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Dienstag, 30 Juni, 2009

Das Glück liegt in kleinen Dingen

Ein langer Abend auf der Terrasse, bis ich nichts mehr sehen konnte. Ein Topf mit Lavendel vor der Nase, der mich zum Fotographieren einlädt. Ein geleerter Grillteller auf dem Holztisch, der meinen Gaumen verwöhnte. Ein gutes Buch zu lesen. Fröhliche Stimmen von feiernden Nachbarn, die den Gärten hinter den Häusern eine laue Sommerstimmung verschaffen. Mit sinkender Sonne die veränderten Lichtverhältnisse im Garten beobachten, manche Blüten leuchteten regelrecht (die hellen), die dunkleren verschwanden im Grün. Die Fische zogen ihre Runde. Meine Füße mochten die kühle Erfrischung. Zeit, so viel ich will.

Es war einfach nur schön und erfüllend. Ich für mich war wirklich glücklich!

Anja Kolberg

Freitag, 26 Juni, 2009

Dicke Füße

habe ich heute. Das warme Wetter lässt meine Venenschwäche aktiv werden und ich habe Wasser in den Beinen. Was hilft? Auf den Steg setzen und die Füße ins kühle Wasser baumeln lassen:

 

Da kann ich dann auch Kontakt mit unseren neuen Teichbewohnern aufnehmen: Drei rote Fische, die Hunger auf Algen haben (puh, da haben sie richtig was zu tun) und ein kleiner grauer Fisch ("Nase"), dessen Brüderchen die ersten Stunden leider nicht überlebt hat. Allerdings sind von den drei roten nur noch zwei gesichtet worden, der dritte ist nicht mehr auffindbar. Kanibalen? Sie haben allerdings auch genügend Möglichkeiten, sich zu verstecken. Hm. Dann gibt es da noch den Teichmolch, den ich aber auch schon einige Tage nicht mehr gesehen habe und ab und zu zeigt sich ein weiterer Untermieter: Ein Frosch, der zwischen den Bruchteinplatten des Hochbeetes am Teichrand eine Wohnung bezogen hat.

Da mir schon bei jeder kleinsten Bewegung das Schwitzwasser über die Stirn rinnt, werde ich es heute Nachmittag wohl so machen wie unsere Minu: Wechsel von Schatten (Sitzecke auf der Terrasse) in die Sonne (Steg) und da dann die Füße ins Wasser halten und abkühlen. Dann wieder auf die Holzbank im Schatten legen, auf ein laues Windchen hoffen und den Dreck im Haus (Minu verliert derzeit unglaublich Fell, auf unseren Böden gründen Fellflusen WGs) Dreck sein lassen. Mir fällt der Spruch ein, der bei uns zu Hause im Treppenhaus am Eingang hing: "Dieses Haus ist sauber genug, um gesund zu sein und schmutzig genug, um sich darin wohl zu fühlen."

In diesem Sinne: Ein schööööööööööönes Wochenende!

Anja Kolberg

Mittwoch, 24 Juni, 2009

Ich habe Angst,

wenn ich hier im Blog nicht jeden Tag etwas schreibe, verliere ich LeserInnen. Ich setze mich unter Druck.

Dabei gibt es keinen offensichtlichen Grund. Ich bekomme zum Beispiel kein Geld für das Blogschreiben wie Redakteure von Zeitungen ein Honorar bekommen. Das Schreiben und Illustrieren wie auch die E-Cards mache ich ohne einen finanziellen Ausgleich. Was, das wird mir gerade bewusst, eine ganz schöne Leistung ist. Denn es erfordert nicht nur eine funktionierende Basis wie Software, einen Platz im Internet, eine funktionierende Kamera, Ideen, sondern vor allen Dingen Zeit und Aufmerksamkeit, das alles zu tun.

Warum mache ich mir dann so einen Streß? Ursprünglich habe ich die Seite frauencoaching.de ins Leben gerufen, weil ich meine Leistungen als Coach und Trainerin im Internet präsentieren wollte. Doch da ich derzeit kein Coaching und auch keine Workshops anbiete, wo ist da der Streß? Ein Webtagebuch (Blog - ausgesprochen übrigens "Block") ist für viele interessant, wenn dort regelmäßig etwas passiert. Bringt ein Klick auf eine Seite nichts Neues, schläft der Kontakt ein, die Leserzahlen sinken. Vielleicht liegt es daran: Ich weiß nicht, ob ich wieder einsteige, aber wenn, dann möchte ich nicht von Null auf anfangen. Nicht ganz loslassen, was ich mir in zehn Jahren aufgebaut habe. Also auch durch regelmäßig Neues auf meiner Seite einen Interessentenkreis halten und aufbauen.

Ich habe also Angst, dass mir in Zukunft etwas fehlen könnte. Dass nicht genug für mich da sein wird, wenn wieder der richtige Zeitpunkt gekommen ist, aktiv zu werden. Ich spüre, dass mir dieser Druck, den ich mir selbst mache, nicht gut tut. Damit nehme ich mir die Lust und die Leichtigkeit.

Was wäre, wenn ich mich ganz frei davon mache und tage- oder vielleicht wochenlang nicht schreibe? Und dann wieder mehrmals in der Woche, vielleicht sogar täglich mehrmals? Immer dann, wenn es mir danach ist, zu schreiben und wenn nicht, es zu lassen. Dann würde ich ganz bei mir und bei meinen Bedürfnissen bleiben und nicht mit meiner Aufmerksamkeit bei möglichen Erwartungen von Außen sein, die vielleicht gar nicht existieren oder bei möglichen Konsequenzen, die vielleicht niemals eintreffen oder gar nicht wichtig sind, weil das Leben eine andere Wendung nimmt.

Mit dem Druck, regelmäßig zu bloggen, bin ich nicht alleine. Eine Bloggerin schrieb häufig über ihre Erlebnisse im Buchhandel (köstlich!). Im Frühjahr kündigte sie an, dass sie nur noch selten schreiben würde und sich vom Druck befreien möchte. Ich konnte diese Entscheidung gut nachempfinden und habe den RSS-Feed ihrer Seite abonniert (das ist eine kostenfreie Benachrichtigung, wenn ein neuer Artikel erschienen ist. Wer mehr darüber erfahren möchte, hier der Link zu Wikipedia. Meinen Feed finden Sie ihn hier.) So ist Freiheit da und der Kontakt bleibt bestehen, ohne ständig enttäuscht zu werden, dass nichts Neues auf der Seite steht.

Warum blogge ich?

Ich schreibe, weil ich von meinem Lebensweg erzählen möchte. Dass ich nicht perfekt bin, kein Supermensch, sondern Angst habe, unsicher bin und meine Träume dennoch verwirklichen möchte. Ich lerne mehr und mehr auf mich selbst zu hören, mir zu vertrauen, meine Bedürfnisse wahrzunehmen und sie mir zu erfüllen. Ich lerne zu mir selbst zu stehen, gleich was ich fühle, gleich wie es mir geht und welchen Weg mein Inneres auch wählen wird. Das ist ein Abenteuer. Und daran möchte ich andere teilhaben lassen. Und ihnen so Mut machen, zu sich selbst zu stehen und ihren Weg zu gehen.

Heute lasse ich meine Angst los und lerne, einmal mehr zu mir zu stehen. Ich möchte trainieren, mich von dem Druck zu befreien, täglich im Blog zu schreiben und werde künftig noch stärker meinem Gefühl folgen: Passt es oder passt es nicht? Ich möchte Vertrauen haben, dass das Leben es gut mit mir meint und gut für mich gesorgt ist, gleich wieviele Leserzahlen ich durch gähnende Leere in meinem Blog verliere.

Herzensgrüße

Anja Kolberg

Dienstag, 23 Juni, 2009

Grosses Glück ist es...

  • ... wenn man seine Talente erkennt und sie auch im Leben anwenden kann.
  • ... wenn man sich selbst keine Steine in den Weg legt oder sich legen lässt und wenn, dann die Kraft hat, sie selbst beiseite zu räumen oder drumherum zu gehen.
  • ... wenn man um seiner Selbst wegen geliebt wird, ohne etwas leisten zu müssen und ohne Erwartungen erfüllen zu müssen.
  • ... wenn man sich die Zeit nimmt für die Menschen, die einem am Herzen liegen.
  • ... wenn man Menschen findet, die aufrichtig an einem interessiert sind und zuhören, ohne zu urteilen.
  • ... wenn man den Blick auf das lenken kann, was man hat, statt auf das, was man nicht hat.
  • ... wenn man sich die Zeit gibt, die man braucht.
  • ... wenn man sich selbst eine gute Mutter ist.
  • ... wenn man sich selbst Fehler verzeihen kann.
  • ... nicht perfekt sein zu müssen.
  • ... sich die Belastungen der Vergangenheit bewusst zu machen und sich von ihnen zu lösen.
  • ... ALLE Gefühle zu lieben.
  • ... wenn man sich selbst so annehmen kann und liebt wie man ist.

Anja Kolberg

Montag, 22 Juni, 2009

Das war schön!

Am Wochenende waren wir bei meiner Tante und meinem Onkel zum Grillen eingeladen. Wir haben das neu angelegte Rosenbeet und so viel anderes Schönes im Garten angeschaut, Fotos gemacht. Minu hat sich die Gänse und Hühner aus der Nähe nochmal angeschaut und wir alle haben dann lecker lecker mit Oma zusammen geschlemmt und noch lange gequatscht. Das war so gemütlich.

Eine gute Grundlage für eine neue Woche! :o)

 

Anja Kolberg

Samstag, 20 Juni, 2009

So viel Freude

... macht mir die weiß getupfte rot-grüne Salatschüssel von Spiegelburg. Seit dem esse ich doppelt so gerne Salat und jedes Mal, wenn ich sie sehe, erfreut sie mein Herz:

Und auch das Platzdeckchen - eine Seite blau-weiß-karriert, die andere rot mit weißen Punken - bringt meine Seele zum Strahlen:
Manchmal sind es so kleine Dinge, die das Leben schön machen.
Anja Kolberg

Mittwoch, 17 Juni, 2009

Schnipp-schnapp

.... genau: Haare ab!

Gestern Abend war ich von meiner Freundin zum Italiener eingeladen und dachte mir: Fahr' doch vorher ins Rheincenter und gönne dir einen Frisörbesuch und danach noch gemütlich bummeln. Ich hatte richtig Lust darauf.

Lange habe ich meine Haare gezüchtet (bis Mitte des Rückens waren sie gewachsen), aber jetzt war der Moment, wo ich spürte: Ich brauche eine neue Frisur. Ich finde Haare haben viel mit Gefühl zu tun, so war und ist es für mich ganz wichtig, mir meine grauen Haare nicht mehr zu färben, (ich hatte da mal so einen Farbunfall), sondern zu meinen grauen zu stehen. Und ich mag die andere Farbe dazwischen.

Ich hatte auch schon eine Vorstellung, wo es hingehen sollte. Mit jedem Haar, das fiel, stieg meine Laune in die Höhe. Ein tolles Gefühl, die Locken kringeln sich viel mehr. Das mag ich. Aaaah, schön! Jetzt habe ich einen Pagenkopf, der kurz über den Schultern endet. Zuletzt hatte ich diese Frisur zu Beginn meiner Selbstständigkeit 1999/2000.

Das hat richtig gut getan und jetzt war genau der richtige Zeitpunkt für diese Veränderung. Warum genau, kann ich nicht sagen, ich kann es nur fühlen: Es stimmt!

Sonnengrüße!

Anja Kolberg

Dienstag, 16 Juni, 2009

Ich darf das

Was? Traurig sein. Ich darf niedergeschlagen sein. Ich darf das Blöde, Unbequeme, Belastende, Einschränkende, Lähmende, Schwere in meinem Leben sehen. Und damit durch den Alltag gehen. Ich muss nicht immer die "Es-ist-alles-gut"-Lampe anschalten, die die dunklen Seiten vertreibt.

Traurigkeit, Schwere, Lähmung, Schmerz und Leid gehören zum Leben dazu. Sie sind ein Teil von mir und von der Welt. Ich darf traurig sein. Es ist nichts Schlimmes. Die schweren Seiten gehören zum Leben wie die Fröhlichkeit, die Leichtigkeit und das Lachen.

Auch wenn die Menschen lieber solche sehen, die fröhlich sind. Solche, die gesund sind und denen es gut geht. Warum? Wer in das Leid von anderen schaut, spürt selber Leid. Es tut weh, andere leiden zu sehen. Es ist so. Ich kann aber keinem sein Schicksal nehmen, seine Schmerzen ersparen, seinen Weg ebnen. Jeder hat seinen eigenen Weg zu gehen, mit all den leuchtenden und glücklichen Momenten und den dunklen und schweren Abschnitten. Und jeder hat ein Recht darauf, seine Prüfungen selbst zu meistern. Jeder darf das auf seine Weise.

Ich erlaube mir meine Traurigkeit. Sie gehört zu mir. Schön, dass du da bist. :o)

Anja Kolberg

Montag, 15 Juni, 2009

Moin Moin

Mein Blumenkasten entwickelt immer eine größere Pracht. Tut das gut, dorthin zu schauen und wenn ich meinen Kopf für ein Päuschen aus dem Fenster halte, strömt mir der Duft des Lavendels entgegen. Ach, das tut gut.

Solche Seelenstreichler sind immer willkommene Gäste in meinem Leben.

Eine Woche ist seit dem Unfall rum, letzten Montag war ich auf dem Weg in die Notaufnahme. Das angenehme bei all der Lauferei, Warterei: Das Team vom Hohenlind-Krankenhaus ist einfach supernett. Die Ärzte, die Schwestern, das tut einfach gut. Jetzt fängt die ganze Lauferei an, Formulare ausfüllen. Es wäre so schön, wenn es unbürokratisch gehen könnte. Der ganze Rattenschwanz, den so ein Unfall mit sich bringt, ist anstrengend und nicht wirklich heilungswirksam... Mein Mann *drück* wünscht sich sehr, es wäre alles schon wieder im Lot. Auch wenn es glimpflich ausgegangen ist.

Minu hüpft wieder fröhlich durch die Gegend. Plastik ist gesichtet! Puh, Erleichterung macht sich breit.

Erstaunlich fand ich, dass beide Zeitungsberichte (unterschiedliche Verlagshäuser), die über den Unfall erschienen, die Tatsachen nicht richtig wieder gegeben haben. Das bringt mich doch zum Nachdenken, wie viel von dem, was ich in den Nachrichten sehe und in der Zeitung lese mit der Wirklichkeit übereinstimmt.

Am Wochenende war Petrus uns holt - Grillen, Sonne tanken, ausschlafen, lesen - das hat gut getan.

Jetzt liegt sie vor mir: Die neue Woche. Mal sehen, was mich erwartet und was ich daraus mache!

Anja Kolberg

PS: Auf dem Foto sehen Sie einen geliebten Augenschmaus in einem der Terrassenkübel: Unermüdlich blühender Mohn in gelb, orange und rot. Und das tolle: Diese zarten Blüten halten auch noch lange in der Vase und erfreuen mich so auch im Haus.

Freitag, 12 Juni, 2009

Darfs ein bisschen mehr sein?

Die Krönung der Woche: Heute kam noch ein Gips dazu. Der Handknöchel meines Göttergatten war durch den Unfall angebrochen. Da er Montag dachte, die Schmerzen kämen von der Kanüle, wurde die Fraktur nicht entdeckt, doch von Tag zu Tag wurde der Knöchel dicker. Heute nochmal in der Notaufnahme dann die Erkenntnis und der Gips.

So, jetzt ist aber wirklich wirklich gut!  Ich schreibe jetzt nicht, dass Minu auch noch gestern ein spitzes Stückchen Plastik gefressen hat und wir ihr zum Einwickeln des Gegenstandes im Bauch Sauerkraut gegeben haben...

Ich finde, wir haben jetzt für ein paar Jahre Ruhe verdient!

Am Himmel blitzt blau hervor und die Sonne scheint. Herrlich. Ich hoffe auf Sonne am Wochenende, ich habe mal wieder richtig Lust auf die Terrasse, auf Rasen mähen, auf im Dreck buddeln und meinen Mann betüdeln. :o)

Anja Kolberg

Donnerstag, 11 Juni, 2009

Grüße von der Krankenstation

Ein Teil Deutschlands feiert heute Fronleichnam, der andere geht ganz normal zur Arbeit. Gerecht finde ich das ehrlich gesagt nicht. Hier in NRW ist der heutige Donnerstag frei. Und es regnet und stürmt. Den Garten freut der Regen, der Boden war schon rappeltrocken, durch den Regen der letzten Tage kann die Erde wieder Reserven aufnehmen. Wir haben heute nichts vor, wollen drinnen bleiben, also stört mich der Himmelsguss nicht wirklich.

Minu stört aber der Wind. Sie hat uns schon im großen und ganzen in Ruhe schlafen lassen. ABER der Schreck war groß, als sie gegen acht Uhr am Bett stand und ich dachte: 'Sie hat einen Buckel.' Bei näherem Betrachten war es auch so. Sie hechelte. Das hatten wir schon mal vor einigen Monaten als es so kalt war, hatte sie sich beim Spazierengehen einen Krampf im Rücken zugezogen und ging nur noch schmerzgebeugt. Mei, war das arg. Wir hatten von ihrer Beinverletzung noch ein schmerzstillendes, muskelentspannendes Medikament, das wir ihr gaben. Und wie vor ein paar Monaten dauerte es eine Stunde, dann legte sie sich hin. Puh. Nach dem Aufstehen war sie dann wieder "gerade", konnte den Kopf heben, die Augen funkelten wieder. Alles gut. Was für ein Glück.

Da wir das Symptom schon kannten, konnten mein Mann und ich diese Aufregung auch besser tragen und blieben ruhiger. Seufz. Damit dürften die Krankheitsfälle jetzt aber endgültig abgegolten sein, oder? Das Lazarett hat geschlossen. Keine Neuaufnahmen mehr. :o)

Und es ist so schön, wenn es allen wieder gut geht. Bzw. fast gut, mein Mann humpelt immer noch, es zwickt und zwackt, nun, das braucht einfach Zeit, bis alles wieder heil ist. Mir geht es wieder richtig gut. Puh!

Anja Kolberg

Mittwoch, 10 Juni, 2009

Das Leben ist schön

Ich schaue auf meinen bunten Blumenkasten und bin froh. Froh um das Glück.

Eben war die Familie meines Mannes mit dem frisch geschlüpften :o) Enkelkind Phil da. Ist der süß! Noch keine vierzehn Tage alt, so putzige Kleidung dabei (warum gibt es die nicht für Erwachsene? So ein Schlaftuch mit integrierter Mütze, Fußtasche, hübschen Schäfchen draufgestickt und Wölkchen an den Seiten), schon wild am Strampeln und so ein ausgeglichener Gast. Da wächst die nächste Generation heran.

Das Leben geht unaufhaltsam weiter. Jeden Tag. Die Wunden heilen. Die Leichtigkeit kehrt langsam zurück.

Und es ist schön, das Leben.

Bunte Grüße aus Köln

Anja Kolberg

Dienstag, 09 Juni, 2009

Tausend Schutzengel...

... begleiteten meinen Mann gestern auf dem Weg zur Arbeit. Jemand nahm ihm die Vorfahrt, es kam zum Zusammenprall. Beide Autos sind wohl nicht mehr zu benutzen. Ich war heilfroh, als ich meinen Mann nach einigen Stunden Durchchecken im Krankenhaus mit Prellungen und kleineren Wunden mit nach Hause nehmen konnte. Es hätte auch anders ausgehen können, alle sind mit einem blauen Auge davon gekommen. Ich bin noch immer beeindruckt, wie schnell und unvorbereitet einen das Schicksal treffen kann.

Nach dem Schreck am Montag morgen kann es nur eine besonders glückliche Woche werden. Wir haben hier zu Hause ein Krankenlager aufgebaut, Minu hat auch das Schwesternhäubchen angezogen und umsorgt ihr Herrchen mit zusätzlichen Kuscheleinheiten. Da wird man ganz schnell wieder gesund.

Glückliche Grüße aus Köln

Anja Kolberg

Freitag, 05 Juni, 2009

Mir selbst näher kommen

In letzter Zeit häufen sich die Blogeinträge, wo es mir nicht so dolle geht. Fühlt sich zumindest so an. Toll finde ich das nicht, aber es ist im Moment einfach so. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich offener werde. Heute bin ich traurig, fühle mich wie gelähmt und komme nicht richtig in Bewegung. Ätzend! Ich mag das nicht besonders, aber es lässt sich nicht wegzaubern.

 

Tiefes Durchatmen. Menno! Ich möchte, dass es weg geht. Die Traurigkeit geht aber nicht. Da fällt mir die Geschichte der traurigen Traurigkeit ein. (Wenn Sie "traurige Traurigkeit" in eine Suchmaschine eingeben, werden Sie die Geschichte xfach finden). Die Geschichte erinnert mich an das Gute der Traurigkeit: Sie möchte mich mir selbst näher bringen, mir die ungeweinten Tränen zeigen. Tiefes Seufzen. Ja, das spricht mein Inneres an.

Vor einigen Jahren ergab sich diese Situation in einem meiner Workshops... Stop, vorher brauche ich hier beim Schreiben Musik. Etwas schweres, ehrliches, vielleicht Tracy Chapman oder Xavier Naidoo, die passen ziemlich gut in meine Stimmung. Aaah, schon besser. Normalerweise höre ich gar keine Musik. Aber jetzt, jetzt brauche ich sie.

Zurück zum Workshop. Ich neige dazu, mich selbst stark zu kritisieren und habe den Anspruch alles möglichst zur Zufriedenheit aller zu machen. Da ich sehr feinfühlig bin, bekomme ich nicht nur meine eigenen Gefühle mit, sondern auch die der Menschen, die mich umgeben, so auch die der Teilnehmer. Thema des Workshops war die berufliche Veränderung und da meldet sich der Kritiker ziemlich stark. Und ich spürte, wie der Kritiker an diesem Tag an uns allen nagte. Er lag förmlich in der Luft.

Ich hatte immer Angst, dass der Kritiker in mir noch riesiger wird, wenn ich ihm zuhöre, also: Je mehr Aufmerksamkeit er bekommt, je größer wird er. Ergo: Nicht beachten, nicht hinhören, missachten. Doch er war dennoch da und riesig groß, ohne ihm Aufmerksamkeit zu geben. Diese Theorie und Angst konnte also nicht stimmen.

Während der Übungen hatte ich Zeit zum Nachdenken und ich überlegte, was wäre, wenn ein Teilnehmer zum Workshopbeginn in den Raum kommen würde und ich als Leiterin würde ihn weder begrüßen, noch einen Platz anbieten, noch mit einbeziehen? Ein stiller, leiser Charakter würde vielleicht den Kopf einziehen und verschwinden. Ha, aber nicht der Kritiker. Dafür ist er viel zu groß und stark. Dieser Teilnehmer würde sich immer deutlicher bemerkbar machen, mich rütteln und schütteln und erst Ruhe geben, wenn ich ihn wirklich wahrnehme. Und das tat er gerade mit aller Kraft. Der Kritiker bedrängt mich, redet auf mich ein wie ein Wasserfall... Puh, das kann anstrengend werden.

