist es das Gehäuse einer Schnecke, welches mir beim Spaziergang vor die Füße viel und das ich ganz besonders mag. Der Text: "Alles ist gut." Als ich das Bild gestern früh gesehen habe, dachte ich nur: "Wow, ist das schön." Mit dem Text zusammen: Ein Gedicht. Ich klopfe mir auf die Schulter: Habe ich wirklich gut gemacht. :o)

Auf dem Kalender "Sein" ist es ein Herbstblatt vor blauem Himmel mit dem Text "Loslassen".

Ein buntes, fröhliches Bild mit einem so ernsten Text. Puh, denke ich erst einmal und die Gedanken hüpfen zu meinem Großvater, zu Allerheiligen... Wie konnte ich blos dieses ernste Thema wählen?

Dann sehe ich das Blatt, das bald vom Baum losgelassen wird, damit der Baum Kraft für den Winter hat. Loslassen.

Manchmal will ich alles steuern, alles bestimmen können. Aber es gibt Situationen, da kann ich nur eines: Loslassen und dem Himmel seine Arbeit überlassen. Darauf hoffen, dass das Richtige für mich geschehen wird. Und dadurch entsteht ein freier Raum. Freier Raum, der mit etwas Neuem gefüllt werden kann. Etwas, das heute besser zu mir und meinen Lebensbedingungen passt als das bisherige, liebgewonnene.
Ich habe schon so oft Altes losgelassen, gerade denke ich speziell an Aufräumaktionen, die ich in den vergangenen Jahren gestartet habe: Unterlagen von alten Projekten weggeworfen. Nicht verwirklichte Ideen losgelassen - ganz konkret: Zettel zerrissen, in den Müll geworfen. Ordner gelehrt mit Informationen, von denen ich dachte: Die brauche ich nochmal, Trainings, die ich nicht mehr halten wollte. Als ich dies das erste Mal machte, entwickelte ich Monate später meinen ersten Kalender. Letztes Jahr habe ich erst die Workshops, dann das Büro in Zollstock und im Frühjahr die Coachings losgelassen. Nach einigen Monaten der Erholung, des Besinnens, des ziemlich schlapp seins habe ich wieder Kraft gefunden und neue Energie für meine kreativen Projekte entwickelt. Wow, das ist ein tolles Gefühl. Ich habe so oft losgelassen, ohne zu wissen, was danach kommt. Ich wusste nur eines und das ganz bestimmt: Das Bisherige stimmt so wie es ist nicht mehr. Und es blieb mir nur eines: Vertrauen haben in mich selbst, in meine Gefühle. Dass dies der richtige Schritt ist. Und das Vertrauen und der Mut und das Risiko lohnte sich: Bisher hat sich durch loslassen immer eine gute und stimmige Lösung entwickelt.


Das sind meine kleinen Wunder und Hoch-Zeiten im Leben. Erfüllung finden. Bestätigung finden in mir selbst. Das ist genial gut! Durch das Loslassen nehme ich einen neuen Blickwinkel ein, so wie das herrlich bunte Herbstblatt auf dem Kalender, das zu Boden fällt und eine neue Position einnimmt, so wie auf der E-Card hier. Ganz anders, aber doch bezaubernd. Und jetzt sieht das Kalenderblatt "Loslassen" für mich gar nicht mehr beängstigend aus, sondern wunderbar lebendig, fröhlich, spannend. Das pure Leben! Alles wird gut!


Ich wünsche Ihnen und mir ein tolles Wochenende!
Ihre
Anja Kolberg

Mittwoch, 31 Oktober, 2007

Halloween

Feiern Sie Halloween? Ich nicht und wer von den Kids mit einer Geistermaske bewaffnet an unserer Tür klingelt und zuerst unsere Minu und dann mich oder meinen Mann erschrecken will, um Süßes zu bekommen, der erhält Saures: Die Türe bleibt zu.

Die Kommerzialisierung gefällt mir nicht besonders, aber da der Kölner ja einen Hang zum Verkleiden hat, bin ich mir ziemlich sicher, dass ich als Teenager diese Nacht auf eine schöne Kostümparty gegangen wäre. Zu meiner Zeit (mein Gott wie das klingt, so lang ist das ja auch nicht her) Mitte/Ende der 80er war Halloween allerdings noch nicht modern und wir haben uns im Karneval ausgetobt.

Ich freue mich einfach auf den freien Tag, ein neues Kalenderblatt, scheinbar schönes Wetter, einen gemütlichen Abend mit Kaminofen und ganz viel Faulenzen.

Ihre Anja Kolberg

Montag, 29 Oktober, 2007

moin moin

Huhu, da draußen an den Monitoren. Wie geht es Ihnen? Hatten Sie ein schönes Wochenende?

(Ich höre Ihnen gerade erst einmal zu.)

...

Mein Wochenende? Oh, danke der Nachfrage! Am Samstag habe ich endlich ein Prospekt vollendet, das ich bald verschicken möchte (ja, ich habe Samstag gearbeitet. *räusper* Ist als Freiberuflerin, die zu Hause ihr Büro hat, recht verlockend. Das ist das Glück, mir meine Zeit frei einteilen zu können. Und der freie Sonntag ist mir heilig.)

Ja, und am Sonntaaaaag, da waren wir mit der Familie meines Mannes im Hänneschen Theater in Köln. Das ist ein urkölsches Puppentheater. Das war die Idee meines Mannes! *drück* Wir besuchten die Kindervorstellung um 15 Uhr. Das Stück hieß "Hännesche em All". Ich war beeindruckt von den schönen Farben der Kostüme, dem Bühnenbild. Da hätte ich Lust, mal mitzumischen. :o) Schön war auch, dass das Programm auf Kölsch gehalten wurde. Ich liiiiiebe diese Sprache!

Eigentlich wollte ich heute schreiben, dass ich eine Schreibblockade spüre. Und gerade wo ich darüber nachdenke, sehe ich, was ich jetzt schon wieder geschrieben habe und denke: 'Sie ist weg!' Prima!

Ganz ehrlich: Der Beitrag über meine Reise nach Stanstead ist mir sehr schwer gefallen. Erst mal habe ich beim Schreiben viel geweint. Aus Trauer um meinen Opa. Die Tränen waren heilsam. Und dann hatte ich Angst. Wovor? Vor den Reaktionen. Wenn Sie den Bericht gelesen haben, wissen Sie, wie wichtig mir Bodenständigkeit ist. Und dann gibt es diese spacy-Seite in mir, die Dinge glaubt, die nicht von dieser Welt sind. Die eine Sache ist, diese Dinge mit Menschen zu sprechen, die ich kenne und deren Reaktionen ich in der Regel abschätzen kann. Eine andere Sache ist, sie einer breiteren Öffentlichkeit mitzuteilen, die ich im einzelnen nicht kenne. (Obwohl, ich stelle mir gerade gaaaaaanz viele freundliche Gesichter vor, die mich gerade angrinsen: Sie!)

*Huhu* Interessant, jetzt merke ich, dass mir das keine Angst mehr macht. Weil ich mir eine Vorstellung von den Menschen gemacht habe, die mir zuhören. Sie nämlich. Das tut gut.

 

Es ist ein schwerer Schritt, ganz zu mir selbst zu stehen. Ich selbst zu sein. Vor ihm steht die Angst, nach ihm steht die Liebe. Denn ganz egal, wie Menschen reagieren: Ich habe darauf keinen Einfluss. Ich kann nur eines tun: Ich selbst sein.

Eine neue Woche liegt vor mir. Glänzend. Unbenutzt. Ich kann sie mit vielen schönen Dingen füllen. Darauf freue ich mich.

Lassen Sie es sich gut gehen,

Ihre Anja Kolberg

Donnerstag, 25 Oktober, 2007

hm

Diese Woche waren meine Freunde-Besuchstage: Montag, Mittwoch und heute, Donnerstag, auch wieder. Treffen mit Menschen, die ich mag. Das tut gut und ich komme auf neue und andere Gedanken.

Ganz bezaubernd ist im Moment der Japanische Garten in Leverkusen. Warum? Dort wird gerade alles für den Winter hergerichtet und unzählige Blätter verschönern den Rasen. Über ihnen thronen die atemberaubenden Ahornbäume.

So, jetzt mache ich mich auf den Weg.

Schönen Feierabend!

Anja Kolberg

Freitag, 19 Oktober, 2007

Kunterbunter Herbst

Gestern habe ich mich mit meiner Freundin Ariane zum Spazieren gehen im Siebengebirge getroffen.

Nur wenige Schritte in den Wald und schon plätscherte ein Bachlauf, Sonnenstrahlen fielen durch die bunten Wipfel der Bäume bis auf den Weg. Hat das gut getan. Die Kraftreserven in der Natur auffüllen.

Da wir beide unsere Kamera dabei hatten, fand natürlich auch eine gegenseitige Fotosession statt.

Was hatten wir für einen Spaß und haben uns kringelig gelacht!

Auf dem Weg zurück haben wir uns bei einem Biobäcker ein Teilchen geholt und dann gemütlich zu Hause verspeist. Gibt es was besseres, als nach dem Spaziergang die Schuhe auszuziehen, sich gemütlich hinzusetzen, eine leckere Tasse Kaffee zu trinken, etwas leckeres dazu zu essen und dann noch mit der Freundin quatschen zu können?

Das war herrlich!

Ich wünsche Ihnen ein zauberhaft schönes Herbst-Wochenende!

Anja Kolberg

P.S. Ich habe Ihnen vom Spaziergang auch etwas mitgebracht: 2 neue E-Cards. Auf die Bilder klicken und verschicken!

Das Objekt meiner Begierde...

 

... sieht genau so aus: Ein Schokoladenbrunnen!

Kennen Sie den großen im Kölner Schokoladenmuseum? Yamyam, der ist riesig groß und man kann eine Waffel hineinhalten, um die flüssige Köstlichkeit zu probieren. Das Objekt meiner Begierde ist viel kleiner, was für den heimischen Tisch. Hm, da kann man leckere Früchte reintauchen, wann kann ihn auch mit weißer Schokolade befüllen...

Mir läuft das Wasser im Munde zusammen.... Ich stelle mir gerade vor, ich bin die Erdbeere und lasse mich in dieses duftende Bad fallen, werde von einer sanften Wärme umspült, schmecke Schokolade und lasse mich glücklich hineinfallen und versinke in süßen Träumen.... :o)

*räusper* Weg mit den Gedanken und weiter an die Arbeit!

Anja Kolberg

Donnerstag, 18 Oktober, 2007

Mich öffnen

... ist immer schwer. Warum? Weil ich verletzt werden kann. Weil ich Angst vor Ablehnung habe. Jeder, der ungewöhnliche oder neue, andere Wege beschreitet, geht in der Regel nicht in großen Gruppen. Nicht alleine, es gibt immer Wegbegleiter und das tut so unendlich gut.

Es ist ein Geschenk, zu wissen, dass es immer Menschen gibt, die zu einem stehen, egal was passiert im Leben. Egal, was ich glaube, egal, was ich mache. Egal, wie anders ich bin als andere, wie anders ich mich fühle. Anders als die Norm.

Für mich ist das meine Familie. Verständnis zu fühlen und angenommen zu sein so wie ich bin, ist eines der größten Geschenke, die man einem anderen Menschen machen kann.

Ich erfahre das und das ist ein wunderbares Gefühl des Aufgehoben seins. Ein Schutzwall aus Liebe.

Herzensgrüße von einer mit Sonnenstrahlen beschienenen

Anja Kolberg

P.S.: ... noch was, mir fällt ein Zitat ein, das ich in meinem Ab-40-Buch aufgeschrieben habe:

Erschrecken wir nicht,
anders zu denken,
anders zu sein,
die Dinge einmal anders anzupacken,
anders zu reden,
anders zu schreiben,
einen neuen Ton in den Umgang
mit anderen bringen,
kurz NEUES zu tun.

Emil Oesch

Mittwoch, 17 Oktober, 2007

Geliebter Opa und meine Reise nach England

Im Jahr 1989 starb mein Großvater, den ich sehr geliebt habe. Ich hatte immer den Eindruck, ich bin seine Lieblingsenkelin. Das tat gut. Viele Bilder blitzen vor meinem inneren Auge auf, wenn ich an ihn denke: Ich sehe, wie er uns Kindern im Schnee die kalten Hände warmgepustet hat. Er nahm meine kleinen Hände in seine großen, formte eine Höhle und pustete warme Luft hinein. Es dauerte nicht lange und schon waren die Hände wieder kuschelig warm. Oder ich sehe ihn hinter dem Haus sitzen und die Sense auf einem Metallklotz schlagen, damit sie wieder scharf wird. Mein Opa war mit Leib und Seele Bauer. Er hatte keinen eigenen Hof, sondern half den Landwirten bei der Arbeit auf dem Feld. Groß und hager war er. Er trug eine Brille vor den lustig blinzelnden Augen. Ich sehe ihn mit warmen Hausschuhen im Fernsehsessel Sportsendungen sehen. Er trug ein Hörgerät und so war der Fernseher immer recht laut gestellt. Wir wohnten ein Haus weiter und ich erinnere mich gerne daran, wie ich ihn besuchte und mich neben seinem Sessel auf dem Boden schmiss und in Zeitschriften blätterte, während er Tennis sah. Wir haben nicht viel gesprochen. Jeder hat gemacht, worauf er Lust hatte. Ich war damit glücklich.

Habe ich schon gesagt, dass mein Opa das weicheste Heu machen konnte, das ich je gesehen habe? Ich erinnere mich daran, dass er es auf Heuböcken trocknete und anschließend für unsere Schafe im Stall lagerte. Mein Opa war mein Firmpate. Im Herbst 1988 hatte ich Lust, kleine Puppen zu basteln. Die Herbstferien verflogen im nu, ich war in meinem Element: Anderen eine Freude machen und sie überraschen. Es entstand ein Opa und eine Oma. Als ich meinen Großeltern die Geschenke Weihnachten überreichte, war ich glücklich, weil sich beide darüber so gefreut haben. Als mein Opa die Feier verlies, um sich schlafen zu legen, trug er seine Puppe ganz stolz unterm Arm mit nach oben. Das Bild werde ich immer in meinem Herzen tragen.

Einige Monate später schafften verschiedene Ereignisse einen tiefen Einschnitt in meinem Leben: Bei meiner Mutter war einige Jahre zuvor Multiple Sklerose diagnostiziert worden. Als ich ungefähr 13 Jahre war, bekam sie einige Schübe, musste ins Krankenhaus und erhielt Cortisonbehandlungen. Das war eine sehr schwere Zeit für unsere Familie. Mein Vater schmiss mit uns 3 Kindern den Haushalt. (Besonders bleibt mir sein köstliches Frühstück in Erinnerung: Frische Orangen, dazu gekeimte Weizenkörner und frisch geschlagene Sahne. Köstlich!!!) Ich hatte Angst um meine Mutter. Die schulmedizinischen Behandlungen im Krankenhaus brachten nicht wirklich eine Linderung. Meine Eltern machten sich auf den Weg nach alternativen Heilwegen. Sie fanden Hilfe bei einer Ernährungsberaterin. Meiner Mutter ging es besser, die Schübe ließen nach, die Angst vorm Rollstuhl war gebannt.

Leider hatte diese Frau, die meiner Mutter so geholfen hatte, nicht nur Gutes im Schilde. Sie bildete einen Kreis von Menschen um sich, denen sie allesamt geholfen hatte und schaffte es auf welche Weise auch immer, sie für ihre Zwecke zu manipulieren. Sie sponn eine Weltuntergangsstimmung, wollte nach Österreich mit dieser Gruppe auswandern, um dort in einer Kommune ganz gesund zu leben. Eine sektenähnliche Abhängigkeit war entstanden. Die Dankbarkeit für die Hilfe verhinderte bei meinen Eltern eine gesunde und kritische Hemmschwelle. Die Situation spitzte sich zu, wir sollten über einen bestimmten Zeitraum das Haus möglichst nicht verlassen. Während dieser Zeit war ich mitten im Lernstress, meine Abschlussprüfung zur Bürokauffrau stand an. Mein Großvater erlitt einen Herzinfarkt, kam ins Krankenhaus und starb. Ich konnte mich nicht persönlich von meinem geliebten Großvater verabschieden. Gerade ich, die ihn so sehr geliebt hatte. Wie ich von meiner Großmutter erfuhr, ahnte mein Opa wohl, wie schlecht es ihm ging und er hätte immer wieder Ausschau am Fenster gehalten, ob wir ihn besuchen kommen. Aber wir kamen nicht. Ich kam nicht.

Seit dieser Zeit war ich untröstlich. Die Beerdigung habe ich unter einem Tränenschleier erlebt. Ich trauere, dass ich mich von meinem geliebten Opa nicht verabschiedet habe. Ihm nicht noch einmal gesagt habe, wie sehr ich ihn lieb hab. Mein Schmerz ist unendlich groß. Keine Strategie hat geholfen: Keinen Brief, den ich an ihn geschrieben habe, kein Abschiedsgruß am Grab, kein stiller Austausch in Gedanken. Auch nicht das Wissen, das er weiß, wie sehr ich ihn geliebt habe. Ich war und bin untröstlich. Ich würde alles geben, um ihn wirklich noch einmal in meine Arme schließen zu können. Ihn noch einmal drücken, ein Klümpchen von ihm beim Abschied geschenkt zu bekommen, ihn lachen zu sehen oder beim Pfeifen zuhören. Das ist unwiederbringlich vorbei.

