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Mittwoch, 28 Juli, 2010

Vergeht die Zeit auf dem Land schneller?

Ich habe das Gefühl, die Zeit während meines Landurlaubs ist doppelt so schnell vergangen wie sonst im Alltag hier zu Hause. Zu schön waren die abwechslungsreichen Tage in der Natur, wo ich aufgewachsen bin. Elf Hausnummern, ein Bauernhof (von ehemals dreien), Kühe, Pferde, Schafe, Hühner, Hunde, Menschen, Weiden, Nutzgärten, eine schmale Straße, Wald, Bäume, Scheunen, Blumen, Wind, Fliegen, Mücken, Vögel, Schmetterlinge, Schnecken, Himbeeren, Tomaten, Sonnenblumen, Strauchbohnen, Dicken Bohnen, Kräuter, Teiche...

Petrus hat toll mitgespielt, während der Anreisetag noch einem Subtropen-Aufenthalt glich, war es bereits an Tag 2 herrlich abgekühlt, aaaaaah, so lies sich prima schlafen. Ich konnte gar nicht genug sagen: "Haben wir ein super Wetter." Zweithäufigster Satz von mir war übrigens: "Haben wir es gut!" Immer wieder kam Besuch, mal mein Bruder, mal mein Papa (*drück*), mal Tanten und Onkel - einfach schön. Auch habe ich die Gelegenheit genutzt und meine Freundin Martina in Wipperfürth zu einem Plausch am Marktplatz getroffen. "Lass uns darüber reden", war das Motto unseres Abends - eigentlich steht jedes unserer Treffen unter diesem Stern, stimmt's? :o) Frauen eben.

Überhaupt: Schlafen. Jeden Tag habe ich mich nach dem Mittagessen hingelegt und ein bis zwei Stündchen geschlafen. Was mir zu Hause nur seltenst gelingt, war im Bergischen ein Kinderspiel. Ob das an der frischen Landluft lag? Klimaänderung von Köln aufs Land? Wetterumschwung? Egal, ich habe die Ruhephasen genossen und die frische Landluft tief eingeatmet. Hmmmmmm, guuuut!

Wir haben lecker gekocht, federführend meine Oma - 85 Jahre und ich finde fit wie ein Turnschuh (ich hatte kaum eine Chance, die Hühner morgens rauszulassen oder den Pferde auf der Koppel nebenan Wasser zu geben, war schon alles fertig, wenn ich runter in die Küche kam) - und natürlich hat auch meine Mama in der Küche gezaubert. Was es gab? Natürlich mein Liiiiiieblingsessen: Pillekuchen mit frischem Salat aus dem Garten, dann Himmel und Äd mit Blutwurst (kölsches Gericht: Kartoffelpüree mit Apfelkompott und in der Pfanne knusprig gebratenen Blutwurstscheiben). Was noch? Mama hat eine Gemüsepfanne gemacht (Zucchini, Aubergine, Paprika, Tomaten, Kartoffeln klein schneiden in Auflaufform mit Kräutern der Provence, Pfeffer und Salz würzen, darüber Pflanzenöl, das in der Pfanne mit frischem Knoblauch erwärmt wurde - Lecker!

Fast noch besser schmeckte der Rest kalt am Abend als Salat.) Jamjam. Grübel, was gab's noch? Kartoffelpüree mit Sauerkraut und Kassler. Reibekuchen. Und Omas leckere Küchlein aus übriggebliebenem Püree und einem Ei in der Pfanne knusprig gebraten, dazu frischen Salat, eine Erinnerung an meine Urgroßmutter, die das laut Oma immer so machte. Wie sie sehen: Wir sind nicht verhungert, ganz zu schweigen von dem leckeren Nachtisch, frischer Melone, selbstgemachtem Eis... :o)

Lecker auch die frisch gelegeten und jeden Abend eingesammelten Eier der Hühner, die in einem riesiggroßen Hühnerpirk unter Bäumen, Sträuchern und über eine Wiese laufen und picken. Den Unterschied zu den gekauften Bioeiern (!) schmeckte und sah ich nur zu gut.

Die Hühner haben Oma und mich ganz gut auf Trapp gehalten und mir viel Freude gemacht. Sie haben nämlich entdeckt, dass es neben diesem großen Gelände noch viel viel mehr zu entdecken gibt, zum Beispiel ein Gewächshaus, ein großes Beet mit Gemüse und frischem Salat, Sträucher, unter denen man scharren kann, einen Komposthaufen, wo es so viel leckeres zu schnabeln gibt. Ein paar Flügelschläge und sie waren draußen.

Besonders ausbüchsfreudig war dies schwarze Exemplar hier mit dem braunen Federkranz um den Hals. Wir haben es mehr als einmal im Garten gefunden. Lustig war am ersten Abend, dass wir gar nicht wussten, wie viele Hühner überhaupt da sein sollten. Als wir sie abends in den Stall trieben, wo sie sich auf der Stange aneinanderkuschelten (der Hahn mitten zwischen seinen Mädels) und am Körnertrog hin und herhüpften und durcheinanderliefen, hatten wir kaum eine Chance, sie zu zählen, erst kamen wir auf zwölf, dann auf dreizehn wieder auf zwölf. Jeweils plus Hahn und plus Berta, der hübschen weißen Gans.

Es half alles nichts: Wir mussten nachfragen, wie viele es denn nun sein sollten. Hatten wir eines zu viel? Eines zu wenig? Genau richtig? Dreizehn bestätigte uns mein Onkel am Telefon. Wenn wir ab und an am Zaun nachsahen und durchzählten, schauten wir bei fehlendem Federfieh auch schon mal im Stall nach, wo dann eines oder auch mal zwei sich entsetzt gackernd auf dem Nest sitzend gestört fühlten, was den Hahn auf den Plan rief. Der warf sich in die Brust, schmiss die Flügel nach hinten und rannte laut gackernd und krähend zum Stall, um seine Mädels zu beschützen. Er hörte nicht eher auf, bis ich mich entfernt hatte, zum Schluss stand er sogar ganz entsetzt oben auf dem Zaunpfosten. Eitler Gockel!

Es gibt kaum ein beruhigenderes und gemütlicheres Geräusch für mich, als die gackernden, gluckenden Hühner und der krähende Hahn. Toll, die hätte ich auch gerne im Garten.

Einen Spaß erster Güte entdeckten Mama und ich im Garten: Eine Schaukel. Mein Onkel hatte sie gebaut, sehr stabil, dass sogar ich mich darauf traute. So was sollte es öfter geben: Schaukeln für Erwachsene. Wenn man schlechte Laune hat, braucht man sich nur darauf zu setzen, hin und her zu schwingen und schwups zaubert sich ein Lächeln automatisch ins Gesicht. Auch ohne schlechte Laune wärmstens zu empfehlen. Ich will auch sowas!

Im Garten gab es wieder viel Neues zu entdecken, bezaubernde Vogelhäuschen, die mein Onkel mit viel Liebe von Hand fertigt, Metallkonstruktionen, alte Eisengegenstände vom stillgelegten Bauernhof einer Tante,

ein renoviertes Bauarbeiterhäuschen, von innen so hübsch dekoriert, dass eigentlich mal ein Redakteur einer Garten- und Wohnzeitschrift vorbeischauen müsste, besonders angetan hat mir darin das von meinem Onkel gefertigte Bärenbett und die von Oma genähten Kissenbezüge und Vorhänge, federführende Dekoration von meiner Patentante. Im Garten und im Haus steckt so viel Liebe, dass man dort nur glücklich sein und Kraft tanken kann.

Bei all den schönen Blumenbeeten, Sitzecken und Ideen träume ich dann rasch von einem größeren Garten, wo ich auch das ein oder andere verwirklichen könnte... Doch nicht vergessen darf ich dabei, wie viel Arbeit und Zeit es kostet, das alles so schön zu halten.

Natürlich haben wir auch unserem Lieblingsspiel gefröhnt: Halma. Am letzten Abend sogar bis um halb eins nachts. Auch wenn Mama immer wieder rebellierte, sie könne nicht mehr, schafften wir es doch auf dreizehn Spiele. Rekord! Als jede viermal gewonnen hatte, musste noch ein Spiel zeigen, wer die Königin unter den drei Halma-Königinnen ist. Meine Oma und ich hatten gegen Mama keine Chance, trotz vom Onkel aufgesetzem Beerenlikörchen, das wir ihr schön gekühlt verabreichten, hielt sie durch und gewann das letzte Spiel.

Solche Tage bei meiner Familie sind ganz besondere Schätze für mich. Kostbare Erlebnisse, an die ich mich noch mit 90 gerne erinnern werde. Sie erfüllen mein Herz mit funkelnder Freude und Dankbarkeit.

Danke dafür und ganz liebe Grüße ins Bergische!

Anja Kolberg

Mittwoch, 09 Juni, 2010

Land-Freude

Gestern bin ich dem Alltag entflohen. Ziel: Bergisches Land. Meine Familie besuchen. Neue Eindrücke sammeln. Auf andere Gedanken kommen. Energie tanken.

