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Montag, 31 Dezember, 2012

Tschö 2012

In einigen Stunden ist es soweit und das alte Jahr geht. Ich bin froh darüber - wie meistens Sylvester. Ich fand das Jahr ganz schön hart, anstrengend, herausfordernd. Das Gegenteil von leicht, beschwingt und fröhlich - zumindest, wenn ich das Jahr insgesamt betrachte. Doch wenn ich genauer hinschaue, gab es in der Schwere auch immer etwas Gutes und ich kann hinter Herausforderungen einen Sinn entdecken. Das will ich jetzt mal probieren, damit das Jahr in guter Erinnerung bleibt.

Einige Themen, die mein 2012 prägten:

Die Entscheidung, die Überprüfung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie im Herbst 2012 zu absolvieren. Nach der Euphorie, endlich eine Entscheidung getroffen zu haben, begannen die Probleme. Der für Januar avisierte Kurs wurde unverhofft auf März verschoben, so wurde die Zeit knapp. Mir begegneten bis zur Prüfung haufenweise Verunsicherungen, Herausforderungen, Durststrecken, Zweifel... Am Anfang wollte ich deswegen nicht nur einmal alles wieder hinwerfen. Das Gute: Ich habe trotzdem (im Blog stand nur ein Teil dessen, was war) an meinem Ziel festgehalten, mir zusätzliche Unterstützung geholt, kontinuierlich gelernt und mich durch die schwierige Konstellation intensiver mit dem Thema befasst als ich es sonst vielleicht getan hätte. Ich habe interessantes Wissen aufgenommen, Erkenntnisse gewonnen, neue Menschen kennen gelernt und Selbstvertrauen getankt.
Fazit: Wenn ich mich selbst darum kümmere, an Informationen zu kommen, entpuppen sich von anderen aufgepumpte Schreckgespenster als Luftblase. Ich gebe nicht so schnell auf, wenn es schwierig wird, sondern beiße mich durch und bleibe am Ball. Wenn ich etwas wirklich will, erreiche ich es auch. Ein wirklich guter Ratgeber ist meine innere Stimme!

Mein Aufenthalt in Stansted Hall, England im Arthur Findlay College Anfang Juli. Einen Blogeintrag dazu habe ich angefangen, doch nicht fertig gestellt. Die Zeit dort war so intensiv, dass ich schon am ersten Abend das Gefühl hatte, eine Woche sei vorbei. Sehr herausfordernd war meine Dozentin für mich, die Emotionen und vielen Eindrücke. Nachdem ich wieder zu Hause war, verschaffte sich mein Körper durch eine dicke Erkältung Ruhe. Vier Wochen konnte ich insgesamt nicht für die Prüfung lernen und ich hatte Sorge, dass mich das völlig aus dem Zeitplan schmiss.


Das Gute: Ich forderte auch meine Dozentin und sprach aus und fragte, was mir wichtig war, obwohl sie von meinen Fragen und Zweifeln genervt war. Ich habe nette Menschen kennen gelernt, neues Wissen aufgenommen, Zeit in der Natur mit Pferden, Kaninchen, Hörnchen, Schnecken, Staudenrabatten, alten Bäumen, wundervollen Duftrosen, beeindruckendem Gemäuer verbracht. Leckeres veganes Essen gekostet. Ein Zimmer für mich gehabt. Beeindruckende Dozentinnen und Dozenten kennen gelernt, an wunderschönen Meditationen teilgenommen, Erfahrungen und Beweise in Übungen gesammelt, ein bewegendes Sitting gehabt und berührendes Feedback und Informationen für mich erhalten.
Fazit: Es gibt Dinge, die sind so intensiv, dass ich lange brauche, um sie zu verarbeiten und ich finde es faszinierend, wie viel ich zwischen Himmel und Erde noch nicht weiß und wie spannend das ist...

Der Abriss und Aufbau des Reihenhauses neben unserem bedeutete für mich eine unübersehbare Belastung. Dreck & Lärm konnte ich am Anfang ganz gut wegstecken, doch trotz gutem Willen war es mit meiner Gelassenheit irgendwann vorbei. Das schlimmste Erlebnis für mich war der unangekündigte Aufbau des Dachstuhls am sehr frühen Morgen direkt neben unserem Schlafzimmer, als ich noch tief und fest und nichts ahnend schlief. Der plötzliche Krach, die starken Erschütterungen und vielen und lauten Stimmen der Handwerker fühlte sich an wie ein Überfall - mitten in meinem Schlafzimmer. An dem Tag war ich zu nichts mehr zu gebrauchen. Nicht nur das Haus, auch ich war erschüttert worden. Diese Beeinträchtigung war neben der Prüfungsvorbereitung das Anstrengendste für mich in diesem Jahr. Ich bin so froh, dass das geschafft ist.

Im Herbst 2011 bekamen wir neue Fenster. Immer wieder waren Kratzer auch auf den frisch eingebauten Ersatzscheiben oder wir entdecken Beschädigungen durch den Einbau. Etliche Mal hieß es warten auf Termine, neue Scheiben, die Monteure. Das war nicht nur anstrengend, sondern auch nervig. Ich bin froh, dass ich mich nach Lösungen erkundigt und trotz Widerstand erwirkt habe, dass die Schäden behoben wurden und letztendlich auch die durch den Einbau beschädigten Schieferplatten im Dachgeschoss ersetzt wurden. Im Juli war das Thema nach einem dreiviertel Jahr endlich abgeschlossen. Ich habe die Bequemlichkeit überwunden, gekämpft und wir sind mit dem Ergebnis jetzt in Frieden. Und... Minu hat weniger Probleme mit dem Wind, es ist viel wärmer und sieht schöner aus. Herrlich!

Im Februar entschloss ich mich zum Fasten. Keine einfache Zeit, weil ich schlechte Laune und Hunger hatte. Im nachhinein hat mir die Woche gut getan hat. Ich weiß aber nicht, ob ich das in der Konstellation (alleine zu Hause fasten, der Partner isst normal weiter) nochmal mache, die Bedingungen waren schon hart.

Ich ernähre mich übrigens immer noch hauptsächlich auf pflanzlicher Basis, lediglich bei diesen Dingen mache ich Ausnahmen: Kuchen. Teilchen. Eis. Schokolade. Süßigkeiten. Ausnahmen, weil darin Eier und Milchprodukte enthalten sind. (Mehr zum Hintergrund.) Dieses Jahr hat sich Normalität breit gemacht. Einfache vegane Gerichte habe ich inwischen eine Menge, die sich durch Fleisch- oder Käsealternativen für meinen Mann ergänzen lassen. Fotos habe ich davon auch gemacht. Mal sehen, ob es mir gelingt, einen neuen Beitrag dazu zu bloggen. Es tut mir nicht nur gut, weitmöglichst im Einklang mit meinem Mitgefühl für Tiere zu leben, ich bin auch - trotz der Ausnahmen - glücklich, dass ich weiter durchhalte, es fällt mir nicht immer leicht...

Während das Jahres ertappte ich mich immer wieder dabei, mich nicht entspannen zu wollen, zum Beispiel während dem Lernen - weil da doch das große unbedingt zu erreichende Ziel war und ich noch so viel dafür tun musste. Dabei waren die Pausen so wichtig, um das Wissen zu verarbeiten und neue Kraft & Lust zu schöpfen. Nicht erst wenn die Arbeit getan ist, ausruhen, auch schon vorher Pausen einlegen. Nicht erst leben, wenn ein Ziel erreicht ist, sondern während dessen vom Leben kosten! Ich hoffe, ich merke immer früher, wenn ich im ungesunden Muster stecke und verordne mir dann selbst eine Pause, bevor mein Körper einschreiten muss...

Büro: Die Veränderung der Wandfarbe von maigrün in rosa war eine gute Entscheidung. Es fühlt sich so viel leichter und beschwingter an. Mit der neuen Farbe bringe ich Selbstliebe in Verbindung. Zudem habe ich danach einiges im Büro und Lager losgelassen, das war auch wichtig. Mit Wehmut habe ich den Wandkalender aus dem Programm genommen. Die Entscheidung für einen zweiten Tischkalender fiel dagegen leichter. Ich bin froh, dass ich den Entwurf und die Druckdaten trotz der Prüfungsvorbereitung umsetzen konnte. Daran habe ich vorher öfters gezweifelt.

Auch die Webshopaktualisierung im Herbst, bevor er online ging, war nicht ohne. Davor hatte ich aufgrund meiner Erfahrungen aus den Vorjahren gehörigen Respekt: Bis jetzt gab es jedes Jahr neue rechtliche Anforderungen, die in die Shopsoftware eingebunden werden wollten, so auch dieses Jahr die sogenannte "Buttonlösung". Kein leichtes Spiel, da ich den Shop nur einmal im Jahr kurz vor der Saisoneröffnung anpacke, also während des Jahres Routine verloren geht und Wissen ebenso. Die Einspeisung neuer Anforderungen greift meist in die Programmierung ein, dafür kann viel Zeit dafür drauf gehen und sich aufgrund meiner Unwissenheit schnell Fehler einschleichen. Ergebnis: Der Shop läuft nicht mehr und der Fehler liegt irgendwo in den Tiefen versteckt. Das Gute: Ich habe aus den vergangenen Jahren gelernt und nicht so schnell alles hingeschmissen oder den Supprt angeschrieben oder meinen Mann zur Hilfe geholt, sondern versucht die Dinge selbst zu lösen. So kam es vor, dass ich abends spät - nach einem wegen Fehler im Shop durchsuchten Samstag - nicht alles hinschmiss, sondern auf mein Inneres hörte, nochmal in Ruhe überlegte und alle Schritte noch einmal (und damit zum xten Mal) überprüfte und dann wahrhaftig den Fehler selbst finden und beheben konnte! Das war ein Wow-Erlebnis für mich! Ich bin ja keine Programmiererin, sondern Autodidaktin. Ich bin erstaunt, dass ich meine Probleme größtenteils alleine und rechtzeitig trotz bevorstehender mündlicher Prüfung geschafft habe. Vor einigen Jahren war das undenkbar. :o)
Fazit: Durchhalten, kleine stetige Schritte und mir immer wieder Mut machen bringt mich zum Ziel.

Zufälle/Himmelsglück: Wenn unerwartete - schöne - Dinge passieren, mag ich das besonders. Zum Beispiel hat mir das Buch 'The Magic' von Rhonda Byrne gut getan, weil mir die Arbeit damit jeden Tag positive Stimmung bescherte und ich das Resonanzgesetz testete. Sogar mit Erfolg. Dazu eine Geschichte:

Ich lebe in einer Straße wo die Parkplätze wegen der nahen Geschäfte knapp sind. Eines Tages war unser Wagen vor der Tür zugestellt, nicht nur einige Minuten, sondern von morgens an. Gut, dass ich nicht weg musste, dennoch wollte ich das nicht so hinnehmen. Ich befestigte an der Windschutzscheibe den Hinweis, dass wir zugeparkt wurden und bat darum, das nächste Mal einen anderen Parkenplatz zu wählen. Ich gab auch meinen Namen und unsere Hausnummer an. Innerlich dankte ich dafür, dass sich der Autofahrer bei mir entschuldigt, indem er mir einen Zettel in den Briefkasten steckt. Nach Stunden entdeckte ich: Der Wagen ist endlich weg. Es juckte mich, in den Briefkasten zu schauen. Und was guckte da heraus? Mein Zettel, den ich am Wagen befestigt hatte. Auf der Rückseite die Entschuldigung des Fahrers mit der Angabe, wer er ist und wo er gewesen war! Das war bei allen Zetteln, die ich bisher an uns zuparkenden Autos befestigt hatte (Inhalt meistens ähnlich) noch nicht passiert und bescherte mir Gänsehaut. Obwohl es immer wieder Menschen gibt, die sich entschuldigen: Einmal hat ein sehr netter älterer Herr sogar geklingelt und sich entschuldigt, das fand ich sehr nett oder eine Mitarbeiterin der Bank hat mir eine Schachtel Süßigkeiten in den Briefkasten geworfen. So viel schönes und überraschendes! Doch in dem Beispiel, dass ich aufgeschrieben habe, war das besondere, dass ich mir den Zettel gewünscht habe... und ihn bekommen. Es funktioniert und es gab davon noch einige Beispiele mehr.

