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Montag, 08 Juli, 2013

Morgen-Meditation

Meine Augen sind geschlossen. Ich lausche den Geräuschen meiner Umgebung. Motoren. Vögelgezwitscher. Das Plätschern des Bachlaufs. Ein Insekt summt an mir vorbei. Autos auf der Straße vor dem Haus. Kinder toben auf dem Hof der nahen Grundschule. Immer wieder kurzzeitige Stille.

Ich liege an diesem herrlichen Sommertag auf dem Holzstuhl im schattigen Garten. Eine Armlänge links von mir fließt vor dem großen Holzzaun, der mit der wuchsfreudigigen Clematis begrünt ist, das Wasser von der Quelle über den Bachlauf bis zum Teich vor meinen Füßen. Rechts von mir Rasen und dahinter ein Zaun, hinter dem Schneeball, Lorbeer, Lebensbaum und Hibiskus hervor schauen. Hinter mir die Terrasse und das Haus. Über mir der blaue Himmel. Die Sonne erreicht am frühen Morgen gerade die Spitze der großen Sträucher und Bäume, die im nächsten Garten vor mir liegen.

Mein Atem geht ruhig, gleichmäßig und langsam. Meine Haut wird vom Wind gekühlt. Ich fühle den Holzstuhl unter mir, der mich trägt. Meine Kleidung sitzt locker, meine nackten Füße wippen leicht in der Luft.

Ich konzentriere mich wieder auf meinem Atem, öffne mein inneres Auge (= schalte meine Phantasie an) und lasse einen Vorhang aufgehen. Ein klitzekleines Männchen kommt auf mich zu, ein Junge mit kurzen dunklen Hosen, Hosenträgern und einem weißen Oberteil darunter. Ich frage ihn wie er heißt. 'Muck', seine Antwort. Er klettert mir auf die rechte Schulter und bleibt dort mit wippenden Füßen sitzen. Sagt nichts weiter. Ist einfach da. Das fühlt sich schön an.

Ich hebe meinen Blick und schaue aufs Meer. Wie ich das liebe, die Schaumkronen auf den Wellen beobachten, die auf mich zuströmen, wie die Gischt hochspringt und die salzige windige Luft zu spüren und zu schmecken. Ich nehme auf der Spitze der Düne Platz. Hinter mir erscheint ein Baum, der sich genau hinter meinem Rücken niederlässt und dort Wurzeln schlägt. Ich lehne mich zurück an seinen starken Stamm und blicke auf das Meer.

Aus dem Meer kommen zwei freundliche große Gestalten auf uns zu, umhüllt mit langen grünen faserigen Algen. Sie setzen sich rechts und links an meine Füße. Ein Rotkehlchen landet auf meinem Kopf. Ein Eichhörnchen springt auf meine linke Schulter und nimmt dort mümmelnd Platz. Wie leicht sich das anfühlt, auch das Vögelchen auf dem Kopf - so leicht.

Ein Schmetterling flattert mir vors Gesicht und nimmt auf meiner Nase Platz. Ich muss lachen. Er erhebt sich wieder und setzt sich auf meine linke Hand wie ein ganz besonderes Schmuckstück.

Wieder blicke ich hinaus auf die Wellen, die das Meerwasser an den Strand spülen. Hin und zurück. Hin und zurück. Der Wind weht durch meine Haare.

Auf einmal stehe ich unten an der Wasserkante und tauche meine Füße in das kühle Meer. Ich lasse beim Gehen das Wasser hochspritzen und genieße die Abkühlung an meinen Waden. Der Sand unter meinen Füßen ist rau und kühl.

Ich bin im Wasser. Die beiden Algenmenschen lassen mich auf der Wasseroberfläche schweben, halten mich sicher am Arm. Ich sehe den blauen Himmel über mir, fühle mich sicher getragen und begebe mich in ihre Führung. Mit der Strömung des Meeres ziehen sie mich unter Wasser und kann das Leben dort beobachten. Ich fühle mich leicht und beschützt. Sie bringen mich zwischendurch hoch zum Atmen und ich genieße diesen Wechsel. Ich fühle die Haut eines Fisches an meinen Armen, glatt und kühl schwimmt er vorbei.

Ich werde aus dem Wasser hinausgehoben und liege auf dem Rücken eines Wales wie auf einer Insel. Im Licht der Sonne und dem Hauch des Windes trockne ich. Dann lässt mich der Wal seinen Rücken hinunter rutschen und er schwingt seine große Schwanzflosse empor. Hoch in die Luft werde ich darauf von ihm gehoben, einen Moment schwebe ich und werde von den Krallen großer Vögel an den Armen in die Höhe getragen, wo ich kurz darauf auf dem Rücken eines Adlers abgesetzt werde.

Sein Gefieder ist so zart und weich. Der Adler so stark und kraftvoll. Ich genieße den Ausblick auf die Erde und getragen zu werden. Die Schwingen tragen uns höher und höher. Das Land und Wasser unter uns wird kleiner und kleiner und ich erblicke die Atmosphäre der Erde, den Wechsel des Himmelblaus hinein ins das tiefe Blau des Alls.