Bei meinem Bruder habe ich einen gaaaaaanzen Haufen wunderschöner neuer Naturbilder angeschaut. Vor allen Dingen die Vögel hatten es mir angetan. Frisuren haben die! Genial das Bild einer Bachstelze, die wirklich wie ein General strammen Schrittes mit in den nacken geworfenem Haupt durchs Bild stolzierte. Oder ein Lämmchen und ein Böckchen, die ein wildes Kaninchen skeptisch beäugen und dann laut blöckend von ihrer mit gelben Blümchen durchzogenen satt-grünen Wiese jagen. Das Kaninchen in Großaufname, das sich wie ein Model für den Fotografen in Pose schmiss und seine unglaublich langen Wimpern zeigte. Es muss ein Mädchen gewesen sein. :o) Noch sooooo viele Fotographien mehr .... Bäume in den verschiedenen Jahreszeiten vor blau-weißen Himmellandschaften, neben Rapsfeldern, abendblauen Schneelandschaften. Singvögel beim Füttern und Nahrung sammeln. Greifvögel bei der Jagd. Wildgänse auf dem Wasser, beim Liebkosen, Streiten und Starten. Bei einem Bild hielt mich nichts mehr: "Niiiiiiiils Hooooolgerson - fliegt mit den Gänsen davoooooon." Lilo sah ich auf einem der Vögel Platz nehmen - hier ist das Ergebnis:

 

Danke an Jens, dass ich das Nutzungsrecht für das tolle Foto hier für den Blog bekommen habe!

Wie viel Geduld man aufbringen muss, sitzen, beobachten, warten, Stunden um Stunden - und dann das technische Verständnis und das "Auge", um die Natur so abzubilden. Hach, meine Seele konnte richtig genießen und Energie tanken. Zum krönenden Abschluss hat mein Bruder noch viele schöne Aufnahmen von mir gemacht. Rechts können Sie eines sehen und andere zum Beispiel unter meiner Vorstellung. Das hätte ich noch stundenlang machen können! ((((Danke schön!!!))))

Nachmittags ging es dann zu meinen Eltern und meiner Oma. Halma spielen. Diesmal war mir das Spielerglück nicht hold. Mama und Oma steckten die ersten Plätze ein. Der leckere Erdbeerkuchen, den ich im Gepäck hatte, tröstete gleich. (So leicht geglückt: Bisquitkuchenrezept. Auf den ausgekühlten Boden Sahnesteif gestreut, damit das Obst nicht den Boden mit seinem Saft durchweicht. Frische einheimische Erdbeeren obendrauf und den - sicherlich nicht supergesunden, dafür aber superduftenden Erdbeerguss oben drauf. Sehr lecker. Will ich nochmal machen.)

Im Garten von meiner Tante und meinem Onkel konnte ich die neuen Hühner bewundern - eines legt sogar grüne! Eier -, neu angelegte Funkienbeete, kräftige Tomatenpflanzen im Gewächshaus - so viele schöne Ecken und Beete. Die Zeit war viel zu schnell vorbei... Aber wenn alles klappt, werde ich dort bald wieder einige Tage verbringen. Das wäre zu schön. Es ist immer wieder erstaunlich für mich, wie ich in meiner Heimat Kraft tanke und an Blühkraft gewinne. :o)

Ihre

Anja Kolberg

PS: Noch mehr Berichte vom Landleben finden Sie hier:

Dienstag, 06 April, 2010

Da bin ich wieder!

Hallo und herzliche Grüße aus Köln. Nach vier Wochen Blogfasten bin ich frisch erholt zurück am Schreibtisch. Es ist mir schon schwer gefallen, nicht meinen spontanen Impulsen im Blog Raum zu geben, die letzten drei Wochen war es ein bischen leichter, weil ich gar keinen Internetanschluss hatte. Statt dessen das Meer vor der Türe. Über meinen 40. Geburtstag waren wir an die Nordseeküste Dänemarks gereist. Ein Ferienhaus nur zwei Meter vom Strand entfernt mit einer Woche Schnee bei Ankunft, dann wechselhaftem Wetter von Nebel bis strahlendem Sonnenschein, herrlicher Aussicht, Wellenrauschen, Windgeräuschen, über Düne und Meer ziehende Möwen, atemberaubendem Wolkenspielen, Sonnenuntergängen und Leuchtturmlicht bei Nacht. Das Foto stammt von unserer Terrasse.

Ich hätte meinen 40. Geburtstag nicht schöner feiern können. Vorher hatte ich mir überlegt, was mir wichtig ist - schließlich blickte mich ja beständig mein Kalenderblatt mit "Ich mache mich glücklich" an. Was also wollte ich an meinem 40. Geburtstag erleben, damit er nicht untergeht wie jeder andere Urlaubstag? Ich sah eine Torte mit Kerzen, die ich auspusten konnte, der Raum geschmückt, Geschenke. Also besorgten wir vor dem Urlaub fertigen Kuchenteig ("Tarte au Chocolate", sehr lecker), ich nahm eine Backform mit, wir kauften einen "Happy Birthday" Schriftzug, eine Biene-Maja-Wimpelkette, eine Sonnengirlande und 40 Kerzen. Ich wollte mir selbst was schenken, also suchte ich mir eine schöne Gartenzeitschrift aus, die ich als Geschenk verpackte, ebenso wie eine Schachtel Pralinen. Eine Flasche Sekt landete ebenfalls im Gepäck.

Als ich an meinem Geburtstag aufstand, hatte mein Mann schon das Wohnzimmer geschmückt, nach dem Spaziergang mit Minu gab es Sektfrühstück mit Lachs. Meine Mutter und meine Tante hatten sogar Briefe geschickt, am Nachmittag packte ich meine Gartenzeitschrift aus. Was für eine Wonne, denn dort gab es höchstens im nächsten Ort - eine - Zeitung in deutscher Sprache. Nach einem Mittagsschläfchen dann ein langer Spaziergang am Strand zu dritt und anschließend die Torte mit 40 Kerzen auspusten. Zum Abendessen kochte mein Mann den im Hafen gekauften Lachs mit einer leckeren Sektsoße und Bandnudeln. Rundherum gelungen! Es war ein ganz besonderer Tag wie ich es mir gewünscht hatte. Auch dass mein Mann den ganzen Tag frei hatte und wir den Tag so miteinander verbringen konnten ohne die üblichen Ablenkungen des Alltags, war auch etwas besonderes. So würde ich meinen 40. Geburtstag jederzeit wieder verbringen!

Im Urlaub habe ich einige wunderbare Bücher gelesen. Von Buch zu Buch wurde es noch besser. In den nächsten Tagen werde ich sie hier vorstellen. Die Fahrt zurück war dann eine Reise in den Frühling. Während es in Dänemarks Norden, wir waren an Noerlev Strand zwischen Hirtshals und Loenstrup, noch winterlich aussah, wurden die Wiesen, je näher wir auf Köln zufuhren, grüner und grüner. Ich konnte es gar nicht fassen. Zu Hause war Frühling und ich hatte zum Glück noch nicht viel vom Blühen der Zwiebelblumen in meinem Garten verpasst. Beim ersten Spaziergang mit Minu zu Hause fühlte ich mich wie ein kleines Kind zu Weihnachten. Nur diesmal war nicht der Weihnachtsbaum geschmückt, sondern die Natur hatte sich selbst geschmückt: Die Forsythien blühten, Narzissen und Traubenhyazinthen waren erwacht, an den Bäumen die ersten grünen Blätter, am Wegesrand Felder mit lila Veilchen und gelben mir unbekannten Blüten. Was für ein Geschenk!

Zu Hause wartete das Osterfest auf uns, liebe Gratulationen, ein geschmückter Eingang mit einer 40 und Geschenken von meiner Blumenfreundin Petra. So viele Überraschungen. Wunderbar!

Die lange Rückreise steckt mir immer noch in den Knochen. So langsam sind wir wieder hier angekommen, doch es braucht noch Zeit. Die Waschmaschine macht gerade Überstunden und mir fehlt der endlose Blick aufs Meer, die Muscheln am Strand und die Konzentration auf die wesentlichen Dinge, die mich dort umgab. Hach, schön!

Anja Kolberg

Montag, 22 Juni, 2009

Das war schön!

Am Wochenende waren wir bei meiner Tante und meinem Onkel zum Grillen eingeladen. Wir haben das neu angelegte Rosenbeet und so viel anderes Schönes im Garten angeschaut, Fotos gemacht. Minu hat sich die Gänse und Hühner aus der Nähe nochmal angeschaut und wir alle haben dann lecker lecker mit Oma zusammen geschlemmt und noch lange gequatscht. Das war so gemütlich.