Es gab während des Jahres auch schöne Erlebnisse, wo ich auf mein Inneres hörte, statt auf meinen Verstand und dafür belohnt wurde wie oben mit dem Softwarefehler. Ein weiteres Beispiel war die Fahrt Anfang Oktober morgens zur schriftlichen Prüfung nach Düsseldorf. Es war so unübersichtlich und ich verpasste die Autobahnausfahrt. Mist! Ich kannte mich in der Gegend nicht aus, mehrspurige Straßen, X Schilder, viel Verkehr am Morgen. Ich nutze kein Navi und hatte mir nur einen Plan bis zur Ausfahrt und von dort einen Detailplan bis zum Prüfungsort ausgedruckt. Was tun? Ich nahm die nächste Ausfahrt, folgte meinem Gefühl und entschied mich nicht die Autobahn wieder zurück zur 'richtigen Ausfahrt' zu nehmen, sondern bog hier und da mal ab, fuhr gerade aus, war mehrmals unsicher und doch war ich auf einmal in der Nähe, wo die Prüfung abgehalten wurde! Ich konnte wieder auf meinen Plan schauen! Und in der Warteschlange zur Anmeldung erfuhr ich von einem Kommilitonen, dass im Tunnel zwischen den beiden Ausfahrten ein Auto gebrannt hat. Ich wäre also genau dort in den Stau gekommen, wenn ich zurück gefahren wäre...

Mein Kalender ist nun durchblättert. 2012 war voll und intensiv. Rückblickend waren 'Grenze' und 'Durchhalten' wichtige Themen. Es wäre toll, wenn 'Leichtigkeit' das Motto für 2013 ist! :o) Es liegt auch an mir, die Dinge mit Leichtigkeit zu nehmen.

Mir ist mal wieder klar geworden, wie wichtig es ist, dass ich mich selbst stütze, bestärke, mir Mut mache, mich bei der Hand nehme, mir gut zurede. Das nicht von außen erwarte, sondern es mir selbst erfülle. Insbesondere wenn mich andere von meinem Weg abbringen wollen, warum auch immer...

Mir selbst das schenken, was ich anderen gerne und leicht gebe (Aufmerksamkeit zum Beispiel), fällt mir schwer und ist auch ungewohnt. Damit Verhalten zur Gewohnheit wird, braucht es Übung. Ich übe es wieder und wieder und freue mich auf die Zeit in der Zukunft, wo es für mich zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Genau wie meine Hoffnung, in allem Negativen das Positive immer flotter zu entdecken und auf die darin liegenden Chancen meine Aufmerksamkeit zu lenken. Ebenso wie die Pausen, die mir mein Körper, das Leben oder meine blockierende Seele schenkt, mit Zuversicht anzunehmen und auch meine damit einhergehende Ungeduld und Unzufriedenheit (wie derzeit).

Ich bin dankbar für viele Begegnungen in diesem Jahr. Ein Medium aus Erftstadt, dass ich noch kennen lernen durfte, bevor sie diesen Frühsommer unerwartet verstarb. Mails und Briefe, die mich erreichten und ich schrieb. Dankeschön für meine Kalendersendungen, die mein Herz hüpfen ließen oder für den Blog und die E-Cards. Gespräche mit Freundinnen & Familie in der Natur, in Cafés, am Telefon, zu Hause... So viele weitere, die ich in meinem Herzen trage.

Auch die Begegnung mit mir selbst war wichtig, weil ich in meinem Inneren Kraft und Rat finde. Ich habe ein noch feinsinnigeres Gespür für mich selbst entwickelt, für das was mir wichtig ist und lerne jeden Tag etwas mehr, zu mir und zu meinen Bedürfnissen zu stehen und sie umzusetzen. Der Dialog mit meinem Inneren war und ist kostbar und die Techniken, wie ich mit mir selbst in Kontakt gehen kann, verfeinere und verbessere ich von Jahr zu Jahr. Das hilft mir sehr.

Wow, das ist ganz schön lang geworden. Erst dachte ich: Was soll ich schreiben? 2012 war so blöde. Doch wenn ich mich wirklich bemühe, finde ich viel Positives. Wenn der Beitrag auch ein wenig klingt wie eine Lobhuddelei, die ein innerer Anteil von mir am liebsten löschen möchte: Es tut mir gut, wo ich doch vieles erst mal in einem dunklen Licht sehe.

Es heißt noch lange nicht, was ich für andere mit Leichtigkeit schaffe (Mut machen, Stärken sehen und benennen, Annehmen, Hoffnung keimen lassen...) kann ich auch für mich selbst gut. Es entpuppt sich wohl als Lebensaufgabe für mich. Nicht umsonst beschäftige ich mich hier im Blog mit diesen Themen.

Im Newsletter des Milton Ericson Institut Hamburg las ich: "In einer Untersuchung über alte Menschen wurde gefragt, was diese bereuen. Es zeigte sich, dass man weniger bereute, was schief gegangen war, sondern was man gar nicht probiert hatte, was aber vielleicht lohnenswert gewesen wäre."

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und mir selbst von ganzem Herzen ein gutes 2013, das zu jeder Herausforderung gleichzeitig Hinweise zur Lösung aufzeigt, den Mut liefert, diese umzusetzen und die Zuversicht schenkt: Es wird gut werden, gleich was ich probiere.

Ihre Anja Kolberg

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Samstag, 22 Dezember, 2012

Schöne Weihnachten

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich wünsche Ihnen & Ihrer Familie ein frohes und lichtvolles Weihnachtsfest mit allem, was Sie sich wünschen & Ihnen gut tut.

Schön, dass Sie da sind.

Herzlich,

Ihre Anja Kolberg

Dienstag, 18 Dezember, 2012

Vor-Weihnachtszeit

Klick zu den E-Cards

Heute habe ich aus neuen Fotographien Weihnachts-Ecards gestaltet. Ich finde diese Lichtkompositionen einfach herrlich und habe viel Freude daran. Auch die anderen Weihnachts-E-Cards sind online. So können Sie sie jetzt schon schreiben und mit Absendedatum versehen abschicken.

Unser Weihnachtsbaum steht seit letzter Woche Montag. Er ist klein, grün und steht auf einem Podest. Er verströmt ein herrliches Licht und Nadelduft. Geschmückt ist er mit kleinen Holzfiguren, die noch aus dem Fundus der Großmutter meines Mannes stammen, liebevollen Figuren, die ich geschenkt bekam, kleinen roten Äpfeln, Glückspilzen, Strohsternen, Schleifen, Zuckerstangen, Tannenzapfen, Zimtstangen ... und zwei Lichterketten. Hier ist unser kleiner Freund:

Die Stimmung ist seit dem weihnachtlich in unserem Wohnzimmer. Ich genieße die Wärme abends durch den Kaminofen, das Licht, dazu noch Räucherwerk. Hm. Das tut so gut.

Mit dem Verkauf der Kalender bin ich sehr zufrieden. Es sind immer noch Kalender auf Lager, Sie können also noch bestellen. Ich finde der Kalender ist auch ein besonderes Mitbringsel für eine Sylvesterparty oder ein schönes Geschenk zum neuen Jahr.

In den letzten Jahren wurde immer mal wieder die Idee an mich herangetragen, einen alternativen Tischkalender zu entwerfen, der die Menschen nicht so direkt anspricht wie der Affirmationskalender durch seine Ich-Sätze, der aber ebenso tiefsinnig ist. Zum Beispiel als Geschenk für den Chef, Geschäftskunden oder als kleine Aufmerksamkeit für die Nachbarin. Für Menschen, die man vielleicht nicht so gut kennt oder auch als Alternative für sich selbst, wenn man sich andere Texte wünscht. Dieses Jahr habe ich die Idee endlich umgesetzt mit dem Kalender 'Ein gutes Leben'.

Ich war gespannt, wie die Idee ankommt und welcher der beiden Tischkalender stärker gekauft wird. Was würden Sie tippen?

Tischkalender Ich gehe meinen Weg 2013

Ich gehe meinen Weg: Mit 'Ich-Sätzen', Affirmationen, die den Menschen direkt ansprechen

oder

Tischkalender Ein gutes Leben 2013

Ein gutes Leben: Mit allgemein formulierten Sätzen.

Na? Auflösung 'Ich gehe meinen Weg' hat die Nase knapp vorne. Ich freue mich, dass mein neues Werk 'Ein gutes Leben' so gut bei Ihnen angekommen ist. Ich kann mich gar nicht für einen der beiden entscheiden und freue mich, im nächsten Jahr je nach Stimmung und Situation auf den einen oder den anderen zu schauen.

*Hüpf*

Jetzt werde ich mich weiter der Kalenderwerkstatt und dem Webshop widmen. Eine Zipfelmütze und Elfenohren sind mir noch nicht gewachsen... Eigentlich eine schöne Idee!

Klick zu den E-Cards

Wenn Sie sich oder netten Menschen auch einen Kalender gönnen wollen: Hier geht es zum Webshop - Einfach anders.

Einen schönen Adventstag - hier in Köln wird es schon langsam Abend... Lust dazu auf die Musik von 3 Nüsse für Aschenbrödel?

Anja Kolberg

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Mittwoch, 12 Dezember, 2012

Psychologie: Hilfe für die Seele. Ende mit dem Tabu.

"Was bedeutet es eigentlich, 'verrückt' zu sein? Und was ist normal? Wieso wird jemand gegen seinen Willen eingewiesen?" Diese Fragen haben mich zu Beginn meiner Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie interessiert. Ich habe während dieses Jahres Antworten bekommen, Vorurteile abgebaut, Verständnis entwickelt, noch mehr Mitgefühl und eine Offenheit, die mir kostbar ist.

Ich möchte mit diesem Beitrag nicht sagen, dass in Psychiatrie und Psychotherapie alles in Ordnung ist. Es gibt dort wie in jedem Bereich Licht und Schatten. Mir ist es wichtig, das Tabu zum Bröckeln zu bringen, das Menschen abstempelt, die seelische Unterstützung brauchen und sich auch holen. Es wäre so schön, wenn es zur Selbstverständlichkeit wird, die Seele behandeln zu lassen. Damit viel mehr Licht in den Schatten des psychischen Leids kommt, an dem nicht nur der Betroffene selbst leidet, sondern auch sein Umfeld.

Ich kannte aus Filmen vor allen Dingen Abschreckendes aus dem Bereich der Psychiatrie - wie gegen den Willen durchgeführte Elektrokrampfbehandlungen oder Menschen, die schreiend in Zwangsjacken gesteckt und abgeführt wurden oder aus Krimis Menschen, die unterschiedliche Persönlichkeiten haben (erstaunlich, welch geringe Rolle die Multiple Persönlichkeit nur in der Prüfungsvorbereitung spielte und wie überpräsent sie in Filmen dargestellt wird...).

Zwei Beispiele für Vorurteile, die ich für mich lösen konnte:

Vorurteil 1: Wer in der Psychiatrie ist, bekommt gegen seinen Willen Elektrokrampfbehandlungen. Das hat mit der Realität wenig zu tun. Die heutige Elektrokrampfbehandlung (EKT) hat nichts mit den Zwangsbehandlungen zu tun, die in Filmen gezeigt wurden. Die EKT wird heute - nur MIT Einverständnis des Patienten - zum Beispiel bei schweren, therapieresistenten Depressionen mit Erfolg eingesetzt. Die Patienten bekommen zuvor ein Mittel, dass die Muskeln entspannt und sie wird unter Narkose durchgeführt. Erschreckend wie unterschiedlich Wirklichkeit und Fiktion sind - das tragische: Es werden Ängste ausgelöst, die gar nicht sein müssen. (Weitere Info: Stellungnahme der Bundesärztekammer zur EKT als PDF)

Vorurteil 2: Benimmt man sich außerhalb der Norm oder äußert Suizidgedanken, besteht die Gefahr, zwangseingewiesen zu werden. Das passiert nicht so leicht, es müssten bestimmte Kriterien dafür vorliegen. Geregelt ist die Zwangseinweisung im Psychisch-Kranken-Gesetz (kurz PsychKG), das für jedes Bundesland etwas anders ausgeführt ist. Einen Überblick und Links zu den einzelnen Landesgesetzen gibt Wikipedia. Hier was ich gelernt habe (Nordrhein-Westfalen), mit meinen Worten wiedergeben und ohne Anspruch an Rechtsgültigkeit:

Für eine Zwangseinweisung muss eine unmittelbar bevorstehende Selbst- oder Fremdgefährdung aufgrund einer psychischen Erkrankung vorliegen, die nicht anders abgewendet werden kann. Eine unmittelbar bevorstehende Selbstgefährdung ist beispielsweise, wenn jemand sagt: "Ich will nicht mehr leben und bringe mich jetzt um." Er kann und will sich von diesem Vorhaben nicht mehr distanzieren. Fremdgefährdung ist, wenn jemand einer anderen Person etwas antun will. Hintergrund: Es gibt Situationen und Störungen, die die eigene Steuerungs- und Handlungsfähigkeit beeinflussen und zu Gewalttaten - auch gegen sich selbst - führen können. Deswegen ist der Arzt, Therapeut verpflichtet, den Betroffenen auch gegen seinen Willen in eine psychiatrische Klinik einzuweisen - zum Schutz des Patienten. Eben weil er sich nicht mehr selbst helfen und schützen kann.

