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Dienstag, 07 März, 2006
***Rapa Nui - Eine Liebe auf der Osterinsel
T I P P !Die Kölnerin Stephanie Pauly begibt sich Anfang 40 auf eine einjährige Auszeit, die sie um die Welt führen soll. Nicht aufhalten lassen will sich die Lehrerin, viel reisen und sehen. Auf ihrer ersten Station, der Osterinsel, lernt sie den Einheimischen Karlo kennen. Der studierte Künstler lebt einsam, ohne Wasser und Strom in einer selbst gebastelten Behausung an der Anakena-Bucht. Karlo hat für sich eine Frau bei seinen Göttern bestellt und Stephanie ist es für ihn. Der Hühne wünscht sich, dass sie bei ihm bleibt und seine Frau wird. Hin und her gerissen lässt Stephanie sich ein auf ein neues, karges Leben und schiebt ihre Weiterreise auf, um dann eines Tages den Entschluss zu fassen, ganz bei ihm zu bleiben und die Zelte in Köln nebst ihrer Krankenversicherung abzubrechen. In diesem Buch berichtet sie von ihrem (steinigen) Weg, der sie reicher leben lässt, als sie jemals in ihrem bisherigen Leben gelebt hat. Sie berichtet offen von ihren Ängsten und Gefühlen und nimmt die Leserin mit auf ihre Reise.
Immer wieder nimmt sie Bezug auf das Gedicht von Hermann Hesse:
Ich wünsche mir nicht
In mein früheres Leben zurückzuspringen.
Aber ich wünsche mir Einmal, wenn die Stunde kommt
Und es notwendig sein wird,
Mich auch losmachen und springen zu können,
Bloß nicht zurück ins
Geringere Sondern vorwärts und ins Höhere.
Anja Kolberg: Ein wundervolles Werk, das Mut macht, seiner Bestimmung zu folgen, auch wenn der Weg noch so steinig ist. Stephanie Pauly regt ganz nebenbei dazu an, über das eigene Leben und den Überfluss, in dem wir leben, nachzudenken. Die Autorin zeigt, wie reich ein Leben sein kann, das ganz einfach ist. "Ich bin ein- nicht ausgestiegen", so empfindet die Kölnerin ihre neues Leben auf der Osterinsel. Eine auch spirituelle, wahre Geschichte mit Tiefgang!



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