Eine gute Grundlage für eine neue Woche! :o)

 

Anja Kolberg

Mittwoch, 20 Mai, 2009

Landzeit

So schnell vergeht eine Woche. Die Zeit bei meiner Familie ist an mir vorbei gerast. Heute vermisse ich das traute gemeinsame Frühstück mit Oma und Mama in der Küche, der Blick aus dem Fenster auf die Wiese mit den Tieren der Nachbarn. Oder die Hühner und Gänse aus dem Stall zu lassen. Sie hatten sich schon an mich gewöhnt. Wenn ich den Weg zwischen Gemüsebeet und Teich hinauf zum Hühnerpirk ging, kamen die Hühner schon angelaufen. Wohl eher, weil sie wussten, ich hatte wieder was zum Fressen für sie.

Als ich sie eines abends - wir hatten Besuch und lange gequatscht - in den Hühnerstall scheuchen wollte, fand ich keines mehr draußen. Ich öffnete die Türe zum Stall und da saßen sie alle mit ihrem flauschigen Federkleid aneinandergereit auf der Stange. Das war ein so heimiges, kuschliges Bild. So fühle ich mich auch bei meiner Oma. Einfach wohl, angekuschelt und weltbest versorgt. Letzte Woche Donnerstag plagten mich wieder meine monatlichen Bauchschmerzen und Mama und Oma schickten mich aufs Sofa, wo ich mit einer Wärmflasche versorgt wurde und den ganzen Tag in den Garten geschaut habe, zwischendurch zum Essen gerufen wurde, dann wieder zurück aufs Sofa in Garten-Zeitschriften blättern, die Onkel und Tante am Sofa liegen hatten, dem Regen zugeschaut und letzten Endes bin ich dort einige Stunden eingeschlafen. Das hat so gut getan. Kein Mensch kann einen so gut in einer solchen Situation verstehen wie andere Frauen. Hm, gut!

Im Garten von Onkel und Tante gibt es so vieles zu fotographieren. Das hat mal wieder richtig viel Spaß gemacht. So viele Blumen und kleine schöne Dinge, die meine Fotographenseele strahlen ließen. Unter anderem hatte ich Spaß an einem Spiegel, in dem ich mich kurzerhand selbst abgelichtet habe. :o) Mal mit Kamera vor dem Auge und mal - ein geglücktes Experiment - mit zur Seite gezogener Kamera:

Ich habe herrlich geschlafen, die frische Landluft hat einfach was. Tiefes Durchatmen. Überhaupt diese grünen Wiesen, der frisch begrünte Wald, der blaue Himmel mit den weißen und grauen Wolken. Ich liebe das Bergische Land, seine Aussichten, das Grün. Das tut meiner Seele gut. Unsere Minu, die mich für einige Tage begleitete, hatte soooo viel zu schnüffeln und zu entdecken. Auch sie hat geschlafen wie auf Wolke sieben und von den Abenteuern draußen geträumt. :o)

Einige Abende haben wir mit Halma spielen verbracht. Besonders Spaß macht mir das Spiel zu dritt. Da wir alle drei das Spiel lieben: Ein perfekter abendlicher Zeitvertreib. Neu entdeckt haben wir Solitär, erst blieben sechs oder sieben Püppchen übrig, zum Schluss nur noch zwei. Als ich dann behauptete, die Lösung (eines bleibt in der Mitte übrig) ist bestimmt im Internet zu finden, konnten das meine Mitspielerinnen erst gar nicht glauben. Ich machte den PC meiner Großmutter an, wenige Minuter später saß ich wieder auf dem Sofa mit drei verschiedenen Lösungswegen. Ich hatte nur die erste von unzähligen Seiten mit Lösungen aufgerufen. Jetzt wissen wir wie's geht. Wenn auch das selber ausprobieren freudvoller ist. Um halb zwölf am letzten Abend rauchte uns der Kopf. Was für ein krönender Abschluss dieser wundervollen Woche!

Ich bin so froh, dass meine Oma noch für mich da ist, und meine Eltern. Und schön ist es auch, dass Onkel und Tante einige Tage in Urlaub fahren und sich so die Gelegenheit ergibt, meiner Oma einige Tage Gesellschaft zu leisten. Ich weiß, das sind Erinnerungen, von denen ich mein ganzes Leben lang zehren werde.

Und nach einer Woche Auszeit ist es auch wieder richtig schön zu Hause in Köln. :o)

Anja Kolberg

Mittwoch, 03 September, 2008

Schlangen bei uns?!

Meine Oma erzählte, dass sie ein paar Tage zuvor an einem der Teichbecken im Garten eine Schlange gesehen hat, die einen Fisch aus dem Wasser ziehen wollte. Sie wäre grün gewesen mit schwarzen Streifen. Puah, da hat's mich gegruselt. Mein Bruder, der sich gut in der Natur auskennt, erkannte anhand der Beschreibung, dass es eine Ringelnatter sein muss und die gar nicht sooo selten seien. Schlangen! im Bergischen. Hiiiiilfe! Meine Mutter erzählte daraufhin, dass die Bewohner am Ende des kleinen Wohnörtchens oft Schlangen sehen würden. Ich dachte echt, ich höre nicht richtig. Sonntag war ein Großonkel zu Besuch und der erzählte, dass er auch schon Ringelnattern gesehen hat und dass sie sich wie eine Kobra aufstellen, wenn sie in die Enge getrieben werden.

Mein Bruder und ich sind daraufhin mit einem Stock los und haben unter Blättern, Büschen und Steinen geschaut, ob wir eine Schlange finden. Wie früher: Ein Abenteuer! Ein bischen schumrig war mir schon. Gut, dass wir keine gefunden haben, sie hat so viele Orte, wo sie sich verstecken kann. Denn es gruselt mich noch immer, obwohl ich inzwischen weiß, dass ihr Gift für Menschen völlig ungefährlich ist.

Ich kann mich vage daran erinnern, dass wir früher mal gegenüber unserem Haus eine Schlange gesehen haben und tat das inzwischen als Alptraum ab. Hätte ich mal darüber gesprochen, dann hätte ich schon längst gewusst: Kein Traum!

Beschwörende Grüße!

Anja Kolberg

Dienstag, 02 September, 2008

Heimatbesuch

 

Warum gehen besondere Tage immer so rasch vorbei? Der Heimaturlaub ist schon beendet. Einen Tag war ich bei meinen Eltern. Ich habe seit ewigen Zeiten mal wieder bei ihnen übernachtet. Das war ungewohnt und richtig schön! Nochmal Kind sein.

Durch Wipperfürth, die älteste Stadt des Bergischen Landes, bin ich am Freitag spaziert. Ich bin dort zur Schule gegangen und habe meine Lehre dort gemacht. Mit dem Abstand wurde mir auf einmal bewußt, was das für ein schmuckes Städtchen ist. Die vielen verschieferten Häuser mit ihren weißen Fenstern, der historische Marktplatz, die Kirche aus Bruchstein. Mir hat's gut gefallen und Sehnsucht kam auf.

Das hier ist übrigens meine Grundschule in Thier, einem Ortsteil von Wipperfürth.

Anschließend ging's zu Oma. Die erste Nacht waren wir beide alleine und ich hatte 'n bischen Schiss. Eine Einbrecherfalle musste her: Mein Onkel hatte einen Baseballschläger, den habe ich griffbereit neben mich gelegt, so wollte ich die eventuellen Einbrecher begrüßen. :o) Dann bin ich nochmal aufgestanden und hab' meine Tasche mitten in die Zimmertüre gestellt. Der Plan: Der Einbrecher fällt im Dunklen über die Tasche und dann bekommt er eines mit dem Holzschläger übergebraten. Ich glaube, das hätte der nie wieder gemacht... Natürlich habe ich mein Equipment nicht gebraucht und wir hatten mächtig Spaß, als ich davon am nächsten Morgen erzählte. Ich erinnerte mich, dass ich schon früher mit einem meiner Cousins Einbrecherfallen gebaut habe, als wir draußen übernachtet haben. :o)

Der Garten war wieder traumhaft schön. Die Dahlien waren am Blühen, viele Rosen, Schmetterlingsflieder, rote Bohnenblüten, Sonnenhut, Kapuzinerkresse. Hm, herrlich. Ich bin zu ein paar E-Cards animiert worden. Einige der Bilder hier können Sie als E-Cards verschicken. (Versuchen Sie draufzuklicken. Wenn es eine E-Card ist, öffnet sie sich in einem neuen Fenster.)

Besonderen Besuch gab es am Samstag: Meine Tante, die ein paar Häuser weiter wohnt, hat einen neuen Hund: Charly. Der Berner Sennen-Mischling war gerade 8 Wochen alt und soooooooooooooo süß! Ich konnte gar nicht genug bekommen von dem kuschlig weichen und spitzzahnigen Vierbeiner.

Es tut mir immer wieder gut, nach Hause zu fahren. Während ich als Jugendliche nicht schnell genug dort weg konnte und was von der Welt erleben wollte, erwische ich mich jetzt immer öfter bei dem Gedanken, wie schön es wäre, wieder im Bergischen zu wohnen.

Mich umgeben dort die Menschen, mit denen ich aufgewachsen und zur Schule gegangen bin.

