Donnerstag, 02 September, 2010
Der Herbst hält Einzug
Herbstzeit bei den E-Cards, während ich mich hartnäckig weigere, Socken anzuziehen und morgens immer noch zum Hundespaziergang in die Sandalen schlüpfe. Ich glaube, wenn ich die Socken anziehe, ist mit dem Sommer endgültig Schluss. Wobei sich das Regenwetter durch mich auch nicht aufhalten ließ...
Hier einige Herbstimpressionen für die bunten Grüße per E-Post:
Viel Freude beim Verschicken,
Ihre Anja Kolberg
Mit Schattenseiten l(i)eben lernen

Mir fällt es sehr schwer, meine Schattenseiten zu akzeptieren. Das ist mir gestern klar geworden.
Lehne ich etwas ab, zeige ich eine Kante statt eine Rundung meines Selbst. An diesen Kanten kann man sich stoßen. Ich möchte am allerliebsten von allen gemocht werden und dass sich keiner an mir stößt oder verletzt. Die größte Wahrscheinlichkeit, das zu erreichen, ist, dass ich den Wünschen der Anderen entspreche, ihnen nicht widerspreche, keine Kritik übe ...
Was passiert, wenn ich das wirlich mache?
Ich handle zwangsläufig gegen mich selbst. Die nach außen gezeigte Rundung, nämlich dass sich keiner an mir stoßen kann, führt dazu, dass sich die Kante nach innen wölbt. An dieser Kante stoße ich mich dann. Ich verletze mich, wenn ich "Ja" sage, obwohl es nicht für mich stimmt und ich meine Grenzen damit verletze. Ich mache die berühmte Faust in der Tasche, bin unzufrieden, sammle Wut in mir an. Das ist ein ganz blödes Gefühl in der Magengegend, wie ein fester harter Ball, der drückt und schmerzt. Aus dem Gesichtspunkt der Psychosomatik sind solche unterdrückten Gefühle alles andere als gut für die Gesundheit.
Doch wie damit umgehen, wenn ich Angst habe, anzuecken?
Atmen. Zu meinen Sonnen- und meinen Schattenseiten stehen. Mich selbst versuchen zu verstehen, auch wenn mich sonst keiner versteht. Mir die gleichen Rechte zugestehen, die ich anderen zugestehen würde. Ich wünsche mir von anderen,
- dass sie ehrlich ihre Meinung sagen
- dass sie "Nein" sagen, wenn ich sie um etwas bitte, es für sie jedoch aus welchen Gründen auch immer nicht stimmt. Und sie dies auch noch dann sagen können, wenn sie bereits "Ja" sagten, sich diese Entscheidung aber verändert hat.
Mir selbst möchte ich diesen Raum auch geben. Es fällt mir schwer, weil ich etwas anderes gewohnt bin, doch ich will es lernen. Auf diesen Willen kommt es an.
Mit dem Wissen um meine Schattenseiten und indem ich sie akzeptiere und traue, sie zu zeigen, fällt der Schleier meiner (Selbst-)Täuschung. Nämlich, dass ich ein Mensch bin, den alle immer lieben und toll finden. Ein Mensch, auf den man nie wütend ist, ein Mensch, der nie verletzt und sich immer korrekt verhält. Der Schleier, auf dem steht: "Ich bin nur gut." und "Ich tue keiner Fliege etwas zuleide." und "Mit mir kann man alles machen."
Dieser Schleier - ungelüftet - ist von übler Wirkung wie schon oben beschrieben. Absolut ungesund fürs Ich, nicht wirklich authentisch und unehrlich zu anderen. Wie der Wolf, der einen Schafspelz trägt und darin fast umkommt, weil er sein wahres Ich verleugnet, nur damit andere sich vor ihm nicht fürchten.
Klar gibt es auch viele sanfte Schafe, die aus Schutz einen Wolfspelz überziehen, damit sie in Ruhe gelassen werden.
Was bin ich? Weder Schaf noch Wolf.