In diesen Tagen schaffte mein Vater klare Verhältnisse: Er stoppte jeglichen Konakt zu der Ernährungsberaterin und der Gemeinschaft. Es war ein Befreiungsschlag für die ganze Familie. Einige Familien in diesem Kreis schafften den Absprung nicht, trennten sich von ihren Angehörigen, auch Ehepartnern und Kindern und zogen nach Österreich. Dieses Ereignis hinterlies bleibende Empfindungen bei mir. Ich bin seit diesem Zeitpunkt sehr aufmerksam, wenn ich nur die geringste Spur von Manipulation spüre. Mein Drang nach Freiheit, nach größtmöglicher Selbstbestimmung ist dadurch noch stärker geworden. Nie wieder wollte ich eine solche Abhängigkeit, Manipulation, Hörigkeit und Beeinflussung erleben.

13 Jahre später stehe ich in einem Buchladen in Köln-Zollstock. Ich habe Mittagspause und stöbere. Da fällt mir ein Buch ins Auge mit dem Titel "Der Himmel ist nur einen Schritt entfernt ". Es handelt von Paul Meek - einem Mann, der mit den Toten kommuniziert. Er wirkt sehr bodenständig, einfach und seriös. Das Buch weckt meine Neugierde und obwohl ich vorher nichts zu diesem Thema gelesen habe, es mich nicht interessiert hat, nehme ich es mit. Ich verschlinge die Seiten und lese in dieser Ausgabe zum Schluss, dass es ein Ausbildungscollege in Stansted, England gibt, welches Medien ausbildet. Auch die Adresse steht dort. Ich finde das hochspannend, aber aufgrund meiner oben beschriebenen Erfahrungen bin ich auch hochsensibel.

Meiner Freundin Ariane erzähle ich von dem Buch und der Medienschule, als wir als Stellvertreter in der Runde einer Familienaufstellung sitzen. Ich sage, dass ich dort sehr gerne einmal hinmöchte, mich aber alleine nicht traue und schon gar nicht, weil ich nicht weiß, was sich dahinter verbirgt. Am liebsten wäre mir, jemanden aus Deutschland kennen zu lernen, der sich dort auskennt. Zwischen uns sitzt eine alte Dame, die uns zugehört hat. Sie sagt: "Stansted? Arthur Findlay College? Das kenne ich. Da fahre ich schon seit 16 Jahren hin!" Ich bin sprachlos. Die Dame erzählt uns in der Pause einiges über die Kurse dort. Wir treffen uns einige Male und schöpfen Vertrauen. Ja, wir wollen es wagen und im nächsten Sommer für eine "German Week/Deutsche Woche" nach Stansted fliegen.

Im Juli 2003 war es soweit: Vom Flughafen Köln-Bonn ging es per Billigflieger nach Stansted. Wir hatten ein Doppelzimmer und die Verpflegung über das Haus gebucht. Es war ein traumhaft schönes Anwesen, ein Park mit uraltem Baumbestand und Rosenbeete umgaben das Backsteingebäude.

Wir trafen uns am ersten Tag in der Kapelle, in der sich die Medien vorstellten, mit denen wir in dieser Woche arbeiten könnten. Unsere Gruppe war buntgemischt aus ganz Deutschland, der Schweiz und Österreich zusammen gekommen.

In der Kapelle spielte Mike Rowland, einer der Medien, auf dem Klavier. Die Musik berührte etwas in mir, Tränen liefen mir die Wangen hinunter. Ich konnte gar nicht mehr auffhören. Es war mir unangenehm, aber sie ließen sich nicht unterdrücken.

Das Gesicht von Marcia, einer kleinen blonden Frau, zog mich magisch an. Sie wählte Worte, die mir gut taten, sprach die ganze Gruppe an und doch fühlte ich mich persönlich angesprochen und beruhigt. Obwohl ich immer wieder weinte. Zum Schluss ihrer Worte legte ich ohne zu überlegen die rechte Hand auf mein Herz und öffnete dann meine Hand. Dabei sah ich Marcia in die Augen. Es sollte mein Dankeschön auf die Entfernung für ihre Worte sein.

Nachdem Zusammentreffen teilten wir uns in Gruppen auf. Ariane und ich wollten zur Melanie in die Gruppe. Sie machte einen sehr bodenständigen Eindruck und wollte die Anfänger betreuen. Trudi, eine der Schweizer Übersetzerinnen sprach mich auf dem Weg hinaus an. Sie arbeitete mit Marcia zusammen und die hatte sie gebeten, mich anzusprechen. Ob ich ein Sitting gebucht hätte, fragte sie mich. Ich? Oh mein Gott nein, davor hatte ich große Angst. (Ein Sitting ist die Konsultation eines Mediums, um mit den Verstorbenen Kontakt aufzunehmen.) Ich dachte direkt an meine Großvater und musste weinen. Trudi beruhigte mich und sagte, dass ich hier sei, um etwas zu klären und ich die Chance nutzen solle. Ich wollte es mir durch den Kopf gehen lassen.

Als sich daraufhin zur Bibliothek kam, wo sich unsere Gruppe das erste Mal in diesem großen alten Raum traf, waren schon alle Plätze belegt. Bis auf den Platz neben Melanie, unserem Medium. Neben mir saß Mike mit seiner Frau, die aus dem Süddeutschen angereist waren. Bei seinem Arbeitgeber arbeitete er u.a. als Rettungssanitäter. Ich setzte mich auf den freien Platz und schon wieder begannen die Tränen zu laufen. Melanie stellte sich vor und die Übersetzerin machte gute Arbeit. Wir sollten uns vorstellen und die Runde begann bei mir. Ich war sowieso schon in Tränen aufgelöst und all meine Angst brach aus mir hervor. Ich erzählte von meiner Erfahrung mit der Sekte, meiner Angst in Stansted etwas Negatives zu erleben, beeinflusst zu werden, und von außen als verrückt abgestempelt zu werden. Mike reichte mir ein Taschentuch, die Gruppe hörte zu. Es hat so gut getan, darüber zu reden. Melanie beruhigte mich. Was mich an ihr so faszinierte, war ihre einfache Art. Sie war weder aufgetakelt, noch hob sie sich aus der Masse hervor. Ich fühlte mich ernst genommen. Das tat gut.

Ich schlief eine Nacht über die Frage, ob ich an einem Sitting teilnehmen sollte. Mein Inneres war dafür, ich entschied mich für Marica und meldete mich an. Am nächsten Tag hatte ich mittags meine Sitzung. Während der Zeit lief ein Band mit, Trudi übersetzte, was Marcia sagte. Ich erzählte, dass ich meinen Großvater vermisse, mehr nicht. Marcia beschrieb daraufhin, dass sie einen älteren Mann sehe, der die Hände zusammenlegte und hinein pustete! Ja, das war mein Großvater! Das war die Geste, an die ich mich bei ihm am stärksten erinnerte. Als ich ihr sagte, dass ich traurig sei, dass ich mich nicht von ihm verabschiedet habe, hielt sie kurz inne und sgte dann: "Dein Großvater wollte das nicht, Anja. Er wollte, dass du ihn so in Erinnerung behälst, wie er war." Tränen liefen, ich war so befreit und erleichtert. Noch einiges andere ist in der Sitzung besprochen worden. Doch das wichtigste waren diese Worte.

Fortan habe ich in unserer Gruppe nicht mehr geweint. Ich war wie befreit und konnte den Übungen folgen und mitmachen. Es war spannend. Einfach spannend und beeindruckend. Gerne würde ich noch einmal nach Stanstead fahren, in das Haus, in dem die Spiritualist Church eine über 150jährige Tradition hat. Es war himmlisch, abends mit Ariane den Tag durchzugehen, unsere Eindrücke zu schildern, zu lachen, zu hinterfragen und durchaus kritisch zu betrachten.

Die Tage im Arthur Findlay College sind für mich unvergesslich. Wieder zu Hause, haben Ariane und ich weitere Veranstaltungen hier in Deutschland von Geistheilern und Medien besucht. Doch nichts war so echt, so stimmig für mich wie in England. Stimmig war für mich hier allerdings die Beschäftigung mit der Literatur der Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross, die ich sehr schätze. Für mich passt das zusammen, was ich aus ihren Büchern, denen von Bernard Jakoby, im Buch von Paul Meek und in Stanstead erfuhr: Die Erde ist eine Schule des Lernens. Wir sind hier, um zu wachsen, zu lernen, reifer zu werden. Wenn wir sterben, bleibt unser Körper hier und unsere Seele geht hinüber in die geistige Welt, wo sie von den geliebten Menschen empfangen wird, die vor ihr gegangen sind. Das stimmt für mich, das ist wahr für mich.

Die Trauer um meinen geliebten Großvater ist seit England leichter geworden. Dennoch ist sie nicht ganz verschwunden. Einige Monate später bei einem Vortrag von Fritz Roth, einem besonderen Bestattungsinstitut in Bergisch Gladbach, liefen mir in Gedanken an meinen Großvater wieder die Tränen die Wangen hinab. Fritz Roth sagte etwas, das mich sehr beeindruckte: "Trauer lässt sich nicht zeitlich begrenzen. Manche Menschen trauern kurz, andere ihr Leben lang. Trauer lässt nicht nicht erklären. Genau so wenig wie sich Verliebtsein erklären lässt. Verliebte verhalten sich anders als Nicht-Verliebte. Genau so ist es bei Trauernden. Jeder trauert auf seine Art." Das tat mir gut. Wieder einmal fühlte ich mich angenommen und verstanden.

In der Zeit nach England habe ich mich über die Möglichkeiten der Sterbebegleitung informiert, aber wieder davon Abstand genommen, weil ich es seelisch nicht leisten könnte. Aber ich habe die Augen und Ohren geöffnet, für alles, was mit diesem Thema Verbindung findet. Es fasziniert mich, welche Zeichen Sterbende hinterlassen: Als der Opa meines Mannes starb, blieben die Uhren zu seiner Todesstunde stehen, berichtete meine Schwiegermutter. Als ich ihn wenige Tage zuvor besuchte, war er sehr fröhlich. Ich wusste, dass ich ihn das letzte Mal sehen würde und es war ein richtig guter Abschied. Auch von der Oma meines Mannes konnte ich mich verabschieden und noch einige Zeit bei ihr im Krankenhaus sein, bevor sie ging. Es sollte mir nie wieder passieren, was mich bei meinem Opa so nachhaltig getroffen hat. Auch von der Schwester meines Opas, die von meiner Patentante liebevoll gepflegt wurde, habe ich mich verabschieden können. Ich werde immer ihre rosigen Wangen in Erinnerung halten, wie sie mich mit einer kuschligen Decke eingehüllt anlächelt.

Eine interessante Begebenheit gab es noch bei dem Opa meines Mannes: Er sagte einige Tage bevor er starb "Am Donnerstag kommt mich xy besuchen." Seine Tochter wunderte sich, da diese frühere Nachbarin ihres Vaters schon einige Jahre tot war. Als er an dem Donnerstag starb, war meiner Schwiegermutter klar, was mein Schwiegeropa meinte.

Ich glaube, von solchen Geschichten gibt es viele. Ich liebe sie, sind sie für mich ein Beweis, dass eine Verbindung zwischen den Lebenden und den Toten besteht. Dass es mehr gibt, als das Erdenleben hier.

Beeindruckt hat mich der Besuch bei Bert van der Post, einem freien Seelsorger, der in Köln als Sterbebegleiter arbeitete und der die Trauerfeier für den Opa meines Mannes gehalten hat. Er war so menschlich und nah. Bei einem Besuch bei ihm zu Hause erzählte er Ariane und mir von seiner Arbeit der Sterbegebleitung für den Kölner Verein "Himmel und Äd". Ich war tief beeindruckt. Bert van der Post besuchte u.a. Sterbeseminare bei Elisabeth Kübler-Ross und begleitete Jahrzehnte Sterbende in der Uniklinik Köln. Er gab mir ein Heft, in dem seine Erfahrungen und Geschichten rund um sterbende Menschen gesammelt wurden. Ich denke gerade an das sterbende Kind, dem er den letzten Wunsch erfüllt hat, in dem er den Hund des Kindes entgegen den Krankenhausbestimmungen in einer großen Kiste an das Krankenbett des Jungen transportierte, damit er sich von ihm verabschieden und endlich gehen konnte. Ein nachhaltiges und beeindruckendes Erlebnis. Der Seelsorger sagte, dass es ihm immer nahe geht, wenn jemand stirbt, egal wie lange er die Arbeit schon macht.

Dankbar bin ich für diese Erlebnisse. Auch wenn der Verlust meines Großvaters noch heute schmerzhaft für mich ist, ermöglichte mir dieses Erlebnis doch die Beschäftigung mit dem Tod und dem Leben danach. Ohne diese fehlende Verabschiedung wäre ich nie auf diesen Weg gekommen. Danke dafür, Opa!

Und ohne die schwierige Familiensituation, die wir gemeistert haben, hätte ich heute nicht diese gesunde und wichtige kritische Haltung Themen gegenüber, die nicht im bekannten, normalen Bereich liegen. Danke dafür, Mama und Papa!

Sie glauben gar nicht wie froh ich bin, dass ich meine Oma noch habe!

Von Herzen,

Anja Kolberg

Freitag, 12 Oktober, 2007

Manno!

So richtig blöd im Leben ist es für mich, wenn meine innere Stimme mir sagt: "Ruh dich aus" und mir aber genau das schwer fällt. Geht nicht. Ich laufe innerlich auf 180, bin aber in einer Warteschleife, weil ich auf grünes Licht vor einer roten Ampel warte. Urg!

Ruhig Brauner.

Hmhm. Leichter gesagt als getan...

Soll ich mal mit meiner inneren Stimme sprechen? Jaaaaa! (Da fängt förmlich was in mir zu hüpfen!)

Anja: Was ist denn los?

Innere Stimme: Du bist auf 180 und nimmst dir gar nicht mehr die Zeit, mal inne zu halten.

Anja: Leichter gesagt als getan.

Innere Stimme: Ich weiß.

Anja: Was kann ich tun?

Innere Stimme: Mach den PC aus, lass es gut sein.

Anja: Aber ich könnte doch die Sache noch fertig machen.

Innere Stimme: Natürlich könntest du das.

(Ich merke, dass ich weiter total kribbelig bin.)

Anja: O.k., was ist, wenn ich das hier noch fertig mache und

Innere Stimme unterbricht mich: NEIN!

Anja: Was nein?

Innere Stimme: Du sagst immer "noch dies", "noch das". Und irgendwann ärgerst du dich, dass du deine Zeit nicht für dich genommen hast.

Anja: Es ist aber auch schwer. Ich versuche, möglichst viel zu schaffen, komme aber im Moment nicht weiter. Will aber auch nicht auf der "faulen" Haut liegen und mir ein schlechtes Gewissen machen.

Innere Stimme: Aber warum denn das nicht?

Anja: (ganz leise) weiß nicht (traurig) mir fällt es nicht ein, ich will da gar nicht hingucken

Innere Stimme: Musst du auch nicht. Hast du schon mal daran gedacht, dass es dir auch gut tun könnte, dich einfach auszuklinken aus dem, was du noch alles tun könntest? Ich meine jetzt NICHT (!) Hausarbeit erledigen, den Wocheneinkauf machen, mit dem Kochen beginnen. Nein, irgend etwas für dich tun. Etwas, worauf du Lust hast. Es muss nichts großes sein.

Anja: (schaut freudig auf) egal was?

Innere Stimme: Egal was. Worauf hast du denn Lust?

Anja: Mich mit dem neuen Buch auf's Bett zu legen und darin zu stöbern. Ja, das möchte ich.

Innere Stimme: Dann mal los!

Ich mache jetzt den PC aus und wünsche Ihnen daheim oder auf der Arbeit, im Internetcafé oder wo immer Sie dies hier lesen eine wunderschöne kommende Stunde und ein zauberhaftes Wochenende!

Tschööööhö

Anja Kolberg

Donnerstag, 11 Oktober, 2007

Eine Duftwolke

... umhüllt mich! Die pinkfarbene Parole hüllt den ganzen Raum ein. Hm, könnte ein Parfüm sein. Diese Rose riecht nicht nur einmalig, sie hat auch noch eine herausragend große Blüte mit einem Durchmesser von ca. 14 cm. Ich habe diese Rose als Hochstämmchen letztes Jahr direkt vom Züchter Kordes Rosen gekauft. Eine der besten Ausgaben für meinen Garten!

