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Mittwoch, 31 Dezember, 2014

Rückblick 2014

2014 ist geschafft. Yeah! Es war nicht so schlimm wie die vergangenen Jahre, die immer schlimmer wurden als das voran gegangene, trotz bester Hoffnungen. Doch auch 2014 hatte es in sich: Schönes und Herausforderndes. Diese Punkte fallen mir gleich ein:

  • 15 Jahre Frauencoaching - überraschendes Jubiläum
  • Umfrage unter meinen Leserinnen
  • Der herrliche Urlaub auf Römö - drei Wochen Blick aufs Meer
  • Die Renovierung unsere Terrasse - Aufbau der Pergola - Erkenntnisse Mann/Frau in der Partnerschaft und Zusammenarbeit - Gutes Wir-Gefühl - Der Genuss der Überdachung...
  • Schlappsein meines Körpers wird immer intensiver und Ende des Jahres endlich besser
  • Grüne Smoothies helfen mir (und schmecken mir im Winter nicht so gut...)
  • schmerzhafte Überraschung unter 'intakter' Zahnfüllung inkl. Antibiotika, zwei Wurzelbehandlungen, Fortsetzung Anfang Januar
  • Spannende Erfahrungen im Kurs zur Gewaltfreien Kommunikation
  • und noch einige persönliche Dinge, die mich gestärkt und auch bewegt haben, die ich aber nicht öffentlich teilen möchte.

Wenn ich mir meinen Blog vom 1. Halbjahr und 2. Halbjahr 2014 durchscrolle, begegnen mir noch mehr Erlebnisse, an die ich gar nicht gedacht habe. Zum Beispiel meine guten Blutwerte Anfang des Jahres nach drei, inzwischen vier (fast) veganen Jahren. Viele gute Schmöker. Die Monatlichen Impulse nun per Mail. Ooooh ja, mein Hängematten-Gefühl. Der Verlust von Menschen. Größenwahn. Gedanken, was wirklich wichtig ist. Natürlich meine geliebten Tischkalender. Da ist so viel mehr...

Besonders, wenn ich daran denke, wie viel in meinem Leben passiert, das ich nicht poste, nicht mal in meinem Tagebuch festhalte. Kostbare Begegnungen mit Menschen. Auf professioneller Basis im Coaching, im Seminar, im Austausch per Mail oder am Telefon. Auf privater Ebene mit meiner Familie und mit Freundinnen und Freunden. Auf Feiern. Bei Einladungen. Im Cafe. Zu Hause. Am Telefon. Die kurzen Gespräche auf der Straße mit Nachbarn oder anderen Hunde'eltern'. Neue Familienmitglieder kommen und manche mussten leider gehen. Viele gute tiefsinnige Gespräche, die ich so liebe.

Die Natur beobachten und dabei die Luft anhalten: Eichhörnchen. Mäuschen. Ein Eisvogel an unserem Teich. Rotkehlchen. Weihnachtskarten. Spontane Anrufe. Geburtstagsständchen. Blumen. Blüten. Veränderungen, die einfach so passieren und mir so gut tun, weil sie mich von Ballast befreien, den ich nicht mehr tragen muss.

2014 war so viel Hoffnung da, die Dinge endlich anpacken zu können. All die Projekte, die mir wichtig sind. Meine Träume und Wünsche. Und mein Körper machte mir einen Strich durch die Rechnung. Das anzunehmen und damit meinen Frieden zu schließen, fällt mir immer mal wieder schwer. Ich bin dankbar, dass ich im Laufe des Jahres immer mehr lernte, gut zu mir selbst zu sein und mich zu verwöhnen und lieb mit mir zu sprechen. Ein guter Weg!

So viel liebevolles Feedback habe ich erfahren. Zu meinem Blog, Newsletter, E-Cards, Kalendern, Impulsen, Lieferungen. Über die Umfrage. Einfach so per Mail. Per E-Card. Per Brief.

Ich fühle durch all das Reichtum. Ich bin reich, weil ich mein Leben gestalten kann. Ich entscheide durch meine Gedanken über meine Gefühle. Ich darf mich dafür entscheiden, mein Leben zu leben, auch wenn es völlig anders ist als es der Norm entspricht. Ich darf mich entscheiden, ganz ich selbst zu sein und mich dafür zu lieben.

Ich darf diesen Reichtum zeigen und muss ihn nicht verstecken. Ich muss mich nicht verstecken. Ich kann mich stärken und schützen. Ich bin mir selbst eine gute Lebensbegleiterin.

Himmel, danke für 2014 - so herausfordernd es war, so schön und bereichernd war es auch!

Während ich das schreibe, springt neben dem Bildschirm die Knose eines weißen Rittersterns auf. Was für ein schönes Zeichen!

Liebevolle Wünsche und Grüße für ein gutes Jahr 2015

Anja Kolberg

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Darüber hinaus erlaube ich die Nutzung außerhalb dieser Webseite nur mit meiner Genehmigung.

Vegane Köstlichkeiten zum Raclette

Zu Essen gab es für unsere Gäste und uns an Heilig Abend Raclette. Ich möchte berichten, was da so auf dem Tisch war, insbesondere auch, um zu zeigen, wie sich das vegan abwandeln lässt.

Unsere Gäste und mein Mann (Allesesser) bekamen traditionell Hack und Raclettekäse. Für mich hatte ich Gyros auf Lupinenbasis (gab's bei Globus) als vegane Alternative zum Hack, das war lecker. Ich hätte auch das vegane Schnitzel von Aldi (gibts in der Kühltheke --> Update: Sylvester ausprobiert, eignet sich nicht. Es wird nicht knusprig genug, schmeckt dann eher mehlig.) oder irgend einen anderen Fleischersatz nehmen und klein schneiden können. Nächstes Raclette: Wieder das Lupinen-Gyros.

Als Käseersatz hatte ich zuerst an Pizzaschmelz von Wilmersburger gedacht, dann aber doch nicht genutzt, weil ich was cremigeres wollte. Deswegen habe ich mir Sauce Hollandaise gemacht und damit überbacken. Das war nicht ganz optimal zum Raclette, ist aber unglaublich gut zum Spargel im Frühling!

Übrigens ist der vegane Schnittkäse von Wilmersburger (alles bei Globus, ist unser nächster Supermarkt mit vielen veganen Produkten, gibt es sicherlich noch bei vielen anderen) mein Lieblingsbrotbelag. Im Moment die Sorte Pilze, sonst würzig oder Tomate-Basilikum. Oder der geräucherte Veggie-Aufschnitt von Aldi. Und natürlich all die Brotaufstriche, die inzwischen überall zu finden sind.

Zurück zum Käseersatz beim Raclette. Das war noch nicht optimal. Heute - mein Mann und ich machen an Sylvester wieder Raclette - werde ich eine selbstgemachte Creme aus Cashewnüssen, Hefeflocken, Zitronensaft, Senf, Wasser, Agavensirup, Salz & Pfeffer und evtl. Tomaten in Olivenöl probieren. Diese Köstlichkeit mache ich mir immer zum Überpacken der Pizza oder für Aufläufe. Werde hier berichten, ob das besser war. --> Update: War nicht besser, zu trocken. Als Creme aufs Brot köstlich, aber für den Einsatz im Grillpfännchen nicht geeignet. Zu trocken, evtl. mit mehr Öl oder Flüssigkeit. Ich habe dann doch den Pizzaschmelz ausprobiert. Er war wirklich am besten von den Alternativen. Er schmolz auch ohne Verbindung mit Sojasahne prima, schmeckte nach Käse. Beim nächsten Mal: Wilmersburger Pizzaschmelz.

Was könnten wir gemeinsam essen? Kartoffeln, Kräutermargarine (auf Basis von Alsan Bio Margarine, mit Kräuterbuttermischung gewürzt), Baguette, Pilze, Ananas, Oliven, Peperoni, Spargel ...

Ebenso wie den Rotkohl-Salat, der bei unseren Gästen sehr gut ankam und den wir schon einen Tag vorher angesetzt haben. Dafür haben wir das Rezept abgewandelt: Halb neutrales Öl (war Raps- oder Sonnenblumenöl, ich weiß es nicht mehr) und halb Sesamöl, geröstet - als Alternative zum Walnussöl, das wir nicht hatten. Zusätzlich eine Orange klein geschnitten. Statt Apfeldicksaft habe ich Agavensirup genommen. Lecker. Werde ich wieder machen.

Dann haben wir jede Menge Soßen eingekauft, deren Zutatenliste zwar winzig klein für unsere Augen war, doch wir haben einige Soßen gefunden, die zufällig vegan waren. Prima!

Diese Walnuss-Paprika-Paste hab ich selbst gemacht. Höllisch scharf und lecker. Erinnerte mich ein bisschen an Ajvar. Rezept.

Und eine Cranberry-Sauce gab's auch. War wie süßer Kompott. [Ist in der Rezeptdatenbank von Veganwelt - Stichwort Sauce zu finden.] Ich habe die Sauce püriert. Schmeckte lecker zur scharfen Paprika-Paste und dazu Brot.

Da es einfach viel zu viel an dem Abend war, gab's den Kompott am nächsten Tag im Blätterteigmantel mit sauren Äpfeln dazu. Lecker. Blätterteig gibt es übrigens schon oft als vegane Variante, ohne dass dies vom Hersteller wohl beabsichtigt war. :o)

Zum Nachtisch hatten wir einen Klassiker meiner Kindheit: Vanilleeis mit heißen Kirschen. Für mich gab's Lupineneis (Sorte Vanille-Kirsch, Link Hersteller) dazu. Superlecker, schmeckte wie 'normales' Eis. Gefunden im Globus. Boah, war ich glücklich, als ich das gefunden habe. Ich liiiiiiiebe nämlich Eis!

Fazit Raclette: Lecker wird es für mich als Veganerin durch die Beilagen (Salat, Brot, Kräutermargarine, Dips, Oliven...), der Pizzaschmelz mit dem veganen Gyros ist zwar auch gut, kommt aber für mich bisher nicht an das von mir erinnerte mit Raclettekäse überbackene heran. Aber: Das Gewissen ist besser und der Geschmack ist unvergleichlich gut.

Ich bin froh und dankbar, dass es so viele leckere vegane Alternativen gibt. Weihnachten hatte meine Schwiegermutter auch lieb an mich beim Menü gedacht: Tomatensuppe. Veganes Geschnetzeltes mit Pilzen und Sojasahne auf Tost. Rotkohl mit Klößen und Orangensoße zu Sojaschnitzel. Bratapfel-rote-Grütze mit Sojapudding. Lecker!

Ich habe so viele Rezepte dieses Jahr ausprobiert, die gut geschmeckt haben und vor allen Dingen auch im Alltag gut mit meinem alles essenden Partner umzusetzen waren. Noch viel mehr Rezepte liegen ausgedruckt auf einem Stapel und wollen ausgetestet werden. Ganz zu schweigen von den Fotos, die ich von meinem Essen posten wollte. :o) Klappt dann doch weniger als ich will. So ein Blogbeitrag ist ganz schön viel Arbeit und braucht Zeit...

Jetzt freue ich mich, dass mir hier dieser gelungen ist.

Auf ein neues veganes Jahr voller Leckereien!

Anja Kolberg

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Samstag, 27 Dezember, 2014

Schneeflöckchen-Grüße

Klick zu den E-Cards

Weiße Überraschung am Tag nach Weihnachten. Selbst bei uns in Köln hat es geschneit. Wenn der Schnee auch eher nass ist und die Straße relativ frei, so liegt er immer noch auf Hausdächern und fällt leise vom Himmel.

In meiner Heimat ging heute an vielen Stellen nichts mehr. Das Bergische Land ist Schnee gewohnt, war aber wohl überrascht worden. 10 cm. Verwehungen. Eis auf den Straßen...

Viele zusätzliche Schutzengel für alle Menschen, die unterwegs in den Urlaub sind oder wegen ihrer Arbeit unterwegs sein müssen.

Weihnachtsspaß

Hatten Sie ein schönes Weihnachtsfest? Meines war schön und ich bin dem Himmel dankbar dafür. Dankbar für unsere Familien - das ist wirklicher Reichtum. Besonders lustig war an Heilig Abend mal wieder das Wichteln mit meiner Familie. Wir schenken uns schon einige Jahre nichts mehr zu Weihnachten, doch das Wichtelgeschenk - das passt. Nach der Runde Schrottwicheln (mein Mann hat den Vogel mit einem gebrauchten Sudokuheft abgeschossen, gefolgt von meinem Bruder mit einer 80erJahre Sonnenbrille meines Vaters) gab's eine Runde 'Schön'wichteln mit Geschenken im Wert von ca. 5 Euro. Klasse!

Es hat gut getan, den ersten Feiertag 'frei' zu haben, wo wir uns dem Faulenzen hingaben. :o) Wir optimieren eine der schwierigsten Fertigkeiten der Welt: Couchen. Das muss intensiv geübt werden und Minu ist unsere Meisterin. Super-Guru in der Disziplin Entspannen.

Dreizehn

Unsere Minu ist Heilig Abend schon dreizehn Jahre geworden. Unfassbar schnell sind die Jahre vergangen... Wir sind so froh, dass dieser süße Vierbeiner Teil unseres Teams ist. Sie ist merklich ruhiger geworden und ihre Windangst ist komplett verflogen. Hüpf! In der Rubrik Blog - Hundemami finden Sie einige Bilder und Beiträge über unseren 'Moppel' (universell einsetzbarer Kosename in unserem Team).

Raunächte

Besonders sind die zwölf Nächte vom 25.12. bis 5.1. - entsprechend jedem Monat des neuen Jahres können wir den Wünschen und Themen des neues Jahres lauschen. Ich liiiiebe diese Zeit. Sie ist so besonders still, anders - ja mystisch.

E-Cards

Sylvester-E-Cards & Jahresende

Mal sehen, ob ich noch Zeit, Kraft & Lust habe, vor Sylvester einen Jahresrückblick zu machen. Ich bin mal wieder von dem Problem befallen, viel zu wollen und wenig zu schaffen... ;o) (Problem ist weniger meine Kraft oder mein Wille, sondern meine vielen Wünsche...) Schritt für Schritt kann ich doch einiges auf meiner To-Do-Liste abhaken. Zum Beispiel habe ich die Sylvester- und Neujahr-Ecards online gestellt und zwei neue gestaltet. Einige jetzt noch passende Weihnachtskarten habe ich in der Auswahl gelassen. Viel Spaß beim Verschicken.

Auch zum Jahresbeginn ist ein Tischkalender noch ein tolles Mitbringsel oder Geschenk. Tiefsinnige und inspirierende Tischkalender mit herrlichen Fotos können bei mir im Webshop bestellen.

Wenn ich es nicht mehr schaffe, zu bloggen und Sie wünschen sich was zu lesen: Ich habe immer wieder Freude daran, mir meine Beiträge der letzten Jahren vor dem Jahreswechsel anzuschauen und bin erstaunt, was ich alles erlebt habe und geschrieben. Mein Favorit - ist meine Geschichte '2007 geht'. Besonders liebe ich das mümelnde Eichhörnchen. Wenn Sie Lust haben, sich durch die anderen Jahre zu klicken, dann gehen Sie jeweils links im Menü auf die 2. Halbjahre der Jahre, zum Beispiel Blog - 2013, 2. Halbjahr usw. Der letzte Beitrag im Jahr steht ganz oben zu lesen. Viel Freude beim Stöbern!

Einen guten Rutsch - vielleicht melde ich mich nochmal im alten Jahr! Sonst:

Bis nächstes Jahr,
Ihre Anja Kolberg

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Dienstag, 23 Dezember, 2014

Eine besondere Zeit...

Frohe Weihnachten - E-Card

Vorbereitungen sind getroffen.
Die Glieder durchstrecken.
Eine heiße Dusche genießen.

Durchatmen.
Zu mir kommen.
Die Stille fühlen.
Ruhe breitet sich aus.
Erfüllt meinen Körper. Meine Seele.
Nährt meinen Geist.

Weihnachtsfunkeln.
Vorfreude.

Bald ist es da, das Weihnachtsfest.
Inne halten. Ganz da sein.
Einen Moment ausschöpfen.

Wie duftet Weihnachten?
Wie hört es sich an?
Was erblickt mein Auge?
Das Gefühl in mir.

Beisammen sein.

In mir - mit mir. Jetzt.

Ich wünsche Ihnen zauberhafte Weihnachsttage, die Begegnung mit flitzenden Weihnachtselfen, gemütlichen Hausgeistern, köstlichen Momenten, genügend Zeit und Raum für alles, was Ihnen gut tut und was Sie brauchen und die entspannte Haltung eines Buddhas, wenn es mal anders läuft als gehofft...

Anja Kolberg

 

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Sonntag, 21 Dezember, 2014

Was so los war in den letzten Wochen...

Hallo da draußen in der Welt!

E-Cards

Zunächst einmal habe ich frische Weihnachts-E-Cards entworfen. Die meisten Bilder in diesem Beitrag sind neue Karten. Viel Freude beim Verschicken. Die E-Cards sind kostenfrei und können über diese Seite verschickt werden. Einfach auf das Motiv klicken, Empfänger, Absender und Adresse eingeben und abschicken. Ein Vordatieren ist auch möglich.

