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Mittwoch, 31 Dezember, 2008

Vorgestern war Knut, heute ist Sylvester

Er hat alles gegeben. Unser Tannenbaum. Gestern durfte er gehen. Zum Abschied bekam er einen tollen Sprung aus dem Fenster der ersten Etage geschenkt. (Seit dem IKEA Werbespot weiß ich, dass dies in Schweden "Knut" heißt. Gefällt mir, so nenne ich diesen Flug jetzt auch.) Hier im Wohnzimmer hat der Baum beim Abbauen einen großen Haufen trockenster Nadeln verloren, auf dem Weg zum Fenster nochmal und draußen vor dem Haus liegen immer noch einige Nadeln. Er hatte es aber auch schwer! 4 Wochen neben dem Kaminofen sind wirklich eine harte Zeit. Die Zweige waren saharatrocken, die Spitzen zeigten alle zum Boden. Jetzt hat er seine verdiente Ruhe!

2008 - das war's! Eben habe ich meinen Terminkalender zugeklappt, einige Termine in den Januar übertragen. Auch er darf gehen. 12 Monate lang lag er auf meinem Schreibtisch. Hat mich durch Höhen und Tiefen begleitet. Mal lag er nur so rum, mal war er fleißig im Einsatz. Der Kalender "Spiegelbilder der Seele" mit Zitaten von Paramahansa Yogananda und Naturfotos gibt es auch 2009 wieder, aber ich habe mich für einen anderen Terminkalender entschieden. Einen ohne Bilder, einer Wochenübersicht .... und das besondere: Einer leeren Seite gegenüber. Viel Platz für das, worauf ich Lust habe. Vielleicht eine Zeichnung zur Stimmung am Wochenanfang? Notizen? Krikelkrakel? Leer bleibende Seiten? Mal sehen. Die Idee finde ich auf jeden Fall klasse. Gesehen und gekauft bei Boesner - DEM Paradies für alle Künstler.

Heute ist ein ganz fauler Tag für mich, für uns. Nur tun, worauf wir Lust haben. Keine Einladungen, keine Termine. Nur faulenzen! Herrlich! Ich liebe so Tage! Heute Abend gibt's Raclette wie schon Heilig Abend und wahrscheinlich auch wieder den köstlichen Schokoladenbrunnen. *reib-meinen-Bauch*

So ein bischen juckt mich die Idee, eine Rückschau zu halten auf das Jahr 2008, aber ich merke, dafür fehlt mir der wirkliche Antrieb. Macht eher mehr Spaß in einer Gruppe. Sonntag habe ich mir überlegt, dass es mal wieder Zeit für eine Collage ist, beim Betrachten meiner bisherigen Collagen war der Antrieb ganz doll: Eine Collage, was mich 2009 erwartet, das wär's. Aber auch dafür fehlt mir im Moment der Antrieb. Vielleicht kommt es noch. Heute gibt's keine Planungen. Heute lasse ich mich einfach treiben. Vielleicht schaue ich meinen Blog 2008 noch mal als Erinnerung durch, vielleicht auch nicht.

Das ist ein herrlicher Abschied von 2008 und ein guter Einstieg in 2009:

Tun, worauf ich Lust habe und ganz entspannt lassen, worauf ich keine Lust habe.

Guten Rutsch ins Jahr 2009!

Anja Kolberg

Samstag, 27 Dezember, 2008

Vorbei...

... sind die Weihnachtstage. So lange herbeigesehnt, darauf hingearbeitet und schwups, sind sie schon wieder gestern.

Schon am 2. Weihnachtstag sehne ich mich nach Sylvester. Ich will es haben, das neue Jahr. Darin schwingt immer ein Neuanfang mit. Und ich liebe Neues!

Herrlich, diese Zeit zwischen den Feiertagen. Bald beginnt es, das neue Jahr 2009!

Anja Kolberg

Mittwoch, 24 Dezember, 2008

Frohe Weihnachten

Ich wünsche Ihnen frohe Festtage voller Entspannung, Genuss, besinnlicher Momente und Zeit für die Dinge, die Ihnen wichtig sind.

Und noch etwas wünsche ich Ihnen: Ein kleines Wunder! Für einen Herzenswunsch, für einen Genesungswunsch, für Frieden, für Befreiung, für Zufriedenheit oder wofür Sie sich auch immer ein kleines Wunder herbeisehnen: Von ganzem Herzen wünsche ich es Ihnen.

Wunder werden wahr!

Anja Kolberg

Montag, 22 Dezember, 2008

Jetzt wird's langsam ein bischen viel...

Im November habe ich mich nach Weihnachten gesehnt. Nach Weihnachtsschmuck, Liedern, Tannengrün, Beleuchtung, Adventskranz, Tannenbaum - eben alles drum und dran. Die letzten Jahre habe ich mir geschworen: Der Tannenbaum muss früher aufgestellt werden. Dieses Jahr haben wir es zum 1. Advent geschafft. Ich fands toll und gemütlich. Weihnachtsstimmung pur!

Aber jetzt ist es mir anders: Ich habe die Weihnachtsstimmung fast über. Am Baum habe ich kaum noch Freude.

Das musste ich jedoch erst mal so intensiv ausprobieren, damit ich weiß: Nächstes Jahr lieber nicht mehr zu früh. Eintrag im Outlookterminkalender für Advent 2009 ändern: Weihnachtsbaum früüüühestens ab 2. Advent. Ich kann auf einmal all die Verkäuferinnen gut verstehen, die Weihnachten einfach kein Weihnachten mehr sehen können. Bis dahin haben sie zuviele Weihnachtslieder gehört, Baumschmuck gesehen und verkauft, dass es einfach zu viel wird.

Wieder was gelernt. :o) Es heißt ja nicht umsonst in einem chinesischen Sprichwort: "Wenn der Blütenschimmer der Kirschbäume länger währte als ein paar Tage, wir würden ihn so innig nicht lieben." Und das gilt wohl auch für die Weihnachtszeit!

Grüße vom Adventshasen

Freitag, 19 Dezember, 2008

Loslassen

Mich von dem befreien, was ich nicht beeinflussen kann.

Geduld haben.

Vertrauen, dass die Dinge einfach geschehen.

Mich auf das konzentrieren, was mir wirklich gut tut.

Anja Kolberg

Donnerstag, 18 Dezember, 2008

Ruhe-Raum

Einen Moment die Zeit anhalten. Treten Sie ein in den Raum der Ruhe:

 

Mir Ihren Füßen berühren Sie samtig weichen Boden. Eine Wohltat mit jedem Schritt. Entspannung breitet sich von den Füßen bis in die Haarspitzen aus.

Sie schauen sich um. Es ist angenehm dunkles Licht. Ihre Augen entspannen sich. Beim Blick nach oben entdecken Sie den dunkelblauen Himmel voller funkelnder Sterne.

Sie schließen die Augen und atmen tief durch. Hm, dieser Duft. Sie spüren gleich: Hier fühle ich mich wohl. Sie fühlen auch: Dieser Raum hat genau die richtige Temperatur für mich.

Angenehme Naturklänge holen Ihre Seele ab und führen Sie zu einer riesigen Hängematte zwischen zwei starken Bäumen. Weiche Kissen und Decken warten dort auf Sie.

Ein Gedanke nur - schon liegen Sie in dieser weichen Wonne und entspannen. Ein leises Glockenklingen und ein sanftes helles Wesen bringt Ihnen kristallklares, wohltemperiertes Wasser. Ah, angenehm, wie es Ihre Kehle hinabläuft und all die Gedanken und Belastungen des Tages wegspült. Alles, was zurück liegt und was morgen noch auf Ihrem Plan steht: Es ist nicht mehr wichtig. Sie sind mit Ihrer Aufmerksamkeit jetzt ganz in diesem Raum.

Tief atmen Sie die Luft dieses heilenden Raumes ein. Das helle Wesen kommt zu Ihnen zurück und bringt Ihnen eine Platte mit köstlichen Speisen: Früchte, Gemüse, warmes, kaltes, süßes, herzhaftes, alles wonach Ihnen gelüstet finden Sie wie von Zauberhand auf dieser Platte. Sie nehmen sich davon und genießen. Mit jedem Bissen schließen Sie die Augen. Hmmm, ist das guuuut!

Zeit, tief durchzuatmen und zu seufzen. Die letzte Anspannung fällt von Ihnen ab.

Kleine freundliche, fliegende Lichtwesen schwirren zu Ihnen und wiegen nun die Hängematte sanft hin und her. Sie fühlen sich wie im Schoß Ihrer Mutter. Oh, tut das gut.

Sie lauschen einem leisen warmen Summen und erkennen eine Melodie, die Ihr Herz sanft berührt. Sie spüren die tiefe Gewissheit: 'Ich bin beschützt. Ich bin richtig und gut. Ich bin hier. Ich bin geliebt. Ich bin verbunden mit dem, was mir gut tut. Egal was ich mache: Ich werde akzeptiert.'

Sanft fallen Sie in einen erholsamen Schlaf. Spüren das Licht, die Wärme und den Frieden.

Hier darf ich ganz ich sein.

Mit Liebe

Anja Kolberg

Montag, 15 Dezember, 2008

Er hat gebohrt...

... aber dafür hat es nicht wehgetan! Das ist ja schon mal was. Die Betäubung lässt langsam nach, ich habe das Gefühl einer riesengroßen Lippe und Backe. Au Backe!

Damit ich das grässliche Bohrgeräusch nicht hören muss, habe ich meinen alten transportablen CD-Spieler ausgekramt. Ich besitze keinen MP3-Player und brauche auch sonst keine portable Musik. Doch für den Fall genau richtig. Nachdem ich den Staub von der Tasche entfernt habe, funktionierte das Ding wahrhaftig. Weihnachtsmusik von Ally McBeal. Hm. Schön. Der Zahnarzt hatte nichts dagegen, er fragte, ob ich ihn hören kann, wenn er mich laut anspricht. Nicken, klappt.

Leider waren die Battarien auf der Hälfte der Strecke leer. Da mein Mund voller Geräte war, konnte ich nicht schauen, warum das Gerät keine Musik mehr spielte. Der Arzt wusste auch von nichts und so sprach er weiter SEHR LAUT mit mir. Was für eine skurile Situation. Natürlich juckte es während dem Bohren auch noch unter meiner Nase... Huäh!

Ich habe den Eindruck, meine Nase ist auch betäubt. *kopfschüttel* Mann-Mann-Mann so ein Zahnarztbesuch hat es in sich. Aber ich habe es erst mal geschafft! *HÜPF*

Jetzt habe ich noch wegen einer entzündeten Wurzel eine Wurzelfüllung vor mir. Im neuen Jahr. Was, das wollen Sie gar nicht hören, weil Ihnen schon vom Hören die Zähne schmerzen? O.k., ich höre auf mit den Zahngeschichten. Gerade zu Weihnachten gibt es besseres zu erzählen.

Mir fällt jetzt aber nix anderes ein - also

einen schööööönen Sonnentag!

Anja Kolberg

Freitag, 12 Dezember, 2008

Weihnachtsbäckerei

 

Herrlich war der Nachmittag mit den Backengeln. Oben auf der E-Card sehen Sie drei der Köstlichkeiten. Es macht mir so viel Spaß mit den Kindern zu backen.

Meine Freundin hat neue Plätzchenrezepte ausprobiert, die kööööstlich geschmeckt haben. Die beiden Mädchen waren so emsig: Erwartungsvolle Gesichter. Hände waschen. Tisch einmehlen und die Teigrollen (in unterschiedlichen Größen, die kleinste geschätzte 12 cm). Teig ausrollen. Mist, klebt noch. Wieder zusammenkneten. Nochmal Mehl drauf. Aaaaah, jetzt klappt es. Welche Förmchen wollen wir nehmen? Sterne, Herzen, Schweine für den Bauernhof, ein Tannenbaum, ein Kreis - daraus machen wir ein Gesicht. Oh, einen Schneemann aus Teigkugeln. Genau, das machen wir auch. Mal sehen, ob der von innen gar wird? Ab damit auf's Backblech. Hmmm, es duftet schon, die Mama hat die Nascherein schon im Backofen. Wann sind die fertig? Oh jetzt! Mal probieren. Hmmmm, sind die lecker! Jetzt noch mit Schokolade bestreichen und mit Perlen verzieren. Fertig!

Danke, liebe Babsi, Marie und Lea für den wunderschönen Nachmittag! Ein tolles Geschenk für mich!

Anja

Donnerstag, 11 Dezember, 2008

Plätzchen backen

 

Heute Nachmittag besuche ich meine Freundin Babsi. Mit ihren süßen Töchtern Lea und Marie machen wir uns über den Kuchenteig her und unterstützen die Engel bei der Weihnachtsbäckerei!

Grüße von der Backfee

Anja Kolberg

Mittwoch, 10 Dezember, 2008

Wünsch dir was...

Mein Mann fragte mich, was ich mir zu Weihnachten wünsche.

Jedes Jahr das gleiche: Ich stehe vor einem großen Fragezeichen. Ich weiß nicht, was ich mir wünschen soll.

Wir haben ein finanzielles Limit von 50 Euro festgelegt, was schon mal hilft, weil es die Auswahl eingrenzt. Mein Mann hat seine Liste längst fertig. Eine Liste, damit wenigstens ein bischen Spannung bleibt, was man denn nu wirklich bekommt.

Aber was will ich wirklich? Was muß keinen Sinn machen, weil ich es sowieso brauche (Kleidung z.B. oder Fotoausrüstung). Nein, was würde mir wirklich Freude machen? Damit stehe ich vor dem Problem: Was macht mir Freude?!

Es ist ein Problem. Kein Großes, aber ein wichtiges. Ein sehr wichtiges. Weil es darum geht, mir persönlich etwas zu gönnen. Nur mir. Luxus. Ja. Ein Geschenk ist purer Luxus. Besonders, wenn man sich was wünschen darf...

Anja Kolberg

Dienstag, 09 Dezember, 2008

Ich weiß jetzt...

 

... was hinter der Wolke steckt, die mir gestern folgte.

Es sind die Gedanken an den bevorstehenden Zahnarztbesuch am Montag.

Ich habe schon ewige Zeiten keine Füllung mehr bekommen. Und mir graut vor Montag.

Immer wieder denke ich an den Termin. Klar, kann ich mich davon auch wieder ablenken. Aber der kommende Termin bleibt wie eine dunkle Wolke über mir, mal ist sie näher und mal weiter weg ...

Anja Kolberg

Montag, 08 Dezember, 2008

Vertrauen

 

Es gibt Zeiten im Leben, da bleibt mir nichts anderes übrig, als zu vertrauen.

Wissend, ich habe alles in meiner Macht stehende getan. Es ist an der Zeit, Geduld zu haben und zu warten. Die Dinge geschehen lassen. Geduld zu haben, fällt mir als Widder sehr schwer. Am liebsten will ich die Ergebnisse bestimmen können oder zumindest wissen, wie es weitergeht.

Aber das kann ich nicht. Ich kann zwar weit schauen, aber ich sehe keine Details, weiß nicht, was konkret vor mir liegt. Also: Loslassen. Vertauen. Abwarten.

Und in der Zwischenzeit vor allen Dingen eines tun: Gut für mich sorgen. Schöne Dinge tun - wie eine neue E-Card basteln:

Anja Kolberg

Dunkle Wolke

 

Sie fiel mir heute früh beim Spaziergang auf. Eine dunkle Wolke über mir. Sie folgte mir und auch jetzt ist sie über mir. Blödes Ding! Sie macht mir schlechte Laune! Einfach so, dabei bin ich fröhlich aufgewacht, nicht mit dem linken Fuß aufgestanden. Blöde Wolke! Mensch!

Auch Beschimpfungen lösen sie nicht auf. Mist! Ich will gute Laune haben. Ich will, dass die Wolke weggeht. Tut sie aber nicht!

Dann muss ich wohl gerade mal mit ihr leben... Manno!

Anja Kolberg

Freitag, 05 Dezember, 2008

4 Stiefelchen

Als wir eben unsere Stiefel für Nikolaus vor die Türe stellen wollten, war unsere Minu fix bei der Sache: Unser Hund stellte gleich 4 Stiefelchen vor die Türe. Sie hat ja Recht = 4 Pfoten = 4 x Nikolausfreude.

Hund müsste man sein!

Eine Hundemami erzählt aus einem Hunde-Märchenbuch

Wohin lenke ich meine Aufmerksamkeit?

Manchmal, wenn ich etwas betrachte, lenke ich meine Aufmerksamkeit oft auf das, was mir nicht gefällt. Dort bleibt meine Aufmerksamkeit hängen. Darüber rede ich, darüber denke ich nach. Das ist mir in den letzten Wochen oft aufgefallen. Ich bleibe hängen in der Konzentration auf das, was noch nicht fertig ist, was (noch) nicht meinen Vorstellungen entspricht. Ich sehe die Fehler, ich suche die Fehler, statt zu würdigen und zu wertschätzen, was gut ist. Und ich glaube, dass ich mir durch dieses Verhalten Kraft nehme. Mich schwäche. Und andere auch, wenn ich zum Beispiel betrachte, was andere gemacht haben (und ich hatte höhere Erwartungen und es ist weniger gemacht als ich erwartete).

Warum ist das so? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur: Es ist so.

Dadurch, dass es mir überhaupt bewusst wird, kann ich meinen Blick verändern. Meine Aufmerksamkeit in dem Moment umschwenken, wo es mir wieder einmal auffällt, worauf ich mich konzentriere.

Dann kann ich meinen Blick auf das lenken, was mir schon richtig gut gefällt. Auf das, was ich schon geschafft habe oder andere. Auf das, was ist. Und das wertschätzen und lieben lernen. Mich beruhigen. Den Druck rausnehmen und zu Gelassenheit kommen.

Daran denke ich beim nächsten Mal und versuche es einfach.

Ein schönes Adventswochenende!

Anja Kolberg

Mittwoch, 03 Dezember, 2008

Schneetag

Der begann heute früh hier in Köln und es schneit um halb zehn immer noch. Ist zwar ziemlich nass, aber alles ist schön weiß, selbst auf den Bäumen bleibt der Schnee liegen. Der Bambus im Garten hat aufgrund der Belastung schon schlapp gemacht, doch sobald der Schnee weg ist - kann sich hier in Köln nur um Stunden handeln - steht er wieder auf. Ein Steh-auf-Bambus also.

Minu hatte ihre helle Freude. Sie frisst Schnee für ihr Leben gerne und spielt Schneeschieber. Schöne Abwechslung!

Allerdings zu Fuß durch den Schnee ist nicht unbedingt so ein Spaß. Heute früh hätte ich fast einen Salto beim Spazieren gehen mit Minu gemacht. Das war vielleicht rutschig!

Ich freue mich mächtig, dass die Weihnachtskarten und der neue Kalender so gut bei Ihnen ankommt. Ein gutes Gefühl!

Einen schönen Schneetag - ich mache meine Weihnachtslieblings-CD jetzt wieder an: "Swinging Christmas" - 16 Original US Classics. Gibt's nicht zu kaufen, war mal eine Beilage der Zeitschrift "Für Sie". Und für mich: Die schönsten Lieder.

Anja Kolberg

Montag, 01 Dezember, 2008

Dezembertage

Er ist angebrochen: Der letzte Monat im Jahr 2008. In 23 Tagen ist Weihnachten, in 31 Tagen haben wir 2009. Rast die Zeit schneller als sonst?

Der letzte Monat im Jahr ist etwas ganz besonderes für mich. Ich liebe die lichtvolle Adventszeit. Am Samstag haben wir wahrhaftig den Baum gekauft und aufgestellt. Anschließend habe ich ihn geschmückt, auch einen Adventskranz gebastelt - dazu gab's Weihnachtsmusik von der CD. Das hat alles viel viel Freude gemacht und ich bin in Weihnachtsstimmung gekommen. Schön! Diesmal ist es ruhig und schön. Keine Hektik. Stille. Ruhe. Bewegung und Ausgleich. Es passt! Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich das schon mal hatte. *Hüpf*

Am Sonntag Nachmittag (meine berühmt berüchtigten Bauchschmerzen waren mal wieder da), habe ich es mir auf der Couch gemütlich gemacht. Mein Mann hatte den Kaminofen eingeheizt und während er sein Mittagsschläfchen hielt, habe ich mir aus der Sammlung der Audrey Hepburn-Filme 'Sabrina' angeschaut. Zwar nicht mein Lieblingsfilm, aber so schön alt - und damit völlig anders als Filme heute - und so anders das Frauenbild damals... Unterm Strich genau die Romantik und Gemütlichkeit, die ich für diesen Nachmittag brauchte.

Heute dann das neue Kalenderblatt: "Im Dunklen ein Licht entzünden." Das tut mir so gut, wenn es draußen dunkel ist, insbesondere früh am Morgen, wenn es düster ist und ich aufstehen muss. (Heute früh, ich zeige mir immer noch den Piepvogel, wie ich genau diesen Zeitpunkt wählen konnte, hatte ich - es ist Montag - um 8 Uhr in der Kölner Innenstadt einen Zahnarzttermin.) Vorher habe ich mir viel Licht gegönnt, das hat gut getan. Der Zahnarzt hat zwar nicht gebohrt, aber leider leider kommt das noch... Aua! Doof! Der Dezember fing also nicht wirklich super an, dafür wird der Rest jetzt besser (bis auf den nächsten Zahnarzttermin am 15.12.).

Ein Licht im Dunklen entzünden.

Hoffnung hereinholen.

Fröhlichkeit.

Wärme.

Liebe.

Verbundenheit.

Das Helle im Dunklen zum Leuchten bringen.

Ich wünsche Ihnen zauberhafte Adventstage!

Anja Kolberg

Mittwoch, 26 November, 2008

Leben ändern sich

Bevor ich einen neuen Newsletter verschicke, prüfe ich die zurück gekommenen Mails des letzten Newsletters. Diese Mail-Adressen, die nicht mehr existieren, lösche ich aus meiner Datenbank.

Während ich diese fast meditative, weil immer gleich bleibende Arbeit, machte, zogen meine Gedanken zu den Menschen und ihren Geschichten hinter den Adressen.

Menschen ändern ihr Leben. Nicht nur, wenn andere das wollen oder beeinflussen, sondern vor allen Dingen auch, wenn sie selbst das wollen UND wenn der richtige Zeitpunkt dafür gekommen ist. Dann fließt das Leben wie von selbst weiter. Wie ein Fluss sich nicht mehr aufhalten lässt, wenn ein Damm gebrochen ist. Dann geht es auf in eine neue Richtung - zu neuen Stationen auf dem Lebensweg.

Leben ändern sich.

Anja Kolberg

Montag, 24 November, 2008

Vom Umgang mit einer Wirtschaftskrise

Ein Mann lebte in einer großen amerikanischen Stadt. Er verdiente seinen Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Hot Dogs am Straßenrand.

Seine Ohren waren nicht besonders gut und deswegen hörte er nie Radio. Seine Augen waren nicht sehr gut und darum las er nie Zeitung. Aber er verkaufte gute Hot Dogs.

Er stellte ein Schild an der Straße auf, um mitzuteilen, wie gut sie waren. Er stand am Straßenrand und schrie: "Kauft Hot Dogs!" Und die Menschen kauften. Er erhöhte seine Fleisch- und Brotbestellungen und kaufte einen größeren Ofen, um seinen Verkauf bewerkstelligen zu können.

Dann brauchte er Hilfe und er fragte seinen Sohn, der an einer Universität studierte, ob er nach Hause kommen könne, um ihm zu helfen. Aber der Sohn sagte: "Vater, hast du nicht Radio gehört? Eine große Wirtschaftskrise ist da. Die internationale Situation ist schrecklich und die innerstaatliche noch schlimmer."

Daraufhin dachte der Vater: 'Mein Sohn war auf dem College. Er hört Radio und liest die Zeitung - er wird es ja wissen.' Also reduzierte er seine Bestellungen, nahm die Schilder von der Straße und pries auch nicht mehr die Hot Dogs an der Staße an. Sein Hot Dog Verkauf brach über Nacht zusammen. "Du hattest Recht, Sohn", sagte der Vater zu dem Jungen. "Wir sind wirklich in der Mitte einer großen Wirtschaftskrise."

(New York Times, 1992, Autor unbekannt)

Schneeflöckchen

... Weißröckchen, da kommst du geschneit; du kommst auuuuus deeeeen Wolken, deiiiiiin Weg ist so weit. Kooommm setz dich ans Fenster, duuuu lieblicher Stern. Maaaalst Bluuumen uuuund Bläääätter, wir haben dir gern.

Das Liedchen konnte ich gestern Nachmittag trällern. Wow, Schnee in Köln ist eine Seltenheit. Am Abend hatte Minu ihre helle Freude. Sie liebt es im Schnee zu tollen, Schnee zu schieben, Schnee zu kosten. Das macht einfach Spaß!

Zum Glück sind hier heute früh die Straßen frei, kein Schneechaos wie angekündigt.

Das Wochenende: Noch am Freitag war ich soooo unzufrieden, weil ich so vieles nicht geschafft habe, was mir wichtig war. Dann habe ich den Rechner ausgemacht und im Baumarkt mit meinem Mann Bretter, Leim und Magnetschlösser besorgt, um einen ausgedienten Pinien-TV-Schrank umzubauen.