Rosige Grüße

Anja Kolberg

Mittwoch, 10 Oktober, 2007

Das schwarze Schaf

Waren Sie das schwarze Schaf in Ihrer Familie? Haben Sie immer gemacht, was Sie wollten und Ihnen war schnurzpiepegal, was die anderen dachten oder wollten?
Ich hatte nicht den Mumm dazu, obwohl ich ziemlich frech war. Ich war ein weißes Schaf in einer weißen Herde. Noch heute ist es eine Herausforderung für mich, aus den üblichen Regeln auszubrechen, um meinen Weg zu gehen. Ich vergesse es oft, trotte einfach mit oder erlaube es mir nicht, anders zu sein. Ich will es aber. Ich will kein weißes braves Lämmchen mehr sein!

Beim Bummeln ist mir dann ein kleines schwarzes Schaf in die Finger geraten. Das war's! Eine Erinnerung daran, dass ich mir immer öfter erlaube, das schwarze Schaf zu sein. An mich selbst zu denken und an das, was ich tun will, statt auf das zu hören, was die anderen wollen (wollen könnten...) Blos, um nett und brav zu sein. ... und zur Herde dazu zu gehören. Pah! Mit dem schwarzen Schaf an meinem Schlüsselanhänger gehört das der Vergangenheit an. Jawohl!

Mäh! aus Köln

Anja Kolberg

Montag, 08 Oktober, 2007

Bombig!

Hatten Sie auch ein soooooooo schöööööönes Wochenende?

Ich glaube, die Sonne hat überall geschienen. Hat das gut getan.

Was ich gemacht habe?

Am Samstaaaaag bin ich ins Bergische gefahren. Ich wollte in den Wald und dort Fotos von Pilzen machen. Ich hatte das Glück, dass mein Onkel und meine Tante meinen Hund Minu und mich begleitet haben. Das war schön! Besonders, weil die beiden sich dort so gut auskennen, wo ich mich alleine nicht hingetraut hätte.

Als ich im Örtchen noch gewohnt habe, bin ich dort auch mit unserem damaligen Hund viel spazieren gewesen. Es gibt einen Bach, der im Wald entspringt und sich dann durch eine Minischlucht vorbei an einer sehr schönen Mooslandschaft windet. Wir haben Kuhlen von Wildschweinen gesehen und herrliche Mooswiesen zwischen den Tannen und darauf gaaaaanz viele schöne Pilze. Meine Tante und ich haben gar kein Ende beim Fotographieren finden können.

Und mein Onkel, bekommt die goldene Geduldsmedaille, dass er sooo lange gewartet hat und uns hat machen lassen.

Was war das schön. Das ist ein Stück Heimat, das ich hier im Kölner Vorort doch sehr sehr sehr vermisse.

Klar gibt es hier den Stadtwald, aber so unberührte Natur nicht.

Ja und gestern, da haben wir trotz des schönen Wetters die Hälfte vom Tag im Bett verbracht. Hat das gut getan. Mein Mann wollte Formel 1 am Morgen sehen, herrlich, also blieb ich im Bett und habe in meinem neuen Roman gelesen. :o) Dann gemütlich frühstücken, Milchkaffee schlürfen, Zeitung lesen, ein bischen Tagebuch schreiben, im Garten sitzen, lesen, Apfel-Mandel-Muffins backen, hmm zu Espresso in der Sonne genießen und dann ins Bett und lesen und einnicken. Wow! Das war klasse. Wir haben uns richtig gut erholt.

Heute früh geht es wieder frisch an die Arbeit. Ich freue mich auf die Woche!

Herzlich aus dem noch leicht nebeligen Köln

Anja Kolberg

Donnerstag, 04 Oktober, 2007

Herrlich verrückt

Meine momentane Lieblingsbeschäftigung am Abend: In meinen alten Tagebüchern lesen. Aktuell habe ich eines aus dem Jahr 2004 zur Hand, im Sommer waren wir mit Freunden eine Woche in Juist. Da war es schön. Oben die Mohn-Ecard habe ich vor unserer Ferienwohnung geschossen.

Auf Juist habe ich das Buch "Der Weg des Künstlers"? teilweise durchgearbeitet und die Ergebnisse in mein Tagebuch geschrieben. Eine der Fragen bzw. Antworten fiel mir gestern besonders ins Auge: "Wenn es nicht so verrückt klänge, würde ich .... schreiben oder .... machen." Darauf habe ich geschrieben: "Wenn es nicht so verrückt länge, würde ich einen Liebesroman schreiben und Postkarten und Kalender machen."

Aber hallo! Diese Frage hatte ja eine große Wirkung auf mich, denn zwei der Dinge habe ich schon umgesetzt. Damals war das utopisch für mich. Ist das nicht herrlich? (Ich bin mir sicher: Den dritten Punkt schaffe ich auch noch!)

Was würden Sie auf diese verrückte Frage antworten? Ich habe sie mir gleich noch mal gestellt! Verrate aber nicht, was ich geantwortet habe. :o)

Schöööönen Tag!

Anja Kolberg

Dumdidum

 

Ist das schön! Seit dem Newsletterversand am Montag ist hier jede Menge los. Bestellungen kommen herein, E-Mails erreichen mich, Päckchen sind zu packen. Ist das herrlich. Ich bin in meinem Element!

Anja Kolberg

Montag, 01 Oktober, 2007

Der goldene Oktober beginnt

Neue Kalenderblätter hüpfen in die erste Reihe:

"Zum Glück brauchst du Freiheit, zur Freiheit brauchst du Mut" meint Perikles auf dem Tischkalender Leben.

Für den Schritt in die Freiheit braucht man Mut. Das Kalenderblatt erinnert mich an die Möwe Jonathan und daran, mutig zu sein, wenn es darum geht, meine Wünsche zu verwirklichen. Auch wenn ich Angst habe, diesen Schritt zu wagen.

Wie eine Schale fängt die geöffnete Rosenblüte den Regen auf. Diese Blüte ist für mich die pure Schönheit der Natur. Erntedank fällt in den Oktober. Wenn ich auf das Jahr 2007 zurück blicke, empfinde ich große Dankbarkeit, für das, was ich bekommen habe. Die Erfahrungen, Geschenke, liebe Briefe, Feedback, neue Kontakte, interessante Menschen, die mir begegnet sind, neue Wege, die ich beschritten bin. Wow, ja tut gut. Ich bin reich. :o)

Ich wünsche mir einen goldenen Oktober! Und Sie?

Herzlich,

Anja Kolberg

Weltmeisterinnen!

Deutschland - Brasilien 2:0. Wir sind Weltmeisterin im Frauenfußball 2007!

Was für ein spannendes Spiel! Waren Sie auch am TV dabei? Die Begeisterung und die Leidenschaft der Fußallerinnen ist so ansteckend, ich war wirklich drauf und dran, nach Ende des Spiels ins Auto zu steigen und einen Autokorso durch Junkersdorf zu veranstalten...

Mehr davon! Vielleicht gibt es ja in 4 Jahren Public Viewing auch für die Frauen?

Eine gute Woche!

Anja Kolberg

Donnerstag, 27 September, 2007

Maus(e)tod?

Tatort: Unser Garten.
Tatzeit: Letzten Sonntag, 1.30 Uhr

Ein paar Stunden zuvor: Eine Mausefalle wird aufgesetzt. Mäuse nämlich flitzen des Nachts immer über unsere Terrasse. Wir wollen sie ins Feld umsiedeln. Missglückt ist Tage zuvor der Marshmallow-Köder. Nicht, weil er der Maus nicht geschmeckt hat, sondern durch den Regen so verklebt ist, dass die Maus ihn genüsslich auffuttern konnte, ohne dass das Türchen zufiel. Diesmal ist ein Stück Waffel unser Lockvogel.

1.30 Uhr: Wir kommen von einer Fete (im Bergischen - eine Freundin wurde 40 und ich habe gaaaanz viele Leute von früher wieder gesehen - das war toll!) und diesmal ist die Falle wirklich zugeschnappt. Ein winzig kleines Spitzmäuschen sitzt darin und putzt sich. Sieht süß aus. Direkt morgen früh bringen wir sie ins Feld.

Der Morgen danach: Guido will die Maus ins Feld bringen, während ich mit Minu unsere Runde drehe. Als ich auf die Terasse sehe, hockt mein Mann neben der Maus am Boden: "Ich glaube, sie liegt in den letzten Zügen." Entsetzen bei mir. Nein, wir wollten doch, dass die Maus lebt! Ich schaue mir die Maus an, die auf dem Rücken liegt und sich windet, sehr langsam in ihren Bewegungen. "Ob sie Bauchschmerzen hat, weil sie zuviel gefressen hat?" frage ich meinen Mann. "Glaube ich nicht." "Oder ihr ist zu kalt geworden", schließlich stand die Mausefalle auf den Holzkästen und da war es windig, kalt und nass und wir haben darüber natürlich nicht nachgedacht. Mist!

Was tun? "Weißt du was, ich hole eine Kiste und dann holen wir sie rein. Dort ist es etwas wärmer und vielleicht erholt sie sich ja." sage ich und laufe ins Haus. Mein Mann hebt das winzige Ding am Schwanz hoch und legt sie in die Kiste. Sie bewegt sich immer noch. Wir verschwenden nicht wirklich einen Gedanken daran, dass sie abhauen könnte, weil sie so schwach ist und kaum noch Leben zu sehen ist. Drinnen nehme ich etwas Küchenpapier, um sie ganz vorsichtig warm zu reiben. Ich habe keine Angst vor ihr, sie tut mir wirklich leid. Meinem Mann geht es ähnlich. Seit dem wir Minu haben, kann ich kein Tier mehr leiden sehen.

Die Rettungsaktion startet: Ganz vorsichtig streichle ich mit dem Papier über ihr Fell. Das scheint ihr gut zu tun. Dann fängt sie an zu zittern. Und was macht mein Mann? Ich höre den Wasserhahn laufen, dann legt er eine Wärmflasche unter die Kiste und wir starren gespannt auf die Maus. Sie hat noch ganz zarte Füßchen. Ist es vielleicht noch ein Baby? Die Wärme scheint ihr gut zu tun. Sie fiept ein bischen. Aha, Hoffnung keimt auf. Das Futter, das mein Mann noch in die Kiste legt, rührt sie zwar nicht an, aber sie bewegt sich immer mehr. Die Nase bewegt sie wie ein Ameisenbär. Süß! Sicherheitshalber stellen wir die Kiste wieder nach draußen, mein Mann legt die Wärmflasche darunter und ich baue darüber aus dem Küchenpapier ein Zelt.

Wir kommen auch gar nicht mehr auf den Gedanken, sie wieder in die Falle zu legen. "Sie bekommt eine Gnadenfrist und darf noch einige Zeit in unserem Garten bleiben" beschließen wir. "Vielleicht will sie auch zu ihrer Mutter zurück", grüble ich. Wir schließen die Türe und frühstücken erst einmal in Ruhe. Ich weiß gar nicht, wie oft wir uns die Finger waschen, aber das leidende Tierchen war uns wichtiger. Als wir danach wieder in die Kiste schauen, ist sie leer. Die Maus hat sich erholt und ist wieder unterwegs. Jetzt freuen wir uns richtig. Was für ein Erfolg.

Kitschig? Nein, nicht für uns, sondern ein unbeschreiblich warmes und gutes Gefühl.

Von der Mauserettungsfront

Anja & Team

Freitag, 21 September, 2007

Schreiben

Ich schreibe für mein Leben gerne. Ohne was ich nicht auf eine einsame Insel wollte? Ohne Blätter und Stifte. In der letzten Zeit erinnere ich mich an immer mehr Situationen, in denen ich Kontakt mit dem Schreiben hatte:

  • Der Schulaufsatz in der vierten Klasse über einen Löwen, der aus dem Zirkus ausgebrochen ist. Die Geschichte war so gut, dass ich sie in der Klasse vorlesen durfte.
  • Mein Engagement, die Schülerzeitung in der Realschule wieder aufleben zu lassen. Es gab davon glaube ich drei Ausgaben (in 1.5 Jahren?), ich weiß es nicht mehr genau. Der Titel: "Preach's out". Ich sehe uns noch in einem Klassenraum mit dem Hausmeister und zwei meiner Klassenkameradinnen aus unzähligen Haufen an Kopien die Hefte zusammen zu legen. Der Preis? Ich weiß es nicht mehr, waren es 50 Pfennig?
  • Die Abschlusszeitung der 10. Klasse der Realschule. Was hat das einen Spaß gemacht: Reime über die Macken der einzelnen. Ein Bericht über unsere Lehrer. Die Berufswünsche der Absolventen. Die Zeitung ist uns wirklich gut gelungen.
  • Die Teilnahme an einem Schreibwettbewerb, bei dem ein Text und ein Gedicht von mir in die engere Auswahl kamen und veröffentlicht wurden (ich war 13?).
  • Mein jahrelanges Tagebuchschreiben seit dem ich 13 oder 14 bin: Angefangen vom täglichen Wetterbericht :o), dem geschauten TV-Programm, dem Bericht über Ausflüge und Kinofilme, Probleme mit Klassenkameradinnen und der ersten Liebe bis heute, wo ich viel experimenteller Tagebuch schreibe.
  • Der verwirklichte Wunsch, ein Buch zu schreiben. Ich bin heute noch fasziniert, dass ich es geschafft habe, meinen Traum zu verwirklichen und nicht nur ein, sondern zwei Bücher geschrieben und veröffentlicht habe.
  • Die Webseite und der Newsletter seit 1999, auf denen ich mich austoben konnte.
  • Ich denke an die Zukunftsbriefe, die die Teilnehmerinnen und ich in den Berufsworkshops geschrieben und uns vorgelesen haben.
  • Seit Frühing 2006 beglückt dieser Blog hier die Schreiberseele in mir. Es tut mir so gut, zu schreiben, mich zu zeigen, mich zu öffnen, zu trauen ganz ich selbst zu sein und die Anja, die eine Maske aufsetzt, um so zu sein wie ich glaube sein zu müssen, von der echten, verletzlichen Anja zu trennen. Und wider Erwarten passiert mir nichts, wenn ich aus meiner Seele heraus schreibe und mich ganz zeige.

So viele gute Erfahrungen. Ich liebe Filme über Schriftstellerinnen und Schriftsteller, sammle schon seit Jahren Zeitungsausschnitte über Autoren mit ihren Erfahrungen. Ich sauge diese Informationen auf, weil sie mir klar machen: Ja, es geht. Auch du kannst es schaffen, Anja. ("Natürlich!", sagt mein Inneres.) Diese ganzen Erinnerungen und Zufälle verdichten sich in den letzten Wochen immer mehr. Eine interessante Beobachtung, die mich fasziniert. Stetige Blogleser und Leserinnen wissen ja, dass ich davon träume, einen Roman zu schreiben. Das soll kein Traum bleiben, ich bin nur noch nicht so weit. ("Doch!" schreit mein Inneres ganz laut.) Der nächste erste Schritt muss aber nicht unbedingt ein Roman sein ("Doch" höre ich wieder.), der kommt noch, da bin ich mir sicher, denn ein Thema fasziniert mich immer mehr. Was ich mir zunächst immer mehr vorstellen kann, ist noch ein Sachbuch zu schreiben. (In mir mault jemand.) Mal sehen, wann das Küken schlüpfen möchte.

Es wäre wohl gut, wenn ich den Kritiker in mir mal beiseite stellen würde. Denjenigen, der mir weiß machen will, dass ich immer noch nicht gut genug dafür bin. Sie wundern sich? Das ist durchaus üblich unter Schreiberlingen. Letzte Woche las ich in der Zeitung ein Zitat von Thomas Mann, das ich mir direkt ausschneiden musste: "Ein Schriftsteller ist ein Mensch, dem das Schreiben schwerer fällt als anderen Leuten." Das baut mich auf, ich fühle mich verstanden und ernst genommen. Eines ist aber klar: Ich will nicht zu den Menschen gehören, die nur sagen "das will ich mal machen" und dann den Traum in der Vergessenskiste parken. Ich will mir den Traum vom Roman erfüllen und ich bin mir der Wirkung, es hier im Blog zu schreiben, durchaus bewusst. :o)

Ich wünsche Ihnen ein zauberhaftes Wochenende

Herzlich,

Anja Kolberg

Dienstag, 18 September, 2007

Selbstbegrenzung

Am Samstag im Garten: Die Pfeifenwinde hatte den Eisenhut vollständig umschlungen. Eigentlich dürfte der Eisenhut gar nicht mehr da sein, weil ich 2006 ihn komplett ausgemacht hatte. Warum? Es machte mir ein bischen Bauchschmerzen, da es sich wie ich gerade erfahren hatte um die giftigste Pflanze Europas handelt. Irgendwie dachte ich, die Pflanze muss weg. (Klingt wie ein geplanter Mord.) Doch es gibt Pflanzen, die stärker sind als meine Angst. Wie der Eisenhut. Im Frühjahr ist er wieder ausgetrieben. Bei unserer Gartenaufräumaktion am Samstag wollte ich ihn abschneiden, doch innerlich kam ein lautes "NEIN, mach mich nicht aus. Lass mich stehen. Ich bin wichtig." Ich habe zwei Triebe abgeschnitten, die nicht gut aussahen. Vehement kam ein "NEIN! Ich bleibe stehen. Du brauchst mich noch." Verdutzt sah ich diese Blume an. Mensch! Sie will nicht ausgemacht werden. "Soll ich Blütenessenzen aus dir gewinnen?" Darauf hin kam ein klares "JA". Hm. Blütenessenzen von einer giftigen Pflanze. Ich habe nach einer kurzen Verhandlung einen langen Trieb stehen lassen. Die Knospen sind noch grün, es braucht noch einige Sonnenstunden, bis sie blau erstrahlen wie auf dem Foto aus 2005 und ich die Blütenessenz gewinnen kann. Im Internet habe ich dann nachgeschlagen, wofür diese Pflanze steht. Bei Irisflora fand ich die Antwort: "Eisenhut hilft Selbstbegrenzungen aufzugeben und mehr Authentizität zu entwickeln; bei Schwierigkeiten durch überholte Vorstellungen und Gewohnheiten."