Doch auch bei Vorliegen dieser Kriterien müssen weitere Voraussetzungen erfüllt werden: Es muss ein psychiatrisches Gutachten erstellt werden, ein Antrag beim Vormundschaftsgericht gestellt und ein Richter muss der Zwangseinweisung zustimmen. Liegt der richterliche Beschluss nicht bis zum Ende des auf die Zwangseinweisung folgenden Tages vor, muss der Patient wieder aus der Klinik entlassen werden.

Also so schnell wird man nicht eingewiesen. Auch die fehlende Bereitschaft, sich behandeln zu lassen, reicht alleine nicht zur Zwangseinweisung. Solange man einem anderen oder sich selbst akut nichts antun will oder gefährdet, passiert einem nichts. :o) Übrigens gehört es zur Sorgfaltspflicht, Betroffene vor einer Zwangseinweisung darüber aufzuklären, sich auch freiwillig einweisen lassen zu können. Der große Unterschied: Nicht das Gericht entscheidet dann über die Entlassung, sondern der Betroffene selbst. Und noch eine Information, die ich in dem Zusammenhang wichtig fand: Man kann nicht gezwungen werden, Medikamente einzunehmen. Nur bei Gefahr im Verzug (zum Beispiel starke Erregung, jemand schlägt um sich und gefährdet sich oder andere) ist die Behandlung ohne Einwilligung möglich.

[Wer Anmerkungen oder Korrekturen zu den genannten Informationen hat, ist herzlich eingeladen, mir zu schreiben.]

Mir ist auch klar geworden, warum Psychotherapie oder Psychatrie so ein Tabu in Deutschland ist: Im zweiten Weltkrieg wurden psychisch Kranke und geistig Behinderte inhaftiert, zwangssterilisiert, ausgehungert und über 150.000 von ihnen ermordet! Als ich das in einem Fachbuch las, machte mich das betroffen und traurig.

Solche Erfahrungen sitzen wie ein Albtraum in den Erinnerungen von Generationen fest. Auch in den Jahrhunderten davor wurden an Geist und Seele Erkrankte von der Gesellschaft ausgegrenzt. Kein Wunder, dass der Besuch beim Therapeuten oder beim Psychiater für viele ein Tabu ist, dessen Möglichkeit weit von sich gewiesen wird. Ich verstehe das Verhalten seit dem. Das Gute: Man kann seine Meinung und Einstellung ändern. Jederzeit - nur ein Gedanke entfernt. Erst seit 1970 sind psychische Krankheiten übrigens als eigenständige Krankheiten anerkannt.

2012 ist es mehr als an der Zeit, das Tabu rund um die Seelenheilkunde (=Psychiatrie) und Seelenpflege (=Psychotherapie) aufzulösen und das Stigma zu beenden.

Es sollte eine liebevolle Selbstverständlichkeit sein, die Seele zu pflegen und behandeln zu lassen. Genau wie es jeder mit seinen Haaren, seiner Haut, einem Schnupfen und bei einem Herzinfarkt macht. Auch die Seele kann einen Infarkt bekommen, es kann einen Schnupfen im Kopf geben, die Haut der Seele kann nach Belastungen sehr dünn werden. Das ist nichts verrücktes, sondern eine normale Reaktion. Und auch dafür gibt es Hilfe - wie für einen Schnupfen in der Nase.

Die Abwertung seelischer Hilfe forciert, dass sich Menschen nicht trauen, diese in Anspruch zu nehmen. Sie bleiben mit ihren Sorgen alleine, was ihnen nicht hilft, ihr Leid zu überwinden. Auch deswegen ist es wichtig, dass es zur Normalität wird, sich psychologische Hilfe zu holen und sich behandeln zu lassen.

80% der Menschen mit einer Depression haben schon mal daran gedacht, nicht mehr leben zu wollen - die meisten Menschen denken das im Laufe ihres Lebens einmal. Wussten Sie, dass die Zahl der Menschen, sich selbst töten (10.021 in 2010) mehr als doppelt so hoch ist wie die Zahl der Verkehrstoten (3.942)? Mich hat diese Tatsache geschockt und traurig gemacht. Das jüngste Alter wurde übrigens mit fünf Jahren angegeben! (Quelle: Statistisches Bundesamt, Todesursachenstatistik)

Wir brauchen Toleranz, Offenheit, ein offenes liebevolles Herz und Ohr, um Menschen zuzuhören, denen es seelisch nicht gut geht oder die fühlen, das Leben macht keinen Sinn mehr. Es gibt dafür Lösungen und seelischer Schmerz verändert sich ebenso wie der körperliche bei einer Operationswunde. Das bleibt nicht ewig so, es wird besser - und dafür gibt es vielfältige Anlaufstellen von Selbsthilfegruppen über Austausch im Netz bis zu den professionenen Helfern in Arztpraxen, von der Krankenkasse finanzierten Therapien, auf Fachgebiete spezialisierte Kliniken, Heilpraktikerinnen und viele weitere.

Manchmal reicht es schon, sich einfach mal auszuquatschen, bei einem Menschen, der einem wirklich zuhört.

Eine direkte und praktische Möglichkeit zum Entlasten der Seele ist zum Beispiel die Telefonseelsorge. Unter ihrer kostenfreien Nummer 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222 kann man anonym sein Herz ausschütten - zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Auf der Internetseite 'Freunde fürs Leben', bei der viele Stars mitmachen, gibt es praktische Informationen und kleine Filme rund um Suizidalität und Depressionen. Es gibt viele Menschen, die nicht verurteilen, sondern Verständnis haben und auf Hilfegesuche reagieren und Hoffnung machen.

Ich selbst habe drei Psychotherapien gemacht. Bei der ersten wollte ich ein paar Erinnerungen aus der Vergangenheit besprechen und es wurde zu einer Begleitung während einer intensiven beruflichen Zeit, in der ich so vieles leichter nehmen konnte. Bei der zweiten brauchte ich nach meinem Brustkrebsverdacht Hilfe, diesen Schock zu verdauen und endlich wieder mehr für mich selbst zu tun, statt 'nur' zu arbeiten. Und bei der dritten wollte ich u.a. wissen, warum ich mein Übergewicht brauche und was ich dabei am stärksten lernen durfte, war meinen Körper zu lieben so wie er ist. Ein wundervolles Geschenk. Ich habe von jeder Therapie profitiert und finde diese Hilfe wunderbar.

Der Seele einen Ort geben, wo sie geliebt und angenommen wird und gesund werden kann, das finde ich ein schönes Bild.

Ich habe durch die Ausbildung in den letzten Monaten so viel über mich selbst, meine Seele und ihre unterschiedlichen Facetten kennen gelernt und mich selbst besser begriffen. Da wird es auch noch viel zu begreifen geben, denn jedes neue Wissen ist ein Puzzlestein mehr, zu verstehen warum ich bin wie ich bin. Das ist so spannend und bereichernd.

Keine Therapie war leicht für mich oder ein Zuckerschlecken. Mit seelischem Schmerz in Verbindung kommen, ist anstrengend. Kurzfristig tut das weh, langfristig schafft es Linderung. Das schönste, was ich aus allen Therapien mitgenommen habe, ist mich selbst mehr anzunehmen und zu lieben wie ich bin. Besonders aus der letzten. Das ist keine Erkenntnis, die sich mit einem Pling in den Kopf setzt und ab dann behandle ich mich sehr nett. Es ist eher eine lebenslange Aufgabe, mir selbst so viel Liebe, Verständnis und Aufmerksamkeit zu schenken wie ich anderen Menschen gebe.

Tischkalender 2013 - Ein gutes Leben

Vielleicht bin ich deswegen auf dieser Welt. Vielleicht möchte meine Seele genau das lernen: Mich selbst lieben wie ich bin.

Auf diesem Weg unterstützen mich jeden Monat auch meine Kalender. In 2013 sind deren Titel: 'Ich gehe meinen Weg' und 'Ein gutes Leben'. Das Bild oben stammt aus einem der beiden. Sie können die Kalender hier anschauen und kaufen.

Von Herzen

Anja Kolberg

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Freitag, 07 Dezember, 2012

Postkarten-Sets ausverkauft

Seit heute vormittag sind die Postkarten-Sets in meinem Webshop ausverkauft. Zum Abschied hier eine meiner Lieblingskarten:

Klick zum Webshop

Ein Eichhörnchen hüpft über eine Frühlingswiese in der Kölner Flora mit dem Text:

"Worauf hast du Lust? Da geht der Weg lang!"

Klick zum Shop, wo Sie die beiden Tischkalender für 2013 bestellen können.

Herzliche Grüße aus der Kalenderwerkstatt

Anja Kolberg

Montag, 03 Dezember, 2012

Licht

Licht.

Das die Dunkelheit vertreibt.

Licht.

Das meine Seele erhellt.

Licht.

Das mich wärmt.

Licht.

Das mich anzieht.

Licht.

Freudenfunken.

Licht.

Liebe.

Licht.

In mir.

Licht.

Ich.

Erstellt durch: Anja Kolberg
Thema: Blog - 2012, 2. Halbjahr

Sonntag, 02 Dezember, 2012

Dezember-Zeit auf meinen Kalendern

Wandkalender

Ich liebe das Foto und den Text meines Wandkalenders für diesen Monat:

Foto: Eine einzelne Schneeflocke landet auf einer Kiefernadel.

Text: "Ganz leise schleicht sich das Gück in meine Seele & zündet dort ein Lichtlein an."

Das wünsche ich mir sehr: Glück. Licht. Diese stille Ruhe und Friedlichkeit, die das Bild ausstrahlt. Aufgefangen werden. Mich selbst auffangen. Durchatmen. Kiefernadelduft. Adventszeit. Ruhepausen finden. Auszeiten vom Alltag nehmen.

Tischkalender 2012

Auf dem Tischkalender 'Ich will frei sein' steht ein von Frost überzogener Zweig mit dem Satz: "Ich kann mich ändern, nicht dich."

Hm. Was fällt mir heute dazu ein? Dass ich das ganz schön schwer finde, mich zu ändern. Im Idealfall kann ich alles so annehmen wie es ist. Das ist aber manches Mal nicht der Fall und ich spüre, es muss was anders werden, damit es mir gut geht. Wenn andere Menschen am Problem beteiligt sind, ist es für mich am bequemsten, sie ändern sich. Das passiert aber nicht so einfach und es ist - wichtig - auch nicht deren Aufgabe, sich für mich zu ändern, wenn mir etwas nicht mehr passt. Wobei zum menschlichen Zusammensein natürlich auch ein aufeinander zu gehen gehört.

Wenn mir mein Leben nicht gefällt, habe ich die Aufgabe, daran etwas zu ändern und nicht anderen diese Verantwortung zu übertragen. Ich kann andere nicht ändern. Ich kann nur mich ändern - und manchmal braucht das einen ganz schönen Leidensdruck, damit ich in Bewegung komme. Puh! Manchmal hilft es mir schon, meine Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu lenken als das Problem. Etwas schönes, buntes, lebendiges - das entspannt die Situation und meinen Geist. Wie bei einem Puzzle, bei dem einfach ein Teil nicht zu finden ist. Nach einer Pause springt es mir geradezu ins Auge.

Der Dezember lädt mich ein, die Verantwortung für mein Leben, mein Wohlbefinden, die Erfüllung meiner Bedürfnisse nicht auf andere abzuwälzen, sondern sie selbst zu übernehmen und mein Leben mit meiner Kraft und Liebe für mich selbst Schrittchen für Schrittchen glücklicher und stimmiger zu machen.

Abgeleitet ist das Zitat im Dezember vom Gelassenheitsspruch, welcher von Friedrich Christoph Oetinger stammt, (die Klammern habe ich ergänzt):

Gott, gebe mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann (DICH),
den Mut die Dinge zu ändern, die ich ändern kann (MICH)
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden (DICH und MICH).


Damit ist das Kalenderjahr 2012 abgeschlossen. Was für ein Jahr!

Die neuen Tischkalender für 2013 "Ich gehe meinen Weg" und "Ein gutes Leben" können Sie jetzt im Webshop Einfach anders kaufen.

Rückblickend auf 2012 sind gerade die kleinen Pausen vom Alltag, die ich trotz allem Stress und Zeitdruck genommen habe, wertvolle Edelsteine meiner Erinnerung und des Kraft schöpfens gewesen.

Ich wünsche Ihnen und mir eine zauberhafte Adventszeit mit vielen Gelegenheiten für Pausen, inne halten und den Moment genießen.

Anja Kolberg

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Montag, 12 November, 2012

Juchuuuu! Bestanden!

Ich habe letzte Woche Dienstag die Prüfung zur Heilpraktikerin (Psychotherapie) bestanden. *HÜPF*TANZ*SING*SCHREI-LAUT-VOR-GLÜÜÜÜÜÜCK*

Im Dezember 2011 fiel der Entschluss und seit Anfang dieses Jahres habe ich auf dieses Ziel hingearbeitet. Was war das für ein Jahr!