Der Renner unter den beiden Tischkalendern 2015 ist dieser hier: Balsam für die Seele

Tischkalender Balsam für die Seele

Ob es an den Bildern liegt? Den Texten? Dem Titel? Vielleicht ist es alles zusammen. :o) Seine Schwester mit dem Titel: 'Ich lebe mein Leben' liegt ein ganzes Stück dahinter. Es erstaunt mich jedes Jahr aufs neue, welcher der beiden das Rennen macht. Der Dezember ist für mich geprägt mit Päckchen packen. Das mache ich mit viel Liebe für alle Bestellungen aus meinem Webshop.

E-Cards

Was gab es sonst? Außer einer schmerzhaften Zahnbehandlung....

Vor einigen Wochen wurde ich von einem Realschulrektor um die Nutzungsgenehmigung eines meiner Gedichte gebeten. Er wollte es für eine Einladungskarte nutzen. Ich fühle mich geehrt und berührt. Zwar war ich nie schlecht in der Schule, eher oberes Mittelfeld, doch ich hätte mir nie im Leben als Schülerin träumen lassen, dass mal einer meiner Texte als Einladungstext fürs das Lehrerkollegium dienen könnte. Hätte ich das gewusst, das wäre himmlisch schön gewesen. So habe ich heute auch noch meine Freude daran. Es war dieser Text...

E-Cards

Es kommt immer mal wieder vor, dass meine Zeichnungen für soziale Projekte angefragt werden. Im Dezember von der Lebenshilfe Crailsheim, die damit den Sinn ihren Zukunftskonferenz allen Menschen einfach vermitteln wollten. Das unterstütze ich sehr gerne!

Ansonsten verflog der Dezember im nu. Ich kann gar nicht fassen, dass schon Wintersonnenwende ist (22.12.). Jetzt kommt Tag für Tag das Licht zurück! Dem Himmel sei dank, denn das düstre Wetter ist mir oft aufs Gemüt geschlagen. Letzte Woche Sonntag war endlich Sonnenschein und ich hatte mittags sowohl Lust, mich mit jemandem zu unterhalten und auch mein Gesicht in die Sonne zu halten. Mein Mann machte Mittagsschlaf, ich wollte nicht warten bis er aufstand. Wer weiß wie lange die Sonne schien? Also entschloss ich mich, gut für mich selbst zu sorgen und so nahm ich mich selbst als Gesprächspartnerin mit nach draußen.

Zwei Stunden war ich von unserem Zuhause bis zum Adenauer Weiher am Stadion in Müngersdorf und zurück unterwegs. Inklusive ausgiebigem Sonnenbad auf einer Bank am Seeufer mit herrlichem Blick auf die Enten. Das hat soooo gut getan. Anschließend war ich richtig 'satt', gut drauf und froh, so gut für mich gesorgt zu haben. Herrlich! Petrus sei dank für diesen Sonnentag!

Apropos Stadion: So ein bis zweimal im Jahr gönnen wir uns einen Stadionbesuch. Der 1. FC Köln spielte am 16.12. gegen Mainz. Das Spiel haben wir uns angeschaut. Wenn es auch ein verhaltenes Spiel ohne ein einziges Tor war, so begeistert mich doch jedes Mal die Atmosphäre im Stadion. Die Musik, die wehenden Fahnen auf der Südtribühne, wo auf den Stehplätzen die Fans vertreten sind, die mit Leib und Seele für den Verein leben. Das ist immer schön anzusehen und ein paarmal im Jahr finden dort auch Fan-Choreographien statt, dann ist die ganze Südtribühne einheitlich mit Fahnen, rot-weißen Schildern zum Einzug der Mannschaft gestaltet. Ein Gänsehaut-Moment. Lustig: Die gegnerischen Fans werden vom Stadionsprecher in der 'schönsten Stadt Deutschlands' begrüßt.

Oder wenn - wie oben auf dem Bild in der rechten Ecke sichtbar, die FC-Hymne "Üvverall jitt et Fans vom FC Kölle" ertönt, dann ist das ganze Stadion geschmückt mit Motto-Schals, die von den singenden (ja, meist männlichen) Fans hochgehalten werden. Hier zeigen Männer ihre Gefühle! Sie sollten mal sehen, wenn der Schiedsrichter nicht so pfeift wie der Fan das sieht: Wow! Ich hätte mir gewünscht, mit den Eintrittskarten auch ein Tor gebucht zu haben, aber dabei sein ist wirklich alles. Alleine für die Stimmung lohnt es sich!

E-Cards

Soviel für heute. Ich wünsche Ihnen einen zauberhaften Tag!

Anja Kolberg

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Donnerstag, 04 Dezember, 2014

Ich auch!

Wenn ein Kind etwas besonders Schönes hat, rufen die anderen gleich: 'Ich auch!' Kennen Sie das? Ich erinnere mich zumindest daran wie das früher war.

So, mein Mann hat einen Adventskalender. Ich nicht. War ganz traurig, als er am Montag sein Törchen öffnete und sich Kinderschokolade in den Mund schob. Ist ja auch nicht so leicht, einen veganen Adventskalender bekommt man nicht an jeder Ecke. Und mein Mann hat den Kalender geschenkt bekommen, also brauche ich gar keinen Gedanken daran verschwenden, dass ich ja nichts von ihm bekomme...

Fakt ist: Es ist der 4. Dezember und ich habe keinen Adventskalender. Ich bin traurig. Ich will auch so was haben.

Am Dienstag schrieb eine Kundin nach den Monatlichen Impulsen (in denen es darum ging, sich selbst zu verwöhnen), dass sie sich dieses Jahr einen eigenen Adventskalender gebastelt hatte. Nicht nur ihren Kindern und ihrem Mann wie all die Jahre zuvor. Ein 'Klopf auf die Schulter-Kalender' mit nettem Spruch als Erinnerung an etwas, das sie dieses Jahr gut geschafft hatte und Schokolade dazu.

Geniale Idee!

Das hat mich angeregt, mir selbst eine Freude zu machen und es ihr gleich zu tun. Wie oft habe ich für andere schon mit viel Liebe einen Kalender gebastelt. Jetzt mache ich mich selbst glücklich!

Schritt 1: Vegane Schoki bestellen. Habe von einem Schokoladen-Outlet.de erfahren, wo es vegane Bio-Bruch-Schoki gibt. Das Probierpaket bestellt und die Sorten Mandel Orange (lecker) und Nougat Krokant (noch besser!). Das schwere Schokoladenpaket ist heute eingetroffen. Musste erst mal gestestet werden. Göttlich lecker. Aber jetzt ist mir schlecht, weil ich wohl ein klitzekleines bisschen zuviel probiert hab. :o) Doch die Phase wird nicht lange anhalten. :o)

Schritt 2: Kleine Liebesbriefe an mich selbst schreiben. Die klebe ich auf die kleinen Tütchen mit der Schokolade. Aufkleber mit motivierenden Sätzen. Komplimente, die ich mal bekommen habe. Komplimente, die ich mir selbst machen möchte, die ich schon immer mal hören wollte. Einfach so was nettes, motivierendes, was mir einfällt und mir gut tun könnte. Und nicht nur Worte. Nein, ich will's auch bunt, so wie ich es für einen anderen machen würde, also Filzstifte raus.

Schritt 3: Stoffadventkalender im Keller ausgraben, mit kleinen Tütchen bestücken. Darauf ein Spruch, darin Schokolade oder was anderes Süßes.

Aufhängen. Jetzt ist der 4. Dezember und mein Adventskalender hängt. Jeden Tag freuen bis zum 24. Dezember. Yeah! Und weil schon der 4. Dezember ist, habe ich jetzt einige Jokertage, wo ich in die bisherigen Taschen greifen kann. Herrlich! *Hüpf*

Ich wünsche Ihnen einen schönen Adventstag!

Liebe Grüße,
Ihre Anja Kolberg

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Inne halten in hektischen Zeiten

Als ich das letzte Mal für unseren Haushalt einkaufte, war ich ganz erschlagen von der Fülle in den Geschäften, den vielen Menschen, der Hektik, den vollen Parkplätzen. Die Betriebsamkeit vor Weihnachten war in vollem Gange.

Dieses Jahr hat es wahrhaftig geklappt, dass ich die Geschenke schon eingekauft habe. Das macht mich ruhig und entspannt, mich darum jetzt nicht mehr kümmern zu müssen. Wahrscheinlich aus der Erinnerung wie anstrengend es letztes Jahr für mich war. Haben Sie schon alle Geschenke besorgt? Darf ich Ihnen etwas Arbeit abnehmen?

Wenn Sie noch ein tiefsinniges Geschenk suchen, mit dem Sie sich oder anderen langfristig Freude machen werden: Dann sind meine beiden Tischkalender genau richtig. Ich verschicke an Ihre Wunschlieferadresse (zum Beispiel an Ihren Arbeitsplatz oder direkt an Ihre Geschenkempfängerin) oder eine Packstation. (Klick zu meinem Webshop.) Sich selbst können Sie eine Freude mit dem Verwöhnpaket machen! Darin sind beide Tischkalender und die Impulse enthalten.

In meinen Dezember-Impulsen habe ich von der Übung geschrieben, die Augen zu schließen und dann bei mir zu sein. Dass ich dadurch einen Sinneskanal (Augen) ausblende und mich mehr auf mich selbst konzentrieren kann.

Das ist eine schöne Übung, um in hektischen Zeiten inne zu halten und eine kleine Seelenpause zu machen. Lust, es gemeinsam mit mir zu tun?

Ich schließe die Augen und atme durch.

Bin ganz bei mir.

Nehme wahr. Lenke die Aufmerksamkeit, auf meine Wahrnehmung.

.... auf das, was ich höre: 'ah der Verkehr auf der Straße' und höre auf das nächste Geräusch 'ah, der Computer', 'schreiende und lachende Kinder vor dem Haus'. So lange bis ich alles wahrgenommen habe.

... auf meinen Körper: Kälte auf meinen Armen. Das ist unangenehm. Ich hole eine Fleecejacke. Ah, besser. Hm, der Nacken ist verspannt. Ich setze mich aufrecht hin. Brust vor, Schultern zurück, Kopf gerade. Besser. Bewege meine Glieder etwas. Hm, seufze.

... auf meinen Atem: Wie tief atme ich? Kurz, fällt mir auf. Ich atme bewusst so tief ein und so lange aus wie es geht und richte mich dabei wieder auf, denn ich bin zuvor wieder etwas zusammen gesunken. Beobachte meinen Atem.

... spreche mit mir selbst: Guten Morgen, liebe Anja (setzen Sie Ihren Namen ein).
Wie geht es dir? Dann lausche ich dem, was da kommt. In meinem Fall: 'Gut.' (Ich habe heute früh schon im Bett mit mir gesprochen, deswegen wohl diese Antwort). Dann weiter:
Was brauchst du? Und dann lausche ich wieder der Antwort. Ich höre: 'Einen Spaziergang und was schaffen.' Was möchtest du schaffen? 'Eine von den Aufgaben auf meinem Tisch, die ich schon länger vor mir herschiebe.' Welche? Puh, da kommen ganz viele und ich kann mich nicht entscheiden. Muss ich auch nicht. Ich fange einfach mal mit dem Spaziergang mit unserer Minu an und schaue dann wie es aussieht, wenn ich zurück komme.

... wünsche mir einen guten Tag: Hallo Anja, hab einen schönen Tag.

Danke schön!

Ich übe mich darin, so mit mir zu sprechen wie mit einem Menschen, den ich sehr mag. Gefällt mir!

Alles Liebe und einen schönen Adventstag

Ihre Anja Kolberg

PS: Wenn Sie an den Impulsen 2015 teilnehmen möchten, Sie können sie im Webshop bestellen (Klick auf die Seite).

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Mittwoch, 26 November, 2014

Licht fürs Herz

E-Card

Wenn die Umstellungszeit im November von hell auf dunkel mal vorbei ist, erfreue ich mich am Licht dieser Zeit.

Die Dunkelheit in der Natur umgibt eine besondere Stille, die auch hinein zu mir kommt. Kerzenlicht erhellt den Raum. Flackern. Schwefelduft von den Anzündhölzern verflüchtigt sich langsam. Ein Papierstern leuchtet am Fenster.

Ruhe.

Die Umgebungsgeräusche werden lauter. Doch auch sie treten in den Hintergrund, wenn ich mich stärker auf das Licht der Kerze konzentriere. Im allerbesten Fall ist der Raum kuschlig warm, der Kaminofen bollert. Ich bin von einer heißen Dusche gut durchwärmt und habe Lümmelklamotten an. Es gibt kaum gemütlichere Momente.

Advent-Ecard

Zeit, inne zu halten. Seufzen. Einen Augenblick ganz aufmerksam da zu sein - bei mir selbst.

Andächtig pausieren. Diese klitzekleinen Momente sind Kraftquellen für unsere Seele, unseren Geist, unser Herz, für unseren Körper. Wir kommen zur Ruhe.

Das sind für mich die kostbaren Geschenke der dunklen Zeit. Dieses besondere Gefühl kenne ich nur von Ende November und dem Dezember. Wenn ich mich an die zunehmende Dunkelheit gewöhnt habe. Diese Umstellungszeit ist nicht ohne und der Novemberblues hat mich dieses Jahr doch wieder den ein oder anderen Tag eingeholt. Wenn auch weniger als die Jahre zuvor.

Es ist ähnlich wie bei Veränderungen im Leben, die ich nicht stoppen kann. Erst wehre ich mich dagegen, finde es doof (es ist viel früher dunkel, der Himmel oft grau und schwer) und nach einer Eingewöhnungszeit habe ich mich damit angefreundet und finde ich es urgemütlich (wie jetzt mit dem Licht) und genau richtig so.

Ich habe gestern fünf neue E-Cards erstellt. Drei davon sehen Sie in diesem Beitrag. Alle anderen Advent- und auch Schnee-Ecards sind online. Hier in Köln hatten wir diese Woche den ersten Frost. Vor Weihnachten kommen die Weihnachts-E-Cards dazu. Viel Freude beim Verschicken.

Ich wünsche Ihnen von Herzen einen lichtvollen Advent!

Anja Kolberg

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Donnerstag, 20 November, 2014

Wenn sich das Leben plötzlich ändert...

Dieses Jahr mehren sich Krankheits- und Todesfälle in meinem Umfeld. Plötzlich ändern sich Lebensentwürfe. Gewohntes und Liebgewonnenes muss verlassen werden.

Von der Bekannten, die unerwartet starb, berichtete ich. Ungefähr zeitgleich musste eine meiner besten Freundinnen wegen einer Komplikation nach einer OP notoperiert werden. Ihr Leben hing am seidenen Faden. Sie ist Gott sei dank auf dem Weg der Besserung. Ein geschätzter und sehr gemochter Großonkel und seine ebenso nette Frau starben in diesem Jahr. Ein weiterer Großonkel (ich mag sie alle!) kam mit einer überraschenden Krebsdiagnose im nicht therapierbaren Stadium nach Hause und wird - kurz zuvor noch fit - nun von seinen Töchtern und Frau im Krankenbett zu Hause gepflegt. Eine Cousine meiner Großmutter liegt ebenfalls im Krankenhaus, auch sie mag ich sehr mit ihrem unnachahmlichen urkölschen Dialekt, der sich wie ein Lied anhört.

Diese Ereignisse so gebündelt treiben mir die Tränen in die Augen. Ein Ergeignis alleine reicht doch schon. Jeder muss den Schock einer solch tiefgreifenden Lebensänderung erst mal verdauen. Sowohl die Betroffenen selbst als auch ihr nahes und weiteres Umfeld. Vielleicht müssen Lebensträume begraben, der gewohnte Alltag aufgegeben, Abschied genommen werden.

All das fällt ja schon schwer, wenn man sich selbst entschließt, etwas zu ändern. Wird man jedoch vom Schicksal von solchen Veränderungen überrumpelt, fehlt die vorbereitende Entscheidungsphase, die ja da ist, wenn man selbst am Leben etwas ändern will.

Den Schock verarbeiten. Das Leben neu sortieren. Sich an Änderungen gewöhnen. Trauerarbeit leisten, wenn die Dinge nun anders laufen als bisher, als gewollt und gehofft. Die Wut rauslassen, damit Platz für inneren Frieden entsteht, der sich ganz leise seinen Raum verschafft. Die Zuversicht, dass 'dennoch' oder wieder Lebensqualität möglich ist, Freude, Lachen, Zusammensein. Die Menschen um mich herum in anderen Rollen neu kennen lernen, überrascht sein, Miteinander erfahren und Verbundenheit.

Sich mit dem arrangieren, was ist. Mitgefühl erfahren. Seine Gefühle zeigen dürfen. Trotz allem Freude erfahren und lebenswerte Momente. Schritt für Schritt leben.

Anja Kolberg

PS: Keine Stunde, nachdem ich den Artikel veröffentlichte, habe ich erfahren, dass mein Großonkel gestorben ist. Ich bin sehr traurig. Ich werde sein spitzbübisches Grinsen, die funkelnden Augen, seine charmante und witzige Art und den herrlichen Bad Emser Dialekt vermissen.

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Donnerstag, 13 November, 2014

Eine Tasse Tee...

... dampft gerade auf meinem Schreibtisch. 'Hier und Jetzt' heißt die Teesorte. Schöne Inspiration, nicht wahr? Und er schmeckt auch noch gut.