Uns umgeben leuchtende Punkte und ich werde auf einem kleinen Stern abgesetzt. Über mir und dann um mich herum wird es weiß und hell. Ich höre eine Stimme, die sagt: 'Schreib das auf.'

Ich öffne die Augen, blicke auf meine Füße, an denen noch Grashalme von der Gehmeditation kleben. Schließe noch einmal die Augen, atme tief durch. Reibe die Füße aneinander, die herrlich kühl vom Laufen über das vom Tau überzogene Gras sind. Hebe meine Arme über meinen Kopf, strecke mich, rutsche im Stuhl nach unten, blicke in den Himmel.

Dann stehe ich auf. Ziehe mir meine Schuhe an, steige die Treppen hinauf in mein Büro und schreibe diese Meditation hier auf. Und nicht nur diese, ich erzählte in einem weiteren Beitrag wie es zur Meditation kam, ich illustrierte die Beiträge, gestaltete auch einige neue E-Cards, machte immer wieder Pause und jetzt ist es Nachmittag geworden und ich bin immer noch glücklich und froh. Was so eine Zeit am Morgen alles bewegen kann! Ich bin froh, dass ich mir die Zeit genommen habe, das alles aufzuschreiben. Arbeit die mich froh und glücklich sein lässt und ganz nah bei mir selbst.

In tiefer Ruhe und innerem Frieden,

Ihre

Anja Kolberg

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Donnerstag, 04 November, 2010

Familie & mehr, was ich liebe

Gestern war ein schöööööööööööner Tag. Warum? Besuch bei meiner Familie, meine Oma hatte Geburtstag. Jede Menge Menschen drücken, die ich gerne habe, ich brauch gar nicht so viel zu quatschen, mir reicht schon die Energie des Familienverbundes. Gleich ob die Ursprungsfamilie meiner Mutter oder die meines Vaters, oder meine eigene, also meine Eltern und Geschwister oder die Familie meines Mannes: Familie tut mir einfach gut! Luna ist inzwischen ganz schön gewachsen und so süß und zum Knuddeln, dass ich sie am liebsten eingepackt und mitgenommen hätte... (Der Wirbelwind hat eine Tube Holzkleber zwischen die Zähne bekommen. Ergebnis: Interessante helle Stellen im Fell, die wohl irgendwann auch wieder gehen...)

Früher wurde in den Familien - mangels Fernsehen oder Radio - viel gesungen. So auch in der Familie meiner Oma oder bei meinem Vater war es auch so. Schade, dass diese Tradition schon fast ausgestorben ist. Die Onkels und Tanten sangen gestern im Kanon "Der Dom zu Köln", wobei ich den richtigen Text nicht behalten habe, aber wichtig ist nur: Es hat sich richtig toll angehört!

Ich bin stolz auf mich, dass ich den Wandkalender und den Tischkalender ausführlich vorgestellt habe. Das war eine sehr intensive Arbeit für mich. So lange Blogbeiträge schreibe ich selten. Mehrere Tage habe ich daran gearbeitet. Jetzt freue ich mich über das Ergebnis. Ich höre von verschiedenen Seiten, dass es Ihnen gefällt, dass ich mehr zu den Kalenderblättern erzählt habe. Ich habe das Gefühl, dass die Impulse, die ich jetzt aufgeschrieben habe, sich noch mal von dem unterscheiden werden, was ich dann in dem jeweiligen Monat dazu zu empfinde. Ich freue mich darauf!

Das nächste große Ziel ist den neuen Newsletter rauszubringen. Das werde ich auch noch schaffen!

Dankbar bin ich, dass die Kalender bei Ihnen so gut ankommen, denn sie sind meine Haupteinnahmequelle, die es mir überhaupt möglich macht, hier diesen Blog zu schreiben.

Sonntag Abend lief eine Sendung auf RTL, die mir gut gefallen und gut getan hat: Das Medium. Die kritische Berichterstattung, die ich darüber gelesen habe, macht mich traurig. Ich hatte das Gefühl, dass die Angehörigen sehr gut betreut worden sind und sie eine Erleichterung erfahren habe. Mir gefällt Kim-Anne Jannes sehr und ihre Arbeit, die sie dort geleistet hat. Von solchen Sendungen kann ich nicht genug bekommen. Ich liebe die Beweise, dass die Seele nach dem Tod des Körpers weiterlebt und der Kontakt zu Menschen, die gestorben sind, möglich ist. Für mich ist das ein großer Trost und Gewissheit zugleich. Ich weiß, dass ich nicht alleine bin, wenn ich eines Tages sterben werde, ich werde aufgefangen von den Menschen, die ich kannte und die vor mir gegangen sind. Da oben warten schon mein Opa, meine Uroma, die Mutter meines Vaters, unser Hund Britta und ganz sicher auch Morle, mein süßes Schaf, das ich als Kind mit der Flasche aufziehen durfte und mir heute noch am Herzen liegt.