Endlich, nach so vielen durchlernten Sommertagen, Wochenenden, Abendstunden, Fahrten zu Kursen, Lerngruppen, Coachings - und Lernen bei Baulärm teilweise von morgens bis spät ist es endlich vorbei. Was habe ich mich gefreut, als die Psychiaterin nach der Prüfung mein Buch ansprach und ob es ein neues geben würde. Ich fühlte mich so von ihr gesehen. Ein schönes Gefühl und ein Wink hinein in die Zukunft.

Für mich war - trotz allem Lernen - der Gedanke an die mündliche Prüfung ein Gefühl wie auf heißen Sohlen über einen gefrorenen See gehen. Das Bestehen der schriftlichen Prüfung lässt sich einigermaßen einschätzen, weil ich die Prüfungsbögen früherer Jahre durchtesten und so abschätzen konnte, dass ich sie wahrscheinlich bestehe. Die mündliche Prüfung ist nur bis zu einem bestimmten Teil vorhersagbar. Zumindest ist es an 'meinem' Prüfungsort so und ich hatte so viel Verunsicherndes gehört.

Durch all die Kurse und das Lernen habe ich so viel Sand wie möglich versucht auf das glatte Eis zu werfen, um nicht auszurutschen und wiederholen zu müssen.

Im Sommer, als ich nach dem Besuch in Stansted und meiner langwierigen Erkältung vier Wochen einfach nicht mehr ins Lernen fand - da gab ich innerlich auf und sagte: "Ok, dann verschiebst du die Prüfung eben ins Frühjahr oder erlaubst dir durchzufallen, sammelst dadurch Erfahrungen und machst es dann im Frühjahr nochmal. Auch das wird dann seinen Grund haben." Das half und ein paar Tage später war ich endlich wieder offen fürs Lernen ...

Kurz vor der mündlichen, als ich wieder mal Druck verspürte, habe ich meiner kleinen Anja dann versprochen, sie lieb zu haben, egal ob ich durch die Prüfung komme oder nicht. Auch das half.

Irgendwann habe ich mich entschlossen, nicht mehr Sand auf das Eis zu streuen, um nicht auszurutschen, sondern mich meiner Fähigkeiten zu besinnen und dessen, was ich alles gelernt habe, zu vertrauen und Schlittschuhe anzuziehen, um über das Eis zu gleiten.

Mein Verstand war der, der all die Monate zweifelte. Meine innere Stimme versicherte mir von Anfang an, dass ich bestehen würde... Wieder ein Grund, mehr auf meine innere Weisheit zu hören.

Es war wichtig für mich, die bestandene Prüfung am Dienstag zu feiern. Der Abschluss zur Betriebswirtin im Jahr 2000 war im Alltag untergegangen. Meine Prüfung fand in der Nähe des Benrather Schlosses im Süden Düsseldorfs statt.

Ich hatte mir vorgenommen, anschließend durch den Schlosspark bis zum Rhein zu gehen und dort einen dicken Stein ins Wasser plumpsen zu lassen - sinnbildlich für all die Last, die ich durch die letzten Monate getragen habe.

So bin ich nach der Prüfung und nach vielen Hüpf-Telefonaten mit meinen Daumendrückern bei strahlend blauem Himmel mit meiner Kamera durch den Schlosspark bis zum Rhein gelaufen. Meine Freude musste ich einfach teilen, so habe ich wildfremden Menschen erzählt, dass ich die Prüfung bestanden habe. War das ein Spaß, ein älteres Pärchen meinte spontan, nachdem sie mir gratuliert hatten, ich könne gleich bei ihnen anfangen. :o)

Am Rheinufer habe ich mir dann einen Stein ausgesucht, ein Stück getragen und dann in hohem Bogen in diesen kräftigen Strom geschmissen. Komisches Gefühl - er war leichter als ich mir das all die Monate vorgestellt hatte. :o)

Ich fragte zwei nette Frauen, die mir mit ihrem Hund entgegen kamen, ob sie mich fotographieren könnten, ich wollte den besonderen Moment festhalten. Sie erkundigten sich, was es zu feiern gab, gratulierten und eine der beiden ergriff die Kamera, sie fotographiere so gerne und wir drei hatten unseren Spaß dabei.

Eine ältere Dame meinte, ich müsse mir jetzt was gönnen und noch im Schlosscafé einkehren. Genau nach so etwas hatte ich gesucht. Das war dann mein Abschluss in Düsseldorf: In einem unfassbar schönen Café eine köstliche Schokotorte zu einer Tasse Kaffee diesen besonderen Moment genießen.

Falls Sie sich jetzt fragen, was ich mit dem neuen Abschluss machen möchte, so habe ich darauf noch keine klare Antwort. Bisher war es wichtig, die Prüfung zu schaffen, ich bin noch gar nicht offen für die Zukunft, obwohl damit natürlich spannende Entwicklungen verbunden sein werden. Darauf freue ich mich. Ich muss die Anstrengungen dieses Jahres jetzt erst mal verdauen...

Seufz. Ich habe es geschafft. Ich habe es geschafft. Ich habe es endlich geschafft.

So langsam setzt sich die Erkenntnis. Ich habe es wirklich geschafft. Bestanden. Juchu!

In einem zweiten Artikel habe ich über meinen Weg zur Prüfung: Verwirrungen durchstehen, Lernen & Vergessen geschrieben.

E-Card

Eine glückliche
Anja Kolberg.
Heilpraktikerin für Psychotherapie :o)

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Der Weg zur Prüfung: Verwirrungen durchstehen, Lernen & Vergessen

Nach dem Entschluss, die Prüfung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie im Herbst 2012 zu absolvieren, stiefelte ich voller Eifer los. Dann begegnete mir einiges, das mich zweifeln lies, ob ich mein Ziel erreichen kann. Und auch das Behalten des Stoffs stellte sich als Herausforderung dar...

Zunächst wurde der für Januar gebuchte Kurs auf März verschoben. Würde damit mein Zeitplan noch klappen? Musste ich mir eine neue Schule suchen? Es gab viele Verunsicherungen, Stopp-Schilder, Myten und Fragezeichen rund um die Prüfung selbst. Ich fand's richtig zäh, an stimmige Informationen ranzukommen. Ein Teil davon steht in diesem Artikel und die hätte ich gerne von Anfang an gewusst. Hätte ich nicht mein Erspartes in die Ausbildung investiert und noch Budget gehabt, wäre ich am liebsten gleich davon gelaufen.

Das Problem: Es gibt keine Ausbildungsverordnung wie zum Beispiel bei den Lehrberufen, an die sich jeder halten kann. Die Gesundheitsämter verschiedener Städte führen die Überprüfungen durch (mit zum Teil zwei Jahre langen Wartelisten auf einen Termin). Es gibt eine schritliche Prüfung, die bis auf wenige Ausnahmen deutschlandweit gleich ist und eine mündliche Prüfung, deren Ablauf in jedem Gesundheitsamt anders ist.

Man muss sich auf das verlassen, was die Schulen unterrichten. Die bauen auf Erfahrungen auf, aber keiner kann verständlicherweise garantieren, das man mit dem erlernten Wissen in der mündlichen durchkommt. Weil in der mündlichen auch nicht bezifferbare Faktoren eine Rolle spielen oder je nach Ort bestimmte Schwerpunkte gesetzt werden oder auch unterschiedliche Anforderungen an Therapiemethoden gestellt werden. Von manchen Prüfungsorten gibt es Protokolle von Absolventen im Internet zu finden, so kann man ein Gefühl für das spezielle Gesundheitsamt bekommen.

Von meinem Prüfungsort gab es leider kaum ein Protokoll im Netz, deswegen habe ich mir zusätzliche Hilfe geholt, um mich möglichst abzusichern. Ich habe viel recherchiert, Menschen angesprochen, ob sie mir helfen können, Menschen gefunden, die mir Mut machten, mich selbst immer wieder motiviert, wenn es mal sehr schwer war. Schrittchen für Schrittchen fand sich mein Weg zusammen. Es hat mich gerade am Anfang viel Kraft und Zeit gekostet, bis ich die richtigen und verlässlichen Informationen hatte und die Ahnung: Es ist möglich, dass ich es im Herbst schaffen kann.

Jetzt gerade spüre ich, wie stolz ich bin, dass ich es 'trotz allem' geschafft hab und am Ball geblieben bin. Rückblickend waren alle Blockaden hilfreich, denn sie haben mich angespornt, mich von vielen Seiten mit der Materie zu beschäftigen. Ich bin lange nicht so viel beruflich durch die Gegend gefahren wie in diesem Jahr, auch das hatte eine gute Wirkung.

Jetzt ahnen Sie, warum ich so selten gebloggt habe. Ich habe nur einmal im Frühjahr über mein großes Prüfungsprojekt in diesem Jahr hier geschrieben, den Artikel später wieder rausgenommen, weil ich merkte: Ich setze mich damit unter Druck und zerstreue meine Energie. Also Tunnelblick auf die Prüfung und volle Kraft voraus. :o)

Ich besuchte zwei Prüfungsvorbereitungskurse, auch einen am Prüfungsort um möglichst viel Sicherheit zu bekommen. Dazu wälzte ich verschiedene Fachbücher, manche gespickt mit so vielen Fachwörten, dass ich dachte, ich lerne eine neue Sprache.

Es reicht nicht, den Stoff aufzunehmen. Ich muss ihn auch wirklich verinnerlichen und verstehen. Und der entscheidende - und längste - Schritt: Das einmal Verstandene auch noch nach Monaten erinnern und mündlich wiedergegeben können. P U H !

Beim Lernen habe ich erfahren, was es bedeutet, keine 19 mehr zu sein wie beim Abschluss meiner Lehre oder 30 wie bei dem Abendstudium zur Betriebswirtin. Das Wissen, zugegeben oft schwere Kost, wollte nicht ohne weiteres bei mir bleiben - obwohl ich es interessant fand.

Fürs Studium hatte ich ein Buch übers Lernen gelesen und bin damit ziemlich gut gefahren. So las ich im März zur Auffrischung einen aktuellen Artikel über effektives Lernen. Darin berichtete der Autor (ein Student) von einer mutigen Frau, die in ihrem 'hohen Alter' noch mal was neues lernen wollte. Die Frau war 35. :o) Mit 7 Jahren mehr auf dem Konto fand ich das vergnüglich. Wie unterschiedlich Menschen ein 'hohes' Alter beziffern...

Es reichte nicht, nur im Unterricht zu sitzen und zuzuhören. Es war so unglaublich viel Stoff. Wie sollte ich das alles behalten? Wer Vorwissen hat, kann das neue Wissen einfacher mit dem bestehenden vernetzen. Es ist dann, als gebe es im Gehirn schon eine Kommode mit vielen Fächern, die dann durchgeschaut, aufgestockt, neu gefüllt oder auch nur abgestaubt werden können. Als Betriebswirtin hatte ich bisher nichts mit den Prüfungsthemen zu tun, da musste erst mal eine Kommode her...

Zudem verfüge ich weder über ein fotographisches Gedächtnis, noch gehöre ich zu den Menschen, die einmal Gehörtes nie wieder vergessen. Ein gelesener Text ist bei mir - flutsch - ziemlich schnell wieder weg. Gehörtes behalte ich nur dann, wenn es markante Beispiele sind. Oben auf der Grafik steht, was man von dem Stoff behält, je nach dem wie man ihn aufnimmt. Im Unterricht ging es in erster Linie über den Kanal hören & anhand von Beispielen verstehen. Da das Gehörte aber ruckzuck wieder weg war, musste ich einiges tun, um das Skript für mich zum Leben zu bringen, es verinnerlichen zu können. Ich hatte zwar kein Vorwissen im Gepäck, aber etwas ähnlich Wertvolles: Meine Begeisterung, eine große Neugier auf das Thema und ein klares Ziel vor Augen: Die Prüfung im Herbst 2012.

Bilder behalte ich länger, so habe ich mir die einzelnen Störungsbilder mit Mindmaps (Gedankenkarten) aufbereitet, sie an die Wand gehängt (weil ich sie nicht gleich wiederholt hatte, manche gleich wieder vergessen und nach ein paar Wochen erstaunt festgestellt, was ich schon gemacht hatte...), merkwürdige Merksätze erfunden (die x mal wiederholt, mir gut im Gedächtnis bleiben) oder Zeichnungen angefertigt, die ich mir mit der Memotechnik merkte ... und zwischendurch meinem Gedächtnis für seine tolle Leistung gedankt.

Besonders gut behalten habe ich Themen, die ich mir selbst erarbeitet habe. Zum Beispiel in den Osterferien, wir hatten kurz zuvor Schizophrenie im Unterricht durchgenommen, aber noch nicht die Medikamente zu deren Behandlung, weil sie erst zum Schluss des Kurses auf dem Plan standen. Ich wollte das Bild für mich komplett machen und so habe ich mich unabhängig vom Lehrplan bereits mit den Medikamenten für Psychosen beschäftigt. Den Stoff habe intensiv durchgearbeitet, in verschiedenen Büchern darüber gelesen, wichtiges rausgeschrieben und Zusammenhänge erkannt. Das erarbeitete Wissen habe ich gleich angefangen zu wiederholen und später realisiert, dass ich für die Prüfung zuviel wusste. :o) Das finde ich aber nicht schlimm, es fühlt sich an wie eine gut sortierte Schublade in meinem Gedächtnis, in der ich mich gut auskenne. Aufgrund fehlender Leitlinien ist es schwer, das richtige Maß zu finden: Wieviel Stoff muss ich wie sehr ins Detail wissen, um die Prüfung zu bestehen?