Heute hatten wir kein Internet und kein Telefon, weil unser Anbieter Netcologne den Anschluss auf Glasfaser umstellte. Was das bedeutet merkte ich erst am frühen Morgen, als ich weder Kontostände noch Mails abrufen konnte. Aha, so ist es also, keine Verbindung zu haben.

Ich erreichte meinen Mann, der meist eine Idee parat hat. So wurde mein Handy dann zum mobilen Hotspot und ich konnte meine Büroarbeit erledigen. Der Zugriff darauf erfolgte sehr konzentriert, da ich keine Flatrate am Handy habe. Heißt, jede Minute kostete Einheiten.

Sobald ich den Hotspot ausstellte, hatte ich an meinem Arbeitsplatz keine Verbindung. Wissen Sie was? Das war richtig praktisch. Ich pflanzte endlich die Blumenzwiebeln im Hochbeet auf unserer Terrasse ein, schnitt die Rosen zurück und sammelte die vom Rost befallenen Rosenblätter vom Erdreich ab. Das Bürofenster war wie der Schreibtisch ruckzuck gereinigt und der Staubsauger über Fliesen, Parkett, Teppich und Treppenstufen geschwungen.

Ich sollte mir öfter so eine Keine-Verbindungs-Diät verpassen. Wie schnell unterbreche ich sonst meine Arbeit, um mal eben was im Internet nachzusehen, Mails abzurufen... und schwups ist eine Stunde vorbei. Heute habe ich diese Zeiten konzentriert auf einmal abgearbeitet.

In meinen Firefox-Browser habe ich mir das Add-on LeechBlock installiert, mit dem ich bestimmen kann, wann welche Internetseite blockiert wird. Ganz schön praktisch, aber auch ruckzuck wieder ausgestellt. Hm. Mal sehen, ob ich etwas aus der heutigen Erfahrung mache. Heute fühle ich ich dadurch ganz schön aufgeräumt. Gutes Gefühl.

Liebe Grüße aus Köln

Anja Kolberg

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Montag, 10 November, 2014

Kürbissuppe. Vegan. Lecker. Schnell. Einfach.

Seit einigen Wochen erfreue ich mich an einem einfachen Rezept: Kürbissuppe. Tipp meiner Mutter. Die Suppe ist in einer halben Stunde auf dem Tisch, braucht nicht nachgewürzt werden, lässt sich prima aufwärmen und sogar einfrieren. Und sieht auch noch herrlich aus. Von der fertigen Suppe habe ich leider kein Foto, weil ich sie immer so schnell auflöffle. :o)

Man braucht: 1 Hokaido-Kürbis. 800 ml Gemüsebrühe. 1 Dose Kokosmilch. Chilli. Knoblauch. 1-2 Zwiebeln

So geht das Rezept:

1. Einen Hokaido-Kürbis halbieren. Kerne und die Fasern um die Kerne entfernen. Den Kürbis inklusive Schale Würfel schneiden.
Die Schale ist sehr fest. Entweder die Kraft eines Mannes dafür nutzen :o) oder selbst die Muskeln trainieren. [Hab gehört, den Kürbis wie er ist eine zeitlang in den Ofen stecken (ca. 150 Grad 1/2 Stunde) soll auch helfen, ihn leichter schneiden zu können, hab ich aber noch nicht probiert.] Unbedingt die Kerne entfernen, ich habe es mal mit Kernen probiert. Schlechte Idee, die wurden nämlich weder weich gekocht, noch beim Pürieren klein und ich hatte immer die Kernbruchstücke im Mund... Dann lieber auf die fertige Suppe vor dem Servieren ein paar Kürbiskerne streuen oder etwas Kürbisöl träufeln.

2. 1-2 kleingeschnittene Zwiebeln, eine Knoblauchzehe und eine Chilli in etwas Öl oder Kokosfett andünsten.
Die Chilli habe ich beim zweiten Mal ohne Schale angedünstet, da die Schalenstücke mich in der Suppe störten. Dafür habe ich die Chilli aufgeschnitten, die Kerne entfernt und dann mit einem Küchenmesser das Fleisch von der Schale abgeschabt. Das hat gut geklappt (allerdings nur, wenn die Chilli nicht mehr superfrisch ist und die Haut schon etwas härter). Meine Chilli war auch nicht zu scharf.

3. Den geschnittenen Kürbis auf das angedünstete geben, mit 800 ml Gemüsebrühe und einer Dose Kokosmilch auffüllen. Alles eine 1/4 Stunde kochen. Dann mal in den Kürbis pieken, die Schale müsste weich sein.

4. Wenn der Kürbis weich ist: Alles pürieren. Fertig! Schmecken lassen. Dazu passt Baguette, Brot, Laugenbrezeln...
Ich habe vor dem Pürieren auch mal einige Stücke Kürbis herausgenommen und anschließend auf die pürierete Suppe gelegt. Lecker!

Der Kürbis ist mal klein, mal größer. Mal nehme ich eine große Zwiebeln, mal drei kleine. Oder auch mal zwei Chillischoten. Das Rezept lädt zum Experimentieren ein. Guten Appetit und viel Freude beim Nachkochen.

Anja Kolberg

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Filmtipp: The Help

Amerikas Süden Anfang der 60er Jahre. Schwarze Frauen ziehen die Kinder der weißen Oberschicht in ihren Vorstadthäusern für einen Hungerlohn groß, kümmern sich um den Haushalt, sorgen für das leibliche Wohlergehen. Rassentrennung ist hier in Missisippi immer noch an der Tagesordnung. Gleichzeitg beginnt im ganzen Land die Bürgerrechtsbewegung. Unruhige Zeiten.

Die junge Skeeter kehrt von der Highscool nach Hause zurück und wundert sich, dass ihre Nanny nicht mehr im Haus ist. Die Frau, die Jahrzehnte im Haus ihrer Eltern für den Haushalt zuständig war und sie großzog. Die Schwarze, die mehr Mutter für sie war als ihre leibliche. Eine Antwort wo ihre Nanny ist, erhält sie zunächst nicht...

Skeeter möchte nicht den Weg der anderen Frauen ihres Alters einschlagen, die alle heiraten, Kinder bekommen, sich um wohltätige Zwecke oder um ihren Bridgeclub kümmern und zu Hause bleiben. Skeeter will Schriftstellerin werden und erhält in der lokalen Zeitungsredaktion ihren ersten Auftrag: Die Kolumne für Haushaltstipps übernehmen und Leserbriefe beantworten. Sie bittet das schwarze Hausmädchen ihrer Freundin um Hilfe. Ihr fällt dabei auf, wie von oben herab die Hausangestellten von ihren Schulfreundinnen behandelt werden. So kommt sie auf die Idee, mehr über die Menschen zu schreiben, die ihnen allen das Leben erleichtern. Doch sie rennt gegen Wände. Keines der Hausmädchen will auspacken, bis dann eine weitere Ungerechtigkeit dazu führt, dass sie ihr Schweigen brechen.

Ein kurzweiliger, engagierter und tiefgründiger Blick hinter die Kulissen jener Zeit, bei dem auch der Humor nicht zu kurz kommt. Gelungen! Erschreckend das Frauenbild der damaligen Zeit. Die gegenströmende Skeeter gefällt mir sehr. Die Kraft der Worte, die Stärke des Widerstands und der erfolgreiche Kampf gegen die Ungerechtigkeit - ich liebe diese Mischung. Einfach schön und sehenswert. Macht Mut, den Mund aufzumachen. Denn ungerechte Zeiten gibt es immer. Auch heute.

Themen des Films: Rassentrennung - Widerstand - Zusammenhalt - Mut, die eigenen Stimme zu erheben - Loyaliät - Unterdrückung - Rollenverteilung Mann/Frau in den 60ern.

Anja Kolberg

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Dienstag, 04 November, 2014

Was ist im Leben wirklich wichtig?

Familie & Freunde. Das Leben auskosten.

Montag war ein besonderer Tag: Meine Oma feierte ihren 90. Geburtstag.
Alles Liebe von hier, liebe Oma, wenn du das liest. :o)

Als ich morgens einen heliumgefüllten Ballon besorgen wollte, am liebsten mit der Zahl 90, schüttelte die Balloni-Mitarbeiterin den Kopf. Nein, die aufgedruckten Zahlen gehen nur bis 60. (Komisch, dabei werden die Menschen doch immer älter!) Kein Problem, wir schreiben was Sie wollen drauf. Das Ergebnis sah herrlich aus und ich bekam meine 90. Der junge Mann an der Kasse sagte: 'Oh, 90, das ist ja toll.' 'Ja, sagte ich, wissen Sie, was das Beste ist? Meine Oma ist auch noch fit dabei, die steckt mich mit ihrer Energie locker in die Tasche.' :o) 'Und wissen Sie, was das Allerbeste ist? Ich habe die Alt-Werd-Gene geerbt.'

Meine Urgroßtante wurde fast 100 Jahre alt, geistig fit. Sie konnte immer noch mit herrlicher Betonung Gedichte vortragen. Dieses Jahr lebten noch vier Geschwister meiner Oma, die sogar noch Auto fahren und sehr beweglich sind. Gute Aussichten! Danke, lieber Himmel. Ich nehme mir eine große Portion davon!

Ich hab' mich so gefreut, all die Gesichter von Großtanten, Großonkel, Großcousinen, Onkel, Tanten, Cousinen und Cousins, Partnerinnen und Partner, Großnichten und -neffen und natürlich meine Eltern, Geschwister und das strahlende Geburtstagskind zu sehen.

Meine Lieblingsbeschäftigung an so einem Tag: Drücken. Ich mag es, Menschen liebzuhalten. Ich brauche nicht viel Worte, um mich so mit den Menschen zu verbinden und zu zeigen: Du bist mir wichtig. Umarmungen können so viel transportieren: Wärme. Gefühl. Wertschätzung. Herzlichkeit. Befindlichkeit.

Meine Patentante hatte mit meinem Onkel ihr Wohnzimmer ausgeräumt, Tische und Stühle herbei geschafft, damit alle Platz fanden. Was für eine Meisterleistung. So konnte meine Oma zu Hause feiern (die drei leben unter einem Dach) und das war für alle natürlich ein besonderes Wohlgefühl. Als lebt in diesem Haus ein besonders guter Geist - neben und mit den liebevollen Menschen darin.

Ich lade an so einem Tag meine Energiereserven für Wochen, wenn nicht Monate auf. Meine Familie gibt mir Kraft. Einfach, weil sie da ist. Wie schön, dass ich meine Oma und meine ganze Familie hab!

Inmitten der Vorfreude auf die Geburtstagsfeier überraschte mich am Freitag die Nachricht, dass eine junge Frau, kaum älter als ich, im Koma lag. Ohne Vorzeichen erlitt sie letzten Donnerstag bei einem Friseurbesuch einen Schlaganfall mit Gehirnblutungen. Obwohl zufällig Rettungsassistentinnen im Salon waren, die direkt halfen und auch ein Arzt aus dem Haus gleich zur Stelle war, konnten sie nur bedingt helfen. 40 Minuten wurde sie reanimiert. Sie fiel ins Koma und am nächsten Abend wurde ihr Gehirntot festgestellt.

Ich mochte diese Frau sehr. Sie war von meiner Freundin Ariane eine gute Freundin. Ich kannte sie von gemeinsamen Aufstellungen, einer Weiterbildung und wir hatten einmal im Jahr netten Kontakt per Mail. Ich freute mich schon, sie eines Tages wieder zu sehen. Ein herzlicher, lebensbejahender, tiefsinniger und lieber Mensch. Und dann so plötzlich aus dem Leben gerissen. Wie kann das sein? Ich habe es immer noch nicht begriffen.

Ich finde, sterben gehört verboten. Keiner darf sterben. Meine Tante meinte, dann würde es langweilig und ja, dachte ich, es wäre ganz schön voll auf der Feier gestern gewesen, wenn keiner gestorben wäre. Wow! Wer alles da gewesen wäre.... Wenn ich mir das vorstelle. Toll!

Im Grunde genommen stirbt ja keiner. Die Seelen leben weiter. Nur ihre körperliche Hülle legen sie ab.

Bei älteren Menschen rechne ich eher mit dem Tod als bei jungen Menschen. Ich weiß gar nicht, wie oft ich Freitag sagte, 'Nein, nicht D......', als ich Kerzen für sie anzündete. Dieser Schock, dass Menschen gehen, mit denen ich nicht rechne. Wann rechnet man schon damit?

Dieses Jahr war so ein Erlebnis, als eine sehr liebe und gesundheitlich fitte Großtante unerwartet einige Monate vor ihrem schwer an Krebs erkrankten Mann starb. Keiner hatte damit gerechnet, alle hatten auf ihren Mann geschaut. Der Schock für die Familie war groß, selbst ich, die sie nur einmal im Jahr sah, war sehr betroffen. Mutter und Vater in einem Jahr verlieren, puh, da rollen mir die Tränen.

Als ich meinem Mann von dem plötzlichen Tod der Bekannten erzählte, nickte er nur und sagte: 'Ich erlebe das jeden Tag. Für mich ist es Normalität. Im Monat habe ich im Kehrbezirk (er ist Schornsteinfeger) Kontakt zu ca. 400 Menschen. Da begegnen mir Todesfälle in jeder Woche auf die ein oder andere Weise. Zuletzt wunderte er sich, dass er nachmittags einen Termin in einem Haus hatte, wo er Jahre zuvor vormittags auf eine junge Mutter traf. Ein Mann öffnete diesmal und auf das Erstaunen meines Mannes erzählte er, dass seine Frau innerhalb weniger Wochen im letzten Jahr verstorben war.

Mich nimmt sowas wirklich mit. Ich habe nicht so viel Kontakt zu Menschen, die Todesfälle um mich herum kann ich an einer Hand abzählen. Und die meisten davon waren Menschen, die schon mehr als sieben oder acht Jahrzehnte lebten. Nun ist es meist zu früh, (Gesundheit voraus gesetzt) gleich wieviel Jahre gelebt sind. Doch gerade bei jungen Menschen wird mir meine eigene Sterblichkeit und die gleichzeitige Ungewissheit deutlich. Keiner weiß, wann er hinaus befördert wird.

In mir lösen solche Schockereignisse Nachdenklichkeit aus. Was ist wirklich wichtig im Leben? Da rücken so viele Dinge in den Hintergrund, die viel Aufmerksamkeit von mir bekommen und in den Vordergrund, da rücken die Menschen. Familie. Freunde. Verbundenheit. Gemeinschaft. Und die Frage: Habe ich wenn ich heute sterben müsste, wirklich die Dinge gelebt, die mir am Herzen liegen? Was fehlt noch? Was müsste ich erleben, damit ich mit einem guten Gefühl sagen kann: 'Ja, ich kann gehen.'?

Was ist im Leben wirklich wichtig?

Dieser Gedanke wird mich die nächsten Tage und sicher noch länger begleiten.

Auf das Leben! Darauf diesen Tag zu genießen.

Schön, dass Sie da sind und mich lesen. Ich wünsche Ihnen und mir einen guten Tag, eine große Portion Leben, Gesundheit und Freude!

Ihre Anja Kolberg

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Donnerstag, 30 Oktober, 2014

Einfach wohltuend!

Meine Tischkalender sind seit 2005 treue Wegbegleiter durchs Jahr: Zu mir selbst finden. Gedanken sortieren. Besinnen. Aufatmen. Entspannen. Freuen.

  • Display im CD-Format - praktischer Hingucker auf dem Schreibtisch
  • Natur-Fotographien und Texte von Anja Kolberg
  • Kleine Auflage - ein Geschenk, das nicht jeder hat.
  • Kalendarium abschneiden und monatlich eine Minikarte zur Hand.
  • 11 Euro inkl. MwSt. zzgl. Versand

Ich biete zwei Tischkalender an:

Ich lebe mein Leben

Tischkalender 'Ich lebe mein Leben.'
Liebevoll mit mir umgehen. Gefühlen und Träumen einen Platz geben. Die Kalendertexte:

  1. Ich lebe mein Leben. Bestimmung
  2. Ich nehme mein inneres Kind in die Arme und halte es lieb. Trost
  3. Ich gebe meinen Träumen eine Chance. Geduld
  4. Ich erlaube mir jedes Gefühl. Willkommen
  5. Ich bin in Ordnung so wie ich bin. Vollkommen
  6. Ich lasse mich lieben. Hingabe
  7. Ich bin schön. Einzigartig
  8. Ich habe meinen Platz im Leben gefunden. Angekommen
  9. Ich frage mich selbst um Rat. Weisheit
  10. Ich entdecke, was mir gut tut. Seele, Körper, Geist
  11. Ich verstehe mich. Liebevol
  12. Ich bin in Sicherheit. Schutz

Tischkalender 'Balsam für die Seele'

Tischkalender 'Balsam für die Seele'
Mit Gelassenheit, Mut und Zuversicht die Seele verwöhnen. Die Kalendertexte:

  1. Ich probiere es einfach mal.
  2. Draußen tobt ein Sturm. In mir ist Ruhe und Frieden.
  3. Meine Gedanken ändern meine Stimmung.
  4. Es ist mehr möglich, als ich mir vorstellen kann.
  5. Ich lebe heute.
  6. Wenn ich mich bewege, bewegt sich auch mein Umfeld.
  7. Ich hab' genug getan.
  8. Ich löse die Aufgaben, wenn sie da sind.
  9. Was in unserem Leben sein soll, wartet auf uns.
  10. Es findet sich.
  11. Was nicht gut für mich ist, prallt an mir ab.
  12. Etwas hört auf. Neues beginnt.