Jetzt mache ich hier im Büro Feierabend und gönne mir eine warme Winterjacke, da freue ich mich auch schon lange drauf.

Einen schönen Nachmittag wünscht Ihnen

Anja Kolberg

Samstag, 25 Oktober, 2008

München und mehr (Teil 2)

Weiter geht's mit Teil 2 über unsere Abenteuerereise nach München. (Teil 1)

Sonntag Nachmittag ging es auf zur Veranstaltung in den Münchner Norden. Der große Festsaal der Arbeiterwohlfahrt war liebevoll mit Blumen geschmückt. Wir waren schon gegen 16 Uhr da, denn zuvor sollte eine Heilungsmeditation stattfinden, die wir uns auch anschauen wollten. Es war eine Phantasiereise zum Thema Schmerzen. Die Stimme des Vortragenden und die Musik war toll, ich konnte gut entspannen.

Aber ich sah immer noch keinen Paul Meek. Vielleicht kam er danach? Doch auch als die eigentliche Veranstaltung anfing, war er immer noch nicht da. Schade! Ich hatte ja keine Garantie, dass er kam. Schätzungsweise 80 Menschen saßen im Saal über die vielen Stuhlreihen verteilt. Ich verstand nicht, warum die alle da waren. Viele Teile des Gottesdienstes waren wie in der Katholischen Kirche - das konnte man doch auch in den zahlreichen anderen Münchner Kirchen haben. Warum waren also so viele Menschen genau dorthin gekommen?

Langsam wurde es mir klarer: Die Veranstaltung stand unter dem Thema Heilung. Deswegen war auch Paul Meek nicht da. Mir fiel ein, dass es auch in Stanstead zwei Gruppen gegeben hatte: Die Heiler und die Medien. Heute schienen die Heiler dran zu sein. Und in der Sequenz, wo sonst Botschaften Verstorbener vermittelt werden, stellte eine Heilergruppe ihre Dienste zur Verfügung. Bestimmt 10 Stühle standen vorne, darauf konnten sich die Menschen setzen und sich durch die Heiler, die hinter den Stühlen standen, durch Handauflegen behandeln lassen.

Deswegen waren wohl auch so viele Menschen da: Sie waren krank und suchten Genesung. Ich wollte mir ein eigenes Bild machen und setze mich auch auf einen der bereitstehenden Stühle. Ich schloss die Augen, spürte die warmen Hände auf meinen Schultern und genoss die Instrumentalmusik von Querflötenspielerin und Klavierspieler. Meine Laune besserte sich, ansonsten habe ich nichts besonderes gespürt. Es dauert nicht mehr lange und die Veranstaltung war zu Ende.

Über die Eindrücke dieses Abends und was uns gefallen hatte und was nicht tauschten meine Freundin und ich uns noch lange aus. Was mir nicht gefallen hatte, war vor allem die Form und der Ablauf der Veranstaltung. Symphatisch waren mir viele der Menschen gewesen und die liebevolle Blumendekoration des Raumens. Der Abend war anders verlaufen als ich mir erhofft hatte. Wichtige Erfahrungen habe ich trotzdem gesammelt.

Am Montag haben wir uns dann einen schönen Touristen-Tag in der Münchner Innenstadt gemacht: Rauf auf die Lieb-Frauenkirche (der sehr enge Turmaufgang mit den unendlichen 86 Stufen war der reinste Tummelplatz für meine Platzangst). Den Ausblick genießen. Danach Milchkaffee und Tee in einem sonnigen Straßencafé.

 

Frische Himbeeren und Brombeeren im Hofgarten naschen. Im Pavillon klassischer Musik lauschen. Eine Verschnaufpause im englischen Garten und dann ging es auch schon zurück zum Flughafen. Vorbei war wieder einer unserer spannenden Ausflüge.

Anja Kolberg

PS: Mein Blogbeitrag zeigte Wirkung - hier lesen Sie welche und wie ich damit umgegangen bin.

Freitag, 24 Oktober, 2008

München und mehr (Teil 1)

Auf Flügen - ich muss nur in der Luft sein und den Himmel und die Wolken sehen - singt Reinhard Mey in meinem Kopf "Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein - alle Ängste alle Sorgen - sagt man - liegen darunter verborgen und dann - ist das, was uns groß und wichtig erscheint, plötzlich nichtig und klein. Üüüüüüüüüüüber den Wolken....lalala... "

Schön!

Am Sonntag Mittag erwartete meine Freundin Ariane und mich in München ein hellblauer Himmel und wärmende Sonnenstrahlen. Hm, schön. Auf der S-Bahnfahrt vom Flughafen in die Stadtmitte fiel uns gleich auf, dass dort viel weniger Blätter auf den Bäumen waren als bei uns im Rheinland. Gestern erzählte mir eine Dame aus München, dass sie auch schon ein paar Frosttage gehabt haben - wir hier noch keinen einzigen! Kein Wunder, dass die Blätter schon zu Boden gerieselt waren.