Samstag Abend war er fertig: Jetzt habe ich in meinem Büro einen sehr geräumigen Schrank stehen. Wo ehemals der Fernseher stand, liegt ein Regalboden. Die vorher im Schrank versenkbaren Türen lassen sich jetzt von außen über Scharniere öffnen. Das ist uns wirklich gut gelungen und wir haben gut zusammen gearbeitet. Letzten Endes - denn wenn wir unterschiedlicher Meinung sind (wie was gehen könnte), und das waren wir, boah, dann können wir uns fetzen! Da liegt Energie in der Luft! Aber: Ende gut - alles gut! [Und mein Mann hatte Recht, nicht ich... ;o)]

Am Sonntag, mein Mann machte gerade seinen geliebten Mittagsschlaf, zog es mich in den Garten. "Eigentlich ist es ja zu kalt", dachte ich und zog meine rote Fließjacke und die Gartenschuhe an. "Ich will nur mal kurz gucken und die neue Astsäge ausprobieren." Gesagt, getan. Ruckzuck hatte ich die Äste ab, die ab mussten und auch gleich für die Abfalltonne kleingeschnitten. Das hat so gut geklappt - jetzt könnte ich doch noch das Laub auf dem Rasen zusammen harken. Schwups -fertig. Minu beobachtete mich aufmerksam von drinnen. Och, jetzt könnte ich doch noch das Laub im Beet... Auch fertig. So'n bischen schmerzten die Glieder, aber es machte so einen Spaß. Ich schaue mich um und denke: Ich könnte doch noch das Laub am Teichrand beseitigen, das Wasser ist ja viel zu kalt, aber der Rand ist ja trocken. Schwups - auch fertig. Hm, dachte ich mir, ich könnte ja mal probieren, wie kalt das Wasser im Bachlauf ist. Der war nämlich voller Laub und sah sehr ungepflegt aus. Rasch meine geliebte Kniematte aus dem Keller geholt und mich mit der einen Hand auf einen von Minus Bällen abgestützt (brrrr, die Steine waren wirklich zu kalt.) Der Bachlauf war nicht tief, meine Hand bald gut durchbluttet. Es machte so einen Spaß aufzuräumen! Das Laub im Garten hatte mich schon so lange gestört und immer war irgend was... Jetzt hatte ich wahrhaftig den Bachlauf fertig und immer noch Lust. Nach Wochen nicht im Garten arbeiten, machte es mir so eine Freude, wieder etwas draußen zu tun. Also, was noch? Im Hochbeet war noch Laub, das wieder in den Bachlauf wehen konnte, dort also auch aufgeräumt, Stauden abgeschnitten.

Aaah, die Knie schmerzten doch schon doll... Aber ich hatte immer noch Lust. Sollte ich vielleicht das Laub aus dem Teich fischen? Das Wasser ist eiskalt. Nein, auf keinen Fall! Aber ich könnte ja wenigstens mit der Harke versuchen, die Blätter am Rand und auf der Oberfläche wegzufischen. Mein Mann sollte dann (eigentlich ist das Wasser sein Revier) den Teich ein anderes Mal von Algen und Blättern entfernen. Doch das mit der Harke klappte so wunderbar: Innerhalb von zehn Minuten waren alle Algen aus dem Teich gefischt und die Blätter ebenso! Huch! Klasse!!! Und ehe ich mich versah, waren viele viele der Gartenarbeiten, die ich noch lange vor mir sah, erledigt. Das hat so einen Spaß gemacht und ich war mächtig stolz auf mich. *HÜPF*

Einziger großer Nachteil der Aktion: Mein Rücken schmerzte, meine Schultern, meine Oberarme, meine Knie! Gott sei dank hatte mein Mann zwischenzeitlich den Ofen im Wohnzimmer angemacht, so konnte ich mich davor aufwärmen, ein Stückchen Kuchen essen, eine heiße Tasse Kaffee trinken und immer wieder ans Fenster gehen und bewundern, was ich geschafft hatte. Zur Belohnung begann es dann noch zu schneien. *Hüpf*

So unzufrieden mein Wochenende begonnen hatte, so glücklich war ich gestern Abend. Wenn mich auch meine Muskelschmerzen noch lange vom Einschlafen abgehalten haben, hat es sich doch gelohnt. Erstaunlich, was man alles schaffen kann, wenn man einfach anfängt, ohne groß darüber nachzudenken. Und vor allen Dingen: Wenn der Zeitpunkt der richtige ist.

Glückliche Grüße!

Anja Kolberg

Samstag, 22 November, 2008

Kalte Finger...

... nach einem Spaziergang. Hm, und dann die Hände an einem heißen Getränk wärmen. Den Rücken an die Heizung lehnen. Minu einladen, auf meinem Füßen Platz zu nehmen und mich von ihrem Fell wärmen lassen.

 

Herrlich!

Anja Kolberg

Freitag, 21 November, 2008

Der Wind, der Wind...

- wenn es doch nur das Märchen von Hänsel und Gretel wäre...

Hier tobt ein Wind, es ist unglaublich. Unser geliebter Vierbeiner bekommt keine Ruhe, keine Notfalltropfen, Schüsslersalze, Andersbeschallung will helfen... Minu tapst weiter... Diese Nacht habe ich schon drei Stunden mit ihr im Wohnzimmer verbracht, weil sie so aufgeregt war. Zeitweise beruhigte sie sich. Dann war wieder Pfötchen halten angesagt. Puh! Eben landete ein Blumenkasten auf der Terrasse, die Erde und Blumen ergossen sich über den Boden. Das Eichhörnchen war es diesmal definitiv nicht. Ein Gartenstuhl hatte Lust auf ein Bad im Teich, ein Kübel flog über die Terrasse, bei einem Geschäft hier in der Straße flog fast die Markise weg, die hinausgestellten Artikel flogen mir um die Nase... Hui Buh!

Wenn es so schneit, wie es geregnet hat, dann sehe ich mich morgen Schnee scheppen und wunderbare Winterbilder machen. Mal sehen, was Petrus noch mit uns vorhat ...

Ein aufregendes Wochenende wartet auf uns!

Ich wünsche Ihnen und mir ein schönes und angenehmes!

Anja Kolberg

Donnerstag, 20 November, 2008

Einfach die Zeit anhalten können...

... das wünsche ich mir manchmal. Dann, wenn es gerade richtig gut in meinem Leben läuft. Wenn die Menschen, die mir am Herzen liegen, alle gesund und munter sind.

Viel zu schnell - so habe ich gerade den Eindruck - rast das Leben an mir vorbei. Schreitet das Jahr voran und ehe ich mich versehe, beginnt schon die Adventszeit, Weihnachten, dann dauert es nicht mehr lange und der Jahreswechsel steht bevor. Ruckzuck ist 2008 vorbei.

STOPP!

Die Zeit anhalten. Mich aus dem Hamsterrad ziehen. Inne halten. Alle technischen Geräte und das elektrische Licht ausschalten. Eine Kerze anzünden. Der Stille lauschen. Den Duft meiner Umgebung und meinen eigenen wahrnehmen. Formen und Farben betrachten. Stoffe fühlen, das kuschlige Fell meines Hundes, Haut berühren. Eins werden mit allem.

Die Zeit genießen!

Anja Kolberg

Montag, 17 November, 2008

Noch ein Kapitel...

... - o.k. noch eins. So verhandelte ich mit mir gestern Abend. Und irgendwann dachte ich: 'Jetzt sind es nur noch 40 Seiten - ich will wissen wie es aus geht.' Um halb zwei war es soweit: Ich hatte das Buch zu Ende gelesen. Verheult und glücklich löschte ich das Licht. Welches Buch das war? "Roman: Wohin die Wolken ziehen" von Ursula Wolter.

Konsequenz meines nächtlichen Lesemarathons: Ich bin müde. Heute Abend geht es also früher ins Bett. Ich hatte aber auch schon wochenlang kein Buch mehr, das mich so eingefangen hat. Auf meinem Nachttisch liegen drei Bücher, bei denen ich schon nach wenigen Seiten keine Lust mehr hatte. Um so mehr freut es mich, dass es mal wieder eines geschafft hat, mich zu fesseln. :o)

Ich wünsche Ihnen einen guten Einstieg in die Woche!

Anja Kolberg

Donnerstag, 13 November, 2008

Wirsing und Roman

Meine Mama hat früher gerne Eintöpfe gekocht, im Herbst gab es viel Kohl mit Kartoffeln - die habe ich geliebt und so kam es, dass ich auf einem Bauernhof in unserer Nähe (toller Streichelzoo - die Wollschweine! Süß!) einen Wirsing mit nach Hause nahm. Bei chefkoch.de habe ich nach einem leckeren Rezept geschaut und es ausprobiert. Gott, war das lecker! Am nächsten Tag schmeckte es noch besser! Für alle Kochlustigen hier das Rezept (ich habe Schmand genommen und ihn zum Schluß untergerührt). Zu Kohl fallen mir gleich Kohlrouladen ein. Die will ich in den nächsten Wochen unbedingt auch noch ausprobieren - so, dass sie nicht auseinanderbrechen... Müsste ich schaffen. :o) Ein Hoch auf die Herbstgenüsse!

Einen Roman will ich nicht über den Wirsing schreiben, sondern erzählen, wie es meinem im Moment geht. Mein Roman hält seit dem 9. September einen "Reifeschlaf" - ja wie ein Wein oder Käse ist er im Moment in einem Regal gelagert, um noch aromatischer zu werden. Ich habe ihn eingelagert, weil ich ihn noch Korrektur lesen muss. Warum? Nun, ich habe vorher keinen Entwurf der Geschichte gemacht, mir nicht überlegt, wann spielt der Roman, wie genau heißen die Figuren und wie schauen sie aus, sondern ich habe aus meinen Fingern fließen lassen, was mir einfiel. Auf alles andere hätte ich keine Lust gehabt, weil es für mich nur noch ein Abarbeiten gewesen wäre. In dem Fall Gift für meine Lust und meine Kreativität. Die Folge dieser Vorgehensweise: Ich muss schauen, ob keine der Figuren die Haarfarbe wechselt, auf einmal jünger oder älter ist oder gestern noch Frühling war und eine Woche später schon Schnee fällt. (Ist übertrieben, verdeutlicht aber, um was es geht.) Oder auch so Dinge wie: "Spricht ein Kind von zwei Jahren wirklich schon so?"

Und weil ich einerseits dafür einen gesunden Abstand brauche und andererseits Zeit brauchte, um den Kalender und die Weihnachtskarten zu gestalten, darf der Roman im Reiferegal liegen. Er bleibt dort, bis die Kalenderzeit vorbei ist und ich Ruhe finde, ihn herauszuholen oder ein inneres "Jetzt!" spüre. Dann werde ich ihn durchlesen und am Text feilen, vielleicht sogar so lassen wie es ist. Vielleicht stimmen die Figuren ja, ohne dass ich vorher einen Plan hatte...

Auch wenn es Anteile in mir gibt, die sagen: "Jetzt mach' schon weiter, du bist so weit, hör jetzt nicht auf." möchte ich doch auch innerlich eine Zustimmung spüren. Genau wie es mit dem Anfang des Schreibens war: Ich habe lange mit mir gehadert, warum es nicht los ging und irgendwann ging es los. Darauf möchte ich jetzt auch vertrauen.

Vielleicht geht es los, wenn im Januar blauer Himmel über der von Frost eingehüllten Landschaft liegt, die Christrosen blühen und Schneeflocken sanft vom Himmel fallen. Dazu passt das Bild aus dem Tischkalender 2009 - "Eine Freude für's Herz".

Der Text: "Eingehüllt in Stille breitet sich Ruhe in mir aus."

Diese Ruhe kann ich heute schon spüren. Ich freue mich auf die Weihnachtszeit und ebenso freue ich mich auf die klirrende Winterkälte im Januar! Dann ist eine gute Zeit, in den Vorratsraum zu schauen und etwas besonderes aus dem Regal zu holen, um davon zu kosten: Meinen Roman.

Anja Kolberg

Mittwoch, 12 November, 2008

Schlafen ist sooooo schöööön!

Hm, ich habe vergangene Nacht gut geschlafen. Nicht nur ich, auch mein Mann und unsere Minu ebenso. Aaaaaah, ist schlafen schööööööööön! Petrus hatte ein Einsehen und orderte den Wind woanders hin. Himmlisch!

Gerade fiel mir dies Zitat von Franz Kafka vor die Füße: „Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, schönes zu erkennen, wird nie alt werden.“

Das gefällt mir. Wenn es stimmt, werde ich nie wirklich alt werden, mir fällt immer etwas schönes auf. Es sei denn, mir geht es gaaaaanz mies. Dann fällt es mir doch ziemlich schwer.

Einen kuschligen Abend!

Anja Kolberg

Dienstag, 11 November, 2008

Windgeschichten und mehr...

 

Hallo da draußen! Der Tischkalender 2009 und die Weihnachtskarten kommen super bei Ihnen an. Das ist eine Freude! Und die gestaltet im Moment meinen Tag: Bestellungen bearbeiten, Pakete packen, nette Mails beantworten, Ware nachbestellen, Doppelkarten fertigen, Pakete zur Post bringen - und das macht mir einen Haufen Spaß!

Minu bekommt der Wind nicht. Insbesondere nachts pfeift er hier ums Haus und unserem Vierbeiner schlockern dann die Knie. Sie ist so aufgeregt, dass sie nur noch umhertigert und letzten Endes bei uns ins Bett springt, bis einer von uns aufsteht. Da helfen keine Bachblüten-Notfalldrops für Hunde, keine Ablenkung durch andere Geräusche (Radio, Fernsehen). Es geht immer weiter tap-klack-klack-klack über das Parkett. Es kommt einer Foltermethode gleich. Ich habe inzwischen ein Lager im Wohnzimmer auf einer Feldpritsche aufgeschlagen. So teilen mein Mann und ich uns die Nacht. Irgendwann schläft sie dann wahrhaftig ein. Während Minu den Schlaf tagsüber nachholt, fühle ich mich im Moment, als könnte ich zwei Tage durchschlafen... Ich hoffe, diese Nacht wird es ruhiger und wir finden das richtige Mittel für unseren süßen Moppel (und damit natürlich auch für unseren Schlaf)...

Viele Grüße vom fleißigen Bienchen

Anja Kolberg

Freitag, 07 November, 2008

Novemberblumen

Der November nur trist, grau, nass, nebelig? Nicht nur, er bietet auch andere Seiten, auch jetzt blühen bei mir im Garten noch einige Blumen:

Die Rose am Rosenbogen. Die duftet... Ich freue mich schon, wenn sie den Rosenbogen völlig eingenommen hat.

Die Echinazea ist nach Umpflanzen und Giersch-Bekämpfung im Topf gelandet. Jetzt hat sie sich endlich erholt und zeigt ihre Blüten.

Ein unermüdlicher Blüher. Diese 1-Euro-Rose war diesen Sommer mein eifrigster Blütenlieferant unter den Rosen und denkt immer noch nicht ans Aufhören!

Der Margaritenbusch zeigt auch noch Knospen und Blüten. Wenn auch die Sonne immer seltener die Terrasse besucht und manche Blüten wegen der Nässe faulen. Sie halten durch. Vielleicht schaffe ich es ja dieses Jahr, den Busch zu überwintern?

"Blühende Prinzessin" heißt dieses gute Stück. Unzählige lila Blüten den ganzen Sommer durch. Jetzt wird es aber zu kalt für den Wärmeliebhaber. Ich muss drinnen ein gutes Plätzchen für sie finden, damit ich auch im nächsten Sommer noch etwas von ihr habe. (Vor ein paar Jahren hatte ich schon einmal eine Blühende Prinzessin. Sie hat den Winter bei mir drinnen nicht überlebt...)

Meine Rispenhortensie. Oh, die mag ich sehr und darauf habe ich lange gewartet. Diesen Sommer habe ich sie mir endlich gegönnt!

Zum guten Schluss die Bauernhortensie. Vier davon thronen in der Spitze unseres Gartens. Hm, diese Blüten. Ich habe es dieses Jahr nicht geschafft, mir welche rechtzeitig zu trocknen. Vielleicht denke ich ja nächstes Jahr daran.

Soviel Blütenpracht im Novembergarten. Ich freue mich schon auf die Christrose, davon habe ich eine rote und eine weiße im Garten stehen. Der Winter ist ihr Blühdomizil.

Viele Grüße von der Gartenelfe und ein schönes Wochenende

Anja Kolberg

Dienstag, 04 November, 2008

Mich achten und respektieren

 

Egal wie ich bin, gleich wie ich reagiere, was ich denke, fühle, mag oder nicht mag. Gleich wofür ich kämpfe, gleich, was mir persönlich wichtig ist:

Ich kann von keinem anderen erwarten, dass er mich versteht. Und selbst, wenn ich es gerne hätte, dass die anderen mich annehmen, so wie ich bin, liegt es doch nicht in meiner Macht. Ich habe keine Macht darüber, was andere von mir denken. Ich kann nicht bestimmen, dass sie mich mögen, gleich wie ich mich anstrenge. Ich kann und will das Denken und das Fühlen anderer nicht kontrollieren. Es geht mich nichts an!

Was in meiner Macht liegt, ist, mich selbst zu lieben und zu mögen. Mein Denken zu respektieren. Meine Gefühle anzunehmen. Meine Bedürfnisse und das, was mir wichtig ist, worauf ich Wert lege.

Ich kann mich verstehen. Ich kann zu mir stehen. Das ist der Anfang und meine Aufgabe.

Anja Kolberg

Schöner Ausflug nach Hause

Gestern hatte meine Oma Geburtstag. Eine willkommene Gelegenheit, nach Hause ins Bergische zu fahren und die Familie zu besuchen.

Hm, hat das gut getan! Zu Hause ist für mich da, wo ich aufgewachsen bin und zu Hause ist da, wo die Menschen sind, die ich liebe!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2008, 2. Halbjahr

Montag, 03 November, 2008

Start in den November

 

"Lieben, was ist" - das ist der Text des neuen Kalenderblattes für November. Ein herbstgefärbtes Ahornblatt liegt auf einem grün bemosten Stein. Hm, das Motiv liebe ich. Ich liebe Moos.

Was bedeutet "Lieben, was ist"?

Für mich bedeutet es, daran erinnert zu werden, dass ich gut so bin wie ich bin. Mich anzunehmen wie ich bin. Mit allen Ängsten, Sorgen, Macken, schönen und starken Seiten. Meinen Körper zu lieben wie er ist, statt daran rumzumäkeln oder genervt zu sein, wenn er schmerzt oder meine Seele weh tut. Auch die schmerzhaften Erfahrungen im Leben annehmen und lieben, die da sind und in mein Leben treten.

Spüren, sie wollen mir nichts böses. Es sind Aufgaben für meinen Lebensweg. Themen, die ich noch zu lernen habe. Manche Herausforderungen lerne ich schnell, für andere brauche ich länger. Da kommt eine (meist ziemlich blöde und anstrengende) Situation so lange in meinem Leben vor, bis ich sie verstanden habe, mich verstanden habe und etwas daran ändern konnte, z.B. meine Einstellung oder mein Verhalten. Aber solange, bis es endlich gelöst ist, bleibt mir nur eines: Lieben, was ist.

Einen wunderschönen November!

Anja Kolberg

PS: Ich arbeite weiter auf Hochtouren am Shop. Lassen Sie sich überraschen. Nicht mehr lange und Sie können den neuen Kalender und die Weihnachtskarten anschauen und bestellen.

Freitag, 31 Oktober, 2008

Der Bär steppt :o)

Komisch, dass sich alles immer auf einen Haufen knubbelt. Nein, eigentlich nicht komisch, das ist so, wenn ein Projekt so richtig am Laufen ist. So wie mein Kalender mit mir - oder ich mit ihm - oder wir beide zusammen. :o)

Ähnlich ist es mit den Weihnachtskarten. Die wollen nämlich in den Shop eingepflegt werden. Artikel anlegen, Abbildungen anfertigen, Nummernsysteme überlegen. Wenn man sich dann auch noch einen Fehler in die Navigation dieses gräßlich komplizierten Shops einbaut (ist mir gestern Abend passiert und der will heute noch gefunden und behoben werden), dann ist der Bär ziemlich schnell am Steppen.

Ich stelle mir gerade einen steppenden Bären vor. Sieht ziemlich lustig aus. Noch schöner ist das Bild von Balu, dem Bären aus dem Dschungelbuch, der schmettert: "Probier's mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit jagst du den Alltag und die Sorgen weg." Na, wenn das mal gerade nicht zu meinem Shopproblem passt.

Also, schön locker bleiben, Anja. Guido sagte gestern zu mir, als ich total frustriert war (und ich auf seine Frage, was denn schief gegangen ist, nur mit einem sehr betrübten "Ich kann darüber jetzt nicht sprechen." antwortete): "Das schaffen wir schon!"

Ja, das schaffen wir schon. Und wenn es einen Tag länger dauert, bis der mit den neuen Artikeln aktualisierte Shop ins Netz geht. Ich backe mir meinen Streß selbst. (Sollte mir mal ein anderes Rezept überlegen oder eine andere Backofentemperatur oder Backdauer...).

Herrlich, dass ein langes Wochenende auf uns wartet. Diesmal werde ich wohl arbeiten und mich mit dem Shop beschäftigen. Und heute soll der Kalender geliefert werden (Ich bin schon aufgeregt.). Der möchte ja auch sortiert werden und verpackt.

Aber wie Sie ja ganz oben auf dem Bild sehen: Die Geschichte hat ein Happy End.

Ich wünsche mir ein glückliches Wochenende (essenstechnisch wird es das: Heute Abend gibt es meinen geliiiiiiiiiiiiebten Pillekuchen mit Tomatensalat und morgen Abend "Himmel un Äd"), an dem ich alle Herausforderungen meistere. Und falls nicht: Es locker sehe und mir Warteschleifen und Umwege erlaube.

Auch Ihnen: Ein traumhaft schönes Wochenende!

Anja Kolberg

Mittwoch, 29 Oktober, 2008

Chancen

 

Heute spüre ich nochmal Dankbarkeit für die schmerzhafte Erfahrung am vergangenen Wochenende und dem, was sich dadurch für mich entwickelt hat. Ich habe angefangen, meine negativen Gedanken zu beobachten. Und mir vorgestellt, dass ich sie loslassen kann wie ein Kleid, das ich ablege. Mich frei machen kann von Dingen, sie mich nichts angehen, nicht in meiner Macht stehen.

Mich konzentriere auf mich und darauf, mich glücklich zu machen, statt es von anderen zu erwarten. Mich zu wertschätzen, statt zu hoffen, das mich jemand wertschätzt. Mich zu lieben, statt zu glauben, ich bin nur dann wertvoll, wenn mich jemand anderes liebt. An meine Träume und Wünsche zu glauben, statt zu meinen, nur wenn andere das auch gut finden, ist es o.k., dann darf ich sie verwirklichen. An meine kühne Vision zu glauben, statt zu bangen, dass sie mir jemand anderes kaputt treten kann. Ich kann mich beschützen, mir den Halt, die Kraft und die Zuversicht geben, die ich brauche. Zu mir zu stehen, statt mich immer wieder zu hinterfragen und zu kritisieren.

Ich liebe mich. Ich glaube mir. Ich vertraue mir. Ich wertschätze mich. Ich bin frei und glücklich. Ich mache eine gute Arbeit. Ich bin eine gute Freundin, eine gute Tochter, eine gute Partnerin, eine gute Enkelin, eine gute Schwester, eine gute Schwiegertochter, eine gute Nichte, eine gute Schwägerin, eine gute Cousine, eine gute Nachbarin, eine gute Hundemama, eine gute Autorin, eine gute Fotographin, ein guter Mensch. Ich - einfach so, ohne dass ich mich anstrengen muss, etwas beweisen muss, einfach weil ich bin. Ohne dass ich mich mit anderen vergleichen muss. Ich bin so gut zu mir, zu meiner Seele, zu meinem Geist, zu meinem Körper, zu meinem Umfeld wie ich im Moment sein kann.

Ich darf Fehler machen. Ich darf lernen. Ich darf mich überschätzen. Meine Meinung ändern. Romantisch sein. Die rosarote Brille tragen. Mal alles zu positiv und mal alles zu negativ sehen. Ich darf stehen bleiben und Rückschritte machen. Ich darf auf Irrwegen laufen und ein Risiko eingehen. Ich darf verlieren und verletzt sein. Ich darf "nein" sagen und gut für mich sorgen.

Gerade fühle ich mich richtig gut.

Anja Kolberg

Dienstag, 28 Oktober, 2008

Yipieh!

 

Was hat dieses breite Glücksgrinsen in meinem Gesicht wohl zu bedeuten?

Ich habe den Andruck meines Kalenders gesehen. Und er ist richtig gut geworden! Hüpf! Kein Vergleich zum Digitaldruck.

Ich bin glücklich! Wie gut, dass ich letzte Woche gekämpft habe.

Anja Kolberg

Montag, 27 Oktober, 2008

Mein So-Sein

Wie sehr akzeptiere ich mich selbst? Verurteile ich mich dafür, dass ich nicht so bin wie andere mich gerne hätten oder ich nicht so bin wie ich mich gerne hätte?

Letzte Woche habe ich über meinen Ausflug nach München (Teil 1 und Teil 2) berichtet. Etwas sehr persönliches von mir, das mir aber so wichtig war, dass ich es öffentlich machen wollte, diese Seite von mir zeigen wollte. Auch wenn es nicht mit den Themen zu tun hat, die geläufig oder lustig sind und jedermann ansprechen. Sie haben mit dem Tod zu tun, mit Kontakt zu Verstorbenen, mit Tabus.

Sollte ich diese Seite von mir verstecken oder mich zeigen? Sollte ich offen wie ein Kind ohne über die Folgen nachzudenken, von mir, meinen Interessen, meinen Abenteuern erzählen? Ganz zu mir stehen?

Ich habe mich dazu entschlossen, ganz zu mir zu stehen, auch zu der Seite in mir, die von dem Thema "Das Weiterleben der Seele nach dem Tod" fasziniert ist. Auch wenn das ein sensibles Thema ist.

Freitag Abend erreichte mich die Mail einer Leserin, die ausführlich beschrieb, dass sie meine Interessen nicht akzeptierte. Zuerst war ich geschockt, ich fühlte mich abgelehnt, verletzt, nicht so gelassen wie ich bin. Ich hatte Angst, meine Atmung wurde flacher. Ich fühlte mich sogar schlecht, schuldig (Wie konnte ich nur über "so etwas" schreiben?) und ziemlich missverstanden. Ich verurteilte mich selbst für das, was ich geschrieben hatte und wollte den Artikel schon ändern, doch mein Inneres hielt mich davon ab. Dann wollte ich mich per Mail wehren, mich rechtfertigen, mich erklären, zurück schlagen. Doch auch davon hielt mich mein Inneres ab.