Monatliche Impulse per Mail

Bewusst leben: Die Monatlichen Impulse 2015

Per E-Mail erhalten Sie auf Ihr Endgerät meine Gedanken zu den aktuellen Monatsseiten beider Tischkalender. Anregungen - tiefsinnig und inspirativ. Eine virtuelle Oase, die Zeit zum Innehalten, Reflektieren und Kraft schöpfen bietet:

  • Monatliche Impulse im E-Mail-Format als Kurz-Abonnement für 12 Euro inkl. MwSt., versandkostenfrei
  • Umfang: 12 E-Mails in 2015, d.h. pro Monat eine E-Mail
  • Laufzeit von Januar bis Dezember 2015, endet automatisch



Angebot Verwöhnpaket 2015: Beide Kalender plus Impulse und drei Euro gegenüber dem Einzelkauf sparen.


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Nach der Bestellung erhalten Sie von mir eine Auftragsbestätigung und nach dem Zahlungseingang packe ich das Päckchen an Sie. Ich liiiiiiiiiiiiebe es, das zu tun.

Ich freue mich auf den Kontakt mit Ihnen!

Anja Kolberg

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Freitag, 24 Oktober, 2014

Mut zum Größenwahn. Für Frauen.

Klick zur E-Card

Dieses herrliche Zitat schickte mir eine nette Studentin, mit der ich mich per Mail austausche. Es hat mir so gut gefallen, dass ich daraus eine E-Card erstellt habe. Beim Foto konnte ich mich zwischen einer leeren Wäscheleine mit einigen Klammern und diesem Bild einer im Wind über dem Meer segelnden Möwe erst nicht entscheiden. Dann fand ich die Wäscheleine zu klischeehaft.

Ich hoffe, die Karte gefällt Ihnen/dir - ebenso wie mich der Text direkt angesprochen hat.

Sind wir Frauen größenwahnsinnig? Eher nein. Wir spielen zwar in Politik, Unternehmen und Medien eine immer größere Rolle, aber von einem Größenwahn sind wir noch so weit entfernt wie mal auf dem Mond zu spazieren. (Nicht weil wir nicht zum Mond können, sondern es weder wollen, noch uns erlauben dass das für uns möglich ist. Ich spreche hier sicherlich nicht für alle Frauen, denn es gab schon Frauen im All. Nur noch nicht auf dem Mond.)

Größenwahn verstehe ich in dem Zitat weder als psychische Krankheit - sich also für jemand Berühmten zu halten, noch als den Eifer andere in ihren Leistungen zu übertreffen. Ich verstehe es als Idee, weg vom mich selbst klein machen hin zur wahrhaftigen Größe, zum Ausleben der inneren Möglichkeiten und zum Greifen nach den Sternen.

Unser Bereich ist traditionell die Familie, das Versorgen, gestalten, ordnen. Hier zeigt sich mein Größenwahn vielleicht ein wenig, wenn ich an meinen Anspruch denke, möglichst alles perfekt zu haben, keine Fehler zu machen. Ist überholt, habe ich abgelegt bzw. bin in manchen Bereichen noch dabei. Wer unangemeldet bei uns klingelt, darf sich über Staub auf den Möbeln, Hundewolle auf dem Boden, Flecken auf der Spüle und keine penible Ordnung freuen. Einzig an meinem schlechten Gewissen 'das geht doch nicht, wie sieht es hier aus, was bist du für eine 'Haus'frau?' muss ich arbeiten. Ich bin keine Hausfrau. :o)

Bei meiner Mama habe ich was anderes gelernt. Sie macht die Hausarbeit gerne, bügelt auch die Küchentücher. Jede Woche wurde zu Hause geputzt, es war und ist immer aufgeräumt. Ich hab' noch nie gerne geputzt oder gebügelt. Das Bügeleisen hängt eingestaubt über dem Bügelbrett am Kellerabgang. Ich falte die Wäsche nur ('streichle' sie glatt nach dem Vorbild einer Freundin) und falls mal eine Bluse oder ein Hemd dabei ist, gönne ich ihnen und mir einen Besuch in einer Reinigung.

Auch kochen gehört nicht zu meinen Favoriten. An letztem will ich arbeiten. Den Rest mache ich/wir, wenn Besuch angemeldet kommt :o) oder wenn es mir zu dreckig wird. Oder mein Mann, wenn es ihm zu schmutzig ist ... da er Schornsteinfeger ist und täglich mit Russ - also viel Dreck - konfrontiert wird, kommt das seeeehr selten vor. Was haben wir uns früher wegen diesem Thema gestritten. Unterschiedliche Ansprüche prallten aufeinander. In 22 Jahren Beziehung habe ich eine große Lockerheit von meinem Mann angenommen. Er nimmt es nicht genau. Und ich lies meine Ansprüche immer mehr los.

Es gibt keinen jede-Woche-wird-geputzt-Rhythmus mehr. Natürlich freuen wir uns beide, wenn es frisch geputzt ist. Das brauchen wir aber nicht, um uns wohl zu fühlen. Putzfrau wäre schön, ist aber nicht vorhanden. Noch nicht? :o) Solange muss ich damit leben, dass es 'knüsselig' (nicht so tippitoppi) bei uns ist. Ich gehe einfach nicht im Schrubben auf. Da liege ich lieber auf der Couch und lese. Es gibt wichtigeres für mich. Ich brauche eigentlich nur noch dazu stehen: Nein, bei uns kann man nicht vom Boden essen. Es sei denn, Sie wollen das und melden sich an. :o)

 

Dieser Spruch - jetzt passt das Wäscheleinen-Bild doch - hing bei uns zu Hause im Flur. Mir hat der Spruch immer schon gut gefallen und er entspannt so herrlich.

Zurück zum Größenwahn außerhalb des Haushalts. :o)

Der passt zu einem Blogartikel, den ich gestern begonnen habe:

Wo ist die Bremse?

Ich bin nicht die 'Ich geb Gas - ich will Spaß!'-Type, obwohl ich das reizvoll finde.

Als ich so 14/15 war, sind meine beiden Geschwister und ich rüber zu meinem Onkel gelaufen, um sein neues (relativ leichtes, kleines) Motorrad zu bewundern. Wir durften uns sogar draufsetzen und auf der Wiese einige Meter fahren. Meine Schwester und mein Bruder waren Feuer und Flamme, probierten aus, fuhren eine Runde.

Was mache ich, als ich auf dem Zweirad Platz nehme? "Wo ist die Bremse?" Nicht nach dem Gas oder der Kupplung frage ich. Nein, wo ist die Bremse.

Ich finde das fast sympthomatisch für viele andere Situationen in meinem Leben. Ich schaue zuerst: Wo sind die Grenzen? Wo die Fallstricke? Was darf ich, was darf ich nicht?

Statt einfach loszustiefeln und unbedarft zu gucken und zu probieren. Ich habe viel zu viel Angst, jemandem auf die Füße zu treten, ein Gesetz zu überschreiten, etwas falsch zu machen. Mannomann. Tiefes Seufzen. Beim Motorrad-Ausprobieren war mir das 'Ding' höchst suspekt. Ich dachte daran, was mir alles passieren könnte oder dem neuen Gerät, wenn ich einfach mal losdüse...

Auf der einen Seite ist es gut und wichtig, den 'rechten' Weg zu beschreiten. Auf der anderen Seite: Kann es der richtige Weg sein, wenn dadurch die Kreativität, der Unternehmergeist und die Lust aufs Neue ins Stocken gerät?

Für mich sind die Rechtstexte im Webshop so ein Ding. Rechtstexte machen mich müde. Am liebsten würde ich es mit einfachen Worten handhaben. Es gibt aber viele gesetzliche Regelungen, wo Texte vorgegeben sind. Also: Genau damit auseinander setzen und das strengt mich an. Weil ich es richtig machen will und ja nichts falsch machen.

Als Laie kann ich gar nicht alles überblicken, deswegen habe ich mir Hilfe vom Händlerbund geholt, worüber ich rechtssichere Texte bekomme, Beratung wie ich den Webshop so einrichte, die Produkte so beschreibe, dass an alles gedacht wird. In erster Linie ist das zum Schutz der Verbraucher (was ich sehr wichtig finde und wofür ich mich gerne ins Zeug lege) und in zweiter Linie zum Schutz vor Abmahnungen (deren mögliche Höhe macht mir Sorge und blockiert mich in meinem Schaffensprozess). Wäre schön, wenn der Gesetzgeber diesbezüglich auch die Unternehmerinnen schützen könnte.

Manchmal lähmen mich neue Regelungen (dieses Jahr gab es wieder große Veränderungen, weil auf EU-Ebene angepasst wurde) so sehr, dass ich gar keinen Bock mehr habe.

... und dann schaue ich mir die Kalender und Karten an, denke an meine Schaffensfreude, das Feedback meiner lieben Kundinnen und Kunden und weiß wieder, warum ich das gerne mache und gehe weiter auf meinem Weg. :o)

Im Bereich Gesetze/Verwaltungskram fehlt mir vielleicht ein wenig Größenwahn oder besser die Unbedarftheit und Lockerheit, weil ich zuerst schaue, was ich alles beachten muss, statt einfach zu machen und loszustiefeln. Da ich eine Eine-Frau-Unternehmung bin, ganz schön viel Aufwand für mich alleine. Trotz professioneller Dienstleister, die mich unterstützen.

Mit den Lebensjahren lernt man immer mehr Regeln kennen und was passieren kann und das bremst natürlich die Kreativität und Freude... Wie beim Motorradbeispiel aus meiner Jugendzeit: Ich schaue erst nach der Gefahrenabwehr, statt das Gas aufzudrehen und mich auf die Fahrt zu freuen. :o) Ein bisschen mehr Gas und weniger Bremse könnte nicht schaden.

Was ich mir wünsche und was auch glaube ich am besten zum obigen Größenwahn-Zitat und Bild passt, ist der Gedanke und Hinweis, doch mal weit zu schauen. Mein Licht nicht unter den Scheffel zu stellen und klein-klein zu denken, sondern größer, weiter nach oben zu schauen, wo die Möwe hinschauen kann. Wenn ich ein Ziel habe, das größer und konkreter ist als 'ich mache jetzt mal was', dann werde ich auch dorthin kommen. Wenn ich immer nur Nudeln mit Soße koche, gibt es immer nur Nudeln mit Soße.

Schaue ich mir aber ein interessantes, neues Rezept an, dann gewinne ich Lust, was Neues auszuprobieren und komme ganz woanders hin, wie die zauberhafte Ratte im Zeichentrickfilm Ratatouille, die davon träumt eines Tages Chefkoch im besten Pariser Restaurant zu sein. Ihre Reise ist einfach herrlich, ermutigend und belebend.

Also, wo ist mein Größenwahn? Wo ist meine kleine süße Ratte in mir, die große Träume hat?

Das gute, den Schatz, den wir Frauen in uns tragen: Wir können nicht nur Träume: Wir können auch die Umsetzung!

Wir können planen, ordnen, sauber arbeiten, vorausschauen, ans Team denken.

Was ist mein Traum, wenn ich ganz weit schaue wie die Möwe?

Dann verdiene ich mit dem Schreiben, mit meinen Texten, Bildern, Fotographien meinen Lebensunterhalt. Dann habe ich viele Bücher veröffentlicht, auch Seminare gegeben und Coachings. Schritte auf dieses Ziel hin habe ich schon unternommen. Und auch Erfolge erzielt, wie die beiden Sachbücher, die 2001 bei Kösel und mvg erschienen sind oder meine Kalender, mein Blog, meine Monatlichen Impulse, meine Workshops und vielen Coachings. In den letzten Jahren habe ich mich auf einen Bereich stärker konzentriert. Erfahrungen gesammelt. Mich weiter entwickelt. Mal sehen, wo und wie es genau weiter geht. Ich will mich heute nicht festlegen, weil es mich stresst. Deswegen habe ich auch nicht: Ich will Bestseller-Autorin sein geschrieben. Ach, warum eigentlich nicht?

Eine glückliche Anja Kolberg

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Donnerstag, 23 Oktober, 2014

Im Haus meines Herzens

Das Oktoberblatt meines Tischkalenders blickt mich an:

Tischkalender von Anja Kolberg

'Ich handle so, als ob ich's schon kann.' Mit diesem Satz versuche ich mich immer wieder zu verbinden, wenn ich aufgeregt werde, Sorgen oder Ängste entwickle. Zum Beispiel besuche ich am Wochenende eine Weiterbildung. Ich spüre jetzt schon Aufregung:

Werde ich Freitag einen Parkplatz finden oder ewig durch die Straßen kurven? Wird das am Samstag mit der Bahnanreise klappen? Werde ich mich wohl- und gut aufgehoben fühlen? Wird es das richtige für mich sein? Wie werde ich das mit dem Essen machen? Wird es mir zeitlich zuviel werden?

Meine Gedanken spielen Pingpong in meinem Kopf. Wie so oft.

Ich schaue auf das Kalenderblatt, dessen Herz so viel Liebe, Ruhe und Zuversicht ausstrahlt. Ich lese den Satz: 'Ich handle so, als ob ich's schon kann.'

Gelassen. Zuversichtlich. Ruhig. Entspannt. Locker. Frei. Sicher. Ganz bei mir.

Ich beruhige mich. Atme durch.

Ich habe alle Freiheiten der Welt. Den Sonntag kann ich im Bett verbringen und auf der Couch und mich regenerieren. Wenn ich keinen Parkplatz in der Nähe finde, laufe ich ein Stück. Auch wenn es dunkel ist, wird der Weg beleuchtet sein. Ich bin nicht alleine. Anderen geht es vielleicht ebenso wie mir. Das wird schon gut werden.

Ich werde trotzdem wieder aufgeregt. Gut, erwarte ich Wunder?

...

Ich habe mein Schreiben hier unterbrochen. Weil ich innerlich so aufgewühlt war. Ich hatte mir vorgenommen, heute endlich wieder einen Blogbeitrag zu schreiben. Fing mit dem an, was mich bewegte, beruhigte und die Aufregung kam zurück.

Frühstückspause machen. Ich habe die Angewohnheit entwickelt, erst ein wenig am Morgen zu arbeiten - dann ist noch alles ruhig und ich wenig abgelenkt - anschließend mit unserer Hündin Minu spazieren zu gehen und dann zu frühstücken. Heute morgen habe ich diese Routine durchbrochen. Gerade eben. Bin in die Küche. Den Wasserkocher angestellt. Mir Brote mit süchtig machender Spekulatiuscreme bestrichen. Gesehen, dass das aufgebrühte heiße Wasser in der Teetasse kalkig aussah und erst mal den Kocher mit einigen Spritzern Essigessenz entkalkt. Die Küche während dessen ein wenig aufgeräumt. Eine reife Banane geschält und mit auf den weißen Teller mit den bunten Blüten gelegt. Mit dem frischen Wasser die Teetasse erneut befüllt und noch eine Wärmflasche.

Die Stufen hinauf in mein Büro. Minu folgt mir. Stelle die Herrlichkeiten auf dem freien Bereich des vor dem Fenster stehenden alten Küchentisches ab. Wähle einen neuen Tee aus: 'Raum für Stille. Erleuchtung.' Auch wenn ich das Wort Erleuchtung nicht mag: Der Kräutertee ist lecker. Apfel und Zitrone. Englisch heißt er: 'Joyful Silence. Holding the Space.' Klingt viel besser. Und inspiriert mich.

Mit Ruhe esse ich meine Schnitten. Nippe am Tee. Spüre die Hitze der Wärmflasche auf meinem Bauch und später im Rücken. Schaue in die noch dunkle Welt vor meinem Fenster. Blättere durch eine Psychologie-Zeitschrift. Werde ruhiger und fühle Gelassenheit. Tiefes Seufzen.

Die Pause hat mich beruhigt. Atmen. Annehmen.

Die Aufregung kommt vielleicht zurück. Ok. Ich fühle mich vielleicht unwohl. Ok. Ich bin vielleicht vorher und nachher gestresst. Ok. Ich kann auch zu Hause bleiben. Ok. Ich kann auch etwas wagen und Neues entdecken. Mein gewohntes Umfeld verlassen, ist immer mit Aufregung verbunden. Gleich ob ich in Urlaub fahre oder ein Seminar besuche oder irgend etwas anderes Neues mache. Das ist Teil des Ganzen. Diese Gefühle müssen nicht da sein. Sie sind es aber. Und dürfen da sein.

Schmeckt der Tee wirklich nach Apfel und Zitrone? Hm, der Teebeutel duftet intensiv. Düfte können wunderbar entspannen, gerade wenn innerlich Aufregung tobt. Die Neurologin Dr. Claudia Croos-Müller hat wunderbare Bilderbüchlein heraus gebracht, mit Übungen, die bei Psychostress helfen.

Das Buch 'Nur Mut' habe ich hier und die Körperübungen haben mir vor meiner Prüfung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie geholfen. Zum Beispiel die Gleichgewichtsübung 'Auf einem Bein stehen'. Die Ärztin erklärt bei jeder Übung, warum sie gut ist, wie sie wirkt. Alles einfach, knapp geschrieben und herrlich illustriert mit den Schafen Oscar und Emiliy.