Am Sonntag Abend sollte die Veranstaltung mit Paul Meek, einem britischen Medium, sein. Medien stellen Kontakte zu Verstorbenen her und wollen den Menschen die Angst vorm Tod nehmen. Auf ihn bin ich durch das Buch "Der Himmel ist nur einen Schritt entfernt" aufmerksam geworden. Nach der Lektüre folgte der Wunsch zu dem Ort nach England zu fahren, wo Medien ausgebildet werden und wie es der Zufall wollte: Es folgte eine Reise nach England mit Ariane. Ein sehr schöner und inspirierender Ausflug - eine Woche eintauchen in eine andere Welt. Dazu habe ich einen Blogbeitrag geschreiben: Geliebter Opa und meine Reise nach England.

Ich wollte Paul Meek einfach mal live erleben. Leider bietet Paul Meek keine Ausbildungen und Sittings mehr an, zumindest sind sie gleich ausgebucht. Ich hatte aber erfahren, dass er in seiner Wahlheimat München eine "Spiritualist Church" gegründet hat. In England gibt es viele kirchliche Gruppierungen, eine davon ist diese. Dort gehören zu einem christlich orientierten Gottesdienst öffentliche Demonstrationen. Die Medien geben in diesen Demonstrationen Botschaften der Verstorbenen an die anwesenden Verwandten weiter. Auch wenn ich mich nicht für Gottesdienste interessiere, fasste ich diese Möglichkeit ins Auge. Auf der Webseite der "Christlich spirituellen Bewegung e.V." las ich, dass am Sonntag, den 19.10. eine Veranstaltung stattfinden sollte. Vor einem Jahr hatte ich zwei Flugtickets der Lufthansa gewonnen, die Ende Oktober verfallen sollten - das passte doch und so fügte sich eines zum anderen: Ariane hatte ich wie Lust auf diesen Ausflug und so hatten wir ein Ziel - nämlich München.

Mehr dazu im zweiten Teil, jetzt muss ich los zu einem Termin.

Anja Kolberg

Montag, 29 Oktober, 2007

moin moin

Huhu, da draußen an den Monitoren. Wie geht es Ihnen? Hatten Sie ein schönes Wochenende?

(Ich höre Ihnen gerade erst einmal zu.)

...

Mein Wochenende? Oh, danke der Nachfrage! Am Samstag habe ich endlich ein Prospekt vollendet, das ich bald verschicken möchte (ja, ich habe Samstag gearbeitet. *räusper* Ist als Freiberuflerin, die zu Hause ihr Büro hat, recht verlockend. Das ist das Glück, mir meine Zeit frei einteilen zu können. Und der freie Sonntag ist mir heilig.)

Ja, und am Sonntaaaaag, da waren wir mit der Familie meines Mannes im Hänneschen Theater in Köln. Das ist ein urkölsches Puppentheater. Das war die Idee meines Mannes! *drück* Wir besuchten die Kindervorstellung um 15 Uhr. Das Stück hieß "Hännesche em All". Ich war beeindruckt von den schönen Farben der Kostüme, dem Bühnenbild. Da hätte ich Lust, mal mitzumischen. :o) Schön war auch, dass das Programm auf Kölsch gehalten wurde. Ich liiiiiebe diese Sprache!

Eigentlich wollte ich heute schreiben, dass ich eine Schreibblockade spüre. Und gerade wo ich darüber nachdenke, sehe ich, was ich jetzt schon wieder geschrieben habe und denke: 'Sie ist weg!' Prima!

Ganz ehrlich: Der Beitrag über meine Reise nach Stanstead ist mir sehr schwer gefallen. Erst mal habe ich beim Schreiben viel geweint. Aus Trauer um meinen Opa. Die Tränen waren heilsam. Und dann hatte ich Angst. Wovor? Vor den Reaktionen. Wenn Sie den Bericht gelesen haben, wissen Sie, wie wichtig mir Bodenständigkeit ist. Und dann gibt es diese spacy-Seite in mir, die Dinge glaubt, die nicht von dieser Welt sind. Die eine Sache ist, diese Dinge mit Menschen zu sprechen, die ich kenne und deren Reaktionen ich in der Regel abschätzen kann. Eine andere Sache ist, sie einer breiteren Öffentlichkeit mitzuteilen, die ich im einzelnen nicht kenne. (Obwohl, ich stelle mir gerade gaaaaaanz viele freundliche Gesichter vor, die mich gerade angrinsen: Sie!)

*Huhu* Interessant, jetzt merke ich, dass mir das keine Angst mehr macht. Weil ich mir eine Vorstellung von den Menschen gemacht habe, die mir zuhören. Sie nämlich. Das tut gut.