Wirklich gut getan hat mir der Austausch mit meinem Mann, der zu mir steht, auch wenn ich mich mit solchen Themen beschäftige. Danke!

Und wunderbar warm und liebevoll war auch der Blick auf unseren Hund Minu, die zu mir kam, als ich mich mies fühlte, mich abschleckte und sich von mir streicheln ließ. Mir wurde bewusst: "Egal, was ich sage, egal woran ich glaube - mein Hund liebt mich. Dieses Tier urteilt nicht über mich. Sie liebt mich. Sie lässt mich denken, was ich denken will.

Selbst wenn ich sie ungewollt verletze (ich habe Minu schon mal in Unachtsamkeit auf den Fuß getreten und war völlig bestürzt), dann kommt unsere Minu schwanzwedelnd an und ist mir nicht böse. Sie liebt mich. Das ist ein unglaubliches Geschenk!

Samstag am späten Abend bekam ich einen steifen Hals, der immer stärker wurde. So stark, dass ich mir heute früh das Büchlein von Louise Hay schnappte und nachschlug, welche psychosomatischen Gründe sie zu "Steifem Nacken/Nackenprobleme ..." geschrieben hatte. Ich las von "der Weigerung, andere Seiten einer Angelegenheit zu betrachten. Sturheit. Unbeweglichkeit." und davon, dass ich in Sicherheit bin.

Mir wurde bewusst wie sehr ich diese Leserin dafür verurteilte, dass sie diese Meinung hatte. Also verhielt ich mich doch genau so wie sie. Das wollte ich nicht. Ich wollte ihr ihre Meinung lassen ohne sie dafür zu verurteilen.

Durch Zufall stieß ich auf die Seiten von Byron Katie und "The Work". Ich hatte schon von ihrem Buch und ihren Fragen gehört, aber bislang passte es einfach nicht für mich, mich damit zu beschäftigen. Ich sah mir Videos ihrer Arbeit an, druckte mir Arbeitsblätter aus und notierte meinen Glaubenssatz:

"Ich bin nur dann o.k., wenn andere mich, mein Verhalten, meine Gefühle, meine Interessen, mein Handeln, mein Nicht-Handeln, meine Ideen wertschätzen und akzeptieren."

Auf die Frage, ob das wahr ist, sagte mein Inneres gleich "Nein". Und mir wurde bewusst, wie sehr ich anderen Menschen Macht gebe, wie ich mich abhängig mache von deren Meinung. Ich spürte in meinen Körper und fühlte meine flache Atmung bei meinem Gedanken, meine Angst, meine Fluchtgedanken. Ich spürte eine tiefe Lähmung.

Mir wurde klar, dass ich auf diesem Wege vermeide, Verantwortung für mich selbst zu übernehmen.

In ihrem Arbeitsblatt ruft die Autorin dazu auf, den Glaubenssatz in verschiedener Weise umzuwandeln und so entstanden folgende Sätze:

Ich respektiere mich nicht, wenn andere mich nicht respektieren. (Was tue ich mir bloß an?)

Ich respektiere die Meinung des anderen nicht, ich denke nur, das was ich denke, ist richtig.

Sie hat mich respektiert und gewertschätzt, in dem sie mich ernst genommen und mir ihre Meinung geschrieben hat.

Meine Einstellung, mein Denken hat mich verletzt. Ich habe mich verurteilt, weil ich anders bin als die Norm.

Schon während der Beschäftigung mit meinem Glaubenssatz reduzierten sich die Nackenschmerzen. Wenn ich mir vorstelle, ich lebe ohne diese Bewertung/Einstellung mein Leben, dann sehe ich folgende Bilder:

Unendlich weite grüne Wiesen, Hügel und Täler, Wälder, blauer Himmel mit Schäfchenwölkchen und eine Anja, die fröhlich über die Wiese hüpft. Ich wäre frei, würde machen, wozu ich wirklich Lust habe und wäre wirklich ich selbst.

Auch wenn ich Freitag Abend in meinem ersten Schock nichts positives an dieser Leserreaktion finden konnte und es einfach nur weh tat, so sehe ich heute den Sinn darin und auch in den darauf folgenden Nackenschmerzen. Ohne den deutlichen Hinweis meines Körpers hätte ich mich nicht so intensiv damit beschäftigt.

Jetzt sage ich ja zu mir und meinen Interessen.

Ich bin so.

Ich bin gut so.

Ich bin richtig.

Ich darf so sein.

Und andere sind auch genau so richtig wie sie sind.

Anja Kolberg

Petrus verteilt Geschenke!

 

Kaum komme ich aus dem schnuckeligen Blumenladen meiner Freundin wieder heraus, scheint wahrhaftig die Sonne! Die Wolken haben an einigen Stellen Platz gemacht, ich kann sogar blauen Himmel entdecken!

Wow, toll, damit habe ich nicht gerechnet - danke Petrus!

Anja Kolberg

Das Positive an dem Wetter?

Heute früh ist es hier in Köln dunkel, bewölkt, es nieselt. Es wird gar nicht richtig hell. Und heute nachmittag wird es aufgrund der Zeitumstellung auch früh dunkel sein. So wie es aussieht, wird mir Petrus wohl heute keinen Sonnenstrahl schenken. Nicht gerade stimmungsauffellend für mein Gemüt.

Das Wetter und die nahende Dunkelheit sind Fakten, an denen ich nichts ändern kann.

Was ich aber tun kann, ist feststellen, ob es mir mit dem Wetter gut geht oder nicht. Mir geht es heute mit dem Wetter nicht so gut.

Und im nächsten Schritt kann ich mich fragen, was ich brauche, damit es mir gut geht, auch wenn draußen so ein blödes Wetter ist, es dunkel ist.



Ich habe die Schreibtischlampe angeknipst und die Heizung voll aufgedreht.

Ich könnte den Ofen anstochen und so das Licht des Feuers leuchten und seine Gemütlichkeit entfalten lassen.

Ich könnte mir einen heißen Kakao machen, der mich von innen wärmt.

Ich könnte eine schöne Musik auflegen, die mich während meiner Arbeit begleitet.

Ich habe mir schon eine kuschlige Jacke angezogen und einen flauschigen Schal umgelegt.

Ich könnte unter die Sonnenbank gehen und Sonne tanken, dort gibt es auch Bänke mit eingebauten Lichttherapie-Lampen.

Ich könnte gleich mal meiner Freundin einen kurzen Besuch abstatten, das bringt mich auf andere Gedanken.

Ich kann in meiner Phantasie in sonnige Regionen reisen, mir vorstellen, dass Sonnenlicht meine Haut erwärmt und meine Gedanken ziehen lassen...

Ich kann rausgehen und den Regen näher betrachten, die Tropfen die er auf den Blumen hinterlässt, die Kreise, die entstehen, wenn er in Pfützen fällt...

Ich kann gut für mich sorgen.

... und was suche ich mir jetzt aus meiner Liste aus? Ich werde mir die Regenjacke anziehen und für einen Schnack zu meiner Freundin rüber gehen. Die Arbeit unterbrechen und auf dem Weg versuchen, die Schönheit des Wetters zu entdecken...

Anja Kolberg

Samstag, 25 Oktober, 2008

München und mehr (Teil 2)

Weiter geht's mit Teil 2 über unsere Abenteuerereise nach München. (Teil 1)

Sonntag Nachmittag ging es auf zur Veranstaltung in den Münchner Norden. Der große Festsaal der Arbeiterwohlfahrt war liebevoll mit Blumen geschmückt. Wir waren schon gegen 16 Uhr da, denn zuvor sollte eine Heilungsmeditation stattfinden, die wir uns auch anschauen wollten. Es war eine Phantasiereise zum Thema Schmerzen. Die Stimme des Vortragenden und die Musik war toll, ich konnte gut entspannen.

Aber ich sah immer noch keinen Paul Meek. Vielleicht kam er danach? Doch auch als die eigentliche Veranstaltung anfing, war er immer noch nicht da. Schade! Ich hatte ja keine Garantie, dass er kam. Schätzungsweise 80 Menschen saßen im Saal über die vielen Stuhlreihen verteilt. Ich verstand nicht, warum die alle da waren. Viele Teile des Gottesdienstes waren wie in der Katholischen Kirche - das konnte man doch auch in den zahlreichen anderen Münchner Kirchen haben. Warum waren also so viele Menschen genau dorthin gekommen?

Langsam wurde es mir klarer: Die Veranstaltung stand unter dem Thema Heilung. Deswegen war auch Paul Meek nicht da. Mir fiel ein, dass es auch in Stanstead zwei Gruppen gegeben hatte: Die Heiler und die Medien. Heute schienen die Heiler dran zu sein. Und in der Sequenz, wo sonst Botschaften Verstorbener vermittelt werden, stellte eine Heilergruppe ihre Dienste zur Verfügung. Bestimmt 10 Stühle standen vorne, darauf konnten sich die Menschen setzen und sich durch die Heiler, die hinter den Stühlen standen, durch Handauflegen behandeln lassen.

Deswegen waren wohl auch so viele Menschen da: Sie waren krank und suchten Genesung. Ich wollte mir ein eigenes Bild machen und setze mich auch auf einen der bereitstehenden Stühle. Ich schloss die Augen, spürte die warmen Hände auf meinen Schultern und genoss die Instrumentalmusik von Querflötenspielerin und Klavierspieler. Meine Laune besserte sich, ansonsten habe ich nichts besonderes gespürt. Es dauert nicht mehr lange und die Veranstaltung war zu Ende.

Über die Eindrücke dieses Abends und was uns gefallen hatte und was nicht tauschten meine Freundin und ich uns noch lange aus. Was mir nicht gefallen hatte, war vor allem die Form und der Ablauf der Veranstaltung. Symphatisch waren mir viele der Menschen gewesen und die liebevolle Blumendekoration des Raumens. Der Abend war anders verlaufen als ich mir erhofft hatte. Wichtige Erfahrungen habe ich trotzdem gesammelt.

Am Montag haben wir uns dann einen schönen Touristen-Tag in der Münchner Innenstadt gemacht: Rauf auf die Lieb-Frauenkirche (der sehr enge Turmaufgang mit den unendlichen 86 Stufen war der reinste Tummelplatz für meine Platzangst). Den Ausblick genießen. Danach Milchkaffee und Tee in einem sonnigen Straßencafé.

 

Frische Himbeeren und Brombeeren im Hofgarten naschen. Im Pavillon klassischer Musik lauschen. Eine Verschnaufpause im englischen Garten und dann ging es auch schon zurück zum Flughafen. Vorbei war wieder einer unserer spannenden Ausflüge.

Anja Kolberg

PS: Mein Blogbeitrag zeigte Wirkung - hier lesen Sie welche und wie ich damit umgegangen bin.

Freitag, 24 Oktober, 2008

München und mehr (Teil 1)

Auf Flügen - ich muss nur in der Luft sein und den Himmel und die Wolken sehen - singt Reinhard Mey in meinem Kopf "Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein - alle Ängste alle Sorgen - sagt man - liegen darunter verborgen und dann - ist das, was uns groß und wichtig erscheint, plötzlich nichtig und klein. Üüüüüüüüüüüber den Wolken....lalala... "

Schön!

Am Sonntag Mittag erwartete meine Freundin Ariane und mich in München ein hellblauer Himmel und wärmende Sonnenstrahlen. Hm, schön. Auf der S-Bahnfahrt vom Flughafen in die Stadtmitte fiel uns gleich auf, dass dort viel weniger Blätter auf den Bäumen waren als bei uns im Rheinland. Gestern erzählte mir eine Dame aus München, dass sie auch schon ein paar Frosttage gehabt haben - wir hier noch keinen einzigen! Kein Wunder, dass die Blätter schon zu Boden gerieselt waren.

Am Sonntag Abend sollte die Veranstaltung mit Paul Meek, einem britischen Medium, sein. Medien stellen Kontakte zu Verstorbenen her und wollen den Menschen die Angst vorm Tod nehmen. Auf ihn bin ich durch das Buch "Der Himmel ist nur einen Schritt entfernt" aufmerksam geworden. Nach der Lektüre folgte der Wunsch zu dem Ort nach England zu fahren, wo Medien ausgebildet werden und wie es der Zufall wollte: Es folgte eine Reise nach England mit Ariane. Ein sehr schöner und inspirierender Ausflug - eine Woche eintauchen in eine andere Welt. Dazu habe ich einen Blogbeitrag geschreiben: Geliebter Opa und meine Reise nach England.

Ich wollte Paul Meek einfach mal live erleben. Leider bietet Paul Meek keine Ausbildungen und Sittings mehr an, zumindest sind sie gleich ausgebucht. Ich hatte aber erfahren, dass er in seiner Wahlheimat München eine "Spiritualist Church" gegründet hat. In England gibt es viele kirchliche Gruppierungen, eine davon ist diese. Dort gehören zu einem christlich orientierten Gottesdienst öffentliche Demonstrationen. Die Medien geben in diesen Demonstrationen Botschaften der Verstorbenen an die anwesenden Verwandten weiter. Auch wenn ich mich nicht für Gottesdienste interessiere, fasste ich diese Möglichkeit ins Auge. Auf der Webseite der "Christlich spirituellen Bewegung e.V." las ich, dass am Sonntag, den 19.10. eine Veranstaltung stattfinden sollte. Vor einem Jahr hatte ich zwei Flugtickets der Lufthansa gewonnen, die Ende Oktober verfallen sollten - das passte doch und so fügte sich eines zum anderen: Ariane hatte ich wie Lust auf diesen Ausflug und so hatten wir ein Ziel - nämlich München.

Mehr dazu im zweiten Teil, jetzt muss ich los zu einem Termin.

Anja Kolberg

Mittwoch, 22 Oktober, 2008

Ab durch's Nadelöhr oder rauf auf den Kilimandscharo

Das war meine gefühlte Aufgabe gestern: Ein Problem lösen, das mich zunächst überforderte. Streß pur. Seit der ersten Kalendererstellung im Jahr 2005 musste ich immer wieder auf - zunächst unerreichbar hohe - Berge klettern. Ich staune: Es fällt mir immer leichter, so habe ich gestern auch den gefühlten Kilimandscharo geschafft. Wie? :o)

Ich habe Lust, aus dem Nähkästchen zu plaudern und zu erzählen, welche Herausforderungen es bei der Kalendererstellung zu meistern gab und gibt:

Gestern habe ich die Vordrucke des Tischkalender 2009 erhalten. Wegen der aufwändigen Konfektionierungsarbeiten (die 15 einzelnen Blätter mussten zum fertigen Kalendersatz zusammengetragen werden) im letzten Jahr habe ich darüber nachgedacht, wie schon in 2006 den Kalender im Digitaldruckverfahren produzieren zu lassen. Denn dabei können die Kalendersätze direkt sortiert hinter einander gedruckt werden. Gestern hielt ich nun ein Muster in den Händen und war erschrocken. Was sollte ich blos tun?

Ich bin Autodidakt, habe mir das Wissen im Selbststudium angeeignet. Ich bin weder gelernte Druckerin, noch ausgebildeter Medienfachwirt, die in der Druckvorstufe der Druckerein arbeiten und die Daten für den Druck aufbereiten. Das hat zur Folge, dass ich immer wieder vor Aufgaben stehe, die ich noch nie gelöst habe... 2005 fing die Geschichte an:

2005 war die Idee - der große Wunsch da, einen eigenen Kalender herzustellen. Ich hatte bis dahin digitale Postkarten angefertig, mehr nicht. Also war die Herausforderung: Wie geht das? Wie stellt man Druckdaten her? Welche Programme brauche ich dafür? Geht es mit Ulead PhotoImpact (kostete 15 Euro), mit dem ich die Ecards herstellte? Die professionellen Firmen arbeiten mit Software der Firma Adobe, zu denen Photoshop (zur Bildbearbeitung) und Indesign (zum digitalen Setzen der Bilder und der Schriften wie es früher die Schriftsetzer per Hand machten) gehören. Ich kannte mich weder mit diesen Programmen aus, noch konnte ich mir deren Softwarelizenzen von je ca. 1000 Euro leisten. Und überhaupt: Wie erstellt man ein Kalendarium? Gibt es dafür Programme? Wer druckt den Kalender in kleinen Auflagen? Was kostet sowas?

Es folgte eine intensive Lehrzeit. Geholfen hat mir dabei vor allen Dingen die Experimentierfreude meines Mannes. Er liebt es, sich in neue Softwarprogramme einzuarbeiten, denkt quer, verknüpft, ist unermüdlich optimistisch und weiß immer eine Lösung. Für mich ist dagegen das Einarbeiten in neue Programme nichts, was ich liebe. So sind wir ein gutes Team: Er erklärt mir den Weg und ich gehe ihn dann. Als wir herausgefunden haben, wie ich die Druckdaten mit wenigen finanziellen Mitteln erstellen kann, ging es für mich in den kreativen Prozess: Welche meiner unzähligen Fotomotive wollte ich auswählen? Welche Texte? Wie sollte der Kalender gestaltet werden? Wow, das war aufregend und irgendwann wahrhaftig geschafft. Auch eine Druckerei fand ich nach intensiver Recherche. Aus Kostengründen sollte der Kalender im Digitaldruck erstellt werden. Nach der Auftragserteilung war ich total aufgeregt: Wie sieht der Kalender wohl gedruckt aus? Als ich den ersten Vordruck (Proof) in den Händen hielt, war ich überglücklich. Das war wie Geburtstag und Weihnachten zusammen, so stolz und glücklich war ich. Ich habe mir die glänzenden Seiten in meinem Büro aufgehangen. Was für ein gutes Gefühl.

Das änderte sich allerdings, als der Kalender geliefert wurde: Die Kalenderhüllen waren zum Teil während des Transports gebrochen und bei einer Probe, wie die Kalender geworden sind, entdeckte ich, dass immer wieder die gleichen Seiten voller Farbsprenkel waren.

Auf dem Proof waren sie nicht. Das war grundsätzlich gut, aber was nun? Ich holte immer mehr Muster heraus und es wurden mehr. Mist! Wollte ich den Kalender so lassen? Mir ist Qualität sehr wichtig und ich merkte: Ich kann damit nicht leben. Ich kam mir zwar schrecklich kleinlich vor (Ich lerne gerade, mich anzunehmen wie ich bin statt zu bewerten, statt mich zu entschuldigen, statt mir zu wünschen ich wäre anders.), aber das Gefühl, meinen Kundinnen und Kunden eine gute Qualität liefern zu wollen, war größer. Dann fing er an: Der Kampf mit der Druckerei. Denn die spielten das erst mal runter, sagten das wäre normal so im Digitaldruck... Ich durchlief eine Gefühlsachterbahn - man fiel es mir schwer, für mich einzustehen! Erst als ich hartnäckig blieb, boten sie mir 10% Ermäßigung an. Das wollte ich aber nicht. Ich wollte Blätter ohne Farbsprenkel haben. Nach endlosen Gesprächen erhielt ich endlich, was ich wollte: Die Blätter mit den Sprenkeln wurden neu gedruckt!

Der Kalender kam super bei Ihnen an. Als die erste Auflage vergriffen war und ich nachbestellte, wiederholten sich die Probleme mit der Qualität jedoch, es wurde sogar schlimmer... Ich beschloss, nachdem ich auch das Problem überstanden hatte: Im nächsten Jahr finde ich eine neue Druckerei. Eine, die vor Ort gut für mich zu erreichen ist. Und mir war klar: Ich will ein anderes Druckverfahren mit mehr Qualität - ich will Offsetdruck. Der ist zwar teuerer bei kleinen Auflagen, aber das war mir die Sache wert.

2006 belegte ich dann bei der Volkshochschule einen einwöchigen Kurs für Photoshop und Indesign. Da ich selbst Urheberin bin, ist es mir sehr wichtig, gekaufte Original-Software zu nutzen. Die Software Indesign, die eigentlich "richtig" zum Fertigen der Druckdaten gewesen wäre, konnte ich mir nicht leisten. Für Photoshop konnte ich eine erschwingliche Lizenz kaufen, die Software war zwar schon mehrfach überholt, aber es funktionierte. Die Schriftsetzer-Meisterin, bei der ich den Kurs absolvierte, zweifelte zwar, weil das Programm eigentlich nur zur Bildbearbeitung gedacht ist, aber ich schaffte es dennoch. Im Herbst 2006 entstanden so für 2007 zwei neue Tischkalender, die im Offset-Druck gefertigt wurden. Die Investition war hoch, aber das Ergebnis konnte sich sehen lassen:

Doch auch hier ging es nicht ohne Reklamationen: Viele der Kalenderhüllen waren beim Kommissionieren verkratzt. Die Druckerei fand das nicht schlimm, aber ich, denn schließlich sollten die Kalender auch als Geschenk dienen - und ein verkratztes Geschenk zu Weihnachten? Das wollte ich nicht. Also hieß es wieder einmal, mich über das Beschwichtigen der Druckerei hinwegzusetzen und zu mir und meinem Qualitätsempfinden zu stehen. Eine Lösung wurde gefunden und ich hatte eine Aufgabe für das nächste Jahr: Der Kalender sollte zum Schutz vor Verkratzung eingepackt werden.

Als es dann im Herbst 2007 in die Erstellung des neuen Tischkalenders 2008 ging, entschied ich mich auch noch, die Kalender 2008 auch selbst zu packen, um Kratzer möglichst zu vermeiden. Die Konsequenz: Wo gibt es diese Kalenderhüllen zu kaufen? Gibt es Qualitätsunterschiede, zum Beispiel solche, die leichter verkratzen als andere? Es dauerte unzählige Recherchestunden im Internet, bis ich die richtigen Hüllen gefunden hatte. Und ich wollte ja eine Schutzfolie um die Hülle. Wo gab es sowas? Bei meinen Recherchen stieß ich auf die Musikindustrie - schließlich sind Musik-CDs eingeschweißt - aber die zugehörigen Kosten und erforderlichen Auflagenhöhen schreckten mich ab. Es dauerte Wochen (und ich bin ein Mensch, der sehr schnell ist im Recherchieren und sich auch im Einkauf auskennt), bis ich wirklich passende Schutzfolien gefunden hatte. Jipieh!

Als die Monatsstapel der Kalenderblätter von der Druckerei geliefert wurden, hatte ich schnell raus, wie ich die einzelnen Monate möglichst rasch zu dem kompletten Kalender zusammenlegen konnte. Doch beim Zusammenlegen sah ich auch die einzelnen Blätter genauer an und stellte schon bald auf den Blättern starke Verschmutzungen und Kratzer und bei einem Monat Farbsprenkel fest, die nicht auf den Druckdaten waren. Zudem waren die einzelnen Monatsstapel mit Gummis verpackt, die hinterließen ebenfalls Rückstände auf den obersten und untersten Blättern. So ein Mist! Der Zeitpunkt, wenn der Kalender aus der Druckerei kommt, war wieder mal kein Freudenfest.

Die Vorstellung, eine gute Qualität zu bekommen, krachte wieder wie ein Kartenstapel zusammen. Ich legte die fehlerhaften Blätter raus und diese Haufen wurden größer... Bis zu 50 Blätter pro Kalendermonat waren unbrauchbar und mit dem einem farbsprenkeligen Blatt konnte ich gar nicht leben. Ein Gespräch mit der Druckerei stand wieder einmal an. Urg! Ich vergebe lieber Komplimente, statt zu kritisieren oder zu reklamieren. Denn das ist sehr anstrengend. Aber es blieb mir nichts anderes übrig: Steh zu dir, Anja! Ich wollte Qualität liefern, also musste ich auch dafür einstehen. Meinem Ansprechpartner in der Druckerei schickte ich Muster zu, ich erhielt eine Nachlieferung für die verschmutzten Kalenderseiten, die sie mehr gedruckt hatten. Und die waren auf einmal auch super eingpackt: Oben und unten ein dünner Karton, der die Blätter schützte. Warum nicht gleich so? Aber mein anderes Problem - die Farbsprenkel - waren nicht so leicht gelöst, schließlich ging es dabei um was. Um zusätzliche Arbeit und Kosten nämlich. Also fand mein Ansprechpartner in der Druckerei das gar nicht schlimm und spielte meine Wahrnehmung runter. Ich fühlte mich nicht ernst genommen. Erst ließ ich mich verunsichern, doch dann blieb ich bei mir. Als ich ihn fragte, ob er dieses Blatt als Qualitätsmuster an Interessenten rausschicken würde, sagte er frech "Ja".

Das habe ich ihm nicht geglaubt und fühlte mich ziemlich veräppelt. Ich wurde auf einmal ziemlich ruhig und sagte, dass ich mit der Qualität nicht einverstanden bin und ich einwandfreie Ergebnisse wollte. Dann müsse er mit seinem Chef sprechen. Es klang fast wie eine Drohung. Ich blieb standhaft und fragte mich ernsthaft, ob er eine Provision dafür bekommt, wenn er Kunden zurecht stutzt und versucht kleinzumachen, so dass sie einknicken und das Problem nicht mehr schlimm findenl. Geholfen haben mir zwei Gespräche mit Experten aus der Branche, die viel mit Druckerein zu tun haben. Tenor: "Die probieren einfach aus, mit wem sie es machen können." Mit mir nicht. Ein paar Stunden später klingelte das Telefon: Das Blatt wurde neu gedruckt. Puh! Geschafft! Die Lieferung war super, sauber eingepackt. Endlich. Der neue Kalender konnte in den Verkauf gehen:

Wegen der gemachten Erfahrungen überlegte ich mir vor ein paar Wochen für den Tischkalender 2009 eine neue Druckerei zu suchen. Erst meldete sich mein innerer Schweinehund und sagte "och nö, jetzt ist endlich alles eingespielt", aber dann erinnerte ich mich an meine Unzufriedenheit und die Unlust wieder mit dem Sachbearbeiter zu sprechen. Ich wagte einen Versuch und fand eine neue, noch näher liegende, Druckerei, die ich schon lange vom Vorbeifahren kannte. Um die aufwändige Sortierarbeit zu umgehen, ließ ich mir ein Angebot für Digitaldruck machen, schließlich waren ein paar Jahre vergangen und die Qualität vielleicht gestiegen. Der Proof sah gut aus, aber gestern erhielt ich einen echten Vorab-Druck und war erschrocken: Der Qualitätsunterschied zum Offsetdruck und bisherigen Kalender war frapierend. Was also tun? Eine Qualitätsverbesserung könne lt. Druckvorstufe nur durch ein anderes Dateiformat erreicht werden, mit dem ich noch nicht gearbeitet hatte. Der nette Herr aus der Druckvorstufe nannte mir die geforderte ISO-Norm (PDF/X-3) und ich begann mit der Recherche.