Ich habe im Warteraum vor der mündlichen Prüfung zwar nicht auf einem Bein balanciert, um mich zu beruhigen, die Übung aber für mich adaptiert und mir statt dessen den geraden Horizont am Meer vorgestellt. Das hat mir auch geholfen, ruhig und ausgeglichen zu sein.

Eine der 12 1/2 Übungen ist 'Duft atmen', was sofort beruhigend wirkt. Hmmmm. Riecht gut, der Tee. Alles zusammen heißer Tee, süße Schnitten, inne halten, Wärmflasche - das hat mich beruhigt. Und auch, meine Gedanken durch die Tastatur in diesen Text fließen zu lassen.

Schön. Ich kann die Welt nicht kontrollieren. Aber ich kann immer wieder in das Haus meines Herzens zurück kommen und nah bei mir sein. Mich immer wieder mit guten Gedanken verbinden, mit Gelassenheit und Zuversicht.

Das fühlt sich gut an.

Die Tischkalender 2015 können Sie in meinem Webshop Einfach anders anschauen und bestellen. Ebenso die Monatlichen Impulse - meine inspirative Jahresbegleitung per Mail.

Alles Liebe,

Ihre Anja Kolberg

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Montag, 13 Oktober, 2014

Eine Schnecke mit wildem Haar

Vor einigen Wochen berichtete ich in [Ein gradliniger Freund: Mein Körper] von einer Schlappheitsphase, die ich überwandt: [Mehr Energie *Hüpf* dank Grünen Smoothies & mehr]. 

Ich war froh, nicht zum Arzt zu müssen, die Lösung war ja gefunden. Zumindest kurzzeitig. Denn vor anderthalb Wochen kam sie zurück. Die bleierne Müdigkeit am Morgen, ca. ein bis zwei Stunden nach dem Aufstehen. Dazu das Gefühl von Watte im Kopf, große Schwierigkeit mich zu konzentrieren. Und für mich als Selbstständige das Unangenehmste: Ich habe es nicht geschafft, meine Ideen in die Tat umzusetzen, obwohl ich wollte.

Am Nachmittag und Abend, wenn es mir besser ging, schmiedete ich einen Plan für den nächsten Tag, konnte den am nächsten Morgen gleich wieder canceln, weil es nicht ging. Leistungsfähigkeit extrem eingeschränkt. Stimmungsschwankungen und im Nahbereich schlechter sehen, überhaupt 'scharf stellen' beim Schauen waren eingeschränkt und das Tüpfelchen. Dies ganze Paket überfiel mich samstags morgens aus heiterem Himmel.

Mist. Ich war so voller Hoffnung, dass die Antibiotika-Folgen die Ursache für meine Schlappheit waren und durch die Darmsanierung und die grünen Smoothies ging es mir ja auch besser. Was sollte das jetzt schon wieder?

Ich fühlte mich wie eine Schnecke mit wildem Haar. Der Kopf voller Ideen, so viele davon wie ich Locken auf dem Kopf hab. Und mein Körper der einer Schnecke, der nicht umsetzen kann, was ich mir so vornehme. Dazwischen meine Seele, die versucht zu vermitteln und manchmal kann sie selbst nicht mehr. Das Bild war so treffend für meinen unbefriedigenden Zustand.

Montags bin ich gleich zum Hausarzt und schilderte mein Problem. Der konnte sich das auch nicht erklären und baute auf die Blutergebnisse. Wenn keine Entzündungen vorlägen, könnten wir erstmal durchatmen. Einen Zusammenhang zur Schilddrüse konnte er nicht sehen - schließlich hätte ich ja super Werte laut dem Befund des Facharztes. Telefonisch erfragte ich dann zwei Tage später die aktuellen Blutwerte: Alles ok, so die Arzthelferin. Eine Besprechung mit dem Arzt wäre aber erst eine Woche später möglich.

Ich hoffte auf die positive psychische Wirkung der guten Blutergebnisse und fuhr ins nächste Gartencenter, um mich mit Grün zu verwöhnen. Da blieb ich nicht lange, denn ich war so müde, dass ich mich nicht konzentrieren konnte, auch die Autofahrt forderte viel Energie. Ich bin gleich zurück zum Arzt gefahren und habe nachgefragt, ob vielleicht bei der zweiten Ärztin ein früherer Termin frei wäre. So ging es nicht mehr weiter.

Wie der Himmel es wollte, konnte ich dort sogar auf einen Termin warten. Durchatmen. Als ich schilderte, wie ich mich fühlte, sah sie den Zusammenhang zu meiner Autoimmunerkrankung Hashimoto, einer Unterfunktion und chronischer Entzündung der Schilddrüse. Sie sprach mir Gott sei dank aus dem Herzen und war auch der Meinung, dass man sich trotz guter Blutwerte mies fühlen kann und es unabhängig davon eine Wohlfühldosis an Hormonen gibt. Gut!

Sie orderte Blutwerte nach und wir machten einen Termin für zwei Tage später. Auf dieses Gespräch habe ich mich intensiv vorbereitet. Meine geschätzte Kollegin Elisabeth Mardorf hatte mich vor einigen Wochen mit Infos und Links versorgt. Als bei mir Hashimoto vor vielen Jahren diagnostiziert wurde, hab ich mich intensiv mit der Krankheit auseinander gesetzt. Doch als ich mich beim Facharzt in guten Händen wähnte, die Werte top, vergaß ich all die Informationen.

Also kniete ich mich wieder rein. Und mir viel es wie Schuppen von den Augen: Seit dem die Hormondosis Anfang des Jahres herunter gesetzt wurde, ging es schleichend mit meinem Befinden bergab. Die Talsohle war dann sicherlich mit den Antibiotika und der Beeinträchtigung meiner Darmflora im August erreicht. Als ich im Mai zur Kontrolle der Blutwerte war, sagte ich dem Facharzt zwar, es ging mir sehr schlecht, doch er ging nicht darauf ein. Die Dosis blieb, die Werte waren ja top...

Seufz. All meine Symptome sind typisch für eine Unterfunktion! Durch die Recherche und die Informationen weiß ich jetzt mehr über die einzelnen Blutwerte und was getan werden kann. Schon meine Kollegin sagte mir, dass gute Blutwerte kein Garant für gutes Befinden sind. Jetzt hatte ich endlich den Ansporn nachzulesen und es selbst zu erkennen.

Die Hausärztin war aufgeschlossen und erhöhte zunächst die Dosis. Die anderen Themen - spezielle Nahrungsergänzungsmittel wie Zink, Selen, die gut tun sollen - sind ebenso erst mal ausgeklammert wie eine mögliche Umwandlungsschwäche vom 'Lagerhormon' ft4 in das 'Arbeitshormon' ft3 (alles meine Laienworte), die auch noch vorliegen könnte. Mir gefällt, dass die Ärztin so aufgeschlossen ist und meine Informationen nicht gleich wegwischt, sondern bereit ist, sich damit zu beschäftigen, ggf. auch an einen Facharzt weiter zu geben. Ich weiß gar nicht, ob mein bisheriger für diese Themen aufgeschlossen ist... Ich werde es sehen.

Zwei Tage nach der Hormonerhöhung ging es mit mir bergauf und die Müdigkeit ist seit dem nicht zurück gekommen, Konzentration klappt auch wieder. Das ist jetzt über eine Woche her. Ich bin skeptisch, ob die Schlappheit nicht doch in ein paar Wochen wieder kommt, bin aber grundsätzlich positiv eingestimmt und lasse es jetzt auf mich zukommen.

Mir ist durch die Recherche klar geworden, meine Ernährung ist ein Schlüssel zu meinem Wohlbefinden bei der Autoimmunerkrankung. Die vegane Ernährung und die Smoothies sind gut und der richtige Weg - interessant dass mir die vegane Ernährung jetzt hilft, dabei war meine Gesundheit nicht mein Motivator. Noch besser wäre es wohl, auch noch auf Gluten (in Weizenmehl z.B. enthalten) zu verzichten. Ich weiß nicht, ob ich das schaffe, da ich schon auf so vieles verzichte und ich mag doch meinen selbstgebackenen Kuchen so gerne... Gut, ich beschäftige mich erstmal locker damit. Ein Schritt nach dem anderen. Ich werde meinen eigenen Weg mit der Zeit finden...

Viele Grüße von Ihrer Schnecke mit dem wilden Haar!

Anja Kolberg

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Montag, 06 Oktober, 2014

Lesefreude: Das Sternenhaus - Roman von Kimberley Wilkins

Anja Kolberg: Ein schönes Gefühl, von Autorin Kimberlery Wilkins ein neues Werk in den Händen zu halten. Sie schreibt gut und lässt mich aus dem Alltag wegtauchen. Eine herrliche Auszeit, die ich genossen habe. Kostbar und keinesfalls selbstverständlich, denn mich lockt in einer stressigen Zeit nicht jeder Roman dazu, alles um mich herum zu vergessen...

Wie immer geht es auch in ihrem neuen Roman 'Das Sternenhaus' um zwei Frauen in unterschiedlichen Zeiten, deren Leben miteinander verbunden sind:

Bestsellerautorin Nina steht unter Druck. Ihr neuer Roman ist bereits in viele Länder verkauft, dabei hat sie ihn noch nicht mal geschrieben. Der Abgabetermin wurde schon verschoben und sie steckt in einer Schreibblockade. Sie muss raus aus Sidney, weg von schmerzenden Erinnerungen. Eine Stippvisite auf Ember Island ist ein willkommener Ausweg. Auf der Insel hat sie das Haus ihrer Urgroßmutter vor Jahren gekauft, es war an Walbeobachter vermietet, die jetzt samt einem zerstörerischen Sturm Chaos hinterlassen haben. Nina beschließt, einige Zeit abseits vom Handyempfang auf der Insel zu verbringen, um endlich ihren Roman zu schreiben. Bei den Reparaturarbeiten findet sie in den Mauerritzen alte Tagebücher ihrer Urgroßmutter Eleanor, die sehr wichtig für sie scheinen...

Rund 120 Jahre zuvor wächst Tilly als Waise bei ihrem Großvater in Südwest-England auf. Er sorgt dafür, dass sie in guten Händen ist und verheiratet sie an Jasper, einen Händler mit einem großen Anwesen auf der Kanalinsel Guernsey vor Englands Küste. Doch kurz nach der Hochzeit erkrankt ihr Großvater und sie entschließt sich, ihn zu pflegen und ihrem Mann später zu folgen. Als der Großvater stirbt, macht sie sich auf die Reise zu ihrem Mann, der ihr auf all ihre Briefe nicht antwortete. Sie ist voller Liebe und Neugier auf ihr neues Leben und muss bittere Erfahrungen machen, die sie noch weit von England wegführen werden...

Mehr will ich nicht verraten. Schön wars und die 439 Seiten so schnell vorbei. Hintergründig geht es in dem Buch in vielen Strängen um die Sehnsucht nach Liebe, die nicht erfüllt wird und den Schmerz, den das in den Menschen hinterlässt.

Nicht nur die Geschichte hat mir gefallen, sondern auch ihr Stil. Ich merke dem Werk an, dass Kimberley Wilkins Dozentin für kreatives Schreiben ist. Nicht nur die Idee, verschiedene Lebensstränge in verschiedenen Jahrhunderten blockweise zu erzählen und deren Vernetzung auf die Schliche zu kommen, auch die unterschiedlichen Erzählpersepektiven sind interessant - zumindest für Menschen wie mich, die selbst gerne schreiben. So blicken wir ins Tagebuch von Eleanor, die mit kindlichen Worten schreibt; erleben aus der beobachtenden Perspektive das Leben von Tilly und blicken durch Ninas Augen in ihre Welt, deren Geschichte in der Ich-Form geschrieben ist. Ein herrlicher Lesefluss entsteht, gut gelungen.

Es hat mich gefreut, diese Unterschiede in der Sprache, im Wortschatz, im Erzählstil mitzuverfolgen. Und dazu noch einer erfolgreichen Schriftstellerin über die Schulter schauen zu können, die mitten in einer Schreibblockade steckt und zu erfahren, wie ihr es damit geht - perfekt. Kimberley Wilkins versteht es, vor dem inneren Auge der Leserin eine lebendige Welt voller Farben und Gefühlen entstehen zu lassen.

Also: Nicht nur eine gute Geschichte - Schreibende können dabei auch einiges lernen.

Anja Kolberg

Die Vorgänger-Romane von Kimberley Wilkins habe ich hier beschrieben:

Kimberley Wilkins: Das Sternenhaus; Knaur Verlag; Erschienen 9/2014; 439 Seiten; ISBN 978-3-426-65354-8

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Freitag, 26 September, 2014

Die Kalender 2015 sind da - der Webshop hat geöffnet!

Die neuen Tischkalender 2015

Ein besonderer Moment - Jahr für Jahr! Am Montag sind die Tischkalender geliefert worden. Feierlich habe ich Seite für Seite umgeblättert und das Ergebnis andächtig betrachtet. Ich bin so glücklich!

Zwei Kalender gibt es für 2015:

Tischkalender 2015: Ich lebe mein Leben

Ich lebe mein Leben.

Dieser Kalender schenkt Raum für Inspiration und bestärkt unser Inneres: Liebevoll mit mir umgehen. Das innere Kind trösten. Gefühlen und Träumen einen Platz geben. Verständnis und Sicherheit finden. Preis: 11 Euro zzgl. Versandkosten

Tischkalender 2015: Balsam für die Seele

Balsam für die Seele

Dieser Weggefährte hat Gelassenheit, Mut, Ruhe und Zuversicht im Gepäck und möchte damit Ihre Seele verwöhnen. Ideal als Geschenk, da die Texte indirekter als bei dem anderen Kalender sind. Preis: 11 Euro zzgl. Versandkosten

Schauen Sie sich die Motive und Texte im Webshop an und die Vorfreude auf 2015 beginnt.

Neuerungen

Die Kalender kosten nun elf Euro. Den bisherigen Preis von zehn Euro habe ich 9 Jahre halten können. Alle Preiserhöhungen, die ich während dessen von Seiten der Lieferanten erhielt, gab ich nicht weiter. Wirtschaftlich tragfähig ist das nicht mehr, deswegen habe ich den Preis nun erhöht.

Die ausführliche Kalenderbeschreibung im Blog überschnitt sich inhaltlich teilweise mit den monatlichen Impulsen. Da ich in beides viel Zeit investierte und ich meine Kräfte künftig einteilen will, auch um frei für weitere Projekte zu sein, werde ich künftig nur die monatlichen Impulse anbieten.

In den monatlichen Impulsen finden Sie wertvolle Anregungen zu den Kalenderseiten, erfahren Details zu den Fotos und Texten und lesen, was mich persönlich dazu bewegt. Eine tiefsinnige und inspirative Begleitung per Mail das ganze Jahr hindurch. Sie können die Teilnahme an den monatlichen E-Mails im Webshop buchen. In der Produktbeschreibung im Webshop können Sie in zwei Beispiele reinschnuppern.

Tipp: Beide Kalender und die Impulse gibt es im günstigen Verwöhnpaket.

So gönnen Sie sich einmal im Monat eine Seelen-Pause.



Der Webshop Einfach anders

In den letzten zwei Wochen habe ich meinen Webshop geputzt und gewienert. Kartons, farbiges Packpapier und Briefmarken liegen auf dem frisch bestückten Packtisch bereit. Es duftet nach Papier, köstlichen Teesorten und Vorfreude. Jetzt ist es endlich soweit: Der Shop öffnet seine Tore. Rote Wangen habe ich wie ein Heinzelmännchen!

Welche Produkte biete ich außer den Kalendern an?

  • Geschenkverpackt: Die Tischkalender verpacke ich auf Wunsch und gegen Aufpreis in einen roten Schmuckwellkarton mit besonderer Karte und natürlicher Schleife. Ich verschicke sie auch gerne gleich an Ihre Geschenkempfängerin. Zwei neue Geschenkkärtchen-Motive. 13,50 Euro zzgl. Versandkosten.
  • Monatlichen Impulse im E-Mail-Format als Kurz-Abonnement. Wertvolle Anregungen und Details zu den Kalenderseiten - mit Liebe durch 2015.
    Umfang: 12 E-Mails in 2015, d.h. pro Monat eine E-Mail. Laufzeit von Januar bis Dezember 2015, endet automatisch. 12 Euro, versandkostenfrei.

  • Fünf Minikarten-Sets: Die beliebten Kärtchen eignen sich wunderbar als Inspirationsquelle. Ziehen Sie blind eine der 12 Karten - ob alleine für sich, in einem Beratungsgespräch für Ihre Klientin/Ihren Klienten oder in einer Gruppe. Das Meditations-Set eignet sich prima, um damit unterwegs, in Pausen und Ruhezone die Meditation zu üben. Lassen Sie sich von den Bildern und Texten begeistern. Je Set 6 Euro zzgl. Versandkosten.