Ich möchte will die Anja Kolberg sein und zeigen,
die ich bin, die ich fühle. Mal sanft - mal kratzbürstig, mal
widerspenstig und zickig - mal liebevoll, mal traurig und wütend, mal
authentisch und mal unecht, mal grüblerisch, mal pingelig - mal
großzügig, mal offen und einladend - mal ablehend, mal lustig - mal
missmutig, mal glücklich, mal flirtend - mal schüchtern, mal zweifelnd,
manchmal großartig - manchmal unausstehlich, mal klein - mal groß, mal
weinend, mal schreiend, mal beleidigt - mal beleidigend, mal verletzt -
mal verletzend, mal bunt - mal grau, mal ermutigend - mal zerstörend,
mal ängstlich - mal mutig, mal kommunikativ - mal still und leise, mal
liebend - mal hassend, mal zuverlässig - mal im Stich lassend, mal
intuitiv und mal kopfgesteuert, mal zärtlich und auch mal grob, mal
boxend und mal streichelnd, mal stark und mal schwach, mal professionell
- mal unerfahren, mal zuvorkommend und auch richtig frech. Mal mich
selbst kritisierend - und hoffentlich immer öfter mich selbst liebend.
Der Schleier ist gelüftet. Darunter ist kein runder Ball, sondern ein Mensch mit Sonnen- und mit Schattenseiten. Eine Frau mit Rundungen und mit Ecken und Kanten.
Es ist nicht leicht für mich, damit umzugehen, dass sich an meinen Kanten andere stoßen könnten, denn ich will andere keinesfalls verletzen oder ihnen Leid zufügen. Doch das lässt sich nicht vermeiden, so gerne ich es auch wegzaubern möchte. Jeder - ich und auch die Menschen, mit denen ich in Kontakt bin - lernt, mit den Ecken und Kanten der anderen zu leben.
Ich würde lügen, zu behaupten, es ist ein Klacks für mich, wenn mir andere einen Korb geben oder Kritik an mir üben, mein Handeln in Frage stellen. Doch nur mit der Beschäftigung und Auseinandersetzung mit diesem Thema lerne und erfahre ich, dass Kritik oder ein "Nein" keine Ablehnung meiner Person ist, sondern mein Gegenüber zu sich selbst, zu seinen Gefühlen und Bedürfnissen steht. Spüren, geliebt zu werden, obwohl ich widerspreche, obwohl ich wütend bin, verletzend oder das Gegenteil von dem mache, was andere von mir erwarten.
Geliebt werden und dazu gehören, weil ich bin, wer und wie ich bin. Andere lieben, weil sie zu sich stehen und sich so zeigen wie sie sind, auch wenn das unbequem ist.
Atmen.
Ich traue mich immer mehr, ich selbst zu sein.
Anja Kolberg
Mittwoch, 01 September, 2010
Impuls für den September
Ich sage "Nein", wenn ich es fühle.
Treffender könnte das September-Kalenderblatt für mich persönlich nicht sein. Ich spüre wie unendlich schwer es mir fällt, wirklich "Nein" zu sagen, wenn ich ein "Nein" fühle, es ist wie mich durch ein Nadelöhr zu zwängen. Überhaupt erst einmal zu erspüren, dass das knubblige Gefühl, das Unwohlsein, meine Reaktionen auf eine Frage, einen Befehl, eine Erwartung, eine Bitte ein innerliches "Nein" bedeutet. Wer viele Jahre oder Jahrzehnte den Erwartungen der Menschen in seinem Umfeld entsprochen hat, wer immer "Ja" sagte, auch wenn er es lieber nicht getan hätte, wer Angst hat vor den Reaktionen der Anderen auf ein "Nein", wer fürchten muss, deswegen nicht mehr geliebt zu werden, Ärger zu bekommen und weggestoßen oder gemieden zu werden, wer gegen langjährige Regeln verstößt, hat Erfahrungen gemacht, die diesen neuen Weg des "Nein" schwer machen.
Schwer heißt nicht, dass es nicht geht.
Schwer heißt für mich, mit dem leben zu können, was ein ausgesprochenes "Nein" auslösen kann. Doch ebenso schwer ist auch ein "Ja", dass sich wie ein "Nein" anfühlt und gegen die inneren Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle ausgesprochen wird. Der Ärger wird geschluckt und schlummert dort im Körper und sucht sich sein Ventil: Schlechte Laune. Kopfschmerzen. Traurig sein. Wut. Niedergeschlagenheit. Und Ersatzbefriedigungen: Essen. Kaufen. Rauchen. Trinken. Spielen...
Gesund ist das Gegenteil. Gesund ist es "Nein" zu sagen, wenn ich es fühle.