Dieses Ignorieren würde ich niemals mit einem Teilnehmer machen. Gleich, wer kommt, ich würde ihn freundlich und offen begrüßen, Aufmerksamkeit schenken, mich kümmern, einen Platz anbieten, etwas zu trinken. Wie kann ich also so mit einem Teil von mir selbst umgehen? Morgens auf dem Weg zur Coachingwerkstatt war mir der Aufkleber auf einem vorausfahrenden Wagen aufgefallen: Das Ying-Yang-Zeichen.

Da machte es *Pling*: Es ist gar nicht ganz weiß (= nur gut), es ist auch nicht dreiviertel weiß und einviertel schwarz. Nein, genau die Hälfte weiß und die Hälfte schwarz. Das Gleichgewicht entsteht dadurch, dass beides gleich viel Aufmerksamkeit bekommt. Auch das Schwarze (Negative, Schwere, Kritische). Es hat seinen Sinn und seine Berechtigung!

'Kein Wunder, dass der Kritiker so laut schreit', dachte ich mir damals.

Mir wurde bewusst: Wenn ich ihm nicht zuhöre, wird er größer. So kam ich auf die Idee, dem Kritiker Raum zu geben. Ganz bewusst. Ich lud in einer Übung dazu ein, den inneren Kritiker zu malen und aufzuschreiben, was er zu sagen hat. Nachdem alle ihren Kritiker angeschaut, ihm Aufmerksamkeit gegeben hatten, ihn gefragt hatten, welche positive Absicht er hat und wie sie die für ihren Weg berücksichten könnten, kehrte Frieden in den Raum ein. Eine ganz andere Stimmung war da. Welch wertvolle Übung und Veränderung! Seit dem hatte diese Übung einen festen Platz in meinem Workshopplan. Denn nichts ist nur schlecht, auch der Kritiker hat seine gute Seite. Auch er hat mir/uns eine Botschaft mitzuteilen, die für den Lebensweg wichtig ist.

Damals begann ich ein Kritikertagebuch zu führen: Ich kaufte mir dafür eine schwarze (natürlich schwarz!) A4-Kladde ohne Linien. Ich nahm mir vor, meinem Kritiker jeden Morgen zehn Minuten zu geben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ich begann auf der linken Seite mit einer Zeichnung. Ich habe einfach rausgelassen, was mir in den Kopf kam. Mal waren es nur Krickelkrackel, Farben, die ohne erkennbare Formen auf dem Blatt übereinander liefen, mal entstand eine Figur. Die unterschiedlichsten Seelenbilder fanden ihren Weg auf diese weiße Seite. Rechts daneben schrieb ich all die negativen, belastenden Gedanken auf, die mir in den Sinn kamen. Ohne Bewertung, ohne Zensur. Danach klappte ich das Heft zu und hatte für den Rest des Tages Ruhe. Aaaah, war das gut! Über ein Jahr schrieb ich das Kritikertagebuch (in der Collage einige Ausschnitte) und es wurde von Tag zu Tag besser. Nachher hatte ich das Gefühl, ich brauchte es nicht mehr. Ich habe vom Kritiker viel Gutes für mich erfahren.

Es ist ein Anteil in mir, der mir etwas sagen möchte. Der wichtig ist, genau wie die Traurigkeit und jeder andere nicht so lustige Anteil von mir. Es ist gut, dies gerade nochmal bewusst zu erkennen. Ich glaube, es ist ein guter Zeitpunkt, um dem traurigen Teil von mir Aufmerksamkeit zu schenken. Und mir selbst dabei ein Stück näher zu kommen. Und ich merke nach langer Zeit wieder - ohne eine Last auf meinen Schultern zu spüren: Mein Workshop war schon schön. :o) Der Kritiker ist gerade ganz still und nickt mir zu, hebt den Baumen hoch und lächelt mich an. Schön!

Ich wünsche Ihnen ein zauberhaft schönes Juniwochenende!

Anja Kolberg

PS: Hm, unten stehen zwei Schalen Erdbeeren und im Kühlschrank wartet Vanillejoghurt. Leckerschmecker. Und grüner Spargel. Oh, das wird ein Schlemmerwochenende! ... und der Hals ist zu 95% wieder okay. Schöööön!

Donnerstag, 04 Juni, 2009

Schafskälte

Moin moin! Jetzt weiß ich, woher ich den steifen Hals habe: Die Schafskälte! Ein Wolltier hat mir seinen kalten Atem in den Nacken gehustet - bei einer Autofahrt mit offenem Fenster am Dienstag... Jaja, selbst schuld, ich war noch die köstlich warmen Temperaturen vom Wochenende gewöhnt... Nachdem ich kleidungstechnisch (Schal!) auf Winter umgestellt habe und das Wärmepad bis heute früh habe wirken lassen, gehts schon 'n bischen besser.

Herrlich, wenn der Schmerz nachlässt!

Anja Kolberg (die Giraffe verzieht sich so langsam)

Mittwoch, 03 Juni, 2009

Steifer Hals

Mist! Wie eine Marionette, in der Bewegung ziemlich eingeschränkt, sitze ich vorm Bildschirm. Irgendwie habe ich mir gestern auf der schattigen, windigen Terrasse einen Zug auf den Hals eingefangen. Diese Nacht war keine Liegeposition die richtige für meinen Hals. Aua! Jetzt klebt ein Wärmepad zwischen Kopf und Schultern. Es ziept an den Haaren, will immer wieder an den Enden abgehen, aber es wärmt doch so schön! Ich komme mir vor, als wäre mein Hals doppelt so lang. Nicht zu stark bewegen, aaaah. Mensch! Heute ist ein besch.... Tag.

Aber ich will ihn nicht vor dem Abend mies machen, vielleicht warten ja sooooo schöne Dinge auf mich, dass er als sonniger Tag in meinen Herzkalender eingehen wird. So wie gestern zum Beispiel, als ich eine herrliche Gartenkarte von einer eifrigen Blogleserin im Briefkasten fand. Das war ein Hüpfer für mich.

So, jetzt lege ich mir mal einen warmen Schal um den Hals und drehe mit unserem Vierbeiner eine Runde. Dann ruft eine Tasse Kaffee: "Trink mich!" und die Express lockt: "Komm, lies, was es Neues vom FC gibt und dem daumschen Trainerwechsel."

Seufz. Das klingt gut. Und gut ist auch, dass so ein steifer Hals irgendwann von alleine wieder geht...

Die Giraffe

Dienstag, 02 Juni, 2009

Juni 2009: Ein kühner Traum

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"Ich wage einen kühnen Traum", so der Text des Tischkalenders 2009 und des Wallpapers für den Juni. Auf dem Foto lockt ein knospiger Zierlauch und eine Ahnung wie schön er erblüht sieht man im Hintergrund.

Kühne Träume - hm, das regt meine Phantasie an: Was wäre über meine bisherigen Grenzen hinaus ein Wunsch, den ich habe? Nehmen wir an, alles würde bestens laufen, mir ginge es blendend, alles ist gut UND ein kühner Traum ist in Erfüllung gegangen - wie würde ich diese Situation beschreiben? Ist das vielleicht einen kühnen Gedanken wert?

Im Juni lasse ich meine Gedanken freien Lauf und träume - immer dann, wenn ich wieder auf das herrliche lila-grüne Bild schaue.

Schöne Träume!

Anja Kolberg

Freitag, 29 Mai, 2009

Pfingsten

In ein tiefes fröhliches Blau schaue ich, wenn ich meinen Blick in den Himmel richte und die Sonne blendet mich. Ein leichter Wind bewegt die Sommerblumen vor meinem Bürofenster und im Schatten ist es angenehm kühl. Die perfekte Mischung. Keine Spur Schwüle. Herrlich!

... und das Beste: Woooooochenende! Kein kurzes, nein, ein laaaaaaaaaaaaanges. Und nix, gar nix haben wir vor. Das ist wirklich die Krönung. Ganz frei können wir gemeinsam oder jeder für sich tun, worauf wir Lust haben. Ich liebe das! Sicherlich werde ich Zeit im Schatten auf der Terrasse verbringen, lesen (das neue Buch von Sabine Kornbichler ist da!), an den Blumen zupfen, etwas im Garten werkeln, wenn ich Lust habe, wenn nicht lasse ich es, vielleicht grillen, mit Sicherheit faulenzen und fünfe gerade sein lassen!

Ich wünsche Ihnen zauberhafte Tage!

Anja Kolberg

Donnerstag, 28 Mai, 2009

Aufgelöst!

Yiepieh-juh! Gestern war meine letzte Aquafitness-Einheit - endlich habe ich die Karte voll. Das war bei all der Abneigung, die ich entwickelt habe (es ist so extrem, ich glaube inzwischen, dass es am Wasser selbst und seinen chemischen Inhalten liegt, die mir nicht gut tun), mein Ziel. Und gestern habe ich die letzten Minuten noch mal richtig genossen, ich habe gemerkt: Nö, das will ich nicht mehr, auch wenn so viel "Vernünftiges" dafür spricht. Weg mit dem, was mir keinen Spaß mehr macht!

Und wie zum Zeichen lösten sich gestern beide Badelatschen an der Klebestelle auf. Wenn das mal kein Zeichen ist. Also habe ich sie beim Verlassen des Schwimmbades gleich in den Mülleimer am Ausgang geschmissen. DAS war mal ein gutes Loslassgefühl und ein würdiges Ausrufezeichen am Ende!

Anja Kolberg

Bömbchen

Lust auf eine kleine Farbbombe?

 

Die steht gerade auf meinem Schreibtisch: Das Orange meiner Hochstamm-Rose passt herrlich zu dem hellen Farbton des Rhododendron.

Und auf dieses Farbenspiel schaue ich, wenn ich an meinem Bildschirm vorbei auf den Blumenkasten blicke:

 

Daran habe ich riesig Freude!

Grüße vom Glücksbömbchen

Anja Kolberg

Mittwoch, 27 Mai, 2009

Nix passiert

Heute - nein schon einige Tage - tue ich mir selbst richtig doll leid. Es will nicht so richtig vorwärts gehen. Korrekt ausgedrückt: Es passiert nix. Zumindest offensichtlich nichts. Ich dümpel vor mich hin, was mich überhaupt nicht zufrieden stellt. Ich schlafe, surfe im Netz, spiele Gewinnspiele, gieße meine Blumen, schiebe Projekte von der einen Seite meines Schreibtisches auf die andere, schreibe Tagebuch, beantworte Mails, gehe zu meiner Freundin in den Blumenladen quatschen, mache lange Pause... nichts wirklich Produktives, wo mein Konto sich drüber freut. Zumindest nicht auf dem direkten Weg. Mein innerer Antreiber läuft Amok, aber mein Körper ist stärker. Er lähmt mich richtig. Buäh!

Und so bade ich in Selbstmitleid oder gieße es kübelweise über mir aus.

 

Nu ist die dicke Portion Selbstmitleid wider Erwarten nicht braun, eklig und klebrig, sondern beim Malen spürte ich: Sie ist helllila und fedrig leicht. Fast wie Zauberpuder. Und dies Zauberpuder tut meinem Körper und vor allem meiner Seele gut. Ach schnief, es gibt gerade nix schlimmeres, als dass es nicht vorwärts geht. Ich leide. Ganz ganz ganz ganz doll. Auf der anderen Seite leide ich wieder nicht, denn ich habe ja keine körperlichen Schmerzen, die Grundbedürfnisse (trinken, essen, zu Hause...) sind erfüllt. Also was stelle ich mich an?

Und genau da liegt glaube ich gerade das Problem: Ich mache mich selbst fertig! Ich verurteile mich selbst dafür, dass ich nicht so schnell vorwärts komme wie ich mir das wünsche. Und das verursacht seelischen Schmerz. Aua!

 

Das würde ich mir von keinem anderen gefallen lassen. Da würde ich zurück schlagen. Da ich es selbst bin, bringt mich das nicht wirklich vorwärts. Oder vielleicht zu einem Doppel-k.o.?

 

Hm. "Annehmen, was ist", kommt mir in den Sinn. Auch wenn es NICHT vorwärts geht, sondern stagniert. Mir fällt die Geschichte aus der Natur ein, die mir einmal erzählt wurde und mich so fasziniert hat, dass ich sie meinen Klientinnen erzählt habe, wenn sie auf ihrem Weg ins Stocken gerieten und darüber traurig waren. Zeit, sie mir selbst noch einmal zu erzählen:

Eine Kornähre wächst eine zeitlang ziemlich schnell in die Höhe. Und dann geschieht eine zeitlang gar nichts mehr. Hat sie aufgehört zu wachsen?

Es dauert eine Weile und dann auf einmal wächst sie rasend schnell weiter in die Höhe.

Was ist in der Zwischenzeit passiert? Die Knötchenbildung, die der Pflanze die nötige Stabilität verleiht, ohne die sie nicht so hoch wachsen könnte.

Was sagt mir das für mich? Gerade passiert ein wichtiger Prozess in mir selbst und meinem Leben: Alles setzt und vernetzt sich. Ich verarbeite vieles, bereite mich auf ein weiteres Wachstum vor. Was nach außen wirkt, als geschehe nichts, ist in Wahrheit ein wertvoller, stabilisierender und nötiger Schritt auf meinem Lebensweg. Und wenn dieser scheinbar lahme, mich lähmende Prozess abgeschlossen ist, geht es rasend schnell auf meinem Weg weiter.

Mir bleibt, was auch die Pflanze macht: Jeden neuen Tag begrüßen. Für meine Grundbedürfnisse sorgen. Da sein. Und alles andere die Natur machen lassen, den Dingen ihren Lauf lassen. Und das fällt mir - behaupte ich zumindest mal - viel viel schwerer als der Pflanze. Seufz. Aus diesem Zusammenhang, der vielen Menschen auf dem Weg der Veränderung begegnet, mir in meiner Arbeit als Coach unzählige Male und mir als Mensch in letzter Zeit in immer kürzeren Abständen, entstand diese Postkarte: "Zum richtigen Zeitpunkt fließt alles von alleine. Bis dahin: Genieße die Pause!", die an die schönen Seiten einer solchen Pause erinnert:

Link zum Webshop

Eigentlich ist dieser Schritt ganz einfach, wenn man es genießen kann. Warum ist alles Einfache meistens so schwer?

Grüße vom Lebensweg

Anja Kolberg

Dienstag, 26 Mai, 2009

Schwubidu

Heute weiß ich so gar nicht recht, was ich schreiben soll. Mich hat nix aufgeregt, mir ist nichts besonderes passiert. Für die Vielleserinnen möchte ich doch einen Beitrag ins Netz stellen und 'Hallo da draußen' sagen.

Hier in meinem Büro duftet Gertrude Jekyll vor sich hin und ruft Glücksgefühle in mir vor. Mein Auge erfreut ein riesiges Blumenbuquet, das auf meinem Schreibtisch steht:

 

Es sind Rhododendronblüten, die ich von meiner Landreise mitgebracht habe. Meine Großmutter hat mir einige Zweige des riesigen Busches mitgegeben. Die Blüten sind herrlich, so was tolles. Ich hätte nicht gedacht, dass sie sich so lange und gut in der Vase halten. Herrlich!

Das Wetter bekommt mir nicht. Ja, ich gehöre zu den "Wetternörglern". Ist es nörgeln, wenn ich sage, dass es mir bei dem Wetter nicht gut geht? Wurscht. Ich kann die Menschen verstehen, die das nicht gerne hören: Es sind die, denen es bei dem schwül-warmen Wetter so richtig gut geht. Mir nicht. Ich habe geschwollene Beine, bin müde und wünsche mir kühle Luft und eine Abkühlung. Nein, ich war in meinem letzten Leben keine Wüstenmaus und auch keine Äquatorbiene, die das feucht-warme Wetter liebt.

Petrus hat für mich angenehmeres Wetter angekündigt. Danke schön!

Anja Kolberg

Freitag, 22 Mai, 2009

OM-Gefühl

Vor einigen Wochen belegte ich eine Ausbildung in Freien Aufstellungen. In einer Stellvertreter-Rolle setzte ich mich im Schneidersitz auf den Boden, stand wieder auf, holte mir ein Kissen, auf dem ich noch bequemer saß, legte die Hände in den Schoß und schaute auf ein wunderschönes Bild an der Wand gegenüber. Dort blieb ich sitzen, war ganz auf mich selbst konzentriert und doch bekam ich alles im Raum mit. Ich empfand tiefe Ruhe und Frieden in mir. Ich konnte es für die anderen nur als OM-Gefühl beschreiben wie ich es in Filmen schon bei tibetischen Mönchen gesehen hatte, die Mantras sangen.

Gleich, was im Raum passierte, ich blieb ruhig und entspannt wie eine weise alte Frau, die Kindern mit viel Liebe beim Spielen zuschaut. Ein Beispiel: Eine Teilnehmerin zerwuselte mir die Haare, stieg kreuz und quer über mich, es konnte mich nicht aus der Ruhe bringen. "Das darf sein", sagte ich und der quirlige Geist konnte gehen.

Auf dieser Stelle war alles so einfach, so entspannt. Ich habe diese Stellvertreterrolle wirklich genossen. Oh, könnte ich es doch mit in meinen wuseligen Alltag nehmen, in dem ich dieses Gefühl so brauchen konnte. Als Hilfe liegt nun ein kleines Zettelchen an meinem Bildschirm, darauf steht: "OM-Gefühl". Und wenn ich darauf schaue, erinnere ich mich an den tiefen Frieden, die Zufriedenheit, die große Freiheit und das Ja zu allem, das ich dort spürte.

Seufz. Schööön...

Ein besonderer Schatz! Ich bin so dankbar, dass ich diese Rolle bekam. :o)

Anja Kolberg

Mittwoch, 20 Mai, 2009

Landzeit

So schnell vergeht eine Woche. Die Zeit bei meiner Familie ist an mir vorbei gerast. Heute vermisse ich das traute gemeinsame Frühstück mit Oma und Mama in der Küche, der Blick aus dem Fenster auf die Wiese mit den Tieren der Nachbarn. Oder die Hühner und Gänse aus dem Stall zu lassen. Sie hatten sich schon an mich gewöhnt. Wenn ich den Weg zwischen Gemüsebeet und Teich hinauf zum Hühnerpirk ging, kamen die Hühner schon angelaufen. Wohl eher, weil sie wussten, ich hatte wieder was zum Fressen für sie.

Als ich sie eines abends - wir hatten Besuch und lange gequatscht - in den Hühnerstall scheuchen wollte, fand ich keines mehr draußen. Ich öffnete die Türe zum Stall und da saßen sie alle mit ihrem flauschigen Federkleid aneinandergereit auf der Stange. Das war ein so heimiges, kuschliges Bild. So fühle ich mich auch bei meiner Oma. Einfach wohl, angekuschelt und weltbest versorgt. Letzte Woche Donnerstag plagten mich wieder meine monatlichen Bauchschmerzen und Mama und Oma schickten mich aufs Sofa, wo ich mit einer Wärmflasche versorgt wurde und den ganzen Tag in den Garten geschaut habe, zwischendurch zum Essen gerufen wurde, dann wieder zurück aufs Sofa in Garten-Zeitschriften blättern, die Onkel und Tante am Sofa liegen hatten, dem Regen zugeschaut und letzten Endes bin ich dort einige Stunden eingeschlafen. Das hat so gut getan. Kein Mensch kann einen so gut in einer solchen Situation verstehen wie andere Frauen. Hm, gut!

Im Garten von Onkel und Tante gibt es so vieles zu fotographieren. Das hat mal wieder richtig viel Spaß gemacht. So viele Blumen und kleine schöne Dinge, die meine Fotographenseele strahlen ließen. Unter anderem hatte ich Spaß an einem Spiegel, in dem ich mich kurzerhand selbst abgelichtet habe. :o) Mal mit Kamera vor dem Auge und mal - ein geglücktes Experiment - mit zur Seite gezogener Kamera:

Ich habe herrlich geschlafen, die frische Landluft hat einfach was. Tiefes Durchatmen. Überhaupt diese grünen Wiesen, der frisch begrünte Wald, der blaue Himmel mit den weißen und grauen Wolken. Ich liebe das Bergische Land, seine Aussichten, das Grün. Das tut meiner Seele gut. Unsere Minu, die mich für einige Tage begleitete, hatte soooo viel zu schnüffeln und zu entdecken. Auch sie hat geschlafen wie auf Wolke sieben und von den Abenteuern draußen geträumt. :o)

Einige Abende haben wir mit Halma spielen verbracht. Besonders Spaß macht mir das Spiel zu dritt. Da wir alle drei das Spiel lieben: Ein perfekter abendlicher Zeitvertreib. Neu entdeckt haben wir Solitär, erst blieben sechs oder sieben Püppchen übrig, zum Schluss nur noch zwei. Als ich dann behauptete, die Lösung (eines bleibt in der Mitte übrig) ist bestimmt im Internet zu finden, konnten das meine Mitspielerinnen erst gar nicht glauben. Ich machte den PC meiner Großmutter an, wenige Minuter später saß ich wieder auf dem Sofa mit drei verschiedenen Lösungswegen. Ich hatte nur die erste von unzähligen Seiten mit Lösungen aufgerufen. Jetzt wissen wir wie's geht. Wenn auch das selber ausprobieren freudvoller ist. Um halb zwölf am letzten Abend rauchte uns der Kopf. Was für ein krönender Abschluss dieser wundervollen Woche!

Ich bin so froh, dass meine Oma noch für mich da ist, und meine Eltern. Und schön ist es auch, dass Onkel und Tante einige Tage in Urlaub fahren und sich so die Gelegenheit ergibt, meiner Oma einige Tage Gesellschaft zu leisten. Ich weiß, das sind Erinnerungen, von denen ich mein ganzes Leben lang zehren werde.

Und nach einer Woche Auszeit ist es auch wieder richtig schön zu Hause in Köln. :o)

Anja Kolberg

Mittwoch, 13 Mai, 2009

Warum schreibe ich?

Es ist mir ein tiefes Bedürfnis. Auf die Frage, was ich mit auf eine einsame Insel mitnehmen würde, würde ich antworten: Ein Tagebuch und einen Stift. Ich kann nicht ohne.

Weihnachten 1982 schenkte meine Patentante mir mein erstes Tagebuch. Rot, mit einem goldenen Schloß. Seit dem fülle ich Seiten der Kladden, Bücher, Hefte. Mit zwölf schrieb ich Berichte über meinen Tagesablauf, zählte jedes einzelne Weihnachtsgeschenk auf, sogar was ich am Fernsehen gesehen hatte. Es folgten ersten Schwärmereien für Jungs, die ich allesamt diesen schweigsamen Seiten anvertraute. Seit dem schreibe ich. Nicht täglich, manchmal monatelang nicht. Oft dann, wenn es mir nicht gut geht. Aus der Zeit, wo ich meinen Mann kennen lernte und mich verliebte und wir schon nach einem halben Jahr zusammen zogen, gibt es so gut wie keinen Tagebucheintrag. :o) Davon bleibt also nur die schöne Erinnerung und viele Fotographien ...