Den Stoff habe ich mit der Zettelkasten-Methode und Karteikärtchen wiederholt. Die Kärtchen wurden von Woche zu Woche mehr. Auf dem Bild mein selbstgebastelter Kasten nach der Prüfung.

Laut dem Studenten würde es reichen, wenn man die Antwort eines Kärtchens fünf mal gewusst hat, dann könne man sie getreu zur Seite legen. Irgendwann habe ich angefangen, Daten auf die Kärtchen zu schreiben. Dabei stellte ich fest wie oft ich die Kärtchen wiederholen musste, damit sie endlich sicher im Kopf waren, es waren weit mehr als fünf mal und ich konnte sie auch nicht irgendwann beiseite legen, ich musste sie in Abständen von einigen Wochen erneut wiederholen, brauchte dafür wohl weniger Zeit. Neu aufgenommenen Stoff musste ich sofort wiederholen, sonst war er wieder futsch und ich konnte ihn nochmal neu durcharbeiten.
Bin ich froh, dass es nicht nur mir alleine so ging. Und ich bin mir sicher, ich habe jetzt, einige Tage nach der Prüfung - und obwohl ich langfristig gelernt habe - einen Haufen Details vergessen. (Aber die Medikamente für Psychosen, die habe ich immer noch greifbar...)
Vergessen ist normal und mit vielen Dingen so. Was ich vor einigen Jahren mal täglich brauchte und aus dem FF konnte wie Zahlenkombinationen oder Arbeitsvorgänge, die weiß ich heute nicht mehr. Eine gesunde Vorratshaltung des Gehirns. Ungenutztes wird irgendwann entsorgt. :o)

Zweifel, ob ich die Prüfung im Herbst schaffe, waren bis zum Schluss meine Begleiter. Obwohl ich über viel praktische Erfahrung im Coaching verfüge und dabei verschiedene Methoden der Gesprächsführung, die auch im therapeutischen Prozess genutzt werden, in all den Jahren gelernt und angewandt habe. Es war eben viel unbekannte Theorie zu lernen und wer die schriftliche Prüfung bestanden hat, besteht noch lange nicht die mündliche Prüfung...

Ich hatte - wie jeder wohl - wenig Lust, die Prüfung nach einem halben Jahr wiederholen zu müssen. Den Druck, den ich mir gemacht habe, schwächte ich weitmöglich ab: "Ich versuche es auf jeden Fall. Sollte ich durch die Prüfung fallen, mache ich es eben noch mal. Ich habe dann zwar 500 € Prüfungsgebühr investiert, dafür sicherlich wertvolle Erfahrungen gesammelt, die mir für die nächste Prüfung helfen werden."

Was für Wissen man für die Überprüfung können muss? Ein kleiner Ausschnitt:

  • Rechtliches. Was darf ich, was nicht? Wo sind meine Grenzen, wann sind speziell ausbebildete Therapeuten wichtig und wann ärztliche Begleitung? Wie gehe ich in einem Notfall vor? Was ist Betreuung?
  • Was kann alles an psychischen Symptomen auftreten? Zum Beispiel können die Gefühle beeinflusst sein - depressive Stimmung oder Hochstimmung, gar keine Gefühle mehr spüren oder nur noch ganz wenige. Oder die Energie und der Tatendrang können verändert sein von viel bis gar nichts mehr. Auch das Denken kann verändert sein, zum Beispiel langsamer oder schneller...
  • Bei welchen Störungsbildern (=Krankheiten) tauchen welche Symptome auf? Wie zeigt sich die Krankheit? Wie erkenne ich sie? Wie entsteht sie? Wie viele Menschen sind davon betroffen? Wie werden die Symptome am besten behandelt? Beispiele für Störungsbilder: Demenz, Delirium, Depression, Anorexie, Hypochondrische Störung, Generalisierte Angsterkrankung, Borderline Persönlichkeitsstörung, ADHS...
  • Welche Therapieverfahren sind am wirksamsten? Was sind die wichtigsten Medikamente und welche erwünschten und unerwünschten Wirkungen haben sie? Wann sind Medikamente zur Behandlung wichtig (= Fachgebiet Arzt)? Welche körperlichen Erkrankungen und Medikamente können zum Beispiel depressive Symptome auslösen?

Ich saugte das Wissen neugierig auf. Spannend wurde es, als sich zum Schluss alles zusammenfügte und miteinander verknüpft werden konnte. Ein großer Teil des Wissens ist so interessant und so nah am Menschen und am täglichen Leben, dass ich zwischendurch immer wieder dachte: Warum weiß das 'keiner'? Das ist so wichtig, es müsste in der Schule unterrichtet werden, ein selbstverständlicher Bestandteil des Allgemeinwissens werden.

Noch für keine Prüfung oder keinen Abschluss habe ich so intensiv gelernt wie für diese hier. Mein Respekt vor dem 'kleinen' Heilpraktiker - eingeschränkt auf Psychotherapie - den ich absolviert habe und erst recht vor dem 'großen' Heilpraktiker, der den ganzen Körper behandeln darf (den habe ich nicht gemacht) ist enorm gestiegen. Unfassbar, was man zu einem bestimmten Zeitpunkt für ein Wissen abrufen muss!

Seufz. Ich kann noch gar nicht glauben, dass ich es endlich geschafft habe. Vor ein paar Wochen habe ich mir geschworen, meinen Zettelkasten rituell zu verbrennen, mit dem ich all die Monate gelernt habe und der stetig umfangreicher wurde. Die Vorstellung hat mir vor Wochen geholfen, weil ich all die Fragen nicht mehr sehen konnte. Das Wissen kam mir an den Ohren raus.

Nach der bestandenen Prüfung meinte mein Mann, jetzt könne ich den Kasten ja verbrennen. Und da merkte ich: Das will ich gar nicht mehr. Er ist mir so ans Herz gewachsen. :o) Da steckt Wissen drin, das ich aus vielen Büchern, Skripten und Quellen zusammen getragen habe. Nein, es soll bei mir bleiben. *Drück*

Hier können Sie lesen wie ich meine Prüfung gefeiert habe.

Mal sehen, was aus dem in diesem denkwürdigen Jahr 2012 angesammelten Wissen entstehen wird...

Herzlich,

Anja Kolberg

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Donnerstag, 01 November, 2012

November-Inspirationen

Herrlich, wenn ein Monat mit einem Feiertag beginnt. Den November verbinde ich traditionsgemäß mit Dunkelheit, Nieselregen, Kälte, Nebel. 'Usselich und unjemütlich' würde ich auf platt sagen.

Die letzten Jahre habe ich mal genauer hingeguckt, ob das stimmt. Ist der November wirklich so? Erstaunt habe ich festgestellt, dass er auch sehr sonnig, mit strahlend blauem Himmel, buntem Laub, glitzerndem Frost sein kann. November, ich habe dir unrecht getan und versuche, dich freundlicher zu sehen!

Jetzt zu den Kalenderimpulsen für diesen Monat:

Tischkalender 2012 - November

Auf dem Foto des Tischkalenders 'Ich will frei sein.' liegt ein leeres Schneckengehäuse in wunderschönen Cremefarben auf einem Holzdeck und zwischen den Holzplanken ragt vorwitzig der Trieb eines hellgrünen Farns empor. Passend zum November würde ich sagen, dass beide Enden des Lebens hier vereint sind: Tod und Leben. Die Spirale auf dem Schneckengehäuse symbolisiert Weiterentwicklung und Wachstum. So viele Gedanken habe ich mir beim Erstellen des Fotos gar nicht gemacht. Da sah ich nur: 'Oh das sieht schön aus' und habe abgedrückt. :o)

Affirmation: Ich nehme Leid & Schmerz als Teil des Lebens an.

Ich atme durch, denn mein erster Gedanke geht an die wertvollen Menschen, die nicht mehr leben. Mein Opa, meine Uroma, die Mutter meines Vaters die ich nur kurz gekannt habe und die Großeltern meines Mannes, die ich länger erleben durfte. Alles liebevolle Menschen. Sie sind zwar körperlich nicht mehr auf der Erde, aber in Gedanken kann ich sie mir vorstellen und mich mit ihnen unterhalten.

Durch meine Aufenthalte am Arthur Findlay College und durch Medien habe ich auch über andere Menschen Kontakt zu 'meinen Verstorbenen' bekommen. Das war sehr tröstlich für mich, denn um meinen Opa trauere ich noch heute. Zu wissen, dass er um mich ist und meine Oma väterlicherseits und die Uroma mütterlicherseits, das empfinde ich als ein wunderschönes Gefühl von Sicherheit und Freude und Liebe. Ja, ich glaube daran, dass die Seele eines Menschen weiter existiert. Mich hat das Thema schon immer fasziniert. Mir haben die Bücher von Elisabeth Kübler-Ross sehr gefallen, auch ein Buch von Bernhard Jakoby und natürlich Paul Meek hat mich beeindruckt. Auch der Film 'Talking to heaven' über James van Praag hat mich berührt.

Als ich den Kalendertext geschrieben habe, dachte ich vor allen Dingen daran, anzunehmen, dass traurig sein zum Leben dazu gehört, auch wenn die Menschen - ich auch - lieber sehen, wenn jemand lacht. Da kann ich mitlachen, das ist schön. Mitweinen tut weh, es berührt die eigene vielleicht unverarbeitete Trauer und dem Schmerz geht jeder gerne aus dem Weg. Kennen Sie den Satz 'Wein doch nicht.'? Doch, weine. Weinen ist gut. Es spült die Gefühle nach außen. Weinen dauert nicht ewig und tut so gut. Trauer zulassen, traurig sein dürfen und nicht gut drauf - es wäre schön, wenn das genau so selbstverständlich ist wie lachen und hüpfen. Es ist anstrengend so zu tun, als sei alles ok und das ist es nicht. Trauer braucht einen selbstverständlichen Platz in unserem Leben genau wie Freude. Seit dem ich meine Trauer zugelassen habe, zugelassen habe, dass ich weinen darf, kann ich leichter mit anderen mitweinen und sehe dies nicht länger als Makel an, sondern ich freue mich, dass ich weinen kann. Ich weine nicht nur wenn ich traurig bin oder mit etwas sehr traurigem berührt werde, mir schießen auch die Tränen in die Augen, wenn ich mich sehr freue, wenn ich intensive Liebe und Wahrheit spüre. Immer mehr möchte ich Tränen als etwas wunderbares und selbstverständliches ansehen - genau wie lachen und hüpfen.

Wandkalender November 2012

Foto: Abendstimmung über der Nordsee.

Text: Friede umgibt mich. Er durchdringt jede Zelle und lässt meine Lebensgeister hüpfen.

Carl Rogers, ein Therapeut, der die klientenzentrierte Gesprächsführung entwickelte, hat die Theorie, dass derjenige Störungen entwickelt, der nur unter bestimmten Bedingungen geliebt wird. Ist die Haltung des Menschen, der mir zuhört also so, dass er mich bedingungslos annimmt so wie ich bin, mich versteht und wertschätzt, dann kann ich in Kontakt zu meinen Selbstheilungskräften kommen. Wenn ich von anderen so geliebt werde wie ich bin, kann ich mich selbst auch so lieben wie ich bin. Und das finde ich einen wundervollen Heilungsweg. Für mich ist die Haltung im Gespräch mit Klienten sehr wichtig und ich arbeite daran, diese Haltung mehr und mehr in mein ganzes Leben zu integrieren und andere mehr und mehr so anzunehmen wie sie sind und vor allen Dingen mich selbst. Das ist wohl eine lebenslange Übung.

Wenn ich angenommen und verstanden werde, dann breitet sich Friede in mir aus. Und ich glaube auch, dass die Natur eine solche Haltung hat: Sie nimmt mich an wie ich bin, urteilt nicht, wertet nicht. Sie lässt mich einfach da sein, beobachten und entspannen. Somit hat für mich auch die Natur heilende Kräfte.

~ * ~

Das sind meine Gedanken zu den beiden Kalenderblättern dieses Monats. Ich finde spannend wie unterschiedlich meine Gedanken sein können. Bei der Konzeption im letzten Jahr hatte ich andere Impulse und nächste Woche wahrscheinlich auch... Jeder Mensch hat dazu andere Gedanken, das finde ich so interessant.

Die neuen Kalender für 2013 sind seit wenigen Tagen in meinem Webshop erhältlich. Wenn Sie schauen mögen, hier ist der Eingang.