Ein Produkt aus der Adobe-Familie (Acrobat) wäre wieder die professionelle Lösung für rund 600 Euro Lizenzgebühr. Keine finanzielle Option für mich. Aber gibt es auch ein günstigeres Programm, dass die Druckdaten generiert? Die Zeit drängte, denn im Digitaldruck hätte ich den Kalender diese Woche haben können, er sollte ja endlich in den Verkauf. Wenn ich das gewünschte verbesserte Dateiformat nicht liefern konnte, hätte ich mich alternaiv für den Offset-Druck entscheiden können, das ebenfalls zu einer Qualitätsverbesserung führen würde. Allerdings auch zu einer längeren Lieferzeit: Nämlich dem 4.11..

Gestern war ich überfordert, traurig, müde, habe an mir gezweifelt und habe mich kurz gefragt, warum tue ich mir das an? Dann kam aber Schritt für Schritt die Lösung. Mein Mann (ohne ihn wäre ich gestern verzweifelt) arbeitet viel mit Open-Source-Programmen, das sind in der Regel kostenfreie Programme. Er fand darunter eine Software-Lösung zur professionellen Erstellung von PDFs, wir mussten dann aber wieder tüfteln, um die gewünschte ISO-Norm herzustellen. Natürlich gab es zunächst nur englische Hilfen (da habe ich meine Probleme mit)... Wir gaben nicht auf, versuchten weiter, erzielten Erfolge, dann wieder Fehlermeldungen. Zwischendurch half eine Pause und eine aufklärende Antwort-E-Mail vom Software-Ersteller (Gott lobe die OpenSource-Gemeinschaft). So ging's einige Schritte weiter den Berg hinauf, dann gab's wieder Probleme und zum Schluss war irgendwann diese Nacht alles gut. Puh! Wir hatten es wahrhaftig geschafft!

Heute früh habe ich die neuen Druckdaten an die Druckerei weitergegeben, die Prüfung war positiv, der Kontakt sehr gut, auch wenn ich mich durchsetzen musste, denn ich hatte mich trotz verbesserter Daten gegen den Digitaldruck entschieden. Ich konnte nicht damit leben, ein Jahr lang immer wieder auf den Kalender zu gucken und nicht zufrieden zu sein. Also lieber den teureren Offsetdruck, die längere Lieferzeit und die zusätzliche Sortierarbeit.

Jetzt sitze ich auf dem Gipfel des Kilimandscharo, überglücklich nicht umgekehrt zu sein. Dankbar für meine Wegbegleiter und hundemüde. Ich habe nach Erhalt der Hiobsbotschaft gestern echt nicht gedacht, dass ich es auf den Berg schaffe, aber ich habe es geschafft.

Nicht mehr lange, dann ist der Kalender 2009 da. Ich bin in den Inhalt total verliebt. Das tut soooo gut und hilft über solche Anstrengungen wie gestern hinweg. Ich habe viel gelernt:

  • Glück kann man sich auch erarbeiten, in dem man sich mächtig anstrengt, nicht aufgibt und in Minischritten seinen Weg geht.
  • Ich kann Herausforderungen aus dem Weg gehen. Aber weiter komme ich, wenn ich mich ihnen stelle. Es ist immer die Frage, wie meine Einstellung ist, dann schaffe ich auch den größten Berg zu besteigen oder passe selbst durch das kleinste Nadelöhr.
  • Wer sich auf den Weg macht, seine Träume zu verwirklichen, kann ganz schöne Abenteuer erleben.
  • Einen Tag später ist nichts mehr vom Leid, von der Aufregung und dem Streß zu spüren. Ich frage mich: Was war da eigentlich schlimmes dran? Frieden und Glück haben sich nämlich inzwischen eingestellt. :o)

Und hier ist mein Tischkalender 2009:

Viele Grüße aus der Kalenderwerkstatt

Anja Kolberg

Freitag, 17 Oktober, 2008

Loslassen & Vorfreude

Aaaaaah, heute ist ein toller Herbst-Sonnentag hier in Köln. Hm, da liegt glaube ich ein zauberhaft schönes Wochenende vor uns. :o)

Nicht nur die Natur lässt Überflüssiges los, auch ich habe einiges losgelassen: Vor 14 Tagen haben wir den Keller aufgeräumt. Vor einer Woche war der Sperrmüll da und gestern habe ich Elektronikschrott und Sondermüll zum Kölner Abfallcenter nach Ossendorf gebracht. Es hat so einen Spaß gemacht, den alten Staubsauger in den riesigen Container zu schleudern. Uuuuuuuuuuund Tschüßßßßßßßßßßß! Hihi. Auch bei den alten Lacken und anderen Flüssigkeiten, die in den Sondermüll gehören, war es einfach ein gutes Gefühl. Der nette Mitarbeiter der Kölner Abfallbetriebe nahm wie selbstverständlich meinen Korb entgegen und ruckzuck war alles in große Container sortiert. Auf meine Frage, was damit geschehe, bekam ich eine freundliche Auskunft: "Die Behälter kommen nach Dormagen zu einer Sondermüllverbrennungsanlage." Perfekt - was will ich noch mehr!

Wenn loslassen doch immer so einfach wäre!

 

Ganz besonders freue ich mich auf einen Ausflug, den ich am Wochenende mit meiner Freundin Ariane unternehme. Wir fliegen nach München. Dort besuchen wir die Veranstaltung des Mediums Paul Meek. Sonntag geht's los und Montag Abend hat uns Köln wieder. Hm, ich freue mich auf neue Entdeckungen, Erkenntnisse, unendlich viele Plauderstunden mit Ariane darüber und ein bischen von der guten Alpenluft zu schnuppern, die ich in München spüren kann. Der nette Herr von den Münchner Verkehrsbetrieben sagte mir am Telefon, ob wir sicher sind, dass wir Montag wieder zurück fliegen wollen und nicht dableiben. Doch doch, das könne er aber nur verstehen, wenn er einmal in Köln gelebt hat. :o)

Ein zauberhaftes Wochenende!

Anja Kolberg

Donnerstag, 16 Oktober, 2008

Farbspiel

Heute früh beim Spaziergang mit unserer Minu erfreute etwas auf dem Waldboden mein Auge. Was? Das Farbspiel des Laubes. In Abschnitten, wo Pappeln stehen, war es leuchtend gelb. Standen am Wegesabschnitt viele Buchen, so berührten unsere Beine und Pfoten ein rotbraun leuchtendes Farbmeer. Und dann gab es noch Wegesstücke, da waren alle Farben gemischt.

Wow! Der Herbst hat es in sich!

Anja Kolberg

Mittwoch, 15 Oktober, 2008

Mal geht's rauf ...

 ... und mal geht's runter auf der Achterbahn. Montag ging's steil bergauf mit meinen Gefühlen. Saugut ging's mir. Voller Energie. Lust. Tatendrang. Ich dachte, das geht die ganze Woche so weiter... Irrtum.

Dienstag: Es ging steil bergab mit meiner Stimmung. Starke Kopfschmerzen überraschten mich während ich die Umsatzsteuer für das dritte Quartal fertig machte. Mist! Nachmittags lag ich im Bett. Erst gegen Abend bin ich aufgewacht um dann nach einer kurzen Pause wieder ins Bett zu gehen... So kann's gehen.

Heute früh habe ich dann erst mal die gesamte Erwartungslast, die ich mir auf die Schultern gelegt hatte - was ich alles tun wollte - wieder von meinen Schultern genommen. Ich habe mir gesagt: Dann geht's eben nicht. Letzte Woche war megaanstrengend, diese Woche darf es halblang gehen.

Und heute mittag geht es mir schon wieder richtig gut. Der Tatendrang ist zurück.

Wann war ich eigentlich das letzte Mal auf einer Achterbahn? Das ist doch schon Jahre her. Ich glaube im Phantasialand. Ich liebe es, wenn es rasch runter geht so richtig laut zu schreiben. Boah, macht das Spaß!

Viele Grüße!

Anja Kolberg

Montag, 13 Oktober, 2008

Mit kraftvoller Energie in die Woche

HÜPF! Ich habe es geschafft: Am Freitag habe ich die Druckdaten für meinen Tischkalender 2009 zur Druckerei gegeben! Diese Woche werde ich ihn hier vorstellen. Letzte Woche hatte es wirklich in sich: Der Prozess des Zusammenfügens der "richtigen" Bilder und der "richtigen" Texte dazu war intensiv. Und gut. Ich bin froh und glücklich! Wenn alles gut klappt, wird der Kalender ab Anfang November im Shop erhältlich sein.

Und noch was Gutes: Ohne Schmerzmittel bin ich bei meiner Periode dieses Mal hingekommen. Die Schmerzen, die ich dennoch hatte, waren KEIN Vergleich zu den Schmerzen, die ich sonst habe. Ich konnte Freitag (der zweite Tag ist immer der schlimmste gewesen) ganz normal arbeiten und sogar den Termin in der Druckerei wahrnehmen. Oh, ist das schön!

Mit der kraftvollen Energie dieser Ereignisse und eines schönen Wochenendes beginne ich diese Woche. Mir geht es gut. Ist das schön! Meine Wünsche zu Beginn der letzten Woche "Ich wünsche Ihnen und mir einen guten Einstieg in die Woche und dass alles erledigt werden kann, das auf Erledigung wartet!" haben funktioniert. Das regt mich zu neuen Wünschen an:

Ich wünsche mir, diese Woche im Fluß der guten Startenergie weitere noch offene Projekte zum Abschluss zu bringen. Wenn Sie es möchten, wünsche ich Ihnen dies auch von Herzen. Wenn nicht: Was wünschen Sie sich für diese Woche?

Viele Grüße!

Anja Kolberg

Donnerstag, 09 Oktober, 2008

Schöne Dinge... (Teil 3)

... die kein Geld kosten. Hier sind die neusten Zuschriften:

Steffi aus Kerpen schreibt: Was ich besonders gerne mache, was NICHTS kostet, ist morgens durch die Felder joggen. Am liebsten, wenn noch ein Nebel auf dem Boden liegt, die Sonne aber schon aufgeht. Die kühle Luft, in der man startet, man fröstelt noch leicht, gewinnt aber mit jedem Schritt an Wärme.
Nicht ganz kostenlos ist unser neues Hobby das Kanufahren. Aber vielleicht zählt das ja auch: Da man ja nicht vor der Haustüre einbooten kann, muss man bis zum nächsten Fluss mit dem Auto fahren. Aber Einbootstelle ist aber alles kostenfrei :) Das Wasser trägt dich ganz umsonst weiter. Man hat einen wundervollen Blick auf die Landschaft, sieht Tiere, die man sonst nicht sieht. Enten, Gänse, Biber, Graureiher, Fische springen manchmal aus dem Wasser, Fuchs und Reh im Wald, Kuh- und Schafherden oder Pferde auf den Weiden, stahlblaue Libellen, ... Weisst du, wie absolute Stille klingt? Gleite einfach mit einem Kanu durch ein Naturschutzgebiet, ohne eine Bewegung zu machen. Unglaublich schön!

Mercedes aus Hemminingen bei Hannover schreibt: In meinem Leben gibt es etwas ganz besonderes, was kein Geld kostet und trotzdem unbezahlbar ist ... Mein Sohn Sven Patrick, weil ... es schön ist, mit ihm zu lachen und rumzualbern. ... er so ein schönes vorwitzigen Lachen hat. ... er eine blühende Fantasie hat. ... wir zusammen gern vorlesen, bevor wir das Licht für die Nacht ausschalten. ...er so einen Gerichtigkeitssinn hat. ... er einfach seine Mutter jeden Tag glücklich macht. ... er mir mit seinen 11 Jahren immernoch etwas von seiner Zeit und Aufmerksamkeit schenkt. ... er schon so selbständig ist und ich mich auf ihn verlassen kann. ... er sich mit mir einfach gut versteht, wirklich sehr lieb ist und das auch nach aussen hin so lebt. Das ist etwas, was ein Kind schenken kann.

Andrea aus Dresden schreibt: Im Regen spazierengehen, auch mal mitten durch die Pfützen durch, so wie es Kinder tun. Kinder beim Spielen beobachten. Für Freunde kochen. Fremde Menschen anlächeln (da kommt immer was zurück :). Pilze sammeln. Wandern gehen. Im Fotoalbum blättern. Mittagsschläfchen halten :). Wohnung umgestalten. In die Zukunft träumen. Flirten - flirten - flirten :)

Doris aus Köln schreibt: Jemandem seine volle Aufmerksamkeit schenken, zuhören, da sein. Für andere Beten. Anderen ein Lächeln schenken – nur so. Anderen Mut machen. Jemandem ein Kompliment machen. Jemandem sagen, ich habe vertrauen zu dir. Jemandem sagen, ich möchte mir dir die Welt erkunden. Jemandem sagen, deine Nähe ist mir wichtig.

Mittwoch, 08 Oktober, 2008

Schöne Dinge... (Teil 2)

... die kein Geld kosten. Hier die ersten Leserinnenzuschriften:

Sabine aus Dresden schreibt: mit meinem Hund schmusen, meinen Mann küssen, morgens alleine Yoga machen, Joggen im Wald, einfach aus dem Fenster schauen und träumen, schlafen.

Silke F. schreibt: in der Herbstsonne in einem Wald - mit orange und rot gefärbten Blättern an den Bäumen - spazieren gehen; in einem See baden; mit einer Energiebürste morgens den Körper bürsten und danach kalt duschen (Feuerwerk!); mit Freunden ein Buch gemeinsam besprechen, die verschiedenen Eindrücke teilen; ein Adventsgesteck basteln aus gesammelten Zweigen, Ästen, Hagebutten

Hm, das fühlt sich gut an! Nennen Sie mir auch Ihre Lieblingsdinge, die kein Geld kosten: Schreiben Sie mir eine Mail.

Anja Kolberg

Montag, 06 Oktober, 2008

Etwas schönes tun, das kein Geld kostet

Hm, was kann das für mich sein? Es gibt Tätigkeiten, die mir einfallen, die ich schon oft gemacht habe, aber worauf ich nicht immer Lust habe: Spazieren gehen, fotographieren, malen.

Was ich gerne und oft mache, ist: Lesen, Tagebuch schreiben.

Aber was gibt es noch? Im Sommer fällt mir der Garten ein, den ich pflegen und einfach betrachten und genießen kann. Gespräche können schön sein, aber auch anstrengend. Heiß duschen - das ist was feines (wir haben keine Badewanne, sonst würde ich ein heißes Bad bevorzugen). Einen guten Film anschauen oder eine meiner Lieblingsserien.

Mir fällt gerade so wenig ein oder immer wieder die gleichen Sachen. Schöne Dinge, die Geld kosten, sind leicht zu finden (Massage, Ausflüge, Kino, Essen gehen, über's Wochenende wegfahren, Weiterbildungen, Sauna...)

Welche schönen Dinge machen Sie, die kein Geld kosten? Ich würde sie hier gerne veröffentlichen. Schreiben Sie mir.

Ich freue mich auf Ihre Anregungen

Anja Kolberg

Ein reiches Wochenende!

Schöne und intensive Tage und Stunden liegen hinter mir. Das Wochenende war gut für mich. Neben Keller aufräumen und einiges für den Sperrmüll bereitstellen ist auch mein Arbeitszimmer ein bischen verändert worden. Ein neuer Schrank ist hinzu gekommen, unser Wohnzimmer dafür luftiger geworden. Hm, und die Wärme des Kaminofens hat gestern Nachmittag so gut getan. Dieses usselige Dauerregen-Einheitsgrau draußen am Himmel. Puh! Da ist es gut für mich, wenn's drinnen schön kuschelig und hell ist. Ich bin auch einen großen Schritt bei meinem Kalender weiter gekommen.

Am Freitag Abend habe ich als Stellvertreterin an einer Aufstellung teilgenommen und habe für mich so einiges mitnehmen können und gleich angewandt. Ich habe Jahre an keiner Aufstellung mehr teilgenommen, jetzt stimmte es für mich. Besonders stolz bin ich darauf, dass es mir gelungen ist, dabei gut für mich zu sorgen und nicht die anderen an die erste Stelle meiner Aufmerksamkeit zu stellen. Das mache ich sonst oft.

Lecker Kuchenessen gab es am Samstag Nachmittag bei der Schwägerin. So ein Familiennachmittag tut mir richtig gut. Ich mag Familie und fühle mich mit meiner und der meines Mannes reich beschenkt. :o)

Kennen Sie das Buch von Nicholas Sparks "Wie ein einziger Tag?" Ich kannte es nicht, aber den Film habe ich mir ausgeliehen. Mehr dazu unter den Film-Tipps.

Ich wünsche Ihnen und mir einen guten Einstieg in die Woche und dass alles erledigt werden kann, das auf Erledigung wartet!

Anja Kolberg

Donnerstag, 02 Oktober, 2008

Oktobersonne

 

Hm, sie ist da, die Oktobersonne. Gestern Nachmittag kam sie hier in Köln schon durch. Ahh, tut das gut! Die Ahornblätter auf den Bäumen beginnen sich zu verfärben. Herrlich. Und dann noch das Wochenende vor Augen - was kann es schöneres geben?

Ich wünsche Ihnen ein traumhaft erholsames Wochenende!

Anja Kolberg

Mittwoch, 01 Oktober, 2008

Oktober-Zeit

Moin, moin! Das neue Kalenderblatt des Tischkalenders 2008 "Das Leben genießen" zeigt die prachtvolle Seite des Herbstes: Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein, buntes Laub. Ich liebe Bäume, die sich in ihr Herbstkleid geschmissen haben und dann noch von blaumen Himmel umrahmt sind. Hm. Auf dem Bild schwingt sich mein Blogmädchen auf einer Schaukel durch das Blätterzelt. Ich kann hören wie sie jauchzt und sich freut. Der Text unter dem Bild: "Dem Kind in mir Wünsche erfüllen."

Welche Wünsche hat das Kind in mir? Hat es Appetit auf etwas bestimmtes? Möchte es etwas unternehmen? Lieb gehalten werden? Beschützt? Ernst genommen? Die beste Art, dies rauszufinden, ist es zu fragen. Wie das geht? So mache ich es: Ich führe einen Dialog mit meinem inneren Kind. Das kann ich in Gedanken machen oder auch schriftlich.

Wollen Sie wissen, welchen Wunsch mein inneres Kind jetzt hat? Ich frage es mal:

Anja: Hallo, inneres Kind, bist du da?

Inneres Kind: (zaghaft und leise) Ja.

Anja: Wie darf ich dich nennen?

Inneres Kind: Kleine Anja.

Anja: Kleine Anja, was wünschst du dir?

Kleine Anja: Das du ganz viel Licht machst, es ist so dunkel draußen.

Anja: (Habe die Schreibtischlampe angemacht.) So besser?

Kleine Anja: Ja.

Anja: Hast du noch einen Wunsch?

Kleine Anja: Ja.

Anja: Welchen?

Kleine Anja: Ich möchte zum Mond fliegen.

Anja: Oh, zum Mond fliegen. Das ist eine schöne Idee. (Wie sag' ich es nur?) Es ist nur ganz wenigen Menschen möglich, wirklich zum Mond zu fliegen. Sie müssen gut ausgebildet sein. Und für die Ausbildung muss man ein bestimmtes Alter haben, bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Das braucht Zeit. Und so ein Flug zum Mond ist sehr teuer, deswegen waren bisher nur wenige Menschen dort. Wenn du wirklich zum Mond fliegen möchtest, dann kannst du das vielleicht als Erwachsene schaffen. Wir müssten uns mal schlau machen. Wir könnten an einem Tag der offenen Tür einmal zum Luft- und Raumfahrtszentrum nach Köln-Porz fahren. Dort gibt es Menschen, die dir mehr darüber erzählen könnten. Ist es so wichtig für dich?

Kleine Anja: (Schüttelt mit dem Kopf.) Nö.

Anja: Was möchtest du denn dann?

Kleine Anja: Ich möchte den Mond anschauen, gaaaaaanz groß.

Anja: Ganz schnell geht es, wenn wir uns im Internet Bilder anschauen. Wir könnten auch ein Buch zu dem Thema anschauen oder durch ein riiiiiiesen Vergrößerungsglas nachts hinauf zum Mond schauen.

Kleine Anja: Oh ja, oh ja, oh ja... Durch das Vergrößerungsglas zum Mond schauen.

Anja: Wir haben ein solches Vergrößerungsglas. Es ist seit Jahren nicht benutzt und verstaubt. Wir könnten es damit probieren, wenn wir abends den Mond sehen. Ist das was?

Kleine Anja: Ja! Und jetzt erst im Internet gucken.

Anja: Ok!

So, wir beide schauen uns jetzt im Internet einige Mondbilder an, bevor ich weiter arbeite. Ihnen einen schönen Tag und ich freue mich auf die nächsten Wünsche meines inneren Kindes!

Anja Kolberg

PS: Wir beide haben eine tolle Seite gefunden, die viele Fragen beantwortet hat. Kennen Sie noch die Bücher "Was ist was?" Die gibt es auch im Web.

Dienstag, 30 September, 2008

Zur Aufheiterung: Schöne & neue Worte

Huhu da draußen. Es nützt ja nix: Das Wetter hat sich wahrhaftig in den letzen Stunden nicht geändert. Ein bisschen ist meine Laune gestiegen, weil der UPS-Mann da war. Jetzt habe ich einen neuen Bildschirm. Yeah! Es war noch Garantie auf dem Alten. *Hüpf* Ich muss mir keinen neuen kaufen. *Hühüpf* Und ich muss jetzt nicht mehr hier warten. *Hüüüüühüpf*

Ich versuche mich mal wieder vom ätzenden Wetter mit einigen schönen Worten abzulenken, die mir in den letzten Tagen zugeschickt wurden und die ich durch Befragungen :o) erhalten habe. Ein Wetterbild gerade nach meinem Geschmack habe ich gleich dazu gemalt. Los geht's:

Angela schrieb: Lindgrün, Freude, Flügel, Geborgenheit, Beiboot, Wärme, Mond, Schatzkiste, Oase, Klee

Gudrun nannte: LEBENDIGKEIT und Pura Vida (pralles Leben mit seinen Höhen und Tiefen)

Und hier ein paar Worte, die meine Phantasie anregen: Zauberspruch. Hexenküche. Zwergenspur. Zauberberg. See des Vergessens. Tal des Friedens. Limonadenbaum. Friedenspfeife. Mondzelt. Kräuterspirale. Duftnebel. Sternenstaub. Paradies. Regenbogen. Zimtsahne. Altes Bauernhaus. Bauerngarten. Schlossküche. Schlossturm. Wasserfallhöhle. Elfenkind.

Das bringt mich schon mal wieder auf bessere Gedanken. :o)

Anja Kolberg

Depri-Wetter

Also manchmal...

Eigentlich mag ich Regen, den Himmel in den vielen Grauschattierungen und die gemütliche Zeit drinnen, wenn es Herbst wird. Doch heute schlägt mir das Wetter auf's Gemüt. Es ist den ganzen Tag so dunkel draußen und ich fühle mich richtig blöde. Ich habe schon Licht angemacht, richtig heiß geduscht, Mittag gegessen, was kuschliges angezogen, die Heizung aufgedreht, was Leckeres getrunken, Schokolade gegessen, mit einer Freundin telefoniert, mir schöne Bücher angeschaut, die ich heute bekommen habe. Das lenkt einen Moment ab von der Depri-Laune, aber im Grund genommen klebt sie am Wetter fest. Blöde Klette...

Bäääääääääääääh! Das blöde Wetter soll nur endlich vorbei gehen - oder vielleicht meine Stimmung besser werden. Eigentlich fände ich einen Mittagsschlaf schön, aber das geht nicht, weil ich schon den ganzen Tag auf den UPS-Mann warte, der was von mir mitnimmt. Gestern hat er mich um eine 1/2 Stunde verpasst und jetzt kommt er nicht. Ich hasse warten und deswegen festgesetzt sein. Blöde! Und dazu habe ich auch noch Bauchschmerzen, nein, keine Periode, ich denke es sind immer noch Nachwirkungen der Homöop. Mittel. Ich mag es überhaupt nicht, wenn es mir nicht gut geht, ich Schmerzen habe. Das ist so unangenehm. Ich glaube es hilft vor allen Dingen eines: Ein Zauberstab, der *pling* macht und der Tag ist vorbei und ein strahlender neuer beginnt, ohne Bauchweh, mit Sonne und super Laune.

Soooooooooooooonne, komm bitte bitte raus und kitzle mich im Gesicht. Dann lacht auch mein Herz wieder und der Bauch bestimmt auch.

Anja Kolberg

Montag, 29 September, 2008

Ruhe

Gerade ist mir nach allem, was auf diesem Bild steht. Hm. Farbe. Und viele gute Dinge.

 

Anja Kolberg

Freitag, 26 September, 2008

Wie die Kinder?!

Unser Haus liegt in der "Einflugschneise" der Grundschule in Junkersdorf. Die Geräuschkulisse zu Pausenzeiten ist enorm. Kinder können schreien, jauchzen, brüllen, rufen, lachen, umherhüpfen, fangen spielen, klettern, tuscheln, ärgern. Bewegung! Stimme! Ich! Wir!

Das fasziniert mich. Der Schulhof ist eine Quelle an Lebensfreude!

Klar sind diese Geräusche nicht gut zu ertragen, wenn man Kopfschmerzen hat oder total gestreßt und genervt ist. Aber ansonsten: Beeindruckend!