Der Blog ist für mich eine Zwischenwelt: Niemals so privat wie mein Tagebuch, aber auch nicht so verbindlich wie ein Buch. Ich schreibe über das, was mich bewegt, was mich stört, was mich glücklich macht. Manches spontan, manches trage ich schon einige Tage in mir. Nicht immer weiß ich, was ich schreiben soll. Mir fehlt auch mal die Lust oder die Zeit. Viele der Einträge sind mir leicht gefallen und wenn meine rechte Hand auf der Maus über den Schreibtisch fliegt, wenn ich meinem Blogmädchen Lilo Leben einhauche, geht es mir besonders gut. Das ist Freude, Lust und Freiheit.

Natürlich gibt es eine Zensur. Nämlich mich selbst. Ich bin mir bewusst, dass fremde Menschen diese Zeilen hier lesen, einige Menschen kenne ich auch - das alles fühlt sich jedoch warm und gut an. Ich schreibe hier längst nicht alles, was mir auf dem Herzen liegt. Ein Seufzer durchbricht meinen Atemrhythmus. Doch mir fällt auf: Ich öffne mich immer etwas mehr und zeige damit auch meine Verletzlichkeit.

Mir liegt es fern, mich hier als Coach zu zeigen, der gute Tipps wie Dünger in ein Blumenbeet streut. Mir ist es wichtig, über mich selbst zu schreiben. Zu zeigen, dass ich nicht die perfekte, coole Frau bin, die alles im Griff hat. Das bin ich nicht. Ich bin unperfekt. Mache Fehler. Habe Ängste, Schmerzen und trage Unverarbeitetes in mir. Diese Seite von mir möchte ich zeigen und nicht die rein professionelle, sichere, standfeste. Gut, die kann ich auch sein. Die Frau, die sich ein Ziel steckt und es erstaunlicherweise oder vielleicht sogar wegen großer Zweifel, Ängste und Rückschlägen erreicht. Ich bin beides. Vor allem aber Mensch.

Minikartenset Nr. 2 - aus dem Webshop

Diese Webseite präsentierte ursprünglich ausschließlich meine Selbstständigkeit. Ich mag auf anderen Webseiten von den Menschen, die dahinter stehen, mehr erfahren und so folgte ich auch meinem Wunsch, mehr und mehr Seiten von mir zu zeigen, um ein Blick auf den ganzen Menschen zu bekommen und nicht nur die glänzenden zu sehen. Hier offen zu schreiben, dabei hilft mir wahrscheinlich, dass ich Pause von Coaching und Training mache. Denn wenn gleichzeitig Werbung für meine Leistung machen würde: Es würde mir schwerer fallen, offen zu schreiben. Weil ich mein Geschriebenes ständig kontrollieren und hinterfragen würde. Mehr als ich das jetzt mache, wo ich nicht aktiv bin. Vielleicht habe ich das abgelegt, bis ich wieder anfange mit Coaching und Training. :o) Das wünsche ich mir.

Die Herausforderung für mich, über meine "schwachen" Seiten zu schreiben oder auch darüber zu sprechen? Menschen, die Schwächen zeigen, werden schnell von anderen mit Tipps und Ratschlägen überhäuft. Puh, das mag ich gar nicht. Warum nicht? Ich brauche sie nicht. Ich komme zurecht, kann und möchte mir selbst helfen, auch wenn ich leide, auch wenn ich Schmerzen habe oder gerade eine Hürde zu überwinden habe, die mich schlaucht. Wenn ich weine, bin ich ganz klar und sicher in mir, nicht hoffnungslos, sondern stark und gerade mitten in einem wichtigen Prozess. Ich weiß: Die Lösung für meine Probleme liegt in mir selbst. Und ich habe die Kraft und das Potenzial sie zu lösen.

Postkarte 06002 - aus meinem Webshop

Mir fällt es sehr schwer, jemandem, der leidet, keine gut gemeinten Tipps zu geben, sondern nur da zu sein und zuzuhören. Anzuerkennen und wertzuschätzen, was ist. Nicht mehr und nicht weniger. Puh, da habe ich richtig mit mir zu kämpfen und muss mich sehr auf meine innere Stimme konzentrieren, die mir rät, bei mir selbst zu bleiben und den anderen in seiner Selbstverantwortung zu lassen. Die Geduld und die Gewissheit zu haben, dass der Gesprächspartner Hilfe einfordert, wenn er sie braucht. Genau so wie ich es selbst auch haben möchte. Und falls er keine Hilfe braucht, damit klar zu kommen: "Ich werde gar nicht gebraucht, der andere kommt alleine klar." Womit ich wieder mit mir selbst konfrontiert bin. Denn anderen zu helfen, gibt ein gutes Gefühl, ist eine wunderbare Ablenkung, es gibt Stärke und manchmal auch Macht ("Wer viel macht, hat Macht." ... und gerne die Kontrollle.).

Wenn ich den Leidenden mit meinen Tipps "erlöse", geht es mir besser. Dann muss ich nicht mehr (hilflos) damit klar kommen, den anderen leiden zu sehen. Wenn jedoch keiner da ist, auf den ich meine Aufmerksamkeit konzentrieren kann, der meine Hilfe braucht, weil alle mit sich selbst klar kommen, landet die Aufmerksamkeit automatisch bei mir selbst.

Da liegt nämlich wirklich die Aufgabe meines Lebens: Ein Stück Land, das im Laufe der Jahr in einen Garten verwandelt wird. Eine Landschaft, die mir gefällt, in der ich mich ausprobiere, mich versorge.

Postkarte 06023 aus meinem Webshop

Ein Garten, der Pflege braucht und Liebe und Geduld und Zeit. Und manchmal auch eine Gärtnerin, die die Dinge einfach laufen lässt und den Blick löst vom Absuchen des Erdreiches, wo wieder ein Unkraut gewachsen ist oder wachsen könnte ...

Jetzt lasse ich ein paar Tage mal laufen und verschwinde aufs Land...

Anja Kolberg

Dienstag, 12 Mai, 2009

Einfach Spaß...

... macht es mir zwischendurch ungewöhnliche Wörter oder seltsame Sätze zu kreieren. Situationen oder Zustände, die sich vielleicht wiedersprechen: Wolken, die hart sind oder Nebel, der klar ist... Beim Blättern in meinem Tagebuch fand ich gestern Abend einige Zeilen. Die möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:

Riesenfloh. Samstagshaut. Zauberrealität. Rosenpause. Feindliebe. Engelshörner. Wolkenhart. Friedensgelbkariert. Suppentrocken. Tagmond. Sags stumm. Blaulecker. Dunstklar.

Leise knallte er die Türe. Frieden explodierte in der Kanone. Ein Niesen schaffte Stille. Ein Licht schenkte Dunkelheit. Ich fror vor innerer Wärme. Ein Flüstern durchbrach die Schallmauer. Der Weg war breit wie ein Feld. Die Blume segelte nach Ibizza. Ich spiegelte mich im Staub.

Und mein Lieblingssatz: Die Trockenheit tropfte von den Dächern.

Einen himmelblauen Tag wünscht

Anja Kolberg

Montag, 11 Mai, 2009

Dicke Tränen...

Dicke Tränen groß wie Kieselsteine rollen von der Seele meines Inneren Kindes. Legen sie frei. Waschen sie. Entfernen die Last, die auf ihr lag. Tage, Wochen, Jahre, manches jahrzehntelang.

Jeder Mensch hat Verluste, Schmerzen und Leid erlebt. Kleine und große. Unterschiedlicher Stärke. Und sei der Schmerz noch so sanft, der Verlust aus der Sicht anderer noch so gering, auf der Seele des Inneren Kindes zeigt sich die wirkliche Schwere, das wirkliche Ausmaß dieses Schmerzes für das Kind. Ganz zart ist die Hülle seiner Seele, groß und intensiv seine Gefühle.

Deswegen ist es so gut und so wichtig, hin zu schauen. Wahrzunehmen, was ist. Zu lieben. Anzuerkennen und zu respektieren. Die Tränen rollen zu lassen. Da sein zu dürfen und so sein zu dürfen. Mit all dem Schmerz, dem Verlust, dem Leid. Nur ein einziger Mensch kann fühlen und sehen wie es wirklich ist: Ich selbst. Ich darf weinen und hinschauen. Es ist nicht schlimm, zu weinen, sondern heilsam. Gleich ob eine oder hunderte Tropfen.

Das Schöne an diesem Prozess: Das Innere Kind fühlt sich gesehen, es bekommt Aufmerksamkeit und Liebe. Und so stark die Tränen auch fließen, so groß die Kiesel auch sein mögen: Wer Kinder hat weinen sehen, weiß wie schnell die Tränen wieder trocknen. Wie die Wolken sich nach einem Gewitter verziehen und die Sonne wieder scheint.

All das ist gut und in Ordnung, weil das Innere Kind die Aufmerksamkeit bekommt, die es sich schon immer wünschte und die, die es braucht. Die Aufmerksamkeit, die es braucht, um glücklich und frei zu sein.

Danach lässt sich viel leichter und befreiter leben. Das Leben bekommt tiefere Farben, neue Dimensionen. Es wird fülliger, lebendiger, wahrhaftiger.

Ein Stück vom Glück. Ein Büffet voller Leben und Lebenslust. Die Tiefe des Seins, die Tiefe der Gefühle, das wahre Leben.

Allles Liebe

Anja Kolberg

Freitag, 08 Mai, 2009

Nacht-Gewitter

Diese Nacht um drei polterte und grummelte der Himmel. Minu stand hechelnd neben unserem Bett. Ein Gewitter. Ich liebe ja Gewitter, weil ich es spannend finde, gemütlich, reinigend, einfach klasse. Unser Vierbeiner scheinbar nicht. Gut, dass das Gewitter nicht Stunden brauchte, denn dann beruhigte sie sich.

Dafür komme ich heute nicht richtig in die Gänge. Gestern war ich so emsig und aktiv. Mir wird bewusst, wie stark mein Wesen auf das Wetter reagiert. Denn hier in Köln ist der Himmel heute früh bedeckt und es ist ein bischen schwül. Dafür ist diese Nacht der Garten getränkt worden. Meine Schreibtisch-Rosenblüte erfreut mich noch immer. Inzwischen ist sie noch mehr aufgegangen und duftet unvergleichlich gut.

Jetzt freue ich mich auf ein hoffentlich duftes Wochenende! Ich wünsche es Ihnen!

Anja Kolberg

Donnerstag, 07 Mai, 2009

So ein Tag...

... so wunderschön wie heute!

Zumindest wettermäßig stimmt die Liedzeile heute voll und ganz: Sonnig und nicht zu warm, blauer Himmel mit weißen Wolken, Schön!

Aber sonst wars heute ziemlich stressig. Unsere Nachbarn haben eine riesige Tanne fällen lassen, unser Auto war voll Sägespäne, der Vorplatz voller Sägespäne, die Blumen, die Fensterbank, dazu noch Haufen trockenes Laub vom Efeu, das in der Tanne lebte. Heute früh nach dem Gassigang habe ich dann erst mal gekehrt, es sah furchtbar aus. Danach gleich mit dem Auto in die Waschstraße, damit das harzige Holz sich in der Sonne nicht in den Lack frisst und dann wollte ich noch ein paar Sachen besorgen.

Als ich wieder am Auto stehe und einlade, spüre ich auf einmal: Mein Portemonnaie ist weg! SCHREI! Alles durchsucht, nichts. Panik. Ich hatte Kontoauszüge gezogen, da muss ich den Geldbeutel liegen gelassen haben. Sch..., das ist mir noch nie passiert. In einem Affentempo jogge ich quer über den Parkplatz, überspringe die Grünstreifen und quäle mich ungeduldig durch die Drehtüre. In Gedanken sehe ich mich schon die Sperrnummern für die EC-Karten anrufen. Ich sprinte Richtung EC-Automat und nehme im Augenwinkel die Info wahr. MEIN PORTEMONNAIE! Vor dem Tresen steht eine blonde Frau und gibt es gerade ab. "Mein Portemonnaie!" rufe ich und bremse außer Puste ab. "So ein Glück!"

"Ich wollte gerade einen Durchruf machen", sagt die Dame an der Info. "Oh danke, was für ein Glück, dass Sie es gefunden haben! Sie sind ein Engel!" Freudestrahlend schaue ich die blonde Frau an und umarme sie dankend. Es tut so gut, in einer solchen Situation Glück zu haben und auf ehrliche Menschen zu treffen. Ist das schöööön!

Doch es stimmt, bei all dem Schreck, der mir bei der Sache in die Glieder gefahren ist - ich war erst mal richtig fertig - kann ich singen: So ein Tag, so wunderschön wie heute!

Glücksgrüße aus Köln

Anja Kolberg

Mittwoch, 06 Mai, 2009

Jeden Dienstag Abend...

... quäle ich mich zum Sport. Ich mache mit meiner Freundin Aquafitness, eine moderne Art der Wassergymnastik. Die Trainerin ist super (bildet deutschlandweit aus), witzig und die Zeit geht flott vorbei. Anschließend fühle ich mich wohl, ABER... vorher quäle ich mich, meine Laune ist am Boden und ich frage mich: "Warum tust du dir das an?"

Wie Sie merken: Ich gehöre nicht zu den sportbegeisterten Menschen. Ich gehe zum Sport rein aus Vernunftgründen. Aber in diesem Halbjahr ist es besonders schlimm. Wohl ein Zeichen, dass es doch nicht das richtige für mich ist, auch wenn es gut und effektiv ist, gerade wenn man ein paar Kilogrämmchen zuviel auf den Hüften hat.

Ob es den richtigen Sport für mich gibt? Wo ich wirklich Spaß habe, hinzugehen? Den ich mit Lust ausführe? Grübel. Ich vermute eher nicht... Früher bin ich so gerne spazieren gegangen. Seit dem ich jeden Morgen mit unserem Hund Gassi gehen "muss", ist mir der Spaß daran abhanden gekommen, auch das Walken habe ich wieder dran gegeben. Bin wohl ein hoffnungsloser Sportmuffel-Fall. Okay, ich darf das. Auch wenn man eher hipp ist, wenn man sportlich so richtig supi aktiv ist. Ich muss ja nicht alles mitmachen... :o)

Anja Kolberg

Dufte Gedanken

Moin moin - zum Dritten.

Sie umhüllt mich mit ihrem Duft.
Ihre Farbe schmeichelt meinen Augen.

Sie ist einfach dufte, meine neue Rose für den Garten. Laut dem Bildband von David Austin: "Die Rose" ist sie diejenige mit dem stärksten Duft, die er kennt. Seit dem wohnt Gertrude Jekyll bei mir. Einige Knospen sind schon geöffnet und eine davon steht bei mir auf dem Schreibtisch. Sie beduftet den ganzen Raum, sie riecht ganz tief und stark nach Rose, typisch Rose. Ein Traum.

 

Gekauft habe ich die Rose im Container in einer excellenten Qualität übrigens bei Petra-Ute Köllen-Chaverial, die hier den Blumenladen im Kirchweg betreibt. Ich könnte da endlos weitere Sorten kaufen... gemach, gemach...

Es wäre wirklich super, wenn die Sonne heute rauskommen würde. Ich gehöre zu den Menschen, die rasch unter dem Wetter leiden, nicht immer, aber gestern und heute auf jeden Fall. Seufz. Lieber Petrus, du hast uns die letzten Wochen mit so viel Sonne versorgt. Ist noch was übrig?

Einen schönen Tag!

Anja Kolberg

Wind-Hund

Die Windböen ließen unseren geliebten Vierbeiner diese Nacht nicht schlafen. Wir können inzwischen immer besser damit umgehen. Die Lösung heißt: Ignorieren. Puh - und das ist schwer. Mit der liebevollen Begleitung von der Hundeexpertin Solveig (Winkewinke nach Minnesota) sind wir auf einem guten Weg. Von vier Stunden Windböen habe ich mehr als die Hälfte geschlafen und Minu beruhigt sich inzwischen immer rascher.

Bin ich froh, wenn es ganz weg ist!

Hier noch ein Bild vom flauschigen Schatz, als sie letztes Wochenende auf dem Steg im Garten gedöst hat:

... und dösen macht ganz schön müde, findet Minu.

Hoffentlich reisst der Himmel bald auf, ich brauche Sonne für mein Gemüt! Und müde bin ich auch noch, denn seit mein Mann um sechs Uhr aufgestanden ist, kann ich heute auch nicht mehr schlafen. Deswegen schreibe ich auch jetzt schon einen Blogbeitrag. Es ist viertel nach sieben... Gähn!

Anja Kolberg

Dienstag, 05 Mai, 2009

Leise rieselt der...

Regen. Heute früh will es hier nicht so richtig hell werden. Grau in grau der Himmel. Ich habe gar keine Lust, raus spazieren zu gehen. Minu auch nicht, glaube ich. (Sie sucht sich auf dem Sofa nochmal eine neue Schlafposition.)

Gestern hätte ich noch zehn Blogeinträge schreiben können, heute fühle ich mich leicht ausgenockt.

Bei all der Aktivität in den letzten Wochen darf ich mir ruhig auch mal einen unproduktiven Tag gönnen. Ja, darf ich. Mach ich auch. Nicht traurig sein, sondern dazu stehen... und es viiiiiiielleicht sogar ein wenig auskosten. :o)

Anja Kolberg

Montag, 04 Mai, 2009

Was gefällt Ihnen?

"Warum machst du aus den Blogbeiträgen kein Buch?" Diese Idee lese und höre ich in den letzten Monaten immer öfter. Je mehr ich mich damit beschäftige, desto mehr frage ich mich: Welche Blogeinträge aus den vergangenen drei Jahren sollte ich dafür auswählen?

Wer könnte mir diese Frage besser beantworten als meine Leser und Leserinnen. Deswegen meine Bitte an Sie, schreiben Sie mir: Welches sind Ihre Lieblingseinträge im Blog? (Oder, falls das eher geht: Welche Einträge fallen Ihnen als erste ein?) Gleich, ob Sie mir einen Beitrag nennen, mehrere oder pro Halbjahr einen: Sie helfen mir weiter.

Eine Liste der Blogbeiträge vom ersten Halbjahr 2006 bis zu diesem Halbjahr finden Sie links unter "Blog - 2006 - 1. Halbjahr", darunter gehts weiter.

Ich freue mich auf Ihre Antwort!

Herzliche Grüße aus Köln

Anja Kolberg

Großes Glück...

... hatte ich am Wochenende. Beim Dösen, Garten betrachten, lesen und faulenzen entdeckte ich ein kleines Eichhörnchen (ich nenne es "Baby-Eichhörnchen", weil es mir wie ein Junges vorkommt und noch nicht so groß ist), das zu uns über den Zaun kletterte. Leider hat Minu es entdeckt und verjagt. (Schrei!) Aber das Eichhörnchen hat nicht aufgegeben und uns wieder besucht, diesmal unbemerkt von Minu. Und nicht nur das, mir ist auch gelungen, es vor die Kamera zu bekommen. Ich muss die Kamera schon auf dem Tisch liegen haben, aufstehen geht nicht, sonst ist das schüchterne Tier gleich weg.

Na, entdecken Sie es?

Hier ein Ausschnitt für Sie:

Ist das nicht süß? Ich bin so glücklich, dass ich das erleben darf. Wir hatten noch mehr tierische Besucher. Zum Beispiel eine Meise, die zum Baden kam:

Und eine Amsel. Ob sie meditieren wollte? Sie hüpfte gleich zur Buddha-Statue und verweilte dort:

Im Teich lebt übrigens ein Lurch. Oder Molch? Teichmolch? Ich muss nochmal im Naturführer: Was lebt in Bach und Teich? nachschlagen, da war er nämlich abgebildet. Ein Foto ist mir bislang nicht von ihm gelungen. Als es am Samstag in meiner gemütlichen Sitzschattenecke kühl wurde und ich auch nichts mehr im Garten zu werkeln hatte, um warm zu werden, habe ich mir eine Sitzauflage geschnappt und mich auf den sonnigen Steg gelegt. Ah, das tat im Rücken gut. Und nebenbei konnte ich mir das Leben im Teich genau anschauen. Ich hätte nicht gedacht, dass darin so viele kleine Tiere leben. Zum Beispiel Schnecken mit hübschem Gehäuse und ein kleiner schwarzer glänzender Käfer, der rasend schnell zwischen den Steinen umherwuselt.

All das sind besondere Schätze meines Lebens!

Anja Kolberg

Freitag, 01 Mai, 2009

Mai-Glück

Tischkalender - Motiv Mai 2009  

"Mit Achtsamkeit entdecke ich die besonderen Schätze des Lebens", so lautet mein Zitat für den Mai 2009 auf Tischkalender und Desktopmotiven.

Achtsamkeit bedeutet für mich Stille. Mit Ruhe und einer gewissen Langsamkeit etwas wahrnehmen.

Besondere Schätze des Lebens sind für mich große Kleinigkeiten wie ein badender Vogel in unserem Bachlauf oder ein unerwarteter Gruß, den mir ein lieber Mensch schickt. Es ist ein Kompliment, das ich bekomme. Oder eines, das ich gebe und bei dem der Empfänger ein warmes Strahlen auslöst.

Im letzten Jahr habe ich den Marienkäfer auf dem Klee in unserem Garten gefunden. Das war ein besonderer Schatz für mich, der einen ganzen Kübel Glücksgefühle über mir ausgeschüttet hat.

Zauberhafte Maitage für Sie. Schön, dass Sie da sind!

Ihre Anja Kolberg

Donnerstag, 30 April, 2009

Orientierung finden

 

Wenn ich vor einer Entscheidung stehe und mir nicht sicher bin, was ich tun soll, rede ich gerne mit anderen darüber. Das hat aber zur Folge - völlig logisch - dass mir andere ihre Meinung mitteilen.

Warum tue ich das überhaupt? Vielleicht bin ich unsicher, weil ich mich nicht traue, ganz zu mir zu stehen. Vielleicht erhoffe ich mir, dass sie sagen: "Stehe zu dir.", oder dass sie etwas sagen, dass mir bei meiner Entscheidungsfindung hilft. Da sie nicht wissen, was ich brauche und hören will, ist es ein Glücksfall, wenn es passiert.

Die vielen Antworten haben dies hier zur Folge:

Ich weiß noch weniger, was richtig ist und was falsch. Es sind die Meinungen der anderen, das muss gar nicht mit mir selbst zu tun haben. Jeder von ihnen meint es sehr sehr gut mit mir. Aber es hilft mir nicht weiter, weil nur ein Mensch mit weiterhelfen kann: Ich selbst!