 

Es ist ein schwerer Schritt, ganz zu mir selbst zu stehen. Ich selbst zu sein. Vor ihm steht die Angst, nach ihm steht die Liebe. Denn ganz egal, wie Menschen reagieren: Ich habe darauf keinen Einfluss. Ich kann nur eines tun: Ich selbst sein.

Eine neue Woche liegt vor mir. Glänzend. Unbenutzt. Ich kann sie mit vielen schönen Dingen füllen. Darauf freue ich mich.

Lassen Sie es sich gut gehen,

Ihre Anja Kolberg

Mittwoch, 17 Oktober, 2007

Geliebter Opa und meine Reise nach England

Im Jahr 1989 starb mein Großvater, den ich sehr geliebt habe. Ich hatte immer den Eindruck, ich bin seine Lieblingsenkelin. Das tat gut. Viele Bilder blitzen vor meinem inneren Auge auf, wenn ich an ihn denke: Ich sehe, wie er uns Kindern im Schnee die kalten Hände warmgepustet hat. Er nahm meine kleinen Hände in seine großen, formte eine Höhle und pustete warme Luft hinein. Es dauerte nicht lange und schon waren die Hände wieder kuschelig warm. Oder ich sehe ihn hinter dem Haus sitzen und die Sense auf einem Metallklotz schlagen, damit sie wieder scharf wird. Mein Opa war mit Leib und Seele Bauer. Er hatte keinen eigenen Hof, sondern half den Landwirten bei der Arbeit auf dem Feld. Groß und hager war er. Er trug eine Brille vor den lustig blinzelnden Augen. Ich sehe ihn mit warmen Hausschuhen im Fernsehsessel Sportsendungen sehen. Er trug ein Hörgerät und so war der Fernseher immer recht laut gestellt. Wir wohnten ein Haus weiter und ich erinnere mich gerne daran, wie ich ihn besuchte und mich neben seinem Sessel auf dem Boden schmiss und in Zeitschriften blätterte, während er Tennis sah. Wir haben nicht viel gesprochen. Jeder hat gemacht, worauf er Lust hatte. Ich war damit glücklich.

Habe ich schon gesagt, dass mein Opa das weicheste Heu machen konnte, das ich je gesehen habe? Ich erinnere mich daran, dass er es auf Heuböcken trocknete und anschließend für unsere Schafe im Stall lagerte. Mein Opa war mein Firmpate. Im Herbst 1988 hatte ich Lust, kleine Puppen zu basteln. Die Herbstferien verflogen im nu, ich war in meinem Element: Anderen eine Freude machen und sie überraschen. Es entstand ein Opa und eine Oma. Als ich meinen Großeltern die Geschenke Weihnachten überreichte, war ich glücklich, weil sich beide darüber so gefreut haben. Als mein Opa die Feier verlies, um sich schlafen zu legen, trug er seine Puppe ganz stolz unterm Arm mit nach oben. Das Bild werde ich immer in meinem Herzen tragen.

Einige Monate später schafften verschiedene Ereignisse einen tiefen Einschnitt in meinem Leben: Bei meiner Mutter war einige Jahre zuvor Multiple Sklerose diagnostiziert worden. Als ich ungefähr 13 Jahre war, bekam sie einige Schübe, musste ins Krankenhaus und erhielt Cortisonbehandlungen. Das war eine sehr schwere Zeit für unsere Familie. Mein Vater schmiss mit uns 3 Kindern den Haushalt. (Besonders bleibt mir sein köstliches Frühstück in Erinnerung: Frische Orangen, dazu gekeimte Weizenkörner und frisch geschlagene Sahne. Köstlich!!!) Ich hatte Angst um meine Mutter. Die schulmedizinischen Behandlungen im Krankenhaus brachten nicht wirklich eine Linderung. Meine Eltern machten sich auf den Weg nach alternativen Heilwegen. Sie fanden Hilfe bei einer Ernährungsberaterin. Meiner Mutter ging es besser, die Schübe ließen nach, die Angst vorm Rollstuhl war gebannt.

Leider hatte diese Frau, die meiner Mutter so geholfen hatte, nicht nur Gutes im Schilde. Sie bildete einen Kreis von Menschen um sich, denen sie allesamt geholfen hatte und schaffte es auf welche Weise auch immer, sie für ihre Zwecke zu manipulieren. Sie sponn eine Weltuntergangsstimmung, wollte nach Österreich mit dieser Gruppe auswandern, um dort in einer Kommune ganz gesund zu leben. Eine sektenähnliche Abhängigkeit war entstanden. Die Dankbarkeit für die Hilfe verhinderte bei meinen Eltern eine gesunde und kritische Hemmschwelle. Die Situation spitzte sich zu, wir sollten über einen bestimmten Zeitraum das Haus möglichst nicht verlassen. Während dieser Zeit war ich mitten im Lernstress, meine Abschlussprüfung zur Bürokauffrau stand an. Mein Großvater erlitt einen Herzinfarkt, kam ins Krankenhaus und starb. Ich konnte mich nicht persönlich von meinem geliebten Großvater verabschieden. Gerade ich, die ihn so sehr geliebt hatte. Wie ich von meiner Großmutter erfuhr, ahnte mein Opa wohl, wie schlecht es ihm ging und er hätte immer wieder Ausschau am Fenster gehalten, ob wir ihn besuchen kommen. Aber wir kamen nicht. Ich kam nicht.