Wie gut könnte ich diesen Impuls gebrauchen. Es gibt einige Dinge, die ich tun möchte, halte mich selbst aber davon ab. Meine Erwartungen an mich selbst sind unermesslich hoch, noch viel mehr die Angst vor Erfolg, vor den Reaktionen. Aber wenn ich die Vorhaben wirklich in Angriff nehmen würde, wäre ich noch mehr ich selbst. Würde ich noch mehr zu mir stehen und - ja - ganz ich selbst sein. Es ist an der Zeit, diese inneren Hürden zu überwinden. Ich bin dankbar, dass die Pflanze mir klargemacht hat, dass sie mir helfen wird. Ich freue mich auf den Zeitpunkt, wenn die Blüten blau in der Herbstsonne erstrahlen und ich die Blütenessenz gewinnen kann. Anleitung bekomme ich dafür über das Buch "Blütentherapie und Naturerfahrung". Es ist nicht das erste Mal, dass ich meine eigenen "Bach"blüten herstelle.

Die Natur ist ein grenzenlos großer Schatz an Heilung und Inspriation!

Anja Kolberg

Montag, 17 September, 2007

Einfach: Unsinn

Sonntag Nachmittag auf der Terrasse. Ich hatte Lust zu schreiben. Aber was? Auf's Tagebuchschreiben keine Lust. Mir fällt eine Schreibübung ein: Mit einem "sinnlosen" Anfang beginnen und einfach weiter machen. Ein Anfang stand schnell auf dem Blatt: "Ihr Bart hing im Kakao...". Gedacht - getan. Was hat das einen Spaß gemacht. Wann habe ich das letzte Mal einen solchen Quatsch gemacht? Als Kind?

Mein Göttergatte musste sich meinen kreativen Erguss anhören, verdrehte die Augen und grinste. Kein Kommentar. Ich glaube er hatte Schiss, dass ich beleidigt bin. :o) Hier der Quatsch für sie:

Ihr Bart hing im Kakao, der sich lia verfärbte und die Flüssigkeit verdampfte in nu. Der Himmel zog sich zu. Es blitzte, donnerte. Blumen regnete es wie aus Eimern. Dann wieder schwebten sie wie Flrüchstücksflocken hinab in den Himmel. Schwerlos zogen Elefanten vorüber und erhitzten die Sonnenstrahlen. Lachend beugte sich ein Baum hinab zum riesigen Floh. Der Zirkus war ausgebrochen und die Flammen löschten die Flut aus Regenbogen, die gerade vorbeizogen auf achtspännigen Pferdewagen - gelenkt von einer Toten im weißen Kleid mit lachenden Augen. Ihr Juchzen zerschnitt den tristen Moment der 1000 Farben. Schwarze Socken zogen Kreise durch den Kochtopf aus brauner Erde. Ameisen würzten das Mahl mit grünen Haaren des blauen Erdwolfes, der mittags um 12 immer Knoblauch in der Sonne aß. Ein Kuckuck meldete den hohen Besuch - der wichtigste Moment des Jahres: Ein Furz malte bunte Ödnis in die Wand aus glasigem Stein. Tupfen aus kantigem Holz perlten ab von der zähen Masse aus Klebstoff. Purer Dreck voller Leere drückte den Knopf, um das Dunkle einzuschalten, das uns laut in den Schlaf schüttelt. Nein - Schlaf? Ein Tanz zur Feier der Traurigkeit, die verdampfte im süßen Essigduft des lilafarbenen Kakaos.

:o) War das schön!

Der Inhalt ist sinnlos - aber die Übung macht Sinn. Welchen? Spaß. Quatsch. Sinnlosigkeit. Entspannung. Den Kopf leer bekommen. Schreibblockaden lösen. In Schreibfluss kommen. Ideen finden. Inspiration zulassen. Mir fallen noch 100 Gründe ein.

Einen schönen Feierabend!

Anja Kolberg

Ein Spätsommer-Traum...

... war das vergangene Wochenende für mich!  

Am Samstag haben wir den Garten "klar-Schiff" gemacht (woher kommt eigentlich dieser Ausdruck?), die hartnäckige Pfeifenwinde ist zumindest optisch eliminiert. Unkraut ist grob entfernt, der Rasen frisch gemäht, einige Pflanzen ausgegraben (was Minu suuuuper fand!). Gestern hat sie sich direkt zum Sonnen in ein solches Dreckloch gelegt. Unsere kleine Genießerin!

Gestern kam ich ausgeschlafen die Treppe herunter, da war mein Mann schon mit Minu Gassi gegangen und der Frühstückstisch war gedeckt. :o) (Normalerweise gehe ich immer morgens mit unserem Vierbeiner.) Und dann folgte ein Sonnen-Nachmittag auf der Terrasse. Die Luft war so herrlich warm, nicht heiß, die Sonnenstrahlen haben nur gut getan. Aaaaah, was für ein Traum. Zwischen dem Lesen, Schreiben und Faulenzen habe ich ein paar Muffins gebacken und die wurden dann anschließend mit einem leckeren Kaffee verputzt.

Was gibt es besseres, als ein solch schönes Wochenende? Selbst der Muskelkater vom samstäglichen Garten putzen war kaum noch zu spüren.

Hm, ich liiiiiebe einen solchen Start in die Woche!

Genießen Sie das Leben!

Anja Kolberg

P.S. Durch Zufall habe ich ein tolles Nachschlagewerk gefunden: Woxikon - dort finden Sie Synomyme. Ich war immer auf der Suche nach einer solchen Lösung (habe früher die in Word genutzt) - jetzt ist sie gefunden. Zur Aktualisierung läuft die Rubrik "Link: Auskunft+Wissen" daher über die Startseite.

Freitag, 14 September, 2007

Eine erfolgreiche Woche geht zu Ende!

Nachdem ich heute die brave Hausfrau gespielt habe (und ich festgestellt habe, dass mir diese Rolle ab und an gar nicht so schlecht gefällt...), das Haus gesaugt, geputzt, gewaschen und auch noch eingekauft habe, fühle ich mich richtig gut. Wer hätte das von mir gedacht? Ich wohl am wenigsten. Ich sitze mit einem breiten Grinsen vorm PC. Was mir daran gut gefallen hat, ist ein Ergebnis zu sehen: Wo vorher noch Hundehaare Party feierten, herrscht jetzt Leere. Ja, das gefällt mir.

Und diese Woche habe ich noch etwas gaaaaanz besonderes geschafft: Die Druckdaten für den neuen Tischkalender 2008 sind bei der Druckerei. Yipieh! Was war das eine Freude, ihn zu gestalten. Dieses Jahr habe ich mir keinen Druck wie noch im letzten Jahr gemacht. Irgendwann habe ich damit angefangen, die schönsten Motive herauszusuchen - und daraus dann wieder 12 auszuwählen und passende Texte zu schreiben. Aus diesem Konzept habe ich dann die Daten für die Druckerei aufbereitet. Ich war richtig im Fluss - eine tiefe Freude und Zufriedenheit durchströmte mich.

Ich habe das Gefühl, es ist der beste Kalender, den ich bislang gemacht habe. Meine Mutter protestierte bei dieser Aussage laut, die anderen wären doch auch sehr schön. Ja, stimmt, aber dieser gefällt mir besonders gut. Klar, sonst hätte ich ihn ja auch nicht gemacht.

Diese Arbeit macht mich glücklich. Ich ging diese Woche zur Post oder die Zeitung kaufen, ich weiß es nicht mehr, als ich spürte: "Ja, ich bin glücklich!" Ein tolles Gefühl. Egal, welche Herausforderungen mir dieses Jahr begegnet sind, ich bin glücklich, genau so wie mein Leben heute ist!

Das ist ein Geschenk - groß und unbeschreiblich kostbar. Danke, dass ich es bekommen habe, Himmel!

Und noch etwas wurde mir Sonntag Abend bewusst, als ich im Bett lag: Es ist schön, keine Schmerzen zu haben. Am Abend zuvor hatte ich wieder meine Periodenschmerzen zu ertragen und konnte trotz Schmerzmittel und Wärmflasche nicht richtig entspannen. Sonntag Abend lag ich im Bett und spürte keine Schmerzen mehr. Mir wurde klar, wie kostbar es ist, schmerzfrei zu sein. Das sehe ich immer nur dann, wenn ich nach einer Schmerzphase - und ich mir nichts sehnlicher wünsche, als endlich davon befreit zu sein - wieder entspannt bin. Was bin ich froh, ansonsten gesund zu sein. Danke Himmel, auch dafür!

Wenn das Wetter bleibt und unsere Lust auch, wollen mein Mann und ich morgen den Garten unsicher machen. Vielleicht schaffe ich es ja dieses Mal, die Pfeifenwinde komplett zu entfernen. Sie schlängelt sich durch den Zaun, die Stauden, über den Bachlauf... Irgendwann habe ich es aufgegeben. Ja, sie begrünte unseren Zaun, das sah schön aus, aber warum auch noch meinen heißgeliebten Rosenbogen?

Ich wünsche Ihnen ein schööööönes Wochenende - mit all dem, was Ihnen wirklich gut tut!

Herzlich aus Köln

Anja Kolberg

Donnerstag, 13 September, 2007

Wuff...Grrr...

Unser Hund kann vieles, vor allen Dingen Geräusche machen. Am schönsten sind die Laute, die sie während des Schlafens erzeugt: "Wuff....Wuff..." oder "Grrrrrr..." - ob das Alpträume sind oder schöne Träume, wo sie mit anderen Vierbeinern über eine Blumenwiese voller Pansen tollt? Ihr Schluckauf ist auch nicht schlecht.

Klar, es gibt noch mehr Geräusche: Unser Hund rülpst. Ja, wiiiiiiir haben ihr das nicht beigebracht. Der Minibeagle meiner Schwiegereltern schafft das wohl auch recht laut. Räusper. Und dann gibt es noch Geräusche, die duften... So dass mir richtig schlecht werden kann....

Gerade schläft Minu, scharrt mit den Pfoten und macht leise "Wuff...Wuff". Wovon sie wohl gerade träumt? Vielleicht davon, mit dem 6-Monate alten Dobermann von nebenan die Gegend unsicher zu machen?

Sie ist einfach ein Zuckerstück!

Verliebte Hundemami-Grüße

Anja Kolberg

Dienstag, 11 September, 2007

Von der Erwartung einer Zustimmung...

Wenn ich etwas vorhabe und weihe andere Menschen ein, weil ich mir Zustimmung wünsche, kann das ganz schön nach hinten losgehen. Nämlich dann, wenn die Reaktionen eben nicht so sind, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich wollte keine Diskussion, keine Anregungen, sondern einfach: "Toll, mach' das." vom anderen hören.

Es ist ja nicht so, als hätte ich mit den Folgen dieser Art der Zustimmungserheischung (was für ein Wort!, es trifft es aber ziemlich gut) nicht schon Erfahrungen gesammelt. Welche? Nun, dass ich anschließend an mir zweifle, dass ich mich ärgere überhaupt gefragt zu haben und dass ich manchmal aus Trotz doch das mache, was ich ursprünglich wollte, blos um dem anderen kein Recht zu geben (da rennt der Widder in mir gerne mit dem Kopf gegen die Wand, um seinen Willen zu bekommen).

Daraus könnte ich ja eigentlich lernen und es lassen oder direkt sagen: "Schau dir das mal an. Bitte keine Anregungen, sag nur einfach "Schön ist das geworden". Aber wie blöd komme ich mir denn dabei vor? Auf der anderen Seite ist es ja das, was ich wirklich will und könnte mich auf diese Art vor den nicht gewünschten Reaktionen schützen. Ich muss zugeben, derjenige, der gefragt wird, hat wenig Chancen, es richtig zu machen. Oh weih!

Warum frage ich denn überhaupt? Hm, weil ich unsicher bin oder auch weil es mir mordsmäßig gut gefällt und ich es anderen stolz zeigen will. Ja, ich sehe gerade das Kind in mir, dass etwas schönes gebastelt hat und es den anderen stolz zeigt. Ja, das bin ich.

Heute ist es meine Aufgabe, mich von den Reaktionen der anderen wieder zu lösen, um zu mir selbst zu kommen. Was gefällt mir? Was möchte ich verändern und was genau so lassen? Will ich wirklich eine Anregung übernehmen? (Ich muss lachen, weil mein Inneres laut "NEIN" schreit. Da habe ich die Antwort schon.)

Es geht mir eben noch besser, wenn ich eine Zustimmung höre. Nein, ich bin nicht der Mensch, der sich über Gegenwind freut oder Lust auf Diskussionen hat und die Dinge nicht persönlich nimmt. Ach, wäre ich doch davon befreit. ("Warum?" fragt mein Inneres. "Das ist ein wichtiger Teil von dir. Es ist gut so wie es ist. Es hat einen Grund, warum du um Zustimmung hoffst. Es würde deine Energie potenzieren. Manchmal ist auch gut, wenn nicht zu viel fremde Energie im Sinne positiver Zustimmung hinzu kommt. Warum? Damit es deines bleibt.")

Ja. Gut. Werde ich denn niemals die coole Frau sein, die sich die Meinungen anderer unbeteiligt anhört und sie einfach stehen lassen kann und dann doch ihr eigenes Ding macht? ("Doch", höre ich aus dem Off. "Das wirst du ganz bestimmt. Aber jetzt bist du noch in der Phase des Lernens und sammelst wichtige Erfahrungen, die es dir möglich machen, eines Tages diese klare Abgrenzung zu schaffen oder nur noch zu fragen, wenn du offen für die Meinung der anderen bist, statt enttäuscht zu sein, wenn nicht die "richtigen", von dir erwarteten/erhofften Antworten kommen. Das alles ist richtig so wie es ist, Anja. Du bist auf dem Weg!")

Juuut (wie der Kölner sagt), dann will ich mal weiter machen!

Herzlich aus Köln

Anja Kolberg

Donnerstag, 06 September, 2007

Ein schöner Tag & Motivtorten-Odyssee

Der schöne Tag war der 60. Geburtstag meines Onkels, den wir am Sonntag gefeiert haben.

Mein Onkel lebt zusammen mit meiner Patentante und Oma (ja, dort wo ich immer die kleinen Urlaube verlebe) in einem schönen Häuschen in einem riiiiiesigen Garten, das in einem Miniörtchen mit 11 Hausnummern im Bergischen Land liegt. Und dort war Party angesagt.

Unzählige Luftballons, Schubkarren mit Leckereien für die Männer, Blumen, Leckereien für den Bauch, viel Platz, Tische, nette Menschen und ein Wetter, das mitgespielt hat. Es war eine rundum gelungene Feier. Erst als es dunkel wurde, sind wir nach Hause gefahren.

Ich habe meine Onkels (mein Papa hat 4 Brüder und 1 Schwester) drücken können (bei uns fällt man immer weich ;o) - und Cousins und Cousinen wieder gesehen und die Nachbarn aus dem Örtchen, in dem ich aufgewachsen bin. Das hat einen Spaß gemacht! Unter den Freunden von meinem Cousin ist auch einer, der im gleichen Autohaus die Lehre gemacht wie ich. :o) Da gibt es viel zu erzählen.

Die Kamera und unseren schönen Goldrahmen hatte ich dabei, so dass ich Bilder von allen Pärchen machen konnte. Ich war voll in meinem Element. Hat das einen Spaß gemacht. Als wir am Abend nach Hause fuhren, hatte ich das Gefühl, unter einer Energiedusche gebadet zu haben und noch viele Eimer voll Energie hinten im Auto mit nach Hause zu nehmen. Das war toll. Wie schön ist das, so viele Menschen wieder zu sehen, sich an die früheren Zeiten zu erinnern und daran, was ich für eine wunderschöne Jugend gehabt habe!!