Auch wenn ich dort keine optimale Autobahnanbindung und nicht die Einkaufsmöglichkeiten habe, auch nicht die Parks, die Spazierwege, auch wenn ich für einen Kinobesuch ewig fahren müßte und der DSL-Anschluss noch einige Jahre auf sich Warten ließe.

Dafür hätte ich jede Menge Wiesen, Wälder, Kühe, Landluft und Menschen, die ich schon ewig kenne.

Das hat etwas sehr vertrautes. Zu Hause eben. Heimat.

Pures Glück und Erholung ist daher für mich die Gelegenheit, immer mal wieder für ein paar Tage dort zu verweilen. Das ist pures Glück und Erholung für mich. :o) *freu*

So, genug gequatscht. Ich bin froh, dass ich das Büro wieder auf Vordermann gebracht habe. Zum Schluss noch ein Gruß von Charly:

Anja Kolberg

Montag, 26 Mai, 2008

Durchatmen...

... ist bei der schwülen Luft hier in Köln am Montag Morgen ganz wichtig.

Ich habe ein intensives und schönes Wochenende hinter mir. Von Freitag bis Sonntag war ich bei meiner Familie auf dem Land. Das hat soooooo gut getan! Den Samstag Abend haben Mama, Oma und ich mit Halma Spielen und nebenbei Grand Prix schauen verbracht. Zwischendurch immer kleine "Werbeunterbrechungen", da ging nämlich die Schokobox auf ihre Runde. :o)

Am Sonntag dann der kröhnende Abschluss: Pillekuchen mit frischem Salat und Apfelkompott. Gott, schmeckt das gut. Meine Oma macht den Pillekuchen immer besonders fluffig. Hm. Lecker! Besonders mag ich nach dem Essen noch lange sitzen bleiben und quatschen.

Der Garten sah herrlich aus. Da ich Samstag eine Hochzeit fotographiert habe, waren all meine Speicherkarten gefüllt. Aber mit der kleinen leichten Kamera bin ich Sonntag vormittag durch den Garten gehüpft und habe die schönsten Momente eingefangen.

Wenn ich dem Wochenende eine Farbe geben sollte: Grün - dieses Maigrün, was ich soooo gerne mag und auch die Wände in meinem Büro schmückt mit ein bischen Himmelblau dazu. :o)

Jetzt bin ich damit beschäftigt, hier im Büro wieder alles auf Vordermann zu bringen und die Fotos zu sichten. Darauf freue ich mich.

Einen guten Start in Ihre Woche

Anja Kolberg

Montag, 18 Februar, 2008

Hallihallo - da bin ich wieder!

Frisch erholt und gestärkt bin ich zurück in Köln. Ich sitze vor Bildschirm und Tastatur und blicke auf die von der Sonne angestrahlten Frühlingsblumen in meinem Blumenkasten: Primeln in rot, weiß, orange und gelb. Weiße, gefüllte Narzissen und lila Krokusse. Farb- und Frühlingsgenuss pur!

Vor mir liegen 7 Muscheln, die mich direkt wieder an die Nordseeküste Dänemarks beamen, wo mein Mann, unser Hund und ich die letzten 14 Tage verbracht haben. Norwestjütland, Jammerbucht, Nr. Lyngby (zwischen Loekken und Loenstrup für alle, die sich auskennen).

Direkt an der 30 Meter hohen Steilküste (oben ein Bild von Loenstrup), die sich jedes Jahr einige Meter ins Land frisst.

Unser rotes quadratisches Holzhaus mit Veranda und großen Fenstern zum Meer war nur 25 Meter von der Klippe entfernt. Hier ein Bild von der ehemalig befahrbaren Straße:

Nicht die Frage "Ob", sondern "Wann wird das Haus der Naturgewalt zum Opfer fallen?" stellt sich ganz klar. Nebenan das Haus steht nur 2 Meter vom Abgrund entfernt, unzählige Häuser vor ihm sind schon im Meer verschwunden.

Auf der anderen Seite des Hauses liegt ein verlassener Friedhof (hier ein Bild von einem tollen Nebeltag), die Kirche wurde schon Jahre zuvor weiter ins Landesinnere verlegt. Ein spannender Küstenabschnitts Dänemarks und ein wunderschöner Meeresblick von unserem Haus aus. Ein Traum, ein wirklicher Traum! Ich bin jetzt für mein Leben versaut. Ich glaube, ich kann keinen Urlaub mehr ohne Meerblick vom Haus aus machen, sagt mein trotziges Ich. Zu schön war es.

Als wir das Haus bezogen haben und sich mein Mann nach der anstrengenden Fahrt (wir waren Samstag früh im Schneechaos mit gesperrter Autobahn, liegengebliebenen Lkws in Köln gestartet und in Dänemark von Hagel, Schnee und Sturm empfangen worden) erst mal auf's Ohr gelegt hatte, fing ich an, umzuräumen. Die Rattansitzgruppe vor dem Fenster war unglaublich unbequem und viel zu wuchtig für den kleinen Wohnraum, dazu war der hübsche weiße Eßtisch mit den vier weiß blauen Stühlen in der Ecke viel zu eng und auf's Meer schauen konnte man auch nicht. Platz für ein Sofa war nicht. Also: Umräumen, damit wir uns für die 14 Tage wohlfühlten. Als ich dann noch 1000 Teelichthalter, künstlichen Blumen, Katzenfiguren von der Fensterbank im Schrank verstaut hatte, bekam ich endlich Luft.

Jetzt konnten wir beim Frühstücken unseren Blick heben und auf's Meer hinaus schauen.

Wir kamen uns dabei zwar vor wie die zwei Herren von der Muppets-Show :o) - war aber einfach herrlich. Oben im Dach waren zwei Oberlichter eingelassen. Die Wände und Decken waren aus hellem Holz, Küche, Stühle und Tisch in weiß. Dieses Haus hatte ein atemberaubendes Licht. Im Liegen konnten wir den blauen Himmel über uns sehen, vorne an der Klippe schwebten Möwen vorbei, das Rauschen des Meeres. Ein Gedicht. Ein Traum mit Ende. Leider. Und Gott sei dank - zu Hause ist es ja auch schön und es ist wie das chinesische Sprichwort sagt: "Wenn der Blütenschimmer der Kirschbäume länger währte als ein paar Tage, wir würden ihn so innig nicht lieben."

Hatte ich geschrieben, dass ich eigentlich vorhatte, in Dänemark zu schreiben? Vor meinem inneren Auge sah ich mich am Tisch vor dem Fenster sitzen und schreiben (das schon, bevor ich wusste, wie das Haus genau innen aussah), deswegen hatte ich meinen Laptop eingepackt. Die Schriftstellerin in mir war völlig euphorisch, sie träumt ja schon ewig davon, endlich mit dem Roman starten zu können. Aber es ging nicht. Erst war ich zu müde, dann gab es einen Sturm (den wir oben auf der Klippe mit voller Wucht genießen konnten) und dann war dies und dann war das... Gelernt habe ich daraus, mir das nächste Mal keinen Druck zu machen. (Ob das klappen wird?) Der richtige Zeitpunkt für meinen Roman wird kommen. Da fliegt mir direkt der Gedanke zu, den ein Sportler vom Ironman Hawaii mitgebracht hatte. Sinngemäß steht dieser Spruch dort über dem Zieleinlauf "Du kannst alles schaffen, wenn du es willst. Du musst es aber auch tun!" Der Spruch gefällt mir und ist so wahr!

Wir haben im Urlaub wirklich von jeder Wettersituation etwas abbekommen: Sturm, hohe Wellen, Schaumkronen, strahlend blauer Himmel und glattes Meer, diesiges Wetter und bedekter Himmel, einen Tag lang Nebel, ich konnte das Meer nur hören und dann auch wunderschönes Sonnenwetter, herrlich warm, so dass ich draußen auf der Terrasse gelesen habe. Hm, das war schön! Wir haben endlich die Nordspitze Dänemarks besucht, wo Nord- und Ostsee zusammenfließen, dort war auch viel los, ansonsten: Wenige Touristen, einige Zeit waren wir das einzige bewohnte Haus in der Straße: Herrlich! In Hirtshals haben wir direkt am Hafen 2 kg frischen Fisch gekauft, eingefroren und dann eine Woche unterschiedlichen frischen Fisch genossen. Hm, lecker hat mein Mann gekocht! :o)

 

In der zweiten Urlaubswoche begann dann meine Fotolust zu wachsen und ich habe mit meinem neuen Stativ den Abendhimmel fotographiert, den über dem Meer untergehenden Mond (wow!) und den Sternenhimmel, Muscheln, Möwen, das Meer und den Himmel mit und ohne Wolken, einen alten herrlichen Stuhl vom Nachbarhaus... Das waren einmalig schöne und erholsame Erlebnisse. Meine Kreativität hat richtig gefunkt. Ich habe viel experimentiert, endlich mal HDR ausprobiert. Ich sage besser nicht, wie viele Fotos ich genau gemacht habe, aber es bewegt sich im 4stelligen Bereich. *huch* So manches Motiv wird Sie noch auf Kalender und Karten erfreuen.