Einen wunderschönen November wünscht Ihnen

Anja Kolberg

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Montag, 29 Oktober, 2012

Webshop ist geöffnet

Aufregende Wochen und auch nächtliche Stunden liegen hinter mir. Kalenderentwürfe. Textideen. Fotodatenbank durchforsten. Verwerfen, ändern und feilen, bis es sich richtig gut anfühlt und ein stimmiges Ganzes ergibt. Druckdateien erstellen. Auftrag an die Druckerei. Hoffnungsvolles Warten. Freudentanz bei Lieferung. Webshop aufräumen, wienern und neu bestücken. Jetzt ist es soweit:

Die Lager sind frisch gefüllt. Zwei Tischkalender für 2013 warten neugierig und auch ein wenig aufgeregt auf ihre neuen Besitzer. Kartons sind aufgereiht. Briefmarken heute per der Post erstanden. Lila Einpackpapier steht bereit. Grünes Briefpapier ebenso. Bleistifte sind gespitzt. Listen gedruckt. Der Webshop ist online.

Die Inhaberin hat rote Wangen. Hüpft innerlich. Vorfreude auf die neue Saison. Päckchen packen. Aufträge bearbeiten. Kontakt mit Ihnen. Eine wundervolle Zeit liegt vor uns.

Ich freue mich sehr, dass es jetzt losgeht und ich endlich sagen kann: Der Webshop hat seine Tore geöffnet.

Klick zum Webshop

Treten Sie ein und stöbern Sie nach Herzenslust!

Klick zum Shop

Ihre glückliche Anja Kolberg

Dienstag, 16 Oktober, 2012

Der erste Tischkalender ist eingetroffen

Gestern ist der erste Kalender aus der Druckerei eingetroffen. Ist der schön. Ein Freudenfest!

Zeit für eine Pause. Ich möchte Ihnen meine beiden 'Neuen' vorstellen. :o) Dieser ist gestern eingetroffen:


Tischkalender 2013: Ich gehe meinen Weg

Titel: Ich gehe meinen Weg.

Liebevoll mit mir umgehen, Herausforderungen annehmen und mich auf den Weg machen. Vertrauen haben, an Wunder glauben und für einen Ausgleich sorgen - das sind grundlegende Themen dieses Tischkalender.

Ein Lavendelbusch, von Frost überzogene Rosen, ein Schmetterling der Pause auf einer Blüte macht, besondere Duftboten im Januar, Licht im Dezember und vieles mehr findet sich auf den Fotographien wieder.


Der zweite Kalender ist noch in der Produktion, doch Sie können jetzt schon einen Blick darauf werfen:

Tischkalender 2013: Ein gutes Leben.

Titel: Ein gutes Leben.

Das Leben nehmen wie es ist und das Beste daraus machen. Höhen und Tiefen mit Gelassenheit meistern. Freude empfinden. Kraft entdecken. Ein gutes Leben haben, auch wenn es mal nicht so rosig ist. Dazu macht dieser Kalender Mut.

Auf den Fotos das Meer, eine Frühlingswiese, eine Schnecke an einem Baumstamm, eine einzelne Schneeflocke auf einem Blatt und vieles mehr...


Ich bin verliebt. In beide Kalender und kann mich nicht entscheiden, welchen ich schöner finde. Ich habe sie allebeide in mein Herz geschlossen. Meine Zwillinge. :o) Jedes Jahr ist dieser Moment, wenn die Kalender aus der Druckerei eintreffen, ein ganz besonderer und feierlicher. Einer meiner Höhepunkte in dieser Zeit.

Anfang November startet wie gewohnt der Kalender-Verkauf im Webshop. Sobald ich etwas mehr Luft habe (ich lerne parallel zur Shopvorbereitung für die mündliche Prüfung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie), stelle ich Ihnen die Kalenderseiten ausführlicher vor. Darauf freue ich mich schon. Und auch darauf, mit Ihnen über die Bestellungen in Kontakt zu kommen.

Ganz herzlliche Grüße aus Köln!

Ihre Anja Kolberg

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Apfelschmaus

Kleine Pause vom Lernen. Schon ganz lange (Sie glauben gar nicht, was ich Ihnen alles schreiben will, wozu ich die letzten Monate nicht gekommen bin...) will ich Ihnen eine Geschichte aus meinem Garten erzählen.

Doch zunächst eine neue E-Card für Sie. Einfach draufklicken und verschicken:

Blumengruß E-Card

Sieht dieser Herbstgruß nicht bezaubernd aus? Eine Leserin und E-Card-Nutzerin schenkte mir einen Fleurop-Gutschein als Dankeschön. Damit bin ich gleich in den Blumenladen meiner Freundin Petra-Ute hier im Kirchweg 131 gehopst und habe dort diesen wunderschönen Herbststrauß erstanden. Er hat mir so viel Freude gemacht. Danke nochmal nach Hennef!

Jetzt zur Gartengeschichte:

Wir haben zwei Säulenapfel in unserem Garten stehen. Vor zwei Jahren haben wir sie an einen neuen Ort gepflanzt, der wie wir inzwischen gemerkt haben, nicht optimal ist. Sie bekommen zu wenig Licht und Sonne ab. Ich kann mich kaum an Apfelblüten dieses Frühjahr erinnern, deswegen rechneten wir auch nicht mit Äpfeln.

Als ich im Garten vor einigen Wochen frische Luft schnappte und mich auf den blauen Stuhl am Teich setzte, fiel mir ein Apfel auf, der auf dem Boden lag. Och, sowas. Ich schaute nach oben. Da waren einige zu sehen. Ich pflückte sie ab und zog den Stuhl beiseite. Dahinter lagen verdeckt jede Menge auf dem Boden. Sowas! Ich beugte mich hinunter und entdeckte etwas...

All die Äpfel waren mit winzigen Nagespuren versehen. Kurz ärgerte ich mich. Dann stellte ich mir vor, wie hinter diesem Stuhl wohl die Nächte zuvor ein Erntefest gefeiert worden war. All die Mäuse und Eichhörnchen unseres Gartens waren um die Bäume getanzt und hatten sich anschließend über die köstlichen Früchte hergemacht.

Apfelbiss  

Und ruckzuck hatte ich einen Haufen Spaß und lies die Äpfel liegen, um auch das nächste Fest zu sichern. Vier Äpfel konnte ich vom Baum retten und daraus habe ich köstlich schmeckenden Apfelkompott als Beilage gemacht. Lecker!

Herzliche Grüße

Anja Kolberg

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Montag, 01 Oktober, 2012

Kalender-Impulse für Oktober 2012

Gefühlt sind die Monate zum Ende des Jahres immer schneller vorbei. Wir haben schon Oktober! Hier dafür die Ausblicke auf die beiden Kalenderblätter. Gestern war in Köln herrlicher Sonnenschein, strahlend blauer Himmel - das machte so richtig gute Laune. Welch ein Dankeschön vom September und welch guter Bote für die nächsten Wochen.

'Ich lasse das Leben auf mich zukommen.' - dazu ermutigt mich mein Tischkalender diesen Monat. Dazu segeln drei Möven durch den dramatisch gefärbten Himmel.

Tischkalender 2012 - Oktober

Das Leben auf mich zukommen lassen. Oh ja. Das kann ich diesen Monat gut gebrauchen. Da schwingt Gelassenheit, Zuversicht und Vertrauen mit. Vertrauen haben oder entwickeln: Gleich was passiert, es ist gut für mich.

Gerade wenn ich keine Kontrolle über den Ausgang einer wichtigen Sache in meinem Leben haben kann, weil ich auf viele Dinge nur bis zu einem bestimmten Grad Einfluss nehmen kann, zum Beispiel weil an Entscheidungen andere Menschen beteiligt sind. Ich muss also loslassen und auch hier vertrauen.

Egal, was geschieht: Es hat einen Sinn, auch wenn ich ihn erst im nachhinein verstehen oder erkennen werde. Wie oft ist mir das schon passiert. Eigentlich könnte ich längst auf diese Erfahrungen bauen und gelassen sein. Doch immer wieder gerade ich leicht in Panik, weil ich mir Sorgen mache. Diesmal ist das Kalenderblatt da, das mich beruhigt und daran erinnert: Was sein wird, wird gut sein für mich und alle, die mit mir verbunden sind.

Wandkalender 2012

Auf dem Wandkalender thronen im Morgenlicht der Sonne winzig kleinig Pilze auf einem mit Moos bewachsenen Baumstumpf einer Tanne. Im Text heißt es: 'Landeplattform fürs kleine & große Glück.' Hm, das passt zu dem anderen Kalenderblatt. Die Vorstellung, das Glück landet bei mir - in diesem furchtbar anstrengenden Jahr 2012, einfach so. Als Belohnung für all die Anstrengung, die Mühe, die durchstandenen Herausforderungen. Das ist ein schöner Ausblick, der mir sehr gefällt. Ja, Glück, komm her zu mir! Lande in meinem Leben, mach mich froh, freudetaumelnd will ich sein, vor Glück tanzen und hüpfen und springen. Das fühlt sich herrlich an!

Ich wünsche Ihnen und mir einen zauberhaften Oktober - der uns alle glücklich macht und uns zuversichtlich auf all das blicken lässt, was vor uns liegt.

Von ganzem Herzen

Anja Kolberg

PS: Ab Anfang November können Sie im Webshop die neuen Kalender für 2013 kaufen. Schauen Sie dann doch einfach mal wieder vorbei. Ich kann Sie auch erinnern mit meinem Newsletter, der voraussichtlich im Laufe des Novembers erscheint.

PPS: Hier können Sie lesen, was ich in der Kalendervorstellung letzten Herbst zu den beiden Blättern und den anderen Monaten geschrieben habe: [Tischkalender 2012: "Ich will frei sein"]] und [Wandkalender 2012: Glückliche Zeiten].

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Mittwoch, 19 September, 2012

Tiefes Glück

Heute ist ein guter Tag. Ein schöner Moment. Einfach leben im Trubel und dem Auf und Ab des Alltags. Mir selbst eine Freude machen - zum Beispiel mit zwei wunderschönen kleinen Blumensträußen für meinen Lerntisch und fürs Wohnzimmer, wo ich heute Abend beim Entspannen einen tollen Blickfang habe.

Es tut mir gut, solch schöne Momente immer bewusster wahrzunehmen. Das Leben kann schön sein. Sich toll anfühlen. Wissen, all das Unangenehme, Herausfordernde, Nervige, Blöde hat auch ein Ende bzw. ist nicht dauerhaft anwesend.

Spüren, Leben ist ein Wechsel von Sonne und Wolken. Licht und Dunkelheit. Schmerz und Entspannung. Trauer und Fröhlichkeit. Spannungsfelder, die sich abwechseln und auch gleichzeitig vorkommen können. Wenn ich traurig bin und auf einmal durch eine komische Situation lachen muss, das ist herrlich. Der Moment, wenn ein Schmerz nachlässt, hmmm. Das spannende Spiel von Sonne und Wolken...

 

Mir ist vor vielen Jahren mal auf dem Weg zu einem Workshop an einem vorausfahrenden Wagen das Yin-Yang-Zeichen ins Auge gesprungen und mir fiel das erste Mal bewusst auf: Es ist nicht nur schwarz und nur weiß. Im Weißen liegt etwas Schwarzes und umgekehrt. Das bestätigte meine Erfahrung: Nichts ist wirklich nur schlecht und böse. In jedem liegt immer auch ein Kern Gutes, selbst wenn es mir nicht möglich ist, das sofort zu entdecken.

Manchmal ist es auch wichtig, dass ich gezielt was Gutes aus einer gerade blöden Situation mache, die ich nicht ändern kann. Mir was Gutes tun zum Beispiel. Kleine Pausen nehmen. Meine Lieblingsentspannung (aufgrund nicht vorhandener Badewanne) - lange und heiß duschen - am liebsten mit einem tollen Duft, zum Beispiel Minze oder Kampfer. Hm, das tut mir so gut. Oder eine Tasse Kaffee an der frischen Luft trinken und einen Moment abschalten. Herrlich!

Was mir auch supersupersuper gut tut, sind Komplimente und Aufmerksamkeiten, Begeisterung und Ermutigung, die von außen auf mich zukommen. Einfach so wie kleine Schmetterlinge, die unverhofft auf einer Blume vor mir landen und mein inneres Kind zum Hüpfen, Singen und Tanzen bringen.

So teilte mir meine Mutter letzten Samstag ihre positiven Erfahrungen mit dem Kalender mit, auch von einer guten Bekannten, die ihn hat und wie man dem Kalender ansehen würde, dass ich mir damit viele Gedanken mache. Dann sagte sie mir noch, wie sehr sie weiß, ich suche auch dieses Mal wieder genau die richtigen Bilder und Texte für den neuen Kalender aus. Ach, tat das gut. Was soll ich sagen? Es wirkte wie eine Vitamin-Super-Spritze: An dem Tag entwarf ich komplett den zweiten Tischkalender! (2013 wird es zwei Tischkalender geben.)