Ein "Nein" von einem Menschen, der immer "Ja" gesagt hat, kann beim Gegenüber Unverständnis auslösen. Die anderen werden vor den Kopf gestoßen, sind damit konfrontiert, dass es nicht mehr so bequem und einfach weitergeht wie bisher. Das ruft Gefühle beim Gegenüber hervor: Entsetzen. Wut. Beleidigt sein. Panik. Angst. Entrüstung. Ärger. Traurigkeit. Selbstzweifel...
Es sei denn, das Umfeld kann damit umgehen, dann ist das "Nein" akzeptiert und willkommen. Dann keimt Verständnis auf und das Gefühl, selbst "Nein" sagen zu dürfen. Wenn diese Kultur jedoch nicht existiert, gibt es eine Veränderung im oft lange bestehenden System und die ist für alle am System beteiligten (Familie, Freundeskreis, Kollegen...) bewusst oder unbewusst spürbar. Es verändert sich was am gewohnten Ablauf. Veränderung, die von außen und nicht von uns selbst kommt, ist oft schwer anzunehmen, besonders wenn sie lieb gewonnene Gewohnheiten, Bequemlichkeiten oder jahrelang bestehende Regeln in Familie, Freundes- oder Kollegenkreis berührt.
Mit all dem kann ich rechnen, wenn ich mich traue, ein "Nein" auszusprechen, das ich fühle, statt es wie gewohnt runterzuschlucken und zu nicken.
Zu sehen, dass es einem anderen nicht gut geht, weil er mit seinen Reaktionen auf mein "Nein" zu kämpfen hat - das ist Gefühlshorror für mich. Lieber soll es mir schlecht gehen, als dass es einem Menschen, den ich gerne habe, wegen meiner Ablehnung schlecht geht. Ich merke jedoch, dass ich nicht mehr gegen mich selbst handeln kann. Das bedeutet auch, mit all dem umgehen zu lernen, was mein neues Verhalten auslöst.
Einfach ist der Weg nicht. Deswegen kommt die Blüte der Echinacea zu Hilfe. Diese Gartenstaude ist eine Heilpflanze und stärk die körperlichen Abwehrkräfte, das Immunsystem. Auf der seelischen Ebene wirkt sie wie im Buch "Blütentherapie und Naturerfahrung" zu lesen ist, so: "Kernintegrität; Fähigkeit, sich zu sammeln und die Sammlung aufrecht zu erhalten, besonders bei ernsthafter Herausforderung; Würde bewahren."
Ich bin gerade sehr berührt, wie dies alles zusammen passt, denn als ich den Kalender im vergangenen Jahr entwarf, fügte meine Intuition Text und Bild zusammen. Jetzt erfahre ich in der Praxis wie die Herausforderung des "Nein" und die stärkende Wirkung der Echinacea, die auf dem Kalenderblatt für September abgebildet ist, zueinender passen. Ich schließe die Augen, halte mein Gesicht für einen Augenblick in die Morgensonne, die in mein Büro scheint und genieße diesen für mich besonderen Moment.
Ich interpretiere den Text so: Die Pflanze hilft mir dabei, zu mir zu stehen, die Gesamtheit meiner Gefühle wahrzunehmen und bei mir zu bleiben, auch wenn es schwer wird, wirklich zu mir zu stehen und mich zu verstehen, wenn es Gegenwind gibt. Ich bewahre mir meine Würde, meine Integrität mir selbst gegenüber.
Das "Nein" ist ein wertvoller Schritt auf dem Weg zu mir selbst. Wirklich zu mir stehen, authentisch und gesund zu leben.
Ich hoffe von ganzem Herzen, dass es mir von Mal zu Mal leichter fällt, zu mir zu stehen und "Nein" zu sagen und meinem damit konfrontierten Gegenüber die Freiheit zu lassen, dass er darauf reagieren darf, wie es für ihn stimmig ist - ob laut oder leise, traurig, beleidigt, wütend, strafend, drohend oder mit einem wohlwollenden Nicken akzeptierend.
Ich wünsche Ihnen und mir einen zauberhaften September
Ihre Anja Kolberg
Dienstag, 31 August, 2010
Frauencoaching als Startseite
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Anja Kolberg
Freitag, 27 August, 2010
So schnell geht die Zeit vorbei
Ich weiß nicht warum, aber die Tage diese Woche sind mindestens doppelt so schnell vorbei gewesen wie die in der Woche zuvor. Komisch. Ist aber so.