 

Gelesen habe ich auch, aber ich hatte einige Bücher dabei, die mich richtig gequält haben. Zäh waren sie. Es ist wirklich eine Kunst, gute Bücher zu schreiben. Bücher, die sich nicht ziehen, die von der ersten (!) bis zur letzten Seite spannend sind. Solche, die ich nicht wieder aus der Hand legen will, bis ich sie zu Ende gelesen habe. Davon gibt es wenige! Eines, was mir dabei immer wieder einfällt, ist das Buch "Ende der Nacht" von Ingrid Strobl. Beim Lesen läuft ein Film ab. Es ist zwar vom Thema nicht das, was mich brennend interessiert, aber der Schreibstil, der Unterhaltungswert ist enorm hoch. Immer noch eines meiner Favoriten. Ein Buch hatte ich dabei, das war nach zähem Anfang dann wirklich spannend. Da habe ich auch schon mal bis 3 Uhr nachts gelesen. :o) Ich werde Ihnen in den nächsten Tagen von den Büchern berichten: Welche waren zäh und welche waren gut.

Unsere Minu hat die Strandspaziergänge wie wir genossen: Möwen, Frisbee, der Blick in die Sonne, auf das Meer, die frische Luft. All das war Honig für unsere Seele und unseren Körper. Noch am Donnerstag sind wir 5 km in den nächsten Ort am Strand entlangspaziert. Eigentlich hätte ich gerne gehabt, dass uns dort der Eismann erwartet, leider war das nicht der Fall... *schnief* Dafür sind wir aber mit viel Lachen belohnt worden, weil Minu so viel Freude am Laufen hatte - endlich loslaufen, die Weite genießen, die Möwen wegjagen und in einen Fisch beißen, der den vielen Fischern wohl durch die Lappen gegangen war und nun am Strand lag und auf unseren Hund wartete... Yamyam... Die befürchteten Bauchschmerzen am Abend blieben aus, unserem Vierbeiner ging es blendend! Oben auf dem Foto reckt sie die Nase in die Luft: "Hm, Meer. Hm, Fischduft"

Auch im Februar ist Dänemark eine Reise wert. Die besondere Ruhe, die fehlenden Mücken, das wechselnde Wetter, das glatte Meer, die Einsamkeit am Strand, der blaue Himmel, der einmalige Blick beim Frühstück und Tagebuch schreiben aufs Meer - das werde ich vermissen!

Die über 10stündige Hinfahrt versüßt hat uns auf jeden Fall Hape Kerkeling mit seinem Hörbuch "Ich bin dann mal weg".

Die Stunden verflogen im nu, mein Mann und ich hatten daran beide viel Freude! Ein hörenswerter, lustiger, leichter und oft tiefsinniger Zeitvertreib.


Wie so oft, sind wir Freitag Abend schon wieder zurück gekehrt. So hatten wir Samstag Zeit, hier zu Hause wieder anzukommen, einzukaufen, die Post zu sichten. Und heute startet die neue Woche.

Ich freue mich darauf, hier im Blog wieder regelmäßig zu schreiben. Ich habe es vermisst, ich habe Sie vermisst! Übrigens habe ich durch meine Auszeit vom Bloggen alles geschafft, was ich mir vorgenommen hatte: Die Bilder sind zur Bildagentur geschickt worden. Yiepieh!

Genug geschnackt - auf geht's! Einen guten Start in die Woche,

Ihre Anja Kolberg

Montag, 08 Oktober, 2007

Bombig!

Hatten Sie auch ein soooooooo schöööööönes Wochenende?

Ich glaube, die Sonne hat überall geschienen. Hat das gut getan.

Was ich gemacht habe?

Am Samstaaaaag bin ich ins Bergische gefahren. Ich wollte in den Wald und dort Fotos von Pilzen machen. Ich hatte das Glück, dass mein Onkel und meine Tante meinen Hund Minu und mich begleitet haben. Das war schön! Besonders, weil die beiden sich dort so gut auskennen, wo ich mich alleine nicht hingetraut hätte.

Als ich im Örtchen noch gewohnt habe, bin ich dort auch mit unserem damaligen Hund viel spazieren gewesen. Es gibt einen Bach, der im Wald entspringt und sich dann durch eine Minischlucht vorbei an einer sehr schönen Mooslandschaft windet. Wir haben Kuhlen von Wildschweinen gesehen und herrliche Mooswiesen zwischen den Tannen und darauf gaaaaanz viele schöne Pilze. Magdalene und ich haben gar kein Ende beim Fotographieren finden können.

Und der Franz, mein Onkel, bekommt die goldene Geduldsmedaille, dass er sooo lange gewartet hat und uns hat machen lassen.

Was war das schön. Das ist ein Stück Heimat, das ich hier im Kölner Vorort doch sehr sehr sehr vermisse.

Klar gibt es hier den Stadtwald, aber so unberührte Natur nicht.

Ja und gestern, da haben wir trotz des schönen Wetters die Hälfte vom Tag im Bett verbracht. Hat das gut getan. Mein Mann wollte Formel 1 am Morgen sehen, herrlich, also blieb ich im Bett und habe in meinem neuen Roman gelesen. :o) Dann gemütlich frühstücken, Milchkaffee schlürfen, Zeitung lesen, ein bischen Tagebuch schreiben, im Garten sitzen, lesen, Apfel-Mandel-Muffins backen, hmm zu Espresso in der Sonne genießen und dann ins Bett und lesen und einnicken. Wow! Das war klasse. Wir haben uns richtig gut erholt.

Heute früh geht es wieder frisch an die Arbeit. Ich freue mich auf die Woche!

Herzlich aus dem noch leicht nebeligen Köln

Anja Kolberg

Mittwoch, 22 August, 2007

Zwei Regengeschichten

Um nach dem letzten Blogbeitrag Missverständnissen vorzubeugen: Ich liebe den Regen nicht bedingungslos. Ich find's auch nicht schön, pitschenass zu werden, aber das Nass hat auch seine schöne Seite. Zwei Geschichten. Eine von der Sonnenseite, eine von der Schattenseite des Regens. Die miese zuerst:

Vor einigen Jahren bin ich Anfang Dezember für 4 Tage nach Pisa geflogen. Alleine. Zeit für mich. Ich habe mich auf Cappuccino im Café gefreut, durch schöne Gassen zu flanieren, spazieren durch schöne Natur.

Die ernüchternde Realität: 9 Grad. Kalt. Dauerregen, der sich bis in die letzte Ritze setzte. Alles war klamm und feucht. Nur wenige Stunden regnete es nicht.

Ich hatte dauernasse Füße (klar, das falsche Schuhzeug dabei, weil nicht mit solchem Wetter gerechnet), der Zimmervermieter sah überhaupt nicht ein, die Heizung anzustellen, damit meine Kleidung trocknen konnte, und meine romantische Vorstellung, in einem Straßencafé in der Sonne zu sitzen, fiel auch ins Wasser. Das war ganz mies und ich wünschte mich nach Hause. Laune auf dem Nullpunkt.

Dann hatte ich die Nase voll - dachte jetzt nehme ich mir ein anderes Zimmer oder der Vermieter stellt endlich die Heizung an. Oh, das ging auf einmal. Unter der Bettdecke war es wahnsinnig gemütlich mit meinem Buch. Ich fand ein Internetcafé mit Verbindung zu meinem Göttergatten. Das war Erheiterung bei der Wetterent-täuschung. Und trotz Regen habe ich einige schöne Fotos gemacht. Zum Beispiel von den wundervollen Türen, die dort in jeder Gasse zu finden sind. Mit dem Bus bin ich in die Stadt Lucca gefahren und habe ganz köstliche Bruschetta in einem Eckcafé genossen. Nur eben nicht draußen...

Die schöne Seite: 1995. Dominikanische Republik. Wider den ängstlichen Verboten der Reiseführerin mieteten wir mit einem Pärchen zwei Geländemaschinen und machten uns auf eigene Faust auf, die Insel zu erkunden. Wir folgten dem Tipp des Vermieters und fanden einen einsamen, unendlich langen, von Palmen gesäumten Strand. Karibik-Feeling pur.

Getränke vergessen. Versucht, Kokosnüsse von den Bäumen zu holen und sie mit Steinen zu öffnen. Vater und Sohn kommen auf einem Pferd vorbei und beobachten uns. Der Vater schickt den Jungen lachend mit einem riesigen Messer zu uns und der Kleine öffnet mit einem geschickten Schlag die Pforte zu dem köstlichen Getränk. Hm.

Nach paradiesischen Stunden im Wasser und im angrenzenden kühlen Bachlauf verdunkelt sich der Himmel. Wir fahren zurück. Ein karibischer Monsterschauer fällt über uns herein.