Seit dieser Zeit war ich untröstlich. Die Beerdigung habe ich unter einem Tränenschleier erlebt. Ich trauere, dass ich mich von meinem geliebten Opa nicht verabschiedet habe. Ihm nicht noch einmal gesagt habe, wie sehr ich ihn lieb hab. Mein Schmerz ist unendlich groß. Keine Strategie hat geholfen: Keinen Brief, den ich an ihn geschrieben habe, kein Abschiedsgruß am Grab, kein stiller Austausch in Gedanken. Auch nicht das Wissen, das er weiß, wie sehr ich ihn geliebt habe. Ich war und bin untröstlich. Ich würde alles geben, um ihn wirklich noch einmal in meine Arme schließen zu können. Ihn noch einmal drücken, ein Klümpchen von ihm beim Abschied geschenkt zu bekommen, ihn lachen zu sehen oder beim Pfeifen zuhören. Das ist unwiederbringlich vorbei.

In diesen Tagen schaffte mein Vater klare Verhältnisse: Er stoppte jeglichen Konakt zu der Ernährungsberaterin und der Gemeinschaft. Es war ein Befreiungsschlag für die ganze Familie. Einige Familien in diesem Kreis schafften den Absprung nicht, trennten sich von ihren Angehörigen, auch Ehepartnern und Kindern und zogen nach Österreich. Dieses Ereignis hinterlies bleibende Empfindungen bei mir. Ich bin seit diesem Zeitpunkt sehr aufmerksam, wenn ich nur die geringste Spur von Manipulation spüre. Mein Drang nach Freiheit, nach größtmöglicher Selbstbestimmung ist dadurch noch stärker geworden. Nie wieder wollte ich eine solche Abhängigkeit, Manipulation, Hörigkeit und Beeinflussung erleben.

13 Jahre später stehe ich in einem Buchladen in Köln-Zollstock. Ich habe Mittagspause und stöbere. Da fällt mir ein Buch ins Auge mit dem Titel "Der Himmel ist nur einen Schritt entfernt ". Es handelt von Paul Meek - einem Mann, der mit den Toten kommuniziert. Er wirkt sehr bodenständig, einfach und seriös. Das Buch weckt meine Neugierde und obwohl ich vorher nichts zu diesem Thema gelesen habe, es mich nicht interessiert hat, nehme ich es mit. Ich verschlinge die Seiten und lese in dieser Ausgabe zum Schluss, dass es ein Ausbildungscollege in Stansted, England gibt, welches Medien ausbildet. Auch die Adresse steht dort. Ich finde das hochspannend, aber aufgrund meiner oben beschriebenen Erfahrungen bin ich auch hochsensibel.

Meiner Freundin Ariane erzähle ich von dem Buch und der Medienschule, als wir als Stellvertreter in der Runde einer Familienaufstellung sitzen. Ich sage, dass ich dort sehr gerne einmal hinmöchte, mich aber alleine nicht traue und schon gar nicht, weil ich nicht weiß, was sich dahinter verbirgt. Am liebsten wäre mir, jemanden aus Deutschland kennen zu lernen, der sich dort auskennt. Zwischen uns sitzt eine alte Dame, die uns zugehört hat. Sie sagt: "Stansted? Arthur Findlay College? Das kenne ich. Da fahre ich schon seit 16 Jahren hin!" Ich bin sprachlos. Die Dame erzählt uns in der Pause einiges über die Kurse dort. Wir treffen uns einige Male und schöpfen Vertrauen. Ja, wir wollen es wagen und im nächsten Sommer für eine "German Week/Deutsche Woche" nach Stansted fliegen.

Im Juli 2003 war es soweit: Vom Flughafen Köln-Bonn ging es per Billigflieger nach Stansted. Wir hatten ein Doppelzimmer und die Verpflegung über das Haus gebucht. Es war ein traumhaft schönes Anwesen, ein Park mit uraltem Baumbestand und Rosenbeete umgaben das Backsteingebäude.

Wir trafen uns am ersten Tag in der Kapelle, in der sich die Medien vorstellten, mit denen wir in dieser Woche arbeiten könnten. Unsere Gruppe war buntgemischt aus ganz Deutschland, der Schweiz und Österreich zusammen gekommen.

In der Kapelle spielte Mike Rowland, einer der Medien, auf dem Klavier. Die Musik berührte etwas in mir, Tränen liefen mir die Wangen hinunter. Ich konnte gar nicht mehr auffhören. Es war mir unangenehm, aber sie ließen sich nicht unterdrücken.