Das erfordert Mut, denn es kann sein, dass die Antworten, die ich in mir selbst finde, nicht der Rat ist, den mir andere gegeben haben oder geben würden. In mich hinein zu horchen erfordert Mut, weil die Antworten vielleicht nicht dem entsprechen, was vernünftig ist, also dem Konto gut tut oder der Karriere oder dem gesellschaftlichen Ansehen oder dem, was bequem ist.

Es lohnt sich - weil es mein Leben ist, mein Weg, meine Verantwortung. Heute ist ein guter Tag, meinem Inneren zuzuhören, dem inneren Kind Aufmerksamkeit schenken und zu schauen: Was will ich selbst eigentlich? Was ist gut für mich? Welchen Weg will ich gehen?

Anja Kolberg

Mittwoch, 29 April, 2009

Ganz leise...

... guten Morgen aus Köln. Ich flüstere, weil Minu noch schläft. Auf dem Sofa. Schlingel. Da sieht sie immer soooo süß aus und eigentlich weiß sie, dass sie dort nicht liegen soll. Wenn ich vorbei gehe und so tue, als sehe ich sie nicht, bewegt sie ganz leicht ihre Schwanzspitze. :o) Vielleicht flüstere ich auch wegen mir selbst. Morgens brauche ich einfach Stille. Ich habe wieder geträumt diese Nacht, tssss, davon könnte ich Seiten füllen...

Gestern habe ich wahrhaftig die Einkommenssteuer fertig gemacht. Seufz. Es ist so ein gutes Gefühl, das endlich geschafft zu haben. Ich fühle mich in meinem Büro wohl wie der Tisch jetzt steht, ich schaue auf den frisch bepflanzten Blumenkasten vor meinem Fenster. Ein Hauch von Bollywood, zumindest, was die Farben angeht: Orange und lila, dazwischen ein noch nicht erblühter Lavendel. In der Mitte umspielen weiße Dahlien ein efeuberanktes Herz. Schön! Hier zwei Ausschnitte:

 

 

Einen schönen Tag!

Anja Kolberg

Montag, 27 April, 2009

Der Frühjahrsputz geht weiter...

Nichts anderes ist es, was ich in meinem Büro seit letzter Woche mache: Ich putze. Zwar keine Böden und Fenster, das ist ja rasch in einem Raum gemacht. Nein, ich putze Ordner leer und Regale. Auch Zeitschriftensammlungen und Visitenkartenmappen mit uralten und nicht gepflegten Kontakten landen in der Tonne.

Ich blättere Ordner mit Unterlagen von Weiterbildungen durch, die ich besucht habe und die ich gar nicht mehr brauche. Ich entscheide mich zum Loslassen. Im Bücherregal finde ich Schinken, die ich unbedingt mal haben musste, in Wirklichkeit aber gar nicht genutzt habe. Seufz. Ein Fall für Amazon Marketplace oder für die Mülltonne. Ja, ich kann Bücher auch gut wegwerfen. Ich konnte das nicht immer, aber irgendwann hat es 'Klick' gemacht. Es geht nicht um Bücher, die eine Antiquität darstellen, nein, allesamt Bücher, die noch zu kaufen sind. Der Autor oder die Autorin wird sich freuen, wenn es neu gekauft wird. So unterstütze ich meine Gilde...

Potenzial, um meinem Frühjahrputz noch mehr zu fröhnen, ist vorhanden. Manches fällt mir schwer, loszulassen, obwohl ich es schon ewig nicht mehr angerührt habe oder nie wieder machen will. Zum Beispiel Bewerbungstraining, Vorträge zu Themen, die mich nicht mehr interessieren, Workshops, die ich nie wieder halten will. Mein Inneres sagt mir dann: "Anja, du brauchst es nicht mehr. Wenn du es kannst, dann lass es los." Dann fällt es mir leichter, auch wenn ich manches doch zurück ins Regal stelle.

Ich bin schon auf das Gesicht des Müllmannes gespannt, wenn er unsere Papiertonne von der Stelle bewegen will und nicht damit rechnet, dass sie x Mal so schwer ist wie sonst..

Je mehr ich loslasse, desto leichter fällt es mir, auch noch eine weitere Schublade in Angriff zu nehmen und dort den Staub der Vergangenheit wegzuwischen...

Ich freue mich, auf das, was kommt! Etwas ist ja schon gekommen, kaum dass ich umgestellt und einiges losgelassen habe, darüber muss ich aber erst noch einige Tage schlafen, bis ich im Blog davon berichte...

Anja Kolberg

Mittwoch, 22 April, 2009

Schritt für Schritt

Heute ist ein guter Tag, eine Pause einzulegen. Ich merke richtig, wie ich mich nach der Umräumaktion erst mal wieder in meinem Büro orientieren muss. Kicher, nein, es liegt nicht daran, dass es so riesig ist, sondern, dass ich die Möbel umgestellt habe.

Dickes Dankeschön an meinen Mann, der sooooo viel Geduld mit mir hatte. Ich konnte mir in Ruhe überlegen, wo die einzelnen Möbelstücke wirklich gut stehen, sie sind teilweise mehrfach umgestellt worden. Der Schreibtisch (ziemlich groß mit einem runden Besprechungsbereich) hat alle Himmelsrichtungen durch. Eine kleine Herausforderung war die Hängeregistratur, ein riesig schwerer Schrank. Insbesondere für diesen war ein passender Platz schwer zu finden, doch auch das hat mit der nötigen Zeit geklappt.

Ich weiß auch schon, was als nächstes losgelassen werden will. Mein Verstand weiß es, der Rest von mir braucht mindestens ein Jahr dafür, um diesen Gedanken zu verarbeiten. Schließlich hänge ich ja daran. Noch...

Heute will ich mich an mein neues Umfeld, an die Umstellung gewöhnen. Schön ist, dass ich jetzt wieder aus dem Fenster rausschaue, den Himmel sehen kann, hinter der gegenüberliegenden Häuserreihe die Bäume und meinen Blumenkasten, der dringend neues Innenleben braucht. Petra-Ute (schöner Blumenladen! Kirchweg 131 - Junkersdorf), ich kooooommme!

Auf dem Parkett stehen noch so manche Kartons herum, auch einige Billi-Regale brauchen einen anderen Platz. Ich blicke zudem auf eine frisch gestrichene grüne Wand, da muss ein Bild hin. Ich gucke auf so viel leeren Raum. HILFEE! Das ist vielleicht ein komisches Gefühl... Gestern war ich übrigens beim schwedischen Lieblingsmöbelhaus Am Butweilerhof im Kölner Norden. Puh, ist das riesig. Ich überlege, ob es größer ist als das in Köln-Godorf. Hm, meine Füße waren auf jeden Fall anschließend mehr als platt... und dass ohne Einkaufswagen, "nur" zum Gucken.

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt für eine neue Aufräumrunde. Mal sehen, wohin die Sachen kommen, die ich noch nicht wieder eingeräumt habe. Seufz.

Wo führen mich die gegangenen Minischritte hin? Sie haben auf jeden Fall eine große Wirkung, das merke ich jetzt schon.

Einen zauberhaften Tag - bitte mal mit weniger Pollen-Schnief-Zeit!

Anja Kolberg

Dienstag, 21 April, 2009

Moin moin!

Das Wetter hier in Köln ist herrlich, die Sonne scheint in mein Büro, die Vögel zwitschern. Wenn nur die Nase nicht laufen würde...

Gestern war ich ganz schön aktiv, der erste Teil meiner Loslass-Aktion ist geschafft. Das war nicht leicht für mich, weil ich etwas Kostbares losgelassen habe. Ich habe mir, wenn es ganz schwer war: "Ich lasse mit Liebe los.", gesagt. Das hat mir geholfen. Ich habe nicht alles vollständig losgelassen, sondern erst einmal in den Keller getragen, es nimmt jetzt weniger Aufmerksamkeit in meinem Büro ein. Ich habe darauf immer noch Zugriff, wenn ich es möchte. Da ich dafür aber ein Regal abgebaut habe, wird es nie wieder diesen Raum einnehmen wie bisher. Es muss dann schon einen anderen Zugang finden...

Ich weiß, ich bekomme dafür etwas anderes. Es ist wie das Setzen der Blumenzwiebeln im Herbst - im Frühling zeigt sich das Ergebnis, es sei denn, das Eichhörnchen nascht daran... Aber wenn nicht, kann man sein buntes Wunder erleben. Was ich losgelassen habe? Ein Projekt, dass nicht so gelaufen ist wie ich es mir gewünscht hatte. Ich habe damit Erfahrungen gesammelt, bin in die Tiefe gegangen und habe erkannt, dass der Weg, den es erfordert, um wirklich erfolgreich zu sein nicht meiner ist. Ich habe zwar Ideen, was ich damit noch machen könnte, ich habe es aber bislang nicht getan. Also lasse ich los und lasse mich überraschen, was kommt.

Bisher war jedes Loslassen gut für mich, es ist dafür immer etwas Neues und wichtiges in mein Leben getreten. Ist das spannend! Ich spüre jetzt schon eine neue Freiheit, Erleichterung, Luft.

Nicht nur in meinem Büro habe ich aufgeräumt und einige Regalreihen geleert, auch im Kleiderschrank habe ich Platz gemacht: All die Business-Klamotten sind in der Sammlung gelandet. Blazer und Anzüge, die ich doch nicht mehr anziehe oder in die ich nicht mehr reinpasse. Rausgewachsen! :o) Diesmal habe ich die Gedanken: "Das ist doch viel zu schade. Wer weiß, vielleicht passe ich da ja wieder rein? Das könnte ich bei Ebay reinsetzen..." außer acht gelassen und sie einfach in den Sack gepackt. Da passt der kölsche Spruch: "Wat fott is, is fott." (Was weg ist, ist weg.)

Heute ist Zeit fürs Möbel rücken, der Teil einer Wand muss neu gestrichen werden. Auch die Steuerunterlagen habe ich noch nicht fertig. Es gibt viel zu tun und darauf freue ich mich.

Doch zuvor drehe ich erst mal mit meiner vierbeinigen Freundin eine Runde und beobachte die Natur.

Anja Kolberg

Montag, 20 April, 2009

Zeit zum Loslassen

Ein sonniges Hallo aus Köln. Das Wetter am Montag Morgen ist herrlich: Blauer Himmel, Sonne, die Vögel zwitschern, es ist eine Mischung aus warm und angenehm kühl. Für mich perfekt!

Ich hatte ein völlig freies Wochenende mit Tun, worauf ich Lust habe und lassen, was nicht passt. Das hat mir so gut getan. Ein Geschenk, mal keine Termine zu haben, sondern sich nur treiben zu lassen. Den ganzen Sonntag Nachmittag habe ich auf der Terrasse verbracht, ab und zu mal an den Blumen gezupft oder am Unkraut und ansonsten den Anblick unseres immer grüner werdenden Gartens genossen. Zwischendurch habe ich uns Waffeln gebacken, einen Salat vorbereitet und am Abend haben wir gegrillt. Die Kirsche auf der Sonntagssahne waren am Abend zwei Lieblingsserien auf der Couch anzuschauen: "Navy CIS" und "The Mentalist".

Auf dem Foto sehen Sie das Ergebnis des im Herbst bepflanzten Kübels mit Tulpenzwiebeln. Den Kübel, den das Eichhörnchen verschonte. Das Eichhörnchen hat weise entschieden, ich habe an dem Bild sehr viel Freude!

Das Kalenderzitat: "Das Leben erwacht." passt so sehr in diesen Monat. Und der zweite Teil: "Ich nehme mir die Zeit, die ich brauche.", ebenso sehr.

Es fällt mir schwer, mir die Zeit zu lassen, die ich brauche. Mein Verstand will, dass es schneller vorwärts geht auf meinem Lebensweg. Er sieht schon die nächsten Etappen, weiß wo der Weg lang geht, was zu tun ist.

Doch mein Körper, mein Herz, meine Seele sind noch nicht so weit, noch nicht bereit, den nächsten Wegabschnitt in Angriff zu nehmen. In den letzten Wochen habe ich es wie eine Lähmung empfunden. Sehr anstrengend, weil ich es schwer akzeptieren konnte, dass ich mehr Zeit brauche.

Der Blick auf den Kalender oder das Desktopmotiv für diesen Monat hat mich besänftigt.

Mir geht es eben wie den Rosen: Sie sind da. Die Blätter zeigen sich, bei manchen vielleicht auch schon Ansätze einer Knospe. Aber bis sie aufblühen, braucht es noch seine Zeit. Und es geht nicht schneller, wenn ich weiß, wie die Blüte aussieht. Höchstens die Vorfreude kann ich genießen.

Gestern spürte ich: "Ich muss in meinem Büro etwas ändern!" Es war mir schon länger bewusst, dass etwas nicht mehr stimmte, aber erst jetzt, weiß ich, was ich tun kann. Ich sehe den nächsten Schritt und spüre: "Ich kann ihn auch gehen."

Heute werde ich einige Sachen umräumen, ein Regal abbauen und den Schreibtisch umstellen. Damit geht es mir sehr gut, auch wenn die Vorstellung nicht leicht fällt, dass ich dabei etwas in der Vergangenheit sehr wertvolles loslassen werde.

Mein Inneres macht mir Mut und sagt: "Mach das, das wird dir gut tun!"

Auch wenn ich nicht weiß, welche Schritte konkret danach folgen, so gehe ich jetzt den ersten Schritt: Aufräumen und Loslassen. So weit können Körper, Seele und Geist gehen.

Anja Kolberg

Freitag, 17 April, 2009

Der Regen putzt die Natur

Wow! Hier in Köln hat Petrus alle Regenschleusen geöffnet. So einen Dauerregen habe ich schon länger nicht mehr erlebt. Minu war kaum aus der Türe zu bekommen. Ganz bedröppelt sah sie aus und kniff die Augen zu, weil es ihr immer wieder ins Gesicht regnete. Sie quetschte sich beim Spaziergang ganz nah an meine Beine, um dort wenigstens ein bischen Schutz vor den Tropfen zu bekommen. Pipi war ruckzuck gemacht und während sie sonst umherläuft und schnüffelt, war heute nur eines wichtig: Gaaaanz schnell wieder rein ins Trockene. Frauchen war trotz Schirm und Regenjacke nass. Puh! Mein Mann, der diese Woche Urlaub hat, stand schon an der Haustüre mit dem Handtuch bereit, um unseren Liebling trocken zu reiben. Das lieben wir alle sehr. Dann steht sie still und lässt sich abrubbeln und dann schüüüüüütteln! Das macht sie noch lieber. Diesmal hat sie's während des Trockenens gemacht. Da flogen die Regentropfen durch die Luft. Spaß im Regen!

Dieser Dauerregen putzt die Natur, alles war hier voll gelber Pollen. Morgens beim Spaziergang entdecke ich immer etwas Neues: Vor einigen Wochen waren es die ersten Krokusse, dann die wunderbar duftenden Veilchenfelder zwischen den Bäumen, jetzt kommen gelb blühende Bodendecker dazu, ich nehme an, eine wilde Anemonensorte. Während die Blätter der Bäume schlüpften, warfen sie die kleinen Knospenhüllen ab, die fand ich dann auf dem Boden. Und heute neben all den vielen tiefen und gigantisch großen Pfützen jede Menge Birkenwürstchen. Sie wissen schon, diese langen Dinger, die die Pollen verbreiten. Jetzt nach dem Regen bin ich mir sicher, finde ich jede Menge Regenwürmer auf dem Weg. Mal sehen, was ich morgen früh entdecke...

Viel los war diese Woche. Zwei Tage hatte ich meine Mutter zu Besuch, das erste Mal alleine und über Nacht. Es war richtig schön, so viel Zeit miteinander zu verbringen. Mein Papa hat sie gebracht und wieder abgeholt. Zum Abschluss wurde gegrillt. Eine neue Erfahrung. Ich spüre, wie wichtig meine tägliche Ruhe mit mir selbst ist. Ich war oft unzufrieden, dass ich mit meinem Mann nicht so viel beim Essen rede. Jetzt ist mir bewusst geworden: Ich brauche das! Wir sehen uns ja viele Stunden am Tag, da ich zu Hause mein Büro habe. Und ich brauche die Ruhe. Ich brauche die Stille. Eine Qualität unserer Beziehung! Gute Erkenntnis!

Herrlich ist es jetzt bei uns im Garten und auf der Terrasse. Der Regen löst die letzten rosa Blütenblätter aus der Japanischen Zierkirsche. Die Pfingstrose wird immer höher, einige Funkien zeigen ihre wunderschönen Blätter bereits vollständig. Ich liebe dieses Wachsen und Werden. Wenn es auch eine enorme Explosion in diesem Jahr ist. Innerhalb weniger Wochen entwickelt sich - zumindest ist das mein Eindruck - was sich sonst über einen längeren Zeitraum erstreckte.

Jetzt werde ich die Oster-E-Cards von der Webseite nehmen und eine Fliederkarte aufnehmen. Der blüht hier nämlich schon!

Ich wünsche Ihnen ein gutes und glückliches Wochenende!

Anja Kolberg

Dienstag, 14 April, 2009

Dieses Grün...

... ist pure Energie für mich! Auf den Bäumen sprießt es zart und hell. Dieses Hellgrün ähnlich dem Grün meiner Webseite sehe ich nur jetzt wo die Blätter so frisch geschlüpft sind. Von Woche zu Woche wird es dunkler und kräftiger. Dieses frische, neue liebe ich sehr! Ich befinde mich genau in meiner Wohlfühljahreszeit!

Um so erstaunlicher, dass ich seit vierzehn Tagen beobachte, dass ich immer wieder niesen muss, die Nase läuft. Ich reagiere auf irgend etwas und das will ich nicht und kenne ich auch bisher nicht von mir. Hoffentlich geht es bald wieder weg!

Die Ostertage waren herrlich, Besuche bei der Familie, ein runder Geburtstag, lecker essen, die Sonne genießen, im Garten werkeln, Zeit zu plaudern - rundherum gelungen!

Gestern habe ich zufällig ein Video gefunden, das mich sehr beeindruckt hat. Die Englische Talentshow "Britain's got talent", aus der vor zwei Jahren Paul Potts hervor gegangen ist (Telekom-Spot), hat ein neues Talent entdeckt. Eine Frau diesmal: Susan Boyle. Tolle Stimme!

Aussehen ist nicht alles!

Einen zauberhaften Tag wünscht

Anja Kolberg

Donnerstag, 09 April, 2009

Freies, langes Wochenendeeeeeee!

Die Sonne scheint, ich fühle mich wohl, der Frühling lockt und einige freie Tage! Kann es etwas besseres geben? Ich freue mich, die Familien zu sehen und auch zu relaxen.

Schöne Ostertage!

Anja Kolberg

Mittwoch, 08 April, 2009

Frühlingsimpressionen aus Köln

Umwerfend, was die Natur in zwei Wochen aus ihrem Hut gezaubert hat. Temperaturen bis zu 24 Grad haben zu einer Grünexplosion geführt. Juchu! Ich kann gar nicht so schnell gucken, wie sich die Natur verändert. Am Wochenende war ich im Bergischen bei meiner Familie. Dort waren es glatte fünf Grad weniger und die Natur war lange noch nicht so weit wie hier. Grund genug, hier einige Natur-Kunststücke aus unserem Garten zu zeigen:

Das sind die ersten Spitzen der Funkien (Hosta), die in Kübeln in der Schattenecke auf der Terrasse stehen.

So weit ist das Tränende Herz schon.

Meine Lieblingsrose zeigt auf ihrem Hochstamm schon unzählige Blätter.

Im Herbst habe ich einige Kübel und einen Blumenkasten mit jeder Menge Zwiebeln bestückt. Das Eichhörnchen hatte scheinbar im Winter großen Hunger, deswegen hat es die Schätze geplündert. Diesen Kübel mit unzähligen Tulpen hat es nicht gefunden, wahrscheinlich weil es der einzige war, den ich mit Zweigen abgedeckt habe. Es dauert nicht mehr lange, dann zeigen sich die Blüten in ihrer ganzen Pracht.

 

Wunderschöne Kugeln - Etagenprimel im Beet.

 

Letztes Jahr habe ich die verblühten Narzissenzwiebeln ins Beet gepflanzt - jetzt stehen sie in voller Blüte. Im Hintergrund die Christrose.

 

Die Bauernhortenisen zeigen schon jede Menge Blätter. Meine Befürchtung, dass meine geliebte Rispenhortensie dem Winter zum Opfer gefallen ist, hat sich nicht bestätigt. Die ersten Blattknospen zeigen sich. Ich bin mal gespannt, welche Pflanzen durch die starken Minusgrade auf der Strecke geblieben sind. Noch sind nicht alle Gräser, Stauden, Sträucher ausgeschlagen. Große Verluste gibt es auf jeden Fall bei den Terracottatöpfen. Das erste Jahr hatte ich sie nicht eingewickelt und gepampert - und zack wird der Winter so heftig und ich habe es versäumt, sie dann noch einzupacken. Doch ich glaube nur im Keller hätten sie wirklich überlebt, aber so viele Kübel in den Keller tragen... Dann lieber einige Verluste einstecken...

 

Eine hübsche Anemone im Beet.

 

Die Japanischen Zierkirschen im Garten stehen in den Startlöchern.

 

Auf diese wunderschöne Blutpflaume, die auf dem Nachbargrundstück wächst, können wir schauen. Die Blüten fallen schon zu Boden, bald ist das Laub vollständig da. Dann können wir das Nest der Elstern, die Anfang März dort gebaut haben, gar nicht mehr beobachten. Es ist das erste Mal, dass ich einen Nestbau beobachten konnte. Die Elstern passen gut auf ihren Schatz auf. Als ein Eichhörnchen im Baum war hätten sie mal die Flugangriffe der Elstern sehen sollen!

 

Und weil es so schön draußen ist, habe ich heute früh die Kamera mit auf den Spaziergang mit Minu mitgenommen. Hier die ersten saftig grünen Bläter einer Buche.

 

Die Forsythien sind fast schon am Verblühen.

 

Der Flieder zeigt die ersten Knospen. Vor ein paar Tagen waren noch nicht mal Blätter an dem Strauch!!!

 

So bezaubernd sehen die Kastanienblätter schon aus.

 

Dieser Kirschbaum eine Straße weiter ist schon fast verblüht - wow sah der toll aus!

 

Zu guter Letzt ein Nest, unter dem ich auf dem Rückweg immer hergehe. Gestern sah ich eine Taube darin sitzen. Das ist Frühling: Wachstum, Neubeginn, Liebe... Herrlich!

Einen zauberhaften Tag - genießen Sie die Ostertage. Ich wünsche uns allen traumhaftes Wetter. Die Oster-Ecards sind online.