Ich habe mir vorgestellt im Grundschulgebäude wäre ein Seminarhaus für Erwachsene. Was würden Sie denken, wenn die genausso in den Pausen umhertoben würden wie die Kinder? Wenn sie herausschreien würden, was sie gerade in sich tragen und einfach hinaus in die Welt muss? Wenn sie fangen spielen würden? Hüpfekästchen? Seil springen? Auf dem Klettergerüst umherkraxeln? Irgendwie wäre es doch toll, oder? Alle Hemmungen über Bord schmeißen und einfach drauf los!

Diese Idee trage ich immer in mir, wenn ich wieder höre: Die Kinder haben Pause! Ein schöner Gedanke.

Anja Kolberg

Donnerstag, 25 September, 2008

...noch mehr schöne Worte


Meine Freundin Petra-Ute nannte mir eben ihre schönen Worte:

Wärme. Harmonie. Zweisamkeit. Seeligkeit. Sinnlich. Leise. Reise. Zauber. Ruhe. Lachen. Engel. Kraft. Weite. Mut. Glück. Freude. Zeit.


Sabine aus Aachen schrieb mir:

Stille. Glück. Humor. Frohsinn. Optimismus. Ehrlichkeit. Vertrauen. Liebe. Motivation. Wille. Mut. Kraft. Loslassen. Sonne. Lebendig. Glücksgefühl. Seelig. Kreativ. Inspiration. Zuhören. Danke. Anfang. Erlebnis. Abenteuer. Herzlichkeit. Empathie. Zusammensein. Begeisterung. Wertschätzung. Geniessen.



Schöne Worte

Ich bin gerade dabei, den neuen Kalender für 2009 zu gestalten. Hm, und bei der Zusammenstellung der Texte dachte ich irgendwann: Was sind eigentlich schöne Worte für mich mit einem hohen gefühlten Energiewert. Anders gesagt, Worte, die mich anziehen, die sich gut anfühlen. Hier ist meine Liste:

Glück. Zauber. Elfen. Garten. Baum. Spiel. Atmen. Freiheit. Fühlen. Natur. Geschenk. Herz. Wünsche. Weg. Demut. Himmel. Mut. Chance. Traum. Freude. Farbe. Moos. Fee. Schatz. Klee. Eichhörnchen. Stärke. Liebe. Weiblichkeit. Menschheit. Rose. Freunde. Familie. Wir. Ich. Oase. Sterne. Stille. Quelle. Ruhe. Aufmerksamkeit. Phantasie. Spaß. Meer.Gnade. Danke. Ganzheit. Verliebt sein. Engel. Honig. Vision. Wunder.

Welche Worte finden andere Menschen schön?

Ich rief meine Freundin Ariane an und fragte sie, was für sie schöne Worte sind. Ihre Antwort auf mein Spiel:

Liebe. Frieden. bezaubernd. wundervoll. Leichtigkeit. Freude. blumig. berührend. musig. musisch. Gelassenheit. tanzend. herzlich. kuschelig. betörend. stimmungsvoll. faszinierend. Harmonie. Verspieltheit. Lachen. lichtvoll. grandios. schwingend. vollmundig. Gleichklang. Lavendelbüsche. Blumen. Zirpen. Vögel. Obst. Paradies. Kuss. liebkosen. Vertrauen. Vertrautheit. gefühlvoll. mondig. sonnig. geschmeidig. Zartheit. Verbundenheit. Wohlgefühl. farbenfroh. elegant. genussvoll. lebendig. Inspiration. anregend.

Uns machte das Spiel viel Spaß und Ariane hatte die Idee, dass ihr bestimmt noch andere Worte einfallen würden, wenn sie an einer Rose riechen würde, nach einer Massage, nach einem Saunagang... Hm, das war schön!

Was sind besonders schöne Worte für Sie? Wenn Sie Lust haben, schreiben Sie mir.

Herzlich,

Anja Kolberg

Mittwoch, 24 September, 2008

Tolles Erlebnis

 So sah es heute früh auf der Straße vor unserem Haus aus: Stockdunkel. Menschenleer.

Ich kam mir wie der einzige wache Mensch vor...

Pures Leben dann auf dem Blumengroßmarkt in Köln. Die vielen Blumen, Sträucher, Pfanzen: Ein Traum. So viele Eindrücke. Ich müsste, wenn ich dort regelmäßig einkaufen ginge, schon eine ganz klare Vorstellung haben, sonst würde ich wohl meinen Geldbeutel leer kaufen. So verlockend sind die vielen schönen Dinge!

Rosen. Alpenveilchen. Erika. Astern. Gräser. Gerbera. Herbstkränze. Sonnenblumen. Hagebutten. Stiefmütterchen. Rosmarin. Bunte Sträuße. Kerbel. Nur ein Bruchteil von dem, was ich dort gesehen habe.

Ich bin so voller Eindrücke. Bis obenhin. Und jetzt wirklich totmüde. Wie schaffen es die Floristen, so früh morgens auf den Markt zu fahren und dann noch bis abends im Laden zu stehen? Hut ab vor dieser Leistung.

Mir ist jetzt auch der Preis-Unterschied zwischen Discounter-Blumen und denen in einem Blumengeschäft deutlich geworden: Die vielen verschiedenen Blumenarten werden sortenweise in kleinen Mengen eingekauft. Zum Laden gefahren. Dort ausgepackt und Stiel für Stiel in die Hand genommen, von Blättern gesäubert und in Vasen im Laden platziert. Dann nach Beratung und Kundenwunsch zu individuellen Sträußen gebunden und auch als Geschenk verpackt. Vorher habe ich mir darüber überhaupt keinen Kopf gemacht. Jetzt habe ich einen Einblick bekommen.

Einen Haufen Eindrücke habe ich als E-Cards für Sie gestaltet. Viel Freude beim Verschicken!

Eine müde und glückliche

Anja Kolberg

4:42 Uhr dunkel draußen

Guten Morgen!

Nein, ich bin nicht unter die Bäcker gegangen, dass ich soooooo früh schon auf bin. Um 4 Uhr klingelte der Wecker. V-I-E-H-R U-H-R!

Zu der Zeit habe ich normalerweise noch drei Stunden Schlaf vor mir. Heute besuche ich mit Petra-Ute, der der wundervolle Blumenladen hier im Kirchweg 131 in Junkersdorf gehört, den Großmarkt in Köln. Ich bin gespannt, was es dort alles zu sehen gibt. Und diese Neugier schält mich aus dem Bett. Und dazu gehört schon einiges. Eigentlich nur Urlaubsreisen oder etwas Besonderes eben - wie den Ausflug heute.

Buh, bin ich noch müde. Wundere mich, dass ich überhaupt schon hier tippe. Alle Körperfunktionen scheinen funktionstüchtig. Sprachzentrum ist auch schon aktiv, denn eben hat mich unser völlig verdutzter Hund begrüßt. Brrrr, das Wasser unter der Dusche war noch recht kühl, die Heizung rechnet nicht mit so frühen Aufstehern...

Mein Mann war richtig froh, dass ich heute mal diejenige bin, die vor ihm aufsteht. Sonst ist es immer umgekehrt. Also heute begrüße ich als erste die morgendlichen Sonnenstrahlen und bin gespannt, was der Tag so mit mir vorhat. Diese frühe Uhrzeit hat etwas sehr friedliches und gleichzeitig aktives finde ich. Nur in mir ist noch nicht viel aktiv. Ist aber auch o.k. so. :o)

Bilder gibt es um die Uhrzeit noch nicht. Das wäre zuviel verlangt. Jetzt noch schnell Schuhe geputzt und dann geht's los!

Guten Morgen!

Anja Kolberg

Dienstag, 23 September, 2008

Traurig...

... bin ich über die Nachricht, dass Knuts Pfleger Thomas Dörflein gestern gestorben ist. Er war erst 44 Jahre jung! Traurig, weil ich ihm noch viele Jahre mit Knut und seiner Familie und seinen Freunden gegönnt hätte und ein bischen in Sorge, wie es dem jungen Eisbären gehen mag, der fortan die täglichen Besuche seines Pflegers vermissen wird. Weiß er, spürt er, dass sein Pfleger nicht mehr lebt? Doch nicht nur er wird den Ziehvater schmerzlich vermissen. Ich hoffe, seine Familie findet Trost. Jeder findet seinen Weg, mit diesem Verlust umzugehen.

Die Bilder wo Herr Dörflein mit Knut spielt, waren bisher ein Quell der Freude für mich. Jetzt schmerzen sie. Mist! Ähnlich wie Elton Johns Lied "Goodbye Englands Rose", bei denen mir schnell die Tränen kommen - denn ein bischen musste ich eben an den Tod von Lady Diana denken, der mir ähnlich nahe ging.

Warum passiert sowas? Es ist nicht fair.

Wobei ich davon überzeugt bin, dass es der Seele des Toten gut geht. Er ist gut versorgt, gut aufgehoben, in Gesellschaft mit den geliebten Menschen, die vor ihm gegangen sind. Schwierig ist es immer nur für die, die zurück bleiben.

Anja Kolberg

Montag, 22 September, 2008

Herbstfreude

 

Hm, der Herbst ist eine herrlich bunte Jahreszeit. Heute um 17:44 Uhr war Herbstbeginn. Tag und Nacht sind gleich lang. Die dritte Jahreszeit dauert bis zum 21. Dezember.

Hm, ich freue mich auf goldene Oktobertage, raschelndes buntes Laub, Kastanien, den ersten Frost, guten Schlaf dank kühlen Nächten, den nahenden Winter und die Zeit mit dem glühenden Kaminofen am Abend. Hm. Licht. Wärme.

Zum Herbstbeginn habe ich meinen Blumenkasten vorm Bürofenster neu bepflanzt. Sieht herrlich aus!

Eine kleine Freude bei jedem Blick darauf!

Anja Kolberg

Samstag, 20 September, 2008

Septembersonne

Die Strahlen der Sonne sind für mich im Moment ein Geschenk. Hm, nochmal warmes natürliches Licht tanken, während die Tage immer kürzer werden. Jetzt empfinde ich die Sonnenstrahlen sehr kostbar, während sie mir im Sommer oft viel zu viel waren.

Mir geht es heute so richtig gut. Hm und dazu das tolle Septemberwetter!

Ein Traum!

Anja Kolberg

Freitag, 19 September, 2008

Herrlich!

Gestern war ich das erste Mal seit langem wieder in einem Lokal. Und nach einiger Zeit wurde mir so richtig deutlich, wie herrlich es ist, wenn im ganzen Lokal nicht geraucht wird. Die Klamotten stinken nicht, mein ganzer Körper nimmt den Gestank nicht auf, ich bekomme keine Kopfschmerzen.

Es ist einfach nur ein Geschenk! Jetzt kann ich einen Café- oder Restaurantbesuch endlich wieder genießen!

Anja Kolberg

Mittwoch, 17 September, 2008

Volltreffer

Gestern habe ich ein homöopathisches Mittel genommen, das mir meine Ärztin gegeben hat. Wow, das hat vielleicht eingeschlagen! Treffer, versenkt. Ich war plötzlich so müde, dass ich mich ins Bett legen musste, das gleiche am Nachmittag noch einmal. Die bekannte Erstverschlimmerung zeigte mir gestern ihr ganzes Ausmaß. Heute geht es mir besser und ich wünsche mir ganz doll, dass die Globuli ihre Wirkung entfalten!

Anja Kolberg

Strudel

Diese Woche habe ich viele Termine. Viel mehr als sonst. Gerade heute spüre ich den Unterschied zu anderen Wochen, wo ich wenig oder keine Termine habe. Ein Termin bindet meine Aufmerksamkeit, gleich ob ich mich auf einen Termin freue oder nicht.

Ich bin froh, dass es mir diese Woche noch einmal so deutlich geworden ist: Ich bin am liebsten flexibel und frei. In einer Woche ohne Termine geht es mir besser.

Schönen Mittwoch!

Anja Kolberg

Dienstag, 16 September, 2008

Anderes Zeitgefühl

Seitdem der Herbst eingeläutet ist, empfinde ich die Zeit anders. Sie kommt mir viel dichter vor, es ist viel mehr los als noch zu den warmen Sommertagen. Eine Abwechslung zwischen Herbst- und Sommertagen wäre ideal!

Heute früh bin ich irgendwie noch nicht richtig wach. Ich habe den Eindruck, mein Inneres liegt noch oben im Bett, wo ich doch schon hier vorm PC sitze.

Unser Hund kam nämlich, kurz nachdem mein Mann aus dem Haus war, hoch, um mir davon zu berichten. Das höre ich schon von weitem: "Tapp-tapp-tapp" geht es die Treppe hoch. "Klack-klack-klack" die Pfoten über's Parkett. Dann bekomme ich eine warme Waschlappenbehandlung für meine nackten Füße, die ich schon vorzeitig unter der Decke hervorlucken lasse. Ich liebe das!

Das dauert leider nur ganz kurz und dann höre ich sie neben meinem Gesicht stehen und schnuppern. Sie wagt es nicht, mir durchs Gesicht zu schlecken, weil sie genau weiß, dass ich es nicht mag. Sie steht da so lange, bis ich die Augen aufmache. Dann sehe ich eine Nase vor mir und irgendwo da hinten wedelt ihr Schwänzchen. Sobald ich die Augen aufgemacht habe, kehrt sie um, geht eine Etage tiefer, lässt sich in ihr Körbchen fallen und schläft tief und fest ein. Also!

Manchmal kann auch ich nochmal einschlafen. Heute nicht. Deswegen sitze ich hier, schlafe eigentlich, aber meine Finger fliegen schon über die Tastatur. Der Spaziergang durch den kühlen Herbstmorgen wird mich wach machen!

"Minuuuuuu, aufstehhhhhn, spaziiiiiieren geeeeeeehn!" Rache ist süß!

Anja Kolberg

Freitag, 12 September, 2008

Von nass bis zauberhaft.

 

Heute früh haben Minu und ich beim Spaziergang Bekanntschaft mit dem Regen gemacht. Erst waren es winzige Tröpfchen, die dann ruckzuck zu Monstertropfen heranwuchsen. Unser Vierbeiner hat sich nur noch hinter mir versteckt und wie ich den Kopf eingezogen. Wir suchten schnell Schutz unter einem klitzekleinen Vordach. Als es nach einer gefühlten halben Stunde endlich aufhörte, sind wir fluchs nach Hause. Beide ziemlich nass. Im Flur verstecke ich Minu dann erst mal unter einem kuschligen Frotteehandtuch. Ganz vorsichtig kommt ihre Nase darunter hervor und ganz sanft trockne ich sie ab. Die schöne Seite, nass zu werden. Sie liebt das und ich auch.

Der Regen machte eine Pause, als ich meine Tasse Kaffee auf der Treppe zum Garten trank. Direkt vielen mir die Perlen auf den Spinnennetzen auf. Was für eine Pracht. Endlich hatte ich wieder mal Lust am Fotographieren. Daraus habe ich einige E-Cards gefertigt.

Viel Spaß beim Verschicken und ein

Anja Kolberg

Donnerstag, 11 September, 2008

Tage wie Jahre

Manche Zeit ist so intensiv, dass mir Tage wie Jahre vorkommen. Die letzten Tage zum Beispiel. Wichtige und schöne Termine, die mich zum Nachdenken gebracht haben.

Ich bin froh, dass meine Erkältung so gut wie weg ist und auch meine anstrengenden Periodenschmerzen so gut wie weg sind. Jetzt bin ich bei einer Gynäkologin in Behandlung, die homöopathisch arbeitet. Ein Modellprojekt meiner Krankenkasse. Das finde ich klasse. Ich hoffe, es gibt eine Lösung für mein monatliches Knock-out. Schon seit Jahren weiß ich, dass ich an Endometriose leiden könnte. Allerdings gibt es zur wirklichen Diagnose nur einen Weg: Eine Bauchspiegelung. Und davor habe ich gehörigen Respekt. Jetzt warte ich erst mal ab, was die sehr sehr nette Gynäkologin sagt.

Genießen Sie auch den zurückgekehrten Sommer? Hm, es ist herrlich, draußen zu sitzen und die schönen Tage zu genießen. Angenehm im Schatten, warm in der Sonne.

Jetzt hole ich mal auf, was all die Tage hier liegen geblieben ist.

Anja Kolberg

Dienstag, 09 September, 2008

*Hüpf*hü*hüpf*

Hallo da draußen!

Ich könnte singen, tanzen und die Weltkugel sanft in den Arm nehmen und dann mit ihr durchs Universum hüpfen.

Warum?

Ich habe einen Meilenstein erreicht und gestern meine Geschichte zu Ende geschrieben!

Gestern morgen noch war ich etwas frustig, weil ich die letzten 14 Tage gar nichts geschrieben habe und dachte schon, den Faden verloren zu haben. Nachdem ich alle andere Arbeit gestern früh erledigt hatte, ich mein Tagebuch um Rat gefragt und darin Zuversicht gewonnen hatte, habe ich mich rangewagt. Die letzten Seiten gelesen und dann geschrieben, was mir durch die Finger floß. In einer Stunde waren die letzten fünf Seiten fertig geschrieben und das Ende da. Ich habe geheult wie eine Sirene. Weil eine der Hauptpersonen vor Glück geweint hat und ich gleich mit. Seufz!

Jetzt ist der Rohtext fertig. Der nächste Wegesabschnitt beschäftigt mich mit dem Korrekturlesen, dem Ausmerzen eventueller Unstimmigkeiten. Mir Feedback von Anderen holen und am Text feilen, wo es nötig ist.

.... und wenn ich damit gänzlich zufrieden bin, werde ich mein Manuskript an meinen Wunschverlag schicken.

Ich bin mal gespannt wieviel Zeit ich für diesen zweiten Meilenstein brauchen werde.

Aber jetzt bin ich erstmal glücklich und feiere die Erreichung meines Zwischenzieles! Boah ist das toll, ich hätte nicht gedacht, dass es so klappt, wie es geklappt hat.

*hüpf*

Anja Kolberg

Montag, 08 September, 2008

Leben & Natur

Als wir 1997 in dieses Haus einzogen, war der Garten ein Urwald. Wir hatten in der einjähigen Renovierungsphase nichts daran gemacht. Und mir war während meines Abendstudiums so gar nicht nach Gartenarbeit. Ich mochte sie auch davor nicht so recht. Meine Tante erzählte mir letzte Woche, dass ich als Kind mal rübergekommen bin (wir wohnten nebeneinander), um für meine Mutter Schnittlauch im Garten zu schneiden. Statt Schnittlauch hatte ich allerdings Blumen abgeschnitten. Weit ist es mit meiner Gartenliebe also nicht gewesen. :o)

In unserem Wildgarten wäre es für mich auch o.k. gewesen, die komplette Fläche zu betonieren und grün anzustreichen. Hauptsache wenig Arbeit. Also Rasen. Fertig. Keine Blumen. Nichts. Erst nachdem ich das Studium abgeschlossen, mich selbstständig gemacht hatte und 2001 durch meinen Bandscheibenvorfall aus dem Hamsterrad gerissen wurde, änderte sich etwas. Ich nahm die Zeit anders wahr, entdeckte das Interesse am Garten. Ein Beet wurde angelegt. Kübel kamen auf die Terrasse. Daraus entwickelte sich von Jahr zu Jahr mehr ein kleines Paradies. Ich hatte mein Interesse an der Natur entdeckt.

Minu, unser Hund, der 2003 zu uns kam half dabei, denn sie brachte mich zu jeder Jahreszeit hinaus in die Natur. Ich war stolz wie Oskar, als das erste Mal eine Tulpenpracht in meinem Garten erblühte und musste mich sehr zurückhalten, als unser quirliger Vierbeiner durch das Beet stapfte und in ihren fünf Minuten die Tulpen ausbuddelte un d quer im Maul spazieren trug...

In den Jahren hat der grüne Teil unseres Hauses sein Gesicht immer mehr verändert. Heute ist der Garten ein Ort, an dem ich mich erfreue, mich entspanne, Kraft tanke und einfach wohlfühle. Mit dem Anlegen des Gartens zog sich auch in mir eine Wandlung über die Jahre durch. Ich entdeckte, dass es noch etwas anderes als Arbeiten gibt, mein Privatleben wurde bunter, ich arbeitete weniger, gönnte mir mehr Freizeit. Ich beobachte die Tiere, die unseren Garten besuchen, vor kurzem zum Beispiel ein heiß geliebtes Eichhörnchen, das an unserem Teich getrunken hat. Ich blieb regungslos neben Minu auf der Treppe sitzen, um dieses Bild möglichst lange auskosten zu können. Was für ein Schatz!

Vor einigen Wochen schnappte ich ein Chinesisches Sprichwort auf, das mich an diese Wandlung erinnerte und mich heute dazu bringt, Ihnen hier im Blog von meiner Gartenentstehung zu erzählen. Es lautet:

"An dem Tag, an dem du deinen Garten anlegst, fängt dein Leben an."

Grüße aus dem grünen Leben

Anja Kolberg

Freitag, 05 September, 2008

Herbstflüstern

Die bunte Jahreszeit macht sich immer mehr bemerkbar. Hm, gestern früh war die Luft draußen so schön kühl, die ersten bunten Blätter sind von den Bäumen gefallen. Früher mochte ich den Herbst nicht besonders, aber jetzt mag ich ihn und freue mich auf die Zeit, wo wir den Kaminofen das erste Mal anmachen, es uns abends mit Licht gemütlich machen.

Mich hat eine Erkältung erwischt. Deswegen halte ich mich heute mal ein bischen zurück.

Schönes Wochenende!

Anja Kolberg

Donnerstag, 04 September, 2008

Klang des Herzens

Bei einem guten Film kann ich wunderbar entspannen. Wenn der mich dann noch so berührt, dass ich anschließend unbedingt das Bonusmaterial auf der DVD anschauen muss und weine, dann war es nicht irgend ein Film. So geschehen gestern Abend. Im DVD-Spieler lag der Film "Der Klang des Herzens". Mein Mann verdrehte erst die Augen, weil er sich bei dem Titel was ganz schnulziges vorstellte. Ich konnte mich nicht mehr daran erinnern, was es für ein Film ist, dabei ist es eine ganz besondere Perle. Ich erinnerte mich schnell und auch meinem Mann hat der Film gefallen.

Die Geschichte: Die gefeirte Cellistin Lyla und der Rockmusiker Louis verlieben sich und verbringen nur eine Nacht miteinander. Danach werden sie von Lylas Vater getrennt. Neun Monate später wird Lyla auch von ihrem Baby getrennt, das ohne ihr Wissen zur Adoption freigegeben wird. Elf Jahre lebt ihr Sohn im Heim und ist davon überzeugt, dass er eines Tages seine Eltern wiederfinden wird. Er hat einen besonderen Zugang zur Musik und glaubt daran, dass er seine Eltern über die Musik wiederfinden kann. Er muss die Melodie seines Herzens nur so lange spielen, bis seine Eltern sie hören können.

Wir haben uns gewünscht, dass es eine wahre Geschichte ist, was aber nicht der Fall ist. Schade, es wäre zu schön, wenn sie wahr wäre. Aber warum eigentlich nicht?

Anja Kolberg

Hier können Sie den Film mit Trailer anschauen:


Mittwoch, 03 September, 2008

Schlangen bei uns?!

Meine Oma erzählte, dass sie ein paar Tage zuvor an einem der Teichbecken im Garten eine Schlange gesehen hat, die einen Fisch aus dem Wasser ziehen wollte. Sie wäre grün gewesen mit schwarzen Streifen. Puah, da hat's mich gegruselt. Mein Bruder, der sich gut in der Natur auskennt, erkannte anhand der Beschreibung, dass es eine Ringelnatter sein muss und die gar nicht sooo selten seien. Schlangen! im Bergischen. Hiiiiilfe! Meine Mutter erzählte daraufhin, dass die Bewohner am Ende des kleinen Wohnörtchens oft Schlangen sehen würden. Ich dachte echt, ich höre nicht richtig. Sonntag war ein Großonkel zu Besuch und der erzählte, dass er auch schon Ringelnattern gesehen hat und dass sie sich wie eine Kobra aufstellen, wenn sie in die Enge getrieben werden.

Mein Bruder und ich sind daraufhin mit einem Stock los und haben unter Blättern, Büschen und Steinen geschaut, ob wir eine Schlange finden. Wie früher: Ein Abenteuer! Ein bischen schumrig war mir schon. Gut, dass wir keine gefunden haben, sie hat so viele Orte, wo sie sich verstecken kann. Denn es gruselt mich noch immer, obwohl ich inzwischen weiß, dass ihr Gift für Menschen völlig ungefährlich ist.

Ich kann mich vage daran erinnern, dass wir früher mal gegenüber unserem Haus eine Schlange gesehen haben und tat das inzwischen als Alptraum ab. Hätte ich mal darüber gesprochen, dann hätte ich schon längst gewusst: Kein Traum!

Beschwörende Grüße!

Anja Kolberg

Dienstag, 02 September, 2008

September

Auf dem neuen Kalenderblatt lockt die Rose "Marie Curie" (von Meiland Rosen) mit:

"Mein Duft entführt dich ins Reich der Phantasie."

Meine Mutter hat gestern eine Blüte ins Wohnzimmer gestellt und berichtete mir eben, dass der ganze Raum von ihrem Duft eingehüllt ist. Hm.

In meinem Garten stehen noch einige Rosen in den Knöpfen. Sie wollen zum Ende des Sommers noch mal so richtig auftrumpfen. Darauf freue ich mich sehr!

Anja Kolberg

Heimatbesuch

 

Warum gehen besondere Tage immer so rasch vorbei? Der Heimaturlaub ist schon beendet. Einen Tag war ich bei meinen Eltern. Ich habe seit ewigen Zeiten mal wieder bei ihnen übernachtet. Das war ungewohnt und richtig schön! Nochmal Kind sein.

Durch Wipperfürth, die älteste Stadt des Bergischen Landes, bin ich am Freitag spaziert. Ich bin dort zur Schule gegangen und habe meine Lehre dort gemacht. Mit dem Abstand wurde mir auf einmal bewußt, was das für ein schmuckes Städtchen ist. Die vielen verschieferten Häuser mit ihren weißen Fenstern, der historische Marktplatz, die Kirche aus Bruchstein. Mir hat's gut gefallen und Sehnsucht kam auf.