Aktionen und Rabatte

Natürlich gibt es auch dieses Jahr schöne Aktionen für Liebhaberinnen und Liebhaber, schneller Besteller und Großeinkäuferinnen. :o)

  • Für Liebhaberinnen und Liebhaber habe ich das Verwöhnpaket 2015 zusammengestellt: Beide Kalender und die monatlichen Impulse im Set. Sie sparen 3 Euro und werden mit viel Liebe durchs Jahr 2015 begleitet.
  • Jeder Kalender-Bestellung (ausgenommen sind Geschenklieferungen) mit Geldeingang bis 31. Oktober 2014 lege ich pro bestelltem Kalender die Geschenkkarte *Lichtermeer* gratis bei (Kartengröße 11,8 x 13,7 cm). Die Karten erscheinen nicht auf der Auftragsbestätigung, sie werden beim Versand hinzu gefügt.
  • Bei einer Bestellung von zehn Kalendern (beide Motive zählen) erhalten Sie ein Minikartenset *Glückspilz* im Wert von 6 Euro gratis dazu. Bei 20 Kalendern zwei der Minikartensets usw.. Das Minikartenset wird von mir der Lieferung beigelegt und erscheint nicht im Warenkorb.
  • Vereine und Soziale Einrichtungen: Bei der Bestellung von 40 Kalendern erhalten Sie 10% Rabatt. Bitte warten Sie vor der Bezahlung meine Auftragsbestätigung ab, in der der Rabatt von manuell eingetragen wird. Sie können mich auch gerne bei Fragen anrufen 0221-9483865 oder anmailen: ak@anjakolberg.de.

In der neuen Rubrik Fragen & Antworten im Webshop beantworte ich ausführlich Fragen rund um den Shop und die Produkte. Zum Beispiel:

  1. Haben die Kalender einen neuen Preis?
  2. Gibt es die Tischkalender auch ohne die Hülle, d.h. als Nachfüllset?
  3. Gibt es die ausführliche Kalenderbeschreibung noch?
  4. Sind die monatlichen Impulse 2015 nicht mehr kostenlos?
  5. Warum bieten Sie keine Wandkalender mehr an?
  6. Wird es wieder Desktopmotive geben?
  7. Wann gibt es wieder Postkarten und Glückwunschkarten zu kaufen? Warum bieten Sie nicht mehr Produkte an?
  8. Mit welchen Lieferanten arbeiten Sie zusammen?
  9. Woher stammen die Fotos und Texte auf den Kalendern und Karten?
  10. Was tun Sie für die Umwelt?

Reinschauen lohnt sich!

Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie mir gerne eine E-Mail oder rufen Sie mich an: 0221-9483865.

Nun viel Freude beim Stöbern in meinem Shop!

Ich freue mich auf Ihren Besuch und Ihre Bestellung.

Ihre Anja Kolberg

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Dienstag, 16 September, 2014

Mehr Energie *Hüpf* dank Grünen Smoothies & mehr

Letzte Woche berichtete ich über meine Schlappheit, Müdigkeit, fehlende Konzentration und Energie durch die Antibiotikatherapie. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich mich zuletzt in dieser Intensität so gefühlt habe.

Seit dem hat sich - dem Himmel sei dank - einiges geändert. Ich habe wieder mehr Energie. Von Tag zu Tag wurde und wird es besser. Ich bin immer noch nicht wieder bei 100%, aber alleine dieses fehlende Gefühl, mir fallen die Augen gleich zu - ist ein Geschenk!

Wie kommt das?

Zunächst weil ich mich mit dem Aufbau meiner Darmflora nach der Antibiotikagabe beschäftigt habe. Gemahlene Flohsamenschalen und Heilerde hatte ich noch hier, ebenso wie ein fermentiertes Getränk. Damit habe ich gleich am Montag begonnen, als ich wusste wie die sanfte Darmsanierung funktioniert. Damit spürte ich schon eine ganz minimale Verbesserung, mein Bauch beruhigte sich. Das zusätzliche Präparat zum Aufbau der Darmflora kam erst Mitte der Woche und hilft seit dem auch mit, meine Gesundheit wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Der entscheidende Schritt kam aber am Dienstag. Ich fühlte mich so unendlich müde schon am Morgen und war darüber so frustriert, weil ich nicht wirklich vorwärts in meinen Projekten kam. So entschloss ich mich: Jetzt muss der Hochleistungsmixer her, um grüne Smoothies herzustellen. Ich hatte lange recherchiert und dann drei Geräte in meiner Preisklasse (bis 300 Euro) in der engeren Wahl - bis ich herausfand, dass ein Hersteller gleich bei mir um die Ecke seinen Sitz hat. Montag Abend hatte ich dorthin noch eine Mail geschickt, ob sie dort auch direkt verkaufen statt über den Online-Shop. Als Dienstag noch keine Antwort da war, rief ich kurzerhand an. Ja, ich könne vorbeikommen. Entschluss gefasst und einen Termin gemacht.

Wie der Himmel es wollte, bediente mich der Geschäftsführer selbst und versorgte mich mit so vielen kostbaren Informationen rund um die Smoothies und die positive Beeinflussung der rohköstlichen Nahrung bei Autoimmunkrankheiten, dass ich gar nicht alles so schnell aufnehmen konnte. Ich fühlte mich reich beschenkt! Nicht nur den Smoothie-Maker nahm ich mit, sondern auch zwei empfohlene Bücher rund um die vegane Ernährung, meist auf Rohkostbasis.

Zu Hause angekommen kaufte ich gleich Feldsalat und Bananen und mixte mir meinen grünen Smoothie. Ahhh, lecker! Der Unterschied in der Konsistenz zu den mit meinem Handmixer hergestellten Smoothies war enorm. Ja, das schmeckte wirklich weich. Hm. Seit dem bereite ich mir täglich meinen grünen Smoothie zu, halte mich weitestgehend an die Empfehlungen für die Darmsanierung, nur bei dem Weißmehl und Zucker klappt es nicht immer. Ich freue mich, dass ich mich an das große Ganze halte.

Mir geht es seit dem von Tag zu Tag besser. Die schweren Augen sind kaum noch vorhanden, die Schlappheit nur noch selten spürbar und die Energie nimmt zu. Vorbei die Zeit, wo mir schon morgens die Augen wieder zu fielen und ich mich kaum konzentrieren konnte. Ich bin mir sicher: Mir geht es weiterhin von Tag zu Tag besser und besser und bald werde ich bei 100% Energie sein und mich kraftvoller denn je fühlen. Darauf freue ich mich jetzt schon.

Was für ein Glück! Ich bin meinem Körper wirklich dankbar, dass er mir diesen Wink geschickt hat. So bin ich einen Schritt weiter auf meinem Weg gegangen, mich nicht nur seelisch und geistig, sondern auch körperlich mit guter Nahrung zu versorgen. *Hüpf*

Für alle, die sich auch mit grünen Smoothies beschäftigen möchten, schreibe ich bald einen neuen Artikel mit den wesentlichen Informationen. Ich freue mich sehr, dass ich meine Eltern auch mit meiner Begeisterung für die grünen Smoothies anstecken konnte. Sie sind ohnehin gesundheitsliebende und an Naturkost und -heilung interessierte Menschen, die sich damit schon Jahrzehnte beschäftigen.

Erfrischte und ermutigte Grüße aus Köln

Anja Kolberg

PS: Falls es Sie interessiert. Die Informationen zur Darmflora habe ich mir auf diesen Seiten aus vielen verschiedenen Artikeln gezogen.

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Donnerstag, 11 September, 2014

Ein gradliniger Freund: Mein Körper

Am Wochenende wünschte ich mir eine Stelle, an der ich meinen Körper umtauschen kann. Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, kaum Energie machten mich mürbe.

Es fing damit an, dass ich wegen eines entzündeten Zahnnervs Antibiotika nehmen musste. Das war vor drei Wochen. Ich war skeptisch, weil mein Körper diese Medikamente nicht gut verträgt. Da ich sie allerdings äußerst selten nehme (das letzte Mal vor sechs oder acht Jahren) und ich auch keine versteckten Antibiotika über die Ernährung (keine tierischen Produkte) aufnehme und es helfen sollte, meinen Zahn lebendig zu halten, stimmte ich zu.

Mit der Einnahme begann die Müdigkeit. Am Ende der viertägigen Medikamentenzeit bekam ich Durchfall. Die Müdigkeit hörte danach nicht auf. Ich schob es in der Woche darauf auf meine Periode, die mich häufig müde macht - dann auf zu langes Aufbleiben. Immer gab es Schwankungen, dann war mal kurzzeitig alles ok. Doch in der letzten Woche gab es keine Ausreden.

Da wurde die Schlappheit stärker: Ich war abends zum Teil schon um neun schon im Bett und schlief an drei Nachmittagen sogar mehrere Stunden. Ich konnte nur ein oder zwei Stunden ohne Einschränkungen arbeiten, dann fielen mir die Augen zu und ich konnte mich nicht mehr richtig konzentrieren. Legte ich mich hin, konnte ich nicht zur Ruhe kommen. Arg! Dazu der immer wiederkehrende Durchfall.

Auch die begonnene Eisenkur, die ich einmal jährlich mache, führte eher zu mehr Müdigkeit, dabei bewirkt sie bei mir sonst das Gegenteil. Ich finde es total doof, wenn mein Körper so ist. Deswegen kam dann der Wunsch auf, den Körper umtauschen zu können, um endlich Ruhe bzw. Energie zu haben...

Seufz. Ich weiß, so einfach ist es nicht. Ich habe einfach erst mal keinen Bock, mich aus meiner Bequemlichkeit, meiner Gewohnheit hinaus zu bewegen, um herauszufinden, was da los ist. Ich habe keine große Lust, zum Arzt zu gehen. Das alles strengt mich an und ich will es am liebsten gar nicht.

Ich nahm mir deswegen letzte Woche vor, wieder mit den grünen Smoothies anzufangen. Die hatten mir im Frühjahr so viel Energie gegeben und mich aus einer Schlappheitsphase befreit. Auch wenn sie mir an zwei Tagen halfen, machte es keinen wirklichen Spaß. Grund: Mein Handmixer kam an seine Grenzen. Die grünen Kraftgetränke blieben fasrig.

Durch den Austausch mit lieben Menschen bin ich dann an einen Zusammenhang meiner Symptome mit meiner Schilddrüse erinnert worden. (Ich habe die Autoimmunerkrankung Hashimoto, bei der das Immunsystem die körpereigenen Zellen der Schilddrüse angreift, was mit einer Unterfunktion einhergeht.) Ebenso an die Antibiotika-Gabe und deren Eigenart, die Darmflora zu zerstören.

Das Immunsystem und der Darm hängen stark zusammen und nur ein gesunder Darm kann die Nährstoffe aus der Nahrung verwerten. Mir fiel es wie Schuppen von den Augen: Ja klar, wie sollte der Körper Nährstoffe aufnehmen, wenn auch alle guten Darmbakterien mit den Medikamenten zerstört worden sind? Wie sollte ich da fit sein, kraftvoll und konzentriert?

Weil ich nicht viel Lust hatte, zum Arzt zu gehen, beschloss ich, mich zunächst mit dem Thema Darmflora zu beschäftigen. Nachdem ich darüber viel gelesen, auch über meine Autoimmunerkrankung und auch nachgedacht habe, kann ich jetzt meinen Körper wieder als meinen Freund sehen, den ich nicht umtauschen möchte. Er hat mir durch seine Symptome gezeigt: Es ist was nicht in Ordnung - kümmere dich um mich.

Mein Focus liegt bei mir interessensbedingt immer stark auf meiner Seele und der Nahrung für meinen Geist. Meinen Körper sehe ich als super funktionierenden Begleiter an, um den ich mich nicht groß kümmern muss - aber bisher nicht als Tempel meiner Seele. Dabei hat er verdient, genau so gesehen zu werden. Ein kostbares Gut, das gepflegt, gesehen und mit guter Nahrung versorgt werden will. Ich begreife das aber immer erst, wenn etwas nicht mehr so funktioniert wie vorher... Dieser Fall ist jetzt eingetreten.

Nach der intensiven Beschäftigung mit den Auswirkungen der Antibiotika-Therapie auf meinen Darm und was ich tun kann, um mir selbst zu helfen, habe ich mich jetzt für eine natürliche Darmsanierung entschieden und den gleichzeitigen Aufbau meiner Darmflora.

Sollte es danach nicht besser sein, stiefel ich zum Doc. In den nächsten vier Wochen versuche ich auch auf den Säure-Basen-Haushalt zu achten. Keinen Kaffee, kein Mineralwasser, wenig Fertigprodukte, wenig (so wenig ich kann) Weißmehl und Zucker, auch wenig Fertig-Sojaprodukte zu mir zu nehmen. Muss ich nicht, es stärkt aber den Heilungsprozess.

Ansonsten bin ich mit meiner veganen Ernährung (kein Fleisch, kein Fisch, keine Eier, keine Milchprodukte - kurz nur pflanzliches) auf einem guten Weg - allerdings mache ich das ja nicht aus gesundheitlichen Gründen. Das bedeutet auch, dass ich viel industriell verarbeitetes zu mir nehme, was auch nicht gut für meinen Organismus ist. Ich muss nur mal auf die Zutatenliste schauen... Das weiß ich schon länger, hatte bisher aber keinen Anlass, dort genauer hinzuschauen.

Ich ernähre mich vegan aus Mitgefühl mit den Tieren. Das Gesunde dieser Ernährung ist für mich eher eine sehr angenehme Begleiterscheinung. Meine Gerichte sind ganz normale Durchschnittsernährung, nur eben ohne tierische Produkte. Vegan heißt aber nicht gleichzeitig unbedingt gesund: Weißmehl, Fritten, Chips, Schokolade, Süßigkeiten, veganer Käse und Aufschnitt, Sojapudding, Fleischersatzprodukte aus Soja - sind beispielsweise alle vegan oder in rein pflanzlicher Variante zu bekommen.

Ich könnte mir echt mehr Mühe geben, mich gesünder zu ernähren, z.B. mehr frisches Gemüse und Obst, weniger Zucker, weniger Weißmehl, weniger Kaffee... bisher gab es aber keinen Grund dazu. Ich sehe Ernährung eher - ganz ehrlich - als lästiges Übel an. Ich habe nicht viel Spaß am Kochen. Ich mache es, weil es gemacht werden muss.

Lustvolles, sinnliches Zubereiten der Nahrung klingt herrlich anziehend. Es erfordert aber eine andere Einstellung zum Essen, zum Körper, zu Lebensmitteln, zur Nahrung für meinen Körper, die ich bisher nicht hatte.

Mein Körper fordert diesen Raum jetzt ein, bzw. lässt mir keine andere Wahl. Ich habe - wie es bei meiner veganen Umstellung auch war - den Wunsch nach Veränderung schon länger im Kopf, aber ihn nicht umgesetzt.

Beim veganen Essen war es die Tatsache, dass ich Tiere liebe und sie nicht essen wollte, die ich Jahre mit mir herum trug. Ich schaffte es aber nicht, auf ihre - meiner geschmacklichen Gewohnheit bekannten - Körperteile und Produkte zu verzichten.

Eine Umstellung erfordert Zeit und Motivation. Bei der veganen Ernährung löste eine Nachricht über das Leid der Pferde in Irland eine Verkettung von Informationen aus. Mein Mann war zu der Zeit im Krankenhaus und ich hatte abends übermäßig viel Zeit fürs Surfen. Die Informationen brachten mich schließlich auch zur Massentierhaltung und was das für die Seelchen bedeutet, an deren Körper wir ranwollen.

Diese Erkenntnisse, dieses Mitgefühl mit den Tieren und der Entschluss 'Ich mach da nicht mehr mit.' - waren meine Motivation, auf tierisches Essen zu verzichten. [Meine Ethik ... und die Schwierigkeiten danach zu leben]

Für eine gesunde Ernährung, also ohne industriell hergestellte pflanzliche Lebensmittel, fehlte diese Motivation. Ich mag nun mal Kuchen, Schokolade, Süßigkeiten...

Aber gut, es gibt zwischen zwei Extremen (also zwischen industriell geprägter veganer Ernährung und Rohkost/rein natürlicher pflanzlicher Ernährung) ja immer die Mitte und auch die wird mir bestimmt gesundheitliche Besserung bringen.

Und ich habe bei der Umstellung zur veganen Ernährung gemerkt, wie stark der Gewohnheitsfaktor eine Rolle spielt, ja fast süchtige Strukturen zu spüren waren, als ich ein Gericht ohne die üblichen tierischen Zutaten herstellen wollte. So ist es wohl auch, wenn ich auf Zucker verzichte oder auf das gewohnte Weißmehl. Mein Körper ist es gewohnt und hat keinen Bock, darauf zu verzichten.

Also braucht es eine starke Motivation von mir (Schlappheit), damit ich diese Hürden überwinde. Jetzt also die Darmpflege und zurück zu den grünen Smoothies.

Zum Ausprobieren, ob ich mit den Smoothies überhaupt klar komme, ob sie mir was bringen, war der Handmixer ok. Ich hatte ja wirklich mehr Kraft und Schwung, fühlte mich besser, hatte mehr Appetit auf Gemüse und Obst. Man kann Smoothies mit Kohlrabiblättern, Giersch und anderen Wildkräutern, Salaten, Möhrengrün uvm. machen. Es ist faszinierend, dass z.T. mehr Nährstoffe in den Blättern stecken statt im eigentlichen Gemüse.

Um dieses faserige Grün zu einer cremigen Masse verarbeiten zu können, braucht man/frau einen Hochleistungsmixer. Der schafft es nach einer Minute Verarbeitung auch, die Pflanzenbestandteile so aufzubrechen, das alle Nährstoffe dem Körper sofort zur Verfügung stehen. Schon lange habe ich deswegen geplant, mir dies Küchengerät anzuschaffen.