Die rote Erde spritzt in die Höhe. Bis auf die Haut werden wir nass. Warme Nässe. Sie fühlt sich gut an. Ich fühle mich so lebendig wie lange nicht mehr. Hütten säumen die etwas befestigteren Wege. Menschen rufen uns, winken, wir sollen herein kommen. Trotz erster Skepsis halten wir an. Ein kleiner Laden. Wir drängen uns mit anderen unter das schützende Dach. Lachen. Blitzende Augen, weiße Zähne. Wir bekommen rot-weiß-gestreifte Tüten, um unsere Kameras neu einzupacken. Kaufen Getränke. Unterhalten uns mit Händen und Füßen. Es hört auf zu regnen. Wir fahren weiter und würden jederzeit wieder zu dieser Regentour aufbrechen.

Noch Wochen später denke ich an diesen Tag: Unsere ehemals weißen T-Shirts und hellen Socken, die Turnschuhe, alle tragen sie die braun-rote Farbe der nassen Erde, die sich eingewaschen hat in unsere Kleidung und auch nach einem Kochgang nicht mehr geht. Schöne Erinnerungen an einen karibischen Regentag!

Regenpfützengrüße

Anja Kolberg

Montag, 11 Juni, 2007

Das tat richtig gut!

Haaaaaallo aus Köln,

frisch erholt bin ich wieder zu Hause angekommen.

Die Tage im Bergischen bei meiner Familie waren einfach herrlich!

Wie voll kommt mir jetzt hier die Straße vor und wieviele Häuser hier stehen...

Bei meiner Oma blickt man rundherum auf Wiesen. Unten sehen Sie einen Ausschnitt vom 11-Häuser-Örtchen, wo ich aufgewachsen bin.

Direkt vorm Küchenfenster wiehern die Pferde. Geweckt wird man vom Krähen des Hahns und die Hühner gackern den ganzen Tag ein schönes Lied. Dieses Gurgeln hat etwas Beruhigendes.

Schöööön war das. Ruhe. Landleben. Entspannung pur.

Im Bergischen ist eine andere Luft, ein paar Grad kühler - leider keinen Deu weniger schwül... Es gibt schlimmeres, zum Beispiel wenn es nachts nicht abkühlt, doch das hat es dort... Hmmmm, gut habe ich geschlafen. Himmlische Träume hatte ich - sie reichen für viele Romane... :o)

Einen dicken Bauch haben meine Mama, meine Oma und ich uns an den frischen Erdbeeren im Garten angefuttert: Beim Pflücken, beim Saubermachen, zum Mittagessen, zwischendurch mit Schlagsahne, nachmittags auf dem Tortenboden. Falls ich jemals nicht zunehmen kann und muss (ist ja bei mir wirklich ;o) nicht der Fall), dann werde ich dort eine Zunehmkur machen. :o) Dank der Hühnerschar gab es genug Eier - die wichtigsten Zutaten für meine Lieblingsgerichte: Waffeln mit Kirschen und Sahne und natürlich mein heißgeliebter Pillekuchen (Kartoffelstückchen im Eierkuchenteig). Göttlich. Dazu ein frischer Salat aus dem Garten. Herz was brauchst du mehr?

Mein Fotographenherz kam auch auf seine Kosten. All die alten Schätze, die Blumen und zauberhaften Ecken im Garten, die Deko im Haus.... Einfach schön! Mein Onkel und meine Tante haben dafür einfach Talent!

Freitag war mein großer Besuchstag: Nach Wipperfürth zur Reifenreparatur und mit meinen Papa eine Tasse Kaffee trinken. Am Nachmittag Stipvisite mit frischen Erdbeeren bei meiner Schwester, die als Zahntechnikermeisterin in Lindlar arbeitet. Hm der Geruch von Kunststoff im Labor hat mich an früher erinnert, als meine Mama zu Hause noch Zahnklammern gebogen hat. Duft birgt Erinnerung. :o)

Zum Tagesabschluss habe ich mit meinem Bruder einige meiner Fotos besprochen und meine Kamera getestet.

Er konnte mir bei der Kameratechnik helfen und ich ihm bei seinen Texten. So war jeder mal mit den einströmenden Informationen überfordert. Gut, wenn man das wechselseitig spürt - und dann lässt sich herrlich ein Päuschen einlegen. :o)

Die beiden Bilder von mir in diesem Beitrag hat er übrigens gemacht.

Was wollte ich noch erzählen? Ach so, der Hahn! Der strotzte vor Energie: Während andere vielleicht nur morgens krähen, flog der mehrmals am Tag auf den Zaunpfahl und gab sein brünstiges Geschrei zum Besten. Und die Hühner? Schaarten sich mit verliebten Blick um den eitlen Gockel! Tssss...

Eine Halmarunde am Abend durfte nicht fehlen. Die besondere Herausforderung: Den Totalstau in der Brettmitte überstehen. Darin sind wir inzwischen geübt. Zum Schluss hatte jede mal gewonnen: Meine 83jährige Oma, meine 59jährige Mama und ich, das Küken in der Runde. Schön, als 37jährige nochmal Nesthäkchen sein zu dürfen. :o)

All die schöne Zeit geht viel zu schnell vorbei und doch freue ich mich immer wieder auf zu Hause. Schön, wenn mein Göttergatte mir am Telefon (natürlich nur auf Nachfragen, aber immerhin...) sagt, dass er mich vermisst. :o) Minu hat mich auch freudig begrüßt - ihr geht es wieder besser. Puh!

Übrigens: Letzte Woche Mittwoch war mein gefühlter "Freitag, der 13.". Obwohl ich nicht an schlechte Ohmen glaube, ist diese Bezeichnung doch ein Sinnbild für mich, wenn ganz viel schief läuft. Eben wie an diesem Mittwoch.

Mittags mussten wir ja unerwartet mit unserem Hund in die Klinik, tagsüber schlug mir das Wetter (schwülwarm) auf den Kreislauf, ich bekam Magen-Darm-Probleme. Als ich endlich losfahren wollte, meldete unsere Elektronik im Auto mit lautem Piepen: "Reifpanne hinten links". Schitt!!!

Morgens waren wir u.a. im Baumarkt gewesen und dort hatten wir uns wohl eine Schraube mitgebracht. Allerdings nicht für die Wand, sondern für den Reifen... Gedanken schossen mir durch den Kopf: "Was soll ich jetzt tun? Welche Werkstatt hat noch auf? Werde ich jetzt Freitag erst fahren können? Kann der Reifen platzen? Kann ich damit überhaupt noch fahren? Hoffentlich bleibe ich auf der Autobahn damit nicht stehen. Wie weit kann ich mit dem Reserverad fahren?" usw. usw. ...

Zwischendurch half mir - kurz vorm Hyperventilieren - ein "ganz ruhig Anja, atme erst mal tief durch". Ich habe Hilfe gefunden (ATU machte Gott sei dank erst um 20 Uhr zu), dort wurden meine Fragen beantwortet und ich beruhigt... Am Freitag erklärte mir der Mechaniker von Reifen Schwamborn in Wipperfürth dann alles, was ich noch zu Reifenpannen wissen wollte.

Mir ist aber auch klar geworden, wie oft ich mich auf männliche Hilfe verlasse, wenn was mit dem Auto nicht klappt. Immer war in meinem Leben ein Mann da, der mir half: Mein Papa, mein Bruder, mein Freund, dann die Jungs in der Werkstatt (habe bei einem KFZ-Händler gelernt), jetzt mein Mann. Könnte ich einen Reifen wechseln, wenn ich müsste? Hm. Ich glaube schon, würde dabei aber einige Streßsensoren in mir zum Platzen bringen... Vielleicht sollte ich mal einen Pannenkurs mitmachen? Als ich mit 19 mit dem Auto meiner Schwester unterwegs war, ruckelte es einmal wie verrückt. Ein junger Mann im Auto hinter mir half, als ich stehen blieb. Ich hatte den Schock nicht gezogen. Nette Pannenhilfe. :o) Also, was mache ich mir einen Kopf?

Noch was war mir am Ende meines "Freitag, den 13." deutlich: Ich kann all das Unangenehme, was mir in meinem Leben begegenet, nicht abwehren. Ich kann nur lernen, mit solchen Situationen besser umzugehen. Bei der nächsten Reifenpanne bin ich gaaaaaaaaaanz cool. Versprochen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und eine erfolgreiche Woche, in der Sie ganz leicht eine Lösung für das finden, was in Ihrem Leben so ansteht. Ich wünsche mir das auch.

Herzlich,

Anja Kolberg

P.S. Ich habe von einigen Fotos frische E-Cards gemacht. Viel Spaß beim Verschicken.

Mittwoch, 06 Juni, 2007

Ab auf's Land

Landurlaub im Bergischen ist angesagt. Ich bin mehr als urlaubsreif. Besuche mit meiner Mutter wieder für einige Tage meine Großmutter. Darauf freue ich mich. Sehr.