Das hier ist übrigens meine Grundschule in einem Ortsteil von Wipperfürth.

Anschließend ging's zu Oma. Die erste Nacht waren wir beide alleine und ich hatte 'n bischen Schiss. Eine Einbrecherfalle musste her: Mein Onkel hatte einen Baseballschläger, den habe ich griffbereit neben mich gelegt, so wollte ich die eventuellen Einbrecher begrüßen. :o) Dann bin ich nochmal aufgestanden und hab' meine Tasche mitten in die Zimmertüre gestellt. Der Plan: Der Einbrecher fällt im Dunklen über die Tasche und dann bekommt er eines mit dem Holzschläger übergebraten. Ich glaube, das hätte der nie wieder gemacht... Natürlich habe ich mein Equipment nicht gebraucht und wir hatten mächtig Spaß, als ich davon am nächsten Morgen erzählte. Ich erinnerte mich, dass ich schon früher mit einem meiner Cousins Einbrecherfallen gebaut habe, als wir draußen übernachtet haben. :o)

Der Garten war wieder traumhaft schön. Die Dahlien waren am Blühen, viele Rosen, Schmetterlingsflieder, rote Bohnenblüten, Sonnenhut, Kapuzinerkresse. Hm, herrlich. Ich bin zu ein paar E-Cards animiert worden. Einige der Bilder hier können Sie als E-Cards verschicken. (Versuchen Sie draufzuklicken. Wenn es eine E-Card ist, öffnet sie sich in einem neuen Fenster.)

Besonderen Besuch gab es am Samstag: Meine Tante, die ein paar Häuser weiter wohnt, hat einen neuen Hund: Charly. Der Berner Sennen-Mischling war gerade 8 Wochen alt und soooooooooooooo süß! Ich konnte gar nicht genug bekommen von dem kuschlig weichen und spitzzahnigen Vierbeiner.

Es tut mir immer wieder gut, nach Hause zu fahren. Während ich als Jugendliche nicht schnell genug dort weg konnte und was von der Welt erleben wollte, erwische ich mich jetzt immer öfter bei dem Gedanken, wie schön es wäre, wieder im Bergischen zu wohnen.

Mich umgeben dort die Menschen, mit denen ich aufgewachsen und zur Schule gegangen bin.

Auch wenn ich dort keine optimale Autobahnanbindung und nicht die Einkaufsmöglichkeiten habe, auch nicht die Parks, die Spazierwege, auch wenn ich für einen Kinobesuch ewig fahren müßte und der DSL-Anschluss noch einige Jahre auf sich Warten ließe.

Dafür hätte ich jede Menge Wiesen, Wälder, Kühe, Landluft und Menschen, die ich schon ewig kenne.

Das hat etwas sehr vertrautes. Zu Hause eben. Heimat.

Pures Glück und Erholung ist daher für mich die Gelegenheit, immer mal wieder für ein paar Tage dort zu verweilen. Das ist pures Glück und Erholung für mich. :o) *freu*

So, genug gequatscht. Ich bin froh, dass ich das Büro wieder auf Vordermann gebracht habe. Zum Schluss noch ein Gruß von Charly:

Anja Kolberg

Donnerstag, 28 August, 2008

Grün, grün, grün...

... sind bald alle unsere Wände! Quatsch, aber irgendwie macht sich so'n Gründtrend breit.

An unsere Terrasse hinterm Haus grenzt ein riesengroßer Schuppen vom Nachbarn an. Die Wände sind freucht, der Putz blättert ab. Nicht schön drauf zu gucken. Wir streichen ihn alle paar Jahre, so geht es dann. Nun, es war mal wieder soweit. Bisher war die Wand hellgelb, inzwischen aber mit vielen grauen Flecken fehlender Farbe.

Ich wollte die Wand erst dunkelrot streichen, dann dachte ich beim Sitzen auf der Terrasse: Nein, nicht rot. Grün! Mein Mann wollte auch lieber grün statt rot, als ich ihm die Wahl ließ. (So tragen wir beide die Verantwortung...) Auf dei der Webseite Schöner Wohnen kann man Häuser virtuell anpinseln. Ich suchte mir einen Farbton aus - ja, sah gut aus.

Allerdings war der Schreck dann schon groß, als ich mir den Farbton im Baumarkt an den kleinen Farbtäfelchen anschaute (L319 für alle, die mal gucken wollten). Puh, nein, lieber was helleres. L120 haben wir genommen, aber der Schreck war dann noch größer, als ich gestern Nachmittag den Eimer aufmachte. Das sah NEONgrün aus. Ein Stück Probewand und ich hab mich halb kaputtgelacht, so grell sah das aus. Puh, näh, ging gar nicht. Man kann den Farbton dann aber nicht wieder unter die Farbmaschine stellen und einen anderen aussuchen, sondern nur Abtönfarbe dazu kaufen und selbst weiter mischen oder neue Farbe kaufen. Ich wollte nicht noch mal 40€ ausgeben, also habe ich Abtönfarbe gekauft und gemischt. Ahhh, mein Auge entspannte sich langsam. Auch meinem Mann gefiel der dunklere Ton. Als ich fast fertig mit Streichen war, riefen die Nachbarn ein paar Gärten weiter begeistert: "Das sieht gut aus! Schön!" Puh, gut.

Auf der anderen Seite der Gärten gingen drei Frauen auf den Balkon, es folgte ein kreischender Ausruf, den ich kaum nachmachen kann. Hörte sich nach blankem Entsetzen an. Gut, die haben jetzt was zu gucken, wenn sie zu uns vorwitzig runter schauen (oder lassen es wegen der abschreckenden Wirkung ganz). Dafür laufe ich auch nicht nackt auf der Terrasse rum.

Ich finde, es sieht gut aus, ist jetzt ein relativ heller Olivton, mit den dunkelbraun gestrichenen Holzpalisaden davor sieht es gut aus. Klar, dezent ist anders. Aber was schadet schon ein bischen Farbe im Leben? Weiß kann jeder.

Mir ist beim zweiten Anstrich zum Abschluss noch die Farbrolle auf den Kopf gefallen. So lange habe ich noch nie unter der Dusche gestanden, die Farbe wollte und wollte nicht rausgehen. Da wusste ich auf einmal, warum die Menschen Zeitungshüte beim Streichen tragen...

Genug geschnackt, ich muss noch Tasche packen und dann geht es los - auf ins Bergische!

Schönes Wochenende!

Anja Kolberg

... jetzt sind mir fast die Brötchen im Backofen verkokelt, die habe ich über's Schreiben ganz vergessen. Kross schmeckt ja auch... :o)

Glückwunsch!

Heute früh kamen alle Lose in die Losbox und ich habe 10 Gewinnerinnen und Gewinner gezogen. Es sind: Stephanie E., Renate B., Eberhard K., Karin S., Kristina Sch., Cornelia L., Doris E., Sonja K., Heike M. und Sabine St. Sie wurden bereits per Mail benachrichtig, die Kalender sind unterwegs zu ihren neuen Besitzern.

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2008, 2. Halbjahr

Mittwoch, 27 August, 2008

Glücklich!

Den nachfolgenden Blogbeitrag "Glücklich sein" habe ich heute vormittag mehrmals überarbeitet. Nach der Erstveröffentlichung um 10:51 Uhr saß ich eigentlich schon im Eßzimmer am Laptop und schrieb meine täglichen fünf Seiten. Doch der Text ließ mir keine Ruhe, in mir arbeitete es weiter. Er war noch nicht richtig rund für mich. Also bin ich mehrmals zurück hoch in mein Arbeitszimmer und habe Bilder hinzugefügt, Text gestrichen, geändert. Ich muss ihn veröffentlicht sehen, dann fallen mir Änderungen ein. Natürlich könnte ich das alles vor der Erstveröffentlichung machen, aber ich kann es auf diesem Weg am besten. (So manche Journalistin schlägt jetzt sicherlich die Hände überm Kopf zusammen...) Aber auch bei Texten, die gedruckt und nicht nachträglich geändert werden können, habe ich es so gemacht: Ich habe den Text verschwenderisch oft ausgedruckt, weil er immer besser und stimmiger wurde, ich aber den Text fertig "sehen" musste. Jetzt ist er rund, der Text, wir haben 13:26 13:34 Uhr. :o)

Ich bin glücklich, dass ich mir die Zeit genommen habe, ihn so zu machen, wie er für mich stimmig ist. Auch wenn dafür einiges liegen blieb. Die Gedanken waren mir wichtig. Ich wollte sie unbedingt "zu Papier" bringen. Sie haben diese Priorität verdient. Jetzt bin ich froh!

Hüpf!

Anja Kolberg

Glücklich sein

Gestern sah ich einen Bericht über einen Mann, dem riesengroße, kiloschwere Wucherungen u.a. an seinen Händen entfernt wurden (der Baummann). Ich betrachtete das Bild vorher und nachher und fand, dass seine Hände immer noch sehr deformiert aussahen, so sollte auch eine zweite Operation folgen.

Ich dachte: 'Oh, der arme Mann, was kann er mit den Händen, wie sie jetzt immer noch sind, schon machen?' Dann las ich den Text, der mich zum Nachdenken brachte. Der Patient nämlich war überglücklich, dass die großen Wucherungen endlich entfernt wurden und er jetzt mit seiner Familie in einer Wohnung leben könnte. Solche - für mich selbstverständliche - Dinge machen andere glücklich.

Wie oft wertschätze ich das Leben, das ich führen kann? Ich bin gesund (Periodenschmerzen mal ausgeschlossen), ich leide keine Dauerschmerzen. Ich habe ein Dach über dem Kopf, immer genügend zu essen. Meine heißgelebte Familie lebt bis auf meinen Opa und meine Uroma, die ich noch gekannt und geliebt habe. Wir haben ein Auto, ich kann jederzeit hinfahren, wohin ich will. Ich habe eine gute Ausbildung. Ich habe einen Partner, den ich liebe und auf den ich mich verlassen kann. Wir können uns einen Hund leisten. Wir leiden keine Not. Ich lebe in Frieden, bin beschützt, ich kann immer Hilfe finden, wenn ich welche brauche. Es ist für mich ein leichtes, andere Menschen zu umarmen, weil mein Körper das kann. Ich kann gehen, ohne eine Gehhilfe zu nutzen, ich kann hören (mein Mann meint zwar nicht). Ich kann meine Träume ausleben. Ich bin wirklich reich. Nicht an Geld, sondern reich an Beziehungen, Schutz, Frieden, körperlicher Unversehrtheit.

Was mache ich? Wertschätze zu selten, was ich habe und schaue stattdessen auf das, was ich noch haben will, was ich nicht haben kann und mache mich damit unglücklich. Wie viele Dinge, meine ich noch haben zu müssen, erleben zu müssen, um glücklich zu sein?

In solchen Momenten wie dem Bericht über den Baummann werde ich demütig und spüre meinen Reichtum. Ähnlich ist es bei Berichten von Frauen, die in Krisengebieten leben. Da spüre ich, wie viel ich habe. Wie gut ich es habe.

Haben Sie den Film "I am Legend" gesehen? Wir haben ihn nicht zu Ende geguckt. Er war nicht nur schrecklich beängstigend, ich fands auch total besch....., dass der treue Freund, ein Schäferhund, nachts grausam umkam. Es war aber dennoch gut, den Film zumindest bis zu einem Punkt zu schauen: Will Smith spielt in diesem Film den letzten Menschen, der eine Epidemie überlebt hat. Er lebt mit seinem Hund und einem Haufen Mutanten, die ihm ans Fell wollen, in New York. Der Wissenschaftler versucht die Krankheit zu heilen, die alle getötet und manche verändert hat. Er durchstöbert Wohnungen und Geschäfte nach Brauchbaren, denn New York ist menschenleer, kein Auto fährt, die Natur holt sich die Stadt zurück. Diese Bilder waren beeindruckend.

Zurück zum Punkt: Mittags hält sich der Wissenschaftler immer am Hafen auf, weil er diesen Platz als möglichen Treffpunkt mit noch Lebenden über alle möglichen Radiofrequenzen verbreitet. Zum Zeitvertreib spielt er dort Golf. Man sieht ihn, seinen Hund und New York. Bei dieser Szene sagte mein Mann: "Stell dir mal vor, du kannst alles haben. Er kann alles haben." Ich spielte die Vorstellung im Kopf durch und stellte fest: "So hat doch alles keinen Wert mehr. Er kann alles haben, aber was bringt es ihm? Es hätte für mich überhaupt keinen Reiz mehr. Gut, vielleicht am Anfang, aber dann? Er kann es doch mit keinem teilen. Er ist ganz alleine."

Diese Idee brachte mich ins Grübeln. Wollen wir die teuren Dinge haben, weil andere sie auch haben? Weil wir mithalten wollen? Kann ich nur glücklich sein, wenn ich das habe, was ich mir wünsche? Was, wenn ich der letzte Mensch auf der Welt wäre, welchen Wert hätten all die Reichtümer, schicke Wohnungen, Schmuck, Autos, Geld, dolle Klamotten, aller Luxus dann noch? Nichts, es wäre ohne jeglichen Reiz. Denn dann fehlt mir das, was mein Leben reizvoll macht: Die Beziehung und den Austausch mit anderen Menschen.

Wieviel brauche ich wirklich, um glücklich zu sein?

Wenn ich mit meiner momentanen Situation nicht zufrieden bin, wieso glaube ich, glücklich zu werden, wenn ich erst etwas bestimmtes habe oder bin?

In "Keinohrhasen" - einem bezaubernden Film mit schönen Bildern, lustigen Momenten und auch tiefsinnigen Gedanken unterhält sich Till Schweiger mit seiner Freundin über Mann-Frau-Beziehungen. Er beschwert sich über die Frauen, die von ihren Partnern erwarten, dass sie sie glücklich machen. Es ginge aber darum, dass man sich selbst glücklich macht. Denn das könne kein Mann schaffen. Das fand ich klasse.

Ich möchte lernen, mit mir selbst wie ich bin zufrieden zu sein, mich selbst glücklich zu machen und dafür keinen anderen Menschen verantwortlich machen. Ich will lernen damit aufzuhören, einem Ideal nachzujagen und Dingen, die ich unbedingt meine haben zu müssen, um glücklich und zufrieden zu sein.

Jetzt ist ein guter Moment und alles stimmt, denn ich habe alles, was ich brauche, um glücklich zu sein. Mich!

Anja Kolberg

Dienstag, 26 August, 2008

Briefe schreiben

Seit 1982 habe ich eine Brieffreundin in Bayern. Damals machten ich mit meinen Eltern und Geschwistern Ferien auf dem Bauernhof. Mit der Tochter unserer Gastgeberfamilie begann ich nach unserem Urlaub einen Briefwechsel. Letztes Jahr hatten wir Silberjubiläum. :o)

Durch die Mails ist das wirkliche Schreiben von Briefen weniger geworden, aber da sie diese Woche Geburtstag hat, nahm ich eine von meinen Geburtstagskarten und fing an zu schreiben. Eigentlich wollte ich nur eine Karte schreiben, dann nahm ich ein Blatt dazu, dann ein weiteres, noch eines und noch eines... Da wir uns schon länger nicht mehr geschrieben hatten, schrieb ich ihr, was alles in den letzten Monaten in meinem Leben passiert ist. Erst dachte ich: 'Was gibt es schon groß zu berichten?' Und auf einmal hatte ich die Karte und zehn DINA4-Blätter nebst Rückseiten geschrieben. Meine Hand war ziemlich verkrampft. Wann schreibe ich schon mal so viel? Ich schreibe zwar Tagebuch, aber nicht so viel auf einmal. :o)

Wunderbar war meine Hochstimmung nach dem Schreiben des Briefes. Ich hatte die letzten Wochen und Monate Revue passieren lassen, meine Brieffreundin daran teilhaben lassen, denn auch wenn sie meinen Blog liest, gibt es ja immer eine offizielle Seite und dahinter sehr viel persönliches. Dieser Rückblick hat mir einige Erkenntnisse geschenkt, meine Entscheidungen haben sich gesetzt - es war als hätten sich all diese Situationen, Erkenntnisse, Entscheidungen, Begegnungen an einen Tisch gesetzt und miteinander gesprochen.

Wow, das hat soooo gut getan. Danach war ich richtig aufgedreht und zu meinem Mann habe ich gesagt: "Ich bin richtig glücklich. Ich fühle mich so stimmig in meinem Leben. Ich bin rundum zufrieden."

Herrlich, einfach herrlich!

Liebe Grüße

Anja Kolberg

PS: Wenn Sie auch einen Anfang finden möchten, ich fand der Geburtstag war ein wunderbarer Anlass dafür. Geburtstagskarten und Karten für Freundinnen und Freunde finden Sie im Kartenshop.

Samstag, 23 August, 2008

Was ich nicht mehr brauche und was ich brauche

Ob es am Alter liegt? Mein Gott, das ich das mal sagen würde... Ich gehe auf die 40 zu, zwar mit kleinen Schritten, aber so weit weg ist die Zahl nicht mehr. Kopfschüttelnd stelle ich Veränderungen bei mir fest. Ob die am Alter liegen? Hm.

Was zum Beispiel? Nun, am Donnerstag bin ich in die Innenstadt Kölns gefahren. Ich wollte mir am Neumarkt einige Buchläden anschauen, stöbern, vielleicht noch einen Kaffee trinken und mich ein bischen damit belohnen. Meinen Mann konnte ich nicht zum Mitkommen überreden, ihm ist es da "zu voll, zu eng, zu viele Leute".

Ich bin los und es war in keinster Weise eine Entspannung für mich. Die Luft war schrecklich, die Lautstärke, die vielen Menschen, die vielen Informationen, die auf mich einströmten. Ich schüttle jetzt noch beim Schreiben den Kopf, wenn ich daran denke. Vor 10-15 Jahren bin ich 2-3 mal in der Woche ins Rheincenter (großes, überdachtes Einkaufscenter in Köln-Weiden) zum Bummeln gefahren. Das war für mich nach dem Job eine schöne Abwechslung und Entspannung am Abend. Aber jetzt? Diese Empfindlichkeit, dieser Streß hat sich über die Jahre verändert und ist noch immer extremer geworden.

Hundemüde war ich, als ich zurück war. Bummeln ist keine Freude mehr, sondern anstrengend. Das ist wirklich etwas, was ich nicht mehr zur Entspannung brauche.

Was ich aber brauche, sind kleine Ruheinseln im Alltag. Die tun mir richtig gut.

Damit meine ich die täglichen Regelmäßigkeiten:

  • Das morgendliche Gassigehen ist mein Job und mir tut der Kontakt mit der Natur einfach gut. Ich bekomme so die Veränderungen der Jahreszeiten mit, das liebt meine Seele. Und Minu und ich sind ein eingespieltes Team.
  • Frühstücken - am Wochenende mit meinem Mann, mit Milchkaffee, Zeitung und einem Haufen Zeit und in der Woche mit Minu und der Tasse Kaffee auf der Terrassentreppe.
  • Mein tägliches Schreiben. Hier im Blog, in meinem Tagebuch (meist, wenn es mir gar nicht gut geht) und an meinem Roman. Ich liiiiiiebe Schreiben und könnte schwer ohne sein.
  • Das Zupfen an den Gartenblumen, welke Blüten entfernen, Grasbüchel aus der Terrasse zupfen oder Unkraut aus dem Kiesbett, die Rosen scheiden - das ist ein wunderbar beruhigender Zeitvertreib.
  • Das "kleine tägliche Gespräch" mit meinem Mann, Austausch der Neuigkeiten, nicht lange, aber wichtig. Und der "Schnack" mit Petra-Ute, die den wunderbaren Blumenladen hier in der Straße hat, ist ebenfalls zur willkommenen Abwechslung, zum meist täglichen Ritual für mich geworden.
  • Das Zubereiten des Abendessens, entweder kocht mein Mann oder ich, dann wird gegessen. Hm, ich liebe gutes Essen. Der Nachtisch darf nicht fehlen.
  • Und ganz zum Schluss des Tages: Das Sofa. Abschalten beim Fernsehgucken. Das hilft mir, runter zu kommen und mich zu entspannen. Vielleicht dann anschließend noch eine halbe Stunde im Bett lesen.

Mir tut es einfach gut, wenn ich diese Regelmäßigkeiten in meinem Alltag habe. Das beruhigt mich, diese Rituale schaffen mir einen Rahmen. Meine kleinen und großen sehr wichtigen Ruheinseln.

Ein zauberhaftes Wochenende!

Anja Kolberg

PS: Eigentlich wollte ich ja schönes Wetter haben. Aber ich freue mich, merke ich gerade, über den Regen. Dann kann ich ohne schlechtes Gewissen drinnen faulenzen. Herrlich

Freitag, 22 August, 2008

Hin- und hergerissen

Seit ein paar Tagen bin ich mir nicht sicher: Wird es noch mal Sommer oder ist schon Herbst? Der Übergang ist fließend, aber wo in diesem Übergang befinden wir uns? Teile in mir sehnen sich nach den warmen bunten Herbstfarben und andere nach der klaren Sommerwärme (nicht die Schwüle, wie sie heute hier ist).

So Übergänge gibt es nicht nur in der Natur, sondern auch im Leben. Hin- und hergerissen zwischen zwei Lebensumständen. Das bisherige ist nicht mehr ganz stimmig, das Neue ist noch nicht fühlbar da. Zwischenzeit. Keine leichte Sache im Leben, weil man ungeduldig wird, weil nicht klar ist, was/wie das Neue sein wird (bei den Jahreszeiten weiß man es ja Gott sei dank) und weil oft ein Zeitdruck da ist. Wer so einen Prozess schon mal durchlebt hat - zum Beispiel bei einem Job- oder Berufswechsel - weiß wovon ich spreche.

Aber es kommt der Tag, da ist ganz klar: Der Herbst ist da. Das Neue ist deutlich spürbar und erfreut uns mit wunderbar bunten Blättern und lässt und die Leiden der Zwischenzeit schnell vergessen. Ja, genau so stelle ich es mir nach einer Geburt vor. All der Wehenschmerz ist Staub von gestern, weil das Neue es mit seiner Liebe und Schönheit überstrahlt.

Schönes Wochenende!

Anja Kolberg

PS: Ich fahre bald zu meiner Familie für ein Wochenende aufs Land! Juchu!!!! Dazu passt diese E-Card:

 

Donnerstag, 21 August, 2008

Ich bin im Fluss

Es läut wie geschmiert. Die Worte fließen aus mir heraus und füllen Seite um Seite meines Romans. Vom gesetzten Ziel, fünf Seiten am Tag zu schreiben, weiche ich oft ab und habe vorgestern 16 und gestern 13 Seiten geschrieben. Den Großteil dessen, was ich am Tag darauf von meinem Geschreibenen lese, mag ich, den Rest kann ich ändern. Das tut mir gut. Ich fühle mich verbunden mit der Geschichte. Ich mag sie. :o)

Ich baue gerade eine Zuversicht auf. Nämlich die, dass es an manchen Tagen schlecht laufen darf. Letzte Woche habe ich wegen meiner Schmerzen wenig oder gar nicht geschrieben und das habe ich diese Woche - ohne es bewusst zu wollen - wieder aufgeholt. Das Schreiben macht mir richtig Spaß und tut mir gut.

Seit einigen Wochen schaue ich mir die Webseiten von Schriftstellerinnen und Schriftstellern an. Das ist ungemein interessant, zu lesen, wie andere ihren Weg gefunden haben und auch wie sie arbeiten. Gestern habe ich mir die Seite von Tanja Kinkel angeschaut. Sie ist ein Jahr älter als ich und schreibt schon über zwanzig Jahre. Für einen Moment lies mich das traurig werden, weil ich dachte: Boah, was hat sie schon alles geschafft - sie ist mitten in ihrem Thema drin, hat ich weiß nicht wie viele Romane veröffentlicht, und ich? Aber dann wurde mir bewusst: Jeder hat seine eigene Geschichte, seinen eigenen Weg. Ich bin auf dem richtigen zum richtigen Zeitpunkt unterwegs. Meinem Weg. Meinem Rhythmus. Es ist nicht gut, mich mit anderen zu vergleichen. Ich bin gut so wie und wo ich bin.

Und es ist ein schönes Gefühl, auf dem eigenen Weg zu sein. Lang gehegte Träume in Angriff zu nehmen.

Herzliche und erfüllte Grüße!

Anja Kolberg

PS: Interessant finde ich wie Autoren historischer Romane vorgehen. Am Anfang steht dort die Recherche - spannend. Zwei Autorinnen dieses Genres: Tanja Kinkel und Rebecca Galblé.

Dienstag, 19 August, 2008

Schmutz-Toleranz

Früher war meine Grenze, wann geputzt und gesaugt werden musste, ziemlich niedrig. Einmal die Woche war Pflicht, sonst fühlte ich mich nicht wohl:

 

Doch mit den Jahren ist etwas von der Coolness meines Mannes auf mich über gesprungen. Auch die ständig umherfliegenden Hundehaare tun ihr übriges dazu. Wir machen sauber, wenn wir es möchten oder wenn wir Besuch erwarten:

 

Inzwischen kann ich auch entspannen, wenn es nicht pickobello sauber ist. Es tut mir gut, nicht mehr diesem selbstaufgesetzten Diktat "Samstag wird sauber gemacht" aufzusitzen. Freiheit für uns und den Schmutz! Wenn jemand spontan vorbei kommt, merkt er vielleicht "Och, ist ja wie bei mir zu Hause, auch nicht immer alles pickobello" und das ist gemütlich und erleichternd zugleich.

Viele Grüße aus der Relax-Insel

Anja Kolberg

Montag, 18 August, 2008

Aufschreiben, Anja!

Kennen Sie das auch? In Ruhezeiten habe ich Ideen und wenn ich sie brauche, fallen sie mir nicht ein. Zum Beispiel fiel mir am Wochenende ein, über was ich heute schreiben möchte. Die Idee ist futsch! Ich dachte, sie fällt mir wieder ein. Tut sie aber nicht. Weg. Verschwunden unter den Themen des neuen Tages.