Zwei Nächte hintereinander habe ich schlecht geschlafen. Die erste Nacht hatte mein Mann gegen vier Uhr Zahnschmerzen, die nächste Nacht konnte ich wegen dem verflixten Mond einfach nicht einschlafen, als es gegen halb drei dann ging, war der Wind da und Minu hielt mich auf Trapp. Schrei!!! Wahrscheinlich habe ich deswegen zwei Tage neben der Spur gelebt. Mit Schlafdefizit komme ich nicht gut klar... Schön war das Frühstück bei meiner Freundin Barbara am Mittwoch. Herrlich, so lange zusammen zu sitzen und ausgiebig zu quatschen! Unfassbar, dass ihre älteste Tochter schon neun Jahre alt ist. Es war ein besonderes Erlebnis für mich, als sie als Baby auf meiner Brust/Bauch liegend einschlief. Ich habe in dem Moment eine tiefe Entspannung wie schon lange nicht mehr und einen tiefen Frieden empfunden. Das bleibt mir wohl ewig in Erinnerung.
Das Pflaumenkuchenessen am Wochenende war schön und die Kuchen wirklich jamijami-lecker. Sechs Kilo Pflaumen habe ich entsteint, vier davon verarbeitet. Obwohl ich keinen Entsteiner hatte, ging es ziemlich flott, oben und unten kreuzweise einritzen und dann an einer Seite aufschneiten. Ich habe einen Zwetschgendatschi gemacht (Rezept hinter dem Namen verlinkt), der Hefeteig ist sehr schön gegangen und lecker geworden. Nach meinem letzten Hefeteig war ich frustig. Ist ein paar Monate her. Drei Anläufe. Zweimal mit frischer Hefe, einmal mit Trockenhefe. Alle nicht gegangen... Es war zum Heulen. Diesmal habe ich ganz genau darauf geachtet, dass weder Milch noch Butter zu heiß sind. Das war wohl mein Fehler damals... Ja, der andere Kuchen war ein Knetteig mit Zimtstreuseln, ging schneller, war natürlich viiiiiel reichhaltiger, weil mehr Butter, auch lecker. (Habe für eine Platte die dreifache Menge vom Knetteig genommen.)
Wettermäßig hatten wir richtig Glück, nur ein paar Regentropfen, obwohl Unwetterwarnung war, blieben wir verschont. Jiepieh! Ich war zwar den ganzen Tag dank schwüler Luft durchgeschwitzt, aber besser noch als im Sommer wegen Regen drinnen sitzen müssen...
Das 1. Kölner Ballonfestival war ein tolles Erlebnis. Nicht weit von hier, auf den Jahnwiesen vor dem Stadion, war letztes Wochenende viel los. Neben dem Flugfeld auf den Jahnwiesen eine Flaniermeile mit Veranstaltungsbühne, jeder Menge kulinarischen Versorgungsmöglichkeiten, Kinderprogramm und auch die Möglichkeit, mit einem Ballon am Kran in die Luft zu gehen.
Aufgrund der Wetterverhältnisse konnte nur einer der ich glaube fünf geplanten Massenstarts der Ballone stattfinden. Wir hatten Glück und konnten den Start Samstag früh gegen 7 Uhr von uns aus sehen:
Samstag Abend konnten zwar einige Ballone starten, mussten aber weil sie Richtung Flughafen getrieben wurden, wieder landen. Die Enttäuschung war groß, als viele der bereits aufgeblasenen Ballonhüllen wieder eingepackt wurden. Dennoch war die Stimmung auf der Wiese toll. Wie ein schönes Sommerpicknick.
Abends gab es ein Feuerwerk und zuvor das Nightglow (Nachtglühen) der Ballone. Im Rhyhtmus der Musik zündeten sie ihr Feuer, wie eine Lichtorgel. Ein tolles Erlebnis!
Und heute? Ich gucke von meinem Schreibtisch auf eine neue Couch (ein richtig schön großes U mit vielen Kissen, 90 cm Tiefe und einem unempfindlichen grob gewebten Stoff in Grautönen. Diese Wohlfühllandschaft haben mein Mann und ich gestern abgeholt (klar, dass es beim Verpacken in die Wagen in Strömen geregnet hat...) und hier in meinem Büro geparkt. Natürlich muss dann auch noch frische Farbe fürs Wohnzimmer her, wir haben uns am Gelb/Rot satt gesehen. Wir haben uns in die neuen Trendfarben von Schöner Wohnen verliebt (Lounge, Stone, Perl). Das Streichen ist mein Wochenendprogramm, während mein Mann eine Holzwand hinter den Fernseher zur Abdeckung der Kabel montiert, die wir mit indirektem Licht hinterlegen wollen. Ich mag neu renovieren! Ich freue mich auf die frischen Farben, das Licht, die groooooße Couch, wo wir endlich mal wieder nebeneinander liegen können.. Herrlich!