Das bedeutet aber erst mal Beschäftigung mit den vielen Möglichkeiten am Markt, was mich nervt. Angestoßen durch die Müdigkeit - und die leichte Verbesserung an den beiden Tagen, wo ich sie mir letzte Woche zubereitete - hatte ich jetzt die nötige Motivation. Nach tagelangem Suchen habe ich ein Gerät ausgewählt. Das werde ich mir nun zulegen. Damit werde ich meine Gesundheit weiter stärken und so hoffentlich bald mehr Energie, Schwung und Konzentration haben.

Ich bin stolz, dass es mir gelungen ist, mich trotz dieser intensiven Zeit auf meinen Kalender zu konzentrieren. Seit Samstag sind die Daten in der Druckerei. Zwei Motive wird es wieder geben. Dazu mehr in den nächsten Wochen. Mein nächstes Projekt ist jetzt der Webshop. Es gibt neue Bestimmungen fürs Widerrufsrecht, die muss ich einpflegen, neue Artikel anlegen...

Für mich ist es schwer, zu akzeptieren, anzunehmen, dass ich viele Ideen im Kopf habe - ich möchte nämlich sooooo viel mehr machen - aber mein Körper oder meine Seele einfach nicht mitspielen. Wo sonst meine Seele blockiert, sagt diesmal der Körper: STOPP! Jetzt bin ich erst mal dran. Schau mal, wie es mir geht. Das mit den Medis war nötig, ja, aber jetzt sorg auch dafür, dass ich wieder fit werde und jede Menge Vitamine tanke.

Das mache ich jetzt. Hab's eingesehen, einsehen müssen. Mein Körper. Ein gradliniger Freund, der mir immer sagt, wenn etwas nicht im Lot ist.

Danke dafür!

Ihre, den Lebensweg immer wieder annehmende

Anja Kolberg

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Donnerstag, 21 August, 2014

Kleine Glücksmomente

Es gibt so kleine Glücksmomente... Sie bringen einen ganzen Tag zum Strahlen, ganz gleich wie er sich sonst so anfühlt oder wie es mir geht. Diese Augenblicke schaffen es, meine Stimmung zu erhellen und dass ich mich rundherum wohl fühle. Ihre Wirkung dauert manchmal eine Minute - manchmal hält sie länger an. Ich bin ganz im Hier und Jetzt.

Gerade eben war ein solcher Moment. Ich gestalte in diesen Tagen die Tischkalender für 2015. Das macht mir große Freude wie Sie wissen. Musik von Deuter klingt leise durch den Raum.

Für eine kurze Pause ging ich ins benachbarte Wohnzimmer, wo unsere Hündin Minu auf dem Sofa auf der Seite lag und schlief. Sie bemerkte mich, öffnete die Augen und ich setzte mich zu ihr. Streichelte ihr glänzendes, weiches Fell. (Letztes Wochenende hatte sie eine ihrer seltenen Duschen. Seit dem strahlt ihr Fell an den hellen Stellen wieder weiß. Das schwarze lässt rötlichen Schimmer erkennen.) Genussvoll grunzte Minu und drehte sich auf den Rücken, um sich da weiter kraulen zu lassen. Die Beine in die Luft. Sie genoss die Streicheleinheiten, schloss ihre Augen wieder, seufzte. Ich liebe es, ihr etwas Gutes zu tun und ihr weiches Well auf den Handflächen zu fühlen. So schön! Wir beide. Einfach da.

Meistens, wenn ich morgens hinter dem Haus unter unserer neuen Pergola sitze und frühstücke und meine Danke-Sätze schreibe, bekomme ich Besuch. Von Amseln, Kohlmeisen, Spatzen, Zaunkönigen, die im Bachlauf, an der Quelle oder am Teichrand baden. Besonders freue ich mich über die Rotkehlchen. Ganz nah kommen sie. Setzen sich auf die Lehne der Holzliege auf dem Steg oder auf den Rosenbogen oder den Zaun. Schauen sich neugierig um. Wippen. Fliegen wieder weg. In solchen Augenblicken halte ich die Luft an, blicke ganz andächtig und bin dankbar für dieses Geschenk, das ich von der Natur bekomme.

Momente, wo ich mit meiner ganzen Aufmerksamkeit in der Gegenwart bin. Staune wie ein Kind. Genieße. Lebe.

Ich fühle Glück. Ganz da zu sein bei mir.

Viele weitere zauberhafte Momente wünscht Ihnen
und mir

Ihre Anja Kolberg

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Freitag, 15 August, 2014

Zum Tod von Robin Williams & Vom Überwinden der Ausweglosigkeit

Mir ist wichtig, über dieses Thema zu schreiben. Es in die Mitte unserer Gesellschaft zu stellen. Den Umgang mit Traurigkeit, Depression, Angst und den Gedanken, nicht mehr leben zu wollen. So kommt Licht und Luft an die Sache - hilfreiche Bestandteile für Verständnis und Heilung.

Unerwartet traf mich am Montag die Nachricht über den Tod von Robin Williams. Fassungslosigkeit über seinen Suizid spürte ich und auch Mitgefühl: Wie verzweifelt muss er gewesen sein? Er, der Mensch, der gleichzeitig so vielen Menschen Freude machte, sie zum Lachen brachte, zum Weinen und Nachdenken. Eine so feinsinnige und tiefsinnige Seele.

Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten. Nur, weil jemand sehr fröhlich sein kann, heißt das nicht: Er kann nicht auch sehr traurig sein. Ich glaube eher, es schließt sich ein. Traurigkeit und Fröhlichkeit. Zwei Pole, die nah bei einander liegen können. Vereint in einem Menschen, aber auch vereint in einer Situation. Jeder kennt vielleicht den glücklichen Moment, wo man kurz zuvor noch tränenüberströmt mit einem Witz oder einem netten Spruch aus einer traurigen Situation geholt wird und lacht, laut lacht über das ganze Gesicht. Dieser Moment wandelt die Stimmung blitzschnell. Doch manchmal gibt es diese Spontanheilung nicht, es braucht etwas mehr an Unterstützung, um wieder das Licht zu sehen und Hoffnung zu haben.

Ich wünsche mir sehr, dass der Tod von Robin Williams einen Sinn macht. Zum Beispiel, dass mehr über Depressionen, Ängste, Süchte und Suizidgedanken gesprochen wird. Das ist auch ein Grund, warum ich hier darüber schreibe. Dass die psychischen Nöte und das "Nicht-Völlig-Funktionieren-und-Perfektsein" von Menschen nicht länger als Tabu oder Makel gelten. Sondern als normale Bestandteile unserer Gesellschaft, die dazu gehören wie Fußballfieber, Regenbogenliebe und Zähneputzen. Jeder ist wertvoll und liebenswert. Dafür braucht man nicht super aussehen, weder viel Geld verdienen, noch besonders angesehen sein oder beliebt oder x Statussymbole sein eigen nennen. Nein: Wir sind alle liebenswert und wertvoll. Einfach weil wir da sind und weil wir sind. So wie wir jetzt sind. Mit all unseren Licht- und Schattenseiten. Jeder ist vollkommen.

Wussten Sie, dass es in Deutschland viel mehr Suizidtote gibt als Verkehrstote? Nein? Das wissen die meisten nicht. Ich erfuhr es während der Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie und war geschockt. Warum weiß das keiner? Das liegt unter anderem am Pressekodex, einer Verhaltensrichtlinie zur zurückhaltenden Berichterstattung über Suizide. Der Einfluss der Medien auf Selbsttötungen wurde wissenschaftlich nachgewiesen, z.B. weil es schnell zur Identifikation und Nachahmung kommen kann. Daher die zurückhaltende Berichterstattung. Suizidprävention Deutschland hat einen Flyer mit Informationen für Medien heraus gegeben.

Ich finde den Pressekodex sehr wichtig, aber es darf nicht dazu führen, gar nicht über die Problematik zu schreiben. Das führt meines Erachtens zum Verschweigen der Nöte, die Menschen ausstehen, wenn sie sich mit Selbsttötungsgedanken quälen. Für die Betroffenen selbst erweckt es schnell den Eindruck, nur selbst unter diesen Gedanken und den Folgen zu leiden.

Wer den Wunsch hat, nicht weiter weiter wie bisher leben zu wollen, braucht Verständnis und Mitgefühl und einen Raum, sein zu dürfen. Die Erlaubnis, mit diesen Gedanken auf dieser Welt gewollt zu sein, mit seinen Nöten, Ängsten und Depression. Dazu gehört, über diese Themen zu berichten, ihnen den Mantel des Tabus zu nehmen und Luft ranzulassen. Menschen mit viel Traurigkeit und Ausweglosigkeit einen Platz zu geben. Mitten in unserer Gesellschaft.

Übrigens haben die meisten Menschen in ihrem Leben den Gedanken nicht mehr leben zu wollen. In der Regel gehen diese Gedanken wieder.

Warum ausgerechnet Robin Williams? Humor, Fröhlichkeit, Liebenswürdigkeit, ein großes Herz, Talent ... so viele Begriffe fallen mir ein. Und mir fällt ein Junge ein, der sich das Leben nahm, als ich Teenager war. Ich kannte ihn aus der Nachbarschaft, er war dort öfter bei seinem Cousin zu Besuch und verbrachte mit uns die Sommerferien. Keinen kannte ich, der so gut Witze erzählen konnte wie er. Was war er fröhlich und lustig. Ich mochte ihn. Ausgerechnet er - verließ sein Leben. Ich habe es damals nicht begriffen. So gerne hätte ich seine Geschichte gehört, sein Warum, seine Sorgen und ihm zugehört, Mut gemacht, zur Seite gestanden und ihn unterstützt, Alternativen zu finden.

So geht es mir auch mit Robin Williams. So gerne hätte ich diesem Menschen zur Seite gestanden, etwas zurück gegeben von dem, was er mir mit seinen Filmen, der Verkörperung seiner Rollen geschenkt hat. Heute bleibt mir nur die Traurigkeit und der Impuls, über das Thema hier in meinem Blog zu schreiben.

Ich fühle mit den Angehörigen von Robin Williams und mit allen anderen Angehörigen und Freunden von Menschen, die sich das Leben nahmen.

Ich fühle mit jedem Menschen mit, der traurig ist, ängstlich, überfordert oder sich hilflos fühlt. Ihr seid nicht alleine, es gibt Menschen, die euch zuhören und zur Seite stehen, einen Weg zu finden, damit es euch im Leben wieder besser geht. Und wenn es auch Menschen gibt, die kein Verständnis haben oder abwertend sind: Dieses Verhalten hat mit den Menschen selbst zu tun, die sich äußern. Es hat nichts, aber auch gar nichts mit euch und eurer Wertigkeit zu tun. Jeder und jede von uns ist ein wichtiger, wertvoller und gewünschter Bestandteil dieser Gesellschaft. Du bist wichtig!

Wo gibt es Hilfe?

  • Die Aktion Freunde fürs Leben - die besonders junge Menschen anspricht - mit Depressiontest, vielen Infos, Videos...
  • Bei Telefonseelsorge hören Ihnen ausgebildete Ehrenamtliche rund um die Uhr zu: 0800 111 0 111. Kostenlos. Es gibt nach Anmeldung auch Hilfe über E-Mail und Chat.
  • Ihr Hausarzt ist Ansprechpartner auch für die seelischen Nöte, er kann helfen, psychotherapeutische Hilfe zu finden, die von der Krankenkasse übernommen wird.
  • Im Notfall: Der psychiatrische Dienst in Krankenhäusern hilft in der Regel rund um die Uhr weiter oder spezialisierte Kliniken für Psychosomatik und Psychiatrie. Tasche packen. Hinfahren oder je nach Gemütszustand per Taxi hinfahren lassen. Sagen, was Sache ist und dir helfen lassen. (App zur Kliniksuche - Im Internet medführer.de)
  • Wenn du Suizidgedanken von dir kennst und es dir gerade gut geht: Finde für einen nächsten Notfall heraus, welches die für dich beste Klinik in deiner Nähe ist, die 24 Stunden geöffnet hat und finde raus, wie du dort hinkommst. Alleine das beruhigt schon. Halte diese Adresse im Hinterkopf. Dort gehst du einfach hin, wenn es nicht mehr geht. Leg dir auch Telefonnummern für den Fall der Fälle zurecht: Gute Freunde, die dir zuhören und beistehen. Wenn du lieber Anonymität willst, hier die Nummer der Telefonseelsorge: 0800 111 0 111. Einfach wählen und dir die Last von der Seele quatschen. Es gibt auch Selbsthilfegruppen, die man persönlich besuchen kann oder an ihnen im Internet anonym teilnehmen. Begibt dich einfach auf die Suche im Internet: Thema eingeben (z.B. Depression, Ängste, Alkohol...) und das Wort Selbsthilfegruppe. Es tut so gut, auf Gleichgesinnte zu treffen und sich so Erleichterung zu verschaffen. Wenn der Notfall da ist und kein Mensch, keine Hilfe, die dir einfällt: Ruf die Polizei an 110. Sie ist für dich da und bringt dich in Sicherheit.
  • Liste von Hilfsstellen suizidprophylaxe.de - auch nach Bundesländern sortiert
  • Broschüren vom Nationalen Suizid Präventionsprogramm (z.B. für alte und für junge Menschen, Sprotler)
  • Auflistung günstiger therapeutischer Grundeinstellungen im Umgang mit Suizidgefährdeten
  • Netdoktor: Informationen zu Depressionen
  • Psychotherapiesuche: Fragen, Antworten & Suchmaschine für kassenzugelassene Psychotherapeuten
  • Hilfreiche Gedanken rund um das Thema Suizid für Betroffene und Angehörige von Planet Wissen.
  • Meine Gedanken zur Psychtherapie.

Von Herzen - fürs Leben

Ihre Anja Kolberg

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Freitag, 01 August, 2014

Danke Juli!

Ich bin froh, dass der Juli mit einem herrlich temperierten Sommertag endete. In Köln war es Donnerstag Vormittag angenehm kühl, der Himmel blau. Ein wenig habe ich sogar gefroren, als ich hinterm Haus im Schatten gearbeitet habe und mir warme Socken angezogen. Am Nachmittag kommt dort die Sonne hin - sie war nicht zu heiß. Perfekt.

Inzwischen schaffe ich es sogar, meine Hängematte öfter zu nutzen. Für mich ist das besonders, weil es mir im allgemeinen schwer fällt, mich auszuruhen. Schwer fiel besser gesagt. Denn dank diesem luftigen Stoffsegel in rot und gelb gelingt es mir besser! Gestern Nachmittag hab ich mich mit meinem Buch und den Notizzetteln hinein gelegt. Erst brauche ich eine zeitlang, dort anzukommen. Das Denken ist am Anfang wie ausgeschaltet. Meine Mutter hat am Sonntag die Hängematte ausprobiert und ja, sie hatte auch das glückliche Hängemattengesicht. Schön!

Nach einer Zeit in der Luft kann ich dann dort auch sanft hin und herschaukelnd lesen und schreiben. Hätte nicht gedacht, dass schreiben funktioniert. Tut es. :o)

Auf den Juli-Kalenderblättern steht "Müßiggang und Trödeln sind meine Kraftquellen für schwierige Zeiten." und auf dem Meditationskalender "Ich schöpfe Kraft aus der Stille." Ich freue mich sehr, dass ich das in meinen Alltag wirklich integrieren konnte und gleichzeitig liebevoll mit mir umgehen, weil ich so vieles nicht anfangen konnte, was mein Verstand plante... Statt dessen habe ich genossen, was ging und offensichtlich erst dran war: Still draußen sitzen, meine Morgenseiten schreiben. Die Amseln beim Baden beobachten. Die Libellen, die am Morgen ihre mit Tautropfen beschwerten Flügel trocknen lassen, bis sie wieder leicht sind und damit fliegen können. Mich über das Rotkehlchen freuen, das auf meinem Stuhl kurz landet, mich anschaut und weiter fliegt. Eine im Schlaf wuffende und grunzende Minu, die sich entspannt und wohl fühlt. In der Hängematte die Beine ausstrecken, die Füße in die Luft und in den Himmel träumen...

Nach all der Arbeit, die wir in den letzten Wochen seit Ende April investiert haben, ist das ein schönes Erlebnis. Genießen, was wir geschaffen haben. Und ich tue das in meiner eigenen Hängematte und mein Mann in seiner. Ich bin so froh, dass ich mir selbst eine gegönnt habe.

Ich wünsche Ihnen und mir uns noch viele schöne Sommertage, wo wir uns einfach wohlfühlen und es uns gut geht!

Jetzt mache ich mich ran an die Texte für die August-Impulse. Das Seerosen-Bild sieht anziehend aus, habe ich sie auch gerade im Teich wie weiße Sterne blühen! (Hier können Sie die Bilder des Tischkalenders 2014 'Ich bin gut zu mir' anschauen.) Sie duften übrigens ganz leicht, eine Blüte habe ich mir auf den Tisch in eine Wasserschale geholt.

Anja Kolberg

PS: Ich habe fünf neue E-Cards gestaltet. Viel Freude beim Verschicken.

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Dienstag, 22 Juli, 2014

Hängematten-Gefühl

Vorige Woche wünschte ich mir einen Ausschalter für meinen Kopf. Grübelnde Gedanken - sie wollten nicht aufhören.