Dem Geburtstagskind hatte ich einen Kuchen gebacken. Franz macht ja die tollen Vogelhäuschen, die ich so liebe und schon auf manchem Foto verewigt wurden.  Und da wollte ich mich mit einem Kuchen revanchieren. Schon vor einigen Wochen hatte ich eine Motivtorte auf www.chefkoch.de gesehen und war fasziniert. Es juckte mich immer mehr und dann habe ich es gewagt: Ja, ich wollte meine erste Motivtorte backen. Ich hätte es mir einfacher machen können, in dem ich eine normale, runde Torte backe und sie verziere, aber ich wollte gleich Schwierigkeitsstufe 10: Ein Vogelhäuschen, das an einem Baumstamm hängt sollte es sein. Mein Mann meinte, ob das nicht schwer wäre, aber ich hörte gar nicht richtig hin... (hätte ich doch).

Also habe ich Marshmallows (die weißen, weichen Zuckerspeck-Röllchen, die man über dem Lagerfeuer warm machen kann) für den Fondant (Zuckerüberzug) gekauft, Puderzucker, Lebensmittelfarbe, Rezepte für Füllungen rausgesucht und dann am Wochenende losgelegt.

Die Marshmallows wurden erwärmt, dann kam 1 kg Puderzucker darunter und das ganze wurde geknetet, was das Zeug hält. Es war schweißtreibend und klebte und zog Fäden bis es zu trocken war. Irgendwann hatte ich einen RIESENmarshmallow. Wow! Der wurde luftdicht verschlossen und zur Seite gelegt.

Das Häuschen und auch der Baumstamm sollten eine runde, hohe Form bekommen. Wie ein echtes Häuschen eben. Auch da gab es im Forum Hilfe: Einen Kochtopf nehmen. Habe ich gemacht: Für das Häuschen den Milchtopf, für den Baumstamm einen größeren Topf und darin einen festen Kuchen gebacken. Irgendwie leitete die Wärme nicht so richtig beim Backen, der Kuchen musste lange im Ofen bleiben, bis er gar war und dann war etwas trocken... Hust. Also musste eine super Füllung her. Hm, eine mit Jogurt und Pfirsisch und eine Buttercreme aus Pfirsisch-Pudding. Lecker! Alle Rezepte aus dem Forum von den fleißigen Sammlerinnen. Am nächsten Tag versuchte ich den Kuchen aus dem Milchtopf zu bekommen. Ging nicht. Feste schütteln. Hm. Der Topf war unten weiter als oben - her mit dem Messer, jetzt sah er nicht mehr so gut aus, eh egal, weil der Rand ja so trocken... Ich schnitt mich zur weichen Mitte hin. :o) Damit waren zwei Proleme gelöst.

Dieser Fondant soll sich leicht färben lassen. Nicht bei mir. Es war die Hölle. Ich habe geschwitzt, geknetet. Nix zu machen, sah nicht braun aus, sondern rosa. Ich war der Verzweiflung nahe. Ich habe den Marshmallow-Fondant ausgerollt, die gefüllte und gestapelte Torte damit kunstvoll eingepackt. Die Küche versank im Chaos. Die Buttercreme klebte am Zuckerüberzug, noch schlimmer die Krümmel von der Torte. AAAAAAH! Und dann sah das Vogelhäuschen zu meinem Schreck auch noch aus wie ein Pilz, weil ich kein schräges Dach hinbekam! Mist! Ich wollte alles hinschmeißen - ab damit in die Mülltonne und nicht mehr darüber nachdenken. Aber das brachte ich dann doch nicht über's Herz. Wie konnten die Leute im Forum schreiben, dass man nach der ersten Torte gar nicht mehr aufhören kann?

Weil das Einfärben nicht klappte, habe ich den weißen Überzug mit verdünnten Lebensmittelfarben angemalt. Das darf man eigentlich nicht, weil der Überzug dann durch die Flüssigkeit weich wird, war mir aber dann egal. Besser als ein rosa Baumstamm! Durch das Anmalen wurde es zwar etwas glitschig auf der Oberfläche, hielt aber irgendwie doch. Zwischendurch war ich immer wieder so genervt und unzufrieden mit dem Ergebnis, dass ich wieder kurz davor war, alles hinzuschmeißen. Jetzt verstand ich die vielen Hilferufe im Forum "Brauche dringend Hilfe, Fondant ....". Ich fühlte mich wie in der Hölle. Ich hätte mir ja helfen lassen können (mein Schwager ist Konditor, meine Schwiegermutter hatte viele Zutaten zu Hause), aber nein, die Anja will es alleine machen. Über dieser Situation (die Streßskala hatte schon seit 1/2 Stunde höchste Alarmstufe), kam mein Mann von draußen herein und sagte: Die sieht aber gut aus. Meine Rettung! Ich beruhigte mich und schöpfte Hoffnung auf ein gutes Ende. Noch Vögelchen gebastelt, Blätter, ein Würmchen, eine grüne Wiese, ein Blümchen. Ja, so ging es. Auch wenn es ziemlich stark von dem Bild abwich, was ich im Kopf hatte. Der Freund meines Mannes meinte, es wäre ein Pilz und verbesserte sich schnell: nein, ein Vogelhäuschen. Puh!

Ich schlief die Nacht nicht besonders ruhig, weil der Baumstamm eine leichte Schieflage hatte, der Überzug warf komische Falten. Die Überraschung am Sonntagmorgen: Er hatte gehalten. Yipieh! Jetzt musste er nur noch die Fahrt durch die vielen Kurven ins Bergische überstehen. Immer diese Überraschung, das er trotz Schieflage wirklich standhielt! Jaaaaa!

Endlich konnte ich mein Werk meinem Onkel überreichen und die Überraschung ist gelungen. Dafür war das die ganze Mühe wert! Und nicht nur mein Onkel hatte Spaß daran, auch die anderen. Das beste Kompliment, das ich gehört habe war: "Das hast du selbst gemacht? Ich dachte, die Torte wäre vom Konditor!" Hm, das geht runter wie Öl!

War doch nicht so schlecht wie ich am Samstag dachte. Und geschmeckt hat sie auch. :o) Ich bin froh, dass ich durchgehalten habe und auch ein bischen stolz. Vielleicht war es doch nicht meine letzte? Das nächste Mal aber einfacher!

Wenn Sie mehr über Motivtorten erfahren möchten, hier ist der Link zum Chefkoch-Forum.

Herbstliche Grüße

Anja Kolberg

Montag, 03 September, 2007

Türe zu. Schlüssel...

... drinnen. Oh nein! Ich wollte nur eben die Zeitung kaufen gehen und nehme das Geld mit, aber den Schlüssel lasse ich liegen. Zu allem Überfluss habe ich noch den Backofen auf 200 Grad an und Brötchen zum Aufbacken darin. Sch.....

Also erst einmal zur Nachbarin, die mich freudig aufnimmt. Die über 80jährige Dame bietet mir einen gemütlichen Sessel und ihr Telefon zur Hilfe an. Zwei Schlüssel gibt es noch: Den einen hat mein Mann, der arbeiten ist und den anderen meine Schwiegermutter im benachbarten Ort. Die Telefonnummer von Schwiegermutter habe ich im Kopf, doch da ist nur der Anrufbeantworter. Die neue Handynummer meines Mannes habe ich zu Hause auf dem Schreibtisch, aber nicht im Kopf... Was tun? Ich sehe schon die Feuerwehr kommen, weil die Brötchen im Ofen zu brennen beginnen.

Und unsere Minu sitzt drinnen vor der Türe und kann außer freudig mit dem Schwanz wedeln auch nicht helfen... Warum haben wir ihr noch nicht beigebracht, den Backofen auszumachen? Grübel. Was tun? Keine einzige Nummer will mir einfallen, die meisten sind ja alle im Telefon gespeichert... Dann der rettende Einfall: Mein Schwiegervater arbeitet in einem großen Unternehmen in Köln, die Telefonnummer müsste im Telefonbuch stehen. Meine Nachbarin hat Gott-sei-dank eines zur Hand. Ich schmeiße sie zu Hause wegen der guten Quelle Internet immer gleich weg. Und wahrhaftig mein Schwiegervater hat die neue Handynummer meines Mannes. Welch ein Glück! Er würde sogar nach Hause fahren und den Schlüssel holen und zu mir bringen, wenn ich Guido nicht erreichen. So viele Engel um mich herum!

Wie war das noch mal mit Murphy's Gesetz? Nicht mein Mann ist dran, sondern seine Mailbox! Ich rieche förmlich den kokelnden Geruch der Brötchen. Gut, dass mir mein Schwiegervater in weiser Voraussicht auch noch gleich die Nummer von Guidos Chef mitgegeben hat. Den habe ich auch prompt am Telefon. Er weiß wo Guido ist und will ihn gleich nach Hause schicken. Puh! Mein Mann beeilt sich und rettet Minu und auch mich und den Ofen aus der misslichen Lage! Zugegeben, für die Brötchen war es zu spät. Was für ein Montag! Welch ein glückliches Ende! Wie schön, Menschen um mich zu wissen, die helfen, wenn Not am Mann ist!

Dabei wollte ich Ihnen doch eigentlich berichten, dass ich heute Morgen beim Spazieren gehen die ersten Kastanien gefunden habe.  

Willkommen September!

Die neuen Kalenderblätter:

Der Tischkalender "Sein" 2007 erinnert an den Reichtum, der einfach da ist - zum Beispiel in der Natur. Oder all die Selbstverständlichkeiten, die ich im Überfluss habe und die für Menschen in anderen Ländern kostbar oder gar unerreichbar sind: Bildung. Politische Sicherheit. Freie Meinungsäußerung. Immer frisches Wasser. Banalitäten? Beileibe nicht. Purer Reichtum, der mich umgibt!

 

Auf dem Tischkalender "Leben" 2007 steht ein Zitat von Laotse "Was die Raupe Ende der Welt nennt, nennt der Rest Schmetterling." Es spiegelt die Ängste wenn man z.B. etwas loslässt, das einem lieb und teuer war und macht zuversichtlich darauf aufmerksam, dass das, was danach kommt, noch schöner ist!

Einen guten September für Sie!

Anja Kolberg

Donnerstag, 30 August, 2007

Kleine Freiheiten im Alltag

Eine solche habe ich gestern genossen: Es war halb fünf, eigentlich noch 1.5 Stunden Zeit weiterzuarbeiten. Die Sonne schien und meine Gedanken zogen zu dem Buch, das ich fast zu Ende gelesen hatte. Warum nicht eine kurze Pause machen? Also die Treppe runter, die Kaffeemaschine angeschmissen, ab auf die Terrasse in die Sonne. Hmmmm, tat das gut. Ich liebe ja die Wärme der Sonnenstrahlen, wenn es im Schatten sonst recht frisch ist. Das tut mir gut. So las ich und las und las und sah auf die Uhr und dachte: So, jetzt musst du aber wieder reingehen, wenn du heute noch fertig bekommen willst, was du angefangen hast. Ja, wäre vernünftig.

Auf der anderen Seite: Was soll das? Warum mache ich mir diesen Streß? Ich kann auch genau so gut am nächsten Tag mit der Arbeit weiter machen und das gute Gefühl meiner Miniauszeit mit in die Arbeit des nächsten Tages fließen lassen.

Gedacht, getan. Ich setzte mich wieder in die Sonne und vertiefte mich in das Buch, bei dem Tränen ebenso liefen wie herzhaftes Lachen. Und ich war glücklich. Plötzlich kam ein Gefühl auf, das ich sonst nur aus dem Dänemark-Urlaub kenne, wenn ich dort am Tisch auf der Terrasse sitze und lese. Ahhhh, tat das gut!

Ich erinnerte mich an den Bericht einer Bekannten, die von ihrem beruflichen Aufenthalt in Australien erzählte: Dort hatte der Chef in der Werbeagentur am Nachmittag aus dem Fenster geschaut und gesagt: "Ein tolles Wetter zum Surfen." packte sich seine Sachen und ging an den Strand. Das Lebensgefühl hätte sie in Deutschland nicht erlebt.

Aber ich erlebe es gerade! Es gibt nur einen - zumindest in der Selbstständigkeit - der mir Streß macht, das bin ich selbst. Und es ist nicht leicht, diese strenge Grenze, sofort alles abzuarbeiten (wer weiß, was sonst ist) zu durchbrechen. Selbst in meiner Angestelltenzeit war es möglich, mal zwischendrin einen Tag Urlaub zu nehmen oder am Nachmittag Überstunden abzubauen, wenn ich was Schönes vorhatte. Genutzt habe ich das vor allem in der Zeit, als ich meinen Mann kennen lernte und wir rund 60 km voneinander entfernt wohnten. Das war eine tolle Zeit!

Kleine Freiheiten im Alltag müssen nicht lange sein. Da reicht schon oft eine Stunde und die Energie, die ich dann anschließend wieder in meine Arbeit investiere, zahlt die Pause mehr aus, als wenn ich durcharbeite und traurig darüber nachdenke wie schön das Wetter doch draußen ist! Seit einigen Wochen, wenn es draußen trocken ist, nehme ich mir am Vormittag eine Stunde Zeit: Ich setze mich auf die Terrasse und lese die Zeitung und schreibe anschließend meine Erfahrungen in mein Laptop. Das tut so gut und ist so kostbar. Jedes Mal schreibe ich zum Schluss: Das war gut investierte Lebenszeit!

Und wäre das alles nicht schon Belohnung genug, hat mich Minu auch noch mit einem ihrer Tänze erfreut: Sie schmeißt dann ihren Knochen in die Luft, hüpft und spielt und tanzt damit. Ein königliches Schauspiel, das mich zum Lachen brachte. Und dass alles, "nur" weil ich mir eine Miniauszeit gestern Nachmittag nahm!

Grüße von der Sonneninsel der kleinen Freiheit

Anja Kolberg

Brauche ich auch eine Wunschliste?

Das Buch "Die Wunschliste " hat mich zum Nachdenken gebracht. Brauche ich auch eine Wunschliste? Wenn ja, was würde darauf stehen? Habe ich heimliche Träume, unausgesprochene Sehnsüchte oder auch ganz banale Dinge, die ich einfach nicht anpacke? Weil der Alltag dazwischenkommt?

Und dann habe ich angefangen, eine Liste zu schreiben und war mehr als erstaunt, was dort alles stand...

Einen zauberhaften Tag!

Anja Kolberg

Mittwoch, 29 August, 2007

Wie geht's?

Mir? Mir geht es heute richtig gut! Ich liebe die kühle Frische später Sommertage am Morgen. Tau liegt auf den Wiesen, auf den Blumen. Die Sonne darf strahlen, was das Zeug hält. Und das macht sie gerade - mitten in mein Büro! :o)

Wer selbstständig ist, weiß um die Gefahr, sich selbst auszubeuten. Viel mehr zu arbeiten, als man dies - zumindest meistens - als Angestellte gemacht hat. Ich kenne dieses "kein Ende finden" nur zu gut. Dazu gehört die Arbeit bis spät in die Nacht, am Wochenende, bei externen Terminen Übernachtungen in Hotels, Reisezeiten während der Freizeit, die Fachbücher im Urlaub, das Telefonat am Abend und muss ich nicht auch noch zu einer Netzwerkveranstaltung hin... Das externe Büro in Köln-Zollstock hat mir vor ein paar Jahren geholfen, "gesunde" Bahnen zu ziehen. Und als ich dann mit meinem Büro zurück in unser Haus ging, war es viel leichter, einen zeitigen Feierabend zu finden.

Dennoch ist es immer wieder eine Herausforderung, gerade wenn ich in kreativen Hochphasen bin, einen Absprung zu schaffen. Gut ist, dass ich inzwischen weiß, wie gut mir ein regelmäßiger Feierabend bekommt. Die Ruhe am Abend, der PC ist ab 18 Uhr aus - gilt auch für meinen Partner, wir haben hier eine gemeinsame Deadline gefunden - dann kochen, essen, Gassi gehen und zum Schluss gemütlich auf die Couch (ja, bin ein Couch-Junkie) legen und meine Lieblingsserie schauen oder einen Film... Was auch immer. Das ist das, was mir gut tut. Dann bin ich ausgeglichen und kann abschalten. Und ich bin stolz auf mich, dass es mir immer öfter gelingt, schon vor meiner selbst gesetzten Feierabendzeit von 18 Uhr den PC auszumachen.

Raustreten aus dem Hamsterrad, das ich mir selbst geschaffen habe. Zum Beispiel für ein kurzes Nickerchen oder eine gemütliche Lesestunde (lese gerade wieder ein guuuutes Buch) oder worauf mein Herz auch immer Lust hat ... Diese Zeiten sind herrlich. Es ist ja ein gewaltiger Unterschied, ob man nur weiß, dass man diese Freiheit hat oder ob man sie auch wirklich nutzt!

Als ich noch (un)glückliche Angestellte war, dachte ich immer: Wenn ich endlich die Arbeit mache, die ich wirklich liebe, dann bin ich gesund und es geht mir supergut. Und die Selbstständigkeit ab 1999 machte mir einen Mordsspaß (was für ein Wort!). Endlich konnte ich tun, was ich wollte. Unglaubliche Energien wurden freigesetzt. 7 Tage die Woche habe ich gearbeitet. Die Quittung kam dafür insbesondere 2001, als ich einen Bandscheibenvorfall bekam und weil ich immer noch nicht eingesehen habe, dass ich weniger arbeiten sollte (schließlich waren gerade mein Bücher erschienen) anschließend einen Hexenschuss. Meine Theorie war also ein gewaltiger Irrtum gewesen!