Das Gesicht von Marcia, einer kleinen blonden Frau, zog mich magisch an. Sie wählte Worte, die mir gut taten, sprach die ganze Gruppe an und doch fühlte ich mich persönlich angesprochen und beruhigt. Obwohl ich immer wieder weinte. Zum Schluss ihrer Worte legte ich ohne zu überlegen die rechte Hand auf mein Herz und öffnete dann meine Hand. Dabei sah ich Marcia in die Augen. Es sollte mein Dankeschön auf die Entfernung für ihre Worte sein.

Nachdem Zusammentreffen teilten wir uns in Gruppen auf. Ariane und ich wollten zur Melanie in die Gruppe. Sie machte einen sehr bodenständigen Eindruck und wollte die Anfänger betreuen. Trudi, eine der Schweizer Übersetzerinnen sprach mich auf dem Weg hinaus an. Sie arbeitete mit Marcia zusammen und die hatte sie gebeten, mich anzusprechen. Ob ich ein Sitting gebucht hätte, fragte sie mich. Ich? Oh mein Gott nein, davor hatte ich große Angst. (Ein Sitting ist die Konsultation eines Mediums, um mit den Verstorbenen Kontakt aufzunehmen.) Ich dachte direkt an meine Großvater und musste weinen. Trudi beruhigte mich und sagte, dass ich hier sei, um etwas zu klären und ich die Chance nutzen solle. Ich wollte es mir durch den Kopf gehen lassen.

Als sich daraufhin zur Bibliothek kam, wo sich unsere Gruppe das erste Mal in diesem großen alten Raum traf, waren schon alle Plätze belegt. Bis auf den Platz neben Melanie, unserem Medium. Neben mir saß Mike mit seiner Frau, die aus dem Süddeutschen angereist waren. Bei seinem Arbeitgeber arbeitete er u.a. als Rettungssanitäter. Ich setzte mich auf den freien Platz und schon wieder begannen die Tränen zu laufen. Melanie stellte sich vor und die Übersetzerin machte gute Arbeit. Wir sollten uns vorstellen und die Runde begann bei mir. Ich war sowieso schon in Tränen aufgelöst und all meine Angst brach aus mir hervor. Ich erzählte von meiner Erfahrung mit der Sekte, meiner Angst in Stansted etwas Negatives zu erleben, beeinflusst zu werden, und von außen als verrückt abgestempelt zu werden. Mike reichte mir ein Taschentuch, die Gruppe hörte zu. Es hat so gut getan, darüber zu reden. Melanie beruhigte mich. Was mich an ihr so faszinierte, war ihre einfache Art. Sie war weder aufgetakelt, noch hob sie sich aus der Masse hervor. Ich fühlte mich ernst genommen. Das tat gut.

Ich schlief eine Nacht über die Frage, ob ich an einem Sitting teilnehmen sollte. Mein Inneres war dafür, ich entschied mich für Marica und meldete mich an. Am nächsten Tag hatte ich mittags meine Sitzung. Während der Zeit lief ein Band mit, Trudi übersetzte, was Marcia sagte. Ich erzählte, dass ich meinen Großvater vermisse, mehr nicht. Marcia beschrieb daraufhin, dass sie einen älteren Mann sehe, der die Hände zusammenlegte und hinein pustete! Ja, das war mein Großvater! Das war die Geste, an die ich mich bei ihm am stärksten erinnerte. Als ich ihr sagte, dass ich traurig sei, dass ich mich nicht von ihm verabschiedet habe, hielt sie kurz inne und sgte dann: "Dein Großvater wollte das nicht, Anja. Er wollte, dass du ihn so in Erinnerung behälst, wie er war." Tränen liefen, ich war so befreit und erleichtert. Noch einiges andere ist in der Sitzung besprochen worden. Doch das wichtigste waren diese Worte.

Fortan habe ich in unserer Gruppe nicht mehr geweint. Ich war wie befreit und konnte den Übungen folgen und mitmachen. Es war spannend. Einfach spannend und beeindruckend. Gerne würde ich noch einmal nach Stanstead fahren, in das Haus, in dem die Spiritualist Church eine über 150jährige Tradition hat. Es war himmlisch, abends mit Ariane den Tag durchzugehen, unsere Eindrücke zu schildern, zu lachen, zu hinterfragen und durchaus kritisch zu betrachten.

Die Tage im Arthur Findlay College sind für mich unvergesslich. Wieder zu Hause, haben Ariane und ich weitere Veranstaltungen hier in Deutschland von Geistheilern und Medien besucht. Doch nichts war so echt, so stimmig für mich wie in England. Stimmig war für mich hier allerdings die Beschäftigung mit der Literatur der Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross, die ich sehr schätze. Für mich passt das zusammen, was ich aus ihren Büchern, denen von Bernard Jakoby, im Buch von Paul Meek und in Stanstead erfuhr: Die Erde ist eine Schule des Lernens. Wir sind hier, um zu wachsen, zu lernen, reifer zu werden. Wenn wir sterben, bleibt unser Körper hier und unsere Seele geht hinüber in die geistige Welt, wo sie von den geliebten Menschen empfangen wird, die vor ihr gegangen sind. Das stimmt für mich, das ist wahr für mich.