Anja Kolberg

Dienstag, 07 April, 2009

Flashmob

Zu Flashmobs (deutsch: Blitzaufläufe) verabreden sich fremde Menschen über Mobilphone, Mail, Internet... an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit und führen gemeinsame Aktionen durch. Vorher und nachher verhalten sie sich unauffällig. Zum verabredeten Zeitpunkt machen alle das Gleiche - nach Ablauf der Zeit gehen sie auseinander, als sei nichts gewesen. Zuletzt erregte in Köln eine Kissenschlacht auf der Domplatte Aufsehen - eher die Folgen, da der Steuerzahler die Beseitigung der Federn zahlen musste. Dass es anders geht zeigt dieses Video, welches aber wohl eher ein Werbevideo einer Telekommunikationsfirma ist. Ich glaube nicht, dass so viele Menschen die Tänze so perfekt beherrschen. Spaß macht die Sache dennoch: Hier auf YouTube anschauen.

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2009, 1. Halbjahr

Montag, 06 April, 2009

Beziehung...

... ist immer wieder Arbeit an mir selbst.
... ist aufeinander zu gehen.
... ist gut für sich selbst sorgen.
... ist zu begreifen, dass ich für meinen Partner ein Spiegel bin, dessen Bild Gefühle und Reaktionen in meinem Partner auslöst.
... ist zu entdecken, dass mein Partner ein Spiegel für mich ist. Was mich an meinem Partner aufregt, hat in mit mir selbst zu tun.
... ist ein Abenteuer.
... ist die Kunst, im Wir das Ich zu stärken, statt es zu verlieren.
... ist ein Spiel, im Ich das Wir zu finden.
... macht Mut, immer wieder neu anzufangen.
... ist eine große Schatztruhe an Gefühlen, solchen die gut tun und solchen, die schmerzen.
... ist ein gemeinsamer Weg.
... stärkt die Fähigkeit, über den eigenen Schatten zu springen.
... ist das Zusammenstoßen zweier Kräfte, wie zwei Böcke, die im Kampf die Köpfe aneinander stoßen.
... ist der Wunsch nach Harmonie, der in Zwist ein Licht am Horizont ist.
... ist Zweisamkeit und Einsamkeit.
... ist ein Strauß an Erfahrungen.
... sind ewig verbindende Erfahrungen, Glücksgefühle, bestandene Prüfungen, gemeisterte Abenteuer.
... ist die Hand, die dir über ein Pfütze hilft.
... ist der Mensch, der mich zum Lachen bringt und aus einem Tief hinaus buchsiert.
... ist immer wieder eine Herausforderung.
... ist Streit.
... ist Versöhnung.
... ist Spaß.
... ist Lust.
... ist gemeinsames Lernen und Wachsen.
... ist eine Lebensform, in der ich lebe.
... ist Geben und Nehmen.
... ist Vertrauen.
... ist Liebe.
... kann heute eine Einöde sein und morgen ein Abenteuerspielplatz, ein Schlachtfeld, gestern eine Liebeshöhle, in vierzehn Tagen eine Wellnesslandschaft, eine Hüpfburg, ein Kaktus, die Hölle, der Himmel, der lähmende Biss einer Schlange, das Kitzeln von Gänseblümchen an nackten Füßen, der Flug einer Honigbiene, ein kühles Bier am Feierabend, ein starker Baum der jedem Sturm trotzt, ein Vulkan, eine Dschungelexpedition, ein stabiles Klettergerüst, eine sanfte Meeresbrise, ein heißer Tango, ein ewiges Tauziehen und Kräftemessen, eine Waage die mal zur einen, mal zur anderen Seite schwingt, ein dickes Zauberbuch, eine Tragödie, eine Komödie - oder alles auf einmal und noch viel mehr...

Anja Kolberg

Freitag, 03 April, 2009

Ein Traum, ein Traum...

... ist dieses Wetter! Der Sonnenschein schwingt meine Stimmung in Höchstlagen und feuert meine Tatkraft an. Gestern habe ich endlich angepackt, was ich schon Moooonate, Jahre ? vor mir herschiebe: Das Treppengeländer vor dem Haus neu anzustreichen. Die Metallstreben waren in gelb-braun gehalten, der Rost hatte den Lack aufplatzen lassen, der letzte Anstrich war mindestens 15 Jahre her. Gestern habe ich es endlich gepackt: Lack ab, Untergrund gesäubert, erster Anstrich. Yeah! Bin ich stolz auf mich!!! Dafür schmerzte gestern mein Körper, dass es nicht mehr schön war. Die Hände, die Arme, die Schultern... Hatte das Gefühl, ich muß sterben (so fühlte ich mich, ich weiß, ich kann sehr übertreiben, aber es tut einfach gut, so zu jammern, wenn ich bei jeder Bewegung Schmerzen habe.) Mein Mann meinte, ich müsse nicht sterben. Stimmt, ich lebe noch. :o) Heute ist der zweite Anstrich dran und ich will mir mal richtig dolle auf die Schulter klopfen, dass ich das geschafft habe. Jetzt schmerzt die Schulter ja nicht mehr. :o))

 

Hier einige Dinge, die mein Leben schön machen: Meine neue Lieblingstasse, ein Geschenk meiner Eltern zu meinem Geburtstag und ein kleines Sträußchen an Frühlingsblumen gesammelt in einem quietschgrünen Teelichthalter, den ich als Vase umfunktioniert habe. Beides steht auf unserem neuen Holztisch. Seufz. Ist der schön. Er ist aus Eukalyptusholz und trägt das FSC-Siegel, was mir sehr wichtig war. Das Siegel garantiert den waldschonenden Abbau von Holz.

Davon träumte ich schon lange. Jetzt ist er da - jetzt ist er da. Und dann noch das schöne Wetter dabei - kann es etwas schöneres geben? Frühling, ich liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiebe dich!

Ein traumhaft schönes Wochenende!

Anja Kolberg

Mittwoch, 01 April, 2009

April

Das Leben erwacht.
Ich nehme mir die Zeit,
die ich brauche.
Kalender "Eine Freude für's Herz" April 2009

Tischkalender 2009

Die Schachbrettblume ziert das Kalenderblatt des frisch geschlüpften Monats. Eine bezaubernde fedrig leicht wirkende Blüte, die auf einem hohen Stengel sitzt und sachte im Frühlingswind hin und her wiegt. Ich mag diese Zwiebelblume sehr, zeigt sie mir doch, dass die Natur von Tag zu Tag mehr erwacht.

Alles braucht seine Zeit. Die Natur, um ihre ganze Pracht zu entfalten. Und ich selbst, um mich selbst zu entfalten. Manchmal geht es mir nicht schnell genug, dann versuche ich zu erzwingen, was nicht zu erzwingen ist. Leichtigkeit und Beschwingtheit kommt in mein Leben, wenn ich mir die Zeit gönne, die ich brauche, die "es" braucht, um zu wachsen. Auch wenn es länger dauert, als mein Verstand will.

Das Gras wächst nicht schneller, wenn ich daran ziehe...

Einen grünen, blühenden, beglückenden, wärmenden, lebensfrohen April!

Anja Kolberg

Dienstag, 31 März, 2009

Ach, schöööön!

Das Wetter ist reiner Seelenschmaus für mich. Sonne, Frühlingsduft, Vögelzwitschern, bunte Blumen, überall treibt die Natur aus. Bis diese Nacht gehörte zu meinem Glück das Buch "Mein Tag ist deine Nacht" von Melanie Rose, das ich eben vorgestellt habe.

Jetzt werde ich einige Sonnenstrahlen auf der Terrasse genießen. Hm, herrlich!

Anja Kolberg

Montag, 30 März, 2009

MoinMoin

 

Seufz. Diese Zeitumstellung! Heute bekomme ich die Kurve nicht. Gar nicht. Null. Weniger als Null. Okay. Stimmt nicht. Ich bekomme die Kurve, brauche aber länger als sonst. Ich darf das. Ich erlaube mir das.

Vor einer halben Stunde war hier noch strahlend blauer Himmel. Warme Sonnenstrahlen. Jetzt ist der Himmel wieder bewölkt, die Sonne futsch. Dennoch bekam ich einen Vorgeschmack auf die unglaubliche Wärme dieser Strahlen. Hm. Herrlich! Oh ich freue mich so auf die wärmeren Tage - nicht auf die heißen. Für die heißen braucht es auch noch einige Monate. :o)

Ich habe eine suuuuuuper Woche hinter mir. Bis auf Freitag hatte ich jeden Tag dieser Woche Besuch. Das war schön! Bis auf Samstag, da waren wir zu acht, war immer nur eine Person zu Besuch. Das gute daran: Ich hatte Zeit für meinen Besuch.

Ich war vorher und während dessen nicht mit Vorbereitungen/Versorgen beschäftigt und während mein Gast da war, hatten wir Zeit, miteinander zu quatschen. Das war schön entspannt! Je mehr Menschen zusammen kommen, desto lauter wird es, desto stressiger ist es für mich selbst, habe ich festgestellt.

Es hat mir so gut gefallen, dass ich überlege, ob ich das nächstes Jahr wieder so mache: Eine ultimative Geburtstagsfeierwoche!

Was gibt es sonst neues? Die Ausbildung in Freien Aufstellungen, die ich im März an zwei Wochenenden belegt habe, war eine Freude für mich. Ich hatte dazu schon einen Blogbeitrag vorbereitet, dann aber gelassen, weil es zu intensiv, zu anstrengend für mich wurde. Fakt ist: Aufstellungen machen mir einen riesigen Spaß. Sie sind intensiv, tiefgreifend, emotional, klärend, lustig, traurig, aktiv, kreativ - für mich die ganze Palette. Ich habe schon überlegt, ob ich diese Form in meine Arbeit einbauen möchte. Auch wenn meine innere Betriebswirtin gleich leuchtende Augen bekommt, braucht das Kind in mir immer noch Zeit. Und die will ich ihm weiterhin lassen. Die Zeit, die es braucht, um wieder starten zu können und auch die Freiheit zu lassen, ganz nein zu weiteren Coaching und Workshops zu sagen. Obwohl ich mir das auf der anderen Seite so gar nicht vorstellen kann, aber wer weiß. Es macht mir wirklich viel viel Freude, mit Menschen zusammen zu sein und zu arbeiten, doch das kann ich auch anders als im Beruf erleben. Mal sehen. Ich lasse mein inneres Kind wie gesagt weiter in Ruhe und gebe ihm den Freiraum, den es braucht.

Ich hatte im Klientennewsletter oder hier im Blog oder im öffentlichen Newsletter glaube ich von meinen inneren Teamsitzungen erzählt, oder? Eine innere Teamsitzung ist eine Zusammenkunft meiner inneren Anteile. Vor der Coachingauszeit hatte ich bei einer solchen Teamsitzung gesehen, dass Coach und Trainerin im Bett liegen und gar nicht mehr aufstehen wollen. Auch das war ein Entscheidungsgrund für die Auszeit. Im Frühling letzten Jahres lagen die zwei immer noch im Bett, aber meine innere Schriftstellerin war ganz unruhig und wollte aktiv werden. Das ist sie ja auch. :o) Und in einer Teamsitzung davor wollte die Fotografin in mir endlich eine Chance haben. Auch sie hat die Chance bekommen. Ende letzten Jahres oder war es Anfang diesen Jahres habe ich nochmal nach meinem Team geschaut. Coach und Trainerin saßen inzwischen im Bett und lagen nicht mehr. Oh, ein Fortschritt! Und nach dem letzten Aufstellungswochenende habe ich einen Blick auf mein Team geworfen und bin erstaunt: Coach und Trainerin saßen nicht mehr im Bett, sondern liefen herum. Ich war erstaunt, wieder ein Fortschritt. Eigentlich, denke ich gerade, könnte ich nochmal eine Teamsitzung einberufen. Dazu brauche ich nur einige Minuten Konzentration und meine Augen zu schließen. Ich beobachte meine Inneren Anteile und das gibt mir Rückschlüsse auf ihr Befinden. Ich erinnere mich gerade an viele Sitzungen, in denen sich mein inneres Kind ganz schüchtern hinter einem Tischbein versteckte und gar nicht raustraute. Wie geht es dem Kind jetzt? Ich schließe die Augen und schaue mal nach, insgeheim wünsche ich mir, dass es auf dem Tisch tanzt. Mooooment, ich schaue nach, ob das stimmt...

Der Raum ist leer, wirkt wie ein schwarz-weiß-Bild. Ich sehe einen großen Tisch und unterschiedliche Stühle, die kreuz und quer um den Tisch stehen. Stille im Raum, das Fenster steht auf, Vögelgezwitscher, Sonnenschein kommt herein. Ich will gar nicht in dem Raum bleiben, es zieht mich nach draußen, zur Sonne hin. Ich gehe zum Fenster und lehne mich in den Fensterrahmen und schaue hinaus. Atme tief ein, genieße die frische Luft.

Ich nehme mir einen Stuhl, schiebe ihn zum Fenster, ich habe gar keine Lust, nach der Türe zu suchen. Ich steige auf den Stuhl, klettere ins Fenster und setze mich mit den Beinen baumelnd in den Fensterrahmen. Meine Füße berühren fast das Gras unter mir. Ich genieße die Wärme der Sonnenstrahlen und den Duft und den Klang des Frühlings, lehne mich an den Rahmen, schließe die Augen und bleibe so einfach bei mir. Ich spüre, dass ich gar nicht nach meinem inneren Team schauen will, sondern einfach dort bleiben, wo ich bin.

Gut, das akzeptiere ich jetzt so. Ich werde jetzt noch ein Bild/Bilder für den Blog malen (während ich das schreibe, existiert nur der Text und das Huhnfoto, sonst noch nichts), um ihm mehr Farbe und Illustration zu geben und dann werde ich herunter gehen in die Küche und Brötchen zum Aufbacken in den Ofen legen, die Spülmaschine ausräumen, die Küche aufräumen und dann zu Mittag essen. Der Montag nachmittägliche Termin mit meiner Psychotherapeutin ist auf morgen verschoben. Ich denke über ein zweites Buch nach. Und heute früh beim Spaziergang mit Minu spürte ich ganz deutlich: "Fang an zu schreiben, Anja. Fang mit dem zweiten Buch an!" Dem Impuls möchte ich folgen. Ich habe eine neue Idee, aber sie ist noch nicht fertig ausgereift. Aber vielleicht muss sie das ja auch nicht. Bei meinem ersten Buch hatte ich die Anfangsszene klar im Kopf und sonst nichts. Der Rest der Geschichte ist beim Schreiben entstanden. Dieses mal habe ich keine Anfansszene, aber mir ist eine Person sehr klar und ihre Lebensumstände, ihre Träume und Hoffnungen. Vielleicht brauche ich keine Anfangsszene, dachte ich mir heute morgen, sondern ich fange mit dem an, was ich weiß. Was wäre, wenn ich es mir nicht kompliziert, sondern einfach mache? Das klingt gut.

Vom Verlag habe ich immer noch keine Nachricht. Am Freitag habe ich mit einer Autorin telefoniert, die in meinem Wunschverlag einige Bücher veröffentlicht hat. Sie hat mir meine Ungeduld etwas genommen und mich ermuntert, noch etwas zu warten. Ich glaube auch, dass die Verlage sehr viel zu tun haben und seufz, es ist schwer, geduldig zu sein. Mir wäre am liebsten gewesen, ich gebe das Buch ab und bekomme innerhalb weniger Tage ein Feedback. Irgendwie brauchte ich dieses Feedback, um eine Bestätigung für mich zu bekommen, dass ich es kann, das Schreiben. Ja, ich weiß, dafür brauche ich die Rückmeldung des Verlages nicht. Aber ich wünschte sie mir. Ich wünschte mir dieses Feedback als Bestärkung meiner Lust am Schreiben. Gleich, ob ich schon zwei Bücher bei zwei Verlagen veröffentlicht habe. Jetzt habe ich nach acht Wochen noch immer kein Feedback bekommen. Und ich fühle immer stärker in mir diese Lust aufkommen, auch ohne dieses Feedback an meinem nächsten Buch zu schreiben. Verschwenderisch meinem inneren Antrieb zu folgen und nicht so sehr meinen innerern Zensor auf den Plan zu rufen, meine Perfektion, dieses strenge und starre in mir. Nein, ich möchte auf dem Tisch tanzen und die Funken fliegen lassen...

Einen zauberhaften Tag!

Anja Kolberg

Freitag, 27 März, 2009

Wochenende!

Seufz! Wochenende! Gestern im Auto. Regen. Aachener Straße. Feierabendstau. Traurige Gesichter unter Regenschirmen. Es ist nass. Es ist kalt. Ich versuche es mit einem Liedchen: "Wann wird's mal wieder richtig Frühling? Ein Frühling wie es früher einmal war. So mit Sonnenschein von März bis zum Juni und nicht wochenlang so grausig kalt wie's war. Wann wird's mal wieder richtig Frühling...."

Hellt zumindest mein Gemüt auf.

Ich wünsche Ihnen ein kuschliges Wochenende mit gaaaanz viel Sonne im Herzen

Anja Kolberg

Donnerstag, 26 März, 2009

Wiederentdeckte Freuden

Als ich noch zu Hause wohnte, habe ich an Samstag Nachmittagen oft einen Kuchen gebacken. Das habe ich gerne gemacht und ich erinnere gerade mit Freude, wie mein Vater und mein Bruder Spaß hatten, wenn ich Rosinenschnecken ausprobierte. Eigentlich wurde bei uns samstags immer gebacken...

Über die Jahre hatte ich all das verdrängt. Ich hatte zu viel um die Ohren, um selbst zu backen. Es war mir zu stressig, die Liebe dafür fehlte. Die Lösung: Fertigkuchen zum Aufbacken oder Auftauen oder Waffeln. Da gibt es viele leckere Lösungen. Beim Kochen das Gleiche: Zu Hause hatte ich geholfen beim Kochen und als ich alleine wohnte, auch gekocht. Seit ich mit meinem Mann zusammen bin, war das anders: Er konnte kochen und wollte kochen. Ich dachte schon, ich kann es gar nicht mehr. Und es war auch bequem und lecker so wie es war.

Seit meiner Auszeit und schon einige Zeit vorher vollzieht sich ein Wandel: Ich entdecke wieder meine Freude am Backen, probiere aus (ich denke gerade an die Motivtorte, die ich meinem Onkel zum 60. gebacken habe) und koche. Das tut mir gut und macht mir Spaß. Für die Ausbildung an den beiden Wochenenden sollten wir etwas für das gemeinsame Büffet mitbringen. Erst machte mir der Gedanke Streß und dann hatte ich Spaß, etwas mitzubringen: Blätterteig-Schinken-Käsestangen, Tortellinisalat, Fetacreme mit Paprika. Hm, lecker! Es war schön, zu sehen, wie es den anderen geschmeckt hat.

Ich spüre, es macht mir wieder Freude und es schmeckt!

Emsige Grüße

Anja Kolberg

Mittwoch, 25 März, 2009

Glück und Regen

Es regnet und ich denke: Es ist o.k. so, der Boden braucht jetzt für die anstehenden Wachstumsprozesse das Wasser. Der Frühling hat viel vor mit unserer Natur. Auch wenn der Regen einschließt, dass ich selbst dabei nass werde und meine Stimmung mit Sonne besser ist.

Gestern änderte sich die Anzeige auf meiner inneren Jahreszahluhr von 38 auf 39. Ich habe mir gewünscht, dass ich in diesem Jahr einen Vorgeschmack bekomme, was mich ab 40 erwartet: Gestern wechselte das Wetter von Sonne über Regen bis hin zu Schneeschauern und starken Böen. Ich habe viele Glückwünsche aufgenommen und werde jeden Tag dieser Woche von Menschen besucht, die ich mag. Ich habe schon in den ersten Minuten meines neuen Jahres gut für mich gesorgt und innere Harmonie empfunden. Mein Mann und ich haben uns gestern auf meinen Wunsch hin ein besonderes Essen beim Thailänder gegönnt, was wir schon lange wieder machen wollten. Gestern haben wir es getan, Geldbeutel hin oder her. Ich spüre tiefe Liebe in mir und zu den Menschen und Tieren, die mich umgeben. Das ist mein Glück.

Regentropfen-Glücks-Grüße aus Köln

Anja Kolberg

Freitag, 20 März, 2009

Frühling!

Jetzt ist es amtlich: Heute ist der kalendarische Frühlingsbeginn! Juchuuuu!

 

Ich habe das Gefühl, die wärmenden Sonnenstrahlen der letzten Tage wecken die Lebensgeister! Gestern war so viel los: Telefonate, Besuche, Dinge, die zu klären sind. Wow, da steckt Energie in der neuen Jahreszeit!

Ein traumhaftes Wochenende!

Anja Kolberg

Donnerstag, 19 März, 2009

Jetzt aber!

Unaufhaltsam ist er nun, der Frühling. Die warmen Sonnenstrahlen der letzten Tage haben Wunder vollbracht. Die Narzissen stehen in den Startlöchern, die ersten Forsythien blühen bereits. Alles reckt und streckt sich. Hm schöööööööön! Heute konnte ich den Kaffee auf der Terrasse schon ohne Jacke trinken. Lecker!

Ein Frühlingsgedicht:

Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?
Da grünt und blüht es weit und breit
Im goldnen Sonnenschein.
Am Berghang schmilzt der letzte Schnee,
Das Bächlein rauscht zu Tal,
Es grünt die Saat, es blinkt der See
Im Frühlingssonnenstrahl.
Die Lerchen singen überall,
Die Amsel schlägt im Wald!
Nun kommt die liebe Nachtigall
Und auch der Kuckuck bald.
Nun jauchzet alles weit und breit,
Da stimmen froh wir ein:
Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?

von Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848)

Mittwoch, 18 März, 2009

Wie im Himmel...

... habe ich mich gestern Nachmittag gefühlt. Ich habe den Gutschein eingelöst, den mein Mann mir zu Weihnachten geschenkt hat: Eine Ayurvedische Massage für Kopf und Füße. Himmlisch!

Der Duft, die Wärme, die angenehmen Berührungen. Hat das gut getan. Nachher war ich so entspannt, dass ich gleich hätte einschlafen können. Seufz. Auch heute hält die Entspannung noch an.

Bruni Quabach, eine meiner ehemaligen Klientinnen, bietet die Ayurvedischen Massagen an. Es hat so gut getan, dass sich eine Stunde alles nur um mich und mein Wohlbefinden gedreht hat!

Seufz. War das schöööööööööööööööön!

Anja Kolberg

Dienstag, 17 März, 2009

Mit Unfrieden klar kommen

Wenn ich mich FÜR MEINE Bedürfnisse entscheide, kann das eine Entscheidung gegen die Bedürfnisse von anderen sein. Dann kann Unfrieden aufkommen. Wenn ich mich verändere, sind die Menschen in meinem Umfeld automatisch mit meiner Veränderung konfrontiert, weil es auch Auswirkungen auf ihr Leben hat.

Ich finde es in solchen Situationen nicht leicht, zu mir zu stehen und den Unfrieden in den anderen auszuhalten, den ich dann zu spüren bekomme. Denn mir ist es natürlich am liebsten, wenn mich die anderen toll finden, mich mögen, gut heißen, was ich tue, weil dann Frieden ist. Und wenn ich diesem Idealbild nicht mehr entspreche und ich an deren Bequemlichkeit kratze, dann ärgern die anderen sich natürlich und versuchen vielleicht auch, mich mit ihren Reaktionen umzustimmen. Mir würde es im umgekehrten Fall genau so gehen.