Egal wie freudvoll die Arbeit (angestellt oder selbstständig) ist: Solange keine Balance herrscht und ich für einen Ausgleich sorge, geht es gegen meinen Körper. Damit meine ich nicht Sport, den habe ich immer noch nebenbei gemacht. Sondern die kleinen Freiheiten und die Regelmäßigkeiten herauszufinden, die ich brauche, um eine Basis zu schaffen, die mich stützt und stärkt. Dazu gehört es auch unbedingt, Entscheidungen zu treffen, was ich nicht (mehr) tun will. Die letzten Jahre war ich wirklich damit beschäftigt, mir ein gesundes Balance-System einzurichten. Nicht leicht, denn viel Arbeiten ist ja in unserer Gesellschaft sehr angesehen. Und dann war da immer noch die Sorge, wenn ich weniger arbeite, habe ich weniger Geld in der Tasche.

Die Frage ist, ob ich mit mehr Geld (und einem erschöpften Körper) glücklicher bin. Meine Erfahrung ist: Nein. In diesem Jahr sind mein Partner und ich mit so wenig Geld ausgekommen wie noch nie zuvor. Und es war ein sehr glückliches und erfülltes Jahr! Ich habe den Eindruck, dass ein solides Fundament gebaut worden ist, eine Erfahrung, die mich stärker sein lässt als jemals zuvor. Und das ist ein großartiges Gefühl der Sicherheit!

Herzlich

Anja Kolberg

Dienstag, 28 August, 2007

Qualmende Füße

... hatte ich gestern auf der Messe "Tendence Lifestyle" in Frankfurt. Nach vier Stunden Besuch von Messeständen, netten Gesprächen und einem ganzen Haufen visueller Eindrücke waren meine Füße mehr als dankbar, als ich das Messegelände gen Parkplatz verlies. Aaaaaah, sitzen. Tat das gut!

Die Skyline von Frankfurt ist wirklich beeindruckend. Was für eine Stadt!

Jetzt mache ich mich weiter ans Auswerten.

Anja Kolberg

Freitag, 24 August, 2007

*Hühüpf*

Manchmal braucht es nur ganz wenig im Leben und schon fängt mein Herz an zu hüpfen. :o) Zum Beispiel gestern morgen: Ein Briefumschlag in meinem Postfach. Der hat so gut getan - eine tolle Überraschung. Türen öffnen sich ganz leicht, die vorher schwer zu öffnen waren. :o)

Selbst die ärgste August-Regenzeit geht vorbei, wie die Sonne wieder einmal beweist. So ist es auch mit allen Prüfungen, Herausforderungen oder dunklen Zeiten im Leben: Von irgendwo kommt ein Lichtlein her. Die Sonne bricht durch die Wolken, denkt gar nicht daran, das Regenspiel länger mitzumachen. Alles hat ein Ende. :o)

Ein schööööööönes Wochenende!

Anja Kolberg

Mittwoch, 22 August, 2007

Zwei Regengeschichten

Um nach dem letzten Blogbeitrag Missverständnissen vorzubeugen: Ich liebe den Regen nicht bedingungslos. Ich find's auch nicht schön, pitschenass zu werden, aber das Nass hat auch seine schöne Seite. Zwei Geschichten. Eine von der Sonnenseite, eine von der Schattenseite des Regens. Die miese zuerst:

Vor einigen Jahren bin ich Anfang Dezember für 4 Tage nach Pisa geflogen. Alleine. Zeit für mich. Ich habe mich auf Cappuccino im Café gefreut, durch schöne Gassen zu flanieren, spazieren durch schöne Natur.

Die ernüchternde Realität: 9 Grad. Kalt. Dauerregen, der sich bis in die letzte Ritze setzte. Alles war klamm und feucht. Nur wenige Stunden regnete es nicht.

Ich hatte dauernasse Füße (klar, das falsche Schuhzeug dabei, weil nicht mit solchem Wetter gerechnet), der Zimmervermieter sah überhaupt nicht ein, die Heizung anzustellen, damit meine Kleidung trocknen konnte, und meine romantische Vorstellung, in einem Straßencafé in der Sonne zu sitzen, fiel auch ins Wasser. Das war ganz mies und ich wünschte mich nach Hause. Laune auf dem Nullpunkt.

Dann hatte ich die Nase voll - dachte jetzt nehme ich mir ein anderes Zimmer oder der Vermieter stellt endlich die Heizung an. Oh, das ging auf einmal. Unter der Bettdecke war es wahnsinnig gemütlich mit meinem Buch. Ich fand ein Internetcafé mit Verbindung zu meinem Göttergatten. Das war Erheiterung bei der Wetterent-täuschung. Und trotz Regen habe ich einige schöne Fotos gemacht. Zum Beispiel von den wundervollen Türen, die dort in jeder Gasse zu finden sind. Mit dem Bus bin ich in die Stadt Lucca gefahren und habe ganz köstliche Bruschetta in einem Eckcafé genossen. Nur eben nicht draußen...

Die schöne Seite: 1995. Dominikanische Republik. Wider den ängstlichen Verboten der Reiseführerin mieteten wir mit einem Pärchen zwei Geländemaschinen und machten uns auf eigene Faust auf, die Insel zu erkunden. Wir folgten dem Tipp des Vermieters und fanden einen einsamen, unendlich langen, von Palmen gesäumten Strand. Karibik-Feeling pur.

Getränke vergessen. Versucht, Kokosnüsse von den Bäumen zu holen und sie mit Steinen zu öffnen. Vater und Sohn kommen auf einem Pferd vorbei und beobachten uns. Der Vater schickt den Jungen lachend mit einem riesigen Messer zu uns und der Kleine öffnet mit einem geschickten Schlag die Pforte zu dem köstlichen Getränk. Hm.

Nach paradiesischen Stunden im Wasser und im angrenzenden kühlen Bachlauf verdunkelt sich der Himmel. Wir fahren zurück. Ein karibischer Monsterschauer fällt über uns herein.

Die rote Erde spritzt in die Höhe. Bis auf die Haut werden wir nass. Warme Nässe. Sie fühlt sich gut an. Ich fühle mich so lebendig wie lange nicht mehr. Hütten säumen die etwas befestigteren Wege. Menschen rufen uns, winken, wir sollen herein kommen. Trotz erster Skepsis halten wir an. Ein kleiner Laden. Wir drängen uns mit anderen unter das schützende Dach. Lachen. Blitzende Augen, weiße Zähne. Wir bekommen rot-weiß-gestreifte Tüten, um unsere Kameras neu einzupacken. Kaufen Getränke. Unterhalten uns mit Händen und Füßen. Es hört auf zu regnen. Wir fahren weiter und würden jederzeit wieder zu dieser Regentour aufbrechen.

Noch Wochen später denke ich an diesen Tag: Unsere ehemals weißen T-Shirts und hellen Socken, die Turnschuhe, alle tragen sie die braun-rote Farbe der nassen Erde, die sich eingewaschen hat in unsere Kleidung und auch nach einem Kochgang nicht mehr geht. Schöne Erinnerungen an einen karibischen Regentag!

Regenpfützengrüße

Anja Kolberg

Gespür für Regentropfen

An manchen Tagen tropfen sie laut. Gestern Abend zum Beispiel. Kraftvoll. Reinigend. Zerstörerisch. Gnadenlos. Im Bett hört es sich himmlisch an - denn nur mit dieser Kraft kann ich hören, wenn sie auf das Dach treffen. Mein persönliches Einschlaflied. Ich liebe das! Für mich gibt es wenig, was gemütlicher ist.

Heute früh tropfen sie sanft den Himmel hinab. Erzeugen einen wundervollen Klang, wenn sie die Blätter berühren. Werfen berauschende Bilder, wenn sie auf Wasser treffen.

Zwischendurch Nieselregen. Der ist ganz leise, kräuselt meine Haare (das mag ich) und zaubert eine romantische Stimmung.

Ich mag den Regen, vielleicht weil ich die extreme Hitze nicht vertrage. Weil ich froh bin, dass es dann kühler ist. (Mir fällt mein Blogbeitrag von letztem Sommer ein, wo ich einen verzweifelten Regentanz aufgeführt habe. Er hat geholfen...) Ich mag den Regen, weil er die Luft reinigt. Er tränkt die Blumen im Garten und auf der Terrasse, ohne das ich dafür aktiv werden muss.

Wenn der Regen nicht wäre, die Freude über die nächsten Sonnenstrahlen und den nächsten blauen Himmel wäre nur halb so groß. Ich schätze die Sonne nach einer dunklen Zeit viel mehr, genieße das gute Wetter intensiv, sauge jeden einzelnen Sonnenstrahl auf.

Die Dunkelheit heute morgen - zum Aufstehen nicht die beste. Das Licht, das in mein Büro fällt, ist eigentlich ein Novemberlicht. Aber im November da wird ja die Sonne scheinen, deswegen ist das Wetter jetzt schon mal da. :o)

Bei Regen fallen mir immer wieder Regensongs ein, die den Regen erträglicher machen: "Raindrops keep falling on my head..." - "Singing in the rain..." - "It's raining men - halleluja" - "It's raining again"...

Jede Liebe hat auch ihre Schattenseite: Dann, wenn es zu lange regnet. Unaufhörlich ein grauer Schleier auf das Gemüt drückt. Gut zu wissen, dass alles endlich ist. Auch der Regen. :o) Bis dahin hilft mir was heißes zu Trinken *hm*, ein schönes Licht und immer wieder einmal dem Regen zuhören, wie er zu Boden fällt und dabei sein Lied singt.

Fröhliche Regentropfen-Grüße aus Köln

Anja Kolberg

Montag, 20 August, 2007

Her mit dem...

... Zaubertrank, der es mir ganz leicht möglich macht, all' meine Probleme zu beseitigen. Ja, so einfach würde ich es mir am liebsten machen. Problem entdeckt - ein Schlückchen vom Lösungszaubertrank, der jederzeit griffbereit auf der Feuerstelle vor sich hin blubbert. Das wäre mal eine Erfindung!

Zum Beispiel einen Zaubertrank dafür, dass ich mich fortan auf mich selbst statt auf andere konzentriere. Dass ich mir nur meine Gedanken mache und nicht auch noch die von anderen. Den anderen ihr Schicksal lasse und mich voll und ganz mir selbst widme. Hey - damit hätte ich genug zu tun!

Oder das Mittelchen dafür, damit ich mich ans Ruder meines Schiffes setze und mir genüsslich überlege, auf welchem Meer ich damit glücklich werden kann. Und mich durch nichts in meinem Vorhaben erschüttern lasse! Gleich wie stark der Wind bläst oder wie hoch die Wellen schlagen. Stark, konzentriert und überzeugt stehe ich am Steuerrad.

Und dann noch was dafür, dass ich endlich davon überzeugt bin, dass ich gut bin wie ich bin und mich selbst, meine Gefühle, Ideen, mein Handeln oder Nicht-Handeln, meine Gedanken nicht ständig hinterfrage.

Wo wir gerade dabei sind: Toll, wenn ich per Schwingen des Zauberstabes meinen Körper, mein Aussehen nicht nur so akzeptiere wie sie sind, sondern auch noch runherum super finde!

Wenn alles so einfach wäre, dann wären diese Mittelchen der Umsatzschlager. Aber so einfach ist es nicht. Mit dem Schielen auf die perfekte und einfache Lösung verbaue ich mir den Blick für die kleinen Erfolgserlebnisse, Glücksmomente, Fortschritte und Möglichkeiten. Also weg mit diesem Aberglauben!

DAVON kann ich mich frei machen - und Luft bekommen für etwas wichtigeres:

Das Leben, wie es jetzt ist - mit all seinen Unzulänglichkeiten und Herausforderungen - annehmen und akzeptieren wie es ist. Und es genießen. Denn genau jetzt ist es richtig, so wie es ist!

Herzlich!

Anja Kolberg

Inspiration...

... habe ich mir gewünscht. Gezogen habe ich aus dem Postkartenset die Karte mit der Möwe am Himmel:  

Text: "Du trägst alles in dir, um deinen Wunsch zu verwirklichen. Darum ist er in dein Leben getreten."

Die Karte stärkt mir den Rücken. Warum? Ich ertappe mich oft beim Grübeln: Habe ich alles, was ich brauche? Fehlt mir nicht noch die Ausbildung oder jene Erfahrung?

Die Ermutigung tut gut. Schöne Inspiration.

:o)

Anja Kolberg

Ein guter Start in die Woche!

Vorbereiter dafür ist das schöööne Wochenende, das wir hatten:

Der Samstag mit Grillen auf der Terrasse und viel Gemütlichkeit, Quatschen, Essen, Trinken und Glück mit dem Wetter war einfach gut. Manche Menschen sieht man einfach viel zu wenig! :o)

Und gestern haben wir dem Brautpaar den Videofilm und die gemachten Fotos gezeigt. Gut, dass es diese visuellen Erinnerungen gibt. Das macht Spaß!

Ich wünsche Ihnen eine gute Woche!

Anja Kolberg

Freitag, 17 August, 2007

Wochenend' und Sonnenschein

Das erwartet uns! Ist doch toll, oder? :o) Morgen bekommen wir ganz liebe Gäste: Meine Patentante Magdalene (Schwester meiner Mutter), ihr Mann Franz (Bruder meines Vaters), mit Sohnemann Toby mit Freund Franky. Die mag ich ganz doll. Aber unsere Gäste sind ja immer lieb und nett sowieso. :o) Wir wollen grillen. Draußen an der Luft zu sein, das ist immer ganz was tolles und das machen wir morgen. Darauf freue ich mich.

Gestern Nachmittag war ich mit meiner Freundin Ariane verabredet - wir haben ein Picknick in den Rheinauen in Bonn gemacht. War das gut. War das schön! Die Rheinauen sind ein besonders schönes Gelände, gepflegter Rasen, blühende Beete, duftende Rosen. Ein Gedicht!

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende - mit allem, was dazu gehört!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2007, 2. Halbjahr

Dienstag, 14 August, 2007

Einen Tag Ruhe

Den habe ich mir gestern genommen. Meine Periode kündigte sich schon am Sonntag mit den üblichen Schmerzen an. Und da ich meine Zeit ja genießen wollte (sofern ich das bei Schmerzen kann), bin ich gestern morgen einfach - ohne auf die Uhr zu schauen - im Bett liegen geblieben. Schlaf konnte mein Körper gut gebrauchen. Die Ruhe hat mir sehr gut getan. Anschließend bin ich mit Minu meine Runde gegangen (als ebenfalls weibliches Wesen war sie sehr verständnisvoll) und Gott-sei-dank war die neue "Mein schöner Garten" im Postfach. Yiepieh! Ich liebe Post! Und damit habe ich mich mit dem Frühstück auf die Terrasse verzogen. Die Sonnenstrahlen gesucht. Die haben meinem Bauch so richtig gut getan. Vom Nachbarn habe ich dann noch eine ganze Handvoll köstlicher Himbeeren geschenkt bekommen. Herrlich!

Am späten Nachmittag bin ich dann wieder mit meiner Wärmflasche ins Bett. Ja, gestern habe ich wirklich ausgeschöpft, dass ich meine Zeit frei einteilen kann und mein Körper ist heute viel fitter. Auch wenn ich am Abend wieder zu Schmerzmitteln greifen musste, waren die Schmerzen lange nicht so stark wie ich das sonst kenne. Ich bin stolz auf mich!

Heute geht es mir die Arbeit leicht von der Hand.

Alle, die noch auf eine Antwort auf ihre E-Mail warten: Die Antwort kommt, ich arbeite daran.

Richtig gut war ein Buch, das ich in den letzten Tagen gelesen habe. Lange Wochen lag es in Warteposition, ich hatte noch so viele andere Bücher zu lesen. Zwischendurch habe ich immer wieder angefangen, aber wir zwei wurden nicht richtig warm miteinander. Und dann hatte ich kein anderes mehr zu Hand und nahm mir Zeit für "Zusammen ist man weniger allein". Immer mehr bin ich zur Mitbewohnerin dieser Wohngemeinschaft geworden. Kam nicht mehr los von ihren Erlebnissen, ihren Sorgen, ihren Süchten, ihren Macken. Ein wundervoller Zeitvertreib - ja das war er. Wenn mich jemand fragt, womit er eine langweilige Zeit in eine genussvolle, liebevolle umwandeln kann: Mit diesem Buch. Zum Schluss war ich ganz traurig. Nicht wegen des Endes, sondern weil keine weiteren Seiten mehr kamen. Ich war aus der Wohngemeinschaft ausgezogen - ohne es zu wollen. Es ist sicherlich nicht das letzte Buch, das ich von Anna Gavalda gelesen habe. Ein Seelenschmaus! Liebe Petra-Ute - du hattest das richtige Gefühl: Ein tolles Buch für mich! Danke!