In den letzten Tagen fällt mir der so kostbare Spruch von Konrad Adenauer immer wieder ein: Kritiker haben wir genug. Was unsere Welt braucht, sind Menschen, die ermutigen.

Bei mir löst das tiefes Glück und einen Energieschub aus. Schöööönes Gefühl!

Mit diesem Gefühl gehe ich jetzt wieder zum Lerntisch. :o)

Ihre Anja Kolberg

PS: Falls jetzt der Anschein geweckt wird, ich könne nur fröhlich, der sei eingeladen, die Rubriken Blog - Dunkle Tage oder Blog - Körper & Schmerzen zu durchstöbern. Dann wird klar, wie kostbar Fröhlichkeit und gute Stimmung für mich sind. :o)

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Samstag, 01 September, 2012

Das Leben ist schön

Seufz. Das Leben kann so schön sein. Gestern durften wir mit meiner Patentante und einem großen Kreis aus Familie und Nachbarn ihren 60. Geburtstag feiern. Ich liebe es, ins Bergische zu fahren, Menschen wiederzusehen, die ich viel zu selten sehe, sie drücken, hören, was es Neues gibt. Schön. Davon wünsche ich mir viel viel mehr. Nach Hause kommen ist einfach schön!

Es gibt Phasen, da kommen die Dinge zu kurz, die kostbar sind. Vielleicht ist das wichtig, um herauszufinden, was mir wirklich viel Freude macht und wirklich wichtig ist, wovon ich mehr haben möchte? Menschen zum Beispiel, die mir am Herzen liegen, die mir Aufmerksamkeit schenken und sich für mich interessieren.

Ich liebe es, morgens mit unserem Hund spazieren zu gehen, anschließend beim Bäcker Brötchen und Zeitung zu kaufen und mein Croissant (oder die kleinen Quarkbällchen, göttlich) und dann auf der Terrasse unter unserem Stoffpavilion die Zeitung zu lesen, Tagebuch zu schreiben, aus einem wunderschönen henkellosen Becher der dänischen Firma GreenGate meinen Kaffee zu trinken, in unseren Garten zu schauen. Ein Traum. Ich kann kaum in Worte fassen wie viel Energie und Kraft mir dieser Ort gibt. Welch ein Geschenk, dass das Wetter all die letzten Wochen so mitspielte und ich dort aufgrund vieler stimmiger Randbedingungen dort sitzen konnte. Danke!

Letzte Woche hatte ich am Abend das große Glück eine Kohlmeise beim Baden zu beobachten. Dann tanzt und hüpft mein inneres Kind und ich fühlte so viel Dankbarkeit, diesen scheuen Vogel aus der Nähe beobachten zu dürfen. Es dauerte nicht lange, da landete am Teich eine Amsel, um dort ein Bad zu nehmen und ihr folgte ein kleiner Schwarm Vögel, die mal badeten, dann wieder auf dem Zaun oder im Baum Platz nahmen. Mir liefen Tränen die Wangen herab, so berührt hat mich dieses Geschenk der Natur. War das schön!

Es gibt so viel Schönes - gerade in der Natur zu beobachten, das mich glücklich macht. Auf unserer Terrasse hat sich Mohn zwischen die Fugen der Steine gesetzt. Zwei Stengel waren verblüht und da sie an der Treppe standen, waren sie durch uns wohl ein wenig nach unten gebeugt worden, so dass ihre inzwischen blütenlosen Samenkapseln nur noch einige Zentimenter über dem Boden schwebten. Auf unserer Terrasse lebt eine Mausfamilie, manchmal wenn ich still dort sitze, kann ich sie am Abend flitzen sehen. Ich mag diese Tiere, seit dem wir mal eine retteten [Maus(e)tod?]. Nun fiel mir eines morgens auf, dass die beiden Samenkapseln des Mohns spurlos verschwunden waren. Vor meinem inneren Auge sah ich, wie die Mausfamilie auf der Terrasse ein Erntefest gefeiert hatte und die Kapseln entweder gleich gefuttert oder sie in ihr Winternest geschleppt hatten...

Das sind die Geschenke der Natur, die ich meine und die mich - einfach - glücklich machen. Dafür brauche ich einige Momente des Innehaltens. Durchatmen, da sein und mit allen Sinnen wahrnehmen, was um mich herum so passiert.

Ich bin glücklich, endlich wieder gebloggt zu haben. Ich vermisse das und weiß, es wird auch wieder mehr werden. Alles hat seine Zeit...

Ich werde öfter gefragt, ob ich noch auf meinem Weg zur veganen Ernährung bin. Ja, bin ich. Ich habe in den letzten Monaten so viele Fotos von meinen Tellern gemacht, dessen köstliche Auflage ich anschließend verspeiste. Die wollte ich schon lange mal bloggen und wie es mir geht. Mal sehen, ob es mir dieses Jahr noch gelingt. Auf jeden Fall esse ich weiterhin kein Fleisch, kein Fisch, keinen Käse, keine Eier, keine Milchprodukte. Es gibt aber - immer noch - Ausnahmen, die ich mir erlaube: Eis, Kuchen, Teilchen, Croissants, Schokolade (oder die oben erwähnten Quarkbällchen).

Mal sehen, wie sich das entwickelt. Wenn Sie wissen wollen, warum ich mich auf diesem Weg befinde, können Sie es hier nachlesen: Meine Ethik ... und die Schwierigkeiten danach zu leben 

Viele Grüße

Ihre Anja Kolberg

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September-Zeit

Ein neuer Monat ist angebrochen und ein schöner und spannender Moment für mich: Was ist das nächste Kalenderblatt? Obwohl ich die Seiten vor einem Jahr entworfen habe, weiß ich oft nicht mehr, was jetzt an der Reihe ist. Also auch für mich immer wieder eine schöne Überraschung. Hier ist der September:

Auf meinem Tischkalender 'Ich will frei sein' hüpfen mir Pilze auf moosigem Waldboden entgegen, umgeben von glitzernden Tautropfen in der Morgensonne. Wenn ich das Foto sehe, denke ich an den wunderschönen Spaziergang mit meiner Patentante und meinem Onkel durch den frühen Herbstwald im Bergischen Land, bei dem ich diese Aufnahme machte. Hach, das war herrlich!

Neben dem großen Pilz steht ein kleiner Pilz. Diese beiden passen sinnbildlich für mich zu dem liebevollen Erwachsenen in mir, der meinem inneren Kind beisteht und die Hand reicht, deswegen auch die Affirmation: 'Ich reiche meinem inneren Kind die Hand.'

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Mein inneres Kind, das ist für mich der Anteil in mir, der seine Gefühle offen zeigt, mal ängstlich, verschreckt, wütend oder traurig, dann wieder mutig, neugierig, wissbegierig, frech und voller Tatendrang, Lust am Spielen, Quatsch machen, Ausprobieren. Ein Kind, das Schutz braucht, Ermutigung, das eine Hand dankbar ergreift, die es durch schwierige Phasen führt, die ihm Dinge erklärt, ihm zuhört, die Tränen trocknet, lieb hält, etwas Schönes zeigt, es in die Luft wirft und zum Lachen bringt. All das und noch viel mehr - das ist für mich mein inneres Kind und mein innerer Erwachsener. Ein tolles Team.

Darauf möchte ich meinen Focus im September richten. Mich fragen: 'Wie geht es meinem inneren Kind gerade? Wo ist es? Was braucht es?'. Beobachten, was ich sehe, höre, fühle, wahrnehme und mich bemühen, dass es meinem inneren Kind so gut geht wie ich kann und zu schauen wie ich es unterstützen und aufheitern kann, bis es wieder kichert oder wieder glücklich aussieht. Vielleicht geht es auch darum, zu entdecken was ich von ihm lernen kann. Sicher eine ganze Menge.

Wertvoll. Ich liebe dieses Kalenderblatt und das Thema. Ich freue mich darauf, daran im September erinnert zu werden.


Mein Wandkalender 'Glückliche Zeiten' bringt mich ans Meer, wo die Sonne am tieforange farbenen Abendhimmel bald über dem Horinzont eintaucht. Der Text lautet:

'Die Liebe, die mir zur Verfügung steht,
ist unendlich. Unendlich sind auch die
Möglichkeiten, meine Träume zum
Leben zu erwecken und den Tanz
auf dem Horizont zu wagen.'

Als ich die letzten Tage gespinxt habe, was auf dem Septemberbild steht, fühlte ich richtig, wie mein Herz aufatmete. Ich liebe diese Ermutigungen, die meine Phantasie entfachen, die mir den Glauben schenken, das so viel mehr möglich ist, als mein Verstand erreichen kann. Auf den Schwingen meiner Phantasie und Visionen kann ich mir Szenarien kreieren, die wunderbar sind und die mir Mut machen, meine Träume zu verwirklichen.

An das glauben, was ich mir vorstellen kann. Und ich kann mir so viel vorstellen. :o) Solche Sätze wie der auf dem Kalenderblatt sind das, was mir Kraft und Energie gibt. Es ist als würde ich meinem inneren Kind ein Blume schenken, einen Lolli oder es in die Luft werfen. Hören Sie es jauchzen? Von da oben sieht die Welt ganz anders aus und ich kann sooooo weit gucken!

Wandkalender 2012 'Glückliche Zeiten'


Die letzten Wochen und Monate sind bei mir von Lernen geprägt und ich bereite auch die Kalenderdaten für 2013 vor. Ich habe schon ein Lieblingsbild, an dem ich mich nicht sattsehen kann. Die neuen Kalender erstellen ist immer wieder wie mich ein bisschen zu verlieben. :o) Herzensarbeit - wie auch hier im Blog zu schreiben.

Ganz herzliche Grüße aus Köln und einen traumhaft schönen September!

Ihre Anja Kolberg

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Samstag, 04 August, 2012

Dankbarkeit

Zeit für andere Schwingungen. Die Tage der Erkältung sind gezählt. Ich glaube, es wurde im Laufe des Mittwochs besser. Da kapitulierte ich: 'Okay, ich kann es nicht ändern, also nehme ich mein momentanes Befinden so an wie es ist und mache das Beste aus der Situation. Es hat wohl einen Grund, dass es jetzt so ist.' Es hat mir sehr gut getan, mich hinzulegen, am Fenster rauszugucken, an meine Ohren nur Stille und die Geräusche der Natur zu lassen. Kein Film am Abend.

Donnerstag früh hatte ich das erste Mal das Gefühl, frei zu sein von dieser schmerzlichen Blockade im Kopf, die jegliche Konzentration verhinderte. Und es hält an... Ich bin soooo froh und dankbar dafür!

Heute ist Zeit für Dankbarkeit. Ich möchte mir der Fülle bewusster werden, die mich umgibt. Und was ich jetzt aufschreibe, ist nur ein klitzekleiner Bruchteil von dem, was ich an Fülle und Reichtum habe!

In diesem Moment bin ich dankbar für

  • meine Gesundheit, die es mir möglich macht, solche Erkältungen gut zu überstehen.
  • die Zeit, die ich hatte, meine Erklältung wirklich auszukurieren, weil es mir geholfen hat, mich um mich wirklich kümmern zu können.
  • meine Fettpölsterchen, die es meinem Körper leicht möglich machen, auch mal aus Appetitlosigkeit nichts zu essen. :o)
  • Sie, weil Sie mir, liebe Leserin und lieber Leser, meinem Schreiben, meinen Gedanken Aufmerksamkeit geben. Das ist ein wundervolles Gefühl. Danke!
  • meinen Mann, der mich immer unterstützt, wenn ich ein Problem mit dem PC habe. Diese Hilfe hat es mir 1999 ermöglicht, meine Internetseite ins Leben zu rufen. Danke schön!
  • meiner Hündin, die mich jeden Tag bei Wind und Wetter vor die Türe in die Natur bringt und mich mit ihren Ideen, ihrem Schnarchen, ihrem unschuldigen Welpenblick (den hat sie mit fast 10 Jahren immer noch drauf), mit ihrem gleichmäßigen Heben und Senken ihres Körpers, wenn sie schläft, ihrem Bellen im Schlaf, ihrem kuschligen Fell immer wieder berührt und beglückt. (Hm, im Gegensatz dazu kommt mein Mann hier gerade knapp weg. :o) Es gibt aber vieles, das in ein persönliches Gespräch und nicht ins Internet gehört.)
  • die Meinungsfreiheit, den Frieden, die Demokratie, das Bildungssystem und die gesundheitliche Versorgung in Deutschland, weil sie es mir möglich macht, so zu leben, wie ich lebe. Manchmal fallen mir diese Dinge gar nicht auf, weil sie so selbstverständlich in meinem Alltag sind. Durch Bücher vom Alltag von Frauen aus Entwicklungsländern wurde mir vor vielen Jahren bewusst, wie gut ich es habe - auch durch Berichte in den Medien, von Menschenrechtsorganisationen werde ich mir dessen täglich bewusster. Es ist wundervoll wie gut es mir geht. Ich bin so froh, dass ich frei bin und meine Meinung frei äußern kann, Zugang zu Wissen habe und zu ärztlicher Versorgung. Denn das ist noch nicht für alle Menschen auf dieser Welt selbstverständlich - mein inniger Wunsch ist, dass es für jeden Menschen auf diesem Planten (und jedes Tier) Realität ist. Ich freue mich über Organisationen wie Avaaz.org oder Peta.de die die Kraft haben, unsere Rufe nach Freiheit zu bündeln.