Eine Herausforderung, trotz Gegenwind zu mir zu stehen und dem wichtigen Weg zu folgen: Meine Bedürfnisse achten und sie mir erfüllen.

Anja Kolberg

Montag, 16 März, 2009

Geduld

Es ist und bleibt eine schreckliche Übung für mich: Geduld haben! Himmel, ist das schwer. Als Widder, Aszendent Löwe (zwei mal Feuer) geht es eben eher nach vorne als besinnlich auf der Stelle zu bleiben und abzuwarten, bis es endlich weiter geht.

Huäh!

Wo ich Geduld haben muss? Zum Beispiel wegen meines Buches. Das Manuskript ist beim Verlag und ich warte auf ein Feedback. Seit sechs Wochen. "Das ist doch noch nicht lange", prophezeite mir eine andere Lektorin. Schniiiiiiief!

Beim Wetter brauche ich auch Geduld. Alles werden in der Natur - der Frühling - das Wachsen des Grüns, das Erblühen und Gedeien im Garten braucht Zeit. Mehr als ich mir wünsche. Ich scharre schon mit den Hufen und setze mich derweil mit der Winterjacke auf die Terrasse, um meine morgendliche Tasse Kaffee zu trinken... Seufz!!!

Warum ich ungeduldig bin? Weil mir diese Dinge so viel bedeuten. Gelassenheit kann ich gut an den Tag legen, wenn mir die Dinge nicht so wichtig sind. Ich schaffe es aber nicht, hier loszulassen und locker zu sagen: "Och, das wird schon." Es wird auch schon werden, aber mein ganzer Körper schreit, weil er es kaum mehr abwarten kann und dieser Zustand ist wie in einem Feuer zu brennen. Nicht, dass ich weiß wie das ist, aber so stelle ich es mir vor.

Ich will jetzt keine Gelassenheit, keine Geduld, kein Loslassen. Ich will eine Antwort. Aber so funktioniert das Leben leider nicht. Wir bekommen selten das, was wir wollen, sondern vielmehr das, was wir brauchen. So, und was ich brauche, ist scheinbar eine weitere Lektion in Geduld üben. SCHREI!!!

Wenn ich einst als gänzlich weißhaarige - hoffentlich dann weise - Frau an meinem Lebensabend an einem Märztag nach draußen blicke: Werde ich dann irgendwann sagen können: "Ach, der Frühling, der kommt schon. Ich genieße jetzt erst noch die letzten davon schleichenden Wintertage." Seufz. Ja, vielleicht habe ich die Lektion bis dahin gelernt. Aber richtig sicher bin ich mir nicht. Wäre auch o.k., wenn nicht, dann wäre ich eben auch mit 98 noch eine kribblige, ungeduldige und vor Energie strotzende Frau! Jaaaaa!

Schönen Tag!

Anja Kolberg

PS: Heute früh sah ich an der Hecke am Alten Friedhof hier in Junkersdorf das erste Grün, die ersten Blättchen. Und das tränende Herz in einem der unzähligen Kübel auf meiner Terrasse hat auch schon die ersten Blätter. Es wird... es wird...

Freitag, 13 März, 2009

Frühlingszauber

Ich spüre ihn. Ich höre ihn. Ich rieche ihn. Ich sehe ihn.

Heute früh scheint die Sonne in mein Büro. Die Vögel zwitschern. Ein Frühlingsduft fängt mich ein, als ich einen Garten passiere. Überall sehe ich Krokusse blühen. Im Blumenkasten vor meinem Bürofenster ist die Hyazinthe aus ihrem kuschligen Blattnest herausgewachsen, dort hatte sie sich Wochen versteckt. Jetzt erstrahlt sie in sattem Rosa und duftet herrlich. Hm.

Gott, ist das schön. Bin ich froh. Es tut so gut, wenn die Sehnsüchte Erfüllung finden.

Seuuuuuuuufz. Schööööööööööööööööön.

Anja Kolberg

Donnerstag, 12 März, 2009

Habe ich schon erzählt, dass es regnet?

Puh! Der Frühling zeigt sich zwar langsam (die Knospen der Forsythien werden immer kräftiger, gelber - spätestens in zwei Wochen blühen sie), aber irgendwie passt der Regen so gar nicht in das Gute-Laune-Konzept. Seufz. Ich habe auch keine Lust, jetzt was gutes am Dauerdauerdauerdauerregen zu finden. Nein! Genug ist genug, Petrus!

Ein Lichtblick an einem solchen Tag: Schöööööööööööööne Poooooohoooost! Die hatte ich heute früh nämlich wieder! *Hüpf* Kann es etwas besseres geben, als wenn zwischen Werbung, Rechnungen und unwichtigen Schreiben eine Nachricht mit Herz liegt? So heute früh! Ein dicker Umschlag - eine handgeschriebene Karte und sogar Schokolade und ein Buch! Wow! Ein dickes herzliches DANKE nach Dresden auch noch hier über den Blog. Meine Rettung am heutigen Tag!

Ein schöööööner Tag - die Welt steht still - ein schöööööner Tag - komm Welt, lass dich umarmen - welch ein Taaaag!

Was juckt mich da das bischen (Räusper) Regen. Die Sonne ist ja da - hinter der Regenwand - sie scheint und strahlt - auch wenn ich sie nicht sehe. Nur manchmal vergesse ich das vor lauter Grau und Nass!

Anja Kolberg

Dienstag, 10 März, 2009

Etwas für mich selbst tun

Heute Nachmittag hätte ich eigentlich ein Treffen in einem Café gehabt. Auf das Gespräch habe ich mich schon länger gefreut. Bis ich Kopfschmerzen bekam. Ein Dialog mit meinem Inneren half mir, eine Entscheidung zu finden: Ich habe den Termin verschoben. Ich muss nicht auf dem Boden kriechen oder sterbenskrank sein, um eine Verabredung abzusagen. Es ist meine Aufgabe, gut für mich zu sorgen, wenn schon das Gefühl da ist, dass ich etwas anderes brauche.

Ich bin froh, dass ich mein Pflichtgefühl (was man vereinbart, muss man halten) nicht an die erste Stelle gesetzt habe, sondern mich selbst! Und das fühlt sich gut an.

Ein freier Nachmittag!

Herzensgrüße aus verregneten Domstadt

Anja Kolberg

(Nach)Wirkungen

Die Ausbildung am Wochenende wirkt (noch nach). Ich bin immer wieder erstaunt, wie rasch und tiefgreifend Aufstellungen bei mir wirken. In meinen Coachings habe ich eine Aufstellungsform eingesetzt, mit der es möglich ist, alleine zu arbeiten, in dem man für die Stellvertreter Blätter nutzt. Ich finde beide Formen gut und ich liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiebe die Zusammenarbeit mit Menschen, auch das ist mir am Wochenende nochmal deutlich geworden.

Was für eine kostbare Methode!

Einen schönen Tag!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2009, 1. Halbjahr

Montag, 09 März, 2009

Gefühlte Engelspost

Heute früh am Postfach. Minu und ich waren hierher getrottet, müde, eine Sturmnacht lag hinter uns. (Es wird Schritt für Schritt besser.) Ich öffne die Postfachklappe und denke: "Voll!" Zwischen einigen großen und kleinen Umschlägen luckt ein dicker hervor. Interessant. Bunte Aufkleber. Eine Kundin schreibt mir. Boing! Gute Laune! Müdigkeit? Weggeblasen! Beschwingt nach Hause. Tasse Kaffee gekocht, etwas zu essen dazu und dann genüßlich an den Eßzimmertisch gesetzt. Den Brief gelesen, das liebevoll eingepackte Geschenk geöffnet. Schön! Frieden! Dankbarkeit! Tiefe Freude!

Ach, ein schöner Tag!

Anja Kolberg

Freitag, 06 März, 2009

Die Kölner Geschichte im Abgrund

Sicherlich haben Sie mitbekommen, dass das Gebäude des Kölner Stadtarchivs am Dienstag zusammengebrochen ist. Schätze von unermesslichem Wert, nicht nur der Kölner Stadtgeschichte lagerten dort, sondern auch Urkunden aus dem Privatbesitz zum Beispiel von Künstlern. Sie sind in einen Abgrund gefallen, einen Trichter der U-Bahn-Bauarbeiten. Nun hieß es, dass die kostbaren Dokumente, die unter dem Schutt liegen, die Steine überleben könnten und auch den Staub, aber auf keinen Fall ein Gemisch aus Wasser und Staub.

Heute früh beim Blick aus dem Fenster frage ich mich ernsthaft: Warum regnet es diese Woche so stark und an einem Stück wie schon lange nicht mehr? Ausgerechnet jetzt, wo der Regen so schädlich ist. Warum trifft es ausgerechnet dieses Gebäude? Warum waren die kostbarsten Schätze bei den ersten Senkungen des Gebäudes nicht schon in Sicherheit gebracht worden?

Fragen, auf die ich keine Antwort finde. Aber eine Tatsache, die mich traurig stimmt.

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2009, 1. Halbjahr

Donnerstag, 05 März, 2009

Ein grauer Donnerstag

Der Blick hinaus ist kein Motor für gute Laune: Grauer Himmel, Dauerregen. Bäh! Als diese Woche so herrlich die Sonne geschienen hat, stieg mein Gute-Laune-Barometer gleich nach oben.

Puh - und jetzt? Da sackt die Anzeige gleich nach unten ab.

Da muss ich mir für heute etwas ganz besonderes überlegen, damit ich bessere Laune bekomme. Also zuerst gehe ich mit Minu mal eine Runde an die frische Luft und genieße den Regen :o( - ich versuche es zumindest. Danach ist irgend ein stimmungsaufhellendes Getränk fällig. Heiße Schokolade mit Sahne? Kaffee mit doppelter Portion Milchschaum - oder gleich beides zusammen? Und dazu ein leckeres Brötchen mit Nussnougatcreme?

Ja, das ist glaube ich ein guter Einstieg. Damit steig das Barometer um ein paar Grad. Und vielleicht habe ich dann ja noch was nettes in der Post - das kann sogar einen Sprung auf dem Barometer nach oben bedeuten.

Klingt schon mal gut. Am Wochenende startet eine Ausbildung, an der ich teilnehme. Thema: Aufstellungen. Ich habe hier schon vielseitige Erfahrungen, Familienaufstellungen nach Hellinger, Aufstellungen mit Einzelpersonen, Aufstellungen, die in frühere Leben zurück gehen (spannend!) - und hier eben die Variante Freie Aufstellungen ohne Regeln. Wobei ich mit meiner Freundin Ariane auf dem Gebiet schon viel ausprobiert habe und wir uns auch nicht von festen Regeln haben abhalten lassen unser eigenes Ding zu machen. Kann also sein, dass ich das alles schon selbst gemacht habe. Mal sehen - ich lasse mich überraschen, habe auf jeden Fall große Lust darauf, neue Menschen kennen zu lernen, Neues zu erfahren... Denn das werde ich auf jeden Fall - vor allem über mich selbst. Ein Seminar habe ich schon ewig nicht mehr gemacht. Ja, dank der Vorfreude steigt das Gute-Laune-Barometer auch noch einmal.

Einen schööööööööönen Tag!

Anja Kolberg

Mittwoch, 04 März, 2009

Ein Geschenk sind gute Zuhörer

Menschen, die gut zuhören können - sie sind kostbar und selten. Was ein solcher Edelstein für mich ausmacht?

  1. Dieser Mensch hat ein wirkliches und ehrliches Interesse an meiner Person.
  2. Er nimmt sich Zeit, mir zuzuhören (und macht dabei nichts anderes), sondern blickt mir dabei in die Augen, schenkt mir seine ganze Aufmerksamkeit.
  3. Er stellt mir eine Frage, zum Beispiel: "Wie geht es dir?" und möchte die ehrliche Antwort hören.
  4. Durch Nachfragen macht diese Person deutlich: Ich höre zu. Ich will wirklich verstehen, was los ist und wie es dir geht. Nicht ich bin gerade wichtig, sondern du. Ich bin nicht besser als du. Ich habe nicht die Lösung, du hast die Lösung. Du bist die Expertin deines Lebens.
  5. Der Zuhörer oder die Zuhörerin lässt mich ausreden und auch eine Pause zu, wenn ich aufgehört habe zu sprechen.
  6. Ich höre als Reaktion keine Tipps, Beispiele oder Ratschläge. Der gute Zuhörer weiß: Wenn ich eine Lösung oder einen Rat will, frage ich.
  7. Dieser Mensch bewertet mich nicht mit solchen Reaktionen: Wie kannst du nur? Nu stell dich nicht so an! Sei doch froh... Weißt du wie viele andere damit leben? Anderen geht es noch schlechter. Was soll ich denn sagen? ...
  8. Für mich persönlich die Kirsche auf der Sahnehaube ist, wenn dieser Mensch mit mir fühlt und mir deutlich macht: Ich verstehe dich. Ich kann nachempfinden wie es dir geht.

Gut zuhören ist für mich ein Weg zur Meisterschaft menschlicher Kommunikation. Ob ich diese Punkte alle beherrsche? Manchmal schaffe ich es, nicht immer. Es ist ein Weg des beständigen Lernens für mich.

Meine häufigste Falle, in die ich tappe: Ich habe das Gefühl, dem Erzählenden durch Tipps und Lösungsideen helfen zu müssen. Das passiert zum Beispiel, wenn derjenige ohne Hoffnung ist, am Boden zerstört und in einer scheinbar ausweglosen Situation. Weil derjenige so hilflos, traurig wirkt, glaube ich, dass er mir das alles erzählt, weil er Hilfe von mir will. Das ist jedoch nicht der Fall wie ich von mir selbst weiß. Durch mein Verhalten übernehme ich für den Erzählenden Verantwortung, die nicht meine ist. Ich mache mir Sorgen, die ich mir nicht machen muss.

Mir fällt mein Verhalten immer eher auf und so trainiere ich dann bei mir selbst zu bleiben und dem anderen seine Verantwortung zu lassen. Denn ich weiß von mir selbst: Jammern tut herrlich gut und wer jammert, der will auf keinen Fall Hilfe, Tipps, Ratschläge! Der Erzählende, die Erzählende will sich "nur" ausheulen dürfen. Dadurch geht es meistens schon wieder viel viel besser. Wenn ich mich ausheulen möchte und mir fällt auf, dass der andere daraufhin einen Tipp nach dem anderen aus der Tasche zieht - die ich allesamt auf keinen Fall hören möchte - dann sage ich inzwischen: Ich möchte keine Tipps, ich möchte mich einfach nur ausheulen, mehr nicht. Du hilfst mir, wenn du mir nur zuhörst, dadurch geht es mir schon besser.

Denn wenn ich frei erzählen darf und keine Bewertung oder Ablehnung fürchten muss, dann höre ich mir dabei selbst zu: Ich entdecke auf diesem Weg die Lösungen, die in mir liegen. Und durch das wertfreie und interessierte Zuhören erfahre ich Heilung.

Für mich ist zuhören, den anderen verstehen und akzeptieren wie er ist und an seine innere Stärke zu glauben die große Kunst in Therapie und Coaching.

Anja Kolberg

Dienstag, 03 März, 2009

Wo begrenze ich mich selbst?

 

Auf unserem Weg kommt es vor, dass uns Situationen nicht zum ersten Mal begegnen. Vielleicht eine Herausforderung, an der wir gescheitert sind. Eine Prüfung, die nicht gelungen ist. Ein Gespräch, das aus dem Ruder gelaufen ist. Eine Arbeit/ein Projekt, welches missglückt ist. Ein Kontakt mit unbefriedigendem Ausgang. Der Versuch von einem Herzenswunsch zu erzählen, der nicht gehört werden wollte. Menschen, die uns unsere Träume nicht zutrauten. Meinungen, von denen wir uns von unserem Weg haben abbringen lassen. Eine Tür, die sich nicht geöffnet hat. Eine Bitte, die nicht gehört wurde. Eine verpasste Chance.

Dieses Erlebnis hat etwas bei uns hinterlassen. Eine Wunde. Einen Schmerz. Eine Erinnerung.

Und dann kommt der Tag, da begegnet uns eine ähnliche Situation noch einmal. Wir haben die Wahl: Erinnere ich mich an den unbefriedigenden Ausgang und halte ich daran fest? Begrenze ich mich, in dem ich sage: "Ich habe es schon einmal oder schon so oft probiert - warum sollte es jetzt klappen?" Und lasse dabei außer acht, dass sich die Welt inzwischen verändert hat: Die Rahmenbedingungen. Die Menschen, mit denen ich damals zu tun hatte. Ich mich selbst, die Erfahrungen, die ich gesammelt habe. Die Wunde, die blieb und mich verändert hat. Meine Einstellung. Ich bin gewachsen, die anderen sind gewachsen. Die Welt hat sich gedreht, die Zeit ist eine andere.

Was wäre, wenn ich einen kühnen Versuch wage? Mich nochmal traue, mir und dem Leben eine Chance gebe?

Vielleicht stelle ich dabei fest, dass meine Angst die größte Hürde war und ich die Situation jetzt bewältigen kann.

Anja Kolberg

Montag, 02 März, 2009

Mich wiederfinden

Nach dem Abschluss großer Projekten wie dem Roman oder der Kalenderveröffentlichung brauche ich Zeit, um zur Ruhe zu kommen. Es dauert, bis alles was liegen blieb, aufgearbeitet ist, sich der Alltag einstellt und ich in meinen gewohnten Rhythmus zurück gefunden habe.

Und dann wird mir bewusst, welche Lücke das Projekt in meinem Tagesablauf hinter lassen hat. Ich weiß nicht, wie mein Weg weiter gehen soll. Ich bin unzufrieden mit mir selbst, zweifle, habe schlechte Laune, x Ideen und keine rechte Lösung - eine schreckliche Phase (die nicht tagelang anhält, mich aber immer mal wieder "überfällt"). Mir fehlt es dann an Orientierung.

Was mir in solchen Situationen wirklich weiter hilft, ist in mein Tagebuch zu schreiben. Der Dialog mit meiner inneren Stimme oder mit einem bestimmten Anteil von mir, den ich ganz gezielt anspreche wie beispielsweise mein Herz, meinen Verstand, das innere Kind oder wie heute die weise alte Frau in mir. In diesen Dialogen erhalten ich Antworten. Es sind nicht immer die Antworten, die ich mir erhoffe (oder mein Verstand), aber die Antworten, ich brauche, um weiter gehen zu können.

Diese Konzentration auf mich selbst, ganz bei mir selbst zu sein - auch das ist ein Stück vom Glück für mich.

Anja Kolberg

März: Ein Stück vom Glück

Tischkalender 2009 - Motiv März

Endlich ist er da - mein Lieblingsmonat und der meterologische Frühlingsbeginn!

Ein Stück vom Glück habe ich am Wochenende erlebt: Die ersten warmen Temperaturen dieses Jahres, Gartenschuhe und Gartenklamotten an und hinaus an die frische Luft. Sträucher schneiden, Kübel putzen, den Pflanzen Nahrung geben und mich zwischendurch in die Sonne setzen. Herrlich, einfach herrlich. Das ist für mich ein Stück vom Glück. Damit ist die Vorfreude auf die kommende Freiluftsaison entfacht, ich kann kaum abwarten, bis die Stauden wieder aus der Erde kommen, neue Triebe bilden. Manche Gartenbewohner sind schon kräftig dabei: An den Rosen konnte ich viele Knospen entdecken und die der Zierkirsche werden von Woche zu Woche kräftiger. Ein Stück vom Glück macht froh!

Das Märzmotiv: Farbenfrohe Bellis, hier eine Zuchtform des Gänseblümchens. Freude für Ihren Schreibtisch: Holen Sie sich den Tischkalender und die Desktopmotive für Ihren Computer.

Ich wünsche Ihnen einen zauberhaften März!

Anja Kolberg

Donnerstag, 26 Februar, 2009

Wie verkürzt man die Winterzeit?

Das habe ich heute früh noch überlegt und ob ich habe auch darüber nachgedacht, ob ich vielleicht doch etwas Positives an den nicht enden wollenden kalten, grauen, düstren Wintertagen entdecken kann. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann der Winter das letzte Mal so hartnäckig war.

Irgendwie ist es dieser Tage so wie in Veränderungsprozessen, bei denen man kurz vorm Durchbruch steht, kurz bevor das Neue anfängt und man es einfach nicht mehr aushalten kann, aufgeben will, weil einfach kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist. Doch wenn die Nacht am Dunkelsten ist, steht der Sonnenaufgang kurz bevor. Also: Durchhalten!

 

Heute früh kam dann eine gute Botschaft nach der nächsten: Meine Freundin erzählte, am Wochenende sollen es hier in Köln um die 14 Grad werden. Jucheeee! Endlich wieder in den Garten. Und bis dahin weiß ich auch, wie ich mir die Zeit verkürzen kann: Eben kam eine Lieferung neuster Garten-Bücher aus dem Callwey-Verlag. Darin schmöckere ich jetzt und stelle Sie Ihnen dann vor.

Das ist ein herrlicher Zeitvertreib: Vorfreude!

Anja Kolberg

Glücksgefühle

... heute früh lese ich Ihre Reaktionen auf meinen Blogbeitrag "Vergleichen..." und freue mich. Ich freue mich, dass Ihnen der Beitrag so gut getan hat wie mir. Ich freue mich, dass ich meinen Weg weiter gehe, offen aus meinem Leben zu berichten. Ich bin froh, dass ich Sie teilhaben lasse, an meinem Weg, zu mir zu stehen und mich lieb zu haben und mich zu mögen, gerade weil ich bin wie ich bin. Nicht perfekt, aber glücklich! Und dass genau dieses Nicht-Perfekt sein das ist, was andere mögen.

Danke, dass Sie mir schreiben. Es sind Glücksgefühle auf meinem Weg. So wie Menschen, die mir auf dem Weg begegnen und sagen: "Ja, der Weg ist richtig." Und das tut gut, wenn man mit manchmal unsicherem Schritt unterwegs ist.

Anja Kolberg

Mittwoch, 25 Februar, 2009

Vergleichen ist das Ende des Glücks...

... und der Anfang der Unzufriedenheit", sagte Sören Aabye Kierkegaard.

  • Wenn ich beginne, meinen Körper mit schlankeren, strafferen, gesünderen Körpern zu messen..
  • Wenn ich meine Schönheit mit der anderer Frauen vergleiche...
  • Wenn ich meine Beziehung neben die romantischer Liebesfilme stelle...
  • Wenn ich in Wettbewerb trete mit anderen Berufstätigen, die erfolgreicher, schneller, besser, weiter sind...
  • Wenn mir bewusst wird, dass mich jüngere überholt haben, weil sie schon geschafft haben, wovon ich noch träume...