Mein Mann spielt derweil hier zu Hause Krankenschwester für unseren vierbeinigen Liebling. *oh*

Denn mit Minu waren wir beim Tierarzt. Nach dem Ballfangen im Garten blieb sie plötzlich stehen und humpelte auf uns zu. Mist! Sie hatte sich nichts in die Pfoten getreten, es musste etwas anderes sein. Tierklinik Stommeln. Gott sei dank das Wartezimmer leer. Nichts am Knie oder an der Pfote. Doch noch ein Röntgenbild. Sie war voller Panik, weil wir auf einmal nicht mehr da waren und sie dann auch noch auf den Rücken gedreht wurde... Ich hoffe, ich bekomme ihre Schreie irgendwann aus dem Ohr. Es war schrecklich. Ich hätte heulen können. Dann die frohe Botschaft: Röntgenbild brauchbar und mit den Knochen und der Hüfte ist alles o.k.. Die dicke Schwellung im Oberschenkel war auf dem Röntgenbild mehr als deutlich zusehen. Diagnose: Muskelfaserriss. Aua. Schmerzmittel. Ruhe. Herrchen und Frauchen atmen auf. Eine Träne habe ich auf dem Heimweg verdrückt. Was geht es mir ans Herz, wenn mein kleiner Engel leidet!

Jetzt wird alles wieder gut!

Ich wünsche Ihnen ein wundervolles Wochenende! Spätestens Dienstag bin ich wieder im Lande.

Anja Kolberg

Mittwoch, 02 Mai, 2007

Landluft

... tut mir richtig gut!

Der Ausflug zur Familie hat mir Kraft gegeben. Es hat gut getan, in Ruhe zu quatschen, zuzuhören, neues und altes zu sehen und zu erleben. Während nebenan die "Hofleute" Maifest gefeiert haben, machten Oma, Mama und ich uns einen gemütlichen Abend. Kennen Sie den Brauch, dass der Maibaum bis früh in den Morgen bewacht werden muss, sonst könnte er geklaut werden? Wenn das passiert, fällt das Fest zum Abschmücken des Maibaums Ende des Monats aus. Nun, in Peffekoven (wo ich aufgewachsen bin), fällt das Fest aus. Morgens war der Maibaum nicht mehr da...

Franz und Magdalene (mein Onkel und meine Patentante) hatten den Garten wieder herrlich zurecht gemacht. Die beiden ergänzen sich prima und haben immer wieder tolle Ideen. So machte Franz aus alten Milchkannen herrliche Blumenkübel. Ein toller Hingucker!

So viel Plausch für heute - ich wünsche Ihnen eine richtig gute Woche!

Anja Kolberg

Montag, 19 Februar, 2007

Urlaub beendet

Schön war die Woche im Südlichen Schwarzwald bei Titisee-Neustadt. Ganz spontan haben wir uns entschlossen, eine Woche Pause zu machen. Da es karnevalsbedingt ruhig war, klappte das auch.

Herrlich! Es hat meinem Mann, unserem Hund Minu und mir richtig gut getan.

Ab unserer Ankunft am Samstag bis Donnerstag morgen hat wir extremen Dauerregen. Hm. Auch wenn wir nicht mit Schnee gerechnet hatten, so viel Regen war doch schon heftig. Wir hatten aber zweimal das Glück beim Spazierengehen trocken zu bleiben - wir sind ja schon mit kleinen Lichtblicken zufrieden. :o) Und beim Spazierengehen gab's einen Morgen sogar einen traumhaften Weitblick auf die Alpen. Toll! :o)

Dienstag sind wir trotz Schmuddelwetter zum Schauinsland, einem Berg in der Nähe von Freiburg gefahren. Bei uns vor der Türe: Regen und am Feldberg und am Schauinsland: Schnee! Meganebel! Wow! Damit hatten wir nicht gerechnet. Auch wenn wir keine Skihasen sind: Zum Anschauen war's schön. Wir konnten kaum weit sehen, dafür gab es gespenstisch tolle Nebenausblicke und Minu hatte einen Mordsspaß im Schnee. Sie hüpft dann wie wild herum und frisst Schnee für ihr Leben gern. Kein Wunder, ich liebe Eis ja auch... ;o)

Nach anfänglicher Traurigkeit über das miese Wetter wurde uns im Nachhinein klar: Das schlechte Wetter war gut, weil wir uns dadurch so richtig ausgeruht haben, viel geschlafen, rumgelümmelt... Und ab Donnerstag morgen: Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein. Wir sind nochmal zum Schauinsland gefahren: Der Schnee war innerhalb von zwei Tagen fast weg. Dafür gab's jetzt eine bombig weite Aussicht. Wow! Das hatten wir vorher durch den Nebel alles gar nicht gemerkt. Was für ein Geschenk!

In der Zeitung "Naturfoto" hatte ich einen Bericht über die schiefen Weidbuchen am Schauinsland gesehen. Die haben mich fasziniert und die Bäume wollte ich unbedingt fotographieren. So richtig fündig sind wir nicht geworden. Aber diese hier kommen denen schon sehr nahe: Genial. Mein Fotographenherz? Es strahlte!

Und dann sind wir noch zum Todtnauer Wasserfall spaziert. Sowieso floss von allen Bergen Wasser ins Tal, aber dieser Wasserfall übertraf alles. Mit 97 Metern ist er der höchste Naturwasserfall Deutschlands. Diese Naturgewalt - unbeschreiblich. Tränen liefen mir über die Wangen, so beeindruckt und berührt war ich von der Schönheit der Natur. Ich bin so dankbar, dass wir genau an diesem Tag da waren, als strahlend blauer Himmel war, die Sonne schien und die Wassermassen mit einer unbeschreiblichen Kraft ins Tal stürzten. Yipieh! Die Gönner des Todtnauer Wasserfalls hatten sich was tolles überlegt: ergonomische Holzliegen direkt am Wasserfall. Trotz Nässe habe ich mir eine Liege trockengeputzt und mich diesem atemberaubenden Schauspiel hingegeben: Sonne, blauer Himmel, Gischt, Regenbogen, kleinste Wassertröpfchen, ohrenbetäubendes Rauschen - Wow!

Abgeschlossen haben wir den Tag mit einem Sonnenbad und Kaffee und Kuchen auf unserem Südbalkon an der Ferienwohnung, den wir jetzt endlich genießen konnten.

Schön, dass heute, am Rosenmontag, noch ein "ruhiger" Tag ist, bevor es morgen wieder losgeht. (Übrigens waren wir sehr überrascht, wie viel Karnevalsaktivitäten im Schwarzwald waren!)

Einen schönen Karnevalstag!

Ihre Anja Kolberg

Donnerstag, 30 November, 2006

Kraft bei der Familie tanken

Mitten im Alltagstrubel habe ich mir eine Auszeit gegönnt:

Ein Besuch bei der Familie auf dem Land. Da sie nicht gleich um die Ecke wohnen, sondern ca. 65 km entfernt, besuchen wir uns alle 4-6 Wochen, meine Oma sehe ich seltener. Jetzt habe ich mir ganz bewusst Zeit dafür genommen: Hach herrlich, meine Oma drücken, mit ihr das köstliche Mittagessen meines Onkels genießen, die neusten Neuigkeiten hören, dann mit ihm und meiner Patentante deren schöne Adventsdekoration bestaunen. Mit Oma Mama und Papa besuchen, dabei ein bischen meinen Papa ärgern (wir zwei "kebbeln" uns ganz gerne), sein frisch gebackene Früchtebrot kosten (meine Eltern backen seit Jahren im Rahmen der Vollwerternährung ihr Brot selbst. Ein Gaumenschmaus erster Güte.) und natürlich dazu am Kaffeetisch klönen (quatschen). Und auf dem Nachhauseweg noch in Lindlar unverhofft bei meinem Bruderherz klingeln. Der kam gerade mit roten Wangen vom Fotographieren. Wir konnten direkt seine Werke am Computer betrachten. Die neuen Hunde- und Pferdebilder, die er mit seiner Airbrushpistole gezaubert hat, beeindrucken mich immer wieder. Schön, so viel Kreativität.

Zu Hause spürte ich so richtig, wie viel Kraft ich im Bergischen getankt habe. Das ist so etwas besonderes für mich. Schade, dass meine Familie nicht um die Ecke wohnt, aber immerhin ist sie auch nicht so weit weg. Ich muss mir nur die Zeit nehmen. Ich habe das Glück, dass meine Oma noch lebt, also will ich die Zeit, die mir mit ihr bleibt auch noch genießen. Mir Zeit dafür nehmen. Es gibt wichtigeres im Leben, als nur die Arbeit. Das Leben ist bunt und sooooooooo schön!

Oben auf dem Bild habe ich meine Familie übrigens gezeichnet. Ich bin mir sicher, dass sie beim Lesen raten werden, wer denn wer ist. (Für Insider ein Kinderspiel? Winkewinke ins Bergische.)

Herzliche Grüße

Anja Kolberg

Samstag, 30 September, 2006

Home... sweet home

Hallo, da bin ich wieder!

14 Tage Dänemark - das war eine schöne Zeit. Der erste Tag ging gaaaaanz langsam um, aber dann ging es ganz schnell. Da begreift man Einsteins Relativitätstheorie ganz leicht.