Am Donnerstag kam die Hängematte, die sich mein Mann schon lange gewünscht und davon geschwärmt hatte. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich schon mal in einer gelegen hatte. Bei der Bestellung las ich wie sich Schreibabys darin beruhigen, weil der Stoff dicht um sie liegt. Aha, interessant, dachte ich nur. Mehr nicht.

Dann lag mein Göttergatte endlich drin, in seiner heißersehnten Hängematte und guckte ganz glücklich. "Komm, probier doch auch mal aus." "Neee, lass mal." "Doch, mach mal, nachher komme ich gar nicht mehr in meine rein, weil du immer darin liegen willst." "Jaja."

Freitag morgen habe ich es dann probiert und mich schibbelig gelacht, weil sie so hoch hängt und ich Schwierigkeiten hatte, in das wackelige Ding reinzukommen. Doch unbeobachtet habe ich mich getraut und es geschafft. Eigentlich wollte ich darin meine morgendlichen Dankesübungen schreiben - das sind zehn Dinge, für die ich dankbar bin und warum. Sonst mache ich das ziemlich flott.

Und nun? In der Hängematte kam mir die Frage: Warum? Meine Gedanken waren wie ausgeschaltet. Alles grübeln hatte aufgehört. Ich sah in den Himmel. Wie schön blau er war. Und die Pflanzen um mich herum. So viel unterschiedliche Grüntöne. Herrlich. Ich lag da mit dem Gefühl gehalten zu werden. Glück - so fühlt sich Glück an. Gelassenheit machte sich breit, alles Grübeln - welches Grübeln? - weit entfernt von mir.

Ich war so dankbar, dass mein Mann mich gedrängt hatte, seine Hängematte auszuprobieren. Ich verstand, warum er darin so glücklich war und unbedingt eine haben wollte. Als ich ihm dann als er nach Hause kam, mein glückliches Gesicht zeigte und das ich seine Hängematte ausprobiert hatte, sagte er nur: "Komm, bestell dir auch eine. Es ist noch Platz unter der Pergola." "Ach was, deine reicht doch, wenn du nicht da bist, nehme ich deine und sonst lege ich mich einfach wie bisher auf die Gartenbank." "Gönn dir das doch." "Ach was, das geht doch so."

Samstag nach dem Frühstück wollte er am PC was erledigen und seine Hängematte war frei. Ich hatte auf der Gartenbank gelegen und gelesen. Ganz schön hart. Eigentlich könnte ich ja nochmal kurz, dachte ich zu dem bunten Stoffsegel schielend. Stellte mich auf die Zehenspitzen und schaffte es hinein. Sofort stellte sich Ruhe und Frieden in mir ein. Gehalten und geliebt werden ist die beste Beschreibung, die mir einfällt. Ja, ich kann Schreibabys verstehen. Auch ich beruhigte mich. So fühlt sich bestimmt das Gefühl im Bauch der Mutter für die Babys an. Schwerelosigkeit, beschützt sein und damit einhergehend Sorglosigkeit machte sich in mir breit.

Innere Zufriedenheit. Glück. Gelassenheit. Liebe. Glücklich sein dürfen.

Da lag ich und war einfach froh. Einfach da. Von elf bis halb drei habe ich dort gelegen, in den Himmel geguckt, mich entspannt, verschiedene Liegepositionen ausprobiert, endlich mit dem Buch 'Ein ganzes halbes Jahr' angefangen (so schön!) und dann - hab ich mir mein Netbook geschnappt und mir meine eigene Hängematte bestellt. Ich wollte dieses Gefühl haben. Mit meinem Mann zusammen. In meiner eigenen Hängematte.

Es tut so gut, mir das gegönnt zu haben. Und ich wünsche jedem diese Hängematten-Gefühle und so einfach den Kopf mal ausschalten zu können. Ich wünsche mir, dass es gaaaaanz lange noch so ist und immer wieder, wenn ich reinschlüpfe.

Gestern Nachmittag lag ich dann mit Fleecejacke und Decke wieder in dem grünen Stoffwunder, Sprühregen um mich herum und das Buch in der Hand. Himmel, welch ein glücklicher Moment für mich. Ich bin so froh, Ihnen das schreiben zu können.

Entspannte Grüße,

Ihre Anja Kolberg

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Dienstag, 15 Juli, 2014

Was steht im Zentrum meiner Aufmerksamkeit?

Wenn ich traurig bin, weil ich meine innersten Wünsche, Ziele, Bedürfnisse nicht erfülle - oder sie sich nicht erfüllen - hilft diese Frage:

Was steht im Zentrum meiner Aufmerksamkeit?

Steht dort das Ziel, das ich erreichen möchte? Stehe ich dort? Oder steht dort das Problem anderer Menschen, um das sich meine Aufmerksamkeit dreht? Steht dort das Wohlbefinden anderer? Steht dort ein Projekt, das gar nicht meines ist? Engagiere ich mich für etwas, das mir nicht am Herzen liegt?

Die Dinge rutschen, wenn ich sie mir nicht bewusst mache, einfach dorthin. Wenn in meinem Focus Themen stehen, die nicht meine sind, macht das auch die selbstloseste Helfernatur auf Dauer mürbe. Es macht unzufrieden, ist ungesund und tut weh, sich selbst zu vergessen.

Deswegen ist es wichtig, mal hinzuschauen, um was sich meine täglichen Gedanken drehen. Auf der Arbeit wird das natürlich die Arbeit sein, aber wofür setze ich sonst meine Energie ein? Aufmerksamkeit ist für mich Liebe. Und die will gut eingesetzt sein. Denn es gilt die Flugzeug-Notfall-Regel: Erst wenn wir uns selbst gesichert haben (Sauerstoffmaske auf), können wir anderen helfen (anderen beim Aufziehen der Maske helfen). Sonst reicht die eigene Kraft und Lebensfähigkeit nur noch für wenige Minuten.

Als ich mich das letzte Woche fragte, spürte ich, dass dort wieder einmal ein Thema stand, das nicht meines war. 80% meiner Aufmerksamkeit waren darauf focussiert und ich engagierte mich dafür, als sei es mein eigenes. Doch das ist es nicht, denn meine eigenen Themen, Projekte blieben liegen, weil dafür kein Raum, keine Kraft mehr war. Ich überlegte:

Was würde die souveräne Person in mir tun, die sehr gut für sich sorgt und ihre Herzensthemen verwirklicht?

Sie würde das Thema, welches nicht ihres ist, zur Seite schieben. Es mitlaufen lassen. Aber ins Zentrum der Aufmerksamkeit ihre Wünsche stellen und die Energie in deren Verwirklichung stecken. Darauf liegt bei ihr der Focus, darum drehen sich die meisten Gedanken und fließt Energie hin.

Ich neige dazu, andere Menschen und ihr Wohlbefinden, die Projekte anderer ins Zentrum meiner Aufmerksamkeit zu stellen. Letzte Woche habe ich das überprüft und mein Thema wieder ins Zentrum gestellt. Zumindest gedanklich. Das hat gut getan. Es gibt weitere Schritte, die ich unternehmen kann, um das zu verstärken. Das steht noch an wie zum Beispiel mein Vorhaben schriftlich festzuhalten oder in Bildern. Automatismen sind stark - deswegen geht es darum, immer wieder hinzuschauen: Worauf konzentriere ich mich gerade? Nehme ich mich wichtig und meine Wünsche und Bedürfnisse oder habe ich wieder jemand anderes ins Zentrum meiner Gedanken, meiner Taten genommen? Also: Überprüfen - korrigieren - auf mich selbst konzentrieren.

Mein Verhalten zeigt, dass mir andere Menschen sehr wichtig sind und ihr Wohlbefinden. Es zeigt auch, dass ich mich gut für andere begeistern kann und in ihre Projekte viel Energie fließen lassen. Bis zu einem gewissen Grad ist das ok, doch wir sind nicht für andere Menschen auf der Welt. Wir sind für uns selbst hier. Um das zu tun, was wir für richtig halten, was uns bewegt.

Nein, das hat nichts mit Egoismus zu tun, sondern mit seelischer Gesundheit. Es schließt die anderen nicht aus, sondern setzt die Reihenfolge richtig. Gleich wie bei der Flugzeug-Notfall-Regel. Nur wenn es mir selbst gut geht, kann ich auch für andere da sein. Und manchmal bin ich dadurch dass ich etwas für mich tue, für andere da. Wenn es mir selbst gut geht, geht es meinem Umfeld automatisch auch besser.

Heute nehme ich mir vor, meine Herzenswünsche bewusst in den Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit zu stellen. Und ich werde einen Schritt nach vorne gehen und ihm so mehr Energie und Auftrieb geben.

Herzliche Grüße vom Weg zu einem selbstbestimmten Leben

Anja Kolberg

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Montag, 14 Juli, 2014

Was wir gemeinsam schaffen können

Wir sind Fußball-Weltmeister!

Was für ein Spiel. Spannend. Quälend. An den Nerven aller zehrend. Kräftemessen gleich guter Teams - ein würdiges Endspiel. Das kleine Quentchen mehr hat den Ausschlag gegeben. War es Glück? Kondition? Teamgeist? Wir werden es nicht erfahren, weil es zu den Geheimnissen des Lebens gehört. Auch nicht wie der Trainer der Nationalmannschaft und sein Betreuungs- und Beratungsteam es geschafft haben, ein so Früchte tragendes Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen. Jeder für jeden. Keiner ist besser. Keiner ist der Star. Die Mannschaft - alle miteinander sind ein ganzer Sternenhimmel.

Dieses Miteinander und Füreinander hat mich begeistert. Es hat mir gezeigt, was wir in Gemeinschaft leisten können. Selbst wenn wir angeschlagen ein Projekt beginnen, wenn fest geglaubte Stützen wegbrechen, wenn Verletzungen auftreten oder gar zwischendurch der Glaube an das erhoffte Ziel verschwindet, weil es einfach unerreichbar erscheint. Selbst dann.

Wir haben es geschafft. 'Ganz Deutschland ist Weltmeister', sagte Manuel Neuer. Wir alle haben unseren Beitrag dazu geleistet. Wie ein riesengroßes Puzzle, das ein Meisterwerk ergibt. Puzzlesteine sind die Spieler, ihre Fähigkeiten, Talente, körperliche Fitness, Physiotherapeuten, Trainer, Organisatoren im Hintergrund, die Familien, die Begleiter der Vergangenheit, wir die Fans und noch viele unbekannte Puzzlesteine mehr. Jeder und jede ist wichtig.

Sei es beim Fußball oder in unserem Alltag: In Teams auf der Arbeit oder in unseren Familien. Nicht nur die in der ersten Reihe für alle sichtbar sind, zählen, also die auf dem Spielfeld, beim Kunden oder die das Geld nach Hause bringen. Auch die im Verborgenen sind unverzichtbarer und wirksamer Bestandteil und sie sehen und spüren ihren Wert. Manche Dinge sind nur zu schaffen, weil es ein starkes Hintergrundteam gibt. Ohne ein stabiles Fundament hält kein Gebäude, keine Familie, kein Auftrag und gibt es keinen Weltmeistertitel. Das ist unser aller Alltag. Ja, jede und jeder von uns kann sagen: 'Durch mich gelingt ein Projekt. Durch mich gibt es ein stabiles Fundament.' Alle - ja auch die es sich nicht vorstellen können - tragen zu etwas großem Ganzen bei, es muss dafür nicht bewusst sein.

Als es zum Ende der zweiten Verlängerunshalbzeit ganz arg wurde, hoffnungslose Mienen auf beiden Seiten, da dachte ich nur, jetzt muss noch mal alles mobilisiert werden. Wer weiß, wann wir wieder diese Chance haben. Und ich begann mein Mantra: "Wir schaffen das. Wir schaffen das. Wir schaffen das..." und "Deutschland schießt ein Tor. Deutschland schießt ein Tor..." und dann - ich konnte es kaum glauben, fiel es wahrhaftig. Bei der letzten Chance von Messi Minuten vor Ende murmelte ich: "Wir sind eine Mauer. Mauer. Mauer." und er verfehlte das Tor. Es ist unerheblich, ob das, was ich tat, eine Wirkung auf das Spiel hatte (? wow, das wäre ein Wunder, kicher), aber mir hat es gut getan, weil ich mich auf das Gute, die Möglichkeiten konzentriert habe. Wenn ich schon keinen direkten Einfluss auf den Verlauf habe, kann ich wenigstens zuversichtliche Gedanken in die Zukunft werfen. Hoffen auf ein gutes Ende. Mental unterstützen und glauben.

Bastian Schweinsteiger, der verletzt wird, Rempler und Tritte einstecken muss wie kein anderer und wieder und wieder aufsteht und weiter macht. Er hat mich beeindruckt. Es zeigt mir, zu was wir in der Lage sind, wenn wir etwas wirklich wollen. Das Zitat fällt mir ein: "Wer ein warum zum Leben hat, erträgt fast jedes wie." (Friedich Nietzsche)

Der Geist der Nationalmannschaft, der Geist dieses Wunders steckt auch in uns. In jeder und in jedem. Wenn wir wissen, wofür wir uns einsetzen, wenn wir an einem Strang ziehen, Weggefährten haben, dann sind wir stark, dann stecken wir Niederlagen weg, stehen wir wieder auf und arbeiten so lange an dem Ziel, bis wir es erreicht haben.

Daran und an das Wir-Gefühl in unserem Land möchte ich mich erinnern, wenn ich wieder vor einer Herausforderung stehe.

Eine gute und starke Woche!

Ihre Anja Kolberg

PS: Und nun - das Beste zum Schluss:


Einen Wunsch in die Zukunft habe ich auch: Der Frauen-Fussball erhält die gleiche Begeisterung und Aufmerksamkeit. Unsere Frauen wurden 2003 und 2007 Weltmeisterinnen. 2007 im Finale übrigens gegen Brasilien, im Turnier glänzten sie mit dem höchsten WM-Sieg aller Zeiten (11:0 gegen Argentinien), sie waren dort auch der erster WM-Teilnehmer ohne Gegentor während eines Turniers. Nebenbei sind die amtierende 8fache Europameisterinnen (!) und neben den USA das erfolgreichste Frauen-Fußballteam der Welt. (Da gibt es noch viel mehr zu berichten...)

Da bleibt mir glatt der Mund vor Staunen offen stehen. So viele Ressourcen, die mir gar nicht bewusst sind und die ich nicht genieße. Es wird Zeit, aus dem Vollen zu schöpfen und uns unsere Schönheit, Stärke, Können und Möglichkeiten bewusster zu machen. Wir sind noch viel mehr als dieser Weltmeistertitel. Es gibt jede Menge stille Ressourcen! Wow! Nicht nur beim Fußball, sondern auch in unzähligen anderen Bereichen unseres Lebens und Alltags und vor allen Dingen in uns selbst! *Hüpf*Jaaa!*

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Samstag, 05 Juli, 2014

Flügelschlagen

Schöner Moment. Links neben meinem Schreibtisch hängt schon ein oder zwei Jahre eine mehrteilige Kette aus den oben abgebildeten Herzflügeln. Heute früh lief mir ein Zitat von Paulo Coelho über den Weg. Es sprach mich sehr an, ich druckte es aus und hängte es unter die Kette.

Das Zitat lautet: "One day, you will wake up and there won't be any more time to do the things you've always wanted." Eines Tages wirst du aufwachen und da wird keine Zeit mehr sein, um die Dinge zu tun, die du immer tun wolltest.

Nach dem Aufhängen beantwortete ich weiter E-Mails. Mein Mann kam rein, wir unterhielten uns, er verließ den Raum und stellte noch einen der beiden Fensterflügel auf Kipp. Nach einiger Zeit wehte ein Windstoß die Gardinen auf und die metallenen Figuren bewegten sich.

Durch das Geräusch wurde ich aufmerksam, als hätten sie dies das erste Mal getan. Sie klapperten gegen die tapezierte Steinwand, als wollten sie sagen: "Schau hin!", was ich auch tat.

Paulo Coelho blickte mich an. Erinnerte mich mit seinem Spruch an die Dinge, die ich noch nicht tue, aber schon immer vorhatte.

Warum hatte ich den Text ausgedruckt und aufgehangen, wenn ich mich damit doch nicht beschäftigte? Das Klappern - ein schöner Wink des Himmels. Flügelschlagen der Seele. Tanz zwischen den Welten. Ein zauberhafter Denkanstoß für mich:

Was wollte ich schon immer tun oder erleben? Was ruft in mir nach Erfüllung? Da fällt mir so einiges ein. Ich muss es heute nicht verwirklichen, nicht anpacken. Ich kann es aber mit Energie versorgen, in dem ich hinschaue, in mich hinein höre. Und das ist bereits der erste Schritt.

So wie der Wind durch ein leicht geöffnetes Fenster die Flügel des metallenen Herzens zum Schlagen bringt. Sanft. Leise. Vorsichtig. Und doch aufweckend und unüberhörbar rufend.

Wissen Sie was? Erst jetzt, wo ich das Foto mit dem Spruch für diesen Artikel bearbeite, sehe ich, dass ich "Do it now." übersehen habe. Tue es jetzt.

Einen schönen Tag voller zauberhafter Gedanken

Ihre Anja Kolberg

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Saisonschluss. Pause bis zum Verkauf der Tischkalender 2017.
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