... dann verliere ich mich selbst. Ich bemerke nicht den Schleier der Verzerrung, der über den anderen Geschichten liegen kann, kenne nicht deren wirkliche Wahrheit, weiß nicht die ganze Geschichte, sehe nicht die Retuschierungen, sehe nicht deren andere reale Seite. Ich kenne immer nur einen Teil der Geschichte. Und in dem Fall den Teil, der so schön glänzt. Und der macht traurig.

Dadurch, dass es mir überhaupt bewusst wird, öffnet sich die Chance zu Handeln. Ich kann den Blick weg von den Anderen auf mich selbst lenken und meine Einzigartigkeit entdecken, beobachten, schätzen lernen. Mich selbst lieben. Und feststellen: Ich bin genau richtig so wie ich bin. Einfach eine dufte Type!

Anja Kolberg

Oh, Kamelle!

Heute früh beim Gassigang: Überall auf dem Bürgersteig kleine Leckereien, die vom Karnevalszug liegen geblieben waren. Aufgerissene Gummibärchentütchen, Kaubonbons, knisternde Folie. Minu fühlte sich wie im Schlaraffenland und ich konnte gar nicht so schnell gucken und aufpassen wie sie die Nase über den Boden bewegte.

Und dann kam der Moment, der eine Sehnsucht in mir weckte: Für einen Moment Ruhe. Minu schnüffelt im Laub. Ein Sonnenstrahl fällt auf den Weg. Ich halte inne und lausche dem Zwitschern der Vögel. Es wird Frühling! Ja, zwar langsam, aber es wird. Ich spüre es, ich höre es - ich will es. Hoffentlich machst du es möglich, Petrus! Auf jeden Fall positiv ist, dass es am Morgen schon früher hell ist, das macht mir beim Aufstehen mehr Laune und die Pflanzen bekommen mehr Licht, treiben aus und verwöhnen uns bald mit noch mehr Frühlingsgefühlen!

Ich wünsche es mir sehr!

Anja Kolberg

Freitag, 20 Februar, 2009

Eintauchen in frühere Zeiten

Seit Samstag bin ich abgetaucht. Abgetaucht in Tagebücher, Fotoalben, Kisten mit Erinnerungen und Taschen voller Fotos. Das hat mir richtig gut getan und mir sind dadurch viele Sachen bewusst geworden. Eine Sache hat mich besonders gefreut: Wir sehen heute alle viel interessanter aus als früher. Keine Milchgesichter mehr sondern pures, spannendes Leben.

Und es ist schön, das Leben.

Anja Kolberg

Donnerstag, 19 Februar, 2009

DVD: Das Lächeln der Sterne

Anja Kolberg: Adrienne braucht Zeit zum Nachdenken. Ihr Mann hat ihr beim Abholen der beiden Kinder eröffnet, dass er wieder zurück kommen will, nach dem er sie betrogen und einige Monate von ihr getrennt gelebt hat. Adrienne fährt an diesem Wochenende zur Pension ihrer Freundin ans Meer, die sie für einige Tage dort vertreten wird. Nur ein einziger Gast wird erwartet. Der hat seine Geschichte zu verarbeiten und beide finden während eines Hurrikans zueinander. Mit seiner Abreise ist ihre Geschichte noch nicht zu Ende.
Eine furchtbar traurige und furchtbar schöne Geschichte. Ich habe immer noch verquollene Augen vom Weinen. Keine Frage: Autor Nicholas Sparks ist ein großer Künstler! Ein Film, der nachdenklich stimmt, für einen stimmungsvollen Frauenabend!

Anja Kolberg

Montag, 16 Februar, 2009

Weißt du noch?

Das waren Worte, die ich Samstag Abend oft gefragt habe. Mensch, war das ein schööööööööööööööööööööööner Abend! So viele waren zu der Wiedersehens-Karnevalsparty der katholischen Jugend nach Ommerborn gekommen. Zwanzig Jahre hatte ich viele nicht gesehen. Es hat mir soooo viel Freude bereitet, mich mit den Freunden von früher zu unterhalten. Mir ging es so richtig gut, ich bin regelrecht aufgeblüht! Und mein Hippie-Kostüm mit der Megabrille hat mir mächtig Spaß gemacht.

An dem Abend ist mir bewusst geworden, dass ich mich anders verhalte, je nach dem in welcher Umgebung ich mich befinde und mit welchen Menschen ich mich unterhalte. Als schlüpfe ich in andere Rollen. Auf der Party war ich glaube ich eine ganz schöne Quasselstrippe. :o)

Schön! Wissen Sie, was das Beste ist? Mein Gewicht spielte weder für mich noch für die anderen eine Rolle. Es war, als sei alles beim Alten und wir hätten uns vor einer Woche das letzte Mal gesehen.

Ich freue mich, dass die Organisatoren vor haben, das Treffen alle fünf Jahre statt finden zu lassen. Die Idee finde ich spitze!

Fröhliche Grüße aus Köln

Anja Kolberg

Freitag, 13 Februar, 2009

Karneval

So richtig schön war eine Karnevalssitzung, auf der ich Mittwoch Nachmittag war. Die Katholische Frauengemeinschaft in Frechen-Grefrath hat sie ausgerichtet. Meine Freundin Babsi hatte mich gefragt, ob ich Lust habe, mitzukommen. Und da ich zumindest zwei der Frauen kannte, die dort auf der Bühne ihr Bestes gaben, stimmte ich zu.

Das Programm konnte sich sehen lassen: Stimmungsvolle selbstgetextete Stimmungslieder ("Karneval" ist mein Favorit), witzige Büttenreden und kleine Theaterstückchen, die zum Brüllen waren. Ich muss gerade an eine Tanzeinlage denken, bei der Frauen aller Altersstufen, Körpergrößen und -maße teilgenommen haben. Sie zogen als Putzfrauen mit Kopftuch, Kittel und Gummihandschuhen auf die Bühne. Nanu, was wird denn das? Dann schmetterte Tom Jones "Sex Bomb" auf die Bühne und die Damen legten einen Stripp hin, der sich sehen lassen konnte. Der Saal tobte. So mag ich Karneval!

Auch die beiden Damen, die ich kannte (Petra-Ute aus dem Blumenladen und ihre Freundin Petra) legten ein Theaterstückchen hin, das es in sich hatte: Kaffeekränzchen mit gaaaanz viel Sahne, und unzähligen Sahnestückchen, die sie auf der Bühne verschlungen haben (das war eine Leistung!) - eine Freundin saß mit am Tisch, die nur schwarzen Kaffee trank und nichts aß (sie machte eine Diät). Dafür rügte sie die beiden korpulenten Damen (die zwei haben sich mit unendlich viel Material toll vergrößert) unentwegt, wie sie denn so viel essen könnten und die Sahne.... sie sollten doch auf ihre Gesundheit achten. Die Zwei ließen sich nicht beeindrucken und aßen sogar unter dem Tisch weiter, wohin die Gesundheitspredigerin die Kuchen in Sicherheit gebracht hatte. Was machte die Abnehmjüngerin, als die Freundinnen weg waren? Sie stopfte alles in sich herein, was noch auf dem Tisch stand ... und dann kam die Dame vom Abnehmclub mit der Waage um die Ecke. Ich konnte teilweise gar nicht verstehen, was die Damen auf der Bühne sagten, so bebte der Saal. Ich hätte mir es noch mehrmals ansehen können - aber den beiden Hauptdarstellerinnen wäre das nicht zumutbar gewesen, ihnen war nachher wohl etwas schlecht...

So kenne ich Karneval von "zu Hause", die Sitzungen, die wir bei der Katholischen Jugend gebracht haben, waren ähnlich: Tänze, Büttenreden, Theaterstückchen, Lieder. Ach, was war das früher schööööön. Das ist einer der Vorteile, wenn man noch da wohnt, wo man aufgewachsen ist, weil man alle kennt und eingebunden ist.

Die Kostüme auf der Damensitzung waren allesamt eine Freude fürs Auge. Besonders angetan haben es mir die Damen, die uns gegenüber saßen: Sie waren sicherlich über 80, trugen Clownskostüme, rote Perücken und das Gesicht war natürlich auch geschminkt. Die hatten vielleicht einen Spaß! Oder die Dame, die bestimmt auch über 80 war und eine lange blonde Zopfperrücke trug. Das sah so süß aus! Ich liiiiiiebe Kostüme!

Wie ich von meiner Mutter hörte, bastelt meine Oma derweil an weißen Pudeln. Mein Cousin macht mit seiner Clique dieses Jahr die Jakobsisters nach und da gehört ja ein weißer Pudel dazu. Ich bin mir sicher, sie werden auch dieses Jahr wieder einen Preis für das schönste Kostüm auf der Sitzung ergattern!

Ich freue mich auf die Karnevalsparty morgen zu Hause im Bergischen, dann besuche ich meine Familie und übernachte bei meiner Oma. :o) Ab Weiberfastnacht bis Aschermittwocht wird es dann ganz ruhig, man glaubt es nicht, aber es ist - wenn nicht gerade der Zug durch die Straße geht - so ruhig wie an Weihnachten. Das mag ich.

Ein schönes Wochenende!

Anja Kolberg

PS: Ich habe seeeehr gut geschlafen und Minu auch - die ganze Nacht!! *hüpf*

Donnerstag, 12 Februar, 2009

Hundemami-Sorgen

Huhu da draußen,

heute erleben Sie eine ziemlich müde Anja Kolberg. Die dritte Nacht in Folge spielte unser Hund "Terror-Biene", wie wir sie dann liebevoll nennen. Das Gute zuerst: Es wird immer weniger.

Noch vor einer Woche dachte ich: "Wir haben das Wind-Problem gelöst!" Wir haben sie konsequent ignoriert und freundlich (nicht mehr genervt) in ihr Körbchen geschickt, wenn sie wegen des Windes tags oder nachts aufgeregt über das Parkett lief (es ist eine Folter-Methode...) und zudem nachts noch in unser Bett sprang. Das hat wahrhaftig geklappt. Nach einer halben Stunde war Ruhe. Ich fühlte mich wie auf Wolken! Ein unbeschreibliches Glücksgefühl! Endlich.

Und vor drei Tagen, als wieder einmal ein Wetterumschwung war und nachts ordentlich Wind war, ging es über die halbe Stunde hinaus. Gut, oben unterm Dach ist es wirklich nicht leise. Es klappert und pfeift ganz schön. Drei Stunden (!) von drei bis morgens halb sieben, als mein Mann aufstand hechelte Minu übers Parkett, sprang aufs Bett. Ich bin neben an ins Gästezimmer gezogen und habe die Türe zu unserem Schlafzimmer geschlossen, damit wenigstens mein Mann Ruhe fand, ich kann ja morgens die fehlende Schlafenszeit ein wenig ausgleichen. Doch die Erfahrung lehrt mich: Ein guter Nachtschlaf lässt sich einfach nicht mehr aufholen...

In den folgenden Nächten blieb ich konsequent. Mir war einfach wichtig, es nicht wieder einreißen zu lassen (und Minus Wunsch nachzugehen mit ihr im Wohnzimmer zu schlafen). Ich will nicht mein Leben lang bei Wind auf der Couch schlafen! Also freundliche Konsequenz und Ignorieren. Man glaubt gar nicht wie anstrengend das ist, vor allem nachts. Aber weder dem Hund noch uns ist langfristig geholfen, wenn wir ihrem Aufgeregtsein Aufmerksamkeit schenken. Das schlimme ist: Gibt man nach einer Stunde Terror klein bei, weil man einfach nicht mehr kann, merkt sich das der liebe Vierbeiner und weiß ab sofort: 'O.k., ich muss über eine Stunde nerven, dann bekomme ich was ich will.' Himmel, was für eine Aufgabe hat uns das Leben da geschenkt.

Ich bin ein Mensch, der seinen Schlaf unbedingt braucht, der den ganzen Tag neben der Spur ist, wenn er nachts so gequält wird. *Schrei*Heul* Sie merken, ich muss mich einfach ausheulen und weiß, es gibt nur einen Weg der Lösung: Durchhalten! Es wird ja besser.

Vorletzte Nacht, als ich ins Gästezimmer (liegt gleich neben unserem Schlafzimmer) gezogen bin, habe ich es geschafft, dass sie sich neben mein Bett auf den Boden gelegt hat und dort zu 50% liegen blieb und schlief. Das ist ein großer Erfolg zu vorher 100% Terror. Der Vorteil des Gästebettes ist auch, dass sie dort nicht draufspringt wie sie das bei unserem Ehebett macht. Diese Nacht hat sie sich sogar gleich vor das Gästebett gelegt, als ich mich dorthin verzogen habe. Strike! Wenn das mal kein kleiner Erfolg ist!

So viel von der Erziehungsfront. Ich halte weiter durch. Bitte keine Tipps, was man alles anstellen könnte, wir haben schon alles probiert. Gerne lese ich Erfahrungsberichte von Hundeeltern, die ähnliches durchmachen, das tut richtig gut, weil ich mich nicht wie eine Versagerin fühle. Ein dickes Dankeschön diesmal hier über den Blog nach Amerika zu meiner Klienten Solveig, die uns mit liebevollen ermutigenden Mails Hoffnung gegeben hat, das Stressthema Schritt für Schritt zu lösen.

Eines ist sicher: Das Thema ist zwar noch nicht überstanden, ich bin aber felsenfest überzeugt, dass wir es schaffen werden.

Entschlossene & hundemüde Grüße

Anja Kolberg

Dienstag, 10 Februar, 2009

Wie verändern wir uns in Partnerschaften?

Ein Thema, über das ich nachdenke, weil das Wiedersehenstreffen mit der Jugengruppe naht. Wo ich Menschen treffe, zu denen ich seit meinen Umzug nach Köln, also nachdem ich meinen Partner kennen gelernt habe, keinen Kontakt mehr hatte. Wir uns aus den Augen verloren haben. Jugendfreundschaften. Menschen, die mich vor meiner Ehe gekannt haben.

War ich damals anders als heute? Ich glaube ja. Ich habe Lust auf einen Plausch mit meiner inneren Stimme.

Anja: Habe ich mich zu meinem Vorteil verändert?
Innere Stimme: Ja.
Anja: Was denn zum Beispiel?
Innere Stimme: Du hast einen enormen inneren Entwicklungsprozess hinter dir. Bist erwachsener geworden.
Anja: Habe ich mich auch zu meinem Nachteil verändert?
Innere Stimme: Ja.
Anja: Oh, das interssiert mich. Was hat sich zu meinem Nachteil verändert?
Innere Stimme: Dass du dich selbst ein Stück in der Partnerschaft vergisst. Du bist viel mit der Aufmerksamkeit bei deinem Partner, statt bei dir selbst.

Anja: Und das war vorher anders?
Innere Stimme: Ja, das war anders. Du hast viel mehr für dich selbst gesorgt. Darauf geachtet, dass es dir gut geht. Dich als eigenständige Persönlichkeit gezeigt.
Anja: Und heute bin ich eher ein 'wir'.
Innere Stimme: Ja.
Anja: Und dafür trage ich selbst die Verantwortung.
Innere Stimme: Ja natürlich. Dein Partner hat damit nichts zu tun. Du entscheidest, welchen Weg du innerhalb einer Partnerschaft gehst. Wie sehr du dein eigenes Ich lebst oder dich anpasst oder verschmelzt mit dem anderen oder dich hinter deinem Partner versteckst. Es gibt ganz viele Möglichkeiten. Lebst du deine Wünsche und Träume oder hast du sie aufgegeben, weil dein Partner sie nicht wichtig findet? Was willst du, was fühlt sich gut an? Lebst du eigene Hobbies? Eigene Freundschaften? Vertrittst du deine Meinung? Dein eigenes Ich zu leben ist auch innerhalb einer Gemeinschaft, einer Partnerschaft möglich. Es ist sogar sehr wichtig. Es hält die Partnerschaft und dich selbst lebendig.

Anja Kolberg

Freitag, 06 Februar, 2009

Sehnsucht

Morgens beim Gassigang mit unserer Minu höre ich sie schon: Die Stimmen der Frühlingsvögel. Die Laute, die für mich den heran nahenden Frühling ausmachen. Oh, wie sehne ich mich nach...

  • Kaffee auf der Terrasse zu trinken
  • Frühjahrsblumen, die im Garten blühen
  • einer warmen Sommerbrise, die den Duft von Lavendel zu mir trägt (ich auf der Liege, dösend, gutes Buch, Minu schnarcht, Milchkaffee neben mir und ein Brownie)
  • dem ersten Grillmoment im Freien
  • acht Uhr abends und es ist hell draußen
  • Wärme, von der Sonne geschenkt
  • einem Frühstück im Garten

Geht es Ihnen auch so? Wenn ich das lese, kann ich es kaum erwarten! Frühling und Sommer kooooooooommt bitte!

Schönes Wochenende!

Anja Kolberg

Mittwoch, 04 Februar, 2009

Schluss mit der Aufschieberitis

"Mach' ich später!" Das denke ich oft bei Dingen, wo ich meinen inneren Schweinehund überwinden muss. Seit dem ich mich mit der Buchkorrektur so überlistet habe, packe ich eher die Dinge an, die liegen geblieben sind. Treffe Entscheidungen, streiche Dinge ganz (wo ich gar keine Lust drauf habe) und andere erledige ich endlich.

Ich hoffe, dass ich meinen inneren Schweinehund möglichst lange bezwingen kann. ... och, und wenn nicht, denke ich gerade, ist auch nicht schlimm. Vielleicht brauche ich dann mal wieder eine Pause und der kleine Schweinehund verschafft sie mir!

Quieck-Wuff!

Anja Kolberg

Dienstag, 03 Februar, 2009

Der Schatz im Monster

Erinnern Sie sich an meine Blogbeiträge Es ist nicht da...es ist nicht da... und Was passiert, wenn man das Monster küsst... ? Hier die Fortsetzung:

Jetzt kann ich erzählen, was das für eine Aufgabe war, von der ich geschrieben habe:

Mein Buch korrigieren. Ich hatte mir vorgenommen, das Buch nach einigen Monaten Reifezeit im Januar zu korrigieren. Das gab mir die Gelegenheit, den Tischkalender 2009 zu gestalten und anzubieten. Nach Neujahr sollte es losgehen. Aber was war? Nix. Mir fiel ständig eine neue Ausrede ein und fand immer wieder etwas, das noch wichtiger war.

Ich war traurig, sah mein Manuskript mittags im Esszimmer liegen und liegen und der Januar verstrich. Positiver Druck musste her. Am Freitag, den 23.1. habe ich - wohlweislich erst nach Feierabend, um Vorlauf zu haben - eine Mail an die Kontaktperson in meinem Lieblingsverlag geschickt. Ich habe von meinem Mansukript geschrieben und um die Info gebeten, wer aus dem Lektorat zu ständig wäre. Nach dem Absenden der Mail war mir richtig übel. Ich war total aufgeregt und habe mich allen ernstes gefragt, welcher Teufel mich denn da geritten hat. Es wurde ernst - jetzt gab es kein Ausweichen mehr. Ich war aber auch sehr froh, dass ich mir so einen positiven Stresspunkt gesetzt habe, um endlich in Bewegung zu kommen und mein Herzprojekt zur Nummer eins zu machen.

Insgeheim hatte ich gehofft, die Antwort käme im Laufe der Woche, um dann mit der Korrektur fertig zu sein. Pustekuchen! Schon Sonntag erhielt ich eine Antwort. (Yeah! und Oh!)

Gut, dass ich Samstag mit dem Korrigieren begonnen hatte, die Woche arbeitete ich konzentriert und mit viel Freude an meinem Manuskript ... Freitag Abend war ich fertig! (YEAH!!!) Samstag erstellte ich noch ein Konzept (eine Zusammenfassung für den Verlag mit Marketinginformationen) und am Nachmittag, als ich ein richtig gutes Gefühl hatte, weil einfach alles stimmte, habe ich die Mail an die Lektorin geschickt und bot mein Manuskript mit fünf Sätzen zum Inhalt an.

Ich kann kaum in Worte fassen, was das für ein Glücksgefühl war. Endlich habe ich meinen Roman fertig! Ich habe es wahrhaftig aus eigenem Antrieb geschafft! Jahrzehnte (!) träume ich schon davon, das zu tun. Wie oft habe ich gezweifelt und jetzt geschafft! Und das ohne einen Verlagsvertrag wie bei den Sachbüchern zuvor (was automatisch zu einem zeitlichen Druck führt, den ich aber ganz bewusst nicht haben wollte.)

Die Krönung: Am Montag Morgen hatte ich die Antwort der Lektorin im Eingangsfach. Inhalt klingt interessant, ich könne das Konzept und die ersten 30 Seiten vom Manuskript schicken!

Ich bin so glücklich und befreit! Unfassbar!

Ich habe alles in meiner Macht liegende getan, jetzt heißt es Geduld bewahren. Das werde ich auch noch schaffen.

Ich bin soooooo froh!

Das kann passieren, wenn man das Aufschiebemonster küsst.

Anja Kolberg

Montag, 02 Februar, 2009

Willkommen Februar!

Die Blüte einer Lenzrose (Helleborus) ziert das Februarblatt des Tischkalenders 2009. (Jetzt auch als Desktopmotiv erhältlich.) Dieses besonders gezeichnete Exemplar habe ich im Japanischen Garten in Leverkusen fotografiert. Eines meiner liebsten Ausflugsziele, wenn ich Lust aufs Fotografieren habe. Der Winter ist die Blütezeit dieser Staude, in meinem Garten dauert es nicht mehr lange und auch dort zeigen sie ihre ganze Pracht. Vor einigen Jahren dachte ich: Im Winter gibt es gar nichts Blühendes. Wie man sieht, stimmt das nicht, es gibt so viele wundervolle Winterblumen!

Mein Zitat für den Februar lautet: 'Ich vertraue der Weisheit in mir.' Meiner inneren Weisheit (meiner Seele, inneren Stimme) vertrauen, bedeutet, ihr mehr Gewicht zu geben, als der Meinung anderer oder der meines Verstandes. Das Zitat erinnert mich daran, zu mir zu halten, mich anzunehmen wie ich bin. Mich zu trösten, mir Aufmerksamkeit zu schenken, meinen Gefühlen zu vertrauen.

Wenn ich meiner inneren Weisheit vertraue, bin ich auf einem guten Weg. Dem Weg zu mir selbst.

Einen schönen Februar!

Ihre Anja Kolberg

Links: Japanischer Garten Leverkusen. Helleborus-Stauden.

Tischkalender 2009 im Shop. Wallpaper im Shop.

Montag, 26 Januar, 2009

Was passiert, wenn man das Monster küsst...

Am Wochenende habe ich dem Aufgabenmonster [ich beziehe mich auf den Blogbeitrag "Es ist nicht da...es ist nicht da..."] aufmerksam zugehört. Das hatte Folgen...

Ich habe Dinge angepackt, die ich schon länger vor mir hergeschoben habe. Das war eine große Überwindung für mich. So wie ein Monster zu küssen. Da weiß man ja auch nicht: Schmeckt es? Tut es weh? Piekst es? Verwandelt es sich? Ist es langweilig? Was passiert danach? Es ist Utopie, zu glauben, das hätte keine Folgen!