Wir haben es wirklich gut angetroffen. Das 4. Jahr waren wir an Dänemarks Nordseeküste und sind immer wieder von der Ruhe dort begeistert. Unser Hund hat auch Spaß, denn hier sind die Vierbeiner gerne gesehen. Das Häuschen war einfach klasse - letztes Jahr frisch renoviert und nur 150 Meter und eine ziemlich hohe Dühne vom Nordseestrand entfernt.

Ich schicke Ihnen eine große Brise frischer Meeresluft, blauen Himmel und an den Füßen kitzelnder Wellen. Erholsam war's! Wir haben viiiiiiiiiiiiiiiiiel geschlafen, gelesen, getrödelt, geträumt.... so wie es sich für einen Urlaub nach meinem Geschmack gehört. Besonders liebe ich die Ausflüge mit meiner Kamera an den Strand. Der ist sehr breit und unendlich lang. Stundenlang kann man mit den Füßen immer der Brandung entlang durch das Meerwasser schlürfen. Schön!

Urlaubserinnerungen tauchen auf, wenn ich die Fotos durchschaue: Sonne, blauer Himmel, segelnde Möwen, berauschende Sonnenuntergänge, Seesterne, im Wasser glitzernde Steine, Strandhafer, Stechmücken, Sandbilder, Wolken, Hafen-Atmosphäre & leckeren Fisch in Hivide Sande, Frisbee für unseren Vierbeiner, frischer Wind, ein Wirbel (was das auch immer war, es sah sehr interessant aus), auch mal ein paar Tage bedeckt (leider kein Sturm, ach dann ist es so herrlich gemütlich im Holzhäuschen und die Wellen erst am Strand...), nächstes Jahr vielleicht... :o)

Und nach 14 Tagen faulenzen, ja da habe ich mich auch wieder auf zu Hause gefreut!

Ganz in Ruhe sind wir bereits am Freitag abgereist, so haben wir heute schon wieder alles im Lot. Das mag ich, so kann ich mich auf's Wochenende freuen, bevor es nächste Woche wieder losgeht. Noch einige Punkte sind im Webshop zu klären, Informationen einzubauen, Mails zu sichten... Aber nicht zu viel, schließlich will ich den Urlaub schön ausklingen lassen. Also gehe ich gleich erst mal ein Nachmittagsschläfchen machen und das tolle Hörspiel zu Ende hören... :o)

Ihnen ein wunderschönes Wochenende - und Dienstag ist ja schon wieder Feiertag!

Liebe Grüße!

Anja Kolberg

Samstag, 05 August, 2006

"Ich wünscht' ich wär ein...

 ... und hätt' nicht viel zu tun. Ich legte jeden Tag ein Ei und manchmal auch mal 2!"

Dieses Lied ging mir ständig durch den Kopf, als ich am Hühnerpirk im Garten meines Onkels im Bergischen Land stand und mir das muntere Picken ansah. Ganz so leicht haben es die Hühner aber nicht. Denn es regiert ein König in ihrem Gehege: Hahn Don Alphonso. Unglaublich, was der sich so leistet: Sobald meine Oma die Hühner morgens aus dem Stall lässt, springt der eitle Gockel auf den nächstbesten Zaunpfahl und schreit laut ins Tal: "Ich bin der Größte!" "Ich bin der Schönste!" Nicht einmal oder zweimal, nein zehnmal schafft er locker und auch zwanzig Mal sind keine Seltenheit! Unverfrorener Kerl, direkt in mein Ohr, das noch in süßen Träumen schlummerte. :o) Ist ihm aber schnurzpiepenwurscht. Jeden Morgen das gleiche Spiel. Ich bin von seinem Selbstbewusstsein schon beeindruckt. Davon will ich mir gerne eine Scheibe abschneiden. Können Sie sich eine Henne vorstellen, die es ihm gleich tut?

Er hat noch mehr Spuren im Bergischen hinterlassen, der edle Grächzer. Acht goldige Küken scharren mit der Mutter um die Wette und tanzen ihr auf dem Rücken herum...

Schön war's im Urlaub bei der Familie. Viel gegessen (hm, Pillekuchen!), von meiner Oma und ihrer Cousine allerbesten kölschen Dialekt getankt, die Reikibehandlungen meiner Mutter genossen, mit meinen Eltern und mit Oma viel gelacht, Halma gespielt, Blumen fotographiert, genäht (meine Oma ist die beste Schnittmusterherstellerin und Ärmeleinnäherin der Welt), meine Schwester und meinen Bruder besucht oder einfach einen großen Haufen Nichts gemacht und in den schönen Garten geschaut und gequatscht. Herrlich gut hat das getan!

Gut, dass mein Hilferuf an Petrus Erfolg hatte! (Super, das probiere ich jetzt öfter.) Ich bin so froh, dass es jetzt kühler ist. Es war so eine sehr erholsame Woche mitten im Grünen. Dabei merke ich immer wieder wie gut mir die Natur und das Grün dort bekommt. Ganz anders, als es hier in der Stadt ist, obwohl wir schon in einem grünen Stadtteil Kölns wohnen.

Jetzt bin ich erfrischt und gestärkt zurück. Hier in Köln scheint gerade die Sonne bei angenehmen Temperaturen und nächste Woche singt Robbie Williams in ca. 800 Meter Luftlinie auf den Jahnwiesen. Mal sehen, was wir auf der Terrasse mitbekommen.

Ja und noch was Neues gibt es zu berichten: Die Postkartenkollektion habe ich zu 80% fertig! Yeah! Jetzt werden noch Feinheiten gemacht und Ende der Woche gehen die Karten ab in die Druckerei! Bin ich froh - zwischendurch bin ja fast verzweifelt, weil ich in der Hitze kaum vorwärts kam. Da hat mir so mancher Satz auf den Karten geholfen. Jetzt habe ich die ersten Vorabdrucke in der Hand und ich bin sooooo glücklich. Sie sind einfach toll geworden. Hier können Sie schon mal vorab spinxen:

Eine gute Woche, viel Erfolg bei all Ihren Vorhaben
und eine herrliche Entspannung allen, die frei haben

Anja Kolberg

Freitag, 28 Juli, 2006

Landurlaub

Für eine Woche tauche ich in meine Heimat ins Bergischen Land ein. Mit Oma, Mama und Hundedame Maffy eines von den 11 Häusern im Örtchen hüten. Ich freue mich sehr darauf. Mal wieder was anderes tun. Einen anderen Rhythmus leben. Meine Familie sehen. Schön.

Wie ich erfahren habe, gibt es kleine Küken in den abenteuerlichsten Farben und Zeichnungen. Ich bringe Ihnen auf jeden Fall ein Foto mit. Und meine neue Nähmaschine nehme ich auch mit, brauche für mein Vorhaben ein paar Tipps von meiner Oma. :o)

Am 7. August geht es mir voller Frische hier im Blog weiter.

Lassen Sie es sich gut gehen!

Anja Kolberg

Samstag, 17 Juni, 2006

Einfach mal an was anderes denken...

Kleine Auszeiten vom Alltag sind was herrliches...
Das habe ich bei meinem Ausflug zu meiner Familie auf's Land gemerkt. Mal an was völlig anderes denken.

Meine Oma lebt mit meiner Patentante und meinem Onkel in einem winzig kleinen Örtchen (11 Häuser) im Bergischen Land. In diesem Ort bin ich auch aufgewachsen. Wenn meine Tante und mein Onkel einige Tage Urlaub machen, kommt meine Mutter dorthin, damit meine Oma (fitte 81 Jahre jung, kölsches Herz, herrliche Kicher-Garantie, immer eine Lösung parat, schneidert die besten Karnevalskostüme und backt die besten Waffeln der Welt) nicht alleine ist. Und - ich glaube im letzten Jahr - habe ich gedacht: "Warum gönne ich mir nicht eine schööööne Mama-und-Oma-Zeit und fahre auch einige Tage dorthin?" Denn so oft sehen wir uns nicht. Schon gar nicht mehrere Tage am Stück. Das hat mir sooooo viel Spaß gemacht und so gut getan, dass ich das jetzt öfter mache. So auch jetzt über Fronleichnam.

Ich fühle mich dort wie in einer anderen Welt: Im traumhaft schönen Garten unzählige Fotomotive finden, selbst gemachten Erdbeerkuchen schlemmen oder Pillekuchen und frischen Salat aus dem Garten oder hmmm Reibekuchen mit Rübenkraut oder frische Waffeln ...

Wie Sie sehen: Wir drei - sorry vier - Frauen (Oma, Mama, die alte Hundedame Maffy und ich) haben es uns so richtig gut gehen lassen. Fotos von früher werden angeschaut, die Geschichten dazu erzählt, Halma gespielt ... nachts ist es dort zwischen all den Wiesen, Kühen und Pferden so still wie man es sich hier in Köln kaum vorstellen kann. Sie haben bestimmt schon eine Idee, wie man morgens geweckt wird. Richtig, der Hahn macht das oder eine gackernde Henne, die gerade ein Ei gelegt hat...

Und so kehre ich mit frischer Energie in den Alltag zurück und freue mich schon auf die nächste Mini-Auszeit im Sommer. :o)

Frische Power-Grüße!
Anja Kolberg



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