Dabei habe ich in einem meiner Bücher geschrieben: 'Nichts ist so schnell weg, wie eine gute Idee! Deswegen: Aufschreiben.' Super. Ich sollte mich daran halten. Etwas zu sagen und es konsequent zu tun sind eben zwei Paar Schuhe!

Nun könnte ich auch sagen: Was wirklich wichtig ist, fällt dir schon wieder ein, Anja. Sonst war es nicht wirklich wichtig. Ja, damit kann ich leben.

Hatten Sie ein schönes Wochenende? Meines war arbeitsreich und ... !Pling, mir fällt das Thema wieder ein, ich glaub's nicht! Es ging im die Schmutz-Toleranz. Ha, wer sagt's denn... So, jetzt habe ich es ja aufgeschrieben, das ist ein anderes Mal dran. Ja und neben dem Arbeiten gab es auch das große Ausruhen, Entspannen. Gestern waren meine Eltern zu Besuch, das war richtig schön. Es war genau das richtige Wetter, um draußen auf der Terrasse zu sitzen und zu klönen. Was leckeres zu Essen haben sie gleich mitgebracht: Döppekuchen. Hier ein Rezept, was dem, was mein Vater gekocht hat, ziemlich nahe kommt. Am besten schmeckt der Kartoffelkuchen am nächsten Tag gebraten, dazu selbstgebackenes Schwarzbrot (backen meine Eltern auch selbst) und Apfelkraut. Köstlich!

Als Nachtisch habe ich die Kaffeecreme gezaubert. Hm, was für Kaffeeliebhaber. Wenn Sie mögen, finde ich auf Chefkoch.de das Rezept, da habe ich es nämlich her.

Genug geschnackt, auf in den Tag!

Ich wünsche Ihnen einen guten!

Anja Kolberg

Freitag, 15 August, 2008

Morgääääääähn!

 

Guten Morgen da draußen, ich melde mich von meiner kleinen Körperauszeit zurück. Als ich mir den Druck immer wieder genommen habe, etwas leisten zu müssen, ging es mir schon besser und dann habe ich es in einer guten Zeit wahrhaftig geschafft, sieben Seiten zu schreiben. :o)

Das Wochenende steht an, ich freue mich auf meine Eltern, die uns Sonntag besuchen. Hoffentlich haben wir trockenes Wetter, dass wir draußen sitzen können, das wäre schön.

Aaaaaah, es tut so gut, wenn der Schmerz weg ist. Königlich. Da merke ich jedes Mal wie schön es ist, schmerzfrei zu sein und denke an die Menschen, die mit Dauerschmerzen leben müssen. Wahrlich nicht leicht.

So, auf geht's, ein neuer Tag wartet darauf, erobert zu werden. Schönes Wochenende!

Anja Kolberg

Mittwoch, 13 August, 2008

Es gibt so Tage...

... im Monat, da geht es mir bescheiden. Stimmungstief. Motivationstief. Antriebstief. Ätzend! Es fällt mir dann schwer, zu akzeptieren, dass mein Körper nicht so schnell wie sonst sein kann, ich nicht so fit, so gut gelaunt, so motiviert bin. Dass ich nicht so funktioniere wie sonst. Es gibt Anteile in mir, die dann sagen "Stell' dich nicht so an!". Aber wenn ich genau hinhöre, gibt es auch Teile, die sagen: "Anja, gib dir Zeit - nimm dir Zeit."

Diesen Anteilen möchte ich heute ganz bewusst mehr Raum geben. Mich in meine Schutzhöhle zurück ziehen, mir selbst eine gute Mutter sein. Mir bewusst Zeit für eine Pause nehmen. Mir Langsamkeit gönnen. Unfertige Skripte. Liegengebliebenes. Mich auf mich selbst konzentrieren. Mir Gutes tun.

 

Dafür ist jetzt eine gute Zeit. In dem Buch "Frauenkörper, Frauenweisheit" habe ich gelesen, dass sich Frauen in früheren Zeiten während ihrer Periode zurück zogen, in Frauenhütten. Das finde ich eine wunderbare Vorstellung.

Ist heute dafür noch Platz? In unserer schnell lebigen Zeit? Wo funktionieren, Leistung an erster Stelle steht? Wo erwartet wird, dass wir immer eine gute Stimmung mitbringen, gesund und fit sind? Gab es sie in früheren Generationen? Ich weiß es nicht. Ich denke gerade an eine Urlaubswoche bei meiner Oma. Als ich sagte, ich hätte Bauchschmerzen von meiner Periode und ich fühle mich mies, hat sie mich ermuntert, mich ins Bett zu legen, mich auszuruhen, mir eine Wärmflasche gebracht. Das hat so gut getan.

Doch hier an meinem Arbeitsplatz steht niemand neben mir, der mir das sagt. Ich bin erwachsen, ich habe die Aufgabe, gut für mich selbst zu sorgen. Jetzt ist ein solcher Moment. Ich sorge gut für mich.

Anja Kolberg

Dienstag, 12 August, 2008

Ein schöner Zeitvertreib

... ist für mich die ZDF-Mediathek. Dort habe ich die Höhepunkte der Olympia-Eröffnungsfeier (Gänsehaut-Kribbel-Faktor - China hat auch wundervolle Seiten) ebenso sehen können wie die vielen Gartenbeiträge der Magazin-Sendung "Volle Kanne". Das nenne ich mal Service für alle Berufstätigen. Dafür sehe ich meine GEZ-Gebühren gerne investiert.

Die ZDF-Mediathek finden Sie oben im Menü.

Die Zusammenfassung der Eröffnungsfeier finden Sie, wenn Sie in das Suchfeld "Die Eröffnungsfeier zum Genießen" eingeben.

 

Heute bin ich so müde. Da war es erst so kühl heute früh, richtig angenehm und eben wehte mir richtig warmer Wind entgegen. Nicht das Richtige für meinen Organismus. Und mein linkes Augenlid zuckt. Mist. Unangenehm. Es kann nur besser werden.

Schööööönen Tag!

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2008, 2. Halbjahr

Montag, 11 August, 2008

Die innere Ordnung wiederherstellen

Heute war ein Tag, an dem nichts planmäßig verlief. So viele Erlebnisse, die mich nachdenklich gemacht haben, durcheinander gewirbelt, aus meinem inneren Plan geschmissen. Ich habe den Eindruck, völlig neben mir zu stehen. Gefühlt sieht das so aus:

 

Wenn ich die wichtigen, liegen gebliebenen Aufgaben erledigt habe, wird die äußere Ordnung langsam wieder hergstellt. Das Funktionieren hört auf und ich spüre intensiv: Ich bin immer noch neben der Spur. Höchste Zeit, auch meine innere Ordnung wiederherzustellen.

Ich brauche Rituale, um wieder zu mir zu kommen. So ein Ritual ist ein Moment der Stille. Nichtstun und Löcher in die Luft starren oder im Garten sitzen und inne halten. Etwas trinken. Atmen. Die Natur beobachten. Noch tiefer durchatmen. Seufzen. Die Gedanken ziehen lassen. Die Augen schließen. Mir Zeit geben. Schreiben.

Langsam kehrt Ruhe ein und mit ihr meine innere Ordnung.

 

Bei jedem Durcheinanderwirbeln merke ich mehr, wie gut mir die tägliche Regelmäßigkeit tut. Meine innere und äußere Ordnung.

Anja Kolberg

Betroffen

Heute vormittag erhielt ich die Nachricht vom Tod des Autors Kurt Peipe. Sein Buch "Dem Leben auf den Fersen" hatte ich letzte Woche vorgestellt. Der unheilbar erkrankte Gärtnermeister hatte sein großes Anliegen, seinen 166tägigen Pilgerweg öffentlich zu machen, verwirklicht und starb am 8. August 2008. Dem Tag der Buchveröffentlichung.

Mich macht das betroffen. Ich hatte Hoffnung, dass er länger leben würde, noch viele glückliche Tage im Kreis seiner Familie verbingen würde. Um so tröstlicher ist der Gedanke, dass er seinen großen Traum, den Fernwanderweg von der deutsch-dänischen Grenze bis nach Rom zu wandern, letztes Jahr noch verwirklichen konnte. Trotz künstlichem Ausgang, trotz schwerer gesundheitlicher und konditioneller Einschränkungen. In diesem Moment begreife ich nocheinmal mehr, wie viel dieser Mann auf seinem Weg geleistet hat. Ich habe ihn nicht persönlich gekannt, nur sein Buch gelesen und dennoch geht mir sein Tod nahe.

Heute begegnet mir der Tod nicht zum ersten Mal. Ich habe heute früh einen Nachbarn gesehen, der neben seinem Hund auf der Kofferraumkante saß und weinte. Der Retriever war schon sehr alt, ich hatte ihn in letzter Zeit selten gesehen und dann sehr langsam und humpelnd. Es sieht so aus, als wäre er jetzt im Hundehimmel.

 

Wie schrecklich ist es, jemanden zu verlieren, den man liebt.

Anja Kolberg

Samstag, 09 August, 2008

Juchu!

Diese Woche haben sich zwei weitere Wünsche meines XXL-Wunschpaketes erfüllt. Yipieh! Das ist so toll, ich könnte Bäume ausreißen, so freue ich mich. Es ist glaube ich Zeit, dass ich das jubelnde Blogmädchen in meinem Büro aufhänge.

Ich habe das Poster schon länger hier liegen, aber immer noch nicht aufgehangen. Ich spüre: Jetzt beginnt die Jubel-Zeit.

Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2008, 2. Halbjahr

Freitag, 08 August, 2008

Jetzt darf ich...

Tage habe ich darauf gewartet, darüber schreiben zu dürfen, nun ist die Sperrfrist aufgehoben. Heute früh habe ich die Rezension geschrieben. Worum es geht? Das Buch "Dem Leben auf den Fersen". Erinnern Sie sich, ich hatte am 25.7. im Blog [Geben und Nehmen] darüber berichtet. Ich hoffe, dass der Autor in einer der Talkshows zu sehen ist.

Gestern war ich im Garten fleißig, ich habe meinen Schweinehund überwunden und zwei Zäune und einen Holzkübel nebst Rankgitter gestrichen. Yeah! Endlich fertig.

Bei meinem Buch bin ich gerade etwas am Zweifeln, auf vielen Schriftstellerseiten habe ich gelesen: Völlig normal. Dann bin ich ja in guter Gesellschaft... und mache munter weiter.

Ein schönes Wochenende!

Anja Kolberg

Mittwoch, 06 August, 2008

Schutzengel

Heute vormittag hatte ich ein längeres Telefongespräch. Ich habe Zeit verschenkt zum Zuhören. Vor Mittag kam das Geschenk unverhofft zur Einlösung. Mir fällt gerade auf, dass ich kurz zuvor ja im Blog etwas dazu geschrieben habe. Der Beschenkte kennt meinen Blog nicht. Zufall?

Bei dem Gespräch wurde mir wieder bewusst: Zuhören ist eine Kunst. Nämlich wirklich nur zuzuhören ohne Lösungen in kniffligen Situationen zu geben, ohne das Gespräch bewusst in eine bestimmt Richtung zu lenken. Zuhören und offen sein für das, was sich entwickelt.

Danach bin ich ein paar Sachen im nahen Supermarkt einkaufen gegangen. Auf dem Rückweg - es sind nur wenige Minuten zu Fuß - ließ ich das Gespräch Revue passieren. Es hat mich nachdenklich gemacht. Und dann auf einmal hatte ich das Bild vom Schutzengel im Kopf, das ich gerade gemalt habe und diese Worte: "Jeder von uns hat einen Schutzengel. Sie können die schwierigen Zeiten in unserem Leben nicht wegnehmen oder lindern. Aber unsere Schutzengel sind bei uns und bleiben bei uns, gleich wie dunkel es um uns herum wird. Und sie halten unsere Hand. Wir sind nie alleine, sie begleiten uns auf jedem Weg."

Ach, das hat so richtig gut getan. Ich hab mich ganz beschwingt gefühlt mit diesem Bild. Ich habe von dem Bild eine E-Card gemacht, einfach auf das Bild klicken, dann öffnet sich die Karte und sie können sie verschicken. Wenn Sie auf die E-Card-Seite sind, finden Sie sie ab sofort in der Rubrik: "Ermutigung und Zuversicht in schwierigen Zeiten".

Liebe Grüße!

Anja Kolberg

Sonnentag

Heute früh war es beim Spaziergang mit Minu herrlich: Blauer Himmel, schön kühl im Schatten, eine frische kühle Brise. Hm, so mag ich das. Kein bischen schwül.

 

Allen, die das Wetter im Moment nicht vertragen, die traurig sind, die etwas bedrückt wünsche ich Linderung, ein offenes Ohr, einen heilsamen Gedanken, der wie ein bunter Schmetterling auf uns zugeflogen kommt und sich auf unser Knie setzt, mit den Flügeln schlägt, zuhört und dann wieder davon fliegt.

Ihre Anja Kolberg

Dienstag, 05 August, 2008

Ich hasse Kalk

Auf dieses weiße Zeug, das die Haut austrocknet und sich grässlich anfühlt, stoße ich derzeit auf unserer Terrasse. Mein Mann verputzt eine Wand und da spielt Kalk eine Rolle. Wenn ich das Zeug schon an den Händen habe.... Bäh, igitt. Kommt mir fast vor, als bin ich allergisch dagegen. Wenn ich unverhofft im Haus darauf stoße, weil sich irgendwer die Finger nicht vollständig vom Kalk gereinigt hat, singt meine Laune auf den Nullpunkt. Erstaunlich, oder? Ich bin froh, wenn die Wand fertig ist und kein Putz mehr angerührt wird.

Dafür sieht die Wand dann schön aus. Wer's schön haben will, muss leiden. Der Satz - leicht abgewandelt - stimmt für mich. Renovierungsarbeiten sind nicht mein Lieblingsthema... Ich hoffe, es ist bald vorbei, da wartet eine ziemliche "Frikkelsarbeit" auf uns.

Lieber Gott, bitte lass es bald vorbei sein.

Anja Kolberg

Montag, 04 August, 2008

Leere im Kopf

Ich sitze vorm Bildschirm und weiß nicht, was ich schreiben soll. Montags-Leere könnte ich es nennen. Heute fühle ich mich gelähmt, ob der Dinge, die ich tun müsste. Bäh, der Tag heute soll bitte schnell vorbei gehen oder aber die Gedanken, die mich gerade so lähmen. Ja, die Gedanken sollen davon ziehen.

Tschöööööhöööö!

Anja Kolberg

Samstag, 02 August, 2008

Rülpsen Spinnen?

Ich weiß, ein undamenhafter Einstieg, aber die Frage habe ich mir ernsthaft letzten Sonntag gestellt. Da saß ich nämlich auf der Terasse und beobachtete eine Spinne beim Netzbau.

 

Erst sponn sie die langen Seitenfäden und dann von der Mitte ausgehend, verband sie die einzelnen Fäden in immer größer werdenden Kreisen miteinander. Faszinierend. Zuvor hatte ich das noch nicht gesehen. Es dauerte nicht lange und sie war fertig. Einige Zeit später schaute ich wieder hin und sie hatte Beute gemacht:

Auch gleich neben meinem schattigen Sitzplatz kümmerte sich eine ähnliche Spinne um ihre Beute. Immer mal wieder sah ich hin und da die Spinne unweit meines Ohres im Netz arbeitete, habe ich mich irgendwann gefragt: "Ob ich wohl hören kann, wenn sie satt ist und rülpst?" Alleine die Vorstellung, dieses Geräusch zu hören, genügte, um mich vergnüglich zu stimmen. Ich stellte mir vor, dass das Geräusch so laut ist, dass ich mich umschauen musste, wer denn da...?

Frohe Grüße

Anja Kolberg

PS: Die Schreibblockade ist wirklich überwunden. Heute früh habe ich mich direkt an den Laptop gesetzt, während Mann und Hund sich nochmal umgedreht haben und nach sieben Seiten ist wirklich Zeit für eine Pause.

Herrlich ist übrigens das Fußbad im Teich. Die Seerosen blühen um die Wette und dann auf dem Steg sitzen und die Füße in das kühle Nass tauchen.... Eine herrliche Erfrischung. Hier ein Bild für Sie:

Mein Wunsch an Petrus hat sich auch erfüllt: Gestern Abend kühlte es herrlich ab, hm, habe ich gut geschlafen. Ich hoffe, Sie auch? Schönes Wochenende!

Freitag, 01 August, 2008

Huch, schon August!

Gerade schaue ich auf den Kalender - ich kann ein neues Blatt nach vorne stellen. Der August ist da.

Auf dem Kalenderblatt lockt ein Sommerhut auf einer grünen Wiese zur Pause. Bei dem schwülen Wetter werde ich gezwungen, Pausen zu machen, aber mache ich wirklich bewusste Pausen? Ja, morgens die Tasse Kaffee und die Zeitung auf der Treppe zum Garten. Aber danach? Vielleicht möchte mich der Kalender an mehrere bewusste Pausen erinnern. Inne halten. Die Augen schließen. Durchatmen. Mich sammeln. Hören. Riechen. Schmecken. Fühlen. Sehen.

Ich glaube, das wäre eine gute Übung im August für mich.

Anja Kolberg

Erfüllung

 

Ich sollte öfter mal schreiben/sagen, was ich will... :o)

Sie sehen mich sehr froh, denn viele meiner Wünsche haben sich erfüllt. Zum Beispiel den Schokoriegel, den habe ich mir selbst gekauft, im Garten erblühte eine meiner Lieblingsduftrosen, als ich die Füße am Nachmittag in den Teich hielt, umwehte mich ein kühler Wind, mein Bruder rief an und wollte mir einen Wunsch erfüllen: Er hat mir sein Ohr geschenkt. Mein Mann kam von der Arbeit nach Hause, ich erzählte von meinen Rückenschmerzen und er begann wie von selbst die Stelle zu massieren (macht er sonst nicht so einfach...) und am nächsten Morgen lag eine Überraschung vor meiner Türe...

Schön!

Gestern früh war ich dagegen ziemlich ausgenockt, weil mein Bildschirm seinen Geist aufgegeben hat. Nichts konnte ich am PC machen. Das führte dazu, dass ich oben ins gekühlte Schlafzimmer ging und geschrieben habe. Gestern Abend waren es dann zwölf Seiten. Wow! Gestern Nachmittag fand mein Mann eine Lösung für den nicht mehr funktionierenden Bildschirm: Seine Mutter hatte noch einen gebrauchten und den habe ich mir bei Schwiegereltern abgeholt und ... er läuft!

Ein supi-Tag war gestern. Deswegen grinse ich auch über beide Backen.

So, jetzt müssen Minu und ich raus in die Hitze. Ich will gar nicht, denn mir läuft das Wasser jetzt schon übers Gesicht, obwohl ich frisch aus der Dusche komme. Sie merken: Es ist Zeit für einen Wunsch. Lieber Petrus, bitte lass es draußen abkühlen, ohne große Unwetter, sanft und stetig. :o)

Ein traumhaft schönes Wochenende mit einem XXL-Wunschpaket für Sie!

Anja Kolberg

Mittwoch, 30 Juli, 2008

Heute möchte...

...ich bitte einmal die ganz große Geschenkpackung. Ein Rundum-Sorglos-Paket mit Streicheleinheiten, einem schweigsamen, ratfreien Menschen, der mir aufmerksam und interessiert zuhört, eine duftende Rose, einen Fruchtsaft, einen Riegel Schokolade, eine Massage für meinen schmerzenden Rücken und meine wehen Füße und eine Bestellung im Shop. Vom Himmel wünsche ich mir eine kühle Brise und eine Überraschung, die mich so richtig zum Strahlen bringt. Ich wünsche mir auch einen Fortschritt beim Schreiben, der mich von der Hitze-Blockade erlöst.

Ja, ich merke, wenn ich das alles bekommen habe, geht es besser.

Anja Kolberg

... ich merke, ich bin noch nicht fertig. Mein inneres Kind hat noch viel mehr Wünsche: Ein Geldgeschenk, das mich ein paar Sorgen vergessen lässt, einen Wintergarten, eine Antwort von dem Verlag in Berlin, ein leichtes Lösen alter Denkmuster, einen Urlaubsgutschein für 3 Wochen Dänemark.

Die Kleine atmet auf. "Sind das alle Wünsche oder hast du noch mehr?" frage ich sie.

"Nö, reicht erst mal", sagt sie und beginnt zu spielen.

Montag, 28 Juli, 2008

Langsam

Ab und zu hadere ich mit mir. Just an diesem Montag morgen ist es mal wieder so weit. Die Hitze lähmt mich. Ich bekomme dann kaum was geschafft, gerade das, was nötig ist, aber die Dinge, die ich machen möchte, bleiben allesamt liegen. Das finde ich schrecklich, weil mein Kopf sie längst erledigt hat. Aber mein Körper ist erschlagen von der Hitze. Ich will, bin aber wie gelähmt. Genau deswegen mag ich diese schwüle Hitze nicht. Sie ist wider meinen Organismus.

Was bleibt mir da anderes übrig, als kleine Brötchen zu backen? Meinen Verstand einfangen, ihn ablenken, damit mein Körper die Zeit bekommt, die er bei dieser Wetterlage braucht. Mein inneres Kind will heute vormittag ganz still im Garten sitzen. Da wo es kühl ist und zwischendurch die Füße in den noch kühlen Teich halten. Und gaaaaanz gaaaaanz langsam machen.

Das mache ich jetzt auch mit Minu. Ich verlasse jetzt den Schreibtisch in meinem Büro, in das schon jetzt die Sonne sehr warm fällt. Dann gehe ich langsam mit Minu (die bei dem Wetter auch keinen Bock hat) und wenn wir dann zurück kommen, muss ich erst mal auskühlen auf der Terrassentreppe. Und wenn der Himmel dann will - was ich inständig hoffe - kann ich auf der Terrasse weiter schreiben.

Mal sehen, was das Leben heute mit mir vor hat. Ich will akzeptieren was geht und auch, was nicht geht.

Anja Kolberg

PS: Heute brauche ich mal wieder ein Abkühlbild:

Ich stelle mir gerade vor, wie am Meer ein kühler Wind weht. Ich gehe am menschenleeren Strand entlang, immer die Füße im kühlen Nass. Manchmal reicht es mir bei einer Welle bis zu den Knien. Hm, das Wasser kühlt mich ab und macht Lust auf diesen Tag!

Freitag, 25 Juli, 2008

Geben und Nehmen

Gestern erhielt ich vom Droemer Knaur Verlag ein wunderbares Buch, das ich allerdings erst in zwei Wochen vorstellen darf. Es ist selten, dass ich ein Buch bekomme und es mich so sehr reizt, dass ich sofort beginne, darin zu lesen. So war es bei "Ich werde da sein, wenn du stirbst" und auch bei dem Buch, von dem ich jetzt schreibe. Ich nehme, das was ich schon gelesen habe - die Hälfte ca. - zum Anlass, darüber zu schreiben, weil es mich sehr berührt hat: Geschenke annehmen.

Manchmal wollen uns Menschen etwas schenken und es fällt uns schwer, es anzunehmen. Vielleicht, weil wir nicht die Mittel haben, es finanziell gleichwertig zurück zu geben. Vielleicht weil wir so erzogen wurden, keine Geschenke anzunehmen. Vielleicht, weil wir uns schämen. Vielleicht, weil wir uns dann in der Schuld des Geschenken fühlen. Dieser Mann lehnte viele Geschenke ab und in diesem Moment wurden die Menschen, die ihm etwas schenken wollten, sehr traurig. Weil sie sich dadurch abgelehnt fühlten.

Das brachte ihn zum Nachdenken und ihm wurde bewusst, dass er die Geschenke gar nicht durch ein Gegengeschenk wieder gut machen musste. Das Geschenk anzunehmen war die Gegenleistung. Die Menschen freuten sich, ihm aus einer Not heraus helfen zu können, ihm einen Gefallen zu tun, einfach jemandem etwas Gutes zu tun. Und durch das Annehmen der Geschenke (es handelte sich um Essen und Unterkunft) gab er etwas zurück. Das war das Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen.

Mich hat das sehr berührt, weil es mir oft ebenso geht. Wenn jemand etwas für mich tun will, mir etwas schenkt, mache ich mir schon Gedanken darüber, wie ich es zurück geben kann. Statt mich wie Bolle darüber zu freuen, dass mir einfach jemand etwas schenken will, weil er es gut mit mir meint oder mir jemand etwas Gutes tun will.

Ich habe etwas gelernt.

Anja Kolberg

Donnerstag, 24 Juli, 2008

Funkensprühen

Gestern Nachmittag hatte ich einen schöööööööööööööööööööööönen Fototermin. Blumen, lachen, Sonne, Schatten, Wald, Wiese. Heute schaue ich mir die Ergebnisse an. Das macht Spaß!

Anja Kolberg

Mittwoch, 23 Juli, 2008

Begegnungen

Manchmal ergibt sich mit den Menschen, die mir begegnen, ein Gespräch. So heute früh ein älterer Herr mit Dackel. Was er mir erzählte, begleitet mich jetzt durch den Vormittag. Nämlich, dass es nicht sein Dackel sei, sondern der eines früheren Nachbarn, der inzwischen verstorben ist. Diesen Nachbarn hat er mehrere Jahre unterstützt, ein Buch über seine Kriegserfahrungen zu schreiben. Denn der war General und hatte in Russland im zweiten Weltkrieg so einiges erlebt. Eine Geschichte hat er mir erzählt. Und die begleitet mich jetzt.

Mir wird bewusst, wie sehr wir Menschen uns innen ähneln. Wir haben alle Ängste, Sorgen, wollen Frieden und Liebe. Wir alle trauern auf unsere Weise, zeigen Mitgefühl, Menschlichkeit und Herz. Kein noch so schlechter Mensch ist nur schlecht. Jeder hat auch seinen guten Kern.

Anja Kolberg

Dienstag, 22 Juli, 2008

Inspektor Locke ermittelt

Tatort: Terrasse

Tatzeitpunkt: zwischen Sonntag abend und Montag morgen, 10 Uhr.