Ich habe Steine ins Rollen gebracht, die mir auf der Seele lagen. Zum Beispiel eine Karte für eine Karnevalsparty zu bestellen. Nichts besonderes? Für mich schon. Denn es ist eine Jugendlichen-Ehemaligen-Party, in der Gemeinde, in der ich aufgewachsen bin. Wo ich gaaaanz viele Menschen aus meiner Teenagerzeit wiedertreffen kann. "Clubraum" hieß der Kellerraum, den uns die Kath. Kirche zur Verfügung gestellt hatte und in der wir Jugendlichen uns 2 mal die Woche trafen und viel viel Spaß hatten.

Da ich nicht mehr im Bergischen wohne, sehe ich sie auch nicht auf Schützenfesten oder Polterabenden, wo man sich sonst dort trifft. Ich spüre jetzt schon wieder die Aufregung. Freudig aufgeregt ist das nicht, sondern mit vielen Fragezeichen aufgeregt. Die meisten habe ich seit 20 Jahren nicht gesehen. Und ich bin nicht mehr so schlank wie damals. Ich kann auch schreiben: Einige Kleidergrößen später. Für mich liegt die Herausforderung darin, zu mir zu stehen, auch wenn ich nicht mehr so aussehe wie damals. Das fällt mir sehr sehr schwer. Lieber wäre ich weggelaufen, einfach nicht dahin gegangen. Aber ich glaube, dass es mir sehr gut tut, zu der Party zu gehen. Weil da so viele Menschen sein werden, die ich mag. Ich verbinde so viele positive und schöne Erlebnisse mit damals. Erste Liebe, gaaaanz viel Quatsch, Feten, Karnevalssitzungen, die wir selbst veranstaltet haben. Ja, eine schöne Zeit.

Auch die anderen haben sich verändert, sind nicht stehen geblieben in ihrem Äußerem, nicht mehr so wie damals. Ich habe Angst davor, was die anderen zu meiner Figur sagen, was sie fragen. Ich weiß: Je mehr ich zu mir selbst stehe, desto leichter ist es. Der erste Schritt zur Heilung ist: Zu mir stehen. Mich zu lieben und zu akzeptieren wie ich bin. Ich bin gut so - auch in Kleidergröße 54.

Früher war ich immer im Doppelpack mit meiner Schwester, die ein Jahr älter ist als ich, unterwegs. Sie kann nicht, auch mein Bruder kann nicht. Ich bin also ohne "Schutzschilde", hinter denen ich mich verstecken kann, unterwegs. Auch das ist eine Herausforderung für mich...

So was kann ins Rollen kommen, wenn man das Monster küsst. Ich lerne etwas sehr wichtiges für meinen weiteren Weg. Zu mir stehen, auch wenn ich nicht mehr die bin, die ich mal war.

Ich habe aber nicht nur einmal, sondern mehrmals geküsst. Unter anderem ist dadurch bei einem Herzensprojekt ein Zeitdruck entstanden, den ich so haben wollte, damit ich daran endlich weitermache. Mir fielen nämlich immer wieder Ausreden ein, warum ich daran nicht weitermachen kann. Und an der Fertigstellung des Projektes arbeite ich diese Woche auf Hochtouren. Was ich meine? Ich schaffe es nicht, das jetzt hier zu sagen, weil ich mir dann noch mehr Streß mache. Wenn ich Ergebnisse erzielt habe, werde ich darüber berichten.

Eine schöne Woche!

Die Monsterküsserin

Freitag, 23 Januar, 2009

Es ist nicht da...es ist nicht da...

Manchmal schiebe ich eine unangenehme Aufgabe vor mir her, weil ich Angst habe sie zu erledigen. Das hat meistens damit zu tun, dass ich mich überwinden muss, über meine üblichen Verhaltensweisen hinauswachsen und etwas Neues tun, vielleicht auch etwas Altes, das ich schon ewig nicht mehr getan habe und das Gefühl dafür verloren, ob ich es kann oder nicht. Ich bausche diese Aufgabe auf, als sei sie ein Monster, unmöglich sie zu erledigen. Ein Ungeheuer - unbewzingbar.

Ich muss mir nur fest genug einreden, die Aufgabe ist gar nicht da. Ich brauche mir nur die Augen zu halten - und zack sehe ich sie gar nicht mehr. Das Monster ist weg. So wie eine Mail, die ich lösche, um sie nicht zu beantworten oder in irgendeinen Ordner verschiebe. Oder einen Anruf, den ich nicht wage, weil ich nicht weiß, was dann passieren kann. Oder ein Kontakt wegen etwas, das mir eigentlich Spaß macht, Himmel - ich aber nicht weiß, soll ich... soll ich nicht...

 

Das Gute am Verstecken ist zunächst: Ich bekomme Aufschub, vielleicht Ruhe, die ich brauche. Aber die hält nicht lange an. Spätestens wenn ein Termin mit der Aufgabe verbunden ist, wird das Monster immer größer.

 

Mir wird immer mulmiger, es ist nicht so, dass mich das kraftvoller macht. Das Monster versteht die Welt nicht mehr. Denn es wurde von mir zum Monster gemacht und ist gar keines. Es wird immer größer, um sich bemerkbar zu machen, damit ich ihm endlich zuhöre, endlich Aufmerksamkeit schenke, statt immer wieder wegzuschauen. Es zu ignorieren.

Wenn ich meine Angst überwinde und mich dem Ungeheuer zuwenden, merke ich: Es ist gar nicht schlimm. Vielleicht erzählt mir das Monster dann, dass es traurig ist, weil ich es nicht beachte. Zum Beispiel, weil es in der Aufgabe darum geht, mir etwas Gutes zu tun, vielleicht einen weiteren Schritt auf MEINEM Weg zu mir selbst zu gehen oder etwas loszulassen, das mir nicht gut tut. Je mehr ich mich mit dem Monster beschäftige, desto mehr wird mir bewusst, dass es eigentlich kuschlig und lieb ist.

So sind die Lernaufgaben für's Leben meistens: Sie lösen unangenehme Gefühle aus - doch wenn ich sie bezwungen habe, entdecke ich den riesengroßen Schatz: Die Möglichkeit mehr ich selbst zu werden!

Anja Kolberg

Donnerstag, 22 Januar, 2009

Beim Einschlafen...

... schreibe ich Blogbeiträge ohne Ende. Ich lasse dann den Tag Revue passieren, mir fallen Dinge auf und ich schreibe in Gedanken darüber. Allerdings ist es im Schlafzimmer dunkel und kein PC in der Nähe (und ich habe wenig Lust, das Licht anzumachen und per Hand etwas aufzuschreiben). So landen die Einfälle also nicht im Blog, sondern bleiben in meinem Kopf.

Zu Beginn meiner Selbstständigkeit hatte ich beim Einschlafen oft Ideen, was ich machen könnte. Es gab Zeiten, da war der Block auf meinem Nachttisch voll geschrieben. Was mit diesen Ideen passiert ist? Ich weiß es nicht mehr. Aber ich erinnere mich auch an so manchen Gedanken, der nicht weiter wichtig war. Die Sachen, die wirklich wichtig waren, brauchte ich nicht aufzuschreiben, die fielen mir wieder ein.

Gestern Abend überlegte ich kurz, das Licht anzuknipsen und meine Gedanken aufzuschreiben. "Nein", sagte mein Inneres. "Brauchst du nicht. Was wirklich wichtig ist, fällt dir wieder ein." Also lasse ich den Gedanken los, ich könne etwas wichtiges vergessen. Lasse viele Blogbeiträge in meinem Kopf. Vielleicht reifen sie dort. Vielleicht landen sie auf dem Kompost und dienen so als Dünger für eine neue Geschichte.

Sie werden es hier erleben.

Einen schööööönen Tag

Anja Kolberg

PS: Wieder mal müde, es war Wind. Inzwischen schlafe ich aber auf der Liege im Wohnzimmer ziemlich gut.

Dienstag, 20 Januar, 2009

Bin ich müde...

Das ist schon der zweite Tag, wo der Paketbote mich gegen 9 Uhr aus dem Bett geklingelt hat. Ja, um die Zeit war ich noch im Bett. Arbeitsmäßig kein Problem, da ich mein Büro ja zu Hause habe und mir meine Zeit selbst einteile. Konditionsmäßig ist es ein Problem, mich innerhalb kürzester Zeit in Klamotten zu schmeißen, zwei Treppen hinunter zu hechten und dann auch noch da zu sein, bevor er wieder weg ist. Ich habs geschafft. Ich war dann zwar ziemlich verknautsch im Gesicht und meine Haare stehen dann zu Berge, aber ich bin nicht mehr nackt. Nun, genau hinschauen sollte man nicht.

Ob der gute Mann denkt, ich mache Nachtschicht, dass ich dann noch schlafe? Im Prinzip stimmt das mit der Nachtschicht. Unser Hund. Der Wind. Damit mein Mann schlafen konnte, der um 6 Uhr raus muss, habe ich mich gestern für 1 Stunde auf die Couch gelegt und wieder gesetzt (schlafen ist nicht auf der Couch, weil ich davon Rückenschmerzen bekomme). Dann hörte ich keine Windboen mehr, Minu schlief fest und ich bin wieder mit meinem Plümo ins Bett geschlichen. Hat geklappt, bin auch schnell wieder eingeschlafen, bis der Paketbote...

Diese Nacht ging die Show dann von Neuem los, nur viel viel länger, weil wir versucht haben, ihre Aufregung zu ignorieren. Es kann doch nicht sein, dass jede Nacht jemand im Wohnzimmer mit ihr verbringt, wenn Wind ist (sonst schläft sie nachts "durch" bis wir sie morgens mit uns aufsteht). Minu tappte fleissig über den Parketboden im Schlafzimmer, sprang ins Bett... Nach einer Stunde habe ich aufgegeben und bin mit ihr runter. Als sie Ruhe gab, bin ich wieder hoch. Nach einer Stunde wieder ein Windstoß, ich hatte keine Nerven mehr, bin aufgestanden, runter in den Keller, habe mir mein riesen Bundeswehr-Feldbett nach oben geholt, mitten in der Nacht aufgebaut (das Ding ist dann 2,10 lang, 75 cm breit). Als ich das beim letzten Mal nachts aufgestellt habe, klemmte ich mir gleich die Finger. Diesmal ging alles gut. Ich habe alles an Decken unter mich gelegt, was ich fand, weil von unten die Luft kommt. Kissen und Plümo geholt. Türe zu, Licht aus. Und unser Hase gab irgendwann Ruhe, zumindest ist ihr Tapsen hier gedämpft, weil ein Teil des Zimmers mit Teppich ausgelegt ist. Als mein Mann aufstand, bin ich dann wieder ins Bett, bis der Paketbote...

Ich fühle mich total gerädert. Das ist nix für mich, einmal so plötzlich aufstehen zu müssen (ich mag nur Musikwecker, die mit dem Piepton machen mich aggresiv) und dann insgesamt so spät. Lieber die Nacht gut schlafen und morgens zwischen 7 und 8 Uhr aufstehen. Das ist gut für mich.

Lieber Petrus, bitte lass den Wind heute zu Hause. Lieber Hunde-Schutzengel, bitte bitte schick Minu Signale, dass sie keine Angst bei Sturm haben muss...

Eine erschöpfte Hundemami, die gerade mit Respekt an all die Eltern denkt, die nachts mehrmals für ihre Babys aufstehen und das wochenlang...

Montag, 19 Januar, 2009

Kosenamen ohne Ende

Mir fallen immer neue Namen für unsere Minu ein. Das habe ich schon als Kind bei unserem damaligen Hund Britta gemacht (Snoopy war ihr Hauptkosename).

Wie ich Minu nenne? Schatz, Engelchen, Hase, Moppel, Minüle, Hasenfuß...

Wenn ich andere höre, die ihre Tiere oder Angehörigen mit Kosenamen nennen, empfinde ich das als komisch. Wenn ich es jedoch selbst mache, ist es die normalste und schönste Sache von der Welt. Auch mein Mann hat mehr als einen Namen. Ich habe zwei. Die sag ich aber nicht. :o)

Schöööönen Tag!

Anja

PS: Es pfeift mal wieder ums Haus und Minu hört nicht auf zu tapsen. Tagsüber ist das noch zu ertragen. Ich mach mal Musik mit Meeresrauschen an, manchmal hilft das..

Freitag, 16 Januar, 2009

Der Wind, der Wind...

... macht unserer Minu mal wieder zu schaffen. Tapp-tapp-tapp-tapp geht es ruhelos über das Parkett. Wenn sie sich mal kurzzeitig beruhigt, dann nur, um beim nächsten Windstoß wieder aufzuspringen. Weder Ablenkung, noch reden, noch Bachblüten-Notfalldrops helfen. Ich versuche es zu ignorieren (so gut das geht), damit ich ihr Verhalten nicht noch durch meines verstärke...

Ach lieber kleiner Hase, wie gerne würde ich dir diesen Streß nehmen!

Anja Kolberg

Mittwoch, 14 Januar, 2009

Gott sei dank!

Ich hab's überstanden! Bin ich froh. Heute früh fühlte ich mich so, als würde ich zum Henker gehen. Die Helferinnen an der Annahme hatten Spaß, als ich ihnen das erzählte. Ich nicht! Gott sei dank bin ich von einer Erkältung verschont geblieben, ich konnte bei dem Zahnarzttermin durch die Nase atmen.

Beim Spaziergang um 8 Uhr mit Minu betete ich ein Mantra runter, das mir eine liebe Leserin gemailt hatte (Gruß in die Schweiz!). Es beruhigte mich ebenso wie eine Handvoll Notfalldrops, ein Vater unser und alle möglichen Engel des Himmels, die ich mir ausdachte und um Hilfe und Beistand bat: der Engel der Geduld, der Engel der Zuversicht, der Engel des Vertrauens, der Schutzengel meiner Zahnärztin, mein Schutzengel und alle verstorbenen Verwandten, die mir einfielen bat ich um Hilfe. Irgendwann wurde ich ruhiger.

Die Zahnärztin, die auf die Revision der Wurzelkanalbehandlung spezialisiert ist, kannte ich noch nicht. Sie war sehr nett. Super! Wir machten Zeichen aus, wenn ich Hilfe brauchte. Das war schon mal ein beruhigender Start. Während der eigentlichen Sitzung versuchte ich mich durch ein Hörspiel abzulenken, das hat auch geklappt. Wenn ich die Augen mal aufmachte, dann machte ich sie schnell wieder zu, weil ich auf grausig lange Bohrer schaute... Kurz vor Schluss ein doller Schmerz, als das Medikament in die Wurzelkanäle gefüllt wurde. "Wir sind fertig, Frau Kolberg. Nehmen Sie am besten gleich eine Schmerztablette, damit der Schmerz unterdrückt wird, sobald die Betäubung nachlässt." Sie reichte mir eine Tablette, die ich gerne zu mir nahm.

Dann erfuhr ich, dass dieser 1 3/4-Stunden-Termin nur der erste Teil der Behandlung ist. In 4 Wochen würde das Medikament rausgeholt und dann würden die Wurzeln endgültig gefüllt. Termindauer: 1 Stunde. Na super! Ich dachte, ich hätte es hinter mir. Aber ich will brav und dankbar sein, dass heute alles im großen und ganzen gut geklappt hat. Ich habe keine Panik bekommen, keinen Schnupfen, habe mich nicht verschluckt und jetzt hoffe ich, dass ich heute Nachmittag keine Schmerzen bekomme.

Was für ein Tag! Zur Belohnung für die bestandenen Strapazen habe ich mir einen Strauß Tulpen und eine Zeitschrift gegönnt. Ja, ich bin stolz auf mich!

Anja Kolberg

Dienstag, 13 Januar, 2009

Jetzt taut's

Ich bin froh, dass der Schnee Abschied nimmt. Die Gehwege - in den letzten Tagen mehr Matsch als Schnee - werden wieder frei. Unser Hund hat keine Probleme mehr mit Splitt und Salz an den Pfoten. Die Straßen werden wieder frei. Gut.

Einzig die Helligkeit draußen vermisse ich. Selbst am Abend war es auch dank des Vollmondes hell draußen. Eine schöne Zeit war's.

Gesundheitlich halte ich weiter wacker die "Ich bin gesund. Ich bekomme keine Erkältung."-Stellung. Ich meine zwar, so langsam werden die Schluckbeschwerden stärker und gestern habe ich ein paar mal geniesst, aber ich habe noch keinen Schnupfen. Lieber Körper, halte durch! Ab Morgen Mittag kannst du dich so richtig gehen lassen. :o)

Meinen Mann habe ich schon gebeten, die Krankenschwester morgen Nachmittag zu spielen. :o) Das ist ein schöner Trost nach dem Zahnarztmarathon und dass es endlich mit "Desperate Housewives" weitergeht. Eine meiner Lieblingsserien.

Einen schönen Tag!

Anja Kolberg

PS: Heute ist ein besonderer Tag. Mein Opa (lebt im Himmel) hat heute Geburtstag! Herzlichen Glückwunsch, lieber Opa!

Montag, 12 Januar, 2009

Ich bin gesund. Ich bin gesund...

Mittwoch habe ich einen Zahnarzttermin. Nicht irgendeinen. Anderthalb Stunden lang ist er. Eine Wurzelrevision. Alte Wurzelfüllung raus, neue rein. Alles wird zur Rettung meines Zahns unternommen.

An dem Tag kann ich eines nicht gebrauchen: Eine Erkältung! Wie der Teufel es will: Ich habe seit gestern Schluckbeschwerden. Für mich die ersten Anzeichen einer Erkältung. Vorsorglich habe ich jetzt schon einiges unternommen. Mittelchen geschluckt, meine Gesundheitszellen beschwört und ihnen für ihre Arbeit an den eventuell vorhandenen Viren gedankt. Grog getrunken (das war nun wirklich keine Strafe, sondern superlecker - mein Mann hat Orangensaft dazu gegeben. Boah, war das lecker!). Heute morgen beschwöre ich meinen Körper weiter. Schließlich war ich damit vor einigen Wochen schon mal erfolgreich.

Ich hoffe es wirkt auch jetzt. Denn ich will den Termin wahr nehmen. Und ihn dann endlich hinter mir haben! Bitte drücken Sie mir die Daumen, dass es klappt.

Ich bekomme keine Erkältung. Ich bin gesund. Ich bekomme keine...

Anja Kolberg

Samstag, 10 Januar, 2009

Wochenend' und Sonnenschein

Was für ein Geschenk ist das Wetter in diesen freien Tagen: Schnee + das Blau des Himmels + klare kalte Luft + Sonnenstrahlen. Eine perfekte Mischung für gute Laune!

Ein schönes Wochenende!

Anja Kolberg

Freitag, 09 Januar, 2009

Auf der Suche nach der Vergangenheit

Mich haben die Geschichten von früher schon immer fasziniert. Wenn meine Oma erzählte, dass sie früher mit Eimern raus zum Brunnen mussten, um Wasser zu bekommen. Die Flucht von Köln ins Bergische. Das Leben damals. Die Träume. Der Schmerz.

So habe ich angefangen, den Stammbaum der Familie meiner Oma zusammen zu tragen. Das ist so interessant. Und meine liebe Oma und ihre Cousine tragen all die noch fehlenden Daten zusammen. Sie rufen bei der Gemeinde an, bei Standesämtern und dann bekomme ich liebe Anrufe, handgeschriebene Briefe von ihnen mit den Daten.

Das ist so eine Freude. Ich fühle mich damit reich beschenkt.

Zeit zu hüpfen!

Anja Kolberg

Dienstag, 06 Januar, 2009

Bilderbuch-Winterwetter

 

Gestern früh sah unser Garten so aus: Ein Wintertraum! Über Nacht wurde Köln in ein Schneeparadies verwandelt.

Selbst der Buddha am Teich war von einer warmen Schneedecke eingepackt.

Nur an einer Stelle können wir den Bachlauf noch sehen. Alles andere ist verschwunden.

Unsere Hündin Minu hatte ihre helle Freude: Rumtollen, Schnee mit der Schnauze schieben, Schnee fressen (scheint wie für uns Eiscreme zu sein) und Schneebällen hinterherjagen. Was für ein Spaß!

Und heute: Bestes Sonnenwetter mit Schnee. Überall in den Straßen und auf den meisten Bürgersteigen liegt die weiße Pracht. Beim Spaziergang heute früh fühlte ich mich wie in einem Feriengebiet in den Bergen. Auch mal schön!

Grüße von der Schneeflocke

Anja Kolberg

Donnerstag, 01 Januar, 2009

Januar!

 

"Eingehüllt in Stille breitet sich Ruhe in mir aus." Das ist mein Text für den Januar im Tischkalender 2009.

Heute früh konnte ich es gar nicht erwarten, den neuen Kalender einzuweihen. Das Januarlicht auf das Blatt zu lassen. Dieses kühle Blau, die Stille des Schnees. Wie gut passt diese Stimmung zu diesem Monat: Vorbei ist die Hektik der vergangenen Feiertage. Gelassenheit kehrt ein. Die längsten Nächte sind überstanden, das Licht kehrt jeden Tag stetig zu uns zurück.

Eingehüllt in diese Stille des klaren Januarlichts spüre ich, wie sich Ruhe in mir ausbreitet. Entspannung. Ja zum Neuen!

Neugierig kann ich nach vorne schauen: Was möchte ich tun? Was erwartet mich in diesem Jahr? Worauf habe ich Lust?

Oder einfach mein Da-sein genießen: Die Stille des Winters. Die Schönheit der Natur. Mich selbst. Das Leben. Und die Ruhe und Gelassenheit, die das mit sich bringt.

Auf einen wunderbaren Januar!

Anja Kolberg

PS: Wenn Sie den Kalender auch in Ihrem Reich haben möchten: Im Webshop können Sie noch Ihr persönliches Exemplar bestellen und geliebten Menschen eine Freude fürs neue Jahr machen.

Frohes Neujahr!

Da liegt es vor uns: Nagelneu, unbeschrieben - voller Überraschungen: Das Jahr 2009!

Welche Geschenke, Prüfungen, Herausforderungen und Chancen auch immer in den kommenden 12 Monaten auf mich warten: Ich wünsche mir, sie zu erkennen und anzunehmen, wo es stimmt und abzulehnen, was nicht meines ist. Ich will mutig kämpfen, wo meine Kampfeskraft gefordert ist - geduldig ertragen, wenn es nötig ist - klug entscheiden, statt eine weitere Runde abzuwarten - aufstehen, wenn ich hingefallen bin und mich nicht grämen über den Sturz - und vielleicht das wichtigste: Mich feiern, würdigen, wenn ich einen Fortschritt auf meinem Weg erreicht habe oder auch nur den Versuch gewagt habe, etwas Neues zu tun.

Ich freue mich auf dich - 2009!

Alles erdenklich Gute für Ihren Weg in 2009
wünscht Ihnen von Herzen

Anja Kolberg



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