So, jetzt aber weiter mit der anderen Arbeit!

Herzlich!

Anja Kolberg

P.S. Das Picknick mit der Freundin im Park war einfach klasse. Ich bin so richtig auf den Picknick-Geschmack gekommen! Eine grüne Wiese, eine schöne Decke, ein Korb, eine Thermoskanne mit Kaffee, Teller, Tassen, ein Schokokuchen, Melone, Weintrauben, Käse, blauer Himmel und gute Gespräche. Ein Platz zum Kraft tanken. Herz - was brauchst du mehr?

Freitag, 10 August, 2007

Wochenend' und Sonnenschein?

Morgen soll's hier in Köln nicht mehr regnen, zwischen den Wolken die Sonne herauskommen und am Sonntag gibt's schöööönen Sonnenschein. Meint zumindest wetter.de - Auf deren Seite können Sie auch unter Ihrer Stadt nachschauen, ob das Novemberwetter wieder gehen will.

Sonne satt - das wünsche ich uns allen. Denn ein bischen Sonne zaubert ein Lächeln auf's Gesicht. Und mein Picknickausflug am Sonntag mit meiner Freundin zum Fotographieren macht so erst Sinn!

Ein schönes Wochenende!

Anja Kolberg

Donnerstag, 09 August, 2007

Schöne Worte und Unworte

Mein persönliches Unwort des Jahres - nein der letzten Jahre ist "stylisch/stylish". Wenn ich es höre, stellen sich mir die Nackenhaare auf. Ich verbinde damit affektiert sein, Scheinwelt, unecht sein. Nichts schönes. Puäh, was für abwertende Gedanken und Gefühle mir bei diesem Wort in den Sinn kommen. Da sind mir doch "schick", "sieht toll aus", "wow, klasse" 100 mal lieber als "stylisch". Ich kann das Wort kaum schreiben oder aussprechen geschweige denn hören, ohne negative Gefühle. Weg damit aus meinem Sinn!

Schöne Worte sind für mich Vodoo, Zauberglöckchen, grüne Hölle, Luftschloss - auch Lustschloss ist schön. Oder ganz einfach Popel. Schatztruhe. Das sind Worte, mit denen ich viele schöne Assoziationen verbinde. Schöne Szenen sehe ich - bewegte Bilder voller schöner Gefühle, Ideen und Erinnerungen.

Eigentlich ist das Wort "Unwort" an sich ja schon ein "Unwort". Kicher. Was für ein Tag!

Ich liebe diesen Nieselregen. Ja. Ich mag ihn. Er hat so etwas urgemütliches für mich und unterm Regenschirm hinterlässt er wundervolle Geräusche. Regenstimmung bringt für mich eine große Ruhe mit sich. Ich sehe, wie der Garten dankbar die Wassergabe aufnimmt, auftankt, sich wäscht und herausputzt für den nächsten Sonnentag!

Herzlich aus Köln

Anja Kolberg

Dienstag, 07 August, 2007

I-Dötzchen-Tag

 Unzählige Schultüten wandern den Kirchweg hoch. Dort ist unsere Grundschule. Heute ist der große Tag der Einschulung. Alle haben sich in Schale geworfen. Die Aufregung ist bis hier oben zu spüren.

Die Zeit der Zahnlücken. Der ersten klitzekleinen Liebe. Der dooofen Klassenkameraden. Der netten Lehrerin. Rechnen. Lesen. Schreiben. Pausenbrot. Die beste Freundin. Hausaufgaben. So vieles beginnt heute für die kleinen Menschen!

Viel Glück allen von Ihnen, die heute mit ihren Kindern, Enkeln, Nichten, Neffen, Freundinnen und Freunden gestartet sind und mitgefiebert haben!

Anja Kolberg

Festbetoniert...

... ja, so fühle ich mich gerade. Und gefühlt sieht das so wie auf der Zeichnung aus. Ich weiß, was ich will und "kann" es einfach nicht machen. Geht nicht. Blödes Gefühl.

Ich bin nicht nur in Beton Marke "SUPERFEST" einbetoniert. Nein, auch noch festgetackert. Und ich stehe so stabil, dass ich noch nicht mal umkippen kann und mich so aus dem Staub machen. MENSCH!

Es ist wohl mal wieder Zeit, nach Innen zu schauen, hören, was mein Herz mir zu sagen hat...

Anja: Was ist los, Herz?

Herz: Nichts.

Anja: Warum fühle ich wie festgetackert, wie einbetoniert?

Herz: Das hat seinen Grund.

Anja: Darf ich auch wissen, welchen?

Herz: Ja.

Anja: Welchen Grund hat es?

Herz: Damit du nicht zu schnell vorwärts rennst, sondern im hier und jetzt bleibst.

Anja: Aber warum denn? Was habe ich denn davon?

Herz: Nun, es gibt im hier und jetzt noch etwas zu klären, zu lernen, zu lösen. Dann geht es weiter.

(Ich fühle eine mannshohe Ungeduld in mir aufbegehren.)

Anja: *räusper* *hm* *ja* Ich fühle mich damit aber nicht gut.

Herz: Ich weiß. Das gehört dazu.

Anja: Na toll!

Herz: (Stille)

Anja: Weiß du, was ich noch zu klären habe?

Herz: Ja.

Anja: Sagst du es mir auch?

Herz: Ja.

Anja: Was ist es denn?

Herz: Lernen, das anzunehmen, was im Moment ist. Und es zu genießen. Das Genießen ist wichtig. Nicht nur dunkel dreinschauen und mit dir und der Situation hadern. Nein, mach was draus.

Anja: Mach was draus. Mach was draus. Wie denn, wenn ich FESTGETACKERT bin?

Herz: Anja, ruhig! Wenn du das Glück im Kleinen findest, wird es dir besser gehen.

Anja: "Das Glück im Kleinen finden" - das klingt so abgedroschen.

Herz: Das mag sein, dass du das so empfindest. Erkenne den Wert, der sich dahinter verbirgt.

Anja: Der Wert dahinter. Mir fällt dazu ein: "Annehmen, was ist. Ich kann es doch nicht ändern."

Herz: Ja, richtig. Weiter so.

Anja: Das Glück im Kleinen... Das Glück im Kleinen... Was kann das sein? Das Beste aus der Situation machen.

Herz: Ja, auch das.

Anja: Fehlt noch was?

Herz: Natürlich!

Anja: Was denn?

Herz: Denk mal nach.

Anja: Hast du jetzt "Denk" gesagt? Nicht "Fühl"?

Herz: Ja sicher.

Anja: Annehmen was ist... Das Beste aus der Situation machen... Genießen fehlt noch.

Herz: Ja, richtig.

Anja: Wie kann ich die Situation genießen? Genießen, dass ich nicht weiterkomme, obwohl meine Ideen und Gedanken schon meilenweit von mir entfernt sind? Ich schon so genau weiß, wie es weitergehen kann, aber es geht einfach nicht. Die Situation ist schrecklich. Ich fühle mich schlecht. Habe ein schlechtes Gewissen.

Herz: Dennoch. Anja. Dennoch.

Anja: Dennoch soll ich die Situation genießen?

Herz: Ja, natürlich, Anja. Darum geht es. Du kannst dir nicht immer die Sonnenseite aussuchen. Es geht darum, dass du den dunklen Zeiten in deinem Leben möglichst viel Wärme und Licht gibst. Das Gute im "Bösen" sehen. Das ist wichtig. Das sollst du jetzt lernen. Dann geht es weiter, sei dir sicher. Es geht schnell weiter. Und mit viel viel Liebe.

Anja: Brauche ich lange, um das zu begreifen?

Herz: Anja. Hallo, deine Ungeduld ist wieder da. Du brauchst solange wie du dafür brauchst.

Anja: Hm. Nicht leicht.

Herz: Richtig. Aber wenn es leicht wäre, hättest du es ja schon längst getan. Dann müsstest du es ja nicht lernen. Und auf der anderen Seite ist es ganz leicht. Wenn du dich innerlich von deinen Ängsten, dem schlechten Gewissen und dem Blick nach außen frei machst, dann wird es dir leicht fallen, deine Pause zu genießen.

Anja: O.k., verstanden. Aber leichter gesagt als getan.

Herz: Ja, das stimmt.

Anja: Es ist also so viel Zeit da wie ich brauche?

Herz: Ja, aber das heißt nicht, dass du nicht an dir arbeiten sollst.

Anja: Klar. Lernen, dem Dunklen etwas Schönes abzugewinnen.

Herz: Ja, auch.

Anja: Und im Dunklen ein Licht entzünden.

Herz: Ja.

Anja: Annehmen was ist. Das Beste aus der Situation machen. Und im Dunklen das Schöne finden und dies mit Liebe und Wärme erhellen.

Herz: Ja, jetzt hast du es. Genau darum geht es. Darum fühlst du dich so unbeweglich im Moment.

 

Anja: Was ist Gutes an der Situation? Ich habe Zeit. Mir geht es gesundheitlich gut, weil ich keinen Streß von außen habe. Auch die finanzielle Seite habe ich gut im Griff und auch wenn die Ressourcen geschwunden sind, dafür waren sie da. Sie waren es wert. Und ich weiß, ich werde sie wieder auffüllen. Ich bin frei, außer mir selbst kann mir kein Mensch Druck machen. Ich kann morgens auf der Terrasse sitzen und meinen Milchkaffee schlürfen. Ich kann den Tag so gestalten, wie es mir gut tut. Meine Gedanken sind frei. Ich habe Zeit, Tagebuch zu schreiben. Ich habe noch viel mehr Freiheiten in dieser Zeit, die noch wie neue T-Shirts unbenutzt im Schrank liegen. Ich bin wirklich frei. Und die Freiheit ist mir sehr sehr wichtig.

Danke Herz, für deine Antworten.

Herz: Gerne.

Montag, 06 August, 2007

Eiiiiin schöööööööner Taaaag!

Hallo aus Köln!

Blauer Himmel, klares Sonnenlicht, die roten Zauberglöckchen in meinem Balkonkasten hüpfen im Wind.

So sieht er aus: Der Start in eine richtig gute Woche.

Die wünsche ich Ihnen und mir auch!

Herzlich,

Anja Kolberg

Mittwoch, 01 August, 2007

Neuer Monat - neues Glück!

Wieder einmal ist ein Monat vorbei. Ich beobachte immer wieder erstaunt, wie sehr ich mich am Ende eines Monats auf einen neuen Impuls durch das nächste Kalenderblatt freue. Heute ist es soweit: Der August ist da! Hallo!

Auf dem Kalender "Sein", der mir so sehr durch seine Einfachheit und Klarheit ans Herz gewachsen ist, strahlt mich eine Rosenblüte an. "Fülle" steht darauf. Was verbinde ich damit? Wohlbefinden. Den inneren Reichtum erkennen, all das Glück und die guten Dinge, die ich auf dem Haben-Konto meines Lebens verbuchen kann. Die Fülle in mir. Ja, vielleicht sogar die Fülle meines Körpers. Es muss auch etwas Gutes daran geben, sonst wäre sie nicht da. Mein Körper ist ja nicht blöde, er hat einen Plan. Nur habe ich ihn noch nicht durchblickt. Aber eines Tages, da werde ich ihn völlig verstehen. Jetzt - in diesem Monat - geht es darum, die Fülle in meinem Leben zu entdecken und sie zu genießen.

Zu einer Pause lädt der Kalender "Leben" Sie im August ein. Das Zitat - frei nach Ovid - lautet: "Gönn' dir eine Pause. Ein Feld, das geruht hat, trägt wundervolle Früchte." Es erinnert mich daran, nicht immer nach vorne zu hasten, neue Ziele zu suchen, sondern im hier und jetzt inne zu halten und mir zu ERLAUBEN, eine Pause zu machen. Wohlwissend, dass dies gut für meine Zukunft ist. Auch wenn ich jetzt noch nicht weiß, wie es weiter gehen wird. Fühlt sich gut an und bestärkt mich darin, auf dem richtigen Weg zu sein.

Einen zauberhaften August!

Anja Kolberg

Geschafft!

Endlich habe ich sie hinter mir. Schon seit Wochen fieberte ich dem Dienstag entgegen: Darmspiegelung. Eine Woche vorher keine Körnerprodukte essen, drei Tage vorher weder Milchprodukte noch Eier (und dass bei dem köstlichen Buffet am Samstag, aber ich habe viele leckere Sachen gefunden!).

Einen Tag vorher fasten. Das ging ja noch, aber am Nachmittag dann 3 Liter einer Abführflüssigkeit trinken. Trotz starkem Aroma (Passionsfrucht-irgendwas) und Kühlung schmeckte mir das Zeug gar nicht. Puh, wenn ich jetzt daran denke, zieht sich in mir alles zusammen. Trotzdem habe ich es geschafft und sogar zusätzlich noch 3 Liter Flüssigkeit getrunken. Das aber, weil ich unbedingt nachspülen musste. Gestern morgen vor der Untersuchung sagte dann ein anderer Patient im Wartezimmer, dass ihm das Getränk sehr gut geschmeckt hat. Puäh! Meine Mutter meinte auch, dass sie das Getränk sehr gut hätte trinken können. Gut, dass es nicht jedem wie mir geht...

Von der eigentlichen Untersuchung hab ich nichts gemerkt. Als ich ins Behandlungszimmer kam, sagte ich, dass ich aufgeregt bin und eine ganz liebe Arzthelferin (Mitte 50, klein, pumelig, vertraulicher Mama-Typ mit ganz warmen Augen) sagte "Davon werden sie gar nichts merken. Ich verspreche es Ihnen. Alles wird gut." Sie streichelte mir über den Arm und ich fühlte mich aufgehoben und beruhigt. Toll, dass es solche Menschen wie diese Frau gibt, die wirklich am richtigen Platz arbeiten! Als der Arzt mir dann die Spritze setzte für die Narkose, sagte er: "So jetzt werden Sie schön schlafen. Was steht denn da auf Ihrem T-Shirt?" Und ich spüre ein kribbeln und sage nur noch: "Ist mir doch egal." Alles andere war mir dann wirklich egal, denn ich träumte irgendetwas süßes...

Als ich aus der Narkose erwachte, war mein Mann schon da. Das war schön. Das Ergebnis? "So soll ein gesunder Darm von innen aussehen", sagte der Arzt, als er uns die Fotos anschließend zeigte. Was wünscht man sich mehr?

Gute Nachrichten tun gut.

Winkewinke aus Köln

Anja Kolberg

Montag, 30 Juli, 2007

Schöne Tage halten ein Leben lang

Am Samstag war kirchliche Hochzeit von der Schwester meines Mannes. Der Tag ging so schnell vorbei und war soooo traumhaft schön!

Die Messe mit all ihren Gefühlen war für mich ein Highlight. Dazu beigetragen hat die Gospelsängerin Adrienne (bei ihr hatte ich vor 2 Jahren einen Workshop besucht, daher freuten wir uns so auf die Musik) mit zwei weiteren Sängerinnen. Ich war ganz durchgeweicht vom Weinen, konnte kaum noch fotografieren, so ergriffen war ich. Besonders schön fand ich das Lied "I' m kissing you" von Des'ree - wow, ein Traum!

Nach der Messe ging es mit einem alten Feuerwehrauto zum Fotografieren. Die haben wir im Park der Burg Bergerhausen gemacht. Links ein Ausschnitt - ein hübsches Brautpaar - tolles Brautkleid - edler Anzug.

Das Wetter hat super mitgespielt. Obwohl es morgens wie verrückt geregnet hat, hörte es zum richtigen Zeitpunkt auf: Vor der Trauung. Und währenddessen kam wahrhaftig noch die Sonne heraus! Ab da blieb es trocken, war sonnig, mal bewölkt und angenehm von der Temperatur. Wenn das mal keine guten Zeichen sind.

Danach dann zum Feiern in die Kommandeursburg. Ein tolles Fest. Viele Gäste. Köstliches Buffet (von Schwiegermutter gezaubert), leckere Hochzeitstorte (vom Bruder meines Mannes gebacken), tolles Ambiente, Tanzen, Musik, Feiern...

Mir hat die Aktion mit dem Partyballon, die wir uns überlegt haben, gut gefallen. Die Wünsche aller wurden auf Herzpost-its gesammelt, auf den Papierballon geklebt und der stieg dann um Mitternacht - toll beleuchtet - in den Himmel. Mit ein bischen weniger Wind wäre es noch mehr gelungen - aber auch so ein Highlight.

Die beiden Flittern jetzt in Dubai und auf Mauritius. Hmm, schöööön!

Tage wie dieser werden wochen- und monatelang geplant und dann ist er so schnell vorbei. Es bleibt die Erinnerung - und die hält ein Leben lang.

Auf die Liebe!

Anja Kolberg

Montag, 23 Juli, 2007

Hochzeitstag!

Ein ganz besonderer Tag ist heute: Vor 14 Jahren haben mein Mann und ich geheiratet!