Wer hat den Tatort entdeckt? Eigentlich Minu. Inspektor Locke sitzt auf der Treppe und trinkt eine Tasse Kaffee. Ihr Blick folgt dem schnüffelnden Hund, der unterhalb des Eßzimmerfensters stehen bleibt. Das zieht die Aufmerksamkeit von Inspektor Locke an. Sie streift die Ecke mit ihrem scharfen Blick, entdeckt nichts auffälliges, schaut nochmal und entdeckt den Tatort:

Der Blumenkasten mit 6 zuvor wunderschön grünen, kräftigen, blühenden Wandelröschen liegt zwischen den Funkien auf dem Boden. Die Pflanzen liegen kopfüber über die Terrasse verteilt, ebenso wie die Blumenerde und die Blähtonkügelchen, die bis zum Terrassenende gerollt sind. Der Grill, der unterhalb des Eßzimmerfensters steht, ist mit Erde und vielen Blumenzweigen bestückt. Schönes Bild!

Inspektor Locke ermittelt: Wer war der Täter?

Zugegeben, es war windig, aber ehrlich: Wir - der Blumenkasten und wir - haben schon schlimmere Stürme überstanden. Inspektor Locke geht auf und ab und kommt nur zu einer Lösung: Ein Eichhörnchen muss über den Holzzaun bis zur Hauswand geklettert sein, dann versucht haben, im Blumenkasten zu naschen oder was zu verbuddeln und dabei sind alle beide - Kasten und Eichhörnchen - zu Boden gegangen. Hm. Gestern früh war nämlich auch ein sehr vorwitziges Eichhörnchen an den Mülleimern vor unserem Haus. Als ich mit Minu Gassigehen wollte, nahm es reißaus und lief quer über die Straße. Ich habe mir nur noch die Augen zugehalten. Es hat einen Ausweg gefunden. Vielleicht in unseren Blumenkasten? Bis dahin war mir nämlich noch nichts besonderes aufgefallen.

Eine Fahndungsbild muss her:

Hier Aufnahmen aus früheren Begegnungen. Gesucht wegen radikalem Blütenhunger. Sachdienliche Hinweise bitte direkt an Inspektor Locke oder ihre Assistentin auf vier Pfoten.

Anja Kolberg

Montag, 21 Juli, 2008

Alles ist gut

In Zeiten, wo wir uns selbst hinterfragen, an uns arbeiten, fühlen wir uns vielleicht ein bischen geschüttelt. Wie ein Grashalm, der vom Wind bewegt wird und sich dann wieder einpendelt. Seit einigen Wochen mache ich eine Therapie. Und nach dem Termin heute habe ich dieses Gefühl des Pendelns. Ich fühle mich ernstgenommen in all meinen inneren Anteilen, gewertschätzt. Ich fühle mich wahrhaftig und merke, wie ich gerade nachpendle, vielleicht eine neue Haltung finde.

Ich fühle mich gut. Alles ist gut. Ich bin da und ganz.

Das innere Kind in mir will schreiben, malen, einfach fließen lassen was kommt. Es will keine Lektorin, die die Beiträge kürzt oder sagt: "Zu unwichtig. Zu nichtssagend. Unklar. Weg." Nein, heute lasse ich einfach stehen, was aus mir heraus fließt. Bild und Text.

Und es ist gut so wie es ist.

Anja Kolberg

Herbstsommer

Dunkel war es gestern, es hat geregnet und gestürmt. Genau wie in der lezten Woche: Herbststimmung.

Ein Blick auf den Kalender sagt mir: Halloooo, Anja, es ist Juli. Wenn Herbst und Sommer getauscht haben, müsste ja eigentlich ein super Herbst auf uns zukommen.

Verteufeln möchte ich das Wetter nicht. Ganz ehrlich: Ich mag diesen herbstlichen Sommer mehr als so manch heißen der vorigen Jahre. Mir fallen Blogbeiträge an, wo ich zerflossen bin, Regentänze gemacht habe und dann vor Schwüle kaum mehr arbeiten konnte...

Also, mein lieber Herbstsommer: Willkommen. Du darfst aber zwischendurch gerne mal deine Sonnenseite zeigen!

Einen guten Start in die Woche!

Anja Kolberg

Samstag, 19 Juli, 2008

Köstlich!

Seit Wochen komme ich nicht von einer Soße los. Am besten schmeckt sie mir auf knackigem Chicorée.

Das Objekt meiner Begierde: Warme Salatsoße.

Im Netz suchte ich nach einem neuen Salatsoßen-Rezept, bin eigentlich kein Essig-Öl-Typ, eher der Jogurt-Soßen-Typ. Aber dies Rezept hier hat es mir angetan. Hm, wir haben es auch schon mit verschiedenen Blattsalaten, Tomaten, Rukola, Mozarella und Hähnchenfleischstücken ausprobiert. Einfach köstlich, leicht zu machen, gut aufzubewahren. Perfekt lecker.

Auf dem Herd steht noch ein Rest von gestern und im Kühlschrank lauern zwei Chicorée schon gierig auf ihr Zusammentreffen mit der Köstlichkeit. Wenn Sie auch mal probieren wollen, hier ist das Rezept. (Ich mache es ohne Knoblauch und Pfeffer/Salz braucht meinem Geschmack nach auch nicht mehr dran.)

Ein leckeres Wochenende!

Anja Kolberg

Freitag, 18 Juli, 2008

Da liegt es vor uns...

... das Wochenende. Lockt uns mit Regen, Einladungen, Hausarbeit, Einkaufen, kleinen und großen Pausen. Ein ganz normales Wochenende. Wirklich?

Was kann dieses Wochenende zu einem besonderen machen? Muss das Wochenende ein besonderes sein oder darf es, weil völlig gewöhnlich, einfach so sein wie es ist? Ohne unseren Anspruch, vielleicht genau jetzt den Kick oder die besondere Erholung zu erleben.

Das Wochenende will eines von vielen sein. Gewöhnlich. Unscheinbar. Und damit wunderbar!

Anja Kolberg

Donnerstag, 17 Juli, 2008

Kleine Auszeiten

Im Alltag eine Pause machen. Die Zeit anhalten. Da sein und Kraft tanken.

 

Mich ins Bett legen und einen Mittagsschlaf halten. Oder in die Sonne und einfach etwas dösen.

Mir eine Tasse Tee aufschütten und mit Genuss und Ruhe trinken.

Die Tiere, die um mich herum sind, beobachten. Gleich ob Schnecke, Ameise, Vogel oder Hund.

Einen Schritt heraus aus dem Hamsterrad des Alltags wagen. Meinen Bedürfnissen folgen.

Ohne Anspruch. Ohne Druck.

Frei sein wie ein Vogel!

Anja Kolberg

Dienstag, 15 Juli, 2008

Ignorieren

Unsere Nachbarn haben einen kleinen süßen weißen Terrier. Der ist ein bischen verliebt in unsere Minu. Glaub' ich jedenfalls. Er stellt sich zwischen die Sträucher an den Zaun und quietscht und junkt so lange, bis sie zum Zaun kommt. Minu macht das aber nur ganz selten. Meistens ignoriert sie ihn. Während ich dahinschmelze, weil er mal wieder so süß guckt, so süß ruft, tut Minu so, als höre und sehe sie gar nichts. Wie schafft sie das blos?

Es sieht auch nicht aus, als mache es ihr irgendetwas aus. Ich bin davon fasziniert und kann das Ignorieren von ihr lernen. Wobei ich jetzt schon weiß: Das wird schwer.

Anja Kolberg

Montag, 14 Juli, 2008

Etwas Neues beginnen

Es braucht keinen perfekten Plan, um etwas Neues in Bewegung zu setzen. Kleine Dinge können große Dinge in Bewegung bringen.

Ein Minischritt. Ein Anruf. Eine Mail. Ein zufälliges Zusammentreffen. Der Geistesblitz auf der Achterbahn. Das wertschätzende Verhalten eines anderen Menschen sich selbst gegenüber, das mich selbst beflügelt, es ihm ähnlich zu tun. Ein Blogbeitrag. Ein neues Verhalten einfach mal ausprobieren. Ein Film. Eine Schnecke am Wegesrand. Etwas "Verrücktes" tun, in die Rolle eines anderen schlüpfen, sich eine Perücke aufsetzen.

Mit Spaß und Leichtigkeit beginnen.

Anja Kolberg

Freitag, 11 Juli, 2008

Was ich von unserem Hund lernen kann

Heute früh regnete es. Minu, die mich sonst immer vor dem Wecker anstupst, dass ich aufstehen soll, blieb diesmal in ihrem Körbchen liegen und schlief, ignorierte mich einfach. Als ich mich für's Gassi gehen fertig machte, verdrückte sie sich ins Eßzimmer frei nach dem Motto "Wenn Frauchen mich nicht sieht, geht sie vielleicht ohne mich Gassi."

Sie hatte absolut keinen Bock, rauszugehen. Klar, das nützt nix. Unterwegs begegnete uns ein Dackelbesitzer, ein netter älterer Herr, den wir immer wieder mal wieder beim Spazieren gehen sehen. Er fragte wie's geht, Minu reagierte gar nicht auf seinen Rauhaardackel, lief einfach weiter. Ich sagte "Sie schläft heute früh noch, wollte gar nicht raus". "Meiner auch nicht", entgegnete er, sein Vierbeiner ging auch stoisch weiter.

Unser Spaziergang war ziemlich kurz, Minu zeigte mir sehr deutlich, dass sie keinen Bock hat in dem Regen noch einen Schritt weiter zu gehen. Ich ließ mich schnell überreden, der Regen lief mir über den Kopf.

Was ich von Minu lernen kann? Mich nicht zu etwas zu quälen, wenn ich keine Lust dazu habe. Das schlechte Wetter zum Faulenzen nutzen (nach dem Spaziergang ging es schnurstraks ins Körbchen zum Schlafen zurück) und lernen zu entspannen. Es ist so ansteckend, wenn man ihr zusieht, wie sie sich genüßlich seufzend ins Körbchen schmeißt, die Augen schließt und schläft, dann nach einer Zeit auf den Teppich wechselt, sich auf den Rücken dreht, alle Viere von sich streckt und sich am Bauch kraulen lässt. :o)

Das passt doch zu einem verregneten Wochenende. Wobei es morgen hoffentlich trocken ist, wir haben zum Grillen eingeladen. Aber ich glaube, Petrus ist gnädig mit uns. Bei Regen schlafen können wir dann am Sonntag noch.

Schönes Wochenende!

Anja Kolberg

PS: Alle Bilder sind E-Cards, die diesmal direkt zur jeweiligen Karte führen.

Donnerstag, 10 Juli, 2008

Disziplin

... ist gefragt, wenn man etwas erreichen will.

Ich habe mir geschworen, nicht noch einmal mit einem Verlagsvertrag zu schreiben, weil der zeitliche Druck zu hoch ist. Denn beim Schreiben meines zweiten Buches führte der Abgabedruck zu einer Migräne. Ich war regelrecht ausgenockt. Alles drehte sich nur noch ums Schreiben. Ich hatte keine Zeit mehr für irgendwas Schönes. Purer Streß.

Jetzt schreibe ich (ja, Sie lesen richtig, ich "tue es" wirklich) an einem Buch und ich merke, was ohne diesen zeitlichen Druckpunkt vor allem wichtig ist: Disziplin. Ich muss mir selbst in den Hintern treten, mich motivieren, um etwas zu schaffen, sonst macht mir ja keiner Druck.

Anja Kolberg

Mittwoch, 09 Juli, 2008

Der wirkliche Wert eines Coaches...

... ist für mich das aktive Zuhören.

Was das für mich bedeutet? Eine einführende Frage zu stellen, der dem Anderen die Gelegenheit gibt, über das zu sprechen, was ihn gerade bewegt. Und ihm dabei genau zuzuhören. Fragen stellen, wenn man etwas nicht versteht und Fragen zu stellen, die das Thema so deutlich machen, dass es dem Redenden hilft. Das bedeutet für mich aktives Zuhören.

Es geht für mich bei einem guten Coaching gar nicht um das Anwenden von Methoden, um das Finden von Lösungsansätzen, um das Erarbeiten von Schritten.

Nein, es geht "nur" ums Zuhören.

Und dadurch, dass der Mensch erzählen kann, was ihn bewegt, ohne Druck, ohne Bewertung, ohne Tipps und Ratschläge, ohne Unterbrechungen, mit der vollen Aufmerksamkeit seines Zuhörers, hört er sich selbst zu, findet er sich selbst. Und das ist für mich der goldene Weg im Coaching.

Zuhören ist der wirkliche Wert eines Coaches.

Für den Coach bedeutet das, seine Schweigekapazität zu erhöhen, sich mit Tipps und Ratschlägen zurück zu halten, mit Lösungen, die einem selbst einfallen, seine eigenen Themen zurück zu halten, die vielleicht genau in Resonanz mit denen des Redenden gehen. Kurz: Sich selbst zurück stellen und dem Redenden die ganze Aufmerksamkeit schenken.

Anja Kolberg

Die tägliche Tasse Kaffee...

... ist ein wunderbares Ritual für mich. Morgens früh, wenn ich mit Minu Gassi gegangen bin, mache ich die Kaffeemaschine an, brühe mir einen Kaffee auf und versorge ihn mit viel Milch und Zucker. Naturlich habe ich Lieblingstassen. Heute war die schmale Henkeltasse dran. Sie hat einen Farbverlauf von dunkel nach hell orange und rote Sterne mit goldenen Mustern sind darauf verteilt.

Mit dem duftenden Getränk setze ich mich dann auf die obersten Stufen der Treppe, die von der Küche auf die Terrasse führt. Sie ist meistens trocken, auch wenn es geregnet hat. Minu setzt sich dann neben mich. Ich lese die Express und zwischendurch schauen wir beide in den Garten. Morgenmeditation. :o)

Und mit so einem genussvollen Start in den Tag habe ich eine gute Grundlage für alle Aktivitäten, die da kommen. :o)

Anja Kolberg

Dienstag, 08 Juli, 2008

Blümelein fein

Ich brauchte grad eine Pause und schenke Ihnen ein Blümchen für's Vorbeischauen:

Anja Kolberg

PS: Auch wenn manche vielleicht wegen des Wetters fluchen. Ich bin dankbar für die Abkühlung und sehe förmlich, wie der Garten Wasserkraft tankt.

Was bewegt uns, Neues zu tun?

Wenn wir wissen, dass die derzeitige berufliche oder private Situation nicht mehr gut für uns ist, heißt das noch lange nicht, dass wir uns etwas Neuem zuwenden. Warum? Wir kennen das Alte sehr gut, wissen inzwischen wie wir mit den Schwierigkeiten umgehen müssen. Wir wissen, was wir haben, auch wenn Teile davon schrecklich ist. Aber das Neue, das kennen wir nicht, da verbirgt sich viel Ungewissheit. Wer sagt denn, dass es wirklich besser werden wird?

Was muss also passieren, damit wir uns aus dem Alten, dem täglichen Trott hinaus bewegen und uns zum Beispiel bewerben, neue Menschen kennen lernen, ein neues Projekt anpacken, ein altes loslassen, einen neuen Weg einschlagen in Beruf oder Privatleben?

  • Manchmal hilft der Körper, denn er macht durch Warnsignale deutlich: Wenn du so weiter machst, klappe ich ganz zusammen.
  • Manchmal hilft die Seele: Wir haben einfach keine Kraft mehr, bestimmte Situationen noch ein weiteres mal zu durchleben. Der Leidensdruck wird unerträglich.
  • Manchmal helfen freche Bemerkungen: Uns sagt jemand, dass wir das nicht schaffen und das weckt den Ehrgeiz in uns.
  • Manchmal kommen starke Gefühle zur Hilfe: Wir sind z.B. wütend über jemand anderen und aus dieser Kraft heraus bewegen wir uns.
  • Manchmal hilft ein Schockerlebnis: Ein Unfall, eine Krankheit, ein Todesfall bringt uns über uns und unser Leben zum Nachdenken.
  • Manchmal hilft ein Termin: Zum Beispiel ein runder Geburtstag, an dem wir unser Leben betrachten und uns sagen "Das war noch nicht alles. Jetzt oder nie!"
  • Manchmal hilft der starke Wunsch, etwas Bestimmtes zu erreichen oder zu erleben. Das Neue zieht uns magisch an.
  • Vielleicht hören wir auf unser Herz, das uns sagt: Es ist Zeit, einen neuen Weg einzuschlagen.
  • Das sind nur acht von unzähligen Auslösern, die es möglich machen, dass wir uns bewegen.

Der Weg zum Neuen ist alles andere als leicht. Wir müssen unsere über Jahre eingefahrenen Grenzen überwinden, Neues lernen. Wir erleben Rückschläge. Zeiten der Hoffnungslosigkeit, der Einsamkeit. Und immer wieder ein Funke der Zuversicht und des Vertrauens, dass dieser Weg ein guter ist, weil wir auf unser Herz hören und immer wieder spüren: Das habe ich gut gemacht.

Ich habe alle oben genannten Situationen selbst erlebt und auch im Coaching begleitet. Für mich hat es sich jedes Mal gelohnt, meine eingefahrenen Grenzen zu überwinden und Neues zu tun. Ich hatte die Gelegenheit zu wachsen, mich besser kennen zu lernen, ein Stück weiter zu kommen auf meinem Weg und es ist ein schönes Gefühl, zu wissen: Das hab' ich geschafft!

Anja Kolberg

Montag, 07 Juli, 2008

Glühwürmchen & Bauchweh

Sonntag waren wir auf einer herrlichen Gartenparty eingeladen. Der Wind war angenehm kühl, so bemerkten mein Mann und ich - sonst Schattenfreaks - die Kraft der Sonne nicht. Ergebnis gestern Abend: Wir sahen wie Glühwürmchen aus. Gut, dass es nicht zu schlimm war, heute ist nur noch eine leichte Rötung im Gesicht.

Geschlafen haben wir diese Nacht sehr schlecht, da uns Minu um halb drei mit starkem Bauchweh weckte. Wir waren schon drauf und dran, zur Tierklinik zu fahren, wissen aber wie unseren Hund das streßt. Eine unendlich dauernde halbe Stunde und einige Schüsslersalze und Homöopathika später legte sich unser Engelchen mit einem Seufzen hin und beruhigte sich, lies sich von mir den Bauch massieren, es gluckerte darin ganz schön. Wunder gewirkt haben dabei auch die Rescue-Pastillen (Bachblüten-Notfalltropfen als Drops), da sich Minu noch nicht mal zwei Minuten nach deren Gabe ins Körbchen gelegt hat. Da Guido und ich auch welche eingenommen hatten, beruhigten auch wir uns. Heute früh ist Minu drauf, als wäre nichts gewesen. Puh! Gott sei dank!

Eine glückliche Hundemami

Anja Kolberg

PS: Danke an Petrus. Schon wenige Stunden später war es merklich angenehmer! :o)

Samstag, 05 Juli, 2008

Schwül!

Lieber Petrus,

kannst du bitte dafür sorgen, dass es weniger schwül draußen ist? Bitte, bitte.

Meinem Körper bekommt das Wetter gar nicht gut. Ich fühl' mich so schlapp und müd', meine Füße sind geschwollen und meine Laune auch... ;o)

Viele Grüße von der Wetterhotline

Anja Kolberg

Freitag, 04 Juli, 2008

Heute ist Zöpfe-Tag

Dank Mama und Opa habe ich ziemlich viel Wolle auf dem Kopf. Bei warmen Wetter ist das aber eine ziemliche Quälerei, weil es so warm ist. So auch heute früh. Ich habe mir kurzerhand Zöpfe geflochten. Sie baumeln rechts und links auf meinen Schultern. Ein tolles Gefühl.

Ich finde mich damit richtig schön, schmeiße sie in die Höh', werfe meinen Kopf hin und her, dabei fliegen sie waagerecht von rechts nach links. Zischen durch die Luft. Meinem Mann rufe ich dabei "Guck mal, was ich kann. Guck mal!" zu, der grinsend die Augen im Kopf verdreht. Ich fühle mich wie Super-Woman. :o)

Eine richtig schöne Mädchen-Sache ist das. Auch noch mit 38 Jahren.

Die kleine Squaw - oder Superwoman

Anja Kolberg

Liebe Bundeskanzlerin Angela Merkel,

zunächst einmal: Ich respektiere Sie und finde Sie machen Ihren Job gut!

Was ich nicht gut finde, ist der Druck, der auf uns Verbrauchern liegt. Auf der einen Seite sollen wir die Wirtschaft ankurbeln, was Steuergelder in die Kassen des Deutschen Staates spült. Auf der anderen Seite sind die Lebenshaltungskosten so stark angestiegen, dass uns normalen Bürger die Luft zum Atmen fehlt. Oder das nötige Kleingeld im Portemonnaie.

Eigentlich müsste es doch möglich sein, mit einem ganz durchschnittlichen 40-Stunden-Job normal leben zu können. Normal leben können, heißt für mich: Eine Familie davon ernähren. Die Miete und Nebenkosten zahlen, einen Pkw unterhalten und sich ab und an mal etwas leisten können. Mit "etwas leisten können" meine ich nicht den Wochenendtrip nach Monte Carlo, Designerklamotten, ein neues Auto oder drei Wochen Karibik-Urlaub. Ich meine damit die kleinen Dinge des Lebens: Zum Beispiel einmal essen gehen im Monat. Sich etwas neues, qualitativ gutes und somit langlebiges zum Anziehen kaufen zu können (das nicht von einem Billigdiscounter in Dritte-Welt-Ländern gefertigt wurde). Mit den Kindern in den Zoo gehen und dort auch noch genug Geld in der Tasche zu haben, um den Kindern ein Eis kaufen zu können. Geliebten Menschen einen Strauß Blumen schenken können. Ein Buch kaufen oder auch mal ins Kino gehen. Die Bahnfahrt zur Oma bezahlen können. Sich gutes Essen leisten können. Mit gutes Essen meine ich Lebensmittel, die die Landschaft, Tiere und den Menschen schützen und ethisch korrekt erwirtschaftet wurden.

Das alles ist für den ganz normalen Durchschnittsdeutschen zum Luxus geworden. Ich weiß, aus der Sicht eines Menschen, den finanziell der Schuh nicht drückt, sind solche Gedanken schwer nachvollziehbar. Ich wünschte, die Politiker, die über viel und wenig Geld in unseren Taschen entscheiden, würden ein Jahr mit dem Geld eines arbeitssamen Durchschnittsdeutschen auskommen müssen. Ich glaube, dann würde sich viel ändern. Oder finden Sie es richtig, dass wir künftig zwei Jobs gleichzeitig brauchen, um leben zu können?

Wir sind nicht geizig, liebe Frau Dr. Merkel, wir würden gerne die Wirtschaft ankurbeln und den ein oder anderen Euro ausgeben, aber es ist nicht möglich, weil das Geld nicht da ist. Zumindest nicht in unserem Geldbeutel. Es geht für die Mehrwertsteuer drauf, für gestiegene Strom- und Gaspreise, für gestiegene Tankrechnungen, für steigende Gewinne der Aktiengesellschaften, für gestiegene Preise im Einzelhandel nach der Euro-Umstellung.

Ich fordere Sie auf, uns Bürger zu entlasten. Setzten Sie ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen, die den Deutschen Staat tragen, die die Steuern und auch die Politikerdiäten tragen!

Ein guter Anfang wäre die seit Jahren überfällige Aufhebung des Solidaritätszuschlags.

Mit freundlichen Grüßen von einer Durchschnittsdeutschen

Anja Kolberg

Dienstag, 01 Juli, 2008

Es gibt Tage, die sind wirklich...

... für die Tonne. Bei dem gestern hatte ich das Gefühl. Am Nachmittag, ich war noch gar nicht so richtig produktiv, wurde ich hundemüde und konnte die Augen gar nicht mehr am PC aufhalten. Also habe ich mich ergeben und mich ins Bett gelegt und zwei Stunden geschlafen. Danach war ich völlig durch den Wind. Ich habe mir selbst richtig leid getan. Danach ging es besser. :o)

Meinem Mann ging es gestern auch nicht supi, wir haben beide gemerkt, wie uns das Wetter zu schaffen macht. Diese Woche soll es heiß werden, sagte gestern jemand. Ich hoffe, jeder der das nicht verträgt, findet ein kühles Plätzchen, um es sich dort gut gehen zu lassen.

Diese Woche zählt die Kraft der kleinen Schritte. Halblang machen. Ansprüche runter. Wohlbefinden rauf.

Anja Kolberg

PS: Seelentröster und aufmunterer spielt da glatt die neue Serie "Doctors Diary", die Montag Abend auf RTL läuft. Eine Mischung aus "Bridget Jones", "Mein Leben und ich" und "Grey's Anatomy". Perfekte Unterhaltung. :o)

Sommermonat Juli

Ich wollte in die Überschrift schon schreiben: "Jetzt neu und einmalig!" Denn dieser Monat ist nagelneu. Wir können unsere Geschichte neu beginnen. Ein unbeschriebenes Blatt so wie jeder Tag ein neuer Anfang ist. Einmalig ist dieser Monat auch, denn der Juli 2008 wird nie wieder kommen.

Heute früh habe ich brav ein neues Kalenderblatt nach vorne gestellt:

 

Fußspuren durch den Sand. Am Meer entlang. Der Himmel zaubert mit Farben und Formen ein Gemälde. Die Luft ist frisch und salzig. Der Wind streicht kühl über meine Haut. Das Meer kitzelt zwischendurch meine Füße. Der Horizont kommt mir unendlich vor. Ich komme zu mir. Atme. Gehe. Fühle.

Da sein.
Kraft tanken.
Die Weite spüren.

Das Meer ist etwas wunderbares für mich. Ein besonders kraftvoller Ort. Egal wo auf der Welt. Für mich ist immer der schönste Moment, wenn wir Richtung Meer fahren: Der erste Blick auf das weite, endlose.

Schönen Juli!

Anja Kolberg




Saisonschluss. Pause bis zum Verkauf der Tischkalender 2017.
Danke für Ihre Treue!

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