Heute ist ein schöner Tag: Sonne, Wolken, blauer Himmel, Wind, Ruhe, Freundlichkeit, Anstupser mit einer nassen Hundenase, ein Kuss von meinem Mann, ein langes und liebevolles Liebhalten einer Freundin, ein köstliches Eis, der Blick auf weiße, rosa, grüne, pinke Hortensien im Garten, ein köstliches Croissant und heißen Kaffee, Blumen für die Vase, Hilfe beim Basteln einer kleinen Ermutigungskarte durch meinen Mann, Zeit zum Lesen in einem guten Buch und Zeit zum Schreiben auf der Terrasse. Heute ist mir schon so viel Gutes begegnet. Das ist wunderbar!

Und dass mir das alles nach so einer furchtbar anstrengenden Zeit deutlich ist und ich gerade so viel schöne Energie fühle - das ist einfach toll! Ich bin nicht nur Regen und Sturm, ich bin auch Sonne und blauer Himmel. Schön, diese Kombination!

Hüpfende und dankbare Grüße!

Anja Kolberg

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Mittwoch, 01 August, 2012

August: Widerstandskräfte & Vertrauen

Wie sehnte ich mich nach dem August-Blatt des Tischkalenders:

August 2012 - Tischkalender von Anja Kolberg

Auf dem Foto ein Löwenzahn, der einen Platz zum Leben zwischen Steinen gefunden hat. Die Affirmation lautet: 'Ich entdecke meine Widerstandskräfte.'

Eine Erklältung quält mich seit fast zwei Wochen. Inzwischen sind die Nebenhöhlen befallen und meine Geduld ist arg strapaziert. Vor allen Dingen, weil mich die Schmerzen und die spürbare körperliche Beeinträchtigung - wie mich schwer konzentrieren zu können - es unmöglich machen, für diese Zeit geplante Ziele umzusetzen.

Genau deswegen sehne ich mir meine Widerstandskräfte herbei. Es geht mir heute nicht um die Kräfte, die es möglich machen, dass wir intensive Krisensituationen seelisch unbeschadet überstehen (Resilienz), sondern um meine körperlichen Widerstandskräfte. Die Stärke in uns, die es schafft Krankheiten abzuwehren oder zu genesen, die unser Immunsystem repariert, wenn es schwächelt. Was kann diese Widerstandskraft sein? Kann sie aus sich heraus größer werden und wirken oder braucht es Hilfe von außen? Zum Beispiel durch Pflanzen. Der Löwenzahn zeigt nicht nur, dass er wenig zum Leben braucht, um unermüdlich wachsen, blühen und Nachwuchs entwickeln zu können - er hat auch entzündungshemmende Wirkung. Das passt ja prima und macht mir doppelt Freude, ihn auf dem Blatt anzuschauen. Zurück zu meiner Frage, kann diese Widerstandskraft von sich aus stärker werden? Ich glaube ja. Dann, wenn ich mir gebe, was ich wirklich brauche. Was ich will entspricht dem im Moment nicht. Was ich brauche, ist wohl noch mehr Ruhe, noch mehr Dampfbäder und die Erlaubnis, dass es okay ist, auch wenn ich meine Ziele dann nicht erreiche.

Wenn ich meinem Körper gebe, was ich brauche, werden meine körperlichen Widerstandskräfte entfacht? Ja, das fühlt sich für mich stimmig an. Ich kann ihn ja direkt mal fragen, was er braucht:

Anja: Körper, was brauchst du?
Körper: RUHE. Schlafen. KEIN Fernsehen. KEIN Krach. RUHE für meine Ohren. EINEN TAG nur für mich und nichts im Büro machen, nichts versuchen doch zu lernen, keine Gedanken daran.

Anja: Dampfbäder?
Körper: Ja, gerne. Aber wichtiger ist die Ruhe. Mal nicht ständig denken, was ich statt krank zu sein hätte tun können. Da sein. Annehmen.

Puh. Eine Herausforderung. Ich will sie annehmen. Die Widerstandskräfte meines Körpers entfachen, widererwecken helfen. Um beim Bild des Löwenzahns zu bleiben: Die Haube meines Verstandes, die ich über den Löwenzahn gestülpt habe ('Aber ich muss doch... Das geht doch jetzt nicht...') entfernen und Sonne, Luft und Wasser an die Pflanze lassen.

Wandkalender von Anja Kolberg

Auf meinem Wandkalender - das passt ja herrlich - ist eine Echinazea abgebildet. Die herrliche Staude, die das Immunsystem stärken soll. Ich hatte vergessen, was auf dem Kalenderblatt abgebildet ist und freue mich gerade, wie sehr es zu meiner momentanen Situation passt. Der Text lautet: 'Klein sein wie eiin Schmetterling und die Blumen anhimmeln.'

Hm, welch Gedanke. Ganz da sein in der Natur, mich ihrer Schönheit hingeben. Das klingt herrlich. Schmetterling bringe ich mit Leichtigkeit und Lebensfreude in Verbindung. Mit genießen. Das Leben genießen. Ich glaube, sie denken nicht darüber nach, ob es morgen Regen geben könnte oder dass sie vielleicht nächste Woche weniger Nektar finden könnten. Sie leben und vertrauen.

Das möchte ich auch: Leben und vertrauen.

Mir ist eingefallen, dass ich noch einen Gutschein für eine Ayurveda-Massage habe, der auf Einlösung wartet. Genau den werde ich mir in der nächsten Zeit gönnen. Das wird mir gut tun und meine Kräfte von außen stärken.

Ich wünsche Ihnen - und mir selbst - einen starken und wundervollen August

Anja Kolberg

PS: Im April habe ich über Resilienz geschrieben. Hier der Artikel.
PPS: Meine Kalender für 2013 gibt es voraussichtlich ab November im Shop zu kaufen.

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Montag, 30 Juli, 2012

Liebes Leben,

... manchmal hast du es ganz schön in dir.

Seit dem ich Anfang Juli die intensive und schöne Woche in Stansted Hall verbracht habe, 'schenkt' mir mein Körper eine Auszeit nach der anderen. Erst Bauchschmerzen, dann eine Erkältung, die einfach nicht gehen will und meinen Kopf so belagert, dass ich nur eingeschränkt leistungsfähig bin.

Das ist wirklich nichts, was mir leicht fällt.

Ich kann gut damit umgehen, wenn ich aktiv bin, viel leiste, meine Ziele erreiche. Ich stehe vor einer Herausforderung, wenn mein Körper nicht so funktioniert wie mein Kopf das gerade braucht und will. Für die Sommerferien hatte ich mir Projekte vorgenommen, die ich noch immer nicht in Angriff genommen habe oder höchstens 2% der gewünschten Zeit hinein investiert. Uff! Ganz schön schwer, dann nicht Panik zu schieben oder unzufrieden mit mir zu sein, zu zweifeln... Oder laut loszuschreien. Seufz.

Tief durchatmen.

Mein Kopf macht Pläne und mein Körper denkt gar nicht daran, mitzuspielen. Und meine Seele? Die schaut sich alles in Ruhe an, beruhigt meinen Verstand und sagt dass alles gut wird. Sie gibt meinem Körper die Zeit, die er braucht und versucht zwischen beiden zu vermitteln. Sie macht mir klar, warum mein Körper diese unfreiwillige Auszeit braucht.

Was soll ich dabei lernen? Vertrauen haben. Gut zu mir sein. Noch mehr Geduld haben (große Aufgabe für Widder). Annehmen, was ich nicht ändern kann und mir diese Zeit so angenehm wie möglich zu machen. Verstand, Körper und Seele in den Arm nehmen und lieb halten. Glück selbst in schwierigen Situationen finden.

Mein kleines Glück heute: Eine Tasse Kaffee draußen im Garten trinken. Sonnenstrahlen genießen. Atmen. Im Garten ein bisschen aufräumen.

Ich merke gerade, wie mein Kopf 'wieder zu geht' und ich Kopfschmerzen bekomme. Okay. Ich höre jetzt auf zu schreiben und kümmere mich wieder um meinen Körper.

Ich wünsche mir, die Lektionen, die mir mein Leben schenkt, immer leichter anzunehmen und mich so lieb zu haben wie ich bin - gleich wie ich bin. Ich fühle, ich bin auf einem guten Weg. HÜPF!

Anja Kolberg

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Montag, 02 Juli, 2012

Mein Glück im Juli 2012 - Kalenderimpulse

Tischkalender: Ich bin für mein Glück selbst verantwortlich.

Tischkalender 2012 - Ich will frei sein

Wenn ich mein Leben selbst in die Hand nehme, selbst entscheide, eigene Fehler mache, die Gefahr eingehe mich zu blamieren oder in Sackgassen zu laufen, wenn ich mich traue meine Wünsche und Bedürfnisse ernst zu nehmen und ihnen Raum und Verwirklichung ermögliche - und das bisher nicht getan habe - dann brauche ich vor allen Dingen eines:

M U T.

Denn es erfordert Mut, über die Schwelle der Angst zu treten. Es erfordert Mut, neue Wege zu beschreiten. Es erfordert Mut, das Risiko einzugehen, vielleicht eine falsche Entscheidung zu treffen.

Wenn ich gelerntes Verhalten abstreifen will, das mich bisher davon abgehalten hat, mein wirkliches Leben zu leben, mein Ich zu entfalten, dann ist das zunächst schwer. Sonst wäre es schließlich längst geschehen. Vielleicht muss ich mich mit Gedanken auseinander setzen, die mich blockieren. Vielleicht ist es erforderlich, mir selbst und/oder auch anderen mehr zuzutrauen. (Impatiens auf dem Foto ist eine Bachblüte. Sie steht u.a. dafür, anderen Menschen mehr Zeit zu lassen und ihnen nicht vorschnell das Zepter aus der Hand zu nehmen.)

Postkarte aus Webshop

Vielleicht ist es Zeit, einer schmerzlichen Erfahrung eine neue Chance zu geben. Es ist leicht, aus einer einmal gemachten, schmerzlichen Erfahrung eine Regel zu machen. Und schwer, die Erinnerung zu überwinden und dem Leben eine zweite Chance zu geben, gerade weil die Gefahr besteht, wieder Schmerzen zu erleiden. Ich denke an Kinder, die x Mal hinfallen, bevor sie ohne hinzufallen laufen können. Jedes Mal lernen sie - und stehen wieder auf.

Ich wünsche mir den Mut, wenn ich etwas Neues beginnen will und mein Hinfallen oder Ängste im Kopf habe, mich daran zu erinnern wie es war, als ich Laufen lernte. Denn das habe ich geschafft. Und so vieles mehr in meinem Leben habe ich erreicht. Ich wünsche mir, mich dann an all die Situationen zu erinnern, in denen ich wieder aufgestanden bin und mein Ziel - trotz innerer und äußerer Widerstände - erreicht habe.

Diese Erinnerung verschafft mir Kraft und einen Schub, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Ich bin für mein Lebensglück selbst verantwortlich. Kein anderer Mensch. Das ist Herausforderung, Chance und Aufgabe zu gleich.

Das Gefühl, eine Hürde überwunden zu haben, meine Bedürfnisse zu erfüllen, für mein Glück, meinen Seelenfrieden zu handeln, fühlt sich unglaublich gut an.

Das Kalenderblatt im Juli erinnert mich an diese Aufgabe.

In der Kalendervorstellung im Herbst habe ich einen weiteren Impuls zum Kalenderblatt geteilt. Sie können sie hier lesen.


Wandkalender Juli:

Wandkalender 2012

"Der Wind tanzt Tango mit den Blüten. Ich singe mein Lied."

Als ich diesen Text zu der feurigen Mohnblüte sah, tanzte mein Herz. So viel Lebensfreude!

Ich freue mich auf den Juli, in dem ich eine Woche nach England reisen werde. Ich freue mich auf interessante Tage, neue Entdeckungen, auf Austausch, da sein, genießen. Das Leben hält so viele Überraschungen für uns bereit. Wer weiß, was der Juli uns noch schenken möchte.

Tanzen in einem roten Kleid - schwingen mit den Kräften der Natur - und dann noch ein Lied singen, das eigene Lied...

Klingt nach einem traumhaften Sommermonat! Den wünsche Ihnen und mir selbst von Herzen.

Anja Kolberg

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