Es war der heißeste Tag im Jahr. Bilder, die mir ewig in Erinnerung bleiben werden: Eine Kutsche mit einem weißen und einem schwarzen Pferd. Eine bewegende Messe mit schöner Musik (unter anderem UNSER Lied: "Follow you - follow me" von Genesis. Liebevoll auf der Querflöte gespielt von meinem lieben Kollegen), mitgestaltet von Freunden (Meßdiener) und Verwandten (Lesung, Pfarrer). Unvergesslich schöne Momente vor der Kirche, die Gratulanten, fliegende Tauben. Die Kutschfahrt zu meinen Eltern nach Hause. Die Nachbarn hatten ganz toll geschmückt - ein Ständchen - Babywäsche zum Aufhängen - ein Holzstamm musste durchgesägt werden. Kaffee und Kuchen. Dann auf zum Schloss Heiligenhoven in Lindlar. Sektempfang. Die schöne Fotozeit im Park. Eine unvergessliche Feier mit köstlichem Buffet meiner Schwiegermutter - einer sagenhaften 3-stöckigen Hochzeitstorte mit Krokantkrone, die der Bruder meines Mannes gezaubert hatte. Die vielen Spiele, die meine Schwester organisiert hatte. Um Mitternacht gingen die Lichter aus, eine mehrstöckige Hochzeitstorte aus Holz, bestückt mit unzähligen Teelichtern wurde mit dem Lied "Ein schöner Tag" in den Raum gefahren. Gänsehaut-Stimmung. Wir haben an dem Tag so viel getanzt, gelacht, gefeiert, gegessen, gesungen. Es war einfach wunderwunderschön. So ein Tag ist ein ganzes Energiebündel an Freude, von dem ein Paar sein Leben lang zehrt.

Und heute, während die Vorbereitungen für die kirchliche Hochzeit von meiner Schwägerin laufen, wird mir mehr und mehr bewusst, wie viele Menschen daran Anteil hatten, dass es so schön wurde wie es war. Das wird mir heute erst richtig bewusst, wo ich selbst als Familienmitglied in die Hochzeitsvorbereitungen eingebunden bin. Wie viel Liebe von den Menschen investiert wurde, Arbeit, Übung, Ideen, Vorbereitung. Dafür bin ich sehr dankbar. Das merke ich heute viel mehr als vor 14 Jahren, wo so viel Trubel war.

Es tut so gut, in eine Gruppe von Menschen eingebunden zu sein, die man liebt und von denen man geliebt wird. Auch wenn manche mit der Zeit gehen oder sich ein Kontakt löst, so bleibt die wundervolle Erinnerung an diesen besonderen Tag!

Ein Hoch auf die Liebe!

Anja Kolberg

Eine neue Woche!

Hallo und guten Morgen aus Köln!

Eine neue Woche beginnt und ich habe diesmal Startschwierigkeiten. Vielleicht, weil das Wochenende soooo schön war: Meine Eltern haben uns besucht, wir hatten einen schönen Nachmittag. Ich habe dafür eine leckere Quiche ausprobiert. Sie ist gelungen. Und am Sonntag Familienbesuch bei der Familie meines Mannes. Seine erste Nichte ist schon drei geworden.

Oder auch das süüüüüße Baby, das Patenkind meines Mannes, das wir Donnerstag das erste mal live gesehen haben. Soooooo süß! So kleine Söckchen! So glückliche, liebevolle Eltern! So leckere Mickey-Maus-Waffeln! Mein Mann konnte nicht umhin, seinem Patenkind einen kölschen Strampler zu schenken. :o)

Und nach so guten Tagen und einer guten Nacht, in der ich himmlisch geschlafen und geträumt habe, noch ein sehr schönes Buch zu Ende gelesen habe (stelle ich bald hier vor), da muss die neue Woche erst mal an Schwung gewinnen. Das wird sie, da bin ich mir sicher!

Ich wünsche Ihnen eine gute Woche mit kleinen und großen Glücksmomenten!

... und die wünsche ich mir selbst auch!

Herzlich,

Anja Kolberg

Dienstag, 17 Juli, 2007

Angenehmer Morgen

So ein Wetter wie heute früh: Herrlich!

Kühle Luft. Klarer blauer Himmel. "Normale" Sommer-Temperaturen. So mag ich den Sommer.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Mittagspause und einen wunderbaren Feierabend!

... Vielleicht mit einer Duftdusche an einem Lavendelbusch ...

Anja Kolberg

.... und hier ein irrtümlich gelöschter Eintrag:

Montag, 16 Juli, 2007

Abkühlung?

Hatten Sie ein schönes Wochenende? Meines war einfach wunderschön und stimmig. Freitag Nachmittag merkte ich: Ich habe die Erkältung besiegt. "Nur" abklingenden Husten und Schnupfen finde ich erträglich. So konnte dann auch das Wochenende wie geplant stattfinden:

Am Samstag ein Besuch vom Schwager Ulf mit Freundin Angela: Grillen. Quatschen. Planen für die Hochzeit der Schwägerin. Das war lustig!

Am Sonntag mittag habe ich mich mit meiner Freundin Martina im Park getroffen. Zum Fotographieren. Wir waren im großen Park am Bayer-Leverkusen-Gebäude. Große Rasenflächen. Schattige Bäume. Erst dachten wir beide: Das wird zu heiß. Da wir aber vom klimagekühlten Auto nur wenige Schritte in den Schatten gelaufen sind und uns dann fast nicht mehr von der Stelle bewegt haben, sondern es uns auf der Picknickdecke gemütlich gemacht haben, war's richtig schön. So ließ sich selbst der warme Wind ertragen. Ein gelungener Sonntag-Nachmittag!

Nun denn, frisch geht es in die neue Woche. Nein, heiß! Ich bin keine Sonnenanbeterin, das Wetter der letzten Wochen war genau das richtige für mich. Deswegen sehne ich mich bei einem solchen Wetter nach Abkühlung: Eis. Kaltes Wasserbad. Ein kühler, tiefer See. Eine frische Brise...

Herzlich

Anja Kolberg

Freitag, 13 Juli, 2007

*Schnief*Hust*Schneuz*

Eine Sommererkältung. Mist!

Ich bin nicht gerne krank, am liebsten gesund. Jetzt hat es mich erwischt. Neben mir türmen sich die Taschentücher. Wenn es nur ein Schnupfen wäre. Der ganze Kopf ist zu. Husten. Ach, ich leide! Ein bischen Mitleid täte mir jetzt gut. :o)

Das einzig Gute an der Sache: Ich nehme mir die Ruhe und die Zeit, mich auszukurieren. Ich muss kein schlechtes Gewissen haben, dass ich meiner Arbeit nicht 100% nachgehen kann oder jemanden anstecke oder dass ich zu Hause bleibe.

Im Moment hilft nur eines: Annehmen. Aktivitäten zurück fahren. Auskurieren und danach wieder gestärkt ans Werk!

Ich wünsche Ihnen ein zauberhaft schönes Wochenende!

Anja Kolberg

Mittwoch, 11 Juli, 2007

Manchmal...

... ist es ganz schön schwer, auf sein Herz zu hören. Dann, wenn man damit jemand anderen verletzt. Oder mehr als einen einzigen Menschen.

Argumente helfen nicht weiter: Für beide Entscheidungsmöglichkeiten gibt es gute Gründe.

"Sei nicht so" ruft eine Stimme aus dem Hintergrund. "Komm, stell dich nicht so an" eine zweite. "Überwinde dich, es ist doch nur einmal" die dritte. "Das kannst du nicht machen" die vierte. "Reiß dich zusammen" die nächste.

"RUHE!!!" rufe ich in den stimmgewaltigen Chor.

Ich weiß selbst, was sich gehört, sonst wäre die Entscheidung längst gefallen. Sie war längst gefallen, doch dann beschlich mich mein schlechtes Gewissen, als ich die Reaktion des Betreffenden gespürt habe. Und dann meldeten sie sich wieder, die Stimmen des Gewissens. Mächtig Einwürfe hatte der Chor parat. Und ich war gewillt, auf die Bedürfnisse und Gefühle der Anderern mehr zu achten als auf meine eigenen.

Kurze Besinnung.

Was will mein Körper? "Ich will Ruhe, Pause, keine Überanstrengung wie du sie vorhast."

Was sagt mein Familienherz? "Entscheide, was für dich richtig ist."

Warum kann ich die Gefühle der Anderen nicht einfach ignorieren? Wahrscheinlich, weil ich dafür zu emphatisch bin. Diese Emphatie sollte ich mal in vollem Umfang für mich aufwenden.

Sind die Bedingungen so, dass du dich wohlfühlst, Anja? "Nein, auf keinen Fall."

Ist es dann richtig, deine Gefühle zu übergehen? Ganz leise kommt ein "Nein".

Dann hör auf dich, Anja. Es gibt nur einen Menschen, der gut für dich sorgen kann. Das bist du selbst. Du willst lieber dich selbst und deine Gefühle ignorieren und verletzen, statt andere. Du kannst nicht damit rechnen, dass andere Verständnis für dich haben. DU musst Verständnis für dich und deine Gefühle haben. Dafür bist du da. Darum geht es.

Herz, was sagst du dazu? "Ja" sagt das Herz. "hör auf dich. Du bekommst solange Prüfungen geschickt, bis du es begreifst."

Puh. Nicht einfach. Aber so ist wohl das Leben, wenn es ansteht, etwas zu lernen.

Ich höre auf mein Herz, auch wenn ich damit andere verletze. Ich will begreifen: So ist das Leben.

Anja Kolberg

Dienstag, 10 Juli, 2007

Hochzeiten sind was feines!

 

Am Samstag, den 7.7.07 hat meine Schwägerin geheiratet. Ein schöööönes Fest, ein noch schöneres Brautpaar - was wünscht man sich mehr? Ich war damit betraut, Fotos zu machen. Sie sehen keine vom Brautpaar (ooooooooh), da ich dazu das persönliche Einverständnis der beiden brauche. Aber ein paar andere schöne Eindrücke. Mir hat der Tag viel Spaß gemacht und es ist so süß zu sehen, wie liebevoll die beiden miteinander umgehen. :o)

 

Klar, bei Hochzeiten denk ich natürlich auch an meine zurück. Wie aufgeregt ich war und wie schnell der Tag vorbei war. Wieder mal ein gelungener Beweis für die Relativitätstheorie.

Da mein Mann zufällig :o) Beziehungen zu Schornsteinfegern hat und seine Schwester ja auch den Glücksberuf bei ihm gelernt hat, gab's auch den Segen vom Schwarzen Mann. Was soll da noch schief gehen?

 

Ich mag Hochzeiten sehr! Meine liegt jetzt *rechne* 14 Jahre zurück. Was für eine lange Zeit, auch sie scheint wie im Flug vergangen.

Einen schönen Tag!

Anja Kolberg

Donnerstag, 05 Juli, 2007

Die ehrliche Lösung gibt es nicht von außen

Gerade war mir danach, mal wieder eine Karte aus der Postkarten-Edition Nr. 1 als Impuls für mich zu ziehen. Diese habe ich gezogen:

Eine Spirale aus Sand. Ein Grashalm wirft einen Schatten über das Bild. Wie ein Eindruck, ein Thema, eine Frage, die von außen kommt und geklärt werden möchte.

Der Text: "Die Lösung liegt in dir!"

Manchmal wünsche ich mir, dass jemand anderes die Verantwortung für die Entscheidungen übernimmt, die in meinem Leben anstehen. Das ist einfach und praktisch. Jemand anderes sagt mir, was ich tun oder lassen soll. Ich folge dem einfach. Denke nicht weiter nach. Übergehe mich. Trete nicht mit meiner inneren Stimme in Kontakt. Es läuft an mir vorbei wie der Grashalm über die Spirale läuft.

Einfach ist diese Antwort vielleicht. Nur nicht ehrlich. Auf meinem Lebensweg bringt sie mich nicht weiter.

Wahre Antworten kann ich nur in mir selbst finden.

Das ist zuweilen anstrengend.

Erfordert Zeit.

Aufmerksamkeit.

Ehrlichkeit.

Gnadenloses Vertrauen in mich selbst.

Ich wünsche mir mehr Mut, mir zuzuhören und mir und meinem Inneren wirklich ganz und gar zu vertrauen!

Anja Kolberg

Dienstag, 03 Juli, 2007

Sinnlos Freude haben & LEBEN

Da ist er endlich, der neue Monat JULI. Er glänzt, blitzt und blinkt. Zugegeben, bislang noch ein wenig nass, doch genau das könnte ein Zeichen für einen atemberaubenden Altweibersommer sein. Jetzt werden die Wassertanks aufgefüllt! Wer sagt's denn? Jetzt kommt wahrhaftig die Sonne heraus. :o)

Hier die beiden neuen Kalenderblätter:

"Hab' sinnlos Freude und deine Seele strahlt!"

Das Bild in rot-gelb habe ich auf der Sommerakademie der Alanus Kunsthochschule in Bonn gemalt. Eine tolle Erfahrung!

Mit den Händen in den Acryltopf gegriffen und mit dunkelroter Farbe begonnen und mit Gelb immer weiter nach außen weggestrichen. Hm, das hat sich gut angefühlt und Spaß gemacht. Seit dem nutze ich meine Finger und die Hand auch als Pinsel. Acrylfarbe lässt sich ganz leicht von der Haut lösen und abwaschen.


Zwei Wochen dauerte die Sommerakademie. Ich war stolz, mir 2001 die beiden Wochen Auszeit von der Selbstständigkeit für mich zu nehmen. Am Anfang war ich noch sehr erfolgsgesteuert: Wie viel Bilder muss ich am Tag malen, damit sich der Kurs lohnt, damit er für mich Sinn macht?

Ich war dankbar, dass unser Kursleiter uns völlig freie Hand und Raum ließ. Es war ja auch der Kurs "Freies Malen". Doch frei verhielt ich mich nicht: Ich folgte den Zeiten des Kurses wie auf einer Arbeitsstelle: Beginn. Mittag. Gruppenbesprechung. Weitermalen. Essen. Feierabend. Abends viel ich todmüde vom Stehen, Malen, mich kreativ Ausleben und den unzähligen Eindrücken ins Bett. Ich war zum Malen im Kurs. Also malte ich, was das Zeug hielt. Das war für mich der Sinn dieser Veranstaltung.

Am nächsten Tag unterhielt ich mich in der Mensa mit einer Teilnehmerin, die vom Gegenteil erzählte: Am Abend würde sie noch beschwingt mit ihrem Mann spazieren gehen. Sie war im Singkurs und besonders toll wäre der Kreistanz am Abend. Alle konnten daran teilnehmen. Und während ich am Abend zuvor noch über diese Veranstaltung gelächelt hatte, ließ ich mich von der begeisterten Erzählung anstecken und ging einfach mit: Ein großer Raum. Musik. Holzboden. Nackte Füße. Aufregung.

Wir stellten uns in einem Kreis auf, fassten uns bei den Händen und die Leiterin machte die Schritte vor. Erst langsam, dann wurde es immer schneller. Alles ohne zu sprechen. Nur sehen, nachmachen, den Takt mit dem Körper fühlen. Es dauerte nur wenige Momente und ich lachte über das ganze Gesicht. Den anderen ging es genau so. Freude durchströmte mich. Lachen. Glücksgefühle. Schweben. Wir unterhielten uns ohne zu sprechen. Ich hatte sinnlos Freude! Mein Herz strahlte.

An diesem Abend ging ich beschwingt mit einem Lächeln ins Bett. Kein Gedanke an schmerzende Füße. Ein tolles Erlebnis.

Am nächsten Tag änderte sich mein Verhalten beim Malen: Ich begann, die Zeit zu genießen und nicht mehr "zu arbeiten". Immer mehr zog es mich während unserer Kurszeiten zu Gesprächen mit anderen Teilnehmern über das wundervolle Gelände des alten Hofes mit Blick in die Rheinebene. Ich trank zwischendurch einen Kaffee in der Caféteria, machte einen Ausflug zu einer Pferdekoppel. In der Mittagspause legte ich mich auf die Wiese unter die Apfelbäume und träumte vor mich hin. Geigen- und Klaviermusik von musikliebenden Teilnehmern schwebte über die Wiese bis an mein Ohr. In der Ferne das Klopfen der emsigen Holzschnitzer-Gruppe.

Das ist die Geschichte zum Kalenderblatt "Juli" des "Leben"-Tischkalenders.

Freude hat nicht unbedingt etwas mit Leistung zu tun. Unsere Seele strahlt, wenn sie sinnlos Freude empfinden darf. Keine Leistung. Kein Anspruch. Keine Erwartung. Nur da sein und Spaß am Leben haben. Daran möchte Sie der Juli erinnern.

Das ist LEBEN pur.

"LEBEN" - das ist auch der Titel des Kalenderblattes Juli im Tischkalender "Sein".

 Ich wünsche Ihnen einen traumhaften Juli - voller LEBEN und dem MUT zu sinnloser FREUDE.

Ihre SEELE wird strahlen.

Von Herzen

Anja Kolberg

P.S. Wenn Sie mehr über die Alanus Kunsthochschule wissen möchte: Alanus.edu & die Sommerakademie-alfter.de



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