Die Trauer um meinen geliebten Großvater ist seit England leichter geworden. Dennoch ist sie nicht ganz verschwunden. Einige Monate später bei einem Vortrag von Fritz Roth, einem besonderen Bestattungsinstitut in Bergisch Gladbach, liefen mir in Gedanken an meinen Großvater wieder die Tränen die Wangen hinab. Fritz Roth sagte etwas, das mich sehr beeindruckte: "Trauer lässt sich nicht zeitlich begrenzen. Manche Menschen trauern kurz, andere ihr Leben lang. Trauer lässt nicht nicht erklären. Genau so wenig wie sich Verliebtsein erklären lässt. Verliebte verhalten sich anders als Nicht-Verliebte. Genau so ist es bei Trauernden. Jeder trauert auf seine Art." Das tat mir gut. Wieder einmal fühlte ich mich angenommen und verstanden.

In der Zeit nach England habe ich mich über die Möglichkeiten der Sterbebegleitung informiert, aber wieder davon Abstand genommen, weil ich es seelisch nicht leisten könnte. Aber ich habe die Augen und Ohren geöffnet, für alles, was mit diesem Thema Verbindung findet. Es fasziniert mich, welche Zeichen Sterbende hinterlassen: Als der Opa meines Mannes starb, blieben die Uhren zu seiner Todesstunde stehen, berichtete meine Schwiegermutter. Als ich ihn wenige Tage zuvor besuchte, war er sehr fröhlich. Ich wusste, dass ich ihn das letzte Mal sehen würde und es war ein richtig guter Abschied. Auch von der Oma meines Mannes konnte ich mich verabschieden und noch einige Zeit bei ihr im Krankenhaus sein, bevor sie ging. Es sollte mir nie wieder passieren, was mich bei meinem Opa so nachhaltig getroffen hat. Auch von der Schwester meines Opas, die von meiner Patentante liebevoll gepflegt wurde, habe ich mich verabschieden können. Ich werde immer ihre rosigen Wangen in Erinnerung halten, wie sie mich mit einer kuschligen Decke eingehüllt anlächelt.

Eine interessante Begebenheit gab es noch bei dem Opa meines Mannes: Er sagte einige Tage bevor er starb "Am Donnerstag kommt mich xy besuchen." Seine Tochter wunderte sich, da diese frühere Nachbarin ihres Vaters schon einige Jahre tot war. Als er an dem Donnerstag starb, war meiner Schwiegermutter klar, was mein Schwiegeropa meinte.

Ich glaube, von solchen Geschichten gibt es viele. Ich liebe sie, sind sie für mich ein Beweis, dass eine Verbindung zwischen den Lebenden und den Toten besteht. Dass es mehr gibt, als das Erdenleben hier.

Beeindruckt hat mich der Besuch bei Bert van der Post, einem freien Seelsorger, der in Köln als Sterbebegleiter arbeitete und der die Trauerfeier für den Opa meines Mannes gehalten hat. Er war so menschlich und nah. Bei einem Besuch bei ihm zu Hause erzählte er Ariane und mir von seiner Arbeit der Sterbegebleitung für den Kölner Verein "Himmel und Äd". Ich war tief beeindruckt. Bert van der Post besuchte u.a. Sterbeseminare bei Elisabeth Kübler-Ross und begleitete Jahrzehnte Sterbende in der Uniklinik Köln. Er gab mir ein Heft, in dem seine Erfahrungen und Geschichten rund um sterbende Menschen gesammelt wurden. Ich denke gerade an das sterbende Kind, dem er den letzten Wunsch erfüllt hat, in dem er den Hund des Kindes entgegen den Krankenhausbestimmungen in einer großen Kiste an das Krankenbett des Jungen transportierte, damit er sich von ihm verabschieden und endlich gehen konnte. Ein nachhaltiges und beeindruckendes Erlebnis. Der Seelsorger sagte, dass es ihm immer nahe geht, wenn jemand stirbt, egal wie lange er die Arbeit schon macht.

Dankbar bin ich für diese Erlebnisse. Auch wenn der Verlust meines Großvaters noch heute schmerzhaft für mich ist, ermöglichte mir dieses Erlebnis doch die Beschäftigung mit dem Tod und dem Leben danach. Ohne diese fehlende Verabschiedung wäre ich nie auf diesen Weg gekommen. Danke dafür, Opa!

Und ohne die schwierige Familiensituation, die wir gemeistert haben, hätte ich heute nicht diese gesunde und wichtige kritische Haltung Themen gegenüber, die nicht im bekannten, normalen Bereich liegen. Danke dafür, Mama und Papa!

Sie glauben gar nicht wie froh ich bin, dass ich meine Oma noch habe!

Von Herzen,

Anja Kolberg



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