Soviel für heute. Jetzt werde ich mit dem Ausräumen anfangen, Gardinen abhängen, die Farbe hochholen, die Leiter steht schon bereit.... Das wird ziemlich anstrengend - aber auch sehr schön!
Ganz liebe Grüße aus Köln & auch Ihnen ein schönes Wochenende
Anja Kolberg
Dienstag, 24 August, 2010
Ingrid Noll: Ehrenwort. Roman
Freitag, 20 August, 2010
Spätsommer-Impressionen
Heute früh war der Spaziergang mit unserem Hund durch die Natur ein Wechsel zwischen kühl und warm. Kühl das Gefühl auf der Haut, wenn wir unter dem Schatten der Bäume unterwegs waren, warm wie eine streichelnde Hand war das Gefühl, wenn wir uns durch die sonnigen Abschnitte unseres Weges bewegten. Welch eine Wonne!
Gestern am späten Abend im Garten: Ein Blick auf die Köpfe der Echinazea. Was ist das? Es wimmelte darauf. Bienen fliegen doch nachts nicht mehr, oder? Was war es dann? Ein wenig Licht brachte die Aufklärung: Über zwanzig Ohrenpitscher. Wow! Übrigends heißen sie so, weil sie als Pulver gemahlen in der Antike zur Behandlung von Ohrenschmerzen eingesetzt wurden. Sie pitschen uns also nicht in die Ohren, sondern sind für uns lt. Wikipedia völlig ungefährlich. Ich wusste gar nicht, dass sooooo viele dieser Gattung in meinem Hochbeet leben. Ich hatte im Herbst schon mal umgedrehte, mit Stroh gefüllte Tontöpfe aufgehangen, weil sie darin gerne Unterschlupf finden. Der Nützling sorgt nämlich dafür, dass die Blattläuse nicht Überhand nehmen.
Unbekannt war mir bislang, dass sie nachts von der Echinazea kosten. Da die Pflanze als Immunstärker bekannt ist, bleibt die Frage: Haben sie vom Nektar der Blüte oder ihren Pflanzenteilen genascht, um sich den Magen voll zu schlagen oder war die ganze Gruppe krank und hat sich auf den Blüten ins Gruppensanatorium begeben? Hm...
Weil ich die Fenster nach Wochen Monaten endlich mal
wieder geputzt habe, sehe ich jetzt noch einmal mehr, wie schön der
Blumenkasten vor meinem Bürofenster ausschaut. Grün, lila, rosa und weiß
sind die Farben meiner Wahl. Die Pflanzen: vanillefarbenes
Wandelröschen, Lavendel, ein Herz aus Mühlenbeckie (die sich draußen
super hält und nicht so schrecklich durstig ist wie drinnen - sie somit
auch länger unter meinen Fittichen überlebt...), eine dickfleischige
weiße Pflanze, deren Namen ich nicht kenne (unverschämt, hat sich nicht
vorgestellt!, wollte aber bei mir wohnen...) und rechts und links ein
dreifarbiger Sutera-Mix (Schneeflockenblume). Letzere gefällt mir
besonders gut, blüht und rankt sie doch unermüdlich, kann volle Sonne
ebenso wie die kurzzeitige Trockenheit im Blumenkasten ab.
Am Wochenende ist hier in der Nähe das Kölner Ballonfestival, mal sehen, ob ich schöne Eindrücke sammeln kann und wir haben die Familie meines Mannes zum Pflaumenkuchenessen eingeladen. Darauf freue ich mich schon sehr!
Ich wünsche Ihnen ein zauberhaft schönes Spätsommer-Sonnenwochenende
Anja Kolberg
gut gekocht! Das Grundkochbuch**
Tipp: Meine Großmutter schenkte mir für die erste eigene Wohnung einen Wäschekorb voller Grundlebensmittel, zum Teil schon praktisch in Vorratsdosen verpackt und ein Grundkochbuch. Eine großartige Idee! Von den Schätzen dieses Geschenkes leben heute, fast 20 Jahre danach immer noch das viel genutzte Kochbuch, der Wäschekorb und die Vorratsdosen. Somit nicht nur sehr praktisch, sondern auch eine ewige Erinnerung.






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